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DIE
GROSS-SCHMETTERLINGE
DER ERDE
EINE SYSTEMATISCHE BEARBEITUNG DER BIS
JETZT BEKANNTEN GROSS-SCHMETTERLINGE
IN VERBINDUNG MIT NAMHAFTEN FACHMÄNNERN
HERAUSGEGEBEN VON
Prof. Dr. ADALBERT SEITZ
I. ABTEILUNG — PALAEARKTISCHE FAUNA — BAND 1—4
II. ABTEILUNG — EXOTISCHE FAUNA — BAND 5—16
Q. BAND
ALFRED KERNEN, VERLAG, STUTTGART
1927
DIE
IN DO- AUSTRALISCH EN
TAGFALTER
MIT 177 TAFELN
V
TEXT-BAND
v
ALFRED KERNEN, VERLAG, STUTTGART
1927
/
Alle Rechte, besonders die der Uebersetzung,
Vorbehalten.
Printed in Germany.
Copyright 1927 by Altred Kernen, Verlag, Stuttgart.
Druck von H. Laupp jr, Tübingen.
V orwort.
Indem ich mit diesen Worten der Einführung den 9. Band der „Groß- Schmetterlinge der Erde“ ab¬
schließe, fühle ich mich ganz besonders zur Bitte um eine milde und nachsichtige Beurteilung gedrängt . Ist
schon an sich die gegenwärtige Zeit infolge der europäischen Wirren für das Herausbringen großer und kost¬
spieliger Werke die denkbar ungeeignetste, so hat dieser 9. Band noch unter ganz besonders empfindlichen
Schicksalsschlägen zu leiden gehabt. Der gesamte Band war ausgearbeitet, die ersten 800 Seiten schon aus¬
gegeben und alle Tafeln vorbereitet, als der Krieg ausbrach ; lediglich die textliche Bearbeitung der Lycaenidae
stand noch aus. Diese war von verschiedenen bekannten Autoren anfangs zugesagt, aber stets wieder aufgegeben
worden, bis der Bearbeiter der meisten andern Abteilungen des Bandes, H. Eruhstorfer, sich entschloß, auch
dieses Kapitel noch zu übernehmen. Aber nachdem die Tafeln seiner Anordnung gemäß fertig gestellt waren,
wurde er zu jahrelanger Arbeitspause genötigt und als er eben im Begriffe war, die Arbeit wieder aufzunehmen,
vom Tode ereilt.
Eine nochmalige Herstellung der 22 sehr komplizierten Ly caeniden-Taf ein, nach den etwaigen Vor¬
schlägen anderer Bearbeiter, war ganz ausgeschlossen und da sich begreiflicherweise kein Mitarbeiter finden
ließ, der sich in allen Stücken nach den schon ausgegebenen Tafeln richten wollte, so war der Herausgeber
gezwungen, das Kapitel selbst zu übernehmen.
Bei dieser Arbeit habe ich es für richtig gehalten, mich ganz an die Maximen H. Frühst oreers zu
halten, auch da. wo meine persönliche Auffassung sich nicht mit der seinigen deckt. Einesteils war ich hierzu
durch die nach Fruhstorfers Angaben und Vorlagen hergestellten Tafeln gezwungen, von denen doch der
Text nicht abweichen durfte, andernteils habe ich geglaubt, so die Homogenität mit den andern Kapiteln des
Bandes, die bis auf die Papilionidae sämtlich von Eruhstorfer bearbeitet sind, besser zu wahren. Glücklicher¬
weise konnte mit dankenswerter Hilfe des Herrn Dr. von Rosen in München noch manche Auskunft über die
Abbildungsvorlagen erlangt werden; manche Zweifel allerdings blieben unlösbar, da weder Manuskript noch
Notizen aus dem Fruhstorferschen Nachlaß zu erreichen waren. Es scheint, daß Eruhstorfer in der Ab¬
sicht, Neubeschreibungen an den entsprechenden Stellen einzureihen, einige ganz unbekannte Schmetterlings¬
arten abbilden ließ, mit denen spätere Bearbeiter absolut nichts anfangen konnten, da jede Unterlage fehlte.
Die Klärungsversuche kosteten wiederum mehrere Jahre, und so ist es gekommen, daß die Herausgabe
der Lycaenidae volle 12 Jahre, von 1915 — 1927, in Anspruch nahm, während die rund 900 Seiten der übrigen
Tagfalter Indo-Australiens in wenigen Jahren bewältigt und in programmäßigen Abständen erschienen waren.
Die 177 Tafeln des Bandes sind nach der auch bei den andern Ländern angewandten Methode herge¬
stellt, fast alle nach der Natur und ich kann nicht genug danken für die hilfreiche Unterstützung bei der Be¬
schaffung und Verarbeitung des Vorlagenmaterials. Mein Dank gebührt in erster Linie Lord Rothschild.
der die Entnahme sämtlicher von Dr. Jordan bearbeiteter Papilionidae aus dem Tring-Museum gestattete.
Ferner stand mir aus dem Senckenberg-Museum in Frankfurt die reichhaltige Sempersche Sammlung zur
Verfügung, so daß fast alle philippinischen Arten nach authentischen Exemplaren bzw. Typen abgebildet
werden konnten. Meine eigene Sammlung, heute gleichfalls im Senckenbergianum in Frankfurt a. M.. die in
ihrer Gesamtheit wohl über 70 000 Exemplare enthielt, war auf zahlreichen Reisen in Indien. China und Austra¬
lien zu einer ansehnlichen Reichhaltigkeit gebracht worden; für die Tafeln 51 — 162 hatte Frfhstorfer die
Originale fast sämtlich seiner Sammlung entnommen und so konnte eine annähernde Vollständigkeit der Ab¬
bildungen in der Art erzielt werden, daß von allen Spezies, deren Erlangung für die Sammler nicht gar zu un¬
wahrscheinlich ist, eine oder einige Formen wiedergegeben worden sind. Auch hier war das leitende Prinzip
VI
VORWORT.
eine tunlichste Beschränkung derjenigen Tafeln, die den Anschaffungspreis des Werks erhöht hätten. Von
den riesigen Zeuxidia wurden dabei nur etwa 20% der bekannten Formen abgebildet, von den kleinen Lycae-
niden aber oft bis zu 60% aller benannten Rassen, weil, während erstere sich leicht durch die Beschreibung
erkennen lassen, die kleinen Falter mit ihren subtilen Unterscheidungen eine Vermehrung kleiner Bilder be¬
sonders erwünscht und dabei räumlich tragbar erscheinen ließen.
Nachdem die Bearbeitung der Hesperiden. die gleichfalls der Arbeitsmethode Frtihstorfers angepaßt,
schon im Jahre 1914 fertig gestellt wurde, im Warten auf die vorangehenden Lycaeniden bis 1927 ungedruckt
hatte liegen müssen, entstand die Frage, ob diese jetzt nochmals umgearbeitet und durch Nachträge auf das
heutige Datum eingestellt, oder ob sie so. wie sie war, gedruckt werden sollte. Daß ich nach einer flüchtigen
Durchsicht den Abdruck in kaum veränderter Form vornahm, hat seinen Grund darin, daß eine entsprechende
Umgestaltung den längst fertigen, zum Teil schon ausgegebenen Tafeln nicht mehr entsprochen hätte und Tafeln
und Text sich im Werk doch decken sollen. Auch kam mir die Zunahme an Material seit 1914 nicht so
sehr groß vor, und wenn alle seitdem beschriebenen Formen lückenlos nachgetragen worden wären, so hätten
die Hesperiden in ihrer Bearbeitung mit den andern Teilen des Werkes nicht mehr übereingestimmt. Zudem
ist bereits die Zeit gekommen, wo die Supplementa für das Gesamtwerk in Arbeit genommen sind, so
daß eine nennenswerte Verspätung nicht entsteht, wenn die seit 1914 publizierten Neuentdeckungen in diesen
Supplementband aufgenommen werden. Nur diejenigen größeren Publikationen, die schon 1914 erschienen
waren, infolge der Blockade aber nicht nach Deutschland gelangen konnten, wie Walterhouse u. Lyell
und ähnliche, wurden bei einer nochmaligen Ueberarbeitung nachgetragen.
Die außerordentlich große Zahl beschriebener indo-australischer Formen — der Index enthält rund
14 000 Namen — machte eine allseitig gekürzte und auf das notwendigste beschränkte Behandlungsweise zu
einer Vorbedingung. Durchschnittlich standen nur 2 — 3 Zeilen für jede Form zur Verfügung und die Bearbei¬
tung konnte nirgends über ihre ursprüngliche Aufgabe hinausgehen. Ganz besonders ist auf eine Unter¬
suchung der Artberechtigung der einzelnen Formen fast nirgends eingegangen worden, so wenig wie in den
andern Bänden. Solche Entscheidungen ohne Begründung, die meist anatomische Umstände in Betracht
zieht, sind von sehr geringem Wert, und ausführliche Begründungen wieder sind ihrer räumlichen Weitschweifig¬
keit wegen hier ganz unmöglich. In welchen Fällen eine Form ihrer geographischen Nachbarform gegenüber
„Lokalrasse“ oder „vikariierende Spezies“ ist, wird in vielen Fällen bis zu gewissem Grade Ansichts¬
sache bleiben und kann daher hier nicht diskutiert werden. Wir beschränken uns darauf, die zu gemein¬
samen Besprechungen der Differenzen geeigneten Formen in Paragraphen zu ver¬
einigen; diese Regel wird ja naturgemäß meistens die Formen einer „Spezies“ (sog. „Gesamtart“) auch in
einer Besprechung zusammenbringen ; aber mit diesen Zusammenstellungen darf nicht die Annahme verbunden
werden, daß alles gemeinsam Besprochene damit zu artlicher Zusammengehörigkeit gestempelt werden soll. Kri¬
tiken, wie die, das gewisse in den „Groß- Schmetterlingen“ zusammengenannte Formen „falsch zusammen¬
gestellt“, oder daß die „Artrechte verkannt“ worden seien, wie sie immer wieder auftauchen, sind darum absolut
gegenstandslos, bis vielleicht auf die seltnen Fälle, wo dieser Frage im Text vom Bearbeiter ausdrücklich gedacht
worden ist.
Nur durch die kursorische Behandlungsweise war es überhaupt möglich, das außerordentliche umfang¬
reiche Material der indo-australischen Tagfalter meinem Bande zusammenzufassen. Dabei wurde ohnedies
der Umfang, der auf höchstens 1000 Seiten und 150 Tafeln bemessen war, um 100 Seiten und 27 Tafeln über¬
schritten. Es war darum von vornherein ausgeschlossen, dem von englischer Seite geäußerten Wunsche, die
schon in Bd. 1 behandelten Paläärktiker, welche auch in das indische Gebiet eindringen, statt sie nur mit einem
Hinweis auf Bd. 1 zu nennen, nochmals ausführlich und besonders auch im Bilde in Band 9 zu bringen, zu ent¬
sprechen. Davon, daß die Möglichkeit, die Faunenbände einzeln zu beziehen, hierzu verpflichte, konnte ich
mich nicht überzeugen. Die Chance, einzelne Bände zu kaufen, soll lediglich ein Entgegenkommen an
spezialistisch interessierte Leser bedeuten; aber darum ist das Gesamtwerk um nichts weniger als ein Ganzes
gedacht und ich halte mich nicht für berechtigt, um einzelner Spezialisten Willen eine Einrichtung zu treffen, die
durch Wiederholung in Text und Bildern den Bezug des Gesamtwerks verteuern würde, auch wenn diese Ver¬
teuerung - — wie die Zuschriften meinen — nur 1 — 2 Dutzend Tafeln oder einige Bogen Text betragen würde.
Seit Erscheinen des Werks hat die Nomenklaturfrage stets im Vordergründe des Interesses von
Fachmännern wie Laien gestanden. Als das Werk zu erscheinen begann, hatte gerade der damalige Stand der
Angelegenheit das Resultat ergeben, daß eine Durchführung der „internationalen Nomenklaturregeln“ als
eines obligatorischen Kodex von der Mehrheit der Zoologen abgelehnt worden war. Der Heraus¬
geber hat darum geglaubt, daß ein auf Wissenschaftlichkeit Anspruch machendes Werk, auch wenn es rein und
ausschließlich entomologisches Material behandelt, sich nicht von dem für die allgemeine Zoologie maßgebenden
Standpunkt entfernen und nie vergessen darf, daß die Entomologie nur ein Zweig der Zoologie ist. Bei
den internationalen Kongressen habe ich nicht den Eindruck gewinnen können, daß sich die „internationalen
Regeln“ jemals Gesetzeskraft erwerben würden. Ihre Unzulänglichkeit hat sich zu deutlich gezeigt, um eine
andere Auffassung zuzulassen. Sie haben ihre Hauptaufgabe — die Nomenklatur zu stabilisieren — nicht
VORWORT.
VII
nur nicht erfüllt, sondern gerade im Gegenteil durch Auslegungsdifferenzen die Verwirrung dermaßen gesteigert,
daß diese kaum noch größer werden kann. Es ist darum bei internationalen Besprechungen bereits als eine
Ausflucht aus dem Labyrinth bezeichnet worden, wenn später einmal große Sammelwerke oder umfassende
Kataloge, sobald diese existieren, als Regulativ für Nomenklaturfragen festgesetzt würden; Rufe nach Schieds¬
gerichten, nach Kommissionen mit zwingender Entscheidungskraft usw. wurden laut. Es war damals - und
ist heute noch mehr — ganz unmöglich, vorauszusagen, auf welchem Wege es einmal gelingen wird, eine Eini¬
gung in den verschiedenen Nomenklaturfragen zu gewinnen; daß eine Erteilung von Gesetzeskraft an die seit¬
herigen ,, Nomenklaturregeln“ allgemeine Billigung fände, scheint mir heute nicht wahrscheinlicher, als beim
Abschluß der früheren Bände.
Darum habe ich es den einzelnen Herrn Bearbeitern überlassen müssen, inwieweit sie diese Regeln
durchzuführen gewillt sind. Widerstand von seiten des Herausgebers gegen die jedem Bearbeiter sympathische
Gebrauchsweise hätte in der Nomenklaturfrage nichts genützt, dagegen die Arbeitsfreudigkeit der Mitarbeiter
beeinträchtigt, ohne zu einer Einigung zu führen.
Der heute in weiten Kreisen beliebten Gewohnheit, auch geringfügige Abweichungen von der Type
und feinere Unterschiede in Färbung und Zeichnung mit eigenem Namen zu belegen, ist in weitem Maße
von verschiedenen Bearbeitern Rechnung getragen worden. Der Herausgeber hat hierin geglaubt, sich jeder
Beeinflussung der in der Wissenschaft hervorragenden Spezialisten enthalten zu sollen. Einziehung bereits
gegebener Namen hätte stets, sollte sie nicht als unberechtigte Willkür erscheinen, eine umständliche Begrün¬
dung verlangt, die den verfügbaren Raum um ein Vielfaches überschritten hätte und ist darum hier unter¬
blieben und den Monographen Vorbehalten worden.
Die Tafeln des neunten Bandes haben sich keine andere Aufgaben gestellt, als die der andern Bände,
besonders auch die des Paläarktenteils. Sie sollen und können keine Kunstwerke sein, da das gesamte Werk
auf den Endzweck der Brauchbarkeit und Billigkeit eingestellt ist. Die Kunstanstalt von Wer¬
ner & Winter, bei der fast sämtliche Tafeln ausgearbeitet wurden, hat bei andern Werken (wie z. B. bei Saal-
müller, Lepidoptera von Madagaskar) bewiesen, daß sie, wenn es sich um die Herstellung weniger aber kost¬
spieliger Tafeln handelt, das Beste liefern kann, was von Insekten-Abbildungen bis jetzt existiert. Um aber
den Preis auf der geringen Höhe zu halten, welche die Anschaffung der „Groß-Schmetterlinge“ neben den
Bibliotheken und Universitäten auch den höheren Schulen und den minderbemittelten Sammlern leicht
macht, mußten Methoden gewählt werden, die für unerhebliche Feinheiten (im Haarkleid, in der Be-
schuppung usw.) eine vollendete Sicherheit nicht mehr bieten. Auf einen Rekord hinsichtlich der Ausführung
von Details, die für die Kenntlichkeit und Brauchbarkeit der Bilder zum Zweck der Bestimmung nicht unbe¬
dingt nötig sind, ist oft verzichtet worden, um die Zahl der Abbildungen bis zu einer noch nicht dagewesenen
Höhe vermehren zu können. Auch in der Billigkeit des neunten Bandes glauben wir einen Rekord erzielt zu
haben, da 5000 kolorierte Abbildungen unter der Beigabe von 1100 Textseiten wohl noch nie zu einem
billigeren Preise geliefert worden sind.
Daß bei einer so großen Zahl von Figuren nicht alle restlos geglückt sind, wird kein billig Denkender
verübeln wollen. Die während der langen Erscheinungszeit an den Herausgeber gerichteten Anschriften lassen
hoffen, daß die meisten Bezieher des Werks dessen Zweck erkennen und von den Leistungen im allge¬
meinen befriedigt sind; weiteres haben wir nicht erstrebt; die ,,Groß-Schmetterlinge“ sind ein Werk, das allge¬
mein verbreitet und fleißig benützt, aber nicht gerühmt und als teures, Wenigen zugängliches Prachtwerk ge¬
schätzt werden will.
Bei der Auswahl der abzubildenden Formen sind zum großen Teil solche bevorzugt worden, die
noch nicht in den großen Werken von Felder, Moore, Semper etc. abgebildet worden sind; aber auch wer
' diese Werke nicht zur Hand hat, wird sich mit Hilfe der stets die Unterschiede hervorhebenden Text-Para¬
graphen leicht orientieren können.
Eines großen Mißstandes muß hier gedacht werden, der sich in den zahlreichen Unstimmigkeiten
zwischen den Tafelbezeichnungen und den im Text eingefügten Hinweisen auf die Figur findet. Ursache davon
ist wesentlich der Umstand, daß nach Fertigstellung der Tafeln, die hier abgebildeten Formen von der früher
beschriebenen Form, unter deren Namen sie abgebildet waren, vom Autor als neue Nebenformen abgezweigt
wurden. Eine Aenderung der ursprünglichen Figurenbezeichnung auf der meist längst ausgegebenen Tafel
war natürlich dann unmöglich. Manche dieser Differenzen hätte sich vielleicht vermeiden lassen, wenn die
Tafelbezeichnungen durch Ziffern anstatt durch in die Platte eingeschriebene Namen bewerkstelligt worden
wären. Aber in andern so behandelten Werken wie in Felders Novara-Reise u. a. ist das Aufsuchen
der Namen nach den Ziffern derart zeitraubend und umständlich, daß ich die Interessen der Leser so besser zu
wahren glaubte, auch wenn späterhin mehrfach Korrekturen in den Tafeln vorgenommen werden müssen,
für die ein genaues Verzeichnis ausgearbeitet wuxde.
HIV
VORWORT.
Freilich hat das Einsetzen der Namen in eine der Farbplatten auch eine größere Anzahl von Druck¬
fehlern verursacht, da sich Kunstplatten nicht ebenso korrigieren lassen, wie ein Schriftsatz in Lettern. Wir
hoffen, daß die durch solche Beschriftungsweise verursachten Druckfehler durch die so herbeigeführte viel
größere Handlichkeit des Werks aufgewogen werden.
Ein Werk, das sich über ein so ungeheures Material erstreckt, muß sich naturgemäß aller reforma-
torischen Umgestaltung nach Kräften enthalten : solche ist Aufgabe kritischer Monographien. So wandelt
auch der 9. Band, wo angängig, auf betretenen Wegen und sieht eine Hauptaufgabe darin, allen vermeid¬
baren Widersprüchen mit der älteren Literatur aus dem Wege zu gehen, nicht aber darin, die höchst
schätzenswerten alten Spezialwerke, auf denen sich das Werk autbaut, zu entwerten.
Mit dem 9. Band schließt die zweite große Etappe des Gesamtwerks, insofern damit sämtliche bekannten
Tagfalter der Erde Bearbeitung gefunden haben. Auf 549 Tafeln sind mehr als 20 000 Figuren von Tag¬
faltern gebracht, und da der gesamte Text der Tagfalter aller Faunen rund 30 000 benannte Formen aufzählt,
so entfällt durchschnittlich auf jede zweite Form eine Figur, so daß sich wenigstens diejenigen Arten, die
dem privaten Sammler unter die Hände kommen, ziemlich lückenlos in irgendeiner Form abgebildet finden.
Da zwischen den Tagfalterlieferungen hindurch auch bereits 400 Heterozeren-Tafeln erschienen sind,
so sind nach Beendigungen der soeben erscheinenden exotischen Saturniden und Sphingiden jetzt alle größeren
Nachtfalter bereits bearbeitet bis auf wenige Gattungen der Cossidae und Noctuidae, so daß die Bewältigung
des gesamten Materials in Bälde erwartet werden darf. Jedenfalls konnte ein erheblicher Teil der durch die
Kriegs- und Revolutionszeit verursachten, fast 10jährigen Verschleppungs-Pause, in der nur langsam und
mühsam fortgearbeitet werden konnte, wieder eingeholt werden. Die fühlbare Erholung und Kräftigung,
die mir mein gegenwärtiger Aufenthalt im Innern Brasiliens gebracht hat, werden nach meiner Rückkehr
nach Europa hoffentlich im baldigen Abschluß des Werks ihren Ausdruck finden.
Einstweilen sage ich allen, die mich bei der Bewältigung der großen Aufgabe unterstützt haben, hier
meinen aufrichtigen Dank; besonders gilt derselbe Herrn Prof. Dr. Draudt, Darmstadt, der mich für die Zeit
meiner gegenwärtigen Erholungsreise von der mühsamen Arbeit der Organisation und Redaktion zu entlasten
die Güte hatte.
Es bleibt noch zu erwähnen, daß die Verantwortlichkeit von seiten des Herausgebers sich stets nur
auf den in deutscher Sprache erscheinenden Text erstreckt. Von der französischen Ausgabe, die ganz in Hände
der Firma le Mottet übergegangen ist, habe ich keinerlei Kenntnis.
Araraquara . 24. März 1927.
Dr. Adalbekt Seitz
Darmstadt.
Die
Groß-Schmetterlinge
der Erde
Eine systematische Bearbeitung
der bis jetzt bekannten Großschmetterlinge
In Verbindung mit namhaftesten Fachmännern herausgegeben
von
= Dr. Adalbert Seitz -
Direktor des zoologischen Gartens zu Frankfurt a. M.; correspondierendes,
arbeitendes und ordentliches Mitglied vieler wissenschaftlicher Gesellschaften
STUTTGART
FRITZ LEHMANN VERLAG
1908
ix 1
Alle Rechte Vorbehalten.
= II. ABTEILUNG: -
Die
Exotischen Großschmetterlinge
- - IX. BAND: —
Die Großschmetterlinge
- des -
Indo-australischen Faunengebietes
Alle Rechte Vorbehalten.
Einleitung.
Fachzoologen sowohl wie Sammler, die Ost-Indien nicht aus eigener Erfahrung kennen, verbinden
mit dem Namen dieses Landes zumeist den Begriff unübersehbarer Formenfülle. In der Vorstellung, die der
Laie sich von einer indischen Landschaft macht, überdeckt gewöhnlich eine üppige Wuchervegetation jedes
Fleckchen Erde und Lepidopterologen, die Süd- Asien nur aus den individuenreichen Kollektionen der Cen-
turienhändler kennen, werden leicht zum Glauben verleitet, jede beliebige Örtlichkeit Indiens berge eine
unerschöpfliche Menge noch ungehobener Schätze für den Sammler; jede intensivere Sammeltätigkeit müsse
eine Fülle von Neuentdeckungen bringen und ertragsarme Tagesexkursionen seien dort eine Unmöglichkeit.
Das trifft aber nur sehr bedingt zu. Schon bei der beliebtesten Touristenreise durch Indien, von
Ceylon via Tuticorin nach Madras — Bombay — Calcutta — Darjeeling kann man sich überzeugen, dass Ost¬
indien doch nur streckenweise das üppige Märchenland ist, das dem an unsre dürftige europäische Scholle
gebundenen gleich einem verlorenen Paradies in unerreichbarer Ferne vorschwebt. Stunden- und tage¬
lang führt der Weg durch Gegenden, die, in gleichmässigster Weise mit jungen Baumwollstauden bestanden
und ihrer ursprünglichen Vegetation beraubt, ungeheuren Kartoffelfeldern von der Grösse kleiner Königreiche
gleichen. Zuweilen auch geht die Fahrt auf der indischen Hochebene durch völlig pflanzenarme, dürre
Gegenden, bei deren Durchquerung man sich in die afrikanischen Wüsten versetzt glaubt. Der Übergang
von solchen Einöden in prächtige, oft paradiesische Täler ist mitunter ganz unvermittelt, und die Plötzlichkeit
des Wechsels mag dazu beitragen, die Mächtigkeit des Eindrucks noch zu erhöhen, mit dem die neubetretene
Landschaft auf uns einwirkt.
Wie örtlich, so treffen wir auch zeitlich zuweilen jähe Gegensätze. Eine vorderindische Land¬
schaft, die wir zur Regenzeit, als alles grünte und blühte, zum ersten Male gesehen, kennen wir zur Zeit
der Trockenperiode nicht wieder. Dicker, weisser oder roter Staub bedeckt die lederharten, vergilbten
Blätter der einst so frisch anmutenden Sträucher und Bäume. Die Fluss- und Bachbetten liegen trocken und
bleiern legt sich die heisse, zitternde Luft über die tote Landschaft. Erst wenn die Sonne gesunken ist
erwacht ein Teil der dürftigen Tierwelt zu scheuem Nachtleben, um sich wieder in oder an die Erde zu
flüchten, sobald das Tagesgestirn an dem ungetrübt blauen Himmel emporzieht.
So kann man auch lepidopterologisch Indien als das Land der Kontraste bezeichnen. Örtlich kon¬
statieren wir Lokalitäten von einer überaus wechselvollen und formenreichen Fauna und auch solche, wo,
wenigstens während des grössten Teils des Jahres die Falterwelt selbst hinter besseren europäischen
Gegenden beträchtlich zurück bleibt. Unscheinbare, fahl gefärbte Kümmerformen bilden die Mehrzahl der
uns entgegentretenden Schmetterlingsgestalten, so arm an Pracht und Farbe wie die sie umgebende freud¬
lose Natur. Und so kontrastiert auch je nach der Jahreszeit die Fauna eines und desselben Ortes. Indien
ist das Land des Saisondimorphismus, der sich bei einersehr grossen Zahl von Schmetterlingen in einer
so auffälligen Weise ausspricht, wie, von einigen afrikanischen Landschaften abgesehen, wohl in keiner
andern Region der Erde. Die Regenzeitformen sind meist grösser, bunter, satter gefärbt und vielfach auch
häufiger als die zugehörigen Trockenzeitformen. Auch entwickeln sich die Trockenzeitformen meist lang¬
samer als die Regenzeitformen, so dass bei gleichlanger Dauer beider Jahreszeiten die Regenzeit mehr Gene¬
rationen reift, als die Dürre.
Schon in der allgemeinen Einleitung im ersten Band ist gesagt worden, dass die indoaustralische
Fauna sich aus zwei recht verschiedenen Faunentypen zusammensetzt, die aber völlig ineinander hinein¬
gewachsen sind. Der erste Typus der Fauna ist der spezifisch indische, der sich über ganz Indien mit
sämmtlichen malayischen Inseln ausgedehnt hat. Er sendet einzelne Ausläufer in die paläarktische Region,
hat am Südhang des Himalaya und in den malayischen Ländern seine Hauptzentren und hat sich, von
Norden kommend, weit über Australien ergossen, die ärmliche australische Fauna, die den zweiten Typus
bildet, mit Gewalt nach Süden hinabdrängend. So blieb dann diesem zweiten Typus nur der Süden und
Westen des australischen Kontinents, Tasmanien und, einen letzten Faunenrest beherbergend, Neu-Seeland.
IX 1
2
EINLEITUNG. Von Dr. A. Seite.'
Dort im äussersten Süden, wo bereits rauhe und lange, zuweilen auch regenreiche Winter das Land für die
indischen Einwanderer ungeeignet machen, hat sich der Typus der älteren australischen Schmetterlingsfauna
noch erhalten. Die neuholländischen Synemon, die Hepialus und Xyleutes , die Charagia , Oxycanus, Pielus und
die merkwürdige Zelotypia stacyi sind solche australische Urbewohner ; primitive Bombyciden, Mikrolepidop-
teren und von den Tagfaltern Satyriden aus den Gattungen Heteronympha Hypocysta, und Xenica.
Nicht allein der Wechsel der Jahreszeiten macht die indischen Falter dimorph. Gerade der für
die Entwicklung einer reichen Falterfauna bestgelegene Teil des indo-australischen Gebietes, nämlich die
Region der äquatorialen Wälder, ist durch die Gestaltung des malayischen Meeres in zahlreiche grosse und
kleine Inseln und Halbinseln zerrissen. Je nachdem dieselben den Passaten ausgesetzt, in, an oder jenseits
der Grenze regelmässiger Winde liegen, hat sich ein fast für jede der hinterindischen Inseln eigentümlicher
Charakter ausgebildet, der zuweilen bei einander ganz naheliegenden Inseln grundverschieden sein kann. So
kommt es denn, dass die Falter des indomalayischen Gebietes fast auf jeder Insel oder Inselgruppe eigene,
in ganz bestimmter Richtung abweichende Formen entwickelt haben. Diese Charakteristika können mini¬
male sein und sich so wenig bemerklieh machen, dass frühere Autoren ihrer nicht einmal Erwähnung taten :
sie können aber auch so sehr in die Augen springen, dass sie jedem, der sich in einem derart speziali¬
sierten Gebiet befindet, sofort zum Bewusstsein kommen. A. R. Wallace schon erwähnt, dass die meisten
Falter aus bestimmten Gegenden von Celebes einen ganz übereinstimmend gebogenen, von dem anders
domizilierter Artgenossen verschiedenen Vorderrand der Flügel haben und L. Kuhlmann, der die Tagfalter
von Cerarn mit denen anderer Inseln verglich, stellte fest, dass von allen Lokalformen einer Art fast stets
die grösste auf Cerarn lebt.
Als ein drittes Moment, das auf die Entwicklung des Polymorphismus begünstigend wirkt, haben wir
im allgemeinen Teil die Mimicry hervorgehoben. Da fast jede der oft weit voneinander getrennt liegenden
Inseln ein anderes Modell besitzt, so war der Nachahmer gezwungen, in den verschiedenen Distrikten eine
andere Verkleidung zu wählen. So fliegt z. B. der einen Aristolochienfalter nachahmende Papilio polytes
überall, von Ost-China bis zum westlichsten Ost-Indien. Es gibt aber keinen Aristolochienfalter von gleicher
Verbreitung; im Himalaya fliegt P. aristoloclniae , auf Ceylon hector und ceylanicus, auf Borneo anüplius etc.
So konnte das nachahmende P. polytesX nur auf den Flugplätzen das P. aristolochiae sein diesem nachgebil¬
detes polytes- Kleid behalten und musste auf Ceylon als romulus das hector- Kleid , auf Borneo als melanides
das antiphus- Kleid anziehen u. s. f. Es gibt kein überzeugenderes Moment für den Nachweis einer ziel¬
bewussten Nachbildung bei der Mimicry, als eine genaue Durchmusterung und geographische Vergleichung
der einzelnen Schmetterlingsformen der indo-australischen Fauna.
Am abwechslungsreichsten ist in seiner Produktion tropischer Falterformen das indische Gebiet im
malayischen Archipel. Von da aus nimmt der Falterreichtum am schnellsten nach Süden ab. Die inner-
australische Wüste war für die meisten indischen Einwanderer unüberschreitbar. Nur der schmale Wald¬
strich längs der Ostküste Australiens bot einer beschränkten Zahl ansehnlicherer Tagfalter einen Weg, weiter
nach Süden vorzudringen. Im ganzen ist der Süden Australiens aber sehr arm besonders an Tagfaltern und
es schien mir bei meinen Wanderungen über die blumenreichen aber fast völlig tierleeren Pflanzenteppiche
von Neu-Süd- Wales oft unerklärlich, dass eine so reiche und dem Schmetterlingsleben so überaus günstige
Vegetation so fremdartig tot sein und selbst bei herrlichem Sommerwetter so ungenossen entstehen und
vergehen könne.
Nach Osten hin hat der Ozean der malayischen Falterwelt keine weite Verbreitung gestattet. Immer
lichter, ungleichmässiger und kleiner werden die Inselgruppen, immer wütender die Brandung des Meeres
hei hohem Seegang und immer gewaltiger die Stürme , die die Küsten der Eilande peitschen. Gerade die
alles wegfegenden Orkane sind es, die der Verbreitung der leichtbeschwingten Falter Einhalt tun und
ihre Existenz gefährden, ln meiner Bearbeitung der Falter der Marshallinseln habe ich die Vermutung
ausgesprochen, dass die Falterfauna jener äussersten Inseln zuweilen teilweise oder fast völlig vernichtet
wird und sich dann erst wieder durch gelegentliche Zuzügler von neuem bilden muss; so kommt es, dass
eine bestimmte d. h. jahrein, jahraus durch dieselben Falterarten gebildete Fauna im äussersten Osten des
indischen Gebietes überhaupt nicht mehr existiert, d. h. dass ein Sammler vor 40 Jahren eine andere Zu¬
sammensetzung der Schmetterlingswelt auf gewissen entlegenen Inseln konstatieren musste, als er sie heute
an denselben Lokalitäten finden würde.
Nach Westen hin fällt die Grenze im Süden des Gebietes in den indischen Ozean. Die ärmliche
Fauna der Lakkadiven und die noch dürftigere der Maldivs zeigen nur Fragmente vorderindischer Einwande¬
rung; Seychellen und Maskarenen haben neben vielen spezifischen, aber stets dem äthiopischen Typ ver¬
wandten Formen durchaus afrikanische Fauna, so dass also der breite zwischen dem 60. und 70. Längegrad
gelagerte Meeresstreif als die Faunenscheide anzusehen ist. In seinem nördlichen Teil tritt das indische Gebiet in
Süd- Arabien an das äthiopische, in Vorder-Asien an das paläarktische Gebiet heran. Wo in dem lepidoptero-
logisch noch wenig erforschten Hoch-Arabien die genaue Grenze verläuft, können wir heute noch nicht ent¬
scheiden. Maskat ist ganz indisch, Aden durchaus afrikanisch in seiner Falterfauna. Zwischen diesen beiden
Distrikten dehnen sich Wüsten, die vom Nedsclul breit nach Südosten ziehen und in der aussen felsigen
innen sandigen Küstenstrecke zwischen Makalla und Mirbad das Meer erreichen. In diesem Zwischenlande
EINLEITUNG. Von Dr. A. Seitz.
gibt es vermutlich nur ganz wenige Schmetterlinge, hauptsächlich Noctuiden aus den Gattungen Anomie,
Eurrhipia, Ophiusa und einige beiden Faunen gemeinsame Tagfalter wie Junonia oenone, Hypolimna s misippu.-.
Lycaena baetica und wenige andere.
Schwieriger gestaltet sich die Begrenzung des indo-australischen Gebietes gegen den Nordwesten
und Norden. Der südlichste Teil von Persien, Beludschistan und das Pendschab sind noch indisch, bilden
aber die Grenzländer, denen sich die Distrikte von Kangra und Kulu im südlichen Kaschmir anschliessen.
Aber in Kaschimir selbst ist nur der Südabhang des Himalaya noch indisch; in höheren und besonders in
den nach Norden offneren Lagen, wo der Sommer nicht mehr jene furchtbare Gluthitze bringt, die in der
Umgebung von Lahore die Erde zur Wüste gemacht hat, drängen sich schon paläarktische Formen in solcher
Anzahl vor, dass sich die Fauna kaum noch durch einzelne schwache indische Beimischungen dem Nachbar¬
gebiet angliedert.
Östlich von diesem gewaltigen gegen Kaschmir gerichteten Vorstoss nach Norden tritt die indisch-
paläarktische Grenze wieder schroff nach Süden zurück. Das im Winter eisigkalte, schneedurchwehte Tibet
duldet keine indische Fauna mehr. Was sich in den glühenden Tälern des unteren Indus und Ganges be¬
haglich fühlt, müsste dem schneidenden Winde des hochgelegenen Tibet erliegen. Erst gegen Nepal, Sikkim
und Buthan hin ziehen Doppelreihen schützender Gebirgskämme, die dem südlichsten Gebiete Tibets den
Charakter eines faunistischen Grenzlandes aufdrücken. In Tibets Osten dann , wo ein noch gänzlich uner¬
forschtes, von gewaltigen nordsüdlich streichenden Gebirgsketten durchzogenes Land die Wasserscheide
zwischen den Stromgebieten des Mekong und des Yangtsekiang bildet, mag die natürliche Grenze beider
Faunengebiete gelegen sein. Dann folgt sie dem wechselvollen Yang-tse-Tale. Nur da, wo dieser Riesen¬
fluss im südlichen Se-fschuen in weitem Bogen gegen Yün-nan herunterstösst, verläuft sie nördlich von ihm,
im Süden von Ta-tsien-lu ; dann folgt sie, durch die chinesische Ebene hindurch, dem 30. Grad nördl. Breite.
Die Feststellung der indisch-paläarktischen Grenze , die ich schon in der Einleitung zum paläark-
tischen Teil genau geschildert habe, habe ich mir sehr angelegen sein lassen. Nicht eine Liste von kritiklos
registrierten Arten einer Gegend oder gar die ganz wertlose Zusammenstellung von Gattungen, die ja nicht
als etwas bestimmt gegebenes der Subjektivität entbehren, gibt uns sicheren Aufschluss über die Zugehörigkeit
eines Gebietes, sondern nur der Überblick für faunistische Betrachtungen geschulter Augen, am besten bei per¬
sönlicher Beobachtung. Das Vorfliegen einer Melanitis leda beweist uns nicht, dass wir uns auf indo-australischem
Boden befinden, wohl aber können wir sie da, wo sie ihr häufiges Vorkommen zum Charakterschmetterling
der Landschaft macht, als Zeugen anrufen für die Behauptung, dass wir im indischen Tiergebiet wandeln.
Durch eigene Beobachtung konnte ich mich überzeugen, dass die Bestimmungen über die Frage,
welchem Faunengebiet ein Ort angehört, keineswegs sonderlich subtil sind. In Shanghai sind, nach der
Massenhaftigkeit ihres Vorkommens in eine fortlaufende Reihe gebracht, die 10 häufigsten Tagfalter die
jeweiligen Lokalformen folgender Arten:
Pieris napi , Colias hyale, Gonepteryx rhamni, Pyrameis cardui , Chrysophanus phlaeas, Papi/io xuthiis,
Sericinus telamon, Lycaena baetica ., Pieris melete, Parnara guttata.
Auf dem nur 10 Grade südlicher gelegenen Hongkong ist auch nicht eine dieser Arten zu irgend
einer Zeit des Jahras besonders häufig; nur Lycaena baetica und Pyrameis cardui treffen wir überhaupt dort
an. Die 10 häufigsten Rhopaloceren auf Hongkong, gleichfalls nach Häufigkeit des Vorkommens geordnet
(so wie es etwa während des Oktobers zutrifft), sind folgende:
Terias hecabe, Danais vulgaris , Euploea superba, Melanitis leda , Pieris canidia , Messaras erymauthis , Eeptis
eurynome, Mycalesis perseus, Catopsilia pomona, Plebomoia glaucippe.
Einen grossen Teil dieser Arten haben wir im I. Teil unsres Werkes als im paläarktischen Gebiet
beobachtet kennen gelernt, aber dann niemals als Charakterschmetterling; sämtliche von diesen 10 Arten
sind gerade durch ihr zahlreiches, zuweilen massenhaftes Vorkommen für ihre Heimatländer charakteristisch.
Aber auch nur die häufigsten Falter einer Gegend eignen sich für die Beurteilung zoogeographischer
Streitfragen; als Seltenheiten haben sie, weil Ausnahmeerscheinungen, teils nur ganz untergeordneten, teils
gar keinen Wert.
Da auch auf der japanischen Südinsel die gemeinsten Falter Lycaena argiolus, Chrysophanus phlaeas ,
Pieris napi, Ypthima argus, Pieris melete, Papilio machaon etc. etc. sind, so ist diese Insel noch absolut und
durchaus paläarktisch , mögen auch noch so viele sonst indische Papilio als vorübergehende Sommer¬
erscheinungen auftauchen; und ebenso ist die Linchoten-Tnsel Okinawa mit ihren Hestia, Danais, Hebomoia,
Hypolimnas etc. durchaus indo-australisch. So scheidet denn auch im chinesischen Meer der 30. Breitegrad
die Inseln beider Faunengebiete.
Viel weniger als bei geographisch-statistischen Unterscheidungen ist man bei Charakterisierung des
Habitus einer Fauna auf die Berücksichtigung der Individuenzahl angewiesen. Vom Habitus erhält man den
besten Begriff nicht nur an Ort und Stelle, sondern indem man die möglichst vollständige Sammlung aus
einem bestimmten Gebiet an den Augen vorüberziehen lässt. Die Summe der Variationen an Gestalt, Fär¬
bung und Zeichnungsanlage ist es hier, die uns einen Überblick gewährt und die die hervorstechendsten
Eigentümlichkeiten zum Bewusstsein bringt. Bei der Einleitung in den amerikanischen Teil unsres Werkes
schon haben wir hervorgehoben, dass im indischen Gebiet bei weitem nicht die gleichmässig elegante Pracht-
4
EINLEITUNG. Von Dr. A. Seitz.
färbung aus strahlenden, meist gell) oder metallblau über den tiefschwarzen Flügelgrund ziehenden Bändern
oder Flecken so verbreitet ist, wie im tropischen Amerika. Das herrliche Blau der Morpho, Prepona, Myscelia,
Callicore, vieler grossen Thecla etc. ist im indischen Gebiet ganz zurückgedrängt; gewaltig angewachsen aber
sind die Ockerfarben, die sich mitunter durch ganze, formenreiche Genera in Indien hindurchziehen ( Cynthia ,
Cirrhochroa, Messaras , Charaxes, Clerome etc. etc. Völlig fehlen die im tropischen Amerika so zahlreichen Glas¬
falter wie die Ithomiiden, Haetera, die Zeonia etc. etc. Dagegen sind die Indier weit reicher an grotesken
und übertriebenen Formen, die oft selbst dem Laien ein berechtigtes Erstaunen abnötigen, wie z. B. Lepto-
circus, Butanitis, Himantopterus , Cyrestis usw.
Indem wir bezüglich der Einzelheiten im Charakter der verschiedenen, im indo-australischen Gebiete
vertretenen Faltergruppen auf den speziellen Teil verweisen, greifen wir hier nur einzelne besonders hervor¬
stechende oder für das Gebiet besonders charakteristische Eigentümlichkeiten der Familien heraus.
Die Papilioniden aus dem Südosten der Alten Welt sind durch eine Gruppe weit bekannt, die früher
als eigene Gattung unter dem Namen Ornithoptera sich einer ganz besonderen Aufmerksamkeit der Liebhaber
und Sammler erfreute. Durch Grösse und Pracht der Farben in gleicherweise ausgezeichnet, gehören sie tatsäch¬
lich zu den imposantesten Erscheinungen der Tierwelt, die wir kennen. Wie wenig befriedigend auch die seither
versuchten biologischen Erklärungen gewesen sein mögen, so ist klar, dass wir in den Ornithoptera Natur¬
bildungen vor uns haben, bei denen die Erreichung einer gewissen hervorragenden Schönheit unstreitig
Schöpfungszweck selbst gewesen ist ; mag dieser Zweck nun der Ausdruck schöpferischer Laune sein oder
durch Selektion angezüchtetes Endresultat einer Reihe von biologischen Notwendigkeiten. Die Übereinstim¬
mung der verschiedenen Ornith optera-F or m en , die im männlichen Geschlechte bald in rotgoldner, bald in grüner,
blauer oder gelber Prachtfärbung gegen ihre eintönigen Weibchen kontrastieren, ist hierin umso bemerkens¬
werter, als die Ornithoptera morphologisch keine in sich geschlossene Gruppe bilden und das Genus auf
streng systematischer Basis kaum gehalten werden kann. Mit den in Indien weitverbreiteten Aristolochien-
faltern sind sie zweifellos congenerisch und unter den Papilioniden der Neuen Welt finden sich analoge
Gruppen. — Die Parnassier zeigen im indischen Gebiet kaum selbständige Formen; vielmehr sind die Ver¬
treter der Apollo-Falter im Norden des indischen Gebiets sämtlich Lokalformen übrigens paläarktischer Arten.
— Eine sonderbare Modifikation der Papilioniden finden wir dann noch in den spezifisch indischen Lepto-
circus, langschwänzigen, glasflügeligen Falterchen von hesperidenartigem Habitus, die mit schnurrendem
Flügelschlag von Blüte zu Blüte schwirren, indem sie die bandartigen Flügelanhänge wechselweise heben
und senken.
Die Pieriden sind zunächst durch die bunten Unterseiten sehr vieler Arten bemerkenswert, die
in den Delias ihre höchste Ausbildung erhalten und hier oft geradezu ideal schöne Zusammenstellung
intensiv gefärbter Bänder und Fleken zeigen , wie sie in gleicher Pracht weder in Amerika noch in Afrika
oder Europa auftreten, wenn auch die bunte Unterseite bei gewissen Pieriden der Neuen Welt ( Perhybris ,
Dismorpkia, Archonias) als ein Produkt der Mimicry öfters vorkommt.
Bei den Danaiden ist die Entwicklung der gigantischen Uestia im indischen Gebiet erwähnenswert.
Ist schon die Musterung und Färbung der Hestien auffällig und ungewöhnlich, so ist es noch mehr der
Flug, der jeden Passanten indischer Wälder überrascht stehen bleiben und nachsinnen lässt, wie es dem
Tier möglich sei, mit scheinbar feststehenden, halbaufgerichteten Flügeln sich bald nach der einen, bald nach
der andern Seite tragen zu lassen. Die Danais selbst zeigen in Indien einen immensen Individuenreichtum,
und wetteifern darin mit den Euploea, deren Scharen zuweilen wie dichte Wolken die blühenden Bäume
überdecken oder in langandauernden Schwärmen über das Land ziehen.
Solchen Massenvermehrungen gegenüber treten die Satyriden im indo-australischen Gebiet entschieden
zurück. Besonders im tropischen Teil des Gebietes halten sich die eigentlichen Satyriden in geringen, ein¬
tönig düsteren Formen und nur die Untergruppe der Elymniinae entwickelt, wesentlich durch Mimicry ge¬
schaffene, bunte Kleider, erborgt von lebhaft gefärbten Danais und schillernden Euploea. In seinem Norden
bekommt das indische Gebiet noch etwas von der Statt lichkei t der benachbarten paläarktischen Satyriden
ab, und im südlichen Australien entwickelt die Familie nochmals wechselvollere Formenreihen, die aber einen
Vergleich mit analogen Distrikten der nördlichen Halbkugel nicht aushalten.
Die Morphiden des indischen Gebietes bilden weder unter sich eine homogene Gruppe, noch stehen
sie in direkter Beziehung zu der amerikanischen Gattung Morpho , die der Benennung der Familie zur Grund¬
lage diente. Viel eher finden sich zwischen ihnen und den neotropischen Brassolidae Analogien. Im Grossen
betrachtet finden wir in den alt- wie den neuweltlichen Morphiden Modifikationen des Satyridencharakters,
die bald durch ursprüngliche, bald durch auf Gonvergenz beruhenden Übereinstimmungen miteinander har¬
monieren. Eine solche ist die Nächtlichkeit der Schwarmzeit, die Ernährung der Raupe mit Monoco-
tyledonen und manches andere.
Die Nymphaliden treten, Avie in allen andern Gebieten, so auch im indo-australischen Gebiet gleich-
mässig, sicher und universell auf. Wie sie in bestimmten Argynnisformen noch in Grönland, Alaska und
Novaja Semlja mit der Unwirtlichkeit der Natur kämpfen, so finden wir die Pyr ameis , Junonia und hypo-
limnas noch über das südliche Eismeer wandernd und auf den vorgeschobensten Posten im grossen Ozean,
wo sie wie Pyrameis gonerilla und tammeamea mitunter noch zu kräftigen, charakteristischen Formen erstarken.
EINLEITUNG. Von Dr. A. Seite.
Die Eryciniden verschwinden im grossen indo-australischen Gebiet. Wie kleine Nachahmungen der
Nymphaliden treten sie uns fast überall entgegen, aber nirgends massenhaft und ohne sich an irgend einer
Stelle in ähnlicher Formenfülle entwickeln zu können, wie im amerikanischen Gebiet.
Die Lycaeniden erreichen in den Arhopala eine beträchtliche Grösse und einen oft wundervollen
strahlenden Blauglanz. Aber auch die kleinsten bekannten Arten kommen im indo-australischen Gebiete vor,
die winzigen Zizera , deren kleinste Formen nur bei aufmerksamem Absuchen der Grasbüschel in gebückter
Stellung noch gesehen werden können und die sich bei Gefahr wie kleine Mückchen zwischen die Halme
verkriechen. Auch finden sich unter den indo-australischen Lycaeniden viele biologisch interessante Arten,
die zeitweise als Ameisengäste leben und sich sogar mitunter im Raupenstadium von der Ameisenbrut zu
nähren scheinen.
Die indischen Hesperiden sind in ihrem Auftreten weit weniger formenreich wie die amerikanischen,
enthalten aber viele besonders grosse Arten. Manche Gattungen, wie die Tsmene, Phopalocampta, Hasora etc.
haben z. T. eine nächtliche Lebensweise und halten sich den Tag über versteckt.
Als Übergangstiere von der grossen Abteilung der Tagfalter, speziell von den Grypocera zu den
Heteroeeren, können wir, so wie die amerikanischen Castnien die altweltlichen Synemon ansehen. Sie bilden
eine auf Australien beschränkte Gattung und ihr besonders zahlreiches Vorkommen im Westen und Süd¬
westen dieses Erdteils beweist uns, dass es sich bei ihnen um eine alte, von der eingewanderten indischen
Fauna des Nordens bis in den letzten Erdenwinkel gedrängte Gattung handelt; ihre engere Zusammen¬
gehörigkeit mit den tropisch-indischen Neocastnia und den ächten, neuweltliehen Castnia dürfte schwer nach¬
zuweisen sein.
Die Zygaenidae sind besonders durch die Gruppe der Ghalcosier im indo-australischen Gebiet ver¬
treten und bieten als solche alle denkbaren Grade von mimetischer Verfärbung. Auch die Gewohnheiten
haben sie von ihren Modellen entlehnt und täuschen bald geschützte Tagfalter, bald Syntomiden oder gar andere,
gar nicht zu den Lepidopteren gehörige Insekten vor. Sehr merkwürdig sind gewisse Parallelismen mit
amerikanischen Schmetterlingen. So suchen die Schmetterlinge der Gattung Amesia bei Gefahr zwar zunächst
ihr Heil in der Flucht, stellen sich aber beim Ergriffenwerden tot, indem sie, die Flügel nach hinten zu¬
sammenfaltend, reglos still liegen. Gleichzeitig stossen sie aber unter einem ächzenden oder piependen Ge¬
räusch schleimige Schaumflocken aus dem Thorax, die allmählich das ganze Insekt in einen gelben Speichel
hüllen, genau so, wie es die Angehörigen der amerikanischen Gattung Anthomyza machen. Die indischen
Himantopterus gelten, wie ihre afrikanischen Verwandten, für Termitenfreunde.
An einzelne Gruppen der Zygaenidenfamilie scheinen sich auch die Epicopeia anzugliedern, eine
derartig mimetisch veränderte Nachtfaltergattung, dass sich heute nicht mehr erraten lässt, welchen Habitus
die Tiere vor ihrer mimetischen Umgestaltung besessen haben können. Vielleicht entstammen sie Eistia-
ähnlichen Chalcosiern, vielleicht ist es richtiger, sie mit Hampson neben die Uraniidae zu stellen.
Die Syntomidae gehören sämtlich zu verhältnismässig wenigen Gattungen und lassen sich in ihrer
Variabilität und der mimetischen Verkleidungskunst mit den amerikanischen Angehörigen dieser Familie nicht
vergleichen. Wenn es auch hie und da zur Entwicklung hübscher Metallfarben in Indien kommt, so ist doch
die Mehrzahl der altweltlichen Syntomiden schwarzgelben Wespen nachgebildet und ihr Kostüm erscheint
daher vom biologischen Standpunkt aus mehr praktisch, als — wie das amerikanischer Glaucopiden, die tatsäch¬
lich fliegenden Edelsteinen zu gleichen scheinen — strahlend und die einen Vergleich mit den amerikanischen
Kolibri ebenso nahelegen, wie die Parallele, die man zwischen der Gruppe der Ornithoptera und den Paradies¬
vögeln Neu-Guineas gezogen hat.
Von ihnen leiten uns die höchst merkwürdigen papuanischen Cocytia zu den Lithosien und den
eigentlichen Arctiidae hinüber. Diese letztere Familie liegt insofern mit ihrem Hauptgewicht in der ge¬
mässigten Zone, als gerade die grössten und buntesten Arten nicht zwischen den Wendekreisen leben. Die
Lithosien und die Noliden sieht man allgemein als alte, ursprüngliche Gruppen an, von denen einige Parallel¬
zweige durch Fortentwicklung zu den Vorfahren der vollkommneren Heterocerengruppe der modernen
Schöpfung geworden sind. Sehr beachtenswert ist die Konstanz in Grösse, Habitus und auch z. T. Färbung,
welche die Lithosien der verschiedensten Länder miteinander verbindet und die sich in vielen Fällen selbst
bis auf die Lebensweise ausdehnt.
Die Lipariden erreichen im indo-australischen Gebiet ihre höchste Entwicklung. Wie im äussersten
Norden der arktischen Distrikte finden wir sie auch noch tief im Süden in im ganzen gleichartiger Entwicklung;
und wie sie Riesenformen nicht hervorbringen, so halten sie sich auch bezüglich der Färbung und Zeichnung
meist an die gleichen, bescheidenen Muster: ein lichtes, oft atlasglänzendes Gelb oder Weiss mit dunklem
Mittelmond und schwärzlichen Zackenlinien des Vflgls. Ja selbst hinsichtlich ihres biologischen Verhaltens
zeigen sie eine grosse Übereinstimmung. Wir sehen genau denselben, ringelnden Flug bei den siidost-
asiatischen Fantara, wie bei den europäischen Orgyja und ein vom Busch geklopftes Weibchen der austra¬
lischen Epicoma melanosticta nimmt genau dieselbe merkwürdige Stellung mit eingerolltem Hinterleit) und hoch¬
geschlagenen Flügeln ein, wie ein ergriffenes Psilura monacha- Weibchen aus einem norddeutschen Kiefernwald.
Die Limacodiden spielen im indo-australischen Gebiet eine hervorragende Rolle. In den indischen
Scopelodes und Phocoderma kommen die grössten bekannten Formen der Familie vor und in Australien deutet
G
EINLEITUNG. Von Dr. A. Süitz.
das Vorkommen vieler Limacodiden-Raupen auf den landeseigentümlichen Eucalyptus auf eine lange und
innige Anpassung an diesen Weltteil. Die höchst energisch wirkenden Nesselorgane der Raupe erreichen
wohl in der australischen Doratifera vulnerans ihre höchste Ausbildung, doch kann die chinesische Parasa
smmsis-Raupe fast ebenso stark stechen.
Die Psychiden müssen infolge einer gewissen Gleichmässigkeit in der Verbreitung im indo-australi¬
schen Gebiet mehr gegen die andern Heteroceren zurücktreten, wenn auch in der australischen Metura
elongata die grösste bekannte Form der Familie gefunden wird. Aber ebenso, wie sie an Artenzahl im
indischen Gebiet die des amerikanischen Gebietes übertreffen , so sehr bleiben sie an Individuenzahl hinter
ihren Vertretern in der Neuen Welt, wo einzelne Arten, wie z. B. Oiketicus platensis , zur ständigen Land¬
plage geworden sind, zurück.
Die Lasiocampiden, von im ganzen ziemlich gleichartiger Verbreitung über alle nichtpolaren Länder,
zeigen in manchen Distrikten des indo-australischen Gebiets bemerkenswerte Eigenheiten. Vor allem bilden
gewisse Sektionen dieser Familie einen Teil jener typischen australischen Urfauna, die, auf den Süden des
fünften Weltteils beschränkt, dort Formen hervorgebracht hat, für die uns auf andern Kontinenten jede
Parallele fehlt. Jeder der in Australien gesammelt hat, wird sich der gigantischen Zebrä-Raupen erinnern,
aus denen sich die früher zu den Saturniden gezählten Chalepteryx collesi entwickeln; ferner die spitz-
schnauzigen Opsirhina u. a. Wie sich im paläarktischen Gebiet der Kiefernspinner, Dendrolimus pini, bis zu
wäldergefäbrdender Menge vermehren kann, so treffen wir auch in Indien manche Lasiocampiden als aller-
häufigste Nachtfalter an; so in Indien und Süd-China die Trabala vishnu, deren bunte, mit pinselführenden,
gestreiften Köpfen versehene Raupen fast auf keinem Busch und zu keiner Jahreszeit fehlen. Durch mächtig
entwickelte Weibchen, die in einem ähnlichen Grössenverhältnis zu ihren nur mittelgrossen Männern stehen,
wie die Liparide Ocneria dispar, ist Suana concolor ausgezeichnet.
Die Saturniden erreichen in dem indischen Attacus atlas die grösste Form der Lepidopteren über¬
haupt, was die Flügelfläche betrifft , wenn sie auch an Spannweite von einigen Papilio -Weibchen aus der
Ornithoptera- Gruppe und von der amerikanischen Noctuide Thysania agrippina übertroffen werden. Im ganzen
hat das indo-australische Gebiet nicht so viel Saturnien wie Amerika, wohl aber in den langgeschwänzten
Coscinocera recht eigentümliche Formen.
Die Bombycidae und Eupterotidae sind wenig artenreiche Familien, die sich zwischen die Saturnien
und Lasiocampen einschieben. Die ersteren dürfen nicht unerwähnt bleiben wegen des Seidenspinners,
Bombyx mori , einem Tier von ungeheurer kommerzieller und kultureller Bedeutung. Wie wir schon in der
allgemeinen Einleitung (Band 1) bemerkt haben, lässt sich heute zwar mit Sicherheit annehmen, dass der
Seidenspinner aus China stammt, aber ob aus dem paläarktischen Norden oder dem indo-australischen
Süden dieses Landes kann bei der allgemeinen Einbürgerung und Verschleppung heute nicht mehr fest-
gestellt werden.
Die Sphingiden sind durch sehr viele Arten im indo-australischen Gebiet vertreten, aber ihre Raupen
zeigen weniger Neigung zu jenen harlekinartigen Riesenformen, wie sie Amerika in den zebra-artigen Pseudo-
sphinx und in den klobigen Philampelus anchemolus- und Paclu/lia- Raupen besitzt, unter deren Last sich
grosse Buschzweige zur Erde senken. Die grössten indo - australischen Sphingiden haben einfach grüne
Smerinthus- Raupen; es sind die auch auf das paläarktische Gebiet übergreifende Langia zenzeroides, die bis
zu 17 cm spannt und deren Raupe man für eine ungeheure Amorpha populi- Raupe halten könnte, deren
Seitenstreifen verloschen sind, sowie die noch grösseren Coequosa und Metamimas, die zur alten, nach Süden
gedrängten Australfauna gehören. Ihre Raupen sind zwar von Farbe grün mit den bekannten schrägen
Seitenstrichen, aber an Form vielleicht die sonderbarsten aller bekannten Sphingidenraupen. Während das
Schwanzhorn fehlt, ist der Kopf in eine lange, etwas gekrümmte Spitze ausgezogen, so dass er eine richtige
Fortsetzung des nach vorn auffallend verjüngten Raupenkörpers bildet. Denkt man sich die Raupe in ihrer
Ruhestellung, nämlich sehr stark vorn aufgebäumt, so bildet das Tier ein einziges grosses grünes Horn. —
Sonst sind die indo-australischen Sphingidenraupen oft Schlangenköpfen nachgebildet , deren zwei seitliche
Augenflecke durch den hier vielfach lebhaft schimmernden Emailleglanz nicht nur das Schlangenauge,
sondern auch den Schlangen blick imitieren; eine Erscheinung, für die ich in den paläarktischen Ländern
keine Parallele fand.
Die Notodontiden lassen sich infolge ihrer, schon bei der Einleitung in den amerikanischen Teil
erwähnten Heterogenität kaum gemeinsam besprechen. Als auffallend kann hervorgehoben werden, dass
sich manche gerade besonders sonderbare Formen, wie Cerura, bis ins fernste Australien finden. Manche
Gruppen, von denen die paläarktische Fauna nur kleine, unscheinbare Formen kennt, erreichen in der indo-
australischen Fauna eine Achtung gebietende Mächtigkeit.
Die Noctuen des indo-australischen Gebietes verhalten sich zu denen der paläarktischen Länder,
wie die von Südamerika zu den nordamerikanischen Formen. An Stelle der Catocala, treten die Opliideres,
an Stelle der Mania und Spintherops die fledermausartigen Patida und Nyctipao. Sonderbare Veränderungen
der männlichen Hinterflügel zeigen sich mehrfach bei indo-australischen Rieseneulen und stehen vielleicht im
Zusammenhang mit den eigentümlich rasselnden oder knackenden Tönen, welche die Männchen beim Fliegen
hören lassen und die mich lebhaft an das Klappern der neotropischen Ageronia erinnerten. Im ganzen
EINLEITUNG. Von Dr. A. Sktt/.
/
genommen bilden die Eulen in 'dem indo-australischen Gebiet nicht jenen überwiegenden ßesiandteil der
dortigen Lepidopterenfauna, wie dies im paläarktischen Gebiete der b'all war.
Die indo-australischen Geometriden endlich halten sich auch im indo-australischen Gebiet in gleich-
massigen Grenzen wie im paläarktischen und amerikanischen Gebiet. Elphos- und Erebotnorpha- Arten sind,
wie im paläarktischen Gebiet, so auch dort die grössten Spannerformen. Ihre Schlankheit steht in merk¬
würdigem Gegensatz zu den schweren, dickbauchigen Oenochroma, die zu den echt australischen Merkwürdig¬
keiten gehören. Irrigerweise glaubte man eine Zeitlang in den Nyctalemon eine gigantische Spannerform
gefunden zu haben, deren Raupe aber 1 6 füssig ist und die an der Seite der Urania wohl an der richtigen
Stelle stehen.
Weitere Einzelheiten über die ungeheure Zahl von Gattungen und Arten des indo - australischen
Gebietes zu geben, kann nicht der Zweck dieser einleitenden Worte sein. Aber auch vom speziellen Teil
müssen wir sagen, dass er nur ein armseliges Bruchstück ist; nur eine Vorarbeit, dienlich dazu, für die
Schar alljährlich neu zu entdeckender Arten die Stelle anzuweisen, wo sie einzureihen sind. Sind doch
gerade die artenreichsten Distrikte unseres Gebiets — Nordost-Indien und, die malayischen Länder in ihrem
Innern noch kaum geographisch erforscht ; und wenn wir am Eingang dieses Kapitels davor warnten , sich
in jeder beliebigen Gegend Ost-Indiens eine Fundgrube für tägliche Neuentdeckungen auf lepidopterologischem
Gebiet vorzustellen, so finden sich doch Inseln und Gebirgsländer genug, die in dieser Hinsicht die kühnsten
Hoffnungen übertreffen. Das südlichste China, die zahlreichen Gebirgszüge, in die der östliche Himalaya
sich auflöst, das Innere der grösseren, noch wenig bebauten Inseln, wie Geram, Borneo und Neu-Guinea
dürften noch vieles bieten, was der Auffindung harrt; sind doch die prächtigsten Riesenfalter dieses Gebietes,
darunter die gewaltige Ornithoptera Papilio alexandrae, erst Entdeckungen der allerneuesten Zeit.
TAGFALTER
mm
IX
'
Ausgegeben 18. V. 08.
1. Familie: Papilionidae, Segelfalter.
Rüssel stets gut entwickelt. Taster klein und dicht am Kopfe liegend, selten gross und vorstehend
(Teinopalpus). Drei Typen von Fhlrn treten auf: die feinen Sinneshärchen sind unten und seitlich fast
gleichmässig über den proximalen Teil jedes Segments verteilt , oder es befindet sich an jeder Seite eine
Grube, die mit Sinneshärchen besetzt ist (an Nymphaliden erinnernd), oder es ist nur eine Reihe solcher
Gruben vorhanden (an Pieriden erinnernd) ; die Oberseite entweder beschuppt oder nackt. Mesothorax sehr
kräftig, die Sternalplatte vollständig mit dem Episternum verwachsen, die Naht wie hei den Pieriden äusser-
licli ganz fehlend, worin sich diese beiden Familien von allen andern Lepidopteren unterscheiden. Vorder¬
hein vollkommen entwickelt; die Vordertibie mit Sporn an der Unterseite. Klauen einfach, ganz selten wie
bei den Pieriden gespalten (bei einer Leptocircus- Art); die Afterklaue und der Pulvillus fehlen. Die Zelle in
beiden Flügeln geschlossen; im Vflgl die 2. Zellschlussader die längste (zwischen der 1. und 2. Radiale), die
2. Radiale von der untern Zellecke ahzweigend, weil die 3. Querader in oder fast in der Verlängerung der
Mediane liegt und daher 4 Adern von der Hinterseite der Zelle abzweigen (was die älteren Autoren ver¬
leitete, von 4 Medianästen zu sprechen; es haben jedoch alle Lepidopteren nur 2 Medianäste), die obere
Irdsader (= 1. Submediane) fehlend, doch oft ihr proximaler Teil als eine kurze, nahe der Basis von der
Mediane ahzweigende, meist an der Spitze auswärts gebogene, kurze Querader vorhanden, die 3. Irdsader
frei in den Hrd mündend; Htlgl mit Präcostal- und einer Irdsader. — Ei rund oder abgeflacht , ohne stark
hervortretende Skulptur. — Rp vor der 1. Häutung mit Reihen borstentragender Warzen, die in den spätem
Stadien verschwinden oder durch fleischige Zapfen oder harte Dornen ersetzt werden; im Nacken eine her-
vorstülpbare , fleischige, gelb oder rot gefärbte Gabel, die einen Duft absondert und zur Verteidigung aus¬
gestreckt wird (das Osmaterium) ; freilebend, doch machen einige Papilios durch Umbiegen der Blattränder
eine Art Tunnel, in dem sich die Rp verbirgt; viele Formen verkriechen sich am Tage, auch leben manche
gesellig. — Pp am Hlbsende und durch einen den Thorax und die Flügelscheiden umspannenden Gürtel
befestigt, mit dem Kopfende aufwärts (ältere Autoren, neuerdings auch noch Rippon, stellen die Pp irrtüm¬
lich mit dem Kopfe abwärts gerichtet dar; der Irrtum kommt daher, dass sich z. B. die schweren Rpn der
grossen Aristolochienfalter an herabhängenden Blättern mit dem Kopfe der Wurzel des Blattes zugekehrt
befestigen); hei andern Formen (z. B. Parnassius ) die Pp in einem losen Gespinste an der Erde oder unter
der Erdoberfläche; drei frei bewegliche Hlbsgelenke.
Diese kosmopolitische Familie findet sich hauptsächlich in den Tropen und nur wenige Formen
überschreiten den Polarkreis; doch besitzt die nördliche gemässigte Zone in Parnassius einen Typus, der
den eigentlichen Tropen fehlt.
1. Gattung: Papil io L., Schwalbenschwänze.
Vtlgl stets mit Mediansporn (= 1. Submediane); wenigstens eine der Zellschlussadern längsgestellt;
Htlgl mit Präcostalzelle. Alle Arten mit Gürtelpuppe. — Die sogenannte Gattung Papilio zerfällt in drei
grosse Abteilungen, welche in den Rpn, Ppn und Faltern scharf voneinander geschieden sind. Diese natür¬
liche Klassifikation wurde schon 1856 von Horseield entdeckt, aber von späteren Autoren (Erich Haase
ausgenommen) nicht erkannt. Wir beginnen mit den Aristolochienfaltern. Diese zählebigen, scharfduftenden
Formen werden vielfach von Arten der andern beiden Gruppen, sowie von Formen anderer Familien, nach-
gealnnt, und es sind die Modelle und Nachahmer selbst bis in die neueste Zeit noch vielfach als miteinander
nahe verwandt angesehen worden.
A. Aristolochienfalter.
Fhlr unbeschuppt, ausser dorsal an der Wurzel, unten beiderseits mit einer scharf umschriebenen Sinnes¬
grube auf jedem Segment. Die äussere ventrale Dornenreihe der Tarsen nicht von den dorsalen Dornen durch eine
dornlose Längs Vertiefung getrennt. — Rp auf Aristolochien, selten auf verwandten Pflanzen ; dicht mit ganz kurzen
Härchen bedeckt, welche der Rp ein sammetartiges Aussehen geben, nur der Kopf, die Prothoracalplatte und die
Ptisse glänzend; jeder Ring mit einem Kranz fleischiger Warzen oder Zapfen, die Härchen, aber keine kräftigen
Dornen tragen; die Warzen des Prothorax zuweilen verlängert (bei einer Anzahl amerikanischer Formen). — Pp
dorsal vor der Mitte stark eingebogen und hinten gewölbt; die Flügelscheiden weit abstehend; der Kopf abgestutzt
mit deutlichen Höckern; auf dem Hlb dorsal jederseits eine Reihe Höcker oder Lappen. — Tropenfalter; eine Art
nordwärts bis Japan verbreitet; in Nord- Amerika 2 Arten; nicht in Europa, Zentral- Asien und Afrika vertreten,
dagegen eine sehr eigentümliche Art in Madagascar. Die von einigen Autoren wohl wegen der Grösse hierher¬
gestellten afrikanischen Papilio zalmocis und antimachus gehören zu der 2. Abteilung, den Rinnenfaltern.
12
PAPILIONIDAE. Von Dr. K. Jordan.
In älteren Werken und in den meisten Sammlungen findet man eine Anzahl von Aristolochienf altern ab¬
gezweigt unter dem Namen Ornithoptera. Der Ausdruck bezieht sich auf die Falter der priumus -, brookiana- und
po)»petc\-Gruppe , ist aber wissenschaftlich unhaltbar, weil morphologisch nicht begründet. Abgesehen davon, dass
er dem älteren Namen Troid.es weichen müsste, sind alle Ornithoptera echte Papilio, wie schon die Raupe beweist,
die sich von andern Aristolochienfalterraupen durch nichts als vielleicht etwas beträchtlichere Grösse unterscheidet.
Ausser der Grösse hat man nur noch rein äusserliche Form- und Färbungseigentümlichkeiten zur Charakterisierung
dieser Gruppe herangezogen , die z. T. durch neuere Funde durchbrochen sind. Wir verzeichnen daher hier den
Namen Ornithoptera nur seiner Einführung in älteren Werken und Sammlungen wegen. Mit einziger Ausnahme des
P. aeacus, der im Bd. I (Taf. 1) behandelt ist, sind sämtliche hierhergehörige Falter auf das indo-australische
Gebiet beschränkt.
Die Aristolochienfalter der orientalischen Region sind durchweg Tiere der Hoch- und Buschwälder, die sich
hauptsächlich in den Waldlichtungen und an den Waldrändern tummeln und vielfach an blühenden Bäumen und
Sträuchern angetroffen werden. Sie schweben gewöhnlich langsam, jedoch oft hoch über dem Boden, durch die
Luft; die grösseren Arten sind aber kräftige und geschickte Flieger. Zu dieser Abteilung gehören die schönsten
aller Falter; besonders ist Neu-Guinea reich an grossen Formen mit glänzend grünen und goldenen cd cd." Das 2
von P. alexandrae ist mit 135 mm Vflgllänge der grösste bekannte Tagfalter, wenn nicht der grösste aller Falter.
P= victoriae ist auf die Salomons-Inseln beschränkt, wo der prächtige Falter auf allen den grösseren
Inseln vorzukommen scheint. Die 3. Subeostale des Vflgls entspringt von der obern Zgllecke oder distal
derselben, seltener etwas vor der Zellecke. Kopf und Thorax ganz schwarz; Hlb graugelb, Stigmenflecke
und beim cd eine Reihe subdorsaler Punkte, sowie die Wurzel schwarz. Vflgl des cd schmal, mit Duftfleck;
Zelle sehr breit: ein grosses Wurzelfeld sowie ein Subapicalfeld goldig grün; Htlgl grün, distal mehr oder
weniger goldig, der Rand ringsum und oft auch ein Teil der Scheibe schwarz. ? in der Grösse und Zeich¬
nung variabel; schwarzbraun mit gelblichweissen oder weissen Flecken; Vflgl mit grossem Wurz eltleck in
der Zelle und einem zweiten Fleck in der Mitte derselben, diese Flecke oft zusammengeflossen; zwischen
Zelle und Aussenrd 2 Reihen Flecke: Htlgl mit grossem Gostalfelde und 2 Reihen Flecke zwischen Zelle
und Aussenrd. Rp schwarz, die Tuberkel alle rot. Pp oberseits zwischen den nur massig vorspringenden
Flügelscheiden gelb. Der Falter ist auf einigen Inseln nicht selten; die cd cd werden aber nur in geringer
Zahl gefangen, weil sie schnell und hoch fliegen und sich meist in den Baumkronen aufhalten. Bis jetzt
regis. ist der Falter noch nicht von San Christoval bekannt. — regis Bothsch. ist die nördlichste Form, von Ribbe
auf Bougainville entdeckt, wo später auch A. S. Meek eine gute Serie erbeutete. Das goldiggrüne Sub¬
apicalfeld des cd lang, besonders der erste Fleck länger als bei den andern Subspecies ; gewöhnlich besteht
das Feld aus nur 2 Flecken, doch häufig ist auch ein dritter ausgebildet und zuweilen ein vierter angedeutet.
Die Flecke des ? sind wie bei den andern Subspecies sehr variabel, doch sind die Submarginalflecke bei
isabellae. regis sehr klein. — isabellae Bothsch. findet sich auf Ysabel und wahrscheinlich auch auf Choiseul. Ver¬
bindet regis mit victoriae. Das goldiggrüne Subapicalfeld des Vflgls des cd ist länger und schmäler als bei
victoriae, und kürzer und breiter als bei regis. ? ähnlich wie bei regis, aber die Submarginalflecke grösser.
victoriae. — victoriae Gray (6 a) kennen wir von den Inseln Guadalcanar, Tulagi und Florida. Das Subapicalfeld des
Vflgls des cf besteht aus 3 Flecken und ist ungefähr so lang als breit ; zuweilen ist der 3. Fleck sehr klein,
während in dem einzigen mir bekannten cf von Tulagi ein kleiner 4. Fleck vorhanden ist; viele Exemplare
tragen auf dem Htlgl schwarze Flecke zwischen der Zelle und den gelben Submarginalflecken. Beim ? ist
reginae. der 5. Submarginalfleck des Vflgls sehr klein, zuweilen fehlt er ganz. — reginae Sah. bewohnt Maleita.
Das Subapicalfeld des Vflgls des cf besteht aus 4 Flecken, von denen der letzte klein ist: der 3. Fleck ist
grösser als bei den andern Subspecies; der Htlgl ist zwischen der Zelle und den Submarginallleeken sannnet-
schwarz wie das Hrdsfeld. Beim ? sind die Discal- und Submarginalflecke beider Flügel gross, und die
proximalen Flecke des Vflgls sowie die Discalflecke des Htlgls mehr oder weniger stark gelb. —
nibiamis. rubianus Bothsch. (6 b), von Rubiana und Kulambangra, zeichnet sich beim cö durch die starke Reduzierung
des Subapicalfeld.es des Vflgls und das Fehlen der Submarginalflecke des Hflgls aus. Beim $ steht der
zwischen der 2. Mediane und der Submediane liegende Fleck des Vflgls quer und ist gewöhnlich mit einem
vor der Submediane liegenden Längsfleck verbunden; der hintere Basalfleck ist wurzelwärts bis an den
Hrd des Flügels ausgedehnt; die Discal- und Submarginalflecke beider Flügel sind meist sehr gross; zuweilen
nehmen die weissen Makeln den grösseren Teil des Flügels ein.
alexandrae. P. alexandrae Bothsch. (5 a, b). Eine wundervolle, erst neuerdings von A. S. Meek entdeckte Art Neu-
Guineas, deren ? der grösste aller bekannten Tagfalter ist. Körper schwarz; Kopf klein; Brust rot; Hlb
sehr lang, besonders beim cd, bei letzterem gelb, beim ¥ graugelb, die Wurzel schwarz. Geäder ähnlich
wie bei victoriae, aber die 3. Subcostale des Vflgls proximal der Zellspitze abzweigend. Flügel des cf
sammetschwarz, auf dem Vflgl ein breiter Costalstreif und ein noch breiterer, den schwarzen Duftfleck ein-
schliessender Hrdsstreif, auf dem Hflgl ein breites Submarginalband, das am Vrd und Hrd bis zur Wurzel
fortgesetzt ist, und ein breiter Zellstreif grünblau, in gezogenen Stücken mehr grün als blau; beide Flügel
lang, Hinterecke des Vflgls vollständig abgerundet, Hflgl lang-eiförmig. Die Unterseite blaugrün, der Vflgl
gelblich, die Adern, der grösste Teil der Vflglzelle und die Ränder, sowie auf dem Vflgl auch einige Streifen
zwischen den Adern schwarz. Das ? braunschwarz; Vflgl bis 135 mm lang, mit 2 Reihen grauweisser
Flecke in der äusseren Hälfte und 2 Flecken in der Zelle; Hflgl lang-eiförmig, mit grossen gelbgrauen,
gebräunten Keilflecken; unten die Flecke gelblich. Die erwachsene Rp misst nach S. Meek in der Ruhe
PAPIL10. Von Dr. K. Jokdan.
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über 12 cm, sie ist sammetschwarz mit graden, rubinroten Stacheln und trägt in der Mitte des Körpers ein
breites, sahnefarbenes Querband. — im nordöstlichen Teil Neu-Guineas, in niederen Lagen. Line Anzahl
Exemplare beider Geschlechter wurden erbeutet. Der Falter fliegt hoch in der Luft und ist nicht leicht zu
fangen. Die Art wurde ursprünglich nach einem vom Sammler mit Schrot geschossenen 2 beschrieben.
P. priamus. Stiel der Subcostalgabel des Vtlgls kurz, 3. Subcostale mehrere Millimeter proximal
von der oberen Zellecke abzweigend. cf vor dem Hinterwinkel des Vtlgls mit langer Brandmakel, die aus
kleinen Duft- und grösseren gezähnten Deckschuppen besteht; ein breiter Costalstreif, ein schmälerer, zu¬
weilen fehlender, am Hinter- und Aussenrd entlang laufender Streif, sowie der Htlgl grün, blau oder orange;
Hflgl meist mit schwarzen Discal- und oft mit goldgelben Submarginalflecken; unten der Vilgl gefleckt;
Hlb gelb, seitlich schwarz gefleckt. Flügel des 2 bräunlich schwarz, mit sehr variabelen, grauweissen, zu¬
weilen gelblichen Flecken ; als ursprüngliche Zeichnung haben wir auf dem Vflgl einen Zelltleck und auf
beiden Flügeln zwei Reihen Flecke zwischen Zelle und Aussenrd, die oberen dieser Flecke des Vtlgls und
meist alle Flecke des Hflgls paarweise zu langen Makeln zusammengeflossen, zuweilen der Vflgl ohne Flecke.
Rp schwarz, mit einem oder zwei weissen Schrägstreifen, die Dornen rot mit schwarzen Spitzen oder
schwarz mit gelben Ringen. Pp graugell), goldgelb oder grün. Die früheren Stände während der Regen¬
zeit am häufigsten, besonders zahlreich in der Nähe des Strandes zu finden. Der Falter hält sich meist in
den Baumkronen auf, die er in schwebendem Fluge umkreist; wenn das 2 auf der Suche nach der niedrig
wachsenden Futterpflanze der Rp ist, folgt ihm häufig das cf, auch besuchen beide Geschlechter blühende
Bäume und Sträucher. Der Falter ist rein papuanisch; er bewohnt in einer Anzahl geographischer Formen
die Molukken, die Key- und Aru-Inseln, Neu-Guinea mit den Nebeninseln, die Bismarck- und Salomons-
Inseln und Australien südwärts bis ins nördliche Neu -Süd -Wales. — lydius Fldr. (3c). cf: Zeichnungen lydius.
der Oberseite des Vtlgls und der Hflgl orange, bei schräg reflektiertem Licht grün, die der L'nterseite grün,
der Zellfleck des Vflgls gross; die Zelle des Hflgls auf der Unterseite nur hinten deutlich schwarz gerundet.
? zum grössten Teil grauweiss, der Zellfleck nimmt auf beiden Flügeln fast die ganze Zelle ein. Halmahera
und Ternate (fide Wallace). — croesus Wall. (3b, c). cf wie bei voriger Subspecies, aber auf der Unter- croesns.
seite der grüne Zellfleck des Vflgls und das vor der Zelle des Htlgls stehende goldgelbe Feld kleiner und
die Htlglzelle ganz schwarz umrandet; frisch ausgeschlupfte Stücke sind wie bei lydius grün; die Harpe
der Haftklappen bei lydius und croesus viel kürzer als bei den andern Formen von priamus, dorsal an der
Basis bei croesus mit spitzem Zahn, der bei lydius nur angedeutet ist. 2 mit stark reduzierten grauweissen
Vflglflecken, der Zellfleck fehlt oft; die Keilmakeln des Hflgls sind durch ziemlich breite braunschwarze
Aderstreifen voneinander getrennt und sind auf der Unterseite mehr oder weniger gelb, doch meist nicht
so rein gelb wie die Submarginalflecke, die auch meist auf der Oberseite einen gelben Ton haben. Rp auf
einer in Sagopalmen-Sümpfen wachsenden Aristolochia; sie trägt an jeder Seite zwei weisse Schrägstreifen.
Wahrscheinlich lebt die Rp von lydius gleichfalls an solch unzugänglichen Stellen, was erklären würde,
warum der Falter verhältnismässig selten gefangen wird. Es findet sich croesus nur auf Batjan; Rippon
gibt irrtümlich in Wytsman’s Gen. Ins. auch Amboina als Fundort an. Ein cf, dessen Costalband einen
feurig-karminroten Farbenton hat und bei dem die Gostal- und Discalflecke der Vflglunterseite kupfrig sind,
hat Fruhstokfeb, als ab. lydioides bezeichnet. Das Stück ist wahrscheinlich längere Zeit den Witterungs- lydioides.
einflüssen ausgesetzt gewesen; auch alte Sammlungsstücke sind feuriger als frische. Unter ähnlichen Ver¬
hältnissen nehmen die grünen Formen des priamus leicht einen bläulichen Ton an. — aesacus Ney (= obiana aesacus.
Hebel ) bewohnt Obi (= Ombira). Beim cf ein breiter Costalstreif des Vflgls und ein schmaler am Hinter¬
und Aussenrd entlang ziehender Streif wie der Hflgl grünblau ; letzterer oben mit goldenen , unten mit
goldenen und schwarzen Flecken vor dem Saume, die Zelle nicht schwarz umrandet. Grundfarbe des 2
tiefer schwarz als bei den meisten priamus- Formen, auch die Oberseite des Hlbs ziemlich stark schwarz
überzogen; Zelltleck des Vtlgls gross, distal tief ausgeschnitten; das Discalfeld des Hflgls bis nahe an die
Zelle reichend, die in demselben stehenden schwarzen Flecke meist klein, die Adern nur sehr schmal
schwarz. Das Vorkommen dieser beim cf blaugrünen Form auf Obi, der blauen caelestis auf den Luisiaden
und der grünblauen miokensis auf Mioko zeigt zur Genüge, dass nicht die grünen Formen einer und
die blauen einer zweiten Art angehören , sondern dass sie alle geographische Entwicklungen einer einzigen
Art sind. — priamus L. (2 = panthous L.) von Amboina, Saparoea und Ceram; (von Buru und den Banda- priamus.
Inseln ist noch keine priamus- Form bekannt geworden). Eine grosse Form, cf: die beiden Streifen des
Vflgls und der Hflgl grün; Mediane des Vflgls ohne grüne Beschuppung; Hflgl oben immer mit zwei oder
mehr schwarzen Submarginalflecken , unten mit vollständiger Reihe solcher Flecke, die Zelle vorne und
gewöhnlich auch distal, seltener auch hinten schwarz gerundet ; die Zahl und Grösse der Goldflecke variabel,
doch ist der subcostale Goldfleck stets vorhanden. 2 ohne weissen Fleck in der Zelle des Vtlgls, die discalen
und submarginalen Flecke beider Flügel reduziert; letztere auf dem Hflgl mehr oder weniger stark schwarz-
braun schattiert, der Rand des Flügels breit schwarzbraun und die schwarzbraunen Discalflecke gross; die
grauweissen Keilllecke erreichen die Zelle weder oben noch unten. — hecuba Bob. von Koer. Tiandoe hecuba.
und Key. cf : ausser den Seiten der Mittelbrust ist auch ein Seitenfleck auf dem Metasternum rot ; Vflgl
oben mit grüner Beschuppung auf der Mediane, oft auch auf den Radialen; Hflgl oben stets mit schwarzen
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PAPILIO. Von Dr. K. Jordan.
Discalflecken, gewöhnlich 3; unten die schwarze Discallinie des Vflgls breiter als die grüne Submarginal¬
linie, die Zelle des Htlgls vorne schwarz gerandet, die schwarzen Discalflecke ausgerandet , die hintern
gewöhnlich abgestutzt, der goldene Subcostalfleck fehlt niemals (?), ist aber zuweilen nur angedeutet.
$ bräunlich schwarz, die weissen Zeichnungen sehr sparsam schwärzlich bestäubt, selten so dunkel wie bei
Aru-Stücken; Zellfleck des Vflgls meist gross, so lang als breit oder länger, selten breiter als lang; die drei
ersten Keilflecke des Htlgls oben und unten zugespitzt, selten die Zellspitze erreichend, die Zelle nur zu¬
weilen mit einem weissen Tüpfel ; Seiten des Prothorax rot. Ein von H. Kühn erbeutetes ? hat auf der
Oberseite des Vflgls nur 2 kleine weisse Flecke; sie stehen zwischen den Subcostalen. Rp gewöhnlich mit
amiana. einem weissen Schrägstreifen. — arruana Fldr. Nicht konstant von Neu-Guinea-Exemplaren verschieden,
das cf besonders ist nicht mit Sicherheit zu erkennen. Die schwarze Discalbinde der Unterseite des Vflgls
des cf ist breit und hängt gewöhnlich mit dem schwarzen Hrd des Flügels zusammen; die schwarzen
Discalflecke des Htlgls fehlen oben niemals und sind unten meist recht gross, der 2. Fleck ist gewöhnlich
breiter als der aussen von ihm stehende grüne Fleck, das gelbe Analfeld trägt meist einen schwarzen Fleck,
der subcostale Goldfleck fehlt den meisten Exemplaren. Beim ? sind die weissen Zeichnungen der Oberseite
beider Flügel stark schwärzlich schattiert, zuweilen auch unten teilweise schwärzlich überflogen. Bläu¬
liche cf cf, welche wahrscheinlich unter dem Einflüsse von Feuchtigkeit verfärbt sind, haben den Namen
eumaeus. eumaeus Rippon erhalten. So gefärbte cfcf haben wir auch von Neu-Guinea und sie finden sich zweifels¬
ohne überall unter den grünen Formen von priamus. Ein sehr auffällig gezeichnetes kleines cf, cf- ab.
chrysospila. chrysospila Rotliscli., ist in der Sammlung des Tring Museums: Oberseite des Htlgls ohne schwarze Flecke,
dagegen mit 4 braunen Submarginalflecken, von denen die 3 oberen einen grossen goldenen Kern haben,
ausserdem ist ein grosser goldener Subcostalfleck vorhanden. Unten sind alle diese Flecke grösser als
oben, auch der 4. Sub marginalfleck ist gelb gekernt; auf dem Vflgl kein schwarzes Discalband, nur in der
Subcostalgabel ein schwarzer Fleck ; auf dem Hflgl nur zwei schwarze Fleckchen zwischen Gostale und
1. Radiale, Zelle nicht schwarz gerandet. Das Exemplar macht ganz den Eindruck einer besondern Art;
die Genitalien sind wie bei arruana. Die Rp und Pp wurden von Ribbe nur in der Nähe der Wasserläufe
poseidon. und am Strande, aber auf trockenem Boden gefunden. — poseidon DU. (= pegasus Fldr.) (2 a). Auf
Neu-Guinea und den kleinern an seinen Küsten liegenden Inseln scheint es noch nicht zur Bildung von
definierbaren Subspecies gekommen zu sein. Kein einziger Charakter ist bei den Individuen irgend eines
der verschiedenen faunistischen Distrikte auch nur einigermassen konstant. Zwar ist bei den cf cf aus
Britisch Neu-Guinea das grüne Zellfeld auf der Unterseite des Vflgls häufiger zu einem gerundeten Fleck
reduziert und die schwarzen Zeichnungen der Unterseite beider Flügel öfter vergrössert als bei den cf cf
aus den nördlichen und westlichen Teilen der Insel und unter den ?? aus Britisch Neu-Guinea findet man
zwar häufiger Exemplare mit verkleinerten weissen Zeichnungen und unter denen von Waigeu hat ein
grösserer Prozentsatz einen weissen Fleck in der Hflglzelle, als dies der Fall in andern Distrikten ist, doch
sind diese Unterschiede so sehr schwankend, dass wir die Stücke von Misol, Salawatti, Waigeu, Holländisch,
Deutsch und Britisch Neu-Guinea, den Inseln in der Geelvink-Bai , den d’Entrecasteaux-Inseln , Trobiand
und den kleinen Inseln in der Torres-Strasse alle als zu einer sehr variabeln Subspecies gehörig betrachten.
Nach Rippon (in Wytsman’s Gen. Ins.) findet sich poseidon auch auf den Tenimber-Inseln ; die Angabe, wie
so viele in Rippon’s Arbeit, beruht auf Irrtum; auf den Tenimber-Inseln kommt keine priamus- Form vor.
Die grüne Medianlinie scheint im Vflgl des cf nie vollständig zu fehlen , doch ist sie bei einem unserer
Exemplare nur durch 3 grüne Schuppen repräsentiert; zum Unterschiede von den Am- und Key- cf cf ist
das schwarze Discalband der Vflglunterseite meistens schmal, zuweilen jedoch ist es breiter als das grüne
Submarginalband, in diesem Falle aber ist der vorletzte Fleck dieses Bandes gewöhnlich gerundet; die
Discalflecke des Htlgls sind auch meist gerundet, die Zelle ist vorne gewöhnlich nicht deutlich schwarz ge-
cronius. randet und die meisten Stücke haben keinen schwarzen Fleck im gelben Analfelde. Bei cf'- ab. cronius
triton. Fldr. fehlen die schwarzen Discalflecke auf der Oberseite des Htlgls und bei cf- ab. triton Fldr. trägt der
Hflgl einige Goldflecke. Beim ? haben manche Stücke reichlich so viel Weiss als die Key-??; in vielen
Exemplaren sind die weissen Flecke schwärzlich schattiert; bei einem unserer Stücke aus den Bergen
Britisch Neu-Guineas mit offenbar nicht ausgefärbten Flügeln sind die Zeichnungen oben und unten gelb,
kirsdii. teilweise mit eingesprengtem Weiss ; dies Stück ist noch gelber als ?-ab. kirschi Oberth., bei der aber der Zell-
fleck metallisch grün gerandet ist. Nicht selten fehlt auf dem Vflgl ein Zellfleck und es ist nur eine Reihe
boreas. Makeln zwischen Zelle und Aussenrd Vorhanden : ?-ab. boreas Frühst. Als Gegensatz hierzu gibt es Stücke,
bei denen der Zellfleck und der zwischen den Medianästen stehende Discalfleck entwickelt, dagegen die
andern Flecke des Vflgls teils verkleinert, teils verschwunden sind. Die ?? mit Fleck in der Zelle des Htlgls,
archidaeus. wie sie sich besonders häufig auf' Waigeu finden, sind ?-ab. archideus Gray. Die Stücke mit geringen
brunneus. Spuren von Flecken auf dem Vflgl oder ohne Flecke sind ?-ab. brunneus Rotliscli, (3a); diese Form ist auf
Trobiand, den d’Entrecasteaux-Inseln und in Britisch Neu-Guinea besonders häufig; von den kleinen
Engineer - Inseln , in der Verlängerung der Südost- Spitze von Neu-Guinea gelegen, haben wir 5 ??, von
denen 4 zu ab. brunneus gehören, während bei dem fünften Stücke die weissen Flecke zwar vorhanden,
valentina. aber klein und stark geschwärzt sind. Zwerghafte Exemplare beiderlei Geschlechts sind ab. valentina Vuill,
Keine dieser Formen ist an eine bestimmte Lokalität gebunden. Der Falter ist in den meisten Gegenden
PAPI L IO. Von Dr. K. Jordan.
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recht häufig. Tuberkel der Rp rot mit schwarzen Spitzen; ein weisses Schrägband auf dem 7. Ringe;
Nackengabel rot. Ei braun (Kubary). — Ob boisduvali Montr. (= oceanus Fldr.) von poseidon verschieden boisduvaii.
ist, können wir nicht sagen, da wir kein Stück gesehen haben. Die Beschreibung passt auf poseidon; das
Tier scheint dort recht selten oder sehr lokal zu sein. A. S. Meek, der zweimal auf Woodlark gesammelt
hat, sah nur ein einziges Exemplar, ein 2. — pronomus Gray. Das cf mit grüner Medianlinie auf dem pronomus
Vflgl; der Zellfleck der Unterseite des Vtlgls erreicht die Wurzel nicht und ist bei den meisten Exemplaren
auf die distale Hälfte der Zelle beschränkt; der Hflgl trägt (immer?) einen subcostalen Goldfleck, auf der
Unterseite ist die Zelle vorne und oft auch an der Spitze schwarz gerandet und der Distalrand des .Flügels
ist etwas breiter schwarz als bei poseidon. Beim ? sind die weissen Zeichnungen des Vtlgls gewöhnlich nur
schwach schwärzlich bestäubt, der Zellfleck ist wenigstens von Mittelgrösse und die Submarginalflecke sind
immer gross. Kap York. Die Exemplare von Thursday Island stimmen zum Teil mit pronomus, zum Teil
mit poseidon überein. — euphorion Gray (= cassandra Scott) (lb) bewohnt das nördliche Queensland, mit euphorion.
Ausnahme der Nordspitze, cf ohne grünen Medianstreif auf dem Vflgl. das grüne Submarginalband un¬
regelmässig wellig, die grünen Zeichnungen der Unterseite stark reduziert, besonders der Zellfleck, die Zelle
des Hflgls ringsum oder fast ringsum schwarz gerandet, die schwarzen Discalflecke gross, der schwarze
Rand breit. Beim ? die weissen Zeichnungen verkleinert, auf der Oberseite des Hflgls stark schwarz
schattiert; der Hlb oben grauschwarz, Prothorax seitlich breit rot. Rp braun, ohne weisses Schrägband,
die Tuberkel schwarz mit gelbem Ringe, die dorsalen Tuberkel des 7. Ringes gelb mit schwarzer Spitze.
Pp wie bei den vorigen Formen oben gelb, unten bräunlich gelb. Man findet die cf cf häufig paarweise,
das eine cf das andere verfolgend. Beide Geschlechter besuchen mit Vorliebe die Blüten wilder Melonen
auf Waldblössen. — richmondia Gray (= richmondii Schneid.). Eine kleine Form, die im südlichen ridunondia.
Queensland und im nördlichen Neu -Süd -Wales vorkommt, cf dem euphorion- cf ähnlich, das hintere
grüne Band des Vflgls die Flügelbasis nicht erreichend, häufig zu einem, zuweilen sehr kurzen, Sub¬
marginalbande reduziert. Beim ? die grüne Mittellinie des Thorax fehlend oder nur angedeutet; der
Prothorax weniger ausgedehnt rot als bei euphorion; die Makeln wie bei jener Subspecies reduziert, aber
die Keilflecke des Hflgls länger und der 2. Submarginalfleck desselben hinter der Subeostale basalwärts
linienförmig ausgezogen, so dass ein aussen verdickter Halbring oder eine hammerförmige Makel entsteht.
Rp etwas blasser als bei pronomus, mit schwach grünlichem Ton, die Nackengabel (Osmaterium) grünlich
gelb, die Tuberkel ähnlich wie bei voriger Form; auf Aristolochia praevenosa. Die eben ausgeschlüpfte Rp
hat schwarze bedornte Tuberkel, nur die Dorsaltuberkel des 7. Ringes sind fast ganz gelb. Pp lebhaft
grün. Das Ei wird an der Unterseite eines Blattes abgelegt. — caelestis Bothsch. (3 a). Gleichfalls klein, caelestis.
cf blau, kleinen Stücken von urvilleanus ähnelnd, der Aussenrd des Hflgls oben und unten breiter schwarz,
besonders vorne, und stärker gezähnt: auf der Unterseite der Zellfleck des Vflgls lang, der Hflgl vor der
Gostale in der Basalhälfte dicht metallisch beschuppt, die Zelle nur vorne und zwar sehr schmal schwarz
gerandet, das gelbe Analfeld fast bis an die Zelle ausgedehnt, der darin stehende schwarze Fleck, wenn
vorhanden, kleiner als der vorhergehende Fleck. $: Grund der Flügel dunkler als bei urvilleanus, daher die
beiden vordem schwarzen Discaltlecke der Hflglunterseite weniger deutlich abgesetzt; die Makeln der
Oberseite schwärzlich bestäubt, der Zellfleck des Vflgls gross, länger als breit, basalwärts ausgezogen, distal
ein- oder zweimal eingeschnitten oder gebuchtet, zwischen der 3. Radiale und der Submedianfalte 3 ge¬
streckte Disealmakeln , von denen die mittlere die grösste ist , die Submarginal- und die vordem Discal-
makeln ähnlich wie bei urvilleanus ; das braunschwarze Saumband des Vflgls breiter, besonders der zwischen
der 1. und 2. Radiale stehende Keilfleck aussen tiefer gebuchtet. Pp oben zwischen den Flügelscheiden
gelb. St. Aignan, Sudest uiid Rossel, Luisiaden. Das Vorkommen einer blauen Form auf diesen in der
direkten Verlängerung von der Südost-Spitze Neu-Guineas liegenden Inseln ist sehr auffällig. — bornemanni bornemanni.
Pagenst. cf grün; das am Hrd des Vflgls entlang laufende Band nur schwach ausgebildet; der Hflgl in
der Basalhälfte, besonders in der Zelle, mehr oder weniger sparsam grün beschuppt, die schwarzen Sub¬
marginalflecke klein. ? ganz ähnlich den poseidon -2? mit gut entwickelten weissen Zeichnungen, aber blasser
schwärzlich braun, daher die beiden vorderen schwarzen Dicalflecke der Hflglunterseite deutlicher; die
weissen Zeichnungen der Oberseite, besonders auf dem Hflgl, schwärzlich bestäubt, die Keilflecke des letztem
proximal zugespitzt und die Zelle nicht erreichend. Neu-Pommern ( — New Britain) und French-Inseln. —
miokensis Ribbe von Mioko ist grünblau. Wir haben nur gezogene Stücke gesehen und bemerken, dass miokensis.
gezogene und zu früh getötete Exemplare der nächsten Subspecies auch einen grünlichen Ton haben. -
urvilleanus Guer. (2 b). cf blau, Hflgl ähnlich wie bei bornemanni, von der Basis bis zur Mitte oder darüber urvilleanus.
hinaus mehr oder weniger schwarz, Discalflecke oben und unten gross; die Zelle bei den Exemplaren von
den Salomons-Inseln meist stark schwarz gerandet, was bei den Stücken von Neu- Hannover selten der Fall
ist, auch ist bei Individuen von den Salomonen der im gelben Analfelde stehende schwarze Fleck fast immer
grösser als der vorhergehende; Stücke mit einem subcostalen Goldfleck sind cf-ab. flavomaculata Ribbe. flavo-
? blass schwärzlich braun, die weissen Zeichnungen meistens klein und stark schwärzlich bestäubt; die Keil- maculata.
flecke des Hflgls zugespitzt und die sie trennenden Aderstreifen meist breit, die in der 2. Randzelle stehende
Makel häufig beilartig wie bei richmondia. Neu-Hannover, Neu-Mecklenburg (= New Ireland) und Salomons-
Inseln. Die Rp schwarz oder graubraun, mit roten Warzen, die an der Spitze schwarz sind, die Warzen
PAPILIO. Von Dr. K. Jordan.
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des Prothorax ohne Roth, ein weisses Schrägband an den Seiten. Pp oben gelb. Der weitverbreitete Falter
ist keine Seltenheit; er gehört mit zu den ersten Faltern, die der Reisende am bewaldeten Strande in den
Baumkronen bemerkt.
cliimaera. P. chimaera Rothsclu (4b). Mit dem P. tithonus am nächsten verwandt. Der Ivopf bei beiden
Geschlechtern klein. Vflgl des cP ähnlich dem des tithonus gezeichnet; die Verteilung der Farben des Htlgls
eine andere, wie aus den Figuren ersichtlich; Hlb gelb, unten ziemlich rauhhaarig, oben seitlich mit schwarzen
Flecken. Das ? vor allen andern Papilios dadurch ausgezeichnet, dass der rauhbehaarte Hlb schwarz
geringelt ist; die weissen Flecke des Vflgls sind in Grösse und Zahl sehr variabel. — Diese leicht erkenn¬
bare Art wurde von A. S. Mjgek am Südabhange des Owen-Stanley-Gebirges in Britisch Neu-Guinea am
Oberlauf des Aroa-Flusses entdeckt. Der Falter war dort sehr selten; dock erbeutete Meek eine ziemliche
Anzahl zum Teil mit Hilfe von Eingeborenen. Die Mehrzahl der Exemplare wurde an einem einzigen
blühenden Baume gefangen, an dem sich der Falter in einzelnen Stücken einstellte. Auch fing Meek später
einige Exemplare an der Nordostseite des Gebirges, am Oberlaufe des Mambare-Flusses.
P. tithonus. Stiel der Subcostalgabel des Vflgls kurz, die 3. Subcostale proximal der Zellspitze
abzweigend. Hlb des f mit schwarzen Seitenflecken, Vflgl ohne Brandmal, mit 3 goldgrünen Längsstreifen,
von denen der 1. und 2. nach aussen verbreitert sind; Hflgl gestreckt, die Vorderhälfte und 2 Flecke am
Analwinkel seidig golden, aussen und hinten goldiggrün, der Abdominalrand breit schwarz und der Distal¬
rand schmal schwarz, 3 schwarze Discalflecke; Unterseite des Vflgls grösstenteils goldiggrün, mit grossem
schwarzem Felde an der Zellspitze; die auf der Abdominalfalte stehenden Haare sehr lang. ? ähnlich dem
poseidon aber der Htlgl am Abdominalrande länger, der Gostal- und Distalrand zusammen gleichmässig
gerundet, die untere Mediane viel mehr distal von der Zelle abzweigend, das schwarze Saumband breit und
waigeuensis. nicht wellig, die schwarzen Discalflecke rund. Frühere Stände nicht bekannt. 2 Subspecies. — waigeuensis
Rothscli. c f: der in der Zelle des Vflgls stehende Teil des Mittelbandes schmal; Zelle des Hflgls grössten-
tithonus. teils golden. ?: Flecke des Vflgls gross, Zellfleck des Hflgls kürzer als breit. Waigeu. — tithonus L)eh.
f: das Mittelhand des Vflgls breiter in der Zelle als bei voriger Form; der 2. und 3. schwarze Discalfleck
des Hflgls grösser; weniger als die Hälfte des Hflgls golden. ?: Flecke des Vflgls stark reduziert, dagegen
das weisse Feld des Hflgls vergrössert, der Zellfleck des Hflgls länger als breit. Onin-Halbinsel, Holländisch
Siidwest-Neu-Guinea. Doherty fand einige Exemplare im Hügellande bei Kapaur im Dezember und Januar.
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P. goliath. Vflgl breiter als bei P. priamus , die Hinterecke weniger gerundet, besonders beim cP;
die 3. Subcostale nahe dem Zellende; der Stiel der 4. und 5. Subcostale länger als bei priamus. Vflgl des f
ohne »Brandfleck«, sammetschwarz; ein breiter Costalstreif, sowie ein grosses dreieckiges Feld, das sich vom
Hrde costalwärts erstreckt , aber nicht in die Zelle eintritt, sind grün ; Htlgl gerundet, goldgelb , die Adern
und 3 schwarzgekernte Submarginalflecke grün, das Abdominalfeld und der Aussenrd schwarz. Unten ist
der Vflgl goldgrün, die Adern und Ränder, sowie eine Reihe Discalflecke schwarz; Hflgl goldgelb, das
Abdominalfeld von der Zelle bis zum Duftorgan und der Aussenrd , mit Ausnahme des äussersten Saumes,
sind grün. Das ? ähnelt in der Zeichnung gewissen priamus -??; das Auge ist hinten wie beim cP auffällig
weissgerandet ; der Vflgl entweder nur mit Spuren von Makeln, oder es sind eine geteilte Zellmakel, eine
Reihe Submarginalflecke sowie mehrere Discalflecke vorhanden, der Hflgl trägt ein breites gelbweisses
Discalfeld, in welchem eine Reihe gerundeter schwarzer Discalflecke stehen; Hlb oben graugelb, seitlich
und unten reiner gelb, das t. Segment sowie die Wurzel der andern seitlich und unten schwarz. Das in
den Sammlungen immer noch seltene Tier ist über ganz Neu-Guinea verbreitet, aber augenscheinlich lokal.
Es ist verschiedentlich gezogen worden, doch scheint noch nichts über die Rp und Pp veröffentlicht zu sein. -
goliath. goliath Oherth. (<j> a) kam zweifellos von Waigeu; das Exemplar, wonach die Art beschrieben wurde, fand sich in
einer Sammlung, die ohne genaue Fundortsangabe gelassen war. Da dieselbe Sammlung ein ? von P. tithonus
enthielt, das der Waigeu-Form angehört, nicht der Festlands-Form, so dürfen wir wohl annehmen, dass die
Sammlung auf Waigeu gemacht wurde. Beim $ von goliath trägt die Vflglzelle einen dreizackigen Fleck
und das Discalfeld des Hflgls ist oben schwärzlich überflogen. Hierzu stellen wir vorläufig ein cP, das ent¬
weder von Waigeu oder den Küstendistrikten der Geelvink-Bai stammt; es ist kleiner als die uns bekannten
cPcP aus Deutsch- und Britisch Neu-Guinea; der hinter der 2. Mediane des Htlgls liegende goldgelbe Fleck
ist grösser, der Costalrand der Unterseite des Vflgls ist breiter schwarz und der in der Subcostalgabel
atlas. stehende schwarze Wisch ist grösser. — atlas Rothscli. von Kapaur, Holländisch Siidwest-Neu-Guinea. Nur
2 ?? bekannt, die von W. Doherty im Januar und Februar 1897 gefunden wurden. Zellmakel des Vflgls
in Flecke aufgelöst; hinter der 2. Mediane ein Discalfleck, auf der Unterseite vor der 2. Mediane 2 Discal¬
flecke, ausserdem noch ein Submarginalfleck; das Discalfeld des Htlgls oben grauweiss, dicht schwarz
supremus. schattiert, unten aussen gelb und innen weiss. — supremus Röh. (= schoenbergi Röb. , elisabethae-reginae
Plorv. u. Mocs., goliath Horv. u. Mocs.) (6 a). Die bestbekannte Form. Das cf variiert etwas in der Ausdehnung
der grünen Felder des Vflgs und der Grösse der Submarginalflecke des Hflgls. Das ? hat auf dem Vflgl
oben und unten nur 2 Flecke zwischen der 1. und 2. Mediane; das Discalfeld des Hflgls ist oben meist
weniger schwarz schattiert als bei den vorigen Formen und mehr eintönig gelb, besonders unten. Deutsch
Ausgegeben IS. X. OS.
PAPILTO. Von Dr. K. Jordan.
Neu-Guinea. — titan Grose-Smith ist die Subspecies von Britisch Neu-Guinea. Das cf unterscheidet sich titan.
von supremus durch den etwas schmäleren schwarzen Saum des Hflgls; auf der Unterseite des Vtlgls ist
der hinter der 2. Mediane stehende schwarze Discaltleck nur angedeutet; der Iltlgl trägt oben 3 Submarginal¬
flecke wie die andern Formen, dagegen fehlt unten bei dem einzigen bekannten Exemplare der 2. Fleck,
während je einer in der 1., 3. und 4. Randzelle vorhanden ist. Beim $ sind die Flecke des Vtlgls zum Teil
verschwunden, zum Teil sehr stark reduziert: das gelbweisse Feld des Hflgls ähnelt dem von supremus, ist
aber unten weniger gelb. 1 cf in coli. H. Grose-Smith und 2 ¥¥ im Museum Tring, von der Südseite des
Owen-Stanley-Gebirges..
P. paradisea. Die 3. Subcostale des Vtlgls von der Zellspitze (oder ganz nahe derselben), der Stiel
der Subcostalgabel lang. Vflgl des cd ohne Brandmal, mit 2 breiten goldiggrünen Längsstreifen und einem
schmalen Hrdstreifen; Hflgl dreieckig, in einen Schwanz ausgezogen, golden, dies Feld aussen und hinten
grün gesäumt, Abdominalrand breit schwarz; Unterseite des Vtlgls goldiggrün, die Ränder und Adern
schwarz; die Haare auf der Abdominalfalte des Hflgls lang, gelblichweiss. ¥: die 2. Mediane des Hflgls auf
gleicher Höhe mit der 1. Radiale abzweigend; die Flecke des Vtlgls sehr veränderlich, der Zellfleck selten
so lang als breit, oft ganz fehlend ; die schwarzen Discalflecke des Hflgls rund, in Grösse und Zahl variierend :
zuweilen ein weisser Fleck in der Zelle des Hflgls. Eine verlässliche detaillierte Beschreibung aller Ent¬
wicklungsstadien fehlt noch. Ei kugelig, hellgelbhch, viel grösser als das von poseidon. Rp sammetschwarz,
ohne Zeichnungen, die Dornen vom ersten Stadium an feuerrot, später zum Teil schwarz, die auf dem 4. und
5. Ringe immer schwarz ; Nackengabel lebhaft gelb, der Spalt selbst rot. Erwachsen in 4 oder 5 Wochen.
Pp nicht an der Futterpflanze, sondern an Sträuchern und Bäumen etwa 1 m hoch vom Boden; schlanker
als die poseidon- Pp, oben heller gelb, unten und an den Seiten dunkler braun. Der Falter schlüpft in 5 bis
6 Wochen. Er fliegt an der Meeresküste und im Hügellande. — paradisea Stgr. (= schoenbergi Pagenst.) ist paradisea.
die Form von Deutsch Neu-Guinea, die in den letzten Jahren in ziemlicher Menge nach Europa gekommen
ist. Stark goldige cf cf sind cf- ab. auriflua Frühst. Die ¥¥, welche einen weissen Fleck in der Zelle des auriflua.
Hflgls haben, sind ?-ab. punctata Hagen (das von Rippon in Icon. Ornith. irrtümlich als punctata „Rothsch.“ punctata.
abgebildete Exemplar ist ein Krüppel ohne diesen Zellfleck), während die 2? mit wenig oder gar keinem
Weiss in der Vflglzelle ¥-ab. caliginosa Frühst, sind. — flavescens Rothsch. Nur 1 ¥ von der Etna-Bai, caliginosa.
Holländisch Südwest-Neu-Guinea, bekannt. Vflgl oben mit 2 kleinen Discalflecken, von denen der hinter flavescens.
der 2. Mediane stehende grösser als der vor dieser Ader hegende Fleck ist; in paradisea ist der vordere
Fleck immer der grössere, auch trägt diese Subspecies gewöhnlich noch einen Fleck vor der 1. Mediane:
das liehe Feld des Hflgls von flavescens ist oben und unten mehr gelb.
P. meridionalis Rothsch. (6c). cf ähnlich wie paradisea gezeichnet; Hflgl viel kleiner, das Hrdsfeld meridionalis.
nicht lappenartig vorspringend, der dünne Schwanz vor der Spitze erweitert, die Zelle viel schmäler, die
3. Radiale und 1. Mediane nicht gestielt: der Vflgl unten distal von der Mitte mit grossem schwarzem Felde
(ähnlich wie bei tithonus). ¥: die discalen Zeichnungen reiner weiss als bei paradisea; der Zellfleck des Vtlgls
etwa so lang als breit, immer 3 Discalflecke vorhanden; der Saum des Hflgls breiter schwarz, das weisse
Feld in und hinter der Zelle weiter nach der Basis hin ausgedehnt , der Ird des Feldes daher schräger als
bei paradisea. — Britisch Neu-Guinea: Milne-Bay und Mailu. Soviel wir wissen, sind nur 8 cf cf und eine
etwas grössere Zahl ¥2 bekannt, von denen das Tring Museum eine Serie von 4 cf cf und 7 ¥2 ausgesucht
hat; das Tier variiert nur wenig.
P, brookiana. Pronotum und Hinterkopf rot. Vflgl lang, Zelle abgestutzt, die untere Ecke scharf
gewinkelt; beim cf ein aus 7 metallisch grünen Keilflecken bestehendes Band zwischen Zelle und Aussenrd;
Hflgl klein, die Zelle schmal, das Band des Vtlgls über den Hflgl fortgesetzt, der Abdominalrand nach oben
umgeschlagen, eine Duftfalte bildend. ¥ blasser als das cf; das Discalband des Vtlgls vorne mehr oder
weniger ausgedehnt weiss; Hflgl mit weissen oder grauen Submarginalflecken, unten beide Geschlechter mit
solchen Flecken, die aber beim ¥ grösser als beim cf sind. Malayisch. Über die früheren Stände ist noch
nichts bekannt. Der Falter ist ein Waldtier, das im Hügellande und Gebirge von Malakka, Sumatra und
Borneo meist keine Seltenheit ist. Das ¥ verfolgt das cf und sitzt bei der Kopulation auf demselben. Beim
Saugen an Blüten sind die Flügel in schwirrender Bewegung wie bei einem Schwärmer (Skertsciilev).
Nach Martin dagegen findet man in Sumatra brookiana nie an Blumen, sondern er sitzt oft an feuchten
Wegstellen und in der Nähe der Häuser auf Unrathaufen (Dünger und Küchenabfällen), was die gelben Arten
nie tun. — albescens Rothsch. (7 b). Das cf hat stets weisse Submarginalflecke auf der Unterseite des Vtlgls. albescens.
Beim ¥ sind die weissen Flecke der Oberseite des Vtlgls und der Unterseite beider Flügel sehr gross. Perak.
— natunensis Rothsch. ¥: eine Zwischenstufe zwischen albescens und brookiana, letzterer Form am nächsten natunensis.
stehend, aber die weissen Zeichnungen grösser. Bunguran, Natuna-Inseln. — brookiana Wall. (7 c). cf: Vflgl brookiana.
unten gewöhnlich ohne Submarginalflecke. Beim ¥ die weissen Flecke der Vflglunterseite weit getrennt,
mit Ausnahme der vorderen, und die Flecke des Hflgls zwar zuweilen einander berührend, aber nicht zu¬
sammengeflossen. Borneo; Balabac. — trogon Voll. (¥ = eleanor Walk) (7c). cf nicht mit Sicherheit zu trogen.
unterscheiden. ¥ dem cf ähnlich, weniger weiss als bei den andern Formen, oben fast ohne Weiss , und
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unten auch die vorderen Flecke des Vllgls reduziert. Ost- und West -Sumatra; das ganze Jahr hindurch
in der Ebene und den Vorbergen.
trojanus. P. trojanus Stgr. (5 b) cf: Metallflecke des Vllgls kürzer als bei brookiana; Hflgl mit einem ausserhalb
der Zelle stehenden Bande , unten die Submarginalflecke, wie auch beim 2, weiter vom Rande entfernt als
bei brookicma. Die blaugrüne Beschuppung auf der Oberseite des Hflgls des $ in und hinter der Zelle
spärlich, dagegen auf der Scheibe ausserhalb der Zelle zu einem Bande verdichtet. — Palawan; noch selten
in den Sammlungen. Der Aufenthalt auf dieser Insel ist besonders wegen der vielen zweifelhaften Cha¬
raktere, che von den Philippinen hierher geflüchtet sind, recht unangenehm und gefährlich. Es ist bis jetzt
noch keinem Sammler gelungen, in die Gebirge vorzudringen.
P. hypolitus. Zelle des Hflgls distal verbreitert, besonders beim cf; Vflgi mit weissen Aderstreifen,
cf: Hlb oben dunkelgelb und schwarz; Hflgl oben schwarz, mit einer Reihe gelber Submarginalflecke, die
auch unten vorhanden, die Unterseite zwischen diesen Flecken und am Rande schwarz, sonst seidig grau-
weiss oder gelblichweiss. 2 auf dem Hflgl zwischen Saum und Zelle mit grossen Flecken, die vorderen
gelb, die hinteren grau, alle mit Ausnahme des ersten schwarze Discalflecke einschliessend , Zelle ganz
schwarz oder mit kleinem Apicalfleck; unten wie oben, aber die Zelle des Hflgls stets mit grösserem grau-
weissem Fleck und der Vflgi stärker gestreift. Frühere Stände nicht bekannt. Nach Ribbe findet sich der
Falter in Ceram überall am Strande, wo niederer Wald vorhanden ist. Molukken und Celebes; mehrere
hypolitus, geographische Formen. Das Tier ist noch nicht von Buru bekannt. — hypolitus Cr. (= panthous L. partim,
pandarus Houtt., rernns F., antenor Well, hippolytus Esp., hippolythus Esp.) (8 a). cf auf der Unterseite
des Hflgls grauweiss. 2: Hflglunterseite mit grossem Zellfleck, die drei hintern Randzellen weiss, nur
antiope. zwischen den schwarzen Discal- und Submarginalflecken gelb. Ceram und Amboina. — antiope Kothsch.
Uns sind nur cf cf bekannt. Im ganzen kleiner als hypolitus ; die Aderstreifen der Oberseite des Vflgls
weniger deutlich: auf der Unterseite des Hflgls der untere äussere Winkel des 2. gelben Flecks mehr vor¬
gezogen, der Zwischenraum zwischen dem 2. und 3. Fleck daher kleiner, der vor der 3. Radiale stehende
schwarze Fleck grösser, der vor der 2. Radiale liegende weisse Fleck immer sehr klein und die Medianader
schmäler schwarz. Morty (= Morotai), eine Anzahl cf cf im Tring Museum, von Dumas gesammelt. Nach
Wallace findet sich hypolitus auch auf Halmahera und Pagenstecher gibt den Falter von Halmahera und
Ternate an. Wie bei den andern Subspecies wird das 2 von antiope wohl auffälliger von liyp. hypolitus ver-
sulaensis. schieden sein als das cf. — sulaensis Stgr. Hflgl unten bei cf und 2 und beim 2 auch oben mehr aus¬
gedehnt gelb als bei hypolitus. Der Zellfleck der Hflglunterseite des 2 klein. Sula-Inseln: Mangola und
cellularis. Besi. — cellularis Bothsch. (= celebensis Stgr. nec Wall), cf wie das hypolitus- cf; die halbdurchsichtigen
Aderstreifen der Oberseite des Vflgls nur sehr sparsam weiss beschuppt; der 2. gelbe Fleck der Unterseite
des Vflgls meist breiter als lang. 2 auch oben mit Zellfleck auf dem Hflgl. Süd- und Nord -Celebes;
Talaut. Nach Piepers auch auf Saleyer (ob richtig?).
darsius, P. darslus Gray (9b, c). Bei cf und 2 der Hlb oben bräunlichschwarz; das goldene Feld des Hflgls
wurzelwärts grade abgeschnitten, die Zelle bis wenigstens zur Wurzel der 2. Mediane schwarz, der goldene
Zellfleck zuweilen punktförmig; die letzte goldene Makel des cf am grössten, beim 2 die schwarzen Discal¬
flecke einander berührend; die weissen Streifen an der untern Mediane des Vflgls des 2 weit von der Zelle
cambyses. entfernt. Zuweilen das cf mit mehreren schwarzen Discalflecken in den gelben Makeln : cf-ab. cambyses
Ehrm. — Ceylon, fast überall im Hügellande, aber auch in der Ebene, im offenen und im bewaldeten Gelände ;
der Falter saugt gerne an Heliotrop. Rp dunkel purpurbraun, mit schwärzlichen Strichen; Seitenband
blassrot. Thwaites beobachtete öfters, wie ein Paar in der Luft auf- und abtanzte, wobei das 2 sich immer
etwa 2 — 3 Fuss oberhalb des cf hielt.
P. vandepolli. Brust ohne Rot ; Hlb ganz oder grösstenteils schwarz, cf : Zelle des Hflgls breit,
das Abdominalfeld und die Wurzel des Flügels breit schwarz, der schwarze Saum gleichfalls breit, der
goldene Zellfleck schräg abgestutzt , sein Proximal rand etwa in der Verlängerung der 2. Mediane ver¬
laufend. 2: die hintern 2 oder 3 Paare weisser Aderstreifen des Vflgls weit von der Zelle entfernt stehend;
das goldene Feld des Hflgls proximal grade oder fast grade abgestutzt, nicht bis zur Mitte der Zelle
honrathiana. reichend. Ei blassrot. Sumatra und Java. — honrathiana Martin (8b) findet sich im Hügellande Nordost-
Sumatras. Körper ganz schwarz, abgesehen von dem dünnen roten Kragen, rauh behaart. Beim 2 die Zelle
des Vflgls an der Spitze mit M-förmiger weisser Zeichnung, die Aderstreifen dünn, die letzten 3 Paare weit
vandepolli. von der Zelle entfernt. — vandepolli Sne/l. (8b). Hlb seitlich und unten graugelb und schwarz, weniger
rauh , oben in der Mitte beim cf braun. Die weissen Aderstriche des 2 breiter als bei der vorigen Sub¬
species, der vordere des drittletzten Paares nahe an die Zelle tretend oder dieselbe erreichend, Apex der
Zelle weiss. Berg Gedeh, Preanger, Java, 4 — 5500 Fnss.
P. criton. Kragen und Brust rot; Hlb unten und an den Seiten viel ausgedehnter gelb als bei
plato und den Formen von haliphron. cf: Vflgi oben und unten ohne Aderstreifen oder es sind unten weisse
Aderstreifen vorhanden; das Goldfeld des Hflgls besteht aus einem grossen Zelltleck und 6 grossen Discal-
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Hecken, der letzte Discalfleck der längste, sehr viel länger als das schwarze Randband breit ist, der 1. Fleck länger
als breit, alle oder wenigstens die hintern aussen ausgerandet, der Zellfleck schräg abgestutzt, die Hälfte der
Zelle oder etwas mehr einnehmend, vorne länger als hinten. ? variabel; die weisseu Striche an der 2. Mediane
des Vflgls, wenn überhaupt vorhanden, weit von der Zelle entfernt; das gelbe Feld des Hflgls fast grade
abgeschnitten , der hinter der 2. Mediane stehende Fleck basalwärts nicht über die Ursprungsstelle dieser
Ader verlängert, oft fehlend; die schwarzen Discaltlecke, besonders die zentralen, gerundet, oben selten
vollständig miteinander verschmolzen, unten immer kleiner; das an den Adern tief eingeschnittene schwarze
Randband schmäler als die gelben zentralen Flecke lang sind, von der Zelle bis zu den schwarzen Discal¬
flecken gemessen. Rp der von haliphron ähnlich, etwas lebhafter gefärbt. Pp grünlich. Nördliche Molukken
und Obi; ziemlich häufig. — criton Flclr. (lla, b), von Batjan, Ternate, Halmahera und Morty, hat beim cf criton.
selten weisse Aderstreifen auf der Unterseite des Vflgls. Das ? tritt in 3 Hauptformen auf: ?-f. androgyna androgyna.
form. nov. hat weder oben noch unten weisse Aderstreifen oder die Streifen sind auf der Oberseite nur
schwach angedeutet und unten stärker; bei ?-f. oberthueri Rothscli. sind die Zellspitze und die Aderstreifen obeithueri.
oben und unten fast rein weiss, das gelbe Feld des Hflgls ist wie bei voriger ?-Form golden; 2-f. felderi felderi.
Rothscli. hat oben schwache Aderstreifen und das Mittelfeld des Hflgls ist nicht golden, sondern blass sahne-
farben. — - critonides Frühst, von Obi ist nicht konstant von criton verschieden, cf: Vflgl unten oft mit critonides.
weissen Aderstreifen (in 4 von unseren 7 cf cf), der Zellfleck des Hflgls meistens weniger schräg als bei
criton abgestutzt. Beim ? der vor der 1. Radiale des Hflgls stehende Fleck immer klein, vor der Subcostale
kein gelber oder sahnefarbener Discaltleck; die schwarzen Discaltlecke vollständig zusammengeflossen, so
dass oben nur ganz kleine gelbe Submarginalflecke vorhanden sind. Die 3 bekannten Hauptformen des ?
sind: ?-f. melas form, nov., Vflgl ohne deutliche Aderstreifen oder dieselben wenigstens oben schwach aus- melas.
gebildet, Mittelfeld des Hflgls oben golden; bei ?-f. cinna Frühst, sind 1/s der Zelle des Vflgls und die cinna.
breiten, proximal zusammengeflossenen Aderstreifen fast rein weiss und das Zentralfeld des Hflgls ist oben
golden; $-f. Clara form. nov. hat noch mehr Weiss als Imoklm und das Zentralfeld des Hflgls ist oben clara.
sahnefarben. — celebensis Wall. 1 )i€ Tvpy (ein cf aus »Makassar«) dieser Form ist in der Sammlung celebensis.
H. Grose-Smith. Dr. L. Martin erhielt ein zweites Exemplar von seinen Sammlern aus Putannani , Süd-
Celebes, das er dem Tring Museum überlassen hat. Diese beiden Stücke — die einzigen, welche ich gesehen
habe — sind dem criton- cf von den Nord-Moluken sehr ähnlich. Der Hlb ist aber schwarz, mit schmal
gelben Segmenträndern auf der Unterseite ; die Haftklappen fast ganz graugelb. Vflgl unten mit deutlichen
weissgrauen Streifen, die bis an die Zelle gehen; das gelbe Feld des Hflgls aussen tiefer als in den andern
criton- Formen gebuchtet. Das in Novitates Zoologicae 1896, p. 64, erwähnte ? von der Minahassa in coli.
Staudinger gehört wahrscheinlich zu P. lielena hephaestus.
P. riedeli Kirsch (10a). Diese augenscheinlich recht konstante Art gehört zu den selteneren Formen, riedcli.
Körper ähnlich wie bei criton, aber der Hlb spärlicher gelb, besonders an den Seiten; beide Flügel ge¬
streckter als bei den verwandten Arten, cf: Vflgl unten mit deutlichen, aber dünnen weissen Aderstreifen,
die an den beiden Medianästen stehenden Paare von der Zelle entfernt ; das Goldfeld des Hflgls ähnlich wie
bei criton, aber proximal grade abgestutzt, der Zellfleck viel kleiner, die hintern Discaltlecke viel länger und
fast alle Flecke tiefer ausgerandet, der schwarze Hrd an der Spitze des Goldfeldes und der schwarze Discalrand
vor der Subcostale viel schmäler als bei criton. ?: Vflgl an der Zellspitze und nach aussen von derselben weiss,
dieses Feld an den Adern streifenförmig ausgezogen, an der 1. Mediane ein weisser Doppelstreif, der weit
von der Zelle entfernt bleibt; Hflgl mit punktförmigem Zellfleck oder ganz schwarz, 4 goldenen Discalfleeken
und hinter diesem Felde einem weissgrauen Fleck; die schwarzen Discaltlecke nicht vollständig miteinander
verschmolzen, aber die durch sie abgetrennten gelben Flecke auf der Oberseite stark schwarz beschuppt. -
Sjerra, Timorlaut-Inseln, vielleicht auch auf den andern Inseln dieser Gruppe.
P. haliphron. Hlb schwarz, mit geringer gelber Beschuppung an den Seiten und unten, oder ganz
ohne Gelb, beim ? oben braun. Das Goldfeld des Hflgls beim cf wurzelwärts schräg begrenzt, das schwarze
Basal- und Hrdsfeld wenigstens bis zur untern Mediane vordringend, zuweilen die ganze Zelle schwarz; die
Goldmakeln nach aussen nicht deutlich ausgerandet, die mittlern abgestutzt oder abgerundet, der Aussenrd
sehr breit schwarz. Das Goldfeld des ? in der Zelle meist grade abgeschnitten, die schwarzen Discaltlecke lang,
besonders die hintern, meistens alle mit dem Randbande zusammenhängend, oft mit letzterem so vollständig
verschmolzen, dass keine Goldtleckchen in dem breiten Randfelde übrigbleiben. Ein geographisch variabler
Falter, dessen Wohngebiet sich von Celebes und Sumbawa ostwärts erstreckt. Auf Lombok findet sich diese
Art nicht, während sie auf der Nachbarinsel Sumbawa recht häufig ist. — haliphron Bdc. (9a). Brust rot. haliphron.
die letzten Ventralringe schmal graugelb gerandet, beim ? ein graugelber Wisch an den Seitenrändern der
hinteren Segmente, cf: Goldfleck der Htlglzelle klein oder fehlend. ?: die Streifen an der Submediane des
Vflgls oben undeutlich, der hintere Streif des zweitletzten Paares die Zelle nicht erreichend, die Zelle innen
bis fast zur Ursprungsstelle der 2. Mediane weiss umrandet. Süd-Celebes. Bis jetzt ist noch keine halipliron-
Form von Nord - Celebes bekannt geworden; auch von den Sula- Inseln kennen wir nichts dergleichen.
Dr. Marttin erbeutete einen Zwitter von haliphron, dessen linke Seite weiblich und die rechte männlich ist.
Derselbe befindet sich jetzt im Museum zu Tring. — pallens Oberth. (= bauermanni Röb.). Aderstreifen pallens.
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des Vflgls bei cf und 2 stärker entwickelt als bei haliphron , der Zelltleek des Hflgls grösser, beim ? ausser¬
dem der Körper und die Flügel blasser. Saleyer, häufig; Kabia. Der Name bauermanni Hob. ist aut' Exemplare
pistor. von der Insel Kabia gegründet; stichhaltige Unterschiede scheinen nicht vorhanden zu sein. — pistor Rotlisch.
von Ivalao und Djampea. Das cf nicht konstant von pcdlens verschieden; die Zelle der Vtlglunterseite ist
meist weniger ausgedehnt weiss und die gelbe Beschuppung der Unterseite des Hlbs ist gewöhnlich noch
spärlicher. Das 2 hat weniger Weiss in der Vflglzelle ; der Zelltleek des Hflgls nimmt weniger als die Hälfte
der Zelle ein, die schwarzen Discaltlecke sind kürzer als bei pallens-, auf der Unterseite ist die Mitte des
Htlgls deutlicher gelb, zuweilen fast so golden wie oben, und das hinter der Zelle liegende gelblich-graue
naias. Feld ist. kleiner als bei pallens. — naias Doli, bewohnt Sumba, Sumbawa, Flores, Larentuka, Adonara, Lomblen
und Alor. cf : Die weissen Aderstreifen sind auch oben gut ausgeprägt ; der erste Goldfleck des Htlgls gross
und wenigstens so lang wie der zweite Fleck, der Zelltleek liegt am Vrde der Zelle entlang und ist oft so
verbreitert, dass er wenigstens die Hälfte der Zelle einnimmt; um die Zelle herum 4 oder 5 Goldfelder, unten
auch zuweilen ein sechster mehr oder weniger deutlich; die weisse Berandung der Zelle des Vflgls unten
meist bis zur Ursprungsstelle der 2. Mediane ausgedehnt; diese Umrandung beim 2 noch" mehr der Basis zu
verlängert, auch oben mehr ausgedehnt als bei den vorigen Subspecies. Sonst das 2 ausgezeichnet durch
den Besitz von 7 Goldflecken um die Zelle herum, der 1. Fleck klein, höchst selten fehlend (in dem einen
unserer zwei Larentuka 22), der letzte mehr oder weniger grau, der Zellfleck meist zwei Drittel der Zelle
einnehmend. Die gelbe Beschuppung des Hlbs bei beiden Geschlechtern mehr ausgedehnt als bei den vorigen
Formen. Der Prozentsatz von cf cf, welche einen grossen Zelltleek auf dem Hflgl haben, ist auf Sumba
grösser als auf den andern Inseln , auch haben die Sumba- Exemplare häufiger einen 5. discalen Goldfleck.
sambavana. Für die cf cf, bei denen dieser Fleck vorhanden ist, mag die Bezeichnung cf-ab. sambavana Doli. Anwendung
finden. Der Falter ist auf Sumba an der Küste und im Innern häufig, auch auf den andern Inseln scheint
socrates. er zahlreich aufzutreten. — so Crates Stgr. (12 a, b). Brust und Kragen ganz schwarz oder mit ganz wenigen
roten Haaren; Hlb weniger ausgedehnt gelb als bei naias. Das ? auf dem Htlgl ohne Goldfleck vor der Sub-
costale und mit ganz schmalem Strich hinter der untern Mediane, die schwarzen Discalflecke breit mit dem
iris. Saumbande verschmolzen und alle oder fast alle einander berührend. Wetter. — iris Hob. (12c). cf: Ader¬
streifen des Vflgls oben schwach, unten die an der 2. Mediane stehenden Streifen weit von der Zelle ent¬
fernt, die Zelle selbst ohne deutliche weisse Berandung; Hflgl mit kleinem Zelltleek, der oft fehlt, sowie
4 Discaltlecken, oft ist noch ein kleiner Fleck vor der Subcostale und ein Strich hinter der 2. Mediane vor¬
handen: Pronotum und Brust ohne rote Behaarung. 2: blassbraun, Kragen und Brust sehr selten rot, die
Aderstriche schmutzig weiss , die an der 2. Mediane stehenden oben und unten von der Zelle entfernt; das
Goldfeld des Hflgls klein, aus einem kleinen Zellfleck und 4 Discalflecken bestehend, häufig noch ein kleiner
Fleck vor der 1. Radiale und ein weiterer hinter der 2. Mediane vorhanden: im breiten Randfelde keine
ariadne. Goldflecke oder nur schwache Spuren derselben. Letti und Moa, häufig. — ariadne Höllisch, cf: Kragen
und Brust rot, die Ränder der hinteren Hlbsringe unten schmal aber deutlich gelb; Aderstreifen des Vflgls
unten reiner weiss. 2 gleichfalls mit rotem Kragen und roten Brustseiten; der Zellfleck des Htlgls sowie der
staudingeri. vor der 1. Radiale und der hinter der 2. Mediane stehende Fleck grösser als bei iris. Roma. — staudingeri
Hob. cf: Vtlgl ähnlich dem von iris, unten reiner weiss gestreift; Hflgl fast wie bei naias, aber stets mit
6 discalen Goldflecken um die Zelle herum und der Zelltleek mehr quer abgestutzt; die Harpe ähnlich der
von iris, fast symmetrisch, während sie bei den andern haliphron- Formen fast hakenförmig ist. 2 mit breitem
Aderstrichen auf dem Vtlgl als bei iris ; auf den Hflgln ausser dem Zelltleek noch 6 Goldflecke, von denen
der erste und der letzte viel grösser als bei iris und ariadne sind; die Medianäste wenigstens unten von
gelbgrauen Streifen begleitet, ähnliche Streifen oder kleine Submarginalflecke auch oft an den Radialen.
ikams. Kragen und Brust bei cf und 2 rot. Loeang, Dämmer und Babber. — ikarus Frühst. (12 a, b). Das cf nicht
von staudingeri verschieden, doch sind die Aderstreifen der Vflglunterseite sowie die Zellberandung bei einigen
Exemplaren länger und breiter. Diese grauweise Beschuppung beim 2 augenscheinlich immer mehr aus¬
gedehnt als bei staudingeri. Selaru, Timorlaut-Inseln. — Rp von haliphron braun, die Zapfen blassrot, das
Seitenband dunkel weissgelb. Pp gelbgrün.
plato. P. plato Wall. (11a, b). Distalrand beider Figl stärker als bei haliphron gebuchtet; Kragen rot,
Brust schwarz, cf: Vtlgl von der Wurzel bis zur Ursprungsstelle der 1. Mediana schwarz, dann etwas auf¬
gehellt; Htlgl mit grossem Zellfleck und 6 grossen Discalflecken , letztere aussen gewöhnlich mehr oder
weniger ausgerandet, der Zellfleck in der Verlängerung der 2. Mediane schräg abgestutzt; unten die Ader¬
streifen des Vflgls sehr breit und etwas verwischt, die beiden an der 2. Mediane stehenden Streifen weit
von der Zelle entfernt. 2 in zwei Formen, einer hellen und einer dunklen, wie bei criton und Helena. Bei
beiden Formen ist der Vflgl von der Wurzel bis über die Basis der 1. Mediane hinaus schwarz oder schwarz -
nydionia. braun; dieses Feld ziemlich scharf begrenzt. Bei der dunklen Form, 2-f. nychonia form, nov., ist die äussere
Hälfte des Vflgls ähnlich dem des cf, nur ist die Zellspitze etwas heller; das gelbe Feld des Hflgls besteht
aus einem ziemlich kleinen, schräg abgestutzten Zelltleek und 6 grossen Discalflecken ; die schwarzen Discal¬
flecke sind ziemlich klein und voneinander getrennt, aber mit dem schwarzen Saumbande breit verbunden. Bei
chitonia. der zweiten Weibchenform, 2-f. chitonia form, nov., sind die Aderstriche des Vflgls sehr breit und auch oben
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sehr deutlich, wurzelwärts sind sie ebenso wie das Apicaldrittel der Zelle grauweiss ; das gelbe Feld des Hflgls
ist wurzelwärts grade (nicht schräg) abgestutzt; kein Fleck vor der Submediane, dafür ein grosser Fleck
hinter der 2. Mediane, die schwarzen Discalflecke vollständig miteinander und mit dem Randbande zusammen¬
geflossen, so dass in dem so gebildeten breiten schwarzen Felde nur ganz kleine gelbliche Flecke vorhanden
sind; unten ist das Discalfeld nicht goldig. — Holländisch und portugiesich Timor ; selten in den Sammlungen,
wie viele der Timor-Falter. Die Insel, welche eine an Nord- West-Australien erinnernde Vegetation besitzt,
ist während der Regenzeit sehr ungesund, und in der lang andauernden und sehr dürren Trockenzeit fliegen
nur sehr wenige Insekten.
P. Helena, cf1: Hlb oben braun, schmal gelb geringelt, in der Mitte aufgehellt, an den Seiten und
unten ganz gelb; Hflgl zwischen der 1. Radiale und 1. Mediane abgestutzt, abgesehen von den ziemlich
starken Einbuchtungen; das Goldfeld dementsprechend an der Hinterseite der 1. Radiale und an der 1. Mediane
vorgezogen; die obere Ecke des vor der 1. Radiale liegenden Flecks mehr als die untere vorspringend;
hinter der Zelle und der 2. Mediane ein schmales langes, gelbes Dreieck. Das ¥ kommt in zwei Haupt¬
formen vor, einer hellen und einer dunklen, die durch Übergänge verbunden sind; Hlb schwarzbraun, an
den Seiten ein breiter gelber Streif, die hinteren Bauchringe teilweise gelb, oder die ganze Unterseite gelb
mit schwarzen Flecken ; Hflgl gewöhnlich ohne discalen Goldfleck vor der Subcostale; der Zellfleck klein und
unregelmässig, oder hinten länger als vorn. Die am weitesten verbreitete „Ornithoptera“ ; sie findet sich in
zahlreichen Unterarten von Hainan und Nord -Indien bis Neu -Guinea. — papuensis Wall. (= melpomona papuensis.
Rippon, melpomena id.). Hlb unten gelb, beim ¥ blasser als beim cf und schwarz gefleckt; Zellfleck des
Hflgls bei cf und ¥ ungefähr von gleicher Grösse, schräg abgesclmitten, vorne bis zur Ursprungsstelle der
Subcostale reichend, zuweilen etwas mehr, zuweilen etwas weniger ausgedehnt, der hinter der Zelle stehende
Goldfleck stets bis nahe zur Flügelwurzel gehend, cf auf der Unterseite des Vflgls meist ohne Aderstreifen,
zuweilen aber mit einem grauweissen submarginalen Streifenbande. Das gelbe Feld der Hflgloberseite des
? sehr selten graugelb. Bei cf -ab. irregularis Dannatt, auf ein einzelnes, wahrscheinlich von Neu-Guinea irregularis.
stammendes Exemplar gegründet, sind die um die Zelle herum stehenden Goldfelder des Hflgls so stark
reduziert, dass die mittleren Flecke an den Adern kaum ein Drittel so lang sind als das schwarze Saum-
feld breit ist. Der Name ab. carolus Frühst, bezieht sich auf selten auftretende Stücke beiderlei carolus.
Geschlechts, bei denen der Vtlgl oben und unten in der Zellspitze und an den Adern auf der Scheibe weiss
ist; dieses weisse Feld beim ¥ reiner weiss als beim cf und fast, bis zum Hrd reichend. Abgesehen von
solchen extremen Individuen tritt das ¥ in zwei Hauptformen auf: ?-f. papuensis Wall., Vtlgl wenigstens
oben ohne Streifen oder nur schwach aufgehellt; dies ist die häufigste Form, zu der auch ?-ab. biroi Horv. biroi.
u. Mocs. mit gelbbraunem statt gelbem Hflglfelde gehört (verfärbt?); bei ¥-f. papuana Oberth. (= melpomona papuana.
¥ Rippon) sind die Zellspitze und die angrenzenden Teile der Vflgloberseite grauweiss. Der Falter kommt
in ganz Neu-Guinea im Flach- und Hügellande, aber nicht im höhern Gebirge vor und ist an manchen
Plätzen, z. B. an der Astrolabe-Bai, sehr häufig; er findet sich auch auf Salawatti. Es ist sehr eigentümlich,
dass sich offenbar kein Vertreter dieser goldig und schwarzen Aristolochia-Papilios auf den Aru- und Key-
Inseln findet. — hanno Frühst., von Goram und den M atab ela - Inseln , ist kleiner als oblongomacidatiis von hanno.
Ceram und Amboina. cf stets ohne deutliche Aderstreifen auf der Unterseite des Vflgls ; Hflgl vor der Sub¬
costale immer mit grossem Goldfleck , der aber basalwärts nicht oder ganz wenig über die Ursprungsstelle
dieser Ader hinausreicht, der Zelltleck nicht so gross wie bei oblong omacidatus ; Zelle ringsum ziemlich stark
schwarz, der hinter der Zelle liegende Fleck wenigstens so weit wurzelwärts reichend als der Zellfleck.
?: Hlb unten an der Wurzel schwarz, nach hinten zu graugelb mit schwarzen Flecken; das Zentralfeld des
Hflgls graugelb wie bei oblong omacidatus-, kein Discalfleck vor der 1. Radiale, die Submarginalflecke oben
und unten klein, kein oder nur nur ein kurzer gelbgrauer Streif an der Submediane. Zwei Formen: ¥-f.
lucina form. nov. Vflglzelle auf der Oberseite an der Spitze nur schwach grau berandet, die Aderstreifen lucina.
zwar deutlich aber mehr oder weniger schwarz schattiert ; ¥-f. diana form. nov. Zellspitze und Aderstreifen diana.
der Vflgloberseite grauweiss. — asartia Rothsch. cf: Zellfleck des Hinterflügels bis nahe zur Basis gehend, asartia.
der Subcostalfleck entweder so gross wie bei oblongomacidatiis oder kleiner; auf der Unterseite der hinter der
Zelle stehende lange Fleck fast so weit nach aussen reichend wie das vor ihm liegende Goldfeld; Zelle dünner
schwarz umrandet als bei hanno , die Spitzen der Vorsprünge des schwarzen Saumbandes von graugelben
Schuppen überlagert, der nach der- Wurzel zu zeigende Teil des letzten Zapfens bis auf einen isolierten
schwarzen Punkt (der in einem unserer 3 Exemplare fehlt) ausgelöscht. Ceram Laut, im Dezember 1898
von H. Kühn gesammelt. — oblongomaculaWtus Goeze (= helena Glerck nec Liane, amphimedon Cr., hellen obiongo -
Godt.) von Ceram, Saparoea und Amboina, ist die grösste Subspecies dieser Art. cf: Zellfleck des Hflgls bis nahe umca latus.
zur Basis reichend, der Subcostalfleck basalwärts über die Ursprungsstelle der Subcostale hinaus vorgezogen.
¥: Das Zentralfeld des Hflgls oben graugelb oder sahnefarben, ein kleiner Discalfleck vor der 1. Radiale
sehr selten fehlend, der hinter der Zelle stehende Fleck meist gross, die schwarzen Discalflecke unten mehr
oder weniger grau gerandet; zwei Formen; ¥-f. amaura form, nov., Apex der Vflglzelle oben nur schwach amaura.
dunkelgrau umrandet; ¥-f. oblongomaculatus Goeze, der Apex der Zelle breit grauweiss. Zuweilen sind beim cf
schwarze unregelmässige Fleckchen in das Goldfeld eingesprengt. Ribbe fand den Falter in Ceram »überall
90
PAPILIO. Von Dr. K. Jordan.
im Walde und am Strande, wo niederer Wald vorhanden ist«. Rp von oblong omaculatus der von haliphron
ähnlich, graubraun, mit schwärzlichen Linien auf dem Rücken, zwei Schrägbänder an den Seiten; auf Aristo-
lochia momandul. Pp gelbgrün, viel kürzer als die von P. priamus, die Flügelscheiden springen stärker vor, das
2. und 3. Höckerpaar des Hlbs sind viel grösser, und das 4. Paar fehlt, auch sind die letztenSegmente oben
boitruensis. und an den Seiten mehr abgeflacht. Ei (nach Kubary) klein, dickschalig, grün. — bouruensis Wall. (10 b).
cf: Der Zellfleck und der Subcostalfleck des Hflgls meist stark reduziert, letzterer gewöhnlich weit von der
Ursprungsstelle der Subcostale entfernt stehend, der Zellfleck zuweilen nicht grösser als beim ? der vorigen Sub-
species, auch der hinter der Zelle liegende Goldstrich meistens klein, oben zuweilend fehlend. ?: Zentralfeld des
capnodia. Hflgls oben und unten tiefer gelb als bei voriger Subspecies; bei ?-f. capnodia form. nov. ist die Zelle des Vflgls
auf der Oberseite an der Spitze nur schwach dunkelgrau und die Aderstreifen sind verwischt oder undeutlich;
unten sind diese Streifen, wie bei den vorigen Subspecies, grauweiss und bei einem unserer Exemplare sehr
argidia. breit; bei ?-f. argidia form. nov. sind der Apex der Vflglzelle und die Aderstreifen auch oben grauweiss, die an
der 2. Mediane und der Submediane stehenden Streifen aber kurz oder verwischt. Buru, augenscheinlich
bandensis. häufig. — bandensis llothsch. Kleiner als oblong omaculatus, Hlb oben tiefer schwarzbraun; Hflgl etwas mehr
gerundet, der Zellfleck gross, wurzelwärts gebuchtet und daher weniger schräg als hei oblong omaculatus ab¬
gestutzt, der obere Zahn des 3. Goldflecks nicht oder nur wenig mehr vorgezogen als der untere Zahn desselben,
dagegen die an der 1. Mediane liegenden Zähne des 5. und 6. Flecks lang; die weissen Fransenflecke sind
nur eben angedeutet. ?: Zelle des Vflgls oben mit ziemlich scharfer grauweisser M-Zeichnung im Apex; die
Aderstreifen scharf und grauweiss, die Subcostalstreifen von der Gabelung des 4. und 5. Astes ab aber stark
schwarz schattiert, auch die andern Streifen saumwärts weniger hell und nicht so nahe zum Rande gehend
als bei hellstreifigen oblong omaculatus'. die Streifen der 2. Mediane und der Submediane sehr verdunkelt.
Auch unten ist der Apex der Zelle scharf grauweiss umrandet; Zentralfeld des Hflgl oben tiefer gelb als bei
oblongomaculatus, unten aber ebenso blass als bei jener Subspecies; vor der 1. Radiale immer ein Discalfleck,
der oft bis an die Subcostale reicht; der hinter der Zelle stehende Fleck gross, die Fransenflecke oben und
unten sehr schmal. Nur diese eine, verhältnismässig recht konstante ?-Form bekannt. Gross-Banda, von
thestius. H. Kühn im November und Dezember 1898 gesammelt. — thestius Stgr. {= leda Stgr. nec Wall., celebensis
Rothsch. [partim]). Die kleinste Lokalform dieser Species. Das cf sehr variabel, Vflgl oben wenigstens mit
Andeutungen von Aderstreifen, zuweilen stark weissgestreift, unten stets bis an die Zelle gestreift und letztere
an der Mediane oft bis zur Wurzel weissgerandet. Adern der Hflgl meist recht stark schwarz, der erste
bernhardus. Discalfleck und der Zellfleck entweder sehr gross: cf-ab. bertihardus Frühst., oder beide mehr oder weniger
reduziert: cf-ab. thestius Stgr. Beim Weibchen auf der Vflgloberseite die Umrandung der Zellspitze und die
Aderstreifen deutlich oder undeutlich, unten sehr hell und breit, der vor der 2. Mediane stehende Streif die
Zelle erreichend, auch die Submedianstreifen länger als bei den Molukken -Formen; Zentralfeld des Hflgls
gelb, der Zellfleck nimmt etwa die Hälfte oder 2/ö der Zelle ein; vor der 1. Radiale ein distaler Goldfleck
vorhanden, die schwarzen Discalflecke gross, zusammengeflossen, die durch sie abgetrennten gelben Flecke
sehr klein, oben oft ganz fehlend; die Saumflecke gross, besonders unten. Saleyer.
Bei den nun folgenden Formen von P. helena hat der Hflgl einen schmälern schwarzen Saum als bei allen
vorhergehenden Subspecies.
neoris. — neoris Rothsch. Hlb oben viel blasser als bei hepliaestus , gelblichbraun, seitlich und unten grau,
nicht gell), nur basalwärts beim cf gelb, der dorsale Mittelfleck des cf kaum heller als der Rest der Ober¬
seite, die schwarzen Ventralflecke des ? klein, cf: Vflgl mit äusserst schwachen Spuren von Aderstreifen:
unten der Aussenrd noch etwas mehr eingebogen als bei hepliaestus ; Hflgl wie bei dieser Form, das Saum¬
band so breit wie bei breitrandigen hepliaestus. ?: Vflgl an allen Adern, auch an der Submediane, mit breiten
grauweissen Streifen, die unten noch breiter als oben sind, die an der 2. Mediane stehenden Streifen weit
von der Zelle entfernt, das schwarze Basalfeld des Figls ziemlich scharf begrenzt, das Apikaldrittel der Zelle
grauweiss , oben mit 2 schwarzen , weiss schattierten Streifen , unten fast rein weiss ; Hflgl oben wie bei
hepliaestus, etwas weniger tief gebuchtet, die weissen Randflecke grösser, das schwarze Saumband breiter,
der schwarze Abdominalrand ziemlich stark grau beschuppt, besonders am Analwinkel ; die schwarzen Discal-
llecke wie bei vielen hepliaestus isoliert, der 1. Submarginalfleck grau; kein discaler Goldfleck vor der Sub¬
costale; der Zellfleck fast grade abgestutzt; unten das Zentralfeld gelblich grau, nur in der Mitte deutlicher
gelb. Ein Paar von Binongka, Toekan Bessi-Inseln , südöstlich von Celebes, von H. Kühn im Dezember
mopa. 1901 erbeutet. — mopa Rothsch. Eine Zwischenform zwischen neoris und hepliaestus-, von Buton, südöstlich
von Celebes, nur 1 ? bekannt, von H. Kühn im Dezember 1901 gefangen. Die Aderstreifen und Zellzeichnung
des Vflgls wie bei stark gestreiften hepliaestus -??; der schwarze Rand des Hflgls aber breiter, das gelbe Feld
auf der Unterseite vorne, hinten und proximal so blass wie bei neoris, aber ein grösserer Teil des Feldes
hepliaestus. deutlich goldig. Hlb etwas deutlicher gelb als bei neoris, die schwarzen Ventralflecke klein. — hephaestus
Fhlr. (= leda Wall.). (13 a, b). Ein in ganz Celebes an geeigneten Lokalitäten ziemlich häufiger Falter,
der sowohl im Flachlande, wie im Gebirge vorkommt. Vflgl lang, oben selten mit schwachen Andeutungen
von Aderstreifen, diese Streifen unten zuweilen sehr deutlich; Hflgl stets mit grossem, langem Goldfleck vor
der Subcostale, der aussen bis an die Gostale reicht, das schwarze Randband breiter als bei den folgenden
PAPILIO. Von Dr. K. Jordan.
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Subspecies und weniger tief ein geschnitten. ?: Vtlgl unten mit breitem weissem Streif an der Submediane,
auch wenn der Figl sonst keine Streifen hat; Zelltleck des Hflgls. schräg abgestutzt, vorne bis an die Ur¬
sprungsstelle des Subcostalasts gehend oder noch kürzer; Randband wie beim d an den Adern verhältnis¬
mässig breit; zwei Hauptformen : ?-f. lygaea form, nov., Vtlgl oben ohne deutliche Aderstreifen ; ¥-f. lucinda lygaea.
form, nov., Vtlgl oben und unten mit gramveissen Aderstreifen und ebensolcher Zellspitze. Der Falter soll l^cinda.
nach Piepers auch auf Saleyer Vorkommen, was wohl auf einer Verwechslung mit thestius lSt.gr. beruht,
propinquus Rothscli. (14 a). Hlb oben so dunkel wie bei hephaestus. d: Vtlgl unten mit deutlichen oder propinquus.
schwachen Aderstreifen; Goldfleck lang, distal die Gostale erreichend, 4 schwarze Discaltlecke, der letzte so
mit dem Rand- und Abdominalhande verschmolzen, dass kein gelber Submarginalfleck übrigbleibt, distaler
Teil des hinter der Zelle liegenden Goldtlecks etwa ’/s so lang als der proximale Teil. ?: die Aderstreifen
des Vflgls und die Zellspitze auch oben grauweiss; Hflgl mit goldenem Discalfleck vor der Subcostale, das
schwarze Randband tiefer als bei helena eingeschnitten; nur die weissstreifige Form bekannt. Sumbawa,
augenscheinlich recht selten; die verschiedenen Sammler, welche auf der Insel gewesen sind (Doherty,
Everett, Fruhstoreer etc.) haben nur wenige Exemplare erbeutet. — sagittatus Frühst. Das cf nicht konstant sagittatus.
von propinquus zu unterscheiden; ATlgl selten mit Aderstreifen, diese zuweilen aber sehr deutlich; der vor
der Subcostale des Hflgls stehende Goldfleck meist schmal, zuweilen sehr klein, selten fehlend, manchmal
aber so gross wie bei propinquus, der hinter der Zelle liegende gelbe Streiffleck länger als bei jener Sub-
species ; die meisten Exemplare mit 2 schwarzen Discalflecken, oft nur der anale vorhanden, zuweilen 3 oder 4,
immer ein submarginaler Goldfleck am Analwinkel. ¥: Hflgl ohne discalen Goldfleck vor der Subcostale,
häufig auch der hinter dieser Ader stehende Goldfleck stark reduziert; die schwarzen Discalflecke immer
gross, nicht sehr variabel, wenigstens die hintern mit dem Randbande zusammengeflossen; zwei Formen:
?-f. sciara form, nov., Vtlgl oben ohne deutliche weisse Streifen, und ¥-f. nympha form nov., Vflgl auch oben sciara.
mit starken Aderstreifen und grauweisser Zellspitze , die Ausdehnung des Weiss in der Zelle veränderlich, nympha.
Lombok, ziemlich zahlreich. — nereides Frühst, d dem der javanischen Form ganz ähnlich; Hflgl mit einer nereides.
Reihe schwarzer Discalflecke. Beim ¥ die Zelle und Scheibe mehr ausgedehnt grauweiss. Bawean.
antileuca Rothscli. Der Hlb oben so dunkel wie bei sagittatus, die mediane Aufhellung nicht so deutlich antileuca.
wie bei lielena von Java, cf: Vflgl oben und unten ganz ohne Aderstreifen; Hflgl ähnlich wie hei helena,
ohne discalen Goldfleck vor der Subcostale. ¥ oben ohne Aderstreifen und ohne graue Umrandung der
Zellspitze, unten mit ganz undeutlichen Spuren von Aderstreifen; Hflgl mit einem discalen und einem sub¬
marginalen Goldfleck vor der 1. Radiale, beide sehr klein, der hinter der Zelle liegende Goldfleck erreicht
fast die Figlwurzel; die schwarzen Discaltlecke rnässig gross, die letzten 3 mit dem Randbande zusammen¬
hängend, der Zelltleck in der Verlängerung der 1. Radiale abgeschnitten. Ein Paar von den Kangean-Inseln
(Prillwitz), im Tring Museum. — helena L. (= astenous F., heliacon F., nymphalides Steains.) (11c). cf; helena.
Vflgl auch oben wenigstens mit Spuren von Aderstreifen, diese unten meist breit, zuweilen zu schwachen
Submarginalmakeln reduziert, die obern oft bis an die Zelle reichend; die Zellspitze häufig grauweiss, kein
weisser oder gelblicher Strich hinter der Zelle zwischen der 2. Mediane und der Wurzel ; Hflgl vor der Sub¬
costale gewöhnlich ohne Goldfleck, zuweilen mit einer oder zwei kleinen Makeln oder mit einem langen
schmalen Strich vor jener Ader; auf der Scheibe 0—5 schwarze Flecke. ¥: Vflgl oben stets wenigstens mit
schwachen submarginalen Aderstreifen, diese unten immer deutlich und in der Mitte zwischen Zelle und
Aussenrd breiter als die braunschwarzen Zwischenräume, die an der 2. Mediane stehenden Streifen nicht bis
an die Zelle gehend, gewöhnlich auch das vorhergehende Paar abgekürzt ; kein Streif hinter der Zelle zwischen
der 2. Mediane und der Flglwurzel, zuweilen die Distalhälfte des Flgs fast ganz weissgrau ; der Zellfleck des
Hflgl recht variabel, zuweilen nur 1/i der Zelle einnehmend; kein gelber Discalfleck vor der Subcostale; die
schwarzen Discalflecke sehr veränderlich, oft gross und zusammenhängend, und ebenso oft klein, aber recht
selten ganz fehlend; wir unterscheiden 2 Formen: ¥-f. penetia form., nov. Vflgl oben ohne grauweisse Zell- penetia.
spitze und ohne deutliche lange, grauweisse Aderstreifen, und ¥-f. pompeus Cr., Vflgl auch oben mit grau- pompeus.
weisser Zellspitze und grauweissen Aderstreifen; diese Zellmakel meist breiter als lang und vorne der Basis
zu ausgezogen, nicht M-förmig. Die Exemplare beiderlei Geschlechts, hei denen die schwarzen Discalflecke
auf dem Hflgl fehlen, sind ab. Jupiter Oherth. , während die Stücke mit gelbrotem Hflgl ab. rutilans Oberth. Jupiter.
(= holzi Pagenst .) sind. Bei ab. pluto Fldr. ist das gelbe Feld des Hflgls vorne gleichfalls gelbrot, die Ader- rutilans.
streifen des Vflgls sind oben undeutlich, aber unten so breit wie bei Java-Exemplaren ; das Exemplar (¥) ist ohne P,ut0-
Fundort und stammt wahrscheinlich nicht von Java, da es auf der Unterseite des Vflgls hinter der Zelle
basalwärts von der 2. Mediane einen starken weissen Strich besitzt, der bei cf und ¥ von den weiter westlich
gelegenen Lokalitäten häufig auftritt, dagegen hei javanischen Stücken nie vorzukommen scheint. Java und
Südwest-Sumatra. — nereis Roh. cf: Vflgl oben mit deutlichen Aderstreifen, die auf der Unterseite schmäler nereis.
als bei helena sind; Hflgl vor der Subcostale mit langem Goldfleck, der die Gostale nicht erreicht; zuweilen
eine volle Reihe schwarzer Discalflecke. ¥: Apicaldrittel der Zelle des Vflgls und die scharf begrenzten
Aderstreifen fast rein weiss, die an der 2. Mediane stehenden Streifen die Zelle nicht erreichend ; Hflgl oben
blassgelb, unten sahnefarben, die schwarzen Discaltlecke gross, zusammengeflossen. Engano. — isara Rothscli. isara.
Das cf von Sumatra-Stücken nicht konstant verschieden ; Aderstreifen des Vflgls oben gewöhnlich undeutlich,
unten immer sehr deutlich ; der vor der Subcostale des Hflgls liegende, sowie der hinter der Zelle stehende
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PAPtLTO. Von Dr. K. Jordan.
Goldfleck immer gross. Das ? nähert sich nereis : Die Zellspitze des Vflgls aut der Oberseite wenigstens bis
zur 1. Mediane weissgrau, zwei schwarze Längsflecke' einschli essend , die Aderstreifen so scharf wie bei
sumatranischen Exemplaren , aber die Submedianstreifen grösser und reiner weissgrau , auch auf der Sub¬
medianfalte ein paar dünne Streifen; Hflgl bei einem der mir vorliegenden zwei ¥¥ mit discalem Goldfleck
vor der Subcostale, bei dem andern dagegen mit grossem, keilförmigem, gelbem Submarginalfleck ; unten das
typhaon. gelbe Feld blasser als bei Sumatranern, aber tiefer gelb als bei nereis. Nias. — typhaon Pot lisch. cf: Yflgl
oben ohne Aderstreifen, diese unten deutlich oder nur sehr unbestimmt, im erstem Falle auch ein Subbasal¬
strich hinter der Zelle vorhanden; der vor der Subcostale stehende Goldfleck immer gross, distal die Costale
berührend. ?: Zelle des Vtlgls auf der Oberseite an der Spitze weiss gerandet, die Umrandung vorne viel
breiter als hinten, viel weniger M-förmig als beim indischen cerberus, die Aderstreifen oben und unten meist
gut entwickelt, schmäler als bei helena, meist ein Subbasalstrich hinter der Zelle, die an den Discal- und
Subcostaladern stehenden Streifen die Zelle erreichend,, auch wenn sie nur schwach ausgeprägt sind ; die Zelle
unten mit breiter grauweisser Apicalmakel oder die Umrandung schmal und hinten nur selten unter die dritte
Radiale hinabreichend, die schwarzen Discaltlecke des Hflgls oft gross und zusammengeflossen. Die Form,
aplotia. bei der die Oberseite des Vtlgls nur schwache Aderstreifen trägt, nenne ich ¥-f. aplotia form, nov., und die
phycia. Form mit starken Aderstreifen und Zelltleck ¥-f. phycia form. nov. Nordost-Sumatra, in der Ebene und in
heliconoides. den Vorbergen, das ganze Jahr hindurch, aber weniger häufig als P. amphrisus ruficoUis. — heliconoides
Moore (= heliaconoides Wood-Mas. u. Nicev.). Kleiner als cerberus. cf: Der vor der Subcostale stehende
Goldfleck stets gross, distal ziemlich plötzlich bis zur Gostale erweitert und hier meist einen schwarzen Fleck
einschli essend, der vor der 8. Radiale stehende Zahn des Goldfeldes kürzer als der hinter dieser Ader liegende :
das schwarze Randband unten vor dem Analwinkel mit kurzen gelben Längsstreifen auf dem Schwarz. ¥:
Vflgl oben fast rein schwarz, oder mit sehr scharfen, schmalen, fast rein weissen Aderstreifen, die nicht so
nahe an den Rand gehen wie bei cerberus, der hinter der der 2. Mediane stehende Streif kurz oder fehlend ;
die Zelle bei den gestreiften Stücken mit scharfem, weissem M, unten kein weisser Streif hinter der Zelle
basal von der 2. Mediane, aber auch in den sonst nur schwach gestreiften Exemplaren ein Doppelstreif an
der Submediane; die schwarzen Discaltlecke des Hflgls voneinander getrennt, der 1. höchstens zweimal so
gross wie der 2., der letzte (hinter der 2. Mediane stehende) Fleck dieser Reihe in oder nach aussen von
der Mitte der 2. Mediane und wenigstens unten nicht oder nur ganz wenig mehr proximal der vorhergehende
schwarze Discalfleck liegend, die hintern Zähne des Goldfeldes meist durch gelbgraue Beschuppung bis zu
rhyparia den Fransenflecken fortgesetzt; zwei Formen: ¥-f. rhyparia form, nov., Oberseite des Vflgls fast rein schwarz,
aphniea . und ¥-f. aphnea form. nov. mit scharfen weissen Aderstreifen auf der Oberseite des Vflgls. Andamanen. —
cerberus. Es ist noch kein Vertreter dieser Papilio-Gruppe von den Nikobaren bekannt geworden. — cerberus F/dr.
In Nord -Indien und Birma variiert diese Subspecies viel stärker als in Tonkin, Malakka und Borneo, was
wohl damit zusammenhängt, dass es in jenen Gegenden eine ausgesprochene kalte, trockene Jahreszeit (Winter)
gibt. Das cf tritt in Nord-Indien und Birma in zwei Formen auf: cf-f. cerberus Fldr., Vflgl unten basal-
wärts hinter der Zelle mit weissem oder gelblichem Streif, die Aderstreifen meist deutlich, wenn auch kurz,
oft auch oben vorhanden, auf dem Hflgl ein grosser langer Goldfleck vor der Subcostale; bei der 2. Form:
eumagos. cf-f. eumagos form, nov., hat der Vflgl keine deutlichen Aderstreifen oder diese sind submarginal, und es
fehlt der subbasale Streif hinter der Zelle, das goldene Subeostalfeld des Hflgls ist zu einem submarginalen
Fleck reduziert. Mit diesen beiden cf -Formen fliegen zwei Hauptformen des ¥: eine dunkle Form, bei der
azelia. die Aderstreifen schwach sind oder fast ganz fehlen, ¥-f. azelia form, nov., und eine stark grauweiss-streifige
gypsothelia. Form, ¥-f. gypsothelia form, nov., bei der die an den beiden Medianästen stehenden Streifen bis an die Zelle
reichen, und die weisse Umrandung der Zellspitze bis an oder nahe an die Ursprungsstelle der 1. Mediane
hinabgeht; Exemplare, die diese beiden Formen verbinden, treten gleichfalls häufig auf. Auf der Malakka-
Halbinsel und in Borneo, sowie auf den Natuna-Inseln hat das cf stets eine grosse lange, goldene Subcostal-
makel auf dem Hflgl, einerlei ob der Vflgl Aderstreifen trägt oder nicht. Die dunkle Form des ¥ dieser
Gebiete ist augenscheinlich von der vorhin erwähnten nordindischen Zwischenstufe des ¥ nicht zu unter¬
scheiden, dagegen reicht bei der gestreiften Form die weisse Umrandung der Zellspitze basalwärts nicht über
die 1. Mediane hinaus und die an den Medianästen stehenden Streifen gehen gewöhnlich nicht bis an die
Zelle , häufig ist auch das Streifenpaar der 3. Radiale proximal ausgelöscht. Ein von Wallace gefangenes
Borneo-¥ im Tring Museum hat statt der M-Zeichnung eine breite kurze grauweisse Apikalmakel in der Zelle
des Vflgls. Ein ¥ von Bangney in coli. Staudinger (Museum Berlin) hat mehr Gelb auf dem Hflgl als
gewöhnlich. Auch in Tonkin, von wo das Tring Museum 2 cf cf und 3 ¥¥ hat, ist der Falter augenscheinlich
konstanter als in Nord-Indien und Birma ; die cf cf haben Aderstreifen auf dem Vflgl und das goldene Sub-
costalfeld des Hflgls ist sehr gross, aber das schwarze Randband des Hflgls trägt auf der Unterseite vor dem
Analwinkel zum Unterschiede von den meisten cerberus nur Spuren gelber Beschuppung; die ¥¥ sind stark
weissstreifig und stimmen mit der ¥-f. gypsothelia von cerberus überein, nur sind die Zähne der zwischen der
1. und 2. Mediane stehenden Goldmakel nicht durch gelbgraue Beschuppung bis zum Fransenfleck fortgesetzt.
In Nord-Indien (Sikkim, Bhutan, Assam) und Birma ist cerberus ein häufiger Falter, der bis zu 3000 Fuss
Höhe vom Frühjahr bis zum Herbst vorkommt; die hellgestreiften Stücke scheinen meist aus überwinterten
spilotia. Puppen zu stammen; in Borneo ist der Falter nicht häufig. — spilotia Höllisch, cf: Die Aderstreifen auch
Ausgegeben 29. XII. 08.
PAPILTO. Von Dr. K. Jordan.
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oben sehr deutlich, besonders die an den Medianästen stehenden, unten alle sehr stark entwickelt, vor der
Submediane ein langer, breiter Streif, sowie schwache Streifen an den Subcostalen, der hinter der 2. Mediane
hegende Streif wie bei cerberus wurzelwärts an der Zelle entlang fortgesetzt; Htlgl vor der Subcostale mit
langer Goldmakel, die die Gostale nicht erreicht, eine volle Reihe schwarzer Discalflecke (oben 6, unten 7),
der 2. der grösste, 9 mm lang, an der Spitze der 3 hintern Zapfen des schwarzen Randbandes etwas schwarze
Beschuppung auf dem Goldfelde (an aeacus erinnernd), der hinter der Zelle hegende Goldstrich über die .Mitte
des 6. schwarzen Discalflecks hinaus verlängert. ?: Vflgl oben mit sehr dunklen schmalen Aderstreiten, diese
unten stark entwickelt, in der Zellspitze eine M-Zeichnung; Htlgl ohne discalen Goldfleck vor der Subcostale,
die schwarzen Discalflecke gross, nur an der 3. Radiale und 1. Mediane sehr schmal voneinander getrennt,
der hinter der 2. Mediane stehende schwarze Fleck lang, nur 5 mm von der Zelle entfernt, unten das gelbe
Feld sehr blass, distal und hinten weisslich. 1 cf, 2 ?? von Hainan im Tring Museum.
P. minos Cr. (= astenous F. partim) (9 a, b). Ein Halsring sowie die Seiten der Brust und des minos.
1. Hlbsrings rot. cf: Hlb graugelb, mit schwarzen Seitenflecken; die 3. Radiale und die zwei Medianadern
deutlich weisslich gerandet , diese Streifen bis an die Zelle gehend und hier miteinander vereinigt ; Htlgl
golden, das Abdominalfeld bis an die Zelle und das breite Randband schwarz. ? auf dem Vflgl mit sehr
deutlichen Aderstreifen, die bis an die Zelle gehen und hier vereinigt sind, die Zelle in der Distalhälfte auch
innen ringsum weiss gerandet; Htlgl golden, das Abdominalfeld, eine Reihe grosser, selten einander zum Teil
berührender Discalflecke, und das breite, zwischen den Ädern stark konvexe Randband schwarz, Abdominal¬
feld in der Mitte und am Rande grau. Ei rötlich. Rp dunkelbraun, mit schwärzlichen Zeichnungen, die
Tuberkel mit blassroten Spitzen, das schräge Seitenband und der ganze dorsale Zapfen des 7. Segments
gleichfalls blassrot. Pp gewöhnlich hellbraun und dorsal goldig; zuweilen grünlich und dorsal hellgelb . Süd-
Indien. von der Küste aufwärts bis zu über 2000 m. Tn Nord-Kanara während der Regenzeit (vom Juni ab)
häufig, auch in andern Distrikten der Halbinsel keine Seltenheit : Travancore, Coehin, Nighiri-Berge, Koonooretc.
Der Falter fliegt langsam , aber häufig hoch über den Bäumen , und steht oft flatternd vor Blumen. Die
Pp macht bei Berührung ein deutliches, etwas zischendes Geräusch, das wahrscheinlich durch Reibung der
Hlbsringe gegeneinander hervorgebracht wird.
P. aeacus. cf: Hlb oben gelb geringelt; Vflgl schmal, an den Adern halbdurchsichtig; Htlgl golden,
die letzten 3 Zapfen des schwarzen Randbandes mit schwarzer, auf dem Goldfelde liegender Beschuppung
umrandet, zuweilen ein schwarzer Discalfleck hinter der 2. Mediane, selten noch ein zweiter vor dieser Ader.
?: Hlb oben schwarz, unten gelb gerändert oder gelb mit schwarzen Flecken; Vflgl mit scharfen weiss¬
grauen Aderstreifen, die bis an die Zelle gehen: die Zelle innen wenigstens bis zur Hälfte weissgrau um¬
randet, häufig fast die ganze Zelle von dieser Farbe, nur die Wurzel und 2 schwarze Längsstriche schwarz
bleibend; Hflgl mit. grossen schwarzen Keilflecken und tief eingeschnittenem Randbande, das anale Drittel
des Flügels mehr oder weniger stark schwarz schattiert. Von den Südabhängen des Himalava und West-
China bis Malakka und Formosa verbreitet; in vielen Gegenden häufig, von etwa 800 — 3500 Fuss. —
thomsoni Bates (= malaiianus Frühst.) cf klein, der Aussenrd des Vflgls stark konkav. ?: Zelle des thomsoni.
Vflgls basalwärts kaum bis zur 2. Mediane weissgrau umrandet, die Umrandung ebenso wie die Aderstreifen
schmal; die schwarzen Discalflecken des HflgTs im ganzen kleiner als bei indischen Stücken, der Flügel
analwärts weniger schwarz bestäubt. Halbinsel Malakka. — aeacus Fldr. (= rhadamanthus Bsd. . partim nee aeacus.
Lucas) (Bd. 1, 1 a, b). cf: grösser, doch manche Stücke aus den Slian Staaten so klein wie thomsoni ; der
Aussenrd des Vflgls meist weniger eingebogen, auch sind die Aderstreifen etwas breiter. ?: die weissgraue
Umrandung der Zelle des Vflgls sowie die Aderstreifen breit, oft die Zelle grösstenteils weissgrau: bei west-
chinesischen Stücken ist der Hlb unten im ganzen mehr ausgedehnt schwarz als bei indischen. Nordwest-
und Nord-Indien, Birma einschliesslich Tenasserim und Shan Staaten, und West- China ; vom eigentlichen Siam,
sowie von Annam, Tonkin. Süd-China und Hainan scheint der Falter noch nicht bekannt zu sein; dagegen
tritt er in einer etwas abweichenden in Formosa auf (formoscmus). In Nord-Indien, besonders im Masuri-Distrikt
und Sikkim, ist der Falter in heissen Tälern recht häufig. Er segelt langsam um blühende Bäume, besucht
aber auch blühendes Gesträuch, und kann zuweilen mit der Hand gegriffen werden, wenn er fächelnd vor
einer Blüte steht. — formosanus liothsch. Die Aderstreifen des Vflgls bei cf und ? schmäler als bei aeacus • formosanus.
besonders beim ? auffällig dünn. Der Hlb unten an der Wurzel rot behaart ; beim ? ist der Kopf vor den
Fhlrn rot, auch beim cf finden sich hier einige rote Haare. Die schwarzen Discalflecke des Hflgls des ?
sind gross, keilförmig, und die beiden vor und hinter der 1. Mediane des Hflgls stehenden schwarzen Rand¬
flecke sind auf der Unterseite aussen nicht gelb umzogen. Süd- und Zentral-Formosa, im Tring Museum.
P. rhadamantus. Der vorigen Art ähnlich, aber die 2. Mediane des Hflgls viel mehr distal abzweigend;
der Hlb des cf oben ganz schwarz; beim ? der Vflgl von der Wurzel bis zur Ursprungsstelle der 2. Mediane
braunschwarz, dieses Feld scharf umschrieben, der an der 2. Mediane stehende Doppelstreif kurz, der sub¬
mediane Doppelstreif wenigstens oben fehlend oder nur angedeutet und die schwarzen Discalflecke des Hflgls
mit dem Saumbande so vollständig verschmolzen, dass keine oder nur sehr kleine gelbe Submarginalflecke übrig¬
bleiben. Zuweilen ist alles Gelb von der Oberseite des Hflgls verdrängt. Rp schokoladebraun, die Spitzen
IX 4
26 PAPILiO.' Von Dr. K. Jordan.
der fleischigen Dornen rot, auf dem 6. und 7. Ringe (der Kopf nicht mitgezählt) ein rötlich weisses Seiten-
band wie bei den verwandten Arten. Pp grünlich gelb. Philippinen, Palawan- und Talaut-Inseln; drei
rhada- Subspecies. — rhadamantus Luca-s (= amphrisius Lucas nee F., rhadamanthus Bsd. partim, nephereus Gray ;
mantus. basilanicus Frühst.) (12 c) bewohnt die Philippinen und scheint auf allen Inseln der Gruppe häufig zu sein,
cd: die schwarze Bestäubung auf dem analen Teile des Goldfeldes des Hflgls reicht gewöhnlich nur bis hall)
zur Zelle , zuweilen erstreckt sie sich bis in die Zelle , aber die Unterschuppen bleiben immer gelb. Das ?
stets mit grossem Goldfleck hinter der Zelle des Hflgls, während der vor der Subcostale stehende Fleck stets
plateni. kleiner als die zwischen den beiden Medianästen liegende Makel ist und oft ganz fehlt. — plateni Stgr. (10c).
cf : Hflgl auf der Oberseite vom Analwinkel her bis wenigstens nahe zum Vrd der Zelle ganz schwarz, zu¬
weilen ist nur eine Goldmakel geblieben, unten dagegen ist das Goldfeld bei manchen Stücken fast so gross
wie bei der vorigen Subspecies, während es bei andern Exemplaren mehr oder weniger stark reduziert ist.
Beim ? ist der hinter der Zelle des Hflgls liegende Goldfleck klein oder er fehlt, selten ist er so gross wie
bei rhadamantus, der vor der Zelle stehende Fleck dagegen ist meistens grösser als der zwischen den Median-
dohertyi. ästen liegende; unten ist das Goldfeld mehr grau bestäubt als bei rhadamantus. Palawan. — dohertyi
Rippon (= vordermani Snell.) (13a, b). cf oben auf beiden Flügeln schwarz, zuweilen vorne auf dem Hflgl
ein Rest des Goldfeldes vorhanden; unten trägt der Hflgl immer ein goldenes Discalband: das aber
in Breite variiert. ? blasser als bei den vorigen Formen, das Goldfeld der Oberseite des Hflgls stark ver¬
kleinert, oft ganz verdrängt. Exemplare beiderlei Geschlechts, bei denen unten die Aderstreifen des Vflgls
fasciculatns. zusammengeflossen sind, finden sich zusammen mit normalen Exemplaren: ab. fasciculatus Latliy. Talaut-
Inseln, wahrscheinlich besonders auf der Hauptinsel Talaut (= Talaur = Salibaboe) ; augenscheinlich
nicht selten.
magellanus. P. magellanus Fldr. Diese prachtvolle Art ist auf den Philippinen weit verbreitet, aber viel seltener
als P. rhadamantus. Man kennt sie bis jetzt von den Babuyanes, Luzon, Polillo und Mindanao. Höchst
wahrscheinlich ist sie auch auf Mindoro vertreten. Hlb oben und unten graugelb , beim cf oben seitlich
mehr oder weniger geschwärzt; der Vflgl mit hellen bis an die Zelle gehenden Aderstreifen; der Hflgl
golden, beim cf oben und unten mit starkem, prächtigem Opalglanze, der auch beim $ angedeutet ist, der
Saum des cf schmal schwarz, beim ? mit den Discalflecken zu einem breiten Bande zusammengeflosseii, das
eine Reihe stark gebogener gelber Halbmonde trägt. Die Aderstreifen des Vflgls sind beim ? in der Breite
ziemlich veränderlich, und zuweilen ist die Vflglzelle innen ringsum weissgrau gerandet. Nach Semper, ist
das cf im Fluge wegen des Opalglanzes eine der prächtigsten Erscheinungen in der Fauna der Philippinen.
Der Falter findet sich augenscheinlich das ganze Jahr hindurch und ist auf den östlichen Inseln der Gruppe
keine grosse Seltenheit (aber immer noch recht selten in den Sammlungen).
Bei den folgenden 3 Arten steht die Subcostale des Hflgls mehr distal als bei den vorhergehenden gelben
Arten; die Brust trägt ganz selten eine Spur von roter Behaarung auf der Unterseite, und die Genitalien sind von
einem andern Typus als bei allen andern Arten.
P. miranda. Kragen gelb oder ganz schwarz, cd : Hlb gelb, oben die Mitte entlang gebräunt und
der 1. Ring schwarz; Vflgl mit blauem Schein und weissen oder gelblichen Aderstreifen; Hflgl golden, der
schwarze Saum breit, an der 2. Mediane wenigstens 5 mm und vor dieser Ader wenigstens 10 mm breit.
?: Hlb oben schwarzbraun wie der Vflgl, unten und an den Seiten grünlichgelb; Vflgl mit zuweilen schwachen
Aderstreifen, wie beim cd nur die vorderen basalwärts verlängert; die schwarzen Discalflecke des Hflgls sehr
gross und mehr oder weniger stark mit dem breiten Randbande zusammengeflossen, die Goldflecke variabel,
miranda. oft sehr stark reduziert. Borneo und Sumatra. — miranda Btlr. (14b c) ist im Hügellande Nord-Borneos
keine Seltenheit. Kragen geh), seltener ganz schwarz; die Aderstreifen des Vflgls sind submarginal, mit
Ausnahme der subcostalen Streifen, welche oft bis an oder nahe an die Zelle treten, innerhalb der Zelle
keine graue Beschuppung. Vflgl des cd oben und unten mit ziemlich starkem blauem Schimmer. *)
neomiranda. neomiranda Frühst. (= zacheri Suff.), cd: Vflgl weniger blau als bei der Borneo-Form, die Aderstreifen
länger und gelber, die vorderen an oder in die Zelle tretend. ?: dunkler braun, die vorderen Aderstreifen
des Vflgls bis an die Zelle reichend, der Hflgl mehr ausgedehnt golden. In den Gebirgen Sumatras;
2 edef im Museum Tring, 2 ?? in coli. H. J. Adams (Enfield).
P. andromache. Eine kleine Art mit rotem Kragen, cd: Vflgl stumpf, auf der Unterseite mit einem
Bande grosser gelblichgrauer discaler Keilmakeln; Hflgl in der Mitte am längsten, der 2. und 3. Zapfen des
Randbandes wenigstens so weit wie die 5. vorspringend; Hlb oben schwarzbraun. ?: Hlb schwarzbraun, die
Segmentränder unten wenigstens zum Teil grünlichgelb. Vflgl mit Ausnahme des breiten Saumbandes und
des Costalrandes grau oder bräunlichgrau; Zelle des Hflgls ganz golden, dagegen die an der Zellspitze
stehenden goldenen Discalflecke klein , unten der hinter der Zelle liegende gelbe Fleck, sowie gewöhnlich
auch der vor der Zelle stehende bis zur Flügelwurzel reichend. Nur von den Bergen Nord-Borneos be-
mara- kannt; 2 Subspecies. — marapokensis Frühst, wurde von J. Waterstradt in grösserer Anzahl auf dem
pokensis. Berge Marapok in der Provinz Dent in Britisch Nord-Borneo gefangen. Das cd lässt sich nicht von dem
*) Dieser nur bei gewisser Beleuchtung hervortretende Schimmer ist leider auf der Abbildung nicht erkennbar.
PAPILIO. Von Dr. K. Jordan.
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der folgenden Form unterscheiden, dagegen ist der Vtlgl des ¥ vielmehr braungrau als weissgrau,
andromache Stgr. (13 c) kommt vom Kina-Balu in Britisch Nord-Borneo. Der Vtlgl des H zeigt oben zu- andromadie.
weilen Spuren von gelblichgrauer Beschuppung. Der Vtlgl des ¥ ist weissgrau, und mitten zwischen der
Zelle und dem Saumbande mehr oder weniger ausgedehnt bräunlich. Der Falter kommt bis zu einer Höhe
von 1500 m vor.
P. amphrysus. cf: Hlb gelb, das 1. Segment oben schwarz, oft die Oberseite auch seitlich und an
der Spitze geschwärzt; Vtlgl mit gelben oder gelbgrauen Aderstreifen, die hinteren submarginal, die vorderen
bis an die Zelle tretend, die Zellspitze wenigstens unten mit graugelbem Fleck; der schwarze Saum des
goldenen Hflgls an den Adern sehr schmal. ¥: Hlb oben schwarzbraun oder graugelb; Vtlgl mit Ader¬
streifen, von denen die hinteren submarginal und nur dann zuweilen bis an die Zelle verlängert sind, wenn
letztere ganz weissgrau ausgefüllt ist, Zelle stets mit weissgrauem Apicalfleek, der normal trapezförmig, aber
in Borneo oft sehr stark vergrössert und dann nicht scharf abgeschnitten ist; die schwarzen Discalflecke des
Hflgls stets gross. Der Falter ist rein malayisch und findet sich von Banguey im Norden bis Malakka,
Sumatra, Java und den Inseln an der Westküste Sumatras im Süden. Die Art kommt im Flachlande und
im Gebirge vor und besteht aus einer Reihe von Subspecies, von denen drei Gebirgsformen sind. Der
Schmetterling gehört zu den häufigeren Faltern der grossen Sunda-Inseln und findet sich zahlreicher als
P. helena. Das Ei ist gelb. Die erwachsene Rp ist kaffeebraun, die fleischigen Fortsätze des Prothorax
und der 3 nächsten Ringe sind an der Spitze verdickt und nach hinten gebogen, während die Fortsätze der
anderen Ringe vorwärts gerichtet sind. Die gelbe Pp macht durch Reiben der Hlbsringe gegeneinander
ein lautes Geräusch, wenn sie belästigt wird; die Puppenruhe dauert 26 — 29 Tage (Martin). Leider ist
nicht angegeben , wodurch sich die Rpn und Ppn von denen der verwandten Arten unterscheiden. Die
durchsichtig gelben Hflgl geben dem Tiere ein prächtiges Aussehen, wenn es im Sonnenschein hoch in der
Luft kreist. — amphrysus Cr. (=--= amphrisius F.) (14a) cf: Aderstreifen und Zellfleck des Vflgls gelb, die amphrysus.
zwischen der 2. und 3. Radiale stehenden Streifen proximal meist breit zusammengeflossen; der schwarze
Saum des Hflgls an den Aderspitzen etwa D/2 mm breit; cf -ab. palabuana Frühst, hat nach dem Autor palabuana.
dunklere, fast rötlich braune Aderstreifen, unsere Palabuan cf cf zeigen das nicht, doch sind die Aderstreifen
bei zwei abgeflogenen Stücken von dort blasser und schmutziger gelb. ?: Das gelbe Feld des Hflgls oben
gegen die Wurzel und den Abdominalrand hin meist sehr blass gelblichgrau; Hlb unten an der Wurzel
gewöhnlich geschwärzt. Auf Java in niederen Höhen häufig. Wie die verwandten Arten fliegt amphrysus
schon früh am Morgen und wieder gegen Abend, doch nach schwerem Regen ist der Falter auch während
der heissen Mittagszeit an Blüten auf offenen von Unterholz bedeckten Stellen zu finden, wohin er aus den
Baumkronen des nahen Waldrandes kommt. — Die Berge Javas werden von einer Gebirgsform bewohnt:
cuneifera Oberth. (= ritsemae Snell., cuneatus Bippon) (14ac), welche in etwa 1200 bis gegen 2000 m Höhe cuneifera.
fliegt. Sie kommt am Gede und Ardjoena vor, ist aber besonders in den Cinchona-Pflanzungen des Plateaus
von Pengalengan häufig, cf: Hlb oben mit je einem eiförmigen schwarzen Fleck auf dem 4. und 5. Ringe;
der Hflgl hat gewöhnlich mehrere, etwas verwischte, schwarze discale Keilflecke, die selten alle fehlen; die
Aderstreifen des Vflgls sind dünn, mehr grau als bei amphrysus und die vorderen nur an und nahe der
Zelle deutlich. Das ? nicht konstant von amphrysus zu unterscheiden, das gelbe Feld des Hflgls basal und
abdominal weniger grau und besonders unten im Ganzen reiner grünlichgelb. — vistara Frühst, von den vistara.
Batu -Inseln, cf : Aderstreifen des Vflgls dünner und viel weniger gelb als bei amphr. amphrysus, die an der 2. Mediane
stehenden Streifen oben nur angedeutet oder fehlend; die Zapfen des schwarzen Saumbandes des Hilgls
länger als bei amphrysus. ?: Aderstreifen des Vflgls etwas breiter als bei amphrysus , besonders die sub¬
marginalen, der Zellfleck etwas grösser, vorne fast so lang als er breit ist; Saumband des Hflgls breit, die
gelben Submarginalflecke daher weiter vom Rande entfernt als bei amphrysus , das Zentralfeld oben und
unten gelb, der vor der Subcostale stehende gelbe Fleck grösser als der 4. Fleck, der 5. und 6. Fleck tief
eingeschnitten, die betreffenden schwarzen Discalmakeln sehr lang; Hlb unten an der Wurzel nicht ge¬
schwärzt. Im Tring Museum 2 cf cf und 1 ¥, auch in anderen Sammlungen einige Exemplare. - - niasicus niasicus.
Frühst, cf dem vistara-d1 ganz ähnlich, aber die Aderstreifen des Vflgls und der Zellfleck etwas mehr gelb¬
lich; auf der Unterseite hat die Zelle am Apex einen grossen vordem und einen kleinen linienförmigen
hintern Fleck, was auch bei vistara und der nächsten Subspecies der Fall ist. Das ? gleichfalls wie vistara ,
der Zellfleck des Vflgls hinten kürzer, daher stark trapezförmig; der vor der Subcostale des Hflgls stehende
discale gelbe Fleck ist klein, und der 2. gelbe Discaltleck sowie die graugelben Submarginalflecke sind im
Ganzen kleiner als bei vistara. Nias. — sumatranus Hagen ist die Gebirgsform von Sumatra. Ähnlich sumatranus.
cuneifera. Beim cf die Aderstreifen des Vflgls noch mehr reduziert, und der Hlb oben ohne schwarze
Mittelflecke; die schwarzen Discalflecke des Hflgls nur teilweise angedeutet, oft alle fehlend. Das ? ist be¬
sonders durch das am Ursprünge des Subcostalastes fast ganz grade abgestutzte Goldfeld des Hflgls von
allen andern amphrysus- Formen unterschieden; der Hlb unten wie bei cuneifera an der Wurzel geschwärzt.
- Eine weitere Form mit schwarzen Discalflecken auf dem Hflgl des o71 ist tantalus Ehrm., nach einem tantalus.
cf beschrieben, das von Waterstradt in Nord-Borneo ( — der Autor sagt »in den deutschen Besitzungen
in Nord-Borneo, . . . Kala Bula Berge« — ) gefunden sein soll. Das Stück unterscheidet sich nach dem
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PAPILIO. Von Dr. K. Jordan.
Autor von cuneifera durch das Fehlen des roten Kragens und durch stärkere gelbliche Aderstreifen. Wir
machen aber darauf aufmerksam, dass bei cuneifera (= ritsemae) der Kragen auch zuweilen ganz schwarz
ruficollis. ist und die Aderstreifen variieren. Ob das Exemplar wirklich von Nord-Borneo kam? — ruficollis Btlr.
cf : Die Aderstreifen des Vflgls und der schwarze Saum des Hflgls dünner als bei amphrysus, die Zelle des
Vllgls auf der Unterseite mit einem grossem vordem und einem linienförmigen hintern Fleck wie bei vistara
und niasicus ; die Harpe der Haftklappe wie bei diesen beiden Formen mit einem proximalen Zahn, der bei
javanischen Exemplaren von amphrysus nur angedeutet ist. Beim ¥ reicht der weissgraue Zellfleck bis zum
Ursprung der 2. Subcostale, die Aderstreifen sind schmäler als bei amphr. amphrysus ; die gelben Sub¬
marginalflecke des Hflgls stehen näher am Rande als bei niasicus und vistara und hängen bei Exemplaren
von Malakka ziemlich oft, bei Stücken von Sumatra selten zusammen. Wir haben kein Merkmal gefunden,
durch welches die Exemplare von Malakka und Sumatra voneinander zu unterscheiden sind. Zwar sind im
allgemeinen die cf cf von Malakka klein und die schwarzen Discalflecke des Hflgls des ? in einem grossen
Prozentsätze der Exemplare zum Teil voneinander getrennt und die vorderen gerundet, aber dieselben
Charaktere treten, wenn auch selten, gleichfalls in Sumatra auf, so dass man ohne Fundortsangabe mit
Sicherheit bis jetzt von keinem Stücke sagen kann, ob es von Sumatra oder Malakka stammt. Ganz anders
verhält es sich mit den Exemplaren aus Borneo. In Sumatra, wo ruficollis in der Ebene und in den Vor¬
bergen vorkommt, ist er häufiger als die dortige Form von Inelena. Er fliegt das ganze Jahr hindurch, nach
f/avicollis Hagen am häufigsten im März, und besucht besonders gern die Blüten von Poinciana pulcherrima. — flavi-
collis Bruce. Während die vorigen Subspecies verhältnismässig konstant sind, ist die Art auf Borneo sehr
variabel, und es treten Kennzeichen auf, die sich anderswo nicht finden, so dass man wenigstens 4/s der
Exemplare als von Borneo stammend erkennen kann. Der Kragen ist häufig gelb, was der Subspecies zu
ihrem leider nur auf einen Teil der Individuen passenden Namen verholfen hat. cf : Hlb oben meistens mit
deutlichen braunen Mittelflecken: Zelle des Vflgls oben oft ganz ohne gelbe Beschuppung, manchmal der
gelbe Fleck wie bei ruficollis ausgebildet, aber oft vorne stark vergrössert, unten ist der vordere Zelltleck
oft so ausgedehnt, dass die halbe Zelle gelb ist, auch in diesem Falle bleibt der kleine linienförmige hintere
Zelltleck selbständig. ¥ in zwei durch Übergänge verbundenen Formen, einer dunklen und einer hellen, auf¬
tretend. Die dunkle Form, abgesehen von dem in dieser Form selten auftretenden gelben Kragen, ist dem
actinotia. ruficollis -? sehr ähnlich, der Zelltleck des Vflgls aber vorne meist etwas grösser: ¥-f. actinotia form. nov. Die
olympia helle Form, ?-f. Olympia Honr., hat meistens einen gelben Kragen, die Zelle des Vflgls ist ganz oder grösstenteils
weissgrau, die Aderstreifen sind breit und lang und die der beiden Medianäste gehen gleichfalls bis an die
Zelle, die schwarzen Discaltlecke des Htlgls meistens und der vor der Subcostale liegende Goldfleck immer
sehr gross. Fruhstorfer hat noch die folgenden Bezeichnungen nach der Kragenfärbung eingeführt: cf-ab.
gardineri gardineri, Kragen rot, ¥-ab. bruneicollis (!) (- birmeicollis Frühst.), Kragen gebräunt, und cf?-ab. nigricollis,
bruneicolhs Kragen schwarz. P. amphrysus favicollis ist von Nord- und Süd-Borneo sowie Banguey bekannt; die hellen
nigncol is ^ finden sich vielleicht nur im Norden. Der Falter ist im Flachlande sowie in den Bergen Nord-Borneos
häufig und viel zahlreicher als alle verwandten Arten. Möglicherweise findet sich auch eine Form von
amphrysus auf Palawan.
Nox-Gruppe.
Ganz ungeschwänzt oder der Schwanz kurz und zugespitzt, nicht spatelförmig. Hflgl des cf mit sehr breiter,
eingerollter Abdominalfalte, in der sich stets ein stark entwickeltes Duftorgan befindet; die Haftklappen normal, mit
kurzem Zahn an der Spitze wie bei der vorhergehenden Gruppe.
Die Arten fallen in zwei natürliche Untergruppen:
1. Duftfalte des cf (wenn ganz ausgebreitet) ohne lange Haare am Rande : semperi, dixoni, Jaiehni, priapus,
sycorax, liayeui und aidoneus.
2. Duftfalte des cf mit langen Haaren am Rande: varuna, zaleueus und nox.
P. semperi. Körper grösstenteils rot. Haftklappen des cf rot mit schwarzem Ventralfleck; die
Abdominalfalte des Hflgls sehr gross, mit gelblich grauer Beschuppung, ausser an der Basis; Oberseite beider
Flügel beim cf rein sammetschwarz, beim ¥ der Vflgl schwach aufgehellt, der Hflgl oberseits mit den Zeichnungen
der Unterseite nur angedeutet oder deutlich, aber weisslieh; bei einer Form der Vflgl des ¥ mit grossen
weissen Flecken ; unten der Hflgl mit 2 Reihen roter Flecke, die vorderen Flecke der Discalreihe oft fehlend.
Der Falter, über dessen Lebensweise so gut wie nichts bekannt ist, findet sich nur auf den Philippinen
(einschliesslich Palawan), wo er augenscheinlich auf allen Inseln vorkommt. Er fliegt das ganze Jahr hin-
melanotus. durch, jedoch wird er meist nur einzeln angetroffen. — melanotus Stgr. (f8a) ist in bezug auf die Körper-
färbung die ursprünglichste Form. Sie tliegt auf Palawan. Der Thorax und Hlb sind oben schwarz. Beim ¥
trägt der Hflgl oben nur schwache Andeutungen von Zeichnungen. Soviel wir wissen, sind nur 2 cf cf
(Museum Tring) und 1 ¥ (coli. Staitdinger) bekannt. Palawan ist dicht bewaldet und nur an ein paar
Stellen zugänglich; auch wird das Sammeln dem Reisenden durch die feindselige Haltung der Bewohner
albofasciata. sehr erschwert. albofasciata Semp. Thorax und Hlb auch oben rot, beim ¥ blass. Die cf cf dieser und
aller folgenden Formen scheinen nicht unterscheidbar zu sein, während die ¥¥ auffällige Unterschiede auf¬
weisen. ¥: Vflgl mit einer Reihe sehr grosser weisser Makeln; Hflgl mit den Zeichnungen der Unterseite
PAP ILIO. Von Dr. K. Jordan.
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auch oben scharf ausgebildet , aber die discalen Flecke weiss, die submarginalen rütlichweiss , schwarz
schattiert. Mindoro und (nach Semper) Panay. — semperi Flclr. (— ervthrosoma Reale.) (17 b, c). cf wie semperi.
vorher. ?: Vtlgl schwarz, schwach aufgehellt; Hflgl oben schwärz, mit grauschwarzen Discal- und Sub¬
marginalflecken. Luzon und Polillo. — baglantis Roth sch. cf wie vorher. ?: Hflgl oben mit scharf aus- baglantis.
geprägten rötlichweissen Zeichnungen, die aber viel kleiner als die roten Zeichnungen der Unterseite sind;
die vorderen Flecke der discalen Reihe fehlen ; Distalrand zwischen Schwanz und Analwinkel nicht grau
gerandet. Negros. — supernotatus Rothsch. cf und ? wie vorher, aber der Hflgl des ? von der 2. Radiale supernoiatus
ab schmutzig rötlichweiss gerandet. Samar und Bohol. aphthonia Rothsch. cf wie vorher. ?: dieZeich- aphthonia.
nungen der Oberseite des Htlgls viel grösser als bei der vorigen Form, fast so gross wie unten, die vordem
Flecke der discalen Reihe oben und unten vorhanden; der Aussenrd hinten zuweilen grau. Auf Mindanao
und den kleinen Nachbarinseln.
P. dixoni Gr.-Sm. Dem P. kuehni ähnlich. Körper und Flügel schwarzbraun, die Spitze des Hlbs dixoni.
und ein Seitenfleck an der Wurzel desselben rot. Die Mitte der Flügel stark aufgehellt ; Hflgl unten mit
4 weit vom Rande entfernten Halbmonden und einem schmalen graden roten Bande, das halbwegs zwischen
den Halbmonden und der Zelle steht und von der 2. Radiale bis etwas über die 2. Mediane hinausläuft ;
diese Flecke oben schwach angedeutet. — Buwool, Nord-Celebes, 1 ? in coli. H. Grose-Smith.
P. kuehni. Körper schwarz, ein Seitenfleck auf dem Prothorax und ein zweiter an der Wurzel des
Hlbs, sowie die Spitze des Hlbs rot. cf oben fast rein schwarz, die Falte des Hflgls innen weiss; ? schwarz-
braun, die Mitte des Yflgls stark aufgehellt; Hflgl unten bei beiden Geschlechtern mit grosser, bandartiger,
roter Makel auf der Scheibe. Ost- und Nord-Celebes. — Bei kuehni Honr. ist der Htlgl des ? oben in der kuehni.
Mitte nur ganz wenig blasser als an der Wurzel und am Distalrande. Tombugu, Ost-Celebes. - Bei meso- mesolamprus.
lamprus Rothsch., von Toli-Toli. Nord-Celebes, von dem wir nur 1 ? kennen, ist der Htlgl auf der Oberseite
aussen von der Zelle breit rötlichgrau.
P. priapus. Kopf, Kragen und Seiten der Brust gelblichweiss , Hlb unten mehr oder weniger aus¬
gedehnt weissgelb. Htlgl mit breitem gelblichweissem Bande, in dem eine Reihe schwarzer Flecke steht:
Duftfalte des cf weiss, blass lachsfarben gerandet. nach der Wurzel zu schwarz. In zwei Subspecies auf
Java. Der Falter findet sich im Hochlande bis zu etwa 6000 Fuss und fliegt besonders häufig in den China¬
pflanzungen der Hochebene von Pengalengan, wo Fruhstorfer ihn zahlreich an den Blüten von Lantana
saugend fand. — In Ost-Java, am x4rjoena, findet sich dilutus Frühst. Das Band des Hflgls ist oben mehr dilutus.
oder weniger deutlich schwarz schattiert und die ganze Oberseite des $ ist sehr blass. — Die westjavanische
Subspecies ist priapus Bscl. (17 a). Bei dieser ist der Hlb ausgedehnter gelb und weiss und das Band der priapus.
Hflgloberseite ist weniger schwarz schattiert, auch ist die Basalhälfte des Hflgls fast so schwarz wie der
Distalsaum.
P. sycorax Gr.-Sm. (— egertoni Bist.) (17a, b). Kopf und Kragen weiss; Hlb oben bläulichgrau, mit sycorax.
einer Reihe schwarzer Punkte an jeder Seite, unten gelb. Oberseite des cf sammetschwarz, des ? viel blasser
und mehr metallisch; Hflgl von nahe der Zellspitze bis zu dem schwarzen Randbande blaugrau, mit einer
Reihe schwarzer Discalflecke; unten ist dieses Feld viel heller und geht bis an den Rand, die hintern
schwarzen Randtlecke voneinander und vom Saume getrennt. — West- und Ost-Sumatra und Malakka-
Halbinsel, im Hügellande. Der Falter fliegt hoch und schnell, und wird besonders oft an blühenden Bäumen
im Walde angetroffen.
P. hageni Rogenh. (17a). Der vorigen Art ähnlich. Hlb oben schwarz, unten rot und schwarz, hageni.
Vtlgl des ? sehr blass schwarzbraun, die hellen Streifen halbdurchsichtig. Hflgl bei beiden Geschlechtern
mit grossem weissem Discalfelde, das schwarze Discalflecke einschliesst, die Zelle breiter als bei sycorax. —
Auf Sumatra beschränkt, wo er sich nur auf dem Hochplateau findet und ebenso wie sycorax das ganze
Jahr hindurch vorkommt. Hagen fand ihn an den Blüten von Pavetta saugend. Martin’s Sammler gaben
diesen beiden Faltern den bezeichnenden Namen Kapala Putih, Weisskopf.
P. aidoneus RU. (— erioleuca Oherth.) (17b, c). Kopf rot, die langen Haare oft fast alle schwarz: aidoneus.
die Seiten der Brust und des Hlbs rot, und die Seiten des letzteren meist weissrot. Flügel blauschwarz,
beim ? oft bräunlich, der Vflgl aufgehellt, mit den gewöhnlichen schwarzen Ader- und Faltenstreifen. Duft¬
falte des cf wie bei den vorigen Arten mit weissem, hinten blass lachsfarben gerundetem Felde. — Nordwest-
Indien, Sikkim, Bhutan. Ivhasia Hills (sehr selten). Birma, Shan-Staaten, Tonkin und Hainan; in Sikkim
von April bis November nicht selten bis zu etwa 3000 Fuss; nach Manders fliegt der Falter mit Vorliebe
im tiefen Schatten von Waldbäumen, die über Flüssen hängen. Sein Flug ist langsam aber geschickt.
P. varuna. Dem P. aidoneus sehr ähnlich. Der Vflgl des cf unten von der Wurzel bis zur 2. Mediane
oder bis zur Zellspitze bläulichschwarz; Duftfalte schwarzbraun, mit kleinem weissgrauem oder grauen Fleck
auf der Unterseite und langen Fransen. ?: Vflgl vor dem Hrde stark aufgehellt, gewöhnlich mit einem
grossen, an seinen Rändern verwischten weissen Felde; Hflgl oben fast gleichmässig blauschwarz, nicht
bräunlich, oben und unten stärker metallisch blau als bei aidoneus. Sikkim, Assam, Birma, Tonkin, Tenas-
PAPILIO. Von Dr. K. Jordan.
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serim und Malakka-Halbinsel. Der Falter ist häufiger als P. aidoneus und geht in Sikkim bis zu 7000 Fuss
hinauf. In Nord-Indien fliegt er von März bis Dezember, während er in den mehr südlichen Distrikten, die
ostoiion. keinen Winter haben, das ganze Jahr hindurch vorkommt. — astorion Westw. (? = chara Westw.) (19a).
cf: Vflgl ohne weisse Streifen auf der Unterseite vor dem Aussenrde. ?: das helle Feld des Vflgls auf der
Oberseite fast rein weiss (Frühjahrs-Exemplare?) oder ziemlich stark schwarzblau schattiert (Sommer-Stücke?).
Sikkim bis Tenasserim und Tonkin. Zuweilen trägt der Hflgl des ? graue Discalmonde, die besonders unter-
varuna. seits deutlich sind. - varuna White, von Pinang und der Malakka-Halbinsel, hat heim cf weisse Streifen
vor dem Aussenrde auf der Unterseite des Vflgls; zuweilen sind die hintern Streifen auch oben angedeutet.
Beim ? sind die Aufhellung des Vflgls oben und unten und die Aderstreifen unten (besonders am Zellende)
reiner weiss als bei astorion.
zaleucus. P. zaleucus Hew. (17c). Diese Art hat. eine ziemlich beschränkte Verbreitung; sie findet sich in
Birma (einschliesslich Ober-Tenasserim) , den Shan-Staaten und Tonkin. Kopf, Seiten der Brust und Unter¬
seite des Hlbs rot, letztere wie bei den verwandten Arten mit schwarzen Zeichnungen. Flügel des cf blau-
schwarz; Hflgl vor dem Saume mit 3 weissen Makeln, die zuweilen schwarze Fleckchen einschliessen.
? viel blasser als das cf; Hflgl mit grossem weissem Disalfelde, das sich gewöhnlich von der 1. Radiale bis
zum Hrde ausdehnt und an den Adern zahnartig ausgezogen ist.
P. nox. Ein rein malayischer Falter, der von den 3 grossen Sunda-Inseln Borneo, Sumatra, Java,
der Halbinsel Malakka, sowie von Nias und Bali bekannt ist. In Borneo und Sumatra tritt jedes Geschlecht in
2 Formen auf, die man bisher für artlicli verschieden gehalten hat. Kopf und Prothorax mit Ausnahme der
Oberseite, sowie die Seiten der Brust und die Spitze des Hlbs rot, letztere beim cf oft ohne roten Fleck.
Flügel des cf schwarz, oben meist mit blau ein Glanz, die Adern des Vflgls und zuweilen auch des Hflgls
auf der Unterseite distal grau gestreift; die Duftschuppen in der Falte des Hflgls hellgrau, etwas gelblich.
? braun, mit oder ohne bläulichen Metallglanz ; entweder nur der Vflgl oder beide Flügel mit gelblichgrauen
Aderstreifen. Rp schwarz und braun marmoriert, die Zapfen blassrot, auf dem 6. und 7. Ringe ein weisser
Gürtel, die in demselben stehenden Zapfen auch weiss. Pp: Kopfrand gezähnelt; Seitenlappen des Thorax
dreizähnig, die Lappen des Hlbs in eine Spitze ausgezogen, auch der 7. und 8. Hlbsring oben mit einem
schmalen spitzen Fortsatz an jeder Seite, der 5. — 8. Ring mit einem kleinen spitzen Höcker unten an den
Seiten. Im Flach- und Hügellande. Der Falter ist ein echtes Waldtier, das nach Hagen gerne die weissen
Blütendolden einer oft mitten im dunkelsten Urwalde blühenden Pavetta-Art besucht. Martin fand die cf cf
zuweilen am Waldesrande an den angenehm duftenden, Veronica- ähnlichen blauen Blüten eines kleinen
Baumes. Der Flug ist langsam, aber so unregelmässig, dass der Falter nicht im Unterholze zu fangen
noctis, ist. — noctis Hew. (18c), von Nord-Borneo, ist besonders beim ? deutlich dimorph, cf: Flügel meistens
ziemlich stark blauglänzend, der Distalrand des Vflgls vor der Mitte gewöhnlich konvex, der Apex des
Flügels daher sehr stumpf, unten trägt der Vtlgl im Apicaldrittel gelblichgraue Aderstreifen, die zuweilen
noctuia. auch oben angedeutet sind. Diese Form ist f. noctula Westw. (18b). Ihr entspricht die als strix Westw.
strix. beschriebene ?-Form, bei der die Adern des Vflgls (ausgenommen im Wurzeldrittel des Flügels) und das
distale Drittel der Adern des Hflgls gelblichgrau gestreift sind. Das cf der zweiten Form ist oben weniger
blau und der Vflgl hat auch unten keine gelblichgrauen Aderstreifen. Solche Exemplare hat man bisher
als die eigentlichen cf cf von noctis Hew. angesehen. Das dazugestellte, von Hewitson als noctis beschriebene ?
ist im Apicaldrittel des Vflgls gelblichgrau gestreift, und die Streifen des Hflgls sind zu einem breiten Rand¬
bande zusammengeflossen, das eine oder zwei Reihen schwarzer Flecke einschliesst. Einige Stücke des ?
banjer- von f. noctula nähern sich dem ? von f. noctis. — In Süd-Borneo fliegt banjermasinus Frühst. Vflgl des cf
masinus. schmäler als bei den meisten noctis-d'd', ohne gelblichgraue Aderstreifen. ?:• Vflgl im Apicaldrittel mit weissen
Aderstreifen und mit blauem Glanze vor dem Hinterwinkel; Hflgl oben blau, oben und unten höchstens mit
erebus. schwachen Andeutungen von grauen Aderstreifen. — erebus Wall. (18 c), von der Malakka-Halbinsel und
Pinang, stimmt mit banjermasinus sehr nahe überein, nur das ? scheint immer verschieden zu sein, wenn
auch nur wenig. Die Subcostaladern des Vflgls des ? und die 1. und 2. Radiale sind breit weissgestreift,
unten ist ausserdem die 3. Radiale und 1. Mediane von weissen Streifen begleitet : die Oberseite ist gewöhn¬
lich vor dem Hrde etwas blauglänzend, aber weniger als bei banjermasinus ; der Hflgl ist oben blau, aussen
zwischen den Adern schwarz, unten sind die Adern vor dem Rande meist sehr deutlich grau gestreift, zu-
henricus. weilen aber sind die Streifen nur angedeutet; die Fransen beider Flügel weiss. — Das cf des henricus Frühst.
(= erebus auct. pt.) , von Nordost-Sumatra, gleicht dem cf von erebus , nur ist der Vtlgl im ganzen etwas
mehr blau; zuweilen sind auf der Unterseite des Vflgls deutlich graue Aderstreifen vorhanden. Das ? tritt
in zwei durch Übergänge verbundenen Formen auf, bei beiden sind die Fransen der Flügel gewöhnlich
dunkler als .bei erebus. Die eine Form ähnelt dem erebus -?: Vflgl oben nur zwischen Zelle und Apex des
Flügels weiss gestreift, die an der 1. und 2. Radiale stehenden Streifen erreichen die Zelle nicht, zuweilen
stehen alle Streifen von der Zelle entfernt, die andern Adern sind mehr oder weniger blau: der Hflgl stark
blau, die schwarzen Randfelder kleiner als bei erebus, die Adern oben ohne, unten zuweilen mit weissgrauen
g/enia. Streifen am Distalrande: ?-f. glenia form. nov. Die zweite Form,-?-f. henricus Frühst., ist weniger blau,
zuweilen fast ohne blauen Glanz, die Aderstreifen des Vflgls sind dünner, die an den oberen Radialen
PAPIBIO. Von Dr. K. Jordan.
3 t
stehenden erreichen die Zelle und es sind auch die beiden Medianäste von mein' oder weniger deutlich grauen
Streifen begleitet; Hflgl oben und unten mit weissgrauen Aderstreifen am Saume. Die beiden Formen kommen
zusammen vor; von ersterer besitzen wir auch eine Serie aus der Gegend von Siboga und Padang Sidem-
poean. — In Südwest-Sumatra, im Distrikt von Padang, und wahrscheinlich weiter nach Süden, findet sich
solokanus Frühst. Das cf ist viel weniger lebhaft blau als henricus. Der Vflgl des 2 ist mehr braun- solokanus.
schwarz als bei henricus und trägt sehr schmale, oben nur zuweilen etwas weissliche Aderstreiten ; der Hflgl
ist mässig blau und trägt unten vor dem Saume graue Streifen, die auch oben zuweilen angedeutet sind. -
petronius Frühst, von Nias. cf ähnlich dem solokanus-cf , die schwarzbraunen Streifen in der Apicalhälfte der petronius.
Unterseite des Vflgls sind aber breiter, die zwischen den Adern stehenden schwarzen Streifen sind distal
ganz schmal. ? sehr blass, die an den Subcostalen stehenden grauen Streifen des Vflgls sehr breit, die
andern schmäler, unten fast die ganze Zelle grau; Hflgl vor dem Saume mit grauen Streifen, die auch oben
meist deutlich sind. — nox Swains. (= neesius Zink., 2 — memercus Godt.) (18 b). cf schwarz, mit schwachem nox.
blauem Glanze, oben das apicale Drittel und unten etwa die Hälfte des Vflgls braun gestreift; Spitze des Hlbs
gewöhnlich mit deutlichem rotem Fleck. 2 braun, Vflgl zwischen Zelle und Apex mit hellen Streifen. Ost-
und West-Java. — nyx Nicev. fliegt auf Bali; nur zwei 22 bekannt (eins in coli. Elwes; das zweite in coli. nyx.
Niceville, die sich jetzt im Museum zu Kalkutta befindet). Die hellen Streifen des Vflgls zwischen Zelle
und Apex noch breiter als beim 2 von nox, oben fast zusammengeflossen.
Latreillei-Gruppe.
Hflgl gestreckt, mit Spatelschwanz. Duftfalte des cf und die Duftwolle in derselben stark entwickelt; die
Haftklappen normal, ohne deutlichen Zahn an der Spitze.
Während die vorige Gruppe vorwiegend malayisch ist, finden sich die Arten der latreillei- Gruppe nur auf
dem Festlande sowie den chinesischen und japanischen Inseln ; eine einzige Art ( philoxenus ) soll südwärts bis in die
Halbinsel Malakka vorgedrungen sein.
P. latreillei. Kopf, Prothorax, Seiten der Brust und des Hlbs rot, die Unterseite des letztem rot
mit schwarzen Flecken. Flügel schwärzlichbraun, oben und unten blass. Hflgl mit breitem, weissem Discal-
bande ; 4, seltener 5 Submarginalflecke, die hintern 3 rot, die andern mein- oder weniger weiss, ein Fleck an
der Schwanzspitze rot. Duftwolle des cf weiss. Nordwest-Indien, Nord-Indien, Ober-Birma und Shan-Staaten,
von März bis August: fliegt hoch über den Wipfeln der Bäume im dichten Walde, wird aber zuweilen auf latreillei.
den Waldpfaden sitzend angetroffen. - latreillei Don. (= minereus Gray) (19 b) kommt in Nordwest-Indien
(besonders häufig bei Masuri), Nepal und Sikkim in 7 bis 9000 Fuss Höhe vor. Die zwischen der 3. Radiale
und 1. Mediane liegende Discalmakel des Hflgls grösser als die andern Makeln. — polla Nicev. findet sich poHa.
in den Shan-Staaten und Ober-Birma in Höhen von 3500 bis 5000 Fuss. Die zwischen der 2. und 3. Radiale
liegende Discalmakel des Hflgls ist grösser als die andern.
P. adamsoni Grose-Smith (— mineroides Elw. & Nicev.) (19 c). Erinnert sehr an P. aristolochiae. adamsoni.
Kleiner als P. latreillei; der Schwanz ohne roten Fleck, der Hflgl von der Costale bis zur 1. Radiale viel
breiter, das weisse Discalband beim cf schmäler; sehr häufig ist der vor der 2. Radiale stehende Submarginal¬
fleck mit dem betreffenden Discalfleck verbunden. Das 2 viel blasser als das cf. — Shan-Staaten und
Tenasserim; Januar bis März, selten.
P. crassipes Oherth. (18 a). Vflgl weniger dreieckig als bei latreillei ; Hflgl im Umriss ungefähr wie crassipes.
bei latreillei , ohne weisse Discalbinde, und oben ohne deutliche rote Submarginal- und Marginalflecke, der
Fleck an der Spitze des kurzen breiten Schwanzes klein; unten die roten Flecke alle gross, einschliesslich
des Schwanzfleckes sind 6 vorhanden. — Tonkin und Shan-Staaten, in Höhen von 1000 und 2500 Fuss
gefunden ; nur wenige Exemplare bekannt.
P. nevilli Wood- Mas. (= chentsong Oberth.) (Bd. 1, 1 c). Die Geschlechter fast gleich. Hflgl proximal nevilii.
breiter als bei P. latreillei und die vor und hinter dem Schwänze stehenden Randzähne weniger vorspringend ;
Schwanz ohne Fleck; zwei grosse weisse, zuweilen schwach rötliche Flecke zwischen der Subcostale und der
2. Radiale, der 2. Fleck bis an oder fast an die Zelle reichend, auf der Oberseite ist der 1. Fleck zuweilen sein-
klein oder fehlt ganz, zwischen der 2. Radiale und 2. Mediane 3 rote oder rötliche Submarginalmonde, welche
unten grösser als oben sind. Duftwolle gelblichweiss. — Eine in West-China sehr häufige Art. die auch in
Cachar (Assam) vorkommt.
P. philoxenus. Ein individuell und geographisch veränderlicher Falter, der von West-China, Kaschmir.
Nordwest-Indien bis Annam und Tonkin verbreitet ist und auch auf Formosa vorkommt; von Ost- und Süd-
China ist er noch nicht bekannt ; ein Exemplar im Tring Museum soll von Taiping in Perak sein, was uns
sehr fraglich erscheint. Körper wie bei den vorhergehenden Arten rot und schwarz; Hflgl im Umriss latreillei-
artig, aber breiter, mit 3 Submarginalflecken zwischen der 2. Radiale und 2. Mediane und einem Doppel¬
fleck im Schwanz, sowie einem zuweilen sehr kleinen Ad marginalfleck an der Spitze der 1. Mediane rot, vor
der 2. Radiale meist ein grosser weisser Fleck, der durch Verschmelzen eines Discal- und eines Submarginal-
82
PAPILTO. Von Dr. K. .Jordan.
ilecks entstanden ist, zuweilen diese Makel eingeschnürt, in der chinesischen Subspecies gewöhnlich nur der
submarginale Teil erbalten; hinter dieser Makel sehr oft eine zweite kleinere, sehr selten ein Fleck vor der
2. Radiale; häufig der rote Analtleck, besonders oft auf der Unterseite, beim ? bindenartig bis zur Zellspitze
verlängert. Duftwolle des cf grauschwarz; Analhaken des cf oben mit einem zweiten, kurzen Haken, die
Harpe schwach gezähnelt. Rp purpurbraun, schwarz gefleckt, Kopf und Fiisse glänzend schwarz, die Höcker
an der Spitze rot, der 6. und 7. Ring mit je einem kurzen, schrägen Seitenbande; auf Nepenthes gefunden,
Pp ungenügend beschrieben, rötlich ockerfarben; macht bei Berührung ein quiekendes Geräusch. Der Falter
ist stellenweise sehr häufig; in Nord-Indien findet er sich im Waldgebiete von 1000 bis 8000 Fuss Höhe den
ganzen Sommer hindurch. — Die in China und Nord-Kaschmir fliegende Form ist lama Oberth. (Bd. I, Taf. 2 a),
deren Flügel, besonders beim ?, blasser als bei den übrigen Subspecies sind; die Zellfalten auf der Unter-
philoxenus. seife des Hflgls heben sich deutlich ab. — philoxenus Gray (= letincius Frühst.) (19 a). Süd - Kaschmir,
Nordwest-Indien und Nepal. Der Hlb ist unten so schwarz wie bei lama, auch ist die Behaarung der Stirn
stark mit Schwarz gemischt , besonders beim cf. Der Hflgl trägt vor der 2. Radiale stets einen grossen,
ungeteilten , weissen Fleck, hinter dem wenigstens unten ein zweiter, kleiner Fleck steht. — In Sikkim, Assam,
po/yeuctes. Birma, Nord-Siam, Annam und Tonkin (sowie fraglich auf Malakka) findet sich polyeuctes Dbl. (= hostilius
Frühst.), der zu den häufigem Papilios dieser Gebiete gehört. Die Stirn und die Unterseite des Hlbs weniger
schwarz als bei der vorigen Subspecies ; die Unterseite des Hflgls dunkler; der zweite weisse Fleck des Hflgls
fehlt vielen cf cf auf der Oberseite, ist aber unten wie es scheint stets vorhanden ; in einem unserer cf cf sind
termessus. die Flecke oben fast alle sehr stark geschwärzt. — termessus Frühst. Die Stücke aus Formosa sind breit-
flüglig und haben ziemlich grosse rote Flecke auf dem Hflgl; doch sind die Unterschiede nicht konstant.
P. dasarada. Körper unten mehr wollig als bei P. philoxenus , häufig an den Seiten des Hlbs blassrot
statt lebhaft rot. Der Analhaken des cf einfach; die Harpe stärker als bei P. philoxenus gezähnt, in den 4
geographischen Formen deutlich verschieden. Hflgl schmal, die Zelle schmäler als bei philoxenus, ein grosser
weisser Fleck vor der 2. Radiale wie bei philoxenus, viele Exemplare mit einem kleinen Fleck vor dieser
Makel, selten auch ein Fleck hinter ihr (bei philoxenus steht der kleinere Fleck hinter dem grossem), der vor
dem Schwänze stehende Submarginalfleck weiss oder weisslieh, beim Weibchen oft ein vollständiges Flecken¬
band auf der Scheibe. Von Nordwest-Indien bis zu den Shan-Staaten, Tonkin und Hainan verbreitet; nicht
ganz so häufig wie philoxenus, mit dem dasarada zu gleicher Zeit an denselben Plätzen vorkommt. Der Falter
ist ein Waldtier, das man häufig auf Waldblössen und an blühenden Bäumen antrifft, die der Falter in lang¬
samem aber geschicktem Fluge umsegelt. Er hat einen sehr starken widerlichen Duft. Die frühem Stände
ravana. sind nicht bekannt. Leider ist dies bei zahlreichen gewöhnlichen nordindischen Arten der Fall. — ravana
Moore (19 c; Bd. 1, I b) ist die Form von Nordwest-Indien und Nepal. Der Hflgl ist unten in der Basalhälfte
dasarada. fast so blass wie der Vflgl ; der vor der grossen weissen Makel stehende Fleck fehlt sehr selten. — dasarada
Moore (19b). Die Unterseite des Hflgls viel dunkler als der Vflgl; der vor der grossen Makel stehende Fleck
fehlt sehr häufig auf beiden Seiten. Bei einem sikkimesischen cf der Tring Sammlung sind alle Flecke stark
schwarz schattiert und fehlt, der Fleck an der Schwanzspitze. Auch von ravana besitzt das Tring Mnseum ein
barata. ähnlich melanotisches Stück. Sikkim, Bhutan und Assam, häufig; in Grösse sehr variabel. — barata Bothsch.
ist etwas schmalflügliger als dasarada und die Unterseite des Hflgls ist vom Costalrande bis in die Zelle
blasser; der vor der grossen Makel liegende Fleck fehlt oben immer (?) und unten meistens. Die Harpe des cf
hat zahlreichere Zähne und ist dicht hinter dem proximalen Fortsatz geknickt ; bei dasarada ist die Harpe
grade und die Zähne sind gross; bei ravana ist sie distal von dem basalen Fortsatz schwach erweitert und
die Zähne sind kleiner als bei dasarada, auch ist der basale Fortsatz häufig kurz und breit. Shan-Staaten
melanurus. und Tenasserim ; Tonkin. melanurus Bothsch. Alle Flecke des Hflgls klein; oben schwarz schattiert, kein
Fleck im Schwanz, und keiner an der Spitze der 1. Mediane; Unterseite des Hflgls schwarz. Hainan, 3 cf cf
im Tring Museum, im Mai gefangen.
P. daemonius. Kopf und Seiten der Brust und des Hlbs rot, stark mit Schwarz gemischt, cf oben
bräunlichschwarz, unten blassbraun, der Saum des Hflgls oben und unten selnvarz, mit blassroten Submarginal¬
flecken. Das ? oben sehr blass graubraun, unten graubraun, der Saum schwarz. Der Hflgl bei cf und ?
viel schwächer als bei plutonius gelappt, die Zelle viel breiter und mehr gerundet. Die Genitalien ganz ver¬
schieden von denen der in der Färbung ähnlichen Arten. Die Duftwolle des cf weiss. West-China und Junnan.
— daemonius Mph. (= fatuus Bothsch.) fliegt in West-China (Bd. I, p. 9). — yunnana Oberth., von Topintze
yunnana. in Yunnan, hat blässere Submarginalflecke als daemonius.
P. plutonius. Kopf, Kragen, die Seiten der Brust und des Hlbs sowie die schwarzgefleckte Unter¬
seite des letztem rot mit schwarzen Haaren gemischt. Hflgl vor und hinter dem Schwänze sehr stark ge¬
lappt, oben 4 oder 5 rote oder rötliche Submarginalflecke und auf der Unterseite 6 oder 7 Flecke. Grund¬
farbe beider Flügel oben beim cf bräunlichschwarz, beim ? schwärzlichbraun, der Saum des Hflgls schwarz;
unten beide Geschlechter schwärzlichbraun, der Hflgl fast so blass als der Vflgl. Duftwolle des cf schwarz¬
braun. — Ein Falter der Hochländer West -Chinas und des östlichen Himalayas. — In West -China fliegt
plutonius Oberth. (Bd. 1, 2c). - Die Form, welche in einigen Exemplaren aus den hohem Lagen Sikkims
Ansge.gebm 20. XII. OS.
PAPTLtO. Von Dr. K. Jordan.
33
und Bhutans bekannt ist, heisst pembertoni Moore. Blasser als plutonius, die Submarginalflecke des Hflgls pembertoni.
grösser und sehr blass rötlich.
P. mencius Fldr. (Bd. 1, 2 b) fliegt in Zentral- und Südost-China. Kopf, Kragen, Seiten der Brust mencius.
und des Hlbs und die Unterseite des letztem rot mit schwarz gemischt. Die Flügel in beiden Geschlechtern
braunschwarz, der Vflgl heller als der Htlgl und das ? etwas blasser als das cf. Der Hllgl ist bei Früh¬
jahrsstücken meist kürzer als bei Sommerstücken. Duftfalte des cf kürzer als bei P. alcinous. die Wolle
weisslichgrau. Die Harpe des cf mit 2 proximalen Fortsätzen. Der Falter ist häufig.
P. impediens Rothsch. (Bd. 1, 3 a) ähnelt der vorigen Art. Beim cf sind die Flügel dunkler, der Htlgl impedien. s.
ist schmäler und vor dem Schwänze verhältnismässig stärker erweitert (an P. latreillei erinnernd), die Duft¬
falte ist kürzer und die darin enthaltene Wolle etwas dunkler ; die Harpe ist ganz verschieden : sie ist gezähnt
und läuft distal in eine halbkreisförmig nach oben gebogene Falte aus. Das ? ist nach Oberthür, grau
ockerfarben. — West-China, nur wenige Stücke bekannt. Die Art kommt sicher auch im südöstlichen China
vor, da die folgende Art von Formosa ganz nahe mit impediens verwandt ist.
P. febanus Frühst. ( = jonäsi Rothsch., koannania Mats.). In der Struktur der Genitalien und in der febanus.
Farbe der Duftwolle mit P. impediens übereinstimmend. Körper ausgedehnter rot als bei P. impediens, mencius
und den Formen von P. alcinous. Flügel ähnlich wie bei kleinen mencius, aber die Submarginalflecke des
Hflgls blassrot und oben und unten sehr stark vergrössert, fast so lang wie breit, der unten grosse Analfleck
oben durch einen deutlichen blassroten Querstrich vertreten. — Formosa, im Gebirge.
P. alcinous ist von Japan bis West-China und Tonkin verbreitet. Die Duftwolle des cf ist bei allen
Formen fast schwarz. Die Harpe hat proximal einen einfachen oder gezähnten Fortsatz und endet proximal
in eine Spitze oder einen Zahn. Rp olivenbraun , mit zahlreichen , dunklern , hell gerandeten Flecken ; auf
dem 6. und 7. Ringe ein sehr breiter rotweisser schräger Gürtel . der dorsal unterbrochen oder stark ein-
geschnürt ist; die Spitzen der Tuberkel rötlich, der obere Seitenzapfen des Prothorax blassrot mit dunkler
Spitze. Nach Preyer in Japan auf Cocculus thunbergi. Der Falter sehr häufig und wegen seines lang¬
samen Fluges leicht zu fangen; vom Frühjahr bis zum Herbst. -- In Siid-Yesso, Nippon und Kiushiu findet
sich die schwarzköpfige Subspecies alcinous Klug (= spathatus Btlr. , haematostictus Btlr. , nagasakii Frühst.)
(Bd. 1, 2 a). — Die Loo-Choo-(Riukiu)Inseln bewohnt loochooanus Rothsch. (19 c cf, Bd. 1, t c ?). Kopf rot. loochooanus.
Harpe des cf wie bei der japanischen Form stark gezähnt. — mansonensis Frühst. (— mausonensis Frühst.) mansonensis.
ist ein Name, der auf alle Stücke von Formosa, Ost- und Zentral-Ghina (westwärts bis Chang-Yang) und
Tonkin bezogen werden kann. Das cf nicht von der in West-China fliegenden Subspecies confusus Rothsch.
unterscheidbar. Das ? aber so blass wie bei loochooanus. Vielleicht gehören die Exemplare von den Sannan-
Inseln (Ishigaki-sima), die Oberthür ohne nähere Beschreibung als intermedia aufführt und Fruhstorfer später
als bradanus beschreibt auch hierher; die Flügel sollen beim 2 schmäler und blasser und die Submarginal- bradanus.
flecke kleiner als bei loochooanus sein. - — Bei confusus Rothsch. von West-China ist das ? dunkler als bei den
andern Subspecies: Orerthür erwähnt als ab. decora ein abweichendes ?, das auf der Unterseite des Schwanzes decora.
zwei rote Linien trägt.
Coon-Gruppe.
Spatelschwanz mit sehr dünnem Stiel. Duftfalte des cf nur schwach entwickelt; die Haftklappen oben nicht
zusammenschliessend.
Drei malayische Arten, von denen eine bis nach Birma hinaufgeht.
P. neptunus. Brust an den Seiten rot, Hlb von der Mitte ab graugelb. Vflgl schwarz, mit breiter
Aufhellung vor der Mitte und einer zweiten distal von der Zelle quer über den Flügel; Htlgl mit sehr dünnem,
am Ende stark verbreitertem Schwarz, und 2 — 4 roten oder blassroten Flecken, die entfernt von der Zelle
zwischen den Median- und Radialästen stehen und auf der Oberseite in der Subspecies von Nias zuweilen
fast ganz fehlen. Der Falter fliegt langsam und hoch in der Luft. — doris Rothsch. Das schwarze Wurzel- doris.
feld des Vflgls reicht nicht ganz bis zur Wurzel der 2. Mediane, die schwarze Querbinde ist sehr tief
schwarz, das graue Feld sehr hell, vor und oft auch hinter der 2. Mediane wenigstens unten fast rein weiss.
der vor dieser Ader stehende schwarze Faltenstreif ist weit von der Zelle entfernt, ebenso erreicht der hinter
der 2. Mediane liegende Faltenstreif das schwarze Wurzelfeld nur sehr selten. Der Htlgl oben immer mit 3.
unten mit 3 oder 4 Fleckchen, ausser dem hinter der 2. Mediane liegenden, oben oft weisslichen Punkte,
der vorderste der Flecke in vielen Exemplaren sehr klein. Nord-Borneo, im Flach- und Hügellande,
neptunus Guer. (— thetys Guen.) ist die Zwischenform von Malakka, welche doris mit sumatrana verbindet, neptunus.
Die hellen Teile des Vflgls sind ähnlich wie bei der vorigen Subspecies, aber das schwarze Schrägband ist
aut der Scheibe meist deutlich aufgehellt, sodass sowohl die schwarzen wie hellen Streifen darin sichtbar
sind. — sumatrana Hag. (16 c). Die hellen Teile des Vflgls stärker schwarz schattiert als bei den vorigen sumatrana.
Formen, der vor der 2. Mediane liegende schwarze Faltenstreif bis nahe an die Zelle gehend, das schwarze
Querfeld auf der Scheibe fast immer aufgehellt und verschmälert , sodass die hellen und dunklen Streifen
sichtbar werden; unten die beiden hellen Felder etwas grösser als bei der Form von Borneo. Htlgl oben
IX
o
34
PAPILIO. Von Dr. K. Jordan.
padanganus. gewöhnlich mit 2, seltener 3 Flecken, unten meist mit 3, seltener 2. Nordost-Sumatra. — padanganus
Rotlisch. Das schwarze Querfeld des Vflgls fast so tief schwarz als bei der Borneo-Form, sowohl das pro¬
ximale als das distale helle Feld schmäler als bei sumatrana, das proximale Feld schmäler als das schwarze
Ouerfeld, das schwarze Basalfeld bis an die 2. Mediane gehend, der hinter der 2. Mediane stehende graue
Streif erreicht die Zelle nicht, die vor und hinter dieser Ader liegenden schwarzen Streifen wie bei sumatrana
lang. Hflgl oben beim cf mit 2, beim ? mit 3 Flecken, unten beim cf mit 2 grossen und 1 kleinen Fleck,
und beim ? mit 3 grossen und 2 kleinen, ausser dem hinter der 2. Mediane liegenden Punkte. West-Sumatra:
fehri. Padang Bovenlanden und Padang Sidempoean. — fehri Honr. (16c). Der Vtlgl stark rauchig, das dunkle
Schrägband viel weniger schwarz als bei den andern Subspecies; Hflgl mit 2 blassroten Flecken, die oben
zuweilen nur angedeutet sind, bei einigen Exemplaren ist noch ein kleiner vorderer 3. Fleck vorhanden,
entweder nur unten oder auch oben.
P. COOri. Schwarz; der Kopf und die Seiten der Brust rot oder gelb, der Hlb unten, seitlich und
an der Spitze von derselben Farbe. Vtlgl schmal, rauchig die Ränder, Adern und Falten rauchschwarz:
Hflgl mit Spatelschwanz, ein Fleck in der Zelle, der zuweilen die ganze Zelle ausfüllt, aber auch oft zu
2 kleinen Strichflecken verkleinert ist, sowie eine Reihe Flecke um die Zelle herum und eine Reihe Sub¬
marginalflecke weiss, an den Spitzen der beiden Medianadern je ein roter oder gelber Randfleck. Malayisch.
Der Falter fliegt in der Ebene und im Hügellande. Er ist ein Waldtier, und wird oft an den Blüten hoher
coon. Bäume angetroffen. Sein Flug ist flatternd aber schnell. — coon F. (= hypenor Godt) (16 b). Körper und
Randflecke des Hflgls gelb; die Zelle des Hflgls gewöhnlich ganz oder fast ganz weiss ausgefüllt. Java.
patianus. Im nördlichsten Teile von Java, in der Residenz Djapara, findet sich patianus Frühst. Vtlgl des cf breiter
als bei voriger Subspecies, der Zellfleck des Hflgls ist reduziert, fehlt sogar zuweilen ganz, und die andern
patern- weissen Flecke sind stark schwarz schattiert. — palembanganus Rothsch. aus dem Süden Sumatras. Ähnlich
banganus. Coon, aber die Submarginalflecke des Hflgls kleiner, besonders ist der erste und letzte Fleck reduziert. -
Exemplare des P. coon von der Insel Bawean stimmen mit palembanganns in der Verkleinerung der Sub-
delianus. marginalflecke überein. — delianus Frühst. (16b). Körper und Randflecke des Hflgls rot oder gelbrot; Zelle
doubledayi. des Hflgls mit 2 zwei weissen Strichflecken. Nordost-Sumatra. — doubledayi Wall. (16 b) von Malakka bis
Cachar. Flecke des Hflgls grösser als bei delianus, der Zelltleck sehr selten geteilt. Exemplare mit ver-
cadiarensis. kleinerten Flecken sind ab. cacharensis Btlr. Bei den Stücken von doubledayi aus Unter-Birma und Tenasserim
ist der Zellfleck sowie der erste, vor der Zelle stehende Fleck durchschnittlich grösser als den Stücken von
sambilanga. Malakka und Penang. — sambilanga Boh. findet sich auf Gross-Nikobar , nach Doherty ziemlich häufig.
Der hinter der Zelle stehende Fleck des Hflgls kurz, sowohl der vordere wie der hintere rote Randfleck
wie bei P. rhodifer mit dem betreffenden Submarginalfleck vereinigt.
rhodifer. P. rhodifer Btlr. (16c). Gostal- und Aussrd des Vflgls fast, parallel: der Flügel beim 2 bedeutend
schmäler als bei P. coon ; die weissen Flecke in und an der Zelle des Hflgls reiner weiss ; die beiden roten
Randtlecke gross, mit den Submarginalflecken vereinigt, die Schwanzspitze rot. — Andamanen ; häufig.
Hector-Gruppe.
Mit oder ohne Schwanz. Zelle des Hflgls ungefähr dreimal so lang als breit, viel weniger gestreckt als bei
der vorigen Gruppe. Die Duftfalte des cf schwach entwickelt oder fehlend, ohne Duftwolle in derselben, aber zu¬
weilen mit schmalen Duftschuppen; die Haftklappen verkümmert, aber die Harpen vorhanden.
In den Arten ohne Duftfalte (hector, jophon , pandiyana, oreon und Uris) ist beim cf der Hrd des Hflgls nach
unten gebogen, wie beim ?.
hector. P. hector L. (— heroicus Frühst.) (15a). Kopf, Kragen, Seiten der Brust und der Hlb mit Ausnahme
der vorderen Dorsalschienen rot; Vflgl mit zwei weissen Fleckenbinden, einer zentralen, von der Costa zum
Hinterwinkel laufenden und einer kurzen subapikalen; Hflgl mit 2 Reihen roter Flecke. Das ? blasser als
das cf, besonders die roten Teile des Körpers und die Flecke des Hflgls; die erwachsene Rp braunschwarz
mit roten Tuberkeln, ohne Schrägband an den Seiten, aber mit vier rötlich weissen Fleckchen auf dem 6.
und 7. Ringe; auf Aristolochia indica. Pp graugelb, die Flügelscheiden stark vorspringend. — Von Ceylon bis
Bengalen; auch von Chittagong an der Nordostseite des Busens von Bengalen angegeben. Der Falter ist
sehr häufig und wird oft an niedrigen blühenden Büschen und Kräutern gefunden. Euton berichtet , dass
im Herbst, zu Beginn der kalten Jahreszeit, der Falter sich gegen Sonnenuntergang in Bäume begibt, wo
er zuweilen zu Hunderten zusammen an der Unterseite von schräg herabhängenden Zweigen gegen deren
Spitze hin ruhend die Nacht verbringt, wie dies manche Danaiden tun. In niedrigen Lagen ist hector am
häufigsten, findet sich aber einzeln noch in Höhen von über 5000 Fuss.
jophon. P. jophon Gray (15 a). Diese Art ist auf Ceylon beschränkt; sie ist lokal, aber an ihren Flugplätzen
im Hügellande von 2 — 4000 Fuss nicht selten. Am leichtesten früh am Morgen zu fangen; nach Aufgang
der Sonne fliegt sie hoch über den Bäumen. Taster, Seiten der Brust und Spitze des Hlbs rot; Vflgl
schwarz, die Scheibe vom Ursprünge der 2. Mediane ab weissgrau, halbdurchsichtig, dies Feld in die Zelle
eindringend und durch die schwarzen Adern und Zwischenaderfalten in Flecke aufgelöst ; Hflgl mit grossem
PAPILIO. Von Di'. K. Jordan.
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grauweissem Felde, das proximal gerade abgeschnitten ist und aus einem grossen Zelltleck und 7 um die
Zelle herum stehenden Flecken besteht, eine Reihe roter Submarginaltlecke, die oben verdunkelt und unten
rosenrot sind. Das 2 breitflügliger als das cf, sonst demselben sehr ähnlich. Rp purpurschwarz, mit roten
Warzen, auf dem 6. Segment ein gelblich weisses Schrägband, die beiden in dem Bande stehenden Warzen
von der Farbe des Bandes. Ei gelb-braun.
P. pandiyana Moore (15 a). Der vorigen Art ähnlich, viel blasser, der schwarze Aussenrd des Vtlgls pandiyana.
schmäler, auch die zwischen den Radial- und Medianästen stehenden schwarzen Streifen bis nahe an die
Zelle tretend. Das 2 ist breitflügliger als das cf , auch ist der subcostale weisse Fleck des Htlgls reduziert
und fehlt zuweilen ganz. — Ein südindischer Falter, der im Hügellande von Travaneore und den Nilgiris in
1 — 3000 Fuss häufig ist. Er fliegt in der Nähe von immergrünen Jungle und kommt früh am Morgen zum
Vorschein, um an Blumen zu saugen, vor denen er wie seine Verwandten mit fächelnden Flügeln steht.
P. oreon. Kopf, die letzten Hlbsringe und die Ränder der vorhergehenden Segmente sowie die
Seiten der Brust an den Flügelwurzeln rot, der Kopf oft blassrot. Flügel gestreckter als bei P. pandiyana,
besonders der Hflgl und dessen Zelle viel schmäler, der Schwanz nur schwach spatelförmig, das grauweisse,
oben schwarz schattierte Zentralfeld des Hflgls wurzelwärts etwas schräger abgeschnitten, die Submarginal-
tlecke unten reiner rot, das schwarze Wurzelfeld des Vflgls reicht nicht bis zur 2. Mediane, und die Zelle ist
fast ganz durchsichtig, mit 4 schwarzen Linien. Der Falter ist bis jetzt nur von Sumba und Alor bekannt,
kommt aber vermutlich auch auf den Nachbarinseln, oder wenigstens auf Flores vor. — oreon Doli. (15b). oreon.
Das schwarze Basalfeld des Vtlgls reicht hinter der Zelle etwa bis zu 2/s der Entfernung von der Wurzel
zur 2. Mediane und das Zentralfeld des Vtlgls ist aussen ziemlich stark schwarz schattiert und auch sonst
trübe. Sumba. — godmani Böb. fliegt auf Alor. Die Wurzel des Vtlgls ist weniger ausgedehnt schwarz godmani.
und das Zentralfeld des Hflgls ist weniger getrübt und sein Umriss schärfer, auch ist der 6. Submarginalfleck
oben meist weniger stark geschwärzt und der Zelltleck oft grösser.
P. liris. Das schwarze Wurzelfeld beider Flügel grade abgeschnitten und bis zur Wurzel der
2. Mediane reichend; Saum des Vflgls breiter schwarz als bei oreon, das Mittelband des Hflgls auch aussen
fast ganz grade , sein Aussenrd in der Mitte etwas ausgebogen ; der Hflgl ohne schwarzen Discalfleck
vor der Subcostale, auch ist der betreffende rote oder graugelbe Submarginalfleck mit der Mittelbinde ver¬
schmolzen, selten abgetrennt, und die hintern Submarginalflecke stehen weiter vom Saume weg als bei oreon.
Bei vielen Formen ist das Rot des Körpers und des Hflgls durch graugell) ersetzt; die Form von Kisser bildet
den Übergang zwischen den rot- und schmutzig gelb gezeichneten Formen. Auf allen Inseln zwischen Timor
und Timorlaut, einschliesslich Wetter und Savu. Der Falter scheint das ganze Jahr hindurch vorzukommen. -
liris G-oclt. (15b). Hlb rot und schwarz; die Submarginalflecke des Hflgls rot, das Mittelband desselben oben liris.
und unten gelbgrau. Timor, die Stücke im Museum Tring im Mai, Juli, und November bis Dezember ge¬
fangen. — gaetus Frühst. (= savuanus Bothsch.) Mittelband der Oberseite des Hflgls dicht schwarz schattiert, gaetus.
mit Ausnahme ganz weniger Exemplare; die Binde unterseits bei allen Stücken etwas blasser grau als bei liris.
Die Exemplare, in denen die Binde nicht geschwärzt ist, sind ab. pseudoliris Frühst. Insel Savu, unsere Serie im pseudoliris.
August gefangen. — wetterensis Bothsch. (15 b) Tiefer schwarz als liris, das Mittelhand des Htlgls viel schmäler wetterensis.
und oben schwarz schattiert, der vor dem Abdominalrande stehende rote Fleck sehr lang. Wetter, die Exemplare
des Tring Museums im Mai gefangen. — senescens Böb. Ähnlich liris , aber der Hlb und die Submarginalflecke des senescens.
Hflgls blasser rot. Kisser. — pallidus Bothsch. Eine blasse Form; der Körper und die Submarginalflecke des pallidus.
Hflgls graugelb statt rot; Flügel oben blasser als bei den vorigen Subspecies, das Mittelband des Hflgls oben
stark schwärzlich schattiert. Letti und Moa, augenscheinlich recht häufig. — aberrans Btlr. {= uavigator aber raus.
Frühst., damaricus Frühst., velificatus Frohst.). Viel weniger rauchig als pallidus, der halbdurchsichtige Mittel¬
teil des Vflgls und die Mittelbinde des Hflgls weniger geschwärzt , auch treten die Submarginalflecke des
Hflgls deutlicher als die Adern hervor und haben auf der Unterseite ebenso wie die Hlbsspitze meist einen
sehr schwach rötlichen Ton. Tenimber, Dämmer, Roma und Babber; auf Tenimber häufig. Die von
Fruhstorfer angegebenen Unterschiede zwischen den Exemplaren von den verschiedenen Inseln werden
durch die uns vorliegenden Stücke nicht bestätigt.
P. polyphontes. Kopf, die Hlbsspitze und unten und seitlich auch die Ränder der andern Hlbsringe
rot. Vflgl in der Mitte breit weiss, dies Feld den Hinterrand nicht erreichend und von schwarzen Adern
und Falten durchzogen. Hflgl mit breitem Schwanz ; ein weisses oder rötlich weisses Zentralfeld aus einem
wurzelwärts grade abgestutztem Zelltlecke und 5 — 7 um die Zelle herumstehenden Flecken zusammengesetzt,
die dasselbe durchschneidenden Adern ziemlich breit schwarz: Submarginalflecke oben schwarz schattiert,
unten lebhaft rot, der vorderste ganz weiss, auch die andern wenigstens weiss gerandet. Wie bei allen ver-
Avandten Arten das 2 blasser als das cf. Letzteres hat die Hinterschiene ATerdickt, und aut dem Hflgl eine
deutliche Abdominalfalte mit Duftorgan; bei den cf cf der vorhergehenden Arten" dieser Gruppe fehlt das
Duftorgan, auch ist die Hinterschiene nicht geschwollen. P. polyphontes ist der Vertreter des indo-malayischen
P. aristolochiae und des papuanischen P. polydorus ; und hat sich offenbar sekundär von Celebes nach den
Sulla-Inseln und Nord-Molukken ausgebreitet, Der Falter ist im Flach- und Hügellande ziemlich häufig. -
36
PAPILIO. Von Dr. K. Jordan.
rosea. rosea Oberth. (= extensus Frühst.) ist die südlichste bekannte Form; sie bewohnt die Insel Saleyer. Das
Zentralfeld des Hflgls hat oben immer einen deutlich rötlichen Ton und ist etwas grösser als bei Exemplaren
von Celebes ; auf der Unterseite steht immer ein weisser Fleck hinter der Subcostale des Htlgls, häufig auch
polyphontes. einer vor dieser Ader. — polyphontes Bsd. (.— lingonus Frühst., phanocles Frühst) .(15 a). Das cf auf der
Oberseite meist trüber als das?; die Adern in dem hellen Felde auf beiden Flügeln breit schwarz; der
schwarze Saum des Vflgls immer schmäler als das helle Discalfeld. Snellen erwähnt eine Aberration, welche
gelbe statt rote Submarginalflecke auf dem Hflgl hat. P. polyphontes polyphontes bewohnt ganz Celebes und
aipytos. die Talaut- Inseln. — Bei aipytOS Frühst. (= pedias Rothseh) ist das helle Feld des Vflgls schmäler als bei
den beiden vorigen Subspecies, beim ? rein weiss, in der Zelle gewöhnlich nur 2 helle Streifen, der vor der
untern Zellecke stehende Discalfleck auch beim ? stark verdunkelt, die zwischen den Adern stehenden schwarzen
Streifen kürzer als bei polyphontes; auf dem Hflgl sind die hintern Submarginalflecke auf der Oberseite nicht
oder nur sehr wenig schwarz schattiert. Sulla-Inseln: Mongola und Besi, von Doherty im Oktober in An-
sejanus. zahl gefangen. sejanus Frühst. (= ithacus Rotlisch). Die hellen Flecke des Vflgls kleiner als bei poly¬
phontes, auch beim ? schwärzlich schattiert, der vor der untern Zellecke stehende Fleck wie bei der vorher¬
gehenden Form wenigstens teilweise ausgelöscht; die Adern des Hflgls in dem weissen Felde breit schwarz.
Nord-Molukken: Halmahera, Morty, Ternate und Batjan.
P. polydorus. Ein häufiger papuanischer Falter, der in vielen Subspecies von den Molukken bis
zu den Bismarck- und Salomons-Inseln und Nord-Australien verbreitet ist. Dem polyphontes ähnlich, aber
der Hflgl kürzer, breiter und nicht geschwänzt, der Vflgi ohne weisses Feld oder dieses nur bis zur Basis
der 2. Mediane reichend, der hinter dieser Ader liegende Fleck vorne länger als hinten, da er wurzelwärts
schräg abgestutzt ist. Die Duftfalte des cf grösser als bei polyphontes und die darin stehenden Schuppen
anders geformt. Die Rp bräunlich schwarz, die Tuberkel rot, mit Ausnahme der dorsalen Tuberkel des 4.,
5., 8. und 9. Ringes, die braun sind, auf dem 6., 7. und 10. Ringe stehen die dorsalen Tuberkel in einem
blassroten Flecke. Lebt auf einer niedrigen Aristolochia und ist in etwa 14 Tagen erwachsen. Pp blass¬
braun. mit 4 Paaren dorsaler Lappen auf dem Hlbe; Puppenruhe 3 Wochen. Der Falter fliegt im offenen
Buschwalde niedrig und langsam von Blume zu Blume. Die Formen von den Nord-Molukken, Neu-Guinea
mit Ausnahme der Gebirge Britisch Neu-Guineas, und den Bismarck- und Salomons-Inseln haben schwarze
Köpfe, während die Süd-Molukken, Tenimber, Key, Aru, Nord-Queensland, die Louisiaden und die Berge Britisch
septen- Nen-Guineas von rotköpfigen Formen bewohnt sind. - — septentrionalis Rothseh. Kopf und Kragen ganz
trionalis. schwarz: die hellen Streifen der Oberseite des Vflgls immer schwarz schattiert; die weissen Flecke des Hflgls
kajelanus. aussen abgerundet. Nord-Molukken: Halmahera; Batjan. — kajelanus Frühst. Kopf und die Seiten des Kragens
und der Brust rot. Vflgi mit grossem weissem Fleck hinter der 2. Mediane, der ebenso wie die vor dieser Ader lie¬
gende helle Gabel schwarz bestäubt ist: die vorderen weissen discalen Flecke der Oberseite des Hflgls klein,
zuweilen fehlend, der Zellfleck beim cf meist schwarz bestäubt. Buru häufig. Nicht konstant von der folgenden Form
poiydoms. verschieden. polydorus L. (= polydotus Müll., leobotes DM.) (15b). Von den Süd-Molukken (Amboina, Sapa-
roea, Ceram) und Obi, sowie den kleinen Inseln Goram-Laut undKissoei. Die hellen Teile der Oberseite des Vflgls
im ganzen etwas reiner weiss und mehr ausgedehnt als bei kajelanus und die weissen Flecke des Hflgls grösser,
thessalia. der 1. Discalfleck quer oder rhombisch wie bei kajelanus. — thessalia Swinh. Körper wie vorhin; Vflgi reiner
weiss; der Zellfleck des Htlgls klein, beim ? oft fehlend; die discalen Flecke dagegen länger als bei poly¬
dorus, der vor der I. Mediane stehende besonders lang, die roten Submarginalflecke gross, die hintern oben
varus. meist nur schwach geschwärzt. Auf Klein- und Gross-lvey, recht häufig. — varus Frühst. Nicht mit Sicher¬
heit von der Key-Form zu unterscheiden. Der hintere weisse Fleck des Vflgls meist etwas kleiner als bei
thessalia, der hinter der Submedianfalte stehende Teil dieser Makel zuweilen fehlend, die hellen Streifen im
tenim- ganzen weniger scharf, die mittleren stärker verdunkelt. Aru-Inseln. — tenimberensis Rothseh. Kopf schwarz,
berensis. Rot gemischt; die Streifen des Vflgls und die grossen zwischen der 1. Mediane und der 2. Submediane
liegenden Makeln rein weiss; das weisse Feld des Hflgls gross, die dasselbe durchschneidenden Adern
wenigstens an der Zelle sehr schmal schwarz; die hintern meist deutlich rötlich, der 1. weisse Fleck kleiner
queens- als der 2., der 4. am grössten. Tenimber-Inseln. = queenslandicus Rothseh. Kleinen Exemplaren von
landicus. polydorus ähnlich, die weissen Zeichnungen des Vflgls kürzer, der hinter der 2. Mediane liegende Fleck unten
wurzelwärts sehr stark zugespitzt; der Hflgl ausserhalb der Zelle fast immer mit 6 weissen Flecken, die
Mehrzahl der Exemplare ausserdem noch mit einem weissen linienförmigen Fleck an der Innenseite des
aignanus. 1. Submarginalfleckes. Nord-Queensland und die Inseln in der Torres-Strasse. aignanus Rothseh. Gleich¬
falls eine kleine Form. Die weissen Flecke des Vflgls grösser als bei queenslandicus; der Zellfleck des Htlgls
klein; 5 Flecke an der Zelle, der 1. klein, zuweilen fehlend, der 2. etwa doppelt so lang als breit, der 4. am
grössten, aber nicht bis zur Wurzel der 2. Mediane reichend und nur wenig grösser als der 3. Fleck. Louisiaden-
orinomus. Inseln: St. Aignan und Sudest. — orinomus Rothseh. Im Hügellande Britisch Neu-Guineas findet sich eine
der vorigen ganz ähnliche Form. Der Zellfleck des Hflgls viel grösser als der 2. weisse Discalfleck, und
der 4. discale Fleck grösser als der 3., auch ist der 5. Submarginalfleck kleiner als bei aignanus, zuweilen
sogar kleiner als der 4.; der 4. Discalfleck reicht gewöhnlich bis zur Wurzel der 2. Mediane. Aus höhern
Lagen Britisch Neu-Guineas; in ni erlern Lagen derselben Distrikte kommt eine schwarzköpfige Form vor ( naissus
PAPILIO. Von Dr. K. Jokdan.
37
Frühst.). Bei den folgenden Formen ist der Kopf und Thorax ganz schwarz, sehr selten stehen einige rote
Haare hinter den Augen: leodamas Wall. Der schwarze Basalteil des Ytlgls ist nicht scharf von dem distalen ge- leodamas.
streiften Teile abgesetzt, und die aufgehellten Streifen sind auch unten sehr undeutlich; der Zellfleck des
Hllgls und der 1. weisse Discalfleck gleichfalls sehr klein, schmal, letzterer oben zuweilen fehlend, die andern
4 Flecke lang, die zwei letzten nicht ganz bis zur Basis der 2. Mediane reichend, der Durchmesser des
6. roten Submarginalflecks der Unterseite länger als die Entfernung des Flecks von dem weissen Felde.
Misol. — godartianus Luc. (= papuana Oherth.) Die grauen Streifen auf der Oberseite des Vtlgls undeut- godartiamu.
lieh, auch die hintern schwarzen Ader- und Zwischenaderstriche bis nahe an die Zelle tretend; die hellen
Streifen unten deutlich, aber auch liier die vor und hinter der 2. Mediane stehenden nicht zu weissen Makeln
zusammengetlossen , die schwarzen Ader- und Faltenstriche bis nahe an die Zelle reichend, die schwarze
Basalhälfte des Flügels ist jedoch scharf gegen die äussere Hälfte abgesetzt. Hflgl ähnlich wie bei leodamas,
oben zuweilen nur 4 weisse Flecke vorhanden, da der Zelllleck und der 1. Discalfleck nicht immer ent¬
wickelt sind. Arfak- und Onin-Halbinseln ; Salawatti und Etna Bai. — asinius Frühst. Vtlgl beim ? mit asinius.
grosser, weisser Makel vor und hinter der 2. Mediane, beim cf die Flecke ebenso wie die hellen Streifen
oben ziemlich stark verdunkelt, unten dagegen weiss; das weisse Feld des Hflgls gross, aussen gerundet,
der Zellfleck meist kleiner und die andern Flecke länger als in der gleichfalls hellfleckigen Form plagiatus
von Deutsch Neu-Guinea, der 1. Discalfleck länger als breit, der 4. am grösstem Das Bot des Hlbs beim ?
etwas ausgedehnter als bei plagiatus. Waigeu. — meferanus Rothsch. Vtlgl oben beim cf mit schmalen meforanus.
dunkelgrauen, beim ? mit dünnen weissen Streifen vor und hinter der 2. Mediana, unten dagegen sind diese
Streifen bei beiden Geschlechtern zu weissen Flecken erweitert, auch sind die andern Streifen deutlicher
als oben. Das weisse Feld des Hflgls ist viel kleiner als bei asinius, der Zellfleck etwa dreimal so gross
als der 1. Discalfleck, der klein ist, der 4. Fleck vorne (an der 1. Mediane) weniger als doppelt so lang als
er aussen breit ist. Mefor in der Geelvink Bai. — Wir haben ein einzelnes 2 von Jobi in der Geelvink
Bai, welches auf dem Vtlgl oben und unten stark aufgehellt ist, und bei dem auch das weisse Feld des
Hflgls, besonders der 1. Discallleek. gross ist. Nach Kirsch's Beschreibung von 3 Exemplaren aus Jobi
(offenbar cf ?) treffen diese Kennzeichen aber nicht auf alle Stücke zu. — humboldti Rothsch.. von der humboldti.
Humboldt-Bai an der Grenze von Holländisch und Deutsch Neu-Guinea, bilden den Übergang zur folgenden
Subspecies. Die grauen Streifen der Oberseite des Vtlgls sind schmal und dunkel, die schwarzen Ader¬
streifen sind breit und gehen bis an die Zelle und die Faltenstreifen treten nahe an dieselbe heran; unten
dagegen sind die blassen Streifen sehr hell, die hintern weiss und vor und hinter der 2. Mediane zu Makeln
zusammengeflossen, doch bleiben der schwarze Streif der 2. Mediane und der vor derselben stehende Falten¬
streif lang. Der Zellfleck des Hflgls oft sehr klein, kleiner als der 1. Discallleek, letzterer auf der Oberseite
vorne meist eingeschnitten, unten immer rhombisch, was auch oben oft der Fall ist. — plagiatus Rothsch. plagiatus
Vtlgl bei beiden Geschlechtern unten stets, oben oft stark aufgehellt; die 2. Mediane innerhalb des weissen
Feldes nur sehr schmal schwarz, die vor und hinter dieser Ader stehenden Faltenstreifen kurz. Zelllleck
des Hflgls grösser als der 1. Discalfleck, der 4. und 5. Discalfleck reichen bis zur Basis der 2. Mediane, der
5. geht oft noch weiter wurzelwärts und springt auch distal gewöhnlich etwas vor; das weisse Feld aussen
weniger als bei asinius gerundet. Deutsch Neu-Guinea: Astrolabe Bai und Huon Golf. — naissus Frühst, naissus.
(= albosignatus Frühst., phalces Rothsch.). Vtlgl wie bei plagiatus; das weisse Feld des Hllgls meist mehr
gerundet, der Zelltleck kleiner, der 1. Discalfleck gewöhnlich länglich, der 4. und 5. Fleck die Basis der
2. Mediane nicht ganz erreichend. alleFlecke meistens aussen abgerundet. Trobriand und Fergusson. d'Entrecasteaux
Inseln; Britisch Neu-Guinea. Die Exemplare aus letzterem Gebiete sind zum Teil nicht von plagiatus zu
unterscheiden. — dampierensis Hag. von der Dampier Insel an der Nordküste Deutsch Neu-Guineas. Vtlgl dampiercusis.
oben dunkel, unten aufgehellt. Das weisse Feld des Hflgls oben zu einem Bande verschmälert, der kleine
Zellfleck und der 1. Discalfleck stark und der 2. und 3. Discalfleck schwach schwarz schattiert; das weisse
Feld unten nur etwas schmäler als bei plagiatus , der 4. und 5. Discalfleck nicht ganz bis an die Wurzel
der 2. Mediane reichend, die Submarginalflecke gross, auch der mit dem letzten Discaltlecke vereinigte,
novobritannicus Rothsch. Vtlgl stärker aufgehellt als bei plagiatus; der Zelltleck des Hflgls gross, dagegen die novo-
Discalllecke klein, besonders der 2. und 3.. die beim cf oft fehlen. Hlb seitlich mehr ausgedehnt rot. auch britannicus.
der 2. und 3. Ring seitlich rot gerandet. dagegen der 7. Ring oben mit schwarzem Fleck. Neu-Pommern
(= New Britain). — utuanensis Ribhe. Vtlgl viel dunkler als bei der vorigen Subspecies; das weisse Feld utuanensis.
des Hllgls mehr gerundet, der Zelltleck kleiner und die Discaltlecke länger. Neu-Lauenburg und Neu-
Mecklenburg (= Duke of York und New Ireland). Nicht konstant von der nächsten Form verschieden,
polydaemon Math. (16 a). Bei den Exemplaren von den nördlichen Salomons-Inseln Bougainville. Alu und polydaemon.
Treasury sind die grauen Streifen des Vtlgls oben dunkel und unten selten vor und hinter der 2. Mediane
zu grauweissen Makeln vereinigt, auch ist der Zelltleck des Hflgls meist klein (ab. polypemon Math.). Die polypemon.
auf den weiter südlich gelegenen Inseln gefangenen Exemplare sind dagegen meist stärker aufgehellt, be¬
sonders beim ? und besonders auf der Unterseite, auch sind die weissen Flecke des Hflgls bei vielen Exem¬
plaren grösser. Die vorderen Submarginalflecke der Hflglunterseite sind bei pohjdaemon oft sehr blass, und
der 1. ist häufig teilweise weiss gerandet. was besonders oft bei nördlichen Exemplaren vorkommt: der 2.
und 3. Submarginaltleck sind bei einigen Stücken des Tring Museums (auch bei einem utuanensis) entweder
38
PAP1LI0. Von Dr. K. Jordan.
auf beiden Flügeln oder nur auf einem vereinigt. Bis jetzt sind noch keine Stücke von den südlichsten
Salomons-Inseln (San Christoval und Rennel) bekannt.
P. aristolochiae. Die Spitze und Seiten des Hlbs und die Ränder der Ventralringe desselben ebenso
wie die Seiten der Brust und der Kopf rot. Vtlgl von der Wurzel bis etwa zum 2. Medianaste und an den
Rändern schwarz, der Discus gewöhnlich mehr oder weniger aufgehellt, mit schwarzen Faltenstreifen. Hfigl
mit Spatelschwanz, der zuweilen zu einem Zahn reduziert ist, und roten Submarginalflecken, die oben mehr
oder weniger stark schwarz beschuppt sind ; in der Mitte oft ein weisses Feld. Das 2 breitflügliger und
blasser als das cP. Rp schwarz mit roten Fleischzapfen ; auf dem 6. Ringe, der das 1 . Paar Bauchfüsse trägt,
ein weisser Gürtel; die in demselben stehenden Zapfen gleichfalls weiss; nach Martin soll der milchweisse
Gürtel in Sumatra zuweilen fehlen ; auf Aristolochia indica und bracteata (nach Hagen auch auf Piperaceen).
Pp mit 4 Paar gerundeter Lappen auf dem Hlb. , die Seitenlappen des Thorax gleichfalls gerundet. Ein
häufiger Falter, der besonders im Flach- und Hügellande fliegt und selten über 4000 Fuss hinaufsteigt. Er
findet sich von den Liukiu - Inseln , West-China und Ceylon ost- und südwärts bis zu den kleinen Sunda-
Inseln, im Buschwalde und in Gärten, aber nicht im dichten Walde. Sein Flug ist langsam und schwer¬
fällig. Der Falter besucht Blumen und wird zuweilen, besonders am frühen Morgen, in Scharen an blühenden
Bäumen angetrofl'en. Die eigenartige Verbreitung der beiden Haupttypen, in welcher der Falter auftritt, des
camorta. schwarzen und des weissspiegeligen Typus, ist sehr interessant. — camorta Moore (16 a) von den Nikobaren.
Hfigl mit weissem Fleck an der Zelle zwischen den beiden Medianästen und einem roten dahinter; auf der
ceylonicus. Unterseite ausserdem zwei kleinere Flecke an der Zellspitze und ein dritter in der Zelle. — ceylonicus Moore.
Vtlgl wenigstens unten stark aufgehellt, der hinter der 2. Mediane stehende schwarze Streif fast immer ab¬
gekürzt; die weissen Flecke des Hflgls dicht an der Zelle, die mittlern aussen abgerundet, die Zelle gewöhn¬
lich mit weissem Fleck. Hlb des ? mit Ausnahme des letzten Ringes oben meistens ganz schwarz. Ceylon.
aristolochiae. — aristolochiae F. (= polidorus Cr., polydorus Gdt. nec. L.) (16 a). Der Vtlgl von der Wurzel bis über die
Ursprungsstelle der 2. Mediane hinaus schwarz, die zwischen der 2. Mediane und dem Hrde liegenden
schwarzen Streifen selten abgekürzt; Htlgl stets mit weissen Flecken, aber stets ohne Zellfleck; der hinter
der 2. Mediane liegende Fleck auf der Unterseite an der dieser Ader zugekehrten Seite nicht ausgerandet.
diphilus. Bei der Form diphilus Esp. liegen die weissen Flecke nahe an der Zelle, während sie bei der Form ari¬
stolochiae F. von der Wurzel her verkleinert sind und daher von der Zelle entfernt stehen. Die klein-
fleckigen Exemplare fliegen mit grossfleckigen zu gleicher Zeit, scheinen aber während der heissen Regenzeit
(Sommer) die häufigere Form zu sein. Moore betrachtet irrtümlich die grossfleckigen Stücke als »nasse
Forint. Süd-, Nordwest- und Nordost - Indien. Wegen seines starken Dufts heisst der Schmetterling in
adaeus. Calcutta Rosenfalter. — ln West-, Zentral- und Ost-China südwärts bis etwa Fu-tschou fliegt adaeus Rothsch.
Der vorigen Subspecies sehr ähnlich, aber das ? blasser, der Hfigl bei beiden Geschlechtern länger und die
weissen Flecke anders entwickelt. Diese Flecke gewöhnlich klein, aber doch nahe der Zelle stehend, der vor
der 1. Mediane liegende Fleck gewöhnlich x/3 bis x/ 2 und nie über 2/3 so lang als seine Entfernung von dem
interpositus. betreffenden Submarginaltleck. — interpositus Frühst, ist die gewöhnliche Form auf Formosa. Sie hat grosse
Submarginalflecke auf dem Hfigl; das weisse Band steht nahe an der Zelle, ohne in dieselbe einzutreten,
und der vor der 1. Mediane liegende Fleck ist etwa so lang oder etwas kürzer als seine Entfernung von
dem betreffenden Submarginalfleck. Auf dem Vtlgl reicht das dunkle Basalfeld über die Wurzel der 2. Mediane
hinaus; das ? ist oben meist sehr blass. Nach Dr. Rebel kommt auf Formosa auch eine schwarze Form
formosensis. vor: formosensis F<‘h. Ähnlich lonibockensis, Vtlgl im Aussen teil ohne jede Aufhellung, die roten Submarginal¬
flecke der Unterseite des Vflgls dünn, zum Teil auch oben entwickelt; Schwanz lang, spatelförmig. Ob
formosensis und interpositus in derselben Gegend fliegen oder geographisch getrennt sind, ist uns nicht bekannt.
rhodopis. — rhodopis Rot lisch, von den Liu-Kiu-Inseln (= Loo Ghoo) ist interpositus sehr ähnlich, aber auf der Unter-
seite des Hflgls ist der 1. weisse Fleck vorne und der 2. und 3. in der Mitte zwischen den Adern wenigstens
goniopeltis. an den Rändern rot schattiert. — goniopeltis Rothsch. Von Hong-Kong südwärts bis Siam, Birma und
Tenasserim fliegt eine an die philippinische Subspecies philippus erinnernde Form. Auf dem Vtlgl reicht
das schwarze Wurzelfeld bis zur Ursprungsstelle der 2. Mediane; zwischen diesem Felde und dem schwarzen
Saume ist der Flügel unten stark aufgehellt; die weissen Flecke des Hflgls stehen immer an der Zelle und
sind selten reduziert, der vor der 1. Mediane stehende ist gewöhnlich zugespitzt und meist sehr lang, viele
Exemplare haben einen kleinen Zellfleck; auf der Unterseite ist der letzte Fleck gewöhnlich ganz rot, auch
sind die die Flecke trennenden Adern vielfach rötlich, ebenso die Flecke selbst. Die Spitze des Hlbs ist im
asteris. ganzen ausgedehnter rot als bei ceylonicus. — asteris Rothsch. von der Halbinsel Malakka und der Insel
Penang. Im ganzen kleiner als die vorige Subspecies, der Hlb reichlich so rot, die Oberseite der Flügel
tiefer schwarz, das ? fast so dunkel wie das cf; die weissen Flecke des Hflgls dicht an der Zelle, meistens
schmal, der vor der 1. Mediane stehende Fleck stets kürzer als seine Entfernung von dem betreffenden Sub¬
marginalflecke; der 1. Discalfleck häufig fehlend, immer strichförmig, wenn vorhanden, und dicht an der
Zelle stehend; der 2. und 3. Fleck gleichfalls oft strichförmig; die Zelle oben oft, unten meistens mit kleinem
antiphus. Fleck; die Submarginalflecke klein. — antiphus F. Hflgl ohne weisse Flecke, Schwanz“spatelförmig. Sumatra,
Nias, Natuna-lnseln , Borneo und Djampea (südlich von Celebes). Auf den Natuna- Inseln finden sich auch
einzelne Exemplare, die der aristolochiae- Subspecies von Siam, Birma, Tonkin etc. sehr ähnlich sind, aber die
PAPILIO. Von Di'. K. Jordan.
m
Behaarung der Stirn ist stark mit Schwarz gemischt, der Htlgl trägt drei lange weisse Flecke und eins unserer
beiden Exemplare (cflcT) hat auch noch ein weisses Pünktchen vor der 2. Radiale: bei diesem Stück ist der
Schwanz spatelförmig, bei dem andern kurz und schmal, was auch bei einigen schwarzen Xatuna-Exemplaren
der Fall ist. Die weissfleckige Form ist wahrscheinlich ein Rückschlag : ab. atavus ab. nov. Im Tring Museum atavus.
befindet sich von Bunguran (Natuna-lnseln) auch eine Anzahl Exemplare, bei denen der weisse Spiegel nur
angedeutet ist. Bei ab. atavus sind die roten Submarginalflecke grösser als bei den meisten Stücken von
antiphus, auch ist der hinter dem weissen Spiegel liegende Fleck gross. Schwarze Exemplare mit schmalem
Schwanz sind ab. acuta Bruce und Stücke mit ganz kurzem Schwanz ab. periphus Oberth. (= brevicauda Styr.): acuta.
beide Formen finden sich einzeln unter gewöhnlichen antiphus auf den Natuna-lnseln und auf Borneo, sind periphus.
aber nicht von Sumatra bekannt ; dagegen scheinen auf Palawan keine Exemplare mit breitem Spatelschwanz
vorzukommen. — antiphulus Frühst, von den Sulu -Inseln ist eine grosse Rasse, die an kotzebuea erinnert, antiphulus.
Der Vflgl ist ziemlich stark aufgehellt, die hintern schwarzen Streifen der Unterseite sind schmal, zwischen
dein 7. roten Flecke der Hflglunterseite und der Zellspitze stehen keine roten Flecke. — kotzebuea Eschsch. kotzebuea.
(= polybius Godt.) (16a) bewohnt die westlichen Philippinen: Mindoro, Luzon, Polillo, Bohol und Cebu.
Fast alle Exemplare haben auf dem Htlgl ein rotes, zuweilen teilweise weisses Band von der Zellspitze zum
Abdominalrande. Die Exemplare der Regenzeit sind dunkel, die der Trockenzeit heller. — Die südöstlichen
Philippinen sind von philippus Semp. bewohnt. Eine breitschwänzige Form mit 3 bis 5 weissen Discalflecken philippus.
auf dem Hflgl. — adamas Zink. (— thoas Swains.; mamilius Frühst.). Fliegt auf Java, Bawean und Engano. Die adamas.
langen Haare der Stirn sind schwarz : die mittleren weissen Flecke des Hflgls stehen dicht an der Zelle, es sind
stets (?) 5 Flecke vorhanden, einschliesslich des hinter der 2. Mediane liegenden: die Zelle hat augenscheinlich
nie einen Fleck. Auf Java kommen auch vereinzelt Stücke von antiphus vor. — balinus Frühst, von Bali. Die balinus.
mittleren weissen Flecke des Hflgls ein klein wenig kürzer als bei adamas, sonst nicht von adamas verschieden.
- antissa subsp. nov. Vflgl unten am Saume etwas breiter schwarz als bei adamas. Die Submarginalflecke antissa.
des Hflgls gross, die hintern nierenförmig; das weisse Band besteht aus 4 Flecken, einschliesslich des hinter
der 2. Mediane liegenden Doppelflecks, der beim cT rot, beim 2 rotweiss ist. Ein Paar von Kangean. im
August-Semptember von Prillwitz gesammelt. — Auf Lombok findet sich wieder eine dunkle Form, bei der
nur hin und wieder kleine weisse Discalflecke vorhanden sind, die wenigstens auf der Oberseite schwarz
schattiert sind: dies ist lombockensis Eothsch. (— lombokensis Frühst.). Der Vflgl ist oben weniger auf- lombockensis.
gehellt als bei antiphus und unten ist er am Aussen- und Hrde breiter schwarz. — Sambawa dagegen ist
von einer weissfleckigen Form bewohnt, welche recht konstant ist: austrosundanus Eothsch. Bei dieser sind austio-
immer nur 3 Discalflecke auf dem Hflgl vorhanden, ausser dem vor dem Hrde stehenden roten Flecke ; der sundanus.
1. und 3. Fleck sind klein, der 2. ist zwei- bis dreimal so lang als breit und höchstens 3/ö so lang als seine
Entfernung von dem betreffenden Submarginalflecke. — Der am weitesten östlich liegende Fundort für eine Form
des P. aristolochiae ist Flores. Hier fliegt floresianus 1 iothscli. Im Tring Museum sind 3 während der Trockenzeit floresianus.
gefangene Exemplare, die grossen javanischen Stücken ähneln. Der Spiegel des Hflgls besteht aus 5 Flecken.
von denen der 1. klein und strichförmig ist, während die andern gross sind; der dritte dieser Flecke ist
fast so lang wie seine Entfernung von dem betreffenden Submarginalfleck, der 1. bis 4. Fleck sind rein weiss,
der 5., vor dem Hinterrande stehende, ist rot oder rötlich und hinter der 2. Mediane nicht ausgeschnitten:
die Submarginalflecke sind oben und unten blasser rot als bei austrosundanus.
P. annae. Kopf, Seiten des Thorax und der grössere Teil des Hlbs graugelb oder rot. Vflgl von
der Wurzel bis zur 2. Mediane und an allen Rändern schwarz, sonst halbdurchsichtig, mit schwarzen Ader-
und Faltenstreifen; Hflgl mit Spatelschwanz, das weisse Feld von schwarzen Adern durchschnitten, mehr als
die Hälfte der Zelle weiss; die Submarginalflecke graugelb oder die hintern rot, oben schwarz schattiert.
Mindanao und Mindoro. — annae Fldr. (15c) von Mindoro ist die grössere Form, bei der das weisse Feld annae.
des Hflgls einen gelblichen Ton hat. Rotleibige Exemplare mögen als ab. erythrus ab. nov. bezeichnet erythrus.
werden. — phlegon Fldr. von Mindanao und Guiamaras ist kleiner als annae , das weisse Feld des Hflgls phlegon.
hat einen bläulichen (milchweissen) Ton, und die Flecke sind kleiner. Der Hlb scheint immer rötlich zu
sein. Beide Subspecies sind sehr selten in Sammlungen.
P. mariae. Stirn schwarz, die Seiten der Brust und die Hlbsspitze rot. letztere besonders an den
Seiten. Vflgl ähnlich wie bei P. annae , der dunkle Rand weniger scharf und das schwarze Basalfeld hinten
viel breiter. Der weisse Zellfleck des Hflgls reicht nicht ganz bis an die Ursprungsstelle der 2. Mediane:
4 oder 5 weisse Flecke an der Zelle, von denen die 3 mittleren grösser als der Zellfleck sind: Schwanz
stark spatelförmig: die Submarginalflecke auf der Unterseite zum Teil weiss gerandet. Philippinen: selten.
— mariae Semp. (15c) hat 5 weisse Flecke auf dem Htlgl, ausser dem Zellfleck. Bohol. Cebu und Min- mariae.
danao. — Bei almae Semp. stehen nur 4 Flecke an der Zelle des Hflgls, da der letzte, bei mariae hinter almae.
der 2. Mediane liegende Fleck fehlt. Polillo; 2 Exemplare in der Seaipe Aschen Sammlung im Frankfurter
Museum Senckenberg, im Oktober und November gefangen.
P. phegeus Hopff. (15 c). Kopf, die Seiten der Brust und der grössere Teil der Hlbsseiten rot. phegeus.
Vflgl wie bei mariae , aber die äussern ~}z dunkler. Hflgl ohne Zellfleck, 3 weisse Flecke an der Zelle und
4/)
PAPILIO. Von Dr. K. Jordan.
hinter der 2. Mediane noch ein weisser Punkt; oben 3 oder 4 rote Submarginaltlecke ausser dem kleinen,
hinter dem weissen Felde stehenden roten Fleckchen, der hintere Fleck sehr gross; unten 5 oder 6 Sub¬
marginaltlecke. Von »Luzon« beschrieben, aber von Semper nur auf Samar, Panaon und Mindanao gefunden.
P. schadenbergi. Körper ähnlich wie bei der vorigen Species. V fl gl stärker aufgehellt; Hflgl nur
schadenbergi. mit Submarginalflecken. In Nord-Luzon und auf den Babuyanes. — Bei schadenbergi Semp. (15c) von Nordwest-
Luzon und den Babuyanes sind die vorderen Submarginaltlecke weiss und die hinteren rot; der Vflgl ist
micholitzi. stark aufgehellt, hinten gelblich weiss. - micholitzi Semp. ist viel mehr rauchig, und die Submarginaltlecke
des Htlgls sind alle oder fast alle weiss oder weisslieh. Nordost-Luzon. Wie die meisten Philippinenfalter,
mit Ausnahme der sehr häufigen Arten, ist auch schadenbergi noch selten in den Sammlungen. Über die
Lebensweise und die früheren Stände dieser Papilios ist noch nichts bekannt. Vermutlich sind es Bewohner
des Buschwaldes wie P. pölydorus.
atropos. P. atropos St.gr. (16b). Körper wie vorhin. Beide Flügel rauchschwarz; Vtlgl fast bis zur Wurzel
halbdurchsichtig; Hflgl undurchsichtig, mit schwachen Andeutungen blässerer Submarginalflecke. Palawan.
B. Rinnenfalter.
Die Flilr unbeschuppt; die Segmente ihrer Wurzel zu etwas verdünnt; die feinen Sinneshärchen entweder
ziemlich gleichmässig über die Ventralfläche des Segments verteilt oder auf zwei grosse, seitliche, nicht eingedrückte
Felder konzentriert. Die Tarsen gleichfalls unbeschuppt; die dorsalen Stacheln von den Reihen der Unterseite
durch einen seitlichen, eingedrückten, stachellosen Längsstreif getrennt. Der Abdominalrand des Hflgls ist bei beiden
Geschlechtern einfach nach unten gebogen und bildet unterwärts eine Rinne. Der Hflgl der cf cP trägt kein Duft¬
organ, wie bei fast allen Aristolochia-Papilios und Segelfaltern, dagegen finden sich wollige Duftstreifen auf dem
Vflgl vieler Arten der Alten Welt (bei keinem Amerikaner). Bei den indo-australischen Formen sind die Flügel
beider Geschlechter stets dicht beschuppt , auch tragen fast alle Arten wenigstens einige metallische (graue, grüne,
blaue) Schuppen. Der Kopf und die Brust sind meistens weiss getüpfelt, zuweilen fast ganz schwarz, seltener rot-
oder gelbgezeichnet, dieses Rot aber matt, nie so grell wie bei Aristolochienfaltern. — Die jungen Rpn ähneln Vogel¬
dung und tragen auf jedem Ringe mehr oder weniger deutliche Höcker oder Dornen, die später bei den meisten
Arten verschwinden. Der Zeichnung nach finden wir 2 Haupttypen von Rpn: die Tüpfelrpn ( P. mach nun , clytia,
ei na cf us, laglaizei etc.) und die Schrägbandrpn (P. xutlvus , puh/tes , inemnon , aegeus , bianor etc.). Dieser 2. Typus
ist der normale. Sehr viele Rpn leben auf Citrus-Arten, auch Xanthoxylon ist ein beliebter Futterbaum. — Die Pp
lederartig rauh, gewöhnlich einem Stück Holz ähnelnd, der Kopf meist in 2 innen rauhe Höcker verlängert; das
Thoracalhorn gewöhnlich kurz, bei einigen Formen jedoch sehr lang und nach hinten gebogen (P. demolion ) ; die
Flügelscheiden nicht so stark muschelförmig als bei den Aristolochienfaltern, häufig kaum seitwärts hervortretend;
die dorsalen Höcker des Hlbs fehlen oder sind sehr klein.
Die Rinnenfalter haben eine weitere Verbreitung als die andern Papilios und sind auch reicher an Arten.
Eine Art geht bis in die arktische Zone und steigt im Hochgebirge bis über die Baumgrenze hinauf ( P. machaon;
in den Anden Süd- Amerikas der nahe verwandte P. pohjxenes americus). Die Falter sind viel weniger zählebig als
die Aristolochienfalter ; der Thorax ist spröde. Eine grosse Anzahl der Arten sind beim $ oder bei beiden Geschlechtern
mimetisch, und es ist in dieser Hinsicht sehr bemerkenswert, dass eine Gruppe von miteinander verwandten Arten
nur in den Kleidern von Danaiden erscheint, während eine zweite grosse Gruppe nur Abbilder von Aristolochien¬
faltern und Tenaris aufweist. Daneben gibt es ein paar Formen, die Acraea und Nyctalemon ähneln. Eine grosse
Reihe schwarzer Formen mit weissen oder gelben Zeichnungen sind nicht mimetisch, und eine weitere grosse Gruppe
ist unterseits dunkel wie Rinde oder trockenes Laub., dagegen auf der Oberseite mit dem glänzendsten Blau oder
Grün geschmückt.
Wir beginnen mit den Danaiden-Nachahmern , stellen die in der Zeichnung weniger spezialisierten Formen
in die Mitte und lassen die metallischen Arten (P. ulysses etc.) folgen, wodurch es am besten ermöglicht wird, die
Arten, welche diese Hauptgruppen miteinander verbinden, bei ihren Verwandten unterzubringen.
1. Danaiden-Nachahmer.
Der Körper weiss getüpfelt, die Mittelbrust oberseits wenigstens mit einem Paare weisser Punkte, der Hlb
unten mit 3 Reihen und an den Seiten mit 2 Reihen solcher Punkte, die oberste Reihe zuweilen verschwunden, in
andern Fällen mit den untern Seitenpunkten so verschmolzen , dass der Hlb schwarz und weiss geringelt ist ; Hflgl
an der Wurzel mit weissem Punkte oder Fleck, gewöhnlich auch ein solcher Fleck an der Vflglwurzel. Zeichnung
Euploeen- und Danaiden-artig , mit Ausnahme des cf von P. cnstor. Rp fast walzenförmig, mit rötlichen Punkten,
grossem hellen Längsmakeln und 2 oder 4 Reihen Dornen; die Rpn der rrns-for- Gruppe dagegen sind Schrägbandrpn,
ähnlich wie bei P. polytes. Pp gleichfalls fast walzenförmig, einem abgebrochenen Aste ähnlich; die Flügelscheiden
springen seitwärts kaum vor ; Kopf abgestutzt, nicht in Hörner vorgezogen , der Thoracalhöcker niedrig, nach vorne
gerichtet; Thorax und Hlb oberseits mit 4 Reihen kleiner runder Warzen, der Hlb unten abgeflacht und ausgehöhlt
und dicht dem Zweige anliegend, an dem die Pp befestigt ist, das Gewebe für den Kremaster sehr stark.
Agestor- Gruppe.
Die Subcostale des Hflgls zweigt von der Zelle weiter saumwärts ab als die untere Mediane.
P. agestor. Ein Abbild von Danaus tytia. Hlb mit grossen weissen Querflecken. Vflgl grössten¬
teils weisslichgrau, die Adern, ein Schrägband im Apex der Zelle und der Saum schwarz; Hflgl bräunlich-
gelb, lebhafter beim lebenden Tiere; die Adern und der Saum oft schwarz, die Zelle, je ein Streif vor und
Ausgegeben 15. 11. 09.
PAPILIO. Von Dr. K. Jordan.
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unter derselben sowie 2 oder 3 Reihen Flecke zwischen Zelle und Aussenrd weissgrau. Unten fast ganz
wie oben. Das ? dem cf ähnlich, die Flügel etwas breiter. Rp mit 4 Reihen Dornen; oben schwärzlich¬
braun, unten blassgelblich, mit 3 Paaren grosser blassgelblicher, schwarz gerandeter Längsmakeln, von denen
das 2. ebenso wie das 3. Paar oben vereinigt sind; rote und schwarze Tüpfel zwischen den Makeln; die
junge Rp ruht auf der Blattoberseite und ist vogelkotartig gezeichnet; auf Machilus odoratissimus und
vielleicht andern Laurineen. Der Falter im Buschwalde; in leichtem Fluge gleitet er ohne Flügelschlag
über die Spitzen des Gebüschs dahin und kehrt immer wieder zu dem einmal erwählten Ruheplatz , einem
hervorragenden Zweige, zurück, auch wenn der Falter verschiedentlich gestört wurde. Nordwest-Indien bis
Malakka, Zentral- und Süd-China, bis zu 6 — 7000 Fuss Höhe; nur im Frühjahr; die Puppe überwintert. — In
Zentral- und Süd-China fliegt restricta Leech (— tahmourath Ehrm., agestorides Frühst.) (vgl. Bd. 1, p. 13, Taf. 7 b). restricta.
Die Zelle beider Flügel mit schwarzen Streifen; Adern und Saum des Hflgls schwarz, ein vom Abdominalrand
bis zur Zelle gehendes Feld auf dem HfLgl bräunlichgelb. Das ? dem cf ganz ähnlich. — matsumurae Frühst, matsumurae.
Durchweg stark verdunkelt, Hflgl bis zur Zelle schwarz statt rotbraun. Formosa. Mir nicht in Natur bekannt.
— govindra Moore (= gopala Moore) (Bd. 1, Taf. 7 b). Hflgl mit breiten schwarzen Streifen zwischen den Adern govindra.
vom Saume discalwärts, zuweilen beim cf fast der ganze Flügel schwarz, abgesehen von den grauen Zeichnungen,
beim ? dagegen das Schwarz zuweilen fast ganz verschwunden. Nordwest-Indien. — agestor Gray (= senchalus agestor.
Frühst., cresconius Frühst.) (20 a). Abgesehen von den grauen Zeichnungen ist der Htlgl ganz bräunlichgelb, aber oft
auf der Scheibe ziemlich dunkel. Meist grösser als govindra. Nepal, Sikkim, Assam, Birma, Tenasserim, Ober-Tonkin
und Perak (?). Ich bezweifle, dass ein im Tring Museum befindliches, von Doherty gefangenes 2, das den Ver¬
merk Perak trägt, von dort stammt; die betreffende Sammlung ging dem Museum nicht direkt vom Sammler zu.
P. epycides. Flügel weissgrau, mit schwarzen Aderstreifen und schwarzem Saume, in letzterem auf
dem Vflgl eine und auf dem Hflgl zwei Reihen grauweisser Flecke; ein runder Analfleck auf dem Hflgl gelb.
Das 2 reiner und ausgedehnter grauweiss als das cf, der Vflgl breiter. West-China, Sikkim, Assam, Birma
und Tenasserim. Im Frühjahr; nur eine Generation; der Falter in sandigen Flussbetten. — horatius Blanch. horatius.
(vgl. Bd. 1, 8b) ist die dunkelste Form: von West-China und (dieselbe Form?) Formosa. — epycides Hew. epycides.
(29 c). cf : Die aussen von den grauen Discalstreifen stehenden weisslichen Flecke des Vflgls sämtlich scharf
umschrieben;, die Breite der schwarzen Aderstreifen sehr veränderlich, bei einigen Stücken fast doppelt so breit
als bei andern von derselben Lokalität. Beim ? sind die schwarzen Streifen schmäler als beim cf, und die
grauen Zeichnungen heller. Sikkim, Bhutan und Assam; im Tring Museum eine Serie beider Geschlechter. -
curiatius Frühst. (= curatius Frühst., curiatus Moore) von Ober-Birma, welcher mir in Natur nicht bekannt curiatius.
ist, hat der Beschreibung nach breitere schwarze Aderstreifen als epycides, auch sind die grauen Discalstreifen
dunkler. — hypochra subsp. nov. Das cf so hell wie helle 22 aus Assam und Sikkim, die 3 grauen Discal- hypodira.
streifen der Vflgloberseite, welche zwischen der unteren Zellecke und der 2. Mediane liegen, airssen doppelt
so breit wie die schwarzen Aderstreifen; der Gostalrand des Vflgls, besonders unterseits, schmäler schwarz
als bei epycides- cf cf und die Hflgiunterseite vor der Zelle mit langem breitem weissgrauem Streif, der fast
bis an den Submarginalfleck geht , der Gostalrand von der Wurzel bis zur Mitte gleichfalls weissgrau. Im
Tring Museum 1 cf aus den Shan-Staaten und ein zweites von den Karen-Bergen (Salwin Fluss).
P. slateri. Körper schwarz, Hlb unten mit 3 und an jeder Seite mit 2 Reihen getrennter weisser
Punkte. Flügel dunkel braun, ganzrandig, ohne Spur von Fransenflecken; Vflgloberseite mit oder ohne
blaue oder weisse Discalstreifen; Hflgl stets mit gelbem Randflecke am Analwinkel, wie bei epycides, und
häufig mit weissen Discalstreifen. Das 2 dem cf ganz ähnlich. Von Nord-Indien bis Sumatra und Borneo
verbreitet. Wie die beiden vorigen Arten in Nord-Indien und Birma ein Frühlingsfalter, der nur in einer
Generation tliegt. Der Falter hat ganz den langsamen Flug der Euploeen, deren Kleid er trägt, und findet
sich hauptsächlich in niedern Lagen. Über die früheren Stände ist noch nichts bekannt. — slateri Hew. (20 a). slateri.
Vflgl zwischen allen Adern mit weisslichblauen Discalstreifen, die aussen scharf begrenzt sind, und einem
ebenso gefärbten Zellfleck; Hflgl ohne weisse Streifen vor dem Saume, oder diese unten oder beiderseits
deutlich. Diese weissstreifigen Stücke sind ab. jaintinus Frühst. Der Falter ist in Sikkim ziemlich selten, jaintinus.
in Assam häufiger. Sikkim; Assam (Khasia, Jaintia und Naga Hills) ; Ober-Tonkin (Van-bu, im Tring Museum) ;
noch nicht von Ober-Birma angegeben, wo der Falter sicher vorkommt. — marginata Oberth. Die Vflgl- marginata.
streifen so deutlich wie bei voriger Form, aber kürzer und schmäler; Hflgl oben und unten mit einem
Bande weisser Streifenflecke. Diese weissen Makeln fehlen bei einem der beiden im Tring Museum befind¬
lichen cfcf aus den südlichen Shan-Staaten oben vollständig und sind unten nur zum Teil ganz schwach
angedeutet: ab. cnephas ab. nov. Süd-Tonkin, Mittel-Siam und Shan-Staaten. — tavoyanus Btlr. (= clarae cnephas.
Marsh.). Die blauen Makeln des Vflgls viel mehr als bei marginata reduziert, verwischt, manchmal nur Spuren tavoyanus.
der Streifen vorhanden; Hflgl mit weissem Streifenbande wie bei marginata. Tenasserim. — perses Xicev. perses.
(— sumatrana Hagen, persoides Frühst.). Vflgl ohne blaue Zeichnungen , aber unterseits vor dem Hinter¬
winkel mit schwachen Spuren von weissen Makeln ; Hflgl stets mit weissen Streifenflecken , die individuell
sehr in Länge und Breite variieren. Das ? unbekannt, wahrscheinlich wie bei den andern Formen dem cf
ganz ähnlich. Vom cf sind zwei aberrante Exemplare, die etwas voneinander abweichen, bekannt und als
zwei besondere Arten beschrieben worden: ab. petra Xicev., Vflgl mit weissen Discalstreifen; Nordost- petra.
Sumatra; die Genitalien des Exemplars weichen nicht von denen der gewöhnlichen sumatranischen Form
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PAPILIO. Von Dr. K. Jordan.
stichelt, perses ab. Bei ab. stichelt Tetens, von Perak, sind die weissen Streifen länger und es befindet sich ein
hewitsoni. bläulichweisser Fleck in der Vflglzelle. Malakka und Nordost- und West-Sumatra. — hewitsoni Westw. (20b)
ist der vorigen Subspecies sehr ähnlich; der Vflgl hat unterseits vor dem Hinterwinkel keine Spur von
weissen Flecken und der Hllgl ist wenigstens oberseits ohne weisse Strichflecke oder diese sind sehr getrübt;
persides. Exemplare mit solchen weissen Streifen auf dem Hflgl sind ab. persides Frühst. (= persoides Frühst). Nord-
Borneo, hauptsächlich im Hügellande.
Clytia-Gruppe.
Der Subcostalast des Hflgls zweigt etwa im basalen Drittel der Zelle ab und steht daher der Wurzel näher
als die untere [Mediane; die Hflglzelle schmal und wie bei den ähnlich gezeichneten Segelfaltern ( P : macareus ,
megarus etc.) zwischen der Subcosta-le und 1. Radiale etwas eingebogen.
Die hierher gehörigen Arten sind zum Teil in beiden Geschlechtern sehr auffällig dimorph.
P. clytia. cf und ? einander ganz ähnlich. Stirn immer mit 2 weissen Flecken; beide Flügel mit
hellen Saumflecken; der Hflgl stets zwischen den Adern gebuchtet. Die weissen Flecke des Hlbs bei den
hellen Formen zu Längslinien zusammengetlossen, bei den dunklen Formen gewöhnlich getrennt und die der
subdorsalen Reihe klein und zum Teil unterdrückt. In den meisten Distrikten zwei Hauptformen, eine
Euploea- und eine Danaus- artige, beide in sich variabel, besonders die dunkle, welche verschiedenen Euploeen
angepasst ist. In andern Distrikten tritt dagegen nur eine einzige Form auf. Während auf den Andamanen
und Timor nebst Nachbarinseln nur D«?mws-Nachahmer fliegen, finden sich auf Palawan dagegen nur
Euploeen-Nachahmer. Von den grossen Sunda-lnseln (Sumatra, Borneo und Java) ist diese Art nicht be¬
kannt; sie wird dort durch P. paradoxa vertreten, der von Malakka bis Assam mit P. clytia zusammen vor¬
kommt. Diese Falter ähneln nicht nur in der Gestalt und Färbung ihren Danaidenmodellen aufs täuschendste,
sondern haben auch denselben langsamen Flug; wenn sie verfolgt werden, fliegen sie aber mit grosser Schnellig¬
keit, Die beiden Hauptformen sind überall, wo sie beide Vorkommen, ungefähr gleich häufig. Der Falter
findet sich hauptsächlich in der Ebene und geht im Hügellande nur bis zu 3000 oder 4000 Fuss hinauf.
Man trifft ihn zahlreich an Wegpfützen und auf dem Ufersande der Bäche und Flüsse und auch an Blüten.
Die junge Rp tief schwarz , eine grosse Makel auf den beiden letzten Ringen , ein Sattelfleck in der Mitte
des Körpers und von diesem bis zum 1. Ringe ein aus Flecken bestehender Seitenstreif milchweiss, eine
Seitenlinie über den Füssen gelblich, auf dem 1. — 4. Ringe jederseits zwei, auf den andern Ringen ein kolben¬
förmiger Dorn, an jeder Seite 2 Reihen runder Flecke; die erwachsene Rp gleichfalls tief schwarz, ohne
deutliche Linie über den Füssen, die Tropfenflecke hochrot, die Dornen scharf, die Nackengabel bleifarben ; auf
verschieden Laurineen, wie Tetranthera, Alseodaphne, Cinnamomeum etc. Die Pp einem abgebrochenen trockenen
Zweige ähnlich. Der Falter das ganze Jahr hindurch, in den nördlichem Gegenden mit Ausnahme des Winters. —
clytia. clytia L. (vergl. Bd. 1, Taf. 7 a). Dimorph und jede der beiden Hauptformen wieder sehr variabel in sich. Früher
wurden die verschiedenen Formen als Species aufgefasst, es unterliegt aber gar keinem Zweifel, dass sie
alle zu einer Art gehören: die Euploea- artige Form ist mit der Dawems-artigen in Copula gefunden worden,
die Rpn der beiden sind gleich und kommen untereinander vor, und es sind keinerlei Strukturunterschiede
bei den Faltern zu finden. Wir fassen sogar alle Exemplare von Ceylon, Indien, China, Formosa, Hainan,
Tonkin, Siam, Malakka und Singapore als zu einer geographischen Rasse gehörig zusammen, da keine stich¬
haltigen Unterschiede zwischen den Stücken aus den verschiedenen Gegenden vorhanden sind. Dagegen
sind der Grad der Veränderlichkeit und die Variationsvorrichtungen durchaus nicht überall dieselben: auf
Ceylon z. B. sind beide Formen verhältnismässig sehr konstant, in Nord-Indien, Birma, Siam etc., sehr
variabel; manche Varietäten sind nur aus diesem, andere nur aus jenem Lande bekannt. Wir haben es
dissimilis. hier mit dem Beginn einer Scheidung in geographische Rassen zu tun. f. dissimilis L. (20 d), Flügel
schwarz, von der Wurzel ab mit gelblich weissen Streifen und vor dem Saume mit ebenso gefärbten Flecken ;
das $ im allgemeinen heller als das cf. Die Breite der Streifen variiert beträchtlich , auch sind dieselben
häufig schwarz bestäubt. Im ganzen Verbreitungsgebiete sehr häufig; die Exemplare aus den verschiedenen
commixtus. Gegenden nicht zu unterscheiden, f. commixtus Rothsch. (31 d) kennen wir nur aus Sikkim und Assam;
Vflgl braunschwarz, auf der Scheibe mit sehr schwachen Streifen und vor dem Saume kleinere Flecken;
casyapa. Hflgl fast so wie bei dissimilis gestreift, aber die Zelle zum grössten Teile rein braunschwarz. Bei f. casyapa
Moore ist der Vflgl schwarzbraun und hat ausser den Randflecken 2 Reihen Makeln, von denen die innern
gewöhnlich verwischt sind; Hflgl von der Wurzel bis über die Zellspitze hinaus schwarzbraun, in der Aussen-
hälfte mit discalen Pfeilflecken, submarginalen Winkelflecken und meist gelblichen Saumflecken; Nord-Indien.
Die Oberseite von f. clytia L. (20c) fast schwarz; der Vflgl mit einer Reihe Flecke vor dem Saume; Süd-
saturata. China, Siam. Die f. saturata Moore ähnelt clytia, aber die Discalflecke des Htlgls sind sehr kurz und ver-
papone. wischt ; von Süd-China und Hainan. Bei f. papone Westw. , die oberseits schwarzbraun ist, hat der Vflgl
janus. keine Makeln; von Tenasserim und Siam. Dagegen sind bei der sonst ganz ähnlichen Form f. janus Frühst.
aus Tenasserim und Siam die Submarginalflecke des Vflgls schwarz, häufig weiss gekernt. Die etwas blasser
panope. braunen Exemplare mit einer Reihe Flecke vor dem Saume des Vflgls sind f. panope L.\ von China,
onpave. Tonkin, Siam, Tenasserim, Nord-, Nordwest- und Süd-Indien. Bei f. onpape Moore, die gewöhnlich noch
blasser ist, sind ein oder mehrere Flecke an der Spitze des Vflgls bis zum Saume verlängert; am häufigsten
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in Tenasserim, aber auch in Birma, Siam, Tonkin und Formosa. Eine ebenso blassbraune Form ist f. lankeswara lankeswara.
Moore (= clytioides Moore ) (20b), bei der alle Submarginalflecke des Vflgls klein sind; Ceylon, Süd-Indien,
Tenasserim, Singapore: ausser der f. dissimilis ist dies die einzige auf Ceylon iliegende Varietät. Der mir in
Natur unbekannte, aus Malabar beschriebene P. lacedemon F. gehört wahrscheinlich auch hierher; er ist lacedemon.
oberseits ganz schwärzlich braun mit weissen Saumflecken, und trägt auf der Hflglunterseite eine Reihe
schwarzer Submarginalmonde. Ausser den erwähnten Varietäten, die hauptsächlich auf Verschiedenheiten in
der Grundfarbe und den Makeln des Vtlgls gegründet sind, gibt es natürlich noch viele individuelle Formen,
die sich ausserdem in der Zeichnung des Hflgls voneinander unterscheiden ; die auffälligsten solcher aberranter
Formen sind die, bei welchen die hellen Saumflecke des Hflgls oben und unten unterdrückt oder sehr stark
vergrössert sind. — Die folgenden geographischen Rassen sind alle monomorph. Auf den Andamanen fliegt
flavolimbatus Oberth. (20 d). Der f. dissimilis ähnlich, aber die gelben Saumflecke des Hflgls grösser; auch flavo-
weichen die Genitalien etwas ab. — panopinus Stgr. (20 c), von Palawan, ähnelt f. papone ; der Vflgl ober- Umbatus.
seits mit 2 Reihen weisser Flecke ausser den Saumflecken; unten findet sich ein langer weisser Strich in Pan°Pinns-
der Vflglzelle und hinter der Costale des Hflgls, auch ist die Mediane des Hflgls bis zur Wurzel spärlich
weiss gerandet. — Bei palephates Westw. (20 c) ist unterseits die weisse Beschuppung noch mehr als bei palephates.
panopinus ausgedehnt, besonders auf dem Hflgl; der Vflgl hat oberseits 3 grosse subapicale weisse Makeln.
Philippinen: Luzon, Mindoro ,. Mindanao. — echidna Bsd. (20 d). Auf den Inseln der Timor-Gruppe fliegen ediidna.
wieder dissimilis- ähnliche Formen, die sich hauptsächlich dadurch von dissimilis unterscheiden, dass die Saum¬
flecke des Hflgls, einschliesslich des Analfleckes, beiderseits weiss sind ; auch sind auf der Hflglunterseite der
Costalrand nicht rein weiss und die weissen die Zelle umgebenden Streifen schmäler und kürzer. Im Tring
Museum 17 cf cf, 2 ?? von Timor, Wetter, Alor und Adonara. Die Genitalien weichen von denen der vor¬
hergehenden Formen etwas ab. — echidnides Frühst, ist von echidna durch eine geringe Verkürzung der echidnides.
aussen an der Zellspitze des Vflgls stehenden Makeln zu unterscheiden. Moa; im Tring Museum 3 cf cf.
P. veiovis Hew. (= samanganus Frühst.) (20 d). Die seitlichen Flecke des Hlbs zu Querbinden zu- veiovis.
sammengeflossen , die oben unterbrochen sind. Zeichnung der Flügel dissimilis- artig; Grundfarbe weiss, oft
gelblich, besonders auf der Hflglunterseite, die Adern, die Zellstreifen und ein breites Saumfeld, das helle
Doppelstreifen einschliesst, schwarz; der Vflgl gestreckt, mit eingebogenem Saume; der Hflgl am Abdominal¬
rande viel länger als bei clytia , mit deutlich vorspringendem Zahne an der 3. Radiale und gelbem Analfleck.
Das ? ist breitfliigliger als das cf. — Nord- und Süd-Celebes; die von Fruhstorfer angegebenen Unter¬
schiede zwischen nördlichen und südlichen Stücken werden von den mir vorliegenden 16 Exemplaren nicht
bestätigt. Der Falter nach Fruhstorfer an Wegpfützen und Bachrändern saugend, wobei er die Flügel
geschlossen hält.
P. paradoxa. Wieder eine ganz ausserordentlich variable Art, Nahe mit clytia verwandt, die Zelle
des Hflgls aber noch schmäler, besonders wurzelwärts; beide Flügel mit sehr kleinen weissen Saum- und kleinen
weissen Submarginalflecken ; letztere stehen in einer ganz regelmässigen Reihe, die vorne costalwärts gebogen
ist; auf dem Vflgl findet sich ausserhalb dieser Reihe kein einzelner Subapicalfleck wie bei allen Formen
von P. clytia; der Hflgl zwischen den Adern schwach eingekerbt, nicht wie bei clytia ausgerandet, die
zwischen den Einkerbungen liegenden Lappen schwach vorspringend und breit abgerundet. Die Genitalien
sind von denen des P. clytia recht verschieden. Der Falter tritt in einer Anzahl geographischer Rassen auf,
die alle zwei Hauptformen besitzen. Von diesen beiden Hauptformen, der paradoxa- und der caunus- Form,
ist die letztere in jedem Distrikte ziemlich konstant, doch sexuell deutlich dimorph, während die paradoxa-
Form nicht nur überall dem Geschlechte nach auffällig verschieden ist, sondern in manchen Gegenden
beim cf sowohl als ? eine grosse Anzahl individueller Variationen aufweist, die einander zum Teil sehr un¬
ähnlich sind. Wir vereinigen die caunus- und paradox a-F ormen, welche bisher stets als zu 2 Species gehörig
angesehen worden sind, aus folgenden Gründen zu einer Art. Während die übrigen Arten aus dieser Ver¬
wandtschaft sich alle strukturell unterscheiden, sind caunus und paradoxa in dieser Beziehung identisch. Dies
fällt um so mehr ins Gewicht, als selbst die geographischen Rassen von P. clytia sowohl wie von P. paradoxa
(einschliesslich caunus ) untereinander etwas in den Genitalien abweichen. Ferner ist diese geographische
Variation in den Genitalien bei caunus und paradoxa ganz dieselbe, d. h. die aus einer Lokalität stammenden
caunus zeigen in den Genitalien denselben Unterschied von den andern geographischen Rassen wie die
paradoxa derselben Gegend. Da nun von P. clytia ein ähnlicher starker Dimorphismus bekannt ist, so hegen
wir keinen Zweifel mehr, dass caunus und paradoxa ein und dieselbe Art sind. Ein Beweis kann natür¬
lich nur durch die Zucht gebracht werden. Die Rp ist von der paradoxa-F orm bekannt, aber ganz ungenügend
beschrieben: sie ist sammetschwarz oder -grün, mit fleischigen Dornen und runden roten Seitenflecken: die
grossen hellen Makeln der clytia-Rp scheinen bei paradoxa nicht vorhanden zu sein. Pp wie bei den ver¬
wandten Arten einem abgebrochenen Zweige ähnlich, grün oder braun, je nach der Farbe des Zweiges, an
dem sie befestigt ist. Der Falter ist selten, besonders die caunus- Formen; man trifft die cfcf im Walde
an Wegpfützen. Die Falter gleichen den Euploeen, deren Abbilder sie sind, so sehr, dass man sie im Fluge
erst dann als Papilios erkennt, wenn sie Gefahr witternd den langsamen Euploeenflug aufgeben und mit
grosser Geschwindigkeit wrie ein echter Schwalbenschwanz davoneilen. Von Nord-Indien bis Palawan und
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Java verbreitet; auf Borneo am häufigsten. Die Art vertritt auf den grossen Sunda-Inseln den dort feh¬
lenden P. clytia, von dem sie ursprünglich offenbar eine geographische Rasse war, die sich jetzt zu einer
selbstständigen Species ausgebildet hat. — Die grösste Rasse findet sich in Assam, Tonkin, Birma und
telearchus. Tenasserim : telearchus Hew. Der Vtlgl oberseits beim cf der f. telearchus Hew. (32 a) glänzend blau, ein Fleck
in der Zellspitze, eine Reihe länglicher Discallleeke und die Submarginalflecke weissblau, letztere fast weiss;
die dunkelbraune Hflgloberseite und die blasser braune Unterseite beider Flügel mit weissen Submarginal¬
tlecken. Beim ¥ beide Flügel mit grauweissen Streifen ausser den Flecken des cf, die äussere Hälfte des
danisepa. Vflgls purpurblau, die Makeln weniger blau als beim cf. Die caunus- Form ist f. danisepa Btlr. (32 b); der Vtlgl
des cf oberseits glänzend blau , mit grosser weisser Makel in der Zellspitze und kleinern Makeln auf der
Scheibe; Hflgl von der Wurzel bis über die Zellspitze hinaus weiss, dies Feld von den schwarzen Adern
aenigma. aufgeteilt und aussen blau überzogen. Das cf ist dem ? sehr ähnlich, grösser. — aenigma Wall, von der
Halbinsel Malakka, Penang, Singapore, Ost- und West-Sumatra und Banka. Das cf der paradoxa- Form tritt
in zwei Varietäten auf: cf- f. aenigma Wall. (= distanti Potlisch ., butleri Bist, nicht Jans.) hat auf dem Vtlgl
hellblaue Discalstreifen auf glänzend blauem Grunde und eine Reihe weisser, oft blau schattierter Sub-
batleri. marginalflecke und einen hellblauen Fleck in. der Zelle. Von der zweiten Form, cf-f. butleri Jans., ist mir
nur die Type bekannt (im Tring Museum). Das Exemplar trägt das Fundortsetikett »E. Indies (P Malacca)«,
die Herkunft ist also fraglich. Der Vtlgl ist sammetschwarz, ohne blauen Glanz, ein Fleck in der Zelle und
eine Reihe schmaler Discalstreifen dunkelblau, die äussern Spitzen der Streifen schwach weisslicli, den
weissen Submarginaltlecken der Unterseite entsprechend. Das $ der paradoxa- Form in drei Varietäten:
penomimus. ¥-f. penomimus Mart. (= fuscus Plag, nicht Goeze). Vtlgl dunkelbraun, ohne blauen Glanz, hinten auf der
Scheibe gewöhnlich etwas heller, die Submarginalflecke schwach entwickelt, die vordem oben und unten
ausgelöscht ; der Htlgl ohne oder mit langen hellen discalen Pfeilflecken, immer mit ziemlich grossen, stark
nepticula. gebogenen Submarginaltlecken. Die ¥-f. nepticula Pothsch. hat gleichfalls keinen blauen Glanz auf dem Vtlgl,
letzterer trägt zwischen dem Apex der Zelle und dem Aussenrde 5 oder 6 weisse Streifen und in der Zelle einen
haasei. weissen Fleck; der Htlgl braun, mit weissen Submarginaltlecken. Bei ¥-f. haasei Pothsch. sind beide Flügel von
der Wurzel ab oben und unten weiss gestreift; der Vtlgl zwischen den grossen weissen Submarginalpunkten und
der Zellspitze mehr oder weniger breit glänzend blau, in der Zelle ein weisser Fleck. Die caunus- Form der-
aegialus. selben Gegenden ist f. aegialus Bist. (= velutinus Btlr.) ; nur das cf bekannt ; kleiner als f. danisepa, die beiden
vor der Hflglzelle liegenden weissen Streifen sind undeutlicher und fehlen zuweilen fast ganz. Diese Form
ist bedeutend seltener als aenigma. — Auf Borneo variiert diese Art in ganz ähnlicher Weise wie auf Sumatra
telesicles. und Malakka: telesicles Fldr. Das cf der paradoxa- Form wird in zwei Haupttypen gefunden: am häufigsten
ist cf-telesicles Fldr. (= kerosa Btlr., juda Btlr., zanoa Btlr.) (20b) mit hellblauen Discalstreifen auf dem Vtlgl;
nicht konstant von aenigma verschieden, die hellblauen Streifen im allgemeinen dünner und weniger zahlreich.
Bei der zweiten Form des cf ist der Vtlgl mit Ausnahme der Wurzel zwar auch glänzend blau, aber die hell¬
blauen Streifen fehlen vollständig , auch fehlen die Submarginaltlecke des Vflgls oberseits oder es sind nur
eucyana. die vordem vorhanden: cf-f. eucyana form. nov. (von Südost- und Nord-Borneo im Tring Museump Das ¥ in
leucothoides. 4 Hauptvarietäten: ¥-f. leucothoides Honr. (= schoenbergianus Honr. ¥ nicht cf) (32b); beide Flügel braun,
zwischen den Adern mehr oder weniger blassbraun, ohne blauen Glanz, die Submarginaltlecke des Hflgls
russus. kleiner und weiter vom Saume entfernt stehend als bei ¥-f. penominus von Sumatra. Die ¥-f. russus Pothsch. (32 b)
ist gleichfalls braun; der Vtlgl hat grosse weisse Subapicalstreifen und zuweilen glänzend blaue Schuppen
an der Zellspitze, die Submarginaltlecke sind kleiner als bei ¥-f. nepticula von Sumatra und Malakka. Die
daja ¥-f. daja Pothsch. entspricht der ¥-f. haasei , die weissen Streifen des Hflgls sind aber kürzer und wenigstens
auf der Oberseite aussen nicht gegabelt; der Vtlgl ist ausgedehnter blau. Eine vierte Form, die von den
vorigen Lokalitäten noch nicht bekannt geworden ist, hat keinen blauen Glanz auf dem Vtlgl und beide
albostriatus. Flügel tragen eine volle Reihe weisser Discalstreifen: ¥-f. albostriatus Pothsch. (32c); die Zelle beider Flügel ist
besonders unterseits weissgestreift und die Vflglzelle hat einen weissen Apicalfleck. Die caunus- Form dieser
mendax. Distrikte ist f. mendax Pothsch. (.— typhrestus Frühst.). Das cf ist der f. aegialus sehr ähnlich, aber das
Weiss des Hflgls ist stärker reduziert. Das ¥ von mendax weicht vom cf viel mehr als das danisepa -¥ ab; viel
blasser als das cf und das weisse Basalfeld des Hflgls grösser, da die vor der Zelle liegenden Streifen vor¬
handen sind. Wir kennen mendax von Nord- und Südost-Borneo, albostriatus und russus von Nord-Borneo,
melanostoma und daja sowohl wie leucothoides von Nord- und Südost-Borneo und den Natuna-Inseln. — melanostoma
subsp. nov.; 1 cf von Palawan (J. Waterstradt coli.) im Tring Museum. Vtlgl breit, mit Ausnahme der
Wurzel glänzend blau, mit sehr schwachen Spuren von hellblauen Discalstreifen; kein Fleck in der Zelle,
die Submarginaltlecke blauweiss, nicht scharf hervortretend, die vordem 4 fast ausgelöscht, die hintern 4
etwas deutlicher; Htlgl mit weissblauen Submarginaltlecken, die in purpurnen Keilmakeln stehen. Unterseite
aussen blasser als bei Borneostücken, die Submarginaltlecke gebräunt, daher weniger als bei telesicles und
niasicus. aenigma hervortretend. Taster schwarz, mit zerstreuten weissen Schuppen. — niasicus Pothsch. cf: Vtlgl mit
weissen Submarginaltlecken, von denen die vorderen grösser als bei den andern Rassen sind, ohne deutliche
hellblaue Discalstreifen. Nur eine ¥-Form bekannt: ohne blauen Glanz, auf dem Vtlgl ein Zellfleck, eine
Reihe Discalstreifen und Submarginaltlecke weiss; Htlgl nur mit Submarginaltlecken. Nias. Eine caunus-
Form ist von dort nicht bekannt. — Von den Batu-Inseln bildet Lathy als aegialus das ¥ einer cmmws-Form
PAPILIO. Von Dr. K. Jordan.
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ab, die Fruhstorfer mesades nennt; da von aegialus noch kein 2 bekannt ist, so muss erst die Zukunft mesades.
lehren, ob sich mesades wirklich von aegialus unterscheidet. Dem Bilde nach ist der Vflgl ohne blauen
Schimmer und die weissen Zeichnungen beider Flügel sind grösser als bei Borneo-Exemplaren. — paradoxa paradoxa.
Zink. (20b) fliegt auf Java. Bei der f. paradoxa hat der blauglänzende Vflgl eine volle Reihe hellblauer
Discalstreifen, die zum Teil in der Mitte weiss sind; der bläulichweisse Zellfleck und die Submarginalflecke
gross, unterseits sind auf dem Vflgl stets weisse discale Wischtlecke vorhanden, zuweilen eine volle Reihe.
Das ? ist heller oder dunkler braun ; der Hflgl oben und unten mit weissen discalen Pfeilflecken, welche von
der Zelle entfernt stehen, und weissen Submarginalflecken; die Pfeilmakeln sind bei dunklen Sfücken un¬
deutlich. Gestreifte 22 sind mir nicht von Java bekannt. Es fliegt ferner auf Java f. caunus 1 Vestw., die noch caiinus.
viel seltener als paradoxa ist; nur das cf bekannt: die Submarginalflecke beider Flügel grösser als bei aegialus
und mendax ; die weissen Streifen des Hflgls schmal, an das 2 von mendax erinnernd, zwei dieser Streifen
vor der Zelle.
Castor-Gruppe.
Vflgl auf der 2. Discocellulare mit einem weissen Punkte, der zuweilen nur unterseits entwickelt ist. Beide
Geschlechter oder nur das 2 Euploeen-artig , ganz ohne blauen Glanz. Schwanzlos, aber an der 8. Radiale oft mit
deutlich hervortretendem Zahn; die Oberseite beider Flügel und unterseits der Apex des Vflgls und der ganze Hflgl
mehr oder weniger dicht mit gelblichen Schuppen bestäubt; Grundfarbe schwarz oder schwärzlichbraun, alle Zeich¬
nungen weiss, höchstens der Analfleck des Hflgls deutlich gelb; die weissen Subdorsalpunkte des Hlbs stets vor¬
handen; die Saumflecke des Hflgls dünner als die des Vflgls. Die Rp wrie bei F. polytes mit Schrägbinden, erwachsen
ganz ohne die Dornenreihen der Clytia- und Agestor -Gruppe ; auch die Pp nicht wie bei diesen fast walzenförmig,
sondern in der Mitte breit, mit ziemlich stark aufgebogenem Vorderteile. Ein Bindeglied zwischen clytia einerseits
und canopus , helenus, polytes, pitmani etc. andererseits.
P. dravidarum 11 ood-Mas. (= abrisa Kirby ) (31 d). Vflgl mit einer Reihe grosser, gelblichweisser dravidarum.
Submarginalflecke. Hflgl mit einer vollen Reihe von Discal- und Submarginalflecken; die Discalmakeln von
der Zelle entfernt stehend, innen zugespitzt, aussen ausgerandet, die Submarginalflecke mondförmig. Das ?
dem cf ganz ähnlich. Die Rp mit je einem Paar kleiner Höcker auf den letzten beiden Ringen, die Ring¬
einschnitte blau, mit Ausnahme des 4. und 5. Ringes, wo sie schwarz sind; Thorax mit Brillenzeichnung, alle
Ringe mit Ausnahme des ersten jederseits mit 2 blauen Punkten, Hlb mit 2 grünen Schrägbinden, die nur
schwach hervortreten, über den Füssen ein weisser Längsstreif. Kopfhörner der Pp stark vorgezogen, die
Flügelscheiden vorspringend. Futterpflanze: Glycosmis pentaphylla. — Süd-Indien: Travancore, Mysore,
Nilghiri-Berge etc. ln niederen Lagen des Hügellandes, das cf ziemlich häufig. Am Ende der Regenzeit
in der Nähe des immergrünen Jungle; während der kalten Jahreszeit trifft man den Falter vielfach in Fluss¬
betten, wro er auf- und abfliegt und ganz den Eindruck einer Euploea macht.
P. castor. Der Vflgl beim cd ohne Submarginalflecke oder dieselben sind ganz klein. Das ? blasser
als das cd, die Submarginalflecke des Vflgls gleichfalls klein, oder es sind die vorderen viel grösser als die
hinteren. — polias subsp. nov. unterscheidet sich von der nymotypischen Form aus Assam nur im 2. Der polias.
Vflgl des 2 trägt unterseits und oft auch auf der Überseite von der unteren Zellecke bis zum Hrde graue
Wischflecke; der Hflgl ist zum grössten Teil von breiten verwischten grauen Streifenmakeln eingenommen,
die oberseits fast und unterseits ganz bis an die Wurzel gehen, so dass auch die Zelle wenigstens unten
ganz grau ausgefüllt ist. Das cf bräunlichschwarz mit 4 grossen gelblichweissen Discalmakeln auf der
Hflgloberseite, der Randzahn der 3. Radiale deutlich vorspringend. Sikkim, den ganzen Sommer hindurch in
niedrigen Lagen, bis zu etwa 3000 Fuss ; Birma. — castor Westw. (2 = pollux Westw.) (29 c). Das cf scheint castor.
von Exemplaren aus Sikkim nicht zu unterscheiden zu sein. Es treten Stücke auf, neben normalen cf cf,
bei denen der Hflgl auf beiden Seiten eine volle Reihe weisser Submarginalflecke hat , auch sind zuweilen
bei solchen Stücken 5 Discalflecke und Spuren von dem 6. und 7. Flecke auf der Oberseite vorhanden.
Das Tring Museum besitzt 2 solche c dcd von Cherrapunji (Assam); sie verbinden castor mit mehala : cfl-ab.
mesites ab. nov. Beim 2 ist der Hflgl viel weniger ausgedehnt grau als bei der Sikkim-Form; die Zelle ist mesites.
entweder ganz braun oder nur an der Spitze verwischt grau; auf der Scheibe ein breites Band grosser,
grauer oder gelblichweisser Makeln, die meist auch wurzelwärts ziemlich scharf umschrieben sind. Assam.
— dioscurus subsp. nov. Mir nur 4 cf cf bekannt: Das Hflglband besteht oben und unten aus drei oder dioscurus.
vier Makeln, die kleiner als bei den beiden vorigen Formen sind; die 2. und 3. Makel oberseits nur
so lang wfle oder kürzer als ihre Entfernung vom Saume. Than-Moi, Tonkin (H. Fruhstorfer).
mehala Grose-Smith. cf ohne deutlich vorspringenden Zahn an der 3. Radiale des Hflgls; die Submarginal- mehala.
flecke dieses Flügels auch oben gut ausgebildet; die 2. — 4. Discalmakel grösser als die folgenden, letztere
oft fehlend. 2 auf dem Vflgl mit voller Reihe Submarginalflecke, von denen die vorderen am grössten sind:
auf dem Hflgl eine Reihe grauer, etwas verwischter Discalmakeln und eine Reihe grosser weisser Submarginal¬
monde. Unter-Birma und die angrenzenden Distrikte von Tenasserim. — mahadeva Moore (= maheswara mahadeva.
Frühst.) (31 d). cd: Der Hflgl immer mit vollständiger Reihe Discalmakeln, von denen die vorderen weniger
als bei mehala und castor vergrössert sind, die Submarginalflecke gleichfalls alle ausgebildet. Das 2 ähnlich
wie das cf gezeichnet, auf dem Vflgl der Discocellularfleck und die Submarginalflecke grösser, auf dem
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PAPILIO. Von Dr. K. Jordan.
Hflgl die Discalflecke braun schattiert. Ober-Tenasserim , Shan-Staaten , Siam und Ostseite der Malakka-
Halbinsel. Dem P. dravidarum sehr ähnlich, aber durch die kleinen Submarginalflecke des Vflgls leicht zu
phan- unterscheiden. — Als phanrangensis hat Fruhstorfer ein Exemplar (?) von Süd-Annam beschrieben, das
rangensis. »durch den rundlichen Flügelschnitt, die geringe Grösse und die reduzierten Fleckenbinden der Hflgl genügend
charakterisiert« ist. Die Discalbinde des Hflgls fast erloschen. Mir in Natur unbekannt. — Im Museum zu
Singapore befinden sich 2 Exemplare von Selangor, die keine Submarginalflecke auf der Hflgloberseite haben
selangoranus. und von Fruhstorfer selangoranus benannt worden sind. — hamela Crotvl. von Hainan hat beim cf keine
hamela. Submarginalflecke auf der Hflgloberseite, das Discalband ist wie bei mahadeva gebildet, aber der Saum trägt
einen deutlich vorspringenden Zahn an der 3. Radiale. Das braune ?, von dem sich 1 Stück im Tring
Museum befindet, hat wie mehala auf dem Vtlgl eine Reihe Submarginalflecken, von denen die vorderen am
grössten sind; auf dem Hflgl fehlen die Discalllecke oben und unten fast gänzlich und die Submarginalflecke
fonnosanus. sind klein. — Bei formosanus Bothsch. (= gotonis Mats.) sind die Geschlechter einander ähnlich. Das cf
stimmt mit dem castor-d ' ziemlich überein; auf der Hflgloberseite sind 4 gelblichweisse Makeln, die kleiner
als bei castor sind, die Submarginalflecke fehlen oben, und unten sind nur die vorderen ausgebildet. Bei
dem blässeren ? hat der Hflgl gewöhnlich kleine Submarginalflecke und zwischen den grossen Discalmakeln
und dem Abdominalrande sind noch 3 Flecke angedeutet. Beide Geschlechter haben an der 3. Radiale einen
deutlich vorspringenden Zahn. Formosa, im Hügellande. — Die Rp von P. castor noch nicht bekannt. Die
Falter saugen auf feuchtem Sande und kommen nach den Küchenabfällen der Ansiedlungen. Aufgescheucht
kehren sie bald wieder zurück. Ihr Flug ist niedrig und schwach.
Wenn eine lineare Anordnung nach der Verwandtschaft möglich wäre, so würden wir hier P. canopus
anschliessen.
Wir fügen hier ein paar papuanische Formen ein, die Nachahmer von Uraniden und Acraeen sind.
Laglaizei-Gruppe.
Oberseite der Flügel blauschwarz, mit graublauem Mittelbande und auf dem Vflgl ausserdem einem schmalen,
graublauen Subapicalbande , die Bänder nicht metallisch; der kurzgeschwänzte Hflgl unterseits mit orangefarbener
Makel hinter der Wurzel der unteren Mediane. Die Subcostale und untere Mediane des Hflgls ähnlich wie in der
Agestor- Gruppe weit von der Wurzel entfernt abzweigend; Fhlr wie bei jener Gruppe kurz; die Genitalien erinnern
gleichfalls an die Agestor- Gruppe.
laglaizei. P. laglaizei Depnis. (= alcidinus Btlr.) (38c). cf?: Das Mittelhand beider Vtlgl breit, der Schwanz
und gewöhnlich auch der angrenzende Teil des Saumes graublau; die Unterseite grösstenteils blaugrau, der
Hflgl bei reinen Stücken bläulichgrau mit einem schwachen gelblichen Tone. Die einzelnen Zeichnungen
bei Exemplaren derselben Gegend sehr variabel; die schwarzen Flecke auf der Scheibe der Hllglunterseite
oft stark vergrössert und die inneren Makeln mit den entsprechenden äusseren zusannnengetlossen. Ein cf
von der Astrolabe-Bay mit schmalem blauem statt graublauem Mittelbande und blauer Unterseite wurde von
wahnesi. Röber als eigene Art beschrieben; ich halte das Stück für eine Aberration: ab. wahnesi Böb. Das Ver¬
breitungsgebiet von laglaizei umfasst die Aru-Inseln , Waigeu und ganz Neu-Guinea. Der Falter ist im all¬
gemeinen selten, doch erhielt das Tring Museum einmal eine von Eingeborenen oder Malayen gemachte
Sammlung von Holländisch Neu-Guinea, die gegen 100 Exemplare dieser Art enthielt; auch an der Südost¬
spitze von Britisch Neu-Guinea ist laglaizei nach A. S. Meek’s Mitteilung keine Seltenheit, selbst nicht an
der Küste. Die Ähnlichkeit mit Alcides cigathgrsus ist auf der Oberseite überraschend getreu; die Unterseite
weicht von der des Modells bedeutend ab, trägt aber einen gewöhnlich stark in die Augen fallenden Orange¬
fleck, welcher der orangefarbenen Unterseite des Hlbs von Alcides entspricht. Die beiden Falter fliegen
zusammen um Baumkronen, aber die üranide ist viel häufiger als der Papilio. G. Wahnes hat den Falter
verschiedentlich gezogen und dem Tring Museum mehrere geblasene Rpn gesandt. Dieselben sind schwarz ;
auf jedem Ringe ein breiter gelbroter Gürtel, in dem ebenso wie in den schwarzen Ringen hellgelbe Punkte
stehen; zu beiden Seiten des Rückens je eine Reihe kurzer schwarzer Dornen, die auf grossen runden
schwarzen Punkten stehen, an deren Dorsalseite ein gelber Punkt liegt; das letzte Segment grossenteils
schwarz; Kopf schwarz; Nackengabel (in den geblasenen Stücken) gelblichgrau. Futterpflanze nicht an¬
gegeben, wahrscheinlich Citrus. Herr Ribbe, ohne Unterschiede anzugeben (!), hat die Namen mulcaensis für
Exemplare von Waigeu und maraganus für die »Neu-Guinea-Form« vorgeschlagen; solche nomina nuda
haben natürlich keinerlei Prioritätsberechtigung, sollten die Stücke von den erwähnten Lokalitäten wirklich
verschieden sein und daher benannt werden müssen.
toboroi. P. toboroi Bibbe (38 c). Während bei laglaizei fast die ganze Unterseite des Körpers und ausserdem
die Seiten des Hlbs blaugrau sind , hat toboroi einen vollständig schwarzen Körper ohne alle Zeichnungen.
Oberseite der Flügel dunkelblau, mit schwachem öligem Glanze; das Mittelband beider Flügel schmal, der
in der Zelle des Vflgls liegende Teil ist häufig verwischt und liegt stets weit vom Apex der Zelle entfernt;
auf dem Hflgl ein blassgelber Analfleck, der Schwanz ganz schwarzblau. Die Unterseite im Gegensatz zu
laglaizei grösstenteils schwarz ; im Vflgl ein Submarginalband, das vorne breit und graugelb, hinten schmal und
PAPILIO. Von Dr. K. Jordan.
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bläulich ist und vor der Mitte ein mehr oder weniger undeutliches schmales blaues Band; auf dem Hflgl sind
ein grosses Wurzelfeld und ein breites Submarginalband graugelb, und ist das schwarze Mittelfeld mehr oder
weniger in grosse Makeln aufgelöst, der orangefarbene Fleck vor dem Hrde blasser als bei laglaizei. Das ?
wie bei laglaizei dem cf ganz ähnlich; auf der Oberseite des Hflgls trägt es von der 3. Radiale rückwärts
ein unregelmässiges schmales graublaues Submarginalband, das beim cf nur angedeutet ist. Bougainville,
Salomons-Inseln ; im Innern der Insel, einige Meilen von der Küste, ist der Falter in niedrigen Lagen recht
häufig. Ein dem toboroi ähnlicher Alcidis scheint auf Bougainville nicht vorzukommen, dagegen sandte Meek
eine Serie einer Dysphania- Art, welche trotz ihrer geringeren Grösse ganz denselben Eindruck wie der Papili <>
macht. Von laglaizei unterscheidet, sich toboroi ausser der Zeichnung auch im Geäder und den Genitalien.
Anactus-Gruppe.
Taster und Vorderhüften orange, die hinteren Hlbssegmente (die Haftklappen ausgenommen) blassgelb;
Zelle des Vflgls mit grauweissem Apicalfleck und grösserer Makel in der Mitte. — Eine mimetische Ableitung von
der nächsten Gruppe.
P. anactus Mac Leaig (24c). Körper schwarz, blassgelb gefleckt, die letzten Hlbsringe fast ganz anactus.
blassgelb. Vflgl gestreckt, mit sehr langer Zelle, braunschwarz, eine grosse Makel in der Mitte der Zelle,
eine kleinere an der Zellspitze und ein Band grosser Discalmakeln weiss, schwärzlich bestäubt, eine Reihe
gerundeter Submarginalflecke weiss. Der Hflgl dunkler als der Vflgl, mit grossem weissem Zentralfelde,
das vom Vrd zum Hrde reicht und einen schwarzen Discocellularmond einschliesst; die Submarginalflecke
rot, aussen vom weissen Felde blaue Flecke. Unterseite wie oben. Das ? dem cf ganz ähnlich. Die Rp
auf Citrus, in der Jugend Vogeldung ähnlich, mit 2 Reihen langer bedornter Fortsätze, zu denen auf dem
Thorax noch 2 niedere Höcker hinzutreten. Erwachsen schwarz, mit 3 Reihen blassgelber Makeln, einer
auf dem Rücken und je einer an den Seiten, die Seitenmakel des 4. Ringes klein; 2 Reihen schwarzer
Stacheln, seitlich von welchen auf dem Meso- und Metathorax noch ein schwarzer Höcker steht; Nacken¬
gabel orange. Pp fast zylindrisch, mit kaum hervortretenden Flügelscheiden, die Kopfhörner stark vor¬
gezogen, innen zweihöckerig, der Thoracalhöcker niedrig, auf dem Rücken 2 Reihen kleiner Höcker. Der
Falter ähnelt im Fluge der Acraea andromache; in kultivierten Gegenden, wo Citrus in den Gärten stehen,
in mehreren Generationen von Oktober bis März; die Rp wird auch zuweilen auf Ruta gefunden, zieht aber
die eingeführten Citrus-Arten allen einheimischen Pflanzen vor. — Nord-Qneensland bis Neu-Stid- Wales.
2. Nicht-mimetische Formen und Nachahmer von Aristolochienfaltern. *)
Abgesehen von der Oberseite des Kopfes und der Vorderbrust und den Palpen trägt der Körper bei den
indo-australischen Formen keine weisse Tüpfel, auch sind keine weisse Fleckchen unterseits an der Wurzel der Flügel
vorhanden. Die cf cf sind nur in ein paar Fällen mimetisch ( canopus , bootes, j anale a); die ?2 einer Anzahl Arten sind
polymorph ( memnon , polytes, aegeus etc.).
Demoleus-Gruppe.
Körper unterseits ganz gelb oder höchstens mit schwarzen Linien; die Wurzel der Vflglzelle unterseits
blassgelb gestreift; der grössere Teil des Hflgls oder wenigstens ein grosses Zentralfeld blassgelb. — Die Arten
dieser Gruppen zeigen nahe Beziehungen nach verschiedenen Seiten hin. Während machaon eine Reihe verwandter
Species in Amerika und demoleus in Afrika hat, ist euchenor zweifellos eng mit gigon verwandt.
P. machaon tritt auf indischem Gebiete in drei geographischen Formen auf. Im Nordosten des
Gebiets, von Kaschmir bis Nepal, findet sich asiatica Men. (Bd. I, 6b). Diese Form hat stets sehr breite asiatica.
schwarze Binden und unterscheidet sich von dunklen südeuropäischen machaon , welche sphgrus Hbn. sind,
hauptsächlich dadurch, dass das gelb bestäubte Discalband der Hflglunt.erseite an der 3. Radiale (welche in
den Schwanz geht; viel schmäler ist als bei Europäern. Überall im nordwestlichen Himalaya sehr häufig,
in den Tälern von Februar bis Oktober, im Gebirge erst von März oder April an, von 2000 — 14000 Fuss.
Die kurzschwänzigen Stücke aus Kaschmir , welche besonders in höhern Lagen Vorkommen , sind ladakensis
Moore. Die Rp frisst auf Umbelliferen (Daucus, Foeniculum etc.) und ist von europäischen Rpn nicht zu
unterscheiden. In niederen und mittleren Lagen wenigstens zwei Generationen. Die Sommerfalter
sind grösser als die aus überwinterten Ppn schlüpfenden Frühjahrsstücke. Der Name pendjabensis Eimer be¬
zieht sich auf kleine Stücke von asiatica. — sikkimensis Moore kommt in hohen Lagen von Sikkim und sikkimensis.
Bhutan vor, und ist besonders häufig in den angrenzenden Distrikten Tibets, also auf paläarktischem Gebiete.
Die schwarzen Binden bei beiden Geschlechtern sehr breit; der blaue Halbmond des Analauges des Hflgls ist
vom roten Fleck durch einen schwarzen Bogen getrennt. Die Rpn auf Umbelliferen , noch unbeschrieben.
— verityi Frühst. (= archias Frühst., birmanicus Botlisch.) (32c) fliegt in Ober-Birma, den Shan Staaten, verityi.
West-Yunnan und den angrenzenden Teilen Ost-Tibets, und unterscheidet sich von sikkimensis hauptsächlich
durch das viel schmälere schwarze Discalhand beider Flügel. Der Schwanz ist lang: der Abdominalrand
*) Nur einige Formen von P. canopus, der den Übergang zu der casfar-Gruppe vermittelt, sind Nachahmer von Euploeen.
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PAPILIO. Von Dr. K. Jordan.
des Hflgls ist nur schmal schwarz, so dass das hinter der Zelle und der 2. Mediane liegende Feld grössten¬
teils gelb bleibt.
xuthus. P. xuthus L. (= xanthus L.) Bd. I, 6 a). Die Adern breit schwarz ; die Zelle des Vflgls von der
Wurzel bis zu blassgelb gestreift, der hinter der Zelle liegende blassgelbe Streif auf beiden Flügeln bis
zur Wurzel gehend. Diese vorzugsweise paläarktische Art — über ihre Lebensweise etc. vergl. Bd. 1, p. 11 —
gebt südwärts bis nach Ober-Birma und findet sich auch auf Formosa, den Bonin-Inseln und Guam. Die ?2
von Guam sind sehr trübe, da die hellen Zeichnungen mehr oder wmniger deutlich schmutzig gelblich
koxinga. sind. Fruhstorfer stellt nach einem einzelnen c f von Formosa die Subspecies koxinga auf; das Stück ist
durch zitronengelbe Farbe ausgezeichnet (verfärbt?). Auf paläarktischem Gebiete ist die Art sehr stark
horodimorph, und es ist dies der einzige mir bekannt gewordene Fall, wo die Genitalien der cf cf der Früh¬
jahrsform deutlich, wenn auch nicht ganz konstant, von denen der Sommerform verschieden sind.
P. demoleus. Die Unterseite des Körpers, die Seiten des Kopfes und jederseits ein Streif auf dem
Thorax blassgelb. Yflgl oben an der Wurzel blassgelb getüpfelt, diese Pünktchen zu Querhnien zusammen¬
geflossen ; in der Zelle eine grosse , häufig in 2 Flecke aufgelöste Makel , an der obern Zellecke 2 oder
3 Flecke, auf der Scheibe ein Fleckenband, die obern Flecke klein und weit voneinander getrennt stehend,
die hintern gross und einander gewöhnlich berührend: dies Band auf dem Hflgl nicht unterbrochen; beide
Flügel mit einer Reihe Submarginalflecke und kleiner Randmonde; alle diese Zeichnungen blassgelb; auf
dem Hflgl zwischen dem obern Submarginalflecke und dem Mittelbande eine gerundete schwarze Makel, die
mit einem blauen Halbmond geziert ist, am Analwinkel ein roter Fleck. Unterseite mehr ausgedehnt blass¬
gelb; Vflgl an der Wurzel mit blassgelben Längsstreifen, Hflgl mit schmaler schwarzer Querbinde nahe der
Wurzel, und auf der Scheibe mit 2 Reihen schwarzer Flecke, zwischen denen der Flügel mehr oder weniger
tief ockerfarben ist. Das Ei blassgelb. Die junge Rp der indo-chinesischen Form schwärzlich, ein grosser
Vorderfleck in der Mitte, ein Seitenstreif vom Prothorax rückwärts und ein zweiter Streif vom Analsegmente
vorwärtslaufend milch weiss; mehrere Reihen borstentragender Fortsätze; die erwachsene Rp grün, die Höcker
nur auf dem 1. und letzten Ringe erhalten, auf dem Thorax und an der Wurzel des Abdomens je ein
gelber, schwarz begrenzter Gürtel, und hinter der Mitte ein ebenso gefärbtes schräges Seitenband; die
Nackengabel safrangelb. Pp grau oder grün, die Kopfhörner länger als sie an der Wurzel breit sind, der
Thoraxhöcker niedrig, die Abdominalhöcker klein. Futterpflanzen: verschiedene Arten Citrus, Glycosmis,
Murrayia etc., auch auf Kräutern, z. B. Ruta angustifolia. Der Schmetterling ist im tropischen Asien sehr
häufig und geht westwärts bis Muskat und Persien. Seine Verbreitung im indo-australischen Archipel ist
sehr eigentümlich: der Falter ist auf der Malakka- Halbinsel noch häufig, fehlt aber den grossen Sunda-Inseln,
den Philippinen, Celebes und Molukken, tritt dagegen auf den kleinen Sunda-Inseln, in Nord- Australien und
Süd-Neu-Guinea wieder auf. Zwar werden einzelne Stücke durch Wallace von Goram, durch Reakirt
von den Philippinen, und Fruhstorfer von Java angegeben, doch handelt es sich hier offenbar um verschlagene
oder zufällig verschleppte Exemplare. Von Timor ist noch kein Exemplar bekannt geworden. Die grosse
Lücke in dem Verbreitungsgebiet der Art wird verständlich, wenn wir die nahe verwandten Arten P. demolion,
gigon und antonio mit in Betracht ziehen, deren Heimat die grossen Sunda-Inseln (demolion), Celebes (gigon)
und die Philippinen ( antonio ) sind, wo demoleus fehlt. Eine andere verwandte Art ( euchenor ) bewohnt Neu-
Guinea und die Bismarck-Inseln. P. demoleus fliegt im Tieflande das ganze Jahr hindurch; er findet sich
mehr im offenen Gelände, besonders in Gärten, als im Walde und besucht mit Vorliebe die Blüten von
Zitronenbäumen und Raphanus; auch sammeln sie sich häufig an Wegpfützen, wo sie mit geschlossenen Flügeln
trinken. Der Falter fliegt langsam, wenn, er sich in Sicherheit glaubt, eilt aber in schnellem unregelmässigem
demoleus. Fluge davon, wenn er Gefahr wittert. demoleus L. (— erithonius Cr., epius F.) (Bd. 1, 6 d) von China,
Hainan, Tonkin, Nord- und Süd-Indien, Ceylon, Persien und Muskat, ist in vielen Distrikten ungemein häufig.
Die Zelle des Vflgls hat nahe ihrer Spitze zwei getrennte Makeln, der am Hinterrande stehende Fleck der
Discalbinde des Vflgls ist meist nur so lang als breit, und der zweit- und drittletzte Fleck dieser Binde sind
gewöhnlich deutlich voneinander getrennt. Der rote Fleck des Htlgls ist zuweilen auch beim cf wurzelwärts
demoleinus. reduziert und daher von dem blauen Monde durch einen schwarzen Fleck getrennt: ab. demoleinus Obertlx.
Manche Exemplare haben auf dem Vflgl oben einen kleinen discalen Fleck vor der 2. Radiale; zuweilen
(besonders oft bei Stücken aus Ceylon) stehen auf der Hflgloberseite aussen von der Zelle zwei kleine Flecke
malayanus. zwischen der 1. und 3. Radiale. — malayanus Wall, bewohnt Birma, Annam, Siam und die Malakka-Halb¬
insel und verbreitet sich südwärts bis Singapore. Die hintern 3 Makeln des Mittelbandes der Vflgloberseite
annamiticus. sind breiter als bei der vorigen Form. Exemplare mit besonders breiten Makehi sind ab. annamiticus Frühst.
Nur ein Teil der von Fruhstorfer mitgebrachten Annamstücke haben diesen Charakter. Es handelt sich
nicht, wie Fruhstorfer vermutet, um eine Trockenform. Zeitlicher Dimorphismus wird in tropisch Asien
hauptsächlich an den Faltern Nord-Indiens beobachtet; unsere Frühjahrs- und Sommerstücke von demoleus
sthene/inus. aus Sikkim (Müller coli.) weisen aber keine Unterschiede auf. — sthenelinus Rothscli. (21a). Die Zelle
des Vflgls hat oben statt der 2 Flecke nur eine einzige grosse Makel, die vorne breiter als hinten ist und
einen dünnen Fortsatz gegen die untere Zellecke hin aussendet; die Discalflecke des Vflgls kleiner als bei
allen andern Subspecies. Auf den kleinen Sunda-Inseln, von Flores bis Alor. Nach Sumbawa und Lombok
Ausgegeben 12. 111. 09.
PAPILIO. Von Dr. K. .Jordan.
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ist der Falter noch nicht vorgedrungen. — sthenelus Mc. L. (= pictus 1: ruhst.). Die Zelle des Vflgls auf sthenelu...
der Oberseite mit einer grossen eingeschnürten Quermakel, die hinten so breit wie vorne ist. Die hintern
Discalflecke des Vflgls und die Binde des Hflgls breiter als bei sthenelinus. Die junge Pp schwarz, ohne
Sattelfleck; die spätem Stadien heller; die erwachsene Pp grün, mit Reihen von orangefarbenen 'tüpfeln
und oberhalb der Fiisse einem weissen Längsstreif, die Abdominalfüsse weisslich. Auf Citrus und andern
Pflanzen. Der Falter im offenen Gelände, besonders auf Luzerne- und Kleefeldern; Nordwest-Australien.
Queensland, südwärts bis Sydney; die Exemplare von den Inseln in der Torres-Strasse gehören wahrscheinlich
hierher. Diese Form ist auch auf der südlich von Flores gelegenen Insel Sumba häufig: die von dort stam¬
menden Exemplare lassen sich nicht von australischen unterscheiden. Freiistorfer gab ihnen einen Namen,
da er sie irrtümlicherweise mit sthenelinus statt sthenelus verglich. Die Sumba-Lepidopteren sind im all¬
gemeinen sehr spezialisiert; daher ist anzunehmen, dass sthenelus erst neuerdings eingewandert ist.
novoguineensis Bothsch. Der vorigen Form sehr ähnlich : die Zellmakel des Vflgls tiefer eingeschnürt, die novo -
hintern Discalflecke kleiner, der vorletzte aussen tiefer eingeschnitten und auch vorne sehr deutlich ge- guiocmsis.
buchtet; die schwarzen Zeichnungen auf der Unterseite des Hflgls grösser und das Wurzelfeld am schwarzen
Querbande gelb schattiert. Mathew fand Ei und Rp auf Salvia, beide denen von sthenelus ähnlich, die
Nackengabel der Rp lachsfarben. Der Falter an unbewaldeten Abhängen an der Südküste Britisch Neu-
Guineas: Port Moresby, Redscar Bay, Unterlauf des Aroa-Flusses.
P. euchenor. Körper unten blassgelb, cf: V fl gl oben mit grossem Fleck in der Zellspitze, an den
sich ein discales Band anschliesst, welches aus 5 grossen Flecken besteht, oft ein paar kleine Flecke aussen
vom Zellende, ein subapicales Band von wenigstens drei kleinen Flecken; Htlgl mit sehr grossem Zentral¬
felde, das vom Costal- bis fast zum Hinterrande reicht, basalwärts gerade abgeschnitten und aussen un¬
regelmässig abgerundet und an den Adern eingekerbt ist; alle diese Zeichnungen blassgelb. Unterseite wie
oben, aber das subapicale Band des Vflgls aus mehr Flecken bestehend, das Zentralfeld des Hflgls bis zur
W7urzel ausgedehnt, und aussen von demselben eine Reihe Submarginalmonde, von denen die hintern und
meist auch der costale ockergelb sind. Beim ¥ sind die Zeichnungen blasser und die discalen Flecke des
Vflgls sind reduziert, der 2. von hinten fehlt häufig ganz. Die Rp, welche von Wahnes an Citrus gefunden
wurde, ruht auf der Oberseite eines Blattes; ähnlich der von P. gif/on; grün, mit breitem braunem Seiten¬
streif über den Füssen vom Prothorax bis zum 1. oder 2. Bauchfusse, auf dem 3. und 4. Ringe je ein
breiter Gürtel, der mit dem Seitenstreifen breit zusammenhängt, von der Mitte des Körpers ab der braune
Seitenstreif durch einen fast weissen ersetzt, von dem noch drei braune, seitlich schrägstehende Gürtel aus¬
gehen; auf dem Pronotum zwei lange, schwach kolbige Hörner, den Augenstielen einer Schnecke ähnelnd, in
den drei abdominalen Gürteln je ein paar langer spitzer Fortsätze. Die Pp grün, Kopf und Brust sehr stark
nach oben gebogen, der Thorakalhöcker sehr niedrig. Die Genitalien des Falters erinnern an die von P. demolion.
Der Falter findet sich in lichten, sonnigen Wäldern, besonders an Wasserläufen, und hat einen raschen und
gewandten Flug. Eine echt papuanische Art, deren Verbreitungsgebiet die Key- und Aru-Inseln, ganz Neu-
Guinea nebst den kleinen Nachbarinseln, und den Bismarck- Archipel umfasst. Von Australien, den Salomons-
Inseln und Molukken ist der Falter nicht bekannt. Zwar gibt ihn Pagenstecher von den Nord-Molukken an,
aber die betreffende Lepidopterensammlung war dort aufgekauft und der Fundort daher nicht authentisch. -
naucles Bothsch. von den Key-Inseln, cf: der Zellfleck der Vflgloberseite reicht bis zur Wurzel der 1. Me- naucles.
diane oder noch weiter abwärts, vor der Wurzel jener Ader liegt kein schwarzer Fleck. ¥: der 1. und
2. Discalfleck des Vflgls sind nicht voneinander getrennt, da die zwischen ihnen liegende Ader nicht schwarz
ist, der 3. Discalfleck weit vom 2. getrennt, der 4. kaum angedeutet, der 5. (am Hinterrande liegende) lang¬
dreieckig; der 1. und 2. Fortsatz des Mittelfeldes der Hflgloberseite nur schwach eingeschnürt. - obsolescens obsolescens.
Bothsch. cf: Der Zellfleck der Vflgloberseite reicht nicht bis zur Ursprungsstelle der 1. Mediane herab, der
2. und 3. Discalfleck wurzelwärts stark abgerundet. ¥: wie naucles, der Zellfleck des Vflgls hinten etwas kürzer,
der 1. und 2. Discalfleck durch einen gewöhnlich sehr deutlichen schwarzen Aderstrich voneinander getrennt,
die beiden vordem Fortsätze des Mittelfeldes der Hflgloberseite mehr oder weniger stark eingeschnürt, häufig
so stark, dass zwei Flecke von dem Mittelfelde getrennt werden; der vorletzte Discalfleck des Vflgls weder
unten noch oben angedeutet. Aru-Inseln. Nicht selten, hauptsächlich in halbtrockenen Bächen. — misolensis misolensis.
Bothsch. Klein, die blauen Flecke fehlen auf der Unterseite des Hflgls, nur der letzte Fleck ist immer (?) durch
ein paar blaue Schuppen angedeutet. Misol, 4 cf cf im Tring Museum von H. Kühn im Januar 1898 gelängen.
— euchenor Guer. {= axion Bdv., lasos Frühst., scribonius Frühst., hippotas Frühst.) (26 a). cf: die Subapicaltlecke euchenor.
des Vflgls auf beiden Seiten kleiner als bei naucles und obsolescens, der 2. Discalfleck wurzelwärts nicht ab¬
gerundet; die Submarginalflecke der Vtlglunterseite klein oder nicht vorhanden, der Htlgl stets mit blauen
Flecken. ¥ : der 3. Discalfleck der Vflgloberseite stets nahe am 2. liegend, meist denselben berührend, der 4. Fleck
immer vorhanden, der Zwischenraum zwischen dem 4. und 5. Fleck den letztem an Breite nicht übertreffend :
die gelben Submarginalflecke der Hflglunterseite sehr veränderlich, die hintern häufig mit den betreffenden
Saumflecken zu Ringen vereinigt, was auch zuweilen beim cf der Fall ist. Die Subapicaltlecke des ATlgls
bei cf und ¥ aus Deutsch- und Britisch-Neu-Guinea meist grösser als bei den Exemplaren von der Arfak-
Halbinsel, zuweilen aber auch kleiner. In Waigeu-Stitcken sind die Saumflecke des Hflgls ziemlich klein
IX 7
50
PAPILIO. Von Dr. K. Jordan.
und der Ird des blassgelben Feldes der Hflgloberseite kreuzt die Zelle gewöhnlich an der Ursprungsstelle
der 2. Mediane , was aber auch oft bei Stücken aus andern Gegenden vorkonimt. Über ganz Neu-Guinea
eutropius, verbreitet; Waigeu, Salawatti (1 Stück in coli. Felder, ob Fundort richtig?), Dampier. — eutropius Jans-
von der Insel Jobi. Der Zelltleck des Vflgls bei cd und ? kleiner als bei Neu -Guinea -Exemplaren, die
3 Subapicalflecke vergrössert, der 3. bei der Type (cd) mit einem aussen von der Zelle stehenden Flecke
mago . zu einer beilartigen Makel verbunden, bei normalen cf cd (ab. mago Frühst.) dagegen diese Flecke nicht
verbunden; beim 2 der 2. subapicale Fleck dreieckig, und der 3. linienförmig , beide auf der Unterseite
stark vergrössert, der 4. Discaltleck des 2 kleiner als bei euchenor, oberseits nicht so breit wie der
Zwischenraum, der ihn vom 3. Flecke trennt, letzterer nicht mit dem 2. zusammenhängend. Die Unter¬
schiede sind wahrscheinlich nicht konstant ; es sind mir in Natur nur 1 cd (die Type) und 1 ? bekannt. —
godarti. godarti Montr. (— intercastellanus Rothsch., euclienides Frühst.). Die Subapicalflecke des Vflgls oben gross,
unten einander berührend, die darauf folgenden Submarginalflecke auch meist grösser als bei euchenor.
Beim 2 ausserdem die drei vorderen Discalflecke des Vflgls voneinander getrennt, oder der 1. und 2. ein¬
ander auf eine kurze Strecke hin berührend, wobei die Wurzel der 3. Radiale schwarz bleibt. D'Entrecasteaux-
roselanus. Inseln (Fergusson, Goodenough, Trobriand) und Woodlark. — rosselanus Rothsch. cf: der Vflgl oberseits
mit 1 oder 2 Submarginalflecken unterhalb der Subapicalreihe von 3 Flecken, der 3. Subapi calfleck hinten
am breitesten, hakenförmig, der 2. grosse Discaltleck etwa doppelt so lang als seine Entfernung vom Saume;
auf der Oberseite des Hflgls steht vor der Subcostale aussen von dem blassgelben Felde ein schräger blass¬
gelber Strich, der der gelben Submarginalmakel der Unterseite entspricht; diese letztere Makel sehr schräg,
fast wie die Zahl 3 geformt, hinten an der Subcostale mit dem gelben Felde vereinigt oder demselben doch
sudcstensis. sehr genähert. Das 2 nicht bekannt. G cf cf von Rossel, Luisiaden-Inseln, im Tring Museum. — sudestensis
Rothsch. Der vorigen Subspecies sehr ähnlich, der 1. Subapicaltleck des Vflgls breiter, der aussen von dem
gelben Felde der Hflgloberseite stehende schräge Subcostalstrich nur angedeutet, weiter von dem gelben
Felde entfernt, der entsprechende Fleck der Unterseite weniger schräg als bei rosselanus, vor der Subcostale
durch einen wenigstens 2 mm breiten schwarzen Zwischenraum von dem gelben Felde getrennt. Der
3. Subapicaltleck der Vflgloberseite hinten am breitesten; aber meist nicht hakenförmig, unter ihm steht ge¬
wöhnlich ein kleiner Submarginalfleck. Das 2 nicht bekannt. Sudest, Luisiaden; 4 cf cf im Tring Museum. -
misimanus. misimanus Rothsch. bewohnt St. Aignan, Luisiaden. cf: der 1. Subapicaltleck der Vflgloberseite nur wenig
länger als breit, der 3. so lang als breit, zuweilen etwas breiter als lang oder auch etwas länger als breit,
an der Innenseite mehr oder weniger ausgerandet, unter diesem Fleck ein Submarginalfleck, die Adern zwischen
den Discalmakeln schwarz, die 2. Discalmakel die Zelle vor der t. Mediane nicht ganz erreichend, die letzte
Discalmakel nicht weiter nach aussen vorgezogen als die 4., auf dem Hflgl gewöhnlich ein sehr kleiner Sub¬
costalstrich aussen vom gelben Felde. Auf der Unterseite die Subapicalflecke einander gewöhnlich berührend
und mit den darauf folgenden beiden grossen Submarginalflecken eine fast gleichmässig gebogene Flecken¬
binde bildend; der schwarze, gerundete Subcostalfleck des Htlgls viel breiter an der Subcostale als bei den
vorigen beiden Formen. Das 2 ausserdem ausgezeichnet durch die starke Reduktion der Discalflecke des
Vflgls, der 1. und 2. Fleck getrennt, der 3. klein, weit vom 2. entfernt, zuweilen nur angedeutet, der 4.
fehlend oder punktförmig, der 5. schmal, die Irdsader nicht berührend. Alle vorhergehenden Formen von
P. euchenor besitzen beim cf Duftstreifen auf den Adern der Vflgloberseite, auch sind die Genitalien einander
sehr ähnlich, wenn sich auch Unterschiede in denselben bei den verschiedenen Subspecies nachweisen lassen*)-
Die nun folgenden drei geographischen Rassen dagegen haben keine Duftstreifen und die Genitalien, obwohl
vom selben Typus wie bei den andern Formen, sind auffällig von denen jener Rassen verschieden.
depilis. depilis Rothsch. Das Discalband beider Flügel beim cf breiter als bei den vorhergehenden Formen, der 4.
und 5. Discaltleck näher zum Saume gehend, die Adern innerhalb des Bandes nicht schwarz; der hinter
der Subcostale hegende Teil des gelben Hflglfeldes nicht eingeschnürt; auf der Unterseite die Ränder der
Zellmakel und der Discalmakeln des Vflgls mehr oder weniger verwischt, der schwarze Subcostalfleck des
Htlgls quer. 2: Vflgl mit fünf einander berührenden oder nur durch schmale schwarze Adern getrennte
Discaltlecke, das gelbe Feld der Hflgloberseite wurzelwärts nicht bis zu den Ursprungsstellen des Subcostal-
und 2. Medianasts reichend , die schwarze Subeostalmakel der Hflglunterseite quer wie beim c f , und die
Discaltlecke der Vflglunterseite miteinander und mit dem Zellflecke breit zusammenhängend. Neu-Pommern
novo- (= New Britain) ; Neu-Lauenburg (= Duke ofYork). - novohibernicus Rothsch. Vor der Spitze der Zelle
hibemicus. qes Vflgls steht oberseits bei cf und 2 ein gelbes Fleckchen, das gelbe Feld des Htlgls ist an den Adern
tiefer als bei depilis eingeschnitten, auf der Unterseite des Hflgls ist der schwarze Subcostalfleck innen und
aussen abgerundet, und es steht der hinter der 2. Radiale hegende Submarginalmond weiter von dem gelben
Felde entfernt als bei depilis. Beim 2 hängen alle Discaltlecke des Vflgls auch oben breit zusammen. Neu-
neohannove- Mecklenburg (= New Ireland). — neohannoveranus Rothsch. Die drei Subapicalflecke des Vflgls bei cf
ranns. unc[ 5 mehr gerundet und die Marginalflecke beider Flügel grösser oben und unten als bei den beiden vorigen
Formen, ausserdem der 2. Abschnitt des gelben Hflglfeldes aussen grade abgestutzt oder nur schwach aus¬
gerandet, der 3. Abschnitt ziemlich stark eingesclmürt, der letzte Abschnitt des Vflglbandes nicht oder wenig
*) Vergl. Jordan, Mechanical Selektion, in Nov. Zool. III, p. 469 (1896).
PAPILIO. Von Dl'. K. JöBDAN.
1
mehr nach aussen vorgezogen als der vorhergehende; das gelbe Feld des Vtlgls noch stärker als bei
novohibernicus eingekerbt; der schwarze Subcostalfleck der Hflglunterseite etwas weniger als bei jener Sub-
species gerundet. Beim 2 die Discaltlecke des Vtlgls oberseits alle durch die braunschwarzen Adern von¬
einander getrennt, der 4. Fleck gerundet. Neu-Hannover.
Helenus-Gruppe.
Fast immer geschwänzt. Die Geschlechter einander ähnlich. Körper schwarz , mit weissen Punkten auf
Kopf und Pronotum und dünnen weissen Linien auf der Hlbsunterseite, diese weissen Zeichnungen oft fehlend, beim
2 der Hlb zuweilen oben gelb und unten schwarz. Vflgl des cf schwarz, gewöhnlich mit weissem Quer- oder
Schrägbande, Hflgl gleichfalls schwarz, mit weissem, selten gräulichblauem Discalfelde oder -bande.
Diese Arten sind nicht mimetisch, mit Ausnahme der Formen von P. canopus , die Euploeen derselben
Gegenden ähnlich sind.
P. liornedon Moore (21a). Der folgenden Art sehr ähnlich, aber die Genitalien so verschieden, dass liomedon.
wir es zweifellos mit zwei schon voneinander unabhängig gewordenen Formen, also Species, zu tun haben.
Die Makeln des Vflglbandes alle mehr oder weniger voneinander getrennt : die Binde des Htlgls so weit nach
aussen verschoben, dass die Zellspitze in derselben liegt. Das 2 dem cf ähnlich, weniger tief schwarz . der
Analring des Hflgls rötlich. Eier in Häufchen abgelegt. Rp gesellschaftlich auf der Oberseite eines Blattes
ruhend; die junge Rp ölgrün, mit kurzen Dornen, die später verschwinden; die erwachsene Rp gleich nach
der letzten Häutung bläulich, allmählich einen grünen Ton annehmend; auf dem Prothorax, dem 8. und
11. Ringe je ein Paar Zapfen: Zeichnung fast wie bei der demoleus- Rp: vier weisse, bräunlich gefleckte
Gürtel laufen von dem ebenso gefärbten Längsstreifen, der oberhalb der Fiisse steht, quer über den Körper,
ausserdem auf dem Thorax ein seitlich abgekürzter Gürtel von gleicher Farbe; auf Rutaceen (Acronychia
laurifolia und Evodia roxburghiana). Die Pp hat ein sehr langes, nach hinten gebogenes Thoraxhorn. Der
Falter ist nicht selten, aber lokal; er fliegt auf bewaldeten Hügeln, aber auch in der Ebene. Süd-Indien. -
Felder erwähnt P. demolion von Ceylon, was wohl auf Irrtum beruht.
P. demolion. Die hintern Flecke des Vflglbandes stets zusammenhängend ; die Zellspitze des Hflgls
schwarz , ausserhalb des Bandes liegend. Das 2 dem cf wie bei liomedon ganz ähnlich , der Analring des
Hflgls mehr rot. Die Harpe des cf ist fast linear und trägt wurzelwärts und an der Spitze einen langen
dornförmigen Fortsatz; bei liomedon dagegen ist die Harpe breit und flach, am Rande gezähnelt, ohne Dorn¬
fortsätze. Die Genitalbewaffnung des 2 von demolion besteht hauptsächlich aus zwei gezähnten, zugespitzten,
dreieckigen Chitingebilden, von denen je eines seitlich hinter der Eingangsöffnung steht; bei liomedon sind diese
Fortsätze zwar auch gezähnt, aber nicht spitz ausgezogen, sondern abgerundet. Rp und Pp denen von
P. liomedon ganz ähnlich; Futterpflanze: Citrus. Der Falter, dessen Flug schnell und ruhelos ist. besucht
Blumen, vor denen er mit fächelnden Flügeln schwebt, um den Honig aufzusaugen; im bewaldeten Gelände.
Kommt von Birma bis Lombok und Palawan vor. — delostenus Bothsch. von Palawan. Weniger tief delostenus.
schwarz als die andern Subspecies. Die Binde beider Flügel schmal, auf dem Hflgl etwas schmäler als die
Zelle breit ist, auf dem Vflgl die hintern Flecke zusammenhängend, aber die Einschnitte zwischen denselben
tiefer als bei den folgenden Subspecies. Unten die Adern des Hflgls zwischen den schwarzen Discaltlecken
gelb. — energetes Frühst. Die Binde des Hflgls, besonders beim 2, ein wenig schmäler als bei demolion. energetes.
sonst nicht von letzterem verschieden. Nias. — demolion Cr. (= crephontes F.. messius Frühst.) (21a). demolion.
Das Band des Hflgls breiter als die Zelle weit ist. Von Tenasserim und Siam über Malakka, Sumatra.
Java. Banka bis Lombok und Nord-Borneo verbreitet.
P. gigon. Die Geschlechter einander ähnlich, das ? blasser als das cf. Viel grösser als P. demolion.
der Costalrand des Vtlgls wie bei vielen Celebes-Faltern stark gebogen , die Zelle entsprechend stark ver¬
breitert; auch die Zelle des Hflgls anders als bei demolion geformt, die Subcostale viel weiter nach aussen
abgezweigt als bei jener Art, das Band des Htlgls wurzelwärts von der Subcostale stehend, Zelle des Hflgls
unten an der Spitze gelb umrandet; in den Genitalien P. liomedon am nächsten. Die junge Rp olivengrün,
Prothorax und Analsegment mit je einem Paar langer Zapfen, oberhalb der Fiisse vom Kopf bis zum After
jederseits ein weisser Streif, in der Mitte des Körpers ein breites, zackiges, weisses Querband, das sich mit
den Seitenstreifen verbindet. Die erwachsene Rp blaugrün, auf dem 3. Segmente eine schwarze Querbinde, am
Hrde des 4. Ringes eine oben hellbraune Querbinde, eine dritte Querbinde auf dem 7. und 8. Segmente, und ein
dreieckiger Seitenfleck auf dem 9. Ringe; die erste Binde bei einer von Kühn auf der Insel Bangkai beobachteten
Rp brillenförmig, dunkelbraun. Pp hell grasgrün, mit langem, gebogenem Thoracalhorn: ein Seitenstreif vom
Horn zum Analende braun, ein ebenso gefärbter Mittelstreif auf dem Rücken. Futterpflanze: »eine wilde,
buschförmige Aurantacee, wahrscheinlich Limonia angulosa W. u. A.« ; auf Bangkai wurde die Rp auf einem
feinblätterigen Waldbaume gefunden« (H. Kühn). Celebes, Siao- , Talaut- und Sulla-Inseln; nicht von
Saleyer bekannt. — gigon Fldr. (= cresphontes Bdv. nec Cr.) (21a). Auf der Unterseite des Hflgls ist die gigon.
erste schwarze Discalmakel an der Costa etwa so breit als das gelblichweisse Band, und die gelbe Umrandung
der Zellspitze ist gewöhnlich schmal und stets an den Adern in Spitzen ausgezogen. Ganz Celebes : ob die
Exemplare von Siao und Bangkai mit Celebes-Stücken übereinstimmen, ist mir nicht bekannt. Häutig: sein
PAPILIO. Von Dr. K. Jordan.
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neriotes. Flug sehr schnell. neriotes Pothsch. von Talaut und Sangir. Die Submarginalflecke der Vflglunterseite
zusammengeflossen, was zuweilen auch bei gigon vorkommt, in welchem Falle aber die Adern von dieser
Binde wurzelwärts breiter weissgelb bestäubt sind als bei neriotes; die Marginalflecke der Hflglunterseite bei
mangolinus. beiden Geschlechtern grösser als bei gigon. — mangolinus Frühst. Auf der Hflglunterseite die gelbe Um¬
randung der Zelle immer breit und die erste schwarze Discalmakel kleiner als bei gigon und neriotes. Sulla-
Inseln : Mangola und Besi.
antonio. P. antonio Ileio. (21b). ist nur von Mindanao bekannt, und der Falter scheint selten beobachtet zu
werden. Vflgl oben am Hrde mit dreieckigem weissem Felde, das die Fortsetzung eines grossen weissen
Feldes des Hflgls bildet; beide Felder auch unten vorhanden. Der Hflgl unten mit einer zuammenhängenden
Reihe blassgelber Submarginalflecke, die hintern Flecke mehr ockergelb. Das? dem cf ganz ähnlich, die
weissen Felder etwas grösser. — Über die Lebensweise und die früheren Stände ist nichts bekannt.
noblei. P. noblei Nicev. (— henricus Oberth.) (21b). Der vorigen Art sehr ähnlich, die Genitalien aber
recht verschieden. Der weisse Fleck im Hrde des Vflgls klein, das weisse Feld des Hflgls gleichfalls kleiner
als bei P. antonio, nur bis zur 2. Radiale reichend, der costale Teil des Feldes besonders viel schmäler als
bei antonio. Die Submarginalflecke der Hflglunterseite mondförmig, dunkel ockerfarben. Der Körper unten
mehr ausgedehnt blassgelblich als bei antonio. — Ober- und Unter-Birma, Ober-Tenasserim, Zentral-Tonkin.
Die cf cf sitzen auf dem feuchten Sande der schattigen Flussufer; sie sind sehr scheu und erheben sich beim
leisesten Geräusch, um hoch über den Baumkronen zu verschwinden, von wo sie erst nach 1 •> oder i Stunde
wiederkehren. Die ?? wurden nur auf Lantana-Büschen angetroffen (Fruhstorfer).
P. nephelus. Ähnlich chaon und helenus. Taster seitlich ganz weiss. Vflgl mit weissen Saumpunkten,
von denen der an der Spitze des Flügels stehende der grösste ist; das cf ohne Duftstreifen; aussen von
der Zellspitze ein schräges Band weisser Flecke, das oben zuweilen ganz fehlt, aber dann doch unten an¬
gedeutet ist; Hflgl mit einem kreideweissen Felde, das aus wenigstens 5 Makeln besteht, von denen die
4. die längste ist (bei helenus, chaon , iswara und iswaroides ist die 3. am längsten), oberseits keine Submar-
ginaltlecke, aber unterseits eine fast stets volle Reihe weisser Submarginalmonde, von denen der 4. und 5.
wie bei P. chaon gewöhnlich mit den Randflecken Zusammenhängen, das weisse Discalfeld bis zum Abdominal¬
rande verlängert, aber der letzte Fleck oft sehr klein. ? viel blasser als das cf, die weissen Zeichnungen
grösser und meistens oberseits etwas gelblich. Malakka bis Java und Borneo. Fliegt in denselben Lokalitäten
wie helenus, geht aber nicht so hoch hinauf und ist nicht so häufig. Er ist ein rastloser und sehr schneller
Flieger, der gerne Blumen besucht, an denen er aber immer nur kurze Zeit saugt. Die Rp gleicht der von
saturnus helenus und lebt an Citrus; die Puppenruhe dauert etwa 14 Tage (Martin). - saturnus Guer. (= neptunus
Quer, in tab.) (22 a). Vflgl beiderseits mit weissem Subapicalbande, der letzte Fleck des Bandes lang und
schmal; das weisse Feld des Hflgls besteht auf der Oberseite bei cf und ? aus 5 Makeln. Malakka-Halb-
atbolincatus. insei, Pinang. - albolineatus Forhes. Die Flecke des Subapicalbandes und die 5. Makel des Hflglfeldes
im ganzen etwas grösser als bei saturnus; beim ? das Hflglfeld auch oberseits bis zum Abdominalrande aus-
siporanus. gedehnt, die beiden letzten Flecke zuweilen auch beim cf angedeutet. Sumatra und Borneo. siporanus
Fugen von Pora, Mentawei-Inseln (westlich von Sumatra) ; nur 1 ? bekannt. Die weissen Zeichnungen grösser
als bei den vorigen Formen, der oberseits vor dem Hrde des Vflgls liegende gelbweisse Fleck nach vorne
hin soweit fortgesetzt, dass er mit der breiten Subapicalbinde zusammenhängt; das weisse Feld der Hflgl-
tellonus. Oberseite bis zum Abdominalrande ausgedehnt, die Spitze der Zelle in beiden Flügeln weiss. — tellonus
Frühst, von den Batu-Inseln. Wahrscheinlich nicht von siporanus verschieden, es sind aber nur cf cf bekannt
und daher die Frage noch nicht zu entscheiden. Die Subapicaltlecke des Vflgls grösser als bei den andern
Formen, mit Ausnahme von siporanus, vor dem Hrde des Vflgls auch oberseits ein weisser Fleck; das weisse
Feld der Hflgl ob er seife besteht aus 6 Makeln und es sind gewöhnlich auch noch Spuren einer 7. Makel vor-
uranus. handen. — uranus Wejm. (22b) von Nias. Das Subapicalband fehlt auf der Oberseite (cf) oder ist nur
nephelus. schwach angedeutet (?). Augenscheinlich häufig. — nephelus Bsd. (22b) findet sich auf Java; die Angabe
älterer Autoren, dass er auch auf Celebes fliegt, ist sicher irrtümlich. Die Subapicaltlecke scharf entwickelt,
aber kleiner als hei saturnus und albolineatus, weiter voneinander getrennt, vor dem Hrde der Vflgloberseite
auch beim ? kein deutlicher gelber Fleck; das weisse Feld des Hflgls besteht oberseits bei cf und ? aus
5 Makeln. Unterseits sind der Vflgl vor dem Apex und der Hflgl von der Wurzel bis zum weissen Felde
dichter gelblich beschuppt als bei saturnus und albolineatus.
P. nubilus. Dem P. nephelus ähnlich; klein, die Subapicaltlecke des Vflgls weder oben noch unten
scharf begrenzt, mehr oder weniger schwarz bestäubt, der 3. und 4. Fleck der Zelle viel näher als bei
P. nephelus stehend, der 4. weit vom Aussenrd entfernt; Hflgl oberseits mit weisser Discalbinde, die aus
7 Makeln besteht, von denen die 3. und 4. am längsten sind, keine Submarginalflecke oberseits, unten eine
volle Reihe, alle weiss, kleiner als bei P. nephelus, besonders der 4., 5. und 6. Das ? nicht bekannt. Borneo
nubilus. und Sumatra. - nubilus Stgr. von Brunei, Nord-Borneo, 1 cf in coli. Staudinger. Vflgl oben mit 2 läng¬
lichen Subapicaltlecken , unter denen noch ein dritter angedeutet ist, unten vor dem Hinterwinkel eine aus
musianus. 3 weissen Flecken bestehende Makel ; die Submarginalmonde der Hflglunterseite alle deutlich. — musianus
PAPILIO. Von Dr. K. Jordan.
Rotlisch. (39 d) von Südost-Sumatra. Vflgl oben mit 3 Subapicalflecken, unter denen ein vierter angedeutet ist,
unten mit einem Analfleck, vor dem ein ganz kleiner zweiter steht; der 4. und 5. Submarginalfleck der
Hflglunterseite äusserst klein. 1 cf im Tring Museum, aus dem Hügellande westlich von Palembang.
P. chaon. Dem P. helenus sehr nahe stehend. Taster seitlich ganz weiss. Vflgl beim cf ohne Filz¬
streifen auf der Oberseite, unten mit weissem Fleck oder einer aus 2 oder 3 Flecken zusammengesetzten
weissen Makel vor dem Hinterwinkel ; auf der Oberseite des Hflgls ein aus 4 Makeln bestehendes kreide-
weisses Feld, häufig ein kleiner 5. Fleck dahinter, unten fast stets mit 3 Flecken zwischen dem weissen
Felde und dem Abdominalrande, die Submarginalflecke oberseits nicht ausgebildet, unten dagegen fast immer
vorhanden, graugelb. Das ? blasser als das cf, besonders auf dem Vflgldiscus; die weisse Makel vor der
Hinterecke der Vflglunterseite , die Submarginalflecke des Hflgls und die zwischen dem weissen Felde und
dem Abdominalrande stehenden Flecke grösser als beim cf, die beiden vor und hinter dem Schwänze liegenden
Submarginalflecke gewöhnlich mit den an der Wurzel des Schwanzes stehenden Randflecken verbunden,
was auch oft beim cf vorkommt. Die frühem Stände unbekannt, wahrscheinlich denen von P. lielenus sehr
ähnlich. Der Falter ist ein Waldtier, das mit P. helenus zusammenfliegt, aber nicht so hoch im Gebirge
hinaufzugehen scheint; er ist am häufigsten im bewaldeten Hügellande. Sein Verbreitungsgebiet erstreckt
sich von Zentral- China und Formosa südwärts bis Cochinchina, Siam und Tenasserim und westwärts bis
Nepal. Auf Malakka und den Sunda-Inseln wird der Falter durch den ganz nahe verwandten und vielleicht
nicht spezifisch verschiedenen P. nephelus vertreten. — chaon Westw. (= duketius Frühst., dispensator Frühst.) chaon.
(22 b, c). Die 4. Makel der Hflgloberseite kürzer als die 3. ; die gelblichen Streifen auf der Oberseite des
Vflgls und die Zellstreifen auf der Unterseite beider Flügel sehr deutlich. Die Grösse der weissen Hflgl-
makeln und der Submarginalflecke, sowie die Länge der Flügel sind sehr veränderlich; bei einigen der mir
vorliegenden Stücke aus Assam und Sikkim sind die Submarginalflecke nur angedeutet. Ein ? aus Sikkim,
bei dem die Zelle des »Vflgls fast bis in die Mitte mit weissen Schuppen bedeckt ist«, wurde von Fruhstorfer
als ?-f. leucacantha beschrieben. .Bei einem cf im Tring Museum, von Cherra Punji, Assam, sind die gelben leucacantha.
Submarginalflecke des Hflgls ausserordentlich vergrössert, der 1. und der 7. Fleck sind fast so gross wie die
2. weisse Diskalmakel: ab. paryphanta ab. nov. (32 b). Die von Fruhstorfer für Tonkin- und Siam-Stücke an- paryphanta.
gegebenen Merkmale sind nicht stichhaltig. Nepal, Sikkim, Assam, Birma, Tonkin, Siam, Cochinchina; häufig
in Flussbetten im bewaldeten Hügellande. — ducenarius Frühst, cf: das weisse Hflglfeld grösser als bei ducenarius.
voriger Form, die 4. Makel vorne in eine lange Spitze ausgezogen, die über die 3. Makel hinausragt. Tenas¬
serim. — chaonulus Frühst. (= durius Frühst.). Im Durchschnitt kleiner als die vorigen Formen, aber viele dmonulus.
Stücke grösser als die kleinsten Exemplare der Subspecies chaon. Die Streifen auf beiden Seiten des Vflgls
und in der Zelle beider Flglunterseiten weniger deutlich. Hainau, China, Formosa.
P. helenus. Körper schwarz, Hinterkopf, Pronotum, Palpen und Brust mit weissen Punkten. Flügel
braunschwarz, der Vflgl oberseits beim cf auf dem Discus dicht behaart, ohne Zeichnungen, ausser 4 schwach
sichtbaren Streifen in der Zelle, unten mit je zwei weisslichen Streifen auf dem Discus zwischen den Adern.
Hflgl mit weissem Discalfelde, das beim 2 gewöhnlich analwärts etwas mehr verlängert ist als beim cf und
bei beiden Geschlechtern aus 3 oder 4 Flecken besteht, von denen der 3. der grösste ist. Die Submarginalmonde
des Htlgls rot, oben gewöhnlich nur der letzte deutlich, unterseits vor dem Analfleck ein kleiner roter Discal-
tleck. Das 2 blasser als das cf, die Scheibe der Vflgloberseite schwach aufgehellt , die Submarginalflecke
des Hflgls oberseits deutlicher. Die Rp auf Zanthoxylum und Citrus, erwachsen bläulich grün, der Thorax
stark geschwollen, oberhalb der Fiisse ein vorne brauner, hinten weisser Seitenstreif, von dem auf dem
4. Ringe ein brauner, auf dem 7. ein schräger weisser und auf dem 9. ein zweiter weisser Gürtel ausgeht,
letztes Segment weiss, auf dem Thorax ausserdem ein Ouerband, das jederseits mit einem schwarzen Fleck
endigt. Pp sehr stark gekrümmt. Der Falter ist ein Waldtier, das besonders im hohen Jungle vorkommt.
Der Flug ist sehr schnell und unregelmässig, der Falter daher trotz seiner Häufigkeit nicht leicht zu fangen.
Er ist am zahlreichsten in niedern Lagen, geht aber bis etwa 6000 Fuss hinauf; er sitzt oft an Pfützen auf
schattigen Waldwegen und besucht auch Blumen, ln den nördlichen Gegenden sind die Exemplare der Früh¬
jahrsgeneration kleiner als die Sommerstücke und haben im allgemeinen grössere rote Submarginalflecke auf
beiden Seiten des Hflgls. Verbreitungsgebiet: von Süd -Japan (Kiushiu), West-China und Nordwest-Indien
süd- und ostwärts bis Timor. Nicht von Celebes bekannt. — nicconicolens Btlr. (= ? semnus Frühst.) von nicconicolens.
Kiushiu und den Liukiu-Inseln Oshima und Okinawa. Die Sommerstücke, f. nicconicolens (Bd. 1. Taf. 5 c),
gross, das weisse Feld des Hflgls schmal, die gelbroten Flecke des Hflgls wenigstens beim cf oberseits ge¬
wöhnlich nur sehr schwach entwickelt. Die Frühjahrsform, f. orosius Frühst. (= ? semnus Frühst.), ist kleiner, orosius.
das weisse Feld des Hflgls ist meist breiter, und die gelbroten Flecke der Hflglunterseite sind grösser. Die
von Fruhstorfer angegebenen Unterschiede zwischen Stücken von Kiushiu und Oshima werden von unsern
Exemplaren nicht bestätigt. Es scheint mir daher am besten zu sein, die von Kiushiu und den Liukiu-Inseln
stammenden helenus als zu einer einzigen Subspecies gehörig zu betrachten , bis einigermassen stichhaltige
Unterschiede nachgewiesen sind. — fortunius Frühst, von Formosa. Nach Fruhstorfer entfernt sich das cf fortunius.
»von helenus aus Hongkong (21 b) und besonders nicconicolens Btlr. von Kiushiu durch die schmalen roten
submarginalen Halbmonde und mehr noch die stark reduzierte, an palawanicus Stgr. erinnernde Weissfleckung
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PAPILIO. Von Dr. K. Jordan.
der Hflgl-Unterseite«. Ein Pärchen im Tring Museum, der Frühjahrs form angehörig (im März und April ge¬
fangen), und 4 weitere cf cf ohne Fangdatum haben die roten Submarginalflecke gut entwickelt und kommen
Hongkong-Stücken so nahe, dass kaum ein Unterschied zu sehen ist; es scheinen die grauweissen Discal-
helenus. streifen der Vflglunterseite bei den Formosa-Stücken etwas länger zu sein. — helenus L. (— aulus Frühst.)
(21 b, aus Honkong). Wie bei den vorigen Formen sind die roten Submarginalflecke der Hflglunterseite alle
entwickelt; die 2. und 3. Makel des weissen Hflglfeldes sind länger und die 1. Makel ist im Verhältnis
kleiner, als bei nicconicolens ; weder beim cf noch beim ? ist eine 4. deutliche Discalmakel vorhanden. Die
• Hainan-Stücke, welche Fruhstorfer aulus nennt, sollen sich von helenus durch ihre Kleinheit unterscheiden;
ich kann keinerlei Unterschied finden. Die kleinsten Frühjahrstücke sind durch alle Zwischenstufen mit den
rufatus. grossen Sommerstücken verbunden (Vflgllänge in unserer Serie 43 — 70 mm). Bei ab. rufatus Rothsch. (32b)
ist das weisse Feld des Hflgls sehr stark reduziert, die erste Makel des Feldes ist unterseits sehr klein oder
fehlt ganz; dagegen ist die zwischen den beiden Medianästen liegende Randzelle unterseits vom Discal- bis
zum Submarginalflecke rot ausgefüllt; 2 cf cf aus Sikkim, im Tring Museum. Bei einem 3. cf, von den Naga-
Bergen, ist dieses rote Feld auch oben entwickelt. Im westlichen China und Nordwest - Indien ist helenus
selten, dagegen in Süd-China, Tonkin, Nord-Indien und Birma ziemlich häufig; dieser nymotypische helenus
daksha. kommt südwärts bis Siam und zur Malakka-Halbinsel vor. — daksha Moore ist die grösste helenus- Form, und
hat eine Vflgllänge von 48 bis 75 mm; die meisten Exemplare sind gross. Das weisse Feld des Hflgls ist
gross, es berührt die Zelle oder ragt etwas in dieselbe hinein, die erste Makel des Feldes ist besonders breit;
die roten Submarginaltleeke sind unterseits alle vorhanden ; die weissgrauen Discalstreifen der Vflglunterseite
mooreanus. sind kurz, ln bewaldeten Distrikten Süd-Indiens, von Poona (bei Bombay) südwärts. — mooreanus Rothsch.
(21 c). Im Durchschnitt viel kleiner als daksha; die weissgrauen Discalstreifen der Vflglunterseite kurz; die
hystaspes. Hflglunterseite mit einer vollen Reihe roter Submarginal- und blauer Discalmonde. Ceylon. — hystaspes
Fldr. (= varasi Reak.) findet sich auf den Philippinen, wie es scheint, auf allen Inseln der Gruppe. Das
w’eisse Feld des Hflgls besteht aus 4 grossen Makeln, die bei cf und 2 unten fast so gross wie oben sind.
Die roten Submarginalmakeln sind entweder alle vorhanden oder fehlen zum Teil, zuweilen sind nur die
palawatiicns. hintern beiden ausgebildet. — palawanicus Stgr., von Domaran, Palawan und Balabac, fliegt wahrscheinlich
auch auf Banguey. Das weisse Feld des Hflgls besteht aus 3 Makeln, zu denen unterseits beim ? noch ein
kleiner schmutzig weisser 4. Fleck tritt, die Makeln oberseits viel grösser als unten, die 1. beim cf fast
quadratisch, die 3. dicht an der Zelle stehend oder in dieselbe hineintretend, nicht länger (meist sogar kürzer)
als ihre Entfernung vom Saume. Auf der Unterseite des Hflgls fehlt beim cf wenigstens der Submarginal-
enganius. mond hinter dem Schwänze. — enganius Doli. (= helenus auct. pt. ; palawanicus, Rothsch. pt.). Das weisse
Feld des Hflgls fast wie beim echten helenus, die 1. Makel kleiner als bei palawanicus, die 2. und 3. da¬
gegen grösser, die 3. länger als ihre Entfernung vom Saume. Unterseits treten beim 2 1 oder 2 kleinere
Flecke hinzu, auch das cf hat häufig einen kleinen weissen Punkt hinter dem weissen Felde ; die beiden vor
und hinter der 3. Radiale liegenden Submarginalmonde fehlen oder sind klein. Auf Borneo , Sumatra und
tambora. den Nebeninseln, sowie auf Java und Lombok. — tambora Rothsch. Der vorigen Form ähnlich, aber sowohl
der anale rote Fleck auf der Hflglunterseite als auch der neben ihm hegende rote Discalfleck stark ver-
mangarinus. grössert. Sumbawa; mir nur eine Anzahl cf cf bekannt. — mangarinus Rothsch. Die weissgrauen Discal¬
streifen auf der Vflglunterseite länger als bei den beiden vorigen Formen, der rote Analfleck auf der Unter¬
seite des Hflgls und der neben ihm liegende Discalfleck grösser als bei enganius , aber kleiner als bei tambora ;
der 4. und 5. Saumlleck des Hflgls lang und sehr dünn. Flores, eine Anzahl cf cf im Tring Museum. —
jindanus. jindanus Rothsch. von Sumba. Gross, der Vflgl bei cf und ? stark gebogen, der Hflgl länger und hinten
schmäler als bei den andern Subspecies von P. helenus, das weisse Feld des Hflgls gross, die 3. Makel des¬
selben oberseits fast doppelt so lang als seine Entfernung von der Spitze der 1. Radiale; der anale und
discale rote Fleck auf der Hflglunterseite so gross wie bei mangarinus, auch der 1. Submarginalfleck gross.
biseriatus. Der Vflgldiscus auf der Oberseite beim 2 ziemlich stark aufgehellt. - biseriatus Rothsch. von Timor, nur
3 22 bekannt, welche Doherty bei Dili (in Portugiesisch Timor) und.Oinanisa (in Holländisch Timor) fing.
Die Scheibe des Vflgls oberseits bandartig aufgehellt, der Saum weniger eingebogen als bei jindanus, das
weisse Hflglfeld noch etwas breiter als bei voriger Form und hinten bis über die 3. Radiale hinaus spitz
verlängert: der Hflgl oben mit 5 roten Submarginalflecken, die Saumflecke grösser als bei jindanus, die
hintern wurzelwärts rötlich, der Flügel zwischen dem Analwinkel und der Spitze der 2. Radiale breiter als
bei voriger Form. Unten sind die weissgrauen Streifen des Vflgls wurzelwärts scharf abgeschnitten und
ihre bei 2 von den 3 Exemplaren deutlich helleren Enden bilden eine unterbrochene weisse Linie, die sich
costalwärts verbreitert; auf dem Hflgl ist das weisse Feld durch 2 Flecke fortgesetzt ; aussen von jedem dieser
beiden Flecke kann ein roter Mond stehen (diese beiden Monde sind zuweilen auch bei tambora entwickelt),
die roten Submarginalflecke alle . vorhanden , die am Analwinkel stehenden Flecke etwa so gross wie bei
jindanus.
P. iswaroides. cf dem P. helenus zum Verwechseln ähnlich. Vflgl oberseits mit gelblichen Discal¬
streifen, unterseits sind die hinteren Discalstreifen breiter und reiner weiss als bei helenus; Hflgl unten mit
grossem Saumflecken als bei helenus und mit nur 2 roten Submarginalmonden, da die obern 5 Monde fehlen.
PAPILIO. Von Dr. K. Jordan.
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Genitalien : die beiden infernalen Fortsätze des letzten (= 10.) Segments nicht nadelförmig spitz, sondern stumpl :
die Harpe, welche bei helenus etwas korkzieherartig gewunden ist, liegt bei iswaroides vor der Mitte der
Haftklappe, ist viel schmäler als bei helenus und ihr freier Teil ist einfach von der Haftklappe weg nach
innen gebogen, ohne eine halbe Wendung zu machen. Das 2 nicht bekannt. Sumatra und Malakka, wahr¬
scheinlich weiter verbreitet, aber mit helenus verwechselt. curtisi subsp. uov. von Selangore, Malakka- curtisi.
Halbinsel; mir nur 1 cf bekannt; die zwischen der 3. Radiale und der 2. Mediane liegenden Discalst reifen
der Vtlglunterseite nur so lang wie das schwarze Saumfeld breit ist; das weisse Htlglfeld schmäler als bei
der nächsten Form. — iswaroides Frühst. (21c) tliegt das ganze Jahr hindurch in den Bergen Sumatras, iswaroides.
wo Dr. Martin’s Sammler eine grössere Anzahl erbeuteten. Die Discalstreifen der Vtlglunterseite alle
wenigstens doppelt so lang als der schwarze Saum breit ist; die 2. weisse Makel des H fl gl s etwa doppelt
so lang als ihre Entfernung vom Saume.
P. iswara. Dem P. helenus sehr ähnlich. Taster ganz weiss; das weisse Feld des Htlgls besteht
aus 4 Makeln, von denen die 3. die grösste ist; das Feld beim cf unten kleiner als oben, mit Ausnahme
des 4. Flecks, der unten grösser ist, zwischen ihm und dem roten Analauge beim ? 2 weitere weisse Flecke,
von denen auch beim cf wenigstens der obere deutlich ist, meist nur 2 rote Submarginalflecke vorhanden,
beide gross, gewöhnlich mit den Randflecken einen Ring bildend, vor dem analen Submarginalflecke kein
roter Discalfleck wie bei P. helenus, aber stets 3 blaue Monde. Die Scheibe der Oberseite des Vflgls beim cf
filzig behaart. Das 2 blasser als das cf, die roten Submarginalflecke auf beiden Seiten grösser. Die Geni¬
talien denen von P. helenus ähnlich, die Harpe des cf mehr löffelförmig und die infranalen Fortsätze kürzer.
Wie P. helenus ein Bewohner waldiger Distrikte, der hauptsächlich im Hügellande vorkommt. Die frühem
Stände nicht bekannt. Von Süd-Tenasserim bis Sumatra und Borneo verbreitet; nur stellenweise häufig. —
iswara White (21c). Das weisse Htlglfeld hinten breit; die gelbroten Flecke der Hflglunterseite gross, der iswara.
vordere Ring auch beim cf stets geschlossen, die schwarze Pupille der beiden Ringe beim 2 klein. Unter-
rTenasserim, Malakka-Halbinsel, Penang, Sumatra, Banka. Die Exemplare von den letztem beiden Inseln
nähern sich der nächsten Form. — araspes Fldr. Im Durchschnitt kleiner als iswara, aber die grössten araspes.
Exemplare bei weitem grösser als die kleinsten iswara. Das weisse Feld des Htlgls meist nicht so breit als
bei iswara , hinten mehr zugespitzt; die roten Flecke der Hflglunterseite und die 4. weisse Discalmakel
kleiner. Eins der zwei ?? im Tring Museum von Lawas, Nord-Borneo, trägt auf der Hflglunterseite vorne
3 dünne rote Submarginalmonde, vor der 1. Mediane einen feinen roten Längsbogen und vor dem Schwänze
Spuren eines weiteren Submarginalfleckes, so dass die volle Reihe der Submarginalmonde wenigstens an¬
deutungsweise vorhanden ist. Borneo- und Natuna- Inseln; unsere beiden Stücke von Bungaran, Natuna,
nähern sich iswara ein wenig.
P. sataspes. Ähnlich P. iswara, aber das 2. Tastersegment schwarz, das weisse Htlglfeld kleiner,
in zwei der drei sataspes- Formen oben sehr stark reduziert und unten ganz oder fast ganz fehlend; die
Submarginalflecke des Htlgls gelb, der 5. selten angedeutet, häufig auch der 3. und 4. verschwunden.
Celebes, Bangkai und Sulla - Inseln , nicht selten im Hügellande. — sataspes Fldr. (22 a) ist über ganz sataspes.
Celebes verbreitet. Das weisse Feld des Vflgls besteht oben und unten aus 3 grossen Makeln, zu denen
beim 2 noch ein besonders unten deutlicher 4. Fleck tritt. — artaphernes Honr. Das sehr stark reduziert artaphernes.
weisse Htlglfeld reicht oberseit.s bis zur 2. Radiale und ist unten fast erloschen. Bangkai; mir nicht in
Natur bekannt. — ashasverus Stgr. (22a), der vielleicht mit der vorigen zusammenfällt, fliegt auf den ashasverus.
Sulla- Insein , wo das cf keine Seltenheit ist; das Htlglfeld noch kleiner als bei artaphernes, nie bis zur
2. Radiale reichend, unten nur der 2. Fleck durch einen sehr dünnen Strich angedeutet. Beim 2 ist das
Htlglfeld oberseits noch schmäler als beim cf und unten finden sich an seiner Stelle 2 dünne Monde. Nur
von Sulla-Mangoli bekannt.
P. diophantus Smith (= diaphantus Hagen ) (22 c). Von allen Papilios durch 2 rote schmale Längs- diophantus.
streifen unterschieden, die auf der Unterseite des Htlgls stehen, nämlich einer an der Wurzel des Costal-
randes, der zweite hinter der Costalader. Die weissliehen Discalstreifen der Vflgiunterseite hinten zu einem
schmalen Bande verdichtet. Hflgl mit einem aussen an den Adern stark gezähnten salmefarbenen Felde,
das unten bandartig bis zum Abdominalrande verlängert ist; weder oben noch unten Submarginalflecke, die
Randmonde lang, der Schwanz an der äussersten Spitze sahnefarben. Das 2 blasser als das cf, das aus
kurzen Streifen Ixestehende Discalband des Vflgls ist auch oben vorhanden und verliert sich costalwärts:
das Band des Htlgls auch oben bis zum Abdominalrande deutlich, aber die hintern 3 Flecke gebräunt.
Diese eigenartige Species ist bis jetzt nur aus Sumatra bekannt, wo sie im Berglande von 1000 m aufwärts
das ganze Jahr hindurch fliegt; das 2 wird selten erbeutet.
P. fuscus. Körper ähnlich wie bei P. nephelus, Taster seitlich ganz weiss. Vflgl beim cf ohne Duft¬
streifen, Hflgl mit weissem Discalbande, das oben stets breiter als unten ist und entweder bis zum Abdominal¬
rande reicht oder abgekürzt ist und unten zuweilen ganz fehlt; aussen von diesem Bande oben fast immer
graue oder blaue unbestimmte Flecke zerstreuter Schuppen, unten stets wenigstens einige blaue Discalflecke
vorhanden; die Submarginalflecke gelbrot: die Streifen in der Zelle beider Flügel wenig deutlich, die Zelle
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PAPILIO. Von Dr. K. Jordan.
des Hflgls unterseits meist ähnlich mit hellen Schuppen überstreut wie die Wurzel des Subcostalfeldes. Der
Vflgl häufig mit einer weissen, nicht scharf begrenzten Discalbinde, die sich zuweilen vorne zu einem breiten
Felde erweitert, das mitunter nur allein entwickelt ist. Das ? dem cf ähnlich, aber blasser, die Zeich¬
nungen meist grösser. Die Eier einzeln auf Citrusblätter nahe deren Spitze auf der Ober- oder Unterseite
abgelegt, hellgrün oder blassgelb. Rp, wenn jung, schmutzig grün, vorne und hinten weisslieh, mit schwarzem
V- Fleck in der Mitte des Rückens; an jeder Seite des Rückens eine Reihe kleiner weisser Dornen; Kopf
glänzend schwarz. Die erwachsene Rp in der Farbe sehr veränderlich, gewöhnlich braunrot mit gelb und
olivengrün gemischt, die Unterseite blass grünlich oder weisslich , hinten am Thorax beginnt ein schräges
Seitenband, kleinere schräge Seitenflecke auch auf einigen andern Segmenten, das Pronotum und das
11. Segment mit einem Paare Höcker. Die Pp glänzend grün, unten in der Mitte stark gewölbt, dorsal nur
sehr schwach eingebogen, mit niedrigem Thoracalhöcker , die Flügelscheiden gleichmässig vorspringend, der
Umriss der Pp in Dorsalansicht fast ein Parallelogramm bildend, der Kopf abgestutzt und jederseits in eine
Spitze ausgezogen. Die Falter im offenen Walde mit Unterholz. Von den Andamanen bis zu den Salomons-
Inseln verbreitet, fehlt aber Sumatra, Java und den kleinen Sunda-Inseln , sowie auch den Philippinen. —
andamanicus. andamanicus Rothsch. (22 b). Bis vor kurzem mit prexaspes vereinigt. Der Vflgl auf der Oberseite und
unterseits auf der Scheibe, sowie die Wurzelhälfte der Hflglunterseite dichter gelblich bestäubt; die 4. Makel
des gelblichweissen Hflglfeldes kürzer als bei den beiden nächsten Formen; oberseits kein orangefarbener
Analfleck; Unterseite des Hflgls an der Aussenseite jeder Discalmakel mit blauem Fleck. Beim $ trägt der
dayacns. Vflgl unterseits ein hinter der Mitte undeutliches weisses Band. Andamanen. — dayacus Rothsch. cf: Der
Hflgl oberseits mit deutlichem 4. Discalfleck , unterseits erreichen die 3. und 4. Makel die Zelle nicht , die
3 untersten Makeln des weissen Bandes gross. ?: Vflgl oberseits mit schmalem verwischtem weissem Bande,
das den Hinterrand erreicht und aussen von der Zellspitze sehr stark erweitert ist; unterseits das Band reiner
weiss und die Zelle mit weissem Fleck im Apex: das gelbweisse Band des Hflgls ist breit und bis zum Ab¬
dominalrande verlängert, und tritt in die Zelle ein; die Marginal- und Submarginalflecke der Unterseite gross.
prexaspes. Nord- und Süd -Borneo. — prexaspes Fldr. bewohnt die Halbinsel Malakka. Auf der Hflglunterseite sind
die 6 vordem blauen Discalflecke , wenn überhaupt vorhanden, sehr klein, der 5. und 6. weisse Discalfleck
sind kleiner als der 1., und der 4. ragt nicht über die untere Spitze des 3. hinaus. Das ? mir nicht bekannt. —
pertinax. pertinax Wall. (= metagenes Frühst.). Costalrand des Vflgls stark gebogen; auf dem Vflgl ein gelblich-
weisses Discalband, das wenigstens unten vor dem Hinterrande deutlich ist, nach vorne hin allmählich ver¬
schwindet und sowohl in der Länge als Breite stark variiert; das weisse Feld der Hflgloberseite erreicht die
Zelle nicht, es besteht aus 3 Makeln, an welche sich oft eine 4., verwischte Makel anschliesst, zuweilen ist
das Fehl durch spärliche graue Beschuppung mit dem Abdominalrande verbunden. Bei kleinen Exemplaren
minor. ist der Vrd des Vflgls im allgemeinen weniger stark als bei grossen gebogen. Die Bezeichnung ab. minor
Oberth. bezieht sich auf kleine Stücke. Es variiert pertinax in allen Lokalitäten beträchtlich in der Zeichnung,
besonders auf der Unterseite. Sangir- und Talaut-Inseln , ganz Celebes, Saleyer, Toekan Bessi- und Sulla-
porrothenus. Inseln. — porrothenus subsp. nov. Flügelform ähnlich wie bei pertinax ; Vflgl 38 bis 52 mm lang; das
gelblich weisse Feld des Hflgls oberseits nach hinten in ein dünnes Band ausgezogen, das gewöhnlich den
Abdominalrand erreicht, die 3. Makel viel länger als ihre Entfernung vom Saume (gewöhnlich doppelt oder
selbst dreimal so lang) ; die Submarginalflecke der Hflglunterseite klein und blass, auch beim ?, oft fast alle
fehlend, der 7. klein oder gar nicht ausgebildet. Kalao und Dyampea (= Djampea), südlich von Celebes;
lapathus. eine Anzahl cf cf und ein ? von A. Everett im Dezember 1895 gesammelt. — lapathus Frühst, von den
Nord-Molukken: Morty, Halmahera, Ternate und Batjan. Vflgl unterseits, zuweilen auch oberseits, vor dem
Hinterrande mit einem schmalen Discalbande, das nach vorne hin verschwindet oder aussen von der Zell¬
spitze zu einer breiten, aber undeutlich begrenzten Aufhellung erweitert ist, aussen an der Zellspitze sind
keine deutliche weisse Flecke vorhanden ; beide Flügel, besonders aber der Hflgl, kürzer als bei der Rasse von
den Süd-Molukken: das gelblichweisse Hflglfeld variiert in Länge und Breite, und die aussen von demselben
stehende gelblichgraue oder blaue Beschuppung ist nicht zu so deutlichen Flecken verdichtet, wie dies ge¬
wöhnlich bei der Subspecies von den Süd-Molukken der Fall ist. Zuweilen ist der Schwanz zu einem kurzen
ombiranus, Stummel reduziert. — ombiranus Rothsch. (23 a) fliegt auf den verschiedenen Inseln der Obi-Gruppe. Vflgl
mit grossem, dreieckigem, weissem Felde aussen von der Zellspitze, dies Feld, das sehr selten fehlt, hinten
gewöhnlich in ein schmales, unbestimmtes Band ausgezogen, das meist den Hinterrand erreicht: das weisse
Hflglfeld gross, bis zum Hinterrande oder wenigstens der 2. Mediane reichend, die vordem, dasselbe durch¬
ziehenden Adern nicht schwarz, die gelblich graue oder bläuliche Bestäubung aussen vom Bande nur schwach
fuscus. entwickelt. — fuscus Goeze (— madanus Frühst.) (22 c). Vflgl ohne Discalband, oder, wenn ein solches vor¬
handen, mit weissen Makeln aussen von der Zellspitze, der Costalrand weniger stark gebogen als bei pertinax;
das Hflglband besteht aus wenigstens 4 Makeln, es ist meistens nach hinten spitz ausgezogen und tritt sehr
cinereomacu- häufig in die Zelle ein. Drei Hauptformen, die durch Übergänge verbunden sind: f. cinereomaculatus
latus. Goeze : Vflgl mit weissen Flecken aussen von der Zellspitze, zuweilen mit einem bis zum Hinterrande gehenden
fuscus. Bande; f. fuscus Goeze (= severus Cram.): Vflgl ohne weisse Flecke aussen von der Zellspitze, das Band
castaneus. des Hflgls nach hinten spitz verlaufend, oft in die Zelle eintretend; f. castaneus Goeze: Vflgl ohne weisse
Flecke; das Band des Hflgls abgekürzt, schmal, aus 4 Flecken bestehend. Wir bezogen früher den Namen
Ausgegeben 10. JTl. 00.
PAPILIO. Von Dr. K. Jordan.
castaneus irrtümlich auf die Celebes- Form. Südliche Molukken: ßuru, Amboina und Nebeninseln . Cerarn.
Ceram Laut und Goram Laut. Die weissen Makeln der Hflglunterseite sind häufig so dicht schwarzbraun
bestäubt, dass die Makeln sich kaum von dem dunklen Grunde abheben, was auch sehr häufig bei ombiranus
und zuweilen bei lapafhus vorkommt. — thomsoni Btlr. (= langem Druce). Beide Flügel kürzer und breiter thomsoni.
als bei den vorhergehenden Formen, der Hflgl mehr gerundet. Vflgl gewöhnlich oben und unten mit Discal¬
llecken aussen von der Zellspitze, aber nie mit weissem Fleck oder bindenartiger Aufhellung vor dem Hinter¬
rande. Das weisse Feld der Pltlgloberseite reicht stets bis zur 2. Mediane oder bis zum Abdominalrande,
und aussen von demselben finden sich nur Spuren blauer oder grauer Bestäubung ; auf der Unterseite fehlen
die weissen Discalflecke ganz oder sie sind sehr stark schwarz bestäubt, die Submarginalflecke, welche auch
häufig fehlen, stehen etwas weiter vom Saume entfernt als bei den Molukken-Rassen. Sehr häufig auf den
Key-Inseln. Ein merkwürdig aberrantes Exemplar (?) ist als ab. mordingtoni Roth sch. (30 c) beschrieben: mordingtorii.
Hflgl oben mit 4 weissen Flecken , von denen der in der Zelle stehende gross und verwischt ist ; vor dem
Analwinkel liegen 2 grosse rote Flecke, die unterseits noch grösser als oben sind: von Key Toeal. — rotalita rotalita.
Sicinh. (= septimius Styr.). Obwohl Swinhoe Key als das Vaterland angab, so unterliegt es jetzt keinem
Zweifel mehr, dass diese Form nur auf den Aru-lnseln fliegt. Vflgl mit 2 bis 4 kleinen Subapicaltlecken.
die oberseits zuweilen kaum angedeutet sind, der 1. der grösste, der 2. in der Subcostalgabel, der Saum von
diesen Flecken ab blasser als der übrige Flügel ; das gelbliehweisse Band des Hflgls tritt nicht in die Zelle,
der 1. Fleck ist immer klein und das Band ist hinter dem 4. Flecke plötzlich stark verschmälert; der rote
Analfleck ist stets vorhanden. Unterseits ist der erste weisse Discalfleck des Hflgls sehr dünn, der 2. und
4. sind klein, der 3. ist höchstens um die Hälfte länger als breit, gewöhnlich aber fast kreisrund, alle diese
Flecke weit von der Zelle entfernt. — offakus Frühst., von Waigeu, ist mir nicht in Natur bekannt. Die offakus.
Beschreibung passt so gut auf Stücke von den Nord-Molukken, dass man an eine Verwechslung der Fund¬
orte denken könnte. ?: Die Flügel oberseits reichlich grüngrau beschuppt, der Vflgl unterseits im Aussen-
teile mit einer weisslich grauen Binde, die costalwärts nicht so hell wird wie bei der folgenden Rasse; die
Blaufleckung der Hflglunterseite viel deutlicher als bei lapafhus und beccarii. — beccarii Oberth. (27 c). cf : beccarii.
Vflgl oben vor dem Saume mit gelblichen Streifen, die nach hinten hin kürzer werden und deren innere
Enden oft zu einem dünnen Fleckenbande verdichtet sind; zwischen den Subcostalen unterseits gewöhnlich
ein paar weisse Fleckchen, die auch zuweilen oben angedeutet sind, das gelbliehweisse Band des Hflgls
reicht bis zum Abdominalrande und tritt nur selten in die Zelle ein : unten sind stets wenigstens 4 weisse
Discalflecke vorhanden, von denen der 3. und 4. selten kürzer als ihre Entfernungen von der Zelle sind.
Beim ? ist das Band des Vtlgls unterseits gewöhnlich etwas deutlicher als beim cf, es treten aber nie scharf
begrenzte weisse Subapicalflecke wie bei rotalita auf. Holländisch und Deutsch Neu-Guinea ; im deutschen
Gebiete recht selten. indicatus Btlr. (= yorkeanus Frühst.), cf: Vflgl oben und unten mit einem schmalen indicatus.
Bande, das vorne am breitesten ist und den Hinterrand oft nicht erreicht, die vorderen Flecke des Bandes
aussen eingeschnitten; das Band des Hflgls steht immer von der Zelle getrennt und die weissen Discalflecke
der Hflglunterseite sind in der Regel alle schmal, von den roten Submarginalflecken ist oberseits höchstens
der anale vorhanden. Beim ?, das viel blasser als das cf, ist das Vflglband mehr verwischt als beim cf, auch
ist hier der rote Analfleck auf der Oberseite klein oder fehlend. Britisch Neu-Guinea, D’Entrecasteaux-Inseln.
Woodlark, Luisiaden, Inseln in der Torres-Strasse, Gap York. In der Nähe der Küste häufig; Mathew be¬
richtet von einem Schmetterlingszuge, den er an der Küste Neu-Guineas beobachtet hat und der zum grossen
Teile aus Exemplaren dieses Papilios bestand. — capaneus Westiv. Der vorigen Subspecies sehr ähnlich; capaneus.
die vordem Flecke des Vflgls grösser und der Hflgl trägt oberseits ausser dem immer deutlichen roten Anal¬
fleck wenigstens beim ? mehrere rote Submarginalflecke, oft eine volle Reihe. Die weissen Discalflecke der
Hflglunterseite und die Submarginalflecke sind meist grösser als bei Stücken von Neu-Guinea. — xenophilus xenophilus.
Mathew epibomius Frühst .) (23 a). Im Durchschnitt viel grösser als capaneus; das Band der Hflgloberseite vom
5. Fleck ab breiter. Das Vflglband, welches bei manchen Stücken breit unterbrochen ist und unten zuweilen fast
ganz fehlt, reicht bis zur 3. Subcostale und ist vorne gewöhnlich am breitesten. Auf den südlichen Salomons-Inseln :
Ugi, Guadalcanar, Isabel, Neu-Georgien, Guizo, Rendova. — hasterti Ribbe. Das Band des Vflgls ist unterseits hasterti.
bei cf und ?, beim 2 auch oberseits, nur hinten ausgebildet ; beim cf ist ausserdem der erste Fleck des Bandes
oberseits nur angedeutet. Ghoiseul und Bougainville. Die beiden von Webster gefangenen ??, welche Rothschild
im Jahr 1895 von Alu angab, stammen wahrscheinlich von Neu-Georgien, Webster’ s Angaben waren nicht
immer zuverlässig. Wenn auf Alu eine Form dieser Art vorkommt, so ist es sicherlich hasterti. — cilix Godm. ci/ix.
und Sah. (23 a). cf: Vflgl oberseits ohne Binde, bei reinen Stücken ziemlich dicht gelblich bestäubt, unterseits
mit kleinen weissen Flecken vom Hinterrande costalwärts, die Reihe nie bis zur Costa verlängert, häufig bis
auf ein vor der 2. Submediane liegendes Fleckchen verschwunden , zuweilen auch dieser Fleck nicht aus¬
gebildet. Das weisse Band des Hflgls oben und besonders unten breiter als bei allen andern Subspecies von
P. fuscus, stets bis zum Abdominalrande gehend. ?: blasser als das cf, der Vflgl wenigstens unten mit einer
nach vorne verschwindenden weisslichen Discalbinde ; Exemplare mit fast weissem Hinterleib sind ?-ab. albo- alboventris.
ventris Ribbe. Neu-Hannover und Neu-Mecklenburg (= New Ireland). — lamponius Frühst, Meist kleiner lamponius.
als die vorige Form (Vflgllänge bei cilix cf 57 — 67 mm, 2 67 — 70 mm; bei lamponius cf 50 — 61 mm, 2 62 bis
64 mm). Die übrigen von Fruhstorfer angegebenen Unterschiede sind noch weniger stichhaltig, doch ist
IX 8
PAPILTO. Von Dr. K. Jobdain.
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es richtig, dass wenigstens bei vielen cf cP von lamponius das weisse Hflglband oberseits tiefer in die Zelle
eindringt als bei cilix. Auch hier kommen nach Ribbe ?? mit fast weissem Hlb vor. Neu-Pommern (=r New
B ritain).
P. albinus. Dem P. fuscüs ähnlich. Die Grundfarbe beim cf fast rein schwarz; das weisse Feld
der Hflgloberseite sehr breit, stets bis in die Zelle gehend, der 2. bis 4. Fleck aussen scharf ausgeschnitten
und an den Adern in einen spitzen Zahn ausgezogen, aussen von dem weissen Felde keine graublauen Discal¬
flecke; unten die weissen Makeln sehr scharf begrenzt, besonders aussen. ? viel blasser als cf, das weisse
Feld des Hflgls wie beim cf, aber oberseits meist etwas schmäler, zuweilen die Zelle nicht erreichend; der
Hflgl unten mit einem aus 6 oder 7 Makeln bestehenden weissen Discalbande und einer vollen Reihe schmutzig
albinus. gelber Submarginalflecke. Holländisch und Britisch Neu-Guinea, in niedern Lagen des Hügellandes. — albinus
leucophanes. Wall. (= sekarensis Honr.). Vflgl ohne weisses Subapicalband. Holländisch Neu-Guinea. Bei ab. leucophanes
lesches. Gr.-Sm. trägt der Hflgl unterseifs nur 2 weisse Discalmakeln. — lesches Godm. und Sah. (25 c). Vflgl mit
weissem Subapicalbande. Britisch Neu-Guinea.
schmeltzi. P. schmeltzi Herr. -Sch. (27 c). cf: Vflgl schwarz, häufig vorne mit Spuren einer gebogenen, dünnen,
weissen Discalbinde, die unten stets vorhanden ist. Hflgl mit bläulichgrauer Discalbinde, die den Abdominal¬
rand nicht erreicht und aussen sehr stark gezähnt ist; unten ist diese Binde durch eine ziemlich vollständige
Reihe dünner Monde vertreten, aussen von denen grosse blaue Monde stehen, die Submarginalflecke, welche
oben fehlen, sind unten ockergelb und alle sehr gut entwickelt, die Adern an der Wurzel des Hflgls, besonders
die Gostale, grau gestreift (wie bei godeffroyi). 2 blasser als cf, Vflgl auch oben immer mit Discalbinde. Das
frisch gelegte Ei strohgelb, später orange, vor dem Ausschlüpfen grau. Die junge Rp Vogeldung ähnlich,
mit verzweigten Dornen auf allen Ringen; erwachsen sehr variabel, gewöhnlich grün, mit braunem Thoracal-
band, das unten seitlich bis zum Prothorax läuft, auf dem Hlb 2 abgekürzte Schrägbänder, auf den 3 Thoracal-
ringen und dem vorletzten Hlbssegmente niedrige Höcker; die Nackengabel lebhaft rot. Pp stets an einem
Zweige befestigt, blaugrün, unten in der Mitte stark gewölbt, dorsal massig eingebogen, mit Silberstreifen
auf den Flügelscheiden und dem Hlbe, die Mitte des Hlbs dorsal lebhaft goldgrün. Auf Aralia. Der Falter
im offenen Walde mit Unterholz; sein Flug unregelmässig, stossweise. — Fiji-Inseln; der einzige dort vor¬
kommende Papilio.
godeffroyi. p, godeffroyi Semp. (27 c). cf: Vflgl ziemlich spitz, mit schrägem Bande weisser Flecken aussen
von der Zelle, das Band unterseits durch eine unterbrochene oder vollständige Reihe schmaler Querflecke
bis zur Submediane fortgesetzt. Hflgl oben mit bläulicbgrauem Discalbande, das hinten zugespitzt ist und
nicht in die Zelle eintritt; aussen von dem Bande unbestimmt begrenzte blaue Flecke; Fransenflecke beider
Flügel gross. Unten das Band des Hflgls nur durch eine schwache Linie angedeutet, aussen von derselben
eine volle Reihe blauer Monde, die Submarginalflecke gelblichgrau, nicht scharf begrenzt, der anale gelbrot.
Das 2 blasser, der Vflgl mit einer auch oben bis zum Hinterrande fortgesetzten Fleckenbinde ; Vflgl oberseits
mit mehreren roten Submarginalflecken, unten die Discalbinde sehr schmal, weiss, die Submarginalflecke alle
deutlich, gelbrot. Die junge Rp schwarz, mit weissem V auf dem Rücken, und schwarzen Dornen. Die
erwachsene Rp variabel, gewöhnlich grün und der schmeltzi- Rp ähnlich gezeichnet, auf dem 3. bis 5. Ringe
jederseits 2 kurze orangefarbene Dornen, auf dem 8. bis 12. Ringe jederseits ein solcher Höcker; auf Aralia.
Pp goldgrün, der Rücken des Hlbs gleichmässig gewölbt; stets auf der Mittelrippe eines Blattes befestigt.
Die Rpn dieser Art und schmeltzi fressen am Tage. — Samoa.
P. ilioneus. Taster seitlich ganz weiss; Hlb unten an den Seiten und in der Mitte der Unterseite
mit im ganzen 5 gelblichweissen , ziemlich dicken Linien, cf: Vflgl oben aussen von der Zelle mit einem
Schrägbande weisser Flecke und vor dem Saume einer Reihe weisser Submarginalpunkte, von denen ge¬
wöhnlich nur der 1., vor der 4. Subcostale liegende deutlich ist; Hflgl mit weissem Discalfeld vom Costal-
rande bis zur 1. Mediane oder etwas darüber hinaus, die 3. Makel stets die grösste, die letzte klein, dicht
an der Zelle liegend, der Apex der Zelle stets weiss; die Fransenflecke weiss, gross. Unterseite: Vflgl wie
oben, aber das Schrägband breiter und die Submarginalflecke alle mit Ausnahme des letzten gut ausgebildet,
vor der Submediane ein kurzer weisser discaler linienförmiger Ouerfleck ; das Discalband des Hflgls bis zum
Analrande fortgesetzt, eine volle Serie Submarginalflecke, der erste und letzte gross, gerundet und gelbrot
mit gelblich weissem Rande, die andern gelblichweiss mit rotem Punkte. Das 2 blasser braun, die Zeich¬
nungen des Vflgl gelblich, grösser als beim cf, vor dem Hinterrande in 2/s eine dreieckige Makel. AufNeu-
ilioneus. Caledonien und den benachbarten Loyalty-Inseln , sowie auf der Norfolk-Insel. — ilioneus Don. (= amphi-
araus Fldr.). 2: Das Subapicalband der Vflgloberseite breit, gelblich; die Submarginalflecke der Hflglunterseite
gross, der 2. und 3. wenigstens so gross wie die schwarzen Flecke, die zwischen ihnen und dem gelb-
amynthor. lichweissen Discalfelde stehen. Norfolk-Insel. — amynthor Bdv. (— abstrusus Btlr.) (27 c). Das Subapical¬
band des Vflgls und die hintern Makeln des gelblichweissen Hflglteldes weniger gelb als bei voriger Form,
das Vflglband schmäler und die Submarginalflecke der Unterseite auf beiden Flügeln kleiner. Neu-Caledonien
und Loyalty-Inseln; wie es scheint häufig.
PAPILIO. Von Dr. K. Jokdan.
59
P. canopus. Beide Flügel bei d und ? mit einem weissen oder gelblichen Bande, das unten mindestens
so breit als oben ist. Das Vflglband bei einigen ungeschwänzten Formen bis auf 1 — 3 Subapicalflecke
verschwunden, zuweilen auch das Hflglband nur durch ein paar dünne Fleckchen angedeutet; diese Formen
erinnern an braune Formen des P. elijtia, sind aber leicht durch die dünnen Saumflecke und die viel mehr
distale Stellung des Subcostalastes des Hflgls zu unterscheiden. Bei P. fuscus capaneus und xenophilus, welche
den geschwänzten canopus- Formen ähneln, ist die oberseits zusammenhängende Hflglbinde unterseits viel schmäler
und in Flecke aufgelöst. Auf den kleinen Sunda- und den Tenimber-Inseln, in Nord-Australien und auf den
Neu-Hebriden. — hypsicles IPew. Das Vflglband von der Subcostalgabel ab grade bis zum Hinterrande ver- hypsicles.
laufend, etwas schräggestellt, nach hinten etwas verbreitert, der in der Subcostalgabel liegende Fleck nicht
länger als der 1. oder 3. Fleck; die blauen Discalflecke auf der Hflglunterseite ziemlich gross, die Submarginal¬
flecke rötlich, die 5. und 6. Makel des weissen Bandes etwa ’/s so lang als ihre Entfernung von den Sub¬
marginalflecken. Der Schwanz spatelförmig. Neu-Hebriden. — canopus Westw. Der in der Subcostalgabel canopus.
des Vflgls liegende Fleck des Bandes länger als der 1. und 3. Fleck, die mittleren Flecke immer kleiner als
die vorderen; der Abdominalrand des Hflgls kürzer als bei lujpsicles, daher das Discalband und die Sub¬
marginalflecke näher zusammen. Der Schwanz spatelförmig. Nord- West- Australien und Gap York. —
tenimberensis Pothsch. (== babberensis Frühst.). Der vorigen Subspecies ähnlich, aber die Binde auf beiden tenim-
Flügeln viel breiter. Das cf ohne deutliche Submarginalflecke auf der Hflgloberseite , diese Flecke beim ? berensis.
zuweilen scharf ausgeprägt und rotgelb. Tenimber; Babber. — croton Frühst., von Dämmer, ist so variabel, croton.
dass keine stichhaltigen Unterschiede von canopinus einerseits und tenimberensis andererseits vorhanden sind.
Bei einigen Exemplaren ist das Vflglband vom 4. Flecke ab fast erloschen, während es bei andern so breit
wie bei tenimberensis ist ; das Hflglband ist zuweilen nur '/3 s0 breit als bei andern Stücken. Die Sub-
marginalflecke des Hflgls, welche oberseits nur selten fehlen, sind klein und gewöhnlich verwischt. Unsere
Serie von 15 Exemplaren wurde von H. Kühn vom 31. Oktober bis 12. Dezember 1898 gefangen. — canopinus canopinus.
Pothsch. (= kallon Frühst.) (24 c) von Moa und Roma (kommt vielleicht auch auf den andern kleinen Inseln
der Gruppe vor) variiert gleichfalls ziemlich stark; die Vflglbinde steht hinten näher am Saume als bei den
vorhergehenden Rassen ; die Submarginalflecke des Hflgls sind auch oberseits immer gross ; der Schwanz ist
entweder am Ende erweitert, oder einfach zugespitzt, oder zu einem kurzen Zahn reduziert, der kaum mehr’
als die andern Saumzähne vorspringt. — hypsiclides Pothsch., von Wetter, ist noch veränderlicher als croton. hypsiclides.
Das Vflglband stehf, wenigstens auf der Unterseite, hinten nicht so nahe am Saume als bei canopinus und
vollenhovii, es variiert in der Breite, besonders vom 4. Fleck ab und ist zuweilen weit unterbrochen; die
mittleren Flecke des Hflglbandes sind meist bedeutend kürzer, als ihre Entfernung von der Zelle, die Sub¬
marginalflecke des Hflgls sind auch oberseits immer scharf ausgebildet; der Schwanz ist entweder schwach
spatelförmig, oder einfach zugespitzt, oder fehlt auch vollständig; bei schwanzlosen Stücken ist der Saum
des Hflgls zuweilen viel weniger gerundet als gewöhnlich. — vollenhovii Fldr. (24 c), von Timor, ist immer vollenhovii.
schwanzlos , die Vflglbinde steht hinten nahe am Saume und ist immer breit ; die Hflglbinde ist breiter als
bei den meisten Exemplaren von hypsiclides, die 5. und 6. Makel sind immer bedeutend länger als ihre Ent¬
fernung von den Submarginalflecken , die letztem sind oben und unten gut entwickelt und die 6 vordem
oberseits in unsern 8 Stücken weiss. Doherty fand diese Form in Holländisch Timor im November und
Dezember. — alorensis Pothsch. (24 c). Schwanzlos. Das Vflglband bis auf drei Subapicalflecke und Spuren alorensis.
der hintersten Flecke ausgelöscht, der 1. Fleck nur angedeutet, der in der Subcostalgabel- liegende 2. Pieck
grösser und deutlich, der 3. klein ; das Band des Hflgls sehr schmal, die Submarginalflecke weiter vom Saume
entfernt als bei vollenhovii. Alor, nur 1 cd bekannt, von Doherty im Oktober gefangen. — umbrosus Pothsch. umbrosus.
(30 c). Schwanzlos; braun, der Saum beider Flügel blasser braun; Vflgl ohne Band, nur mit einem Fleck
in der Subcostalgabel; das Discalband des Hflgls durch sehr dünne Fleckchen angedeutet, die Submarginal¬
flecke oben klein, unten ziemlich gross. Sumbawa; Doherty fing ein Paar im September. — sumbanus sumbanus.
Pothsch. (24 c). Vflgl mit 3 grossen Subapicalflecken und einem kleinen Doppelfleck am Hrde; Hflgl ohne
Schwanz, das Discalband auf beiden Seiten sehr dünn oder kaum angedeutet, die Submarginalflecke fehlen
oberseits und sind unten alle weiss, linear und etwas verwischt. Sumba; ein Paar im Tring Museum. Ein
ziemlich getreues Abbild der dortigen Euploea lewa, aber grösser.
P. hipponous. Vflgl nicht weit vom Saume mit einem vom Hinterrande vorwärts laufenden schmalen
Bande, das oberseits gelblich ist und zuweilen fehlt, und unterseits weiss und zuweilen zu einem Doppel¬
fleckchen reduziert ist. Hflgl mit einem durch die schwarzen Adern in Flecke aufgelösten weissen Bande,
das oben und unten von fast gleicher Breite ist und stets bis zum Abdominalrande läuft. Das ? dem cT
ganz ähnlich, aber etwas blasser. Über die frühem Stände ist nichts näheres bekannt. Die Fd saugen an
Pfützen und Quellen. Indo -Malayisch. — pitmani Ehv. (= pitmanni Pothsch.). Vflgl oberseits ohne deut- pitmani.
liebes Band, höchstens mit einem kleinen Fleck vor dem Hinterrande. Tenasserim und Siam. — hipponous hipponous.
Fldr. Vflgl oberseits mit deutlichem, gelblichem Bande, das costalwärts allmählich verschwindet; der
3. Fleck des Hflglbandes etwa doppelt so lang als der 5. Auf Luzon. — bazilanus Frühst. Der vorigen bazilanus.
Form sehr ähnlich, die Hflglbinde aber von mehr gleichmässiger Breite, da die 3. Makel kürzer als bei
hipponous ist. Palawan, Bohol, Mindanao, Razilan. — lunifer Pothsch. (33b). Eine sehr grosse Form, bei lunifer.
60
PAPILIO. Von Dr. K. Jobdan.
der die Submarginalflecke der Hflglunterseite gross und stark gebogen sind und weiter vom Saume entfernt
leptopsephus. stehen als bei den andern Formen. Sangir- und Talaut- Inseln. — leptopsephus Frühst. Vflgl mit einem
vorne abgekürzten weissen Submarginalbande; die ockerfarbenen Submarginalmonde der Hflglunterseite sehr
klein. Assam, der Fundort jedoch fraglich. Mir nicht in Natur bekannt; ob von basilanus verschieden?
sakonta/a. P. sakontala Heir. (32 c). cf: Beide Flügel schmäler als bei P. hipponous und P.polytes. Vflgl mit schmalen
Saumflecken und grauen Discalstreifen , ohne die Binde des P. hipponous; Hflgl mit einem aus getrennten,
mehr oder weniger stark schwarz bestäubten Makeln bestehenden Discalbande , in dem der 4. und 5. Fleck
am längsten sind; die rötlichen Submarginalflecke der Hflglunterseite sehr klein, zum Teil nicht entwickelt. -
Eine seltene nordindische Art, von der bis jetzt nur einzelne Exemplare gefunden worden sind; von Masuri
ostwärts bis zu den Naga-Bergen in Ober-Assam.
jordani. P. jordani Frühst. Bräunlich schwarz. Vflgl von der 5. Subcostale rückwärts mit kreide-
weissen Randflecken , die beiden ersten klein , die andern gross , der 4. und 5. nagelkopfförmig. Hflgl mit
discalem Fleckenbande und grossen Randflecken, alle kreideweiss, die Randflecke aber, wie auch auf dem
Vflgl, oben schwarz bestäubt; die discalen Flecke sehr gross, besonders der 3. — 5.; Submarginalflecke fehlen.
Beide Flügel gestreckt, der Hflgl stark gezähnt, aber ohne Schwanz. — ■ 1 cf in c.oll. Fruhstorfer, wahr¬
scheinlich von Celebes stammend.
walken. P. walkeri Jans. (32 c). Nur 1 cf bekannt. Vflgl mit grauen Discalstreifen und weissen Randflecken. Auf
der Hflgloberseite ein verwischtes breites, graublaues Discalband und eine volle Reihe blaugrauer Submarginal¬
flecke; unterseits sind die Submarginalflecke gelblich, das blaue Discalband ist zu Flecken reduziert und an
der Innenseite der hintern blauen Flecke stehen gelbe Flecke; der Schwanz kurz, nicht spatelförmig er¬
weitert. — Süd-Indien ; im Tring Museum.
Polytes-Gruppe.
Die Geschlechter verschieden. Die ?? Nachahmer von Aristolochienfaltern , bei P. polytes polymorph und
eine der $-F orrnen dem cf ähnlich. Mit der vorigen Gruppe durch /'. canopus , hipponous , sakontala etc. und mit
der folgenden Gruppe durch P. arnbrax eng verbunden.
P. polytes. Taster an den Seiten reinweiss. cf : schwarz , Vflgl mit weissen Saumflecken, welche
nagelkopfartig am Saume schmäler als discalwärts sind ; Hflgl mit weissem , selten gelblichem Discalbande
ausserhalb der Zelle, das aus ungefähr gleichgrossen Flecken besteht und unterseits fast ganz wie auf der
Oberseite ist. Das ? tritt in 3 Hauptformen auf: die cyrus- Form ist dem cf sehr ähnlich; die theseus- Form
hat auf dem Hflgl nicht weisse Discalmakeln, sondern rote; und die polytes-Form, welche weisse Discalmakeln
auf dem Hflgl besitzt. Bei allen ?? der 2. und 3. Form ist der Vflgl von der Wurzel bis zur 1. oder 2. Mediane und
am Saum schwarz, der nach hinten verschmälerte zentrale Teil aufgehellt und von schwarzen Ader- und Falten¬
streifen durchzogen, der Saum deutlich gewellt, mit dünnen weissen Fransenflecken. Von Nordwest-Indien,
West-China und den Liu-Kiu-Inseln siid- und ostwärts bis nach den Molukken und Timor nebst Nebeninseln ver¬
breitet; noch nicht von Tenimber bekannt. Die Rp lebt hauptsächlich auf Citrus- Arten , kommt aber auch
auf andern Bäumen vor, wie Murraya, Triphasia, Zanthoxylum ; in der Jugend ähnlich Vogeldung, erwachsen
grün, die Thoracalfüsse rötlich, Bauchfüsse blassgrün , oberhalb der Fiisse ein weisser Längsstreif, auf dem
Thorax ein Querband, das an jeder Seite in einen schwarzen Fleck endigt, hinter dem Thorax ein zweiter Gürtel,
der mit dem weissen Seitenstreifen zusammenhängt, in der Mitte des Körpers zwei Schrägbinden, alle weiss mit
braunen oder grünen Flecken. Die Pp olivenbraun mit braunen, grünen und gelben Flecken und Streifen, die
Unterseite des Hlbs milchweiss, oder die ganze Pp grün; die Kopfhörner kurz, stumpf, ziemlich weit voneinander
entfernt, der Thoracalhöcker niedrig, der Rücken an der Wurzel des Hlbs ziemlich stark eingebogen, die Flügel¬
scheiden massig abstehend (das Bild in Moore, Lep. Indica Tab. 462 ist nicht korrekt). Einer der gemeinsten
indo-malayischen Papilios; überall in offenen Wäldern und in Gärten, in niedern Lagen, im Himalaya bis zu etwa
6000 Fuss. Der Flug des cf ist sehr schnell, ruhelos, schwingend, während das ? mehr langsam segelt und auch
darin jenen Aristolochienfaltern ähnelt, denen es in der Zeichnung nahekommt. P.polytes saugt gerne an Blumen,
findet sich aber nie auf nassen Wegstellen. Die verschiedenen ?-Formen fliegen zu gleicher Zeit, sind aber nicht
gleich häufig, auch kommen in manchen Distrikten nur eine oder zwei Formen vor. Die geographischen
Formen sind im allgemeinen nicht scharf geschieden. Wir unterscheiden zwei Gruppen von Formen: 1. das
cf hat. auf der Hflglunterseite an der Aussenseite der hintern weissen Discalflecke blaue Schuppen in den
Formen, welche von den Liu-Kiu-Inseln und China südwärts über Indien und die grossen und kleinen
Sunda-Inseln bis nach Babber verbreitet sind, während solche blaue Schuppen bei jenen Faunen höchst
selten vorhanden sind, welche die Molukken, Sulla-Inseln, Nord -Celebes und Philippinen bewohnen. In
Nord-Borneo scheinen beide Formen - Gruppen zu fliegen. Die Rpn der beiden Gruppen sollen sich
dadurch unterscheiden (ob konstant?), dass der Satteltleck bei der ersten Gruppe oben offen und bei
polytes. der zweiten geschlossen ist. — polytes L. {— borealis Fldr. , polycles Frühst., pasikrat.es Frühst.), cf: Die
Hflglbinde meist schmal, die Flecke gewöhnlich ziemlich weit getrennt; bei den Frühjaln’sst licken sind die
borealis. Submarginalflecke der Hflglunterseite rot und ziemlich gross : cf -fl borealis Fldr. (vgl. Bd. I ; Taf. 5 c),
PAP ILIO. Von Dr. K. Joudan.
61
während sie bei den Sommerstücken meist weiss sind und oft zum Teil fehlen: c f-f. pammon /. (31a ). pamrtion.
Unter letzterer Form kommen Exemplare vor, die gar keine Submarginalflecke besitzen und den unglücklich ge¬
wählten Namen i?-f. depicta Frühst, erhalten haben. Das ¥ tritt in drei Hauptformen auf: ?-f. mandane Höllisch, depicta.
(= ocha Frühst.), dem cd ähnlich; ¥-f. stichius Hbn. , Hflgl mit weissen Discalflecken, aber ohne weissen mandane
Zellfleck; ¥-f. polytes L. (31a), Hflgl auch mit weissem Fleck in dev Zelle. Liu-Kiu-Inseln, Formosa, China /h)/y/rj
von Shanghai bis Nord-Tonkin, Hainan, sehr häufig. romulus Cram. (= ceylanicus Flclr.; neomelanides
Frühst.) ist der älteste Name für die sehr variable Form, welche von Tonkin bis Nordwest-Indien und Ceylon im
Westen und bis zu den Natuna- und Lingga-Inseln im Süden verbreitet ist. Die Hflglbinde des cd breiter als bei
der vorigen Subspecies, aber es kommen auch Stücke vor, bei denen die Binde ebenso schmal ist; die Frühjahrs¬
stücke der Gebirge haben auf der Hflglunterseite stark entwickelte rote Submarginalflecke, die zuweilen auch
teilweise oben deutlich sind. Zwei cd cd von Stid-Indien im Tring Museum sind sehr aberrant und erinnern
durch das verwaschene Band der Hflgloberseite etwas an P. sakontala ; bei beiden Stücken sind die Rand¬
flecke des Vflgls vergrössert; bei dem Exemplar von Coimbatore (der Namentype) sind die hinteren zwei
Discalflecke der Hflgloberseite ganz klein und weiss, die andern fehlen oder sind durch bläuliche Schatten-
tlecke ersetzt, die mit einer zweiten Reihe von bläulichen Flecken Zusammenhängen; unterseits sind 5 kleine
weisse Discalflecke vorhanden, die die innere Begrenzung von langen rot, bläulich und gelblichgrau gefärbten
Streifen bilden, deren äussere Enden den Submarginalflecken normaler Stücke entsprechen; das zweite Exemplar,
von den Nilgiris, hat oben und unten längliche, bläulichgraue Discalmakeln ; auf dem linken Flügel ist die
Reihe vollständig, während die obern Flecke auf der Oberseite des rechten Htlgls fehlen und auf der Unter¬
seite desselben klein sind, dagegen trägt der rechte Hflgl unterseits eine Reihe Submarginalflecke, die dem
linken Flügel fehlen: cf -ab. astreans ah. nov. (32a). Das ¥ tritt in den westlichen Teilen des Verbreitungs- astreans.
gebiets in 3 Hauptformen auf, in den östlichen nur in 2. Die dem cf ähnliche Form ist ¥-f. cyrus F. cyrus.
(= cyroides Frühst.) (31 a). Das Htlglband breiter als bei der betreffenden Form der vorigen Subspecies,
bei Frühjahrsstücken sind die Submarginalflecke des Hflgls unten und oft auch obeiWrot und gross. Die
zweite ¥-Form mit weissem Spiegel, variiert noch stärker als ¥-f. polytes, und nur die Exemplare mit grossem
Zellfleck sind von chinesischen Stücken zu unterscheiden. Die 3. Form, ¥-f. romulus <'r. (= mutius F., romulus.
astyanax F., rubida Frühst.) (32 a) ahmt P. hector nach und findet sich auch nur in dem Fluggebiet dieser Art
von Ceylon bis Nord-Indien, in Sikkim, wo hector nicht vorkommt, ist romulus selten und ist weiter östlich
überhaupt noch nicht beobachtet worden : Vflgl mit einem kurzen subapicalen und längern discalen hellen
Schrägbande, Hflgl ohne weisse Makeln, dagegen mit viel Rot. — nikobarus Flclr. ist eine grosse Form nikobarus.
mit breiter Hflglbinde. Die dem cf ähnliche ?-Form scheint häufiger als in andern Distrikten zu sein.
Die zweite ¥-Form, mit weissem Spiegel, ist augenscheinlich ziemlich selten und von gewissen kontinen¬
talen Stücken mit weissem Zellfleck nicht zu unterscheiden. Nikobaren und Andamanen. — theseus Cr. theseus.
von Sumatra (mit Ausnahme des Süd- Ostens) und Borneo. Im Durchschnitt kleiner als die vorher¬
gehenden Formen, cf: Schwanz kürzer, weniger spatelförmig, das Htlglband am Abdominalrande ge¬
wöhnlich schmäler als beim cf von romulus. Die ¥-Form im männlichen Kleide, ?-f. nonia form, nov., nonia.
unterscheidet sich in derselben Weise wie das cf; das ¥ ohne weisse Flecke auf dem Hflgl, aber mit roten
Flecken, ist ¥-f. theseus Cr. (30 c) ; ausnahmsweise sind diese roten Discalflecke zu langen Streifen entwickelt : theseus.
¥-f. melanides Deh.; bei ¥-f. numa Weber endlich trägt der Hflgl einige kleine weisse Discalflecke. — javanus melanides.
Ftdr. (— antiphus Dell. nec. Boisd., insularis Piepers) (31a, b) von Stidost-Sumatra, Billiton, Java, Banka, Bali. mima-
Beim cf der Schwanz gewöhnlich zu einem kurzen Stummel reduziert. Ein offenbar atavistisches Exemplar
von Java (im Tring Museum) hat die graue Beschuppung auf der Vflgloberseite zu einem schmalen, costal-
wärts verschwindenden, discalen Fleckenbande verdichtet, das auf der Unterseite durch eine vor dem Hintei-
rande liegende, sehr deutliche Quermakel repräsentiert ist: cf-ab. seronis ab. nov. (32a). Bei cf-ab. gronovii Sulz, seronis.
ist das Htlglband oben gelb (verfärbt?). Bei der dem cf ähnlichen Form des ¥ ist der Schwanz schmäler Srouov'L
und kürzer als bei dem betreffenden ¥ der vorhergehenden Rasse: ¥-f. pygela f. nov. Die polytes- Form des pygein.
¥ unterscheidet sich von den weissgefleckten ¥¥ aus Sumatra und Borneo durch den viel grossem weissen
Spiegel, worin diese Form ziemlich mit gewissen Exemplaren der ¥-f. polytes von Malacca übereinstimmt,
die Unterseite des Vflgls ist sehr blass und das dunkle Basalfeld ist gewöhnlich bis zur Wurzel der 1. Mediane
ausgedehnt; Bali-Exemplare schlagen schon zur nächsten Form hinüber. — vigellius Frühst, von Bawean. viget/ius.
Mir liegen nur cf cf und cf -ähnliche ¥¥ vor, die mit Stücken aus Java übereinstimmen. Bei der zweiten
¥-Form, welche ich nicht kenne, »überschreitet der weisse Discalfleck fast nie die Zellwand und sind die
Vflgl dunkler gestreift als bei javanus-^j« . — messius Frühst, von Lombok, häufig. Das cf mit kurzem messius.
Schwanzstummel, das Hflglband schmäler als bei javanus ¥-f. pygela. Bei dem weissgefleckten ¥ ist der
Spiegel des Htlgls auf einige ausserhalb der Zelle stehende Flecke beschränkt, selten steht ein verwischter
Fleck in der Zelle; der aufgehellte Teil des \ flgls ist weniger ausgedehnt als bei javanus und theseus und
oben und unten dunkler, der Schwanz ist gewöhnlich nur sehr wenig erweitert und nie so jstarlTspatelförmig
wie bei den betreffenden ¥-Formen der vorigen Rassen : ¥-f. nuceria f. nov. Bei einer drrtten ¥-Form fehlen nuceria.
die weissen Flecke auf dem Hflgl gänzlich, wie bei der ¥-Form theseus von Sumatra und Borneo, der Vflgl
ist aber weniger autgehellt als bei jener Form und der Schwanz weniger spatelförmig: ¥-f. tisias form, nov., tisias.
ahmt P. aristolochiae lomboökensis nach. — sotira stibsp. nov. fliegt auf Sumbawa. Die Binde des cf ist durch- sotira.
PAPILIO. Von Dr. K. Jordan.
62
schnittlich noch schmäler als bei der vorigen Subspecies, der 3. Fleck der Unterseite ist gewöhnlich sehr schmal.
Die einzige mir bekannte ¥-Form trägt eine wurzelwärts grade abgestutzte Reihe von 3 oder 4 Discalflecken auf
dem Hflgl; der Vflgl ist oben dunkler als bei allen andern Formen, die discale Aufhellung ist noch mehr als
bei messhis beschränkt, unten dehnt sich das schwarze Wurzelfeld bis über die Wurzel der 1 . Mediane hinaus
timorensis. und die schwarzen »Streifen zwischen den Adern sind sehr breit; der Schwanz ist spatelförmig. — timorensis
Fldr. (= polyphontes Deh. nec Boisd.) von Sumba, Suva und Flores ostwärts bis Babber verbreitet. Die
Binde des cf breiter als bei den Stücken von Lombok, besonders unterseits ; viele f cf haben auf der Unter¬
seite des Vflgls eine weisse Makel vor dem Hinterrande nicht weit vom Analwinkel; dies ist in allen 5 Stücken
der Fall, welche wir von der Insel Suva haben. Eins dieser Suva-cfcf hat ausserdem auf beiden Seiten des
so/ia. Vflgls 4 graue Discalfleckchen , die zwischen der 4. Subcostale und 3. Radiale stehen: cf -ab. solia ab. nov.
virilis. Das ¥ tritt in zwei Hauptformen auf: ¥-f. virilis Hob. ist dem cf ähnlich; fast alle Exemplare haben eine
weisse Makel auf der Vllglunterseite vor dem Hrde, auch ist die Hflglbinde noch breiter als beim cf.
Die ¥-f. timorensis Fldr. ist auf dem Vflgl gewöhnlich sehr stark aufgehellt, die Zwischenaderstreifen sind
meist schmal, und der zwischen den Medianästen stehende erreicht meist das dunkle Wurzelfeld nicht; der
tucanus. weisse Spiegel des Hflgls ist sehr veränderlich, dringt aber stets in die Zelle ein. — tucanus subsp. nov.
Dem aländor ähnlich. cf¥: Vflgl hinten breiter, der Costalrand weniger stark gebogen und der Aussenrd
weniger ausgeschweift; der Hflgl hinten weniger vorgezogen, daher die hinter dem Schwänze liegende Ein¬
buchtung fast auf gleicher Höhe mit der vor dem Schwänze liegenden Bucht; der Schwanz beim f deutlich
zugespitzt. Beim ¥ ist die Scheibe des Vflgls oben und unten reiner weiss als beim alcindor-? und die hintern
schwarzen Streifen sind dünner; das schwarze Wurzelfeld reicht fast bis zur 1. Mediane. Das weisse Feld
des Hflgls besteht aus einer kleinen Zellmakel und 5 Discalmakeln , die alle scharf ausgebildet sind; die
vorderste dieser Makeln ist rhombisch. Binongka'fund Kalidupa, Toekan-Bessi-Inseln, von H. Kühn im Dez.
alcindor. 1901 und Januar 1902 gefangen. — alcindor Oberth. (= thesalphenor Stgr., passienus Frühst,., persienus Frühst.)
(31 b). o*¥: Vflgl schmäler als bei allen vorhergehenden Formen, der Costalrand stark gekrümmt (wie bei
vielen Faltern auf Celebes) und der Aussenrd vor der Mitte deutlich eingebogen; der Hflgl hinten verlängert,
so dass der Vrd des Schwanzes viel länger als der Hrd ist. cf: Saumfleck des Vflgls gross, die hintern 4
oder 5 breiter als die Zwischenräume. Das Hflglband verhältnismässig schmal, manche Stücke mit rotem
Fleck an der Aussenseite des vorletzten Flecks; bei einem unserer Exemplare aus Ost -Celebes steht ein
kleiner weisser Fleck in der Zelle. Das ¥ tritt nur in einer Form auf: das schmutzig weisse Discalfeld des
Vflgls reicht wurzelwärts bis zur Wurzel der 2. Mediane, die schwarzen »Streifen und der schwarze Saum
sind breit. Der weisse Zelltleck des Htlgls reicht immer bis zur Wurzel der 2. Mediane; es stehen 3 bis
5 Flecke um die Zelle herum, die obern sind zugespitzt, und die Aussenränder aller mehr oder weniger ver¬
wischt. Ein Abbild des P. polyphontes ; häufig auf Saleyer und in Süd-, Zentral- und Ost-Celebes, auch auf
Buton; auf der nördlichen Halbinsel von Celebes fliegt eine ganz andere Subspecies, die zur folgenden
Formenreihe gehört.
Bei den noch übrigen Formen von V. polytes sind die Schrägbinden des Hlbs der Rpn , soweit bekannt,
dorsal nicht unterbrochen ; die ff haben auf der Hflglunterseite sehr selten blaue Schuppen aussen von der Discal-
binde; beim ¥ ist der 2. und meist auch der 3. Submarginalfleck der Hflglunterseite nicht mondförmig, sondern
schwach S-förmig, auch sind die den weissen Spiegel des Hflgls durchziehenden Längsadern gar nicht oder nur sehr
schmal schwarz beschuppt.
valeria. — valeria subsp. nov. Mir nur 3 ¥¥ im männlichen Kleide bekannt. Die Saumflecke des Vflgls am
Saume sehr dünn, discalwärts aber breit. Der 1. Fleck der Hflglbinde oben und unten sehr dünn, der 2.
breiter als lang, vorne breiter als hinten, der 3. etwa so lang als breit, unregelmässig rhombisch, der 4.
und 5. lang; wenigstens die hintern 5 Submarginalflecke oberseits gut entwickelt, der anale rot, die Saum¬
flecke nur teilweise angedeutet oder alle ganz klein; unterseits die Submarginalflecke gross, alle bedeutend
grösser als der 1. Discalfleck, die Saumflecke bei den beiden Borneo-Stücken grösser als oben; die Rand¬
zähne stark vorspringend. Mantanani-Inseln (Nord-Borneo), Baram-Fluss und Lawas in »Sarawak (Borneo). —
ledebonria. ledebouria Eschsch. Von Balabac, Palawan, den Philippinen, Palau und Yap. cf: Der 1. Discalfleck der
Hflgloberseite gerundet, gewöhnlich länger als breit; bei den Stücken von Balabac und Palawan sind alle
Flecke der Binde voneinander durch schwarze Adern getrennt, während bei den Exemplaren von den
Philippinen die Flecke, wenigstens bei grossen Stücken, in der Regel einander berühren. Das ¥ in drei
horsfieldi. Formen: ¥-f. horsfieldi Peak., dem cf ähnlich; der 1. Discalfleck des Hflglbandes viel kleiner als beim cf,
quer, stets grösser als die »Submarginalflecke (auch unterseits), letztere oben nie sehr deutlich, mit Ausnahme
des roten Analflecks, auch unten immer dünner als bei der vorigen Form; einzeln auf allen Inseln. ¥-f.
praxilla. praxilla form. nov. (— ledebouria Fldr. nec Eschsch.), Hflgl mit grossem weissem »Spiegel, die denselben durch¬
ziehenden Längsadern nicht schwarz, Schwanz spatelförmig (nach Semper zuweilen kurz und am Ende nicht
erweitert) ; auf allen Inseln , mit Ausnahme von Balabac , Palawan und Palau ; am häufigsten während der
elyros. Regenzeit; auf Luzon sind Übergänge zur folgenden Form häufig. ¥-f. elyros Wall, fliegt auf Balabac,
Palawan und Luzon, und soll auch auf Mindoro Vorkommen; Hflgl ohne weissen Spiegel oder der Spiegel
klein ; von der ¥-f. theseus aus Borneo und Sumatra hauptsächlich durch die viel breitem und scharfem
perversus. schwarzen Streifen und hellem weisslichen Streifen des Vflgls unterschieden. — perversus Rothsch. (33 b).
PAPTLfO. Von 1)]'. K. Jordan.
63
Eine grosse Form von den Talaut- und Sangir-Inseln (und Siao ?). cf: Der Vflgl im Umriss an I’. p. aldndor
von Celebes erinnernd; der Costalrand stärker als bei ledebouria gekrümmt, die Marginalflecke grösser. Der
Abdominalrand des Hflgls länger als bei ledebouria und die Submarginalflecke der Unterseite weiter vom
Saume entfernt ; das Band vom 3. Flecke ab meist schmäler als bei ledebouria , der 2. Fleck costalwärts
wenigstens um die Hälfte länger als hinten, aussen sehr schräg abgestutzt, der 1. Fleck oben gross, unten
immer zu einer Quermakel verkürzt; eins unserer Exemplare hat auf der Unterseite blaue Schuppen ausser¬
halb der hintern Flecke des Bandes. Das ? in zivei Formen: ?-f. martius Rothsch. dem cf ähnlich: auf martius.
dem Hflgl fehlen die Submarginalflecke oberseits, abgesehen von einem kleinen Analfleck, sind aber unten
alle gross. 2-f. atavus Rothsch. ähnlich 2-f. praxilla von den Philippinen, der Costalrand des 4 flgls stärker atavus.
gekrümmt, die schwarzen Streifen schmäler, die weissen Randflecke meist wie beim cf geformt und zuweilen
fast ebenso scharf ausgebildet ; der weisse Spiegel des Hflgls wie bei 2-f. praxitla , der Zellfleck aber ge¬
wöhnlich nur oben angedeutet. alpheios Frühst. Auf der nördlichen Halbinsel von Celebes findet sich alpheios.
nicht aldndor , sondern eine dem P. pol. ledebouria sehr ähnliche Form, welche schon von Semper und Obee-thür
vor längerer Zeit von dort unter dem Namen alphencrr angeführt wurde. Das cf unterscheidet sich von
perversus durch die breitem Flügel, kleinern Saumflecke des Vflgls und schmälere Hflglbinde, und von grossen
ledebouria durch die deutlicher getrennten Makeln der Hflglbinde. Vom 2 ist nur die polytes-Fovm bekannt:
grösser als die grössten Stücke der philippinischen 2-f. praxilla, die schwarzen Streifen der Yflglunterseite
etwas dünner und die Submarginalflecke des Hflgls etwas weiter vom Saume entfernt. — polycritos Frühst, polycritos.
(= falcidius Frühst.) von den Sulla-Inseln (Mangola und Besi) und Bangkei ist im cf nicht von alpheios zu
unterscheiden. Das dem c f ähnliche 2 hat schmälere Flügel als das betreffende 2 von den Philippinen (das
entsprechende alpheios-2 ist nicht bekannt) , auch sind die Makeln des Hflglbandes deutlicher getrennt und
die unterseits immer grossen, oben aber meist nur schwach ausgebildeten Submarginalflecke stehen etwas
weiter vom Saume entfernt: 2-f. zacora form. nov. Die 2. Form des 2, 2-f. rhacida form, nov . , hat reiner zacora.
weisse Streifen auf dem Vflgl als bei alpheios und ledebouria, auch ist das schwarze Wurzelfeld grösser, be- rhacida.
sonders in der Zelle und unterseits zwischen der untern Mediane und demHrde: am Saume stehen bei allen
unsern Stücken (10) mehr oder weniger deutliche weissliehe Flecke, welche denen des cf ähnlich sind; der
Schwanz ist zuweilen kurz und zugespitzt wie beim 2 von alphenor; das weisse Hflglfeld tritt stets in die
Zelle ein. — alphenor Cr., von den Süd-Molukken, einschliesslich Buru, stimmt beim cf fast ganz mit ledebouria
überein; die Saumflecke des Vflgls sind im ganzen kleiner und die 1. Makel des Hflglbandes oberseits grösser
und unterseits dünner. Das 2 in zwei Formen, von denen mir nur die 2-f. alphenor Cr. (31b) in Natur alphenor.
bekannt ist. Bei dieser ist der Schwanz stets verkürzt und nie deutlich spatelförmig; die Submarginalflecke
des Hflgls sind im allgemeinen gross und stehen meist weiter vom Saume entfernt als bei ledebouria und
polycritos. Die zweite 2-Form ist dem cf ähnlich. — nicanor Fldr. (33 c cf, 31c 2) ist die Form der Nord- nicanor.
Molukken und Obi. Flügel bei cf und 2 mehr gerundet als bei den vorhergehenden Formen, cf mit grossen
Saumflecken auf dem Hflgl und auch oberseits deutlichen weissen Submarginalflecken auf dem Hflgl. Bei manzer.
der 2-f. manzer Rothsch. ist die 1. Makel des Hflglbandes kleiner als beim cf, unterseits sogar dünner als
der 1. Submarginalfleck; zuweilen sind die beiden hinter dem sehr kurzen Schwanzstummel liegenden Sub-
marginalflecke unterseits mit den Saumflecken zu Ringen vereinigt. Bei der 2-f. typicus Rothsch. ist der typicus.
unter der 2. Mediane liegende Fleck des weissen Hflglspiegels grösser als bei alphenor, besonders auf der
Unterseite; zuweilen sind die roten Discalflecke des Hflgls zu Streifen verlängert. — nicomachus Frühst, nicomaduis.
ist auf 4 cf cf gegründet, die von Buru sein sollen. Die Exemplare sind »etwras grösser als nicanor Fldr.
von Batjan, die weissen Discalflecke der Hflgl länglicher, isolierter stehend«. Ich bezweifle, dass eine
mcawor-ähnliche Form auf Buru vorkommt ; ich kenne nur alphenor von dort. Der Fundort der FpajHSTOKFEifschen
Exemplare — in London gekaufte Dubletten — ist wahrscheinlich falsch, da der Beschreibung nach nicht
anzunehmen ist, dass es sich um Stücke von alphenor handelt.
P. ambrax. Sehr nahe mit P. polytes verwandt; beide Geschlechter ohne Schwanz, cf: Vflgl mit
dünnen, auf den Rand des Flügels beschränkten Saumflecken; Hflgl oberseits mit grossem weissem Felde,
das stets in die Zelle eintritt und viel breiter als das schwarze Saumfeld ist; unten fehlt dies Feld gänzlich
oder ist durch gerundete weissgraue Schattenflecke ersetzt. 2 auf beiden Flügeln mit dünnen Saumflecken,
die kleiner als bei allen polytes- Formen sind; keine Andeutung von Nagelkopfflecken im schwarzen Saume
des Vflgls; Hflgl unten wie beim cf mit äusserst wenigen gelbgrauen Schuppen zwischen den Adern im
Wurzelfelde; der weisse Spiegel des Hflgls ähnlich wie bei P. pol. nicanor, aber die Adern, besonders die
Zellspitze, noch weniger schwarz. Eine dem cf ähnliche 2-Form gibt es nicht. Die frühem Stände wie bei
den nordöstlichen Formen des P. polytes. Die Rp auf Citrus, besonders häufig im März und April, zuweilen
zu Dutzenden zusammen auf einem Strauche ; erwachsen grün, an den Seiten ventralwärts ein breiter Streif,
der auch die Bauchfüsse bedeckt und oben weisslich eingefasst ist; von diesem Streifen gehen ausser einer
Analbinde 3 Binden von gleicher Farbe aus, die oben nicht unterbrochen sind, auf dem Thorax steht ausserdem
eine seitlich brillenartig eiweiterte Querbinde. Der Falter ist sehr häufig. — epirus TT 'all. (31 c). cf oben epirus.
mit rotem Analfleck, unterseits mit mehr als 2 gelbroten Flecken ; die Spitze des Vflgls mit schwachen grauen
Streifen. 2: Der Vflgl zwischen der 1. Mediane und der 2. Submediane mit 2 weissen Makeln, von denen
PAPILlO. Von Dr. K. Jobdan.
64
ambmx. wenigstens die hintere viel kürzer als ihre Entfernung vom Saume ist. Aru-Inseln. — ambrax B.sd. (— dece-
lialus Frühst., mazaios Frühst., akames Frühst.) (31 c). Tn den verschiedenen Distrikten Neu-Guineas und
auf den meisten kleinen Nebeninseln scheint es noch nicht zur Bildung von definierbaren Subspecies ge¬
kommen zu sein. Zwar sind beide Geschlechter in manchen Gegenden ziemlich konstant , aber die unter¬
scheidenden Merkmale treten wieder bei mehr oder weniger zahlreichen Exemplaren aus andern, zum Teil
weit entlegenen Lokalitäten auf, so dass keine Berechtigung zur Aufstellung geographischer Rassen vor¬
handen ist. Die Hauptformen sind: cf-f. ambrax Bscl., Vflgl mit ganz dünnen grauen Linien am Apex;
ambracia. cf-f. ambracia Wall. (— ambracina Frühst), Vflgl mit weissem Apicalwisch; cf-f. conspectus Rotlisch., Hflgl
conspectus. unten mit einer Anzahl grauer Discaltlecke ; und cf-f. alticola form, nov., Hflgl oberseits mit rotem Anal-
‘i mb ral' ^ec^> linr nur aus den Gebirgen von Britisch Neu-Guinea bekannt. Die ?-f. ambrax Bsd. (= orophanes Bsd.)
hat graue Streifen auf dem Vflgl, während ¥-f. ambracia Wall. (= lutosa Frühst.) hinten auf der Scheibe
des Vflgls auch oberseits weiss ist. Auf der Insel Waigeu findet sich ausschliesslich cf-f. ambracia und ¥-f.
ambracia ; auf Misol und Salawatti cf-f. ambrax und ¥-f. ambrax. Im holländischen Gebiete der Hauptinsel (Dorei,
Kapaur, Sekar, Humboldt-Bai efc.) überwiegen bei weitem cf-f. ambrax und die ¥¥ gehören zu ¥-f. ambrax oder
sind Übergänge zu ambracia, ebenso im nördlichen Teile Deutsch Neu-Guineas. Weiter südöstlich, am Huon-Golf,
in Britisch Neu-Guinea, auf den D’Entrecasteaux-Inseln und Trobriand hat das cf fast stets einen Apicalwisch
(wie auf Waigeu) und die grosse Mehrzahl der ¥¥ hat ein weisses Vflglfeld. Sehr viele cf cf aus dem britischen
Gebiete gehören zur cf-f. conspectus (deren Type indes von Waigeu kam). Der Falter fliegt auch auf den
Luisiaden, von wo (St. Aignan) wir aber nur 1 ¥ besitzen, das ein ziemlich kleines, von schwarzen Streifen
artanas. unterbrochenes weisses Vflglfeld hat. — artanus Rotlisch. cf: Vflgloberseite mit schwachen grauen Apicalstreifen ;
Hflglband in der Alitte schmäler als bei P. a. ambrax. ¥: Vflgl mit weissem Felde wie bei ¥-f. ambracia;
der 1. Discalfleck des Hflgls kleiner als bei jener Form, schräg, dreieckig oder trapezförmig. Suer, Insel
dunali. Mefor in der Geelvink-Bai. — Auf Woodlark findet sich dunali Monte. Das cf nicht konstant von Stücken
aus Neu-Guinea verschieden; Vflgl mit kleinem Apicalwisch oder dünnen Streifen; das Hflglband schmäler
als bei den meisten Exemplaren von der Hauptinsel. ¥: Vflgl mit ziemlich kleinem weissem Felde, das mehr
oder weniger stark schwarz bestäubt ist; der Spiegel des Hflgls meist deutlich gelb angeflogen, der Zellfleck
und der vor der 2. Radiale liegende Fleck klein oder fehlend. Ähnliche ¥¥ kommen auch in niedrigen
egipius Lagen an der Redscar-Bai in Britisch Neu-Guinea vor. egipius Mi sh. (81 d) fliegt in Queensland, cf:
Vflgl mit Apicalwisch. Das Hflglband erreicht den Abdominalrand nicht, oder der letzte Fleck ist verwischt;
der rote Analfleck auch oberseits fast immer vorhanden, unten sind häufig alle Submarginalflecke ausgebildet.
¥: Vflgl mit weissem Felde, die hellen Streifen in der Zellspitze und auf der Scheibe reiner weiss als bei
¥-f. ambracia. Hflgl auch oberseits mit einer vollen Reihe roter Submarginalflecke.
P. phestus. Die Subcostale des Hflgls zweigt in grösserer Entfernung von der Wurzel von der
Zelle ab als bei P. ambrax. Taster schwarz oder mit geringer weisser Beschuppung. cf : ähnlich P. ambrax,
aber der Hflgl unten stets mit rein weissen Discalflecken und oberseits stets mit einem ziemlich grossen roten
Analfleck. ¥: Vflgl wie beim cf ohne weisse Saumflecke oder diese äusserst klein. Der weisse Spiegel des
Hflgls kleiner als beim ambrax -¥ und reiner weiss als bei jenen Stücken des ambrax, bei denen der Spiegel
reduziert ist; die denselben durchschneidenden Adern stets schwarz. Die Rp ähnlich der ambrax- Rp, aber
nach Ribbe’s Abbildung sind die Hlbsbinden wie bei den westlichen pohjtes- Formen oben unterbrochen, auch
ist der Längsstreif grau mit schwärzlicher Einfassung. Auf Citrus. Der Falter ist ziemlich häufig. Bismarck -
und Salomons-Inseln, von den südlichen Inseln der letztem Gruppe (Guadalcanar, Maleyta und S. Christoval)
parkiasoni. ist. phestus jedoch nicht bekannt. — parkinsoni Honr. cf: Das weisse Band der Hflgloberseite breit, unten
dagegen die Discaltlecke in Zahl und Grösse reduziert. Das ¥ mit grosser weisser Makel auf dem Vflgl.
minor. Kleine Exemplare beiderlei Geschlechts sind ab. minor Honr. Neu-Pommern (= New Britain). — phestus
phestus. Quer. (— nusaliki Jlibbe) (33 c). cf: Die 4. Makel des Bandes der Hflgloberseite gewöhnlich stark vorgezogen ;
unterseits trägt der Hflgl 5 oder 6 weisse Flecke, von denen der 3. wenigstens so lang als seine Entfernung
vom Saume ist. ¥: Die grauen Streifen des Vflgls sind nicht zu einer weissen Makel erweitert. Neu-
minuscu/us. Mecklenburg (= New-Ireland) und Neu-Hannover. Es gibt auch hier grosse und kleine Exemplare. — minus-
culus Ribbe. Die cf cf von den Salomons-Inseln haben im allgemeinen ein schmäleres Hflglband, auch ist
dasselbe tiefer eingeschnitten und es sind die Adern meistens dünn, aber deutlich schwarz. Bei den Stücken
von den nördlichen Inseln, nämlich Bougainville, Alu, Treasury und Choiseul (und Isabel?) sind die weissen
I fiscalflecke der Unterseite meist wie bei parkinsoni reduziert , dagegen sind diese Flecke so gross wie bei
phestus bei den Exemplaren von den Inseln der Rubiana-Gruppe (Rubiana, Neu-Georgien, Guizo, Vella Lavella.
Kulambangra). Das ¥ dem phestus -¥ sehr ähnlich, die Adern im weissen Felde des Hflgls oberseits deut¬
licher schwarz.
Aegeus-Gruppe.
Grosse ungeschwänzte Arten. Körper wie bei den vorigen beiden Gruppen schwarz, mit schwachen weissen
Zeichnungen auf Kopf, Thorax und der Hlbsunterseite , oder bei gewissen ¥ der Hlb oben gelb und unten schwarz,
cf: Flügel schwarz, mit weisser Binde oder weissem Discalfelde auf der Hflgloberseite. ¥ dem cf ähnlich oder
mimetisch umgebildet.
Ausgegeben 26. IV. 09.
PAPILIO. Von Dr. K. Jordan.
65
P. aegeus. Ohne Schwanz. Taster seitlich weiss. cf : Vtlgl in der Regel mit weissem F leckenbande zwischen
Zelle und Apex ; auf dem Hflgl oberseits ein breites weisses Band, das aussen zwischen den Adern ausgerandet
und daher an den Adern gezähnt ist; auf der Hflglunterseite das Band durch eine, oft reduzierte oder fehlende
Reihe grauer Monde ersetzt, an deren Aussenseite blaue Flecke stehen ; Submarginalflecke rot oder gelb, oben
meist nur der Analfleck vorhanden und auch dieser fehlt oft. Das 2 tritt in vielen Gegenden in nur einer Form
auf, während es in andern Gebieten polymorph ist. Braunschwarz, immer viel blasser als das cf, Vtlgl hinten auf
der Scheibe nie mit dünnen weissen Streifen wie beim ? von P. phestus und ambrax und bei den mimetischen 2?
des P. polytes. Bei der normalen, überall vorkommenden polydorina-Yoxm sind auf dem Vtlgl eine grosse Makel
in der Zellspitze und eine Reihe grosser Makeln auf der Scheibe weiss mit brauner Bestäubung; der Hflgl trägt
ein weisses (zuweilen gelbliches) Discalfeld, an dessen Aussenseite unterseits blaue Winkelflecke stehen. Bei einer
zweiten Form ist der Vtlgl ganz schwarzbraun und hat ein schräges weisses Fleckenband, ähnlich wie beim cf.
Dieses Band fehlt oberseits zuweilen ganz. Bei der tenarides-Fovm endlich sind beide Flügel grossenteils weiss,
oder der Vtlgl ist grau und der Hflgl von der Wurzel bis über die Zellspitze hinaus weiss; der Hflgl trägt wurzel-
wärts von den Submarginalflecken schwarze Makeln, auf denen blaue Flecke liegen. Die junge Rp von Vogeldung¬
farbe, auf dem 2. bis 4. Ringe mit je 3 Paaren, auf den übrigen Ringen mit je 1 Paare rauher Dornen, die auch die
erwachsene Rp beibehält; letztere graugrün, unregelmässig licht längsstreifig, hinter dem 4. Ringe ein schwarzer
Gürtel, der sich seitlich in einem breiten, schwarzbraunen Seitenstreif verliert, in der Mitte des Leibes ein sclrwarzes
Schrägband, das am Subdorsaldorn endet, und dahinter ein kürzerer schwarzer Schrägstreif; an der Aussenseite
der Bauchfüsse und oberhalb derselben ein aus Linien bestehender schwarzer Längsstreif; Kopf schwarz. Auf
Citrus. Pp variiert nach der Umgebung, oberseits in der Mitte gelb, der Rücken an der Wurzel des Hlbs ziemlich
stark eingebogen: Thoracalhöcker kaum so stark vorspringend wie die abgestutzten Kopfhörner. Der Falter
schlüpft frühmorgens aus. Er findet sich in Gärten und im offenen Walde, wo er häufig an Blumen saugend an-
getroffen wird, auch trinkt er an Bachrändern und Wegpfützen. Der Flug ist etwas unregelmässig aber schnell:
wenn der Falter Gefahr wittert, eilt er mit grosser Geschwindigkeit davon. — aegeus Don. (cf = erectheus Don) (23 c). aegeus.
Ein in den Gärten und Buschwäldern von Queensland und Neu-Süd-Wales sehr häufiger Falter, der südwärts bis nach
Victoria geht und selbst in den Strassen der Städte beobachtet wird, cf : Vflgl immer mit Subapicalband ; das Hflgl -
band berührt die Zelle oder ist etwas von derselben getrennt, häufig steht ein kleiner Fleck in der Zellspitze, das
Band geht nicht über die untere Mediane hinaus; an der Aussenseite der beiden letzten Makeln des Bandes stehen
bei reinen Stücken graue Flecke; der rote Analfleck gross, rund; unterseits eine volle Serie roter Submarginal-
flecke, zuweilen auch oben mehrere Submarginalflecke. Das? mit Ausnahme der nördlichen Teile des Fluggebiets
monomorph (polydorina- Form); die äussere Hälfte des Vflgls aufgehellt, der Saum schmal schwärzlich ; die Sub-
marginaltlecke des Hflgls oben und unten dunkler rot als bei den andern Rassen, das weisse Discalfeld wenigstens
unterseits bis zur Gostale ausgedehnt, die erste Makel aber gewöhnlich schmal; die blauen Discaltlecke gross. Auf
Kap York und den davor liegenden Inseln fliegt auch eine tanarides- Form, ?-f. beatrix Waterh., welche sich von
der entsprechenden ?-f. onesimus Hew. aus Neu-Guinea hauptsächlich dadurch unterscheidet, dass das helle Feld
der Hflglunterseite konstant durch eine weisse Makel mit dem Gostalrande verbunden ist. — adrastus Fldr. von adrastus.
den Banda-Inseln; der Schmetterling ist selbst auf dem stark kultivierten Boden von Gross-Bande häufig, cf: Die
Binden beider Flügel ähnlich wie bei aegeus , der äussere Fleck der Vflglbinde nicht so nahe am Rande ; die 2. Makel
des Hflglbandes höchstens so lang als ihre Entfernung vom Saume, selten steht ein kleiner Fleck in der Zelle, der
rote Analfleck ist oberseits wenigstens angedeutet; unten ist selten eine volle Reihe rotgelber Submarginalflecke
vorhanden und in solchem Falle sind wenigstens einige der Flecke klein, meist ist nur der Analfleck ausgebildet.
? dimorph; ?-f. priasa form, nov., Vflgl zwischen Zelle und Subcostalgabel mit einer schrägen Reihe von 5 gelb- priasa.
liehen Makeln, der Zellfleck oben fehlend, unten angedeutet. Hflgl mit kleinem, verwischtem, gelblichem Discal-
felde, das weder die Subcostale noch die 2. Mediane erreicht und höchstens 8 mm breit ist ; der Zellfleck fehlt
oder ist sehr klein. ?-f. tellias form, nov., Vflgl mit hellen Makeln in der Zelle und auf der Scheibe, die vorderen tellias.
Discalmakeln schärfer ausgeprägt als bei der polydorina-F orm von Neu-Guinea, die hinteren wurzelwärts stark
abgerundet und gewöhnlich dicht schwärzlich bestäubt; das weisse Hflglfeld kleiner als bei Neu-Guinea-Exem-
plaren, die vorletzte Makel desselben höchstens doppelt so lang als breit, der aussen von derselben stehende blaue
Fleck klein, zuweilen kaum angedeutet, die Submarginaltlecke alle gut ausgebildet, der 5. und 6. oben stets
kleiner als der 3. und 4. ; die Marginalflecke gross, was auch bei ?-f. priasa der Fall ist; unterseits steht häufig ein
weisser Discalfleck hinter der Gostale. Das von Felder mit der Vaterlandsangabe »Neu-Guinea« abgebildete ?
zeigt die Gharaktere der Banda-Stücke und kam auch zweifellos von Banda. — goramensis Bothsch. (2 = ? poly- goramensis.
dorina Haase). cf: das Vflglband wie bei adrastus stets gut entwickelt, aussen von demselben weder oben noch
unten deutliche graue Streifen ; das Hflglband viel breiter als bei adrastus, stets in die Zelle eintretend und hinten
etwas über die 2. Mediane hinabreichend, in der Mitte gemessen sind die 2. bis 4. Makel höchstens so lang und
die 6. Makel etwas über halb so lang als die betreffenden Entfernungen vom Saume. 2: Nur die polydorina-
Form bekannt*), welche der betreffenden Form von Key nahe kommt; der Zellfleck des Vflgls grösser und
*) Wallace, Trans. Linn. Soc. XXV. t. 3. fig. 3, bildet ein ? ab, das von Waigeu sein soll, aber sehr gut mit Goram-
Stücken übereinstimmt. Die Fig. 4 derselben Tafel bringt ein weisses ? mit der Vaterlandsangabe Goram; es liegt möglicher¬
weise eine Fundortsverwechslung der beiden ?? vor. Haase gab Fig. 3 den Namen polydorina , den wir als eine treffende
Bezeichnung für alle an P. polydorus erinnernde ?? des P. aegeus beibehalten.
IX
9
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PAPILIO. Von Dr. K. Jordan.
wie die Discalflecke oberseits gelblich getönt und stark gebräunt; die hinteren Discalflecke länger als bei
keianus und die sie trennenden Adern weniger breit schwarz. Die Saumtlecke des Hflgls gelblich, die weisse
Zellmakel unten etwa so gross wie der gelbrote Analfleck oder kleiner, oben grösser als unten. Goram
kissuanus. Laut und Manovolka. — kissuanus Bothsch. Das cf gleicht dem goramensis- cf, das Hflglband ist aber etwas
breiter. Die hellen Makeln des Vflgls des ? sind noch stärker gebräunt als bei goramensis, der Zellfleck ist
viel kleiner, die Adern sind breiter schwarz, das Discalfeld des Hflgls ist deutlicher gelb angeflogen, die
1. Makel dieses Feldes ist im ganzen kleiner und die Saumtlecke sind grösser. Ivissoei, Watubela-Inseln. —
keianus. keianus Bothsch. cf: Die Subapicalflecke des Vflgls verwischt und viel kleiner als bei den vorhergehenden
Formen; das Hflglband tritt stets in die Zelle ein, geht aber nie über die untere Mediane hinaus; der rote
Analfleck ist oberseits fast immer vorhanden, wenn auch oft schwach ausgebildet. Das ¥ in zwei Formen;
amaranta. ¥-f. amaranta Bothsch. ist die polydorina- Form, die hellen Makeln des Vflgls wenigstens auf der Unterseite
kreideweiss, die hinteren wurzelwärts stark abgerundet und unten auch meist saumvvärts ziemlich scharf
blanca. begrenzt; die Saumflecke des Hflgls grösser als bei der folgenden Subspecies. Das helle ¥ ist ¥-f. blanca
Bothsch., den hellsten Exemplaren von Neu-Guinea ähnlich, die Saumtlecke beider Flügel grösser und die
isolierten schwarzen Discalflecke des Hflgls näher an der Zelle. Key-Inseln, nach H. Kühn ziemlich selten;
othello. die ¥-f. blanca »fliegt nur zu Ende der Regenzeit«. — Othello Grose-Smith. Eine kleine Form, von der nur
3 Exemplare bekannt sind, cf: Vflgl ohne Subapicalbinde, nur unten schwache Spuren derselben vorhanden;
das Hflglband schmal, die hinter der 2. Mediane liegende Makel desselben dünn, der Zellfleck klein (das
Band ist infolge von Fäule gelb verdunkelt, was auch bei unserem einzigen aus derselben Sammlung
desdemona. stammenden Biak-Exemplar von P. arnbrax der Fall ist). Das ¥ in 2 Formen: ¥-f. desdemona form, nov.,
Makeln des Vflgls auch oben fast rein weiss, der Zellfleck gerundet, die letzten beiden Discalmakeln ellip¬
tisch, alle aussen scharf umgrenzt, besonders auf der Unterseite; die Adern im äusseren Teile des Hflgl-
spiegels weniger schwarz als bei ormenus, die Submarginalflecke oben klein, schwarz bestäubt, der 5. und 6.
sehr klein oder fehlend, unterseits kleiner als die vorhergehenden. Mir ist kein ähnliches ¥ von andern
Fundorten bekannt. ¥-f. thuria form. nov. ist den hellsten Stücken aus Neu-Guinea sehr ähnlich, vielleicht
nicht konstant verschieden; der 1. und 2. Submarginalfleck des Hflgls unten schmal, so tief gelbrot als bei
¥-f. desdemona, oberseits nicht entwickelt, vor dem Abdominalrande eine dünne schwarze Quermakel mit
blauem Strich, vor derselben 3 isolierte schwarze Makeln, von denen die vorderste oben schattenhaft ist,
aegatinus. der Randzahn an der 3. Radiale springt sehr deutlich vor. Biak, in der Geelvink-Bai. — aegatinus Bothsch.
Gleichfalls klein, cf: Vflgl mit 2 oder 3 sehr kleinen oder ganz ohne Subapicalflecke; Hflglband die Zelle
berührend , nur in einem der 8 mir vorliegenden Stücke trifft es in die Zelle ein ; unterseits hat der Hflgl
eine volle Reihe blauer Discalflecke, die meist gross sind und an deren Innenseite sich keine Spur von
grauen Flecken findet. Das ¥ in 2 Formen (es ist anzunehmen, dass ausserdem auch eine tenarides- Form
melia. vorkommt): ¥-f. melia Bothsch., Vflgl oberseits ganz braun, mit einer schwachen Spur von 3 grauen Flecken
aussen von der Zellspitze, diese Flecke unten etwas deutlicher, der mittlere in der Subcostalgabel ; der
Spiegel des Hflgls wurzelwärts gerundet, mit sehr kleinem Zellfleck, hinten die 2. Mediane kaum erreichend;
die roten Submarginaltlecke oberseits dünn, mit Ausnahme des Analflecks, unten ist eine Reihe von 5 weissen
Discalflecken vorhanden, die alle weit von der Zelle entfernt stehen und von denen der erste sehr klein ist.
myrtis. ¥-f. myrtis Bothsch., die Makeln des Vflgls unten weiss und scharf umschrieben, oben sehr stark geschwärzt,
die Zellmakel quer, unten etwa dreimal so lang als breit, die hinteren Discalmakeln mehr oder weniger
reduziert, kein weisslicher Fleck hinter der Submediane; nur die hinteren gelben Subnrarginalmakeln des
Hflgls oberseits ausgebildet, unten die 2. bis 6. schmal, fast gerade, und ungefähr gleich gross; der weisse
Spiegel so gross wie bei gewöhnlichen Neu-Guinea-Stücken, der hinter der 2. Mediane liegende Fleck klein.
ormenus. Mefor (= Mafoor) in der Geelvink-Bai. — ormenus Gue'r. (= ormenulus Frühst., aegates Frühst.). Das cf in
zwei durch Übergänge verbundenen Formen: cf-f. ormenus Guer. (23c) mit einem Subapicalbande grosser
pandion. weisser Flecke auf dem Vflgl, und cf-f. pandion Wall, mit einem Bande kleiner Flecke oder ganz ohne
Band. Die beiden Formen kommen nicht überall zusammen vor; auf Aru finden sich nur und auf Waigeu
fast nur grossfleckige Stücke; in den dazwischen liegenden Distrikten: Misol, Salawatti, und Holländisch
Neu-Guinea, sowie auch auf Jobi und an der ganzen Nordseite von Holländisch und Deutsch Neu-Guinea
kommt fast ausnahmslos cf-f. pandion vor; am Huon-Golf und in Britisch Neu-Guinea dagegen ist pandion
die Ausnahme und fehlt auf den östlich und südöstlich von Britisch Neu-Guinea liegenden Inseln gänzlich,
wenigstens besitzen wir nur mehr oder weniger grossfleckige Stücke von dort. Meistens ist das Hflglband
bei cf-f. pandion hinter der 2. Mediane breiter als bei cf-f. ormenus, der Unterschied ist aber durchaus nicht
konstant. Auch beim ¥ ist es noch nicht zur Ausbildung von geographischen Merkmalen gekommen, die sich
inomatus. bei dem grösseren Teil der Exemplare nur einer Lokalität wiederfinden. Die Hauptformen sind: ¥-f. inornatus
Bothsch. (25a). Vflgl oben ganz braun, unten mit weisslichen Flecken aussen von der Zelle; Htlgl mit einem
besonders unterseits reduzierten weissen Spiegel, mir nur von der Arfak-Halbinsel und der Insel Yanarba,
seleucis. südöstlich von Britisch Neu-Guinea, bekannt. ¥-f. seleucis form, nov., Vflgl braun, mit einer Subapicalreihe
von 5 Flecken, die ähnlich wie beim cf stehen und von denen der zweite in der Subcostalgabel liegt;
Hflglspiegel wie bei der vorigen ¥-f. , unterseits weit von der Zelle getrennt; mir nur von Waigeu bekannt.
titnoxena. ¥-f. timoxena form, nov., wie vorher, aber die Flecke des Vflgls liegen zwischen Zelle und Subcostalgabel
PAP1LI0. Von Dr. K. .Jordan.
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und entsprechen also den bei der polydorina- Form um die Zellspitze herumstehenden hellen Makeln; das
weisse Htlglfeld unterseits nicht immer stark reduziert; mir nur von Trobriand bekannt. Übergänge von
dieser Form zur nächsten kenne ich von Waigeu, Etna-Bai (Holländisch Südwest-Neu-Guinea) und 1 robriand.
Die überall häufig vorkommende und als normal anzusehende Form nenne ich ?-f. leporina nom. nov. (der leporina.
Name polydorina Haase bezieht sich höchst wahrscheinlich auf die betreffende ?-Form von Goram), Vflgl in
der äusseren Hälfte aufgehellt, stets mit Zellmakel, die hellen Teile oben gewöhnlich mehr oder weniger
stark gebräunt, unten meist (oder beinahe) rein weiss; Htlgl mit grossem weissem Felde, das vorne bis an
die Subcostale reicht, aussen von der 4. und 5. Makel je ein oft grosser blauer Fleck, die vorderen Sub¬
marginalflecke zuweilen nicht ausgebildet, in der Regel der 6. grösser als die vorhergehenden. Die hellen,
Tenaris ähnlichen 22 sind : ?-f. amanga Bsd. (= intermedia Hag.) (24b), Vflgl ganz graubraun, Htlgl grössten- amanga.
teils weiss, mit breitem dunklem Saume und gelbem Analfelde ; findet sich wahrscheinlich überall , bekannt
von Waigeu, Huon-Golf und Britisch Neu-Guinea (Aroa-Fluss, in niedrigen Lagen). 2-f. onesimus Heu - onesimus.
(= tenarides Hag.), beide Flügel grösstenteils weiss; in den Einzelheiten der Zeichnung des Hflgls sehr
variabel; überall, aber seltener als 2-f. leporina. Das Verbreitungsgebiet von ormenus umfasst ganz Neu-
Guinea, Waigeu, Salawatti, Misol, Jobi, die d’Entrecasteaux-lnseln, Trobriand, Woodlark, die Luisiaden und
die Egum-Gruppe. — Letzthin sind cf cf von Deutsch Neu-Guinea (Astrolabe-Bai) mit zitronengelber Hflglbinde
als besondere Species, pandoxus Gros e- Smith . beschrieben. Da sich in derselben Sammlung (von Wahnes pandoxus.
gesandt) auch ein cf von P. arnbrax mit ähnlich gefärbtem Bande befand, so glaube ich, dass die Färbung
erst nach dem Tode der Falter entstanden ist. Die Schuppen sind normal. — wehsten Gr.-Sm. cf: Die websteri.
Subapicalflecke des Vflgls mittelgross, immer vorhanden, die Reihe zuweilen durch kleine unbestimmte Flecke
bis fast zum Hrde fortgesetzt (bei ormenus stehen vor dem Hrde in einzelnen Exemplaren gleichfalls weisse
Fleckchen); das Hfllband breit, die erste Makel nicht wurzelwärts erweitert, der Ird des Bandes daher
von der Gostale bis zur 2. Mediane gleichmässig gerundet. Das 2 in 2 Formen: 2-f. sopaea form. nov. ähnelt sopaea.
dem cf; Vflgl mit gebogenem Subapicalbande mittelgrosser Flecke; das weisse Feld des Hflgls kleiner als
beim cf, vorne nur bis zur Subcostale gehend, unterseits von der Zelle entfernt stehend. 2-f. bismarckianus bis-
Bothsch. , Vflgl mit einem gebogenen Bande grosser Discalmakeln von der Costa fast zum Analwinkel , die marckianus.
oberen Makeln dicht an der Zelle, letztere mit Apicalmakel, die oben schmal ist oder auch ganz fehlt; das
weisse Feld des Hflgls auf beiden Seiten gross, gewöhnlich steht eine dünne weisse Quermakel hinter der
Costale. Neu-Pommern (= New Britain). — oritas Godm. u. Salv. Der Apex des Vflgls weniger gerundet, oritas.
cf : Das Subapicalband des Vflgls viel breiter als bei websteri, das weisse Band des Hflgls innen fast gerade
oder die 1. Makel deutlich wurzelwärts verlängert, die hinter der 2. Mediane liegende Makel gross. Das 2
in 2 Formen : 2-f. ximene form. nov. ähnelt dem cf, Vflglband breiter als bei websteri ; das Hflglfeld oben ximene.
gross, von der Subcostale bis zur 2. Mediane oder über dieselbe hinausreichend, unterseits ganz ausgelöscht
oder durch graugelbe discale Schattentlecke ersetzt. 2-f. nymphasia form. nov. , die Makeln des Vflgls nymphasia.
weniger scharf begrenzt als bei 2-f. bismarckianus, mehr gebräunt, die Zellmakel grösser; der Hflgl mit
längerem Zahn an der 3. Radiale und mit blässeren Submarginalflecken. Neu-Mecklenburg (= New Ireland)
und Neu-Hannover.
P. tydeus. Unterscheidet sich von allen Formen des P. aegeus durch die grossen ockergelben
Submarginalflecke des Hflgls, welche aussen abgestutzt oder ausgerandet und discalwärts an den Adern
klammerartig ausgezogen sind, cf stets mit subapicalem Schrägbande weisser Flecke; das Hflglband
schmal, die Zelle nicht berührend, die 1. Makel bis fast zur Flügelwurzel verlängert. Das 2 erscheint nur
in der tenarides- Form: Vflgl zentral aufgehellt; Htlgl von der Wurzel bis zur Scheibe gelblichweiss, an der
Innenseite eines breiten Disealbandes grosser, schwarzer, zusammenhängender Makeln ockergelb ; die Wurzel
des Costalrandes unterseits breit schwarz. Nur auf den nördlichen Molukken. — tydeus Fldr. fliegt auf tydeus.
Morty, Halmaheira, Ternate und Batjan. cf: der hinter der Subcostalgabel liegende Fleck des Vflgls kürzer
als seine Entfernung von der Zelle. 2: der Zellfleck der Vflglunterseite reicht bis zur Wurzel der untern
Mediane hinab; an der Innenseite des 1. schwarzen Discalfleckes der Hflglunterseite steht ein dünner, oft
sehr verwischter, gelblicher Querfleck. Batjan, Ternate, Halmaheira und Morty. — obiensis Bothsch. von obiensis.
Obi. cf: das Subapicalband des Vflgls breiter als bei tydeus, der 4. Fleck länger als seine Entfernung von
der Zelle. 2: beide Flügel mehr ausgedehnt hell; der Zellfleck des Vflgls geht unterseits bis über die
Wurzel der 2. Mediane hinab; der an der Innenseite des 1. schwarzen Discalfleckes der Hflglunterseite
stehende Querfleck ist wurzelwärts an der Subcostale entlang ausgezogen.
P. gambrisius. Vielleicht nicht spezifisch von P. aegeus verschieden. Taster weniger weiss. cf:
Vflgl mit 4 Subapicalflecken, der 1. und 2. klein, zuweilen fehlend, diese Flecke unterseits meist viel kleiner
als oben. Das Hflglband wie bei P. aegeus vorne wurzelwärts verbreitert, an der Aussenseite der 5. und
6. Makel mehr oder weniger stark entwickelte graue Nebelflecke, die 5. Makel höchstens halb (gewöhnlich
nur ’/s) so lang als ihre Entfernung vom Saume; unterseits trägt der Hflgl eine Reihe blauer Discalmakeln
und an deren Innenseite graue Flecke. 2 monomorph: Vflgl mit grosser Zellmakel und langen Discalmakeln.
Hflgl mit gelblich weissem, hinten ockergelbem Mittelbande, das stets bis an die Costale reicht und hinten
breiter als zwischen der Costale und der Zelle ist; aussen von der Binde grosse blaue Flecke. Die früheren
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PAPILIO. Von Dr. K. Jordan.
Stände nicht bekannt, wahrscheinlich denen von P. aegeus ganz ähnlich. Ein Falter der offenen Wälder mit
reicher Entwicklung von Unterholz , zwischen dem er schnellen Fluges umherstreicht ; er trinkt an Pfützen
gambrisius. und Bachrändern. Südliche Molukken. — gambrisius Cr. (¥ = drusius Cr., fusconiger Goeze, drimachus
Godt.; cf = amphitrion Cr. Artefact; cf? = colossus Frühst.) (24b). cf: Hflglunterseite mit kleinem, gelb-
abbreviatus. rotem Analfleck, ohne Submarginalflecke, cf- ab. abbreviatus Eothsch.: Hflglband nur bis an die 2. Mediane
oritinns. reichend; von Amboina in coli. Oberthür (ex coli. Boisduval). Fruhstorfer’s P. aegeus oritinus, der nach einem
Exemplar ohne Fundort beschrieben wurde, ist vielleicht ein aberrantes Hungerstück von gambrisius mit aus¬
nahmsweise grossen grauen Discalmakeln auf der Hflglunterseite. Nach Fruhstorfer sollen cfcf aus Geram
einen viel grossem und die ?? einen viel kleinern Zellfleck auf dem Hflgl haben als Amboina-Exemplare, was
durch unsere Stücke nicht bestätigt wird. ?: der 3. — 5. Fleck der Hflglbinde kürzer als der 1. und 2. Fleck.
Amboina, Saparoea, Geram. Selten; es werden immer nur wenige Stücke erbeutet; der Falter entzieht sich
buruanus. den Nachstellungen leicht durch seinen schnellen Flug. — buruanus Eothsch. cf : Apex des Vflgls stark
graugestreift, die Subapicalflecke meist grösser als bei der vorigen Form. Das Hflglband schmäler, der
gelbrote Analfleck der Hflglunterseite gross, auch sind mehrere gelbrote Submarginalflecke vorhanden. ?:
der 1. und 2. Fleck der Hflglbinde kürzer und der 3. — 5. länger als bei gambrisius, die rotgelben Sub¬
marginalflecke oben und unten scharf ausgebildet. Buru, an der Küste und im Berglande.
P. inopinatus. Dem P. aegeus nahe verwandt, cf: Vflgl mit breitem, weissem Subapicalbande, das
vom Gostalrande bis zur 3. Radiale reicht und die vordere Ecke der Zelle berührt. Das Hflglband ähnlich
wie bei P. aegeus, die 4. Makel am längsten, etwa so lang wie ihre Entfernung von dem Saume, die 6.
dünn , hinten zugespitzt , oft die 2. Mediane nicht erreichend , hinter dieser Ader kein weisser Fleck ; der
gelblich rote Analfleck oben immer vorhanden, unten ausserdem ein oder mehrere Submarginalflecke ent¬
wickelt, der weisse Zellfleck klein oder fehlend. ? in einer Form: Vflgl mit breiter weisser oder etwas
gelblicher Binde von der Mitte des Costalrandes zum Hinterwinkel; Hflgl schwarz, oberseits ohne Discal¬
flecke , aber mit grossen roten Submarginalflecken, unten mit sehr schmaler verwischter bräunlich gelber
inopinatus. oder weisslicher Discalbinde, die von der Zelle entfernt steht. Die früheren Stände unbekannt. — inopinatus
Btlr. (24 a) von verschiedenen Inseln der Tenimber - Gruppe. Der Analfleck des Hflgls des cf und die Sub-
kosmos. marginalflecke der Hflgloberseite des ? rot. — kosmos Frühst. (= inauris Frühst.). Die Submarginalflecke
des Hflgls etwas mehr gelblich (nach dem Tode im Tropenklima verblasst?) und die Saumtlecke im ganzen
etwas grösser; alle andern von Fruhstorfer angegebenen Unterschiede sind nicht stichhaltig. Babber,
Dämmer und Roma.
oberon. P. oberon Gr.-Sm. (23c). Nahe mit P. aegeus verwandt, cf: Vflgl mit ziemlich breitem, gradem
Fleckenbande ; das Hflglband reicht bis an die 2. Mediane, der rote Analfleck ist gross ; unten hat der Hflgl
eine volle Reihe grosser roter Submarginalflecke und von der Analmakel vorwärts eine Anzahl gelblich
weisser Discalflecke. ?: Vflgl oben mit einigen etwas verwischten Flecken aussen von der Zellspitze; diese
Flecke unten zu einer breiten Binde entwickelt, welche die Zellspitze berührt und von der Gostale bis zur
3. Radiale läuft; auf der Unterseite in der Zelle ein kleiner Winkelfleck und vor dem Analwinkel ein
grösserer weisser Fleck. Hflgl oberseits mit kleinem gelblich weissem Dicalfelde von der Subeostale bis
nahe zum Abdominalrande, aus 7 Flecken bestehend (einschliesslich des Zellfleckes), unten das Feld zu
einer vorne und hinten dünnen Binde entwickelt, die bis an die Gostale reicht und die Zelle berührt; die
roten Submarginalflecke beiderseits gross. — Auf den Santa Cruz-Inseln.
P. bridgei. Die Geschlechter sehr verschieden, cf schwarz wie bei P. aegeus, Vflgl mit Flecken¬
bande von dem Costal- zum Hrde, oder mit Subapicalbande und einer vor dem Hrde liegenden Makel. Das
weisse Band des Hflgls wie bei P. aegeus geformt, d. h. die 1. Makel wurzelwärts verlängert ; unterseits hat
der Hflgl rotgelbe oder rötlichgraue Submarginal- und blaue Discalflecke. Das ? entspricht der polydorina-
Form von P. aegeus; die Makeln weiss oder gelblich, die Submarginalflecke des Hflgls zuweilen gelbrot; der
Vflgl mit grossem Zellfleck, der von der Zellspitze entfernt liegt, und einem Bande von Discalmakeln, die
durch breite braunschwarze Aderstreifen getrennt sind und von denen die 3 hintern viel weiter vom Saume
entfernt stehen als bei P. aegeus; der Hflgl mit grossem Zellflecke und 6 um die Zelle herum liegenden
Makeln, die aussen abgerundet sind und alle dicht an die Zelle herantreten, der 1. Fleck zuweilen un¬
deutlich oder ausgelöscht. Rp der von P. aegeus sehr ähnlich , grün , mit unregelmässigen kurzen hellen
Längsstrichen, schwarzem Kopf, schwarzen Füssen und oberhalb derselben einem breiten schwarzen Längs¬
streif, von dem 4 Binden ausgehen, je eine auf dem 4., 7., 9. und letzten Ringe; die Dornen wie bei P. aegeus;
auf Citrus, im Walde. Pp wie bei P. aegeus, im Verhältnis zur Grösse etwas schlanker. Der Falter im
Walde, wegen des dichten Gestrüpps und seines schnellen Fluges nicht leicht zu fangen. Scheint auf allen
bridgei. Inseln der Salomon - Gruppe zu fliegen, doch ist er noch nicht von Maleyta bekannt. — bridgei Math.
(= fischeri Eibbe, nobilior Frühst., togonis Eothsch.). Unsere grosse Serie von Exemplaren zeigt, dass auf
den Inseln von Bougainville bis Isabel nur eine Form fliegt; die für die Stücke von den verschiedenen
Inseln angegebenen Unterschiede erweisen sich als ganz unbeständig. Die Submarginalflecke der Hflgl¬
unterseite bei cf und ? gross, wenigstens die hintern breiter oder so breit wie der sie von den Saum-
gorei. flecken trennende schwarze Saum. Gelbliche ¥¥ hat Ribbe ab. gorei benannt. Bougainville, Fauro, Alu,
PAPILIO. Von Dr. K. Jordan. W*
Treasury, Choiseul und Isabel. — ortegae Höllisch. Eine Übergangsform zu hecataem. Subrnarginalflecke der ortegae.
Hflglunterseite beim cf klein, schmäler als der sie von den Saumflecken trennende schwarze Saum, die
vordem Flecke des Vflgls grösser als bei der vorigen Form, zuweilen alle flecke bis auf die letzten zwei
sehr klein. Beim ? die Saumflecke des Vflgls und die Subrnarginalflecke des Hflgls kleiner, die Saumflecke des
Hflgls dagegen etwas grösser als bei bridgei. Florida und Gela. — hecataeus Godm. u. Gute. (25a). cf: der hecataeus.
5. und 6. Fleck des Vflgls immer viel kleiner als die vorhergehenden Flecke, welche grösser als bei ortegae
und bridgei und auch unterseits gross und scharf umschrieben sind. ?: die Randflecke der Vflglunterseite
kleiner als bei den andern Formen, da keine der Admarginalflecke deutlich entwickelt sind, während letztere
bei ortegae und bridgei, besonders aber bei prospero mit den Saumflecken zu Nagelkopfmakeln zusammen-
fliessen; der 4. Discalfleck des Vflgls, von hinten her gezählt, punktförmig oder höchstens 1 h so gross wie
der 3. Auf Guadalcanar. — tryoni Math. cf: das Vflglband besteht aus 5 Flecken; der Htlgl hat oberseits tryom.
einige Subrnarginalflecke. $: Htlgl oben und unten mit gelbroten Submarginalflecken. Ugi und San
Christoval; 1 cf in coli. Godman, 2 ?? im Tring Museum. — prospero Gr.-Sm. (24a). Die abweichendste prospero.
Form (vergl. P. woodfordi laarchus). cf: Vilgl mit Subapicalband und vor dem Hrde ein oder zwei Makeln,
zuweilen sind zwischen dem Bande und diesen Makeln, welche den hintern Flecken des Bandes der vorher¬
gehenden Formen entsprechen, noch einige Flecke schwach angedeutet; Hflglband sehr breit, mit langen
Zähnen; auf der Hflglunterseite fehlen die vordem Subrnarginalflecke. ?: auf dem Vflgl oben und unten
Admarginalflecke, die mit den Saumflecken Nagelkopfmakeln bilden; die Subrnarginalflecke des Hflgls sehr
gross, besonders oberseits aussen stark ausgerandet. Auf Neu -Georgien und den Nachbarinseln: Kulam-
bangra, Guizo, Rendova, Vella Lavella.
P. woodfordi. cf und 2 einander ähnlich, das ? etwas blasser. Vflgl oberseits mit vollständigem,
breitem, weissem Discalbande oder nur mit weissen Flecken zwischen Zelle und Apex. Auf der Hflglober-
seite ein weisses Discalband, das von der Costale zum Abdominalrand reicht und dessen Ird fast grade ist,
die 1. Makel des Bandes immer kleiner als die 2., häufig viel kürzer als die 7.; der Zahn der 3. Radiale
deutlich vorspringend. Auf der Vflglunterseite ein Subapicalband, das häufig zu einigen schwachen Flecken
reduziert ist. Der Hflgl unten mit Submarginalflecken, von denen oben meist nur der anale, zuweilen auch ein
2. Fleck entwickelt ist; auf der Scheibe blaue Flecke und an deren Innenseite vielfach ein graues Flecken¬
band. Nördliche Salomons-Inseln. Die Rp auf Citrus; grün, die Unterseite mit Ausnahme des Thorax grau¬
grün, auf dem erhöhten 4. Ringe ein schwarzer Gürtel, der seitlich nach vorne hin spitz ausläuft ; auf dem
Pronotum und 11. Ringe ein Paar blasser Dornen. — woodfordi Godm. u. Sale. (23 b). Vflgl mit einem woodfordi.
vom Costal- zum Hrde laufenden Bande, das unter der 2. Radiale mehr oder weniger unterbrochen ist.
22 mit gelblichen Binden sind ab. ochracea Bibbe. Bougainville und Shortlands- Inseln (Alu, Fauro). — odiracea.
choiseuli Bothsch. (24 b). Nur der dicht an der Zellspitze liegende vordere Teil des Vflglbandes entwickelt, dioiseuh.
Choiseul. — ariel Gr.-Sm. Vflgl beim cf mit 2 — 4, beim 2 3 — 5 Flecken, die von der Zellspitze getrennt ariel.
stehen , hinten auf der Scheibe häufig Spuren von weissen Flecken ; das Hflglband schmäler als bei den
beiden vorhergehenden Formen. Isabel. — laarchus Godm. u. Salv. (23 b). Vflgl mit einer von der Zelle laarchus.
entfernt stehenden schrägen Subapicalbinde, die vor der 2. Radiale in der Mitte zwischen Zelle und Saum
endigt und vor dem Hrde in Form von verwaschenen Flecken wiedererscheint. Das Hflglband fast doppelt
so breit wie bei ariel. Rubiana-Gruppe : Neu-Georgien, Ivulambangra, Vella Lavella, Guizo, Rendova; häufig.
Der Falter hat wie alle verwandten Arten einen schnellen Flug; er findet sich hauptsächlich im offenen
Walde mit viel Gebüsch, geht aber auch in den dichten Urwald.
Po ptolychus Godm. u. Salv. (23 b). Vflgl mit einer gebogenen Binde zwischen Zelle und Apex und ptolychus.
einer Reihe von 3 oder 4 Submarginalflecken vom Hrde bis zur 2. oder 3. Radiale. Das Band des Hflgls
viel schmäler als das schwarze Saumfeld, gebogen, selten in die Zelle eintretend. Das 2 blasser als das cf,
Hflgl oben oft mit Submarginalflecken. — Guadalcanar und Florida.
P. erskinei Math, cf: Vflgl mehr gerundet als bei den zwei vorhergehenden Arten, oberseits mit erskinei.
einer Reihe Flecke vom Costal- zum Hrde, alle Flecke mit Ausnahme der letzten drei voneinander ge¬
trennt, unten mit vier grossen, getrennten Subapicalflecken. Das Hflglband berührt die Zellspitze und ist
in der Mitte so breit wie das schwarze Saumfeld ; der rote Analfleck gross ; unterseits eine volle Reihe roter
Subrnarginalflecke. — Ugi; nur ein f bekannt (in coli. Godman, jetzt im British Museum).
Memnon - Gruppe.
Die Flügel unterseits an der Wurzel rot oder gelb, mit Ausnahme von P. ascalaphus und protenor. f:
Hflgloberseite stets schwarz, nie mit weissem Bande, aber fast immer mit grau- oder weissblauer Beschuppung, die
zuweilen zu einem breiten, aus Streifen bestehenden Bande verdichtet ist, nur bei protenor eine vom Vflgl verdeckte
grosse weisse Costalmakel vorhanden. $ dem cf ähnlich oder mit weissem, gelblichem oder rötlichem Spiegel oder
Bande auf dem Hflgl, Aristolochienfalter nachahmend.
P. ascalaphus. Körperunterseite fast ohne Spuren von grauweissen Längslinien ; Taster mit weissem
Fleck; beide Geschlechter geschwänzt und oben und unten ohne Makeln an der Flügelwurzel, cf: Vflgl
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PAPILIO. Von Dr. K. Jordan.
mit gelblich grauen, Hflgl mit graublauen oder auch gelblich grauen Streifen vor dem Saume; unterseits
die Streifen des Vllgls mehr discal gestellt, die des Hflgls durch viel kürzere graublaue Discalflecke ersetzt,
ausserhalb welcher gelbe, mehr oder weniger blauschattierte Submarginalflecke stehen. Das ¥ vom cf sehr
verschieden; der Vflgl von der Wurzel bis etwa zur 2. Mediane schwarz, dann folgt eine grosse nach
hinten verschmälerte zentrale weisse Fläche, die von schwarzen Streifen durchzogen ist, der Saum wieder
breit schwarz; Hflgl mit grossem, weissem, durch die Adern unterbrochenem Zentralfelde, das in einer
zweiten ¥-Form nur durch graue und bläuliche, unbestimmt begrenzte Makeln angedeutet ist; die rotgelben,
an ihren Spitzen weissen Submarginalflecke oben und unten gut ausgebildet. Die früheren Stände nicht
beschrieben. Das gelbe Ei wird auf Citrus abgelegt, auf dem die Rp lebt. Der Falter ist sehr ge¬
wöhnlich, besonders in niedern Lagen in der Nähe der Küste. Er findet sich häufig an den Papaja-Blüten.
(.Die ¥¥ verbergen sich auch gerne in dem Laubwerk von Citrus-Bäumen und tummeln sich selbst in den
ascalaphus. Gärten und Strassen von Makassar» (Fruhstorfer). — ascalaphus Bsd. (38a). cf: auf der Hflgloberseite
mit breitem, auf Streifen zusammengesetztem, graublauem Bande. Das ¥ trägt normal einen grossen weissen
Spiegel auf dem Hflgl; zuweilen treten aber auch Stücke auf, bei denen dieses weisse Feld durch un-
nubiger . bestimmte blaubestäubte graue Makeln ersetzt ist: ¥-ab. nubiger Frühst.; mir ist diese verdunkelte Form
ascalon. nur aus Nord -Celebes bekannt. — ascalon Stgr. (28 a). cf: die Streifen auf der Oberseite beider Flügel
kurz und gelblich, auf dem Htlgl viel schwächer hervortretend als bei ascalaphus. Beim ¥ ist die Mitte des
Yflgls und der Htlglspiegel reiner weiss als bei ascalaphus. Sulla-Inseln : Mangola.
P. oenomaus. Schwarz, geschwänzt, ganz ohne blaue Beschuppung, der Vflgl gestreckt, cf: Vflgl
parallel mit dem Aussenrde mit breitem Discalbande, das oben blassgelb, unten grauweiss ist; Hflgl oben
ohne Zeichnungen, unten mit einer einfachen Reihe gelblich roter Submarginalflecke, die weit vom Saume
entfernt stehen und zuweilen auch oben angedeutet sind, und mit 3 roten Basalmakeln. Beim ¥ sind die
Scheibe und Zelle des Vflgls halbdurchsichtig, das Band ist blasser und die beim cf nur unten vorhandene
rote Wnrzelmakel ist auch oben entwickelt; auf dem Hflgl ein Mittelband, das an seinen Rändern rötlich
ist, die roten Submarginalflecke oben und unten gross, auch die Saumflecke rötlich. Das ¥ ist dem P. Uris
oenomaus. sehr ähnlich, mit dem es zusammenfliegt. — oenomaus Godt. (28b) findet sich auf Timor, Moa, Kisser und
Roma (höchstwahrscheinlich auf den andern kleinen Inseln zwischen Timor und Tenimber). Das ¥ mit
breitem Mittelbande auf dem Hflgl. Während P. Uris auf fast allen Inseln verschieden ist, scheint oenomaus
weder beim cf noch ¥ auf den erwähnten Inseln Verschiedenheiten aufzuweisen. Dagegen ist die folgende
subfasciatus. Subspecies ihrem Vorbilde gefolgt. — subfasciatus Rothsch. (28 b) von Wetter ist beim ¥ ganz wie der
P. Uris wetterensis durch ein sehr schmales, unvollständiges Discalband auf dem Hflgl ausgezeichnet. Dies
Band ist oben und unten blassrot und gewöhnlich vor der Zelle unterbrochen , zuweilen ist es zwischen
Gostale und Zelle unterseits nur eben angedeutet. Die cf cf sind von oenomaus nicht konstant verschieden ;
im allgemeinen ist. bei ihnen das Vflglband etwas schmäler.
P. polymnestor. cf: ein breites, costalwärts verschwindendes Discalband auf dem Vflgl und die
äussern 'lj% der Hflgloberseite weissblau; dieses Hflglfeld schliesst eine Reihe schwarzer Discal- und eine
ähnliche Reihe Submarginalmakeln ein; letztere zum Teil mit dem schwarzen Saume vereinigt. Auf der
Unterseite das Vflglband mehr discal und das Hflglfeld besonders von Wurzel her reduziert, beide schmutzig
gelbgrau. Das ¥ blasser als das cf, das Band des Vflgls und das Hflglfeld gelblichweiss mit bläulichem
Anfluge. Die erwachsene Rp grün, mit stark geschwollenem Thorax, glatt, an den Seiten des Thorax eine
dünne weisse Seitenlinie und über den Bauchfüssen ein breiterer Seitenstreif; auf dem Thorax eine schwarz¬
getüpfelte Brillenzeichnung und dahinter ein erhöhter, schwarz- und weissgezeichneter Gürtel, an den Seiten
des Hlbs zwei abgekürzte weisse Schrägbänder, das Analsegment gleichfalls weiss. Pp braun oder grün,
mit abgestumpften, stark vorgezogenen Kopfhörnern und weit abstehenden Flügelscheiden. Auf Citrus,
Atalantia, Paramigyna etc. Der Falter besonders im Flachlande häufig, steigt aber im Gebirge hoch hinauf,
und findet sich den ganzen Sommer hindurch in Gärten, offenem Gelände und im Walde. Der Flug ist im
allgemeinen langsam, imposant, doch kann der Falter auch förmlich durch die Luft schiessen. Man trifft
den Schmetterling oft an Blumen, vor denen er fächelnd steht; er zeigt sich dabei so furchtlos, dass man
ihn mit den Fingern fassen kann. Ceylon und Süd-Indien bis Kalkutta; nördlich vom Ganges nur einzelne
parinda. verirrte Stücke, soll auch in Birma gesehen (!) sein. — parinda Moore (26a). cf: nicht konstant von der
folgenden Form verschieden; das Vflglband breit, der hinter der 2. Mediane liegende Streif länger als seine
Entfernung von der Zelle. ¥: das Vflglband und das helle Hflglfeld gelblich, viel weniger blau als beim cf.
polymnestor. Überall auf Ceylon. — polymnestor Cr. (26a). cf: Vflglband gewöhnlich schmäler als bei der vorigen
Form. ¥: fast so blau wie das cf oder wenigstens blauer als parindaR. Über ganz Süd- Indien bis Kalkutta
verbreitet, im Tring Museum auch ein (verirrtes) cf aus Sikkim (Möller coli.) und ein zweites aus Assam.
lampsacus. P. lampsacus Bsd. (26 b). Zwei Längslinien unten an jeder Seite des Hlbs und ein breites, an den
Adern bis zum Saume vorgezogenes Discalband auf dem Hflgl weissgelb, der Analfleck des Bandes und ein
schmaler basaler Costalstrich auf der Unterseite des Hflgls tiefer gelb. Das ¥ blasser als das cf, mit weiss¬
gelber Basalmakel auf der Vflgloberseite. — Java: im Gebirge von 1500 — 4000 Fuss Höhe. Ein Abbild des
Aristolochienfalters P. priapus.
PAPILIO. Von Dr. K. Jordan.
7!
P. forbesi Gr. -Smith (26b). Hlb ganz schwarz; Hflglunterseite mit roter Costalmakel an der Wurzel, forbesi
cf: Vflgl mit langen starken grauen Streifen vor dem Saume; Htlgl oberseits mit einigen grauen Submarginal¬
monden, deren Anzahl variabel ist, die weissen Saumflecke gross. Unterseite des Hflgls mit grossem ocker¬
gelbem Felde, das sich vom Analwinkel bis zu den Radialadern erstreckt, von der Zelle entfernt steht und
schwarze Makeln einschliesst ; oberhalb dieses Feldes einige blaue Fleckchen. 2 blasser als das cf, die grauen
Streifen des Vflgls gehen bis an die Zelle und letztere ist gleichfalls gestreift; Htlgl mit grossem, fast rein
weissem Felde, das sich bis zur Subcostale oder 1. Radiale erstreckt, fast die Zelle erreicht und grosse
schwarze Discal- und Submarginalmakeln einschliesst; Vflgl oberseits mit gelblichweisser Makel an der
Wurzel der Zelle: ?-f. humeralis form, nov., oder ohne diese Makel: ?-f. nigribasalis form. nov. — Nur aus humeralis.
den Bergen Sumatras bekannt, nicht unter 3000 Fuss; fliegt das ganze Jahr hindurch; das d häufig auf nigribasalis.
dem Sande der Flussufer; das ? sehr selten.
P. acheron Gr. -Smith (= goetheanus Frühst.) (27 a). Der vorigen Art sehr ähnlich, die Streifen des acheron.
Vflgls viel schwächer, der rote Basalfleck der Hflglunterseite grösser, das helle Feld bei cf und 2 gelb und
sehr viel kleiner als bei forbesi, beim 2 nur' ganz wenig grösser als beim cf ; die Hflgloberseite bei cf und 2
ohne Zeichnungen, abgesehen von einer Reihe grosser, schattenhafter, aus zerstreuten blaugrauen Schuppen
bestehender Discalmakeln, die Saumflecke sehr dünn. — Nord-Borneo, im Hügellande (Kina Balu, Mt. Mulu,
Mt. Dulit etc.), das cf häufig.
P. mayo Hew. (2 = charicles Hew.) (25 b). Eine der schönsten Arten dieser Gruppe, cf ungeschwänzt, mayo.
doch springt der Randzahn der 3. Radiale sichtbar vor; Htlgl oben mit einem dicht beschuppten, hellblauen,
breiten Discalbande, das meist die Zelle berührt und vom Saume stets entfernt steht. Die hinteren discalen,
submarginalen und gewöhnlich auch marginalen Monde braunrot; zuweilen fehlen alle diese roten Flecke,
ist der Analring nur schwach angedeutet, und liegt auf der Scheibe ein stark hervortretendes graublaues
Fleckenband. Das 2 monomorph, ein Abbild des dort häufigen Aristolochienfalters P. rhodifer: Vflgl mit
rotem Basalfleck, die Scheibe und Zelle ähnlich wie bei P. oenomaus 2 aufgehellt; Htlgl mit grossem weissem
Zellfleck und einer unterbrochenen Reihe an der Zelle stehender Discalmakeln, die Saumflecke matt rot, die
hinteren sehr gross, der letzte zu einem breiten, den weissen Discalfleek erreichenden Streifen verlängert,
Schwanzspitze weisslichrot. Unterseite wie oben, die vorderen Randflecke des Hflgls weisslich. — Anda-
manen, das cf häufig.
P. lowi Druce (25b). cf und 2 geschwänzt, cf schwarz, Vflgloberseite am Saume mit ziemlich lowi.
kurzen blaugrauen Streifen; Hflgl mit breitem, blaugrauem, dicht beschupptem Bande, das bis nahe an den
Saum tritt, wurzelwärts fast gleichmässig konkav ist und die Zelle nicht erreicht. 2 in zwei Hauptformen;
Vflgl mit Ausnahme der Wurzel stark aufgehellt , der rote Basalfleck wenigstens angedeutet, die schwärz¬
lichen Streifen zwischen den Adern schwächer als bei den memnon- Formen, Hflgl mit grossem, weissem,
aussen gelblichem Zentralfelde, das durch die dünn schwarzen Adern durchschnitten wird: 2-f. zephyria form, zephyria.
nov., oder der Hflgl fast ganz schwarz, ohne weisses Feld: 2-f. suffusus Lathp. — Palawan, Balabac und suffusus.
Nord-Borneo.
P. memnon. Taster mit 3 weissen Fleckchen. Flügelunterseite an der Wurzel mit grosser, matt- memnon.
roter Makel, die auf dem Hflgl durch die Adern geteilt ist und auch oft auf der Oberseite des Vflgls
erscheint, cf schwarz, mit grünlichem oder bläulichem Schimmer, die Adern des Vflgls von hellen bläu¬
lichen Streifen begleitet. Hflgl oberseits gleichfalls mit graublauen Streifen, die meist unbestimmt begrenzt
sind; stets ungeschwänzt. Hflglunterseite im Aussenteil mit 2 Reihen grosser schwarzer Makeln, die von
grauer, graublauer, gelblicher oder gelblich roter Beschuppung umgeben sind, oft nur die submarginalen
schwarzen Makeln deutlich und zuweilen von diesen auch nur die hinteren. Das 2 in einigen Distrikten
ziemlich konstant, in andern ausserordentlich variabel. Von diesen verschiedenen 2 -Formen können nur
einige als mimetisch angesehen werden. Der Vflgl des 2 ist stets blasser als beim cf; der Hflgl oberseits
dunkel, oft wie beim cf blaugestreift, und unterseits wie beim cf mit 2 Reihen schwarzer Makeln, oder der
Hflgl mit weissen Discalmakeln und unterseits nur mit einer Reihe schwarzer Makeln, die oft sehr gross
und zusammengeflossen sind. Diese beiden Hauptformen ungeschwänzt und im einzelnen ausserordentlich
variabel. Die offenbar älteste Form ist geschwänzt , hat auf dem Hflgl einen oft grossen weissen Zellfleck
und um die Zelle herum eine Reihe gleichfalls weisser Makeln, die aussen mehr oder weniger mattrot oder
gelb sind; ähnlich dem weissgefleckten 2 von P. lowi, aber die Adern, welche die Flecke voneinander trennen,
breiter schwarz. Diese geschwänzte 2-Form fehlt auf Borneo und ist dort von einer sonst ganz ähnlichen
ungeschwänzten Form vertreten. Der Hlb der 22 mit hellem Htlgl ist an den Seiten oft gelb. Die junge
Rp braun, vorne auf dem Thorax und auf den letzten 2 Hlbsringen mit je 1 Paar heller Dornen, die später
verschwinden; erwachsen dunkel sammetgrün, hier und da bläulich, der Thorax geschwollen, mit Brillen¬
zeichnung und schwarzem Querbande, vor dem ein weisslichgrtines Band steht, an den Seiten des Hlbs zwei
weisslichgrüne Schrägbänder, von denen das erste sich dorsal mit dem Bande der andern Seite vereinigt,
das Hlbsende und ein Längsstreif über den Füssen grünlichweiss ; die Nackengabel in der Jugend schwarz,
später rot. Pp grün oder braun, oberseits zwischen den Flügelscheiden gelb; Kopfhörner stark vorspringend,
72
PAPILIO. Von Dr. K. Jobdah.
die Flügelscheiden breit, die ersten 3 Hlbsringe oberhalb derselben rauh, der 3. Ring an den Seiten eckig
erweitert. Auf Citrus. Dr. Martin hat aus den grünen Eiern eines geschwänzten 2 ungeschwänzte 2?
gezogen. Von Siid-Japan und Nord-Indien bis Borneo und den kleinen Sunda-Inseln verbreitet; fehlt in
Süd-Indien und auf Ceylon, wo die Art durch P. poly mnestor ersetzt ist. Der Falter ist sehr häufig und
kommt in den nördlichen Distrikten vom Frühjahr bis zum Herbst und in den südlichen Gebieten das ganze
Jahr hindurch vor; in niederen Lagen, im Himalava bis zu 7000 Fuss. Er findet sich überall in der Nähe
der Ansiedlungen und in offenen Waldungen. Das cf besucht Blumen, würd dagegen nie auf feuchten Weg¬
stellen angetroffen; sein Flug ist schnell und ruhelos, während das schwerfällige 2 mehr langsam segelt und
thunbergi. daher leicht zu fangen ist. — Die nördlichste Rasse ist thunbergi Sieb, von Kiu-Shiu, deren Frühjahrsform
pryeri. neuerdings von Fruhstorfer als f. temp. mela bezeichnet worden ist. — pryeri Rothsch. (30 b) fliegt auf
den Liu-Kiu-Inseln. cf : Die graublauen Streifen der Oberseite schmal und die hinteren Streifen des Hflgls
weit vom Rande entfernt. Frühjahrs stücke haben wie bei der vorigen Rasse einen roten Basalfleck auf der
Hflgloberseite. Das ? nur in einer ziemlich konstanten Form: Vflgl mit weissen Doppelstreifen zwischen
den Adern, so dass die Scheibe, besonders der hintere Teil, fast rein weiss mit schwarzen Streifen erscheint ;
Hflgl wie das cf mit deutlich vortretendem Zahn an der 3. Radiale, mit einer discalen Reihe von 5 — 7 grossen
weissen Makeln und zuweilen einigen weissen Schuppen in der Zellspitze, die Saumflecke oberseits kaum
agenor. angedeutet, mit Ausnahme der hinteren zwei, welche rötlich sind. — agenor L. (cf = androgeos Cr.,
mestor Hin.) (30 a). Diese beim 2 polymorphe Subspecies weisst zwar in jedem zoographischen Distrikte
charakteristische Abweichungen auf, doch ist die Gesamtheit der Individuen des einen Distrikts nicht von
der Gesamtheit der Exemplare einer andern Gegend trennbar, da die verschiedenen Gebiete immer einzelne
Formen gemeinsam haben. Bei den normalen cfcf sind der Vflgl oben und unten und der Hflgl oben breit¬
streifig; die Htlglunterseite ist in der Analgegend mehr oder weniger rot, zuweilen reicht diese Färbung bis
zum Costalrande , selten ist gar kein Rot vorhanden , und oft findet sich auf der Seite eine blaue Flecken¬
binde, zuweilen sind auch einige der Streifen der Vflglunterseite glänzend blau; bei Frühjahrsstücken der
heronus. nördlichen Distrikte trägt die Vtlgloberseite gewöhnlich einen roten Wurzelfleck. In cf -ab. heronus Frühst.
sind die Streifen der Vflglunterseite in der Länge und Breite reduziert; hierher gehören alle mir von For¬
mosa bekannten Exemplare, doch trifft man Stücke mit gleicher Entwicklung dieser Streifen auch in andern
primigenius. Gegenden, cf-ab. primigenius Rothscli. (27 a) ist eine durch Verdichtung der hellblauen Beschuppung der
Hflgloberseite an P. poly mnestor erinnernde Abweichung, bei der die schwarzen Submarginalflecke besonders
dicht weissblau umrandet sind ; mir nur aus Sikkim und den Khasia-Bergen in Assam bekannt. Noch eigen-
polym- artiger ist ab. polymnestoroides Moore (32 c), die sowohl beim cf als ? auftritt: Die Streifen der Vflgl-
nestoroides. oberseite des cf sind kurz, die der Hflgloberseite sind dicht beschuppt, strahlenförmig, erreichen den Saum nicht
und treten auch nicht in die Zelle ein; beim 2 ist der Vflgl sepiafarben, nach aussen heller, und der sonst
dunkle Htlgl trägt ein grosses blaues, von der Subcostale bis zum Hrd reichendes Mittelfeld, das aussen
strahlenförmig ausgezogen ist; von Assam (Jaintia-Berge) und Calcutta bekannt. Das Tring Museum besitzt
Aepeldiini. auch Übergänge von dieser Aberration zu normalen Stücken. Bei ab. depelchini Robbe sind cf 2 durch
stärker gezähnten Htlgl charakterisiert , auch fehlt auf der Oberseite fast alle graublaue Beschuppung : die
Hflgloberseite mit grünlichem Glanze, beim 2 mit offenem, rotem Analring und ganz schwachen Spuren von
schwarzen Makeln; Sikkim. Von dem vielgestaltigen 2 sind ausser den 22 von ab. depelchini und polymnestoroides
noch die folgenden Hauptformen bekannt, von denen jede wieder in sich beträchtlich variiert: alle 22 haben
wenigstens Spuren roter oder gelbroter Flecke am Analwinkel des Hflgls und besitzen auf der Vflglober-
rhetenorina. seife stets einen roten Basalfleck. 2-f. rhetenorina form, nov., ungeschwänzt, beide Flügel dunkel sepia¬
farben, Vflgl mit dunkleren Streifen zwischen den Adern, Hflgl oben mit schwacher blauer Beschuppung
und offenem, rotem Analring, der zuweilen durch einen nicht, schwarzgekernten Fleck ersetzt ist, am Hrde
hutlerianus. entlang unterseits gewöhnlich ein breiter weisser Streif; Nord-Indien. 2-f. butlerianus Rothsch. (29b) wie
vorher, Vflgl mit weissem Felde vor dem Hrde, Hflgl oberseits stärker blaubeschuppt; Nord -Indien bis
esperi. Malakka. 2-f. esperi Btlr. gleicht dem cf oben und unten, aber der Vflgl trägt ein grosses weisses Sub-
apicalfeld, ähnlich wie die weiter unten zu erwähnenden Formen von Sumatra und Borneo; nur von Malakka
vinius. bekannt. 2-vinius Frühst. (= c.ilix Fist, nec Sah. u. Godm.) , Vflgl einfarben, mit den gewöhnlichen
dunklern Streifen. Htlgl oben mit 2 weissen Makeln und Spuren einer 3., unten ohne diese Makeln; nur
phoenix. von Malakka bekannt. 2-f. phoenix Fist. , Vflgl wie vorher, Hflgl oben und unten mit 4 oder 5 Makeln,
von denen besonders die hintern aussen oft breit rot sind; bei nordindischen Stücken ist der letzte Fleck
oft wurzelwärts verlängert und es treten unterseits vielfach schwarze Discalmakeln auf, selten findet sich ein
agenor. weisser Fleck in der Zelle; Malakka bis Nord -Indien. 2-f. agenor L. grösser als phoenix, der Vflgl im
allgemeinen etwas heller, zuweilen fast so weissstreifig wie bei pryeri, der Htlgl mit 5 — 7 weissen oder
gelblichen Discalmakeln, die hintere nur bei den Exemplaren mit sehr grossen Makeln basalwärts verlängert,
auch treten keine schwarzen Discalllecke auf, selbst nicht bei Stücken mit verhältnismässig kleinen weissen
Makeln; die Randllecke des Hflgls mehr quer als bei 2-f. phoenix; Formosa, China, Hainau, ? Tonkin, Birma.
alcanor. Die nun folgenden drei 22 sind geschwänzt: 2-f. alcanor Cr., der Zellfleck des Hflgls und zuweilen auch die
Discalmakeln (wie in Gramer’s Bild) klein, die schwarzen Aderstreifen immer dick; Formosa, China, Nord-
distantianus. Indien, Birma, Tenasserim. 2-f. distantianus Rothsch. (= achates Cr. nec Sulzer ) (33a). Der Zelltleck des
Ausgegeben 17. V. 09.
PAPILIO. Von Dr. K. Joboan.
73
Hflgls gross; Malakka bis Hainan, China, und Formosa; wahrscheinlich treten diese beiden durch Über¬
gänge verbundenen geschwänzten Formen überall auf. Von Formosa ist mir eine weitere geschwänzte
Form bekannt, die den Exemplaren von ¥-f. agenor mit sehr hellem Hflgl ganz auffällig ähnlich ist: ?-f.
titania form, nov., Vflgl sepiafarben, mit dunklen Streifen; auf dem Hflgl ein sehr kleiner Zellfleck, eine titarua.
Reihe von 7 Discalmakeln, von denen die 3. — 7. sehr gross sind, und eine Reihe grosser Randflecke weiss,
die hintern Randflecke schwach gelblich, die schwarzen Aderstreifen dünn, unterseits fehlt der Zellfleck und
die Discalmakeln sind wurzelwärts abgekürzt. — anceus Cr. ist die Rasse, welche Sumatra, Nias und Batu
bewohnt. Beim cf ist die Oberseite ganz ähnlich wie bei agenor-cf ; unterseits sind die Zell- und Discal-
streifen des Vflgls breit und ist das Aussenrdsfeld des Hflgls blaugrau, oft am Analwinkel etwas gelb, in
Ausnahmefällen ist der gelbe Ton mehr ausgedehnt und tiefer. Das ? tritt auch bei dieser Rasse nicht
überall in denselben Formen auf; der Hlb ist hinten fast stets gelb; der Hflgl ist bei den dunklen Formen
oberseits dichter blau beschuppt als bei den andern malaiischen Rassen, der Basalfleck der Vflgloberseite ist
rot oder weiss, nicht gelb, die ungeschwänzten Formen mit weissem Bande auf dem Hflgl tragen unter¬
seits stets zwei Reihen schwarzer Flecke und die geschwänzte Form ist gleichfalls leicht von der betreffenden
Form aus andern Gegenden, wie unten angegeben, zu unterscheiden. Die Haupttypen des ¥ sind: ¥-f.
erebinus Ilaase (30a), Hlb schwarz oder hinten gelb; Vflgl dunkel, zwischen Zelle und Apex mehr oder erebinus.
weniger ausgedehnt weiss, Basalfleck immer rot; Hflgl oberseits (wie auch der Vflgl) blasser als beim cf,
aber ebenso dicht blau beschuppt; Sumatra. ¥-f. trochila form, nov., Vflgl mit rotem Basalfleck und oft einer trochila.
deutlichen weissen Aufhellung zwischen Zelle und Apex; Hflgloberseite wenigstens in der Mitte blau
beschuppt, aussen blass, ausser den schwarzen Submarginalflecken noch mit einer Reihe kleinerer Discal¬
flecke ; Sumatra, Nias, Batu. ¥-f. anceus Cr. gleicht der vorigen Form, aber der Basalfleck des Vflgls ist anceus.
weiss; Sumatra, Nias. ¥-f. sitolensis Frühst., ähnlich anceus, aber die Hflgloberseite aussen mehr oder sitolensis.
weniger gelb, auch die Zellspitze gelb; nur von Nias bekannt. ¥-f. gerania form, nov., Vflgl zwischen Zelle gerania.
und Apex mit weissem Felde, der Basalfleck rot; Hflgl mit breiter gelblich weisser Binde, die wenigstens
unten zwei Reihen schwarzer Flecke trägt, Hlb hinten gelb; Sumatra. ¥-f. ityla form, nov., wie vorher, das ityla.
Band des Hflgls weissgelb, die schwarzen Submarginalflecke sehr gross, der Saum geschwärzt, der Hlb
schwarz; Nias. ?-f. butis form, nov., geschwänzt, der Basalfleck des Vflgls rot, der Saum des Hflgls breit butis.
schwarz, der Rand selbst wie die Adern weniger tiefschwarz, die letzte weisse Discalmakel aussen orange-
gelb, zuweilen auch die vorletzte; Hlb gelb, eine Rückenlinie sowie die Unterseite schwarz; Sumatra. ¥-f.
hellopia form, nov., wie die vorige Form, aber alle oder fast alle weissen Discalmakeln des Hflgls aussen gelb ; hellopia.
Nias, Batu. Die geschwänzte Form ist die seltenste in allen Fundorten; der Schwanz ist an der Spitze zuweilen
kaum erweitert. — memnon L. (cf = atrovenatus Goeze, arbates Zinken, memnoides Frühst.) (33 a). cf : die memnon.
blauen Strahlen der Oberseite im allgemeinen kürzer als beim cf von anceus, auf dem Hflgl häufig die Zelle
nicht erreichend; unterseits die Zellstreifen des Vflgls weniger deutlich und die Discalstreifen wurzelwärts
weniger breit und häufig nicht bis an die Zelle tretend; das Aussenfeid der Htlglunterseite wie bei anceus
blaugrau, hinten häufig etwas gelb. Bei einem cf aus Java (Sukabumi) sind die Strahlen der Oberseite
glänzend blau und bedecken fast den ganzen Hflgl, auch unterseits sind die Vflglstreifen und der mittlere
Teil des Hflgls zyanblau: cf- ab. sericatus Frühst. Das ¥ wie bei anceus ausserordentlich variabel; der Hlb sericatus.
entweder ganz schwarz oder die Seiten und der Rücken mit Ausnahme einer Dorsallinie gelb ; der Hflgl
oberseifs selten mit deutlicher blauglänzender Beschuppung; der Basalfleck des Vflgls rot oder gelb, nie
weiss, die Formen mit breitem, weissem Hflglfelde haben auch unten nur eine Reihe schwarzer Makeln.
Wir fassen die Exemplare von Borneo, Bunguran , Banka, Bawean, Java und Bali als zu einer geographi¬
schen Rasse gehörig zusammen, manche der ¥-Formen sind aber auf die eine oder andere Insel beschränkt,
so dass wir hier ebensowenig wie bei anceus und agenor eine geographisch ganz einheitliche Subspecies haben.
¥-f. gyrtia form, nov., Vflgl oberseits mit rotem Basalflecke und weissem Subapicalfelde, sonst sehr dunkel gvrtia.
gefärbt ; Hflgl fast rein schwarz , aussen mit sehr schwacher gelblicher Beschuppung ; Borneo , entspricht
der ¥-f. erebinus Hctase von Sumatra. ¥-f. dobera form, nov., Vflgl mit scharf begrenztem, schwarzem dobera.
Wurzelfelde, das die Wurzel der untern Mediane nicht erreicht, und rotem Wurzelflecke, sonst breitweiss
gestreift, diese Streifen wurzelwärts am breitesten und nach aussen schwärzlichbraun schattiert, so dass der
Vflgl an die ¥¥ von pryeri und thunbergi erinnert; Hflgl schwarz, aussen etwas blasser; Borneo. ¥-f.
laomedon Cr. (= memnoides Frühst.) (30b), Vflgl mehr oder weniger bräunlich sepiafarben, mit schwarzer laomedon.
Wurzel und schwarzen Zwischenaderstreifen, rotem Basalflecke und gewöhnlich einem weisslichen Subapical¬
felde; Hflgl aussen sepiafarben bis gelbgrau, mit zwei Reihen schwarzer Flecke; Hlb schwarz; Bunguran,
Borneo, Java, Banka; die häufigste Form. ¥-f. hiera form. nov. (30b), Vflgl wie bei der vorigen Form, hiera.
Hflgl mit breitem, weissem oder gelblichem Bande und einer Reihe schwarzer Submarginalflecke, die
schwarzen Discalmakeln fehlen auch unterseits, Hlb schwarz; Java, Banka. ¥-f. imperiosa Frühst. (48b). Vflgl imperiosa.
vor dem Saume von der Subcostalgabel bis zum Hrde weiss, diese bandförmige Aufhellung nach hinten
verbreitert; das gelblich weisse Hflglfeld tritt bis an die Zelle, in deren Spitze ein kleiner weisser Fleck
liegt; die äusserste Hlbsspitze gelb; nur von Banka bekannt, wo diese Form häufig zu sein scheint. ¥-f.
isarcha form, nov., Vflgl wie bei ¥-f. laomedon von hellerer oder dunklerer Sepiafarbe, mit scharf begrenztem, isarciia.
schwarzem Wurzelfelde und roter Basalmakel; Hflgl grösstenteils weiss, aussen mit gelblichem Ton und
IX 10
74
PAPILIO. Von Dr. K. Joedan.
einer Reihe schwarzer Makeln, wurzelwärts reicht das weisse Feld bis etwa zur Zellmitte, zuweilen bis fast
zur Wurzel; Hlb schwarz; Java und Bawean , auf Banka durch die vorige Form, auf Borneo durch die
venusia. folgende vertreten. ¥-f. venusia form. nov. (48b), Hlb wie bei den geschwänzten Formen gelb, eine Dorsallinie
und die Unterseite schwarz, Vtlgl wie vorher, aber der Saum nicht dunkler als die Scheibe, der Hflgl bis
nahe zur Wurzel gelblichweiss , die Wurzel und eine Reihe grosser Submarginalmakeln schwarz, der Saum
weniger dicht schwarz als bei der vorigen Form bestäubt, die Adern dünn schwarz; nur auf Borneo. Die
nchates. von Java und Banka bekannte geschwänzte Form, ¥-f. achates Sulzer (= achatiades Esp.) (38 a), ist durch
die gelbe Farbe des Wurzelflecks des Vflgls und der hintern Randflecke des IJflgls charakterisiert. Diese
amira. Form, welche ein Abbild von P. coon ist, wird auf Borneo durch eine schwanzlose ersetzt, ¥-f. anura
nom. nov. (= javanus Haase nee Felder), bei welcher der Wurzelfleck des Vflgls rot ist und die Discalflecke
des Htlgls mehr oder weniger stark orangefarben und oft reduziert sind; der Hlb wie bei ?-f. achates gelb,
mit schwarzer Rückenlinie und Unterseite, die Rückenlinie oft verbreitert. Das Vorkommen dieser un-
geschwänzten Form, welche sonst der geschwänzten ¥-f. achates ähnlich ist, sowie jener oben (p. 73) be¬
schriebenen geschwänzten Form titania von Formosa, welche sonst der ungeschwänzten ?-f. agenor gleicht, weisen
darauf hin, dass ursprünglich alle ¥¥ von P. memnon geschwänzt waren, wie es jetzt noch bei P. loioi,
oceani. sowie bei den monomorphen ¥¥ von P. mayo, ascalaphus und oenomaus der Fall ist.*) — oceani Doli.
cd: die Streifen des Vflgls oben und unten sehr stark reduziert; die blauen Streifen des Htlgls schmal und
sowohl von der Zelle wie vom Flügelrande entfernt stehend; die roten Basalflecke der Unterseite auf beiden
Flügeln bis auf wenige Schuppen verschwunden. ¥ nur in einer Form bekannt; Körper schwarz, Vflgl oben
mit ganz kleinem, unten mit grösserm, rotem Basalflecke, die roten Basalflecke der Hflglunterseite sehr
klein; beide Flügel oberseits dunkel, der Vflgl nach aussen allmählich etwas aufgehellt, der Hflgl mit zer¬
streuten blauen Schuppen in der Aussenhälfte, aussen etwas blasser als wurzelwärts. auf der Unterseite ein
breites graues Saumband, das die schwarzen Submarginal-, aber nicht die Discalmakeln einschliesst.
perlucidus. Engano. — perlucidus Frühst, cf: die blaugrauen Streifen der Oberseite und der Vflglunterseite gehen bis
dicht an den Aussenrd, die der Hflgloberseite stehen weit von der Zelle entfernt und bilden ein innen fast
gleichmässig konkaves breites Band; das Aussenrdsfeld der Hflglunterseite gewöhnlich blaugrau, zuweilen
mehr oder weniger ausgedehnt orange; die Vflgllänge variiert bei den Exemplaren des Tring Museums von
nesocles. 60—70 mm. Das ¥ in zwei ungeschwänzten Formen: ?-f. nesocles form, nov., Vflgl dunkel sepiabraun, das
schwarze Wurzelfeld nicht scharf abgesetzt, die hellen Streifen blassbraun, der Basalfleck rot, unterseits
eine Reihe schwach angedeuteter heller Submarginalflecke; Hflgl bräunlichschwarz, im äussern Drittel blasser,
mit deutlichen grossen schwarzen Submarginalflecken, unterseits das äussere Drittel grau, hinten und vorne
gelblich, ausser den grossen Submarginalflecken mit einer Reihe kleiner schwarzer Discalflecke, von denen
nysala. die vordem mit Innenfläche des Flügels vereinigt sind. Bei der sonst ähnlichen zweiten Form, ¥-f. nysala
form, nov., trägt der Hflgl ein aus grossen Makeln bestehendes weisses Band, das gewöhnlich etwas gelblich
clathratus. ist. Lombok. — clathratus Bothsch. (27b). cP: wie vorher, aber die Streifen des Vflgls sind weniger deut¬
lich und beiderseits kürzer; Vflgllänge 52 — 60 mm. Das ¥ mit schmutzig gelblichweissem Bande auf dem
Hflgl; unterseits ohne Spuren von Submarginalflecken auf dem Vflgl und mit vier ganz kleinen schwarzen
merapu. Discalflecken in den weissen Makeln des Hflgls. Sumbawa. — merapu Doh. Eine grosse Form, wie viele der
Sumba-Falter. Nur das cP bekannt: Vflgl stark gebogen, 66—75 mm lang, oben fast ganz ohne Streifen, unten
sind dieselben meist deutlicher, stehen aber immer 4 — 5 mm vom Rande entfernt. Hflgl mehr länglich als
bei den andern malaiischen Rassen, hinten schmäler, die Streifen der Oberseite schmal, von der Zelle ent¬
fernt stehend und den Rand nicht erreichend; die grossen schwarzen Submarginalflecke der Unterseite
ockerfarben umzogen, die schwarzen Discalmakeln ganz mit dem schwarzen Flügelteile verschmolzen.
sub- Sumba, selten in den Sammlungen; 4 cf cf im Tring Museum. — subclathratus Frühst, cf: Vflgllänge 50
clathratus. |,;s ßß nun grosse Exemplare kommen merapu sehr nahe; die Streifen des Vflgls schwach angedeutet, unten
wie bei merapu vom Saume entfernt stehend; die Streifen der Hflgloberseite noch schwächer als bei merapu,
gewöhnlich nur die innern Enden (in der Mitte zwischen Zelle und Aussenrd) deutlich : die schwarzen Sub-
marginalflecke der Hflglunterseite bei den kleinen Stücken breit orange umrandet, bei den grossem Exem¬
plaren diese Umrandung mehr grau, bei allen Stücken die schwarzen Discalflecke mit der schwarzen Flügel¬
fläche vereinigt. ¥ ungeschwänzt, in der Zeichnung der ¥-f. achates entsprechend; Vflgl blasser als bei den
¥¥ von clathratus und perlucidus, Hflgl mit kleinem Zellfleck und einer Binde grosser weisser, teilweise gelb¬
licher Discalflecke, die durch breite schwarze Aderstreifen voneinander getrennt sind, die Randflecke deutlich.
Flores, von A. Everett im November gefangen; die Kleinheit der Exemplare ist wohl durch die lange
Dürre erklärt, welche auf Flores herrschte, als Evekett die Insel besuchte (in 1896). Das Tring Museum
besitzt mehrere cf cf von Adonara und Pantar, gleichfalls von Eveeett erbeutet, die eine bedeutendere
Grösse erreichen (Vflgllänge 65 — 70 mm), sonst aber mit grossen Flores-Stücken gut übereinstimmen. Das
einzige ¥ von Pantar, von 80 mm Vflgllänge, hat einen grossem Zelltleck als das einzige mir bekannte
Flores-¥.
P. rumanzovia Eschsch. (cf = krusensternia Esclisch., floridor Godt., amalthion Psd., ciris Frühst., spin-
turnix Frühst.) (26c). Schwanzlos, aber mit deutlichem Zahn an der 3. Radiale; beide Flügel unterseits mit
*) Vergl. Piepers, in Iris XVI, p. 247 (1903).
rumanzovia.
PAPILIO. Von Dr. K. Jordan.
/ o
grosser grellroter Basalmakel; die Sub- und Admai’ginalflecke des Hflgls gleichfalls grellrot. d schwarz, \ llgl
mit ziemlich schwachen bläulichgrauen Streifen vor dem Saume, von denen die vordem meist bis nahe an die
Zelle herantreten; Hflgl zwischen den Adern mit breiten bläulichgrauen Doppelstreifen, die ein sehr breites Band
bilden, dessen Ird etwas S-förmig geschwungen ist. Die vorderen roten Flecke der Hflglunterseite zu Haken
und die hintern zu Bingen verbunden. Manche cf d haben oberseits einen roten Analring aut dem Hflgl. Beim ?
der Vflgl in der Zelle und an den Adern entlang mit weissgrauen Streifen, die besonders unterseits hell
sind; mehrere Formen: ?-f. semperinus Haase (26c), Vflgl fast so dunkel wie beim cd, aber auch oben mit semperinus.
grossem rotem Basalfleck, der auf dem Hflgl durch ein mit dem Abdominalrande paralleles rotes Band fort¬
gesetzt. wird; der Hflgl oberseits sonst schwarz mit bläulichen Streifen; oft ist aber das Längsband mehr
oder weniger weisslich und verbreitert, und es sind in solchem Falle auch eine Anzahl Ad- und Submarginal¬
flecke vorhanden. Die zweite Hauptform ist ?-f. rumanzovia Esclisch. (= descombesi Jhrl.) (27 a). Die Vflgl- mmanzovia.
streifen oben und unten wenigstens zum Teil weiss, der Hflgl mit grossem weissem Mittelfelde, das sich von
der Nähe des Abdominalrandes bis in «die Zelle erstreckt; nach Semper haben die Stücke dieser Form von
den Philippinen stets einen roten Basalfleck auf der Vtlgloberseite ; auf Siao, Sangir und Talaut dagegen ist
der Basalfleck oft sehr klein oder fehlt ganz, einige Exemplare erhalten ausserdem noch dadurch ein sehr auf¬
fällig verschiedenes Aussehen, dass das weisse Feld des Hflgls reduziert und der 4. — 6. Admarginalfleck sehr
gross, isoliert*) und rotweiss ist :gf. eubalia form. nov. (Typus von Siao) (48c). — Rp grün, mit stark geschwollenem eubalia.
Thorax; ein Brillenband auf dem Thorax und dahinter ein erhöhtes gelbliches Band, das sich seitlich mit
einem gelblichen oder grünlichen Längsstreifen verbindet, auf dem Hlb ein Schrägband und ein Querband,
nicht unterbrochen und wie das Analsegment weisslich; die Nackengabel orange. Pp wie bei P. memnon.
Der Falter auf allen Inseln der Philippinen (Mindoro, Luzon, Mindanao etc.), sowie auf den nördlich von
Celebes gelegenen Siao-, Sangir- und Talaut-Inseln ; häutig- Die semperinus- Form des ? ähnelt P. semperi,
der rote Längsstreif auf den Flügeln ahmt den roten Hlb des semperi nach; diese Form findet sich aber
auch auf den Talaut-Inseln, wo semperi nicht vorkommt.
P. deiphobus. Der vorigen Art sehr nahe verwandt. Vflgl viel weniger sichelförmig. Geschwänzt
oder ungeschwänzt , die Makeln der Unterseite so grellrot wie bei rumanzovia. d : Hflgloberseite vor dem
Saume mit einem aus hellblauen Streifen bestehenden breiten Bande, dessen Ird gleichmässig konkav ist.
?: Vflgl mit dünnen weissen Fransenflecken; die roten Admarginalflecke des Hflgls , besonders auch die
vordem, breit mit den weissen Fransenflecken verschmolzen. Der schnellfliegende Falter findet sich be¬
sonders häufig in der Nähe der Ansiedlungen, wo Citrus-Bäume in den Gärten stehen, seltener im Walde.
Die Rp noch unbeschrieben, wahrscheinlich der memnon- Rp ähnlich. Molukken und Waigeu, vielleicht auch
auf Neu-Guinea. — deiphontes Fldr. (29a). Schwanzlos, aber mit deutlich vorspringendem Zahn an der deiphontes.
3. Radiale, cf: Die blauen Streifen der Hflgloberseite dicht beschuppt, paarweise mehr oder weniger zu¬
sammengeflossen und die so geformten Makeln aussen ausgerandet. ?: Vflgl von der Wurzel bis zur 2. Mediane
bräunlich schwarz, dann aufgehellt, mit bräunlich schwarzen Streifen zwischen den Adern, auf der Oberseite
nur die hinter der 2. Mediane liegenden hellen Streifen wurzelwärts weiss, die andern alle verdunkelt. Hflgl
immer mit weissem Spiegel und vorne nahe am Apex mit metallisch blauer Beschuppung. cf cf und ??,
welche gelbliche statt rote Flecke auf dem Hflgl haben, sind ab. flava Obertli. Morty, Halmaheira, Ternate flava.
und Batjan. — deipylus Fldr. d geschwänzt, das Hflglband wie bei deiphontes, aber die schwarzen Zwischen- deipylus.
aderstreifen im ganzen noch dünner. Das ? gleichfalls geschwänzt, der Vflgl dunkler als bei deiphontes, die
hintern graubraunen Streifen wurzelwärts nicht weiss, der weisse Zellfleck des Hflgls nur angedeutet. Waigeu
und vielleicht auch Holländisch Neu-Guinea. — deiphobus L. (? = alcandor Cr.) (28a, b). Geschwänzt, deiphobus.
cf: Die graublauen Streifen der Hflgloberseite viel weiter vom Saume entfernt als bei den vorhergehenden
Formen und meist auch viel dünner. ?: Der unter der Zelle gelegene Teil des Vflgldiscus, sowie der an¬
grenzende Teil der Zelle selbst stark aufgehellt: die Zeichnungen des Hflgls im einzelnen veränderlich.
Stücke (cf?), bei denen alles Rot durch Gelb ersetzt ist, sind ab. hypoxanthos Röb. Auf Ceram, Saparoea, hypoxanthos.
Amboina, Buru und Obi: häufig.
P. protenor. cf und ? einander ähnlich, d schwarz, Flügel mit bläulichem Glanze; Hfigl lang,
ungeschwänzt, von der Spitze der Costa ab fast gleichbreit, mit langer weisser Costalmakel, die vom Vflgl
bedeckt ist. Unterseite blasser, namentlich auf dem Vflgl, der in der Zelle und auf der Scheibe weisslich
gestreift ist; Hflgl mit roten Submarginalflecken, von denen gewöhnlich die mittleren vollständig fehlen,
während der 7. und häufig auch der 6. mit den Randflecken zu Ringen verschmolzen sind. ? viel blasser
als das d. Rp grün, ein Brillenband auf dem Thorax, ein schwarz gerändertes Band auf dem 4. Ringe,
zwei Schrägbänder auf dem Hlbe und das Analsegment braun, weiss gemischt; die Bauchfiisse grau; auf
Zanthophyllum. Der Falter in den meisten Lokalitäten häufig, oft in Scharen auf feuchtem Sande an
Flussufern, besucht auch Blumen, besonders gerne Disteln. Während des langsamen und etwas taumelnden
Fluges bewegt er die Flügel nur langsam auf und ab, was dem Falter etwas schwerfälliges verleiht. Die
Frühjahrsstücke sind kleiner. In den Gebirgstälern Nord-Indiens, in Birma, Tonkin, China, Hainan und
*) Dieses $ erinnert sehr an das deiphontes von den Nord-Molukken und wurde von Semper als solches aufgeführt.
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PAP1LI0. Von Dr. K. Jordan.
euprotenor. Formosa. — euprotenor Frühst. (— protenor auct., euanthes Frühst . , sulpitius Frühst.). Hflgloberseite ge¬
wöhnlich bis über die 3. Radiale hinab mit blauen Schuppen überstreut. Von Nord-Indien bis Birma, nordwärts
protenor. über Tonkin bis Hainan verbreitet. — Bei protenor Cr. von China und Nordwest-Indien (vgl. Band 1 Taf. 3 b)
reicht die blaue Bestäubung der Hflgloberseite meist nicht bis zur 3. Radiale hinab, auch ist die Unterseite
des Vtlgls im ganzen weniger weisslich als bei euprotenor. Nicht scharf von euprotenor geschieden. —
atnaura. amaura subsp. nov. Wie bei der chinesischen Form ist die blaue Bestäubung der Hflgloberseite stets stark
reduziert und fehlt meist fast gänzlich. Unten ist der Vflgl dunkler als bei den vorigen Formen, die blassen
discalen Streifen sind nur in ihrem äussern Teile weiss und treten nicht so nahe an den Saum, letzterer ist
daher breiter schwarz als bei euprotenor und protenor. Formosa, häufig.
demetrius. P. demetrius Cr. Der vorigen Art sehr nahe verwandt. Beide Geschlechter geschwänzt (vgl. Bd. I, 3 c).
Die Sommerstücke sind wie bei der vorigen Species grösser als die Exemplare der Frühjahrsgeneration (aus
überwinterten Ppn). Japan, Liu-Kiu-Inseln , Ost- und Zentral-China (teste Leech), nach Butler auch auf
liukiuensis. Formosa. — liukiuensis Frühst. (= sitalkes Frühst.) unterscheidet sich, wenn auch nicht ganz konstant, von
der nymotypischen Form, die in Japan fliegt, durch breitere Flügel und grössere rote Submarginalflecke auf
dem Hflgl; ausserdem ist beim cf die Oberseite tiefer schwarz und die blaue Beschuppung der Hflgloberseite
des ? reduziert. Die Zahl der roten Flecke auf der Oberseite des Hflgls ist weder bei demetrius noch
liukiuensis konstant, es treten sowohl in Japan als auf Okinawa ?? mit einer vollen Reihe roter Flecke auf.
Okinawa und Ischigaki; Formosa?, China?
P. rhetenor. Körper und Flügel bläulichschwarz, der Hlb an den Seiten etwas blasser. Die äussern
zwei Drittel des Vflgls aufgehellt, mit schwarzen Streifen zwischen und auf den Adern, unterseits beim cf
mehr oder weniger weissgrau, oben und unten, bei vielen cf cf nur unten, mit rotem Wurzelfleck. Hflgl
lang gestreckt, mit stark gewelltem Saume; beim cf mit vorspringendem Zahn an der 3. Radiale oder ohne
Andeutung eines Schwanzes, oberseits einfärbig, mit zerstreuter blauer Beschuppung auf der Scheibe und
rotem oder weissem Analringe, vor dem gewöhnlich ein zweiter Ring und zuweilen ein Teil eines dritten
steht, unterseits wird die Wurzel, sowie der Abdominalrand des Hflgls von einem breiten mattroten Streifen
eingenommen, in dem schwarze discale und submarginale Makeln stehen, vor dem Saume ein oder mehrere
mattrote Flecke, von denen die hintern sich oft mit den roten Saumflecken zu Ringen verbinden, auf der
Scheibe ein mattschwarzer Fleck , welcher der weissen Makel des ? entspricht (dieser Fleck wurde von
Moore irrtümlich als sekundärer Geschlechtscharakter aufgefasst) und bei chinesischen Stücken oft fehlt.
Beim ? trägt der Hflgl einen breiten abgerundeten Schwanz und einen weissen Discalspiegel, auch sind die
roten Marginal- und Submarginaltlecke grösser als beim cf. Die frühem Stände sind nicht bekannt. Das ?
ist ein Abbild der Aristolochienfalter P. dasarcida und philoxenus derselben Gegenden. Von Nepal bis zu denShan-
Staaten und Tenasserim verbreitet, auch in West- und Zentral-China. Der Falter findet sich in Nord-Indien den
rhetenor. ganzen Sommer hindurch und geht bis zu etwa 6000 Fuss hinauf. — rhetenor Westw. (= turificator Frühst.;
? = icarius Westw.; cf = alcmenor Fldr., albolunata Frühst., pubiilius Frühst.) (29 b). cf: Vflgl oft mit grosser
leucocelis. weisser Makel am Hrde (cf-ab. leucocelis ab. nov.); der Hflgl mit deutlicher blauer Beschuppung auf der
Scheibe und kaum vorspringendem Randzahn an der 3. Radiale, unterseits mit mattschwarzem Discalfleck
vor der 2. Radiale und ohne rote Submarginaltlecke von der 2. Radiale vorwärts. ?: Der weisse Spiegel
des Hflgls besteht aus einem Zellfleck und 3 oder 4 Discalflecken. Nepal bis zu den Shan-Staaten und
platenius. Tenasserim. — platenius Frühst ., von West- und Zentral-China bekannt, findet sich zweifellos auch im süd¬
lichen China. Der Hflgl ist bei cf und ? etwas schärfer gezähnt als bei der indischen Form: beim cf ist
die blaue Beschuppung der Hflgloberseite stark reduziert, während beim ? der weisse Spiegel verkleinert ist.
thaiwanus. p. thaiwanus Rothsch. (= annaeus Frühst.) (32 d ?), der infolge eines Schreibfehlers als Form von
protenor beschrieben wurde, ist beim ? viel auffälliger als beim cf verschieden, cf: Vflglunterseite fast ganz
schwarz, da die grauen Streifen wie bei vielen Formosafaltern reduziert sind; das rote Feld der Hflglunterseite
ist viel mehr als bei den andern Formen ausgedehnt und es finden sich grosse rote Submarginaltlecke bis zur
Subcostale hinauf. Das ? ungeschwänzt; Vflgl blasser als beim ¥ von P. rhetenor; Hflgl von der Subcosfale
bis zum Analrande mit einem Fleckenbande, dessen vordere Makeln gross und weiss, und dessen hintere
kleiner und rötlich sind, die hinteren Submarginalflecke mit den Randflecken zu Ringen vereinigt; Unter¬
seite wie beim cf mit grösseren Zeichnungen als bei P. rhetenor. — Formosa.
Bootes-Gruppe.
Kopf und ein Seitenstreif des Hlbs rot; Flügelwurzel unten rot. Geschlechter einander ähnlich, geschwänzt,
beide Nachahmer von Aristolochienfaltern.
P. janaka. cf und ¥ einander ähnlich, mit Spatelschwanz ; Kopf, ein Teil des Thorax und ein Seiten¬
streif am Hlb mattrot; Vflgl schwarz, oberseits schwächer und unterseits stärker grau, mit gewöhnlich
tiefschwarzen Streifen; Hflgl mit weissem Discalspiegel, der in der chinesischen Form — nur 1 cf bekannt —
fehlt, beim ¥ grösser als beim cf ist und nie in die Zelle eintritt, ausser dem Analfleck noch 1 — 4 Sub¬
marginalmonde vorhanden. Unterseits bedeckt ein bereits rotes Band die Wurzel beider Flügel und zieht
am Abdominalrande des Hflgls entlang. Die Rp und Pp nicht bekannt. Der Falter im Frühjahr in Nordwest-
PAPILIO. Von Dr. K. Jordan.
tl
Indien, Sikkim und West-China; ein so getreues Abbild des Aristolochienfalters P. lutreillei, dass Moore ver¬
führt wurde, janalca und die folgende Art, bootes, mit latreillei, adamsoni, nevil/i etc. in eine seiner Gattungen
zu vereinigen! — janaka Moore (— sikkimensis Wood-Mas.) fliegt in Sikkim von 3—5000 Kuss im Mai und janaka.
Juni, sowie im nordwestlichen Himalaya. cf und ? mit weissen Discalmakeln auf dem Hflgl und einem
blassroten Doppeltleck an der Schwanzspitze. — decilbatus llothsch. (vergl. Bd. 1. 3 a) von West-China hat
keine Discalmakeln und keine Flecke im Schwänze.
P. bootes. Der vorigen Art sehr ähnlich, hauptsächlich dadurch unterschieden, dass das rote Basal-
feld der Unterseite nicht am Abdominalrande des Hflgls fortgesetzt ist. Assam und West-China. — bootes bootes.
Westw. (27 b) von Assam, hat immer einen rötlichweissen Doppeltleck an der Schwanzspitze. — Bei nigricans
Rothsrh. (= echo Ehrm.) (vgl. Bd. I, 3 a) von West-China ist der Schwanz schwarz. Exemplare von Tse-kou
sind rubicundus Frühst.; ob wirklich von dem sehr variabeln nigricans verschieden?
3. Glanz -Papilios.
Die Oberseite des Körpers und der Flügel mit grüner oder blauer metallisch glänzender Beschuppung; bei
einigen Formen ist diese Bestäubung fast gleichmässig über die Oberseite verteilt , die meisten Arten aber tragen
eine grosse Metallmakel oder ein Band, und bei andern ist der grösste Teil der Oberseite glänzend blau oder grün.
Die Unterseite ist stets dunkel (Schutzfarbe). Bei den Rpn, soweit als bekannt, sind die Thoraxringe oben schild¬
förmig verdickt.
Paris-Gruppe.
Die Oberseite der Flügel grün bestäubt, Vflgl mit oder ohne dünnes grünes oder gelbliches Band; Hflgl
ohne Metallmakel oder vorne dichter metallisch beschuppt oder mit Metallmakel, die zuweilen zu einem hinten
dünnen Bande verlängert ist. Die Submarginalflecke der Hflglunterseite rot oder gelb, mit einem blauen Bogen verziert.
P. elephenor Dbl. (34a). Kopf blass ockergelb, die Seiten des Hlbs gelbgrau; cf und ? ungeschwänzt, elephenor.
cf: Vflgl mit Haarstreifen, und wie der Htlgl mit grünblauen Schuppen überstreut; Hflgl schmäler als bei
protenor, mit rotem Analauge und zuweilen einem roten Submarginalmonde zwischen den beiden Median¬
ästen. Unterseite des Vflgls schwärzlich grau, mit schwarzen Streifen auf und zwischen den Adern; Vflgl
schwarz, mit einer Reihe roter Submarginalmonde. ? dem cf ganz ähnlich. — Assam: Ivhasia und Naga-
Berge, Gachar, Sadiya, Jorehat. Selten, besonders das ?.
P. dialis. Körper wie bei den folgenden Arten schwarz , oberseits mit Metallschuppen bestreut.
Oberseite der Flügel grün bestäubt, Htlgl mit blauem Ton in der Gostalgegend , aber ohne Metallspiegel,
am Analwinkel ein roter Ring; der Schwanz fehlt, oder ist stummelförmig, oder so lang und breit wie bei
P. bianor , mit allen Zwischenstufen. Die Unterseite ähnlich wie bei bianor, aber der Vflgl immer weniger
ausgedehnt dunkel als bei der betreffenden bianor- Form desselben Landes. Die Duftstreifen des cf stets
schmal und weit getrennt , viel mehr gleichmässig breit als bei P. polyctor , bei dem die Streifen gleichfalls
getrennt stehen. Das cf ist weniger dicht metallisch beschuppt als das ?• und hat auf der Hflgloberseite
einen roten Submarginalfleck hinter der 2. Mediane. Die frühem Stände sind unbekannt. Der Falter ist
selten in den Sammlungen. Fruhstoreer ist der einzige Sammler, der eine kleine Serie erbeutete. Er
fand das Tier in der Nähe der Wohnungen auf weggegossenem Unrat vor und unter den Hütten der Ein¬
geborenen, sowie auf dem nassen Sande eines Flussufers. Der Falter ist zwar sehr scheu, aber er kehrte,
einmal verjagt, gerne wieder zum Abflugsort zurück. Beim Saugen hält er die Flügel stets fest geschlossen.
Während seines kreisenden, schwebenden Fluges bietet er durch die Vornehmheit seiner Bewegungen einen
prächtigen Anblick (Fruhstoreer). Von den Shan-Staaten bis Zentral-China und Formosa verbreitet. Die
Genitalien der meisten Arten dieser Gruppe sind einander so ähnlich, dass kaum deutliche Unterschiede
nachzuweisen sind. — schanus subsp. nov. cf : Hflgloberseite etwas weniger blau als bei den nächsten Sub- schamis.
species, mit 1 — 3 roten Submarginalflecken ausser dem Analauge, und ganz kurzem Schwanzstummel, der
weniger als bei den andern Formen vorspringt. Unterseits der Vflgl nur bis zur Basis der untern Mediane
schwärzlich und die Submarginalflecke des Hflgs mehr gelblich. Die Duftstreifen sehr schmal , kein Streif
auf der Submedianfalte. Südliche Shan-Staaten: 1 cf im Tring Museum, ein zweites im Museum zu Kalkutta
(coli, de Niceville). — - doddsi Janet (= megei Obertli.) (34 a). Schwanz entweder ganz kurz oder lang, breit doddsi.
und spatelförmig, mit allen Zwischenstufen, cf nur mit rotem Analauge auf der Hflgloberseite, 2 ausserdem
mit. rotem Submarginalflecke. Das schwarze Wurzelfeld der Vflglunterseite reicht beim cf bis an die Basis
der oberen Mediane und ist beim ?, das ich nur aus der Beschreibung kenne, wahrscheinlich nicht ganz so
weit ausgedehnt. Tonkin. — cataleucas Rothsch. (= cataleuca Frühst.). Eine kleine Form, von der nur cataleucas.
einige cf cf bekannt sind, die von dem verstorbenen J. Whitehead in den Fünf-Finger-Bergen von Hainan
gefangen wurden. Vflgl mit 2 sehr dünnen deutlichen und einem undeutlichen Filzstreifen; das schwarze
Wurzelfeld der Unterseite ist sehr stark reduziert und bleibt von der untern Mediane entfernt. Der Schwanz
kurz und schmal oder länger und spatelförmig. Hflgl oberseits mit 3 roten Submarginalflecken. — dialis dialis.
Leech. Geschwänzt; das schwarze Basalfeld der Vflglunterseite reicht bis an die untere Mediane, die zer¬
streuten hellen Schuppen auf der Unterseite des Hflgls fast alle grün, Oberseite mit 2 roten Submarginal¬
flecken. West-China, cf in coli. Leech; ein zweites, schwach verschiedenes cf von Kiatim, Nordwest-Fokien
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PAPILIO. Von Dr. K. Jordan.
andronicas. im Tring Museum. — andronicus Frühst, (nicht Ward). Mir nur aus der Beschreibung bekannt. Die dun¬
kelste der bekannten dialis- Rassen. Die Schwänze lang und spatelförmig; die Htlgloberseite ausser dem
Analring ohne rote Flecke, sonst die Oberseite der von bianor formosanus täuschend ähnlich; ohne den grün¬
schimmernden Prachtfleck des Htlgs (der indes formosanus auch oft fehlt, auch haben viele formosanus oben
kleine rote Submarginalflecke); Vflgl mit schmälern Sexualstreifen. Über die Färbung der Vflglunterseite ist
nichts gesagt. Formosa.
P. bianor. Geographisch sowohl wie zeitlich stark variabel, cd: die Filzstreifen breit, gewöhnlich
die hintern drei vereinigt, wenn sie getrennt sind, bleibt der Streif der untern Mediane doch breiter als der
Zwischenraum, der ihn von dem Streifen der Submedianfalte trennt; Vflgl Oberseite grün oder grünblau
bestäubt, diese Beschuppung häufig vor dem schmal dunkeln Aussenrande zu einem Bande verdichtet;
Htlgloberseite vorne blau oder blaugrün und hinten grün bestäubt, häufig mit einer dichter beschuppten
grünen oder blauen grossen Makel (oder einem solchen Bande), ein roter analer Fleck, ausserdem 0 — 4 rote
Submarginalflecke und wenigstens vorne einige deutliche grüne Submarginalflecke. Das schwarze Wurzel¬
feld der Vflglunterseite reicht stets über die Wurzel der oberen Mediane hinaus, zuweilen ist der ganze
Flügel schwarz; Hflglunterseite mit einer vollen Reihe roter Submarginalflecke. Das ? weniger dicht metallisch
beschuppt; die roten Flecke der Htlgloberseite gewöhnlich zahlreicher und grösser als beim cf. Der Falter
kommt von Nord-Japan bis Tonkin und West-China vor und scheint an allen Flugplätzen ziemlich häufig,
manchmal in Mengen aufzutreten. Wie die verwandten Arten sammeln sich die cfcf auf feuchtem Sande
und besuchen Blüten. Die Rp ist grün mit 2 — 3 hellen Schrägbändern, auf Aurantiaceen. Obwohl der
Falter in den nördlichem Teilen seines Vorkommens häufig gezogen wird, ist noch keine genügende Be¬
schreibung aller Entwickelungsstadien veröffentlicht. — Die paläarktischen Formen von P. bianor sind
okinawensis. Bd. I Seite 10 behandelt worden. — okinawensis Frühst. Es ist nur die Sommerform bekannt, die ver¬
hältnismässig klein ist. Dem dehaani von Japan sehr ähnlich, kleiner als die Sommerform desselben, auf
beiden Seiten dunkler; die Htlgloberseite aussen wie bei dehaani breit schwarz, das blaue Gostalfeld steht
von den Submarginalflecken getrennt und zieht sich um die Zellspitze herum; die Submarginalflecke der
Oberseite gewöhnlich auffällig blau, die der Unterseite etwas grösser als bei dehaani. Beim ? sind die Sub-
marginalflecke der Hflglunterseite besonders gross und zuweilen mit den gleichfalls vergrösserten Marginal¬
flecken verbunden. Das graue Discalfeld der Vflglunterseite ist ähnlich wie bei dehaani. Okinawa. —
junia. junia subsp. nov. Herr Fruhstorfer zieht die Exemplare von Jshigaki-sima zu okinawensis. Zwei von ihm
erhaltene cfcf der Sommergeneration stimmen jedoch viel besser mit den Formen aus Formosa und China
überein. Flügelform etwa wie bei formosanus ; das blaue Gostalfeld des Hflgls geht bis zur Zellmitte und
dehnt sich saumwärts bis zu den Submarginalflecken aus, die grüne Beschuppung des hintern Flügelteiles ist
über die Sub marginalflecke hinaus ausgedehnt, so dass an der Innenseite dieser Flecke statt des breiten schwarzen
Bandes von okinawensis und dehaani nur schwarze Makeln stehen. Unterseits gleicht junia dem chinesischen
bianor darin , dass der Vflgl von der Zellspitze ab bis nahe zum Saume grau ist und sich der schmale
schwarze Saum am Apex nur wenig erweitert; die Marginalflecke des Hflgls sind. grösser als bei bianor und
formosanus. formosanus. — formosanus Beb. ist die Form Formosas; sie ist bianor sehr ähnlich, unterscheidet sich aber
fast immer durch starke Reduzierung der grauen Streifen der Vflglunterseite, auch sind die roten Sub¬
marginalflecke des Hflgls kleiner und fehlen oberseits bei den meisten cfcf (abgesehen vom Analfleck). Häufig.
bianor. — bianor Cr. (Bd. I, 4 c). Die Gostalgegend der Htlgloberseite gewöhnlich bis zur Zellmitte und saumwärts bis
majalis. zu den Submarginalflecken blau, seltener grün, bei kleinen Frühjahrsstücken (f. majalis Seitz, vgl. Bd. I p. 10,
Bd. 1 , 3 c) zuweilen mit dichter beschuppter grosser Metallmakel , ausser dem Analfleck sind meist 3
oder 4, beim ? zuweilen 6 rote Submarginalflecke vorhanden, bei den grossen Sommerstücken ist die grüne
Beschuppung des hintern Flügelteiles oft durch ein breites schwarzes Feld von den Submarginalflecken ge¬
trennt. Unterseits ist das graue Aussenfeid des Vtlgls stets breit, es tritt auch bis nahe an den Aussenrd
und geht bei den meisten Stücken bis tief in die Zelle hinein. Ost-, Zentral- und West-China; im Gebirge
West-Chinas steigt der Falter bis zu 6000 Fass hinauf und trifft zwischen 5 und 6000 Fass mit der nahe
verwandten Art P. syfanius Oberth. (Bd. I, Taf. 5b) zusammen. — Von Hainan ist noch keine bianor- Form
bekannt, dagegen erbeutete Fruhstorfer in Tonkin eine beträchtliche Serie, unter denen die Exemplare mit
einfarbig blauem Gostalfelde der Htlgloberseite vorherrschen. Solche Stücke stimmen sehr gut mit Süd-Chinesen
überein. Es fanden sich aber auch viele Stücke, bei denen die blaue Beschuppung dieses Feldes neben den
Submarginalflecken zu einer grossen zweiteiligen Makel verdichtet und der 1. Submarginalfleck vergrössert
ist. Ähnliche Stücke kommen auch in China vor, jedoch selten. Der ursprünglich auf alle Tonkin-Stücke
gladiator. bezogene Name mag als ab. gladiator Frühst, für solche Exemplare erhalten bleiben.
P. polyctor. Sehr nahe mit P. bianor verwandt; da aber beide Falter in Tonkin zusammen Vor¬
kommen, ohne ineinander überzugehen, müssen sie als getrennte Arten anerkannt werden. Die Filzstreifen
des cf sind immer voneinander getrennt, selbst der Streif auf der Submedianfalte steht isoliert, die auf den
beiden Medianästen liegenden Streifen sind an beiden Enden stärker als bei P. bianor verjüngt und daher
mehr spindelförmig; die grüne Beschuppung der Vflgloberseite ist gewöhnlich zu einem vorne abgekürzten
schmalen Discalbande verdichtet. Der Hflgl bei cf und ? mit grosser blauer oder blaugrüner Makel, die von
der Costa bis wenigstens zum 2. Radialast reicht, häufig bandförmig verlängert ist und mit der die obern Sub-
PAPILIO. Von Dr. K. Jordan.
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marginalflecke verschmolzen sind; ausser dem Analfleck sind ß oder 4 rote Submarginaltlecke vorhanden.
Das graue Aussenfeid der Vflgl Unterseite geht stets in die Zelle hinein. Das ? isl grösser und besonders
auf dem Vflgl blasser als das cf. Die verschiedenen Entwickelungsstadien ausführlich bei Moore, Eep. Ind.
vol. VI. S. 53—56, beschrieben. Die junge Rp trägt Dornen, die in spätem Stadien verschwinden, und ist
sehr dunkel. Bei den halb- und ganzerwachsenen Rpn, welche griin sind, ist der Thorax oberseits schild¬
förmig verdickt; der Rand des Schildes, sowie vier Schrägstreifen auf dem Abdomen sind gelblichgrün, eine
Längslinie über den Abdominalfüssen ist weiss. Auf Zanthoxylum alatum. Die Pp bläulichgrün, gewöhnlich
mit braunen Zeichnungen, der Seitenkiel sehr deutlich, braun oder weiss, die Kopfhörner ungefähr so lang
wie. an ihrer Wurzel breit, der Thoracalhöcker breit, niedrig, zugespitzt. Der Falter ist an den meisten
Flugplätzen sehr häutig, mit Ausnahme der östlichen Distrikte, wo Ins jetzt nur wenige Stücke erbeutet
worden sind. Kaschmir bis Tonkin und Siam. — triumphator Frühst. Die blaue Makel der Hflgloberseite triumphator.
klein, der 2. Submarginalfleck nur teilweise mit derselben verschmolzen. Tonkin; Chentaboon (etwas ab¬
weichend). - significans Frühst, von Tenasserim und Unterbirma, trägt auf der Vflgloberseite einen kleinen significans.
runden weissen Fleck vor dem Hinterwinkel. — ganesa Dhl. (34b). Vflgl gewöhnlich mit grünem Discal- ganesa.
bande, das bei Stücken aus Assam oft nur sehr schwach angedeutet, doch zuweilen breiter als bei manchen
Sikkim-Exemplaren ist. Hflgl mit blauer Makel, die bis zur 3. Radiale reicht und hinter der Subcostale und
1. Radiale mehr oder weniger stark saumwärts ausgezogen ist. Bei zwei der cf cf im Tring Museum (beide
von den Khasia-Bergen) sind die Submarginaltlecke auf der Hflgloberseite grösser als gewöhnlich und unten
ausserordentlich vergrössert: ab. porphyria ah. nov. (48 a). Diese Aberration entspricht P. paris gedeensis ab. prill- porphyria.
witzi von Java. — polyctor Bsd. (Bd. I, 5 b) hat bei cf und ? auf der Vflgloberseite stets ein bis zur Sub- polyctor.
costalgabel deutliches goldiggrünes Band, die Metallmakel des Hflgls ist gewöhnlich mehr grün und häufig
zu einem Bande verlängert; die grauen Streifen der Vflglunterseite sind stark reduziert und fehlen zuweilen
fast gänzlich, während die gelblichgraue Bestäubung der Hflglunterseite mehr ausgedehnt als bei ganesa ist.
Die Sommerform, f. aest. polyctor Bsd., ist nicht ganz so gross wie ganesa, während die Frühjahrsform,
f. vern. peeroza Moore, viel kleiner ist. Der Falter ist in den Tälern des nordwestlichen Himalaya bis zu peeroza.
6000 Fuss sehr häufig und erreicht in Kaschmir paläarktisches Gebiet. Die cPcP sitzen häufig in Anzahl
zusammen auf feuchtem Ufersande.
P. paris. Oberseite des Körpers und der Flügel grün bestäubt, Vflgl mit oder ohne schmales grünes
Band, Hflgl mit grosser Makel, die je nach der Stellung des Exemplars zum Lichte grün oder blau und
immer hinter der I. Radiale am breitesten ist, gewöhnlich ist die Makel mit dem Abdominalrande durch ein
schmales grünes Band verbunden, am Analwinkel ein roter Ring. Unterseite braunschwarz, mit gelblich¬
grauen Schuppen überstreut; Vflgl mit grauen Di sealstreifen , die besonders gegen den Hrd hin hell und
costalwärts länger und unbestimmter sind; Hflgl mit einer vollen Reihe roter oder gelblichroter Submarginal¬
monde, auf oder an denen purpurblaue Bogen liegen, die hintern Submarginaltlecke oft mit den Randflecken
zu Ringen vereinigt, cf gewöhnlich ohne, zuweilen mit dünnen Duftstreifen. Die frühem Stände dieses
Falters sind nur von arjuna bekannt (siehe unten). Der Schmetterling ist in niedern Lagen bewaldeter
Gegenden sehr gemein ; die cfcf besuchen gerne Blüten und sitzen oft in Scharen auf feuchtem Ufersande; ihr
Flug ist sehr schnell, und sie haben wie viele Schmetterlinge die Gewohnheit, immer wieder auf derselben
Bahn zurückzukehren. — hermosanus Bebel (= neoparis Frühst.). Eine kleine Form von Formosa. Auf hermosanus.
dem Hflgl fehlt das grüne Band oder ist nur schwach entwickelt., und unterseits ist das graue Band beim cP
meist nur angedeutet und auch beim ? weniger rein grau als bei kontinentalen Stücken. Die Metallmakel des
Hflgls ist klein, besonders beim ?, und die Submarginaltlecke der Unterseite sind meist gelblicher. Das cP
hat gewöhnlich einen deutlichen Filzstreif auf der 2. Mediane, einen scliwächern auf der Submediane, und
zuweilen einen dritten auf der 1. Mediane; diese Streifen können aber auch alle fehlen. Die Anwesenheit
dieses Duftorgans verführte Rebel, die Form zu P. polyctor zu stellen. Nach Fruhstorfer kommt auf
Formosa neben „polyctor hermosanus'1 auch eine paris-F ortn vor, die aber nach seiner Beschreibung nichts weiter
als hermosanus ist. Dass aber das von Fruhstorfer als ? von hermosanus kurz beschriebene Stück hierher
gehört, scheint mir zweifelhaft. — tissaphernes Frühst. Gleichfalls eine kleine Form; Vflgl stumpfer als bei tissaphernes.
P. p. paris, das grüne Band nur schwach oder gar nicht entwickelt, die Unterseite so dunkel wie bei her¬
mosanus, oben die Metallmakel des Hflgls grösser. Hainan; eine Serie beider Geschlechter im Tring Museum. —
chinensis Rothsch. (Bd. I, 5b) ist die Form von Zentral- und West-China, bei der die Metallmakel von hinten gemmifem.
her verkleinert ist; die kleinern Frühjahrsstücke sind t. vern. gemmifera Frühst. — paris L. (= majestatis paris.
Frühst., decorosa Frühst .) (34 c). Wie bei tissaphernes trägt der Vflgl des cf in Ausnahmefällen einen deutlichen
Filzstreifen auf der 2. Mediane, schwache Andeutungen dieses Streifs kommen häufig vor. Die Metallmakel
ist so gross wie bei Hainan-Stücken , das graue Band der Vflglunterseite aber meist reiner gefärbt. Die
grössere Sommerform ist f. aest. paris L., und die kleinere Frühjahrsform (Trockenzeit) f. vern. splendorifer splendorifer.
Frühst. Die Exemplare aus Südost-China sind zum Teil von indischen Stücken nicht zu unterscheiden, zum
Teil schlagen sie nach tissaphernes und hermosanus hinüber. Von Hongkong bis Malakka und Nordwest-
Indien verbreitet. — tamilana Moore (34c). Eine grosse Form, mit sehr grossem Metallfleck auf dem Hflgl tamilana.
und reduzierter grauer Binde auf der Unterseite des Vflgls. Im Hügellande Süd-Indiens. Belt, sah ein ?
80
PAPILIO. Von Dr. K. Jordan.
battacorum.
gedeensis.
prillwitzi.
arjutia.
tenggerensis.
karna.
discordia.
carnatus.
arctunis.
arins.
hoppo.
krishna.
die Eier auf Evodia roxburghiana ablegen. — battacorum Rothsch. Kurzflügliger als alle vorhergehenden
Formen ; Vflgl oben ganz ohne grünes Band oder dasselbe ist schwach angedeutet , unten mit schmalem
grauem Bande; Htlgl mit grossem Metallfelde, das an der Subcostale fast so breit wie an der 1. Radiale ist.
Die gelbliche Beschuppung der Hflglunterseite geht an den hintern Adern bis zwischen die Submarginal¬
flecke; letztere gelbrot, ziemlich klein, mit sehr dünnen blassen Purpurbögen. Nordost-Sumatra, im Berg¬
lande; der Flug reissend schnell, niedrig. — gedeensis Frühst. Vflgl ohne grünes Band; das Metallfeld des
Hflgls schmäler als bei battacorum , hinter der untern Mediane dagegen breiter, daher im ganzen mehr band¬
artig; die Submarginalflecke der Hflglunterseite mehr gelb und wie die Purpurbögen grösser; diese Purpur¬
bögen decken wie bei battacorum den Ird der Submarginalflecke. In West-Java, besonders am Gede häufig,
ab. prillwitzi Frühst, ist nach einem cf mit sehr stark vergrösserten Submarginalflecken der Hflglunterseite
beschrieben (vgl. die ähnlich entwickelte Aberration des P. polyctor). — arjuna Horsf. (35 a). Wie vorher,
aber der Vflgl mit schmalem grünem Bande. Mittel- Java. — tenggerensis Frühst. Wie vorher, das Vflgl -
band jedoch etwas breiter. Ost-Java.
P. karna. Grösser als die malayischen Formen der vorigen Art. Der Vflgl, soweit bekannt, höchstens
vor dem Hrde mit schwacher Andeutung einer grünen Binde; das Metallfeld des Hflgls fast stets von der
Zelle getrennt, hinten breiter als bei den jomvs-Formen und daher noch mehr bindenartig als bei P. pciris
yecleensis, der rote Analring sehr gross, die graue Beschuppung vor dem Aussenrde zu deutlichem Sub-
marginalmakeln als bei P. paris verdichtet. Die Submarginalflecke der Hflglunterseite rötlichgelb , die mitt¬
leren 3 reduziert, die Purpurbögen gross, die gelblichgraue Bestäubung beider Flügel weniger ausgedehnt.
Beim ? trägt die Hflgloberseite einen gelben Submarginalfleck hinter der Gostale. Die frühem Stände
nicht bekannt. Der Falter auf Java, Sumatra und Borneo; viel seltener als die pum-Formen. Diese Art
stellt in etwa demselben Verhältnis zu P. paris wie P. iswara zu P. helenus. — karna Fldr. (35 b) ist die
kleinste der drei bekannten geographischen Formen; sie fliegt in West-Java in denselben Gegenden wie
P. paris gedeensis. — discordia Nicev. (= discoidea Nicev.) ist grösser als karna und die mittleren rötlich-
gelben Submarginalflecke der Hflglunterseite sind kleiner. Nordost-Sumatra, im Gajo-Hochlande. — carnatus
Rothsch. (— karnata Frühst.) (35 a) von Nord-Borneo scheint viel weniger selten als die vorigen Formen zu
sein und kommt auch im Flachlande vor. Meist so gross wie discordia , aber manche Stücke nicht grösser
als karna; der Ird des Metallfeldes zwischen der Subcostale und 1. Radiale sehr schräg, die gelblichgrünen
Submarginalflecke sehr gross, die rötlichgelben Submarginalflecke der Hflglunterseite reduziert, der 5. fast
immer fehlend.
P. arcturus. cf und ? einander ähnlich ; das ? etwas blasser und grösser, mit grossem roten Flecken
auf dem Hflgl. Die Oberseite grün bestäubt, Vflgl mit grünem, costalwärts verschwindendem Submarginal¬
bande; Htlgl dunkler als Vflgl, er trägt in und vor der Zellspitze eine grosse blaue Makel, welche hinter
der Subcostale bis zum Aussenrde ausgezogen ist, und eine Reihe von 3 bis 6 roten Submarginalflecken,
sowie einen roten Analring, der hinter dem Schwänze liegende rote Fleck ist selten angedeutet; wenn die
roten Flecke fehlen, so erscheint ein grüner Fleck an ihrer Statt. Unten ist der Vflgl in der Aussenhälfte
grau und hinten vor dem Saume breit grauweiss; der Hflgl hat eine volle Reihe von roten Submarginal¬
flecken, die oft teilweise mit den Randflecken zu Ringen vereinigt sind. Das cf ohne Duftstreifen. Die
frühem Stände sind nicht bekannt. Der Falter auf Waldwegen und -blossen. Nordwest- Indien bis Tenasserim,
West- und Zentral-China. — arcturus Westw. (Bd. I, Taf. 5 c) findet sich von Tenasserim bis Nepal. Die
roten Submarginalflecke der Hflglunterseite sind gross, die Scheibe der Vflglunterseite ist hinten fast rein
weiss und dieses Band an der untern Mediane breiter als seine Entfernung von der Zelle; das kurze grüne
Band , welches auf der Oberseite des Hflgls an der Innenseite des Analauges steht , ist nicht dicker als der
Ring. — arius Rothsch. cf : Der blaue Fleck des Hflgls reicht etwas weiter wurzelwärts als bei arcturus,
das kurze grüne Band am Analauge des Hflgls ist breiter, die roten Submarginalflecke sind oben und unten
kleiner, und das graue Aussenfeid der Vflglunterseite ist weniger ausgedehnt und nicht so blass. Kaschmir
und Nordwest-Indien. — arcturulus Frühst, ist die Form von West- und Zentral-China ; aus dem tropischen
China scheint der Falter noch nicht bekannt zu sein.
P. hoppo Mats. (48 c, 49 a). Eine prachtvolle, dem arcturus ähnliche Art, bei der das blaue Costalfeld
des Hflgls sehr gross ist und die Hflglunterseite zwei Reihen roter Monde trägt. — Formosa.
P. krishna. Die Oberseite grün bestäubt ; Vflgl gestreckt, oben und unten mit scharfem, gelblichem
Discalbande; Hflgl vorne mit breitem, blauem Flecke, der durch eine schmale grüne Binde mit dem Ab¬
dominalrande verbunden ist, 4 Submarginalflecke und das grosse Analauge purpurrot, weit vom Saume ent¬
fernt stehend; unterseits hat der Hflgl ein aus gelblichen Flecken bestehendes Discalband und eine volle
Reihe purpurroter Submarginalflecke, die Saumflecke rötlich. Das ? dem cP ganz ähnlich, grösser, breit-
flügliger. Das cf ohne Duftstreifen. Nord -Indien und West -China. — - krishna Moore (34 a, b). Fliigel-
oberseite ziemlich dicht grün bestäubt, das Band der Vflgloberseite sehr scharf ausgebildet. Sikkim, Bhutan;
vielleicht auch Assam. Der Falter von 3 — 9000 Fuss, fliegt nach Elwes häufig auf den kahlen Stellen von
Bergen, deren Hänge mit aus Kastanien, Fichen und Magnolien bestehenden Wäldern bedeckt sind. —
Ausgegeben 19. V. 08.
PAPILIO. Von Dr. K. Jordan.
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charlesi (!) Frühst., von Sze-tschuen (West-China), unterscheidet sich nach dem Autor durch die fast schwarze chariesi.
Flügeloberseite, das teilweise verloschene Vflglband und die mehr roten Submarginalflecke des Hflgls.
Palinurus-Gruppe.
Oberseite mit grünem oder blauem Bande auf beiden Flügeln; die Submarginal fl ecke der Hflglunterseite
gewöhnlich deutlich dreifarbig (blau-gelb-schwarz).
P. crino F. (36b). Oberseite fast gleichmässig grün bestreut, das grüne oder bläuliche Band auf crino.
beiden Flügeln ausserhalb der Zelle; der Schwanz mit Metallfleck an der Spitze. Unterseite dunkel sepia-
farben; Vflgl mit einem innen fast gleichmässig konkaven grauen Bande aussen von der Subcostalgabel,
dies Band vorne breit, hinten schmal, sehr veränderlich; Hflgl mit blassgelben submarginalen Querflecken,
an deren Innenseite ähnliche grau- oder blauweisse und weiter discalwärts eine Reihe oft verwischter gelb¬
licher grauer Flecke stehen, am Analwinkel oben und unten ein rötlicher Ring oder Halbring. Das cf ge¬
wöhnlich mit dünnen Filzstreifen, die bei cf- ab. montanus Fldr. (36b, c) fehlen. — Rp bläulichgrün, das 1. montanus.
und letzte Segment mit zwei kurzen Fortsätzen. Pp grün, Kopfecken schwach vorspringend. Auf Chloroxylon.
Der Falter ist in der Ebene ziemlich häufig, besonders im Frühjahr auf Ceylon, kommt aber auch im Ge¬
birge bis zu etwa 6000 Fuss vor. Der Flug ist sehr schnell. Ceylon, Süd-Indien, Kalkutta. In den nörd¬
lichen Distrikten sowie im hohem Gebirge wohl mehr als gelegentlicher Wanderer.
P. buddha Westw. (35 b). Das Band der Oberseite breit, es liegt vorne auf dem Vflgl fast ganz in buddha.
der Zelle und tritt auch auf dem Hflgl tief in die Zelle ein ; das Basalfeld beider Flügel grün bestäubt, da¬
gegen das Aussenrdsfeld fast rein schwarz ; Hflgl mit gelbem Submarginalflecke am Costalrande und Anal¬
winkel, zu denen beim ? noch ein zweiter hinter der Subcostale liegender Fleck tritt; Schwanz schwarz.
Unterseite mit sehr breitem, innen fast ganz gradem, grauem Bande aussen von der Zelle; Distalrand des
Hflgls blass, eine Reihe schmaler gelber Submarginalflecke, die aussen schwarz und innen bläulichweiss
begrenzt sind, cf ganz ohne Filzstreifen. — Rp grün, vom 5. Ringe ab mit weissem Längsstreifen ober¬
halb der Füsse, hinten auf dem Thorax eine weisse Querlinie, die seitlich nach vorne fortgesetzt ist und
die Begrenzung der etwas schildförmig geschwollenen Oberseite der Thoracalsegmente bildet; vorne und
hinten je ein Paar kurzer Fortsätze. Pp fast gleichmässig gekrümmt, ohne Thoracalhöcker, Kopf in zwei
lange Höcker ausgezogen; Unterseite vom Seitenkiel an blassgrün, Oberseite dunkelgrün. Futterpflanze:
Xanthoxylum rhetsa. Der Falter das ganze Jahr hindurch mit Ausnahme von Juni und Juli, am häufigsten
im September und Oktober; er fliegt sehr schnell und hoch, hält sich selten an Blumen auf und ist daher
schwer zu fangen. Im Hügellande Süd-Indiens, sowohl im Walde wie im offenen bebauten Gelände.
P. palinurus. Dem P. buddha ähnlich, das Band beider Flügel schmäler, der Aussenrdsteil des
Vflgls grün bestäubt, der Hflgl mit grossen grünen Submarginalflecken; das graue Band der Vflglunterseite
steht ganz nahe an der Zelle und ist wurzelwärts konkav. Die frühem Stände sind nicht bekannt. Der
Falter fliegt nach Martin im Waldgebiete und ist sehr scheu und flink; er kommt gelegentlich in die
Gärten und saugt gerne an den Blüten von Ixora, Lantana etc., auch findet man ihn oft an nassen Stellen
der Waldwege. Hauxweld erwähnt, dass der Falter die Gewohnheit hat, dicht über dem Wasser wie eine
Schwalbe zu fliegen , den Körper einzutauchen und dann weiter zu eilen. Birma bis Sumatra und Nias,
nordwärts bis zu den Philippinen. — palinurus F. (= regulus Stoll, brama Guer., tubero Frühst., nikagoras palinurus.
Frühst.) (35 b, c). Das Band des Vflgls steht sehr schräg, da es hinten höchstens 5 mm von der Spitze der
Submediane entfernt ist ; es variiert ebenso wie das Hflglband in allen Lokalitäten in Breite. Bei den
meisten Exemplaren aus Nord -Borneo ist das Band schwach blau: ab. solinus Frühst. Die Unterseite solinus.
variiert besonders in der Grösse der Submarginalflecke des Hflgls. Birma, Tenasserim, Malakka, Sumatra,
Borneo. — adventus Frühst, von Nias unterscheidet sich bei cf und ? hauptsächlich durch die grossem Sub- adventus.
marginalflecke der Hflglunterseite. — angustatus Stgr. Hflgloberseite bei cf und ? zwischen dem Discal- angustatus.
bande und den Submarginalflecken breiter schwarz als bei palinurus und adventus; unten ist das blasse
Band des Vflgls weniger gebogen und das blasse Saumfeld des Hflgls breiter als bei jenen Formen.
Palawan. — daedalus Fldr. (35 c). Die grösste Form. Das grüne Discalband der Oberseite breiter als bei daedalus.
den vorigen Subspecies, das des Vflgls weniger schräg; sonst angustatus ähnlich. Philippinen, wohl auf
allen Inseln, nach Semper fast das ganze Jahr hindurch, vorwiegend im Mai und Oktober. — nymphodorus nympho-
Frühst, von Basilan soll durch eine breite Discalbinde beider Flügel und sehr grosse grüne Submarginal- doms.
mäkeln des Hflgls ausgezeichnet sein. Mir liegt nur ein monströs entwickeltes Stück vor, nach welchem
ich mir kein Urteil über die Beständigkeit der angegebenen Charaktere bilden kann.
P. blumei. Einer der schönsten Papilios. Grösser als P. palinurus daedalus, die Oberseite ähnlich
gezeichnet, aber das Band grünblau und der Schwanz mit Ausnahme der Rippe und der Ränder gleichfalls
blau. Das gelblich graue Aussenband der Vflglunterseite sehr breit, innen grade oder schwach gebogen;
die gelben Submarginalflecke des Hflgls alle sehr gross, innen blau gerandet. Viele cf cf haben einen oder
mehrere sehr schmale Filzstreifen auf der Vflgloberseite. Die Grundfarbe des ? ist blasser als beim cf und
gewöhnlich ist die blaue Binde schmäler. Nur von Celebes bekannt; im Süden der Insel selten, im Norden
IX
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PAPILIO. Von Dr. K. Jordan.
blumei. häufiger. — blumei Bsd. (36 a) ist die nördliche Form. Das Band des Vflgls füllt heim cf die Zellspitze ganz
oder fast ganz aus und beim 2 ist der nicht blaue Apicalteil der Zelle viel schmäler als das Band. — Bei
fruhstorferi. fruhstorferi Böb. von Süd -Celebes steht das Vflglband etwas von der Zellspitze entfernt, so dass sein
Aussenrd wurzelwärts von der untern Radiale in die Zelle eintritt und der schwarze Apicalteil der Zelle
wenigstens halb so breit als das Band ist; ausserdem ist bei cf und ? das helle Aussenfeid der Vfiglunter-
seite breiter und das Wurzelfeld beider Flügel dichter gelblich bestäubt. Im Tring Museum 1 cf und 1 2
von W. Doherty und 1 cf (Type) von H. Fruhstorfer gefangen.
Peranthus- Gruppe.
Die Flügeloberseite von der Wurzel bis zu ein oder zwei Drittel glänzend grün oder blau, mit Ausnahme des
P. neumoegeni, der ein Metallband trägt; die dreifarbigen Submarginalflecke der Hflglunterseite gelb-schwarz -blau.
neumoegeni. p. neumoegeni llonr. (= maremba Doh.) (36 c). cf: Oberseite mit Ausnahme des Saumes grün
beschuppt; Vtlgl mit heller grünem, dicht beschupptem Discalbande, das durch einen sehr grossen Filzfleck
unterbrochen ist, die grüne Beschuppung aussen vom vordem, an der Zellspitze liegenden Teile des grünen
Bandes spärlich; Hflgl mit breitem, hellgrünem Discalbande und ebensolchen Submarginalflecken. 2 an
P. palinurus erinnernd; nicht ganz so dicht grün wie beim cf bestäubt; Vtlgl mit grünem Schrägbande und
schwach ausgeprägten Submarginalflecken; das Discalband des Hflgls schmäler und vorne kürzer als beim cf.
— Sumba, besonders im Innern der Insel.
P. peranthus. Ungefähr ein Drittel oder die Hälfte beider Flügel bläulich grün, dies Metallfeld
nie bis zur Zellspitze des Vflgls reichend, vor dem Saume des Vflgls ein vorne sehr breites grünes Band,
das hinten zu stark verschmälert ist. Die Filzstreifen des cf meist zusammengeflossen, nie alle vollständig
getrennt, da wenigstens der auf der Submedianfalte liegende Streif mit dem der untern Mediane vereinigt
bleibt. Das 2 blasser als das cf, besonders im Aussenteile der Unterseite, die Metallfläche meist etwas
dunkler blau. Die frühem Stände sind nicht bekannt. In der Lebensweise ähnelt der Falter P. palinurus. —
peranthus. peranthus F. (37a). cf: das grüne Submarginalband des Vflgls vorne so breit oder breiter als das schwarze
Discalband; das grüne Wurzelfeld reicht bis an oder nahe an die vordere Zellecke. Beim 2 ist die grüne
Beschuppung des Submarginalfeldes der Vflgloberseite sehr spärlich. Der Ird des blassen Submarginalfeldes
transiens. der Vflglunterseite liegt meist wurzelwärts von der Subcostalgabel. Java. — transiens Frühst. (= kinesias
Frühst., fannius Frühst., phoebus Frühst.). Das Grün etwas weniger als bei peranthus ausgedehnt, daher das
schwarze Discalband des Vflgls breiter; das grüne Submarginalband des cf reicht wie bei javanischen
Stücken nur bis an die 1. Mediane, selten ist ein grüner Submarginalfleck unter dieser Ader angedeutet.
Das helle Distalband der Vflglunterseite liegt aussen von der Gabelung der Subcostale. Bali bis Alor, liegt
intennedius. mir vor von Bali, Lombok, Sumbawa, Flores, Larentuka, Adonara, Pantar, Alor. — intermedius Snell.
(= fulgens Böb.). Das Wurzelfeld etwas dichter beschuppt und blauer als bei transiens und peranthus;
das Submarginalband des Vflgls beim 2 bis zur Submediane deutlich grün und beim cf bis zur 2. Mediane
oder sogar bis zur Submediane fortgesetzt; vorne ist dies Band gewöhnlich breiter als bei transiens.
baweana. Bonerate, Djampea und Kalao. — baweana Hag. Mir liegen nur die beiden von Hagen beschriebenen 22
vor; bei diesen reicht das blaugrüne Wurzelfeld bis zur vordem Ecke der Vflglzelle; das grüne Sub¬
marginalband ist vorne viel schmäler als das schwarze Discalband und die grüne Beschuppung desselben
geht nicht über die untere Mediane hinab; der Gostal- und Analfleck der Hflglunterseite sind gross und
blassgelb und erscheinen bei dem einzigen gut erhaltenen Stücke auch auf der Oberseite; der sehr helle Ird
des blassen Aussenfeides der Vflglunterseite liegt ausserhalb des Gabelursprungs der Subcostale und ist vor
insulicoia. der Mitte noch deutlicher wurzelwärts gebogen als bei 22 von Java. Bawean. — insulicola Bothsch. (37 b)
von Saleyer verbindet die vorhergehenden Formen mit adamantius, steht aber letztem! am nächsten. Der
Costalrand des Vflgls mehr gebogen und der Aussenrd stärker ausgerandet als bei den vorigen Formen.
Das grünblaue Basalfeld reicht beim cf auf dem Vflgl nicht ganz bis zur obern Mediane und auf dem Hflgl
bis zur Zellspitze und ist beim 2 noch etwas mehr reduziert, die Filzstreifen breit zusammengeflossen, das
grüne Submarginalband schmäler als das schwarze Discalband; die Hflgloberseite fast ganz ohne grüne
Submarginalflecke, besonders beim cf. Das graue Discalband der Vflglunterseite ist der Zelle genähert, sein
Ird kreuzt den Gabelstiel der Subcostale etwa in der Mitte zwischen Gabel und Zelle. Im Tring Museum
adamantius. 1 cf von A. Everett und 1 cf und 1 2 von IJ. Kühn gesammelt , scheint selten zu sein. — adamantius
Fldr. (= macedon Wall.). Eine grosse Form mit langem, sichelförmig gebogenem Vflgl und langem, breit-
schwänzigem Hflgl. Das grünlichblaue Basalfeld erreicht auf dem Vflgl etwa die untere Mediane und füllt
die Hflglzelle nicht- ganz aus , das grüne Submarginalband ist sehr breit und bei vielen Exemplaren aus
Nord-Celebes breiter als bei den meisten Stücken aus dem Süden der Insel; das graue Discalband der Vflgl¬
unterseite ist breit und tritt nahe an die Zelle heran. Der Filzstreif auf der 1. Mediane ist meist isoliert
und vielen Exemplaren fehlt der Streif auf der Submediane. Das 2 dem cf ganz ähnlich , das Basalfeld
etwas weniger dicht beschuppt und die Unterseite blasser. Von Nord-, Zentral- und Süd-Celebes; häufig,
besonders im Hügellande. Von den Sulla-Inseln ist noch kein Glanzpapilio bekannt.
PAPIL10. Von Dr. K. Jordan.
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P. lorquinianus. Sehr nahe mit P. percmthus verwandt, cf: das Metallfeld des Vflgls aussen viel
weniger grade abgeschnitten als bei P. peranthus , hinten breiter, zwischen die Filzstreifen tretend, Vllgl mit
blauem oder grünem Submarginalbande, Mtlgl von der Subcostale ab mit deutlichen ebenso gefärbten Sub¬
marginalflecken, das Basalfeld des Hflgls geht immer über die Zellspitze hinaus. Unterseite ähnlich wie bei
P. perantlms. Beim ? ist das Metallfeld des Vilgls mehr gleichmässig abgerundet als beim cf, auch sind die
Submarginalflecke der Htlgloberseite grösser und ist die Unterseite blasser. Frühere Stände unbekannt, ln
den Genitalien stimmt P. lorquinianus fast ganz mit P. peranthus überein. Wie bei den andern Glanzpapilios
nimmt die Metallfläche einen tiefer blauen Ton an, wenn das Licht schräg von vorne oder der Seite ein¬
fällt. Molukken und Holländisch Neu-Guinea. — lorquinianus Fldr. (= philippus Wall, partim, ? apollo- torquinianus.
dorus Frühst.) (37b). Grünlichblau, das Metallfeld des Vflgls erreicht die Zellspitze nicht ganz, aber es
liegen immer einige Metallflecke aussen von der obern Zellecke. Halmahera, Ternate. — gelia subsp. nur. geha.
Das schwarze Apicalfeld der Zelle des Vflgls ungefähr doppelt so gross als bei der vorigen Form, da das
Metallfeld höchstens die 3. Radiale erreicht, auch stehen kleine Metallflecke an der Aussenseite der Zell¬
spitze. Batjan. — philippus Wall. Die Metalltlecke sind bei beiden Geschlechtern mehr ausgedehnt als philippus.
bei lorquinianus und mehr grünlich, das grüne submarginale Fleckenband der Vflgloberseite und das graue
Band der Unterseite sind schmäler. Ceram, sehr selten. Von Obi, Buru und Amboina ist noch keine
Form von lorquinianus bekannt. — albertisi Oberth. (37a). Goldiggrün, in seitlich oder von vorne auf - albertisi.
fallendem Lichte blau; die Metallfläche noch grösser als bei philippus; die Unterseite sehr eintönig dunkel¬
braun, das helle Discalband des Vflgls meist nur angedeutet. Die Filzstreifen stehen gewöhnlich getrennt,
nur der dünne Streif der Submedianfalte ist, wenn vorhanden, immer mit dem untern Medianstreifen ver¬
schmolzen. Das ? nicht bekannt. Holländisch Neu-Guinea: Andai und Kapaur.
P. pericles Wall. (= hekaton Frühst., hermogenes Frühst., olympiodorus Frühst.) (37 b). Das blaue pericles.
Metallfeld reicht stets bis über die Zellspitze des Vflgls hinaus und ist aussen grade abgeschnitten wie bei
P. peranthus, nur beim ? bleibt die untere Zellecke zuweilen schwarz. Htlgloberseite mit 5 oder 6 blauen
Submarginalflecken, dagegen ist das Submarginalband des Vflgls nur durch sehr wenige blaue und gelbliche
Schuppen angedeutet, während das tiefschwarze Discalband deutlich ist. Das blasse Discalband der Vflgl-
unterseite steht außen von der Subcostalgabel und ist innen etwas gelblich und fast ganz grade; die gelben
Monde des Hflgls sind tiefer gelb als bei P. peranthus, auch ist der costale Mond fast ganz orangegelb. Die
Filzstreifen des cf sind sehr veränderlich ; sie sind zuweilen alle sehr schmal und stehen dann isoliert. Die
Genitalien weichen auffällig von denen der vorhergehenden Arten ab. — Die frühem Stände nicht bekannt.
Von Timor und Wetter bis zu den Tenimber-Inseln verbreitet: Holländisch und Portugiesisch Timor, Wetter,
Moa, Letti, Roma, Damma, Babber und Tenimber (Selaru und Sjerra), wahrscheinlich auch aut den andern
Inseln dieser Gruppe.
Ulysses-Gruppe.
Die Flligeloberseite von der Wurzel bis zu ein Drittel oder darüber hinaus blau, der Vflgl ober-
seits aussen rein schwarz ohne metallische oder blasse Schuppen; die Submarginalflecke der Hflglunterseite gelb,
innen blau oder blaugrau und aussen schwarz gerandet, die Reihenfolge der Farben daher umgekehrt wie bei der
p eranth us- Grupp e .
P. Ulysses. Oberseite beim cd sammetschwarz, der Vtlgl von der Wurzel bis wenigstens zur
Zellspitze und der Hflgl bis zur Mitte der Scheibe oder darüber hinaus glänzend blau, meist mit
grünlichem Ton; der Vflgl ohne Spur von metallischer Beschuppung im schwarzen Aussenteile, mit
langen Filzstreifen auf den Adern, die individuell und geographisch variieren. Unterseite von der
Wurzel bis über die Zelle des Vflgls hinaus und bis etwa zur Mitte der Scheibe des Hflgls schwärz¬
lich braun, der Aussenteil mehr oder weniger deutlich gelblich; Vflgl mit grauem Discalbande, das
vom sehr breit und nach hinten allmählich verschmälert ist; Hflgl mit einer Reihe Submarginalflecke,
die heller oder dunkler gelblich und aussen schwarz und innen weiss (oder weiss und blau) gerandet sind.
Das ? weniger tief schwarz als das cf, das blaue Feld beider Flügel reduziert, weniger dicht blau beschuppt,
der Hflgl oberseits mit blauen Sub marginalflecken. Unterseite wie beim cf, aber blasser. Der Körper der Rp
durch eine grade weissliche Seitenlinie in einen dunkelgrünen dorsalen und einen grünlichweissen ventralen
Teil geschieden; auf dem 4. Ringe ein weisses Querband, das sich seitlich verschmälert und gestreckt mond-
förmig ist, hinter dem Band im Ringeinschnitt ein schwarzes dorsales Fleckchen, vom 6. Ringe ab jederseits
ein subdorsaler weisser Fleck, von denen der 3. am grössten ist; Prothorax mit 2 schwachen Höckern, vor¬
letztes Segment mit 2 langen rauhen Dornen. Auf Citrus. Pp unten sehr stark gewölbt; Kopf mit zwei
weit voneinander entfernten kurzen glatten Fortsätzen, Thorax oberseits schwach gewölbt, ohne Höcker,
aber mit schwachem Mittelkiel, der sich fast bis zur Spitze des IJlbs fortsetzt, der Hlb auch mit Seitenkiel,
der 3. Hlbsring am breitesten, seitlich aber nicht eckig vorgezogen, sondern abgerundet. Der Falter findet
sich sowohl im Walde als im offenen Gelände und liebt besonders sonnige Flusstäler, in denen er hoch über
dem Boden fliegt. Der Flug ist wellenförmig, indem der Falter sich in schneller Aufeinanderfolge hebt und
senkt. Nach Hagen ist die Form Deutsch-Neu-Guineas sehr neugierig und war dort der erste Schmetterling,
der die Blüten der eingeführten Lantana und Zinnia besuchte. — morotaicus Pothsch. cf : der schwarze morotaicus.
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PAPILIO. Von Dr. K. Jordan.
Fleck an der Spitze der Vflglzelle gross, die blaue Beschuppung aussen von der Zellspitze reduziert, die
Filzstreifen breit, die hintern 3 oder 4 zusammenhängend; der schwarze Rand des Htlgls zwischen den
Adern viel schmäler als der discale (aussen von der Zelle liegende) Teil des blauen Feldes, ein blauer Streif
hinter der 1. Radiale, mit dem blauen Felde zusammenhängend, ein isolierter blauer Strich hinter der
2. Radiale, keine blauen Striche an den beiden Medianästen. ? nicht bekannt. Morty (= Morotai), 2 cf cf
telegonus. im Tring Museum. — telegonus Fldr. (= ulyssodes Westw.) (39 a). cf wie vorher, aber der schwarze Saum
des Htlgls breiter als seine Entfernung von der Zellspitze, zwei blaue Streifen an den Medianästen. ? blasser
als das cf, das Metallfeld beider Flügel weniger ausgedehnt, weniger dicht metallisch beschuppt, der Hflgl
dohertius. mit blaugrünen Submarginalmakeln. Batjan, Ternate und Hälmaheira. — dohertius JRothsch. cf: Vflgl wie
vorher, aber das Blau an der Zellspitze weniger ausgedehnt; der schwarze Saum des Htlgls noch etwas
schmäler als bei morotaicus, ohne isolierte blaue Streifen, doch ist das blaue Feld hinter der 1. Radiale
ulysses. zahn- und hinter der 2. Radiale strichartig ausgezogen. ? nicht bekannt. Obi. — Ulysses L. (? = dio-
medes L.) (38a, b). cf: das blaue Feld auf beiden Flügeln ausgedehnter als bei den vorhergehenden
Formen, auf dem Vflgl füllt es die Zelle fast ganz aus, der vor der 3. Radiale stehende Fleck ist wenigstens
halb so lang wie die Zelle breit ist, die Filzstreifen sind spindelförmig und berühren einander gewöhnlich
nicht; das blaue Hflglfeld ist hinter der 1. und 2. Radiale gezähnt. Die Submarginalflecke der Hflglunter-
seite sind gelblich olivenfarben, der Analfleck reiner gelb. Das blaue Feld des ? auf dem Vflgl zuweilen
fast so ausgedehnt wie heim cf, bei andern Stücken dagegen mehr oder weniger stark reduziert, unterhall)
der Zelle stehen graue Haare, die bei dunkeln Stücken eine grosse Makel bilden, häufig liegt auf der
untern Mediane im blauen Felde ein grosser schwarzer Fleck; Hflgl mit 6 blauen Submarginalbögen.
ampelius. Amboina, Ceram, Saparoea. — ampelius Hut lisch, cf dem ulysses- cf ähnlich, die Filzstreifen schmäler, der
auf der Submediane liegende Streif nur durch ein paar Härchen angedeutet. Das Randfeld der Vflglunter-
seite (aussen vom grauen Discalfelde) vorn breiter und hinten schmäler und das entsprechende Randfeld des
cxyartes. Hflgls breiter als bei ulysses. Buru , mir nur 1 cf bekannt. — oxyartes Frühst, cf: dem autolicus- cf von
Neu-Guinea sehr ähnlich; der Vflgl unterseits mit grauem Fleck in der Zelle, das braune Saumband schmal,
die Submarginalflecke des Hflgls stark reduziert, der 2. bis 4. sehr schmal, der gelblich-olivenfarbene Mittel¬
teil des 3. Flecks fast ganz verschwunden. ? nicht bekannt. Aru, nur wenige Stücke in den Sammlungen,
das einzige Exemplar des Tring-Museum von H. Kühn im August 1900 gefangen. Von den Key -Inseln ist
dirce. noch keine ulysses- Form bekannt geworden. — dirce subsp. nov. cf: Vflgl 32 mm lang, schmäler als bei den
folgenden Formen, der Abdominalrand des Hflgls gleichfalls im Verhältnis zur Grösse des Tieres länger.
Zeichnung wie bei der gewöhnlichen Form aus Neu-Guinea, aber der schwarze Saum des Htlgls hinten
breiter ; der braune Saum der Hflglunterseite schmäler und die Submarginalflecke stark reduziert. Misol ;
autolycus. im Tring Museum ein cf von H. Kühn im Februar 1899 gefangen. — autolycus Fldr. (= penelope Wall.,
physkon Frühst., eugenius Frühst., roxana Frühst., taxiles Frühst.) (38 b). Diese Form variiert in allen
Lokalitäten so sehr, dass es kein einziges Merkmal zu geben scheint, das auf die Exemplare eines Distrikts
beschränkt ist. cf: der schwarze Fleck am Ende der Vflglzelle gewöhnlich isoliert, aber bei vielen Exem¬
plaren (wie auch bei dem Typus von autolycus) mit der schwarzen Aussenfläche verbunden; das blaue Feld
des Htlgls ist häufig hinter der 1. und 2. Radiale strichförmig vorgezogen. Unterseits trägt die Vtlglzelle fast
immer einen deutlichen grauen Fleck ; das graue Discalfeld des Hflgls reicht nicht bis zum Costalrande und die
Submarginalflecke sind viel kleiner als bei P. u. ulysses, besonders ist der erste stets ein geschnitten und etwas
kommaartig gebogen. Die Filzstreifen berühren einander meistens nicht, zuweilen fehlt sogar der Submedianstreif,
doch sind die hinteren 3 hei manchen Stücken so verbreitert, dass sie Zusammenhängen. Die Exemplare von den
Inseln in der Geelvink-Bai sind etwas rundflügliger als die Stücke anderer Gegenden. Das ? ist in der Ausdehnung
des Blau sehr veränderlich, aber gewöhnlich ausgedehnter blau als bei ulysses, auch fehlt die Behaarung hinter
der Zelle des Vflgls; die Submarginalflecke der Hflgloberseite sind schmal wie bei ulysses, aber weniger
conjuncta. regelmässig gebogen; die Unterseite ähnlich wie beim cf, blasser. Die Stücke mit viel Blau sind ?-f. con-
transiens. juncta Hagen, die mit reduziertem Blau ?-f. transiens Hagen. Salawatti, Waigeu, ganz Neu-Guinea, Jobi
melanotica. und Mafor; an der Küste und im Hügellande, häufig. — melanotica Hagen, von der Dampier-Insel , nur
1 ? bekannt (im Tring Museum). Eine sehr dunkle Form, die an ¥? von den Salomons-Inseln erinnert. Die
grünblaue Beschuppung füllt nur etwa die Hälfte der Vflglzelle aus, und ist auch unter der Zelle sehr stark
reduziert, nur der am Hrde liegende Streif ist so lang wie bei gewöhnlichen Neu-Guinea-Stücken; wie bei
ulysses liegt hinter der untern Mediane ein blässeres behaartes Feld. Auf dem Hflgl findet sich vor und
telemachus. aussen von der Zelle nur ganz wenig blaue Beschuppung. — telemachus Montr. (= telephanes Frühst.).
cf: Der schwarze Saum beider Flügel sehr breit; das blaue Feld des Vflgls geht gewöhnlich nicht ganz bis
an die Zellspitze und das des Hflgls reicht meist nicht bis zur Mitte zwischen Zellspitze und Aussenrd. Es
gibt aber auf Trobriand sowohl wie auf Fergusson und Goodenough (von Woodlark sind so wenige Exem¬
plare bekannt, dass wir nichts näheres über die individuelle Variation wissen), die Neu-Guinea-Stücken sehr
agasophus. nahekommen. Für diese Übergangsstücke mag die Bezeichnung cf -ab. agasophus Frühst, angenommen
werden. Die ?? variieren ähnlich wie auf Neu-Guinea; die blaue Beschuppung ist weniger dicht als bei
autolycus und reicht nicht so weit nach aussen. Der schwarze Saum beider Flügel ist breiter bei den
beiden ?? von Goodenough als bei den 3 ?? von Fergusson und den 8 ?? von Trobriand im Tring Museum;
PAPILIO. Von Dr. K. Jordan.
85
22 von Woodlark sind mir nicht bekannt. D’Entrecasteaux-Inseln, Trobriand, Woodlark. — joesa Bf Ir. (57 cj joesa.
von Queensland ist autolycus sehr ähnlich. Das Blau ist bei beiden Geschlechtern stets sehr ausgedehnt.
Die Unterseite ist blasser als bei autolycus, der graue Zellfleck ist grösser und der hintere Teil des grauen
Discalfeldes des Vtlgls breiter als bei autolycus, auch sind die Submarginalflecke des llflgls im ganzen grösser
und mehr gelb und ist das graue Mittelfeld immer sehr stark entwickelt. — ambiguus Itothsch. (= kallinikos ambiguus.
Frühst., marius Frühst.). Eine kleine Rasse, cf: Das blaue Feld des Vtlgls erreicht die Zellspitze meist nicht
ganz; auch wenn einige blaue Flecke aussen von der Zellspitze stehen, hängt der schwarze Discocellularfleck
doch mit dem schwarzen Saumfelde zusammen; die Filzstreifen auf den 2 Medianadern sind verschmolzen,
häufig sind die 4 letzten Streifen vereinigt; das Blau des Htlgls geht etwa bis zur Mitte zwischen Zelle und
Aussenrd. Unten trägt die Vflglzelle stets einen grauen Fleck. 2: Das Blau ist noch etwas mehr als beim
cf reduziert, besonders an der Spitze der Vflglzelle; der Hflgl hat oberseits keine blauen Submarginalflecke
oder dieselben sind nur schwach ausgedildet. Bismarck-Inseln: Neu-Pommern (= New Britain), Neu-Lauen-
burg (= Duke of York), Neu-Mecklenburg (= New Ireland) und Neu-Hannover. Die von Fruhstoreer ge¬
machten Angaben betreffs Unterschiede zwischen Exemplaren verschiedener Herkunft sind zum Teil irrtüm¬
lich und zum Teil widersprechen sie einander vollständig (vergl. Iris 1907 S. 12). — gabrielis Itothsch. (39 a). gabrielis.
Eine sehr eigenartige grosse Form mit langen' Flügeln, cf: Das Blau dunkler als bei den vorhergehenden
Subspecies, auf beiden Flügeln stark reduziert, auf dem Vflgl reicht es nur bis etwa zur Mitte des Hrds und
auf dem Hflgl gewöhnlich nur etwas über die Zellspitze hinaus, auch ist die Zelle des Vtlgls vorne sehr
breit schwarz und die blaue Beschuppung beider Flügel weniger dicht als bei den cf cf der anderen Sub¬
species; die Filzstreifen sind sehr breit, die 4 hintern hängen breit zusammen. Die Submarginalflecke der
Hflglunterseite sind sehr gross und alle fast gleichmässig ockergelb. 2 noch weniger ausgedehnt blau als
bei melanotica, die blauen Submarginalflecke der Hllgloberseite grösser, die hintern beiden (zwischen Schwanz
und Analwinkel) stark gebogen. Die Submarginalflecke der Unterseite wie beim cf. St. Gabriel, Admiralitäts-
Inseln, im April von Webster gesammelt. Die Fauna der Admiralitäts-Inseln ist wegen der feindlichen
Haltung der Eingeborenen noch fast ganz unerforscht geblieben. Captain Webster konnte auf der Haupt¬
insel nicht landen und sammelte nur 2 Tage auf der kleinen Insel St. Gabriel, dann musste er mit seinem
kleinen Schoner die Flucht ergreifen. — nigerrimus Itihhe. Etwas grösser als ambiguus, die Unterseite bei nigerrimns.
beiden Geschlechtern dunkler, besonders der Saumteil, die Submarginalflecke heller gelb, mit stärker blauer
innerer Begrenzung, cf : Das Blau etwas mehr ausgedehnt als bei den meisten ambiguus, keine blauen Flecke
aussen von der Zellspitze des Vtlgls, die graue Beschuppung im Aussenteile der Vflglunterseite sehr spärlich.
2: Die blaue Beschuppung weniger dicht und gewöhnlich weniger ausgedehnt als bei ambiguus; die blauen
Submarginalflecke des Htlgls deutlich, die vordem zwei oder drei meist nur durch Längsstriche an den
Adern repräsentiert, die hintern beiden quer, entweder nur innen oder auf beiden Seiten konkav. Zwei
Hauptformen: 2-f. cyanippe form, nov., das Blau des Vtlgls reicht fast bis zur Zellspitze; 2-f. nigerrimus cyanippe.
Itibhe, das Blau des Vtlgls sehr stark reduziert, gewöhnlich nicht über die untere Mediane hinausgehend.
Bougainville und Shortlands-Inseln. — orsippus G.u.S. (39 a). cf: Das Blau des Vtlgls geht über die Zell- orsippus.
spitze hinaus, der schwarze Discocellularfleck bleibt aber mit dem schwarzen Aussenteile verbunden; das
Gelb im 2. bis 4. Submarginalfleck der Hflglunterseite gewöhnlich durch Schwarz verdrängt, was auch zu¬
weilen im 1. Fleck der Fall ist. 2: Die blauen Submarginalflecke der Hllgloberseite kleiner als bei nigerrimus,
zuweilen nur angedeutet; die graue Beschuppung in der Mitte der Hflglunterseite innen meist bandartig ver¬
dichtet; der 2. — 4. Submarginalfleck der Unterseite zuweilen wie beim cf schwarz. Zwrei Hauptformen:
2-f. hilaria form, nov., der Vflgl bis nahe an die Zellspitze und der Hflgl fast bis zur Mitte des Discus ziemlich hilaria.
gleichmässig blau beschuppt; 2-f. penthina form, nov., das Blau im ganzen noch stärker als bei 2-f. nigerrimus penthina.
reduziert. Es liegen mir vor: cf cf von Ghoiseul, Isabel, Guadalcanar und Florida; 22 der 1. Form von
Guadalcanar, der 2. Form von Isabel, und Übergänge zwischen beiden von Ghoiseul, Guadalcanar und Isabel. —
georgius Itothsch, (= rothschildianus Frühst.) unterscheidet sich von orsippus hauptsächlich dadurch, dass die georgius.
graue Beschuppung der Unterseite dichter und das Saumfeld beider Flügel so dunkel ist, dass der Saum
des Vtlgls kaum blasser als die Scheibe erscheint; auch ist der gelbe Analfleck mehr schräg gestellt. Das
Blau ist beim 2 etwa so stark wie bei Durchschnittsstücken des orsippus- 2 ausgedehnt. Im Tring Museum
6 cfcf und 2 22 von Guizo, Kulambangra und Vella Lavella, von A. S. Meek erbeutet.
P. montrouzieri Bsd. (= ulyssinus Westiv., chaudoiri Fldr.). Kleiner als alle Formen von F. ulysses ,
beide Flügel zwischen den Adern stärker gebuchtet, der Vflgl unten mit gelblichgrauem Querriegel in der
Zelle und ebensolchen Halbmonden als innere Begrenzung des grauen Discalfeldes; die Submarginalflecke
des Hflgls dunkler gelb als bei P. ulysses. Die Genitalien sind von denen des P. ulysses ausserordentlich
verschieden. Die Zahl der Filzstreifen des cf und die Ausdehnung des Blau bei cf und 2 sind variabel.
Die Hauptformen sind: f. ulyssellus Westiv., das Blau reicht beim cf bis über die Zellspitze hinaus und ulyssellus.
schliesst den kleinen schwarzen Disco cellularfleck vollständig ein; die Filzstreifen fehlen oder sind schwach
angedeutet, beim 2 geht das Blau bis an oder fast an die Zellspitze des Vtlgls. f. montrouzieri Bsd. (37 c), montrouzieri.
das Blau des cf reicht nicht über die Zellspitze hinaus und geht beim 2 bis etwa an den 3. Medialast, die
Filzstreifen sind schmal aber deutlich, f. westwoodi Oberth. , das Blau noch stärker reduziert , das cf mit westwoodi.
4 oder 5 ziemlich breiten Filzstreifen. — Neu-Galedonien und Loyalty-Inseln.
86
PAPILIO. Von Dr. K. Jobdan.
C. Segelfalter.
Fhlr kurz, mit kräftiger Kolbe, die Oberseite bei frischen Exemplaren ebenso wie die Tibien und Tarsen
beschuppt, die feinen Sinneshärchen fast gleichmässig über den proximalen Teil der Unterseite jedes Segments ver¬
teilt. Die dorsalen Stacheln der Tarsen von den ventralen durch einen stachellosen, etwas eingedrückten Zwischen¬
raum getrennt. Die Flügel bei den meisten Arten dünn beschuppt, halbdurchsichtig, besonders im Costalteile des
Vflgls; die grünen oder bläulichen Binden und Flecke auf der Oberseite meist unbeschuppt, zuweilen auch auf der
Unterseite; der Abdominalrand des Hflgls nach oben umgeschlagen, am Rande mit langen Haaren versehen, inner¬
halb der Falte gewöhnlich gelbliche Duftwolle; die Hflglzelle meist schmal, ihr Vrd zwischen der Subcostale und
1. Radiale eingebogen. Mit Ausnahme von P. payeni, gyas, hercules und leosthenes , sowie poddlirius läuft die 1. Sub¬
costale des Vflgls bei den Segelfaltern der Alten Welt in die Costale, bei einigen Arten verbindet sich auch die
2. Subcostale mit der Costalader. Die junge Rp mit Gabelhaaren; erwachsen bei den indoaustralischen Formen soweit
bekannt mit je einem Paare kurzer Dornen auf den drei Tkoracalringen und dem letzten Segmente, der Thorax ge¬
schwollen. Pp glatt, in der Mitte tonnenförmig gerundet, die Flügelscheiden nicht abstehend, das Thoracalhorn
vierkantig, die Seitenkiele bilden die Verlängerung der obern Kante der Flügelscheiden ; auf dem Rücken zwei vorne
und hinten konvergierende Kiele; das Analsegment länger als breit. — Die meisten Segelfalter sind langflüglig und
langschwänzig, doch gibt es viele Arten, besonders mimetische, bei denen der Hflgl gerundet ist und keinen Schwanz
hat. Sie sind durchweg gute Flieger und finden sich in waldigen Gegenden; die mimetischen Formen ahmen den
langsamen Flug ihrer Modelle nach. Die cd cf sitzen oft in Scharen zusammen an Wegpfützen und auf feuchtem
Ufersande und können meist durch Urin und dergleichen geködert werden. Die ?? werden einzeln im Walde an¬
getroffen.
Antiphates-Gruppe.
Flügel weiss mit schwarzen Binden, die auf dem Vflgl senkrecht zu den Adern verlaufen; auf der Vflgl-
unterseite ein mit dem Abdominalrande paralleles Subbasalband und ein Medianband, die sich an der Zellspitze einander
nähern oder hier verbunden sind; Schwanz lang, allmählich zugespitzt. Mit Ausnahme von P. leosthenes läuft die
1. Subcostale des Vflgls in die Costalader.
P. eurous. Körper oben schwarz, lang grau behaart, unterseits grau, mit schwarzen Streifen auf
der gelblichen Hlbsunterseite. Vtlgl halb durchsichtig, mit zehn schwarzen Binden, ausserdem die äusserste
Wurzel schwarz, die 1. und 2. Binde, ebenso die vier äussern, teilweise vereinigten Binden erreichen gewöhnlich
den Hrd; Htlgloberseite mit schwarzem Analfelde, das graublau gefleckt ist und von dem costalwärts drei
schwarze Linien ausgehen, am Analwinkel ein gelber Doppelfleck, die Zelle schmäler als bei den folgenden
Arten; Hflglunterseite mit zwei parallelen schrägen Mittellinien, zwischen denen eine Anzahl gelber Flecke
liegen. Die erwachsene Rp grün, schwarz punktiert, das Pronotum mit gelbem Querbande, das seitlich bis
zum Analringe fortgesetzt ist, die drei Thoracalringe mit je einem Paar schwarzer Dornen, die Analfortsätze
gelb mit schwarzer Spitze, seitwärts gebogen. Pp schlank, grün, mit vier gelben Linien. Futterpflanze:
Machilus odoratissima, eine Laurinee, auf der viele Segelfalter-Rpn leben. Wahrscheinlich nur eine Generation.
Die Falter fliegen vom Frühjahr bis Juli: wie viele Segelfalter halten sie sich gerne an den Baumkronen
auf, die sie schnellen Flugs umkreisen. In Nord-Indien finden sie sich von etwa 3 — 7000 Fuss, gehen aber
eurous. in China höher hinauf. Kaschmir bis Assam und Formosa. — In West- und Zentral-China fliegt eurous Leech
(vergl. Bd. I, 8 a). Aus dem östlichen und südlichen China ist noch keine Form bekannt. — Dagegen findet
asakurae. sieb eine breitflüglige, mit breiten schwarzen Binden versehene Form auf Formosa: asakurae Mats. Ursprüng¬
lich nach einem Exemplar mit abgebrochenen Schwänzen beschrieben. Die schwarzen Binden im Saumfelde
sikkimica. des Hflgls sind besonders viel breiter als bei der chinesischen Form. — sikkimica thron {— sikkima Moore,
glycerion höllisch.) (40 a). Breitfliiglig; der Hflgl oberseits ohne schwarze Mittelbinde, auch ist die Subbasal-
casch- binde nur costalwärts vorhanden und sehr schmal. Assam, Sikkim, Nepal. — caschmirensis Rotlisch. (Bd. I, 8b)..
mirensis. Die Vflgloberseite ist ausgedehnter weiss beschuppt, die gelben Flecke der Hflglober- und -Unterseite sind
blasser und die beiden schwarzen Medianlinien der Htlglunterseite sind dünner und daher weiter voneinander
entfernt als bei sikkimica. Kaschmir und Nordwest-Indien.
P. glycerion. Hflglunterseite am Costalrand und der Zellspitze mit je einem schwarzumrandeten
Fleck, die zu einer 8 vereinigt sind. Die frühem Stände sind unbekannt. In der Lebensweise gleicht der
Falter der vorigen Species, scheint aber im Gebirge etwas höher hinaufzugehen. Von Nepal bis Ober-Birma
mandarinus. sowie West- und Zentral-China verbreitet. — Die chinesische Form ist mandarinus Oberth. (vergl. Bd. I, 8a, b),
welcher auch in Yunnan vorkommt. Die Subbasallinie der Htlgloberseite hinter der Zelle nicht unterbrochen.
glycerion. — glycerion Gray (= paphus Nicev.) (40 a). Der Vflgl in der Zelle und aussen weniger dicht weiss beschuppt
als bei mandarinus, daher durchsichtiger, das Subbasalband der Htlgloberseite hinter der Zelle stets unter¬
brochen, die Medianlinie sehr dünn und kurz. Nepal, Sikkim, Assam, Ober-Birma.
P. alebion. Hflglunterseite mit nur einer schwarzen Medianlinie, an deren Aussenseite ein gelber,
aussen gewöhnlich schwarzbegrenzter Costalfleck steht; die Hflglzelle breit. Die frühem Stände unbekannt.
West-, Zentral- und Ost-China. — tamerlanus Oberth. (vergl. Bd. I, 8 a) fliegt in West- und Zentral-China. —
alebion. alebion Gray (vergl. Bd. I, 8a) findet sich in Ost-China (Kiukiang und Foochow). Beide Flügel sind schmäler
als bei tamerlanus-, beim d ist ausserdem der gelbe Analtleck weder oben noch unten geteilt. Das einzige
mir bekannte Exemplar aus Foochow ist ein ¥ (andere ¥¥ von P. alebion habe ich nicht gesehen) ; es stimmt in
PAPILIO. Von Dr. K. Jordan.
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der Flügelform mit al. alebion überein, dagegen ist der Analfleck klein und eingeschnürt wie bei tamerlanu ;,
auch der gelbe C'ostalfleck der Hflglunterseite schmal und bis an die Zelle verlängert; möglicherweise gehört
dies ? zu einer südöstlichen Subspecies.
P. agetes. Körper oben schwarz mit heller Seitenlinie, unterseits gelblich weiss, Kopf und Pronotum
rötlich. Flügel weiss mit schwarzen Binden; Vflgl costalwärts grünlich und durchsichtig, mit 6 schwarzen
Binden; Hflgl mit schwarzem Saume, der einige weisse Flecke einschliesst, und mit rotem Analfleck, Schwanz
dünn, schwarz mit weisser Spitze. Unterseits wie oben, aber Hflgl mit schwarzem Subbasalbande parallel
mit dem Abdominalrande und mit schwarzem Mittelbande, in dem rote Flecken stehen. Das V dem cf ähnlich,
etwas breitflügliger. Die frühem Stände unbekannt. Der Falter fliegt im Hügellande in waldigen Gegenden.
Die cfcf versammeln sich an Wegpfützen und auf feuchtem Ufersande. Nord-Indien Ins Sumatra, Borneo und
Hainan. — agetes Westw. (= tenuilineatus Frühst.). Das 1. und 2. V figlband gehen stets über den Hrd der agetes.
Zelle hinaus. Sikkim, Bhutan, Assam, Birma, Tenasserim, Shan-Staaten, Annam, Tonkin, Hainan. — iponus iponus.
Frühst. Das 2. Vflglband etwas kürzer als bei der vorigen Form. Malakka-Halbinsel. — insularis Stc/r. (41c). insularis.
Der Vflgl in der Zelle dichter weiss beschuppt als bei agetes, das 2. Band geht oberseits nicht über die Zelle
hinaus; die schwarzen Zeichnungen beider Flügel tiefer schwarz, besonders unterseits. In den Battak- und
Gayoe-Bergen Sumatras, nicht unter 3000 Fuss, recht häufig. — kinabaluensis Frühst. Der Zwischenraum baluensi.
zwischen dem schwarzen Submarginalbande des Vflgls und der Zellspitze ist viel breiter als das Submarginal¬
band. Kina Balu, Nord-Borneo.
P. Strati Otes Grose-Smith (41b). Die drei äusseren schwarzen Binden des Vflgls sehr viel breiter als stratiotes.
bei P. agetes , der durchsichtige submarginale Zwischenraum zu einer Linie reduziert ; der Hflgl oberseits vor
dem Saume grau, mit sehr grossem rotem Analfleck. Die Vflglunterseite gelblich, die Subbasal- und die
Mittelbinde schmal, grade, letztere ohne rote Flecke, der rote Analfleck gross. Das ? dem cf ähnlich. Die
frühem Stände unbekannt. — Kina Balu, Nord-Borneo.
P. leosthenes IM. (40 a). Ausser P. podalirius , payeni, gyas und bereutes der einzige altweltliche leosthenes.
Segelfalter, bei dem die 1. Subeostale des Vflgls frei in den Costalrand läuft. Körper oben schwarz, grau
behaart, mit hellem Seitenstreif auf Kopf und Thorax, unterseits grau; Fhlr unten gelblich, Beine blassgrün.
Flügel halbdurchsichtig, weiss mit bräunlich schwarzen Binden (vergl. Abbild.); die Medianbinde der Htlgl-
unterseite mit gelben Flecken, von denen die hinteren 4 auch oben entwickelt sind. Das ? dem cf ganz
ähnlich. — Queensland.
P. nomius. Sehr nahe mit P. aristeus verwandt. Da nomius aber in Nord-Indien, Birma und Siam
mit P. aristeus zusammen vorkommt und in den Genitalien scharf von demselben geschieden ist, so liegen
wir keinen Zweifel, dass nomius eine selbständige Art ist. Die Flügel sind etwas breiter als bei P. aristeus;
die vordem Submarginalflecke des Vflgls sind gerundet, das schwarze Medianband der Hflgloberseite ist stets
gut ausgebildet, die 1. und 2. braune Binde der Vflglunterseite sind am Costalrande schwärzlich, auch sind
die hinter der Zelle liegenden Teile der 2. und 3. Binde tiefer schwarz als bei P. aristeus. Die erwachsene
Rp oben gewöhnlich schwarz mit weissen Querstrichen, unten grün, die vordem und hintern Segmente
gelblich, zuweilen die Rp ganz grün; auf dem Thoraealringe und Analsegmente je ein Paar Dornen. Auf
Saccopetalum tomentosum und Polyalthia longifolia. Die Pp nicht an der Futterpflanze, sondern unter Steinen,
in Ritzen und unter Baumwurzeln befestigt; erdfarben, mit kurzem, vorwärts gerichtetem Thoracalhorn und
etwas vorgezogenen Kopfecken; ruht in Süd-Indien von Juli bis März oder selbst Mai. Der Falter ist ein
sehr häufiges Tieflandstier, in manchen Jahren und an gewissen Stellen massenhaft. Die cfcf oft in Scharen
an Wegpfützen ; sie besuchen auch Blumen. — nomius Esp. (=? Orestes F., meges Hin., niamus Godt.) Das nomius.
3. Band des Vflgls geht nicht über die Zelle hinaus; die Analgegend des Hflgls ist reichlich weiss bestäubt;
die Vflglunterseite ohne kurze schwarze Costallinie nahe der Wurzel. Ceylon bis Bengalen, einzelne ver¬
schlagene Stücke in niedern Lagen Sikkims. — swinhoei Moore (= pernomius Frühst.) (41c). Das 3. Band swinhoei.
des Vflgls und häußg auch das 4. gehen über den Hrd der Zelle hinaus; Hflglunterseite mit schwarzem Sub¬
basalstrich am Costalrande. Bei den meisten Exemplaren aus Assam, Birma, Tenasserim, Siam und Annam,
ebenso wie bei dem einzigen mir vorliegenden Stücke aus Tonkin ist die Unterseite viel heller gelblich als
bei der vorigen Form, bei einzelnen zu gleicher Zeit gefangenen Exemplaren dieser Gegenden jedoch und
bei allen Stücken aus Hainan ist die Unterseite ebenso dunkel als bei nom. nomius. Einzeln in Sikkim und
Assam (verschlagene Stücke?), häufig in Birma, Tenasserim und Hainan, aus Tonkin bis jetzt nur wenige
Exemplare bekannt.
P. aristeus. Körper unten weiss, oben schwarz mit hellem Längsstreif an jeder Seite. Flügel weiss,
oberseits mit schwarzen, unterseits mit braunen Binden. Vflgl mit 7 Binden, von denen die 3. — 5. ab¬
gekürzt sind und die 4. zuweilen fehlt; die 5. häufig mit der 6. an der untern Zellecke vereinigt, die 6. und
7. bilden ein breites Saumfeld, das eine Submarginalreihe weisser Flecke einschliesst. Hflgl mit subbasaler
und medianer Binde, die mit dem Abdominalrande parallel laufen, die Medianbinde zuweilen nur angedeutet,
der Saum schwarz mit weissen Submarginalflecken, von denen die hintern drei oder vier sehr dünn und mond-
88
PAPILIO. Von Dr. K. Jordan.
förmig sind. Vflglunterseite wie oben, die Binden hinten schwärzlich; die Mittelbinde des Hfigls vom Costal-
rande zum Analwinkel mit roten (selten gelben) Flecken, an deren Aussenseite schwarze Flecke stehen.
Obwohl diese Art von Nord-Indien bis zu den Bismarck-Inseln und Nord-Australien in zahlreichen Subspecies
vorkommt und in vielen Gegenden häufig ist, ist noch nichts über die frühem Stände bekannt. Die Falter
finden sich in waldreichen Gegenden in niedern Lagen; sie sind ihres hohen und schnellen Flugs wegen
anticrates. nicht leicht zu fangen, sitzen aber zuweilen in ziemlicher Anzahl an Wegpfützen und Flussufern. — anticrates
DU. (41a). Das weisse Discalfeld der Vflgloberseite ist an der unteren Mediane gewöhnlich breiter als der
schwarze Saum, es gibt aber auch Exemplare, bei denen es schmäler als der Saum ist; das Mittelband der
Hflgloberseite meistens unterbrochen, zuweilen breit und vollständig, doch vorne nie breiter als das an seiner
hermocrates. Aussenseite stehende weisse Discalband. Sikkim, Assam, im Frühjahr, nur eine Generation. — hermocrates
Fldr. (= pado Frühst.) (41a). Mit der vorigen Subspecies durch alle Zwischenstufen verbunden; manche
Exemplare haben so viel Weiss als die hellsten anticrates ; im allgemeinen sind jedoch die schwarzen Binden
ausgedehnter als bei der nordindischen Form. Die Genitalien sind schwach verschieden. Exemplare mit
aristeoides. schmalem weissem Discalfelde auf dem Vflgl sind ab. aristeoides Eimer (= aristinus Frühst .) und Stücke,
bei denen die Vtlglzelle nur drei weisse Binden trägt und die weisse Submarginalbinde des Vflgls und die
nigricans, weisse Discalbinde des Hfigls hinten abgekürzt sind, sind ab. nigricans Eimer. Es scheint mir unmöglich
zu sein, hermocrates in weitere Lokalrassen aufzuteilen, wenigstens kann ich keinen Charakter finden, an
dem die Exemplare irgend einer Lokalität zu erkennen sind. Die Mehrzahl der Exemplare von Palawan
haben ein breites weisses Discalband, es gibt jedoch auch Stücke auf Palawan, bei denen die weissen Binden
reichlich so stark reduziert wie bei Ivalao-, Wetter- und dunklen Sumba-Stücken sind. Andererseits finden
sich auf Sumba sowohl helle Exemplare, die den hellen Palawan- und Luzon-Stücken gleichen, als auch
dunkle, welche nicht von Kalao- und Wetter-Exemplaren zu unterscheiden sind. Der Falter liegt mir vor
von Birma, Tenassarim, Shan-Staaten , Siam, Langkawi-Insel , Malakka-Halbinsel, Nordost-Sumatra, Borneo,
Palawan, Philippinen, Kalao, Sumba, Timor, Wetter und Dämmer. Von Java ist der Falter noch nicht be-
aristeus. kannt und auf Sumatra sind auch nur wenige Exemplare gefunden worden. — aristeus Cr. (= aristaeus
Godt.) (41a). Das weisse Discalband der Vflgloberseite an der untern Mediane schmäler als der schwarze
Saum; auf dem Hflgl reicht dies Band bis an die 3. Radiale, der letzte Fleck des Bandes ist aber sehr
klein, zuweilen nur angedeutet. Unterseite braunschwarz, viel dunkler als bei hermocrates und anticrates.
timocrates. Amboina , Ceram. — timocrates Fldr. Das weisse Discalband auf beiden Flügeln breiter als bei aristeus,
der letzte Fleck des Bandes auf dem Hflgl besonders grösser, auch finden sich stets drei weisse Flecke auf
der Hflglunterseite zwischen der 3. Radiale und der 1. Mediane, nämlich aussen ein dünner Halbmond, weiter
nach innen ein vermischter Fleck und zwischen diesem und der roten Mittelbinde ein innen konkaver Fleck;
letzterer fehlt bei aristeus oder ist nur eben angedeutet. Halmaheira, Batjan, Berg Mada auf ßuru. —
bifax. bifax Bothsch. von Obi wurde nach einem einzigen cP aufgestellt. Das weisse Discalband beider Flügel ist
noch breiter als bei timocrates und das schwarze Mittelband der Hflgloberseite ist grösstenteils weiss über-
parmatus. stäubt. Vermutlich sind diese Unterschiede nicht konstant. — parmatus Gray (= pherecrates Fldr., guineensis
Grose-Smith ) (4t a, b). Dem timocrates ähnlich; das weisse Discalband beider Flügel noch breiter, das schwarze
Mittelband der Hflgloberseite grösstenteils weiss überstäubt, doch ist das Band bei einigen Exemplaren ganz
schwarz ; Analteil des Hfigls stärker weiss bestäubt als bei timocrates ; die zwischen der 2. Radiale und dem
Abdominalrande liegenden weissen Flecke der Discalreihe grösser als bei timocrates, meist zusammenhängend.
Vom indischen anticrates durch die tiefen gelben Flecke des Pronotums, die dunkle Unterseite und die Geni-
paron. talien zu unterscheiden. Am, Waigeu, Holländisch, Deutsch und Britisch Neu-Guinea, Queensland. — paron
Goclin. u. Sale. Die schwarze Mittelbinde der Hllgloberseite weiss überstäubt, unterseits dagegen sehr breit,
mit gelben statt roten Flecken. Neu-Pommern (= New Britain), Neu-Mecklenburg (= New Ireland).
P. rhesus. Grösser als P. aristeus, die Flügel schmäler, der Vflgl stark sichelförmig. Die schwarzen
Bänder sehr breit, doch fehlt das Subapicalband der Vtlglzelle oder ist sehr schmal, so dass das 4. und
5. weisse Zellband zusammengeflossen sind und eine Fortsetzung des schmalen und schrägstehenden weissen
Discalbandes bilden. P. rhesus ist eine Celebes-Ausgabe des P. aristeus-, der Falter wurde von Eimer merk¬
würdigerweise als ein naher Verwandter amerikanischer Arten behandelt ( P . marcellus, philolaus etc.). Die
frühem Stände sind unbekannt. Das ? wird selten gefangen, dagegen ist das cf recht häufig, besonders in
der Nähe von Flüssen und Bächen. Wie alle Verwandten sitzen die cf cf oft in Mengen auf feuchten Ufer-
und Wegstellen und können durch tote, auf dem Sande ausgehreitete Exemplare angelockt werden. —
rhesus, rhesus Bsd. (= celtibericus Bsd. indescr.) (41a). Die Adern innerhalb des weissen Discalbandes des Vflgls
fast immer ganz schwarz; das weisse Discalband des Hfigls schmal, oft in Flecke aufgelöst. Nord- und Ost-
Celebes, Buton. Die irrtümliche Angabe Fruhstorfer’s, dass Boisduval die Unterseite als schwarz be-
rhesulus. schrieben habe, beruht auf einer Verwechslung von »dessus« mit »dessous«. — rhesulus Frühst. Die grünlich-
weissen Submarginal- und Discalbinden bei den meisten Exemplaren etwas breiter als bei der vorigen
rhaphia. Form , auch sind die roten Flecke der Hflglunterseite gewöhnlich etwas grösser. Süd-Celebes. — rhaphia
subsp. nov. Die hellen Binden noch etwas breiter als bei rhesulus, die kurze, aussen von der Zellspitze des
Vflgls stehende Binde länger, gewöhnlich durch einen dünnen Strich unter der Zellspitze mit der Discalbinde
Ausgegeben 15. IX. 09.
PAPlT.ro. Von Dr. K. JonnÄtf,
fiü
verbunden, die Submarginallinie des Vflgls oben und unten breiter. Die Unterseite blasser braun als bei
den beiden vorhergehenden Formen. Djampea, auch auf Tomia (Toekan Bessi-Inseln), 12 cf cf1 und 1 > im
Tring Museum.
P. dorcus de Hacm (41 c). In der Zeichnung der Hflglunterseite, sowie in der -Struktur nahe mit domis.
P. rhesus und P. aristeus verwandt, dagegen in der Grösse und Gestalt sowie in der Zeichnung der Ober¬
seite dem P. androcles ähnlich. Körper oben schwarz mit hellem Seitenstreif, unterseits weiss. Vflgl schwarz
mit 3 weissen Binden, in dem breiten Mittelbande zuweilen ein dünner schwarzer Costalstrich; Hflgl grössten¬
teils weiss, mit schwarzer Binde nahe der Wurzel sowie in der Mitte und schwarzen Zeichnungen im Saum¬
felde, Schwanz sehr lang. Hflglunterseite im schwarzen Mittelbande mit roten Flecken, die denen von
P. rhesus ganz ähnlich sind. Das ? dem cf ähnlich. Die früheren Stände unbekannt. — Nord-Celebes, selten.
P. androcles Bsd. (41b). Eine vergrösserte Ausgabe von P. euphrates. Bedeutend grösser als alle androcles.
Formen von P. euphrates und P. antiphates. Flügel weiss, basalwärts grünlich; auf dem Vflgl die Apical-
hälfte und 3 Binden, auf dem Hflgl eine Subbasal- und eine Medianbinde sowie Makeln im Saumfelde
schwarz, der Schwanz sehr lang; im schwarzen Apicalfelde des Vflgls eine Submarginal- und eine kurze
Discallinie, beide grünlich. Unten ähnlich wie oben, der Hflgl mit zahlreicheren schwarzen Makeln, schärfer
entwickelten Binden und mit gelber verwaschener Makel hinter der 3. Radiale. Das ? dem cf ähnlich. Die
frühem Stände unbekannt. — Nord-, Ost- und Süd-Celebes, nicht selten in waldigen Gegenden in der Nähe
von Wasserläufen. Unstreitig einer der elegantesten Schmetterlinge des indo - australischen Faunengebiets.
P. antiphates. Körper oberseits schwarz mit hellem Seitenstreif, oder der Hlb ganz weiss,
Unterseite weiss mit schwarzem Seitenstreif. Flügel weiss. der Vflgl oben und unten costalwärts ebenso
wie die Wurzelhälfte der Hflglunterseite grünlich; Vflgl mit sieben schwarzen Bändern. Hflgl oben mit
schwarzen Saumflecken und einer vollständigen oder unvollständigen Reihe von schwarzen Submarginal¬
flecken, entweder nur der hintere Teil des Saumfeldes grauschwarz bestäubt, oder der ganze Saum breit
grauschwarz. Auf der Vflglunterseite finden sich die folgenden schwarzen Zeichnungen: vor dem Abdominal¬
saume ein Streif, der sich analwärts mit einem Subbasalstreifen vereinigt, in der Mitte des Flügels eine durch
die Grundfarbe längsgeteilte Doppelbinde, deren äusserer Teil in Flecke aufgelöst ist, je eine Reihe Sub-
marginal- und Saumflecke, an der Innenseite der 3 ähnlichen Submarginalflecke gelbe Makeln, die meist
unbestimmt begrenzt sind. Das $ dem cf ähnlich. Die Rp anfänglich gelblich oder weiss mit Gabelhaaren
und gewöhnlich dunklen Querlinien; erwachsen grün mit zwei gelben Querbinden auf dem Thorax, einer vom
Kopf bis zum Schwanz laufenden gelben Seitenlinie und dunkler grünen Rückenlinien; oder die Grundfarbe
mehr bläulichgrün und die Zeichnungen weiss. Auf Anonaceen, z. B. Anona lawii. Pp blassgrün, mit gelber
Seitenlinie, Thoracalhorn kurz. Der Falter ist in waldigen Gegenden seines Verbreitungsgebiets in niederen
Lagen meist recht häufig; die cf cf versammeln sich in Scharen an Pfützen und Bachrändern, wo sie in Gemein¬
schaft mit Pieriden trinken. Die ? werden einzeln im Walde angetroffen. Im Fluge macht antiphates den Eindruck
eines Weisslings, da die langen Schwänze während des schnellen Flugs kaum bemerkbar sind. Von China bis
Ceylonf Nord-Borneo und den Kleinen Sunda-Inseln verbreitet. — antiphates Cr. {= antipates Jab/, u. Hbst.) (40b, c). antiphates.
Eine grosse Form; das 1. Band des Vflgls reicht bis zum Hrde und das 2. bis nahe an die Submedianader oder
darüber hinaus, der hinter der 3. Radiale des Hflgls liegende schwarze Submarginalfleck gross. Südost-China,
Tonkin. — pompilius F. (— continentalis Eimer, linga Frühst.). Die schwarzen Zeichnungen im ganzen weniger pompilius.
ausgedehnt als bei der vorigen Form ; recht variabel. Hainan, Annam, Siam, Tenasserim, Birma, Assam, Sikkim.
In Nord-Indien treten einzelne melan'istische Stücke auf (das Tring Museum besitzt 4 solche Exemplare), bei denen
der Vflgl oben und unten und die Hflglunterseite sowie der Saum der Hflgloberseite mehr oder weniger voll¬
ständig schwarz bestäubt sind, mit Ausnahme der grünlich weissen Binden im vordem Teile des Vflgls: ab. nebu- nelmlosus.
losus ßtlr. (40 d). — naira Moore. Gross, die beiden äussern Binden des Vflgls sind hinten zusammen- naira.
geflossen und erreichen wie bei P. epaminondas den Hrd ; die Saumflecke des Hflgls sind grösser und die
grauschwarze Bestäubung ist ausgedehnter als bei den vorhergehenden Formen. Süd-Indien; nicht häufig. —
ceylonicus Eimer (= antiphanes Frühst.). Dem pompilius F. sehr ähnlich, auf dem Vflgl reicht die Saum- ceylonicus.
binde bis zum Hinterwinkel, die Submarginalbinde oben und unten bis zum untern Medianast, die subbasale
Binde ist von gleichmässiger Breite und erreicht den Hrd, während die zweite Binde bis an die Submediana
tritt; die Analregion der Hflgloberseite und der vordere Teil der Hflglunterseite ist blasser als bei pompilius.
Ceylon; selten. — itamputi Btlr. {= poetus Frühst.) (40b) unterscheidet sich von pompilius hauptsächlich itamputi.
durch den tiefer und ausgedehnter gelben Aussenteil der Hflglunterseite. Malakka -Halbinsel, Langkavi,
Straits Settlements, Sumatra, Natuna-Inseln, Borneo, Banguey. Bei einem cf aus Nordost-Sumatra im Tring
Museum fehlen die 2. und 4. schwarze Binde auf dem Vflgl, ferner ist das grünliche Submarginalband teilweise
mit dem Discalbande vereinigt und hat der Vflgl eine breite zusammenhängende schwarze Saumlinie:
ab. leucania ab. nov. (32 c). — antiphonus Frühst, hat etwas grössere schwarze Submarginalmakeln auf leucania.
beiden Seiten des Hflgls als itamputi. Nias. — alcibiades F. (= javanicus Eimer) (40 b). Die äussern antiphonus.
schwarzen Binden des Vflgls schmäler als bei itamputi, der Analteil der Hflgloberseite viel tiefer schwarz, aIabiadt *•
der Schwanz nur an der Spitze deutlich weiss, der Aussenteil der Hflglunterseite weniger gelb. Java. —
IX 12
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PAP1L10. Von Dr. K. Jordan.
balius. balius subsp. nov. Das schwarze Submarginalband des Vflgls ist hinten breit mit der Randbinde vereinigt,
reicht oberseits bis über die untere Mediane hinaus und tritt unterseits bis fast an diese Ader; der Hflgl
wie bei alcibiades, aber das schwarze Randfeld viel breiter und costalwärts bis zum 2. schwarzen Randfleck
kalaoensis. ausgedehnt ; die schwarzen Makeln der Hflglunterseite grösser. Bali, nur 1 cf im Tring Museum. — kalaoensis
Hot lisch. Vflgl wie hei alcibiades, dagegen die Analregion der Hflgloberseite schwärzlichgrau, so dass die
schwarzen Submarginalflecke in derselben deutlich hervortreten. Kalao, Djampea, Sumbawa, Flores.
epaminondas. P. epaminondas ObertU. (— laestrygonum Wood- Mas.) (40 d). So gross wie die grössten antiphates;
die schwarzen Binden breit, die 1. und 2. der Vflgloberseite stets den Hrd erreichend, das schwarze Median¬
hand des Htlgls auch oben mehr oder weniger entwickelt; die gelben Makeln der Hflglunterseite schärfer
umschrieben als bei P. antiphates, die hellen Submarginalflecke sowie die Grundfarbe an der Aussenseite
des Medianbandes und innerhalb desselben weiss. Das ¥ dem cf ganz ähnlich. Die frühem Stände un¬
bekannt. — Andamanen.
P. euphrates. Dem P. antiphates in der Zeichnung zum Verwechseln ähnlich, konstant dadurch
unterschieden, dass auf der Hflglunterseite die vorderen 3 oder 4 schwarzen Submarginalflecke nicht ge¬
brochen, sondern grade sind. Ausserdem sind die Genitalien auffällig verschieden. Da P. euphrates in Nord-
Borneo und auf Banguey mit P. antiphates zu gleicher Zeit und am selben Platze vorkommt , so unterliegt
es keinem Zweifel, dass wir es mit selbständig gewordenen Formen, d. h. Species, zu tun haben. Die frühem
decolor. Stände sind nicht bekannt. Nord -Borneo bis Philippinen. — decolor Stgr. (= palawanicus Eimer). Das
1. schwarze Band des Vflgls dünn, das 4. stets abgekürzt, zuweilen fehlend; die schwarze Saumlinie des
Htlgls breit, das schwarzgraue Analfeld reicht bis zur 2. Radiale. Zum Unterschiede von P. antiphates itamputi
ist der innere Teil der schwarzen Medianbinde der Hflglunterseite nicht über die Zelle hinaus verlängert oder
es ist der unter der Zellspitze liegende Fleck dieser Linie nur angedeutet. Nord-Borneo, Banguey, Palawan.
domaranus. — domaranus Frühst. Auf Domara, einer kleinen, an der Ostküste Palawans liegenden Insel ist der Falter
dimorph, wie augenscheinlich auch auf einigen Inseln der eigentlichen Philippinen. Bei der hellen Form, auf
welche sich der Name domaranus bezieht, ist die 4. Binde des Vflgls breit und erreicht den Hrd der Zelle,
das Randband geht bis zum Hrd des Flügels, das schwarze Submarginalband dagegen ist von der Wurzel¬
seite her in der Weise verschmälert, dass am Costalrand ein kurzer schwarzer Zapfen zwischen diesem
Bande und dem Discocellularbande stehen bleibt; Hflgl ähnlich wie bei decolor. Die zweite Form stimmt
nach Semper völlig mit dunklen Luzon-Stücken ( euphrates ) überein, d. h. hat ein breites schwarzes Saum-
atratns. band auf dem Hflgl. - — atratus Rothsch. Die Bänder des Vflgls und das Saumband des Htlgls sind sehr
breit; Hflgloberseite mit schwarzem Subbasalstreif. Die vorderen gelben Flecke der Hflglunterseite undeut¬
lich, die hintern dagegen gross. Eine helle Form ist nicht bekannt. Auf Mindoro, und nach Semper auf
euphrates. Bohol. — euphrates Fldr. (— moorei Reak.) (40 c, d). Die 1. Binde des Vflgls geht bis zum Hrde des Flügels,
die 4. stets bis zum Hrde der Zelle, die submarginale Binde hinten breit mit der marginalen vereinigt und
bis zum Hrde fortgesetzt; Hflgl bis zum Gostalrande breit schwarz gerandet, dieses Saumband beim ¥ etwas
blasser als beim c f. Die gelben Flecke der Hflglunterseite alle ziemlich scharf ausgebildet. Mittel- (und
nisus. Süd-?) Luzon. — nisus subsp. nov. In Nord-Luzon fliegt eine weniger ausgedehnt schwarze dimorphe Sub-
species. Semper erwähnt ein ¥ von dort und das Tring Museum besitzt zwei von J. Whitehead gefangene ¥¥.
Bei diesen Stücken erreicht das 4. Vflglband den Hrd der Zelle nicht, auch ist das Saumhand des Htlgls
blasse]1 und geht nicht bis zum Gostalrande. Die Saumbinde des Vflgls ist hinten zugespitzt. Die Stücke
unterscheiden sich von decolor und euphratoides durch die viel grossem schwarzen Submarginalflecke auf
beiden Seiten des Hflgls. Die drei Exemplare gehören zwei auffällig verschiedenen Formen (Zeitformen ?)
an, welche sich in fast ganz derselben Weise unterscheiden, wie die beiden von Mindanao bekannten Formen.
Bei der hellen Form, f. nisus, sind das 1. und 2. Vflglband dünn und gehen kaum über den Hrd der Zelle
hinaus, das aussen von der Zellspitze liegende weisse Band ist breit mit dem weissen Discus verbunden,
das schwärzliche graue Analfeld der Hflgloberseite ist schmal und reicht nur bis zur 2. Radiale, doch stehen
zwischen dieser Ader und dem Gostalrande noch 3 ziemlich grosse schwarze Submarginalflecke. Die zweite
zebraica. Form, f. zebraica form, nov., welche ganz der f. tigris Semp. von Mindanao entspricht, ist bedeutend grösser
als f. nisus, das 1. Vflglband tritt bis an den Hrd des Flügels und das 2. endigt dicht vor dem Rande, das schwarze
Submarginalband ist breiter als bei der hellen Form und am untern Zellwinkel durch einen schwarzen Ader¬
strich mit dem schwarzen Discocellularbande vereinigt; das schwarzgraue Saumfeld des Htlgls ist breiter als
bei euphrates, heller, und geht nur bis etwa an die Subcostale; die schwarze Subbasallinie ist oben angedeutet;
euphratoides. der schwarze Rückenstreif des Hlbs ist sehr breit, während er hei f. nisus nur angedeutet ist. — euphra¬
toides Firner fliegt auf Mindanao und Bazilan. Das 4. Vflglband ist fast immer abgekürzt , das schwarze
Submarginalband erreicht die untere Mediane nicht und das Randband, welches zugespitzt ist, geht nicht
bis an die Submediane; die graue Bestäubung im Analfelde des Hflgls ist noch weniger ausgedehnt als hei
nisus, die schwarzen Submarginalflecke der Hflglunterseite sind dünn und die vorderen fehlen oberseits ganz ;
der Aussenteil gelblicher als hei euphrates und nisus und die gelben Makeln sind mehr verwaschen. Die
helle Form, f. euphratoides Eimer , ist klein, das graue Analfeld der Hflgloberseite sehr schmal, die Fransen
tigris. sind ausgedehnter als bei decolor, der Schwanz ist breit grau gerandet. Von der zweiten Form, f. tigris Semp.,
PAPILIO. Von Dr. K. Jordan.
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erhielt Semper nur 1 Paar; sie ist bedeutend grösser als f. euphratoides , das 1. Vflglband erreicht den Hrd
des Flügels und das 2. geht fast ebenso weit, das Subbasalband des Hflgls ist oberseits angedeutet,* und das
graue Analfeld, welches bis an die 2. Radiale geht, ist etwa doppelt so breit als bei f. euphratoides. ornatus ornatus.
Rothscli. (40 c). Vtlgl costalwärts dichter weiss beschuppt als bei den vorhergehenden Formen, daher weniger
grünlich; die 1. Binde des Vflgls nur angedeutet, keine der Zellbinden geht oberseits über den Hrd der Zelle
hinaus, der Saum des Htlgls ist tiefschwarz, costalwärts verschmälert; auf der Hflglunterseite die schwarzen
Zeichnungen in der Aussenhälfte sehr gross, die hintern gelben Flecke schwarz umzogen. Halmaheira: mir
nur cf cP bekannt. — Wie bei P. antiphates sind auch bei P. euplirates die geographischen Formen in der
Struktur der Genitalien meist etwas verschieden.
Payeni-Gruppe.
Die Subcostaläste des Vflgls frei, der 3. vor der Zellspitze entspringend, die 2. Discocellulare tief eingebogen.
Die Klaue der Tarsen mit Zahn in oder hinter der Mitte. Die Flügel dicht beschuppt, grösstenteils gelbbraun oder
schwarzbraun. Die Duftfalte des Hflgls des cd schwach entwickelt. — Von China bis zu den grossen Sunda-Inseln
verbreitet; nur ein paar Arten. Der Klauenzahn ist ein sehr eigenartiger Charakter, der nur bei P. macleijanus und
gelon wieder angedeutet ist.
P. gyas. Geschlechtlich stark dimorph, cf: Körper grünlich, der Kopf und die Unterseite des Thorax
kastanienbraun; die Flügel oberseits dunkelbraun, der breite dunkle Aussensaum mit einer Reihe gelblicher
Flecke, ähnliche Flecke auch auf dem Discus des Vflgls. Unterseite mit grossem kastanienbraunem Wurzelfelde,
ein Fleck an der Zellspitze beider Flügel und der Analteil des Hflgl von derselben Farbe; die Mitte beider Flügel
weissgrau mit dunklen Bogenflecken, der Hflgl mit hellen, dunkel gesäumten Submarginalflecken, die auf dem Vflgl
nur angedeutet sind; der Schwanz spatelförmig. $mit breitem weissem Mittelbande, das auf dem Vflgl costalwärts
gelb wird und hier mehr oder weniger deutlich in Makeln aufgelöst ist, während es auf dein Hflgl einen bläulichen
Ton hat. Die Submarginalflecke grösser als beim cf; der Schwanz breit hellkastanienbraun gesäumt. Von Sikkim
bis Tenasserim, in waldigen Gegenden der Gebirge in einer Höhe von 6 bis 7000 Fuss, am häufigsten in den
Khasia-Bergen. Die frühem Stände sind nicht bekannt. — gyas Westw. (= lachinus Frühst.) (39 c) findet gyas.
sich in Sikkim, Bhutan und Assam (Garo-, Khasia- und Naga-Berge). Die Exemplare von Sikkim sollen
nach Fruhstoreer unterscheidbar sein, die von ihm angegebenen Charaktere werden jedoch von der Serie
des Tring Museums (2 cf cf und 5 ?? von Sikkim, 6 cf cf von Bhutan, 13 cf cf und 5 ?2 aus Assam) nicht
bestätigt. — aribbas Frühst . , nach einem cf aus Ober-Birma aufgestellt, ist nach dem Autor durch die ge- aribbas.
ringere Entwicklung der mittleren und hintern Submarginalflecke des Vflgls und die hellere Farbe des Mittel¬
teiles der Unterseite beider Flügel ausgezeichnet. — Es findet sich gyas auch in Tenasserim (nach Hauxweel),
doch habe ich keine Stücke von dort vergleichen können. — Diese Art wird in China durch P. hercules Blanch.
(== sciron Leech, porus Streck.) (Bd. 1, 8 b) vertreten. Strecker beschreibt porus irrtümlich von den Garo-
Bergen in Assam.
P. payeni. Körper und Grundfarbe der Flügel ockergelb, oberseits mit schwach grünlichem Ton:
Scheitel und Kragen sowie der grösste Teil der Zelle der Vtlgloberseite gelbbraun. Der Klauenzahn gross.
Vflgl mit stark vorgezogenem Apex, der Saum beider Flügel breit braunschwarz mit gelben Flecken, auf
dem Vflgl eine Discocellularmakel und ein Querfleck in der Zelle gleichfalls braunschwarz; Hflgl schmäler
als bei gyas, vielmehr dreieckig, ohne deutlich abgesetzten Analwinkel. Unten im ganzen heller als oben,
das Wurzelfeld beider Flügel mit einer in Flecke aufgelösten braunen Binde, das Aussendrittel häufig dunkler
als die Mitte der Flügel, immer mit braunen Linien und Fleckenreihen, welche oft zusammengetlossen
sind, auf der Scheibe des Hflgls eine Anzahl Silberflecke. Das ? blasser als das cf, breittltigliger, mit kleinern
dunklen Zeichnungen. Die frühem Stände sind unbekannt; der Falter im Gebirge in mittleren Höhen. Von
Sikkim und Hainan bis nach Java und Borneo verbreitet. — Die grösste Form ist evan T)hl. (— evanides evan.
Frühst.) (39b) aus Sikkim, Bhutan und Assam. Der Htlgl trägt oberseits 4 gelbe Discalflecke, von denen
der 1. hinter der 2. Radiale steht. Der Falter ist in Sikkim sehr selten, dagegen in den Bergen Assams
ziemlich häufig. Er scheint in wenigstens 2 Generationen zu fliegen; die Frühjahrsstücke haben die dunklen
Zeichnungen etwas reduziert. — amphis subsp. nov. aus Tenasserim und Birma ähnelt den malayischen atnphis.
Formen, die dunklen Zeichnungen sind aber weniger schwarz; Hflgloberseite mit 5 gelben Discalflecken,
von denen der 1. mondförmig ist und hinter der l. Radiale steht; an der Innenseite des 4. Flecks steht ein
deutlicher gelber Fleck. Die Grundfarbe der Unterseite wie bei den malayischen Fonnen dunkler als bei
evan, die dunklen Zeichnungen im Aussenteile beider Flügel schärfer und schmäler, die Submarginallinie fast
ohne Unterbrechung, die Silberflecke grösser als bei evan, und die hinter der Gostale liegende braune sub¬
basale Quermakel steht näher an dem betreffenden Costalfleck als an der Präcostalader. — langsonensis tangsoncnsis.
Frühst, von Tonkin ist blasser gelb als alle andern Subspecies, dagegen sind der Costalrand des Vflgls und
der Aussenrd beider Flügel tiefer schwarz, die gelben Flecke im dunklen Saume sind klein, der Hflgl trägt
4 kleine schai’f umschriebene gelbe Discalflecke. Unterseits ist das Saumfeld beider Flügel tiefer braun als bei
evan. — hegylus subsp. nov. Eine kleine Form von Hainan, von der sich ein im Alai gefangenes Paar im hegylus.
Tring Museum befindet.. Grundfarbe wie bei evan , das dunkle Saumfeld von der Innenseite her etwas reduziert,
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PAPILIO. Von Dr. K. Jordan.
die in demselben liegenden gelben Flecke nicht grösser als bei Sommerstücken von evan , der in der Zell-
spitze des Hllgls stehende braunschwarze Fleck viel kleiner; der Hflgl mit einer Reihe von 5 gelben Discal-
flecken, zu denen beim ¥ noch ein an der Innenseite des 4. Flecks liegender 6. Fleck tritt. Unterseite wie
bei evan, aber die braunen Zeichnungen im ganzen schwächer entwickelt, besonders sind die Flecke an der
ciminius. Zellspitze beider Flügel kleiner. — ciminius Frühst. cf: Grundfarbe oben und unten dunkler als bei den
vorhergehenden Formen und oben infolge der Verdunklung der Wurzel beider Flügel weniger ausgedehnt,
auch ist der Gostalrand des Vflgls tief braunschwarz und fehlen helle Zeichnungen in und vor der Subcostal-
gabel. Die braunen Zeichnungen der Unterseite sind im ganzen dünner als bei evan; die Grundfarbe des
Aussenfeides ist fast gleichmässig rotbraun und kontrastiert mit dem heitern Discalfelde. Das ¥ nicht be-
brunei. kannt. Ost- und West-Sumatra, Malakka-Halbinsel. — brunei Frühst, cf wie vorher, aber die Grundfarbe
des Saumfeldes der Unterseite blasser, daher weniger deutlich mit dem Discus kontrastierend. Das ¥ unter¬
scheidet sich vom evan-2 hauptsächlich durch das Fehlen von hellen Flecken vor der Subcostalgabel auf der
Vflgloberseite und durch die Reduktion der schwarzen Zeichnungen der Hflgloberseite, sowie durch die
payeni. dunklere Grundfarbe der Unterseite. Nord- und Südost-Borneo. — payeni Bsd. cf wie bei brunei, aber die
Vflgloberseite mit 3 gelben Makeln in der hinter der Subcostalgabel liegenden Randzelle. Die vorderen
Silberflecke der Hflglunterseite bei cf und ¥ weniger gut ausgebildet. Der dunkle Saum der Vflgloberseite
am Gostalrande etwas schwächer als beim ¥ von brunei. Java.
Codrus-Gruppe.
Die 1. Subcostale des Vflgls läuft in die Costalader. Körper kräftig, ohne hellen Streif an jeder Seite des
Rückens, Schwanz breit, stumpf. Flügel grösstenteils schwarz, grünschwarz oder bräunlich schwarzgrau, wenigstens
im Costalteile des Vflgls mit grünen Flecken, Hflglunterseite in der Basalhälfte ohne rote oder gelbe Flecke, höchstens
ist der Costalrand sehr schmal rot. Die Klauen bei einigen Arten mit Zahn, wie bei der payeni- Gruppe.
gelon. P. gelon Bsd. (44 c, d). Nahe mit P. macleayanus verwandt. Körper oberseits grünlichschwarz, unter-
seits schmutzig graugelb, Beine grün, Klauen mit kleinem Zahn ; Fhlr unterseits gelbbraun. Flügeloberseite
schwarz, mit grünen Zeichnungen; Vflgl mit einem Bande von 4 Flecken vor der Wurzel der 3. Radiale
grade zum Hrde, einem Fleck in der Zellspitze und zwei Flecken jenseits der Zelle, alle diese Flecke oft
sehr klein und zuweilen nur teilweise angedeutet; Hflgl ohne Schwanz, mit schmaler Binde vor der Mitte.
Unterseite viel blasser, die Adern im Wurzelfelde grün, das Band des Hflgls weiss und der Gostalrand an
der Wurzel rot; Vflgl mit einigen weissen Submarginalflecken. ¥ blasser als das cf, der Vflgl oberseits mit
gelblichen Submarginalflecken, auf dem Hflgl einige ähnliche Fleckchen, die weit vom Rande entfernt stehen.
megasthenes. Ein ¥ mit breitem Hflglbande ist ab. megasthenes Math. — Der Falter ist auf Neu- Galedonien und den
Loyalty-Inseln nicht selten.
macleayanus. P. macleayanus Leuch (42 a, b). Körper unten grauweiss, oben dunkel mit grauweisser Behaarung,
mit Ausnahme des Kopfes und vorderen Teils des Thorax, die grünlich braunschwarz sind; Beine grün;
Unterseite der Fhlr braungelb. Flügel oben schwarz, ein grosses Wurzelfeld weissgrün, auf dem Vflgl ein
Fleck in der Zellspitze und ein zweiter aussen von derselben grün, eine Reihe kleiner Submarginalflecke
und ein kleiner Discalfleck weissgrün. Auf der Unterseite der vordere Teil des Wurzelfeldes des Vflgls.
der Zelltl eck und Subcostalfleck und auf dem Hflgl das Wurzelfeld grün, unbeschuppt, der Vflgl am Saume
schwarzbraun, das Aussenfeid des Hflgls von derselben Farbe, von einem weissgrauen oder blassbräunlichen
Submarginalbande und einem ebenso gefärbten, kurzen, hinter der Zellspitze liegenden Schrägbande über¬
lagert, der Gostalrand des Hflgls schmal rot, besonders an der Basis und vor dem Apex. Die junge Rp
ist fast schwarz, mit weisser Rückenlinie und weisslicher Unterseite, ein schwarzer behaarter Höcker auf den
3 Thoraxringen und dem letzten Segmente, die übrigen Ringe mit einer Querreihe von Gabelborsten, ähn¬
liche Borsten auch auf dem Thorax. Erwachsen grün, mit schwachen weissen und grünlichen Fleckchen
und schwachem dunklem Thoracalgürtel; auf dem 3. Ringe ein Paar dunkelbrauner Dornen, von denen eine
gelblichweisse Längslinie ausgeht. Pp grün, mit zwei rundlichen rötlichen Flecken auf dem Rücken; das
Thoracalhorn lang. Futterpflanzen: Geijera salicifolia und die eingeführte Camphora officinalis. Der Falter
fliegt in den Gärten und offenen Buschwäldern Ost-Australiens von Tasmanien bis Queensland (nördlich bis
etwa Gairns gehend) und findet sich auch auf den Inseln Lord Howe und Norfolk. Er hat einen schnell' m
und gewandten Flug und besucht gerne Blumen.
P. weiskei Bibbe. cf: Körper oben braunschwarz, unten graubraun. Flügel gestreckter als bei
P. macleayanus, der Vflgl mit grossem subbasalem Purpurfelde hinter der Zelle, das Quevfeld an der Zellspitze
vorne grün, hinten blau oder purpurrot, der Subcostalfleck grün, die Submarginalflecke klein und bläulich-
grün; der Hflgl mit grünem Wurzelfelde und 2 blauen Submarginalmakeln, vor denen gewöhnlich 3 kleine,
mehr oder weniger undeutliche Submarginalflecke stehen. Unterseite ähnlich wie bei P. macleayanus-, die
Wurzelhälfte der Vflglzelle grün, das hinter der Zelle liegende Feld weiss; Hflgl mit dünnem rotem Costal-
strich vor dem Apex. Das Purpurfeld variiert von purpurrot bis purpurblau. Das ¥ dem cf ähnlich :
weiskei. ¥-f. weiskei Bibbe (42a); oder das Wurzelfeld des Vflgls und die Submarginalflecke des Hflgls grün:
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?-f. eupraslna form. nov. — Der Falter ist im Gebirge Britisch Neu-Guineas keine Seltenheit; A. S. Mkek euprasina.
fand ihn in beträchtlicher Zahl sowohl an der Süd- als an der Nordseite des Owen-Slanley-Gebirges.
P. empedocles F. (42c). Körper weissgrau, Kopf und Oberseite des Thorax grünlich graubraun, empedocles.
Oberseite der Flügel grünlich schwarzbraun; Vflgl zwischen Zelle und Hrd gelblichgrau, mit einer Discal-
reihe gelbgrüner Makeln, von denen die letzte zwischen den Medianästen steht und am grössten ist, zuweilen
liegt noch eine kleinere Makel hinter dem 2. Medianast, selten fehlen der 1. und 3. Fleck; Htlgl von der
Wurzel bis etwa zur Zellspitze grauweiss behaart, im dunkleren Saumfelde eine Reihe schwärzlicher Makeln.
Unterseite graubraun, blasser beim ? als beim cd; die Makeln des Vflgls unbeschuppt wie oben; der Htlgl
etwa halbwegs zwischen Zelle und Aussenrd mit einer Reihe dunkler Flecke, von denen die letzten beiden
gewöhnlich wurzelwärts einen roten oder gelben Fleck tragen , während alle aussen und der erste Fleck
auch wurzelwärts grau gerandet sind. Eine malayische Art, die sehr nahe mit P. codrus verwandt ist. Über die
früheren Stände ist. nichts bekannt. Der Falter fliegt im Hügellande und wird nur vereinzelt angetroffen.
— Malakkahalbinsel, Sumatra, Batu, Java, Banka, Borneo und Palawan.
P. codrus. Körper weissgrau behaart, die Oberseite des Kopfes und Thorax grün. Flügeloberseite
seidenartig schwarzgrün beim cf, etwas blasser und fast ganz ohne Glanz beim ?; Vflgl mit einem vom
Apex zur Mitte des Hrds ziehenden Fleckenbande, das oft unvollständig und oben grün oder gelb und un¬
beschuppt, unten grünweiss und beschuppt ist; Htlgl lang dreieckig, mit breitem Schwanz, die Wurzel
und der Abdominalrand bis etwa zur Zellspitze grauweiss. Die Unterseite schwärzlich braun, ausser dem
Bande des Vflgls nur mit hellem und dunklem Schatten, der Htlgl jedoch oft mit dreieckiger Gostalmakel
als Fortsetzung des Vflglbandes; deutliche Submarginalflecke fehlen sowohl oben als unten. Rp erwachsen
gelblichgrün, die 3 Thoracalringe mit je einem blassroten Dorn an jeder Seite, ein ähnliches Paar Dornen
auf dem letzten Ringe, die Stigmata blau, auf dem 4., 11. und 12. Segmente eine Anzahl kleiner blauer
Dorsalflecke (Kühn). Nach Wahnes hat die Rp in Neu-Guinea einen grossen braunen, hinten gelbgerandeten
Dorsalfleck, der sich vom 3. bis zum 5. Ringe erstreckt und einen kleineren braunen Fleck auf dem 11. Ringe.
»Die Futterpllanzen sind Bäume mit grossen, fünf lappigen Blättern.« Pp blassgrün, schwach bläulich oder
gelblich, Kopf stumpf, abgerundet mit nur sehr schwach vorspringenden Ecken ; Thoracalhorn scharf zu¬
gespitzt, mit brauner Spitze, der in den Flügelrand auslaufende Seitenkiel gerade, der kleine Seitenhöcker
des Mesothorax spitz, ohne braunen Fleck. Der Falter hat einen sehr schnellen und geraden Flug; er hält
sich meist hoch in der Luft zwischen den Baumkronen auf, doch schiesst er oft blitzschnell herab, um an
Blumen oder faulenden Früchten (mit denen er geködert werden kann) zu saugen; er hält sich besonders
häufig am Meeresstrande auf, wo er gerne auf feuchtem Sande trinkt. Von den Philippinen und Celebes
ostwärts bis zu den Salomons-Inseln verbreitet : findet sich nicht auf den grossen und kleinen Sunda-Inseln
und in Australien, mag aber auf Kap York, wo viele Neu-Guinea-Falter fliegen, noch entdeckt werden. —
melanthus Fldr. Das Band der Vflgl gelblichgrün, sehr breit, an der Submediane breiter als seine Ent- melanthus.
fernung vom Saume; Htlgl mit grossem grauem Costalfleck, der unterseits bis zur Zelle reicht. Philippinen,
augenscheinlich auf allen Inseln. — taloranus subsp. nov. Das Band der Vflgl blassgrün, nicht gelblich, so ta/oranus.
breit wie bei gilolensis , der Gostalrand so stark wie bei celebensis gebogen. Unterseite des Hflgls von der
Gostalmitte bis über die Zellspitze hinab grau, aber ohne grauweissen Fleck. Talaut. — celebensis Wall, celebensis.
Das Vflglband gelbgrün, etwas schmäler als bei gilolensis, der Gostalrand stark gebogen. Nord- und Stid-
Gelebes. — stiris subsp. nov. Das Vflglband gelbgrün, sehr schmal, der vorletzte Fleck wenigstens doppelt stiris.
so lang als breit. Flügelschnitt wie bei celebensis. Sula-Inseln: Mangoli. — gilolensis Wall. Das Vtlgl band gilolensis.
gelbgrün, aus 9 Flecken bestehend; Hflglunterseite mit grauweissem Costalfleck. Nördliche Molukken:
Halmahera, Batjan. codrus Cr. (42c). Das Vflglband blassgrün, der letzte Fleck desselben klein oder codrus.
ganz fehlend, zuweilen das Band sehr schmal; Hflglunterseite gewöhnlich mit grauweissem Costalfleck. Süd¬
liche Molukken: Buru, Amboina, Saparoea, Geram. — toealensis Rothsch. Das Vflglband blassgrün, breiter toealensis.
als bei codrus, der letzte Fleck immer vorhanden, die weissgraue Beschuppung des Hflgls weniger ausgedehnt,
die Schwanzspitze viel breiter weissgrau. Die Unterseite sehr dunkel, der Costalfleck des Hflgls klein. Kei-
Inseln. — medon Fldr. (== papuensis Wall.) (42 b). Das Vflglband noch breiter als bei toealensis, die Sub- tnedon.
mediane gewöhnlich innerhalb des Bandes weiss beschuppt, der Htlgl bis über die Zellspitze hinaus grau¬
weiss. Die Unterseite blasser als bei toealensis, der Costalfleck der Htlgl meistens sehr gross und gewöhnlich
zu einem Bande verlängert. Neu-Guinea und Nebeninseln: Waigeu, Jobi, Mafor, Biak, d’Entrecasteaux-Inseln,
Woodlark, Rossel; auch auf Aru. — auratus Rothsch. Das Vflglband gell), die vorderen Flecke etwas auratus.
grösser und die hinteren 2 kleiner als bei medon, das grauweisse Feld des Hflgls reduziert, nicht bis zur
Zellspitze reichend. Das grauweisse Costalfeld der Hflglunterseite schmal. St. Gabriel, Admiralitäts-Inseln
(Webster). Infolge der feindlichen Haltung der Eingeborenen ist es bis jetzt noch keinem Sammler ge¬
lungen, eine gute Ausbeute auf den Admiralitäts-Inseln zu machen. Kapitän H. C. Webster, der den Versuch
machte, dort zu sammeln, konnte auf der Hauptinsel überhaupt nicht landen und musste nach 2 Tagen die
Flucht ergreifen. — segonax Godm. u. Sah. (42 c). Das Vflglband breit unterbrochen, da der 6. bis 8. Fleck segonax.
fehlen, zuweilen sind der 6. und 8. durch je einen Punkt angedeutet. Hflglunterseite ohne weissgrauen
Costalfleck. Bismarck-Inseln: Neu-Pommern, Neu-Lauenburg und Neu-Mecklenburg. — pisidice Godm. u. Sah. pisidice.
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PAPILIO. Von Dr. K. Jordan.
(= solon Godm. u. Salv.). Das Vflglband vollständig, blassgrün, zuweilen gelb (verfärbt), schmäler als bei
medon, die Flecke weiter voneinander entfernt, der vorletzte gewöhnlich schmal und häufig unterbrochen;
der Htlgl weniger ausgedehnt gramveiss als bei medon. Die Unterseite dunkler, der Vflgl wie bei den Rassen
von den Philippinen, Talaut, Celebes und den Sulla-Inseln mit grossem grauem Fleck an der Zellspitze und
grauem Bande in der Zellmitte, Htlgl wurzelwärts grau, mit schmalem grauem Discalbande, alle diese grauen
Zeichnungen schwach ausgebildet. Salomons-Inseln , mir bekannt von: Bougainville, Shortland, Choiseul,
christobalus. Maleita, Florida, Guadalcanar. — christobalus subsp. nov. ?: Blasser als pisidice, besonders auf der Unter¬
seite; das Band breiter; die weissen Saumflecke beider Flügel viel ausgedehnter. Unterseits die grauen
Zellmakeln des Vflgls und die graue Discalbinde des Hflgls stärker entwickelt , die Binde des Vflgls vom
7. Flecke ab doppelt so breit als bei pisidice. San Christoval, Mai 1908 (A. S. Meek), 1 ? im Tring Museum.
tenebrionis. — tenebrionis Rothsch. (43a). Das Vflglband reicht nur bis zur 1. Mediane, da die hintern 3 Flecke fehlen;
der Htlgl ist viel weniger ausgedehnt gramveiss als bei pisidice. Bei einigen Exemplaren trägt der Vflgl an
der Innenseite der 1. Makel einen sehr kleinen grünen Fleck. Neu-Georgien, Rendova, Vella Lavella; wahr¬
scheinlich auf allen Inseln dieser westlichen Gruppe der Salomonen.
Eurypylus-Gruppe.
Die 1. Subcostale des Vflgls läuft in die Costale, die 2. Subcostale ist frei oder gellt gleichfalls in die Costale.
Körper oben dunkel mit hellerem Streif an jeder Seite. Die Flügel grösstenteils schwarz, oberseits mit grünen (oder
gelblichen) Zeichnungen, die schuppenlos sind. Hflglnnterseite mit roten oder gelben Discalflecken von der Zellspitze
zum Analwinkel oder wenigstens Spuren solcher Flecke , und gewöhnlich einem oder zwei roten oder gelben Sub¬
basalflecken, welche nie fehlen, auch wenn die roten Discalflecke unterdrückt sind. Der Schwanz, wenn vorhanden, kurz
und stumpf. — Die Falter sind zum Teil ausserordentlich häufig. Frisch geschlüpfte und zu früh getötete Exemplare
haben statt der grünen Zeichnungen weissliche oder gelbliche; tropenfaule und abgeflogene Stücke sind gleichfalls
gelblich. Es handelt sich also hierbei nicht um aberrante Exemplare, doch trifft man auch frische geflogene Stücke
mit gelblichen Zeichnungen. Die normal roten Flecke der Hflglnnterseite sind bei einzelnen Individuen durch gelbe
ersetzt, was bei allen Arten Vorkommen kann.
P. cloanthus. Körper schwarz, Kopf und Thorax oben graugrünlich behaart, unten grau, Hlb unten
gelblichweiss mit zwei schwarzen Linien, oben mit gelblichweisser Seitenlinie. Flügel oben schwarz, Vflgl
mit zwei grossen Zellmakeln und einem breiten Discalbande, das auf dem Htlgl in Form eines grossen Drei¬
ecks fortgesetzt ist, Htlgl ausserdem mit 4 Submarginalmakeln, alle diese Zeichnungen grün, durchsichtig,
die Binde und Makeln des Vflgls ebenso wie die Submarginalflecke des Hflgls oberseits unbeschuppt. Die
dunklen Teile unterseits etwas blasser als oben ; der Htlgl mit roter Linie an der Wurzel und roten Strich¬
fleckchen vom Zellende zum Analwinkel, nur der letzte Fleck etwas grösser. Das ? dem cd ähnlich. Rp
grün, unten bläulich, auf dem 4. Ringe ein seitlich vorspringendes gelbes Querband, zu jeder Seite des
Rückens eine gelbliche Längslinie. Auf Machilus odoratissima. Pp lebhaft grün , mit gelben Kielen. Der
Falter kommt den ganzen Sommer hindurch vor; die Frühjahrsstücke Nordindiens und Chinas unterscheiden
sich von den Sommerstücken durch die vergrösserten grünen Zeichnungen. Der Schmetterling hat einen
sehr schnellen Flug und hält sich besonders gerne hoch zwischen den Baumkronen auf, die er tänzelnd
umfliegt. Das cd saugt auf nassem Sande, wobei es die Flügel geschlossen hält. Von Kaschmir bis zu
den Shan-Staaten, China, Formosa, Sumatra; noch nicht von Tonkin, Siam und der Malakka-Halbinsel bekannt. —
clymenus. clymenus Leech (Bd. I. 8 c) von Zentral- und West-China findet sich gewiss auch in den Bergen Süd-Chinas.
Die Frühjahrsform ähnelt der nordindischen Sommerform, während die Sommerform von clymenus aus¬
gedehnter schwarz ist. Im Tring Museum befindet sich ein einzelnes Exemplar aus Formosa, das sich von
der Frühjahrsform von clymenus durch etwas breitere Flügel und breitere Submarginallinie auf der Vflgl-
cloanthus. Unterseite unterscheidet. cloanthus Westic. Die Medianader des Vflgls ist in den grünen Flügelteilen nie
ganz schwarz , ebenso sind die beiden Medianäste höchstens aussen im grauen Felde schwarz. Bei der
kleineren Frühjahrsform, f. vern. cloanthus Westic., sind die grünen Felder gross. Bei der etwas grösseren
cloanthalus. Sommerform, die den unglücklich gewählten Namen f. aest. cloanthulus Frühst, bekommen hat, sind die Flügel
sumatrana ausgedehnter schwarz. Von Kaschmir bis zu den Shan-Staaten verbreitet. — sumatrana Hag. (45 b). Eine
auffällig verschiedene Form. Gelbgrün, die dunklen Teile der Unterseite purpurbraun, rötlichgrau bestäubt,
ln den Bergen Sumatras, das ? selten.
P. sarpedon. Körper oben bräunlich schwarz mit braungrauer Behaarung, unten grösstenteils weiss¬
grau. Flügel oben bräunlich schwarz, mit grünem oder grünblauem Discalbande, das sich gegen die Flügel-
spitze hin stark verschmälert und in Flecke auflöst und hinten auf dem Htlgl spitz ausläuft; der costale Teil
des Bandes auf dem Hflgl weissbeschuppt, wie auch teilweise die das Band durchschneidenden Adern; die
Vflglzelle fast stets ohne Zeichnungen, aber es ist zuweilen eine submarginale Fleckenreihe vorhanden; Hflgl
dreieckig, mit grünen oder blauen Submarginalmonden. Unterseite blasser als die Oberseite, das Discalband
durchsichtig weisslieh beschuppt, daher etwas perlmutterglänzend; Vflgl wenigstens mit schwachen Andeutungen
von Submarginalflecken vor dem Hinterwinkel; Hflgl nahe der Wurzel mit rotem Querstrich, der vom
Gostalrande bis zur Zelle reicht und vom Discalbande getrennt ist; 5 rote Discalflecke , von denen der
vorderste die Zellspitze umgrenzt. ? dem cf ähnlich, blasser und etwas breitflügliger. Das gelbliche Ei
PAPILIO. Von Dr. K. Jordan.
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wird einzeln an die Blätter und Schösslinge der Futterpflanzen abgesetzt. Die junge Rp ist schwarz oder
dunkelgrün, mit zahlreichen Stacheln, von denen die auf dem Metathorax stehenden lang und beborstet
sind; erwachsen grün, unten heller, mit je einem Paar kurzer Dornen auf den 3 Thoracalringen und auf
dem letzten Segmente; auf dem Metathorax ein gelbes Querband und vom Metathorax bis zum Analring
ein gelblicher Streif oberhalb der Fiisse; auf Machilus odoratissima, Geijera salicifolia, Litsaea, Alseodaphne etc.
und besonders Camphora officinalis, wo dieser Baum eingeführt ist. Pp grün, das Thoracalhorn schlanker,
spitzer und grader als bei den verwandten Arten, die vom Horn abwärts laufenden Seitenleisten grade,
zwischen diesem Kiel und der Frontalleiste ein sehr schwacher, etwas gebogener vertikaler Kiel. Der
Falter überall in baumreichen Gegenden, in Gärten sowohl wie Wäldern sehr häufig; er umschwärmt
in sehr raschem Fluge die Baumkronen, und die cf1 cf finden sich zahlreich auf nassen Wegstellen und auf
dem Ufersande. Im Gebirge geht er bis zu etwa 7000 Fuss hinauf, ist aber im niedrigem Hügellande am
häufigsten. Von China und Süd-Japan bis zu den Salomons-Inseln in zahlreichen geographischen Formen.
Im Osten des Verbreitungsgebiets viel weniger häufig als im Westen. In den nördlichen Gegenden deutlich
horodimorph; das Band breiter in den Frühjahrs- als in den Sommerstücken. — Bei nipponus Frühst, nipponus.
(= morius Frühst.) (Bd. 1, 8’c, als sarpedon bezeichnet), von Japan und den Liu-Kiu-Inseln, sind fast alle
das Band durchziehenden Adern oben und unten schwarz; die Vflglunterseite hinten mit deutlicher grauer
Submarginallinie, die nicht selten auch oben erscheint. Bei den Frühjahrsstücken: f. vern. sarpedonides Frühst, sarpedonid.es.
ist das Vflglband hinten etwa so breit als der schwarze Saum, während es bei den Sommerstücken, /’. aest.
nipponus Frühst., schmäler ist. — connectens Frühst, fliegt auf Formosa; die beiden letzten Flecke des Vflgl- connectens.
bandes sind deutlich schmäler als der vorhergehende Fleck (was übrigens auch zuweilen bei Stücken von
Okinawa der Fall ist) und das Hflglband ist stark verschmälert. — semifasciatus Honr. aus Südost-, Zentral- semi-
und West-China hat drei Formen: eine breitbandige Frühjahrsform, eine schmalbandige Sommerform und fasciatus.
eine zweite Sommerform mit mehr oder weniger obsoletem Hflglbande. Die beiden Sommerformen fliegen
zu gleicher Zeit und sind durch Übergänge verbunden. - sarpedon L. (= demophon Meerh. nec Finne , sarpedon.
demophoon Shaw, luctatius Frühst., pagus Frühst., colus Frühst.) (44 d) von Hainan, Tonkin und Nord-Indien bis
nach den Philippinen und Lombok verbreitet. Bei den breitbandigen Exemplaren sind die Median- und
Submedianadern innerhalb des Bandes des Vllgls mehr oder weniger weiss. Bei den Sommerstücken der
nördlichen Distrikte, /’. aest. melas Frühst. (= demophoon Shaw), ist das Band schmäler und sind die Adern me/as.
schwarz. — Von den Andamenen und Nikobaren ist sarpedon nicht bekannt. — teredon Fldr. (45a) zeichnet teredon.
sich hauptsächlich dadurch aus, dass das Vflglband vorne gelblichgrün und hinten bläulichgrün und der
Hflgl an der 3. Radiale viel stärker als bei den vorhergehenden Formen gezähnt ist. Süd-Indien und Ceylon.
Exemplare, bei denen der 1. Fleck des Vflglbandes fehlt, sind ab. thermodusa Swinli. — rufofervidus Frühst, thermodusa.
von Nias hat grössere rote Flecke auf der Hflglunterseite als sarpedon. — rufocellularis Frühst, von Bawean rufofervidus.
hat eine sehr schmale Medianbinde, deren Flecke alle voneinander getrennt sind; der rote Fleck an der lllfoce//utans.
Zellspitze der Hflglunterseite ungewöhnlich gross, dagegen die hinteren roten Flecke klein. Bawean; mir
nicht in Natur bekannt. — adonarensis liothsch. Das Vflglband hinten breiter als der schwarze Saum, die adonarensis.
vorderen Flecke grösser als bei den vorhergehenden Rassen, besonders der ‘2. und 3. Fleck, der Hflgl
reichlich so stark ausgezogen wie bei teredon. Sumbawa, Flores, Adonara. — jugans Roth sch. Klein; das jugans.
Vflglband wie bei adonarensis, aber hinten nicht ganz so breit; Hflgl wie bei sarpedon, der erste (weisse)
Submarginalfleck gut entwickelt. Sumba. — timorensis Rothsch. Dem adonarensis ganz ähnlich , der timorensis.
3. Fleck des Vflglbandes näher an der Zelle, der Hflgl noch etwas schmäler. Timor, Wetter. Diese Formen
von den kleinen Sunda-Inseln unterscheiden sich voneinander und von sarp. sarpedon ausserdem in den
Genitalien. — Von Timorlaut und den Inseln zwischen Timor und Timorlaut ist P. sarpedon noch nicht be¬
kannt. — choredon Fldr. (= parsedon Westw.) (45 a). Ähnlich breitbandigen Stücken von sarp. sarpedon, choredon.
der Vflgl breiter, die Submarginalflecke des Hflgls grösser. Neu-Süd-Wales und Queensland. — messogis Frühst, messogis.
(— temnus Frühst., corycus Frühst.). Nicht scharf von choredon geschieden; das Vflglband meist etwas
schmäler und die Submarginalflecke des Hflgls kleiner. Von sarp. sarpedon , von den Genitalien abgesehen,
durch die mehr gleichmässig blaugrüne Binde und die unterseits deutlicheren Submarginalflecke des Hflgls
unterscheidbar. Key, Aru, Neu-Guinea und Nebeninseln (Waigeu, d’Entrecasteaux-Ins., Woodlark, Luisiaden etc.) ;
sehr häufig. — imparilis Rothsch. Oberseite tiefer schwarz als bei den vorhergehenden Formen, die Unter- imparilis.
seite gleichfalls dunkler, besonders der Discus des Hflgls, die roten Flecke grösser als bei choredon und
messogis. Bismarck-Inseln: Neu-Pommern , Neu-Lauenburg, Neu-Mecklenburg , Neu-Hannover, Nusa. Viele
Exemplare haben einen 2. Fleck vor der Subcostalgabel , andere tragen einen Fleck in der Zelle; merk¬
würdigerweise finden sich die Flecke bei keinem der 6 mir vorliegenden ??. — impar Rothsch. steht der irnpar.
folgenden Subspecies näher als den vorhergehenden. Der 1. Fleck der Vflglbinde ist kurz, quer, nicht
länglich , vor der Subcostalgabel steht bei beiden Geschlechtern stets ein 2. Fleck , der häufig so gross wie
der 2. Fleck des Bandes ist; die Submarginalflecke des Hflgls auf beiden Seiten grösser als bei imparilis,
auch sind die roten Flecke, besonders die Subbasallinie und der Fleck an der Zellspitze, gross. Neu-Georgien
und Nachbarinseln: Kulambangra, Guizo, Vella Lavella, Rendova. — isander Godm. u. Salv. (44 d) gleicht isander.
impar, trägt aber auf dem Vflgl oben und unten eine Reihe Submarginalflecke; der letzte dieser Flecke ist
oben nur angedeutet und häufig sind auch die beiden vorhergehenden nicht entwickelt. Bougainville,
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PAPILIO. Von Dr. K. Jordan.
shortlandica. Shortland-Inseln, Choiseul, Isabel, Guadalcanar, Florida. Ribbe beschrieb als P. impar Rothsch. var. shortlandica,
ein auf Fauro (Shortland-Inseln) erbeutetes Exemplar, das weisse statt grüne Binden und Flecke hat. Es
handelt sich vermutlich um ein zu früh getötetes (unausgefärbtes) Stück von isander. Die von Ribbe in
Iris X, c. 7, Fig. 6 abgebildete Pp ist der Grösse und Form nach zu schliessen nicht die von isander,
anthedon. sondern von P. codrus pisidice. — anthedon Fldr. (= moluccensis Wall.) (45 a). Das Mittelband beider
Flügel und die Submarginaltlecke des Hflgls stärker bläulich als bei allen vorhergehenden Rassen; die Sub¬
marginalflecke gross und stark gekrümmt; die roten Flecke der Unterseite blasser rot als gewöhnlich,
aureifer. zuweilen gelb: ab. aureifer Frühst. (— aurifer Frühst.). Süd- Molukken : Amboina, Saparoea, Ceram. —
halesus. halesus Frühst. Wie anthedon, aber die Submarginaltlecke des Hflgls etwas weniger stark winkelförmig.
crudus. Buru. — crudus Rothsch. Das Band breiter als bei anthedon und halesus, der Hflgl kürzer, die hintern
Submarginaltlecke noch etwas weniger als bei halesus gebogen; die Hflglunterseite mit grossen roten Flecken,
ein solcher Pieck zwischen Zelle und Subcostale wie bei dodingensis, milon , monticolus und sulaensis, die rote
dodingensis. Subbasallinie breiter als der sie vom Mittelbande trennende schwarze Strich. Obi. — dodingensis Rothsch.
Das Band schmäler als bei anthedon, der 1. Submarginalfleck des Hflgls fast ganz grade, der nächste gleich¬
falls weniger als bei anthedon gekrümmt ; die Hflglunterseite mit tiefer roten Flecken , ein solcher Fleck
monticolus. zwischen Zelle und Subcostale. Nord-Molukken: Halmahera, Batjan. — monticolus Frühst. (45a). Eine
kleine und Gebirgsform von Süd-Celebes (Verkümmerungsform?), die durch die grüne Farbe des Bandes und
die kleinen grünen Submarginaltlecke des Hflgls an die Formen von den grossen und kleinen Sunda-Inseln
erinnert, aber in der Zeichnung der Hflglunterseite und in den Genitalien besser mit dodingensis und milon
übereinstimmt. Der 3. Fleck des Vflglbandes grösser als der 4., was auch bei den Rassen von den kleinen
Sunda-Inseln der Fall ist; die Hflglunterseite bei cf und ? mit roten Flecken zwischen Zelle und Subcostale.
milon. — milon Fldr. (= miletus 1 1 all.) (45 b). Eine grosse sehmalflüglige Form mit schmalem blauem Bande und
stark gebogenen blauen Submarginalflecken; die Makeln der Binde sind alle voneinander getrennt. Hflgl¬
unterseite mit einem wurzelwärts konkaven roten Fleck zwischen Zelle und Subcostale, der zuweilen zu
milonides. einem Ring vervollständigt und selten nur strichförmig ist. Bei ab. milonides Honr. ist das Hflglband an
citricinctus. der Subcostalader breit unterbrochen, ab. citricinctus Frühst, hat gelbe statt rote Flecke. Ganz Celebes;
sulaensis. Talaut. — sulaensis Lathg (= coelius Frühst., adjacentus Frühst.). Ähnlich milon, aber das Band noch
schmäler. Sula-Inseln : Mangoli.
P. mendana. Körper oben schwarz, mit hellem seitlichem Längsstreif, der auf dem Thorax grünlich¬
grau und auf dem Hlb gelblichgrau ist; Seiten der Stirn gelbgrau. Flügel oben sammetschwarz; Vflgl mit
einer Discalreihe grosser blass bläulich grüner Flecke, von denen der letzte mit einem schmalen grünen Sub¬
basalbande vereinigt ist, an der Wurzel ein grünes Band, einige kleine Flecke in der Zelle und eine Reihe
kleiner Submarginaltlecke blassgrün; Hflgl mit einem beim cf grünen, beim ? weissen Bande parallel zum
Abdominalrande, an der Aussenseite dieses Bandes zwischen Costalrand und Zelle zwrei Makeln, einige sehr
kleine Submarginaltlecke weiss oder grünlich, oft fehlend, Schwanz stumpf, dreieckig. Unterseite schwarz -
braun, Vflgltlecke wie oben, fast alle kleiner, beschuppt, ein Querband in der Zelle und der vordere Teil
des Discus mit purpurweisser Beschuppung, Costalrand an der Wurzel rot;' Hflgl mit einem roten Fleck
vor der Zelle, häufig einem zweiten zwischen Subcostale und Zelle, und einem oder zwei vor dem Anal-
acous. winket. Salomons-Inseln. — acous Ribbe. Die Discalllecke des Vflgls alle gut entvdckelt; Hflglunterseite
mit grünem Basalfleck und vor dem Analwinkel zwei rote Flecke. Bougainville ; A. S. Meek fand den
mendana. Falter im Januar und Mai. — mendana Godm. u. Salo. (43 a). Auf der Hflgloberseite sind die grünen
Makeln des cf und das weisse Feld des ? stärker als bei acous entwickelt. Der grüne Basalfleck der Hflgl¬
unterseite fehlt oder ist klein und vor dem Analwinkel steht nur ein roter Fleck. Guadalcanar; von Meek
neyra. im Mai gefangen. — neyra Rothsch. Die Discalflecke des Vflgls sind mit Ausnahme der vorderen und des
letzten stark reduziert und die hinteren fehlen auf der Unterseite. Der Vflgl unten ohne grüne Basalmakel
und mit nur einem roten Fleck vor dem Analwinkel. Neu-Georgien und Rendova.
P. doson. Körper oben schwarz mit bläulich grauer Behaarung, Hlb mit weisser Seitenlinie, Unter¬
seite weiss. Flügel oben weiss mit grünen oder graulich weissen Zeichnungen, die grösstenteils nnbeschuppt
sind, auf dem Vflgl 5 Zellflecke, von denen der basale strich- und der 4. kommaförmig ist, ein nach hinten
verbreitertes discales Fleckenband, eine Reihe Submarginaltlecke und ein einzelner Fleck in der Subcostal-
gabel zwischen den Submarginal- und Discalflecken ; auf dem Hflgl vor der Mitte ein lang-dreieckiges Band,
das vorne durch ein kurzes schmales schwarzes Band geteilt ist, und eine Reihe Submarginalflecke; der
Fleck gelber Duftwolle in der Falte des cf reicht bis nahe an den schwarzen mit dem Abdominalrande
parallelen Streif. Die Zeichnungen der Unterseite meist etwas grösser als oben, silbern beschuppt; Hflgl
stets mit meist roten, seltner gelben Schmuckzeichnungen, nämlich einem Fleck vor der Costale im kurzen
schwarzen Costalbande, und einer Reihe Flecke von der Zellspitze zum Abdominalrande, von denen der
letzte gewöhnlich basalwärts in einen langen Streif ausgezogen ist, das kurze schwarze Costalband nie mit
dem schwarzen Subbasalstreifen vereinigt. Das ? dem cf ähnlich, weniger tief schwarz und die Zeichnungen
etwas kleiner. Rp schwarz oder grün , die Dornen des Mesonotums fehlen und die des 3. Paares sind zu
Höcker reduziert. Auf Anonaceen, z. B. Ginnamomum, Polyalthia etc. Die Pp variiert in Farbe je nach
Ausgegeben 21. VII. 09.
PAPILIO. Von Dr. K. Jordan.
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der Umgebung; Kopfecken deutlich vorspringend, Thoracalhorn nach vorn geneigt, allmählich zugespitzt,
die Spitze selbst abgerundet, die Kiele des Horns scharf und grade. Der Falter in waldigen Gegenden,
besonders in der Nähe von Flussläufen, in den meisten Distrikten sehr häufig; die cf cf in Anzahl an feuchten
Weg- und Uferstellen in Gemeinschaft mit andern Faltern; den ganzen Sommer hindurch, ln Nord-Indien
und Indo-China deutlich horodimorph; die Frühjahrsstücke kleiner, mit grossem hellen Zeichnungen als die
Sommerstücke. Von Süd-Japan und Ceylon siid- und ostwärts bis zu den kleinen Sunda-Inseln ver¬
breitet. Der Falter wurde zuerst von Esper abgebildet und zwar als »jason Linn. sp. 38«. Da der LiNXE’sche
jason nicht diese Art ist, also ein Determinationsfehler*) vorliegt, so war Felder berechtigt, der Art einen
eignen Namen zu geben: doson Fldr. Der Typus dieses Namens ist das EsPER’sche Bild. — doson Fldr. doson.
(= telephus Fldr.) (43 c). Beide Flügel gestreckt, der Randzahn an der 3. Radiale desHflgls länger als die andern
Randzähne, das Mittelband beider Flügel schmal, der subbasal Costalstreif des Hllgls oberseits undeutlich,
nicht mit dem Mittelhände vereinigt, letzteres am Hrde der Zelle durch einen schwarzen Aderstrich unter¬
brochen. Ceylon. — eleius Frühst, unterscheidet sich von doson dadurch, dass die grünen Flecke in der Apical- eleius.
hälfte des Vflgls etwas mehr gelblich sind; meist ist auch das Mittelband etwas breiter. Süd-Indien. — In
Süd- Japan fliegt mikado Leech (vergl. Bd. 1, 8 c). — perillus Frühst. Grösser als die folgende Subspecies, periilus.
die Submarginalflecke der Unterseite kleiner, der »basale rote Saum fehlt, die transzellularen schwarzen
Flecken sind deutlicher, die roten jedoch schmäler und blasser«. Ishigaki-sima. Mir nicht in Natur bekannt.
— postianus Frühst. (— jostianus Frühst.). Variiert beträchtlich in Grösse sowohl wie in der Breite der Binden; postianus.
bei allen Exemplaren die Medianäste des Vflgls breit schwarz und der Hrd der Zelle des Hflgls gleichfalls
schwarz; den Sommerstücken der folgenden Subspecies ähnlich, aber die Submarginalflecke der Unterseite
grösser. Formosa. — axion Fldr. (= eurypylus, Hbn. nec L., actor Frühst.) (43 c, auch als doson U). Die Früh- axion.
jahrsform, f. vern. acheron Moore (= nivepictus Frühst., nivepicta Frühst., nanus Frühst.) ist klein, die Mittel- acheron.
binde beider Flügel ist breit und die Submarginalllecke der Unterseite sind gross; am stärksten ist diese aus über¬
winterten Ppn schlüpfende Form in den Gebirgsgegenden Nord-Indiens ausgeprägt. Die Sommerform, f. prae- praestabilis.
stabifis Frühst. (43 c, als axion U), welche durchaus nicht scharf von postianus aus Formosa unterschieden ist, hat
kleinere Submarginalfleeke auf der Unterseite und oberseits ist die Submediane des Vflgls und die Mediane des
Hflgls innerhalb der Binde weniger schwarz. Das HüBNER’sche Bild, dem Felder den Namen axion gab, stellt
eine Zwischenstufe zwischen der ausgesprochen kleinen Frühjahrsform und der grossen Sommerform dar; es
stimmt am besten mit gewissen Exemplaren aus Südost-China. Die Zierflecke der Hflglunterseite sind zu¬
weilen gelb statt rot. Südost-China, Hainan, Tonkin, Annarn, Cochinchina, Siam, Tenasserim, Birma, Assam,
Sikkim, Bengalen, Nordwest-Indien. — evemonides Ffonr. (= appulejus Frühst., autronicus Frühst., vulso evemonides.
Frühst.). Die Submarginalfleeke der Unterseite so klein wie bei der Sommerform der vorigen Subspecies,
die letzten beiden Makeln des Medianbandes der Vflgloberseite nicht durch einen schwarzen Aderstrich ge¬
trennt, die untere Medianader nicht oder nur schmal schwarz. Malakka-Halbinsel, Sumatra, Banka, Java,
Natuna , Borneo, Balabac. — gyndes Frühst, von Palawan und den Philippinen hat wieder grössere Sub- gyndes.
marginalflecke auf der Unterseite und ist kaum von axion zu unterscheiden; bei den Philippinen-Stücken
jedoch, die auch etwas grösser als Palawan Exemplare sind, scheinen die Genitalien etwas längere Zähne auf
der Innenseite der Haftklappen zu haben. — rubroplaga Rothsch. von Nias zeichnet sich durch eine sehr rubroplaga.
starke Entwicklung der roten Zierflecke der Hflglunterseite aus. — sankapura Frühst. (= sankapurus sankapura.
Frühst.). Die Medianbinde des Vflgls ist schmäler als bei axion, evemonides und gyndes und die dasselbe
durchziehenden Adern sind breit schwarz, auch das Hflglband ist in der Zelle schmäler als bei den genannten
Formen und der schwarze Zellfleck der Unterseite ist sehr gross. Bawean. — eurypylides Stgr. (— euryphylides eurypyiides.
Frühst., ampyx Frühst.) (43b). Alle grünen bezw. weissen Makeln sehr stark reduziert, alle Makeln des
Discalbandes des Vflgls durch schwarze Adern voneinander getrennt; das Hflglband schmal, gewöhnlich in
Flecke aufgelöst, besonders unterseits. Lombok, Sumbawa.
P« evemon. Obwohl dem P. eurypylus sehr ähnlich, ist evemon doch eine selbständige Art. Die
Duftwolle des cf bildet stets einen schmalen in der Falte verborgenen Streif, die Hlbsoberseite ist auch bei
grossen efe f nie weiss bestäubt, der letzte Submarginalfleck der Vflgloberseite fehlt oder ist höchstens schwach
angedeutet und die Harpe der männlichen Genitalien ist immer an dem längern und mehr wurzelwärts ge¬
stellten Ventralfortsatz zu erkennen, ausserdem fehlt den malayischen Exemplaren slets der rote Costalfleck
der Hflglunterseite. Das ? dem cf ähnlich. Über die frühem Stände ist nichts bekannt. In der Lebens¬
weise gleicht der Falter den verwandten Arten, mit denen er zusammen auf feuchten Wegstellen und auf
dem Ufersande oder nassen Steinen im Flussbette sitzt. Wenn ein solcher Schwarm aufgescheucht wird,
fliegen die Falter ähnlich wie Catopsilien in Reihen einer hinter dem andern auf den Waldwegen auf und
ab (Martin). Von Assam und Tonkin bis Java und Borneo verbreitet; kommt vielleicht auch auf den Phi¬
lippinen vor. — albociliatis Frühst. (= albociliatus Frühst.). Hflglunterseite mit rotem Costalfleck wie bei albociliatis.
*) In der Synonymie sind falsch angewandte frühere Namen von neuen aber präoccupierten Namen zu unterscheiden,
z. B. Papilio Eques Achivus jason, Esper (nec Linne, err. determ.) und Papilio striatus Lathg (nec Zink., präocc.). In ersterm
Falle setze ich ein Komma zwischen den Namen und den Autor, der den Determinationsfehler beging; man sollte eigentlich
schreiben jason L., Esper (err. determ.).
IX
13
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PAPILIO. Von Dr. K. Jordan.
P. eurypylus. Von der betreffenden eurypylus-F orm derselben Gegenden durch den fehlenden letzten Sub-
marginalfleck der Vflgloberseite und den schmalen Duftstreif zu unterscheiden. Frühjahrsstücke haben ein
breiteres Mittelband und unterseits grössere Submarginalflecke als Sommerstücke. Mir liegt albotiliatis von
orthia. Nordost-Assam, den Shan-Staaten und Tonkin vor. — orthia subsp. nov. Den Sommerstücken der vorigen
Form ähnlich, aber viel kleiner; der drittvorderste Discalfleck der Vflgloberseite fehlt fast stets, der rote
Costalfleck der Hflglunterseite ist abwesend, die Submarginalflecke beider Flügel sind unten viel grösser als
evemon. oben. Malakka-Halbinsel^ Penang, Sumatra, Banka, Borneo. — evemon Bßä. (44 b). Mittelband breiter als
bei orthia , die Flecke in der Apicalhälfte des Vflgls gelblich, die Submarginalflecke, besonders die hintern
igneolus. Flecke des Vflgls, oben und unten kleiner und die roten Zierflecke des Hflgls grösser. Java. — igneolus
Frühst. Wie orthia . aber die roten Flecke der Hflglunterseite grösser.
P. eurypylus. Dem doson so ausserordentlich ähnlich, dass wir die beiden Arten in unserer Revision
der Papilios der Alten Welt mit Ausschluss von Afrika (1895) zusammenwarfen. Das Studium der Genitalien
belehrte uns jedoch bald darauf eines Bessern. Diese Organe sind zwar bei eurypylus, doson und evemon
fast gleich gebaut , doch weisen sie stets deutliche Unterschiede in den Details auf. In der Zeichnung ist
eurypylus fast immer daran zu erkennen, dass das kurze, braunschwarze Costalband der Hflglunterseite,
das den roten Costalfleck trägt, sich hinten mit dem braunschwarzen Subbasalbande vereinigt, während es
bei doson innerhalb des Silberbandes aufhört. Es gibt jedoch auch Stücke von eurypylus , z. B. unter der nord-
indischen Frühjahrsform, bei denen die Vereinigung nicht statt hat. In solchem Falle ist jedoch der Basalrand des
Silberbandes an der Subcostalader eingekerbt. Der Hlb ist bei den grossen Formen meist grösstenteils weiss
auf der Oberseite. Die gelbe Duftwolle in der Falte des cf bildet wie bei doson eine breite Makel, die an
das schwarze, mit dem Abdominalrande parallele Band tritt. Die Harpe (auf der Innenseite der Haftklappen)
ist distal schmäler als bei doson und trägt längere Fortsätze; wie bei jener Art nicht nur individuell, sondern
auch deutlich geographisch variabel. Die Rp auf Anonaceen; sie gleicht der von doson, ist zunächst schwarz
oder braun, in den mittleren Stadien braun, gelblich, rötlich oder grün, und erwachsen dunkelgrün. Pp
gleichfalls wie bei doson. Der Falter hat dieselbe Lebensweise wie doson, mit dem er in Indien, Indochina,
Malakka und einigen der Sunda-Inseln zusammenfliegt. Die Verbreitung der beiden nahe verwandten Arten,
eurypylus und doson , ist interessant. Offenbar ist eurypylus ein papuanischer Falter, der sich westwärts ver¬
breitet hat, aber die westlichen Distrikte des Verbreitungsgebiets von doson nicht (oder noch nicht) erreicht
hat, während doson ein indochinesischer Falter ist, der ostwärts bis nach Sumbawa und den Philippinen
macronius. vorgedrungen ist. — macronius subsp. nov. Gross, der Hlb grösstenteils weiss, das Medianband beider Flügel
breit, das des Hflgls weiss bestäubt, am V- und Hrde der Zelle nicht oder nur schwach eingekerbt, die
Submarginalflecke oberseits klein, der letzte des Vflgls und der erste des Hflgls gewöhnlich nur angedeutet,
die beiden in der Subcostalgabel der Vflglunterseite stehenden Flecke getrennt, die roten Flecke des Hflgls
ganz oder fast ganz ohne weisse Umrandung, daher tiefer rot als bei continentalen Exemplaren. Andamanen.
cheronus. — cheronus Frühst. Die indochinesische Subspecies ist ziemlich stark horodimorph. Die Frühjahrsform,
petina. f. vern. petina form. nov. (= acheron, Frühst, nec Moore), ist klein und hat ein breites Mittelband, auch
sind die Submarginalflecke der Unterseite sehr stark vergrössert. Die Sommerform, f. aest. cheronus Frühst.,
ist grösser, der Hlb ist grösstenteils weiss bestäubt, das Mittelband beider Flügel ist schmäler und die
Submarginalflecke der Unterseite sind weniger vergrössert. Bei beiden Formen ist das Hflglband am V- und
Hrande der Zelle eingekerbt, die beiden auf der Vflglunterseite in der Subcostalgabel liegenden Flecke sind
vereinigt, in der Sommerform jedoch oft durch einen dünnen bräunlichen Strich getrennt , und der letzte
Submarginalfleck der Vflgloberseite ist immer gut ausgebildet. Sikkim, Assam, Birma, Tenasserim, Siam,
mecisteus. Tonkin, Hainan, jedenfalls überall in Indochina. — mecisteus Fist. Etwa so gross wie die Frühjahrsstücke
der vorigen Subspecies, die Flügel weniger breit, die Mittelbinde schmäler, die Submarginalflecke noch
etwas kleiner als bei der Sommerform von cheronus, die in der Subcostalgabel der Vflglunterseite stehenden
Flecke getrennt, selten einander berührend, der Hlb oberseits nicht weiss bestäubt. Malakka -Halbinsel,
gordion. Sumatra, Borneo, Palawan, Java. — gordion Fldr. (= tagalicus Frühst.) (44a). Hlb oben mehr oder weniger
weisslich, das Hflglband oberseits weiss beschuppt, daher in und unter der Zelle weniger grün als bei mecisteus
und cheronus. Etwas grösser als mecisteus, das Mittelband breiter. Philippinen, vielleicht auf allen Inseln,
insularis. mir jedoch nur von Mindoro und Luzon bekannt, nach Fruhstorfer auf Bazilan. — insularius Pothsch.
(= lucius Frühst., sallastius, Frühst, nec Stgr.). Viel blasser grün als die vorhergehenden Formen, die Vflgl-
binde schmäler, die letzten beiden Makeln stets zusammenhängend, die drittletzte zellwärts mehr regelmässig
gerundet als bei mecisteus; die Zierflecke der Unterseite häufig gelb, klein , die Zellspitze des Hflgls mit
Silberfleck oder -ring, ohne Rot, doch oft ein kleiner roter Fleck vor der Zellspitze. Zuweilen die Hflgl-
binde, sowie die Submarginalflecke der Unterseite stark vergrössert und das braune kurze Costalband des
sallastinus. Hflgls ganz von dem braunen Subbasalbande getrennt (wie bei doson). Kalao und Djampea. — sallastinus
Frühst. (= gabinus Frühst.). In der blassen Färbung der vorigen Subspecies gleich , die Mittelbinde beider
Flügel noch mehr reduziert, die Flecke derselben gewöhnlich alle voneinander getrennt, zuweilen die beiden
letzten Makeln vereinigt, die Submarginalflecke der Oberseite grösser als bei insularius. Sumbawa, Sumba,
aloricus. Flores. — aloricus Frühst. Mir nicht in Natur bekannt. Dem Autor nach wesentlich grösser und heller
PAPILIO. Von Dr. K. .Jordan.
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gi'ün als sallastinus und sallastius. Alor. sallastius Stgr. (48 b) von Wetter. Die mir vorliegenden Stücke sallastius.
zeichnen sich durch eine stark reduzierte Mittelbinde aus, deren Flecke auch auf dem Hflgl oben und unten
von einander getrennt sind. Wie bei sallastinus trägt die Hflglzelle oberseits an der Spitze einen oft deut¬
lichen weissen Fleck. — crispus Frühst, von Babber ist mir unbekannt. Der Beschreibung nach ist die crispus.
Medianbinde schmäler als bei sallastinus und breiter als bei insularius, was unverständlich ist, da insular ms
eine breitere Binde als sallastinus besitzt. — lepidus Frühst, von Tenimber erinnert schon an kleine Stücke lepidus.
aus Australien. Die drei hintern Makeln des Vflglbandes hängen zusammen , selten steht der drittletzte
Fleck getrennt, das Hflglband ist weniger als bei breitbandigen Exemplaren von sallastinus eingebuchtet.
— lycaon Fldr. (43c) 141b weiss bestäubt; das Medianband beider Flügel sehr breit, am Hrde des Vflgls lycaon.
viel breiter als seine Entfernung von der Wurzel, auf dem Hflgl weiss beschuppt, zuweilen fast die ganze
Zelle ausfiillend, die Submarginalflecke oberseits klein, unten aber gewöhnlich gross (Trockenzeitform ? ?).
Queensland, Neu-Süd-Wales. - lycaonides Rothsch. (= priscus Frühst.). Grösser als lycaon, unterseits dunkler lycaonides.
schwarzbraun, die Submarginalflecke kleiner. Exemplare mit gelben statt roten Zierflecken sind ab. aurifer aurifer.
Frühst. Ganz Neu-Guinea, Fergusson, Waigeu, Jobi. — extensus Ilothsch. unterscheidet sich von lycaonides extensus.
durch die grösseren Zellflecke des Vflgls, das besonders costalwärts schmälere und daher gradere Hflglband
und die grossem roten Flecke der Hflglunterseite. Bismarck-Inseln: Neu -Pommern, Neu- Lauenburg, Neu-
Mecklenburg, Neu-Hannover. Weit weniger häufig als die eurypylus- Formen der mehr westlichen Distrikte.
— melampus Rothsch. Ein Bindeglied zwischen lycaonides von Neu-Guinea und eurypylus von den Molukken, melampus.
Vflgl etwas schmäler, der 2. Zellfleck fehlt, gewöhnlich ist auch der 1. unterdrückt, der 3. ist sehr klein,
unterseits sind die Flecke grünlich und gebräunt, reduziert, das Mittelband ist schmäler als bei lycaonides,
die Submarginalflecke der Ober- und Unterseite kleiner als bei lycaonides und eurypylus, die roten Flecke
so gross wie bei eurypylus, die an ihrer Innenseite stehenden schwarzen Flecke kontrastieren stark mit dem
braunen Saume und sind gross. Key -Inseln, selten. Bei einem Exemplar im Tring Museum ist der rote
Costalfleck zu einem bis an die Zelle reichenden kurzen Bande vergrössert: ab. rufinus Rothsch. — rufinus.
eurypylus L. (= crocospilus Röb. , vergilbte Stücke) (43 b). Dem melampus sehr ähnlich, auf der Vflgl -eurypylus.
Unterseite die Zellflecke und hintern Submarginalpunkte und auf der Hflglunterseite die Submarginalflecke
grösser. Süd -Molukken : Goram , Geram, Amboina, Buru. — lutorius Frühst. (= georgius Frühst.). Die lutorius.
Submarginalflecke der Unterseite bei den meisten Stücken grösser als bei eurypylus. Obi, Batjan, Ternate,
Halmahera. — sangira Oherth. von Sangir, I cf in coli. Oberthür. Klein, die Mittelbinde sehr schmal, sangira.
auf beiden Flügeln vollständig in Flecke aufgelöst, diese Flecke noch kleiner als bei sallastius; die Zierflecke
der Hflglunterseite gelb statt rot (individueller Charakter?). — pamphylus Fldr. (= telephus Wall.) (44 a). pamphylus.
Gross, Costalrd des Vflgls stark gebogen, die Zellflecke wie bei sangira schmal, aber scharf ausgebildet, das
Medianband beider Flügel schmal, die beiden letzten Makeln desselben auf dem Vflgl fast immer zusammen¬
hängend, das Band des Hflgls nicht oder sehr schmal unterbrochen, die Submarginalflecke oben und unten
klein. Ganz Celebes. — arctofasciatus Lathy (= sulanus Frühst.) (44 a). Nicht konstant von pamphylus arcto-
' verschieden, das Mittelband noch etwas schmäler. Sulla-Inseln: Mangoli. fasciatus.
P. procles Grose-Smith (44b). Ähnlich doson, das Mittelband sehr breit, die Flecke in der Apical- procles.
hälfte des Vflgls gelblich, die Vflglzelle ohne oder mit einem nur ganz kleinen Punkt im obern Winkel;
der Hflgl unterseits mit gelben Discalflecken von der Zellspitze zum Abdominalrande, ohne gelben oder
roten Costalfleck, das kurze braunschwarze Costalband ist völlig isoliert und erreicht gewöhnlich die Zelle
nicht. Keine Duftwolle in der Abdominalfalte des Hflgls. Das ? dem cf ganz ähnlich. Die früheren Stände
unbekannt. — Ein Gebirgsfalter Nord-Borneos: Kina Balu.
P. meyeri Hopff. (44a, b). Dem eurypylus pamphylus ähnlich; die Genitalien von denen der ver- meyeri.
wandten Arten recht verschieden. Gross, Hlb beim cf grösstenteils weiss, Costalrand des Vflgls stark ge¬
bogen, die vier linienförmigen Zellflecke scharf ausgebildet, mehr quer als bei eurypylus, doson, bathycles, etc.
gestellt, der 1. bis an den hintern Fleck der Discalbinde fortgesetzt, und der 4. stärker als bei pamphylus
gebogen; die schwarzbraune, den roten Costalfleck tragende Binde der Hflglunterseite ist am Vrde der Zelle
entlang nach auswärts fortgesetzt, vereinigt sich mit dem dunklen Apicalfleck der Zelle und trennt den
kürzern äussern costalen Teil des Mittelbandes vollständig von dem innern längern Teile. Frühere Stände
unbekannt. Der Falter fliegt in Gesellschaft von eurypylus pamphylus und andern Segelfaltern , besonders
in der Nähe von „Gewässern; häufig. — Celebes.
P. bathycles. Körper oberseits schwarz, mit aschgrauer Behaarung an den Seiten von Kopf und
Thorax, unterseits grauweiss, Hlb seitlich mit grauweissem Streif. Flügeloberseite schwarz, mit blassgrünen
Zeichnungen: Auf dem Vflgl 5 Flecke in der Zelle, eine nach hinten stark verbreiterte Discalbinde, eine
Reihe Submarginalflecke, und ein 'einzelner Fleck in der Subcostalgabel an der Innenseite des Submarginal¬
flecks; auf dem Hflgl 2 grosse weisse Costalmakeln, ein länglicher Fleck zwischen Subcosfale und Zelle,
je ein langer Fleck in der Zelle und zwischen den beiden Medianäsfen, oft ein Strich unter der Zelle, ein
oft fehlender Discalpunkt vor der 1. Mediane, und eine Reihe Submarginalflecke. Unterseits die Makeln
silberweiss, an der Wurzel des Hflgls oft gelblich, die Zellflecke des Vflgls und die Submarginalflecke des
100
PAPILIO. Von Dr. K. Jordan.
Hflgls grösser als oben, auf dem Hflgl ist der bräunlich schwarze Vrd der Zelle in Form eines schmalen,
gebogenen Bandes bis zum G ostaIr an de verlängert, innerhalb dieses Bandes vor der Costale meist ein gelber
Fleck, ausserdem auf dem Discus von der Zellspitze zum Analwinkel eine Pieihe gelber Flecke. In der
Duftfalte des c f keine gelbliche Wolle. Das ? dem cd ähnlich. Die früheren Stände nicht bekannt. In
waldigen Gegenden der Ebene und des Hügellandes, die cd cd oft in Anzahl an Wegpfiitzen und auf dem
Ufersande. In den nördlichen Distrikten des Verbreitungsgebiets sind die Sommer-Exemplare grösser und
clanis. haben kleinere Makeln als die Frühjahrsstücke. — clanis subsp. nov. Die Zellflecke des Vflgls und die
Submarginalflecke beider Flügel oben und unten reichlich so gross wie bei der nord-indischen Frühjahrsform;
die Discalflecke des Vflgls schmal und lang und die sie trennenden schwarzen Aderstreifen so breit wie bei
der nord-indischen Sommerform, die Zellmakel des Hflgls länger und schmäler als bei letzterer. An der
Abdominalseite der Hflglzelle oben kein heller Strich und unten nur ein sehr schmaler. Fokien, ein cf im April
chiron. gefangen. — chiron Wall. Der Hflgl trägt wenigstens unten immer einen weissen Streif hinter der Zelle.
ligyra. Bei der Frühjahrsform, f. vern. ligyra form. nov. , sind die Discal- und unterseits auch die Submarginalflecke
gross, die Medianäste des Vflgls schmal schwarz, der Hflgl mit kleinem Discalfleck vor der 1. Mediane. Die
Sommerform, f. aest. chiron Wall. (= chironides Ilonr.) ist grösser und die hellen Makeln sind kleiner. Von
bathycloidcs. Nepal bis Tonkin, Annam und den Shan-Staaten verbreitet. — bathycloides Honr. (44c). Flügel schmäler
als bei den vorhergehenden Formen; Hflgl stets ohne Streif an der Abdominalseite der Zelle, oberseits ohne
Discalpunkt vor der 1. Mediane und auf der Unterseite ohne gelben Costalfleck. Malakka-Halbinsel, Penang,
bathycles. Sumatra, Borneo, Palawan. — bathycles Zink. (44 c). Hflgl ohne Streif an der Abdominalseite der Zelle,
oberseits mit Discalpunkt vor der 1. Mediane und unterseits mit gelbem Costalfleck; die Adern zwischen
den hinteren Discalmakeln des Vflgls und den Makeln in der Basalhälfte des Hflgls oben und unten
schmäler schwarz als bei den anderen Formen. Java.
leechi. P, leechi Rotlisch. Von P. bathycles hauptsächlich durch das stark entwickelte wollige Duftorgan in
der Falte des Hflgls unterschieden. — Chang-Yang, Zentral- China, kommt gewiss auch weiter südlich vor;
nur 1 cf bekannt.
P. macfarlaneh Ähnlich P. eurypylus und agamemnon. Makeln der Oberseite unbeschuppt, abgesehen
von den weissbeschuppten Costalmakeln des Hflgls, blass graugrün, im Wurzelfelde mehr gelbgrün. Vflgl
mit grauem Basal- und Subbasalbande, welch letzteres sich hinten fast stets mit der Discalbinde vereinigt,
ausserdem in der Zelle drei Paar Flecke und an der Spitze der Zelle ein einzelner Fleck, auf der Scheibe
ein aus Flecken bestehendes Band, das sich nach hinten zu stark verbreitert, zwischen dieser Fleckenreihe
und der Zellspitze zwei Einzelflecke, ausserdem eine Submarginalreihe kleiner Flecke; auf dem Hflgl ein
vorne breites, hinten zugespitztes Band vor der Mitte, das Band ist vorne gegabelt und trägt zwischen
Zelle und Subcostale einen spornartigen Auswuchs, der oft isoliert ist und zuweilen ganz fehlt, eine gebogene
Reihe von 4 Discalflecken, die zuweilen bis auf 3 oder 2 verschwinden, und eine Reihe von 5 oder 6 Sub-
marginalflecken, der Randzahn an der unteren Radiale springt nur wenig mehr als die anderen Randzähne
vor. Die Makeln der Unterseite wie oben, aber mit Ausnahme der Flecken im Wurzelteile der Vflglzelle
beschuppt; Hflgl in der Gabelung des hellen Bandes mit einem vom Costalrande bis an die Zelle reichenden
roten Doppelfleck, ein weiterer roter Fleck zwischen Subcostale und Zelle und oft auch einer vor dem
Analwinkel. Das ? dem cf ganz ähnlich, aber die hellen Zeichnungen des Hflgl oft reduziert. Rp grösser
als die des P. agamemnon, die Thoraealdornen kleiner, zwischen diesen Dornen ein aus dunklen Körnchen
bestehender Längsstreif. Pp mit abgestutztem Kopf, dessen Ecken deutlich vorspringen; das Thoracalhorn
seitlich zusammengedruckt (wie bei P. agamemnon ), braun, diese Farbe als unregelmässiges Band vom oberen
Rande der Flügelscheiden bis zum Apicalrande des 4. Hlbsringes fortgesetzt, an den Seiten des Mesothorax
ein brauner Fleck, der grösser als bei P. agamemnon ist. Dr. Hagen fand die Rp in Neu-Guinea zahlreich
auf der dort eingeführten Anona muricata. Der Falter ist in einigen Teilen des Verbreitungsgebietes recht
häufig. Auf den Molukken, Neu-Guinea nebst den kleinen Nachbar-Inseln und auf den Bismarck-Inseln. —
cestius. cestius Fnthst. (= aegistus Cr. nec aegisthus L .) (45 c ?, als macfarlanei ?). Die Zellflecke des Vflgls gross, häufig
paarweise miteinander vereinigt, besonders oft sind die beiden äusseren hinteren Zelltlecke verschmolzen; der
innere costale Teil des Bandes des Hflgls schmal, zuweilen vom Bande getrennt, die in und hinter der Zelle
liegenden Teile des Bandes besonders beim ? schmal, unterseits reicht das Band nicht über die Zelle hinaus, was
beim ? auch oft oben der Fall ist; die Discal- und Submarginaltlecke der Hflgloberseite klein, zuweilen sind nur
2 oder 3 Discalfleckchen vorhanden, auch ist der zwischen Zelle und Subcostale liegende Strich- oder Hakenfleck
immer wenigstens durch die schmal schwarzen Adern von dem Bande getrennt. Südliche Molukken: Amboina,
Ceram, Buru. Ursprünglich nach einem (wahrscheinlich nach dem Tode) gelblich verfärbten Exemplare ohne
macfarlanei. Fundort beschrieben. — macfarlanei Btlr. (45 c). Die Zellflecke des Vflgls kleiner als bei cestius, das Hflglband
breiter und länger, unten über die Zelle hinausreichend, der oberseits hinter der Zelle liegende schmale Teil des
Bandes beim ? von der grossen Zellmakel höchstens durch einen sehr schmalen schwarzen Aderstrich
getrennt. Nördliche Molukken, Waigeu, Salawatti, Misol, Aru, Jobi, Neu-Guinea (im Holländischen, Deutschen
seminigra. und Britischen Teile). — seminigra Btlr. (= aegistiades Honr.). Die Hflgloberseite fast ganz ohne Zeichnung.
Neu-Pommern.
PAPILIO. Von Dr. K. Jordan.
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P. agamemnon. Körper oben braunschwarz, jederseits mit grüngrauem Längsstreif; Unterseit.e
grau. Flügeloberseite bräunlich schwarz, mit grauen oder blaugrünen Makeln, von denen die wurzelwürts
liegenden bandförmig und die unter der Vflglzelle stehenden gross und elliptisch oder fast kreisförmig sind;
Hflgl mit Schwanz, der beim ? länger als beim cf und in den indomalayischen Formen länger als bei den
papuanischen ist. Unterseite blasser als Oberseite, die grünen Makeln teilweise mit weissen oder bräunlichen
Schuppen überdeckt, beide Flügel mit violettgrauen Wolken ; Hflgl zwischen Costale und Zelle mit schwarzem
Halbmond, der wurzelwärts rot gerandet ist, unter diesem Fleck gewöhnlich ein deutlicher zweiter Bogen,
vielfach tritt auch ein roter Analfleck und in einigen Formen eine Reihe roter Discalflecke auf; die roten
Flecke sind selten durch gelbe ersetzt. Die junge Rp fast schwarz, auf der Mitte des Rückens mit grossem
hellem Felde, die 3 Thoracalringe und der Analring mit je einem Paare mit Gabelhaaren besetzter Fortsätze,
die übrigen Segmente gleichfalls mit einigen in Längsreihen geordneten Gabelhaaren ; diese Haare ver¬
schwinden später; die erwachsene Rp entweder ockergelb mit grünlichem Ton oder dunkelgrün, im Zimmer
gezogene Rpn zuweilen hellgelb (Lichtmangel? Piepers); die Thoraxringe mit je einem Paare schwarzer
Dornen, die Dornen des 3. Paares in einem orangegelben Fleckchen (im Gegensatz zu sarpedon findet sich
kein gelber Querstreif auf dem Metathorax); die Analdornen hell mit dunkler Spitze. Die Rp liegt bei Tage
regungslos an der Mittelrippe eines Blattes. Sie lebt besonders auf Anona, frisst aber auch auf anderen
Bäumen der Ordnung Anonaceae, z. B. Saccopetalum, Gualteria, Polyalthia, Michelia, und zieht junge Bäume
oder Gebüsch vor. Das Thoracalhorn der Pp ist seitlich zusammengedrückt, in Seitenansicht stumpf, nach
vorn geneigt und etwa doppelt so lang als breit, die Spitze und der Seitenkiel braun, letzterer wellig; hinter
dem Stigma des Prothorax ein kurzer brauner Kiel. Der Falter ist sehr häufig in der Nähe der An¬
siedlungen, findet sich jedoch auch zahlreich im Walde, im Flach- und Hügelland ; er besucht gerne Lantana-
blüten. ?? werden besonders beim Eiablegen erbeutet; Sammlungen aus den papuanischen Gebieten, wo
der Falter viel weniger gemein als in den indomalayischen Distrikten ist, und darum vom Sammler gesucht
wird, enthalten gewöhnlich soviel 22 als cf cf, während man aus Indien und von den grossen Sunda-Inseln
fast nur cf cf bekommt. — agamemnon L. (= dorylas Sidz., rufescens Oberth.) (45 d). Die Flecke der Ober- agamemnon.
seite gelbgrün, die drei zwischen der hinteren Zellecke und der unteren Mediane liegenden Discalmakeln
des Vflgls breiter als die Zwischenräume zwischen denselben. Exemplare mit ganz kurzem Schwanzstummel
sind ab. aegisthus L. {= anoura Oberth). Von Süd-China und Nord-Indien bis nach Bali und den Philip- aegistbus.
pinen verbreitet. — menides Frühst., von Ceylon und Siid-Indien, hat einen längeren Schwanz. — anda- menides.
mana Lathij, von den Andamanen, gleicht agamemnon, aber die Makeln der Oberseite sind mehr graugrün, undamana.
— decoratus Bothsch., von den Nikobaren, stimmt oberseits mit andamana überein, trägt aber auf der Hflgl- decoratus.
Unterseite wenigstens 5, meistens 7 hellrote Flecke. — rufoplenus Frühst, gleicht ag. agamemnon, aber die rufoplenus.
roten Flecke der Hflglunterseite sind etwas grösser. Nias. — atropictus Frühst, von Engano; »eine auf- atropictus.
fallend verdunkelte Lokalrasse; sehr selten, nur 2 Exemplare«. Mir nicht in Natur bekannt. — Auf Batu
fliegt ag. agamemnon. — baweana Hagen (= aelius Frühst). Die Makeln beider Flügel kleiner als bei den baweana.
vorhergehenden Formen. Bawean. — meton Frühst, ist baweana ganz ähnlich, aber der Schwanz ist etwas meton.
länger. Die Makeln in der Apicalhälfte des Vflgls sind graugrün. Lombok, Sumbawa, Sumba, Timor? —
exilis Bothsch. {= pedius Frühst., perecopus Frühst) (45 d). Eine kleine Form mit kleinen graugrünen (schwach exilis.
bläulichen) -Flecken. Wetter, Dämmer, Babber, Kisser, Tenimber. — enoplus subsp. nov. Der vorigen Sub- enoplus.
species ähnlich, die Makeln des Vflgls noch kleiner, mit Ausnahme des basalen und subbasalen Bandes, welche
so breit wie bei ag. agamemnon sind. Die Zeichnungen des Hflgls sind reichlich so gross wie bei ag. aga¬
memnon. Unterseits sind alle Discalflecke des Vflgls beschuppt, daher weisslich. Palau (= Pelew). — comodus comodus.
Frühst. (— celebensis Fickert nec Wall). Gross, Costalrand des Vflgls stark gekrümmt, die Makeln klein.
Celebes, Sangir, Sulla-Inseln, Saleyer, Kalao, Djampea. — guttatus Bothsch. (— kineas Frühst., appius Frühst), guttatus.
Die Flügel breit, der Schwanz sehr kurz. Die Makeln beider Flügel etwa von derselben Grösse wie bei comodus,
alle gut ausgebildet; die Hflglunterseite vorne und hinten mit je 2 roten Makeln, die zuweilen recht gross
sind. Die Discalflecke der Vflglunterseite ganz beschuppt. Nördliche Molukken : Morty, Halmaheira, Ternate,
Batjan und Obi. — plisthenes Fldr. (46 a). Die Zell- und Discalflecke des Vflgls sind grösser als bei gut- plisthenes.
tatus und im ganzen mehr gelblich grün, häufig sind die Zellflecke paarweise miteinander verbunden; die
Flecke des Hflgls mehr oder weniger stark reduziert. Die Discalflecke der Vflglunterseite teilweise unbe-
schuppt (und daher grün); die Hflglunterseite vorne und hinten mit je 2 roten Flecken. Hflgl länger als
bei guttatus, beim 2 mit längerem Schwanz. Südliche Molukken: Buru, Amboina, Ceram, Goranr Laut. -
argynnus Druce (46 b). Dem plisthenes ähnlich, aber die Flecke des Hflgls noch mehr reduziert, die hinteren argynnus.
und äusseren Flecke gewöhnlich fehlend; beide Flügel schmäler. Key-Inseln. — Iigatus Bothsch. (= atreus ligatus.
Frühst.) (45 d). Breitflügliger als ag. agamemnon, dem diese papuanische Rasse am ähnlichsten ist, der
Schwanz kürzer, die Discalmakeln des Vflgls grösser, die zwischen der unteren Mediane und der Submediane
liegenden zwei Discalflecke stets zu einer Binde zusammengeflossen. Die an der Innenseite der Submarginal¬
flecke der Hflglunterseite liegenden schwarzen Flecke grösser als bei ag. agamemnon. Von argynnus und
plisthenes durch die grösseren Flecke der Hflgloberseite und kleineren roten Flecke der Unterseite zu unter¬
scheiden, auch sind höchstens 3 rote Flecke vorhanden. Ganz Neu-Guinea nebst Nebeninseln: Am, Misol.
Waigeu, Jobi, Mafor, Ron, D’Entrecasteaux-Inseln, Woodlark, Yanarba. — mynion Frühst. Der Schwanz rnynion.
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PAPILIO. Von Dr. K. Jordan.
obliteratus. im ganzen etwas länger als bei ligatus. Queensland. — obliteratus Lathy. Dem argynnus von Key sehr
ähnlich; der Hflgl breiter, mit kürzerem Schwanz und unterseits mit nur drei roten Flecken, da der bei
argynnus zwischen den beiden Medianästen liegende rote Fleck bei obliteratus fehlt. Luisiaden: St. Aignan,
salomonis. Sudest, Rossel. — salomonis Bot lisch. Die Makeln des Vtlgls im ganzen noch grösser als bei ligatus , die
Submarginalflecke jedocli meist kleiner; Hflgl kürzer als bei ligatus, die Submarginal- und beim $ auch die
Discaltlecke viel kleiner, beim ? zum Teil fehlend. Die Hflglunterseite stets mit wenigstens 4 roten Flecken,
häufig findet sich ein rotes Gostalfleckchen vor dem roten Subcostalmonde. Salomons-Inseln : Bougainville,
Shortlands-Inseln, Choiseul, Isabel, Guadalcanar, Florida, Gela, Neu-Georgien, Kulambangra, Rendova, Guizo,
ugiensis. Vella Lavella. — ugiensis subsp. nov. Die Subbasalstreifen und die Discaltlecke stark vergrössert, die
zwischen der 2. Radiale und 2. Mediane liegenden drei Discaltlecke des Vtlgls aussen fast gerade abge¬
schnitten und die sie trennenden schwarzen Adern schmal. Die Hflglunterseite ohne roten Fleck zwischen
neopom- den Medianästen. Ugi. — neopommeranius llonr. (46b). Eine sehr auffällige Form. Die Makeln des Vflgls
meranius. klein, bläulich grün; der Hflgl fast ganz schwarz. Die Discalmakeln der Vflglunterseite weisslich, beschuppt.
Bismarck-Inseln: von Neil-Pommern bis Neu-Hannover verbreitet.
meeki. P. meeki Bot lisch . (49 b). ?: Ähnlich P. cigamemnon , Hflgl mehr gerundet. Vflgl gleichmässiger ge¬
fleckt (vergl. Figur); Hflgl mit einer Reihe grosser blassgrüner Keilmakeln auf dem Discus, zwei weissen
Flecken hinter der Costale, einem grünen Strich in der Zelle und einem grünen Fleck vor derselben. Die
Makeln der Unterseite wie oben, etwas grösser, weiss; der Hflgl mit undeutlichem rotem Monde zwischen
Zelle und Costalader. — Ysabel (= Isabel), Salomons-Inseln, ein ? im Tring Museum.
P. arycles. Kleiner als I\ agamemnon, ungeschwänzt. Körper wie bei jener Art. Flügel oberseits
mit blassgrünen Makeln, die sich oft (nach dem Tode) gelblich verfärben; auf dem Vflgl ein undeutliches
Basalband, ein Subbasalband, drei Querflecke und ein kleinerer Apicalfleck in der Zelle, eine Discalreihe
von Makeln, von denen die 1. und 3. klein sind und eine Submarginalreihe kleiner Flecke, ausserdem in
der Subcostalgabel noch ein einzelner Discalfleck, der letzte Submarginalfleck doppelt, aber der vordere Teil
desselben gerade vor dem hinteren Teile liegend, nicht wie bei P. agamemnon discalwärts verschoben, vor
der Subcostalgabel nur 2 Flecke; auf dem Hflgl ein aus drei Teilen bestehendes, mit dem Abdominalrande
paralleles Subbasalband, eine Discalreihe von 4 Flecken, von denen der 1. gross und weiss ist, und eine
Submarginalreihe von 6 Flecken. Die Makeln unten fast wie oben, aber alle silbern beschuppt; auf dem
Hflgl ausserdem ein kleiner Fleck an der Costale zwischen dem Subbasalbande und dem grossen costalen
Discalfleck, sowie drei Flecke zwischen der 3. Radiale und dem Analwinkel rot, selten gelb. Das ? dem cf
ähnlich. Die frühen Stände nicht bekannt. Von den Shan-Staaten und Siam bis Java und Palawan ver-
arycleoides. breitet. — arycleoides Frühst., von Muok-Lek in Siam, wurde nach einem Exemplar aufgestellt und von
arycles arycles besonders dadurch unterschieden, dass die Makeln der Oberseite stets (!) blaugrün und klein
sind und der weisse Fleck am Costalrand des Hflgls kreisrund und sehr klein ist. Mir nicht in Natur bekannt.
arycles. ^-arycles Bscl. {= rama Fldr.) (45 cd) zeigt in seinem weiten Verbreitungsgebiet keine Neigung zur Bildung
von weiteren Lokalrassen. Exemplare aus so weit auseinander liegenden Fundorten wie Banka, Palawan
und den Shan-Staaten sind ganz gleich. Der grosse mittlere Costaltleck des Hflgls ist stets etwas länger als
breit. Shan-Staaten, Malakka-Halbinsel, Sumatra, Java, Banka, Borneo, Palawan. — Fruhstorfer beschreibt
sphinx. ausserdem ein Exemplar ohne Fundort als P. arycles sphinx. Es ist etwas grösser als arycles und hat
schmälere Flecke in der Zelle des Vflgls, und die roten Flecke der Hflglunterseite von arycles sind durch
gelbe ersetzt. Nach der Originalbeschreibung sind die Makeln der Oberseite heller grün als bei arycles, in einer
späteren Arbeit werden sie jedoch als blaugrün beschrieben. Ein zweites Exemplar, gleichfalls ohne Fundort,
incertus. wurde von Fruhstorfer P. arycles ab. incertus genannt; es hat eine Vflgllänge von 57 mm, was wohl ein
Schreibfehler für 37 mm ist, und die Silbermakeln im »Medianteil des Hflgls« sind ausgedehnter.
Wallacei-Gruppe.
Der 1. und 2. Subcostalast des Vflgls in die Costale laufend. Kopf gross. Hflgl gerundet, mit roter Sub¬
basalmakel auf der Unterseite.
Die drei hierher gehörigen Falter sind nahe miteinander verwandt. Die Verschiedenheit in den Genitalien
weist aber darauf hin, dass wir es mit selbständig gewordenen Arten zu tun haben.
P. wallacei. Körper oberseits schwarzbraun, Kopf und Thorax graugrün behaart, Unterseite grau-
weiss, die Beine grün, die Fhlrkolbe mit gelbem Fleck. Oberseite des Vflgls bräunlichschwarz, mit grau¬
braunem Seidenglanze, am Hinterwinkel tiefer schwarz, ein Strich in der Wurzel der Zelle grün, einige
kleine Flecke in der Zelle, ein discales Fleckenband, eine Reihe Submarginalflecke und einige weitere kleine
Flecke zwischen Zelle und Apex grünlichgrau, unbeschuppt: Hflgl von der Wurzel bis zur Zellspitze grau¬
braun, dieses Feld aussen ausgerandet, der Rest des Flügels samtschwarz, vor der Mitte ein kurzes in der
Zelle grünes Band und vor dem Apex gewöhnlich zwei kleine grünlichgraue Submarginalflecke. Unterseite blasser
braun, glänzend grau schattiert, der Hflgl nahe der Wurzel mit kurzem, grünem Gostalbande, das vom Submedian¬
bande durch ein schmales schwarzes Band getrennt ist, welches einen vom Gostalrande bis zur Zelle
PAPI LI 0. Von Dr. K. Jordan.
10:
J
)
gehenden roten Strich trägt, in der Zellspitze ein grauer Ring oder Halbring, ähnliche, mit Schwarz aus-
gefüllte Flecke auf der Scheibe. Das ? blasser als das cf. Die Rp der von P. agamemnon ähnlich, auf
Anona muricata. Der Falter nicht selten. — rubrosignatus Itothsch. Die mittleren Discalflecke der Yflgl- mbro-
unterseite der Zelle zu nicht beschuppt, die Hflglunterseite mit rotem Fleck vor dem Analrande. Nördliche signatus.
Molukken: Batjan, Halmaheira, Obi. — wallacei Hew. (46b). Die Discalmakeln der ATlglunterseite ganz wallacei.
beschuppt, die Hflglunterseite ohne roten Fleck vor dem Abdominalrande. Aru, Waigeu und ganz Xeu-Guinea.
P. browni Gochn. u. Salv. (46 c). Die Discalbinde des Htlgls vor dem Hrd linienförmig schmal , die browni.
grüne costale Makel der Hflglunterseite in der Mitte geteilt, mit rotem Fleck vor der Costalader, der in der
Zelle liegende Teil der grünen Makel ist sehr klein oder fehlt ganz, zwei rote Flecke zwischen Zellspitze
und Abdominalrand. — Neu-Pommern, Neu-Lauenburg, Neu-Mecklenburg, Nussa, Neu-Hannover. Im Walde,
wo die Falter die Baumkronen umfliegen.
P. hicetaon Math. Das Discalband des Vflgls breiter als bei browni, aber schmäler als bei wallacei ; hicetaon.
Htlgloberseite ganz oder fast ganz ohne Costaltleck, unterseits reicht der rote Costalstrich bis an die Zelle,
aussen von diesem Strich liegt entweder gar kein grüner Fleck oder ein nur kleiner, dagegen steht an
seiner Innenseite stets ein grosser grüner Doppelfleck, der immer nur bis an die Zelle reicht. — Salomons-
Inseln, bekannt von Bougainville, Shortlands - Inseln , Choiseul, Florida, Guadalcanar, Ugi, Rendova, Vella
Lavella, Guizo.
Macareus-Gruppe.
Die 1. Subcostale des Vflgls läuft in die Costale. Grundfarbe der Flügel ’rein weiss oder mit grünlichem
Ton, die Adern schwarz gestreift, die Zwischenräume mit hellen Längsstreifen wie bei Danaus, zuweilen jedoch fast
alle hellen Zeichnungen oder auch die schwarzen Aderstreifen unterdrückt (Euploeen-Nachahmer). Die Hflglunterseite
ohne rote oder gelbe Zierflecke, abgesehen von einem oft vorhandenen Analfleck; Hflgl gerundet, mit Ausnahme
des P. phidias, der geschwänzt ist.
Diese mimetischen Arten sind offenbar von geschwänzten Formen abzuleiten , ' die mit P. aristeus und
P. antiphates verwandt waren. Über die frühem Stände ist nichts bekannt. Die Falter sind Waldbewohner und
haben ganz die nachlässige Flugart der Danaiden. Die Arten wurden früher irrtümlicherweise in die Nähe von
P. chjtia gestellt. Sie lassen sich wie folgt gruppieren:
A. Geschwänzt: P. phidias.
B. Ungeschwänzt :
1. Hlb mit schwarzer Mittellinie auf der Unterseite: P. macareus, xenocles, leucothoe, delesserti.
2. Hlb ohne schwarze Mittellinie auf der Unterseite, die Hllglzelle sehr schmal: P. megarus, megaera,
stratocles, deucalion, thule.
3. Hlb ohne schwarze Mittellinie auf der Unterseite, die Htlglzelle am Ursprung des Subcostalasts
breit, die hellen Flügelteile auch oberseits alle beschuppt: P. idaeoides, encelades.
A. Phidias-Untergruppe.
Geschwänzt. Nur eine Art bekannt.
P. phidias Oberth. Eine der allerinteressantesten Entdeckungen der Neuzeit unter den Schmetter- phidias.
lingen, da die Art eine Vorstufe der ungeschwänzten mimetischen Formen ist. Flügel schwarz mit den
folgenden weissen Zeichnungen: auf dem Vflgl fünf fast senkrecht zum Hrde der Zelle stehende Zellbänder,
unter der Zelle ein breites von den schwarzen Adern in Längsmakeln geteiltes Band, das von der 3. Radiale
costalwärts durch zwei Reihen kleiner Flecke fortgesetzt wird : zwischen diesem Bande und dem Aussenrde
eine Reihe linearer Längsflecke, zwei in jeder Randzelle; Hflgl von der Wurzel bis zur Zellspitze weiss, mit
schwarzen Streifen ähnlich wie bei P. eurous, äusserer Flügelteil braunschwarz, mit kleinen hellen Sub¬
marginalflecken, doppeltem, gelbem Analfleck und vor letzterem einige kleine gelbe Flecke; Schwanz schmal,
etwa so lang wie die Entfernung der Zellspitze vom Aussenrde. — Annam. Drei cfcf in coli. Oberthür.
B. Macareus-Untergruppe.
Ungeschwänzt.
P. macareus. Hlb mit schwarzer Mittellinie auf der Unterseite. Das Duftorgan des cf stark entwickelt.
Flügel oben schwarz oder bräunlich schwarz mit weisser oder grünlich weisser Zeichnung, cf: Vflglzelle mit
3 Streifen, die zuweilen in Fleckchen aufgelöst sind, und 2 Apicalflecken, ausserhalb der Zellspitze eine
Reihe von 4 Punkten, aussen von diesen 4 Flecke, zwischen der 2. Radiale und dem Hrde 5 Streifen, von
denen der 3. und 4. (durch die Submedianfalte getrennten) Streifen zuweilen vollständig verschmelzen;
Hflgl von der Wurzel ab weiss gestreift, die Zelle ganz oder grösstenteils weiss, mit schwarzer Schräglinie
vor der Spitze, auf beiden Flügeln eine Reihe Submarginalflecke. Unterseite bräunlich, die hellen Zeichnungen
im Aussendrittel des Htlgls meist weniger deutlich als oben. Das ? in einigen Gegenden dem cf ähnlich, in
anderen viel dunkler. Zuweilen tritt beim cf ein kleiner gelber Analfleck auf dem Hflgl auf. Der Falter
104
PAPILIO. Von Dr. K. Jordan.
ist in den meisten Gegenden häufig. Die cf cf versammeln sich in Scharen an nassen Stellen, während die
22 einzeln im Walde auf Blumen angetroffen werden, auf denen sie mit geschlossenen Flügeln sitzen. Von
indicus. Nord-Indien bis Hainan, Bali und den Philippinen verbreitet. Die dunklen ?? ähneln Euploeen. — indicus
Itothsch. (= polynices Nicev.) (46c). cf: alle weissen Streifen breit, die drei Streifen in der Vflglzelle voll¬
ständig, die Hflglzelle ganz weiss, die schräge subapicale Linie derselben schwach entwickelt. ? : dem cf
ganz ähnlich, die weissen Discalstreifen des Vflgls breiter als die sie trennenden schwarzen Aderstreifen.
lioneli. Sikkim. — Honeli Frühst, cf: entweder ganz wie indicus oder die hellen Streifen etwas schmäler. ?: Vflgl
braunschwarz, mit weissen Submarginalflecken, die hellen Discalstreifen kaum angedeutet; Hflgl mit weissem
Fleck in der Zellspitze und weissen Streifen um die Zelle herum, diese Streifen schmäler als bei indicus, die
hinteren nicht bis an die Wurzel gehend, die Submarginalflecke gut entwickelt. Assam. Bei einem der cf cf
des Tring-Museums, von den Khasia Bergen, sind die Submarginalflecke des Htlgls oben und unten vergrössert,
unten bilden sie eine Binde, die hinter der Subcostale mit einem besonders stark vergrösserten Fleck
gyndes. beginnt, der Costalrand ist breit braun gesäumt. — - gyndes subsp. nov. Das cf wie bei lioneli, die weissen
Streifen meist etwas schmäler als bei indicus. Das 2 (Namentype) ähnlich dem Sikkim-?, aber die weissen Flecke
in der Apicalhälfte des Vllgls und der Aussenhälfte des Htlgls kleiner. Birma. — Die cf cf aus Tenasserim
haben schmälere weisse Streifen als bei den vorhergehenden Formen, doch ist die Hflglzelle noch fast ganz
weiss ausgefüllt, auch sind die 3 Zellstreifen der Vflgloberseite nicht oder nicht deutlich unterbrochen. Die
indo- Exemplare bilden einen Übergang zur nächsten Form. — indochinensis Frühst. (= striatus Lathy nec Zink.),
chinensis. ■ der 2. und 3. Zellstreif des Vflgls auch oberseits in Flecke aufgelöst, der weisse Zellstreif des Htlgls
schmäler als die braunschwarze Umrandung der Zelle, die Discalstreifen beider Flügel dünn. ?: beide Flügel
grösstenteils braunschwarz wie beim ? von lioneli , die hellen Discalflecke noch viel mehr als bei jener Form
reduziert, dagegen die Submarginalflecke des Htlgls grösser. Es kommen auch Exemplare beiderlei Geschlechts
vor, bei denen die hellen Discalstreifen des Htlgls verbreitert sind und wenigstens zum Teil mit den grossen
argentiferus. Submarginalflecken Zusammenhängen : ab. argentiferus Frühst. (2 = serda Frühst). Diese Aberration fliegt
mitis. einzeln unter normalen indochinensis. Siam, Annam, Tonkin. — mitis subsp. nov. cf: Die hellen Streifen,
oben ebenso stark wie bei indochinensis reduziert ; unterseits sind die 4 vorderen Discalflecke des Vflgls klein
und verwischt und der Costalrand des Hflgls ist weniger grau als bei den vorhergehenden Rassen. Hainan.
perakensis. — perakensis Frühst, hat fast so grosse weisse Zeichnungen wie indicus, doch ist der Costalrand der Hflgl-
unterseite braun. Bei einem im Tring Museum befindlichen cf aus Perak sind die Submarginalflecke des
xanthosoma. Hflgls mit den Discalstreifen zusammengeflossen. Das ? von perakensis ist unbekannt. — xanthosoma Stgr.
Hlb gelbbraun statt schwarz, selten braunschwarz, die Unterseite mit zwei weissen Linien, zwischen denen
eine schwarze Linie liegt. Die hellen Streifen beider Flügel schmal. Das 2 dem cf ähnlich. Ost- und
macaristus. West-Sumatra. — inacaristus Grose-Smith (47 b). Körper schwarz mit 4 weissen Linien wie bei den continentalen
Formen. Die hellen Flügelstreifen schmal, wenigstens einer der vorderen Discalflecke des Vflgls mit dem
betreffenden, aussen vor der Zellspitze stehenden Punkte zu einem Streif vereinigt; die Discalstreifen des
Hflgls sehr dünn, besonders unterseits; der Costalrand der Hflglunterseite ohne hellen Streif. 2 dem cf
maccabaeus. ähnlich. Nord- und Stid-Borneo. — maccabaeus Stgr. Die hellen Streifen des Vflgls fast so breit wie bei
indicus, die vorderen Discalflecke länglich, gewöhnlich mit den an der Aussenseite der Zellspitze liegenden
Punkten vereinigt ; die Streifen des Hflgls gleichfalls breiter als bei macaristus, die an der Zellspitze liegenden
discalen Flecke kurz, unterseits braun schattiert, die Submarginalflecke klein. Das 2 unbekannt. Palawan.
macareus. — macareus Godt. (= striatus Zink.) (46 c, d). cf: die hellen Vflglstreifen breiter als bei indicus, dagegen
die Hflglstreifen und -flecke kleiner, der Costalrand der Hflglunterseite ohne hellen Streif, cfcf, bei denen
pa/anus. die Discalstreifen des Hflgls mit den Submarginalflecken vereinigt, sind palanus Frühst. Das 2 in zwei
masfonnis. Formen: ?-f. masformis Lathy ist dem cf ähnlich, hat aber schmälere weisse Streifen, und ?-f. astina Westw.
astina. jst grösstenteils braun. Das Tring-Museum besitzt ein Exemplar der ?-f. masformis von Sukabumi, das von
albinovanus. Lathy beschriebene Stück (in coli. H. J. Adam’s) kam von aibinovanus Lruhst. von Bali, soll noch grössere
helle Streifen als macareus haben. Nach einem cf beschrieben. Mir in Natur unbekannt.
P. xenocles. Dem P. macareus sehr nahe verwandt, meist beträchtlich grösser, die Flügel breiter,
die hellen Flügelstreifen grösser als bei den betreffenden macareus- Rassen derselben Gegenden, der Hflgl
stets mit gelbem Änalfleck, der bei dunklen 2? zuweilen nur angedeutet ist. Von Nord-Indien bis Hainan
und Siam verbreitet. Der Falter findet sich an denselben Plätzen wie P. macareus, in dessen Gemeinschaft
er angetroffen wird; er ist in den östlichen Distrikten seines Vorkommens ziemlich selten, dagegen in Birma,
Assam und Sikkim häufig. Nach Fruhstorfer haben die Exemplare der Trockenzeit (Frühjahr) den Saumteil
phrontis. der Hflglunterseite heller braun und breiter, als die Stücke der Regenzeit (Sommer). — phrontis Nicev.
cf: die weissen Discal- und Zellstreifen breit. 2 dem cf ähnlich, die Discalstreifen des Hflgls etwas schmäler;
bei einem im Tring Museum befindlichen 2 aus Sikkim sind auch die auf dem Vflgl in der Zelle und in der
Apicalhälfte liegenden Flecke kleiner als beim cf. Die Stücke (cf ?), bei denen der Saum der Hflglunterseite
xenocrates. schmal und schwarzbraun ist, sind nach Fruhstorfer die Regenzeitform: f. aest. xenocrates Frühst. Sikkim
xenocles. und Bhutan. — xenocles DU. (47 a). Die cf cf wie vorher; das? dagegen viel dunkler, da die hellen Streifen
stark reduziert sind; der Vflgl wurzelwärts gewöhnlich heller braun als aussen, die Zelleflecke dünn und
Ausgegeben 28. VIII. 09.
PAPILIO. Von Dr. K. Jordan.
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costalwärts undeutlich oder hier unterdrückt, die hellen Discalstreifen viel schmäler als die dunklen Ader¬
streifen; der gelbe Analtleck des Hflgls stets klein, oft nur eben angedeutet. Die Assam cf cf mit heller
braunem Saumteil auf der Hflglunterseite sind f. vern. theronus Frühst.-, ich kann sie nicht von Exemplaren theronus.
aus Sikkim unterscheiden. — kephisos Frühst, cf: die hellen Discalstreifen des Hflgls im ganzen etwas kephisos.
schmäler als bei den vorigen Formen. Das? dem cf ähnlich, aber die hellen Streifen schmäler; das einzige
bekannte ? unterscheidet sich von phrontis durch die schmälern hellen Zeichnungen. Die cf cf mit breiterm
und heller braunem Saum auf der Hflglunterseite sind nach Fruhstorfer die Trockenzeitform (— Frühjahrsform):
f. vern. neronus Frühst. Birma, Tenasserim, Shan-Staaten, Tonkin. — lindos Frühst., von dem nur ein neronus.
paar cf cf bekannt sind, hat rundere Flügel, sehr breite weisse Streifen und kleinen gelben Analfleck. Siam, t indos.
— xenoclides Frühst, aus Hainan hat schmälere helle Streifen als alle anderen Formen. xenoclidcs.
P. leucothoe. Unterscheidet sich von P. macareus und P. xenocles hauptsächlich durch den kurzem
und mehr gerundeten Hflgl, der keinen gelben Analfleck hat, durch die von der Wurzel her reduzierten hellen
Makeln und die längern Discalstreifen des Hflgls. Auch bei den hellsten Stücken sind die ZeUtlecke des Vflgls
costalwärts nicht entwickelt: keine der hellen Streifen des Hflgls ebensowenig wie die hintern Streifen des
Vflgls reichen bis ganz zur Wurzel, während die Discalstreifen des Hflgls sehr breit sind und nahe an die
Submarginalflecke treten ; bei den dunkelsten Stücken sind nur die Submarginalflecke beider Flügel und
kurze Discalstreifen auf dem Hflgl ausgebildet. Das ? hat noch weniger und kleinere helle Zeichnungen als
das cf. Malayisch. Der Falter, welcher Euploeen-ähnlich ist und auch deren Flug hat, fliegt im Frühjahr
und Herbst in waldigen Distrikten des Flach- und Hügellandes. — leucothoe Westw. (47 b). cf : die hintern leucothoe.
weissen Streifen des Vflgls reichen gewöhnlich bis an die Zelle und die Zelle des Hflgls ist grösstenteils
weiss, auch hat die Vflglzelle meistens eine Anzahl weisser Flecke. ?: Vflgl braun, mit kleinen Submarginal¬
flecken, und vor dem Hrd eineSpur eines Discalstrichs ; auf dem Hflgl finden sich, ausser den Submarginal¬
flecken, 6 braun schattierte graue Discalstreifen, die unterseits deutlicher sind, auch trägt die Zelle unten
einen kleinen Apicalfleck, welcher oben nur angedeutet ist. Malakka-Halbinsel und Nordost- Sumatra.
Einige Exemplare nicht von der nächsten Form zu unterscheiden. — interjectus Honr., von Südost- und interjectus.
West-Sumatra, hat keine Flecke in der Vflglzelle, die Discalstreifen des Vflgls sind kurz, die vorderen
Discalflecke gewöhnlich punktförmig, und die Zelle des Hflgls grösstenteils schwarzbraun. Beim ? sind die
Discalstreifen des Hflgls etwas kleiner als beim ? von leucothoe. — ramaceus Westw. (47 b). Eine stark ramaceus.
verdunkelte Form, cf : die Discalflecke des Vflgls sind verschwunden, höchstens finden sich Spuren zweier
Flecke vor dem Hrde. Die Discalstreifen des Hflgls sind kurz und immer viel schmäler als bei den vorher¬
gehenden Formen, gewöhnlich viel schmäler als die Zwischenräume, ? ohne Discalflecke auf beiden Flügeln:
die Submarginalflecke klein, zum Teil unterdrückt, unterseits etwas grösser und hier finden sich auch schwache
Discalstreifen vor dem Hrde des Hflgls. Nord- und Süd-Borneo.
P. delesserti. Körper oben schwarz , an den Seiten des Thorax grünlich grau behaart, Kopf weiss
gefleckt , Unterseite des Körpers weiss , Hlb mit schwarzer Mittel- und Seitenlinie, cf : Flügel weiss , sehr
schwach grünlich, mit schwarzen Aderstreifen, die am Saume erweitert sind, die weissen Streifen des Vflgls
schliessen eine submarginale Reihe schwarzer Makeln ein, die Vflglzelle grösstenteils schwarz, mit weissen
Flecken und Linien; Hflgl mit gelbem Analfleck, vor dem gewöhnlich ein zweiter Fleck steht, beide Flecke
unterseits gross. Die schwarzen Zeichnungen auf der Unterseite kleiner als oben. Das ? grösser als das cf,
die schwarzen Zeichnungen reduziert, die hellen Flügelteile durchsichtig, rauchig oder kreideweiss, der gelbe
Analfleck klein. Die frühem Stände unbekannt. Der Falter fliegt in waldigen Gegenden in der Ebene und
im Hügellande und findet sich das ganze Jahr hindurch, ist aber im Frühjahr besonders häufig. Während
die ?? nur selten erbeutet werden, trifft man die cfV zahlreich auf sandigen Uferstellen und an Wegpfützen.
Das ? ist ein auffällig getreues Abbild der Danaide Ideopsis daos und der Zygaenide Cyclosia pieridoides.
Malakka-Halbinsel bis Java und Palawan; auf Java ist der Falter neuerdings nicht wieder gefunden worden.
— delesserti Guer. (= laodocus Deh., dehaani Wall., catoris Grose-Smith, labianus Frühst., sacerdotahs Frühst .) delesserti.
(47 c). Die drei nahe der Zellspitze der Hflgloberseite stehenden, kurzen weissen Discalstriche sind beim cf
schmäler als die zwischen ihnen hegenden schwarzen Aderstreifen. Malakka - Halbinsel , Penang, Sumatra,
Banka, Java, Borneo, Natuna. — hyalinus Frühst. Der Gostalrand der Vflglunterseite am Apex bei cf und ? hyalinus.
etwas mehr ausgedehnt schwarz als bei der vorigen Form, und die weissen Submarginalflecke der Hflglober¬
seite beim cf grader. Nias. — palawanus Stgr. (= palawanicus Rothsch.). Die drei kurzen weissen Discal- palawanus.
streifen, welche auf der Hflgloberseite nahe der Zellspitze stehen, sind breiter als bei den vorigen Formen,
die weissen Zellmakeln auf der Vflglunterseite sind von schwarzen Längslinien durchbrochen, was bei den
andern Formen selten vorkommt. Palawan.
P. megarus. Hlbsunterseite ohne schwarze Mittellinie. Das Duftorgan des cf stark entwickelt. Die
weissen Zeichnungen schwach grünlich; Vflgl mit 3 Reihen grünlichweisser Flecke zwischen Zelle und Aussenrd,
die zwischen der 1 . Mediane und der Submediane hegenden Flecke der beiden innern Reihen zu drei Streifen
vereinigt, dagegen die vor der 1. Mediane hegenden Flecke fast stets isoliert; auf dem Hflgl in der Wurzel¬
hälfte einige lange grünlichweisse Streifen , um die Zellspitze herum mehrere kurze Striche und zwischen
diesen und dem Saume drei Reihen Flecke, von denen die submarginalen mondförmig sind. Die hellen
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PAPILIO. Von Dr. Iv. Jordan.
Zeichnungen variieren individuell in der Grösse. Die cf cf häufig auf feuchtem Sande, das ? einzeln im
megarus. Walde. — Bei megarus Westw. (= loki Bob.) (46 e) von Assam sind die Zellflecke des VfLgls oberseits klein
similis. und fehlen unterseits fast gänzlich. Das Vorkommen in Sikkim ist zweifelhaft. — similis Lathy (= meagrus
Frühst., megapenthes Frühst., mendicus Frühst., martinus Frühst.). Die Zellflecke des Vflgls auch unterseits
gut entwickelt. Hainan, Tonkin, Siam, Shan-Staaten, Tenasserim, Malakka-Halbinsel, Nordost-Sumatra. —
sagittiger. sagittiger Frühst. Die hellen Streifen dünner und die Flecke, besonders die submarginalen, kleiner als bei
fleximacula. den vorhergehenden Formen, die Zellflecke des Vflgls auch unterseits vorhanden. Nord-Borneo. — flexi-
macula Rothsch. Vflgl mit weissem Streif statt 2 Flecken vor der 1. Mediane; Submarginalflecke klein.
Insel Banguey, ein Pärchen in coli. Staudinger.
megaera. P. megaera Stgr. (46 e). cf und ? viel blasser braun als megarus, die hellen Zeichnungen in der
Wurzelhälfte beider Flügel oben und unten abwesend oder auf der Hflgloberseite ganz schwach angedeutet.
Palawan.
P. stratocles. Die hellen Zeichnungen reiner weiss als bei megaera und megarus und mit Ausnahme
der Submarginalflecke grösser; der Vflgl fragt zwischen dem Hrd und der 2. Radiale oder selbst der Sub-
costalgabel weisse Discalstreifen; die Zelle des Hflgls ist ganz weiss oder hat nur Spuren zweier schwarzer
stratocles. Linien. Die hellen Zeichnungen beim ? grösser als beim cf. Palawan, Mindoro, Mindanao. — stratocles Fldr.
(= magicus Stgr. , stratoclides Lathy) (47 d). Die Zellflecke des Vflgls und die Discalstreifen beider Flügel
breit. Palawan, Mindoro. Felder gab ursprünglich Mindanao als Vaterland an, das von ihm beschriebene
stratonices. cf kam jedoch von Mindoro. — stratonices subsp. nov. cf: Die weissen Streifen viel weniger stark ent¬
wickelt, die Zellmakeln des Vflgls costalwärts erloschen, die Discalstreifen des Hflgls teilweise braun schattiert,
die Submarginalflecke, besonders auf dem Hflgl, kleiner als bei stratocles. ?: Die weissen Zeichnungen fast
so stark wie beim cf reduziert oder wenigstens die Submarginalflecke des Hflgls oben und unten kleiner als
beim ? der vorigen Form. Mindanao.
P. deucalion. Ähnlich stratocles, meist grösser, die Zellmakeln des Vflgls in Flecke aufgelöst, die
hellen Streifen beider Flügel kürzer, die Zelle des Hflgls vor der Spitze mit schwarzer Schräglinie, auf der
Scheibe des Hflgls eine Reihe von 4 oder 5 Fleckchen. Beim ¥ die hellen Zeichnungen etwas grösser als
deucalion. beim cf. Celebes und Nord-Molukken. — deucalion Bscl. (47 d). Die hellen Zeichnungen gelb. Nord- und
leucadion. Süd-Celebes. — leucadion Stgr. (47 d). Die hellen Zeichnungen weiss, schwach gelblich, kleiner als bei
deucalion, zum Teil schwarz schattiert, die Streifen des Vflgls jedoch etwas länger. Nord -Molukken,
Halmahera, Batjan.
P. thule. Nahe mit den vorhergehenden Arten verwandt; sehr variabel, bei allen Exemplaren sind
die hellen Zeichnungen weiss, mit schwachem grünlichem Ton (die Flügelhaut der hellen Flecke, unterhalb
der Schuppen , grünlich) , der hellen ¥¥ oft fehlt. Vflgl ohne hellen Streif am Hrde oder dieser Streif bei
hellen ¥¥ schwach ausgebildet; auf dem Hflgl die hellen Streifen zu einem Mittelfelde vereinigt, das höchstens
unter der Zelle bis nahe an die Wurzel reicht und gewöhnlich sehr stark von der Wurzel her reduziert ist;
die Adern, welche dieses Feld durchziehen, sind meist sehr schmal schwarz, die Hflglzelle trägt keine schwarze
Schräglinie wie bei deucalion. Bei den dunklen Stücken sind auch die hellen Zeichnungen des Körpers
reduziert. Einigermassen stichhaltige geographische Unterschiede scheinen nicht vorhanden zu sein. Die
fumosa. hauptsächlichen individuellen Formen sind: f. fumosa form, nov., das Hflglfeld oberseits reduziert, von ziem¬
lich breiten schwarzen Adern durchzogen, unterseits so dicht braun beschuppt, dass die hellen Flecke nur
eben angedeutet sind; mehrere cf cf im Tring Museum aus dem Hügellande Britisch Neu-Guineas : an den
leuthe. Zuflüssen zur Redscar-Bai. f. leuthe Grose- Smith (32b), die Discalstreifen des Vflgls kurz, Zelle des Vflgls
ohne Zeichnungen oder die Zellflecke klein, das Hflglfeld weit von der Wurzel entfernt; Waigeu und Nord¬
seite von Holländisch und Deutsch Neu-Guinea, weniger ausgesprochen dunkle Stücke auch in den südlichen
thule. Teilen Neu-Guineas. f. thule Wall. (= alfredi Frühst.), wenigstens einige der Vflglstreifen bis an die Zelle
gehend, schmäler als die schwarzen Aderstreifen, das Hflglfeld erreicht auch hinten die Wurzel nicht, die
goldiei. Zellflecke des Vflgls deutlich; im ganzen Verbreitungsgebiete der Art. f. goldiei Godm. u. Salv. (= princeps
Weyrn.) (32 c). Die hellen Vflglstreifen breiter als bei der vorigen Form, gewöhnlich breiter als die sie trennenden
schwarzen Aderstreifen, das Hflglfeld reicht hinten bis nahe an die Wurzel; beim $ sind die hellen Streifen
besonders stark entwickelt, auch die Zelltlecke des Vflgls sind gross und zuweilen ist die hintere Hälfte
der Zelle von einer langen, nicht unterbrochenen Makel eingenommen; augenscheinlich ebenso weit wie
f. thule verbreitet. Alle diese Formen sind durch Übergänge verbunden. — Die Art ist bis jetzt nur von
Waigeu und verschiedenen Teilen Neu-Guineas bekannt, findet sich wahrscheinlich aber auch auf Aru und
den Inseln an der Küste Neu-Guineas. Der Falter im Walde; die verschiedenen Varietäten sind Abbilder
von Danaiden.
idaeoides. P. idaeoides Heu\ Ein wegen seiner grossen Ähnlichkeit mit dem Modell (Flestia leuconoe) höchst
bemerkenswerter mimetischer Falter. In der Zeichnung dem P. debesserti ähnlich; die Zelle des Hflgls viel breiter,
die Schuppen normal. Flügel weiss mit schwarzen Zeichnungen wie aus der Figur ersichtlich; die Unterseite
gleicht der Oberseite. Das ¥ genau so gezeichnet wie das cf, etwas grösser. — Nur von Mindanao bekannt.
EURYCUS ; LEPTOCIRCUS. Von Dr. K. Jobdan.
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P. encelades Hew. (49b). Htlglzelle breit. Vflgl gestreckt, mit. eingebogenem Aussenrde, weiss, an encelades.
dem Gostal- und Aussenrde schwarz, das schwarze Aussenfeid vorne bis zur Zellspitze ausgedehnt; Hflgl
weiss mit breitem schwarzem Aussenrde. Unterseite fast wie oben, die dunklen Teile blasser, die hellen
Felder von dunklen Adern durchzogen, Hflglzelle mit dunklem Längsstrich, beide Flügel mit grauweissen
Submarginalflecken, die oberseits meist nur schwach angedeutet sind. Das ? scheint nicht bekannt zu
sein. — Nord- und Süd-Celebes.
2. Gattung: Eurycus Bsd.
Ein Aristolochienfalter , der /'. polydorus in mancher Beziehung nahekommt. Unterscheidet sich
von Papilio hauptsächlich durch die kürzere, dickere, nicht gebogene Fühlerkolbe, die viel grössere Basal¬
zelle (sogen. Präcostalzelle) und die nach der Basis zu gebogene Präcostalader. Das ? hat nach der Begattung
eine »Tasche« wie die ?? von Parnassins und der südamerikanischen Gattung Euryades. Beine wie bei den
Aristolochienfaltern Indo- Australiens durch den tiefem Apicaleinschnitt des 5. Tarsengliedes von denen der
amerikanischen Aristolochienfaltern unterschieden. Rp noch nicht beschrieben; nach mündlicher Mitteilung
R. E. Turners der von P. polydorus ähnlich; auf Aristolochia. Pp mit Gürtel; ähnlich wie bei den Aristolochien¬
faltern, aber viel mehr walzenförmig, die Flügelscheiden nicht abstehend und die Dorsalhöcker des Abdomens
klein und fast kegelförmig; Kopf abgestutzt, an jeder Seite oben und unten mit Höcker; graugelb, braun¬
gelb gestreift und marmoriert. — Eine papuanische Art.
E. cressida. cf und ? in der Gestalt einander ähnlich, in der Färbung verschieden, cd schwarz,
Stirn gelblichweiss , Thorax und Hlb rot gezeichnet. Vflgl durchsichtig, dieser Teil nur oben beschuppt,
die Ränder dunkel, die Wurzel schwarz; Zelle lang, mit schwarzem Fleck der Wurzel der obern Mediane
gegenüber, ein zweiter schwarzer Fleck auf dem Zellschlusse. Hflgl schwarz, aussen stark gerundet, Abdominal¬
rand noch schwächer als bei polydorus umgeschlagen, hinter der Mitte eingebogen, ein aus weissen Makeln
bestehendes Mittelband geht vom Gostal- zum Abdominalrande ; eine Reihe Submarginalflecke rot, mehr oder
weniger dicht schwarz überstäubt, am Saume helle Flecke. Unterseite wie oben, aber die Submarginal- und
Saumflecke des Hflgls deutlicher. ? viel blasser als das cf, beide Flügel grösstenteils durchsichtig, gelb¬
lich rauchfarben; die hellen Schuppen an der Wurzel des Vflgls bilden dünne Wellenlinien; der Disco¬
cellularfleck kleiner als beim cf , der Zellfleck durch eine unbestimmte Quermakel ersetzt, Hflgl entweder
durchsichtig mit unbestimmten Zeichnungen, oder ähnlich wie beim cf, die dunklen Teile jedoch blasser,
die Submarginalflecke gelblichgrau, unterseits mehr oder weniger deutlich rötlich. Die Begattungstasche
frontalwärts mit 2 Seitenflügeln und 3 übereinander liegenden Mittelfortsätzen. Beide Geschlechter variieren
in der Grösse beträchtlich. Der Falter ist häufig; er hat einen geraden und ziemlich schwachen Flug,
eilt aber mit grosser Schnelligkeit davon , wenn er erschreckt wird. Er besucht blühende Bäume und
schwärmt zuweilen in Anzahl um blühende Eucalyptus. — cressida F. (= heliconides Swains., ? = harmonia F., cressida.
harmonides Gdt.) (49 c). Htlglunterseite mit deutlichen Marginalflecken. Im nördlichen Australien, Thursday-
Insel (vielleicht auch auf den Nachbarinseln) , und auf den kleinen Inseln zwischen Timor und Timorlaut,
wohin der Falter vielleicht erst in neuerer Zeit gelangt ist: Sermatta, Babber, Letti, Moa, Kisser. Eins der
mir vorliegenden cf cf aus Moa hat gelbe statt rote Submarginalflecke auf beiden Seiten des Hflgls.
troilus Btlr. Hflgl ohne deutliche Randflecke bei cf und?; Hflgl des ? rauchschwarz, mit weissem Mittel- troilus.
bande; Britisch Neu-Guinea.
3. Gattung: L^eptocircilS Swains.
Kopf breit, Thorax dick, Hlb kaum länger als der Thorax; die Fhlr reichen über die Spitze der Vflgl-
zelle hinaus, oberseits beschuppt, die feinen Sinneshärchen fast gleichmässig über die unbeschuppte Unter¬
seite verbreitet, Kolbe kurz und breit; Beine beschuppt. Geäder: im Vflgl die I. und 2. Subcostale von
der Zelle, die 3. und 4. lang gestielt, die 5. von diesem Stiel näher der Zelle als dem 4. Aste, Vorderwinkel
der Zelle spitz; im Hflgl die Zelle sehr klein.
Vflgl dreieckig, der Hrd viel kürzer als der Distalrand, vor der Mitte ein helles Schrägband, das
sich auf den Hflgl fortsetzt und teilweise unbeschuppt ist. zwischen Zelle und Aussenrd ein grosses, durch¬
sichtiges, unbeschupptes , dreieckiges Feld, das von dünnen schwarzen Aderstreifen in 6 — 8 Teile zerlegt
wird; Hflgl schmal und lang, gefaltet., in einen sehr langen Schwanz ausgezogen, der aussen weiss gesäumt
ist. cf und ? einander ähnlich; ? mit grosser ventraler Copulationsgrube vor der Hlbsspitze.
Zwei Arten. Am nächsten mit den Segelfaltern verwandt, aus denen Leptocircus ohne Zweifel her¬
vorgegangen. Der Besitz eines Duftorgans in der Abdominalfalte des Htlgls von L. cnrius und eines Zahnes
an jeder Tarsenklaue bei derselben Art, sowie der kräftige Körperbau, die Zeichnung von Körper und Flügeln,
die grünlichen beschuppten Beine etc. erinnern an Segelfalter. Wir halten es für ganz verfehlt, die Lepto¬
circus als eigene Unterfamilie von den Papilioninae zu trennen.
Uber die früheren Stände ist nichts bekannt, ausser dass das Ei Papilio-artig ist. Die Falter sind
in den meisten Gegenden ihres Verbreitungsgebiets häufig. Sie halten sich in der Nähe von Gewässern auf,
an offenen Stellen, über die sie in schnellem niedrigem Fluge wie Libellen hin- und herschiessen ; sie sind
108
TEINOPALPUS. Von Dr. K. Jordan.
eifrige Wassertrinker, das sie oft hinten rhythmisch wieder ausspritzen. Auch werden sie häufig an Blüten
getroffen, vor denen sie mit schnell vibrierenden Flügeln und hochgehobenen zitternden Schwänzen stehen,
ohne sich zu setzen.
Die Gattung ist von Südost-China und Assam bis Java, Celebes und den Philippinen verbreitet.
L. curius. Tarsenklaue mit langem Zahn; Falte am Abdominalrande des Hflgls des cf mit weissem
Duftorgan; das Schrägband beider Flügel weiss. Nordost-China, Assam, südlich und östlich bis Java und
Palawan. Es sind mehrere geographische Formen aufgestellt, die aber vollständig ineinander übergehen. —
walken, walkeri Moore (49 d). Das schwarze Mittelband des Vflgls hinten verschmälert, sehr häufig unvollständig,
curius. das weisse Band dafür verbreitert. Südost-China, Tonkin, Hainan. — curius F. Wie vorher, aber das
libelluloides. schwarze Mittelhand des Vflgls breiter und immer vollständig. Von Assam bis Palawan und Java. — libel-
luloides Frühst. (49 d). Das durchsichtige Feld des Vflgls schmäler und die dasselbe durchziehenden Adern
dicker schwarz. Nias.
L. meges. Tarsenklaue einfach. Hflgl des cf ohne Duftorgan. Das Schrägband beider Flügel grün
(unbeschuppt, die Flügelmembran grün). Die Genitalien gleichfalls leicht von denen des L. curius zu unter¬
scheiden. Im Osten weiter als curius verbreitet , da meges auch auf den Philippinen und Celebes vertreten
virescens. ist, geht jedoch auf dem Kontinent nicht so weit nördlich wie curius. — virescens Btlr. Das schwarze
Medianband des Vflgls in der Mitte nie doppelt so breit als das grüne Band, in den nördlichen Distrikten
gewöhnlich sogar etwas schmäler als letzteres; die graue Beschuppung an der Wurzel der Hflglunterseite
meges. ziemlich scharf umschrieben. Hainan, Tonkin, Birma, Shan-Staaten, Annam, Siam, Malakka. — meges Zink.
(49 d). Das schwarze Medianband des Vflgls in der Mitte gewöhnlich um die Hälfte breiter als das grüne
Band; die graue Beschuppung an der Wurzel der Hflglunterseite bis zu der 1. grauen Querlinie ausgedehnt,
das weisse Band breiter als das wurzelwärts von ihm hegende schwarze Band. Sumatra, Borneo, Java. —
niasicus. niasicus subsp. nov. Das durchsichtige Feld des Vflgls kleiner als bei den vorigen Formen, aus 7 Abschnitten
bestehend, von denen der erste klein ist, der schwarze Saum so breit wie bei der Form aus Celebes, das
grüne Band hinter der Mitte um ein Drittel schmäler als das schwarze Band; Hflglunterseite mit sehr deut¬
lichen Querlinien vor dem Abdominalrande, das graue Basalfeld erreicht die quere Winkelmakel nicht. Nias.
decius. — decius Flär. (= wilsoni Reak.) (49 d). Das grüne Vflglband schmäler als bei den vorhergehenden Formen,
etwa hall) so breit als das schwarze Medianband; das graue Basalfeld der Hflglunterseite kleiner als bei
ennius. meg. meges. Balabac, Palawan, Domaran und alle Inseln der Philippinen. — ennius Fldr. {= curtius Wall.)
(49 d). Grösser, besonders der Hflgl nebst Schwanz auffallend länger; das Glasfeld des Vflgls schmäler, von
dicken schwarzen Adern durchzogen ; die grüne Binde oben und unten auf beiden Flügeln schmal. Celebes,
wie es scheint im Norden der Insel häufiger als im Süden.
4. Gattung: T eiiiopalpus Hope.
Stirn kegelförmig vorspringend; Taster sehr lang, zugespitzt, vorgestreckt; Fhlr kurz, mit starker,
stumpfer, gekrümmter Keule, mit Ausnahme der Wurzel unbeschuppt, die Segmente fast zylindrisch, die
Sinneshärchen fast gleichmässig über die Unterseite verteilt. Geäder ähnlich wie bei Papilio, der Median-
sporn des Vflgls nur angedeutet, die obere Querader des Vflgls kurz, die 2. lang und eingebogen, Apex
des Vflgls spitz, Hflgl mit 1 (cf) oder 2 (2) langen Schwänzen. — Die frühem Stände noch nicht beschrieben,
die Rp soll auf Daphne nipalensis leben. Der Falter ist sehr lokal und findet sich nur in mittleren und
höheren Lagen der Gebirge (6 — 10000 Fuss) im Waldgebiete. Er hält sich gewöhnlich in den Baumkronen
auf, von wo er nur von etwa 8—11 Uhr vormittags, wenn die Sonne scheint; herabkommt und dann durch
Köder angelockt werden kann. Sein Flug ist ausserordentlich schnell. Die besten Fangplätze sind offene,
von Hochwald umgebene Stellen auf Bergkuppen. Eine Art. Von Nepal bis Tenasserim verbreitet, auch
in Zentral-China.
T. imperialis. cf: Körper grün, unterseits gelblich. Oberseite der Flügel grün auf schwarzem Grunde;
Vflgl vor der Mitte mit schwarzer, sanft gebogener Linie und zwischen ihr und dem Saume zwei breite,
schwärzliche, unbestimmt begrenzte Schattenbinden, der äusserste Saum schwarz, die Fransen weiss; Hflgl
mit schwarzer Mittellinie, an dessen Aussenseite ein gelbes Feld liegt und das von diesem Felde bis zum
Abdominalrande weiss gerandet ist, vor dem Saume grüngelbe Submarginalmonde, Schwanzspitze gelb.
Unterseite bis zur schwarzen Mittellinie grün, der Rest des Vflgls bräunlichgelb mit schwarzen Binden; der
Hflgl fast wie oben. ? grösser als cf, blasser, oberseits auf dem Vflgl mit zwei grauen Binden , auf dem
Hflgl mit grossem grauem Zentralfelde, das vor dem Abdominalrande schmäler und gelb ist, Randzähne
länger als beim cf, der Zahn der 1. Radiale zu einem Schwanz entwickelt, der kürzer als der Schwanz der
3. Radiale und an der Spitze gelblichgrau ist. Unterseite: Wurzelfeld grün, Rest des Vflgls grau mit
imperialis. schwarzen Binden, Htlgl fast wie oben, zuweilen ganz ohne Gelb. — imperialis Hope (= himalaicus Rothsch.,
? = parryae Hope ) (49c). cf: das gelbe Htlglfeld, obwohl sehr variabel in Grösse, tritt stets in die Zell¬
spitze ein und reicht unterseits bis zur 1. Mediane. ?: das Zentralfeld der Hflgloberseite ist Ins zur 2. Mediane
ARMANDIA ; PARNASSIUS. Von Dr. K. .Jordan.
109
grau mit wenig Schwarz und von da ab gelb, unterseits ist. das Feld zuweilen grösstenteils schwarz und
ohne Gelb. Nepal, Sikkim, Bhutan, Assam, Ober-Birma. Vom April !>is August. Die 2? aus Sikkim und
Bhutan scheinen eine blässere Hflglunterseite zu haben (himalaicus) als ?? aus Assam , doch kommen
auch in Assam Exemplare vor, die so blass oder selbst blasser als Sikkim-Stücke sind. — iinperatrix Niccv. imperatrix.
cf: weniger dicht .grün beschuppt als die vorige Form, das gelbe Htlglfeld tritt nicht in die Zelle ein und
reicht unterseits bis zur 2. Mediane; Randzähne länger. ?: das graue Feld der Hflgloberseite vorne dicht
schwarz bestäubt, hinten breiter als bei imperialis, bis zur 3. Radiale und darüber hinaus gelb, Randzähne
länger. Ober-Tenasserim : Toungoo, Januar bis April; im Tring Museum 2 cf cf und 1 2, einschliesslich der
Namentypen (cf?).
5. Gattung: Armand ia Blancli.
Diese Gattung unterscheidet sich von Papilio hauptsächlich dadurch, dass der Mediansporn des Vügls
nur ganz schwach angedeutet ist. Sie gehört zu der wesentlich paläarktischen Unterfamilie Thaklinae (oder
Zerynthiinae).
Körper rauhhaarig, im Verhältnis zur Flügelgrösse schwach; Kopf klein; Taster spitz, vorspringend;
Fhlr unbeschuppt, dünn, kurz, mit schwacher Kolbe, die Sinneshärchen der Unterseite an der Wurzel der
Segmente dicht stehend; Hlb lang, in der hintern Hälfte am dicksten; Beine kurz. Flügel lang, Vtlgl ab¬
gerundet, die 1. und 2. Subcostale frei, die 3. — 5. miteinander gestielt, die 1. Radiale nahe der oberen
Zellecke entspringend ; Hflgl langgezähnt , mit langem Schwanz an der 3. Radiale , und kürzerem an den
beiden Medianästen, Präcostalader wurzelwärts gerichtet, Basalzelle gross. — Die früheren Stände un¬
bekannt. Zwei Arten, in mittleren bis höheren Lagen der waldigen Gebirge Nord-Indiens und West-Chinas. Der
Falter hat einen schwachen, an Plestia erinnernden Flug und lässt sich durch den Wind zwischen den Baum¬
kronen wie ein trockenes Blatt hin und her treiben. Er besucht auch Blumen, und während eines Regen¬
schauers setzt er sich auf ein Blatt und schiebt den Vflgl über den Hflgl, so dass die grellen Farben des
letzteren verdeckt sind (Doherty). Vom Frühjahr bis September. Die Geschlechter einander ähnlich.
A. lidderdalei. Schwarz mit grauen Linien, wie aus der Figur ersichtlich. Hflgl von der 2. Radiale
bis zum Abdominalrande mit grossem buntem Felde, das innen rosenrot und aussen schwarz und von gelben
Makeln begrenzt ist; auf dem schwarzen Teile zwei bläulich graue Flecke, welche wurzelwärts eine weisse
Linie oder einen weissen Punkt tragen; Schwanz stumpf zugespitzt, nicht spatelförmig wie bei der chine¬
sischen Art A. tliaidina. Unten ähnlich wie oben, die Zeichnungen grösser, das rosenrote Feld blasser.
Das ? etAvas grösser als das cf. Nord-Indien und West-China. — lidderdalei Atkms. (49 c). Die Zelllinien lidderdalei.
des Vflgls nur sehr schwach gebogen, die blaugrauen Flecke auf dem schwarzen Felde des Hflgls gross.
Bhutan, Naga-Berge in Nordost-Assam, Chin-Berge in Nordwest-Birma. — spinosa Stich, kommt in West-
China vor.
6. Gattung: Parnassius Latr.
Das Genus Parnassius ist ein rein paläarktisches. Als dessen Urheimat müssen wir die zentral-
asiatischen Gebirge betrachten, von avo aus sich die Arten in der Glazialzeit über das ganze nicht tropische
und nicht arktische Asien und die nicht arktischen Regionen Europas verbreitet haben , und es unterliegt
keinem ZAveifel, dass auch die nordamerikanischen Parnassier über die Alaskabrücke ihren Weg nach Alaska
und den Rocky-Mountains gefunden haben.
Es ist nicht unwahrscheinlich, dass ursprünglich alle Parnassier BeAvohner der Ebene Avaren, und
ein Teil der Arten erst mit dem Zurückweichen des Kontinental-Eises in die höheren Gebirge aufstieg.
Gewiss ist aber, dass die rezenten Arten zum Teil steppicole GeAvohnlieiten beibehielten (massenhaftes Auf¬
treten von P. mnemosyne in der ungarischen Puszta und den Steppen an der Wolga), während das Haupt-
kontingent zu den monticolen Bewohnern zählt. Die indischen Arten sind ausschliesslich monticol und be¬
vorzugen vorherrschend sogar die hochalpinen Regionen, die ihnen hier an der südlichsten Peripherie ihres
Vorkommens allein die geAvolmten Daseinsbedingungen zu bieten vermögen.
Aber selbst diese südliche Dislocation hart an der Grenze der Tropen und an der klimatischen
Scheidewand zwischen Hochasien und dem heissen Tiefland von Indien bewirkte keinerlei wesentliche
Modifikationen im Habitus der Gattung.
Der Charakter der Flügelzeichnung hält sich noch an dieselben Motive, aa ie in der rein paläarktischen
Region, eine Konstanz, welche den Parnassiern das in sich abgeschlossene ihrer Erscheinung und das ein¬
heitliche Gepräge verleiht, wodurch sie sich so auffallend von ihren nächsten Verwandten, den Papilioniden
unterscheiden, die in Indien mehr als sonstwo wesentlichen Veränderungen der Flügel-Umrisse und Zeichnungs¬
anlage untenvorfen sind.
Immerhin aber produzieren die Südabhänge der Himalayakette und die an sie angrenzenden nörd¬
lichen Abdachungen jene Formen, die als die farbigsten ( hardwicki ) oder am dekorativsten gezeichneten
(chcirltonius) unter allen Arten hervorragen.
110
PARXÄSSIUS. Von H. Feuhstoefer.
Die allgemeinen Charaktere der Gattung sind ausführlich im Paläarktenteil Band 1, Seite 19 und
Band 5, Seite 45 der Fauna Exotica behandelt.
Wir beschränken uns deshalb nur darauf hinzuweisen, dass sich die Parnassiiden von den Papilio-
niden morphologisch durch das Fehlen der Querader zwischen Mediana und Submediana nahe der Wurzel
des Vflgls und der Hinterrandsader der Hflgl unterscheiden.
Die Greiforgane der Parnassier stehen jenen der Papilioniden sehr nahe. Der Uncus ist mit zwei
klauenartigen Spitzen versehen, die Valve relativ lang, oval und mit einem hochaufragenden, distal ziemlich
spitzen Gebilde, der Clunicula bewehrt, die auch bei den Ornithoptera vorkommt. Der Penis ist säbelartig,
mit scharfer, etwas ausgebogener Spitze.
Die auffälligste Eigentümlichkeit der Parnassier bildet die Legetasche der Weibchen, deren Struktur
als Determinationshilfsmittel dienen kann.
Auch die indischen Gruppen zerfallen darnach beurteilt in mehrere heterogene Gruppen.
simo. P. simo Gray , die unscheinbarste Art des gesamten Gebietes und die kleinste bisher bekannte
Species überhaupt, charakterisiert durch eine schlauch- oder wurmförmige Legetasche. Es sind nachweislich
bisher nur vier Exemplare nach Europa gekommen, die in Ladak oder der Chinesischen Tartarei, wie man
das Gebiet damals nannte, auf 16000' Höhe gefangen wurden. Die Art ist farbenarm mit umdüsterten
kleinen Augenflecken der Hflgl. Kashmir.
acconus. P. acconus Frühst. (= mölleri Bingliam) (50 e). Etwas stattlicher mit deutlichen hellroten Ocellen
und mit zusammenhängender, nicht wie bei simo in einzelne Flecken aufgelöster Submarginalbinde, acconus
wurde vor dem englisch-tibetanischen Krieg in Kambajong, an der Tibet-Sikkim-Grenze entdeckt und wird
als auf 16000 Fuss Höhe gefangen vermeldet.
acco. P. acco Gray (Bd. I, 16 c) von simo durch die wie lackiert aussehende Unterseite und die grösseren,
intensiv roten Ocellen unterschieden. Gleichfalls sehr selten, mit der vorigen Art zusammen in Kaschmir
entdeckt, auch am Karakorum und dort in 17 — 19000 Fuss Höhe vorkommend. — Von Kambajong ist
gemmifer. gemmifer Frühst, beschrieben, kenntlich am dunkleren Flügelsaum, gesättigter roten und breiter schwarz
umzogenen Ocellen der Hflgl. Die Legetasche von acco ist von sackartiger Gestalt, den Leib umschliessend
mit zwei Zipfeln und unten gefurcht.
delphius. P. delphius Ev. (Bd. I, 15 d, e), einer der am meisten zu geographischer Differenzierung neigenden
stoliczkanus. Arten, entsendet fünf bekannte Zweige in die Region des Himalaya. — stoliczkanus Fldr. (Bd. I, 16 c).
Hflgl mit breiter Randbinde, von der sich 4 — 5 rundliche beim ? blau bestäubte dunklere Flecke abheben.
Auf 16 — 18000 Fuss Höhe gefangen. Flug niedrig, schnell, zickzackförmig, völlig verschieden von jenem
von harduncki und jacquemonti, ähnlich jenem von charltonius Moore. Nordwestlicher Himalaya, Kaschmir. —
atkinsoni. Als eine prächtige ?-Form hat. — atkinsoni Moore zu gelten, mit viel breiteren schwarzen Längsbinden
der Vflgl und stark vergrösserten roten Makeln und Augen der Hflgl. Pir Pingal, Nord-Kaschmir. —
hunza. hunza Gr.-Grsh. ist etwas grösser als stoliczkanus ; aus dem Hindukusch beschrieben, aber in Ghitral nahe der
afghanischen Grenze in indisches Gebiet übertretend. Die Bindenzeichnung ist etwas reduziert, der Discus
reichlich grau bestäubt. Aussen rd der Hflgl stark verschmälert, die Submarginalflecken jedoch recht stattlich,
stenosemus. quadratisch. — Bei stenosemus FFonr. (Bd. I, 161)) macht sich eine an atkinsoni erinnernde Verbreiterung
aller schwarzen Binden bemerklich, die submarginalen Flecken der Hflgl jedoch wie bei hunza freistehend,
mit deutlichen blauen Kernen. Ladak, Kutipass, 17 000 Fuss.
lampidius. P. lampidius Frühst. (= whitei Binyh.) (50 e) kenntlich durch die rein weisse Grundfarbe; ist vielleicht
die kleinste bekannte delphius- Rasse; aus Kambajong, Süd-Tibet. Alle schwarzen Zeichnungen reduziert,
besonders auch das Saumband und die Submarginalflecken der Hflgl. Die Basis der Hflgl dagegen aus¬
gedehnter schwarz als bei den übrigen genannten Formen, an staudingeri Bang-FI. erinnernd. Die Ocellen
der Hflgl hell karminrot, aber kleiner als bei atkinsoni. Die Legetaschen umschliessen den Leib ringartig,
sind breiter als hoch und zweizipfelig.
jacquemonti. P. jacquemonti Bsd. (50b). Nach Veeity ist diese Species ausgezeichnet durch das im Gegensatz
zu den sonstigen Parnassiern bei den cf cf vorherrschende melanolische Kolorit, während die in der Regel
dunklen ?? sich ausnahmslos viel heller und fast rein weiss tragen. Die Art ist ausserordentlich unbeständig
und variiert recht bedeutend in der Grösse, der Grundfärbung, der Anzahl und Gestalt der roten Flecke,
die, wie bei den europäischen apollo, mit oder ohne weissen Kern versehen sein können. Diese Differenzen
impunctata. lassen sich vielleicht auf Saisondimorphismus zurückführen. Die zeichnungsärmste Form ist als impunctata
Austenit (50b) aus Sikkim beschrieben. Kaschmir- Exemplare sind in beiden Geschlechtern etwas kleiner,
ausnahmslos reicher rot dekoriert und zumeist mit zwei roten Präapicalflecken versehen. Auch Stücke mit
noch dunkleren als die Abbildung und glasig durchschimmernden Vflgln sind bekannt. — Den Namen
himalayensis. himalayensis Ehe. (50 c) übertrage auf die Form des östlichen Himalaya, wie sie mir aus Native-Sikkim in
Anzahl vorliegt, ausgezeichnet durch die rein weisse Grundfarbe, die kleineren und lichter roten Ocellen,
den schmäleren glasigen Aussensaum der Hflgl und die schärfer abgesetzten schwarzen Submarginalflecken. —
PARNASSIUS. Von H. Fruhstorfer
111
rhodius Honr. aus Kaschmir differiert dann noch durch die mehr kreisrunden Ocellen und die verwischten rhodius.
Submarginalbinden der Hflgl. — chitralensis Moore ist eine Lokalform von rein weisser Grundfarbe, zurück- chitraiensis.
tretenden schwarzen und roten Flecken der Vtlgl, aber ausgedehnteren, zahnartig in die Flügelmitte vor¬
springenden schwarzen Basaltleck der Hflgl und nierenförmigen roten Ocellen. Ghitral. jacquemonti ist
eine hochalpine Species, die auf den Himalayapässen in Erhebungen von 10 000 bis selbst 18000 Fass ge¬
funden wurde. Die Falter bewegen sich dort über Schneefeldern oder dem gefrorenen Boden in raschem,
niederem Fluge, auch da, wo nicht die geringste Vegetation mehr bestehen kann. Flugzeit Juli— September.
Die ?? der jacquemonti- Reihe besitzen gekielte Legetaschen, während die der nachfolgenden epaphus- Serie
statt des Kiels eine Legetasche mit Querfalten am breiten Ende tragen.
P. epaphus ObertJi. vom Nordwest-Himalaya (Ladak) ist eine Art, die im Juli und August tliegt, bis epaphus.
15 000 Fuss Höhe vorkommend beobachtet wurde und stellenweise häufig ist, wenn gleich sie selten nach
Europa gelangt. Obeethür’s Type gehört der Regenform an, gekennzeichnet durch grössere rote Ozellen
und breitere schwarze Binden als die forma cachemiriensis Oberth. (Bd. 1. 15 c) mit zierlicheren Flecken und
Augen und rein weisser statt ockergelber Grundfarbe. In der Nähe von Leh , Kaschmir ist letztere nicht
selten. — nirius Moore (Bd. I, 15b), die wegen dem melanotischen Kolorit des ? — das viel dunkler als der nirius.
cf ist, auch zu epaphus gehört, — ist eine habituell kleine individuelle Abweichung, gleichfalls aus Kaschmir
und von epaphus nur zu trennen durch die komplette nicht in einzelne Flecken aufgelöste Submarginalbinde
der Vtlgl. (Bingham).
sikkimensis Elw. (50 d) ist eine gutumschriebene, sehr kleine Lokalform aus Native-Sikkim, wo sie sikkimensis.
Elwes im September 1870 an der tibetanischen Grenze noch auf 19 000 Fuss Höhe gefangen hat. Auch in
Süd-Tibet (Kambajong) ist die Art noch häufig, doch variiert sie stark in der Grösse, indem einige bereits
der nordtibetaniseben nanchanica Aust, durch ihre grossen roten Ozellen nahe kommen, während auch dunkle
Exemplare auftreten mit dicht schwarzbestäubtem Vflgl-Discus.
P. hardwicki Gray (Bd. I, 15 b) stellt in seinen entwickeltsten Formen unter allen Parnassiern ent- hardwicki.
schieden die bunteste Art dar, mit einer so weitgehenden Variation, dass ihr Moore in den Lepidoptera Indica
drei Tafeln mit 24 kolorierten Figuren widmete, von denen keine der andern gleicht und dabei ist nicht
einmal die so charakteristisch nur bei hardwicki vorkommende eigentümlich hell moosgrün (ähnlich wie bei
gewissen Colias ) abgetönte Unterseite dort dargestellt.
hardwicki wurde gemeinsam mit acco und simo von Major Charlton in Kaschmir entdeckt. Dort und
in Simla kommt die Art während des ganzen Jahres vor. Sie bevorzugt nackte nur mit Gras bewachsene
Berggipfel, über der Baumgrenze tliegt langsam wie gewöhnliche träge Pieriden, kann aber auch schnell und
hastig über Felsen hinwegsetzen. Zwei Generationen sind bestimmt nachgewiesen. Moore glaubt sogar drei
konstruieren zu können, aber sicher sind nur eine Vorfrühlings- und eine Spätherbstgeneration. Letztere
überwintert anscheinend, denn Gapt. Lang hat hardwicki im Dezember und Februar an schönen Tagen, die
auf Wochen andauernden Schneesturm folgten, fliegen sehen. Young fand grosse Mengen Ppn Mitte Oktober
und glaubt, dass noch mehr Ppn als Imagos überwintern. Die Rpn fressen wie auch die von verwandten
Arten Saxifraga- Arten. Im westlichsten Himalaya variiert die Art am wenigsten, die helleren Formen fliegen
in Höhen von 7500 — 9000 Fuss, die dunklen von 10 — 15 000 Fuss Höhe. Ich glaube zwei Rassen absondern
zu dürfen, nämlich hardwicki Gray (Bd. I, 15b) von Kaschmir und dem westlichen Himalaya mit dem Extrem
albinotischer Entwicklung forma otos Frühst. (50 c) und charino Elu\ (50 d), der melanotischen Hochalpen- otos.
form. — Für die kleinere, namentlich in weiblichen Geschlecht auch unterseits dunkler grün bereifte Sikkim- charino.
rasse möge der Name viridicans nov. subsp. (50 c, d) eingeführt werden. Davon stellt ater Frühst, eine ver - viridicans.
dunkelte, albicans Frühst, eine albinotische und parva Verity eine habituell zurückgebliebene Bergform albicans.
dar. Die ?? sind die farbenschönsten Exemplare, durchweg dunkler als die cf cf und auch unterseits auf ,uv L'a'
grünem Grunde rot gezeichnet. Die Legetasche ist seitlich flach gedrückt, blasenartig, weisslichgelb mit
einer tiefen Längsfurche an der Unterseite.
P. imperator Oberth. (50 a cf; ? Bd. I, 16 f.) gilt als der grösste Repräsentant der Gruppe. Eines imperator.
der seltenen cf cf, die sich in den wenigsten Sammlungen befinden, kommt liier zur Darstellung, ebenso eine
Rasse aus Südtibet, nahe der Sikkimgrenze gefangen, augustus Frühst. (50 b). Diese hochspezialisierte Lokal- augustus.
form differiert von imperator durch die gelbliche, manchmal sogar kanariengelbe Grundfarbe und die schärfer
abgesetzten und schmäleren schwarzen Binden aller Flügel, die durchscheinende sehr grosse rote Basalmakel
und die wie bei jacquemonti, epaphus und hardwicki vorhandenen aber noch grösseren roten Tränenflecken
in der Zelle und der Subanalgegend der Hflgl. Die roten Augen der Hflgl bleiben kleiner, sie sind aber
breiter schwarz umrandet und ebenso wie die blauen Analozellen reicher weiss gekernt. In der Grösse
bleibt augustus etwas hinter imperator zurück, trotzdem ist die Submarginalbinde der Vtlgl fast doppelt so
breit, wie denn alle gelblichen Vflglbinden eine Tendenz zur Ausdehnung verraten. — Legetasche des ?
ähnlich jener von delphius, nur kräftiger, dunkler mit zwei spitzen Flügeln.
Zu den vornehmsten aller Arten zählt auch
P. charltonius Gray (50a), ausgezeichnet durch die prächtigen, meist sehr grossen quadratischen , charltonius.
hellroten Augenflecken und die freistehenden schwarzen grossen, blaugekernten Submarginalocellen der Hflgl.
112
PARNASSIUS. Von H. Fruhstorfer.
Im Gegensatz zu augustus besitzt charltonius keinerlei rote Basalfleckung der Hflglunterseite, an deren Stelle
ein schwärzliches dicht mit gelben Schuppen belegtes Feld tritt. — Legetasche des ? schneckenförmig. Kashmir,
Nordwest-Himalaya. — Moore sagt, dass charltonius in Höhen von 4500 — 5000 m im Zickzack schwimmen¬
den Fluges über den Boden gleitet wie ein Hühnerhund, wenn er Wild aufnimmt. Von charltonius und
Imperator sind stets die cf cf seltener als die ??, was damit erklärt wird, dass die cf cf es lieben, unzugängliche
isolierte Berggipfel zu umkreisen und nur zur Copulation in die tiefer gelegenen Alpenmatten herabzugehen,
wo allein die 2? Gelegenheit finden ihre Eier abzulegen. Von charltonius ist bekannt, dass die cf cf in rasendem
Fluge umherschiessen und nur zufällig gefangen werden können , wenn Wolken die Sonne verbergen oder
starke und kalte Winde einsetzen, wo die Falter sich dann Schutz suchend auf Felsen setzen. Augustus
und charltonius sind sehr lokal und beide neigen viel weniger als andere Parnassier zur Variabilität. Auch
scheinen die Jahreszeiten keinen Einfluss auf ihre Färbung auszuüben. Bei charltonius wechselt jedoch die
Ausdehnung des Rot der Ocellen etwas. — Besonders reich rot verzierte Stücke von letzterem nannte
h. Veritv deckerti.
Nachträge und Berichtigungen.
Seite 14: Papilio priamus arruanus cf -ab. chrysospila lies chrysophila.
Seite 21: Papilio helena papuensis. Es gibt in Deutsch Neu-Guinea unter den cf cf Exemplare,
a- deren Hflgl rot statt golden ist: cf-ab. rubra Pagenst. Mir nicht in Natur bekannt.
Seite 22: Papilio helena bandensis (1908) Rothsch. ist bandensis Pagenst. (1904).
Seite 23: Papilio helena mannus Frühst, von Bali kann ich nicht von javanischen Stücken (P. h. helena)
unterscheiden.
Seile 33: P. ikusa Ehrm., vor kurzem aus Simoda, Japan, beschrieben, fällt mit alcinous Klug
zusammen.
Seite 48: Eine mir jetzt vorliegende grosse Serie Exemplare von P. xuthus aus Formosa bestätigen
meine Vermutung, dass koxinga Frühst, auf ein vergilbtes Stück gegründet ist. Der Name koxinga muss
daher als synonym zu xuthus gezogen werden.
Seite 57: capaneus Westw. von Queensland.
Seite 61: Zeile 3 lies cf-f. depicta statt ?-f.
Seite 62: Zeile 6 u. ff. lies Savu statt Suva.
Seite 67: ?-f. nymphasia ist = ?-f. capsus Ribbe (1898).
Seite 79: Zeile 40 lies Vflgl statt Hflgl. (K. Jordan.)
Alphabetisches Verzeichnis
zum Nachweis der Urbeschreibungen der unter den
* bedeutet, dass die Form an der
abbreviatus Pap. Rothsch. Nov. Zool. 2, p. 303.
aberrans Pap. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1883, p. 369.
acco Parn. Gray, Cat. Lep. Brit. Mus. 1, p. 76. *
acconus Parn. Frühst. Iris 16, p. 43.
achates Pap. Sulz. Abgek. Gesch. Ins., p. 141. *
acheron Pap. Moore, Ann. Mag. Nat. Hist. (5) 16, p. 120.
acheron Pap. Grose-Sm. Ann. Mag. Nat. Hist. (5) 20, p. 432.
acous Pap. Ribbe, Soc. Entom 1898, p. 161.
actinotia Pap. Jord. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 28.
acuta Pap. Druce, Proc. Zool. Soc. Lond. 1873, p. 358.
adaeus Pap. Rothsch. Nov. Zool. 1908, p. 167.
adamantius Pap. Fldr. Verh. zool.-bot. Ges. Wien 1864, p 322.
adamas Pap. Zink. Nov. Act. Ac. Nat. Cur. 15, p. 144.
adamsoni Pap. Grose-Sm. Ann. Mag. Nat. Hist. (5) 18, p. 149.
adonarensis Pap. Rothsch. Nov. Zool. 1896, p. 324.
adrastus Pap. Fldr. Verh. zool.-bot. Ges. Wien 1864, p. 321.
adventus Pap. Frühst. Iris 1902, p. 306.
aeacus Pap. Fldr. Wien. Ent. Mon. 4, p. 225.
aegatinus Pap. Rothsch. Nov. Zol. 1908, p. 172.
aegeus Pap. Don. Ins. N. Holl. 14. *
aegialus Pap. Dist., Ann. Mag. Nat. Hist. (5) 12, p. 352.
indo-australischen Papilioniden aufgeführten Formen.
zitierten Stelle auch abgebildet ist.
aegisthus Pap. L. Amoen. Acad. 6, p. 401.
aenigma Pap. Wallace, Trans. Linn. Soc. Lond. 25, p. 60. *
aesacus Pap. Ney, Ins. Börse 1903, p. 36.
agamemnon Pap. L. Syst. Nat. (X), p. 462.
agasophus Pap. Frühst. Iris 1903, p. 11.
agenor Pap. L. Syst. Nat. (X), p. 460.
agestor Pap. Gray, Zool. Mise. 1832, p. 32.
agetes Pap. Westw. Arcan. Ent. 2, p. 23. *
ahasverus Pap. Stgr. Iris 8, p. 347.
aidoneus Pap. Dbl. Ann. Mag. Nat. Hist. 16, 1845, p. 178.
aignanus Pap. Rothsch. Nov. Zool. 1898, p. 416.
aipytos Pap. Frühst. Entom. Ztschr. Guben 1908, p. 49.
albertisi Pap. Oberth. Et. d’Ent. 4, p. 41.
albescens Pap. Rothsch. Nov. Zool. 2, p. 199.
albicans Parn. Frühst. Iris 11, p. 147.
albinovanus Pap. Frühst. Ent. Ztschr. Gub. 1909, p. 238.
albinus Pap. Wallace, Trans. Ent. Soc. Lond. 25, p. 49. *
albociliatus Pap. Frühst. Soc. Ent. 1901, p. 106.
albofasciata Pap. Semp. Philipp. Tagt., p. 273.
albolineatus Pap. Forb. Nat. Wand. E. Arch., p. 275.
albostriatus Pap. Rothsch. Nov. Zool. 1896, p. 66.
Urbeschreibungs-Nachweis der indo-australischen Papilioniden.
118
alboventris Pap. Ribbe, Iris 1900, p. 407.
alcanor Pap. Cr. Pap. Exot. 2, p. 107. *
alcibiades Pap. F. Mant. Ins. II, p. 8.
alcindor Pap. Oberth. Et. d’Ent. 4, p. 48.
alebion Pap. Gray, Gat. Lep. Brit. Mus. 1, p. 80. *
alexandrae Pap. Rothsch. Nov. Zool. 1907, p. 96.
almae Pap. Semp. Phil. Tagt’., p. 270. *
alorensis Pap. Rothsch. Nov. Zool. 1, p. 686.
aloricus Pap. Frühst. Ent. Zsehr. Stuttg. 1909, p. 170.
alpheios Pap. Frühst. Iris 1901, p. 343.
alphenor Pap. Cr. Pap. Exot. 1, p. 141. :
alticola Pap. Jord. Seitz, Gross-Schmett. ,9, p. 64.
amanga Pap. Bsd. Voy. Astrolabe Ent., p. 39.
amaranta Pap. Rothsch. Nov. Zool. 1898, p. 422.
amaura Pap. Jord. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 76.
amaura Pap. Jord. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 21.
ambiguus Pap. Rothsch. Nov. Zool. 2, p. 397.
ambracia Pap. Wallace, Trans. Linn. Soc. Lond. 25, p. 54.
ambrax Pap. Bsd. Voy. Astrolabe, Entom. p. 40.
ampelius Pap. Rothsch. Nov. Zool. 1908, p. 174.
amphis Pap. Jord. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 91.
amphrysus Pap. Cr. Pap. Exot. 3, p. 43. *
amynthor Pap. Bsd. Bull. Soc. Ent. Fr. 1859, p. 155.
anactus Pap. Macl. King’s Surv. Austr. 2, App., p. 458.
anamiticus Pap. Frühst. Iris 1901, p. 271.
anceus Pap. Cr. Pap. Exot. 3, p. 44. *
andamana Pap. Lathy, Trans. Ent. Soc. Lond. 1907, p. 5.
andamanicus Pap. Rothsch. Nov. Zool. 1908, p. 171.
androcles Pap. Bsd. Spec. Gen. Lep. 1, p 249.
androgyna Pap. Jord. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 19.
andromache Pap. Stgr. Iris 5, p. 393.
andronicus Pap. Frühst. Ent. Zschr. Stuttg. 1909 , p. 167.
angustatus Pap. Stgr. Iris 1, p. 273.
annae Pap. Fldr. Wien. Ent. Mon. 5, p. 297.
anthedon Pap. Fldr. Verh. Zool. bot. Ges. Wien 1864, p. 305.
anticrates Pap. Dbl. Ann. Mag. Nat. Hist. 18 (1846), p. 371.
antileuca Pap. Rothsch. Entomolog. 1908, p. 3.
antiope Pap. Rothsch. Entomolog. 1908, p. 2.
antiphates Pap. Cr. Pap. Exot. 1, p. 113. *
antiphonus Pap. Frühst. Soc. Ent. 1902, p._170.
antiphulus Pap. Frühst. Iris 1903, p. 302.
antiphus Pap. F. Ent. Syst. 3 (1), p. 10.
antissa Pap. Jord. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 39.
antonio Pap. Hew. Exot. Butt. V, Pap. *
anura Pap. Jord. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 74.
aphnea Pap. Jord. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 24.
aphthonia Pap. Rothsch. Nov. Zool. 1908, p. 165.
aplotia Pap. Jord. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 24.
araspes Pap. Fldr. Wien. Ent. Mon. 3, p. 321.
archidaeus Pap. Gray, Cat. Lep. B. Mus. I, p. 3.
arctofasciata Pap. Lathy, Entomolog. 1899, p. 148.
arcturus Pap. Westw. Ann. Mag. Hist. 9 (1842), p. 37.
argentiferus Pap. Frühst. Soc. Entom. 1901, p. 106.
argidia Pap. Jord. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 22.
argynnus Pap. Druce, Ann. Mag. Nat. Hist. (6) 2, p. 235.
ariadne Pap. Rothsch. Entomolog. 1908, p. 2.
aribbas Pap. Frühst. Ent. Zschr. Stuttg. 1909, p. 177.
ariel Pap. Grose-Sm. Ent. Month. Mag. 25, p. 303.
aristeoides Pap. Eimer, Artbild. Schmett. p. 161. 1
aristeus Pap. Cr. Pap. Exot. 4, p. 60. *
aristolochiae Pap. F. Syst. Ent., p. 443.
arius Pap. Rothsch. Nov. Zool. 1908, p. 174.
arjuna Pap. Horsf. Gat. Lep. Mus. E. Ind. C. I. *
arruana Pap. Fldr. Wien. Ent. Mon. 3, p. 391.
artanus Pap. Rothsch. Nov. Zool. 1908, p. 173.
artaphernes Pap. Hotir. Berl. Ent. Zeitsch. 30, p. 295.
arycleoides Pap. Frühst. Iris 1901, p. 344.
arycles Pap. Bsd. Spec. Gen. Lep. 1, p. 231.
asakurae Pap. Matsam. Ent. Zschr. Stuttg. 1909, p. 55.
asartea Pap. Rothsch. Entomolog. 1908, p. 2.
ascalaphus Pap. Bsd. Spec. Gen. Lep. S., p. 200.
ascalon Pap. Stgr. Iris 7, p. 348.
asiatica Pap. Men. Enum. Corp. Mus. Petr. 1. p. 70.
asinices Pap Frühst. Ent. Meddel. 1901, p. 305.
asteris Pap. Rothsch. Nov. Zool. 1908, p. 167.
astina Pap. Westw. Cab. Or. Ent., p. 20. *
astorion Pap. Westw. Ann. Mag. Nat. Hist. 9 (1842), p. 37.
astreans Pap. Jord. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 61.
atavus Pap. Rothsch. Nov. Zool. 2, p. 353.
atavus Pap. Jord. Seitz, Gross-Schmett 9, p. 39.
atkinsoni Parn, Moore, Lep. Ind. 5, p. 121. *
atlas Pap. Rothsch. Entomolog. 1908, p. 1.
atratus Pap. Rothsch. Nov. Zool. 2, p. 414.
IX
atropictus Pap. Frühst. Ins. Börse 1908, p. 53.
atropos Pap. Stgr. Iris 1, p. 276.
augustus Parn. Frühst. Soc. Entom. 18, p. 113.
auratus Pap. Rothsch. Nov. Zool. 1898. p. 218.
aureifer Pap. Frühst. Berl. Ent. Zeitschr. 1899, p. 423.
aurifer Pap. Frühst. Ent. Zeitschr. Stuttg. 1907, p. 132.
auriflua Pap. Frühst. Soc. Ent. 1903, p. 5'.’.
austrosundanus Pap. Rothsch. Nov. Zool 2, p. 249.
autolycus Pap. Fldr. Verh. Zool. bot. Ges. Wien 1864, p. 321.
axion Pap. Fldr. Verh. zool.-bot. Ges., Wien 1864, p. 305.
azelia Jord. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 24.
baglantis Pap. Rothsch. Nov. Zool. 1908, p. 165.
balinus Pap. Frühst. Ent. Zeitschr. Stuttg. 1908, p. 72.
j balius Pap. Jord. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 90.
banjermasinus Pap. Frühst. Nov. Zool. 1908, p. 165.
barata Pap. Rothsch. Nov. Zool. 1908, p. 168.
bathycles Pap. Zink. Nov. Act. Nat. Gur., p. 157. *
bathycloides Pap. Hotir. Berl. Ent. Zeitschr. 28, p. 391.
battacorum Pap. Rothsch. Nov. Zool. 1908, p. 173.
baweana Pap. Hag. Jahrb. Nass. Ver. Naturk. 1896, p. 180.
baweana Pap. Hag. Jahrb. Nass. Verh. Nat. 1896, p. 179.
bazilanus Pap. Frühst. Berl. Ent. Zeitschr. 1899, p. 43.
beatrix Pap. Waterh. Vict. Natural 25 (1908), p. 118.
beccarii Pap. Oberth. Et. d'Ent. 4, p. 46.
bernhardus Pap. Frühst. Berl. Ent. Zeitschr. 1898, p. 194.
bianor Pap. Cr. Pap. Exot. 2, p. 10. *
bifax Pap. Rothsch. Nov. Zool. 1898, p. 416.
birmeicollis Pap. Frühst. Soc. Entom. 1902, p. 57.
biroi Pap. Horv. u. Mocz, Termez. 1900.
biseriatus Pap, Rothsch. Nov. Zool. 2, p. 287.
bismarckianus Pap. Rothsch. Nov. Zool. 2, p. 305.
blanca Pap. Rothsch. Nov. Zool. 1898, p. 422.
blumei Pap. Bsd. Spec. Gen. Lep. 1, p. 206.
boisduvali Pap. Montr. Ann. Soc. Phys. Nat. Lyon 1856, p. 393.
bootes Pap. Westw. Ann. Mag. Nat'. Hist. 9 (1842), p. 36.
borealis Pap. Fldr. Wien. Ent. Mon. 6, p. 22.
boreas Pap. Frühst. Iris 1901, p. 349.
bornemanni Pap. Pag. Jahrb. Nass. Ver. Nat. 1894, p. 65. *
bouruensis Pap. Wallace, Trans. Linn. Soc. Lond. 25, p. 38.
bradanus Pap. Frühst. Ent. Zeitschr. Stuttg. 1808, p. 46.
bridgei Pap. Math. Proc. Zool. Soc. Lond. 1886, p. 349. *
brookiana Pap. Wallace, Proc. Ent. Soc. Lond. (2) 3, p. 104.
browni Pap. Godm. u. Salv. Proc. Zool. Soc. Lond. 1879, p. 655.
brunei Pap. Frühst. Entom. Nachr. 1894, p. 300.
bruneicollis Pap. Frühst. Soc. Entomol. 1902, p. 57.
brunneus Pap. Rothsch. Nov. Zool. 2, p. 189.
buddha Pap. Westw. Trans. Ent. Soc. Lond. 1872, p. 1«86. *
buruanus Pap. Rothsch. Nov. Zool. 1897, p. 181.
butis Pap. Jord. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 73.
butleri Pap. Jans. Cist. Entom. 2, p. 433. *
butlerianus Pap. Rothsch. Nov. Zool. 2, p. 320.
cacharensis Pap. Btlr. Trans. Ent. Soc. Lond. 1879, p. 8.
caelestis Pap. Rothsch. Nov. Zool. 1998. p. 216.
caliginosa Pap. Frühst. Ent. Zeitschr. Guben 1908, p. 50.
cambyses Pap. Ehrm. Entom. News 1904, p. 214.
camorta Pap. Moore. Proc. Zool. Soc. Lond. 1877, p. 592.
canopinus Pap. Rothsch. Nov. Zool. 2, p. 342.
canopus Pap. Westw. Ann. Mag. Nat. Hist. 9, 1842, p. 38.
capaneus Pap. Westw. Arcan. Ent. 2, p. 15. *
capnodia Pap. Jord. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 21.
carnatus Pap. Rothsch. Nov. Zool. 2, p. 387.
caroli Pap. Frühst. Berl. Entom. Zeitschr. 1898, p. 306.
caschmirensis Pap. Rothsch. Nov. Zool. 2, p. 407.
castaneus Pap. Goeze, Ent. Beytr. 3 (1), p. 88.
castor Pap. Westw. Ann. Mag. Nat. Hist. 1842, 9, p. 37.
casyapa Pap. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1879, p. 143.
cataleucas Pap. Rothsch. Nov. Zool. 1908, p. 173.
caunus Pap. Westw. Cab. Orient. Entom. *
celebensis Pap. Wallace, Trans. Linn. Soc. Lond. 25, p 39
celebensis Pap. Wallace, Trans. Linn. Soc. Lond. 25, p. 64
cellularis Pap. Rothsch. Nov. Zool. 2, p. 202.
cerberus Pap. Fldr. Verh. Zool. bot. Ges. Wien 1864, p. 291.
cestius Pap. Frühst. Soc. Entom. 1903, p. 49.
ceylonicus Pap. Eimer. Artbild. Schmett. p. 149.
ceylonicus Pap. Moore, Lep. Ceyl. I, p. 151. *
chaon Pap. Westw. Arcan. Ent. 2, p. 97.
chaonulus Pap. Frühst. Soc. Entom. 1902, p. 73.
charino Parn Gray, Cat. Lep. Brit. Mus. 1, p. 76. *
- charlesi Pap. Frühst. Soc. Entom. 1902, p 73.
charltonius Parn. Gray. Cat. Lep. Brit. Mus. 1. p. 77.
15
114
Urbeschreibungs-Nachweis der indo-australischen Papilioniden.
cheronus Pap. Frühst. Berl. Ent. Zschr. 1902, p. 204.
chimaera Pap. Rothsch. Nov. Zool. 1904, p. 311. *
chiron Pap. Wallace, Trans. Linn. Soc. Lond. 25, p. 66.
chitonia Pap. Jord. Seitz, Gross- Schmett. 9, p. 20.
chitralensis Parn. Moore, Lep. Ind. 5, p. 107. *
cliloanthulus Pap. Westw. Iris 1902, p. 168.
chloanthus Pap. Westw. Arcan. Ent. I, p. 42. *
choiseuli Pap Rothsch. Nov. Zool. 1908, p. 172.
choredon Pap. Fldr. Verh. zool. -bot. Ges. Wien 1864, p. 305.
christobalus Pap. Jord. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 94.
chrysospila Pap. Rothsch. Entomolog. 1908.
cilix Pap. Godm. u. Salv. Proc Zool. Soc. Lond 1909, p. 148.
ciminius Pap. Frühst. Ent. Zeitschr. Stuttg. 1909, p. 177.
cinereomaculatus Pap. Goeze, Ent. Beytr. 3 (1), p. 88.
cinna Pap. Frühst. Entom. Zeitschr. Guben 1908, p. 50.
citricinctus Pap. Frühst. Berl. Ent. Zeitschr. 1899, p. 423.
clanis Pap. Jord. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 100.
clara Pap. Jord. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 19.
clathratus Pap. Rothsch. Nov. Zool. 1896, p. 322.
clymenus Pap. Leech, Butt. China, p. 523. *
clytia Pap. L. Syst. Nat. (X), p. 479.
cnephas Pap. Jord. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 41.
codrus Pap. Cr. Pap. Exot. II, p. 127. *
commixtus Pap. Rothsch. Nov. Zool. 2, p. 367.
comodus Pap. Frühst. Berl. Ent. Zeitschr. 1898, p. 218.
conjuncta Pap. Hag. Jahrb. Nass. Ver. Nat. 1897, p. 54.
connectens Pap. Frühst. Soc. Entom. 1906, p. 73.
conspectus Pap. Rothsch. Nov. Zool. 2, p. 355.
coon Pap. F. Ent. Syst. ,3 (1), p. 10.
crassipes Pap. Oberth. Et. d'Ent. 17, p. 2. *
cressida Eur. F. Syst. Ent. 1, p. 448.
crino Pap. F. Ent. Syst. 3 (1), p. 5.
crispus Pap. Frühst. Berl. Ent. Zeitschr. 1902, p. 208.
criton Pap. Fldr. Wien. Ent. Mon. 4, p. 225.
critonides Pap. Frühst. Soe. Entomol. 1903, p. 50.
croesus Pap. Wallace. Proc. Ent. Soc. Lond. (2), 5, p. 70.
cronius Pap. Fldr. Verh. zool.-bot. Ges. Wien, 1864, p. 332.
croton Pap. Frühst. Ins. Börse 1904, p. 180.
crudus Pap. Rothsch. Nov. Zool. 1898, p. 416.
cuneifera Pap. Oberth. Et. d’Ent. 4, p. 110.
curiatius Pap. Frühst. Iris 1901, p. 349.
curius Lept. F. Mant. Ins. 2, p. 9.
curtisi Pap. Jord. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 55.
cyanippe Pap. Jord. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 85.
cyrus Pap. F. Spec. Ins. 2, p. 2.
daedalus Pap. Fldr. Wien. Ent. Mon. 5, p. 298.
daja Pap. Rothsch. Nov. Zool. 2, p. 374.
daksha Pap. Hmps. Journ. As. Soc. Beng. 1888, p. 363.
damaranus Pap. Frühst. Berl. Ent. Zeitschr. 1908, .p. 198.
dampierensis Pap. Hag. Jahrb. Nass. Ver. Nat. 1817, p. 50. öl
danisepa Pap. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (5) 16, p. 343. \
darsius Pap. Gray. Cat. Lep. B. Mus. I, p. 5.
dasarada Pap. Moore. Cat. Lep. Ins. Mus. E. J. C. 1, p. 96.
dayacus Pap. Rothsch. Nov. Zool. 1908, p. 171.
decius Lept. Fldr. Wien. Ent. Mon. 6, p. 284.
decolor Pap. Stgr. Iris 1, p. 279.
decora Pap. Oberth. Bull. Soc. Ent. Fr. 1907, p. 138.
decoratus Pap. Rothsch. Nov. Zool. 2, p. 451.
deiphobus Pap. L. Syst. Nat. (X). p. 459.
deiphontes Pap. Fldr. Verh. zool.-bot. Ges. Wien 1864, p. 323.
deipylus Pap. Fldr. Verh. zool.-bot. Ges. Wien 1864, p. 323.
delesserti Pap. Gaer. Piev. Zool. 1839, p. 233.
delianus Pap. Frühst. Ent. Nachr. 1895, p. 196.
delostenus Pap. Rothsch. Nov. Zool. 1908, p. 168.
delphius Parn. Ev. Bull. Mose. 1843, p. 541. *
demetrius Pap. Cr. Pap. Exot. 4, p. 196. *
demoleinus Pap. Oberth. Et. d’Ent. 4, p. 57.
demoleus Pap. L. Syst. Nat. (X), p. 464.
demolion Pap. Cr. Pap. Exot. I, p. 140. *
depelchini Pap. Robbe, Ann. Soc. Ent. Belg. 1892, p. 125.
depicta Pap. Frühst. Ent. Woehenbl. 1908, p. 38.
depilis Pap. Rothsch. Nov. Zool. 2, p. 340.
desdemona Pap. Jord. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 66.
deucalion Pap. Bsd. Spec. Gen. Lep. 1, p. 375.
dialis Pap. Leech, Entomolog. 26, Suppl., p. 104.
diana Pap. Jord. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 21.
dilutus Pap. Frühst. Ent. Nachr. 1895, p. 169.
diophantus Pap. Grose-Sm. Ent. Month. Mag. 19, p. 234.
dioscurus Pap. Jord. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 45.
diphilus Pap. Esp. Ausl. Schmett., Taf. 40. *
dirce Pap. Jord. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 84.
discordia Pap. Nicev. Journ. Bomb. Soc. N. H. (1892), p. 343. *
dissimilis Pap. L. Syst. Nat. (X), p. 479.
distantianus Pap. Rothsch. Nov. Zool 2, p. 320.
dixoni Pap. Grose-Sm. Ann. Mag. Nat. Hist. (7) 6, p. 210.
dobera Pap. Jord. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 73.
doddsi Pap. Janet, Bull. Soc. Ent. Fr. 1896, p. 186.
dodingensis Pap. Rothsch. Nov. Zool. 1896, p. 323.
dohertius Pap. Rothsch. Nov. Zool. 1898, p. 417.
dohertyi Pap. Ripp. Ann. Mag. Nat. Hist. (7) 2, p. 295.
dorcus Pap. De H. Verh. Nat. Ges. Ned. Overz. Zool. (1840), p. 35. *
doris Pap. Rothsch. Nov. Zool. 1908, p. 165.
doson Pap. Fldr. Verh. zool.-bot. Ges. Wien 1864, p. 305.
doubledayi Pap. Wallace, Trans. Linn. Soc. Lond. 25. p. 42.
dravidarum Pap. I ‘Food-M. Journ. As. Soc. Beng. 1880, p. 144. *
ducenarius Pap. Frühst. Ent. Zeitschr. Stuttg. 1908, p. 73.
dunali Pap. Montr. Ann. Soc. Phys. Nat. Lyon 1856, p. 396.
echidna Pap Bsd. Spec. Gen. Lep. 1, p. 378.
echidnides Pap, Frühst. Ins. Börse 1904, p. 141.
egipius Pap. Misk. Trans. Ent. Soc. Lond 1876, p. 451.
eleius Pap. Frühst. Ent. Zeitschr. Stuttg. 1909, p. 209.
elephenor Pap. Dbl. Ann. Mag. Nat. Hist. 16 (1845), p. 305.
elyros Pap. Wallace, Trans. Linn. Soc. Lond. 25, p. 53.
empedocles Pap. F. Mant. Ins. II, p. 10.
encelades Pap. Bsd. Spec. Gen. Lep. 1, p. 376.
energetes Pap. Frühst Ent. Zeitschr. Stuttg. 1908, p. 72.
enganius Pap. Doh. Journ. As. Soc. Bengal. 1891, p. 31.
ennius Lept. Fldr. Novara Lep. 1, p. 2. *
enoplus Pap. Jord. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 101.
epaminondas Pap. Oberth. Et. d’Ent. 6, p. 62. *
epaphus Parn. Oberth. Et. d’Ent. 4, p. 23. *
epirus Pap. Wallace, Trans. Linn. Soc. Lond. 25, p. 54.
epycides Pap. Hew. Exot. Butt. Pap. 3. *
erebinus Pap. Haase, Unters. Mimikry, p. 57.
erebus Pap. Wallace, Trans. Ent. Soc. Lond. 25, p. 41.
erskinei Pap. Math. Proc. Zool. Soc. Lond. 1866, p. 348. *
erythrus Pap. Jord. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 39.
esperi Pap. Btlr. Trans. Linn. Soc. Lond. (2) Zool. 1, p. 553. *
eubelia Pap. Jord. Seitz, Gross-Schmett. 9. p. 75. *
euchenor Pap. Guer. Voy. Coqu. 1829. *
eucyana Pap. Jord. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 44.
eumaeus Pap. Ripp. Ann. Mag. Nat. Hist. (6), 10, p. 193.
eumagos Pap. Jord. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 24.
euphorion Pap. Gray, Cat. Lep. B. Mus. I, p. 4. *
euphrates Pap. Fldr. Wien. Ent. Mon. 6, p. 283.
euphratoides Pap. Eimer, Artbild. Schmett., p. 133. *
euprasina Pap. Jord. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 93.
euprotenor Pap. Frühst. Ent. Zeitschr. Stuttg. 1908, p. 46.
eurous Pap. Leech. Butt. Chin., p. 521. *
eurypilides Pap. Stgr. Iris 7, p. 350.
eurypylus Pap. L. Syst. Nat. (X), p. 464.
eutropius Pap. Jans. Cruise of Marcliesa 2, p. 376.
evan Pap. Dbl. Ann. Nat. Hist. 16 (1845), p. 235.
evemon Pap. Bsd. Spec. Gen. Lep. 1, p. 234.
evemonides Pap. Hotir. Berl. Ent. Zschr. 1884, p. 396. *
exilis Pap. Rothsch. Nov. Zool. 2, p. 451.
extensus Pap. Frühst. Soc. Entom. 1896, p. 25.
fasciculatus Pap. Lathy, Entomolog. 1899, p. 147.
febanus Pap. Frühst. Ent. Zeitschr. Stuttg. 1908, p. 46.
fehri Pap. Honr. Berl. Entom. Zeitschr. 1891, p. 432.
leiden Pap. Rothsdi. _ Nov. Zool. 2, p. 210.
flava Pap. Oberth. Et. d’Ent. 4, p. 38.
flavescens Pap. Rothsch. Nov. Zool. 1897, p. 180.
flavicollis Pap. Druce, Proc. Zool. Soc. Lond. 1873, p. 356.
flavolimbatus Pap. Oberth. Et. d’Ent. 4, p. 101.
flavomaculata Pap. Ribbe, Soc. Entom. 1898, p. 153.
fleximacula Pap. Rothsch. Nov. Zool. 2, p. 460.
floresianus Pap. Rothsch. Nov. Zool. 1908, p. 167.
forbesi Pap. Grose-Sm. Ann. Mag. Nat. Hist. (5). 11, p. 234.
formosanus Pap. Reb. Verh. zool.-bot. Ges. Wien 1906, p. 222.
formosanus Pap. Rothsch. Nov. Zool. 1899, p. 67.
formosanus Pap. Rothsch. Nov. Zool. 1896, p. 413.
formosensis Pap. Rbl. Verh. zool.-bot. Ges. Wien 1906, p. 222.
fortensius Pap. Frühst. Ent Woehenbl. 1908, p. 38.
fruhstorferi Pap. Röb. Ent. Nachr. 1897, p. 223.
funiosa Pap. Jord. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 106.
fuscus Pap. Goeze, Ent. Beytr. 3 (1), p. 87.
gabrielis Pap. Rothsch. Nov. Zool. 1898, p. 217.
gaetus Pap. Frühst. Entom. Zeitschr. Gub. 1908, p. 49.
gatnbrisius Pap. Cr. Pap. Exot. 2, p. 95. *
ganesa Pap. Dbl. Gray’s Zool. Mise. 1842, p. 73.
gardineri Pap. Frühst. Soc. Entom. 1902, p. 57.
Urbeschreibungs-Nachweis der indo-australischen Papilioniden.
gedeensis Pap. Frühst. Ent. Nachr. 1893, p. 285.
gelia Pap. Jord. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 83,
gelon Pap. Bsd. Bull. Soc. Enf. Fr. 1859, p. 155.
gemmifer Parn. Frühst. Soc. Entom. 19, p. 25.
gemmifera Pap. Frühst. Ent. Zeitschi-. Stuttg. 1909, p. 170.
georgius Pap. Rothsch. Nov. Zool. 1908, p. 174.
gerania Pap. Jord. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 73.
gigon Pap. Fldr. Verh. zool. -bot. Ges. Wien 1864, p. 318.
gilolensis Pap. Wallace, Trans. Linn. Soc. Lond. 25, p. 64.
gladiator Pap. Frühst. Iris 1901, p. 270.
glenia Pap. Jord. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 30.
glycerion Pap. Gray. Zool. Mise. 1813, p. 32.
godarti Pap. Montr. Ann. Sc. Phys. Nat. Lyon 1856, p. 398.
godartianus Pap. Luc. Rev. Zool. 1852, p. 129. *
godeffroyi Pap. Setup. Trans. Ent. Soc. Lond. (3) 2, p. 496. *
godmani Pap. Röb. Tijdschr. Entom. 1891. p. 271.
goldiei Pap. Godm. u. Salv. Proc. Zool. Soc. Lond. 1880, p. 613.
goliath Pap. Oberth. Et. d’Ent. 12, p. 1.
goniopeltis Pap. Rothsch. Nov. Zool. 1908, p. 167.
goramensis Pap. Rothsch. Nov. Zool. 1908, p. 172.
gordion Pap. Fldr. Verh. zool. -hot. Ges. Wien 1864, p. 305.
gorei Pap. Ribbe, Soc. Entom. 1898, p. 154.
govindra Pap. Moore, Ent. Month. Mag. 1, p. 101.
gronovii Pap. Scop. Ann. Hist. Nat. 5 (1 7 72), p. 12
guttatus Pap. Rothsch. Nov. Zool. 2, p. 451.
gyas Pap. Westw. Arcan. Ent. p. 41. *
gyndes Pap. Frühst. Ent. Zeitschr. Stuttg. 1909, p. 209.
gypsothelia Pap. Jord. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 24.
gyrtea Pap. Jord. Seitz, Gross-Schmett. 9, p 13.
haasei Pap. Rothsch. Nov. Zool. 2, p. 375.
hageni Pap. Rogetih. Verh. zool. -bot. Ges. Wien 1889, p. 1.
halesus Pap. Frühst. Ent. Zeitschr. Stuttg. 1907, p. 183.
haliphron Pap. Bsd. Spec. Gen. Lep. I, p. 181.
harn ela Pap. Crowl. Proc. Zool. Soc. Lond. 1900, p. 509. *
hanus Pap. Frühst. Ent. Zeitschr. Gub. 1904, p. 27.
hardwicki Parn. Gray, Zool. Mise., p. 32.
hasterti Pap. Ribbe. Iris 20 (1907), p. 62. *
hecataeus Pap. Godm. u. Salo. x4nn. Mag. Nat. Hist. (6) I, p. 213.
hector Pap. L. Syst. Nat. (X), p. 459.
hecuba Pap. Röb. Tijdschr. Ent. 24, p. 263.
hegylus Pap. Jord. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 91.
helena Pap. L. Syst. Nat. (X), p. 461.
helenus Pap. L. Syst. Nat. (X), p. 459.
heliconoides Pap. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1865, p. 756.
hellopia Pap. Jord. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 73.
henricus Pap. Frühst. Berl. Ent. Zeitschr. 1899, p. 425.
hephaestus Pap. Fldr. Verh. zool. -bot. Ges. Wien 1864, p. 291.
hermocrates Pap. Fldr. Novara Lep., p. 57. *
hermosanus Pap. Rbl. Verh. zool. -bot. Ges. Wien. 1906, p. 223.
heronus Pap. Frühst. Soc. Ent. 1902, p. 73.
hewitsoni Pap. Westw. Trans. Ent. Soc. Lond. (3) 2. p. 10.
hicetaon Pap. Mathew, Proc. Zool. Soc. Lond. 1886, p. 350.
hiera Pap. Jord. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 73.
hilaria Pap. Jord. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 85.
himalayensis Parn. Elw. Proc. Zool. Soc. Lond. 1886, p. 30.
hipponous Pap. Fldr. Wien. Ent. Mon. 6, p. 283.
honrathiana Pap. Mart. Berl. Ent. Zeitschr. 37, p. 492.
hoppo Pap. Matsum. Ent. Zeitschr. Stuttg. 1908, p. 54.
horatius Pap. Blatich. Gompt. Rend. 72, p. 809.
horsfieldi Pap. Reak. Proc. Ent. Soc. Phil. 1864, p. 476.
humboldti Pap. Rothsch. Nov. Zool. 1908, p. 166.
humeralis Pap. Jord. Seitz,' Gross-Schmett. 9, p. 71.
hunza Parn. Gr.-Grsh. Hör. Ent. Ross. 22, p. 303.
hyalinus Pap. Frühst. Soc. Ent. 1901, p. 89.
hypochra Pap. Jord. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 41.
hypolitus Pap. Cr. Pap. Ex. I., p. 14. *
hypoxanthos Pap. Röb. Tijdschr. Entom. 34, p. 275.
hypsicles Pap. Hew. Exot. Butt. 4 Pap. *
hypsiclides Pap. Rothsch. Nov. Zool. 1, p. 685.
hystaspes Pap. Fldr. Wien. Ent. Mon. 6, p. 243.
idaeoides Pap. Hew. Exot. Butt. 1 Pap. *
igneolus Pad. Frühst. Soc. Entom. 1901, p. 89.
ikarus Pap. Frühst. Ins. Börse 1904, p. 159.
ilioneus Pap. Don. Ins. New-Holl. *
impar Pap. Rothsch. Nov. Zool. 2, p. 443.
imparilis Pap. Rothsch. Nov. Zool. 2, p. 443.
impediens Pap. Rothsch. Nov. Zool. 2, p. 272.
imperator Parn. Oberth. Bull. Soc. Ent. Fr. 1883, p. 77.
imperatrix Tein. Nicev. Journ. Bomb. Soc. 12, p. 335.
imperialis Tein. Hope. Trans. Linn. Soc. 19, p. 132. *
imperiosa Pap. Frühst. Ent. Zeitschr. Stuttg. 1907, p. 204.
impunctata Parn. Aust. Natural. 1899, p. 154.
incertus Pap. Frühst. Berl. Ent. Zeitschr. 1899, p. 283.
indicatus Pap. Bttr. Ann. Mag. Nat. Hist. (5j 18, p. 248.
indicus Pap. Rothsch. Nov. Zool. 2, p. 457.
indochinensis Pap. Frühst. Soc. Entom. 1901, p. 106.
inopinatus Pap. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1888, p. 870.
inornatus Pap. Rothsch. Nov. Zool. 2, p. 307.
insularis Pap. Rothsch. Nov. Zool. 1896, p. 92.
insularis Pap. Stgr. Iris 7, p. 349,
insulicola Pap. Rothsch, Nov. Zool. 1896, p. 91.
insonus Pap. Frühst. Soc. Entom. 1902, p. 57.
interjectus Pap. Hotir. Berl. Ent. Zeitschr. 37, p. 490.
intermedius Pap. Snell. Tijdschr. Ent. 33, p. 275.
interpositus Pap. Frühst. Soc. Entom. 1906, p. 73.
iris Pap. Röb. Ent. Nachr. 1888, 369.
irregularis Pap. Donnatt, Entomolog. 1897, p. 312.
isabellae Pap. Rothsdi. Nov. Zool. 1901, p. 401.
isander Pap. Godm. u. Salv. Ann. Mag. Nat. Hist. (6) 1, p. 211.
isara Pap. Rothsdi. Entomolog. 1908, p. 3.
isarcha Pap. Jord. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 73.
iswara Pap. White, Entomolog. 1, p. 280.
iswaroides Pap. Frühst. Berl. Entom. Zeitschr. 1898, p. 304.
itamputi Pap. Btlr. Forb. Natur. Wand, p. 276.
ityla Pap. Jord. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 73.
jacquemonti Parn. Bsd. Spec. Gen. Lep. 1, p. 400.
jaintinus Pap. Frühst. Berl. Ent. Zeitschr. 47, p. 178.
janaka Pap. Moore, Cat. Lep. Ins. Mus. E. J. C. I, p. 97.
janus Pap. Frühst. Ins. Börse 1901, p. 413.
javanus Pap. Fldr. Verh. zool.-bot. Ges. Wien 1862, p. 486.
jindanus Pap. Rothsch. Nov. Zool. 1908, p. 170.
joesa Pap. Btlr. Entomolog. 4, p. 348.
jophon Pap. Gray, Cat. Lep. B. Mus. 1, p. 10. *
jordani Pap. Frühst. Soc. Entom. 1902, p. 73.
jugans Pap. Rothsdi. Nov. Zool. 1896, p. 324.
junia Pap. Jord. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 78.
jupiter Pap. Oberth. Et. d’Ent. 4, p. 31. *
kajelanus Pap. Frühst. Berl. Ent. Zeitschr. 1899, p. 421.
kalaoensis Pap. Rothsdi. Nov. Zool. 1896, p. 92.
karna Pap. Fldr. Verh. zool.-bot. Ges. Wien 1864, p. 323.
keianus Pap. Rothsch. Nov. Zool. 1898, p. 422.
kephisos Pap. Frühst. Soc. Entom. 1901, p. 142.
kinabaluensis Pap. Frühst. Soc. Entom. 1902, p. 57.
kirschi Pap. Oberth. Et. d’Ent. 12, p. 1.
kissuanus Pap. Rothsdi. Nov. Zool. 1908, p. 172.
kosmos Pap. Frühst. Ins. Börse 1904, p. 180.
kotzebuea Pap. Esdisch. Kotz. Reis. 3, p. 202. *
koxinga Pap. Frühst. Ent. Zeitschr. Stuttg. 1908, p. 46.
krishna Pap. Moore, Cat. Lep. Mus. E. J. C. 1, p. 108. *
kuehni Pap. Honr. Berl. Entom. Zeitschr. 30, p. 294. *
laarchus Pap. God. u. Salv. Ann. Mag. Nat. Hist. (6) 1, p. 214.
lacedemon Pap. F. Ent. Syst. 3 (1), p. 36.
laglaizei Pap. Depuis. Bull. Soc. Ent. Fr. 1877, p. 171.
lampidius Parn. Frühst. Iris 1903, p. 44.
lamponius Pap. Frühst. Ins. Börse 1904, p. 188.
lampsacus Pap. Bsd. Spec. Gen. Lep. 1, p. 190.
langsonensis Pap. Frühst. Soc. Entom. 1901, p. 89.
lankeswara Pap. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1879, p. 143-
laomedon Pap. Cr. Pap. Exot. I, p. 78. *
lapathus Pap. Frühst. Ins. Börs. 1904, p. 188.
lafreülei Pap. Don. Nat. Repos. 2. *
ledebouria Pap. Eschsdi. Kotzebue Reis. 3, p. 206. *
leechi Pap. Leech, Butt. Chin., p. 525.
leodamas Pap. Wallace, Trans. Linn. Soc. Lond. 25, p. 43.
leosthenes Pap. Dbl. Ann. Mag. Nat. Hist. 18 (1846), p. 372.
lepidus Pap. Frühst. Soc. Entom. 1904, p. 141.
leporina Pap. Jord. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 66.
leptopsephus Pap. Frühst, Ent. Zeitschr. Stuttg. 1909, p. 178.
lesches Pap. Godm. u. Salv. Proc. Zool. Soc. Lond. 1880, p. 614.
leucacantha Pap. Frühst. Ent. Zeitschr. Stuttg. 1908, p. 73.
leucadion Pap. Stgr. Exot. Schmett. 1, p. 20. *
leucania Pap. Jord. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 89.
leucocelis Pap. Jord, Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 76.
leucophanes Pap. Grose-Sm. Nov. Zool. 1894, p. 584.
leucothoe Pap. Westw. Arcan. Ent. 2, p. 128. *
leucothoides Pap. Honr. Berl. Ent. Zeitschr. 1891. p. 441.
leuthe Pap. Grose-Sm. Nov. Zool. 1, p. 333.
libelluloides Lept. Frühst. Berl. Ent. Zschr. 1898, p. 179.
lidderdalei Arm. Atkins. Proc. Zool. Soc. Lond. 1873, p. 570. *
ligatus Pap. Rothsch. Nov. Zool. 2, p. 451.
ligyra Pap. Jord. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 100.
116
Uvbeschreibungs-Nachweis der indo-australischen Papilioniden.
lindus Pap. Frühst. Soc. Entom. 1901, p. 142.
liomedon Pap. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1874, p. 575.
lioneli Pap. Frühst. Soc. Entom. 1902, p. 73.
liris Pap. Godt. Enc. Meth. 9, p. 72.
liukiuensis Pap. Frühst. Stett. Zg. 1898, p. 407.
lombockensis Pap. Rothsch. Nov. Zool. 1896, p. 322.
loochooanus Pap. Rothsch. Nov. Zool. 2, p. 271.
lorquinianus Pap. Fldr. Novara Lep. I, p. 119.
lowi Pap. Drnce, Proc. Zool. Soc. Lond. 1873, p. 358. *
lucina Pap. Jord. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 21.
lucinda Pap. Jord. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 23.
lunifer Pap. Rothsch. Nov. Zool. 1, p. 687.
lutorius Pap. Frühst. Ent. Zeitschr. Stuttg. 1907, p. 132.
lycaon Pap. Fldr. Verh. zool. -bot. Ges. Wien 1864, p. 305.
lycaonides Pap. Rothsch. Nov. Zool 2, p. 430.
lydioides Pap. Frühst. Illustr. Zeitschr. Ent. 1900, p. 198.
lydius Pap. Fldr. Novara Lep. I, p. 9. *
lygaea Pap. Jord. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 23.
macareus Pap. Godt. Enc. Meth. 9, p. 76.
macaristus Pap. Grose-Sm. Ann. Mag. Nat. Hist. (5) 20, p.434.
maccabaeus Pap. Stgr. Iris 2, p. 6.
macfarlanei Pap. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1877.
macleyanus Pap. Leach, Zool. Mise. 1 (1814), p. 17. *
macronius Pap. Jord. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 98.
magellanus Pap. Fldr. Wien, Ent. Mon. 6, p. 282.
mago Pap. Frühst. Ent. Zeitschr. Stuttg. 1909, p. 177.
mahadeva Pap. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1878, p. 840. *
majalis Pap. Seitz, Gross-Schmett. 1, p. 10. :i:
malayanus Pap. Wallace , Trans. Linn. Soc. Lond. 25, p. 59.
mandane Pap. Rothsch. Nov. Zool. 2, p. 348.
mandarinus Pap. Oberth. Et. d’Ent. 4, p. 115.
mangarinus Pap. Rothsch. Nov. Zool. 1908, p. 170.
mangolinus Pap. Frühst. Berl. Ent. Zeitschr. 1899, p. 422.
mansonensis Pap. Frühst. Soc. Ent. 1901, p. 113.
manzer Pap. Rothsch. Nov. Zool. 1896, p. 65.
marapokensis Pap. Frühst. Berl. Ent. Zeitschr. 1899, p. 419.
tn argin ata Pap. Oberth. Et. d’Ent 17, p. 3. *
mariae Pap. Semp. Verh. Ver. Nat. Unt. Hambg. 3, p. 115.
martius Pap. Rothsch, Nov. Zool. 2, p. 353.
masformis Pap. Lathy, Entomolog. 1899, p. 149.
matsumurae Pap. Frühst. Ent, Zeitschr. Stuttg. 1909. p. 209.
mayo Pap. New. u. Äthins. Proc. Zool. Soc. Lond. 1873, p. 736. *
mecisteus Pap. Bist. Rhopal. Mal., p. 361. *
medon Pap. Fldr. Verh. zool.-bot. Ges. Wien 1864, p. 306.
meeki Pap. Rothsch. Nov. Zool. 1901, p. 402. *
meforanus Pap. Rothsch. Nov. Zool. 1908, p. 166.
megaera Pap. Stgr. Iris 1888, p. 275.
megarus Pap. Westw. Arcan. Entom. 2, p. 98. *
megasthenes Pap. Math. Trans. Ent. Soc. Lond. 1889, p. 314.
meges Lept. Zink. Nov. Act, Acad. Nat. Cur. 15, p. 161. *
mehala Pap. Grose-Sm. Ann. Mag. Nat. Hist. (5) 18, p. 150.
meiampus Pap. Rothsch, Nov. Zool. 1896, p. 424.
melanostoma Pap. Jord. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 44.
melanotica Pap. Hag. Jahrb. Nass. Ver. Nat, 1897. p. 56.
melanotus Pap. Stgr. Iris 2, p. 13.
melanthus Pap. Fldr. Wien. Ent. Mon. 6, p. 283.
melanurus Pap. Rothsch. Nov. Zool. 1905, p. 78.
melas Pap. Frühst. Ent. Zeitschr. Stuttg. 1907, p. 183.
melas Pap. Jord. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 19.
melia Pap. Rothsch. Nov. Zool. 15 (1908), p. 173.
memnon Pap. L. Syst. Nat. (X), p. 460.
mencius Pap. Fldr. Wien. Ent. Mon. 6, p. 22.
mendanaPap. Godm. ü. Salv. Ann. Mag. Nat. Hist. (6) I, p. 212.
mendax Pap. Rothsch. Nov. Zool. 2, p. 376.
menides Pap. Frühst. Ins. Börse 1904. p. 181.
merapu Pap. Doh. Journ. As. Soc. Beng. 1891, p. 191.
meridionalis Pap. Rothscch. Nov. Zool. 1897, p. 180.
mesades Pap. Frühst. Ent. Zeitschr. Gub. 1908, p. 319.
mesites Pap. Jord. Seifz, Gross-Schmett. 9, p. 45.
messius Pap. Frühst. Ent. Zeitschr. Stuttg. 1908, p. 72.
messogis Pap. Frühst. Ent. Zeitschr. Stuttg. 1907, p. 183.
meton Pap. Frühst. Ins. Börse 1904, p. 180.
meyeri Pap. Hpff. Stett. Ztg. 1874, p. 19.
micholitzi ,Pap. Semp. Philipp. Tagt), p. 269. *
milon Pap. Fldr. Verh. zool.-bot. Ges. Wien 1864, p. 305.
milonides Pap. Honr. Berl. Ent. Zeitschr. 28, p. 397.
minor Pap. Honr. Berl. Ent. Zeitschr. 30. p. 130. *
minor Pap. Oberth. Et. d’Ent. 4, p. 46.
minos Pap. Cr. Pap. Exot. III, p. 4. *
minusculus Pap. Ribbe, Soc. Entom. 1898, p. 161.
miokensis Pap. Ribbe; c Soc. Entom. 1898, p. 153.
miranda Pap. Btlr. Lep. Exot. I, p. 3. *
misimanus Pap. Rothsdi. Nov. Zool. 1898, p. 217.
misolensis Pap. Rothsch. Nov. Zool. 1908, p. 169.
mitis Pap. Jord. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 104.
montanus Pap. Fldr. Verh. zool.-bot. Ges. Wien 1864. p. 322.
monticolus Pap. Frühst. Soc. Entom. 1897, p. 20.
montrouzieri Pap. Bsd. Bull. Soc. Ent. Fr. 1859, p. 155.
mooreanus Pap. Rothsch. Nov. Zool. 2. p. 286.
mopa Pap. Rothsch. Entomolog. 1908, p. 3.
inordingtoni Pap. Rothsdi. Nov. Zool. 1896, p. 322.
morotaicus Pap. Rothsch. Nov. Zool. 1908, p. 174.
musianus Pap. Rothsdi. Nov. Zool. 1899, p. 67.
mynion Pap. Frühst. Ent. Zeitschr. Gub. 1906, p. 10.
myrtis Pap. Rothsch. Nov. Zool. 15 (1908), p. 173.
naira Pap. Moore, Lep. Ind. 6, p. 22. *
naissus Pap. Frühst. Ent. Zeitschr. Gub. 1908, p. 49.
najas Pap. Doh. Journ. As. Soc. Beng. 1891, p. 193.
natuscensis Pap. Rothsch. Entomolog. 1908, p. 1.
naucles Pap. Rothsch. Nov. Zool. 1908, p. 159.
nebulosus Pap. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (5) 7, p. 33. *
neohannoveranus Pap. Rothsch. Nov. Zool. 1898, p. 217.
neomiranda Pap. Frühst. Soc. Entom. 1903, p. 57.
neopommeranius Pap. Honr. Berl. Ent. Zeitschr. 31, p. 350. *
neoris Pap. Rothsch, Entomolog. 1908. p. 3.
nephelus Pap. Bsd. Spec. Gen. Lep. 1, p. 210.
nepticula Pap. Rothsch. Nov. Zool. 2, p. 374.
neptunus Pap. Guer. Rev. Zool. 1840, p. 53.
nereides Pap. Frühst. Ins. Börse 1906, p. 94. *
nereis Pap. Doh. Journ. As. Soc. Beng. 1891, p 20.
neriotes Pap. Rothsch. Nov. Zool. 1908, p. 169.
neronus Pap. Frühst. Soc. Entom. 1902, p. 73.
nesocles Pap. Jord. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 74.
neumoGgeni Pap. Honr. Ent. Nachr. 1890, p 127.
nevilli Pap. Wood-Mas. Ann. Mag. Nat. Hist. (5) 9, p. 105.
neyra Pap. Rothsch. Nov. Zool. II, p 428.
niasicus Lept. Jord. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 108.
niasicus Pap. Frühst. Berl. Ent. Zeitschr. 1897, p. 306.
niasicus Pap. Weym. Stett. Zg. 1885, p. 271.
nicanor Pap. Fldr. Verh. zool.-bot. Ges. Wien 1864, p. 319.
nicconicolens Pap. Btlr. Ann. Mag. Nat Hist. (5) 7, p. 139.
nichomachus Pap. Frühst. Ent. Zeitschr. Stuttg. 1909, p. 178.
nigerrimus Pap. Ribbe, Soc. Entom. 1898, p. 161.
nigribasalis Pap. Jord. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 71.
nigricans Pap. Eimer, Artbild, Schmett., p. 168. *
nigricollis Pap. Frühst. Berl. Ent. Zeitschr. 1899, p. 419.
nikobarus Pap. Fldr. Verh. zool.-bot. Ges. Wien 12, p. 482.
nipponus Pap. Frühst. Ent. Zeitschr. Stuttg. 1908, p. 46.
nirius Parn. Moore, Lep. Ind. 5, p. 108. *
nisus Pap. Jord. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 90.
noblei Pap. Nicev. Journ. Asiat. Soc. Beng. 1888, p. 287. *
noctis Pap. Hew. Proc. Zool. Soc. Lond. 1859, p. 423. *
noctula Pap. Westw. Trans. Ent. Soc. Lond. 1872, p. 90. *
noma Pap. Jord. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 61.
nomius Pap. Esp. Ausl. Schmett., p. 210. *
novobritannicus Pap. Rothsch. Nov. Zool. 2, p. 242.
novoguineensis Pap. Rothsch. Nov. Zool. 1908, p. 170.
novohibernicus Pap. Rothsch. Nov. Zool. 1896, p. 422.
nox Pap. Swains. Zool. Illustr. III (1822). *
nubiger Pap. Frühst. Berl. Ent. Zeitschr. 1899, p. 428.
nubilus Pap. Stgr. Iris 7, p. 344.
nuceria Pap Jord. Seitz. Gross-Schmett. 9, p. 61.
numa Pap. Weber, Obs. Ent. (1801), p. 106.
nychoma Pap. Jord. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 26.
nympha Pap. Jord. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 23.
nymphodorus Pap Frühst. Ent. Zeitschr. Stuttg. 1909, p 176.
nymphosia Pap. Jord. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 67.
nysala Pap. Jord, Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 74.
nyx Pap. Nicev. Ann. Mag. Nat. Hist. (6) 20, p. 226.
oberon Pap. Grose-Sm. Ann. Mag. Nat. Hist. (6) 19, p. 172.
oberthueri Pap. Rothsch. Nov. Zool. 2, p 210.
obiensis Pap. Rothsch. Nov. Zool. 1898, p. 416.
obliteratus Pap. Lathy, Entomolog. 1899, p. 149.
oblongomaculatus Pap. Goeze, Ent. Beytr. 3, (1), p. 44.
obsolescens Pap. Rothsch. Nov. Zool. 2, p. 339.
oceani Pap Doh. Journ. As. Soc. Beng. 1891. p. 31.
ochracea Pap. Ribbe, Iris 1897, p. 246.
oenomaus Pap. Godt. Enc. Meth. 9, p. 72.
offakus Pap. Frühst Iris 1904, p. 143.
okinawensis Pap. Frühst. Stett. Zg. 1899, p. 416.
Olympia Pap. Honr. Ent. Nachr. 17, p. 241
ombiranus Pap. Rothsch. Nov. Zool. 1898, p. 417.
onesimus Pap. Hew. Exot. Butt. II. Pap. *
117
Urbeschreibungs-Nachweis der
onpape Pap. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1878, p. 840
oreon Pap Dok. Journ. As. Soc. Beng. 1891, p. 192.
orinomus Pap. Rothsch. Nov. Zool. 1908, p. 166.
oritas Pap. Godm. u. Salv. Proc. Zool. Soc. Lond. 1879, p. 654.
oritinus Pap. Frühst. Iris 1903, p. 15.
ormenus Pap. Guer. Voy. Coquille pl. 14. *
ornatus Pap. Rothsch. Nov. Zool. 2, p. 414.
orosius Pap. Frühst. Ent. Wochenbl. 1908. p. 38.
orsippus Pap. Godm. u. Salv. Ann. Mag. Nat. Hist. (6) 1, p. 101.
ortegae Pap. Rothsch. Nov. Zool. 1904, p. 453.
orthia Pap. Jord. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 98.
othello Pap. Grose-Sm. Ann. Mag. Nat. Hist. (8), 1.
otos Parn. Frühst. Iris 16, p. 46.
oxyartes Pap. Frühst. Ent. Zeitschr. Stuttg.
padanganus Pap. Rothsch. Nov. Zool. 1908, p. 165.
padiyana Pap. Moore, Trans. Ent. Soc. Lond. 1881, p. 313.
palanus Pap. Frühst. Soc. Entom. 1902, p. 73
palawanicus Pap. Stgr. Iris 1, p. 278.
palawanus Pap. Stgr. Iris 2, p. 6.
palembanganus Pap. Rothsch. Nov. Zool. 1896, p. 421.
palephates Pap. Westw. Arcan Ent. 2, p. 127. *
palinurus Pap. F. Mant. Ins. 2, p. 2.
pallens Pap. Oberth. Et. d’Ent. 4, p. 110.
pallidus Pap. Rothsch. Nov. Zool. 2, p. 236.
pammon Pap. L. Mus. Ulr. p. 189.
pamphylus Pap. Fldr. Verh. zool. -bot. Ges. Wien 1864, p. 305.
pandion Pap. Wallace, Trans. Linn. Soc. Lond. 25, p. 55. *
pandocus Pap. Grose-Sm. Ann. Mag. Nat. Hist. (8) 1, p. 116.
panope Pap. L. Syst. Nat. (X), p. 479.
panopinus Pap. Stgr. Iris 2, p. 9.
papone Pap. Westw. Trans. Ent. Soc. Lond. 1872, p. 94. *
papuana Pap. Oberth. Et. d'Ent. 4, p. 31.
papuensis Pap. Wallace, Trans. Linn. Soc. Lond. 25, p. 38.
paradisea Pap. Stgr. Ent. Naehr. 1893, p. 117.
paradoxa Pap. Zink. Nov. Act. Ac. Nat. Cur. 15, p. 162. *
parinda Pap. Moore, Lep. Ceyl. 1, p. 148. *
paris Pap. L. Syst. Nat. (X), p. 459.
parkinsoni Pap. Flotir. Beil. Entom. Zeitschr. 30, p. 129. *
parmatus Pap. Gray, Cat. Lep. Brit. Mus. 1, p. 30. *
paron Pap. Godm. u. Salv. Proc. Zool. Soc. Lond. 1879, p. 654.
paryphanta Pap. Jord. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 53. *
patianus Pap. Frühst. Soc. Entom. 1898, p. 179.
payeni Pap. Bsd. Spec. Gen. Lep. 1, p. 235.
peeroza Pap. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1882, p. 258.
pembertoni Pap. Moore, Lep. Ind. 5, p. 510. *
penetia Pap. Jord. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 23.
penomimus Pap. Mart. Neue Tagt. NOSum.. p. 2.
penthina Pap. Jord. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 85.
perakensis Pap. Frühst. Berl. Ent. Zeitschr. 1899, p. 283
peranthus Pap. F. Mant. Jns. 2, p. 4.
pericles Pap. Wallace, Trans. Linn. Soc. Lond. 25, p. 45. *
perillus Pap. Frühst. Ent. Wochenbl. 1908, p. 38.
periphus Pap. Oberth. Et. d'Ent. 4, p. 43.
perlucidus Pup. Frühst. Iris 1902, p. 308.
perses Pap. Nicev. Journ. As. Soc. Beng. 1894, p. 46. *
persides Pap. Frühst. Berl. Entom Zeitschr., 1902, p. 178.
pertinax Pap. Wallace, Trans. Linn. Soc. Lond. 25, p. 49.
perversus Pap. Rothsch. Nov. Zool. 2, p. 353.
petina Pap. Jord. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 98.
petra Pap. Nicev. Journ. As. Soc. Beng. 1894, p. 46. *
petronius Pap. Frühst. Soc. Entom. 1901, p. 89.
phanrangensis Pap. Frühst. Soc. Entom. 1901, p. 98.
phegeus Pap. Hpff. Stett. Zg. 1866, p. 32.
phestus Pap. Guer. Voy. Coqu. Atlas, Ins. *
phidias Pap. Oberth. Bull. Soc. Ent. Fr. 1806, p. 156.
philippus Pap. Semp. Philipp. Tagt'., p. 269. *
philippus Pap. Wallace, Trans. Linn. Soc. Lond. 25, p. 45 *
philoxenus Pap. Gray, Zool. Mise. 1831, p. 32.
phlegon Pap. Fldr. Verh. zool.-bot. Ges. Wien 1864, p. 490.
phoenix Pap. Dist. Rhopal. Mal., p. 370. *
phrontis Pap. Nicev. Journ. As. Soc. Beng. 1897, p. 568.
phycia Pap. Jord. Seitz, Gross-Schmett. 9, pag. 24.
pisidice Pap. Godm. u. Salv. Ann. Mag. Nat. Hist. (6) 1, p. 100.
pistor Pap. Rothsch. Nov. Zool. 1896, p. 91.
pitmani Pap. Elw. u. Nicev. Journ. As. Soc. Beng. 1886, p. 434. *
plagiatus Pap. Rothsch. Nov. Zool. 2, p. 242.
plateni Pap. Stgr. Iris 1, p. 274.
platenius Pap. Frühst. Enr. Wochenbl. 1908, p. 38.
plato Pap. Wallace, Trans. Linn. Soc. Lond. 25, p. 40.
plisthenes Pap. Fldr. Novara Lep. 1, p. 70.
pluto Pap. Fldr. Verh. zool.-bot. Ges. Wien 1860, p. 291.
polias Pap. Jord. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 45.
indo-australischen Papilioniden.
polla Pap. Nicev. Journ. As. Soc. Beng. 1897, p 565. *
polycritos Pap. Frühst, b is 1901, p. 343.
polyctor Pap. Bsd. Spec. G6n. Lep. J, p. 205.
polydaemon Pap. Mathew, Trans. Ent. Soc. Lond. 1887. p. 48.
polydorus Pap. L. Amoen. Acad. 6. p. 401.
polyeuctes Pap. Dbl. Gray, Zool. Mise. (1842), p. 7 4.
polymnester Pap. Cr. Pap. Exot. 1, p. 83.
polymnestorides Pap. Moore, Lep. Ind. 5, p. 202.
polypemon Pap. Math. Trans. Ent. Soc. Lond. 1887. p. 48.
polyphontes Pap. Bsd. Spec. Gen. Lep. 1, p. 268.
polytes Pap. L. Syst. Nat. (X), p. 460.
pompeus Pap. Cr. Pap. Exot. I, p. 39. *
pompilius Pap. F. Mant. Ins. II, p. 8.
porphyria Pap. Jord. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 79.
porrothenus Pap. Jord. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 56.
poseidon Pap. Dbl. Ann. Mag. Nat. Hist. 19, p. 173.
postianus Pap. Frühst. Soc. Entom. 1902. p. 73.
praestabilis Pap. Frühst. Ent. Zeitschr. Stuttg. 1909, p. 209.
praxilla Pap. Jord. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 62.
prexaspes Pap. Fldr. Verh. zool.-bot. Ges. Wien 1864, p. 320.
priamus Pap. L. Syst. Nat. (X), p. 458.
priapus Pap. Bsd. Spec. Gen. Lep. I, p. 190.
priasa Pap. Jord. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 65.
prillwitzi Pap. Frühst. Ent. Nachr. 1893, p. 225.
primigenius Pap. Rothsch. Nov. Zool. 2, p. 319.
procles Pap. Grose-Sm. Ann. Mag. Nat. Hist. (5) 20, p. 433.
pronomus Pap. Gray, Cat. Lep. B. Mus. I. p. 2. *
propinquus Lep. Rothsch. Nov. Zool. 2, p. 218.
prospero Pap. Grose-Sm. Ent. Month. Mag. 25, p. 302.
protenor Pap. Cr. Pap. Exot. 1, p. 77. *
pryeri Pap. Rothsch. Nov. Zool. 2, p. 313.
pseudoliris Pap. Frühst. Ent. Zeitschr. Gub. 1908. p. 49.
ptolychus Pap. Godm. u. Salv. Ann. Mag. Nat. Hist. (6) 1. p. 77.
punctata Pap. Flag. Jahrb. Nass. Ver. Nat. 1897, p. 47.
pygela Pap. Jord. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 61.
queenslandicus Pap. Rothsch. Nov. Zool. 2, p. 240.
ravana Pap. Moore, Cat. Lep. Ins. Mus. E. I. C. 1, p. 96.
reginae Pap. Salv. Proc. Zool. Soc. Lond. 1888, p. 117.
regis Pap Rothsch. Entomol. 28, p. 78.
restricta Pap. Leech, Butt. Chin., p. 557. '
rhacida Pap. Jord. Seitz, Gross-Schm. 9, p. 63.
rhadamantus Pap. Luc. Lep. Exot., p. 5.
rhaphia Pap. Jord. Seitz, Gross-Schmett. 9. p. 88.
rhesulus Pap. Frühst. Iris 1902, p. 164.
rhesus Pap. Bsd. Spec. Gen. Lep. 1. p. 253.
rhetenor Pap. Westw. Arcan. Ent. 1. p. 59. *
rhetenorina Pap. Jord. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 72.
rhodifer Pap. Btlr, Ent. Month. Mag. 13. p. 57.
rhodius Parn. Jtonr. Berl. Ent. Zeitschr. 1882, p. 178. *
rhodopis Pap. Rothsch. Nov. Zool. 1908, p. 167.
rhyparia Pap. Jord. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 24.
richmondia Pap. Gray, Cat. Lep. B. Mus. I. p. 2. ;
riedeli Pap. Kirsch, Proc. Zool. Soc. 1885, p. 275. *
romulus Pap. Cr. Pap. Exot. 1, p. 67. *
rosea Pap. Oberth. Et. d'Ent. 4. p. 113.
rosselanus Pap. Rothsch. Nov. Zool. 1908, p. 169.
rotalita Pap. Swinh. Ann. Mag. Nat. Hist. (6) 12, p. 257.
rubianus Pap. Rothsch. Nov. Zool. 1904, p. 654.
rubra Pap. Pagenst. Ent. Zeitschr. 1904, p. 42.
rubrophaga Pap. Rothsch. Nov. Zool. 1895, p. 504.
rubrosignatus Pap. Rothsch. Nov. Zool. 2, p. 455.
rufatus Pap. Rothsch. Nov. Zool. 2, p. 286.
ruficollis Pap. Btlr. Trans. Linn. Soc. Lond. (2) Zool. 1, p. 552.
rufinus Pap. Rothsch. Nov. Zool. 1896, p. 425.
rufocellularis Pap. Frühst. Ins. Börse 1905, p. 36.
rufofervidus Pap. Frühst. Berl. Ent. Zeitschr. 1898, p. 305.
rufoplenus Pap. Frühst. Berl. Ent. Zeitschr. 1898, p. 310.
rumanzovia Pap. Eschsch. Kotzeb. Reise, 3, p. 204. 1
russus Pap. Rothsch. Nov. Zool. 2, p. 374.
rutilans Pap. Oberth. Et. d'Ent. 4. p. 32.
sagittatus Pap. Frühst. Soc. Entom. 1896, p. 123.
sagittiger Pap. Frühst. Soc. Entom. 1901, p. 105.
sakontala Pap. Hew. Trans. Ent. Soc. Lond. (2) 2, p. 24.
saliastinus Pap. Frühst. Berl. Ent. Zeitschr. 1902, p. 208.
sallastius Pap. Stgr. Iris 7, p. 351.
salomonis Pap. Rothsch. Nov. Zool. 2, p. 453.
sambavana Pap. Doh. Journ. As. Soc. Beng. 1891, p. 193.
sambilanga Pap. Doh. Journ. As. Soc. Beng. 1886, p. 263.
sangira Pap. Oberth. Trans. Ent. Soc. Lond. 1879. p. 229. Ä
sankapura Pap. Frühst. Ins. Bors. 1904. p. 309.
sarpedon Pap. L. Syst. Nat. (X), p. 461.
Urbeschreibungs-Nachweis der indo-australischen Papilioniden.
1 18
sarpedonides Pap. Frühst. Ent. Zeitschr. Stuttg. 1908, p. 46.
sataspes Pap. Fldr. Verb, zool.-bot. Ges. Wien 1864, p. 320.
saturata Pap. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1878, p. 697.
saturnus Pap. Guer. Pmv. Zool. 1840, p. 43.
schadenbergi Pap. Setnp. Philipp. Tagt'., p. 269. *
schanus Pap. Jord. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 23.
schmeltzi Pap. H.-Schäff. Stett. Zg. 1869, p. 78. *
sciara Pap. Jord. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 77.
segonax Pap. Godm. u. Salv. Proc. Zool. Soc. Lond., p. 734.
sejanus Pap. Frühst. Ent. Zeitschr. Gub. 1908, p. 49.
selangoranus Pap. Frühst. Soc. Entom. 1901, p. 51.
seleucis Pap. Jord. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 66.
semifasciatus Pap. Hotir. Entom. Nachr. 1888, p. 161.
seminigra Pap. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (5) 10, p. 153.
semperi Pap. Fldr. Wien. Ent. Mon. 5, p. 297.
semperinus Pap. Haase, Unters. Mimikry, p. 55.
senescens Pap. Röb. Tijdschr. Ent. 34, p. 272.
septentrionalis Pap. Rothsch. Nov. Zool. 2, p. 240.
sericatus Pap. Frühst. Berl. Ent. Zeitschr. 1899, p. 427.
seronis Pap. Jord. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 61.
shortlandica Pap. Ribbe, Iris 1900 p. 40.
significans Pap. Frühst. Soc. Entom. 1902, p. 65.
sikkimensis Pap. Moore, Journ. As. Soc. Beng. 1884, p. 47.
sikkimensis Parn. Elw. Proc. Zool. Soc. Lond. 1882, p. 399. *
sikkimica Pap. Heron, Ann. Mag. Nat. Hist. (7) 3, p. 120.
similis Pap. Lathy, Entomolog. 1899, p. 149.
simo Parn. Gray, Cat. Lep. Brit. Mus. 1, p. 76. *
siporanus Pap. Flag. Ber. Senck. Nat. Ges.jfl#!). * tfoz.
sitolensis Pap. Fru/ist. Berl. Ent. Zeitschr. 1899, p. 59.
slateri Pap. Hew. Exot. Butt. 2, Pap. *
socrates Pap. Stgr. Iris 4, p. 71.
solia Pap. Jord. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 62.
solinus Pap. Frühst. Iris 1902, p. 305.
solokanus Pap. Frühst. Iris 1902, p. 310.
sopaea Pap. Jord. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 67.
sotira Pap. Jord. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 61.
sphinx Pap. Frühst. Berl. Ent. Zeitschr. 1899, p. 283.
spilotia Pap. Rothsdi. Entomolog. 1908, p. 4.
splendorifer Pap. Frühst. Ent. Zeitschr. Stuttg. 1909, p. 171.
staudingen Pap. Röb. Ent. Nachr. 1888, p. 369.
stenosemus Parn. Honr. Ent. Nachr. 1890, p. 127.
sthenelinus Pap. Rothsdi. Nov. Zool. 2, 281.
sthenelus Pap. Mach Kings Surv. Austr. 2, p. 457.
sticheli Pap. Tetens, Entom. Nachr. 1900, p. 296.
stichius Pap. Hbn. Smlg. Ex. Schmett. J. *
stiris Pap. Jord. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 93.
stoliczkanus Parn. Fldr. Novara Lep., p. 138. *
stratiotes Pap. Grose-Sm. Ann. Mag. Nat. Hist. (5) 20, p. 433.
stratocles Pap. Fldr. Wien. Ent. Mon. 5, p. 298.
stratonices Pap. Jord. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 106.
strix Pap. Westen. Trans. Ent. Soc. Lond. 1872, p. 90. *
subclathratus Pap. Frühst. Iris 1902, p. 309.
subfasciatus Pap. Rothsdi. Nov. Zool. 2, p. 329.
sudastensis Pap. Rothsdi. Nov. Zool. 1908, p. 169.
suffusus Pap. Lathy, Entomolog. 1899, p. 148.
sulaensis Pap. Lathy, Entomolog. 1899, p. 149.
sulaensis Pap. Stgr. Iris 7, p. 343.
sumatrana Pap. Flag. Iris 7, p. 27.
sumatrana Pap. Ffag. Iris 7, p. 21.
sumatranus Pap. Ffag. Iris 7, p. 19.
sumbanus Pap. Rothsch. Nov. Zool. 1896, p. 231.
supernotatus Pap. Rothsch. Nov. Zool. 2, p. 257.
supremus Pap. Röb. Entom. Nachr. 1896, p. 289.
swinhoei Pap. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1878, p. 697.
sycorax Pap. Grose-Sm. Ent. Month. Mag. 21, p. 287.
taboroi Pap. Ribbe, Iris 1907, p. 59.
taloranus Pap. Jord. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 93.
tambora Pap. Rothsch. Nov. Zool. 1908, p. 170.
tamilana Pap. Moore, Trans. Ent. Soc. Lond. 1881, p. 313.
tantalus Pap. Ehrtn. Entom. News, 1904. p. 214.
tavoyanus Pap. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (5) 10, p. 373. *
telearchus Pap. Ffew. Trans. Ent. Soc. Lond. (2) 2, p. 22. *
telegonus Pap. Fldr. Wien. Ent. Mon. 4, p. 226.
telemachus Pap. Montr. Ann. Soc. Pliys. Nat. Lyon 1856, p. 401.
telesicles Pap. Fldr. Verb, zool.-bot.' Ges. Wien, 1864, p. 308.
tellias Pap. Jord. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 65.
tellonus Pap. Frühst. Ent. Zeitschr. Gub. 1906, p. 105.
tenebrionis Pap. Rothsch. Nov. Zool. 2, p. 427.
tenggerensis Pap. Frühst. Stett. Zg. 55, p. 1 19. *
tenimberensis Pap. Rothsch. Nov. Zool. 2, p. 239.
tenimberensis Pap. Rothsch. Nov. Zool. 1896, p. 65.
teredon Pap. Fldr. Verb, zool.-bot. Ges. Wien, 1864, p. 305.
thaiwanus Pap. Rothsch. Nov. Zool. 1898, p. 602.
thermessus Pap. Frühst. Ent. Zeitschr. Stuttg. 1908, p. 46.
thermodusa Pap. Swinh. Proc. Zool. Soc. Lond. 1885, p. 145.
theronus Pap. Frühst. Berl. Ent. Zeitschr. 1902, p. 229.
theseus Pap. Cr. Pap. Exot. 3, p. 128. *
thessalia Pap. Swinh. Ann. Mag. Nat. Hist. (6) 12, p. 258.
thestius Pap. Stgr. Iris 1896, p. 283.
thomsoni Pap. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (5) 13, p. 197.
thomsoni Pap. Bat., Thomsons Straits of Mal., p. 546.
thule Pap. Wallace, Trans. Linn. Soc. Lond. 25, p. 63. *
thunbergi Pap. Sieb. Hist. Nat. Pap., p. 16.
thuria Pap. Jord. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 66.
tigris Pap. Setup. Philipp. Tagt'., p. 284. *
timocrates Pap. Fldr. Novara Lep. I, P- 55.
timorensis Pap. Fldr. Verh. zool -bot. Ges. Wien 14, p. 319
timorensis Pap. Rothsch. Nov. Zool. 1896, p. 323..
timoxena Pap. Jord. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 66.
tisias Pap. Jord. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 61.
tissaphernes Pap. Frühst. Ent. Zeitschr. Stuttg. 1909, p. 171.
titan Pap. Grose-Sm. Ann. Mag. Nat Hist. 1900 (7), p. 388.
titania Pap. Jord. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 73.
tithonus Pap. de Ff., Verb. Nat. Gesch. Ned. overz. 1840, p. 18. *
tocalensis- Pap. Rothsch. Nov. Zool. 1898, p. 424.
transiens Pap. Hag. Jahrb. Nass. Ver. Nat. 1897, p. 54.
transiens Pap. Frühst. Soc. Entom. 1898, p. 169.
triton Pap. Fldr. Verh. zool.-bot. Ges. Wien 1864. p. 290.
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wetterensis Pap. Rothsch. Nov. Zool. 2, p. 236.
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ximene Pap. Jord. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 67.
xuthus Pap. Müller, Naturs. V, 1, p. 576.
yunnana Pap. Oberth. Bull. Soc. Ent. Fr. 1907, p. 137.
zacora Pap. Jord. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 63.
zaleucus Pap. Hew. Exot. Butt. 3 Pap. *
zebraica Pap. Jord. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 90.
zephyria Pap. Jord. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 71.
PIERIDAE. Von II. Frtthstobfer.
119
2. Familie: Pieridae, Weisslinge.
Aus dieser kosmopolitischen Falterfamilie leben die meisten Arten in Südamerika und Südasien. Die
Zahl der Genera in beiden Regionen bleibt ungefähr dieselbe.
Südamerika besitzt zwar etwas mehr scharf umgrenzte Species, dafür produzieren aber die indischen
Archipele eine erstaunliche Mannigfaltigkeit lokaler Rassen, so dass beide Gebiete in einer Weise miteinander
rivalisieren, dass es schwer fällt, zu entscheiden, wo wir das Maximum der Entwicklung zu suchen haben.
Die grosse Artenzahl verdankt ihre Entstehung territorialen und klimatischen Einflüssen. Die gewal¬
tigste Gebirgsentfaltung der Erde, der Himalaya mit seinen vielen Ausläufern und das vorgelagerte Flachland
begünstigen die Artbildung in ebenso hohem Masse, wie die zahlreichen Inselschollen des malayischen Archipels.
Die verschiedenartigsten klimatischen Einwirkungen, zum Teil bedingt durch das schroffe Einsetzen der Mon¬
sune und die in deren Gefolge auftretenden, in stetem Wechsel sich ablösenden Trockenzeiten und Regen¬
perioden tragen das Weitere dazu bei, um die Arten zu modifizieren.
Und so treffen wir sowohl bei den Hochgebirgstieren wie bei den Erzeugnissen der Ebene und der
Inseln eine Anzahl von fluktuierenden Formen, die vielfach in polychrome und selbst polymorphe Elemente
zerfallen, deren Erklärung früher grosse Schwierigkeiten bereitete. Diese Formen finden sich in älteren
Werken als eine Unzahl Arten beschrieben, die auf ihren wahren Wert und ihr geographisches Zentrum
zurückzuführen, eine Hauptaufgabe nachstehender Arbeit bilden soll.
Trotz dieser weitgehenden morphologischen Differenzierung besitzen aber alle Pieriden viel Gemein¬
sames; so besonders die fast gleichartigen Jugendstadien und gewisse soziale Gewohnheiten. Eine bemerkens¬
werte Eigentümlichkeit der asiatischen Pieriden ist ihr Hydrotropismus, der in ihrer Vorliebe, sich an nassen
Stellen in kleinen oder grossen Scharen anzusammeln, zum Ausdruck kommt. Man trifft sie häufig an Fluss¬
ufern oder schlammigen Stellen in solchen Massen, dass die Pferde manchmal scheuen, wenn die Pieriden
mit hörbaren Geräusch auseinanderstieben. Manchmal gruppieren sie sich artenweise, so dass ihre Ansamm¬
lungen grossen Blüten mit weissen Herzen und bunten Blumenblättern gleichen, oder an grosse Schneeflecken
erinnern, was ich in Siam häufig beobachten konnte. Am auffallendsten ist jedoch der den Pieriden eigen¬
tümliche Wandertrieb. Hauptsächlich die Appias und Catopsilia folgen einem unwiderstehlichen Impuls und
vereinigen sich zu Schwärmen, die selbst über Berge von 6000 Fuss hinwegziehen, mit Sonnenuntergang
ihren Flug einstellen, um ihn am nächsten Tage mit derselben Hartnäckigkeit wieder aufzunehmen.
In Java beobachtete ich einen solchen Massenflug. An einem sonnenklaren Tag, am 13. Januar 1892, be¬
gannen über Sukabumi ungeheure Scharen von Catopsilien in der Richtung von Ost nach West zu ziehen.
Diese Wolken von Schmetterlingen boten einen wunderbaren Anblick und dabei dauerte der Flug von 11 Uhr
bis gegen 2 Uhr und die Scharen schienen, soweit verfolgbar, über 2 km breit zu sein. Die Falter folgten
sich zum Teil in grossen Schwärmen, zum Teil gruppenweise in Abständen von mehreren Zoll bis zu einigen
Fuss und bewegten sich etwa 4 — 6 m hoch über der Erde.
Am 14. und 17. Januar wiederholten sich ähnliche Erscheinungen, jedoch von kürzerer Zeitdauer.
Die Ursachen dieser Massenwanderungen sind noch nicht recht aufgeklärt; dem von mir beobachteten Phä¬
nomen ging ein ungewöhnlich trockenes Jahr voraus, in welchem in Ostjava Monate lang kein Tropfen
Regen gefallen war, so dass ein dadurch entstandener Futtermangel vielleicht den Anstoss zur Auswanderung gab.
Ebenso wie die Imago’s treten auch die Pieriden-Raupen manchmal in verderblicher Menge auf und
sind besonders jungen Eisenholzbäumen (Cassia florida L.) gefährlich. Gras und niedere Büsche in der
Nähe solcher Pflanzungen sind dann bedeckt mit den Puppen, aus denen im Januar die Falter auskriechen,
die in ihrer Häufigkeit die Luft wie mit weissen Schneeflocken erfüllen (Martin).
Die Eier der indischen Pieriden sind spindelförmig, manchmal stark bauchig, so dass sie wie eine
Sodawasserflasche aussehen, zweimal so hoch als breit, mit Längsrippen, die durch feine transversale Streifen
verbunden werden. Nach der Spitze zu sind sie manchmal kurz gestielt. Die Farbe hauptsächlich weiss,
variiert und geht manchmal in gelb und orange über. Huphina- Eier sind rotgefleckt und jene von Leptosia
weisslich bis ganz blau.
Die Eier werden in der Regel auf der Blattoberseite oder an jungen Sprossen einzeln abgelegt.
Ausnahmen bilden Colotis amata F. , Appias liippoides Moore, Delias eucharis Bon., Anaphais mesentina Cr.
und Terias silhetana Wall., deren Eier sich in Häufchen deponiert finden. Die Raupen dieser Arten leben in
den ersten Stadien gesellschaftlich, separieren sich aber, wenn sie erwachsen sind und genügend Nahrung
vorfinden.
Die Raupen der asiatischen Arten liegen, wenn sie erwachsen sind, auf der Blattoberseite und, wenn
sie isoliert leben, längs der Mittelrippe, wo sie das Blatt mit einem silbernen Belag bekleiden. Einige sollen
carnivore Neigungen haben und sich ohne sichtliche Veranlassung untereinander auffressen und im Falle von
120
PIERIDAE. Von H. Frtthstorfee.
Nahrungsmangel selbst andere Raupen-Arten angreifen. Auch wurde beobachtet, dass z. B. Appias- Raupen
Puppen von Leptosia aus Gefrässigkeit vernichteten (Bell).
Die mit Augenflecken gezierten Raupen einiger Arten, wie Hebomoia glaucippe, nehmen mitunter eine
schreckhafte Stellung ein und sollen wie kleine Schlangen aussehen. Nach Piepers fürchten sich die Javanen
deshalb sogar vor diesen Raupen.
Die Puppen besitzen in der Regel einen spitzen, manchmal schnauzenförmigen Kopf und können
täuschend der Umgebung angepasst sein. Wenn sie von Blättern herabhängen, sind sie grün, nahe den
Gassiabltiten gelb, und wenn sie an Gräsern befestigt sind, werden sie schwarzbraun wie die Grassamen
oder wie vertrocknete Hülsenfrüchte (Martin, Piepers). Die Zeit der Puppenruhe wechselt etwas und dauert
bei den Terias nur 6 Tage.
Im Geäder schliessen sich die Pieriden zunächst den Papilioniden an, von denen sie aber durch die
wohlentwickelten Hflgl unterschieden sind. Die Htlgl sind stets von besonderer Breite, weil sie von der, den
Papilioniden fehlenden Innenrandsader durchzogen und zudem häufig bauchig ausgebogen sind, um den
Hinterleib aufzunehmen.
Der Umriss der Flügel ist zumeist rundlich, doch kommen auch lange, schmale, sowie scharfgespitzte
und gewinkelte Vflgl und stark ausgezackte Htlgl vor. Schwanzbildungen wie bei den Papilioniden und
vielen Nymphaliden fehlen jedoch gänzlich.
Die Grundfärbung ist vorherrschend weiss mit schwarzen Transversalstreifen, doch kommen auch
rote, gelbe, orange, bläuliche, braune, schwarze und unterseits, wenn auch sehr selten, sogar grüne Färbungen
vor. Regel ist aber fast immer ein lebhafter Kontrast zwischen der meist einfarbigen Oberseite und der
vielfach sehr bunten Unterseite; alle Zeichnungen lassen sich aber leicht auf eine Reihe von Saumilecken
und eine mit ihnen abwechselnde Reihe von Submarginalflecken, sowie einige circumcellulare Makeln zurück¬
führen (Aurivillius). In den gemässigteren Landstrichen der subtropischen Zone, namentlich wenn sie durch
die vertikale Erhebung noch um einige Grade in die kältere Zone zurückversetzt werden, bewegen sich die Kom¬
ponenten der Fauna noch innerhalb der paläarktischen Genera mit ihrem primitiven und monotonen Färbungs¬
charakter. Je näher der Tropenzone, desto mehr steigert sich jedoch die Farbenpracht, die sich dann selbst
auf den relativ artenarmen kleinen Sunda-Inseln noch in faszinierender Eigenart dokumentiert.
Im allgemeinen haben die Pieriden eine lange Flugzeit, und von den häufigen Arten der Catopsilia,
Appias, Pieris, Terias löst eine Generation die andere ab.
Die cfcf sind, wie die meisten Tagfalter, durchweg heliophil und gesellig, während die ?? mehr den
Schatten des Waldes vorziehen und dort auf der Suche nach geeigneten Nährpflanzen für die Brut besorgt
sind. Da sie sich weniger bewegen, trifft man sie nie an den Saugplätzen, sondern sie scheinen sich mit
geringeren Wassermengen zu begnügen, die sie z. B. im Blätterdache der Wahlesvegetation vorfinden.
Viele Pieriden präsentieren sich als typische Beispiele jener Ähnlichkeit mit anderen Schmetterlings¬
gruppen, die als Mimicry bezeichnet wird. — Man erklärt diese Ähnlichkeit jetzt als eine evolutioneile Er¬
scheinung in der Weise, dass diese nachäffende Färbung unter dieselben noch unbekannten Einflüsse geraten
ist, welche diejenigen der Vorbilder, meist Danaiden, beherrschen.
Auf dem Kontinent treten nur wenige Arten lokal auf, da deren Grenzen durch die Migration sich
sehr leicht verwischen, während sich auf den Inseln die Vikarianten ein und derselben Species in bunter Folge
ablösen, die dem Ausgangszentrum näher gelegenen F ormen dem Urtypus noch recht ähnlich sehen, während
deren Zugehörigkeit an der Peripherie kaum noch zu erkennen ist.
Zoogeographisch interessant ist das Aufeinanderstossen zweier grosser Faunengebiete im malayischen
Archipel, des orientalischen und australischen, die man früher durch die WALLACEsohe Trennungslinie ab¬
sondern zu müssen glaubte.
Beachtenswert ist auch noch die Erscheinung, dass die drei grossen Sunda-Inseln zusammen mit
der malayischen Halbinsel vielfach dieselben Arten besitzen — und dass Malakka sowie Perak viel mehr
Species mit Sumatra und Borneo gemeinsam haben als mit Indien und Birma — und besonders dass die
Malakkaformen fast ausnahmslos den Charakter insularer Rassen annehmen. Diese faunistische Eigentüm¬
lichkeit geht Hand in Hand mit einer gleichartigen Flora und wiederholt sich bei allen Lepidopterenfamilien
und anderen Insekten, so dass für diese geographische Zone die Einführung einer Kollektivbezeichnung
geboten war. Da der bisher übliche Ausdruck »grosse Sunda-Inseln« nur Borneo, Sumatra und Java ein-
schliesst — und die Malakka -Halbinsel nicht in Betracht zieht, wurde „Makromalayana“ gewählt — im
Gegensatz zu „Mikromalayana“ — einem Faunengebiet, das bereits mit der Insel Bawean nördlich von Java
und nicht wie bisher angenommen, erst mit Bali beginnt, und alle kleinen Sunda-Inseln umfasst.
Die Vorlagen zu den Abbildungen von Tafel 50 — 73 entstammen mit verschwindenden Ausnahmen,
die nach Originalen im British Museum in London hergestellt wurden — ausschliesslich der Sammlung
Fruhstorfer in Genf-Florissant — in der auch die Typen der hier zuerst beschriebenen neuen Formen
und Rassen enthalten sind.
121
Ausgegeben 14. 1. 1910.
LEPT0S1A:
LEUGIACRIA; ELODINA.
Von H. Fruhstorfer.
1. Gattung: Eeptoftia Hbn.
Kleine zarte, weisse, unterseits gesprenkelte Schmetterlinge mit runden Vflgln. Fühler lang spindel¬
förmig mit zusammengedrückter Kolbe. Palpen klein aber — vorne lang — behaart. Subcostale dreiästig
mit zwei Ästen vor dem Zellende. Ei blau; Rp ähnlich jener von Terias hecabe, aber zierlicher grün und
fein behaart; auf Gapparis und Crataeva. Pp grün mit bunten Schatten. Die Falter treten in grossen
Mengen auf. Sie haben eine langsame, aber unstete Flugart, halten sich an offenen Stellen im Walde und
am Waldrand im Unterholz aut und gehen mit Vorliebe ins Dornengebüsch.
L. xtphia F. (62 f) über ganz Indien und Ceylon verbreitet, von mir auch in Siam und Annam gefunden, xiphia.
Ein Bewohner der Ebene, geht sie doch bis 7000 Fuss hinauf und erscheint stellenweise in solchen Scharen,
dass sie die Engländer in Indien »die wandernde Schneeflocke« nennen. Die Unterseite ist fein grünlich
gesprenkelt mit Ansätzen von zwei deutlicheren Transversalbinden der Vflgl. — nicobarica Doh. ist eine nicobarica.
Inselrasse mit sehr schmalem, schwarzem Aussenrd der Vflgl, auch sonst mit reduzierter und verblasster
Zeichnung; Nicobaren. malayana subsp. nov. Etwas stattlicher, aber dennoch mit kleinerem Subapical- malayana.
fleck der Vflgl und unterseits mit zwei deutlich hervortretenden grünlichen Querbinden. Makromalayana
mit Ausnahme von Java, wo chlorographa Hbn. (62 f) vorkommt, mit relativ grossem schwarzem Punkt chloro-
der Vflgl und gleichmässig gell) gesprenkelter bindenloser Unterseite der Hflgl. Java, Bali: häufig in der grapha.
trockenen Zeit und bis 3000 Fuss hoch gehend. — fumigata Frühst. (62 g) ist eine ungewöhnlich grosse fumigata.
Rasse mit breitem Subapicalfleck und dicht schwarz bestäubter Unterseite aller Flügel. Der Falter geht bis
2000 Fuss Höhe und kommt an den Rändern der Strandwälder im April -Mai zu vielen Tausenden vor,
deren Masse manchmal rein verwirrend ist; immer und immer wieder kamen mir die Falter vors Netz,
auch wenn ich ganz andere Arten fangen wollte. Lombok bis Flores. - aurisparsa subsp. nov. (62 g) ist aurisparsa.
vielleicht nur eine Trockenzeitform der vorigen mit goldgelben Schuppen der Hflglunterseite. Insel Savu,
August. — cornrna Frühst. (62 f) ist eine prägnante Rasse, bei der sich konstant die Spitze des Subapical- comma.
punktes mit dem Apicalsaum der Vflgl vereinigt. Inseln der Timor-Gruppe, Key, Timor-Laut. — aebutia aebutia.
subsp. nov. ist eine Form mit ebenso grossem Subapicalfleck der Vflgl als fumigata, aber licht gelb bestreuter
Unterseite. Tana -Djampea, Kalao ; Flugzeit Dezember. - dione Wahl., eine ausgezeichnete Lokalform, dione.
ebenso gross wie fumigata, aber ohne Spur eines schwarzen Apicalsaumes der Vflgl mit weit nach innen
gerückter rundlicher Subapicalmakel und gelblich beschuppter Unterseite. Bisher nur in nächster Nähe von
Makassar beobachtet. Süd-Celebes. terentia subsp. nov. ist gleichfalls arm an schwarzer Zeichnung, auch terentia.
unterseits sehr bleich; der Apicalfleck der Vflgl reicht nur bis zur oberen Radiale, ist aber scharf abgegrenzt.
Süd-Philippinen, Bazilan, Februar, März; Mindanao. — georgi subsp. nov. Das Gegenteil der vorigen, georgi.
mit breit ausgeflossener Schwarzfleckung ; der Apicalsaum der Vflgl reicht bis zur Flügelmitte; Unterseite
aber fahl, fast ohne grüngelbe Beschuppung. Nord- Philippinen, Luzon; Flugzeit August, November. —
niobe Wall. Die nördlichste bekannte Rasse, ähnlich terentia, aber mit undeutlich grauem, stark tiefschwarzem niobe.
Apicalsaum des Vflgls und prägnanten Querbinden der Hflglunterseite. Sehr häufig in Formosa, wo niobe
bis 4000 Fuss hinaufgeht.
L. lignea Vollenh. mir in Natur unbekannt; eine schmalflügelige Art, mit grauschwarz umrandeten lignea.
Hflgln, ohne Gostal-, aber mit bindenartig verlängertem Subapicalfleck der Vflgl. Die gesamte Unterseite
aller Flügel dunkel braungrau überpudert. Sehr selten. Minahassa, Nord-Celebes.
2 Gattung: JLesieiacria R. u. J.
Diese interessante Gattung steht sehr nahe Elodina, von der sie durch die breitere, kürzere Zelle
aller Flügel und den vor dem Zellapex der Vflgl abzweigenden zweiten Subcostalast differiert. Nur eine
Art bekannt.
L. acuta R. u.J. (73 a) Unterseite der Vflgl leicht glänzend, dadurch an südamerikanische Leptophobia acuta.
erinnernd. Vflglzelle fast unmerklich gelb angefiogen. Hflgl wie bei den meisten Elodina mit gelbem, scharf
abgesetztem Gostalsaum. Der schwarze Apicalsaum der Oberseite matt durchscheinend. Nur wenige Exemplare
bekannt, die über 6000 Fuss Höhe in Britisch Neu-Guinea von Meek entdeckt wurden.
3. Gattung: Eiodiim Fldr.
Kleine, zarte, meist milchweiss , selten gelb oder schwarz gefärbte Falter mit zugespitzten Vflgln.
Der zweite Subcostalast der Vflgl entspringt auf kürzere oder längere Distanz jenseits des Zellapex. Die
Verwandlungsgeschichte der Arten ist nicht bekannt. Die bisher gefundenen Species sind im australischen
Faunengebiet, sowie dessen Subregionen heimisch und ausschliesslich Bewohner des Tieflandes.
IX
16
egnatia.
bouruensis.
dispar.
therasia.
sada.
litana.
mulliercula.
pasarga.
hypatia.
perdita.
andropia.
hydatis.
namatia.
umbratica.
argypheus.
sign ata.
angulipennis.
padusa.
parthia.
quadrata.
walkeri.
baudiniana.
122 ELODlNA. Von H. Fruhstorfer.
E. egnatia Godt. (= cirrha Bsd.) ist die zuerst beschriebene Art. Flügelschnitt und Aussehen ähnlich
Parelodina angulipennis (62 e [angulipes der Tafel]). Zeichnung wie bei anticyra (62 e), aber mit nach innen
gerade verlaufendem braunem Aussensaum der Vflgl. Sehr selten, Süd -Molukken (Ambonia, Ceram). Als
Inselrasse steht ihr bouruensis Wall. (62g) sehr nahe. Oberseite wie unten, nur überzieht der schwarze
Anflug den gesamten Apicalteil der Vflgl. Insel Buru.
E. dispar Hob. ist eine sehr seltene, geschlechtsdimorphe Art von der Insel Bangkei bei Celebes,
cf und ? schmalflügelig ; cf oberseits mit fast dreieckigem Apicalfleck, unterseits weiss; ? mit sehr breitem, ein
Drittel der Flügel einnehmenden, nach innen geradlinigen Aussensaum der Oberseite, der sich auf der Vflgl-
unterseite wiederholt.
E. therasia Fldr. Eine distincte Species, von der Grösse der pasarga (62 e) , aber mit schmäleren
Flügeln, sehr breitem, aber kurzem Apicalfleck der Vflgl, der sich unterseits, auf eine schmale Binde reduziert,
sehr schwach wiederholt. Halmaheira.
E. hypatia. Auf ganz Neu-Guinea und dessen Satellit-Inseln verbreitet, neigt zur Lokalrassenbildung,
von denen noch eine ganze Anzahl zu finden sein wird. — sada subsp. nov. (62 e) mit kaum angedeutetem
Subapicaltleck der Htlglunterseite. Insel Waigiu. — litana subsp. nov. Zelle der Vflgloberseite dunkler be¬
stäubt, Vllgl Unterseite mit sehr breiter, schwarzer Subapicalbinde. Key-Inseln. — mulliercula subsp. nov.
Wie die vorige, nur mit schwarzem Apicalsaum und schmaler, aber durchlaufender Subapicalbinde der Vflgl.
Britisch Neu-Guinea. — pasarga subsp. nov. (62 e). Die grösste bekannte weisse Form der Gattung, matter, mehr
kreide- als milchweiss. ? mit relativ breiter Subapicalbinde der Vllglunterseite und hellockergelber Oberfläche
der Hflgl. Häufig in den Strandwaldungen von Neu-Guinea, wo sich die Falter taumelnden Flugs rastlos
aber langsam vorwärts bewegen. — hypatia Fldr. ist eine habituell kleinere Rasse mit verblasster Schwarz¬
zeichnung der Vllglunterseite und weisslich statt gelblich getönter Rückseite der ??- Hflgl. Holländisch
Neu-Guinea.
E. perdita Mislcin (62 g) ist vielleicht auch eine hypatia- Rasse. Queensland.
E. andropia Bür. (62 f). Eine Parallelart der vorigen, aus Britisch Neu-Guinea beschrieben. —
hydatis subsp. nov. ist eine in Deutsch Neu-Guinea seltene, habituell grössere Lokalform, bei der das ? statt
der schwarzen Saumbinde nur fünf grosse braune Submarginalmakeln der Hflgloberseite trägt.
E. namatia spec. nov. (62 e) dürfte andropia auf der Insel Waigiu ersetzen; das ? führt jedoch keinerlei
Schwarzfleckung auf den milchweissen Htlgln und die schwarze Subapicalbinde der Vflglunterseite ist kaum
halb so breit als bei hydatis.
E. umbratica Gr.-Sm. zeigt unterseits keine Spur einer Subapicalbinde der Vflgl, und deren schwarzer
Aussenrd verläuft gleichmässiger. Salomonen, Ulawa-Insel.
E. argypheus Gr.-Sm. Mit sehr breiter schwarzer Umrahmung auch des Costalrandes der Vflgl und
proximal noch geradliniger verlaufendem Aussenrand der Vflgl sowie einer scharfwinkelig abgebogenen Gostal-
und Subapicalbinde der Vflglunterseite. Salomonen, Guadalcanar.
E. signata Wall. (62 d). Eine distinkte, kleine Art mit schwarzen Vflgln, die einen grossen, weissen
Discaltleck umrahmen. Neu-Caledonien.
E. angulipennis Luc. (62 e, wo aus Versehen anyulipera gesetzt wurde). Die Trockenzeitform nannte
Hewitson pallene (62 f); diese besitzt auf der Unterseite der Vflgl grössere, schwarze Makeln. Queensland,
Neu-Siid- Wales, Victoria.
E. padusa Hew. (62 d). Mit feinem, bis in den Analwinkel der Vflgl hinziehendem schwarzen Aussen¬
saum und grossem, isoliert stehendem Sub apicalfleck der Vflglunterseite. Queensland.
E. parthia Heiv. (62 d). Vflgl mit proximal spitz gezähntem, schwarzem Aussensaum. Hflglunter-
seite sandfarben, je nach der Jahreszeit graugelb oder rotbraun getönt. In ganz Australien.
E. quadrata Bür. steht padusa Heu\ nahe, mit längeren Flügeln, mehr quadratischem Apicalfleck,
der proximal weniger ausgebuchtet ist, der schwarze Aussensaum wie bei padusa bis in den Analwinkel fort¬
gesetzt, die Vflglzelle gelblich. Unterseite ähnlich jener von angulipennis, aber die ganze Zelle gelb gefärbt.
Hflgl mit einem schwarzen Zellpunkt. Sydney.
E. walkeri Btlr. soll mit perdita verwandt sein, aber ohne eingeschnittenen schwarzen Aussenrd der
Vflgl. Vflglunterseite silberweiss mit drei schwärzlichen Subapicalflecken und die Zelle mit safrangelbem
Antlug wie bei parthia. Hflgl mit schwarzem Punkt am Zellapex und 4 — 5 schwärzlichen Submarginalfleckchen.
Port Darwin, Nordwest-Australien.
E. baudiniana Btlr. Kleiner als perdita , oben schneeweiss mit rauchgrauem Gostalsaum der Vflgl,
dessen basale Partie fleischfarben erscheint. Aussensaum kürzer als bei walkeri und die Punktreihe der Htlgl¬
unterseite undeutlicher. Port Darwin, vermutlich nur eine Zeitform der vorigen.
PARELODINA; DELIAS. Von H. Fruhstobeer.
123
E. primularis Btlr. (62 g) ist die einzige beiderseits licht schwefelgelb gefärbte Art der Gattung . primularis.
Die Vflgl sind oberseits mit einem massig breiten , proximal gezackten Costal- und Terminalsaum bedeckt,
auch tragen die Hflgl manchmal 4—5 braune Randflecke. Neu -Lauenburg. — citrinaris Gr.-Sm. ist eine citrinaris.
Lokalform von Neu -Pommern mit gleichmässig breitem Aussenrd der Vflgl und ohne schwarze Subapical-
binde der Unterseite. — inclsa subsp. nov. ist die Inselrasse von Neu-Mecklenburg mit proximal stark ge- incisa.
zälmtem Marginalband der Vflgl. primularis fliegt schwerfällig an lichten Stellen im Walde, wo die Falter
sich auf Blätter des niederen Gebüsches setzen (Ribbe).
E. pseudanops Btlr. (62 d). cf? unterseits milchweiss mit breiter, schwarzer, halbkreisförmige)-, sub- pseudanops.
marginaler Binde, die am Analsaum bis zur Basis der Vflgl hinzieht und einen länglichen, distal eingekerbten
perlweissen Fleck umschliesst. ? oberseits schwarz mit einer unregelmässigen gelb gezeichneten Binde im
Discus der Vtlgl und einem grossen, rundlichen Basaltleck der Hflgl. Neu-Caledonien, Lifu.
4. Gattung: Parelod ina gen. nov.
Differiert von Elodina durch den am Zellapex entspringenden zweiten Subcostalast der Vflgl. Sonst
wie Elodina , aber weniger artenreich; es ist anzunehmen, dass ein Teil der unter Elodina abgehandelten
Formen, die mir in natura zur Prüfung nicht Vorlagen, hierher gehört.
P. pura Gr.-Sm. Vflgl mit grauschwarzem Apicalfleck, der proximal nur schwach gezähnt ist. Unter- pura.
seite silberweiss, an der Basis aller Flügel leichthin gellt angeflogen. Pura, Alor, Flores, Adonara.
P. invisibilis spec. nov. Eine der kleinsten bekannten Pieriden. Oberseite rein weiss, mit rotbraunem invisibilis.
Gostalanflug. Der schwarze Apicalfleck verläuft ähnlich wie bei anticyra (62 e). Unterseite der Vflgl wie
bei allen Elodina mit gelblichem Anflug und einem rundlichen schwarzen, zweiteiligen Subapicalfleck , der
beim ? sich bindenartig verlängert. ?-LTnterseite der Hflgl hellockergelb. Insel Wetter.
P. effeminata spec. nov. Habituell etwas kleiner als pasarga (62 e), aber blauweiss, seidig glänzend, effeminata.
statt mattgelblich, die vordere Hälfte der Zelle dicht braunschwarz beschuppt. Der schwarze Distalsaum der
Vflgl proximal tiefer gezähnt. Unterseite der Vtlgl nur wenig gelb, Htlgl des ? rein weiss. Deutsch Neu-
Guinea, selten.
P. anticyra spec. nov. (62 e). Unterseite der Vtlgl und die ganze Oberfläche der Hflgl hellgelblich, anticyra.
Vtlgl mit schmalem, schwarzem Costalsaum und sein- breiter, schwarzer Submarginalbinde. Insel Roon und
Mafor in der Geelvink-Bai.
5. Gattung: Delias Hbn.
Dieses an Arten so reiche Genus erinnert in vieler Beziehung in der Flügelform, der Färbung und
die Art des Fluges an die südamerikanischen Perente. Die Bellas bilden ein charakteristisches Moment der
indischen Fauna. Sie beleben den Wald und den Waldrand in derselben Weise, wie die Appias und
Catopsilia an Flussufern dominieren, umschweben vielfach die Kronen der Urwaldbäume, setzen sich gerne
auf Blätter und Blüten (so z. B. an jene des Chinarindenbaumes , der Lantana) oder hasten in selteneren
Fällen in wildem, unstetem Fluge über Grasflächen hinweg ( battana in Süd-Celebes).
Die meisten Arten aber bewegen sich in langsamem, ruhigem Fluge von Blüte zu Blüte und ver¬
lassen manchmal selbst jenes Gebüsch nicht gerne, in dem sie oft zu vielen Hunderten auf einmal der
Puppenhülse entschlüpfen. ( belisama auf Java.) Verhältnismässig wenige Arten verbreiten sich über grosse
Ländermassen, die meisten bleiben lokal oder insular; alle neigen zur geographischen Differenzierung, selbst
auf derselben Insel ( bromo , fruhstorferi in Ost-Java und crithoe , momea in West-Java, die so verschieden
sind, dass sie als eigene Species aufgestellt wurden). — Sie sind aber keineswegs wählerisch im Flugorte
und wir treffen sie am Seestrande im Mangrovegebüsch, von wo aus sie manchmal sogar über die Meeres¬
wellen hinwegfliegen , auf den Hochvulkanen des malayischen Archipels und im Himalaya , wo sie bis 8000
Fuss sehr häufig sind, aber auch bis 10- und sogar 11000 Fuss hinaufgehen.
Die Eier werden auf die Unterseite der Blätter gelegt, manchmal 20 — 30 in parallelen Reihen. Rp
zylindrisch mit zwei Reihen langer Haare, sie leben auf Mistelgewächsen (Loranthus longiflorus) ; eine Art
(eucharis) wurde aber auch auf Hibiscus chinensis beobachtet. Puppenruhe dauert gewöhnlich 10 Tage, Pp
am Schwanzende befestigt, mit dem Kopf nach oben, manchmal sehr zahlreich auf Baumstämmen, Zweigen,
selbst Mauern.
a. Hflglunterseite gelb mit zumeist weisslichen Submarginalflecken ohne roten Basalfleck.
D. agostina bewohnt ausschliesslich die Vorberge des Himalaya und dessen Ausstrahlungen. Drei agostma.
Rassen sind bisher bekannt: agostina Heir. (54 d). c f: Oberseite weiss, Vflgl mit nur distal breit schwarz
überzogenen Adern, Unterseite mit durchweg schwarz bereiften Venen. Hflgl kanariengelb mit schmaler
124
DELTAS. Von H. Fruhstorfer.
weisser, schwarz gesäumter Aussenhälfte. Oberseite der Vflgl grau mit aufgehellter Zelle und Discalregion,
einer Reihe von 5—6 weissen Submarginalpunkten; jene der Hflgl bei der Trockenzeitform hell, bei der
Regenzeitform dunkel orangefarben. Bewohnt die Täler von Sikkim, wo sie von März bis Dezember vor-
infumata. kommt. — infumata Frühst. (54 e) hat fast ganz schwarze Vflgl und der Distalsaum der Hflgl dringt manch -
annamitica. mal bis nahe an die Zellwand vor Assam, Tenasserim, auf 4000 Fuss Höhe im Mai gefangen. — annamitica
Frühst. (54 e) mit etwas geringerem schwarzen Anflug der Vflgl, die Unterseite nur wenig dunkler als bei
Sikkimexemplaren. Das ¥ hat eine gleiclnnässig und fein hellgrau abgetönte Oberseite der Vflgl, eine bleich¬
gelbe der Hflgl mit scharf abgesetztem Distalsaum. Flugort Stid-Annam, Februar auf etwa 5000 Fuss Höhe,
wo sie sich den Gipfel eines abgeholzten mit ein paar Eingebornen- Hütten bebauten Hügels als Tummel¬
platz für den Hochzeitsflug auserkoren hatten. Die schnellflügligen Falter kamen aus dem nahen Walde
und flogen über ein sumpfiges, nur spärlich mit Strauchwerk bewachsenes Moor und schossen dann plötzlich
bergan, hoch über die Grasdächer der Behausungen hinweg. Nur wenn sich gelegentlich ein Falter brünstig
suchend verirrte, konnten ihn meine Jäger erhaschen und es dauerte über eine Stunde, bis wir zu dreien
einige ?? und cfcfl erbeuteten.*)
singhapura. D. singhapura Wall, habituell etwas grösser als die vorige, mit gleiclnnässig grauschwarz iiber-
pudertem Aussenteil der Vflgl und zitrongelber Unterseite der Hflgl. Sehr selten, bisher ist nur die Type
indistincta. aus Singapore bekannt. — indistincta Frühst. (55 d) Vflgl unterseits mit doppelt so breitem, schwarzem
Anflug als die vorige. In Nord- und Süd-Borneo, nicht sehr selten. — agoranls Gr.-Sm. mit schärfer ab-
agoranis. gesetztem , tiefschwarzem Apicalbezug und besonders breiten schwarzen Submarginalbinden der Hflglunter-
seite, bewohnt Tenasserim und die Shanstaaten.
themis. D. themls Hew. von Mindanao mit schärfer ausgeprägtem, tiefschwarzem, aber wesentlich schmä-
soteira. lerem Distalsaum als soteira subsp. nov. (55 d) von Luzon, die auch unterseits durch viel schmälere weisse
Cireumcellularflecken der Vflgl zu unterscheiden ist.
kühni. D. kühni Honr. steht themis nahe, mit unterseits ganz schwarzen Vflgln. Hflgl mit drei hellgelben
sulana. submarginalen Flecken. Insel Bangkai bei Celebes, nur einige Exemplare bekannt. — su'iana Stgr. eine
gute Lokalform mit grösseren, weissen Flecken der Vflgl und sechs gelben und gelbgrauen Submarginal¬
makeln der Hflglunterseite. Nur 1 cfl bekannt ; Sula Mangoli.
baracasa. D. baracasa Sernp. eine kleine Parallelart von themis und agostina, die südwärts bis Sumatra vor¬
gedrungen ist. Die Unterseite aller Flügel weiss mit schmalen schwarzen Bändern und einer dünnen eben¬
solchen Submarginalbinde. Nur die Basis der Hflgl ist grünlichgelb angeflogen. Bis jetzt nur i cd von
cathara. Südost-Mindanao bekannt. — cathara Gr.-Sm. (55 d) eine stark verdunkelte Lokalform vom Kinabalu, mit
danala. völlig gelber Oberfläche der Hflgl und zusammenfliessenden, schwarzen Binden. — Bei danala Xicer.
( = karo Hag.) (55 d, e) vom gebirgigen Sumatra markiert sich oberseits eine Reihe von weissen Subapicalpunkten
der Vflgl, die unterseits eine gelbe Färbung annehmen, was auch für die Submarginalflecken der Hflgl-
dives. Unterseite der ¥¥ gilt. — dives Xicer. von Penang. Oberseite der Vflgl ähnlich cathara, nur leichthin schwarz
beschuppt. Unterseite der Hflgl hellockergelb ohne Submarginalbinde und nur mit schmalem, schwarzem
Distalsaum. Ob ihr Artrechte zukommen, kann nicht entschieden werden, weil dives in natura nicht vorliegt.
dorimene. D. dorimene Cr. (55b). Die Abbildung zeigt den cd von der Oberseite, das ¥ von der Unterseite.
Die Unterseite der cdcd differiert davon nur durch den verschmälerten schwarzen Aussenrd und kleinere
rothschildi. gelbe Makeln. Häufig auf den Süd-Molukken, Amboina, Ceram. — Auf Buru erscheint eine Rasse rothschikii
Hol/, mit kleineren, weissen Submarginalflecken der Vflgl. Auf den Hflgln vergrössern sich aber diese
Makeln und die schwarze Saumbinde wird breiter. Nur I ¥ bekannt.
echidna. D. echidna Hew. (52c) von Ceram ist seit 1861 anscheinend nicht wieder gefunden, weil nur die
Type im British Museum bekannt ist. Die Oberseite ist nach Hewitson weiss, mit schwarzem Costalsaum
und fein gezähntem Terminalsaum der Vflgl. Hflgl .gleichfalls mit schwarzem Distalrand, der nach innen
fein grau bestäubt ist.
melusina. D. melusina Stgr., ein Gebirgsfalter aus dem Norden der Insel Celebes, hat. unterseits etwas Ähn¬
lichkeit mit echidna, doch fehlt ihr der weissliche Subapicalfleck der Vflgl. Alle Subm argin alflecken sind
stark reduziert, die Basis und die Discalregion der Vflgl blaugrau. Die Oberseite ist blauweiss, mit schwarzen
Feldern auf allen Flügeln.
b. Hflglunterseite ohne roten oder gelben Basalfleck, aber mit roten oder gelblichen Submarginalflecken.
eucharis. D. eucharis Drury (51a). Charakterisiert durch die prächtigen, oberseits rosafarbenen, unterseits
hellroten weiss umsäumten, distal etwas zugespitzten, sonst quadratischen Submarginalflecken. Der Apex
der Vflgl und die Oberfläche der Hflgl schön hellgelb bezogen. Der Falter legt 20 — 30 Eier auf die Unter¬
seite von Blättern in parallelen Reihen. Die Rpn sind polyphag, finden sich vielfach zu Tausenden, leiden
aber unter Ichneumoniden und Mus ci den parasiten. Die Ppn sind am Schwanz, aber mit dem Kopfe nach
oben, eng an die Blätter geheftet; die Ppnruhe dauert etwa tO Tage. Der Falter fliegt das ganze Jahr, im
*) Man vergleiche den Nachtrag.
DELIAS. Von H. Fruhstorfek.
1 25
nördlichen Ceylon stellenweise in gewaltigen Mengen, und besucht mit Vorliebe die Blüten der Lantana, an
die er sich mit halbgeöffneten Flügeln anhängt, eucharis geht in Indien bis 7000 Fuss hinauf, erreicht in
Kashmir paläarktisches Gebiet und variiert nur unbedeutend.
D„ hyparete eine vom Himalaya bis Formosa und im Süden von der malayischen Halbinsel bis
Celebes in einer grossen Zahl, von zum Teil scharf getrennten Lokalformen verbreitete Art. peirene
Frühst. (51b) aus Formosa, wo sie bis etwa 4000 Fuss Höhe vorkommt, trägt auf der Unterseite ein aus¬
gedehnteres weisses Submarginalfeld als luzonensis. Es kommen auch Exemplare vor mit hellockergelben
oder orangefarbenen Submarginalflecken der Hflglunterseite (maenia forma novo). — Von luzonensis Fldr.
(51 d, e) ist die Rp bekannt. Diese ist ganz zitronengelb, nur Kopf, Fiisse und After sind schwarz, der
Rücken gelb behaart. Sie lebt auf Averhoa bilimbi, wo sie manchmal an langen Fäden aufgehängt , ge¬
funden wird. — mindorensis suhsp. nov. trägt in der Regel weniger und kleinere rote Submarginalflecke der
Hflgl; ähnliche Stücke kommen auch auf Cebu, Bohol und Camotes vor. — rnindanaensis Mitis (51c) ist
eine kleine Form mit stark verdunkelten 22, wenig Rot der Unterseite in der abgebildeten Trockenzeit- und
breiterem Rot bei der grösseren Regenzeitform. Mindanao, Süd-Philippinen. — Bei palawariica Styr. (51 b) sind
alle Adern und der Distalsaum der Hflgl breiter schwarz bezogen. Insel Palawan. — lucina Fist. (= jolana
Styr.) (51 d) von den Sulu-Inseln zeichnet sich durch fast ganz weisse Oberseite und den Mangel an gelbem
Anflug der Hflglunterseite aus. — stolli Btlr. vom südlichen China, hat ein oberseits fast ganz schwarzes 2
und auf der Hflglunterseite reicht der gelbe Basalanflug bis an den schwarzen Terminalsaum. — Ihr kommt
ciris suhsp. nov. (51b) sehr nahe, deren cf durch einen breiten schwarzen Apikalteil, dunklere Zellregion
der Vflgl bei den 22 auffallen. Siam, Cochin-China, Tonkin, Tenasserim. In Bangkok und Saigon bildeten
ciris eine Zierde der Gärten und Anlagen, wenn sie unter dem Schatten hoher Ficus auf- und nieder¬
schwebten, um sich von Zeit zu Zeit auf der Oberseite von Blättern niederzulassen. — hierte Hbn. (5 1 a) vom
Festland von Indien steigt im Himalaya bis zu 6000 Fuss hinauf, ist aber dort an der Peripherie ihrer Ver¬
breitung nicht mehr häufig. — Als devaca Moore ist eine Aberration mit scharlachrot übergossener Zelle
der Hflglunterseite bekannt, während ab. indica Wall, eine Aberration mit fast ganz weissem Apex der
Vflgl darstellt. — ethire Doli, ist eine sehr helle Rasse aus Süd-Indien, die auch schon in Bengalen ge¬
fangen wurde, unterseits mit lichtzitrongelbem Anflug der Hflgl und sehr grossen, gelben Subapikalflecken
der Vflgl. — metarete Btlr. ist die stark verdunkelte geographische Rasse der malayischen Halbinsel und
von Singapore. — despoliata suhsp. nov. von Sumatra steht dieser sehr nahe, die Rotfleckung der Hflgl¬
unterseite tritt aber stark zurück . manchmal sind nur 3 statt 6 Submarginalflecken vorhanden , ebenso ist
deren innere schwarze Begrenzung wesentlich schmäler. — Bei diva Frühst. (51b) von Nord-Borneo reicht
der gellte Anflug der Hflgl wieder bis an die sehr viel breitere innere schwarze Umsäumung der noch
markanteren submarginalen Rotfleckung. — Alle Inseln um Sumatra produzieren distinkte Lokalformen, von
denen haemorhoea Voll, aus Banka durch orangefarbene Basalfleeke und nur 3 kurze, breite rote Sub-
marginalmakeln der Hflglunterseite charakterisiert ist. Die Vflgl bleiben fast ganz weiss. — Simplex Btlr.,
unbekannter Herkunft, hat das innere Drittel der Hflglunterseite bleich Chromgelb. — jataka Frühst. (51 d)
von den Batu-Inseln trägt grauschwarze Vflgl und eine durchweg dunkel zitrongelbe Oberfläche der Hflgl¬
unterseite. — hvpöpelia Hag. differiert durch eine Reihe gelber Submarginal strigae der Vflgl und viel
breiteren, schwarzen Aderbezug, sowie eine graugelbe Basis der Hflgl von jataka ; von den Mentawej-Inseln,
nur 1 2 bekannt. — niasana Kheil (51 d), sehr hell im cf, während die 22 oberseits breite schwarze Adern, gelbe
Subapikalstrigae und dicht beschuppte Internervalfelder zeigen. Eine Aberration mit gelben statt roten Sub-
marginalflecken nannte Kheil arnarüla. — - hyparete L. aus Java und Bali ist sehr unbeständig; kaum ein
Stück gleicht dem andern. Die Regenzeitform (51c) erscheint oben breit schwarz umrandet, während die
Trockenzeitform aus Ost-Java aureivenu'la form. nov. (51 c) grosse gelbe Apikalstrigae und lichtgelb be¬
zogene Hfigloberseite aufweist. Sehr häufig in Java, wo die Art bis 2500 Fuss hinaufsteigt und am Rande
lichter Wälder sehr häufig ist. Rp ockergelb mit feinen Seidenhaaren von derselben Farbe. Kopf und
Ftisse schwarz. Pp schön hellgelb am Bauche mit 12 schwarzen sonst gelben Stacheln. (Vollenhovex).
peirene.
maenia.
luzonensis.
mindorensis.
min¬
danaensis.
palawanica.
lucina.
stolli.
ciris.
hierte.
devaca.
indica.
ethire.
metarete.
despoliata.
diva.
haemorhoea.
simplex.
jataka.
hypopelia.
niasana.
amarilla.
hyparete.
aureivenula.
D. rosenbergi Voll. (= chrysoleuca Mitis) (52 a) ist der celebische Repräsentant der hyparete -Gruppe, rosenbergi.
eine stattliche, oberseits beim 2 fast ganz schwarzgrau angeflogene Art. In Süd-Celebes fliegt rosenberyi das
ganze Jahr, massenhaft im März, April am Ende der schwersten Regenperiode. Die Rp ist nicht ver
schieden von jener von despoliata aus Sumatra, nur grösser, dunkelgelb mit hellgelben und weissen Haaren
und lebt auf Loranthus, die auf Mangobäumen schmarotzen. Die Falter erscheinen schon sehr früh am
Tage, um 6 und 6 1 2 Uhr und dann wieder spät abends (Martin). — Im Norden der Insel kommt lorquini lorquini.
Fldr. (= catamelas Styr.) (52 b) vor, wo die Art an der Meeresküste bis 3000 Fuss hinaufgeht. Die schwarzen
Binden der Unterseite aller Flügel sind breiter, die Zellregion ausgedehnter schwarz beschuppt.
D. mitisi Styr. eine seltene Art der Sula-Inseln, mit noch dunklerer Unterseite der Hflgl. die noch mitisi.
grössere rote Flecken als rosenberyi tragen.
D. periböea Godt. (5 f e ) eine variable Art, die auf Java recht lokal ist. aber in manchen Jahren periboea.
selbst in grossen Städten, wie Soerabaja und Bandong, massenhaft auftritt. — wallacei Rothsch. heisst die wallacei.
126
DELIAS. Von H. Frtthstoreer.
unterseits etwas breiter schwarz gestreifte Rasse der Insel Bali, durch des Sammlers Doherty Versehen als
livia. aus Celebes stammend beschrieben worden. — livia Frühst. (56 d) ist eine auf Lombok in ca. 2000 Fuss
Höhe entdeckte Form, die auf der Hflglunterseite stets viel weniger und schmälere rote Makeln trägt. —
pagenstecheri. pagenstecheri Frühst, ist gekennzeichnet durch kürzere schwarze Streifen der Flügelunterseite und verwaschene,
alorensis. mehr orangefarbene als rote Submarginalflecken der Hllgl. Sumbawa, selten. — alorensis Frühst. (52 a)
ist der östlichste bisher bekannte Ausläufer, ausgezeichnet durch verbreiterte lichtgelbe Subapicalflecken der
Vflgl. dunkel ockergelben Basalbezug und eine komplette Reihe intensiv roter Submarginalflecken der Hflgl,
die nach oben mattrosa durchschimmern. Hflgloberseite hellgell) statt weisslich oder graublau wie bei den
westlichen periboea- Unterarten. Insel Alor.
fasciata. D. fasciata Rothsch. (51 e) ist der Insel Sumba eigentümlich, von australischem Gepräge und der
argenthona F. oberseits etwas ähnlich.
sumbawana. D. sumbawana Rothsch. von Sumbawa mit nur einer bekannten Zweigrasse, minerva Frühst. (52 a),
minerva. die auf Lombok auf 2000 Fuss Höhe in hastigem Fluge in Gesellschaft von livia die Kronen hoher Bäume
umkreiste, minerva differiert erheblich von sumbawana durch den grünlichgelben statt hell orangefarbenen
Bezug und die kaum halb so breiten submarginalen roten Halbmonde der Hflglunterseite.
i i& L üpientUnk*. D. splendide Rothsch. ist eine prächtige Art, die unterseits aufs täuschendste der Huphina laeta Hew.
* (65 e) ähnlich sieht.
argenthona. D. argenthona F. (53 e). cf: oberseits mit etwas breiter schwarz bezogenem Apex der Vflgl als
fasciata. Hflgl mit rosa durchscheinenden roten Flecken der Unterseite. Das ? erscheint in zwei Formen,
seminigra. mit durchweg hellgelber Oberseite und einer solchen mit ganz schwarzer Aussenhälfte der Hflgl: seminigra
form. nov. (55a). Als Zeitform, vielleicht sogar nur als zufällige Aberration mit roter Spitze der Zelle und
fragalactea. etwas breiteren schwarzen Submarginalbinden der Hflgl kann fragalactea Btlr. (53 e) gelten. Australien.
schoenbergi. D. schoenbergi Rothsch. (56 c). Eine durch ihre Grösse und den pfirsichblütfarbenen Anflug der
Hflgl ausgezeichnete Art, die sehr selten ist und Bougainville der Salomonen bewohnt. Die Unterseite der
Hflgl ist. von hellgelber Grundfarbe mit schwächerem, schwarzem Discalfleck und stattlicheren roten Sub-
isabellae. marginalflecken als isabellae Rothsch. (56 d) von der Insel Isabell. — Beiderseits noch breiter schwarz umrandet
choiseuli. und mit ansehnlicher schwarzer Medianbinde der Hflgl versehen präsentiert sich choiseuli Rothsch. von der
Insel Ghoiseul als eine hochspezialisierte Mittelform, deren ? oberseits mit einem Kranze von fünf rundlichen
Submarginalmakeln der Hflgloberseite dekoriert ist.
D. timorensis ist eine der buntesten bekannten Arten und auf die Inseln der Timor-Gruppe beschränkt.
timorensis. timorensis Bsd. (= vislmu Moore) (54 b, c) von Timor, Wetter, Babber und Kisser in meiner Sammlung cf cf mit
'gardineri. weisslichem, ?$ mit hellgelbem Basalantlug der Vflglunterseite. — gardineri Frühst. (54 c), von Timor-Laut
mit dunkel ockergelbem Basalanflug und viel breiterem, schwarzem Aussensaum der Flügelunterseite.
poecilea. D. poecilea Voll. (54 d). Bisher nur von den Nord-Molukken bekannt. Die rote Submarginalbinde
edela. der Hflglunterseite schmäler als bei edela subsp. nov. (54 d) von Obi, einer Inselform, die oberseits einen
breiten, tiefschwarzen mit 5 weissen länglichen Flecken besetzten Apicalbezug und sehr breiten schwarzen
Distalsaum der Hflgl aufweist , an dessen distalem Rande 6 weisse Punkte verstreut stehen. Das ? ist
unbekannt.
sadia. D. sacha Gr.-Sm. oberseits sehr ähnlich edela, aber mit reduzierterem, schwarzem Aussensaum aller
Flügel, trägt, auf der Hflglunterseite ganz nahe an den Terminalrand gedrängte schmale ockergelbe Flecken,
die Basalregion der Hflgl etwas heller gelb und der orangefarbene Su banalantlug etwas ausgedehnter als
bei poecilea. Selten auf der Insel Obi.
alberti. D. alberti Rothsch. (56 d) sieht der sacha unterseits sehr ähnlich, nur sind die Präapicalflecken der
Vflgl breiter weiss, die Submarginalflecken der Hflgl heller, mehr als doppelt so breit, deren proximale
schwarze Begrenzung verbreitet sich nach vorne und der Hflgldiscus ist schwarz bestäubt. Insel Ghoiseul,
wo sie neben schoenbergi choiseuli Rothsch. vorkommt.
D. mysis scheint im Papuagebiet die indische hyparete zu ersetzen und neigt ebenso wie diese zu
mysis. lekaler Differenzierung. Die älteste Form ist aus Australien bekannt. - mysis F. (54 c) wird durch die
ausgedehnteste schwarze Umrahmung aller Flügel und die Krone weisser Subapicalmakeln der Vflgl charak-
aestiva. terisiert. Eine kleinere, heller gefleckte Trockenzeitform nannte Butler aestiva. Nord -Australien, Queens-
nemea. land. — nemea subsp. nov. von Merauke, Holl. Südwest-Neu-Guinea, ist wesentlich kleiner und die cf cf
tragen unterseits eine auffallend schmale rote Submarginalbinde, die einen sehr breiten tiefblauschwarzen
onca. Distalsaum halbiert. — onca subsp. nov. von der Milne-Bai (Britisch Neu-Guinea) leitet zu lara Bsd. von
tarn. Holl. Nordwest-Neu-Guinea hinüber, von der sie durch fast doppelt so breite rote und schwarze Binden der
intermedia. Flügelunterseite abweicht. — intermedia Mitis von Deutsch Neu-Guinea weist im cf Geschlecht, unterseits
nur wenige proximale schwarze Begrenzung der roten Submarginalbinde auf als oisyme. Auch kommen ??
oisyme. mit weissen und solche mit gelben Subapicalflecken der Vflglunterseite vor. — oisyme subsp. nov. (54 d) ist eine
DELTAS. Von H. Fruhstorfer.
127
kleine Inselrasse mit fast ganz quadratischen Vllgln und sehr scharf abgesetzten Binden und schon chrom¬
gelben Subapicalflecken der Vflglunterseite. Waigiu. — cruentata Btlr. steht der o isyme sein- nahe, differierl cruentata
jedoch von ihr durch viel schmälere rote Submarginalbinden der Hflgl. Misole. aruensis Milis (54 d; nähert aruensis.
sich wieder der festländischen Type, hat aber länger ausgezogene Vtlgl und merklich verbreiterte Flecken
und Binden. Aru-Inseln. — maga Gr.-Sm. endlich ist eine weitere wohl differenzierte Inselrasse mit doppelt maga.
so breiten schwarzen Binden auf der Unterseite aller Flügel als bei mysis vom Festlande, fast ganz gelber
Oberfläche der Hflgl und breitem, leuchtend karminrotem Submarginalbande. Südost-Insel, nahe Britisch
Neu-Guinea.
D. ennia Wall. (54a), gleichfalls nur im Papuagebiet zu Hause, hat unterseits gelbe statt rote Sub- ennia.
marginalbinden. Es sind nur vier Ausläufer bekannt, doch ist die Art sicher noch von anderen Teilen von
Neu-Guinea und dessen zahlreichen Satellit-Inseln zu erwarten. Selten auf Waigiu. — jobina Oberth. mit jobina.
fast ganz gelber Hflgl unters eite und sehr breitem, schwarzem Aussenfeid der Hflglunterseite. Insel Jobi. -
nigidius Md.sk. (54b) mit sehr schmalem Aussenfeid, häufig in Queensland. Bei letzterer macht sich eine nigidus.
Verbreiterung aller schwarzen und gelben Bänder, besonders unterseits bemerklich, während xelianthe xelianthc.
Gr.-Sm. mit sehr zierlichen, gelben Zeichnungen der Hflglunterseite im Verlauf und der Gestalt der schwarzen
Binden die Mitte zwischen beiden hält. Britisch Neu-Guinea. Selten.
D. lytea Godm. ist eine reizende, jedoch auch seltene Art des Bismarck-Archipels, ohne Opal- lytea.
glanz der Unterseite, und auch sonst mit matteren Farben, die mehlig aufgestreut erscheinen. Das ? ist
mehr als doppelt so breit schwarz umrandet als der cf. Neu-Britannien. — georgina Gr.-Sm. (54 b) von georgina.
den Salomons-Inseln scheint nur geringfügig zu differieren.
D. narses Heller hat auch die Basis der Vflglunterseite gelb und die gesamte äussere Flügelhälfte narses.
ist scharf abgegrenzt, tiefschwarz und mit 5 fast gleichartigen, gelben rundlichen Makeln besetzt. Neu-
P ommern.
D. totila Heller stellt eine der am dunkelsten gefärbten Delias- Arten vor, mit halb gelber, halb totila.
schwarzer Flügelhälfte und einem grossen elliptischen weissen Fleck der Vtlgloberseite. Die Basis der Vflgl¬
unterseite bleibt weiss, die Oberfläche der Hflgl aber ist fast durchweg tiefschwarz, abgesehen von nur
einer wenig aufgehellten, gelb überpuderten und sehr beschränkten Basalregion. Neu-Pommern.
D. caliban Gr.-Sm. von den Fergusson-lnseln gehört auch in diese Gruppe, ist aber viel grösser caliban.
als narses, im Umriss und oberseits sehr ähnlich belisama Cr. von Java. Vflglunterseite mit ganz schwarzer
Aussenpartie und 3 gelblichweissen Subapicalpunkten. Hflgl das innere Drittel gelblich , rvenig überpudert,
die gesamte breitere Aussenpartie tiefschwarz mit weissem Subcostalflecke. Nur in englischen Sammlungen
und erst in 2 Exemplaren bekannt.
D. iere Gr.-Sm., eine eigentümliche und ziemlich schmucklose, bisher sehr seltene Delias, die etwa iere.
in der Mitte steht zwischen mysis und ennia und eine Zeichnungsverteilung wie gabia besitzt. Die Unter
seite ist charakterisiert durch gelbliche Subapicalmakeln in einem schwarzen Apicalfeld der Vflgl, die Htlgl-
oberfläche erscheint hell kanariengelb mit relativ schmalem, schwarzem Saume, der durch zarte orange
Flecken geteilt wird. Britisch Neu-Guinea, von Doherty entdeckt.
D. euphemia Gr.-Sm. Bisher nur von der Insel Biak in der Geelvink-Bai bekannt, eine Art, die euphemia.
einen Übergang von mysis zu bagoe bildet, ohne den gelben Apicalfleck der Vflgloberseite der letzteren
zu besitzen.
D. bagoe bewohnt den Bismarck - Archipel. Es sind nur zwei geographische Zweige bekannt:
bagoe Bsd. (— eurygania Godm. u. Salv.) von Neu-Mecklenburg mit schmälerem, aber weiter in die Zelle bagoe.
eindringenden gelben Apicalfleck der Vflglunterseite und viel schmäleren schwarzen Binden der Hflglober-
seite als nusana Frühst. (55 a) von der Insel Nusa-Laut, die unterseits intensiver und ausgedehnter rot. nusana,
oberseits breiter schwarz umzogen ist als bagoe.
D. salvini Btlr. (55 a) vertritt bagoe auf Neu-Pommern und differiert von dieser durch eine weisse salvini.
Subapicalbinde der Vflglunterseite.
-Mit D. candida Voll. (55 b) wird hier die Reihe der den Molukken eigentümlichen Arten eröffnet ; candida
candida hat ganz weisse Oberseite aller Flügel, durch die jedoch die Schwarz- und Gelbfleckung der Unter¬
seite lebhaft durchschimmert. Der geschlechtliche Dimorphismus ist bei allen Molukkenarten sehr pronon-
ciert, man vergleiche das ganz schwarzgraue ?, das nur weisse Submarginalflecken trägt. Unterseits ist die
Farbenzusammenstellung reicher, weil die innere Flügelhälfte gelblichgrau erscheint, die äussere schwarz
wird, die Vflgl weisse, die Hflgl aber dunkel ockerfarbene Submarginalmonde führen. Batjan, Obi.
Nicht selten.
D. caeneus L. verteilt sich in zwei Rassen über die Süd-Molukken, caeneus (== plexaris Don.) (53 d) caeneus.
kommt auf Amboina, Ceram und Saparua sehr häufig vor. Beim ¥ reicht die graue Basalbestäubung der
DELIAS. Von H. Fe.uhstob.feb.
philotis.
duris.
aleria.
funerea.
buruana.
isse.
echo.
ribbei.
diva.
emilia.
enniana.
dice.
dorothea.
gabia.
d.orylo.ea.
felsina.
scribonia.
zarate.
bantina.
cal/istrate.
geraldina.
altivaga.
128
Vllgl bis an den Costalsaum, während sie bei philotis Wall. (53 d, e) von Buru nur wenig über die Basis
der Zelle hinausgeht und sich erst unter den Medianen in Gestalt von deutlichen weissen Streifen ausbreitet.
Die Flügelbasis von philotis ist unterseits heller und reiner gelb, dagegen tritt der rote Fleck in der Zelle
der Htlgl stark zurück und die schwarze submarginale Region gewinnt an Ausdehnung. Buru.
D. duris Heu:. (53 d). Bisher nur von Ceram bekannt, wo die Art in zwei Zeitformen aufzutreten
scheint: denn mir liegen cd? vor mit verhältnismässig schmaler roter Submarginalbinde der Htlgl und breit
aufgetragener schwarzer Besäumung und Exemplare mit sehr breiten und hellen roten Binden, ohne oder
mit nur geringer proximaler schwarzer Begrenzung und sehr grossen dunkel- statt hellgelben Subapical-
und Zellflecken der Yflglunterseite (= aleria form. nov.).
Do funerea Rothsch. (— plateni Stgr.) ist etwas grösser, hat eine ganz weis.se Unterseite der Vflgl,
aber eine ganz schwarze Grundfärbung der Unterseite der Htlgl. Batjan. Dazu ist buruana Bothsch., die
Rasse der Insel Buru, mir in natura unbekannt.
D, isse Cr. (55 a) häufig auf den Süd-Molukken. Die Unterseite ist ähnlich jener von echo Wall.
(53 e) von Buru, die Htlgl führen aber ein fast doppelt so breites über die Zelle hinausgehendes gelbliches
Feld und nochmal so breite und ockerfarbene Submarginalmakeln.
D, ribbei Röb. von den Aru-Inseln ist eine sehr seltene Art, von der sacha Gr.-Sm. vielleicht eine
Lokalform darstellt. Die weissen Subapicalflecken der Vflglunterseite von ribbei sind breiter als bei echo ,
die schwarze Submarginalbinde der Htlgl verschmälert sich, während die Submarginalflecken sich stark ver-
grössern und eine quadratische Form annehmen.
Do diva R. u. J. (56 f) eine der buntesten Arten. Die Oberseite ist einfach weiss, mit breitem,
tiefschwarzem , apicalem Querfeld der Vflgl. Beim ? macht sich auch ein mit gelblichen Punkten besetzter
Aussenrd der Htlgl bemerklieh. Britisch Neu-Guinea. — emilia R. u. J. (= Tachyris weiskei Ribbe ) eine
bleichere Lokalform aus Britisch Neu-Guinea mit grauem statt schwarzen Aussensaum der Hflglunterseite,
der mit grösseren gelben Makeln besetzt ist.
D. etiniara Oberth. (= ennia Wall. pt. , dorothea Mitis pt.) (54a) bisher nur von Waigiu bekannt,
wo sie nicht sehr selten ist. cd: die Oberseite weiss mit scharf abgeschnittenem, schwarzem Aussensaum
der Vflgl, der einige weisse Punkte trägt. ? mit schwarzem, meist freistehendem Querfleck am Zellende,
mit ziemlich gleichmässigem , schwarzen Distalsaum und zumeist trübweisser Oberseite der Vflgl, Hflglober-
fläche mit verwaschenem, gelbem Anfluge.
D, dice Voll, ist eine sehr seltene Art, deren cd cd noch nicht bekannt sind. Die Abbildung (54 a)
stellt eine Lokalform des ? von der Kaj umerabucht, Holl. Südwest-Neu-Guinea, dar. Auf der Unterseite ver¬
breitert sich das schwarze Distalfeld der Htlgl, erscheint nach innen scharf abgesetzt und führt ebenso wie
der Apicalfleck der Vflgl eine Reihe von 5—6 gelblichen Makeln in seiner Mitte. - dorothea Mitis (55 e).
Der bisher unbekannte cd' wird hier zum erstenmal abgebildet. Es existieren ?? mit ganz weisser und
solche mit gelblicher Oberseite der Htlgl. Der schwarze subapicale Zellabschluss der Vflglunterseite häufig
nicht mit der Distalbinde vereinigt, auch wechselt die Intensität der gelblichen Submarginalflecken. Waigiu.
Ziemlich häufig.
D. gabia Bsd. (55 c) wird hier gleichfalls zum erstenmal bildlich dargestellt. Die Oberseite ist rein-
weiss mit dem auch unten vorhandenen schwarzen Aussensaum, auf dem die weissen Punkte jedoch kaum
zu erkennen sind. ? ist noch unbekannt. Die Art stammt von Offak auf Waigiu. Eine ganze Anzahl
Lokalrassen verdienen Erwähnung. — dorylaea Fldr. (— hippodamia Wall, cf) (55 c) mit noch breiterem,
schwarzem Aussenrd. Aru-Inseln. — felsina subsp. nov. (55 c) von der Kajumerabucht aus Holl. Neu-Guinea. Die
Oberseite des ? ist trüb gelblichweiss, Vflgl mit 3 grossen Punkten im blauschwarzen Distalsaum. — scribonia
subsp. nov. (55 c) ist geschmückt durch lebhafter orangegelben Anflug der Hflglunterseite. Die cf cf variieren auf
der Unterseite, indem sie in der Randbinde der Htlgl zwischen den Adern bald weissliche (forma albipunctata
Hagen), bald orangegelbe (forma f avipunctata Hagen), bald gar keine Flecken haben (forma impunctata Hagen).
Nicht selten in Deutsch Neu-Guinea und fliegt besonders im Januar und Februar. — zarate Gr.-Sm. hat
weniger orangefarbenen Anflug der Htlgl, aber grössere gelbe Makeln der Vflglunterseite. Milne-Bai,
Britisch Neu-Guinea. — barstina subsp. nov., von Iviriwina, d’Entrecasteaux - Inseln , differiert durch die
kleinere Gestalt und breitere schwarze Randbinden. — calHstrate Gr.-Sm. (55 d) ist eine grosse, sehr breit
schwarz gefleckte Rasse von der Fergusson-Insel.
D. geraldina Gr.-Sm. eine zierliche Species, cd mit rein weisser Oberseite der Vflgl, von einem
costalwärts breiteren Distalsaum umgrenzt, der beim ? auch die Htlgl umfasst. Unterseite: Vflgl'*' weiss, mit
schwarzem, äusserem Drittel, Htlgl hellgelb, im schwarzen Aussenfeid submarginale Reihen kleiner gelber
Punkte. Nur vom Sattelberg, Deutsch Neu-Guinea bekannt.
D, altivaga Frühst. (55 c, auf der Tafel irrig mit gabia, Unterseitenbild, bezeichnet), ein Höhenbewohner
West- Javas, bisher nur am Gede-Vulkan auf 5000 Fuss beobachtet, wo die Art raschen Fluges dahineilt,
Ausgegebe n 11. 1. 10 LU.
DELIAS. Von H. Fkuhstokfer. 129
wenn sie nicht Baninkronen umkreist, um nach den epiphytischen Mistelgewächsen, ihrer Xahrungspflanze
zu suchen.
c. Hflglunterseite mit gelbem Basalflecke.
D. mysa F. (54 f) ist die ältestbekannte Art einer kleinen Gruppe von Delias, die sich von Australien mysa.
aus bis Sumatra verbreitet hat. mysa cd ist oberseits kaum von frühst orferi - cd (56 d) zu unterscheiden,
aber unten gleich dem ? durchweg grauschwarz koloriert mit gelblicher Basalhälfte der V fl gl und 6 orange¬
farbenen isoliert stehenden kleinen Submarginalflecken der Hflgl. Tn Australien von Cairns in Queensland
bis Sydney verbreitet und stellenweise sehr häufig.
D. momea. Eine zierliche Art nur von Java und Sumatra bekannt, dort Höhen von 4 — 6000 Fuss
bewohnend, langsam und träge fliegend. — fruhstorferi llonr. (56 d), bisher nur im Tenggergebirge, Ost- fruhstorfcri.
Java gefunden, hat eine weisse Flügelunterseite, einen breiten ebensolchen Zellabschluss und grosse weisse
Subapicalflecken der Vflgl. Hflgl: die Submarginalflecken gelblich, gross, distal zugespitzt. Mittelfeld breit
weiss, Basis und Aussenfarbe grauschwarz. — momea Bsd. von West-Java, wo sie am Gede nicht selten momea.
ist, hat eine gelbe statt weisse Unterseite, kleine weisse Subapicalpunkte. Der Zellabschluss ist schwarz,
nur mit weissen Pünktchen besetzt, Hflgl durchweg grauschwarz mit diffusen weisslichen Medianflecken und
kleinen Submarginalpunkten. — hageni Rogenh. (= datames Nicev.) aus dem gebirgigen Teile Sumatras hageni.
kommt unterseits mit momea fast überein, nur sind die Hflgl des noch unbeschriebenen ? völlig schwarz,
auch dessen Oberseite ist ausgedehnter tiefschwarz umrahmt, fast ohne Spur von weissen Punkten und die
Basalpartie der Hflgl blaugrau bezogen.
D. itamputi Ribbe (56 f) (Name aus dem Malayischen — schwarz weiss). Geschlechter dimorph, cf itamputi.
oben rein weiss mit schwarzem, schrägem, sehr breitem Apicalfleck. ¥ oberseits wie unten, nur mit gelblich-
weisser Basis aller Flügel und im Distalsaum der Hflgl ohne die subterminale Reihe weisser Makeln. Flug¬
zeit Mai. Aroafluss, Britisch Neu-Guinea.
D. hypsomelas II. u. J. i. I. (56 f). cf oberseits wie die vorige Art, Unterseite schwarz mit 2 gelben hypsomelas.
Apicalpunkten der Vflgl, 5 länglichen weissen Subterminalstrichelchen der Hflgl. Fundort wie die vorige.
D. aroae Ribbe. cf: Oberseite wie die beiden vorigen, nur ist auch der Aussensaum der sonst rein aroae.
weissen Hflgl mit einer unterbrochenen, sich von der Costa bis zum Analwinkel etwas verjüngenden,
schwarzen , schmalen Binde besetzt. Die Unterseite wie bei geraldina Gr.-Sm. und cuningputi, aber mit
weisser Median- und Basalregion der Vflgl und einer stark zerteilten, schwarzen Basalpartie der Hflgl, der
2 grössere gelbe Makeln aufliegen. Die Subterminalflecke der Hflgl rein gelb, isoliert, weit grösser als bei
cuningputi. Das mutmassliche ? hat Rothschild in den Novitates 11 abgebildet, dessen Hflglunterseite trägt
3 mediane und 4 subterminale, viel kleinere und mehr orangegelbe Makeln als der cf. Britisch Xeu-Guinea.
D. cuningputi Ribbe (56 e) (Name aus dem Malayischen = gelbweiss). cf: Oberseite grauweiss mit cuningputi.
breitem, schwarzem Distalsaum auf allen Flügeln, der auf den Vflgln 3 kleine weisse Subapicalpunkte um-
schliesst, Hflgl mit sehr breiten, weissen Gilia. ¥ oberseits fast wie der cf, unterseits aber farbenreicher,
weil alle Submarginalflecken und die ATlglbasis hell orangegelb getönt sind. Das weisse Medianfeld der
Hflgl distal tief eingekerbt. Britisch Neu-Guinea.
D. iltis Ribbe (56 e) eine der buntesten Arten , deren Hflglzeichnung an den Kopfschmuck von iltis.
Indianern erinnert. Oberseite rein weiss mit schwarzem Zellabschluss und schrägem, ebensolchem Apical-
bezug, in dessen Mitte 2 weisse Punkte gesetzt sind. Das ¥ ist breiter schwarz umrandet. Britisch Neu-Guinea.
D. georgina Fldr. Eine bisher seltene Art der Philippinen, von der nur 2 ¥¥ aus 600 m Höhe von georgina.
West-Lnzon, im März gefangen, bekannt sind, georgina ist ausgezeichnet durch den rundlichen Flügelschnitt
und die gleichmässig gefleckte Unterseite, die auf den Hflgln von battana durch das Fehlen der schwarzen
Basalbestäubung, aber breitere schwarze Binden differiert. — battana Frühst. (54 f). cf cf sind oberseits battana.
zitrongelb mit 2 Reihen schwarzer, von gelb unterbrochenen Flecken, während die Unterseite bleichgelb
getönt ist und mit derselben Gitterzeichnung wie das ¥ versehen ist. ¥¥ etwas veränderlich : es kommen
bleich zitron- und seltener ockergelbe Stücke vor (forma auricoma nova). Am häufigsten war battana bei
nebligem oder sogar regnerischem Wetter. Die Falter kamen in grosser Eile aus dem nahen Walde hoch
von den Bäumen herab und bestrichen vom Winde getragen eine angrenzende Heide. Hier waren sie dann
mit leichter Mühe zu erhaschen und brachten mir selbst die Eingebornen mit den Händen gefangene un¬
beschädigte Exemplare. Einmal im Netz, verhielten sich diese Delias völlig passiv und blieben mit ge¬
falteten Flügeln ruhig sitzen. Dies alles änderte sich bei sonnigem Wetter. Die Falter bewegten sich dann
in unerreichbarer Höhe, umkreisten blütentragende Baumkronen und nur durch Zufall gelang es dann, einen
der Schmetterlinge zu ertappen. Flugzeit Februar, März in 5 — 6000 Fuss am Pik von Bonthain, Süd-
Celebes. Nicht selten.
D. orphne Wall, trägt eine weisse statt gelbe Unterseite der Vflgl und die schwarzen Binden reichen orphne.
auf ihr nur bis zum Zellapex. Bisher nur 1 ¥ bekannt, das Wallace am Berg Ophir, Malacca, fing. -
IX 17
130
DELIAS. Von H. Frühstorp£jk.
cinerascens. cinerascens Mitis (54 e) ist eine seltene Lokalform vom Kinabalu in Nord-Borneo. Oberseite der cf1 cd weiss
mit schwachem, grauem Apicalbezug. ? breit schwarz umrahmt, mit grauer Basis der Yflgl und gelblichem
Discalfeld der Htlgl. Die Unterseite der ?? bleibt etwas dunkler als bei der des abgebildeten cd.
simanabnm. simanabum Hagen von den Hochebenen Sumatras ist die färben- und zeichnungsärmste, jedoch am meisten
spezialisierte Lokalform der orphne , mit gelblichweisser Oberseite, weisser Unterseite der Vflgl, die nur
2 gelbliche Apicalflecken tragen, und blassgelber Unterseite der Htlgl, auf denen noch Rudimente der
Schwarzfleckung der Flügelmitte eihalten blieben. Nur 1 ? bekannt.
chryso- D. chrysomelaena Voll. (55b) von Batjan, wo sie ziemlich selten ist, trägt oberseits nur leichten
melaena. schwarzen Anflug am Apex der Vflgl und am Aussensaum der Hflgl. Die Unterseite ist durch breite gelbe
Felder auf schwarzem Grunde charakterisiert.
clathrata. D. clathrata 11. u. J. (56 e). cd oben weiss, Vflgl, namentlich in der apicalen Region, sehr breit,
Hflgl schmal schwarz umzogen. Beim ? geht die schwarze Region über die Zellwand der Vflgl hinaus.
Britisch Neu-Guinea.
mir ci . D. mira 11. u. .1. eine sehr seltene Species, etwas grösser als die vorige, beim cf bleibt auf der
sonst schwarzen Oberseite nur ein kurzes Basalfeld grauweiss, während die Hflgl umgekehrt nur im äusseren
Drittel Schwarz führen. Unterseite ähnlich jener von clathrata, das weisse Basalfeld reicht aber nur bis in
die Zelle, die Subapicalbinde ist viel ausgedehnter, die Htlgl führen nur einen schwarzen Discalfleck, ihre
vordere Partie ist braun beschattet und nur die äussere anale Region bleibt weiss. Das ? hat eine ausgedehntere
weisse Basalregion der Vflgl und ist auf diesen mit 6 Submarginalflecken verziert. Flugzeit Mai. Nur
1 Paar bekannt.
eichhomi. D. eichhorni 11. n. ■). aus derselben Gegend, oberseits etwa wie cuningputi gezeichnet, cd: Vflgl -
unterseite orangegelb mit isoliertem, schwarzem Fleck am Zellapex und gleichmässigem relativ schmalem,
schwarzem Distalsaum mit 4 weissen Subapicalflecken. Hflgl vorherrschend schwarz mit eigentümlich ge¬
knieter, weisser Discalpartie, weissem Basaltleck und 6 grossen, sechseckigen Submarginalmakeln. Br. Neu-Guinea.
D. belladonna. Eine weitverbreitete Art, vorherrschend Gebirgsbewohner, der durch seine Grösse
stets die Aufmerksamkeit der Reisenden erweckt, deshalb ist mehr über seine Lebensweise bekannt als über
irgend eine andere Hellas, wenngleich wir über die ersten Stände noch gar nichts wissen. Im Kaiserreich
sanaca. Indien lassen sich 5 Lokalrassen erkennen; sanaca Moore aus dem westlichen Himalaja als die hellste,
flavalba. Vflgl zum Teil sogar mit weisser Zelle (— forma flavalba Marsh.), Hflgl vorherrschend weiss mit hell¬
gelbem Anflug am Ird. Auch die dunkelsten Stücke führen auf 'der Hflglunterseite noch breitere weisse
Binden als selbst perspicua. sanaca erscheint im frühen Sommer, ist lokal, aber stellenweise häufig. Die
Falter fliegen manchmal wie Schwalben oder verfolgen sich in der Luft, umkreisen mit Vorliebe die Gipfel
hoher Bäume, auf die sie sich setzen. Sie riechen etwas nach gewissen Birnen. Im Mai und Juni wurden
sie in Masuri zwischen 5 — 8500 Fuss Höhe beobachtet und zwar die dunkelsten und hellsten Stücke auf
surya. einem Fleck an einem Vormittag auf freien Plätzen inmitten von Eichenwäldern. — Als forma surya Mitis
belladonna. ist eine Aberration mit orangefarbenen Hflglmakeln beschrieben und als belladonna F. und horsfieldi Gray
horsfieldi. kursieren Exemplare von mittlerer Grösse, mit einer Reihe kleiner weisser Discalmakeln der Vflgl und viel
grösseren quadratischen Flecken der Htlgl. Nepal, Teile des westlichen Himalaya und Sikkim. Zufällige
hearseyi. Aberrationen hiervon mit roten statt gelben Streifen der Hflgl wurden als hearseyi Btlr., boyleae Btlr. und
boyleae. solche mit orangefarbenen Flecken amarantha Mitis benannt. — Mit ithiela Btlr. wird am besten die
omm ant ha. c]unp]e Sikkimrasse bezeichnet , die nur mässig variiert in der grösseren oder geringeren Ausdehnung der
weissen Discalflecken und dem grauen oder gelblichen Innensaum der Hflgl. ithiela ist in Sikkim vom Mai
bis August in den heissen Teilen zwischen 2 — 4000 Fuss äusserst gemein, fliegt dort langsam an Fluss-
berinda. ufern, sich manchmal auf nasse Sandbänke setzend. — Als berinda Moore trenne ich hier die wohl um¬
schriebene dunkelste der indischen Rassen ab, die mir in grosser Anzahl aus Assam zuging. Ich besitze
von Assam nur cf mit grauem, ja selbst sogar tiefschwarzem Innensaum der Htlgloberseite. Auch die Hflgl¬
unterseite ist melanotischer gefärbt, die weissen Discalflecken, besonders aber die gelben Submarginalmakeln
bleiben viel kleiner. 2 oberseits fast ganz schwarz (typische berinda), aber selbst die selten etwas reicher
weissgezeichneten ?? haben immer noch kleinere Flecken der Hflglunterseite als Sikkim-??. Nach Elwes
sind die Gewohnheiten von berinda völlig verschieden von ithiela. Sie fliegen in Assam auf 4 — 6500 Fuss
an sonnigen Tagen um Baumwipfel, nur kleine Exkursionen in das umliegende offene Land ausführend, um
wieder in den Schutz des Waldes zurückzukehren. Die Falter sind nicht scheu, fliegen graziös, langsam
und setzen sich auf Evonymus und Scabiosenblüten. — In Birma begegnen wir, dank dem dortigen trocke¬
neren Klima, wieder einer sehr hellen Form, die alte Autoren deshalb als sanaca Moore bestimmten, die
perspicua. sich in der Grösse bereits der chinesischen patrua Leech anschliesst. = perspicua subsp. nor. (56 a). cf mit
ausgedehnterem, gelbem Saum am Ird und grösseren weissen Discaltlecken der Hflgl, die aber nie die Aus¬
dehnung wie bei sanaca erreichen. 2 mit weissbereifter Zelle der Hflgl. Oberbirma. — patrua Leecli (vgl.
Bd. I, 19 c) ist der älteste Name für die variabelste der bekannten Deilas. Als hellere, breit weissgestreifte
Form ist ihr lativitta Leech anzureihen (Bd. I, 19 d). — Neben diesen nur in China heimischen Formen
DELIAS. Von H. Fkuhstorfei;.
kommen auch Analogien der indischen belladonna -Variationen in China vor, von denen die der perspicua
Ähnlichste als zelima Mitis benannt wurde. — adelma Mitis ist eine dunkle Hasse (Bd. I, 19 cj, während zelirna.
subnuLila Le eck als Transitus zu lativittci hinüberleitet. — Als yedanula subsp. nov. bezeichne ich eine noch yedanala
unbeachtete Lokalform vom Omi-Shan, die analog sanaca Moore und perspicua m. durch eine rein weisse
Zelle und breit ausgeflossene Discalstreifen der Hflgl charakterisiert ist. Die gelben Streifen der Unterseite
ähnlich adelma, aber mit weisser Peripherie. Rp auf Loranthus. Pp langgestreckt, braun mit schwarzen
Flecken und weissem Ende. Kopf mit zweispitzigem Fortsatz, Seiten mit kurzen, aber spitzigen Stacheln,
chrysorrhoea Voll. (56 d) ist die einzige bisher bekannt gewordene Inselrasse, am nächsten perspicua , ohne chrysorrhoe
weisse Zelle der Hflgl und habituell sehr klein. Selten auf den Hochländern Sumatras in Höhen von
4—6000 Fuss.
d. Hflgl mit dünnem, langem, gelbem Subbasalstrich.
D. albertisi Oberth. (= discus Honr. 2) zählt zu den merkwürdigsten und stets nur einzeln auf- albertisi.
tretenden Arten. Die OßERTHÜRsche cf -Type hat oberseits völlig geschwärzte Vflgl mit nur 5 kleinen
gelben Submarginalflecken. Die innere Htlgloberseife ist gelblich, die äussere schwarzbraun. Unterseite
macht sich ein grosser transcellularer schwarzer Fleck bemerklich. Holl. Neu-Guinea. — . neyi Bibbe (54b) neyi.
stellt die Lokalrasse aus Britisch Neu-Guinea dar, oberseits mit Ausnahme des Apicalfleckes völlig weiss
und unterseits ohne den schwarzen Medianfleck der Hflgl. Das ? ist noch unbekannt.
D. niepelti Bibbe. cf oberseits wreiss mit breitem, schwarzem Aussensaum. Vflgl beim cf mit niepelti.
5 schräggestellten weissen, beim 2 mit gelben Subapicalmakeln : 2 oberseits durchweg Chromgelb. Analhälfte
der Hflgl mit grünlichem Anflug. Die Unterseite bei beiden Geschlechtern gleichartig, Basis und Subapical-
flecken der Vflgl orangegelb, alles übrige schwarz. Hflgl mit eigentümlichen feinen graugelben Sub¬
marginallinien, von denen 7 zarte graue Streifen zum Terminalrande hinziehen. Britisch Neu-Guinea.
D. meeki B. u. J. Etwas kleiner als die vorige, oberseits sehr ähnlich, aber die Unterseite des cf meeki.
mit bleicher gelber, schärfer abgegrenzter Basalpartie der Vflgl und die Hflgl mit einem grossen, drei¬
eckigen rein weissen Costaltleck. Das 2 hat gleichfalls geradliniger abgeteilte schwarze distale Flügel -
Umrandung und der weisse Costaltleck der Hflglunterseite ist länglich. Britisch Neu-Guinea.
D. callima B. u. J. (56 e), die hier zum erstenmal abgebildet wird, ist oberseits weiss mit gleich- callima.
massig durchlaufendem , mässig breitem , schwarzem Aussensaum aller Flügel. 2 geschlechtsdimorph , hat
schwarze Oberseite mit gelblichgrüner Basalpartie aller Flügel und einem chromgelben Medianband im
Discus der Vflgl. Unterseits wird dieses Band etwas breiter. Die Hflglunterseite wie beim cf, die rote
Submarginalbinde variiert in ihrer Ausdehnung, callima hat grosse Ähnlichkeit mit bornemanni, von der sie
jedoch durch den weissen Basalstreif differiert. Britisch Neu-Guinea.
D. blanca Fldr. hat den rundlichen Flügelumriss mit battana gemeinsam, oberseits durchweg schwarz- blanca.
grau, mit aufgehelltem Mittelfeld aller Flügel und mit sehr deutlichen weisslichen Submarginalmakeln. Be¬
kannt sind nur 2 cf cf von Nord-Luzon. — apameia subsp. nov., von der nur 22 bekannt sind, deren blau- apameia.
graue statt weissliche Submarginalflecken weiter vom Aussenrd abstehen. Die gelbe Discalregion der Hflgl
ist ausgedehnter als bei nord-philippinischen Exemplaren. Mindanao, Davao; von Dr. Platen entdeckt. —
nausicaa Frühst. (54 f). Die Oberseite ist der abgebildeten Unterseite sehr ähnlich, nur erscheint auf den nausicaa.
Hflgln die Basalregion weniger scharf abgesetzt und etwas lichter. Die Submarginalflecken aller Flügel un¬
deutlicher und auch die gelbe Region viel begrenzter als bei blanca. Sehr selten, nur das eine Pärchen in
Coli. Fruhstorfer bekannt, das Waterstradt am Kinabalu auffand.
e. Hflglunterseite mit grossem, rotem, spitzem Basalfleck.
D. descombesi Bsd. (52b). Aus Gochinchina beschrieben, wo eine namentlich auch im 2 dunklere descombesi.
Rasse vorkommt, als die unter diesem Namen kursierende Himalaya-Unterart. Auch der Aussensaum und
die Submarginalbinde der indochinesischen descombesi sind breiter schwarz aufgetragen, die weissen Sub¬
marginalflecken der Vflgl der 22 aber viel kleiner, so dass die descombesi -22 sich bereits eranthos Frühst, eranthos.
(52 c) von der malayischen Halbinsel nähern , die durch fast ganz schwarze Vflgl mit verschwindender
Weisszeichnung charakterisiert ist. — Mit leucacantha subsp. nov. wird hier die Sikkimrasse eingeführt, von lencacantha
der die abgebildete Trockenzeitform (52 b) besonders typisch ist durch die weissen statt gelben Randflecken
der Hflglunterseite, die viel grösseren weissen Submarginalmakeln besonders auch der 22. Von den 22
existieren drei Formen, die abgebildete mit breit weissgrau bezogenen Adern der Vflgl und hellgelber Ober¬
seite der Hflgl. 2-Form auriga form. nov. mit fast schwarzen Vflgln mit ganz feinen weissbereiften Adern, auriga.
gelben Submarginalflecken und ebensolchen Hflgln und 2-Form leucogaea form. nov. mit schwarzen Vflgln, lencogaea.
aber weissen Flecken und rötlichweisser Oberseite der Hflgl. Alle drei 2-Formen kommen in Sikkim vor,
letztere auch in Assam. Die Falter sind im ganzen Gebiet häufig, fliegen das ganze Jahr, in Siam im
Januar in Unmassen, und verleihen selbst den Parkanlagen in den grossen Städten, wie Bangkok und
Saigon, mit ihren lachenden Farben und dem blendenden Weiss der Oberseite einen herrlichen Schmuck,
wenn sie langsam in Gesellschaft von Deltas hyparete ciris unter den dunklen Baumkronen dahinschweben.
132
DELIAS. Von H. Fruhstorfer.
oraia.
lydia.
vasumitra.
nakula.
auratilis.
atisha.
erubescens.
yogitii.
depicta.
belisama.
aura.itiaca.
augaja.
balina.
glauce.
cumolpe.
zebuda.
diaphana.
\
Obgleich Kinder der Ebene steigen sie in Binna bis zu 7000 Euss Höhe hinauf. Aut den grossen Sunda-
Inseln kommt die Art seltsamerweise nicht vor. sie ist dort durch belisama und cumolpe ersetzt, erscheint
aber ganz unerwartet wieder in Mikromalaijana.
D. oraia Doli, von Sumbawa, Pura, cf oberseits wie descombesi, nur mit etwas breiterem, grauem
Apicalbezug. Das ? gleicht oberseits ebenfalls dem descombesi -? und ist auch die Htlglzelle schwarz bestäubt
und der submarginale Aussensaum dringt strahlenförmig bis in die Flügelmitte. Die ?? haben im Fluge
eine gewisse Ähnlichkeit mit Danaiden und Pareronia valeria-¥. Die cf cf umkreisen hohe Baumgipfel und
Bambusgebüsch, kommen aber schon in den frühen Morgenstunden aus ihrer luftigen Höhe herab und
bilden durch ihren majestätischen Flug, die grossen schneeweissen Flügel und ihre Anzahl eine Zierde der
Landschaft. Sie bewohnen auf Lombok Regionen von 1500 — 6000 Fuss. Die Rpn leben in grossen Kolo¬
nien auf verschiedenen Baumarten und die Ppn liefern schon nach 2-4 Wochen die Falter, die früh am
Tage auskriechen. — lydia Frühst. (52 d) ist eine Lokalform mit spitzen gelbweissen Apicalflecken der
Vtlgl und schmäleren schwarzen Binden der Hflglunterseite. Die Zelle der ?? bleichgelb ohne schwarze
Bestäubung, deren Flügel sind rundlicher, alle Submarginalflecken orange- statt hellgelb, der Distalsaum der
Htlgl schärfer abgesetzt. Auf Flores im November in Anzahl durch Everett gefangen. — Die (52 d) als
oraia abgebildete Rasse nenne ich jetzt vasumitra subsp. nov. Sie entfernt sich von oraia durch das dunklere
Kolorit und die reduzierteren Submarginalflecken aller Flügel. Insel Lombok.
D. belisama ein Charakterschmetterling von Java, wo der Falter überall vorkommt, auf der Insel
selbst in zwei geographische und eine alpine Rasse zerfällt, sehr zur Abänderung neigt und stellenweise in
ungeheueren Massen auftritt. Im Tenggergebirge waren einmal im April auf etwa 2000 Fuss ganze Reihen
von Bambusgebüschen längs eines Reitweges von ihnen besetzt und wenn man mit der Peitsche in das
Dickicht schlug, erhoben sich wahre Wolken von Schmetterlingen, die sich nach kurzem Herumflattern
wieder setzten. Im Gebirge trifft man die ?? häufig an den Blumen der Ginchona (Chinarindebäume) saugend,
manchmal in Gesellschaft von Delias critho? und Prioneris autothisbe, ein märchenhaft schöner Anblick! Die
Rp lebt auf einer Dioscorea, ist sehr gemein von Dezember bis Februar. Die Pp gelblich mit braunen
Dorsalzacken. — nakula Gr.-Sm, (= vestalina Stgr.) ist die kleinere, unterseits in beiden Geschlechtern
bleichere Ost-Java-Rasse. Der (52 d) abgebildete cf gehört einer Aberration an mit gelblicher statt weisser
Oberseite aller Flügel (auratilis form, nov.)-, seltener ist eine Form mit durchweg dunkel ockergelber Ober¬
seite (atisha form, nov.) oder mit rötlichem Anflug (erubescens • Sfgr .). — ' Das ¥ erscheint in zwei Haupt¬
formen, forma nakula Gr.-Sm. (52 e) mit dunkelgelber Innenpartie (Regenzeitform) und yogini form. nov. mit
weisslicher oder hellgelber Basalpartie der Flügeloberseite, weissen statt gelben Snbapicalstrigae der Vtlgl
und hell zitrongelber Unterseite der Htlgl (Trockenzeitform). Sehr selten sind cfcf ohne roten Basalfleck
der Hflglunterseite (ab. depicta ab. nov.). — Die grössere West-Java Rasse, belisama Cr. (52 d), ist weniger
Veränderungen unterworfen. Sie ist besonders häufig in der Umgebung von Sukabumi auf 2 — 3000 Fuss
Höhe. — In den alpinen Lagen der Vulkane Ost-Javas auf 4—6000 Fuss erscheint aurantiaca T'oh. (= belisar
Stgr.) mit leuchtend orangefarbener Oberseite, grossem Zellfleck der Vtlgl, sowie prächtigem, ausgedehntem,
orangegelbem Basalanflug der Vflglunterseite, während die west-javanische Höhenform augaja form. nov.
durch weisslichgelben Anflug der Vflglunterseite sich differenziert. — balina Frühst: ist eine habituell
zurückgebliebene Inselrasse mit oberseits breiter hellgelb umsäumten Htlgl n und proximal tiefer eingekerbtem
Apicalbezug. Die Vflglunterseite am Ird ausgedehnter weiss aufgehellt. Insel Bali. — glauce Btlr. (52 e),
aus Borneo beschrieben, eine ins grosse übertragene stark verdunkelte distinkte Subspecies mit fast ganz
schwarzer Unterseite der Vtlgl, die nur geringe Spuren weisser oder gelber Submarginalflecken trägt. Die
Falter werden häufig auf den Hochebenen Sumatras an den leuchtend roten Blumen der Erythrinaeen
(Dadapbäume) angetroffen.
D. eumolpe Gr.-Sm. (53b) ist der Vertreter der belisama- und (/escow?&cs/-Gruppe auf Borneo, wo
die Art bisher ausschliesslich am Kina-Balu in etwa 4000 Fuss Höhe, aber nicht selten, gefunden wurde.
D. zebuda Heiv. (52b) der Pcscowfiesz'-Repräsentant auf Celebes, wo die Art fast das ganze Jahr
über fliegt und von dem Rande der Strandwaldungen bis zu etwa 6000 Fuss Höhe hinaufgeht. Die Art ist
durch spitze statt rundliche Flügelform von allen Verwandten verschieden, der cf oberseits weiss mit breit
grauschwarz überpudertem Apex; das ? graubraun mit grossem, weissem Zellfleck. Süd-, Zentral- und
Nord-Celebes.
D. diaphana Semper, cf oberseits kaum von descombesi zu unterscheiden, unten aber ganz schwarz
mit abnorm grossem Zellfle.ck der Vtlgl und ebensolchen Submarginalmakeln aller Flügel. ¥: Oberseite der
Vtlgl gelblich mit schwarzem Zellschluss und ebensolchem, aber gelb geflecktem Distalsaum: Htlgl weiss
mit weisslichen Submarginalmakeln. Die Unterseite mit breiten schwarzen Postdiscalbinden auf allen Flügeln.
Eine prächtige grosse Species, bisher nur in Südost-Mindanao gefunden, wo sie nicht selten ist.
D. aruna, eine der grössten und am auffallendsten gefärbten Arten des Genus, bewohnt das Papua¬
gebiet und ist in eine Reihe gut abgegrenzter Lokalrassen aufzulösen, von denen allein drei bereits von der
DELIAS. Von II. Fkumstorfeh.
1 33
Hauptinsel von Neu-Guinea bekannt sind, aruna Bad. (52 c) von Holl. Ken-Guinea mit hellgelber Basal- aruna
region der Hflgloberseite. — madala Frühst. Distalsaum schmäler, die Grundfärbung oberseits orange, madala.
während auf der Unterseite der rote Gostal- und Discaltleek bedeutend grösser auftreten und dafür der
schwarze Aussen säum zurückweichen muss. Deutsch Neu-Guinea, wo sie nicht häutig ist, stets einsam
fliegend, im lichten Walde meistens im Juli angetroffen wird. Die Falter besuchen gerne die Blüten von
Jambosa, an denen sie noch in 1000 Fuss Höhe angetroffen wurden (Hagen). — irma F ruhst. (53b) ist die inna.
dunkelste bekannte Kasse; c f unterseits fast ganz schwarz, auch oberseits breiter umrandet als inferua. Die
Oberseite des 2 ist manchmal noch dunkler als auf der Abbildung. Milne-Bai, Britisch Neu-Guinea.
inferna Bt/r. (53a) von Australien besitzt auch oberseits beim 2 keinen gelben Querfleck am Zellabschluss
der Vflgl, der jedoch unterseits wieder erscheint. »Sonst sind die Falter unterseits sehr ähnlich inna. Queens¬
land. — rona Bothsch. ist eine uns unbekannte Inselrasse von Ron in der Geelvink-Bai. bajura Bad. rona.
(53 a) von der Insel Waigiu differiert von den festländischen Zweigen der Art durch die fahlgelbe Basal- bajura.
partie der Hflgloberseite und den scharf abgesetzten und schmäleren weissen Ouertleck vor der \ tlglzelle.
Die Art ist auf Waigiu nicht sehr selten; ihr steht die Rasse der Nord -Molukken seriata Frühst, am seriata.
nächsten, deren cf cf unterseits eine Reihe von 6 weissen »Strigae der Vflgl und 3 »Submarginalfleckchen der
Hflgl tragen. Batjan, Obi.
D. madetes Godm. u. Sale. (53 a) verrät unterseits deutlich ihre Zugehörigkeit zur descombesi-Gvuppe madetes.
und zählt zn den vornehmsten Arten der Gattung. Die Oberseite des cf gleicht jener von aruna. 2 oben
schwarz mit dem auch bei aruna vorkommenden orangefarbenen Zellabschluss und 6 weisslichen Submarginal-
tlecken. Der zentrale Teil und der Ird der Htlgl schmutzig gelblichweiss. Der Aussenrd breit schwarz,
6 verwaschene gelbliche Makeln umschliessend. Neu -Mecklenburg. honrathi Midis, eine distinkte Insel- t.o.uathi.
rasse von Neu -Pommern, wo sie sehr selten ist, unterscheidet sich durch die weissliche statt gelbliche
Fleckung der Oberseite, die gleichfalls weisslichen Strigae der Vflgl und die reduzierten Submarginalflecken
der Hflglunterseite.
D. harpalyce Don. (53 c) zählt mit der nachfolgenden zu den dekorativsten Delias. Das 2 ist oben harpalyce.
schwarz mit graugrüner Flügelbasis und einer zusammenhängenden Reihe von 6 — 7 gelblichen »Submarginal¬
flecken der Vflgl. Fliegt meist hoch, sammelt sich aber im Frühling (Anfang Oktober) um blühende Obst¬
bäume und ist dann leicht zu fangen (Seitz, MS.). Süd-Australien, Victoria* Nordsüd -Wales.
D. aganippe Don. (53 c) unterseits vorherrschend schwarz mit weissen Längsbin den und Submarginal- aganippe.
flecken der Vflgl, roten nach innen weiss begrenzten Submarginalmakeln und gelblichen Discalflecken der
Hflgl. Ebenfalls in »Süd -Australien, aber nördlich bis Queensland verbreitet.
D. nigrina F. (53 c) mit orangegelben, beim 2 etwas lichteren Subapicalflecken der Vflgl auf schwarzem nigrina.
Grunde , Basis aller Flügel graublau . Hflgl mit roten geschlängelten Submarginal- und schwarzen Median-
und Terminalbinden. Fliegt auch im Winter (Juni), wo es sonst in Süd -Australien fast keine Falter gibt.
Die cf cf sehen im Fluge ganz weiss aus, sonderbarerweise sieht man von der bunten Unterseite fast nichts;
nur wenn der Falter von der Höhe, in der er meistens fliegt, sich auf eine Blume herabsenkt, wobei er die
Flügel zusammenklappt, wird die schöne Unterseite deutlich (Seitz, MS.).
D. splendida Bothsch. oberseits ähnlich descombesi und oraiu m. mit schmälerem, aber tiefschwarzem spleniida.
Distalrand der Vflgl. Die Unterseite der Vflgl ist ganz schwarz, mit einem weissen Fleck am Zellende, die
Apicalmakeln orangegelb, ebenso sind die Htlgl gefärbt, die nur 5 rudimentäre , Submarginalfleckchen führen.
?: Oberseite schwarz, mit grossen hellgelben Submarginalflecken aller Flügel, grossem, gelblichem Zellfleck
der Vflgl und ebensolchem Basalteil der Hflgl. Eine distinkte Art, nur aus Timor bekannt, wo sie Doherty
entdeckte.
f. Hflglunterseite mit segmentartigem, rotem Basalfleck.
D. aglaia ist der am längsten bekannte Vertreter einer Gruppe, deren Arten in der Regel in grossen
Mengen auftreten, meistens in der Ebene Vorkommen, ja sich sogar aufs Meer hinauswagen. Nur wenige
Species sind Gebirgsbewohner, die nicht unter 4-000 Fuss herabgehen. Rpn rot, jedes Segment mit langen
Haaren, von denen die äussern schwarz, die innern gelb. Auf jungen Blättern von Nauclea rotundifolia, wo
sie dicht in grosser Anzahl beisammensitzen. Pp schwärzlich, wie bei den übrigen Arten mit dorsalen
Spitzen. — curasena Frühst, cf schwarz mit gelbem Ird der Htlgl und mit blaugrauen Streifen und Flecken curasena.
auf allen Flügeln. ? ähnlich dem c/riseaM (56 c), aber mit etwas mehr aufgehellter Oberseite, cf unterseits
mit gelben Hflgln, die von breiten schwarzen durch Querstriche verbundenen Aderstreifen durchzogen werden.
Formosa. — porsenna C'r. Etwas grösser als die vorige, 2 auf der Vflglunterseite mit gelber Medianbinde, porsenna.
Süd-China, Hongkong, Hairian (?). — tonkiniana Frühst. Kleiner und im 2 feiner gestreift als die vorige, tonkimana.
Medianbinde der Vflglunterseite gelblich, die Oberseite dunkler als bei vorderindischen Exemplaren. Tonkin.
In der Regenzeit gefunden. — thyra Frühst. (56 c) in beiden Geschlechtern das albinotische Extrem der thyr,i.
vorigen. Vflgl der cf cf ausgedehnter blaugrau. Hflgl der 2? bei vielen Exemplaren fast rein weiss. Annam,
»Siam. Nur in der Trockenzeit gefangen. — beata Frühst, ist die Rasse des Mergui -Archipels und Süd- beata.
134
DELIAS. Von H. Fruhstorfer.
ag/aia.
pcirthenopc.
goda.
grisca.
pandecta.
pandemia.
thysbs.
pyramus.
kandha.
ninus.
alliiviorum.
parthenia.
bromo.
critho'J.
fastoja.
funcsta,
dirysendeta.
tobahana.
viilia.
egialea.
henningia.
Tenasserim, ein Verbindungsglied zwischen vorderindischen und sumatranischen Exemplaren. ? mit gelb¬
lichem Zellfleck der Vtlgloberseite. aglaia L. (— pasithoe L., dione Don.) eine der häufigsten indischen
Arten, von Nepal bis Assam und Ober-Birma, besonders in den heissen Tälern vorkommend und mit Aus¬
nahme des kühlen Januars in Mengen auftretend. Blumenbesucher. Geht in den Shanstaaten bis 5000 Fuss
hinauf. ? der Regenzeitform mit grauschwarzer, jenes der Trockenzeitform mit weisslicher Mittelbinde der
Vflgl. ? sehr variabel, jedes Stück ist anders. — parthenope Wall. (— distanti Stgr.). Eine sehr inter¬
essante, seltene Form, cf: Vflgl mit spitzen langen grauen Wischflecken, ? mit fast rein weisser, ein Drittel
des Flügels ausfüllender Medianbinde. Malayische Halbinsel, Singapore. — goda Frühst. (56b) ist die
sumatranische Rasse, die sich mit Vorliebe im Mangrove-Dickicht des Seestrandes aufhält, cf: Vflgl fast
ohne graue Strigae, mit stark verdunkeltem, blaugrauem Medianfleck. ? dunkler als parthenope -? mit dunkel
statt bleichgelber Unterseite der Vflgl. - Bei grisea Frühst. (56 c) von Nias ist die melanotische Differenzierung
am weitesten vorgeschritten. Der graue Medianfleck der Vflgl zu einem schmalen Band an der Submediane
reduziert, Hflgl ohne Spur von Gelb, ? mit durchweg braunschwarzer Hflgloberseite und unterseits mit durch
die verbreiterten schwarzen Adern verdrängten gelben Zwischenrippenfeldern. — pandecta Stgr. ist eine
ähnliche Rasse, deren ? trägt aber noch Spuren einer gelben Medianbinde der Vflgl und der Ird der Hflgl¬
oberseite der cf cf ist breit gelb gefleckt. Palawan-, Nord-Borneo (?).
D. pandemia Wall. (56 b) eine interessante Zwischenstufe, die von aglaia zu egialea hinüberleitet durch
den intensiv dunkel kanariengelben Analfleck der Hflgl, der beim ? in die Zelle eintritt. Die cf cf mit blau¬
grauen Strigae wie bei aglaia auf den Vflgln. Nord-Borneo, Palawan.
D. thysbe. Dadurch hervorragend, dass auch die Oberseite der Hflgl einen breiten intensiv roten
Basalfleck führt. Die Cu am Eid sehe Unterart thysbe ist aus China beschrieben und kommt wahrscheinlich
auch in Tonkin ganz ähnlich vor. — Am bekanntesten als einer der häufigsten Himalaja-Falter ist jedoch
pyramus Wall. (56 a) von Nepal bis Birma und der malayischen Halbinsel verbreitet. In den tieferen Tälern
in Sikkim ist die Art vom April bis Dezember gemein und wurde in Birma auf etwa 1000 m Höhe noch
beobachtet. Das ? ist ähnlich jenem von alliiviorum, hat jedoch auch Grau in der Vflglzelle, aber weniger
gelben Anflug der Hflgl. — kandha Doh., in 3—3500 Fuss Höhe in der Madras-Region Süd-Indiens ge¬
fangen, ist durch eine bleichgelbe Subanalpartie der Oberseite und heller und mehr zitron- statt ockergelbe
Färbung der Unterseite der Hflgl differenziert.
D. ninus Wall. Habituell kleiner als pi/ramus mit blaugrauem statt schwarzem Anflug der Oberseite
und verschmälertem, schwarzem Subbasalband der Hflglunterseite. Malayische Halbinsel. — alluviorum
Frohst. (56 a) etwas grösser mit ausgedehnterem, rotem Basalfleck und viel breiterem, schwarzem Subbasal¬
band der Hflglunterseite. Sumatra. — parthenia Stgr. eine distinkte Inselrasse mit breiterer schwarzer Um¬
rahmung aller Flügel und hellgelblicher Discalregion der Hflgl. Selten am Kina-Balu, Nord-Borneo.
D. crithoe eine Zierde der javanischen Hochwälder, die wir überall antreffen, wo auf Höhen über
4000 Fuss Pflanzungen angelegt werden. Dort sind es namentlich die Blüten der Cinchona ledgeriana,
welche die Falter anlocken, auf denen sie mit geschlossenen Flügeln schwebend saugen und häufig in
Gesellschaft der unterseits gleichgefärbten Prioneris aututhisbe angetroffen werden, ein wundervoller Anblick,
weil sich die gelb und roten Hflgl so scharf von dem satten Grün der Umgebung abheben. Fünf Local¬
rassen sind zu registrieren: bromo Frühst. (=: dymas Nicev.) (56c) aus Ost-Java, wo sie hauptsächlich am
Vulkan Bromo und im Tenggergebirge gefunden wird. — crithoe Dsd. von West- Java mit dunkleren
Vflgln, die in der Hauptform nur eine geringe blaugraue discale Bestäubung haben, deren Hflgl sind bei cf?
viel breiter schwarz umrandet. Sehr variabel, kein Stück ist identisch mit dem andern. — fastosa form. nov.
hat beim ? eine breite an henningia erinnernde graublaue Ouerbinde, welche vom Costalrand aus die Zelle
durchzieht und an der Hflglmediane endet. — funesta form. nov. mit ganz schwarzen Vflgln in beiden Ge¬
schlechtern ohne graue Discalbestäuhung. Letztere fand ich auf dem 4000 Fuss hohen, damals noch mit
dichten Wäldern bedeckten Plateau von Pengalengang, im Innern der Preanger Regentschaften von West-
Java. — chrysendeta subsp. nov. mit schmälerem, schwarzem Aussensaum und dunklerem, orangefarbenem
Anflug der Hflgl als bromo. Berg Haruhasa auf Sumbawa. In der Sammlung Oberthür. — tobahana
llogenh. (= derceto Nicev.). Grösser als critho::, der rote Basalfleck der Hflgl nach oben nicht durch¬
scheinend. Am Tobasee, Nordost-Sumatra, entdeckt. viilia subsp. nur. (56 a) eine Lokalrasse des Padang-
schen Bovenlandes in West-Sumatra mit rein weisser statt gelblicher, aber aussen dicht schwärzlich tiber-
puderter Subanalregion der Hflgl und schärfer abgesetzten weissen Halbmonden der Vflgl.
D. egialea Cr. (56 b) eine Art von auffallend sexuellem Dimorphismus, sehr lokal auf Java, dagegen
massenhaft in der Trockenzeit auf der Insel Bawean. Unterseite der Vflgl der cf cf mit sehr breitem, fast
rein weissem, bei den ?? dunkelgelbem Mittelfeld. Wird auch von Banka, Billiton und Sumatra durch
Vollexhovex gemeldet. Rp kastanienbraun mit dunklerem Kopfe und 1. Segment und mit einem gelbem
Transversalband auf den folgenden Ringen, die mit einigen langen gelben Haaren besetzt sind.
D. henningia Erscli. (56b) eine sehr variable Species. cf oberseil s mit breiter blauer Innenhälfte der
\ tlgl und grossem, blaugrauem Gostalfeld der Hflgloberseite. Vflgl ohne graue Suhapicalsfrigae. cf unter-
PRIONERIS. Von II. FuuHsToiii'KR, 1 85
seits mit 2 subbasalen gellten Makeln in und über der Zelle und relativ grossem Fleck am Zellapex. Fine
dunkler orangegefleckte Zuslands- oder Zeitform hat Butler als ochreopicta beschrieben. Luzon. hemera
subsp. 7iov. ist eine verdunkelte Inselrasse, wahrscheinlich von Mindoro, mit schwarzem Basalfeld der Vflgl-
oberseite, fast ohne den blaugrauen Costalanflug und mit kleinerem, dunkel orangefarbenem Analfleck der
Hflgl. Unterseite: weisse Mittelbinde der Vflgl schmäler, Htlgl : roter Basaltleck kürzer, alle schwarzen
Zeichnungen ausgedehnt, die gelben Ultracellularmakeln zu winzigen Punkten reduziert. Die orangefarbene
Submarginalregion stark verschmälert. voconia subsp). nov. von ßohol , sehr ähnlich der vorigen, aber
mit noch mehr zurückgebildetem, blauem Medianfeld auf beiden Seiten der Vflgl bei den cf cf und ??.
camotana subsp. nov. mit rein weisser, relativ breiter Medianbinde der Vflgl von den Camotes leitet hinüber
zu ottonia Semp., deren cf cf durch das dunkel blaugraue, schärfer abgesetzte Medianfehl der Vflgl, deren ??
durch die rein weisse Mittelbinde der Vflgl und den fast die ganze Zelle der Hflgl ausfüllenden Medianfleck
der Unterseite ausgezeichnet sind. Mindanao. — lucerna Btlr. mit dem unsicheren Vaterland Mindanao ist
der Name einer Lokal- oder Zeitform mit noch schmäleren und in der Zelle der Vflgl rein weissen Median¬
binden der Vflgl als liemera und henningkt. — saturnia form, (oder subsp) nov. differiert namentlich auf der
Hflglunterseite durch die Entwicklung der schwarzen Basalfleckung, wodurch die gelben Makeln in und um
die Zelle sowie die Submarginalregion zurückgedrängt werden. Ost-Mindanao.
D. kummeri Ribbe (54 c). cf: oben rein weiss mit dem für so viele Neii- Guinea -l)elius typischen,
breiten schwarzen Apicalbezug, der beim ? sich auch auf den Hflgln fortsetzt. Vflgl der ?? etwas kürzer
als bei den cf cf. — Eine interessante Form, bei der die rote Submarginallinie der Hflglunterseite sich vom
Analwinkel bis zum Gostalsaum fortsetzt, nannten Rothschild und Jordan ligata (56 f). Fundort Aroafluss,
Britisch Neu-Guinea.
D. weiskei Ribbe (= mirifica Gr. -Sin.) (56 f). Oberseits wie die vorige. ? hat gleichfalls einen
breiteren schwarzen Distalrand und 2 oder 8 weisse, dem cf fehlende Subapicalpunkte der Vflgl. Flugort
wie die vorige.
D. bornemanni Ribbe (56 e). Die Oberseite verhält sich bei beiden Geschlechtern wie bei der vorigen
nur verbreitert sich der schwarze Aussensaum der Vflgl bis über den Zellrand hinaus. Auf der Unterseite
verkleinern sich die roten Flecken beim ? etwas. Britisch Neu-Guinea. Häufig.
D. microsticha R. u. J. (56 e). Diese Art gehört nach dem Zeichnungscharakter der Unterseite in
die nysa - Gruppe , wird aber hier wegen dem roten statt gelben Basalfleck der Hflglunterseite eingereiht.
Das ? ist noch unbekannt. Britisch Neu-Guinea.
6. Gattung: Prionerfs Wall.
Die Arten dieser durch den gezähnten Gostalrand am Vflgl der cf cf ausgezeichneten Gattung kommen
habituell und im Zeichnungscharakter den Deltas nahe. Die Falter sind aber durchweg robuster und raschere
Flieger als die Deltas. Vflgl mit vier Subcostalästen , von denen zwei vor dem Zellende, wie bei Pieris,
entspringen. Von den gleichfalls verwandten Tachyr-is differiert die Gattung durch den Mangel an analen
Haarbüscheln. Rpn blaugrün, seitlich mit weichen weissen Haaren und mit blauen Tuberkeln besetzt,
jene am Kopf und an den Seiten schwarz getupft. Auf Capparis. — Pp hellgrün, Kopf mit scharfer Spitze,
der Rücken gekielt mit gelber Linie, seitwärts mit 2 starken Stacheln bewehrt. Falter auf dem Festlande
von Indien in den warmen Tälern, im Malayischen Archipel aber vorherrschend Gebirgsbewohner. Einige
Arten selten, zuweilen aber zu vielen Tausenden auftretend. Die sehr widerstandsfähigen Zähne der Vflgl
sind schon mit dem blossen Auge leicht zu erkennen und mit der Spitze nach dem Apex zu gerichtet. Die
kleinen, dicht zusammenstehenden Sägezähne sind so robust, dass sie den Finger aufzuhalten vermögen und
eine Biegung des Flügehs^v er Ursachen , wenn man die Fingerspitze, vom Apex nach der Basis zu, bewegt.
W allace hält die »selteneren« Prioneris für eine mimetische Form der »häufigeren« Defias. Ich kann mich
seiner Anschauung aber nicht anpassen, weil eine Nachahmung unter den in jeder Beziehung harmlosen
Pieriden keinerlei Schutz gewährt, und eigentlich umgekehrt die glattrandigen Delicts die bewehrten Prioneris
kopieren müssten, wenn überhaupt Nachahmung vorausgesetzt wird.
P. thestylis Dbl. (57 e) ein Charakterschmetterling der indischen Fauna, ausgezeichnet durch seine
Grösse und Neigung zu horodimorphen Variationen. Die Unterseite der Regenzeitform schwarz, mit grossen
weissen Flecken der Vflgl und lang ausgezogenen hell- bis dunkelgelben Makeln und ebensolcher Zelle der
Hflgl. — Die ?? der Regenzeitform seta Moore sind auch unterseits vorherrschend schwarz, mit schmalem
gelben Zellstreif und reduzierten Submarginalflecken der Hflglunterseite. Die Trockenzeitform watsoni Hetr.
(57 a), zu der viele Übergangsformen hinüberleiten, haben unterseits nur am Apex, am Gostalrand der sonst
weissen Vflgl und um die Zelle der sonst bellorangegelben Hflgl schwarzen Anflug. Nur die Unterseite der
Vflgl des ? ist gleich jener der Regenzeitform durchweg schwarz gefärbt. Die thestylis lieben offenes Ge¬
lände; sie fliegen hoch und stossweise und sammeln sich an Sandbänken oder feuchten Stellen, manchmal
ochreopicta.
hemera.
voconia.
camotana.
ottonia.
lucet na.
saturnia.
kummeri.
ligata.
weiskei.
bornemanni.
microsticha.
thestylis.
seta.
watsoni.
PRIONERIS. Von H. Fruhstoreek.
1 36
zu vielen Hunderten an. Das ? ist jedoch ausschliesslich Blütenbesucher. Im Himalaja gehen die Falter
bis 5000 Fass hinauf. — Die Sikkimform ist etwas kleiner und heller als die mit Schwarz gesättigten
jugnrtha. Assamstiicke. Neuerdings wurde thestylis auch im West- Himalaja beobachtet. — jugurtha subsp. nov. ist eine
grössere Rasse mit ausgedehnteren weissen Subapical- und Submarginalflecken der Oberseite aller Flügel
und auch bei der Regenzeitform hellschwefelgelber Unterseite der Hfl gl . Siam, Tenasserim, Tonkin, Annam. —
maiaccana. malaccana Frühst. (57b), eine kleinere stark verdunkelte Lokalform der malajischen Halbinsel, bei der
die Htlglzelle unterseits aber nur ganz schmal schwarz umgrenzt ist. Vom ? ist nur ein Exemplar in
Oberthür’s Sammlung bekannt, kleiner als se/n-? aus Sikkim; Itflgl mit sehr schmalem schwarzen Aussen-
hainanensis. säum, sonst fast durchweg orangefarben. - hainanensis subsp. nov. ist eine habituell noch weniger ent-
mnmi/ia. wickelte Inselrasse mit auch in der Regenzeitform lichter gelben Htlgln. — mamilia form, nov., deren Trocken¬
zeitform hat, im Gegensatz zu Sikkimexemplaren, auch bei den cf cf eine durchweg schwarz bezogene Zelle
fonnosano. der Vtlglunterseite. Hainau. — formosana Frühst. Oberseite gelblich statt weiss, die Schwarzzeichnung
der V fl gl reduziert, dafür gewinnen die weissen Subapicalflecken an Ausdehnung. Unterseite: Apex der
Vflgl ausgedehnter grünlichgelb angeflogen. Hflgl mit viel grösseren hell kanariengelben Flecken als bei
indischen thestylis. Formosa, auf 4000 Fass Höhe am Lehiku-See und bei Chip-chip, im Juni — Juli sehr häufig.
comelia. P. Cornelia Vollenli. (57 d) auf der Unterseite der Hflgl wegen des fehlenden roten Basalflecks zur
thestylis- Gruppe gehörend, ist eine gebirgsbewohnende Art. Die. Adern der Unterseite fein grau gesäumt;
Hflgl dunkelgelb mit ebensolchen costalen und seltener auch medianen Antemarginalflecken , ohne jeden
weissen postdiscalen Anflug. Nord-Borneo.
sita. P. sita Fldr. Oberseits weiss mit schwarz bezogenen Adern, unterseits ganz ähnlich der Deilas
eucharis , doch nur mit quadratischen statt rundlichen roten Submarginalflecken der Hflglunterseite und gelbem
statt weis&em Apex der Vflgl. Sita fliegt stets in Gesellschaft von eucharis, als deren mimetiseher Nachahmer
sie gilt, setzt sich ebenso wie diese auf die roten Blüten der Lantana mit geschlossenen Flügeln, ist aber
durch den stossenden, rascheren Flug zu erkennen. ? dem c f ähnlich, nur mit schwarzen Querlinien zwischen
den Adern der Hflgl. Ceylon, Südindien, bis 5000 Fass Höhe hinaufgehend, selten. Flugzeit im Januar.
Rp auf Capparis tenera nach Bell und Gbeex.
aulothisbe. P» autothisbe Hin. beginnt die Reihe der Arten mit. rotem Basalfleck der Hflglunterseite.
Vom ? treten 2 Formen auf mit fast ganz schwarzen Vflgln und solche mit 3 grossen weisslichen Discal-
aibipiaga. mäkeln der Vflgl; albiplaga form. nov. (57c) West-Java. — orientalis Frühst. (57c) ist eine kleinere Rasse
onentalis. mq schmälerem schwarzem Saum, besonders der Hflgl, und in der Regel reicher weiss punktiertem Apical-
teil der Vflgl. Die Hflglunterseite ist heller gelb, die schwarzen Submarginalbinden schwächer. Es kommen
albifera. auch Exemplare vor mit ganz weisser Unterseite (albifera form, nov.) und häufiger solche mit auch in der
mucida. Zelle völlig graubraun bestäubter Oberfläche der Hflgl (mucida form. nov.). Letztere Form erscheint auch
in West-Java, doch ist dort entsprechend dem dunkleren Gesamtkolorit der tjpischen autothisbe diese Be¬
stäubung fast tiefschwarz und von grossen gelben und grauen submarginalen Flecken unterbrochen. —
autothisbe ist ein Gebirgsfalter, der ausschliesslich Höhen zwischen 4000 und G000 Fuss bewohnt, aber über
die ganze Insel verbreitet ist. Am häufigsten beobachtete ich diese Prioneris im Tengger- Gebirge, am Vulkan
Gede und bei Bandong, wo sie stets in Gesellschaft der farbenverwandten Delias crithoe, die süssduftenden Blüten
der Cinchona (Chinarinden) Bäume besuchen, und während des ganzen Jahres fliegen. Ihre grösste Häufig¬
keit dürften sie im Monat Juni und Juli während der Trockenzeit erreichen, wo man diese befreundeten
Falter dann auch gelegentlich an nassen Stellen sitzend und saugend überraschen kann.
hypsipyle. P. hypsipyle Weym. (67 c) differiert von der vorigen durch die ganz schwarze Unterseite der Vflgl
und das Fehlen des roten Zellflecks der Hflgl. Das sehr seltene ? ist dem cf sehr ähnlich, mit nur wenig
breiterer schwarzer Umsäumung der rundlicheren Flügel. Gebirge und Hochländer über 4000 Fuss. Sumatra,
an nassen Flussufern manchmal zu Hunderten.
philonome. P. philonome Bsd. (57a) mit weisser Vtlglunterseite und hellgelb getönten Htlgln, die von einer
relativ breiten schwarzen Submarginalbinde durchzogen werden. Nur aus Ost-Java bekannt, wo ich sie bei
Lawang in etwa 2000 Fuss Höhe antraf, wo sie besonders im April nicht sehr selten ist und an Feld- und
Wegrändern eifrig Blumen besuchte. Vom ?? fand ich 3 Formen: cf-ähnliche, mit gelblichweisser, solche
herennica. mit grünlichgelber {forma herennica) und sehr seltene mit blauweisser Oberseite aller Flügel (= lactaria
lactana. j'oriU- nov.). Von den cf cf verdient eine Form Erwähnung mit weissem statt gelbem Basalteil und weisser
nivescens. Zelle der Hflgl (— nivescens form. nov.).
vollenhovi. P. vollenhovi Wall. (57 d). Apex der Vflgl spitzer als bei der vorigen; Aussensaum der Oberseite
mehr zerteilt. Hflgl dunkelgelb mit schwarzem Analbezug und weissen Gircumcellularflecken derHlflgl Unter¬
seite. Nur von Borneo bekannt, wo sie die philonome ersetzt.
clemantke. P. clemanthe Phi (57 b, d) unterseits mit chromgelben Htlgln, die analwärts sich etwas dunkler
färben. Unterseite der Vflgl des ? schwarz, jene der Hflgl durchaus gelb, während die cf cf einen weissen
Distalsaum haben. Selten in Sikkim, häufig in Assam; ein Blütenbesucher, der das offene Gelände, Wald-
Ausgegeben 14. 1. 1910.
ANAPHAEIS. Von H. Fruhstorfek.
137
ränder liebt. — helferi Fldr. ist eine dunklere Lokalrasse, bei der die Adern durch deutliche schwarze Quer- helferi.
binden auf der Vflglunterseite verbunden sind. Geht in Birma bis 7000 Fuss Höhe hinauf. Tenasserim,
Tonkin, Siam, Shanstaaten. — saenia form. nov. ist eine kleinere hellere Rasse oder Zeitform, ohne Spur saenia.
einer Submarginalbinde und aufgehelltem gelben Basalantlug der Hflgl; Süd-Annam, Januar, Februar. -
euclemanthe Frühst. Hflgl unterseits hellzitrongelb , ohne Spur einer dunkleren Verfärbung im Analfeld, euclemanthe.
Adernbezug der Vflgloberseite viel dünner als bei festländischen Exemplaren; Insel Hainan. — themana themana.
Frühst. (57 b) hat umgekehrt breit schwarzgestreifte Adern, einen dunkleren Apical- und Analbezug aller
Flügel und ein ausgedehnteres weisses Feld der Hflglunterseite. Sumatra, malayische Halbinsel.
7. Gattung: Vnaplineis Rbn.
Dieses wohlumgrenzte Genus wird stets mit der afrikanischen nur eine Art enthaltenden Gattung
Belenois Hhn. vereinigt. Anaphaeis differiert von Huphina dadurch, dass die vor dem Zellapex entspringenden
Subcostaläste an ihrem distalen Ende mit der Gostalis verwachsen sind (Anastomose) und dass die mittlere
Discocellulare viel länger ist, aber immer noch kürzer als die untere Discocellulare. Von Belenois aber
differiert Anaphaeis durch die kürzere mittlere Discocellularis der Vtlgl.
Die wenigen Arten sind alle fast gleich gross; sie treten massenhaft auf, vereinigen sich manchmal
zu ansehnlichen Schwärmen und wandern gern. Eine Species ist sozusagen immer zwischen Afrika und
Vorder-Indien unterwegs ( mesentina ) und dringt in Kaschmir und Palästina ins paläarktische Gebiet ein. Rp
auf Capparideen; Pp spitz, mit seitlichen Stacheln.
A. mesentina Cr. Im Paläarktenteil behandelt. (Bd. 1, p. 50, Taf. 21 d, e). Zwei Zeitformen der mesentina.
variablen Art wurden benannt: lordaca Wlkr., unten bleichgelb, jene der trockenen und aurigena Btlr., lordaca.
unten dunkel bis orangegelb, jene der nassen Zeit. Obgleich Bewohner des heissen Tieflandes, geht die aurigena.
Art häutig bis 6 und 8000 Fuss hoch, und wurde sporadisch, vielleicht durch den Wind, emporgetragen, auf
3000 m Höhe noch gefunden. Eier in Häufchen, Rp stets gesellig auf Gapparis. Beludschistan bis Sikkim,
auch auf den Nicobaren einmal angetroffen. — taprobana Moore (= fervidior Frühst.) (63 f) ist oberseits taprobana.
breiter schwarz und unterseits prächtig orangelb gefärbt. Ein langsamer Flieger; setzt sich gerne auf den
Erdboden. Erscheinungszeit unsicher; manchmal nur zweimal innerhalb fünf Jahren; wenn sie aber auf-
treten, vereinigen sie sich zu Wanderzügen. Im Juni, Juli und dann wieder November, Dezember.
A. java Sparrm. (63 d) eine variable Species, die bis zu den Fidji-Inseln verbreitet ist, überall in java.
zwei Zeitformen erscheint, und in Australien unter wechselndem klimatischem Einfluss in eine Anzahl als
eigene Arten beschriebene Formen zerfällt. Die Falter sind träge, taumeln langsam und schwerfällig von
Blume zu Blume und man sieht sie oft zu Hunderten, wenn sie eben die Pp verlassen haben, im dichten
Gebüsch der Waldränder zusammensitzen. Auf Java gehen sie- nicht, über 2000 Fuss, in Lombok traf ich
sie aber auf dem blumenreichen Plateau von Sambalun in grossen Mengen auf 4000 Fuss Höhe. Die Rp hat
Martin auf Celebes gefunden. Auf Java selbst erscheinen zwei Zeitformen: ? mit grauvioletter Basis der
Vflgloberseite und bis über die Zellmitte vordringendem schwarzem Aussensaum (Regenzeitform); — und
coronea Cr., ? mit weisser Flügelhälfte, Distalsaum nur bis zum Zellapex ausgebreitet. Auf der Flügel- coronea.
Unterseite machen sich bei Exemplaren von Java bis Sumbawa keine besonderen Abweichungen bemerklich.
Je weiter wir aber nach Osten gehen, desto einschneidender erweist sich die Einwirkung der manchmal
neun Monate währenden Trockenzeit. Auf Sumba beginnt der schwarze Aussensaum der Vtlgl bereits sich
zu verschmälern , so dass der schwarze Fleck am Zellapex freisteht (magniplaga Frühst.). Die Basis der magniplaga.
Unterseite der Vtlgl des ? wird gelb statt dunkel ockerfarben; die Zelle der Hflgl weiss. — Auf der Insel
Savu erscheint dann eine spezialisierte Rasse = savuana Frühst. (63 e). Der schwarze Aussenrd tritt auch savuana.
bei den ?? zurück und lässt auf den Hflgln den schwarzen Querfleck der Zelle isoliert, die Vilgl sind nur
noch in der Zelle ockerfarben; das Mittelfeld bleibt weiss und die Hflgl führen einen Kranz weisser Circum-
cellularflecken. — ina Frühst, ist die Rasse von Kisser und Babber, mit noch aufgehellterer Oberseite aller ina.
Flügel, geringem gelbem Anflug der Unterseite und weisser Hflglzelle. Einige cf cf nähern sich bereits
teutonia durch die mit Ausnahme des schwarzen Aussensaumes völlig weissen Hflgl. — anita Frühst. (63 d) anita.
ist eine Interm ediatform mit unterseits gelb bezogener Basalpartie der ?? von der Insel Wetter. — teutonia F. teutonia.
ist die australische Rasse der Kollektivart, die von diesem Kontinent aus ihren Weg bis Java gefunden hat.
Die Hauptform ist 63 f abgebildet; daneben existieren auch ?? mit schwarzem Distalsaum der Oberseite,
die nur geringe oder gar keine weissen Submarginalflecke führen, und deren Basis gelblich statt weiss ge¬
färbt ist (?-forma clytie Don). — Eine beiderseits noch melanotischere Sommerform ist peristhene Bsd. (63 f) dytie.
mit ganz schwarzer Hflglunterseite. — niseia Mc. Leay (63 e) ist eine sehr schöne Intermediatform mit breit peristhene.
schwarz gestreiften Adern der Hflgloberseite und circumcellularen langen weissen Feldern jenseits der gleich-
falls weissen Zelle, die sich prächtig vom schwarzen Grunde abheben. — Eier hellstrohgelb, Rp auf Gapparis
lasiantha; zylindrisch, sich nach beiden Seiten verjüngend. Kopf schwarz, mit einem V-förmigen Fleck auf
der Stirn, sonst olivbraun mit kleinen gelben Punkten übersät, Bauch gelbgrün. Erwachsen spinnt sich die Rp
auf einem Blatt fest und verwandelt sich innerhalb 24 Stunden in eine grüne, etwas geeckte Pp. — Die
IX iS
i 38
BALTIA: APORIA. Von H. Fruhstorfer.
Falter schnellfliegend, setzen sich vielfach auf Blumen und vereinigen sich zu grossen Flügen über See. —
picata. picata Btlr. (63 e) ist eine auch unterseits vorherrschend weisse Kasse mit feinen schwarzen Binden und
micronesia. Aderstreifen der Unterseite; Bismarckarchipel. — micronesia Frühst. (63 e) ist die unterseits mit dunkel
vitiensis. orangefarbenen Submarginalflecken besetzte Subspecies der Fidji-Inseln, wozu vitiensis Frühst, die dunkelste,
clarissa. der peristhene analoge, Saisonform bildet und clarissa Btlr. eine der niseia entsprechende Aberration mit
prächtig hellgelben Submarginalmakeln der Hflglunterseite darstellt.
8. Gattung: USaltia Moore.
Die kurzen, kolbenförmigen Fhlr bringen dieses artenarme Genus in die Nähe von Svnchloe und
Euchloe; der Verlauf der Subcostaladern verweist sie zu Huphina, aber durch das Fehlen der mittleren
Discocellularis steht die Gattung völlig isoliert. Die Radialäste entspringen aus der Subcostalis. Baltia
nähert sich den Aporia in der Gestalt der Schuppen, die rundlich, breiter als lang geformt sind. Alle Arten
sind hochalpin und bewohnen Höhen von 4500 — 5500 m, die bereits jeder Vegetation beraubt sind. Dort
fliegen sie nahe dem Erdboden, wenn sie nicht in der Sonne spielen oder mit halbgeöffneten Flügeln auf
dem sandigen Boden laufend sich fortbewegen , manchmal grosse Strecken zurücklegen oder sich in den
Unebenheiten schnell zu verstecken wissen.
butleri. B. butleri Moore (Bd. I, 23 b). d unterseits mit feinen braunen Längsstreifen zu beiden Seiten der
Adern. Ladak, Kaschmir, Karakorum, in 15 — 18000 Fuss Höhe.
shawi. B. shawi Bates (Bd. I, 23 b). Seltener als die vorige, Hflglunterseite grauviolett mit schwarzen Ader¬
streifen. Nordwest-Himalaya, Kaschmir, Karakorum.
sikkima. B. sikkima Frühst. (50 e). Differiert von den vorigen Arten durch die auch beim cf die ganzen
Vflgl durchziehende Submarginalbinde, die sich auf den Hflgln fortsetzt. Unterseite bunter als bei den sonst
bekannten Arten; Apex der Vflgl und die gesamten Hflgl von langen gelben Streifen durchzogen; Zelle
gleichfalls gelb statt weiss. Kamba-jong (Süd-Tibet), an der Sikkim-Grenze von 12 — 16000 Fuss Höhe
gemeldet.
9. Gattung: Aporia Hbn.
Die typischen Vertreter dieser Gattung entfernen sich im Geäder nicht wesentlich von der Gattung
Pieris s. str., dennoch aber ist ihr Habitus ein völlig verschiedener. Die Flügelmembran ist steifer, papier¬
artig: den ¥? fehlen die Schuppen stellenweise, so dass durchsichtige Stellen entstehen, und der Flug ist ein
völlig von dem anderer Pieriden abweichender, mehr jenem der Parnassier gleichender. Während nämlich die
übrigen Pieriden sich durch Auf- und Niederschlagen der Flügel vorwärts bewegen, halten Aporia die Flügel
häufig steif und unbeweglich, sie gleichsam als Fallschirm benützend. Die Stellung des zweiten Subeostal¬
astes wechselt etwas; er entspringt manchmal am Zellende, oder auf kürzere und geringere Entfernung vor
diesem. Man hat. auf letzteres Merkmal die unhaltbare Gattung Metaporia gegründet. Will man sie aber dennoch
gelten lassen, dann enthält die Gattung Aporia nur 2 Arten ( crataegi und soracta ), alle übrigen Species, so
z. B. unter den Paläarktiern auch hippia müssten mit Metaporia vereinigt werden. Hier wird aber auf dieses
Kriterium kein Gewicht gelegt und sämtliche Arten werden als zu dein so homogenen Genus Aporia gehörig
betrachtet. Phylogenetisch stellt Aporia jedenfalls einen sehr alten Stamm dar, eine Art Mittelglied zwischen
den Pieriden und den Parnassiern. Mit den letzteren haben sie die kurzen Palpen und die in der Costal-
gegend kreisrunden Schuppen gemeinsam. Die asiatischen Arten variieren mit Ausnahme von agathon nur
mässig, und sind fast ausschliesslich Bewohner hochalpiner Regionen, die lokal manchmal massenhaft auf-
treten, in der überwiegenden Mehrheit aber seltenen Arten angehören.
Die Rpn leben gesellig unter einem feinen Gewebe an Prunaceen, Rubiaceen, sind gewöhnlich von
grüner oder rotbrauner Farbe und mit feinen weichen Haaren besetzt.
A. soracta. Erscheint im West-Himalaya manchmal in grosser Menge, aber nur eine kurze Zeit,
im April und Mai, besucht niemals Gärten oder Präirien, sondern nur den Waldesrand, 6 — 9000 Fuss ist
ihre Favoritzone, geht aber in Kaschmir auch bis 14000 Fuss. Die längliche braune Rp mit feinen weichen
Haaren besetzt ; Pp mit stumpfem Kopfhorn, einer Thorakal- und Abdominalanschwellung, weiss mit schwarzen
soracta. Punkten besetzt. Auf Berberis lycium. Zwei Lokalrassen verdienen Erwähnung: soracta Moore (Bd. 1, 18a)
rienigrata. mit breiter schwarzer Subapical- und Zellbinde der Vflgl, von Masuri; — und denigrata subsp.nov., Vflgl fast
rein weiss, entweder ohne oder nur mit sehr schwachen schwarzen Linien. Punjab, Nordwest-Provinz.
balucha. A. balucha Marsh. (= sorex Gr. Sw., leechi Moore). Lokalform der turkestanischen leucodice Eversm.
(Bd. 1, 19 a), von der sie differiert durch breitere schwarze Binden aller Flügel und durch den deutlichen
orangefarbenen Streifen am Gostalsaum und die dunklergelbe Unterseite der Hflgl. Baludschistan.
nabeilica. A. nabellica Bsd. (Bd. 1, 19 b) ist eine interessante, oberseits schwarze, auf der Hflglunterseite dunkel¬
gelb gefärbte Pieride. Sie ging mir aus Mardan der Nordwest-Provinz zu und ist auch aus Kaschmir
und Kunawur bekannt, wo sie von 9 — 13000 Fuss Höhe vorkommt, langsam und schwerfällig fliegt und
PIERIS. Von H. Fruhstokfer.
139
sich gerne auf Umbelliferen niederlässt, die aus der dichten Masse von Blumen emporragen, welche die
Lichtungen in den bewaldeten Hochtälern zieren (Lang). Exemplare von Kaschmir sind heller als solche,
von Kunawur.
A. harrietae Nicev., eine interessante, hochspezialisierte Lokalform der larruldei Oberth. (Bd. 1, 18 dj harrictae.
und von dieser durch eine komplette, konkave Reihe von weissen länglichen Transcellularflecken der Vflgl
und vorherrschend weissgelbe Unterseite der Hflgl verschieden. Sehr lokal, bisher nur in wenigen Exem¬
plaren aus Bhutan bekannt.
A. larraldei fa. nutans Oberth. mir in Natur unbekann. Kommt in Yunnan vor.*) larraldei.
A. genestieri Oberth. (57 a) steht der Meli Oberth. (Bd. 1, 17 c) nahe, doch ist der Distalsaum aller genes tieri
Flügel ausgedehnter rauchbraun.
A. hastata Oberth. ist eine sehr grosse Art vom Aussehen der larraldei mit 3 grossen, weissen Sub- hastata.
apicaltlecken inmitten der schwarzen Aussenregion der Vflgl. Hflgl weiss mit wenigen schwarzen Sub-
marginalstrichen. Y unnan.
A. agathon stellt die variabelste Art des Genus dar, die in mehrere Lokalrassen zerfällt und ausser¬
dem individuell stark abweicht, agathon Gray aus Nepal beschrieben, dort und in Sikkim sehr selten, aber agathon.
sehr gemein in Assam, in Nord-Yunnan (Tse-kou) auf etwa 2000 m Höhe, ist oberseits vorherrschend schwarz
mit breiteren grauen Streifen in und unter der Zelle und zwei Reihen weisslicher Flecken in der Submarginal¬
zone aller Flügel. Htlgl unterseits mit grossem, rundem, gelbem Basalfleck. — phryxe Bsd. (Bd. 1, 19a) phryxe.
ist das hellste Extrem der Species und die Subspecies des West-Himalaya, von Simla, Kangra, Kaschmir
und Tibet bekannt. Grundfarbe weiss mit schwarzen Aderstreifen, die sich manchmal verbreitern, so dass
netzartige Zeichnungen entstehen (tä. caphusa Moore). Wenn sich diese Maschen noch mehr verdichten, ver- caphnsa.
drängen sie die weisse Grundfarbe, und so entsteht eine Form, die nur wenig heller ist als die osthimalayische
agathon. Letztere bilden die Form ariaca Moore. Neuerdings wurde die Art auch in Formosa auf 8000 Fuss ariaca.
entdeckt und als moltrechti Oberth. beschrieben. Rp auf Berberis nepalensis, gesellig, schmutzig braun, Kopf moltrediti.
schwarz, dorsal mit dunkelbraunen Streifen, dünn, mit weichen, weissen Haaren besetzt. Vor der Verpuppung
verändert sich die Farbe in ein lichtes Grün. Sie machen sich ein dichtes Gewebe und liegen dann zu 10
oder mehr in einem Gespinst. Zur Verpuppung gehen sie aber unter die trockenen Blätter ihrer Nahrungs¬
pflanze. Pp wie jene von « oracta , aber grünlichgelb mit schwarzen Flecken.
10. Gattung: I*iei*ls Sekrk.
Diese Gruppe enthält die am längsten bekannten Arten, von denen sich einige über drei Erdteile
verbreiten und zum Teil durch massenhaftes und schädliches Auftreten bekannt und gefürchtet sind. Haupt¬
merkmal bildet die schiefe mittlere Discocellularis der Vflgl, welche nur halb so lang ist als die konkave
untere Discocellularis. Die Präcostalis der Hflgl stets nach aussen gebogen.
P. brassicae L. ist auch in Indien, von Afghanistan bis Sikkim, Bhutan und Süd-Tibet überall ver¬
breitet, wo in Gärten Kohl gepflanzt wird. Er liebt dort alpine Höhen von 10000 Fuss, wurde schon aut
17 000 Fuss Höhe wiederholt gefangen. Die indische Unterart wird mit nepalensis Gray (Bd. 1, 17 e) bezeichnet, nepalensis.
und tritt wie bei uns in zwei Generationen auf. Die Form der Regenzeit ist durch breiter schwarz bezogenen
Apex und durch dunkler gelbe Unterseite der Htlgl wesentlich von der europäischen Rasse unterschieden.
Exemplare der Trockenzeit aus Kaschmir sind von solchen aus Smyrna und Rom kaum zu unterscheiden.
P. deota Nicev. (Bd. 1, 20 a) von Kaschmir bis zum Lob -Nor und dem Pamir verbreitet, durch den deota.
gleichmässigen, proximal tief gezähnten, schwarzen Distalsaum aller Flügel und den eigentümlichen blau¬
grauen Anflug der Unterseite ausgezeichnet. Die Art bewohnt trostlose, nur von Garex und Astragalus
spärlich bewachsene Hochebenen, wo sie ganz vereinzelt vorkommt, sehr selten ist und ungewöhnlich
schnell fliegt.
P. canidia Sparr. (Bd. 1, 20b), ein variabler Falter, der das ganze Jahr über vorkommt, von der canidia.
Ebene bis 12 000 Fuss hinaufgeht, sich stets in der Nähe von Gärten aufhält und in Tonkin selbst auf den
Grasplätzen vor den Hotels in der Stadt Langson herumfliegt. Es kommen Exemplare vor ohne schwarze
Discalflecke der Vflgl (f. claripennis Btlr.), solche mit gelblicher Flügelunterseite und kleinen schwarzen claripennis.
Distalmakeln aller Flügel (f. gliciria Cr.), oberseits dunkelgrau oder gelblich beschuppte cf? (f. sordida Btlr.). gliciria.
Aus China besitze ich eine Wintergeneration vom November mit grauschwarzer Unterseite der Hflgl. Luzon- soidida.
Exemplare tragen unterseits breite schwarzgraue Striemen, Tonkin-Stücke vom Juni und Juli sind die hellsten,
unterseits rein weiss. Die Art ist vom Nordwest-Himalaya bis Hainan, Formosa und den Liu-Kiu-Inseln
verbreitet. — Eine sehr kleine Rasse aus Tibet nannte Verity minima. Südindische Stücke sind besonders minima.
kräftig schwarz gefleckt. — Pp gelblichbraun mit hervortretenden Flügelscheiden, seitlich am Abdomen einige
dunkelbraune Spitzen.
*) Nach der Abbildung in Oberth. Et. d’Ent. 16, Tat. 1, Fig. 3 unterscheidet .sie sich oben von einer A. phryxe (Bd. 1.
Taf. 19a) durch weit mehr Schwarzbraun, das eine unregelmässige Submarginalbinde aller Flügel bildet, die mit der schrägen
Zellschlussbinde der Vflgl zusammenfliesst.
140
PARAPIERIS; PONTIA. Von H. Fruhstorfer.
naganum. P. naganum Moore von den Naga Hills in Assam und Oberbirma ist bisher nur in zwei Exemplaren
nach Europa gekommen. Oberseite bleich gelblichweiss, Apicalfleck der Vflgl wie bei brassicae, am Zellende
ein schwarzer Fleck, ein weiterer Fleck wie bei canidict zwischen den vorderen Medianästen. Hflgl oben
weiss, unterseits bleichgelb. Vflgl mit bleichgelbem Apex und einer Wiederholung der beiden schwarzen
Flecken von der Oberseite.
rapae. P. rapae L. (Bd. 1, 29 c) von Afghanistan bis Kaschmir im indischen Gebiet verbreitet und auf
Erhebungen von 7 — 12 000 Fuss nicht selten, tritt in einer Form auf, die der europäischen metra Stegh, am
nächsten steht und durch fein zerteilten Apicalfleck der Vflgl auffällf.
melete. P. melete erscheint in Indien in zwei prononcierten Lokalformen, von denen je zwei Generationen
bekannt sind. Eine kleinere, rein weisse, oberseits kaum schwarz gestreifte Subspeeies bewohnt den Nord-
ajaka. west-Himalaya und Kaschmir; es ist ajaka Moore (Sommerform) (Bd. 1, 20g), deren Frühlingsgeneration
ajata Röber ajuta genannt hat. — - In Sikkim, Bhutan, Assam tritt eine stattlichere, oberseits deutlich gestreifte
montana. Rasse auf mit gelblichen ??. Unterseite bei beiden Geschlechtern dunkelgelb statt weisslich, dies ist montana
alpestris. Verity (Sommer- oder Regenzeitform). — Die südchinesische Rasse heisst alpestris Verity , habituell noch
melaina. etwas grösser als montana ; — und jene von Tibet wurde melaina Pö'6cr (B. 1, 20g) genannt; diese stellt eine
im ¥ stark verdunkelte distinkte Subspeeies dar, die habituell jedoch hinter der Himalaya-Rasse zurück-
mandarina. steht; erutae Pouj. kommt in Sze-tchuen vor, mandarina Leech im gebirgigen China. — melete Men. (Bd. 1, 21b)
ist eine asiatische Festlandform unbekannter Herkunft (wahrscheinlich Mandschurei oder China), deren Vaterland
von ihrem Autor fälschlicherweise partiell nach Japan verlegt wurde, worin ihm alle neueren Autoren
folgten. — In Japan leben drei Inselrassen: massiva nov. subsp. sehr gross, cf mit grauem diffusem Apicalfleck
und undeutlichen Submarginalmakeln; beim ¥ Basalteil und Zelle der Vflgl wie bei alpestris Verity rotbraun
juba. bestäubt, Hflgl mit distal ungewöhnlich verbreitertem Adernbezug. Hauptinsel von Japan. — juba nov. subsp.
¥ oberseits rein weiss , Zelle nur unmerklich grau bestäubt, kommt ober- und unterseits der montana Verity
agiaope. nahe. Insel Tsushima. — aglaope Mötsch. (= megamera Btlr.) ist eine unterseits dunkelgelbe, oberseits der
napi sehr ähnliche breitgestreifte Rasse ohne die grossen Internervalflecke der südlichen Subspeeies. Yesso. —
transiens. transiens Verity stellt eine fast völlig weisse Form des cf dar mit zurückgebildetem Apicalfleck der Vflgl;
dulcinea. Insel Askold. — dulcinea Btlr. ist eine unterseits weisse Form von Korea — und veris Styr. eine Frühjahrsform
orientis. vom Amur; — dagegen wird orientis Oberthr. von Askold von ihrem Autor zu napi, von Verity neuerdings
aber zu melete gestellt. — Interessant ist jedenfalls das Factum, dass in Nord-Japan und am Amur dunkle
napi- und melete-Y oxm&\\ so ineinanderfliessen , dass sie nur mit Mühe auseinandergehalten werden können;
nach Verity sollen die Schuppen der beiden Arten verschieden sein.
deota. P. hrueperi Styr. (Bd. 1, 20 b) erscheint in Indien in der distinkten Form devta Nicev. (Bd. 1, 20 b).
Die interessante Art hat de Niceville in Ladak 1879 auf künstlich bewässerten Wiesen entdeckt; sie ist
auch nicht allzuselten in Kaschmir, wo sie auf ca. 3000 m Höhe vorkommt. Nordwärts ist sie bis Kashgar
und Samarkand verbreitet.
11. Gattung: !#ai,apiei,is Nicev.
Differiert von Pieris nur durch die längere obere Discocellularis, die durch den proximal etwas ent¬
fernter vom Zellapex der Vflgl entspringenden zweiten Subcostalast entsteht. Hochgebirgsfalter von raschem,
unregelmässigem Flug. — Alle Arten sind sehr scheu; sie halten sich mit Vorliebe auf grasigem Boden
zwischen Felsblöcken auf, über die sie stürmisch hinwegsetzen, wenn man sich ihnen nähert. An nebligen
Tagen kommen sie nur zum Vorschein, wenn der Wind die Wolkenhüllen vor der Sonne vertreibt.
P. callidice Esp. (Bd. 1, 21 e) erscheint im indischen Gebiet in der oberseits kräftiger schwarz, unter-
kalora. seits dichter und dunkler grün gefleckten geographischen Rasse kalora Moore. Sie ist sehr lokal, fliegt nur
am Rande von Gletschern oder hohen Schneefeldern in Gesellschaft von Parnassiern, manchmal in 14000
bis 15 000 Fuss Höhe, während sie in Kaschmir sich selten über 3000 m hinaufbegibt.
chumbiensis. P. chumbiensis Nicev. (Bd. 1, 20 e) eine seltene Species von Native-Sikkim, die in West-China einige
Verwandte hat, die im Paläarktenteil (Bd. 1, p. 50) behandelt wurden.
12. Gattung: Pontia F.
Für diese altbekannte durch Scudder und Moore restituierte Gattung hat Röber in dem den palä-
arktischen Teil der Schmetterlinge behandelnden Band 1 dieses Werkes p. 49 den Namen Leucochloe ein¬
geführt. Steht sehr nahe den Parapieris mit zwei vor dem Zellende abgezweigten Subcostajästen. Der
vierte Subcostalast nahe dem Apex der Vflgl fehlt; er ist wahrscheinlich auf evolutionellem Wege über den
Flügelrd hinausgeschoben worden. Das Ei ist eichelförmig. Rp und Pp sind im Paläarktenteil (Bd. 1, p. 49)
beschrieben. Nur zwei Arten in Indien.
moorei. P. daplidice L. , von der die Lokalrasse moorei Röb. (73 a) Tibet, Kaschmir und Beludschistan
bewohnt. Ein Dorfschmetterling und häufig in jenen künstlich bewässerten Oasen der indischen sterilen Hoch-
141
SYNCHLÖE; HUPHINA. Von H. Fruhstorfer.
täler auftretend, in denen Buchweizen, Hafer und Hirse gebaut wird in Höhen von etwa 3000 m.
praeclara Frühst, ist eine habituell/viel grössere Rasse aus Stidwest-China ; — nubicola Frühst, ist eine kleine praeclara.
dunkle Bergform von Kashgar, — und aridia Frühst, eine auffallend reich schwarz, aber hellgrün gefleckte
Rasse aus Shantung, Nord-China, die auch von Shanghai bekannt ist.
P. glauconome Klug. (= vipasa Moore ) (Bd. 1, Taf. 20 f) würde ich für eine Lokalrasse der vorigen giauconome.
halten, wäre nicht die Rp und Pp als verschieden beschrieben. Kommt in Afghanistan und im Punjab vor
an felsigen unkultivierten Abhängen der Hochtäler, wo ihre Futterpflanze wächst.
13. Gattung: Synchloe Hbn.
Als Type dieser Gattung hat nach Scudder belemia zu gelten, die in Bd. 1, p. öl (als Euchloe) aus¬
führlich behandelt ist. Die Gattung steht der HüBNER’schen Euchloe (= Anthocharis and.) sehr nahe. Bei
einigen Arten existiert der vierte Subcostalast der Vflgl; er kann aber auch fehlen und ist wahrscheinlich
wie bei Pontia über den Flügelrand hinausgedrängt worden.
S. lucilla Btlr. Oberseits zitrongelb. Vflgl mit einem schwarzen Querfleck am Zellapex, Apicalpartie ludlla.
schwarz bezogen. Hflgl ungefleckt. Unterseits bleichgelb, Costalsaum mit weissen Punkten besetzt. Hflgl
schwarz beschuppt, mit weissen Costalflecken und einem ebensolchen am Zellapex. ? etwas grösser mit aus¬
gedehnteren schwarzen Zeichnungen. Punjab; wird selten nach Europa gebracht.
S. belia L. (Bd. 1, 22 a) ist in diesem Gebiet vertreten durch daphalis Moore , einer Rasse mit sehr daphalis.
feiner grünlichgelber Netzzeichnung auf weissem Grunde und bräunlich angeflogenem Apex der Vflgl-
Unterseite. Kommt von Chitral bis Kaschmir vor.
S. chloridice Hbn. (Bd. 1, 20 f) durch ganz Asien verbreitet, geht von Beludschistan bis Ladak, auch chioridice.
im indischen Gebiet vorkommend; bewohnt Höhen von 15 — 17 000 Fuss.
14. Gattung: Mlipllilia Moore.
Gostale der Vflgl etwas mehr gebogen als bei Appias, daher auch die Flügel rundlicher, Zelle breiter,
kürzer als bei den echten Pieris und den Helios. Die Haarbüschel der cf cf am letzten Abdominaltergit fehlen.
Die Farbe der Huphina ist stets matter als bei den Appias ; perimutter- oder seidenglänzende Stellen
kommen bei ihnen nie vor. Die meisten Arten sind oberseits weiss mit grauen oder schwarzen Streifen und
Rändern, nur wenige Arten sind lebhaft gelb oder orangefarben auf der Unterseite; dagegen kommen alle
Nüancen von weiss zu schwarz, von gelb zu rot vor, gar nicht selten tritt grün oder gelbgrün auf, und
einige Arten vermögen durch ihre bunte Unterseite mit den farbenschönsten Delias zu rivalisieren. Alle
bevorzugen das heisse Tiefland, wenn auch einige Arten bis 5000 Fuss hoch an ihnen zusagenden Orten im
Gebirge Vorkommen. Wie die Appias lieben sie es, an feuchten und verunreinigten Stellen zu saugen und
sich in grossen Mengen anzusammeln. Sie sind unermüdliche Flieger, bewegen sich zumeist langsam, nur
die Arten der /ea-Gruppe jagen in der heissen Tageszeit ungestüm dahin. Alle neigen zu lokaler Differen¬
zierung, sind klimatischen Einflüssen gegenüber sehr empfindlich, inklinieren aber weniger zu individueller
Aberration wie die Appias. Viele Arten sind jedoch auffallend geschlechtsdimorph.
Rp auf Capparideen, länglich, Analsegment leicht zweispaltig, weiss behaart, zumeist grün. — Pp mit
spitzem Kopf, Thorax lateral und dorsal gewinkelt und aufstehend, Abdomen leicht gerippt, das letzte Seg¬
ment mit kleinen dorsalen Spitzen.
H. nerissa F. (63b, 64b, c) ist die am längsten bekannte und am weitesten verbreitete Art, die
typische Unterart nerissa F. (= amasene Cr.) (64b China; 64c, d, e, 63b Tonkin) ist habituell stets grösser nerissa.
als kontinental indische Exemplare. Die Regenzeitform hat Gramer als coronis abgebildet. — Für die nord- coronis,
indische Lokalform wird am besten der Name phryne F. (64 a, b) angewendet. — copia Tf all., aus Bengalen phryne.
beschrieben, gilt als Bezeichnung für deren Trockenzeitform. — dapha Moore (64a) ist eine durch grünlichen c0Pia-
Anflug in der Zelle der Vflgl und gelblichen Basalfleck der Hflgl unterseits unterscheidbare Lokalform von
Tenasserim, Birma und Siam, von der dapha selbst eine unterseits graue statt gelb gestreifte extreme
Trockenzeitform darstellt, deren Regenzeitform noch keinen Namen hat. — Im südlichen Indien und in Ceylon
hat sich eine markanter ausgeprägte Lokalrasse entwickelt: evagete Cr. der Regenzeitform, und zeuxippe evagete.
(64a, b), deren Trockenzeitform. Die ?? dieser Lokalrasse tragen häufig gelbrote Submarginalflecken der zeuxippe.
Vflgl, wie sie bei nordindischen phryne niemals auftreten. — cibyra subsp. nor. ist eine Rasse mit unter- cibyra.
seits auch in der Regenzeitform fein grau gestreifter Hflglunterseite , mit fein zerteiltem, stark aufgehelltem
Apex der Vflgl; Formosa. — lichenosa Moore (63a) von den Andamanen hat eine fast durchweg grünliche lidienosa.
Unterseite der Hflgl mit geringen weissen Aufhellungen. sumatrana Hag. (63 a) mit vorherrschend gelb- sumatrana.
licher, nur fein gestreifter Unterseite und von auffallender Grösse. — Die javanische Rasse corva Wall. (64 c) corva.
steht, wie dies vielfach der Fall ist, der kontinental-indischen phryne viel näher als deren sumatranischen
142
HUPHINA. Von H. Fruhstorfeb
corvina. Schwesterrasse. — Jn Ostjava fliegt eine zeichnungsärmere Trockenzeitform corvina form. nov. (64 c) mit
auch unterseits heller grauen Hflgln, ohne deutliche Streifung längs der Adern und isoliert stehendem
schwarzen Fleck zwischen den vorderen Medianästen. — Die Raupe kannte Horsfield schon 1828, sie ist
grün mit feinen dorsalen Querlinien. Pp grün mit langen seitlichen Thorakalspitzen, weiss gestreift. -
clissipiilis. dissimilis Rothsch. ist eine der corvina sehr nahe kommenden Rasse mit bleichgelber Färbung der Unterseite
vaso. aller Flügel. Bali. — vaso Doh. (64b), das Gegenteil der vorigen, ist auch oberseits stark verdunkelt, Zelle
physkon. der Hflglunterseite der d'd' und die Medianfelder breit weiss. Sumbawa. — physkon subsp. nov. ist viel kleiner
als die vorige, noch dunkler gestreift, die Htlgl mit durchweg grünbrauner oder nur schmal weiss gestreifter
Zelle. Alle Submarginalflecke kleiner, trüber weiss. Auf Lombok vom Seestrande bis hinauf zum blumen¬
geschmückten Plateau von Sambalun (4000 Fuss) sehr häufig. Die cf cf traf ich ausschliesslich auf nassem
Sand, die ?? nur auf Blüten, auf denen sie mit gefalteten Flügeln hängen und gierig saugen.
pactolicns. H. pactolicus Bttr. (64 c) ersetzt nerissa auf Borneo, wo die Art ausschliesslich im Alluvialland vor¬
kommt, aber sehr lokal ist und nur im Südosten der Insel häufiger gefunden wird, während mir aus dem
Norden nur ein cf zugänglich wurde. ? noch unbekannt. V fl gl unterseits wie oben, Htlgl mit Ausnahme
der Submarginalregion schön hellgelb, gegen die Basis dunkler werdend. Die weissen länglichen Sub¬
marginalflecken durch eine schwarze Binde von dem gelblichen Feld abgeschieden.
eperia. H. eperia Bsd. (64 d) hat weisse Unterseite der Htlgl, deren Basalfelder gelblich gefärbt sind. Eine
breite schwarze Submarginalbinde umgrenzt massig lange, zum Teil rundliche weisse Flecke. ? sehr selten,
fora. ober- und unterseits etwas dunkler. Nord- und Süd-Celebes, auf nassen Sandbänken. — fora Frühst. (64 d)
ist eine habituell kleinere Bergform, bei der sich die Submarginalbinde der Hflgl schon oberseits markiert.
Unterseite mit geringem hellgelbem Anflug. Type von 4000 Fuss Höhe am Pik von Bouthain gefangen,
auch von Ost-Celebes in meiner Sammlung.
eurygonia. H. eurygonia Hpff. von den Togeaninseln in der Tominibucht von Nordost-Celebes gelegen, scheint
eine Art Übergang von der pitys- zur pliryne- Gruppe darzustellen. Oberseite weiss, Vflgl mit 7 dreieckigen,
weissen Flecken im schwarzmaschigen Distalraum, Htlgl mit 3 — 4 ähnlichen Makeln. Unterseite aller Flügel
weiss, mit schwefelgelb gefärbter Basis. Schwarzer Distalsaum aller Flügel mit grösseren weissen Flecken als
oberseits; Adern leichthin schwarz bereift.
ceiebensis. H. celebensis Rothsch. (64 d). Vflgl ohne den schwarzen Zahn am Zellende, der bis zum Distalrand
hinzieht. Unterseite wie bei eperia, jedoch mit langen strahlenförmigen weissen Submarginalstrichen. Der
schwarze Gürtel der Hflgl distal sich in schwarze Stäubchen auflösend. ? wie bei eperia, nur mit länger
ausgezogenen Submarginalstreifen der Hflgl. Süd-Celebes; von mir auch im Dezember bei Toli-Toli im
Norden der Insel und stets in Gesellschaft von eperia gefunden.
H. nadina findet sich fast immer in Gesellschaft von nerissa, ist aber weniger weit verbreitet und
fehlt bereits auf Java und den kleinen Sunda-Inseln. Die Regenzeitform wie bei nerissa grösser, oberseits
breiter schwarz, jene der trockenen Zeit unterseits grau statt grünlichgelb. Rp und Pp an Capparis kaum
nadina. von jener der nerissa zu unterscheiden. — nadina Luc. (63b) ist auf die Regenzeitform begründet. — nama
nama. j\foore bezeichnet etwas lichtere, im weiblichen Geschlecht weniger breit schwarz umrahmte Exemplare der
amba. Intermediatform ; und amba Moore (64a) ist der Name für die extreme Trockenzeitform, deren ?? oberseits
fast so hell wie die cf cf und unterseits grau oder gelblich sandfarben sind. Zwischen den Extremen exi-
remba. stieren Übergänge verschiedenen Grades. Sikkim bis Tonkin und Hainan, Birma, Siam, Annarn. — remba
Moore differiert durch einen bis an die Zelle der Vflgl ausgedehnten schwarzen Aussensaum der Vflgl, distal
blaugrau bestäubte Oberseite der Hflgl. Apex der Vflgl und die Oberfläche der Hflgl grünlichgelb mit rauch¬
braunen Flecken. 2 unterseits ebenso und auf der Oberseite mit schräger gestelltem, \ etwas schmälerem,
Hqnida. weissem Mittelfeld der Vflgl als cingala. — Die Trockenzeitform liquida Swinh. ist unterseits lichter graugrün
und alle Flügel entsprechend schmäler schwarz umrahmt, remba ist ein Waldschmetterling, der zu allen
cingala. Jahreszeiten vorkommt. cingala Moore (63 b) hat regelmässigeren Apikalbezug der Vflgl und unterseits
dunkler grüne Grundfarbe, die aber mit lichten braunen Flecken belegt ist: ? mit weisslichem statt grünlich¬
gelbem Basalfleck der Hflgloberseite. Auf 2 — 4000 Fuss, sehnelltliegend und schwer zu fangen, ziemlich
andamana. selten; Ceylon. — andamana Swinh. nähert sich der Regenzeitform von nadina, hat nur weniger breiten
schwarzen Distalsaum der Vflgl. Die ? oben vorherrschend weiss, nur deutlicher schwarz gefleckt als
amba-¥f, die Unterseite der Hflgl etwas satter grün mit hervorstechenderen Postdiscalbinden. Andamanen.
fawcetti. — fawcetti Btlr. ist eine ausgeprägtere Inselrasse mit auch auf der Hflgloberseite scharf abgesetztem, tief-
schwarzem Aussenrand. Unterseite dunkelmoosgrün mit dichter schwarzer Bestäubung. Das sehr seltene ?
auf der Hflgloberseite partiell blau, partiell gelbgrün beschuppt, die schwarze Umrahmung auf den Vflgln
andersoni. bis an die Zelle vordringend. Sumatra, von 2 — 5000 Fuss. — andersoni Bist. (65c) ist unterseits so ver¬
ändert, dass ihre Zugehörigkeit zu nadina nur noch an der gelbgrünen Bestäubung des Apex der Vflgl zu
erkennen ist; die Hflgl sind hellorangefarben mit schön gelbem Längsfleck, der über die Zelle hinausgeht.
eunama. Malayische Halbinsel, anscheinend sehr selten. — eunama Frühst, (65c) oberseits von milch- statt gelblich-
HUPHINÄ. Von H. Fruhstoreer.
143
weisser Grundfarbe, unterseits mit hell moosgrünem Anflug, ohne gelbliche Beimischung. Formosa bis 4000 Kuss
Höhe hinaufgehend ; häufig.
H. perimale muss als der älteste Name geführt werden für eine weitverbreitete, masslos variierende
Kollektivart, deren Formen auf den drei unteren Querfeldern der Tafel 65 abgebildet sind. Es sind nahezu
30 Inselrassen bekannt, ein vorzügliches Beispiel für die weitgehende Zersplitterung, welche einige Seemeilen
salzigen Wassers des die Völker vereinigenden , die Schmetterlinge isolierenden Weltmeeres verursachen.
Die Falter leben, so weit bekannt, stets in der Nähe der Küste, wo sie nicht sehr hoch über der Erde gern
Blüten besuchen und aufgescheucht sich im Eucalyptus- und Dornengebüsch verkriechen, von dem die kleinen
Sundainseln so üppig überwuchert sind. Godart beschrieb 1819 eine perimale- Rasse als Pier is pitys aus Java.
Zwei Jahrzehnte später (1836) verlegte Boisduval deren Heimat nach Timor und erwähnt eine „P. rachel“ aus
Java. Ich selbst fand sie zwar dort nicht, doch ist ihr Vorkommen auf Java nicht unwahrscheinlich, umsomehr
als sie mir aus Bawean in Anzahl zuging. Da nun die GoDART’sche Beschreibung recht wohl auf eine Form aus
Timor passt, beginnen wir hier mit rachel Bsd. aus Java. Ihr steht aeliana Frühst. (65 d) von Bawean jedenfalls radiel.
recht nahe. Das cf hat unterseits die Zelle und zwei Medianfelder hellgelb, beide Seiten der Submediana aber aeliana.
rein weiss. Basis grünlich überstäubt. Die oben weissen Subapicalflecke schön gelb, in der Zahl von 2 — 5
variierend. Hflgl schön hellgelb. Aussensaum mässig breit, ausgedehnter als oben, mit dem auch von Bois¬
duval bei rachel erwähnten gelben Punkt zwischen den Radialästen. ?: Vflglunterseite auch in der Zelle
weiss, Htlgl hellockergelb. Flugzeit Juli-September. — aelia Frühst, ist eine oberseits noch breiter schwarz aelia.
umrandete, grössere Rasse mit zwei gelblichweissen Subapicalmakeln. Unterseite wie bei aeliana , nur aus¬
gedehnter braunschwarz umrandet. Insel Kangean. — mentes Wall, hat oberseits ein bereits etwas durch mentes.
dichte schwarze Beschuppung verdunkeltes weisses Basalfeld der Vflgl des 2; das cf differiert von aeliana
durch ausgebreiteteren Aussensaum und dem Vorhandensein von nur zwei Subapicalmakeln. Unterseite:
cf Vflgl grünlichgelb, Htlgl dunkelzitrongelb, ? hellockergelb. Lombok, nur nahe dem Strande gefangen. -
synchroma Röh. hat etwas schmäleren schwarzen Aussensaum, auch ist die Vflglunterseite nach syndiroma.
hinten wieder weiss aufgehellt; Flores, Alor, Lomblen. — Bei lucia Frühst. (65 e) ist die Oberseite des ? lucia.
manchmal fast durchweg graubraun überpudert und die ganze Vllglzelle verfärbt sich schwarzbraun.
Unterseits dringt der Aussensaum bis über die Zellwand nach innen vor. Sumbawa. — pitys Godt. von pitys.
Timor differiert nach der Abbildung von allen genannten durch einen gleichartigen gelben Antlug der Unter¬
seite und einen beiderseits gleichbreiten schwarzen Aussensaum aller Flügel. Timor. — wetterensis Gr.-Sm. wetterensis.
ist die Regenzeitform, ellina form. nov. (65 e) die Trockenzeitform der Insel Wetter. Die Vflglunterseite bei eltina.
beiden ist weiss; jene der Htlgl schön gelb in der Form der nassen Zeit, erdfarben in der Form der trockenen
Periode. Manchmal ist auch der Apex der Vflglunterseite grau angeflogen und bei den cf cf sowie bei den ?2
der Intermediatform beginnt sich die Aussenbinde der Htlgl aufzulösen oder eine graubraune Farbe anzu¬
nehmen. — pygmaea Röh. ist eine Zwergform von der Insel Letti, von der babberica Frühst, durch etwas pygmaea.
breitere schwarze Saumbinde differiert; Insel Babber. — pityna Frühst, ist eine weitere Zwergform mit der babberica.
am breitesten ausgeflossenen schwarzen Umrahmung aller Flügel; Insel Dämmer. — kühni Röh. bewohnt
die weltferne Insel Kabia, südlich von Celebes; sie hat den schmälsten schwarzen Aussensaum und die am
hellsten gelbe Unterseite der Htlgl von allen benannten Rassen. Die Umrandung der Vflgl ist tiefer aus-
gebuchtet und vor dem Apex stehen drei gelbe Makeln, während diese bei pityna zumeist völlig fehlen. —
consanguinea Btlr. ist oberseits genau wie holanci gezeichnet, jedoch mit reduziertem Apicalfleck : Tenimber. con-
— bolana Frühst. (65 f) bildet durch ihre Grösse einen Übergang von den zwerghaften Formen von Mikro- sangmnea.
malayana zu den ansehnlicheren Rassen des Papuagebiets. Die Subapicalflecke der Vflglunterseite sehr l>0,ana-
gross, schön gelb, ebenso die Oberfläche der Hflgl des cf, jene des ? hellockergelb. Key- Inseln,
perictione Fldr. ist nahe verwandt, mit proximal tiefer ausgebuchteter schwarzer Aussenbinde aller Flügel, perictione.
Unterseite der Hflgl der cf cf hellockergelb, stellenweise mit orangefarbenem Antlug. Aru. — wallaceana wailaceana,
Fldr. ist mir in Natur unbekannt. Hflglunterseite soll safrangelb sein, der Aussensaum mit violettem Schimmer;
Waigeu. — dohertyana Gr.-Sm. ähnlich der abgebildeten mithra, nur verläuft die schwarze Saumbinde ge- dohertyana.
radliniger und das ? ist noch intensiver grünlich angehaucht; Holländisch- und Deutsch- Neu-Guinea. —
latilimbata Btlr. {— hartei Rihhe) hat einen schmäleren und noch schärfer abgegrenzten schwarzen Aussen- latilimbata.
säum aller Flügel. Unterseite der Hflgl der cf cf hellgelb. Britisch-Neu-Guinea. — mithra Frühst. (65 e) hat mithra.
beim cf weisse, beim ? gelbe Subapicalpunkte der Vflgl. Unterseite der Htlgl der cf cf dunkelgelb, jene
der ?? orangegelb; der schwarze Aussensaum breiter als bei Neu-Guinea-Exemplaren ; Fergusson-Inseln. -
chrysopis subsp.nov. steht der mithra nahe, ist jedoch kleiner von Gestalt, ? oben durchweg weiss. Aussen- ciuysopis.
säum geradliniger verlaufend , ? fast ohne Subapicalpunkte. Unterseite auch beim ? zitrongelb, Htlgl mit
einem gelben Punktfleck zwischen den Radialästen ; Mefoor. — leucophorus Gr.-Sm. (65 d) hat unterseits leucophorus.
auf den Vflgln drei gelbe und drei weisse Submarginalflecke und 2 — 3 auf dem sehr schmalen Aussensaum
der Hflgl. Kiriwina. — smithi Btlr. (= pallida und pallescens Gr.-Sm.) steht ihr sehr nahe; sie führt smithi.
vier weisse längliche Makeln in der Aussenbinde der Htlgl. Insel Biak in der Geelvinkbai. — Obeethür
erwähnt eine beim ? unterseits schwefelgelbe Rasse aus der Umgebung der Insel Yule. Diese Form gehört
vielleicht zu latilimbata Btlr. — - scyllara Mc Leay (65 d) ist eine so formenreiche Subspecies, dass sie schon scyl/ara.
eine ganze Reihe von Namen bekommen hat. Die Abbildung stellt die extreme Regenzeitform dar ( scyllara )
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HUPHINA. Von H. Fruhstorfer.
nabis. mit weisser Unterseite der Hflgl. — Eine zweite Form ohne Namen hat diese bleich zitrongelb. — nabis Luc.
lanassa. bezeichnet eine solche mit narzissgelbem — und lanassa Bsd. mit safrangelbem Grunde. — periclea Fldr. ist eine
periclca. Intermediatform mit hellbraunem Apicalbezug der Vflgl und ebensolchem Basalfeld der Hflgl. Unterseite mit sehr
narses. breiten schwarzen Submarginalbinden. — narses Wall. (65 d) endlich ist die extreme Trockenzeitform mit grauer,
sandfarbener Unterseite, auf der sich die schwarzen Submarginalbinden verschmälera. Australien, besonders im
perimale. Norden. — perimale Don. ist eine relativ kleine Subspecies mit sehr schmalem Aussensaumaller Flügel, die auf den
Vflgln eine Serie von 6 weissen Subapicalmakeln führen. Die zuerst beschriebene ist die extreme Trocken¬
zeitform, ähnlich narses, aber unterseits dunkler erdbraun mit sehr breiten, den ganzen Vflgl durchziehenden
schwarzen Transversalbinden. ? breit schwarz umrandet, mit je 5 weissen Submarginalflecken auf allen Flügeln.
amareiia. — Als amarella beschrieb Wallace eine Zwischenform und jene der nassen Zeit hat eine hellgelbe Grund-
acrisa. färbung der Hflglunterseite. Neu-Caledonien. — acrisa Bsd., nach der Regenzeitform aufgestellt, hat eine
weisse Unterseite der Hflgl. — Eine zweite Form hat die Hflgl und den Apex der Vflgl schwefelgelb. — Eine
terranea. Zwischenform führt hellbraune Hflgl, und als terranea Bilr. ist die extreme, an perimale erinnernde Trockenzeitform
mit erdbrauner Unterseite benannt. Das ? der Regenzeitform ist auch oberseits gelb, mit namentlich costal-
wärts sehr breitem Distalsaum der Hflgl, der nur Spuren weisslicher Bestäubung umschliesst. Insel Lifu,
perithea. östlich von Neu-Caledonien. — perithea Fl.dr. (— inopinata Btlr.) ist nach dem ? der Regenzeitform be¬
schrieben, mit hellgelbem Grundton der Hflgl, die basalwärts dunkler gelb angeflogen sind. Mir in Natur
agnata. unbekannt.; Fidji-Inseln. — agnata Gr.-Sm. nähert sich im Zeichnungscharakter wieder dem papuanischen
Typus, gleicht in vieler Beziehung mithra, von der sie durch den auf der Unterseite der Hflgl analwärts
nur halb so breiten schwarzen Aussensaum in der Hauptsache differiert; Rubiana und Quadalcanar, Salo-
macdonaldi. monen. — macdonaldi liibbe, als Tachyris beschrieben, hat unterseits einen wieder mehr ausgedehnten Distal-
discolor. säum, der mit undeutlichen gelblichen Fleckchen besetzt ist. Bougainville (Salomonen). — discolor Godm.
u. Sale. (63c) ist oberseits beim ? hellgelb gefärbt; in dein bis an die Zelle reichenden schwarzen Aussen¬
saum stehen bei beiden Geschlechtern 3 — 6 weisse längliche Flecke. Mir in Natur unbekannt ; nach den
Typen im British-Museum geschildert. Ugi und Ulana (Salomonen)*).
quadricolor. H. quadricolor Godm. u. Sale. (65 f) dürfte perimale im Bismarckarchipel vertreten. ¥ oberseits
wesentlich dunkler als das cf. Die Falter fanden sich über dem feuchten Meeresstrand fliegend auf einer
gelben Gomposite sich gelegentlich niederlassend; die ?? selten, etwa wie 4:100 den cf cf gegenüber. Neu-
Pommern, Neu-Mecklenburg , Neu-Lauenburg und Nusa-Laut. Es kommen — allerdings selten — auch
Exemplare ohne die gelbe submarginale Fleckenreihe der Unterseite vor.
maculata. H. maculata Sm. ist eine eigentümliche isoliert stehende Species, die wegen ihrer spitzen Vflgl eine
Tachyris sein könnte, fehlten ihr nicht die Haarpinsel des Abdomens. Oberseite rein weiss, mit schmaler
schwarzer Subapicalbinde der Vflgl und 4—5 schwarzen intermedialen Strichelchen auf den Hflgln. Jeden¬
falls sehr selten, weil sie von Ribbe und Dahl nicht gefunden wurde. ? noch unbekannt. Neu-Pommern.
affinis. H. affinis Vollenh. (58 b) scheint auf Celebes die pitys der kleinen Sundainseln zu ersetzen. Die
Falter fliegen am Waldessaum langsam und träge. Es existieren zwei Zeitformen, eine kleine oberseits trüb¬
graue Trockenzeit- und die grössere rein weiss gebänderte Regenzeitform. Das ¥ ist sehr selten, grösser,
rundflügliger, mit grau tiberschupptem Mittelfeld aller Flügel. Unterseits sind die Vflgl bis zum scharf ab¬
gesetzten schwarzen Aussensaum weiss, die Hflgl trübgelb. Nord- und Süd-Gelebes. Auf affinis hat de Nice-
ville das unhaltbare Genus »Aoa« (sic) gegründet.
bois- H. boisduvaliana Fldr. (65 f) vertritt pitys auf den Philippinen. Die typische Form ist von Luzon
duvaliana. beschrieben. — Als cirta nov. subsp. bezeichne ich die distal viel schmäler schwarz gerundete Inselrasse von
111 ta: Bohol. — semperi Styr. (65 f) ist dagegen eine sehr breit umrahmte Form von Mindanao; — und balbagona
balbagona. Bmpr. eine sehr verdunkelte Satellitinselrasse mit kleineren weissliehen Discalflecken aller Flügel. Camiguin
de Mindanao. Die Unterseite aller Rassen ist auf den Vflgln weiss, auf den Hflgln hellgelb bis zu orange-
gelb auf den südlichen Fundorten nachdunkelnd. Die Subapicalflecke der Vflgl orangegelb, die schwarze
Aussenbinde aller Flügel leicht violett oder gelblich beschuppt. Die Art ist nirgends selten und fliegt das
ganze Jahr mit Ausnahme vielleicht von Januar bis März.
Mit H. lea beginnt eine gut umgrenzte Gruppe farbenschöner Arten, die ausnahmslos durch weisse
Vflgl und damit kontrastierende gelb oder orangefarbene Hflgl charakterisiert sind. Alle Arten bewohnen
den Waldrand oder lichtes Gehölz, sind rastlose Flieger, die in der Regenzeit langsam von Blume zu Blume
gaukeln und dann spielend leicht zu fangen sind, aber in der Trockenzeit oder an sehr heissen Tagen wie
rasend dahinschiessen, so dass es dann viel Mühe kostet, auch nur einen der lebhaften Falte» zu erhaschen.
lea. Über die ersten Stände ist trotz der Häufigkeit der Arten nichts bekannt. — lea DU. (64 e). Unterseite der
Vflgl weiss mit schwarz umgebener Zelle, mässig breitem schwarzem Apicalbezug, der drei weisse circum-
*) Es ist nicht ausgeschlossen, dass doch einer oder der anderen der hier registrierten 36 perimale- Formen Artrechte zu¬
stehen ; dies liesse sich aber nur durch Zucht aus der Raupe oder Untersuchungen der Copulationsorgane feststellen , wozu es
vorläufig an Gelegenheit fehlt.
Ausgegeben 11. II. 1910.
HUPHINA. Von H. Fruhstorfer.
145
cellulare Streifen umschliesst und mit 2 — 3 gelben Makeln besetzt ist. Htlgl durchaus hellgelb, Analsaum
orangefarben, die Distalbinde, die beim 2 etwas breiter aufgetragen ist, massig breit, braunschwarz mit
einigen gelben Flecken verziert. — malaya Frühst, ist oberseits breiter schwarz umrahmt, Htlgl mit durchaus malaya.
dunkel orangegelber Analhälfte. 2 Vflgl vorherrschend schwarz mit länglichen weissen Feldern, llllgl in der
Zelle schön hellgelb, analwärts braunrot. Unterseite viel ausgedehnter orangefarben als bei verwandten
Rassen. Malayische Halbinsel. — siamensis Btlr. ist eine viel hellere Rasse, Oberseite der Htlgl beim f siamensis.
ausgedehnt gelb und nur nach hinten hellorangefarben. Vflgl des 2 vorherrschend weiss, Htlgl lichter gelb
und gelbbrauner als lea und malaya. Siam, von Dezember bis April häufig, mischt sich gern in die Ansamm¬
lungen von Huphina dapha und Appias libythea an nassen Erdstellen. — amalia Voll, bewohnt Sumatra, amalia.
Adern der Vflgl breiter schwarz bezogen als bei lea , die braunrote Färbung der Htlgl der 22 mehr zuriick-
tretend. Unterseite ausgedehnter schwarz gegittert als bei lea. — Bei montana Frühst. (65 a) verschwindet montana.
der rötliche Anflug der Htlgl fast völlig, auch die schwarze Querstreifung ist wesentlich vermindert. Kina-
Balu. — meridiortalis Frühst, ist die Rasse von Südost-Borneo, bei der der schwarze Aussensaum der Htlgl bis meridionalis.
an die Zelle vordringt, die Zelle selbst hellgelb iibergossen ist. Hflglunterseite mit grossen weissen Ultracellular-
tlecken, die bei montana fehlen. — hespera Btlr. von Sarawak und Labuan (Borneo) hat 22 mit sehr breitem hespera.
braunem Antlug der Hflgloberseite und breiten zusammenfliessenden Querstreifen der Unterseite. — natuna natuna.
Frühst. (64 e) hat ganz unbedeutende schwarze Aussenränder aller Flügel, das 2 oberseits ein feineres
schwarzes Maschennetz als Borneo-Exemplare. Gelbe Subapicalilecken der Vflgl, eine ebensolche vordere
Partie der Htlgl, die in der hinteren Hälfte hell kastanienbraun angetlogen sind. Htlgl unterseits fast ohne
schwarzen Aussensaum, dafür tritt eine mässig breite Submarginalbinde auf ; distal von grossen gelben Sub¬
terminalmakeln begrenzt. Natuna-Inseln.
PL judith F. (65a, b) ersetzt auf Java die vorige Art; sie ist bis zu 2000 Fuss Höhe hinauf überall judith.
häufig, wo lichte oder dichte Wälder stehen, an deren Rändern wie auch in den Kaffeepflanzungen sie das
ganze Jahr, zum Teil in ungezählten Scharen, anzutretfen ist. Die Art ist von 9 Uhr morgens bis etwa
5 Uhr abends fortwährend unterwegs und vorherrschend Blumenbesucher. Ost- und West-Java, Bali,
PL selma Weym. (65b) ist vielleicht nur Lokalrasse der vorigen; das 2 ist sehr selten. Insel Nias. selma.
In das Verbreitungsgebiet der judith und selma schiebt sich auf der Insel Engano eine distinkte Art
H. ethel Doh. (65 b), deren cf oberseits merkwürdigerweise viel mehr Ahnlickeit mit zisca von den Philippinen ethel.
hat und unterseits durch grosse gelbe Subapicaltlecke der Vflgl und eine breite schwarze Submarginalbinde
auf dunkelgelbem Grunde der Htlgl auffällt. Insel Engano.
H. naomi Wall, ist der dominierende Falter der Insel Lombok, der dort von 2—4000 Fuss Höhe naomi.
vorkommt. Besonders das Plateau von Sambalun, das Ende April ein einziges Blütenfeld darstellt, wird von
dieser Art belebt. Die cf cf sitzen dann, sich nur selten bewegend, an den sandigen Rändern der Bächlein,
während die 22 von Blume zu Blume taumeln. Es lassen sich zwei Zeitformen der 22 unterscheiden: jene
der Regenzeit ähnlich dem abgebildeten aga-% aber noch breiter schwarz gestreift und unterseits mit rötlich
orangefarbenen Discalflecken, und pseudamba form. nov. mit vorherrschend gramveisser, schmal schwarz und pseudamba.
gelb umränderter Oberseite und graugelber, selbst weisslicher Unterseite. — aga Frühst. (64 e, f) ist eine beim cf aga.
dunklere, beim 2 auf der Hflgloberseite ausgedehnter rötlichgelb angeflogene Lokalrasse der Insel Sumbawa. -
oberthiiri Böb. ist dieser sehr nahe verwandt, aber mit grösseren gelblichen Makeln auf dem schwarzen oberthüri.
Aussensaum der Hflglunterseite der cf cf und hellzitron- statt rötlichgelben, nur gering schwarz begrenzten
Hflgln der 22. Flores. — eirene Doh. hat gleichfalls zitrongelbe Unterseite der Htlgl und nähert sich in eirene.
der Verteilung der schwarzen Zeichnung viel mehr judith von Java, wie naomi ; Insel Sumba.
FL aspasia ist der nomenklatorische Typus einer von den Philippinen über die Molukken bis
Waigeu verbreiteten Kollektivart. Sie bietet insularem Klima nur geringen Widerstand und differenziert
sich deshalb zu vielen Lokalrassen. — Olga Eschsch. von Manila auf Luzon ist deren nördlichste Abzweigung, olga.
f oberseits ähnlich wie zisca , aber kleiner und mit weniger kräftigen schwarzen Querstreifen der Vflgl. —
In Nordwest-Luzon markiert sich eine ausgesprochene Winterform und Lokalform, anaitis subsp. nov., mit anaitis.
geringer schwärzlicher Bestäubung und auf der Hflgloberseite hellgelbe 22, mit fast ganz weissen Vflgln.
Die cf cf der sommerlichen Regenzeitform tergelia form. nov. von Mittel -Luzon sind etwas ausgedehnter tergelia.
schwarz bestäubt ; die Htlgl nehmen einen dunkleren Ton an, das 2 hat auf der Vflgloberseite breite schwarze
Striemen und grosse gelbe Makeln; die Htlgl werden dunkler gelb, dicht schwarz beschuppt und fast bis an
die Zelle schwarz umsäumt. — anaitis verdankt nach Semper ihre Entstehung den erheblichen Temperatur¬
schwankungen in Nordwest-Luzon, wo die trockene Periode zugleich die kälteste ist, während bei Manila,
wo olga vorkommt , die Temperatur bereits geringerem Wechsel unterworfen ist. Dazwischen steht dann
tergelia mit grösserem Reichtum an Farben, der auf Mindoro, Negros noch mehr zunimmt; dort wird be¬
sonders beim 2 das Gelb der Htlgl satter, die schwarze Bestäubung ausgedehnter: dies ist rhemia subsp. nov., rhemia.
Type von Mindoro. Zeitformen markieren sich auf diesen Inseln und besonders auch auf Bohol, wo
sich die Jahreszeiten minder schroff trennen und Temperaturschwankungen noch geringer werden, kaum
noch (Semper). — Auf Camiguin de Mindanao erscheint eine weitere beachtenswerte Inselform, die
LX
19
146 HUPHINA. Von H. Fruhstorfee.
von sisc.a durch den schärfer abgesetzten Aussenrd der Htlgl des ? und dunkler gelbe Grundfarbe dif-
poetelia. feriert: — poetelia suhsp. nov. — Auf Mindanao selbst, namentlich im Osten, wo die Monsune mit
volle)' Kraft wirken und gewaltige Wassermengen über die Wälder der Insel ausgiessen, erreicht bei
orantia. orantia subsp. nov. die dunkle Färbung ihre grösste Intensität. Das Gelb der Hflgl geht in Orange über,
die weissen Fehler der Vflgl werden immer weiter von Schwarz verdrängt. — Diese Tendenz zur Ver-
zisca. dunklung besteht auch bei zisca Frühst. (65 a) von Bazilan, nur sind bei dieser die Felder der Vflgl
irrna. weiss statt gelblich wie bei orantia , und die Htlgl zitrongelb statt orangefarben. — Irma suhsp. nov. (64 f)
o/gina. hat auch auf den Hflgln weisse Internervalfelder; Jolo- Archipel. — olgina Stgr. von Palawan hat noch aus¬
gedehntere und mehr milchweisse Vflglstreifen und die Htlgl sind nur noch in der Zelle schwach gelblich
phokaia. angehaucht; Palawan. — phokaia subsp. nov. von der Insel Balabac. ist in beiden Geschlechtern noch heller
als olgina, die schwarzen Adern und der Aussensaum wesentlich verschmälert, die Hflgl unterseits auffallend
emma. bleich. emma Voll. (64 f) zeigt besonders breit angelegte schwarze Streifen der Vflgl, die aber noch Raum
für relativ grosse weisse Subapicalflecken lassen. ? unterseits vorherrschend schwarz, mit gelben Submarginal-
tlecken und grün überstäubter, sonst hellockergelber Unterseite der Hflgl; Batjan, Halmaheira, Morotai. — -
aspasina. aspasina Frühst. (65a) habituell kleiner und sehr verdunkelt; beim cf sind die weissen Subapicalmakeln der
Vflgl verschwunden, die Hflgl ober- und unterseits mehr rötlichgelb als bei emma. $ oberseits vorwiegend
gelb, ohne weissliche Felder; Unterseite der Hflgl lichtgelb mit rotgelben Submarginalmakeln. Adern der cf
bester, und ? ohne schwarzen Bezug; Obi. — hester Voll. (63a) kommt ihr am nächsten, nur ist die Unterseite der
aspasia. Hflgl bei beiden Geschlechtern hell zitrongelb. Waigeu. — aspasia Sto/l (64 f) ist der Namentypus der ganzen
Gruppe; das cf, sehr ähnlich hester , hat ziemlich breite, schwarz umrandete Adern der Vflgl und dunkel¬
orange getönte Hflgl; ? auf der Oberseite der Hflgl ohne die schwarzen Netze von emma ; Vflgl auch
unterseits mit sehr feinen schwarzen Maschen, Hflgl nur mit Rudimenten einer Submarginalbinde, sonst hell-
jael. gelb mit dunkleren Rändern; Südmolukken. — jael TI 'all. steht der aspasia nahe, nur ist das cf noch ge¬
ringer schwarz umrandet und beide Seiten der Htlgl hellzitrongelb mit leichter rötlicher Beimischung; Buru.
bathseba. H. bathseba Sn eil. ist ein mixtum compositum. Das cf, oberseits kaum von aspasia zu unter¬
scheiden, nur wie jael mit gelbem statt, schwarzem Gostalsaum der Hflgl, vereinigt 'auf der Unterseite die
Zeichnung der Vflgl von Judith mit jener der Hflgl von naomi und lea\ Das ? ist unterseits ein Mittelding
zwischen naomi und ethel , und gleicht oberseits auf den Hflgln ebenso der orantia von den Philippinen wie
auf der Vflloberseite aga von Sumbawa. Auch zoogeographisch aufgefasst ist hathseha ein Rätsel, mit ihrer
o.spcma-Färbung der cf cf inmitten Java, das die hellgelbe Judith, und Lombok, das die auf den Hflgln halb
weisse, halb gelbe naomi besitzt! In hathseha haben wir somit ein »missing link« zwischen lea des west¬
lichen Teils des Archipels und aspasia der Molukken. Insel Kangean, im Nordosten von Java. Es ist hoch¬
interessant, wie sich auf Kangean eine aspasia - Lokalrasse ausbilden konnte, während nur wenige Meilen
südlich auf Bali noch die javanische Judith und südöstlich naomi Wall, fliegen. Das unerwartete Auf¬
treten einer asp«sia-Rasse so weit westlich von ihrem eigentlichen Gebiet, den Molukken, entfernt, Hesse
den Gedanken an eine Verschleppung durch Winde oder eine sonstige Migration aufkommen. Es ist aber
hier wie bei so vielen anderen Inselrassen durchaus nicht am Platze, Wanderungen oder Verschleppung als
Erklärung ihres Vorkommens vorauszusetzen. Die Falter sind etwas Gegebenes, Vorhandenes, die vermutlich
schon existierten, als ganz Süd-Asien noch eine kompakte Landmasse vorstellte. Wenn sich dann durch tektonische
Ursachen einzelne Inseln abtrennen, verbleiben die Schmetterlinge und andere Insekten, Conchylien etc. aut
ihrem Standpunkt. Aber auf diesen Partikeln eines früheren Kontinents oder einer kontinentgrossen Insel
machen sich nun veränderte klimatische und atmosphärische Einflüsse geltend, welche die a priori vor¬
handenen Species beeinflussen, sie zu Veränderungen zwingen und im Laufe von Jahrtausenden und Jaln-
zehntausenden zu dem umbilden, was wir heute im Archipel als geographische Form- oder Inselrasse aner¬
kennen, ja manchmal sogar als gute Art auffassen müssen.
In der celebischen Subregion fehlt aspasia, dort ist sie anscheinend repräsentiert durch H. timnatha,
einer Art, von der fünf Subspecies bekannt sind, von denen noch eine ganze Reihe zu erwarten ist, da
timnatha. jede der vielen Inseln rings um Celebes eine eigene Rasse beherbergt, timnatha Hew. (64 d) ist aus Nord-
Celebes beschrieben. Die Unterseite wie oben, nur sind die schwarzen Aderstreifen tiefschwarz und ziem¬
lich scharf abgesetzt. Die Hflgl sind ganz ähnlich jenen von celebensis, mit breitem schwarzen Aussen¬
saum, der sechs weissliche Flecken umschliesst. Die Basis ist dunkelgelb angellogen. Das sehr dimorphe ?
ähnelt jenem von sorror, hat aber schmälere und gelbliche Discalflecken der Flügeloberseite. Minahassa,
cf cf häutig, $? sehr selten. In Gorontalo an der Ostseite kommt nach Vollenhofen bereits eine kleinere
filia. und dunklere Lokalform vor. — filia Frühst, ist eine grössere und viel hellere Rasse mit reduzierten
schwarzen Binden und geringer blaugrauer Bestäubung der Hflgl. Basis der Hflgl hellgelb angeflogen, jen¬
seits der Zelle ausgedehnte weisse Felder, die Submarginalflecke aller Flügel grösser, jene der Hflgl hellgelb
sorror. statt weisslich. Süd-Gelebes, Wasserfall von Maros. — sorror Frühst. (64 e) ist eine habituell kleine Inselrasse.
Vflgl mehr geschwärzt, der blaugraue Distalsaum der Hflgl lichter und von dünneren Aderstreifen durch¬
zogen. Unterseite mit verbreiterten schwarzen Binden, Hflgl mit reduziertem dunkelgelben Basalfeld, weisser
Zelle, Aussensaum bis an die Zelle erweitert, mit kleineren weissgelben Makeln besetzt. Sula Mangoli. —
HUPHINA, Von H. Fruhstorfek.
147
filiola Frühst, ist noch kleiner, unterseits nur dunkler, mit stark zurückgedrängten weissen keLdern. Hflgl fi/io/a.
mit grüngelbem Basalantlug und ebensolchen Submarginalflecken. Sula-Besi. — aurulenta Frühst, kommt aurulenta.
oberseits sorror sehr nahe, differiert aber von ihr und anderen Inselformen durch den intensiv orange¬
farbnen Anflug der Hflglunterseite und von timnatha durch die verkleinerten Submarginalflecke aller Flügel.
Insel ßangkai.
Mit H. temena beginnt eine Reihe von Arten, die ausschliesslich Mikromalayana bewohnen, oberseits
im cf ausnahmslos weiss und von einem massig breiten schwarzen Distalrand umzogen sind, aber unterseits
durch ihre leuchtenden, entweder in grellem Kontrast oder in zartem Ineinanderfliessen aufgetragenen, aus
schwarz, rot und gelb kombinierten Farben den herrlichsten Delias gleichkommen. Vier Arten sind bekannt,
die alle die heissen, dornstrauchdurchsetzten Küstenstriche ihrer isolierten Fleimatinseln bewohnen und
nach meinen Erfahrungen nicht einmal bis zu 300 m bergaufwärts gehen. — H. famar Wall. (55 e) hat tu mar.
oberseits den breitesten schwarzen Aussensaum der Vtlgl, ist unten schön gelb und schwarz gefleckt :
sehr selten, von Bali beschrieben, aber auch in einzelnen verirrten Exemplaren im östlichsten Java
beobachtet worden. — temena Hew . (63 d) von Lombok hat ein oberseits viel helleres, auf den Vflgln temena.
breiter weiss gestreiftes und auf den Hflgln ein ausgedehnter gelb bereiftes Basalfeld als lenitas suhsp. lenitas.
nov. (63 d) von Sumbawa, deren cf cf1 unterseits auf den Vflgln mit breiteren schwarzen Querstreifen durch¬
zogen sind, und deren Hflgl viel dunkler rotorangefarben abgetönt und von einer kräftigeren, wurzel-
wärts in längerer Spitze auslaufenden schwarzen Submarginalbinde durchzogen sind. Das ? ist auf den
Vflgln fast ganz schwarz, die Adern der Htlgl breiter schwarz angelegt, die Vflglzelle des cf aber viel
lichter als bei temena. — hyele suhsp. nov. von der Insel Lomblen stellt das albinotische Extrem der temena- hyele.
Reihe dar; Hflgl des ? oberseits hellgelb, cf auf der Unterseite ohne Spur schwarzen Adernbezugs, im hell¬
orangegelben Basalfeld der Hflgl mit sehr verringerter schwarzer proximaler Begrenzung der roten Sub¬
marginalflecke, die ebenso wie beim ? an Ausdehnung gewinnen. Auf der Insel Lombok fand ich temena
ausschliesslich an etwas überschatteten, sumpfigen, durch weidende Rinder oder Pferde verunreinigten Pfützen,
wo die cf cf mit gefalteten Flügeln, dem Beschauer die prächtige Unterseite zeigend, sitzen und gierig saugen.
Die Falter sind aber sehr scheu, schwierig zu fangen und auch im Netze unruhig. Die ¥? trifft man in
Gesellschaft der Ixias r einte arclti -?? in dem dichtesten dornigen Euphorbiengestrüpp, in das sie sich flüchtend
nahe am Erdboden verkriechen.
H. julia Oberth. (65 c) ist unterseits ein getreues Spiegelbild der Delias fasciata Rothscli. von der Julia.
Insel Sumba; cf unterseits ähnlich jenem von temena, aber mit schmäleren schwarzen Querbinden und helleren
gelben Subapicalflecken. Htlgl wie bei temena, aber mit hellgelbem Basalfeld, mit dem der breite feurigrote
Costalsaum und die zierlich schwarz umrahmten roten Submarginalmakel lebhaft kontrastieren. $ unterseits
wie das cf nur mit weisslichen Strahlen längs der Adern. Sumba, von Dohbrty entdeckt.. — calliparga cal/iparga.
suhsp. nov. ist habituell grösser, ? oberseits auf den Vflgln aber vorherrschend schwarz mit schmalen weissen
Subapiealfeldern. cf unterseits mit schwach angedeuteter schwarzer Submarginalbinde, der gesamte Apical-
teil hellgelb angeflogen; ? unterseits ebenfalls mit ausgedehnterem gelbem Apicalbezug und dunkleren,
weniger von weiss belichteten Hflgln. Sumbawa.
H. laeta Hew. (65 c) aus Timor beschrieben; aber auch auf der Insel Wetter anscheinend nicht sehr laeta.
selten vorkommend. ? unterseits wie das cf, nur mit heller gelben Apicaltlecken der Vtlgl und lichtgelber
Unterseite der Hflgl, deren scharlachrote Randflecken nach innen von einer kompletten schmalen schwarzen
Submarginalbinde begrenzt werden.
H. abnormis Wall. (63b) hat mit der nachfolgenden euryxanthe Honr. (63 c) einen isoliert stehenden abnormis.
hellroten Fleck in der Vflglzelle gemeinsam. Beide bewohnen Holländisch- und Deutsch-Neu-Guinea. — euryxanthe.
ornythion Godm. u. Sale, ist eine verwandte Art aus Britisch-Neu-Guinea mit breiterem, schräger gesetztem, omythion.
fast dreieckigem Apicalfleck der Vflgl, der beim ? bis an die Zelle reicht. Htlgl des ? oberseits blaugrau
überstäubt.
H. ladas Gr. -Fm. (63 b) hat unterseits gelbe statt rote Flecken; der rote Längsfleck der Vflgl fehlt, ladas.
dagegen ist die Basis der Hflgl mit einer distal spitzen gelben Dreiecksmakel belegt, ladas bewohnt hoch¬
gelegene Flugorte, und sie ist die einzige Pieride, die inmitten des düsteren Urwaldes auf etwa 1500 m
am Berge Gelu in Deutsch-Neu-Guinea auch während der schwersten Regenzeit vorkonnnt und sich an san¬
digen Ufern der Wasserläufe niederlässt.
H. persephone Stgr. ( — odyssia Frühst, i. I.) (63 d) war bisher nur in einem defekten männlichen perseplione.
Exemplar bekannt und als Delias beschrieben. Mir gingen cf cf und ?? von Waigeu zu. cf oben wie orny-
thion, ? ebenso nur mit noch breiterem schwarzem Aussensaum aller Flügel. Unterseits sind beide Ge¬
schlechter gleich, nur fehlt den ?? der gelbliche Apicalfleck der Vflgl, den die efef führen.
H. dohertyi Oberth. ist eine verwandte distinkte Species. cf oberseits nur mit ganz schmalem dohertyi.
schwarzen Apicalsaum, sonst rein weiss. Unterseite der Vflgl gleichfalls weiss mit schwarzer Spitze und
einem ausgedehnteren gelben Subapicalfleck. Hflgl wie bei persephone , nur etwas lichter und vor dem Aussenrd
mit einigen grauen Schuppen überstreut. Ansus auf der Insel Jobi.
148
APPIAS. Von H. Fruhstorfer.
15. Gattung- Appias Hin.
Die Appias, unter dem jüngeren Namen Tachyris besser bekannt, stehen den echten Pieris nahe, sind
von diesen aber durch die schmälere, längere Zelle der Hflgl und das Auftreten eines dichten Haarpinsels
am Hlb der cf cf und den bei den meisten Arten scharf zugespitzten, z. T. sogar lang ausgezogenen Apex
der Vflgl zu unterscheiden. Die Fltigelform und der Färbungsstil wechseln bei ihnen mehr als bei den
Pieriss. str.; ebenso neigen die Geschlechter zu excessivem Dimorphismus. Auch klimatischen Veränderungen
sind die meisten Arten in hohem Masse unterworfen. — Rpn lang, meist grün, leicht eingedrückt, nach
hinten etwas verschmälert und am After zweispitzig. Ppn eng an Blätter geheftet; die Flügelscheiden ohne
Kiel. Kopf mit kurzer Schnauze, Rücken leicht erhöht, seitwärts mit 2 Stacheln; Puppenruhe etwa eine
Woche. Alle Appias sind starke, unstäte Flieger, welche überall, selbst in der Nähe menschlicher Siede¬
lungen, Garten, Feld und Waldesrand durcheilen, sich selten auf Blüten setzen, aber sich gerne in grossen
Mengen an feuchten Stellen ansammeln; Wanderschwärme von Appias wurden in Ceylon mehrmals beob¬
achtet. — Die Rpn von A. libythea und taprobana fressen sich im Notfälle untereinander auf; sie greifen auch
Puppen ihrer eigenen Art an, Raupen, die sich häuten, und Raupen und Puppen anderer Pieriden.
A. libythea. Eine weitverbreitete Art mit auffallendem Geschlechtsdimorphismus. Ihr Verhalten
bietet eines der anschaulichsten Beispiele für die Veränderlichkeit der Pieriden durch klimatische Einflüsse.
Den Übergang der dunkleren Zeichnung, der Regenzeit in die hellere Färbung der Trockenzeit konnte ich
libythea. förmlich mit den Augen verfolgen. Zwei Lokalrassen lassen sich im indischen Gebiet unterscheiden : liby¬
thea F. (= rouxi Bscl.) (58 a) im Punjab, Bengalen, West-, Süd-Indien und Ceylon zu Hause, die etwas kleiner
zelima. bleibt. — Die Regenzeitform des ? = zelima Cr. (= retexta Swinh.), die Trockenzeitform des ? ares
ares. Swinli. (58 a). In Tenasserim, Annam, Indo-China aber, auch in Assam und Sikkim und selbst manchmal in
zelmira. den Ebenen Bengalens begegnet man zelmira Cr. (58 a) (Regenzeitform). Eine intermediate Form ist
oifema. olferna Swinh. und irvini Swinh., eine zeichnungslose, weissgelbe, extreme Trockenform (58 a 1). — sopara
irvini. /0nn. nor. ist eine Regenzeitform ähnlich Fig. 7, Taf. 58 a, aber mit gelblichen statt weisslichen Feldern der
Flügeloberseite; Siam, Assam. — peducaea subsp. nov. cf. Apicalteil der Vflgl stark verdunkelt, so dass die
weissen Strigae manchmal zu fadendünnen Linien reduziert sind. ? der Regenzeitform ober- wie unterseits
mit schmäleren, schwarzen Zeichnungen als bei den kontinentalen Exemplaren ; Luzon, Mindoro, häufig. —
Rp auf Crataeva und Gapparis; Pp manchmal schon am vierten Tag den Falter liefernd. Die Eier werden
einzeln abgelegt. Die Falter gehen bis 3000 Fuss Höhe hinauf.
pe.iucaea.
hombroni. A. hombroni Pjuc. (59 e) scheint libythea auf der Insel Celebes zu vertreten. Der Umriss der Flügel
hat etwas Ähnlichkeit mit der Gattung Prioneris. — In Ost-Celebes kommen Exemplare vor, deren Apical-
tombugensis. bezug sich in feine graue Partien auf löst; dies ist tombugensis Frühst. Tombugu, Kendari; Flugzeit
sulanorum. Dezember, Januar. — sulanorum Frühst. (59 e) ist dagegen in beiden Geschlechtern stark verdunkelt, so
dass beim ? der weisse Distalfleck der Vflgl fast verdrängt wird.
lyncida. A. lyncida Cr. ist der älteste Name einer weitverbreiteten Kollektivart, die ausser den klimatischen
Varietäten in einer grossen Anzahl Inselrassen auftritt, die z. T. geringfügigen, z. T. wesentlichen Verände-
hippoides. rangen unterliegen. — hippoides Moore (Taf. 58 d als hippo bezeichnet) erscheint in drei Zeitformen: jener
der Regenzeit mit ? wie bei formosana (58 e), aber schmäleren weissen Querbinden, der Übergangsperiode,
der das abgebildete ? angehört, wie es in Siam, Annam im Januar und Februar vorkommt — und jener der
vacans. Trockenzeit, vacans Btlr. (= epicoena Swinh.) (58 d, als epicoena bezeichnet). Bei letzteren verändert sich häufig
auch die Unterseite, die ein orangefarbenes statt hellgelbes Kolorit annimmt. — Es erscheinen sehr selten auch ??
hvida. mit gelben statt weissen Feldern der Vflgloberseite; diese sind lurida form. nov. Die ?? finden sich nach
Doheiity ausschliesslich im tiefen Schatten des Waldes, wo sie wie verloren auf Blättern herumsitzen und
von Zeit zu Zeit auf sonnigen Pfaden auf- und niederfliegen, hippoides ist von Bengalen bis Tonkin, Annam,
tatifasciata Siam verbreitet. — latifasciata Moore ist von hippoides besonders durch die dichte und ausgedehnte schwarze
Bestäubung an der vorderen Zellwand und der Subcostalis der Hfl glunters eite und den breiteren, stark¬
gezähnten schwarzen Distalsaum aller Flügel unterschieden. — Die Eier werden in Häufchen abgelegt. Rp
an Crataeva religiosa. Von der Ebene bis 4000 Fuss hinaufsteigend. Süd-Indien von Kanara an vor-
taprobana. kommend. — taprobana Moore ist eine kleinere Inselrasse von Ceylon, mit etwas breiterem und tiefer ge¬
zähntem Distalsaum aller Flügel und dunkelockergelbem Bezug der Hflglunterseite. Die bleichere Troeken-
aperta. zeitform ist aperta Btlr. Rp dunkelgrün mit kleinen schwarzen Punkten, einer weisslichen sublateralen
Linie und hellgrüner Bauchseite, lebt auf Crataeva religiosa. Pp olivengrün, Kopf mit scharfer Spitze,
Flügelscheiden gekielt; Thorax und letztes Abdominalsegment gewinkelt. Falter schnellfliegend, häufig auf
nicobarica. den Abflugort zurückkehrend und nur in manchen Jahren häufig. — nicobarica Moore, im allgemeinen kleiner
hippo. und dunkler, aber viel weniger von hippoides verschieden als die vorige. Nicobaren. — hippo Cr., eine in
den Sammlungen selten vertretene prägnante Form, deren o*cfl unterseits bereits enarete Bsd. von Borneo
durch den bis über die Zellspitze hinaus verbreiterten braunschwarzen Aussenrd der Vflgl nahekommen.
hippona. ? mit sehr breit weissen Querbinden der Vflgl; Vorkommen in West-Sumatra. — hippona subsp. nov. ist
APPIAS. Von H. Fruhstorfer.
149
die viel kleinere, durchweg schmäler schwarz gesäumte und beim 2 auch mit reduzierteren Querbinden ver¬
sehene Form aus Nordost-Sumatra. Dr. Martin sah die 22 öfters auf derselben Blume sitzen, wie Udaiana
ci/nis. — purana subsp. nov. Grösser als hippona, cf breiter und robuster schwarz gezeichnet, unterseits heller purana.
gelb. 2 dunkler mit breiteren weissen Strichen. Insel Engano. Eine 2 -Form, die von den Nicobaren
angefangen bis Palawan und Formosa bei allen Inselrassen auftritt und die sich durch oliven- oder moos¬
grün beschuppte Oberseite und hell- oder dunkelgelb statt bleichgrün bezogene Oberfläche der Htlgl aus¬
zeichnet, nenne ich galbana form. nov. — vasava subsj). nov. Gleichfalls stattlicher als hippona; cf unterseits galbana.
dunkler gelb als indische hippoides und hippona ; Malayische Halbinsel. — Die Rp von hippona lebt auf einem vasava.
kleinem Busch, der an Flussüfern wächst, hat eine oberflächliche Ähnlichkeit mit jener von Catopsilia , ist
aber von schlankerer Form. Die Pp ist jedoch ganz verschieden mit einem sternförmig eingedrückten
Thorax. Der Falter erscheint etwa nach sieben Tagen und ist auf Sumatra sehr wenig dem Saisondimorphismus
unterworfen. — enarete Bsd. (58 e). cf tiefer und breiter gezeichnet als enaretina, unterseits mit bis an die enarete.
Zelle sich ausdehnendem schwarzbraunem Aussensaume und wie bei latefasciata schwarz beschuppter Sub-
costalis. 2 kaum von solchen der Malayischen Halbinsel und Sumatra unterschieden; Nord- und Süd-Borneo. -
enaretina Frühst. (58 f). 2 mit reiner weissen, manchmal violett schillernden Querbinden der Vflgl. Es enaretina.
liegen mir nur Exemplare vor, die der ab. galbana angehören. Palawan. Balabac, und nach Semper auf
einigen anderen kleinen Philippineninseln. — andrea Eschsch. (58 e). cf sehr ähnlich jenem von enaretina , andrea.
aber unterseits mit dunkel ockergelbem Anflug und gleiclnnässiger verlaufendem Distalsaum. Das abgebildete
2 stellt die Form der nassen Zeit dar, jene der Trockenzeit (f. — aternia form, nov.) hat eine fast ganz aternia.
weisse Zelle der Vflgl, ohne das schwarze Querband an ihrem Apex. — Rp auf einer Gynmosporia-Art ;
oben grün, unten weisslich, mit schwarzen Luftlöchern; auf dem Rücken vier schwärzliche Punkte. Brust-
füsse rosa. Pp grau, schwarz punktiert, mit spitzem Kopf, Rückenschild breit, beiderseits mit je 3 schwarzen
Flecken. Bei Manila dauerte die Puppenruhe 8 Tage. Luzon, Mindoro (?). — - lepidana subsp. nov. 2 noch lepidana.
heller als das 2 von aternia, mit sehr schmalem schwarzen Aussenrd aller Flügel. Hflglunterseite variiert
von hellgelb bis sattgelb. Guimaras, Negros, Panay. — formosana Wall. (58 e) eine der variabelsten Lokal- formosana.
rassen, die cf cf der Trockenzeit aus der Ebene mit fast weisser Hflglunterseite, auf der das Gelb nur ganz
verwaschen aufgetragen ist, während bei der Gebirgsform Exemplare mit dunkel- bis ockergelber Abtönung
Vorkommen. Beim 2 dominieren unterseits grauweiss gefärbte Stücke, während die ab. galbana sehr selten
ist. Von der Ebene bis auf 5000 Fuss Höhe. Formosa*). — inornata Moore, von der nur cfcf mit unterseits inornata.
dunkelockergelben Hflgln bekannt sind, lebt auf Hainan. — — Mit der typischen Unterart lyncida Cr. lyncida.
von Java beginnt die Reihe jener Inselrassen, deren cfcf auch unterseits rein weisse Hflgl haben; nur
ganz selten kommen in West-Java atavistische Exemplare vor mit hellgelb angeflogenen Hflgln. Der
Falter ist in Java überall gemein bis auf Höhen von 3000 Fuss. Die dunkelgrüne, mit gelbgrünen
Kreisen verzierte und schwarzen Haaren besetzte Rp, sowie die hellgelbe, schwarzpunktierte Pp, die
nach 8 Tagen eine rotbraune Farbe annimmt und aus der am 9. Tag der Falter auskriecht, kannte und
beschrieb schon Stoll 1791. Nach ihm lebt sie auf dem Baumwollbaum. Das 2 hat oberseits breit
weisslichgelbe Querstreifen. Selten ist eine Aberration mit oberseits gelben Feldern (fa. lurida form, nov.), lurida.
die auch in Indien auftritt. Java, Bali. — Auf der Java so naheliegenden Insel Bawean verdunkelt sich
das 2 bereits ganz wesentlich : = fabioia Frühst. (58 d). — - Auf Lombok erscheint eine sehr interessante fabiola.
Inselrasse, icilia form, nov., mit schön hellgelben Querstrichen und Basalfeld der Hflgl der 22, während deren icilia.
Unterseite mit Ausnahme des breitgelben Gostalsaumes grau violett ist. Von der Ebene bis zu 2000 Fass
aufsteigend. Im April, Mai sehr häufig, ein echter Campong- (Dorf) Schmetterling, welcher sich mit Vorliebe
an Wegrändern und Gartenhecken tummelt und während der heissen Tageszeit sich auch am Waldrande
dicht über dem Boden aufhält. — papissa subsp. nov. ist grösser als die vorige, und durchweg breiter schwarz papissa.
gesäumt. Sumbawa. - — floresiana Btlr. (58 e) mit sehr schmal schwarz umrandeten cfcf und 22, die dunkelgelbe floresiana.
Felder auf der Flügeloberseite führen; Flores, Alor, Sumba (?). — dohertiella Btlr. (59a) ist eine modi- dohertiella.
fizierte, habituell sehr kleine Form mit scharf abgesetztem tiefschwarzen Aussenrd aller Flügel, grossen und
leicht grau überstäubten, weisslichen Discalfeldern aller Flügel und fast rein weisser Unterseite der Hflgl
bei den 22; Wetter. — lynceoia Fldr. (= timorensis Btlr.) mit breiteren und gelblichen Streifen bei den 22. lynceola.
Timor. — lycasfe Fldr. (58 f, nur 1. Figur) bewohnt das südliche Celebes. Das 2 hat weisse discale Wischflecke tycaste.
der Vflgl und ein wie bei formosana aufgehelltes Basalfeld der Hflgl. — ln Nord- und Ost-Celebes existiert
eine Rasse mit oberseits ganz schwarzen 22 (58 f, 2, Figur), die ich jetzt gellia nenne; deren cfcf weichen gellia.
durch doppelt so breiten schwarzen Aussenrd aller Flügel von lijcaste-d cf aus dem Süden der Insel ab. —
lutatia subsp. nov. von der südlich von Celebes gelegenen Insel Tana-Djampea ist eine sehr interessante lutatia.
Rasse, weil sie mit ihrer gelben Hflglunterseite ganz isoliert steht unter den Formen der Nachbarinseln, die
ausnahmslos weisse Hflgl der cfcf aufweisen. Bei den cfcf ist der schwarze Aussenrand oberseits ein wenig
robuster gezähnt als bei gellia- cfcf.
Auf den Molukken und im Papuagebiet ist lyncida vertreten durch A. ada, die sich bis zu den Caro¬
linen, Marianen und Salomonen verbreitet. Es sind bereits 15 Inselformen bekannt, von denen noch eine grosse
*) Man vergleiche den Nachtrag.
150
APPIAS. Von H. Fruhstorfer.
Anzahl zu entdecken bleibt. Wie bei h/ncida , kommen auch bei ihrer papuanischen Schwesterart ¥¥ mit gelber
und solche mit grauer Basalhälfte der Hflglunterseite vor. Letztere scheinen aber im umgekehrten Verhältnis,
cana. d. h. seltener aufzutreten (forma cana 59 f). — Bei fast allen Inselrassen begegnen wir noch einer Form
(jener der Trockenzeit?) ohne oder mit einem geringeren schwarzen Bezug der Aussenhälfte der Hfiglober-
tristitia. seite (f. tristitia form. nov.). Rp, sowie näheres über die Lebensweise unbekannt. Der nomenklatorische
ada. Typus von den Süd-Molukken heisst ada Cr. (59 f), nicht allzu selten auf Ceram, Amboina und Saparua. —
leucosticta. Als leucosticta hat Butler die Form von Buru abgetrennt, die mir in natura unbekannt ist, aber vielleicht
identisch ist mit Exemplaren, wie sie mir von Obi vorliegen, und die einen weissen statt gelben Apicalfleck
stenia. der Vflglunterseite führen; ein sehr unbeständiges Merkmal. — stenia Frühst, ist eine seltenere Rasse mit
breiten grauen, von der Unterseite durchscheinenden Submarginalflecken der Oberseite, habituell sehr gross,
aber dennoch nur mit schmalem schwarzem Aussenrd. Das gesamte Apicalfeld und fast die ganze Zelle der
Vflgl tiefschwarz, mit einem sehr grossen weissen Subapical- und einem noch breiter quadratischen eben¬
solchen Fleck am Zellende. Hflgl hellgelb mit orangefarbenem Anflug am proximalen Rande des sehr gleich-
mässigen, bis an den Gostalsaum hinaufgehenden Terminalbandes, das distal mit gelblichen Fransen besetzt
bandana. ist. _F undort unsicher; wahrscheinlich Halmaheira. — bandana subsp. nov. steht der ada nahe, aber mit
schmälerem schwarzen Distalsaum der Hflglunterseite und reicherem orangefarbenen Anflug. Banda. —
cilla. cilla Fldr. (59 f) ist die die Aru-Inseln bewohnende Rasse und clavis Wall. (60 a) die ihr sehr ähnliche Form
clavis. der Kei-Inseln, die Trockenzeitcharakter mit verminderter schwarzer Umrahmung hat. — thasia Frühst. (60 a)
thasia. m-£ relativ breitem Aussenrd der cf cf und schmälerem schwarzen Discalfeld der ¥¥ hat einen striemenförmig
zerteilten Aussenrd der Vflgl bei den ¥¥ und unterseits sehr geringen orangefarbenen Anflug. Type von der
nerva. Insel Roon , auch von Mefoor und Holländisch-Neu-Guinea bekannt. — nerva subsp. nov. hat einen wieder
etwas zurückbleibenden schwarzen Distalsaum der cf cf, dunklere, gleichmässiger schwarz umrahmte ¥¥ und
herenniä. ausgedehnteren orange Anflug der Hflglunterseite. Waigeu, Salwatti. — herennia subsp. nov. hat die oberseits
am schönsten und tiefsten grünlichgelb und unterseits am reichsten orange gefärbten ¥¥. Auch der Apicalfleck
der Vflunterseite der cfcf ist rötlich statt hellgelb oder weiss. Britisch-Neu-Guinea, Nord- Australien, Gairns. - —
plotina. plotina Frühst, mit fast rein weissgetönter Oberseite der ?¥, trägt unterseits fast durchweg orangefarbene Hflgl
solstitialis. in beiden Geschlechtern. Fergusson-Inseln. — solstitialis Btlr. ist eine Rasse ohne das schwarze subapicale
Querband der Vflgl, ein Merkmal, das alle «rfa-Ausläufer der Salomonen gemeinsam haben. Die schwarze
florentia. Aussenbinde der Hflgl nur mässig breit. Neu-Pommern. — fiorentia Gr. -Sin. von Guadalcariar (Salomonen) hat
unterseits ein kurzes, aber nur bis zu der hinteren Radiale hinaufziehendes schwarzes Aussenfeid der Hflgl,
vana. das proximal von einem grossen quadratischen orangefarbenen Fleck begrenzt wird. — vana Frühst, ist die
am lebhaftesten gefärbte bekannte Inselform. Hflgl vorne bis in die Zellmitte hellschwefelgelb, das dann
allmählich in ein feuriges Orange übergeht. Das schwarzbraune Distalfeld hellt nach aussen auf und ist
ribbei. mit braungoldigen Schuppen besetzt. Bougainville. — ribbei Frühst, von Neu-Georgien ist wieder matter
gefärbt mit breiten, monoton schwarzbraunem Distalfeld der Hflglunterseite, das nach unten nur auf eine
monna. kurze Strecke orange gesäumt ist. Neu-Georgien. — monna Frühst, von den Salomonen, ohne genauen
Fundort, scheint nahe solstitialis Btlr. zu stehen und hat gleich dieser einen sehr schmalen, schwarzen
Marginalsaum der Hflgl, namentlich auch oberseits. Sowohl von ribbei wie auch von vana differiert monna
ferner noch durch den sehr schmalen, schwarzen Apicalbezug der Vflgl. Die Hflglunterseite ist charak¬
terisiert durch die hellschwefelgelbe Grundfarbe, welcher jedwedes basale und apicale Orange fehlt. Nur im
Analwinkel ist ein ganz schmaler rötlichgelber Hauch zu bemerken, während z: B. nach Butlers Angabe
ardens. solstitialis eine noch ausgedehntere Orange-Region aufweist als florentia. — ardens Btlr. (60 a, b) von den
Marianen und Pelau-Inseln gehört zu den kleinsten urfu-Rassen ; das c f unten mattgelb, ¥ trübgrau mit proximal
ella. scharf gezähntem Distalsaum der Vflgl. — ella Btlr. endlich von der Insel Yap (Carolinen) ist wieder etwas
bunter, mit den ganzen Hflgl durchziehendem schmalen orangefarbenen Saum des schwarzen Aussenfeides.
A. nero bringt durch sein lebhaftes Rot einen bunten Zug in die sonst matt gefärbte Gattung und
ist der einzige hellrote Tagfalter Asiens, von einigen Lycaeniden abgesehen. Trotz der weiten Verbreitung
der Art und ihrer Häufigkeit ist über die Lebensgeschichte nichts bekannt, nero ist. ein rascher Flieger,
der gelegentlich auf sonnigen Waldwegen angetroffen wird, wo er durch seine unentschieden gefärbte Unter¬
seite eine gewisse Ähnlichkeit mit welkem Laub haben soll. Forbes beobachtete sogar, dass verliebte cf cf
langsam vom Wind getragene Blätter für ¥¥ hielten und sie vergeblich umschwärmten. In Java beobachtete
ich grosse Ansammlungen von nero an Pfützen im Urwalde , an denen sich beide Geschlechter einfanden,
hainanensis. um in Gesellschaft von Saletara panda die Feuchtigkeit aufzusaugen. — Mit hainanensis Frühst. (58 c) be-
ga/ba. ginnt die nördlichste der in Betracht kommenden Lokalformen; ihr steht galba Wall, von Nordindien, Birma
nebo. und Tonkin sehr nahe, von denen nebo Gr. -Sin. eine hellgelbe Trockenzeitform darstellt. Selten in Sikkim
und Tonkin, an der Peripherie ihres Vorkommens, tritt galba sehr häufig in Assam und Birma auf.
figulina. In Sumatra, der malayischen Halbinsel, erscheint figulina Btlr. (58c), eine namentlich im weiblichen
Geschlecht dunkle Rasse, die nordwärts bis Tenasserim vordringt, wo sie in galba übergeht. Bei allen Insel¬
formen treten, wenn auch sehr selten, hellgelbe oder blassrote Stücke auf, wie das unter 58b als figulina
ramosa. abgebildete cf, die als Forma sufflava form. nov. bezeichnet werden können. — ramosa Frühst, differiert vom all-
APPIAS. Von H. Frulistorfer.
151
gemeinen Typus durch schwarz überstäubte Internervalfelder der Vflgloberseite; Insel Nias; eine Erscheinung,
die sich abgeschwächt auch bei neronis Frühst., von der Insel Kangean wiederholt. — Auf den Batu-Inseln, neronis.
Südwest-Sumatra, fliegt eine Form, deren oberseits hellrotes ? etwas an javanische Exemplare erinnert ; dies
ist pulonus Frühst, von Pulo-Tello. — nero F., von Java und Bali, ist die am längsten bekannte Unterart; pulonus.
die ?? tragen im Discus der Vflgh einen isoliert stehenden schwarzen Fleck statt der mit dem Zellabschluss ncro-
verwachsenen Binde bei figulina. cf wie ? variieren nur in der grösseren oder vermehrten schwarzen Be¬
stäubung der Unterseite. In ganz Java, bis auf 2000 Fuss Höhe. — baweana Frühst. (58 b) ist eine distinkte baweana.
Lokalform, die sich trotz der geringen Entfernung von Java auf der kleinen Insel Bawean differenziert hat,
und deren ?? viel näher der Celebesrasse stehen als irgend einer Form des makromalayischen Gebiets. Es
gibt noch dunklere ? als das abgebildete mit nur 2 roten Discalmakeln der Vflgl. Auch treten auf Bawean,
wie überall, wo nevo vorkommt, hell- und dunkelrote Exemplare (auf 58 b, dritte und vierte Figur). Die dunkel¬
roten Stücke sind meistens länger geflogen als die hellen <fcf. — chelidon Frühst, cf: Oberseite der Vflgl chelidon.
ähnlich wie ramosa schwarz bestäubt, habituell grösser als Javanen; ? mit fast doppelt so breitem schwarzen
Aussenrd aller Flügel als bei figulina -??; Nord- und Süd-Borneo. — flavius Gr. -Fm. ist eine stark aufgehellte, flavius.
im weiblichen Geschlecht hellrotgelbe Form mit geringer schwarzer Umrandung; Taganac-Inseln, nördlich von
Borneo. — palawanica Stgr. hat im männlichen Geschlecht nur geringe schwarze Bestäubung der Vflgl. palawanica.
Vom ? existieren 3 Formen: eine dem cf ähnliche; eine zweite coelita Frühst. (58c), mit weissblauem coelita.
Mittelfeld und drittens helvola mit hell gelbrotem Discus und ebensolchen Submarginalflecken. Palawan, helvola.
häufig im Januar. — Auf den Philippinen erscheinen Inselrassen, die insgesamt durch einen breiten
schwarzen, scharf abgegrenzten Aussenrd charakterisiert sind. Das breite Mittelfeld variiert in der
Färbung von hellgelb bis zu orange. Die dunkelste der bekannten Rassen ist zamboanga Fldr. von Min- zamboanga.
danao , von der Butler das cf als mindanensis beschrieben hat. — soranus subsp. nov. wird auf Exemplare soranus.
von Gebu begründet, deren $ ein doppelt so breites, auf den Vflgln weisses, den -Hflgln gelbes Mittel¬
feld aufweist, als südphilippinische ??. — domitia Fldr. (cf — asterope Fldr.) ist eine im männlichen Ge- domitia.
schlecht meist dunkelrote, im weiblichen häufig fast weisse Form mit schmalem, schwarzen Aussenrd; Nord-
Philippinen, Luzon. — tibericus subsp. nov. (? auf Taf. 60 f aus Versehen als mariae bezeichnet) ist eine tibericus.
hell zinnoberrote Form mit fein schwarz bestäubtem Aussenrd aller Flügel der cf cf, leichter internervaler
Beschuppung der Vflgl und breiten schwarzen Discalbinden der Hflglunterseite. Bazilan, Februar — März.
— Dieser Form steht die habituell etwas kleinere acuminata Snell. nahe durch die reiche schwarze Über- acuminata.
stäubung der Vflgl und eine die ganze Unterseite durchziehende braunschwarze Submarginalbinde aller
Flügel. Tana-Djampea, südlich von Celebes, Flugzeit Dezember. — Mit zarinda Bsd. (58 c) beginnt eine Reihe zarinda.
von Inselformen, die durch den geschwungenen, sehr spitzen Schnitt der Vflgl und das Fehlen des schwarzen
Aderbezugs auf allen Flügeln hervorragen. 58c, erste Figur, stellt ein aberratives c fl dar mit lichtem
schwarzen, distalen Aderbezug der Vflgl. Vom $ sind zwei Formen bekannt mit roten und F. fatima Voll. (58 c) fatima.
mit weissen Mittelbinden und Submarginalflecken der Oberseite. Die ?? von zarinda sind unterseits ausgedehnter
schwarzgrau angeflogen als andere Rassen. — Vom cfl erscheint in Süd-Celebes eine Aberration mit hell¬
gelben Flügeln; dies ist ab. aurosa Frühst. Wie dies von nero bekannt ist, konnte ich auch in Zentral- aurosa.
Celebes beobachten, dass sich die cfl cfl in dichten Scharen auf nassen Sand- oder auf Schlammbänken im
Flusse niederlassen. — phestus Westw. ist eine kleine dunkle Form von der Satellitinsel Talisse, Nord-Celebes, phestus.
— sulana Frühst, ist eine grosse, untei’seits dunklere Form von den Sula-Inseln. - bouruensis Wald, endlich sulana.
ist eine im männlichen Geschlecht der zarinda fast gleiche Rasse, jedoch mit hellzinnoberrotem ?, das durch bouruensis.
ein schmales tiefschwarzes Basalfeld und eine zusammenlaufende hellrotgelbe Submarginalbinde aller Flügel
von allen Verwandten abweicht. Doherty entdeckte auch eine ?-Form mit weissem Discalfeld aller Flügel,
analog fatima Voll, von Celebes. Kühn fand die Art als nicht selten im östlichen Ceram.
Da wo die roten nero auf den Molukken verschwinden, tritt eine Substitutart auf von kakaobrauner placidia.
Grundfarbe, A. placidia Stall. (60 e). Bei dieser Art ist das ? nicht dichrom, sondern dein cf gleichfarbig (60c),
mit wenigen verblassten gelben Submarginalflecken der Vflgl. Amboina, Ceram. — Auf den Nordmolukken,
Batjan, Halmaheira und Obi fliegt eine Lokalform maculata Stgr., die sich im weiblichen Geschlecht durch maculata.
etwas intensiver gelbe Vflglflecken unterscheidet.
Im Papuagebiet verschwindet die braune Species und an ihre Stelle tritt als Repräsentant der indo-
malayischen nero eine blaugrau beschuppte Kollektivart mit zum Teil polychromen ??, als deren Namenstypus
A. celestina Bsd. (61 d) von Waigeu zu gelten hat. Von allen Rassen der celestina existieren ?? mit weiss- celestina.
lichem Mittelfeld aller Flügel (lileia form, nov.) und solche mit gelblichem (aurifera Frühst., 61 e). — Der lileia.
auch unterseits am lebhaftesten gefärbten Subspecies begegnen wir auf den Aru-Inseln: es ist barea subsp. vor.-, aurifera.
cfl oberseits mit schmaler schwarzer Transcellularbinde; Unterseite zumeist leuchtend zitrongelb, mit kanarien- ba,ea-
gelbem Anflug, besonders auf den Hflgln. ? oben entweder weiss oder hellorangegelb (= flava Ribbe). — flava.
galepsus subsp. nov. (61 e) mit kräftiger Submarginalbinde der Vflgl und verbreitertem schwarzen Saum der gatepsus.
Htlgl ; das cf ist unterseits durch einen sandgrauen Anflug des Apicalteils der Vflgl und gesamten Hflgl
charakterisiert. Key-Inseln. — sekarensis Ribbe (61 d) hat im männlichen Geschlecht nur schmalen schwarzen sekarensis.
Aussensaum der Vflgloberseite, ohne Spur eines Submarginalflecks und einen breit grauen Anflug der Unter-
152
APPIAS. Von H. Fruhstorfer
seite. Das ? kommt dem von celestina nahe; die Basalhälfte der Hflgl ist jedoch zumeist gelbbraun statt
limia. weisslich. Eine 2-Form mit gelbgrauem Antlug der Hflgl von Kapaur nenne ich limia form. nov. Holl.
galerus. Siid- und West-Neu-Guinea. - — In Deutsch-Neu-Guinea tritt eine spezialisierte Rasse auf, galerus subsp. nov.
(61 d) mit hellblauer Oberseite der cf cf, die unterseits ein weisslichblaues Kolorit annehmen, ohne Spur eines
graubraunen Anflugs. Das ? ist unterseits gleichfalls sehr hell , Vflgl mit breiter schwarzer Submarginal¬
binde, aber mit weissem statt schwarzem Ton. Hflgl ohne schwarze Aussenbinde, die aber deutlich von der
Oberseite durchschimmert. Deutsch-Neu-Guinea. Nach Hagen an kiesigen, schattigen Bachufern am feuchten
delicata. Sande saugend, und nicht selten. — dellcata Btlr. steht der celestina recht nahe; ist oberseits aber dunkler
blau und unterseits mit einer schmalen, aber den ganzen Vflgl durchziehenden Submarginalbinde. Neu-
eumelis. Pommern. — eumelis Bsd. gehört wahrscheinlich auch hierher; die Beschreibung: »Vflgl weiss, der Grund
schwarz, ebenso Costa und Apex ; Hflgl weiss mit breiter schwarzer Randbinde, unten an der Mediane safran-
korridonci. gelb« lässt auf ein ? schliessen. Neu-Mecklenburg. — korridona Gr.-Sm., nur das ? bekannt, mit gelblich-
weisser Oberseite, hat einen sehr breiten braunschwarzen Aussenrd aller Flügel und der Apex der Vflgl-
unterseite ist purpurweiss angeflogen , die Htlglbinde bedeckt ein Drittel der Flügeloberfläche und ist leicht
blaurot schimmernd. Korrido auf der Insel Mysore.
asteria. A. asteria Mislc. (61 e) (— cerussa Frühst.) ist eine scharf abgesonderte Species, beim ? mit noch
kräftigeren schwarzen Binden der Oberseite. Unterseits bei cf und $ ein die ganze Vflglzelle ausfüllender
safrangelber Anflug. Hflgl des cf gleichmgssig hellgrau, jene des ? grauviolett mit schwarzbrauner Median¬
binde. Queensland.
agar. A. clementina ist eine kleine Art, von der nur zwei Rassen bekannt sind: agar Frühst. (61 e).
cf unten mit blaugrauem Basalteil der Vflgl und rauchbraunem Apex und ebensolcher Hflglunterseite ;
? unterseits grauviolett mit schwarzen Submarginalbinden aller Flügel. Die Regenzeitform der cfcfl ist dunkler
clementina. blaugrau als die abgebildete Trockenzeitform. Dannner, Babber, Tenimber. — clementina Fldr. hat ein
reiner weiss gefärbtes ? mit schmäleren schwarzen Längsbinden. Amboina ; soll auch in Australien Vor¬
kommen.
ithome. A. ithome Fld>i (60 b) mit schwarzen Flügeln, die breite zinnoberrote Mittelbinde der Oberseite und
bis an die Basis ausgedehnte heller gelbe der Unterseite haben, kommt nur in Celebes vor. Das ? erinnert
durch die trüb grauweisse Medianbinde an Huphina affinis (58 b). ithome fand ich am Rande der Strand¬
wälder von Toli-Toli im November und Dezember an verunreinigten Wegstellen saugen, und Dr. Martin
traf sie selbst in der nächsten Umgebung von Makassar.
A. nephele gehört ausschliesslich den Philippinen an, wo die Art von Nord nach Süd gehend ein
ausgezeichnetes Bild bietet von der Neigung mancher Pieriden des philippinischen Archipels, im Süden des-
nephele. selben eine melanotischere Färbung anzunehmen als im Norden und Nordwesten. — nephele Hew. von Luzon
wird von sehr breiten weissen Binden der Vflgl durchzogen, die auf den Hflgln des 2 durch gelbe ersetzt
invitabilis. werden mit orangefarbener Begrenzung des schmalen schwarzen Aussenrandes. — Bei invitabilis subsp. nov.
von Mindoro verschmälern sich die weissen Mittelfelder und beim ? tritt ein grauweisses statt gelbes Basal-
aujidia. fehl in Erscheinung. — Bei aufidia subsp. nov. von der Insel Bazilan verschmälern sich die Binden noch
mehr, das ? hat aber eine gelbe Basalzone der Hflgl. — In Mindanao verdunkelt das Basalfel der Hflgl der ??
und die weisse Binde der Vflgl der ?? hat nur noch wenige Millimeter Breite, wofür der schwarze Aussen-
elis. säum an Ausdehnung gewinnt, = eüs subsp. nov. — Nach Semper erreicht dann die melanotische Verfärbung
hostilia. ihr Maximum auf den Sula-Inseln , wo hostilia subsp. nov. vorkommt , mit doppelt so breitem schwarzen
di int io r. Aussensaum aller Flügel als bei Luzon-Exemplaren. — dilutior Stgr. (59 f) endlich hat als eine aufgehellte
Form zu gelten, bei der sich bei den ?? das Basalfeld der Vflgl bei vielen Exemplaren in braune Atome
aufzulösen beginnt, und der schwarze Distalsaum wird bei beiden Geschlechtern noch schmäler als selbst bei
nephele von Luzon.
Mit A. indra beginnt eine Reihe von Arten, die von einigen Autoren unter dem allerdings unhalt¬
baren Gattungsnamen Hyposcritia Hbn. zusammengefasst wurden. Bei ihr und den Verwandten beobachteten
wir das Maximum des klimatischen Einflusses, der ebensowohl auf die Färbung, die Zeichnung als auf die
Grössenverhältnisse einwirkt; dazu treten extreme geschlechtsdimorphe Verfärbungen, Formen des heissen
Tieflandes und regenfeuchten Gebirges, und insulare Isolierung, so dass die Zusammengehörigkeit der Formen
indra. früher nicht erkannt war und viele als eigene Arten aufgestellt wurden. Die Regenzeitform indra Moore
(59 a) hat bei Sikkim-Exemplaren eine rein weisse, bei den grösseren Assamstücken eine gelbliche Färbung,
mahana. die bei mahana Moore (= imbecilis Moore) (59a) sandfarben wird, und sich auch der schwarze Apicalfleck
imbecilis, der Oberseite aufzulösen anfängt. Das ? ist enorm selten, kaum eines auf 1000 cfcf, oberseits fast ganz
schwarz, mit grau beschupptem weissen Discalfeld der Vflgl, unterseits sehr breitem schwarzen Querband
der Vflgl und grünlich gelbem Anflug der Hflgl. Die Art verirrt sich nur sehr selten in die bengalische
Ebene, ist aber in Sikkim, Assam, Birma von 1000 — 4000 Fuss Höhe gemein. — Im indischen Pestdistrikt
shiva. bei Poona, nördlich von Bombay, tritt eine kleine Subspecies auf, mit sehr spitzen Vflgln : shiva Swinh.
(59 d). — In Südindien bei Travancore und in den Nilghiris erscheint eine Form mit etwas breiterem schwarzen
Ausgegeben 2. IV. 1910.
APPIAS. Von H. Frühst oefer.
153
Apicalfleck der Vflgl, statilia subsp. nov., auf Tafel 59 d als narendra bezeichnet. Letzterer Name bezeichnet statilia.
aber ausschliesslich die distinkte Rasse von Ceylon, wo narendra Moore zwischen 2 — 4000 Fuss Höhe sehr narendra.
selten vorkommt und eine schön dunkel gelbgrau gezeichnete Unterseite der Htlgl hat. — thronion subsp. thronion.
nov. von Siam, oberseits wie indra von Sikkim, differiert unterseits durch ein breites schwarzes Subapical-
band der Vflgl und feine rotbraune Querbinden der Htlgl. Im Februar auf nassen Sandbänken am Flussufer
mit zusammengefalteten Flügeln saugend gefunden. Hierzu gehören wohl auch Exemplare aus Annam und
Tonkin. — menandrus subsp. nov. ist eine habituell grössere Inselrasse, mit lichterer, nur leichthin rotbraun menandrus.
marmorierter Unterseite der Htlgl, zierlicherer und mehr zerteilter Subapicalbinde der Vflgl. Hainan. —
aristoxemus Frühst. (50 f) ist eine saisondimorphe hochspezialisierte Inselform; cf oberseits wie indra, Apex der aristoxemus.
Vflgl und die Oberfläche der Htlgl unterseits gelb mit braunen dichten Schuppen bestreut: ? oberseits mit
schwarzem Punkt am Apex der Vflglzelle, Htlgl mit hellgrüner Basalregion und langen schwarzen Zähnen
des Distalsaums. Flugzeit Mai, im Gebirge von Formosa. — thrasea form. nov. (50 e und f) ist die Form thrasea.
der Ebene, vom Juli und August, mit hellgrauer, an lucasi von Java gemahnender Unterseite. ? ohne
schwarzen Zellpunkt, Htlgl weiss mit schmalem, schwarzen Aussenrd. Formosa.
A. lucasi Wall. (59 e), bisher nur vom Vulkan Gede in Westjava bekannt, wo die Art auf 4000 Fuss lucasi.
Höhe sehr selten vorkommt. Das ? ist oberseits leicht gelblich, mit schwarzem Zellpunkt der Vflgl, sonst
wie das thrasea-%, nur tiefer schwarz.
A. nupta Frühst. (60 e), die ich früher für eine paulina- Rasse hielt, glaube ich auch hier einreihen nupta.
zu dürfen. Unterseite wie oben, nur mit gelblichem Apicalt.eil der Vflgl und ebensolcher Oberfläche der Htlgl.
Sehr selten; nur ein Exemplar in meiner SamnjJnng bekannt. Nias.
A. lalage Dbl. (59 b) ist noch veränderlicher als indra, und im Kaiserreich Indien selbst lassen sich lalage.
drei Rassen absondern. — durvasa Moore, von der 59b dritte Figur ein cf der Trockenzeitform, 59a als durvasa.
pseudolalage Moore eine Intermediatform und 59 b erste Figur ein cf der Regenzeitform aus Sikkim abgebildet
sind. Die Trockenzeitform ist unterseits auf den HÜgln weisslich oder grau, die Regenzeitform gelb gefärbt.
Die sehr seltenen ?? haben in der Form der trockenen Zeit eine weisse Oberseite mit perlmutterglän¬
zendem Basalfeld und sehr breitem schwarzen Apicalbezug. Der Aussenrd der Htlgl nur leichthin schwarz
gefleckt. Die Unterseite der Htlgl dunkelgrau sandfarben. Diese Form ist die einzige, die auch im-West-
Himalaya vorkommt. In Nepal, Sikkim gehen die seltenen ?? bis 10000 Fuss Höhe, während die häufigen cf cf
kaum 6000 Fuss überfliegen. Bei der Regenzeitform der cfcf von Sikkim ist eine Aberration nicht selten,
hei der sich der schwarze Fleck am Zellapex der Vflgl mit dem schwarzen Aussenrd vereinigt: = ab. confluens confluens.
form. nov. — In Assam tritt die habituell grössere lalage Dbl. in Erscheinung, deren extreme Trockenzeit¬
form nicht von der analogen Form von durvasa aus Sikkim zu unterscheiden ist, dafür kommt aber die
59b abgebildete ?-Forrn mit gelber Unterseite der Htlgl meiner Erfahrung nach niemals in Sikkim vor;
ebensowenig auch die Assam-Intermediatform 59 b (zweite Figur, Unterseite). Das ? von lalage tritt auch in
der unterseits grauweissen Intermediatform auf, und ist zeitweise nicht selten und mässig variabel. Assam
bis 6400 Fuss. — argyridina Btlr. ist die dritte Rasse, die neuere englische Autoren zu Unrecht mit lalage argyridina.
zusammenziehen. Die Trockenzeitform ist kaum grösser als indra shiva Swinh. und unterseits mit dunkel¬
grauem Apex der Vflgl und ebensolchen Hflgln. Die Intermediatform hat grössere weisse Subapicalflecken
der Vflgl. Birma, Shan-Staaten von Siam. — mutina subsp. nov. (59 c) hat im männlichen Geschlecht einen mutina.
schmäleren schwarzen Aussenrd der Vflgl. Der weisse Subapicalfleck des ? ist kürzer und breiter als bei
lalage-, das Basalfeld der Htlgl fast rein weiss, der Aussensaum violett. Tonkin, selten im April auf 40Ö0 Fuss
Höhe. — Bei lageloides Crowl. reicht der schwarze Fleck vor dem Zellapex bis zur Basis der Vflgl und fliesst lageloides.
nach aussen mit dem Distalrand zusammen, einen sehr breiten weissen Subapicalfleck umgrenzend. Unter¬
seite der Htlgl mit rotbrauner, gewellter Submarginallinie. Insel Hainan. — Die Art wird ziemlich sicher
auch in Formosa noch entdeckt werden. Da, wo in Birma lalage auf hört, beginnt eine der lageloides sehr
nahestehende Rasse, lagela Moore, mit noch breiterem schwarzen Querband, das von der Vflglzelle ausgeht, lagela.
Unterseite etwas dunkler als bei lucasi, jener von pandione sehr nahekommend. Unter-Birma bis Perak auf
3 — 6000 Fuss Höhe gefangen.
A. pandione ist die makromalayische Fortsetzung und Repräsentantin der kontinentalen lalage. —
Drei Inselrassen sind zu erwähnen, ozolia subsp. nov. (59 c), deren cf cf auf den Hochebenen Sumatras ozolia.
manchmal zu vielen Hunderten auftreten, deren ? aber noch unbekannt ist. — whiteheadi Gr.-Sm. ist eine whiteheadi.
grössere, noch breiter schwarz umrahmte Rasse, mit verkleinerten weissen Subapicalflecken; Unterseite der
Htlgl fast schwarzviolett mit gelblichem Gostalfeld und einem länglichen Makel am Zellapex. Kina-Balu.
Nord-Borneo. — pandione Hbn. (59 c) ist sehr häufig in allen Teilen Java’ s auf Höhen über 4000 Fuss und pandione.
gehört zu den Faltern, welche die Eingeborenen zuerst herbeibringen, weil sie an Pfützen vom Wege bequem
weggefangen werden können. Es existieren cfcf mit gelblicher Oberseite aller Flügel (forma eburnea). eburnea.
Das ? ist selten, durch breiteren Aussenrd und dunklere, violett angelaufene Hflglunterseite kenntlich.
pandione fand ich auch in Lombok, auf dem Plateau von Sambalun in 4000 Fuss Höhe und sie muss deshalb
auch in Bali Vorkommen.
IX
20
154
APPIAS. Von H. Fruhstoreeb.
phoebe. A. phoebe Fldr. ersetzt lalage auf den Philippinen. Drei Lokalformen sind bekannt; der Typus
von Luzon: Vtlgl mit breitem schwarzem Apicalbezug, grossem quadratischem Fleck am Zellapex und zwei
weissen Submarginalflecken. Hflgl ohne Spur einer Umrandung. Unterseite weisslichgelb, manchmal auch
montona. grau sandfarben. Luzon. — montana Bothsch. ist eine prächtige Bergform, auf 6—7000 Fuss Höhe der
zamorra. Insel Negros gefangen, unterseits dunkelgelb mit verbreiterter Schwarzfleckung der Vtlgl. — zamorra Fldr.
mit drei grossen weissen Subapicalflecken der Vflgl und unterseits reduzierter schwarzer Zeichnung. Mindoro.
lalassis. A. lalassis Gr.-Sm., eine sehr interessante lokale Species, auf die wegen des Fehlens der Analpinsel
der cf cf be Niceville das »Genus« Lade errichtet hat; kommt nur in Unter-Birma und Perak vor. —
indroides. indroides ITonr. mit breiterem schwarzen Apicalbezug der Vflgl ist deren Regenzeitform. Beide sehen aus
wie lalage mit stark reduzierter Schwarzfleckung und noch spitzeren Vflgln. Unterseite der Hflgl gelblich
mit rotbrauner Bestäubung.
Die nun folgenden Arten bilden eine natürliche Gruppe, die von englischen Autoren unter dem alten
HüBNEE’schen Namen „Catophaga“ als besondere Gattung behandelt wird. Das Geäder gestattet aber in keiner
Weise die Abtrennung, und da ohnedies eine ganze Anzahl Formen dieses variablen Falters benannt werden müssen,
wird gerne ein Name gespart.
A. albina ist eine von Vorderindien bis zu den Molukken und Philippinen verbreitete dimorphe
Art, bei der die cf cf lokal in keiner Weise variieren. Die ?? aber sind polychrom, neigen zur Aus¬
bildung von horodimorphen und individuellen Formen, sowie insularen Rassen, die alle unter sich durch
Übergänge verbunden sind. Auf Taf. 60 c und d stellen wir bereits 11 ¥¥-Formen dar, ohne aber die Fülle
des Vorhandenen zu erschöpfen. Am konstantesten sind die ¥¥ auf dem Festlande, wo 3 Formen dominieren,
während auf den Inseln, besonders in Micromalayana, ein sinnverwirrender Reichtum beobachtet wurde.
Rp in Süd-Indien auf Hemicyclia venusta, einer Euphorbiacee , gefunden, von lichtgrüner Farbe mit
gelblichweissen Längsbinden, mit sehr feinen Haaren besetzt. Pp schmutzigweiss bis grünlich, mit schwarzen
Punkten, in der Mitte am breitesten mit 2 flügelartigen Spitzen. Falter stellenweise häufig, nach meinen
Erfahrungen ausschliesslich Blütenbesucher, das ganze Jahr über vorkommend, aber wie z. B. auf Lombok
manchmal plötzlich in gewaltigen Massen auftretend. Sie lieben besonders Scabiosen, sind keineswegs scheu
und lassen sich mit den Händen greifen. Höhen von 2—4000 Fuss werden von ihnen bevorzugt, doch trifft
man sie auch in der heissen Ebene am Waldrande und selbst in den Gärten, z. B. von Haiphong in Tonkin
in Gesellschaft von Papilio helenus als einen der ersten Schmetterlinge, wenn im März die Winternebel an-
fangen sich zu verziehen. Uncus lang, scalpellförmig, ohne dorsale Verdickung, medial verbreitert, distal mit
stumpfer Spitze. Valve breit, lang behaart, sackförmig, distal oval gerundet. Die Valve der Inselrassen breiter
confusa. als jene der kontinentalen Subspecies. — Mit confusa nom. nov. (= darada auct. nec Fldr.) (60 d als darada be¬
zeichnet.) beginnt der nördlichste Zweig der Kollektivart, davon existieren cf cf der Regenzeitform, die gelegent¬
lich einen leichten schwarzen Anflug an der Vflglspitze aufweisen. 2 Formen des ¥, die überall auftreten, wo
principalis. albina vorkommt: principalis form . nov., unterseits blauweiss, Zeichnung wie oben ohne schwarzen Aussen-
semif/ava. säum der Hflgl. Dominiert in der Trockenzeit; — ? f. semiflav^/orw. nov. Apex der Vflgl und die ganzen
swinhoei. Hflgl bleich ockergelb, confusa ist selten in Sikkim, häufig in Assam, Siam, Tonkin. — swinhoei Moore.
¥ oberseits mit etwas schmälerem und mehr zerteiltem schwarzen Distalsaum der Hflgl. Süd-Indien. Die Rp
venusta. frisst 13 Tage, Puppenruhe 9 Tage. — venusta Moore von Ceylon mit bereits' 4 ¥- Formen, von denen
flava, die dritte (60 d, als neombo bezeichnet) den Namen flava Höher führen muss, mit durchweg gelber Unterseite
der Vflgl. Daneben erscheint auch das unterseits weisse ¥ und die ?-Form semiflava auf der Insel, venusta
ist überall häufig auf Ceylon in den ersten Monaten des Jahres, zwischen 2 und 4000 Fuss an offenen Stellen
des Waldes, und beteiligt sich an den alljährlichen Massenflügen in Gesellschaft von A. paulina Cr. — In
micro- Ost-Java, Bawean und an den kleinen Sundainseln fliegt eine Rasse micromalayana subsp. nov., deren ¥¥
malayana. bereits in 10 — 12 Formen auftreten. Die normalen ¥¥ sind in der Regel nur schmal sdhwarz gesäumt. Da¬
neben existieren vollkommen cf -ähnliche, ganz weisse (zweite Figur), nur mit schwarzem Aussensaum : dies ist
virilis. virilis form. nov. (60c ¥); häufiger ist eine Form mit schwarzen Punkten zwischen den vorderen Medianenden
punctata, (ab. punctata 60 c, dritte Figur). Wenn dieser Punkt mit feinen schwarzen Linien mit dem Aussenrd verbunden ist,
ambigua. haben wir ab. ambigua Gr.-Sm. (60 c, sechste Figur). ¥ mit durchweg grau bestäubten Vflgln, beschrieb ich als
saweloides. saweloides (60 c.) ; diese sind selten und liegen nur aus Lombok und Sumbawa vor. Die .Type von letzterer Insel
ist noch viel dunkler als das abgebildete ¥ aus Lombok. — ¥ mit scharf abgesetztem, breitem, gleichmässigem
agatha. schwarzen Distalsaum heissen agatha Stgr. (60 d); von Palawan beschrieben, aber auch von Bawean bis zu den
umbratilis. Inseln der Tenimbergruppe in meiner Sammlung. — umbratilis Frühst, hat dieselbe Verteilung der schwarzen
Binden, jedoch ein ockergelbes statt weisses Basalfeld der Hflglunterseite ; von Lombok, selten. — Dieselbe Form,
citroneiia. aber die Basalfelder aller Flügel beiderseits gelb ist citronella Frühst., während 60 c (fünfte Figur) die ¥-f. citrina
citrina. fornu nov% darstellt, beiderseits gelb, in allen Übergängen von der abgebildeten an punctata erinnernden Form bis
zur ¥-Form flava mit breiter schwarzen Subapicalbinden. — Endlich tritt eine der punctata analoge ¥-Aberration
auf, oberseits weiss, unten mit hellockergelbem Apex der Vflgl und ebensolcher Oberfläche der Hflgl: dies ist
subochracea. subochracea form. nov. — Als infuscata subsp. nov. wird die Lokalrasse von Sumbawa bezeichnet, bei der
infuscaia. ape ¥¥-Formen wesentlich breiter schwarz umzogen sind, als die analogen von Lombok, Wetter und Java.
APPIAS. Von H. Fruhstorfer.
Die mit flava, semiflava identischen Abweichungen sind zudem unterseits dunkler ockergelb. — albina Bsd. albina.
ist der nomenklatorische Typus der Süd- und Nord - Molukken , wo die ¥¥ nicht so mannigfaltig wie in
Micromalayana variieren. — Bei Illu auf Ceram war nach Ribbe diese Art sehr gemein. Ribbe schreibt
darüber: «Wenn ich vormittags nach dem Flusse kam, flogen aufgescheucht ganze Wolken dieser Tiere auf.
zu Tausenden fanden sie sich überall, wo Süsswasserläufe vorhanden waren. Mit einem Schlage des Netzes
gelang es mir einmal, an einer günstigen Stelle gegen 150 Stück zu decken. Leider waren die Vf sehr
selten.» — Als pancheia subsp. nov. wird die Rasse der Insel Palawan benannt, mit fast ganz schwarzbrauner pancheia.
Zelle der Vflgl, die Oberfläche aller Flügel fein schwarz überpudert. Nur 4 ¥-Formen und zwar prineipalis, semi¬
flava , neombo und agatlia sind von Palawan bekannt, die alle im Januar fliegen, albina dürfte in der pancheia sehr
ähnlichen Rassen auch auf den Süd-Philippinen wiedererscheinen. — Von neombo Bsd , von der das Vater- neombo.
land unsicher, aber nach einer Bestimmung Moore’s in Sumatra oder Borneo zu suchen ist, hat Bois-
duval eine weisse und eine gelbe ¥-Form beschrieben. Die erstere hat natürlich als die typische zu gelten,
wenngleich von Moore 1857 gerade die gelbe Form als neombo von Cejdon abgebildet wurde, ein Irrtum, den
ich erst jetzt ausfindig machte. Für die neombo auf Taf. 60 d muss daher der Name ¥ forma flava Bober eintreten, flava.
die von Ceylon bis Palawan und Obi auf allen Inseln vorkommt, unbeschadet der lokalen Abweichungen
der übrigen weiblichen Aberrationen, und mit neombo bezeichne ich die makromalayanisehe Subspecies der
albina. — semperi nannte Moore die «/ömn-Rasse der Nord-Philippinen, wTie sie Semper abgebildet hat. semperi.
A. melania F. (61 c) hat sehr viel Gemeinsames mit albina, eine weite Verbreitung, zahlreiche ¥¥-Formen, melania.
das Auftreten in grossen Mengen; sie differiert, aber von ihr durch die Ausbildung viel schärfer gesonderter
Lokalrassen, die schon auf kurze Distanzen, selbst innerhalb kontinentaler Gebiete, entstehen. Das f hat
stets einen relativ breiten grauen oder schwarzen Apicalbezug, manchmal sogar ein breites subapicales
Maschennetz oder an dessen Stelle einige grosse Wischflecken, die bei albina stets fehlen, die Unterseite ist
häufig orange- oder ockergelb. Valve wie bei albina, nur breiter, kürzer, runder, der Uncus kurz, robuster,
mit einer dorsalen medialen Verdickung. — darada Flclr. nec Moore ist der Name der nördlichsten Ab- darada.
zweigung der interessanten Art, die in Sikkim, Assam und West-China ziemlich selten und nur sporadisch
auftritt (mir ist sogar nie ein ¥ zugänglich geworden). — adamsoni Moore (61 a) ist eine durch ihre dunklen adamsoni.
¥¥ ausgezeichnete Lokalform aus Birma, Tenasserim, Tonkin. — pseudoleis subsp. nov. (61 a), in Siam sehr psendoleis.
häufig, ist durch die breit schwarz umrandeten Vflgl auffallend und durch eine sehr helle, z. T. gelb getönte
Oberseite der Hflgl charakterisiert. Bei der Trockenzeitform der cf cf verschwindet diese schwarze Zeichnung
fast völlig. — distanti Moore von der Malayischen Halbinsel steht ihr sehr nahe, nur sind deren ¥¥ breiter distanti.
umrandet. — galathea Flclr. (= roepstorffi Moore) (60 d) kommt nur auf den Nicobaren und Andamanen vor; galathea.
eine im cf zeichnungsarme, unterseits gelbgetönte Inselrasse; das ¥ scheint noch unbekannt zu sein, denn
was Moore Lep. Ind. VII t. 553 als solche abbildet, gehört zu albina und deren ab. (¥) semiflava. — pau- paulina.
lina Cr. (Bd. 1, 20g) tritt in Ceylon in zwei Zeitformen auf, jener der Regenzeit, unterseits ockergelb
angeflogen, lankapura Moore; dazu eine Nebenform mit schwarzer Submarginalbinde der Hflglunterseite : lankapura.
forma fasciata form. nov. (61 a als lankapura bezeichnet). Die Trockenzeitform galene Flclr. ist beim cf fasciata.
unten hellgelb, beim ¥ mit weissem Apex der Vflgl und weisser, perlmutterglänzender Unterseite der Hflgl. galene.
Beide sind sehr häufig, die ersten Stände sind aber dennoch unbekannt, paulina findet sich von der Ebene bis
hinauf zu 6000 Fuss zumeist am Waldrande, fliegt andauernd und schnell. Manchmal erscheinen ganze Wolken
von Pieriden, die zur Hälfte aus paulina zusammengesetzt sind, die an sonnigen Tagen ihre Flüge beginnen und
sich nach deren Beendigung in ganzen Gruppen auf nasse Erdstellen niederlassen. — Als pione subsp. nov. pione.
bezeichne ich die Inselrasse von Sumatra, deren cf dem leis-f und distanti Moore nahekommt. ¥ oberseits
wesentlich ausgedehnter braunschwarz umrandet als das leis-f. , Htlgl durch die dichte grüngraue Bestäubung
an sawela erinnernd. Unterseite der Vflgl mit gelblichem Apex, Hflgl gelb mit prägnanter, scharf aus¬
geprägter, dunkelbrauner Submai-ginalbinde, Distalsaum braun gepudert. — leis Hbn. (60 f) kommt nur auf leis.
Java vor. Die cf cf (60 f) differieren nur wenig in der Ausdehnung der schwarzen Apicalbedeckung der Vflgl.
von den ¥¥ treten aber viele Formen auf, von denen eine hier beschrieben wird. Die typischen leis -ff
sind unterseits weiss, perlmutterglänzend, ohne schwarzen Saum der Hflgl. — ¥-f. obscurior (60 e, f) ebenso, obscurior.
aber mit schwarzem Aussensaum der Hflgl. Letztere kommt auch mit weisslich angeflogenem Apex der
Vflglunterseite oder mit gelb durchsetztem schwarzem Distalrand vor. Ost- und West-Java bis 2000 Fuss
Höhe häufig; Bawean selten. — In Borneo hat sich die Art aber sehr verändert, dort erscheinen die am
breitesten schwarz umzogenen ¥¥ : dies ist athena Frühst. (61 b). Ich besitze nur ¥¥ mit ockergelber LTnterseite athena.
der Hflgl, z. T. mit scharf ausgeprägten schwarzbraunen, z. T. mit gelb überpuderten Randbändern, f ober¬
seits reicher schwarz besetzt als leis-f 6'. Kina-Balu. — sawela Frühst. (61 b, c) ist eine erheblich modifizierte sawela.
geographische Rasse, f mit einer distalen Reihe von schwarzen Zähnen auf den Vflgln, unterseits gelblieh-
weiss mit rundem, schwarzem Subapicallleck. Vom ¥ gleicht kaum ein Stück dem andern, und ausser der
abgebildeten Hauptform (61c) existieren auch solche fast völlig schwarz auf den Vflgln, blaugrau auf
den Hflgln überstäubte Exemplare (f. furia form. nov). Die Farbe der Unterseite variiert vom liellzitron- furia.
bis zu dunkel orangegelb, mit breitem rotbraunem Aussensaum der Hflgl, der manchmal von gelblichen
Pfeilflecken durchsetzt ist, zumeist jedoch fehlt oder an dessen Stelle wir eine stark gekrümmte Submarginal-
APPIAS. Von H. Fruhstoreeb.
i 56
binde vorfinden, wie auf der Abbildung (61 c). Meine ersten Exemplare von sawela fing ich am 25. Mai 1896
auf Lombok, nachdem der Regen schon einige Wochen ausgesetzt hatte, ganz unerwartet in den Mittags¬
stunden zwischen 1 und 3 Uhr, wo die Falter sich auf Scabiosenblüten niederliessen und in Gesellschaft
von Appias albina zusannnensassen, manchmal bis 5 auf einer Blume, wie man in ähnlichen Ansammlungen
Argynnis pales gelegentlich im Engadin antrifft. Man kann die Falter dann mit den Fingern wegnehmen.
In Sumbawa nimmt die schwarze kammartige Zeichnung am Vflgl der c fcf zu und geht auch auf die Hflgl
tambora. über; ebenso vermehrt sich die schwarze und blaugraue Bestäubung der ??, dies ist tambora Frühst. (61 c). —
Im micromalayischen Gebiet und der papuanischen Region treffen wir noch eine ganze Reihe von melania-
emilia. Rassen. Auf Sumba begegnen wir emilia Frühst. ? in der Grösse sawela nahestehend, jedoch von dieser und
tambora dadurch differenziert, dass die weissen Apicalllecken der Vflgl sich stark verbreitern, so dass sie eine
zusammenhängende Binde bilden. Die Grundfarbe aller Flügel ist ausserdem reiner weiss und ausgedehnter, die
paula. Hflgl sind schmäler schwarzgerandet. — paula Röb. von Wetter ist eine sehr kleine Rasse. cF mit feiner Zähne-
lung der Vflgl, $ mit sehr schmalem, scharf abgesetztem Distalsaum aller Flügel und kleinen gelben Subapical-
eurosundana. mäkeln der Vflgl. Unterseite der Vflgl durchweg hellgelb angeflogen. — eurosundana Gr.-Sm. cf fast
ohne schwarze Zeichnung der Vflgl, ¥ ebenso wie paula-% mit gelbem Basalfeld der Vflgl. Unterseite sonst
urania. wie sawela-9- , nur kleiner. Timor. — urania Wall, ist eine sehr prägnante Inselrasse, cf ähnlich zoe, aber
mit ausgedehnteren schwarzen Feldern der Vflgl in der Regenzeitform, ohne Spur einer subapicalen Fleckung
albata. in der Trockenzeitform (= albata Hpffr.). ? dohertyi Rothsch. unterseits ähnlich jenem von lankapura Moore,
aber lichter gelb mit noch breiterem, schwarzem Subapicalband der Vflgl. Oberseite beider Flügel schwarz
mit weissem Discalfeld der Vflgl, gelbem der Hflgl. Beide Geschlechter sehr selten in Celebes, ¥ erst
zoe. durch Doherty entdeckt. — zoe Voll. (61b) differiert von allen bekannten Rassen dadurch, dass auf
der Unterseite der Vflgl der cf cf stets zwei quadratische schwarze Subapicalflecken vorhanden sind. —
uranides. Bei Regenzeitform uranides form, nov., die urania Wall, von Nord-Celebes entspricht, vereinigt diese Flecken
eine schmale schwarze Binde und der Apicalanflug der Vflgl, sowie die Unterseite der Hflgl sind ocker -
statt hell schwefelgelb. Vom ¥ lassen sich ausser der Form principalis mit gelblichweisser Unterseite der
limbata. Hflgl noch eine Form limbata form. nov. mit breitem, schwarzem Aussensaum der Htlgl und eine Form
melanides. melanides form. nov. erwähnen. Letztere ist sehr ähnlich melania F., aber mit noch schmälerem, schwarzem
Aussensaum und weisslichem statt ockergelbem Basalfeld der Hflgl. Solche ¥¥ haben englische Autoren ver¬
leitet , zoe mit melania F. zu synonvmieren und melania als auch auf den Molukken vorkommend zu
cynisca. registrieren. Batjan, Halmalieira, Obi, nicht selten. — cynisca Wall, im weiblichen Geschlecht sehr ähnlich
zoe, aber mit verschmälertem, weissem Discalfeld aller Flügel und hell gelbgrünem statt ockergelbem Basal¬
feld und braunschwarzem, nicht gelb marmoriertem Distalsaum der Hflglunterseite. cf wie bei albata Hopff.
antoniae. von Celebes, Insel Buru, selten. — antoniae subsp. nov. durchweg heller als die vorige. Subapicalfleckchen
der Vflgl grösser, gelblich. ¥ mit schmälerem, schwarzem Aussensaum, Basalfeld der Hflgl hellgelb. Ost-
saina. Ceram, Saparua. — saina Gr.-Sm. ist eine in Neu-Guinea seltene Subspecies. cf ähnlich melania und zoe,
aber mit weniger Schwarz. ¥ ähnlich dem zoe-$, aber mit gelbem statt schwarzem Apex der Vflgl und
falcidia ockergelbem Basalfeld der Hflglunterseite. Holländisch Neu-Guinea. — falcidia subsp. nov. ist eine noch dunklere
Satellit-Inselrasse ; ¥ mit sehr grossen weissen Subapicalflecken der Vflgl, Htflgl schön hellgelb mit einem sehr
melania. breiten schwarzen Saum, der gelb überpudert ist. Insel Biak in der Geelvinkbai. — melania F. (= ega Bsd.)
(61 c, d) ist die australische Form der weit verbreiteten Art, die sehr wenig variiert. Alle ¥¥ machen den
Eindruck, als kämen sie nur in der Regenzeit vor; die Oberseite ist blendend weiss mit tiefschwarzem Rahmen,
die Unterseite der Vflgl rein weiss. Apex blauviolett schimmernd, Htflgl gelblich mit rotorangefarbenem
jacquinoti. Costal- und Analsaum. Australien, von Caj^e York bis Sidney. — Von jacquinoti Luc. (cf athama Luc.) ¥ aus
Balau (Palau?) beschrieben, verlegten englische Autoren den cf nach Ceram das ¥ nach Samoa. Letzteres
dürfte richtiger sein., cf kleiner als melania-cP, oberseits gelblichweiss, Gostale und Apex fein braun gesäumt,
unten bleichgelb mit grossem gelbem Apicalfleck der Vflgl. ? oberseits gelblichweiss, breit, schwarz um¬
säumt mit 3 gelblichen Subapicalflecken. Vflgl unten schwefelgelb, mit bräunlichem Apex, Hflgl gelb, mit
wallacei. breitem, schwarzem perlgrau überpuderten Aussensaum. — wallacei Bth., ist eine ausgezeichnete Inselrasse;
cf oberseits rein weissund mit schwarzbrauner Gostale, ¥ prächtig dunkelzitrongelb, Vflgl mit breitem schwarzem
nach aussen mässig eingeschnittenem Distalsaum, der drei gelbe Makeln trägt. Terminalsaum der Htlgl gelb,
caledonica. Submarginalbinde gleichmässig schwarz. Mallicollo-Insel der Neu-Hebriden. — Als caledonica hat Felder
psyche. eine der wallacei nahestehenden Rasse von Neu-Galedonien beschrieben, zu der psyche Felder wohl nur
das cf darstellt. — Unter dem Namen ayave kursieren eine ganze Reihe von Inselrassen, von denen die
agave. typische Form agave Fldr. (61 b) einen relativ breiten schwarzen Aussensaum der Hflgl der ¥ führt, deren
Vflgl stets weiss sind. Die Färbung der Hflgl wechselt von bleichockergelb bis zu hellzitrongelb , bleibt
nikomedeia. auch manchmal weiss. Luzon. — Als nikomedeia subsp. nov. bezeichne ich die Rasse der Insel Bazilan,
cf mit ausgedehntem geschwärztem Apicalsaum der Vflgl, und dunkler gelber Unterseite der Vflgl als agave
Fldr. von Luzon, ¥ weiss, mit breitem schwarzem Aussensaum, der auf der Unterseite der Htlgl violett
terentilia. schimmert. Ähnliche ¥¥ kommen auch in Mindanao vor. — Als ferentilia subsp. nov. beschreibe die Palawan-
iria. Inselrasse, deren ¥ in hohem Masse Modificationen unterliegen. ¥ = form, iria form. nov. (61 b) oberseits
weiss, mit isolierten, rundlichen, braunen Distalmakeln der Htlgloberseite; Apex der Vflgl und die Hflgl
PHRISSURA. Von H. Fbuhstorfeb.
157
ockergelb ohne Spur von Binden oder Rändern. ¥ -- form, flaminia form. nov. ebenso gezeichneter Jldgl flaminia.
aber oberseits gelb, ebenso die Subapicalflecken der Vtlgl. horatia form. nov. hat gelbe Oberseite der horatia.
Hflgl , die beiderseits einen breiten schwarzen Aussensaum führen, bei aegina form. nov. ist die aegina.
Oberseite weiss, Hflgl mit schmaler schwarzer Umrahmung der Oberseite, Unterseite hellgelb; — mar - marginata.
ginata form nov. Hflgl. beiderseits breit, schwarz umrandet, Oberfläche der Hflgl. unterseits dunkelocker¬
gelb. Sämtliche fünf Formen kommen im Monat Januar an derselben Stelle auf Palawan vor. — plaetoria plaetoria.
subsp. nov. ist die Rasse der Insel Balabac, wo die Art im Dezember nicht selten ist. cP unterseits dunkler-
gelb als Exemplare von Luzon, Bazilan und Palawan. S Vtlgl weiss mit kleinen weissen Subapicalflecken.
Hflgloberseite gelblichgrün mit breitem Distalrand. Apex der Vtlgl. und die gesamten Hflgl unterseits milch-
weiss, mit violettem und gelblichem Anflug, ohne schwarzen Distalsaum, aber mit leicht angedeuteter
Submarginalbinde. — minato Frühst, ist habituell der stattlichste hierhergehörige geographische Ausläufer, rninato.
Es sind nur cf er’ bekannt, mit feinem schwarzem Aderbezug und undeutlichen Wischflecken der Vtlgl.
Vflglspitze und gesamte Hflgl unterseits bleichstrohgelb, die erstere mit rundem schwarzem Fleck zwischen
der vorderen Mediane. — Johigaki, eine der südlichsten Liu-Kiu-Inseln.
A. wardi Moore (60 f) ersetzt paulina in Süd-Indien, ihr kommen wahrscheinlich Artrechte zu .wardi.
Figur f 2 , stellt die Regenzeitform, f3 eine Interm ediatform dar, während bei der Trockenzeitform der
schwarze Apicalbezug noch mehr zurücktritt, und auch die bei der Regenform deutliche Subapicalbinde
der Vflglunterseite fast verschwindet. ? nähert sich vollkommen dem paulina-2 und ist bei ihr die Sub¬
apicalbinde der Vflgl fast doppelt so breit. Die Rp lebt auf Gapparis heyneana Wall, Süd-Indien, Nil-
ghiris. — yaksha subsp. nov. endlich ist eine sehr kleine spitzfltigelige Rasse des heissen Tieflandes mit yaksha.
feinen, schwarzgrauen Zähnen der distalen Partie der Vflgl. Unterseite aller Flügel fast ganz weiss. Poona,
Deesa, Bombay-Distrikt.
A. nata Kheil (60 e) eine der merkwürdigsten Arten der kleinen Insel Nias, oberseits blaugrau statt nata.
weiss, Vflgl mit feinen schwarzen Zähnen. Unterseits färben sich der Apex der Vflgl und die Hflgloberseite
gelblich, auf graublauem Grunde, Sehr selten. Insel Nias.
A. cardena (60 b) ausgezeichnet durch relativ kurze schwarze Haarpinsel des vorletzten Ab- cardena.
dominaltergits mit oberseits schwarz gegittertem Apicalteil der Vflgl, der am dunkelsten bei hagar Voll, hagar.
von Sumatra aufgetragen ist, die unterseits aber ein heller gelbgeflecktes Basalfeld der Hflgl hat als cardena cardena.
Heiv. von Nord - Borneo. Zwischen beide schiebt sich im Zeichnungs- und Färbungs - Charakter perakana perakana.
Frühst. (60 b) ein mit etwas reicher weiss dekoriertem Apex der Vflgl als hagar und schmalem, aber dunkel
orangefarbenem Basalsaum der Hflglunterseite. Malayische Halbinsel.
A. leptis Fldr. (60b) eine unscheinbare und häufige Art, die auf Java bis zu 2000 Fuss Hohe Ifptis.
überall vorkommt, wo sich Reste ursprünglicher Vegetation erhalten haben und belebt stellenweise grasige
Ränder verlassener Kaffeegärten zu vielen Hunderten. Am nächsten steht dem Namentypus balinus Frühst, balinus.
mit wesentlich eingeengten schwarzen Subapicalbinden der Vflgl und reduziertem, schwarzem Aussenrd der
Hflgl. Insel Bali. — vadus subsp. nov. (59 d) ist viel grösser mit ausgedehnterer schwarzer Umrahmung vadus.
aller Flügel, sehr grossen weissen Subapicalpunkten der Vflgl. Insel Lombok, im Mai-Juni, sehr selten, da
an der östlichsten Peripherie ihrer Verbreitung. — plana Btlr. (59 c), von der malayischen Halbinsel be- plana.
schrieben, und identisch auf Sumatra vorkommend, hat gar keinen schwarzen Hflglsaum, der bei aemilia aemilia.
subsp. nov. von Borneo gleichfalls fehlt und bei der auch die weissen Subapicalflecken der Vflgl kleiner
bleiben, die schwarze Subapicalbinde sich verbreitert. — massilia subsp. nov. (59 d) ist charakterisiert durch massilia.
die gelbliche statt weisse Oberseite. Palawan, häufig im Januar. — festrada subsp. nov. (59 c sechste Figur) festrada.
ist die kleinste der bekannten Rassen, unterseits reicher gelb angeflogen als Sumatra-Exemplare, ohne jedoch
die fast ockergelbe Färbung der masszfo'a-Unterseite anzunehmen. Häufig auf Nias.
A. maria Semp. von Luzon ist eine sehr seltene, stets nur einzeln auftretende Art von rein weisser maria.
Grundfarbe, fast gleichfarbigen Geschlechtern. In den schwarzen Aussensaum der Hflgl dringt die weisse
Grundfärbung in Gestalt einer nasenförmigen Ausbuchtung ein, was bei keiner anderen Art vorkommt.
maria führt einen nur 2 mm breiten schwarzen Rand der Hflgl. — Bei Exemplaren von Bohol und Bazilan,
dolorosa subsp. nov. (50 f), verbreitert er sich auf 3 mm, auch nehmen die drei weissen Subapicalmakeln dolorosa.
der Vflgl an Grösse zu. — Bei adorabilis subsp. nov. verbreitet sich die Flügelumrahmung auf 4 — 5 mm, so adorabilis.
dass sie die Zelle erreicht. Mindanao. Bei allen drei Rassen findet sich proximal vom violett überzogenen
Aussensaum der Hflgl ein schön gelber Anflug, der den ganzen Flügel durchzieht und unmerklich in das
gelblich weisse Basalfeld übergeht.
16. Gattung: Phrissura Btlr.
Ein philippinisches Genus, das sich südwärts bis Celebes ausgebreitet hat.. Nur eine Art bekannt,
von der noch eine Anzahl Inselrassen zu entdecken bleiben. Die Falter fliegen langsam am Waldrande,
setzen sich auf vorspringende Ästchen und Blätter des Unterholzes und treten lokal-, aber wie z. B. auf
Palawan massenhaft auf.
158
IXIAS. Von H. Frühst oefer.
aegis. Phr. aegis Fldr. (62 c) von Mindanao beschrieben, hat unterseits eine ziemlich breite schwarze sub-
illana. apikale Ouerbinde, die bei Exemplaren von den Nord-Philippinen, illana Fldr., noch stärker ausgeprägt ist.
caepia. — Bei der habituell viel kleineren caepia subsp. nov. (62 c) verlischt diese Binde teilweise. Die ?? variieren
stark, keines gleicht dem andern, und neben der dunklen Hauptform existieren Stücke mit fast ganz weissen
nivata. Hflgln und noch ausgedehnterer und fast rein weisser Mittelbinde der Vflgl, Form nivata form. nov. (62 d).
gerasa. Unterseite der Hflgl dunkelstrohgelb. Palawan, häufig im Januar; Domoran. — gerasa subsp. nov. hat eine
breitere Flügelform als caepia, einen in die Vflglzelle eindringenden fast, dreieckigen schwarzen Apicalfleck
polisma. der Vflgl ohne weisse Strigae. Sula-Mangoli. — polisma Hew. von Nord-Celebes; bei ihr wiederholt sich
aegina. der schwarze Apicalbezug auf der Vflgl Unterseite. — aegina Frühst. (62 c) von Süd-Celebes ist etwas grösser
als polisma mit langen dünnen Strichen im Apicalfeld der Vflgl, das unterseits distal nur leichthin weissgrau
angeflogen erscheint.
17. Gattung: 3\ias Hbn.
Die Fluggewohnheiten haben die Mitglieder dieser Gattung mit. den Huphina gemeinsam; im Geäder
entfernen sie sich in der Hauptsache von Pieris und Appias durch die kürzere und breitere Hflglzelle. Nach
der Gestalt der Valve beurteilt müssen sie aber zunächst den Appias eingereiht werden. — Kopf ziemlich
gross und wie der Thorax teils mit borstenförmigen , teils seidenartigen Haaren besetzt. Palpen mit stark
gekrümmtem Basalglied und sehr kleinem Endglied. Fldr relativ kurz mit. bimförmiger Kolbe. Vflgl mit
vierästiger Subcostalis, wovon die beiden ersten Äste vor dem Zellende ab zw ei gen , und Ast 3 und 4 eine
grössere Gabel als bei den Appias bilden. Obere Radiale auf etwa ’/s der Länge mit der Subcostalis ver¬
wachsen, wodurch sich Ixias von Teracolus wesentlich unterscheidet.
Rpn auf Capparis; Kopf klein, das 2., 3. und 4. Segment am breitesten, die übrigen sich nach
hinten verjüngend, Farbe gleichmässig durchsichtig gelblichgrün. Vom 4. bis zum 11. Segment trägt jeder
Abschnitt unscheinbare, rötliche Flecke. Pp kahnförmig, stark aufgebogen und besonders am vorderen Ende
sehr spitz, von bleich ockergelber Farbe, mit einem dunklen, schmalen Rückenstreifen und einer feinen
Linie auf beiden Seiten. Puppenruhe von pyrene 14—15 Tage. Rpn jeder Grösse wurden auf demselben,
von ihnen stellenweise kahl gefressenem Strauch gefunden (Lang). — Die Falter fliegen in der heissen Tages¬
zeit schnellen Fluges von Blume zu Blume, auf denen die etwas trägeren ?? ausschliesslich leben. Die cfcf
versammeln sich in vegetationsarmen Gegenden gerne an nassen Stellen, wo sie in die grossen Scharen
weisser Pieriden einen lieblichen Farbenkontrast bringen. Die meisten Arten bewohnen die heisse Ebene,
und ich fand sie unweit dem Meer stets in grösster Menge; einige Arten aber bevorzugen bergige Land¬
schaften, scheinen aber nirgends über 4 — 5000 Fuss Höhe hinauszugehen. Die meisten Species sind häufig,
einige wie venilia und balice auf Java sehr lokal, und nur wenige Rassen wie undatus auf Borneo wirklich
selten. Fast alle Ixias fliegen zu allen Jahreszeiten und es scheint eine Generation der anderen zu folgen ;
alle neigen zur Ausbildung von klimatischen Formen; beide Geschlechter sind zudem sehr variabel und
lokaler, sowie insularer Differenzierung unterworfen, weshalb bis in die neueste Zeit eine stattliche Anzahl
blosser Formen als gesonderte Arten betrachtet wurden.
I. pyrene stellt die am weitesten verbreitete, veränderlichste und zugleich grösste Art des Genus
insignis. vor. — Insignis Btlr. (72 b) ist die nördlichste -bekannte Rasse, die sich von allen benachbarten Formen durch
den tief in die Zelle der Vflgl eindringenden orangefarbenen Subapicalfleck unterscheidet. Die ?? ähneln
jenen von pyrene (71c), deren Zelle ist dicht grauschwarz bestäubt, die weisse Subapicalbinde überzieht aber
auch noch den Zellapex, an dessen Abschluss eine grosse isolierte schwarze Makel lagert., die viel kleiner
auch bei den cf cf vorhanden ist, auf der Abbildung, die nach der Tj^pe am British Museum hergestellt
wurde, aber fehlt. Hflgl mit fein grauer Überpuderung und sehr breitem, wurzelwärts tiefgezähntem
■schwarzem Aussensaum. Auf 4000 Fuss Höhe im Juli und August nicht sehr selten. Formosa. — Mit
hainana. liainana subsp. nov. möchte ich eine Form bezeichnen, bei der das orange Band nur das erste Drittel der
Vflglzelle bedeckt, aber immer noch wesentlich breiter als bei kontinentalen Rassen angelegt ist. Die Sub¬
apicalbinde ist nicht rotorange sondern eigentümlich ockergelb gefärbt, ähnlich wie bei salangana (Taf. 72 c).
pyrene. Insel Hainan. — Als pyrene L. hat die chinesische Rasse zu gelten, die Linne nach einem cf der Trocken¬
zeitform benannt hat (71c), während Gramer die dazugehörigen ?? als aenippc abbildete (71a). Die Regen¬
zeitform ist viel grösser, alle schwarzen Ränder werden breiter und bei den ?? verschmälert sich die weisse
Subapicalbinde der Vflgl, die manchmal fast ganz schwarz wird (71c). Die Regenzeitform kursiert in den
Sammlungen unter dem Namen rhexia F., sesia F., evippe Drury. — ln Yunnan kommt eine besonders prächtige,
yunnanensis. stattliche Rasse vor, mit rotgelb angeflogener Basis der Hflgloberseite, yunnanensis Frühst., die auch noch
durch rötliche statt gelbliche Vflglbinden der ?? ausgezeichnet ist. — In Tonkin begegnen wir einer weiteren
Lokalform mit besonders breit schwarz umrahmten Flügeln und relativ schmalem , dunkel orangefarbenem
tonkiniana. Subapicalfleck der cfcf — tonkiniana Frühst. (71c). Die ?? sind kleiner als yunnanensis -??, haben aber mit
ihnen den rötlichen Anflug der Subapicalbinde der Vflgl und der Oberfläche der Hflgl gemeinsam , der bei
tonkiniana jedoch weniger auffallend ist, die Verschiedenheit von den westlicheren Rassen aber immer noch
denigrata. deutlich dokumentiert. — Die Trockenzeitform der Tonkin-Rasse nannte ich denigrata (71 e). — In Annam
IXIAS. Von H. Fruhstoreer.
159
moul-
meinensis.
/atifasciata.
salangana.
pirenassa.
rhexia.
fliegt bereits eine kleinere pyrene- Rasse, und zwar in den nördlichen Provinzen eine gelbe, in den südlichen
Landstrichen eine weissflügelige Form, deren ?? ich als annamitica bezeichne (72 a), und die eine Transition annamitica.
von pyrene zu verna bilden. — In Siam erscheint eine habituell kleine Rasse, verna Druce (7 1 e), von der der verna.
oberseits gelbe cd der Regenzeitform (71 e, 6) und das oberseits weisse ? der Trockenzeitform (71 e, 5) ab¬
gebildet sind. Verna kursierte bisher als eigene Art, die Untersuchung der Genitalien ergab aber die völlige
Übereinstimmung mit pirenassa von Vorder-lndien. Verna ist im mittleren Siam namentlich im Januar und
Februar einer der häufigsten Schmetterlinge. Ich fing dort die cd cd aber nur an nassen Stellen, während
ich in Annam beide Geschlechter im Jahre vorher um dieselbe Zeit ausschliesslich auf Blüten antraf. — In
Tenasserim und Birma hat sich pyrene zu einer habituell wieder etwas stattlicheren Rasse entwickelt, deren
Regenzeitform als moulmeinensis Moore (72 a) = meipona Gr.-Sm., deren Trockenzeitform als latifasciata
Btb. (7 1 e) (= pallida Moore, citrina Moore) beschrieben wurden. — Auf der Insel Salanga erscheint eine
bisher unbenannte Rasse salangana subsp. nov. (72 c) mit stark verbreiterten und sehr dunklen Subapical-
bändern der Vflgl. — Bei der vorderindischen Rasse pirenassa Wall, erreicht die Variabilitätsfähigkeit der
Art ihr Maximum, so dass wir ihr 10 Figuren gewidmet haben, von denen rhexia (71b, 2) den cd, 71c, 2
rhexia 2 die Regenzeitform — 71c, 1, 3, 4, 5 Intermediatformen — 71c, 6 und 71 d (aenippe) Trockenzeit¬
formen darstellen, pirenassa ist bis Assam und Birma verbreitet, wo sie von latifasciatus abgelöst wird.
Neben pirenassa kommen im heissen Tiefland von Bengalen und des Bombay -Distriktes noch besonders
extreme Formen der regenlosen Periode vor, die als kansala Moore (7 Id), satadra Moore , yanduca Moore,
pygmaea Moore, ferner als frequens Btlr. , watti Btb. und endlich als jhoda Sivinh., colaba und alena Sivinh.
benannt wurden. Einige dieser Formen sind anscheinend lokal, doch lässt sich diese Frage, ohne das Material
des British Museum zu studieren, auf dem Festland nicht entscheiden; scharfe Grenzen werden sich aber
Trotz diesem Überfluss an Namen scheint die südindische Form, die mit einer ge-
^ üviu. Sie nähert sich sehr der Ceylon-
Rasse, die von neueren englischen Autoren mit Ausnahme von Butler zu Unrecht mit pirenassa vereinigt
wurde; cingalensis Moore (71 d) differiert von allen kontinentalen Formen durch die verengte orange Binde
der Vflgl der cf cd und deutlich gewinkelte Subapicalbinde der ??. — cingalensis - ?? unter sich variieren
wiederum ganz erheblich, neben Exemplaren mit leicht rötlich angehauchter Vflglbinde (71 d, 5) kommen
auch solche mit hellgelber Binde (forma connectens form. nov. 71 d) und sogar mit ganz weisser Oberseite und
ebensolcher Querbinde vor (forma nivescens form. nov. 71 d, 72 c). — andamana Moore ist eine weitere wohl
differenzierte Inselrasse, die wegen ihres ausgebleichten Kolorits von Bingham mit verna Druce vereinigt
wurde. Ihre extreme Trockenzeitform heisst lena Sivinh. — Von Borneo ist undatus Btlr. (71b) bekannt
mit stark gewinkeltem orangem Band der Vflgl. Der Falter ist selten, das ? überhaupt noch nicht auf¬
gefunden. birdi Btlr. ist eine nahestehende, ebenfalls sehr seltene Form von der malayischen Halbinsel; birdi.
das ? bleibt gleichfalls noch zu entdecken. Habituell wesentlich kleiner und unterseits dicht schwarz ge¬
strichelt im Gegensatz zu den durchweg ungefleckten undatus.
nirgends ziehen lassen
wissen Berechtigung benannt werden könnte, leer ausgegangen zu sein.
cingalensis.
connectens.
nivescens.
andamana.
lena.
undatus.
L ludekingi Vollenh. (72c) schliesst sich im cf Geschlecht eng an andamana an, doch ist bei ihr ludekingi.
auch der gelbliche Anflug der Submarginalregion der Oberseite aller Flügel völlig verschwunden und die
Subapicalbinde der Vflgl gelblich statt dunkel orangefarben. Das ? hat nur noch einen ganz schwachen
gelblichen Anflug auf der Vflglbinde. Die ?? sind sehr selten; man findet kaum eines auf 100 cf cf. Die
Heimat scheint das westliche Sumatra zu sein; im Nordosten der Insel werden sie nur zufällig gefunden.
I. malumsinum Thieme (72 c) ist bisher nur von der Insel Nias bekannt, doch sind verwandte Rassen malumsinum.
auch noch von Siberut und den Batu-Inseln zu erwarten. Das cd differiert vom abgebildeten ? durch den
bis zur Basis der Vflgl ausgedehnten und nach hinten die Submediana erreichenden, feurigroten Orangefleck.
Hflgl wie beim ?, nur mit etwas schmälerer schwarzer Saumbinde.
I. balice Bsd. (72 c). Durch das eigentümliche einfache Kolorit der überaus seltenen?? auffallend, die nur balice.
einen schmalen schwarzen unregelmässigen Streifen am Zellapex führen, der die Costale nicht erreicht. Der
ziemlich breite Orangefleck der cf cf vermengt sich nach innen mit der Grundfarbe des Basalfeldes, von dem
er durch keinerlei schwarze Bänderung abgetrennt wird. Das ? beobachtete ich nur auf dem Plateau von
Perigalengan, doch haben mir neuerdings auch cdcf aus der Umgebung von Batavia Vorgelegen.
I" flavipennis Gr.-Sm. (72b, d) stellt eine völlig isolierte, jedoch nicht seltene Art dar, von der nahe flavipennis.
Verwandte bisher nicht bekannt sind. Die Geschlechter sind auffallend verschieden, das ? ganz weiss, mit
stark gezähntem schwarzen Aussensaum der Hflgl. Die cf versammeln sich gerne in kleinen Scharen auf
den Sandbänken der Bergflüsschen, die nur ganz spärlich vorkommenden ?? aber sind Waldbewohner. Die
Art kommt das ganze Jahr über vor. Sumatra.
I. marianne Cr. (72 a). Ursprünglich von der Goromandelkiiste Südindiens beschrieben, wo sie mit marianne.
den aus Ceylon abgebildeten Exemplaren ziemlich übereinstimmend vorkommt. — Als cumballa Sivinh. (72b) cumballa.
kursiert in den Sammlungen eine extreme, stattliche, breit schwarz gerandete Regenzeitform aus Bombay
und den angrenzenden Distrikten, wovon agnivena Moore (72b) (= depalpura Btlr., meridionalis Swinh.)
160
DERGAS. Von H. Fbuhstokeer.
nola. (72 c) eine Trockenzeitform darstellt. — Als nola Swinh. (72 b) endlich ist eine besonders extreme Form der
regenlosen Zeit aus Mahableswar im nördlichen Bombay beschrieben.
venilia. J. venilia G-odt. (72 d) kommt ausschliesslich auf Java vor und ist auch dort sehr lokal und in An¬
zahl nur im Süden der Provinz Kediri anzutreffen. Die ?? variieren etwas; neben der abgebildeten Form
mit gelber Oberseite und rotorangefarbenem Subapicalfleck existieren auch solche von rein weisser Ober¬
seite, die eine lichtgelbe Querbinde tragen, in der sich am Zellschluss nur Spuren eines cadmiumgelben
Anflugs befinden. Solche ?? sind dann auch unterseits vorherrschend weiss, mit gelblichen Rändern.
piepersi. I. piepersi Snell. ist die einzige Art des Genus, die mir nicht vorlag; sie steht etwa in der Mitte
zwischen venilia und reinwardti, ist jedoch grösser als erstere. piepersi kommt bei Loka am Pik von Bonthain
und am Wasserfall von Bonthain vor und ist auch dort sehr selten. 2 cf ci1 befinden sich im Berliner Museum;
dem Britisch- Museum fehlt die Art zur Zeit.
vollenhovii. I. vollenhovii Wall. (72 d) bewohnt die Inseln der Timor-Gruppe und Timor selbst. Das abgebildete cf
gehört der Regenzeitform an; die Trockenzeitform bleibt nur wenig in der Grösse zurück. Der schwarze
Aussensaum der Hflgl verschwindet bei ihr und deren Unterseite nimmt einen fahl weissgelben Ton an.
I. reinwardti Vollenh. (72 e), von Kangean und Bali bis Timor und Alor auf allen Inseln vorkommend
und überall häufig auftretend. Sie bildet eine Zierde der Küstenlandschaft, in der sie auf Lombok in grossen
Mengen fliegt. Die cf sind schnelle Flieger und Blumenbesucher, vereinigen sich aber an besonders heissen
Tagen an feuchten Flussufern zu kleinen Gruppen. Die ?? durchflattern Dorngebüsch und verbergen sich
kangeana. mit Vorliebe unter stachlichen baumartigen Euphorbiaceen. — kangeana subsp. nov. (72 d) differiert von öst¬
licheren Rassen durch den stark verkleinerten gelblichroten Discalfleck und sehr dick schwarz bezogene
Adern der Vflgl und den besonders tief gezähnten Distalsaum der Hflgl. Unterseite aller Flügel sehr arm
balicnsis. an brauner Marmorierung. Insel Kangean. — baliensis Frühst. (— - pulchrior Btlr.) ist die bisher nur in 2 cfcf
bekannte Form der Insel Bali, die vermutlich auch noch im westlichen Java Vorkommen dürfte. Das cf ist
charakterisiert durch ein sehr grosses blau bereiftes Basalfeld, sehr hellen nach hinten intensiv gelb be-
lombokiana. grenzten Discalfleck und feine schwarze Querstreifen der Vflgl. — lombokiana subsp. nov. (72 e) entfernt sich
vom vermutlich aus Timor oder Flores beschriebenen nomenclatorischen Typus durch den kleineren dunklen
roten Mittelfleck und grosse rundliche Submarginalmakeln der Vflgl. Vom ? sind drei Formen zu registrieren,
noctula. die abgebildete (72 e) mit gelber Oberseite; (eine Intermediatform) nocfula form. nov. (72 e) fast ganz
schwarz, in der nassen Zeit vorkommend; und eine oberseits weisse Varietät, der trockenen Periode an-
reinwardti. gehörend. — reinwardti Vollenh ., wovon wir die Trockenzeitform (72 e) abbilden, hat die Htlglunterseite der
cfcf bl eichgelb weiss. Die Generation der Regenperiode ist wenig grösser, breiter schwarz gestreift; die cfcf
unten gelb, mit kräftigen braunen Submarginalüecken. Das ? erinnert an noctula , ist aber grösser, die Vflgl
unten mit grünlichgelber Zelle, breiten gelbgrauen Ultracellularstreifen, Basis der Hflgl dunkel ockergelb mit
pagenstecheri. sehr breitem, gelb meliertem violettschwarzem Aussensaum. Flores, Timor, Sumbawa, Alor. — pagenstecheri
Höher differiert im ?, von dem mir nur die weisse Trockenform bekannt ist, durch einen kräftigeren schwarzen
Abschluss der Vflglzelle; Insel Sumba.
kühni. L kühni Hob. (72 d cf , 73 a?) stellt eine völlig modifizierte reinwardti dar, deren ? einen Rückschlag
zur pirene- Gruppe bedeuten, durch die lebhaft orangefarbene Querbinde der Vflgloberseite. Die Vflglzelle
ist ganz schwarz. Es existieren zwei ? Formen, eine solche wie abgebildet mit ganz weisser und eine mit
lichtgelber Oberseite aller Flügel, welch letztere ihr Autor bereits kannte. Insel Wetter.
18. Gattung: l>ercas Dbl.
Das Hauptmerkmal dieser Gattung liegt in der kurzen, aber sehr breiten Zelle der Vflgl, welche
kaum 7 3 der Flügellänge erreicht. Der zweite Subcostalast zweigt genau am Zellapex ab und der dritte
und vierte Subcostalast bilden eine grosse Gabel. Präcostalader der Hflgl relativ lang, gerade verlaufend.
Fühler kurz , allmählich verdickt. Vflgl entweder tief gezähnt oder mit lang ausgezogenem Apex. — Nur
wenige Arten, von schnellem Fluge, die nirgends sehr selten sind, ohne jedoch massenhaft aufzutreten.. Im
Gegensatz zu ihren nächsten Verwandten, den Goneptemjx und Catopsilien, zerfallen sie schon innerhalb kurzer
Distanzen in geographische Rassen. Alle Arten kommen im Gebirge, aber in mässiger Höhe vor und sind
über 4000 Fuss kaum beobachtet worden.
D. verhuelli, aus China beschrieben, wo sie in Hongkong und im Kanton-Distrikt vorkommt und
nicht allzu selten ist. Mir begegnete die Art auch in Tonkin, wo sie in drei Formen auftritt: nämlich als
verhuelli. forma verhuelli v. d. Hoev., wie sie im Paläarktenteil (Bd. 1, 27 e) abgebildet wurde; - — ?-Form rufolineata
rufolineata. form. nov. (67 c), bei der die roten Längsstreifen noch prägnanter auftreten als bei der Hauptform, der schwarze
skertchlyi. Distalsaum sich aber sehr verschmälert; — und als skertchlyi (67 c) hat de Niceville eine ?-Form beschrieben,
mit gleichfalls reduziertem Aussenrd, aber ohne Spur von rötlichen Längsbinden. — Im eigentlichen Indien
doubledayi. lassen sich zwei Lokalrassen abtrennen: doubledayi Moore (= menandrus Frühst, i. I.) (67 d, mit dem
Ausgegeben 2. IV. 1910.
GONEPTERYX: CATOPSILIA. Von H. Fbühstobpkb.
161
i. /.-Namen mencindrus bezeichnet) von Sikkim und Bhutan, deren ??, soweit mir bekannt, stets hellschwefel¬
gelb gefärbt sind, während in Assam, Manipur und Tenasserim eine Unterart auftritt mit ausschliesslich rein
weissen ??: dies ist pallidus subsp. nov. (67 d). pallidus.
Im makromalayischen Gebiet findet sieb D. gobrias, deren ?? sich analog den kontinental indischen
Rassen verhalten und' bei gobrias Hew. (67 e) von Borneo und Nias rein weiss sind, während von der in gobrias
West-Sumatra häufigen herodorus subsp. nov. (67 d) nur gelbe ?? vorliegen, herodonts wurde auch einmal herodoms.
auf Java gefangen, ist aber dort seit. 20 Jahren anscheinend nicht mehr beobachtet worden.
Do lycorias ist der ältere Name für die als wctttichi besser bekannte Species, die sich auf zwei geo¬
graphische Rassen verteilt , die in gleicher Richtung zu dimorphen Bildungen bei beiden Geschlechtern
neigen: - difformis Nicev. (= enara Swinh.) (67 e) , die grössere chinesische Unterart, deren ?? manchmal difformis.
einen grossen schwarzen Transcellularfleck tragen, manchmal aber auch ohne diesen Vorkommen; — und
lycorias Dbl. (67 e) von Sikkim und Assam mit rundem Discalpunkt der YTflgl, der bei Assamexemplaren häufig lycorias.
fehlt: forma decipiens Nicev. (= brindaba Swinli.) (67 e). decipiens.
19. Gattung: CJonepteryx Leach.
Diese für die paläarktische Region so wichtige Gattung ist im indischen Gebiet mit nur drei Arten
vertreten. Die vikariierenden chinesischen Species sind ausführlich im Paläarktenteil (1, p. 60 u. 61) be¬
handelt, auf den auch wegen der Gattungsdiagnose verwiesen wird. Von Dercas differiert Gonepteryx durch
die viel längere Zelle der Vflgl, aber die viel kürzere, zu einem Knötchen zurückgebildete Präcostale der Hflgl.
G. rhamni L. (Bd. 1 , p. 60, Taf. 24 c), einer der Redaktionsschmetterlinge für europäische Tages¬
blätter, erscheint auch in Kontinentalindien, wo er in nepalensis Dbl. (Bd. 1, p. 61, Taf. 24 c) eine Lokalrasse nepalensis.
bildet, die sich durch satteres Gelb der cf cf, grössere orangefarbene runde Makeln, besonders der ??, und
kräftigere robustere Subcostale und Medianadern der Hflglunterseite bei beiden Geschlechtern leicht unter¬
scheiden lässt. In Nordwest- Indien und Kaschmir ist die bis Nepal verbreitete nepalensis sehr häufig, ein
typischer Gartenschmetterling, der den Menschen bis 10 000 Fuss Höhe hinauf begleitet; man hat ihn auch
vereinzelt in Sikkim, Assam, Birma und den Shan-Staaten beobachtet.
G. zaneka Moore (73 a) ist eine eigene Art mit scharf gezähnten Hflgln, die cf cf haben schön schwefel- zaneka:
gelbe Vflgl, weisse Hflgl; die ?? sind durchweg weiss getönt. Stellenweise im Nordwest-Himalaya nicht
selten, im Gegensatz zu ihren Verwandten aber nur im dichten Walde, zwischen 6 — 8000 Fuss Höhe vor¬
kommend. Die Falter sind starke Flieger und wie auch unsere rhamni zäh- und langlebig, so dass sie
meistens im verflogenen Zustande gefangen werden. — zanekoides Nicev., die selten nach Europa kommt, zanekoides.
ist etwas grösser, rundflügliger und die cf cf auch auf den Hflgln basalwärts gelb gefärbt. Oberbirma, auf
7000 Fuss Höhe gefunden. — chitralensis Moore ist die westlichste Form, bei der selbst das Gelb der Vflgl chitralensis.
auf die innere Hälfte reduziert ist, während die Htlgl einen leicht gelblich basalen Anflug zeigen; Chitral,
im Juli und August, zwischen 9 und 14 000 Fuss Höhe beobachtet.
G. amintlia Blanch. (Bd. 1, 1, p. 62, t. 24 e). Diese prächtige Art, bisher nur aus West-China be¬
kannt, wurde neuerdings auch in Formosa entdeckt, wo sich eine auf den Vflgln noch dunkler und satter
orangegelb gefärbte Inselrasse formosana Frühst, entwickelt hat, deren Hflgl fast doppelt so grosse rote formosana.
Discalmakeln führen als kontinentale Exemplare. Die Art scheint auf Formosa sehr lokal zu sein, da mir
bisher nur 6 cf cf zugingen, alle im April in Taihanroku nahe der Südspitze der Insel gefangen.
20. Gattung: Catopsilia Hbn.
Die Species dieses weitverbreiteten Genus drängen sich, ohne auffallend artenreich zu sein, im Land¬
schaftsbilde von vier Erdteilen in den Vordergrund. Sie folgen überall dem Menschen und erscheinen um
so zahlreicher, je energischer von diesem die ursprüngliche Walddecke der Tropenländer zu Kulturzwecken
vernichtet wird. Fast alle Arten kommen das ganze Jahr über vor, und eine Generation scheint die andere
abzulösen. Die Raupen treten im Gefolge in gewaltigen Massen auf, manchmal innerhalb weniger Tage
wertvolle Anpflanzungen zerstörend und so der gefürchteten Heuschreckenplage nur wenig nachstehend. Die
Falter erfüllen häufig wie Schneeflocken die Luft und verhindern auf diese Weise auch das Aufkommen
anderer Schmettlinge in den von ihnen befallenen Gegenden. Mehr als andere Pieriden folgen sie dem
Wandertrieb, über den schon in der Einleitung zu dieser Familie gesprochen wurde. Zu 75°/o setzen sich
die von ihnen gebildeten Schwärme aus cf cf zusammen, die ?? legen aber während des Fluges oft ihre Eier
ab, so dass deren Nahrungspflanzen so mit ihnen iibersät sind, dass es aussieht, als seien Hände voll Sago
verstreut worden. Die Wanderschwärme bevorzugen den Meeresstrand oder breite Strassen, die durch den
Vald führen, nach Dr. Maxdees einfach um Hindernisse zu vermeiden. Die ursprüngliche Ursache dieser
Wanderungen mag die Notwendigkeit gewesen sein, neue Futterplätze für die Nachkommen aufzusuchen. -
IX oi
162
CATOPSILLA. Von H. Fruhstoreer.
Beide Geschlechter saugen an Blumen, setzen sich aber ebenso gerne an feuchte Stellen im Garten,
längs der Strasse oder an Flussufern. Unter allen Pieriden besitzen sie die entwickeltsten Duftapparate. Im
Geäder stehen sie den Dercas am nächsten, doch sind die Zellen länger, der vierte Subcostalast kürzer und
der zweite entspringt am Zellende. Präcostale zu einem dicken Knopf verkümmert.
Ei beiderseits sehr spitz , meist gelblichweiss. — Rp zylindrisch , grün mit bleichem Seitenstreifen
und chagrinartiger Oberfläche; auf Cassia-Arten. Puppe kahnförmig.
Die meisten Species sind sehr variabel; auf dem Kontinent verwischen sich durch die Wanderungen
alle Rassenmerkmale — auf den östlichen Inselgruppen aber haben sich dennoch Lokalformen ausgebildet.
Einige Arten sind ähnlich wie Prioneris mit Costalzähnen bewehrt ; ein Merkmal, das aber nicht so beständig
ist wie bei den neotropischen Arten, da bei cati/la und crocale Exemplare mit und ohne solche Bewaffnung
Vorkommen. Unkus verhältnismässig klein, schmal, aber lang rüsselförmig, Valve distal nicht rundlich und
einheitlich, sondern tief eingeschnürt, zweiteilig, mit langen Borsten besetzt.
pyranthe. C. pyranthe L. ist oberseits weiss, mit schwarzem Aussensaum der Vflgl, dessen Insensität je nach
der Jahreszeit wechselt. Bei der Trockenzeitform ist er kaum angedeutet , um sich bei der Regenzeitform
stark zu verbreitern (cf = chryseis L. (69 e), ? = alcyone Cr. 69 e, 2 und 3). Die Trockenzeitform (gnoma F,
(69 e) = philippina Cr., 69 e, 1 und 2) ist auch noch dadurch kenntlich, dass auf der Unterseite aller Flügel
grosse silberne Discalflecke und ein Gewirr von rötlichen Punkten erscheinen, ähnlich wie bei florella F.
Die Art ist weit verbreitet, von Formosa, Hongkong und den Philippinen durch das ganze Süd- Asien
bis Ceylon und Macromalayana.
Ei weissglänzend. Rp dunkelgrün, seitlich mit gelblichweissen Streifen, die nach oben mit schwarz-
punktierten Linien begrenzt werden. Der Rücken und der Kopf dicht schwarzgefleckt. Auf Cassia-Arten.
Pp grün mit gelbgezeichneten Ecken. Puppenruhe 7 Tage. Interessant ist das von Semper erwähnte Factum,
dass die Dauer der Puppenruhe auf den Philippinen je nach der Saison längere oder kürzere Zeit dauert.
Sie währt im April, Mai sechs, sieben, im September acht, im Dezember neun Tage. Semper erklärt dies
damit, dass die Lebensperiode der Individuen sich in je kürzerer Zeit vollendet, je gleichmässiger das Klima
evangelina. bei steigender Wärme und Feuchtigkeit wird. — evangelina Btlr. (69 e) durch rundlicheren Flügelschnitt
und kleinere schwarze Punkte am Zellapex der Vtlgl charakterisiert, ist die geographische Form von Micro-
malayana — ursprünglich aus Flores beschrieben — aber auch in Sumbawa und westwärts bis Bali vor-
lactea. kommend. — lactea Btlr. ist eine mir in natura unbekannte Rasse von Australien und den Salomon-Inseln.
florella. C. florella F. (69 d) differiert von pyranthe durch den stets in einzelne schwarze Flecke aufgelösten
Distalsaum der Vflgl, die roten statt schwarzen Fhlr, den auch auf den Vflgln auftretenden gelben Anflug
und die stets gelbe statt grünlich-weisse Unterseite, die in beiden Zeitformen reich rot marmoriert ist.
Die Regenzeitform (auf 69 d irrig als philippina bezeichnet) differiert durch bedeutendere Grösse,
ausgedehntere Schwarzzeichnung der Oberseite, während sich die Zeichnung der Flügelunterseite nicht ver¬
ändert. — Rp erbsengrün, mit deutlichem orangefarbenem, leichthin schwarz gesprenkeltem Lateralstreifen;
Kopfhörnchen rötlich braun. In Asien von China über ganz Indien bis Ceylon, dann über Persien bis Aden
verbreitet und in den tropischen Gebieten Afrikas zu Hause. Über das Vorkommen in paläarktischen Regionen
vergleiche man Bd. I, p. 59.
Co crocale kann vielleicht der gemeinste Falter Ost- Asiens genannt werden, bildet sie doch mit der
nächstfolgenden Art zusammen jene ungeheuren periodisch auftretenden Schmetterlingszüge, deren Individuen
nach Hunderttausenden zählen. Aber auch wenn sie sich nicht zu Schwärmen vereinigen, dominieren sie
überall, wo offene mit Vegetation bestandene Gelände in der Ebene existieren, wo sie rastlos von Blume zu
Blume ziehen, oder sich in Unmassen an Flussufern niederlassen, so dass sie manchmal sogar die Pferde
passierender Reifer in Unruhe versetzen, wenn sie sich aufgejagt, plötzlich mit surrendem Geräusch erheben,
um zunächst nach allen Richtungen zu verschwinden, sich aber nach kurzer Zeit, wenn die Gefahr vorüber
ist, von neuem an den Wasserplätzen einzufinden. Die Art ist weit verbreitet, vom südlichen China über
ganz Süd-Asien und von Ceylon bis zu den Salomonen, wo sie jedoch bereits selten wird. — Ei gelblich¬
weiss, an beiden Enden spitz. Rp auf Cassia-Arten, wenn eben geschlüpft hellgrün, erwachsen satt grasgrün,
dorsal am dunkelsten mit cremgelbem Lateralstreifen. Pp grün, scharf gewinkelt, mit gelben Linien und
schwarzen Tuberkeln. — Die Imagos sind sehr variabel, die cd cd erscheinen in zwei Hauptformen, nämlich
f/avescens. mit durchweg gelber Oberfläche (flavescens form, nov .) (69c) und solche mit gelber Basal-, aber weisser
Aussenhälfte aller Flügel ( alcmene Cr. 79 c). Die Breite des Schwarzen Distalsaumes der Vtlgl, scheint je
nach der Jahreszeit zu wechseln. Die Unterseite aller Flügel ist augenlos, die Fühler bei beiden Geschlechtern
schwarz. Die grosse Mehrzahl der cfcd führt ähnlich wie die cdcd von Prioneris am Costalrand der Vflgl., robuste,
deutlich mit dem Finger wahrzunehmende, schräggestellte, seitlich wieder mit Spitzen besetzte, chitinöse,
rotbraune Zähne, die vielleicht nur modifizierte Schuppen darstellen. Unter 45 untersuchten cd cd in der
Sammlung eruhstorfer führen 21 solche wahrscheinlich sekundäre Bildungen. — Im indischen Faunengebiet
jugurtha. und in Makromalayana, treten nur 2 ??- Formen auf, nämlich jugurtha Cr. (69 c) mit vorherrschend weisser
Oberseite und geringem gelblichem Basalanflug der Hflgl, undeutlicher schwarzer Submarginalbänderung und
CATOPSILIA. Von H. Fruhstoreer.
163
crocale.
latilimbata.
micro-
malayana.
virosa.
celebica.
ostentata.
flava.
rivalis.
crocalina.
jugurthina.
potnona.
weisslicher Unterseite. — crocale Cr. hat progressive Gelbfärbung (die namentlich bei Exemplaren von
Makromalayana ins Ockergelbe übergeht), ausgeprägte, schwarze Submarginalbinden und dunkel- oder röt-
lichgelber Unterseite. — 2-Form latilimbata form. nov. (69 c, zweite Figur, als crocale bezeichnet) ist die vor¬
herrschende Form auf Java, die auch unterseits auf weissperlmutterglänzendem Grunde schwarze oder braunviolette
Binden führt. Die vorderindischen Stücke sind aber niemals so intensiv schwarz koloriert wie das abgebildete
Exemplar und zumeist viel grösser. — Als micromalayana nov. subsp. wird hier die Form der kleinen Sunda-
Inseln bezeichnet, die sich durch gleichmässig gelb abgetönte Oberseite aller Flügel bei cf und 2 auszeichnet. Bei
ihr tritt zuerst auf dem Wege nach Osten eine cf -ähnliche 2-Form auf, ohne Spur schwarzer Subapicalflecken
der Vflgl ; dies ist ?-f. virosa form. nov. (60 e). Unter den cf cf ist die halb weisse, halb gelbe Abart (= alcmeone Cr.)
sehr selten. Die ?-Form virosa ist von Sumba und Alor bekannt, sie kommt aber ähnlich auch in Celebes
und in Neu-Guinea vor. — celebica nov. subsp. (68 e, 69 a) ist wie das bei celebischen Faltern fast stets
der Fall ist, die habituell ansehnlichste der crocale- Rassen und auch noch dadurch charakterisiert, dass bei
ihr jene fast ganz schwarzen ?-Formen auftreten, die als ostentata form. nov. (69 a) bezeichnet werden, die
aber durch alle Übergänge mit den helleren 22-Formen und selbst der ab. virosa Frühst, verbunden sind.
Celebes, Saleyer, Ivalao. — flava Btlr. (68 d, e) kommt der celebica nahe, bleibt aber in der Grösse zumeist
etwas zurück; auch sind keine dunkleren Stücke bekannt als 68 d 4, eine ?-Form, für welche der Name
rivalis eingeführt werden kann; während 68 d 5 mit 2-Form crocalina und 68 e 2 mit jugurthina bezeichnet
wird. — Molukken, Neu-Guinea, Australien, Bismarckarchipel, Salomonen.
C. pomona F. (69 b) unterscheidet sich von der vorigen Art durch rote statt schwarze Fühler, das
Auftreten von weissen Silberpunkten im Discus der Unterseite aller Flügel, die geringere Farbenvariabilität der
22, grössere Seltenheit, und dadurch, dass sie nach Martin und Meldungen englisch-indischer Forscher sich
nur im Walde und niemals in freier Landschaft aufhält. Auch die Sexualorgane von crocale und pomona
sind verschieden; bei ersterer sind die distalen Partien der Valve rundlich, fast gleichbreit, und der Penis ventral
ungezähnt; bei pomona ist der obere Valvenansatz sehr klein, spitz, und ebenso wie der grössere Flügel
scharfkantig, und der Penis ventral deutlich gezähnt. Diesen morphologischen Unterschieden steht aber
gegenüber, dass sowohl de Niceville wie auch Hagen erklären, beide Arten aus derselben Raupenbrut er¬
zogen zu haben. Moore hält pomona für eine blosse Zeitform der catilla, was ich nicht bestätigen kann,
weil alle Formen zur selben Zeit auf Java fliegen. Der Fall bedarf somit noch der Klärung, und der
leichtern Übersicht wegen, schliessen wir uns hier der Mehrzahl aller Entomologen an und führen pomona
als gesonderte Species. Von den uns vorliegenden cf cf aus Java gehörten 33°/o der Form aserrata ohne aserrata.
Sägezähne des Costalrandes der Vflgl an, während 20 von 30 Exemplaren der Form serrata mit solchen serrata.
Costalrandspitzen bewehrt sind. Sonst variieren die cfcf, wie jene von crocale , die meisten gehören zur Form
hilaria Cr. (69 c) mit gelber Basis und weisser Distalpartie der Flügeloberseite; die oberseits durchweg gelben
cfcf könnte man citronella nennen. Sie sind auf den kleinen Sundainseln die vorherrschende Form. Für
die 69 b als pomona bezeichnete 2-Form, mit beiderseits weisser Flügeloberfläche führen wir die Bezeich¬
nung nivescens ein; schön dunkelgelbe 22 mit breit ausgeflossenem blutrotem Fleck auf der Vflgl-Unterseite
sind cafilla Cr.; dieselbe Abweichung findet sich, jedoch viel seltener, auch auf weissem statt gelbem Grunde :
dies ist siscia form. nov. — Einer weiteren beachtenswerten Abänderung gehören solche Stücke an, bei denen die
Hflgl unterseits nur 2 grosse runde Makeln an den Subcostalästen führen (= bidotata form, nov), die keinen
zusammenhängenden Fleck wie bei catilla bilden- und besonders in Micromalayana Vorkommen. Die lokalen
Differenzen markieren sich bei pomona auch nicht so ausgesprochen, wie bei crocale, und verdient nur wieder
die celebische Form als perspicua form. nov. (69 b) Erwähnung. Hier sind beide Geschlechter bedeutend
grösser als die übrigen malayischen Exemplare; 2 durch eine komplette, besonders auch die Hflgl durchziehende
schwarzbraune Submarginalbinde ausgezeichnet, cf oberseits distal nur wenig heller als die cfcf von crocale
celebica Frühst. — hinda Btlr. ist die australische Rasse, oben eigentümlich cremefai’ben , unten prächtig
ockergelb ; von Queensland.
C. Scylla ist ein echt malayischer Schmetterling, der von Macromalayana aus bis Tenasserim und
Siam nordwärts vorgedrungen ist, und auf seinem östlichen Wege die Molukken erreicht hat. Die cfcf sind,
abgesehen von insularen Differenzen, sehr konstant; bei den 22 macht sich der Einfluss der Jahreszeiten
dadurch bemerkbar, dass im mikromalayischen Gebiete deutliche ausgebleichte Trockenzeitformen (2 -forma
ascylla Frühst. [68 a]) und auf Celebes ganz verdunkelte 2 der Regenzeit auftreten (2 forma minacia form, ascylla.
nov. [68b]). Der nomenclatorische Typus scylla L. (68a) stammt aus Java, wo die Art bis zu 2000 Fuss minacia.
Höhe hinauf nicht selten ist und überall in Gärten und offenem Land vorkommt. Man findet sie auch auf bL- lla'
Bawean, Bali, Lombok. — In Sumatra, der malayischen Halbinsel und Siam erscheint eine Rasse, die bereits
etwas ärmer an schwarz ist (68 a, Figur 3 und 4 aus Sumatra). — sidra subsp. nov. (68 b cf; 68 c, 2 auf der Tafel sidra.
als scylloides bezeichnet) ist die grössere und dunklere Rasse der Insel Sumbawa ; scylloides, Frühst. (68 b cf, scylloides.
68c 2 2) ursprünglich aus Babber beschrieben, bewohnt auch Tenimber, Wetter und andere Inseln östlich
von Timor, ist eine habituell zurückgebliebene geographische Unterart, mit beim 2 ausgeblichenem Kolorit, asaema.
asaema Stgr, (68 b) die grösste der bekannten Formen, über ganz Celebes verbreitet, und analog crocale minacia.
celebica Frühst, zur Ausbildung melanotischer Aberrationen neigend (2 Forma minacia form. nov. [68b]). — bang- bangkeiana.
hilaria.
citronella.
nivescens.
catilla.
siscia.
bidotata.
perspicua.
hinda.
164
GOLIAS. Von H. Fruhstorffr.
keiana Frühst, liat noch ausgedehnteren schwarzen Aussensaum als asaema , mit noch deutlicher aufgetra-
moluccarum. genen schwarzen Submarginalbinden aller Fgh; Insel Bangkei. — moluccarum subsp. nov. (68 c.) bleibt
in der Grösse hinter asaema zurück ; ebenso reduziert sich auch die schwarze Submarginalfleckung der Hflgl-
etesia. Unterseite; Nord- und Süd-Molukken. — etesia Hew. ist eine kleine, anscheinend noch hinter scylloicles zurück-
bleibende Form von Australien, mit hellgelbem Anflug der Hflgloberseite, die uns nur durch Hewitson’s
praerubida. Abbildung bekannt ist. — praerubida subsp. nov. hat beim ? oberseits verwaschene schwarze Flecke und
unterseits auffallend grosse hellcarminrote Submarginalmakel und ausgedehnten ebensolchen Distalanflug
aller Flügel. Insel Flores. Die Raupe ist nach Martin samtgrün, mit einem gelblich-weissen Seitenstreifen
und einigen sehr kleinen schwarzen Flecken, die ganze Oberfläche fein, wie bei einem Blutegel geringelt
und eingeschnürt. Pp mit spitzem Kopf, ähnlich jener von crocale, aber kürzer und mehr convex als die
schlanke Pp von crocale. Eine weitere Rasse ist von Luzon aber bisher nur in zwei Exemplaren bekannt
die wir in natura nicht gesehen haben.
gorgophone. C. gorgophone Bsd. (68 d) von Cap York bis Sydney verbreitet, kommt anscheinend selten nach
Europa; das cf differiert von dem abgebildeten 2 durch das Fehlen der schwarzen Submarginalflecke der Vflgl.
Die Unterseite ist wie bei scylla.
21. Gattung: Colias F.
Von diesem für die paläarktische Region so wichtigen Genus haben wir hier nur -wenige Arten ab¬
zuhandeln, die vielfach nur Ausläufer transhimalayischer Spezies vorstellen, und sich durch die südliche
Dislokation nur wenig veränderten.
Neben den Parnassius bilden die Colias eines der homogensten Genera der genannten Falterfauna,
und gewiss zählen sie mit zu den ältesten der lebenden Arten, deren Ursprung bis in die Mitte des Tertiärs
zurückzuführen ist. Die Ähnlichkeit einiger Arten mit Pieris callidice lässt auf einen direkten genetischen
Entwicklungsgang schliessen. Bei aller äusseren Gleichartigkeit ist aber die Zeichnung und Färbung auf¬
fallend unbeständig, und die meisten Arten neigen zu lokaler Differenzierung, auch scheint ausnahmsweise
unter den Tagfaltern Hybridation ziemlich häufig vorzukommen. Es hat sich herausgestellt, dass die Membran¬
schuppen, d. h. solche, die auf grösseren Internervalfeldern aufliegen, sich als ein ziemlich sicheres Unter¬
scheidungsmerkmal verwenden lassen. Die Randschuppen (cilia) sind mit wenigen Ausnahmen hellrot oder
rosa. Ausser den Aderschuppen finden sich vielfach noch hochspezialisierte Duftschuppen, die beim cf an
der Wurzel der Hflgl auf liegen. Da das cf aber dem ? zum Zweck der Begattung folgt, haben sie als Lock¬
mittel kaum Wert, und man ist deshalb geneigt, sie als Reizorgan zu betrachten.
Von Catopsilia differieren die Colias durch den jenseits der Zelle abgezweigten zweiten Subcostalast
und die noch mehr verkümmerte Präcostale ; an den Vorderfüssen fehlen den Klauen alle Anhängsel (Paro¬
nychien), welche bei allen anderen Pieriden vorhanden sind.
C. hyale (vergl. I, p. 65, t. 25g), einer der gewöhnlichsten europäischen Falter, bewohnt die zur
paläarktischen Zone gehörenden Teile Nordwest-Indiens , von wo aus die Art bis Bhutan im Osten und den
poliographus. Nilghiris im Süden vorgedrungen ist. poliographus Mötsch. (= simoda de l’Orza ) (I, p. 25. t. 26 a) ist
die Hauptform von Japan, die auf Ishigaki und Formosa bereits tropisches Gebiet erreicht und auch
gelegentlich als verirrter Wanderer auf Luzon gefangen wird. In Japan und auf Tsushima ist poliographus
einer der dominierenden Falter, der erste Frühlingsbote, der schon zu erscheinen anfängt, wenn noch
Schnee liegt, und zwar nicht in überwinterten, sondern in frisch aus der Pp geschlüpften Faltern.
Auf Tsushima begegnete ich hyale noch Mitte Oktober in einer stattlichen Form, vorherrschend mit
weissen ?$, wo sie noch alle Wiesen zu Hunderten belebten. — Aus dem nördlichsten Japan ver¬
dient eine Form Erwähnung mit ganz feinen , nur punktgrossen gelben Subapicalflecken der Vflgl,
napata. habituell von sehr kleiner Gestalt (f. napata form. nov.). Ähnliche Exemplare, wie sie Leech t. 24, f. 14
abbildete, scheinen gelegentlich aufzutreten, da ich ein ebensolches mit mausgrauem statt schwarzem
murina. Apicalbezug der Vflgl von Nagasaki mitbrachte (f. inurina form. nov.). In Kiautschou fliegt eine relativ
kleine dunkle Rasse, die durch breiten schwarzen Apicalbezug der Vflgl sich ernte nähert.. — In den
Hochgebirgen West-Chinas scheint eine Riesenform ausschliesslich vorzukommen mit besonders lebhafter
pyxaganthus. hell zitrongelber Färbung (pyxagathus form. nov.). — Exemplare mit goldgelbem Anflug der Vflgl der
FRüHSTORFEP.’schen Sammlung aus Japan erinnern an die auch von Europa bekannte Abweichung radii-
glicia. formis Schultz. • — Als glicia subsp. nov. (72 f) wird die in Kaschmir nicht seltene und anscheinend kon¬
stant auftretende Form bezeichnet, die durch zusammenhängende relativ grosse gelbe Subapicalflecken der
Vflgl auffällt und an sareptensis Styr. von Süd-Russland erinnert. Aus Höhen von 14 — 15 000 Fuss bekannt.
lativitta. — Bei lativltta Moore (72 f), aus Nordwest-Indien, fehlen diese gelben Fleckchen, wodurch sich diese
nilagiriensis. Form der ernte nähert. — nilagiriensis Fldr. (72 f) ist eine habituell sehr kleine Rasse mit namentlich
beim ? sehr breitem schwarzem Distalsaum , der auf den Vllgln kaum noch Spuren einer weisslichen Be¬
stäubung trägt. Nilghiriberge, Süd-Indien, aus 5000 Fuss Höhe bekannt. — Als zur paläarktischen Fauna
gehörig, aber sich an die japanischen Formen anschliessend, wird hier hyale palidis subsp. nov. aus dem
TERIAS. Von H. Fruhstokfer.
165
Vilui-Gebiet erwähnt, charakterisiert durch eine hell cremefarbene Oberseite der a*o* und bleich gelblich-
weisse, sehr kleine ??. Der Aussensaum aller Flügel neigt zu einer Verfärbung ins hellgraue, ebenso ver¬
bleicht der Discalfleck der Hflgl. Auch die Flügelunterseite ist sehr arm an schwarzen Zeichnungen.
Als naukratis subsp. nov. wird dann eine weitere Form eingeführt, der alta Staudinger’s nahekommend, von
zart gelber Grundfarbe, die in der Grösse die Mitte hält zwischen mitteleuropäischen cTcf und solchen aus
Japan, mit sehr ausgedehnten gelben Subapicalmakeln der Vflgl. Vaterland Sibirien.
Als C. aias Frühst, ist (73 a) die einzige insulare Rasse der paläarktischen palaeno L. abgebildet,
die bereits im ersten Band p. 63 besprochen wurde. Sie differiert von allen bekannten Formen durch
den verbreiterten schwarzen Aussensaum der Vflgl. Das ? ist rein weiss, mit doppelt so breit angelegtem
Aussensaum der Vflgl als bei europäischen Stücken. Hauptinsel von Japan.*)
C. ladakensis Fldr. (= shipkee Moore ) oberseits prächtig schwefelgelb, der schwarze Aussenrd mit
grossen ovalen gelben Flecken besetzt, Hflgl dicht schwarz überstäubt, gleichfalls gelb gefleckt. Aus Ladak
und Kaschmir bekannt, wohin die Art von Tibet aus sich gelegentlich verirrt.
C. berylla Fawcett (= nina Fawcett ) (I, 26 c, p. 66) aus dem südlichen Tibet ist eine heller gelbe Lokal¬
rasse der vorigen.
C. thrasibulus nom. nov. für den seit 1881 vergebenen Namen elwesi Höher, eine seltene Lokalform thrasibulus.
von cocandica Ersch. aus Zentral-Asien, als leechi Elwes auf Taf. 72 c abgebildet, von Ladak aus 15 — 17000 Fuss
Höhe bekannt.
C. alpherakii Stgr. (I, p. 64, t. 25 e, f) überschreitet bei Chitral die indische Grenze.
C. dubia Fawc. (I, p. 67) ist eine der nordischen sulitelma Aur. verwandte Spezies, die im südlichen dubia.
Tibet in etwa 10 000 Fuss Höhe gefangen wurde und auch aus Native-Sikkim gemeldet wird.
C. wiskotti Stgr. (I, p. 70, 27 d) wurde gleichfalls in Chitral am Kandurpass in 11000 Fuss Höhe
beobachtet.
C. eogene Fldr. (1, p. 67, 26 c), eine prächtige Art, sehr zur Lokalrassenbildung neigend ist auch aus
dem indischen Reiche bekannt, wo sie in Kaschmir, Ladak und Chitral vorkommt — stets in Höhen über
9000 Fuss. Vom ? sind in Indien solche mit gelblicher und in Baltistan welche mit weisslicher Oberseite
entdeckt worden.
C. miranda Frühst. (72 f) wurde neuerdings in Süd-Tibet, nahe der Sikkim-Grenze aufgefunden und miranda.
stellt eine habituell kleine, in der Färbung etwas von ocker- zu rotgelb variierende Species dar, die ursprüng¬
lich als Lokalrasse von eogene aufgestellt wurde. Das ? (30, f. 5) ist hellockergelb mit breiter, schwarzer
Submarginalbinde der Vflgl, bleichgelbem Distalsaum aller Flügel und einem gelben oblongen Fleck auf den
sonst schwärzlichen Hflgln. Kamba-Jong aus 15 — 17 000 Fuss Höhe.
C. stoliczkana Moore (72 f) ist eine aus Changla in Ladak beschriebene Species von hell ocker- stoliczkana.
gelber Grundfärbung, deren ? miranda nahesteht , aber abgesehen von der lichteren Oberseite auch noch
einen bis zur Basis durchgezogenen Zellstrich der Hflgl besitzt. Die cfcf führen ausserdem einen bis zum
Ird durchgeführten schwarzen Terminal säum der Hflgl. Flugplätze gleichfalls in der Höhe von 4 — 5000 m.
C. fieldi Men. (I p. 68, t. 26g) zerfällt in zwei Rassen, ßeldi aus China, wesentlich grösser als field..
edusina Butl. von Indien , wo sie von Kaschmir bis Bhutan und Assam verbreitet ist. Das ? tritt in zwei
Formen auf, einer dunklen Regenzeitform, ohne gelbe, und in der kleineren Trockenzeitform mit gelben
Flecken am Gostalrande der Vflgl. Die Art geht von 5 — 12000 FuSs und ist an manchen Stellen sehr
häufig. Bingham hat sie neuerdings auch in Oberbirma aufgefunden.
22. Gattung: Terias Swains.**)
Die Arten dieses beinahe kosmopolitischen Genus kommen in solchen Massen mit den tropischen
Sendungen, dass sie neben den Catopsilia und gewissen Danaiden einen Schrecken der Sammler bilden, aber
sehr zu Unrecht, denn sie verdienen vielleicht mehr als andere prunkende Tagfalter ein genaues Studium,
das durch die Neigung der Arten zu horodimorphen, lokalen und insularen Formenbildungen zu einem
ebenso schwierigen wie interessanten gestaltet wird. Obgleich im allgemeinen sehr variabel, bleiben einige
anscheinend unbedeutende Merkmale auffallend konstant, wie das Auftreten von nur einem, zwei oder drei
schwarzen Punkten auf der Unterseite der Vflglzelle. Auch wiederholt sich die Subapicalzeichnung der
Vflglunterseite bei heterogenen Arten in der täuschendsten Weise ( hecahe , sari). — Im Geäder stehen sie den
Colias nahe durch die rudimentäre Präcostale und die kurze und breite Zelle der Hflgl, differieren aber da¬
durch, dass zwei Subcostaläste vor dem Zellende der Vflgl abzweigen, deren Zelle breiter ist, und vor allem
durch die schwachen und zarten Flügel.
*) C. phila Frühst. (73a) wurde mir aus Kaschmir zugesandt, es hat sich aber jetzt erst herausgestellt, dass mir der
Sammler ein farbenarmes europäisches Exemplar, das er im Tausch erworben hatte, aus Versehen unter lauter echte Kaschmir-
talter mischte. Der Name fällt somit als Synonym von phicomone Espcr.
**) Der besser bekannte Name Eurema Hbn. von 1826 ist um 6 Jahre jünger als Terias 1820 — 21.
166
TER1AS. Von H. Fruhstorfer.
libythea.
rubella.
senna.
fruhstorferi.
drona.
herlina.
zoraide.
sinta.
imaculata.
venata.
pallitana
ratna.
sikkimica.
laeta.
pseudolaeta.
annamitica.
semperi.
vagans.
hainana.
bethesba.
sana.
smilax.
Die Flugweise der Arien ist sehr verschieden, die meisten bewegen sich nur langsam und energielos;
sie taumeln von Blume zu Blume und beleben allüberall in den Tropen offene Plätze, Gärten, die Ränder
der Strassen und lichter Wälder. Nur harina liebt mehr schattige Waldwege und libythea wirbelt in der
Trockenzeit raschen Flugs dahin. Alle Arten aber lassen sich durch feuchte Stellen anlocken, vereinigen
sich auch zu Schwärmen und ihre Rpn werden den Gassia- Anpflanzungen schädlich.
a. cd ohne Sexualfleck der Vflgl.
T. libythea F. ist durch den ausgedehnten schwarzen Gostalsaum der Vflgl und den proximal gleich-
mässig gezähnten und fast gleich breit bleibenden Aussensaum aller Flügel leicht von allen anderen Terias-
Arten zu unterscheiden. Die Trockenzeitform rubella Wall, führt einen auf dem Hflgl wesentlich ver¬
schmälerten Aussensaum, der sich häufig in einzelne Flecken auflöst und von einem prächtig rosaroten, an
die Gilien der Colias erinnerden Terminalrand umgrenzt ist. Ganz Indien, Ceylon und Birma. — senna Fldr. ist eine
unbedeutende Lokalform der Malayischen Halbinsel, nach Exemplaren der Regenzeit beschrieben. — fruhstorferi
Moore (73 d) aus Hinterindien differiert durch etwas schmäleren Aussensaum und reichlichere grauschwarze
Bestäubung der Flügeloberseite von vorderindischen Stücken. Die Falter gehen in Annam bis 5000 Fuss
Höhe und halten sich mit Vorliebe auf trockenen, grasigen, von Pinien beschatteten Flächen auf. — drona
Horsf. ist auf Exemplare der Regenzeit basiert und dürfte am besten als Name der javanisch-sumatranischen
Lokalform angewendet werden, welche die indischen Stücke an Grösse noch etwas übertrifft. Ich begegnete
ihr auch auf Lombok in 4000 Fuss Höhe, wo sie besonders nasse Bachufer frequentierte. Auf Java und
Lombok erscheint dann noch eine Trockenzeitform, habituell kleiner als jene der nassen Zeit, mit sehr feiner
schwarzer, gleichmässiger Saumlinie der Hflgl und fein gewellten braunen oder schwarzen Querbinden der
Htlglunterseite (herlina form. nov.). — zoraide Fldr. (= australis Wall.) gehört der Regenzeitform der
australischen Lokalrasse an, während sinta Wall, und imaculata Mislc. die Trockenzeitform bezeichnen.
b. Yflglunterseite an der Mediana mit einem Androconienbecken.
T. venata Moore, eine relativ seltene Art, sehr ähnlich drona und libythea, aber mit spitzeren Vflgln
und linienförmigem Distalsaum der Htlgl. Die nur wenig veränderte und geringer schwarz umrandete
Trockenzeitform — pallitana Moore. Kaschmir, West- und Zentralindien. — Im nördlichen Indien und
Ceylon fliegen Exemplare mit reicher schwarzer Überpuderung der Flügeloberseite = rama Moore. — Als
sikkimica Moore sind die etwas dunkler umzogenen cf cd aus Sikkim und Bhutan benannt, wo die Form von
6 — 9000 Fuss Höhe vorkommt.
T. laeta Bsd. (73 d) bewohnt gleichfalls ein ausgedehntes Gebiet und hat dieselben Gewohnheiten
wie libythea, in deren Gesellschaft sie sich zumeist befindet. Die Vflgl sind ausgezeichnet durch einen
scharf hervortretenden Apex, und durch die gewinkelten Hflgl wird die Art zu der am leichtesten zu identi¬
fizierenden Terias gestempelt. Die Regenzeitform ist unten einfach gelb mit schwarzer Überpuderung. — Als
pseudolaeta Moore ist eine Trockenform aus Tenasserim bekannt mit rötlichem Anflug und sandgrauer Be¬
stäubung. Die Art ist über ganz Indien verbreitet, sehr häufig in Kaschmir, südwärts bis zu den Nilghiri-
Bergen und östlich bis Annam und Tonkin vordringend. — annamitica Moore nom. nud. ist ein wahrschein¬
lich unhaltbarer Name. — semperi Moore bezeichnet eine relativ kleine Rasse der Philippinen, nach Semper’s
Figuren aufgestellt, die von den Benguetbergen in Luzon stammen, während cfcfi in Fruhstoreer’s Samm¬
lung aus der Nähe von Manila mehr mit Assam-Exemplaren übereinstimmen. — vagans Wall, ist die Formosa-
Rasse mit auffallend hellgelben ??. , — hainana Moore, eine uns in Natura unbekannte Form von der Insel
Hainan. — bethesba Jans., bereits im Paläarktenteil besprochen (p. 58), die Sommerform, und subfervens Btlr.
die Winterform der japanischen Subspecies, die als jaegeri Men. in den Sammlungen verbreitet ist und auch
auf Tsushima und Korea vorkommt. herla Mc Leay (— lineata Misk.), die sehr selten zu sein scheint,
ersetzt laeta in Australien, Queensland.
T. sana Btlr. scheint nach einer Abbildung, die am British Museum angefertigt wurde, allenfalls eine
venata -Rasse vorzustellen, mit auf den Vflgln breiterem, den Hflgln schmälerem Aussensaum auf sonst zeich¬
nungslosem Grunde. Von Gestalt sehr klein.
T. smilax Don. ist nach Waterhouse die kleinste uns in Natura unbekannte süd- und ostaustralische
Terias, sehr variabel, so dass die Namen casta Luc. und ingana Wall, für die Regenzeitform, varius Misk. für
eine Mittel- und parvula Hew. für die Trockenzeitform eingeführt wurden. Der Figur von ingana Wall, nach
zu urteilen, scheint die Art, die Butler in eine eigene Gruppe stellt, zu hecabe L. hinüberzuleiten.
e. cf mit zwei Streifen kurzer, dicker Schuppen zu beiden Seiten der Mediane der Yflglunterseite.
Die bekannteste Art dieser Gruppe ist T. hecabe L., die vermutlich von allen Tagfaltern die meisten
Namen bekommen hat, deren Abgrenzung eines der unsichersten und schwierigsten Gebiete orientalischer
Entomologie bedeutet. Die Art zerfällt an vielen Plätzen ihres Vorkommens in 3 Zeitformen, die unter sich
durch Übergänge verbunden werden. Die extremsten dieser Formen lassen sich durch Zucht künstlich zu
TERIAS. Von H. Fbuhstorfer.
167
anemone.
hecabe.
fimbriata.
gleicher Zeit erzielen, wenn die Ppn z. T. kalt, z. T. warm gestellt werden, ein Experiment, das Pryer in
Japan ausgeführt hat. Die Exemplare der Trockenzeit sind unterseits zumeist mit roten Flecken verziert, von
denen einer manchmal den ganzen Apex der Vflglunterseite bedeckt (fa. sodalis Moore ) und solche Stücke sodalis.
können leicht mit sari verwechselt werden. Die 22 sind stets grösser als die cfcf, bleicher, aber mit schwarzen
Punkten mehr oder minder dicht überstreut. Zwerg- und Riesenformen treten bei der Art ebenso häufig
auf, als Fehlfärbungen. Die Eier werden einzeln abgelegt, manchmal aber auch auf einem Blatt eine grössere
Menge in rhombischer Form deponiert. Im letzteren Falle lebt die grüne, leicht behaarte Rp mit grossem
schwarzem Kopf und gelblichweissem Seitenstrich gleichfalls gesellig und sogar die Ppn werden in Anzahl
nebeneinander geheftet. Wenn die Ppn an Blättern hängen, sind sie grün, wenn nahe den Blüten der
Gassia, dann gelb, und wenn die Rpn die Nahrungspflanzen verlassen, um sich an hohen Gräsern einzuspinnen,
werden sie schwarzbraun, wie die Samen in ihrer Umgebung. Die Ppn sind in diesem Falle in regelmässigen
Zwischenräumen aufgereiht, was die Täuschung vervollkommnet. Nach 6 Tagen verlassen schon die Falter
die Puppenhülse (Martin). — anemone , bereits im Paläarktenteil (p. 59) als Synonym erwähnt, ist die am
weitesten nach Norden vorgerückte Form. Zwei Rassen sind uns bekannt: anemone Fldr. von Ningpo be¬
schrieben und wohl über das ganze mittlere und nördliche China bis Korea verbreitet; mandarina de VO.
aus Japan, deren nomenclatorischer Typus auf die merkwürdig verfärbte Trockenzeitform basiert ist, während
als marriesi Btlr. die Regenzeitform benannt wurde, und hybrid a und connexiva Btlr. sich auf Intermediat-
formen beziehen. Auf Tsushima fing ich im Oktober alle Formen nebeneinander. Auf Okinawa fliegt
eine Lokalrasse, bei der eine Sommergeneration auftritt mit grossem, schräg gestelltem rotem Subapicalfleck
der Hflglunterseite, die nach Fritze im nördlichen Japan noch nicht beobachtet wurde, mir aber in
abgeschwächter Weise aus Nagasaki und Tsushima vorliegt. Auf Ishigaki, der südlichsten Liu-Kiu-Insel,
fliegt bereits eine Aecohe-Rasse, die von Formosa- und südchinesischen Stücken kaum zu trennen ist. —
hecabe L. (73 F.), deren nomenclatorischer Typus vielleicht aus China stammte, wird hier als vom
südlichen China bis Vorderindien verbreitet aufgefasst. Nahezu 25 Namen wurden den vielen Formen ge¬
geben, die allein das indische Kaiserreich bewohnen. Binghaii hat neuerdings fast alle zusammengezogen, es
scheint aber, dass eine Anzahl von ihnen die Registrierung verdient, da eine grössere Gesamtheit von Exem¬
plaren immer ein lokales Gepräge zeigt, das jedoch bei der Subtilität der Unterschiede leichter fällt mit dem
Auge zu erfassen, als mit der Feder zu beschreiben. So möchte ich fimbriata Wall, der pulla Moore, excavata
als Regenzeitform und narcissus, asphodelus sowie irregularis Btlr. als Intermediatform angehören, für die Pro¬
dukte des heissen, regenarmen Tieflands von Indien erhalten sehen, ciesiopaeoides und swinhoei Moore bezeichnen
Rassen des zentralen und westlichen Indiens, merguiana Moore, ist auf relativ stattliche Stücke mit tief
ausgebuchtetem Aussensaum der Vflgl. vom M er gui- Archipel gegründet, von denen fraterna und patruelis
Moore die Trockenzeitform vorstellen. — simulata Moore bezeichnet die dunkelgelbe Ceylonrasse, — nico-
bariensis Fldr. die Nicobaren-Subspecies — blairiana und andamana Moore die zeichnungsarme Rasse der
Andamanen. — grandis Moore ist auf besonders hervorragende Exemplare der Gebirgsregion von Sikkim
gegründet. — Simplex Btlr. auf cf cf mit stark reduziertem schwarzem, gleichmässig verlaufendem Distalsaum —
und apicalis Moore auf die extremste, nur noch mit einem schwarzen Apikalfleck versehene Form basiert,
und als sarinoides form nov. wird hier jene Trockenzeitform mit dem grossen, roten Apikalfleck der Vflgl¬
unterseite, ähnlich wie bei sari Hrsf. beschrieben. — subdecorata Moore bezeichnet eine Lokalrasse von
Hainan - wovon attenuata Moore eine Trockenzeitform darstellt, hobsoni Btlr. jene der Insel Formosa, die von
Tonkin und Honkong-Exemplaren durch das gleichmässigere fahle Colorit der 22 und die dunkler gelb getönten
cf cf zu differieren scheinf und auch noch auf den südlichen Liu-Kiu-Inseln, wie Ishigaki vorkommt. — Auf
den Philippinen ist zwischen den Tieren der nördlicheren und südlicheren Inseln ein recht grosser Unter¬
schied. Die Luzonrasse ist luzoniensis L., klein, von dunkelgelber Färbung, sich eng an die Honkong-
Exemplare anschliessend; 2 einfach blassgelb, ohne schwarze Bestäubung und somit sehr ähnlich hobsoni. —
sintica subsp. nov. bewohnt Mindoro. Vflgl mit grossem, schwarzem Fleck am Zellapex, Distalsaum der Hflgl
relativ schmal schwarzbraun. Die gesamte Flgloberfläche leicht schwarz überpudert. — tamiathis subsp. nov.
(= diversa auct. nec Wall.) ist die südlichste und dunkelste geographische Unterart, mit sehr breitem Aussen¬
saum; Flgloberfläche dicht schwarz beschuppt, Zellapex mit kleinem, undeutlichem schwarzem Fleck besetzt.
Mindanao, Bazilan, Jolo; — jalendra subsp. nov. übertrifft an Grösse noch tamiathis ; die schwarze Über¬
puderung der 22 fehlt, der Distalsaum wird bei beiden Geschlechtern etwas schmäler. Palawan, Balabac. —
borneensis subsp. nov. (73 e) führt namentlich beim 2 einen stark aufgetragenen Aussensaum. Nord- und
Siid-Borneo. — locana subsp. nov. ist charakteristisch durch kaum ein Drittel so breite Randbinden, Natuna-
Inseln. — lalilimbata Btlr. ist der älteste Name für die besonders grosse Sumatrarasse, die sich in beiden
Geschlechtern von borneensis durch schmälere Umrandung unterscheidet. — bidens Btlr. ist auf ein dunkles
2 der Regenzeitform basiert und semifusca Btlr. auf ein ? mit halb schwarzer, halb gelblicher Oberseite aller
Flügel. — toba Nicev. ist eine kleine im 2 bleich weissgelbe Gebirgsform. Nord-, Ost- und West-Sumatra. -
satellitica subsp. nov. ist ein neuer Name für die habituell kleine Was-Form, deren 22 ähnlich wie die 22
von tamiathis schwarz überpudert sind. — Als sankapura subsp. nov. wird die Gesamtheit von insularen Formen
zusammengefasst, die Bawean, Java, Bali und Lombok bewohnen, durch schmalen, schwarzen Aussensaum
und ziemlich gleichartigen Verlauf der Vtlglgrenzen auffallen. — enganica subsp. nov. hat dagegen proximal
simulata.
nicobariensis.
blairiana.
andamana.
grandis.
simplex.
apicalis.
sarinoides.
subdecorata.
attenuata.
hobsoni.
luzoniensis.
sintica.
tamiathis.
jalendra.
borneensis.
locana.
lalilimbata.
toba.
satellitica.
sankapura.
168
TERIAS. Von H. Feuhstorfer.
chemys. sehr tief eingeschnürte Randbinden aller Flügel. Insel Engano. — chemys subsp. nov. ist die bei den cf cf
brevicostalis. tiefgelbe, beim ? in der Basalgegend trübgrau überpuderte Rasse der Inseln Alor und Sumbawa. — brevi-
costalis Btlr., eine habituell kleinere Form der Inseln der Timorgruppe mit proximal tief eingekerbter Aussen-
binde; Timor, Wetter, Babber, Dämmer, Kisser und Key. — Auf Sumba lebt eine ähnliche, schon etwas
dendera. modifizierte Inselrasse, proximal unmerklich gezähnt. — dendera subsp. nov. — Als kalidupa subsp. nov.
kalidupa. wird eine der prägnantesten Satellitinselform hier vorgestellt, deren cf cf an brevicostalis erinnern, satter gelb
getönt sind und einen schmalen schwarzen Aussensaum führen. Das $ ist aber über und über dicht schwarz
dentyris. überpudert und die Adern breit schwarz bezogen. Insel Kalidupa, von H. Kühn entdeckt. — dentyris subsp.
nov. ist eine habituell kleine Form, mit sehr schmaler Randbinde, tief dunkelgelben cf cf aber unbestaubter
asanga. Oberfläche der ??; Tanah-Djampea, Saleyer. — Als asanga subsp. nov. wird die Nordmolukkenrasse einge-
führt, die Btlr. mit seiner brevicostalis von Micromalayana vereinigt, dieser auch sehr nahesteht, aber durch
sin da. mehr grünlichgelbe ?? differiert. Halmaheira, Batjan. — sinda subsp. nov. ist eine Bergform von Süd-Celebes,
mit relativ schmalem schwarzem Aussensaum der Hflgl der cf cf und sehr grossen auffallend bleichgelben ©.
Unterseite mit sehr grossem, rotbraunem Apicalfleck; Hflgl. mit vier verschwommenen Makeln. Die ?? diffe¬
rieren von den neben ihnen vorkommenden ?? von latimargo Hpff'r. durch das Fehlen schwarzer Bestäubung
der Oberseite aller Flügel und die sehr verschmälerte Randbinde der Hflgl. Pik von Bouthain, Februar
oeta. 5000 Fuss. — Als oeta subsp. nov. wird die Gesamtheit der in allen Teilen von Neu-Guinea vorkommenden
hecabe aufgefasst — die von sulphurata Btlr. durch die dunkler gelbe Grundfarbe, den Avenig ausgedehnten
kerawara. schwarzen Distralsaum aller Flügel und die sattere Färbung der Unterseite differieren. — kerawara Ribbe
sind Exemplare vom Bismarckarchipel benannt, mit grünweisser Oberfläche der ?? und nur leicht gelbem
magna. Anflug der Hflgl; Neu-Pommern. — magna Ribbe ist eine ähnlich gefärbte Rasse, aber von grösserem Aus-
nivaria. mass. Insel Mioko. — nivaria subsp. nov., von den Salomonen, hat fast ganz weisse ??, die an jene von
biformis erinnern, aber doch noch Spuren eines gelben Anflugs aufweisen, deren Hflgl. aber kaum merklich
sulphurata. schwarz umsäumt sind. — Unter sulphurata Btlr. fasst deren Autor neuerdings alle australischen Exemplare
und eine ganze Anzahl Inselrassen wie hebridina, aprica (Tonga-tabu) maroensis, laratensis Btlr. zusammen,
ein Vorgehen, das noch der Nachprüfung bedarf. Die australische Rasse ist im allgemeinen, trotzdem Zeit-
diversa. formen auftreten, weniger variabel als vorderindische hecabe. — diversa Wall, ist eine sehr interessante
Unterart mit Aveissen statt, gelben ??. Die Type stammt aus Buru; neuerdings sind auch Exemplare auf Obi
biformis. entdeckt Avorden. — bifonnis Btlr. (73 c) ist der Name für die wenig grössere und etwas bieiter schwarz
bandana. umsäumte Rasse von Ambonia und Ceram. — bandana subsp. nov. hat beim cf dieselbe Randzeichnung wie
biformis, aber ein lichtgelbes ? mit sehr schwachem schwarzen Distalsaum.
tecmessa. T. tecmessa Nicev. aus Penang und Nordost-Sumatra beschrieben, von Perak und West-Sumatra in
Fruhstorfers Sammlung, ist eine hochspezialisierte Form, ausgezeichnet durch längliche statt abgerundete
Vflgl, sehr scharf abgesetzte schwarze Umrahmung der grünlichgelben Flügelobertläche und einem an sari
und sodalis gemahnenden rotbraunen, aber von einer gelblichen Zone durchzogenen Apikalfleck der Vflgl-
unterseite. Ihre Artrechte sind aber dennoch zweifelhaft.
latimargo. T. latimargo Hopfr. (= anguligera Btlr.) vermittelt durch den bei Nord-Celebes Exemplaren bis zur
Flügelmitte durchgezogenen Analsaum der Vflgloberseite einen Übergang zur tf/o/m-Gruppe; andererseits
wird durch die Färbung der ??, von denen einige an südphilippinische, andere an malayische Rassen erinnern,
und das Vorhandensein von 2 Zellpunkten der Vflglunterseite eine so nahe Venvandtschaft mit hecabe
ausgedrückt, dass deren Speciesberechtigung auch noch nachgeprüft werden muss. Vier Formen ver-
nesos. dienen Erwähnung, = nesos subsp. nov. (73 e, f) mit schmälerem schwarzen Distalsaum und schwächerer
schwarzer Bestäubung der Flügeloberseite, cf sehr gross, viel heller gelb als Noid-Celebes-cfcf Nesos be-
Avohnt den Pik von Bouthain, avo in etwa 4000 Fuss Höhe im Februar und März sich beide Zeitformen
sophrona. ablösten. — sophrona form. nov. ist die Form der Ebene bei Makassar und am Wasserfall von Maros häufig;
cf cf von kleinerem Habitus, ? dunkelgelb ohne jedwede .Bestäubung. — latimargo Hpff. ist die in beiden
pylos. Geschlechtern dunklere Bergform von Nord-Celebes. — pylos subsp. nov. eine ausgeprägte Inselrasse mit
othrys. breiterer und tiefer ausgebuchteter Umrandung aller Flügel. Sula-Mangoli. — othrys subsp.' nov. hat auch
sehr breiten proximal zugespitzten Analfleck der Vflgl und gleichmässig verlaufenden, auf den Hflgl unmerk¬
lich eingeschnürten Distalsaum. Es ist dies die Form, die Semper als vallivolans ah. abbildete. Philippinen.
blanda. T. blanda Bsd. (73 e), deren Existenzberechtigung oft bezAveifelt Avurde, ist eine distinkte Species,
ausgezeichnet durch schmälere Flügel und durch Aveg Aveniger breiten Aussensaum, und von hecabe durch
3 statt 2 Querstrichelchen auf der Unterseite der Vflglunterseite zu unterscheiden. Letzteres Merkmal ist
ZAvar etAvas unbeständig, bei den Exemplaren der Regenzeit manchmal kaum zu erkennen, dafür lässt aber
die Gestaltung der Genitalien die Art um so fester umgrenzen. Die Valve von hecabe ist distal (abgesehen
von drei fingerförmigen Anhängseln) mit nur einer langausgezogenen abgerundeten Spitze versehen, jene von
blanda aber trägt eine kleine Krone von vier scharfen Zähnen. In den Zeichnungscharakteren variiert blanda
ebenso Avie hecabe, die Exemplare der Regenzeit unterseits fast fleckenlos, jene der Trockenperiode rot ge¬
sprenkelt. Auch die Form sodalis tritt auf, und so kam es, dass hecabe und blanda vielfach verwechselt
wurden, gehört doch sogar ein Teil der Äecaöe-Figuren in Moore’s Lepid. Indica zu blanda. — Die Rp ist
Ausgegeben 4. IV. 1910.
TERIAS. Von H. Fruhstoreer
169
ebenfalls von der hecabe- Rp verschieden, lebt auf einer anderen Nahrungspflanze, Wagatea spicata, und ist
von grüner Farbe mit auffallend grossem schwarzem Kopf und einem undeutlichen gelben Seitenstreif.
Die Ppn sitzen eng aneinandergereiht auf Zweigen, sind dunkler als hecabe- Ppn und fast ganz schwarz.
blanda ist fast ebenso weit verbreitet als hecabe, nur an deren östlichster und nördlichster Peripherie scheint
sie zu fehlen. — arsakia subsp. nov. ist der nördlichste bis jetzt aufgefundene Ausläufer. Beide Geschlechter arsakia.
sehr gross; Distalsaum der Hflgl der cf cf relativ schmal; ? bleich grüngelb mit breitem, proximal tief und
gleichartig gezähntem Aussensauin. - Die Trockenzeitform aphaia form. nov. bleibt namentlich beim cf aphaia.
hinter der Regenform zurück; ? fast ohne schwarze Begrenzung der Hflgloberseite , ohne die bei arsakia
dichte schwarze Überpuderung. Aussensaum der Vtlgl der cfcf fast geradlinig verlaufend; die Unterseite
rötlich gesprenkelt, arsakia ist im Juli und August, aphaia im März und April auf Formosa nicht selten. -
acandra subsp. nov. ist die Form der Insel Hongkong, von der mir nur die Ende Oktober gefangene Trocken- acandra.
zeitform vorliegt, die ein dunkelgelberes Kolorit und noch schmälere Umrahmung der Vflgl als aphaia auf¬
weist. — Die Philippinen beherbergen eine Reihe von Inselrassen, von denen visellia subsp. nov. die auf den visetlia.
Hflgl etwas breiter als acandra gesäumte, blasser gelbe Luzonfornr, — mensia subsp. nov. von dunklerem mensia.
Kolorit und verbreiterten Binden, jene der mittleren Philippinen bezeichnet. Samar, Leyte, Bohol.
vallivolans Btlr. ist auf die dunkelgelb, breit schwarz umgürtete Trockenzeitform von Mindanao gegründet, zu vallivolans.
der simulatrix Stgr. eine sehr grosse, breit schwarz beschattete Regenzeitform vorstellt. — natuna subsp. nov. simulatrix.
ist eine Inselrasse mit fast gleichmässig und nur mässig breitem Aussensaum, und einem ganz hellen, in natuna.
der Färbung an harina-% erinnernden ?. — silhetana Wall. (73 c) ist nach Exemplaren der Trockenzeit be- silhetana.
schrieben; die namentlich auch auf den Hflgln etwas breiter schwarz umrandete Regenzeitform nannte Butler
heliophila; Assam, Sikkim. — davidsoni Moore (73 c 2), irrig als silhetana bezeichnet, ist die in beiden Ge- heliophila.
schlechtem gewissen hecabe durch die auffallende Ausdehnung des Randbelags am nächsten kommende Rasse davidsoni.
von Süd-Indien. Exemplare von Tenasserim und Tonkin bis Siam und Annam differieren durch schmälere
Flügelzeichnung etwas von vorderindischen Stücken. — citrinaria Moore , auf Exemplare der Trockenzeit citrinaria.
basiert, bezeichnet die habituell kleine, sehr gleichartig gezeichnete Geyionrasse, von der sich die Namen
templetoni Btlr., uniformis und rotundalis Moore auf Exemplare der Regenzeit beziehen. — snelieni Moore templetoni.
( nom . nud.) wird auf eine stattliche, breitumrandete Rasse von Sumatra, Perak und vermutlich auch Borneo uniformis.
übertragen. — blanda Bsd., deren Namenstypus aus Java stammt, ist in beiden Saisonformen fast über-
einstimmend gezeichnet, schmal und fast immer geradlinig. ?? sind selten; eines von Bawean führt aus¬
gedehnten Distalanflug der Hflgloberseite. Java, Engano, Bali. — sanapati subsp. nov. ist habituell kleiner, sanapati.
dunkler gelb, der schwarze Bezug der Vflgl fast auf die Apicalpartie beschränkt. Sumbawa, Lombok, Alor,
Sumba (?). — roepstorffi Moore, auf Exemplare der Trockenzeit basiert, differiert von der Ceylonrasse durch roepstorffi.
die bedeutendere Grösse. — cadeüli Moore ist eine extreme Trockenzeitform ohne schwarzen Distalsaum der cadelli.
Hflgloberseite. Andamanen, Nicobaren; beide sind in der Weise beschrieben, dass die Andamanen je das cf,
die Nicobaren das ? geliefert haben. Wenn die Nicobarenrasse differieren sollte, müsste diese neu be¬
nannt werden. — cantideva subsp. nov. ist eine sehr kleine Rasse von dunkelgelbem Kolorit mit stark ver- cantideva.
breitertem und sehr tief ausgebuchtetem Distalsaum der Vflgl. Insel Wetter. — Mit cungata subsp. nov. be- cungata.
ginnt eine Reihe von Formen, die durch ihre besonders langgestreckte Flügelform sich wieder dem
Phiiippinentypus vallivolans Btlr. nähern. Die Randbinde ist schmal, sehr regelmässig; ? nur wenig vom cf
verschieden, basalwärts nur leichthin schwarz überstäubt. Amboina. — indecisa Btlr. ist die satter gelbe, indecisa.
etwas breiter umrandete Rasse der Nord-Molukken; Halmaheira, Ternate, Mangoli, Waigen, Neu-Guinea. —
Von Celebes ist eine Zfemrfa-Repräsentantin noch nicht bekannt, aber mit Bestimmtheit ebenso wie von
Palawan zu erwarten.
T. moorei Btlr. ist eine interessante zur blanda- Sippe gehörige Inselform, die hier, dein Beispiele moorei.
Bingham’s folgend, als Art geführt wird; es ist jedoch nicht ausgeschlossen, dass sie nur eine modifizierte
Regenzeitform der blanda darstellt, um so mehr, als eine Trockenzeitform von ihr bisher nicht gefunden
wurde. Jedenfalls kommt sie neben den obengenannten roepstorffi und cadelli auf den Nicobaren vor, ist
von mittlerer Grösse, dunkel schwefelgelb mit gleichmässig breitem, proximal fein gezähntem Aussenrd der
Vflgl. Die Hflgl tragen nur eine schmale Distalzone. — amplexa Btlr. ist hiervon nur Lokalform mit auf amplexa.
den Vflgln etwas verschmälerter, auf den Hflgln verbreiterter Randbinde. Christmas-Insel.
Mit T. andersoni Moore beginnt eine Reihe von Arten, die nur einen schwarzen Ringfleck auf der andersoni.
Unterseite der Vflglzelle aufweisen, andersoni hat die Flügelform mit blanda gemeinsam, fällt, aber durch
den viel breiteren, proximal besonders scharf gezähnten und tiefschwarzen Aussensaum aller Flügel und
eine eigentümliche dunkel grüngelbe Färbung sofort auf. Unterseits nähert sie sich durch die ausgeprägter
schwarze Punktierung und eine Reihe bindenförmig zusammengeflossener Submarginalflecken der tilaha Horsf.
von Java. Die Art ist überall sehr selten; der Namentypus stammt vom Mergui-Archipel. Bingham kennt
sie von Tenasserim und den Andamanen und in seiner Sammlung steckt ein ? von Assam. — godana godana.
subsp. nov. ist der nördlichste bekannte Zweig; habituell grösser als die Type, schmäler schwarz umrandet,
etwas bleicher gelb. ? nur wenig blasser als das cf, mit braunem, zartem Anflug der Hflglunterseite,
namentlich bei der Trockenzeitform vom April mit scharf abgesetzten schwarzen Saumpunkten der Vflgl.
IX 22
170
TERIAS. Von H. Fruhstoreer.
udana.
lacteola.
toba.
varga.
yaksha.
ada.
prabha.
sodalis.
sari.
thyreus.
obucola.
sarilata.
crinatha.
curiosci.
lombokiana.
invida.
samarana.
Icytensis.
tilaha.
nicevlilei.
gradiens.
gararna.
Regenzeitform im Juli, bei Taihanroku (Formosa) gefangen. — udana subsp. nov. ist die südlichste Rasse,
habituell analog dem Typus, das ? führt aber eine fast dreimal so breite schwarzbraune Flügelumrahmung.
Die Unterseite bei beiden Geschlechtern noch deutlicher schwarz gefleckt als bei den nördlicheren Formen.
West-Java, sehr selten.
T. lacteola Bist. (73 d) schliesst sich eng an die vorige Species an durch den Zeichnungscharakter
der Unterseite, der bei der Trockenzeitform, namentlich den javanischen Exemplaren, einen fast ebenso
grossen roten Apicalfleck der Vtlgl unters eite aufweist als sari, so dass es nicht undenkbar wäre, dass lacteola
nur eine extreme sari- Generation vorstellt. Da aber Beweise hierfür bei der Seltenheit der Objekte noch
fehlen, wird lacteola hier als Art geführt. Die typische Unterart wurde von mir in Annarn und Siam ge¬
fangen, von Distant aus Perak beschrieben. — toba Nicev. dürfte die sumatranische Rasse vorstellen, wenn
nicht etwa toba nur auf eine Bergform der hecabe aufgestellt wurde. Bekannt sind nur 3 — 4 Exemplare,
darunter eines aus West-Sumatra. — varga subsp. nov. ist die hierhergehörige Rasse aus West-Java, habituell
grösser als die Abbildung, beide Geschlechter aber mit schmälerem, schwarzem Aussensaum. — yaksha
subsp. nov. eine wohldifferenzierte lnselform, mit sehr schmalem, schwarzem Aussensaum der Vtlgl und basal-
wärts schwarz überpuderter Oberfläche aller Flügel; Natuna- Inseln. — ada Bist, ist die der malayischen
Rasse sehr nahestehende Borneoform benannt, von der das ? auf Taf. 73 d abgebildet ist. — prabha subsp. nov.
differiert von dieser durch doppelt so breite Umrahmung aller Flügel und reicher gelblichen Anflug der
Htlgloberseite. Palawan.
T. sari ist eine durch ihren rundlichen Flügelschnitt, den grossen rotbraunen Subapicalfleck in der
Zelle der Vflglunterseite, und durch den der Basis genäherten einzigen schwarzen Ringfleck leicht kenntliche
Art. Ihr Verbreitungsgebiet ist ein viel weniger ausgedehntes, als jenes von hecabe und blanda, und über
die echten Malayenländer kaum hinausgehend. Die Art soll auch in Süd-Indien und Ceylon Vorkommen,
doch haben uns Exemplare von dort nicht Vorgelegen. — sodalis Moore ist eine Lokalrasse mit blasser
gelber Grundfarbe und schmälerem schwarzem Distalsaum der ??, als die Abbildung zeigt. Mergui-Archipel,
Tenasserim, Malayische Halbinsel, Lingga -Archipel, Sumatra. — sari Horsf. (73 f), die typische Unterart,
die auf Java besonders in 1000 — 2000 Fuss Höhe in mit Unkraut durchwucherten Kaffeeptlanzungen oder
am Waldrande vorkommt. — thyreus subsp. nov. ist eine habituell besonders entwickelte Rasse mit aus¬
gedehnterem schwarzen Aussensaum aller Flügel und besonders reicher rotbrauner Garnierung der Luter¬
seite aller Flügel. Insel Engano, häufig, im April. — obucola subsp. nov. von Süd-Borneo, Natuna und
Palawan führt noch breitere braunschwarze Umrahmung der Hflgl. — sarilata Semp. (= mindorana Btlr.)
ist eine blassgelbe, massig breit gesäumte Inselrasse der mittleren Philippinen. — crinatha subsp. nov. von
den Süd-Philippinen ist, wie alle dortigen Formen, wesentlich dunkler; ? dicht schwarz bestäubt und dessen
Distalsaum noch breiter angelegt, als bei Borneo -Exemplaren. Mindanao. — curiosa Swinh. ist nach
Bingiiam eine Aberration von sari mit ungewöhnlich breitem schwarzem Aussensaum. Bombay-Distrikt.
T. lombokiana Frühst. (73 d) erinnert in der Färbung, im Flügelschnitt und der Schwarzzeichnung
der Unterseite an sari , nur fehlt der rote Apicalfleck der Vflglunterseite, deren Terminalrand vollständig-
schwarz umzogen ist, während bei sari sich nur rote isolierte Distalpunkte vorfinden. Lombok , Mai-Juni
auf 2000 Fuss Höhe; Flores, im November. Überall selten und bestimmt noch von Sumbawa und vielleicht
Timor zu erwarten.
T. invida Btlr. ist eine in den Sammlungen noch seltene Species von unsicherer Stellung. Butler
vereinigt sie neuerdings mit alitha Fldr. als Trockenzeitform, Semper, dem das grössere Material zur Ver¬
fügung stand, macht auf ihre Verwandtschaft mit tilaha Horsf. und latiinargo Hopff. aufmerksam. Sicher ist,
dass invida auf Mindanao selbst in zwei Zeitformen auftritt, und dass sie vielleicht als die philippinische
Repräsentantin der tilaha Horsf. aufgefasst werden darf. — samarana subsp. nov. ist ausgezeichnet durch
eine rundliche, isoliert stehende Makel am Hrd der Vtlgl, den keine andere Terias aufweist. Insel Samar. —
leytensis subsp. nov. kommt tilaha sehr nahe durch den zusammenhängenden schwarzen Analsaum der Vtlgl
und den schwärzlichen Basalanflug der Mediana der Hflgl. Insel Leyte.
T. tilaha ist die ansehnlichste der malayischen Terias- Arten , die zwar auch in der Nähe der Küste
vorkommt, in der Regel aber nur in Höhen von 1000—3000 Fuss gefunden wird und mehr urwüchsige Vege¬
tation als Kulturland bevorzugt. Drei Unterarten sind zu erwähnen: tilaha Horsf. (— eumid e Fldr.*) (73g)
von hellgelber Grundfärbung; Aussensaum der Hflgl der ?? kaum merklich breiter als beim cd; Grundfarbe
etwas bleicher. Ost- und West-Java. — nicevillei Btlr. von dunkelgelber Grundfarbe; Distalsaum der ??
deutlich breiter als beim cd. Sumatra. — gradiens Btlr. (= rahel Stgr. nec Fahr, nec Btlr.). Distalsaum
aller Flügel bei beiden Geschlechtern sehr breit angelegt. Hflgl der ?? mit einer deutlichen analen Ab¬
rundung; Nord-Borneo. — gararna subsp. nov. hat länger ausgezogene Vtlgl, hellgelbe Grundfarbe und sehr
schmale Binden. Sulu-Inseln, Jolo -Archipel.
T. tominia Vollenh. (= tondano Fldr.) ist vielleicht nur die stark modifizierte celebische Lokalform
der vorigen Art, mit der sie den sonst bei keiner anderen Terias vorkommenden schwarzen Analsaum der
) Durch Typenvergleich festgestellt.
TERIAS. Von H. Fruhstoreeä.
171
Vflglunterseite gemeinsam hat, anscheinend ein sekundär sexuelles Merkmal, wie es sonst bei cf cf häufig
auftritt. Die Uncus- und Valvenform ist aber gut differenziert, der distale Valvenansatz führt bei tominia
zwei spitze Zipfel, während er bei tilaha ( gradiens ) lateral abgerundet ist. Eine ganze Reihe von Lokal¬
formen sind bereits bekannt und eine grosse Anzahl von den Satellit-Inseln von Celebes noch zu erwarten. -
mangolina subsp. nov. (73h) hat einen nur etwas schmäleren Saum am Hrd der Vflgl, während die FZ nur mangolina.
durch noch etwas geringeren gelben Anflug der Hfl gl von tominia differieren. Sula-Mangoli. besina besinn,
subsp. nov. stellt eine stark verkleinerte, noch ausgesprochener rundflügelige, beim ? oberseits noch mehr
verdüsterte melanotische Inselrasse dar. Sula-Besi. — talissa Westiv. differiert im weiblichen Geschlecht nur talissa.
unbedeutend von tominia , die c fcf führen jedoch eine viel breitere und schräger gestellte Binde. Talisse-
Insel vor der Nordspitze von Celebes. — tominia Vollenh. hat ihren Namen vom Tomini-Golf in Nordost- tominia.
Celebes, wo sie, ebenso wie in der Minahassa und südwärts bis Toli-Toli nicht selten ist und am Rande des
Strandwaldes von mir beobachtet wurde. Die cf cf sind anscheinend recht konstant, ?? der Regenzeitform
sehr gross, mit manchmal sehr verschmälerter gelblicher Binde der Vtlgl. ?? der Trockenzeitform, wie sie
in Zentral-Celebes und im Süden der Insel auftreten, wesentlich kleiner, mit nur gering schwarz überstäubter
gelber Schrägbinde. — - In Süd-Celebes tritt dann noch eine deutlich ausgeprägte Gebirgsform auf: battana battana.
subsp. nov. (73 g), die durch bedeutendes Zurückweichen aller schwarzen Randbinden und das Dominieren
der gelben Grundfärbung ohne schwarze Überstäubung auffallen. Pik von Bonthain, Februar, März auf
ca. 5000 Fuss Höhe nicht selten. — toradja subsp. nov. ist eine Mittelform, bei der die gelben Schrägbinden toradja.
der Vflgl fast völlig vom schwarzen Aussensaum verdrängt werden und die gelbe Binde der cf cf viel
schräger gestellt ist. Ost-Celebes. Name nach den Toradja, den Eingebornen der Insel. — halesa subsqo. nov. halesa.
von der Insel Saleyer wird gekennzeichnet durch einen bis über die Mitte der Vflglzelle hinausgehenden
schwarzen Analsaum und eine kürzere gelbe Schrägbinde. — faunia subsp. nov. von Binungka nähert sich faunia.
durch ihre Kleinheit, den sehr schmalen Distalsaum aller Flügel der besina, hat aber eine fahlere Grund¬
färbung als alle genannten Subspecies. — arsia man. nov. (= snelleni Frühst.) endlich von Tanah-Djampea arsia.
steht der battana wiederum nahe, von der sie durch tiefer in die Zelle eindringenden schwarzen Analsaum
der Vflgl sich entfernt. — horatia subsp. nov. (73 g) ersetzt tominia anscheinend auf Borneo. Es ist dies horatia.
einer der seltenen Fälle, wo Borneo und Celebes eine Schmetterlingsart gemeinsam haben. Butler glaubte
horatia mit rahel F. bestimmen zu können, ein Vorgehen, das sich durch die nichtssagende Diagnose Fabricius
nicht rechtfertigen lässt. Pontianak, Süd-Borneo.
T. alitha Fldr. steht der abgebildeten marosiana nahe und ist von der tominia- Serie durch die läng- alitha.
liehen schmalen Flügel leicht zu separieren. Nach Semper bleiben die cf cf sehr konstant, während die ??
in der Breite des Aussensaurnes und auch in der Intensität der Grundfärbung etwas veränderlich sind. Beobach¬
tungen über Zeitformen sind noch nicht angestellt. Semper bildet ein oberseits fast ganz schwarzes ? ab. -
Als bazilana subsp. nov. wird hier eine Inselrasse eingeführt mit sehr breitem, proximal durchaus scharf bazilana.
abgesetztem Aussensaum aller Flügel. Der Analsaum der Hflgl reicht fast bis an die Mittelzelle. Daneben
erscheint eine Form des cf mit analwärts stark verjüngter Terminalbinde der Htlgl, die an der Submediane
in einer feinen Spitze aufhört (f. aebutia form. nov.). — Als sangira subsp. nov. charakterisiere ich eine aebutia.
Rasse, bei der die gelbe Schrägbinde der Vflgl auf die Hälfte der Breite von bazilana reduziert ist und die sangira.
Hflgl einen ebenso ausgedehnten basalen schwarzen Anflug zeigen als zita Fldr. (73 h). — lorquini Fldr. lorquini.
aus Nord- Celebes , von der mir die Type zum Vergleich zugänglich war, konnte ich nicht in der Natur
beobachten. Die efef sind kleiner als jene von marosiana subsp. nov. (73 g), deren ?? eine feine graubraune
Bestäubung der Flügeloberfläche zeigen. — Bei djampeana Frühst, dringt der schwarze Analsaum der Vflgl djampeana.
in die Zelle ein und auch die Hflgl sind breiter schwarz umrahmt. Insel Tanah-Djampea.
T. zita Fldr. (73 h) hat im männlichen Geschlecht so viel Ähnlichkeit mit lorquini, dass wir hier die zita.
Frage offen lassen, ob nicht zita die Regenzeitform und lorquini die Generation der trockenen Periode einer
Art darstellen. Die Flügelform und die veränderte Zeichnungsanlage der sind aber sehr verschieden.
Auf der Insel Lutungan nahe Toli-Toli fing ich ein ? mit ganz schwarzen Vflgln und eine merkwürdige
zwerghafte kleine Form mit gelben, aber fast ganz von Schwarzbestäubung verdeckten Querbinden aller
Flügel (zamida Frühst.), die eine Transition zu lorquini Fldr. zu bilden scheint. zamida.
T. norbana Frühst. (73 h) fällt auf durch die proximal scharf gezähnte Flügelumrahmung, die sich norbana.
auf den Hflgln nach innen in feine Atome auflöst. Die Art ist sehr häufig am Rande der Strandwälder
von Toli-Toli, Nord-Celebes. Das ? weicht nur unbedeutend vom cf ab durch eine leichte rotbraune Be¬
stäubung der Vflglzelle. — odinia Frühst. (73h) ist eine von Gestalt viel grössere, aber dennoch geringer odinia.
und viel heller braunschwarz umrandete Lokalform des südlichen Celebes, bei deren ?? der Aussensaum der
Hflgl sich bereits hinter der Flügelmitte aufzulösen beginnt, auch fehlt den Vflgln jede Überstäubung an
graubraunen Schuppen, odinia kommt von der Ebene bis hinauf zu 5000 Fuss Höhe in der Zeit von
November bis März vor. — salegos subsp. nov. ist auf den Vflgln nur wenig schmäler schwarz umzogen salegos.
als norbana , die Hflgl führen aber einen nur geringen, nach innen scharf abgegrenzten Distalsaum. Nord-
Molukken, Halmaheira, Batjan. — Bei anios subsp. nov. verbreitert sich der Distalsaum wieder etwas und anios.
172
GAND AGA. Von H. Fruhstoreer,
depicta. ist auf den Hflgln wellenförmig deutlich ausgebuchtet. Insel Obi. — Bei depicta subsp. nov. reicht die Um¬
rahmung der Vflgl am Hrd kaum bis zur Flügelmitte und auf den Hflgln macht sie sich nur in der Median¬
gegend deutlich bemerklich. Amboina, anscheinend überall selten.
T. celebensis eine zierliche Species, ausgezeichnet durch die fast kreisförmigen Hflgl und die
beim cf fast die gesamte distale Hälfte einnehmende schwarze Umrahmung, die bei den ?? häufig das Gelb
der Flügeloberfläche völlig verdrängt. Ziemlich selten und anscheinend ein Kind der Ebene. Sie zerfällt
exophthalma. in vier geographische Rassen: exophthalma subsp. nov. (73 f). Vflgl auch unterseits mit einer submarginalen
poetelia. Reihe von kräftigen schwarzen Punkten. Sula - Mangoli. — poetelia subsp. nov. ? bereits mit gelblichem
celebensis. Discus auf allen Flügeln, der aber dicht schwarzbraun überpudert ist. Sula-Besi. — celebensis Wall, von
Nord-Celebes. Der schwarze Aussensaum der cfcf tritt bis nahe an den Zellapex der Vflgl. ? durchaus
toalarum. schwarzbraun. Toli-Toli, November, Dezember, selten. — toalarum subsp. nov. Die distale Umrahmung
bleibt weit jenseits des Zellapex der Vflgl und dringt auf den Htlgln bis zur Zellwand vor. ? mit grossen
discalen, gelben Aufhellungen. Süd-Celebes, Name nach den primitivsten Ureinwohnern der Insel — den
To -Ala — die noch heute in Höhlen wohnen.
T. candida, eine wohlausgeprägte Art, bewohnt ausschliesslich das Papua -Gebiet und die Mo¬
lukken mit einer Abzweigung nach Mikromalayana. Boisduval erwähnt sie auch von Celebes. — libera
subsj o. nov. (73 d) ihrem Habitus nach die grösste bekannte Rasse. Das ? differirt von allen bekannten Formen
durch den leichten grünlichgelben Anflug der Oberseite aller Flügel. Auf der Abbildung 73 h ist aus Ver-
dindymene. sehen pnella statt libera gedruckt. Nord-Molukken, Halmaheira, Batjan, Ternate. — dindymene subsp. nov.
(73 c) wird kenntlich durch den proximal stark verbreiterten und in der Nähe der Zelle in einzelnen
Schuppenhäufchen aufgelösten schwarzen Analsaum der Hflgl und den ausgedehnteren schwarzen Basalanflug
candida. der Vflgl. Obi. — candida Cr. ist die typische Unterart der Süd - Molukken. Distal dann nur wenig
schmäler als bei dindymene. ? weiss mit dichter brauner Bestäubung der Basalpartie aller Flügel. Ambonia,
goramensis. Ceram, Buru, Saparua. — goramensis subsp. nov. von der Insel Goram hat viel schmälere schwarze Aussen-
virgo. ränder und bildet bereits einen Übergang zu virgo Wall. Dies ist eine Form mit ganz weissen ?. Aru-
papuana. Inseln. — papuana Btlr. mit etwas breiterem, schwarzem Distalsaum als virgo. Misole. — octogesa subsp. nov.
octogesa. Distalsaum etwas schmäler als bei libera. ? mit intensiv zitrongelbem Anflug proximal der schwarzen Rand-
pueila. binde. Waigiu. — puella Boisd. hat ein weisses, namentlich costalwärts sehr verbreitertes Distalband. Holl.
diotima. Neu-Guinea, von der Humboldt-Bai und Dorey bis nach der Etna-Bai und Merauke. — diotima subsp. nov.
cf heller gelb als bei der vorigen, ? noch reiner weiss mit merklich schmälerem Aussenrd aller Flügel.
Deutsch Neu-Guinea und Vulkan-Insel. In Australien und auf den Fergusson-Inseln kommt eine weitere
xantho- Unterart vor von etwas grösserem Habitus. — xanfhomelaena Godm. kommt im cf der dindymene nahe
melaena. durch den bis zur Zelle der Hflgl hinziehenden Analsaum der Hflgl. Das ? ist auf den Vflgln bis etwa zur
Zellmitte, auf den Hflgln in der ganzen hinteren Hälfte dicht braunschwarz bestäubt. Bismarck-Archipel. -
digentia. digentia subsp. nov. differiert durch viel schmäleren zu salomonis hinüberleitenden schwarzen Aussensaum
aller Flügel und den geringeren schwarzen Anflug der Hflgl und die helleren ?? von Exemplaren aus Neu-
salomonis. Mecklenburg und Neu-Ponnnern. — salomonis Btlr. hat relativ schmäleren schwarzen Aussensaum aller
■ woodfordi. Flügel als die vorige. Vflgllänge 22 — 27 mm. Fauro- und Alu-Inseln. — woodfordi Btlr. soll ein gelb¬
liches statt weisses ? haben und in der Gestaltung des distalen Aussensaumes an candida Cr. erinnern.
micro- Vflgllänge 17 — 25 mm. Guadalcanar, Meleita- und Florida-Inseln; Shortlands-Inseln. — micromalayana
malayana. subsp. nov. endlich ist eine in der Grösse der libera von den Nord-Molukken fast gleichkommende, sehr breit
schwarz umrahmte Rasse der Kleinen Sunda-Inseln, die schon Boisduval von Timor kannte und in meiner
Sammlung aus Flores vertreten ist. Ein candida -V ertreter soll auch in Celebes Vorkommen nach An¬
merkungen von Boisduval und Riebe, in neuerer Zeit wurde die Art aber doch nicht mehr gefunden. Nach
Hagen sind die Falter in Neu-Guinea das ganze Jahr über gemein, aber nur im Wald, niemals im freien
Feld. Schwacher, taumelnder Flug, nicht hoch über dem Boden, candida differiert von den übrigen Terias
durch die längere Gabel, die Subcostale 3 und 4 auf den Vflgln bilden.
23. Gattung: €*an<laca Moore.
Moore gründete auf die Kollektivspecies harina das obengenannte Genus, ohne Differenzialcharaktere
anzuführen, nur brevi manu auf den etwas von anderen lerias verschiedenen Flügelumriss aufgebaut. Wenn¬
gleich nun das Geäder der Vflgl keinen beachtenswerten Unterschied bietet, fällt auf den Hflgln die läng¬
liche statt breit-kurze Form der Zelle auf und die Subcostale entspringt weit vor dem Zellapex, so dass
eine sehr lange obere Discocellulare entsteht , die bei den übrigen indischen Terias fehlt resp. verkürzt ist.
Die Zellwand ist des weiteren distal und nicht proximal gekniet. Das Genus umfasst nur eine bekannte Art.
harina. G. harina Horsf. (73c) hat mit candida die Lebensweise gemeinsam, auch sie trifft man nur im
Walde, niemals massenhaft, Blumen besuchend, nur manchmal in Gesellschaft von Zemeros- und Lycaeniden-??
auf derselben Blume sitzend, harina fliegt das ganze Jahr, vom Seestrande bis hinauf zu 2 — 4000 Fuss.
TERAGOLUS. Von H. Fruhstoreer.
173
Die Art hat etwa das Verbreitungsgebiet der hecabe, ist aber am Orte sehr beständig, neigt aber fast noch
mehr als liecabe schon auf kurzen Entfernungen zu lokaler Differenzierung. — hainana subsp. nov. hat ein hainana.
ganz rein-weisses ? mit sehr schmalem, schwarzem Distalsaum der Vflgl. Insel Hainan. — gardineri subsp. nov. gardineri.
cf? hellgelblich, ? mit sehr breitem, proximal tief gezähntem Apicalsaum der Vflgl. Februar, März. Insel
Bazilan. — mindanaensis Moore (nom. und.) hat wie das ? von allen anderen philippinischen Rassen die min-
Tendenz von gelblichweiss bis zu licht ockergelb zu variieren und zwar unabhängig vom Fundort. Jeden- danaensis.
falls handelt es sich um Zeitformen. Hauptflugzeit Mai und Oktober. Süd-Philippinen. — palawanica palawanica.
Moore (nom. nud .) hat nach Exemplaren meiner Sammlung einen etwas geringeren schwarzen Apicalbezug
der Vflgl als gardineri Insel Palawan, Januar, Februar. — elis subsp. nov. besitzt ein weisses ? mit auf- elis.
fallend breitem, stark gezähntem Bezug der Vflgl. Nord-Borneo. — distanti Moore (nom. nud.) mit hell- distanti.
gelben ??, die von allen bekannten Rassen den breitesten und zugleich am wenigsten gezähnten Distalsaum
führen. Malayische Halbinsel, Sumatra, Nias (?). — burmana Moore (= annamica Moore i. f.) von Tenas- burmana.
serim bis Siam und Süd-Annam verbreitet ist im cf- Geschlecht selbst nach der Jahreszeit (Januar und dann
wieder August , September) unveränderlich mit mässig breitem Apicalbezug und proximal kaum gezähnten
gelblichweissen ??. — assamica Moore ist sofort kenntlich durch den zu einem feinen Aussensaum ver- assamica.
schmälerten schwarzen Bezug der Vflgl, der sich auch bei den weissen ?? nicht verbreitert. Sikkim, Assam,
Bengalen. - — andamana Moore ist eine habituell sehr entwickelte Rasse mit mässig breitem Randbezug bei andamana.
beiden Geschlechtern. Andamanen, Nicobaren. — Die typische harina Horsf. (73 c) ist aus Java beschrieben, harina.
? weiss, ähnlich der Andamanen -Form. Im Osten und Westen der Insel bis 3000 Fuss, nie häufig. -
austrosundana subsp. nov. hat in beiden Geschlechtern einen schmäleren Aussensaum, der bei cf cf der austro-
Trockenzeit manchmal fast verschwindet. Lombok, Mai, Juni im dichten Walde auf 2000 Fuss Höhe. — sundana.
samanga subsp. nov. (73 c) ist, wie dies bei Celebes-Rassen so häufig der Fall, die grösste bekannte Unterart, samanga.
Grundfarbe leicht grünlichgelb mit in feinen Zähnchen aufgelöstem Distalrand der Vflgl. November, Süd-
Celebes. — auriflua Frühst. (73c), von orangefarbenem Kolorit, ist den Sula-Inseln eigentümlich, wo die auriflua.
auf allen Nachbarinseln gelblichgefärbte Salatara panda gleichfalls eine rötliche Färbung annimmt. Neben
rötlichen resp. 'dunkelgelben cf cP kommen sowohl auf Sula-Mangoli wie Sula-Besi auch hell schwefelgelbe
Exemplare vor. — aiguina subsp. nov. scheint von Obi, den Süd-Molukken bis Waigiu und Neu-Guinea ver- aiguina.
breitet zu sein. Die cfcf führen nur wenig mehr apicales Schwarz als aurißua-d1 cf , der Distalsaum der ??
ist auf den Vflgln proximal vielfach eingekerbt und setzt sich auch auf den Hflgln als deutliche Saumbinde
fort. — butyrosa Btlr. hat einen ungewöhnlich schmalen schwarzen Aussensaum der Vflgl. Aru-Inseln. butyrosa.
G. impura Voll, von Timor beschrieben, ist eine uns in natura unbekannte Art, die nach Vollen- impura.
hovexs Abbildung allenfalls hierhergestellt werden kann. Insel Timor.
24. Gattung: Tci*at*o!tiS Swains. 1823*).
Ein bikontinentales Genus , das in Afrika wurzelnd den persischen Golf entlang und vielleicht auf
der lemurischen tertiären Landbrücke nach Vorder-Indien gelangt ist, in dem noch 8 Arten Vorkommen
gegenüber etwa 60 — 70 afrikanischen und die sich östlicher als Ceylon und Zentral-Indien nicht verbreitet
haben. Im Geäder nähern sich die Teracolus den Terias und gleichwie bei diesen existieren Artengruppen
mit langer oder kurzer oberer Discocellulare, je nachdem der Ird der Htlgl vor oder am Zellapex entspringt.
Die 1. Subcostale der Hflgl ist manchmal der Costale stark genähert. Rp sehr ähnlich den Terias -Larven.
Die Präcostale der Hflgl wie bei Pieris und Hebomoia distal ausgebogen, in eine feine Spitze verlängert.
Das heisse Tiefland von Indien mit einer langen Trockenperiode und das partiell vegetationsarme Nord-
Ceylon bieten ihnen passende Daseinsbedingungen; alle Arten bilden horodimorphe, die meisten auch ge¬
schlechtsdimorphe Formen aus; geographische und insulare Rassen existieren gleichfalls, doch sind erstere
nicht leicht zu umgrenzen.
T. amata F. Sehr häufig in Indien mit Ausnahme von Bengalen, in ganz Arabien, Madagaskar amata.
und dem östlichen Afrika bis zum Kongo verbreitet. — Rp zylindrisch oder seitlich leicht gepresst mit
rauher Oberfläche wegen zahlreicher kleiner Tuberkeln, aus denen kleine Spitzen herauswachsen. Grund¬
farbe grasgrün mit blauer Dorsallinie und einer gelblichen Laterallinie. Pp mit gekielten Flügelscheiden,
bräunlich oder schmutziggrün, sonst ähnlich jenen von Terias. — modesta Btlr. (73 b) ist die in Samm- mode st a.
lungen weit verbreitete Rasse der Insel Ceylon, deren ?? in 2 Formen auftreten mit lachsfarbener und weiss-
licher Oberseite. Die Art ist an den künstlichen Seen im Norden Ceylons längs der grossen Strasse nach
Trincomali am Waldrande nirgends selten, ein unermüdlicher Flieger, der aber wie alle Gattungsgenossen
sich nur im heissen Sonnenschein bewegt. Rp auf Salvadora persica.
T. protractus Btlr., eine erst 1898 abgebildete Species, ist oberseits ähnlich wie amata gefärbt mit protractus.
schwarzem Distalsaum aller Flügel , die mit blaugrauen Makeln besetzt sind. Unterseite prächtig grüngelb.
Von Beludschistan, Punjab bis Cutch.
*) Colotis Hbn. 1816 hat Priorität. Synonyme sind Callosune Doubl., Idmais Bsd., Madais Stvinh.
174
HEBOMOIA. Von H. Fruhstoreer.
phisadia.
vestalis.
peelus.
fansta.
fulvia.
etrida.
purus.
limbata.
danae.
eucharis.
I. phisadia Godt. bereits im Paläarktenteil p. 57 besprochen und Taf. 23 a abgebildet. — Pp bleich¬
braun, dunkler braungefleckt, Kopf mit sehr scharfer Spitze, Flügelscheiden nur schwach abgesetzt. Sehr
selten im Punjab, wo sie nur ab und zu als verirrter Wandervogel auftaucht.
T. vestalis Btlr. (73 c.) am persischen Golf nirgends selten , tritt in zwei scharf gesonderten Zeit¬
formen auf, jene der Sommer-(Regen-)periode hell gelblich, jene der Winter-(Trocken)periode rötlich mit
sandfarbener Überpuderung der Hflglunterseite. — peelus Swinh. ist eine Aberration mit hell kanariengelber
Oberseite.
To fausta Oliv. Dieser prächtige paläarktische Falter (Bd. 1, p. 56, Taf. 23 c) umwandert den persi¬
schen Golf von Beludschistan bis Bombay, um im zentralen Indien in die Rasse fulvia Wall. = tripuncta Btlr.
überzugehen, die etwas dunkler gefärbt ist. — Die Rp ist in Indien noch nicht gefunden worden. Der
Falter ist sehr selten in Ceylon, wo er bei Trincomali und Manaar im Januar fliegt, sehr scheu ist und
sich nicht wieder setzt, wenn er einmal aufgejagt wurde. — palliseri Btlr. ist eine extreme dryseason- Form.
T. etrida Bsd. steht der afrikanischen daira Klug nahe. Die Regenzeitform etrida Bsd. (73 b, zu
der auch der als purus bezeichnete cf 73 b3 gehört) führt wie üblich breite schwarze Umgrenzungen des
roten Subapicalflecks der Vflgl und das $ ist oberseits kräftig schwarz punktiert. Die Winterform purus
Btlr. (73 bj mit ausgebleichtem Rot der Vflgl und verlöschendem Schwarz beider Flügeloberflächen. — Rp
analwärts stark verlängert , gleichmässig grün mit gelblicher oder bunt gesprenkelter Laterallinie ober den
Füssen und hat die Gewohnheit, das Analende nicht an Zweige anzuheften (Davidson). Pp mit nach oben
gebogener Schnauze, erst grünlich, dann gräuweiss, sehr schön braun gesprenkelt. Beludschistan, Kaschmir,
ganz Vorder-Indien mit Ausnahme von Bengalen. — limbata Btlr. ist die etwas markanter schwarz ge¬
zeichnete Inselrasse von Ceylon. Der Falter lässt sich gerne auf vom hohen Grase bestandenen Ebenen
vom Winde dahintreiben, fliegt das ganze Jahr über und ist bei Trincomali nicht selten.
T. danae F. die stattlichste der indischen Teracolus, die sich aber doch nicht mit der sieghaften
Schönheit ihrer afrikanischen Verwandten messen kann. Die Variabilität erzielt bei dieser Species inter¬
essante Abstufungen; wir haben die Regenzeitform (73b) abgebildet; es gibt aber auch ? fast ohne roten
Anflug der Vflgl , auch solche mit gelber Besäumung innerhalb der schwarzen Submarginalbinde der Vflgl.
?? der Trockenzeit führen keine proximale schwarze Begrenzung des Prachtflecks der Vflgl, die auch bei
den Trockenzeit- cf cd zurücktritt. Bei letzteren verschwinden auch die schwarzen, manchmal schön rot-
gekernten Punkte der Hflglunterseite, die ein sandfarbenes, leicht rosa angehauchtes Kolorit annimmt
(subroseus Swinh.). Eine Intermediatform nannte Butler sanguinalis und die extreme Trockenzeit ist taplini
Swinh. Persien, West- und Süd-Indien, häutig; sehr selten und lokal in Ceylon.
T. eucharis F. (73 b) leicht kenntlich am gelben statt roten Subapicalfleck der Vflgl. 2 der Regen¬
zeit mit kräftiger, jene der Trockenzeit (= pallens Moore) mit schwacher, schwarzer Punktierung und rosa¬
roter statt gelblicher Unterseite der Hflgl. - Rp auf Cadaba indica, einer Capparidee. Der Falter erscheint
in Ceylon im Juni, dann wieder im Dezember und fliegt bei warmem Sonnenschein, auch am windumbrausten
vegetationslosen Seestrand. Häufig bei Bombay, sonst von Zentral- Indien bis Ivanara verbreitet.
25. Gattung: Hehomoia Hbn.
Die grössten asiatischen Pieriden bilden diese Gattung, welche die Charaktere dreier Genera, der
Catopsilia, Antocharis und Eronia in sich vereinigt, mit letzterer die Form der Palpen und die freistehenden
beiden Radialen gemeinsam hat. Fhlr lang, völlig kolbenlos und sich nur allmählich gegen die Spitze zu
verdickend. Vier Subcostaläste, von denen die letzten eine kurze Gabel bilden. Präcostale wie bei Teracolus,
Hflglzelle länglich, obere Costale lang. — Rp auf Capparis, sehr ähnlich jenen von Catopsilia, dick, nach
beiden Enden verjüngt, grün mit blassen Seitenstreifen und chagrinierter Oberfläche. Pp kalmförmig,
beiderseits in eine lange Spitze ausgezogen. Die Gattung umfasst nur zwei Arten, die sich über ganz
Süd -Asien verbreiten und zur Ausbildung von gut separierten Inselrassen neigen. Zoogeographisch ist dabei
von besonderem Interesse der Gegensatz der glaucippe- Zweige der Andamanen und von Nias, die unter sich
von einer relativ gleichartigen Färbung, sich im lebhaften Kontrast mit der kontinental-indischen-sumatra-
nischen Region befinden, und die weitgehende Differenzierung der leucippe der Süd-, von glaucippe der
Nord-Molukken. Erstere Erscheinung dürfte ohne weiteres ihre Erklärung in der tertiären Landverbindung
Andamanen-Nias-Mentawej finden. Die schneeweissen oder gelben Falter mit ihrem prächtigen, roten Vflgl-
fleck bilden eine Zierde der Tropenlandschaften. Die cf c f fliegen am liebsten in den Vormittagsstunden und
halten sich an Weg- und Waldrändern und offenem Gebüsch auf. In Ceylon, Java und Tonkin traf ich
sie an Lantanusblüten saugen. In den Mittagsstunden erst lassen sie sich auf feuchtem Sande nieder. Die
?? fliegen nicht gerne weit und sind ziemlich schwerfällig, sie halten sich gerne im Gebüsch auf, aus dem
ich sie, wie in Celebes, früh am Morgen mit einem Stock herausklopfte. Die cf cf sammeln sich auch an
feuchten Stellen, namentlich an Flussufern an und lassen sich herbeilocken, wenn man am Waldrande
künstliche Pfützen anlegt. W enn die Hebomoien in sitzender Stellung verharren, schieben sie die Hflgl so
HEBOMOIA. Von H. Fruhstoreer.
175
weit nach vorne, dass die weisse Basis der Vflgl gänzlich bedeckt ist und der grau beschuppte Apex neben
der gleichmässig sandfarben bestreuten und gepuderten Hflglrundung zu Hegen kommt. Auf diese Weise
sind die F alter recht gut ihrer Umgebung angepasst.
H. glaucippe L. tritt überall in zwei Zeitformen auf, und zwar die Winterform (Trockenzeit) in zu- glaucippe.
meist sehr verkleinerten Exemplaren (70 b cf?) mit spitz ausgezogenem Apex und hell sandfarbener Unter¬
seite bei beiden Geschlechtern. Die Sommergeneration (Regenzeitform) von stattlicher Grösse trägt eine
breite, schwarze innere Umsäumung des Apicalflecks der Vflgl, auch sind die Htlgl in der Regel stark
schwarz punktiert und die Adern vor dem Marginalrand schwarz bezogen. Bei der Trockenzeitform ver¬
schmälert sich die schwarze Subapicalbinde und wird häufig sogar durch einen gelben Saum ersetzt und
die Schwarzfärbung der Htlgl wird reduziert, wenn sie nicht gänzlich verschwindet. Mein grösstes cf der
Regenzeit hat 95 mm, das kleinste der Trockenzeit 57 mm Vflgl-Länge. glaucippe hat eine distal verschmälerte
Harpe mit weit vorspringender oberer Spitze, an deren Basis sich eine relativ tiefe Einbuchtung bemerklich
macht. Das untere Harpenende tritt stark zurück und es entsteht eine Kontur, die an einen Raubvogelkopf
erinnert. Die Art bewohnt China, ganz Hinterindien, das britisch-indische Riesenreich und geht südwärts
bis zu den Nilghiries. Auch von Hongkong und Hainan bekannt. — liukiuensis Frühst, hat als der nörd- liukiuensis.
lichste geographische Zweig der Species zu gelten, und da sich auf Okinawa mehr als in den anderen sub¬
tropischen und tropischen Fundplätzen der Species die Jahreszeiten bemerklich machen, existieren dort die
ausgesprochensten Zeitformen innerhalb der Art. Die Wintergeneration (70 c) ist cf- ähnlich im Kolorit und
ausgezeichnet durch spitz vorspringenden Apex der Vflgl. Flugzeit Februar bis März. Spannweite bis 95 mm.
— f. conspergata Frühst. (70 c), die Sommergeneration, habituell von besonderer Grösse, ist mit ungewöhn- conspergata.
lieh "breitem, schwarzem Distalsaum und sehr grossen submarginalen, keilförmigen Makeln versehen und die
ganze Flügeloberfläche dicht graublau beschuppt. Flugzeit Juni bis August. Spannweite bis 112 mm.
Okinawa, Liu-Kiu-Inseln. — cincia subsp. nov. differiert von der vorigen durch kleiner schwarze Keilflecken cincia.
im Prachtfeld der Vflgl, das viel geringer schwarz begrenzt ist, und vor dem Zellapex weit zurücktritt, so
dass ein weisses und leichthin schwarz überpudertes Transcellularfeld entsteht, das keine andere Rasse in
derselben Ausdehnung besitzt. Südlichste Liu-Kiu-Inseln, Ishigaki. — formosana Frühst., habituell kleiner fonnosana.
als die vorigen Rassen, die ?? nähern sich der chinesischen und Himalaja-Rasse, scheinen aber durch die
dunkel grünlichgelbe Färbung der Flügeloberseite, und enorm breite, schwarze Subapicalbinde der Vflgl
konstant von kontinentalen glaucippe zu differieren. Zwei Generationen, jene der Trockenzeit mit oberseits
nur leichthin gelb gefärbten ??, und mässig schwarzem Belag. Die Regenzeitform (70 c) ist in ihrem Extrem
noch dunkler gelb als die Abbildung, mit fast durchweg geschwärzten Vflgl- und noch ausgedehnteren
schwarzen Keilflecken der Htlgl. Die hellsten Exemplare, eines im März, die dunkelsten im April bei
Taihanroku nahe der Südküste gefangen. — australis Btlr. ist die süd-indische Rasse , von der Malabar- australis.
und Goromandelküste ; Rp auf drei Arten Gapparis und einer Crataeva-Species lebend, dunkelgrün mit einer
blauen Laterallinie und einer Reihe von roten Flecken. Pp spindelförmig, mit stark aufgebogenem Rücken,
gleichfalls grün mit schmalem ockerfarbenem Seitenbande und einem ebensolchen Fleck auf der Flügel¬
scheide. Abdominalsegmente und Flügeldecken ausserdem noch spärlich schwarz gesprenkelt. Der Falter
führt geringeren schwarzen Anflug der Apicalpartie der Vflgl als bei der typischen Unterart von Nord-
Indien. — ceylonica Frühst. (70a) ist von australis zu separieren durch die viel zarteren, internervalen ceylonica.
schwarzen subapicalen Striche der Vflgl und das im discalen Teil der \flgl weithin schön gelb angeflogene ?.
Rp grün mit zahlreichen kleinen Tuberkeln bedeckt, beiderseits stark verjüngt, bisher nur auf Capparis
beobachtet. Pp grünlich, mit spitzem Kopf und dorsal stark gebogen. Falter in der Hügelregion häufig,
auch an Sandbänken, und selbst in Colombo und Kandy ein häufiger Gast in den Gärten. — roepstorffi roepstorffi.
Wood-Mas. (7 1 a) stellt die interessante Rasse der Andamanen dar, mit gelblichem Anflug der distalen Partie
der Hflgl der cf cf. — vossi Maitland. Nias, Batu (?) (71a). vossi macht wegen ihrer gelben Färbung ganz vossi.
den Eindruck einer besonderen Art. Es ist aber höchst wahrscheinlich , dass sich auch auf den Satellit-
Inseln von Sumatra Formen finden, welche ähnlich wie roepstorffi, halb weiss, halb gelb gefärbt sind. Die
gelbe Farbe kann nicht als Artcharakter verwendet werden; denn bei I.rias finden sich an einer Lokalität
alle Zwischenstufen von Weiss zu Gelb. < Das ganze Tier sieht auf der Oberfläche aus wie ein grosses
Exemplar der Timor- Form, das man in eine gelbe Farblösung getaucht hat und bei dem nur die schwarzen
Partien der Flügel, die Fühler, die Augen und die bräunliche Behaarung des Kopfes und der Schulterdecken
ihre ursprüngliche Färbung behalten haben. Ich halte es nicht für unmöglich, dass diese gelbe Färbung
auf die Nahrung der Raupe zurückzuführen ist; ein analoger Fall wäre u. a. der von Vanessa io L., von der
sich durch Fütterung mit einer bestimmten Pflanze, angeblich einem Solanum, eine eigenartige, ins Bläu¬
liche spielende Aberration erzielen lässt» (Fritze). « roepstorffi Wood-Mas. von den Andamanen und vossi
Maitland von der Insei Nias sind die einzigen westmalayischen glaucippe- Formen mit gelbgefärbter Fliigel-
oberseite._ Beide stehen im Gegensatz zu kontinental-indischen und sumatranischen Rassen». Diese auf¬
fallende Übereinstimmung dürfte ihre Erklärung, abgesehen von klimatischen und mitogenetischen Einflüssen,
durch die ehemalige Landverbindung Nicobaren-Simalur-Nias-Engano finden. — sumatrana Hagen hat die sumatrana.
proximale, schwarze Begrenzung des orange Fleckes erheblich schmäler als bei borneensis, der Apicaltleck
176
HEBOMOIA. Von H. Fruhstorfer.
selbst breiter, mit etwas grösseren Keilflecken betetzt. Nicht selten auf ca. 1000 m Höhe in den Padang-
schen ßovenlanden und in Nordost-Sumatra. ?? kommen selten nach Europa.. Haupttlugzeit Mai, sonst
bomeensis. März bis August. — borneensis Wall. (70 d) ist die am ausgesprochensten schwarz belegte Rasse, deren ??
atnria. gleichfalls als gesuchte Raritäten gelten. Nord- und Süd -Borneo. — aturia subsp. nov. halten die Mitte
zwischen kontinentalen und Sumatranischen Exemplaren und differieren von vorder- und hinter-indischen
Exemplaren durch den ausgedehnteren schwarzen Distalbezug der Vflgl, dunkler roten und intensiver violett
schillernden Apicalfleck, der seine rote Grenze viel tiefer in die Vflglzelle hineinschiebt. Die schwarzen
Submarginalkeile aller Flügel grösser, Unterseite dunkler. Von Singapore bis Tenasserim , wo aturia in
javanensis. glaucippe übergeht. — javanensis Wall., eine wohlumgrenzte Inselrasse, habituell relativ klein, Flügelschnitt
rundlicher als bei östlichen und westlichen Schwesterformen. Distalrand breit und scharf schwarz abgesetzt,
Apicalfleck wie bei aturia tief in die Vflglzelle eindringend, Submarginalmakeln der Hflgl der ?? recht klein.
Die xArt ist in Ost- und West-Java häufig. Geht kaum über 3000 Fuss Höhe hinauf, auch sind deren ??
weniger selten als kontinentale ??, und namentlich die ?? von Sumatra und Borneo. Bali. — Auf Kangean
lombokiana. fliegt eine Rasse mit stark reduziertem rotem Apicalfleck der Vflgl der ??, lombokiana Btlr. (70 c u. d),
entfernt sich von javanensis durch grössere schwarze Peripherie der Prachtflecken der Vflgl, an deren Stelle
ein lichtgelber Anflug tritt. In Lombok traf ich beide Geschlechter noch auf 4000 Fuss Höhe auf dem
Plateau von Sambalun. Auch dort segelten die Falter im prallsten Sonnenschein und wiegten sich minuten¬
lang auf den verschiedensten Blumen, setzten sich jedoch selten auf niedrige Sträucher , fand sich aber
timorensis. auch als Zierde der Landschaft bereits nahe dem Meeresstrande. — timorensis Wall, von Timor, Alor und
f/avo- flavomarginata Pagenst. von Sumba zeichnen sich durch völligen Mangel einer schwarzen Submarginalbinde
marginata. c]er Vflgl aus, auch die schwarzen Iveiltlecke sind im Abnehmen. — anaxandra subsp. nov. hat zwar auch
anaxand/a. pejne sc}lwarze Begrenzung des roten Prachtflecks, aber sehr grosse submarginale Keilflecke der Vflgl, und
celebensis. besonders tief in die Vflglzelle eindringende Rotfleckung. Insel Kalao. — celebensis Wall. (70 d), habituell
weitaus die grösste claueippe- Rasse, deren cf cf übertreffen an Spannweite sowohl liukiuensis auch leucippe
icteria. Cr. cT?. celebensis ist zugleich die einzige Lokalrasse mit polychromen ??. Es sind dies: ?-f. icteria Frühst.*)
Süd-Celebes, November, am Ende der Trockenzeit gefangen. Flügel bläulichweiss, Apicalfleck fahl schwefel¬
gelb. Hflgl schmal graubraun gerandet. Unterseite grauweiss und mit einer gelblichen, subapicalen Region
principalis. auf den Vflgln. Flügellänge 50 mm. — ?-f. principalis Frühst. Nord-Celebes, November-Dezember 1895.
Alle Flügel breit braunschwarz umsäumt. Zelle der Vflgl leicht violettbraun angeflogen. Apicalfleck weiss
mit orange Striemen oder rotorange wie bei indischen cf1?. Unterseite aller Vflgl im Apicalteil dunkelbraun
sublustris. bestäubt. Vflgllänge 54 mm. — ?-f. sublustris Frühst. Toli-Toli. Unterseite und Mittelteil der Vflgl gleich ß.
Zelle gelblichbraun und grau bekleidet. Hflgl blauweiss mit leicht Orange-Schimmer am Vrd. Apicalfleck
weiss mit roten oder gelben Striemen. Letztere Form liegt ausser von Nord-Celebes auch von Sangi auf
Taruna (Talaut-Inseln) vor. cf cf bis 111 mm Spannweite bei der Regenform, cf -Trocken form 95 mm. cf cf
von celebensis beleben Blüten oder setzen sich auf feuchten Sand , um zu saugen , während sich die ?? im
niederen Gebüsch verborgen halten. Wenn ich in den Morgenstunden, besonders nach regnerischen Tagen
mit dem Netzstock auf das Gesträuch am Strande von Toli-Toli klopfte, kamen ?? scheu und schwerfällig
aus ihrem Versteck und waren dann leicht und mühelos zu fangen. Nord- und Süd-Celebes, Dongala,
sulaensis. August - September. Trockenform: Taruna, Talaut-Inseln. — sulaensis Frühst. cf cf mit breiterem,
philip- schwarzem Aussenrd der Vflgl, ? mit kleineren Submarginalflecken der Hflgl. Sula-Mangoli. — phiiippensis
pinensis. Wall, ist ein Sammelname für verschiedene Inselrassen, deren Abgrenzung der Zukunft Vorbehalten bleibt.
Je nach der geographischen Lage entfernen sich die diversen Formen vom glaucippe- Typus. — Nordwest -
erinna. Luzon, West-Mindoro , Babuyanes beheimaten eine glaucippoide- Rasse (erinna subsp. nov.), die in einer breit
schwarzgesäumten Regenform (nahe borneensis), in einer gelblich überzogenen Trockenform (nahe javanensis )
auftritt. — Mindanao und dessen Satellit-Inseln beherbergen dann typische phifippinensis. Exemplare von
Domoran, Bohol, Camotes und Mindanao bilden den Übergang zu sulphurea Wall, von Batjan, während jene
von Nordwest -Luzon, Mindoro und Babuyanes sich mehr den kontinentalen, insbesondere chinesischen
glaucippe anschliessen. Andere cf cf wiederum tragen eine fast so breite proximale schwarze Begrenzung
des Orange- Apicalfleckes wie borneensis Wall., Fakta, die uns nicht unerwartet kommen, da die Philippinen
sowohl mit dem Festland wie auch mit Borneo und den Molukken durch Landbrücken im Konnex und Arten-
reducta. austausch standen. -- reducta Frühst, ist eine Rasse der Insel Polillo, bei der sich der Prachtfleck der Vflgl fast
pa/awensis. auf die Hälfte der Ausdehnung, wie wir ihn auf anderen Philippinen finden, reduziert. - palawensis Frühst, cf:
der orangefarbene Apicalfleck dringt tiefer in die Vflglzelle ein und erscheint proximal fast ohne jede schwarze
Umgrenzung. Die Submarginalflecken kleiner und zierlicher als bei phiiippensis. ?: distale Zackenbinde der
Hflgl sehr schmal, tief eingeschnürt, analwärts obsolet werdend, die ihr vorgelagerten, schwarzen Sub¬
marginalflecken undeutlicher als bei phiiippensis Wall.; Orangefleck der Vflgl proximal ohne Spur einer
cuyonicola. schwarzen Umsäumung. Palawan, Januar. — cuyonicola Frühst. Am auffallendsten weichen die von der
kleinen Insel Cuyo stammenden Exemplare ab, indem bei den cfcf die Unterseite nicht graugesprenkelt auf
weissem Grunde, sondern genau so gelblich ist wie bei vossi von Nias, nur dass die innere Hälfte nicht so
*) Icterius = die Gelbsucht.
Ausgegeben 20. V. 1910.
PARERONIA. Von H. Fruhstorfeh.
177
schwefelgelb wie bei letzterer Art ist. Oberseits haben einzelne der cfcf über der ganzen weissen Fläche
einen gelblichen Anflug, auch hierin einen Übergang zu vossi bildend (Semper). Insel Cuyo. Die Insel
Guyo liegt zwischen Palawan und Panay und ist durch grosse Meerestiefen von den übrigen Philippinen
abgeschlossen. Die Fauna dieser Insel enthält einen grossen Prozentsatz malayischer Elemente, die auf
einer alten Landverbindung Borneo-Mindoro von Borneo aus die Philippinen erreichten, während umgekehrt
auch die Philippinen eine Anzahl Arten auf demselben Wege und über die Mindanao-Sulu-Brücke an Borneo
und Celebes abgegeben haben. — sulphurea Wall. (70b) ist diejenige geographische Unterart, die sich am sulphurea.
weitesten vom glaucippe -Typus entfernt und beinahe Artrecht beanspruchen kann. Batjan. — felderi Voll, feideri.
von Halmaheira , Morotai , die wir nur nach der Abbildung beurteilen , halten wir für eine gute Lokalrasse,
weil Batjan -Exemplare einen viel breiteren, schwarzen Saum des Orange -Apicaltleckes der Vflgl aufwreisen
als Halmaheira- cf ?. Das ? von Batjan scheint zudem stets einen gelben statt rotgelben Apicalfleck der
Vflgl zu besitzen. — aurantiaca Frühst, differiert von sulphurea durch den fast doppelt so breiten Orange- aurantiaca
fleck der Vflgl, der zudem nur Rudimente von drei isolierten, schwarzen Keilflecken umschliesst, die bei
sulphurea so gross angelegt sind , dass sie zusammeniliessen und eine Zackenbinde bilden. Die distale
schwarze Umrandung der Vflgl erheblich schmäler als bei sulphurea , der Gostalsaum bis zum Zellapex gelb
anstatt schwarz. Htlgloberseite dunkler und gleichmässiger gelb. Insel Obi.
H. leucippe Gr. (71a), eine grandiose Species, von der wir drei Unterarten kennen. Die Kontur leucippe.
der Harpe differiert wesentlich von jener von glaucippe und lässt sich am besten als kahnförmig bezeichnen;
die unterste Spitze tritt nur wenig zurück, resp. das oberste Ende ragt nur unmerklich hervor, und die Ein¬
senkung an ihrer Basis ist kaum zu erkennen, so dass eine einfachere und regelmässigere Figur entsteht.
Leucippe bewohnt Amboina und Saparua. Auf Ceram erscheint bereits eine Zweigrasse als daemonis daemonis.
Frühst. (71b). Vflgloberseite stark verdunkelt, Zelle bis zur Mitte schwarz beschuppt, das Feld zwischen
Radiale und 1. Mediane ganz schwarz, ebenso die gesamte Analregion. Rote Submarginalflecke stark reduziert,
nur noch die medialen deutlich. Distalsaum und Submarginalflecke der Htlgl ausgedehnter schwarz, Hflgl-
unterseite weisslich statt gelb. — leucogynia Wall, von Bum ist nur in wenigen Sammlungen vertreten leucogynia
und man könnte versucht sein, sie allenfalls als eine Transition von leucippe zu sulphurea und aurantiaca zu
betrachten. Der für leucippe so charakteristische, den ganzen Flügel überziehende orange Fleck, fängt
nämlich bei leucogynia bereits an zurückzuweichen, und zwar so, dass er den ganzen Analsaum und die
Zellbasis der Vflgl wieder für die ursprüngliche, gelbe Grundfarbe frei lässt. Die bei leucippe dunkel-kanarien¬
gelbe Hflgloberseite hellt sich gleichfalls auf, ja es bleibt nicht einmal der aurantiaca Frühst, von Obi und
sulphurea Wall, von Batjan eigentümliche, leuchtend gelbe Distalsaum erhalten. Die Flügelunterseite von
leucogynia nimmt vollends den Färbungscharakter von sulphurea an, und so vermittelt leucogynia äusserlich
anscheinend den Übergang von leucippe zu sulphurea, während leucippe durch ihren Flügelschnitt und den
von allen Hebomoien abweichenden Färbungstypus den Eindruck einer distinkten Species hervorruft.
Leucogynia steht aber dennoch der glaucippe sulphurea artlich fern, vermutlich ein Resultat der langen geo¬
logischen Trennung der Süd- von den Nord-Molukken.
26. Gattung: iPareronia Bingh.
Durch die fünfästige Subcostalis der Vflgl differenziert sich dieses Genus von allen anderen Pieriden.
die mit Hebomoia jedoch die freistehenden Radialen gemeinsam hat. Die Präcostale der Htlgl ziemlich steil
vertikal aufgerichtet, nicht wie bei Hebomoia distal abgebogen. Die Discocellularen der Vflgl sind bei den
einzelnen Arten sehr verschieden, so hat avatar eine distal stark hervorspringende scharf gekniete mittlere
Discocellulare, die bei argolis und pingasa sanft gerundet erscheint. Auch die Gestalt der Zelle der Hflgl
ist etwas veränderlich, sehr lang und spitz bei avatar, viel kürzer und schmäler bei pingasa.
Die cf cf einiger Arten sind reich mit sekundären Duftorganen ausgestattet, die cf cf von argolis
erinnern durch ihren konvex ausgebogenen Hrd der Vflgl sogar an Euploeen. Alle cfcf besitzen oben auf
den Hflgln um die Subcostalis und die Hauptäste der Mediane herum verloschene, matte, mausegraue Flecken
von Androconien, die bei tritaea Fldr. und jobaeci Bsd. besonders breite Pelze bilden, bei letzterer auch auf
der Unterseite der Vflgl hervortreten. Diese Duftschuppen sind mit kugligem Knopfe eingesenkt und ge¬
hören zu den bei vielen Pieriden nachgewiesenen plumulae (Federschuppen).
Die cfcf, obgleich fast durchweg von matt blassblau grüner Färbung, bilden, wie ein Blick auf
Taf. 66 und 67 zeigt, eine Zusammenwürfelung fremdartiger Formen der Flügelumrisse, nur bei den meisten
tritt auf den Hflgln eine Spiegelbildung auf, die gleichfalls wieder an die Euploeen erinnert. So mannig¬
faltig aber die äussere Gestaltung der cfcf auch sein mag, lassen sich die ?? doch samt und sonders auf
den Danaidentypus zurückführen und es fällt sehr leicht , für diese ein konvergentes Modell zu nennen.
Da nun auch das Geäder der Pareronia von allen Pieriden durch die fünfästige Subcostalis den Danaiden
am nächsten kommt, so könnte sie als ein Mittelglied zwischen beiden Familien aufgefasst werden.
Die ?? sind in der Regel bi-, manchmal auch trimorph und es wechseln Arten mit trimorphen und
monomorphen ?? geographisch in bunter regelloser Reihe, da z. B. in Vorder-Indien und auf Java poly¬
morphe ?? auftreten, während in Malakka und Sumatra eine Art mit monomorphem ? vorkommt.
IX
23
178
PARERONIA. Von H. Fruhstorfeü.
Rp auf Gapparideen , zylindrisch mit zwei Schwanzspitzen , grün mit feinen Haaren und lateralen
weissen Flecken. Pp bleichgrün, Flügelscheiden stark heraustretend, Schnauze sehr spitz. Fluggewohn¬
heiten der cfc f Imagos durchweg unstet, von Blume zu Blume hastend, aber niemals Pfützen aufsuchend.
¥¥ träge und so danaidiform, dass sie seihst das geübteste Auge immer und immer wieder täuschen.
In der Form der Genitalien nähern sich Pareronia durch die breite tief eingeschnürte Valve den
Catopsilia, die Form des Uncus ist die gleiche wie hei der Gattung Prioneris.
Die Farbe der Augen der lebenden Schmetterlinge ist nach den Beobachtungen von Dr. Piepers
blaugrau, wenigstens bei valeria Cr. von Java.
Das Genus hat nahe farbenschöne Verwandte in Afrika und ist über das ganze indomalayische und
Teile des Papua-Gebiets verbreitet.
avatar. P. avatar trägt keinerlei Androconien auf der Iltlgloberseite; ¥ erinnert in der Zeichnungsanlage an
• tarina. p. nenocles Doubl. Die Art tritt in zwei Generationen auf, von denen jene des Frühlings, tarina Frühst.
(G6a), durch die bleichgelblichgrüne Grundfarbe charakterisiert ist, im März-April vorkommt, während jene
des Sommers, avatar Moore (66 a), von Juni bis November auftretend, durch vermehrte schwarze Umrahmung
und grössere Gestalt auffällt. Das ¥ der Regenzeitform (auf Taf. 66 a 3 in sumbawma verdruckt) ist besonders
auf den Vflgln dicht schwarz bestäubt, eine Übergangsform zeigt weniger breit schwarz angelaufene Adern
und das ¥ von tarina ist noch unbekannt. Allen gemeinsam ist ein besonders lebhafter Perlmutterglanz der
Unterseite der Hflgl und der Apikalpartie der Vflgl. Sikkim, Assam von 1000 — 5000 Fuss hinaufgehend. —
paravatar. paravatar Bingh. (66 a) fällt beim cf durch breiteren schwarzen Distalsaum der Htlgl, beim ¥ durch grössere
weisse Submarginalovale aller Flügel um den ausgedehnten schwarzgrauen Bezug der Oberseite auf. Die
Unterseite der Htlgl ist gleichfalls mehr verdunkelt. Tenasserim.
P. valeria ist eine weitverbreitete Species, mit unglaublicher Modifikationsfähigkeit innerhalb
kurzer geographischer Entfernungen und auf allen Inseln, welche die Art von den Philippinen angefangen
bis zu den Andamanen und Mikromalayana bewohnt. Die ¥¥ treten in 2 — 3 dimorphen, sehr selten nur in
monomorphen Abänderungen auf. Die Species ist fast durchweg häufig, doch sind die Jugendstadien an¬
scheinend noch nicht beschrieben, wohl aber von einer südindischen Form bekannt ( pingasa ), der bisher
Artrechte gelassen wurden , die aber vielleicht doch nur eine hochentwickelte Regenzeitform darstellt. Die
cf cf sind ziemlich konstant, rasche Flieger, welche nicht lange rasten, sondern oft und gern ihre Antlugstelle
wechseln. Die ¥¥ gleichen in ihrer langsamen Flugweise aber dermassen den Danaiden, das ich sie in Tonkin
immer wieder für Danais grammica hielt, so oft sie mich auch schon getäuscht hatten. Die gelben ¥¥ äffen
in Sumatra und Java die gleichfalls gelb gefärbte Danais aspasia und philomela nach, doch erscheinen auch
gelbe ¥¥ in Südindien, wo kein gelbes Danaidenmodell existiert, und ein Analogon beobachten wir bei luceria
von Waigiu, bei der gleichfalls graue und gelbe ¥¥ auftreten, zu welch letzteren auch das Danaidenvorbild
hippia. auf der Insel selbst fehlt. — hippia F. ist der kontinentalindische Zweig der Gesamtart, der auf der süd¬
lichen Halbinsel sehr häufig vorkommt, nach Norden aber seltener wird und im Sikkim -Terai (den heissen
Aussentälern des Himalaya) nur noch spärlich auftritt. Wir haben eine extreme Trockenzeit-Form abgebildet
gaea. (66 c cf; b¥), die Felder als gaea beschrieben hat. Ausserdem ist schon durch Fabricius und Dono van
eine seltene Form des ¥ bekannt geworden mit prächtigem, intensivem orangegelbem Antlug der Zelle und
philomela. Analpartie der Htlgl (philomela F.). Verbreitung von Süd-Indien bis Assam, Birma, Siam. Swinhoe hat neuer¬
dings die von Aitken und Bell entdeckte Rp und Pp abgebildet. Rp auf derselben Pllanze wie jene von pingasa
Moore, grün, doch sind die Schwänze durch einen quadratischen Zwischenraum weiter voneinander abgesondert.
Pp äusserst merkwürdig geformt, mit enormem, tropenhelmförmigem, dorsalem Aussenrde, Schnauze spitz, an
ihrer Basis eine schwarze Makel, Ventralpartie der Segmente schwarz gestreift, fein schwarz punktiert. — In
persides. Tonkin tritt eine grössere, beim ¥ breiter schwarz gebänderte Rasse: persides Frühst. (66b), auf, von denen die
livilla. gelbe ¥-Form (livilla Frühst.) nur einen schwachen Anflug der Htlgl aufweist, der die Zelle nur in der basalen
Partie gelblich überzieht. In Annam beobachtete ich dann noch eine Intermediatform, ähnlich wie Pap. macareus ,
mit relativ breiten weisslichen Streifen der Oberfläche aller Flügel, die sich dem abgebildeten hippia-% (66 b)
nähert und analog auch in Unterbirma auftritt, während livilla gelegentlich auch auf der malayischen Halb-
lutescens. insei erscheint. Dort trifft livilla mit lutescens Btlr. (66 c) zusammen, ursprünglich aus Borneo beschrieben,
aber auch in Perak und ganz Sumatra verbreitet. Die gelbe Färbung der Vflgl der ¥¥ tritt manchmal auch
in die Zelle ein. lutescens-^i sind durchweg selten , solche von der Malayischen Plalbinsel überhaupt noch
niasica. nicht bekannt, die ¥¥ von Sumatra ein wenig lichter gelb als jene von Borneo. — niasica Frühst, hat im
cf-Geschlecht auf der Unterseite der Hflgl kaum noch gelblichen Anflug, dagegen sind die viel breiteren
Querbinden — auch jener der Vflgl — ausnahmslos hellgelb gefärbt und nur die sehr grossen Submarginal¬
flecken bleiben weiss. Insel Nias, wahrscheinlich ähnlich auch von Batu und den Mentawej-Eilanden zu er-
valeria. warten. — valeria Cr. (66 b) führt breite weisse transzellulare Streifen der Vflgl. Der gelbe Anflug tritt
bei der typischen Rasse aus Ost-Java nicht in die Vflglzelle ein. West-Java beherbergt eine grössere valeria-
Rasse als der Osten der Insel. Ich hielt diese West-Java-Subspecies früher für eine Regenzeitform der
typischen valeria. Seither konnte ich mich jedoch überzeugen, dass valeria in Ost-Java nicht «seasonally»
abweicht, sondern jahraus jahrein konstant bleibt und gab deshalb der occidentalen Form einen Namen als
PARERONIA. Von H. Fruhstorfer.
176
«leona Frühst.». Wie schon hervorgehoben, ist leona grösser, schmalflügeliger als valeria, auch ist die leona.
Grundfarbe der cf cf beiderseits heller. Die Hflgl sind im Verhältnis zu ihrer Grösse schmäler schwarz
gesäumt. Das Hauptmerkmal bietet jedoch der kaum sichtbar schwarz angelaufene Subcostalast der Hflgl,
welcher in valeria mit breit und dicht gelagerten, schwarzen Duftschuppen bedeckt ist. Dieses Merkmal hat
valeria mit allen östlicheren Rassen, sundana , sumbawana, tryphena gemeinsam, während die valeria der west¬
licheren Inseln Borneo, Sumatra, Nias und von Malakka einen unbedeckten, schuppenlosen Subcostalast auf¬
weisen. Bei der südindischen pingasa und namentlich in octaviae findet sich dagegen die Schuppenanhäufung
noch deutlicher ausgeprägt. Die gelben ?? von leona differieren von ostjavanischen gelben ?? dadurch, dass
auch die zirkumzellularen Flecken intensiv gelb gefärbt sind, welche in Ost-Java-Fxemplaren stets weiss
bleiben. Auch der Discalteil der Hflgl-Unterseite von leona ist charakterisiert durch ein prominenteres Gelb.
Dergleichen Unterschiede sind zwar geringfügig, machen jedoch dem aufmerksamen Beobachter das Studium
der Javafauna doppelt interessant. Nicht vergessen darf werden, dass die Htlgl-Unterseite von leona noch
reichlicher gelb angehaucht ist als selbst jene von lutescens aus Borneo, Sumatra, Malakka. Auf den Median¬
adern und der Zellwand der Vflgl-Unterseite von leona fehlen ausserdem noch die schwarzen Schuppen¬
anhäufungen , welche valeria auszeichnen. Neben gelben ?$ treten in Java auch oberseits monoton grau-
gefärbte auf, die wegen ihrer Ähnlichkeit mit Hadena juventa Cr. allenfalls mit forma juventina nova be- juventina.
zeichnet werden können. Ausschliesslich in Ost- Java erscheint dann noch eine dritte, sehr seltene ?-Form
mit ähnlich wie bei niasica völlig gelb angeflogenen Transzellularstreifen der Vflgl (aureivena form, nov .). aureivena.
Derlei ?? stellen eine prächtige mimetische Form dar von Danais philomela F. — baweanica Frühst, führt bei baweanica.
den cf cf einen sehr schmalen schwarzen Distalsaum aller Flügel, bei den ??, die viel heller als selbst leona-¥Z
aussehen, fast doppelt so breite weissgraue Transversalbinden als Java- Exemplare. Insel Bawean.
kangeana Frühst, hat dagegen einen auffallend breiten schwarzen Aussensaum der cf cf, die auch unterseits kangeana.
durch breit braungrau angehauchte Adern auffallen. ? dunkler als baiveanicaFft. Insel Kangean.
sundana Frühst. (67 c) erinnert im cf an ostjavanische valeria durch den breiten Schuppenbelag an der Sub- sundana.
costalis der Hflgloberseite, entfernt sich aber von allen bekannten Rassen durch die fast ganz schwarzen ??,
die nur schmale weisse Internervalstrigae führen. Nicht selten in Lombok und von der Küste bis zum
Plateau von Sambalun auf 4000 Fuss hinaufsteigend. April-Juni. — sumbawana Frühst. (66 cf, ? als austro- sumbawana.
sundana aus Versehen bezeichnet). Bali (?). - — tryphena Frühst. Wie fast alle Sumba- Schmetterlinge (mit tryphena.
Ausnahme von Fap. merapu Doherty ) kleiner als die nächsten Verwandten von Sumbawa und Java. Der
schwarze Aussensaum aller Flügel ist erheblich schmäler und auch die Ausdehnung der schwarzen Duftflecke
auf der Hflgloberseite stark vermindert. Das ? fehlt mir, es wird noch viel mehr von Sumbawa-??
abweichen als die cf cf. Insel Sumba, Flores, vielleicht auch auf Timor. Auf den nördlich von Flores ge¬
legenen Inseln Kalao und Tana-Djampea verliert sich valeria. Sie ist dort durch einen Ausläufer der cele-
bischen triaea Fldr. ersetzt. Es verbleibt aber noch eine interessante valeria- Rasse zu registrieren,
palavana Frühst. (66 d), ausgezeichnet durch das helle Kolorit der Oberseite, den sehr schmalen schwarzen palavana.
Aussensaum, die kräftigen, fast quadratischen Submarginalflecken der Hflgl. Vom ? tritt auch noch eine
etwas dunklere als die abgebildete Form auf. Häufig im Januar-Februar auf der Insel Palawan.
gulussa subsp. nov. ist eine Rasse mit noch reduzierterem schwarzem Aussenrd, ohne Spur weisser Sub- gu/ussa.
marginalpunkte auf den Vflgln, die stark abgerundet sind. ? ähnlich dev juventina von Java, aber dunkler
als palaivana. Insel Cujm. — Als calliparga subsp. nov. wird jene Lokalform bezeichnet, die durch aus- calliparga.
gedehnteren, dunkleren, gelblichen Anflug der Hflgl-Unterseite sich lutescens Btlr. von Borneo nähert, aber
durch spitzere Flügelform und die bräunlichgelbe Unterseite der Hflgl der ?? von diesen differiert. Inseln
Domoran, Paragua.
P. pingasa, deren Rp auf Gapparis heyneana lebt, wird charakterisiert durch den breit an¬
gelegten schwarzen Aussensaum aller Flügel, der auf den Hflgln mit einem mattglänzenden Belag von
dichtstehenden Duftschuppen versehen ist. Rp lang, zylindrisch, mit grossem Kopf, Abdomen in zwei
Spitzen auslaufend, Körper mit feinen Haaren überdeckt, Grundfarbe grün mit einer lateralen Reihe von
auffallenden weissen Flecken und einigen kleineren schwarzen Punkten. Pp am Schwanz mit einem un¬
gewöhnlich langen Faden aufgehängt, Flügelscheiden stark hervortretend, gekielt und so dünn, dass sie
durchscheinend werden. Grundfarbe bleichwässeriggrün (Aitken). Drei lokale, gut unterschiedene Rassen
hierhergehörig, pingasa Moore (66 e), deren ?? grossen ?? von hippia nahekommen. Süd-Indien bis Kanara pingasa.
und Mysore. ceylanica Fldr., auf die Regenzeitform (66 e) basiert, zu der fraterna Moore (66 d)*), die im ceylanica.
? viel breiter blaugrün gestreifte Trockenzeitform und spiculifera Moore eine Intermediatform darstellt, fraterna.
naraka Moore hat im ? etwas breitere, grauweisse Transversalbinden als pingasa -?• Die Unterseite kommt
sonst den südindischen Stücken durch die breit schwarzangelaufenen Adern näher als den auf fein verteilter
braunschwarzer Unterlage lebhaft perlmutterschimmernden ceylanica - cf ?. Andamanen. Die Artberechtigung
von pingasa ist, wie schon oben erwähnt, etwas fraglich, doch weisen die Genitalien Unterschiede auf, die
*) fraterna kommt nach Swinhoe ganz identisch auch in Süd-Indien vor. Swinhoe hält sie für eine eigene Art; es ist
jedoch nicht ausgeschlossen, dass fraterna eine hochspecialisierte valeria- Unterart vorstellt. Niceville dagegen zieht alle drei
Formen zu einer Species zusammen.
180
PARERONIA. Von H. Frühstorfee.
ziemlich erheblich sind. Der Uncus von pingasa ist gerader, distal weniger gekrümmt als jener der valeria-
Formenreihe, die Valve viel breiter von gerundeterer Gestalt und distal weniger spitz.
P. boebera. Eine Spezies von etwas zweifelhaftem Wert, die zwar durch den breiten Duftpelz
der Hflgl eine Parallelform von pingasa bildet, aber andererseits durch die sehr variabeln 2? sich so
eng an valeria anschliesst, dass sie vielleicht doch nur als deren nördlichste Abzweigung gelten kann. Da
aber deren Formen eine natürliche Gruppe bilden, so werden sie einstweilen als zu einer Kollektivart gehörig
hier behandelt. Wie die festländische hippia und persides variiert boebera auf den Philippinen sowohl nach
dem Fundort, wie nach der Jahreszeit, letztere wegen der grösseren klimatischen Schwankungen mehr auf
den nördlichen wie auf den südlichen Inseln. Dabei sind durchwegs die 22 der trockenen kalten Zeit völlig
weiss gefleckt, jene der Regenzeit ziemlich gelb mit ausgedehnteren schwarzen Zeichnungen. Übergangs¬
formen führen einen bläulichweissen Schimmer. Von Norden nach Süden gehend, gewinnt der schwarze
Distalsaum der cf cf an Ausdehnung, so das die boebera-cfcf der Süd-Philippinen sich jenen der phocaea-
Falter (66 e) nähern und es nach Semper sogar schwierig ist, die 22 beider Arten auseinander zu halten.
boebera. boebera Eschsch., von der wir das cf und das 2 der Regenzeitform (66c) abbilden (phazania form, nov .), 0*2
phazama. (]er Trockenzeitform sind wesentlich kleiner, mit grösseren weissen Submarginalflecken auf allen Flügeln
hetnara. versehen, das cf lichter blau, das 2 matt grünweiss. Luzon. hemara form. nov. von Nord-West-Luzon bei
Vigan gefunden, stellt eine Intermediatform dar, die Semper abbildete (Sehmett. Philipp. Taf. 42, Fig. 7)
und die von der Generation der kalten Zeit durch schmälere und gelbliche statt weissliche Binden abweicht. —
arsamota. arsaniota subsp. nov., bleibt in der Grösse selbst hinter der Winterform von boebera zurück, ist unterseits
nur verwaschen braungrau angeflogen mit sehr langen aber schmalen Transcellularstreifen der Hflgl. Insel
bazilana. Negros. — bazilana Frühst, steht durch die verbreiterte schwarze Umrahmung aller Flügel der pingasa
Moore von Süd-Indien nah. Die cf cf sind dunkelgrün statt hellblau angeflogen, die Vflgl tragen entweder
gar keine oder nur noch einen subapikalen weissen Wischfleck. Die 22 unterseits fast bis zur Flügelmitte
blauschwarz bezogen. Vom 2 sind 3 Formen in Fruhstorfer’s Sammlung vereinigt, jene der Regenzeit
lilacina. mit einer Übergangsform mit blauviolettem Schimmer auf allen Flügeln (f. lilacina form, nov.) und eine an¬
scheinend extreme Trockenzeitform, an hemara von Luzon und persides -2 von Annam erinnernd mit reduzierten,
persidina. weissgrauen Transversalstreifen aller Flügel, die dicht schwarz überstäubt erscheinen (f. persidina nov). Insel
elaitia. Bazilan bei Mindanao. — elaitia subsp. nov., die dunkelste aller bekannten Rassen, Distalsaum der Hflgl bis
zur Mittelzelle ausgedehnt, Subapikalflecke der Vflgl völlig fehlend. Insel Panaon.
P. tritaea ist die in ihren Grössenverhältnissen entwickeltste Art, deren Ursprung vielleicht auf Min¬
danao zu suchen ist, dem Brückenkopf der Landverbindung Philippin en-Gelebes, wenn nicht umgekehrt die
vikariierende phocaea von Celebes dem zoologisch so verwandten Mindanao abgegeben wurde. Auf Celebes
tritaea. selbst zerfällt die Art in zwei wesentlich modifizierte Subspezies, von denen tritaea Fldr. (67 a) eine domi¬
nierende Erscheinung der Waldränder des nördlichen Celebes bildet. In Zentral- Celebes und in Gorontalo
am Ostarm der Insel fliegt in den Monaten August und September eine habituell kleinere Trockenzeitform
mit etwas reineren und stattlicheren weissen Strichen und Flecken und lichter graubraunem Anflug der
caecinia. Unterseite der 22 (f. caecinia form. nov.). Im südlichen Celebes verändert sich nicht nur die Zeichnung
sondern auch die Flügelform, namentlich erscheinen dort die Vflgl rundlicher, den 22 fehlt der braunviolette
Anflug der Oberfläche aller Flügel, und die Submarginalflecken werden fast doppelt so breit, was nament¬
lich in Gestalt schöner, weisser sternförmiger Makeln der Hflglunterseite zur Geltung kommt. Wir
bargylia. nennen die Stidcelebesrasse bargylia nov. subsp. Häufig am Wasserfall von Maros. Auf der Insel Bangkai
hermocinia. existiert eine ähnliche, körperlich noch mehr reduzierte Rasse hermocinia subsp. nov. mit verdunkelten
Streifen der Vflglzelle, verkleinerten Submarginalpunkten und obsoleten Zirkumzellularflecken der Hflgl. —
bilinearis. bilinearis subsp. nov., habituell von tritaea zur nächsten Inselform hinüberleitend, differenziert sich von
beiden durch die bis zur Basis der Vflgl verlängerten schwarzen Strigae der Zelle, die somit fast nochmal
so lang sind als hei tritaea , während sie octavicie fehlen. Hflgl fast ohne basale, d. h. stark verkürzte blau-
octaviac. grüne Längsbinden innerhalb der Zelle. Insel Salej^er von Dr. Martin entdeckt. — octaviae Snell. (67 b)
hat cf cf mit oder ohne kurze schwarze Streifen vor dem Apex der Vflglzelle. Die Grundfärbung lichter
blau als bei tritaea , 2 jenem von bargylia Frühst, aus Süd-Celebes nahekommend, mit lichteren Transversal¬
binden und kürzeren schwarzen Linien der Hflglzelle. Unterseite der cf cf ohne Spur eines schwarzen An¬
flugs, prächtig blauweiss und stark perlmutterglänzend. Subapikalstreifen der 22 auf der Unterseite der
Vflgl wesentlich breiter als bei den celebisehen tritaea-'Rassew, Hflgl lichter braun umrandet. Häufig auf
Tana-Djampea und Kalao, besonders im Dezember.
P. phocaea Fldr. der südphilippinischen Region muss vielleicht als eine Subspecies der riesigen
tritaea Fldr. von Celebes aufgefasst werden, eine Frage, die aber erst mit Hilfe grösserer Serien, namentlich
von 22 entschieden werden kann. Die Genitalien z. B. sind etwas abweichend, der Uncus von phocaea ent¬
schieden kürzer als jener von tritaea Fldr. phocaea ist nach Semper, der fast 900 Exemplare prüfen konnte,
sehr konstant. Die 22 führen in der Zelle der Hllgloberseite stets einen schwarzen Längsstrich, der bei den
boebera- und valeria - Rassen nur selten vorhanden ist. Im stark konvex aufgebogenen Costalrand der Vflgl
SALETARA. Von H. Fruhstorfek.
181
dokumentiert sich die Verwandtschaft mit tritaea, von der phocaeci in der Hauptsache nur durch die dunkler
rauchbraune Unterseite, besonders der Htlgl abweicht. — Zwei Inselrassen sind zu erwähnen: phocaea Fldr. phocaea.
(66 e), aus ganz Mindanao bekannt, und ariamena subsp. nov., habituell ein Drittel kleiner, mit noch mehr ariamena.
reduzierten grünlichblauen Strigae aller Flügel, von dunkler blauem Kolorit und etwas heller braun bereifter
Unterseite. Insel Bazilan.
P. argolis kombiniert in sich die Charaktere von zwei Arten, das Kolorit der Oberseite scheint
von phocaea der Philippinen, jenes der Unterseite von der papuanischen jobaea entlehnt. Die ?? erinnern
in ihrer Gesamterscheinung mehr an jobaea , doch sind oberseits auch Anklänge an valeria Cr. von Java zu
erkennen. — Zwei Lokalformen: argolis Fldr. von Batjan und Halmaheira. cf: Htlgl unterseits schwarz argolis.
mit unmerklichen grünen dünnen Streifen in der Zelle und ebensolchen obsoleten Punkten vor dem Aussenrd.
? erscheint in der abgebildeten Form (67 a), die Snellen von Vollenhoven bereits kannte und die ein ge¬
treues Konterfei gelber Banais cleona vorstellt. Häufiger ist aber eine graue Form , an Hadem sobrina der
Nord-Molukken gemahnend (f. radenoides form. nov.). Von der Insel Buru liegt eine dort anscheinend sehr radenoides.
seltene Unterart vor, argolina Frühst. Auf der Hflglunterseite treten 2 costale, grünliche Längsbänder auf. argolina.
welche in argolis gänzlich fehlen. Die ganze Zelle ist weisslichgrün und es entstehen 5 grosse circum-
cellulare Flecken , welche in argolis aus Batjan ebenfalls fehlen und in argolis aus Halmaheira kaum ange¬
deutet sind. Statt kleiner Pünktchen hat argolina eine Reihe von 6 deutlichen Submarginalflecken.
P. jobaea Bsd. differiert von phocaea, tritaea und argolis durch das Fehlen schwarzer Streifen der
Flügeloberseite, aber insbesondere durch den noch kürzeren, wenn auch sehr breiten Duftspiegel der Htlgl,
der nicht über die Radialen hinausgeht. Der Costalsaum und Apex der Vflgl sowohl wie die Oberfläche der
Hflglunterseite sind durchweg tief samtschwarz gefärbt. — Eine Reihe insularer Rassen verdient Erwähnung:
elsa Frühst, aus Ceram unterscheidet sich von jobaea aus Neu-Guinea durch Kleinheit, einen etwas schmä¬
leren, schwarzen Aussensaum der Flügel. Der oberste, ultracellulare, weissgrüne Fleck der Vflgl ist länger
und breiter als in jobaea. Auf der Hflglunterseite steht eine Reihe von 6 reinweissen , ziemlich grossen
prominenten Submarginalpunkten. Vom ? bildet Vollenhoven eine oberseits fahl ockergelbe Form ab, die
auf den Vflgln einen hell zitrongelben Streifen oberhalb der Submediane trägt und bei dem auch die Sub¬
marginalpunkte der Hflgl lichtgelb erscheinen neben einigen weissen Circumcellularmakeln. — aeboja aeboja.
Frühst., selten auf Buru , ist mit 32 mm Vflgllänge noch kleiner als elsa-d' von Ceram und der schwarze
Flügel -Aussensaum ist noch erheblich schmäler. Auf der Vflglunterseite zeigen sich deutliche, längliche,
grüne subapicale Striche, welche den grauschwarzen Aussensaum zerteilen und auf der Hflglunterseite finden
wir statt der Punkte ebenfalls 5 dünne, grünliche, submarginale Internervalstriche. — obiana Frühst. (67 b) obiana.
fällt durch rundlichen Flügelschnitt bei beiden Geschlechtern auf. cfcf nicht selten auf Obi , vom 2 ist
bisher nur die Banais cleona ähnliche gelbe Form bekannt. — luceria Frühst. (67 c) steht durch ihre Grösse luceria.
der typischen jobaea nahe, neben dem abgebildeten gelben ? existiert auch eine oberseits graugrün ge¬
bänderte Abart, die aber wegen ihrer relativ schmälen Querbinden sich nicht eng an das Danaidenvorbild
der Insel Waigiu (Badena purpurata Btlr.) anschliesst. — jobaea Bsd. (67 b) ist anscheinend selten in Neu- jobaea.
Guinea, nur vom nordwestlichen Holl. Neu-Guinea bekannt und scheint über die Humboldtbai nicht hinaus¬
zugehen, da Nachrichten über ihr Vorkommen in Kaiser-Wilhelms-Land nicht vorliegen. — aviena subsp. nov. aviena.
ohne genaueren Fundort, vielleicht von den Key- oder Aru- Inseln, differiert von der vorigen durch eine
Reihe auffallend grosser weisser Submarginalflecken der Hflglunterseite. Die Subapicalstrigae der Vflgl¬
unterseite sehr prononciert. Oberseits tritt der schwarze Aussensaum der Vflgl etwas zurück, so dass die
blaue Binde jenseits der Zelle Gelegenheit findet, sich zu verbreitern. Die Jugendstadien der Kollektivart
sind leider noch nicht bekannt und von den Imagos wissen wir nur, dass sie auf den Süd-Molukken zwar
überall anzutreffen, aber stets flüchtig und demzufolge schwer zu fangen sind.
26. Gattung: Saletara Bist.*)
Diese durch ihre äussere Erscheinung umgrenzte Gattung differiert von Appias im Geäder haupt¬
sächlich nur dadurch , dass der 3. und 4. Subcostalast ganz nahe dem Apex der Vflgl abzweigen und
dass der 4. Subcostalast bei den ?? der malayischen Arten und allen Species des Papuagebiets stets fehlt
und bei den Rassen der Philippinen zumeist abwesend ist. Die cfc f sind auch dadurch charakterisiert, dass
sie am letzten Abdominaltergit über den Analklappen einen langen Haarbüschel tragen und dass auch die
beiden ventralen Haarpinsel aus längeren Haaren als bei den Appias sich zusammensetzen. Die Gattung
ist jedenfalls noch nicht konsolidiert und die Neigung der Pieriden, Geäderzweige abzustossen, kommt bei
ihr manchmal auf den Flügeln eines Exemplares zur Geltung, in dem der rechte Flügel normal, der linke
eine Ader mehr oder weniger hat. Die Arten sind ausschliesslich Bewohner der Ebene und finden sich
ausnahmslos an nassen Stellen der Flussufer oder an Pfützen im Walde. Der Flug ist rasch und sicher.
Die ersten Stände sind nicht bekannt.
*) Dieses und das nachfolgende Genus müssten hinter den Appias stehen , sind aber durch ein Versehen hier ein-
gereiht worden,
182
SALETARA. Von H. Fruhstorfer.
S. panda von den Philippinen bis Celebes, Sumatra und den Nicobaren verbreitet, erscheint nament¬
lich im makromalayischen Gebiet fast immer in 2 männlichen und 2 weiblichen Farbenaberrationen, einer
mvaria. bleich weisslichen (forma nivaria) und einer Schwefel- bis zitrongelben (sulphurea Voll.). — nathalia Fldr.
sulphurea. (st die nördlichste ^awd'a-Rasse, cf weisslichgelb, $ mit schwarzem Aussensaum und ebensolcher Submarginal-
nafnartia ^’nc^e ^er Vflglunterseite, die auf der Hflglunterseite nur angedeutet ist. Luzon. — martia subsp. nov.
(61 f 3) hat im cf einen breiteren schwarzen Rand der Vtlgl, bei den ?? ist auch das Basalfeld der Htlgl
schwarz angelaufen und die Htlgl führen auf der Unterseite eine ausgedehnte Submarginalbinde auf gelblich
grünem Grunde. Zwei Formen mit schwefelgelben und solche mit hyalinen, blauweissen Mittelfeldern aller
erebina. Flügel. Bazilan, Mindanao. — erebina Frühst. (61 f cf, das ? gehört zu martia) von der Insel Palawan hat
drei ??- Formen, Mittelfeld aller Flügel hell schwefelgelb; ? mit hellgelbem Vtlgl und zitrongelbem Htlgl
hostilia. und ? mit durchweg zitrongelber Flügeloberseite. Alle drei fliegen im Januar. — hostilia subsp. nov. ist
grösser, dunkler gelb, der Distalrand der Htlgl nach innen tiefer gezähnt, Vflglunterseite mehr grünlichgelb,
nigerrima. Submarginalbinde der Vtlgl schmäler als bei erebina. Balabac. — nigerrima Holl. (62 a) bewohnt Celebes,
das fast ganz schwarze ? ähnelt oberseits dem ? von Appias tirania Wall., nur hat es etwas ausgedehntere
weissliehgelbe Mittelfelder der Vtlgl. Unterseite der Vtlgl im Gegensatz zu den normalen mit Ausnahme
der Zelle und des Apicalfeldes weiss; ? mit sehr breiter schwarzer Subapicalbinde der Vtlgl, deren Zelle
grünlichgelb angetlogen ist, Htlgl zeichnungslos, dunkel ockergelb. Bisher nur aus dem südlichen Celebes,
aurantiaca. vom Wasserfall von Maros bekannt, wo sie von August bis Januar Vorkommen. — auranliaca Stgr. von
den Sula- Inseln hat prächtig feurig rotgelben Htlgl. Die Vtlgl ähneln jenen von chrysea, nur ist der
panda. schwarze Aussensaum feiner verteilt und dringt längs den Adern tiefer in den Flügel ein. — panda Godt.
(61 f), der nomenklatorische Typus der Art, aus Java, wo ausser den abgebildeten dunkelgelben Exemplaren
nivaria. auch bleichgelbe Stücke unter beiden Geschlechtern häufig Vorkommen (f. nivaria). Die Falter waren zu
gewissen Zeiten, besonders im Januar -Februar in Ost-Java nicht selten, gehen aber nicht über 2000 Fuss
hinauf. Von Exemplaren aus Sumba, Sumbawa in meiner Sammlung bezweifle ich die Richtigkeit der Her-
balina. kunft. — foalina Frühst, von wesentlich kleinerer Gestalt hat stark verschmälerte schwarze Ränder der
distanti. Oberseite und ein obsoletes Subapicalband der Vflglunterseite. Insel Bali. — distanti Btlr. von der malayischen
Halbinsel und wahrscheinlich in sehr ähnlichen Formen auch auf Sumatra, Borneo vertreten, hat hellgelbe
sdiönbergi. Flügel, ? auf den Vflgln tiefer schwarz, auf den Hflgln schmäler gesäumt als Java-??. — schönbergi Setup.
(61 f) mit kanariengelber Grundfärbung, bleichgelbem Costalsaum der Vtlgl hat zum Teil zitrongelbe, zum
engania. Teil hell ockergelbe ??. Insel Nias. — engamia Frühst. (62 a) hat nur oberseits fein cremefarbene Grund¬
färbung, übrigens die Unterseite aller Flügel ebenso lebhaft und gleichmässig orangefarben getönt wie
aurifolia. bei schönbergi. ? unbekannt. Insel Engano. — aurifoiia Frühst. (62a). Vtlgl hell, Htlgl dunkler orange¬
gelb, Unterseite dunkel ockergelb, Vtlgl mit gleichmässiger, schmaler schwarzer Submarginalbinde, die nur
dirysea. distal leichthin violett angetlogen ist. Insel Pulo-Tello der Batu-Gruppe. — chrysea Frühst, steht schönbergi
nahe, hat aber einen proximal gleichmässigeren schärfer abgesetzten Aussensaum der apicalwärts hellgelben
Vtlgl. Unterseite feurig orangegelb. ? ähnlich jenem von aurifolia, aber mit fast doppelt so breiter schwarzer
Umrahmung. Nicobaren.
S. liberia ersetzt panda auf den Molukken; die gelbe Grundfarbe der Oberseite hat sich aber in
Graublau verwandelt, nur die gelbliche Unterseite verrät noch die Verwandtschaft. — Die typische Unterart
liberia. liberia Cr. (62 b) von den Südmolukken hat eine hellgelbgrüne Unterseite der Vtlgl und eine dunkelorange-
eiiada. farbene der Htlgl. Das ? ist sehr selten und führt einen geringeren schwarzen Adernbezug als eliada Heiv.
obina. von den Nordmolukken, die ihrerseits obina subsp. nov. (62a, b) nahekommt. Bei dieser ist jedoch der
schwarze Distalsaum besonders der Vflgl-Unterseite stets breiter. Die ?? sind polychrom; es existieren davon:
principalis. forma principalis mit zerteiltem, proximal strahlenförmig auslaufendem schwarzem Aussensaum. Unterseite:
Alle Flügel distal nur stellenweise schwarz gefleckt. Basis der Vtlgl grünlichgelb. Apex und Htlgl ocker-
vada. gelb; Vtlgl mit einer diffusen Submarginalbinde, die den Costalsaum nicht erreicht. — forma vada. Distal¬
saum aller Flügel breit schwarz, kompakt. Unterseite: Alle Flügel grünlichgelb mit einer etwas deutlicheren
pseudo- Submarginalbinde auf beiden Flügeln. — pseudocorinna form, tiov. Oberseite entweder blaugrau wie bei den
corinna. vorigen oder fast weissgrau wie bei corinna Wall. ?. Schwarzer Distalsaum auf beiden Flügeln und sowohl
ober- wie unt er seits kompakt, sehr breit. Unterseite: Basis der Vtlgl grünlich, Medianpartie weisslich; Hflgl-
chrysoberylla. Oberfläche entweder hell- oder dunkelockergelb. — chrysoberylla subsp. nov. oberseits dunkler blaugrau als
liberia , mit breiterem, schwarzem Distalsaum. Unterseite der Vtlgl lichter grau und der Apex der Vtlgl sowie
die Hflgl-Obertläche hellgrünlichgelb statt orangefarben wie bei liberia. Insel Buru, häufig.
cycinna. S. cycinna Hew. (62a, b) bewohnt das Papuagebiet, aus dem bisher nur drei Inselrassen bekannt
sind. Die typische Unterart ist aus Neu-Guinea beschrieben. Holländisch und Britisch Neu-Guinea. - — Die
ocina. als cycinna abgebildete ?-Form hat Hewitson als eigene Art unter dem Namen ocina beschrieben. Die Vtlgl
sind auch unten weiss mit hellgelb angeflogener Zelle, die Htlgl dunkel canariengelb. Deren Vaterland ist
diryselectra. ziemlich sicher nicht Neu-Guinea. — Auf den Aru-Inseln lebt eine bisher unbeschriebene Rasse: chryselectra
subsp. nov., die oberseits durch das hellere, mehr purpurne Blau von cycinna differiert. Unterseite der Vtlgl
rein weiss, nicht graublau, Zelle safrangelb angeflogen, Distalsaum doppelt so breit schwarz, schärfer ab-
TJDAIANA. Von H. Fruhstorfer.
183
gesetzt. Hflgl leuchtend orangefarben, statt gelbgrün. Vom ? existieren 2 Aberrationen, eine weisse und eine
seltenere, oberseits gelbe Form, (flavescens Ribbe.) — corinna Wall, ist eine distinkte Lokalform von flavescens.
Waigiu, mit der cycinna ähnlichen, nur auf der Unterseite etwas dunkler orange gefärbten Hflgln. 2 weiss,
unten mit tiefschwarzem, breiterem Aussenrd. Vtlgl unten weiss, mit grünlich überstäubter Zelle. Hflgl mit
dunkelgelbem Basalfeld, das bei der 2-Form hastia form. nov. von der Kayumerabai, Holländisch Neu-Guinea, hastia.
‘hellzitrongelb und deren Flügeloberseite dunkler beschuppt ist.
S. giscon Gr.-Sm., eine mir in natura unbekannte Art der Salomon-Inseln, soll oberseits dem ? der giscon.
panda von Java ähnlich sein.
28. Gattung: Udaiaiia.
Durch das Fehlen der ventralen Haarbüschel der cf cf leitet dieser Genus von den Appias zu Huphina
hinüber, differiert aber von beiden durch die Stellung des zweiten Subcostalastes, der wie bei Parelodina ganz
nahe dem Zellapex der Vtlgl entspringt. Es ist nur eine Art bekannt, die Makromalayana mit Ausnahme
von Java bewohnt und nur in der Ebene vorkommt. Die cf cf setzen sich gelegentlich an feuchte Stellen
der Waldwege, die ?? wurden auf einer grünen Schlingpflanze beobachtet. Nach Martin sollen sie in
Sumatra nur in Wäldern mit rotem Erdboden gefunden werden, aber nie in solchem mit schwarzem Grunde.
U. cynis Hew. (62 c). Die Unterseite ist gleichfalls weiss, der Apex der Vtlgl grünlichgelb bestäubt, cynis.
Costalsaum der Hflgl gelb gesäumt, Basis mit einigen grünen Schuppen. Eine sehr helle ?-Form, die in
ihrem Extrem kaum dunkler umrahmt ist als das cf, hat Hagen androides genannt. Malayische Halbinsel,
Nordost- und West-Sumatra. — pryeri Bist. (62 c) ist eine dunklere Lokalform von Borneo, durch den tiefer pryeri.
eingebuchteten schwarzen Aussensaum der Vtlgl und die stets breit grün beschuppte Basalgegend der Htlgl-
unterseite charakterisiert. Nord-Borneo, ziemlich seiten.
Nachträge und Berichtigungen.
Seite 125: D. hyparete aurago Snellen in der Tijdschr. o. Entom. 33, p. 303 aus Billiton beschrieben, aurago.
führt goldgelbe Submarginalmakeln der Hflglunterseite, steht somit der hypopelia Hag. und jataka Frühst, nahe.
Seite 126: D. agostina orita subsp. nov. Leitet von annamitica Frühst, zu infumata Frühst, hinüber orita.
und differiert von der Annam-Rasse durch dunklere, von infumata jedoch durch etwas hellere Oberfläche
der Vflgl, die viel kleinere weisse Submarginalflecke führen als annamitica; Hflgl jedoch wie bei annamitica ,
nur etwas dichter grau bestäubt. Heimat Tonkin, anscheinend sehr lokal und selten, weil von mir selbst
nicht beobachtet.
Seite 130: I). diva R. u. J., präoccupiert durch diva Frühst. 1899, wird in sagessa nom. nov. umgetauft, sagessa.
Seite 132: D. belladonna formosana Mats, in der Ent. Zeitsehr. Stuttgart 1909, p. 92 beschrieben, formosana.
nähert sich in der Zeichnung der lativitta Leech, differiert aber von dieser dadurch, dass die weissen Distalflecke
des Vflgls sich nicht mit den inneren vereinigen und die Hflgl oberseits am Ird fast durchweg weisslich
gefärbt sind, mit geringer analer gelber Bestäubung. Alle Makeln klein, aber deutlich. Formosa, Horisha.
Seite 140: Zeile 12 v. ob. lies ajanta statt ajuta. ajanta.
Seite 142: Zu Huphina nadina eunama Frühst, ist eine Intermediatform als koannania Mats. (Ent. koannania.
Zeitschr. Stuttg. 1909, p. 88) mit grauer statt grüngelber Unterseite zu erwähnen. Kanschirei und Horisha
auf Formosa.
Seite 149: Zu Appias lyncida formosana Wall, hat Matsumura anscheinend eine $-Form als tsurui tsurui.
beschrieben, die der Diagnose nach einer Trockenzeitform angehört und am 1. Dezember an der formo-
sanischen Ostkiiste gesammelt wurde, yayeyamana Mats, von den Liu-kiu-Inseln scheint eine Lokalrasse der yayeyamana.
lyncida vorzustellen und ist nach einem cf mit einer Flügelspannung von 5 — 9 mm (soll wohl heissen 50 bis
60 mm) beschrieben.
Seite 166: Terias libythea purictatissima Mats, ist etwas grösser als die malayischen Formen der kawakamii.
Species, ? sehr bleich und erscheint nach meinen Exemplaren in zwei Abweichungen, entweder mit schmaler
schwarzer oder ausgedehnterer bis zu dem Analwinkel reichender Umrahmung der Hflgloberseite. Formosa.
Seite 182: Zu Saletara panda erwähnt Matsumura eine Form kawakamii von der Katosho- Insel, puncta-
einer Nebeninsel von Formosa, mit zitrongelbem ?, das wie nathalia gefleckt sein soll. Wenn es sich nicht tissima.
um ein ? von Appias albina handelt, eine sehr interessante Entdeckung.
184
Urbeschreibungs-Nachweis der indo-australischen Pieriden.
Alphabetisches Verzeichnis
zum Nachweis der Urbeschreibungen der unter den indo-australischen Pieriden aufgeführten Formen.
* bedeutet, dass die Form an der zitierten Stelle auch abgebildet ist.
abnormis Huph. Wall. Trans. Ent. Soc. Lond (3) 4, p. 368. *
acandra Ter. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 168.
acrisa Huph Bsd. Bull. Soc. Ent. Fr. 1859, p. 156.
acuminata App. Stiell. Tijdschr. v. Ent. 1890, p. 273.
acuta Leuc. R. u. J. Nov. Zool. 1905, p. 463.
ada App. Cr. Pap. Exot. IV. *
ada Ter. Bist. Ann. Mag. Nat. Hist. 1887, p. 271.
adamsoni App. Moore, Lep. Ind. 7, p. 4. *
adorabilis App. Frühst. Seitz, Gross-SchmeLt. 9, p. 157.
aeboja Parer. Frühst. Berlin. Ent. Zeitschr. 1903, p. 99.
aebutia Lept. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 121.
aebutia Ter. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 171.
aegina App. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 157.
aegina Phriss. Frühst. Berlin. Ent. Zeitschr. 44, p. 111.
aegis Phriss. Fldr. Wien. Ent. Mon. 5, p. 299.
aelia Huph. Frühst. Berlin. Ent. Zeitschr. 1903. p. 102.
aeliana Huph. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 143.
aemilia App. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 157. *
aestiva Del. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. 20, p. 159 (1897).
affinis Huph. Voll. Monogr. Pier. p. 40. *
aga Huph. Frühst. Iris 1902, p. 280.
aganippe Del. Don. Ins. New.-Holl. *
agar App. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 152.
agatha App. Stgr. Iris 1899, p. 20.
agathon Apor. Gray, Zoolog. Mise. 1832, p. 33.
agave App. Fldr. Wien. Ent. Mon. 6, p. 286.
aglaja Del. L. Syst. Nat. I, p. 465.
aglaope Pier. Mötsch. Et d’Ent. 9, p. 28.
agnata Huph. Gr.-Stn. Ent. Month. Mag. 25, p. 301.
agoranis Del. Gr.-Sm. Ann. Nat. Hist. (5) 20, p. 266.
agostina Del. Hew. Exot. Butt. I. *
aiguina Gand. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 173.
ajaka Pier. Moore. Proc. Zool. Soc. Lond. 1865, p. 490.
ajanta Pier. Röb. Seitz, Gross-Schmett. 1, p. 48.
albata App. Hpffr. Stett. Ztg. 1874, p. 12.
alberti Del. Rothsch. Novit. Zool. 1904, p. 454.
albertisi Del. Oberth. Ann. Mus. Genov. 15, p. 480. *
albifera Prion. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 136.
albina App. Bsd. Spec. Gen. Lep. I, p. 480.
albiplaga Prion. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 136. *
aleria Del. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 128.
alitha Ter. Fldr. Wien. Ent. Mon. 6, p. 289.
alluviorum Del. Frühst. Ent. Zeitschr Guben 1905, p. 71.
alorensis Del. Frühst. Berl. Ent. Ztschr. 1899, p. 64.
alpestris Pier. Verity. Rhopal. Pal. p. 138. *
altivaga Del. Frühst. Stett. Ztg. 55, (3. 121. *
amalia Huph. Voll. Monogr. Pier. p. 23. *
amarantha Del. Mitis, Iris 1893, p. 133.
amarella Huph. Wall. Trans. Ent. Soc. Lond. (3) 4, p.273. *
amarilla Del. Kheil, Rhopal. Nias p. 35. *
amata Terac. F. Syst. Entom. 1, p. 476.
amba Huph. Wall. Trans. Ent. Soc. (3) 4, p. 340.
ambigua App. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 154. *
amplexa Ter. Bttr. Proc. Zool. Soc. 1887, p. 123.
anaitis Huph. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 145.
anaxandra Heb. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 176.
andamana Gand. Moore, Lep. Ind. 7, 1906, p. 31.
andamana Huph. Moore, Lep. Ind. 6, p. 217. *
andamana Ix. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1877, p. 590.
andamana Ter. Moore, Lep. Ind. 7, 1906, p. 75.
andersoni Huph. Dist. Entomolog. 18, p. 146.
andersoni Ter. Moore, Journ. Linn. Soc. Zool. 21, p. 47. *
andrea App. Eschsch. Kotzeb. Reise III, p. 215. *
andropia Elod. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (4) 18, p. 246.
anemone Ter. Fldr. Wien. Ent. Mon. 6, p. 23.
angaja Del. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 132.
angulipennis Elod. Luc. Rev. Zool. 1852, p. 431.
anios Ter. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 171.
anita Anaph. Frühst. Berlin. Ent. Zeitschr. 1903, p. 107.
annamica Ter. Moore, Lep. Ind. 7 1906, p. 46.
annamitica Del. Frühst. Soc. Entom. 16 p. 98.
annamitica Ix. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9 p. 158.*
anticyra Parelod. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9 p. 123.*
antoniae App. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9 p. 156.
apameia Del. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9 p. 131.
aperta App. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (5) 18, p. 188.
aphaia Ter. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9 p. 168.
apicalis Ter. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1882, p. 253.*
ardens App. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. 1898 p. 463.
ares App. Switih. Proc. Zool. Soc. Lond. 1885 p. 138.
argenthona Del. F. Ent. Syst. III 1, p. 200.
argolina Parer. Frühst. Berlin Ent. Zeitschr. 1903, p. 99.
argolis Parer. Fldr. Wien. Ent. Mon. 4, p. 230.
argypheus Elod. Gr.-Sm. Rhop. Exoti I, 1890, p. 3.*
argyridina App. Btlr. Ann. Mag. Nat Hist. (5) 16, p. 340.
ariaca Apor. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1872, p. 564.
ariamena Parer. Frühst. Seitz, Gross-Seiimett. 9, p. 180.
aristoxemus App. Frühst. Insektenbörse 1908 p. 38.
aroae Del. Rlbbe, Novit. Zool. 11, p. 315.*
arsakia Ter. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 168.
arsamota Parer. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 180.
arsia Ter. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 171.
aruensis Del. Mitis, Iris 1893, p. 149.
aruna Del. Bsd. Voy. Astrolabe, Lep. p. 48.
asaema Cat. Stgr. Exot. Tagt., p. 29.*
asanga Ter. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 167.
ascylla Cat. Frühst. Iris 1902, p. 275.
aserrata Cat. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 163.
aspasia Huph. Stoll, Suppl. Cram. Pap. Exot.*
aspasina Huph. Frühst. Ent. Meddelelser 1907, p. 304.
assamica Gand. Moore, Lep. Ind. 7, p. 33.
asteria App. Misk. Proc. Lin. Soc. New-S.-W. 1888, p. 1514.
aternia App. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 149.
athena App. Frühst. Soc. Entom. 1903, p. 17.
atisha Del. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 132.
attenuata Ter. Moore, Proc. Zool. Soc. 1878, p. 700.
aturia Heb. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 175.
aufidia App. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 152.
aurantia Del. Doh. Journ. As. Soc. Beng. 60, p. 189.
aurantiaca Heb. Frühst. Insektenbörse 1903, p. 349.
aurantiaca Salet. Stgr. Iris 1894, p. 352.
auratilis Del Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 132.
aureivena Parer. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 179.
aureivenula Del. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 125.*
aurifera App. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 151.*
auriflua Gand. Frühst. Berl. Ent. Zeitschr. 1898, p. 430.
aurifolia Salet. Frühst. Int. Ent. Zeitschr. Guben 20, p. 99.
aurigenea Anaph. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1886, p. 374.
auriga Del. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 131.
aurisparsa Lept. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 121.*
aurosa App. Frühst. Berl. Ent. Zeitschr. 1899, p. 84.
aurulenta Huph. Frühst. Soc. Ent. 14, p. 10.
australis Heb. Btlr. .Ann. Mag. Nat. Hist. (7) 1, p. 290.
austrosundana Gand. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 173.
autothisbe Prion. Hbn. Sammlg. exot. Schmett.*
avatar Parer. Moore, Cat. Lep. E. J. Comp. 1, p. 61.*
aviena Parer. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 181.
babberica Huph. Frühst. Berlin. Ent. Zeitschr. 1903, p. 106.
bagoe Del. Bsd. Voy. Astrolabe Lep. p. 49.
bajura Del. Bsd. Voy. Astrolabe Lep. p. 48.
balbagona Huph. Semp. Reis. Philipp. T. 37.*
balice Ix. Bsd. Spec. Gen. I, p. 593.
baliensis Ix. Frühst. Soc. Entom. 1897, p. 2.
balina Del. Frühst. Ent. Zeitschr. Guben 1908, p. 238.
balina Salet. Frühst. Int. Ent. Zeitschr. Guben 1908, p. 238.
balinus App. Frühst. Ent. Zeitschr. Guben 1908, p. 238.
balucha Apor. Marsh. Proc. Zool. Soc. Lond. 1882, p. 760.
bandana App. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 150.
bandana Ter. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 168.
bandina Del. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 128.
bankeiana Cat. Frühst. Soc. Ent. 1903, p. 73.
baracasa Del. Setup. Reis. Philipp. Lep. II, p. 230. *
barea App. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 151.
bargylia Parer. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 180.
bathseba Huph. Stiell. Tijdschr. v. Ent. 1902, p. 83. *
battana Ter. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 171. *
battana Del. Frühst. Soc. Entom. 11, p. 9.
baudiniana Elod. Btlr. Ann. Mag. Hist. 1898, p. 294.
baweanica Parer. Frühst. Seitz, Gross-Schmett., p. 79.
Ausgegeben 20. V. 1910.
1 85
Urbeschreibungs-Nachweis der indo-australischen Pieriden.
baweanicus App. Frühst. Ent. Zeitschi’. 1905, p. 45.
bazilana Ter. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 171.
bazilana Parer. Frühst. Berl. Ent. Zeitschr. 1899, p. 33.
beata Del. Frühst. Ent. Zeitschr. 1905, p. 76.
belisama Del. Cr. Pap. Exot. III. *
belladonna Del. F. Ent. Syst. III, 1, p. 180.
berinda Del. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1872, p. 566.
besina Ter. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 170.
bethseba Ter. Jans. Cist. Entomol. II, p. 272.
bidotata Cat. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 163.
biformis Ter. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 168.
bilinearis Parer. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 180.
birdi Ix. Bist. Ann. Mag. Nat. Ilist. (5) 12, p. 351.
blairiana Ter. Moore, Lep. Ind. 7, 1906, p. 75.
blanca Del. Fldr. Wien. Ent. Mon. 6, p. 284.
blanda Ter. Bsd. Spec. Gen. Lep. 1, p. 672.
boebera Parer. Fschsch. Kotzeb. Reise 3, p. 211. *
boisduvaliana Huph. Fldr. Wien. Ent. Mon. 6, p. 287.
bolana Huph. Frühst. Berl. Ent. Zeitschr. 1903, p. 104.
borneensis Ter. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 167. *
borneensis Heb. Wall. Journ. Entom. II (1863), p. 3.
bornemanni Del. Ribbe. Insektenbörse 1900, p. 308.
bouruensis App. Wall. Trans. Ent. Soc. Lond. (3) 4, p. 379.
bouruensis Eiod. Wall. Trans. Ent. Soc. Lond. (3) 4, p. 319.
bojliae Del. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (5) 16, p. 58.
brevicostalis Ter. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. 1898, p. 76.
bromo Del. Frühst. Entomol. Nachr. 19, p. 135.
burmana Gand. Moore, Lep. Ind. 7, 1906, p. 34.
burmana Del. Rothsdi. Novit. Zoolog. 6, p. 68.
butleri Balt. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1882, p. 256. *
butyrosa Gand. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (4) 15, p. 396.
cadelli Ter. Moore, Lep. Ind. 7, 1906, p. 77.
caecinia Parer. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 180.
caeneus Del. L. Mus. Ulr. p. 271.
caepia Phriss. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 157. *
caledonica App. Fldr. Verh. Zool.-bot. Ges. Wien 12, p. 495.
caliban Del. Gr.-Sm. Rhopal. Exot. III, Pier. Del. 7. *
callima Del. R. u. J. Nov. Zool. 1905, p. 462.
calliparga Huph. Frühst. Gross-Schmett. 9, p. 147.
calliparga Parer. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 179.
callistrate Del. Gr.-Sm. Rhopaloc. Exot. III, Pier. Del. 7. *
camotana Del. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 135.
cana App. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 150. *
candida Del. Voll. Monogr. Pierid. p. 11. *
candida Ter. Cr. Pap. Exot. IV. *
canidia Pier. Sparr. Amoen. acad. 7, p. 504.
cantideva Ter. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 169.
caphusa Apor. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1872, p. 564.
cardena App. Hew. Exot. Butt. II. *
cathara Del. Gr.-Sm. Ann. Nat. Hist. (6) 12, p. 34.
catilla Cat. Cr. Pap. Exot. III. *
celebensis Heb. Wall. Journ. Entom. II, 1863, p. 3.
celebensis Ter. Wall. Trans. Ent. Soc. 1867, p. 327. *
celebica Cat. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 163. *
celestina App. Bsd. Voy. Astrolabe Lep. p. 46.
ceylanica Parer. Fldr. Novara Lep. II, 1865, p. 191.
ceylonica Heb. Frühst. Soc. Entom. 22, p. 4.
chelidon App. Frühst. Ent. Zeitschr. 1905, p. 47.
chemys Ter. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 167.
chitralensis Gon. Moore, Lep. Ind. 7, p. 27.
chloridice Synchl. FIbn. Smlg. Eur. Schmett. 1. *
chlorographa Lept. Hbn. Zutr. Exot. Schmett. *
choiseuli Del. Jord. Rothsdi. Novit. Zool. 12, p. 512. *
chrysea Salet. Frühst. Stett. Zg. 65, p. 348.
chryselectra Salet. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 182.
chrysendeta Del. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 134.
chrysoberylla Salet. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 182.
chrysomelaena Del. Voll. Tijd. v. Entom. (2) 1, p. 57. *
chrysopis Huph. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 143.
chrysorrhoea Del. Voll. Monogr. Pier. p. 6. *
chumbiensis Parap. Nicev. Journ. As. Soc. Beng. 64, p. 563. *
cibyra Huph. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 141.
cilla App. Fldr. Novara Lep. II, p. 165.
cincia Heb. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 175.
cinerascens Del. Mitis, Iris 1893, p. 126.
cingala Huph. Moore, Lep. Indic. 6, p. 219. *
cingalensis Ix. Moore , Lep. Ceyl. I, p. 126. *
ciris Del. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 125. *
cirta Huph. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 144.
citrina App. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 154. *
citrinaria Ter. Moore. Lep. Ceyl. I, p. 119. *
citronella App. Frühst. Berl. Ent. Zeitschr. 1896, p. 392
IX
citronella Cat. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 163.
claripennis Pier. Btlr. Ann. Mag. Nat. Ilist. (4) 19, p. 96.
clarissa Anaph. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (5) 12, p. 390.
clathrata Del. R. u. J. Nov. Zool. 1904, p. 315. *
clavis App. Wall. Trans. Ent. So«-. Lond. (3) 4, p. 367.
clemanthe Prion. Dbl. Ann. Nat. Hist. 17, p. 23.
clementina App. Fldr. Sitzb. Ak. W. Wien, Nat. CI., 40, p. -148.
clytie Anaph. Don. Ins. New. Holl. *
coelita App. Frühst. Berl. Ent. Zeitschr. 1899, p. 84.
comma Lept. Frühst. Iris 1902, p. 269.
confluens App. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 153.
confusa App. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 154. *
connectens Ix. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 159. *
consanguis Huph. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1883, p. 369.
conspergata Heb. Frühst. Iris 1907, p. 92.
copia Huph. Wall. Trans. Ent. Soc. Lond. (3) 4, p. 430.
Cornelia Prion. Voll. Monogr. Pier. p. 5. *
coronea Anaph. Cr. Papil. Exot. I. *
coronis Huph. Cr. Pap. Exot. I. *
corinna Salet. Wall. Trans. Ent. Soc. Lond. (3) 4, p. 377.
corva Huph. Wall. Trans. Ent. Soc. Lond. (3) 4, p. 339.
corvina Huph. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 144.
crinatha Ter. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p 170.
crithoe Del. Bsd. Guer. Perch. Gen. Ins.
crocale Cat. Cr. Papil. Exot. 1. *
crocalina Cat. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 163. *
cruentula Del. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1865, p. 455. *
cumballa Ix. Swinh. Proc. Zool. Soc. Lond. 1885, p. 141. *
cuningputi Del. Ribbe. Novit. Zool. 11, p. 314. *
cungata Ter. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 169.
curasena Del. Frühst. Insektenbörse 1900, p. 38. -
curiosa Ter. Swinh. Proc. Zool. Soc. Lond. 1884, p. 508. *
cuyonicola Heb. Frühst. Iris 1907, p. 98.
cycinna Salet. Hew. Exot. Butt. II. *
cynis Udai. Hew. Exot. Butt. III. *
cynisca App. Wall. Trans. Ent. Soc. Lond. (3) 4, p. 375.
daemonis Heb. Frühst. Iris 1907, p. 103.
danae Terac. F. Syst. Entom. I, p. 476.
danala Del. Nicev. Journ. Bomb. Soc. 7./8, p. 52. *
dapha Huph. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1878, p. 838.
daphalis Synchl. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1865, p. 491. *
darada App. Fldr. Novara Lep. II, p. 166.
davidsoni Ter. Moore, Lep. Ind. 7, 1906, p. 63.
decipiens Derc. Nicev. Ann. Mag. Nat. Hist. (7) 2, p. 483.
delicata App. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (5) 10, p. 153.
dendera Ter. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 167.
denigrata Apor. Frühst. Seitz, Gross-Schmelt. 9, p. 138.
denigrata Ix. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 156.
dentyris Ter. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 168.
deota Pier. Nicev. Journ. As. Soc. Beng. 1883, p. 82. *
depicta Del. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 132.
depicta Ter. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 171.
descombesi Del. Bsd. Spec. Gen. I, P- 465.
despoliata Del. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 125.
devaca Del. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1872, p. 566
devta Pier. Nicev. Journ. As. Soc. Beng. 1883, p. 82. *
diaphana Del. Semp. Reis. Philipp. T. 34. *
dice Del. Voll. Monogr. Pier. p. 39. *
difformis Derc. Nicev. Ann. Mag. Nat. Hist. (7) 2, p. 483.
digentia Ter. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 172.
dilutior App. Stgr. Iris 1889, p. 21.
dindymene Ter. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 172.
dione Lept. Wall. Trans. Ent. Soc. Lond. (3) 4, p. 317.
diotima Ter. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 172.
discolor Huph. Math. Trans. Ent. Soc. Lond. 1887, p. 47.
dispar Elod. Röb. Iris 1, p. 185. *
dissimilis Huph. Rotsch. Iris 5, p. 440. *
distanti App. Moore, Lep. Ind. VII, 1905, p. 14.
distanti Gand. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 172.
distanti Salet. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (7) 2, p. 400.
diva Del. Frühst. Berl. Ent. Ztschr. 1899, p. 61.
diversa Ter. Wall. Trans. Ent. Soc. Lond. (3) 4. p. 324.
dives Del. Nicev. Journ. As. Soc. Beng. 66, p. 562. *
djampeana Ter. Frühst. Ent. Zeitschr. Stuttg. 1908, p. 63.
dohertyana Huph. Gr.-Sm. Novität. Zool. I, p. 337.
dohertyi Huph. Oberth. Et. d’Ent. 1894, p. 61. *
dohertiella App. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. 1898, p. 464.
dolorosa App. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 157. *
domitia App. Fldr. Wien. Ent. Mon. 6, p. 285.
dorimene Del. Cr. Pap. Exot. 4. *
dorothea Del Mitis, Iris 6, p. 146. *
dorylaea Del. Fldr. Novara Lep. II, p. 1S2.
24
186
Urbeschreibungs-Nachweis der indo-australischen Pieriden.
doubledayi Derc. Moore, Lep. Indica 7, p. 31. 1905.
drona Ter. Horsf. Cat. Lep. E. I. Comp., p. 137.*
dubia Col. Fawc. Proc. Zool. Soc. Lond. 1906, p. 481.*
dulcinea Pier. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (5) 9, p. 18.
duris Del. Hew. Exot. Butt. H.*
durvasa App. Moore, Cat. Lep. E. I. Comp. 1, p. 73.
eburnea App. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 153.
echidna Del.« Hew. Exot. Butt. II.*
ecbo Del. Wall. Trans. Ent. Soc. Lond. (3) 4, p. 358.*
edela Del. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 126.*
effeminata Parelod. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 123.
egialia Del. Cr. Pap. Exot. II.*
egnatia Elod. Godt. Enc. Meth. p. 138.
eichhorni Del. R. a. J. Nov. Zool. 1904, p. 316.*
eirene Huph. Doh. Journ. As. Soc. Beng. 60, p. 188.*
elaitia Parer. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 180.
eliada Salet. Flew. Exot. Butt. II.*
elis App. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 152.
elis Gand. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 172.
ella App. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. 7, II, 1898, p 463.
ellina Huph. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 143 *
emilia App. Frühst. Soc. Ent. 1903, p. 17.
emilia Del. R. u. J. Nov. Zool. 1904, p. 314.
emma Huph. Voll. Monogr. Pier. p. 24.*
enarete App. Bsd. Spec. Gen. 7, p. 480.
enaretina App. Frühst. Berl. Ent. Zeitschr. 1899; p. 289.
engania Salet. Frühst. Soc. Entomol. 1903, p. 124.
enganica Ter. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 167.
ennia Del. Wall. Trans. Ent. Soc. Lond. (3) 4, p. 355.*
enniana Del. Oberth. Ann. Mus. Gen. 15, p. 481.*
eperia Huph. Bsd. Spec. Gen. Lep. I, p. 470.
eranthos Del. Frühst. Soc. Ent. 1905, p. 114.
erebina Salet. Frühst. Beil. Ent. Zeitschr. 1899, p. 32.
erinna Heb. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 176.
erubescens Del. Stgr. Iris 1891, p. 79.
etesia Cat. Flew. Exot. Butt. 4.*
ethel Huph. Doh. Journ. As. Soc. Beng. 60, p. 29.*
ethire Del. Doh. Journ. As. Soc. Beng. 55, p. 262.
etrida Terac. Bsd. Spec. Gen. Lep. I, p. 576.
eucharis Del. Drury, 111. Exot. Ent. II.*
eucharis Terac. F. Syst. Entom. 7, p. 472.
euclemanthe Prion. Frühst. Soc. Ent. 1903, p. 35.
eumelis App. Bsd. Voy. Astrolabe Lep., p. 50.
eumolpe Del. Gr.-Sm. Ann. Nat. Hist. (6) 3, p. 312.
eunama Huph. Frühst. Berlin. Ent. Zeitschr. 1903, p. 110.
euphemia Del. Gr.-Sm. Novit. Zool. I, p. 334.*
eurosundana App. Gr.-Sm. Nov. Zool. 1895, p. 75.
euryxanthe Huph. Flonr. Berlin. Ent. Ztschr. 36, p. 435.
eurygonia Huph. FIpff. Stelt. Ent. Zeitg. 1874, p. 23.
evagete Huph. Cr. Pap. Exot. III.*
evangelina Cat.' Btlr. Trans Ent. Soc. Lond. 1870, p. 11.
exophthalma Ter. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 171.*
fabiola App. Frühst. Soc. Entom. 20, p. 3.
falcidia App. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 156.
fasciata App. Frühst. Seitz, Gross-Schmett 9, p. 155.*
fasciata Del. Rothsch. Novit. Zool. I, p. 662.
fastosa Del. Frühst Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 134.
fatima App. Voll. Tijds. v. Entom. (2) 1, p. 59.*
faunia Ter. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 171.
fausta Terac. Oliv. Voy. l’Emp. Oth., Atl.*
fawcetti Huph. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. 1899 III, p. 213.
felderi Heb. Voll. Monogr. Pier., p. 53.*
felsina Del. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 128.*
festrada App. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 157.*
fieldi Col. Men. Cat. Mus. Petr. Lep. I, p. 79.*
figulina App. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (3) 20, p. 399.*
filia Huph. Frühst Iris, 15, p. 162.
filiola Huph. Frühst. Berl. Ent. Ztschr. 1899, p. 52.
fimbriata Ter. Wall. Trans. Ent. Soc. Lond. (3) 4, p. 323.
flaminia App. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 157.
flava App. Röb. Tijdschr. v. Ent.. 34, p. 282.
flava App. Ribbe, Korrespondenzblatt Iris 1886, p. 80.
flava Cat. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (4) 4, p. 202.
flavalba Del. Marsh. Proc. Zool. Soc. Lond. 1882, p. 759.
flavescens Cat. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 162.*
flavescens Salet Ribbe. Iris 1886, p. 81.
flavipennis Ix. Gr.-Sm. Forbes Natur, wand., p. 275.
flavius App. Gr.-Sm. Ann. Mag. Nat. Hist. 1892, p. 427.
flavomarginata Heb. Pag. Jahrb. Nass. Ver Nat. 1896, p. 126.
florella Cat. F. Syst. Entom. 1, p. 479.
florentia App. Gr.-Sm. Rhop. Exot. 1894.*
floresiana App. Btlr. Ann. Mag. Nat Hist. 1898, p. 465.
fora Huph. Frühst. Berlin. Entom. Ztschr. 1897, p. 117.
formosana App. Wall. Proc. Zool. Soc. Lond. 1866, p. 356.
formosana Gon. Frühst. Ent. Zeitschr. Stutlg. 1908, p. 102.
formosana Heb. Frühst. Ent. Zeitschr. Stuttg. 1908, p. 102.
formosana Prion. Frühst. Berl. Ent. Zeitschr. 48, p. 109.
fragalactea Del. Btlr. Ann. Nat. Hist. (4) 4, p. 243.
fraterna Parer. Moore. Lep. Ceylon I. p. 139.*
fruhstorferi Del. Flonr. Berlin. Ent. Zeitschr. 36, p. 434.*
fruhstorferi Ter. Moore, Lep. Ind. 7, p. 40.
fulvia Terac. Wall. Trans. Ent. Soc. Lond. (3) 4, p. 392.*
fumigata Lept. Frühst. Iris 1902, p. 269.
funerea Del. Rothsch. Novit. Zool. I, p. 662.
funesta Del. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 134.
furca App. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 155.
gabia Del. Bsd. Voy. Astrolabe, p. 49.
gaea Parer. Fldr. Novara Lep. II, p. 190.
galathea App. Fldr. Verh. zool.-bot. Ges. Wien 12, p. 485.
galba App. Wall. Trans. Ent. Soc. Lond. (3) 4, p. 378.
galbana App. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 149.
galene App. Fldr. Novara Lep. II, p. 165.
galepsus App. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. p. 151.
galerus App. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 152. *
garama Ter. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 170.
gardineri Del. Frühst. Stett. Ztg. 65, p. 346.
gellia App. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 149.
genestieri Apor. Oberth. Laun., Hist. Miss. Thibet. App. p. 411. *
georgi Lept. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 121.
georgiana Del. Fldr. Wien. Ent. Mon. 5, p. 258.
georgina Del. Gr.-Sm. Ann. Nat. Hist. 15, p. 228.
geraldina Del. Gr.-Sm. Novit. Zool. I, p. 585.
gerasa Phriss. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 157.
giscon Salet. Gr.-Sm. Ann. Mag. Nat. Hist. 1895, p. 229.
glauce Del. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1865, p. 431. *
glaucippe Heb. L. Syst. Nat. (X), p. 469.
glauconome Pont. Klug, Symb. Phys. Tat. 7. *
glicia Col. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 164. *
gliciria Pier. Cr. Papil. Exot. II. *
gobrias Derc. Hew. Trans. Ent. Soc. Lond. (3) 2, p. 246. *
goda Del. Frühst. Ent. Zeitschr. 1905, p. 76.
godana Ter. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 169.
goramensis Ter. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 172.
gorgophone Cat. Dbl. u. Hew., Gen. Diurn. Lep. *
gradiens Ter. Btlr. Ann. Mag. Nat Hist. 1886, p. 223.
grandis Ter. Moore, Lep. Ind. 7, 1906, p. 67.
grisea Del. Frühst. Berl. Ent. Zeitschr. 42, p. 334.
gulussa Parer. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 179.
haemorrhoea Del. Voll. Monagr. Pier. p. 10. *
hagar App. Voll. Monagr. Pier. p. 38. *
hageni Del. Rogenh. Verh. Zool.-bot. Ges. Wien 42, p. 572.
hainana Gand. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 172.
hainana Ix. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 158.
hainana Ter. Moore, Lep. Ind. 7, 1906, p. 47.
hainanensis App. Frühst. Iris 1902, p. 178.
hainanensis Prion. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 136.
halesa Ter. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 171.
harina Gand. Horsf." Cat. Lep. E. I. Comp. I, p. 137.
harpalyce Del. Don Ins. New-Holl. *
harrietae Apor. Nicev. Journ. Bomb. Nat. Hist. Soc. 7, p. 341.
hastata Apor. Oberth. Et. d’Ent. 16, p. 5. *
hastia Salet. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 182.
hearsayi Del. Btlr. Ann. Mag Nat. Hist. (5) 15, p. 58.
hecabe Ter. L. Mus. Ulric. p. 249.
helferi Prion. Fldr. Novara Lep. II, p. 161. *
heliophila Ter. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (5) 11, p 420.
helvola App. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 151.
hemara Parer. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 180.
hemera Del. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 135.
henningia Del. Eschsdi. Kotzeb. Reise 3, p. 214. *
herennia App. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 150.
herennica Prion. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 136.
herlina Ter. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 166.
hermocinia Parer. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 180.
herodorus Derc. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 161. *
hespera Huph. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. 1899, III, p. 209.
hester Huph. Voll Monogr. Pier. p. 24. *
hierte Del. Hbn. Zutr. Exot. Schmett. *
hilaria Cat. Cr. Pap. Exot. IV. *
hinda Cat. Btlr. Le1}). Exot. I, p. 31. *
hippia Parer. F. Mant. Ins. 2, p. 55.
hippo App. Cr. , Pap. Exot. III. *
hippoides App. Moore, Trans Ent. Soc. Lond. 1881, p. 312.
hippona App. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 148.
Urbeschreibungs-Nachweis der indo-australischen Pieriden.
187
hobsoni Ter. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1880, p. 668.
hombroni App. Luc. Rev. Zool. 1852, p. 325.
honrathi Del. Mitis, Iris 6, p. 134. *
horatia App. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 157.
horatia Ter. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 171. *
horsfieldi Del. Gray. Zoolog. Mise. 1831, p. 32.
hostilia Salet. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 181.
hostilis App. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 152.
hydatis Elod. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 122.
hyele Huph. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 147.
hyparete Del. L. Mus. Ulr. p. 247.
hypatia Elod. Fldr, Novara Lep. II, p. 216.
hypopelia Del. Flag. Entom. Nachr. 24, p. 194.
hypsipyle Prion. Weyra. Stett. Ztg. 48, p. 12. *
hypsomelas Del. R. u. J. Iris 1907, p. 190.
icilia App. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 149.
icteria Heb. Frühst. Iris 1907, p. 100.
iere Del. ür.-Sm. Rhopal. Exot. Del. *
ilana Phriss. Fldr. Wien. Ent. Mon. 6, p. 287.
iltis Del. Ribbe, Insekten-Börse 1900.
imbecilis App. Moore, Journ. As. Soc. Beng. 53, p. 46.
Immaculata Ter. Misk. Proc. Roy. Soc. Queensland 1889, p. 258.
impura Gand. Voll. Monogr. Pier. p. 70. *
• ina Anaph. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 139.
indecisa Ter. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. 1898, p. 78.
indica Del. Wall. Trans. Ent. Soc. Lond. (3) 4, p. 351.
indistincta Del. Frühst. Berlin. Ent. Zeitschr. 42, p. 335.
indra App. Moore, Cat. Lep. Mus. E. J. Comp. 1, p. 74.
indroides App. Flonr. Berlin. Ent. Zeitschr. 33, p. 403.
infumata Del. Frühst. Iris 15, p. 174.
infuscata App. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 154.
inornata App. Moore, Proc. Zool Soc. Lond. 1878, p. 700.
insignis Ix. Btlr. Cist. Entom. II, T. 8. *
intermedia Del. Mitis, Iris 1893, p. 149.
invida Ter. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. 1883, p. 418.
in vislbilis Parelod. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 123.
invitabilis App. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 152.
ira App. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 156. *
irma Del. Frühst. Soc. Entomol. 21, p. 179.
irma Huph. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 146. *
irvini App. Swinh. Ann. Mag. Nat. Hist. (6) 5, p. 359.
isabellae Del. R. u. J. Novit. Zoolog. 8.
isse Del. Cr. Pap. Exot. I. *
itamputi Del. Ribbe, Novit. Zool. 11, p. 316. *
ithome App. Fldr. Wien. Ent. Mon. 3, p. 180. *
ithiela Del. Btlr. Ann. Nat. Hist. (4) 4, p. 242.
jacquinoti App. Luc. Rev. Zool. 1852, p. 326.
jael Huph. Wall. Trans. Ent. Soc. Lond. (3) 4, p. 335.
jalendra Ter. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 107.
jataka Del. Frühst. Ent. Zeitschr. 1906, p. 106.
java Anaph. Sparrm. Amoen. Acad. I, p. 504.
javanensis Heb. Wall. Journ. Entom. II (1863), p. 3.
jobaea Parer. Bsd. Voy. Astrolabe, Lep. p. 57. *
jobina Del. Oberth. Et. cl’Ent. 19, p. 7. *
juba Pier. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 140.
judith Huph. F. Mant. Ins. II, p 22.
jugurtha Cat. Cr. Pap. Exot. 2. *
jugurtha Prion. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 136.
jugurthina Cat. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 163. *
Julia Huph. Doh. Journ. As. Soc. Beng. 60, p. 187. *
juventi-na Parer. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 179.
kalidupa Ter. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 167.
kalora Parap. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1865, p. 489. *
kandha Del. Doh. Journ. As. Soc. Beng. 55, p. 262.
kangeana Ix. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 160. *
kangeana Ter. Frühst. Stett. Ztg. 65, p. 347.
kerawara Ter. Ribbe, Iris 1898, p. 85.
korridona App. Gr.-Sm. Novität. Zool. I, p. 335.
kühni Del. Iionr. Berk Entom. Zeitschr. 1886, p. 295. *
kühni Huph. Röb. Iris 1885, p. 20. *
kühni Ix. Röb. Tijds. v. Entom. 34, p. 287.
kummeri Del. Ribbe, Insekten-Börse 1900.
lactaria Prion. Frühst. Seilz, Gross-Schmett. 9, p. 136.
lactea Cat. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (4) 5, p. 361.
lacteola Ter. Dist. Rhop. Malay. 1886, p. 466.
ladas Huph. Gr.-Sm. Novität. Zool. I, p. 585.
laeta Huph. Hew. Exot. Butt. III. *
laeta Ter. Bsd. Spec. Gen. Lep. I, p. 674.
lagela App. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1878, p. 838. *
lageloides App. Crow. Proc. Zool. Soc. 1900, p. 509. *
alage App. Dbl., Zool. Mise. 1842, p. 76.
alassis App. Gr.-Sm. Ann. Nat. Hist. (5j 20, p. 265.
anassa Huph. Bsd. Spec. Gen. Lep. I, p. 477.
ankapura App. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 187!*, p. 142.
ara Del. Bsd. Spec. Gen. I, p. 461.
arraldei Apor. Oberth. Et. d’Ent. II, p. 19. *
atifasciata App. Moore, Trans. Ent. Soc. Lond. 1881, p. 312.
atifasciata Ix. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1871, p. 252. *
atilimbata Cat. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p 162. *
atilimbata Ter. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. 1886, p. 221.
atimargo Ter. Hpffr. Stett. Ztg. 1874, p. 25.
ativitta Col. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1882, p. 255.
ea Huph. Dbl. Ann. Nat. Hist. 17, p. 23.
eis App. Hbn. Zutr. Exot. Schmett. *
ena Ix. Swinh. Ann. Mag. Nat. Hist. (6) 5, p. 357.
enitas Huph. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 147. *
eona Parer. Frühst. Berlin. Ent. Zeitschr. 1903, p. 97.
epidana App. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 149.
eptis App. Fldr. Novara Lep. II, p. 163.
eucacantha Del. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 131.
eucippe Heb. Cr. Pap. Exot. 5. *
eucogaea Del. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 131.
eucogynia Heb. Wall. Journ. Entom. II, p 4. *
eucophorus Huph. Gr.-Sm. Rhopal. Exot. Pier. Huph. I. *
eucosticta App. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. 1898, p. 462.
eytensis Ter. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 170.
ibera Ter. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 172. *
iberia Salet. Cr. Pap. Exot. III. *
ibythea App. F. Syst. Ent. I, p. 471.
ibythea Ter. F. Ent. Syst. Suppl. p. 427.
ichenosa Huph. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1877, p. 591.
igata Del. Jord., Novit. Zoolog. 11, p. 312. *
ignea Lept. Vollenh. Mon. Pierid. p. 4. *
ilacina Parer. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 180.
ileia App. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 151.
imbata App. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 156.
imbata Terac. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1876, p. 161.
imia App. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 152.
iquida Huph. Swinh., Ann. Mag. Nat. Hist. (6) 5, p. 361.
itana Elod. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 122.
iukiuensis Heb. Frühst. Berlin. Ent. Zeitschi’. 1898, p. 172.
ivia Del. Frühst. Berlin. Ent. Zeitschr. 1896, p. 396.
ivilla Parer. Frühst. Soc. Ent. 1903, p. 72.
ocana Ter. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 167.
ombockiana Heb. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. 1898, p. 290.
ombokiana Ix. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 160. *
ombokiana Ter. Frühst. Berlin. Ent. Zeitschr. 1897. p. 8.
ordaca Anaph. Wik. Entomolog. V, p. 48.
orquini Del. Fldr. Novara Lep. II, p. 128. 159. *
orquini Ter. Fldr. Novara Lep. II, p. 209.
ucasi App. Wall. Trans. Ent. Soc. Lond. (3) 4, p. 381.
uceria Parer. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 181. *
ucerna Del. Btlr. Lep. Exot. p. 62. *
ucia Huph. Frühst. Berlin. Ent. Zeitschr. 1903, p. 103.
ucilla Synchl. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1886, p. 376. *
ucina Del. Dist. Ann. Nat. Hist. (5) 19, p. 270.
udekingi Ix. Voll. Tijds. v. Entom. 3, p. 126.
urida App. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 149.
utatia App. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 149.
utescens Parer. Btlr. Cist. Entom. II, p. 431.
uzonensis Del. Fldr. Wien. Ent. Mon. 6, p. 285.
uzoniensis Ter. L. Mus. Ulr. 1764, p. 249.
ycaste App. Fldr. Novara Lep. II, p. 164.
ycorias Derc. Dbl. Grays Zool. Mise. 1842, p. 77.
ydia Del. Frühst. Berlin. Entom. Zeitschr. 1896, p. 396.
ynceola App. Fldr. Novara Lep. II, p. 164.
yncida App. Cr. Pap Exot. III.*
ytaea Del. Godm. Proc. Zool. Soc. 1878, p. 734.
macdonaldi Huph. Ribbe, Iris 1898, p. 91.
maculata App. Stgr. Exot. Schmett. 1888, p. 30.*
maculata Huph. Gr.-Sm. Rhopal. Exot. Pier. Huph. III.*
madala Del. Frühst. Soc. Entomol. 21, p. 179.
madetes Del. Godm. u. Salv. Proc. Zool. S. 1878, p. 733.
maenia Del. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 125.
maga Del. Gr.-Sm. Rhopaloc. Exot. III. Pier. Del. 7.*
magna Ter. Ribbe, Iris 1898, p. 85.
magnipiaga Anaph. Frühst. Berl. Ent. Zeitschr. 1897, p. 325.
mahana App. Moore, Ann. Mag. Nat. Hist. 1877, p. 48.
malaccana Prion. Frühst. Berl. Ent. Zeitschr. 1899, p. 108.
malaya Huph. Frühst. Berlin. Ent. Ztschr. 44, p. 101.
malayana Lept. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 121.
malumsinum Ix. Thieme, Berl. Ent. Zeitschr. 1896, p. 408.
188
Urbeschreibungs-Nachweis der indo-australischen Pieriden.
mamilia Prion. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 136.
mandarina Pier. Leech, Bult. China, p. 451.
mangolina Ter. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 170.*
marginata App. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 157.
maria App. Semp. Reis. Philipp. It 5, p. 39.*
marianne Ix. Cr. Pap. Exot. III.*
martia Salet. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 181.
massilia App. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 157.*
mata App. Kheil, Lep. Insel Nias 1884, p. 34.*
meeki Del. R. u. J. Nov. Zool. 1904, p. 316.*
melaina Pier. Röb. Seitz, Gross-Schmett. 1, p. 48.*
melania App. F. Syst. Ent. I, p. 475.
melanides App. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 156.
melete Pier. Men. Cat. Mus. Petr. Lep. II p. 113.*
melusina Del. Stgr. Iris 4, p. 76.*
menandras App. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 153.
mensia Ter. Frühst. Seitz, Gross-Schmett 9, p. 168.
mentes Huph. Wall. Trans. Ent. Soc. Lond. (3) 4, p. 332.
merguiana Ter. Moore , Journ. Linn. Soc. Zool. 21, p. 47.*
meridionalis Huph. Frühst. Berl. Ent. Zeitschr. 1899, p. 102.
mesentina Anaph. Cr. Papil. Exot. HL*
metarete Del. Btlr. Proc. Zool Soc. Lond. 1879, p. 550.
micromalayana App. Frühst., Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 154.
micromalayana Cat. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 162.
micromalayana Ter. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 172.
micronesia Anaph. Frühst. Stett. Ztg. 1902, p. 357.
microsticha Del. R. u. J. Nov. Zool. 1904, p. 315.*
minacia Cat. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 163
minato App. Frühst. Stett. Ztg. 59, p. 409.
mindanaensis Del. Mitis, Iris VI, 1893, p. 139 t. 2, f. 4, 5.
mindanaensis Gand. Moore, Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 177.
mindorensis Del. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 125.
minerva Del. Frühst. Soc. Ent. 1896, No. 14.
minima Pier. Verity, Rhop. Pah, p. 161.*
mira Del. R. u. J. Nov. Zool. 1904, p. 315.*
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mitisi Del. Stgr. Iris 7, p. 352.
modesta Terac. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1876, p. 137.
moltrechti Apor. Oberth. Bull. Soc. Ent. France, 1909 p.
moluccarum Cat. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 163.*
momea Del. Bsd. Spec. Gen. I, p. 477.
monna App. Frühst. Iris 1902, p. 292.
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moorei Pont. Röb. Seitz, Gross-Schmett. 1, p. 49.
moorei Ter. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (5) 17, p. 216.*
moulmeinensis Ix. Moore, Ann. Mag. Nat. Hist. (4) 20, p. 49.
mucida Prion. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 136.
muliercula Elod. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 122.
murina Col. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 164.
mutina App. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 153.
mysis Del. F. Syst. Ent., p. 475.
nabellica Apor. Bsd. Spec. Gen. Lep. 1, p. 1836.
nabäs Huph. Luc. Rev. Mag. Zool. 1852, p. 326.
nadina Huph. Luc. Rev. Mag. Zool. 4, 1852, p. 333.
naganum Pier. Moore, Journ. As. Soc. Beng. 1884, p. 45.
nakula Del. Gr.-Sm. Rhop. Exot. Pap. Pier. 1.*
nama Huph. Moore, Cat. Lep. E. I. Comp. 1, p. 76.
namatia Elod. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 122.
naomi Huph. Wall. Trans. Ent. Soc. Lond. (3) 4, p. 336.
napata Col. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 164.
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narendra App. Frühst. Ann Mag. Nat. Hist. (4) 20, p. 48.
tiarses Del. Heller, Entomol. Nachr. 22, p 178.
narses Huph. Wall. Trans. Ent. Soc. Lond. (3) 4, p. 333.*
nathalia Salet. Semp. Reis. Philipp. II, 5, T. 40.*
natuna Huph. Frühst. Berlin. Ent. Ztschr. 44, p. 101.
natuna Ter. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 169.
nausicaa Del. Frühst. Soc. Entomol. 13, p. 180.
nebo App. Gr.-Sm. u. Ky. Rhopal. Exot. II.*
nemea Del. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 126.
neombo App. Bsd. Spec. Gen. Lep. I, p. 539.
nepalensis Gon. Bsd. Gen. Diurn. Lep. 1, p. 71.
nepalensis Pier. Gray, List Lep. Ins. I, p. 32.
nephele App. New. Exot. Butt. II.*
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nigidius Del. Misk. Trans. Entom. Soc. Lond. 1884, p. 93.
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nilagiriensis Col. Fldr. Wien. Ent. Mon. 3, p. 395.
nikomedeia App. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 156.
ninus Del. Wall. Trans. Ent. Soc. Lond. (3) 4, p. 347. *
niobe Lept. I X/all. Proc. Zool. Soc. Lond. 1866, p. 357.
niseia Anoph. Me. Leay, King’s Survey Austr. II. App. p. 459.
nivaria Salet. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 181.
nivaräa Ter. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 168.
nivata Phris. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 157. *
nivescens Prion. Frühst, Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 136.
nivescens Ix. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9. p. 159. *
nivescens Cat. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 163.
noctula Ix. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 160.
nola Ix. Swinh. Proc. Zool. Soc. Lond. 1889, p. 399.
norbana Ter. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 171. *
nupta App. Frühst. Entom. Nachr. 23, p. 63.
nusana Del. Frühst. Ent. Zeitschr. 1905, p. 89. *
nutans Apor. Oberth. Et. d’Ent. 16, p. 6. *
nysa Del. F. Syst. Ent p. 473.
oberthüri Huph. Röb. Tijds. v. Ent. 1891, p. 277.
obiana Parer. Frühst. Insektenbörse 1903, p. 349.
obina Salet. Frühst. Ent. Meddelelser 1904, p. 304.
obscurior App. Frühst - Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 155. *
obucola Ter. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 170.
ochreopicta Del. Btlr. Ann. Nat. Hist. (4) 4, p. 244.
ocina Salet. Hew. Exot. Butt. II. *
octagesa Ter. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 172.
octaviae Parer. Snell. Tijds. v. Entom. 37, p. 68. *
odinia Ter. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 171. *
oeta Ter. Frühst. Seitz. Gross-Schmett. 9, p. 168.
oisyme Del. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 126. *
olferna App. Swinh. Ann. Mag. Nat. Hist. (6) 5, p. 358.
olga Huph. Eschsch. Kotzeb. Reise 3, p. 214. *
olgina Huph. Stgr. Iris 1889, p. 19.
onca Del. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 126
orantia Huph. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 146.
oreia Del. Doh. Journ. As. Soc. Beng. 60, p. 189.
orientalis Prion. Frühst r Soc. Ent. 1903, 1. Juni, p. 35.
orientis Pier. Oberth. Et. d’Ent. 5, p. 13.
ornythion Huph. Godm. u. Salv. Proc. Zool. Soc. 1880, p. 613.
orphne Del. Wall. Trans. Ent. Soc. Lond. (3) 4, p. 361. *
ostentata Cat. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 163. *
othrys Ter. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 168.
ottonia Del. Semp. Reis. Philipp. Lep. II, p. 235. *
ozolia App. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 153. *
pactolicus Huph. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1865, p. 455. *
padusa Elod. Hew. Exot. Butt I, Pierid. 2 * 1853 A 2. f. 10, 11.
pagenstecheri Del. Frühst. Berl. Ent. Zeitschr. 1896, p. 398.
pagenstecheri Ix. Röb. Ent. Nachr. 26, p. 199.
palavana Parer. Frühst. Berl. Ent. Zeitschr 1899, p. 34.
palawanensis Heb. Frühst. Iris 1907, p. 98.
palawanica App. Stgr. Iris 1889, p. 22.
palawanica Del. Stgr. Iris 1889, p. 24.
palawanica Gand. Moore, Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 172.
pallidus Derc. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 161.
pallitana Ter. Moore. Ann. Mag. Nat. Hist. (4) 20, p. 48.
pancheia App. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 155.
panda Salet. Godt. Enc. Meth. 9, p. 147.
pandecta Del. Stgr. Iris 1889, p. 23.
pandemia Del. Wall. Trans. Ent. Soc. (3) 4, p. 346. *
pandione App. Hbn. Zutr. Exot. Schmett. *
papissa App. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 149.
papuana Ter. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. 1898, p. 60.
paravatar Parer. Bingh. Fauna Brit. Ind. 2, p. 278.
parthenia Del. Stgr. Iris 5, p. 449.
parthenope Del. Wall. Trans. Ent. Soc. Lond. (3) 4, p. 374. *
parthia Elod. Hew. Exot. Butt 1. * 1853. A. 2 1. 12, 13.
pasarga Elod. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 122. *
paula App. Röb. Tijdschr. v. Ent. 1891, p. 282.
paulina App. Cr. Pap. Exot. II. *
peducaea App. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 147.
peelus Terac. Swinh. Proc. Zool. Soc. Lond. 1884, p. 438. *
Urbeschreibungs-Nachweis der indo-australischen Pieriden.
189
peirene Del. Frühst. Insektenbörse 1908, p. 38.
perakana App. Frühst. Iris 1902, p. 171.
perdita Elod. Misk. Proc Roy. Soc. Queensl. 6, p. 263.
periboea Del Godt. Enc. Bleth. 9, p. 154.
periclea Huph. Fldr. Novara Lep. II, p. 169.
perictyone Huph. Fldr. Novara Lep II, p. 168.
perimale Huph. Don. Ins. New-Holl. T. 20. *
perithea Huph. Fldr. Novara Lep. II, p. 169.
peristhene Anaph. Bsd. Bull. Ent. Soc. Fr. 1859, p. 155.
persephone Huph. Stgr. Iris 7, p. 355.
persides Parer. Frühst. Berlin. Ent. Zeitschr. 1903, p. 98.
persidina Parer. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 180.
perspicua Gat. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 163.
perspicua Del. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 130. *
phazania Parer. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 179.
phestus App. Westw. Trans. Ent. Soc. Lond. 1888, p. 469. *
philippensis Lieb. Wall. Journ. Entom. II (1863), p. 3.
philomela Parer. F. Ent. Syst. III, 1, p. 57.
philonome Prion. Bsd. Spec. Gen. I, p. 453.
philotis Del. Wall. Trans. Ent. Soc. Lond. (3) 4, p. 357. *
phisadia Terac. Godt. Enc. Meth. 9, p. 132.
phocaea Parer. Fldr. Wien. Ent. Mon. 5, p. 299.
phoebe App. Fldr. Wien. Ent. Mon. 6, p. 299
phokaia Huph. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 146.
phryne Huph. F. Syst. Entom. p. 473.
phryxe Apor. Bsd. Spec. Gen. Lep. 1, p. 446.
physkon Huph. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 142.
picata Anaph. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (5) 10, p. 153.
piepersi Ix. Snell. Tijdschr. v. Ent. 1878, p. 31. *
pingasa Parer. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1872, p. 565.
pione App. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 155.
pirenassa Ix. Wall. Trans. Ent. Soc. Lond. (3) 4, p. 395. *
pityna Huph. Frühst. Berlin. Ent. Zeitschr. 1903, p. 105.
pitys Huph. Godt. Enc. Meth. 9, p. 134.
placida App. Stoll, Suppl. Cram. Pap. Exot. *
plaetoria App. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 157.
plana App. Btlr. Trans. Linn. Soc. 1879, p. 551.
plotina App. Frühst. Iris 1902, p. 291.
poecilea Del. Voll. Monogr. Pier. p. 13. *
poetelia Huph. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 146.
poetelia Ter. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 171.
poliographus Col. Mötsch. Et. d’Ent. 9, p. 29.
polisma Phriss. Hew. Exot. Butt. II. *
pomona Cat. F. Syst. Entom. p. 479.
porsenna Del. Cr. Pap. Exot. 1. *
prabha Ter. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 169.
praeclara Pont. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 143.
praerubida Cat. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 163.
primularis Elod. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (5) 10, p. 152.
principalis App. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 154.
principalis Heb. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 176.
principalis Salet. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 182.
protractus Terac. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1876, p. 137.
pryeri Udai. Dist. Rhop. Blalay. 1885, p. 301.
pseudamba Huph. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 145.
pseudanops Elod. Btlr. Ann. Blag. Nat. Hist.
pseudocorinna Salet. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 182.
pseudolaeta Ter. Moore, Lep. Ind. 7, 1906, p. 44.
pseudoleis App. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 155. *
psyche App. Fldr. Novara Lep. II, p. 166.
puella Ter. Bsd. Voy. Astrolabe Lep. p. 60. *
pullonus App. Frühst. Ent. Zeitsehr. 190.
. punctata App. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 154. *
pura Parelod. Gr.-Srn. Novit. Zool. 2, p. 76.
purana App. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 149.
purus Terac. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1876, p. 160. *
pygmaea Huph. Roh. Tijdschr. v. Ent. 1891, p. 279.
pylos Ter. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p, 168.
pyrene Ix. L. Mus. Ulr. p. 241.
pyramus Del. Wall. Trans. Ent. Soc. Lond. (3) 4, p. 347.
pyranthe Cat. L. Syst. Nat. (10), p. 469.
pyxagathus Col. Frühst. Seitz, Gross-Schmetterl. 9, p. 164.
quadrata Elod. Btlr. Cist. Entom. 1, p. 175.
quadricolor Huph. Godm. u. Salv. Pr. Z. Soc. 1877, p. 148.
rachel Huph. Bsd. Spec. Gen. Lep. I, p. 469.
radenoides Parer. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 180.
rama Ter. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1872, p. 566.
ramosa App. Frühst. Berlin. Ent. Zeitschr. 42, p. 328.
rapae Pier. L. Faun. Suec. p. 270.
reducta Heb. Frühst. Iris 1907, p. 100.
reinwardti Ix. Voll. Tijds. v. Entom. 3, p. 125.
remba Huph. Moore, Cat. Lep. Mus. E. .1. Comp. 1, p. 75.
rhemia Huph. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 145.
rhexia Ix. F. Syst. Ent. I, p. 476.
ribbei App. Frühst. Iris 1902, p. 291.
ribbei Del. Röb. Iris I, p. 46. *
rivalis Cat. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 163. *
roepstorffi Heb. Wood-Mas. Journ. As. Soc. Beng. 49, p. 134
roepstorffi Ter. Moore, Lep. Ind. 7, 1906, p. 76.
rona Del. Rothsch. Nov. Zool.
rosenbergi Del. Voll. Blonogr. Pierid. p. 11. *
rothschildi Del. Holl. Novität. Zool. 7, p. 81.
rotundalis Ter. Moore, Lep. Ceyl. 1, p. 119. *
rubella Ter. Wall. Trans. Ent. Soc. Lond. (3) 4, p. 323.
rufolineata Derc. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 161. *
sacha Del. Gr.-Sm. Novit. Zool. 2, p. 75.
sada Elod. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 122. *
saenia Prion. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 137.
saina App. Gr.-Sm. Novität. Zool. I, p. 336.
salangana Ix. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 159. *
salegos Ter. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 171.
salomonis Ter. Btlr. Ann. Blag. Nat. Hist. 1898, p. 61.
salvini Del. Btlr. Ann. Nat. Hist. (5) 10, p. 152.
samanga Gand. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 173. *
samarana Ter. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 170.
sana Ter. Btlr. Proc. Zool. Soc. 1877, p. 470.
sanaca Del. Moore, Cat. Lep. E. J. C. p. 79.
sanapati Ter. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 169.
sangira Ter. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 171.
sankapura Ter. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 167.
sari Ter. Horsf. Cat. Lep. E. I. Comp. I, p. 136.
sarinoides Ter. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 167.
satellitica Ter. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 167.
saturnia Del. Frühst. Seitz, Grosg-Schmett. 9, p. 135.
savuana Anaph. Frühst. Berl. Ent. Zeitschr. 1897, p. 326.
sawela App. Frühst. Soc. Ent. 1896, p. 115.
saweloides App. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 154.*
schönbergi Del. Rothsch. Novit. Zoolog. 2, p. 161.
schönbergi Salet. Semp. Reis. Philipp. II 5, p. 249.
scribonia Del. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 128.*
Scylla Cat. L. Blus. Ulric., p. 242.
scyllara Huph. Mc. Leay, King’s Surv. Austr. II. App., p. 459.
scylloides Cat. Frühst. Iris 1902, p. 275.
sekarensis App. Ribbe,. Corresp. Iris 1886, p. 80.
selma Huph. Weym. Stett. Ztg 46, p. 269.*
semiflava App. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 154.
seminigra Del. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 126.*
semperi App. Moore, Lep. Ind. 7, 1905, p. J4.
semperi Huph. Semp., Schmett. Philipp. 1890, p. 237.
semperi Ter. Moore, Lep. Ind. 7, 1906, p. 47.
senna Ter. Fldr. Novara Lep. II, p. 212.
seriata Del. Frühst. Soc. Entomol. 21, p. 180.
serrata Cat. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 163.
seta Prion. Moore, Cat. Lep. E. I. Comp. I, p. 78.
shawi Balt. Bates, Hend.-Hume, Lahore to Yark., p. 305.
shiva App. Swinh., Proc. Zool. Soc. Lond. 1885, p. 138. *
siamensis Huph. Btlr. Ann. Nat. Hist. 3, 1899, p. 213.
sidra Cat. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 163. *
signata Elod. Wall. Trans. Ent. Soc. Lond. (3) 4, p. 319.
sikkima Balt. Frühst. Iris 16, 1903, p. 50.*
sikkima Ter. Moore, Lep. Ind. 7, 1906, p. 43.
silhetana Ter. Wall. Trans. Ent. Soc. Lond. (3) 4, p. 324.
simanabum Del. Hag. Iris 7, p. 34.*
Simplex Del. Btlr. Ann. Blag. Nat. Hist. 20, p. 159.
Simplex Ter. Btlr. Ann. Blag. Nat. Hist. (5) 17, p. 217.*
simulata Ter. Moore, Lep. Ceyl. 1, p. 119.*
simulatrix Ter. Stgr, Semp. Lep. Philipp. 1891, p. 253.
sinda Ter. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 167.
sinta Ter. Wall. Trans. Ent. Soc. Lond. (3) 4, p. 321.
sintica Ter. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 167.
singhapura Del. Wall. Trans. Ent. Soc. Lond. (3) 4, p. 353.*
siscia Cat. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 163.
sita Prion. Fldr. Novara Lep. II, p. 161.*
skertchlyi Derc. Nicev. Ann. Blag. Nat. Hist. (7) 2, p. 481.
smilax Ter. Don. Ins. New-Holl. 5, 20.*
smithi Huph. Btlr. Ann. Blag. Nat. Hist. 1899, p. 205.
snelleni Ter. Moore, Lep. Ind. 7, 1906, p. 78.
sodalis Ter. Moore, Journ. Linn. Soc. Zool. 21, p. 45.
solstitialis App. Btlr. Ann. Blag. Nat. Hist. 1898, p. 461.
sopara App. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 147.
sophrona Ter. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 168.
soracta Apor. Moore, Cat. Lep. Blus. E. I. Comp. 1, p. 83.
soranus App. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 151.
190
Urbeschreibungs-Nachweis der indo-australischen Pieriden.
sordida Pier. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (4), 19, p 96.
soror Huph. Frühst. Berl. Ent. Zeitschr. 1899, p. 51.
soteira Bei.' Frühst. Seitz, Gross-Schmitt. 9, p. 124.*
spiculifera Parer. Moore, Lep. Ceyl. I, p. 139.
splendida Del. Rothsch. Novit. Zool. 1, p. 661.
statilia App. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 153.
s toi li Del. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1872, p. 32.
stoliczkana Gol. Moore, Ann. Mag. Nat. Hist. (5) 1, p. 229.
subdecorata Ter. Moore, Proc. Zool. Soc. 1878, p. 699.
sublustris Heb. Frühst. Iris 1907, p. 101.
subochracea App. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 154.
sulaensis Heb. Frühst. Iris 1907, p. 101.
sulana App. Frühst. Berl. Ent. Zeitschr. 1899, p. 84.
sulana Del. Stgr. Iris 7, p. 354.
sulanorum App. Frühst. Iris 1902, p. 175.
sulphurata Ter. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1875, p. 607.
sulphurea Heb. Wall. Journ. Entom. II (1863), p. 5.
sulphurea Salet. Voll. Monogr. Pier., p 32. *
sumatranaJ\Heb.j//«g'. Pflanzen, Tierwelt Deli 1890.
sumatrana Huph. Hag Iris 1896, p. 32.
sumbawana Del. Rothsch. Novit. Zool. I, p. 262.
sumbawana Parer. Frühst. Berlin. Ent. Zeitschr. 1899, p. 34.
sumitra Del. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 132.
sundana Parer. Frühst. Berlin. Ent. Zeitschr. 1897, p. 11.
surya Del. Mitis, Iris 1893, p. 132.
swinhoei App. Moore, Lep. Ind. 7, p. 11. *
synchroma^Huph. Röb. Tijdschr. v. Ent. 1891, p. 278. *
falissa Ter. Westw. Trans. Ept. Soc. Lond. 1888, p. 469.
tamar Huph. Wall. Trans. Ent. Soc. Lond. (3) 4, p. 337. *
tambora App. Frühst. Iris 1902, p. 286.
tamiathis Ter. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p 167.
taprobana Anaph. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1872, p. 565.
taprobana App. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1879, p. 143.
tarina Parer. Frühst. Berlin. Ent. Zeitschr. 1903, p. 101.
tecrriessa Ter. Nicev. Journ. As. Soc. Beng. 1895, p 498.
terr.ena Huph. Hew. Exot. Butt. II. *
templetoni Ter. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (5) 17, p. 218.
terentia Lept. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 121.
terentilia App. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 156.
tergelia Huph. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 145.
terranea Huph. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. 1877, p. 356.
teutonia Anaph. F. Syst. Nat. p. 474.
thasia App. Frühst. Iris 1902 p. 290.
theruana Prion. Frühst. Soc. Ent. 1903, p. 35.
themis Del. Hew. Exot. Butt. II. *
therasia Elod. Fldr. Novara Lep. II, p. 216.
thestylis Prion. Dbl. Gray, Zoolog. Mise. 1842, p. 76.
thrasea App. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 153.
thrasibulus Col. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 165. *
thronion App. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 153.
thyra Del. Frühst. Ins.-Börse 1905, p. 36.
thyreus Ter. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 170.
thysbe Del. Cr. Pap. Exot. III. *
tibericus App. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 151.
tilaha Ter. Horsf. Cat. Lep. E. I. Comp. 1, p. 136.
timnatha Huph. Hew. Exot. Butt. 3. *
timorensis Del. Bsd. Spec. Gen. I, p. 459.
timoriensis Heb. Wall. Journ. Entom. II (1863), p. 3.
toalarum Ter. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 171.
toba Ter. Nicev. Journ. As. Soc. Beng. 1895, p. 496.
tobahana Del. Rogenh. Verh. Zool.-bot. Ges. Wien 42, p. 571.
tombugensis App. Frühst. Iris 1902, p. 175.
tominia Ter. Voll. Mon. Pierid. 1865, p. 66. *
tonkiniana Del. Frühst. Ent. Zeitschr. Guben 1905, p. 76.
tonkiniana Ix. Frühst. Soc. Ent. 1903, p. 72.
toradja Ter. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 171.
totila Del. Heller, Entomol. Nachr. 22, p. 177.
transiens Pier. Verity, Rhopal. Pal. p. 138 *
tristitia App. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 150.
tritaea Parer. Fldr. Wien. Ent. Mon. III, p. 181. *
tryphena Parer. Frühst. Berlin. Ent. Zeitschr. 1903, p. 98.
udana Ter. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 169.
umbratica Elod. Gr.-Sm. Entom. Month. Mag. 25, p. 302.
umbratilis App. Frühst. Berlin. Ent. Zeitschr. 1896, p. 392.
undatus Ix. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1871, p. 252.
uniformis Ter. Moore, Lep. Ceyl. 1, p. 119. *
urania App. Wall. Trans. Ent. Soc. Lond. (3) 4, p. 371.
uranides App. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 156.
vacans App. Btlr. Trans. Ent. Soc. Lond. 1870, p. 490.
vada Salet. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 182.
vadus App. Btlr. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 157. *
vagans Ter. Wall. Proc. Zool. Soc. Lond. 1866, p. 357.
valeria Parer. Cr. Papil. Exot. I. *
vallivolans Ter. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (5) 11, p. -120.
vana App. Frühst. Iris 1902, p. 292.
varga Ter. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 169.
vasava App. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 149.
vaso Huph. Doh. Journ. As. Soc. Beng. 60, p. 188.
venata Ter. Moore, Cat. Lep. E. I. Comp. 1, p. 65. *
venilia Ix. Godt. Enc Meth. 9, p. 121.
venusta App. Moore, Lep. Ceyl. 1, p. 132. *
verhuelli Derc. Hoev. Tijds. Nat. Gesell. 5. *
verna Ix. Drace, Proc. Zool. Soc. Lond. 1874, p. 108. *
vestalis Terac. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1876, p. 135. *
villia Del. Frühst. Seitz, Gross-Schmett 9, p. 134. *
virgo Ter. Wall. Trans. Ent. Soc. Lond. (3) 4, p. 328.
virilis App. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 154. *
virosa Cat. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 162. *
visellia Ter. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 168.
vitiensis Anaph. Frühst. Stett. Ztg. 1902, p. 358.
voconia Del. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 135.
vollenhovii Ix. Wall. Trans. Ent. Soc. Lond. (3) 4, p. 393.
vollenhovi Prion. Wall. Trans. Ent. Soc. Lond. (3) 4, p. 386. *
vossi Heb. Maitland, Tijds. v. Entom. II, p. 25.
walkeri Elod. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (7) 1, p- 294.
wallaceana Huph. Fldr. Novara Lep. II, p. 168.
wallacei App. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (7) 2, p. 399.
wallacei Del. Rothsch. Iris 5, p. 441. *
wardi App. Moore, Journ. As. Soc. Beng. 1884, p. 43.
watsoni Prion. Hew. Trans. Ent. Soc. Lond. 1868, p. 100.
weiskei Del. Ribbe, Ins.-Börse 1900.
wetterensis Huph. Gr.-Sm. Rhopal. Exot. Pier. Huph. 1. *
whiteheadi App. Gr.-Sm. Ann. Mag. Nat. Hist. (5) 20, p. 434.
woodfordi Ter. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. 1898, p. 61.
xanthomelaena Ter. Godm. Proc. Zool. Soc. 1879, p. 159.
xelianthe Del. Gr.-Sm. Novität. Zool. 7, p. 86.
xenia App. Frühst. Iris 1902, p. 289.
xiphia Lept. F. Spec. Ins II, p. 43.
yaksha App. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 157.
yaksha Ter. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 169.
yedanula Del. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 131.
yogini Del. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 132.
yunnanensis Ix. Frujist. Soc. Ent. 1902, p. 82.
zamboanga App. Fldr. Wien. Ent. Mon. 6, p. 285.
zamida Ter. Frühst. Ent. Zeitschr. Stuttg. 1908, p. 63.
zamorra App. Fldr. Wien. Ent. Mon. 1862, p. 286.
zaneka Gon. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1865, p. 493. *
zanekoides Gon. Nicev. Journ. As. Soc. Beng. 1897, p. 564. *
zarate Del. Gr.-Sm. Rhopal. Exot. Del. *
zarinda App. Bsd. Spec. Gen. 1, p. 486. *
zebuda Del. Hew . Exot. Butt. III. *
zelima App. Cr. Pap. Exot. IV. *
zelima Del. Mitis, Iris 1893, p. 131.
zelmira App. Cr. Pap. Exot. IV. *
zeuxippe Huph. Cr. Pap. Exot. IV. 1
zisca Huph. Frühst. Berlin. Ent. Zeitschr. 44, p. 101.
zita Ter. Fldr. Novara Lep. II, p. 210.
zoe App. Voll. Monogr. Pier. p. 37. *
zoraide Ter. Fldr. Novara Lep. II, p. 213.
DANAIDAE. Von H. Fiiuhstorf.ee.
191
3. Familie: Danaidae.
Von dieser rein tropischen Familie gehören die weitaus meisten Arten dem indo-australischen Gebiet
an und nur wenige Species erreichen die gemässigten Zonen Asiens. Drei Genera finden sich sogar nur in
der indomalayischen Subregion, und nur die Gattung Danais greift auch nach Afrika und Amerika über.
Die wenigen nicht asiatischen Vertreter der Gattung Euploea bewohnen zwar noch einige ostafrikanische
Randinseln, vermutlich Relikte der alten Landverbindung Lemuria, gehen aber nirgendwo auf das afrikanische
Festland über.
Im Gegensatz zu allen anderen Tagfalterfamilien stellen die Danaiden eine sowohl an Genera wie
Arten arme Schmetterlingsgruppe dar, deren Formen zudem ein sehr gleiclnnässiges Gepräge zeigen. Hora¬
dimorphen Einflüssen sind sie, namentlich mit den Pieriden verglichen, nur in geringem Masse unterworfen,
auch verbreiten sich relativ viele Arten über grosse Gebiete, ohne lokal abzuändern. Dieses Faktum ändert
sich erst, wenn die Danaiden auf die Archipele übergehen, wo sie zwar auch in geringerem Verhältnis als
die Pieriden zur Artbildung neigen, aber dennoch eine Reihe von scharf gesonderten Rassen bilden, die im
vorigen Jahrhundert noch als vollwertige Species betrachtet wurden. Am weitgehendsten verändert haben
sich naturgemäss die wenigen Bewohner der ozeanischen Inseln; geringer jene der dem Kontinent vor¬
gelagerten Gestadeinseln, wenngleich sich auf diesen gelegentlich die Artbildung geradezu sprungweise voll¬
zieht. Beheimatet doch die von Neu-Guinea kaum 12 km entfernte Vulkaninsel bereits eine Species, die
bisher weder auf der Hauptinsel von Neu-Guinea, noch in deren unmittelbarer Nähe gefunden wurde. Der
weitaus grösste Prozentsatz aller Danaiden zählt zu den Bewohnern der Ebene; eine ganze Anzahl geht
sogar nicht über die Strandwälder hinaus und in Nord-Celebes beobachtete ich eine Danais hoch über den
Wellen des Meeres auf benachbarte Inselchen zu fliegen. Nur wenige Arten bewohnen ausschliesslich alpine
Regionen, doch überfliegen sie auch da nur ganz ausnahmsweise Höhen über 2500 m.
Die Danaiden gehören vermutlich einem alten Rhopalocerenstamm an, dessen primitive Zeichnung
fast immer den Flügeladern folgt oder Reste früherer Streifung vorstellt, und die sich fast bei allen anderen
Nymphalidenfamilien und selbst Pieriden und Papilioniden wiederholt, weshalb denn auch die Danaiden viel¬
fach als Modelle für konvergente oder mimetische Species betrachtet werden.
Für das hohe Alter der Danaiden spricht auch die fadenförmige Gestalt der Fhlr, die an jene der
Schmetterlingsahnen (Protolepidopteren) erinnert und die primitive Ausgestaltung der Genitalorgane, die von
allen bekannten Tagfaltern am gleichartigsten ausgebildet sind. Andererseits sind aber gerade die Danaiden
mit den vollkommensten sekundären männlichen Geschlechtsauszeichnungen versehen, die zu den inter¬
essantesten physiologischen Erscheinungen der Tnsektenwelt gezählt werden dürfen. Neben den Ansamm¬
lungen modifizierter Schuppen längs den inneren Adern der Htlgl besitzen viele Species auch noch sack¬
artige Taschen, die mit Androconien gefüllt sind und nur bei den Danaiden existieren auch noch anale be¬
wegliche Haarpinsel, die als Duftapparate aufgefasst werden.
Die Duftpinsel aller Danaiden bestehen aus zwei Teilen, einem röhrenförmigen Stylus und einer
Rosette von mehreren mm langen Strahlhaaren. Die Strahlhaarrosette ist in der Regel im Stylus verborgen.
Bei einigen Arten genügt ein leichter Druck, um sie aus der Röhre herauszupressen. Bei plexippus scheint
die Beweglichkeit der Analpinsel von der Jahreszeit und vielleicht auch von der Art der Nahrung, die die
Falter zu sich nehmen, abzuhängen.
Die Duftorgane der Danaiden bestehen aus langgestreckten Säcken, von einer biegsamen Chitinhaut
umgeben, die vom siebenten bis in die Mitte des vierten Hlbringes rechts und links vom Abdomen ein¬
gelagert sind. Zwischen ihnen liegt der muskelreiche, von Chitin umgebene Penis. Die Duftorgane liegen
frei im Körper, nur ganz leichthin durch feine Muskeln angeheftet, und da sie durch keinerlei Wandung
vom Abdomen abgetrennt sind, werden sie vermutlich vom Blute direkt ernährt und durch Blutdruck aus-
gesttilpt (Jllig). Nach meinen Erfahrungen verändert sich die Farbe der Flüssigkeit, welche die Analpinsel
herauspresst, anscheinend nach der Nahrung, welche die Falter zu sich nehmen, denn bei einigen Exem¬
plaren derselben Species war der Stylus grün, bei anderen wiederum dunkel strohfarben. Danaiden sondern
ein kugelförmiges Secret durch die analen Dufthaare aus, Euploeen aber Octaederkrystalle, die im Basalteil
von grösserer, distal von kleinerer Gestalt erscheinen. Die Dufttlecken erweisen sich als Falten, deren
Öffnung von der Rippe abgewendet liegt. Die Verbindung zwischen beiden ist mit lebender Substanz gefüllt.
Haa.se und andere glauben, dass die Analpinsel bei der Copulation als Reizerreger eine Rolle spielen.
Nach meinen Beobachtungen in Hongkong scheinen aber vielmehr die ihrem Ansehen nach so zarten Ge¬
bilde als Defensiv- resp. Schreckwaffe zu dienen, denn ganz gleichgültig, ob Euploeen am Flügelende oder
Thorax angepackt wurden, stülpten sie ihre Analpinsel aus, selbe in der Art bewegend, wie Wespen ihren
Stachel. Das Hervorstrecken der Haarpinsel geschieht gemeinsam mit dem Ausströmen eines nach Honig
riechenden penetranten Duftes. Die Duftpinsel der Danaiden sind kürzer als jene der Euploeen.
192
DANAIDA. Von H. Fruhstoreer.
Niceville hat einmal gesehen, dass Euploea core beim Herumtliegen im vollen Sonnenschein ihren
Hlb bis zum Thorax nach vorne aufgebogen hatte und dabei die Duftpinsel ausstreckte.
Die Furchtlosigkeit der Danaiden ist ziemlich gewiss das Resultat einer Sicherheit, deren sich die
Danaiden infolge ihrer scharfen Leibessäfte erfreuen, die sie vor Angriffen von Seiten der Vögel und Reptilien
schützt. Zudem ist ihr Körper zäh, lederartig und Experimente mit Spinnen und Hühnern haben ergeben,
dass sie niemals von diesen als Nahrung angenommen werden. Ergriff bei meinen Versuchen auf Lombok
eine Henne einmal aus Versehen eine Danais oder Euploea, so wurden die Falter sofort wieder weggeworfen,
ja sogar mit sichtbaren Zeichen des Missbehagens der Schnabel sorgfältig abgewetzt, um den widerlichen
Geruch oder Geschmack, den deren Leiber hinterlassen hatten, schleunigst zu entfernen.
Das Danaiden-Ei ist gross, weich, wie eine Patrone (nach Moore wie ein Zuckerhut) geformt, mehr
als halb so hoch als breit, gelblich, manchmal auch perlmutterartig. Alle sind stark longitudinal gerippt
mit zarten Horizontallinien, die sämtlich in der Anzahl und Ausbildung wechseln und schwer zu zählen sind.
Die Zahl der Längsrippen differiert auch leichthin innerhalb derselben Spec-ies. Die Hestia- Eier zeigen eine
mehr sechseckige Verästelung und die Rippen verlaufen im Zickzack und schliessen sich im allgemeinen
mehr den Euploeen an (was wir in der Raupenbedornung wiederholt finden).
Bemerkenswert erschien Doherty auch, dass die Querlinien bei den Danaiden s. str. gewöhnlich zahl¬
reicher als die Rippen das Ei bedecken, während sie bei den Hestien und Euploeen spärlicher Vorkommen.
Bezüglich der Rpn der Danaiden sei auf das verwiesen, was Bd. I, S. 75 darüber gesagt ist; als
Futterptlanze werden vielfach Asclepiadeen bevorzugt; mehrfach sind die Falter sogar in ihrem Vorkommen
an solche gebunden.
Die Ppn sind aufgehängt, kurz, glatt, oval, in der Mitte zusammengedrückt und häufig mit präch¬
tigem Gold- und Siberglanz, über den sich vielfach braune Streifen legen, die auch bei rein metallisch
glänzenden Arten künstlich erzeugt werden können, wenn die Ppn im Dunkeln gehalten werden.
Als Hauptcharakter der Imagos lässt sich angeben: Zarte und schwach kolbige Fhlr, grosse Augen
und keulenförmiger Hlb und die eigentümlich verdickte dornige Missbildung der weiblichen Vorderfüsse.
Von den Nymphaliden und Satyriden unterscheiden sie sich leicht durch die an der Basis zweispaltige Sub-
mediana der Vflgl und von den wenigen ihnen im Aussern ähnlichen Pieriden durch die verkümmerten
Vorderfüsse.
Eigentümlich sind den Danaiden noch Büschel weisser Schuppen an Kopf und Thorax, die auch bei
sonst ganz schwarzen Individuen vorhanden sind.
Die Flügelform ist zumeist länglich, sackartig, selten rundlich; bei den Euploeen nach den Ge¬
schlechtern verschieden, aber niemals spitz, wie bei Pieriden oder Papilioniden. Schwanzbildungen fehlen
jedoch, wie bei den Pieriden, gänzlich.
Die Zellen aller Flügel sind geschlossen, jene der Vflgl aber proximal mit zwei Spitzen versehen, die
vermutlich Aderrudimente vorstellen, und die bei den Nymphaliden fast nie, wold aber bei vielen Satyriden
in Erscheinung treten. Die Greif- oder Klammerorgane der Danaiden sind bemerkenswert durch den ver¬
kümmerten Uncus und die ungewöhnlich breite Valve. Die distale Valvenform wechselt bei den Hestia von
Lokalrasse zu Lokalrasse, ist bei den Danah sensu stricto sehr vielgestaltig, dafür aber bei den Euploeen
ungemein beständig, so dass sie bei letzteren als Hilfsmittel zur Artbestimmung nicht verwendet werden können.
Alle Danaiden sind ungemein zählebig und oft flogen mir Exemplare davon, wenn ich nach vielen
Tagen in Lombok oder Siam eine Düte öffnete. Auch haben sie eine lange Flugzeit und eine Generation
löst die andere ab. An nassen Stellen der Wege finden sie sich nur selten ein, dagegen zeigen sie eine
Vorliebe für den Geruch austrocknenden Holzes, und man findet sie deshalb gelegentlich in den Veranden
der Wohnungen, und Martin beobachtete sie unter überdachten Brücken in Sumatra. Alle Danaiden sind
gesellig und die Menge ihrer Individuen ist manchmal erstaunlich. Auf Ceylon und Lombok traf ich manch¬
mal Tausende in vernachlässigten, mit blühendem Unkraut überwucherten Dorfgärten.
Euploeen beteiligen sich auch manchmal an den Wanderschwärmen der Pieriden, auch lieben sie
es, eine hinter der andern segelnd, weite Strecken anscheinend planlos zu durchfliegen. Alle Danaiden
werden auch von blühenden Bäumen angelockt, die sie dann zu Hunderten umgaukeln.
Die Abbildungen auf Tafel 74 — 8G sind ausnahmslos nach Exemplaren der Sammlung Fruhstorfer,
Genf-Florissant, hergestellt, in der auch die Typen der hier zuerst beschriebenen neuen Formen enthalten sind.
1. Gattung: Danaida Latr. (Danaida Latr. 1805, Danaus Latr. 1809, Danais Godt. 1819.)
Die Arten dieser Gattung sind über das ganze indoaustralische Gebiet verbreitet, nehmen aber jenseits
der Wendekreise rasch ab und die Peripherie des Gebiets wird nur von wenigen Species erreicht, die natur-
gemäss zu den häufigsten Vertretern der Gattung gehören und z. T. selbst dem Menschen folgen, der ihre
Nahrungspflanze verschleppt. Eine Art ( archippus ) ist sogar erst in jüngster historischer Zeit von Nord-
Amerika aus über den Stillen Ozean durch den Schiffsverkehr transportiert worden und dringt sowohl auf
dem Festland wie den Inseln unaufhaltsam immer weiter nach Westen vor.
Ausgegeben 20. V. 1910.
DANAIDA. Von H. Fruhstorf.ek.
1 93
Fast alle Arten haben einen langsamen ungelenken Flug, bevorzugen freie Grasplätze, selbst Dorf¬
gärten und Anlagen in grossen Städten wie Bangkok und Hongkong, und vermeiden im Gegensatz zu den
Euploeen und Hestien den dichten Wald.
Infolge ihrer Häufigkeit zählen sie zu den Charakterschmetterlingen des Ostens.
Bewohner der Ebene (einige Arten gehen kaum über die Strandwälder hinaus), finden sich nur
wenige Species auf die alpine Region beschränkt; in Java geht allerdings albatu bis zu 2500 m hinauf, und
scheut selbst den dichtesten Schwefeldampf der dortigen Vulkane nicht. Alle Danaiden halten sich nahe
dem Erdboden auf und nach meinen Beobachtungen gehen sie sogar nur selten auf Bäume, auch wenn diese
mit Blüten übersät sind und ganze Scharen von Euploeen anlocken:
Nächst den Euploeen führen die Danais die reichsten Garnituren sekundär sexueller Auszeichnungen;
eine Erscheinung, die anscheinend parallel geht mit mannigfachster Ausbildung der Klammerorgane. Der
Uncus allerdings ist stets schwächlich, von palpenartigem Umriss, das Tegumen mit wurmartigen Fortsätzen
versehen und die Valve ungewöhnlich breit, nur selten bedornt, alle Organe weniger ehitinös als solche
der Nymphaliden und selbst Satyriden.
Das Geäder ist im Gegensatz zu den strukturell völlig unveränderlichen Euploeen innerhalb der
Artengruppen wechselnd, in dem der erste Subcostalast entweder vor dem Zellende, genau an diesem, oder
bald darnach abzweigt. Diese Abweichungen sind aber nicht beständig, wechseln sogar bei vicariierenden
Arten und sogar innerhalb der Species und können nur mit Vorsicht als Gattungscharaktere (wie es Mooke
versucht hat) verwertet werden. Mittlere Discocellulare der Hftgl entweder lang und schief nach innen
(Auosia), oder kurz und rechtwinklig zur Mediana gestellt (llavadeba). Präcostale der Hflgl am Ursprung der
Subcostalis abzweigend. Fhlr allmählich verdickt.
Ei gross, die Enden stumpf, mit vielen Längsrippen, je nach der Art 15 (aglaioides) bis 34 ( hegesippus )
zählend, und vielen hervortretenden Transversallinien, von denen Doherty 22 ( melanoleuca ) bis 38 ( tytia )
zählte. — Rp glatt mit bunten Streifen oder Flecken und fleischigen Anhängseln , von denen das vordere
frei bewegliche Paar nach Seitz als Tastorgan gebraucht wird. Die Anzahl dieser Filamente ändert von
2 zu 3 Paar je nach der Artengruppe. Die Rpn wachsen schnell und verwandeln sich in eine tonnen¬
förmige Pp, deren analer Teil manchmal wie ein Wespennest geformt und genau wie ein solches aufgehängt ist.
Artengruppe Anosia Hbn. (1816).
Rp mit zwei Paar Tentakeln ohne lateralen Bandstreifen. Zweiter Subcostalast entspringt am Zellende.
Hflgl mit einer an den dritten Medianast eingesenkten Androconientasche.
D. archippus F. (= menippe Hbn.) (Bd. I, p. 76 als plexippus L. erwähnt und 28c abgebildet) ardiippus.
ursprünglich in Nord-Amerika zu Hause, wo er sich selbst auf dem Asphalt der Grossstädte herumtummelt,
hat sich als Imigrant bereits in Australien und Ost-Asien eingebürgert — gleichsam ein Sinnbild ameri¬
kanischer Expansionsfähigkeit. Von den Engländern wird archippus der »Wanderer« genannt. Er wurde
zuerst 1863 auf den Tonga-Inseln beobachtet, 1867 auf Samoa, 1871 in Queensland und im selben Jahre auf
Celebes. Er ist bis Java und Penang gelangt und zählt auf Formosa bereits zu den häufigsten Arten. In
der Sammlung Fruhstorfer ist er auch von den Fidji-Inseln, dem Bismarck-Archipel, Holl. Neu-Guinea, den
Molukken, Talaut und den Fergusson-Inseln vertreten. Von Amboina liegt ein aberratives Exemplar vor
mit weissgelber Oberfläche aller Flügel. Morphologisch steht archippus nach der Gestalt der Generations¬
organe am höchsten und dürfte somit phyletisch als eines der jüngsten Glieder des Danaidenstammes auf¬
gefasst werden. Penis lang, pfriemenförmig, distal leicht gebogen, sehr schmal, ehitinös, nicht breit, schlapp
hautartig wie bei anderen Danais. Uncus deutlich, gleichfalls aber nur dünnwandig ehitinös, basalwärts
breit, distal mit kräftiger stumpfer Spitze. Valve breit, etwas an jene der llestia erinnernd, mit schwarz¬
brauner scharfer distaler Spitze, ventral leicht konkav.
Artengruppe Limnas Hbn. (1806).
Zweiter Subcostalast der Vflgl entspringt am Zellapex, mittlere Discocellulare der Hflgl bei 'den <d stark
gekniet, bei den $ konkav nach innen gebogen. Androconientasche der Hflgl von dem hinteren Medianaste weit
abgerückt. Rp mit 3 Paar Tentakeln. Uncus verkümmert. Valve quadratisch, distal mit kaum merklicher Spitze,
aber einem langen Dorn, der ventral mit der Spitze nach dem letzten Ab domin altergit zu gerichtet ist.
D. chrysippus L. (Bd. 1, Taf. 28 a, p. 75/76, wo auch Rp und Pp ausführlich beschrieben sind). Ei duysippus.
zuckerhutförmig, gelblich. Pp manchmal grün, manchmal wachsgelb, Puppenruhe 6 — 9 Tage. Raupenstadium
dauert 12 — 14 Tage. Dieser schöne Falter ist eine der expansionsfähigsten Arten der Erde und seine
Wanderungen erstrecken sich bereits über vier Erdteile, die Inrigration im fünften wird über kurz oder lang
gewiss auch noch erfolgen, wenn einmal zwischen Afrika und Süd-Amerika mehr direkte Dampferlinien ver¬
kehren. Die Art ist von Kontinental-Indien bis zu den Liu-kiu-Inseln und ostwärts von Nias bis Neu-Guinea
verbreitet. In Kontinental-Indien selbst ist die Species von der Ebene bis zu 7000 Fuss Höhe überall häufig.
chrysippus ist sehr variabel, sowohl im Habitus wie in der Färbung und es erscheinen gleichzeitig Exemplare
mit weissen Querbinden der Vflgl mit solchen ohne Band ( dorippus Klug), cf wie ? können durchweg gelb-
IX , 05
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DAN AIDA. Von H. Fruhstorfeb.
braune Hflgl oder manchmal ganz weiss aufgehellte haben. Hagen erzog die letztere Form ( alcippoides Moore )
in Sumatra aus einem Dutzend Rpn von einer einzigen Pflanze neben typischen chrysippus. — Die Form
dorippus. dorippus Klug tritt in Indien nur sporadisch auf im Pundjab und Ceylon ; man hat sie aber in Aden
bowringi. wiederholt in Copula mit weissbändigen chrysippus gefangen. — Als bowringi Moore ist eine Form aus
Hongkong beschrieben mit grösseren weissen Vflglflecken als gewöhnliche chrysippus und als clarippus
clarippus. Weym., eine prächtige und seltene Aberration von der Insel Nias mit weisser Vflglzelle und doppelt so
vigeli. breiter Schrägbinde. Hflgl unterseits mit weissen Flammenzeichnungen. — vigeli Heyl. von Pulo Bras,
einer Gestade-Insel vor der Nordwest-Spitze von Sumatra, ist durch reduziertes Weiss ausgezeichnet und
bataviana. dunkelrotbraune Grundfarbe. — Als bataviana Moore ist eine Rasse des makromalayischen Gebiets aufzu¬
fassen, die auf Java und dessen Nachbar-Inseln bis Lornbok vorkommt und auch im westlichen Sumatra
konstant auftritt, während im Nordosten dieser Insel nur die heller gelbe kontinental indische chrysippus vor¬
kommt, die vermutlich erst neuerdings dort eingewandert ist und die dunklere endemische Form verdrängte.
Grundfarbe dunkelrotbraun statt honiggelb, der schwarze Distalsaum der Flügel etwas regelmässiger, der
Aveisse Punkt am Zellende der Vflgl neigt zum Verschwinden. Gelegentlich führt auch das schwarze Apicalfeld
der Vflgl eine rotbraune Aufhellung; bei einem cf von Batavia ist eine weissliche Bestäubung auch jenseits
der weissen Schrägbinde zu beobachten, und bei cf cf aus West-Sumatra lässt sich alcippoides- Bildung kon¬
statieren, die mit dem dunkelbraunen Untergründe lebhaft kontrastiert. Es existieren auch Exemplare, die
im Postdiscalfelde der Vflglunterseite 2—3 runde Aveisse Makeln führen. Letzteres Merkmal tritt bei einer
reizenden Form von Zentral-Celebes konstant auf und in Verbindung mit weissen Flammenzeichnungen der
gelderi. Hflglober- und Unterseite — gelderi Snell. (77 e), vermutlich einer extremen Trockenzeitform, im August,
September namentlich bei Donggala vorkonnnend. Besonders auffallend ist bei ihr ein grosser oblonger
weisser, manchmal auch rosig schimmernder Fleck zwischen der Mediane und Submediane der Vflglunterseite.
Im südlichen Celebes und anderen Teilen der Insel wurde gelderi noch nicht beobachtet; dort fliegt wieder
eine an bataviana erinnernde gewöhnliche chrysippus- Form, die mir auch von den Talaut-Inseln vorliegt. —
petilea. Im mikromalayischen Gebiet erscheint chrysippus fast auf jeder Insel in einer hellgelben (petilea Stoll.) und
cratippus. einer dunkelrotbraunen Farbenaberration (cratippus Fldr.). Es ist jedoch fast unmöglich, zwischen petilea
und bataviana eine Grenze zu ziehen, um so mehr als in Sumbawa und Sumba Zwischenstufen auftauchen.
Man kann aber als Hauptmerkmal der petilea den stark verbreiterten distalen schwarzen Saum aller Flügel
und das Fehlen weisser Punktierung der Hflgloberseite anführen. Heimat «der Namenstype Amboina, auf
allen Molukken-Inseln bis Nord- Australien vorkommend, und von allen Inseln der Timor-Gruppe in meiner
Sammlung. Ins paläarktische Gebiet greifen zwei Formen über und zwar aegyptius Sehreber , ein Name,
den ich für Exemplare aus Palästina und Griechenland restituieren möchte. Palästina - Stücke , mit denen
Avohl ägyptische Übereinkommen werden, lassen sich von allen anderen chrysippus- Rassen absondern durch
das feurige, nach dem Costalrande zu allmählich dunkler Averdende Rotbraun der Zelle und der Medianregion
der Vflgl, das gelegentlich auch auf die Htlglzelle übergeht. Die distale Partie der Hflgl bleibt jedoch stets
hellgelbrot. Das schöne Rotbraun wiederholt sich auch auf der Vflglunterseite. Häufig in Palästina, in
Gärten bei Gairo und Khartum , seltener im Sudan. — kanariensis Frühst, ist eine Inselform , die sich
aegyptius anschliesst und anscheinend stets ein oberseits völlig sclnvarzes Abdomen trägt. Häufig auf den
Canarischen Inseln.
Artengruppe Danaida Latr. (Salatura Moore 1883).
t
Geäder wie bei der vorigen Gruppe ; mittlere Disco cellulare auch beim cf nicht gewinkelt. Androconien-
tasche gleichfalls freistehend. Rp mit 3 Paar Tentakeln, et\Aras kürzer als bei chrysippus, Valve ohne ventrale, dem
Tergit zugewandte Spitze, wohl aber distal mit mehr oder minder schnabelförmig vorspringender Partie, die bei den
einzelnen Arten nur durch minimale Differenzen abweicht.
plexippus. D. plexippus L. (Bd. 1, p. 76 mit dem Synonym genutia Cr. bezeichnet t. 28 c) ist eine Kollektiv-
species, die Linne zuerst richtig beschrieben hat, aber ihre Heimat nach Amerika verlegte, avo Arten mit
weisser Schrägbinde der Vflgl, die Finne ausdrücklich erwähnt, nicht Vorkommen. Die Art ist sonst dem
chrysippus sehr ähnlich, aber durch die breit schwarz bereiften Adern der Htlgl und ein dunkelbraunes statt
gelbes Apicalfeld der Vflglunterseite leicht zu unterscheiden. Rp und Lebensgewohnheiten des Falters sind
p. 76, Bd. I, ausführlich beschrieben. Gemein in der ganzen indoaustralischen Region, geht die Art nörd¬
lich bis Formosa und die Liu-Kiu-Inseln. plexippus ist nächst Eupl. mulciber eine der am Avid erlich st en
duftenden Danaiden und man nimmt an, dass er einer Reihe anderer Tagfalter als Modell dient, so gewissen
Elymnias-Species. Der nahe der Submediana der Hflgl eingebettete Duftapparat der Htlgl von plexippus ist
1 mm dick und fleischig, zerbissen aber fast geschmacklos. Die ihn umgebenden Duftschuppen besitzen
Aasgeruch, der nach meiner Tagebuchnotiz alle von mir bisher beobachteten Arten übertrifft und ähnlich
riecht, Avie Necrophoruskäfer. Dabei ist der Aasgeruch der plexippus nach 36 Stunden noch ebenso penetrant
Avie nach dem Fang. Der plexippus- Körper riecht auch nach der Abtrennung der Hflgl noch Aviderlich. Um
aus _p/m7jipH.s-Exemplaren , mit denen ich am 29. Okt. 1899 in Hongkong experimentierte, die Duftpinsel
auszupressen, Avar ein starker Druck nötig. Später fand ich in Annam und im Januar 1900 in Saigon, dass
plexippus ohne jeden äusseren Reiz seine Duftpinsel selbständig auszustrahlen geAvohnt ist im Gegensatz zu
\
DANAIDA. Von II. Feuiistoreer.
19ö
melanippus indicus Frühst. Der Stylus selbst ist mit einer gelblichen oder rötlichen Flüssigkeit gefüllt, deren
Färbung natürlich in Beziehung zu eingesaugten Blumensäften steht. Zerbissen schmeckt auch dieser
bitter. Valve breit, mit kreissegmentartig ausgebogener medialer Partie und wenig vorspringender chitinöser
Spitze. Zwei aberrative Formen verdienen Erwähnung, eine melanotische : nipalensis Moore, bisher nur nipalensis.
aus Nepal bekannt, mit stark verschmälerter weisser Schrägbinde der Vtlgl, und grynion Frühst., eine albi- grynion.
notische Trockenzeitform von hellgelber anstatt rötlichgelber Grundfarbe und recht kleiner Gestalt. Schwarzer
Distalsaum der Htlgl sehr schmal. Htlglunterseite weisslich. Apicalteil der Vtlgl hellgrau statt rotbraun.
Aus Annam und Sikkim bekannt und Februar-März gefangen. Ausserdem werden noch folgende geographische
Rassen registriert: intermedia Moore. In der Regel ebenso gross als die stattlichsten plexippus von China intennedia.
und Siam, aber die Zelle und Internervalflecke der Hflglober- und Unterseite rein weiss. Findet sich auf
der Malayischen Halbinsel und in Singapore als Hauptform, aber ip Siam (Angkor), Cochin-China (Saigon)
und Tonkin in der Trockenzeit als Aberration neben plexippus typica. — sumatrana Moore (77 c) ist stets sumatrana.
kleiner als intermedia mit wesentlich verschmälerter weisser Schrägbinde der Vflgl und noch ausgedehnteren
und reiner weissen Internervalstreifen der Htlgl. Häufig in West- und Nordost-Sumatra. — niasicus Frühst, niasicus.
ist eine sehr seltene, bisher nur in wenigen Exemplaren nach Europa gekommene Satellitinselrasse, sehr
nahe der javanischen Subspecies und von dieser hauptsächlich durch die verbreiterte schwarze Flügel¬
umrahmung und noch dicker schwarz bezogene Adern der Hflgl verschieden. Insel Nias. — Butler hat
von dort eine Form leucogyne beschriehen, von der ich nicht feststellen konnte, oh sie eine Aberration leucogyne.
von chrysippus oder plexippus darstellt. — intensa Moore vom Golorit und Habitus der partita, aber mit fast intensa.
doppelt so breiten weissen Binden der Vflgl. Im allgemeinen dunkler als plexippus und mit verringerten
Weisszeichnungen auf allen Flügeln, intensa bewohnt Java, Bali, Bawean und sonderbarerweise auch sowohl
das nördliche rvie südliche Borneo, ohne sich erheblich zu verändern. Auf Java ist sie einer der häufigsten
Falter, der bis zu etwa 800 m hinaufgeht. — partita Frühst. (77 c) ersetzt intensa auf Lombok , von der partita.
sie eine progressivere melanotische Form darstellt. Die weissen Subapicalflecken der Vflgl sind zumeist
noch kleiner als bei den abgebildeten Exemplaren und stehen dann isolierter, auch fehlen fast allen cf cf die
kleinen weissen Strichelchen am Costalrand vor dem Zellapex, die sich bei allen anderen plexippus-Rassen finden,
erscheinen aber wieder bei cf cf und ?? von Sumbawa, Lomblen und Alor. partita ist aus Lombok beschrieben,
wo der Falter auf ca. 6 — 700 m in den Dorfgärten äusserst häufig ist, so dass mir die Eingebornen manch¬
mal viele Hundert an einem Morgen brachten. — wetterensis Frühst., von Gestalt kleiner als partita, führt wetterensis.
dennoch eine auffallend breite und rein weisse Binde der Vflgl auf noch dunkler rotbraunem Grunde. Die
punktförmige weisse Makeln zwischen den Medianen der Vflgl, ist sehr gross und der Aussensaum der Hflgl
wie bei plexippus mit einer deutlichen Doppelreihe weisser Pünktchen besetzt. Adern der Htlglunterseite
von deutlich hervortretenden weisslichen Strigae begleitet. Insel Wetter, häufig. — laratensis Btlr. führt laratcnsis.
ausgedehntere leuchtend weisse Schrägbinden und einen sehr grossen Intermediantleck der Vflgl , ist auch
.habituell etwas grösser als wetterensis, unterseits von weniger ausgeprägten weissen Strichen durch¬
zogen. Timor-Laut-Inseln. — kyllene subsp. nov. Eine Zwischenform, die von wetterensis zu partita hinüber- kyllene.
leitet, von kleinerer Gestalt als alle genannten Inselrassen ist und dementsprechend auch eine schmälere
weisse Subapicalbinde der Vflgl führt. Die Strichelchen am Zellende, der Internervalfleck der Vflgl und die
Randpunktierung der Hflgl treten etwas zurück. Auf der Unterseite ist die Weissstreifung der Adern auch nur
undeutlich. Nach Angaben Kühn’s findet sich die Form während des ganzen Jahres auf Key an offenen, mit
Alang-Alang-Gras bewachsenen Stellen. Die Namenstype stammt von Dämmer, cf cf und ?? sind auch von Ivisser
in meiner Sammlung. — conspicua Btlr. (77 c.) von Siid-Celebes hat sich wesentlich verändert. Die weissen conspicua.
Flecken der Vflgl sind ungleich lang, die Zelle der Hflgl* nimmt eine zumeist völlig weisse Färbung an, in
der nur selten fein zerstreute rötliche Schuppen an das ursprüngliche p/cxip/ms-Kolorit erinnern. Die Unter¬
seite der Hflgl ist auch bemerkenswert durch eine submarginale Reihe von mehr oder minder deutlichen
weissen Makeln, die anderen plexippus- Rassen fehlen, conspicua ist einer der häufigsten Falter des südlichen
Celebes, wo er das ganze Jahr über fliegt, auch in der schwersten Regenzeit und bis über 1000 m hinauf¬
geht. — leucoglene Fldr. aus der Minahassa beschrieben, führt etwas breitere weisse Binden der Vflgl und leucoglene.
meistens auch auf der Oberseite der Hflgl deutliche und grosse kappenförmige Makeln. Gleichfalls vom
Strandwald bis zu etwa 1000 m Höhe eine der Zierden der Landschaft. — tychius subsp. nov. ist eine ver- tydiius.
kleinerte Inselrasse mit stark reduzierter Weissbänderung der Vflgl, geringen weissen Punkten der Oberseite
und völlig fehlenden weisslichen Submarginalmakeln der LMterseite der Hflgl. Heimat: die langgestreckte
Insel Saleyer im Süden von Celebes. — telmissus subsp. nov. Oberseits der partita sehr ähnlich, nur mit telmissus.
noch schmäleren weissen Subapicalstreifen der Vflgl und sehr breiter schwarzer Umrahmung aller Flügel,
die nur unterseits spärlich weiss punktiert ist. Die Zelle der Hflgl erinnert auch nur unterseits noch an conspicua,
ist aber oberseits selbst beim ¥ mit Ausnahme eines unbedeutenden weisslichen Anflugs dunkel rotbraun.
Insel Buton, von Dr. L. Martin entdeckt. Schliesslich ist noch eine jrfexippus-R&sse von Australien zu er¬
wähnen, die mir in natura nicht Vorgelegen hat, von der aber Waterhouse im Catalog austral. Lep. be¬
richtet, dass sich eine endemische Form in Nordwest -Australien vorfindet, von kleiner Gestalt und nahezu
identisch mit laratensis Btlr. von Timor-Laut, während in Queensland eine grosse Rasse existiert, die sich
dem chinesischen Namentypus nähert und als recente Einschleppung zu gelten hat.
DANAIDA. Von H. Fruhstorfer.
19G
D. melanippus. Neben plexippus tritt auf dem Kontinent und einigen Inseln des makromalayischen
Gebiets melanippus auf. Er hat stets einen dunkler gefärbten Leib als plexippus, und kann anscheinend seine
Analpinsel nicht selbständig herausstrecken; es bedarf zum mindesten eines recht starken Druckes, damit
sie hervorkommen, melanippus scheint sich in der Dekadenz zu befinden und den Mangel seiner sexualen
indicus. Aktivität durch Intensivität der Farben zu ersetzen, namentlich die indische Rasse. — indicus Frühst. (77c)
bildet mit ihrem vielen Weiss auf den Hflgln eine prächtige Erscheinung, indicus ist viel seltener als
plexippus, namentlich an der Peripherie seiner Verbreitung, z. B. bei Kalkutta, wohin er sich nur gelegent¬
lich verirrt, während er in ganz Hinterindien von Tenasserim bis Rangun und Cochin-China stets in Anzahl
auftritt und in Saigon sogar eine Zierde des dortigen botanischen Gartens bildet. — Noch häufiger ist
hegesippus. hegesippus Cr., ursprünglich aus West-Sumatra beschrieben, aber auch in Singapore, dem Lingga- Archipel,
den Natuna-Inseln und der Malayischen Halbinsel vorkommend. Neuerdings hat Shelford sein Vorkommen
auch für West-Borneo nachgewiesen. Er ist etwas kleiner als indicus, und stellt eine melanotische Form
desselben dar mit reduzierten weissen Querbinden der Vflgl und breiten, schwarz bezogenen Adern der
Hflgl, die unterseits, namentlich bei sumatranischen Exemplaren, breite braune Striemen im Basalteil führen,
die bei dem dort rein und blendend weissen indicus fehlen. Valve sehr von jener des plexippus differenziert,
mehr rectangular, distal stark verengt mit schmaler, dünner Schnabelspitze. Während sich melanippus,
indicus Frühst, auf dem Kontinent von Birma und Tenasserim bis Saigon kaum verändert, beginnt die Art
ihre starre Resistenz aufzugeben, da wo sie sich ins malayische Inselgewirr verirrt. Wenige Seemeilen Ent¬
fernung genügen, um dort die Rassen so zu verändern, dass ihre Zusammengehörigkeit nur mit Mühe zu
ermitteln ist und die einzelnen Inselformen in der Tat auch jahrzehntelang als eigene Arten angesehen
wurden. Besonders auf den Adjacent-Inseln von Sumatra kulminiert die Mutationsfähigkeit der alten Species.
Die sonst so unwandelbare Grundfärbung wechselt von rotbraun ( pietersi von Engano) zu schwarzbraun und
schwarz {keteus, umbrosus , eurydice). Es lassen sich 2 Variationsrichtungen erkennen. Die pietersi- A b z w e i g u n g ,
die nach Java und eine zweite ( eurydice etc.), die nach den Nicobaren zu gravitiert. Die Produkte beider
Linien dürften, abgesehen von dem Einfluss, den das Meer als Trennungsfaktor ausübte, zugleich Relikt¬
faunen darstellen. — Die rotbraunen pietersi, welche wir aus Engano kennen, mögen ihren Ursprung noch
aus der Landverbindung mit Java herleiten, während die schwarzbraunen Gestalten der nördlicheren Inseln
nesippus. als die faunistischen Fragmente einer Landzunge — Mentawej-Nias-Nicobaren — gelten dürfen. — - nesippus
F/dr. von den Nicobaren hat in der Zelle der Hflgl und deren nächster Umgebung sich noch die Weiss¬
zeichnung des indicus und heyesippus bewahrt, namentlich auf der Unterseite, wo die rotbraunen Submarginal-
nnibrosus. mäkeln nur wenig kräftiger entwickelt sind als bei der sumatranischen Namenstype. — Bei umbrosus Frühst.
(77 d) ist auf den Hflgln oberseits bereits jede Spur einer weissen Beschuppung verschwunden, das Rotbraun
der Unterseite der Hflgl aber gewinnt an Ausdehnung und verdrängt die weissen Bänder, von denen nur
eurydice. rotbraun überpuderte Striemen übrig bleiben. Pulo Tello bei Nias. - Bei eurydice Btlr. verschwinden
auch unterseits diese weissen Rudimente und der Hflgl präsentiert sich einfarbig rotbraun mit schwarzbraunem
keteus. Distalsaum, der die übliche Doppelreihe weisser Punkte trägt. Insel Nias, sehr selten. — Bei keteus Hay.
endlich beginnen auch die weissen rundlichen Subapicalmakeln der Vflgl zu verschwinden, die kaum noch
halb so breit angelegt sind als bei umbrosus, doch führen die Hflgl unterseits eine geringe circumcellulare
pietersi. Aufhellung. Mentawej-Inseln. — pietersi Doli. (77 c) hat langgestreckte statt abgerundete Vflgl und die
schwach entwickelten weisslichen Subapicalmakeln sind grauviolett überpudert, ein unter den Danaiden
einzig dastehendes Faktum, das auf der Abbildung leider nicht genügend zur Darstellung kommt. Auf den
Hflgln weicht die schwarze Beschattung der Oberseite wieder zurück, um einem braunen Zellkern und eben¬
solchen Internervalstreifen Platz zu machen, die auf der Unterseite ausserdem noch ausgedehnt weiss bereift
melanippus. sind. Insel Engano, häufig. Hauptflugzeit April. - melanippus Cr. bleibt in der Grösse etwas hinter
pietersi zurück. Vflgl hell gelbbraun wie bei indicus und mit schmälerer weisser Subapicalbinde. Htlgl ähn¬
lich jenen von pietersi, aber heller braun. Die Doppelreihe weisser Anteterminalpunkte fast ebenso prägnant
wie bei indicus. Es treten namentlich bei den ?? auch Exemplare auf mit schmalen weissen Aderstreifen
der Hflgl, die namentlich unterseits häufig an Ausdehnung gewinnen. Java, besonders im Westen der Insel
ma/ossona. bis etwa 700 m Höhe. — malossona Frühst, ist die östlichste der bekannten melanipput-Rassen, die im mikro-
malayischen Gebiet teilweise fehlen. Bisher wurde nur ein ? gefangen, das ich von Toli-Toli in Nord-Celebes
mitbrachte. Vflgl mit hell rotbraunem Anflug in der Zelle und dem Discus, sehr deutlichen weissen Flecken
am Zellapex und noch breiterer weisser Schrägbinde als indicus. Hflgl mit rein weisser Zelle und sehr
langen, breiten, an der Peripherie rötlich überpuderten Internervalfeldern. Unterseite der Vflgl hell rot¬
braun mit weisslichen Aufhellungen, jene der Hflgl mit rötlichem Gostalsaum und blauweissen Feldern, die
distal massig rotbraun gesäumt sind.
hamhasa. D. haruhasa Doli. (= erebus 1 lob.) ist eine eigentümliche Species, eine Art Zwischenstufe von mela¬
nippus zu ismare durch den vorstehenden Apex und die schmalen Vflgl. Die Vflgl sind noch etwas spitzer
als bei der sehr lang- und schmalflügeligen pietersi Doh. von Engano , deren Grundfärbung ein eigentüm¬
liches Sepiabraun. Die bei pietersi violette, anstatt weisse Subapicalbinde der Vflgl ist bei haruhasa auf
taimanu. 2 weisse Punkte reduziert. Sumbawa, Flores, Lombok auf 300 — 800 m Höhe; sehr selten. — taimanu Doh.
DAN AIDA. Von H. Fruiistoreer.
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ist eine kleinere, rundfliigelige Kasse mit breitem, weissen, fein durch schwarze Adern zerteiltem Schrägband
der Vflgl. Grundfarbe heller gelb als bei der vorigen Inselrasse. Sumba auf ca. 300 m Höhe. Sehr selten;
Doherty fing nur 2 Expl. und mir ist nur eines bekannt aus der Sammlung Dr. .Marti .’s. Die beiden
har uhasa- Rassen leben im Gegensatz zu den übrigen Verwandten , insbesondere den Seestrand bewohnenden
mclanippus Cr., in der Bergregion. Auf Lombok tlogen sie nicht wie gewöhnliche Danaiden, sondern setzten
sich auf die Blütenkronen grosser Bäume um sich bei der geringsten Störung schleunigst in ganz unerreich¬
bare Höhen zu entfernen; dies mag auch der Grund sein, warum sie so selten gefangen wurden. Dohf.uty
glaubte haruhasa bei »Nasuma« ismare Cr. unterbringen zu dürfen. Die Verteilung der weissen Punkte aul
allen Flügeln und noch mehr die schmalen und langen internervalen Striche von unentschiedener Färbung
verweisen jedoch auf die Zugehörigkeit zu melanippus , wofür auch die rotgelbe Färbung des Abdomens
spricht, das oberseits sehr breit schwarz, unten kaum sichtbar weiss geringelt ist. während ismare unterseits
ein fast rein weisses Abdomen besitzt. Valve ähnlich jener von melanippus, aber ohne schnabelartige
Krümmung der Spitze.
D. lotis steht den melanippus- Formen so nahe, dass man sie als vikariierende Rasse der Philippinen,
von Borneo und Celebes (ihrem Verbreitungsherd) betrachten könnte, wenn nicht mclanippus neuerdings durch
Shelford auf Borneo aufgefunden und in Celebes durch malossona Frühst, repräsentiert wäre. 1 rotzdem
sich lotis also nur durch die Färbung und etwas grössere und stets deutlich vorhandene Strigae vor dem
Apex der Vflgl-Zelle von melanippus unterscheidet, wird sie sich wohl als Species behaupten können.
Vermutlich ist lotis ein phyletisch junger Zweig der melanippus- Gruppe, der sich parallel neben melanippus
entwickelt hat, ähnlich wie philene Cr. auf den Molukken neben affinis F. vorkommt. Valve nur geringfügig
von mclanippus abweichend, etwas breiter und distal nicht zurückgebogen. Die Namenstype lotis Cr. hat ihr lotis.
Autor bereits aus Borneo gekannt; sie führt schmale weisse Striemen auf allen Flügeln, die von breitschwarzen
Adern begrenzt werden. Die Vflgl haben unterseits einen fleischroten Anflug längs den Adern. Heimat Süd-
und Nordborneo mit Ausnahme des äussersten Norden. — mezentius subsp. nov. von Sandakan, die auch aut mezentius.
einigen Nachbarinseln wie Balabac au ft ritt und sich durch viel breitere weisse Quer- und Subapicalbinden
der Vflgl und ausgedehntere Intranervalstriemen der Hflgl auszeichnet. Auf der Unterseite aller Flügel
gewinnen die weissen Flecken an Ausdehnung, während die schwarzen Adern der Htlgl nur noch als dünne
Linien das Medianfeld durchziehen. — edmondi Boug. ist eine noch ausgesprochenere albinotische Form edmondi.
der nördlichen Philippinen , die doit sehr häufig ist. Bei ihr verbreitern sich auch noch die subapicalen
Doppelreihen weisslicher Makeln der Hflgl. philozigefes Frühst, ist eine dunklere Form der südlichen phitozigetes.
Philippinen, bei der die Adern wiederum etwas ausgedehnter schwarz bereift sind und die Antemarginal-
flecken der Hflgl in der Grösse etwa die Mitte halten zwischen jenen von mezentius und edmondi. Bazilan,
Mindanao, Palawan. — celebensis Stgr. (fr uh stör f er i Ilöb.) ist eine habituell grössere Form mit sehr langen, celebensis.
aber schmalen Subapicalstrigae der Vflgl und besonders dadurch von allen genannten Zoffs-Zweigrassen zu
trennen, dass die Adern der Vtlgl ober- wie unterseits ausgedehnt rotbraun gestreift sind, celebensis ist aus der
Minahassa beschrieben und südlicher als Toli-Toli noch nicht beobachtet worden. — lotina Frühst, von den lotina.
Natuna-Inseln bildet eine Zwischenstufe von allen genannten geographischen Abarten durch die breiten Sub-
apicalmakeln der Vflgl, die an celebensis erinnernde, aber schwächere rötliche Aderstreifung der Vflgl und
die wie bei lotis sehr schmalen Strigae der Hflgl. Alle nichtphilippinischen ZoZfs-Subspecies zählen zu jenen
geflügelten Dokumenten, die uns die entschwundenen Landbrücken Mindanao-Borneo und Mindanao-Celebes
wieder in lebhafte Erinnerung bringen.
D. philene bildet die natürliche Fortsetzung der plexippus- und melanippus- Reihe und beginnt da
einzusetzen, wo genannte Arten den Endpunkt ihrer östlichen Verbreitung finden und bewohnt die Molukken
und Teile von Neu-Guinea sowie dessen Gestade-Inseln. Oberseits ist die melanipp ws-Zeichnung noch vor¬
handen, unterseits differiert aber philene von ihren westlichen Verwandten durch breit aufgetragene Striemen
modifizierter Schuppen, welche die Adern der Hflgl begleiten. Durch manchmal auftretende weisse Zell¬
kerne und weissliehe Circumzellularmakeln erinnern einige philene- Rassen an affinis. — philene Cr. (7®d ), philene. I £
die Namensform der Süd-Molukken ist auf Ceram, Amboina und den Uliassern sehr gemein und geht nordwärts
bis Buru. cd? treten in 2 Formen auf, einer dunkelrotbraunen und einer hellrotgelben, letztere führt ge¬
wöhnlich auch noch mehr oder weniger deutliche weisse Fleckchen in und um die Zelle der Htlgl (forma
luxurians Frühst.) (76 d), die überall neben der dunklen Hauptform auftritt. Valve mit deutlich abgerundeter /uxurians.
Spitze, jedoch ohne die schnabelartige Umbiegung des melanippus -Typus. — oros Frühst. (7^d) von Obi ist oros.
eine melanotische Inselrässe mit namentlich bei den ?? stark reduzierter weisser Schrägbinde der Vflgl, die
zugunsten der dominierenden schwarzen Grundfärbung zurücktritt und deren einzelne Flecken sich zu iso¬
lieren beginnen. Adern aller Flügel breiter schwarz bezogen, desgleichen der Distalsaum der Hflgl, von
dem aus deutlichere schwarze Zähne in die Flügelmitte hineinragen. — nubila Btlr., eine habituell grössere nubila.
Rasse, bewohnt die Nordmolukken, ist in der Regel dunkler rotbraun als philene mit spärlicheren weissen
Punkten auf allen Flügeln und schärfer abgesetztem Distalsaum der Hflgl. Batjan, Halmaheira, sehr häufig.
— subnublla Frühst, ist etwas kleiner von Gestalt. Beide Geschlechter halten in der Grösse die Alitte subnubila.
zwischen rubrica Frühst, von Palau und nubila Btlr. von Batjan, nähern sich in der Färbung transfuga Frühst.
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DANA1DA. Von H. Fruhstorfer.
Weisse subapicale Schrägbinde der Vflgl erheblich schmäler als bei nubila, jedoch breiter als bei oros Frühst.
von Obi, Vflgl mit nur schmalem rotbraunen Streifen, der wiederum breiter ist als bei transfuga und schmäler
als bei nubila und oros. Schwarzer Distalsaum der Htlgl sehr breit, den Übergang bildend von transfuga zu
transfuga. nubila. — transfuga Frühst. (= batjana Frühst.), unbekannter Herkunft (Morotai, Sula-Inseln ?) , stellt die
dunkelste bekannte Rasse vor, bei der das Rotbraun der Vtlglzelle verschwindet, um der schwarzen Apical-
und Costalfärbung Platz zu machen. Htlgl durch zusammenfliessenden Adernbezug bis zur Zelle hinauf
geschwärzt, die weissen Makeln der Vflgl wegen ihrer Kleinheit noch isolierter stehend als bei oros. — Mit
obscura. obscura Capr. sind am Museum in Brüssel Waigiu-Exemplare bezeichnet, ob die Form aber wirklich be¬
schrieben ist, konnte ich nicht feststellen. Vtlglzelle etwas weniger geschwärzt als bei transfuga , die weisse
Schrägbinde der Vflgl in der Regel auffallend breit, viel ausgedehnter als bei nubila und transfuga. — Die
hixurians. Form luxurians timtet sich häufig neben der rotbraunen Hauptform. Insel Waigiu, nicht selten. — Bei
pseudo- pseudophilene Frühst, ist die melanotische Färbung noch weiter fortgeschritten. Beim cf charakterisiert
philene. s{ch die Flügeloberseite durch die grössere Ausdehnung der schwarzen Grundtärbung, welche den bei philene
und Verwandten rotbraunen Streifen in der Vflgl-Zelle bereits völlig verdrängt hat. Die Flecken zwischen
den Medianadern der Vflgl erscheinen dunkel leder- anstatt rotbraun. Die Adern der Htlgl sind so breit
schwarz gesäumt, dass die dunkelbraunen Internervalstreifen sich verringern müssen, dagegen ist die schwarze
Distalverbrämung der Htlgl weniger deutlich als bei philene Cr. und obscura Capr. Unterseite: Apicalteil
braunschwarz anstatt tiefschwarz wie bei philene, die Basalhälfte der Vflgl matt lederbraun. Die Adern der
Htlgl von weniger prominenten und mehr grauen als schwarzen Duftstreifen begleitet. Die submarginale
Doppelserie von weissen Punkten lebhafter als bei obscura Capr. Abdomen oben schwarzbraun, unten fahl-
molyssa. braun. - molyssa Frühst. (77 e) ersetzt philene in Britisch-Neu-Guinea. cf von schwarzbrauner Grundfarbe
mit dunkelcacaobraunen Streifen in der Zelle und zwischen den Adern, über welche ein eigentümlicher,
rötlich- violetter Schimmer ausgegossen ist. Die Schrägbinde der Vflgl rein weiss , sehr deutlich , breiter als
bei woodlarkiana und bei ferruginea Btlr. Htlgl nur mit einer admarginalen Serie weisser Punkte. Unterseite:
fast gleichmässig dunkel lederbraun mit nur schwachen Resten eines Apicalbezugs. Die subapicale Schräg¬
binde setzt sich aus längeren, weissen Flecken als bei woodlarkiana zusammen. Diese Flecken sind jedoch
etwas schmäler und kürzer als bei pseudophilene und ferruginea Btlr. Die Adern kaum merklich von tief-
schwarzen Duftstreifen begleitet. Die submarginale Doppelserie von weissen Punkten sehr deutlich; von der
Collingwoodbai oder vorgelagerten Inseln, cf -Type in London gekauft, molgssa bildet das dunkelste Extrem
der philene- Reihe und zugleich einen Übergang zu ferruginea Btlr., von der sie jedoch durch die auffallend
wood- schwarze Färbung und den vorspringenden Apex der Vflgl zu trennen ist. — woodlarkiana Frühst, steht
larkiana. ({er molgssa recht nahe, cf: Die weissen Subapicalflecken der Vflgl etwas grösser als bei mytilene Fldr. von
Dorey und kiriwina Frühst-., schmäler und rundlicher als bei ferruginea Btlr. und molgssa Frühst. Htlgl :
etwas reichlicher dunkler cacaofarben gestreift als pseudophilene. Der schwarze , sehr breite Distalsaum
markanter als 1*5 i der Sorrongform. Die submarginale Weisspunktierung sehr undeutlich. Unterseite: Basal¬
hälfte der Vflgl lichter und ausgedehnter braun gefärbt als bei pseudophilene. Htlgl: Die Internervalstreifen
kürzer und lichter; jenseits der Zelle zwei weisse Flecken (ähnlich wie bei bonguensis Frühst., kiriwina und
fergussonia Frühst.). Adern von sehr breiten, grauschwarzen Duftschuppen begrenzt. Abdomen oben schwarz,
mysolica. unten fahlbraun. Insel Woodlark. - mysolica Moore von Mysole beschrieben, wohl ähnlich auch auf
Salwatti vorkommend, ist mir in natura unbekannt, der Beschreibung nach muss sie der obscura von Waigiu
rubrica. nahestehen. — rubrica Frühst, endlich ist eine Zwergform von den weltfernen Palau-Inseln ; cf: Kleiner,
Flügel rundlicher, Htlgl breiter schwarz gesäumt als bei nubila Btlr. von Halmaheira, Batjan. Die sub¬
apicale Querbinde der Vflgl besteht aus 5 anstatt 6 — 7 weissen Flecken. Die oberen Flecken erscheinen
enger aneinander geschmiegt, gleichmässiger, der unterste dagegen rückt in distaler Richtung weiter aus der
Reihe und steht ganz isoliert. Unterseite: Das basale Rot der Vflgl nach aussen schärfer vom schwarzen
Apicalsaum abgegrenzt, die Weisspunktierung der Vflgl reduziert. Duftstreifen der Htlgl längs den Adern
schmäler, wodurch die rotbraunen Flecken Raum gewinnen sich auszudehnen. — In Deutsch-Neu-Guinea
bonguensis. scheint philene durch bonguensis Frühst. (77 e) vertreten zu sein, die von anderen Autoren und mir als zu
mytilene (77 c) gehörig betrachtet wurde, es hat sich aber durch Untersuchungen der Klammerorgane heraus¬
gestellt, dass sie nicht mit mytilene verwandt ist, denn ihre Valve ist fast dreimal so breit als jene von
mytilene , der Uncus ist wesentlich kräftiger gebaut und am proximalen Ende von fast quadratischem Umriss,
ohne die sanften Rundungen des Uncus von mytilene. Mit philene hat bonguensis das Erscheinen der auch
auf der Abbildung erkenntlichen forma luxurians gemeinsam. Am häufigsten aber sind Exemplare von ein¬
farbigem lederbraun ohne Discalflecken, ja sogar ohne die subterminalen Randflecken der Htlgl. bonguensis
fliegt nach Hagen von Dezember bis April, dann wieder im Juni bis August, und geht bis etwa 800 m Höhe.
Die eigentliche mytilene oder eine Schwesterrasse von ihr sind in Deutsch-Neu-Guinea bisher noch nicht an¬
getroffen worden, so dass Kaiser -Wilhelmsland ärmer an Arten dieser Gruppe ist als das benachbarte
Britisch-Neu-Guinea und auch der holländische Teil der Rieseninsel.
mytilene. D. mytilene Fldr. (pullata Btlr.) (77e) ist in Holländisch-Neu-Guinea anscheinend nicht sehr selten.
Sie ist leicht zu erkennen durch die zerstreuten kleinen Subapicalmakeln der Vflgl und hellbraune Felder,
welche die dunkelbraune Grundfarbe zerteilen, die auf der Abbildung leider nicht zum Ausdruck kommen.
DANAIDA. Von H. Fhuhstoreer.
199
Die Unterseite präsentiert sich wie oben , nur ist das Basalfeld der Vflgl etwas aufgehellt und die Adern
der Hflgl werden bei den meisten Exemplaren von Striemen mattglänzender, schwarzbrauner, modifizierter
Schuppen begleitet, Valve auffallend spitz, beinahe rüsselförmig, Uncus länglich walzenförmig mit lang-
heborsteten Narben besetzt. Dorey, vermutlich auch andere Lokalitäten der Geelvinkbai. — Als sicher
zu mytilene gehörig betrachte ich wegen der lichtbraunen Felder der Oberseite aller Flügel auch decipiens Btlr., decipiens.
die sehr häufig auf den Salomons-Inseln vorkommt , von kleinerer Gestalt ist und im Discus der Hflgl,
namentlich aber auf deren Unterseite grosse längliche, zumeist rechteckige weisse Flecken führt. Auch die
innere Reihe submarginaler Makeln ist prägnanter, während die äussere sich aus weissen Pünktchen zu¬
sammensetzt. Uncus relativ kurz, distal abgeschrägt, Valve mit rüsselartiger Spitze.
D. ferruginea Btlr. scheint mytilene in Britisch Neu-Guinea zu ersetzen. Grundfarbe gleiehmässig fermginea.
dunkelbraun ohne Aufhellung, die subapicale weisse Schrägbinde ähnlich jener von molyssa (77 e), nur noch
prägnanter. Adern der Hflglunterseite fast stets ohne Duftstreifen. Milnebai. kiriwina Frühst. (77 e) kiriwina.
führt wiederum sehr kleine weisse Subapicalmakeln , die isoliert stehen. Auch die Randpunkte der Hflgl
sind sehr verkleinert. Alle Flügel sind im Discus etwas heller in der Distalpartie, zeigen aber nicht die
schimmernden Felder der mytilene. Unterseite noch lichter als oben, die Basalhälfte aller Flügel verwaschen,
rötlich gelbbraun. Hflglzelle von kleinen weissen Makeln umgeben. Submarginalpunktierung zierlicher als
bei ferruginea und mytilene. Kiriwina. Valve kürzer ohne deutliche distale rüsselförmige Verlängerung.
Uncus gleichmässiger ohne dorsale Abschrägung. — tergussonia Frühst. Beide Geschlechter grösser als fergussonia.
die vorhergehende und ferruginea Btlr., die subapicale Fleckenreihe besteht aus ziemlich grossen, weissen
länglichen Flecken, die annähernd die Gestalt der korrespondierenden Makeln bei ferruginea erreichen. Die
Grundfärbung von fergussonia ist noch bedeutend heller als bei kiriwina, dazu tritt noch eine Vermehrung
und Ausdehnung der circumcellularen Flecken im Discus der Hflgl, die von der Unterseite deutlich durch¬
scheinen. Flügelunterseite bleicher, was besonders im Basalteil der Vflgl auffällt. Die Adern der Hflgl
ausgedehnter und heller grau von Duftstrahlen umgeben als bei kiriwina. Fergusson, d'Entrecasteaux-Insel. • —
pittakus Frühst.. Heller braun als mytilene und ferruginea, jedoch ohne den discalen fahlen Ton, der fergussonia pittakus.
eigentümlich ist. Die weissen subapicalen Flecken stehen isolierter. Die submarginalen weissen Punkte
prominenter als bei den übrigen mytilene - Rassen und länglicher geformt. Heimat unbekannt, vermutlich
Inseln in der Geelvinkbai. — jobiensis Gr.-Sm. steht, pittakus sehr nahe, die weisse Subapicalbinde der jobiensis.
Vflgl sefzt sich aus kleineren oblongen Makeln zusammen und die Adern der Hflgl sind mit breiten Andro-
conienstreifen belegt. Inseln Jobi, Roon der Geelvinkbai. — adustus Godm. u. Salv., aus Neu-Mecklenburg adustus.
beschrieben, glaube ich auch hier unterbringen zu dürfen. Ähnlich wie decipiens von kleiner Gestalt, stark
abgerundeten Vflgln, schliesst sich die fahlbraune Grundfarbe eng an kiriwina an. Die subapicalen Makeln
der Vflgl sind zu Punkten reduziert und die Hflgl führen nur unterseits kleine weisse circumcellulare
Makeln. Im Bismarck-Archipel überall häufig. — biseriata Btlr. aus Neu-Lauenburg ist von den vier Jahre biseriata.
früher beschriebenen adustus kaum zu unterscheiden. Nach dem mir vorliegenden 2 scheint es eine dunkler
braune Zwergform zu sein. — insolata Btlr. ist eine Inselrasse der Salomonen ohne genauen Fundort in insolata.
einem Reisewerk beschrieben, führt etwas deutlichere weisse Flecken als adustus.
D. affinis und Verwandte bilden eine Gruppe, bei der die Striemen der Androconien oder sonst
modifizierten Schuppen nicht direkt die Adern begleiten, sondern teilweise durch weisse Striche von ihnen
getrennt sind. Valve bei den australischen Rassen mit etwas stumpferer Spitze als bei den äusserlich sehr
modifizierten westmalayischen Unterarten. Uncus äusserst zart, palpenförmig, mit feinen Wimpern besetzt.
Der nomenklatorische Typus stammt aus Australien. Wenngleich affinis von den Salomonen bis Java und
der malayischen Halbinsel, von den Philippinen bis Bonerate vorkommt, also ein Gebiet bewohnt, das jenes
von plexippus L. an Ausdehnung weit übertrifft und mit Ausnahme der Molukken, wo er fehlt, überall sogar neben
plexippus fliegt, halten einige Autoren an der Anschauung fest, dass affinis nur < Varietät » von plexippus sei.
affinis gehört zweifellos zu den wenigen Species, die von Australien aus westwärts gewandert sind und bis
zur malayischen Halbinsel Vordringen konnten. — cometto Godm. u. Salv. bezeichnet eine Form der Salo- cometto.
monen; den Namen fand ich im British - Museum , konnte aber einen Literatur -Nachweis bisher nicht auf-
spüren. — affinis F. , die der Namenstype analoge Subspecies, bewohnt das tropische Australien, die Aru, affinis.
Key- und deren Nachbarinseln und ist auch von Banda und Goram in meiner Sammlung, cf cf unter¬
scheiden sich vom abgebildeten affinoid.es- cf (77 d) durch den fehlenden weissen Zellstrich der Vflgl und
verblasstere weisse Submarginalpunkte der Hflgloberseite. Bei den 22 verbreitert sich das weisse Feld der
Hflgl noch etwas. Auf den Aru-Inseln und auch bei der affinis- Rasse von West-Holländisch Neu-Guinea
treten sehr selten auch melanotische Exemplare auf. — f. vorkeänus Röb. (Name von Vorkein, einem Ort vorkeimis.
auf Aru), bei der die weissen Felder aller Flügel dicht schwarz bestäubt sind und das zwischen den Me¬
dianen der Vflgl unterhalb der Zelle befindliche fast völlig verschwindet. — galacterion Frühst. Auf den galacterion.
Fergusson-Inseln hat sich affinis in der Weise modifiziert, dass die weisse subapicale Fleckenbinde der Vflgl
und die circumcellularen Makeln der Hflgl an Ausdehnung zunehmen. Unterseite: das Weiss der Vflglmitte
beginnt sich mit rötlichen Schuppen zu überziehen und die submarginalen Keilflecken der Hflgl erscheinen
dunkel rotbraun statt gelblich wie bei affinis. Wir beobachten demnach bei galacterion eine Aufhellung und
‘200 DANAIDA. Von H. Fruhstorfer.
ein Anwachsen der weissen Zeichnung auf der Flügeloberseite und eine Verdunklung auf der Flügelunter-
strephon. seite. Fergusson, d’Entrecasteaux-Inseln. — strephon Frühst, sind Exemplare aus Neu-Guinea, welche die
Mitte halten zwischen affinis F. von Australien und galacterion in der Gestaltung der weissen Schrägbinde
der Vflgl und in dem Rotbraun der Keilflecke der Hflglunterseite , das etwas heller ist als bei galacterion,
aber immer noch dunkler als bei affinis. Patria: Etnabai und Kapaur, Südwest-Holländisch Neu-Guinea von
H. K ühn und W. Doherty entdeckt. Auch bei strephon erscheint als Aberration die f. vorkeinus. —
affinoides. affinoides Frnlist. (77 d) steht affinis F. von Australien und Key am nächsten, differiert von dieser im cf
durch reichere weisse Sprenkelung aller Flügel, die breitere Schrägbinde und den breiten weissen Zellstrich
auf der Vflgloberseite. Unterseite: der Apex der Vtlgl ist braun und nicht schwarz und die Hflgl sind
dunkel kaffeebraun und nicht hell rötlichbraun gepfeilt. Heimat : Talaut - Inseln nördlich von Celebes.
Während affinoides der australischen Stammform noch sehr nahesteht , entfernt sich eine Rasse der gleich¬
falls zur Talaut-Gruppe gehörigen Insel Taruna auffallend von affinis, so dass man beinahe glauben könnte,
eine besondere Art vor sich zu haben , wenn nicht Übergänge wie decentralis (77 d) beweisen würden , dass
bei affinis die schwarze Grundfarbe sich sehr leicht in Dunkelrot, ja sogar hell Gelbbraun verändern kann.
taruna. Jedenfalls sieht taruna Frühst, von dem gleichnamigen Hafenort der Insel Sangir der decentralis (77 d)
sehr ähnlich , ist von Gestalt viel grösser und führt nur einen unbedeutenden weissen Fleck vor dem Ird
der Vtlgl und kürzeren weissen Fleck in der Hflglzelle. Die Unterseite der Vflgl ist hell rotbraun ohne
sangira. Spur einer discalen Fleckung. — sangira Frühst, ist nur eine Form der vorigen, kommt in der Grösse der
taruna recht nahe, hat auch ungefähr dieselbe Zeichnung, nur führt sie einen sehr grossen weissen Fleck
zwischen der hinteren Mediane und Submediane der Vflgl, grösseren weissen Zellkern und verlängerte
decentralis. weisse Gircumcellularmakeln der Hflgl. Insel Sangir. — decentralis Frühst. (77 d) bewohnt alle östlich von
Celebes gelegenen Inseln der Peling- und Sula-Gruppe, wo sie überall sehr häufig ist. Habituell kleiner
als sangira, führt sie ein viel schmaleres weisses Subapicalband der Vflgl, auch erscheinen bei vielen Exem¬
plaren weisse Zellstriche der Vtlgl, aber auch die oberseits am meisten verdunkelten Stücke führen dennoch
über der Submediane der Vflglunterseite einen sehr breiten und langen weissen Fleck, wodurch sich decentralis
fu/gurata. von fulgurata Btlr. aus dem südlichen und östlichen Celebes konstant unterscheidet. Viele fulgurata führen
gar keine weisse Aufhellung der Vflgl und auch der kleine Zellfleck der Hflgl kann schwarz überstäubt
leucippus. erscheinen. — Eine interessante Form ist leucippus Röb. von Kisser und Wetter, deren Grundfarbe vor¬
herrschend weiss ist, mit der üblichen schwarzen Flügelumrahmung und einigen hell gelbbraunen Streifen
der Oberseite. Die Hflgl tragen unterseits grosse ledergelbe rundliche Submarginalmakeln, die sich manch-
chionippe. mal pfeilförmig bis nahe an die Zelle erstrecken. — chionippe Hbn. ist eine sehr nahestehende Rasse der
Insel Timor, bei der die weisse Subapicalbinde der Vflgl und der Discus der Hflgl noch breiter weiss an-
coriacea. gelegt sind. — coriacea Frühst, von Alor ist dagegen eine Form, bei der das Weiss aller Flügel bereits in
hell Ledergelb übergeht, auf den Vflgln manchmal sogar völlig dadurch verdrängt wird. Die Unterseite
der Vflgl zeigt keine Spur einer weissen Aufhellung und somit leitet die geographische Form von Alor
tambora. hinüber zu tambora Frühst. (77 d), bei der die Vtlgl stets gleichmässig gelbbraun bleiben. Das weisse Feld
der Hflgl bleibt an Ausdehnung gleichfalls hinter coriacea und chionippe zurück. Sumbawa, Lombok. Auf
letzterer Insel beobachtete ich tambora im Mai ausschliesslich am Rande der lichten Wälder an der Siicl-
kiiste und zwar ganz nahe dem Meere. Einige Kilometer landeinwärts scheint die Danaide schon nicht
hegesippus. mehr vorzukommen. — hegesippus Röb. ist nach dem einzigen mir vorliegenden cf beurteilt, von Statur
grösser als tambora’ und das Weiss der Hflgl auf die Zelle und kleine Makeln jenseits derselben beschränkt.
litoralis. Insel Bonerate zwischen Flores und Celebes. — litoralis Doh. bezeichnet eine kleine Inselrasse mit rund¬
licheren Flügeln als tambora und ausgedehnteren und reiner weissem Discus der Hflgl. Sumba. Anscheinend
fuliginosa. sehr häufig. — fuliginosa üag. ist eine sehr variable Form von der Insel Bawean mit sehr breiter weisser
Schrägbinde der Vflgl und mit vorherrschend gelbbraunen statt schwarzen Hflgln. Der Discus der Htlgl
ist manchmal nur mit unbedeutenden weissen Makeln besetzt, so dass man von rotgelben Flügeln mit weissen
Fleckchen sprechen kann, bei vielen cf? dagegen verdrängt das weisse Feld die Grundfärbung bis auf
astakos. wenige Strahlen. — Als f. astakos Frühst, ist eine anscheinend der vorkeinus verwandte Abweichung be¬
schrieben. Die weisse subapicale Schrägbinde der Vflgl ist wie bei melanippus pietersi Doh. von Engano
violett überpudert, die discale Weissfleckung der Htlgl fehlt oberseits und ist auch unten nur leichthin an¬
gedeutet. Die Flügelform verlängert sich und die Oberseitenfärbung gemahnt denn auch an melanippus Cr.
von Java, dass man an ein Kreuzungsprodukt dieser Art mit affinis fuliginosa denken könnte, was natürlich
kawiensis. ausgeschlossen ist, weil melanippus auf Bawean anscheinend nicht vorkommt. - kawiensis Fiuhst. bezeichnet
eine kleine Abweichung von fuliginosa, sie soll vom Vulkan Kawie aus dem östlichen Java stammen, ich
bezweifle jetzt aber deren Herkunft, weil alle affinis Verwandten Strandbewohner sind. Die Type ist kleiner
als fuliginosa, die Vflglzelle etwas dunkler als bei der Bawean-Rasse, die Hflgl führen nur eine Reihe weisser
Punkte und im Discus ihrer Unterseite ist die Weissfleckung auf einige circumcellulare Streifen zusannnen-
gedrängt. Ein ähnliches Exemplar sah ich einmal in der Sammlung eines Liebhabers in Batavia. Sicher
aus Java stammt endlich eine weitere geographische Form, die zwar schon ganz den Eindruck einer
artenice. distinkten Species macht und bereits seit 1782 bekannt ist, nämlich artenice Cr. aus der Umgebung von
Batavia und Samarang beschrieben, aber sehr lokal und anscheinend selten, denn mir sind nur wenige
Ausgegeben 20. V. 1910.
DANAIDA. Von H. Fruhstorfer.
•201
Exemplare zu Gesicht gekommen, artenice ist ein kleiner Falter von nur 50 mm Spannweite und durchweg
gelbbrauner Grundfarbe. Das allen anderen Rassen gemeinsame discale Weiss der Hflgloberseite verschwindet
völlig und ist auch unterseits kaum angedeutet, artenice bildet somit den denkbar grössten Gegensatz
zu — malayana Frühst. (77 d), eine hochspezialisierte Form nahe der Grenze der Artberechtigung , von malayana.
der jahrzehntelang nur ein cf bekannt war, dessen Fundort, die malayische Halbinsel, noch dazu an-
gezweifelt wurde. Ich fand die Art aber in ziemlicher Anzahl in Bangkok, wo die schöne Form am rechten
Ufer des Menam auf Blumen und Gräsern der ausgedehnten Tempelgärten nahe den Kanälen nicht selten
anzutreffen war. So ist affinis, die variabelste aller asiatischen iJanais, auch bis zum Kontinent vorgedrungen
und wird sich gewiss längs der Meeresküste von Siam aus noch weiter verbreiten, malayana führt, wie aus
der Abbildung ersichtlich, das meiste Weiss der Hflgl und die Medianzone ist nach unten scharf begrenzt
mit nur noch geringem gelblichen distalen Anflug. Wenngleich die Valve etwas spitzer als bei affinis
gebaut ist, glaubte ich malayana doch nicht spezifisch von affinis ahtrennen zu dürfen, auch nicht trotz der
erheblich veränderten Zeichnung, die durch Zwischenformen mit den mikromalayischen Rassen verbunden
ist. — abigar Eschsch. ist die einzige von den Philippinen erwähnte «/’/mis-Repräsentantin, anscheinend sehr abigar.
lokal und selten, da sie mir in natura unbekannt blieb. Nach der Abbildung erinnern die Hflgl an affinoides
und sind wie diese breit schwarzbraun umrahmt ohne Spur gelblicher Zeichnung. Das weisse Medianfeld
der Hflgl ist fast so ausgedehnt wie bei affinoides, besonders auf der Unterseite, die rotgelbe Pfeilflecke
trägt. Die Zelle selbst ist ganz weiss , während die Vflglzelle rötlich umrahmt ist und unter ihr zwei fast
obsolete Discaltlecke an der Submediane lagern. Als Fundort ist bisher nur Manila bekannt. Eine der
abigar benachbarte Inselrasse bewohnt Mindoro, doch ist nur ein ? vermeldet, von dem nach Semper «die
weissen Teile der Hflgl breiter braun überzogen sind als sonst die Regel».
Artengruppe Nasuma Moore (1883).
Nasuma besitzt von allen Danaiden-Subgenera die meiste Anwartschaft zum Genus erhoben zu werden. Die
zweite Subcostalader weit jenseits des Zellapex entspringend; mittlere Discocellulare der Hflgl unmerklich konkav;
Androconientasche wie bei Anosia der hinteren Mediane genähert; Uncus kurz, relativ breit; Valve von äusserst
bizarrer Form, dorsal mit leicht vorspringendem Winkel, ventral mit einer tiefen Einbuchtung, an jene der Tirumala
erinnernd, aber noch mehr eingekerbt, und eine daumenförmige Spitze ventral aussendend.
D. ismare bewohnt mit ihren Zweigrassen ausschliesslich die Region der Molukken, mit einem hoch
spezialisierten Ausläufer in Celebes. Sonderbarerweise ist von den zwischen Celebes und den Molukken
gelegenen Sula-Inseln noch keine ismare bekannt geworden und dürften von dort noch neue Subspecies zu
erwarten sein, ismare besitzt von allen Danaiden den am meisten verlängerten Apex und als Konsequenz
dieser Eigenschaft auch die distal am weitesten vom Zellende entfernt abzweigende zweite Subcostale der
Vflgl. Der nomenklatorische Typus ismare Cr., ursprünglich aus Amboina beschrieben, bewohnt auch Ceram ismare.
und die Uliasser-Gruppe, von welcher er besonders aus Saparua durch Kapitän Holz häufig nach Europa
gelangte. Vflgl länger und mit viel kleineren und grauweissen Makeln besetzt als die abgebildete fidva.
Vflgl des 2 etwas abgerundet, alle Makeln und Strigae ausgedehnter und lichter grauweiss. Beide Geschlechter
führen einen sehr grossen weisslichen Fleck vor der Apexspitze der Vflgl, wodurch sie sich leicht von allen
anderen bekannten Danais unterscheiden lassen, ismare ist nicht sehr häufig und neigt zu Zwitterbildungen,
von denen bereits zwei durch Butler und Dr. Haase bekannt gemacht und abgebildet wurden. — isma- ismareola.
reola Für. Beide Geschlechter kleiner als ismare-, Grundfarbe braun mit verbreiterten weissen Zeichnungen.
Temate, Halmaheira. — felicia Frühst. (76 e). Beide Geschlechter halten die Mitte zwischen ismareola und felicia.
ismare , sind von kleinerer Gestalt. Alle Weisszeichnungen gewinnen an Ausdehnung, in der Hflglzelle fehlt
oberseits jede Spur einer schwarzbraunen Doppellinie, die Circumcellular- und Submarginal-Flecke stark
prononciert. Obi, Buru. — goramica Frühst, differieren, abgesehen von der kleineren Gestalt, durch das goramica.
Auftreten eines weissen Striches in der Vflglzelle und die grösseren transcellularen Flecke aller Flügel von
ismare. In der Hflglzelle sind noch Reste einer dünnen gabelartigen Zeichnung erhalten. — goramica bildet
eine Mittelform zwischen felicia und ismare, ist heller als ismare, aber mit viel weniger Weisszeichnung als
felicia versehen. Goram. — fulvus Bibbe (76 c) ( — celebensis Bothsch.) bewohnt Celebes, dessen Satellit- fulvus.
Inseln und geht nach meinen Erfahrungen niemals über die Strandwälder hinaus. In Nord-Celebes beobachtete
ich die Falter, wie sie von Toli-Toli nach dem etwa 2 — 3 km entfernten Inselchen Lutungan flogen, wobei
sie hoch über dem Meere, in schnellem segelndem Fluge dahineilten, manchmal von weissen Delias und der
rasend dahinschiessenden Acraea dohertyi begleitet. Auf Lutungan selbst führten sie ein beschauliches Dasein,
wiegten sich auf Blüten niederer Sträuc-her im Schatten hoher Bäume und liessen sich beinahe mit den
Händen greifen, fulvus erscheint in zwei Zeitformen, von denen wir jene der Trockenzeit (76 c) abbilden.
Die Regenzeitform differiert durch gelbliche statt blauweisse Apicalflecke der Vflgl und Submarginalpunkte
der Hflgl, auch werden die weisslichen Circumcellularstreifen der Hflgl manchmal gelblich. Bei einem cf
von Sangir in meiner Sammlung verfärbt sich auch die Unterseite der Hflgl, deren gesamte Oberfläche
leichthin gelblich abgetönt ist.
Artengruppe Tirumala Moore.
Rp mit 2 Paar Tentakeln (wie bei Anosia), aber mit lateralem Bauchstreif; Androconientasche der Hflgl
weiter von der hinteren Mediane abgerückt, viel grösser und in einen langen abstehenden kuppenförmigen Anhang
IX 26
202
DANAIDA. Von H. Fruhstorfer.
ausgezogen. Valve ohne horizontale Verlängerung, aber mit einer dornförmigen, ventralen vertikalen Spitze. Untere
Discocellulare der HÜ gl länger als die mittlere. Die Artengruppe ist bikontinental und reicht im Tropengürtel von
West- Afrika bis nach Australien und weit in die Südsee und bietet bei der grossen Ähnlichkeit der wenigen Arten
mit vielen Formen dem Systematiker bedeutende Schwierigkeiten. Trotzdem die Arten zumeist zu den gewöhnlichsten
Schmetterlingen zählen, ist nur von einer die vollständige Verwandlung bekannt.
D. melissa ist eine der am weitesten verbreiteten Species der Rhopalocerenfauna des Ostens , sie
durchzieht in einer ununterbrochenen Kette von Lokalformen ganz Süd- und Ostasien, sowie die Inselwelt
von Ceylon und Makromalayana bis zu den fernsten Südsee-Eilanden. Die Aufteilung der Art machte grosse
Schwierigkeiten, weil die Insel Java zwei Formen beherbergt, von denen die eine bereits durch Cramer
beschrieben wurde {melissa), sich dann im ganzen östlichen (mikromalayischen) Gebiet fortsetzt, während eine
zweite sich eng an die kontinentale Hauptform ( septentrionis ) anschliesst. Untersuchungen der Generations¬
organe haben aber die spezifische Gleichartigkeit der habituell so differenzierten Formen ergeben. Nur der
Unc.us zeigt eine leichte Abweichung, indem er bei septentrionis distal scharf abgeschnitten, bei melissa distal
leicht ausgewölbt erscheint. Die Valve ist gleichfalls nach aussen vertikal scharf abgesetzt und führt einen
fingerförmigen Dorn mit stumpfer Spitze, der je nach der Lokalität etwas in der Länge wechselt. — Die
septentrionis. kontinentale septentrionis Btlr. ist bereits Bd. I, p. 77 besprochen und Taf. 28 d abgebildet. Die Art ist durch
lange subapicale blaugrüne Strigae der Vflgl , einen dicken schwarzen mit der Zellwand verwachsenen und
nur sehr selten distal eingekerbten Zellstrich und schmale grünliche Internervalfelder der Hflgl gekennzeichnet.
Die Eier w?erden einzeln, je eines auf ein Blatt abgesetzt; Ei weiss, kugelig und sitzt mit stark abgeplatteter
Spitze dem Blatt auf. Nach 4 Tagen schlüpft die Rp, weiss, mit schwarzem Kopf. Nach weiteren zwei
Tagen erste Häutung, worauf die weisse Rp schwarze Querstriche und fleischige Stacheln erkennen lässt.
Eine Woche später hört die Rp auf zu fressen, um sich kurz hernach zu verpuppen. Pp grün, feucht¬
glänzend mit goldenen Tupfen und einem goldenen Bande da, wo die Abdominalringe beginnen, vom Blatt¬
grün der Futterpflanze kaum zu unterscheiden. Puppenruhe 8 Tage. Eine rapide Entwicklung für einen
so grossen Schmetterling (Martin). Die Falter überall häufig, von Kaschmir bis Formosa, von Tenasserim
bis Cochin-Ghina. Exemplare der Malayischen Halbinsel und Sumatra bleiben in der Grösse hinter nord-
dravidarum. indischen zuriik. In Süd-Indien ist septentrionis ersetzt durch dravidarum Frühst., eine etwas kleinere Form,
mit viel hellerem allgemeinem Ton der Färbung und stark verbreiterten Internervalfeldern , die besonders
auf den Vflgln zu verschmelzen beginnen, so dass tabakspfeifenartige Zeichnungen entstehen. Der sclrwarze
Zellstrich der Hflgl kaum halb so breit als bei septentrionis, dafür gewinnen die Ultracellularmakeln an Aus-
musikanos. dehnung. Häufig besonders an der Malabarküste. — Bei musikanos Frühst. (78 a) verrät sich der insulare
Melanismus durch eine partielle Einschränkung der Weissstreifung, die aber immer noch bedeutend breiter
und wesentlich heller ist als bei nordindischen Exemplaren, was besonders auffällt, wenn Serien der ver-
mfiventris. schiedenen Fundorte nebeneinander gesteckt werden. Jnsel Ceylon. — rufiventris Frühst, nähert sich in
der Grösse der musikanos, steht aber der Zeichnung nach am nächsten microsticta von Borneo, und hat wie
diese sehr zurückgebildete dunkelgrüne glasige Makeln. Das Hauptcharakteristicum aber bildet das durchweg
rotbraune Abdomen , das nur eine begrenzte schwarze dorsale Beschuppung zeigt. Unterseite aller Flügel
microsticta. ebenso dunkel, fast schwarzgrün, als che Borneoform. Insel Nias, anscheinend sehr selten. — microsticta Btlr.
von Nord- und Süd-Borneo stellt die habituell am stattlichsten ausgebildete makromalayische »nA'ssu-Rasse
vor, bei der sich namentlich auf den Hflgln die grünen Streifen zu feinen glasigen Linien reduzieren.
palawana. Abdomen oben breit schwarz, unten rotbraun, weiss geringelt. — palawana Frühst, bildet ein Mittelglied
zwischen der dunklen Borneo- und der sehr kleinen und hellen Philippinen-Rasse , nähert sich jedoch in
unerklärlicher Weise am meisten der kontinentalen septentrionis, hinter der sie in der Grösse zurückbleibt.
Die grünlich weissen Glasflecken — obgleich breiter als bei microsticta — erscheinen schmäler als bei septen-
orientalis. trionis, und kommen jenen von rufiventris sehr nahe. Insel Palawan, anscheinend selten. — orientalis Setup.
kann am besten als eine verkleinerte dravidarum bezeichnet werden. Die ultracellularen Makeln sind jedoch
kürzer, die Unterseite der Vflgl lichter rotbraun, die Hflgl hell gelbgrün. Die Tabakspfeife ist bei den cfcf
sehr deutlich, bei den ?? isolieren sich aber die Medianstreifen in der Regel, orientalis ist nach Semper sehr
variabel, die Formen der Süd-Philippinen wesentlich dunkler als die helleren Stücke von Luzon, doch lässt
sich Genaueres nicht feststellen. Das interessanteste Verhalten aber zeigt melissa auf Java. Von dieser Insel
melissa. stammt die Namenstype melissa Cr., eine habituell hinter septentrionis zurückbleibende Form, die durch eine
an limniace gemahnende breite weisse Streifung der Hflgl auffällt. Der Uncus ist distal etwas ausgebogen,
kürzer als bei nordindischen septentrionis, und die Valvenspitze verhält sich ähnlich, d. h. wird kürzer und
scheinbar etwyas bauchig. Neben melissa begegnen wir aber auch einer Form, die septentrionis an Grösse
erreicht, die etwas an microsticta von Borneo erinnert und deshalb damit bisher verwechselt wurde. — Ver-
myrsilos. mutlich handelt es sich um ein Produkt der nassen Zeit, das als myrsilos form. nov. bezeichnet wird. Die
hyalinen Makeln und Streifen erinnern an musikanos von Ceylon , der Zellstrich der Vflgl ist sogar etwas
kräftiger, die übrigen Strigae aber bleiben etwas hinter jenen von musikanos zurück, präsentieren sich aber
immer noch etwa als doppelt so breit wie bei microsticta von Borneo. Die Färbung der Unterseite ist dunkler
als bei der Ceylonform , ohne jedoch das satte Braungrün von rufiventris oder microsticta zu erreichen. Mit
myrsilos verschwindet der letzte Anklang an die kontinentale septentrionis und in Mikromalayana behauptet
DAN AIDA. Von H. Fruhstorfer.
203
ausschliesslich melissa das Feld, die von Bawean und Bali an alle kleinen Sunda-Inseln bewohnt und erscheint
überall da, wo sie eine langandauernde Trockenzeit durchmachen muss. Die kleinsten Exemplare finden sich
wie immer auf Sumba und Wetter, melissa ist in unendlichen Mengen in Lombok, besonders nach der
Regenzeit (April-Mai) in Dorfgärten auf etwa 600 — 700 m über dem Meere anzutreffen, manchmal sitzen
5 — 6 Exemplare auf einer Blüte und lassen ßich mit den Fingern wegnehmen. — Mit paryadres subsp. nov. paryadres.
bezeichne ich die Rasse der Key- und Timorlaut- Inseln, die durch die schmalen, ungewöhnlich langen sub-
apicalen Strigae und spitz oblonge Makeln im Discus der Vflgl an ishmoides Moore von Celebes anklingen. —
Als singaria subsp. nov. wird die grosse, an hamata erinnernde Rasse der Insel Dämmer eingeführt, die mit singaria.
ihren grossen hellgrünen Makeln viel Gemeinsames mit limniace besitzt und von hamata durch etwas ver¬
schmälerte subapicale Strigae und zierlichere Medianfleckung differiert. — nigra Mart, wurde wegen ihrer nigra.
kurzen, gedrungenen, abgerundeten Flügelform und die fast völlig schwarze Unterseite mit Recht abgetrennt,
nigra sehliesst sich an paryadres an, führt aber noch weiter zurückgebildete hyaline Makeln. Ceram. — goana goana.
Mart, ist eine weitere bemerkenswerte Rasse, die ihre Verwandten von Java und den kleinen Sunda-Inseln an
Grösse weit überragt und sich durch eigenartigen Flügelschnitt, den typischen Celebes-Schwung der Costa,
sehr dunkle Grundfarbe und grosse Submarginal- und Marginalflecke der Hflgl auszeichnet. Unterseite der
Vflgl wie bei allen mcßssa-Rassen schön rotbraun gefärbt, goana ist sehr selten, nur 2 ?? wurden in Süd-
Celebes entdeckt, und befindet sich entweder im Aussterben oder in der Einwanderung von Süden über die
Floressee (Martin). — arikata subsp. nov. sehliesst sich eng an nigra an, mit der sie die abgerundete Flügel- arikata.
form gemeinsam hat, differiert aber von ihr durch kürzere, breiter ausgeflossene Glasflecke, und namentlich
beim ? lichter braune Grundfärbung. Sula-Mangoli und Sula-Besi. — hamata Mc. Leag. in Australien von hamata.
Sydney bis zum Cap York verbreitet und in Queensland sehr gemein, erreicht im Ausmass der Flügel beinahe
septentrionis , doch sehliesst sie sich in der rundlichen Form und grossen hell flaschengrünen Makeln den
Rassen von Mikromalayana an. Die submarginalen Punktflecke der Hflgl sind kleiner als bei singaria von
Dämmer. In der Sammlung Fruhstorfer ist hamata auch von der Milnebai und Satellit-Inseln von British
Neu-Guinea vertreten, hamata führt nach mehreren Präparaten den kürzesten und zugleich am schärfsten
zugespitzten Valvenansatz , der kaum halb so gross ist als bei septentrionis und dravidarum und auch hinter
jenem von melissa aus Java zurückbleibt. — phrynichus subspec. nov. ist eine Form aus der Collingwoodbai, phrynidms.
dem nördlichen Teile von British Neu-Guinea, mit limniace- Zeichnung, vermutlich der dry season angehörig,
mit mehr als doppelt so breiten hellgrünlichen Makeln als selbst singaria. Namentlich der Zellstrich der
Vflgl ist verdickt und die helle Zeichnung wiederholt sich auf der Unterseite noch deutlicher als oberseits.
Die Valvenspitze zeigt einen Rückschlag zu septentrionis und ist genau so lang als bei dieser, aber noch
etwas dicker. — leucoptera Btlr. aus Dorey beschrieben, aber über das gesamte nördliche Areal von Holl, leucoptera.
und Deutsch Neu-Guinea verbreitet, differiert von hamata durch dunkler grüne glasige Makeln, und die
unterseits nicht gelblich oder grüngrau, sondern gleichmässig rotbraun getönten Hflgl. Der Distalsaum der
Hflgloberseite, namentlich jener der ??, beginnt eine bleichbraune Färbung anzunehmen, die manchmal sogar
ins Grauweisse übergeht. — gariata subspec. nov. ist eine verdunkelte Form, mit durchweg braunen Flügeln gariata.
der ??, die sehr schmale graugrüne glasige Stellen zeigen. Die Unterseite aller Flügel ist durchweg dunkler,
gleichmässig schwarzbraun, mit sehr verkleinerten Serien submarginaler Punktflecken. Neu -Mecklenburg,
aber vermutlich auch auf anderen Inseln des Bismarck-Archipels und der Salomonen. Exemplare von Neu-
Pomniern sind kleiner als gariata -cf? von Neu-Mecklenburg. — obscurata Btlr. von den Samoa-Inseln, ohne obscurata.
näheren Flugort beschrieben, ist mir in natura unbekannt, vielleicht ist sie auch Synonym von melittula Schäff.,
da sie Moore ebenso wie diese auf Upolu (Samoa-Inseln) Vorkommen lässt. — melittula H.-Schäff. , nach melittula.
einer Abbildung von Semper beurteilt, verrät Beziehungen zur philippinischen orientalis und führt wie diese
schmale , anscheinend aber gelblichweisse Streifen auf allen Flügeln und ist von kleiner Gestalt , was der
Name bereits richtig angibt. Samoa-Inseln. — neptunia Fldr. von den Fidji-Inseln führt im Discus der neptunia.
Vflgl ein sehr breites braunes Feld. Die rundliche Makel vor dem Zellapex und der subbasale weissliche
Zellstrich fehlen, auch die Zelle der Hflgl ist bis auf die weisse Spitze völlig geschwärzt oder dunkelbraun. —
angustata Moore ist die Rasse der Tongatabu-Inseln und hat noch schmälere weisse Bänder und ausgedehntere angustata.
braune Felder als neptunia. — claribella Btlr., nach einem ? beschrieben, das von den Fidji-Inseln stammen claribella.
soll, ist eine der neptunia verwandte Eilandform und mit moderata Btlr. von Vate, der Neu-Hebriden, die moderata.
etwa die Mitte hält zwischen melittula und neptunia, sehliesst die Reihe der ozeanischen Insel-Rassen.
D. gautama, eine isolierte Species mit Aac^m-artiger Flügelzeichnung, differiert sowohl von melissa
wie limniace durch zwei weisse Zellstriche der Vflgl und die schwarze Gabel der Hflgl ist so zerteilt, dass
in der Zelle sogar 3 weisse Längsstreifen entstehen. Die Ultracellularstrigae der Hflgl sind so lang, dass
sie mit den Submafginalmakeln zusammenfliessen. Durch den rotbraunen Anflug der Vflglunterseite erinnert
gautama an septentrionis, durch die Streifung der Hflgl an limniace , mit der sie auch die hell gelbgrüne, statt
braune Androconientaschenklappe gemeinsam besitzt, gautama Moore ist anscheinend häufig im Mergui- gautama.
Archipel, selten in den Strandwäldern von Tenasserim und Birma. — gautamoides Doh. bewohnt die Nico- gautamoides.
baren, wo sie nicht selten ist und in Gesellschaft von Iladena nicobarica fliegt und eine Miniaturausgabe der
gautama Moore darstellt.
204
DANAIDA. Von H. Fruhstorfer.
ishmoides. D. ishmoides Moore (= australis Blaneh .?) ist eine weitere isolierte, gleichfalls der melissa ver¬
wandte, aber aparte Species, die ihren Namen wegen der Ähnlichkeit mit JRadena ishma Btlr. verdient. Die
weissliehen Querstreifen aller Flügel sehr deutlich, lang, die medianen sehr breit, ohne jedoch zu ver¬
schmelzen. Flügelumrahmung dunkelbraun, mit kleineren weissliehen Submarginalmakeln besetzt als melissa,
die Marginalpunkte fast im Erlöschen, bei einem ? von Tondano fehlen sie auf den Vflgln völlig. Duft¬
tasche der cf cf unterseits schwarzbraun , Abdomen oben schwarz , unten vorherrschend weiss. Sehr selten,
aber im Norden wie im Süden von Celebes vorkommend.
D. limniace, bereits Bd. I, p. 77 beschrieben und T. 28 e abgebildet, bewohnt, verglichen mit melissa,
nur ein kleines Areal und konnte sich demzufolge nur in wenige Lokalformen auf lösen, die östlich nicht
über Celebes hinausgehen und nicht einmal die Molukken erreichen. Auf dem Kontinent und in Ost -Asien
deckt sich die Verbreitungszone genau mit jener von septentrionis, d. h. es kommen beide sowohl auf Formosa,
wie den Philippinen vor. Auffallend ist jedoch, dass limniace bisher weder in Sumatra noch auf der Malayischen
Halbinsel und Borneo beobachtet wurde, so dass in der Verbreitung von limniace zwischen den Nicobaren,
wo sie nach de Niceville gefunden wird, und Java eine Lücke offen bleibt. Auch von Nias und Engano
ist limniace noch nicht vermeldet, und dass sie auch nach Palawan nicht übergehen konnte, ist nur zu natür¬
lich, weil sie auf Borneo, ihrem event. Ausgangspunkt, fehlt. Von septentrionis und melissa ist limniace leicht
zu trennen durch die viel grösseren, fast rein weissen Flecken und Streifen aller Flügel, die Medianflecken
der Vtlgl schmelzen zusammen und bilden namentlich bei den Inselrassen fast immer die Tabakspfeifenfigur.
Abdomen oben heller als bei melissa, unten vorherrschend grau. Duftklappe der cf cf unterseits hell gelb¬
braun mit dunkelbrauner Kuppe. Die Hflglzelle führt nur eine zierliche Gabel, die übrigens auch ganz aus-
fallen kann. Die Valve ist sehr verschieden von jener der me^'s-'-u-Formenreihe , joch- oder damensattel-
förmig, distal nicht spitz bedornt, sondern mit kräftigem Eckzacken bewehrt. Uncus robuster, manchmal
nach aussen glatt abgeschnitten. — Die Rp ist im ersten Band beschrieben, lebt auf Asclepias, Galotropis,
Hoya; wird sie berührt, rollt sie sich ein und stellt sich tot. Während des Fressens hält sie sich mittels
eines feinen Gewebes, das von den Vorderfüssen ausgeht, fest. — Pp zuerst grün, nach einem oder zwei
limniace. Tagen erscheinen aber zahlreiche goldglänzende Punkte und eine ebensolche Gürtelleiste. — limniace Cr.
ist ein Schmetterling der Ebene, geht aber in Indien an einigen Stellen im Himalaya bis 6000 Fuss hinauf,
setzt sich gern in Scharen an niedere Büsche und besaugt manchmal feuchte Stellen am Wege, Exemplare
von China, Hongkong, Formosa sind etwas grösser und dunkler, bei jenen von Süd-Indien und Ceylon macht
mutina. sich eine Tendenz zur Aufhellung bemerklieh, so dass Ceylon-Exemplare als mutina subsp. nov. (78a) ein¬
geführt werden können. Der schwarze Zellstrich der Hflgl fehlt fast immer, die glasigen Makeln der Vflgl
werden kürzer, aber breiter, ebenso vergrössern sich die submarginalen Punktflecken der Hflgl. — Als
leopardus. leopardus Btlr. ist eine Farbenaberration mit goldbraunen Hflgln, vermutlich auf ein durch äussere Einflüsse
conjuncta. verändertes Exemplar beschrieben. — conjuncta Moore ist eine habituell noch hinter mutina zurückbleibende
Inselrasse, die von Java an bis Celebes im mikromalayischen Gebiet verbreitet ist, in der Regel einen an
melissa gemahnenden leichten rotbraunen Anflug der Vflglunterseite aufweist. Hflglzelle mit zweiteiligem
deutlichem Zellstrich. Es treten ganz kleine, zwerghafte Exemplare auf und auch Formen mit ganz weisser
donia. Vtlglzelle und fast 1 cm breiten supplementären Transcellularflecken der Hflgl (fa. donia Frühst.). Auf
Lombok ist conjuncta sehr häufig in Höhen von 500 — 700 m, stets in Gesellschaft von melissa und manchmal
3-4 auf einer Blüte im Unkraut der Dorfgärten und so träge, dass cf wie ? mit den Fingern weggenommen
werden können. Die Eingeborenen brachten mir oft 2—300 Stück an einem einzigen Vormittag, defekte,
weggeworfene Exemplare werden von Hühnern nicht gefressen, ebensowenig wie Pap. sarpedon, aristolochiae,
makassara. Delias oraia und Euploeen. — makassara Mart, steht conjuncta Moore aus Java, mit welcher sie auch an
Grösse übereinkommt, am nächsten, hat aber das Marginalgebiet beider Flügel reicher gefleckt als conjuncta,
deren schwarze Randbinden einheitlicher und grösser erscheinen. Auf der Unterseite beider Flügel ist
makassara ziemlich gleichfarbig schwärzlich, während bei den meisten andern limniace- Formen über Hflgl und
Apex des Vflgls ein goldbrauner Ton ausgebreitet ist. Einzelne Stücke von makassara lassen zwar einen
schwachen Anflug des goldbraunen Tones erkennen, immer aber viel geringer als bei conjuncta. Die hyalinen
Flecken der Unterseite, welche bei conjuncta auf dem Vflgl bläulich, auf dem Hflgl aber besonders gegen
Basis und Analrand hin weiss sind, zeigen bei makassara keinen Farben unterschied, sondern sind auf beiden Flgln
schwach grünweiss. Die Dufttasche des cf ist weissgrau mit einer dunklen, apicalen Randzone. Abdomen
oben graubraun, unten rotgelb mit weisslichen Ringen und seitlichen weissen Pünktchen und der Andeutung
bentenga. einer weissen Ventrallinie. Süd-Celebes, Umgebung von Makassar. bentenga Mart. (78a in beugend ver¬
druckt), dunkelste bekannte limniace- Form von tiefschwarzer Grundfarbe, in der Grösse an kontinentale
Formen herangehend, aber von breiterer, kürzerer, gedrungener Flügelform. Das schwarze Randgebiet
beider Flügel sehr breit., mit starker Reduktion der submarginalen und marginalen Flecken, conjuncta in
dieser Beziehung noch übertreffend; auf der Oberseite des Hflgls ist der in der Gabel zwischen oberem und
mittlerem Medianast stehende Flecken, sonst ein nach unten und aussen offenes V, so sehr zurückgegangen,
dass er nur noch als kleines Häubchen erscheint. Bei keiner andern limniace-Y orm findet sich ein derartig
starkes Zurückgehen dieses Zeichnungselementes. Die Flügelunterseite trägt bezüglich der hyalinen Flecken
DANAIDA. Von H. Fruhstorfer.
205
die gleichmässige Färbung von makassara ; Aussengebiet, der Hflgl und Apex der Vflgl besitzen den goldigen
Schimmer der andern l'mniace- Formen, nur ist er nicht goldbraun, sondern eine Nuance dunkler goldolive.
Der Basalteil der Vflglunterseite ist sehr schwarz, wie nirgend wieder in der Sippe. Dufttasche des c f hell¬
grau mit breiter, schwarzer Kuppe, Abdomen oben schwarz, unten braun mit schwachen, weissen Ringen
und einem unterbrochenen, weisslichen Ventralstreifen. Auch die Valve dieser distinkten Inselrasse, die sich
so unerwartet zwischen die hellen conjuncta von Kalao und Süd-Celebes einschiebt, zeigt Abweichungen von
limniace. Deren Umrisse sind flacher, ohne weit herausspringende ventrale Zacken, sondern mehr mulden¬
förmig, lang beborstet. Uncus sehr gross, warzig. — orestilla subsp. nov. ist bisher nur von Buzon bekannt orestilla.
und nächst donia das hellste bisher beobachtete Extrem, das schwarze Randgebiet der Hflgl tritt weit zurück,
die circumcellularen Flecken verbreitern sich auch zwischen den Medianadern, und die Discalflecken der Vflgl
sind so vergrössert, dass sie beinahe mit der submedianen Tabakspfeifenfigur verschmelzen. — ino Btlr., ino.
eine pygmäenhafte Form mit fast ganz blauschwarzem Distalsaum, namentlich der Hflglunterseite, stark ver¬
kleinertem weissen Fleck vor dem Apex der Vflglzelle und rundlichen Submarginalpunkten aller Flügel, sieht
der choaspes so ähnlich, das ich sie vor 10 Jahren für eine choaspes-B.a.sse hielt. Das rotbraune nur leicht¬
hin weiss geringelte Abdomen verweist aber deutlich und in Verbindung mit den rundlichen statt länglich
spitzen Subapicalmakeln auf die Zugehörigkeit zu limniace. Sehr selten. Sula-Mangoli.
D. choaspes (78 b), eine hochspezialisierte Art, welche die celebisch-philippinische Region ausschliess¬
lich bewohnt, von der mir drei Zweigrassen bekannt sind und zu denen wir noch neuen Zuwachs von den
Satellitinseln erwarten dürfen. Durch das rein weisse Abdomen, das nur eine schmale schwarze Dorsallinie
führt, ist die Species von limniace abzusondern, mit der sie sonst viel gemeinsames hat. Die subapicalen
Stiiche am Zellende der Vflgl sind länglich, fehlen aber bei den ?? meistens, ebenso bei cf? der Philippinen¬
rasse. Auch fehlt der Wassersack der Tabakspfeife infolge Ausfallens des 3. proximalen Submarginalflecks
der Vflgl. — choaspes Btlr. ist sehr konstant, anscheinend im Norden von Celebes nicht vorkommend, und choaspes.
neigt nicht zur Ausbildung von Zeitformen. Dufttasche der cfcf schwarz. Fliegt das ganze Jahr über,
häufiger in der Regenzeit von Oktober bis Februar, ist aber niemals gemein. — kroeseni Mart, ist kleiner kroeseni.
als die Celebesform, von der sie sieb durch violettschwarze Grundfarbe (grünschwarz bei typischen choaspes)
und durch völliges Fehlen des braungrünen Anfluges des Vflglapex und des Hflglaussenrds der Unterseite
unterscheidet. Nur 1 cf von der Insel Buton, das Dr. Martin entdeckte. — tumanana Semp. ist eine charak- tumanana.
teristische Lokalform nahe der Grenze der Artberechtigung. Die distalen Subapicalmakeln der Vflgl sehr
breit, ebenso der Fleck unter dem Zellapex, der Streifen an der Submediana der Vflgl ganz nahe an die
Flügelbasis gerückt. Hflgl jedoch wie bei choaspes. Gleichfalls sehr selten, nur 2 cfcf von Tumanao be¬
kannt, einem Inseltrabanten von Südost-Mindanao.
Artengruppe Ravadeba Moore (1883).
(Ashtipa, Bahora, Phirclana Moore.) Der zweite Subcostalast der Vflgl zweigt vor dem Zellapex ab. Die untere
Discocellulare der Hflgl sehr kurz, vertikal aufgerichtet, nicht schräg nach unten, wie bei den vorhergehenden Arten¬
gruppen. Am hinteren Medianast ein grosser Androconienfleck, der dem Chlorwasserbad widersteht. Uncus palpen¬
förmig, klein, schmal, bei einer Art ( cleona ) an Weidenkätzchen erinnernd. Valve von Species zu Species variierend,
distal mit einer fuchskopfähnlichen stumpfen Verlängerung. Rp mit 2 Paar Tentakeln.
D. aspasia, eine typisch makromalayanische Spezies mit nur einer Abzweigung nach der übrigens
auch vorherrschend malayischen Insel Palawan. Nirgendwo selten, blumenliebend tritt die Art auch niemals
gemein oder in grösseren Gesellschaften auf, sie geht kaum über 700 — 800 m hinauf, liebt den Waldrand,
das ? selbst den Schatten mehr als die cfcf. aspasia F. (= crocea Butl.) (76 d), von der die Type seit 1787 aspasia.
am British Museum erhalten ist, die vermutlich aus Siam stammt, wo ich die Art wieder auffand. Bewohnt
sonst noch Palawan, die Malayische Halbinsel und dringt bis ins südliche Tenasserim nordwärts vor. Alle
älteren Angaben wie Assam oder gar Nepal sind grundfalsch. Vermutlich aber bewohnt aspasia auch noch
das nordöstliche Sumatra. ? mit rundlicheren Vflgln, fast ganz durchsichtiger Zelle und grösseren hyalinen und
gelblichen Makeln der Vflgl als der cf. — thargalia subsp. nov. ist eine bisher unbeachtete Form des west- tharga/ia.
liehen Sumatra, die sonderbarerweise viel hellere, d. h. weniger geschwärzte Vflglzellen aufweist, als aspasia.
Beide Geschlechter führen zudem verbreiterte, glasige Striemen der Vflgl. Das längliche Intranervalfeld
über der Submediane der Vflgl ist nur ganz leichthin gelblich angeflogen , dessen obere und äussere Partie
bei cf wie ? durchweg glasig. — philomela Zink-Somm. (76 e) hat eine völlig gell) ausgefüllte Vflglzelle und philomela
vorherrschend gelbliche subapicale Streifen, die bei beiden Geschlechtern viel kürzer und dafür breiter an¬
gelegt sind als bei aspasia und thargalia. Auch die intermedianen Ultracellularmakeln des cf sind gelb, im
Gegensatz zu aspasia, wo sie gleich weiss bleiben. Valve mit rüsselförmigem dickem Fortsatz, mit zerstreuten
Borsten besetzt, ventral ähnlich wie limniace mit einer muldenförmigen Ausbuchtung. Philomela ist nicht
selten im östlichen Java, wo die Falter auf etwa 500 — 800 m Höhe besonders die Ränder der Kaffee¬
pflanzungen und lichter Wälder beleben. — rita Frühst, führt bereits wieder etwas mehr aufgehellte und n'ta.
verbreiterte subapicale Querstreifen und vergrösserte Submarginalmakeln namentlich der Hflgl. Insel Bawean
nördlich von Java. — Bei chrysea Doh. macht sich eine Vermehrung der gelben Felder bemerklich, indem chrysea.
206
DANAIDA. Von H. Fruhstorfer.
die Vflgl der cf cf nur gelbe Makeln, jene der ?? bereits gelbe Intramedianfelder aufweisen. Insel Engano,
kheili. häufig im April. Bei kheili Styr. erreicht die Gelbfärbung ihr Maximum, indem alle glasigen Stellen bei
beiden Geschlechtern schön dunkelgelb erscheinen , nur die äussere Reihe der Submarginalmakeln und ein
Teil der inneren Serie ist weiss geblieben . was unterseits noch mehr als oberseits zum Ausdruck kommt.
shelfordi. Insel Nias, anscheinend selten. — shelfordi Frühst, endlich stellt einen Rückschlag zu aspasia vor, führt
beim cf fast völlig geschwärzte, beim ? glasige durchsichtige Vflglzelle und differiert von allen aspasia- Formen
durch den geringsten gelben Anflug der Vflgl , der sich dort nur unter der Submediane ausgebreitet hat.
Nord- und Süd-Borneo.
In der molukkischen Subregion ist aspasia ersetzt durch D. cleona, die dort einen ähnlichen Kreis
insularer Formen bildet, wie die makromalayische Schwesterart. Flügelform etwas mehr gerundet, Habitus
im allgemeinen grösser, Valve mit robuster Spitze, dicht beborstet. Uncus kürzer, aus 2 rundlicheren, mehr
luciplena. walzenförmigen, gleichfalls fein beborsteten Teilen bestehend, luciplena subsp. nov. von Celebes, im Norden
wie Süden der Insel nirgendwo selten, ist am dunkelsten und gleichartigsten gelb gefärbt, und bei ihr
eucleona. differiert, abgesehen von der rundlicheren Flügelform, auch das ? nicht vom cf. — eucleona Frühst. (76a)
führt noch etwas ausgedehntere subapicale Striche der Vflgl, etwas spitzere Circumcellularfelder der Hflgl.
? gleichfalls ähnlich wie der cf gefärbt, aber heller gelb (76a?). Die Intranervalfelder des ? fliessen lest
cleona. ineinander und sind auf den Hflgln nach unten nicht zugespitzt, sondern breitlappig. Insel Obi. — cleona Cr.,
die zuerst beschriebene Rasse der Süd-Molukken, führt einen sehr kleinen gelben länglichen Fleck am Zell¬
apex der Vflgl. Alle glasigen Makeln des cf trübgelb, jene des ? hellgelb, häufig mit grünlichem Schimmer.
tigrana. Amboina, Geram , Uliasser. — tigrana nov. subsp. bewohnt Halmaheira, Batjan. cf wesentlich dunkler als
cleona (Fd1 mit verschmälerten Gelbflecken. ? von dunkler, citrongelber Färbung. Zelle der Vflgl geringer
schwarz bestäubt, was besonders unterseits zur Geltung kommt, und grösseren gelben und weissen Sub-
lutescens. marginalflecken der Vflgl. — lutescens Btlr. zeichnet sich durch grünlichgelbe, matte Glasflecken aus, die
beim ? einen fahlen Ton annehmen. Das schwarze Randgebiet der Hflgl ausgedehnter als bei cleona, die
lucida. Ultracellularmakeln kleiner und deshalb isolierter stehend. Insel Buru. — lucida Frühst. (76 e) endlich ist
das hellste Extrem der Sippe, cf mit hornglänzenden, gelblichgrünen Glasflecken, die beim ? weisslieh grün
aussehen, das zudem bereits eine Doppelseite rein weisser Submarginalpunkte führt. Sula, Mangoli, von
W. Doherty entdeckt.
Auf D. pumila (76 e) hat Moore das wertlose Genus Phirdana gegründet.. Die reizende Spezies
pumila. bewohnt ausschliesslich Neu-Caledonien und die Neu-Hebriden, wo sie sich auf zwei Rassen verteilt: pumila
Bsd. von Neu-Caledonien mit völlig gelber glasheller Vflglzelle, einem grossen, sehr durchsichtigen Discal-
feld beider Flügel und feinen gelben Adernstreifen der Hflgl. Hflgl-Unterseite mit zwei Reihen äusserst
zierlicher blauweisser Submarginalpunkte und einem weissen Halbmond am Costalsaum. Abdomen unten
hibridesia. weiss, lateral rotbraun und dorsal schwarz. — hebridesia Btlr. ist die mir in natura unbekannte Rasse der
Neu-Hebriden, von Aneitum beschrieben.
philo. D. philo Grr.-Sm. Eine isolierte Species, von der nur ein ? bekannt ist, die dessen Autor mit phyle
Feld, von den Philippinen vergleicht, aber in die 5avadebra-Gruppe stellt. Nach der Abbildung beurteilt, ist
es eine aparte Art von mittlerer Grösse, Zeichnungsanlage wie bei albata sidewattan Frühst. (78 d), nur fahler,
mehr gelblich statt grün, und naturgemäss kleineren Flecken. Insel Sumbawa.
D. vitrina, auf die Moore das »Genus Ashtipa« basierte, bewohnt ausschliesslich die Philippinen
und dürfte, abgesehen von einigen Ideopsis, die schuppenärmste Danaide sein. Zelle der Vflgl glasig, ebenso
die übrige Flügeloberfläche, die nur schmal schwarz umrandet ist. Vitrina zerfällt in einige nicht sehr scharf
vitrina. geschiedene Inselrassen, von denen mir jedoch nur zwei vorliegen. — vitrina Fldr., nicht selten auf Luzon,
führt grosse weisse Punktflecken im Distalrande der Vflgl, und namentlich beim ? unterseits weiss schimmernde
odrysia. Hflgl. — odrysia subsp. nov., mit blauweissen glasigen Feldern, schmäleren und spitzeren Ultracellularmakeln
der Hflgl, die namentlich unterseits durch breite schwarze Adern zerteilt werden. Hflgl blauweiss schim¬
mernd, Submarginalpunkte sehr klein. Insel Samar.
D. schenki ist eine herrliche, geschlechtsdimorphe Art, von Neu-Guinea bis nach den Salomonen
und westwärts bis Wetter verbreitet. Uber die Bebensweise ist nur bekannt, dass sie nicht selten sind und
nach einer Angabe Ivühn’s im Bambusdickicht fliegen. Zweifellos aber ersetzen sie aspasia-cleona im Papua-
distmta. Gebiet, fehlen aber in Australien, distrata subsp. nov. (76 d) ist die am weitesten nach Westen vorgedrungene
Rasse und besonders im ? Geschlecht charakterisiert durch grosse, rein weisse und komplette Reihen sub¬
marginaler Punkte, die auf der Unterseite noch deutlicher als oberseits aufgetragen sind. Auch das weiss-
gloriola. liehe Feld in der Vflglzelle ist entwickelter als bei östlicheren schenld-F ormen. Wetter, Ivisser. — - gloriola Btlr.
(von Aru beschrieben), liegt mir in natura nicht vor, nach einer Angabe Butler’s aber führt sie schmälere
citrina. weissliche Subapicalstriehe der Vflgl als citrina Fldr. von Key beschrieben. Die mir davon zugänglichen
Stücke sind kleiner als distrata.-d’ cf und führen unterseits dementsprechend reduzierte weisse Submarginal-
periphas. punkte. Als periphas subsp. nov. wird die aus dem Gesamtgebiet der Hauptinsel von Neu-Guinea und dem
Louisiadenarchipel stammende Rasse bezeichnet, deren cf cf keinen deutlichen schwarzen Verbindungsstrich
DANAIDA. Von H. Fruhstorfer.
207
zwischen dem Fleck am Zellapex und dem Distalsaum der Vtlgl längs der vorderen Mediane zeigen. ? sehr
ähnlich dem distrata-%, aber mit reduziertem glasigem Zellstreifen und fast stets ohne Spur weisser Sub-
marginalpunkte der Hflgloberseite. Auf der Unterseite ist namentlich die Basis der Hflgl kaum merklich gelb
angetlogen. Milnebai, Deutsch- und Holl. Neu-Guinea, nirgends selten. — schenki Koch, deren Namenstype schenkt.
von Neu-Georgia stammt , verändert sich auf den Salomonen nirgends erheblich, cf mehr grünlich statt
sattgelb , ? beiderseits mit bleicherem Discus als periphas ?, aber mit deutlichem Kranze von weissen Sub¬
marginalpunkten.
D„ clinias Gr.-Sm., von der nur ein cf bekannt ist, kommen vielleicht Artrechte zu, sie ist wesentlich clinias
grösser als schenki, führt einen kurzen gelben Zellstrich der Vflgl und stark verkürzte Ultracellularmakeln
der Hflgl. Die Submarginalflecken aller Flügel oberseits sattgelb, relativ gross. Neu-Mecklenburg.
D. timorica Gr.-Sm. ist eine reizende Species von Timor, von der nur ein ? bisher erwähnt wird, timorica.
Vflglzelle ganz schwarz, Zeichnung sonst wie bei distrata, alle hyalinen Felder satt und mattgelb, alle Flügel
mit kleinen Submarginalpunkten, die auf den Hflgln an den Adern immer paarweise stehen. In der Grösse
übertrifft die Art pumila nicht erheblich.
D„ kirbyi Gr.-Sm. ist bisher nur von Neu-Guinea bekannt, wurde am Sattelberg entdeckt, mir aber kirbyi.
neuerdings auch vom Hansemannberg hinter Friedrich- Wilhelmshafen zugesandt. Vom cf treten zwei Färbungs¬
richtungen auf, von denen es noch ungewiss ist, ob sie als Zeit- oder Ortsformen zu gelten haben. —
decolorata Frühst. (76 d) stammt vom Hansemannberg und hat durchweg fahl grünlich-weisse Basalfelder deco/orata.
der Flügeloberseite, ohne den gelblichen Anflug, den die Abbildung fälschlicherweise zeigt. Diese gelbe
Basalfärbung allerdings noch intensiver und ausgedehnter als auf Figur 2 ist kirbyi zu eigen. Deren ? hat
weisse, fahle Medianfelder aller Flügel und differiert von den sehr ähnlichen schenki ?? durch breitere, mehr
braunschwarze Umrahmung und deutlichere Submarginalpunkte aller Flügel.
D. rotundata Gr.-Sm. erinnert durch die Art der Verteilung der blaugrünen Intranervalfelder an rotimdata.
eine Pareronia. Der Zellstrich der rundlichen Vflgl lang und schmal , Zelle der Hflgl ohne schwarze Um¬
rahmung, Randzone der Vflgl mit grossen runden Submarginalflecken, Hflgl ohne solche. Unterseite wie
oben, nur mit 2 parallelen Reihen von Submarginalpunkten, von denen die innere Serie grösser gefleckt
erscheint. Sehr selten, nur wenige Exemplare bekannt. Neu-Mecklenburg, Neu-Pommern.
D. garamantis Godm.-Salv. ähnlich der vorigen, aber mit stark verlängerten Vflgln und scharf ge- garamantis.
winkelten statt rundlichen Hflgln. Die blauweisse Zeichnung wie bei rotundata verteilt, nur ist der Zellfleck
der Vflgl kürzer, die Zelle der Hflgl breit schwarz ausgefüllt, so dass nur ein schmaler Streifen deren Mitte
durchzieht. Alle Strigae der Hflgl schmäler, und diese führen im Gegensatz zu rotundata auch oberseits
eine submarginale Reihe kräftiger, weisser Punktflecken. Anscheinend selten. Insel Guadalcanar, Salomonen.
D. melusine Gr.-Sm. wurde am Sattelberg in Deutsch-Neu-Guinea entdeckt und mir auch vom melusine.
Geluberg hinter Friedrich -Wilhelmshafen zugesandt, scheint aber überall selten zu sein und nicht unter
500 m Höhe vorzukommen. Die schwarze Umrahmung aller Flügel gewinnt eine grosse Ausdehnung, so
dass auch kein Zellstreifen der Vflgl exist/iert; die Cir cum cellularflecken der Hflgl sind reduziert, ebenso
fehlen die oberen Submarginalmakeln; Unterseite der Vflgl schwarz mit blauweissen Intranervalfeldern, jene
der Hflgl schwarzbraun mit gelblichen Medianflecken und zwei sich analwärts verlierenden Reihen von Sub-
marginalpunkten. Abdomen schwarzbraun mit lateralen weissen Tupfen. Palpen schwarz mit weissen Seiten¬
streifen. ? nur wenig grösser als das cf mit rundlicheren Flügeln.
Artengruppe Parantica Moore (1880).
Eine etwas heterogene Gruppe, deren strukturelle Verschiedenheit Moore entgangen ist, denn nur eine ihrer
Komponenten, „ aglea “, entspricht der „Gattungsdiagnose“, d. h. zeigt einen mit der Costale verwachsenen Sub-
costalast der Vflgl. Dritte Medianader der Hflgl mit einem breiten Feld von Androconien. Valve von enjx basal-
wärts breit, dann plötzlich verengt, in eine lange scharfe. Spitze ausgezogen. Uncus aus zwei sehr langen, schmalen
zierlichen Anhängseln bestehend. Rp mit 2 Paar Tentakeln.
D. eryx, deren Type vermutlich aus Siam stammt, von woher Fabricius viele Schmetterlinge
empfangen hat , bewohnt ganz Hinterindien von Birma bis Gochin-Ghina und war sehr häufig in Siam , wo
sie in den Tempelgärten von Bangkok sich zutraulich auf Blüten wiegt. Mehrere Inselrassen bewohnen
das makromalajdsche Gebiet. — eryx F. (= agleoides Eldr.) (77b) greift westlich nach den Nicobaren über eryx.
und ist im nordöstlichen Sumatra einer der gemeinsten Schmetterlinge; er bewohnt ausschliesslich die Ebene
und scheint nicht einmal zu den Vorhergen hinaufzugehen. ? hat rundliche Vflgl, etwras breitere und
weisslichgraue Streifen. — Im westlichen Sumatra existiert bereits eine Form mit sehr verschmälerten Zell¬
streifen und zierlicheren Subapicalflecken der Vflgl und wesentlich kleineren Submarginalpunkten der Hflgl:
maenius Frühst. — Dieser schliesst sich in Westjava eine Rasse an mit kürzeren, breiteren und weisslich- maenius.
statt graugrünen Intranervalfeldern: furius Frühst., die anscheinend sehr lokal ist und wohl nur bei Batavia für ins.
vorkommt. Im Laufe von 20 Jahren sind mir nur 8 Exemplare zugegangen. — borneensis Stgr. ist eine borneensis.
208
DAN AIDA. Von H. Fruhstorfer.
stark verdunkelte Form des südlichen Borneo mit sehr dünnen grünlichen Subapicalstrichen und undeutlichen
Zellstreifen. Südost-Borneo, Pontianak. — In Nord-Borneo existieren cf cf , bei denen die Vflgl fast völlig
geschwärzt sind und auch die Htlgl nur noch 3 Basallinien und winzige Submarginalpunkte aufweisen :
teriius. terilus Frühst. — Als Ausdruck des Satellit-Insel-Melanismus ist die Veränderung aufzufassen, der enjx auf
erycina. Nias unterliegt, wo erycina Frühst. (77b) in Erscheinung tritt, bei der in beiden Geschlechtern die Zellstreifen
der Vtlgl kaum noch zu erkennen sind und nur die Postdiscal- und Submarginalmakeln deutlich erhalten bleiben.
Die Unterseite aller Flügel ist tief braunschwarz statt vorherrschend grau wie bei anderen e/yr-Rassen.
D. aglea ist eine vorwiegend kontinentale Species, die in Abzweigungen auf Ceylon und Formosa
und natürlich einer Reihe von Gestade-Inseln übergeht. Auf aglea ist die MooRE’sche Gattung Parantica
basiert, die streng genommen nur diese eine Species und melanoleuca Moore umfasst, denn nur bei diesen ist
der erste Subcostalast mit der Gostale der Vtlgl verwachsen, eine Anastomose, die bereits bei enjx nicht
mehr vorkommt, aber vermutlich nur als eine nebensächliche Erscheinung aufzufassen ist, die, wenn sie
auch bei aglea selbst konstant bleibt, bei anderen Species, z. ß. Euploeen, aber sogar aberrativ auftreten kann.
Dadurch, dass bei aglea auch bereits die Submediana der Htlgl im subanalen Teile verdickt ist, bildet sie
aglea. zugleich einen Übergang zur Artengruppe Chittira. — aglea Cr. (= ceylonica Fldr) ist aus Ceylon und Süd¬
indien bekannt, geht nordwärts an der Westseite der indischen Halbinsel bis Bombay und gilt als der ge¬
meinste Schmetterling Ceylons. Vflgl relativ schmal, Apex weit vorspringend, Zelle der Vflgl, namentlich
der cf cf in den vorderen Partien stark verdunkelt, Hflgl nicht wesentlich von jenen der abgebildeten
magliaba (77b) verschieden. Rp auf Asclepiaden mit 2 Paar Tentakeln, von denen die vorderen sehr lang,
die hinteren viel kürzer sind, von rötlicher Farbe, chromgelben und weissen Flecken, Kopf, Beine schwarz.
grammica. Pp grün, tonnenförmig mit medialer Einschnürung und schwarzen und goldenen Punktflecken. — grammica Bsd.
(melanoides Moore ) grösser, rundflügliger als aglea mit durchsichtiger und ganz fein schwarz gestreifter Zelle
und grossen, langen, breiten Subapicalstrigae der Vflgl. Bewohnt die regenreichen Teile des Himalaja und
ist deshalb sehr gemein in Sikkim und Assam, wo sie bis 2000 m Höhe vorkommt und wird in Simla und
phormion. dem trockenen West-Himalaya bereits ausserordentlich selten. — phormion Frühst, ist eine von Gestalt
kleinere, etwas breiter schwarz umrahmte Lokalform, deren Verdunklung eine Verschmälerung aller glasigen
Subapical- und Submarginalflecken im Gefolge hat. Tonkin, Annam, wahrscheinlich auch Tenasserim und
maghaba. Mergui-Archipel. Häufig selbst in den Gärten von Haiphong. — niaghaba Frühst. (77b) endlich ist eine
habituell sehr grosse, aber dennoch melanotische Rasse mit gleichfalls zurückgedrängten Strigae der Vflgl
und eingeschränkten Circumcellularmakeln der Htlgl. Grundfarbe aller glasigen Stellen dunkler, das schwarze
Postmedianfeld der Hflgl-Unterseite ausgedehnter als bei Sikkim- und Assam-cf?. Nicht selten in Formosa,
wo sie das ganze Jahr über fliegt.
melanoleuca. D. melanoleuca Moore vertritt zweifelsohne die vorige Species auf den Andamanen, hat das Geäder
und die Fleckenverteilung mit ihr gemeinsam, nur ist sie noch transparenter als aglea, so dass sie Moore
aus Versehen zu den Ashtipa stellte, einer Artengruppe der vitrina Fldr. angehört. Der schwarze Aussen-
saum aller Flügel schmäler als bei aglea , wodurch die Ultracellularmakeln der Hflgl Raum gewinnen sich
auszudehnen. Die weisse Subapicalbinde der Vflgl, namentlich unterseits kompakter, deren schwarze Peri¬
pherie ausgedehnter als bei aglea. Bewohnt die Andamanen, wo sie das ganze Jahr über fliegt. Bingham
hat sie anscheinend auch von den Nicobaren empfangen.
Artengruppe Chittira Moore (1880).
(Caduga , Mangalisa , Lintorata Moore 1883. Badacara Moore 1890. Chlorochopsis ItotJisch. 1892.) Die
strukturellen Merkmale genau wie bei Parantica , so dass nur generisch wertlose cf -Auszeichnungen die Gruppe
kenntlich machen. Submediana und Innenrandsader vor ihrer Ausmündung etwa wie ein Nadelöhr eingeschnitten,
angeschwollen. Submediana von einem breiten und Subcostale von einem schmalen Androconienfleck umgeben, dessen
Ausdehnung sehr variabel. Rp wie bei der vorigen Gruppe mit 2 Paar etwas kürzeren und mehr borstenförmigen
Tentakeln. Uncus basalwärts knötchenartig verdickt, distal in eine feine behaarte Spitze auslaufend, so dass ein
Umriss entsteht, der an die Palpen von Tanaecia erinnert. Valve breit, einfach gebaut, von fast dreieckiger Form
mit chitinöser, leicht abgeplatteter Spitze. Die Angehörigen dieser Artengruppe sind vorherrschend Gebirgsbewohner.
f um ata. D. fumata Bt.Ir. (= taprobana Fldr.) (77 a) bisher nur aus Ceylon bekannt, wo sie Höhen von
1500 — 1800 m mit Vorliebe bewohnt, aber bis 1000 m herabgeht. Durch das breite, oberseits schwarze und
dunkle graubraune Randgebiet, das nur einige Subapical-, einen Zell- und Submedianstreifen der Vflgl und
die Zelle der Hflgl frei lässt, unterscheidet sie sich von allen anderen Danaiden; ? grösser als das cf, mit
rundlicheren Flügeln. Abdomen oben braun, unten weisslichgrau. Stellenweise nicht selten, fliegt fumata
während des ganzen Jahres.
phyle. D. phyle Fldr. ist ihr in der Zeichnungsverteilung so ähnlich, dass sie, obgleich geographisch weit
entfernt , am besten hier besprochen wird. Vflgl wie bei fumata nur mit grösseren hyalinem Intramedian-
und kräftiger aufgetragenen Submarginalmakeln der Vflgl. Hflgl mit einer kompletten Serie von glasigen,
grünlichgrauen Circumcellularflecken, von Gestalt jenen der nilgiriensis (77b) nahestehend. Die submarginale
Punktreihe der Hflgl auch im hinteren Flügelwinkel deutlich vorhanden. Auf der Unterseite bildet die licht-
Ausgegeben 20. V. 1910.
DANAIDA. Von H. Fruhstorfer.
209
braune Grundfärbung, die leichthin rotbraun beschuppte Zelle der Hflgl eine Transition von taprobana zu
albata. Abdomen oben graubraun, unten weissgrau. Bisher nur auf Luzon beobachtet, dort nur in den
alpinen Gebieten des Nordwestens vorkommend und Regionen von 600 — 1550 m bewohnend.
D. albata war bis 1896 nur aus Java bekannt, wurde aber von mir in einer grossen Rasse auf
Celebes entdeckt und ist mir neuerdings auch vom Vulkan Singalang in West-Sumatra zugesandt worden,
so dass vier geographische Abzweigungen zu registrieren sind. — adustata Frühst. ? etwas heller, trans- adustata.
parenter, die glasigen Felder glänzender als bei albata. Die drei Subapicalbänder der Vflgl etwas schmäler,
durch breitere schwarze Adern getrennt , die vorderen Intramedianmakeln und auch die Submarginalflecken
deutlicher, letztere reiner weiss. Unterseite und Distalsaum der Hflgl schwarz mit merklichem rotbraunem
Anflug, Zelle mit einem gegabelten braunen Längsstreifen, der albata fehlt. West-Sumatra, jedenfalls sehr
lokal, nur 2?? aus 2000 m Meereshöhe. — albata Zinck. ist ein charakteristischer Javafalter, der dem albata.
Reisenden sogleich auffällt, wenn er Höhen von über 1200 m überschreitet, fliegt fast bei jedem Wetter und
fühlt sich selbst inmitten des Schwefeldampfes der Vulkane behaglich, auch traf ich sie noch auf ca. 8000 Fuss
am Tjikorai und Gede. Etwas kleiner als sulewattan (78 d), führt sie dennoch breitere, hellere Subapical-
binden der Vflgl. Unterseite aller Flügel erdfarben braun. West-Java, das ganze Jahr über fliegend,
gilva subsp. nov. ist die ostjavanische Lokalform, von mir hauptsächlich im Tenggergebirge beobachtet, gilva.
bleibt in der Grösse hinter albata zurück, macht ganz den Eindruck einer Trockenzeitform ; Unterseite rauch¬
braun, fahler als bei albata und die Hflglzelle fast stets durch mehr oder weniger ausgedehnten graubraunen
Anflug getrübt. — sulewattan Frühst. (78 d) bewohnt den Pik von Bonthain und bewegt sich auf Höhen sulewattan.
von 5000 — 6000 Fuss ungestümen Fluges über dem immergrünen Strauchwerk, das einige von Menschen¬
hand geschaffene grasige Flächen umsäumt. Vflgl mit vorspringendem Apex; Grundfarbe etwas lichter
braun als bei albata, die glasigen Felder mehr getrübt, mehr braun statt weisslichgrün. Subapicalstrigae der
Vflgl wesentlich verschmälert; die äussere Reihe von Submarginalpunkten der Hflgl fehlt der Unterseite;
die matt transparenten Felder graugrün, das Randgebiet hellbraun: Abdomen unten gelblich, statt weiss wie
bei albata. sulewattan ist zweifelsohne ein faunistisches Relikt der Landverbindung mit Java und zoogeographisch
von höchstem Interesse, um so mehr als sie in Gesellschaft von Pgrameis dejeani, Ilerda epicles und einer
Pap. sarpedon- Rasse fliegt, die gleichfalls an den ehemaligen Landkonnex mit Makromalayana erinnern. -
kükenthali Pagenst. ist die nordcelebische a/&ata-Repräsentantin, habituell der gilva nahestehend, also wesent- kükenthali.
lieh kleiner als sulewattan, die subapicalen Streifen noch schmäler, die transparenten Felder aller Flügel
grünlichgelb. Unterseite wie bei sulewattan, verwaschen braun. Abdomen oben schwarz, unten gelblich. Von
Professor Kükenthal am Rurukan auf 4000 Fuss entdeckt, später auch von Hose bei Tondano gefangen.
D. weiskei Rothsch. vertritt die a/öeha-Gruppe auf Neu-Guinea, hat dort gleichfalls alpicole Gewöhn- weiskei.
heiten, ist jedoch nur von geringem Ausmass der Flügel. Der Sexualfleck der Hflgl markiert sich besonders
scharf. Vflgl ohne transparenten Zellstreifen und mit rundlichen statt länglichen Subapicalflecken, Hflgl mit
o/öatö-Zeichnung, von grünlichweisser Färbung. Unterseite: Vflgl schwarz, Hflgl umbrabraun. Aroa-Fluss,
Britisch Neu-Guinea, nur 1 cf von ihrem Entdecker gesammelt.
Mit D. nilgiriensis Moore (77b) beginnt eine Reihe von Arten, die durch schmale Iütranervalfelder nilgirensis.
ihre nahe Verwandtschaft mit dem Parantica- und Radena- Typus verraten. Unterseite von nilgiriensis fahl
erdbraun, alle transparenten Stellen grünlich. Abdomen unten braun. In den Nilgiris anscheinend nirgends
selten, aber nicht unter 2000 Fuss anzutreffen. Hauptflugzeit April, Mai.
D. luzonensfs ersetzt nilgiriensis in Mikromalayana, auf Borneo und den Philippinen. Die am weitesten
von Vorderindien entfernten kleinen Sundainseln beheimaten die nilgiriensis im Färbungscharakter am nächsten
kommenden Rassen , während die Nachbaigebiete (Java, Borneo) die am weitgehendsten spezialisierten be¬
herbergen. Sonderbarerweise sind bisher keine Zweigrassen von der Malayischen Halbinsel, Hinterindien
und Sumatra bekannt, so dass die Verbreitung der Art eine völlig diskontin uierli che genannt werden muss. —
luzonensis Fldr. ist eine merkwürdige beharrliche Rasse, die äusserst konstant bleibt, trotzdem sie von luzonensis.
Luzon bis Mindanao und selbst Palawan auf allen Philippineninseln auftritt, scheint aber nirgends häufig zu
sein. Die Intranervalfelder sind bei ihr fast nochmal so breit als bei praemacaristus Frühst. (78 c), bei der prae-
sich auch das bei luzonensis unten fast rein weisse Abdomen in Grau verfärbt und eine deutliche Gabel- tnacaristus.
Zeichnung in der Hflglzelle erscheint. Nord-Borneo , sehr selten , bisher nur ein cf aus der Sammlung
Fruhstorfer beschrieben. — larissa Fldr. dagegen ist eine auf ganz Java bis zu etwa 2000 Fuss hinauf- larissa.
gehende Subspecies, die nirgendwo gemein, aber auch nirgends spärlich vorkommt. Abdomen unterseits
rotbraun, sonst in der Flügelzeichnung viel mehr an die Philippinenrasse erinnernd und sogar noch deut¬
lichere und komplettere Reihen von Submarginalpunkten der Hflgl führend. — panaitius subsp. nov. ist eine panaitius.
auf Lombok in Erhebungen von etwa 700 m äusserst seltene Rasse mit unterseits grauem Abdomen, völlig
geschwärzter Vflglzelle und noch mehr wie bei praemacaristus zurückgebildeten glasigen Stellen der Hflgl-
Unterseite der letzteren, braunschwarz, die Zelle und Discalstrigae leichthin rötlich überpudert. — orientis orientis.
Doh., nach einem cf aus Sumba beschrieben und mir in einer etwas abweichenden Form aus Sumbawa vor¬
liegend, täuscht oberseits nilgiriensis-Färhiuig vor, mit matt grüngrauen Zwischenrippenfeldern. Unterseite
fahler als bei panaitius. Abdomen ventral fast rein weiss.
IX
27
210
DAN AIDA. Von H. Fbuhstobfer.
D. melaneus ist eine vorwiegend kontinentale Species, deren Rassen bisher nicht genügend studiert
melaneus. wurden, so dass mehrere längst bekannte Formen neu benannt werden müssen. Die Namenstype melaneus Cr.
stammt vermutlich aus dem südlichen China und sind wahrscheinlich Exemplare aus Tonkin identisch, die
sich wiederum durch ihre lang ausgezogenen Vflgl und die grössere Gestalt viel mehr der oberseits noch
szetchuanus. dunkleren szetchuanus Frühst. (78 c) nähern, als der indisch-kontinentalen Abzweigung, die Dr. Seitz Bd. I,
T. 28 d abgebildet hat und deren rundliche Flügelform so deutlich mit der spitz zulaufenden von szetchuanus
kontrastiert. Letztere ist vielleicht nur eine Trockenzeitform des gebirgigen Chinas, besonders vom Omi-
Shan, mit rotbraunen statt schwarzen Postdiscalfeldern der Htlglunterseite, wo sie nach Leech häufig vor¬
kommt. In Tonkin traf ich sie ausschliesslich im Manson-Gebirge auf etwa 1000 m Höhe und nur im Monat
plataniston. April. — Als plataniston nom. nov. bezeichne ich die im Himalaja so häufige rundflügelige Rasse, die als
melaneus in allen Sammlungen verbreitet ist. Sie ist unterseits gleiclunässiger und lebhafter rotbraun ge¬
färbt. In Sikkim geht sie von den Tälern bis zu etwa 2000 m Höhe hinauf, und vom' März bis Dezember
neopatra. sehr gemein. Exemplare der Trockenzeitform, neopatra form, nov., sind wesentlich kleiner, unterseits fast
ganz hellrot mit rein weissen Submarginalpunkten aller Flügel. Vereinzelt kommt plataniston auch in
sinopion. Tenasserim und Siam vor. — Als sinopion subsp. nov. wird die anscheinend sehr seltene Rasse der Malay-
ischen Halbinsel eingeführt, charakterisiert durch schmälere glasige Felder und insbesondere durch unter¬
seits fast ganz schwarze Grundfärbung aller Flügel , die nur leichte Spuren eines dunkelrotbraunen Anflugs
swinhoei. zeigen. — swinhoei Moore ist eine wohlausgeprägte Rasse der Insel Formosa, von kleiner Gestalt, dunkler
rotbraunem Abdomen , etwas verschmälerten Costalmakeln der Vflgl und sehr breitem dunkelrotbraunem
Randgebiet der Htlglunterseite, das die Ultracellularmakeln stark zurückdrängt. Flugzeit März bis August,
pseudo- am Lehiku-See nicht selten. — pseudomelaneus Moore endlich ist eine hochspezialisierte Rasse, die ich nur
melaneus. westlichen Java, und da nur am Vulkan Gede in über 4000 Fuss Erhebung beobachten konnte. Vflgl
stark geschwungen, die glasigen Stellen sehr durchsichtig, glänzend, rein, Hflgl mit einem zweiästigen Zell¬
strich, der allen anderen meteews-Unterarten fehlt. Abdomen oben hellrotbraun, unten grauweiss. Färbung
der Flügelunterseite wie bei sinopion sehr arm an rotbrauner Beimischung.
D. banksi vertritt melaneus auf Sumatra und Nias, doch ist sie in Flügelform und Färbung so ver-
banksi. ändert, dass ihr vermutlich Artrechte zustehen, banksi Moore bewohnt sowohl die Ebene wie die Vorberge,
doch sollen nach Martin Exemplare der Ebene bleicher und farbenärmer sein, als solche des Gebirges. Sub¬
medianfeld der Vflgl durch einen breiten schwarzen Strich geteilt, was bei keiner melaneus- Form zu bemerken
fimeralis. ist, Hflglzelle gleichfalls mit kräftigem Strich. Abdomen dunkelrotbraun. — funeralis Btlr. zeigt auch be¬
reits die Zelle der Vflgl geschwärzt, schmale glasige Internervalpartien und ein ventral gelblich getöntes
Abdomen. Insel Nias, anscheinend sehr selten.
crowleyi. D. crowleyi Jen.-Weir. ist eine Riesenform des nördlichen Borneo, deren cf' cf mit 55 mm Vflgllänge
den grössten 2? aus Tonkin gleichkommen, aber den rundlichen Flügelschnitt von banksi zeigen und mit
dieser auch die breiten Querstreifen an der Submediana der Vflgl- und Hflglzelle gemeinsam haben. Abdomen
jedoch ventral weiss mit grauen Ringen und dunkelgrauer Dorsallinie. Ober- und Unterseite aller Flügel
fast gleichartig gelärbt, leichthin rotbraun angehaucht, vordere Partie der Vflglzelle schwarz, die hintere
schmal glasig, Intranervalfelder in Anbetracht der Grösse des Falters relativ schmal, die Submarginalpunkte
der Hflgl sehr klein, grauweiss. Die prächtige Species bewohnt den Kina-Balu in Nord-Borneo und ist selten.
menadensis. D. menadensis Moore (78 d) ersetzt melaneus auf Celebes, ihre abweichende, gelbe statt weissliche
oder grünliche Streifentärbung hat ihr schon zwei Gattungsnamen eingetragen, nämlich Lintorata Moore , der
sie sogar zu den Afrikanern stellte, und Chlor ochopsis Rothsch. Die Art ist selten im nördlichen wie südlichen
Celebes, bewohnt ausschliesslich die Ebene und wird wahrscheinlich wegen ihrer Ähnlichkeit mit der häufigen
D. luciplena Frühst, übersehen , wenngleich sie einen schnelleren Flug als diese hat und sich etwas höher
über dem Erdboden aufhält und fortbewegt. Die meisten Exemplare sind etwas heller als die Abbildung
und namentlich unten prächtig gelb. ? nur wenig grösser, rundflügeliger als die cf cf , mit fahleren, kaum
merklich breiteren Streifen und Flecken.
D. sita, unter dem Namen tytia besser bekannt, führt von allen Danaiden die ausgedehntesten Andro-
conienflecken der Hflgl, die an der Submediana am dichtesten aufgetragen, nach innen und aussen auf die
Irdsader und hintere Mediane übergehen, von Gestalt und Ausdehnung sehr variabel sind, sita ist ein Ge-
birgsfalter, der erst jenseits des Wendekreises auch in die Ebene herabsteigt, ein langlebiger und zäher
Flieger ist und sich höher über dem Erdboden fortbewegt als andere Danais. — Rp im Bd. I, p. 77 be¬
schrieben, auf Marsdenia roylei, einer Asclepiadae. Von im September abgelegten Eiern schlüpfte der Falter
im nächsten April. In Hongkong erscheinen die ersten Falter Anfang Februar. Im Nordwest -Himalaya
wurden vier Generationen beobachtet, von denen die erste im April, die vierte im Oktober erschien. Die
Art bewohnt Regionen von 2 — 3000 m und geht nordwärts bis zur Insel Askold und auf Tsushima beobachtete
sita. ich Ende September noch ?? munter umherfliegend. — sita Kuli., aus dem westlichen Himalaya und Kaschmir
bekannt, ist eine blass rotbraun umrahmte Form, die an bewaldeten Stellen gelegentlich in grosser Anzahl
tytia. auftritt und bis 10000 Fuss hinaufgeht. — tytia Gray, eine dunklere Rasse mit dickem rotem Zellstrich der
DANAIDA. Von H. Fruhstorfer.
211
Hflgl, der sich bei Exemplaren aus dem Ost-Himalaya allmählig verliert, bei der Trockenzeitform von Assam
stets fehlt und anscheinend bei den cf? von Tenasserim überhaupt nicht mehr vorkommt. Solche Exemplare
wurden als tira Frühst, beschrieben. — ethologa Swinh. ist eine verdunkelte geographische Form der Malayischen tira
Halbinsel mit dunkelbraun umrahmten Flügeln und kürzeren Subapicalmakeln der Vflg'l, die nur in ein paar ethologa.
Exemplaren bisher gefunden wurde. — loochooana Moore, eine besonders grosse, mehr kastanienbraun um- i00C/l00aiia
rahmte Subspecies, die auf Formosa und den Liukiu-Inseln vorkommend, sich gleichwie niphonica Moore niriwn[ca_
(Bd. I, T. 28 e ?), durch oben dunkelgraues, unten weisses Abdomen von den rotleibigen, unten nur weiss
geringelten tytia unterscheidet. Die Generationsorgane sind in der Diagnose der Artengruppe beschrieben,
tity oides Hag. (78 d) ist eine wesentlich modifizierte Inselrasse, nahe an der Grenze der Artberechtigung, tityoidcs
Die vordere Hälfte der Vflglzelle geschwärzt, die Subapicalstreifen schmäler, Hflgl oberseits bleicher rot¬
braun, die Distalmakeln im Verlöschen, das Rot dafür in die Zelle eindringend. ? mit abgerundeten Vtlgln.
Auf 1000 m Höhe überall im gebirgigen Sumatra, aber nirgends häufig.
Artengruppe Radena.
Im Geäder schliesst sich diese Gruppe den Ideopsis an, mit denen Radena auch die gering entwickelten
Androconien-Schuppen gemeinsam hat, die dem freien Auge kaum sichtbar, nur die Submediane der Hflgl begleiten.
Nach meinen Geäderpräparaten ist, wie bei Ideopsis, der erste Subcostalast mit der Costale verwachsen, eine Er¬
scheinung, die sich bei Parantica aglea aberrativ wiederholt. Von Parantica und CMttira entfernen sich die Radena
aber wieder durch die schräg nach innen gerichtete, sehr lange untere Discocellulare der Hflgl, während die längeren
Fhlr die Gruppe mit Ideopsis verbinden, zu denen auch die Valvenform hinüberleitet. Uncus walzenförmig, relativ
kurz, distal abgerundet. Valve ungewöhnlich breit, distal scharf abgeschnitten mit einer vogelschnabelartigen Spitze,
die aber basalwäi’ts dennoch breiter als bei Ideopsis angesetzt ist. Saccus voller als bei den übrigen Danaiden und
Euploeen, hodenförmig. Analpinsel nach Doherty kürzer als bei allen anderen Danaiden, deren Haare an der Basis
weiss, nach aussen grau. B.p mit zwei Paar Tentakeln wie bei Parantica und Tirumala. Pp kofferförmig, grün mit
schwarzen Punkten.
D. similis ist einer der gewöhnlichsten Falter Ost-Asiens und von den Liu-kiu-Inseln bis Palawan
und von Ceylon bis Sumbawa verbreitet, findet sich stets in der Nähe menschlicher Siedelungen, wiegt sich
träge auf Blüten und Gräsern, ist, wie die meisten Danaiden, gesellig und verbreitet einen abscheulichen
Mäusegeruch, der vom Körper ausgeht. — similis L. ist die typische Subspecies, aus Süd-China beschrieben 5//my/5-
und in Hongkong, sowie auch Formosa sehr gemein. Am Kontinent bewohnt similis ganz Hinter- Indien,
ohne sich zu verändern. — Als aventina Cr. (78 c) ist eine Aberration beschrieben mit rundlichen statt avenpna_
spitz keilförmigen postcellularen Flecken der Vflgl. — persimilis Moore gehört der Trockenzeit an, ist aus persimilis.
Siam bekannt, wo sie in Unmassen bereits bei Bangkok auftritt, in Gestalt hinter aventina zurückbleibt
und demgemäss auch schmälere graugrüne Internervalfelder aufweist. Als hyria form. nov. wird eine hvria
Aberration bezeichnet, habituell wie aventina, aber mit fast doppelt so breiten und weisslichen statt grünen
glasigen Stellen aller Flügel. Ein Teil der Subapicalmakeln tliesst zusammen. In Annam und Tonkin
während der Regenzeit neben der Hauptform, aber sehr selten vorkommend. Auf den Liu-kiu-Inseln
Ishigaki und Okinawa erscheint eine Rasse mit hellgrünen Streifen, namentlich unterseits von fast weiss-
grüner Färbung und stark vergrösserten Submarginalmakeln, tragasa subsp. nov. Die Form der malayischen tra^asa.
Halbinsel ist als vulgaris Bttr. sehr bekannt und nähert sich der macrina Frühst. (78b) von West-Sumatra, vu/aaris.
die sich von vulgaris durch dunkleres Gesamtkolorit, reduzierte glasige Stellen unterscheidet. Fliegt das macrina.
ganze Jahr und eine Generation folgt auf die andere. Nur im Februar und März, wenn eine Unterbrechung
in der regelmässigen Niederschlagsmenge erfolgt, trifft man abgeflogene Stücke, so dass Martin annimmt,
dass feuchtes Wetter unerlässlich ist, um macrina das Frischschlüpfen zu ermöglichen. — vulgaroides Frühst, vulgaroides.
ist auf Java sehr gemein, namentlich im Osten, auf Höhen von 300 — 500 m. Die marginalen und sub-
apicalen Punkte und Strigae kleiner, schmäler und kürzer als bei macrina. Der Apicalfleck und der Basal¬
strich der Vflglzelle reduzierter, auch die postcellularen Makeln verkleinert. Flügelunterseite dunkler, die
Bänder bräunlich anstatt weisslich. — megaroides Frühst., welche die melanotischste der bisher bekannten megaroides.
Rassen darstellt, bewohnt die Insei Nias, kleiner von Gestalt als macrina, trägt aber namentlich im Verhältnis
zu ihrem Habitus grössere weisse Submarginalpunkte der Vflgl, während die weisslichen Binden der Hflgl
stark zurücktreten. Die ultracellularen Keilfleckchen der Vflgl erscheinen kürzer als bei macrina und auch
bei niacra Doh. von Engano, die sowohl von Java- wie Nias-Exemplaren, durch dunkler grüne Streifen und macra.
Punkte, insbesondere aber durch die vorspringende Apicalpartie der Vflgl differiert. Borneo-Exemplare
und auch cd? der Natuna- Inseln sind kaum von megaroides aus Nias zu trennen und leiten etwa von
Nias -Stücken zu vulgaroides von Java hinüber. Man könnte für sie allenfalls den Namen interposita nova
einführen. Auffallend verschieden von makromalayischen similis ist die Form, welche Ceylon bewohnt, die
als exprompta Btlr. (78b) bekannt ist, früher bei Colombo sehr gemein war, aber nach neueren Angaben exprompta.
dort jetzt verschwunden sein soll. ? noch breitstreifiger und heller als das cd mit rundlicheren Vtlgln.
nicobarica Wood-Mas. erinnert dermassen an juventa, dass ich sie jahrelang als juventa subsp. in meiner nicobarica.
Sammlung stecken hatte. Vflgl mit sehr breitem Zellstrich, zusammenhängenden Subapicalmakeln und rund¬
lichen weisslichblauen glasigen Intramedianfeldern. Zellstrich der Hflgl und deren Discalflecken hinter jenen
von exprompta zurücktretend. Nicobaren, anscheinend sehr selten. — palawana Stgr. (78 c) gleicht durch palawana.
212
DANAIDA. Von H. Fruhstoreer.
die stark verbreiterten Strigae und Submarginalmakeln aller Flügel völlig einem Papilio macareus. Zellstrich
der Htlgl deutlich vorhanden , nach aussen gegabelt , aber nicht so kräftig entwickelt wie bei den bisher
sumbawana. genannten Rassen. Insel Palawan, Januar, nicht selten. — sumbawana Frühst. (77 b), von der ein 2 ab¬
gebildet ist, das fälschlich auf der Tafel als cf bezeichnet ist, zeigt noch ausgedehntere weisse Felder und
Makeln, dagegen ist der Zellstrich der Htlgl stark verkleinert. Die cf cf sind noch heller als die 22, mit
lesora. vorspringendem Apex. Insel Sumbawa, selten. — lesora subsp. nov. ist ausgezeichnet durch breites schwarzes
Randgebiet, kleinere keilförmige Subapicalllecken und isolierter stehende Transcellularmakeln der Vflgl.
Unterseite aller Flügel von breiten schwarzen Adern durchzogen, auch die Gabel in der Zelle markanter.
Insel Flores, gleichfalls selten und so juventoid, dass ich erst jetzt gelernt habe, sie zur similis- Gruppe zu
kambera. stellen. — kambera Doh. endlich ist ganz das Produkt einer Insel mit langer Trockenzeit, deren Vflgl sind
weiss zu nennen, mit schmaler schwarzer Umrahmung. Der Zellstrich der Htlgl ist rudimentär, das Haupt¬
charakteristikum der Form sind aber breite weisse Subapicalfelder der Vflgl. kambera steht nahe der Grenze
des Speciesranges und wurde wegen ihrer juventa -Ähnlichkeit gemeinsam mit der vorigen Form von mir
früher auch stets an juventa angegliedert. Valve jedoch genau wie bei similis , die ihrerseits kaum von der
juventa -N alve zu differenzieren fällt. Insel Sumba, anscheinend sehr selten.
oberthüri. D. oberthüri Doh. ist eine völlig isoliert stehende Species, die nur auf der Insel Sumba vorkommt
und dort die gemeine similis zu ersetzen scheint. Abgesehen von der Flügelform hat sie aber kaum noch
Ähnlichkeit damit. Grundfarbe tiefschwarz, bei den 22 auf den Hflgln sich in ein lichtes Braun verfärbend.
Vflgl sonst wie bei similis, jedoch ohne Marginalmakeln und die ultracellulare Reihe von hyalinen Flecken
zu einer ansehnlichen Binde verbreitert , Hflglzelle ohne Gabel , die Transcellularmakeln und Submedian¬
streifen mehr als doppelt so gross als bei similis. Unterseite der Vflgl schwarzbraun, jene der Htlgl ver¬
waschen graubraun.
Do juventa zählt neben melissa und affinis zu jenen Danaiden, die im ganzen tropischen Gürtel des
Ostens Vorkommen, und ist physikalischen Einwirkungen gegenüber noch weniger widerstandsfähig als jene
und das Resultat demzufolge eine beinahe beispiellose Auflösung in geographische Rassen. Interessant ist,
dass juventa nirgendwo auf den Kontinent übergeht, sie ist somit eine typische Inselbewohnerin. Es wird
zwar ihr Vorkommen auf Malakka und Perak gemeldet, doch ist sie dort anscheinend noch selten, vielleicht
erst in jüngster Zeit zugewandert, und zudem der südliche Teil der malayischen Halbinsel von so aus¬
gesprochen insularem Charakter und durchweg maritimem Klima, dass sich dieses Strandkind dort auch in
seinem Element befindet. In ihrer horizontalen Verbreitung hat juventa mit melissa das Fehlen auf Sumatra
gemeinsam, auch auf Nias und den Batu-Inseln scheint sie nicht vorzukommen, existiert aber auf Engano,
wohin sie vermutlich von Java aus gelangt sein dürfte. — Rp der diversen Inselrassen anscheinend ver¬
schieden; schwarz auf Java, bildet sie Semper von Manila ganz weiss ab. Fiisse auf Java schwarz, den
Philippinen rot. Puppenstadium auf den Philippinen 14 — 16, Puppenruhe 9 — 10 Tage. Semper glaubt Zeit¬
formen beobachtet zu haben. Auf Java fliegt die Art das ganze Jahr, tritt aber nur im Januar während
der schwersten Regen in ungeheuren Massen auf und geht wohl nicht über 600 m Meereshöhe hinauf.
juventa. Valve wie in der Diagnose der Badena beschrieben, kaum von jener von similis zu trennen. — juventa Cr.,
die zuerst beschriebene Unterart, bewohnt Java und Bali, hat wie alle verwandten Rassen beim 2 rund¬
lichere Vflgl als beim cf und differiert von der abgebildeten mjncia Frühst. (78 b) durch kürzere glasig gelb-
mincia. weisse Flecken am Zellapex und zwischen den Medianen der Vflgl. mincia selbst bewohnt die Java so nahe
Insel Bawean, die aber berühmt ist durch ihre hochdifferenzierten endemischen Formen, die manchmal bei¬
nahe Artrechte beanspruchen können und bisher in den meisten Fällen auch als solche aufgeführt wurden.
Wie bei rita der Parantica- Gruppe ist auch mincia durch vergrösserte und noch durchsichtigere Glasflecke aller
longa. Flügel charakterisiert, longa Doh. dagegen bietet ein vortreffliches Beispiel des Inselmelanismus mit ihren
scharf abgesetzten kleinpunktigen Randfeldern, den dick schwarz bezogenen Adern, die nur schmale grünlich-
weisse Glasstreifen offen lassen; dadurch erinnert longa vielmehr an tontoliensis (78a) als juventa. Sehr häufig
auf Engano. Hauptflugzeit April. — Wenn man grössere Serien von juventa aus Java neben solche von Lombok
phana. steckt, ergibt sich, dass die Lombok-Exemplare, phana Frühst., entwickelter sind, hellere und ausgedehntere
hyaline Stellen , aber einen dunkleren , schwarzen Aussensaum der Flügel tragen. Dieser Marginalsaum ist
kleiner weiss punktiert als bei den Javanen. Der weisse kommaähnliche Strich zwischen den Subcostalen
dei; Vflgl ist länger, die ultracellularen und cellularen Makeln der Vflgl sind grösser als bei juventa. phana
findet sich auf Lombok bis auf Höhen von 2000 Fuss und ist selbst in den Dorfgärten nicht selten. —
stictica. stictica Frühst, ist habituell grösser als phana , der schwai’ze Querstrich vor der Vflglzelle beginnt völlig zu
verwischen, so dass die Vflglzelle als durchaus transparent bezeichnet werden kann. Alle Medianfelder auf
beiden Flügelpaaren sehr gross, die submarginalen Punktflecke namentlich bei den 22 fast immer vereinigt.
kaltatia. Insel Sumbawa, nicht selten. — kallatia Frühst, von der Insel Kalao macht ganz den Eindruck einer Trocken¬
zeitform, vielleicht ein Ausfluss der langen regenarmen Periode, der die Falter von Kalao ausgesetzt sind.
Alle hyalinen Stellen reiner weiss aber dennoch weniger transparent als bei stictica, Submarginalmakeln sehr
deutlich, beide Reihen von Subapicalflecken aber reduzierter als bei Sumbawa -cf 2, Zelle der Vflgl mit
breitem Transversalstreifen, jene der Hflgl der 22 ohne Gabel, nur mit Rudimenten einer fernen Lime. —
DAN AIDA. Von H. Fruhstorfer.
213
lycosura subsp. nov. ist die Rasse des kleinen Inselchens Bonerate, die habituell sonderbarerweise etwas lycosura.
grösser ist als kallatia, aber dennoch kleinere und deshalb isolierter stehende Postdiscalmakeln der Hflgl
und zierlichere subapicale Keilfleckchen der Vflgl besitzt. — sitah Frühst, von den Natuna-Inseln sind durch sitah.
schmälere und längere Vflgl ausgezeichnet, wodurch sie sich von juventa und den nächstfolgenden Rassen
unterscheiden, sitah stellt eine melanotische Inselform dar , mit reduzierten , hyalinen Flecken und aus¬
gedehnterer Schwarzfärbung. Alle Makeln sind von einer mehr grünlichen als gelblichweissen Färbung.
Die Flügelunterseite ist mehr schwarz als braun, alle ultracellularen Flecke kürzer, schmäler. Die Sub¬
marginalpunkte sind jedoch ausgedehnter, grösser und deutlicher. — kinitis Frühst. Nord-Borneo wird von kinitis.
einer weiteren Rasse bewohnt, die sich manillana Moore von Luzon nähert. 2 ??, 2 d*cf meiner Sammlung
differieren von juventa aus Java durch grössere, weissliehe Makeln auf allen Flügeln, namentlich sind die
intermedialen Flecke stark verbreitert. Die Vflgl sind breiter und kürzer als bei sitah ; alle subapicalen
Strigae länger. Sandakan und Umgebung von Labuan, Nord-Borneo und vermutlich auch Palawan. —
goria Frühst, von Bazilan halten die Mitte zwischen kinitis und manillana , sind wie sitah auf den hyalinen goria.
Stellen von mehr blaugrüner als weisslicher Färbung. Der schwarze Aussensaum aller Flügel ist viel dunkler
als bei den verwandten Rassen, die submarginalen, weissen Punkte kleiner als bei kinitis. Die ultracellularen
Makeln sind kürzer, wieder rund, wie bei juventa, noch fast viereckig, wie bei kinitis , sondern nach aussen
zugespitzt. Die Transcellularflecken der Hflgl sehr klein, kaum 1/3 so gross als bei manillana und fast nur
halb so gross als bei kinitis. Insel Bazilan bei Mindanao. — galaecia subsp. nov. ist das Gegenteil von goria, ga/aecia.
habituell sehr klein, aber weiss durchsichtig, mit distal scharf abgegrenzten, mehr quadratischen als rund¬
lichen Transcellularflecken aller Flügel, die sehr viel weiter ausgedehnt sind als bei goria und den schwarzen
Distalsaum zurückdrängen. Heimat unbekannt, vermutlich Mindoro oder Inseln der Negros- Gruppe,
manillana Moore ist die auf Luzon so gemeine Rasse, von der Semper annimmt, dass sie je nach der Jahres- manillana.
zeit abändert. Trotzdem die Postdiscalmakeln der Hflgl auch gut entwickelt sind, erscheinen sie doch distal
zugespitzt , kaum halb so breit als bei galaecia. Rp auf einer Schlingpflanze , mit karminroten Füssen und
dorsal weisslicher Färbung. — luzonica Moore kommt nach Angaben Semper's nur auf den Babuyanes luzonica.
nördlich von Luzon vor; nach den Gesetzen der Zoologischen Gesellschaft muss jedoch der irreführende
Name beibehalten werden, luzonica ist eine hochspezialisierte Satellit-Inselform , von typisch melanotischem
Koloiit, habituell sehr gross, mit relativ kleinen isolierten weissen rundlichen Makeln der Vflgl, die ebenso
wie die spitzen Postdiscalstreifen der Hflgl in einem stark verbreiterten schwarzen Randgebiet stehen. Der
schwarze Streifen an der Submediane der Vflgl sehr breit und lang. — lirungensis Frühst, ist eine eigen- lirungensis.
tümliche grossfleckige geographische Form der Talaut-Inseln nördlich von Celebes, die zu den Rassen dieser
grossen Insel und jener der Molukken hinüberleitet. Vflgl mit vorspringendem Apex, aber dennoch breiter
als bei den Philippinenrassen, die Färbung der transparenten Felder grünlich, Submedianstreif der Vflgl
kurz aber dick , Zelle ebenfalls mit kräftigem aber stark verkürztem Basalstrich , Postdiscalflecke der Hflgl
sehr klein, weitab von der Zellwand. Insel Lirung der Talautgruppe. — Auf der vielarmigen Insel Celebes
selbst zerfällt juventa in drei benannte Zweigrassen: libussa Frühst, bewohnt den nördlichsten Teil von libussa.
Celebes, die Minahasa, und geht südöstlich bis Kendari, ferner auf die Inseln Peling und Bangkai über,
ohne sich anscheinend zu verändern. Flügelumrahmung schwarzbraun mit grünlichweissen transparenten
Feldern und kleinen trübweissen Submarginalpunkten. Von Gestalt in der Regel kleiner und das ? gross¬
fleckiger als tontoliensis Frühst. (77 a), die mir nur aus Toli-Toli im nordwestlichen Celebes bekannt ist. Die tontoliensis.
Zellstreifen der Vflgl, ja sogar deren Intramedianfelder sind verdüstert, durch schwarzbraune Schuppen über¬
deckt , die Submarginalpunkte reduziert , die weisslichen Felder der LTnterseite gleichfalls beschattet, tonto-
linensis ist vermutlich das Produkt der Regenzeit, wofür auch die Grösse der Exemplare spricht. Sehr
häufig am Rande der Strandwälder im November bis Dezember, wto sich die Falter auf niederem blühendem
Gesträuch , stets in grösseren Gesellschaften , einfanden. — Wesentlich verschieden ist tawaya Frühst. , die tawaya.
ganz den Eindruck einer diy-season-Form macht, und auch auf ein ? der regenarmen Periode basiert ist.
Sowohl die Zellstreifen wie auch die hyalinen Felder aller Flügel sind verbreitert, und wie die Submarginal¬
makeln reiner weiss, eine albinotische Erscheinung, die sich auf der Unterseite fast noch mehr als oberseits
konstatieren lässt. Type aus Tawaya, einem Ort in der Bucht von Donggala, in Zentral-Celebes. — ishma ishma.
Btlr., von ihrem Autor nach Celebes-Exemplaren abgebildet, aber deren Fundort irrtümlich nach Gilolo ver¬
legt, ist die Rasse, welche den Südarm der Insel bewohnt und namentlich bei Makassar und am Wasserfall
von Maros in grosser Menge auftritt. Nächst tawaya ist ishma die hellste Form der Insel, mit fast rein-
weissen statt grünlichen Glas- und sehr grossen Zellflecken der Vflgl. Auch auf der Unterseite ist sie von
der östlichen und nördlichen celebischen Subspecies leicht zu trennen durch prominentere weisse Doppel¬
reihen submarginaler Punkte aller Flügel. — satellitica Frühst, bewohnt Saleyer, wo sie von November satellitica.
bis März nicht selten ist, und durch ihre kleine Gestalt, die zurückgebildeten weisslichen Makeln und Felder,
breiteren schwarzen Aderbezug deutlich den Charakter der Trabant-Inseln zum Ausdruck bringt. — sophonisbe sophonisbe.
Frühst, kommt ihr in dem geringen Ausmass aller Flügel recht nahe, führt aber, analog cleona lucida Frühst.
glänzende, sehr helle, sich in der Gestalt jener von tawaya nähernde glasige Felder und Makeln aller Flügel.
Submarginalpunkte, namentlich j ene der ?? rein weiss. Sula-Mangoli. — sequana subsp. nov. wurde auf Binongka, sequana.
einer kleinen Lisel östlich von Buton, durch H. Kühn entdeckt. Bei dieser ist die Aufhellung aller trans-
214
DANAIDA. Von H. Fruhstoreer.
parenten Stellen noch mehr vorgeschritten, die Falter sind habituell grösser als jene von den Sula-Inseln
und Saleyer, die Marginalpunkte und namentlich die costalen und subapicalen Keilfleckchen wesentlich ver-
meganira. länger!. — meganira Godt., einer der gemeinsten Schmetterlinge der Stidmolukken, entfernt sich von den
bisher besprochenen juventa- Rassen durch rundlichere Flügelform, die namentlich bei den 22 auffällt und
rundliche statt rechteckige oder längliche Postdiskalmakeln der Vflgl, die bei den vicariierenden Rassen der
übrigen Molukken, je nach der bedeutenderen oder geringeren Ausdehnung des schwarzen Randgebiets,
buruensis. an Grösse ab- oder zunehmen. — buruensis Holl, von der Insel Buru steht etwas hinter meganira in Gestalt
zurück und zeigt nur unwesentlich verkleinerte — etwas trüber weissliche glasige Zwischenrippenfelder als
sobrina. Exemplare von Amboina und Ceram. — sobrina Bsd. , deren Heimat ihr Autor irrtümlich nach Buru ver¬
legte, von woher er selbst bereits meganira als empfangen registrierte, ist die Rasse der Nordmolukken, ein
curtisi. Faktum, das Mons. Charles Oberthür durch Typenvergleich festgestelit hat. Mit sobrina ist curtisi Moore
(1883) synonym. Die weissen Makeln der Vflgl rundlich, der Zellstrich fadendünn, die beiden Streifen an
der Submediane länglicher, aber schmäler als bei eugenia (77a). Hflgl mit deutlicher schwarzer Gabel in
ellida. der Zelle, die bei meganira nur angedeutet ist. Halmaheira, Batjan, Ternate, überall sehr häufig. — ellida
Frühst, ist geographisch und morphologisch eine Intermediatform zwischen meganira der Südmolukken und
sobrina , führt rein weisse statt grünlichgraue Submarginalmakeln und nur etwas mehr reduzierte Intramedian¬
felder als meganira. Die Hflgl schliessen sich mit ihren rudimentären Zellstreifen und den fast rein weissen
Subbasalstrichen viel mehr meganira als der ähnlich wie eugenia gebänderten sobrina an. Insel Obi, nicht
ogylla. selten. — ogylla subsp. nov. ist eine hochspezialisierte Rasse von den Aru-Inseln, die im Kolorit, etwa die
Mitte hält zwischen meganira und metaxa (77 a), aber nur einen sehr schmalen Zellstrich der Vflgl und einen
rudimentären Streifen der Hflglzelle führt. Alles übrige wie bei meganira, Flügelform jedoch rundlicher, die
tumeri. Makeln der Vflgl grünlich. Anscheinend selten. — turneri Btlr. leitet von sobrina zu eugenia hinüber. —
Alle glasigen Makeln grünlich wie bei eugenia. Zellstrich der Vflgl aber fadendünn, beim 2 völlig fehlend
und niemals mit dem Flecken vor dem Zellapex verwachsen. Holl. Neu-Guinea, besonders bei Dorey und
eugenia. am Fusse des Arfakgebirges. In Deutsch Neu-Guinea ist turneri ersetzt durch eugenia Frühst. (77a), eine
Form, die in den Strandwäldern von Friedrich -Wilhelmshafen nicht selten ist, nach Hagen von Dezember
bis März fliegt, deren Rp einzeln auf einer windenartigen Schlingpflanze vorkommt, auf die das ? die grün¬
lichen Eier einzeln an die Spitze der Unterseite der Blätter ablegt. Beide Geschlechter heller und grösser
als turneri, grösser und etwas dunkler als georgina. cf: der grünlich weisse, fast viereckige, nach oben etwas
eingebuchtete Fleck vor dem Zellapex der Vflgl mit dem langen Streifen, der von der Zellbasis ausgeht,
verschmolzen. Zelle der Hflgl mit einer dünnen braunschwarzen Gabel, die bei turneri fast die ganze Zelle
ausfüllt , bei georgina jedoch völlig fehlt. Alle Circumcellularflecke beider Flügel bedeutend grösser als bei
turneri und georgina. Die 3 Strigae unter dem Costalrand, die sich dicht über dem Zellapex der Vflgl ein¬
betten, jedoch schmäler und isolierter als bei georgina. Die Submarginalzone der Hflgl viel prominenter
weiss punktiert als bei georgina , aber nur etwas deutlicher als bei turneri. Eugenia steht des weiteren auch
zwischen tanais Frühst, von Mafor, von der sie durch die breiter schwarz angelaufene Submedianader und
metaxa. die verschmolzenen Zellflecken der Vflgl abweicht, und purpurata von Waigiu. — metaxa subsp. nov. (77a)
bildet eines der anschaulichsten Beispiele, wie sich Arten unter den Tropen schon auf kurze Distanzen ver¬
ändern. Die grünlich weissen Stellen aller Flügel verbreitern sich, der Längsstrich an der Submediane der
Vflgl und die Gabelzeichnung der Hflgl fehlen entweder völlig oder sind nur rudimentär. Unverändert bleiben
eigentlich nur die Submarginalpunkte der Hflgl, die namentlich bei den 2? ebenso komplett vorhanden sind
als beim eugenia 2 (78a). Man kann sagen, dass eugenia ein vorherrschend schwarzbraunes 2 hat mit weiss-
lichen Aufhellungen, während metaxa eine Form ist von grünlich weisser Grundfarbe mit schwarzer Flügel¬
umrahmung. Eugenia steht der sobrinoides Butl. vom Bismarckarchipel nahe , während metaxa zu georgina
von British-Neu-Guinea überleitet. Metaxa ist gemein bei Stefansort und Finschhafen, hauptsächlich in der
Regenzeit, vom September an. Valve von metaxa und eugenia bei schwacher Vergrösserung nicht von der
georgina. juventa-Y alve zu unterscheiden. — georgina Frühst, steht metaxa nahe, von der sie differiert durch kürzere,
mehr rundliche Subapicalstrigae und rundlicheren, kleineren, nicht mit dem Basalstrich verwachsenen Apical-
fleck der Zelle der Vflgl. Auch die grünlich-weissen Felder zu beiden Seiten der Submediane sind kürzer,
die Submarginalpunkte der Hflgl fehlen oder sind reduziert, im allgemeinen ist auch das schwarzbraune
Randgebiet aller Flügel ausgedehnter. Gollingwood, Milnebai und Papuagolf in Britisch Neu-Guinea. Das
Auffinden von drei besonderen Danaidenformen bestätigt das für viele Vögel schon längst bekannte, für
Lepidopteren jedoch erst 1905 von mir (W. Ent. Zeit. p. 57) nachgewiesene Faktum, dass die Hauptinsel von
Neu-Guinea selbst von wohl differenzierten Lokalrassen einer Kollektiv-Species bewohnt wird. Die Ver¬
breitungszentren dieser Inselformen sind teilweise zufällig identisch mit der derzeitigen politischen Zu¬
gehörigkeit Neu-Guineas, so dass sowohl das holländische und deutsche, wie auch das britische Gebiet seine
eigenen endemischen Formen hat. Die Variationsgrenzen zwischen Holländisch und Deutsch Neu-Guinea
sind übrigens vielfach nicht so scharf getrennt als jene der deutschen und britischen Okkupationssphäre.
Diese Tatsache erklärt sich leicht aus der den beiden ersteren gemeinsamen Küstenlinie und dem Mangel
trennender Gebirge, während sich zwischen Deutsch- und dem südlichen Britisch Neu-Guinea das Bismarck-
und Finisterre-Gebirge und die Owen Stanley Kette als hohe, für viele Arten unübersteigbare Scheidewände
IDEOPSIS. Von H. Fruhstoreer.
215
aufbauen. Längs der Küstenlinie scheinen die tiefen Meereseinschnitte des Huongolfes, der Collingwood-
und Milnebai isolierend einzuwirken. — purpurata Btlr. ist die Lokalrasse von Waigiu, welche sich am purpurata.
weitesten von typischen juventa und meganira entfernt und durch die tiefschwarze Flügelumrahmung und die
prächtig entwickelten glasigen Stellen aller Flügel metaxa noch übertrifft , ein auffallend breites, schwarzes
Randgebiet und nur einen dünnen Zellstrich der Vflgl aufweist. Median- und Basalfekl der Hflgl fast rein
weiss, namentlich auch unterseits ohne grünlichen Anflug. Hflglzelle ohne Spur einer Gabelzeichnung. Sub¬
marginalmakeln sehr undeutlich. Purpurata könnte man als distinkte Art ansprechen, wäre sie nicht durch
Zwischenformen von Inseln in der Geelvinkbai mit den Zweigrassen der Hauptinsel verbunden. — So steht
ihr tanais Frühst, von Mefor recht nahe und ist nur durch folgende Unterschiede charakterisiert: die grün- tanais.
lieh weissen Stellen der Vflgl sind dunkler, etwas kleiner. Der Flecken an der Submediane ist durch eine
breite, schwarze Linie getrennt; die Submarginalpunkte reichen bis zur hinteren Mediane und sind kräftiger.
Der Fleck in der Zelle ist kleiner, ebenso alle transcellularen Makeln. Die unterste jedoch zwischen den
hinteren Medianen hält in der Grösse die Mitte zwischen jenen von purpurata und georgina. Die Hflgl tragen
zwei ziemlich deutliche Serien von Submarginalpunkten, ebenso wie georgina, während bei purpurata cf nur
eine Reihe erkennbar ist. Unterseite: Alle Diskalflecken kleiner, dunkler und schwärzlichbraun beschuppt.
Submarginalpunkte viel deutlicher, grösser und die Reihen kompletter. — ■ Mit sobrinoides Btlr. beginnen sobrinoides.
die östlichsten Inselrassen, die sich eng an eugenia und selbst meganira anschliessen, die entweder gar keinen
oder nur einen obsoleten Zellstrich der Vflgl und stark verdunkelte Hflglzellen aufweisen. Sohrmoides ent¬
fernt sich von eugenia durch mehr gelblich weisse Felder aller Flügel, ohne Spur eines grünlichen Anflugs.
Häufig auf Neu-Pommern und Neu-Lau enburg. — ribbei Frühst, bewohnt Neu-Mecklenburg. cf?. Erheblich ribbei.
kleiner als sobrinoides, die Weisszeichnung reduziert, wodurch die schwarzbraune Grundfarbe an Ausdehnung
gewinnt. Die submarginalen Punktserien aller Flügel obsoleter, der Vflgizelle fehlt jedwede Spur einer
Weissstreifung und die Hflglzelle beginnt sich in ihrem oberen Teile stark zu verdunkeln, weil sich braune
Schuppen vom Costalrand aus bis zum unteren Aste der Zellengabel ausbreiten. Auf den Vflgln erscheinen
die weissen Flecken zu beiden Seiten der Submediane, sowie die darüber lagernde Mackel stark verschmälert,
proximal zugespitzt. Auf der Flügel Unterseite ist die Verdüsterung, namentlich der Hflglzelle, noch mehr
als oberseits vorgeschritten. — mangalia Frühst. Bei den radena von den Shortlands-Inseln hängt der weisse mangalia.
Zellstrich der Vflgl mit dem weissen Zellfleck zusammen und ist nicht getrennt wie bei purpurata von Mefoor.
Auch sind auf dem Shortland-cf die Strigae an der Submarginale schmäler und mehr gekrümmt und werden
von vier der viel breiter schwarz bezogenen Submarginal-Adern geteilt. Die Analfalte ist ganz einfach gelb¬
lich und nicht wie in purpurata schwarz gestreift. Ausser dem sehr bemerkenswerten Fehlen des schwarzen
Streifens in der Analfalte der Hflgl differiert mangalia von purpurata noch durch die komplette Submarginal¬
serie weisser Punkte, und die ähnlich wie bei tanais reduzierten hyalinen Flecken. Von tanais, mit der
mangalia grosse Ähnlichkeit hat, lässt sich mangalia leicht abtrennen durch die weiter von der Zelle ab¬
gerückten Makeln der Hflgl., welche auch schmäler und rundlicher sind. Shortland-Inseln, Salomo-Archipel.
— zanira Frühst, von Bougainville hat kaum Ähnlichkeit mit purpurata und mangalia, sondern neigt wieder zanira.
mehr zur sobrinoides Btlr. von Neu-Irland. Von dieser ist zanira leicht abzutrennen durch das grössere
Flügelmass und die stark verdunkelte Zeichnung. Alle weissen Flecken sind reduziert mit Ausnahme der
Submarginalpunkte der Hflgl, welche deutlicher ausgeprägt sind, zanira bildet ein Mittelglied zwischen
turneri und sobrinoides in der Art, dass sie etwas heller als turneri, jedoch dunkler als sobrinoides ist. Die
Strigae an der Submediane der Vflgl halten gleichfalls die Mitte zwischen beiden Rassen, ebenso die circum-
cellularen Flecken der Hflgl. Die Flügelunterseite ist recht charakteristisch durch die äusserst prominenten,
rein weissen Flecken und Punkte, welche bei beiden zum Vergleich herbeigezogenen Rassen mehr grau und
grünweiss aussehen und deutlich zu erkennen sind. Bougainville, Salomonen. Sehr häufig. Auf den ersten
Blick mag es gewagt erscheinen, die fast schuppen- und glashelle javanische juventa mit der beinahe ganz
schwarzen turneri oder sobrina unter einer Art vereinigt zu sehen, aber selbst unter dem Mikroskop war es
nicht möglich, auch nur die leiseste Variabilität der Sexualorgane unter den geographisch doch so weit ge¬
trennten Rassen festzustellen. Das Resurne kann deshalb unbedenklich ergeben, dass juventa als hellste am
weitesten nach Osten gelangte Form, die Celebes- und Molukken-Bewohner als Bindeglieder und die Papua¬
rassen als extremste melanische Ausläufer einer Art zu gelten haben. Die östlichen Repräsentanten der
juventa sind gering beschuppt und deshalb sehr durchsichtig, während die Papua-Rassen mit ihren fast die
ganze Flügelfläche bedeckenden schwarzen Schuppen kaum noch transparent sind.
2. Gattung: Ideopsis Horsf. u. Moore.
Die Gattung wurde bisher als eine Mittelform zwischen Danais und Hestia aufgefasst , da sie mit
ihren glasigen Flügeln und der Art der Zeichnungsverteilung gewissermassen eine Hestia en miniature vorstellt.
Die geknöpften Fühler und namentlich die Generationsorgane unterscheiden sie aber von Hestia - —
ebenso der meist auffallende geschlechtliche Dimorphismus. Im Geäder schliessen sie sich der iiWe/w-Gruppe
der Danaiden an, führen wie diese einen mit der Costale verwachsenen ersten Subcostalast der Vflgl — und
auch die Verteilung der modifizierten Schuppen längs der Submediane der Htflgl ist dieselbe. Die Andro-
216
IDEOPSIS. Von H. Fbuhstorfer.
conien stehen in wellenförmigen Linien angeordnet und verbreitern sich am meisten bei vitrea — während
sie bei iza am sinnfälligsten sich als tiefschwarze Binde vom rein weissen Untergründe abheben. Die vordere
Discocellulare der Hflgl ist länger als die übrigen, wodurch Ideopsis von Radena differiert. Die Generations¬
organe aber haben gar keine Beziehungen zu Hestia und schliessen sich durch die gleichartige ungezähnte
Valve, die nur eine ventrale Spitze zeigt, den Radena an. Uncus etwas kürzer als bei Radena mit zwei
kurzen beborsteten Walzen- oder Weidenkätzchen ähnlichen Anhängseln.
Die Jugendstadien sind leider noch nicht bekannt, denn was Horsfield und Moore als solche 1857
abbilden, gehört zweifellos zu Hestia malabariccL oder agamarschana , es ist aber ziemlich sicher, dass Rp und
Pp den Radena mehr als den Hestia gleichen werden.
Praecostale der Hflgl wie bei den Danais am Ursprung der Subcostale ausbiegend, Klauen einfach
ohne Anhängsel, was eine weitere Differenzierung von Hestia bedeutet.
Die Fühler der cdcd sind abrupter geknöpft als jene der ??, deren Fühler sich mehr der Danaiden-
foi’m nähern, beim cP vereinigen sich 8—9 Segmente, beim ? 10 — 11 zur Kolbenbildung.
Ideopsis finden sich meistens in Gesellschaft von Hestien und lieben es wie diese an Waldflüsschen
entlang an schattigen Stellen, aber im vollen Sonnenschein, namentlich des Morgens auf und niederzuschweben,
doch ist ihr Flug danaidenhaft und entbehrt des langsam majestätischen Segelns der Hestia.
Ideopsis ist ein rein malayisches Genus, bewohnt ganz Makromalayana, die Philippinen, Celebes und
alle grösseren Molukkeninseln, fehlt aber in Mikromalayana ebenso wie auf der Aru-Key-Gruppe , und ihr
östlichster Ausläufer erreicht Holl. Neu-Guinea.
Strukturell zerfallen sie in zwei Artengruppen : a) Mit länglichen , im Durchschnitt völlig runden
Fühlerkolben. 2. Subcostale am Zellapex der Vflgl abgezweigt, so dass die vordere Discocellulare ausfällt.
Ideopsis Moore, b) Mit eiförmigen, im Durchschnitt zusammengedrückten Fühlerkolben. 2. Subcostale vor
dem Zellapex entspringend, wodurch eine deutliche vordere Discocellulare erscheint. Aiantkis Frühst.
Artengruppe Ideopsis Moore (= Gamana Moore).
Alle Arten mit hestia- ähnlichen grauen, halbdurchsichtigen Flügeln.
gaura. J. gaura Horsf. bewohnt das östliche und westliche Java und findet sich lokal von den Strandwäldern
bis zu etwa 800 m Höhe während des ganzen Jahres. cP? ähnlich costalis (76 a), aber mit ausgedehnterer
Schwarzzeichnung, in der sich in der Submarginalregion grosse, weisse rundliche Makeln einbetten. Dagegen
ist der schwarze Fleck am Zellapex der Hflgl gering entwickelt.
J. daos zeigt sich klimatischen Einflüssen gegenüber sehr empfindlich und zerfällt in eine Reihe
wohldifferenzierter Inselformen, und Sumatra sowie Borneo haben sogar zwei gesonderte Ortsrassen. Das
perakana. Maximum ihrer Entwicklung erreicht die Species auf der malayischen Halbinsel, wo perakana Frühst. (76a)
auftritt , ausgezeichnet durch ihre Grösse , die namentlich beim ? milchweisse Grundfärbung und die statt¬
lichen schwarzen Makeln am Apex der Zelle beider Flügelpaare. Die submarginale Fleckenreihe der Vflgl
nimmt nicht so regelmässig und gradatim an Grösse zu, wie bei gaura und den anderen cAms-Formen, viel¬
mehr sind die drei obersten subapicalen Punkte sehr klein , die folgenden drei aber ohne Übergang sehr
gross. Auf Penang hat Martin die Falter in Gesellschaft von "Hestia linteata Btlr. zusammen getroffen. In
der Ruhestellung waren grosse perakana von kleinen Hestia nicht zu unterscheiden, sofort aber im Fluge, der
natunensis. bei den Ideopsis rascher ist als bei den langsam dahinziehenden Hestia. — natunensis subsp. nov. schliesst
sich eng an perakana an, hat noch dieselbe Flügelspannung und gleichgrosse Makeln am Zellabschluss, die
schwarzen Submarginalflecken der Vflgl aber sind wesentlich kleiner, länglicher, und die Medianadern dicker
daos. schwarz belegt. Natuna-Inseln, nicht selten. — daos Bsd. ist der Namenstypus, vermutlich aus Südborneo.
Grundfarbe, namentlich jene der ??, rauchbraun, was bei den cP cf auch unterseits auffällt. Oberseits be-
infumata. sonders dunkle cf cP hat Martin als forma infumata bezeichnet. Sehr häufig bei Banjermasin in Siidost-
ardana. Borneo und am Kapuasfluss in Südwest-Borneo. — ardana subsp. nov. ist die vermutlich monticole Rasse des
nördlichen Borneo, von Waterstradt in grosser Anzahl am Kinabalu gefangen. Beide Geschlechter habituell
merklich kleiner, die schwarzen Makeln etwas reduziert, die Grundfärbung gleichmässiger, dunkel, glasig
ohne braunen oder weisslichen Anflug und sogar die weissen Saumflecken aller Flügel mehr zurückgebildet.
palawana. — palawana subsp. nov. ist die Form von der Insel Palawan, die von Gestalt noch zwergenhafter als ardana
gebildet ist, deren schwarze submarginale Makeln der Hflgl sehr nahe den Randflecken stehen und wie alle
lingana. übrigen Flecken kleiner als bei ardana ausselien. — lingana subsp. nov. vermittelt den Übergang von perakana
zu der Rasse des nordöstlichen Sumatra und hält in der Grösse genau die Mitte zwischen beiden. — Mit
perakana hat sie die deutlichen Zellflecken, den sehr breit schwarz angelaufenen Costalsaum der Vflgl, mit
sotiia. sonia aber die Färbung des ? gemeinsam. Inseln des Lingga-Archipels südlich von Singapore. — sonia Frühst.
ist eine körperlich kleine Form, die sich der costalis anschliesst, cf aber von hellerer Grundfarbe, ? mit doppelt
so grossen Submarginalmakeln der Hflgl und sehr breit schwarz angelaufenen Medianadern der Vflgl. Häufig
eudora. im Sultanat Deli, Nord-Sumatra. — eudora Gray endlich ist die westsumatranische Rasse, von monticolen
Gewohnheiten und dunklen glasigen Partien aller Flügel analog der aclana von Nordborneo. Umgebung von
Ausgegeben 20. VI. 1910.
IDEOPSIS. Von H. Fruhstorfer.
217
Padang Pandjang, Westsumatra. — costalis Moore (76a) ist einer der häufigsten Falter der Insel Xias, von costalis.
dem auf den benachbarten Batu-Inseln eine sehr nahestehende Form vorkommt, die als batuna Frühst, von batuna.
Pulo Tello beschrieben ist, mit noch mehr verkleinerten schwarzen Submarginalmakeln der Hflgl. Der Gostal-
saum der Vflgl einfarbig schwarz, so dass er die keilförmigen weissen Flecken, welche die übrigen daos-
Subspecies zieren, verdrängt hat. — nigrocostalis Hag. von Mentawej hat die Basalhälfte des Vorderrandes nigrocostalis.
und den oberen Teil der Zelle der Vflgl stärker angerusst als costalis. Nur 22 bekannt.
Artengruppe Aianthis Frühst.
I. anapis, die einzige bisher bekannte Art der Philippinen, schliesst sich im Kolorit eng an die
philippinische Hestia an, wird von Nord nach Süd gehend dunkler, stuft sich in eine Reihe von Inselrassen
ab und zeigt an der Basis aller Flügel den für die Hestia leuconoe so charakteristischen gelblichen Anflug,
der sich gleichfalls in nordsüdlicher Richtung vermehrt. — anapis Fldr. von Manila und der gegenüber- anapis.
liegenden Sierra de Mariveles ist eine etwas dunklere Rasse als die von Semper abgebildete bleiche bracara bracara.
subsp. nov. von Nordost-Luzon, bei der die Hflgloberseite nur noch einen verschwindenden zartgelben Anflug
aufweist und die Subapicalflecken rein weiss bleiben ohne schwarze Einlage. — anapina Semp. stellt eine anapina.
hochspezialisierte Inselform von Mindoro dar, die mir in einem von Dr. Platen gesammelten Pärchen vor¬
liegt. Bei ihr macht sich eine Verbreiterung der schwarzen Querbinde der Vflgl des cf bemerklich, die Hand
in Hand geht mit einer Vergrösserung der Submarginalmakeln der Hflgl. Letztere zeigen nur am basalen
Teile der Zelle einen gelblichen Anflug, der hei glaphyra Moore von Mindanao auf die ganze Zelle über- glaphyra.
geht. Der Costalsaum bedeckt auch die vordere Hälfte der Vflglzelle, der Fleck am Zellapex verschmilzt
aber nicht mit dem Distalsaum wie bei anapina. Zelle der Hflgl bei beiden Geschlechtern mit schwarzem
Abschluss, der anapina ebenfalls fehlt. Mindanao. — messala subsp. nov. ist die von Semper abgebildete messala.
Rasse von Ostmindanao, die dort aus 8 — 900 m Meereshöhe bekannt ist, ein albinotisches Extrem der glaphyra
darstellt und besonders durch das Ausfallen der schwarzen Makel am Zellapex der Hflgl der 22 und ganz
schmale schwarze Binden bei beiden Geschlechtern differenziert ist. Das subapicale Feld der Vflgl zeigt
nicht die ausgedehnte schwarze Einlage, die Moore von glaphyra erwähnt und die meine Exemplare aus
Westmindanao deutlich aufweisen.
I. vitrea ist unbestritten die schönste aller Ideopsisarten und nicht allein Bewohnerin von allen Teilen
von Celebes, sondern auch auf die Molukken und das westliche Holländisch Neu-Guinea übergreifend. Sonder¬
barerweise findet sie sich aber nicht auf Bangkai und den Sula-Inseln , wo sie durch eine viel kleinere,
gänzlich veränderte Species ersetzt ist. — vitrea Blanch., der nomenklatorische Typus, bewohnt Nord-Celebes, vitrea.
wo sie sowohl in der Minahassa Avie auch hei Toli-Toli nirgends selten und mit ihrem langsamen Fluge,
dem herrlichen gelben Saume ihrer Hflgl sowie durch ihre Häufigkeit eine der Waldeszierden ist. Das 2 hat
rundlicheren Flügelschnitt und auch auf den Vflgln zAvei komplette Reihen gelber Makeln vor dem Aussen-
saum. Die schwarze Binde der Hflgl ist manchmal nur angedeutet und auch bei den cf cf Ariel schmäler als
auf der Abbildung, die nach einem cf von Süd-Celebes hergestellt ist, eine Form, die als arachosia subsp. arachosia.
nov. hier eingeführt wird. Die mediane Binde der Hflgl der 22 geht breit vom Apex bis zum unteren Median¬
aste, während sie bei vitrea zwischen dem mittleren und hinteren Medianast häufig nur mehr strichförmig
erscheint oder überhaupt so gering entwickelt ist, dass sie mehr als eine Verbreiterung der schwärzlichen
Aderbestäubung aufzufassen ist. Auch unterseits ist der Distalsaum von arachosia viel breiter, die gelbe
Prachtbinde dementsprechend schmäler und die gelblichen Subterminalpunkte unbedeutender. Am Wasser¬
fall von Maros ist die Art das ganze Jahr über anzutreffen, chloris Fldr. (76b), von Batjan und Halmaheira chloris.
beschrieben, zeigt alle bei vitrea weissen Stellen gelb verfärbt. Das submarginale Halbband der Hflgl beginnt
breit am Apex und endet an der vorderen Mediane. Die subterminalen Makeln der Unterseite aller Flügel
und manchmal sogar die submarginalen Flecken der Vflgl der 22 sind Aveiss und kontrastieren lebhaft mit
den manchmal hell, manchmal dunkler gelben Intramedianfeldern der inneren Flügelpartien. Zelle der Hflgl
manchmal mit brauner Gabelzeichnung. — neleus Frühst, differiert von chloris 2 durch die braune anstatt neleus.
schwarze Grundfärbung aller Flügel. Die hyalinen Stellen sind matt und dunkler gelb. Alle Submarginal¬
punkte kleiner und gelblich, anstatt rein weiss. Die beiden obersten, transcellularen, gelben Flecken breiter.
Der braunschwarze Aussensaum stösst mit schmäleren, aber spitzeren und längeren Keilflecken in die gelbe
Discalbinde hinein. Der schwärzliche Apicalfleck der Hflgl ist breiter als bei chloris, die drei obersten, stark
eingekerbten Submarginalflecken sind kleiner. Die Vflgl rundlicher, die Gestalt von neleus kleiner als bei
chloris. Neleus muss auf Buru sehr lokal sein, da bisher nur 22 bekannt Avurden und sie Doherty, der lange
auf der Insel sammelte, überhaupt nicht dort vorfand. — obiana Frühst. (76 c) von der Insel Obi steht ent- obiana.
schieden wieder näher vitrea, da die Gelbfärbung beider Geschlechter heller und beim 2 die Fliigelmitte sogar
weisslich erscheint, wenn auch nicht transparent ist. Die gelben Felder hei beiden Geschlechtern sind übrigens
viel ausgedehnter und die hintere Hälfte der Vflglzelle nicht schwarz, sondern gleichfalls schön hellgelb.
Die gelben oder weisslichen submarginalen Keilflecke der Unterseite der Vflgl der 22 sind vom Medianfeld
nur durch kleine braune Häubchen getrennt, Hllglzelle ohne Spur einer Gabelzeichnung. Nicht selten.
arfakensis Frühst, führt eine völlig transparente Zelle und ein glasiges Mittelfeld der Vflgl, die besonders arfakensis.
IX 28
218
HESTIA. Von H. Fruhstobeer.
kräftige gelbliche Submarginalmakeln tragen. Nur die Submedianregion der Vflgl gelblich angehaucht, Hflgl
ähnlich wie bei chloris. Arfakensis gemahnt somit mit ihren Vflgl an vitrea , während die Hflgl deutlich den
c/Por/s-Charakter bewahrt haben. Scheint sehr selten zu sein, da ich nur ein Pärchen empfangen habe.
ribbei. I. ribbei , eine sehr seltene Art, von der nur zwei Inselrassen zu registrieren sind. — ribbei Böb.
von Bangkai, von der anscheinend überhaupt nur cf cf gefangen wurden, weil das ? noch unbeschrieben ist.
cf cf mit breitem schwarzem Aussensaum und schmalem grauweissem Längsstreifen in der Zelle der Vflgl,
sonst wie eine vitrea en miniature, nur dass die Submarginalbinde der Hflgl auch grauweiss statt gelb ver-
iza. lärbt ist. — iza Frühst. (76 c) führt einen fast doppelt so breiten Zellstreifen und viel stattlichere Submarginal¬
makeln der Vflgl. Auf den Hflgln dringen die schwarzen Zähne des Distalsaumes weiter in das glasige
Feld ein als bei ribbei. ? mit drei grossen Subapfcalstreifen der Vflgl. Sula Mangoli. Flugzeit Oktober-
November.
klassika. 1. klassika Mart., eine scharf differenzierte Species, hat eine durchweg schwarzbraune Grundfarbe
mit strohgelben Submarginal, Subapical- und Medianmakeln und soll in der Verteilung der Zeichnung an
I). menadensis Moore erinnern und eine Art Übergang von Ideopsis zu Danais bilden. Bisher sind nur 3 ??
bekannt. Insel Ceram.
inuncta. I. inuncta Bür. (76 b) mit noch mehr vereinfachter Schwarzzeichnung als bei iza , namentlich der
Distalsaum der Hflgl proximal nur unbedeutend gezähnt , die Submarginalflecken der Vflgl nur durch feine
schwarze Ränder von dem bei den cf cf glasig transparenten, bei den ?? milchweissen Mittelfeld abgesondert.
Basis der Vflgl bei cfl? prächtig gelb angeflogen. Randgebiet der Flügelunterseite schwarzbraun mit weissen
Subterminalpunkten und quadratischen grossen weissen Submarginalflecken der Vflgl. Abdomen oben braun,
hewitsoni. unten grauweiss. Insel Waigiu, cf jedenfalls sehr selten, da nur ein cf auf ca. 20 ?? entfällt. — hewitsoni
Kirsch ist die einzige bisher bekannte Zweigrasse von der Insel Mysore im Norden der Geelvinkbai von Holl.
Neu-Guinea. Der gelbliche Anflug der Vflgl fehlt gänzlich, ebenso die braune Doppellinie der Hflglzelle,
sonst differiert sie von inuncta durch breit braun gestreiften Adern aller Flügel.
3. Gattung: Hestia Hbn.
Alle hierhergehörigen Arten zeichnen sich durch ihre Grösse aus und sind langsame, unbeholfene
Flieger, da die schwachen Muskeln offenbar die ungeheuren Flügel nicht regieren können. Ein mässiger
Luftzug schon treibt die Schmetterlinge willenlos wie ein Stück leichten Papieres hin und her und vermut¬
lich verlassen sie aus diesem Grund nie den Schutz des Waldes. Die Hestia- Arten gehören mit zu den
grössten Tagfaltern, und sie fallen selbst den Eingeborenen auf, die sie in Indien »Gespenster« oder »Geister«
nennen, die Malayen auf Celebes sie mit den bezeichnenden Namen »surat«, d. h. Brief, und die Javanen
»kupu kertas«, d. h. Papierschmetterling, belegen. Die Falter leben meist gesellig, folgen gerne dem Laufe
kleiner Flüsschen, an denen sie auf- und niederschweben, umgaukeln auch häufig hohe blühende Waldbäume
und setzen sich in den späten Nachmittagsstunden mit Vorliebe auf abstehende Ästchen, und zumeist sogar
paarweise, so dass man an Anfänge eines Familienlebens denken könnte. Die Imagines sind grosse, halb¬
durchsichtige Falter mit langen, sehr dünnen Fühlern, kaum an der Spitze verdickt, aber ohne Kolben- oder
Knopfbildung. Fussklauen im Gegensatz zu den Ideopsis mit Anhängseln. Die Präcostale der Hflgl nach
Ausbiegung der Subcostale in proximaler Richtung abzweigend, zweispaltig. Vflgl mit fünfästiger Subcostale,
von der zwei Äste vor dem Zellende ausstrahlen und deren erster wie bei Ideopsis mit der Costale ver¬
wachsen ist. Hflgl ohne Androconientlecken und sonstige Duftorgane, cf cf jedoch mit zwei oder vier Duft¬
pinseln am Hlbsende. Durch die breite und in allen Fällen scharf bewehrte, grobgezähnte oder mit weit
abstehenden Spitzen besetzte Valve differieren die Hestien von allen anderen Danaiden und bilden eine
wohlumgrenzte Gruppe für sich. Der Uncus ist verkümmert. Rp nur von zwei Arten bisher bekannt, jenen
der Euploengruppe Trepsichrois nahekommend, lang, schwarz, geringelt, mit lateralen bunten Makeln über
den Bauchfüssen und mit vier Paar fleischigen, schwarzen Tentakeln versehen. Pp schlanker als die glocken¬
förmige der Danaiden mit vorspringenden Kopfspitzen, gelblich, schwarz punktiert, ohne Goldornamente.
Das Genus Hestia lässt sich analog den Ideopsis in zwei Artengruppen separieren:
a) Der zweite Subcostalast entspringt nahe dem Zellapex. Untere Discocellulare sehr kurz. Ab¬
domen mit vier gleich langen Analpinseln. Hestia Hbn.
b) Der zweite Subcostalast entspringt auf grosse Distanz vor dem Zellapex. Untere Discocellulare
der Hflgl lang. Abdomen mit vier Analpinseln, von denen zwei stark verkürzt sind.
N e c t a r i a Dalm.
Artengruppe Hestia.
H. jasonia ist die am weitesten nach Westen vorgedrungene Species des Genus mit ihren Ausläufern
bis Ceylon, den Andamanen und nördlich bis Tenasserim und Assam verbreitet, aber nur an der Südspitze
kcinarensis. der vorderindischen Halbinsel vorkommend. — kanarensis Moore aus Nord-Kanara und Südkonkan beschrieben,
ist eine kleine Rasse mit blauweissen, halbdurchsichtigen Flügeln, mit zwei schwarzen isolierten Makeln in
HESTIA. Von H. Fbuhstoreer.
210
der Vflglzelle, Adern aller Flügel an der distalen Partie mit manschettenartigen Figuren, die sich nach innen
wie bei fumata (74b) verbreitern. An sie schliesst sich, aber auf geringere Entfernung als bei fumata, eine
Reihe von unregelmässig geformten Submarginalmakeln, ein länglicher subbasaler Fleck an der Submedian-
ader und eine rundliche Makel zwischen den Medianadern unterhalb der Zellwand an. Zeichnung der Zelle
sonst wie bei fumata, nur alle schwarzen Flecken kleiner. Flugzeit vom Januar bis Ende März auf etwa
500 — 600 m Höhe. — malabarica Moore ist eine Rasse, die sich durch stark verbreiterte schwarze Flecken malabarica.
und ihre Grösse so sehr der lynceus fumatus nähert, dass sie von früheren Autoren in den Lokalverzeich¬
nissen indischer Schmetterlinge als lynceus aufgeführt wurde. Sie ist aber dennoch nur eine Jasom'a-Subspecies,
wenn auch jasonia wiederum nur als die westliche lynceus-R ep r äs ent an t i i f v o n Vorderindien und Ceylon zu gelten
hat. Die Falter sind häutig, wenngleich sie schwer zu fangen sein sollen, weil sie hoch lliegen. Sie lieben
es aber, von den Wipfeln der Bäume mit ausgebreiteten Flügeln herabzusegeln, langsam weite Kreise ziehend,
sich manchmal der Oberfläche kleiner Bergflüsschen nähernd, wo sie eine Weile über ihrem eigenen Spiegel¬
bild dahinflattern, um dann ebenso gespenstisch, wie sie erschienen sind, wieder zu ihren Baumwipfeln zurück¬
zukehren. Nach Angaben Moore’s scheinen sie nicht tiefer als 300 m vorzukommen, aber bis zu 1200 m
hinaufzugehen. Die Falter fliegen das ganze Jahr über und werden sowohl von Februar bis April und dann
wieder von August bis November als zahlreich auftretend gemeldet. Ei weiss , oval mit länglichen Reihen
von hexagonalen Riefen, einzeln an Blättern befestigt. Rp cylindrisch mit kleinem Kopf, schwarz mit eben¬
solchen Füssen und vier Paar Tentakeln, breit weiss geringelt mit roten lateralen Makeln über und zwischen
den Bauchfüssen. Pp gelblich, kahnförmig, mit schwarzen Strichen und Punkten bedeckt. Ppnruhe 18 Tage.
Die eben auskriechende Rp gelblich, aber mit schwarzem Kopf und Füssen, Löcher in die Blattmitte fressend.
Erst wenn sie grösser wird , beginnt sie wie andere Raupen die Blattränder anzunagen und sich meistens
auf der Blattunterseite aufzuhalten. Bis zu ihrer vollständigen Entwicklung braucht die Rpe 20 — 25 Tage.
Als Futterpflanze ist eine Apocynaceae bekannt, Aganosoma cynosa. Auf Ceylon, besonders im nördlichen
Teil der Insel, ist jasonia Westw. eine häufige Erscheinung. Falter im allgemeinen etwas dunkler, mehr jasonia.
gelblich statt weiss, wie malabarica, mit durchweg vermehrter Schwarzzeichnung. Der schwarze Costalfleck
und die Querbinde der Zelle der Vflgl stets miteinander verschmolzen. Es erscheinen auch ?? mit schwarz¬
braun angeflogener Oberseite aller Flügel (diabolica form. nov.). Rp, die erst 1899 entdeckt wurde, auf einer diabolica.
der Gattung Hoya verwandten Schlingpflanze, dunkel samtschwarz, mit breiten bleichgelben Ringen und vom
sechsten bis zum zwölften Segment mit je einem lateralen karminroten Fleck besetzt. Pp unbekannt, aber
bei der evidenten Verwandtschaft mit malabarica gewiss jener sehr ähnlich. Falter nur wenige Fuss über
dem Erdboden, immer im Walde und am liebsten in der Nähe von Wasser. In den späten Nachmittags¬
stunden sind sie so müde oder träge, dass man zwischen ihnen herumgehen, ja sogar mit dem Netz zu¬
schlagen kann, ohne dass sich die benachbarten Falter aufscheuchen lassen. Sie sollen bis 5000' Meeres¬
höhe hinaufgehen. — agamarschana Fldr. bewohnt Tenasserim, wo sie in Mangrovesümpfen nicht selten aga-
sein soll. Sie differiert von jasonia durch eine sehr verbreiterte schwarze Subapical-Zell- und Submedian- »larschana.
binde der Vflgl, während die Hflgl kaum von jenen der Jcanarensis verschieden sind. Im Mergui-Archipel
soll eine grössere bleichere Rasse Vorkommen. — arrakana subsp. nov. ist eine Lokalrasse mit gelblichen statt arrakana.
weisslichen Flügeln mit weniger scharf ausgeprägten und mehr zusammenfliessenden Apicaltlecken der Vflgl.
Akyab, Arrakan. — margherita Frühst, differiert durch noch dunklere Grundfarbe mit viel breiterem schwarzem margherita.
Aussensaum der Htlgloberseite. Margherita, Ober- Assam, von W. Doherty entdeckt. — cadelli Wood-M. cadelli.
bedeutet das Maximum an progressiver Entwicklung der Schwarzzeichnung, die auf den Vflgln nur eine
sehr schmale weisse Subapiealzone und ein etwa daumenbreites Medianfeld frei lässt. Das Randgebiet der
Hflgl umzieht eine kompakte schwarze Binde und der Zellfleck sowie die Submarginahnakeln sind fast doppelt
so gross als bei Jcanarensis. Bisher nur von Port Blair bekannt, wo sie hauptsächlich im April fliegt.
H. hadeni Wood-M. (75 b) ist vielleicht auch nur eine ja s onia - Z we i g f o r rn , da sie aber von allen Autoren hadeni.
als Species aufgefasst wird, folge ich deren Beispiel. Die weisse Subapiealzone der Vflgl ist völlig durch
das tiefschwarze, auf beiden Flügeln fast gleichmässig breite Randgebiet verdrängt. Die Art ist sehr selten
und bisher nur bei Bassein an der Irawaddi-Mündung aufgefunden.
Ho lynceus, eine echte makromalayanische Species, von der bisher fünf Lokalformen beschrieben
sind. Die Namentype lynceus Drury stammt vermutlich von Sumatra und ist auf ein ? basiert von weiss- lynceus.
grauer Grundfarbe. Alle zu lynceus gehörigen Rassen sind ausgezeichnet durch eine dichte schwarze Be-
schuppung auf der Oberfläche aller Flügel, die bei der verwandten Art logani Moore nur schwach vorhanden
ist, und eine breite Valve von plumpem Umriss mit nur zwei ventralen Spitzen und merklicher dorsaler
Einkerbung. Alle Formen, auch jene von logani, tragen einen schwarzen Fleck an der Subcostale der Hflgl,
der sehr ungleich von Gestalt ist und in der Weise variiert, dass er manchmal nur punktförmig auftritt,
gelegentlich aber auch sich als schmale Binde bis zur Gostale fortsetzt. Das Costalfeld der Hflgl der lynceus-
Gruppe führt stets zwei weitere schwarze Flecken, einen mittleren, der freisteht, und einen subbasalen, der
auf die Zellwand aufstösst. Lynceus ist nicht selten auf Sumatra und im Sultanat Deli ebenso häufig wie
im westlichen Sumatra. Nach einer Angabe Martin’s findet sie sich nicht in der Ebene, sondern an den
äusseren Abhängen der Gebirge, da, wo die Regenmenge grösser ist als im Alluvialland, und aus dem Westen
HESTIA. Von H. Fruhstojrfer.
220
reinwardti.
niasica.
favorinus.
furnata.
stolli.
thalassica.
logani.
druryi.
donovani.
diana.
alcine.
virgo.
alceste.
mevaria.
von Sumatra wurde sie mir von Padang-Pandjang aus etwa 600 — 800 m Höhe zugesandt. — reinwardti
Moore ist habituell noch grösser und die schwarzen rundlichen Makeln auf allen Flügeln sind von gewaltiger
Dimension und übertreffen jene von lynceus aus Sumatra noch um etwa ein Drittel an Grösse. Perak und
andere Gebiete der malayischen Halbinsel. — niasica Frühst, ist dagegen eine habituell kleinere Rasse von
mehr gelblich-weisser statt blauschwarzer Grundfärbung, was besonders auch unterseits auffällt, der Flügel¬
schnitt rundlicher, die Schwarzfleckung, namentlich jene der Zelle beider Flügel zurückgebildet. Insel Nias,
häufig. — favorinus subsp. nov. ist die Form, die 74b als fumata bezeichnet ist, und von Sumatra Exemplaren
durch schmäleren Flügelschnitt und eine bereits leicht ins Graubraune spielende Grundfärbung differiert.
Die schwarzen Makeln durchweg kleiner und namentlich auch jene in der Vflglzelle rundlicher. Nordborneo,
Kinabalu-Gebiet und an der Westküste Borneos bis herab nach Pontianak vorkommend. — fumata Frühst.
aus Amuntai und Banjermasin in Südostborneo beschrieben, verdient ihren Namen wegen der durchweg
dunkel rauchbraun angeflogenen Oberseite aller Flügel, deren Unterseite auch vorherrschend gelblich-weiss
statt blauweiss, wie bei favorinus abgetönt erscheint. Das Dorsalgebiet des Abdomens ist gleichfalls braun,
statt tiefschwarz, wie bei lynceus und favorinus , die rundlichen Makeln aller Flügel oberseits matt braunschwarz
statt tiefschwarz, wie bei Sumatra- und Nordborneo-Exemplaren. — stolli Moore bleibt in der Grösse hinter
allen genannten lynceus-F ovmQw zurück und zeigt eine durchweg lichtere, weissgraue Färbung, wie dies bei
einem Javafalter selbstverständlich ist, da sich alle Arten dieser Insel, verglichen mit ihren Vikarianten von
anderen Gegenden, wohl infolge der langen Trockenzeit, die sie auf der Insel überdauern müssen, durch
albinotisches Kolorit auszeichnen. Die Schwarzfleckung ist analog jener von favorinus, aber namentlich auf
den Vflgln charakterisiert durch spilzere , mehr keilförmige statt rundliche Form. Zellmakel der Hflgl meist
sehr klein, stolli ist sowohl im Osten wie auch im Westen von Java eine seltene Erscheinung, dagegen war
es ein Leichtes, von der verwandten logani an einem Vormittag 40 — 50 Exemplare zu erhaschen. - thalassica
subsp. nov. bewohnt die Natuna-Inseln, überbietet stolli noch mit ihrer aufgehellten Grundfärbung, schliesst
sich aber in der Zeichnungsverteilung eng an favorinus an, mit der sie auch den Habitus und Flügelschnitt
gemeinsam hat.
H. logani differiert nur durch hellere Grundfarbe und geringere braune oder schwärzliche Beschuppung
der Flügeloberseite von lynceus, auch ist in der Regel die Schwarzfleckung etwas reduzierter, die knopfartige
Verbreiterung der Submarginalmakeln der Hflgl zierlicher, mehr nach innen gerückt, und die rundlichen Punkt¬
flecken an der Submediane der Htlgl zeigen eine Neigung zum Verschwinden, ebenso die schwarze Umrahmung
am Zellabschluss der Vflgl. Dies sind aber geringfügige Differenzen und haben unter anderem auch Nice-
ville veranlasst, anzunehmen, dass lynceus und loyani nur Formen einer Art sind, zwischen denen eine Unter¬
scheidungslinie nicht gezogen werden kann. Aber dennoch zeigt die Valve Charaktere von so einschneidender
Bedeutung, dass das Speciesrecht von logani nicht angezweifelt werden kann. Die logani-'V alve ist kaum halb
so breit als jene von lynceus, dorsal auf über die Hälfte ihrer Ausdehnung konkav ausgeschnitten, mit einer
vorspringenden distalen, scharf gezähnten Partie, die viel mehr an jene von vVurvillei von Neu-Guinea wie
an lynceus erinnert, logani ist wie lynceus eine rein mäcromalayanische Species, und es sind folgende Zweige
zu registrieren: logani Moore, von der malayischen Halbinsel, sehr gross, grauweiss, mit kräftigeren schwarzen
Makeln als druryi Moore, welche die Alluvialebenen Sumatras bewohnt und namentlich im Westen der Insel
anscheinend viel seltener ist als die mit ihr zu gleicher Zeit fliegende lynceus. Es ist dies nur eine unbe¬
deutende Form der vorigen, ? etwas gelblicher als Perak?? und mit geringfügig verkleinerter schwarzer Zeich¬
nung. — donovani Moore, aus Singapore beschrieben, dürfte vollends nur einer Trockenzeitform angehören
und ist auf ein Exemplar von geringer Grösse basiert. — diana Frühst., nach einem ? von den Batu-Inseln
beschrieben, ist noch heller, durchsichtiger als druryi ? von Sumatra. Die Schwarzfleckung auf allen Flügeln
reduzierter, die Unterseite dunkler, die Oberseite dagegen lichter grau. Die Zelle der Vflgl wird von 3
schwarzen Längslinien durchzogen, die wurzelwärts isoliert stehen, keinerlei Gabelung bilden. Alle 3 Linien
kurz vor dem Apex der Zellt durch einen rundlichen Querfleck verbunden. Hflglzelle mit 2 Längslinien,
von denen die obere km-z vor dem Zellende gegabelt ist. Der runde Fleck in der Zelle und die 3 Flecken
am Gostalsaum reduzierter als bei den verwandten Zoyam'-Rassen. Es ist interessant zu beobachten, dass die
Batu-Inseln die helle logani, das benachbarte Nias dagegen ausschliesslich die dunkle lynceus beheimaten. -
alcine Frühst. (74b), leicht kenntlich durch die fast völlig verschwindenden schwarzen Flecken in der Zelle
der Vflgl und über der Submediane der Hflgl, ist unterseits matt gelblich seidenglänzend. Mir nur von Pon¬
tianak bekannt, wo sie neben favorinus vorkommt. In Südostborneo kommen ?? vor mit a/cine-Fleckung, aber
bereits analog fumata leichthin rauchbraun angeflogen. — virgo Frühst, ist eine Rasse des nördlichen Borneo
mit mehr schwarzgrauer Gesamtfärbung, etwas kräftigeren Zellflecken, aber ebenso verkleinerter Knopf¬
zeichnung an der submarginalen Partie der Htlgl. - alceste subsp. nov., eine äusserst zierliche helle Rasse
der Natuna-Inseln mit durchweg glasigen Flügeln, ohne Spur eines gelblichen oder bräunlichen Anflugs, wie
bei den Lokalformen der Hauptinsel. Ihr schliesst sich aufs engste die etwas grössere mevaria subsp. nov.
an, die wiederum sehr markante Schwarzfleckung aller Flügel aufweist, die aber dennoch hinter jener der
lynceus stolli Zurückbleiben, mevaria ist dagegen viel kleiner als druryi von Sumatra und wurde bisher nicht
beachtet, da, wie schon oben erwähnt, auch die /y^cms-Rasse von Java, schon durch ihre vorherrschend
weissliche Gesamtfärbung von allen übrigen lynceus- Unterarten differiert. Nicht selten auf Java und an¬
scheinend überhaupt die häufigste Hestici der Insel. Flugzeit während des ganzen Jahres, aber besonders
im Februar - März , und von den Wäldern am Seestrande bis zu etwa 500 — 600 m Höhe vorkommend. -
hypata subsp. nov. endlich ist eine Inselrasse von ungemein kleiner Gestalt, auffallend verschmälerten Vflgln hypata.
mit noch mehr als bei alceste zurückgebildeter Scliwarzfleckung aller Flügel. Sulu -Inseln, nördlich von
Borneo. Auf Palawan und auch der micromalayischen Inselkette von Bawean und Bali angefangen kommt
keine Hestia vor, aber während das Genus IAcopsis noch auf Palawan übergeht, erreicht letzteres bereits auf
Java seine Ostgrenze.
Artengruppe Nectaria.
H. hypermnestra verrät durch den rundlichen statt länglich sackartigen Umriss der Vflgl und durch
den weit vor dem Zellapex entspringenden zweiten Subcostalast ihre Zugehörigkeit zu den Nectaria und ist
eine ausgesprochene macromalayanische Species. Mit Ausnahme von Borneo, wo sie nicht nur in 2 Lokal¬
rassen auftritt, sondern auch im Kolorit denselben Färbungsmodifikationen unterworfen ist, wie Hestia lynceus,
ist sie sehr beständig und variiert kaum in der Grösse und Zeichnungsanlage. — hera Frühst. (74 c) ist die hera.
sumatranische Lokalform, im Sultanat Deli sehr vereinzelt auftretend, aber anscheinend nicht sehr selten im
westlichen Sumatra in der Umgebung von Padang-Pandjang (den sogenannten Bovenlanden). hera steht der
linteata Btlr. von Perak und Penang nahe, ist aber anscheinend habituell grösser als linteata , mit vergrösserten linteata.
schwarzen Makeln, breiteren schwarzen Streifen um die Zelle und längs der Adern, was besonders bei den
?? auffällt, die fast doppelt so grosse Flecken der Vflglzelle aufweisen als linteata -??. Neuerdings wurde
linteata auch in Südtenasserim entdeckt. — belia Westw. ist eine sehr seltene Rasse von Java, wo sie nach belia.
meinen Erfahrungen anscheinend nur in der Umgebung der Palabuan-Bai im westlichen Teil der Insel vor¬
kommt. — Im Laufe von vielen Jahren ist mir nur ein cf? zugänglich geworden, das sich von hera durch
noch ausgeprägtere Scliwarzfleckung aller Flügel und die besonders dick schwarz gestreiften Radialen der
Ytlgl differenziert und dessen ? eine gelbliche statt rein weisse Grundfärbung hat. — vollenhoveni Frühst, vollenhoveni.
mit dem etwas unsicheren Vaterland »Java« ist nach einer Abbildung Snellen van Vollenhoven’s benannt,
die durch kleinere Subterminalmakeln aller Flügel, grössere Zellflecke und verdunkelte äussere Partien der
Vflgl auffällt. — hypermnestra Westw., die Rasse des südlichen und südöstlichen Borneos und der Natuna- hyper-
Inseln, erscheint in 2 Hauptformen, die man für gesonderte Species halten könnte, die aber durch Über- ennestra.
gänge miteinander verbunden sind. — - belina Frühst, ist die häufigste, mit rein weisser Oberfläche der Ober- belina.
und Unterseite aller Flügel, der hera deshalb sehr ähnlich, aber mit viel kleineren schwarzen Keilllecken und
Submarginalmakeln, hypermnestra, die man für eine Regenzeitform halten könnte, die aber anscheinend gleich¬
zeitig mit belina auftrift, ist ebenso dunkel rauchbraun beschuppt, wie jiimata , nur der Basalteil, das obere
Ende der Zelle und das Randgebiet der Vflgl haben noch die ursprüngliche glasige Farbe behalten, wodurch
ein lebhafter Kontrast entsteht. Die Verdunkelung überträgt sich jedoch nicht auf die Unterseite, die nur
etwas gelblicher als bei belina abgetönt ist. Es scheint, dass nur die ?? zur hypermnestra- Färbung neigen,
was auch für arbela subsp. nov. gilt, der geographischen Form des nördlichen Borneo, die sofort kenntlich arbela.
ist durch mehr als doppelt so breite schwarze Makeln aller Flügel, cf weiss wie bei belina cf, aber mit
merklichem blaugrauem Schimmer, ? gleichartig, d. h. auch in den äusseren Flügelpartien rauchbraun an¬
geflogen. Abdomen am Rücken ausgedehnter schwarz als bei belina. Kina-Balu, anscheinend sehr selten.
Alle hypermnestra- Formen differieren von der lynceus-loyani- Gruppe durch zwei freistehende schwarze
rundliche Makeln im Costalfelde der Hflgl und durch das Fehlen des schwarzen Striches an der Subcostalader-
H. leuconoe muss als die am weitesten verbreitete und variabelste Art des Genus betrachtet werden.
Mit hera hat sie das Fehlen des schwarzen Strichfleckens an der Subcostale und die beiden freistehenden
schwarzen Makeln im Costalfeld der Hflgl gemeinsam, differiert aber von ihr durch die noch mehr abge¬
rundeten Flügel und die zusammengeflossenen Submarginalmakeln der Hflgl, bei denen die Harpunen¬
zeichnung der lynceus-liera- Gruppe verschwindet. Als Verbreitungszentrum der leuconoe müssen die Philip¬
pinen gelten , von wo aus die Art die Sangir- und Talautinseln im Südosten des Archipels erreicht hat,
merkwürdigerweise ohne auf Celebes überzugehen. Nordwärts ist sie bis zu den mittleren Liu-Kiu-Inseln
gelangt und über Palawan ins nördliche Borneo (Sandakan) eingedrungen. Den westlichen Satellit -Inseln
von Borneo entlang ist sie auf die malayische Halbinsel übergegangen , von Billifon und Banka bekannt,
und wurde neuerdings auch auf Engano und den Batu-Inseln entdeckt. — riukiuensis Hott., ein Charakter- riukiuensis.
Schmetterling der Liu-Kiu-Inseln, der in keiner Sendung, die von dort kommt, fehlt. Sie ist ein Sommer¬
vogel mit der Hauptflugzeit in der zweiten Hälfte des Juli und der ersten des August. Ende März und
Ende August trifft man nur abgeflogene Stücke. Sie ist sehr variabel und führt von allen bekannten Rassen
die kleinsten und zugleich am meisten abgerundeten Submarginalflecken der Hflgl. Bei den cf cf stehen auch
die Makeln zwischen den Radialen der Vflgl isoliert, fliessen jedoch bei den ?? zusammen, cf? auf der
Oberseite aller Flügel bei beiden Geschlechtern intensiv dunkelgelb angeflogen, auch die Unterseite, nament¬
lich jene der Hflgl, gelblich verdunkelt. — nipponica Frühst. (74a) ist eine Zeitform oder Inselrasse mit nipponica.
noch unbestimmter Herkunft, bei der der gelbe Anflug nicht über die Zelle der Vflgl hinausgeht und die
Hflgl beiderseits rein weiss bleiben. — Clara Btlr. bewohnt Formosa. Von ihr war jahrzehntelang nur die clara.
HESTIA. Von H. Frühstorfer.
222
Type des British Museums bekannt, neuerdings entdeckte sie jedoch mein Sammler nahe der Südostspitze
der Insel, bei Taihanroku, in grosser Anzahl. Sie fliegt dort von März bis August und ist in Zeichnung und
Färbung sehr veränderlich. Kein Stück gleicht dem andern und mir liegen cf? vor mit fast ganz weisser
neben solchen mit fast völlig gelber Oberseite. Häufig sind auch nur die Vtlgl gelb , die Hllgl weiss. Die
Submarginalflecken der Vtlgl bilden auch bei den cf cf eine zusammenhängende Binde, wie denn überhaupt
die Vermehrung jedweder Schwarzzeichnung als Charakteristikum von clara den Liu-Kiu-Rassen gegenüber
missilia. zu gelten hat. — missüia nov. subsp. wesentlich grösser als nipponica und von derselben albinotischen Färbungs¬
richtung, aber mit ähnlich wie bei clara verbreiterten Submarginalbinden der Vtlgl und charakterisiert durch
eine subanale Transversalbinde der Hflgl, die von der vorderen Medianader bis nahe an die Submediane
so/yma. hinzieht. Liu-Kiu-Inseln, nähere Heimat unbekannt. — solynia subsp. nov. von Camiguin de Luzon ist die
von Semper als clara abgebildete, bisher unbeachtete Inselrasse, die von allen in Betracht kommenden Formen
abweicht, durch drei schräg übereinander gestellte schwarze, etwa 1 cm breite intramediane Binden. Beide
Flügelpaare sind weiss, nur deren Basis leichthin gelblich angetlogen , und die submarginale Randzeichnung
leuconoe. der Hflgl, die sonst wie bei nipponica gefleckt sind, sehr schmal. — leuconoe Eschh., die Namenstype von
Luzon, wird am besten mit esanga (74a ) verglichen, von der sie auf den Vflgln durch geringere Entwick¬
lung der schwarzen Medianbinden, aber ausgedehntere Subapicalflecken und dadurch eingeengtes weisses
Distalfeld differiert. Die Ilflgl weisen unbedeutende Schwarzzeichnung auf. Das ? ist vom cf nur durch
rundlicheren Flügelschnitt und etwas grösseren Fleck in der Zellmitte der Hflgl verschieden. Nach Angaben
Semper’s fliegt leuconoe während des ganzen Jahres, und genau mit dem nomenklatorisclien Typus analoge
Exemplare trifft man nur im südlichen und mittleren Luzon, während an der Ostkiiste und in Nordwestluzon
sich bereits Übergänge zu solipna einstellen, die ihrerseits zu clara von Formosa und riukiuensis von Liu-Kiu
hinüberleiten. In der Regel sind leuconoe der südlichen Philippinen sehr dunkel und hat deshalb die Rasse
obscura. von Südost-Mindanao den Namen obscura Stgr. empfangen. Bei solchen ist der gelbe Anflug den leuconoe
in ähnlicher Ausdehnung wie clara Btlr. besitzt, auf die Basalregion der Vflgl reduziert, das weisse Zick¬
zackfeld des Randgebiets der Vflgl wird durch breit ausgeflossene schwarzbraune Subapical-Keilflecken ver¬
drängt, die Zelle und alle Adern sind dicht schwarz bezogen, die Oberfläche der Flügel der ?? auch noch
Samara, schwärzlich überpudert. — Samara subsp. nov. ist eine Rasse, bei der das melanotische Kolorit das Maximum
seiner Entwicklung findet, der gelbe Anflug völlig verschwindet und die glasigen Stellen sich noch mehr
moira. als bei obscura vermindern. Insel Samar. — inoira subsp. nov. ist dagegen eine Form, die ähnlich wie jene,
die Semper von der Insel Siargao erwähnt, sich wiederum der leuconoe von Luzon nähert, ja sogar durch
die teils isoliert stehenden, teils nur lose durch feine Striche verbundenen Intramedianmakeln der Vflgl an
solyma erinnert. Doch differiert moira sowohl von solyma wie leuconoe durch brfeiter angelegte subterminale
schwarze Umrahmung aller Flügel, und die ?? nähern sich durch die breitgesäumten Adern und grosse, lange,
princesa. spitze Keilflecken der Hflgl entschieden obscura. Insel Bazilan südlich von Mindanao. — princesa Stgr. ist eine
habituell sehr grosse Form mit auffallend verkürzten Flecken der Vflglzelle und grossen, zumeist isolierter
esanga. stehenden Keilflecken der Hflgl. Palawan. — esanga Frühst. (74 a) von auffallend heller Grundfärbung ist
durch sehr grosse schwarze Medianflecken der Vflgl und grosse runde Zellmakeln der Hflgl charakterisiert.
Der gelbe Anflug ist wenig ausgeprägt und die Unterseite der Hflgl von allen bekannten Formen abweichend
durch die grossen, rundlichen Flecken in und unter der Zelle. Das weisse Randgebiet der Vflgl, durch das
godmani. Zurücktreten der subapicalen Reihe ähnlich wie bei clara ausgedehnt. Talaut-Inseln. — godmani Oberth.
nigriana. von Sangir ist eine sehr grosse, auffallend helle, klein schwarz gefleckte Inselrasse. — nigriana Sm.
nach einem Pärchen von der Sulu -Insel Tanganac an der Nordküste von Borneo beschrieben, differiert
von leuconoe durch rundlicheren Flügelschnitt — das äussere Drittel der Vflgl ist dunkler, die marginalen
und submarginalen weisslichen Makeln und unregelmässigen Felder beginnen zu verschwinden, Htlgl von
dunkleren braunen Adern durchzogen. Ich vermute, dass Exemplare aus Sandakan (Nord-Borneo) zu nigriana
Smith gehören, sie zeichnen sich vor allem durch verschmälerte, länglich ovale Subapicalstrigae und
chcrsonesia. fast ganz schwarzen Apex' der Vflgl aus und differieren dadurch wesentlich von chersonesia Frühst.,
die durch eine besonders breite und auf allen Flügeln gleiclnnässig entwickelte weisse Submarginalregion
auffallen. Auch die schwarzen Zackenbinden sind völlig gleichartig, weil die subapicalen Keile nicht so weit
an den Distalrand hinausgerückt sind, wie bei nigriana und leuconoe. Malayische Halbinsel, Lingga-Archipel,
Banka, vermutlich auch Billiton. Während aber chersonesia einen reichen gelben Anflug zeigt, verschwindet
natunensis. er bei natunensis Snett. völlig aus der Basalhälfte der Vflgl und die Grundfarbe ist heller als bei leuconoe,
javana. nach Angaben ihres Autors. Natuna-Inseln, mir in natura unbekannt. — javana Frühst, hält etwa die Mitte
zwischen chersonesia und nigriana und führt sehr grosse schwarze Subapicalstrigae der Vflgl, welche die
weisse Submarginale einschränken, ihr aber doch mehr Raum zur Entwicklung lassen als bei nigriana. Hflgl
mit kleinem schwarzen Zelltleck, sehr deutlicher Zackenbinde. Der runde Fleck zwischen der mittleren und
hinteren Mediane der Vflgl fehlt (wohl nur ein individueller Unterschied), der aber sehr auffällt und bei allen
meiner vielen leuconoe vorhanden ist. Nordwest-Java, Type in der Sammlung Pagenstecher in Wiesbaden.
Die Form wurde nur einmal gefunden, und man wäre versucht, den Fundort anzuzweifeln, wenn javana
nicht tatsächlich von allen verwandten Inselrassen verschieden wäre. Früher mag auch diese Hestia auf Java
häufiger gewesen sein, aber durch die stets zunehmende Bevölkerung und die damit unvermeidliche Ver-
HESTIA. Von H. Fruhstobfer.
223
nichtung der Wälder zum Zwecke der Reis-, Zuckerrohr- und Kaffeekultur wird den die Waldesruhe liebenden
Faltern ihr Standquartier verleidet und gerauht. — vedana Frühst. (74a) bewohnt die Batu-Inseln bei Xias vedana.
an der Südwestküste von Sumatra. Zeichnungsverteilung etwa wie hei ohscura von Mindanao, Grundfarbe
jedoch reiner weiss, die Subapicalregion etwas ausgedehnter, Oberfläche aller Flügel ohne schwarz- oder
samtbraunen Anflug, vedana ist aber dennoch den dunkelsten leuconoe- Formen anzureihen. Von der ehe¬
maligen Gelbfärbung der Flügel ist bei vedana nur noch ein leichter, ins Grünliche spielender Hauch auf
den Vorderflügeln und ein zarter gelber Anflug der Hintertlügel-Basalhälfte erhalten geblieben. Vorderflügel-
Oberseite: Der obere Teil der Zelle und die Felder zwischen der Zellwand und der Submediana dicht schwarz
beschuppt. Die schwarze Makel an der Submediana erbsengross, distal stark zugespitzt. Die schwarze
Querbinde in der Zelle ungewöhnlich breit. Der schwarze Distalsaum sehr breit, die Pfeile der postmedianen
Binde damit in der Nähe der Radialen und am Analwinkel zusammenfliessend. — enganoensis Doli, differiert enganoensis.
von vedana in der Hauptsache durch breitere Schwarzzeichnung, was namentlich auf der Unterseite der Hflgl
zu Tage tritt. Insel Engano. Flugzeit im April.
H. electra, bisher nur aus Mindanao bekannt, wo sie in zwei Ortsrassen auftritt, unterscheidet sich
von leuconoe hauptsächlich durch die wie bei hjnceus vorspringenden Vflgl. Alle Flügel bis zum Aussenrd
gelblich überzogen, der schwarze Zellfleck der Vflgl geht nicht bis zum Costalsaum, noch nach hinten bis
an die Zellwand. — electra Semp. , von der bisher nur 5 cf und 4 ?? nach Europa gekommen sind, stammt electra.
von Taganito aus Ost-Mindanao, wo sie Ende Mai bis Anfang Juni beobachtet wurde. ? führt ausgedehntere
Schwarz tleckung aller Flügel als der cf und nähert sich mehr der leuconoe- Type. — harmonia subsp. nor. hannonia.
ist eine von Dr. Platen in Südost-Mindanao entdeckte Ortsrasse mit wesentlich verdunkelter Oberseite aller
Flügel und noch breiter angelegter schwarzer Bänderung.
H. blanchardi bewohnt in einer Reihe gut getrennter Rassen Celebes und dessen Insel-Trabanten.
Auf Muna sowie den Tukan-Besi- Inseln im Südosten von Celebes treten stark verdunkelte Formen auf, wie
sie auch von den Andamanen, Pegu und Neu-Guinea bekannt sind. Allen blanchardi- Formen gemeinsam ist
eine breite, distal tief ausgebuchtete, mit 10—12 unregelmässigen sägezahn artigen Spitzen bewehrte Valve.
In der idea-G ruppe ist die proximale Costalmakel stark reduziert, bei den celebischen und circumcelebischen
Rassen fehlt sie völlig und die discale verbindet als breiter Wischfleck manchmal die Costale und Sub-
costale. Der Falter ist überall häufig und in Süd-Celebes kamen sie sogar in die Dörfer geflogen, wo sie
tagsüber die Hütten der Eingeborenen umgaukelten und sich nachts im Bambusgebüsch verborgen hielten.
Rp schwarz und gelb geringelt, oberhalb der Luftlöcher ein breites, trüb gelbrotes Seitenband, das durch die
schwarzen Querbinden unterbrochen wird. Kopf, Bauch und Ftisse, sowie die Fadenanhänge auf Ring 2, 3, 5
und 11 schwarz. — marosiana Frühst. (75 c) ist charakterisiert durch einen braungrauen Anflug, der vielfach die marosiana.
Oberfläche aller Flügel überdeckt und bei den ?? am ausgeprägtesten vorhanden ist. Die intranervalen Pfeile sehr
lang schlank, nur auf den Vflgln manchmal verbreitert. Der schwarze Zellfleck der Vflgl erreicht niemals den
Costalsaum. Beide Geschlechter zeigen bei seitlicher Beleuchtung intensiven hellvioletten Schiller. Süd-Celebes,
besonders auch Wasserfall von Maros, wo die Falter im Walde vielfach in copula auf den Zweigen sassen und sich
leicht paarweise mit den Händen wegnehmen Hessen. Manchmal umschweben sie auch hohe Waldbäume, was ich
besonders in der Regenzeit beobachtete (Januar, Februar), wo sie sehr selten sind, während sie vom Mai bis
November in grossen Mengen auftreten. Valve mit einem sehr grossen dorsalen Zahn, während die distale
Partie bei blanchardi March, (t'ondano Vollenh.) gleichmässig gezähnt ist. — blanchardi ist eine hellere Form, blanchardi.
der äussere Teil der Zelle, das Medianfeld aller Flügel, rein glasig weiss, der braune Anflug auf die Basal¬
region und das Randgebiet beschränkt, die Zellflecken sehr verkleinert. Unterseite fast rein weiss, die intra¬
nervalen Striche dünn, ohne Spur von manchettenartigen Verbreiterungen, Zelle gleichfalls nur ganz fein
braun gestreift. Nord-Celebes, anscheinend seltener als marosiana, weil sie immer nur in geringen Mengen
nach Europa kommt. Auch bei Toli-Toli fing ich im November-Dezember nur wenige Exemplare. — garunda garunda.
subsp. nov. Die ostcelebische Rasse glaubte ich bisher mit kühni von Bangkai vereinigen zu dürfen. — Da
aber nach den Zeichnungen Kühn’s (Iris 1887) die Rpn erheblich differieren, stelle ich für die namentlich
im ? viel hellere Form des gesamten Ostens der Insel den Namen garunda auf. Der Hauptunterschied maro¬
siana und tondana gegenüber liegt in den tiefschwarzen statt braunen Intranervalstreifen und dem schärfer
auf lichterem Untergrund abgesetzten Distalsaum aller Flügel. Auf der Unterseite der Vflgl ist die braune
Zackenbinde gleichfalls durch eine schwarze ersetzt, die Pfriemenzeichnung der Hflgl erscheint viel zier¬
licher. Zentral-Celebes im Juli und August von Doherty, bei Bonthain von Ribbe und bei Tombugo von
Kühn gesammelt, überall häufig. — Rp nach Kühn je nach der Lokalität verschieden, aber im allgemeinen
jener von malabarica ähnlich. Nach einer Zeichnung Kühn’s beurteilt, führt die Rp der ostcelebischen Rasse
auf allen Segmenten laterale suprastigmatale gleichgrosse rote Makeln, jene der Insel Bangkai aber deren
nur sechs grosse vordere und hintere und zwei kleine punktförmige in der Leibesmitte. Auch sind bei
letzterer die schwarzen, bei garunda die weissen Ringe vorherrschend. Pp metallisch golden mit dunkel¬
braunen Rändern der Flügelscheiden und des Abdomens, sowie Reihen schwarzer Punkte. Im Januar ist
die Rp sehr häufig, besonders an regenreichen Tagen. - djampeana Frühst. (75 c) steht der vorigen recht djampeana.
nahe und differiert durch noch markantere schwarze Zellflecken, die bei cf? sowohl den Costalrand wie
224
HESTIA. Von H. Fruhstorfer.
die Zellwand erreichen, die Intranervalstreifen sind breiter, der Zellfleck fliesst mit der schwarzen Makel
am Zellabschluss fast stets zusammen und die Zackenbinde der Vflgl ist unterseits breiter angelegt. Insel
phlegeton. Tanali - Djampea. — phlegeton Frühst. (75c), ausgezeichnet durch den breiten, tiefschwarzen Aussensaum
aller Flügel, stark verdunkelten Costalrand der Vflgl, und die ausgedehnte unregelmässige Querbinde der
Vflglzelle. Der schwarze Saum fehlt auf der Unterseite, doch schimmert er von oben durch, die schwarzen
Streifen der Hflgl führen man chetten artige Zeichnungen, die ‘auf den Vflgln zu einer zusammenhängenden
munaensis. Binde vereinigt sind. Tukan-Besi-Inseln , südöstlich von Celebes. — munaensis Frühst, steht der vorigen
nahe, doch ist der Randsaum weniger dunkel und nicht so scharf abgesetzt., dagegen auf den Vflgln merklich
breiter und wie auf den Hflgln gleichmässiger abnehmend. Insel Muna bei Buton. Nur 1 cf bekannt, der
von den Herren Dr. Sarasjn am 26. Dezember 1895 erbeutet wurde und sich am Museum in Basel befindet.
H. idea, eine der bekanntesten Arten und ein Charakterschmetterling der Molukken, tritt namentlich
auf Ceram in gewaltigen Mengen auf. Ribbe sammelte dort in kurzer Zeit über 2000 Exemplare. Die
Species differiert von blanchardi durch ein unbedeutendes aber konstantes Merkmal , nämlich das Auftreten
von grossen keilförmigen submarginalen, häufig zu einer Binde verschmelzenden Einbettungen der Vflgl.
Auch fehlt in der Regel der schwarze Punktfleck in der Mitte des Costalfeldes der Hflglunterseite. Valve
von unregelmässigeren distalen Konturen, auch in der Medianpartie tief eingebuchtet ( blanchardi ist an dieser
novella. Stelle konkav ausgebogen), der obere Zahn stumpfer als bei blanchardi. — Unter dem Namen novella subsp.
nov. (75b) werden drei unter sich nur minimal differenzierte Inselrassen von Banda, Goram und Ceram
idea zusammengefasst, die von der altbekannten idea Clerk. (= agelia Godt) nur abweichen durch schmälere
schwarze Querbinden in der Zelle der Vflgl und die sonstige etwas zurücktretende Schwarzzeichnung, idea
ist einer der häufigsten Falter auf Amboina und Saparua.
Alle jetzt folgenden Rassen der aza- und cPwrü/fle*-Gruppe besitzen gemeinsam einen zumeist schmalen,
schwarzen Aussensaum, der durch die verschmolzenen Manschetten figuren der Intranervalstriche der Hflgl
aza. entsteht und runde weisse Punktflecken umschliesst. H. aza Bsd. von Buru ist der hertha Frühst. (74b) von
hertha. Sula-Besi sehr ähnlich, nur wesentlich grösser, mit kräftigeren Keilflecken auf allen Flügeln und fast doppelt
so breiten Randbinden. Auch der Fleck in der Zelle der Vflgl und die Streifen in der Hflglzelle sind deut-
su/a. lieber resp. breiter angelegt, ci a ist ziemlich selten auf Buru. — sula Nicer. ist habituell etwas grösser als
herilia, Apicalteil der Vflgl mit isolierter stehenden, d. h. schmäleren Strigae, die marginalen und submarginalen
Zeichnungen schmäler angelegt. Die Fazetten der Hflglunterseite kräftiger schwarz umrandet und die costale
Makel viel grösser als bei hertha. Sula-Mangoli. Valve wesentlich verschieden von idea, schmäler, ungleich¬
artiger, ohne mediale Ausbuchtung und nur mit 2 fast gleich langen, aber sehr spitzen Zähnen bewehrt. -
theia. Bei theia Frühst. (74c) sind die Keilflecken beider Flügelpaare mit der schwarzen Saumbinde vereinigt und
kürzer als bei aza. theia findet sich sehr häufig auf den Nordmolukken und kursiert unter dem Namen agelia ,
der aber ein Synonym von idea ist. Valve jener von hertha ähnlich, aber nur mit einem sehr langen dorsalen
obiana. Zahn und zwei kurzen darunter befindlichen Höckern. - obiana Frühst. (74c) ist eine unbedeutende Lokal¬
form, die nur durch etwas reduziertes schwarzes Kolorit von theia abweicht. Insbesondere verschmälert sich
vosseier i. bei ihr der transversale Zellfleck der Vflgl. Obi, nicht selten. — vosseleri Frühst, bleibt in der Grösse
hinter theia und obiana zurück, hat eine völlig geschwärzte Zelle der Vflgl und doppelt so breite schwarze
Makeln auf diesen. Unterseite aller Flügel mit sehr dicken, schwarzen Adern, die weissen Submarginalpunkte
sehr klein, partiell fehlend. Heimatinsel unbekannt. Vielleicht nur eine melanotisehe Aberration von theia.
H„ d’urvillei bildet die natürliche Fortsetzung der vorigen Species im Papua-Gebiet, wo sie jedoch
bereits im westlichen Teil von Holländisch Neu-Guinea und den Inseln der Geelvinkbai ihre Verbreitungs¬
grenze erreicht. Alle zu ihr gehörigen Rassen, von denen wir aber nur einen kleinen Teil kennen, haben
eine breite schwärze Transversalbinde der Vflgl und einen ausgeprägten schwarzen Distalsaum der Hflgl
gemeinsam, deren Ausdehnung und Entwicklung je nach der Lokalität verschieden ist. Die Valve ist cha¬
rakterisiert durch eine tiefe dorsale Einbuchtung, und ein relativ schmales, mehr als bei anderen Species
vorspringendes distales Ende, das mit nur 2 gleich grossen Zähnen besetzt ist. Die Falter sind Wald¬
schmetterlinge wie alle Hestien, und von der Key-Rasse wird berichtet, dass sie in grosser Höhe über dem
d'urv illei. Erdboden zwischen den Bäumen herumfliegt, d’urvillei Bsd. (75a). Die Namenstype kommt nur auf der
Insel Waigiu vor, wo sie anscheinend selten ist, da aber Boisditval ihre Heimat irrtümlicherweise nach Neu-
nike. Guinea verlegte, kursiert unter ihrem Namen die viel dunklere nike Frühst. (75a) aus Holländisch Neu-Guinea
in den Sammlungen, nike unterscheidet sich von cVurvillei durch die wesentlich verbreiterte Discalbinde, den
verdunkelten Apex und die verkleinerten weissen Marginal punkte der Vflgl. Auch die intranervalen Striche
der Hflgl sind markanter, auf grössere Distanz mit dem schwarzen Aussensaum verwachsen. Dorey, Arfak-
metris. Gebirge und Kapaur. — metris Frühst. (75 b) von der Insel Salewatti bildet das dunkelste Extrem der Species.
Die Vflglzelle ist fast durchweg geschwärzt, die submarginalen Strigae verbreitern sich und auf den Hflgln
dringt die schwarzbraune Umrahmung bis zur Mitte der Flügel vor, auch die Zellstreifen der Hflgl sind
hemera. kräftiger, hemera Frühst, von der Insel Biak führt wieder schmälere Vflglbinden als nike und metris, aber
doch etwas breitere als d'urvillei , und die Verdunklung des Randgebiets der Hflgl ist gleichfalls wesentlicher
als bei Exemplaren von der Hauptinsel von Neu-Guinea. hemera bildet somit einen Übergang von d'urvillei
Ausgegeben 15. V 111. 1910.
EUPLOEA. Von H. Fruhstorfer.
225
zu aruna Frühst. (75a) von den Aru-Inseln, die durch das ausgedehnte, rein weisse Distalfeld und die sogar arima
in einzelne Makeln aufgelöste schwarze Umrandung der Vtlgl sowie das Fehlen der Zellstreifen der Hflgl-
oberseite sich bereits keyensis Frühst, von den Key-Inseln nähert, die durch ganz schmale schwarze Quer- keyensis.
binden, ebensolchen Fleck am Zellapex, kurze pfriemenförmige Zwischenrippenstriche charakterisiert ist.
Audi die Auflösung der Randbinde der Vtlgl ist noch weiter als bei aruna vorgeschritten. Nicht selten auf
Gross-Key.
4. Gattung: (Euploea.
Das Genus Euploea umfasst mit rund 140 Species die artenreichste Danaidengruppe der östlichen
Tropen, die durch ihr gleichartiges Äussere und den monotonen Färbungsstil trotz der Verschiedenheit der
Flügelform soAvie der Zeichnung der Oberseite unter sich dennoch harmonieren. Grundfarbe zumeist braun
bis tiefschwarz, sich nur bei Avenigen Species des Papuagebiets zu violett oder braumveiss verändernd.
Rp,' soweit bekannt, auf Ficus und anderen milchführenden Gewachsen, entweder mit 3 Paar fleischigen
Anhängseln ( Macroploea ) oder 4 Paar Tentakeln versehen (Crastia, Trepsichrois). Pp dick, glockenförmig,
manchmal verschwenderisch mit Gold und Silber geschmückt.
Ein Hauptmerkmal der Imagos bildet der bei den meisten Arten konkav ausgebogene Ird der Vtlgl
der efef, der zumeist gepaart geht mit kürzeren oder längeren glänzenden sogenannten Duftstreifen. Die
Hflgl sehen am Costalsaum bei den cf cf Avie poliert aus (Duftspiegel) und besitzen zumeist eine Vertiefung,
die mit mehligen Schuppen belegt ist, die sich oft zu einem dicken Pelz verbreitern ( Trepsichrois ).
Die Androconien selbst sind meistens keulenförmig oder länglich, bestehen aber bei den Trepsichrois
aus langen dünnen, geschlängelten Fäden.
Die Analpinsel sind bei allen Arten verschieden, deren Ausstülpen bewirken die Falter durch Ein-
strömenlassen einer anscheinend hellen Flüssigkeit, Avelche rasch im Stylus emporsteigt und die Haarkrone
herauspresst. Bei einigen Arten geht dieser Prozess langsam von statten, am raschesten bei Trepsichrois,
die ihre Apparate in nervöser Hast herausstösst, Avieder einzieht und dabei jedesmal von neuem jenen
scharfen, eigentümlichen Geruch von sich gibt, der auch den Hlb des Weibes auszeichnet.
Einige Arten geben keinen widerlichen, sondern mild aromatischen Duft von sich, so die grosse
mattblaue camaralzeman , die Avie alle näheren Venvandten zugleich die kürzesten Pinsel besitzt, die nur
mühsam herausgestreckt werden können.
Die Salpinx führen zAvei übereinander liegende Haarrosetten, und es ist ein entschiedener Druck
nötig, um die innerste (oberste) Haarkrone herauszupressen, welche sich als kleine gelbe Kugel im Stylus
auf und nieder beAvegt, aber selbsttätig, soAveit ich dies in Siam zu beobachten vermochte, nicht heraustritt.
Am entAvickelsten ist die doppelte Haarkrone bei midamus, welche auch imstande ist, die vermutliche Droh¬
waffe mit einem Male zu entfalten. Eupl. rhadamanthus führt an Stelle der gelben hellgraue Haarsterne.
Niceville vergleicht die Analpinsel mit Weihwasser-Sprengern, die stets senkrecht zur Längsachse des
Körpers ausgestreckt werden. Die Analpinsel sitzen, nach von mir angefertigten Präparaten von Salpinx
viola beurteilt, in einer schlundförmigen, etAvas Avulstigen ovalen Öffnung lateral und anscheinend genau in
der Mitte des siebten und achten Tergits und zwar paaiweise. Deren Strahlhaare erscheinen dem unbeAvaff-
neten Auge als schwarze Punkte, unter dem Mikroskop aber als lange dichte Haarbüschel.
Die erste Subcostale ist stets vor dem Zellende abgezAveigt, immer frei, oder nur zufällig bei einigen
Calliploea mit der Gostale verwachsen. Zweite Subcostale bei allen Artengruppen am Zellende entspringend,
ein Merkmal, das im Gegensatz zu Danais sehr konstant bleibt. Vordere Discocellulare Avie bei den Hestia
stets vorhanden, wenn auch bei manchen Species nur sehr kurz. Die tertiärsexuellen Merkmale der Fltigel-
obertläche sind unter sich sehr variabel und genügen kaum zur spezifischen Trennung, haben aber dennoch
frühere Autoren veranlasst, über 25 Genera aufzustellen.
Aber Avährend sich bei den Danaiden der Struktur nach einige Artengruppen separieren lassen, ist
bei den Euploeen trotz genauester Prüfung nicht die geringste Abweichung zu erkennen, da sie in der
Geäderbildung völlig konstant bleiben. Immerhin lassen sich aber zu BestimmungszAvecken einige der tertiär¬
sexuellen Merkmale zur Umgrenzung von Formenreihen verwerten, denen aber immer nur die Bedeutung
von Artengruppen zukommt, ohne das leiseste Anrecht auf subgenerellen Wert, das einigen Danaidenabteilungen
nicht abzusprechen ist.
Die AbAveichungen der Analpinsel würden eher eine Spaltung in Gruppen zulassen, sind aber mit
unsern derzeitigen Hilfsmitteln nur am lebenden Objekt zu erkennen und somit praktisch noch unverwendbar.
Im absoluten Gegensatz zu den Danais, ja sogar zu den meisten anderen Tagfaltergenera (mit Aus¬
nahme vielleicht der Brassoliden) sind die Klammerorgane auffallend uniform ausgebildet. Uncusbildung bei
16 untersuchten Arten und Formen überhaupt nicht zu erkennen. Valve breit, distal mit ATogelkopfartigem
Umriss, deren Spitze chitinisiert, überall lang zottig behaart, und je nach den Species in geringem Masse
verbreitert oder verschmälert, und nur bei einigen Arten ( aeggptus , leucostictos) mit Zähnen besetzt. Saccus
in der Gestalt gleichfalls nur unbedeutend abändernd. Penis ungewöhnlich lang, häutig.
Fast allen Euploeen gemeinsam ist ein ekelerregender Duft, der bei mulciber das Maximum der
Widerlichkeit für menschliche Organe erreicht. Einige Arten riechen nach Reseden, andere Avieder nach
IX 29
226
EUPLOEA. Von H. Fruhstorfer.
Honig und Vanille. Der Duft ist im allgemeinen von der Nahrung abhängig und man darf wohl annehmen,
dass er die Euploeen vor Nachstellungen der Insektenfresser schützt. Allerdings hat Piepers auf Java be¬
obachtet, dass Vögel lebende Euploeen in seinem Garten in Batavia weggefangen und aufgefressen haben,
was den vitalen Faktor des Schutzes teilweise herabmindert.
Im allgemeinen sind Euploeen blumenliebend und treten manchmal in grossen Mengen auf. In
Siam beobachtete ich in einem halbvertrockneten Wald ein geradezu gespenstisches Auftreten der Falter,
die zu Hunderten eine unter der andern im Gebüsch aufgereiht sassen und beim Durchschreiten des Waldes
sich erschreckt erhoben, wie Fledermäuse durcheinanderflatterten, um sich jedoch bald wieder zur Ruhe
niederzulassen.
In Hongkong sah ich Euploeen Ende Oktober die brennendroten Blüten von Hibiscus umklammern
und gelegentlich traf ich sie in Siam in der Trockenzeit auf mit Wasser überrieselten Felsen, mulciber ging
in Tonkin an mit Urin verunreinigte Wegstellen, auch köderte ich sie wiederholt an mit Unrat durchtränkten
Lappen, die manchmal Dutzende von Individuen anlockten.
Am Kontinent von Indien erscheint die erste Brut bereits Ende Februar und die Euploeen gewähren
dann einen reizvollen Anblick, wenn sie im Wald mit ihren geheimnisvoll schillernden ultramarineblauen
Schwingen leichte Kurven beschreiben oder in schnurgerader Richtung sich fortbewegen, um dann wieder
unterzutauchen um ihr schönes Kleid von neuem selbstgefällig brillieren zu lassen.
Alle lieben es, von 9 Uhr bis gegen die Mittagszeit zu fliegen, dann zu verschwinden und erst
wieder in grosser Anzahl hervorzukommen, wenn sich die Sonne nach Westen wendet.
Sexueller Dimorphismus ist bei den Euploeen ausgeprägter als bei den übrigen Danaiden, ja er hat
sogar in einem Falle zur Aufstellung von zwei Genera für die beiden Geschlechter einer Art geführt, Horo-
dimorphismus dagegen lässt sich nur in seltenen Fällen, und selbst dann nur in unbedeutendem Masse nachwTeisen.
Euploeen sind mehr noch als Danah Kinder der Ebene; im malayischen Archipel geht keine Art über
2000 m, und selbst im Himalaya steigen nur core und mulciber bis 7000 Fuss hinauf. Alle ohne Ausnahme
lieben das feuchtwTartne Tropenklima, man wird sie aber niemals an trocknen Stellen, seien sie heiss oder
kalt, vorfinden, dagegen lieben sie isolierte Wäldchen inmitten von Kulturzonen, sowie den Waldrand. Eine
grosse Anzahl bevorzugt den bewaldeten Meeresstrand und verschwindet , wenn menschliche Tätigkeit den
Waldesfrieden stört, andere hinwiederum aber ziehen furchtlos ihre Kreise auf freien Plätzen der süd asiatischen
Grosstädte. Von zwei Verbreitungszentren ausgehend, Gontinentalindien und Neu-Guinea, nehmen sie an Arten¬
zahl auf den entfernteren Inselgruppen schnell ab. Nordwärts noch zahlreich auf Formosa, erscheinen sie
bereits auf den Liu-Iviu-Inseln nur noch als allergrösste Seltenheit.
Die Entwicklung vom Ei bis zum Imago ist trotz der Häufigkeit der Individuen nur von auffallend
wenig Arten bekannt, ebenso ist auch noch die Entdeckung mancher Species und zahlreicher Inselrassen zu
erwarten, so insbesonders auf den Satellitinseln von Sumatra, Celebes und Neu-Guinea.
Artengruppe Crastia Hbn. (1816).
Rp mit vier Paar fleischigen Anhängseln.
Mit rücklaufender Ader in der Vflglzelle am Ursprung der hinteren Radiale. Duftspiegel der Hflgl fehlt.
Analpinsel kurz, ohne doppelte Haarkrone.
Untergruppe a. Vflgl ohne deutlich erkennbaren Sexualstreifen (Nipara, Oranasma, Patosa, Sarobia, Vadebra,
Lontara, Gamatoba , Menama, Tronga, Sabanosa , Adigama [Moonn 1883]).
E. climena ist eine unscheinbare, von den Nicobaren, und Engano bis zu den Molukken verbreitete
Art, zugleich eine der kleinsten bekannten Species, aber je nach der Lokalität in Farbenabweichungen auftretend.
simulatrix. Ein ausgesprochener Bewohner der Küstenniederung und weltferner Inseln. — simulatrix Wood-Mas. Ober-
seits dunkelbraun, die Ränder ausgedehnt heller, ? durchaus blasser als die cf cf, alle Flügel der cfcf oberseits
ungefleckt, nur das ? führt eine kleine violettweissliche Costalmakel. Unterseite der Vflgl wie bei allen anderen
Formen mit einem violettweissen Punkt vor dem Zellapex, drei blauen transcellularen und gelegentlich einigen
Subapicalmakeln. Hflgl ebenfalls mit einem Punktfleck, und drei bis vier jenseits des Zellschlusses. Nicobaren.
enganensis. Sehr selten, mir in natura unbekannt. — enganensis Doli. (18 e). Oberseits prächtig tief samtschwarz mit einem
rein weissen Punkt vor dem Zellende der cf cf , deren drei bei den ??. Hflgl, namentlich auch jene der ??,
mit deutlichen Submarginalflecken und einer Reihe von Subterminalpunkten auf der Unterseite. Die häufigste
Euploea der Insel Engano, mir gingen über 100 Exemplare im April gefangen zu, ?? jedoch sehr spärlich. -
sepnlchralis. sepulchralis Btlr. ist eine etwas kleinere bleichere Rasse, die in der Umgebung von Batavia sehr häufig
vorkommt. ? auf den Hflgln mit merklicher, unterseits mit etwas fortgeschrittener bräunlichweisser Auf-
terissa. hellung. West-Java, Insel Bawean. — terissa subsp. nov. ist die Lokalform des östlichen Java, die dort bis
etwa 500 — 600 m auf die Vorberge des Tenggergebirges vordringt, oberseits eine stets deutlicher weisse
Zone der Hflgl aufweist, die sich unterseits bis zur Zellspitze ausdehnt, bei extremen Exemplaren sogar als
rein weisses Randgebiet auftritt, so dass auf den Hflgln eine gewisse Ähnlichkeit mit E. eurypon (86 e) ent-
elwesiana. steht. — elwesiana Nicev., ursprünglich aus Bali beschrieben, wo sie gleichwie auf Lombok und Sumbawa
bis etwa 700 m Höhe nirgendwo selten ist, bildet eine habituell kleinere Rasse. Hflgl mit etwas geringerer
weisser Aufhellung als terissa, Unterseite mit im Verschwinden begriffenen ultracellularen weisslichen Punkt-
EUPLOEA. Von H. Fruhstorfer.
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flecken. — macleari Btlr. zeigt gleichfalls fen'ssa-Bildung, bleibt aber in der Grösse noch hinter rlin.Pan« macleari.
zurück. Nur wenige Exemplare bekannt. Christmas-Insel, südlich von Java. — neptis Hob. von der Insel neptis.
Flores, zeigt eine deutliche, bereits zu bandana hinneigende Aufhellung der Vtlgl, auf denen sich namentlich
unterseits eine hellbraune Submarginalzone bemerklich macht, deren Anfänge auch bei ehoesiana von Lombok
bereits zum Vorschein kommen. Bisher nur wenige cf cf bekannt. — climena Cr., die Namenstype von climena.
Amboina, variiert sehr in der Grösse, die dunkelsten Exemplare, vermutlich der Regenzeitform angehörend,
zeigen 46 mm Vtlgllänge, während cf cf wie ??, von zinkeni Fldr., im August gesammelt, nur 36 mm messen zinkeni.
und auf den Htlgln eine auch oberseits zutage tretende weissliche Submarginalbinde führen, die übrigens
auch bei climena unterseits stets leicht angedeutet ist. Beide Formen führen sehr grosse weisse Submarginal¬
punkte der Htlgl. — melina Godt . ist eine Form ohne Subapicalpunkte der Hflglunterseite ; gleichfalls von melina.
Amboina beschrieben. Amboina, Saparua, Ceram, sehr häufig. — dohertyi Holl, ist eine kleinere Rasse mit dohcrtyi.
in der Regel nicht wahrnehmbarer weisslicher oder gelblicher Submarginalzone der Hflglunterseite. Nicht
selten auf der Insel Buru. — bandana Frühst. (82 d) vermittelt bereits den Übergang zu eurypon (86 e), bandana.
nur sind die Submarginalbinden aller Flügel oberseits nicht weiss, sondern hellbraun, gehen aber auf der
Unterseite aller Flügel deutlich in Weiss über. Insel Banda, nicht selten. — sobrina Hob. hat mit bandana sobrina.
das Kolorit der Unterseite gemeinsam, differiert aber oberseits durch die verdunkelten Vtlgl, die einen Rück¬
schlag zu climena bedeuten, während das weisse Randgebiet der Htlgl die Verwandtschaft mit eurypon an¬
deutet. Insel Goram. — valeriana Frühst, von dem Inselchen Roma zwischen Wetter und Dämmer, nord- valeriana.
östlich von Timor, zeigt einen scharf abgegrenzten quadratischen weissen Fleck, der distal hell, basalwärts
dunkelbraunen Vtlgl und eine weissliche, nach aussen in Braun übergehende Submarginalbinde der Hflgl-
oberseite. Auf der Unterseite wiederholen sich die weissen Stellen. — eurypon New. (86 e) endlich bildet eurypon.
das albinotischste Extrem der ganzen Formenreihe mit breitem, rein weissem Randgebiet der Htlgl, die auch
nach aussen die braune Grundfarbe völlig verdrängt zeigen. Auf der Unterseite dringt die Weissbänderung
bis zur Zellspitze vor. Häufig auf allen Key-Inseln im Oktober und November, aber in einzelnen Stücken
das ganze Jahr über vorkommend. — vicina Fldr. ist eine verwandte Rasse von etwas kleinerer Gestalt vicina.
und zurückgebildeten weissen Binden. Aru-Inseln, mir in natura unbekannt. — doretta Vagenst. glaube ich doretta.
nach Exemplaren meiner Sammlung zu climena bringen zu dürfen, von der sie nur durch rundlichere Flügel¬
form, etwas und gleichmässiger dunkle Htlgl und hauptsächlich durch kleinere blauweisse Discalpunkte der
Unterseite differiert. Bismarckarchipel, Neu-Lauenburg. — mangoensis Btlr. endlich ist eine weitere, seltene mangoensis.
Inselrasse von etwas kleinerer Gestalt. Mikronesien. — misenus Misk. Oberseite braunschwarz, Htlgl mit misenus.
lichter braunem Analwinkel und einer submarginalen Reihe von nur leicht angedeuteten weisslichen Punkt¬
flecken. Unterseite etwas punktärmer als climena. Vom Cape York beschrieben, fehlt meiner Sammlung.
E. lugens Btlr. , ausgezeichnet durch ovale schmale Htlgl, scheint climena auf Neu-Guinea zu er- Ingens.
setzen. — smithi Moore ist eine verwandte Form, mir nur aus der Diagnose bekannt, etwas grösser als smithi.
lugens, Vtlgl mit weissen Submarginalflecken , wovon die beiden untersten gleich gross sind und einer ante-
marginalen Reihe von kleinen weissen Punkten. Unterseite wie oben, Vtlgl mit einem kleinen blauweissen
Zellfleck und fünf unbedeutenden Discalmakeln, eine Verteilung, die sich auf der Hllglunterseite wiederholt.
Neu-Guinea, ohne genaueren Fundort.
E. palmedo Doli., die ihr Autor mit lewa Doh. (85 a) vergleicht, ist eine Verwandte der climena und palmedo.
compta und ähnlich adorabilis Frühst. (86 e). Vtlgl dunkelbraun, nach aussen bleicher, mit einem quadra¬
tischen weissen Subapicalfleck, der durch drei feine dunkle Adern zerteilt wird. Htlgl oberhalb der Subeostal¬
ader nahezu weiss, die Medianpartie braun, die distale und subanale Region merklich aufgehellt. Vtlgl
mit einem blauweissen Zellfleck und zwei Discalmakeln , ausserdem Spuren von Streifen zwischen den
hinteren Medianen. Htlgl gleichfalls mit Zell- und sechs sehr kleinen Circumcellularpunkten, sowie einer
Reihe von 6—7 kräftigeren Flecken in der gelblichen Discalzone. Nur ein oder zwei Antemarginalpünktchen.
Selten im Innern von Sumba. Nach Doherty soll in Sumbawa eine ähnliche Species Vorkommen, mit den
Rändern breit weisslich und ohne den weissen Subapicalfleck der Vtlgl (vermutlich ist climena elwesiana Xicec.
damit gemeint). — adorabilis Frühst. (86 e), die ich früher mit compta Iiöh. vereinigte, ziehe ich jetzt un- adorabilis.
bedenklich als weitere mikromalayanische Rasse hierher. Oberseite wie auf der Abbildung, mit lebhaftem
dunkelblauviolettem Schimmer. Unterseite von ähnlichen c//me>m-Inselrassen differierend durch eine Serie
markanter Subterminal- und eine komplette Reihe von weissen Submarginalpunkten, welch letztere in qua¬
dratischen weissen, nach innen braunviolett abgegrenzten Feldern stehen. Insel Wetter, sehr selten, nur
2 ?? in Coli. Fuuhstorfer.
E. compta, eine überaus prächtige Art, bewohnt alle diejenigen östlichen Inseln der Timor- und
Timor-Laut-Gruppe, auf denen climena nicht vorkommt, und ist deren spezifische Zugehörigkeit zur climena-
Reihe nicht ausgeschlossen. Den wesentlichsten Differenzialcharakter von climena bilden drei prägnante
weisse Makeln der Vtlgl und eine postdiscale Binde von sechs verschieden grossen, aber äusserst stattlichen
weissen Flecken der Htlgl. — virudha Frühst. (80 d) ist die ansehnlichste Rasse, von der wir die Oberseite virudha.
darstellen. Die Unterseite differiert nur durch fünf schräggestellte kleine weisse Subapicalpunkte der Vtlgl,
3 Paar in der Flügelmitte stehender ebensolcher Subterminalmakeln und die wie bei climena verteilten hell
228
EUPLOEA. Von H. Fruhstorfer.
compta.
eucompta.
eboraci.
lacon.
malaguna.
oceanis.
honesta.
faisina.
drotnius.
pydna.
spiculifera.
praxithea.
radica.
violetten Zell- und Discaltleckchen aller Flügel. Insel Dämmer. — compta Röb., nach einem ? von Timor-
Laut beschrieben, ist etwas kleiner von Gestalt, führt aber noch ausgedehntere und reiner weisse Zeichnungen
auf der Oberfläche aller Flügel. Sehr selten auf Timor-Laut, wo nach Angaben des Sammlers Rouyer die
Eingeborenen 20 holl. Gulden für jedes Exemplar verlangen. — eucompta Frühst, gleicht auf der Vflgl-
oberseite völlig der adorabilis, nur sind diese schmäler und die subapicale weisse Zone weniger scharf ab¬
gegrenzt. Die weisse Querbinde der Hflgl geringer entwickelt als bei compta, die drei subanalen weissen
Makeln der Vflgl fehlen. Unterseits treten die violetten Discalpunkte stark zurück. Insel Babber, sehr selten ;
nur 2 cflcfl in Coli. Fruhstorfer.
E. eboraci Gr.-Sm., von Neu-Pommern und Neu-Lauenburg beschrieben, ist eine sehr seltene Species,
die mir nicht vorliegt; Vflgl braun mit einer submarginalen Reihe von vier undeutlichen bläulichweissen
Flecken vor dem Apex. Hflgl mit einer grossen Makel vor dem Zellapex und mit einer gekrümmten Reihe
von sieben ähnlichen Transcellularflecken und einer submarginalen Reihe weisslicher kleiner Punkte, die vom
Gostalsaum nach dem Analwinkel zu abnehmen.
E. lacon Gr.-Sm., gleichfalls von Neu-Britannien erwähnt, soll dunkler braun als die vorige sein,
Vflgl mit Purpur übergossen und purpurne Flecken vor dem Apex führen. Die Unterseite sehr ähnlich
eboraci, mit grösseren Flecken als auf der Oberseite.
E. malaguna Ribbe ist, nach einer Abbildung Pagenstecher’s beurteilt, eine der doretta verwandte,
habituell kleine, sehr seltene Species, ausgezeichnet durch Blauschiller der Oberseite. Unterseits dunkler als
doretta, mit fehlender antemarginaler Punktserie. Aus dem Innern von Neu-Pommern.
E. oceanis Roh. (81c), von der ihr Autor sagt, dass sie systematisch nur schwer untergebracht
werden kann, hat weder im makro- noch im mikromalayischen Gebiet nahe Verwandte. Im Discus der Ober¬
seite der Vflgl treten manchmal grauviolette obsolete Makeln auf, die dem abgebildeten cf fehlen. ? von
hellbrauner statt schwarzer Färbung, mit einer Reihe von sechs länglichen, spitzen, weisslichvioletten Trans¬
cellular- und einem Costalstrich. Auf den Hflgln scheint die Zeichnung der Unterseite durch. Letztere ist
reich weiss gefleckt, alle Flügel führen zwei Reihen weisser Submarginalmakeln und je einen Punktfleck
vor dem Zellapex. Insel Engano.
E. honesta Btlr. von den Salomonen, ohne näheren Fundplatz beschrieben, gleicht im Habitus etwas
der oceanis, nur führen die dunkelbraunen Vflgl zwei violette Streifen über der Submediane, einen grossen
weisslichvioletten Fleck vor dem Zellapex und 5 — 6 ebensolche z. T. längliche, z. T. rundliche Discalmakeln.
Hflgl oben zeichnungslos, unten jedoch wie die Vflgl, aber mit lichtblauen Makeln verziert. — faisina Ribbe
von Bougainville ist eine Lokalrasse, deren Hflgl nach aussen etwas lichter werden. Zeichnung wie bei
honesta, nur bei den ?? etwas markanter.
E. spiculifera sieht der pydna (80 c) sehr ähnlich und zählt zu den seltensten Euploea- Species. Vier
Inselformen sind bekannt : dromius Gr.-Sm. von Halmaheira, nach Angaben ihres Autors mit einem weissen
Fleck vor dem Zellapex, drei ebensolchen jenseits der Zelle, einem Gostal- und zwei winzigen Snbapical-
punkten. Hflgl gleichfalls mit Zell- und 5 transcellularen Makeln. — pydna Frühst, differiert von spiculifera
Moore aus Amboina durch die kleinere Gestalt, die dunkleren Flügel und die heller violett weissen Vflgl-
punkte. pydna hat jedoch nur 1 — 2 weisse Apical-, aber keine Submarginalpunkte. Die Unterseite ist da¬
gegen viel reicher punktiert, sowohl im Discalteil der Vflgl, als auch dem der Hflgl. Die Hflgl tragen eine
doppelte Submarginalreihe von weissen Punkten, ausserdem 5 weisse circumcellulare Fleckchen. Durch den
ganzen Vflgl zieht ausserdem eine deutliche submarginale Reihe von violettweissen Punkten. ?. Vor dem
Zellapex ein sehr breiter weisser Punkt; oberhalb der Zelle 2 costale weisse Striche, jenseits der Zelle
1 weisser Strich und 1 runder Punkt. Ferner eine Submarginalserie von 5 weissen Punkten, von denen die
mittelsten zwischen den Radialen kaum zu sehen sind. Auf den Hflgln 3 obsolete weisse Punkte. Unter¬
seite wie oben, nur alle Flecken stark vergrössert ; des weiteren tritt eine doppelte Submarginalreihe von
violettweissen Punkten auf. Insel Obi, sehr selten. — spiculifera Moore (auf Taf. 80 c als pydna bezeichnet)
differiert von pydna durch bedeutendere Grösse, sehr grosse weissliche Makel vor dem Zellende der Vflgl
und die in der Regel noch mehr als auf der Abbildung heraustretenden Submarginaltlecken. Anscheinend
sehr selten auf Buru. — praxithea Frühst, ist eine Form von den Südmolukken, die habituell zwischen
pydna und spiculifera steht und nur sehr kleine Zell- und Subterminalpunkte der Vflgl aufweist; unterseits
entfernt sich praxithea aber von beiden vorgenannten Unterarten durch das Fehlen jedweder Punktierung
der Hflgl. Amboina, nur 2 cf cf in Coli. Fruhstorfer.
E. radica Frühst. Zu dieser Euploea besitze ich keine ähnliche Art von den Molukken, mit der ich
sie vergleichen könnte, am nächsten steht sie noch honesta Btlr. von den Salomons-Inseln. Die Unterseite
hat durch eine submarginale, aufgehellte braune Zone Ähnlichkeit mit Stictoploea. Die Art ist leicht be¬
schrieben; denn die Oberseite ist ganz schwarz mit einem helleren Costalteil der Hflgl. Unterseite: Vflgl
mit einem weissen Fleck vor dem Zellende, 3 circum cellularen, weissliehen Flecken, von denen die beiden
oberen rund und etwas violett, der untere länglich und mehr gelblich erscheint. Hflgl mit einem violetten
EUPLOEA. Von H. Fruhstoreek
229
Punkt vor dem Zellende und 6 violetten circumcellularen kleinen Makeln. Der Basalteil aller Flügel ist schwarz.
Die Vflgl sind costal- und analwärts hellbraun und die Htlgl sind, wie schon erwähnt, durch eine helle Sub-
marginalzone charakterisiert. Das $ ist wie die cf cf, nur befindet sich auf der Vflglunterseite zwischen
dem 3. Medianast und der Submediana ein langer weisser Strich. Insel Obi, nur 2 cf cf, 1 ? bekannt.
E. Ieachi, eine hochinteressante Species, bisher nur. von Celebes gekommen, wo sie in zwei Ortsrassen
auftritt. — Ieachi Fldr. (86c), im Süden der Insel, von mir am Wasserfall bei Maros im November gefangen, leadii.
hat eine völlig schwarze Oberseite des cf, während die basalwärts dunkel-, nach aussen hellbraunen ?? eine
Reihe von deutlichen weissen Submarginalflecken und eine unscheinbare Serie kleiner Antemarginalpunkte
auf allen Flügeln tragen. Die abgebildete Unterseite ist noch reicher weiss dekoriert. Beim cf sind unter-
seits alle beim ? vorhandenen Punktfleckchen auffallend vermindert, nur im Medianfeld macht sich eine
Serie paarweise stehender brauner, nur leichthin angedeuteter Intranervalfelder bemerklich. — Als coracina coracina.
Ff ff. wurde eine kleinere, unterseits analog gefleckte Rasse benannt, die oberseits leicht kenntlich ist an
einer Reihe kleiner, aber prägnanter weisser Submarginalpunkte. Zentral-Celebes, Flugzeit August-September ;
Nord-Celebes. Dr. Martin’s Sammler fand die Art auch im östlichen Teil der Insel. — albiplagiata Frühst., albiplagiata.
von der Insel Bangkai, differiert in der Grösse kaum von coracina, führt aber oberseits eine undeutlichere
Weisspunktierung; ? jedoch erheblich abweichend durch sehr grosse, lange Ultracellularmakeln der Vflgl
und fast doppelt so grosse weisse Flecke der Hflglunterseite.
E. latesfasciata Weym. (= ribbei Böb.) , eine der schönsten Euploeen, die am einfachsten mit latefasciata.
eupator Heto. (80a) verglichen wird, als deren ? sie Hewitson ansah und abbildete. Differiert von eupator
durch schmälere, aber länger ausgezogene Flügel, das Fehlen des konkaven Irds und das Auftreten von
zwei länglichen Zellflecken der Vflgl. Die Transcellularmakeln der Vflgl distal mehr zugespitzt, jene der
Htlgl fast doppelt, so breit. Die Art ist aus ganz Celebes bekannt, tritt aber überall nur als grosse Selten¬
heit auf; ich selbst begegnete ihr sowohl im Strandwald bei Toli-Toli im Norden, wie am Pik von Bonthain
auf 1000 m Höhe im Süden der Insel.
E. moorei ist eine makromalayische Species, die auf der Malayischen Halbinsel und Java noch zu ent¬
decken ist, von Borneo, Sumatra und deren Satellitinseln jedoch schon nach Europa kam. — brookei Moore (86 d), brookei.
aus Sarawak beschrieben, zählt zu den häufigsten Arten des südöstlichen Borneo und wurde auch im nördlichen
Teil der Insel wiederholt gefangen. Das ? differiert von dem abgebildeten cf durch das Vorhandensein eines
weissen Zell- und von einem bis zwei transcellularen zwischen den Medianästen eingelagerten Punkten. Valve
distal konkav ausgebogen, lang dicht zottig behaart, mit breitem, stumpfem, ventralem Vorsprung, der distal
gleichfalls leichthin ausgewölbt ist. — moorei Btlr., sehr gemein im nordöstlichen Sumatra, ging mir niemals moorei.
aus dem westlichen Teil der Insel zu. cf, namentlich aber die ??, in der Regel mit kompletteren und präg¬
nanteren Flecken der Vflgl und anscheinend durchweg lichter braun als Borneo-Exemplare. — morrisi Hag., morrisi.
eine bisher noch sehr seltene Satellitinselform, ans Mentawej beschrieben. Die meisten Exemplare haben bei
einfarbig braunen Vflgln auf den Hflgln eine mehr oder minder komplette und deutliche Reihe submarginaler
und marginaler Fleckchen. Unterseite ähnlich moorei, jedoch mit zu Punkten reduzierter Weissfleckung. —
thiemei Frühst., nach einem cf der Sammlung Thieme in Berlin beschrieben, muss als die am reichsten thiemei.
weiss gezeichnete, bisher bekannt gewordene Rasse gelten. Sie steht nahe moorei Btlr. von Sumatra, von
der sie abweicht durch ihre kleinere Gestalt, die prominenteren, weissen Submarginalpunkte der Vflgl, und
die komplettere Reihe von Submarginalflecken, von denen die 3 obersten kaum etwas kleiner sind, als bei
moorei, während die 4 darauffolgenden bedeutend grösser erscheinen. Jenseits der Zelle lagern 7 weisse
Striche und Punkte, von denen bei moorei sich gelegentlich nur f zwischen Mediana 1 und Mediana 3 ein¬
stellt. Des weiteren steht auch noch ein ziemlich grosser weisser Punkt vor dem Zellapex und zwischen
Mediana 3 und Submediana ist ein weisser Strich eingebettet. Die Hflgloberseite ist weniger reich dekoriert
als bei moorei von Sumatra. Es sind nämlich nur 3 Admarginal- und 3 Submarginalpunkte vorhanden,
während die Analreihe oben ausfällt und nur von der Unterseite leicht durchschimmert. Die Unterseite
nähert sich wieder moorei. Die Admarginalpunkte sind aber auch hier prominenter und jenseits der Zelle
lagern noch 6 weisse Punkte und Striche, von denen bei moorei gelegentlich nur 3, aber violette, vorhanden
sind. Die Hflglunterseite unterscheidet sich von der Oberseite durch eine komplette Admarginalserie von
weissen Punkten, die mit moorei übereinstimmt. Auch die circumcellularen Punkte sind wie bei moorei nur
weiss anstatt violett. Merkwürdigerweise hat thiemei mit morrisi Hagen von Mentawey wenig gemeinsam;
denn morrisi hat eine ganz schwarze Flügeloberseite und die Punktierung der Unterseite der Vflgl ist ob¬
soleter, während umgekehrt die Submarginalserie der Hflgl von morrisi kompletter ist. Insel Nias.
E. crameri zählt zu den formenreichsten Arten des indisch-makromalayischen Gebiets und dessen Insel-
Trabanten. Nach Osten geht sie bis zur Insel Bali. Valve weniger ausgebogen mit gerader verlaufendem
und etwas spitzerem, ventralem Anhang als bei moorei. — nicevillei Moore von den Sunderbunds, kleinen nicevillei
angeschwemmten Flachinseln an der Gangesmündung beschrieben, ist vermutlich ursprünglich nur zufällig
durch den Schiffsverkehr verschleppt worden , zeichnet sich durch ungewöhnlich breite und rein weisse
Submarginalflecken aller Flügel aus. Es ist bisher nur ein ? bekannt , das im Brit. Museum aufbewahrt
wird. — frauenfeldi Fldr. (= esperi Fldr., biseriata Moore ) differiert erheblich von nicevillei, durch stark frauenfeldi
230
EUPLOEA. Von H. Fruhstorfer.
verkleinerte weisse Flecken, bei einigen cfcfl fällt sogar die innere submarginale Punktreihe manchmal völlig
bremeri. aus. Nikobaren. — bremeri Fldr. (? = olivacea Moore ) unterscheidet sich von der abgebildeten lieylaertsi
durch heller braune Grundfarbe, schmälere Form und markantere weisse Zeichnungen der Vftgl. In Ober-
Tenasserim nicht selten, geht die Form nordwärts bis Akyab und ist auch im Mergui -Archipel von Dezember
marsdeni. bis März in Anzahl anzutreffen. — marsdeni Moore wurde die Form der Malayischen Halbinsel benannt,
die in der Regel etwas zurückgebildete weisse Flecken der Vflgl trägt und den Übergang von bremeri zu
lieylaertsi. lieylaertsi bildet. — - heylaertsi Moore (86 d) gilt als eine der gemeinsten Species von Sumatra, wo sie von
der Aluvialebene bis etwa 500 m hinaufgeht und sich sogar in Dorfgärten herumtreibt. Nach Angaben
Martin’s sollen gelegentlich Exemplare Vorkommen, die manchmal einen kurzen, zufällig jedoch selbst einen
niasica. deutlichen und längeren Sexualstreifen der Vflgl aufweisen. — niasica Moore bleibt in der Grösse hinter
heylaertsi zurück und demzufolge verkleinern sich auch alle weissen Zeichnungen der cflc?. Dagegen tritt
bei den ?? eine supplementäre Serie schmaler, zum Teil violetter Transcellularflecken der Vflgl auf, die bei
heylaertsi fehlen. Damit geht aber auf der Htlgloberseite ein völliges Verschwinden der weissen Punktserien
nagasena. gepaart. Insel Nias, sehr häufig. — nagasena Frühst. (82 b). Eine Zwischenform von niasica Moore und
mentavica Hagen, von beiden erheblich differenziert, aber sich doch mehr der Nias-Schwester anschmiegend.
nagasena weicht von niasica ab durch die erheblich zierlichere Weisspunktierung aller Flügel, während sie
mit mentavica, abgesehen von der Flügelform, nur noch die Anlage der Vflglzeichnung gemeinsam hat.
nagasena trägt 2 komplette Submarginalserien von weissen Punkten auf den Vflgln, davon stehen die unter
sich gleich grossen Punkte der admarginalen Reihe zu 6 Paaren vereinigt, während die innere mehr konkav
verlaufende nur aus 7 weit getrennt stehenden Fleckchen besteht, von denen die zweite, subapicale Makel
von dem Aussehen eines Stecknadelkopfes am grössten ist. Im Medianteil nahe dem Costalrand verteilen
sich noch einige obsolete Pünktchen , sonst sind die tiefschwarzen Vflgl oberseits zeichnungslos. Auf der
Unterseite wiederholen sich sämtliche Punktierungen, zu denen dann auf beiden Flügeln noch eine Serie
ultracellularer Pünktchen tritt, von denen bei der Type die Vflgl deren 7, die Hflgl 8 aufweisen. — Bei
mentavica. mentavica Hag. ist ein weiteres Verschwinden der weissen Punktflecken der Oberseite zu konstatieren, von
denen beim cf nur noch 3 auf den Vflgln erhalten bleiben. Dagegen ist die innere submarginale Serie der
Hflgl ober- wie unterseits vom Costalrand bis zum Analwinkel durchlaufend, ohne wie bei nagasena vor der
Flügelmitte aufzuhören. Mentawei- Inseln. Auf Engano ist eine crameri- Rasse bisher nicht beobachtet
tenggerensis. worden. — tenggerensis Frühst., eine seltene Form des östlichen Java, ist. bereits wesentlich verändert,
ein echtes Produkt einer Landschaft mit ausgesprochener Trockenzeit, fahlbraun, mit spärlichen, zerstreuten
ungleich grossen weissen rundlichen Makeln, die ähnlich wie bei nagasena verteilt stehen. ? mit dem üb¬
lichen Fleck vor dem Zellapex, einer Serie von 7 discalen, 9 submarginalen und 9 — 11 antemarginalen
Punktflecken der Vflgl. Hflgl ohne Zellmakel mit verkürzter Medianserie weisser Punkte, die auf der Unter¬
seite insgesamt ins bläuliche spielen. Valve zierlicher als bei crameri, distal kaum gewölbt mit schärferer
pagen- Ventralspitze. Tengger- Gebirge auf 500 — 800 m Höhe. — pagenstecheri Hag. führt auf tiefschwarzem
stechen. Grunde in der Regel nur 3 — 4 ungleich grosse, aber stattliche Subapicalmakeln , einen kleinen Punktfleck
im Costalrand und nur sehr selten discale Pünktchen. Nur beim ? erscheint regelmässig der bei crameri
übliche Fleck vor dem Zellapex der Vflgl und 1 — 2 Medianmakeln. Insel Bawean, nicht selten. —
singaradha. singaradha Frühst, von Bali schliesst sich bereits eng an crameri von Borneo an, mit der sie viel mehr
Analoges aufweist als mit der Bawean- und Java -Unterart. Vflgl stets mit deutlichen grossen bis zur
hinteren Mediane durchgeführten Submarginalflecken und namentlich beim ? ausgedehnten, keilförmigen
crameri. Medianmakeln. Wie alle Bali -Falter ist auch singaradha nur, sehr klein von Gestalt. — crameri Luc.
(= johanna Kirby ) bildet nächst pagenstecheri das melanotischste Extrem der Kollektivspecies mit reduzierten
weissen Flecken der Vflgl und in der Regel völlig ausfallenden Punktserien der Htlgloberseite. Valve etwas
weniger robust gebaut als bei heylaertsi. Verbreitung über ganz Borneo mit Ausnahme des äussersten
pryeri. Nordens. Von dort ist pryeri Moore bekannt, die wiederum durch vermehrtes Weiss an heylaertsi erinnert,
in der Regel aber von kleinerer Gestalt und mit etwas rundlicheren Subapicalmakeln versehen ist. Sandakan. -
daatensis. daatensis Moore soll von crameri differieren durch verhältnismässig breitere und grössere Subapicalflecke
und durch eine nahezu komplette Reihe von Antemarginalpunkten der Vflgl. Hflgl gleichfalls mit deutlichen
labuana. weissen Punktreihen. Insel Daat, Nord-Borneo. — labuana Moore nähert sich pryeri durch 2 Reihen kleiner
lanista. weisser Submarginalfleckchen der Hflgl. Insel Labuan, Nord-Borneo. — lanista Frühst, von Natuna diffe¬
riert durch die reichere Punktierung aller Flügel von crameri und hält die Mitte zwischen crameri und
pryeri Moore. Die cfcf tragen eine Admarginalreihe von 7 kleinen weissen und eine Submarginalreihe von
8 ungleichen und sehr viel grösseren weissen Flecken; desgleichen macht sich jenseits der Zelle ein Costal-
lleck und zwischen dem 2. und 3. Medianaste ein kleiner weisser Punkt bemerklich. Die Hflgl tragen auf
der Oberseite 2 komplette Serien kleiner weisser Punkte, die bei crameri entweder ganz fehlen oder von
denen nur eine Reihe, namentlich bei Süd-Borneo-Stücken, sichtbar ist. Die Unterseite ist gleichfalls reicher
punktiert und differiert von crameri durch die Doppelreihe weisser Punkte auf den Hflgln. Das ? lässt sich
leicht von crameri -? unterscheiden durch das Auftreten von grösseren Admarginalpunkten; auch die 3 dis¬
calen Punkte sind sehr viel prominenter als bei crameri. Auf der Htlgloberseite ist die innere Submarginal¬
reihe nicht so kräftig entwickelt wie bei pryeri -?, auf der Untei’seite aber wieder komplett.
EUPLOEA. Von H. Fruhstoreer.
231
E. malayica, eine typisch makromalayische Species, von der wir die häufigste Zweigrasse malayica malayica.
Btlr. (80 b) abbilden. Der cf ist tief schwarzbraun mit erheblich kleineren Submarginalpunktflecken und
zumeist stark reduzierten Zell- und Medianmakeln. Die ?? führen auf der Hflgloberseite in der Regel nur
eine meist unvollständige Serie von weissen Submarginalpunkten, malayica bewohnt den echten Tropen¬
wald, geht aber nirgendwo über die Niederung hinaus, sie liebt es, hoch über kleine Lichtungen wegzu¬
segeln, findet sich das ganze Jahr über, ohne jedoch in grossen Mengen aufzutreten. Malayische Halbinsel,
Nordost- und Südwest- Sumatra. — stolli Weym. bewohnt Nias und bleibt im Habitus und demzufolge auch stolli.
in der Entwicklung der weissen Median- und Saumfleckung hinter malayica zurück. ? unterseits hell kaffee¬
braun mit dunklerem, leicht violett angehauchtem Randgebiet. — hypanis vom. nov. für den präokkupierten hypanis.
ochsenheimeri Moore soll die Java -Unterart bezeichnen, mit noch geringerem Ausmass der Flügel, oberseits
dunkel seidigbraun, mit sehr kleinen weissen Rand- und Discalmakeln. Erstere wiederholen sich in aus¬
geprägteren und vollständigeren Reihen auf der Unterseite. Java, sehr selten, von mir selbst dort nicht
angetroffen. — scudderi Btlr. übertrifft in der Regel malayica an Grösse, hat aber dennoch ein melano- scudderi.
tisches Aussehen durch stark zurückgebildete weisse Fleckung, die den cf cf aus Südost-Borneo oberseits manch¬
mal völlig abgeht. Borneo. — claudina Stgr. von der Insel Palawan, durch prachtvoll blauschillernde claudina.
Oberseite und auffallend verbreiterte rein weisse und auf den Hflgln längliche statt rundliche Makeln
von allen verwandten Inselformen wesentlich differenziert.
E. cratis Btlr. eine äusserst seltene Species, bisher nur von Gap Engano auf Luzon und den cratis.
Babuyanes Inseln nördlich von Luzon gefunden. Die Zeichnung hat Ähnlichkeit mit jener von suluana
(84 d) , doch treten noch ein grosser halbmondförmiger Zellfleck und 4 gelbliche Circumcellularmakeln der
Vflgl in Erscheinung. Submarginalflecken namentlich innerhalb der Medianäste gross, herzförmig, die discale
Reihe der Hflgl sich von der Gostale bis nach dem Analrand zu in steigender Progression verlängernd.
E. modesta Btlr. (= cupreipennis Moore, tavoyana Moore, mouhoti Moore) darf als ein Charakter- modesta.
Schmetterling von Hinterindien bezeichnet werden, modesta ist weitaus die häufigste Euploea des mittleren
Siam, wo ich sie im Januar und Februar zu vielen Tausenden antraf. Selbst auf der Bahnstrecke von
Bangkok nach Korat begegnen wir ihnen da, wo die ersten Hügel sich aus der mit Reisfeldern bedeckten
Ebene erheben, in ganzen Wolken, die sich mit Weisslingen mischen und mit ihnen, durch die Lokomotive
aufgeschreckt, durcheinanderwirbeln. Auch beim Durchstreifen des Waldes kamen sie zu Hunderten aus
ihren Verstecken im Baumstrauchdickicht zum Vorschein. Bis Mitte Februar traf ich ausschliesslich ab¬
geflogene Exemplare, dann aber begann gleichzeitig mit Pap. tavoyanus die erste Generation zu schlüpfen,
die mit ihrem intensiven und wundervollen Blauschimmer auf den violettbraunen (wenn abgellogen kupfer¬
farbenen !) Flügeln den Namen modesta nicht rechtfertigen. Aus relativ kurzen schwer hervorstreckbaren Duft¬
pinseln strömt die Art einen äusserst angenehmen Wohlgeruch aus. In der Grösse sehr variabel (38 bis
45 mm Vflgllänge), ist sie in der Zeichnung recht beständig. In Wahrheit stellt sie eine camaralzaman (79 c)
en miniature vor. Tenasserim bis Süd-Annam, Cambodja, Insel Salanga. — buxtoni Moore (81 b) ist eine stark buxtoni.
verdunkelte Rasse, deren Vorkommen auf Sumatra bisher bezweifelt wurde. Mir gingen aber 5 — 8 Exem¬
plare aus der Umgebung von Padang-Pandjang im westlichen Teil der Insel zu. Der Blauschiller auf den
noch dunkleren Flügeln ist nicht so herrlich wie bei Siam-cf’cf', die weisse Doppelreihe von Submarginal¬
punkten der Hflgl etwas verkleinert. — lorzae Moore ersetzt anscheinend die Species in Nord-Borneo, mir lorzae.
in natura unbekannt, trägt sie nach der Abbildung ihres Autors 3 mässig grosse, keilförmige wTeisse Sub-
apicalflecken auf den Vflgln.
E. camaralzaman Btlr. (79 c) ist nicht nur eine der grössten und schönsten Euploeen, sondern auch camaral-
einer der wohlriechendsten Falter Süd -Asiens, deren cP cf einen höchst angenehmen süssen Vanilleduft ver- zaman.
breitet. Nach meinen Beobachtungen durchzieht der Schmetterling stets einzeln und selten in etwa 2 — 3 m
Höhe über dem Erdboden und nur in den Vormittagsstunden das Wahlesdunkel und erinnert aus der Ferne
gesehen an südamerikanische Morphiden. Der wundervolle Blauglanz, der die inneren 2/s der Flügelober¬
fläche bedeckt, konnte auf der Abbildung nicht zum Ausdruck kommen. Die T}rpe ist aus Chentabun,
Siam; von mir im Januar-Februar am Muoklekfluss gefangen, ist sie neuerdings auch in Süd -Tenasserim
entdeckt worden. — Eine ?-Form mit einer dritten Reihe weisser Punktflecken in der Mitte der Hflgl hat
Moore als carpenteri von den Inseln des Mergui -Archipels beschrieben. carpenteri.
E. deheeri Doh. bewohnt die westlichsten Inseln von Mikromalayana. Die Namenstype stammt deheeri.
aus Sumbawa. Wie vergleichen sie hier am besten mit werneri (86 d), von der sie durch das Fehlen sämt¬
licher Medianmakeln der Vflgl und fast aller Submarginalpunkte der Htlgl leicht zu unterscheiden ist. Die
Hflglunterseite ist charakterisiert durch einen gelblichen Gürtel mit blauweissen Aufhellungen, der hinwiederum
bei werneri fehlt. — suavissima Frühst, ist auf eine Reihe von Exemplaren basiert, mit an cratis von den suavissima.
Philippinen erinnernden weissen länglichen, manchmal etwas violett überhauchten Striemen der Hflgl. Sub-
marginalmakeln der Vflgloberseite zumeist violett. Lombok, auf 5 — 700 m, nicht sehr selten, April-Juni. —
salinator Frühst, von der Insel Alor unterscheidet sich durch mehr als doppelt so grosse, rundliche, weiss- salinator.
lieh violette Submarginaltlecken der Vflgloberseite, aber stark verdunkelte Unterseite, die durchweg kleinere
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EUPLOEA. Von H. Fruhstorfer.
lamos. weisse Punkte trägt. — lamos Frühst, endlich ist eine in Ost- Java sehr seltene Rasse, cf: Vflgl dunkel¬
braun mit intensivem, blauviolettem Schimmer, einer Reihe von 8 wie bei werneri (86c) verteilten und
ebenso rein weissen stattlichen Submarginalmakeln, 4 undeutlichen partiell violetten Transcellular- und dem
üblichen Gostal- und Zellfleck. Hflgl namentlich nach aussen lichter braun, mit nur einer Reihe von
4 deutlichen Submarginalpunkten. Unterseite mit dem breiten violetten Strich an der Submediane, der den
crameri-cfcf stets fehlt, bei deheeri in der Regel vorhanden ist. Hflgl ohne die gelbliche bleiche Medianzone,
welche deheeri und suavissima gemeinsam haben, wodurch ein Übergang zu der merkwürdigen Floresrasse
kühni. hergestellt wird. — kühni Bob. von der Insel Flores nähert sich auffallend der werneri, die Zeichnung der
Oberseite entspricht jedoch jener der lamos, dagegen harmonieren die stark verbreiterten weissen Makeln
der Hflglunterseite mehr mit iverneri als deheeri. Jedenfalls selten, bisher nur ein Paar bekannt.
werneri. E. werneri Frühst. (86 d). Auf der nur 20 km von Deutsch Neu-Guinea entfernten kleinen Vulkan¬
insel hat der Schweizer Botaniker Dr. Eugen Werner eine Fuploea - Species entdeckt, die bisher auf der
Hauptinsel noch nicht beobachtet wurde. Die interessante neue Species steht der deheeri Doh. von Sum-
bawa, suavissima Frühst, von Lombok und lamos Frühst, von Ost -Java nahe, entfernt sich aber von allen
genannten durch grössere weisse Submarginalflecke der Vflgl , das Auftreten einer Serie von ebensolchen
Makeln der Hflgl und eine circumcellulare Gruppe von 5 kleineren weissen Punktflecken der Vflgl. In der
Vflglzelle steht dann vor dem Apex auch noch ein grosser weisser Punkt. Beim ? sind alle diese Weiss¬
flecke wesentlich grösser und deutlicher und längs der Submediane lagert ein weisser oblonger Querstrich,
der auch bei den cf cf gelegentlich auftritt. Unterseite schwarz ohne die für deheeri so charakteristische
Aufhellung der Hflgl. Auf den Hflgln finden sich gleichfalls 6 — 7 transcellulare Weissflecke und der api-
cale Punkt vor dem Zellende. In Hinsicht auf die Abbildung (86 d) erübrigt eine weitere Beschreibung.
In den Genitalien verrät sich die Verwandtschaft mit deheeri, doch hat die Valve eine regelmässigere,
weniger deutlich gerundete Form, die an einen Vogelkopf erinnert; ihre ventrale Spitze ist etwas schärfer
eingesclmürt und das distale Ende spitzer.
E. batesi, ursprünglich aus Halmaheira beschrieben, ist eine ausschliesslich papuanische Species.
batesi. Exemplare, die mit der Namenstype übereinstimmen, batesi Fldr., die ihr Autor mit melina Godt. vergleicht,
pinaria. fehlen mir, sie kommen sehr nahe der als batesi abgebildeten Inselrasse pinaria subsp. nov. ( 86 c), die von allen
Verwandten differiert durch namentlich beim ? beinahe graugelben Distalsaum aller Flügel, cf: gelegentlich
mit zwei violetten Subapicalfleckchen der Vflgl, sonst wie das ? absolut zeichnungslos. Vflgl mit einem Zell-
und zwei Intermedianpunkten, Hflgl ebenso, aber mit sechs circumcellularen violett überhauchten Punkt-
mimica. flecken. Randgebiet der Hflgl weisslich. Waigiu, sehr selten. — mimica subsp. nov. übertrifft pinaria etwas
in der Grösse, die Grundfarbe verdunkelt, auch die Aussenrdr erscheinen mehr rot als gelbbraun und die
publilia. Basalfärbung der Hflglunterseite ist entschieden rotbraun. Holländ. Neu-Guinea, Sorong. — publilia subsp. nov.
ist eine relativ kleine Rasse, oberseits fast schwarzbraun, Randzone der Hflgl stark verdunkelt, mit deut¬
lichem, schwarzem Terminalrand, Basalpartie der Hflglunterseite dunkel kaffeebraun, mit auffallend breiter,
tief am Ird emporgehender hellgelblicher, manchmal weiss, manchmal violett überzogener Umrahmung.
Deutsch Neu-Guinea, in grosser Menge in der Astrolabe-Bai auftretend.
nubaida. E. nubaida Gr.-Sm. von Halmaheira beschrieben, mir in natura unbekannt, ist. nach der Versicherung
ihres Autors eine grössere Species und in der Hauptsache durch das Fehlen jedweder bleichen Distalzone
auf beiden Flügeln unterschieden. Grundfarbe samtbraun mit r bleicherem Costalsaum der Hflgl.
E. wallacei bewohnt ausschliesslich die Molukken und bildet, wie schon ihr Autor hervorhob,
gilda. wegen ihrer langen, gleichartigen schmalen Flügelform eine Gruppe für sich. — gilda Frühst. (82 e cf,
86c ?,'auf der Tafel in cf verdruckt), differiert von wallacei von Batjan durch eigentümlich aufgehellte
gelbbraune Discalteile beider Flügel und durch die stark vergrösserten weissen Submarginalflecke der Vflgl.
Die Unterseite erscheint dunkler, aber wie oberseits treten auch hier die weissen Makeln prägnanter her-
ares. vor als bei der Batjanrasse. Insel Obi. — ares Frühst, bildet ein Mittelglied zwischen wallacei und gilda,
ist heller im Discalteil als wallacei, etwas dunkler als gilda. Die Weisspunktierung hält ebenfalls die Mitte ;
dagegen sind sowohl die Vflgl wie Hflgl unterseits noch reicher weiss gefleckt als bei gilda. Insel Buru,
wallacei. Miro, Flugzeit November. Muss auf Buru selten sein, weil sie Doherty dort nicht gefangen hat. wallacei
Fldr., die Namenstype, übertrifft gilda und ares bedeutend an Grösse, ihre Oberseite ist durchweg dunkel¬
braun , mit merklicher Aufhellung in der Flügelmitte und bei den cf cf in der Regel ohne weisse Sub¬
marginalpunkte, die bei den ?? gelegentlich leicht angedeutet sind. Batjan, Halmaheira, Morotai.
E. confusa bildet die natürliche Fortsetzung der vorigen Species im Papua-Gebiet und es ist nicht
grayi. ausgeschlossen, dass sie specifisch sogar damit vereinigt werden muss. — grayi Fldr. (82 e) ober- und unter¬
seits dunkelbraun, mit gelbbraunem Discus der cf cf und hellgelbem, distal sogar weisslichem Felde der ??.
Bei letzteren dringt die lichtere Region der Vflgl auch in die Vflglzelle ein. Die meisten ?? sind oberseits
faunia. viel heller als das abgebildete Exemplar. Aru. — faunia subsp. nov. differiert von grayi im ?- Geschlecht
durch das viel schmälere, kaum in die Zelle übergehende, aber viel längere gelbliche Feld der Vflgl und
confusa. die dunkleren, im Discalteil fast rotbraunen cfcf. Holl. Neu-Guinea, Sorong. — confusa Btlr. von Waigiu
Ausgegeben 15. VIII. 1910.
EUPLOEA. Von H. Fruhstorfer.
283
beschrieben (waigensis Stgr.), ist durch lichter braune Grundfärbung charakterisiert, deren ?? ein hellviolettes
Mittelfeld aufweisen, das sich manchmal sehr verbreitert, zwei Exemplare haben sogar noch die Zelle und
den Apicalteil der Vflgl violett überzogen. Nur bei confusa sind die blauen Circumcellularmakeln der Hflgl- melia.
Unterseite deutlich vorhanden. — melia Frühst, von der Insel Fergusson differiert von confusa aus Waigiu
durch die dunkel-, fast schwarzbraune Grundfärbung aller Flügel, was sich auf der Oberseite besonders
ausprägt. Der confusa eigentümliche, helle Discalfleck der Vflgl ist ausserordentlich verbreitert und reicht
bei melia ziemlich gleich breit bis nahe an den Aussenrd. Dieser Fleck ist bei confusa weisslichviolett , bei
melia basal wärts rötlichbraun und wird nach aussen gelblichweiss. — catana Frühst. (81 a) differiert von catana.
melia durch die einfarbige und dunkler rotbraune Discalregion der Vflgl, welche namentlich bei den cf cf
aus Deutsch Neu-Guinea auch noch die untere Hälfte der Vflglzelle ausfüllt. Die Hflgl sind ebenso dunkel
wie bei melia, unterscheiden sich aber von dieser durch eine stark aufgebellte, kaffeebraune anale Region
ihrer Oberseite. Deutsch Neu-Guinea, Britisch Neu-Guinea. Nach Hagen in der Regenzeit nicht sehr selten
vorkommend. — japudia subsp. nov. wurde erst neuerdings entdeckt, bei Gelegenheit des Vordringens der japudia.
holländischen Expedition nach dem über 4500 m hohen Schneegebirge im südlichen Teile von Holländisch
Neu-Guinea. Beide Geschlechter der neuen Rasse sind gekennzeichnet durch ein auffallend helles und sehr
verbreitetes gelblichweisses Medianfeld der Vflgl, das beim ? bis wreit über die Zellmitte hinausgeht. Unter¬
seite der Hflgl ohne Spur von violetten oder blauen Discalmakeln.
E. alecto (= melancholica Btlr.) eine papuanische Species, die westwärts bis zu den Molukken, alecto.
südlich bis Australien verbreitet ist und sich auf mehrere zum Teil hochspezialisierte Lokalformen verteilt,
alecto Btlr., die zuerst beschriebene Unterart, bewohnt Amboina und die Süd-Molukken, cf ? sind von der
abgebildeten barsine (82 b) leicht zu unterscheiden durch das Vorhandensein von zwei Reihen kleinerer,
leichthin braun beschuppter Submarginalflecken der Hflgl. Auf der Unterseite umgeben die Zelle in der
Mitte beider Flügel je fünf ziemlich und verschieden grosse violette Makeln. Die Vflgl der cf cf führen
häufig auch noch eine Serie von Subapical- und die ?? stets eine ebensolche von Subterminalpunkten der
Vflgl. — zodica Frühst, cf differiert von nox der Aru-Inseln und melancholica von den Süd-Molukken durch zodica.
die punktlosen ganz schwarzen Vflgl und auf den Hflgln dadurch, dass die weissen Punkte am xAussen-
saum fast verschwunden sind. Unterseite: Vflgl ähnlich melancholica, aber mit kleineren costalen und
discalen Flecken. Die Hflgl tragen ebenfalls kleinere discale und marginale Punkte. Obi, sehr selten,
nur 1 cf bekannt. — nox Btlr. nähert sich oberseits barsine und zeichnet sich durch 4 — 5 deutliche weisse nox.
Subapicalmakeln der Vflgl und kleine Submarginalpunkte der Hflgl aus. Die violetten Discalfleckchen der
Flügelunterseite noch kleiner als bei zodica. Auf den Aru-Inseln, anscheinend sehr spärlich. — diadema diadema.
Moore ist eine besondere reich weissgefleckte Unterart, die Subapicalflecken der Vflgl noch prägnanter als
bei nox, Hflgl stets mit zwei Reihen weisser Submarginalmakeln , von denen sich die innere aus besonders
grossen, rundlichen eiförmigen Zwischenrippenfeldern zusammensetzt. Die Vflgl der ?? tragen zudem noch
eine Garnitur von kleinen Antemarginalpunkten. Dagegen fehlen fast alle Zell- und Transcellularfleckchen
der Unterseite. Britisch Neu-Guinea, Flugzeit im Januar. — - barsine Frühst. (82 b). cf differiert von diadema barsine.
aus Britisch Neu-Guinea durch eine verlängerte Reihe von Submarginalflecken der Vflgl, welche etwa nur
1/s der Grösse von diadema haben. Die Hflgl tragen nur eine Submarginalreihe von weissen Makeln, welche
rundlicher und grösser sind als bei diadema. Die Marginalserie weisser Punkte fehlt beim cf gänzlich. Die
Unterseite der Vflgl ist gar nicht punktiert und auf den Hflgln befindet sich ebenfalls nur noch eine Sub-
marginalserie von weissen Flecken. Fergusson, selten. — monilifera Moore ist eine unbedeutende, etwas monilifera.
verdunkelte Satellit - Inselform von diadema, nach einem ? von Thursday- Island, aufgestellt. — misagenes misagenes.
subsp. nov. ist samtbraun, nach aussen wenig heller, mit einer submarginalen aus neun weissen Flecken be¬
stehenden vor dem Apex gebogenen Reihe von Flecken, von denen die drei obersten, dem Vrd fast parallel
stehenden die kleinsten und der vierte am grössten ist; nach unten nehmen sie an Grösse ab; der unterste
hinter der letzten Mediane verdoppelt sich. Hflgl mit einer am Analwinkel beginnenden submarginalen
Reihe weisser Flecken, die hintersten länglichoval, die oberen mehr rund und isolierter stehend. Eine kom¬
plette Reiheweisser Marginalpunkte, die sich auf der Unterseite wiederholt. (Hagen.) Nach einem cf von
der Insel Dampier beschrieben.
E. eichhorni Stgr. (= boreas Misk.) (81 c) eine prächtige Form, die alecto in Australien ersetzt, der eidihorni.
vermutlich Artrechte zustehen. Oberseite tief samtschwarz. Unterseits wie oben, aber mit brauner Apical-
region der Vflgl und durchweg lichtbraunen Hflgln. Vflgl mit violettem Strich an der Mediane und den
bei alecto üblichen blauen, aber prominenten Discalflecken, boreas Misk. soll nach Waterhouse synonym
mit eichhorni sein. Nord -Australien, Queensland.
E. ebenina Btlr. der alecto — nox Btlr. recht nahestehend, aber sofort durch einen intensiven ebenina.
Blauschiller der Flügeloberfläche zu erkennen. Die konkave Reihe von weissen Subapicalmakeln verlängert
sich bis zur Submediane, die Hflgl führen ähnlich diadema Moore zwei Serien weisser Randtlecken, von
denen die innere aus grösseren eiförmigen , die äussere aus blossen Punkten sich zusammensetzt. Die
Punktierung der Unterseite scheint je nach dem Geschlechte zu wechseln. Der cfi führt keinerlei discale,
das ? äusserst prägnante violette Zell- und 5 — 6 Transcellularflecken. Aru, anscheinend sehr spärlich. -
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EUPLOEA. Von H. Fruhstorfer.
nymphas. nymphas subsp. nov. differiert von ebenina durch das Erscheinen supplementärer weisser Medianpunkte und
eines feinen Striches über der Submediane der Vflgl. Alle submarginalen Punktflecken kleiner, aber reiner
weiss, jene der Unterseite zierlicher und heller violett als bei ebenina. Key-Inseln, nur ein ¥ in Coli.
Fruhstorfer.
E. aethiops, eine typisch papuanische Species, die nicht über Neu-Guinea und dessen Gestade-
Inseln hinausgeht, bildet ein anschauliches Beispiel der Modifikationsfähigkeit einer Lepidopterenart auf der
aethiops. Hauptinsel selbst, die bereits 5 leicht unterscheidbare Ortsrassen produziert, aethiops Btlr. (86 d), der nomen-
klatorische Typus, ist von Waigiu beschrieben und wie alle vikariierenden Rassen durch einen noch über
die Zelle der Htlgl hinaus verbreiteten matt seidig glänzenden Duftfleck charakterisiert, der durch seine
langen zottigen Androconien noch jenen von alecto übertrifft. Unterseite der Vflgl mit langen weissen
Streifen über der Submediane und 3 weisslich violetten Discalpunkten. Htlgl mit einer Serie von 7 Circum-
cellular- und 10 — 11 Subterminalfleckchen. Analsaum der cf cf hell gelbbraun, jener der ¥2 graubraun. —
tamis. tamis subsp. nov. bewohnt Sorong in Holländisch Nordwest-Neu-Guinea. Htlgl des cf mit dunklerem Rand¬
gebiet, jenes der ¥¥ mit der hellbraunen Grundfarbe verschwommen, Subterminalpunkte auf der Unterseite
tatreilli. aller Flügel vorhanden. — latreilli Kirsch (= reaumuri Oberth.) wurde von beiden Autoren als von Dorey
stammend bezeichnet — es ist die dunkelste der bekannten Formen — und vermutlich auch habituell die
grösste. ¥ oberseits tief schwarzbraun mit lebhaftem dunkelviolettem Schimmer, das Randgebiet kaum auf-
melitida. gehellt. Von Doherty auch am Fusse des Arfakgebirges gefunden. — melinda Gr.-Sm. nach einem ein¬
zelnen ¥ aufgestellt, scheint mir eine Form zu sein mit einer Reihe weisser Flecke auf den V- nnd Hflgln,
wie sie mir analog auch aus Waigiu vorliegt, doch ist bei der Ähnlichkeit der ¥¥ der Euploeen von Neu-
Guinea, auch jener, die ganz verschiedenen Artengruppen angehören, ohne die Type gesehen zu haben,
lygdania. nichts mit Bestimmtheit zu sagen. Ohne genaueren Fundort, vielleicht Humboldtbai. — lygdania subsp. nov.,
habituell etwas kleiner als latreilli. Beide Geschlechter unterseits noch dunkler, mit zierlicheren violetten
pheres. Discalflecken der Unterseite aller Flügel. Insel Mefoor. — pheres subsp. nov. bewohnt die Insel Jobi in
der Geelvinkbai, ist von durchweg reduzierter Gestalt, Htlgl auch im Analwinkel nur unmerklich aufgehellt,
unterseits auch im Basalteil mit lebhaftem Blauschimmer. Alle violetten Zeichnungen, auch der Strich über
coffea. der Submedianader, stark verkürzt und vermindert. — coffea Frühst. (86 e) ist die farbenreichste Ortsrasse
der Hauptinsel, cf mit deutlich abgesetztem, hell kaffeebraunem Analsaum der Htlgl. Oberseite, ¥ mit zu¬
meist prächtig violettem Costalsaum und manchmal sogar mit weiss durchsetztem Randgebiet der Htlgl.
Gelegentlich ist auch die Apical- und Distalzone der Vflgl graubraun, und unterseits violett mehlig über-
occulta. pudert. Deutsch Neu-Guinea, bei Friedrich-Wilhelmshafen sehr häufig. — occulta Btlr. , im Gegensatz zu
coffea, mit dunkelbrauner distaler Flügelumrahmung, die auch unterseits auf ein schmales Gebiet beschränkt
ist. occulta nähert sich wieder latreilli, von der sie aber namentlich bei den ¥¥ durch kürzeren und rund¬
licheren Flügelumriss leicht zu unterscheiden ist. Britisch Neu-Guinea, Collingwoodbai, Type von Pt. Moresby. —
monaeses. monaeses subsp. nov. wurde gleichfalls auf der schon erwähnten Expedition Nouhuis und Lorentz entdeckt.
Das cf entfernt sich von allen verwandten Formen aus Neu-Guinea durch die fahlgelbbraune Analregion
der Htlgloberseite und das gelbbraune statt rötliche Randgebiet aller Flügel. Das ¥ nähert sich dem ¥ von
melinda und führt drei weisse Subapicalmakeln der Vflgl und eine Reihe deutlicher gelblicher Submarginal¬
flecken der Htlgl, auch ist die Analpartie der Htlgl fast rein weiss. Unterseite lichter braun als bei anderen
aethiops, Distalsaum der Htlgl gelblichweiss. Südwest Holländisch Neu-Guinea.
obscura. E. obscura Pagenst. ist nach einer Abbildung in der Iris (1898 t. 4, f. 2) beurteilt entweder eine
Lokalrasse von aethiops, oder eine ihr benachbarte Species, die aethiops im Bismarck-Archipel ersetzt. Gestalt
anscheinend mit der pheres von Jobi übereinstimmend, doch geht der Duftfleck der Htlgl nur bis zur Zellmitte;
Vflgl unterseits mit einer Submarginalreihe von kleinen weissen Punkten und drei ebensolchen, die sich um
die Zelle gruppieren. Vflglzelle selbst ohne weisse Makel vor dem Apex, die jedoch auch bei aethiops häufig
fehlt. Neu-Lauenburg, Neu-Pommern.
cerberus. E. cerberus Btlr. (81c) von rötlichbrauner Grundfarbe mit leichtem Bronzereflex der Vflgl, die
manchmal eine Reihe von 5 Submarginalpunkten führen. Unterseits genau wie bei obscura, jedoch mit deut¬
lichem violettem Punktfleck vor dem Zellende der Vflgl, dagegen fehlt die weisse Makel über der Subcostale
subpunctata. der Htlgl. Neu-Pommern, Neu-Lauenburg, häufig, leicht variirend. — subpunctata subsp. nov. ist eine ver¬
dunkelte kleinere Inselform mit deutlicherem Bronzeretlex der Vflgl und stark zurückgebildeten weisslichvioletten
Punktflecken der Unterseite aller Flügel. Namentlich auffällig ist der reduzierte weisse Fleck zwischen dem
mittleren und hinteren Medianast der Vflgl. Neu-Mecklenburg.
E. resarta (82 b) ist eine der interessantesten der bekannten Arten , ausschliesslich auf das östliche
Neu-Guinea beschränkt, und bisher anscheinend noch nicht im holländischen Gebiet der Rieseninsel beobachtet
turbonia. worden. Zwei Ortsrassen sind zu erwähnen. — - turbonia subsp. nov., die abgebildete Form, die in Kaiser-
Wilhelmsland, und da nur bei Finschhafen und Simbang auftritt und sehr selten ist. Unterseite wie oben.
Vflgl mit einem blauen Punkt vor dem Zellschluss, einem weissen Keilfleck zwischen den Medianästen und
3 — 4 circumcellularen Strichelchen zwischen den Radialen. Htlgl mit einem blauvioletten Zell- und 5 Post-
EUPLOEA. Von H. Fruhstorfer.
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discalpunkten. Hagen erwähnt Exemplare, oben dunkelbraun, nach dem Rande zu heller, und mit ver¬
löschender Submarginalbinde der Vflgl. — resarta Btlr. von Pt. Moresby zuerst nach Europa gekommen, resarta.
von Milne-Bai in meiner Sammlung, differiert von turbonin durch wesentlich eingeschränkte weisse Keilflecke
der Vflgl und kürzere innere Submarginalmakeln der Hflgl, die mit den subterminalen Punkten infolgedessen
nicht zusammenfliessen.
E. funerea Btlr. ist eine hochaparte Species, die je nach der Ausbreitung oder dem Verlöschen funerea.
der weissen Binde aller Flügel abändert. Dunkel schwarzbraun, Gostal- und Distalsaum olivbraun mit leichtem
Bronzeschimmer. Alle Flügel von einem grauweissen, durch die Adern in einzelne Flecken zerlegten Band
durchzogen, die auf den Vflgln gewinkelt sind und beim 2 zweimal so breit als bei den cf cf erscheinen.
Jenseits dieser Binde eine Reihe von Submarginalpunkten, die paarweise stehen. Unterseite mit einem blauen
Fleck in jeder Zelle, die auf den Vflgln von 3—4, auf den Hflgln von 5 in einer gewinkelten Reihe stehenden
umgeben werden. Pt. Moresby, Britisch Neu-Guinea. — squalida Btlr. Kleiner, bleicher, die weissen Flecken squalida.
reduzierter und deshalb isolierter stehend , von dunklerer Cremefarbe. Submarginalpunkte der Vflgl fehlen
und sind undeutlich auf den Hflgln. Nur eine Form der vorigen, da vom gleichen Fundort im Britisch
Museum und in der Sammlung Fruhstorfer.
E. helcita ist der älteste Name für eine kleine Gruppe von Euploeen, welche die ozeanischen Inseln
bewohnen, und von denen wir nur eine geringe Anzahl kennen. Die meisten von ihnen bieten ein getreues
Spiegelbild von konvergenten Arten wie eleutho (84 d) und schmeltzi, sie finden sich deshalb in den Samm¬
lungen fast immer vermischt mit jenen, wenngleich sie durch das Fehlen des seidigen Sexualstreifens der
Vflgl erheblich differieren. An Ort und Stelle sind sie wahrscheinlich nicht selten, doch ist seit nahezu
20 Jahren kaum ein Exemplar von ihren weltfernen Eilanden nach Europa gekommen, was sehr zu be¬
dauern ist, weil noch viele neue Formen der Entdeckung harren. — helcita Bsd. aus Neu-Caledonien scheint helcita.
der abgebildeten aglaina sehr nahe zu stehen. Grösse wie eleutho von Guam, Oberseite braunschwarz, Apex
mit 4 — 5 kleinen weissen Punkten. Hflgl mit ein und einer halben Reihe kleiner Pünktchen. Unterseite
der Hflgl mit einer konkaven Reihe von 7 — 8 violetten Flecken, davon einer in der Zelle. Vflgl mit
5 — 6 Punkten, davon ebenfalls einer vor dem Zellapex. — aglaina subsp. nov. (86a) differiert durch zwei aglaina.
weitere weisse Medianflecke der Vflgl und komplettere Reihen von Submarginalpunkten der Htlglunterseite.
Samoa-Insel Tutuila. — perryi Btlr. Vflgl mit grossem weissem länglichem Fleck jenseits der Zelle zwischen perryi.
der vorderen und mittleren Mediane und einer Reihe von 6 — 7 Subapical- und Submarginalpunkten, sowie
einem Costalpunkt an der Abzweigung der ersten Subcostale der Vflgl. Hflgl mit den üblichen 2 Reihen
kleiner weisser Punkte. Savage oder Niue-Insel. — eschholtzi Fldr. stellt die am auffallendsten und mar- esdiholtzi.
kantesten weiss gefleckte Rasse vor, mit einem grossen quadratischen Makel jenseits der Vfiglzelle, länglich
rechteckigem Fleck zwischen den Medianen, deutlichem Gostal- und 4 unregelmässigen Gostalmakeln. Die
Doppelreihe weisser Punkte der Hflgl aus länglichen schmalen Spritzern bestehend. Fidji-Inseln. — distincta distincta.
Btlr. gleicht der vorigen, nur sind die weissen Quadrate jenseits der Zelle der Vflgl disfal tief eingekerbt,
und die Hflglpunkte stark verkleinert. Ellice-Insel. — intermedia Moore hält die Mitte zwischen perryi und intermedia.
distincta. Vflgl mit noch' mehr zurückgebildeten weissen Flecken, Hflgl aber mit einer submarginalen Reihe
von grösseren Makeln. Raratonga-Insel. — indistincta Moore scheint davon nur eine Aberration zu sein, indistincta.
fast ohne alle Fleckenzeichnung. Vom selben Fundort wie die vorige beschrieben.
Untergruppe b. Mit seidig glänzendem, zumeist deutlichem Sexualstreif der Vflgl. Crustia ( Hb) ;. 1816),
Chanapa, Andasena , Deraqena, Bibisana, Betanqa, Penoa, Mahintha, Karadira, Pamasa, Tuqata, Pramesta, Rausuma,
Chirosa , Mestapra ( Moore 1883).
E. core Cr. bewohnt ganz Indien südlich des Himalaya und gleicht im allgemeinen dem Bilde von core.
suluana (84 d), führt jedoch einen kürzeren und schmäleren Duftstreifen. Man findet die Falter selbst in Gärten
von Kalkutta, wo sie langsam von einer Blüte zur anderen ziehen, sie scharen sich auch gerne zu grossen
Gesellschaften und man hat sie im Hafen von Bombay beobachtet , wie sie über das Meer von einer Insel
zur anderen kreuzen, und es wäre interessant, zu konstatieren, ob sie aus der Entfernung das Land zu er¬
kennen oder zu wittern vermögen oder ob sie planlos und unerschrocken ihrem Wandertriebe folgen. — Als
Nahrungspflanze der Rp sind bereits drei Species Apocynaceae und drei Arten Ficus bekannt. Rp stets
einzeln, langsam, wie alle anderen Euploeen -Rp auf der Unterseite der Blätter; Grundfarbe gelblich mit
lateralem, rotbraunem Bauchstreif und einigen rotbraunen Dorsalringen auf jedem Segment. Vier fleischige,
manchmal aufgerollte rötliche Tentakeln. Pp kurz, dick mit aufgeschwollenem Abdomen, am ersten Tage
gelblich, am zweiten mit leichtem Gold- oder Silberschimmer, einige Tage später smaragdgrün mit präch¬
tigem Metallglanz am Kopfe. Vor dem Ausschlüpfen verfärbt sie sich in ein purpurnes Schwarz, mit
weisser Binde an jeder Seite. Puppenruhe 6-9 Tage, vermutlich je nach der Luftfeuchtigkeit. Die Falter
setzen sich auch gerne an nasse Stellen am Wege und sind in Kalkutta in den kalten Monaten — Oktober
bis März — am häufigsten. — vermiculata Btlr. ist eine Form von grösserer Gestalt und mit breiteren vermiculata.
weissen Binden als die core der Ebene geschmückt. Aus dem nordwestlichen Himalaya ursprünglich beschrieben,
geht sie bis Sikkim und Assam, manchmal bis zu 2000 m Höhe emporsteigend. — asela Moore ist eine asela.
typische Inselrasse mit verdunkelten und auf den Vflgln sogar allmählich verschwindenden weissen Makeln
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und heller brauner Grundfarbe. — Rp mit schmalen weissen und purpurfarbenen Ringen und mit roten und
schwarzen Flecken besetzt; auf dem indischen Oleander. Pp goldiggelb, braun gestreift und gebändert.
Einer der gemeinsten Schmetterlinge der Insel Ceylon findet sich von der Ebene bis zu 6000 Fuss Höhe
und rottet sich besonders im November-Dezember zu grossen Wanderschwärmen zusammen, die aber nie¬
mals die Insel verlassen und nach dem so nahe liegenden Festlande übersiedeln. Ich selbst beobachtete sie
bei einsetzendem Monsun — Ende Mai — zu vielen Tausenden in verwilderten Dorfgärten auf etwa 600 m
graminifera. Höhe. — Als graminifera Moore ist eine mir in natura unbekannt gebliebene Rasse der malayischen Halb¬
insel beschrieben, mit schärfer abgegrenzten und kleineren weissen Makeln auf den Hflgln.
distanti. E. distanti Moore (81 c) scheint core auf Sumatra zu ersetzen und gilt als die gemeinste der braunen
Euploeen auf dieser Insel, bevorzugt die Nähe der See und begibt sich nicht einmal auf die geringsten
Anhöhen. Die Grundfarbe wechselt von hell- zu dunkelbraun, ebenso die Ausdehnung der weissen Flecke
der Hflgl. Malakka -Exemplare scheinen kleinere Submarginalpunkte der Hflgl zu führen. Nach Beleg¬
stücken meiner Sammlung verschwinden gelegentlich die Sexualstriche bei den cd cd, manchmal aber ver-
grössern sie sich auch über die Norm. Das ? führt stets noch einen oder zwei weisse Punkte jenseits der
Circuit a. Vflglzelle. — circuita Sivinli., nach von mir in Hinterindien aufgefundenen Exemplaren beschrieben, be¬
zeichnet eine Lokalform mit auf mehr als die Hälfte reduzierten weissen Makeln der Vflgl, die infolgedessen
weit getrennt stehen. Dagegen neigen die Submarginalmakeln der Htlgl zur Verbreiterung. Unterseite wie
bei distanti mit grossem, violettem Fleck vor dem Zellschluss und einer grossen, spitz ovalen weissen Intra¬
medianmakel. Tonkin, Gochinchina.
godarti. E. godarti Lue. (= siamensis Fldr.) (81 d) ist eine der variabelsten Euploeen des südasiatischen
Kontinents und es ist nur zu bedauern, dass der FELDER’sche Namen fallen muss, denn godarti ist einer
der Charakterschmetterlinge Siams und in allen Teilen des Landes in ungezählten Mengen anzutretfen. Ich
fand die Art auch in Tonkin, ja selbst an der sturmumbrausten Meeresküste Süd-Annams und auf der Insel
Kosi-Chang im Golf von Siam. Bingham verschaffte mir godarti auch aus Tenasserim und Birma, wo sie
von Februar bis Juli nirgendwo selten ist und über Tavoy auch auf den Mergui -Archipel übergeht. Es
dominans. existieren Exemplare mit noch einmal so breiten weissen Makeln der Vtlgl wie auf der Abbildung (dominans
form, vor.), ferner sowohl cf cf wie ?2 mit hell weissgrauem Apicalteil der Vflgl statt mehr oder minder hell
recttssa. blauviolettem (recussa form. nov.). — Als layardi Druce (— binghami Moore, subdita Moore) kursieren jene
layardi. Individuen, die gar keinen violetten oder grauweissen Apicalbezug aufweisen. Diese Form geht von
tonkinensis. Tenasserim bis Tonkin und ist in Siam gar nicht selten. — - Als tonkinensis Sivinh. wurde eine der layardi
entsprechende Aberration benannt, nach von mir in Siam aufgefundenen Exemplaren, bei denen auch noch
defigurata. die weissen Gostal- und Subapicalpunkte der Vtlgl in Wegfall kommen. — defigurata form. nov. endlich
ist die seltenste aller Abweichungen, ohne Spur von Submarginalpunktreihen auf beiden Seiten der Htlgl,
ja sogar mit fehlenden subterminalen Fleckchen der Vflglunterseite. Oberbirma; Type in meiner Sannn-
prunosa. lung. — - prunosa Moore scheint eine Lokalrasse von godarti zu bezeichnen ohne violetten Anflug im Apical¬
teil der Vtlgl und ohne weisse Submarginalpunkte der Htlgloberseite. Die Randzone aller Flügel bleicher
als die Basalhälfte, der Sexualstreifen sehr klein. Nur ein Exemplar bekannt, Type aus Süd-China in
der Sammlung Oberthür.
orontobates. E. orontobates spec. nov. bildet einen Übergang von godarti zur modesta Btlr. und camaralzeman,
hat dieselbe Flügelform und stattliche Grösse wie letztere, „doch fehlt der wundervolle Blauschiller. Von
godarti ist orontobates differenziert durch den äusserst kleinen , kaum erkenntlichen Sexualstreifen der Vflgl,
aber einen hell mausegrauen Duftfleck der Htlgloberseite, der auch noch in das vorderste Drittel der Zelle
übergeht, Submarginalmakeln der Hflgl ebenso gross und rein weiss wie bei camaralzeman und von den
gelblichgrauen bei godarti sofort zu unterscheiden. Unterseite satter tief schwarzbraun als bei godarti.
Chentabun, Ost-Siam ; nur 1 cf' von mir im Januar gefangen.
scherzen. E. scherzen Fldr. ist der ältere Name für die unter dem Namen camorta Moore in englischen
Museen und Sammlungen kursierende Species. Flügelform wie bei godarti , aber etwas rundlicher. Grund¬
farbe dunkel sepiabraun, nach aussen etwas ausbleichend. Oberseite zumeist ohne Spur weisser Makeln,
nur selten ein oder zwei Discal- und Costalpunkte. Unterseite etwas bleicher als oben, ein langer gelblich-
weisser Strich zwischen Submediane und hinterer Mediane, ein grosser Zell-, Costal- und zwei Discalflecken,
weisslichviolett, Hflgl mit Zell- und fünf Transcellularmakeln. ? häufig mit breiter, beinahe weisslichbrauner
Umrahmung aller Flügel. Auf allen Nicobaren-Inseln.
anda- E. andamanensis Äthins, ist die einzige bekannte Euploea von hellgrauer, nach aussen etwas dunkler
manensis. werdender Grundfarbe. Zeichnung wie bei distanti, doch führen auch die cfcf einen grossen weissen Fleck
vor dem Zellapex der Vflgl und zwei , beim ? drei discale Makeln. Vflgl mit zwei Reihen von fast gleich
grossen, aber weit getrennt stehenden weissen Submarginalflecken. Unterseite lichter als oben mit leichtem
gelbem Schimmer. Vom März bis August bei Port Blair, Andamanen.
amymome. E. amymome Godt. sehr häufig auf der Insel Hongkong und dem gegenüberliegenden Festland und
sehr veränderlich in Grösse und der Art der Flügelpunktierung, hat die Species eine Anzahl Namen emp-
EUPLOEA. Von H. Fruhstorfer.
237
fangen, wie Jcinbergi Wallgr., lorquini Fldr., felderi Btlr., und nach falsch etikettierten Exemplaren sollte die
Art auch in Sumatra und Java, ja selbst Ceylon Vorkommen, doch ist es gewiss, dass sie nur das südliche
China bewohnt. Neuerdings wurde sie auf der Insel Hainan entdeckt. Grösse etwa wie heylaertsi (86 aj.
Grundfarbe dunkelbraun mit äusserst lebhaftem violettem Schiller. Vflgl zumeist mit zwei mehr oder minder
kompletten Submarginalserien weisser Punktflecken, selten einem Zell-, stets aber mit 2 — 3 Discaipunkten.
Hilgl zumeist ohne Submarginalflecken, nur eines meiner cf cf trägt solche (weisslich mit gelbgrauen Schuppen
überstreut). Unterseite wie bei godarti, aber in der Regel nur mit einer Reihe anteterminaler Pünktchen
der Hflgl. - — Rp vermutlich unbeschrieben, aber als deren Futterpflanze ist Strophanthns divergens bekannt.
E. haworthi Luc. teilt das Schicksal der vorigen und ist mit einer Serie von Namen wie Inibneri haworthi.
Moore, Janus Btlr., moorei Fldr., eleusina Hbn. belegt. Ein getreues Spiegelbild der vorigen, gleichfalls sehr
veränderlich, aber nur mit undeutlichem violettem Reflexe der Oberseite, auch sind die Submarginalmakeln
nicht so gleichartig wie bei amymome und die Subapicalflecken erscheinen wesentlich verbreitert. Sexual¬
streifen länger als bei amymome. Hflgl fast stets mit zwei Reihen gelblichweisser Submarginalfleckchen,
Unterseite mit violetten Zell- und Discalmakeln, aber weissen Reihen von Sub marginalpunkten. In meiner
Sammlung sind über 60 Exemplare vereinigt, von denen keines dem anderen gleicht. Nicht selten in Ost-
Java, auf Höhen von 500 — 700 m ist die Art in der Nähe von Batavia anscheinend nur spärlich vertreten.
Die westjavanischen Exemplare sind in der Regel kleiner als solche aus dem Tenggergebirge im Osten der
Insel und auf sie passt gewiss eine der obigen Bezeichnungen , was aber nur durch Typenvergleich fest-
gestellt werden kann. Dr. Martin’s Sammler hat sie auch auf Bali in Anzahl gefangen. Es ist nicht aus¬
geschlossen, dass geyeri Fldr. allenfalls auf ein aberrantes Exemplar dieser Art basiert ist. — inconspicua
Moore. Vflgl ohne Apical- und Marginalflecken und mit sehr kurzem dünnem Sexualstreifen, Hflgl mit -zwei
Reihen weisslicher Makeln , die nach dem Gostalrand zu sich verkleinern und verdunkeln. Aus Sumatra
nach von Wallace gefangenen Exemplaren beschrieben; dürfte, wenn der Fundort richtig, als hauorthi-
Form aufgefasst werden müssen. Erweist sie sich wirklich als eine namensberechtigte Lokalrasse, dann
ist der bereits durch Butler präokkupierte Name zu ändern.
E. bauermanni Böb. , von der weltfernen kleinen Insel Kabia, südöstlich von Celebes beschrieben, bauermanni.
gehört zweifellos in die Nähe von hawoi thi Luc., von der sie eine Miniaturausgabe vorstellt. Vflgl wie bei
haworthi, nur mit einer deutlichen Serie von transcellularen Makeln der Vflgl und längeren keilförmigen
Subapicalmakeln. Hflgl mit kleinen Randpunkten und drei grösseren nur bis zur vorderen Mediane aus¬
gedehnten Submarginalflecken. Unterseite wie bei haivorthi, nur alle Weisszeichnungen der Vflgl markanter,
kalaona Frühst, von Everett auf der Insel Kalao zwischen Flores und Celebes entdeckt, ist etwas grösser kalaona.
als bauermanni (Vflgllänge 36 mm) und differiert durch einen breiteren Sexualstreifen. Die circum cellularen
Keile der Vflgl fehlen, ebenso treten alle weissen Flecke der Unterseite etwas zurück, wodurch kalaona noch
sinnfälliger die Transition mit haivorthi herstellt, die gewiss auf Flores auch noch gefunden wird.
E. alcathoe Godt. hat sich anscheinend von Hinterindien aus über alle Inseln des makromalayischen
Gebiets verbreitet und ist ostwärts von Java aus bis Lombok vorgedrungen. Auf dem Kontinent und in
Sumatra noch recht zahlreich, ist sie an der Peripherie ihrer Verbreitungszone schon recht spärlich. —
doubledayi Fldr. ist die indische Zweigrasse der Kollektivspecies, aus Assam beschrieben, auch in Birma doubledayi.
vorkommend, hervorragend durch ihre Grösse, und die namentlich beim ? ausgedehnten langen weissen Sub-
marginalstrigae der Hflgl. Das abgebildete cf gehört der Trockenzeitform an und stammt aus Siam , wo
sich eine namentlich auch durch die dunkleren ?? charakterisierte Lokalform entwickelt hat, mit vorherrschend
braungrauen statt rein weissen Zwischenrippenfeldern der Hflgl. — aesatia subsp. nov. (85 b). Besonders aesatia.
typisch sind ¥? ohne Spur von weissen Flecken der Oberseite der Vflgl, neben welchen auch Exemplare
Vorkommen, die durch 3 weisse Discalpunkte zu normalen doubledayi -$? hinüberleiten. Siam, Unter-Birma,
häufig bis etwa 700 m Höhe. — gardineri Frühst. (? = menetriesi Fldr.) wird von englischen Autoren gardineri.
fälschlicherweise mit menetriesi Fldr. bezeichnet, der eine zu dione gehörige Lokalform unter diesem Namen
beschrieben hat. Beide Geschlechter bleiben in der Grösse hinter aesatia zurück , von der sie sonst ein
noch ausgesprochener verdunkeltes Extrem mit kürzeren braungrauen Intranervalmakeln vorstellen. Malayische
Halbinsel. — martinus Frühst., im Gegensatz zur vorigen mit etwas deutlicheren weissgrauen Fleckchen der martinus.
Hflgl versehen, bewohnt die Ebenen und Vorberge des nordöstlichen Sumatra. — vonara subsp. nov. führt vonara.
namentlich beim ? ausgeprägte und fast rein weisse und längere Strigae in der Submarginalregion der Hflgl.
Auch macht sich bei den 2? eine Doppelreihe weisser Randpunkte der Oberseite der Vflgl bemerklich. West-
Sumatra. - — Simplex Frühst., eine wesentlich verdunkelte Rasse von kleiner Gestalt, mit verkürztem Sexual- simple x.
streifen der Vflgl und dünner, verlöschter Strichelung der Hllgloberseite. Insel Nias. — pahakela Doh., die pahakela.
dunkelste der bekannten Inselrassen, cf und ? ohne Spur einer Weissstreifung der Hflgl, ? durchaus dunkel¬
braun mit aufgehellten Hflgln. Auch unterseits fehlen alle submarginalen Weisszeichnungen, nur die violetten
Discalmakeln und eine zumeist auch ausfallende Serie kleiner Randpunkte sind geblieben. April. Insel Engano. -
arasa subsp. nov. ist die Form der Mentawej -Inseln, die sich simplex von Nias nähert, und noch Spuren von arasa.
Weisstreifung auf der Hflglunterseite bewahrt hat, die manchmal nach oben durchschimmern, und zwar je
heller und deutlicher, je grösser die Exemplare sind. — alcathoe Godt. (= evndthovi Fldr), die Namens- alcathoe.
238
EUPLOEA. Von H. Fruhstorfer.
geyeri.
uniformis.
salistra.
distincta.
snelleni.
peducaea.
tobleri.
deione.
arida.
limborgi.
menetriesi.
epiphaneia
kheili.
seitzi.
pasina
type, ein Falter von vornehm einfachem Gepräge. Vflgl tief sammetschwarz, Hflgl nach aussen lichter
braun werdend. Duftstreif deutlich, aber schmal und an den Rändern etwas aufgebogen. cP mit fast rund¬
lichen, kurzen Submarginalmakeln der Hflgl, die aber beim ? wieder die normale Strichform annehnlen und
deutlich heraustreten, etwas ins Gelbliche spielend. — geyeri Fldr., mir in natura unbekannt, ist dazu ver¬
mutlich eine Trockenzeitform. West- und Ost-Java, Bali. Lombok, aber überall spärlich. — uniformis Moore
nähert sich der pahakela. cf oberseits ohne merkliche Submarginalstreifung, die beim 2 leichthin von der
Unterseite durchscheint, cf unterseits mit rudimentären , $ mit zwei deutlichen aber dünnen grauweissen
Längsstrichen. Nord- und Süd-Borneo. — salistra subsp. vor., die Rasse der Natuna-lnseln, differiert durch
spärliche aber deutliche grauweisse, ziemlich breit angelegte Intranervalfelder der Hflgl, die namentlich
unterseits rein weiss und prägnant aufgetragen erscheinen und von auffallend grossen subterminalen Punkt¬
flecken begleitet werden. Die violetten Discalmakeln aller Flügel lebhafter und deutlicher heraustretend als
bei gardineri, der salistra näher steht als der borneensischen uniformis. — distincta Stgr. endlich ist die nörd¬
lichste bekannte Inselform, analog claudina Stgr. reicher weiss als die Schwesterrassen dekoriert. Die Flecken¬
reihen der Hflgl sind reiner weiss und schärfer abgetönt und selbst auf der Vflglunterseite treten zwei aller¬
dings unvollständige Punktreihen auf. Insel Palawan, sehr selten, distincta ist vielleicht bereits conspezifisch
mit der nächstfolgenden Art.
E. snelleni Moore, bisher nur aus Ost-Mindanao bekannt, ging mir in einer Abänderung auch von
Bazilan zu. Oberseits charakterisiert durch einen lichteren und etwas schmäleren Androconienfleck der Hflgl-
oberseite, ist sie unterseits kenntlich durch drei hellbraune Längsstreifen in der Zelle der Hflgl und ebenso-
viele äusserst schwach gezeichnete Striche von weissgrauer Farbe, die sich zwischen den Radialen und der
vorderen Mediane einbetten. Zwei Reihen inkompletter rundlicher Submarginalmakeln der Vflgl wiederholen
sich auf der Oberseite. — peducaea subsp. nov. differiert von der Namenstype durch kleinere Gestalt, aber
dennoch fast doppelt so breit angelegte weisse Makeln und Striche aller Flügel, was sowohl ober- wie
unterseits zum Ausdruck kommt. Auch die intranervale dritte Strichreihe der Hflglunterseite ist lichter,
markanter als bei Mindanao-Exemplaren. Sehr selten, im Februar 1898 von W. Doherty entdeckt.
E. tobleri Semp. ist eine der wunderbarsten und seltensten Euploea- Arten, anscheinend ausschliesslich
Gebirgsbewohner und bisher nur in Luzon, Flugzeit Juni, beobachtet, cf Vflgl tiefschwarz, mit grossen
quadratischen zu einer Binde vereinigten 4 weissen Subapicalflecken und 6 — 8 blauen Anteterminalpunkten.
Hflgl, soweit nicht von einem grauen, die ganze Zelle überziehenden Androeonienpelz bedeckt, rein weiss,
der schmale, scharf abgetrennte Distalsaum schwarz, mit blauweissen Punkten besetzt. Unterseite der Hflgl
weiss, nur von schwarzen Adern durchzogen, und mit einer submarginalen Reihe von pfeilförmigen, partiell
miteinander verschmolzenen schwarzen Flecken. Vflgl vorherrschend schwarz, mit weisser Basis des Costal-
saumes, weissem Zellstrich und paarweise stehenden Antemarginalflecken.
E. deione, eine indomalayische Species, geht parallel mit alcathoe, beginnt in Sikkim, um über
Siam und Perak auf die macromalayischen Inseln und deren Trabanten überzugehen. Flügelform rundlich,
Oberfläche mit zumeist herrlichem, zum Teil aber auch mattem Blauschiller. — deione Westw. Vflgl mit Aus¬
nahme einer ganz schmalen schwarzen Randzone prächtig dunkelblau schimmernd, von dem Hflgl nur der
Basalteil matt schillernd. Htlgl oberseits nur selten mit von der Unterseite durchscheinenden rundlichen
Submarginalflecken. 2 mit einem Gostal- und drei weissen Discalpunkten , die sich beim cf abgeschwächt
wiederholen. Sikkim bis Oberbirma. — arida form, nov., mir nur von den Ruby-Mines, Oberbirma, bekannt,
ist eine Trockenzeitform, wesentlich kleiner als Assam- und Sikkim-Exemplare. Beide Geschlechter mit un¬
bedeutenden weissen Punkten der Oberseite, Unterseite mit Ausnahme der violetten, auch stark reduzierten
Discalpunkte , völlig ungefleckt. — limborgi Moore ist eine Ortsrasse mit sehr grossen weissen, länglich¬
ovalen Submarginalflecken auf beiden Seiten der Hflgl. Dagegen fehlen die weissen Discalpunkte der Vflgl
den cf cf völlig und sind bei den 22 nahe dem Erlöschen. Ich traf die Falter häufig auf blühendem Ge¬
sträuch in Siam und Süd-Annam. Sonstige Fundorte: Tenasserim, Unterbirma, Mergui -Archipel. —
menetriesi Fldr. (— pinwilli Btlr.) ist eine stark verdunkelte Form, cf jedoch noch mit intensivem Blau¬
schiller und Hflgl mit einer Doppelreihe braungrauer Submarginalflecken. Malayische Halbinsel. —
epiphaneia subsp. nov. steht der vorigen nahe, differiert durch geringeren Blauschiller der Vflgl und durch
längere und zumeist reiner weisse Subinarginalstrigae der Hflgl. West-Sumatra. Exemplare aus Nordost-
Sumatra bilden einen Übergang zu menetriesi. Nach Martin häufig in der Ebene, die Blüten eines heliotrop-
artigen Strauches bevorzugend. — kheili Weym. ist nicht nur eine stark verdunkelte, sondern auch in der
Grösse hinter epiphaneia zurückbleibende Satellit-Inselrasse. Vflgl mit drei weissen Subapicalpunkten auf
tiefschwarzem, herrlich blauschimmerndem Grunde. Hflgl mit zwei Reihen gleich grosser, submarginaler
Punkte besetzt. Insel Nias. — seitzi Hag. führt gleichfalls nur zwei kleine weisse Subapicalpunkte, ist
aber wesentlich grösser als kheili, aber mit gleichartiger Verteilung der beiden Serien weisser Punkte der
Hllglober- und Unterseite. Mentawej - Inseln. — pasina Frühst, differiert von seitzi und kheili durch den
kaum noch zu erkennenden Blauschiller der Vflgl, den längeren und breiteren Sexualstreifen und die
reichere Dotierung mit weissen Punkten auf allen Flügeln, cf: Vflgl mit einer admarginalen , weissen
Punktserie, deren Componenten von der Submediane ausgehen und bis zu den Radialen reichen, nach oben
EUPLOEA. Von H. Fruhstorfer,
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zu immer kleiner werdend. Eber ihnen schliessen drei grössere rein weisse Subapicalpunkte die Reihe. Die
Hflgl führen zwei parallellaufende Submarginalserien weisser, fast gleich grosser länglicher Flecken, die sich
auch unterseits wiederholen. Unterseite: Weissfleckung distinkter als oberseits; auf beiden Flügeln vor
dem Zellapex ein violetter Punkt. Vtlgl dann noch mit einem violetten Punkte in der Mitte des Costal-
randes und drei ungleich grossen, ebensolchen circumcellularen Fleckchen, ebenso einige Punkte an der
Flügelbasis. Der bei den verwandten Formen stets vorhandene graue lange Sexualtleck zwischen dritter
Mediane und Submediane der Vflglunterseite fehlt wohl nur zufällig meinem Exemplar. Die Submediane
ist übrigens von zwei Reihen matt glänzender Duftschuppenstreifen begleitet , die sich basalwärts plötzlich
stark verbreitern. ?: beiderseits mit sehr geringem Blauschiller, Grundfarbe schwarzbraun. Vtlgl mit zwei
Reihen weisser Submarginalflecken, von denen die innere sich aus grösseren proximal zugespitzten Flecken
zusammensetzt. Unterseite: in der Mitte des Costalsaumes zwei weissliche Strigae, die unteren Trans¬
cellularflecken elliptisch, sehr gross. Zwischen der unteren Mediane und Submediane die bei de.ione üb¬
lichen langen violettgrauen Striche. Hflgl mit fünf Medianpunkten. Insel Pulo-Tello der Batu-Gruppe. Von
Engano ist eine deione- Rasse nicht bekannt. — wallengreni Fldr. (86 a) ist eine hochspezialisierte Ab- wallengreni.
zweigung, der beinahe Artrechte zustehen und deren Gesamteindruck ein so verschiedener ist, dass sie
Moore in das molukkische «Genus» ßetanga einreihte. Nur noch eines meiner 20 Exemplare erinnert durch
einen matten Blauschimmer an die kontinentale Schwesterrasse. Neben der abgebildeten Form mit weissen
Subapicalpunkten der Vflgl, zu denen sich manchmal auch noch 3 — 4 submarginale gesellen, treten auch
völlig punktlose auf (demaculata form. nov.). Auch sind cf wie $ mit submarginalen , mehr oder minder demaculata.
verloschenen Keilflecken sehr selten. Verbreitung über ganz Java, im Westen jedoch noch spärlicher als
im Osten, bis etwa 600 m hinaufgehend. — sapitana Frühst. Habituell kheili von Nias nahestehend, diffe- sapitana.
riert sie von allen genannten Formen durch braunen, manchmal sogar hellbraunen und scharf abgesetzten
Distalsaum aller Flügel, durch den von der Unterseite weisslichbraune Punkte durchschimmern. Hflgl ähn¬
lich epiphaneia und menetriesi, d. h. mit lang ovalen weisslichen, etwas graubeschatteten submarginalen Keil¬
flecken. Insel Lombok, auf 600 — 700 m Höhe; Flugzeit April- Juni; Name nach der am Rande des Hoch¬
waldes gelegenen Ortschaft Sapit. — menodice subsp. nov., die östlichste bekannte Inselform, hat bereits menodice.
den Blauschiller fast völlig verloren und die bei sapitana einsetzende Braunfärbung geht fast bis zur Flügel¬
mitte und Hand in Hand damit ein Verschwinden der submarginalen Keilflecke der Hflgloberseite , die nur
unterseits ähnlich seitzi und kheili erhalten bleiben. Sumbawa. — zonata JJruce ist die in grosser Zahl zonata.
nach Europa gekommene Unterart, welche ganz Borneo bewohnt, oberseits keine Spur einer Weisspunktie¬
rung und einen matten tiefblauen , die ganzen Vflgl überziehenden Schiller aufweist. Einige Exemplare
sind fast grösser als kontinentale Stücke ; der Sexualstreifen sehr lang , breit. Hflglunterseite nur mit
vereinzelten kurzen weissen Internervalstrichelchen. — masina Frühst, ist auf eine habituell zurück- masina.
gebliebene Form oder Rasse des südöstlichen Borneo gegründet mit verschmälerten Vflgln, sehr kurzem,
dünnem Sexualstreif und einer kompletten Reihe von deutlichen submarginalen Strichelchen. Südost-Borneo,
Umgebung von Amuntai. ? von beiden Borneo-Formen ausserordentlich selten, anscheinend überhaupt noch
nicht beschrieben. — transpectus Moore ist mir nur nach einem cf des Museums in Stockholm bekannt, transpectus.
differiert durch bleicher braune Hflgl von epiphaneia und menetriesi und führt nur zwei, drei submarginale,
unbedeutende Keilflecken und eine antemarginale Serie von sieben Pünktchen auf der Hflgloberseite. Insel
Billiton. — cyllene Stgr. endlich ist eine Rasse, die einen deutlichen Rückschlag zur festländischen Type cyllene.
vorstellt ; beide Geschlechter mit sehr langen schmalen Submarginal strichen der Hflgl , die auch oberseits
prägnant heraustreten; ? mit einer, manchmal sogar zwei Reihen grau überstäubten Antemarginalpunkte
der Vflgl. Unterseite wie bei epiphaneia, nur mit wenig schmäleren weissen Keilflecken. Insel Palawan;
Flugzeit Januar.
E. swainsoni bewohnt ausschliesslich die philippinische Region, von der aus eine Form in das nörd¬
liche Celebes eingedrungen ist, und es ist nur zu verwundern, dass in Sandakan noch keine hierhergehörige
Rasse bisher entdeckt wurde. Die einzelnen Zweige der Gesamtart sind unter sich so verschieden, dass
man die Frage stellt, ob nicht einigen von ihnen Speciesrechte zukommen; da aber in analogen Fällen
die Untersuchung der Genitalorgane zu keinem Resultate führte, unterblieb sie, und der Einheitlichkeit
halber werden alle Formen hier als geographische Unterarten behandelt. — swainsoni Godt. differiert von swainsoni.
der abgebildeten bazilana Frühst. (82 a) durch mehr als doppelt so breite weisse Subapicalflecke der Vflgl,
die ein fast quadratisches Feld bilden. Die innere Reihe submarginaler Flecke ist unvollständig, bei beiden
Geschlechtern sind nur 2 — 5 Punkte zu erkennen. Grundfarbe ähnlich jener von siduana Moore (84 d), die
Unterseite noch fahler, graubraun, aber mit rein weissen Feldern und Flecken. Insel Luzon ; nach Semper
südlich nicht über den 14. Breitegrad hinausgehend. — butra Stgr. von Palawan schliesst sich auch an butra.
swainsoni an durch die zwar etwas dunklere Unterseite, aber die fast übereinstimmend geringe Entwicklung
der Submarginalpunkte der Hflgl. butra hat mit swainsoni auch noch den konkaven Ird der Vflgl gemeinsam,
differiert aber erheblich durch das Fehlen des grossen weissen Subapicalfeldes der Vtlgl, auf denen wir nur
eine Serie von zumeist kräftigen weissen Submarginalflecken zu konstatieren vermögen. Es existieren aber
auch Exemplare mit kaum merklichen Punkten. — dealbata form. nov. Vflgl an der Basis dunkelbraun, dealbata.
distal mit eigentümlicher graubrauner Aufhellung. Palawan , nicht selten im Januar. — lucasi Moore aus lucasi.
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EUPLOEA. Von H. Fruhstorfer.
Mindanao beschrieben, zählt zu den am leichtesten zu erbeutenden Faltern der Rieseninsel; Semper besass
davon über 450 Exemplare. Die weissen Flecken der Oberseite aller Flügel kleiner, und daher isolierter
als bei der Bazilanrasse. Verbreitungsgebiet nach Semper auf allen mittleren und südlichen Philippinen-
bazilana. Inseln. — bazilana Frühst. (82a), von wesentlich dunkler brauner Grundfarbe, mit rein weisseren Flecken
aller Flügel, von denen besonders die intramedianen der Vflgl prägnanter als bei lucasi aufgetragen sind.
suluana. Insel ßazilan, Februar bis März. — suluana Moore (84 d), von lichter, brauner Gesamtfärbung, führt regel-
mässigere Submarginalflecken der Vflgl und stattlichere Antemarginalpunkte der Hflgl. 2 in der Regel mit
donovani. zahlreicheren weissen Discalpunkten. Sulu- Archipel. — donovani Fldr., mir unbekannt, muss sehr selten
sein, da sie seit Felder’s Zeiten nicht mehr nach Europa gekommen ist. Vielleicht liegt auch eine Fund-
kuroiwae. ortsverwechslung seitens des Autors vor. Nord-Celebes. — kuroiwae Mats, ist eine der lucasi auffallend
ähnliche, erst 1905 entdeckte Rasse der Liu-Kiu-Inseln. Subapicalflecken der Vflgl wie bei bazilana, Sub¬
marginalbinde der Htlgl jedoch nur aus rundlichen kleinen Makeln wie bei butra bestehend. Auch die Sub-
analtlecke der Vflgl stark reduziert. Ird der Vflgl massig konkav, wie bei swainsoni. Vom Yayeyama
beschrieben.
abjecta. E. abjecta Btlr. (82 c ? statt cf) eine völlig isoliert stehende Species, d' mit schlanken, am Ird stark
ausgebogenen Vflgln. Sexualstreif, lang und breit wie bei swainsoni, Grundfarbe hellbraun mit dunklerem
Costalgebiet der Hflgloberseite. Alle Flügel unterseits distal ausgebleicht mit zartem, violettem Hauch. Vflgl
mit Submedianstrich, der genau wie bei swainsoni nur im weiblichen Geschlecht auftritt, Hflgl mit 2 Paar
Inter nervalstreifen, die länger und breiter angelegt sind als oben. Palau-Inseln.
diana. E. diana ist der celebischen Subregion eigentümlich, verteilt sich auf der Hauptinsel selbst in drei
Ortsrassen und geht südlich noch auf den langgestreckten Inseltrabanten Saleyer über, diana Btlr. , die
Namenstype, ist die farbenreichste und in den Sammlungen am meisten verbreitete. Vflgl mit weisslichviolettem
Sexualstreif, zwei sehr grossen, beinahe quadratischen Ultracellularmakeln, mehreren Costal- und Sub¬
marginalpunkten. Htlgl mit zwei Discal-, einer Serie von Submarginaltlecken und ausserdem noch einer
Reihe von Randpunkten. Beim ? treten fernerhin noch neben und über der Zelle beider Flügel weissliche
Discalmakeln auf. Unterseite graubraun mit grau- oder violettweisser Aufhellung in der Medianregion der
Hflgl. Häufig auf langgrasigen Wiesenflächen im Strandwald von Toli-Toli, im November bis Dezember.
horsfieldi. Südlich bis zur Bai von Palos (Donggala, August) herabgehend. In der Minahassa überall gemein. — horsfieldi
Fldr., ist die stark vei dunkelte Rasse, welche den Südarm von Celebes bewohnt und am Wasserfall von
Maros als einer der ersten Schmetterlinge, die dem Reisenden begegnen, anzutreffen ist. Sexualstreif des
cf schwarz. Submarginal fl ecken der Htlgl zumeist grösser und die weisslichvioletten Felder, welche die
Vflglflecken bei diana umgeben, fehlen den cf cf und den ?? in der Regel die oberen Transcellularmakeln. —
fruhstorferi. fruhstorferi Böb. ist eine Regenzeitform, bei der auch noch die weissen Costal- und Zellpunkte der Vflgl
tombugensis. ausfallen und die Submarginalpunkte der Hflgl nahezu völlig verschwinden. — tombugensis Frühst. (82 a)
ist das melanotische Extrem der Species, in der Regel ohne Spur von weissen Discalmakeln und grau¬
schwarzem Sexualstreifen der Vflgl. Am dunkelsten sind cf cf aus Tombugo, während cf? des südlicher
gelegenen Hafenorts Kendari durch weisse Intramedianmakeln der Vflgl bereits einen Übergang zu horsfieldi
laodikeia. bilden. — laodikeia snbsp. nov. ist eine prägnante geographische Form, deren Entdeckung Herrn Dr. Martin
zu danken ist. Grundfarbe tief schwarzbraun, fast ohne Spur eines violetten Hauches ; Sexualstreifen grau-
schwarz ohne jedwede violette Umgrenzung; Subapical- und Submarginaltlecken der Vflgl äusserst prominent,
reinweiss, dreimal so breit als bei diana, lebhaft mit dem dunklen Untergrund kontrastierend. Submarginal¬
makel der Hflgl ähnlich wie bei horsfieldi, Zell- und Medianpunkte fehlen. Insel Saleyer, im Januar.
E. maura ersetzt auf den östlichen Adjacent-Inseln die celebische diana und differiert hauptsächlich
durch ihre Kleinheit, 33 — 34 mm Vflgllänge gegen 40 — 43 mm derselben. Ober- wie Unterseite ein¬
farbig braun, nur mit weissen Discalflecken ohne violetten Antlug, Sexualstreifen stets schwarzbraun. —
maura. maura Hpffr. ähnlich corvina Frühst. (86 a), aber ohne weissen Zellfleck und ohne alle Punktierung der
Hflgloberseite. Von Hopffer aus Celebes beschrieben, aber in Wahrheit von den Togean-Inseln im Tomini-
corvina. Golf stammend. — corvina Frühst. (86 a) führt oberseits in der Regel nur einen weissen Punkt vor dem
Zellapex und 2 verloschene Fleckchen zwischen den Medianästen der Vflgl, 3 Submarginalpunkte und einen
weissen Zellfleck der Hflgl. Alle Flecken vergrössern sich auf der Unterseite und verfärben sich violett.
Die Submarginalreihe wird kompletter und auf den Hflgln zeigen sich noch 3—4 winzige Discalpünktchen.
wiskotti. Sula-Mangoli, Sula-Besi. — wiskotti Bob. hat dieselbe Verteilung aller weissen und unterseits der violetten
Flecken, nur sind sie alle, insonderheit die Zellmakel der Hflgl, etwa dreimal grösser als bei corvina. Insel Bangkai.
lewa. E. lewa Doli. (85 a) ist das dunkelste Extrem einer Formenreihe, welche die östlichen mikromalayischen
baudiniana. Inseln bewohnt, als deren nomenklatorischer Typus baudiniana Godt. (= orope Bsd.) zu gelten hat. Von
baudiniana, die einfarbig braun ist, differiert lewa durch satt violetten oder stahlblauen Schimmer der Ober¬
fläche der Vflgl und durch das Fehlen weisser Punktserien der Htlgl. Auf der Unterseite der Hflgl macht
sich eine gelblichgraue discale Aufhellung bemerklich, in der in regelloser Reihe 5 — 6 weisslichgelbe Makeln
stehen. Zellen beider Flügelpaare mit violettem Fleck, der nach aussen von 3 — 6 ebensolchen Punkten
Ausgegeben 29. XI. I9l(>.
EUPLOEA. Von H. Fruhstorfer
241
umgeben ist. Insel Sumba; in Anzahl vorkommend. — Als E. orope hat Boisduval eine Form zuerst ab¬
gebildet, die der fabricia (86 a) nahesteht , als deren ältester Name aber ziemlich sicher baudiniana Godt. zu
gelten hat. Godart beschrieb anscheinend ein ?, weil er den Duftstreifen nicht erwähnt, während Boisduval
ein cf vortrefflich und unverkennbar darstellt. Aber während Godart als Heimat ganz richtig Timor nennt,
verlegt Boisduval die Herkunft seiner Type irrtümlich nach Polynesien, orope Bsd. differiert von fabricia
durch etwas breitere und daher auf den Vflgln noch etwas mehr zusammenlaufende weisse Binden. Unter¬
seitenpunktierung wie bei lewa , die Hflgl von der Zelle an jedoch grauweiss aufgehellt. Timor, im Mai von
Doherty gefangen. — belinda Btlr. ist die polymorphe Rasse der Insel Wetter, von Butler irrtümlich aus
Sumatra beschrieben, die anscheinend je nach der Jahreszeit 3 verschiedene Formen produziert. Die Namens¬
type scheint der Regenzeit anzugehören; sie ist noch sehr ähnlich lewa von Sumba, habituell jedoch kleiner,
ohne merklichen Blauschiller, aber mit fast nochmal so ausgedehntem weissen Subapicalfeld der Vflgl. Hflgl ent¬
weder ohne oder nur mit einigen deutlichen Submarginal- und sehr kleinen Antemarginalpunkten. Vflgl bei
beiden Geschlechtern mit nur einem weissen Fleck zwischen dem vorderen und hinteren Medianast. Auf
der Unterseite treten jedoch im Gegensatz zu lewa die submarginalen Weisszeicbnungen als relativ grosse
Keilflecke in Erscheinung. Die violetten Discalmakeln prominent. — oropina Hob. ist eine Intermediatform,
bei der auf den Hflgln die submarginale Reihe von Keilflecken auch oberseits vorhanden ist und von deut¬
lichen Anteterminalpunkten begleitet wird. Flugzeit im Mai. — latistriga form nov. endlich dürfte das Pro¬
dukt einer extremen Trockenzeit sein und stellt den Anschluss an baudiniana und fabricia dar durch wesent¬
lich verbreiterte Intramedianflecken der Vflgl und durch die bindenartig erweiterten Submarginalflecken der
Hflgl, die mit den Randpunkten wie bei fabricia Zusammenflüssen. Flugzeit vielleicht Juli-August. — fabricia
subsp. nov. (86 a) differiert von baudiniana in der Hauptsache durch schmälere und schärfer abgegrenzte weisse
Submarginalbinden aller Flügel. Ein ? gehört der Form oropina Uöb. an. Letti, Kisser, anscheinend nicht
selten. — domitia subsp. nov. (84 d) stellt die grösste bekannte Rasse dar, mit naturgemäss wesentlich ver¬
breiterten Fleckenbinden, von denen jene der Hflgl beim c f sich mehr aus rundlichen statt länglichen Makeln
zusammensetzt und nicht mit den Randpunkten verschmilzt. Unterseite aller Flügel fahler und gleichmässiger
grau als bei fabricia. Insel Roma; von H. Kühn entdeckt.
r' i. ! 6
E. eleutho ist der älteste Name einer australisch-pazifischen Spezies von tiefschwarzer Grundfarbe
mit grossen quadratischen Postdiscalflecken der Vflgl und einer je nach der Inselrasse schmäler oder breiter
angelegten weissen Submarginalbinde der Hflgl. Von Australien aus hat sich eleutlio bis Guam und die
Ellice- sowie Samoa-Inseln verbreitet und ist westwärts über die Timor-Laut-Gruppe bis Babber und Dämmer
vorgedrungen, wo sie auf jenen Inselschollen auftritt, die von baudiniana nicht mehr erreicht werden; nur auf
Kisser kommen beide nebeneinander vor. Die Variabilität der Kollektivart hat Moore veranlasst, die ein¬
zelnen Inselformen auf drei seiner Genera zu verteilen. — sacerdos Btlr. (84 d) von Larat der Tenimber-
Gruppe beschrieben, führt sehr breite weisse Flecken und Binden, in der Regel viel ausgedehnter als
bei dem abgebildeten Exemplar. Unterseite der Vflgl schwarz , jene der Hflgl fahlbraun, in jeder Zelle ein
grösserer violetter Punktfleck und eine Transcellularserie von 3 — 7 ebensolchen teilweise strichförmigen Makeln.
Vflgl ausserdem noch mit 2 Costalfleckchen. Basis der Hflgl mit 4 — 5 weissen Punkten und alle Flügel
noch mit paarweise stehenden weissen Randpunkten besetzt. Die Bänderung der Oberseite wiederholt sich
übereinstimmend auf der Unterseite. Manchmal findet sich unter dem seidig glänzenden tiefschwarzen Sexual¬
streifen noch ein zweiter dünner Duftstrich. Timor -Laut, Aru, Key. — eleutheria subsp. nov. (84 d)
bezeichnet eine besonders grosse Rasse mit namentlich beim ? ausgedehnten quadratischen weissen Flecken
der Vflgl. Unterseite mit prächtigen hellblauen Zell- und Discalmakeln. Insel Teeon. — ancile subsp. nov.
(82 d) ist charakterisiert durch verschmälerte weisse Zeichnung auf allen Flügeln, die Intermedianflecken der
Vflgl nicht quadratisch, sondern zumeist länglich oval. Dämmer, Babber, Kisser, sehr häufig. — corinna
Mc Leay (= lewiisi, angasi Fldr., boisduvali Luc.?) hat alle weissen Flecken und Binden leicht gelblich
überzogen, etwas kleiner als bei eleutheria und daher anscheinend weiter nach innen gerückt, distal tiefer
eingekerbt als bei sacerdos und ancile. Australien, von Sydney bis zum Kap York. — euclus Misk., die
Waterhouse im Katalog australischer Lepidopteren als Synonym aufführt, scheint nach der Diagnose ihres
Autors eine interessante Aberration von corinna vorzustellen, charakterisiert durch das Ausfallen der ante-
marginalen weissen Flecken auf allen Flügeln und die erheblich reduzierten weissen Binden der Hflgl. Kap
York. — eleutho Guoy , die Namensform, mit etwas kürzerem Flügelschnitt und sehr grossen quadratischen
Flecken der Vflgl. Unterseite eigentümlich hellgrau, erdfarben, die Flecken am Zellschluss relativ gross,
aber die violetten oder blauen Discalmakeln fast völlig verschwunden. Insel Guam der Ladronen, nach
Moore auch von Samoa und Ellice-Island im British Museum, „^^proserpina Btlr. ist eine hervorragende
Lokalform mit zierlicher Flügelzeichnung und erheblich zurückgebildeten weissen Makeln, die gelegentlich
leicht violett überhaucht sind. Randpunkte der Hflgl bei den cf cf zumeist fehlend; die Submarginalmakeln
zu kleinen Keil- oder rundlichen Punktflecken reduziert. Die kleinen Circumcellularpunkte der Hflglunter-
seite jedoch im Gegensatz zu eleutho deutlich vorhanden. Viti-Lewu, anscheinend in Anzahl vorkommend.
E. schmeltzi B.-Schäff. ist eine in den Sammlungen seltene Species, von den Samoa-Inseln be¬
kannt; Type ein ?, dessen Vflgl 3 Costal- und 4 grosse weisse Subapiealmakeln führen; ausserdem steht
IX 31
orope.
belinda.
oropina.
latistriga.
fabricia.
domitia.
sacerdos.
eleutheria.
ancile.
corinna.
euclus.
eleutho.
proserpina.
schmeltzi.
242
EUPLOEA. Von H. FrüitstoreEK.
whitmei
childreni.
guerini.
punicea.
bruno.
palilia.
amethysta.
progressiva.
violetta.
ordinata.
denticulata.
bipunctata.
astraea.
tenebrosa.
lachrytnosa.
amycus.
zwischen den Radialen und den vorderen Medianästen je ein weisser Fleck. Hflgloberseite mit drei grösseren
inneren und drei kleineren äusseren, nur bis zum ersten Medianast ausgedehnten Submarginalpunktreihen.
Unterseite mit je einem weissen Fleck vor der Zelle und etwas vollständigeier Wiederholung der Weiss¬
zeichnung der Oberseite.
E. whitmei Btlr. mit 30 mm Vflgllänge, eine der zierlichsten der bekannten Euploeen und durch
ihre Kleinheit ein echter ozeanischer Falter. Heimat: Lifu auf den Loyalitätsinseln östlich von Neu-Galedonien.
Grundfarbe dunkel schokoladebraun mit leicht aufgehellter Randzone, besonders der Hflgl. Vfigl mit sehr
kurzem, aber breitem Sexualstreif und zwei kleinen Subapicalpunkten. Hflgl mit einer distalen Serie von
kleinen, etwas unregelmässig stehenden Randpunkten und einer submarginalen Reihe von 3 — 4 etwas
grösseren Fleckchen. Unterseite mit kompletteren Doppelreihen weisser Punkte, denen sich noch eine discale
Partie von 7 circumcellularen und einem Zellfleck zugesellt. Vfigl gleichfalls mit violetter Makel vor dem
Zellapex, zwei transcellularen und zwei weissen Intramedianmakeln. — childreni Moore, nach einem Exem¬
plar der Sammlung Oberthür aus »Java« beschrieben, ist vielleicht synonym mit whitmei oder eine Lokalrasse
davon aus dem pazifischen Gebiet. Sicher ist nur, dass childreni nicht auf Java vorkommt.
E. guerini, bisher nur von Neu-Guinea und den Aru-Inseln bekannt gewesen, wurde neuerdings auch
in Australien aufgefunden. Anscheinend konstant auf den Aru-Inseln, gehört sie auf der Hauptinsel von
Neu-Guinea zu den variabelsten aller dortigen Species, so dass allein der Lokalrasse von Britisch-Neu-Guinea
10 Artnamen beigelegt wurden, die aber zum grössten Teil nicht einmal nennenswerte Aberrationen um¬
schreiben. punicea Gr.-Sm. (84c) ist die älteste Bezeichnung, die der Rasse von Holländisch-Neu-Guinea
gegeben wurde und nach dem mir von der Humboldtbai zugänglichen Material ist die Form von Kaiser-
Wilhelmsland damit identisch. Auf der Abbildung kommt leider der zarte, ptlaumenblaue Anflug und die
etwas blässere Randzone nicht zum Ausdruck. Unterseite ist kakaobraun, gelegentlich mit mattem, hell¬
violettem Schiller über den äusseren Flügelpartien. V- und Hflgl mit hellblauem Zellfleck und zwei resp.
fünf discalen Punkten. Vfigl des ? dann noch mit dem bei den meisten Euploeen vorhandenen Submedian¬
strich, an dessen Stelle beim c f der oberseits braunglänzende Sexualstreifen durchschimmert Bei der Form
punicea wiederholen sich dann unterseits auch noch die weissen Subapicalmakeln der Oberseite. — bruno Sin.,
unter welchem Namen die Neu-Guinea-^wmra allgemein im Handel kursieren, bezeichnet eine leichte Ab¬
weichung, bei der die Vfigl auch noch eine komplette Submarginalserie von weissen Flecken aufweisen. —
palilia form. nov. (84c) führt keine weissen Flecken der Vfigl, aber dafür einen hellvioletten Antlug, der
bindenartig bis zur Flügelmitte herabzieht. — Bei amethysta form. nov. (82 e) sind beide Flügel mit einem
breiten violetten Randgebiet geschmückt und die Distalregion der Hflglunterseite erscheint weisslieh auf¬
gehellt. Diese Form kann auch mit der gefleckten Hauptform punicea kombiniert auftreten. — progressiva
form. nov. (84 c) sind Exemplare mit pflaumenblauer Oberseite, ohne weisse Spritzer und ohne violetten Saum,
aber distal mehr oder minder hellbraun aufgehellt. Ihr gehören 36 von 72 Paaren, also genau die Hälfte
von den Exemplaren meiner Sammlung an. — violetta Btlr. (81b) ist der älteste Name für die Ortsrasse
des Britischen Neu-Guinea, nach Exemplaren von Port-Moresby aufgestellt. Nach der mir vorliegenden
Reihe von 12 Paaren aus der Milne-ßai ist die Lokalform sehr konstant, alle Exemplare führen viel statt¬
lichere weisse Subapicalflecken als punicea, die entweder mit blauen oder violetten, mehr oder weniger dicht
aufgestreuten Schuppen überschüttet oder begrenzt sind. Submarginalbinde der Vfigl fast stets komplett.
Auf der Hflgloberseite erscheinen 1- — 2 submarginale Intraniedianflecken. Mit violetta fallen pleiadis Btlr.
und dolosa Btlr., als auf kleinere Individuen begründet, ohne weiteres zusammen. — ordinata Moore ist eine
Form mit einer kompletten Reihe von Submarginalflecken der Vfigl. — Bei denticulata Moore sind diese
stark verkleinert. — bipunctata Moore bezieht sich auf schon erwähnte ?$ mit zwei Submarginalflecken der
Hflgloberseite. — astraea Moore hat die Flecken wesentlich verbreitert und für steiler, siderea, louisa Moore
vermag ich eine Kennzeichnung überhaupt nicht zu geben. Aus den Benennungen Moorf.’s geht aber mit
ziemlicher Gewissheit hervor, dass weder die Formen palilia, amethysta, noch progressiva Frühst, in Britisch
Neu-Guinea bisher beobachtet wurden; auch ist es interessant, festzustellen, dass die mir aus östlicheren
Teilen von Kaiser-Wilhelmsland zugegangenen Paare alle zur Form punicea neigen und somit den deutlichen
Übergang zu violetta bilden, während progressiva und die violett gebänderten Individualaberrationen besonders
in der Astrolabe-Bai, bei Friedrich- Wilhelmshafen dominieren. Es ist nicht ausgeschlossen, dass auch tene¬
brosa Sm. und lachrymosa Gm. , die ihr Autor aber ausdrücklich mit netscheri vergleicht, zu guerini ge¬
hören. tenebrosa entspricht dann etwa der progressiva und müsste als Namenstype an Stelle von punicea
treten, und lachrymosa Sm. wäre die Rasse der Insel Jobie, nach Smith’s Angaben ohne Blauschiller und
unterseits etwas bleicher als tenebrosa. — amycus Misk., die Waterhouse im Katalog austral. Lepidopteren
als eigene Art aufführt, ist nach der Diagnose beurteilt eine guerini- Rasse, cf oberseits dunkel samtbraun,
mit hellerem Distalrand. Apicalbinde aus 4 unregelmässig geformten, leicht bewölkten weissen Flecken be¬
stehend, von denen die beiden obersten die kleinsten sind. Ein kleiner runder weisser Fleck lagert zwischen
den Medianästen nahe dem Aussenrd. Hflgl dunkelbraun mit lichterem Randgebiet und zwei kleinen weissen
Submarginalflecken nahe dem Apex, von denen der unterste dem Verschwinden nahe ist. Unterseite samt¬
braun mit einem violetten Fleck vor dem Zellende, 5—6 jenseits der Zelle und fünf weissen grösseren Sub-
EUPLÜEA. Von H. Fruhstorfer.
243
apicalmakeln. Fundort Cape York. — guerini Fldr., die zuerst benannte Zweigrasse der Gesamtart, be¬
wohnt anscheinend ausschliesslich die Aru-Inseln ; auf Key wurde sie bisher nicht beobachtet. Habitus
grösser als bei punicea, Vflgl etwas länger und stets mit einer kompletten Reihe von Submarginalflecken,
die sich beim ? auch auf der Oberseite der Hflgl fortsetzen. — enna subsp. nov. liegt mir von Salewatti
vor; Oberseite tiefschwarz, mit geringem dunkelstahlblauem Schimmer und Vflgl mit einer vollständigen
Reihe von fast gleichartigen rein weissen Flecken, von denen die drei obersten keilförmig sind und deren
dritter distal leicht eingekerbt ist. Unterseite mit sehr grossen, hellblauen Zell- und Ultracellularflecken,
tiefschwarz mit mattem blauen Anflug.
E. illudens Btlr., eine habituell kleine Species, hat ungefähr den Färbungs-Charakter von cerberus
Btlr. (81c), den Flügelschnitt aber etwa wie eorvina Frühst. (86a) war bisher nur vom Bismarckarchipel be¬
kannt, von Neu-Lauenburg und Neu-Pommern in meiner Sammlung; nach Butler auch in Neu-Mecklenburg
vorkommend, woher mir aber eine habituell viel stattlichere Inselrasse vorliegt Die Grundfarbe von illudens
ist dunkelbraun, Vflgl der cf cf mit drei bis vier, jene der ?$ mit fünf kleinen grauweissen Subapicalpunkten.
Unterseite mit hellblauem Zellfleck und drei resp. sechs Circumcellularmakeln. Vflgl mit einer Serie, Hflgl
mit einer halben Reihe von Antemarginalfleckchen. — Iygdamis subsp. nov. ist eine grössere Form von Neu-
Mecklenburg, mit reiner weissen und prominenten Flecken der Oberseite und stattlicheren und lichter blauen
der Unterseite aller Flügel.
E. decipiens Btlr. ist eine der illudens nahe verwandte Species mit viel längerem, breiteren und
distal nicht oval verlängerten Sexualstreifen. Apex der Vflgl spitzer, Hflgl mit nur zwei kurzen Reihen von
Antemarginalpunkten. Aus Neu-Lauenburg beschrieben, von Herbertshöhe in meiner Sammlung.
E. hemera spec. nov. (86a), ähnlich cerberus Btlr., von derselben Flügelform; Ird der Vflgl stark
konvex ausgebogen; cf oben dunkelbraun, ? etwas heller, cf stets ohne, ? mit einigen unwesentlichen Sub-
marginaltleckchen. Sexualstreifen der cf cf schmal, kurz, bei einigen Exemplaren dem Verschwinden nahe;
Unterseitenpunktierung wie bei illudens. Insel Mafoor oder Mefoor in der Geelvinkbai. — nesis subsp. nov.
ist eine dunklere und habituell viel kleinere Rasse, die unterseits durch eine komplettere Reihe von violetten
Submarginalpunkten von hemera differiert. Insel Dämmer.
E. irene spec. nov. (86 c) mit rundlicheren Flügeln, von stattlicherer Gestalt als die vorige, etwa der
anthracina Btlr. von Amboina habituell gleichend, führt ähnlich wie anthracina und deione Westw. einen sehr
langen breiten Sexualstreifen der Vflgl. Grundfarbe dunkel kaffeebraun, $ wenig lichter, beide Geschlechter
ohne Spur von Punktierung der Oberseite. Unterseite hell kaffeebraun mit einer breiten gelblichen Aufhellung
in der Medianpartie der Hflgl. wie sie ähnlich auch bei de heeri Doli, und radica Frühst, in Erscheinung tritt.
Vflgl mit zwei, Hflgl mit fünf transcellularen Makeln, die den Zellfleck umgeben. Vflgl beim cf mit einem
distal etwas nach unten abgebogenen violetten Streifen zwischen den Medianästen, ? mit dem üblichen Sub-
medianstrich. Fergusson und Kiriwina.
E. vitella Montr. und transfixa Montr. von der Insel Woodlark stehen vielleicht der irene nahe, die
Formen habe ich jedoch nie gesehen.
E. melanopa, eine ausschliesslich papuanische Species, ist in den Sammlungen unter dem jüngeren
Namen netscheri Snell. verbreitet, melanopa Bob. von Sekar, dem südlichen Arm von West-Holländisch
Neu-Guinea beschrieben, ist die dunkelste der in Betracht kommenden Zweigrassen. Oberseite zeichnungslos,
Vflgl dunkel kaffeebraun mit wenig aufgehellten Rändern, Hflgl nur basalwärts und in der Zelle dunkel-,
nach aussen gelblichbraun. Unterseite heller, etwa ledergelb. Unterseitenpunktierung wie bei irene. Doherty
fing die Form bei Kapaur, Kühn auch in der Etna-Bai. In der Kayu-Meru-Bai finden sich Exemplare mit
grossen weissen Subapicalmakeln der Unterseite, die auf den Vflgln als graubraun beschattete Fleckchen
zum Vorschein kommen (= albifrons form, nov., 86 b). Daneben existieren in derselben Fluggegend cf cf mit
oberseits weiss aufgehellten Hflgl, deren Unterseite im analen Drittel durchweg grauweiss angellogen ist
(= delicia form, nov., 86 b). ln der Humboldt-Bai und namentlich bei Dorey in der Geelvink-Bai des nörd¬
lichen Gestades von Holländisch Neu-Guinea findet sich die oberseits gleichmässiger hellbraune netscheri
Snell., von der in der Tydschrift voor Entomologie 1889 eine sehr gute Abbildung gegeben wurde,
julica subsp. nov. (86b) hat eine ziemlich monotone Oberseite, der Distalsaum nur bei den ?? merklich auf¬
gehellt, die aber unterseits mehr oder weniger alle zur defeao-Bildung neigen. Waigiu, Salwatti. — parca
subsp. nov. endlich bewohnt Deutsch Neu-Guinea, ist aber dort sehr selten. Distalsaum der Unterseite aller
Flügel rötlichbraun, die Oberseite dunkler als bei den genannten Formen. Nach Hagen findet sich parca
vom Dezember bis April in der Astrolabe-Bai. — cissia subsp. nov. liegt mir von Misole vor; ober- wie
unterseits durch einen licht graubraunen, scharf abgesetzten Rand aller Flügel und grosse violettweisse
Discalmakeln der Unterseite charakterisiert; die ¥? führen subapicale Makeln der Unterseite und gleichen
darin etwa der albifrons. Flugzeit Januar.
Mit E. duponcheli beginnt eine kleine Gruppe von Arten, die von den Molukken bis zu den Salo¬
monen verbreitet ist und sich durch langen, breiten Seidenstreifen der Vflgl auszeichnet, der namentlich bei
der östlichen Species unter allen Euploeen das Maximum seiner Entwicklung erreicht. Die einzelnen Rassen
guerini.
enna.
illudens.
iygdamis.
decipiens.
hemera.
nesis.
irene.
melanopa.
albifrons.
delicia.
netscheri.
julica.
parca.
duponcheli.
244
EUPLOEA. Von H. Fruhstoreer.
anthracina.
lykoatis.
duponcheli.
dodingensis.
varina.
moluccana.
fraudulenta.
lystra.
nechos.
megaera.
rnorosina.
morosa.
und Species sind durchweg in Wäldern der Meeresküste in grosser Menge anzutreffen. — anthracina Btlr.
Habitus etwa wie bei deione Westw. Grundfarbe schwarzbraun mit leicht aufgehellten Rändern ; ? ober-
seits fast immer mit undeutlichen (Amboina) oder deutlich durchscheinenden grauweissen Submarginalflecken
auf beiden Flügeln (Ceram). Die Art wird vielfach mit climena verwechselt, doch ist sie bei den cf cf durch
den schwarzen Sexualstreif der Oberseite, bei dem allerdings sehr ähnlichen $ durch die Submarginalpunk¬
tierung leicht zu unterscheiden. Die Punktierung der Unterseite ist wie bei climena verteilt, aber die Intra¬
medianmakeln der Vflgl und die Submarginalpunktierung der Hflgl ist durchweg markanter. Amboina,
Saparua. — lykoatis subsp. nov. zeigt eine durchweg heller braune Grundfarbe wde anthracina, die Vflgl
der ??, aber namentlich die Hflgl führen entwickelte weisse Punktflecken, und die Submariginalmakeln der
Unterseite sind gleichfalls prominenter als bei Amboina-Exemplaren. Ost-Ceratn, sehr häufig. — duponcheli Bsd.
ist dagegen eine erheblich verdunkelte Inselrasse; ? kleiner als bei anthracina und ohne Spur von trans¬
parenten Submarginalpunkten. Unterseite durchweg zierlicher blau punktiert, die Punktreihen der Hflgl
selbst beim ? nicht bis zum Analwinkel fortgesetzt. Insel Buru. — dodingensis Moore ist charakterisiert
durch auffallend breiten Sexualstreif der Vflgl der cf cf und gleichmässig dunkelbraune Färbung der Ober¬
seite. Unterseitenpunktierung noch mehr zurückgebildet, als bei duponcheli. Nord-Molukken, Halmaheira, Batjan. —
Als ab. varina form. nov. wird eine interessante Aberration eingeführt mit einer Reihe oberseits hellbraunen Sub¬
marginalmakeln der Vflgl, die unterseit.s prächtig blauweiss gelärbt sind. Die Hflgl führen lange weisslich-
violette Intramedianstriche. Beide Flügel mit distalem stahlblauem Anflug. Batjan. — moluccana Swinh.
ist die dunkelste der Molukkenrassen, habituell durchweg kleiner als dodingensis , ? oberseits manchmal mit
zwei bis drei Medianpünktchen. Unterseitenpunktierung sehr zierlich, ähnlich jener von dodingensis. Von
Neu-Guinea sind duponcheli -Vikarianten bisher nicht bekannt, auf den Salomonen aber treten zwrei Species
als häufige Erscheinungen auf.
E. fraudulenta Btlr. cf etwas grösser als anthracina, mit dunkelbraunem, die ganze Zelle ausfüllendem
Androconienfleck und heller braunem Analsaum der Hflgl. ? oberseits dunkelbraun , mit dichterem Rand¬
gebiet, einem reichlich grossen weissen Zell- und zwei Transcellularflecken, cf mit sehr langem und doch
nur ein Drittel breiterem Sexualstreifen der Hflgl als anthracina. Die Unterseite der Vflgl ist charakterisiert
durch einen konkav aufgebogenen, an den Seiten nach unten geneigten, langen, etwa wurstförmigen weiss-
lichvioletten Flecken , der sich vor dem grau durchschimmernden Zellstreifen zwischen dem mittleren und
hinteren Medianast einbettet. Beim ? tritt dann auch noch ein ungewöhnlich langes und bis zur Flügel¬
basis hinziehendes Band auf, gleichfalls weisslichviolett, das hinter der Submediana den Ird der Vflgl bekleidet.
Hflglunterseite wie bei anthracina, aber mit zwei Reihen sehr grosser Antemarginalpunkte. Weit verbreitet
auf den Salomons-Inseln, Shortland, Bougainville, Choiseul, Ysabell und Rubiana. Auf Renonga erbeutete
Ribbe ein Exemplar mit weisslichem Schimmer auf der Oberseite der Hflgl. — lystra subsp. nov. Habituell
kleiner als fraudulenta, mit reduzierten weissen Discalpunkten der Vflgl und gleichmässiger hellbraunen Hflgln.
Unterseite der Vflgl ausser den üblichen Zell- und 2 Transcellularmakeln auch noch eine Reihe von 3 feinen
Strichelchen vor dem Zellapex, die den übrigen fraudulenta- Formen fehlen. Treasury-Inseln.
E. nechos Math, endlich mit rundlicherem Flügelschnitt als die vorige führt nahezu 1 cm breite
Sexualbinden der Vflgl. Grundfarbe etwas heller braun, der sonderbare Intramedianstreif der Unterseite der
Vflgl kürzer als bei fraudulenta, distal tief eingekerbt, proximal nicht nach hinten ausgebogen. Antemarginal-
makeln der Hflgl fehlen zumeist. Ribbe traf die Art auf der kleinen Salomons - Insel Munia zu vielen
Tausenden, ganze Schwärme -wurden beim Durchstreifen des Busches aufgeschreckt und an einigen Stellen,
-wo die Eingeborenen Holz geschlagen hatten , sassen an den stark blutenden Stümpfen ganze Packete von
Euploeen. Im dichten Walde selbst war nicht ein Zweig und kaum ein Blatt des niederen Gebüsches , auf
dem nicht eine nechos sass. Ribbe erfuhr von den Eingeborenen, dass solche Massen periodisch , etwa .alle
10 Jahre, auftreten. Shortland-Inseln, Bougainville.
E. megaera Btlr. ist mir nur nach der Diagnose bekannt. Grundfarbe dunkelbraun, der Hrd heller.
Fünf Subapicalflecken stehen in einer schrägen Reihe. ? mit einem Zell- und Costalpunkt und einer Serie
undeutlicher Submarginalfleckchen, cf auf den bleicheren Hflgln drei subapicale, ? zwei Reihen von eben¬
solchen Punkten. Unterseite lichter braun als oben: cf mit 7 Antemarginalpunkten ; Aru-Inseln.
E. morosa (= dalmani Fldr .) ist eine interessante Species, die unter allen Crastia am leichtesten
zu determinieren ist. Der zwischen dem mittleren und hinteren Medianaste eingebettete Sexualtleck ist.
nämlich ganz nahe dem Distalrand der Vflgl gerückt, und zudem fast rundlich statt länglich streifen artig. —
rnorosina subsp. nov. (82 d). Oben tief sammetschwarz, Hflgl mit weisslichgrauem Costalsaum und ganz
schmalem schwarzem Androconienfleck. Unterseite mit einem violetten Zell-, zwei Discalpunkten und einem
länglichen, distal spitzen Intramedianstreifen, der genau über dem ovalen Duftfleck steht. Hflgl ausser dem
Zellfleck noch mit 5 violetten Discal- und 3 Subapicalpunkten. $ etwas heller braun , oberseits ohne Spur
von Punktierung. Obi. — morosa Btlr., aus Halmaheira beschrieben, auch auf Batjan nicht selten, ist etwas
grösser als die vorige ; Duftfleck länglich und stattlicher. Unterseite mit zierlicheren violetten Disealfleckchen
als rnorosina.
EUPLOEA. Von H. Fruhstorfer.
245
E. pierreti von Dorey (Holländisch Neu-Guinea) beschrieben , hat den Sexualfleck gleichfalls sehr
nahe dem Aussenrd der Vflgl. Er ist bei den einzelnen Ortsrassen verschieden lang, bei allen Formen aber
distal etwas nach hinten herabgebogen. — numantia subsp. nov. (86b) zeigt kürzere Sexualmakel, die bei
einigen ff etwas schmäler ist , bei anderen aber breiter aussieht als auf der Abbildung , wo sie leider
nicht sehr deutlich zum Ausdruck gebracht werden konnte. Unterseite aller Flügel basalwärts dunkel kaffee¬
braun, der Distalrand der Vflgl und der Analsaum der Htlgl weisslichgelb überschattet. Vflgl mit einer Zell-,
2— 3 Discal-, Htlgl mit Zell- und 5 Discalpunkten. Nicht selten; Insel Waigiu. — pierreti Fldr. ist ober-
seits durchweg etwas heller braun als numantia, der Duftfleck lang, kräftig, Aussensaum der Htlgl, namentlich
jener des ? etwas dunkel ledergelb. Discalpunktierung der Unterseite sehr schwach. Randgebiet der Htlgl
der ?? fast weisslich. Holländisch Neu-Guinea. — erana subsp. nov. wird gekennzeichnet durch einen fast
doppelt so langen Seidestreifen der Vflgl als bei numantia, sehr dunkle Oberfläche aller Flügel, von denen
sich der gelbbraune Aussensaum ziemlich scharf abhebt. Unterseite dunkel kaffeebraun, mit beingelbem, bis
an die Zelle hinaufziehendem Randgebiet und äusserst markanten weisslic.hvioletten Discalmakeln. Deutsch
Neu-Guinea.
E. lugubris Sm., von der Insel Biak beschrieben, führt einen ebenso kurzen Sexualfleck wie morosa
Btlr. Htlgl ebenso bleich braungelb wie bei numantia Frühst., die Gestalt grösser als bei morosa und numantia,
aber die Htlgl ähnlicher jenen von morosa , d. h. mit Anteterminalpunkten , die der pierreti- Reihe fehlen. -
fuscosa Sm. ist eine Lokalform der vorigen, ober- und unterseits dunkler braun, Htlgl aber undeutlicher
weiss punktiert. Insel Mysore, beim Hafenort Korrido gesammelt. Nur 2 Paare bekannt.
E. lapeyrousei Bsd. ist eine jedenfalls in die Verwandtschaft von pierreti gehörige Species, die Moore
auf Buru, Oberthür, der die Type besitzt, in Holländisch Neu-Guinea Vorkommen lässt. Nach Oberthür
ist die BoiSDUVAL’sche Diagnose viel zu concis, um die Art darnach beurteilen zu können. Moore gibt an,
dass der Sexualfleck viel schmäler aber länger sei als bei pierreti und die Unterseite prominenter gefleckt.
S
E. torvina Btlr. Eine äusserst zierliche Species mit sehr schmalen Flügeln und grossem distal und
proximal abgerundetem Sexualstreifen. Vflgl tief sammetbraun mit schmaler, etwas lichter brauner aber
violett überhauchter Distalzone. Htlgl mit etwas breiterem gelbbraunem Analsaum, Unterseite hell schokolade¬
braun , Htlgl mit sehr schmalem , scharf abgetrenntem fahlbraunem Randgebiet und prominenten , ziemlich
grossen weissgelben Antemarginalpunkten. Discus und Zelle wie bei morosa , nur zarter punktiert. Neu-
Hebriden, Aneitum, Lifu ; selten in den Sammlungen.
E. paykullei Btlr. ist eine nahe verwandte, jedoch distinkte Species, mit noch zarterem Kolorit
als die vorige. Subapicalregion der Vflgl und die Submarginalzone der Htlgl bindenartig aufgehellt, licht¬
braun statt schwärzlich, wie die übrige Oberfläche aller Flügel. Unterseite auch der Vflgl lichter braun
umrahmt, Htlgl ohne die antemarginalen Punkte. Vate, Aneitum, Mota der Neu-Hebriden.
E. brenchleyi Btlr. fehlt meiner Sammlung, steht der paykullei sehr nahe, von der sie hauptsächlich
differiert durch fast ganz weiss umrahmte Htlgl , die bereits an eunjpon Hew. (86 e) erinnern. Salomons-
Inseln, ohne genaueren Fundort, und auf einer Kreuzfahrt nach verschiedenen polynesischen Inseln entdeckt.
E. eurianassa, eine der schönsten der bekannten Euploea- Arten, ist ausschliesslich im Papua-Gebiet
heimisch und ein getreues Spiegelbild der resarta Btlr. (82 b), von der sie durch den sehr langen Duftfleck
der Vflgl sofort zu unterscheiden ist. — cumaxa subsp. nov. ist eine oberseits etwas verdunkelte Form von
Kaiser -Wilhelmsland , mit schmäleren, partiell gelblich überhauchten Binden, besonders der Vflgl. Ähnlich
wie resarta kommt auch terentilia westlicher als Finschhafen nicht vor und fehlt deshalb bereits in der
Astrolabebai. Hagen kannte die Art schon 1897 als sehr selten bei Simbang, im Dezember gefangen. -
terentilia subsp. nov. (82 b) ist eine habituell grössere Rasse als cumaxa, mit noch mehr verdunkelten Binden ;
jene der Vflgl ist manchmal völlig braungrau beschuppt und partiell dem Erlöschen nahe. Die Verschmälerung
der weisslichen Submarginalbinde macht sich unterseits noch bemerklicher als oben, weshalb der hellbraune
Analsaum der Htlgl Gelegenheit findet, sich auszubreiten. Fergusson-Inseln. - — eurianassa Hew. aus Neu-
Guinea beschrieben, vermutlich aus dem britischen Gebiet der Insel stammend, ist die am reichsten weiss¬
gebänderte Ortsrasse und führt unterseits die zierlichsten violetten Zell- und die 5 Discalpunkte aller Formen.
Milne-Bai; Dezember, Januar; anscheinend nicht selten.
Artengruppe Stictoploea Btlr. (1878).
( Narmada Moore 1880, Doricha Moore 1883.)
Rp soweit bekannt mit 3 Paar Tentakeln, sonst kaum von jener der vorigen Gruppe verschieden, doch sind
die Anhängsel auf dem 3. und 4. Segment bedeutend länger. Pp wie bei Crastia core. Vflgl mit 2 Sexualstreifen.
Geäder wie bei Crastia. Valve, soweit untersucht, ähnlich jener von Salpinx, aber viel schmäler, mit lang aus-
gezogener, nur rnässig aufgebogener Spitze.
E. coreta Godt., von Gestalt wie E. core Cr., aber mit etwas kleineren gelblichweissen Submarginal¬
makeln der Vflgl und kürzeren ebensolchen Keilflecken der Htlgl. Vflgl unterseits mit zwei weissen Punkten
numantia.
pierreti,
erana.
lugubris.
fuscosa.
lapeyrousei
torvina.
paykullei.
brenchleyi.
cumaxa.
terentilia.
eurianassa.
coreta.
246
EUPLOEA. Von H. Fruhstorfer.
montana.
hopei.
binotata.
pygmaea.
microsticta.
regina.
harrisi.
crowleyi.
depunctata.
discalis.
mithrenes.
convallaria.
nica.
tyrianthina.
dotata.
am Zellschluss, die core fehlen. Die Art ist sehr gemein im südlichen Indien und unter dem Namen
coreoides Moore besser bekannt. Wahrscheinlich ist auch consimilis Fldr., aus Java beschrieben, wo sie nicht
vorkommt, damit synonym. Rp mit schwarzem Kopf und weissem Labrum, Köper von unbestimmter Färbung,
Untergrund schwärzlich mit blauer Rückenlinie, einige Segmente gelblich, andere grünlichviolett schimmernd.
Tentakel indigofarben, Füsse schwarz. Pp silbern, mit breiten braunen Binden. Rp auf der Unterseite von
jungen Blättern von Ichnocarpus frutescens, stark von Ichneumoniden verfolgt. — montana Fldr. ist die
ceylonesische Rasse der vorigen, von melanotischem Kolorit der Vtlgl, auf denen oberseits die Submarginal¬
punkte bei den cf cf fast verloschen , bei den ?? stark verdunkelt sind. Auch unterseits sind alle Weiss¬
zeichnungen reduziert. In gewissen Jahreszeiten nicht selten, geht montana von der Ebene bis etwa 2000 in
Höhe und ist bei Nuwara Eliya im Mai anzutretfen, manchmal begleiten montana auch die gemeine asela
auf ihren Wanderungen.
E. harrisi, eine kontinental indische Species von wundervollstem Blauschiller, zerfällt in zwei geo¬
graphische Rassen, und bei ihrer Neigung zu individueller Variabilität existiert eine Reihe von Namen für
einzelne z. T. recht unbedeutende Formen. Trotz ihrer Häufigkeit sind die Jugendstadien noch unbekannt. —
hopei Fldr. gleicht der abgebildeten binotata (82 a), nur führen die Hflgi eine Serie grosser weisser Sub¬
marginalflecken. Dies ist der nördlichste Zweig der Gesamtart aus Assam, Sikkim und Cachar, von Felder
beschrieben. — binotata Btlr. (82 a) ist die Hauptform, Hflgi ohne weisse Keilflecken, in Sikkim und Assam
sehr gemein. Einige Exemplare führen hellblaue weissgekernte Subapicalmakeln der Vtlgl, auch variieren
die blauen Discaltlecken erheblich in der Grösse; manchmal sind die beiden Reihen der Vtlgl verlängert
und fliessen zusammen. Der Zellpunkt kann manchmal verschwinden. — pygmaea Moore ist auf ein ? der
Trockenzeitform gegründet, mit violetter Oberseite und länglichem weissem Keiltleck der Vflglzelle. —
microsticta Btlr. ohne genauen Fundort ist vermutlich eine cf-Form aus der Regenzeit, von aussergewöhn-
lich grossem Flügelschnitt , und ab. regina Moore ist eine Aberration ohne weisse Submarginalpunkte der
Hflgi, dabei sehr kleine weisse Punktflecke, aus Cachar beschrieben. — harrisi Fldr. geht von Tenasserim
bis zur malayischen Halbinsel, wurde von Felder aus Cochinchina beschrieben und von mir in Anzahl im
Januar in Siam, im Februar in einer sehr kleinen Trockenzeitform in Stid-Annam und im Juni und Juli in
Tonkin gesammelt. — Als ab. crowleyi Moore ist eine melanotische Aberration aus Tenasserim bezeichnet, bei
welcher die beiden Reihen weisser Makeln der Hflgi fehlen. — depunctata form. nov. sind Stücke ohne
weissliche Submarginalpunkte der Vtlgl, die mir aus Siam vorliegen, und ab. discalis form. nov. ist eine
seltene Aberration, mit deutlicher blauer Zell- und 5 Transcellularmakeln der Vtlgl, bei normalen Htlgln,
die eine Doppelreihe weisser Punkte führen und somit einen Übergang zu hopei Fldr. von Assam bilden.
E. lacordairei wird als nomenklatorischer Typus einer über alle makro- und einen Teil der mikro-
malayischen Inseln verbreiteten Serie von geographischen Rassen gesetzt, die eine (übrigens sehr natürliche)
Transition bilden von harrisi Fldr. des indischen Kontinents zu dufresne God. der Philippinen. 01) alle drei
heute getrennt gehaltenen Arten zu einer Kollektivspecies zusammengehören, mag eine fortgeschrittene Ana¬
tomie der Zukunft lehren. Nach Analogie bei gewissen Salpinx- Arten sind zuverlässige Schlüsse aus den
nur wenig differenzierten Valvenumrissen auf die Speciesberechtigung einzelner Formen zurzeit kaum zu
ziehen, mithrenes subsp. nov. differiert von der abgebildeten harrisi (84b) durch dunkleren, mehr stahl- als
hellblauen Schiller der Oberseite und durch ungleiche und dunkler blauviolette Submarginalflecken der Vtlgl.
Hllgl fast stets ohne Submarginalreihen weisser Flecken, die nur auf der Unterseite fehlen. Dagegen tritt
stets eine admarginale Serie von weissen Punkten der Hflgi in Erscheinung, und die Discalfleck ung der
Vflglunterseite ist sehr deutlich, pirina ist nirgendwo häufig und geht über die Aluvialebene und die an¬
grenzenden Vorberge nicht hinaus. ? sind sehr selten. — convallaria Thieme ist eine ausgezeichnete Rasse
mit einer Serie sehr grosser, rein weisser Subapicalflecken der Vtlgl, die nur an ihrem inneren Rande mit
bräunlichen Atomen überworfen sind. Htlgl mit fünf bis sechs submarginalen weissen Fleckchen, die nach
hinten kleiner werden. Oberseite tief braun, der Veilchenglanz der Vtlgl ist kaum und nur in gewisser
Beleuchtung zu erkennen. Distalsaum aller Flügel mit Ausnahme des apicalen Teiles mit feinen weissen
Stichpunkten versehen, die dem Rand näher stehen als bei lacordairei von Java. Insel Nias, nur 1 cf bekannt.
— nica Frühst, differiert sowohl von convallaria wie pirina durch besonders lebhaften Blauglanz selbst der
Hflgi und erinnert dadurch sehr an harrisi, nur ist der Schiller doch merklich dunkler als bei Siam-Exemplaren.
Vtlgl mit fünf sehr grossen, lichtblauen, nicht weiss gekernten Submarginalmakeln; Htlgl beim cf mit drei
verloschenen, beim ¥ mit markanten Subapicalfleckchen. Unterseite gesättigt schwarzbraun mit grossen weiss¬
blauen Discalmakeln der Vtlgl. Htlgl aber nur mit wenigen und nahezu verlöschten blauen Zell- und Rand¬
punkten. Insel Engano, sehr selten. Flugzeit April. — tyrianthina Moore, aus Nord-Borneo beschrieben,
auch aus Südost-Borneo in meiner Sammlung, steht der mithrenes von Sumatra sehr nahe, ist aber im all¬
gemeinen grösser, die subapicalen Blauflecken der Vtlgl dementsprechend stattlicher, Vtlgl etwas lebhafter,
Htlgl aber geringer blau schimmernd und die Unterseite gesättigter braun mit zurücktretenden weissen Rand¬
punkten. — dotata Frühst, von der Insel Palawan vermittelt den Übergang zu dufresne God. der Philippinen,
ist in ein intensiveres Blau gekleidet als tyrianthina und führt, namentlich beim ¥, stets grosse, rundliche,
hellviolette Submarginalmakeln der Vtlgl, die den ganzen Flügel bis zur Submediane durchziehen. Die Unter-
EUPLOEA. Von H. Fruhstorfer.
247
Seitenpunktierung ist aber ebenso unbedeutend wie bei der Borneorasse. Flugzeit Januar. Während die
bisher besprochenen Inselrassen alle mehr oder minder ein gleichartiges Gepräge zeigen, beginnt mit lacor-
dairei Moore eine Serie äusserst variabler geographischer Formen, vermutlich bedingt durch die sowohl auf
Java wie den östlicheren Inseln einwirkenden Kontraste der Jahreszeiten, lacorclairei bewohnt ganz Java, von
der Meeresküste bis zu etwa 6 — 700 m hinaufsteigend. Exemplare aus Westjava, besonders solche der Bai
von Palabuan, von mir im Januar inmitten der Regenzeit gefangen, zeigen im allgemeinen nur winzige blaue
Submarginalflecken der Vflgl und drei subapicale grössere weisse Flecken der Htlgl (defigurata form. nor.).
In Ostjava treten cf? häufig mit sehr grossen, keilförmigen, fast ganz weissen Subapicalflecken der Vflgl auf,
die an ? von Salpinx leucostictis erinnern und als magniplaga form. nor. bezeichnet werden. ?? vom Tengger-
gebirge Ostjavas führen keilförmige statt rundliche Submarginalflecken und je einen Intramedianpunkt der
Vflgl jenseits der Zelle und erinnern gewissermassen an E. eleusina ?. — decorata form. nov. endlich scheint
der extremsten Trockenzeit anzugehören , mit sehr grossen , weissgekernten , hellvioletten Makeln der Vflgl
und zwei kompletten Reihen weisser Stichpunkte und rundlicher Fleckchen der Hflglober- und Unterseite.
— baweanica subsp. nov. ist in der Regel habituell grösser als Java-Exemplare, die Submarginalmakeln der
Vflgl konstant stattlicher, bei der Regenzeitform hellblau überpudert. Unterseite näher an tyriantliina Moore
von Borneo, tiefer braun, punktloser. Die Trockenzeitform erinnert an decorata, ist aber noch ausgeprägter,
die Hflgl führen sogar oberseits zwei Reihen hellvioletter Punktflecken , und das ? führt ausser drei Discal-
makeln auch noch einen blauen Spritzer vor dem Zellabschluss, so dass die Ähnlichkeit mit eleusina noch
vollständiger ist (eleusinida form. nov.). Insel Bawean. Juli-September. — cassia subsp. nov. differiert von
acordairei durch kleinere Gestalt, rundlicheren Flügelschnitt, geringeren Blauschiller. Unterseite der cf cf mit
markanten dunkelblauen Discalmakeln, aber fast ohne antimarginale Stichpunkte. ? mit zumeist regelmässigen,
deutlich keilförmigen Submarginalmakeln und fast ausnahmslos der forma eleusinida angehörig. Strand¬
waldungen von Lombok, mit Vorliebe an recht heissen Tagen am Waldrande auf- und absegelnd. — tambora
subsp. nor. ist eine körperlich grössere Inselform, mit in der Regel fast weisslichen Submarginalflecken ver¬
sehen, die sich auch auf den Hflgln fortsetzen. Die Unterseite variiert nach zwei Richtungen : die Mehrzahl
der cfcf führt nur gering entwickelte Discal- und keine Randpunkte, während eine beschränkte Anzahl ver¬
mehrte Violett- und Weisszeichnung aufweist. — Insel Sumbawa. — invitabilis subsp. nov. bedeutet das
Maximum in der Entwicklung grosser, weiss centrierter, hellvioletter Subapicalfleckung der Vflgl. Die ??
haben grosse Dreiecksfleckung , die gepaart geht mit eleusinida- Bildung. Flügeldiscus der Unterseite reich
violett dekoriert. Insel Alor. — melolo üoh. ist eine ausgezeichnete geographische Form mit fast binden¬
artig vereinigten, proximal breit ausgeflossenen, nur unmerklich und selten weissgekernten, hellblauen Sub¬
marginalflecken, ? mit Spuren von eleusinida- Abänderung. Die Unterseite ist am zeichnungsärmsten von allen
picina- Rassen, die Hflgl häufig völlig punktlos. Insel Sumba.
E. watsoni Moore vertritt zweifellos picina auf der Molukkeninsel Buru. Oberseite sehr dunkel, mit
gleichmässigem tiefblauem Schiller. Flügelausmass sehr gross. Vflgl mit kleinen schmalen nierenförmigen
Subapicalfleckchen, vorherrschend weiss mit lichtblauer Peripherie. Hflgl mit einem oder auch drei gleichfalls
nierenförmigen, rein weissen Subapicalflecken und selten mit weissen Randpunkten. Unterseite dunkel
chokoladebraun mit mattem Blauschimmer. Vflgl ohne Randstichpunkte. Discalflecken violett wie bei picina
verteilt. Insel Buru; selten.
E. dufresne Godt. ist die älteste Bezeichnung für eine Species, welche die Philippinen bewohnt und
unter dem Namen laetifica Btlr. besser bekannt ist, unter dem sie 82 a auch abgebildet wurde, dufresne ist
charakteristisch durch eine bindenartig verschmolzene Serie von vier weissen Subapicalflecken, die an den
Rändern prächtig lichtblau begrenzt werden. In der Submarginalregion der Vflgl stehen dann noch vier
mehr oder weniger weissgekernte rundliche Makeln, von denen wir beim c f drei, beim ? deren sechs bis
acht nach hinten an Grösse abnehmende Punktflecke auf den Hflgln fortsetzen. Htlgl in der Regel dann
auch noch mit einer Reihe von weissen Antimarginalpünktchen. Unterseite mit blauem Zell-, zwei Diseal-
ilecken , einem weisslichen Strich an der Submediane. Hflgl zumeist ohne Zell- , aber drei bis fünf Ultra¬
cellularpunkten. Die weissen Subapicalmakeln der Oberseite stark verkleinert, und die Submarginalfleckchen
kaum grösser als die Subterminalpunkte. Bei einem cf fehlen unterseits, abgesehen von den Subapicalen
überhaupt, alle weissen Flecke, und auch die submarginalen Makeln der Vflgl sind nahe am Verschwinden,
der Blauschiller der Oberseite dunkler und matter als bei den normalen Exemplaren, azagra subsp. nor.
Heimatinsel unbekannt. Mindoro (?). — bazilana Frühst, ist eine erheblicher differenzierte Inselrasse ohne
deutliches weisses Subapicalfeld der Vflgl, dagegen fast gleichartigen, aber insgesamt weissgekernten Sub-
marginalmakeln , Cellular- und Discalflecken der Unterseite prägnanter als bei dufresne von nördlicheren
Fundorten. Bazilan, Februar, März von W. Doherty entdeckt. Von den übrigen Philippinen sind noch eine
ganze Reihe von geographischen Zweigrassen zu erwarten. — swinhoei Wcdl. bewohnt Formosa, wo sie
besonders bei Taihemoku nahe der Südspitze der Insel nicht selten zu sein scheint. Vflgl mit etwas klei¬
neren, dunkler blauen, aber gleichfalls durchweg weiss centrierten Submarginalflecken besetzt. Hflgl mit
drei subapicalen Makeln und einer stets prägnanten Serie von rein weissen Antimarginalpunkten. Unterseite,
auch jene der Vflgl, mit sehr kleinen Rand- und Discalfleckchen.
lacordairei.
defigurata.
magniplaga.
decorata.
baweanica.
eleusinida.
cassia.
tambora.
invitabilis.
melolo.
watsoni.
dufresne.
laetifica.
azagra.
bazilana.
swinhoei.
248
EUPLOEA. Von H. Fruhstoefee.
gloriosa.
pompilia.
inaequalis.
picina.
doleschalli.
moesta.
inconspicua.
aethiopina.
immaculata.
agema.
egregia.
limbala.
tarnis.
amarynceus.
melander.
palla.
E. gloriosa ist mit 52 mm Vflgllänge die grösste der bekannten Stictoploea und von allen andern
Arten durch die ausgedehntesten weissen Submarginalflecke der Vflgl differenziert. Zwei Ortsrassen gloriosa
Btlr. (— superba Voll., badonia Ky, scblegeli Fldr .) (84b) ans dem Norden von Celebes, von mir bei Toli-
Toli November-Dezember nahe dem Seestrand gesammelt; ein rascher Flieger, der sich aber wie alle Euploeen
durch blühendes Gesträuch zu längerer Ruhe verleiten lässt. 2 in der Regel noch mit einer inneren kleineren,
aber rein weissen Serie von Discalflecken, die durch wischartige, proximale Verlängerungen der violetten
Submarginalmakeln mit dieser vereinigt sind. Unterseite mit nur unbedeutend schmäleren Reihen weisser,
vielfach keilförmiger Zeichnungen. Discalmakeln der Hflgl gleichfalls weisslich, nicht blass, wie bei anderen
Stictoploea. — pompilia subsp. nov. ist die bisher unbeachtete Form des südlichen Celebes, namentlich unter -
seits gekennzeichnet durch die zurückgebildeten weissen Fleckchen, von denen die discalen wieder hellblau
oder violett abgetönt sind. Von mir am Pik von Bonthain noch auf 1000 m Höhe beobachtet.
E. picina bewohnt die Molukken, und mit ihrer düsteren Oberseite ist sie das absolute Gegenteil
der vorigen Speeles. Überall sehr selten , sind bisher nur zwei Inselrassen zu registrieren , inaequalis Btlr.
(81 b). Grundfarbe der Hflgl in der Regel etwas lichter braun als auf der Abbildung, auch zeigt das 2 ober-
seits einen hellerbraunen Distalsaum. Unterseite der 22 stets mit weisslich grauem Analgebiet, das sich
manchmal auf der Oberseite wiederholt. Discalzeichnung vorherrschend weisslich , keine Spur von Rand¬
punkten. Amboina, Saparua, Ceratn. Sehr selten. — picina Btlr. (= plateni Stgr.) ist eine ober- wie unter-
seits stark verdunkelte Form mit ausgedehnterem, dunkel violettem Schiller aller Flügel und einer leicht an¬
gedeuteten hellbraunen Submarginalregion der Hflgloberseite. Nordmolukken, 2 noch unbeschrieben. Batjan,
Halmaheira. Von Butler mit dem irrigen Vaterland »Sumatra« bezeichnet, aber sekr kenntlich abgebildet.
E. doleschalli ist die älteste Bezeichnung einer papuanischen Collektivspecies, die unter einer Serie
von Namen in den Sammlungen kursiert, unter denen aber gerade der prioritätsberechtigte völlig negiert
wurde. Anscheinend im ganzen Verbreitungsgebiet der Art treten auffallende Abweichungen von der Norm
auf, die Ursache zu verschiedenen Speciesnamen gaben. Aber trotz aller gegenteiligen Angaben existiert
auch in Neu-Guinea ebenso wie in Indien und auf den Malayischen Inseln in jeder Region nur eine Sticto¬
ploea, die das Vorhandensein einer zweiten Art ausschliesst. — doleschalli Fldr. (= papuana Beak.) , die
Form des holländischen Gebiets, wurde als penelope Btlr. (81a) abgebildet, ein Name, mit dem am British
Museum die Hauptform der Gesamtart bezeichnet ist. — Als moesta Btlr. wurde eine unbedeutende Ab¬
weichung beschrieben, die nur drei blauviolette Subapicalflecken der Vflgl führt. — inconspicua Btlr. ist
eine oberseits dunkelbraun gefärbte Form mit etwas helleren Rändern, namentlich der Hflgl, aber ohne Spur
einer weissen oder violetten Apicalfleckung. — aethiopina Sm., auf zwei 22 gegründet, zeigt nur einen weissen
Gostalfleck der Vflgl. Sämtliche Namen beziehen sich auf Exemplare aus Holländisch Neu-Guinea, während
immaculata Btlr. die Rasse des Britischen Gebiets umschreibt, die etwas kleiner als doleschalli ist, noch
dunkler, und von der nur c fcf ohne weisse Subapicaltleckchen bekannt sind. Auch das 2 führt nach Butlee’s
Angaben keinerlei submarginale Zeichnung. — Als agema subsp. nov. wird die geographische Rasse von
Kaiser- Wilhelmsland eingeführt, die etwas in der Grösse hinter meinen Exemplaren von doleschalli aus Sorong
und Dorey, Rapsur und Hattam in Holl. Neu-Guinea zurückbleibt. Die Form inconspicua Btlr. ist die Haupt¬
form in Friedrich -Wilhelmshafen , doch kommen auch Exemplare vor, die der abgebildeten penelope ent¬
sprechen, und aus Finschhafen liegen mir sogar c fcf vor mit ganz weissen Submarginalmakeln der Vflgl
(egregia form. nov). Die 22 von agena, von denen mir allerdings nur 5 zugingen, sind dunkelbraun, mit
stahlblauem Antlug und ziemlich scharf abgesetzten hellbraunen, leichthin rötlich schimmerndem Distalsaum.
An dessen proximaler Grenze stehen sechs ungleich grosse weissliche, hellviolett überpuderte Submarginal¬
makeln , die bei einem 2 rein weiss bleiben und sich sogar auf den Hflgln fortsetzen. Das abgebildete cf
zeigt eine natürliche Fehlfärbung, indem die Vflgl drei grauviolette Intranervalstreifen aufweisen. — limbata
subsp. nov. führt fast ganz schwarze Vflgl mit äusserst dunklem, undeutlichem Blauschimmer. Hflgl mit breitem,
chokoladebraunem Distalsaum, cf gelegentlich mit einem violetten Subapicalpunkt der Vflgl, sonst der Form
inconspicua Btlr. angehörig. 2 nahe dem agema-$, aber heller braun, mit undeutlichen, braun überpuderten
Submarginalmakeln. Hflgl mit fast weisslichem Randgebiet. Waigiu. — tarnis subsp. nov. bewohnt die Insel
Jobi in der Geelvinik-Bai , ist noch grösser als doleschalli Fldr. von Sorong und oberseits, namentlich am
Analsaum der Hflgl, dunkler als limbata von Waigiu. Unterseite aller Flügel mit stattlicheren hellblauen
Discalmakeln als die verwandten Rassen. — amarynceus subsp. nov. liegt von der Insel Salwatti vor und
führt die prägnantesten und unregelmässigsten Submarginalmakeln der Vflgl. cf mit ausgedehnterem hell¬
braunem Analsaum als limbata. 2 fast durchweg hellbraun, Randgebiet der Unterseite der Hflgl von cf2 ins
Weissliche spielend. — melander Sm., von der Insel Santa Cruz beschrieben, scheint auch zu doleschalli als
östlichster bekannter Ausläufer zu gehören, cf braun mit zwei schmalen violetten Subapicalmakeln der Vflgl
und vier kleinen weissen Punkten zwischen den Adern. Hflgl wie bei limbata.
E. palla Btlr. (= payeni Fldr.) (84 b) ersetzt doleschalli auf den Aru-Inseln. Das 2 differiert ober¬
seits nur durch den gerade abgeschnittenen Ird der Vflglunterseite bei beiden Geschlechtern wie oben, nur
alle weissen Submarginalflecken etwas verkleinert. Discalmakeln der Hflgl fehlen und auf den Vflgln sind
nur drei vorhanden.
Ausgegeben 12. XI. 1910.
EUPLOEA. Von H. Fruhstorfer.
249
E. tristis Btlr., eine Miniaturform der vorigen, Vflgl ebenso gefleckt , die submarginalen Ovale der tristis.
Hflgl aber weiter nach innen gerückt, schmäler, Unterseite reicher violett punktiert als palla, Vflgl mit
weissen, zum Teil fehlenden Submarginalflecken, beide Flügel aber mit violettem Zell- und einer Serie
von fünf Transcellularmakeln. Neu-Hebriden , anscheinend selten. — Als scylla subsp. nov. liegt mir eine scylla.
Inselrasse vor ohne Submarginalpunktflecken der Vflglunterseite, nur drei deutlichen subapicalen weissen
Flecken der Oberseite. Neu-Hebriden ohne nähere Flugortsbezeichnung.
E. jacobseni Röb. (= wetterensis Frühst., baudiniana God. ? ?) (82 e) ist eine zierliche Species, jacobseni.
welche Mikromalayana (Timor- Gruppe) bewohnt und als die kleinste bekannte Stictoploea zu gelten hat.
cf: Vflgl mit leichtem, violettem Schimmer auf dunklem Samtgrunde, Htlgl ebenso wie die Oberseite aller
Flügel der ?? hellbraun. Vflgl mit sehr breiten, rein weissen, proximal leicht violett angehauchten Subapical-
feldern und vier prominenten rundlichen Submarginalflecken. Htlgl mit drei rundlichen Subapicalpunktflecken.
Eine Form, die vermutlich der Trockenzeit angehört, ist crassimaculata form. nov. mit sehr breiter an orope crassi-
und fabricia erinnernder gelblichweisser Submarginalbinde der Hflgl bei beiden Geschlechtern. Insel Wetter. — maculata.
timora Frühst, cf: Grundfarbe der Vflgl ein sehr dunkles, der Htlgl ein etwas helleres Braun. Vom Apex timora.
zieht nach dem Analwinkel eine Reihe grosser weisser Flecke, welche nach innen violett begrenzt sind. Die
drei oberen Flecke schmiegen sich eng aneinander, die übrigen kleineren sind isoliert. Die gelblichweissen
Submarginalflecke der Htlgl werden gleichwie bei Sylvester nach aussen durch einen , vom Aussenrd ein¬
schneidenden braunen Zahn geteilt und sind, namentlich beim ?, nach innen etwas eingekerbt. Alle Flügel
sind von einer Marginalreihe von weissen Punkten eingesäumt. Über dem Ende der Zelle trägt das cf
einen violetten, das ? drei weisse Punkte am Gostalrand. Von den beiden seidig glänzenden, sehr schmalen
Sexualstreifen ist der obere kürzer als der untere und sind beide viel kleiner als bei Sylvester. Die von
der Basis nach dem Aussenrd zu immer heller werdende braune Färbung der Flügelunterseite erinnert an
orope Bsd. und oropina Röb.; eine Färbung, welche, mit reichlich weissen Binden kombiniert, den Euploeen
der kleinen Sunda-Inseln ein eigentümliches Gepräge verleiht. Auf der LTnterseite von timora wiederholen
sich alle Zeichnungen der Oberseite und in der Flügelmitte tritt noch eine Reihe blauweisser Punkte auf.
Auf den Vflgln sind 4 davon costal , 1 cellular, 3 circumcellular und 1 — 2 stehen unter der Submediane;
die Hflgl tragen 1 cellulares und 6 circumcellulare Pünktchen. Je 1 Punkt, lagert an der Basis der VÜgl
und je 4 an jener der Hflgl. Fhlr und Abdomen wie bei Sylvester. Vflgllänge: cf 41 mm, ? 34 mm. Timor.
E. pelor Dbl. eine äusserst seltene Art aus Australien beschrieben, aber dort nie wiedergefunden, pelor.
Da mir ein cf von der Insel Babber vorliegt, so ist ziemlich sicher die Timorlaut-Gruppe die wahre Heimat
der Species. Oberseite, abgesehen von den zwei Sexualstreifen, genau wie bei sacerdos (84 d), nur mit
zwei Flecken statt einer Costalmakel der Vflgl. Unterseite wie oben, jedoch mit vier transcellularen und drei
discalen violetten Fleckchen der Vflgl und einem Zellpunkt und sechs blauvioletten Discalfleckchen der
Hflgl. Grundfarbe tiefschwarz.
E. rogeri Hbn. ist eine verwandte, gleichfalls sehr seltene Species, die von pelor differiert, durch rogeri.
kleinere weisse Submarginalflecken aller Flügel. Heimat unbekannt, vermutlich Inseln der Timor- oder
Timorlaut-Gruppe.
E. Sylvester F. (= dardanus Misk.) gleicht, abgesehen von den zwei Duftstreifen, der tichhorni Styr. Sylvester.
(81 c). Unterseite genau wie bei pelor. — Als crithon Misk. ist eine Form beschrieben, von der es zweifei- crithon.
haft ist, ob sie eine zufällige Aberration von Sylvester vorstellt oder als eine wirklich sehr seltene Art zu gelten
hat. Oberseite tiefschwarz mit purpurnem Schimmer und zwei Sexualtlecken , Unterseite dunkelbraun mit
helleren Rändern. Vflgl unterseits mit zwei blauweissen, Hflgl mit fünf violetten Punkttlecken. Wie Sylvester
am Kap York, Nord -Australien.
Artengruppe Trepsichrois.
Rp mit vier Paar sehr langen Anhängseln. Vflglzelle wie bei Crastia. Hflgl mit grossem Androconien-
fleck und einem kleinen Becken mit gelben, zottigen, heutigen und kurzgewimperten Duftschuppen. Analpinsel
etwas kürzer als bei Stictoploea , länger als bei Crastia, hell kanariengelb, einfach, kann leicht und stark bewegt und
ausgestülpt . werden. Valve bisher nicht untersucht. Die Artengruppe geht östlich nicht über Celebes hinaus, ist
somit rein indomalayisch , nur eine Art (mutciber) wurde als zufällig verschleppt in Neu-Guinea beobachtet. Alle
Species haben in beiden Geschlechtern den für menschliche Organe widerlichsten Duft unter allen Euploeen.
E. mulciber unter der Bezeichnung midamus L. besser bekannt und als solche auch Bd. I, Taf. 28 e
abgebildet und p. 78 mit Rp und Pp beschrieben. Die Art zählt zu den Gharakterschmetterlingen Indiens,
fehlt aber merkwürdigerweise auf Ceylon und den Andamanen, wird aber als gelegentlicher Zuwanderer
auf den Nicobaren angetroffen. Nordwärts geht sie bis Formosa, nach Osten bis zur Insel Bali, in eine
Folge insularer, zum Teil hochspezialisierter Ortsrassen zerfallend. Bemerkenswert ist noch, dass eine Reihe
von Tagfaltern sowie auch Chaleosiiden existieren, die in ein konvergentes Kleid gehüllt sind und ausge¬
zeichnete Beispiele von Mimikry abgeben. Selbst Exemplare der Nymphalidengattung Penthema und einige
Papilios der paradoxus- Gruppe, die habituell viel grösser als das Modell sind, gleichen im Fluge dermassen
IX 32
250
EUPLOEA. Von H. Fruhstorfer.
der mulciber, dass sie mich immer und immer wieder täuschten und meine Annamiten und Javaner sie
barsine. überhaupt nicht unterscheiden konnten. — barsine Frühst, ist die grösste bekannte Rasse, beide Geschlechter
ausgezeichnet durch ungewöhnlich stattliche, reich weiss gekernte Subapicalmakeln der Vflgl, beim ? aber
macht sich der Einfluss des Inselmelanismus bemerklich durch sehr dünne weisse Streifen der Hflgl, die in
mulciber. der Zelle gelegentlich völlig fehlen. Formosa, bis 4000 Fuss, Flugzeit besonders Juli-August. — mulciber Cr.
(= midamus auct., linnaei Moore), von China und der Goromandelküste beschrieben, bewohnt den ganzen
südasiatischen Kontinent von China und Tonking bis Singapore herabsteigend, von der Meeresküste bis zu
2000 m Höhe hinauf, überall anzutreffen, wo blühende Sträucher und Bäume sie anzulocken vermögen. Im
nordwestlichen Himalaya wird sie bereits selten. Je nach der Jahreszeit kommen sehr kleine Exemplare
(Siam, Januar) oder auffallend grosse Stücke (Tonking, Assam, Juli) vor. Nach meinen Beobachtungen
werden die Analpinsel mit nervöser Hast hervorgestossen und ebenso schnell wieder eingezogen und dabei
kalinga. ein äusserst scharfer Geruch abgesondert, der auch den ?? eigentümlich ist. — kalinga Doh. ist ein Name,
der einer mir nicht vorliegenden Rasse des südlichen Indiens gegeben wurde, der übrigens zusammenfällt
mit daudius F., wenn sich die Heimatsangabe »Tranguebariae« von Fabricius als zutreffend herausstellen
sollte. Der Diagnose nach differiert kalinga von mulciber beim cf nur durch geringeren Blauschiller der Vflgl,
die grössere weisse Makeln führen, und durch etwas kleineren Sexualfleck der Hflgl. Das ? soll sich vom
cf nur durch das Fehlen der Sexualflecken der Hflgl unterscheiden und dessen Hflglzelle keine Spur von
vandeventeri. weissen Längsbinden aufweisen. Bisher nur vom Ganyam - Distrikt bei Madras bekannt. — vandeventeri
Forbcs lässt sich nur schwer von kontinentalen mulciber abtrennen; wenn man aber grosse Serien in Be¬
tracht zieht, so lassen sich namentlich westsumatranische Exemplare durch prononciertere Weisspunktierung
der Vflgl der cf cf und ausgedehntere Adnervalstrichelung der Hflgl der ?? absondern, vandeventeri ist die
gewöhnlichste Euploea der Aluvialebene von Sumatra, wo sie das ganze Jahr über fliegt und eine Genera-
verhuelli. tion die andere ablöst. Banka, Billiton (?). — verhuellf Moore differiert von der sumatranischen Schwester¬
rasse durch erheblich vergrösserte weisse, leicht blau umrandete Subapicalkeilflecken, aber völlig ausfallende
Discalmakeln der Vflgl. Das ? führt gleicherweise stattliche subapicale weisse Einbettungen, die sich als
maassi. rundliche Makeln in der Flügelmitte fortsetzen. Insel Nias. — maassi Flag, ist eine noch sehr seltene
Rasse der Mentawej -Inseln mit nur einer Reihe von lichtblauen runden (apicalwärts nicht keilförmigen)
Submarginalflecken der Vflgl. ? bleichbraun ohne Spur eines Blauschillers, die Intranervalstreifen etwas
batunensis. bräunlich angehaucht. — batunensis Frühst. (= nidana Frühst.) stellt die dunkelste Adjazent-Inselform dar,
die bisher von der Sumatraregion bekannt geworden ist. Bei batunensis verdunkelt sich die blaue Grund¬
farbe der Flügeloberseite; die weisse Randpunktierung der Hflgl fehlt völlig und auf den Vflgln bemerken
wir nur noch vier ziemlich dunkelblaue Submarginalflecken und einige undeutliche Admarginalpunkte. Die
Punktierung der Unterseite ist gleichfalls im Verschwinden, so besonders die circumcellularen blauen Fleck¬
chen der Hflgl. Die Vflgl tragen unterhalb der Zelle zwischen der mittleren Mediane und Submediane
eigentümliche graue Duftschuppen (die mit dem Reibefleck der Hflgloberseite korrespondieren), die bei
malakoni. anderen mulciber - F ormen gelblich getönt sind. — malakoni Doh. bedeutet in ihrem Aussehen wieder eine
Annäherung an die sumatranische Form, indem sie zwei Reihen submarginaler lichtblauer Makeln der Vflgl
und den üblichen Zelltleck führt. Das $ ist oberseits durchweg braun, die subapicalen Makeln im Erlöschen,
braun überstäubt, Vflgl ohne Spur eines blauen oder violetten Anflugs, cf im April nicht selten auf der
basilissa. Insel Engano. — basilissa Cr. (85a) ist ein typischer Java- Schmetterling und durch ihre Häufigkeit
eine der auffallendsten Erscheinungen der Falterwelt der Insel. Namentlich in der schwersten Regenzeit
tritt basilissa manchmal zu vielen Tausenden auf, so im Januar-Februar 1892 in der Bai von Palabuan, wo
sie im lichten Forst und am Saume des Waldes neben Raclena jwoenta wegen ihrer Häufigkeit das Einfangen
besserer Arten erschwerte. Keine andere Lokalrasse hat einen so scharf abgesetzten subapicalen Blau¬
schiller, einen ebenso grossen weissen Fleck vor dem Zellapex noch eine so kräftige submarginale Doppel¬
reihe weisser Makeln der Vflgl und so markante Weisstreifung der Hflgl als basilissa. Letztere Merkmale
potenzieren sich noch etwas bei der Form von Bali. Sehr gemein bei Batavia und auf Bawean (Juli-
September) tritt in West-Java eine interessante, hier aber seltene ?-Form auf, die den Übergang zu malakoni
Doh. und maassi Hag. bildet, keine Spur von Blauschimmer der Vtlgloberseite, verdüsterte Weissbänderung
der Hflgl und Reduktion der rundlichen Makeln der Vflgl zeigt und anscheinend nur in der Regenzeit ge-
donada. funden wird (f. donada form, nov.) (85 a als basilissa bezeichnet). Palabuan, Batavia. — portia Frühst, kommt
portia. malakoni Doh. recht nahe durch die, verglichen mit basilissa stark zurücktretende Blaupunktierung der
Vflgl; das ? zeigt etwas Blauschiller der Vflgl, differiert aber sowohl von der Java- wie auch Sumatra-Rasse
durch die unbedeutende weisse Adnervalstreifung der Hflgl. Nord- und Süd -Borneo, Natuna- Inseln. —
paupera. paupera Stgr. nähert sich durch grosse lichtblaue Vflglfleckung der kontinentalen mulciber, doch fehlen
weisse Kerne der submarginalen Makeln; das? ähnlich malakoni und donada ohne Spur eines violetten oder blauen
Anflugs und nur durch etwras breitere weisse Intranervalfelder der Hflgl von der abgebildeten donada differenziert.
minda- Palawan, ziemlich selten. — mindanaensis Semp. cf-Oberseite : Vflgl und Hflgl, soweit letztere nicht durch den
naensis. pelzigen Fleck eingenommen, prächtig stahlblau schimmernd; am Aussenrd der Vflgl eine aus 8 grösseren
bestehende innere und eine aus 12 kleineren zusammengesetzte äussere Reihe blauer Punkte vorhanden, die
nicht sehr dem Variieren unterworfen sind. Unterseite: auf den Vflgln sind ausser den beiden gewohnten Reihen
EUPLOEA. Von H. Fbuiistobfeb.
•251
blauer Randpunkte und den 2 — 3 auf der Flügelmitte stehenden bisweilen am Vrd einige blaue Punkte vor¬
handen; auf den Hflgln tritt ausser der äusseren aus 14 Punkten bestehenden Reihe eine innere bis zu 12
zählende auf, von denen die 8 dem Innenwinkel zunächst stehenden strichartig länglich, die übrigen rund
und mitunter zweigeteilt sind. Die Grundfarbe ist dunkler als bei den vorhergehenden Formen, die Farbe
der Zeichnungen gleich bis auf den zwischen dem 1. und 2. Medianast stehenden Punkt, welcher rötlich
ist. ?: Oberseite mit starkem, blauem Schiller auf der äusseren V figlhälfte, sehr konstant und nur wenig
in der Grösse der weissen Flecke variierend; auf den Vflgln die hellen Striche in der AI ittelzelle nächst der
Wurzel und am Ird nur schwach angedeutet, eigentlich nur von der Unterseite durchscheinend, welche sich
ausser durch den fehlenden blauen Schiller nur durch das Vorhandensein der eben angeführten weisslichen
Striche von der Oberseite unterscheidet. — seraphita Frühst. (81 d) hat kürzere und rundlichere Flügelform seraphita.
als mindanaensis und kräftigere blaue Punktreihen der Vflgl und erinnert dadurch etwas an gelderi Snell.
Hflgl oberseits dunkler blau als bei Mindanao - cf cf. Auf der Flügelunterseite erscheinen sämtliche Makeln
und Striche vergrössert und reiner blau. Hflgl dann noch mit einer cellularen und mehreren circumcellu-
laren Strigae. ? mit ausgedehnteren und intensiver weissen Zeichnungen und in der Vflglzelle ein breiter
basaler Streifen, der mindanaensis fehlt. Insel Bazilan, Februar, März, von W. Dohebty entdeckt,
megilla F. (81 d cf1, 85 e ?) entfernt sich dermassen vom mulciber- Typus, dass man sie als Species anzusehen megilla.
versucht wäre, wenn sie nicht durch Zwischenformen wie Jcochi Semp. mit mulciber und pnapera in Konnex
stände. Da auch die Rp nach Sempeb’s Angaben nur unwesentliche Differenzen gegenüber der kontinental
indomalayischen Gesamtart ergibt, wird megilla trotz der abweichenden Färbung und Zeichnung mit mulciber
vereint. Das cf unterscheidet sich von den übrigen Trepsidirois- Arten leicht durch den grossen weissen
Fleck an der Vflglspitze, welcher in der Regel aus zwei grossen und vier kleinen Flecken sich zusammen¬
setzt, von denen aber letztere häufig verschwunden sind. Auf der Oberseite treten ausserdem bisweilen
kleine äussere sowie einzelne auch etwas grössere, innere bläuliche Randflecke auf, im übrigen sind die
Vflgl einfarbig und prächtig stahlblau schillernd. Die vordere Hälfte der Hflgl wird eingenommen durch
die dieser Gattung eigentümliche grauschwarze pelzartige Behaarung, wurzelwärts in der Mittelzelle begrenzt
von dem charakteristischen kleinen goldbraunen Fleck. Die innere Hälfte der Hflgl nebst einem bis an den
1. Subcostalast reichenden schmalen Aussenrd ist einfarbig und wie die Vflgl schillernd. Die Unterseite ist
einfarbig braun wie bei allen Arten dieser Gattung, ausser dem hier immer fiteiligen grossen weissen Fleck
an der Vflglspitze ist meistens am Aussenrd beider Flügel eine Reihe kleiner blauer Punkte vorhanden
sowie bisweilen 1 — 3 ebensolcher vor der Mittelzelle der Vflgl. Ein etwas grösserer rötlicher Fleck zwischen
dem 1. und 2. Medianast an der Medianrippe stehend ist stets vorhanden, sowie die graue pelzartige Be¬
stäubung am Innenwinkel der Vflgl, hier ebenfalls wurzelwärts begrenzt durch einen gelbbraunen kleinen
Fleck. Die Unterseite des ? ist lichter braun als die Oberseite und ohne Schiller. — Die Rp frisst weisse
und rote Oleanderblüten, sie hat je zwei Hörner, auf den Gliedern vor und nach den vier Paar Bauch¬
füssen und je zwei auf dem 2. und 3. Brustfussgliede. Sie ist schwarz und weiss quergestreift, doch ist
diese schwarze Farbe wie auch die der gleichfarbigen Hörner mehr ins rötliche spielend. Die Pp ist ganz
golden wie polierte Goldplatte, die Flügelscheiden etwas ins Silber schimmernd. Die Ppnruhe dauert 10 Tage
im Juli. Luzon. — kochi Moore, cf- Oberseite : diese auf den westlichen Visayas fliegende Inselrasse unter- kodii.
scheidet sich dadurch von den übrigen philippinischen mulciber , dass sie auf der Vflglmitte sieben bläuliche
Flecke hat ausser den beiden sehr gross und deutlich ausgeprägten ebenso gefärbten Fleckenreihen des
Aussenrds. Der prächtig blaue Schiller erstreckt sich über die ganzen Vflgl sowie über den dem pelzigen
Fleck zunächst liegenden Teil der Hflgl, wo er jedoch schwächer ist als auf den Vflgln. Auf der Unter¬
seite sind am Vrd und in der Mittelzelle der Vflgl einige blaue Punkte mehr vorhanden und die Aussenrds-
punkte sind schärfer ausgeprägt als bei visaya, mit welcher die Unterseite im übrigen genau übereinstimmt.
Von den bei mulciber Cr. um die Mittelzelle der Hflgl stehenden blauen Strichen ist nur bei einem Exemplar
von kochi eine schwache Andeutung vorhanden, doch nähert sich der geographischen Lage entsprechend
diese Form der auf Borneo fliegenden portia Frühst, am meisten.
E. semperi verteilt sich auf zwei geographische Zweigrassen. Bei semperi Fldr. (= tisiphone Btlr.) (85 e) semperi.
von Mindoro unterscheidet, sich das cf leicht auf der Oberseite von den übrigen Arten dieser Gattung durch das
Fehlen des blauen Schillers, von dem auf der inneren Vflgl- und Hflglhälfte nur ein schwacher dunkelvioletter
Schein vorhanden ist. Die vier bis fiüif violettweissen Punkte an der Vflglspitze verschwinden mitunter bis auf
einen 6 mm vom Aussenrd zwischen dem letzten Subcostal- und Discoidalaste stehenden. Unterseite : Ge¬
legentlich erscheint ein kleiner bläulichweisser Punkt in der Mittelzelle der Vflgl. Von der auf Luzon fliegenden
megilla unterscheidet sich semperi durch das Fehlen des grossen weissen Flecks an der Vflglspitze, von den
Formen von den Visayas und Mindanao durch die bläulich weissen Punkte. 2: Oberseite durch das gänzliche
Fehlen des blauen Schillers, sowie durch die etwas weiter vom Aussenrde abstehende innere Punktreihe an
der Vflglspitze von den vicariierenden Inselrassen der übrigen Philippinen zu unterscheiden. Die Unterseite
ist der Oberseite gleich, nur von etwas hellerer Grundfarbe. — visaya Semp. c f Oberseite: der violettblaue visaya.
Schiller ist nur auf der äusseren Hälfte der Vflgl vorhanden, wogegen der innere Teil derselben tief samt¬
braun und der nicht durch den pelzigen braunen Fleck eingenommene innere Teil der Hflgl hellbraun ist.
252
EUPLOEA. Von H. Fruhstorfer.
Von der ihr sehr nahestehenden semperi von Mindoro unterscheidet sich demnach diese nur auf den östlichen
Visayas fliegende Unterart dadurch, dass bei ihr gerade derjenige Teil der Oberseite blauen Schiller hat,
dem derselbe bei semperi fehlt, und umgekehrt. Die hellblaue äussere und innere Fleckenreihe am Aussenrde
der Vflgl ist sehr veränderlich, von zwölf äusseren und sieben inneren Punkten bis zum fast völligen Ver¬
schwunden derselben. Die Unterseite ist von der vorigen Art dadurch unterschieden, dass die auf der Flügel¬
mitte und am Aussenrde stehenden Punkte blau sind und die innere Reihe derselben an der Vflglspitze dem
Aussenrde näher steht; wie auf der Oberseite ist die Anzahl der Punkte sehr veränderlich. Die Grundfarbe
ist bei dieser, semperi Fldr. und kochi Semp. gleichmässig braun. 2 Oberseite: Auf der äusseren Hälfte der Vflgl
ist ein sehr schwacher blauer Schiller; die innere Aussenrdspunktreihe steht dem Flügelrande näher als bei
semperi. Grösse der weissen Flecke auf der Flügelmitte, sowie Grösse und Anzahl der Randpunkte ist sehr
veränderlich; einzelne derselben bisweilen schwärzlich angehaucht. Auf den Hflgln sind die hellen Zeich¬
nungen stets schwärzlich angehaucht. Die Unterseite ist ohne blauen Schiller und etwas heller von Grundfarbe.
Cebü, Bohol, Camotes, Samar, Leyte, Panaon.
E. gelderi beginnt in Mikromalayana da einzusetzen, wo die kontinentale mulciber mit basilissa Cr. auf
Bali ihre Ostgrenze erreicht. Die durchweg seltene Species bewohnt Flores, Sumbawa, Lombok und einzelne
Trabanten der beiden erstgenannten Hauptinseln, und bewegt sich auf Höhen von etwa 5 - 800 m über dem
Meere. Die cf cf mit prächtig gelben Duftpinseln, die einen intensiven, etwa an Reseda erinnernden Geruch
gelderi. ausströmen. Vier insulare Zweigrassen: gelderi Snell. (85 e cf), von Flores beschrieben; 2 grösser als das
dongo. abgebildete cf mit mehr als doppelt so breiten gelblichweissen Makeln und Binden aller Flügel. — dongo
Doh., aus Sumbawa beschrieben, differiert im männlichen Geschlecht kaum von der vorigen; $ oberseits
keine Spur eines blauen Anflugs, mit einem bleichen Basalstrich in der Vflglzelle und einem rundlichen
Fleck vor deren Apex. Unterseite mit durchwegs weissen, scharf abgesetzten Strigae. Sehr spärlich im Ge-
phoebadis. birge von Sumbawa. — phoebadis subsp. nor. ist eine kleinere und dunklere Rasse der Insel Lombok, haupt¬
sächlich durch das melanotische ? charakterisiert, das 85 e irrtümlich als gelderi -2 abgebildet wurde. Wie
aus der Figur ersichtlich, treten alle Weissbinden an Ausdehnung zurück, der Zellstrich der Vflgl ver¬
schwindet fast gänzlich und die Streifen der Hflgl sind bräunlich überdeckt. Selten auf Lombok, stets am
elwesi. Waldrande und einzeln auf blühendem Unterholz. — - elwesi Doli., von der nur ?? bisher bekannt sind,
wurde im Innern von Sumba auf etwa 1000 m Höhe entdeckt. 2 oben braun, Vflglzelle wie bei dongo,
sonst die Zeichnung ähnlich wie bei Radena oberthüri Doh. verteilt. Lag mir nicht vor. Nach Doherty sollen
ihr Artrechte zukommen.
euctemon E. euctemoti Heir. ist die am schärfsten umgrenzte Species der Artengruppe Trepsiehrois und durch
einen mehr als dreimal breiteren gelben Duftspiegel und das Fehlen grauer oder schwarzer Androconien-
felder der Hflgl von allen anderen Species ausgezeichnet. Sie ist zugleich die einzige Art, bei der die cfcf
(85 a) mit blauen Submarginalmakeln der Hflgl verziert sind und durch das völlig verschiedene 2 (81 d), das
vielmehr einer Danaide (Nasuma) gleicht, erreichen die Trepsiehrois in euctemon das Maximum der Entwick¬
lung geschlechtlicher Dimorphose. So kam es denn auch, dass der gelehrte Felder das 2 mit dem Namen
configurata als neue Art aufstellte, ja Moore sogar zwei Genera auf die beiden Geschlechter gründete ( Bibisana
und Glinamci). Die Art ist selten in Celebes; ich selbst fing beide Geschlechter in der intensivsten Regen¬
zeit, Januar, im Hinterland von Makassar. Typische 22 aus Tondano in der Minahassa sind etwras kleiner
und ausgedehnter bräunlich überzogen als südcelebische Exemplare.
Artengruppe Euploea F. 1807.
Rp nur von zwei Arten bekannt, davon trägt die westliche 3 Paar Fadenanhängsel (corus), die östliche,
nach einer Figur beurteilt, deren nur zwei, vorausgesetzt, dass die Abbildung richtig ist. Vflglzelle ohne rücklaufende
Ader (< ulliploea) oder nur mit Rudimenten einer solchen (Enplma). Der erste Subcostalast manchmal mit der
Costale verwachsen ( Calli gloea ). Vordere Discocellulare der Vflgl vorhanden. Analpinsel gelblich. Hflgl mit grossem
Duftspiegel, Vflgl aber ohne Sexualfleck.
a. Untergruppe Calliploea Btlr. 1875 (= Tabada Moore 1883).
Kleine Arten mit rundlichen Vflgln. Rp unbekannt*), was sehr zu bedauern ist, weil die einzelnen Arten
sehr schwer zu umgrenzen sind, wozu ihre Variabilität und die partiell diskontinuierliche Verbreitung beiträgt. Auch
scheinen auf einigen Inseln der Philippinen und Teilen von Mikromalayana die Ausläufer zweier Species neben¬
einander vorzukommen, während die makromalayischen Inseln, Celebes mit eingeschlossen, nur von einer Art be¬
wohnt werden. Die Aufteilung’ der Species erfolgt hier ausschliesslich nach geographischen Gesichtspunkten, ist somit
eine willkürliche und provisorische, aber mit unseren derzeitigen Kenntnissen der einzige Ausweg aus dem Labyrinth
von Namen. Valve kaum von jener der Artengruppe Salpinx verschieden, sehr schmal, distal nur leicht gewölbt.
E. mazares ist die am weitesten nach Westen vorgedrungene Species der Artengruppe, deren Ver-
ledereri. treter alle Archipele von den Salomonen bis Sumatra und Formosa bevölkern. — ledereri Fldr. , habituell
noch etwas grösser als mazarina (80 d), ist durch dasselbe anale braune Gebiet im Submedianfeld der Vflgl
*) Vgl. Nachtrag, S. 272.
EUPLOEA. Von H. Fruhstorfer.
253
wie mazarina ausgezeichnet und differiert sonst von ihr durch relativ grosse hellblaue Zell- und Gircum-
cellularmakeln der Vtlgl. Häufig auf der malayischen Halbinsel, wird sie im südlichen Tenasserim und dem
Mergui-Archipel nur noch als grosse Seltenheit gelegentlich angetroffen. — eunus Nicev. unterscheidet sich eunus.
von mazarina durch gleichmässig hellbraune Oberfläche der Vtlgl, lichtere, violett statt blau umgrenzte Sub-
apicalmakeln und durch kleinere, aber wie bei ledereri verteilte Transcellulartleckchen der Vtlgl. Die ?? sind
ungewöhnlich spärlich anzutreffen. Die Form geht nach Angaben Martin’s nicht über die geringsten Er¬
hebungen Nordost-Sumatras hinaus, findet sich häufig in Gesellschaft von Danais hegesippus und Crastia
distanti an Flussufern und liebt entschieden die Nähe der Meeresküste. — mazarina Frühst. (80 d) schliesst mazarina.
sich bereits eng an mazares von Java an und entfernt sich von eunus durch das Fehlen cellularer Makeln und
durch grössere, reiner weiss gekernte Subapicalflecken der Vtlgl. West-Sumatra. Von den Satellitinseln von
Sumatra sind vicariierende Formen bisher nicht bekannt geworden. — mazares Moore , die Namenstype, ist mazares.
auf etwa 500 m Höhe die häufigste Euploea der Insel und kommt im Osten wie Westen besonders in der
Regenzeit vom Januar bis April an geeigneten Stellen, verwilderten Kaffeegärten und dem Waldrand zu
vielen Tausenden vor und ist ausgesprochen kräuterliebend. Westjavanische Stücke führen ausgedehntere,
proximal schön hellviolett umgrenzte Vflglllecken. Der Gostalfleck der Vtlgl kann gelegentlich fehlen, sonst
besteht die Variabilität in geringerer oder potenzierter Ausbildung der Submarginalmakeln. ?? sind im
Gegensatz zu eunus keineswegs selten. Bali- und Kangean -mazares sind mir in natura nicht bekannt. So
unglaublich es auch erscheinen mag, die nur wenige Seemeilen von Java entfernte Insel Bawean hat ebenso,
wie sie eine distinkte E. crameri- Rasse beheimatet, auch schon eine eigene mazares- Rasse, baweana Frühst, baweana.
(83 d), kenntlich an sehr breiten (viel grösser als auf der Abbildung), vorherrschend weissen, proximal hell¬
blau umrandeten Submarginalflecken der Vflgl und dinklerem, lebhafteren und gleichartigerem stahlblauem
Schiller aller Flügel. Vflgl unterseits markanter weiss punktiert als bei mazares. — lombokiana Frühst, hat lombokiana.
mit baweana die dunklere Grundfarbe und den üppigen blauvioletten Schiller der Oberseite gemeinsam,
während sich unterseits der Satellitinselcharakter durch Zurücktreten der Weisspunktierung offenbart. Nament¬
lich die Admarginalpunkte sind bei den meisten Exemplaren völlig verschwunden und die Submarginalpunkte
sind nicht nur spärlicher, sondern auch zierlicher. Auch die weissen Kerne der Oberseite der Vflgl treten
zu Gunsten eines gleichmässig dunkelvioletten Anflugs der Submarginalmakeln zurück. Lombok, wo diese
Euploea von April bis Juni in einer Höhe von etwa 600 m eine Zierde des dortigen reichen Blumenflors
bildet und gemeinsam mit Danais melissa zu den Besuchern der Dorfgärten gehört. — sambavana Doh., sambavana.
habituell grösser als lombokiana, führt dennoch wesentlich kleinere, unbedeutend weiss aufgehellte Submarginal¬
flecken der Vflgl mit gleichfalls geringfügiger Unterseitenfleckung. Doherty hat bereits beobachtet, dass
bei dieser Form der erste Subeostalast ähnlich wie bei Badena, Ideopsis und Hestia gelegentlich mit der
Costale verwachsen ist, eine Erscheinung, die sich auch bei mazares wiederholt. — philinna Frühst,, sehr philinna.
nahe sambavana, bleibt in der Grösse etwas hinter dieser zurück, hat aber trotz der Kleinheit grössere
lichtblaue Submarginalmakeln der Vflgl. Das Randgebiet der Hflgl heller braun, deren Submarginalflecken
sehr gross, zu wetter ensis (83 d) hinüberleitend. Insel Adonara, Pura und vermutlich auch Flores. — sum- sumbana.
bana Doh., eine ausgezeichnete Zweigrasse, nahe der Grenze der Artberechtigung. Vflgl wie bei wetterensis
(83 d), aber mit ausgedehnter hellvioletter proximaler Begrenzung, die wetterensis fehlt. Hflgl ohne jedwede
Weissfleckung, Unterseite sehr auffallend, ohne Spur von admarginalen Fleckpunkten, aber mit zu einer breiten
Binde vereinigten weissen Apicalmakeln der Vtlgl und einer submarginalen Reihe von 6 — 7 rundlichen Punkt¬
flecken der Hflgl. Weisszeichnung der ?? noch auffallender, bereits an tulliolus F. von Australien gemahnend.
Insel Sumba, nicht selten. — natumensis Frühst, ist eine habituell recht kleine Rasse, oberseits dunkel und natunensis.
lebhaft stahlblau schimmernd, mit hellblauen Submarginalflecken der Vtlgl, die deutlich aber nur zart weiss
gekernt sind. Unterseite dunkel schokoladebraun mit leichtem violettem Schimmer und relativ grossem
rundem hellblauviolettem Discalfleck der Vflgl. Natuna-Inseln. — aristotelis Moore, aus Sandakan beschrieben, aristotelis.
1 aber auch von der Umgebung von Labuan und dem Sultanat Brunei in meiner Sammlung, ist eine grössere
Form mit intensivem hellblauen Schiller aller Flügel, zumeist sehr kleinen weissen, blau umrandeten Sub¬
marginalflecken der Vflgl. Nur wenige Exemplare zeigen eine ausgeflossene lichtblaue Umgrenzung der
Vflglmakeln. — palawana Frühst, schliesst sich der vorigen an, zeigt aber eine ausgedehntere matte und palawana.
dafür eingeschränkte blauschillernde Region aller Flügel und durchweg verkleinerte Submarginalflecken der
Vflgl, die in der Regel kaum mehr als punktförmig genannt werden können. Insel Palawan, Januar. —
monilina Frühst, bedeutet dagegen einen Rückschlag zu den am reichsten blaugefleckten Unterarten der monilina.
Sunda-Inseln, die Weissflecken sind breit ausgeflossen und ausgedehnter lichtblauviolett umrandet. Die Unter¬
seite ist aber dennoch kaum kräftiger weiss punktiert als bei palawana. Februar, März. Insel Bazilan. -
monilis Moore bewohnt die nördlichen Philippinen, bei ihr erreicht die Ausdehnung der Weissfleckung das monilis.
Maximum ihrer Entwicklung, auch die Hflgl tragen in der Regel weisse submarginale Pünktchen. Babu}T-
anes, Negros, anscheinand das ganze Jahr über fliegend und nach Semper etwas zum Variieren geneigt.
E. koxinga Frühst. (= klugi Mats.?) (83c), ausgezeichnet durch bedeutende Grösse, ausserordent- koxinga.
lieh prächtigen Blauschiller, grosse weisse Submarginalmakeln der Vflgl mit lichtblauen Rändern, die überdies
noch von einem lokalisierten hellen Reflex überzogen sind, den auch die Abbildung wiedergibt. Die Unter-
254
EUPLOEA. Von H. Fruhstoreer.
Seite ist charakterisiert durch eine Doppelreihe von deutlichen weissen kleinen Submarginalpunkten. Insel
Formosa, von der Ebene bis zu den Vorbergen aufsteigend und von März bis Juli nirgends selten.
mariesis. E. mariesis Moore lag mir nicht vor, nach der Diagnose steht sie nahe mazares, ist aber auf allen
Flügeln dunkler gefärbt und führt doppelt so grosse submarginale Flecken, die proximal blau umgrenzt sind.
Hflgl mit einer Reihe von kleinen, aber deutlichen weissen Punkten, die sich bis zum Analwinkel fortsetzen.
Von dem Lu-schan, bei Kiu-Kiang, Zen trat- China. Vielleicht ist ihr koxinga als Subspeeies anzugliedern.
E. tulliolus differiert von der mazares- Gruppe durch die verbreiterten weissen Apicalflecken der Vflgl
und in der Regel durch die scharf ausgeprägte innere Submarginalpunktreihe der Hflglunterseite, doch ver¬
liert sich letztere bereits bei den Exemplaren der nördlichen Philippinen. Da wo tulliolus- Formen neben
solchen von mazares auftreten, könnte man versucht sein, die ersteren für extreme Trockenzeitprodukte der
mazares zu halten, ln Neu-Guinea verwischen sich die Merkmale übrigens völlig und auch auf den Inseln
pollita. der Siidsee gehen tulliolus-TiWQige in solche von adyte Bsd. von Neu-Caledonien über. — pollita E&hh. &W,
gilt als der nördlichste Ausläufer der Species und führt in der Regel noch breitere weisse Vflglbinden als
auf der Abbildung, die nach einem Exemplar von Mindanao hergestellt wurde. Typische pollita haben
keinerlei Weisszeichnung auf den Hflgln und auf deren graubrauner Unterseite fehlen sogar die admarginalen
ecbatana. Pünktchen. Nord-Philippinen, besonders Luzon. - — ecbatana subsp. nov. (85 d), als pollita abgebildet, bewohnt
die südlichen Philippinen, Mindanao, Bazilan und andere Inseln. Hflgl beiderseits mit prominenter sub-
marginaler weisser Punktreihe. ?: Unterseits mit schmälerer weisser Subapicalbinde als die cd cf -Type von
tulliolus. Bazilan, Flugzeit Februar-März, also zu gleicher Zeit wie mazares monilina Frühst, gefangen. — tulliolus F.,
die Namensform, hat entschieden dunklen, mehr stahl- oder veilchen- statt hellblauen Schiller der Oberseite
aller Flügel, deutlichere Submarginalflecken, aber schmälere Subapicalbinden der Vflgl. In Queensland von
sicinia. Brisbane bis Cape York häufig. — sicinia Frühst, ist eine geographische Form von der Insel Dämmer, wie
rneda. tulliolus ohne weisse Submarginalbinde der Hflgl und sehr verkleinerten Subapicalmakeln der Vflgl. — meda
Frühst., von der östlich von Sumbawa gelegenen Insel Pura, ist durchweg lichter blau als tulliolus, Vflgl sehr
tumeri. breitbindig, Hflgl mit weissen Submarginalflecken, die sich auch unterseits deutlich abheben. — turneri Btlr.
von der Darnley-Insel, nördlich von Australien, die mir unbekannt ist, leitet von tulliolus zu saundersi Btlr.
von Aru in der Weise über, dass die subapicale Binde der Vflgl genau die Mitte hält zwischen jener der
saundersi. beiden genannten Zweigrassen, turneri ist nach einem ? beschrieben. — saundersi Btlr. ist eine häufige Er¬
scheinung auf den Aru-Inseln, dunkelblau von Gesamtcolorit, mit rein weissen, proximal nur leichthin violett
angehauchten mittel grossen Submarginalflecken der Vflgl, die unterseits sich etwas über Stecknadelkopfgrösse
nocturna, gleichfalls prominent abheben. — nocturna Frühst, von Salwatti ist habituell grösser, noch dunkler veilchen¬
blau mit sattem Stahlglanz und auch auf der Hflglunterseite mit deutlichen weissen Makeln besetzt. —
mardonia. mardonia Frühst, bewohnt Britisch Neu-Guinea und tritt im deutschen Gebiet auch in der Umgebung von
Finschhafen auf. Oberseite prächtig hell stahlblau schillernd, lichter als bei saundersi, die kleinen weissen
Stellen mit feiner hellblauer Peripherie. Unterseite wie bei saundersi, Hflgl mit 2 Reihen weisser Sub-
doryca. marginalpunkte. — doryca Btlr. ersetzt vermutlich saundersi in allen Teilen von Holl. Neu-Guinea und stellt
das melanotische Extrem des gesamten Formenkreises dar. Oberseite mehr violett als stahlblau mit matterem
Reflex, die hellblauen Submarginalmakeln nur schwach weiss gekernt. Submarginal- und Admarginalpunkte
der Unterseite zumeist fehlend, auch die subapicale Serie nur wenig prominent. Dorey, Sorong, Hattam,
offaka. Kapaur, überall häufig. — offaka Frühst, ist eine kleinere Inselrasse mit dem üblichen verdunkelten Kolorit,
Submarginalmakeln der Vflgl fast ohne weissen Kern, deren Peripherie mehr blau als violett und alle Weiss-
forsteri. punktierung der Unterseite, insbesondere jene der Hflgl reduziert. Insel Waigiu. — forsteri Fldr. ist gewiss
die /V/GGs-Repräsentantin der Fidji-Inseln ; Oberseite heller als bei doryca, die Zeichnung der Vflgl etwa wie
bei saundersi, breit weiss angelegt, mit schmalem hellvioletten proximalen Saum; Hflgl oberseits ohne Punkt¬
flecke. Vflgl mit bald grösseren, bald kleineren Makeln, die anscheinend unabhängig von der Jahreszeit ,
variieren und bei den mir vorliegenden drei ?? kleiner als bei saundersi erscheinen. Unterseite wie bei
saundersi, nur mit etwas zierlicheren Weisszeichnungen. Viti-Levu.
adyte. E. adyte Bsd., von der ich die Type bei Herrn Cu. Obertfiür sah, gehört vermutlich auch in den
Formenkreis von tulliolus. Oberseite der Vflgl mit einer kompletten Reihe von sieben violetten, nur leicht
weiss berührten Submarginalflecken, die auf der Unterseite dagegen rein weiss und relativ gross aufgetragen
sind. Hflgl mit einer gebogenen Reihe von sechs bis sieben grösseren, rein weissen rundlichen Submarginal-
makeln, die an Grösse vom Gostalrand zum Analwinkel abnehmen. Beide Flügel mit admarginalen Pünkt¬
chen. Vflgl ohne discalen weissen oder violetten Fleck, ein Merkmal, das aber bei allen besprochenen
tulliolus Verwandten abwechselnd vorhanden sein oder fehlen kann. Neu-Caledonien.
seriata. E. seriata B. -Schliff. ist vielleicht der adyte anzugliedern. Oberseite lichter braun, fast ohne violetten
Schimmer. Submarginalfleckchen der Vflgl nur leichthin angedeutet, nahe dem Erlöschen. Hflgl mit deut¬
lich abgesetztem gelblichbraunem Randgebiet. Unterseite aller Flügel basalwärts dunkelbraun, in der distalen
Region aufgehellt. Submarginalpunkte aller Flügel prägnant, aber gelblich statt rein weiss. Admarginale
Strichpunkte auf allen Flügeln. Vflgl unten ohne discalen Weissfleck. Insel der Loyalitäts-Gruppe, Lifu, Uwea-
EUPLOEA. Von H. Frtjhstokfeb.
255
E. dudgeoni Sm. (30 d), die neben doryca in der Humboldtbai, Holl. Xeu-Guinea vorkommt, ging mir dudgeo/ii.
neuerdings aus Friedrichs-Wilhelmshafen zu, wo sie die einzige dort vorkommende blaue Calliploea zu sein
scheint, während mir aus Finschhafen nur tulliolus mardonia Frühst, eingesandt wurde, aber niemals dudgeoni
dudgeoni ist ausgezeichnet durch die matter braune Grundfarbe, die namentlich auf den Htlgln im Aussenteil
aufhellt, fast unmerklichem, beim ? de facto überhaupt nicht mehr vorhandenen Blauschiller, die blassvioletten,
diffusen und beim <f nicht weiss zentrierten Randmakeln, und namentlich unterseits durch das Fehlen jed¬
weder, bei tulliolus und doryca so deutlichen weissen Subapicalbinden oder Flecken. Die meisten Exemplare
führen nur einen blauweissen Zellfleck der Yflgl und einige Submarginalspritzer der Hfl gl. Beim ? sind die
unmerklich weiss aufgehellten Submarginalflecken der Vflgl distal von einem zierlichen bis zum Terminal¬
rand hinziehenden Vorhof versehen.
E. hyems, auf beiden Flügeln mit prächtigen weissen Binden dekoriert, zählt zu den schönsten Species
und ist gemeinsam mit Crastia orope Bsd. und Stictoploea jacobseni Hob. ein Charakterschmetterling von Mikro-
malayana, wo sie E. mazares Moore ersetzt und da aufzutreten beginnt, wo mit sumbana Doli, die östlichsten
woeam-Inselformen ihre Verbreitungsgrenze erreichen. — wetterensis Frühst. (83 d) führt auf dunkelbrauner wettcrensis.
Unterlage einen dunkelvioletten Schiller, der auf den Htlgln als lichtvioletter Schimmer auch die weisse
Submarginalbinde der cT cf überzieht. Unterseite wie oben, nur mit einer Reihe von sehr kräftigen weissen
Submarginalpunkten, die in Verbindung mit der rein weissen breiten Subapical- und Submarginalfleckung
den Falter schmücken und sich so leicht von verwandten Formen der mazares- Serie unterscheiden. Insel
Wetter, nicht selten. — hyems Btlr., aus Timor beschrieben, ist von Gestalt etwas grösser, die Grundfärbung hyems.
lichter und die weissen Binden sind noch markanter als bei wetterensis. Mir ist nur die BcTLEif sehe Type
des Britischen Museums bekannt. — liza Frühst. (82 d) bewohnt die Insel Babber und ist auf der Oberseite liza.
aller Flügel dunkelbraun mit geringerem violetten Schiller als wetterensis, gelblichweisser Binde der V flgl
und einer Reihe von ausgedehnteren, mehr quadratischen als rundlichen Submarginalmakeln der Hflgl, was
besonders bei den ?? zutage kommt, von denen bei wetterensis die Submarginalregion in der Regel völlig
zeichnungslos ist. — catilina Frühst. (80 d), von der Insel Dämmer, führt ebenso lebhaften violetten Reflex catilina.
der Vflgl und die weissen Binden verbreitern sich noch mehr als bei hyems. — leaina Frühst. (85 d) zeichnet leaina.
sich durch sehr deutliche violette Begrenzung der weissen Subapicalbinden der Vflgl aus, die weisse Zone
der Hflgl dringt bis an den Aussenrd vor, von dem nur ein schmaler Streifen braunschwarz bleibt. Insel
Kisser. — aga Frühst. (83 d) führt fast doppelt so breite weisse Flecken der Vflgl und ein noch ausgedehnteres aga.
rein weisses Randgebiet der Hflgl, bei denen unterseits auch die braunen intranervalen Fleckchen ausbleichen
und zu verschwinden beginnen. Insel Letti, Juli 1892 von W. Doherty gefangen. — kühniana Frühst, kühniana.
(85 d), nahe der Grenze der Artberechtigung, zeigt ausgeflossene proximale hellviolett überstäubte längliche,
im medianen Teil durch breite braune Aderstreifen isolierte Submarginalmakeln. Hflgl ohne scharf abgesetzte
weisse Binde, aber mit weisslicher Distalzone, die nach innen in die hellbraune Grundfarbe übergeht. Unter¬
seite hellbraun mit relativ sehr kleinen Subapicalmakeln der Vflgl. Insel Roma, von H. Kühn entdeckt.
E. visenda bildet die natürliche Fortsetzung der vorigen Art und ist über das recht kleine Gebiet
der Tenimber- und Key- Insel-Gruppe verbreitet. Grundfarbe schwarzbraun mit heller brauner Unterseite.
Submarginalhinden der Flügel je nach der Lokalrasse verschieden breit angelegt, aber stets wohl ent¬
wickelt. — visenda Btlr. findet sich ausschliesslich auf Timor-Laut (Larat), oberseits sehr ähnlich aga, differiert visenda.
sie von dieser durch breiteren schwarzbraunen Distalsaum der Hflgl und grössere subapicale gelblichweisse
Binden der Vflgl. ?? der Trockenzeitform sind auf der Unterseite der Hflgl manchmal hellgraubraun und die
weisse Zone reicht bis an die Zelle. — ornata Frühst, von Key differiert von visendu durch die schmäleren, ornata.
leicht gelblich weissen Binden und Flecken, besonders aber der Submarginalbinde der Hflgl, welche da¬
durch weiter nach innen gerückt erscheint. Die subanalen Makeln der Vflgl kleiner als bei visenda und
aga (83 d), Grundfarbe der Unterseite auch der ?? mehr rotbraun als bei visenda -??. Auf allen Key-Inseln
überall häufig und namentlich in der Grösse recht veränderlich. — lonia Frühst. (85 d) steht der ornata sehr lonia.
nahe und entfernt sich von dieser durch noch mehr verschmälerte weisse Binden, besonders der Hflgl. Insel
Babber. Allen rismcfo-Rassen fehlt jede Spur eines violetten Anflugs der Flügeloberseite.
E. menamoides Frühst. (83 d) von Babber ist in gewisser Beziehung eine Intermediatform zwischen menamoides.
hyems, die auf Babber durch liza Frühst. (82 d) und visenda Btlr., die auf derselben Insel durch lonia Frühst.
(85 d) vertreten ist. Mit liza hat sie den violetten Anflug, besonders der Vflgl, mit visenda die Art der Ver¬
teilung der gelblichweissen, nirgendwo blauviolett begrenzten Binden gemeinsam. & wie ? entfernen sich
aber von liza und lonia durch kleinere weisse Subanalflecken der Vflgl.
E. hopfferi ist eine der markantesten Species der östlichen Molukken und Key-Inseln, von der erst
zwei Inselrassen bekannt sind, von denen aber noch eine ganze Reihe zu entdecken der nächsten Zukunft
Vorbehalten bleibt. — hopfferi Fldr. ist ein getreues Spiegelbild der eurypon Hew. (86e), von der sie durch hopfferi.
den vorspringenden ausgebogenen Ird der Vflgl, den Calliploeen-Duftspiegel der Hflgl und die proximal tief
eingebuchtete, daher unregelmässigere und noch breiter weisse Umrahmung aller Flügel dennoch leicht
zu unterscheiden ist. Costalgegend der Hflglunterseite mit drei grossen, manchmal verschmolzenen weissen
256
EUPLOEA. Von H. Fruhstoreee.
Flecken, wodurch auch die ?? von hop ff er i von eurypon -?? zu unterscheiden sind, welch letzteren diese Costal-
helia. mäkeln fehlen. Key-Inseln. — helia Frühst, steht der hopfferi sehr nahe, fällt aber durch lichtbraune Grundfarbe
und durch die mehr gelblich statt rein weisse Flügelumrahmung auf, die bei vielen Exemplaren völlig in die
braune Basalfärbung übergeht. Bei einem ? verschwindet sogar die weisse Binde der Vflgl bis auf Reste
einer subapicalen Aufhellung. Insel Banda.
niveata. E. niveata Btlr. bildet eine Kombination der Charaktere der tidliohisF}ru])pe mit jener von hopfferi ,
indem die prächtig violett glänzenden Vflgl nur eine etwas eingeschränktere Weisszeichnung als tulliolus,
die Hflgl aber fast ebenso breite weisse submarginale Binden führen als hopfferi. Unterseite durchweg wie
bei tulliolus , nur mit aussergewöhnlich breiter, rein weisser, aus quadratischen Feldern bestehenden Sub¬
marginalregion der Hflgl. Queensland, anscheinend ziemlich selten.
darchia. E. darchia Mac-L. (= priapus Btlr.) ist im gleichen Lande sehr selten und liegt mir nicht vor.
Vflgl ähnlich jener von tulliolus , aber die weissen Flecken bindenartig vereinigt und bis zum Analwinkel
durchgezogen. Htlgl mit einer rein w^eissen kompakten, massig breiten Submarginalbinde. Vflgl prächtig
hellblau schimmernd.
pyres. E. pyres Godm. ist die einzige Calliploea, die einen grösseren weissen, blau oder violett umgrenzten
Subanal- als Subapicalfleck der Vflgl aufweist und unterseits sowohl postdiscale Strigae der Vflgl wie Hflgl
führt, zu denen noch die übliche Doppelreihe weisser Ante- und Submarginalpunkte aller Flügel hinzukommt.
Vflgl oben mit einem relativ grossen Costaltleck und die Htlgl mit einer kompletten Binde von markanten
weissen peripherisch violetten Submarginalmakeln. Salomonsinseln, anscheinend selten; Bougainville, Munia,
Guadalcanar.
trimeni. E. trimeni fldr. (— engrammelli Moore ) ist eine unscheinbare kleine Species der Nordmolukken, von
der bisher nur zwei Rassen bekannt sind, von denen die Namenstype aus Halmaheira beschrieben wurde
und mir auch aus Batjan, im März von Doherty gesammelt, vorliegt. Von Gestalt und Färbung etwa wie
cledonia, mit unbedeutendem dunklem Schimmer auf tiefbrauner Grundfärbung. Vflgl mit fünf kleinen, weiss-
lich-violett begrenzten Submarginalflecken, von denen sich manchmal zwei bis drei auch auf der Hflglober-
seite einstellen. ? ohne jeden Reflex; die Punktierung der Vflgl ausgesprochener weiss. Unterseite wie oben,
doch satter braun mit violettem Hauch auf den Hflgln. Vflgl mit länglich ovalem Discalfleck. Hflgl mit
duilia. fünf markanten, rundlichen, violetten Submarginalmakeln. — duilia Frühst, ist eine habituell kleinere Insel¬
rasse, die Felder schon von Obi kannte und mit der vorigen zusammen beschrieb. Der stahlblaue Anflug
überzieht einen fast schwarzen Untergrund, von dem sich die Submarginalpunkte leuchtend und vorherr¬
schend weiss abheben. Sehr selten. Insel Obi.
E. salabanda, gleichfalls von Halmaheira beschrieben, mit Zweigrassen auf Obi, Batjan, greift auch
auf die Südmolukken über. Es ist nicht ausgeschlossen, dass sie nur eine extreme Regenzeitform der vorigen
salabanda. darstellt, von der sie alle Charakteristika in sich vereinigt. — salabanda Kirsch differiert von trimeni durch
lebhaften, vornehm blauschwarzen Schiller der Flügeloberfläche, die zumeist nur einen hellvioletten Subapical-
parallelis. punkt aufweist; Halmaheira. — parallelis Frühst, ist deren Repräsentantin auf Batjan mit einer Reihe von
drei bis fünf hellveilchenfarbenen Submarginalflecken; ¥ im Gegensatz zum trimeni -¥ oberseits deutlich stahl¬
blau erglänzend. Von Doherty im März 1892 neben beiden Geschlechtern von trimeni gefangen, mir auch
obiana. aus dein Monat August von anderer Seile zugegangen. — obiana Frühst, ist eine sehr dunkle Form, zumeist
ohne, aber gelegentlich auch mit zwei bis drei subapicalen Fleckchen, hellblau, weiss centriert; ? jedenfalls
cledonia. sehr selten, noch unbekannt. — cledonia Frühst. (83c) ist die am meisten differenzierte geographische Ab¬
zweigung; cf dunkel-, ? hellbraun; cf mit unbedeutendem, ¥ ohne Stahlglanz. Unterseitenpunktierung be¬
deutend markanter als bei salabanda oder obiana. Häufig in Ost-Ceram; es liegt mir auch ein cf (in Paris
gekauft) mit dem Etikett Amboina vor. Ältere Autoren kannten die Species aber überhaupt nicht von irgend
einer Südmolukkeninsel, so dass sie sehr lokal sein muss.
E. pumila ist der älteste Name für eine über das ganze Papua-Gebiet verbreitete Species, die ein
wahres Schulbeispiel der individuellen Abänderungs-Möglichkeit bildet und den variabelsten der bekannten
Tagfalter beizuzählen ist. Die Art hat demzufolge eine Reihe von Bezeichnungen empfangen, die aber den
Umfang ihrer Neigung zur Polymorphose dennoch nicht umfassen. Auch die sechs Abbildungen dieses Werkes
stellen noch nicht alle Haupttypen der Färbungsmodifikationen dar. Valve jener der Salpinx ähnlich, stark
pumila. verschmälert, mit undeutlich abgesetzter Spitze. — pumila Btlr. (85 d) umschreibt eine Lokalform des nord¬
westlichen Holländisch Neu-Guinea. Grundfarbe dunkelbraun mit einigen kleinen weisslichen Submarginal¬
flecken auf allen Flügeln und einem subapicalen Doppelflecken , von hellvioletter Färbung der Vflgl. Die
Unterseite hat, wie bei allen nachfolgenden Rassen und Formen, keinerlei discalen violetten Fleck auf¬
zuweisen, der die Angehörigen der trimeni-mazares-hyems. Gruppe auszeichnet. Vflgl aber in der Regel mit
lucinda. einer kompletten Serie von Admarginalpunkten. — lucinda Sm. (82 e) bezeichnet eine Form mit vorherrschend
rauchig brauner Oberseite aller Flügel, bei der die cf cf, namentlich aber die ¥¥, allmählich in ein violettes
Weiss im Discalteil übersehen. Das hellste Extrem davon, durchweg seidig glänzend, opalfarben mit weiss-
lich violettem Schiller haben wir abgebildet. Die Unterseite ist jedoch nicht so hell, sondern in der Basal-
Ausgegeben 12. XI. 1910.
EUPLOEA. Von H. Fruhstom'ejr.
257
region und der Zelle äusserst zart hellbraun angeflogen. Abdomen gleichfalls weisslich violett, mit braunen
Ringen. Es scheint, dass diese ganz hellen ?? nur in der Humboldtbai vollkommen, wo sie Dohebty Sep¬
tember-Oktober 1892 entdeckt hat. — salpingoides Frühst, auf Exemplare von hell lederbrauner Grundfarbe salpingoid.es.
mit zwei bis drei violetten Subapicalflecken der Vflgl basiert, fällt durch einen besonders hellen Duftspiegel
der Hflgl auf, der die ganze Zelle ausfüllt und sich darüber hinaus noch als ein wie poliert aussehender
Vorhof erstreckt. Der mittlere Teil dieses Duftspeculums ist mit langen gelben dichten Androconien bedeckt.
Exemplare mit völlig zeichnungsloser Oberseite und hellgelber Aufhellung des Basalfeldes aller Flügel wurden
als melitta Frühst, beschrieben. ¥ mit noch weitgehenderer Aufhellung, die bereits Spuren eines weisslichen melitta.
Anflugs der Oberseite zeigen, bezeichnete als sublucinda Frühst. In der Nähe von Friedrich-Wilhelmshafen sublucinda.
treten häutig ¥¥ auf, die einen Übergang zu lucinda bilden und bereits Spuren eines milchglasartigen Anflugs
in der Vflglzelle und zwischen den Medianadern führen. — anaitis form. nov. Eine seltene Abweichung bilden anaitis.
¥¥ mit kleinen, länglich ovalen, opalartigen Subapical- und Submarginalflecken der Vflgl und grösseren Sub¬
marginalpunkten der Hflgl, die von einer Serie von Admarginalpunkten auf der Unterseite der letzteren be¬
gleitet werden. Weitaus der zierlichsten bekannten Abweichung aber gehören cf cf1 an mit wie bei Salpinx
swierstrae (83 c) violett überzogener Zelle und Costalpartie der Vflgl (amida form. nov.). Sämtliche hier ge- arnida.
nannte Abänderungen kommen in der Nähe von Friedrich- Wilhelmshafen in der Astrolabe-Bai vor. Im öst¬
licheren Finschhafen tritt dagegen eine dunklere Abart auf, der vermutlich Subspeciesrang zukommt, es ist
dies phokion Frühst. (83 d), die in der Regel eine satter schwarzbraune Grundfarbe zeigt, wie die Abbildung, phokion.
Dagegen finden sich bei den meisten cf cf noch supplementäre, violettweisse Submarginalflecke, die sich als
feine Punkte auch auf den Hflgln fortsetzen. Alle mir vorliegenden phokion führen zudem auch auf der
Unterseite aller Flügel komplette Serien rein weisser Admarginalpunkte. An phokion schliesst sich in Britisch
Neu-Guinea eine noch farbensattere Lokalrasse an, — jamesi Btlr. (80d), die im Gegensatz zu pumila Btlr. jamesi.
und salpingoides Frühst, sehr konstant zu sein scheint, wenigstens zeigen in der Milne-Bai, in Samarai, der
gegenüber der Insel Yule liegenden Küste gesammelte Stücke keinerlei Abänderungen. Auch ein cf von
der Fergusson-Insel hat noch dieselben charakteristischen, violett-weissen, breiten Subapicalbinden der Vflgl
wie das abgebildete Exemplar. — flaminia Frühst. (83 c) ist eine grössere Rasse von der Insel Salwatti mit flaminia.
etwas undeutlicheren Fleckenbinden der Vflgl, doch kommen ebenso wie in Britisch Neu-Guinea kleine cfcfl
vor, die einer Trockenzeitform anzugehören scheinen, kleinpunktig sind und als infantilis Btlr. beschrieben infantilis.
wurden. — garcila suhsp. nov. ist die Lokalrasse des westlichsten Teiles von Holl. Neu-Guinea, aus Sorong, garcila.
die durch eine fahlbraune Grundfarbe, dunkel stahlblauen Anflug, sehr kleine weissliche Submai’ginalmakeln
und nur wenig grössere hellviolette Subapikalfleckchen der Vflgl charakterisiert ist. Unterseite der Vflgl
mit grösseren, jene der Hflgl mit kleineren weissen Makeln als pumila und jamesi. — stephensi Fldr. von stephensi.
der Insel Misole ist nach dem einzigen mir vorliegenden ¥ eine dunkelbraune Form mit reduziertem violetten
Apicalfleckchen der Vflgl, drei Submarginalmakeln der Hflgl und punktloser Unterseite der Vflgl. — kirschi kirschi.
Moore , von der bisher nur 1 ¥ bekannt war, vertritt pumila auf Waigiu. Normale Exemplare beiderlei Ge¬
schlechts schiessen sich eng an pumila an ; fast alle sind charakterisiert durch gleichartige Submarginal- und
etwas grössere violette Subapicalflecken der Vflgl. Zwischen diesen Punktflecken und dem Terminalsaum
der Vflgl macht sich eine feine violette Bestäubung bemerklich, die bei vielen cf cf, namentlich aber auch
bei ¥¥ manchmal breit ausfliesst, längs der Adern weisslich wird und auf der Unterseite als grauer Anflug
sich bemerklich macht (amantia form. nov.). Sehr selten sind dann Exemplare mit einfarbiger Oberseite, amantia.
Unterseite ohne Randpunkte und die Vflgl nur mit einigen Strichpünktchen besetzt (parvipunctata / orrn. nov.). parvi-
Auf den Inseln der Geelvink-Bai ist pumila durch eine reizende Form vertreten, sisamis Kirsch., von Ansus punctata.
auf Jobi beschrieben und der amida Frühst, von Kaiser -Wilhelmsland nahesteht, in der Zelle und Subapical- sisamis-
region der Vflgl eine blassviolette Aufhellung zeigt und ausserdem noch mit vier blauen Submarginalpunkten
verziert ist. Unterseite wie bei pumila mit einigen Subapicalpunkten der Vflgl und einer Doppelreihe weisser
Punkte der Hflgl. — bismarckiana Frühst, endlich ist die geographische Abzweigung des Bismarck-Archipels, bismarckiana.
charakterisiert durch die tiefbraune Oberseite, die insbesonders beim ¥ durchweg matt bleibt, ohne den ge¬
ringsten violetten oder stahlblauen Reflex; Vflgl beim cf mit violetten, beim ? weissen Subapicalmakeln , an
die sich einige kleine, aber deutliche weisse Submarginalfleckchen anschliessen. ¥ unterseits mit 2 Reihen
weisser Punkte der Hflgl. Neu-Pommern, Neu-Lauenburg und Neu-Mecklenburg.
In der celebischen Subregion sind die Calliploea wie im makromalayischen Gebiet nur durch eine,
aber desto prächtigere Species vertreten: E. hyacinthus, die an intensivem Blauschiller alle genannten Arten hyacinthus.
weit übertrifft und zugleich die einzige Calliploea darstellt mit grossem weissem Discalsclnnuck aller Flügel.
Vier Ortsrassen sind bisher bekannt: mangolina Frühst. (82 c), von der die cf cf nur durch den vorspringenden mangolina.
Ird der Vflgl differieren; Unterseite schwärzlich mit Wiederholung der Zeichnung der Oberseite und mit
zwei statt einer Submarginalreihe weisser Makeln der Hflgl. Sula-Mangoli. — besinensis Frühst, steht besinensis.
mangolina am nächsten und ist von dieser durch das Fehlen der weissen breiten Striche in der Zelle der
Hflgloberseite sofort zu unterscheiden. Sie ist ärmer an weissen Flecken, namentlich ist der ultracellulare
grosse Fleck in der Vflglmitte stets sehr reduziert und die in mangolina davor und dahinter lagernden
Makeln erscheinen nur als Pünktchen oder sind ganz verschwunden. Auf den Hflgln ist die in hyacinthus
IX 33
258
EUPLOEA. Von H. Fruhstorfer,
und mangolina stets deutliche Submarginalserie von weisslichvioletten Punkten manchmal nur auf 3 Fleck¬
chen beschränkt, der ganze übrige Hflgl ist bei einem- cf oberseits ohne Spur von Zeichnung, bei einigen
anderen cf cf treten kleine circumcellnlare Haken und Makeln auf. Auch das ? erweist sich als eine mela-
notische Form von hjacinthus und mangolina und trägt oberseits nur die weisse Submarginal- Punktserie,
einen Gostal- und einen runden Medianfleck auf den Vflgln, und auf den Hflgln nur einen kleinen weissen
Helmfleck hinter der Zelle. Ein zweites ? bekommt durch zwei Costalfleckchen und drei circumcellnlare
Punkte ein etwas lebhafteres Aussehen. Das Hauptmerkmal bildet aber die ganz schwarze Zelle der Unter¬
seite der Hflgl, die bei mangolina bereits zur Hälfte weiss ausgefüllt ist. Sula-Besi. — hyacinthus Btlr. ist
im Gegensatz zur vorigen das hellste Extrem der Species, ausgezeichnet durch gelben Duftspiegel der Hflgl,
sehr breite Subapicalbinde, und namentlich bei den ?? die ganze Flügelmitte ausfüllendem Discalfleck der
snbcongrua. Vflgl. Süd-Celebes, nicht sehr häufig, bis etwa 1000 m ansteigend. — subcongrua Iiöb. {= hewitsoni Flclr.
1867) ist nach der Abbildung Feldee’s beurteilt die etwas farbenärmere Rasse des nördlichen Celebes, ins¬
besondere charakterisiert durch schwärzlich überstäubten Duftspiegel der Hflgl und dunklere Grundfärbung;
auch ist die Zelle der Unterseite der Hflgl zur Hälfte grauschwarz statt rein weiss wie bei hyacinthus. Da¬
gegen sind die Submarginalmakeln, namentlich der Unterseite, prägnanter als bei der Südrasse. Nicht selten
bei Toli-Toli , November-Dezember, aber schon in Zentral-Celebes (August) auftretend und bis zur Nord¬
spitze von Celebes verbreitet.
b. Untergruppe Euploea F. (— Macroploea Btlr. 1878).
Die grössten bekannten Arten umfassend, Vflgl zumeist spitz.
E. corus (nicht zu verwechseln mit E. core Cr.) ist eine makromalayische Species, die westwärts bis
Ceylon und Birma, ostwärts bis Nord-Celebes und Palawan vorgedrungen ist und im Süden auf Bali ihre
Ostgrenze findet. Rp zylindrisch, hellbraun mit leichtem Purpurschimmer und einer bleicheren supra-
stigmalen Region. Kopf und Ftisse dunkelbraun, die Segmente mit ebensolchen Querstreifen. Drei Paar röt¬
liche Tentakeln mit schwarzen Spitzen. Pp breit, Thorax uneben, silberiggrau mit goldigbraunen Binden,
Abdominalsegmente rückwärts konvex , braungefleckt. Nahrungspflanze noch unbekannt. Die Berichte
über die Flugart widersprechen sich, sie scheint demnach je nach den Lokalrassen verschieden, entweder
schwerfällig und langsam oder schnell zu sein. Gewiss ist nur, dass alle Formen sehr lokal sind, aus¬
schliesslich die Alluvialebenen bewohnen und sich auch da nur in der Nähe des Seestrandes aufhalten. -
coms. corus F. (— elisa Btlr.) bewohnt Ceylon, wo sie bei Galle unter Kokospalmen häufig sein soll. Sie tritt
im Juni, Juli, dann wieder im November, Dezember auf. Ich selbst beobachtete sie 1889 bei Colombo
und nach de Niceville liebt sie das schattige Djungel und kann im Fluge leicht für eine Fledermaus ge¬
halten werden. Nach Moore trifft man corus auch im Mangrowesumpf oder sonst in der Nähe des Meeres.
corus ist die kleinste bekannte Rasse der Kollektivspecies ; die Flecken der Oberseite auf hellbrauner Unter-
phoebas. läge, etwa wie bei vitrina Frühst. (79 a) verteilt. — phoebus Btlr. (= castelnaui Fldr.) steht der nikrion
Frühst. (80b) nahe, nur führt sie kürzere rundliche, statt keilförmig längliche Subapicalmakeln, die grauviolett
umzogen sind. Hflgl wie bei nikrion. Unterseite mit weisslichen verkleinerten Subapicalmakeln, aber grossen
grauvioletten kernförmigen Distalflecken. Type des cf aus Moulmein, des ? von Penang stammend, auch in
gewissen Teilen von Tenasserim, im Mergui- Archipel und Perak, Singapore vorkommend. Eine verwandte
drucei. Form wurde auch auf den Nicobaren einmal beobachtet. — drucei Moore aus Chentabun in Siam beschrieben
und vermutlich auf eine Trockenzeitform der phoebus basiert, wurde von mir in nur einem Exemplar in den
Tempelgärten am Mennam in Bangkok im Januar gefangen. Vflgl mit etwas reduzierten weisslichen Sub-
apicalflecken , Hflgl mit einer transcellularen Serie von violetten Punktflecken, die auch auf der Unterseite
vitrina. auftreten. — vitrina Frühst. (79 a) ist eine ausserordentlich lokale und anscheinend auch sehr seltene Form,
da sie weder Moore noch Bingham kannte, vitrina ist von allen Verwandten unterschieden durch den durch¬
sichtigen bleichvioletten Vorderteil der Vflgl, welcher von der Mitte der Zelle an stets heller werdend in
der Färbung nahezu an E. browni Godm. erinnert. ? noch bleicher als das abgebildete cf ; Apicalteil der
Vflgl unterseits fast weiss, erst in der Zelle in ein mattes Gelbbraun übergehend. Unter-Birma, nur ein
hesiodus. Paar, in der Sammlung Fruhstorfer. — hesiodus subsp. nov. ist die Rasse der Insel Banka, die Dr. Hagen
statius. dort aufgefunden hat und die durch noch stattlichere lichtere Flecken als nikrion (80b) auffällt. — statius
subsp. nov. bewohnt Sumatra, von wo sie mir nur aus dem Nordosten der Insel bekannt ist, und entfernt
sich von phoebus Btlr. in der Hauptsache durch dunklere braunviolette Grnndfai’be, reicheren violetten Reflex
der Aussenpartie aller Flügel und intensiver veilchenblau überpuderte Subapical- und markantere Admarginal-
phaeratena. mäkeln der Vflgl. — phaeratena Kheil hat kleinere Gestalt, etwas kürzere, mehr gerundete Vflgl und
namentlich beim ? fast rein weisse, bindenartig verbreiterte Subapicalmakeln der Vflgl. Insel Nias, an-
micronesia. scheinend nicht sehr selten. — micronesia Doh. führt gar keine weissen, sondern nur undeutliche grau¬
violette Vflglflecken und deren Autor hat ganz recht, wenn er die Engano-Rasse mit semicircidus Btlr. von
den weitentfernten Nord-Molukken vergleicht; denn micronesia hat durch die kleine Punktierung aller Flügel
in der Tat viel mehr Ähnlichkeit mit der Batjan -Euploea als mit Macroploeen der umliegenden Inseln, so
paradox dies auch klingen mag. Die Grundfärbung ist ein dunkles Blauviolett und das ? ist schwarzbraun,
EUPLOEA. Von H. Fbuhstorfer.
259
während statius von Sumatra lichtbraune 22 hat. — pavettae Zink. (— gyllenhali Lar) bleibt in der Grösse pavettac.
stets hinter der stattlicheren nikrion zurück. Grundfarbe lichter braun, mit kleinen, grauweissen Makeln und
sehr beschränkten, unbedeutenden blauvioletten Reflexen auf der distalen Zone der Htlgl. pavettae war in
Java sehr selten. Ich fand die Art ausschliesslich in der Nähe des Meeres, in den Strandwäldern von Pala-
buan, während der schwersten Regenzeit im Januar 1892. Einige Male verirrten sich ein paar Falter nach dem
grossen Baumgarten, welcher meine damalige Wohnstätte, den Pasanggrahan (Rasthaus) von Palabuan, umgab.
Die Euploeen erschienen wie Gespenster, flogen etwa zwei bis drei Meter über dem Boden und schossen und
stürmten so ungestüm und unregelmässig durch die Luft, dass es mir lange unmöglich war zu erkennen,
welche Schmetterlinge ich vor mir hatte. — defiguratus Brühst, von Bali. Dr. Martin’s javanischer Sammler defiguratus.
hatte das Glück, eine grosse Serie dieser für die Insel neuen Fuploea zu fangen, die mir in Ost-Java nie
begegnet ist. Verglichen mit pavettae Zinck. von Java stellt defiguratus eine verdunkelte Satellitinselrasse dar,
ausgezeichnet durch die violetten statt weissen inneren Submarginalmakeln der Vflgl und die viel kleineren,
meist aber völlig fehlenden Antemarginalpunkte aller Flügel. Dass defiguratus auch von Gestalt kleiner ist
als Javanen, ist bei einem Balifalter selbstverständlich. In Lombok hatte ich keine Gelegenheit, eine Macro-
ploea zu fangen, trotzdem solche dort an der Südküste im September gewiss zu linden sind. — nikrion nikrion.
Frühst. (80b). Viel erheblicher differenziert von pavettae ist diese Form der Insel Bawean. von der mir eine
Serie von 16 Exemplaren, gesammelt Juli — September, vorliegt. Grundfarbe dunkler als bei pavettae, der
violette Reflex ausgedehnter, intensiver, die weisse Subapicalfleckung der Vflgl und namentlich aber die
violetten Makeln der Htlgl erheblich grösser als bei Java-Stücken. — butleri Moore (2 = godmani Moore) schliesst butleri.
sich eng an nikrion an, Vflgl aber rundlicher; Subapicalflecken gleichmässiger, schärfer abgesetzt, dunkler
blauviolett überstäubt. Sandakan, Sultanat Brunei in Nord-Borneo, Amuntai in Südost-Borneo. — salvini
Stgr. erinnert durch die zurückgebildeten grauvioletten Subapicalfleckchen der Vflgl an micronesiu I)oh. von
Engano, ist aber grösser als diese und zeigt deutlichere violette Submarginal-Punktserien der Vflgl. Insel
Palawan. Flugzeit Januar. — grandis Moore , nach einem cf in der Sammlung Semper’s beschrieben, un- grandis.
bekannten Flugorts , dürfte allenfalls vom Sulu- Archipel stammen. Vflgl länger und schmäler als bei
butleri Moore, mit sehr kleinen Discalflecken. Die submarginale Punktreihe aus gezähnten, die admarginale
aus undeutlichen Makeln bestehend. Htlgl mit drei Serien weisslicher Flecken, von denen die discale sich
aus den grössten zusammensetzt. — celebica Frühst, endlich ist nach einem cf-Exemplar aus Nord-Celebes celebica.
beschrieben, wo ich es in den Strandwäldern von Toli-Toli im November 1898 auffand. Von der nächst
verwandten salvini Stgr. von Palawan verschieden durch das grössere Ausmass der Vflgl. die schmäleren
Hflgl. Alle Punkte auf beiden Seiten der Flügel sind noch obsoleter als in salvini und somit fast ebenso
monoton wie heurippa von den Shortland-Inseln, aber nicht so schwärzlich wie diese, sondern braun gefärbt,
cf Vflgllänge 67 mm, von salvini 64 mm.
E. althaea steht der abgebildeten juvia Frühst. (83 a) nahe und erinnert mit ihren grossen blauen
Flecken viel mehr an die papuanische callithoe Bsd. (79 a), als an die vorhergehende corus F. , von welch
letzterer sie aber durch geradezu gigantische intranervale blaue Felder der Hflglober- und -Unterseite ab¬
weicht. — althaea Semp. ist mir in vier Exemplaren von Mindanao bekannt, wo sie im Norden bei Dapitb, althaea.
im Osten bei Taganito im Mai bis September beobachtet wurde. — juvia Frühst. (83 a) ist von althaea zu juvia.
trennen durch die kaum halb so grossen blauvioletten Subapicalflecke der Vflgl und die gleichfalls redu¬
zierten Discalmakeln der Hflgl. Bei juvia treten aber auf beiden Flügeln sowohl ober- wie unterseits noch
eine komplette Reihe von weisslichen, relativ grossen Submarginalpunkten auf, die beim althaea- cf oben
völlig fehlen, beim 2 kaum angedeutet sind. Taihanroku. vom 2. bis 15. Juli 1908, in Anzahl von Hans
Sauter gesammelt. Eine interessante Entdeckung, da juvia ein philippinisches Element der Formosafauna
darstellt und es wahrscheinlich macht, dass althaea auch noch auf den nördlicheren Philippineninseln ge¬
funden wird. Taihanroku liegt nahe der Südspitze von Formosa, ein Fundplatz, der die Einwanderung von
den philippinischen Bashante- oder Bashi-Inseln besonders glaubhaft macht.
E. phaenarete ersetzt corus auf den Molukken, von denen aus die Art in Vicarianten über den Bis¬
marckarchipel bis zu den Salomonen vorgedrungen ist. Auf einigen Inseln ist sie durch Zwischenformen
( irma Frühst. 79 b) mit der papuanisc-hen callithoe Bsd. (79 a) verbunden. — phaenarete Schall, ist einer der phaenarete.
häufigsten Falter der Süd-Molukken, der stets in Gemeinschaft mit Hestia idea CI. nach Europa kommt.
pltaenarete ist mässig variabel, indem beide Geschlechter bald heller, bald dunkler braun gefärbt sind. Als
typisch wird die Form aufgefasst, die Gramer t. 266 abbildet, mit einer Reihe von weissen Keilflecken in
der Mitte der Vflglober- und -Unterseite. Diese Flecken können manchmal völlig fehlen (= pauperata pauperata.
form, nov.) oder es treten neben ihnen auch noch sehr grosse transcellulare weisslichgraue oder grauviolette
Makeln oder Längsstriche auf (luxurianta form. nov). Amboina, Saparua, Ceram. — Bei semicirculus Btlr. luxurianta.
(-— cuvieri Fldr) beginnt jenseits der noch lichtbraunen Basalfärbung bereits eine Region, die intensiven semicirculus.
dunkel stahlblauen Schimmer führt, in den sich beim cf hellblaue, beim 2 lichtviolette Doppelreihen von
Submarginalmakeln einbetten. Halmaheira, Batjan. — hollandi Frühst, fällt bereits auf durch intensiveren hollandi.
blauen Reflex, der namentlich bei den 22 die gesamte Oberfläche aller Flügel überzieht. 2? führen auf den
Vflgl zudem viel stattlichere blauviolette Submarginalmakeln, auch ist die Unterseite mit sehr grossen und
260
EUPLOEA. Von H. Fruhstorfer.
irma. rein weissen auf drei Reihen verteilten Flecken dekoriert. Insel Buru. — irma Frühst. (79 b) bewohnt Obi.
Exemplare etwas kleiner als semicirculus und hollandi, der blaue Reflex besonders lebhaft, die Flecken vor
dem Zellapex der Vtlgl und die transcellularen Makeln stattlicher als bei hollandi. ? sehr selten, sich durch
rolanda. eine lichter braune Basalregion der Vflgl jenen von semicirculus Btlr. nähernd. — rolanda Frühst, von den
Sula-Inseln Mangoli hat gleichfalls wieder ein hellbraunes ? mit mehr als doppelt so breiten hellvioletten
Discalmakeln der Vflgl als irma und semicirculus , und auch die Hflgl mit einer Doppelreihe ansehnlicher
weisser Submarginalflecken versehen, cf dunkelbraun mit sehr ringem distalen blauen Reflex. Vflglzelle
von hellgrauvioletten Strigae umgeben. Unterseite bei beiden Geschlechtern mit sehr grossen weissen
locupletior. Intramediankeilflecken. — locupletior Frühst, bildet eine intermediäre Form zwischen bräunlich gefärbten
Macroploeen der Sunda-Inseln und den reich blauschillernden Arten des Papuagebietes und nähert sich im
Aussehen am meisten Macroploea euthoe Fldr. von Aru. Vflgl mit einer Marginalreihe rein weisser Punkte,
einer Submarginalreihe hellvioletter, weiss gekernter Makeln, welche bis nahe an die Submediana reichen,
einer inneren, damit parallellaufenden Serie von blauen, nur mit wenig Weiss besetzten Flecke. Auf der
Vflglunterseite wiederholt sich die Sprenkelung der Oberseite, wird aber kleiner und fast ganz rein weiss.
Ausserdem tritt noch eine ultracellulare Reihe von drei weissen Flecken auf, von denen die beiden intra-
medianen sehr gross, jener unterhalb des hinteren Medianastes sehr klein erscheint. Esang, eine der Talaut-
Inseln nördlich von Celebes.
unibrunnea. E. unibrunnea Godt. ist der älteste Name für die einfarbig braune Abweichung der häufigeren hellen,
browni. weisslich violetten browni Godt. (79 a), zwischen denen alle Abstufungen in braun und weisslich-violett vor-
mayuma. kommen und von denen eine ziemlich gleichmässig hell tabakbraune Form als mayuma Ribbe beschrieben
wurde. Die cf cf der browni variieren auf der Oberseite nur geringfügig, auf der Unterseite hingegen tritt
die tabakbraune Färbung mehr oder weniger in den Vordergrund. Die Unterseite der cf cf führt rings um
die Zelle der Hflgl mehr oder minder deutliche milchglasfarbene Discalflecken, die den $2 fehlen. — Bei
majuma. der Form majuma Ribbe sind diese Flecken auf braunem Grunde naturgemäss scharf abgesetzt, auch treten
sie auf der Unterseite der Vflgl in Erscheinung. Pp goldglänzend. Rp und Futterpflanze anscheinend noch
heurippa. unbekannt. Bismarck -Archipel, auf allen Inseln. — heurippa Godm. von den Salomonen ziehe ich un¬
bedenklich als Lokalform zu unibrunnea und muss sogar die Frage offen lassen, ob nicht auch unibrunnea
nur eine phaenareta- Rasse ist. Grundfarbe dunkelbraun, matt, ohne Schiller. Vflgl mit sehr langen hell¬
violetten Streifehen am Costalsaum über der Zelle und fünf grauvioletten undeutlichen Submarginalfleckchen,
die manchmal völlig ausfallen. Vflgl unterseits mit grossem hufeisenförmigem weisslichblauem Fleck vor
dem Zellapex, an dessen Stelle die vicarianten Formen eine rundliche Makel führen. Vorkommen auf den
Shortlandinseln, wo sie nicht häufig ist. heurippa liebt den dichten Wald, ist ein schwerfälliger Falter, den
man nur selten aufscheucht, aber leicht erbeuten kann.
E. callithoe ist eine rein papuanische Species, die zwar in der Grösse etwas hinter der molukkischen
phaenareta zurückbleibt, die aber sonst das Maximum an Schönheit bedeutet, das in der gesamten Gattung an¬
zutreffen ist. Neben der hervorragend prächtigen Färbung zeichnet sich die Gesamtart noch durch weitgehendsten
geschlechtlichen Heteromorphismus aus und ihrer Neigung zu geographischem Polymorphismus tragen bereits eine
Anzahl Namen Rechnung. Den Höhepunkt ihrer Entwicklung erreicht callithoe in Kaiser -Wilhelmsland, das
callithoe. bereits von zwei Ortsrassen bewohnt wird, die bisher stets verwechselt wurden. — callithoe Bsd., die Namens¬
type, entstammt dem nördlichen Holländisch Neu- Guinea und zwar vermutlich aus der Geelvink-Bai (Dorey).
Boisduval beschreibt die 79a dargestellte Form in konziser Weise wie folgt: »Flügel schwarzbraun, violett
schimmernd. Vflgl mit einem gebogenen Fleckenquerband, in der Zelle ein dicker Punktfleck und zwei
Reihen blassblauer Randpunkte. Hflgl gegen den Aussenwinkel hin mit einigen Randpunkten.« Die Unter¬
seite ist in der Iris 1895 t. IV abgebildet und zeigt auf den Vflgln drei transcellulare weisse Intramedian¬
flecken und auf den Hflgln eine discale Serie von fünf blauen länglichen Streifehen und eine unvollständige
Serie von Admarginalpünktchen. Daneben kommt in Dorey bereits eine Abweichung nicht selten vor, der
wir im gesamten Verbreitungsgebiet der Species begegnen, mit zwei sehr kräftigen blauglänzenden Makeln,
biplagiata. die isoliert vor dem Zellschluss der Vflgl eingebettet sind (biplagiata form. nov). Von Sorong, dem Nord-
ostkap der Hauptinsel, und von Mysole, einer Gestadeinsel, besitze ich sechs cf' cf, die unterseits auf den
privata. Hflgln entweder gar keine oder nur obsolete blaue Discalfleckchen führen (privata form. nov.). Die Nomen-
clatur der Formen von Kaiser -Wilhelmsland ist sehr verwickelt, da sowohl Honrath wie Staudinger nicht
darüber orientiert waren, dass dort auf geringe Distanz bereits zwei Faunengebiete aufeinanderstossen, näm¬
lich das der Astrolabe-Bai mit Fried rieh -Wilhelmshafen, deren Rassen sich im allgemeinen jenen der hollän¬
dischen Humboldt-Bai nähern, und jenes von Finschhafen, Simbang, das sich mit seinen melanotischen
Zweigrassen an das nordöstliche Britisch Neu-Guinea angliedert. Wir haben bei Radena juventa und Euploea
tulliolus bereits analoge Erscheinungen kennen gelernt, die sich bei diesen Rieseneuploeen nur noch deut-
hansemanni. licher gestalten. — hansemanni Honr. von Simbang (Finschhafen) muss als der älteste Name vorangesetzt
werden; das cf wird zugleich 79b hier zum ersten Male bildlich vorgeführt und erübrigt sich eine Be¬
schreibung. Das dazu gehörige ? ist von Honrath Berl. Ent. Zeitschrift t. V f. 1 dargestellt, es gleicht
jenem von mesocala (79 b), nur hat es eine noch ausgedehntere, bis zur Basis der Vflgl gehende weisse Auf-
EUPLOEA. Von H. Fruhstorfee.
261
hellung und mehr blaue als violette Peripherie desselben. Soweit bekannt, variieren die ¥¥ der Finschhafen-
rasse nicht so erheblich als jene von der Ortsform der Astrolabe-Bai. — diirrsteini Stgr. , ursprünglich dürrsteini.
aus dem westlich gelegenen Hatzfeldhafen beschrieben und Iris 1890 t. IV f. 2 u. 3 kenntlich abgebildet, ist
die in den Sammlungen am weitesten verbreitete Form. ¥ mit viel kleinerem hellblauvioletten, distal nicht
eingekerbtem Discalfleck der Vflgl, die bei der Staudin GER’schen Namensform keine Submarginalmakeln
führen. Es kommen aber als Seltenheit in Friedrich -Wilhelmshafen cf cf vor mit ebenso geformten, distal
mit den Submarginalflecken verschmolzenen, aber bedeutend lichterem Medianfeld der Vflgl tpraestabilis praestabilis.
form. nov). Normale ¥¥ von dürrsteini zeigen eine breite weisse Submarginalzone der Htlgl, von denen be¬
reits Hagen 1897 schrieb, dass dieses Weisswerden der Htlgl das Hauptmerkmal der Astrolabe-Rasse sei,
indem die Finschhafen-?? stets braun bleiben, was umgekehrt bei aller Variabilität der Astrolabe-?? bei dürr¬
steini nie der Fall ist. Sonderbarerweise liess sich Honrath 1892 verleiten, ein auf den Vflgln mit diirr¬
steini identisches ¥, das jedoch auf den Hflgln keine weisse Randzone hat, als hansemanni-9- vera zu be¬
zeichnen. Diese von Honrath (Berl. Ent. Zeitschr. 1892, t. XV f. 6) abgebildete seltene ¥-Form glaube ich
als honrathi form. nov. einführen zu dürfen. — Als ¥-form. nera beschrieb Staudinger eine ebenfalls sei- honrathi.
tene Individualabänderung (Iris 1895 t. IV f. 3) mit hellblauer Vflglzelle und dunkelblauer Peripherie der- nera-
selben. — Als ¥-form. erynia form. nov. endlich bezeichne ich eine Abweichung mit cf -ähnlich er Färbung, erynia.
Vflgl gleichartig dunkelblau mit lebhaftem Reflex und hellblauem kleinem Zellfleck, fünf Discalstrigae und
sechs Submarginalmakeln. Htlgl dunkelbraun mit aufgehelltem Randgebiet und zwei Medianstreifchen. Rp
aller Formen nach Angabe von Wahnes identisch; Rp nach einer Abbildung von Riebe grauweiss, schwarz
gesprenkelt, mit nur zwei Paar fleischfarbenen Tentakeln am zweiten und dritten Segment. Die Eier er¬
geben vom 5.— 8. Tage die Rp, die aber schon in der ersten Jugend von der Futterpflanze abkriechen und
sich verbergen. Im erwachsenen Zustande ist die Rp träge und lebt einsam, meist versteckt auf der Futter¬
pflanze, einem Bäumchen. Pp anfangs gelb, nach wenigen Tagen wird sie metallischglänzend, so dass sie
aussieht wie Glas, das innen vergoldet ist. — sacerdotalis subsp. nov. bewohnt die Insel Jobi; bei ihr treten sacerdotalis.
¥¥ auf, die cf-ähnlich gezeichnet sind und einen grossen blauen Fleck vor dem Zellschluss der Vflgl zeigen,
mit sieben bis acht discalen Streifen, denen deutliche antemarginale Makeln folgen. Ein ¥ in der Sammlung
Oberthür hat unterseits eine licht graubraun aufgehellte Vflglzelle. — mesocala Voll. (79 b) ist die auf mesocala.
Waigiu lebende Abzweigung, die nach dem Material meiner Sammlung und weniger Exemplare der Coli.
Oberthür, die Staudinger (Iris 1895 p. 161 — 164) ausmalend beschrieben hat, nur geringfügig variiert, cf
dem callithoe-d nahekommend, aber, soweit bekannt, ausschliesslich mit biplagiata-B ildung und drei langen
und sehr breiten blauen Feldern jenseits und über der Vflglzelle. ¥ wie abgebildet, die weisse Aufhellung
in der Zelle verschieden ausgedehnt, manchmal bis zur Flügelbasis, manchmal nur bis zur Flügelmitte
reichend. — eurykleia subsp. nov. schliesst sich namentlich im ¥ an mesocala an, nur sind die blauen Discal- eurykleia.
flecken der Hflgl kleiner als bei der Waigiu-Rasse. cf mit breitem zusammengeflossenem Doppelfleck vor
dem Zellschluss der Vflgl, mit sehr breitem blauem Feld jenseits der Zelle. In der Zelle selbst fehlt aber
die blaue fast bis zur Flügelbasis ausgedehnte feine Überpuderung, die bei mesocala stets vorhanden ist.
Fergusson-Insel. — euthoe Fldr. ist eine distinkte Inselform; cf sehr nahe dem callithoe-d', aber ohne deut- euthoe.
liehe Makel vor dem Zellapex und schmäleren und dunkler blauen Streifen jenseits der Zelle der Vflgl als
mesocala und eurykleia. Aru-lnseln, sehr seifen. — Auf den Key-Inseln kommt eine der euthoe verwandte
Zweigrasse vor, die ich in natura nicht kenne.
E. eucala Stgr. ist eine sehr interessante Species des mikromalayischen Gebiets, bisher nur von eucala.
Sumbawa bekannt, aber mit ziemlicher Sicherheit auch noch von Sumba und Flores zu erwarten, cf ähn¬
lich callithoe, aber mit hellbrauner Basis der Vflgl, dadurch etwas an semicirculus Btlr. und Irma Frühst ge¬
mahnend, mit einem rundlichen Cellularfleck und einer Serie grosser, aber isoliert stehender lichtblauer
Transcellularflecken der Vflgl. Submarginalmakeln, namentlich die oberen, weiss gekernt. ¥ vorherrschend
braun, Vflgl nur im äusseren Teile blau überflogen. Vflgl mit drei bis fünf weisslichen, Hflgl mit sieben
blauen Discalmakeln ; Zellpunkt kleiner als oberseits. Ein cf meiner Sammlung zeigt wie bei Salpinx ge¬
formte Analpinsel von dunkler gelbbrauner Färbung, die vermutlich beim lebenden Tier hellgelb gewesen sind.
Artengruppe Salpinx Hbn. 1816.
(Sdinda , Hirdapa , Pademma , Nacamsa , Isamia, Tiruna , Anadara, Daniseppa, Satanga und Saphara , Moore 1883.)
Rp jener von Trepsichrois sehr nahestehend, mit vier Paar Fadenanhängseln. Pp grün, metallisch glänzend,
doch ist die Verwandlung nur von zwei Species ( assimilata Fldr. von Key und treitschkei Bsd. von Neu-Guinea) be¬
kannt, bei der Häufigkeit der Arten ein fast unglaubliches Faktum. Vflglzelle zumeist ohne rücklaufende Ader.
Vordere Discocellulare stets deutlich ; Zelle der Hflgl relativ kurz. Vflgl mit Androconienbecken, Hflgl mit Speculum.
Analpinsel mit doppelter Haarkrone, die bei einer Species (rhadamanthns) grau, sonst wie der Stylus lebhaft hell¬
gelb gefärbt ist. Die einzelnen Arten neigen fast noch mehr als jene der vorhergehenden Gruppe zu sexueller und
lokaler Variabilität und deren Umgrenzung ist eine sehr schwierige.
Valve sehr ähnlich jener von Crastia, distal mit vogel-, besonders papageienartigem Umriss, mit teils rund¬
licher, teils schärferer Spitze (nemertes). Bei leucostictos macht sich eine wulstige Verdickung der inneren Partie
der Valve bemerklich und bei aegyptus von Bawean ist eine bandförmig verbreiterte, stark chitinisierte, etwas an
die Umrisse der Hestien erinnernde Verstärkung der Klammer zu konstatieren.
262
EUPLOEA. Von H. Fruhstoreer.
E. eleusina ist eine zierliche Species von Ca/ßp/oea- artigem Aussehen, Zeichnung der Yflgl etwa wie
bei baweana (83 d), aber mit einem langen, hellviolett gefärbten Sexualstreifen auf den Vflgln, durch den sie
hauptsächlich von den so ähnlichen E mazares geschieden ist und ihre Zugehörigkeit zu den Salpinx dadurch
eleusina. erweist. — eleusina Cr. ist einer der bekanntesten Javafalter und fliegt dort stets gemeinsam mit mazares
und geht wie diese bis 600 — 800 m Meereshöhe und bewohnt dieselben vegetationsreichen verlassenen Kultur¬
gärten oder den Waldrand, niemals weit fliegend, sich immer auf Blumen wiegend und stets leicht zu fangen.
$ differiert vom mazares -2 durch die stets vorhandene komplette Serie von weisslichvioletten Submarginal-
flecken der Htlgl und durch drei bis vier, manchmal stark verbreiterte Subcostalmakeln der Yflgl, die jen¬
seits der Zelle lagern. Auf Bawean ist eleusina vom Juli — September der häufigste Schmetterling der Insel.
Ostjavanische Exemplare führen in der Regel lichter blaue Submarginalzeichnung als Westjavanen. Bali,
hygina. Kangean. - hygina subsp. nov. ist ein auf Sumbawa und Lombok nicht seltener Falter, ausgezeichnet durch
grössere und stets hellblau statt violett umrahmte weisse Submarginalflecken der Vflgl. Nach Dohekty
mniszechi. kommt sie auch auf Sumba vor. — mniszechi Feldr. (82 c) ist eine ausgesprochene Celebesform nahe der
Grenze der Artberechtigung, mit dem allen blauen celebischen Euploeen eigentümlichen reichen violettweissen
Schmuck der Oberseite aller Flügel. Am schönsten sind Exemplare aus der Umgebung des Wasserfalls von
Maros, mit fast ganz rein weiss gefleckten 22, weissem statt blauem Streifen an der Submediana und sehr grossen
quadratischen Transcellularmakeln der Vflgl. Htlgl mit keilförmigen weissen Zell- und zwei bis drei Discal-
arona. flecken (2-form. arona form. nov). Siid-Celebes. Exemplare aus dem Osten der Insel sind die farbenärmsten
und stehen dem javanischen eleusina- Typ viel näher als mniszechi. Die Submarginalzeichnung ist dunkel¬
violett statt hellblau umrandet, der Submedianstreif verkümmert, die Discalflecken der Htlgl fehlen oder sind
palata. nur unbedeutend, — palata subsp. nov. Flugort: Umgebung von Tombugo.
E. vollen hovi ist eine Species, die der mniszechi ähnlich sieht und ausschliesslich die celebische Sub-
vollenhovi. region bewohnt. — vollenhovi Fldr., aus Gorontalo in Nordost-Celebes beschrieben, differiert von mniszechi
in der Hauptsache durch eine breite transcellulare weisse Binde der Vflgl, die bei beiden Geschlechtern aus dem
südlichen Celebes gelegentlich in ihren oberen Partien undeutlich wird und blau überstäubt erscheint, cf
und 2 wie die abgebildeten mit Zellfleck auf allen Flügeln und breiter rein weisser Medianzone (die auf der
Abbildung aus Versehen blau überdeckt wurde) kommen nur in Zentral-Gelebes im August-September vor. —
anitra. anitra subsp. nov. (82 c). Sie sind auch unterseits durch sehr grosse weisse Keilflecken vor dem Apex
der Zelle sowohl der Vflgl als auch der Hflgl leicht von andern celebischen vollenhovi zu separieren. —
aganor. aganor subsp. nov. ist eine Trabantinselform mit stark zurückgebildetem Sexuallleck der Vflgl, unbedeutenden
Transcellularmakeln der Vflgl. Hflgl beim cf ohne Zell- und nur mit zwei Discalmakeln ; 2 mit sehr kleinem
Fleck vor dem Zellschluss. Insel Bangkai.
E. dehaani hat gleichfalls noch Calliploea- Habitus; kommt in der Grösse etwa ledereri Fldr. von
Malakka nahe, differiert aber von dieser durch das Fehlen der braunen Aufhellung am Hrd aller Flügel
und das Auftreten des Salpinx-Fleckes der Vflgl. Ausserdem ist die Submarginalfleckenreihe deutlich weiss
dehaani. gekernt, reicht bis zur Submediane und besteht aus grösseren, mehr keilförmigen Makeln. — dehaani Luc.,
aus Cochin-China beschrieben, wurde von mir im südlichen Annam beobachtet; die discale Reihe blauer
musa. Flecken und namentlich auch die rundliche Makel vor dem Zellapex der Vflgl kleiner als bei musa Swinh.
{= miraculosa Frühst), die als ein Charakterschmetterling von Tonkin bezeichnet werden muss und dort
vom Juni bis September auf Höhen von 300 — 600 m über dem Meere selbst in der Nähe menschlicher
minorata. Wohnungen nirgends selten ist. — minorata Moore (= hainana Holl), mir in natura unbekannt, ist von der
Insel Hainan beschrieben, deren Fauna so überraschend grosse Ähnlichkeit mit jener von Tonkin hat. Nach
der Diagnose Holland's differiert minorata von ledereri, wie sie bei Feldur und Distant abgebildet ist,
dadurch, dass die Reihe submarginaler Flecken der Vflgl aus sieben statt aus sechs Flecken besteht, und
dass alle diese Makeln deutlich weiss gekernt sind. Der kastanienbraune Anflug, so charakteristisch für
ledereri, felüt sowohl dem Hrd der Vflgl wie auch den Hflgln. Unterseite wie bei ledereri.
E. leucostictos ist eine der häufigsten Euploeen ihres grossen Fluggebiets, das von Formosa im Norden,
dem hinterindischen Festland südwärts bis zu den Nicobaren reicht, und nach Osten noch die Marianen
umfasst. In der Hauptsache ist leucostictos jedoch eine makromalayische Species, die auf den grossen Sunda-
liobsoni. Inseln und deren Trabanten neben Trepsichrois mulciber überall dominiert. — hobsoni Btlr. ist auf Formosa
an der Peripherie der Verbreitung der Kollektivspecies nicht sehr häufig und nähert sich der coelestis Frühst.
(83b), ist jedoch etwas kleiner, die Submarginalmakeln sind heller blau und die Subapicalstreifen der Vflgl
der 22 deutlich weiss gekernt. Alle Blauflecken übrigens überraschend breit, worauf schon Butler hinwies,
dem nur ein cf zur Beschreibung vorlag. Es existieren zwei Formen, die normale, ohne transcellulare
Flecken der Vflgl, und eine seltenere mit namentlich beim 2 ausgedehnten, länglichspitzen Subcostalstrigae
gaza. (= gaza form. nov). Fundort: Taihanroku, nahe der Südspitze der Insel, Juli -August. — negleyana Holl,
negleyana. p, alt. etwa die Mitte zwischen hobsoni von Formosa und coelestis von Tonkin; sie ist nach Angaben ihres
Autors nicht selten auf Hainan und führt, nach der Abbildung beurteilt, deutliche weissliche Antemarginal-
punkte der Vflgl und wesentlich kleinere blaue Submarginalmakeln als hobsoni und coelestis. Lag mir nicht
leucogonys. vor. — leucogonys Btlr., ursprünglich aus Malakka beschrieben, geht nordwärts bis Moulmein und wurde
EUPLOEA. Von H. Fruhstorfkr.
203
von mir im Februar im mittleren Siam und im März im siamesisch-birmesischen Grenzgebiet angetroffen.
Im allgemeinen Blütenbesucher, gehen sie in der Trockenzeit gerne an feuchte Stellen in wasserlosen Fluss¬
betten. lemogonys variiert sehr in der Grösse, einige cfcf verraten durch zwei oder drei hellblaue trans¬
cellulare Makeln noch ihre Verwandtschaft, sonst können die Submarginalmakeln entweder klein oder sehr
gross sein (= lazulina Moore). Als Fundorte sind ferner bekannt: Insel Salanga, Singapore. - vestigiata lazulina.
Btlr. ist eine Rasse mit im allgemeinen dunkleren Hflgln, ohne discale Streifen und mit in der Regel kleinen vestigiata.
oder' nur mittelgrossen Submarginalmakeln der Vflgl. Gleich wie bei der vorigen erscheinen manchmal $?
mit reinweissem oder leichthin hellviolettem Analsaum der Hflgl, der sich aber auf der Unterseite nicht
wiederholt (albolimbata form. nov.). Valve distal weniger ausgebogen als jene von viola aus Celebes. In albolimbata.
Nordost-Sumatra selten, ist vestigiata im Westen der Insel eine der häufigsten Erscheinungen und die $? er¬
reichen dort eine besondere Grösse, führen aber dennoch nur einen im allgemeinen kleineren Streifen an der
Submediane der Vflgl als leucogonys. Nach Martin lieben sie den Schatten und kommen deshalb manchmal
unter mit Holz oder Stroh überdeckte Brücken, ja sogar in die Veranda der Wohnhäuser, wo sie sich bis
etwa 4 Uhr aufhalten , um dann in ihre Verstecke im Walde zurückzukehren. — novarae Fldr. ist eine in novarae.
den Sammlungen seltene, auch mir nur nach Moore’s Abbildung bekannte Rasse, welche die Nicobaren be¬
wohnt; Vflgl mit hellblauen Submarginalflecken auf dunkelblauem, prächtig glänzendem Grunde. — juno juno.
Stich, ist eine der vestigiata durch vorherrschend dunkelblau violette Grundfarbe der Oberseite genäherte
Inselrasse, deren ?? aber vom westsumatranischen Zweig der Gesamtart durch sehr grosse, rein weiss ge¬
kernte Subapicalmakeln und heller blaue, gleichartige Submarginalflecken zu unterscheiden sind. Unterseite
aller Flügel mit sehr deutlichen, kompletten Reihen von rein weissen Submarginalpunkten. Ziemlich selten,
Insel Nias. — phane Doh. ist dagegen recht häufig (in Coli. Fruhstorfer sind 63 Exemplare, im Monat April phane.
erbeutet, vereinigt). Grundfarbe stahlblau, niemals in Violett übergehend und daher leicht von juno und
vestigiata zu unterscheiden und wahrscheinlich dennoch zu der novarae Fldr. der Nicobaren hinneigend.
phane entfernt sich auch durch die dunklen Hflgl sowohl von leucostictos Gniel. von Java, als von vestigiata
Btlr. aus Sumatra, welche beide saumwärts stark aufgehellte Hflgl besitzen, cf, insbesonders aber die 22
mit sehr grossen Randflecken, in der Regel hellblau, nur selten weiss gekernt. Der Salpinx- Fleck bei beiden
Geschlechtern sehr gross, bei den 22 vielfach distal eingekerbt, manchmal doppelt oder so verbreitert, dass
man an kadu von den Philippinen denken möchte. Das Hauptmerkmal der distinkten Rasse bildet aber die
namentlich im Gegensatz zu juno fast punktlose Unterseite, die bei den cfcfl fast tiefschwarz und mit dunkel¬
blauem Schimmer übergossen ist. Insel Engano. — leucostictos Gmel. (= eunice Godt), die Namenstype, leucostictos.
ist eine der variabelsten Rassen von in der Regel hellbrauner Grundfarbe mit violetter Abtönung. Exemplare
mit dunkel stahlblauem Reflex sind seltener. Die Gestalt und Färbung der submarginalen Makeln wechseln,
vorherrschend sind wohl Exemplare mit hellvioletten Randmakeln, mehr oder minder weiss gekernt. Der
Sa/pmx-Streifen ist in der Regel kleiner als bei phane und neigt bei den 22 zum Verschwinden. Bei ein¬
zelnen 22 fehlt er völlig (= debarbata form. nov). — Bei einigen cf cf erscheint als seltene Ausnahme ein zweiter debarbata.
rundlicher violetter Fleck über dem Sambias-Streifen (bioculata form, nov), eine Reihe von cf cf und 22 bioculata.
führt transcellulare längliche oder rundliche Strigae der Vflgl (radiata form, nov), während besonders 22 ge- radiata.
legentlich nur vier und zwar kleine, weiss zentrierte Subapicalfleckchen aufweisen, die nur bis zum vorderen
Medianast der Vflgl herabsteigen (abrupta form. nov). In Ost- und West-Java bis 600 m nirgends selten; abrupto.
man trifft sie aber stets einzeln, niemals in Gesellschaft, wie etwa mazares. — timaius subsp. nov. ist eine timaius.
habituell sehr grosse und von Färbung dunkle Rasse mit hellblauen, aber nach dem vorliegenden Material
niemals hellvioletten Submarginalmakeln. S ähnlich wie bei juno-% mit länglichen Subapicalstrigae, die distal
grosse weisse Kerne umschliessen. Unterseite dunkler und kleinpunktiger als bei Javanern. Bawean, anscheinend
selten. — relucida subsp. nov. ist eine sich in der Färbung der Oberseite eng an leucostictos von Java sich an- relucida.
schliessende Inselrasse von brauner Grundfärbung; cf mit hellvioletten, $ mit hellblauen Subapical- und Sub¬
marginalmakeln. Die Unterseite bildet eine deutliche Transition zu tisais Frühst, von Lombok durch auffallend hell
kaffeebraune Partien in der Vflglzelle und der Medianregion der Hflgl. Insel Bali. — tisais Frühst. (83 b), tisais.
aus Lombok beschrieben, wo sie in Höhen von 2000 Fuss ein eifriger Blumenbesucher ist und von mir als
einer der ersten Schmetterlinge gleich nach Sonnenaufgang angetroffen wurde. Die Oberseite veranschau¬
licht die Abbildung, und die Unterseite ist charakterisiert durch zierliche hellblaue Submarginalmakeln und
hellbraune Partien in der Zelle auf allen Flügeln, die allmählich in die etwas dunklere Randzone übergehen. —
kandaon subsp. nov. führt in der Regel noch grössere und lichter blaue Submarginalflecken der Vflgl und kandaon.
ist unterseits von tisais leicht zu unterscheiden durch eine scharf abgesetzte dunkelbraun und deutlich
veilchenblau tibergossene Randzone aller Flügel. Die Weisspunktierung der Vflglunterseite ist häufig durch
schwarze, unmerklich blaugekernte Pünktchen ersetzt. Sumbawa. — meizon Doh. ist eine äusserst präg- meizon.
nante geographische Form, in der Grösse etwas hinter kandaon zurückbleibend, aber dennoch mit fast noch
stattlicheren und immer lichtblauen Randflecken der Vflgl besetzt. Die Unterseite ähnlich wie bei phane.
d. h. stark verdunkelt, mit einer unwesentlich lichter braunen Zone in der Medianregion und beide Flügel
entweder völlig punktlos oder nur mit spärlichen blauen Fleckchen in der Subapicalpartie der Vflgl und
Hflgl. Insel Sumba. — syra Frühst. (79 c) von Borneo und Palawan ist eine besonders grosse Form mit syra.
dunkelsamtblauer Grundfarbe und in der Regel nur einer Anzahl von drei bis fünf Subapicalmakeln der
264
EUPLOEA. Von H. Fruhstorfer.
V fl gl. Der Salpinx- Fleck ist stets grösser als bei verwandten Inselformen, häufig wie auf der Abbildung,
aber manchmal und besonders bei den 22 drei- bis viermal so breit und leicht weiss gekernt. Manchmal
tritt bei den 22 auch noch ein zweiter Fleck zwischen den Medianästen hinzu und die Hflgl sind auch noch
kadina. mit zwei bis drei quadratischen Discalmakeln jenseits der Zellwand geschmückt (kadina form. nov.). In allen
oculata. Teilen der Insel Borneo vorkommend, aber überall selten. Flugzeit auf Palawan im Januar. — oculata
Moore , ursprünglich nur einem kleinen Exemplar der Trockenzeit aus Mindanao zugeteilt, muss als der
allein gültige Name für die vermutlich ziemlich gleichartigen fewcosfi'cfos-Repräsentanten der Philippinen ge¬
führt werden. Nach Semper kommen gross- und kleingefleckte Exemplare zu gleicher Zeit und am selben
Ort vor, doch sind von den Philippinen Exemplare mit so stark reduzierten Submedianstreifen wie bei st/ra
kadu. nicht bekannt. Anscheinend ziemlich selten, von Luzon bis Mindanao. — kadu Ersch. endlich, von Guam
der Marianen zuerst beschrieben, bleibt in der Grösse zwar etwas hinter normalen Mindanaostücken zurück,
hewitsoni. führt aber weitaus die stattlichsten grauweiss dotierten S alpinx-F 1 e ck en der Vflgloberseite. — hewitsoni Btlr.
ist davon nur eine Form mit zwei Submedianstreifen der Vflgl. kadu wurde nach einer Angabe Matsumura's
(Stutt. Ent. Zeitschr. Aug. 1909, p. 91) auch auf Formosa und selbst den Liu-Kiu-Inseln gefangen.
E. viola ersetzt leucostictos und deren Vikarianten auf Celebes und ist tatsächlich auch mit leucostictos
durch Zwischenformen verbunden. Da aber den 22 (83 a) der Salpinx- Fleck an der Submediane der Vflgl
fehlt und auch die Generationsorgane differieren, wird diese auch geographisch rein celebische Species als
distinkte und aparte Art behandelt. Valve distal, wesentlich breiter als jene von vestigiata Btlr. aus Sumatra,
ventral mit schärferer und deutlich abgesetzter Spitze. Celebes selbst beheimatet zwei scharf gesonderte
viola. Ortsrassen, deren Verschiedenheit sonderbarerweise bisher nicht beachtet wurde. — viola Btlr. (83b), die
altbekannte Form des nördlichen Celebes, die das ganze Jahr über dort fliegt und in keiner Sendung aus
der Minahassa fehlt, 2 mit weissliehen, breiten, peripherisch hellviolett umzogenen Submarginalflecken und
einer leicht gebogenen Reihe von subapicalen, transcellularen Streifen der Vflgl, die niemals discale Weiss¬
flecken führen. Hflgl oben mit herzförmigen , violett überstäubten Submarginal- und weissen Admarginal-
makeln. Unterseite des cd und 2 ohne Spur von Cellular- oder Discalmakeln, Hflgl zudem nur mit sehr
kleinen Pünktchen, die in zwei Serien die Submarginalpartie durchziehen. 2 manchmal mit einer aufgehellten
weberi. grauviolett überpuderten Postdiscalzone der Hflgl. — weberi Moore ist eine Abweichung mit kleinen weissen
brandti. Submarginalflecken der Hflgl und brandti Moore eine interessante Form mit mittelgrossen Discalflecken, aber
fehlenden Submarginalmakeln der Vflgl. Beide vermutlich aus Nord- Celebes , Typen in der Sammlung
Distant. — Eine mit weberi verwandte Aberration der Sammlung E^ruhstorfer, mit verloschenen Submarginal-
upis. flecken der Vflgl und verwaschenen Subapicalmakeln auf diesen, wird als upis form. nov. hier eingeführt. —
westwoodi. westwoodi Fldr. (83 a 2) bewohnt ausschliesslich das südliche Celebes und ist namentlich unterseits sofort
von viola zu separieren durch eine discale Serie von beim cf nur mittelgrossen lichtblauen , beim 2 rein
weissen, manchmal sogar quadratische Felder bildenden Flecken, die Felder bereits abbildete. Vflgl führen
bei beiden Geschlechtern äusserst markante subapicale, transcellulare weisse Flecken, auch die Submarginal¬
makeln der Hflgl sind stets prominenter als bei der Nordform. Oberseits sind die blauen, Discalflecken der
cf cf stets prägnanter und nehmen vielfach , wie auch aus der Figur ersichtlich , eine rein weisse Färbung
perizonia. an (perizonia form, nov., 80 a cf) und verschmelzen mit den hellblauen Randflecken. 2 durchweg mit reiner
weissen, nur spärlich violett umzogenen Intranervalbändern der Vflgl als bei viola. Zwei melanotische Ab¬
weichungen verdienen Erwähnung: 2 mit nur einer Reihe von mittelgrossen Submarginalflecken und einer
Cosfalmakel, aber ohne Transcellularstreifen der Vflgl, Hflgl mit grossen, keilförmigen grauviolett über¬
puderten Postdiscalfeldern. Unterseite aller Flügel mit drei Reihen weisser Punktflecken , aber ohne weiss-
aisa. lieh violette Bewölkung (aisa 2- form. nov.). 2 oberseits ebenso dunkelbraun wie das vorige, aber mit circum-
cellularen Streifen der Vflgl. Hflgl auch oberseits mit drei Serien weisser Makeln und unterseits mit breit
nivira. ausgeflossenen weissen, violett überpuderten Intranervalfeldern (nivira 2/orm. nov.). Im südlichen Celebes,
namentlich in der Trockenzeit auf blühenden Bäumen, die manchmal von ihnen wie übersät erscheinen. —
bangkaiensis. bangkaiensis Frühst, stimmt in der Grösse mit celebischen viola überein , trägt aber viel kleinere weisslich-
violette Flecke auf den Vflgln und nur eine Submarginal-Punktreihe. Von dieser zweigt jenseits der Zell¬
wand nach dem Costalrand zu eine Bogenreihe von vier Subapi calflecken ab. Auf den Hflgln fehlt oberseits
die violette Fleckenbinde, welche viola schmückt, vollständig. Unterseits erinnern zwei Submarginalreihen
kleiner weisser Punkte ebenfalls an leucostictos , während viola mit tiefblauen und grösseren Punkten geziert
ist. Type im Museum in Dresden, bangkaiensis bildet ein Mittelglied zwischen leucostictos der Sunda-Inseln
leochares. und der reich blaufleckigen Salpinx viola. — leochares subsp. nov. ist eine von Herrn Hofrat Dr. Martin
auf der Insel Salayer entdeckte verdunkelte Rasse mit stark zurückgedrängten weissen submarginalen Binden
auf allen Flügeln. In der Färbung nähert sie sich etwas labreyi Moore.
meyeri. E. meyeri Hpffr., von der bisher nur die Typen nach Europa gekommen sind, die am Museum in
Berlin verwahrt werden, steht der
depuiseti. E. depuiseti Oberth. sehr nahe, die sogar vielleicht eine Lokalform der vorigen ist und als eine der
prächtigsten Euploeen zu gelten hat. Beide Geschlechter mit einem Doppelfleck an der Submediane der
Vflgl von eigentümlich grüngraublauer Färbung, darüber beim 2 auch noch eine grössere runde weisse Makel.
Ausgegeben 17. XII. 1910.
EUPLOEA. Von H. Fruhstorfer.
265
Transcellularflecke und der proximale Teil der subapicalen keilförmigen Striemen der Vflgl ebenfalls grau-
griin überstäubt. Hflgl mit einer inneren Reihe sehr grosser weisser Submarginalmakeln, von denen die
oberen auch blaugrün umrandet erscheinen und einer kompletten Serie von sehr deutlichen Admarginal-
punkten. Unterseite etwa wie bei martini, aber mit noch einer Serie grünlich überstäubter Discalmakeln
der Vflgl. Insel Sangir. — lykeia subsp. nov. ist eine geographische Form der Talaut-lnseln mit verkleinerten lykeia.
weissen und graublauen Makeln aller Flügel.
E. labreyi Moore (plateni Stgr.) (80 a) bildet den Schluss der viola- und leucostictos- Vicarianten und labreyi.
kommt von Sula-Mangoli, wo sie Doherty wieder aufgefunden hat. Das ? differiert vom cf durch das Erscheinen
grosser weisser Submarginalmakeln der Hflgl. Wie bei viola fehlt der Salpinx- Fleck der Vflgloberseite.
E. nemertes wurde früher als Lokalrasse der leucostictos aufgefasst, die sie zwar in der Tat auf den
Molukken und im Papua-Gebiet in seiner weitesten Ausdehnung vertritt, von der sie jedoch, abgesehen von
Zeichnungsverschiedenheiten und dem Fehlen des blauen Reflexes der Oberfläche aller Flügel, durch die
völlig veränderte Gestalt der Kopulations- resp. Klammerorgane spezifisch scharf getrennt ist. Valve schmal,
sich jener der Stictoploea nähernd, der distale Umriss nicht papageikopf-, sondern eher mauskopfähnlich.
Spitze stark chitinisiert, stumpf, ventral nach innen gebogen. — nemertes Hbn. {= aglidice Bsd. [?], pasi- nemertes.
thea Fldr.) ist die gemeinste Euploea der Süd-Molukken und aus Amboina und Saparua in Sammlungen ver¬
breitet. Mässig veränderlich ; es variiert in der Regel nur die Grösse des hellvioletten Saljnnx-Flecks bei cf
und ? und die Ausdehnung der weissen subapicalen Makeln, die bei besonders reich weiss dekorierten Stücken
auch noch eine feine violettgraue distale Überpuderung zeigen. Bei einigen ?? ist auch eine komplette Serie
von weisslichen Submarginal-Punktflecken der Htlgloberseite vorhanden. Bei den cf cf treten auf der Vflgl-
unterseite manchmal violette discale Streifen auf, die beim ? stets deutlich ausgeprägt sind. — • hisme Bsd. hisme.
(84a) differiert von nemertes nur durch dunkler braune Grundfarbe, einen leichten violetten Schimmer der
Oberfläche aller Flügel und komplettere Reihe von kleineren und dunkler blau umrandeten Submarginal¬
punkten der Vflgl. Auf der Unterseite der Vflgl ist die Weisspunktierung markanter als bei nemertes. Insel
Buru. — lycoleon subsp. nov. ist eine lichtbraune Form des östlichen Geram mit nur vier kleinen weissen lycoleon.
Subapicalmakeln der Vflgl, hellbraun umrandeter Hflglunterseite mit äusserst zierlichen, blassvioletten Discal-
strigae auf allen Flügeln. — bernsteini Fldr., aus Halmaheira und den Aru-Inseln beschrieben (letzterer bernsteini.
Fundort ist irrig), bewohnt die Nord-Molukken und ist in Batjan das ganze Jahr über anzutreffen. Sub¬
apicalmakeln der Vflgloberseite fehlen. ? in der Regel nur mit 2 — 3 Subapicalfleckchen der Hflglunterseite,
das cf auf den Vflgln ohne Spur, bei den ?? nur mit leicht angedeuteten discalen Striemen. Beide Ge¬
schlechter nur mit einer Submarginalreihe von violetten Submarginalpunkten der Hflgl. — Als hismina hismina.
form. nov. kursiert eine Trockenzeitform im Handel von etwas hellerem Kolorit, mit sehr zurückgebildetem
Sö//hn.r-Fleck der Vflgl. — pseudohisme subsp. nov. ist eine verdunkelte Rasse der Insel Obi, hauptsächlich pseudohisme.
durch die ?? charakterisiert, die untefseits sehr grosse, rundliche weisse Submarginalmakeln aufweisen. Auch
die Discalflecke der Vflglunterseite sind vergrössert. — trysa form. nov. ist eine ?-Form ohne blauvioletten Fleck trysa.
an der Submediane der Hflgl, wodurch eine Verbindung hergestellt wird zu den rein papuanischen Orts¬
rassen, denen insgesamt der Submedianfleck bei den ?? fehlt. — staintoni Fldr. (80 c), eine ausgezeichnete staintoni.
geographische Rasse, bei der die für das Papuagebiet so charakteristische Neigung zur Polymorphose bereits
in vollen Zügen einzusetzen beginnt; nur in geschlechtlicher Heteromorphose sind die Rassen der Haupt¬
insel von Neu-Guinea der staintoni noch überlegen. Ausser der abgebildeten Hauptform sind noch vier
Variationsrichtungen zu konstatieren: eretria form, nov., der erima (85a) und gorima (83c) ähnlich, einfarbig eretria.
braun mit etwas blässerem Aussenteil aller Flügel. — punctaria form, nov., ähnlich der quintia (81 a), braun, punctaria.
mit sechs kräftigen weissen rundlichen Makeln der Vflgl, die bei den ?? nach aussen von einem besonders
hellen, manchmal schon ins Violette spielenden Randsaum umgeben sind. — hortensia form. nov. mit breitem Hortensia.
violettem Randgebiet der Vflgl, das besonders prominent im weiblichen Geschlecht zum Ausdruck kommt,
manchmal gegen den Apex zu völlig Aveiss wird, ja sogar wie bei dem abgebildeten ? sich über den ganzen
Vflgl ausdehnen kann. — impressa form. nov. ist die seltenste Aberration , die mit hortensia kombiniert sein impressa.
kann und mit braunen Submarginalfleckchen besetzt ist, die wie eingespritzt oder eingedruckt aussehen.
Insel Waigiu, nach 60 Exemplaren der Kollektion Fruhstorfer beschrieben. — Als herbsti Bsd. ist jene herbsti.
Subspecies beschrieben, die ganz Holländisch Neu-Guinea und die Inseln der Geelvinkbai (Salawatti, Misole,
Jobi, Biak) bewohnt, davon hat Grose-Smith lichtbraune Exemplare, wie sie mir aus Sorong vorliegen, und
die obersei ts leichthin wie Bronze schimmern, traducta genannt. — Ganz kleine Exemplare ohne Spur von traducta.
subapicalen blauen oder violetten Makeln sind als minima Gr.-Sm., und eine hochinteressante Abänderung mit minima.
violettem Anflug nahe dem Zellapex der Vflgl als swierstrae Snell. (83 c) benannt. Boisduval selbst kannte swierstrae.
nur eine der quintia (81 a) analoge Form, die auf hellbraunem Grunde sechs bleich violette mittelgrosse Sub-
marginalmakeln der Vflgl führt. — Der älteste Name für die geographische Abzweigung von Kaiser -Wilhelms¬
land ist erima Frühst. (85 a), die zugleich auf die dominierende Form der Astrolabe-Bai angewendet wurde, erima.
die durchweg gleichartiger gelbbraun erscheint als Exemplare aus Holl. Neu-Guinea. Eine sehr häufige Ab¬
weichung mit fahl gelbbrauner Grundfärbung, die bei Friedrich -Wilhelmshafen am Strande zu vielen Tausenden
in Gesellschaft von Calliploea salpingoides auftritt, wird als gorima form. nov. (83 c) bezeichnet. Exemplare gorima.
IX 34
266
EUPLOEA. Von H. Fbuhstorfer.
mit feinem lichtviolettem Anflug vor und jenseits des Zellschlusses der Vflgl, die zu swierstrae hinüberleiten
atomaria. und die in beiden Geschlechtern nicht allzu selten sind, werden als atomaria form. nov. bezeichnet. Sehr
selten ist dagegen eine der Euploea pumila f. lucinda Sm. analoge Form mit milchglasartiger Gesamt-
opalina. färbung, von der nur noch schmale diffuse braune Ränder die Zugehörigkeit zu erima verraten (opalina
sexguttata. form, nov.) (85 b als swierstrae -? bezeichnet). — Als sexguttata Frühst, ist eine cf -Abweichung benannt, mit
sechs hellvioletten Makeln auf lichtbraunem Grunde, die bei den $$ sich rein weiss mit feiner hellblauei
Peripherie präsentieren, swierstrae Snell. kommt sowohl in Friedrich -Wilhelmshafen auf der Hauptinsel, wie
der Vulkaninsel vor. — In Finschhafen tritt bereits eine völlig veränderte Rasse auf, die bereits zu jener
von Britisch Neu-Guinea hinweist durch dunkle, fast schwarzbraune Grundfarbe, zwei sehr grosse, weisse, hellviolett
umgrenzte Subapicalmakeln und vier diffuse Submarginalflecken der Vflgl. Unterseite gleichfalls sehr dunkel
aviena. mit manchmal 2 Serien grosser weisser Subapicalflecken der Vflgl. = aviena subsp. nov. — So entspricht das
Verhalten der Salpinx von Deutsch Neu-Guinea fast den Schilderungen von Prof. Neuhauss, der erklärte,
dass sich dort mit jedem Kilometer die Fauna ändere. Valve von erima differiert von der nemertes-\T alve
quintia. durch die schlankere Gestalt, die schmälere und schärfer abgeschnittene Spitze. — quintia subsp. nov. (81 a).
Flügel durchweg dunkler, fast schwarz, mit reichem blau violettem Anflug. Vorherrschend sind Exemplare
mit ungewöhnlich grossen weissen Apical- und Submarginalmakeln, die sich beim ? auch auf den Hflgln
stark ausprägen und niemals in solcher Ausdehnuug wie bei erima und herbsti Vorkommen. Neben der Haupt¬
form treten auf dem Festland, selten auf den Fergussoninseln, jedoch überwiegend cf cf und ?? auf mit gar
rhodia. keinen Vflglmakeln (rhodia form. nov.)-, Milne-Bai, Aroafluss, Britisch Neu-Guinea, Trobriant und d’Entre-
messia. casteaux-Inseln. — messia subsp. nov., analog der rhodia, nur kleiner von Gestalt, aber unterseits mit viel
oppia. grösseren milchweissen Discalilecken der Vflgl. Insel Woodlark. — oppia subsp. nov. fällt durch ihr matt
erdfarbenes Grundkolorit auf, den fast graubraun aufgehellten Aussen teil aller Flügel und die komplette
Submarginalserie violetter Punkte der Hflglunterseite , die sich auffälliger als bei den anderen papuanischen
perdita. nemertes- Rassen abheben. Insel Mefoor. — perdita Btlr. steht der quintia und rhodia nahe und fällt durch
das gleichmässig dunkelbraune Kolorit auf und deutliche weisse Submarginalmakeln der Unterseite aller
ulaguna. Flügel. Die Oberseite ist dagegen sehr zierlich weiss punktiert. — Als ulaguna Ribbe ist eine Form er¬
wähnt, bei der an der Submediane der Vflgl der Salpinx- Fleck am Verlöschen ist, während die Hflgl durch
eine Reihe von prägnanteren Submarginal- und sehr kleine Adm argin alpunkte charakterisiert sind. Bismarck-
polymela. archipel, überall häufig. — polymela Godm., die stattlichste der östlichen Formen, oberseits etwas lichter
braun als perdita, ohne Randpunktierung, aber mit grossem ovalen bleich violetten Sexualfleck. Die Grund¬
färbung variiert gelegentlich von hell zu dunkler, die ?? führen oberseits weisse Submarginalmakeln, die
iphianassa. sich nach Ribbe manchmal auf den Vflgln fortsetzen; auf den Salomonen nirgends selten. — iphianassa
Btlr. (= consanguinea Btlr.), von Aneitum der Neu-Hebriden beschrieben, wird nach den mir vorliegenden 2?
charakterisiert durch etwa stecknadelkopfgrosse, weisse, ziemlich gleichartige Submarginalmakeln, die sich
auf den Hflgln bis zur Flügelmitte fortsetzen und sich auf der Unterseite in der Weise wiederholen, dass
graeffiana. auch die Hflgl bis zum Analwinkel von Submarginalmakeln besetzt sind. — graeffiana H.-Schäff. von Vate
der Neu-Hebriden ist von voriger leicht zu unterscheiden durch einen lichten Distalsaum aller Flügel. — -
macleayi. macleayi Fldr. schliesst sich wieder eng an iphianassa an, nur führt sie etwas kleinere, aber komplette und
reiner weisse Punktreihen der Oberseite aller Flügel. Viii-Inseln, anscheinend selten.
asyllus. E. asyllus Godm. ist eine ausgezeichnete Species, eine interessante Parallelform von E. pyres Godm.
und gleich dieser von ihren Verwandten des Salomonen -Archipels und Neu-Guinea leicht zu unterscheiden
durch markante discale Reihen von blauweissen Flecken, die neben den beiden Submarginalserien alle Flügel
durchziehen. & oberseits kaum vom polymela- cf verschieden, 2 jedoch mit weisslichen subapicalen und trans-
laurentia. cellularen Einspritzungen, die in der Grösse wechseln. Bougainville, Rubiana. — laurentia subsp. nov. ist
eine distinkte Rasse, 2 oberseits dunkler braun, aber auf den Hflgln mit deutlich abgegrenztem blass gelb¬
braunem Randgebiet. Vflgl, abgesehen von einer Costalmakel, völlig fleckenlos. Submarginalpunkte der
Vflgl gehen nur bis zur Flügelmitte. Shortlandsinseln, von G. Ribbe entdeckt.
E. usipetes hat dieselbe Flügelform wie nemertes, herbsti und staintoni, so dass man sie für die nemertes-
Form von Aru, und da wo sie in Britisch- und Deutsch Neu-Guinea neben quintia und yorima vorkommt, für
eine der vielen Abänderungen dieser nemertes- Zweigrassen einzuschätzen versucht ist. Da aber die Valve
doch einige Verschiedenheit zeigt, wird usipetes hier als Species behandelt und über ihren Wert oder Un¬
wert vermag nur Kenntnis der Rp Aufschluss zu geben. Valve etwas breiter, aber dennoch spitzer als bei
usipetes. nemertes, erima und fraterna. ■ — usipetes Hew. (85 c ?), der nomenklatorische Typus von den Aru-Inseln be¬
kannt, wo er neben assimilata Fldr. vorkommt, und der mit der usipetes gleichfalls nicht als Form vereinigt werden •
kann wegen der schmalen Valve, die bei assimilata viel breiter als bei nemertes gestaltet ist. Neben ?? wie
albodiscalis. das abgebildete, kommen nach Ribbe auch solche mit weissem statt braungelbem Discus vor (albodiscalis
form. nov). — Auf dem Festland von Neu-Guinea und zwar im britischen und deutschen Gebiet, tritt eine be-
astrifera. sonders prächtige Rasse auf : astrifera subsp. nov. (85 c als usipetes- cf dargestellt) mit sechs bis sieben hervor¬
tretenden rein weissen, blau oder violett umgebenen Submarginalflecken der Vflgl, die auch bei den 22 vor¬
handen sind. Die Discalfärbung wechselt von albodiscalis bis zu trüb gelbbraun, cf cf der dunklen Färbungs-
EUPLOEA. Von H. Fruhstoreer.
267
richtung haben gewöhnlich nur zwei bis vier verloschene grauweisse Subapicalfleckchen. — rezia Kg. ist rezia.
eine weitere geographische Form, cf mit geringfügiger discaler Aufhellung der Vflgl, ? aber mit \ iolett-
weissem, ausgedehntem Medianfeld. Fergusson, Kiriwina. - hippias Misk. vom Cape York ist mir nur nach hippias.
der Diagnose ihres Autors bekannt. Oberseite rostbraun mit bleichbraunem Discus, der distal gelblichweiss
auf hellt. Hflgl mit einem grossen ovalen ockerbraunen Zelltleck, der sich nach aussen etwas dem Gostal-
saume nähert.
E. imitata Btlr., ohne genaueren Fundort, wurde auf der Kreuzfahrt der »Curacao entdeckt, nach imitata.
Butler von den Salomonen.
E. assimilata ist eine Species, welche ausschliesslich auf den Key-Inseln und einigen kleinen süd¬
östlichen Molukken vorkommt. Sie fällt sofort auf durch eine namentlich unterseits ausgedehnte Aufhellung,
die in eurypon Hew. ihr Analogon findet, ebenso bei Calliploea liopfferi Fldr. von denselben Inselgruppen.
Valve nahe jener von erima Frühst, aus Neu-Guinea, aber etwas länger, gleichmässig schmäler. — bandaensis bandaensis.
Frühst. (85b) ist nicht selten auf Banda, wo sie in zwei Hauptformen erscheint, der dunklen, oberseits nur
wenig aufgehellten cf -Form bandaensis mit von der Unterseite deutlich durchscheinenden weissen Submarginal¬
flecken der Hflgl, die in einer namentlich unterseits fahlbraunen, ins Weissliche spielenden Zone stehen, und
nepotina Frühst. (85 b) mit bei beiden Geschlechtern breit und rein weissem Randgebiet der Hflgl. nepotina nepotina.
führt unterseits stets nur drei grosse, tränenartige transcellulare Makeln statt einer kompletten Serie von
Submarginalpunkten. — nepos Bob. von Goram zeigt einen noch schärfer abgesetzten und breiteren weissen nepos.
Distalsaum der Hflgl und weisslich überschuppte Apicalpartie der Vflgl. Es liegt mir nur ein cf vor mit drei
relativ kleinen Discalmakeln der Hflglunterseite. — assimilata Fldr. (? fraterna Fldr) ist das albinotische assimilata.
Extrem der Gesamtart. Vflgl mit ebenso breiten weissen Submarginalbinden wie sie nepotina nur auf den
Hilgln aufweist. Unterseite der Hflgl mit grossen weissen Tränentlecken. Felder beschrieb die Form irr¬
tümlich von Aru, wo sie nach Ribbe nicht vorkommt, auch durch keine Vicariante ersetzt ist. Kühn hat
auf Key die Rp entdeckt; sie ist von schwarzer Hauptfarbe, jedes Segment mit mehreren feinen gelblichen
Streifen. Kopf, Abdomen und Fiisse ganz schwarz. Die vier Paar Tentakeln rötlich mit schwarzer Spitze.
Pp metallisch grün. — frigida Btlr. ist der Beschreibung nach verwandt mit bandatnsis ; sie soll von Nord- frigida.
Ceram stammen.
E. treitschkei bewohnt das Papua-Gebiet, dringt ostwärts bis zu den Salomonen, ja selbst den Fidji-
Inseln vor, scheint aber nach Westen über das Gebiet der Geelvinkbai nicht hinauszugehen, da sie sogar
auf Waigiu fehlt. Auf der Hauptinsel von Neu-Guinea ist der Falter wohl überall häufig; geschlechtliche
Heteromorphose von dort nicht bekannt; wie E- nemertes und Calliploea pumila neigt die Art jedoch zu lokaler
Differenzierung, sogar die nur 10 — 12 km von Neu-Guinea entfernte Vulkaninsel hat bereits eine hoch¬
spezialisierte Zweigrasse. Die Rp hat Wahnes entdeckt, nach einer Abbildung, die wir G. Ribbe verdanken,
ist die Grundfarbe gelbbraun mit schwarzem lateralem Streifen, Kopf schwarz, vier Paar Fadenanhängsel
gelblich. Pp wie sonst metallisch golden. Rp lebt in Mehrzahl, doch nicht gesellig auf einem Ranken¬
gewächs, das den sandigen Meeresstrand bedeckt. — olivacea Sm. (81b) kommt in ganz Holländisch und olivacea.
Deutsch Neu-Guinea vor und variiert leicht in der Weise, dass die cf cf oberseits gar keinen weissen oder
grünlichgrauen Streifen, noch irgendwelche Zellmakeln führen (= unicolor Hag), dann existieren alle Über- unicolor.
gänge bis zur abgebildeten Form mit 5 discalen Spritzern, zu denen noch ein bis zwei weisse Subapical-
makeln der Vflgl treten können. Beim ?, das heller ist als die cflcf, mit metallisch grüngelbem Reflex,
wiederholen sich ähnliche Erscheinungen, nur treten besonders in Finschhafen Exemplare auf mit weisslicher
Überpuderung des Apicalteils der Vflglzelle und nur weisslichen intramedianen diffusen Striemen (= fa.
pulverulenta form. nov). Flugzeit nach Hagen vom September bis Dezember, dann wieder im April. — pulvemlenta.
aebutia subsp. nov. ist eine dunklere Rasse der Insel Jobi. Grundfarbe statt schwarz grün, mit blauem aebutia.
Stahlschimmer, ? nur wenig heller, die Discalmakeln blauweiss. Unterseite äusserst gering punktiert, cf
oberseits ohne Sa^mx-Streifen . — eugenia subsp. nov. (84 a) ist das albinotische Extrem der vorigen. Flügel eugenia.
hell meergrün mit linsengrossen weissen Subapicalmakeln der Vflgl und ebensolchen Circumcellularflecken
der Hflgl. Zelle der Vflgl mit pulverulenta- Bildung, die unterseits fehlt. Vulkan-Insel, von Dr. Eugen Werner
entdeckt. — Ursula Btlr. (80b) differiert von eugenia in der Hauptsache dadurch, dass sich die analen post- ursula.
discalen weissen Flecken ausdehnen, die Zelle der Hflgl aber keinen weissen Kern vor dem Apex umschliesst,
der aber unterseits wieder auftritt. Fergusson. Bei cf cf von Kiriwina fehlen alle weissen Intramedian¬
streifen der Hflgl, so dass wir eine der unicolor Hag. analoge zeichnungslose Form vor uns haben, die sich
vermutlich der viridis Btlr., mir im Original unbekannt und nach einem ? beschrieben, nähert. Thursday- viridis.
Island. — decia subsp. nov. ist eine Form des Britischen Gebiets aus der Milne-Bai, mit wie bei ursula ver- decia.
teilten, aber kleineren weissen Intranervalspritzern der Hflgl. — treitschkei Bsd., die Namenstype, von Neu- treitsdikei.
Mecklenburg beschrieben, ist habituell etwas kleiner als olivacea auf den Vflgln mit pulverulenta ng,
Hflgl mit grossen, scharf umgrenzten, rein weissen Circumcellularmakeln. — erimas Godt. ( — albopunctala erimas.
Bibbe ) ist eine prächtige Abänderung mit weitgehender Aufhellung der Vflgl, die manchmal ein sehr grosses
weisses Medianfeld aufweisen. — biformis Btlr., etwas dunkler und vorwiegend blaugrün, mit etwas kleineren biformis.
weissen Punkten als clie Hauptform von Neu-Mecklenburg. Von der Duke-ofWork-Insel (Neu-Lauenburg)
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EUPLOEA. Von H. Fruhstorfer.
coerulescens. beschrieben. — coerulescens Pag. liegt mir nicht vor und differiert durch einen sehr in die Augen fallenden
blauen Schimmer bei beiden Geschlechtern und zahlreichere weisse Flecken der Oberseite. ? vorwiegend
lorenzo. mit pulverulenta-B\]&xmg und durchschnittlich etwas grösser als treitschkei. Neu-Pommern. — lorenzo Btlr.
ist von den Salomonen ohne genaueren Fundort beschrieben, mir unbekannt. Wahrscheinlich steht sie sehr
nahe der salomonis Ribbe von den Shortland-Inseln ; oberseits wie umcolor Hag., aber mit stattlicherem Salpinx-
aenea. Streifen der Vflgl. Discalpunkte der Unterseite reduziert. - — aenea Btlr., mir gleichfalls unzugänglich, nach
jessica. einem ? von den Salomonen aufgestellt. — jessica Btlr. soll von den Fidji-Inseln stammen, ein Fundort,
den ich sehr bezweifle, weil die Art neuerdings nie wieder von dort nach Europa gelangt ist. Der Ab¬
bildung nach ist sie mit ursula verwandt, führt aber gelbliche statt graugrüne Discalflecken der Vflgl, sehr
breiten länglich spindelförmigen Sexualstreif. Hflgl mit breiter Submarginalbinde, die aus grösseren, paar-
Aveise stehenden Makeln besteht als bei ursula. Der Flügelzeichnung nach dürfte jessica von den Satellit¬
inseln des östlichen Neu-Guinea stammen.
gamelia. E. gamelia Hbn. (= faber Zinck.) erinnert durch ihr vornehmes Gesamtkolorit an eichhorni Stgr.
(81c), nur dass das luxuriante Weiss bei gamelia auf die Vflgl übertragen ist. Auf tiefsamtschwarzem Grunde
sind dort drei lange ovale, rein weisse Transcellulartlecken eingebettet, zu denen sich über der Zelle noch
drei Gostal mäkeln und eine unregelmässige, wie bei martini (80 c) verlaufende Serie von Admarginalpunkten
gesellen. Die Doppelreihe weisser Randpunkte der Hflgl ist weit getrennt, nicht verschmolzen wie bei
martini. Im blauglänzenden Duftspeculum der Hflgloberseite ein spitz oblonger graugelber Androconienfleck.
Von mir ausschliesslich in West- Java gefunden und auch da nur am Vulkan Gede und auf Höhen nicht
unter 4000 Fuss.
martini. E. martini Nicev. (80c) übertrifft gamelia bedeutend an Grösse; ¥ etwa gleich häufig wie das cf,
differiert durch matter braune Grundfarbe und breitere submarginale Flecken aller Flügel, cf ohne oblonge
Androconienanlage des Speculums der Hflgl. Vflgl unter allen Salpinx hervorragend durch zwei schmale
lange sexuale Querstreifen der Vflgl, durch die gewissermassen der Anschluss an Stictoploea hergestellt wird
und die bei gamelia durch einen kurzen, mehr rechteckigen Duftfleck ersetzt sind. Sumatra, nicht unter
1000 m Höhe; nicht selten, aber auch kein alltäglicher Falter des Gebirges.
roepstorffi. E. roepstorffi Moore gleicht ungefähr der aelia (85 c), nur sind die Submarginalmakeln der Htlgl
mehr als doppelt so gross und die Vflgl mit zwei discalen und vier subapicalen, teils rundlichen, teils läng¬
lichen Flecken besetzt. Sehr selten, bisher nur ein Exemplar bekannt, das sich in der SEMPER Schen Samm¬
lung befand, das sich jetzt im Besitze des Herrn Weiss in Deidesheim befindet.
E. aegyptus, eine makromalayische Species, die sich auf den einzelnen Inseltrabanten in scharf ge¬
schiedene Abzweigungen gespalten hat. Mit martini haben sie gemeinsam, dass auch bei ihnen gelegentlich
ein zweiter, wenn auch kleinerer Sexualstreif der Vflgl vorkommt. Es ist nicht ausgeschlossen, dass der
Name ochsenheimeri Luc. (1853) prioritätsberechtigt ist. Absolute Gewissheit könnte nur durch Ermittlung der
Type, die am Pariser Museum sein soll, erreicht werden, aber da der Name mit ochsenheimeri Moore kolli-
aegyptus. diert, ist er nur geeignet, Konfusionen zu verursachen und wird deshalb vorläufig beseitigt. — aegyptus Btlr.,
deren Type wahrscheinlich von Süd-Borneo oder Sawarak stammt , differiert von der abgebildeten rafflesi
(84 a) durch markantere Weissflecken der Vflgl. Valve ähnlich jener von E. leucostictos, vestigiata Btlr., aber
mehr quadratisch, distal geradliniger abgeschnitten , die stumpfe Spitze durch eine distale Einkerbung etwas
lowei. von der Hauptpartie abgesondert. — lowei Moore ist eine geringfügige Abweichung mit etwas grösseren
weissen Apicalllecken und ohne Marginalpunkte der Vflgl. Hflgl gleichfalls mit reduzierten Punktserien.
singapura. Borneo. — singapura Moore hat nach den Exemplaren meiner Sammlung umgekehrt zwei prägnante Doppel¬
reihen weisser Submarginalpunkte der Hflgl und beim ¥ deutliche Transcellularmakeln der Vflgl. Singa-
sophia. pore, vermutlich auch auf der malayischen Halbinsel. — • sophia Moore ist selten in der Alluvialebene von
Nordost-Sumatra, aber anscheinend ziemlich häufig im Westen von Sumatra und zeigt beiderseits etwas
limyrus. lebhaftere Discalfleckung der Vflgl. üimyrus subsp. nov. ist eine sehr dunkle Satellitinselrasse von tief-
schwarzer statt brauner Grundfarbe, ohne Transcellularfleckchen und kleinen kommaartigen Subapicalmakeln
staudingeri. der Vflgl. Pulo-Tello der Batu-Inseln. — staudingeri Kheil, einer der am besten bekannten Niasfalter,
steht nahe der Grenze der Artberechtigung. Flügel kürzer, rundlicher als bei den vorgenannten aegyptus-
Zweigrassen. Vflgl mit grossen Admarginalpunkten und einer kompletten Reihe von rundlichen markanten
Submarginalflecken besetzt. Htlgl mit ein und einer halben Serie von weissen Randfleckchen. Unterseite
sticheli. mit weissem statt violettem Discalfleck. Das ¥ muss sehr selten sein. — sticheli Hag. unterscheidet sich
von der vorigen hauptsächlich durch die überaus reduzierte Punktierung aller Flügel, die weder ober-
noch unterseits über Insektennadelkopfgrösse hinausgeht. Nur der weissliche Discalfleck der Vflglunter seife
rafflesi. ist sehr gross, spitzoval. Mentawej-Inseln, nur cf cf bekannt. Auf Engano fehlt aegyptus. — rafflesi Moore
(84a) ist der sichere Name für die javanische aegyptus- Repräsentantin, die vielleicht als ochsenheimeri Lite.
zuerst beschrieben wurde. Findet sich sowohl im Osten wie Westen von Java, ist aber überall selten, man
begegnet ihr in den Strandwäldern von Palabuan und in den Bergzügen südlich von Malang, wo sie aber
nirgendwo über 500—600 m Meereshöhe angetroffen wird. Es lassen sich zwei Hauptformen unterscheiden,
EUPLOEA. Von H. Fruhstorfer.
269
mit grossen, rein weissen subapicalen Keilflecken und grauvioletten Transcellularstreifen der Vflgl, die der
Beschreibung von ochsenheimeri entspricht, und der abgebildeten Form mit manchmal graubraun überstäubten
Weissflecken der Vflgl, die Moore als rafflesi bezeichnet hat. — tricolora Frühst. (85c) ist eine bereits er- tricolora.
staunlich differenzierte Trabantinselrasse, von der drei Variationsrichtungen zu vermerken sind. — cunei- cuneifera.
fera form, nov., die abgebildete Hauptform, zu der bei den Namenstypen tricolora noch hellviolette Trans-
cellular-, Zell- und Intramedianmakeln treten, so dass solche extrem farbenreiche Exemplare an margarita
Btlr. (84 a) gemahnen. — Ais rafflesina form. nov. werden hier Exemplare bezeichnet mit graubraunen statt rafflesina.
weissen Subapicalzeichnungen der Vflgl, die der javanischen Inselrasse noch am nächsten stehen. Bei den
?? wiederholen sich die drei erwähnten Abänderungen. Insel Bawean, von Juli bis September nicht selten. —
iduna Frühst, ähneln der mir in grossen Reihen vorliegenden rafflesi nur sehr wenig, stehen jedoch, was idana.
viel auffallender ist, der staudingeri Kheil von Nias am nächsten. Mit staudingeri hat iduna die absolut
schwarze (in rafflesi braune) Grundfarbe gemeinsam, die ebenso prominente Weissfleckung der Vflgl, welche
genau so in zwei Reihen verteilt ist, während rafflesi nur eine Reihe verblasster weisslichgrauer Submarginal¬
punkte zeigt. Auf den Hflgln ist iduna noch schöner weiss gefleckt als staudingeri, weil auch die innere,
weisse Fleckenreihe ganz deutlich entwickelt ist, während in staudingeri die zweite Reihe, nach dem Anal¬
winkel zu, verschwindet, was übrigens auch bei rafflesi der Fall ist. Auf der Flügelunterseite hält iduna die
Mitte zwischen rafflesi und staudingeri. Die Vflglfleckung ist kräftiger als in ersterer, schwächer als in
letzterer. Auf den Hflgln treten violettweisse, circumcellulare Punkte auf, welche bei staudingeri ganz fehlen,
hei rafflesi nur undeutlich vorhanden sind. Kangean, in Coli. Fruhstorfer.
E. atossa Pag. hat auf den Hflgln viel Analoges mit doubledayi durch braun verdunkelte Intramedian- atossa.
streifung, aber naturgemäss das Speculum wie bei rafflesi und tricolora. Grundfarbe der Vflgl einfach braun.
? hat manchmal zwei violette Costalfleckchen der Vflgl und auf den Hflgln neigen die Intranervalstriemen
bei vielen Exemplaren zum Verlöschen, cf unterseits wie oben ohne Subapicalflecken. Insel Sumbawa. -
lombokiana Frühst, ist eine habituell viel kleinere, auf den Vflgln aber sowohl ober- wie unterseits präg- lombokiana.
nanter weissgefleckte Rasse. Unterseite der Vflgl mit kleinerem violettem Submedianstreifen und fast stets
mit einer gebogenen Reihe gut umgrenzter -weisser Subapicalmakeln, die atossa fehlen. Lombok auf etwa
600 m Höhe, selten.
E. simillima ersetzt aegyptus und atossa auf den Philippinen und differiert von der aegyptus- Serie in der
Hauptsache durch weissliche oder graubraune lichte Intranervalfelder der Hflglunterseite, die an jene von
leachi (86 c), diana Btlr., und insbesondere an jene der konvergenten philippinischen lucasi und swainsoni ge¬
mahnen. — simillima Moore, die nordphilippinische Rasse, hat keinerlei Submarginalbinden der Htlgl, aber simillima.
grosse weisse, fast quadratische subapicale Felder der Vflgl. Sehr selten; Semper kannte nur 5 Exemplare.
Luzon. — meldolae Moore ist charakterisiert durch verkleinerte Stirnflecken der Vflgl. sehr lange, promi- meldolae.
nente, rein weisse Intranervalstriemen der Ober- und Unterseite der Htlgl. Süd-Philippinen, Bohol, Mindanao. —
hypaspistes subsp. nov. (der Name bedeutet Schildknappe) ist eine Trabantinselrasse von Bazilan, wo sie hypaspistes
Februar-März vorkommt. Die Weissfleckung aller Flügel tritt erheblich zurück, die Stirnmakeln der Vflgl
bei einigen Exemplaren braun überpudert. — cornificia subsp. nov. führt noch mehr verdunkelte und ver- cornificia.
kleinerte Submarginal mäkeln aller Flügel. Insel Mindoro. — clorinde Stgr. von Palawan und Paragua zeigt clorinde.
bereits braun überdeckte Admarginalpunkte aller Flügel: die Submarginalflecken der Htlgl fehlen vielfach.
Insel Palawan, im Januar nicht selten. — aelia Frühst, gehört zu jenen interessanten Relikten der Land- aelia.
Verbindung Philippinen-Borneo, die sich im nördlichsten Teil dieser Rieseninsel noch erhalten haben und
dort Sandakan bewohnen, während einen Breitengrad südlicher bereits die makromalayische aegyptus an
deren Stelle tritt, aelia ist habituell kleiner als clorinde und von hellerer Grundfarbe. Sämtliche weissen
Zeichnungen sind verwaschener und die Zahl der Admarginalpunkte verringert. Auf der Flügelunterseite
sind alle weissen Punkte und Strichflecke schmäler und kleiner als in clorinde.
E. fabricii Moore ist nach der Diagnose oben gleichmässig olivenbraun, der Sexualüeck der Ytlgl fabricii.
etwas länger und näher an die Basis gerückt als bei rafflesi Moore von Java. Die submarginale Flecken¬
reihe weniger ausgeprägt, die marginalen Punkte fehlen zumeist. Htlgl mit zwei Reihen sehr kleiner Fleckchen,
deren innerste von der oberen Medianader ab obsolet. Cochin-China. Type in Coli. Oberthür.
E. dameli Moore ist mir gleichfalls unbekannt und soll aus Shanghai stammen, ein äusserst frag- dameu.
licher Fundort, wenn es sich nicht um einen nördlichen Zweig der südchinesischen midamus L. handelt. Nach
der Beschreibung nahe aegyptus Btlr. Oberseite verwaschen braun, Vflgl mit kleineren weissen, aber promi¬
nenten Subapicalmakeln, einer marginalen Reihe von fünf zentralen und drei unteren sehr kleinen Hflglmakeln.
E. midamus bietet ein interessantes Beispiel der Abänderungsfähigkeit kontinentaler Species und
ist nächst corus vitrina Frühst, die stattlichste der in Süd -Asien vorkommenden Fuploea- Arten. Ungemein
häutig in Hongkong und Siam wird sie an der Peripherie ihrer Verbreitung in Sikkim und Perak sehr
selten. Ob sie auch ins makromalayische Gebiet Übertritt, ist zweifelhaft, doch ist sie dort durch die Formen
der aegyptus- Serie vertreten, die durch tricolora Frühst, von Bawean noch Anklänge an midamus dokumen¬
tiert. — midamus L (80 a), ein Charakterschmetterling von Hongkong und dem gegenüberliegenden Fest- midamus.
land, kursiert in den Sammlungen als superba Herbst, alopici Godt. und sinica Moore. Letzterer Name bezieht
270
EUPLOEA. Von H. Fruhstoreer.
sich auf eine Form ohne markante Doppelreihe weisser Submarginalpunkte der Hflgl, während alopia Godt.
das Maximum an weisser Dekoration umschreibt, mit noch ausgedehnteren hellblauen, weissgekernten Trans¬
cellular- und Submarginalflecken der Vllgl, als sie die Abbildung zeigt. Die ?? sind denselben Verände¬
rungen unterworfen, und zwar unabhängig von der Jahreszeit, denn Ende Oktober 1899 fing ich auf dem
Friedhof von Hongkong ? mit einer weissen Doppelreihe der Htlgloberseite neben solchen ohne eine Spur
dieser Flecken. Im übrigen gleicht kein Stück dem anderen, insbesondere kann der Fleck vor dem Zell¬
apex der Vtlgl klein sein, wie auf der Figur, oder 3 -4 mal so gross. Auch variieren die Discalflecken der
Vflgl von hellviolett bis zu dunkelblau, allen aber ist ein prächtiger hell metallischblauer Schiller gemein¬
sam. Die cf-Falter duften schwach, die analen Duftpinsel sind dunkelgelb und sehr kompliziert und be¬
stehen aus zwei Rosetten, einem sehr langgestielten mit mehreren und langen Strahlhaaren besetzten und
einem kleinen, äusserst zierlichen Stern an der Spitze, der etwas heller gefärbt ist. Nach Walker lebt
die Rp auf Strophanthus divergens, einer Kletterpflanze aus der Familie der Apocyneae, an der auch die
goldene Pp hängt. Die Rp findet sich auch gelegentlich auf importiertem Oleander. Die Falter wurden
wiederholt in Gruppen zu mehreren Hunderten beobachtet, die Gipfel blühender Bäume in den späten
Nachmittagsstunden umschwebend. Die echte LiNNh’sche midamus geht bis Tongking, ja selbst Mittel-Siam,
wo ich noch Exemplare fing, die sich kaum von solchen aus Hongkong unterscheiden. In Tongking und
Siam tritt jedoch midamus nicht mehr dominierend auf, sondern nur noch zufällig als Aberration. Diejenige
chloe. midamus- Form, welche in ganz Indochina häufig ist, muss unter dem Namen chloe Guer. aufgezählt werden,
margarita. die unter der Bezeichnung margarita Btlr. (84 a) besser bekannt ist. Es scheint, dass chloe (margarita)
eine Intermediatform darstellt, die im Januar-Februar vorkommt, während ich midamus noch im November
bei Haiphong in Tongking gefangen habe. ? von clüoe führen keine weissen Stirn- oder Discalmakeln der
Vflgl, auch ist die discale Blaufleckung in der Regel viel weniger als auf unserer Figur entwickelt. — Als
marseuli. marseuli Moore ist eine Individual -Aberration von Saigon in Gochinchina beschrieben, ohne weisse Dekora-
brahma. tion der Hflgl wie bei chloe und zugleich ausfallenden Submarginalpunkten der Hflgl. — - brahma Moore ist
eine extreme Trockenzeitform, bei der in beiden Geschlechtern sowohl die Blau- wie Weissprenkelung der
Vflgl ausfällt oder auf ein Minimum reduziert ist und sich die Punktierung der Hflgl auch etwas verkleinert.
dejeani. Aus Moulmein beschrieben, doch überall in Tenasserim und Siam vorkommend. — dejeani Moore wird eine
interessante melanotische Lokalform , die sich an brahma anschliesst , wie diese fast ungefleckte Vflgl zeigt,
aber deren Hflgl mit auffallend stattlichen Doppelreihen von Weisspunkten besetzt sind, dejeani ist aber
insbesondere charakterisiert durch den auf die Basalhälfte der Vflgl beschränkten und dunkel stahlblauen
(statt hellblauen) Metallschimmer. Malayische Halbinsel, von Perak in meiner Sammlung, soll nach Moore
auch auf Sumatra Vorkommen. Letzterer Fundort , der sich auf die Exemplare in der BoisDuvAi/schen
splendens. Sammlung stützt, ist aber sehr fraglich. - splendens Btlr., aus Nepal aufgestellt, ist eine gut differenzierte
Unterart, charakterisiert durch schmälere Vflgl, konstantes Fehlen der Weisspunktierung der Htlgloberseite,
die unterseits zwar vorhanden, aber auch sein- reduziert sind. Der hellblaue Schiller gleichartig, äusserst
intensiv an jenen der Stictoploea liarrisi gemahnend, splendens variiert leicht je nach der Lokalität, indem
bei Sikkim-cfcf die Vflgl breit ausgeflossene diffuse weisslich überstreute Transcellularstrigae, bei Assam-cTcf
irawada. (irawada Moore ) dagegen dunkler blaue rundlichere Makeln aufweisen. Nach Niceville ist splendens in
Sikkim ausserordentlich selten , kommt nur im Terai und den niedersten Aussentälern des Himalaya von
April bis November vor, soll aber in Bhutan etwas häufiger sein.
klugi. E. klugi ist im Gegensatz zu der chinesisch -hinterindischen midamus L. eine mehr vorderindische
Kollektivart, die sich in schärfer getrennte Ortsformen auflöst, aber in ihrem Verbeitungszentrum Assam
eine noch mannigfaltigere individuelle Variationsfähigkeit zeigt als midamus -chloe. Einige klugi- Formen
nähern sich in ihrem Extrem jenen von chloe*), sie sind aber bei beiden Geschlechtern durch die konstant
fehlenden weissen und violetten Discalflecken der Unterseite der Hflgl zu unterscheiden und durch rund¬
licheren Flügelschnitt. Die cfcf1 sind dann noch kenntlich durch kürzeren, rundlicheren Sexualstreifen der
Vflgl und durch ein auf der Vflglunterseite erscheinendes vertieftes Androconienbecken, das bei den midamus-
Varianten nicht zu erkennen ist. klugi geht nach einer Angabe Moore’s nordwärts bis Bhamo in Ober-
Birma, während sie im Süden bei Moulmein bereits von der hinterindischen crassa abgelöst wird. Nach
Bingham soll sie auch auf den Nicobaren Vorkommen, doch ist von dort, wenn sich der Fundort bestätigt,
eine noch unbenannte geographische Form zu erwarten. Über die Lebensweise ist nur bekannt, dass sie
im Januar und Februar sonnige, sandige Flussbette nahe dem Wasserrand aufsucht, um dort Feuchtigkeit auf¬
zunehmen; während der Regenzeit bevorzugt sie aber offene Waldplätze und Fusswege durch das Dschungel.
Die neue Generation beginnt im März aufzutreten , aber im April und Mai ist sie am häufigsten und vom
frischesten Aussehen. Ich selbst beobachtete sie in Siam immer gruppenweise auf blühenden Sträuchern,
die sich über sandige Flussufer hinabneigten. Als klugi bildet Moore eine Form ab mit grossem, weissem
Fleck vor vier blauweissen jenseits der Zelle und einer Serie sehr grosser Keilflecken innerhalb einer Reihe
illustris. von deutlichen weissen Randpunkten der Vflgl. - Bei illustris Btlr. fehlen alle Zell- und Circumcellular-
imperialis. strigae , dagegen sind die Stirnflecken äusserst entwickelt, bei imperialis Moore dagegen vorherrschend die
*) Anmerkung: und besonders auch Salpinx leniostictos leniogongs Btlr.
EUPLOEA. Von H. Fruhstorfer.
271
Submarginalmakeln. — Bei regalis Moore erscheinen letztere auch auf den Hflgln sehr deutlich. — indigofera regalis.
Moore, vermutlich auf ein kleines Exemplar der Regenzeit begründet, führt auch einen weissen (Jostaltleck indigofera.
der Vflgl. — hamiltoni Swinh. ist eine Abweichung mit inkompletter Serie von weissen Submarginalmakeln hamiltoni.
der Vflgl, aber deutlichen Doppelreihen weisser Flecken der lltlgl. — augusta Moore ist dunkler blau mit augusta.
geringem Blauschiller. — sherwilli Moore eine seltene Form mit zusammengeflossenen Subapical- und Trans- sherwilli.
cellular mäkeln der Vtlgl und macclellandi Moore, ein interessanter Übergang von klugi aus Assam zu macclellandi.
kollnri Fldr. von Sikkim mit hellvioletten Discalmakeln der Vflgl auf dunkelbraunem und mattblau schillern¬
dem Untergrund, sehr selten, aus Assam zuerst beschrieben, mir auch aus der Umgebung von Kalkutta
vorliegend. — uniformis Moore endlich schliesst sich durch ausfallende Mediantlecken , geringen dunkel- uniformis.
violetten Anflug der Flügelobertläche noch mehr an kollari Fldr. an. Diese zeigt in der Regel auf dunkel¬
braunem Grunde gar keinen violetten Reflex und führt sehr grosse weisse Intranervalstrigae der Htlglober-
seite mit runden, ziemlich gleiclimässigen gelblichweissen Submarginalmakeln der Vflgl. Rp ist anscheinend
noch nicht beschrieben, sie soll aber auf verschiedenen Ficus-Arten leben und auf Streblis asper Lom.,
einer Urticacee. Von der Südspitze der indischen Halbinsel bis Bombay verbreitet, aber nirgendwo über
die Küstenstriche hinausgehend. Bei Kalkutta fliegt sie während des ganzen Jahres stets in Gesellschaft
der gemeinen E. core Cr. Nach Hampson kommt sie in den Nilgheri- Bergen noch bis 5000 Fuss Höhe
vor. — sinhala Moore ist eine verdunkelte Inselform der vorigen, habituell etwas kleiner, Submarginal- sinhala.
flecken der Vflgl stark verkleinert und daher isolierter stehend, Ad marginalpunkte zumeist fehlend. Die
Strigae der Hflgl gleichfalls verkürzt. Nach Angaben Moore’s wurde sinhala bei Galla gefunden, vorzugs¬
weise aber bei Kandy, wo sie bis 1000 m hinaufgeht, aber immer sehr selten ist. — crassa Btlr. (= erich- crassa.
soni Fldr.) (79 c) ist die hinterindische geographische Repräsentantin der Gesamtart, die in der Färbung und
Zeichnungsverteilung etwas konstanter bleibt als klugi aus Assam , doch ergeben sich bei grossen Serien
individuelle Verschiedenheiten, die zur Aufstellung von Speciesnamen Veranlassung gaben, die aber von
ihrem Autor in späteren Jahren selbst als Formen erkannt und als solche erklärt wurden. Die BuTRER'sche
Namenstype führt auf den Vflgln ziemlich gleichgrosse Submarginalmakeln, die in einer kompletten Reihe
bis zum Analwinkel durchziehen, das abgebildete Exemplar gehört der Form apicalis Moore an, mit grossen apicalis.
Subapicaltlecken, die mit den Admarginalpunkten zusammenstossen. — masoni Moore wurde in Tenasserim masoni.
auf Erhebungen von 3 — 5000 Fuss gefunden, ist eine Regenzeitform mit dunkelviolett iibergossener Ober¬
fläche der Vflgl. Hflgl mit verkleinerten Submarginalmakeln, sonst wie apicalis. - pembertoni Moore führt pembertoni.
ähnlich wie crassa durchgehende Submargiualfleckung der Vflgl, diese sind aber sehr zurückgebildet. Aus
Unter-Birma beschrieben. — burmeisteri Moore ist vermutlich das Produkt einer extremen Trockenzeit, die burmeisteri.
Type ist etwas kleiner als apicalis mit einer Doppelserie kleiner gelblichweisser Punkte auf allen Flügeln.
Aus Saigon beschrieben, von mir in Siam im Januar und Februar gefangen, crassa ist in Siam bis zu
300 m Höhe im hügeligen Gelände eine der häufigsten Euploeen. Am Ende der Trockenzeit, Januar bis
25. Februar etwa, trifft man nur gleichmässig blassbraune Exemplare, nur selten mit unbedeutendem, vio¬
lettem Reflex auf der Oberseite. Anfang März aber, gleich nach den ersten Regenschauern, kommt die
erste Generation zum Vorschein, dunkelbraun und namentlich an der Basis veilchenblau schillernd. Die
Apicalflecken sind von rosaroten bis hellblauen Rändern umgeben, die dann in der Trockenzeit, deren
Kommen ich in Tonking an der Seltenheit der Falter bereits im August empfand, ausbleichen. Nach einer
Angabe Matsumura’s (Ent. Zeitschr. , Stuttgart, 7. August 1909) wurde eine der klugi verwandte Euploea
auf Formosa entdeckt. — Auf Hainan kommt crassa bestimmt vor.
E. diocletianus ist die einzige bekannte Art mit grauen statt gelben Haarsternen der männlichen
Analpinsel, die einen angenehmen Vanilleduft ausströmen. Die Falter sind ausgezeichnet durch geschlecht¬
liche Heterochromose, die bei den Inselrassen in noch lebhafterem Kontrast als bei den kontinentalen Formen
zum Ausdruck kommt. Die Falter sind lebhaft, lieben es, ähnlich wie die Trepsichrois , stets unterwegs zu
sein, gehen, soweit ich es beobachten konnte, niemals an feuchte Stellen und sind ausschliesslich Blumen¬
besucher. In Siam gewährte ihr Anblick durch die reinweissen Felder der Hflgl einen besonderen Genuss,
als wundervoller Gegensatz inmitten der sonstigen, ausschliesslich dunklen Arten. Auf dem südasiatischen
Kontinent leben zwei Ortsrassen, sonst ist die Species ausschliesslich makromalayisch , ja geht nicht einmal
auf Bali über und kommt anscheinend selbst nicht mehr auf Bawean vor. In der vertikalen Verbreitung
dringt, sie bis etwa 1000 m Höhe vor. — ramsayi Moore (81 a) aus Nepal beschrieben und in Sikkim sehr ramsayi.
lokal und nur in den tiefen Aussentälern vom April bis Dezember vorkommend, cf rundfliigelig, Oberseite
mit dunkelblauem Anflug der Distalregion aller Flügel. — diocletianus F. (?) (= rhadamanthus F. [cf]) diocletianus.
differiert von der vorigen durch namentlich auch beim ? zurücktretende Weisszeichnung, besonders der Hflgl.
Auf den Vflgln fehlt manchmal die transcellulare Weissfleckung völlig (despoliata form. nor.). cfcf der Regen- despoliata.
zeitform sind grösser als solche, die ich in der Trockenzeit in Siam gesammelt habe. Von der Malayischen
Halbinsel bis Unter-Birma, von Assam bis Annam überall häufig. Exemplare von Sumatra und Singapore
differieren nicht erheblich von Exemplaren aus Perak. — lowei Btlr. ist eine wesentlich verdunkelte Rasse, lowei.
die in Borneo vorkommt; cf nur mit drei, ? mit vier weissen Subbasalstreifen der Hflgl. ? vorherrschend
dunkelbraun. — aerithus subsp. nov. differiert von voriger nur durch einen prächtigen dunkel stahlblauen aerithus.
272
TELLERVO. Von H. Fruhstorfer
Anflug der Oberseite aller Flügel bei den 22 und durch noch mehr verkürzte und schmälere Intranerval¬
streifen der Hflgl der cf cf, Hflgl der 22 mit einer Doppelreihe kleiner weisser Submarginalmakeln. Natuna-
alcidice. Inseln. — alcidice Godt. ist eine reizende Zweigrasse der Insel Java; cf kaum von diocletianus verschieden,
2 oberseits etwas heller braun als lowei-% Hflgl aber ausgedehnter weiss gestreift und stets mit zwei Reihen
weisser Submarginalpunktflecken. Von der Küste bis etwa 600 m Meereshöhe am Rande von Wäldern und
Kaffeegärten überall häutig und das ganze Jahr über fliegend, aber niemals in Massen auftretend. —
schreiben, schreiben Bür. (81 c) (= maasseni Weym., niasica Snell. , niasana Swinh.) ist die am extremsten ausgebildete
melanotische Satellit-Inselform, die bereits den Eindruck einer distinkten Species erweckt. Beide Geschlechter
ohne Basalstreifung auf beiden Seiten der Hflgl. ? dunkelbraun mit sehr schmalen weissen, aus isolierten
Flecken bestehenden Bändchen am Zellapex und vier kleinen Subapical- und einer Analmakel der Yflgl.
sdiildi. Hflgl nur mit drei Subapicalfleckchen. Insel Nias, sehr selten, namentlich das 2. — schildi subsp. nov., sehr
häufig auf den Batu- Inseln, nähert sich durch verbreiterte Weissfleckung der 22 wieder mehr der suma-
tranischen diocletianus. — Die cf cf zeigen basale Weisstreifung der Vflgl ähnlich low ei- cf cf.
eupator. E. eupator Hew. (80a), eine hochaparte Species, ersetzt vermutlich diocletianus auf Celebes. Im
orneus. Süden der Insel tritt eine Ortsrasse in Erscheinung, orneus subsp. nov., ausgezeichnet durch noch mehr
verbreiterte weisse Binden auf allen Flügeln, was besonders beim 2 auffällt, bei dem auch die weisse Makel
vor dem Zellschluss der Hflgl doppelt so gross erscheint als bei eupator aus der Minahassa. Auf der Unter¬
seite aller Flügel sind die weissen Submarginalpunkte prominenter. Flugzeit November; Umgebung des
Wasserfalls von Maros im Hinterland von Makassar.
Unterfamilie Palaetropinae (= Tellervinae Frühst.).
II aase gab dieser gut abgegrenzten, nur ein Genus umfassenden Unterfamilie den sehr bezeichnenden Namen
„ Palaeotropidae“ im Gegensatz zu den Ithomiidae Süd- Amerikas — den Neotropidae Schatz.
Dem Geäder nach stehen sie tatsächlich den südamerikanischen Neotropiden am nächsten, doch sind sie
auch von diesen erheblich differenziert durch die freistehende, bereits nahe der Flügelbasis kühn emporgeschwungene
Costalader der Hflgl, die genau wie bei den Acraeiden verläuft, was bei den Neotropiden nie vorkommt. Doch hat
Tellervo die breite Zelle und die rücklaufenden Adern mit den Ceratinia gemeinsam.
Andererseits aber bilden zwei vor dem Zellende entspringende Subcostaladern (bei den Neotropiden existiert
deren nur eine) den deutlichsten Anklang an die Familie der Danaiden und, was von grosser Wichtigkeit ist, zu¬
gleich an die Satyriden.
Die Genitalien aber verraten nicht die geringste Verwandtschaft mit den Danaiden, sondern verweisen viel¬
mehr auf engste Zusammengehörigkeit mit den Satyriden. Somit bilden die Palaetropiden eine Zwischenstufe, die
von den Danaiden zu den Satyriden hinüberleitet. Erst die Kenntnis der noch nicht aufgefundenen Jugendstadien
kann über die definitive Einordnung entscheiden. Vermutlich wird die Rp wie bei den Ithomiinae walzenförmig
gestaltet und mit kurzen Warzen besetzt, und die Pp kurz, bauchig, aber wie bei den Danaiden metallisch glänzend
sein. Vielleicht lebt die Rp analog den Ithomiidenraupen auf Solanum.
Die Genitalien verraten am meisten Beziehungen zu den Satyriden, durch den dreiteiligen Uncus und die
einfache breite Valve. Die sekundär sexuellen Merkmale sind gering entwickelt, so fehlen besonders die für die
Neotropiden so charakteristischen Haarpinsel der Hflgl, doch führen die cf cf ein längliches und breites Feld auf
der Vflgloberseite, das mit modifizierten Schuppen besetzt ist und wodurch sie leicht von den sonst nur wenig ver¬
schiedenen ?? separiert werden können. Auch ist der Costalrand der Hflgl dorsal eingebogen.
Der Unterfamilie der Tellervinae stehen sämtliche übrigen altweltlichen (und einige neuweltliche) Danaiden
als „ Danainae u gegenüber, welcher Name auf Seite L92 über der Gattung „Danaida“ eingefügt zu denken ist.
1. Gattung': Tellervo Ky. (= Hamadryas Bsd.).
Tibia und Tarsus beim cd stets vorhanden. Vorderftisse aber fadenförmig, nicht keulig wie bei den
Danaiden und von diesen sind die Tellervo auch durch das längere Basalglied der Palpen und die am Hlb
fehlenden Haarpinsel differenziert. Falter klein, ithomien-artig, mit halbdurchsichtigen, schwarz- und weiss¬
gefleckten Flügeln und langen zarten , allmählich sich zu einer Kolbe verdickenden Fühlern. Palpen über
die Stirn hervortretend, dicht behaart, mit einem Haarschopf auf dem Mittelglied und kurzem zugespitztem
Endglied. — Über die Lebensweise ist nur bekannt, dass sie den Wald lieben und unregelmässig und träge
fliegen. Das Genus ist vorwiegend papuanisch, mit Ausläufern nach den Salomonen und westwärts bis zu
den Molukken. Der allgemein bekannte Gattungsname ist präokupiert und muss die KiRBY’sche Umtaufe
daher anerkannt werden. Der poetische Name Tellervo ist aus der finnischen Sprache und bedeutet Tochter
des Waldgottes. Die Gattung enthält wahrscheinlich nur eine Species.
zoilus. T. zoilus F., der nomenklatorische Typus, kommt der abgebildeten hiempsal (78 e) sein’ nahe, doch
fehlt den cf cf der Regenzeit der basale weisse Zellstrich der Vflgl und das mehr rundliche Discalfeld der
Hflgl ist analwärts ausgedehnt schwärzlich beschuppt. Eine reicher weiss dekorierte Trockenzeitform ist als
moorei. moorei Mach beschrieben mit fast kreisrundem Discus der Hflgl und durchwegs ausgedehnterer und reiner
weisser Färbung der hyalinen Stellen. Verbreitung nur im nördlichen Queensland, von Cardwell bis zum
antipatrus. Cape York. — antipatrus subsp. nov. bewohnt den südlichen Teil von Britisch Neu-Guinea, nähert sich der
abgebildeten zeplioris (78 e), von der sie jedoch differiert durch fast doppelt so grosse Apicalmakeln der Vflgl
.1 h «Jegehen IS. II. 1011.
Nachträge zu den Danaiden. Von H. Fruhstorekr.
27:}
und einem mehr oblongen weissen Feld der hl 11 gl. Auch ist. der schuppenlose Querfleck am Apex der Vflglzelle
schmäler und länger. — hiempsal subsp. nov. (78 e) bewohnt Kaiser -Wilhelmsland. Das? differiert vom cf hiempsal.
durch markantere weisse Fleckung der Vflgl, besonders ist die beim cf entweder feldende oder nur punkt¬
förmige Makel aus der Mitte des Costalsaumes stets wohl ausgeprägt. Neben der normalen abgebildeten
Hauptform erscheint eine seltenere Abweichung mit mehr abgerundetem , nach aussen konvexem weissem
Discalfeld der Htlgl zephoris form. nov. (78 e). Nach Hauen ist hiempsal im lichten Wald gemein, ein zephoris.
schlechter und schwacher Flieger. Am häufigsten in den Regenmonaten November und Dezember, dann
wieder von März bis Juni. Mir ging hiempsal in grosser Menge von den Strandwaldungen bei Friedrich-
Wilhelmshafen zu. Weiter östlich in Finschhafen begegnen wir bereits einer Lokalrasse — vereja subsp. nov. vereja.
mit sehr grossen, quadratischen, rein weissen Makeln der Vflgl, von denen die transcellularen beinahe
zusammenfliessen. - fallax Stgr. (78 e), nicht selten auf der Insel Waigiu; das ? führt noch grösser e fallax.
weisse Vflglzeichnung, die Subapicalmakeln sind fast, stets verschmolzen, der Costalpunkt der Vflgl immer
vorhanden und der Querfleck am Zellapex fast dreieckig. meforicus subsp. nov. (78 e) ist charakterisiert meforicus.
durch ein distal stark gewelltes weisses Mittelfeld der Hflgl, in das wie bei hiero sich vom Costalrand aus
ein langer schwarzer Zahn gegen das Zellende zu einlegt; Insel Mefoor. — mysoriensis Stgr. führt kleinere mysoriensis.
weisse Makeln der Vflgl und noch tiefer eingeschnittenes Discalfeld der Htlgl ; Insel Mysore in der Geelvink-
bai. — roonensis subsp. nov., eine weitere sehr ähnliche geographische Abzweigung von kleinerem Habitus, roonensis.
stark verengtem weissem Discus der Hflgl und trüb glasigen Stellen der Vflgl. Insel Roon. — nedusia Hbn. nedusia.
kann am besten mit hiempsal verglichen werden, sie ist jedoch habituell in der Regel grösser, führt trübe
glasige Stellen der Vflgl und auffallend schmale, geradlinige Binde der Hflgl. Von Dorey und Hattam,
dem nordwestlichen Gestade von Holländisch Neu-Guinea. — limetanus subsp. nov. zeigt sehr grosse rund- limetanus.
liehe, sonst wie bei nedusia verdüsterte hyaline Stellen der Vflgl und ein unregelmässig begrenztes und sehr
breites rein weisses Feld der Hflgl. Von Doherty bei Kapaur, Holländisch Neu-Guinea entdeckt. — nais Guer., nais.
von den Aru-Inseln bekannt, führt fast, kreisrunde, grosse milchweisse Flecken der Vflgl und einen konvex
deutlich ausgeweiteten Discalfleck der Hflgl und einen länglichen Costalstrich der Vflloberseite. Nach Ribbe
lokal, aber nicht selten. — niveipicta Btlr., eine in der Grösse hinter nais zurückbleibende insulare Rasse niveipicta.
mit mehr quadratischen als runden weissen Vflglstellen , die gelegentlich zusammenstossen. Das Querfeld
der Hflgl distal etwas weniger ausgebogen als bei nais. Nach Ribbe im Walde auf allen Inseln der Key-
Gruppe häufig. — jobinus subsp. nov. ist eine weitere der nais verwandte Form, aber mit undeutlichem jobinus.
Costalfleck und vertikaler gerichtetem Zellfleck der Vflgl und bindenartigem Mittelfeld der Hflgl. Der basale
Zellstreif der Vflgl fehlt den efef, erscheint aber auch oberseits bereits wieder beim $. — sarcapus subsp. sarcapns.
nov. wird am besten mit hiempsal verglichen. Der Zellstrich bei beiden Geschlechtern sehr schwach, die
übrigen weissen Makeln wie bei meforicus , das Querfeld der Hflgl nach aussen , gegen die Medianadern zu
tief eingeschnürt. Fergusson und Iviriwina. — hiero Godm. (= salomonis Ribbe ) (78 e) , ausgezeichnet hiero.
durch die bindenartig verschmolzenen Transcellularflecke der Vflgl und eine schwarze dünne Längsbinde,
welche von der weissen Discalregion der Hflgl ein längliches Partikelchen absondert. Heimat die Salomonen,
besonders die Shortlands-Inseln. — assarica Cr. (78 e) , weitaus die schönste aber auch seltenste Form der assarica.
Kollektivspecies. Sie galt bisher als eigene Art, doch steht ihrer Vereinigung mit zoilus nichts im W7ege,
denn die verschmolzene Vflglfleckung findet sich ja auch bei hiero, und das stark verbreiterte weisse Discal-
gebiet der Vflgl ist gleichfalls kein Artcharakter, und die Zeichnung der Unterseite der Hflgl sowie die Fär¬
bung des Abdomens stimmt mit den übrigen zoilus - Formen überein. Ceram und Amboina. - aequicincta aequicincta.
God.-Salv. hat noch am meisten Anrecht, allenfalls als Species abgetrennt zu werden, denn bei ihr verändert
sich die sonst tiefschwarze Grundfarbe in ein mattes, aber noch sehr dunkles Braun, die Duftflecken der
Vflgl sind schuppenärmer und daher durchsichtiger. Der weisse Discus der Hflgl ist nicht ganz so rundlich
wie bei lnero, die weissen Submarginaltlecken der Hflgl schimmern infolge der lichteren und transparenteren
Grundfarbe deutlich durch. Neu -Pommern, Neu -Lauenburg. — variegatus Ribbe, eine etwas stattlichere variegatns.
Lokalform mit noch mehr getrübten Glasflecken der Vflgl. Neu-Mecklenburg.
Nachträge.
Seite 202, zu Dan. Melissa: nephthys subsp. nov. steht der orientalis Semp. von Luzon nahe, ist aber nephthys.
kleiner als Luzon-Exemplare , viel heller und breiter weiss gestreift, aber mit kleineren Submarginalmakeln
besetzt als Semper’s Typen. Sulu-Inseln, nördlich von Borneo. — sassina subsp. nov. bildet eine Transition sassina.
von palawana Frühst, zu orientalis Semp. und hält somit etwa die Mitte zwischen Exemplaren aus Palawan
und Luzon; relativ gross, breit gelblichweiss gestreift und gefleckt. Mindoro, Cebü, Camiguin de Mindanao.
Typen Coli. Semper im Se xcKENBER&'schen Museum in Frankfurt. pelagia subsp. nov. ist in derselben pelagia.
Sammlung von der Insel Cuyo und noch etwas heller und breiter weiss gestreift und gefleckt als sassina. -
tibula subsp. nov. von den Gamotes, eine auffallend dunkle Form mit breitem schwarzbraunem Randgebiet tibula.
IX 35
274 Nachträge zu den Danaiden. Von H. Fruhstorfer.
besonders der Htlgl und sehr kleinen Circumcellular- und Subm argin almak ein aller Flügel und entschieden
etnona. die an hyalinen Flecken ärmste melissa -Rasse der Philippinen. — emona subsp. not. von der Insel Paragua
nähert sich ebenso wie palawana wieder dem septentrionis- Typus, schliesst sich in der Verteilung der Strigae
Valentin, der Htlgl eng an microsticta Btlr. von Borneo an, ist aber dort etwas heller. — valentia subsp. not ., gleich¬
falls noch in der SEMPER’schen Sammlung, muss als die grösste Rasse der Philippinen gelten und ist zu¬
gleich das melanotischste Extrem jener Formen, die sich mehr an vorderindische septentrionis als an die
mikromalayische melissa angliedern. Abdomen des cf oben schwarz, jenes des ¥ rotbraun. Die grünlichen
Zellflecken nahe dem Erlöschen, besonders der Basalstreif der Vflglzelle des ?. cf wesentlich dunkler als
palawana-d1 , alle Strigae, auch jene der Subapicalregion grünlich, valentia steht nahe der Artberechtigung.
suanetes. Davao, Mindanao. — suanetes subsp. not. kommt von der Insel Balabac, ähnelt microsticta Btlr. von Borneo,
von der sie durch den fehlenden weisslichen Basalstrich der Vflglzelle differiert und kleiner und durchweg
melanotischer gefärbt ist als Borneo-Exemplare. Type in der Sammlung Staudinger am Museum in Berlin.
Seite 204, zu Dan. islimoides : Nachdem sich in tumanana Semp. eine choaspes- Form auf den Philip¬
pinen ergeben hat, ist es nicht zu verwundern, dass auch die celebische islimoides mit Zweigrassen dort
auftritt. Die in Frage kommenden neuen geographischen Unterarten verteilen sich nach dem Material
der SEMPER’schen und Staud inger’ sehen Sammlung, wo sie unter den mefesu-Serien verstreut sind, in
trasinanus. folgender Weise : trasinanus subsp. not. von ( leim, wo sie neben der oben beschriebenen mefesö-Rasse existiert,
ist grösser und weit heller als Celebes-Exemplare. Die Medianflecken der Vflgl sehr gross, dagegen ist die
sontinus. Gabelung der Hflglzelle rudimentär und fehlt bei einem ¥ völlig. Type Coli. Semper. — sontinus subsp. nur.
bewohnt Mindoro und ist kleiner als die vorige, mit zierlicherer Zeichnung und hellerer Unterseite. Type in
strymon. Coli. Staudinger. — strymon subsp. not. endlich ist die grösste und wie für Mindanao-Stücke üblich dunkelste
Form der Philippinen, die sich mehr der celebischen Schwesterrasse nähert. Type in Coli. Staudinger.
moaria. Seite 204, zu Dan. limniaee : moaria subsp. nov. kann die auffallend grosse Formosarasse heissen,
die sich namentlich von südindischen Exemplaren durch reduzierte Subapicalmakeln der Vflgl und die stark
norina. verdickte Gabel der Hflglzelle unterscheidet. — Als norinia subsp. not. wird die Hainanrasse eingeführt, hei
der infolge ihrer kleinen Gestalt die Reduzierung der weisslichen Makeln auf allen Flügeln noch mehr ins
Auge fällt.
oxynthas. Seite 205, zu Dan. choaspes : oxynthas subsp. not. steht der choaspes nahe, zeigt ein rein weisses
Abdomen mit sehr dünner, weisser Dorsallinie und differiert von choaspes in der Hauptsache durch einen
schmalen (kaum halb so breiten) Fleck am Apex der Vflglzelle. Sula Mangoli. Type in Coli. Staudinger.
choaspina, D. choaspina Stgr. i. 1. scheint eine Spec.ies zu sein, denn sie führt einen mehr als doppelt so breiten
Fleck der Vflgl als oxynthas und ein rein weisses Abdomen. Vorkommen neben oxynthas auf Sula Mangoli.
Type in der Sammlung Staudinger (Bert. Mus.).
caulonia. Seite 205, zu Dan. aspasia: caulonia subsp. not. Steht der thargalia Frühst, von West-Sumatra näher
als der kheili Stgr. von Nias, hat jedoch mit letzterer die Subapical strigae und den kleineren Habitus gemeinsam.
Die hyalinen Makeln der Vflgl werden etwas trüber als bei der Sumatrarasse, die Medianflecken stehen nicht
getrennt , sondern sind miteinander vereinigt. Die weisse Antemarginal- und Submarginalpunktierung der
Unterseite ist zierlicher, wie hei Sumatranischen thargalia. Pulo Teile, der Batu-Inselgruppe, nahe Südwest-
cerilla. Sumatra. Als cerilla subsp. nov. wird hier die Palawan-Form abgetrennt, die shelforcli Frühst, von Nord- Borneo
nahe kommt, sich aber durch die bedeutendere Grösse und die damit parallel gehende Progression aller
weissen Makeln der Sub- und Antemarginalregion leicht unterscheidet. Die cf cf sehen den siamesischen
aspasia - cf cf sehr ähnlich, differieren aber von diesen durch den zurückgebildeten gelblichen Anflug der
flymbra. Submedianpartie der Vflgl. Type in Coli. Fruhstorfer. Als flymbra subsp. not. wird die Inselrasse von
Domoran bezeichnet, die von cerilla abweicht durch das verdüsterte Satellitinsel-Kolorit. Das Irdgebiet der
Vflgl ist ausgedehnter und dunkler gelb bezogen und die gelben Transcellularflecken der Hflgl sind stark
reduziert. Type in Coli. Semper.
meeki. Seite 207, hinter Dan. melusine: Danaida meeki Sin. von der Fergusson- Insel soll im cf kaum von
melusine Sin. aus Neu-Guinea differieren, jedoch einen mehr verlängerten subapicalen Glasstreifen als melusine
aufweisen und von Gestalt grösser sein. Unterseite dunkler braun, die hellen Binden der Hflgl nicht so
weit wie bei melusine der Basis genähert und die subcostalen Streifen gleichfalls schlanker gestaltet. Nur 4
statt 10 — 12 Submarginalpunkte.
phormis. Seite 208, zu Dan: aglea: phormis Frühst., bisher nur von Tonkin, Anam und Siam bekannt, greift,
auch nach Hainan über, dessen Rasse deutlich geschieden ist von der grösseren maghaba Frühst, von Formosa.
Seite 209, zu Dan. luzonensis: Nach dem Material der SEMPER’schen Sammlung beurteilt, differenzieren
simonides. sich die Rassen der südlichen Philippinen doch merklich von der Namenstype aus Luzon. Als simonides subsp.
not. wird besonders die Palawan-Unterart hervorgehoben, die wesentlich heller ist und breitere transcellulare
Strigae und grössere submarginale Makeln der Vflgl aufweist. ¥ auffallend viel grösser als das cf. Typen
in Coli. Fruhstorfer.
Nachträge zu den Danaiden. Von H. Fruiistoreer.
275
Seite 210, zu Dan. banksi: mnasippus subsp. nur ., eine stark verdunkelte Form, die von funeralis Wir. mnasippus.
aus Nias leicht zu unterscheiden ist durch die völlig schwarze Zelle der Vllgl, in der nur eine ganz
dünne linienförmige hyaline Stelle offen bleibt. Nebenher sind auch alle Strigae und Submarginalllecken
stark verschmälert und reduziert, was besonders auf der Unterseite aller Flügel zum Ausdruck kommt.
ßatu-Inseln.
Seite 211, zu Dan. similis: Analog der aspasia caulonia Frühst. von den Batu-Inseln sind auch die siinilis-
Repräsentanten von der Nias-Schwesterform abweichend, um sich der sumatranischen Zweigrasse zu nähern,
ditiones subsp. nov. differiert von macrina Frühst, aus West-Sumatra durch die kleinere Gestalt und die infolge- ditioncs.
dessen auch zierlicheren Streifen und Flecken. Erst beim ? tritt der Inselmelanismus in Erscheinung durch-
Ausdehnung der dunkelbraunen Gebiete, die eine Verengung der weissen Striemen und Punkte im Gefolge haben.
Seite 213, zu Dan. juventa: hadrumeta subsp. nov., nach der SEMPER’schen Sammlung beurteilt, ist hadrumeta.
wesentlich dunkler und führt ein ausgedehnteres schwarzes Randgebiet als Luzon-Exemplare. Heimat die
Philippinen-Inseln Negros und Bohol. tipasa subsp. nov. ist die Rasse von Polillo und Leyte, eine stattliche tipasa.
Form, aber dennoch weniger deutlich mit hyalinen Makeln der Vflgl besetzt als Luzon-Stiicke. Htlgl nur
mit einer Reihe weisslicher Submarginalpunkte.
Seite 216, zu Ideopsis gaura Horsf . : Rp nach brieflichen Angaben des Herrn Dr. M. G. Piepers dunkel¬
rotbraun mit einem weissen Ring auf jedem Segmentrand. Zwei Paar Tentakeln ähnlich den Rpn der
Danaida plex ip pus- Gr upp e .
Seite 222, zu Hast, leuconoe: Nach der reichen Serie der Semper' sehen Sammlung wird eine weitere
Aufteilung der philippinischen Nectaria leuconoe empfehlenswert. Da ist zunächst zu erwähnen athesis subsp. athesis.
nov. von der dem östlichen Luzon, der Bai von Manila vorgelagerten Insel Polillo, als einer helleren Form,
mit völlig gelben Vflgln, deren Apex aber verglichen mit Luzon-Exemplaren stark verdunkelt erscheint.
Auch die Htlgl sind nur in den äusseren Partien, gegenüber leuconoe, aufgehellt, gordita subsp. nov. ist die gordita.
distinkte Rasse von Mindoro, die einen Übergang bildet zu obscura Stgr. von Mindanao. Die Exemplare
sind aber kleiner, das Gelb satter als bei athesis und ausgedehnter als hei obscura. Das schwarze Querband
der Vflgizelle doppelt so breit als bei athesis von Polillo. Die zwischen Cebu und Mindanao eingelagerte
Insel Bohol beherbergt eine Nebenform caesena subsp. nov. von rein weisser Grundfarbe, die Basis aller caesena.
Flügel nur leicht gelb angeflogen. Die Vflgizelle fast ganz schwarz, durch noch grösseren Mittelfleck von
athesis abweichend, dagegen sind die submarginalen Helmflecken der Htlgl zierlicher. Das 2 verrät bereits
Anklänge an obscura Stgr.-¥ von Mindanao durch eine dicht schwarze Besclmppung der Flügeloberfläche. -
fregela subsp. nov. ist die merkwürdig aufgehellte Zweigform der dem Nordosten von Mindanao vorgebauten f regeln.
Insel Siargao, 22 lichter als obscura -22. Auf den Vflgln fehlt das basale Gelb, und den Hflgln jedwede
schwarze Bestäubung. — Bei vicetia subsp. nov. ist die Aufhellung noch weiter vorgeschritten und der Über- vicetia.
gang zu godmani Obthr. hergestellt. Namentlich erscheinen die schwarzen Zellmakeln der Vflgl reduziert
und die Transcellularstreifen der Vflgl sind rein weiss, nur schmaler und länger als bei den übrigen
Philippinenrassen. Die submarginalen Helme der Htlgl unter sich mehr verbunden als bei der Polilloform.
Heimat die Insel Domoran östlich von Palawan. Typen der vorbeschriebenen 5 Zweigrassen in der Samm¬
lung Semper. Eine der nigriana Stn. verwandte Rasse befindet sich in der Sammlung Staudinger von der
Sulu-Insel Banguey. Sie ist wesentlich dunkler als Exemplare von Labuan in Nord-Borneo.
Seite 223, zu liest, blanchardi: munaensis Frühst, wurde im Oktober 1909 von Dr. Elbert auch auf der nmnacnsis.
grösseren, Muna gegenüberliegenden Insel Buton gefangen. Ein 2 meiner Sammlung differiert von phlegetou
Frühst. (75 c) durch fast völlig geschwärzte Vflgl, die viel grössere Zellflecke zeigen und einen etwas gleich-
massiger breiten Distalsaum der Hflgl, der verglichen mit phlegetou -2 keinerlei weisse Keilflecken umschliesst.
Auch die Unterseite ist dunkler als jene von phlegetou, ausgedehnt schwarz und seidig glänzend.
Seite 231, zu Eupl. modestci: deriopes subsp. nov. Eine ausserordentlich verdunkelte Inselrasse und deriopes.
habituell soviel grösser als Siam- und Tonkin -Exemplare der Kollektivart, dass ich noch im Zweifel bin, ob das
einzige vorliegende 2 nicht mit carnaralzanian Btlr. zu vereinigen sei. Vflgl mit 5 violetten Subapicalmakeln,
einem Gostal- und einem ebensolchen Transcellularfleck, Hflgl mit undeutlichen, braun überschatteten Sub-
marginalstrigae, die wesentlich kleiner und verloschener aussehen als bei modesta-$$ verschiedener Herkunft.
Der bei allen modesta -22 deutliche blaue Schiller der Htlgloberseite fehlt. Unterseite ähnlich den 22 von
Siam, nur mit dunkler und schöner blauen Discahnakeln der Vflgl und zurücktretenden weissen Submarginal¬
flecken der Hflgl. Insel Hainan, anscheinend selten, da sie von Moore, Holland und Crowlet, die alle
über Hainanfalter schrieben, nicht registriert wird.
Seite 227, zu Eupl. climena: E. moasana subsp. nov. differiert von Valeriana Frühst, durch schmäleren moasana.
gelblichen Apicalfleck der Vflgl und eine reduzierte weissliehe Binde der Hflgl. Insel Moa oder Moas (östlich
von Timor und Wetter).
Seite 229, zu Enpl. crameri: jedja subsp. nov. Der pryeri Moore verwandt, auch an singaradha Frühst, jedja.
von Bali erinnernd, mit auffallend grossen Doppelreihen von weissen Submarginalmakeln der Vflgl; zunächst
pryeri eine der am reichsten weiss dotierten Formen der Kollektivspecies. Banguey, Type in Kolk Staudinger.
ebenso wie die vorige, am Berliner Museum.
roduna.
barea.
murena.
matilica.
lilybaea.
hadnunaia.
prunosa.
tersatica.
lucania.
jadiva.
bevagna.
nicaias.
276 Nachträge zu den Danaiden. Von H. Fruhstoreer.
Seite 231, malayica: roduna subsp. nov. bewohnt das Inselchen Banguey der Sulu-Gruppe nördlich
von Borneo und ist habituell kleiner, dunkler braun und feinpunktiger als scudderi Btlr. von Borneo.
Seite 233, zu Eupl. alecto : barea subsp. nov. vertritt die Art im holländischen Neu-Guinea, aus Ati-Ati-
Onin in der Sammlung Staudinger ; kleiner als nox Btlr. von Aru , mit stark reduzierten weissen Flecken¬
reihen der Oberseite und besonders kleineren Discal- und Submarginalpunkten der Unterseite aller Flügel.
Seite 235, zu Eupl. funerea Btlr.: murena subsp. nov. Erheblich kleiner als funerea Btlr., von der
sie eine verdunkelte Satellit-Inselrasse vorstellt, mit stark verdüsterter gelblicher Submarginalbinde der Vflgl
und fast ausfallenden Submarginalmakeln der Hflgl. Yule-Insel.
Seite 235, zu Eupl. helcita: Durch die Freundlichkeit der Direktion des Senkenberg sehen Museums in
Frankfurt a. M. wurden mir zwei weitere scharf geschiedene Inselrassen zugänglich und befinden sich von jeder
der beiden beschriebenen Formen noch mehrere Exemplare am genannten Museum, matilica subsp. nov.
übertrifft noch eschholtzi Fldr. von den Fidji-Inseln durch die bedeutend verbreiterten weissen Flecken der
Vflgl und die grösseren und kompletteren Serien von Subapical- und Anteterminalmakeln und Punkten. Die
Hflgl führen eine Reihe von sehr langen, paarweise stehenden, proximal spitzen Strigae an den Medianadern
und eine komplette Reihe stattlicher Admarginalpunkte. Die bei eschholtzi und aglaina unterseits prominenten
weisslich violetten Discalpunkte fehlen bei dieser und der nachfolgenden Rasse partiell. Tahiti-Paputi , im
September. — lilybaea subsp. nov. leitet von eschholtzi zu aglaina Frühst, über, die transcellularen weissen
Felder der Vflgl sind mehr gleichartig, fast quadratisch, das vordere kürzer als bei matilica , die Subapical-
lleckung wie bei eschholtzi und die Hflgl wie bei perryi Btlr. mit oben kompletten Doppelreihen von kleinen
Submarginalpunkten. Färbung aller Flecken gelblich, nicht blendend weiss wie bei matilica. Von Tanna,
der Neu-Hebriden.
Seite 236, zu Eupl. amymone Godt. : hadrumaia subsp. nov. Eine auf den Htlgln verdunkelte, auf den
Vtlgln aber reicher weiss dotierte Schwesterrasse von der Insel Hainau, wo sie nicht selten ist. Die Form
ist besonders charakterisiert durch sehr grosse, rein weisse Submarginalpunkte der Vflgloberseite der ??
und zurückgebildete Submarginalstrigae auf beiden Seiten der Hflgl.
Seite 236: als prunosa Moore , die ich der Diagnose Moore’s zufolge für eine Lokalform der godarti
Luc. hielt, ist nach Exemplaren der Sammlung Staudinger beurteilt eine vikarierende Species oder hoch-
entwickelte Regenzeitform der amymone. Es scheint , dass Staudinger den Namen prunosa von Oeberthür
empfangen hat, der seinerseits im Besitze der MoORE’schen Type ist. prunosa Stgr. deckt sich zwar keines¬
wegs mit der Beschreibung von prunosa Moore , aber da es ohnedies wahrscheinlich ist, dass auch prunosa
als Synonym von amymone Godt., kinbergi Wallgr., loryuini Fldr., felderi Btlr. fallen wird, andererseits aber
diese vier Namen sich wahrscheinlich auf zwei Species verteilen lassen, wird hier der Name prunosa im
Sinne Staudinger’s so lange aufrecht erhalten, bis ich Gelegenheit habe, in England die Typen der einzelnen
Formen festzulegen. Zudem ist die Sammlung Staudinger jedermann zugänglich, so dass leicht Vergleiche
angestellt werden können, prunosa differiert von amymone Godt. und ebenso bezeichneten Exemplaren der
Sammlung Staudinger durch bedeutendere Grösse , längeren Sexualstreifen der Vflgl und das Fehlen der
weissen Ant et erminalp unkte der Htlglunterseite. Hongkong und Süd-China. — Als tersatica subsp. nov. möchte
ich die Vikariante von Hainan bezeichnen, gleichviel an welchen Namenstypus sie seinerzeit angegliedert
werden muss. Sie differiert von der neben und mit ihr fliegenden hadrumaia, deren nördlichere Namens¬
type auch noch nicht feststeht , analog der Hongkongform durch bedeutenderes Ausmass aller Flügel und
verglichen mit prunosa von Hongkong sowie hadrumaia von Hainan durch das Zurüchweichen der Weiss¬
punktierung der Oberseite. Namentlich die’Htlgl führen oberseits keinerlei weisse Punktierung und die Sub-
apicalmakeln der Vflgloberseite der ?? sind nicht rein weiss, sondern blau oder violett überhaucht. Insel
Hainan, nicht selten.
Seite 237, zu Eupl. alcathoe: lucania subsp. nov., eine nahe Verwandte von simplex Frühst, aus Nias und
von dieser die Transition herstellend zu der westsumatranischen vonara Frühst. Das cf ähnlich simplex, aber
dennoch mit etwas prägnanteren grau weissen Striemen der Hflgloberseite. Das ? kleiner als vonara -?, mit
schmäleren und leichthin graubraun überschuppten Intranervalstreifen der Hflgl. Pulo Tello der Batu -Insel¬
gruppe der westsumatranischen Küste.
Seite 239, zu Eupl. sivainsoni: jadiva subsp. nov. ist eine m ela notische Satellit- Inselrasse, der butra Stgr.
nahekommend, aber mit zurückgebildeten weissen Makeln. Balabac. Von donovani Fldr. besitzt das Berliner
Museum (Kolk Staudinger) ein cf aus der Minahassa, durch Dr. Platen gesammelt; der Fundort Celebes
wird dadurch bestätigt. — bevagna subsp. nov. ist der donovani nahe verwandt , führt aber einen breiteren
Sexualstreifen der Vflgl , die weissen Makeln der Vflgl sind stattlicher und führen eine lebhafter glänzende
und ausgedehntere blaue Peripherie. Insel Sangir.
Seite 240, zu Eupl. cliana: nicaias subsp. nov., nach den in Kollektion Staudinger, befindlichen ??
beurteilt, sehr nahe tombugensis Frühst, aus Ost-Celebes, aber von fahler, brauner Grundfarbe und mit zurück-
gebildeten weissen Flecken aller Flügel. Insel Bangkai.
Seite 247, zu Eupl. dufresne : Von dieser Art existieren auf den Philippinen zwei sehr interessante Formen,
die in der Sammlung Staudinger durch ausreichende natürliche Dokumente vertreten sind. Auf fast allen
Nachträge zu den Danaiden. Von II. Fruiistureer.
277
Philippinen kommt nur eine Stictoploea vor, und zwar in Exemplaren, die der abgebildeten laetificu (82 aj
gleichen. Auf Mindoro und Mindanao tritt daneben noch eine zweite Stictoploea in Erscheinung, deren Enter¬
schiede auch Staudinger und Semper erkannten und die mit dem Namen tyrianthina belegt wurde. Dieser
sogenannten tyrianthina fehlt der weisse Subapicalfleck der Vtlgl und sie ist auch kleiner als dufresne. Von
tt/rianthina sind diese Exemplare aber erheblich verschieden, schon durch den lebhafter blau schimmernden
Anflug der Flügeloberfläche. Es ist fast sicher, dass dieser bisher irrtümlich bezeichneten Form Artrechte
zukommen , und ich möchte dafür den Namen praeelymnias spec. nov. vorschlagen, — weil sich nämlich pra eelym nias.
auf Mindanao eine Elymnias- Species in derselben Variationsrichtung bewegt, und zwar Elymnim beza Ihn.
Von dieser kann die allgemein bekannte Hauptform als ein Analogon der Euploea praeelymnias gelten, während
eine seltenere Nebenform sich durch grosse weisse Apicalflecke der Vtlgl an dufresne anschliesst. Beide
fliegen auf Davao, Ost-Mindanao, nebeneinander, wo sie Dr. Platen auffand.
Seite 248, zu Eupl. gloriosa : Als agapa subsp. nov. wird die Rasse der Insel Bangkai eingeführt, die agapa.
habituell an Grösse hinter der nordcelebischen Namenstype zurückbleibt und durch kleinere Makeln der
Flügeloberseite leicht kenntlich ist.
Seite 252, Euploea mazares Moore: Rp von Dr. Piepers auf Java entdeckt, mit 3 Paar Tentakeln und
von dunkelvioletter Grundfärbung und gelben Abdominalstreifen.
Seite 253, Euploea mazares: cabeira subsp. nov., eine Ortsform des südöstlichen Borneo und von cabeira.
ciristotelis Moore aus dem Norden der Insel durch dunkleres und glänzenderes Blau leicht zu unterscheiden.
Durch grössere weisse Subapicalmakeln der Vflgloberseite und durch eine markante Doppelreihe weisser
Submarginalpunkte der Hflglunterseite steht cabeira zudem der mazares Moore von Java näher als aristotelis
(Type Sammlung Staudinger). — gamala subsp. nov. nähert sich der palawana Frühst., ist aber habituell gamala.
kleiner als diese, dunkler blau und mit noch mehr reduzierten Subapicalpunkten besetzt, die beim ? fast
völlig verschwinden. Von Paragua nahe Palawan. Type in der Sammlung Semper.
Seite 255, zu Eupl. hopfferi : cluilia subsp. nov. bildet einen Übergang von liop ff er i Eldr. zu helia Frühst, von cluilia.
Banda, ist von dunkelbrauner Grundfarbe und führt einen viel schmäleren weisslichen Distalsaum aller Flügel.
Die Apicalbedeckung ist ausgedehnter braun und schneidet tiefer in die Submarginalbinde als bei hopfferi
ein, so dass diese Binde distal . tiefer ausgebuchtet erscheint. Insel Tjandoe der Ivey-Gruppe.
Seite 262, zu Eupl. neyleyana: Diese Rasse der Insel Hainau ist mir jetzt in Anzahl zugegangen und
veranlasst mich deren Variabilität, den Glauben an die Artselbständigkeit von klugi Moore (S. 270) aufzugeben
und diese so wohlbekannte Assam -Euploea einfach als geographische Abzweigung an leucostictos Gute/, an¬
zugliedern. coelestis Frühst. (83 b), besprochen auf S. 262, vermittelt deutlich den Übergang von leucogonys
zu insularen neyleyana einerseits und zur kontinentalen klugi andererseits. Unter den klugi meiner Sammlung
befinden sich mehrere Exemplare, die kaum von leucogonys getrennt werden können. Auch auf Hainau
treten cfcf auf, denen die von Holland hervorgehobenen keilförmigen weiss eingesprengten Discal- und zart¬
blauen Transcellularflecken fehlen, (leucostictina form. nor.), und in Assam finden sich ebensolche Exemplare, leucostictina.
die auch durch das Fehlen des blauen oder violetten Sexualfleckes zwischen der hinteren Mediana und der
Submediana der Vtlgl charakterisiert sind. Aber weder Moore noch Butler haben derlei Stücke erwähnt
oder beschrieben und sonderbarerweise auch nicht abgebildet. Von den unter klugi eingereihten Abänderungen
ist crassa Btlr. , S. 271. auszuscheiden und zur distinkten Species zu erheben. Zu ihr gehören ausser sher-
willi, macclelandi und uniformis Moore sämtliche hinter kollari aufgeführten Formen.
Seite 263, zu Eupl. leucostictos: marea subsp. nur. bildet den Übergang von juno Mich, aus Nias zu phane marea.
Doli, von Engano. Das cf differiert von phane tatsächlich nur durch den stark eingeschränkten Blauschiller der
Hflgl, der kaum über die Zelle der Hflgl hinausgeht. Das ? nähert sich juno-$,. von dem es eine leicht ver¬
dunkelte Variante vorstellt, mit zurückgebildeten weissen Kernen der Subapicalflecke der Vtlgl. Batu-Inseln.
Seite 264, zu Eupl. viola: Die Beschreibung von leochares ist nach einem von Kühn auf Saleyer
gesammelten Pärchen zu ergänzen: Kleiner und dunkler als celebische viola, die Transcellular- und Subapical-
flecken relativ klein , vorherrschend weiss mit blauer Peripherie. Unterseite der siidcelebischen westwoodi
nahestehend, aber kleinfleckiger.
Seite 268, zu Eupl. aegyptus: bazares subsp. nov., eine interessante Rasse, der atossa Pagenst. ungemein bazares.
ähnlich; Hflgl oberseits mit nur angedeuteten, wie von der Unterseite durchschimmernden aber sehr grossen
graubraun überpuderten Wischflecken. Unterseite der Hflgl mit nur einer Reihe von Submarginalmakeln
und zwei subapicalen weisslichen Punktflecken. Mindanao, von Dr. Platen entdeckt.
Seite 269, zu Eupl. atossa: giva form. nor. nach einem cf in Koll. Staudinger, das an tricolora Frühst, giva.
von Bawean erinnert, mit drei stattlichen blauvioletten Transcellularmakeln und ungewöhnlich grossen,
keilförmigen Subapicalmakeln der Vtlgl. Sumbawa.
Seite 269, zu Eupl. midamus: aegumurus subsp. nov. schliesst sich der sinica Moore an. von der aegu- aegunuirus.
murus differiert durch die geringere Grösse. Von midamus L. aus Hongkong ist die neue Inselrasse gleichfalls
durch geringeres Ausmass aller Flügel differenziert und dann noch durch die stets gleichbleibenden Reihen
278
Urbeschreibungs-Nachweis der indo-australischen Danaiden.
thrasetes.
sardes.
faesula.
von rein weissen, kaum hallj so breiten submarginalen Intramediantleckchen der Hflgl. Auch die weissen
und blauen Flecken der Vflgloberseite erscheinen reduziert. Insel Hainan.
Seite 271, zu Eupl. crassu Btlr.: Durch die Ausscheidung von klugi und deren Angliederung an leuco-
stictos Gmel. und die Absonderung von crcissa als eigener Species unterliegen einige Formen der Umwertung.
So ist kollari Fldr. eine hervorragend distinkte geographische Rasse von Süd-Indien, die bis in die äusseren
und niederen Täler von Sikkim verbreitet ist. sinhala Moore, die wohldifferenzierte Abzweigung der Insel
Ceylon, und ich vermute, dass Bingham eine erffssa-Form meint, wenn er von einer klugi der Nicobaren in
der »Fauna of India« spricht, macclelandi Moore wäre dann der älteste Name für die Assam-Unterart, die
bereits als Aberration in Sikkim vereinzelt auftritt, und sherwilli Moore gehört auch nicht mehr als Form zu
klugi, sondern ist als Aberration der crassa aufzufassen mit zusammengeflossenen Apical- und Subapical-
makeln der Vflgl. uuiformis Moore ist als eine Abweichung der crassa anzusehen, mit wesentlich kleineren
Submarginal- und Antemarginalmakeln als kollari und von macclelandi differenziert durch fehlende Median¬
flecken der Vflgl und demnach aus der klugi-F ormenreihe zu entfernen. Die übrigen auf S. 271 hinter
kollari aufgezählten Formen bleiben unverändert.
Seite 272, zu Eupl. eupator: thrasetes subsp. nov. bewohnt Saleyer und ist kleiner als Süd-Celebes-Exem-
plare, mit zarteren weissen Strigae der Hflgl. Type in Kollektion Staudinger, von H. Kühn entdeckt. — sardes
subsp. nov. Grösser, dunkler blau als Celebes - cf cf, mit einer zweiten Reihe weisser Subapicalstrigae der
Vflgl. Cellular- und Transcellularmakeln isolierter stehend, weil kleiner als bei eupator Hew. von Nord-C-elebes.
Seite 279: Eupl. barsine Frühst, ist zweimal vergeben, dafür hat Seite 233 der Name faesula zu treten.
Seite 279: Eupl. distiucta Stgr., durch Butler präokkupiert, in distinctissima noin. nov. zu ändern.
Alphabetisches Verzeichnis
zum Nachweis der Urbeschreibungen der unter den indo-australischen Danaiden aufgeführten Formen.
* bedeutet, dass die Form an der zitierten Stelle auch abgebildet ist.
abigar Dan. Esdisch. Kotzeb. Reise 3, p. 209. *
abjecta Eupl. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1866, p. 299.
abrupta Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 269.
adorabilis Eupl. Frühst. Insekten-Börse 1904, p. 309.
adustata Dan. Frühst. Soc. Entomolog. 22, p. 105.
adustus Dan. Godm.-Salv. Proc. Zool. Soc. Lond. 1882, p. 755.
adyte Eupl. Bsd. Bull. Entom. Soc. Fr. 1859, p. 156.
aebutia Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 267.
aegumurus Eupl. Frühst. Seitz, Gros -Schmett. 9, p. 278.
aegyptus Dan. Schreb. Nov. Spec. Ins., p. 9. *
aegyptus Eupl. Btlr. Proc Zool. Soc. Lond. 1866, p. 277.
aelia Eupl. Frühst. Bert Entom. Zeitschr. 1903, p. 92.
aenea Eupl. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (5) 10, p. 38.
aerithus Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 271.
aesatia Eupl. Frnhst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 237. *
aethiopina Eupl. Sm. Novität. Zoolog. I, p. 347.
aethiops Eupl. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1866, p. 285.
aequicincta Teil. Salv. u. Godm. Proc. Zool. Soc. Lond. 1877, p. 142.
affinis Dan. F. Syst. Ent., p. 511.
affinoides Dan. Frühst. Berl. Entom. Zeitschr. 1899, p. 70.
aga Eupl. Frühst. Berl. Entom. Zeitschr. 1900, p. 8.
agamarschana Hest. Fldr. Novara Lep. 2, p. 351. *
aganor Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 262.
agapa Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 277.
agema Eupl. Frnhst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 248.
aglaina Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 235. *
aglea Dan. Ci. Pap. Exot. 4. *
aisa Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 264.
albata Dan. Zink. Nov. Act. Ac. Nat. Cur. 15, p. 181. *
albifrons Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 243. *
albodiscalis Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 266.
albolimbata Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 263.
alcathoe Eupl. Godt. Enc. Meth. 9, p. 178.
alceste Hest. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 220.
alcidice Eupl. Godt. Enc. Meth. 9, p. 180.
alcine Hest. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 220. *
alcippoides Dan. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1885, p. 238. *
alecto Eupl. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1866, p. 275.
althaea Eupl. Setup. Verh. Nat. Ver. Hamburg 3, p. 106.
amarynceus Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 248.
amantia Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 257.
amethysta Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 242. *
amida Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 257.
amycus Eupl. Misk. Proc. Luin. Soc. N. S. Wal. (2) 4, p. 1044.
amytnone Eupl. Godt. Enc. Meth. 9, p. 179.
anaitis Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 257.
anapina Ich Semp. Reise Philipp. Lep., p. 320.
anapis Id. Fldr. Wien. Ent. Mon. 5, p. 300.
ancile Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 241. *
andamanensis Eupl. Atkins. Proc. Zool. Soc. Lond. 1873. p. 736. *
angustata Dan. Mooie. Proc. Zool. Soc. Lond. 1883, p. 232.
anitra Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 262.
anthracina Eupl. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1866, p. 280. *
antipatrus Teil. Frühst. Se'itz, Gross-Schmett. 9, p. 272.
agicalis Eupl. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1883, p. 308.
arachosia Id. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 217.
arasa Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 237.
arbela Hest. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 221.
archippus Dan. F. Ent. Syst. III. 1, p. 49.
ardana Id. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 216.
ares Eupl. Frühst. Entom. Meddel. 1904, p. 303.
arfakensis Id. Frühst. Stett. Zg. 59, p. 257.
arida Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 238.
arikata Dan. Frnhst. Seitz, Gross-Schmett. 9. p. 203.
aristotelis Eupl. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1883, p 292.
arona Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 262.
arrakana Hest. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 219.
artenice Dan. Cr. Pap. Exot. IV, p. 168. *
aruna Hest. Frühst. Iris 1904, p. 133.
asela Eupl. Moore, Ann. Mag. Nat. Hist. (4) 20, p. 45
aspasia Dan. F. Mant. Ins. II, p. 15.
assarica Teil. Cr. Pap. Exot. 4, Taf. 363. *
assimilata Eupl. Fldr. Novara Lep. 2, p. 321. *
astakus Dan. Frnhst. Iris 1906, p. 169.
astraea Eupl. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1883, p. 284.
astrifera Eupl. Frnhst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 266. *
asyllus Eupl. Godm. u. Salv. Ann. Mag. Nat. Hist. (6) 7, p. 92.
athesis liest. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 275.
atomaria Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 266.
atossa Eupl. Pag. Jahrb. Nass. Ver. Nat. 49, p. 132.
augusta Eupl. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1883, p. 306.
aventina Dan. Cr. Pap. Exot. 1. *
aviena Eupl. Frnhst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 266.
aza Hest. Bsd. Voy. Astrolabe Lep., p. 106.
azagra Eupl. Frnhst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 247.
bandaensis Eupl. Frnhst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 267. *
bandana Eupl. Frühst. Soc. Entomol. 19, p. 36.
Urbeschreibungs-Nachweis der indo-australischen Danaiden.
27b
banksi Dan. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1883, p. 251.
bangkaiensis Eupl. Frühst Stett. Zg. 60, p. 352.
barea Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 276.
barsine Eupl. Frühst, perl. Ent. Zschr. 1904, p. 176.
barsine Eupl. Frühst. Entoin. Meddel. 1904, p. 301.
basilissa Eupl. Cr. Pap. Exot. 3, Taf. 266. *
bataviana Dan. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1883. p. 238.
batesi Eupl. Fldr. Novara II Lep., p. 331.
batuna Id. Frühst. Entoin. Zeitschr. Guben 1906, p. 98.
batunensis Eupl. Frühst. Berl. Ent. Zeitschr. 1904, p. 177.
baudiniana Eupl. Godt. Enc. Bleth. 9, p. 181.
bauermanni Eupl. Röb. Iris I, p. 21.
baweana Eupl. Frühst. Soc. Entomol. 20, p. 3.
baweanica Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 247.
bazares Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 277.
bazilana Eupl. Frühst. Berl. Entom. Zeitschr. 190i), p. 2.
belia Hest. Westw. Cabin. Orient Entom., Taf. 37. *
belina Hest. Frühst. Berl. Entom. Zeitschr. 1897, p. 312.
belinda Eupl. Btlr. Journ. Linn. Soc. Lond. 14, p. 299.
bentenga Dan. Mart. Iris 1910, p. 22.
bernsteini Eupl. Fldr. Novara Lep. II, p. 319.
besinensis Eupl. Frühst. Berl. Entom. Zeitschr. 1899, p. 156.
bevagna Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 276.
biformis Eupl. Btlr. Ann. Mag Nat. Hist. (5) 10, p. 37.
binotata Eupl. Btlr. Journ. Linn. Soc. Lond. 14, p. 302.
bioculata Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 263.
biplagiata Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 260.
bipunctata Eupl. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1883, p. 283.
biseriata Dan. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (5) 10, p. 37.
bismarckiana Eupl. Frühst. Berl. Entom. Zeitschr. 1900, p. 7.
blanchardi Hest. Mardi. Rev. Zool. 1845, p. 168.
bonguensis Dan. Fruhit. Berl. Entom. Zeitschr. 1899, p. 68.
borneensis Dan. Stgr. Exot. Schmett., p. 49. *
bowringii Dan. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1883, p. 239.
bracara Id. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 217.
brahma Eupl. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1883. p. 314.
brandti Eupl. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1883, p. 304.
bremeri Eupl. Fldr. Wien. Ent. Mon. 4, p. 398.
brenchleyi Eupl. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (4) 5, p. 357.
brookii Eupl. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1883, p. 268.
browni Eupl. Salv. u. Godm. Proc. Zool. Soc. 1877, p. 142. *
bruno Eupl. Sm. Novität. Zoolog. I, p. 342.
burmeisteri Eupl. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1883, p. 309.
buruensis Dan. Holl. Nov. Zool. 7. p. 56.
butleri Eupl. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1883, p. 290.
butra Eupl. Stgr. Iris 1889, p. 29.
buxtoni Eupl. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1883, p. 265.
cabeira Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 277.
cadelli Hest. Wood-M. Journ. Asiat. Soc. Beng. 49 (2), p. 225. *
caesena Dan. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 275.
callithoe Eupl. Bsd. Voy. Astrolabe Lep., p. 93.
camaralzaman Eupl. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1866, p. 271. *
carpenteri Eupl. Moore, Lep. Ind. 1, p. 131. *
cassia Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 247.
catana Eupl. Frühst. Entom. Meddel 1904, p. 303.
catilina Eupl. Frühst. Soc. Entomol. 1904, p. 61.
caulonia Dan. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 274.
celebensis Dan. Stgr. Iris 5, p. 431. *
celebica Eupl. Frühst. Berlin. Entom. Zeitschr. 43, p. 190.
cerberus Eupl. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (5) 10, p. 40.
cerilla Dan. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 274.
chersonesia Hest. Frühst. Berlin. Entom. Zeitschr. 42, p. 320.
childreni Eupl. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1883, p. 272.
chionippe Dan. Hbn. Sammlg. Exot. Schmett. *
chloe Eupl. Guer. Deless. Souv. Ind. II, p. 71.
chloris Id. Fldr. Wien. Ent. Mon. 4, p. 231.
choaspes Dan. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1866, p. 52.
choaspina Dan. Frühst. Seitz, Gross-Schmett 9, p. 274.
chrysea Dan. Doli. Journ. Asiat. Soc. Beng. 60 (2), p. 23. *
chrysippus Dan. L. Mus. Ulric., p. 263.
circuita Eupl. Swinh. Ann. Blag. Nat. Hist. 1903, p. 499.
citrina Dan. Fldr. Novara Lep. II, p. 350. *
Clara Hest. Btlr. Trans. Ent. Soc. Lond. (3) 5, p. 469.
claribella Dan. Btlr. Ann. Blag. Nat. Hist. (5) 10, p. 36.
clarippus Dan. Weym. Entomol. Nachr. 10, p. 257.
claudina Eupl. Stgr. Iris 1889, p. 28.
cledonia Eupl. Frühst. Soc. Entom. 1904, p. 68.
cleona Dan. Cr. Pap. Exot. 4. *
climena Eupl. Cr. Pap. Exot. IV, Taf. 389. *
clinias Dan. Gr.-Sm. u. Ky. Rhopal. exot. *
clorinde Eupl. Stgr. Iris 1889, p. 33.
cluilia Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 277.
coelestis Eupl. Frühst. Iris 1901, p. 335.
coerulescens Eupl. Page/ist. Jahrb. Nass. Ver. Nat. 17. p. 73.
coffea Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 234.
cometto Dan. Godm.-Salv. Ann. Blag. Nat. Hist. (6) 1, p. 90.
compta Eupl. Röb. Tijdschr. voor Entom. 34, p. 300. *
confusa Eupl. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1866, p. 283. *
conjuncta Dan. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1883, p. 231
conspicua Dan. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1866, p. 49. *
convallaria Eupl. Thietne, Berlin. Entom. Zeitschr. 49, p. 163.
coracina Eupl. Hpffr. Stett. Zg. 1874, p. 30.
core Eupl Cr. Pap. Exot. 3, Taf. 266. *
coreta Eupl. Godt. Enc. Meth. 9, p. 178.
coriacea Dan. Frühst. Iris 1906, p. 155.
corinna Eupl. Mc Leay, Kings Austr. 2, p. 4Ö2.
cornificia Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 269.
corus Eupl. F. Entom. Syst. III. 1, p. 4L
corvina Eupl. Frühst. Berlin. Entom. Zeitschr. 43. p. 186.
costalis Id. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1883, p. 221.
crameri Eupl. Luc. Rev. Zool. 1853, p. 318.
crassa Eupl. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1866, p. 278.
crassimaculata Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9. p. 249.
cratippus Dan. Fldr. SB. Acad. Wissensch. Blath. Nat. CI. 40.
p. 449.
cratis Eupl. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1866, p. 297. *
crithon Eupl. Misk. Proc. Linn. Soc N. S. Wal. (2) 4, p. 1042.
crowleyi Dan. Jen.-Weyr, Entomologist 1894, p 109. *
crowleyi Eupl. Moore, Lepid. Indic. 1, p. 138. *
cumaxa Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 245.
cuneifera Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 269.
curtisi Dan. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1883, p. 225.
cyllene Eupl. Stgr. Iris 1889, p. 31.
daatensis Eupl. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1883, p. 268.
dameli Eupl. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1883, p. 316.
daos Id. Bsd. Spec. Gen. I. T. 11. *
darchia Eupl. Mc Leay, King’s Austral. 2, p. W±. / <b.
dealbata Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 239.
debarbata Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 263.
decentralis Dan. Frühst. Berlin. Entom. Zeitschr. 1899, p. 69.
decia Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p 267.
decipiens Dan. Btlr. Ann. Blag. Nat. Hist. (5) 10, p. 37.
decipiens Eupl. Btlr. Ann. Blag. Nat. Hist. (5) 10, p. 4L
decolorata Dan. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9. p. 207. *
decorata Eupl. Frühst. Seitz. Gross-Schmett. 9, p. 246.
defigurata Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 236.
defigurata Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 247.
defiguratus Eupl. Frühst. Entom. Zeitschr. Gub. 1908. p. 238.
dehaani Eupl. Luc. Rev. Zool. 1853, p. 313.
deheeri Eupl. Doh. Journ. Asiat. Soc. Beng. 60 (2), p. 163.
deione Eupl. Westw. Cabin. Orient. Entom. *
dejeani Eupl. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1883, p. 314.
delicia Eupl. Frühst Seitz, Gross-Schmest. 9, p. 243. *
demaculata Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 239.
denticulata Eupl. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1883, p. 283.
depuiseti Eupl. Oberth. Trans. Ent. Soc. Lond. 1879. p. 230. *
depunctata Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 246.
deriopes Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 275.
despoliata Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 271.
diabolica Hest. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 219.
diana Eupl. Btlr. Proc. Zool. Zoc. Lond. 1866, p. 297. *
diana Hest. Frühst. Ent. Zeitschr. Gub. 1906, p. 98.
diadema Eupl. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1883, p. 263.
diocletianus Eupl. F. Ent. Syst. 3, 1. p. 40.
discalis Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schm. 9, p. 246.
distanti Eupl. Moore, Ann. Blag. Nat. Hist (5) 10, p. 453.
distincta Eupl. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1874, p. 278.
distincta Eupl. Stgr. Iris 1889, p. 30.
distrata Dan. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 206. *
ditiones Dan. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 275.
djampeana Hest. Frühst. Stett. Zg. 60, p. 160.
dodingensis Eupl. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1883, p. 274.
dohertyi Eupl. Holl. Novität. Zoolog. 7, p. 57.
doleschalli Eupl. Fldr. Wien Ent. Blon. 3, p. 267. *
dominans Eupl. Frühst. Seitz. Gross-Schmett. 9, p. 236.
domitia Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 241. *
donata Eupl. Frühst Seitz. Gross-Schmett. 9, p. 250. *
dongo Eupl. Doh. Journ. Asiat. Soc. Beng. 60 (2), p. 160.
donia Dan. Frühst. Berlin. Entom. Zeitschr. 1897, p. 120.
donovani Eupl. Fldr. Novara Lep. 2, p. 343.
donovani Hest. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1883, p. 218.
doretta Eupl. Pagenst. Jahrb. Nass. Ver. Nat. 47, p. 72.
dorippus Dan. Klug. Symb. Phys., Taf. 48. *
doryca Eupl. Btlr. Journ. Linn. Soc. Lond. 14, p. 296.
dotata Eupl. Frühst. Berlin. Ent. Zeitschr. 1900, p. 3.
doubledayi Eupl. Fldr. Novara Lep. 2, p. 337.
Urbeschreibungs-Nachweis der indo-australischen Danaiden.
280
dravidarum Dan. Frühst. Berlin. Eni. Zeitschr. 1899, p. 113.
dromius Eupl. Gr.-Srn. Novität. Zoolog'. 2, p. 78.
drucei Eupl. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1883, p. 290.
druryi Hest. Moore. Proc. Zool. Soc. Lond. 1883, p. 219.
dudgeoni Eupl. Sm. Novität. Zoolog. I, p. 344.
dürrsteini Eupl. Stgr. Iris 1895, p. 113.
dufresne Eupl. God. Enc. JVIeth. 9. Suppl., p. 815.
duilia Eupl. Frühst. Soc. Entom. 1904, p. 68.
duponcheli Eupl. Bsd. Voy. Astrolabe Lep., p. 97.
d’urvillei Hest. Bsd. Voy. Astrolabe Lep., p. 107. *
ebenina Eupl. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1866, p. 301.
eboraci Eupl. Gr.-Stn. Ann. Mag. Nat. Hist. (6) 13, p. 498.
ecbatana Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 254. *
edmondi Dan. Bong. Voy. Thet., Tat. 44. *
egregia Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 248.
eichhorni Eupl. Stgr. Exot. Schmett., p. 52. *
electra Hest. Setup. Verh. Nat. Ver. Hamburg 3, p. 106.
eleusina Eupl. Cr. Pap. Exot. III, Tat. 226. *
eleusinida Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 247.
eleutheria Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 241 *
eleutho Eupl. Quoy. Freyc. Voy., Tat. 83. *
ellida Dan. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 214.
elwesi Eupl. Doh. Journ. Asiat. Soc. Beng. 60 (2), p. 161. *
elwesiana Eupl. Nicev. Journ. Asiat. Soc. Beng. 66, p. 543. *
emona Dan. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9. p. 274.
enganensis Eupl. Doh. Journ. Asiat. Soc. Beng. 60 (2), p. 20.
enganoensis Hest. Doh. Journ. Asiat. Soc. Beng. 60 (2), p 19.
enna Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 243.
epiphania Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 238.
erana Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 245.
eretria Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 265.
erima Eupl. Frühst. Berlin. Entom. Zeitschr. 44, p. 284.
erimas Eupl. Godtn. u. Salv. Proc. Zool. Soc. Lond. 1878, p. 733.
erycina Dan. Frühst. Berl. Entom. Zeitschr. 1899, p. 78.
erynia Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 261.
eryx Dan. F. Ent. Syst. Suppl., p. 423.
esanga Hest. Frühst. Berlin. Entom. Zeitschr. 42, p. 316.
eschholtzi Eupl. Fldr. Novara Lep. 2, p. 345.
ethologa Dan. Swinh. Ann. Mag. Nat. Hist. 1899, 3, p. 102.
eucala Eupl. Stgr. Iris 8, p. 373. *
eucleona Dan. Frühst. Jns.-Börse 1903, p. 349.
euclus Eupl. Misk. Proc. Linn. Soc. N. S. Wal. (2) 4, p. 1045.
eucompta Eupl. Frühst. Berl. Ent. Zeitschr. 1904, p. 179. *
euctemon Eupl. Hew. Exot. Butt. 3, Eupl. *
eudora Id. Gray. Lep. Ins. Nepal , p. 10. *
eugenia Dan. Frühst. Iris 19, p. 161.
eugenia Eifpl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 267. /
eunus Eupl. Nicev. Journ. Asiat. Soc. Bomb. 1825, p. 374. , ■
eupator Eupl. Flew. Exot. Butt. 2, Eupl. 1. *
eurianassa Eupl. Ftew. Exot. Butt. 2, Eupl. 1. *
eurydice Dan. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (5) 13, p. 58.
eurykleia Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 261.
eurypon Eupl. Hew. Exot. Butt. II, Euploea. *
euthoe Eupl. Fldr. Novara Lep. II, p. 316.
exprompta Dan. Btlr. Ent. Month. Mag. 9, p. 164.
fabricia Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 241. *
fabricii Eupl. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1883, p. 315.
faisina Eupl. Ribbe, Iris 1898, p. 96.
fallax Teil Stgr. Exot. Tagt., p. 54.
faunia Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9. p. 232.
favorinus Hest. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 220.
felicia Dan. Frühst. Iris 19, p. 161.
fergussonia Dan. Frühst. Iris 1906, p. 153.
ferruginea Dan. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (4) 18, p. 240.
flymbra Dan. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 274.
forsteri Eupl. Fldr. Novara Lep. 2, p. 322.
fraudulenta Eupl. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (5) 10, p. 41.
frauenfeldi Eupl. Fldr. Verh. Zool. -bot. Ges. Wien 12, p. 479.
fregela Eupl. Frühst, Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 275.
frigida Eupl. Btlr. Journ. Linn. Soc. Lond. 14, p. 293.
fruhstorferi Eupl. Röb. Entomol. Nachr. 23, p. 100.
fulgurata Dan. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1866, p. 48. *
fuliginosus Dan. Hag. Iris 7, p. 40.
fulvus Dan Ribbe. Iris 1890, p. 220.
fumata Dan. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1866, p. 53.
fumata Hest. Frühst. Berl. Entom. Zeitschr. 1897, p. 314.
funeralis Dan. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (5) 13, p. 58.
funerea Eupl. Btlr. Journ. Linn. Soc. Lond. 14, p. 298.
furius Dan. Frühst. Ent. Zeitschr. 23, p. 117.
fuscosa Eupl. Sm. Novität. Zoolog. I, p. 343.
galacterion Dan. Frühst. Iris 1906, p. 155.
galaecia Dan. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 213.
gamala Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 277.
gamelia Eupl. Hbn. Sarnmlg. Exot. Schmett. *
garamantis Dan. Godm.-Salv. Ann. Mag. Nat. Hist. (6) 1, p. 210.
garcila Eupl. Frühst. Seitz. Gross-Schmett. 9, p. 257.
gardineri Eupl. Frühst. Berlin. Entom. Zeitschr. 43, p. 183.
gariata Dan. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 203.
garunda Hest. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 223.
gaura Id. Horsf. Cat. Lep. E. I. Comp., Taf. 6. *
gautama Dan. Moore, Ann. Mag. Nat. Hist. (4) 20, p. 43.
gautamoides Dan. Doh. Journ. Asiat. Soc. Beng. 55, p. 257.
gaza Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 262.
gelderi Dan. Snell. Tijdschr. voor Entom. 1891, Taf. 14. *
gelderi Eupl. Snell. Tijdschr. voor Entom. 33, p. 98.
georgina Dan. Frühst. Ent. Meddel. 1904, p. 294.
geyeri Eupl. Fldr. Novara Lep. 2, p. 338.
gilda Eupl. Frühst. Ent. Meddel. 1904, p. 303.
gilva Dan. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 209.
giva Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 277.
glaphyra Id. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1883, p. 222.
gloriola Dan. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1866, p. 56. *
gloriosa Eupl. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1866, p. 293. *
goana Dan. Mart. Iris 24, p. 23.
godarti Eupl. Luc. Rev. Zool. 1853, p. 319.
godmani Hest. Oberth. Tr. Ent. Soc. Lond. 1879, p. 30.
goramica Dan. Frühst. Iris 19, p. 161.
gordita Hest. Frühst Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 275.
goria Dan. Frühst. Ent. Meddel. 1904, p. 292.
gorima Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 265.
graeffiana Eupl. H.-Schäff. Stett. Zg. 1869, p. 70. *
grammica Dan. Bsd. Spec. Gen. I, Taf. 11. *
graminifera Eupl. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1883, p. 277.
grandis Eupl. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1883, p. 290.
grayi Eupl. Fldr. Novara Lep. II, p. 346.
grynion Dan. Frühst. Iris 1906, p. 173.
guerini Eupl. Fldr. Novara Lep. 2, p. 332.
hadeni Hest. VLood-M. Journ. Asiat. Soc. Beng. 49 (2), p. 225. *
hadrumaia Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 276.
hadrumeta Dan. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 275.
hamata Dan. Mc Leay. King’s Austral. II, p. 451.
hamiltoni Eupl. Swinh. Trans. Ent. Soc. Lond. 1893, p. 269.
hansemanni Eupl. Honr. Berl. Entom. Zeitschr. 32, p. 248. *
harmonia Hest. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 223.
harrisi Eupl. Fldr. Novara Lep. 2, p. 328.
haruhasa Dan. Doh. Journ. Asiat. Soc. Beng. 60 (2), p. 165.
haworthi Eupl. Luc. Rev. Zool. 1853, p. 317.
hebridesia Dan. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1875, p. 610 *
hegesippinus Dan. Röb. Tijdschr. voor Entomol. 1891, p. 292.
hegesippus Dan. Cr. Pap. Exot. II, Taf. 180. *
ljelcita Eupl. Bsd. Bull. Ent. Soc. Fr. 1859, p. 156.
helia Eupl. Frühst. Soc. Entom. 1904, p. 36.
hemera Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 243. *
hemera Hest. Frühst. Iris 1903, p. 65.
hera Hest. Frühst. Iris 1903, p. 57.
herbst! Eupl. Bsd. Voy. Astrolabe Lep., p. 95.
hertha Hest. Frühst. Iris 1903, p. 62.
hesiodus Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 258.
heurippa Eupl. Godtn. u. Salv. Ann. Mag. Nat. Hist. (6) 1, p. 93.
hewitsoni Eupl. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond 1866, p. 295. *
hewitsoni Id. Kirsch, Mitt. Mus. Dresden I, p. 114. *
heylaertsi Eupl. Moore, Lepid. Indic. 1, p. 79. *
hiempsal Teil. Frühst. Seitz, Gross-Schmett 9, p. 273. *
hiems Eupl. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1866, p. 291.
hiero Teil. Godtn. u. Salv. Ann. Mag. Nat. Hist. (6) 1, p. 95.
hippias Eupl. Misk. Proc. Linn. Soc. N. S. Wal. (2) 4, p. 1040.
hisme Eupl. Bsd. Voy. Astrolabe Lep., p. 95.
hismina Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 265.
hobsoni Eupl. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1877, p. 811.
hollandi Eupl. Frühst. Iris 1903, p. 303.
honesta Eupl. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (5) 10, p. 39.
honrathi Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 261.
hopei Eupl. Fldr. Novara Lep. 2, p. 328.
hopfferi Eupl. Fldr. Novara Lep. 2, p. 323. *
horsfieldi Eupl. Fldr. Novara Lep. 2, p. 333. *
hortensia Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 265.
hyacinthus Eupl. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1866, p. 296. *
hyems Eupl. Btlr. Proc. Zool. Soc, Lond. 1866, p. 292.
hygina Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 262.
hypanis Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9. p. 231.
hypaspistes Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 269.
hypata Hest. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 221.
hypermnestra Hest. Westw. Cabin. Orient. Ent., Taf. 37. *
hyria Dan. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 211.
Ausyeyebcn 14. II ■ 1911.
2SI
(Ji'beschreibungs-Nachweis der indo-auslralischen Danaiden.
idea Hest. Clerck, Icon, TaC. 88. *
illudens Eupl. Btlr. Ann. Mag. Nal. II ist. (5) 10, p. 40.
illustris Eupl. Btlr. Journ. Linn. Soc Lond. 14, p. 294.
imitata Eupl. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (4) 5, p. 359.
immaculata Eupl. Btlr. Journ. Linn. Soc. Lond. 1878, p. 303.
imperialis Eupl. Moore, Proc. Zool. Soc Lond. 1883, p. 307.
impressa Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 265.
inaequalis Eupl. Btlr. Journ. Linn. Soc. Lond. 1878, p. 302.
inconspicua Eupl. Btlr. Journ. Linn. Soc. Lond. 1878, p. 302.
inconspicua Eupl. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1883, p. 279.
indicus Dan. Frühst. Berl. Ent. Zeitschr. 1899, p. 75.
indigofera Eupl. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1883, p. 306.
indistincta Eupl. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1883, p. 258.
infantilis Eupl. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1876, p. 766. *
infumata Id. Mart. Iris 1909, p. 161.
ino Dan. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1871, p. 79.
insolala Dan. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (4) 5, p. 360.
intensa Dau. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1883, p. 240.
intermedia Dan. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1883, p. 258.
intermedia Eupl. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1883, p. 241.
inuncta Id. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1865, p. 481.
invitabilis Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 247.
iphianassa Eupl Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1866, p. 287. *
irawada Eupl. Moore, Ann. Mag. Nat. Hist. (4) 20, p. 45.
irene Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 243. *
irma Eupl. Frühst. Insekten-Börse 1903, p. 85. 35-7 ■
ishma Dan. Btlr. Cistul. Entomol. 1869, p. 2.
ishmoides Dan. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1883, p. 232.
ismare Dan. Cr. Pap. Exot. III, Taf. 279. *
ismareola Dan. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1866, p. 172. *
iza Id. Frühst. Stett. Zg. 1859, p. 258.
jacobseni Eupl. Röb. Tijdschr. voor Entorn. 34, p. 299. *
jamesi Eupl. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1876, p. 766. *
japudia Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 233.
jasonia Hest. Westw. Cabin. Orient. Ent., Taf. 42. *
javana Hest. Frühst. Entomol. Nachr. 22, p. 65.
jessica Eupl. Btlr. Lep. Exot. 1. *
jobiensis Dan. Gr.-Sm. Novität. Zoolog. 1, p. 339.
jobinus Teil. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 273.
julica Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 243. *
juno Eupl. Stich. Berl. Entom. Zeitschr. S. B. 1898, p. 28.
juventa Dan. Cr. Pap. Exot. II, Taf. 188. *
juvia Eupl. Frühst. Ent. Zeitschr. Stuttg. 1908, p. 127.
kadina Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 264.
kadu Eupl. Eschsch. Kotzeb. Reise 3, p. 210. *
kalaona Eupl. Frühst. Berlin. Entom. Zeitschr. 43, p. 186.
kalinga Eupl. Doh. Journ. Asiat. Soc. Beng. 55, p. 256.
kallatia Dan. Frühst. Ent. Meddel. 1904, p. 293.
kambera Dan. Doh. Journ. Asiat. Soc. Beng., p. 167. *
kanarensis Hest. Moore, Lepid. Indic. I, p. 21. *
kanariensis Dan. Frühst. Stett. Zg. 1898, p. 412.
kandaon Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 263.
kawiensis Dan. Frühst. Berlin. Entom. Zeitschr. 1899, p. 70.
keteus Dan. Hag. Entomol. Nachr. 24, p. 194.
keyensis Hest. Frühst. Stett. Zg. 60, p. 161.
kheili Dan. Stgr. Exot. Tagf., p. 48.
kheili Eupl. Weym. Stett. Zg. 46, p. 259. *
kinitis Dan. Frühst. Ent. Meddel. 1904, p. 292.
kirbyi Dan. Gr.-Sm. Novität. Zoolog. I, p. 339.
kiriwina Dan. Frühst. Iris 1906, p. 152.
kirschi Eupl. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1883, p. 293.
klassika Id. Mart. Iris 1909, p. 156.
klugii Eupl. Moore, Cat. Lep. E. I. Comp. 1, p. 130.
kochi Eupl. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1883, p. 288.
kollari Eupl. Fldr. Novara Lep. II, p. 325.
koxinga Eupl. Frühst. Ent. Zeitschr. Stuttg. 1908, p. 49.
kroeseni Dan. Mart. Iris 1910, p. 20.
kühni Eupl. Röb. Tijdschr. voor Entom. 34, p. 300.
kühniana Eupl. Frühst. Insekten-Börse 1904, p. 157.
kükenthali Dan. Pag. Entomol. Nachr 22. p. 49.
kuroiwae Eupl. Matsam. Annot. Zool. Japon. 9. *
kyllene Dan. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 195.
labreyi Eupl. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1883, p. 305.
labuana Eupl. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1883. p. 268.
lachrymosa Eupl. Sm. Novität. Zoolog. I, p. 341.
lacon Eupl. Gr.-Sm. Ann. Mag. Nat. Hist. (6) 13, p. 499.
lacordairei Eupl. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1883, p. 321
lamos Eupl. Frühst. Soc. Entom. 1904, p. 36.
lanista Eupl. Frühst. Berlin. Entom. Zeitschr. 49, p. 168.
laodiceia Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 240.
lapeyrousei Eupl. Bsd. Voy. Astrolabe Lep., p. 97.
IX
laratensis Dau. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1883, p. 367.
larissa Dan. Fldr. Novara Lep. II, p. 349.
latifasciata Eupl. Weym. Stell. Zg. 1385, p. 283.
latistriga Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 241.
latreilli Eupl. Kirsdi, Mitt. Mus. Dresd. 1877. p. 115.
laurentia Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 266.
layardi Eupl. Druce, Proc. Zool. Soc. Lond. 1874, p. 103. *
lazulina Eupl. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1883, p. 300.
leachi Eupl. Fldr. Novara Lep. 2, p. 334.
leaina Eupl. Frühst. Soc. Entorn. 1904, p. 73.
ledereri Eupl. Fldr. Wien. Ent. Mon. 4, p. 397.
leochares Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 264.
leopardus Dan. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1866, p. 52.
lesora Dan. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 212.
leucippus Dan. Röb. Tijdschr. voor Entom. 1891, p. 292.
leucoglene Dan. Fldr. Novara Lep. II, p. 347. *
leucogonis Eupl. Btlr. Trans. Linn. Soc. Lond. (2) 1, p. 536. *
leucogyne Dan. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. 13, p. 183.
leuconoe Hest. Erichs. Nov. Acta Ac. Nat. Cur. 16, p. 283.
leucoptera Dan. Btlr. Ent. Month. Mag. 11, p. 163.
leucostictina Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 277.
leucostictos Eupl. Grnel. Syst. Natur. I. 5, p. 2289.
lewa Eupl. Doh. Journ. Asiat. Soc. Beng. 60 (2), p. 162. *
libussa Dan. Frühst. Ent. Meddel. 1904, p. 294.
lilybaea Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 276.
limbata Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 248.
litnborgi Eupl. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1878, p. 823.
limetanus Teil. Frühst Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 273.
limniace Dan. Cr. Pap. Exot. 1, Taf. 59. *
limyrus Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 268.
lingana Id. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 216.
linteata Hest. Btlr. Trans. Linn. Soc. Lond. (2) 1, p. 536. *
lirungensis Dan. Frühst. Berlin. Entom. Zeitschr. 1899, p. 66.
litoralis Dan. Doh. Journ. Asiat. Soc Beng. 60 (2), p. 164. *
liza Eupl. Frühst. Soc. Entomol. 19, p. 67.
locupletior Eupl. Frühst. Stett. Zg. 60, p. 352.
logani Hest. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1883, p. 218.
lombokiana Eupl. Frühst. Berl. Ent. Zeitschr. 1903, p. 91.
lombokiana Eupl. Frühst. Soc. Entomol. 20, p. 3.
longa Dan. Doh. Journ. Asiat. Soc. Beng. 60 (2), p. 24. *
lonia Eupl. Frühst. Soc. Entomol. 1904, p. 66.
loochooana Dan. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1883, p. 250.
lorenzo Eupl. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (4) 5, p. 357.
lorzae Eupl. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1883, p. 265. *
lotina Dan. Frühst. Berlin. Ent. Zeitschr. 1904, p. 186.
lotis Dan. Cr. Pap. Exot. III. *
lowei Eupl. Btlr. Journ. Linn. Soc. Lond. 14, <p*294.
lowei Eupl. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1883, p. 316.
lucania Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 276.
lucasi Eupl. Moore, Semp. Reise Philipp. V, III tig\ 9, lnr* 1
lucida Dan. Frühst. Berlin. Entomol. Zeitschr. 1899, p. 65.
lucinda Eupl. Sm. Novität. Zoolog. I, p. 345.
luciplena Dan. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 206.
lugens Eupl. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (4) 18, p. 242.
lugubris Eupl. Sm. Novität. Zoolog. I, p. 342.
lutescens Dan. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1866, p. 172. *
luxurians Dan. Frühst. Iris 19, p. 193.
luxurianta Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 259.
luzonensis Dan. Fldr. Wien. Ent. Mon. 7, p. 106.
luzonica Dan. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1883, p. 224.
lycoleon Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 265.
lycosura Dan. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 213.
lygdamis Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 243.
lygdania Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 234.
lykeia Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 265.
lykoatis Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 244.
lynceus Hest. Drury. 111. Exot. Ent. II. *
lystra Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 244.
maassi Eupl. Hag. Entomol. Nachr. 24, p. 200.
macclelandi Eupl. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1883, p. 308. *
macleari Eupl. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1887, p. 542. *
macleayi Eupl. Fldr. Novara Lep. 2, p. 320.
macra Dan. Doh. Journ. Asiat. Soc. Beng. 60 (2), p. 24. *
macrina Dan. Frühst. Berl. Ent. Zeitschr. 1904, p. 183.
maenius Dan. Frühst. Ent. Zeitschr. 23, p. 117.
maghaba Dan. Frühst. Ent. Zeitschr. Stuttg. 1909, p. 116.
magniplaga Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9. p. 246.
majuma Eupl. Ribbe, Soc. Entomol. 12, p. 172.
makassara Dan. Mart. Iris 1910, p. 21.
malabarica Hest. Moore, Ann. Mag. Nat. Hist. f4) 20, p. 4n.
malaguna Eupl, Ribbe. Soc. Entom. 1898, p. 177.
malayica Eupl. Btlr. Journ. Linn. Soc. Lond. 14, p. 297.
36
■282
Urbeschreibungs-Nachweis der indo-australischen Danaiden.
malokoni Eupl. Doh. Journ. Asiat. Soc. Beng. 60 (2), p. 20.
malossona Dan. Frühst. Berlin. Ent. Zeitschr. 1899, p. 68.
mangoensis Eupl. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (5) 13, p. 191.
mangolia Dan. Frühst. Ent. Meddel. 1904, p. 295.
mangolina Eupl. Frühst. Beil. Ent. Zeitschr. 1899, p. 156.
manillana Dan. Mooore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1883, p. 224.
mardonia Eupl. Frühst. Soc. Entomol. 1904, p. 27.
marea Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 277.
margarita Eupl. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1866, p. 279.
margherita Hest. Frühst. Iris 1903, p. 56.
mariesis Eupl. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1883, p. 293.
marosiana Hest. Frühst. Iris 1903, p. 56.
marsdeni Eupl. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1883, p. 266.
marseuli Eupl. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1883, p. 313.
martini Eupl. Nicev. Journ. Bombay Soc. 7, p. 555. *
martinus Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 237.
masina Eupl. Frühst. Berl. Entomol. Zeitschr. 1897, p. 16.
masoni Eupl. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1878, p. 823.
matilica Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 276.
maura Eupl. Hpffr. Stett. Zg. 1874, p. 32.
mazares Eupl. Moore, Cat. Lep. E. I. Comp. I, p. 127.
mazarina Eupl. Frühst. Soc. Entomol. 1905.
meda Eupl. Frühst. Soc. Entom. 19 (1904), p. 27.
meeki Dan. Sm. Ann. Mag. Nat. Hist. (6) 19, p. 173.
meforicus Teil. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 273. *
megaera Eupl. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1866, p. 276.
meganira Dan. Godt. Enc. Meth. 9, p. 192.
megaroides Dan. Frühst. Berl. Ent. Zeitschr. 1904, p. 183.
megilla Eupl. Erichs. Nov. Act. Ac. Nat. Cur. 16, p. 282. *
meizon Eupl. Doh. Journ. Asiat. Soc. Beng. 60 (2), p. 159.
melander Eupl. Sm. Novit. Zoolog. 1894, p. 340.
melaneus Dan. Cr. Pap. Exot. I. *
melanippus Dan. Cr. Pap. Exot. II, Tat. 127. *
melanoleuca Dan. Moore, Proc. Zool Soc. Lond. 1877, p. 581. *
melanopa Eupl. Röb. Iris I, p. 190. *
meldolae Eupl. Moore, Proc. Zool. Sox. Lond. 1883, p. 310.
melia Eupl. Frühst. Ent. Meddel. 1904, p 303.
melina Eupl. Godt. Enc. Meth. 9, p. 179.
melinda Eupl. Gr.-Sm. Novität. Zoolog. I, p. 340.
melissa Dan. Cr. Pap. Exot. 4, Tat. 377. *
melitta Eupl. Frühst. Soc. Entom. 19 (1904), p. 27.
melittula Dan. Fl.-Sdiäff. Stett. Zg. 1869, p. 70.
melolo Eupl. Doh. Journ. Asiat. Soc. Beng. 60 (2), p. 160.
melusine Dan. Gr.-Sm. Novität. Zoolog. I, P- 586.
menadensis Dan. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1883, p. 229.
menamoides Eupl. Frühst. Soc. Entomol. 19, p. 67.
menetriesi Eupl. Fldr. Wien. Ent. Mon. 4, p. 398.
menodice Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 239.
mentavica Eupl. Hag. Entomol. Nachr. 24, p. 197.
mesocala Eupl. Voll. Tijd. voor Entom. (2) 8, p. 244. *
messala Id. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 217.
messia Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 266.
metaxa Dan. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 214. *
metris Hest. Frühst. Iris 1905, p. 65.
mevaria Hest. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9. p. 220.
meyeri Eupl. Hpffr. Stett. Zg. 1874, p. 29.
mezentius Dan. Frühst. Seitz, Gross-Schmett 9, p. 197.
micronesia Eupl. Doh. Journ. Asiat. Soc. Beng. 60 (2), p. 19.
microsticta Dan Btlr. Ent. Month. Mag. 11, p. 163.
microsticta Eupl. Btlr. Journ. Linn. Soc. Lond. 14, p. 302.
midamus Eupl L Mus. Ulr., p. 251.
mimica Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 232.
mincia Dan. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 212.
mindanaensis Eupl Setup. Reise Philipp., p. 28. *
minima Eupl. Gr.-Sm. Novität. Zoolog. I, p. 346.
minorata Eupl. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1878, p. 695.
misagenes Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 233.
misenus Eupl. Misk. Proc. Linn. Soc. N. S. Wal. (2) 4, p. 1039.
missilia Hest. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 222.
mithrenes Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 246.
mnasippus Dan. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 275.
mniszechi Eupl. Fldr. Wien Ent. Mon. 3, p. 181. *
moaria Dan. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 274
moasana Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 275.
moderata Dan. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1875, p. 611.
modesta Eupl. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1866, p. 273.
moesta Eupl. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1866, p. 281. *
moira Hest. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 222.
moluccana Eupl. Switih. Ann. Mag. Nat. Hist. 1904, 14, p. 417.
molyssa Dan. Frühst. Iris 1906, p. 152.
monaeses Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 234.
monilifera Eupl. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1883, p. 262.
monilis Eupl. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1883, p. 293.
montana Eupl. Fldr. Novara Lep. II, p. 329.
moorei Eupl. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1866, p. 277.
moorei Teil. Macl. Proc. Ent. Soc. N. S. Wal. I, p. 53.
morosa Eupl. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1866. p. 282. *
morosina Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 244. *
morrisi Eupl. Hag. Entomolog. Nachr. 24, p. 199.
mulciber Eupl. Cr. Pap. Exot. 2, Taf. 127. *
munaensis Hest. Frühst. Stett. Zg. 60, p. 159.
murena Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 276.
musa Eupl. Swinh. Ann. Mag. Nat. Hist. 1899, 3, p. 103.
musikanos Dan. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 202. *
mutina Dan. Frühst. Seitz, Gi'oss-Schmett. 9, p. 204. *
myrsilos Dan. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 202.
mysolica Dan. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1883, p. 242.
mytilene Dan. Btlr. Wien. Ent. Mon. 4, p. 232.
nagasena Eupl. Frühst. Ent. Zeitschr. Gub. 20, p. 131.
nais Teil. Guer. Voyage Coqu., Taf. 15. *
natunensis Eupl. Frühst. Iris 14, p. 337.
natunensis Hest. Stiell. Not. Leyd. Mus. 27, p. 119.
natunensis Id. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 216.
necho Eupl. Math. Trans. Ent. Soc. 1887, p. 37.
nedusia Teil. Hbn. Zutr. Smmlg. Exot. Schmett. *
negleyana Eupl. Holl. Trans. Amer. Ent. Soc 14, p. 112. *
neleus Id. Frühst. Ent. Meddel. 1904, p. 300.
nemertes Eupl. Hbn. Sammlg. Exot. Schmett. *
neopatra Dan. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 210.
nephthys Dan. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 273.
nepos Eupl. Röb. Tijdschr. voor Entom. 34, p. 298. *
nepotina Eupl. Frühst. Soc. Entomol. 19C4, p. 36.
neptis Eupl. Röb Tijdschr. voor Entom 34, p. 297.
neptunia Dan. Fldr. Novara Lep. II, p. 349. *
nera Eupl. Stgr. Iris 1895, p. 165. *
nesippus Dan. Fldr. Verh. Zool.-bot. Ges. Wien. 12, p. 486.
nesis Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 243.
netscheri Eupl. Snell. Tijdschr. voor Entom. 32, p. 384. *
niasica Eupl. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1883, p. 267.
niasica Hest. Frühst. Iris 1903, p. 54.
niasicus Dan. Frühst. Stett. Zg. 1899, p. 348.
nica Eupl. Frühst. Bei’lin. Entom. Zeitschr. 49, p. 180.
nicaias Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 276.
nicevillei Eupl. Moore, Lepid. Indic. I, p. 77. *
nicobarica Dan. Wood.-M. Journ. Asiat. Soc. Beng. 1881, 2. *
nigra Dan. Mart. Iris 1910, p. 24.
nigriana Hest. Sm. Ann. Mag. Nat. Hist. (6) 15, p. 456.
nigrocostalis Id. Hag. Abh. Senckenb. Natürf. Ges. 1902, p. 322.
nike Hest. Frühst. Iris 1903, p. 65.
nikrion Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 259. *
nilgiriensis Dan. Moore, Lepid. Indic. I, p. 65.
* nipalensis Dan. Moore, Ann. Mag Nat. Hist. (4) 20, p. 43.
niphonica Dan. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1883, p. 249.
nipponica Hest. Frühst. Berlin. Entom. Zeitschr. 42, p. 316.
niveata Eupl. Btlr. Trans. Ent. Soc. Lond. 1875, p. 2.
niveipicta Teil. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (5) 13, p. 191.
nivira Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 264.
nocturna Eupl. Frühst. Soc. Entom. 9 (1904), p. 27.
norinia Dan. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 274.
novarae Eupl. Fldr. Verh. Zool.-bot. Ges. Wien 12, p. 482.
novella Hest. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 224.
nox Eupl. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1866, p. 278.
nubaida Eupl. Gr.-Sm. Novität. Zoolog. 2, p. 77.
nubila Dan. Btlr. Proc. Zool Soc. Lond. 1866, p. 171.
numantia Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 245. *
nymphas Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 234.
oberthüri Dan. Doh. Journ. Asiat. Soc. Beng. 60 (2), p. 167. *
obiana Eupl. Frühst. Soc. Entom. 1904, p. 67.
obiana Hest. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 224. *
obiana Id. Frühst. Insekten-Börse 1903, p. 3.
obscura Dan. Capr. Iris 19, p. 194.
obscura Eupl. Pagenst. Jahrb. Nass. Ver. Nat. 47, p. 74.
obscura Hest. Stgr. Iris 1889, p. 26.
obscurata Dan. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1874, p. 275.
oceanis Eupl. Doh. Journ. Asiat. Soc. Beng. 60 (2), p. 21.
oculata Eupl. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1883, p. 302.
odrysia Dan. Frühst. Seitz, Gross-Schmett, 9, p. 206.
offaka Eupl. Frühst. Soc. Entom. 1904. p. 27.
ogj 11a Dan. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 214.
olivacea Eupl. Sm. Novität. Zoolog. 1, p. 343.
opalina Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 266. *
oppia Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 266.
ordinata Eupl. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1883, p. 282.
orestilla Dan. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 205.
Urbeschreibungs-Nachweis der indo-australischen Danaitlen.
2K
)
orientalis Dan. Setup. Reis. Philipp. Lep. 1886, p. 15.
orientis Dan. Doh. Journ Asiat. Soc. Beug. 60 (2), p. 166. *
ornata Eupl. Frühst. Berlin. Entom. Zeitschr. 1900, p. 8.
orneus Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 272.
orontobates Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 236.
orope Eupl. Bsd. Voy. Astrolab. Lep., p. 100.
oropina Eupl. Röb. Tijdschr. voor Entom. 34, p. 296.
oros Dan. Frühst. Iris 19, p. 194.
oxyanthas Dan. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 274.
pagenstecheri Eupl. Hag. Jahrb. Nass. Ver. Naturk. 49, p. 182.
pahakela Eupl. Doh. Journ. Asiat. Soc. Beng. 60 (2), p. 22.
palawana Dan. Stgr. Iris 1889, p. 27.
palawana Eupl. Frühst. Berlin. Entom. Zeitschr. 1899, p. 144.
palawana Id. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 216.
palilia Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 242. *
palla Eupl. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1866, p. 284.
pallata Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 262.
palmedo Eupl. Doh. Journ. Asiat. Soc. Beng. 1891, p. 162.
panaitius Dan. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 209.
parallelis Eupl. Frühst. Soc. Entomol. 1904, p. 68.
parca Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 243.
partita Dan. Frühst. Berl. Ent. Zeitschr. 1897, p. 119.
parvipunctata Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 257.
paryadres Dan. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 203.
pasina Eupl. Frühst. Entom. Zeitschr. Gub. (20), p. 132.
paupera Eupl. Stgr. Iris 1889, p. 31.
pauperata Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 259.
pavettae Eupl. Zinck. Nov. Act. Ac. Nat. Gur. 15, p. 189.
paykullei Eupl. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (4) 18, p. 241.
peducaea Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 238.
pelagia Dan. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 273.
pelor Eupl. Dbl.-Hew. Gen. Diurn. Lep. *
pembertoni Eupl. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1883, p. 308. *
perakana Id. Frühst. Stett. Zg. 1859, p. 259
perdita Eupl. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (5) 10, p. 39.
periphas Dan. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 206.
perizonia Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 264. *
perryi Eupl. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1874, p. 278. *
persimilis Dan. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1879, p. 136.
petilia Dan. Stoll. Cram. Pap. Exot. Suppl. *
phaenarete Eupl. Schall. Naturforsch. 21, p. 177. *
phaeretena Eupl. Kheil, Rhop. Nias., p. 16. *
phana Dan. Frühst. Ent. Meddel. 1904, p. 291.
phane Eupl. Doh. Journ. Asiat. Soc. Beng. 60 (2), p. 20.
pheres Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9. p. 234.
philene Dan. Cr. Pap. Exot. 4, Taf. 375. *
philinna Eupl. Frühst. Soc. Entomol. 1904, p. 26.
philo Dan. Gr.-Sm. Novit. Zoolog. 2, p. 77.
philomela Dan Zinck. Nov. Act. Ac. Nat. Cur. 15, p. 184. *
philozigetes Dan. Frühst. Iris 19, p. 162.
phlegeton Hest. Frühst. Iris 1904, p. 134. *
phoebadis Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 252.
phoebus Eupl. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1866, p. 270.
phokion Eupl. Frühst. Soc. Entomol. 1904, p. 28.
phormis Dan. Frühst. Entom. Zeitschr. Stuttg. 1909, p. 117.
phormis Dan. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 274.
phrynichus Dan. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 203.
phyle Dan. Fldr. Wien. Ent. Mon. 7, p. 105.
picina Eupl. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1866, p. 280. *
pieretti Eupl. Fldr. Novara Lep. 2, p. 331.
pietersi Dan. Doh. Journ. Asiat. Soc. Beng. 60 (2), p. 23. *
pinaria Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 232. *
pittakus Dan. Frühst. Iris 19, p. 196.
plataniston Dan. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 210.
plexippus Dan. L. Mus. Ulr., p. 262.
polfaa Eupl. Erichson, Nov. Act. Ac. Nat. Gur. 16, p. 282. *
pofymela Eupl. Godm. u. Salv. Ann. Mag. Nat. Hist. (6) 1, p. 92.
pompilia Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 248.
portia Eupl. Frühst. Berl. Entom. Zeitschr. 1904, p. 177.
praeelymnias Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 277.
praemacaristus Dan. Frühst. Berl. Ent. Zeitschr. 1899, p. 65.
praestabilis Eupl Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 261.
praxithea Eupl. Frühst. Soc. Entomol. 19, p. 73.
princesa Hest. Stgr. Iris 1889, p 26.
privata Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 260.
progressiva Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 242. *
proserpina Eupl. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1866, p 300.
prunosa Eupl. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1883, p. 280.
pryeri Eupl. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1883, p. 269.
pseudohisma Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 265.
pseudomelaneus Dan. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1883, p. 250.
pseudophilene Dan. Frühst. Iris 19, p. 196.
publilia Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 232.
pulverulenta Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 267.
puniila Dan. Bsd. Bull. Ent. Soc. Fr. 1859, p. 156.
pumila Eupl. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1866, p. 290.
punctaria Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 265.
punicea Eupl. Gr.-Sm. Novität. Zoolog. 1, p. 342.
purpurata Dan. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1866, p. 53.
pydna Eupl. Frühst. Ent. Meddel. 1904, p. 302.
pygmaea Eupl. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1883, p. 320.
pyres Eupl. Godm. u. Salv. Ann. Mag. Nat. Hist. (6) 1, p. 94.
quintia Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 266.
radiata Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 263.
radica Eupl. Frühst. Entom. Meddel. 2, p. 301.
rafflesi Eupl. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1883, p. 314.
rafflesina Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 269.
ramsayi Eupl. Moore, Lepid. Indic. I, p. Hl- *
recussa Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 236.
regalis Eupl. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1883, p. 307.
regina Eupl. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1883, p. 319.
reinwardti Hest. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1883, p. 218.
relucida Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 263.
resarta Eupl. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (4) 18, p. 241.
rezia Eupl. Ky., Ann. Mag. Nat. Hist. (6) 13, p. 166.
rhodia Eupl. Frühst. Seitz. Gross-Schmett. 9, p. 266.
ribbei Dan. Frühst. Iris 1906, p. 163.
ribbei Id. Röb. Iris 1, p. 186. *
rita Dan. Frühst. Entom. Zeitschr. Guben 1905, p. 46.
riukiuensis Hest. Holl. Entom. News 1893, p. 337. *
roduna Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 276.
roepstorffi Eupl. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1883, p. 316.
rogeri Eupl. Hbn. Zutr. Sammlg. Exot. Schmett. *
rolanda Eupl. Frühst. Iris 1903, p. 303.
roonensis Teil. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 273.
rotundata Dan. Gr.-Sm. u. Ky., Rhopal. exot. *
rubrica Dan. Frühst. Iris 1906, p. 167.
rufiventris Dan. Frühst. Berl. Entom. Zeitschr. 1899, p. 144.
sacerdos Eupl. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1883, p. 366. *
sacerdotalis Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 261.
salabanda Eupl. Kirsdi, Mitt. Mus. Dresden I, p. 116. *
salänator Eupl. Frühst. Soc. Entom. 1904, p. 36.
salistra Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 328.
salpingoides Eupl. Frühst. Berl. Ent. Zeitschr. 1900. p. 9.
Samara Hest. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 222.
sambawana Eupl. Doh. Journ. Asiat. Soc. Beng. 60 (2), p. 160.
sangira Dan. Frühst. Berlin. Entom. Zeitschr. 1899, p. 69.
sapitana Eupl. Frühst. Berlin. Entom. Zeitschr. 43, p. 182.
sarcapus Teil. Fiuhst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 273.
sardes Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 278.
sassina Dan. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 273.
satellitica Dan. Frühst. Berlin. Entom. Zeitschr. 1899, p. 67.
saundersi Eupl. Fldr. Novara Lep. 2, p. 322.
schencki Dan. Koch. Indo-austral. Lep. Fauna, p. 107.
scherzeri Eupl. Fldr. Verh. Zool. -bot. Ges. Wien. 12, p. 479.
schildi Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 272.
schmeltzi Eupl. H.-Schäff. Stett. Zg. 1869, p. 70. *
schreiben Eupl. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (5) 14. p. 403.
scudderi Eupl. Btlr. Journ. Linn. Soc. Lond. 14, p. 297.
scylla Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett 9, p. 249.
seitzi Eupl. Hag. Entomol. Nachr. 24, p. 195.
semicirculus Eupl. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1866, p. 269.
semperi Eupl. Fldr. Novara Lep. 2, p. 314.
septentrionis Dan. Btlr. Ent. Month. Mag. 11. p. 163.
sepulchralis Eupl. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1866, p. 282. *
sequana Dan. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 213.
seraphita Eupl. Frühst. Berl. Entom. Zeitschr. 1900. p. 4.
servata Eupl. H.-Schäff. Stett. Zg. 1869, p. 69.
sexguttata Eupl. Frühst. Berl. Entom. Zeitschr. 1899, p. 284.
shelfordi Dan. Frühst, Entom. Zeitschr. Gub. 1905, p. 46.
sherwilli Eupl. Moore, Lepid. Indic. 1, p. 120. *
similis Dan. L. Mus. Ulr., p. 299.
simillima Eupl. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1883, p. 310.
simonides Dan. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 274.
simplex Eupl. Frühst. Berl. Entom. Zeitschr. 1904, p. 180.
simulatrix Eupl. Wood-Mas. n. Nicev. Journ. Asiat. Soc.
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singapura Eupl. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1883, p. 315.
singaradha Eupl. Frühst. Ent. Zeitschr. -S+rrt+g. 1908, p. 238.
singaria Dan. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 203.
sinhala Eupl. Moore, Ann. Mag. Nat. Hist. (4) 20. p. 45.
sinopion Dann. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 210.
sisamis Eupl. Kirsch, Mitt. Mus. Dresden I, p. 117. *
284
Urbeschreibungs-Nachweis der indo-australischen Danaiden.
sita Dan. Koll. Hüg. Kaschmir 4, p. 424. *
silah Dan. Frühst. Ent. Meddel. 1904, p. 291.
smithi Eupl. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1888, p. 259.
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sobrina Eupl. Röb. Tijdschr. voor Entom. 1891. p. 297.
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sontinus Dan Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 274.
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sophonisbe Dan. Frühst. Ent. Meddel. 1904, p. 296.
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staintoni Eupl. Fldr. Novara Lep. II, P- 319.
statius Eupl. Frühst. Seitz. Gross-Schmett. 9, p. 258.
staudingeri Eupl. Kheil. Rhop. Nias, p. 17. *
stephensi Eupl. Fldr. Novara Lep. II, p. 320.
sticheli Eupl. Hag. Entomol. Nachr. 24, p. 196.
stictica Dan. Frühst. Berl. Entom. Zeitschr. 1899, p. 66.
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stolli Hest. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1883. p. 218.
strephon Dan. Frühst. Iris 19, p. 199.
strymon Dan. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 274.
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subcongrua Eupl. Röb. Entomol. Nachr. 23, p. 100.
sublucinda Eupl. Frühst. Berl. Entom. Zeitschr. 44, p. 284.
subnubila Dan. Frühst. Iris 1906, p. 193.
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syra Eupl. Frühst. Iris 1901, p. 336.
szechuana Dan. Frühst. Berl. Entom. Zeitschr. 1899, p. 65.
taimanu Dan. Doh. Journ. Asiat. Soc. Beng. 60 (2), p. 165.
tambora Dan. Frühst. Berlin. Entom. Zeitschr. 1899, p. 70.
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tanais Dan. Frühst. Ent. Meddel. 1904, p. 294.
tarnis Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 248.
taruna Dan. Frühst. Berlin. Entom. Zeitschr. 1899, p. 69.
tawaya Dan. Frühst. Ent. Meddel. 1904, p. 297.
telmissus Dan. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 195.
tenebrosa Eupl. Sm. Novit. Zoolog. 1894, p. 341.
tenggerensis Eupl. Frühst. Berl. Entom. Zeitschr. 43, p. 187.
terentilia Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 245. *
terilus Dan. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 208.
terissa Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 226.
tersatica Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 276.
thalassica Hest. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 220.
thargalia Dan. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 205.
theia Hest. Frühst. Iris 1903. p. 62.
thiemei Eupl. Frühst. Berlin. Ent. Zeitschr. 49, p. 166.
thrasetes Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 278.
tibula Dan. Frühst. Seitz. Gross-Schmett. 9, p. 273.
tigrana Dan. Frühst. Seitz. Gross-Schmett. 9, p. 206.
timaius Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 263.
timora Eupl. Frühst. Berlin. Entom. Zeitschr. 43, p. 185.
timorica Dan. Gr.-Sm. Ann. Mag. Nat Hist. (5) 19, p. 369.
tipasa Dan. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 275.
tira Dan. Frühst. Berlin. Entom. Zeitschr. 1899, p. 67.
tisais Eupl. Frühst. Iris 1901, p. 336.
tobleri Eupl. Setnp. Reise Philipp. V. *
tombugensis Eupl. Frühst. Stett Zg. 1899, p. 150.
tonkinensis Eupl. Swinh. Ann. Mag. Nat. Hist. 1903, 11, p. 499.
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torvina Eupl. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1875, p. 611.
traducta Eupl. Gr.-Sm. Novität. Zoolog. 1, p. 346.
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treitschkei Eupl. Bsd. Voy. Astrolab. Lep., p. 98.
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trysa Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 265.
tulliolus Eupl. F. Ent. Syst. 3, 1, p. 4L
tumanana Dan. Semp. Reise Philipp., p. 15. *
turbonia Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 234.
turneri Dan. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (5) 1, p. 480.
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tyrianthina Eupl. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1883, p. 319.
tytia Dan. Gray, Lep. Ins. Nepal., p. 9. *
tytioides Dan. Nicev. Journ. Bomb. Soc. 7, p. 555. *
ulaguna Eupl. Ribbe, Iris 1898, p. 102.
umbrosus Dan. Frühst. Entom. Zeitschr. Guben 1906.
unibrunneaEupl.Su/tunGohm. Proc. Zool. Soc. Lond. 1877, p. 141.
unicolor Eupl. Druce, Ent. Month. Mag. (2) 1, p. 320.
uniformis Eupl. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1883, p 308.
upis Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 264.
ursula Eupl. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist, (o) 11. p. 407.
usipetes Eupl. Hew. Exot. Butt. 2, Eupl. *
valentia Dan. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 274.
Valeriana Eupl. Frühst. Insekten-Börse 1904, p. 157.
vandeventeri Eupl. Forbes, Wander. Natural. 1885, p. 274.
variegatus Teil. Ribbe, Soc. Entomol. 12, p. 162.
varina Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 244.
vedana Hest. Frühst. Ent. Zeitschr. Gub. 1906.
vereja Teil. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 273.
verhuelli Eupl. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1883, p. 288.
vermiculata Eupl. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1866, p. 276.
vestigiata Eupl. Btlr. Proc. Zool Soc. Lond. 1866, p. 288. *
vicetia Hest. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 275.
vicina Eupl. Fldr. Novara Lep. II, p. 337.
vigeli Dan. Heyl. Compt. Rend Soc. E. Beige 1884, p. XCIX.
viola Eupl. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1866, p. 295. *
violetta Eupl. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (4) 18, p. 242.
virgo Hest. Frühst. Iris 1903, p. 54.
viridis Eupl. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (5) 10, p. 38.
virudha Eupl. Frühst. Soc. Entom. 19, p. 74.
visaya Eupl. Semp. Reise Philipp., p. 27. *
visenda Eupl. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1883, p. 367. *
vitrea Id. Blanch. Voy. Pol. Sud, p. 385. *
vitrina Dan. Fldr. Wien. Ent. Mon. 5, p. 300.
vitrina Eupl. Frühst. Berlin. Entom. Zeitschr. 43, p. 190.
vollenhovi Eupl. Fldr. Novara Lep. 2, p. 327.
vollenhovi Hest. Frühst. Berlin. Entom. Zeitschr. 42, p. 313
vonara Eupl. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 237.
vorkeinus Dan. Röb. Iris 1, p. 46. *
vosseleri Hest. Frühst. Soc. Entomol. 18, p. 73.
vulgaris Dan. Btlr. Ent. Month. Mag. 11, p. 164.
vulgaroides Dan. Frühst. Berl. Ent. Zeitschr. 1904, p. 183.
wallacei Eupl. Fldr. Wien. Ent. Mon. 4, p. 231.
wallengreni Eupl. Fldr. Novara Lep. II, p. 336.
watsoni Eupl. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1883, p. 322.
weberi Eupl. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1883. p. 304.
weiskei Dan. Rothsdi. Novität. Zoolog. 8, p. 218. *
werneri Eupl. Frühst. Ent. Zeitschr. 23, p. 117.
westwoodi Eupl. Fldr, Novara Lep. 2, p. 316. *
wetterensis Eupl. Frühst. Berl. Entom. Zeitschr. 1899, p. 68.
wetterensis Dan. Frühst. Berl. Entom. Zeitschr. 1899, p. 68.
whitmei Eupl. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. 1877, p. 349.
wiskotti Eupl. Röb. Iris I, p. 186. *
woodlarkiana Dan. Frühst. Iris 1906, p. 151.
zanira Dan. Frühst. Ent. Meddel. 1904, p. 295.
zephoris Teil. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 273. *
zinckeni Eupl. Fldr. Novara Lep. II, p. 332.
zodica Eupl. Frühst. Ent. Meddel. 1904, p. 301.
zoilus Teil. F. Syst. Entom., p. 480.
zonata Eupl. Druce, Proc. Zool. Soc. Lond. 1873, p. 338.
SATYRIDAE. Von H. Fruhstorfür.
285
4. Familie: Satyridae.
Die Morphologie und Biologie dieser kosmopolitischen Familie hat ihre Würdigung bereits im
Paläarkt enteil (Bd. 1, p. 79) und hei der Besprechung der Süd -Amerikaner (Bd. 5, p. 173f.) erfahren, so dass
hier nur einige Eigentümlichkeiten der tropisch-asiatischen Satyriden zu registrieren bleiben.
Eine Abgrenzung der Satyriden von der nachfolgenden Familie der Amathusiiden ist beinahe nicht
möglich, insbesondere auf Grund der Raupenform und der sexuellen Klammerorgane ist eine Trennung kaum
durchzuführen, und die HAAsn’sche Aufstellung der Gruppe der Satyromorphen , auf die im Paläarktenteil
bereits Bezug genommen wurde, erhält mit dem Fortschreiten unserer Kenntnis immer neue Stützen.
Auch zu den Danaiden sind Beziehungen vorhanden, aber mehr in der Farbenverteilung als ana¬
tomische, denn die Greiforgane schliessen sich viel mehr den Nymphaliden an als den Danaiden. Überhaupt
ist das Auftreten von Konvergenzerscheinungen ein Charakteristikum der Satyriden und die vollendeten
Nachäffungen des Genus Elymnias, diesem Paradigma der Anhänger der Mimikrytheorie, werden immer wieder
unser Erstaunen hervorrufen.
Entsprechend der versteckten Lebensweise der schattenliebenden Satyriden besitzen alle wohl aus¬
nahmslos auch schwachen Flug und sie bevorzugen das Unterholz, einige Arten gehen mit der Kulturpflanze
der Süd- und Ost -Asiaten, dem Reis, andere bevorzugen offenes Weideland. Die meisten Species haben
deshalb ein monotones Kolorit und ihre Gewohnheit, nach kurzem Flug sich fallen zu lassen und sogar
schräg zu sitzen, erhöht noch ihre Ähnlichkeit mit verdorrtem oder moderndem Laub. Aber neben monoton
gefärbten Artengruppen treffen wir auch Urwaldbewohner, die sich in das schimmernde Blau der Euploeen
hüllen (' Coelites , Ptychandra), andere tragen das hyaline Weiss der Hestia und Ideopsis ( Zethera , Elymnias ),
und den australischen Species ist ein eigentümliches Ockergelb gemeinsam, wohl eine Anpassung an ihre
sterile Umgebung. Reines Rot und Grün sind noch nicht konstatiert, dagegen führen mehrere neusee¬
ländische und insulare Species metallglänzende Dekorationen auf der Unterseite. Ein häufig wiederkehrendes
Motiv sind weisse, gelbe oder braune Schrägbinden der Vflgl.
Die Klammerorgane sind in der Regel von einfachster Bildung, und in den meisten Fällen sogar
ohne wesentliche Differenzierung bei den paläarktischen und tropischen Genera. Der lange, distal zu¬
gespitzte Uncus führt zwei laterale, leicht aufgebogene Spangen, die immer beborstete Valve ist mehr oder
weniger breit, meistens mit einfacher Spitze, nur selten mit Zähnen bewehrt. Eine Ausnahme macht nur
das Genus Zethera, dessen Valve dorsal noch einen schlangenkopfartig geformten Aufsatz trägt, in den die
Uncusspitze einzudringen vermag. Jullienische Stäbchen, d. h. Bündel verwachsener Borsten wie bei der
europäischen Eumenis fagi <= Saiyrus hermione) und alcyone dessen sich bei Asiaten noch nicht nachweisen.
Nur hei gewissen Maniola (. Epinephele ) fanden sich ähnliche Stäbchen, aber nur von geringer Ausdehnung,
und hei Eumenis ( Satyrus ) semele von Nord-Indien lassen sich dorsale oder subdorsale Büschel feiner Haare
nachweisen, entfernt an die Dufthaare der Danaiden gemahnend. Am primitivsten sind die Organe bei den
Melanitis ausgebildet, denen die lateralen Spitzen des Uncus fehlen und deren Valve die einfachste Bil¬
dung zeigt.
In der Entwicklung der sekundären Geschlechtsmerkmale stehen die indo australischen Satyriden
den südamerikanischen und selbst afrikanischen nach , dagegen ist die sexuelle Dimorphie und Hetero-
morphie in beinahe beispielloser Weise ausgebildet. Einige Arten der Gattungen Elymnias und Zethera legen
sogar ihr Familienkleid ab, um sich vollkommener der Färbungstendenz der Modelle aus anderen Familien
anzubequemen. Dass nun die Angehörigen einer so schwachen und schmiegsamen Familie, wie die Saty¬
riden, auch in hohem Masse klimatischen Einflüssen zugänglich sind, ist nur zu natürlich. Einige Species
der Genera Mycalesis und Ypthima werden durch die Einwirkung der kontrastierenden Jahreszeiten tatsäch¬
lich bis zur Unkenntlichkeit verändert, und es ist bei weiblichen Exemplaren der Trockenzeitform fast un¬
möglich, deren Zusammengehörigkeit mit ihren cf cf festzustellen oder die einzelnen Arten abzusondern.
Viele Satyriden sind lokal auf isolierte Berggipfel, einzelne Täler und auch Inseln beschränkt. Ubiquistische
Species sind relativ selten und je weiter nach Osten, desto mehr an Boden verlierend und wieder in gute
Arten zerfallend. In ihrer vertikalen Verbreitung gleichen sie vielen Pieriden und Nymphaliden . indem sie
bis zu 4000 m hinaufgehen, die Danaiden, die kaum 2000 m erreichen, weit hinter sich zurücklassend.
Die auffallendsten und schönsten Arten bevorzugen die Wälder der heissen Tiefebene der Küsten¬
zone, doch nimmt die Artenzahl auch auf Höhen von 1000 -1500 m kaum ab.
Im allgemeinen ist. das Satyridenleben in den Tropen nicht imstande, dem Auge jenes lebensvolle
Bild zu bieten, das sich im Hochsommer auf unseren Wiesen und Waldrändern aufrollt. Die relative Armut
der asiatischen Tropen ist zweifellos im Fehlen zarterer Gramineen zu suchen, die durch das berüchtigte
Lalang-Gras, das ausserdem für die meisten Raupen ungeniessbar ist, verdrängt werden. Dazu kommt noch,
dass der tropische Wald keine Gräser auf seinem Grunde duldet und die Riesengraminee . der Bambus, an¬
scheinend nur dem Genus Lethe als Nahrung dient. Da, wo sich aber in subtropischen Gegenden Gras-
nlemola.
asterope.
mahratta.
annamitica.
norma.
inica.
complexiva.
ariaspa.
arctous.
papuana.
286 YPTHIMA. Von fl. Fruhstorfer.
flächen befinden, verändert sich der Zustand; so leben in Sikkim bereits 17 Gattungen und 75 Arten, während
sich im äquatorialen Waldland Sumatra nur 10 Genera mit 36 Species nachweisen lassen.
Die Abbildungen sind nach Exemplaren der Sammlung FaunsTORFER-Genf-Florissant hergestellt, mit
drei Ausnahmen, die das Museum in Tring freundlicherweise zur Verfügung stellte. Die Typen der neuen
Formen sind gleichfalls in der genannten Genfer Sammlung, soweit dies nicht besonders bemerkt wurde.
Ypthima-Gruppe.
Kleine zarte Schmetterlinge von der Statur der europäischen Coenonympha, mit einer grossen Subapicalocelle
der Vflgl, die sich zwischen den Radialen und der vorderen Mediane ausbreitet. Die Unterseite der Falter nie ge¬
streift, sondern einfarbig oder fein gestrichelt oder unregelmässig gefleckt. Die Costalader ist stets aufgeblasen.
1. Gattung: Ypthima Hbn.
Nächst M gcalesis das artenreichste Genus der östlichen Tropen, zugleich bikontinental , weil sie
nach Afrika übergreift, und über Persien ist eine indische Species bis Palästina vorgedrungen. Auch der
paläarktische Norden von Ost -Asien beherbergt einige Arten.
Vflgl mit nur einer Subcostale vor dem Zellende und die untere Discocellulare der sehr breiten
Htlgl mündet in den Bug der vorderen Mediane. Sowohl die Costal- wie auch die Medianader aufgeschwollen.
Präcostale der Htlgl kurz, knopfförmig. Einige Arten führen einen mattglänzenden, ziemlich breiten Sexual-
tleck auf den Vflgl, dessen Vorhandensein oder Fehlen zur Gruppeneinteilung benutzt wurde; viel wesent¬
licher ist aber zu diesem Zwecke die sehr konstante Anordnung der Zellen der Htlglunterseite. — Rp nach
Angaben Moore’s in »Lepidoptera Indica« etwas weniger als einen englischen Zoll lang, durchweg grün,
der Kopf rund, der Körper gleichartig rund, am fünften Segment etwas dicker werdend, und dann bis zu
den beiden unbeweglichen divergierenden Schwanzenden zugespitzt. Kopf und Körper mit kleinen feinen
farblosen Haaren besetzt, die von zarten Tuberkeln abstehen. — Pp entweder grün oder braun, der Kopf
gerundet, die Flügelscheiden etwas erhoben und nach hinten gewinkelt, der Thorax höckerig.
Ypthima sind nur wenig abhängig von der Sonne und erscheinen auch an trüben Tagen in den
frühen und späten Abendstunden. In verwahrlosten Kaffeegärten auf dem Plateau von Pengalengan in
West-Java traf ich sie auf und zwischen dem Unkraut selbst bei Regenwetter zu vielen Hunderten. Alle
halten sich niedrig im Grase, setzen sich häufig auf Hahne und Blätter, nicht aber auf die Erde. Sie be¬
suchen gerne Ixora- und Sambucusdolden und sitzen auf den Blüten sogar mit ausgebreiteten Flügeln. Auf
Höhen von 1500 in sind sie noch sehr häufig und aus dem Himalaya ist bekannt, dass einige Species bis
zu 8000 Fuss hinauf Vorkommen. Der Hauptsitz der Gattung ist das subtropische China, sowie ganz
Indien. Schon im makromalayischen Gebiet nehmen sie schnell ab, und Sumatra sowohl wie auch Java
beheimaten nur noch 5 Species; aus Australien ist nur eine Art bekannt, und im Bismarckarchipel und
den Salomonen fehlen sie bereits.
Y. asterope, bereits im Paläarktenteil besprochen , aber an deren Stelle ist eine auffallend kleine
laldus- Form dort abgebildet (34 a), dagegen findet sich eine ganze Reihe von Varietäten dieser Art in
Band XIII auf Taf. 28. asterope trägt stets nur ein Analauge der Htlgloberseite, und unterseits ist nur in
der Regenzeitform eine (niemals zwei) Apicalocelle vorhanden. In der Trockenzeitform alemola Stvinh. ver¬
schwinden auch diese, so dass dann die Htlgl grau sandfarben abgetönt sind, ohne jede Zeichnung, ab¬
gesehen von der ungemein feinen Schraffierung. - asterope Klug ist der nordafrikanische und syrische
Zweig der Gesamtart. — Im Himalaya, Kulu (Kaschmir), also auf paläarktischem Gebiet, findet sich die
kleinere mahratta Moore, die von 2000 — 6000 Fuss Höhe vorkommt. — ln Hinterindien, im südlichen Annam,
fand ich eine unterseits rauchbraune, gleichfalls ungeaugte Trockenzeitform, annamitica subsp. nov., die dort
bis ca. 1600 m Meereshöhe hinaufsteigt und auf trockensten grasigen Stellen in grosser Menge, auch während
der heissesten Tageszeit, fliegt. — Als norma Westu\ ist eine Abweichung aus China beschrieben, der das
Apicalauge der Vflgl oberseits fehlt.
Y. inica H<u. ist eine verwandte Species, deren Type auf ein Exemplar der Trockenzeit basiert ist.
von der complexiva Swinh. eine Augenabweichung resp. Interm ediatform umschreibt. — Die Regenzeitform
ariaspa Moore (= rara Bf Ir. , daedalea Swinh.) differiert von jener der asterope nur durch ein stattlicheres
Apicalauge der Htlglunterseite. Exemplare der Trockenzeitform dürften von alemola heute aber kaum zu
unterscheiden sein. Pundschab, Zentral- Indien, wo sie vom Mai bis November nicht selten ist.
Y. arctous F. (99c), eine weitere primitive Art von einfachster Augenbildung, einer grösseren
Apicalzelle der Vflgl und einer kleinen, die manchmal dem Verschwinden nahe ist. im Analwinkel der Htlgl.
Unterseite rauchbraun, mit noch gleiclnuässiger vertikaler Schraffierung als asterope und keinerlei Spuren
von Längsbinden. Australien. — papuana subsp. nov. bleibt in der Grösse hinter arctous zurück und ist
ober- wie unterseits viel dunkler braun. Nach Hagen am Gras der Wegränder nicht selten, aber lokal.
Flugzeit besonders Dezember, März.
YPTHIMA. Von H. Fruhstorfek.
287
Y. florensis timll. (99c) ist unterseits hellgrau und differiert von arctous durch die grosse, kreis- florensis.
runde Apicalocelle der Hflglunterseite. Aut’ der Oberseite der lltlgl scheint aber das bei arctan* so deutliche
Auge nur durch. Insel Flores.
Y. pusilla spec. nov. (99 c als minuta ) ist wohl die kleinste asiatische Species, die von Rothschild; pusilla.
Holland, Doherty als asterope aufgefasst wurde. Oben noch etwas heller grau als florensis und unterseits
leicht zu erkennen an dem Doppelauge der Analregion der Hflgl. Süd-Celebes, von der Niederung bis zu
1000 m Höhe. Januar, März. Amboina. Der Name minuta muss fallen, weil durch )'. minuta Matsumura
von Formosa 1910 präokkupiert.
Y. hubneri ist am Kontinent von Süd-Asien weit verbreitet und leicht kenntlich an drei zusammen¬
stehenden Augen der Hflglunterseite. — kasmira Moore, sehr gut abgebildet im Paläarktenteil (34a), ist kasmira.
die nördlichste Zweigrasse der Kollektivart. jocularia Swinh., eine aparte bleiche Form des westlichen jocularia.
Indien mit leichthin violett angehauchtem Analgebiet der Hflgloberseite, und honora Moore (= apicalis honora.
Moore, catharina Btlr.) umschreibt die Generation der trockenen Periode ohne die Ocellen der Hflglunterseite.
hübneri Kirby (99 e) ist die Rasse des östlichen Himalaya, wo die Form als bis Birma vorkommend bekannt hubneri.
war. Das abgebildete Exemplar stammt aus Annarn, wo sie in der Ebene fliegt, während sie in Tonkin bis
etwa 3000 Fuss hinaufgeht. ? ist bleicher grau, oberseits wie baldus-^, aber rundflügeliger. Ei schön hell¬
grün, nach 4 Tagen kriecht die Rp aus, die bald eine grüne oder braune Pp ergeben, aus der die Imagos
nach etwa 4 Wochen ausschlüpfen. Nach den Beobachtungen de Niceville’s ist die Entwicklung aber im
November Dezember von kürzerer Dauer, die Pp liefert den Falter bereits nach 12 — 18 Tagen. Rp ist in
der Gattungsdiagnose beschrieben.
Y. ceylonica New. (99 e) ist die einzige Species mit fast ganz weissen Htlgln. Das abgebildete ceylonica.
Exemplar entstammt der Trockenperiode gellia form, nov., während Hewitson die naturgemäss grossaugige gellia.
Hauptform der Regenzeit beschrieb, deren Zellen unterseits genau wie bei hübneri angeordnet stehen und
fast ebenso gross sind. Früher war ceylonica nur von der Insel, deren Namen sie trägt, bekannt; man hat
sie aber jetzt auch im südlichen Indien entdeckt, in einer leichten Variante. Ihr Flug ist kurz und sie setzt
sich an Strassenrändern an Gras und Unkraut. Elwes und Eow. halten ceylonica spezifisch getrennt von
hübneri wegen grosser Differenzen des fein gezähnelten Apex der Valve.
Y. jarba ist eine von I). Martin und mir gleichzeitig entdeckte Species, die di, Niceville in einer
fraglichen Form auch aus Mampur empfangen hat. — jarba Nicev., nach Exemplaren aus Sumatra be- jarba.
schrieben, hält in der Grösse etwa die Mitte zwischen gaugamela (99 d) und eupeithes (99 f) und wie schon
ein Blick auf die ungleich grossen Analocellen zeigt und die verschiedenartige Längsstreifung, ist an eine Ver¬
wandtschaft mit baldus oder hübneri nicht zu denken, jarba ist sehr selten und Dr. Martin hat in 13 Jahren
nicht mehr als 12 Exemplare erbeuten können. In West-Java und zwar nur im Gebirge von 1000 m an
aufwärts ist jarba ersetzt durch eupeithes subsp. nov. (99 f), auffallend durch ihre Grösse, die weissliche eupeithes.
Medianzone der Htlgl und die stattlichen, breit ockergelb umringelten Augentlecken. Es existieren auch
Exemplare mit einem apicalen Nebenauge der Hflglunterseite. ? reichlich ein Drittel grösser als das cf.
Flugzeit April bis Juni, am Vulkan Gede und dem Plateau von Pengalengan, West-Java. gaugamela gaugamela.
subsp. nov. (99 d) Oberseits dunkler braun als eupeithes, führt auf der Vflglunterseite gerader verlaufende
Längsbinden der Vflgl. Die Hflgl zeigen keine Nebenocelle, die Medianregion ist ausgedehnter schwarz ge¬
strichelt als bei eupeithes und der Habitus viel kleiner. Ost-Java, von 500 m an. Sehr selten.
Y. philomela Joli. (99c). Die Synonymie dieser Species ist in grosser Verwirrung; gewiss ist nur, dass philome/a.
tabella Marsh., baldus Ehr., hübneri Snell. damit identisch sind, hübneri Kirby, Seitz p. 91, ist nicht damit identisch.
philomela kommt in Süd-Indien, wo sie bis 3500 Fuss aufsteigt, in Java und Sumatra vor, in der Sammlung
Feuhstorfer sind auch Exemplare von Perak und Sumbawa. Von hübneri Kirby differiert philomela dadurch,
dass im Analwinkel der Hflgl nur 2 Hauptocellen zusammenstehen und nur selten ein oder zwei punkt¬
förmige Nebenaugen, während hübneri drei gleichgrosse Analocellen führt. Des weiteren ist die vordere
Ocelle bei hübneri stets isoliert , während dieselbe bei philomela fast ausnahmslos gegen die Gostale zu mit
einem supplementären Äuglein versehen ist. Auf der Oberseite differiert philomela von hübneri durch ein
kleineres Apicalauge der Vflgl. — Als indecora Moore wurde die etwas grössere, mit stattlicheren Apical- indecora.
ocellen der Vflgl versehene und auch analwärts oberseits grossaugige Rasse des nordwestlichen Indien be¬
schrieben. Von ihr existieren Trockenzeitexemplare mit dunkel sandgrauer Unterseite, auf der vielfach jede
Spur von Augenflecken verschwindet. Kulu, Kangra (Kaschmir), Masuri. Die Form steht auch in der
Valvenbildung der philomela nahe; sie soll sich aber nach Elwes durch einen deutlichen Sexualfleck der
Vflgl von ihr unterscheiden. In der Zuteilung zur Kollektivspecies folgte ich hier dein Beispiele Bingham’s.
Über philomela herrscht aber kein Zweifel; sie ist äusserst gemein im Osten wie im Westen der Insel bis zu
einer Höhe von etwa 700 m und ursprünglich aus Java beschrieben.
Y. fasciata, eine der am leichtesten kenntlichen Species, von der nur zwei Abzweigungen zu er- fasciata.
wähnen sind. — fasciata New. (99g), aus Borneo beschrieben, von Pontianak und den Natuna-Inseln in
meiner Sammlung, auffallend durch die kettenförmig aneinandergereihten, fast gleichgrossen sechs Augen
288 YPTHIMA. Von H. Fruhstorfeii.
der Hflgl. Die Oberseite ist dunkelbraun, die Apicalocelle der c?c? relativ klein, manchmal oblong, jene der
torone. ?? gross, deutlich weiss gekernt und breit gelb umrandet. — torone subsp. nov. differiert durch die hell¬
graue statt braun gestrichelte Unterseite aller Flügel, was bereits Distant 1883 konstatiert hat. Sehr selten,
Perak, Nordost-Sumatra und Umgebung von Padang in West-Sumatra.
lisandra. Y. lisandra Cr. (99 e) ist, obgleich schon 1782 beschrieben, eine der seltensten und unbekanntesten
Arten. Vom cf existieren zwei Formen, die normale, mit einem kleinen Apicalauge der Vflgl, und die
seltenere, abgebildete, ohne solches. Auf der Unterseite führt die oblonge Apicalocelle zwei deutliche weisse
Kerne, die Hflgl zeigen 2 apicale und 2 subanale, dunkler gell» als bei bctldus geringelte Augen, schmäler
geformt, und im Analwinkel, aber weniger nach innen gerückt, steht noch eine Ocelle, niemals zwei wie
bei bald as. Auch ist die ganze Unterseite dunkler braun, gleichmässiger und feiner quergestrichelt als bei
baldus. Von mir in Tonkin, Manson-Gebirge, April-Mai auf ca. 1500 m Höhe gesammelt, auch von Hongkong
microm- in meiner Kollektion. — micrommatus Hoi/, aus Hainan erwähnt, ist eine interessante Lokalrasse, der
matus. Abbildung nach beurteilt, eine Intermediatform , heller grau als lisandra, mit kleineren Ocellen der Hflgl-
minata. Unterseite. Die Vflgl führen das kleine für die normale lisandra so charakteristische Apicalauge. - minuta
Mat*., von Formosa beschrieben, gehört vielleicht auch hierzu, wenn sie sich nicht als eine asterope- oder
Irübneri- F orm herausstellt.
avanta. , Y. avanta Moore , eine in den Sammlungen des Kontinents wenig verbreitete, äusserst variable
Species, die fast das ganze indische Kaiserreich von Kaschmir bis Tenasserim bewohnt und über die Siid-
spitze von Indien bis nach Ceylon gelangt ist. Die Namenstype ist auf die Trockenzeitform begründet, von
ordinata. der sich ordinata Btlr. der Regensaison nur durch erhebliche Grösse unterscheidet und die stattlicheren
Ocellen der Unterseite, die ungefähr wie bei bah! ns verteilt stehen. Die Trockenzeitform führt ähnlich wie
cerealis. baldus zwei braune Längsbinden der Unterseite. — cerealis 1 fats., aus der sterilen Zone des oberen Birma
beschrieben, ist. eine wohlumgrenzte Lokalrasse, aus einem völlig baumlosen Distrikt stammend, kleiner als
die Himalayaform und von hellweisser statt schiefergrauer Unterseite und fast ohne Längsbinde auf dieser.
striata. Oberseits fehlen beinahe alle Androconien der Vflgl. — striata Hmps. ist noch kleiner, unterseits gleichfalls
weisslich, aber mit deutlichen submarginalen braunen Längsbinden. Die Schraffierung zarter als bei avanta
und die gelbe Ocellenperipherie prägnanter. Die Form der trockenen Jahreszeit hat wie üblich die Augen
stark zurückgebildet. Von 2 — 4000 Fuss, in den Nilgheries, die Regenzeitform im August, die andere im
singala. Dezember und Januar erscheinend. — singala Fldr. (99 c) ist etwas dunkler als avanta, mit leichterem
thora. Purpurschimmer. Oberseite manchmal ohne Augen. — thora Moore ist die Form der trockenen Saison, mit
reduzierten Ocellen der Hflglunterseite. Selten in Ceylon, an langem Gras am Rande von Kaffeegärten
fliegend und auf etwa 1000 m Höhe vorkommend. Die westchinesische avanta , Bd. 1, p. 92, bereits erwähnt,
wird gewiss von der nordindischen Rasse differieren.
\rjthimoides. Y. ypthimoides Moore (= robinsoni Dist.) (99 d) zählt zu jenen Species, die das an endemischen
Species so bevorzugte Süd-Indien ausschliesslich bewohnen. Färbung der Oberseite durchweg dunkelbraun,
mit einer doppelt gekernten, in der Mitte eingeschnürten Apicalocelle und zwei e.twas über punktgrossen
Augenflecken der Hflgl. Das ? ist lichter als die cf cf und zeigt hellere gelbe Augenringe der Vflgl. Die
Unterseite der Hflgl wird von einer schwachen, schmalen, grauweissen Längsbinde durchzogen, ypthimoides
bevorzugt die Gipfel mit Gras bewachsener Berge von 1000 bis etwa 1500 m Höhe.
dienui. Y. chenui Gm fr. (99 d), von der wir die Trockenzeitform abbilden, zeigt ein sehr grosses, gleichsam
plattgedrücktes Apicalauge der Vflgl . doppelt blaugekernt und breit schön hellgelb umringelt. Hflgl mit
einem oder zwei Punktflecken. Die Generation der nassen Zeit ist auf der Unterseite der Hflgl mit deut¬
lichen Ocellen besetzt. Häufig an Felshügeln. Man kennt vier Generationen im Jahr und begegnet ihr
niemals unterhalb 5000 Fuss, sie geht aber Iris 6700 Fuss Höhe. Fundorte bisher nur die Nilgheries in
Süd-Indien.
zodia. Y. zodia Btlr. (Bd. 1, p. 91, 34 a) gehört in den Formenkreis nahe cliemd. — albescens Pouj. dürfte
albescens. ,|je Regenzeitform der zodia vorstellen, von der mir nur ungeaugte Exemplare vorliegen. West-China.
bolanica. Y. bolanica Marsh., oberseits umbrabraun, mit einer ovalen, schrägen, doppeltgekernten Ocelle.
Hflgl oberseits mit einem kleinen Auge. Unterseite ähnlich jener von chenui , aber mit mehr Braun statt
Grauschwarz durchsetzt. Beide Flügel von einer braunen Längsbinde durchzogen, Hflgl mit drei Subapical-,
einer Analocelle und einem Nebenauge unter letzterer. Aus Beluchistan und von Campbellpur. Selten.
affectata. Y. affectata Elw. u. Edw. gehört ebenfalls in den Formenkreis von baldus, doch ist sie grösser, dunkler
als diese, aber trotz der Verschiedenheit der Valve glaubt Elwes doch, dass affectata nur eine Regenzeit¬
form seiner simi/is vorstellen könnte. Den cf cf fehlen die Sexualflecken. Assam, jedenfalls sehr selten.
sobrina. Y. sobrina Elw. u. Edw. von den Karen Hills in Birma gleicht oberseits wie auch in der Zeichnung
und Färbung der inarshalli, ist also nach einem Exemplar der Trockenzeit aufgestellt. Die Form der Valve,
die verschieden sein soll von jener der fta/cfos-Rässen, war entscheidend für die Aufstellung der bisher noch
seltenen Form, die mir in natura unbekannt ist.
Ausgegeben 15. 11. 1011.
YPTHIMA. Von H. Fhuhstouper.
289
Y. similis Elw.-u.Edir. ist eine gleichfalls seltene Art, grösser als die Durchschnittsexemplare von simild.
marshatti und ohne den Sexualtleck der Vflgl. Ähnlich wie beim ? von baldus stehen auch bei similis die
Ocellen aller Flügel in einer helleren Region, die proximal durch eine dunkle Binde abgegrenzt wird. Unter¬
seite analog baldus , doch ist die Sprenkelung zierlicher und die subbasale dunkle Binde fehlt. Die Valve
scharf von jener der vorigen Species und von baldus differenziert. Karen- Hills, nördlich von Tungo in
Tenasserim, aus ca. 4 — 5000 Fuss Höhe, von W. Dohfrty entdeckt.
Y. baldus F. produziert zwei sehr verschiedene Saisonformen, davon ist jene der Trockenzeit, baldus.
marshalli Btlr., auf 99 d (jene der Regenperiode bereits im Paläarktenteil 34 b) abgebildet. Auf der Ober- marshalli.
seife sind beide gleich, unterseits wechselt die Breite der braungrauen Längsbinde, und es existieren alle
Nuancen von grossaugigen Exemplaren bis zu solchen ohne Spur von Ocellen. Manchmal sind statt letzteren
Silber- oder nur schwarze Pünktchen vorhanden, marshalli traf ich häufig in der regenlosen Periode vom
Dezember bis Februar im südlichen Annam, während mir baldus aus Tonkin, von Juni bis August gefangen,
in Menge vorliegt. Verbreitung: ganz Vorder- und Hinterindien, auch von Hainan in meiner Sammlung,
wo die bei Tonkinexemplaren bereits einsetzende Verdunklung deutlicher bemerklich wird, so dass Hainan-
Exemplare als gallienus subsp. nov. bezeichnet werden können. Die Unterseite führt breitere, dunkler braune gallienus.
Längsbinden und kleinere, ausgedehnter braun umringelte Ocellen. Von baldus ist die Rp bekannt, die auf
Reis lebt, von rötlich ockergelber Färbung mit undeutlicher dunkler Dorsallinie und ungefähr acht kleinen
subdorsalen schrägen Streifen. Pp entweder dunkel ockergelb oder braun oder blassgrau und braun ge¬
fleckt. — scota subsp. nov. ist eine melanotische Inselrasse mit dunkelbrauner, rotbraun gefleckter Unterseite scota.
und sehr breiter Submarginallinie der Vflgl. Nicht häufig, Februar, März. Hongkong. — Bei ishigakina ishigakina.
Frühst. (99 e) kommt der Inselmelanismus noch deulieher zum Ausdruck, und damit geht parallel ein Zurück¬
bleiben in der Grösse. Auch die Oberseite ist dunkler braun als bei baldus , die Ocellenperipherie weniger
hell und die bleiche graue Submarginalzone fehlt selbst bei den ??. Die Strichelung der Unterseite ist feiner
verteilt und satter braunrot. Ausser der abgebildeten Intermediat- existiert auch eine extreme Trockenzeit¬
form, zodina form, nov., analog der marshalli , aber kleiner als diese und mit dunkel schwarzgrauer Grund- zodina.
färbung. Formosa, Ishigaki (Japan), nicht selten. Im makromalayischen Gebiet verteilt sich baldus auf vier
Rassen: newboldi Bist., eine beiderseits verdunkelte Form mit reduzierten Ocellen, besonders der Hflgl. Die newboldi.
Schrägstreifen der Unterseite sind zarter, dünner, die Querstrichelung mehr schwärzlich als braun. Von
Distant nach der Regenzeitform beschrieben. Perak, Malavische Halbinsel. — mörus subsp. nov. ist die mörus.
Form der Niederungen von Sumatra. Rp nach Martin auf derselben überall vorkommenden Grasart, die
auch die Rp von Myealesis mineus L. nährt. Diese Rasse entfernt sich bereits weiter vom öa/oGs-Typus, eine
Trockenzeitform davon existiert überhaupt nicht, aber dennoch verkleinern sich die Ocellen, besonders der
Hflglunterseite. Diese ist vorherrschend weissgrau, die Längsstreifen prominenter, die braune Schattierung
aber dürftiger. Eine ungeheuer gemeine Art der Ebene, welche an keinem Grasfleck im Schatten fehlt. Die
einzeln abgelegten Eier sind weissgrün, deutlich kleine]’ als Myealesis- Eier und trüben sich unter Entwick¬
lung einer zentralen schwarzen Punktierung vor dein Ausschlüpfen der Räupchen, welche zuerst weiss, aber
nach Nahrungsaufnahme weissgrün sind , mit weissem Kopf und dicht weisslieh behaart. Diese Behaarung
wird mit jeder Häutung weniger, die Zacken am Analende immer länger, während die am Kopf eben nur
angedeutet erscheinen. Die erwachsene Rp ist etwas gelblich, besitzt vielleicht die Farbe von halbreifem
Hafer und eine dunkle Dorsallinie. Die Rpn leben hoch in den Halmen, an denen sie sich auch zur Ver¬
puppung aufhängen. Die gelbgrüne Pp ist mit feinen braunen Streifen geziert, Schanker als alle Mycalesis-
Ppn und besitzt einen ziemlich spitzen Thoraxhöcker (Martin). — selinuntius subsp. nov. (99 d) bewohnt selinuntius.
Borneo und die Natuna-Inseln, nähert sich mehr neicboldi Bist., von der sie aber unterseits durch die rot¬
braune statt schwärzliche Strichelung differenziert ist. — horsfieldi Moore (= baldus Snell.) ist wie üblich die horsfieldi.
am reichsten weiss gezeichnete Unterart. Die Vflgl sind zwar unterseits ausgedehnter und dichter schwarz
beschuppt als die sumatranische Schwesterrasse, die Htlgl müssen aber als grauweiss bezeichnet werden, mit
dürftiger bräunlicher Beschuppung, die in der Medianregion häufig völlig ausfällt. Mir liegen zurzeit nur in
Ost-Java gefangene Exemplare vor, die ich dort in 500 — 700 m Höhe am Rande von Kaffeegärten häufig
antraf. — pasitelides subsp. nov. ist eine interessante Form von der Java so nahe vorgelagerten Insel pasitelides.
Bawean, die unterseits leicht kenntlich ist durch die fast völlig braunen Vflgl, denen beinahe jede weisse
Grundierung fehlt. Die Hflgl sind costal- und basalwärts auch leichter schwarzgrau überschattet als alle
Java-Exemplare; alle Ocellen deutlicher und schöner gelb umringelt.
Weiter gegen Osten, im mikromalayischen Gebiet, und zwar bereits auf Bali, setzt eine prächtige Art
ein, die weiter verbreitet ist als bisher bekannt war, nämlich Y. aphnius Godt, ursprünglich aus Timor be- aphnius.
schrieben, aber anscheinend identisch auch auf der Insel Wetter vorkommend. — Vom nomenklatorischen
Typus am weitesten entfernt ist caratonus subsp. nov., von der ich im Oktober 1895 ein ? auf der Insel Bali caratonus.
fing. Es ist ausgezeichnet durch seine Kleinheit und besonders durch einen fast rein weissen Vorhof der
Ocellen im Analgebiet der Hflgl. — Eine habituell etwas grössere Form ist saravus subsp. nov. von Lombok. saravus.
die dort auf Höhen von 600 — 1000 m vorkommt und am Waldrand und am Ufer der Bächlein, die das
Plateau von Sambalun durchziehen, nirgendwo selten ist. Die Analpartie der Hflgl ist oberseits verdunkelt.
IX
37
YPTHIMA. Von H. Fbuhstokfer.
290
und sämtliche Ocellen sind stattlicher als bei der Baliform, suratus neigt zu Aberrationsbildung, da ich unter
leuce. vier cf cf deren zwei besitze mit monströser Ausbildung der gelben Ocellenperipherie. — leuce I>oli. (99 d)
aus Sumba und Sumbawa beschrieben, mir aber nur von ersterer Insel zugänglich, führt ähnlich wie ninyas
Frühst, von Celebes ein auffallend bleiches Randgebiet aller Flügel oberseits und differiert auf der Unterseite
der Hflgl den Lombok- Exemplaren gegenüber durch reiner weissgraue Grundfärbung der Hflgl. — Bei
glabrius. glabrius subsp. not. von Flores nimmt der Vorhof der Ocellen der Hflgl schon eine gelbliche Schattierung
budinus. an und alle Ocellen erscheinen bereits breit ockergelb geringelt. Flores; Flugzeit November. — budinus
subsp. not. hat bereits ebenso ausgedehnte dunkel ockergelb umrandete Augen der Vflgl wie ciphnius und die
aphnins. Unterseite der Hflgl nimmt eine dunklere Färbung an als bei leuce und glabrius. Insel Alor. — aphnius
Godt. (99 d) von Timor und Wetter ist dasjenige Extrem, das, wie die Abbildung zeigt, einen durchweg
ockergelben Yorhof der Htlglaugen aufweist. Die Unterseite ist dunkler, schwarz, anstatt braun gesprenkelt
wie bei den übrigen Zweigrassen. — Nach Elwes und' Edwards differiert aphnius (leuce) durch die Form der
Yalve, die eine Lamelle an der konkaven Innenseite nahe dem Ende führt, von baldus ( horsßeldt
argillosa. Y. argillosa Sn eil. ist vielleicht die javanische Rasse der aphnius. Von Dr. Piepers in West-Java
gesammelt und von aphnius verschieden durch das Fehlen der orange Partie um die Htlglocellen. Die Sexual¬
marke der Vflgloberseite besonders entwickelt.
argus. ln Japan und auf dem gegenüberliegenden Festland ist baldus vertreten durch argus Bür., den
Elwes wegen der Verschiedenheit der Greiforgane als besondere Art aufrecht hält. In der Tat hilft auch
schon der völlig andere, fast rundliche Flügelschnitt die Trennung begründen. Die Art ist häutig in Japan
evanescens. und kommt dort von Hakodate bis Nagasaki überall vor. — Als evanescens Btlr. ist eine Abweichung der
Trockenzeit beschrieben, wo die Augen zu winzigen Ringelchen reduziert erscheinen. Aus Nikko, Japan. -
pratti. pratti Elwes von Itschang führt oberseits ein auffallendes, proximal scharf begrenztes Marginalband. — Als
hyampeia. hyampeia subsp. not. (99 e) wird die Lokalrasse des Ussuri und vermutlich auch vom Amur ausgeschieden,
die sich zu argus verhält wie etwa ishigakina Frühst, zu baldus. Gestalt kleine]1, Ocellen oberseits weniger
lebhaft weiss gekernt, Unterseite vorherrschend schwarz statt weissgrau, die Augen viel kleiner.
steilem. Y. stellera Eschli. ersetzt baldus auf den Philippinen und differiert von dieser durch die mehr oblonge
und dunkler ockergelb umringelte Apicalocelle der Vflgl und die mehr weissliche, mit schärferen braunen
Binden durchzogene Unterseite, und die wiederum dunkler gelbe Peripherie der Augenflecke aller Flügel.
Wenn nicht Elwes und Edwards beide Arten wegen der Genitalien getrennt hielten , würde ich sie ohne
Bedenken vereinigen. Von Luzon an auf allen Philippinen-Inseln. Lokalrassen existieren, doch ist darüber
galeria. aus Mangel an Vergleichsmaterial nichts bekannt. — galeria subsp. not. ist eine verglichen mit stellera von
Bazilan in der Grösse zurückgebliebene Inselrasse mit naturgemäss auch kleineren Augenflecken der Ober¬
seite und dunkler braungrauer Unterseite, bei der die reduzierten Ocellen und sehr breite, braune Längs-
sepyra. bänder besonders auffallen. Palawan. — Bei sepyra Hew. (99 e) ist die Verdunklung in weiterer Progression,
deren Oberseite durch bereits an aphnius Godt. (99 d) erinnernde, wenn auch nicht so ausgeprägte rötlich
ockergelbe Ocellenperipherie der Vflgl ausgezeichnet. Auf der Htlgloberseite sind beim cf drei , bei den
?$ vier mässig stark geringelte Augenflecken vorhanden. Batjan, Halmaheira, Ternate häufig. Fundorts¬
angaben wie Celebes, Borneo, Java, die sich in der Literatur vertreten finden, beruhen auf Irrtum oder Ver¬
wechslung mit andern Arten.
nynias. Aus Celebes ist baldus repräsentiert durch Y. nynias spec. not. (99 a verdruckt in ninyas ), eine auf¬
fallend kleine Species (sonst produziert Celebes stets die gigantischsten Formen der Kollektivart), die
auf der Oberseite bemerkenswert erscheint durch den Kontrast des lichtgrauen Submarginalgebiets, der
durch eine sehr breite dunkelbraune Binde von der dicht und düster braunen Basalregion abgeschieden wird.
Die Ocelle der Vflgl ist verglichen mit jener von sepyra lateral stark zusammengedrückt, die Binden der
Unterseite sind bei Exemplaren von Süd-Celebes manchmal undeutlicher als auf der Abbildung, und bei der
Trockenzeitform, die ich in der Umgebung von Makassar sammelte, geht die Grundfarbe in Grau über und
aretas. die Augen verkleinern sich. Häutig in Nord-Celebes bei Toli-Toli, November, Dezember. — aretas subsp.
not. führt beim ? bereits wieder fast kreisrunde Ocellen der Vflgl, die nur beim cf ihre oblonge Form
behalten. Die Oberseite beider Geschlechter ist dunkler als bei nynias, monoton braun ohne die distale
Aufhellung. Die Unterseite lichter grau, ohne braungelbe Querstrichelung, die Längsbinden weniger markant
als bei der Celebesrasse. Insel Saleyer, von mir im März 1896 gefangen.
gadantes. Y. gadames spec. nov. nähert sich oberseits der stellera Fschh., nur die beiden Analocellen der Hflgl
wesentlich kleiner. Unterseite erinnert an fasciata Heu:, von Borneo, doch ist die Apicalocelle der Vflgl
wesentlich schmäler als bei nynias, die Sprenkelung der Flügelunterseite mehr gelblich als grau, wie bei
fasciata und stellera, die Anordnung der Augenflecke der Hflgl aber sonst wie bei fasciata. Insel Bangkai,
Typus in der Sammlung Staudixger am Berliner Museum.
nareda. Mit Y. nareda Koll. (99 g), im Bd. I, p. 92 bereits besprochen, beginnt eine Gruppe interessanter
Arten , die sich alle durch ein Doppelauge der Hflglunterseite auszeichnen , das nicht von analen Neben-
ocellen begleitet wird, nareda ist im West-Himalaya nirgends selten, als Flugzeit wird Mai bis Oktober
YPTHIMA. Von Jl. FituiisTowKiäH.
29 I
und als höchste erreichte Erhebung 2500 m im Kumaon-Himalaya in der Literatur verzeichnet. Valve kurz,
breit, am Apex einen einfachen schwarzen Dorn.
Y. newara Moore schliesst sich eng an die vorige an, die Submarginalbinde der Unterseite ist gleich- newara.
mässiger breit, und die Strichelung etwas derber und weniger gleichartig. Ost - Himalaja von Nepal und
Sikkim und bis Assam, von 100O — 1500 m Höhe an. Valve schmal, deren Apex abgeplattet und fein ge¬
zähnt. — Als sarcaposa subsp. nov. wird hier die birmesische Form abgetrennt, die kleiner und unterseits sarcaposa.
heller grau gefärbt ist als grosse Serien von Sikkim- und Assam-Exemplaren. Ocellen breiter und heller
gelb umrandet. Von mir im Mai bei Tungo, Tenasserim auf ca. 1000 m Höhe gesammelt, doch nordwärts
bis zur Yunnan-Grenze verbreitet.
Y. chinensis Leech (Bd. 1, p. 92, 34b), habituell grösser als die vorige und würde ohne weiteres diinensis.
als geographische Rasse von nareda behandelt, wenn nicht Elwes u. Edwards auf Grund der konstanten
Verschiedenheit, der Valve deren Speclesrecht an 4 Epemplaren begründet hätten. Valve zweilappig, nach
innen mit 5 Zähnen besetzt. Von Kiukiang im Mai, von Chang -Yang im August gesammelt, durch
Lef.ch bekannt.
Y. perfecta Leech ist eine durch grössere Analocellen der Htlgloberseite, durch einen geradlinig be- perfecta.
grenzten Vorhof der Apicalaugen der Vflglunterseite und eine auffallende, fast weisse Medianregion der
Htlgl bemerkenswerte Species. Zentral- und West-China. — akragas subsp. nov., etwas grösser, die Ocelle akragas.
der Vtlgl schmäler. Unterseite wesentlich dunkler, mit Ausnahme der fast reinweissen distal, sehr schmalen,
basalwärts verbreiterten Medianregion. Alle Augen der Htlgl etwas kleiner als bei perfecta. Formosa,
sehr selten.
T. sorcUda Ehr. u. Edtr. gehört in die Nähe von perfecta, bereits Bd. 1, p. 92 besprochen. Kiu-Kiang.
Y. lycus Eicev. führt schmälere Flügel, hat jedoch dieselbe Augenverteilung wie nareda, nur sind die lycus.
Analocellen der Htlglunterseite kleiner. Unterseite dunkelgrau, ungemein fein gestrichelt. Als Flugort sind
bisher nur die Khasia-Hills in Assam bekannt, wo lycus vom März bis Juli auf etwa 1500 m Höhe vorkommt,
etwas schneller als newara fliegt, offene Stellen bevorzugt und nicht sehr selten ist, dennoch verirrt sie sich
fast nie in deutsche Sammlungen und ich besitze nur 1 cd.
Y. watsoni Moore ersetzt anscheinend lycus in Birma, und man könnte sie für eine blosse Lokal- watsoni.
form halten, wenn nicht die Valve in hervorragender Weise durch einen subapicalen, breiten, inneren kamm¬
förmigen Anhang von der einfachen, sehr schlanken lycus -Valve differenziert wäre. Die Regenzeitform
ähnelt jener von nareda und ist die Strichelung der Unterseite mehr zerstreut. Die Ocellen sind gleich¬
artiger als bei lycus, die Trockenzeitform zeigt sehr breite braune Binden auf hellgrauem Grunde. Birma,
von Tongu an bis zur Yunnan-Grenze.
In Ost-Asien tritt an die Stelle der nareda und newara die grossaugige Y. motschulskyi Men., die im motschulskyi.
Paläarktenteil (Bd. 1, p. 92) ihre Würdigung bereits gefunden. Ich fing die Species auf der Insel Tsushima,
Ende September bis Anfang Oktober. — amphitea Men. ist eine Form von Korea mit zurückgebildetem amphitea.
Sexualfleck der Vtlgl, während er bei ganus subsp. nov. von Tsintau und vermutlich auch Itschang besonders ganus.
deutlich entwickelt ist. ganus bleibt in der Grösse hinter japanischen Stücken zurück, demgemäss verkleinern
sich auch die Ocellen. Die Unterseite verhält sich zu motschulskyi wie sarcaposa Frühst, zu newara Moore,
mit ihrer lichter grauen Grundfärbung und feiner verteilten Strichelung.
Y. obscura Elw. u. Edw. von Korea, in Färbung und Zeichnung der Japanrasse sehr nahe, differiert obscura.
durch eine weitgehende Umbildung der Valve, die bei motschulskyi die Zähne am distalen Ende zeigt, während
sie obscura an der dorsalen, inneren Partie in einer fast nochmal so langen Reihe führt.
Y. multistriata Btlr. (— posticalis Mats.) (99 g) führt die Zähnelung der Valve auch am distalen multistriata.
Ende derselben, deren Form ist aber einfacher, schlanker, so dass Elwes u. Eewards wohl auch hier mit
Recht die spezifische Trennung von der Japanform befürworten. Unterseits differiert multistriata von mot¬
schulskyi durch die kompaktere und dunkler braune, mehr auf einzelne Felder resp. Flecken zusammen-
gedrängte Beschattung. Formosa, nicht selten bis etwa 4000 Fuss hinaufgehend. imitans Elw. u. Edw. imitans.
von der Insel Hainan differiert oberseits durch ein helleres Distalgebiet der Vtlgl und auf der Unterseite
durch geringe braune Strichelung auf sehr lichtem , beinahe weissem Untergrund. Auch ist die Zellen-
umringelung blasser und schöner gelb.
Y. praenubila Leech (Bd. 1, p. 92, Tat'. 34 c), eine besonders grosse Species, erinnert vielfach an die Arten
der nächsten Gruppe. Zentral- und West-China, von Mai bis August, gehört nicht zur indo-australischen Fauna.
Methora-Gruppe.
Mit Y. methora beginnt eine Reihe von Species, die an Grössenentwicklung die übrigen Gattungs¬
genossen weit zurücklassen und im Habitus bereits die europäischen Purarge erreichen oder übertreffen.
292
YPTHIMA. Von H. Fruhstorfer.
methora. Von metlwm sind zwei Lokalformen bekannt, methora Hew. (99 g), nach der Regenzeitform aufgestellt, in
Assam nirgends selten, aber in Sikkim äusserst spärlich vertreten, und dort auf etwa 1000 m Höhe beobachtet.
Die Assamstücke , auch solche der Trockenzeitform , sind wesentlich dunkler und grossaugiger als Sikkim-
ge/a. exemplare. Da die Trockenzeitform noch nicht getauft ist, so möchte ich für sie den Namen gela form. not.
reservieren. Sie deckt sich mit der Abbildung 99 g. Die Oberseite kann vandykbraun genannt werden.
Die Htlgl führen stets zwei Analocellen , das ¥ auch eine Apicalocelle auf ihrer Oberseite. Beim ? der
Form gela erscheint dann manchmal noch ein apicales Nebenauge, auch sind bei einem ¥ die analen Ocellen
tränenartig ausgeflossen. Die Regenzeitform fliegt im August in Sikkim und Bhutan, während gela, die
persimilis. Generation der kalten Zeit, im Februar, März beobachtet wurde. — persimilis Ehr. u. Ediv. führt keinen
Sexualstreif der Vflgloberseite und die Analocellen der Htlgl sind nicht wie bei methora und gela geteilt,
sondern nur mit zwei weissen Kernen besetzt. Aus Mao, Manipur, von 7000 Fuss Höhe. Selten.
dohertyi. Y. dohertyi Moore schliesst sich eng an methora an, so dass sie vielleicht als deren lokale Rasse kur¬
sieren müsste, denn auch die geringfügigen Abweichungen im distalen Teil der Valve können ebensogut
individueller Natur sein, wie bereits durch die geographische Entfernung vom Zentrum der Kollektivspecies
bedingt. Da mir dohertyi in natura aber unbekannt ist, schliesse mich in ihrer Einschätzung dem Urteile
Binohams und Elwes an. cf mit prominentem Sexualfleck der Vflgl. Oberseite bleicher braun, die Anal¬
oeelle der Htlgl gespalten. Unterseite weisslich mit kurzen braunen Streifchen, die Längsbinden nur un¬
deutlich. Augen der Unterseite mit sehr breiter gelber Iris. Fundplätze: Oberbirma und Pegu, auf ca. 2000 Fuss.
savara. Y. savara Gr.- -Sm. führt gleichfalls einen deutlichen grauen, mattglänzenden Androconienfleck auf
den Vflgln. Die Oberseite ist heller braun als selbst bei gela und unterseits werden beide Flügel von zwei
braunen Längsbinden durchzogen. Die Type stammt aus Obertenasserim, andere Exemplare wurden bei
Tungo im März und April gefunden und Dohebty entdeckte die seltene Species später in Pegu auf etwa
tonkiniana. 600 m Höhe gleichfalls März-April. — tonkiniana subsp. not. (99 f) differiert von savara durch das bei
Tonkinfaltern übliche dunklere Kolorit, die demzufolge stark verbreiterten Längsbinden der Flügelunterseite,
grössere Ocellen, die fast kreisrund statt oval geformt sind und eine noch ausgedehntere lichtgelbe Um¬
randung aufweisen. Selten in Tonkin, sehr lokal, von mir nur bei Ghiem-Hoa, Juli-August auf etwa 500 m
Höhe gesammelt.
conjuncta. Y. conjuncta Leech (Bd. 1, p. 93, Taf. 34b) hat dieselbe Verteilung der Analocellen der Hflgl wie savara,
nur ist die Grundfarbe fast schwarzbraun und das Apicalauge der Vtlgl wesentlich kleiner. Zentral- und
formosana. West-China, gemein. — formosana Frühst. (99 f) (= tappana Mats.) bleibt habituell hinter conjuncta zurück,
auch sind die Augen der Vflgl beträchtlich kleiner als bei methora von Assam und conjuncta, die Flügel¬
unterseite lichter grau und die Ocellen mit schmaler dunkelgelber Peripherie. Nicht selten auf Formosa,
bis 4000 Fuss ansteigend.
Y. sakra möchte ich die auffallendste und am sichersten zu bestimmende Species des Genus be¬
zeichnen; ist sie doch die einzige, die mit einer gelbbraunen Grundierung der Unterseite aller Flügel ver¬
sehen ist und die zwei grosse, aber von einer einzigen Peripherie umrahmte Ocellen der Costalregion der
nikaea. Htlgl führt. Drei Zweigrassen sind bekannt: nikaea Moore (Bd. 1, p. 93, Taf. 34 e) ist die unterseits bleichere
und auch an Grösse geringer entwickelte Form des westlichen Himalaya, die doch namentlich in den höheren
sakra. Regionen von 3 — 11000 Fuss sehr häutig ist. — sakra Moore kommt mit jeder Sendung aus Sikkim und
Bhutan, wo sie von 2000 — 8000 Fuss als weitaus die gemeinste Species der Gattung zu gelten hat. Es ist
nur die Regenzeitform bekannt, die von März bis November als typischer Landstrassenfalter die grasigen
austeni. und buschigen Wegränder belebt. — austeni Moore ist fast etwas grösser als sakra von Sikkim, das ? er¬
heblich dunkler, ohne die feine gelbbraune Marmorierung der Oberseite. Auch die Unterseite zeigt nicht
mehr die schöne Färbung von sakra, deren Kolorit neigt eher zu Graubraun, doch sind die Ocellen etwas
matinia. stattlicher und mehr gleichartig. Assam, Birma, nicht häufig. - inatinia subsp. nov. Ubertrifft sakra an Grösse
und die Unterseite, besonders jene der Hflgl, ist. heller, beinahe weisslichgrau. Häutig in Nordwest -Indien.
) . methorinu Oberth. (Bd. 1, p. 93, 34 e) und medusa Leech aus West-China gehören in die Nähe von
methora und sakra und sind im Paläarktenteil besprochen.
Im Archipel der Philippinen, auf Celebes und in Makromalayana begegnen wir einer Gruppe von drei
bis vier gleichfalls durch Grösse ausgezeichneten Species, die sich eng an methora und conjuncta anschliessen,
als deren bekannteste Vertreter Y. pandocus zu galten hat, die zugleich die gesamte ebengenannte Region be¬
wohnt, aber nirgendwo auf das Festland übergeht, von der malayischen Halbinsel abgesehen, die ja, wie schon
wiederholt hervojgehoben, durch ihr maritimes Klima eine völlig insulare Fauna produziert. In den Greif¬
organen ist die Art ausgezeichnet durch die weitaus schlankste und spitzeste Valve aller durch Elwes und
corticaria. Edwards untersuchten Yptliima. — corticaria Btlr. , von Malakka beschrieben . und fast identisch auch auf
Sumatra und den Baut-Inseln vorkommend, ist oberseits etwas heller als die abgebildete sertorius Frühst.
(99 e), die auch unterseits differiert durch dunkel rauchbraune Schraffierung und breitere submarginale
moenr.s. Längsbinde der Vflgl, sowie ausgedehnter braun beschattete Distalpartie der Hflgl. — moenus subsp. not.
von den Natuna-Inseln , führt viel grössere Apicalocelle der Vflgl, die unterseits von einem lichteren Felde
YPTHIMA. Von H. Fruhstoreik.
293
als bei corticaria umgeben ist. — naerius subsp. nov. ist eine körperlich kleine, mit reduzierteren Ocellen mm- ins.
besetzte und unterseits stark aufgehellte Kasse der Insel Nias, die etwas an alada form. nur. erinnert, die alada.
mir in Männchen und Weibchen vom Battaker Hochland, Nordost-Sumatra; aus etwa 1000 m Höhe vorliegl,
deren fast ganz verwaschen weissgraue Htlgl entschieden ein Trockenzeitkolorit zeigen und mit winzigen
Äugen besetzt sind. — pandocus Moore (99 f). Auf der Figur ist die Unterseite nicht ganz richtig wieder - pandocus.
gegeben, es fehlt die grauweisse mediane Aufhellung. Die Abbildung stellt die dunkle Berg- und Regenzeit¬
form dar, die namentlich am Gede und auf dem Plateau von Pengalengan in verwilderten Kaffeegärten zu
vielen Hunderten auf Höhen von 12 — 1500 m anzutreffen ist. — Tiefer im Tale und in der regenarmen
Zeit tliegt eine viel hellere Form, dyma form, nov., deren Unterseite graubraun abgetönt ist, ohne schwarze Bei- dyma.
mischung, die weissliche Partie im Mediangebiet der Htlgl mit deutlicher gelblicher Sprenkelung. — ando- andokides.
kides subsp. nov. ist analog der Form chjma, nur bleibt sie auch noch in der Grösse zurück; sehr häufig
in Ost-Java auf etwa 500 m Höhe, sertorius subsp. nov. (99 e), bei der auch oberseits das ? ein stattlicheres sertorius.
Apicalauge führt, als selbst die Javaform. Namentlich mit (orticaria Btlr. von Perak verglichen, fällt die
habituelle Überlegenheit von sertorius auf, und dessen ausgedehnte schwarzbraune Beschattung der Unter¬
seite. Die Differenzen des sertorius -? gegenüber dem pandocus -? ergeben sich aus dem Vergleich der Ab¬
bildungen. Nord- und Südost-Borneo, Pontianak, Natuna-Inseln. — jamaeus subsp. nov. ist eine interessante jamaeus.
Rasse der kleinen Sulu-Insel Banguey nördlich von Borneo, die noch hinter calanus (99 e) zurückbleibt, aber
viel dunkler als diese ist und kaum halb so grosse Ocellen der Hflglunterseite führt. Type in der Samm¬
lung Staudinger. aquillius subsp. nov. ist die auf Palawan seltene Zweigrasse, die von der Banguey form aqnillius.
zu calanus überleitet, indem deren Ocellen etwa die Mitte zwischen beiden insularen Repräsentantinnen der
Kollektivspecies halten. Die Apicalocelle der Vtlgl nur mit unmerklicher gelber Peripherie. Hflgloberseite
manchmal weiss bestäubt. Type in der Sammlung Staudinger. — calanus subsp. nov. (99 e) nähert sich im calanus,
allgemeinen sempera Fldr. von Luzon, von der sie aber durch die ausgedehnte weissgraue Distal- und Median¬
partie der Hflglunterseite. leicht zu unterscheiden ist. Auch sind die Ocellen unterseits alle von einer hellen
gelben Peripherie umzogen. Jolo-Inseln. — chaboras subsp. nov. ist eine an Grösse hinter calanus und chaboras.
sempera zurückbleibende geographische Abzweigung, welche Bazilan, südwestlich von Mindanao, bewohnt
und dort im Februar und März nicht selten ist. Beim ? macht sich oberseits wie beim sakra-2 eine feine,
zierliche, braungelbe Marmorierung bemerklich, die Augen sind relativ gross, hell ockergelb umrandet. Die
Unterseite differiert erheblich von jener von calanus dadurch, dass die braunen Schatten zu ziemlich an¬
sehnlichen Striemen und Makeln zusammengepresst sind. Nach einer Abbildung Semper’ s zu urteilen, ist
die Mindanao-Rasse nicht erheblich von chaboras verschieden. — sempera Fldr. bewohnt Luzon und einige sempera.
Nachbarinseln, fliegt dort während des ganzen Jahres, vorwiegend von April bis Juli und dann wieder von
Oktober bis Januar. Nach den Exemplaren meiner Sammlung ist die Unterseite der Luzon-cTef gleich-
mässiger grau und namentlich auf den Hflgln dunkler als bei chaboras von Bazilan. Mindanao. Auch die
Submarginalbinde der Vflgl erscheint stark verbreitert und der distale braune Saum der Hflgl dringt tiefer
nach der Flügelmitte zu ein. — Im lebhaften Kontrast zu den durchweg kleinen Zweigrassen der Philippinen
stehen die pandocus- Ausläufer von Celebes, von denen jene des Südens, loryma Hnv., in der EuwEs’schen loryma.
Monographie noch als Synonym von celebmsis Rothsch. (99g) geführt wurde, von der sie sogleich durch
die auch auf der Oberseite der Vtlgl vorhandene Apicalocelle zu unterscheiden ist und unterseits durch das
rundliche statt oblonge Apicalauge der Vtlgl. Auch sind bei celebensis die beiden Augen der Hflglunterseite
entweder gleich gross oder die apicale Ücelle ist sogar grösser als die anale. Bei loryma überragt da¬
gegen beständig die hintere Ocelle die vordere an Ausdehnung. Verglichen mit pandocus und sertorius führt
loryma grössere Analoeellen der Hflgloberseite. loryma trifft man häufig im Süden der Insel und zwar
von der Niederung am Marosfluss an bis hinauf zu 1500 m Höhe. — Als anana subsp. nov. (99 f) bezeich- anana.
nete ich eine unterseits mit kleineren Augen besetzte Form aus Ost-Celebes zu- einer Zeit, als ich annahm,
dass celebensis mit pandocus zu vereinigen sei. ln der Tat wird aber anana kaum mehr sein als eine Inter-
mediatform. — Erheblich verschieden von loryma ist jedoch macrianus subsp. nov. aus der Minahassa; ? macrianui.
ein Drittel grösser als loryma, der Vorhof der Apicalaugen lichter braun, die LTiterseite bei beiden Ge¬
schlechtern ähnlich wie bei der Bergform der pandocus, mit einem ausgedehnten grauweissen, nur spärlich
braun beschuppten Basal- und Medianfeld der Hflgl. Alle Ocellen sind zudem heller gelb geringelt. Nord-
Celebes, anscheinend selten. — kalelonda Westw. ist eine stark verdunkelte Satellitinselrasse vom Talisse- kalelonda.
Eiland nahe der Nordspitze von Celebes.
Y. celebensis Rothsch. (99g in lorymna verdruckt), differiert ausser den obengenannten Merkmalen celebensis.
auch noch durch das Vorhandensein einer zweiten medianen schwarzbraunen Längsbinde, die sich besonders
deutlich auf der Vorderseite der Htlgl der ?? abhebt. Des weiteren ist auch die Submarginalbinde auf allen
Flügeln und zu beiden Seiten doppelt so breit als bei celebensis und macrianus. Häufig in der Niederung,
von mir bei Toli-Toli, November-Dezember im Norden von Celebes gefangen, während ich die unterseits
etwas lichter graue, typische Form im November im südlichen Celebes nicht selten antraf.
Y. ancus spec. nov. (99g) muss als dritte Art der ymhoc»s-Gruppe gelten, der wir in Celebes be- ancus.
gegnen. Es ist eine ausgesprochene Bergform, die neben pandocus, celebensis und damit gleichzeitig von
XOIS. Von H. Fiujiistorfek.
nigricans.
phasts.
clinoides.
drornon.
megal ia.
abnormis
sesara.
argentina.
fiilvida.
294
mir am Pik von Bonthain gefangen wurde. Die Oberseite differiert von loryma durch das gleichmässige
Schwarzbraun, das im Distalgebiet aller Flügel leicht ins Rotbraune spielt. Der Unterseite, die auf 99g
sehr gut getroffen ist, fehlen alle grauen Schattierungen, die Augen sind runder, prägnanter dunkler ocker¬
gelb geringelt. Der Ocellenvorhof etwas blasser als die sonstige Grundfarbe.
Y. nigricans Snell., bisher nur in wenigen Exemplaren aus dem westlichen Java bekannt, wurde von
mir auch im Osten der Insel auf ca. 500 m Meereshöhe gefunden. In der Färbung ist sie oberseits sehr
ähnlich ancits, nur differiert die Unterseite, die sich mehr an pandocu s anschliesst, durch das Vorhandensein
einer braungrauen Schattierung der Vflgl und einer weisslichen Medianzone der Htlgl. Die Htlgl sind stets
breiter und dunkler braun umrahmt als bei pandocus, die anale Ocelle im Verhältnis zur subanalen relativ
gross und sämtliche Augen unter sich überhaupt mehr gleichartig. — Im Zuidergebirge südlich von Malang
existiert auch eine Trockenzeitform fphasis form, nur.) mit bis zur Punktgrösse reduzierten Ocellen der Hflg-
unterseite.
T. iris Leech (Bel . I, Taf. 94 d) mit dromonides Obertli. (Bd. 1, Taf. 34 d), sowie beautei Oberth. (Bd. 1,
Taf. 34c) und ciri-t Leech (Bd. 1, Taf. 34 d) bilden eine kleine Gruppe von ostpaläarktischen Arten mit sehr
schräg gestellter ovaler, doppelt gekernter Ocelle der Vflgl und zwei bis drei Subanalocellen, sowie einem
Apicalauge der Htlgl. Alle bewohnen das östliche China, zum Teil Höhen von 5 — 8000 Fuss und sind in
Band 1 (S. 92 — 93) ausführlich behandelt.
Y. clinoides Oberth. ist eine mir in natura unbekannte Form oder Species, die in die Nähe von
iris Leech zu stellen ist und sich durch die Abwesenheit der Analoeellen der Htlgloberseite charakterisiert.
Aus Yun-nan beschrieben, von Missionären bei Tsekou gesammelt.
Y. dromon Oberth. differiert von der iris Leech durch die kleineren Augenflecken, die auf der Unter¬
seite dem Erlöschen nahe kommen. Yunnan, Tsekou.
V. meyalomma Btlr. (Bd. 1. p. 92, Taf, 34 c) gehört zu einer kleinen südostpaläarktischen Gruppe,
die wenige Arten umfasst, mit grossen rundlichen Augen der Vflgl, einer mässig grossen Ocelle der Htlgl¬
oberseite, jedoch völlig augenloser Unterseite der letzteren. Die Art wurde bei Ningpo entdeckt, wo sie
im April fliegt, und später auch in Chang-yang, Zentral-China , sowie West-China, wo sie bis 5000 Fuss
auf steigt.
Y. megalia Xicev., in den oberen Shan-Staaten nahe der chinesischen Grenze aufgefunden, dort
gleichfalls im April fliegend, hat. etwa die Grösse der sakra Moore und ist unterseits ebenso fein schraffiert.
Auf der Oberseite aber kommt sie meyalomma nahe, nur ist die Ocelle der Vflgl oblong. Die Htlgl sind
unterseits braun, mit der leisen Andeutung einer subbasalen und medianen weissgrauen Binde und völlig ungeaugt.
}'. insolita Leech (Bd. 1, p. 92, Taf. 34 cl ) ist äusserst selten in West-China, auf 5000 Fuss Höhe im
Juni fliegend. Unterseite weissgrau mit brauner 'sparrenartiger Binde und Spuren kleiner Augenflecken.
Y. abnormis Shelfoni, nach einem ? beschrieben, gehört, wenn es sich nicht um eine Aberrativform
handelt, in diese Gruppe. Oberseite ohne Ocellen. Unterseite blassbraun mit dunklen, etwas rötlichen
Streifen, die drei Felder abteilen. Htlgl mit fünf unregelmässigen und etwas undeutlichen Binden, gleich¬
falls ohne Augen. Abdominalrand der Htlgl tief ausgeschnitten und der Aussenrd leicht gewellt. 57 mm
Flügelspannung. Aus Sarawak, jedenfalls sehr selten. Type im Sarawak Museum.
2. Gattung: Xoi* Heic.
Diese kleine australische Gattung ist sehr nahe mit Ypthima verwandt und unterscheidet sich von
dieser nur durch die deutlich zweispaltige Präcostalader der Htlgl und das kürzere Endglied der Palpen.
Xur zwei sichere Arten bekannt, welche die Fidji-Inseln bewohnen. Es sind kleine zarte Falter von weiss-
licher Färbung, mit einem grossen doppelt weissgekernten Auge in der dunkler angehauchten Flügelspitze.
Auf der Rückseite sind die Flügel fein gestrichelt, die Htlgl stets ohne Ocellen.
X. sesara Hea\ (= diophthalma Prittw.) (99 g) ist eine nicht allzu seltene Species, deren Unterseite
beim cf dunkel, beim ? etwas lichter ockergelb gefärbt ist. Uber die Lebensweise ist nichts bekannt.
Viti-Levu.
X. argentina Prittir. soll von Samoa stammen.
X. fulvida Btlr., mit der vermutlich V. ritiensis Frohst. (93 f) identisch ist, differiert nach meinen
Typen durch oberseits breit schwarz umrahmten Vflgl und einen mässig ausgedehnten ebensolchen Distalsaum
der Htlgl. Die Umrahmung der Vflgl schlägt nach unten durch, die Htlgl führen aber nur einen schmalen
feinen gebräunten Distalsaum. Von den Vflgl n ist nur die Basal- und Apicalpartie gelblich übergossen, die
Medianregion jedoch rein weiss geblieben. Die Hflglschraffierung ist geringer als bei sesara. Anscheinend
sehr selten. Beide Geschlechter in Kollektion Fuuhstorfer. Viti-Levu.
ACROPHTHALMIA ; PH A RIA ; HYPOCYSTA. Von II. Fruhstokki n.
295
3. Gailling: Acroplitlialinia Fldr.
In der Grösse der vorigen Gattung naliekommend und auch nur wenige Arten umfassend, differieren
aber die Schmetterlinge strukturell durch die Abzweigung der unteren Radiale, die direkt aus der Subcostale
entspringt, wodurch letztere und die obere Radiale auf einem gemeinsamen Stiel stehend erscheinen. Die
obere Radiale an ihrer Basis stark umgeknickt. Untere Radiale mit der vorderen Mediane partiell vereinigt.
An dieser Stelle besitzen die cPcf einen häutigen Sack, welcher sich als Hautfalte bis zum Aussenrd fort¬
setzt. Den ?? fehlt diese Falle, weshalb auch deren untere Discocellulare einfacher gebildet und nur
kurz geknickt erscheint. Vtlgl mit 2 Subcostalästen vor dem Zellende, einer kleinen schiefen mittleren
und einer grossen gewinkelten unteren Discocellulare, die wie bei den Fuploea und einigen Satyriden-
gattungen einen blinden Ast nach innen sendet. Von Ypthima und Xois differiert Acrophthalmia durch das
Fehlen der Anschwellung der Mediane und Submediane, denn nur die Costale ist aufgeblasen. Nur wenige
Arten, kleine zarte vorherrschend weisslich gefärbte Schmetterlinge, welche auf der Rückseite je eine Ücelle
tragen. Ihr Verbreitungsgebiet sind die Philippinen, von wo aus sie vermutlich Celebes und die Molukken
erreicht haben. Die Nichtzugehörigkeit einer bisher damit vereinigten kontinentalen Art wird beim nächsten
Genus ( Phciria ) nachgewiesen.
A. artemis ist die einzige sichere Species des Genus und in etwa 5 Zweigrassen über die Philippinen
und deren Nachbarinseln verbreitet. — leuce Fldr. (90 e), von mir im nördlichen Celebes bei Toli-Toli lence.
November bis Dezember im niederen Gebüsch des Waldrandes gefunden, wo sie wie Ypthima fliegen und
sich auf Zweige und Blätter setzen. Oberseite etwas dunkler graubraun, ein breites weissliches Medianfeld
auf beiden Flügeln freilassend. — lacrima Frulmt. (= chionides Xicer.), habituell etwas kleiner als leuce, ist lacrima.
oberseits so ausgedehnt graubraun überhaucht , dass nur ein sein schmales weisses Mediangebiet auf der
Flügeloberfläche freibleibt. Auf der Hflglunterseite fehlt die braune mediane Zickzacklinie, die auf der Ab¬
bildung von leuce deutlich wiedergegeben ist. Sula Mangoli, Oktober, November von \V. Doherty entdeckt. —
chione Fldr. (93 f) der Nord - Molukken , wesentlich grösser als leuce , aber ähnlich gefärbt. Die Distal- chione.
Umrahmung aller Flügel jedoch satter braun, die Medianregion ausgedehnter, reiner weiss, Ocellen der Unter¬
seite und deren Nebenauge etwas deutlicher als bei leuce. Von Halmaheira und Batjan in meiner Samm¬
lung, nach Hewitson auch auf Morty oder Morotai , auf Andai , Neu -Guinea nach Angaben Oberthür's.
Letzterer Fundort bedarf noch der Bestätigung. Nach Pagenstecher soll sie von Kükenthal auf den Uliassern
gefunden worden sein*). — artemis Fldr. führt von den philippinischen Rassen das grösste weisse Mittelfeld, artemis.
ist nach Semper unterseits etwas anders in den Ocellen gekernt und die Zickzacklinie weiter von den Augen
abgerückt. Anscheinend nicht sehr häufig auf Luzon. Flugzeit April bis Juli. — misarte Setup, bewohnt misarte.
Mindoro und stellt eine verdunkelte Inselrasse der vorigen Art dar, mit eingeschränkterem weissen Discus
aller Flügel, heller grauer Umrahmung und noch etwas der Basis der Hflglunterseite näher gerückter Median¬
linie. Flugzeit Dezember, selten. — ochine Setup, von Sainar, Leyte, Panaon stimmt oberseits mit chione ochine.
Fldr. von den Molukken überein und führt auch gelegentlich einen grünen Schimmer, der bei chione Vor¬
kommen soll. Die Submarginallinie der Unterseite etwas mehr gewellt als bei chione. — machares sttbsp. madiares.
nov. entfernt sich von artemis durch erheblich breitere dunkelbraune Einsäumung der Flügeloberfläche und
unterseits durch die gleichmässigere und ausgedehntere weisse Partie, die namentlich nach der Costalgegend
der Vtlgl zu, nach vorne abgerundet ist. Insel Bazilan; Februar, März; von W. Doherty gesammelt. -
leto Semp. von Bohol steht bereits nahe der Artberechtigung, ist aber anscheinend dennoch nur oberseits
durch die gelb ausgefüllten Vtlgl differenziert. Auf den Hflgln erstreckt sich der gelbliche Anflug nur auf
die transcellulare Region. Ebenfalls selten. Flugzeit Dezember, Januar.
4. Gattung: Pharia, Gen. nov.
Die einzige Species dieser bisher verkannten Gattung bewohnt das westliche China und wurde von
mir in Tonkin aufgefunden. Pharia hat zwar mit Acrophthalmia gemeinsam, dass nur die Costale aufgeblasen
ist, die Mediane und Submediane aber keinerlei Anschwellung zeigen; doch ist sie im Geäder so scharf von
ihr getrennt, wie wenige verwandte Gattungen. Zunächst fehlt den cTcd die Duftfalte der Htlgl, und die
mittlere und untere Discocellulare der kurzen, breiten Hflglzelle sind von normaler, einfachster Bildung, die
mittlere Discocellulare etwas kürzer als die untere. Auf den Vflgln ist die untere nicht nach innen gebogen,
sondern verläuft wie bei Xois schräg nach aussen.
Ph. thalia Leech (Bd. 1, p. 80, Taf. 29 a), bisher nur vom Omi-Shan, Flugzeit Juli, bekannt, wurde thalia.
sie von mir in einem Exemplar aus der Umgebung von Langson, Nord-Tonkin, Juni bis Juli, nachgewiesen.
5. Gattung: Hypocysta T Vestw.
Ein wohlumgrenztes Genus, das in zwei Hauptgruppen zerfällt, die besonders durch das Kolorit
geschieden werden können, nämlich die Australier, welche sich um irius gruppieren, die Fabricils schon
kannte, von der typisch neu-holländischen braunen Sandfarbe, die auch bei anderen Gattungen, wie z. B.
*) Dieser Fundort mit grösster Wahrscheinlichkeit mit Batjan oder Ternate verwechselt.
HYPOGYSTA. Von H. Fbuhstorpee.
irius.
nntirius.
adiante.
undulata.
metirius.
psendiriiis.
epirius.
euphcmia.
isis.
pelagia.
isias.
senona.
bnsiris.
osyris.
Heteronymphu wiederkehrt, und die Bewohner von Neu-Guinea, mit vorherrschend schwarz -weissem oder
dunkelbraunem Kolorit.
Äusserlich gleichen die Bbjpocysta- Arten den Acrophthalmia, von denen sie jedoch durch das einfache
Geäder der Hflgl abweichen, auch sind die drei Hauptadern der Yflgl aufgeblasen. Die Vorderfiisse der ff
klein und zart, doch nicht so verkümmert wie bei Ypthima. Man kennt bereits eine Reihe von Arten und
auf jeder grösseren Expedition werden noch neue entdeckt. Alle aber sind kleine zarte Schmetterlinge mit
einem grossen Auge auf den Hflgln, seltener auch mit einem solchen auf den Vflgln. Das Genus ist aus¬
schliesslich australisch-papuanisch und fehlt bereits den östlichen Inseltrabanten von Neu-Guinea.
H. irius F. gleicht im Habitus der abgebildeten ant irius (93 d) und erinnert an die paläarktische
Cocnonympha pamphilus L.; sie ist in Queensland häufig und kommt dort von Brisbane bis zum Cap York
überall vor. Oberseite gelblich, Hflgl mit zwei kleinen Augen, die auf der grauen Unterseite kleiner er¬
scheinen und nach innen von einer weissen Längsbinde begrenzt werden.
H. antirius Btlr. (93b) ist wenig grösser als irius, ohne den schwarzen Distalsaum, den irius auf allen
Flügeln oberseits trägt, und unterseits ohne die proximale weisse Längsbinde im Medianteil der Hflgl. Nord¬
west-Australien, Port Darwin.
H. adiante Hbn., mir in natura unbekannt, bewohnt gleichfalls Nordwest -Australien, geht aber sonst
von Sydney bis zum äussersten Norden von Queensland. — undulata Btlr. ist eine Zeitform ohne wesent¬
liche Unterschiede.
H. metirius Btlr, eine interessante Species mit ausgedehntem ockerfarbenem Feld der Hflgloberseite,
graubraunen Vflgln. Die beiden Augen der Hflglunterseife sind durch eine schmale gelbliche Binde ge¬
trennt. Häufig, von Sydney bis Cairns verbreitet.
H. pseudirius Btlr. differiert von der vorigen Species durch eine ockerfarbene Aufhellung der Vflgl,
die auch unterseits leicht angedeutet ist. Über ein ebenso grosses Gebiet zerstreut als die vorige. — epirius
Btlr. ist wiederum eine Saisonform der Kollektivspecies, die vielleicht in mehrere Rassen zerfällt, die noch
nicht studiert sind.
H. euphemia WesUc. (93 d), meistens etwas heller als auf der Abbildung, ist leicht kenntlich durch
eine grosse Ocelle der Vflgl, die zwischen den Medianen eingelagert ist und einem kleinen Subapicalauge
vor dem Apex derselben. Beide wiederholen sich unterseits. Hflglunterseite gelbgrau, mit feinen medianen
Längsstreifen und einer grauen Verbindung zwischen den fast gleichgrossen Ocellen. Häufig bei Sydney.
H. isis spec. nov. bewohnt die Hauptinsel von Neu-Guinea und geht auch auf einige ihrer Trabanten
über, fliegt anscheinend das ganze Jahr über, tritt aber in der Zeit vom November bis April am häufigsten
auf und bewohnt den Wald der Niederung, anscheinend ohne auf so bedeutende Erhebungen hinaufzusteigen
als die vorige Art. — isis Frühst. (93 d) ist in den westlichen Teilen von Deutsch Neu-Guinea anzutreffen. Die
?? sind jedoch selten und vom cf durch rundlicheren Flügelschnitt und das weisse Medianfeld der Vflgl, das
wesentlich breiter als bei osyris angelegt ist, zu unterscheiden. — pelagia suhsp. nov. fliegt in der Humboldt¬
bai, Holl. Neu-Guinea, wo sie von Dohekty September-Oktober 1882 entdeckt wurde. Die Form ist leicht
kenntlich durch noch etwas mehr verdunkelte Vflgl als bei isis und kaum halb so breite weisse Binde der
Hflgl. — isias suhsp. nov. ist eine sehr interessante Rasse des südwestlichen Holl. Neu-Guinea mit durchweg
schwarzgrauen Vflgln und sehr breitem weissen Feld der Hflgl, das bis an die Ocellen reicht. Type im
Tring Museum: Kapaur, von Dohekty aufgefunden. — senona suhsp. nov. wird eine Form genannt, die isis
sehr nahekommt , bei der aber auch die cf cf bereits eine deutliche weisse bindenartige Medianregion der
Vflgl, ähnlich wie die ??, nur nicht so ausgedehnt, führen. Unterseits ist diese weisse Region ebenso mar¬
kant. aber nicht ausgebreiteter als bei isis von Friedrich -Wilhelmshafen. Nach Hagen häufig im Wald bei
Stephansort und Simbang vom November bis April. — busiris suhsp. nov. erinnert bereits an leucomelas (93 d),
doch sind die Vflgl schlanker, der Analwinkel deutlicher abgerundet und die Grundfarbe braun statt schwarz.
Von isis, senona, pelagia entfernt sich busiris durch das Fehlen jedweder medianen Aufhellung, während um¬
gekehrt das ? ein viel auffallenderes, breiter angelegtes weisses Medianfeld aller Flügel zeigt als die ?? aller
genannten Rassen. Auch die Htlglocelle erscheint erheblich vergrössert und deren Peripherie ist prominenter
und heller gelb als bei den AA-Zweigrassen von Neu-Guinea. Insel Misole, von H. Kühn entdeckt, im Januar
gesammelt.
H. osyris, ausgezeichnet durch die braungraue Umrandung aller Flügel, die in der Färbung be¬
reits an haemonia Jleir. und fenestrella Frühst. (93 d) erinnert, ein Kolorit, das auf der Tafel nicht glücklich
zum Ausdruck kam. Die Basalregion der Hflgl stets mehr oder weniger gelblich angeflogen, nie so rein
weiss wie bei isis Frühst. Es sind nur wenige Zweigrassen bekannt, von denen osyris Bsd. (93 d) die Aru-
Inseln bewohnt. Die cf cf zeigen kein weisses Mittelfeld der Vflgloberseite, sondern an dessen Stelle eine
kaum merkliche Aufhellung. Die schwarzen Augen der Hflgl sind schmaler gelb geringelt als beim ?. Hflgl¬
unterseite mit einer metallischen, silberglänzenden Submarginalbinde und einer ebensolchen Peripherie des
Ausgegeben 22. II. 1911.
ARGYRONYMPHA. Von H. Fruhstorfer.
297
kleinen Apical- und des doppelt so grossen Analauges. — nephthys subsp. nov. wurde von Merk im .Jahre nephthys.
1899 in der Milnebai und November bis März 1904 05 am Aroafluss aüfgefunden. Von Gestalt kleiner als
osyris, zeigt sie naturgemäss auch kleinere Ocellen der Htlgl, die nur unmerklich und dunkler braun ge¬
ringelt sind. Das weisse Basalfeld der Htlgl ist fast quadratisch, reicht nicht über die Zelle hinaus, und ist
gelblichgrau überschattet. Auf der Unterseite der Vtlgi wird die weisse Medianregion durch die ausgedehntere
Distalzone stark zurückgedrängt. — frenus subsp. nov. nähert sich osyris durch bedeutendere Grosse und ist / remis.
differiert von nephthys durch ein etwas ausgedehnteres weisses Basalfeld der Hflgloberseite, und unterseits
durch breitere grauschwarze und metallische Binden. Britisch Neu-Guinea auf Höhen über 2000 m. November
bis Februar.
H. hathor spec. nov. nähert sich in beiden Geschlechtern der serapis von Dorey, ist aber von dieser hathor.
und namentlich auch von isis isis leicht zu unterscheiden durch das sehr breite, aber kurze, bereits an der
Zellwand der Hflgl in die Grundfarbe übergehende weisse Feld. Analocellen der Htlgl schmäler als bei isis.
Britisch Neu-Guinea, Januar und Februar, von Meek gesammelt.
H. aroa Beth.-Bak. ist eine besonders stattliche und ausgezeichnete Species, kenntlich durch die aroa.
sehr breite rein weisse Einlage der Vflgl, ein distal spitzes, weit über die Zelle hinausführendes blendend-
weisses Feld der Htlgl. Beide Geschlechter differieren von allen bekannten Hypocysta durch das Fehlen
jeder gelblichen Peripherie der Hflglocellen , die oberseits dadurch sehr schmal erscheinen. Britisch Neu-
Guinea, vom oberen Aroafluss. Flugzeit März -April. — serapis subsp. nov. ist die Rasse von Holland. Neu- serapis.
Guinea, deren cf sich der isis nähert durch gelbliche statt weisse Einbettungen der Vflgl. 2 mit viel schmälerem
weissen Feld auf beiden Flügeln, das auf der Unterseite nicht wie bei aroa in die Zelle der Vflgl eindringt.
Dorey, Holl. Neu-Guinea.
H. haemonia ist bisher nur von den Aru-Inseln und dem gegenüberliegenden Holl. Neu-Guinea be- haemonia.
kannt. Drei Ortsformen verdienen Erwähnung: fenestrella subsp. nov. (98 d) aus Sekar, Holl. Südwest-Neu- fenestrella.
Guinea, die durch aufgehellte Vtlgi und schmälere schwarze dreipunktige Ocellen der Htlgl ab weicht von
haemonia Hew. der Aru-Inseln, deren 2 vom cf nur durch rundlicheren Flügelschnitt und etwas ausgedehntere
dreiteilige schwarze Ocellen der Hflgl und deren breitere gelbbraune Peripherie differiert. Flugzeit (nach
einer Angabe von Kühn) September. — pelusiota subsp. nov. ist eine distinkte Form von der Humboldtbai. pelusiota.
Holl. Neu-Guinea, fast ein Drittel grösser als haemonia-d, auch auf den Hflgln aufgehellt, ein graugelbes
Basalfeld aufweisend. 2 mit grauweisser, sehr breiter Medianzone aller Flügel. Unterseite mit fast doppelt so
breiten Silberbinden als haemonia, die innerste auch nach innen deutlich braun begrenzt. Flugzeit September-
Oktober, von W. Doherty entdeckt. Typen im Tring-Museum.
H. leucomelas B. u. J. (93 d) wird von ihren Autoren zum Genus Platypthima gestellt, doch scheint leucomelas.
sie besser zu den übrigen Hypocysta zu passen, wie zu ornata R. u. dem Typus der Gattung Platypthima,
den wir t. 99 c abbilden. Die Unterseite differiert von allen bekannten papuanisclien Hypocysta durch das
Fehlen jedweder Apicalocelle der Hflglunterseite und das rundliche statt oblonge Analauge. Britisch Neu-
Guinea, Aroafluss, selten.
6. Gattung: Argyronympha Math.
Die vermutlich einzige Species dieser reizenden Gruppe verdient ihren Namen »Silbernymphe« durch
das prächtige Geschmeide, das in Gestalt von metallisch glänzenden, schön geschwungenen Binden und fein
verteilten Strichen die Unterseite aller Flügel der zahlreichen Inselrassen dekoriert. Die Grundfarbe der Ober¬
seite wechselt von Hellgelb bis zu Schwarzbraun, je nach der Lokalität. Mit den Hypocysta, deren östliche
Fortsetzung das Genus tatsächlich bedeutet, haben sie die drei aufgeblasenen Hauptadern der Vtlgi und das
Fehlen sekundärer Duftpinsel der Hflgl gemeinsam. Zelle der Vtlgi etwas kürzer, der rücklaufende Sporn in
der Zelle ebenfalls zurückgebildet. Zelle der Hflg-l über ein Drittel kürzer. Untere Discocellulare kaum halb
so breit als bei Hypocysta und zwar auf beiden Flügeln, also Differenzen genug, um die bisher durch keine
wissenschaftliche Diagnose begründete Gattung gelten zu lassen. Die Arten sind nicht selten, anscheinend
leicht zu fangen und scheinen, je weiter sie auf ihren abgegrenzten Fluggebieten nach Osten vorgerückt
sind, von desto hellerem Kolorit zu sein. Riebe schreibt über die Lebensweise : Die Vertreter dieser Gattung,
die ich nur auf den Salomons-Inseln fing, sind kleine, zarte Tiere, die den dichten Wald lieben, meistens
wird man sie dort finden, wo durch eine Süsswasserquelle einige Feuchtigkeit geschaffen ist. Die Falter
setzen sich mit zusammengelegten Flügeln, indes die metallische Unterseite weithin leuchtet, auf die Blätter
der niederen Sträucher ungefähr in Manneshöhe. Der Flug der zarten Tiere ist langsam und schwerfällig,
es ist ein Flattern von Strauch zu Strauch. Die Schuppen sitzen nur sehr lose auf den Flügeln fest, so
dass man nur wenige gute Stücke erbeutet. Häufig fand ich die Tiere niemals, wenn sie auch überall im
W aide einzeln anzutreffen sind. A. pulchra ist ein sehr variables Tier, denn auf den Shortlands-Inseln fing
ich Stücke, die, was die Oberseitenfärbung anbelangt , dicht an rubianensis und andererseits an uleva heran¬
kommen. pulchra und rubianensis sind gut getrennte Formen, uleva ist aber nur eine zufällige dunkle
Aberration. Bekannt ist pulchra von den Shortlands-Inseln (Alu, Fowi, Munia, Tauro, Tanua) Xord-Ghoiseul,
Bougainville, Treasury, rubianensis von Neu-Georgien.
IX
38
298
ERYCINIDIA; PIERIDOPSIS. Von H. Fruhstorfeb.
pulchra.
iileva.
adnstata.
argentaria.
denya.
vella.
rubianensis.
rendova.
guizona.
ugiensis.
yanuta.
gracilis.
virgo.
A. pulchra Math. (93 f), von der Treasury- Insel beschrieben, führt oberseits einen sehr breiten
schwarzen Aussensaum der Vflgl, die nur an den Beinen unmerklich gelbbraun aufgehellt erscheinen und
auch da dicht schwärzlich überpudert sind. Hflgl gleiclnnässig schwarz. — uleva Sm. ist nach der Abbildung
beurteilt eine relativ grosse Form mit stark verdunkelter Oberseite, deren Basis dunkelrotbraun gefärbt und
distal weniger scharf vom schwarzen Randsaum abgegrenzt ist. Unterseite rötlichgrau, die rotbraune Trans-
cellularbinde schmäler als bei pulchra. Von der Insel Ulava, durch Woodford entdeckt. — adustata suhsp. nov.
dürfte das melanotischste bekannte Extrem der pulchra darstellen, von Meek auf Choiseul, einer der deutschen
Salomonsinseln, gefunden. Das schwarze Randgebiet verdeckt fast die ganze Flügeloberfläche und lässt nur
eine schmale dunkel rauchbraune Basalpartie frei. Hflgl auch beim ? fast ganz schwarz, Unterseite weisslich-
grau. Type im Tring-Museum. — argentaria suhsp. nov. von Isabel, den deutschen Salomonen, führt bereits
einen ausgedehnten hell ockergelben Basalteil aller Flügel, erscheint aber unterseits dunkler grau bestäubt als
adustata, auch ist die Submarginalbinde der Vflgl sowie die gelben Makeln der Hflgl mehr aufgehellt. Type
im Tring Museum. — denya suhsp. nov. wurde von Ribbe auf der Shortlandinsel entdeckt , differiert von
argentaria durch lichter braunes Basalgebiet der Vflgl, dunkler graue Bestäubung und fahlere gelbe Binden
der Unterseite. — vella suhsp. nov., das hellste Extrem der Species, die dunkel lederbraune Basalpartie erheb¬
lich verbreitert, die ganze Zelle ausfüllend, Unterseite wesentlich differenziert, Basalregion auf den Vflgln
dunkel ockergelb statt grau, Hflgl lichter. Der Metallschmuck der Hflgl blau, statt silberglänzend, sowohl
die Schwarz- wie die Gelbfleckung bedeutend vermindert. Flugzeit Februar, Vella-Lavella, von Meek ge¬
fangen. Type im Tring-Museum. — Je weiter der Fundort nach Osten gelegen ist, desto lichter werden
die Formen, so übertrifft rubianensis Sm. bereits vella erheblich an Ausdehnung und Aufhellung des gelb¬
lichen Basalgebiets der Vflgl, während die Unterseite der Hflgl analog pulchra, jene der Vflgl gleichwie vella
gefärbt ist. Insel Rubiana. — rendova suhsp. nov. bewohnt die Insel Rendova und zeigt breiteren schwarzen
Distalsaum der Hflgloberseite, eine dunklere und mehr gelblichgraue Innenhälfte der Hflglunterseite. Flug¬
zeit Februar. guizona suhsp. nov. ist oberseits mehr rötlich und noch ausgedehnter gelb überzogen als
rendova und rubianensis , die Medianpartie der Vflglunterseite dunkler rotbraun, die Hflgl basalwärts weisslich-
grau. Insel Gnizo, November. Type im Tring Museum.
A. ugiensis Math., deren Speciesrang noch zweifelhaft erscheint, differiert von pulchra durch das
Fehlen der schwarzen Umrahmung der Hflgloberseite, das Ausfallen der gelben und der inneren Silberbinde
der Vflglunterseite. Insel Ugi, von ihrem Autor entdeckt. — yanuta suhsp. nov. ist die Form der östlichsten
britischen Saloinonsinsel San Ghristoval, die dort im April von Meek gesammelt wurde. Unterseite der Vflgl
rötlich ockergelb. Hflgl graugelb mit rötlichgelber Discalbinde. Der anale Silberfleck der Hflgl distal nur
hellgelb, aber nicht schwarz begrenzt wie bei allen ^»w/cAra-Rassen , und alle bei pulchra braunen Streifen
und Makeln hellgelb.
7. Gattung: Erycinidia B.u.J.
Geäder nach Angaben der Autoren des Genus jenem von Hypncysta ähnlich. Die vordere Mediane
etwas näher der unteren Radiale als der mittleren Mediane. Hflgl in eine lange Spitze ausgezogen, etwa
wie bei Dodona und den südamerikanischen Corades. Auch den Lamprolenis durch den Schnitt der Hflgl
genähert. Augen nackt. Bisher nur cf cd einer Species bekannt, doch sind noch Verwandte aus Deutsch
und Holländisch Neu-Guinea zu erwarten.
E. gracilis B. u.J. (99 c), eine merkwürdige Species, die im Flügelschnitt an indische Eryciniden und
sogar an die südamerikanischen Corades erinnert, während die Zeichnung der Unterseite etwa an Lethe
(. Zophoessa ) gemahnt. Unterseite dunkelbraun mit violettgrauen Aufhellungen. An der Zelle der Vflgl eine
kurze breite gelblichweisse Binde, ferner ein gelblicher Submarginalstreifen, der den ganzen Flügel durch¬
zieht. Apex mit drei kleinen runden Ocellen. Hflgl mit einer gezackten schwärzlichen Subbasallinie, einer
etwas geraderen Medianbinde und sechs gelblichschwarz geäugten Ocellen. Britisch Neu-Guinea, aus 2000 m
Höhe bekannt. November bis Februar.
8. Gattung: Eieridopsis B.u.J.
Auch die Erschliessung dieser merkwürdigen Gattung ist den »leading entomologists of Europe«
zu danken und kommt durch deren Freundlichkeit hier zum ersten Male zur Abbildung. Flügel stumpf, deren
Struktur in der Hauptsache analog jener von Hypocysta, doch ist die Zelle beider Flügel wesentlich kürzer.
Vordere Discocellulare der Vflgl gewinkelt, hintere Radiale unterhalb diesem Winkel entspringend. Hflgl
dreieckig, der Gostalrand infolgedessen sehr breit resp. lang. Augen nackt. Von Erycinidia leicht zu
unterscheiden durch die eingeschränkte Zelle der Hflgl, sonst sehr nahestehend.
P. virgo B. u. J. (99 b). Unterseite dunkel olivenfarbig. Vflgl bis zur Zellmitte weiss, mit einem
breiten weissen Medianband und vier kleinen , weissgekernten Augen , die beiderseits von einer grauen
Linie umrandet werden. ? unterseits dunkler als das cf, die weisse Basalpartie auf einen schmalen Streifen
längs der Submediane reduziert. Hflgl des c f mit zwei Bändern, die ein Y formen, und einer Reihe von
PLATYPTHIMA ; HARSIESIS. Von H. Fruhstorfer.
299
5 Ocellen, von denen nur die weissen Pupillen deutlich hervortreten. ?: Hflgl unterseits vorherrschend
schwarz mit einem gelben Discallleck. Vflgllänge 25 mm. Bisher nur ein Pärchen bekannt, von Meeic im
Aroa-Gebiet entdeckt.
9. Gattung: Platyptliima R.u.J.
Gleichfalls nahe Hypocysta und demgemäss auch Argyronympha , in den Hauptzügen mit derselben
Struktur. Augen behaart. Flügel kurz und breit. Das Genus, dessen Type die abgebildete ornata vor¬
stellt, umfasst auch einige Species, deren Zugehörigkeit aus Mangel an Material noch nicht bestimmt
nachgewiesen werden konnte. Bisher nur drei sichere Arten bekannt, die alle das Britische Neu-Guinea
bewohnen.
P. ornata R.u.J. (99c). Unterseite der Vflgl einfarbig braun, Hflgl aber mit bunter Zeichnung, ornata.
deren Verteilung etwas an gewisse Pedaliodes von Südamerika erinnert. Jenseits der Zelle ein sparren¬
artiger gelblicher Streifen, distal von einem ebensolchen, aber rotbraunen begrenzt. Zwei grössere runde
schwarze weisspunktige Ocellen mit rötlicher Peripherie im Submarginalfeld. Hflgl ausserdem noch mit einer
violetten, metallisch schimmernden Medianbinde und einem ebensolchen Subterminalstreifen. Aus 2000 m
Höhe. Flugzeit November bis Februar.
P. Simplex R. u. J. Körper und Oberseite der Flügel wie bei ornata, die weisse Zone der Vflgl simplex.
jedoch nach aussen mehr abgerundet, die schwarze Admarginallinie der Hflgl von der ersten Mediane
an etwas deutlicher heraustretend. Unterseite: Vflgl leicht purpurn angehaucht, aber keine Spur von
Augenflecken, an deren Stelle eine feine Wellenlinie tritt, die von einem olivenfarbigen Streifchen begrenzt
wird. Hflgl dicht beschuppt, von der Basis bis zum Zellapex, dann eine bindenartige olivenfarbige
Medianregion, die aussen von einer schwarzen und einer metallischen Linie begleitet wird. Ausserdem noch
ca. 5 Ocellen und eine metallische Admarginalbinde. Vflgllänge ca. 18 — 20 mm. Nur 2 cfcf bekannt vom
Aroa-Gebiet.
P. decolor R. u. J. Körper oben dunkelbraun, eine breite laterale Linie an den Palpen und hinter decolor.
dem Auge cremefarben. Flügel oben braun, Vflgl in der Basalhälfte der Zelle dicht behaart. Unterseite:
Vflgl mit dunklem Apex, einer schmalen, geknickten, cremefarbenen Binde und drei kleinen Ocellen. Hflgl
dunkel olivfarben, mit cremeweissen und schokoladefarbenen Schuppen bestreut, gleichfalls einer gelblich-
weissen Binde, die eine andere schmälere berührt, und vier weissgekernte Ocellen. Vflgllänge 20 mm, nur
cfcf der reizenden Species bisher aufgefunden. Fundort ebenfalls das obere Flussgebiet des Aroa. Britisch
Neu-Guinea.
10. Gattung: Harsiesis gen. nov.
Die einzige sichere Species dieser bisher unbeachteten Gattung war mit Hypocysta vereinigt, von der
sie aber durch breitere Zellen beider Flügel, die längere obere Discocellulare der Vflgl leicht zu trennen fällt.
Ausserdem zweigen bei Harsiesis zwei Subcostaläste weit vor dem Zellende ab , bei Hypocysta deren nur
einer, während der zweite dem Zellapex direkt entspringt. Die sehr lange untere Discocellulare der Vflgl
tiefer nach innen gebogen, nicht fast geradlinig, cf führt ausserdem 3 Haarbüschel am Costalrand der Zelle
und an der Submediane der Hflgl, die den Hypocysta fehlen. Präcostale gerade, distal nicht ausgebogen wie
bei Hypocysta. Bisher nur aus dem Papuagebiet bekannt und anscheinend wie Hypocysta nicht einmal auf
die östlichen Satelliten von Neu-Guinea übergehend.
H. hygea, von der drei Zweigrassen zu registrieren sind, noctula sabsp. nov. (93 d), die oberseits noctuta.
gleichartiger dunkel blaugrau gefärbt ist als hygea von den Aru-Inseln. Das Subanalauge der Hflgl-
unterseite ist viel kleiner als bei hygea. Deutsch Neu-Guinea, sehr selten. Flugort mehr die Vorberge, Flug¬
zeit Januar. — hygea Hew. Oberseits von noctula verschieden durch bleicher graue, deutlich abgegrenzte hygea.
Apicalregion der Vflgl. Die silberfarbene Medianbinde der Hflglunt er seife kaum halb so breit als bei noctula-
Bisher nur von den Aru-Inseln erwähnt, anscheinend nicht mehr auf die Key-Inseln übergehend. Oberthür
registriert eine verwandte Form von Andai bei Dorey auf Holl. Neu-Guinea. — jobina subsp. nov. ist die jobina.
am markantesten ausgebildete geographische Unterart. Oberseite transparent, hell schiefergrau, in der Zelle
mit prächtigem blaumetallischem Schimmer. Unterseite der Vflgl mit einer breiten weisslichen Medianzone,
die metallische Schmuckbinde durch die grossen Ocellen stark verdrängt und verschmälert. Insel Jobi.
H. hecaerge Hew., aus Neu-Guinea beschrieben und gewiss sehr selten, da sie seit Wallace und hecaerge.
Hewitson’s Zeiten (also den fünfziger und sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts) nicht mehr nach
Europa gekommen ist und die Type Hewitson’s vielleicht das einzige bekannte Exemplar darstellt. ? unter¬
seits von hygea Hew. abweichend durch rundlichere Flügel und das Vorhandensein einer grossen Apical-
ocelle der Hflglunterseite , so dass die rotbraune Binde ein Doppelauge umschliesst. Vflgl heller grau als
bei hygea-9-, mit einer sehr breiten fahlgelben Binde, die sich unterseits wiederholt. Es ist nicht ausgeschlossen,
dass sich hecaerge nur als eine bleiche Aberration der hygea entpuppt. Holländisch Neu-Guinea.
300
ZIPOETIS: CALLEREBIA. Von H. Fruhstorfer.
scyllax.
saitis.
narasingha.
mani.
kalinda.
shallada.
hyagriva.
nirmala.
intermedia.
cashapa.
11. Gattung: Zipoetis Heu-.
Ein anscheinend nahe dem Aussterben befindliches Genus, das ausserhalb der Grenzen des indischen
Kaiserreiches noch nicht entdeckt wurde, wohl aber aus Tonkin noch zu erwarten ist.
Strukturell schliessen sich die Zipoetis ( Zipoetis auct.) den Coenonympha an, doch ist nur die Costal-
ader angeschwollen, während sonst noch geringe Unterschiede bestehen, z. B. ist die mittlere Discocellulare
der Vllgl kürzer als die geradestehende untere Discocellulare. Auf den Hflgln ist die Präcostale bemerkens¬
wert , deren Spitze basalwärts , nicht wie bei anderen Genera nach aussen gerichtet ist. Nur zwei Arten,
die beide selten sind.
Z. scyllax lietc. (94 c), oberseits schwarz mit etwas lichterem Aussensaum, den 2 Anteterminallinien
durchziehen. Auf der Hflglunterseite ist die vordere Ocelle doppelt gekernt. Ein seltener Schmetterling,
der von Sikkim bis Tenasserim verbreitet ist und die heissen Täler bewohnt , anscheinend nirgends über
1000 nr hinaufgeht. Die Flugzeit ist vom April bis November, und die Gewohnheiten der Species sind die¬
selben wie bei den Ypthima.
Z. saitis Jlew. verirrt sich niemals in die Sammlungen des Kontinents, mir in natura unbekannt,
und in den Bergen Süd-Indiens von 300 — 1000 m vorkommend. Als Flugzeit sind die Monate April bis
September erwähnt. Oberseite schwarz mit weissen schräggestellten, beim ? etwas breiteren Subapical- resp.
Submarginalbinden, Unterseite mit ähnlich wie bei scyllax verteilten, aber mehr in die Zellmitte gerückten
Augen, von denen das obere das grössere ist. Rp auf Ochlandra stridula (Thwaites).
Erebien-Gruppe.
Diese auf paläarktischem Boden dominierende Gruppe entsendet nur wenige Repräsentanten in das süd¬
liche China und die Südabhänge des Himalaya.
12. Gattung: Callerebia Btlr.
Von Erebia differenziert durch die breitere Zelle der Vflgl, die nur schwach gewinkelte mittlere Disco-
cellulare und die fast gerade und querstehende untere Discocellulare. Die Präcostale steht genau am Ursprung
der Subcostalis und auch sonst ist die Htlglstruktur von Erebia abweichend durch die gleich lange mittlere
und untere Discocellulare, von denen erstere bei Erebia viel kürzer ist. Die Lebensweise und Verbreitung
ist Bd. 1, p. 93 bereits besprochen.
C. narasingha Moore ist einer der seltensten indischen Falter, und obgleich schon seit 1857 beschrieben,
wurde er erst einmal wieder gefunden, und zwar bei Bernardmyo, Oberbirma, nahe der Grenze von Yunnan
auf 5400 Fuss Erhebung über dem Meere. Oberseits gleicht die Art etwa der Erebia cyclopius Ev. (Bd. 1,
Taf. 35 c), doch ist sie kleiner und unterseits der Ypthtma megalomma Btlr. (Bd. 1, Taf. 34 c) und noch mehr der
1. megalia Nicer. ähnlich, und so kam es, dass sie von Moore ursprünglich auch als Ypthima aufgefasst und
diesem Genus angegliedert wurde. Vllgl mit einer schwarzen, zweifach gekernten, gelb geringelten Apical-
zelle, Hflgl einfarbig grau, fein schwarz gestrichelt und sonst ohne Spur einer Zeichnung oder von Ocellen.
C. mani Nicev. (Bd. 1, p. 110) ähnelt oberseits der im Paläarktenteil abgebildeten fasciata Heiv. (Bd. 1.
Taf. 35 e) und geht die rote Zone der Vflgl nicht auf die Hflgl über. Die Art steigt in Ladak (Kaschmir)
bis 13 000 Fuss hinauf.
C. kalinda Moore gleicht oberseits etwas der maracanclica Ersch. (Bd. 1, Taf. 35 e), nur sind die rötlichen
Stellen der Oberseite gelblicher und weniger breit ausgelaufen. Vllgl Unterseite mit Ausnahme der Costal-
und Submarginalregion rotbraun, Ocelle grösser, heller gelb umrandet als bei maracanclica , Htlgl grau¬
braun, mit sehr zahlreichen, auf ziemlich gleichen Abstand verteilten zierlichen Submarginalpunkten. Von
9 — 13 000 Fuss im westlichen Himalaya, lokal, aber stellenweise nicht selten. Niceville fand sie am
Nilangpass in 16 000 Fuss Höhe.
C. shallada Lang (Bd. 1, Taf. 35 b) ist etwas grösser als kalinda Moore, die rötlichbraunen Flecken der
Oberseite beider Flügel kleiner und satter gefärbt und scharf abgetrennt vom Vflglauge. Die Iris der Ocelle
weniger deutlich. Aus dem Tale des oberen Ganges, von ca. 2000 — 2500 m auf grasigen Abhängen. Häutig
im Mai bei Dalhousie, und dort selbst im dicken Walde und neben kalinda fliegend.
C. hyagriva Moore (Bd. 1, p. 110), stellenweise sehr gemein, bei Mussoorie, aber nur im August,
September an grasigen Berglehnen, auch in Kaschmir und dem Kumaon-Himalaya, doch dort lokal und selten.
C. nirmala Moore (93 f) wurde bereits im Paläarktenteil besprochen. Im West-Himalaya sehr häufig,
trifft man sie dort sowohl in feuchten wie felsigen Gegenden, und von 1000 — 2500 m Erhebung. Sie ist
auch an wolkigen und selbst regnerischen Tagen unterwegs. — Als intermedia Moore (Bd. 1, Taf. 35 b) ist
eine Form beschrieben mit deutlichen Medianocellen der Hflglunterseite und als cashapa Moore wurde die
COENONYMPHA; ARGYROPHENGA ; ERITES. Von H. Fruhstorfer. BOI
Kaschmirform abgetrennt, bei der 4 Ocellen dicht nebeneinander stehen und am meisten den Charakter
einer Regenzeitform zur Schau tragen. Rp auf Gräsern, braun, fein quergestreift. Pp ebenso gefärbt, mit
einem grossen dorsalen Höcker und ventralem tiefem Einschnitt vor den Abdominalsegmenten.
C. daksha Moore (93 f) steht der nirmala nahe, doch ist sie kleiner als diese, wie schon im Paläarkten-
band, p. 94, erwähnt. Oberseite dunkel weinrot. Selten und lokal in Kaschmir, von 7 — 9000 Kuss Höhe
vom Juni bis August tliegend.
C. scanda Koll. (Bd. 1, p. 94, Taf. 35a). Unterseite der Htlgl vorherrschend grau, im westlichen
Himalaya vom Juli bis September überall gemein, auch von Kaschmir bekannt. Fluggebiet von 5 — 1 1000 Fuss,
schwärmt mit Vorliebe während der heftigsten Regenzeit, im feuchten Walde auf nassen Stellen sitzend oder
im Farrengebiisch sich versteckend.
C. annada ist die grösste, variabelste und zugleich am weitesten verbreitete Species des Genus. Rp
und Pp differieren nicht wesentlich von jenen der C. nirmala Moore. — annada Moore (Bd. 1, p. 93, Taf. 35 a)
kann als die Regenzeitform des westlichen Himalaya aufgefasst werden, von der hybrida Btlr. (Bd. 1, Taf. 35 a)
allenfalls eine kleinere Form der trockenen Periode darstellt. Beide bewohnen Regionen von 4 — 7000 Fuss,
wo sie vom Juni bis September an trockenen Bergabhängen überall häufig erscheinen. orixa Moore (Bd. 1.
Taf. 34 f) ist die gut geschiedene geographische Form des östlichen Himalaya, und dort von Khasia-Hills bis
Manipur vorkommend. Durch die grosse schwarze, rot- oder gelbbraun umringelte Apicalzelle der Vtlgl lehnt
sich orixa bereits an polyphemus Oberth. (Bd. 1, Taf. 34 f) an, die im westlichen China zu den gewöhnlichsten
Schmetterlingen zählt.
13. Gattung: CoeilOliymplia Hbn. {= Lijela Swinli.)
Dieses Genus, bisher der indischen Fauna fremd, scheint sich langsam nach Osten zu verbreiten, denn
durch Swinhoe wird es bereits aus Beludschistan gemeldet. Es ist nur eine Species von dort bekannt, auf welche
Swinhoe ein eigenes Genus errichtete, das er mit Erebia vergleicht, von dem er jedoch angibt, dass die Struktur
mit Cocnonyrnpha identisch sei. Über die Gattung vgl. weiter Bd. I, p. 143 — 147, Taf. 48 und Bd. 5, Taf. 50.
C. myops, vom Achaltekke-Gebiet und dem Alai verbreitet, zerfällt in drei Ortsrassen: myops Stgr.
(Bd. 1, p. 143). Vtlgl mit grossem Apicalauge, Htlgl mit dunkler Mittelbinde. Von Ala-Tau und Alai.
tekkensis Stgr. (Bd. 1, Taf. 48 b) hat ein noch grösseres Apicalauge und eine verdunkelte Mittelbinde der
Htlgl. — maemahoni Swinh. schliesst sich den beiden Rassen an. Oberseits einförmig braun, nahezu schwarz,
bei einigen efef und unterseits noch dunkler als oben. Vtlgl mit einem grossen schwärzlichen, runden Fleck
mit breitem dunkelorangefarbenem Ring. Manchmal trägt diese Ocelle einen weissen Kern. ? hat etwas
längere Flügel, die infolgedessen schmäler erscheinen, und ist leichthin bleicher als das cf. Aus Quetta in
Beludschistan.
14. Gattung: Argyroplienga Dbl.
Nahe mit Erebia verwandt, von dieser aber durch die kurzen Fhlr, die langen Palpen und den
langen Körper differenziert und strukturell dadurch, dass alle Subcostaläste jenseits, also distal vom Zellapex
entspringen. Nur eine Species bekannt, die in ihren Gewohnheiten und im Fluge durchaus den subalpinen
Erebien gleicht und Neu-Seeland bewohnt, wo sie auf einer Ebene im Süden durch P. Earl entdeckt wurde.
A. antipodum Dbl. (93 g) gleicht oberseits einer Erebia stygne 0., nur führt sie ausgedehntere und
heller rote Felder um die grösser weiss gekernten Ocellen, von denen jene der Vtlgl zwei Punkte, jene der
Htlgl nur je einen aufweisen. Beide Flügel sind von einer braunen, scharf abgesetzten Randbinde um¬
zogen. Neu-Seeland.
Satyrus-Gruppe.
Die zahlreichen Species dieser Gruppe bilden einen erheblichen Bestandteil der paläark tischen Fauna, be¬
sonders der mediterranen Gebiete. In den asiatischen Tropen aber treten sie zurück und nur wenige hierher¬
gehörige Genera sind zu registrieren, von denen die meisten die Peripherie der paläarktischen Zone streifen.
15. Gattung: Erites Westw.*)
Durch die Genitalien resp. Klammerorgane ist diese ziemlich isolierte Gattung in gewisse Beziehung
gebracht mit den europäischen Pararge. Die Valve ist schmal, nach vorne stumpf abgeschrägt, der Uncus
lang, mit sehr feinen spitzen zarten lateralen Spangen. Vom Vtlgl ist nur die Gostale aufgeblasen, die
Zelle lang und schmal, fast 2/s her Flügellänge einnehmend, durch eine kurze obere, eine mässig gewinkelte
mittlere und eine gerade, nur wenig längere untere Discocellulare geschlossen. Die distal stark gezackten
Htlgl führen eine basal gerichtete Präcostale. Sekundäre Geschlechtsmerkmale fehlen, die bei den efef nur
unterseits gelben Zeichnungselemente erscheinen bei den ¥? auch oberseits gelbgefärbt. Füsse der cf cf kurz,
haarig, jene der ?? länger, schlanker, unbehaart. Allen Arten gemeinsam ist eine Transparenz beider Flügel.
*) Die Gattung Bagadia steht den Erites morphologisch durch die Gestalt der Klammerorgane näher als den Myea-
lesiden, denen wir sie, andern Autoren folgend, einreihten.
daksha.
scanda.
annada.
hybrida.
orixa.
polyphemus.
myops.
tekkensis.
maemahoni.
antipodum.
302
ERITES. Von H. Fruhstorfer.
Die Falter bewohnen das makromalayische Gebiet mit einer Abzweigung nach Tenasserim und
Tonkin, gehen aber ostwärts nicht über Bali hinaus. Jugendstadien unbekannt. Die Erites scheinen die
Ebene dem Gebirge vorzuziehen, auf Java traf ich sie nicht über 600 m und die Tonkinform auf ungefähr
derselben Höhe.
Der Flug ist schwach, niedrig und wird oft durch Ruhepausen unterbrochen, wo die Tiere sich mit
gefalteten Flügeln auf niedere Blätter setzen oder nach Art gewisser Mycalesis selbst auf dem Erdboden
und zwischen dürrem Laub dahinhuschen.
E. medura, die grösste und farbenreichste Species und zugleich die am Kontinent am weitesten ver¬
breitete, weil eine Zweigrasse aus Cachar beschrieben, von mir auch in Tonkin aufgefunden wurde, medura be¬
wohnt zudem Birma und Java gemeinsam, sie muss also in Perak oder sonstwo auf der Malay. Halbinsel noch
entdeckt werden, spricht aber von neuem wieder für die einstige Landverbindung von Hinterindien mit Java,
in diesem Falle sogar mit Anschluss von Sumatra und Borneo, die schon separiert gewesen sein musste, als
medura. medura von Java nach Cachar oder wahrscheinlicher umgekehrt auszuwandern vermochte. — medura Horsf.,
die zuerst entdeckte Species des Genus, ist längs der Südküste der Insel Java einer der häufigsten Falter, der
zu Ende der Regenzeit, Februar-März , in grossen Massen aufzutreten beginnt, den lichten Wald liebt und
längs des Weges an sonnigen Tagen leicht gefangen werden kann. In Ost-Java ist medura häufiger als im
Westen der Insel und Doherty erzählte mir, dass er die zierliche Species an den Südabhängen des Vulkans
Semem, Ost-Java, in überraschender Menge angetroffen habe. Über 600 m geht medura aber nicht ins Ge¬
birge hinauf, medura ist sofort ohne langes Zusehen an dem Verhalten der Ocellenreihe der Hflgloberseite
zu erkennen; dieselbe, aus fünf Ocellen bestehend, zeigt folgende Anordnung: zuerst ein winziger, kaum
erkennbarer kostaler Augentleck und dann vier, sich berührende, dick schwarz gekernte und breit gelb um¬
ringte, gleich grosse Ocellen, welche in dieser Form und Färbung nur bei medura und Subspecies Vor¬
kommen; die Gleichgrösse und das Anschmiegen der Ocellen ist das Charakteristikum für medura. Ausser¬
dem ist der Analocellus des Vflgls in beiden Geschlechtern gross und prominent und schlägt so stark auf
der Oberseite durch, dass er eigentlich auch dieser Seite angehört, er zeigt aber höchstens beim ? und bei
Ost-Javastücken die Spur einer weissen Pupille; über ihm stehen auf der Flügelunterseite immer nur drei
kleine, auch auf der Oberseite deutlich sichtbare Ocellen, ein sehr konstantes Verhalten, welches auch bei
Prüfung einer grossen Serie keine Variation zeigt; alle anderen Arten besitzen vier kleine Ocellen. Der
grosse Ocellus des Vflgls hat auf der Flügelunterseite eine lebhaft silberglänzende Pupille, welche genau im
Zentrum steht. Das discale, innere Band ist gerade, zeigt aber genau da, wo es vom Medianstamme ge¬
schnitten wird, eine Einschnürung; das mediane äifssere, bei cf und ? auch auf der Oberseite deutlich gelb
durchschlagende Band zeigt nahe dem Analrande genau in der Mitte zwischen unterstem Medianaste und
Submediana ein kleines Knie nach aussen, welches bei antjiäaris völlig fehlt. Die Marginallinien sind sehr
gut entwickelt. Das ? unterscheidet sich vom cf durch hellere Grundfarbe, grösseres Ausmass, breitere
Flügel und grössere Ocellen. Ost-Javastücke — ich besitze solche aus Malang — sind bedeutend heller
und das mediane, äussere Band der Hllglunterseite hat in seiner Mitte ungefähr über dem dritten Median¬
aste nur eine sehr undeutliche, schwarze Begrenzung, zeigt sogar Neigung, mit dem gelben Hofe der zu¬
nächststehenden Ocellen drei und vier zusannnenzufliessen. medura ist von Doherty (de Nice viele, Journ.
As. Soc. Beng. B. 66, 1897, p. 679) auch auf Bali gefangen worden, der Rekord des Genus nach Osten;
meinem Fänger, der zwei Monate auf der Insel tätig war, ist sie entgangen; sie dürfte die Eigentümlichkeit
falcipennis. der Ost-Javanen verstärkt zeigen (Martin). — falcipennis W.-Mas. u. Nicev. (93 e) ist eigentlich nur eine
vergrösserte medura mit noch stattlicherem Ocellus der Vflgl, über dem genau wie bei medura drei kleinere
Augen zusammenstehen. Das ? führt noch kompletter kreisförmige und noch breiter gelb umringelte Augen
aller Flügel und die gelbe Winkelbinde der Hflgloberseite ist ebenso deutlich wie bei medura -?. falcipennis
roduntata. ist aus Cachar nach einem Exemplar der Trockenzeit beschrieben (93 e 1), während als roduntata Nicev. die
Regenzeitform benannt wurde, von der wir (93 e 2) ein ? darstellen, das sich aus Tenasserim in meiner
Sammlung befindet. Die Form falcipennis fing ich selbst in mit der MooßE’schen Darstellung (Lepidoptera
Indica II, t. 121, fig. 3 u. 3 a) identischen Exemplaren in Zentral -Tonkin bei Ghiem-Hoa, August-September.
Beide medura- Rassen führen gemeinsam vier gleichgrosse, sich berührende, stark gelb umrandete Augen-
tlecken der Oberfläche der Hflgl, durch welche sie leicht zu trennen sind von den Ausläufern einer gleich¬
falls auf dem Kontinent vorkommenden, aber kleineren Species, nämlich
E. argentina, die auf der Hflgloberseite 5 weit getrennt stehende Augen zeigt, die vom Analwinkel
nach der Costalgegend zu an Grösse abnehmen. Allen Formen gemeinsam sind dann noch 4 kleine Augen
der Vflglunterseite, die nahezu gleich gross sind, da, wo wir bei angularis und medura deren nur 3 subapicale
argentina. Ocellen vorfinden. - argentina Btlr. (93 e als ines bezeichnet) ist die Rasse des nördlichen Borneo, die Type
stammte von der Insel Labuan, dem Kohlenhafen des Sultanats Brunei. Sie ist auffallend hell und gleicht
ines. viel mehr der javanischen fruhstorferi (93 e) als ines Frühst. (93 e als argentina bezeichnet) vom Süden und
Südosten der Rieseninsel Borneo, ines wiederum steht viel näher der Perak-Unterart und der Form von
delia. Sumatra, als der eigenen Schwesterrasse aus dem Norden Borneos. — delia Mart, von Perak und Sumatra,
auch von Banka bekannt, ist unterseits dunkler grau und führt etwas schmälere braune Längsbinden als
ERITES. Von H. Fruhstorfer. 303
ines, und unterscheidet sich hauptsächlich dadurch von Stücken von Lafouan und Borneo, dass auf der Htlgl-
unterseite das nach aussen gut schwarz konturierte, mediane Band nie so nahe zum vierten, kleinsten Ocellus
tritt, vielmehr besteht immer noch ein Rest Grundfarbe zwischen Band und C dlus; die beiden Bänder der
Htlglunterseite konvergieren auch nicht so stark mit ihren Analenden am Flügelrande, wie das bei typischen
Stücken der Fall ist. Nach 11 cf cf und 2?? aus Deli an der Nordostkiiste Sumatras von Martin beschrieben,
auch aus der Umgebung von Padang in Anzahl in Kolk Fkuhstorfer. — - fruhstorferi Mart. (98 e) von der fruhstorferi.
im gleichen Gebiete fliegenden medura sofort durch die getrennt stehenden, an Grösse abnehmenden Ocellen
des Hflgls und durch deutlich 4 kleine Ocellen über dem grossen Analocellus des Vflgls zu unterscheiden.
Gelber, heller und kleiner als typische argentina und delia, die Unterseite beider Flügel entbehrt die schwach
violett glänzenden Töne, das »purplish« der englischen Autoren, wie es die schon aufgeführten Formen sehr
deutlich zeigen; die Bänder sind gelb und nicht braun, das mediane, äussere, winklig gebrochene besitzt
aber einen nur der Java-Subspecies eigenen Charakter, einen nach innen dem Zellrande folgenden gelben
Sporn, welcher da, wo das Band den Zellrand verlässt, diesen auf eine kleine Strecke begleitet, das discale,
gerade Band aber nicht erreicht. Dass Java mit seiner reichen Fauna mehr als eine Eritesart beheimaten
würde, war a priori zu erwarten. Nach einem cf aus Süd- und einem 2 aus Westjava; in der FRUHSTORFER’schen
Sammlung in Genf befinden sich noch weitere Exemplare; das Tierchen muss übrigens ziemlich selten sein,
denn in zahlreichen Schmetterlingssendungen aus Sukabumi, welche ich genau durchgesehen habe, fanden
sich viele medura , aber noch nie eine fruhstorferi (Martin).
E. angularis führt als Hauptcharakteristikum das innere Band der Hflgl winklig gebrochen. Apex
der Vflgl etwas sichelförmig ausgezogen, im Analwinkel der Vflgl ein grosser Ocellus, und darüber entlang
dem Flügelrande 4 kleinere Augen, die jedoch bei der Trockenzeitform ausfallen, aber auch sonst ab und
zu fehlen können. — Zwei Zweigrassen: angularis Moore , Type von Obertenasserim aus 3 — 5000 Fuss Höhe, angularis.
ausserdem von Pegu bekannt, sind in meiner Sammlung durch eine grosse Serie von Exemplaren aus Perak
vertreten. Die Trockenzeitform wurde von mir an der siamesisch-birmesischen Grenze, nahe Kanburi, West-
Siam im April gefunden. — pseudofalcipennis form. nov. Bei ihr schimmert der Analocellus der Vflgl nur pseudo-
schwach nach oben durch, und die Lhitei’seite gleicht der abgebildeten falcipennis (93 e), nur ist das Auge falcipenms.
der Vflgl und dessen gelbe Peripherie spitz oblong, und die Hflglocellen ein wenig grösser. — sumatrana sumatrana.
Mart. Eine Lokalform von etwas dunklerem Kolorit, besonders der Unterseite der Vflgl steht natürlich
typischen angularis von der malayischen Halbinsel sehr nahe, ist aber ein im allgemeinen entschieden dunkleres
Tier; das mediane, äussere Band des Hflgls schlägt beim 2 nur wenig auf der Oberseite gelb durch und
dann nur auf kurze Entfernung entlang dem Zellapex, während bei typischen $2 dieses Band in seiner ganzen
Länge auf der Oberseite gelb erscheint; von den 5 Ocellen der Hflgloberseite sind in beiden Geschlechtern
deutlich der zweite und fünfte die grössten, während bei angularis vom Kontinente der vierte und fünfte
den grössten Durchmesser zeigen; die über dem grossen Analocellus des Vflgls stehenden 4 kleinen Ocellen
sind meist komplett, nie fehlt der oberste, costale, selten nur der vierte unterste; beim cf zeigen sich auf
der Vflglunterseite die schwarzen Marginallinien ganz deutlich, während sie bei kontinentalen Stücken nur
mühsam erkannt werden. In Nordost-Sumatra war diese Art unter den drei dort lebenden Er des weitaus
die häufigste.
E. elegans eine hübsche, ihren Namen mit Recht tragende Art; unterscheidet sich sofort und auf
den ersten Blick von allen anderen Erites durch das Fehlen des grossen Analocellus des Vflgls, auf dessen
Unterseite 5 ungefähr gleich grosse oder besser gleich kleine Ocellen stehen. Auch die Bänder des Vflgls,
sehr deutlich auf der Oberseite sichtbar, bieten eine Eigentümlichkeit, indem sie beide, völlig parallel ver¬
laufend, eine bestimmte Konvexität gegen die Flügelbasis besitzen; bei allen anderen Erites ist das innere
Band ziemlich gerade und nur das äussere zeigt dem grossen Analocellus ausweichend eine gegen die Fliigel-
hasis gerichtete Konvexität. Das discale innere Band des Hflgls ist gerade wie bei allen Arten mit Aus¬
nahme von angularis , das mediane, äussere Band aber ist doppelt gebrochen, das erstemal ungefähr über der
Mitte des zweiten Subcostalastes, das zweitemal über der Basis des obersten Medianastes; gleiches Verhalten
an genau gleicher Stelle zeigt nur dasselbe Band von angularis. Infolge der Beugung des Bandes über
dem zweiten Subeostalaste konvergiert das Ende des Bandes am Costalrande des Hflgls stark mit dem Ende
des discalen, inneren Streifens und sucht bei gespannten Stücken mehr die Verbindung mit dein inneren Bande
des Vflgls als mit dem eigentlich entsprechenden, äusseren, ein Verhalten, das sich hei angularis nicht findet.
Das 2 von elegans ist grösser als das cf, hat breitere Flügel, die Bänder des Vtlgls sind auch auf der Ober¬
seite sehr deutlich; auf der Hflgloberseite ist das äussere Band distinkt gelb und die Ocellen besitzen breiteren,
leuchtend gelben Rand; der oberste, costalste Ocellus der Hflglserie ist auf der Oberseite nicht mehr zu er¬
kennen, während er beim cf nicht völlig verschwindet. Eine weitere weibliche Eigentümlichkeit der 3 mitt¬
leren Ocellen der Hflglserie besteht darin, dass die schwarzen Kerne nicht genau im Zentrum stehen, sondern
exzentrisch nach dem Flügelrande gerückt sind, so dass die Augen ein komisches, schielendes Ansehen er¬
halten (Martin). — Zwei geographische Rassen sind abzusondern, die eben beschriebene elegans Btlr. (93 e) elegans.
aus Nord-Borneo, die in 2 Exemplare aus Südost-Borneo in Koll. Fruhstorfer vertreten ist und nach Shelford
auch in Sarawak vorkommt, wo sich vielleicht eine Jjokalrasse thetis Sh elf. ausgebildet hat. Sicher ver- thetis.
304
XENICA. Von H. Frlhstorfer.
distincta. schieden von elegans ist aber distincta Mart, aus Sumatra. Diese steht typischen elegans sehr nahe, ist aber
sofort daran zu erkennen, dass auf der Hflglunterseite die beiden Bänder sich älter dem Discoidalaste be¬
rühren, während sie bei Borneost ticken weit getrennt verlaufen; der den beiden Winkeln nach aussen ent¬
sprechende Winkel nach innen berührt nahezu den äusseren Rand des inneren Bandes, distincta ist ausser¬
dem grösser und vielleicht um eine Nuance dunkler als typische elegans. Nach zwei cf cf und sechs ?? aus
Deli, Nordost-Sumatra. Es ist sicher auffallend, dass auf dem verhältnismässig kleinen Gebiete von Deli drei
verschiedene Erites- Arten zusammenfliegen und man könnte deshalb annehmen, dass gerade hier alle für
Erites nötigen Bedingungen aus Klima und Flora sich besonders günstig vereinen; anderseits ist nicht aus¬
geschlossen, dass auch auf anderen Plätzen im indo-malayischen Gebiete Erites gleich reichlich vertreten ist,
dass aber die wenig auffallenden Tiere, keine für den Handel passende Augenreisser, sich der Beobachtung
und Erbeutung entzogen haben. Eine elegans- Form von der malayischen Halbinsel dürfte sich wohl noch
einstellen (Martin).
16. Gattung: Xenica We st u\ (= Argynnina, Geitoneura Btlr.).
Mit diesem Genus beginnt ein Trio von Gattungen, die nur in Australien und Tasmanien Vorkommen
und gemeinsam die eigentümliche gelbbraune Färbung zeigen, die etwas an unsere Pararge megera (Bd. l,Taf. 45 d)
erinnert, dort aber als das Resultat der Anpassung an die Umgebung gelten muss. Vom Vflgl sind zwei
Hauptadern cystös (die Mediane und die Submediane), während die Costale unverändert bleibt, wodurch
Xenica sich von der nachfolgenden Gattung Heteronympha leicht unterscheidet, die drei Hauptadern auf¬
geblasen hat. Obere Discocellulare sehr klein, mittlere nach innen gebogen und so lang als die untere.
Präeostale der Hflgl kurz, knopfförmig. Die Zelle schief abgeschlossen. Es sind etwa 9 Species bekannt.
achanta. X. achanta Don. (93 c) ist die häufigste Art des Genus und von Süd -Australien und Neu-Südwales
bis zum südlichen Queensland verbreitet. Unterseite der Vflgl wie oberseits, die graue Hflglunterseite aber
prächtig marmoriert durch zartbraune Makeln der verschiedensten Formierung, zwischen denen die beiden
fast gleichgrossen, aber weit getrennt stehenden Ocellen stehen. Vor dem Distalrand noch zwei dünne¬
braune Längsbinden. 2 relativ selten, grösser und lichter gelb als das cf.
k/ugi. X. klugi G ner. (93c), eine kleinere und viel seltenere Art, führt oberseits kräftigere schwarze Längs¬
und Querbinden und auf den Hflgln kleinere Augen. Unterseits sind bei der Trockenzeitform der Apex der
Vflgl und die Htlgl grau mit dunklerem, ins Braune ziehendem Aussensaum und einem fast schwarzen,
quadratischen Medianfleck. Bei der Regenzeitform ist der Medianfleck bindenartig verlängert, durchzieht
den ganzen Flügel und die Ocellen der Oberseite wiederholen sich deutlich. Vom südlichen Australien und
Tasmanien.
hobartia. X. hobartia Westw. (93 c) wird stets neben klugi gefunden und auch geographisch deckt sich das
Verbreitungsgebiet der beiden. Die Unterseite differiert von jener der Trockenzeitform der klugi durch deut¬
lichere schwarze Zellflecken der Vflgl und den mehr nach hinten gerückten Querfleck der Hflgl, die sonst
von rotbrauner Färbung und fein grau marmoriert erscheinen.
tasmanica. X. tasmanica Lyell ist eine Species, die mir nur durch Waterhouse, Catalogue Rhop. Austr., 1903,
bekannt ist und nur auf Tasmanien vorkommt.
kershawi. X. kershawi Misk. (93 c) führt auf der Unterseite der Hflgl zwischen fein zerteilten Längsbinden
ebensolche, aber mit silberglänzenden Schuppen belegte Streifen. Die Ocellen sind äusserst zierlich, das
Apicalauge der Vflgl dem Verschwinden nahe. Sehr lokal, nur von Victoria und Neu-Südwales bekannt. —
ella. Als ella Oliff. ist eine Trockenzeitform der interessanten Species beschrieben , die Waterhouse als
Varietät registriert.
lathoniella. X. lathoniella West ic. (93 c) hat rundlichere Flügel als kershawi, oberseits vorherrschend gelbbraun,
weil die schwarzen Längsbinden kürzer bleiben als bei kershawi. Die Zeichnung der Hflgl mehr ins Breite
als in die Länge gezogen. Silberbinden der Unterseite spärlicher, aber ausgedehnter. Der Name lathoniella
ist jedenfalls wegen der Ähnlichkeit dieser Xenica mit der europ. Argynnis lathonia L. sehr geschickt ge-
orichroa. wählt. — orichroa Meyr. ist eine Gebirgsform der lathoniella und paludosa Luc. eine insulare Rasse von
paludosa. Tasmania. Verbreitung der lathoniella nur in Victoria und Neu-Südwales.
correae. X. correae Olliff ist das 2 (und fulva Oll. das cf) einer seltenen Art, die erst 1S89 entdeckt wurde
fulva. unci aus Victoria und Neu-Südwales gemeldet wird. Mir in natura unbekannt, mit feiner Medianbinde der
Unterseite und kleinen Analocellen.
lepera. X. lepera Heu:, von Tasmania ist mir gleichfalls nur nach der Abbildung bekannt, bewohnt aus¬
schliesslich Tasmanien und schliesst sich in der Grösse etwa der kershawi und lathoniella an. Oberseite
dunkler braun mit gelblicher Basalhälfte, die leicht braun beschuppt ist. Vflgl mit einem kleinen schwarzen
Querfleck am Zellschluss. Hflgl mit einer gewinkelten gelben Medianbinde. Unterseite: Vflgl mit breitem
Ausgegeben 23. 11. 1311.
HETERONYMPHA; ENODIA. Von H. Fruhstorfer.
305
schwarzem Apicalbezug, der durch einen gelben Streifen in zwei Hälften zerlegt wird. Hflgl braun mit
einer in der Mitte scharf basalwärts gerichteten gelblichen Binde, unter der zwei sein- kleine schwarze
Augenflecken stehen.
17. Gattung: MEeteroiiymplia Wattengr. (= Hipparchioides Btlr.).
Dieses prächtige, scharf umgrenzte Genus gleicht in der Grundfärbung seiner wenigen Species den
Xenica, und dadurch wiederum unserer Pararge megera , und ist ausgezeichnet durch den sexuellen Dimor¬
phismus seiner Arten. Im Gegensatz zu Xenica sind alle drei Hauptadern der Vflgl verdickt. Durch die
Regelmässigkeit des Abschlusses der kurzen Htlglzelle differiert Heteronympha zunächst von Xenica und allen
sonst benachbarten Genera der »SchyrMs- Gruppe. Alle bekannten Arten bewohnen Australien und das gegen¬
überliegende Tasmania.
H. merope F. {= oenomais Hbn., archemor Godt.) (49 b) ist eine zu vielen Tausenden auftretende nterope.
äusserst gemeine Species, deren sexuelle Heterophormose die Abbildung veranschaulicht. Wie die bereits
besprochenen Xenica ist aber auch merope eine äusserst konstante Art, was für deren hohes geologisches
Alter und ihre dadurch bereits erfolgte Erstarrung in der Ausbildung sprechen dürfte. Abgesehen davon,
dass die schwarze Querbinde der ?? manchmal etwas verstärkt oder geschwächt erscheint , und einer nur
geringfügigen Aufhellung oder Verdunkelung der rotbraunen Grundfarbe, fällt bei grossen Serien keinerlei
Abweichung von der Norm auf. Unterseite der cf cf monoton graubraun mit einigen feinen rotbraunen
Wellenlinien der Hflgl; Unterseite der Htlgl der?? sandfarben, grau, in der Mitte mit einer dunkleren
Schattenbinde. Von Süd-Australien bis zum südlichen Queensland. — suffusa Skuse von Victoria und Neu- suffnsa.
Südwales scheint einer Trockenzeitform anzugehören, sie ist nur von Victoria gemeldet. — duboulayi Btlr. dnbou/ayi.
ist eine westaustralische Lokalrasse, mir nur aus Butlers Beschreibung bekannt, der sie abtrennt wegen
der etwas veränderten Flügelform und abweichender Stellung der Binden und Linien, der kleineren Ocelle
der Vflgl und der grösseren der Hflgl. Hflglunterseife mit nur einem Augenfleck. — salazar subsp. nov. salazar.
ist eine kleine und dunkle Inselrasse, die Butler schon 1866 von Tasmania vermeldete. — Rp bräunlich,
an Grasbüscheln, bei Tag an den Wurzeln verborgen; Pp in losem Gespinst an der Erde.
H. philerope Bsd., von West- Australien bis Victoria und Neu-Südwales vorkommend, auch von Tas- philerope.
mania bekannt, ist sehr nahe mit merope verwandt, und das cf differiert nur durch die mehr longitudinal
statt horizontal gerichteten schwarzen Binden der Vflgl, die zugleich reiner schwarz und schärfer abgesefzt
erscheinen. Das ? führt drei statt einer Subapicalmakel , und eine breite schwarze zusammenhängende und
nur in der Medianpartie tief ausgebuchtete Umrahmung der Hflgl mit feinen schwarzen Wellenlinien jenseits
der Zelle und einer schmalen Distalverbrämung, die einen schwarzen Zahn nach der Mitte der zweiten
Mediane entsendet. Unterseite ähnlich merope mit schwärzlichen Schatten in der Flügelmitte.
H. mirifica Btlr. (— digglesi Misk.) von Sydney bis Brisbane vorkommend, aber in europäischen mirifica.
Sammlungen sehr selten, ist eine ausgezeichnete Species mit schwarzer Oberseite. Vflgl von einer zweimal
gewinkelten gelbbraunen Binde durchzogen und mit einem nicht allzu grossen, nahezu quadratischen Sub-
apicalfleck besetzt. Hflgl mit einer kleinen weissgekernten Subanalocelle. Unterseite wie oben, nur mit
einer fein marmorierten Apicalpartie der Vflgl. Hflgl unterseits wie bei merope, doch mit zwei sehr kleinen
Subanalocellen.
H. banksi Leech (= gelanor Godt., affinis Luc.) ist mir nur aus der Beschreibung Godart’s bekannt, banksi.
der seinerseits wiederum nur das ? kannte. Waterhouse nennt Neu-Südwales, Victoria und Brisbane als
Heimat. Oberseite braunschwarz mit gelblichen Makeln. Die Vflgl tragen davon sechs, darunter zwei sub-
apicale und vier schräggestellte im Discus. Die Htlgl führen fünf, darunter eine sehr grosse subanale Ocelle,
über der vier andere kleinere nahe dem Analrand stehen. Vflglunterseite mit einer kleinen Apicalocelle auf
aschgrauem Grunde. Hflgl grauviolett schimmernd mit zwei kleinen Subanalocellen.
H. paradelpha Lower von den südlichen Provinzen Australiens ist in einer uns unzugänglichen paradelpha.
australischen Zeitschrift beschrieben und mir in natura unbekannt.
H. cordace Hbn., etwa 1832 in den Zuträgen beschrieben und abgebildet, liegt mir nicht vor. cordace.
Waterhouse erwähnt sie von Victoria und Neu-Südwales. Gleicht auf der Oberseite der Xenica achanta,
doch ist die schwarze Zeichnung dicker, fast wie bei Xen. hobarta. Von letzterer ist sie aber durch die
Hflglunterseife., (nicht rindengrau, sondern ockergelb-fleckig, und mit den Ocellen wie achanta) leicht zu
unterscheiden.
18. Gattung: Faiadia Btlr.
Diese Gattung müsste richtig als »Tisiphone Hbn .« bezeichnet werden, da gar kein Zweifel darüber
bestehen kann, dass die wirkliche Type aus Australien stammt. Da aber in Bd. 5, Seite 184, der Name
bereits unrichtig für ein südamerikanisches Genus ( Manataria Kby.) angewandt ist, so kann der Name hier
nicht nochmals gebraucht werden und wir beschränken uns darauf, hier auf den richtigen Sachverhalt hin¬
zuweisen, der bei künftigen Bearbeitungen Berücksichtigung finden sollte. — In der Grösse den Heteronympha
IX 39
306
LAMPROLENIS; MANIOLA. Yon H. Fruhstorfer.
abeona.
rawnsleyi.
joanna.
Helena.
nitida.
davendra.
latistigma.
brevistigma.
tenuistigma.
cheena.
kashmirica.
nahestehend, differiert Tisiphone in der Hauptsache durch die dunklere, fast vorherrschend schwarze Grund¬
färbung der wenigen und seltenen Arten, und die noch mehr als bei Xenica scharf gewinkelte mittlere Disco-
cellulare der Htlgl. — Keine der bisher beschriebenen Species verlässt den Kontinent von Australien.
T. abeona Don. (= zelinde Hbn) (94b). Eine äusserst variable Species, kein Stück gleicht dem
anderen, wodurch sich die Formen der Tisiphone auch erheblich von den Heteronympha entfernen. Die Unter¬
seite ist noch prächtiger als die Oberfläche der Flügel, da die Htlgl von einer breiten, distal fein zerfaserten,
rein weissen Binde durchzogen werden und die Ocellen mit ihrer deutlichen, dunkelroten Iris noch markanter
hervortreten. Aus Sydney liegen mir cf cd vor, bei denen die Binde zu einer feinen weissen Linie zurückgebildet
ist, und als rawnsleyi Misk. ist eine Fehlfärbung benannt, bei der die Binde völlig ausfällt. — joanna Bttr.,
einer der schönsten Schmetterlinge Australiens und des gesamten Ostens, lässt sich bei aller Koloritverschieden¬
heit auf Grund der Jugendstadien nicht von abeona spezifisch abtrennen. Alle Flügel werden von gelben
Längsbinden auf schwarzgrünem Grunde durchzogen. Vflgl mit grossen blauen Ocellen, die auf den Hflgln
sehr klein werden, aber eine breite rote Umringelung aufweisen. — Rp grün mit gerundetem Kopfe und
2 Analspitzen; an Gras. — Pp smaragdgrün, die Säume der Flügelscheiden gelb. — Vom Glarence River.
T. helena Oll. (94b) soll nach Waterhouse nur das Gebirge bewohnen. Durch die breite, weit
nach vorne gerückte gelbe Binde der Vflgl ist die sehr seltene Species leicht von der häufigeren abeona zu
separieren. Vom Cairns-Distrikt, Australien.
19. Gattung: Lani prolenis Godm.u.Salv.
Lamprolenis differiert vom Mycalesis- Habitus durch die lang ausgezogenen, an Amathusia erinnernden
Htlgl, hat jedoch mit den Mycalesis die drei aufgeblasenen Aderwurzeln und die Geschlechtsauszeichnung
der Htlgl gemeinsam. — Das Geäder der Htlgl nähert sich Mandarinia, die Struktur der Vflgl vermittelt den
Übergang zum Shh/n/s-Typus, ähnlich wie die Hflglform von Ptychandra zum Lethe- Typus hinüberleitet. -
Lamprolenis ausschliesslich eigentümlich sind die auf der Unterseite der Vflgl ebenso blasig aufgetriebenen
Adern von durchsichtiger Bernsteinfärbung. Die Anschwellung der Submediane biegt weit nach unten aus,
so dass zwischen ihr und der feinen Submarginalabzweigung eine tiefe Grube entsteht, die mit dichten
schwarzen Schuppen belegt ist. Unterhalb der Submarginale ist der Ird zweimal gefaltet und trägt matt
glänzende Duftschuppen. Nur eine Art bisher entdeckt, die das Gebiet von Neu-Guinea nirgendwo verlässt.
L. nitida Godm. u. Salv. (94 c). Die Abbildung zeigt das .Charakteristische der Species, jenen wunder¬
vollen seitlichen grünen Schiller, der, je weiter nach aussen, in eine desto intensivere und leuchtendere
Goldbronzefärbung übergeht, eine Dekoration, mit der sich keine andere indo-australische Satyride auch nur
entfernt messen kann. — Das sehr seltene ? ist. wesentlich grösser, blasser braun, die Htlgl zeigen nur
noch geringe Spuren des Metallschimmers, dafür aber sind sie mit einer sehr grossen, braungelb umringelten
schwarzen Oeelle geschmückt, die auch auf den Vflgln stets prägnant zum Vorschein kommt. Bei den cf cf
fehlt, wie auch auf dem zur Abbildung vorgelegenen Exemplar, häufig die anale Oeelle der Hflgloberseite.
Nach Hagen fliegt die Art im Walde an der Astrolabebai , im März. Mir selbst ging die Art aus der Um¬
gebung von Friedrich -Wilhelmshafen zu.
20. Gattung: Mailiola Schrank.
Die wenigen südasiatischen Arten dieses rein paläarktischen Genus und die Gattungsdiagnose selbst
sind im Bd. 1, p. 137 — 142, bereits ausführlich behandelt, so dass hier nur eine einfache Aufzählung der
indischen Species erfolgt. Der Name Epinephele Hbn. ist um 15 Jahre jünger als jener von Maniola, dem er
weichen muss. Von Bingham in der Fauna of British India wurde Maniola auch bereits für die hier in
Frage kommenden Formen angewendet.
M. davendra Moore (= roxane Fldr), Bd. 1, p. 142, Taf. 47 g, bewohnt den nordwestlichen Himalaya,
wo sie auf Höhen von 9 — 12 000 Fuss an heissen Tagen im Juni oder Juli über steinige Abhänge, die nur
dürftig mit braunem Gras bewachsen und hauptsächlich mit Artemisia und Ephedra bestanden sind, fliegen. -
Die Form latistigma Moore wurde von Colonel Swinhoe bei Quetta auf ca. 2000 m von Juni bis August
angetroffen, und brevistigma Moore scheint die hochalpine Form zu sein, da sie bei Kardong noch auf
14000 Fuss im August angetroffen wurde. — tenuistigma Moore wird aus Beludschistan, Flugzeit Juni, vermeldet.
M. narica Hbn. (Bd. 1, p. 139, Taf. 46 d) durch die Steppen von Turkestan bis Afghanistan verbreitet.
M. cheena Moore (Bd. 1, p. 140, Taf. 47 a, b) bewegt sich auf Gras und Weideplätzen vom Juni his
August im westlichen Himalaya bei Kunawur auf Höhen von 8 — 10000 Fuss. — kashmirica Moore, ist eine
lokale Rasse, die vom Juli bis September in Kaschmir gefangen wurde.
M. interposita Ersch. ist der indische Ausläufer der weitverbreiteten lyeaon, der in Afghanistan vom
Mai ab fliegt.
interposita.
307
KARANASA; EUMENIS. Von H. Fruhstorfer.
M. pulchella Fldr. (ßd. 140, Taf. 48 a) fliegt im westlichen Himalaya und Kaschmir vom Juni bis pulchella.
September und steigt bis 15 000 Fuss aufwärts. — neoza Lang (ßd. 1, Taf. 48a) ist in gewissen Teilen von neoza.
Kaschmir, so bei Goolmurg sehr häutig und wird vom Juni bis August aus Höhenlagen von 10—12000 Fuss
gemeldet. — pulchra Fldr. (ßd. 1, p. 140), eine geographische Form, die am Shandur Plateau von Nord- puldnra.
Kaschmir und von Kunawur vom Juni bis September von 8 — 10000 Fuss Höhe gemeldet wird. Missionar
Francke sandte mir die beiden letztgenannten Formen aus Kulu, wo sie nebeneinander Vorkommen.
M. coenonympha Fldr. (ßd. 1, p. 140, Taf. 47 a) ist sehr selten und lokal, nur aus Ladak bekannt. -
maiza Lang , eine Aberration, die bei Goolmurg in Kaschmir einmal in grosser Anzahl im Juli von
9 — 10000 Fuss angetroffen wurde. — goolmurga Lang kommt aus Kaschmir von 11 — 13000 Fuss und
wurde im Juli und August in spärlicher Anzahl gefunden.
21. Gattung: Karanasa Moore
Wenn der Aufteilung jener Arten, die in Katalogen unter dem Genus Satyrus zusammengefasst
werden, eine Berechtigung zuerkannt wird, so muss der Name » Karanasa « für diejenigen Species eintreten,
die sich um die europäischen » actaea und cordula « gruppieren, die anscheinend von älteren Autoren ohne Genus¬
namen gelassen wurden, resp. unter generischen Namen vereinigt sind, die entweder für andere Arten¬
gruppen gelten oder synonym damit sind. Dass eine gewisse Gruppierung auf Grund der Vflglstruktur mög¬
lich ist, hat auch Schatz anerkannt, die Fldr der einzelnen Species Hessen auch eine Gruppierung zu, aber
noch sicherer kann dies auf Grund der Discocellularbildung der Vflgl erreicht werden oder der Beachtung
der Gystose der Hauptadern. In diesem Falle wird denkbar die Ausscheidung
a) von Minois Hbn. mit dryas Scop. als Type,
b) von Oreas Hbn. mit circe als Type, da Oreas durch Desmarest 1804 für Mammalia präokkupiert
ist, kann dafür Brintesia nom. nov. treten,
c) von Eumenis mit fagi Scop., alcyone etc.
Die 1 1 ÜBNER'sche Type von Eumenis ist semele, die sich von den Formen der fugiAleihe wohl durch
die kürzeren Fhlr unterscheidet, dagegen bietet die Struktur keinen Anhalt zur Lostrennung unter dem Namen
Nytha, wie es Bingham in der »Fauna Indica« durchgeführt hat.
Bei Karanasa ist nur die Gostale der Vflgl erheblich verdickt, was sie mit Oreas Hbn. = Brintesia
gemeinsam hat, von der sie aber durch die stärker gewinkelte mittlere Discocellulare der Vflgl und die
kürzere Präcostale der Htlgl abweicht.
K. huebneri Fldr. (ßd. 1, p. 127) zerfällt in mehrere im Paläarktenteil erwähnte Rassen, so ist huebneri.
cadesia Moore (ßd. 1, 43 d) aus Kaschmir bekannt, wo sie sehr lokal ist, nur selten in Anzahl gefunden wird cadesia.
und von 13 — 17 000 Fuss hinaufgeht. — leechi Moore wird von Baltistan und Ladak aus derselben hoch- leechi.
alpinen Region erwähnt. modesta Moore (ßd. 1, p. 127) von Lahul und Kaschmir. Flugzeit Juli bis August, modesta.
K. pimpla Fldr. (— monoculus Frühst.) (ßd. 1, p. 131) ist eine geographische Zweigform unserer pimpla.
actaea; aus Kaschmir beschrieben, aber auch in Beludschistan und Afghanistan vorkommend. Flugzeit Juli
bis September auf ungefähr 2500 m Höhe.
K. digna Marsh, (ßd. I, p. 130), der südeuropäischen actaea sehr ähnlich, ist äusserst selten und nur digna.
vom Shandurplateau und Gilgit in Kaschmir bekannt.
22. Gattung: Kiiiiiriiis Hbn.
Die wenigen südhimalayischen Species dieses Genus verraten die engste Verwandtschaft mit ihren
transhimalayischen Schwesterarten und sind infolgedessen auch im Paläarktenteil ausführlich behandelt
(p. 127 ff., Taf. 43). Das Genus zeichnet sich aus durch die cystöse Costal- und Medianader, ist somit auf
den ersten Blick von Karanasa und Oreas abzuscheiden. Palpen stark, mit kleinem Endgliede; Fhlr mit
schaufelförmiger Kolbe; untere Discocellulare gerade. Augen nicht behaart, wodurch sich die Eumenis von
den sonst nahe verwandten Satyrus (Par arge) absondern.
E. thelephassa Hbn. (ßd. 1, p. 127, Taf. 43 e), einer der auffallendsten und häufigsten Falter des thelephassa.
vorderen Asiens, der in Beludschistan und Afghanistan in das indische Gebiet Übertritt und an felsigen Ab¬
hängen von Mitte Mai von 6500 — 8000 Fuss vorkommt. Während der grössten Tageshitze verbirgt sich der
Falter im Schatten von Felsen und Steinen, aus dem er abends wieder herauskommt, um herumzufliegen,
worauf er dann leicht zu fangen ist.
E. mniszechi Fldr. tritt auf das Gebiet von Kaschmir und Kunawur über in zwei interessanten und mniszedii.
anscheinend seltenen Rassen, deren Namen von Händlern mit Unrecht auf zentralasiatische Falter über¬
tragen werden. — lehana Moore ist im ßd. t besprochen, aber die Figur ßd. 1, Taf. 43 f deckt sich nicht lehana.
mit den von mir durch Missionar Francke aus Leb direkt empfangenen Exemplaren noch mit Moore’s Figuren
308
AULOCERA. Von H. Fruhstorfer.
baldiva.
esquilinus.
persephone.
heydenreichi.
shandura.
hegesander.
parisatis.
rncicro-
phtha/mus.
diffusa.
minutianus.
orchomenus.
aristonicus.
seiner unzweifelhaft echten Kaschmirfalter, lehana wurde durch Dr. Stoliczkä entdeckt und fliegt bei Leh
vom Juni bis September auf Höhen von 12 — 15 000 Fuss. Die ? sind grösser als die Figur im Bd. 1. und
die anale Ücelle der Vtlgl stets kleiner. — baldiva Moore ist eine dunklere Rasse, mit etwas schmälerer ocker¬
farbener Binde der Flügeloherseite und weissgekernten Ocellen der Vtlgl. Sie wurde durch Gol. Lang ent¬
deckt, auf den nackten, braunen, steinigen Bergabhängen von Spiti in Tibet, wo die Art an heissen Tagen
des Juni und Juli fliegt und Höhen von 7 — 10 000 Fuss bewohnt. — Als esquilinus subsp. nov. wird die aus
dem Alai stammende, als lehana kursierende geographische Form beschrieben, die von leliana aus Kaschmir
durch ihre Kleinheit , die namentlich beim ? proximal stärker zerschnittene und schärfer abgegrenzte ocker¬
farbene Längsbinde der Vtlgl und die viel dunklere monoton braune nicht weisslicli gell? aufgehellte Unter¬
seite erheblich abweicht und sich mehr an die turkestanische Rasse anlehnt, während Exemplare aus dem
Tianshan sich unterseits der echten leliana sehr nähern. Auch clarissima Seitz steht lehana Moore nahe, nur
sind bei leliana die Binden noch breiter angelegt. West-China.
E. persephone Hbn. (=. antlie 0.) dieser schöne variable und massenhaft auftretende Vorderasiate
hat gleichfalls seinen Weg über Persien nach Afghanistan gefunden, wo ihn Gol. Swinhoe bei Kandahar im
Mai antraf.
E. heydenreichi. Diese prächtige zentralasiatische Species tritt bei Kaschmir ins indische Gebiet
ein, wo auf dem Shandurplateau in ungefähr 13 000 Fuss Höhe, die Bd. I, Tat’. 42d abgebildete shandura
Marsh, entdeckt wurde. Eine ungewöhnlich dunkle Rasse. — hegesander snbsp. nov. wurde neuerdings im
Tianshan beobachtet. Bei dieser sind die weissen Medianbinden aller Flügel fast doppelt so breit als bei
heydenreichi vom Alai und der Figur in Bd. 1 auf Taf. 42 d, und die Unterseite ist gelb, statt schwarzbraun
marmoriert.
E. parisatis Koll. in der Grösse unserer fagi Scop. ähnlich, aber durch ihre charakteristische Färbung
(den scharfen Gegensatz des weissen Distalsaumes aller Flügel zur Grundfärbung derselben), die von schwarz¬
braun der cf cf bis zu schiefergrau der ?? nuanciert, einer der auffallendsten Schmetterlinge unter den Saty-
riden. Analog unseren fagi ist die Art nirgendwo selten. Das indische Gebiet beheimatet zwei Ortsrassen,
die durch Seitz zuerst richtig auseinandergehalten wurden, denn weder Niceville, noch Bingham und Moore
erwähnen den fundamentalen Unterschied zwischen parisatis Koll. mit schmalem weissen Rand der Oberseite
und fadendünner Längsbinde der Unterseite (Bd. 1, Taf. 44e) und macrophthalmus Eoers. mit riesigen Ocellen,
die zudem noch breit hellgelb umringelt sind und prominenter weisser Medianbinde. Alle genannten indischen,
resp. englischen Autoren bilden macrophthalmus ab. Mir selbst liegen grosse Serien von parisatis aus der
indischen Nordwest-Provinz und von macrophthalmus aus Kaschmir von 10 — 14000 Fuss Erhebung vor.
E. semele diffusa Btlr. Dieser Ausläufer unserer gemeinen semele L. wurde als grosse Seltenheit
einmal in der Nordwest-Provinz gefangen und entfernt sich von ihrer europäischen Schwesterrasse durch
das Zurücktreten aller rotbraunen Makeln und die Verdunkelung der Unterseite.
Die Beschreibung einiger paläarktischer Formen, die in der engsten Verwandtschaft mit den erwähnten
indischen Species stehen, wird hier angefügt:
E. regeli minutianus snbsp. nov. Der corlana Stgr. verwandt, aber leicht von ihr zu trennen durch
breitere schwarze Medianbinden der Flügel und insbesonders durch fast um die Hälfte grössere Ocellen der
Vtlgl. Auch das Analauge der Hllgloberseite ist stattlicher als bei Exemplaren von Naryn und dem Tianschan.
Häufig im Alai.
E. autonoe orchomenus snbsp. nov. differiert von Exemplaren aus Turkestan und solchen von Naryn
durch bedeutendere Grösse, die wie bei alcyone aufgehellten Flügel, die eine gelbliche Submarginalregion
um die Ocellen auch beim cf zeigen. Unterseite verwaschen, blassgrau. ? sehr gross wie bei cordüla milada
von Zermatt, mit einer hellgelben Antemarginalregion aller Flügel. Vom Tianschan.
E. geyeri aristonicus subsp. nov. ist viel kleiner als anatolische und armenische geyeri. Oberseite
lichter grau; Unterseite der Htlgl mit undeutlicherer Zeichnung und mehr verschwommenen Wellenlinien.
Von Amasia.
23. Gattung: Aulocera Btlr.
Ein scharf umrissenes Genus schon wegen der einheitlichen Form und Färbung der wenigen dazu
gehörigen Species, und von allen um Eumenis und Minois gruppierten Formenreihen das am prägnantesten
durch seine Struktur hervortretende. Zunächst ist schon die lange Vflglzelle auffallend, die an jene von
Brintesia erinnert, mit deren einziger Species circe ja auch die Zeichnung am meisten harmoniert. Die eystöse
Gostale hat Aulocera mit Minois, Brintesia und Karanasa gemeinsam, aber von allen bisher unter Satyrus
vereinigten Genera oder Subgenera entfernt sich Aulocera durch die distal gewinkelte untere Discocellulare
der Vflglzelle und noch mehr durch die kaum halb so lange und äusserst schmale Zelle der Htlgl. Die
Präcostale der Htlgl entspringt wie bei Karanasa an der Abbiegung der Subcostale. Augen unbehaart.
Die Arten der Gattung sind vorwiegend paläarktisch und da, wo sie ins subtropische und tropische
Gebiet übergehen, leben sie nur in hochalpinen Regionen.
ORINOMA. Von H. Fruhstorfer.
309
Die Klammerorgane der Genitalien differieren ganz erheblich von jenen der Kumenis durch das
Fehlen der dünnen, spitzen, lateralen Spangen, an deren Stelle eine dicke, stumpfe, fast gerade und scharf¬
kantige Leiste tritt. Auch die Valve ist tiefer ausgebuchtet als bei europ. Kumenis, dicht lang behaart, basal -
wärts mit einem starken Höcker.
A. brahminus Blanch. (Bd. 1, p. 122, Taf. 41c) ist die kleinste indische Species, leicht kenntlich an brahminus.
der schmalen weissen Längsbinde aller Flügel, die manchmal gegen den Analwinkel der Hflgl völlig ver¬
dunkelt, dies ist dann Scylla Bt/r., die nahe Nepal entdeckt wurde, aber auch im Kumaon-Himalaya, vor- scylla.
kommt, wo sie Doherty von 12 — 16000 Fuss Höhe angetroffen hat, der übrigens scylla für eine eigene
Species hält, da sie neben brahminus fliegt und auch in den Greiforganen Verschiedenheiten von brahminus
aufweisen soll. Die Vereinigung der beiden Formen erfolgt hier auf die Autorität Bingham’s. — brahminoides brah-
Moore ist die am häufigsten nach Europa gelangende Zweigrasse der Kollektivspecies mit namentlich unter- minoides.
seits reiner weisser Medianbinde als brahminus, die in der Nordwestprovince, in Kaschmir und Kulu vor¬
kommt, während brahminoides auf Bhutan und Sikkim beschränkt ist. — werang Lang (Bd. 1, p. 122) führt werang.
auf den Hflgln eine braune Bestäubung und ebensolche Einspritzungen und bewohnt ausschliesslich die west¬
lichen Abhänge des Himalaya.
A. swaha gilt als die häufigste Art des Genus und ist deren interessante geographische Differenzie¬
rung sonderbarerweise den englischen Autoren nicht aufgefallen. Die typische Unterart swaha Koll. (Bd. 1, swaha.
Taf. 41 d Oberseite) ist aus Kaschmir beschrieben und von dort aus 14 — 15000 Fuss Höhe in meiner Sammlung.
Beide Geschlechter führen eine relativ schmale hellgelbe, aber auf der Hflglunterseite stets weisse Median¬
binde. — Bei garuna subsp. nov. (94 c) verbreitert sich diese Binde und ist namentlich unterseits stets gelb- garuna.
lieh. Häufig in Kulu, woher auch aus Versehen deren Rp gemeldet wurde, die dort eine wilde blaue Iris
angelien soll, was natürlich ein Irrtum ist. — tellula subsp. nov. ging mir aus der Umgebung von Mardan, tellula.
Nord west-Provinz, zu, deren Oberseitenbänderung etwa die Mitte hält zwischen swaha von Kaschmir und
garuna von Kulu, von beiden aber dadurch zu trennen ist, dass die Längsbinde aller Flügel gleichmässig
fahl strohgelb gefärbt ist, während bei den anderen Schwesterrassen die dunkler gelben Vflgl lebhaft mit den
weisslichen oder ganz weissen Hflgln kontrastieren. Besonders beim ¥ ist auch die Unterseite von tellula
gleichartig weiss gebändert.
A. padma zerfällt analog brahminus in zwei geographische Himalayarassen, von denen padma Koll. padma.
(Bd. 1, Taf. 41 f) den nordwestlichen Teil desselben bewohnt und in zwei Generationen auftritt, von welchen
die erste im Mai und Juni am Rande von Eichen- und Rhododendronwäldern auf den Gipfeln der Berges¬
höhen von 8 — 10000 Fuss Höhe fliegt. Eine zweite Brut erscheint im Juli und bevorzugt die niederen
Täler von 3 — 4000 Fuss. — chumbica Moore (94c) ist die westliche Rasse, ursprünglich aus dem Chumbital chumbica.
in Native-Sikkim beschrieben, neuerdings aber in Anzahl aus Bhutan gekommen. Ihre rein weissen Längs¬
binden der Oberseite sind kaum halb so breit als bei padma, unterseits aber partiell dunkelgelb angeflogen.
Flugzeit August bis September und auf ca. 3 — 4000 m Höhe. — Exemplare der Nordwest-Pro vince zeigen
bereits ein dunkleres Kolorit der Unterseite und führen schmalere Binden als Kaschmirstücke und bleiben
etwas in der Grösse zurück, dagegen übertrifft verres subsp. nov. an Habitus die Kaschmirform um ein be- verres.
deutendes, und die Unterseite aller Flügel ist lichter und reicher weiss gesprenkelt. Vom Juni bis August
von 6 — 7000 Fuss, stellenweise häufig in West-China.
A. loha Doh. (Bd. 1, Taf. 4t f), für deren Artrecht ihr Autor lebhaft eintritt, ist nach den mir vor- loha.
liegenden nicht typischen Exemplaren aus Bhutan und Sikkim erheblich verschieden von padma und chum¬
bica; von ersterer durch das Fehlen der proximalen weissen Subapicalmakeln der Vflgl, von letzterer durch
viel breitere Längsbinden. Jedenfalls stehen meine Sikkim-cf'cf' der chumbica näher als padma, mit welch
letzterer sie jedoch wiederum mehr in der stattlichen Grösse harmonieren. Vielleicht ist es aber doch nur
eine Zeitform, sei es von chumbica, sei es von padma. Doherty fand loha im Kumaon-Himalaya im August,
September von 3—4000 m und Elwes beobachtete sie in Sikkim bei Tonglo und Phalhit in derselben Höhe
im Juli oberhalb der Pinienwälder, wo sie einzelne Bäume im starken Fluge umkreiste, sich auf deren
Stämme setzte oder gelegentlich auf Blütenköpfen ausruhte. Nach Leech ist sie in West-China allüberall häufig.
A. saraswati Koll. (Bd. 1, Taf. 41 d) lässt sich von allen bekannten Arten am leichtesten und sichersten saraswati.
determinieren durch die geradlinig verlaufende Längsbinde aller Flügel und den hellbraunen, nicht schwarzen,
Aussenteil der Hflglunterseite. Die mir aus Kulu vorliegenden cf cf1 differieren durch eine viel schmälere
weisse Medianregion ganz erheblich von der vermutlich aus Kaschmir stammenden Vorlage im Paläarkten-
teil. saraswati bevorzugt mehr die heisseren und tieferen Täler und scheint nirgendwo über 2330 m hinaus¬
zugehen. In Kulu, wo sie gerne auf Disteln saugt, erscheint sie im Juli, um bis Mitte Oktober zu bleiben.
24. Gattung: Orinoma Gray.
Eine monotypische Gattung, der nur eine absonderlich gefärbte Species angehört, die durch die
rotgefleckte Vflglzelle sich von allen bekannten Satyriden unterscheidet. Im Geäder nähert sich Orinoma
etwas den Oeneis, mit welchen sie die schwach verdickte Gostale, die lange schmale Zelle und die kurze
310
RHAPHIGERA; ARGE; SATYRUS. Von H. Fkuhstoefek.
damaris.
harmostns.
satricus.
moorei.
dumicola.
leda.
yunnana.
pasiteles.
obere Discocellulare der Vllgl gemeinsam bat. Dagegen weicht die kurze breite Zelle der Htlgl vom Eumenis-
Typus ab und die gerade stehenden mittlere und untere Discocellulare verweisen auf Beziehungen zu den
Coelites. Der Flügelschnitt ist der einer Danaide.
O. damaris Gray. (90 d) ist unterseits nur etwas bleicher und reicher gelb gezeichnet als oben und
die cd cf zeigen einen schlankeren Flügelschnitt als das abgebildete ?. Der Falter ist vom Kangra-Distrikt
und dem Kumaon-Himalaya bis Assam und Ober-Birma verbreitet, scheint zwei Generationen zu haben, denn
in Nepal, Sikkim, Bhutan, Assam wird er im Herbst gefunden, während er aus Birma und Tenasserim vom
Mai gemeldet wird, damaris überschreitet anscheinend nirgendwo die Höhenzone von 2000 m, ist lokal und
stets selten. — harmostus subsp. nov. ist eine kleinere Rasse von heller gelber Fleckung und zarteren
schwarzen Linien aller Flügel und trotz ihrer geringen Grösse ausgedehnteren gelben Gircumcellularmakeln
der Htlgl. Tenasserim, von mir dort auf ca 1600 m im Mai bei Tandong gefangen.
25. Gattung: Bliaphicera Bür.
Im Habitus etwa unseren Purarge entsprechend, hat sie mit der vorigen Gattung die nicht verdickte
Gostale der Vtlgl gemeinsam, unterscheidet sich aber durch die gerade, schräg nach aussen gestellte untere
Discocellulare der Vtlgl, die am Ursprung der Subcostalis abzweigende (nicht distal davon abgerückte) Prä-
costale und die schlankere, mehr an Lethe erinnernde Zelle der Htlgl. Nur 3 Species beschrieben, die den
Himalaya und das westliche China bewohnen und überall selten sind.
R. satricus Dbl. (Bd. 1, p. 88, Taf. 32 c), vom Kumaon-Himalaya bis zu den Naga-Hills in Assam ver¬
breitet, wurde in Sikkim und Bhutan von 2000 m bis zu ca. 2500 m Höhe beobachtet, wo die Falter schnell
und unsicher fliegen, sich gerne an nasse und unreine Stellen setzen, sich auch an schattigen oder feuchten
Felsen auf halten und bei wolkigem und regnerischem Wetter ebenso gerne fliegen wie an sonnigen Tagen.
Das ? ist ausserordentlich selten, wenngleich es als Type diente. Im westlichen China erscheint eine kleinere
und dunklere Rasse, die mir aber in natura unbekannt ist.
R. moorei Btlr. (Bd. 1, p 88, Taf. 32 c) erinnert etwas an die europäische aegeria, ist etwas grösser
als diese und kleiner als satricus. In Sikkim ist sie sehr selten im Innern auf ca. 3000 — 3500 m Höhe. In
der Nähe von Simla tritt sie gelegentlich häufiger auf, fliegt dort besonders im August und selbst während
des schwersten Regens. ,
R. dumicola Oberth. (Bd. 1, p. 88, Taf. 32 c) bringt Mooke in sein Genus Tatinga. Da sich aber im
Geäder gar keine Differenzen gegenüber Bliaphicera ergeben, muss dieses wieder fallen. — dumicola tritt an
einigen Orten in W^est-Ghina häufig, in Zentral-China selten auf.
26. Gattung: Arge Hbn.
Es liegt gar kein stichhaltiger Grund vor, diese als Melanargia so wohlbekannte Gattung anders zu
nennen, denn die von Bingham verwandte schöne Bezeichnung Agapetes Billbg. ist auch um 4 Jahre jünger
als die Hübner’ sehe Umschreibung. Im indischen Gebiete wurde nur eine Species, und diese nur an der
birmesisch-chinesischen Grenze angetroffen.
A. halimecle Men. von einem Beamten des indischen Forstwesens in Birma aufgefunden. Die dortige
Form deckt sich in der Zeichnung etwa mit montana Leech vom Yangtsekiang , nur scheint sie nach der
Abbildung Bingham’s nicht grösser zu sein als A. leda Leech (39 d), von der als yunnana Oberth. eine etwas
dunklere Form aus Yunnan bekannt gemacht wurde. — pasiteles subsp. nov. wird hier eine Rasse getauft,
die halimede Men. mit Ingens Honr. verbindet, dunklere und breitere schwarze Flügelumrahmung aufweist als
Amur-Exemplare und doch nicht die braune Überstäu bung der lugens führt. Die Unterseite nähert sich der
Ingens, doch erscheint die Grundfarbe rein weiss, ohne gelbe Beimischung. Wie oberseits zeichnen sich
breite scharfe schwarze Submarginalbinden vom weissen Untergründe ab. Shantung.
27. Gattung: Satvrus Latr. {= Pararge auct.).
Die Klammerorgane erinnern etwas an jene des Genus Erites, der Uncus ist relativ kurz, dick,
seitlich kantig, die lateralen Spangen leicht gewellt aber völlig horizontal gerichtet. Die Valve säbelartig
spitz, schmal, lang beborstet. Jullienische Stäbchen wurden bei ihnen gleichfalls gefunden, wodurch ihre
Verwandtschaft mit dem Eumenis- und Maniola- Typus dokumentiert wird. Vtlgl mit stark aufgeblasener
Gostalader und weniger aufgetriebener Mediane. Präcostale kurz, untere Discocellulare auf den Ursprung
der mittleren Mediane der Htlgl stossend , wodurch der Anschluss an die Lethe-G ruppe der Satyriden her-
gestellt wird. Nur 4 indische Species, die nicht anders aufgefasst werden können wie paläarktische Zentral-
Asiaten, die den Himalaya überschritten haben und langsam nach Osten vorzurücken beginnen.
OENEIS ; LETHE. Von H. Fruhstorfer.
S. schakra Kol/. (Bel. 1, Taf. 45 e), der nordindische Vertreter unserer maera und wie diese einer der schakra.
häufigsten Falter vom West- Himalaya an bis Sikkim. Flugzeit vom Mai bis Oktober. Bevorzugt steinige
Strassenränder. Die Rp ist apfelgrün mit bleichen gelben Seitenlinien. Mir liegen grosse Serien aus Kaschmir
und der Nordwest -Provinz vor, deren Färbungsrichtung etwa jenen Exemplaren entspricht, die den Über¬
gang der nordischen maera zur südeuropäischen adrasta vermitteln.
S. maerula Fldr. (= laurion Nicev.) (Bd. 1, Taf. 45 f) schliesst sich der vorigen in Grösse und Kolorit maerula.
an, entbehrt aber der grauen Sexualtlecken der Vtlgl, und der rötlich ockerfarbene Vorhof aller Ocellen ist
etwas ausgedehnter. Aus dem Nordwest-Himalaya bei Kunawur und Pangi, Mussoorie. Neben schakra vor¬
kommend, aber selten.
S. menava Moore (— maeroides Fldr.) (Bd. 1, p. 135, Taf. 45 f) ist eine wohldifferenzierte Species, menava.
das <? etwa in der Grundfarbe an unsere hiera F. gemahnend, das ? kenntlich an einem breiten, gelbbraunen,
schräg gelegten Shawl, den es in der Apicalpartie der Vtlgl trägt, und der nicht aus einzelnen durch schwarze
Adern getrennten Makeln, sondern aus einem kompakten Felde besteht. Hflgloberseite nur mit 2 statt
3 — 4 Ocellen. Unterseite dunkler, die äussere Längsbinde geradlinig, nicht gewinkelt wie bei schakra und
maerula und ohne weissliehe Bestäubung im distalen Randgebiet der Hflgl. — maeroides Fldr. (Bd. 1, p. 135) maeroides.
ist davon eine Abweichung mit kleinem würfelförmigem Fleck unter dem Apicalauge der Vtlgl. menava ist
lokal, fliegt vom Juni bis August und liegt mir aus Kaschmir in stattlichen Reihen noch aus 14 000 Fuss
vor. Auch bei Kunawar und am Werang-Pass in derselben Höhe beobachtet.
S. kashmirensis Moore (Bd. 1, p. 134, Taf. 45 c) stellt eine sehr seltene und namentlich auf der kashmirensis.
Hflgloberseite stark verdunkelte Lokalform der turkestanischen eversmanni vor. Nachgewiesenermassen wurde
sie nur zweimal gefunden am Goolmurg-Plateau in 2000 m Höhe und bei Pangi.
S. masoni Elw. war früher mit Lethe vereinigt, Moore stellte sie aber ganz richtig in die Nähe masoni.
von Satyr us , wenngleich sein dafür errichtetes Genus Chonala sich nicht halten lässt. Aber mit Lethe hat
masoni nichts gemeinsam, denn nicht nur der völlig runde Schnitt der Hflgl trennt sie von der I^ethe- Gruppe,
sondern auch die verdickte Costale und Mediane der Vflgl. Alle diese Differenzen hat masoni mit Satyrus
gemeinsam, und gleichfalls die Ähnlichkeit mit S. episcopalis Oberth. (Bd. 1, Taf. 45 b). Grundfarbe schwarz
mit etwas breiterer und proximal scharf abgegrenzter Längsbinde der Vflgl und einem massig breiten weissen
Distalsaum der Hflgl. Vflgl dann noch mit zwei weissen Subapicalpunkten, von denen der untere etwas
grösser ist als jener von episcopalis. Unterseite etwa wie bei praeusta Leech (Bd. 1, Taf. 45b), wenigstens
jene der nur etwas heller grauen Hflgl. Vflgl mit einer Wiederholung der breiten Schrägbinde der noch
mehr vergrösserten Apicalpunkte und mit einer stattlichen Apicalocelle. — Bisher nur aus dem Innern von
Sikkim bekannt. Elwes, dessen Jäger die Art einmal mitbrachten, vermutet, dass sie aus dem Ghumbital
sein könnte oder von der Bhutangrenze. Mir selbst gingen im Laufe von 20 Jahren nur 2 Exemplare zu.
28. Gattung: Oeneis LLbn.
Dass sich eine nahezu arktische Gattung, wie die Oeneis , noch auf indischem Boden findet, ist der
enormen Höhenlage zuzuschreiben, welche die Falter dort allein bewohnen, und mit zwei Arten das Gebiet
von Native-Sikkim an der Tibetgrenze streifen. Von Eumenis ist Oeneis leicht abzusondern durch die lange
und schmale Vflglzelle und die nur mässig verdickte, aber nicht angeschwollene Gostalader. Palpen und
Vorderfüsse ausserordentlich lang behaart.
0. pumilus verteilt sich auf zwei Ortsrassen , von denen der nomenklatorische Typus pumilus Fldr. pumilus.
(Bd. 1, Taf. 42 b) äusserst selten im Kumaon- Himalaya und in Kaschmir gefunden wird. — bicolor Seitz
(Bd. 1, Taf. 42 b) ist die während des letzten Tibetfeldzugs der Engländer bei Kambajong an der Sikkim¬
grenze entdeckte Ostform, die mir aus einer Höhe von 17 000 Fuss durch Möller in Darjeeling zuge¬
sandt wurde.
0. palaearcticus Stgr. aus Zentral -Asien entsendet einen habituell kleinen Ausläufer an die Tibet¬
grenze und ins Native-Sikkim, wo eine unterseits etwas dunkler als palaearcticus gefärbte Form sikkimensis sikkimensis.
Stgr. (93 g) auftritt, die in Kambajong neben pumilus bicolor Seitz fliegt. Die Oberseite wie bei bicolor
(Bd. 1, Taf. 42 b), nur das ? zeigt blasser gelbe Binden.
29. Gattung: J^etlie LLbn.
Strukturell eines der am schwierigsten zu behandelnden Genera wurde ihr demgemäss auch das
Schicksal zuteil, in unnötige und zahlreiche Fragmente zersplittert zu werden (Moore) und neuerdings
diente sie als Rezeptakulum der heterogensten Artengruppen (Bingham). Eine einigermassen natürliche Ein¬
teilung muss demnach zu einer Reduzierung der bis zu ca. 15 angehäuften Gattungsnamen, aber anderer¬
seits auch wieder zur Auflösung" einer zu umfangreichen Ansammlung von Arten führen. Eine sehr ge¬
schickte Gruppierung hat Bingham bereits angewandt, der zufolge zwei Unterabteilungen je nach dem
LETHE. Von H. Fruhstorfee.
sidonis.
gelduba.
vaivarta.
nicetella.
siderea.
31 2
Vorhandensein oder Fehlen modifizierter Schuppen der cf cf aufgestellt wurden. Diese lässt sich aber leider
nicht für die ?? verwenden , bietet aber sonst einen sicheren Wegweiser. Einen wesentlichen Fingerzeig
gibt die Art des Flügelschnitts, ob abgerundet oder mit Schwanzanhängen, das mehr oder weniger ausge¬
prägte Anschwellen der Costalader und nicht zuletzt das Faktum, dass bei ganzen Artenreihen die untere
Discocellulare der Hflgl nicht auf die Gabelung der vorderen und mittleren Mediane stösst, sondern auf den
vorderen Medianast, der dann durch einen breiten Stiel von der mittleren Mediane separiert ist. Allen An¬
gehörigen der Lethe-G ruppe aber ist gemeinsam die auf deren halbe Länge miteinander verwachsene Costale
und Subcostale der Vflgl. Die sekundär - sexuellen Merkmale sind recht verschiedenartig; sie können auf
beiden Flügelpaaren oder nur auf den Vflgln oder nur den Hflgln vorhanden sein. Doch sind noch bei
keiner Secies Haarpinsel nachgewiesen, die eine so wesentliche Rolle bei der Gruppierung der Mycalesinen
spielen , ja nicht einmal Büschel längerer Haare. Die Klammerorgane sind bei den einzelnen Artengruppen
scharf differenziert, so fehlen anscheinend den echten Lethe analog den Melanitis die lateralen Spangen des
Uncus, während sie bei Hermias nicht nur deutlich vorhanden sind, sondern auch noch eine geweihartig
gestaltete, sehr breite Spitze führen. Die Valve kann schmal und sehr lang und einfach (Lethe) oder kurz
und dorsal gehöckert sein (Hermias). Rp und Pp sind im 1. Band beschrieben (p. 82); man kennt sie
nur von etwa vier Species, trotzdem ihre Nahrungspflanzen, Bambus und andere Gräser, so bequem zu
erreichen wären. In der Regel sind es Gebirgstiere und eine Art — L. rohria — begegnet dem Reisenden
als lebender Höhenmesser, wenn er im Sunda- Archipel sich dem 1 200 m nähert, da sie nie tiefer herabgeht,
aber sofort da erscheint, wo die kühle Bergluft den Wanderer entgegenweht. Alle anderen Arten lieben
den Schatten und sind am lebhaftesten am frühen Morgen oder in der Abenddämmerung. Die Falter
sitzen mit zusammengeklappten Flügeln im Bambusdickicht oder auf Grashalmen, selten nur, wie die
Mtjcalesis, am Erdboden. Der Hauptherd der Gattung ist kontinental. Nahezu 50 Arten der Lethe- Gruppe
trifft man innerhalb der Grenzen des Kaiserreiches von Indien , Borneo und Java aber haben noch sieben,
Lombok deren drei, Celebes und die Molukken nur noch eine Species. Das Papuagebiet und Australien hat
die Gattung auf ihrem Wege nach Osten nicht mehr erreicht. Höhenlagen von 2 — 3000 m sagen ihnen am
meisten zu, nur eine Species geht bis 14 000 Fass hinauf ( maitrya ). Von einer Art (arete) ist nach meinen
Beobachtungen in Hongkong zu berichten, dass sie äusserst intensiv nach Vanille duftet.
Artengruppe jSinchula Moore.
Die unbedeutendsten Formen des Genus. Hflg'l abgerundet ohne deutliche Spitze an der hinteren Mediane.
Die untere Discocellulare stösst nicht auf die Gabel von der vorderen und mittleren Mediane, sondern zweigt distal
davon bereits ab. Costale deutlich c.ystös. cf ohne Sexualfleck der Oberseite.
L. sidonis Hew. (Bd. 1, p. 85, Taf. 31 d Oberseite und Bd. 9, Taf. 97 c Unterseite) zerfällt in zwei
Zeitformen, von denen Hewitson diejenige der nassen Periode kannte und beschrieb (97 c), deren Unterseite
wir wiedergeben. Die Trockenzeit - Generation gelduba form. nov. bleibt wie üblich in der Grösse zurück,
ist oberseits fahler mit lebhafterem Bronzeschimmer. Die vorderen Ocellen der Hflglunterseite verschwinden
partiell, während sich die hinteren verkleinern. Ebenso fallen häufig und besonders bei Bhutan-Exemplaren
die graublauen Medianstreifen aus. ln Assam tliegt eine lokale Form, die grösser und unterseits lebhafter
gefärbt ist. Nach Elwes zählt sidonis zu den gemeinsten Lethe von Sikkim, wo sie in der Waldzone
zwischen 4 — 8000 Fuss und von April bis November Forstwege bevorzugt, wo sie entweder auf dem Erd¬
boden oder auf niederer Vegetation sich aufhält. Sikkim, Bhutan; Assam.
L. vaivarta Doli, steht der vorigen sehr nahe und man könnte sie für eine westlichere Rasse der
sidonis halten, wenn nicht Doherty erklärte, dass die Klammerorgane verschieden seien. Nach Mooee’s
Abbildung der typischen Stücke beurteilt, liegt, der wesentlichste Differenzialcharakter in breiteren und
gelben statt violetten Längsbinden der Vtlglunterseite und grösseren und nach oben durchscheinenden Augen
der Hflgl. Von Dohertt wurde die Trockenzeitform im Kumaon-Himalaya entdeckt, doch geht die Species
weiter nach Westen; denn ihr Vorkommen wird auch noch aus Kangra, dem südlichen Kaschmir, gemeldet.
Rp hellgrün mit zwei Kopfhörnern und blassen Längs- und Querstreifen. Sie lebt auf dem Bergbambus
Arundinaria falcata Nees. Pp grün, seltener rotbraun, von kurzer Gestalt mit zwei Kopfhöckern und weiss¬
liehen Seiten und ebensolchen Sprenkeln an der Bauchseite.
L. nicetella Nicev. (97 c). Oberseite einfarbig schwarzbraun mit leichtem Bronzeretlex , Hflgl mit
von der Unterseite durchscheinenden Augen. Bei der Trockenzeitform wird ein Teil der Ocellen der Hflgl¬
unterseite blind und die Vflgl weisen graugelbe Felder im Aussengebiet auf. Im Juli -August bei Tunglo
von 7- bis ca. 9000 Fuss an schattigen oder feuchten Plätzen manchmal zu Tausenden. Doch ist das ?
sehr selten. Ausserhalb Sikkim bisher noch nicht beobachtet.
L. siderea Marsh. (Bd. 1, p. 85) ist ein seltener Falter der Sikkimfauna, nur im Innern des Landes
einmal auf 7000 Fuss in der Regenzeit gefangen. ? noch unbekannt. Hflglunterseite der nicetella sehr nahe,
aber mit längeren Streifen und die Ocellen mit lebhafterer orangefarbener Peripherie. Nach Leech auch
als Seltenheit in West-China gefunden.
LETHE. Von H. Fruhstorfer.
313
L. nicetas Heiv. etwa von der Größe der sidonis, ist sie leicht kenntlich an breiten gelben Postdiscal- nicetas.
binden der HflgJ-Unterseite und einer weißlichen Schrägbinde der Vflgl, die beide nach oben durchscheinen.
Auch die ungleich großen Augen der Hflgl sind transparent. Ziemlich selten, bei Daling im Mai und Juni
beobachtet, aber von Sikkim bis Kulu verbreitet, dort noch im Oktober fliegend und überall von 1000 bis
2500 m Höhe im dichten Wald vorkommend.
L. niaitrya Nicev. (97 c) ist die am häufigsten nach Europa gelangende Species der Gruppe, die na- maitrya.
mentlich im Juli und August in ungeheuren Mengen, namentlich an der Sikkim- und Nepalgrenze ange¬
troffen wird. Hie Type stammt aus dem Nordwest-Himalaya und dortige Exemplare sind etwas größer als
das abgebildete Bhutan-Exemplar. Nach Elwes fliegt maitrya stets in Gesellschaft von Zophoessa jalaurida
von 3- bis ca. 4000 m Höhe.
L. visrava Moore (= deliades Hew. und unter letzterem Namen auf 97 c abgebildet) ist eine ungemein visrava.
seltene Species, deren $ fast ganz Aveiße Hflgl und bis zur Zelle gleichfalls weiße Vflgl hat. Die Hflgl sind
mit großen isoliert stehenden schwarzen Ozellen besetzt, die unterseits breit gelb umringelt erscheinen.
Auch der Terminalsaum der Hflgl des 9 ist rötlichgelb. Das <$ differiert von der Unterseite nur dadurch,
daß auf beiden Flügeln die weiße Region ausgedehnter und schärfer abgegrenzt ist. Flugzeit Juni. Sikkim,
Bhutan.
L. insularis Frühst. (97 c) steht der chinesischen procne Leech (Bd. 1. Taf. 32b) nahe, von der sie sich insularis.
aber durch rundlichere Flügel, kleinere Gestalt und fast vertikal gestellte gelbbraune Submarginalbinde der
Vflgl-Oberseite unterscheidet. Unterseits wird insularis charakterisiert durch einen schönen moosgrünen
Anflug der Basalpartie der Hflgl, welcher auf der Figur nicht sichtbar ist, und besonders durch die zweimal
gebrochene weiße Median binde, die sich von der Costale bis zum Analwinkel hinzieht und allmählich verjüngt.
Formosa, auf ca. 4000 Fuß, anscheinend selten.
Von paläarktischen Arten gehören zu Sinchula: L. violaceopicta Pouj. (= callisto Leech) von West-
China (Bd. 1, p. 85, Taf. 31 c); L. titania Leech (Bd. 1, p. 85, Taf. 31 c) von West-China; L. helle Leech (Bd. 1,
p. 37, Taf. 32 b) (galt bisher als Zophoessa), West-China; L. procne Leech (Bd. 1, p. 87, Taf. 32 b), von der
dieselbe Gattung angenommen wurde; West-China. — L. callipteris Btlr. (Bd. 1, p. 86, Taf. 31 e), eine der
schönsten bekannten Arten, die in Japan von Shikoku bis Yesso verbreitet ist; Moore schuf dafür die
Gattung Harima.
Artengruppe Kerrata Moore.
Struktur und Flügelschnitt wie bei Sinchula, doch führen die Vflgl in der Medianregion schmale, längliche Felder zot¬
tiger Androconien.
L. tristigmata Elw. (97 d). Oberseite graubraun mit transparenten Binden und Ozellen und dem tristigmaia.
schon erwähnten Sexualfleck. Sehr selten, bisher nur aus Sikkim bekannt, wo die Art nahe der Nepal¬
grenze im Juli fliegt und auf 9 — 10 000 Fuß vorkommt. Das $ ist erst 1888 durch Möller in Native-
Sikkim entdeckt worden. — lyncus Nicev. soll nach der Ansicht Bingham’s nur eine bleichere Form der tri- lyncus.
Stigmata sein ; der Abbildung nach ist es eher eine Regenzeitform, aber in der Subapicalfleckung der Vflgl-
Unterseite zeigen sich doch Unterschiede, die vielleicht eine Trennung rechtfertigen, indem lyncus eine kurze
weiße Binde statt fünf isolierter Punkte führt ; auch ist die basale Partie dunkler, die Ozellen reicher gelb um¬
ringelt. Niceville vergleicht sie mit ocellata Pouj., der sie entschieden sehr nahe steht. Sikkim, nur ZAvei
d'd' aus Native-Sikkim bekannt, die Juli und August auf 7 — 10 000 Fuß Höhe gesammelt wurden.
Zwei paläarktische Verwandte: L. nigrifasciata Leech (Bd. 1 p. 85 Taf. 31 e) von der eine kleinere
Lokalrasse fasciata Seitz existiert; Westchina. — L. ocellata Pouj. ( = simulans Leech (Bd. 1. p. 85 Taf. 31 c)
Westchina.
Artengruppe Magula nom. nov.
Struktur wie bei Sinchula. Hflgl jedoch mit deutlichem Schwanzanhang an der hinteren Mediane. Keine Sexual¬
flecken. Die wenigen hierher gehörigen Arten Avaren bis jetzt unter Zophoessa vereinigt, wovon sie durch die verschiedene
Stellung der unteren Discocellularis, die wie bei Sinchula gebaut ist, sogleich separiert werden können. Dieser Gruppe steht
aber ebensowenig subgenereller Wert zu als Kerrata.
L. jalaurida, Name nach dem Jalauripaß in Kulu, avo sie Niceville in großer Anzahl auf den roten jalaurida.
Blumen einer Persicaria mitten im dichten Wald auf Höhen zAvischen 6 — 8000 Fuß antraf, und zwar in Gesellschaft
der L. maitrya. jalaurida Nicev. (Bd. 1 p. 87), kommt ausschließlich im West-Himalaya vor, AA^as Avir als
solche aber in den Sammlungen antreffen gehört zu elwesi Moore (Bd. 1 Taf. 32 c, als jalaurida), die durch elwesi.
bleicheres Kolorit und schärfer abgesetzte Silberbinden der Unterseite ATon jalaurida differiert. Nach Elwes fliegt
diese Form an der Nepalgrenze von Sikkim von 9 — 12 000 Fuß im Juli und August an offenen Waldstellen ,
schnell herumsegelnd auch bei trübem und regnerischem Wetter und sich in kleinen Gruppen da ansammelnd,
avo etwas Unreines am Wege liegt. Manchmal setzen sie sich auch auf Bambus, und auf Felsen, namentlich bei
feuchtem Wetter, avo sie dann Avie Heteroceren mit der Flasche Aveggefangen werden können. — gelduba gelduba.
IX
40
314
ZOPHOESSA. Von H. Frtthstorfer.
moelleri.
olkinsonia.
baladeva:
aisa.
ramcideva.
andcrsoni.
goalpara.
narJeunda.
gam miei.
dura.
mansonia.
moupinen-
sis.
neoclides.
subsp. 7iov. ist eine im westlichen China spärlich auftretende Lokalrasse, die oberseits dunkler olivenfarbig
abgetönt ist und auf der Unterseite einen doppelten, statt einfachen Transzellularstreifen führt und der
unteren Mediane fehlt die feine Silberhnie, welche elwesi ziert.
L. moelleri Elw. (97 cl) etwas größer und oberseits mit etwas breiteren, gelblichen Binden und statt¬
licheren Ozellen als elwesi, findet sich an denselben Flugorten wie elwesi und ist außerhalb Sikkim noch nicht
angetroffen worden.
L. atkinsonia Hew. (97 d) die farbigste Art der Gruppe, führt oberseits ansehnliche dunkel ockerfarbene
Binden und Flecken, ist ziemlich selten und wurde am Senchalhügel, dem Fangplatz von Temopalpus im-
perialis, aufgefunden, später auch von Elwes an der Straße nach dem Bergschutzhaus Tonglo, wo sie im Juli
und August von 8 — 9000 Fuß vorkommt, und wenn aufgescheucht, in den dichten Wald flüchtet.
Artengruppe Zophoessa Dbl. (= Putlia Moore).
Mit dieser Artenserie beginnen die Angehörigen der eigentlichen Lethe, die deren Fundamentalcharakter nämlich die
auf eine Gabelung der beiden Medianen stoßende untere Discocellulare besitzen. Man glaubte früher, die Zophoessa als eigenes
Genus behandeln zu dürfen, wegen des etwas längeren Endgliedes der Palpen, das übrigens sehr variert, und der stärker ange¬
schwollenen Costale der Vflgl. Letzteres Merkmal beruht aber auf einem entschiedenen Irrtum, denn bei keiner Lethe sind die
beiden Hauptadern weniger aufgetrieben als bei sura, dem Typus des Genus. BINGHAM hatte also Recht, es einzuziehen, und
wenn es hier als Untergruppe geführt wird, so geschieht dies wegen der längeren Zelle der Vflgl, die gleichschmal, wohl keine
echte Lethe besitzen dürfte. Alle Arten führen lange Schwänze, die nur bei einigen paläarktischen Formen etwas zurückge¬
bildet sind. Sexualflecken sind zumeist vorhanden.
L. baladeva Moore (97 d) Oberseite kaffeebraun mit von der Unterseite durchscheinenden Längsbinden.
Hflgl mit ungleich großen schwarzen Augen, von denen das letzte manchmal einen weißen Kern zeigt. Die
Type stammt aus Sikkim, wo die Art an der Tonglostraße im Juni von 7 — 9000 Fuß ziemlich selten vor¬
kommt. Das $ ist besonders spärlich, etwas größer und bleicher braun. — aisa subsp. nov. wird die von Do-
herty im Kumaon-Himalaya entdeckte Ortsrasse genannt, die nicht nur viel dunkler als Sikkim- Stücke gefärbt
ist, sondern unterseits auch viel schmälere Silberbinden führt. Flugzeit Juni in derselben Höhenlage wie
baladeva.
L. rarnadeva Nicev. (97 d) gleicht oberseits der baladeva, doch ist sie von breiteren gelben Binden durch¬
zogen, die von der Unterseite durchscheinen. Die Hflglozellen wesentlich vergrößert und vor dem Analwinkel
ein breites rotbraunes Feld. Außerordentlich selten, nur von Sikkim und Bhutan bis jetzt gemeldet, wo sie
vom Juli bis August fliegt.
L. andersoni Atk., ein interessanter und bisher sehr seltener Falter, von dem nur vier Exemplare be¬
kannt sind, von denen zwei am British Museum, zwei am Museum in Kalkutta aufbewahrt werden. Oberseite
braun mit gelblichen Längsbinden der Vflgl und kleinen runden Ozellen der Hflgl. Hflgl ziemlich schlank,
Unterseite dermaßen ähnlich der L. argentata Leech (Bd. 1 p. 87, 32 a) von Westchina, daß beide vermutlich
Zweige einer Gesamtart vorstellen. Bhamo in Oberbirma und Süd - Yunnan.
L. goalpara Moore (99 a) habituell wesentlich größer als die bisher aufgezählten Zophoessa, ist ober¬
seits kaum von sura Dbl. zu unterscheiden; schwarzbraun wie diese, mit einer braunen Längsbinde und fünf
großen schwarzen Augen der Hflgl-Oberseite. Infolge der eigentümlich verwaschen gelbgrauen Unterseite
kann sie aber mit keiner anderen Species verwechselt werden. Sie galt bisher als selten, doch meldet Niceville,
daß die Eingeborenen manchmal Tausende von Faltern einliefern. Flugzeit Ende Juli bis November auf
2 — 3000 m Höhe. Verbreitung bis Nord Assam. — narkunda subsp. nov. ist eine unterseits dunkler braun über¬
zogene geographische Form des westlichen Himalaya, die aus dem Narkundawald bei Simla bekannt ist.
Zwischen Simla und Sikkim wurde goalpara noch nicht beobachtet.
L. dura ist die am weitesten verbreitete Zophoessa, bisher von Bhutan bis Tenasserim bekannt, wurde
sie von mir in Tonkin aufgefunden, Satjter hat sie in Formosa entdeckt und daatensis Semp., von den Philip¬
pinen muß wohl auch hierzu gezogen werden. — gammiei Moore ist die westliche Zweigrasse, aus Bhutan
beschrieben, bleicher als typische dura aus Tenasserim, der Distalrand wesentlich lichter. Unterseite heller
mit blaugekernten Ozellen. Bhutan, September, selten. dura Marsh., oben samtbraun, mit sehr schmalem
graubraunem Außensaum der Flügel. Hflgl mit kleinen Ozellen. Von sura verschieden durch die nicht deutlich
heraustretenden Sexualstreifen der Vflgl und die nur punktförmigen, statt ein bis zwei mm breiten Augen der
Hflgl. Karen-Hills, Birma und Tenasserim. — mansonia subsp. nov. (99a) stellt eine dunklere Lokalrasse vor,
fast ohne hellen Distalsaum der Flügeloberseite und zumeist völlig fehlenden Submarginalpunkten der Hflgl.
Die Unterseite führt schärfer abgesetzte Binden und lebhafter gelb umringelte Ozellen. Tonkin, Mansonberge
auf ca. 4000 Fuß im April. Ein Waldschmetterling, der sich auf niedere Vegetation setzt. — nioupinensis
Pouj. (Bd. 1 p. 86 Taf . 32 a) aus W estchinä und Zentralchina bekannt, zeigt nach der Abbildung von Leech beurteilt,
viel kleinere und nur geringfügig rötlich umrandete Augen der Hflgl-Unter seite. — neoclides Frühst, endlich ist eine
hervorragende Inselrasse, sofort kenntlich durch ein sehr breites, weißlich graues Subanalfeld der Hflgl-Oberseite
in dem fünf eben noch erkennbare, aber dem Erlöschen nahe, blinde Augenfleckchen isoliert stehen. Hflgl
LETHE. Von H. Fruhstorfer.
315
noch mit einer feinen rötlich grauen Anteterminallinie. Unterseite mit sehr breit angelegten braunen Längs¬
binden, äußerst verwaschener Grauzeichnung, ausgedehnt blaugekernten, aber undeutlichen Augenflecken.
In der Größe hält neoclides etwa die Mitte zwischen mansonia und sura von Assam. Formosa, aus ca. 4000
Fuß Höhe, anscheinend sehr selten, weil mir nur ein $ zuging. — - daatensis Semp., mir nur aus der Sem bk eschen <l<wt<-n*' ■■■.
Abbildung bekannt, die der mansonia an Größe gleichkommt, breitere schwarzbraune Binden und reicher
blau dekorierte Unterseite der Flügel aufweist. Nur ein bisher gefunden am Gipfel des Monte Data aus 2250 m
Höhe, Flugzeit August. Nordwest-Luzon.
L. sura Ddl. (99 a) die größte Species der Artengruppe, wird von Bingham für identisch gehalten mit sura.
dura Marsh., was wahrscheinlich ist; weil aber beide Formen in Bhutan und Birma nebeneinander Vorkommen,
halte ich sie getrennt. Sind sie aber wirklich zusammengehörig, dann muß dura und mansonia als Trocken¬
zeitform aufgefaßt werden, ebenso wie gammiei Moore. Mir liegen aber aus Sikkim evidente Trockenzeitpär¬
chen der sura vor, die nichts mit dura gemeinsam haben, sura wird in Sikkim im Walde von Juni bis No¬
vember auf etwa 8000 Fuß angetroffen, entweder am Wege oder auf niederer Vegetation sitzend. Aufgescheucht
setzen sich die Falter an Baumstämme, wo sie dann im dunklen Moos schwer zu erkennen sind. Verbreitung
von Blmtau bis Assam und Oberbirma, wo sie Doherty bei Bernardmyo auf 2000 m Höhe noch häufig ange¬
troffen hat.
Artengruppe Lethe.
Von der vorigen Gruppe nur zu trennen durch die stets etwas breitere Zelle der Vflgl, die in der Regel auch kürzer ist.
Doch ist die Länge oder Kürze der Zelle von Act zu Art verschieden. Klammerorgane ähnlich jenen von Melanitis. Uncus
ohne laterale Spangen. — Valve sehr lang, schmal, distal mit nach unten gebogener Spitze ohne dorsalen Höcker. Saccus
an der Basis breit. —
a) Ohne Sexualflecke.
L. rohria, eine relativ kleine, weit verbreitete Art, die Fabricius bereits kannte und aus Indien be¬
schrieb. Aurtvillius glaubte, den Namen rohria auf die südindische dyrta Fldr. übertragen zu müssen, was
viel Berechtigtes haben kann, doch wird hier dem Beispiel des Paläarktenteils gefolgt, um den populären Na¬
men nicht zu verdrängen und Unstimmigkeiten im Text hervorzurufen. — rohria F . (Bd. 1 p. 84 Taf. 30 e) durch- rohria.
zieht vom Kumaon-Himalaya an ganz Indien, bewegt sich dort in Höhen von 1200 — 7000 Fuß, und frequentiert
Straßen und Waldränder. Nach Niceville zeichnet sich die Frühjahrsgeneration durch lebhaftere Farbe der
Unterseite aus, nach den mir vorliegenden Exemplaren aus der nassen Saison möchte ich letztere als größer und
unterseits ausgedehnter und glänzender weißlich violett gebändert bezeichnen. — gambara subsp. nov., soll gambara.
die Assam-Rasse bezeichnen, die übereinstimmend vielleicht auch in Westchina vorkommt, und die sich durch
besondere Größe und lebhafter weiße, mehr bindenförmige Subapicalf lecken der Vflgl-Oberseite und durch
stattlichere und vor allem intensiver, ausgedehnter und heller gelb umzogene Ozellen der Hflgl-Unterseite von
Sikkim-Exemplaren absondern läßt. Wood-Masox berichtete 1887 bereits über den deliziösen Vanillege¬
ruch, den die $$ ausströmen; ein Faktum, das mir 1899 in Hongkong gleichfalls auffiel. Nichtsdestoweniger
schmecken die Leiber, wenn zerbissen, äußerst bitter. — apara subsp. nov. zeigt eine degenerierte Form; hierher apara.
gehörige Exemplare beiderlei Geschlechts sind nicht nur kleiner, sondern es verschmälert sich auch die weiße
Schrägbinde der Vflgl, die Augen der Unterseite werden kleiner und die violettweißen Längsbinden beginnen zu
verschwinden. Tenasserim aus 4000 Fuß, Tonkin vom Juni bis August aus 300 bis 600 m Höhe; Hongkong;
Hainan. — eninia subsp. nov. (97 a) bewohnt Sumatra und fällt sofort auf durch die fast doppelt so breite weiße enima.
Binde der Vflgl und die gelbgraue statt weißlich violette Umgrenzung der nur winzigen Ozellen. $ zudem auf¬
fallend blaß rotbraun. Nach Martin sind die $$ dieser Art nicht viel seltener als die $$ und nach Hagen
belebt enima in großer Anzahl die Battak-Hochebene im Innern der Insel, wo sie in den dortigen mit Lalang-
gras bewachsenen Savannen für die Landschaft charakteristisch wirkt. — godana subsp. nov., kleiner von godana.
Gestalt mit einer mehr gelblichen, recht schmalen Vflglbinde, und rötlicher statt schwarzer Unterseite. Die
Augen nur matt und verloschen gelbgrau umrändert. Sehr häufig auf Java, wo sie als der erste Schmetter¬
ling dem Reiter begegnet, der sieb, bergwärts wendet, wenn er die ersten 1000 m hinter sich gelassen hat. In
Mussorie, Indien, tritt rohria in zwei Generationen auf, zuerst im April, Mai, dann wieder August bis Oktober.
L. europa bereits im Paläarktenteil besprochen, ist eine der wenigen Lethe, die bis in die Alluvial¬
ebenen herabgehen, ein echter Bambus- und Dorfschmetterling und überall da zu finden, wo Bambushecken
stehen. Fabricitts gab als Heimat seiner Type Amerika an, was Butler zuerst korrigiert hat, indem er sie
nach Java verlegte, wo der Falter ja sehr häufig ist. Wenn nun die javanische Zweigrasse als nomenklatorischer
Typus aufgefaßt wird, muß ein Teil der außerhalb der malayischen Inselwelt vorkommenden Ausläufer der
Art separiert werden. Allen Formen aber ist bei den $$ gemeinsam ein leicht gebrochenes ziemlich breites
weißes Band, und nahezu keilförmige, wie plattgedrückt aussehende Ozellen der Hflgl-Unterseite. Die kon¬
tinentalindische Zweigrasse wird separiert als niladana subsp. nov., deren $ etwa wie nudgara gezeichnet ist, niladana.
aber in der Größe zurückbleibt. Vom Kumaon-Himalaya bis Birma verbreitet, von überallher als schatten-
und auch zuckerhebend bekannt. — In Siam fing ich eine stark abweichende Form, die vermutlich ausschließlich
316
LETHE. Von H. Fruhstorfer.
gada, in der regenlosen Periode vorkommt, in der ich sie auch sammelte. — gada form. nov. oberseits leicht kenntlich
durch größere gelbgraue Makeln und breiteren ebenso gefärbten Distalsaum aller Flügel, was sehr auffällt, be¬
sonders bei der relativen Kleinheit der Exemplare. $ mit schmaler weißer Schrägbinde der Vflgl. Unterseite
der Vflgl mit fast weißen, statt gelblichen subapicalen Querbinden. Siam, Tonkin im Januar und dann vom
ragalva. August ab. — ragalva subsp. nov. das absolute Gegenteil der vorigen, Vflgl unterseits von einer dunkelbraun¬
gelben Schrägbinde durchzogen. Hflgl-Unterseite gleichfalls durchweg dunkler, Ozellen kleiner, düsterbraun
nudgara. umringelt. Rp auf Bambus. Südindien, Karwar. • — nudgara subsp. nov. (96 c) die stattlichste mir vorhegende
Zweigrasse, zugleich auch die breiteste weiße Binde der Vflgl der $$ führend. Andamanen. Häufig bei Port
tamuna. Blair. — tamuna Nicev. ist eine seltene, nur in einem $ bisher aufgefundene Inselrasse der Nicobaren, die
ein ockergelbes, statt weißes Band der Vflgl zeigt (ob nicht durch Feuchtigkeit verändert ?), doch ist die Form
auch sonst noch verschieden durch das distal mehr zerteilte Band der Vflgl, breiteren gelben Distalsaum und
europa. stärker gewinkelte Medianbinde der Hflgl. — europa F. (96 d) die macromalayische Unterart, außer den
großen Inseln auch von Bawean und Nias in meiner Sammlung, sowie von Kangean bekannt . Wesentlich ver-
Icumara. schieden ist die Nebenform von der Insel Engano, die ich als kumara subsp. nov. hier bezeichnen möchte. Das
$ wird schon oberseits charakterisiert durch das nur unmerklich gebrochene, also fast geradlinige Weißband
der Vflgl, und die Apical-Ozelle der Hflgl beider Geschlechter ist fast doppelt so groß als bei Java-Stücken und
beim $ außerordentlich deutlich und rein weiß umringelt. Selten, nur Stücke vom April. — Nach Osten zu
mahamaya. verändert sich europa erst merklich auf Lombok, dessen Inselform als mahamaya subsp. nov. (96 d) hier
eingeführt wird, $ oberseits gekennzeichnet durch eine nach hinten rasch abnehmende, distal stark eingeschnit¬
tene, weiße Querbinde, und unterseits durch die auf der Abbildung nicht recht zum Ausdruck gebrachte gelbe
Aufhellung besonders der Vflgl, mit der parallel geht eine Abschwächung der schwarzen Zellkerne. Lombok,
pavida. von der Küste bis hinauf zum Plateau von Sambalun (4000 Fuß). — pavida Frühst, von Formosa bedeutet eine
kleinere und dunklere Wiedergabe der kontinentalen Form, Unterseite leicht kenntlich an den zurückgebildeten
alaca. weißen oder gelbl. Längsbinden. Häufig auf der ganzen Insel, ebenso auch auf JHainan. — alaca subsp. nov.,
ist die Abzweigung der Philippinen, die mir nur von Palawan vorliegt, die aber vermutlich identisch auch auf
anderen südlichen Philippineninseln auftreten wird. Nach Semper fliegt dort europa während des ganzen
Jahres, alaca fällt unterseits leicht abzutrennen durch die ungewöhnlich stattliche und stark gekniete weiße
bcroc. Medianbinde der Hflgl, die sehr kleine Ozellen nach innen begrenzen. — beroe Cr. ist die chinesische Repräsen¬
tantin der Gesamtart, die mir in natura nicht vorliegt, sich aber nach der Figur von Cramer durch sehr große
cevanna. und gleichmäßige schwarze Ozellen der Hflgl der auszeichnet. Südchina, cevanna subsp. nov. nach $ Exem¬
plaren von Mindanao der Koll. Staxjdinger beurteilt, muß als die größte aller insularen Rassen aufgefaßt werden,
führt aber dennoch als Ausdruck des Inselmelanismus eine schmale und merklich gelblich verdüsterte Schräg¬
binde der Vflgl.
arctc. L. arete von älteren Autoren mit europa vereinigt oder damit verwechselt, ist zweifellos der östliche
Vertreter der westlichen L. europa, kann aber wegen dem veränderten Flügelschnitt und der runden statt ob¬
longen Apicalozelle der Hflgl als Art bestehen, wenngleich zugegeben werden muß, daß die bisher unbekannte
Südcelebesform eine gewisse Transition von arete zu europa mahamaya Frühst, von Lombok herstellt,
arete Cr. (96 d) die Namenstype, bewohnt die Südmolukken, Amboina, Ceram, die Uliasser und ist auch
von Buru in meiner Sammlung. Der Hauptunterschied europa gegenüber liegt in dem Fehlen der gelbli¬
chen oder weißen Schrägbinde der Vf Igl-Unter Seite, von der nur ein kurzes Rudiment am Costalrancl erhalten
blieb. $ oberseits wie bei europa mit einer sehr breiten weißen Querbinde der Vflgl, die basal zwischen den
Medianen weit nach innen ausgebogen ist und zwar am meisten bei arcuata Btlr. von Nord-Celebes, deren $2 vom
arete-Q differieren durch die größere Gestalt, und die ganz dünne Medianbinde der Unterseite aller Flügel.
Von mir bei Toli Toli und dem davor lagernden Inselchen Lutungan, im November, Dezember, gesammelt. —
anaiha. anatha subsp. nov. bleibt in der Gestalt hinter arcuata. zurück, ist oberseits dunkler blaugrau, die Subapicalflec-
ken der Vflgl im Verschwinden, alle Ozellen der Unterseite mehr zusammengedrängt, aber auffallend breit und
lebhaft glänzend, weißlich violett umrahmt. Sula Mangoli, von Doherty (Oktober, November) gesammelt. —
advipa. advipa subsp. nov. findet sich auf den Nordmolukken, Batjan, Halmaheira und Ternate, ist stets kleiner als
arete von Amboina, und wird von einer schmäleren weißen Vflglbinde durchzogen. Ozellen der Hflgl-Unterseite
velitra. wesentlich kleiner, aber mehr als doppelt so breit und hell erdbraun umringelt. — velitra subsp. nov. bewohnt
Sangir, nähert sich der arcuata von Celebes, ist fast ebensogroß als diese, führt aber dennoch viel schmälere
weiße Subapicalbinden der als arcuata und selbst advipa. — Am weitesten vom arete-Typ entfernt zeigt sich
nagaro/ja. die bisher unbeachtete südcelebische nagaraja subsp. nov. $ oberseits deutlicher gelblich weiß gefleckt als
arcuata, kleiner, unten mit ebenso zusammengepreßten Ozellen wie anatha. 2 durch die oberseits hellgraue
unten hell und verwaschen gelbbraune Grundfarbe zunächst vom und dann allen anderen aretfe-Rassen diffe¬
renziert. Vflgl mit einer schmalen, jenseits der Zelle stark gebrochenen weißlichen Binde, Ozellen der Hflgl
auch oben auffallend gelblichbraun umringelt. Ozellenkern der Unterseite gelb, nicht braun wie bei arcuata, und
von der fahlen Grundfarbe heben sich schön rotbraune Längsbinden lebhaft kontrastierend ab. Süd-Celebes,
aus der Umgebung des Wasserfalles von Maros bis zu 1000 m Höhe am Pik von Bonthain von mir gesammelt.
L. dyrta, vermutlich die rohriaF., ist eine der wenigen Species, von denen die Jugendstadien bekannt
sind. Die Art ist weiter verbreitet, als bisher angenommen wurde, auch ist deren insulare und lokale Varia-
LETHE. Von H. Fruiistorfer.
317
bilität unbeachtet geblieben. — dyrta Fldr. (Bd. 1 Tat. .30 d) von ihrem Autor aus Bengalen beschrieben, ist dyrla.
der nordindische Zweig der Gesamtart, der sich in Sikkim nur in der heißen Niederung findet, westwärts
bis Kaschmir und nach Osten bis Birma vordringt, und im Himalaya bis 5000 Fuß ansteigt. In Tonkin beob¬
achtete ich zwei Zeitformen, die eine April, auf ca. 1000 m Erhebung mit monoton, grauer, ganz matter Unter¬
seite, der Trockenzeit angehörig, und die Form der Regenperiode mit silberglänzender deutlich abgesetzter,
violettweißer Ozellenperipherie und ebensolchen Längsbinden. (Juni-Juli). — neelgheriensis Guer. (96 d.) aus Süd- inelyhcricn-
und Zentralindien, geht in den Nilgiris bis 7000 Fuß. Rp auf Bambus, sehr lang, schlank, Kopf und Anus mit SIH-
langer scharfer Spitze. Hellgrün mit dunkleren, dorsalen und lateralen Streifchen. Auf Ceylon wurde die Rp
auch auf Gräsern gefunden. ■ — yoga subsp. nov., ist die von Moore mit allen Charakter! stikas in Lepidoptera yoga.
Indica bereits von der Oberseite abgebildete, scharf differenzierte Inselform, von der wir 97 b die Unterseite
darstellen. $ von der vorigen Rasse leicht zu unterscheiden, durch, die in drei große rundliche, weit von ein¬
ander getrennt stehende Flecken aufgelöste Binde der Vflgl, die bei neelgheriensis und allen anderen dyrta-
Rassen stets als ein zusammenhängendes breites Band den Vflgl durchzieht. Sonst ist yoga noch charakteri¬
siert durch die dunklere Unterseite aller Flügel der beiden Geschlechter als Ausdruck des Insel-Melanismus und
durch die gelbliche, viel schmälere und mehr gewinkelte Vflglbinde des $. — permagnis subsp. nov., ehe von permagnis.
Leech bereits aus Foochow angegebene Rasse des südlichen China, die auch aus Amoy bekannt ist. Ob damit
Exemplare aus West- und Zentralcbina identisch sind, bleibt fraglich. Das $ differiert vom dyrta- ^ aus Tonkin
durch größeren Habitus und eine gelbliche, statt weiße Schrägbinde der Vflgl. Unterseite verwaschen grau
ohne deutliche violettweiße Ozellenperipherie, weshalb ich vermute, daß die mir vorliegende $-Type in der
Trockenzeit gesammelt ist. Foochow. — dsenioniaca Frühst, ist die etwas in der Größe hinter permagnis zu- daemoniaca
rückbleibende, aber kontinentale indische Explare dennoch im Habitus überbietende Zweigform von Formosa.
$ mit namentlich unterseits gelblicher Binde und relativ kleinen Ozellen. Formosa, auf der ganzen Insel bis 1300 m
Höhe gemein, ebenso in Hainan. — anuräda subsp. nov., ist die seit Ho rsfields Zeiten aus Java registrierte, aber anunda.
nicht beachtete reizende und wohl abgeschiedene Inselrasse, kenntlich an der zart rotbraun oder chokoladefarbenen
Unterseite beider Geschlechter und durch die viel kleineren und kaum merklich gelb umringelten Ozellen der
Unterseite des $. In meiner Sammlung nur aus Ost- Java und Bali, doch wird sie gewiß auch im Westen Vorkom¬
men und vermutlich in Sumatra. — sambaluna subsp. nov. (97 b) ist der am weitesten nach Osten vorge- sambaluna.
schobene Ausläufer der Gesamtart, im Gegensatz zur Javaform unten hellgrau und mehr verwaschen als konti¬
nentale Exemplare. Obersei ts führen beide Geschlechter rein weiße Subapicalmakeln und die Vflglbinde
ist proximal und distal mehr zerfasert. Fundort das Plateau von Sambalun auf Lombok, ca. 4000 Fuß
Höhe, April 1896 von mir gesammelt. Die Form fliegt dort am Waldrande.
L. drypetis ist eine jener zoogeographisch interessanten Species, die dem südlichen Indien eigentümlich sind,
und von da aus nach Ceylon gelangten. — Die Namenstype drypetis Hew. (embolima Btlr. 97 a in ebolina verdruckt ), drypetis.
bewohnt Ceylon, wo sie in Bambushecken nicht allzuhäufig angetroffen wird. Sie ist sehr lokal und findet sich in
der Regel erst in Höhen über 1000 m. oberseits einfarbig braun, £ mit weißer, an den Rändern gelb nachdunkeln¬
der Schrägbinde, die jenseits der Zelle zweimal leicht unterbrochen ist. Hflgl mit drei schwarzen Flecken,
die nach oben und außen hellbraungelb umsäumt erscheinen. Unterseite des <$ ähnlich der daretis, doch ohne
die gelbe Binde der Vflgl. Rp wie bei neelgheriensis, aber schöner gefärbt mit einem lateralen, bleichgerän¬
derten roten Streifen. Pp bleichgrün mit einem Kopf und einem Brusthorn. — todara Moore (97 e als dry- todara.
petis bezeichnet), stellt den südindischen Zweig der Species vor, der nur leichthin von der Ceylontype abweicht.
$ ober- wie unterseits lichter braungelb, Querbinde der Vflgl etwas schmäler, regelmäßiger, Unterseite weniger
ausgedehnt braun beschattet. Südindien, Flugzeit, von Mai bis September, und bis 4000 Fuß hinaufgehend.
L. daretis Hew. (97 a), eine zierliche Species, in Ceylon endemisch und sonst nirgendwo gefunden, daretis.
<$ oberseits mit drei gelblichen Subapicalmakeln. Hflgl mit einigen schwarzen Punkten. $ mit schön gelber,
aus vier lose zusammenhängenden Makeln bestehender Schrägbinde und zwei rundlichen gelben Subapicalma¬
keln der Vflgl. Hflgl mit gelblicher Submarginalregion, in der 5 ungleich große Ozellen stehen. Auf der Unter¬
seite wiederholen sich die Binden und die Hflgl sind lichtergraubraun, sonst identisch mit jenen des q. daretis
fliegt während des ganzen Jahres, und ist einer der wenigen Falter, welche auf 7000 Fuß Höhe auf den Horton
Plains Vorkommen. Dr. Seitz fing sie bei Nuwara Elya. Die <$<$ setzen sich gerne auf die oberen Zweige von
niederen Waldbäumen und fliegen in der Sonne um deren Gipfel.
L. insana, eine gemeine, über den ganzen Himalaya und das westliche China bis Formosa verbreitete
Species ist unter dem Namen dinarbas besser bekannt. — insana Koll. ($ — hyrania Koll.) aus Kaschmir be- insana.
schrieben, stellt eine relativ kleine, oberseits graubraune Höhenform dar, deren $ ausgezeichnet ist durch
eine auffallend breite, scharf abgegrenzte weiße Querbinde der Vflgl. <$ unterseits ohne rotbraune Felder
der Vflgl und ohne silberglänzende Submarginalpartie der Hflgl. Die Falter sind dunkelheitliebend, man
trifft sie am Fuße hoher Felsen, die den ganzen Tag Schatten Averfen. Kaschmir, Kulu, Masuri und Kunawur.
In Mussoorie treten zwei Generationen auf, die erste vom April bis Juni, die zAveite im Oktober. Rp auf Arun-
dinaria falcata Nees, dem „Hillbamboo“ der Engländer. Grün mit einem gelben Dorsalfleck, der Kopf sehr
spitz wie üblich; Pp bald grün, bald braun, sehr ähnlich jener von drypetis, nur kürzer. — dinarbas Hew. dinarbas.
(97 a) scheint der Abbildung Hewitsons nach beurteilt, auf Exemplare der Trockenzeitform gegründet zu sein
318
LETHE. Von H. Fruhstoreer.
und stimmen solche Stücke aus Assam in meiner Sammlung am meisten mit der Figur ihres Autors überein.
Unsere Abbildung zeigt die Regenzeitform von Sikkim von der Unterseite. Nicht selten auf 7- — 9000 Fuß im Ur¬
wald von Sikkim und Assam. Doherty fing sie auch in den Naga-Hills, vom Juni bis September. — bri-
brisandn. sanda Nicev., aus Bhutan beschrieben, ist eine extreme Regenzeitform, leicht kenntlich durch etwas größere
Ozellen, ein breiteres violettAveißes Längsband der Vflgl und eine metallisch glänzende Distalregion aller Flügel.
baucis. Bisher nur aus Bhutan gemeldet und von dort in den letzten Jahren häufig nach Europa gelangt. — baucis
Leech (Bd. 1 p. 84, Taf. 30 c) muß als die westchinesische Ortsrasse aufgefaßt werden. Vflglbinde schmal, ziem-
procris. lieh scharf abgesetzt. ^ etwas rundfliigeliger als die indischen Verwandten. — procris Leech ist eine kleine
Abweichung von baucis, nach zwei von mir im April auf ca. 4000 Fuß Höhe im Mauson-Gebirge in Tonkin ge¬
fangenen und mit der Leech’’ sehen Figur übereinstimmenden Exemplaren dürfte es sich um Produkte der regen-
formosana. losen Zeit handeln. — formosana Frühst, ist eine sehr kleine Inselrasse, etwa in der Größe mit der Trockenzeit¬
form von Sikkim harmonierend; Unterseite aber ohne die rotbraunen Felder von dinarbas und mit sehr kleinen
Ozellen. Vom Mount Morrison aus 5000 Fuß, September, Formosa, selten.
margaritae. L. margaritae Elw. (97 b), vermutlich die größte Lethe, bisher nur aus Bhutan bekannt, woher sie durch
die eingebornen Sammler gebracht wird. Oberseite etwas dunkler braun als unterseits mit vollständiger Wie¬
derholung der gelblichgrauen Binden und Ozellen. Das sehr seltene $ ist besonders schön, und zeigt weiße
Schrägbinde der Vflgl, ein weißes Medianband der Hflgl-Unterseite und sehr große gelbbraun umringelte Ozellen.
naga. L. naga Doh., von ihrem Autor entdeckt, dem es aber nur gelang, ein $ an der oberen Assamgrenze
aufzufinden. Das $ steht dem philemon -$ (97 b) nahe, doch, führt es auf den Vflgl eine bis zum Analwinkel in
gleicher Breite hinziehende weiße Subapicalbinde und auf der Unterseite der Hflgl eine gebogene, weißlich
philemon. violette bis zur Flügelmitte reichende Binde, die bei philemon fehlt. — Von philemon Frühst. (97 b) aus Than-
Moi, dem nördlichen Tonkin (Juni- Juli) hat das eine entfernte Aelxnlichkeit mit lanaris Btlr. (Bd. 1 Taf. 30 b),
doch ist der Flügelschnitt rundlicher, und die Ozellen der Hflgl-Unterseite namentlich die apicale, sind bedeu¬
tend größer. Die Zahl der Ozellen der Vflgl-Unterseite wechselt von 2 — 4 und die weißlich violette
Peripherie der Augenflecke der Hflgl ist manchmal etwas weniger intensiv als auf der Abbildung. Sehr wahr¬
scheinlich existiert philemon auch in Yunnan, wo überhaupt die wahre Heimat des Falters sein dürfte, der sich
vermutlich von China aus nach Assam und Tonkin verbreitet hat.
b) Mit Sexualfleck auf den Vflgl oder Hflgl oder beiden zugleich.
L. minerva, ausgezeichnet durch den großen schwarzen Duftpelz der Vflgl und den weitgehenden
sexuellen Dimorphismus. Bisher nur von Makromalayana bekannt, wurde die Species von mir auch in Lom-
minerva. bok aufgefunden, der am weitesten nach Osten vorgeschobene Posten inMikromalayana. - — - minerva F. (= ar-
cadia Cr., caumas Godt.) (98 a). Alle Namen beziehen sich auf die Rasse von Java, wo der Falter im Osten wie
Westen nicht selten ist, und sowohl auf ausgelegte Köderfrüchte geht, wie auch an abgefallenes Tropenobst,
doch scheint minerva nirgendwo 2000 Fuß zu überschreiten. Der Einfluß der Jahreszeit macht sich inso¬
ferngeltend, als Exemplare der Trockenzeit kleiner, und ein wenig blasser sind als jene der Regenperiode. Im
allgemeinen ist minerva äußerst beständig, und die von mir in Lombok gesammelten Stücke sind nur unmerklich
reicher rot beim $ und etwas schmalbindiger beim $. Auf Borneo kommt minerva nicht vor, und schon in
tritogeneia. Sumatra bleibt sie ein seltenes Vorkommnis. Doherty fand sie auf Bali. — tritogeneia subsp. nov. zeichnet
sich durch ausgedehntere und heller rote Subanalregion der Hflgl-Oberseite der CC, größere schwarze Makeln
der $$ aus und differiert unterseits durch dunklere Grundfarbe. Tenasserim, vom Januar bis November.
Ueberall in Birma, aber nur spärlich. Exemplare aus Perak gehören nach der Abbildung Distants eher zu
minerva als tritogeneia-, auch dort ist die Species selten.
dynsatc. L. dynsate Ilew. findet sich nur in Ceylon, mir in natura unbekannt, $ nach den vorhandenen Ab¬
bildungen oberseits braun mit großem länglichem, wie bei Euploeen geformten Sexualfleck zwischen der hin¬
teren Mediane und Submediane, zwei gelblichen Apicalpunkten und auf den Hflgl fünf mittelgroße schwarze
Ozellen. $ mit breiter weißer Schrägbinde der Vflgl einer erst nach außen, dann basalwärts gezogenen schmalen
Mittelbinde und weißer Peripherie der Hflgl- Ozellen. Grundfarbe hellbraun, Hflgl distal gelblich. Unterseite
ähnlich vindhya aber mit kleineren Augen. Als Flugzeit sind März, April und Juli bekannt, Umgebung von
Nuwara Elya auf ca. 5 — 6000 Fuß.
leansa. L. kansa Moore, ursprünglich aus Sikkim beschrieben, kommt mit jeder Sendung nach Europa und
fühlt sich anscheinend ebenso zu Hause in den heißen Tälern, wie hoch oben auf 3000 m Höhe, kansa ist eine
der am einfachsten gezeichnete Species, oben ebenso monoton dunkelbraun, Avie unten. Vflgl zeichnungslos,
Hflgl mit schwarzen ungleichgroßen Ozellen, die bei Sikkimexemplaren hell und deutlich gelb umringelt sind.
zeugitana. Beim Sikkim- $ machen sich auch auf den Vflgl einige verwischte gelbliche Makeln geltend. — zeügitana subsp.
nov. (98 a als kansa) aus Assam übertrifft die Sikkim-fcomsa an Größe, ist durchweg viel dunkler und den statt¬
licheren Hflglaugen fehlt beinahe jedwede gelbliche Peripherie. Unterseite lebhafter, rotbraune Binden pro¬
minenter, Ozellen größer und ausgedehnt weißlich violett umzogen. Assam, Manipur. Unsere Abbildung
bezieht sich auf zeugitana, während Staudinger und Moore deutlich die farbenarme Sikkimform darstellen.
vaga. — vaga subsp. nov., von mir in Tenasserim, Ende der Trockenzeit auf ca. 4000 Fuß gesammelt, bleibt in der
LETHE. Von H. Fruit storfer.
319
Gi’öße noch hinter der lcansa kansa zurück, ist oberseits noch fahler braun, unterseits aber schärfer gezeichnet
als Sikkim- kansa, und von fast weißgrauer Grundfärbung. Eie Ozellen der Hflgl halten in der Größe etwa die
Mitte zwischen jenen von Sikkim und Assam-^; Flugzeit Mai.
L. vindhya Fldr. (98 b), oberseits von der vorigen nur dadurch verschieden, daß die 5$ eine undeut- vindhya.
liehe gelbbraune mediane Längsbinde der Vflgl aufweisen. Flügelschnitt auch etwas rundlicher, Schwänze kür¬
zer, Ozellen größer. — dolopes Hew. ist die Trockenzeitform der Species, gekennzeichnet durch lichtere dolope «.
Unterseitenfärbung und partiell verkleinerte Ozellen. Sehr selten in Sikkim, Assam und Bhutan. Flughöhe
ca. 1200 m. August, September. — ladesta subsp. nov. gleichfalls eine kleine Rasse, analog der kansa vaga ladesla.
vom gleichen Gebiet. Oberseits mit kaum halb so großen Ozellen, Unterseite wesentlich dunkler als bei vindhya.
Augenflecken der Vflgl fehlend, Hflgl aber mit sehr deutlichen wenn auch kleinen Apical- und Analozellen,
Tenasserim. Sehr selten, immer nur einzelne Exemplare zu finden.
L. serbonis Hew. (98 b), bisher nur aus Sikkim bekannt, mir in einer unterseits etwas verdunkelten serbonis.
Rasse auch aus Bhutan zugegangen, ist in einigen Teilen Sikkims nicht gerade häufig, als Flugzeit ist die nasse
Jahreszeit, Juni bis September, angegeben, während welcher serbonis im dichten Wald auf ca. 7 — 9000 Fuß Er¬
hebung anzutreffen ist. Oberseite monoton braun mit leichtem Broncereflex, Ozellen von der LTnterseite nur
leicht durchschimmernd, die anale deutlich weißgekernt. Flügelschnitt beinahe quadratisch, Schwänze sehr
kurz. Ein $, das mir aus Bhutan vorliegt, führt unterseits sehr breite kakaobraune Felder und eine doppelt so
stark angelegte Submarginalbinde als die <$$. Dagegen fehlt dem $ die mediane braune Längsbinde der Vflgl.
— davidi Oberth. (Bd. 1 p. 83 Taf. 30 b), von Mupin in meiner Sammlung, ist eine geographische Abzweigung davidi.
aus West-China, Flugzeit Juni, Juli, auf ca. 8000 Fuß Höhe, deren Verwandtschaft Leech bereits betont hat.
flavofasciata Leech dürfte die Trockenzeitform des $ von davidi sein. flavoias-
ciata.
L. sinorix Hew. (98 b) eine graziöse Species von elegantem Flügelschnitt, durch die geschwungenen sinorix.
Vflgl, die langen spitzen Schwänze und die breiten, braunroten, scharfen, fast schnurgerade und parallel verlau¬
fenden Längsbinden der Unterseite leicht zu erkennen. Oberseite mit drei gelblichen Subapicalmakeln der
Vflgl, einem rötlichen, mäßig ausgedehnten Submarginalgebiet der Hflgl-Oberseite. Ozellen schwarz, viel statt¬
licher als unterseits. $ mit fast ganz hellroten Hflgl und einer verblassenden gelbl. Längsbinde der Vflgl. sinorix
ist sehr beständig, mir vorliegende Exemplare von Sikkim, Bhutan, Assam, Cachar zeigen keine Variabilität.
In Sikkim sehr selten, wird sie in Bhutan häufiger gefangen. Flugzeit Juli bis September. Er. Marders fand
sinorix auch in Bernardmyo, Oberbirma auf 7000 Fuß.
L. samio Dbl.-Hew. ist zweifellos der javanische Repräsentant der vorigen Art. Vor meinem Aufent- samio.
halt dort, galt als deren Vaterland Ostindien. Auch in Java sehr lokal und selten, (sie findet sich dort aus¬
schließlich am Gedevulkan in einer Höhe von i — 6000 Fuß), ist sie unterseits in der Hauptsache nur durch
die gekniete, statt gerade äußere Binde der Vflgl differenziert. Dem <$ fehlen oberseits die weißen, öfter gelb¬
lichen Subapicalmakeln, und das $ führt eine sehr breite, aus drei ungleich großen Längsmakeln zusammenge¬
setzte Binde der Vflgl.
L. satyavati Nicev. unterseits etwa der crijnana (98 c) ähnlich und mit derselben Ozellenbildung, aber satyavati.
ohne die weiße Binde der Vflgl und bleich graubraun. Oberseite braun mit einer nur wenig aufgehellten Distal¬
region. Hflgl mit kleinen schwarzen Punkten in den Ozellen, die von der LTnterseite durchschimmern. Nur
2 bekannt, die ganz den Eindruck einer extremen Trockenzeitform machen. Assam.
L. trsekara, weiter verbreitet und viel variabler, als angenommen wurde. Die Art ist mehr als die bisher
behandelten Lethe dem Saisondimorphismus unterworfen und kommt fast stets neben chandica Moore an den¬
selben Lokalitäten vor. Beide können leicht verwechselt werden; umsomehr, als sich deren Trockenzeitformen
sehr einander nähern. Die LTnterseite bietet aber ein sicheres Trennungsmerkmal durch die bei mekara nur wenig
ausgebogene distale Binde der Hflgl. — mekara Moore aus Darjeeling beschrieben, wo sie von den niederen mekara.
Tälern bis zu etwa 1500 m von März bis November im Bambusgebüsch fliegt, und wenn auf ge jagt, sich im Blätter¬
werk verbirgt, wo sie dann schwer zu erkennen ist. Oberseite der <$$ wie bei crijnana, nur das submarginale Rot
der Hflgl etwas ausgedehnter und lichter. $ mit hellroter Flügeloberfläche unclausgedehnterer weißer Schrägbinde
der Vflgl, sonst wie bei sumati-Q (98 cl), Unterseite ähnlich jener von crijnana (98 c), doch lichter und mit viel
breiteren, weißen glänzenden medianen Längsbinden. — vajra form. nov. umschreibt die ungewöhnlich dif- vajra.
ferenzierte Frühjahrsgeneration (März, April), von der mir Exemplare vorliegen, die gar keine Flügelzeichnung
der LTnterseite aufweisen und bei denen auf monoton sandbraunem Grunde nur undeutliche Längsbinden zu
erkennen sind. Daneben existiert eine Intermediatform, bei der sich nur die Augenflecken verkleinert haben,
aber noch deutliche braune und weißliche Binden vorhanden sind. Dergleichen kannte auch Moore und bildete
sie als die Trockenzeitform von mekara ab. — zuchara subsp. nov. differiert in der Hauptsache im $ Geschlechte suchara.
durch die satt rotbraune Grundfarbe der Flügeloberseite, die dunkleren und breiter braunen Medianfelder der
Unterseite, sowie deren ansehnlichere weißlich silberne, distale Begrenzung. Auch die erscheinen unter¬
seits farbenreicher und die Frühjahrsgeneration zeitigt nicht so arg kleine Exemplare wie bei mekara mekara.
Assam. — crijnana subsp. nov. (98 c), von mir in Tonkin August-September gesammelt, bildet eine Transition crijnana.
zu den bisher unbeachteten makromalayischen Rassen durch das beinahe völlige Ausfallen der distalen silberig-
320
LETHE. Von H. Frtthstorfer.
glänzenden Begrenzung der sehr schmalen, aber dunkelbraunen Medianpartien aller Flügel. Oberseits gleicht
das $ von crijnana dem sumati (98 d) nur sind die in drei isolierte Makeln verteilten Vflglbinden nicht ganz
so schmal wie bei der genannten sumatranischen Schwesterrasse, crijnana ist vermutlich bis Tenasserim verbrei-
gopaka. tet. — gopaka subsp. nov. Submarginalregion der Hflgl, oberseits dunklerrotbraun und habituell kleiner, ist
unterseits leicht kenntlich durch das Zurückweichen der rotbraunen Medianpartien, an deren Stelle sich die
mediane weißliche Begrenzung der roten subbasalen Längsbinde erheblich ausdehnt. Perak. Auch von der Insel
debata. Salanga gemeldet. — debata subsp. nov. (98 d) bildet sonderbarerweise das Maximum der albinotischen Rich¬
tung der Kollektivspecies : $ oberseits mit etwas weniger breitem Subanalgebiet der Hflgl als sumati-$$
(98 c) und die $$ viel blasser, mehr gelbrot als sumati (98 d). Unterseite aber völlig verwaschen, sandfarben,
graubraun, von entschiedenem Trockenform-Charakter und der Intermecliatform indischer mekara zum Ver¬
wechseln ähnlich. $ Unten vorherrschend lichtgelb mit matten braunen Längsstreifen und weniger pronon-
zierten weißlichen Binden als gopaka-^ von Perak. Nach Martin ist debata in der Alluvial-Ebene überall ge¬
mein, wo sich Bambus-Hecken finden, also meist in der Nähe von Dörfern und Häusern, fliegt aber auch in den
Vorbergen. Exemplare von dort zeigen eine größere Ausbreitung der gelbroten Färbung der Hflgl-Oberseite.
sumati. — sumati subsp. nov. (98 c, d) entfernt sich am weitesten vom mekara- Typus; <$$ sofort kenntlich durch das
ausgebreitete hellrote Submarginalfeld der Hflgl-Oberseite, in dem sich sehr häufig alle Ozellen mit Ausnahme
der subanalen verlieren, und beim $ ist sogar auch die anale Ozelle gelegentlich dem Erlöschen nahe. Unterseite
der beiden Geschlechter von einander weniger differenziert als bei sumati und gopaka, auch ärmer an reinem
Weiß, dagegen intensiver violettgrau belegt. Nord-Borneo anscheinend nicht selten.
L. manthara ersetzt zweifellos mekara auf Java und Bali; es stehen ihr aber dennoch bereits Species-
rechte zu, wofür allein schon der vertikale Verlauf der grauweißen Vflglbinde spricht, die nicht wie bei mekara
im vorderen Teile schräggestellt ist. Die $$ sind dagegen weder ober- noch unterseits wesentlich differenziert
von debata- und sumati- o, wenngleich ein ähnlich fortgeschrittenes Ausfallen der rotbraunen Ozellenperipherie
manfhara. bei den makromalayischen Rassen nicht zu beobachten ist. — manthara Fldr. (98 e) bewohnt in West- Java Höhen
von 2 — 5000 Fuß und läßt sich durch ausgehängte Fruchtköder anlocken. $ oberseits dem $ von mangala
(98 e) sehr nahekommend, aber mit markanterer, weißgrauer Längsbinde der Vflgl und ausgedehnterer hellgelb¬
brauner Submarginalregion. Unterseits vorherrschend gelbbraun mit ziemlich gleichbreiten, nach außen etwas
mangala. nachdunkelnden hellbraunen Feldern. Ozellen wie beim $ fast gleichartig mit violetter Füllung. — Als mangala
form. nov. (98e) wird eine von mir nur in Ost- Java beobachtete und gesammelte Form der Trockenzeit behan¬
delt, deren eine schön mattgelb getönte Unterseite aufweisen, die von keinerlei braunen Binden durchzogen
wird. gleichfalls ohne braune Längsfelder, aber wie bei debata und sumati mit leicht violettglänzendem Me¬
dianbelag. Höhen von 500 — 1000 m.
L. chandica, etwas seltener als mekara, kommt in Indien stets neben mekara vor, zur gleichen Zeit und
in derselben Höhenlage. Etwas weiter verbreitet als mekara, weil sie auch noch ins westliche China
und nach Formosa übergreift, und von Luzon aus bis Palawan vorgedrungen ist. Gleichwie mekara
ist sie lokalen und klimatischen Einwirkungen gegenüber sehr empfänglich und das Resultat ist
chandica. nun eine Reihe von scharf differenzierten Orts- und Inselrassen. — chandica Moore, aus Darjeeling
beschrieben, ist nicht allzuhäufig in Sikkim, wo sie vom März (Trockenzeit) bis Oktober (Ende der
nassen Zeit) in den unteren Tälern vorkommt. Sie wird auch von Assam und Manipur gemeldet.
Exemplare aus Assam verhalten sich jedoch zur Sikkim -Type ebenso wie mekara zuchara von den
Khasi-Hills zu mekara Moore, d. h. sie bedeuten eine entschiedene Progression ins melanotische Extrem
und eine große Serie von <$<$ meiner Sammlung differiert von einer ebensolchen aus Sikkim, (sowie Moore’s
Beschreibung und Abbildung), durch die farbenreichere und dunkler braun besetzte Unterseite. Das $ zeigt eine
flanona. schwarzbraune, statt rotbraune Basalfärbung der Flügeloberseite (= flanona subsp. nov.). — Weiter nach Osten,
suvarna. in Tonkin, verändert sich auch bereits der Flügelschnitt und dortige Exemplare (suvarna subsp. nov.) stellen
eine Transition dar zu coelestis Leech (Bd. 1 p. 84 Taf. 31 a), die bisher ganz isoliert stand. Von ihr
ist die Regenzeitform nicht wesentlich von der flanona aus Assam differenziert, dagegen nimmt die Un-
rahula. terseite der Trockenzeit-^ (= rahula form, nov.) ganz die Färbung und Ozellenform von coelestis (Bd. 1
Taf. 31 a) sowie ratnacri (98 b) an. Auch das $ schließt sich eng an das coelestis an, von
dem es nur differiert durch kleinere Gestalt, kleinere Augen der Hflgl-Oberseite, aber größere Ozellen
coelestis. der Hflgl-Unterseite. Tonkin, Chiem Hoa, August-September, auf etwa 800 m Höhe. — coelestis Leech, aus
Zentral- und Westchina, von Leech auch bei Fuchow im südlichen China beobachtet, bedeutet, wie dies
bei Formen aus dem himmlischen Reich die Regel ist, eine Vergrößerung der indischen chandica. — Von
ratnacri. ihr ist ratnacri Frühst. (98 b) eine melanotische Inselrasse. Beide Geschlechter charakterisiert durch rund¬
lichere Flügel, kürzere Schwänze, $ oberseits nur noch mit einer ganz schmalen, rotbraunen Distallinie, $
dunkelrotbraun mit kleineren Ozellen der Hflgl-Oberseite. Distalregion der Hflgl-Unterseite ausgedehnt, hell
scliokoladefarben angeflogen und darüber ein violetter Hauch um die Ozellen, der coelestis abgeht. Formosa,
nicht sehr selten, besonders im März und April beiKagi an den Vorbergen und am Lehiku-See im Innern. Von
negrito. Herrn Hans Sauter entdeckt. — Unter dem Namen negrito Fldr. ist eine ganze Reihe von heterogenen
Inselrassen zusammengezogen, der Name kann aber nur für die Luzon-Form bestehen bleiben, die vom Mai
bis August und dann wieder Oktober bis Februar erscheint. Alle Philippinen-Rassen schließen sich durch eine
LETHE. Von H. Frtjhstorfer.
321
je nach dem Fundort verschieden breite heller oder dunkler rotbraune Subanalzone der Hflgl der mekara
Moore an. Am meisten wohl ratnapandi subsp. nov., die im Januar auf Palawan fliegt und dort sehr ratnaraiid
selten ist. Abgesehen von dem etwas rundlicheren Flügelschnitt ist sie oben von mekara debaia Frühst.
von Sumatra kaum zu unterscheiden. $ oberseits viel heller rotbraun als selbst die javanische marga
(98 c), die weiße Vflglbinde aber schmaler, jedoch kompakter, nur das letzte intramediane Stück abge¬
trennt. Analwinkel der Vflgl und Costalpartie der Hflgl gelblich angehaucht. Unterseite des etwa wie
bei ratnacri, nur die Ozellen gleichmäßiger rund, in der Färbung aber mehr der Sikkim-Rasse genähert. $ mit
schön gelber distaler Begrenzung des braunen medianen Zahnes der Längsbinde der Hflgl. — - sisapon subsp. sisapon.
nov. bewohnt Mindoro; sie ist etwas kleiner als negrito von Luzon, führt aber auf der Hflgl-Oberseite den
am intensivsten rot gefärbten Anflug, indem die schwarzen runden Ozellen verteilt stehen. — byzaccus subsp. hyzacms.
nov. ist die Rasse der Insel Mindanao, (wo nach der Sempe R’schen Sammlung beurteilt), zwei verschiedene
Zeitformen auftreten, jene von Ost-Mindanao mit einem relativ großen §, dessen Vflglbinde noch mehr wie
bei coelestis Leech zerteilt und sogar in einzelne Makeln aufgelöst erscheint. Auf dem Berge Sibulan aber
fliegt eine kleinere Form mit dunkler rotem Analsaum der Hflgl als bei sisapon. — Die körperlich am meisten
reduzierte Zweigrasse aber findet sich auf der Insel Jolo des Sulu-Archipels: jomaria subsp. nov. mit viel dunk- jomaria.
lerem, zurückgebildeten rotem Analfeld der Hflgl-Oberseite, kurzer schmaler weißer Schrägbinde der Vflgl
des $ und unterseits dem am sattesten braunen Anflug. Auf Borneo muß chandica noch entdeckt werden,
bisher wird sie von dort in der Literatur noch nicht registriert. — namura subsp. nov. von Sumatra und Perak nnmura.
kann am besten als eine unterseits etwas ausgebleichte Form der Assam-Rasse bezeichnet werden, die auch
von der javanischen chandica = Abzweigung differiert durch das Fehlen des grau violetten Anflugs der Unter¬
seite ; $ mir unbekannt, sehr selten. — Dr. Martin hat in 13 Jahren nur ein Exemplar aus der Battakhoch-
ebene (Nordost-Sumatra) empfangen. Das $ trägt ein an der Costa sehr breit beginnendes nur einmal gebro¬
chenes weißes Querband der Vflgl und zwei undeutliche Apicalf lecken. Von West- Sumatra, (Padang’sches
Bovenland) in meiner Sammlung. — marga subsp. nov. endlich ist die am meisten differenzierte Inselrasse, mar au.
von mir nur amVulkan Gede in West-Java auf ca. 12 — 1500 m Höhe erbeutet und sehr selten. Das q führt:
ähnlich der Sikkim- chandica sehr deutliche gelbe Cilia aller Flügel, und die ganze Innenseite ist reich violett-
grau und glänzend überhaucht. Hflgl innerhalb der nasenförmig ausgebogenen distalen Längsbinde mit
einem kleinen, aber sehr dunklen braunen Fleck. $ oberseits prächtig hellrotbraun, mit gelblichem Costal-
saum der Hflgl. Außerdem führt es von allen bekannten chandica- Abzweigungen das breiteste weiße Sub-
apicalband der Vflgl.
L. distans Btlr. (98 c). Eine außerordentlich seltene Species, von der mehr $$ als So gefunden distans.
wurden, aber relativ weit verbreitet, Bhutan, Sikkim, Assam und Birma. Details über Fluggewohnheiten
sind noch nicht bekannt. Moore glaubt, in distans die Frühjahrsgeneration der chandica Moore vor sich
zu haben; ein Irrtum, den schon Niceville widerlegt hat, denn die Trockenzeitform von chandica zeigt nur
eine unbedeutende rotbraune Aufhellung der Hflgl-Oberseite, und zudem ist Moore’s Type von chandica
ohnehin auf die Frühjahrsgeneration basiert. Im übrigen hat das $ von distans viel mehr Analoges mit dem
mekara-^ durch die zweimal gebrochene und in einzelne Makeln aufgelöste Vflglbinde und die hellgelbrote
Oberflächenfärbung aller Flügel. Die hellgraue, mehr an L. kansa Moore gemahnende Oberseite der Vflgl
der SS läßt aber distans allein schon als ausreichend differenziert von chandica gelten.
L. delila Stgr. oberseits der dorn (98 d) nahekommend; scheint distans auf Borneo zu ersetzen, delila.
Das S hat unterseits sehr viel Gemeinsames mit chandica-S S> so die distal nasenförmig vorspringende
äußere Längsbinde und den braunen Medianfleck der Hflgl-Unterseite, aber nach der Diagnose ihres Autors
führt das $ eine breite, lehmgelbe Schrägbinde, die bis zum Analwinkel ungebrochen durchzieht. Statt¬
dinger vergleicht delila -$ auch mit darena -£, womit ohne weiteres die Nichtzugehörigkeit der interessanten
Art zur chandica- Gruppe erwiesen ist. Kina-Balu und Marapok, Nord-Borneo, auf ca. 1000 — 1200 m.
L. dora Stgr. ($ = cerama Shelf. ) ( 98 d). von der wir das von Shelford als cerama beschriebene $ hier zum dora.
ersten Male abbilden. Das S differiert oberseits vom $ nur durch dunkler rotbraunes und schärfer abgesetztes
Analgebiet der Hflgl. Unterseits sind beide Geschlechter von delila und chandica leicht zu unterscheiden
durch die vertikal gerichtete submarginale Längsbinde der Vflgl, die ein wie bei vindhya Fldr. dunkelbraunes
Feld abgrenzt. Sehr selten, Type aus Südost-Borneo; ist auch bei Kuchingin Sarawak später entdeckt worden.
L. perimede Stgr. vom Kina-Balu. Bisher nur 2 SS bekannt. Größe etwa jene von L. europa F.. perimcde.
der sie oberseits etwas ähnelt, Färbung der Oberseite schwärzlichbraun, etwas lichter als bei mekara sumati
Frühst. Vflgl mit einem Sexualfleck, der jenseits der Mittelzelle eingebettet ist und jenem der europäischen
Satyrus ( Pararge ) maera L. gleicht, und von der vorderen Mediane bis zur hinteren Mediane nahe der Zellwand
hinzieht. Unterseite der Vflgl licht graubraun mit matt stahlblauen Längsbinden, mehreren Ozellen und
zwei Anteterminallinien. Hflgl sechs runde Augenflecken, die weiße Kerne zeigen. Alle Ozellen braungelb
umrandet. Hinter der Zelle ein glänzend blaugrüner Mondfleck und zwei Medianlinien. Die Unterseiten-
färbung läßt auf Verwandtschaft mit L. darena Fldr. schließen.
IX
41
322
LETHE. Von H. Frtjhstorfer.
L. darena, die farbenreichste und am ausgesprochensten sexualdimorphe Species der Gattung,
bewohnt das makromalayische Gebiet, von den drei großen Sundainseln bereits bekannt, wird ihr
Nachweis für die Malayische Halbinsel nur eine Frage der Erforschung der dortigen Bergregionen
surnatrensis. sein, denn nur auf diesen fühlt sich die prächtige und seltene Art heimisch. — surnatrensis Stgr. (98 d
in sumatrana verdruckt) hat ein $ das jenem von borneensis (98 e) sehr nahesteht und ein breites gelbes Band
führt, das gegen den hinteren Winkel dunkler wird, eine Neigung zur Auflösung in runde Flecken
zeigt, schließlich proximal einbiegt. Vflgl außerdem noch mit drei hellgelben Subapicalf lecken, von
denen die beiden oberen sehr klein sind. Oberseite des bis über die Zelle hinaus gelbbraun ange¬
flogen. Fundort die Battak-Hochebene von Nordost-Sumatra, wo darena das ganze Jahr über vorkommt.
borneensis. — borneensis Stgr. (98 e) differiert im <$ von surnatrensis oberseits dadurch, daß die rötlich-ockerfarbene Sub¬
marginalfüllung an der Zelle der Hflgl Halt macht, und nicht mehr in diese eindringt. Die sechs keilförmigen
Antemarginalmakeln der Vflgl wesentlich größer, Unterseite erheblich verschieden durch einen mehr langen als
breiten gelben Subanalfleck der Vflgl und viel breiter dunkler kakaobraune Längsbinden der Hflgl. Die viel statt¬
licheren Ozellen stehen in einem lichteren Distalgebiet und sind selbst heller gelb umzogen. $ unten mit ent¬
schiedenem Anklang an die chandica- Zeichnung und -Färbung mit derselben medianen Nase, die distal mit
gelblichen Längsstreifen belegt ist. Grundfarbe rötlichbraun mit grau violettem Anflug. Die auch unterseits sehr
darena. breite Schrägbinde der Vflgl bleich strohgelb. Heimat dieser schönsten aller Lethe ist der Kina-Balu. — darena
Fldr. im Habitus und dem Färbungscharakter analog der surnatrensis, doch geht auf der Oberseite der Hflgl
die submarginale Aufhellung wie bei borneensis nur bis an die Zellwand. Beide Flügel unterseits von dunkler-
braunen Längsbinden durchzogen, auch sind die Ozellen reicher schwarz gefüllt und deutlicher weiß gekernt.
$ differiert von den beiden vorgenannten Rassen erheblich durch eine wesentlich schmälere und beiderseits rein
weiße Querbinde der Vflgl, die zudem nur bis zur Submediane durchgeht und vorher schon eine rundliche Makel
absondert. Hflgl oben heller und lebhafter rotbraun als bei borneensis mit einer schön gelben Peripherie sämt¬
licher Ozellen. Sehr selten auf Java, von mir nur im Westen der Insel und auch da nur am Vulkan Gede ge¬
funden.
b. Mit Sexaalflecken der Hflgl-Oberseite.
Christoph). L. christoplii Leech, bisher nur aus West-China vom Omishan bekannt, wurde von meinem Sammler
in Formosa entdeckt, so daß jetzt zwei Rassen zu registrieren bleiben, christoplii Leech ( Bd.I p. 83 Taf. 29 e) mit
honako. sehr großem glänzendem Sexualfleck auf den Hflgl. Flugzeit Juli und August; und hanako Frühst. (98 e) mit
etwas kleinerem Duftfelcl der Hflgl, unterseits größeren Ozellen und stärkeren Längsbinden. Flugzeit Sep¬
tember, Oktober, auf etwa 4000 Fuß. Formosa.
mataja. L. mataja Frühst. (99 a) eine völlig isoliert stehende Species ohne nähere Verwandte und leicht
zu erkennen an der fast tiefschwarzen Grundfarbe , einer wie bei verma Koll. verlaufenden weißen
Schrägbinde der Vflgl und einem Büschel langer, schwarzer, glänzender Haare der Hflgl. -Oberseite, der
zwischen der mittleren und hinteren Mediane eingebettet ist. Hinterflügel mit von der Unterseite durch¬
scheinenden Ozellen. Unterseite: Schwarz braun, Binde etwas verbreitert, reiner weiß als oberseits. Drei Sub-
apikalozellen, von denen die vorderste die kleinste. Hflgl mit einer Reihe von 5 Ozellen, von denen die vier
obersten nahe zusammenstehen, während zwischen der 4. und der doppeltgekernten Ozelle eine große Distanz
entsteht, weil das Feld, zwischen der mittleren und hinteren Mediane frei bleibt, d. h. kein Auge umschließt. Alle
Flügel werden von einer dünnen, braunen Antemarginal- und einer lichtgrauen breiteren Submarginalbinde durch¬
zogen. Die Vflgl tragen zwei Längsbinden in der Zelle, die Hflgl eine ziemlich gerade Subbasal- und eine scharf ge¬
winkelte Medianbinde. Am Zellapex steht dann noch ein leichtgekernter Strich. Alle diese Binden sind dunkel¬
braun. Die gelbgeringelten Ozellen zeigen auch noch eine bleich violettgraue Peripherie. Hflgl-Oberseite unterhalb
der Ozelle mit einem langen Büschel tiefschwarzer, glänzender Strahlhaare, durch den sich mataja von allen
Verwandten der lanaris-baucis- und razga- Gruppe unterscheidet. $ etwas größer, bleicher als die die weiße
Binde der Vflgl etwa doppelt so breit. Unterseite fahler mit etwas größeren Ozellen. Selten auf Formosa. Type
vom Drachensee, später auch von Polisha und Lehiku empfangen. Flugzeit September, Oktober.
L. sicelis Heiv. (Bd.. I p. 84 Taf. 31 b) bewohnt die Hauptinsel von Japan, während auf der südlichen
vaneJui. Insel Kiushiu eine distinkte Rasse vorkommt: vanelia Frühst., charakterisiert durch das Ausfallen der grau-
oder blauvioletten Ozellenperipherie der Hflgl-LTnterseite, die bei Exemlparen von Hondo stets vorhanden
ist und die auch Hewitson wie Seitz ebenso deutlich abbilden.
Artengruppe Rangbia Moore.
Beide Flügel mit Sexualflecken auf der Oberseite.
diana. L. diana Btlr. von Hakodäte, auf der Nordinsel von Japan beschrieben, wo eine äußerst graziöse
Form existiert, die in den Sammlungen sehr selten ist, von kleiner Gestalt und mit deutlicher, den ganzen
consanguis. Vflgl durchziehender, beim $ violetter, beim $ gelbweißer Binde der Vflgl-Unterseite. — consanguis Btlr.
bezieht sich auf eine Aberration mit großem rotem Ozellenvorhof von Nikko auf Hondo, während die Bd. I Taf.
celeja. 31 a dargestellte Hauptform von Hondo noch ohne Namen ist, als welchen ich celeja subsp. nov. vorschlage. —
LETHE. Von H. Frui-istorfer.
whiteleyi Btlr. ist dann die Zweigrasse des südlichen Kiushiu, aus Nagasaki beschrieben, die, nach Exempla- u-hitctcyi.
ren meiner Sammlung, kaum noch Rudimente einer medianen Binde der Vflgl- Unterseite aufweist. fixseni fi.
Btlr., bezeichnet die Unterart von Korea. — diana ist die einzige Lethe , welche auf der Vflgl-Unterseito einen
langen Haarbüschel führt, der unterhalb der Submediane eingelagert ist.
L. scanda Moore (97 e). Eine ausgezeichnete, leicht kenntliche und völlig isoliert stehende Speoies, scanda.
zugleich die einzige Lethe, mit blauem distalem Schiller. Das $ ist so verschieden vom <$, daß es bereits zwei¬
mal als eigene Art behandelt und beschrieben wurde (= nada Moore, dirphia Bruce). $ oberseits schwarz¬
braun mit zwei gelblichen Costa] mäkeln und zwei schwarzen Intramedianpunkten der Hflgl. Unterseite bei
beiden Geschlechtern gleichartig, dunkel rotbraun mit einer bleicheren, leichthin schräg gestellten Median¬
binde der Vflgl, die beim $ etwa weißlich genannt werden kann. Hflgl mit sechs weißgekernten Ozellen.
Bisher aus Bhutan, Sikkim, Assam gekommen, nicht allzuselten im dichten Wald, von 6 — 8000 Fuß vom
Juni bis September. Das 9 ist sehr träge und fliegt nur ungern.
L. bhairava Moore (97 e) von den gleichen Lokalitäten und den Naga-Hills in Assam in der Literatur bhairava.
registriert, gleicht oberseits dem 9 von scanda, beide Geschlechter haben dieselbe Oberflächenfärbung,
ein mattes dunkles Kaffeebraun; Vflgl mit drei rundlichen gelblichen Makeln jenseits der Zelle. Vflgl mit
einem schwarzen quadratischen Fleck von modifizierten Schuppen an der Submediane und die Hflgl sind
garniert mit einem Androconienfeld jenseits der Zelle und einem Büschel glänzender, schwarzer Haare an der
mittleren Mediane. Flugzeit vom Mai bis August und von 5 — 6000 Fuß Höhe. 9 nach einer Meldung Nice-
villes nicht seltener als das J, doch liegt mir in natura kein solches vor, während mir aus Bhutan über 20
<§:$ eingesandt wurden.
L. gulnihal könnte man versucht sein, als eine extreme Trockenzeitform von bhairava anzusehen, wenn
sie nicht selbst in zwei scharf umrissenen Generationen aufträte. Färbung wie bei bhairava, Habitus wesentlich
kleiner, Ird der Vflgl konvex wie bei einer Euploea, Hflgl oberseits in der Costalregion mit einem Duftspiegel
etwa wie bei Calliploea und längs der zweiten Mediane ein mit glänzenden langen Haaren besetztes Androco¬
nienfeld. - — gulnihal Nicev. aus Bhutan beschrieben, ist außerordentlich selten. Ueber ihre Lebensweise ist nichts gulnihal.
bekannt, ihr 9 noch nicht entdeckt. — peguana Moore, unterseits lebhafter und reicher ockergelbbraun gefärbt, peguana.
der schwarze Haarpelz der Hflgl-Oberseite ausgedehnter, Ozellen der Unterseite kleiner. — issa form. nov. issa.
differiert von peguana, deren Type der Regenzeit entstammt, durch das fahler braune Kolorit der Oberseite,
von der sich die Duftpinsel der Hlfgl doppelt scharf abheben, und durch die fast zeichnungslose, monoton gelb¬
graue Unterseite, auf der alle Längsbinden und Ozellen zu verschwinden beginnen, peguana wurde von mir bei
Tandong, Tenasserim auf ca. 4000 Fuß im Mai gesammelt, während issa mir durch Niceville aus Saipha in
Oberbirma (Fangdatum März), zuging. Das 9 von peguana wurde durch Doherty in den Karen-Hills, Te¬
nasserim gefunden; es ist lichter braun als der $ und zeigt ähnlich wie das bhairava -9 gelbliche Makeln der
Vflgl. Ozellen der Hflgl nach oben durchschlagend.
L. latiaris tritt in Sikkim in zwei Generationen auf, von denen die erste im April und Mai. die
zweite im Oktober erscheint. Als größte Erhebung, zu der die Art hinaufgeht, sind 8000 Fuß bekannt.
Zwei geographische Abzweigungen sind aufzuzählen: latiaris Hew., von Sikkim bis Assam, Oberseite latiaris.
graubraun, Vflgl nur leicht konvex, mit einem langen Androconienfleck an der Submediana, Hflgl mit eben¬
solchem sehr langem, schmalen, der wie bei gulnihal und bhairava eingebettet ist. Hflgl der rundlich, jene
des 9 mit deutlicher Schwanzspitze; 9 mit einer gelblichen Schrägbinde der Vflgl und wie beim <$
von der Unterseite durchscheinender Apicalozelle der Hflgl. - perimele subsp. nov. (97 c), kleiner als die pcrbncle.
vorige; 9 mit weißlicher Querbinde und einem ebensolchen Subapicalfleck der Vflgl sowie einer Reihe von
fünf schwarzen Augenflecken der Hflgl-Oberseite. Unterseite hell graugelb mit viel schmäleren Längs- und
Schrägbinden und kaum halb so großen Augen der Hflgl. Tandong, Tenasserim, Mai, auf 4000 Fuß Höhe von
mir gesammelt.
L. syrcis bildet mit der nächsten Species eine eigene Gruppe, gekennzeichnet durch das Fehlen von
Sexualflecken und durch die rundlichen Hflgl. Die untere Discocellulare stößt aber, wie bei allen echten
Lethe, auf die Gabel der vorderen und mittleren Mediane. Zwei Ortsrassen: syrcis Hew. (Bd. ITaf. 31 b. c); syrcis.
in China weit verbreitet, von Ningpo bis Mupin bekannt. Flugzeit Juni, Juli ; — und diunaga Frühst. (98e) ; kleiner diunaga.
und oberseits satter graubraun als die aus Nord-China von Hewitson beschriebene syrcis. Die schwarzen Ozellen
der Hflgl viel größer, weniger deutlich gelb geringelt. Unterseite: Wesentlich dunkler, Grundfärbung mehr
braun statt gelbgrau und die Längsbinden, namentlich jene der Hflgl rot- anstatt gelbbraun. Die Ante-
marginalbinden aller Flügel viel breiter angelegt, rauchbraun statt hellgrau. Tonkin , Montes Mau-
son, April bis Mai auf ca. 3000 Fuß Höhe, Kolk Fruhstorfer. syrcis ist eine der schönsten bekannten
Lethe- Arten, eine echt chinesische Art, die hier zum erstenmal außerhalb Chinas (allerdings aber nur von einem
Grenzgebirge, dessen Nordflanken unter chinesischer, dessen Südabhänge unter französischer Herrschaft stehen)
nachgewiesen ist.
L. geminaLeech (Bd. I p. 85, Taf. 31 c), eine sehr seltene Species vom Omeishan und Mupin. Flugzeit Juni.
324
NEOPE. Von H. Fruhstorfer.
Artengruppe Tansima Moore.
Type ist satyrina; Hflgl gerundet; Die untere Discocellulare mündet gleich jenseits der mittleren Mediane. Nur palä-
arktische Formen, so:
L. satyrina Btlr. (Bd. I Tat. 30 d), weit verbreitet in China, aus Shanghai beschrieben (wo sie sicher
nicht vorkommt, sondern wohl aus Ningpo dahingebracht wurde), aber von Kiukiung bis Mupin und
Changyang aus Höhen von etwa 2000 m gemeldet.
L. butleri Leech (Bd. I Taf. 30 a) ist die am häufigsten in den Sammlungen anwesende Art der Gruppe.
$ mit gelber Schrägbinde der Vflgl-Oberseite und gelblich aufgehellter Apicalpartie der Vflgl-Unter-
seite. Vom Juni bis August überall im Yangtze-Tal und bis 7000 Fuß hinaufgehend. — proxima
Leech (Bd. I Taf. 31 e), gleichfalls vom Juli bis August schwärmend und bis 7000 Fuß hinaufgehend. Ueber-
all in West-China. — lanaris Btlr. (Bd. I Taf. 30 b), von Ningpo beschrieben, aber in ganz West- und Zen¬
tralchina vorkommend, gehört auch hierher. Dagegen ist die von Moore mit Tansima vereinigte marginalis
Mötsch, eine echte Lethe.
Artengruppe Hermias nom. nov.
Ausgezeichnet durch den rundlichen Flügelschnitt, der an Mycalesis erinnert, die stark aufgeblasene Costale und
Mediane der Vflgl, die viel breitere und kürzere Zelle aller Flügel, wie sie ähnlich kurz bei keiner anderen Lethe- Arten¬
grappe vorkommt und endlich durch die weit oberhalb der mittleren Mediane auf die erste Medianader der Hflgl stoßende
untere Discocellularis. Monotypisch. Nur eine bekannte Species, vermci Koll. Dem Genus-Wert sehr nahe — auch durch
die Klammerorgane erheblich differenziert, deren tTncus im Gegensatz zu den echten Lethe laterale distal verbreiterte,
tief eingekerbte Spangen trägt.
L. verma zerfällt in eine Serie von geographischen Ausläufern, die, obgleich überall häufig, nicht
verma. beachtet wunden . verma Koll., die typische Unterart, ist sehr gemein in Kaschmir und Masuri, tritt in zwei
Generationen auf, April, Mai, dann wieder August, September, setzt sich gerne auf Stämme von Rliododen-
sintica. dron und Eichen. — sintica subsp. nov., bewohnt Sikkim und Assam, wo sie bis 8000 Fuß hinaufsteigt, und
bis in den November hinein beobachtet wurde, sintica präsentiert sich als das wahre Produkt einer regen¬
reichen Zone, verglichen mit verma aus dem trockenen Westen des Gebiets, bedeutend größer, breitbindiger,
stenopa. mit erheblich stattlicheren Ozellen der Hflgl-Unterseite. — stenopa Frühst. (99b), die Rasse des östlichsten Teiles
des Kaiserreichs Indien, aus Tonkin beschrieben, aus Hainan gemeldet, aber bis zu den Shan-Staaten und
Tenasserim verbreitet, bedeutet einen Rückschlag zu verma, gleichfalls aus regenarmen Zonen und daher wieder
mit vorherrschendem Trockenzeit-Typus. Grundfarbe mehr grau statt schwarz, die weiße Schrägbinde der
Vflgl schmäler als bei sintica mit einem Stich ins gelbliche, Ozellen der Unterseite kleiner, daher isolierter
stehend, ihre Peripherie nur geringfügig violettweiß umzogen. Tonkin, Chiem-Hoa, August, September.
satamus. Tenasserim, Mai bei Tanclong auf 4000 Fuß von mir gesammelt. — satarnus subsp. nov. ist eine Bergform des
westlichen China vom Omeishan, mit namentlich analwärts noch mehr verengter Binde, die auch vom Distal¬
saum entfernter bleibt, als bei stenopa. Unterseite mit dunklergelb umzogenen Augen und sehr geringfügiger
laticincta. violetter Umgrenzung. — Daneben erscheinen außerordentlich breitbindige Exemplare laticincta Frühst. (Bd. 1
Taf. 30 e, einfach mit verma bezeichnet), vermutlich die extreme Regenzeitform der Ebene. China, Juni, Juli.
cintamani. ein taniarii Frühst. (99 b) endlich bedeutet das melanotische Inselextrem mit beim $ kaum noch halb so breit
angelegter Binde der Vflgl wie bei satarnus. Unterseite der Flügel sehr dunkel mit großen Ozellen und be¬
sonders deutlicher violetter Anteterminallinie. Juni, Juli bis 4000 Fuß im Innern von Formosa.
30. Gattung Btlr.
Im Geäder von typischen Lethe durch die längere Costale der Vflgl differenziert, so daß eine generische
Abtrennung möglich ist; auch sind sie in der eigentümlich marmorierten Unterseite unter sich so einheitlich
und von den übrigen Lethe so verschieden, daß ihre Artengruppe als eine überaus natürliche bezeichnet
werden muß und schon deshalb, wie auch im Band 1, so auch hier abgesondert behandelt wird. Einige Arten
schließen sich durch die langen Schwänze der Hflgl, die schmale Vflglzelle, den Zopho'essa, an, zu denen nament¬
lich die neuentdeckte lacticolora hinüberleitet.
goschlccvit- N. goschkevätschi dringt am weitesten nach Norden vor und bewohnt alle japanischen Inseln von
SLlu' . Yesso bis Formosa. — iaponica Btlr. ist die Rasse der Nordinsel, aus Hakodate beschrieben und mir durch Prof.
japonica. .
Matstjmura aus Sapporo zugesandt, kleiner als goschlcevitschi Men. (Bd. 1 Taf. 33 c und d) von Hondo der Haupt¬
insel, die dort überall gemein ist, sich gerne auf Baumstämme setzt, von deren Rinde sie schwer zu unterscheiden
ist. Nach Seitz geht sie auch in die Gärten von Tokio und Yokohama, wo sie besonders im September auch von
den Mauern abgesucht werden kann. Je nach der Jahreszeit scheint die Unterseite der Hflgl entweder hellgrau
oder dunkelgelb gefärbt zu sein. In Bd. I Taf. 33 c ist die graue 2-Form deutlich dargestellt. Exemplare aus
u-atauabci. Nagasaki fehlen mir leider, ich vermute, daß dortige Stücke einer besonderen Rasse angehören. — watanabei
Mats, wurde erst unlängst in Formosa entdeckt ; da sie mir in natura unbekannt, kopieren wir hier die Original¬
diagnose: ..Der Form und Zeichnung nach der N . gotschkevitschii Men. ähnlich. Die Unterscheidungscharaktere
NEOPE. Von IT. Fruhstorfer.
sind die folgenden: £. Palpen viel länger. Antennen einfarbig, hell bräunlichgelb, an der Außenseite schwärz¬
lichbraun, nahe an der Wurzel nicht weißlich geringelt wie bei gotschkevitschii. Flügel viel dunkler, am Außen¬
rande weißlich gefranst; die drei in der zweiten, dritten und fünften Zelle befindlichen schwärzlichen Flecken
des Vflgls etwa viermal größer als bei gotschkevitschii. Auf der Vflgl-Unterseite verläuft von der Spitze der
Mittelzelle bis zur ersten Ader ein nach innen gebogener, schwärzlicher Querfleck, der an der Innenseite drei¬
eckig vorspringt. Hflgl einfarbig, dunkelbraun, in der Mitte des Costalrandes ein dreieckiger weißlicher Fleck,
unter dem sich ein zweiter mondförmiger weißlicher Fleck befindet; vierte Zelle an der Wurzel fast bis zur
Mitte schwarz, an der Außenseite nicht weißlich gefärbt Avie bei gotschkevitschii. Ozellen viel kleiner, die Sub¬
marginalbinde undeutlich. Flügelspannung 70 mm. Fundort: Formosa (Hoppo), gesammelt in einem
Exemplare von dem verstorbenen Oberpolizisten K. Watanabe“.
N. pulaha, ursprünglich aus Bhutan beschrieben, wurde neuerdings auf Formosa entdeckt, wohin
sie über das westliche China gelangt ist. pulaha Moore (Bd. 1, Taf. 33 b), von Kunawur und Simla bis zu den pulaha.
Khasia-Hills verbreitet, in Sikkim bis 1 1 000 Fuß ansteigend, liebt dunkle Wälder, in denen sie sich gerne an
Stämme von Eichen und Sycomoren sowie der wilden Kastanie setzt. Als Flugzeit sind die Monate März bis
August bekannt. Nach Elaves setzen sich pulaha auch an verunreinigte Wegstellen, von avo aus sie in den
Wald flüchten, Avenn sie gestört werden, aber in kurzer Zeit Avieder zurückkehren. — pulahoides Moore, von pulahoid.es.
den Naga-Hills und Pegu beschrieben, kommt auch in Birma vor, differiert durch größere und lichtgelbe Ma¬
keln der Oberseite und ausgedehntere gelbe Submedianregion der Vflgl-Unterseite von pulaha. Die Hflgl sind
zarter marmoriert, so daß man an eine Trockenzeitform denken könnte; ein Kolorit, das viele Lethe aus
Birma und Tenasserim im Gegensatz zu den farbensatteren Formen von Assam und Sikkim gemeinsam haben.
— ramosa Leech (Bd. I Taf. 33 b) aus Zentralchina, Changyang beschrieben, aber im ganzen Avest liehen China ver- ramosa.
breitet, fliegt im Juli und August. Differiert von pulaha durch lichter graue Unterseite der Hflgl. — didia Frühst, didia.
von Formosa, hat sich schon erheblicher differenziert; kleiner von Gestalt, erscheinen dieVflgl sehr verdunkelt
durch das Ausfallen des gelblichen Apicalflecks der Vflglzelle, während die Hflgl eine Ausbreitung der gelben
Ozellenvorhöfe erkennen lassen. Dasselbe gilt von der Ozellenperipherie der Vflgl-Unterseite. Die Hflgl
ähnlich pulahoides Moore fein marmoriert. Selten im Innern der Insel auf ca. 4000 Fuß.
No lacticolora Frühst. (99a) (= sagittata Wilem.), eine der prächtigsten Entdeckungen meines Sammlers, lacticolora.
Herrn Hans Sauter, der sie im Innern von Formosa im Gebirge in einer Höhenlage von etAva 1200 m auf¬
gefunden hat. Oberseite der armandi Obert. (Bd. I Taf. 33 cl) ähnlich, aber mit gelblichweißen, statt ockergelben
Zeichnungen. Hflgl mit breitem, tiefschwarzem Terminalrand, dunkelbrauner Zelle, sonst aber durchweg
milchweiß mit cremefarbenem Analanflug. Unterseite ähnlich armandi, aber mit weißem statt gelblichem
Anflug der Vflgl. Hflgl-Ozellen kleiner, Distalpartie dunkler braun angeflogen, Flügelschnitt spitzer, besonders
der Apex der Vflgl und die Schwänze der Hflgl. Durch die milchweißen Hflgl, die lebhaft mit dem Schwarzgrau
der Vflgl kontrastieren, die auffallendste der bekannten Neope und einer der schönsten Schmetterlinge Asiens.
N. bhadra Moore (99 b), die größte und ansehnlichste Art der Gruppe, hat durch ihren spitzen Flügel- bhadra.
schnitt und die langen Schwänze eine geAvisse Aehnlichkeit mit Papilioniden. Die Falter lieben das dichte
Bambusdunkel, in dem sich auch ihre Rp findet. Sie gehen von ca. 1000 bis 1500 m Höhe und sind nur
einmal im Oktober in Sikkim in größerer Menge beobachtet worden, sonst haben sie solitäre GeAvohnlieiten.
Ich beobachtete die Falter in Tenasserim zu Beginn der Regenzeit, als deren Vorboten sich bereits schwere
Nebel in die BergAvälcler senkten; die Falter, die einzeln ankamen, und sich dann scheu und schnell an
Baumstämme setzten, hatten etwas Gespenstisches, das vortrefflich zu der düsteren Umgebung paßte. —
Als khasiana Moore ist eine Lokal- oder Zeitform benannt, die sich durch weißlichere Makeln der Vflgl, khasiana.
größere gelbe Felder der Hflgl-Oberseite auszeichnet. Unterseite vorherrschend weißgrau. Sikkim bis Tenas¬
serim, Oberbirma und den Naga-Hills. An letzterer Lokalität scheint sich nach den Angaben von Elaves
und Moore eine geographische Rasse ausgebildet zu haben, die mir in natura nicht zugänglich ist.
N. yama verteilt sich auf drei bekannte Lokalrassen, von denen yania Moore, der nomenklatorische yama.
Typus, dem westlichen Himalaya angehört. Sie wurde dort im Kumaon-Gebiet bei Simla und Masuri ge¬
funden, verbreitet sich aber bis Sikkim und Bhutan, yama ist nirgendwo häufig, fliegt vom Mai bis Juli
auf Erhebungen von 6 — 7000 Fuß. Rp am Bambus, avo sie in geAvisser Beziehung gesellig lebt, denn man hat
drei bis sieben in einer Art Nest aus drei bis vier Blättern zusammengefügt gefunden. Die Eier Averden früh
im Juli auf die Unterseite eines Aveißen Blattes gelegt, und zAvar in Anzahl und in Linien bis zu 34 Stück
auf einem Blatt. Rp strohfarben mit dunklem Kopf, bis sie nahezu erwachsen ist, dann Avird sie hellocker¬
gelb mit einem dorsalen braunen Streifen, einer Reihe von dunkelbraunen Punkten und bekommt einen
rötlichen Kopf. Das Analsegment führt zAvei gelbliche Spitzen. Pp kurz, sehr dunkel und in eine Art A'on
Moosnest gebettet, avo sie vom September bis zum nächsten Juni verbleibt. SoavoIiI die Rp Avie die Pp
sind verschieden von den Auel längeren Rpn und den spitzgehöckerten Rpn der Lethe ; ein Grund mehr, die Arten¬
gruppe im Gegensatz zu Bingham aufrecht zu erhalten. — yanioides Moore ist habituell größer, dunkler braun, yamoides.
unterseits reicher violett überzogen. Fliegt im Mai in Assam und scheint in den Naga-Hills und bei Ber-
nardmyo in Oberbirma häufig zu sein. — serica Leech (Bd. I p. 89 Taf. 33 a), die dunkelste der bekannten serica.
Rassen, oberseits ohne gelbliche Costalflecken und unmerkliche gelbe Cilia; von Changyang in Zentralchina
NEORINA. Von H. Fruhstorfer.
326
und Westchina aus 5 — 10 000 Fuß gemeldet. Es ist nicht unwahrscheinlich, daß yama auch noch in Formosa
entdeckt wird.
N. muirheadi ist eine chinesische Species, die von Zentral- und West-China aus sich nach Hainan,
muirheadi. Birma und Tonkin verbreitet hat. Ihr späteres Auffinden in Formosa würde nicht überraschen, muirheadi
Fldr. (Bd. 1 p. 90 Taf. 33 a) aus Ningpo in Tsekiang beschrieben, ist eine Form der Ebene, auch auf Hainan
felderi. nicht selten, während felderi Leech aus dem Gebirge vom Omeishan stammt. — segonax Hew. ist vermut-
scgona.r. ejne extreme Trockenzeitform, und segonaeia Obert. eine Diminutivrasse von Kiangsi. — lahittei
lahittei. Janet (99 b), aus Tonkin bekannt, wo ich sie im April auf ca. 1000 m im Mausongebirge und später
im August und September mehr im Tale vorfand, ist unterseits dunkler und führt schmälere und mehr weiße
als gelbe Längsbinden. $ rundflügeliger, fahler mit nach oben durchscheinenden, runden, schwarzen Ozellen
bhiina. und einer sehr undeutlichen gelbgrauen Längsbinde der Vflgl- Oberseite. — bhima Marsh., mir nur nach der
MooRESchen Abbildung bekannt, scheint von lahittei zu differieren durch deutlichere gelbe Umrandung
aller Ozellen der Oberseite, namentlich jener des $. Zuerst von Bingham in Ober-Tenasserim a.ufgefunden,
wurde sie später auch von Doherty in Ober-Birma gefangen. Auftreten im März und April, dann wieder Ok¬
tober bis November und überall auf geringer, 600 m nicht übersteigender Höhe.
31. Gattung’ Jfeorina Westw.
Schließt sich — jedoch nur strukturell — eng an Lethe an, mit denen sie die in die Gabelung von
der vorderen und mittleren Mediane stoßende untere Discocellulare der Hflgl gemeinsam hat, ferner die
ungewöhnlich kurzen Zellen aller Flügel. Von Lethe weicht Neorina dagegen ab durch die proximal stärker
gewinkelte untere Discocellulare der Vflgl, die lange Costale der Hflgl, zu der aber jene der Neope bereits
eine Verbindung herstellt; Präcostale der Hflgl weit ab vom Ursprung der Subcostale und kühn basalwärts ein¬
gebogen. Bei einer Art sind auch Spuren einer schmalen Präcostalzelle vorhanden. Costale und Subcostale nicht
verwachsen, sondern getrennt. Ueber Jugendstadien ist nichts veröffentlicht. Das Genus ist im makromalayi-
schen Gebiet durch zwei Arten und auf dem Kontinent durch drei Species vertreten. Zwei Artengruppen.
Artengruppe Neorina.
Hflgl abgerundet. Vflglzelle kurz. Obere Discocellulare der Vflgl deutlich erkennbar, untere sehr lang, mäßig proximal
eingebogen.
hilda. N. hilda Westw. (91 d), differiert unterseits durch bleichere gelbe Binden und durch das Vorhanden¬
sein einer großen schwarzen, weißgekernten, proximal gell) konturierten Ozelle und zwei kleineren blauge¬
tupften Subanalaugen. Der Apicalteil der Hflgl weniger breit gelb gesäumt als oben, in der Subanalregion eine
grauviolette Füllung der submarginalen braunschwarzen Doppellinie. Beim sehr seltenen $ sind die Augen
der Unterseite größer, auch stehen noch einige Nebenozellen zwischen den Medianadern, hilda ist ein Cha¬
rakterschmetterling des düsteren Eichen- und Kastanienwaldes des östlichen Himalaya, wo sie vom Juni
bis September von 7 — 9000 Fuß Höhe vorkommt. Sie fliegt dort die Waldwege auf und nieder, sich entweder
auf den Boden oder an Baumstämme setzend. Das $ wurde auf einem kahlen Hügel, an einem sonnigen
Morgen fliegend, in der Regenzeit, angetroffen. Sikkim, Bhutan, Assam.
Artengruppe Hermianax nom. nov.
In der Regel größer als Neorina , Hflgl mit langem Zahn an der vorderen Mediane. Obere Discocellulare äußerst kurz,
undeutlich, untere weit nach innen ausgebogen; obere und mittlere Discocellulare der Hflgl gleichlang, während bei Neorina
die obere viel länger ist. Vflglzelle viel schmäler und länger als bei Neorina. Von den Klammerorganen ist die ungewöhnlich
lange schmale Valve bemerkenswert durch eine an die der europäischen Brintesia ( Satyrus ) circe L. erinnernde, mit kleinen
Zähnen besetzte, deutlich eingeschnürte Spitze. Uncus stark gebogen, kräftig, die lateralen Spangen ungewöhnlich klein, spitz.
Type der Artengruppe : H. latipicta Frühst.
pupillata. N. lowi zerfällt in eine Anzahl leicht unterscheidbarer Rassen, von denen pupillata Frühst. (94 c)
am meisten auffällt durch eine Vergrößerung der Apicalozelle der Vflgl, die parallel geht mit dem Auftreten
eines Supplementarauges zwischen der mittleren und hinteren Mediane, das sich auch unterseits gelegentlich
wiederholt, und bei keiner anderen Art oder Form vorhanden ist. Das Apicalauge bei pupillata ist wie bei
allen anderen ZowJ-Zweigrassen unterseits viel kleiner also oben, aber bei pupillata ausschließlich erscheint hier
manchmal ein Nebenauge. Sonst ist die Unterseite von der Oberfläche aller Flügel nur durch ein weiteres,
relativ großes, rundes gelbgeringeltes Analauge und eine feine graue Ueberpuderung der Distalpartie der Vflgl
latipicta. und der Basalpartie der Hflgl differenziert. Insel Nias. — latipicta Frühst, ist größer als pupillata, der gelblich
weiße Fleck im Analwinkel der Vflgl namentlich bei Exemplaren aus West-Sumatra mehr als doppelt so breit und
die weißen Intranervalpunkte der Vflgl gleichfalls stattlicher. Das Apicalauge der Unterseite der Vflgl ist viel
kleiner als bei pupillata, ebenso das Analauge der Hflgl. West- und Nordost-Sumatra. Die Falter haben einen
raschen, ruckweisen, unbestimmten Flug, auch lieben sie den von verwundeten Bäumen fließenden Saft.
Bei der Mahlzeit sitzt der Falter mit gefalteten Flügeln. Er bewohnt die Ebene, ist ziemlich selten und
ncophyta. steigt auf die Vorberge bis zu einer Erhebung von etwa 600 in. — neophyta susp. nov. von Perak schließt sich
NEORINA. Von H. Frtthstorfer,
327
eng an die ursprünglich aus Nordost-Sumatra (Deli) beschriebene latipicta an, von der sie differiert durch das
Fehlen des weißen intrameclianen Punktflecks der Hflgl oberhalb der Analocelle, an dessen Stelle aber manchmal
wie bei pupillata eine Nebenozelle tritt. Die Unterseite aller Flügel ist dunkler, geringer grau bestäubt als bei der
Sumatraform, das Apicalauge der Vflgl viel kleiner. Auch ist der gelbliche Subanalfleck der Vflgl geringer
entwickelt als bei latipicta. Perak. — lowi Dbl. ist der ziemlich konstante, in der Größe etwas hinter den lowi.
schon behandelten Rassen zurückbleibende nomenklatorische Typus der Kollektivspecies, anscheinend im
Norden, und Südosten Borneos (in Pontianak) nicht selten. Bei ihr beginnt das Apicalauge der Vflgl-Oberseite
in der Größe abzunehmen, manchmal völlig zu verschwinden. Die Analozelle der Hflgl-Unterseite ist dagegen
wieder wie bei pupillata von Nias sehr deutlich, mehr als doppelt so umfangreich als bei neophyta. $ wie auch
jenes von latipicta etwas größer als das <$, unterst its reicher grau überpudert. — princesa Stgr. von der Insel princesa.
Palawan ist eine sehr abweichende Form, habituell stark reduziert, mit gelblichen in der Auflösung befindlichen
Makeln der Oberseite, in die auf den Hflgl der schwarze costale Zahn tiefer als bei lowi eindringt . Unterseite :
Beim $ ist der Costalfleck der Hflgl bereits völlig aufgelöst, das $ aber wird charakterisiert durch die binden¬
artige Verlängerung des Analflecks der Vflgl, der bis zur Costale hinaufgeht, an seinen oberen Partien allerdings
dicht braun überpudert und jenseits der Zelle etwas unterbrochen ist. — cossyra subsp. nov. entfernt sich von cossyra.
princesa, der sie sonst sehr nahe steht, durch das bedeutendere Ausmaß aller Flügel, die stattlicheren Ozellen
und insbesondere durch die goldigbraun überstäubten Analmakeln der Vflgl und des Costalflecks der Hflgl-
Oberseite. Insel Paragua.
N. crishna. die bisher nur von Java bekannt war, zerfällt in drei lokale Formen, davon
zwei auf der Heimatsinsel der Type und eine, kontinentale, die erst neuerdings entdeckt wurde und den voll¬
kommensten Beweis unter allen bisher bekannten, in Frage kommenden Schmetterlingen liefert, für den ein¬
stigen Landkonnex Birma-Java. — archaica subsp. nov. aus dem Ataran-Tale in Mitteltenasserim und dem archaica.
Ye-Tale in Untertenasserim durch Hauxwell 1899 aufgefunden, schließt sich so eng an crishna Westw. von Java crishna.
an, daß Niceville erklärte, sie wäre absolut identisch, was ich zuerst auch glaubte. Nun aber ergeben sich
doch eine Reihe von kleinen Differenzen, die den kontinentalen Ursprung der Art dokumentieren, so die er¬
hebliche Größe, denn die archaica-$$ sind stattlicher als die ansehnlichsten crishna aus Java; der gelbe
costale Fleck der Hflgl-Oberseite erscheint ausgedehnter und die Submarginalbinde der Hflgl etwas verbreitert
und proximal dunklerbraun überstäubt. Das Merkwürdigste aber ist, daß archaica der crishna aus Ost- Java
(94 cl) näher steht als der west javanischen Form der Gesamtart. Diese führt nämlich nicht nur wesentlich
schmälere und dunklergelbe Binden, sondern auch einen größeren schwarzen Fleck am Zellapex der Vflgl als
die ostjavanische crishna. Die Unterseite ist erheblich dunkler, der goldigbraune Anflug der Subapicalpartie
der Vflgl fehlt, der basale Anflug der Hflgl mehr grauviolett, statt gelblich meliert und die Subanalbinde ist
violett, statt weißlich begrenzt. Kurzum die Westjava-Rasse ruft ganz das Bild eines Regenzeit-, jene aus
Ostjava das eines Trockenzeit-Produkts hervor, was ja auch klimatisch begründet ist. Das Vorkommen
zweier so nahestehenden Abzweigungen einer Species in Tenasserim und Java aber spricht dafür, daß eine Land¬
verbindung zwischen beiden existiert haben muß und zwar zu einer Zeit, als das heutige Perak noch nicht mit
zur Sumatra- und Borneo-Fauna gehörigen Formen übei schwemmt war, da sich jetzt ja zwischen die crishna
von Java und jene von Birma die p. 326 beschriebene neophyta einschiebt, die einer ganz anderen Art angehört
und überall in Makromalayana vorkommt, während Birma und Java crishna gemeinsam haben, crishna ist
ein Waldschmetterling, der nach meinen Beobachtungen nur in den sonnigen Vormittagsstunden sein Versteck
verläßt und einige Minuten einzeln oder in Gesellschaft von 3 — 4 anderen an offenen Stellen gaukelt odei sich
auf Blätter setzt, und die Flügel ausbreitet, was einen prächtigen Anblick gewährt, um nach kurzer Ruhe
träge wieder im Dickicht zu verschwinden. In Ost-Java ist sie an den südlichen niederen Bergzügen im Fe¬
bruar, März nicht allzuselten, doch geht sie kaum über 500 m hinauf. Ihre Aehnlichkeit im Fluge mit Pap.
helenus fiel Doherty bereits auf, und er glaubte, daß dieser Mimetismus der Satyride vielleicht einen ge¬
wissen Schutz verleihen könnte.
N. patria Leech (Bd. I Taf. 32 d), vom Omei-shan in Westchina, dort im Juni und Juli fliegend, hat eine
Schwesterrasse in Assam, westwoodi Moore (94 d), die als die größte asiatische Satyride und vielleicht als die westwoodi
größte bekannte Satyride überhaupt zu gelten hat. Das $ ist noch stattlicher als das abgebildete $ und
führt eine blässere und nach hinten mehr verschmälerte Binde der Vflgl. Unterseite farbenprächtiger als die
Oberseite, die ganze Apicalpartie goldigbraun überhaucht. Am Zellapex ein scharf geAvickelter hakenartiger Fleck.
Hflgl mit zwei runden Augen, von denen das obere breit und schön gelb umzogen ist. Flugzeit September,
Oktober, auf Höhen bis etwa 3300 Fuß. Nach Bixgham wurde westwoodi auch in Birma gefunden.
Hier schiebt sich die Gattung Neorinopsis Btlr. ein.
Dieses fossile Genus wurde in tertiären Ablagerungen von Aix in der Provence aufgefunden, wo die Falter in der
damaligen Periode inmitten einer rein tropischen Flora lebten, die ihnen ungefähr dieselben Daseinsbedingungen bot. welche
ihre rezenten Verwandten an den Südabhängen des Himalaya heute noch vorfinden. Die Flügelzeichnung der einzigen Art
ähnelt etwa jener von Neorina latipicta Frühst., während die Ozellenverteilung mehr jener von Zophoessa dura und sura gleich¬
kommt. Das Wichtigste an dem uns überkommenen Fossil aber ist die Möglichkeit, zu konstatieren, daß sich das Geäder der
Satyriden seit der Tertiärzeit nicht erheblich verändert hat. Wir erkennen deutlich zwei Radialen und drei Medianäste auf
328
ANADEBIS. COELITES. Von H. Frtostorfer,
allen Fixigeln, ja sogar die Submediane zweigt in derselben Distanz von der hinteren Mediane ab wie bei rezenten Arten. Xur
die Hflgl tragen eine etwas von der bestehenden abweichende Struktur in der Art des Verlaufs der Costale. Im allgemeinen
scheint das Geäder etwas einfacher als in der Jetztzeit ausgebildet zu sein, so fehlt z. B. der Zellschluß auf der mir zugäng¬
lichen Abbildung. Es ist aber interessant und wertvoll, mit Hilfe der N eorinopsis-He ste nachzuweisen, daß die von BATES
und SCHATZ und neuerdings von mir in diesem Werke angewandte Terminologie der Struktur auch phyletisch begründet ist,
während der Versuch eines modernen Autors, drei Radialen, aber nur zwei Medianäste gelten zu lassen, nicht nur den jetzigen
Verhältnissen widerspricht, sondern auch entwicklungsgeschichtlich völlig unhaltbar ist.
N. sepulta Bsd., die allein bekannte Species. Unterseite der Vflgl mit 6 intramedianen kreisrunden, proximal mit einem
weißen Punkt besetzten Augenflecken. Hflgl mit sechs ungleichgroßen, geringelten Ozellen und einem weißen Fleck am Ursprung
der Medianäste. Auffallend ist besonders, daß die Vdflgl an der vorderen Mediane und nicht die Hflgl, wie bei den lebenden
Arten geschwänzt sind.
32. Gattung AstadeMs Bür.
Aus dieser Gattung sind meines Erachtens nur zwei Species bekannt, die auf nicht weniger wie fünf Genera
verteilt wurden. Sie ist ausgezeichnet durch lange Fühler und eine ungewöhnlich breite Vflgl-Zelle, die durch
eine mäßig schräg gestellte, nur unmerklich gebogene Röhrenader abgeschlossen wird. Die mittlere und untere
Discocellulare sind fast gleich lang, wodurch sich Anadebis sofort von Zethera unterscheidet; einer Gattung,
der sie sonst nahe steht. Von Neorina differiert Anadebis durch die gerundeten Hflgl resp. das Fehlen der
Schwänze und die gewinkelte untere Discocellulare der Vflgl soxvie die viel längere Gestalt der Zelle. Die Arten
von Anadebis bewohnen Vorder- und Hinterindien, sowie die Insel Hainan.
himachala. A. himachala Moore (94a) aus Darjeeling beschrieben, nach von Schlagint weit mitgebrachten Exem¬
plaren. Ein echter Waldschmetterling, der in Sikkim sehr lokal ist und nur im Tiefland vorkommt ; dagegen ist
himachala sehr häufig in Assam, Flugzeit von Mai bis August, nach Elwes in Sikkim bis 4000 Fuß Höhe hinauf¬
steigend und vom April bis Okt ober unterwegs. Nach Wood-Mason verläßt himachala den dichten Wald nur selten
und bleibt dann selbst immer noch im Schatten hoher Bäume. Bingham meldet das Vorkommen auch in
Oberbirma. Die Unterseite differiert von der abgebildeten Oberseite nur durch die grau violette Einfassung
der Ozellenketten, den Anfang einer grau-weißen Schrägbinde der Vflgl und ein großes, etwas aus der Reihe
und nach unten gerücktes Apicalauge der Hflgl. $ größer, in der gesamten Distalregion aller Flügel etwas
Gleicher als die und die graue Costalpartie mehr ausgedehnt, himachala ist diejenige Satyride, welche die
regelmäßigste und wohl auch schönste Ausbildung ihrer Ozellen in der gesamten Familie besitzt.
diademoides. A. diademoides Moore kommt der batmara (94 a) nahe, nur fehlen die weißen subapicalen Felder
der Vflgl und die Hflgl- Oberseite trägt sehr große, länglich ovale weiße Postdiscalmakeln . diademoides scheint
in zwei Generationen aufzutreten, ähnlich vielen Lethe , da sie aus den Monaten März, April gemeldet wird
und dann wieder aus dem Herbst. Von Tenasserim bis Nord-Birma, in den Karen- und Shan-Hills, von Peguaus
batmara. 3 — 5000 Fuß Höhe. — batmara Frühst. (94 a). Das g differiert von diademoides Moore durch die kürzere Flügel¬
form. Grundfarbe mattschwarz. Die Submarginalserie runder weißer Punkte der Vflgl noch etwas prominenter
als bei henrici, besonders die medianen stark vergrößert, während die Hflglpunkte sich auffallend verkleinern.
batmara entfernt sich von allen Verwandten, insbesondere durch die 5 länglichen, weißen, subapicalen,
ultracellularen Flecken der Vflgl, die sich auch auf der Unterseite (gleich allen anderen Weißzeichnungen)
henrici. wiederholen. Vflgl-Länge 34 mm. Zentral-Tonkin , Chiem-Hoa; (August, September). — henrici
Holl, ist eine distinkte Lokalrasse, charakterisiert durch das Auftreten einer vierten inkompletten Reihe von
drei subapicalen Punkten der Vflgl, die sich mit der normalen Submarginalpunktreihe gabelt. Durch die weit¬
gehende Reduktion der weißen tränenartigen Makeln der Hflgl dokumentiert sich henrici als eine echte Insel-
form. Bekannt sind nur zwei von äer Insel Hainan.
33. Gattung' Coelites Bsd.
Ein artenarmes Genus, das sich auf den Hflgl völlig den Lethe anschließt, während die Vflgl durch ihre
nach innen gebogenen mittlere und untere Discocellulare, die unter sich ziemlich gleichlang sind, differieren.
Costale stark angeschwollen, etwa wie bei Tansima, Palpen sehr lang, Vorderfüße kurz. Echte Waldschmetter¬
linge, was schon ihr dunkelblaues, mattes Kolorit andeutet, nur über Hinterindien und Makromalayana verbrei¬
tet, jedoch mit Ausschluß von Java und mit einer Abzweigung nach Celebes. Zwei Arten besitzen in der Irds-
falte der Hflgl große schwarze Sexualflecken. Die Falter lieben, gleich vielen Lethe und Melanitis den Erd¬
boden, erheben sich nur aufgescheucht, um sich gleich wieder niederzulassen und sind stets mit geschlossenen
Flügeln sitzend, kaum von den faulenden Blättern, welche den Waldboden bedecken, zu unterscheiden.
C. nothis, deren Heimat, als welche ich Siam ermitteln konnte, vor meiner Reise nach Südasien un¬
bekannt war, zerfällt in drei lokale Rassen, und eine vierte ist aus jener Gegend, die uns Stichophthalma cam-
bodjaHew. geliefert hat, noch zu erwarten, nämlich aus dem südlichen Cocliin china und eventuell aus Süd- An-
nothis. nam. — - nothis Bsd. in beiden Geschlechtern ziemlich gleichartig, ist oberseits charakterisiert durch wunder¬
vollen, dunklen, glänzenden Blauschiller, der nur die graublaue Distalpartie aller Flügel freiläßt. Hflgl mit ei¬
nem langen schwarzen, glänzenden Androconienbesatz, der von einem Büschel langer Haare überdeckt wird.
— Unterseite ähnlich jener von sylvarum (94 b), aber mit gerader verlaufender brauner Medianbinde und
PTYCHANDRA. Von H. Frfhstorfer.
329
kleineren, beim gleichgroßen Ozellen der Hflgl-Unterseite. Siam, Flugzeit Januar, Februar auf etwa 300 m
Höhe. Die Falter flogen dort nach meinen Beobachtungen nur nachmittags, und auf kurze Zeit, und gewähren
mit ihrem nur auf einen Moment aufblinkenden Flügelkolorit einen geheimnisvollen Anblick. — sylvarum sylvarum.
Frühst. (94 b) ist eine kleinere Form von gedrungenerem Flügelschnitt mit dunkler blauem, weiter an den
Distalsaum vordringenden Schiller, Unterseite dunkler mit breiteren braunen Längsbinden aller Flügel und
großer Analozelle, die nach oben von einem viel kleineren Auge begleitet wird. Tonkin, Chiem-Hoa, August,
September in derselben Höhe wie nothis erbeutet. — adamsoni Moore vertritt nothis in Oberbirma, wo sie als « damsoni .
große Seltenheit von Major Adamson im September, Oktober im dichten, dunklen, feuchten Rotangwalde
entdeckt wurde. Der Abbildung von Moore nach beurteilt, scheint sie noch etwas kleiner zu sein als sylvarum ,
und auf der Unterseite von dieser zu differieren durch zwei gleichgroße und an sich entwickeltere Subanalozellen
der Hflgl. Auch ist das Distalgebiet der Hflgl-Unterseite ausgedehnter weißlich-grau, mit gerader, schmaler
Medianbinde.
C. epiminthia hat die Oberseite beider Flügel glänzend violettblau und trägt auf dem Hflgl nahe dem
Analwinkel über der Submediane einen kräftigen Haarpinsel, der einen dunkel stahlblauen, ovalen, nach
hinten spitzen Duftfleck beschattet. — - epiminthia Westw. (94 a) bewohnt Makromalayana mit Ausschluß von epiminthia.
Java und scheint lokal nicht zu differieren. <$ aus West-Sumatra sind etwas größer als solche von Nord-Sumatra,
Perak und Südost-Borneo in meiner Sammlung. — binghami Moore, bisher nur aus Tenasserim bekannt, wo hinghmm.
sie vermutlich in zwei Generationen auftritt, weil sie im Mai und dann wieder im Oktober beobachtet wurde,
ist sehr selten und bewohnt dichtes Rotangd junge!. Von der insularen Rasse ist sie leicht zu unterschei¬
den durch das prächtige hellblaue Kolorit der Oberseite und die Kette kleinerer Ozellen der durchweg lichteren
Unterseite aller Flügel. Vflgl zudem mit weniger stark ausgezogener Apicalpartie. — vicinus Fldr. ist die ricinus.
mir in natura unbekannte, sehr seltene celebische Abzweigung der Kollektivspecies, und scheint auf den Nor¬
den der Insel beschränkt zu sein, da sie weder Doherty noch meine Jäger im Süden vorfanden.
C. euptychioides erscheint in zwei geographischen Abzweigungen, als euptychioides Fldr. in Borneo euptychio-
(94 b) und als humilis Btlr. in Perak und Sumatra. Oberseits differieren die beiden Schwesterrassen durch das ,
Fehlen jener zarten blauen subanalen Färbung bei humilis , welche euptychioides auszeichnet. Unterseite der
beiden fast gleich, mit einem Apicalocellus der Vflgl und vier kleinen, sowie einem großen Auge der Hflgl. Das
große Analauge führt eine hellgelbe, auffallend breite Peripherie und einen weißen Kern. Beide Formen sind
äußerst selten. Rp aller Coelites vermutlich an Rotang.
Gattung Ptycliamlra Fldr.
Diese Gattung wird von Schatz eine abirrende Form der Lethe- Gruppe der Satyriden genannt, deren
Charaktere mehr im $ erhalten sind, während das durch die prächtige blaue Flügelfärbung eher an Lycae-
niden erinnern soll. Mich dünkt, daß Ptychandra durch die drei angeschwollenen Adern der Vflgl, die
bei den Lethe nicht Vorkommen, und die Geschlechtsauszeichnung der Vflgl, viel eher zu Mycalesis als
zu den Lethe gestellt werden muß, da Ptychandra mit Lethe nur die Schwanzanhänge der Hflgl gemeinsam hat.
Ptychandra.-~M'd nnchen differieren übrigens sowohl von Mycalesis wie Lethe durch die aus einem Punkt der
Medianader entspringenden drei Medianäste, eine Erscheinung, die sich bei den Satyriden, sonst nirgends
wiederholt. Vflgl zwischen dem 2. und 3. Medianast mit einem tiefen elliptischen Androkonienbecken, das
von einem langen schwarzen Haarpinsel, überschattet wird und eine internervale Furche bis zur Flügelmitte
entsendet. Analrand der Vflgl-Unterseite mit hell rotbraunen, matten Duftschuppen besetzt, mit denen
ein schmales Costalfeld voll dunkelbrauner spezialisierter Schuppen der Hflgl-Oberseite korrespondiert. Die
obere Discocellulare der Hflgl fehlt; die mittlere etwas distal nach innen gekrümmt; untere sehr lang und leicht
konkav oder gerade die Zelle kurz abschließend. Aus dem Genus sind bisher nur drei scharf präzisierte
Arten bekannt, die ihrerseits wieder in leicht zu erkennende Inselrassen zerfallen. — Ueber die Jugendstadien
und Lebensgewohnheiten der Falter ist nichts publiziert.
A. Vflgl mit distal etwas gebogener unterer Discocellulare. Androkonienbecken mit tiefschwarzen Schuppen. Vflgl
nur mit kurzem straffen Haarpinsel unter dem dritten Medianast. Zelle der Hflgl mit langem dünnen Haarpinsel.
P. schadenbergi Semp. $ oberseits dunkelblau. Vflgl mit einem weißen Halbmond an der Costale schaden -
und einer weißen Submarginallinie. Unterseite aller Flügel grauschwarz mit rotbraunen Wellenbinden. hrr<i'-
Vflgl mit drei distalen Ozellen, von denen die hinteren recht undeutlich. Hflgl mit einer Kette von sechs fast
aneinanderhängenden Augen, und einemmehr nach innen gerückten Apicalauge, das rötlichgelb umzogen ist.
Vom § existieren zwei Formen, eine, die Semper abbildet, mit weißem Analgebiet der Vflgl und gelblicher
Distalregion der Hflgl, die nur ganz unbedeutend schwarzbraun umrandet sind, vermutlich der Trockenzeit¬
form angehörig, sowie hebetatrix Frühst. (93 g) vermutlich in der Regenperiode fliegend, und durch grau- hchciatri.v.
braunen Ird der Vflgl und die ausgedehnte braune Umrahmung der Hflgl differierend. Auf der Unterseite
wiederholen sich alle weißen Felder der Oberseite und auch der Discus der Hflgl erscheint ausgedehnt rein
weiß. Durch diesen weißen Discus und kleinere Augen ist schadenbergi leicht vom lorquini-Q zu un-
IX
42
330
MYCALESLS. Von H. Frfhstorfer.
lorquini.
obscurior.
mindorana.
mindana-
emsis.
bazilana.
leucocjyne.
caerulans.
terscheiden. Flugzeit nach Semper Oktober, Dezember und Januar. Mindanao, und zwar in allen Teilen
der großen Insel.
B. Vflgl mit gerade verlaufender unterer Discocellulare und kurzem Haarpinsel zwischen dem 1. und 2. Medianast.
P. lorquini kommt neben schadenbergi auf Mindanao vor und ist sonst noch über den größten Teil
der Philippinen und sogar der Nordmolukken verbreitet. $ oberseits der bazilana (93 g) sehr ähnlich, nur bei
der Namenstype lorquini Flclr. von Luzon etwas dunkler blau mit deutlicheren, weißen Subapicalflecken und
etwas breiterer weißer Submarginallinie. Vom $ existieren analog dem schadenbergi mehrere Formen; die
typische Form ist größer als jene von schadenbergi. Vflgl mit rein weißen, breiteren Subapical-, jedoch viel schmä¬
leren Medianbinden. Beide hängen zusammen, während sie bei schadenbergi weit getrennt stehen; zwischen
der vorderen und mittleren Mediane erscheint ein weißer Kreis, der schadenbergi fehlt. Hflgl : Die basale
und mediane Region gelblich statt weiß. Die bei schadenbergi fast die ganze Discalpartie ausfüllende weiße
Flügelfärbung ist bis auf wenige submarginale Ueberbleibsel verschwunden und bis nahe an den Distalrand
gedrängt. Ozellen größer, heller gelb geringelt. Unterseite: Analog der Oberseite, die Weißfleckung der
Vflgl in der Progression, jene der Hflgl in der Reduktion begriffen. Ozellenperipherie heller gelb,
obscurior Frühst, zeigt die weißen Partien der Hflgl stark reduziert. Luzon, Flugzeit vom Januar
bis April. — mindorana Semp. hat die Flügelform mehr wie schadenbergi, während der Sexualfleck der Vflgl
die Zugehörigkeit zu lorquini andeutet. Unterseite mit bläulich silbernen Zeichnungen des am Außen¬
rand der Vflgl nicht wellig, sondern gerade verlaufend, Ozellen der Hflgl aneinandergereiht. Flugzeit Februar.
Mindoro. — mindanaensis Frühst, ist habituell der lorquini von Luzon überlegen, das unterseits reicher
schiefergrau gezeichnet und die vordersten Ozellen sind größer. Vflgl des ^ von einer breiten, zusammenhängen¬
den weißlichen Binde durchzogen, Hflgl ohne costale gelbliche Aufhellung. Flugzeit Mai bis Oktober und
dann wieder Dezember und Januar. Mindanao. — bazilana Frühst. (93 g £ $ als caerulans -§ bezeichnet)
Hauptsächlich durch das $ differenziert, dessen Medianbinde der Vflgl ein- bis zweimal unterbrochen ist, und
die Hflgl, welche eine ausgedehnte gelbliche Peripherie aller Ozellen der Oberseite aufweisen. Insel Bazilan,
Februar März von W. Doherty entdeckt. — leucogyne Fldr. ist die mir in natura unbekannte Rasse von Hal-
maheira der Nordmolukken, zu der sich vielleicht auf den Sangir- und Talaut-Inseln noch Uebergänge auf¬
finden lassen.
P. caerulans Frühst, ausgezeichnet durch einen Büschel langer Haare der Vflgl, sonst -wie lorquini-
cL Habituell und in der Schwanzform die Mitte zwischen schadenbergi und lorquini haltend, oberseits heller
blau als beide. Die weißen submarginalen Zacken der Vflgl ähnlich jenen von lorquini, die weißliche Ante-
marginallinie der Hflgl fehlt. Die bei schadenbergi recht deutliche, bei lorquini fehlende Analozelle der Hflgl-
Oberseite zu einem kleinen Punkt reduziert. Die Flügelunterseite nähert sich durch das Fehlen der für lorquini
typischen silbergrauen Ozellenperipherie mehr schadenbergi. Die caerulans- Unterseite ist indessen etwas
farbenärmer und mit kleineren Hflgl-Ozellen versehen als schadenbergi, die grauweißen Zeichnungen neigen zum
Verschwinden und gravitieren dadurch wieder zu lorquini. Luzon.
Gattung Myealesis Hbr.
Die Mycalesinen figurieren unter den seltenen Gattungen, die Asien und Afrika gemeinsam bewohnen.
Ihr Verbreitungsgebiet ist demnach ein ganz enormes. Den Löwenanteil scheint Afrika zu besitzen, woher
Aurivillius aus zwei Gattungen ( Mycalesis und Henotesia) über 100 Species aufzureihen vermochte.
Ueber das gesamte indo-australische Gebiet verteilen sich etwa 90 Species, von denen Kontinental-
Indien und die Papua-Region fast dieselbe Artenzahl gemeinsam haben, ein Faktum, das in der orienta¬
lischen Rhopalocerenwelt wohl einzig dasteht und seine Ursache nur darin haben kann, daß die Mycalesis
sich in zwei Stammländern entwickelten, so daß wir auch zwei Verbreitungszentren annehmen müssen, von
denen der Artenstrom seinen Ausgang nahm.
Außerhalb dieser Zentren (Kontinental-Indien und Neu-Guinea) nimmt die Artenzahl selbst in
der Aequatorialzone verhältnismäßig rasch ab. Im makromalayischen Gebiet finden sich in Sumatra und
Borneo nur noch je 13 Arten, auf Java sogar nur 10 und ebensoviel auf den Philippinen. China ist bereits
ziemlich arm, das Yangtsekiang-Tal erreichen etwa 10, die Liu-Kiu-Inseln nur zwei Species und die bekannten
zwei japanischen Arten dürften längs der nordchinesischen Küste dorhin gelangt sein. Celebes, das, wie üblich,
von vier Seiten Zuzug empfangen hat (Philippinen — Molukken — Flores und Javabrücke), besitzt noch die
stattliche Zahl von 12 Species, während wir von den Molukken nur 5 — 6 Arten kennen. Das mikromalayische
Inselgewirr bewohnen noch etwa fünf Species, ebensoviel beherbergt Nias. Eine Sonderstellung nimmt die
siidindisch-ceylonesische Subregion ein, mit einer relativ großen Zahl endemischer Arten, die sonst nirgends
Vorkommen, ja nicht einmal nahe Verwandte besitzen (M. occulatus Marsh., adolphei Guer., patnia Moore).
Süd-Indien allein bewohnen 8, Ceylon 6 Species, bis zu den Andamanen gehen nur noch 4 — 5, auf die Niko-
baren nur mehr 3 bis vier Arten. Von Engano an der Südwestküste von Sumatra ist bisher nur eine Art be¬
kannt; von Banka an der Nordostküste von Sumatra deren sechs. Auch östlich von Neu-Guinea verliert sich
die Artenzahl sehr rasch. Im Bismarck-Archipel kommen noch 9 Species vor, auf den Salomonen etwa 4.
MYCALESIS. Von H. Fruilstorfer.
Die östlichste Grenze ihrer Verbreitung finden die Mycalesis auf den polynesischen Inseln, wo nur zwei
Arten leben (perseus F. und medus F.), die sehr wahrscheinlich auf passivem Wege nach ihren meerumspülten
isolierten Vorposten gelangt sind. Ihre Verschleppung durch den Menschen, Meeresströmungen, den Wind
etc. dürfte umso leichter sein, als deren grasfressende Raupen nicht wählerisch in ihrer Nahrung sind.
Im allgemeinen beobachten wir bei den Mycalesis, neben einigen proletarischen Arten, die ganz Indo-
Australien bewohnen, auffallend viele streng lokalisierte und zum Teile sehr seltene Arten, was besonders für
Neu-Guinea gilt, dessen Formenreichtum ein viel mannigfaltigerer ist, als auf dem gesamten Kontinent von
Indien. Dabei bedeckt Neu-Guinea nicht mehr Oberfläche als etwa Birma mit Tenasserim und Deut sch¬
und Britisch-Neu- Guinea zusammen sind nicht größer als Tonkin und die nördlichen Provinzen Annams. Aber
während wir in Tonkin noch etwa 10 der Species antreffen wie in dem 14 — 15 Breitengrade entfernten Sikkim,
besitzen das benachbarte Deutsch- und Britisch-Neu-Guinea, von den banalen oder australischen Mycalesis
abgesehen, nur drei gemeinsame Arten. Das gleichmäßige feuchte Klima der Aequatorialzone, in der Neu-
Guinea liegt, begünstigt also schon auf kurze Distanzen die Artbildung. Das Klima der durch lange
Trockenperioden charakterisierten indischen Subtropen verhindert die Modifikation der Art, so daß
erst innerhalb großer Entfernungen neue Lokalrassen entstehen können. Die Art bleibt deshalb umso
konstanter, je mehr sie sich den Polen, sie wird um so wandelbarer, je mehr sie sich dem Acquator nähert.
Alle Mycalesis halten sich mit Vorliebe im niederen Gebüsch und nahe dem Erdboden auf, den sie nur
bei zwei Gelegenheiten zu höherem Fluge verlassen, nämlich während des Hochzeitsfluges und wenn zwei
eifersüchtige Männchen sich begegnen und kämpfen.
Die häufigeren Arten lieben offene, grasige Plätze, besonders auch mit Unkraut durchsetzte Kaffee¬
gärten, die selteneren bevorzugen den Waldrand oder auch das feuchte Waldinnere. Nirgendwo trifft man sie
aber in Massenansammlungen, wie sie bei Papilioniden, Pieriden und vielen Nymphaliden beobachtet werden,
sondern die übrigens keineswegs scheuen Falter huldigen solitären Neigungen. — Gelegentlich werden sie
durch Unreinlichkeiten am Wege angelockt oder von dem roten Betelspeichel, den die Malaien ausspucken,
auch Avohl vom zerkauten Zuckerrohr, das die Eingeborenen fortwerfen. In Tonkin trifft man sie manchmal
in feuchten, mit gefallenem Laube überstreuten Gräben in mäßiger Anzahl zusammensitzend. Nähert man sich
ihnen, so verstehen sie es, sowohl fliegend als auf ihren zarten Beinchen laufend, davon zu huschen und unbe¬
merkt zu verschwinden.
Mit Ypthima und Neptis zusammen sind Mycalesis auch an regnerischen Tagen anzutreffen und bieten
,,so dem sonst enttäuschten Sammler Beschäftigung und Trost“. Als Flugzeit bevorzugen sie die frühen Morgen-
Avie späten Abendstunden, Avenngleich sie sich auch tagsüber herauswagen, aber dann sich immer in der Nähe
schattenspendender Vegetation aufhalten. In vertikaler Verbreitung begegnen Avir ihnen ebensowohl an der
Meeresküste unter den Wedeln der Kokospalme, Avie hoch oben im Gebirge neben den Pinien oder zAvischen
stachlichem Rotang. In Java bevölkert Mycalesis sudra Fldr. allenthalben mit niedriger Vegetation über-
Avucherte Rodungen noch auf 4000 Fuß und in Celebes fühlt sich erna Frühst, selbst auf 5000 Fuß Meereshöhe
heimisch. Neuerdings wurde Mycalesis marginata Smith in West-Sumatra am Vulkan Singalang auf 6000 Fuß
Höhe als zu den dominierenden Schmetterlingen gehörig gemeldet.
Obwohl die Mycalesinen vorAviegend zu hydrophilen Gewohnheiten neigen, verschwinden sie nicht
völlig in der Trockenheit. Namentlich in China und Kontinental-Indien treten fast alle Species auch in den
regenarmen Monaten auf und deren hochdifferenzierte Trockenformen gaben früheren Autoren Avillkommene
Gelegenheit zur Schaffung neuer Arten.
Wenngleich die Mycalesinenraupen sich ebenso Avie die meisten indischen Satyridenlarven von Gräsern
nähren und leicht gezogen und beobachtet werden könnten, liegt deren Lebensgeschichte noch fast völlig im
Dunkeln, de Niceville scheint etwa im Jahre 1885 der erste Zuchtversuch geglückt zu sein, indem er 71/ yca-
lesis visala Moore in der Trockenform aus dem Ei erlangte. Erst dem findigen Dr. Martin gelang es, Avährend
der 15 Jahre seines Aufenthaltes auf Sumatra fünf Arten Mycalesis zu züchten, insbesondere dadurch, daß
er nach einer Anweisung Nicevilles „kräftige Exemplare einer weichen Grasart im voraus in ein großes Glas
pflanzte, in das später lebendige Weibchen geworfen wurden“. Nach Martin hat medus weißlichgrüne, kugel¬
förmige Eier; mineus grünlichweiße von derselben Gestalt; janardana weißgrüne Eier, die einzeln abgesetzt
Averden. anapita- Eier sind gelbliclnveiß und kleiner als die übrigen, jene von marginata dunkelgelb. Das Ei
von visala ist nach de Niceville fast weiß, hell durchsichtig. Die junge Rp von visala blaßgrün, der Kopf
scliAvarz mit zAvei schwarzen Hörnern, die Schwanzanhänge sehr klein.
Die erwachsene Rp Avird 1/4 Zoll lang und erscheint nach der letzten Häutung bleichrötlich und mit
grünlichgelben Pünktchen besät. Ueber den Rücken zieht eine hellgrüne Linie, während die Seiten sich mit
dunklen Streifen beziehen. Die Kopfhörner und ScliAvänze vergrößern sich. Kopf und Hörner bedecken
dichte rauhe Knötchen. Der Kopf Avircl kurz behaart und der ganze Körper rauh durch einen Besatz kleiner
Tuberkeln. Die am Schwänze aufgehängte Puppe von hell durchsichtig grüner Farbe, deren Thorax koiiA'ex
und an der Basis des Abdomen eingeschnürt.
Nach Martin sitzen die Rpn tagsüber tief unten an toten Scheiden und Stielen, niemals auf grünen
Blättern und gehen nur nachts zum Fräße nach oben. Die Puppenrnhe dauert 3 bis 10 Tage, die Falter von mi¬
neus schlüpfen zwischen 9 und 10 Uhr vormittags aus.
MYCALESIS. Von H. Fruhstorfer.
33 2
Die Rp von horsfieldi Moore akzeptiert nur seltene Grasarten vom Waldrande, ist etwas schlanker als
die von mineus und ledergelb. Die Rpn von janardana Moore sind träge, lassen sich bei Berührung sofort fallen
und stellen sich tot, sie gleichen gewissen Blattschnecken und messen ausgewachsen 35 mm; der Falter er¬
scheint nachmittags zwischen 2 und 3 Uhr nach etwa 11 tägiger Puppenruhe.
Strukturell liegt der unterscheidende Charakter der Gattung in der kurzen, quer abgeschnittenen
Zelle und der langen, manchmal schwach nach innen gebogenen hinteren Discocellulare der Hflgl.
Letztere kann wie bei den Lethe jenseits der Gabelung von der vorderen und mittleren Mediane ( mnasicles ) oder
diesseits ( visala ), also basal auslaufen, oder direkt auf die Gabelung zu stoßen {perseus), doch ist dieses Merkmal
nur von nebensächlicher Bedeutung. Wichtiger ist die Stellung der Subcostaläste der Vflgl, nach der sich,
analog den Afrikanern, für die Asiaten leicht zwei Subgenera oder Genera je nach der Bedeutung, die man den
betr. Differenzen beilegt, absondern lassen, nämlich Species mit zwei vor dem Zellende entspringenden Aesten
und solche, die nur eine Abzweigung ausstrahlen. Von den afrikanischen Verwandten ( Mycalesis s. str.) sind
die Asiaten leicht zu trennen durch die nach innen gebogene, also nicht gerade abgeschnittene untere Disco¬
cellulare der Vflgl und die behaarten Augen; von den mit ihnen aber sonst fast identischen Henotesia, mit
denen sie die behaarten Augen gemeinsam haben, nur durch die längere obere Discocellulare der Hflgl.
Ein wichtiges Merkmal fast aller Mycalesinen sind die namentlich bei den Afrikanern hochentwickelten
sekundärsexuellen Auszeichnungen, die Moore zur Aufstellung von 22 Genera verleiteten. Doch sind gerade
bei den asiatischen Mycalesinen diese Organe einer besonders weitgehenden Variation unterworfen und sie
sind äußeren Einflüssen gegenüber so subtil, daß sie sogar bei den Saisonformen einer Art differieren und von
Subspecies zu Subspecies bei den einzelnen Inselrassen des philippinischen Archipels sich abstufen. Dem Chlor¬
bad bei der Geäderpräparation aber halten sowohl die Anclroconien wie die Haarpinsel Stand, während die
nicht modifizierten Schuppen spurlos verschwinden. Major Manders hat konstatiert, daß die gelben, haarähn¬
lichen Anhängsel ( processus ) auf der Oberseite der Hflgl von perseus und polydecta unmittelbar hinter dem
Ursprung der Subcostale liegen . Sie erheben sich zumeist als ein Büschel zwischen den Schuppen der Flügel
und gehen nach oben und auswärts in einer fächerartigen Manier bis zu den weiter unten beschriebenen ovalen
Depressionen. Sie sind strukturlos, aber solid (soweit sich dies bei einer 950faclien Vergrößerung erkennen
läßt), laufen allmählich in eine Spitze aus und sind wahrscheinlich chitinös in ihrer Zusammensetzung.
Von den oben erwähnten ovalen Eindrücken lagert der eine an der Submarginale der Vflgl-Unterseite,
der andere gelegentlich unterhalb, aber noch häufiger oberhalb der Subcosta der Hflgl-Oberseite. Bei perseus
und polydecta sind diese Depressionen schwarz und entstehen aus sehr dicht angehäuften Schuppen mit gleich¬
mäßig gerundeten Enden. Daß alle diese löffelartigen Gebilde nur Depressionen der Fliigeloberfläche be¬
deuten, geht zur Evidenz daraus hervor, daß diese Schuppen sich nicht zur selben Zeit im Focus des Mikro¬
skops befinden. Bei einigen perseus- und poZydecta-Exemplaren irisieren diese Eindrücke dunkel, manche sind
von tiefblauer, andere wieder von hellblauer Farbe, die Intensivität der Farbe wechselt, je nachdem das Licht auf
sie fällt. Die Schuppen zeigen selbst unter der Vergrößerung nur geringfügige Streifung, aber in allen Fällen sind
die Enden gleichmäßig gerundet. Es ist nirgends eine Drüsenstruktur, aber es ist bemerkenswert, daß nur die
Enden der gelben Haare in den Depressionen liegen. In der Struktur dieser Anhängsel befindet sich nichts,
was ihre Funktionen verraten könnte, ebensowenig ist anzunehmen, daß sie als Stridulationsorgane dienen,
denn in diesem Falle müßten die Schuppen oder haarähnlichen Anhängsel in irgend einer Weise gezähnt sein,
um Laute hervorzurufen, aber dies ist nicht der Fall.
Zur Gruppeneinteilung wurden in unserer Darstellung die sekundärsexuellen Organe verwendet, weil
sie als leicht erkennbar ein bequemes Hilfsmittel zur Bestimmung darbieten, während Geäderdifferenzen nur
auf umständlichere Methode zum Ziele führen. Zudem ist gerade bei den Culapa die Struktur der Hflgl noch
veränderlicher als bei den Lethe, so daß eine Verwertung solcher Charaktere eher Verwirrung als Ordnung
stiften könnte.
Bei einer Artengruppe ( Virapa ) wird sogar der Stamm der Radiale durch das Duftbecken der Hflgl nach
unten gedrückt, wodurch ein anscheinend bedeutender Differenzialcharakter geboten wäre, wenn er nicht bei
den $$ derselben Species wieder verschwände. Eine weitere Handhabe bieten die Klammerorgane, doch reicht
die augenblicklich zu Gebote stehende Zeit nicht aus, um eine eingehende Untersuchung durchzuführen. Nach
dem vorliegenden geringen Material ist aber anscheinend eine Absonderung in Artengrnppen auf Grund der
sehr verschiedenartig gestalteten Valve sehr wold denkbar. Auch der Uncus besitzt ein Charakteristikum, das
unter den Satyriden kein Analogon findet, seine Spangen sind bei einigen Arten länger als die Uncusspitze,
und nicht wie bei den Satyrus nach oben, sondern nach unten gebogen. Die Valve kann eine Ausdehnung er¬
reichen wie bei einigen Yptlmna, und mehr als doppelt so lang als der Uncus sein, mit hoch aufgekrümmter,
hakenartiger Spitze (' mnasicles ) oder kurz und medial verdickt bleiben mit feiner Zähnelung auf ihren Lamellen
und langen Borsten vor der chitinisierten Spitze {visala). Auch kann der Uncus eine abnorme Ausdehnung
erreichen — nadeldünn sein und eine kantige, distal verdickte Valve überragen ( Lohora Moore).
Subgenus Culapa Moore.
I nter diesem April 1879 vergebenen Namen müssen alle indoaustralischen Species vereinigt werden, die sich von den
afrikanischen Henotesia nur durch die längere vordere Discocellulare der Hflgl unterscheiden, a ber die behaarten Augen und die
nach innen gebogene untere Discocellulare der Vflgl mit ihnen gemeinsam haben, wodurch sie von Mycalesis mit gerade ab-
MYCALESIS. Von H. Fruhstorfer.
geschnittener unterer Discocellulare der Vflgl und behaarten Augen differenziert sind. Wie bei fJenolcuia sind im Gegensatz
zu Orsolriaena alle drei Stämme der Hauptadern der Vflgl aufgeschwollen. Vflgl mit zwei vor dem Zellende abstehenden Sub-
costalästen.
I. Gruppe. Beide Flügel ohne Geschlechtsauszeichnung.
M. inopia Frühst. (91 a). Habituell etwas kleiner als malsarida Butl., Grundfarbe matt schwarz, ober- inopia.
seits sonst mit malsarida identisch. Unterseite: Etwas lichter, distal reicher graubraun gesprenkelt. Median¬
binde der Vflgl meist etwas verkürzt, aber breiter. Vflgl mit nur zwei anstatt 3 — 4 Apicalozellen (ein an sich
sehr unwesentliches Merkmal, das bei den $ und $ von inopia jedoch konstant bleibt). Analozellen größer,
deren Peripherie heller ockerfarben. Allen Ozellen fehlt die äußere violettgraue Umrandung, die wir bei mal¬
sarida beobachten. Hflglozellen etwas kleiner und daher isolierter. Submarginale, innere Binde heller. Alles
übrige identisch mit malsarida, nur fehlt auf der Vflgl-Unterseite und der Hflgl-Oberseite jedwede sekundäre
Sexualauszeichnung. Tonkin, Than-Moi, Juni bis Juli; Chiem-Hoa, August, September.
II. Gruppe. Vflgl beiderseits ohne Geschlechtsauszeichnung.
a) Hinterflügel mit einem Duftpinsel,
a. Hflgl ohne Androconienbecken.
C. sirius F. erscheint in Australien in zwei Zeitformen, von denen die Trockenform vermutlich von sirins.
Fabrioius bereits als zachseus F. beschrieben wurde. Die Duftorgane sind außerordentlich primitiv, aber im zachacwt.
Gegensatz zu der ganz einzig dastehenden inopia Frühst, doch bereits in Anfängen vorhanden. Vflgl-Unterseite
nur mit einem grau beschuppten Analrand, der bis an die Submarginale reicht und nur ganz matt glänzt.
Oberhalb der Submarginale nur wenige schwach schimmernde Schuppen. Hflgl-Oberseite: Costalsaum düster,
grau beschuppt, ohne glänzendes Speculum, ohne Schuppenpfanne und nur mit einem dünnen langen Duft¬
pinsel mit schwärzlichen Haaren. Oberseite matt dunkel ziegelrot, mit einer Apical- und einer Medianozelle
der Vflgl. Hflgl mit drei bis vier gelb geringelten Augenflecken. Unterseite wie bei canicula Frühst. (91 a)
doch mit reicherer Dekoration an hellrotbraunen Längsbinden aller Flügel. Im nördlichen Australien von Cape
York bis Brisbane. In einer Abart auch auf den Aru- und Key-Inseln, doch fehlen mir Exemplare von dort.
- — inanipa Bsd. (daidis Heu).) ist die Rasse der Südmolukken, von Amboina, Ceram und Saparua in meiner Samm- manipa.
lung, kleiner, dunkler als australische Exemplare mit größeren dunkler rot umringelten Augen der Oberseite. Den
Ozellen der Hflgl-Unterseite fehlt die bleichgraue Peripherie. — canicula Frühst. (91 a) aus Buru, wo sie häufig canicula.
zu sein scheint, ist kleiner, bleicher als Ceram-Exemplare. Apex und Distalsaum der Vflgl breiter schwarz. 0-
zellen zwischen den unteren Medianen größer, heller rot geringelt. Augen der Hflgl prägnanter. Unterseite:
Heller rotbraun. Ozellen mehr orangefarben als graubraun geringelt. Die rotbraune vertikale Medianbinde
der Vflgl undeutlicher, aber geradliniger. Medianbinde der Hflgl stärker gewellt. Die rotbraune Subbasalbinde
der Hflgl obsolet. — antecanis Frühst, hält in der Größe etwa die Mitte zwischen canicula und manipa und unter- untccanis.
scheidet sich von beiden durch den dunkleren, ausgedehnter schwarz bezogenen Apicalteil der Vflgl-Oberseite. Api-
calozelle der Vflgl fehlt gänzlich. Die beiden Analozellen der Hflgl noch undeutlicher als bei manipa und nur ganz
schwach schwarz geringelt. Unterseite: lebhafter rotbraun, die gelbliche Antemarginalbinde beider Flügel
prägnanter; rotbraune Mediane der Hflgl schärfer gezähnt, distal heller begrenzt. Alle Ozellen kleiner, jene
der Hflgl unter sich fast gleich groß. Deutsch-Neu- Guinea, Waigiu; liebt nach einer Angabe von Hagen feuchte
schattige Bachufer im Walde. Flugzeit von November bis Januar.
M. patnia ist zweifellos die zierlichste der bekannten Culapa. Das Androconienbecken der Hflgl enthält
tiefschwarze Schuppen. Zwei Subspecies, die bisher ständig als „Species“ betrachtet wurden, trotzdem sie nur
durch leichte Färbungsanomalien differieren. — patnia Moore ist nach Manders auf Ceylon gemein, weit patnia.
verbreitet und steigt zu bedeutenden Höhen empor; wurde rings um Kandy am häufigsten beobachtet.
Die Saisonformen sind streng geschieden; die Regenzeitform sehr dunkel, besonders auf der Unterseite.
Die Unterseite der Vflgl führt das Auge der Oberseite mit hellgelber Peripherie, die von der rotbraungelben
Grundfarbe absticht. Hflgl mit drei kleinen Ozellen. Beide Flügelpaare in der Submarginalregion mit prächtig
silberglänzenden Ringen, Längsbinden und feinen Querstrichelchen dekoriert. — junonia Btlr. differiert nur junonia.
durch eine etwas breitere und weiße vordere Umrahmung der Vflglozellen, denen der basale gelbliche Anflug
in der Zellgegend fehlt und durch graue statt rötlichgelbe Gesamtfärbung der Unterseite aller Flügel. Rp auf
Reis. junonia geht in Südindien bis zu einer Höhe von etwa 1000 m, wo sie im schweren Wald vom April
bis Mai anzutreffen ist. Von den Nilgeris und Mysore bekannt geht sie nordwärts bis zum Kanaradistrikt. In
meiner Sammlung ist sie von Karwar, Oktober gefangen, vertreten.
M. marginata. bisher nur aus Sumatra und Borneo bekannt, darf wohl von der malayischen Halbinsel
noch erwartet werden, umsomehr als sie nur in Höhen über 1000 m vorkommt, die dort noch nicht genügend
erforscht sind. — marginata Moore (91 d) ist auf Sumatra sowohl im Nordosten wie im Südwesten der Insel marginata.
nirgends selten und bewohnt das Gebirge zwischen 1000 und 2000 m Höhe. Die Eier sind dunkelgelb und etwas
größer als jene von anapita Moore. Unterseite gelbbraun mit rotbraunen Längsbinden. Vflgl mit kleiner
334
MYCALESIS. Von H. Friihstorfer,
Apicalpupille und größerer schön weiß gekernter Analozelle. Hflgl mit drei bis vier Augen, von denen das
pitana. subanale am größten erscheint. — pitana Stgr. präsentiert sich als eine melanotische Rasse, mit so breitem
Distalsaum der Vflgl, daß die schwarze Medianozelle von demselben überdeckt wird und somit verschAvindet.
Basis aller Flügel ausgedehnt und dunkelbraun überflogen, dagegen fehlt der schwarze Saum am Ird der Vflgl.
Unterseite mit kompletteren Ozellenreihen auf beiden Flügeln. Kina Balu, Nord-Borneo.
anapita. M. anapita Moore , aus Sumatra beschrieben, auch aus Perak, Banka, Billiton bekannt und von Norcl-
und Südost-Borneo in meiner Sammlung, ist et\A'as kleiner als mnrginata , mit deutlicher weißgekernter Median¬
ozelle der Vflgl und namentlich beim 2 fehlendem schwarzen Distalsaum der Hflgl, die auch oberseits eine Serie
von drei bis vier Augen tragen, die von der Costalgegend an bis zum Hintenvinkel an Größe zunehmen. Der
schwarze Saum am Ird der Vflgl nicht so ausgedehnt wie bei marginata. Vflgl-Unterseite mit zwei kleinen Augen,
Hflgl mit sieben wenig größeren Ozellen. In der Ebene an grasigen Stellen der Wälder und an Flußufern;
nicht höher als bis zum Fuße der Vorberge; im allgemeinen viel seltener als die schwarzbraunen Arten, doch
manchmal lokal etwas häufiger. Die einzeln abgelegten Eier sind gelblich-Aveiß und kleiner als die weißgrünen
Eier von mineus, horsfieldi und janardana. Die eben ausgeschlüpften Räupchen sind völlig weiß, besitzen aber
einen schwarzen Kopf. Die gewöhnlichen Grasarten nahmen sie nicht an und mußten ähnlich Avie die Rpn
von horsfieldi mit einer Auswahl seltener Gramineen versehen Averden, in welcher sie bald zusagende Kost
fanden; Bambus und mehrere Schilfarten verweigerten sie absolut. Die Rpn fressen auch unter Tags und
sind nicht so träge wie janardana- Rpn. Nach der 3. Häutung vertauschen sie ihr grünliches Jugendkleid
mit einer zarten graurosa-Färbung und halten sich nunmehr lieber unten an den Halmen auf, während sie vor¬
her auch oben an den Blättern saßen. Die erwachsene Rp 32 mm lang, hat einen schwarzen, mit einigen dunkel¬
gelben Flecken gesprenkelten, sehr fein und dicht behaarten Kopf; die Zacken an Kopf und After sind kurz
und stumpf, auf der Rückseite heller als auf der Bauchseite; sie trägt eine feine, sctnvärzliche, weißumrandete
Dorsallinie und über den Beinen eine hellere Laterallinie, ZAvischen beiden einige mehr oder minder deutliche
schwarze Flecken. Vor der Verpuppung, zu welcher sich die Rpn an grünen, am liebsten horizontal stehenden
Halmen oder Blättern aufhängen, geht die graurosa Färbung in eine grasgrüne über. Die Puppe ist grün mit
spitziger Thorax- Erhebung und einer feinen, braunroten, weiß abgesetzten Linie über dem inneren Flügelrand ;
einige feine, schwärzliche Wellenlinien gehen quer über die Flügel und symmetrische, braunrote Flecken zieren
die im Vergleich mit mineus schlankere und spitzigere Pp. Nach 9 bis 10 Tagen erscheint Morgens zwischen 9 und
fucentia. io Uhr der Falter (Martin). — fucentia subsj). nov. ist die Borneo-Rasse, welche analog pitana gleichfalls eine
melanotische Tendenz zur Schau trägt durch Verbreiterung des scliAvarzen Außensaumes aller, insbesondere
aber der Hflgl.
>
M. ita zählt zu den interessantesten bekannten Species, die den gesamten Philippinenarchipel beAvohnt
0«. und je nach der insularen Heimat verschiedenartig gefärbte Haarpinsel und Androconien aufweist. — ita Fldr.,
die nördlichste AbzAveigung der Gesamtart, steht der jolana (92 d) sehr nahe, die Vflgl führen aber etAva AA'ie
patnia Moore eine mediane rotgelbe Aufhellung der Vflgl und ein submarginales gelbliches Feld der Hflgl.
Unterseite der Vflgl mit bräunlich bedecktem Apicalgebiet, sonst hellgrau Avie die Hflgl. Vflgl dann noch mit
großem, hellgelb umrandeten Analauge, Hflgl mit einer Kette von 7 Augen, deren apicales und subanales Avenig
größer als die übrigen hervortreten. Duftpinsel schwarz, die Androconien an der Submarginale der Vflgl-
Unterseite rotbraun. Flugzeit vom April bis Juli, dann Avieder November bis Februar. Exemplare im Juli
sinonia. im Gebirge von Luzon gefangen, sind dunkler als solche der Niederung von Luzon. — sinonia subsp. nov. erscheint
habituell größer und dunkler als die Namenstype von Luzon. Heimat die Insel Mindoro. Ein $ von Bataan
in der Sammlung Semper steht der sinonia nahe, fällt aber auf durch größere gelbe Peripherie des Analauges
tcatus. der Vflgl. — teatus subsp. nov. stellt die am weitesten vom Luzon-Typus entfernte Form dar, und stammt von
der kleinen im Süden von Panay gelegenen Insel Guimaras, wo auch eine sehr differenzierte Culapa tagala- Rasse
auftritt. Bei ihr ist die hintere Hälfte der Hflgl- Oberseite hellrötlich statt gelblich gefärbt, und auch die Unter¬
seite lichter als bei ita. Semper zögerte nur wegen des Avenig guten Erhaltungszustandes seiner Exemplare eine
felderi. neue Art auf die heute besprochenen Individuen zu basieren. Bei felderi fit Ir., die mir von Bazilan vorliegt,
macht sich die bei den Formen der Südphilippinen fast stets übliche Verdunklung der Oberfläche aller Flügel deut¬
lich bemerklich. Die Oberseite wird dunkelrotbraun mit undeutlicher, brauner Ozellenperipherie und geringer
rötlicher Aufhellung der Analpartie der Hflgl. Unterseite gleichfalls mit einer Progression des kakaobraunen Api-
calanflugs. Duftschuppen dunkelgrau. Flugzeit vom Juli bis November. Mindanao und Siargao. Von Bazilan
jolana. aus den Monaten Februar und März in meiner Sammlung. — jolana Frühst. (92 d) stellt die primitivste ita-F orm
dar. Der Schuppennapf an der Submarginale der Vflgl-Unterseite ist kaum zu erkennen, flach und mit hell¬
grauen Androconien belegt . (J: Oberseite lichter grau als bei felderi von Bazilan, Analozellen der Vflgl von
einem proximal breiteren und lichteren Streifen umgeben. Ozellen heller rötlichgelb geringelt. Unterseite:
Abgesehen vom schwärzlichen Apicalteil eigentümlich fein hellgrau, ohne jeden gelblichen Farbenton, den alle
palawensis. übrigen ^«-Formen aufweisen. — palawensis Frühst, trägt gelbliche Duftpinsel der Hflgl und führt rotbraune
Androconien. Die Form ist auch sonst leicht zu separieren durch gleichmäßig rotbraune Basalfärbung der
Oberseite der <$<3 und das gleichartige graubraune Kolorit der $$, die eine gelbliche proximale halbmond¬
förmige Begrenzung der breit gelb umzogenen Vf lglozelle und einen gelbbraunen Vorhof der Augenflecke der
MYCALESIS. Von H. Fruhstorfer.
335
Hflgl zeigen. Die rotbraunen Längsbinden der Unterseite erscheinen wesentlich breiter als bei den anderen
ito-Rassen und die weißgraue Distalpartie der Hflgl kontrastiert lebhaft mit der dunkelgrauen Basalhälfte dei
Hflgl. Flugzeit Januar, von Doherty auf Palawan gesammelt.
M. itys ersetzt in der celebischen Subregion die vorige Art. und. ist von ita leicht zu unterscheiden durch
rundlicheren Flügelschnitt, den weiter vorgeschrittenen sexuellen Dimorphismus, die mehr an anapita ge¬
mahnende Färbung des $ und die größere Apicalozelle der Vflgl-Unterseite bei beiden Geschlechtern. — itys itys.
Fldr. mit einer Vflgllänge von 26 mm ist habituell die größte bekannte Unterart, und bewohnt die Minahassa.
— remulina Frühst. (91 d) , von der das abgebildete $ aus dem südlichen Celebes stammt, differiert remulina.
unterseits vom durch ausgedehntere hellgelbe Umgrenzung der relativ schmalen rotbraunen, jenseits der
Zelle leicht geknieten Längsbinde. Die Apicalozelle der Vflgl führt ein kleineres Nebenauge. Die <$<$ entfernen
sich von itys- durch die geringere Größe (24 mm Vflgllänge) und werden von etwas breiteren rotbraunen
Längsstreifen der Unterseite durchzogen. Das $ wurde von mir im März am Lompa Battan auf etwa 1000 m Höhe,
vermutlich dazu, gehörige $$ bei Toli-Toli in der Niederung im November und Dezember gesammelt. — sulen- sulensis.
sis Sm. differiert durch lichter rotbraune Grundfarbe, fast unmerklich gesäumten Distalrand der Hflgl und
schärfer abgesetzten schwarzen Apicalfleck der Vflgl von remulina.. Das g zeigt nur eine deutliche Subanal-
ozelle der Hflgl- Oberseite, die Längsbinden der Unterseite erscheinen braunschwarz und die Apicalozelle der
Vflgl erheblich kleiner. Durch Wallace’s Sammler Allen auf Sula Mangoli entdeckt.
Mit M. terminus, besser bekannt als remulia, beginnt eine formenreiche Gruppe australisch-molukkischer
Arten von denen besonders terminus zur Lokalrassenbildung neigt, terminus und remulia, früher als getrennte
Species aufgefaßt, glaube ich als Zweige einer Kollektivart behandeln zu dürfen, denn remulia hat mit terminus
nicht nur dieselbe Färbung, sondern besonders auch alle sekundären sexuellen Merkmale gemeinsam, remulia
läßt sich von terminus, abgesehen von einigen unwesentlichen, zum Teile sogar individuellen 0 zellen Verschieden¬
heiten, nur absondern durch die gekrümmte (anstatt gerade) rotbraune Medianbinde der Vflgl-Unterseite,
welche distal von einer breiteren gelben Zone (dem Vorhof der Ozellen) umsäumt wird, hat aber anderseits
mit terminus sogar die hellgelbliche Grundfärbung gemeinsam. — Alle terminus-remulia- Formen besitzen
gemeinsam che Ausbildung einer breiten schwarzen Schuppenzone am unteren Rande des Duftspecu-
lums der Hflgl, die von der Flügelbasis fast bis zum Außenrande reicht und bereits von Gramer
deutlich abgebildet wurde. An der Subcostalis liegt eine flache, grau gefüllte Pfanne, die ein ungewöhnlich
dünner schwarzgrauer Duftpinsel völlig überdeckt. Die Reibefläche der Vflgl-Unterseite enthält kein
zentrales Schuppenbecken, ist aber nach oben von einer konkaven Zone schwarzgrauer Schuppen be¬
grenzt. Die terminus-remulia- Gruppe hat eine natürliche Fortsetzung in der celebischen Subregion, wo
sie durch itys Fldr. vertreten ist, während wir sie auf den Philippinen in ita Fldr. und deren Rassen und
auf Borneo als anapita Moore wiederfinden. Die westlichsten Vorposten gehen bis Ceylon (put n in Moore) und Süd-
Indien (patnia junonia Btlr.), während von Java rmwZfa-Repräsentanten bisher nicht bekannt wurden. Auf
Celebes hat sich die remulia- Färbung noch, gut erhalten, auch die Hflgl-Duftmerkmale bleiben unverändert,
dagegen fehlt dem Reibefleck der Vflgl-Unterseite die obere schwarze Schuppenbesäumung. Bei anapita und
einigen ifa-Formen verfärbt sich bereits der Duftbüschel, der gelb wird, und als Begleiterscheinung ist die
Pfanne des Speculums hellgrau oder gelblich, statt schwärzlich, ausgefüllt, anapita und marginata Moore tragen
noch, keinen zentralen Schuppennapf in der Reibefläche der Vflgl-Unterseite, der bei einer ffa-Form von den
Jolo-Inseln schon leicht angedeutet, bei anderen ffor-Rassen jedoch reichlich mit rotbraunen Schuppen aus-
gefüllt, ist und dadurch sofort in die Augen fällt. — wakolo Frühst. (91 cl) differiert von der bekannten remulia. wakolo.
durch die lichter gelbe Färbung des VflglDiscus bei beiden Geschlechtern, und die nur geringe grauschwarze Be¬
schattung der Basalpartie der Oberseite aller Flügel. Hflgl des $ hellrotbraun, nach außen in Gelb übergehend, mit
hellockergelb umringelten Augen. Unterseite wie bei Icyllenion (91 c), aber mit hellgelblicher Distalregion aller Flü¬
gel. Name nach demWakolosee im Innern der Insel Buru, wo die Form vom März bis Oktober häufig ist. Von
remulia im besondern differiert wakolo dann noch durch folgendes : Oberseite : Der gelbe Fleck in der Zelle und die
Ozelle zwischen den Medianen kleiner als bei remulia, Ozellen der Hflgl mit kleinerem schwarzen Kern, aber ausge¬
dehnter und heller gelblicher Peripherie. Unterseite: Der grauschwarze Apicalbezug der Vflgl und die ebenso ge¬
färbte Verbindung der Hflglozellen fehlen. Antemarginalbinde beider Flügel lichter gelb. Alle Ozellen kleiner,
heller geringelt und proximal ausgedehnter und fahler gelb begrenzt. — remulia Cr. ist einer der häufigsten remulia.
Schmetterlinge der Südmolukken, der mit jeder Sendung aus Amboina und Saparua zu Hunderten mitkommt.
Auf Ceram ist remulia anscheinend nicht sehr gemein und nach Röber soll sie auch auf Goram Vorkommen,
doch ist von dort vermutlich eine spezialisierte Inselrasse zu erwarten. Die Unterschiede von der Buru- Ab¬
zweigung ergeben sich bereits aus der Diagnose der wakolo. — Auf Batjan begegnen wir einer weiteren Form,
pseudasophis Frühst.*, die in den Sammlungen fälschlicherweise als asophis kursiert. Hewitson gibt jedoch als pseydaso-
Vaterland seiner asophis (Exot. Butterfl., III, 1862) Mysole an und bildet (PL 4, Fig. 20, 21) ein Exemplar r,"s'
ab mit zwei Ozellen der Hflgl. Die Verwandten der Nord-Molukken und besonders pseudasophis tragen aber
stets drei Hflgl-Ozellen, die Exemplare sind größer und lebhafter in der Färbung, die Ozellen der Hflgl breiter
rotbraun geringelt und die blauen Apicalpunkte prominenter. — anteros Frühst, ist der Name der Halmaheira- anieros.
Form; diese differiert von pseudasophis durch die größeren $$ und die blässere Gesamtfärbung. Basis der Vflgl
336
MYCALESIS. Von H. Frtthstoreer
schwärzlich statt rötlich. Analozellen kleiner, der Vorhof bleicher, gerundeter, obsoleter. Unterseite: Viel
lichter, die distale Zone heller grau; die Antemarginalregion breiter und heller gelb. Halmaheira, August, Sep-
tematensis. tember. — Bei ternatensis Frühst., der Ternate- Form, schreitet die Aufhellung noch weiter vor, die Basis aller
Flügel wird fast grau, der Ozellenhof fast hellgelb, die Antemarginalzone aller Flügel prägnanter. Unterseite:
Die distale Region aller Flügel gelbgrau anstatt grau violett. Basis hell rotbraun. Antemarginalzone breiter,
kyllenion. lichter gelbgrau. Ternate. — kyllenion Frühst. (91c) erinnert in der dunklen Färbung der Oberseite mehr an
asophis Hew. als an terminus F. und steht am nächsten flngrans Btlr. von Britisch-Neu- Guinea. Der gelbliche
Hof der Vflglozelle ist jedoch etwas dunkler als bei flagrans. Unterseite: Distalregion aller Flügel reicher violett,
Basis tiefer braun, die gelbliche Antemarginalzone schmäler, satter im Ton. Die distale gelbliche Begrenzung
atropates. der rotbraunen Medianbinde schmäler, dunkler. Deutsch-Neu- Guinea. — atropates Frühst. Kleiner als kyllenion,
die gelbliche Ozellenumrahmung der Vflgl reduziert, verdunkelt. Der Ozellenhof proximal gerundet, nicht scharf
abgeschnitten wie bei kyllenion. Unterseite: Antemarginallinien aller Flügel stärker gewellt, die angrenzende
Zone heller, mehr grauviolett. Die kleinen Vflglozellen prägnanter, gleichartiger. Die Binde innerhalb der
Ozellen grauweiß anstatt gelblich. Flügelbasis heller braun. Dorey, Hattam, FIolländisch-Neu- Guinea, Insel
ternnnulus. Mafor. — terminulus Frühst. Noch etwas kleiner als atropates. Basis der Vflgl rötlicher, Ozellen kleiner,
deren gelblicher Vorhof rundlicher. Unterseite: Wesentlich dunkler als bei Exemplaren von Holländisch-
Neu-Guinea. Die Ozellen kleiner, deren Umgebung beiderseits gleichmäßig grauviolett, so daß die Submar-
tlarjrans. ginalbinde sich nicht deutlich abhebt. Waigiu. — flagrans Btlr. von Milne-Bai, Britisch-Neu-Guinea,
scheint mehr das Produkt einer Gegend mit längerer Trockenzeit zu sein, denn der Discus der Vflgl-Oberseite
und die Distalpartie der Hflgl-Unterseite sind wesentlich heller gelb, resp. grau als bei kyllenion Frühst, von
asophis. Deutsch-Neu- Guinea. — asophis Hew. von der Insel Mysole ist dagegen eine interessante, auffallend verdunkelte
Form mit einfarbig brauner Oberseite und breit rot umringelten Ozellen, die in hellgrau violettem Gebiet einge-
pallens. lagert sind, das deutlich kontrastiert mit der braunschwarzen Basalregion aller Flügel. — pallens Obert. mir in
natura unbekannt, bedeutet nach der Diagnose ihres Autors und gemäß ihrem Namen eine albinotische Ab¬
weichung; auf ein $ basiert, das auf beiden Seiten der Analozelle der Vflgl eine weißliche Aufhellung zeigt. —
mathn. matho $m. endlich schließt sich wieder kyllenion an, von der sie oberseits differiert durch einen heller gelben
Vorhof der Vflglozelle und besonders unterseits durch die größeren schwarzen und mehr gleichartigen, auch
hellergelb umringelten Augen der Hflgl. In Neu-Pommern, Lauenburg und Mecklenburg nicht selten und an¬
scheinend sehr veränderlich, weil Ribbe die Unterart mit drei Namen belegt, so daß demnach Exemplare vorzu¬
kommen scheinen, die mehr der remulia von den Südmolukken als der pseudasophis von Batjan gleichen. Noch
terminus. wahrscheinlicher aber handelt es sich um noch nicht ausgeschiedene geographische Rassen. — terminus F.
bewohnt den australischen Kontinent. Wir bilden (91 d) einen der nassen Periode ab. Doch ist auch eine
Intermediatform bekannt, und in meiner Sammlung eine ausgesprochene Trockenzeitform vertreten mit bereits
oberseits verkleinerten Augen der Hflgl, die unterseits in einem gleichmäßig hellbraunen Felde stehen und beson¬
ders auf den Vflgl kaum noch als kleine Punkte angedeutet sind, so daß auf den Vflgl die oberseits mäßig
große Analozelle kaum noch zu erkennen ist. Häufig in Queensland. Ueber die Lebensweise ist nichts be¬
kannt, als daß Hagen, der die Art als aethiops. Btlr. aufzählt, bemerkt : „Sehr häufig im schattigen Wald im
November, Dezember und April“.
M. phidon ist eine weitere papuanische Species mit primitiven Sexualorganen. Vflgl-Unterseite
mit kurzer Reibefläche, die etwas über die Submarginale hinausgeht, vor der Medianbinde aufhört, mäßig
glänzt und kein zentrales Becken enthält. Hflgl mit glänzendem Costalfeld und einem länglichen und
spitzen Androconienbecken, das mit hellgrauen Schuppen gefüllt ist und von einem Büschel grauer Haare
bedeckt wird. Die Ränder des Beckens matt glänzend. — Drei Lokalrassen lassen sich unterscheiden :
phido». phidon Hew. Aru und Waigiu differiert von der abgebildeten phidonides durch rotgelbe Unterseite
phidonides. aller Flügel und kleinere Ozellen der Hflgl. — phidonides Frühst. (91 a). Größer als phidon von Aru; die bei
phidon fehlende Apicalozelle der Vflgl-Oberseite sehr deutlich. Ozellen der Hflgl prägnanter. Die schwarzen
Antemarginallinien auf allen Flügeln gleichmäßiger verlaufend. Unterseite dunkler als bei phidon. Die braune,
proximal von den Ozellen verlaufende Binde weniger scharf abgesetzt, heller rotbraun und mehr mit der Grund¬
färbung verschmelzend. Der schwarze Kern der Analozelle der Vflgl kleiner, der peripherische Ozellenring
größer. Ozellen der Hflgl nach innen rotbraun anstatt weißlich begrenzt. Deutsch-Neu- Guinea. Gemein bei
Stefansort und Simbang. Flugzeit Januar, April bis August, dann wieder November. Von Doherty auch im
September in der Humboldt-Bai, Holl. Neu-Guinea, gefangen und von Oberthür aus Sorong gemeldet. Im
Dresdener Museum befinden sich Exemplare von Korido auf Mysore die wohl subspezifisch differieren werden.
- xanthias Sm. (= obscura Fm.) muß als eine hervorragend differenzierte Inselrasse bezeichnet werden, mit
sehr großem, dunkelgelb umzogenem Analauge der Vflgl und schön dunkelgelben Submarginallinien und deut¬
lich ebenso geringelten Ozellen der Hflgl-Oberseite. Die Unterseite nicht wesentlich von jener der phidonides
abweichend. Neu-Pommern, Neu-Lauenburg.
messend. M. messena Hew. (91b) ist eine aparte, nur den Nordmolukken eigentümliche Species. Die Unter¬
seite differiert von der Oberseite durch die dunkler rotbraune Grundfarbe, eine breite gelbe Submarginalbinde und
beim <§ prächtig violetten, beim $ blaßgelben Längsstreifen jenseits der Zelle aller Flügel. Alle Ozellen unten
MYCALESIS. Von H. Fruhstorfer.
337
breit gelb umrändert, blauweiß gekernt. Sexualorgane ziemlich einfach. Vflgl-Unterseite ohne Schuppen¬
becken. Hflgl mit kleinem, braun gefülltem Androconiennapf und einem kurzen, rundlichen schwarzen
Duftschuppenfleck am unteren Rande des Speculums sowie einem kurzen, dünnen, graubraunen Haarpinsel,
der eine Lage schwarzgrauer Schuppen proximal des rundlichen tiefschwarzen distalen Fleckes überdeckt.
Halmaheira, Batjan, in Koll. Fruhstorfer; Morty, Ternate nach Angaben von Moore.
M. mahadeva, bisher nur von der Hauptinsel von Neu-Guinea und da nur von der Nordküste be¬
kannt, wo sie in zwei Ortsrassen vorkommt, fulviana Sm. (91c), die unterseits hellere Form von Kaiser Wilhelms- fulviuna.
land, wo sie nach Hagen im schattigen Wald vom April bis Juli fliegt. Die Unterseite ist auf der Abbildung zu
grau ausgefallen . In der Tat ist sie vorherrschend gelblich meliert. Die Oberseite gleicht jener von messend, nur
tritt auf den Vflgl ein medianes schwarzes Auge deutlich hervor. $ lichter gelblich und größer als der S mit
zurückgebildeter Distalumrahmung der Vflgl stets einem analen Nebenauge und 2 — 3 Medianozellen. -
mahadeva Bsd. (= comes Sm.) hegt mir von Dorey und Kapaur vor, außerdem hat sie Doherty auch in der mahadeva
Humboldt-Bai gefangen. Beide Geschlechter mehr gleichartig und fahler rotbraun abgetönt, schwarzer Distal¬
saum der Vflgl mehr eingeengt. Analozelle der Hflgl kleiner als bei julviana. Unterseite vorherrschend grau
mit deutlich violettem Schimmer. Binden breiter rotbraun. Beiden Schwesterrassen gemeinsam ist eine breite,
glänzende, nach oben von schwarzen Schuppen begrenzte Reibefläche (ohne zentralen Kern) der Vflgl-Unterseite.
Das Speculum der Hflgl ist nach unten von einer sehr breiten Lage von tiefschwarzen glänzenden Schuppen um¬
geben. Des weiteren enthält das Speculum eine flache, grau gefüllte Pfanne, welche der Duftpinsel mit seinen
langen braunen Haaren bedeckt.
M. arabella Frühst. (91 c). Diese zierliche Art erinnert in der Verteilung des breiten subapicalen arabella.
schwarzen Fleckes der Vflgl etwas an tilmara Frühst, von Sangir, in der Größe an oroatis Hew. von Java, in der
rotbraunen Grundfärbung der Vflglbasis und der Hflgl an messene Hew., schließt sich aber unterseits eng an
evara Frühst, und cocodaemon Kirsch an. Die Vflgl tragen einen breiten dreieckigen schwarzen Apicalfleck, der
noch den Apex der Zelle überdeckt, auch der Costalrand ist breit braunschwarz gesäumt. Die Hflgl zeigen
zwei distinkte, dünne schwarze Antemarginallinien, die den ganzen Flügel durchziehen, während eine dritte
proximale rotbraune Linie gegen den Analwinkel zu bei einem Exemplar bereits zu verschwinden beginnt. Zwi¬
schen Mediane 2 und Mediane 3 eine kleine schwarze Punktozelle. Unterseite : Dunkel grauviolett mit zwei rot¬
braunen, wie bei evara Frühst, verteilten Binden, von denen die subbasale mäßig, die distale sehr breit angelegt ist.
Die zwei Ozellen der Vflgl größer als bei evara. die Hflgl mit sechs Ozellen, von denen die subanale wiederum
die größte ist, während die übrigen noch etwas kleiner als bei evara aussehen und völlig isoliert stehen. Von den
zwei schwarzen Antemarginallinien ist die innere weniger stark gewellt als die damit korrespondierende bei
evara. Der Reibefleck der Vflgl-Unterseite bleibt nackt wie bei duponcheli. Das Speculum der Hflgl zeigt
nur eine kleine Einsenkung mit gelben Schuppen, die nach unten von keinem Androconienbesatz umgeben oder
verbrämt ist. Der übliche Duftbüschel lichtgelb. Waigiu, sehr selten, nur SS in der Sammlung Fruhstorfer
bekannt.
M. discobolus Frühst., (91c) S- Vflgllänge 24 — 27 mm. Eine der prägnantesten Arten, auffallend durch discobolus.
den spitzen Flügelschnitt und die hochentwickelten sekundären Geschlechtsmerkmale. Die Duftschuppen der
Hflgl schließen sich nämlich zu einem kompletten Ring zusammen, der sich nach unten stark verbreitert und ein
weißes ovales Feld umschließt, das der übliche Haarpinsel überdeckt. Der Haarpinsel ist wurzelwärts
schwärzlich, oben gelblich. Die Flügelzeichnung ist einfach schwarz mit breiten rotgelben Längsbinden. Die
Vflgl zeigen eine subapicale und eine intermediane kleine Ozelle, die Hflgl eine ebensolche zwischen
der mittleren und unteren Mediane. Unterseite : Gelblicher Basalfleck mit einem Gewirr von rotbraunen Ringen
und scharf abgesetzter rotbrauner Medianbinde, welche distal von einer bleichvioletten Zone begrenzt wird.
Auf den Vflgl machen sich zwei kleine, auf den Hflgl sechs schwarze internervale Pünktchen bemerklich. Im
großen Reibefleck der Vflgl-Unterseite lagert ein kleiner schwarzer Duftfleck, in Größe und Gestalt wie bei
perseus F. Aroa-Fluß, Britisch-Neu-Guinea und Hattam, Arfak-Gebiet, Holl. Neu-Guinea. Die Unterseite von
discobolus hat Trockenformcharakter und steht infolge ihrer nur punktgroßen Ozellen ganz isoliert in der Reihe
der papuanischen Mycalesis.
M. barbara Sm. (92 e), ist eine weitere aparte Species. Oberseite schwarz mit orangefarbener rela- barbara.
tiv breiter Medianbinde auf allen Flügeln. Unterseite etwas an shiva Bsd. erinnernd, jedoch heller grau.
Deutsch-Neu- Guinea (nur 2 SS in Koll. Fruhstorfer) aus Friedrich Wilhelmshafen, bisher nur vom Sattelberg
bekannt, wo sie im Dezember bis Januar fliegt. — mea Rothsch. ist eine melanotische Lokalrasse aus Britisch-
Neu-Guinea vom oberen Aroa-River, wo sie in Anzahl gefangen wurde. Medianbinde stark reduziert. Neben
ihr fliegt eine Nymphalide Messaras satyrina, mimica Rothsch., von täuschender Aehnlichkeit, eine Form, die
dort Messaras satyrina felderi Kirsch von Holl. Neu-Guinea ersetzt.
M. valeria Sm. Eine reizende Species. S ■ Vflgl schwarz, Medianteil der Hflgl rein weiß. Unter- valeria.
Seite mit weißer Mittelbinde auf allen Flügeln, die sich beim $ stark erweitert und oberseits auch auf den Vflgl
zu Tage tritt. Milne-Bai, Britisch-Neu-Guinea, sehr selten.
IX
43
338
MYCALESIS. Von H. Fruhstorfer.
valeriana. M. Valeriana Sm. Eine kleine Species, die entfernt an minois Hew. von Timor erinnert und ober-
seits durch eine noch breitere ockerfarbene Binde an barbara Sm. Britisch-Neu- Guinea, Kapa-Kapa, sehr
selten, mir ebenso wie die vorige in natura unbekannt.
bilineata. M. bilineata Frühst. (92e), Vflgllänge 20 mm. Diese zierliche Art hat unterseits eine große Aehn-
lichkeit mit bizonata Sm. (Rhop. Exot., Myc., III, Fig. 4 — 5, §, nec S> auf der Tafel als remulina Sm.
bezeichnet), entfernt sich aber von bizonata durch die einfachere und schärfer abgesetzte Färbung der Flügel-
Oberseite. Die Basalhälfte der Flügel erscheint hellgelblich, die distale Partie gleichmäßig breit schwarz.
Die distale schwarze Flügelbesäumung ist nach innen ganzrandig, nicht eingekerbt wie bei bizonata, die von der
Unterseite durchschlagenden Ozellen sind kaum zu erkennen. Der bei bizonata braunschwarz gefärbte Costal-
rand bleibt bei bilineata gleichfalls hellgelb. Unterseite : Vflgl auch am Costalsaum gleichmäßig einfarbig hell
gelbbraun anstatt mit rotbrauner Einfassung wie bei bizonata. Hflgl mit sechs anstatt fünf Ozellen. Die
schwarze Antemarginallinie näher dem Distalrande. Basis der Hflgl gelb anstatt grau. Milne-Bai, 1 $.
bizonata. M. bizonata Sm. Eine ziemlich isoliert stehende Species, zu der neuerdings durch bilineata Frühst.
eine konvergente Species aufgefunden wurde. Mit remulina Frühst, aus Nord-Celebes, womit sie Smith in Bezieh¬
ung brachte (die als Lokalrasse der itysFldr. zu gelten hat), steht bizonata in keinem weiteren Affinitätsverhält¬
nis, als daß ein Zufall in Grose-Smith die Idee reifen ließ, eine kleine gelbrote Mycalesis (wegen ihrer übrigens nur
sehr entfernten Aehnlichkeit) remulina zu taufen; ein Name, der fünf Jahre früher (Berl. Ent. Zeit., 1897, S. 118)
bereits vergeben war. Beide Flügel mit breitem schwarzem Distalsaum und je einem medianen weißgekernten
Auge. Unterseite mit gelber Basal- u. violetter Distalregion und Vflgl mit zwei, Hflgl mit vier Ozellen. Mil¬
ne-Bai, Britisch-Neu-Guinea.
M. duponcheli. Zur duponcheli- Gruppe zählen die prächtigsten Arten und Formen des Papua-
Gebietes, trotzdem fanden sie bisher nur wenig Beachtung. Die hierher gehörigen Formen lassen sich leicht
erkennen durch das helle, leuchtende Gelb der Hflgl-Unterseite, das von einer prächtigen rotbraunen Binde
durchzogen wird. Auch die Hflgl-Oberseite erscheint breit orangegelb gesäumt und findet die gelbe Region
manchmal auch ihre Fortsetzung im Analwinkel der Vflgl. Die Duft- Apparate der duponcheli- Reihe sind sehr
einfach, die Submarginale der Vflgl-Oberseite trägt gar keine Auszeichnung. Der Reibefleck der Unterseite
ist ungewöhnlich groß, lebhaft glänzend und reicht bis an die Zelle; er zwingt sogar die Submarginalbinden
im Analwinkel zu einer distalen Ausbiegung, birgt aber keinerlei zentrale Schuppenanhäufungen. Die Hflgl
tragen einen ziemlich großen Duftspiegel, in welchem sich ein schmales, mit gelblichen Schuppen ausgefüll¬
tes Grübchen und neben diesem der übliche gelbliche Duftpinsel befinden. Wir kennen folgende Abzweigungen:
maforica. maforica Frühst. Diese differiert von duponcheli Quer, aus Dorey in folgender Weise : Oberseite : Grund¬
farbe heller braun. Die orangefarbene Submarginalbinde der Hflgl schmäler, die von ihr umschlossenen Ozellen
größer, die schwarzen Marginalbinden erheblich breiter. Unterseite: Alle Ozellen, namentlich der Vflgl, sehr
viel größer und dementsprechend mit breiteren gelbbraunen Ringen, die auf dem Hflgl zu einer Binde zu¬
sammenfließen. $ kleiner, lichter und matter gelb, Submarginalbinde der Hflgl prägnanter, die Ozellenringe
ausgedehnter braun und deshalb zusammenschmelzend. Die rotbraune Medianbinde der Hflgl steiler, gerader
verlaufend, die Submarginalregion dunkler gelb. Insel Mafor oder Mefor in der Geelvink-Bai (Doherty). —
roonia. roonia Frühst. Der Satellitinsel-Charakter dieser Form ist noch deutlicher ausgeprägt als bei maforica.
Das Gelb der Oberseite aller Flügel reduziert, dunkler.’ Unterseite: Die rotbraune Medianbinde aller
Flügel ist breiter als bei maforica. Insel Roon, Geelvink-Bai, Holländisch-Neu-Guinea, (Doherty). —
kapaura. kapaura Frühst., Gestalt kleiner, Grundfarbe tiefer schwarz. Alle Ozellen erheblich reduziert, die gelbe
Färbung beider Flügel lichter und schmäler als bei duponcheli. Unterseite: Die Vflgl fast ebenso dunkel
braungrau wie bei mineus Stgr., die distale Region violett anstatt gelb und die rotbraunen Medianbinden
dunkler und prononzierter als bei duponcheli. Kapaur, Südwesten von Holländisch-Neu-Guinea (Do-
umbonia. herty). — uiribotiia Frühst. (91 b, c S $) S- Das anale Gelb der Vflgl-Oberseite fast verschwunden,
nur noch bei einigen Exemplaren angedeutet. Hflgl: Die Ozellen beginnen gleichfalls zu obliterieren,
die schwarzen Submarginallinien fließen nicht mehr zusammen, das anale Gelb wird dunkler, fast rot¬
braun. Unterseite: Die Basalregion aller Flügel mehr braun als gelb, so daß sich die rotbraunen Medianbinden
proximal nicht mehr so scharf abheben. Die Irisringe der Ozellen eng aneinandergeschmiegt, ohne jedoch
(zwischen den Medianen) paarweise zu verschmelzen wie boi maforica. $: Das anale Gelb der Hflgl beginnt
sich zu verdüstern und in die braune Basalfärbung überzugehen, während bei den übrigen duponcheli- Rassen das
eudoxia. basale Braunschwarz distal scharf abgegrenzt bleibt. — eudoxia Frühst. Auf den Vflgl ist das anale Gelb völ¬
lig verschwunden und auf den Hflgl beobachten wir nur mehr eine deutliche schwarze Ozelle. Auch die dritte,
innere, schwarze Submarginalbinde obliteriert bereits in der Flügelmitte. Unterseite: Die proximale Flügelhälfte
lichtgelb wie bei dorycus, die distale (Submarginalregion) stark verdunkelt, insbesonders ist die so prononzierte
weißlich violette, matt glänzende Binde innerhalb der Ozellen verschwunden. Die rotbraune Medianbinde der
Hflgl ist in der Mitte etwas nach außen gekrümmt und analwärts schmäler als bei umbonia. 3 SS von Fergusson,
duponcheli. 2 SS von Kiriwina, Entrecasteaux- und Trobriand-Inselgruppe. — duponcheli Guer., aus dem Nordwesten von
Holländisch-Neu-Guinea beschrieben und von Sorong sowie Dorey in meiner Sammlung, differiert von der ab¬
gebildeten umbonia Frühst. (91 b, c) durch einen dreieckigen bis zur Flügelmitte hinziehenden orangefarbenen
MYCALESIS. Von H. Fruhstorfer.
339
Fleck, der breiter erscheint und dunkler gefärbt ist als bei kapaura Frühst, und msiforica Frühst. Die Distal¬
region der Hflgl des $ oberseits ausgedehnter, aber dunkler rotbraun überhaucht als bei maforica-Q. $ Unter¬
seite der Hflgl mit erheblich aufgehellter Außenpartie, die distale Begrenzung der breiten braunroten Median¬
binde nahezu weiß.
M. eminens scheint duponcheli in Deutsch-Neu-Guinea zu ersetzen, ist jedoch eine gute Art, die auch
ins westpapuanische Gebiet übergeht. — Zwei Ortsrassen: eminens Stgr., aus allen Teilen von Kaiser Wil- eminens.
helmsland bekannt — anscheinend das ganze Jahr überfliegend und nach Hagen im lichten Walde vorkommend.
Das $ scheint sehr selten zu sein, da mir nur eines aus Finschhafen zuging. Oberseite beider Geschlechter schwarz
— nur die Hflgl analog duponcheli mit breitem orangefarbenem Randgebiet. Vflgl mit zwei großen hervor¬
stechend weißgekernten Augen — Hflgl mit einem Analauge unter dem sich beim $ manchmal ein Nebenauge
zeigt. $ größer, rundfliigeliger als das $ mit dreimal so großem weißen und peripherisch blau angehauchten
Ozellenkern. Außer von Deutsch-Neu-Guinea, ist eminens noch bekannt von der Humboldt-Bai und von Ka-
paur in Holländisch-Neu-Guinea, von der Insel Biak in der Geclvinkbai und sie scheint auch auf Waigiu vorzu¬
kommen. — obscurata subsp. nov. (91b) differiert durch ihre kleinere Gestalt, die undeutlichen weißen Pupillen obscurata.
der Ozellen der Oberseite und die dunklere Unterseite der Vdflgl; die breitere, gerader verlaufende und mehr
schwarzbraune Längsbinde der Hflgl und die kleineren Ozellen, welche eine geringer entwickelte dunkelrot¬
braune Peripherie umzieht. Milne-Bai, Britisch-Neu-Guinea.
M. mucia, über ganz Neu-Guinea und einige Inseltrabanten verbreitet, ist eine leicht zu bestimmende
Species wegen der halb rotbraun, halb schwarz abgeteilten Oberseite aller Flügel, und der gleichfalls scharf
separierten Unterseite, wovon die Figur von etha (91 c) eine deutliche Vorstellung gibt. Die Duftapparate
dieser Art erinnern durch ihre Organe und Verteilung an die sekundären sexuellen Auszeichnungen von du¬
poncheli Guer. Die Spiegelflecke der Hflgl-Oberseite nehmen jedoch, einen weiten Raum ein, so daß der mit
hellen Schuppen belegte Streifen am Costalsaume der Hflgl sich erheblich verschmälern muß. mucia
zerfällt in mehrere Subspccies, von denen allein drei verschiedene sich über die Hauptinsel von Neu-
Guinea verteilen. — mucia Hew. der nomenklatorische Typus entstammt dem holländischen Teil von der mucia.
Nordküste der Rieseninsel, und wird auch von Aru gemeldet. Nach einem U meiner Sammlung tragen die
Ozellen der Flügeloberseite fast ebenso große blaue Kerne wie bei eminens. $ Vflgl an der Basis leicht braun
überschattet, die Medianregion blaßgelb, nach außen aufhellend, zwischen der mittleren und hinteren Mediane
ein sehr großes schwarzes Auge. Hflgl dunkelbraun mit hellgelb umzogener stattlicher Analozelle, über der ein
kleines Nebenauge steht. Unterseite aller Flügel mit kreideweißer Basalhälfte. Vflgl mit zwei, Hflgl mit vier
Augen die in einer grau violetten, proximal breit braun begrenzten Region stehen. — melanopis Godm. muß melanopis.
als die dunklere Rasse von Britisch-Neu-Guinea gelten; bei ihr ist die schwarze Außenhälfte schärfer von der
dunkler braunen Basalpartie abgetrennt. Ozellen aller Flügel kleiner, die innere Flügelhälfte nicht mehr vor¬
herrschend weiß, sondern bereits mit gelblicher Uebertönung. — etha Frühst. (91 c), auf der Figur zu hell ge- etha.
raten, ist bemerkenswert durch den deutlich einsetzenden Inselmelanismus, mit rötlich braunem Anflug der
Basalregion der Unterseite und auf der Hflgl-Oberseite deutlich heraustretenden Subanalozellen ; Fergusson,
d’Entrecasteaux Inseln. — Verena subsp. nov. ist in Deutsch-Neu-Guinea keineswegs selten im lichten verena.
Wald und an schattigen Stellen anzutreffen; Flugzeit November bis August. Die weißgekernten Ozellen
auf der Oberseite der Vflgl verschwinden in der Regel, die Unterseite ist noch mehr verdunkelt als bei etha.
Vom $ verdienen zwei Formen Erwähnung: das von mir als normal aufgefaßte von Friedrich Wilhelmshafen,
unten im Kolorit kaum vom $ verschieden, mit grau iiberpuderter Basalregion und oberseits fast wie
die de?, d. h. dunkelrotbraun mit kaum merklicher distaler Aufhellung ; — ferner die $-Form. valda form, nov.) valda.
diese ging mir nur aus Finschhafen zu, erscheint stets größer, oberseits, namentlich nach außen zu, lichter
braun mit fast ebenso deutlichen Augen wie bei mucia) Basis der Flügelunterseite hellgelbbraun ohne graue
Beimischung. — febronia subsp. nov. bewohnt die Insel Jobi in der Geelvinkbai, vermittelt den Uebergang febronia.
von mucia Hew. zu verena, hat mit der Rasse des holländischen Teils von Neu-Guinea die sehr deutlichen blauen
Ozellenkerne der Oberseite gemeinsam, aber die Basalpartie aller Flügel ist beiderseits dunkler braun als bei
verena und etha. — Auf den Salomons-Inseln finden wir mucia in einer vikariierenden, aber wohl differenzierten
Art wieder als
M. splendens Mathew. Reibefleck der Vflgl-Unterseite wie bei mucia Hew. Duftorgane der Hflgl- splendens.
Oberseite durch einen schwarzen Androconienfleck unter dem auffallend kleinen Duftspiegel bereichert. Das
Speculum trägt in der Mitte eine große Grube mit tiefschwarzen Schuppen. Die Strahlhaarbüschel grau.
Von den Nord-Salomonen, Inseln der Bougainville-Straße, Treasury.
M. sara Mathew, (= interrupta Sm.) (91b). Diese Art hat oberseits auch noch mwda-Charakter, nähert sara.
sich aber unterseits mehr messene Heiv. von den Nord-Molukken. Der Androconienfleck der Hflgl ist noch
prägnanter als bei splendens, das Speculum trägt einen mit braunen Schuppen gefüllten zentralen Napf und
unterhalb der Basis des gelblichen Haarpinsels findet sich noch ein schmaler schwarzer Androconienfleck.
Die abgebildete sara ist die kleinere der beiden Species der Salomonen ; von ihr differiert splendens unterseits
durch eine breitere distal mehr konkav ausgebogene Längsbinde der Hflgl, sowie durch die graubraune Grund-
340
MYCALESIS. Von H. Fruhstorfer.
färbe aller Flügel. Oberseits sind beim die Flügel insgesamt tief schwarzbraun, bei sara rötlich ockergelb.
$ von splendens oberseits mattbraun, jenes von sara dunkel ockergelb, sara wurde von Ribbe auf der Salo¬
moneninsel Rubiana gefunden.
Ueber die beiden nun folgenden philippinischen Arten, auf welche Moore sein Genus ,,Nebdara “
gründete, herrscht noch etwas Ungewißheit. Semper war geneigt, zwei Parallelspecies anzuerkennen,
die er durch die distale oder proximale Stellung der Ozellen trennt. In der Tat lassen sich nach dem dürftigen
Material, das bisher nach Europa kam, zwei Hauptformen absonclern. So liegen mir aus Mindoro Mycalesis
mit aufgehellter, lichtbrauner Flügelbasis, gelblichem Abdomen und schmalen Flügeln ( tagala ) sowie solche
mit gleichmäßig dunkler Grundfärbung, braunem Abdomen und rundlichen Flügeln ( bisaya ) vor. Männliche
Duftpinsel der tagala-Beihe gelblich, der bisaya- Reihe graubraun, konform der Grundfarbe. Die Submar¬
ginallinien der Hflgl-Oberseite der bisaya- Serie heben sich deutlicher als bei den tagala- Rassen ab. Da
auch meine 1 1 Exemplare von vier Fundorten keine genaue Definition zulassen, ließ ich die SEMPER’sche Arten-
verteilung bestehen, die Frage offen lassend, ob es sich nicht doch um prägnante Zeitformen einer Collectivspe-
cies handelt.
tagala. M. tagala ist die über die ganze Ausdehnung des Archipels nachgewiesene Art, von der tagala Fldr.
von Luzon beschrieben, den nördlichsten Ausläufer vorstellt. Flugzeit Juli und dann wieder Dezember. Ober¬
seite ein Gemisch von graugelblich zu olivengrün. Vflgl mit einer Meclianozelle, Hflgl mit einem Auge zwischen
der mittleren und hinteren Medianader. Unterseite mit einer Apicalozelle der Vflgl und einer ebensolchen
der Hflgl. Alle Augen proximal von einer graugelben Längsbinde begrenzt. Auf den Hflgl dann noch zwei
mindorana. Pupillen zwischen den Radialen und der vorderen Mediane und einem subanalen Nebenauge. — mindorana
Frühst, differiert durch eine distal schärfer gekniete Mcd.ianbinde der Unterseite der Hflgl und eine entschie-
venostes. den grünliche Beimischung, insbesonders von der abgebildeten palawana (91 e); Insel Mindoro. — venostes
subsp. nov. stammt von der Insel Bohol. Der Farbenton der Oberseite ist olivenbraun, statt gelbbraun wie
bei palawana, ohne vermittelnde Zwischenstufen, derjenige der Unterseite sowie die ganze Zeichnungsanlage
mataurus. wie bei tagala von Luzon. Grundfarbe des $ auf beiden Seiten heller als beim <$. — mataurus subsp. nov. muß
als die hervorragendste insulare Zweigrasse gelten; sie stammt von den Guimaras südöstlich der großen Insel
Panay, wo die gleichfalls scharf gesonderte C. ita teatus Frühst, entdeckt wurde, und die mehr als andere Philip¬
pinen eine weitere entomologische Explorierung lohnen würde. Oberseite der Hflgl leuchtend rötlich gelb¬
braun, also analog ita teatus. Alle Augen mit hellrotbrauner Peripherie. Die Analozelle der Hflgl sehr klein.
Type ebenso wie von der vorigen Zweigrasse in der Sammlung Semper am Senckenbergischen Museum in Frank-
semirasa. furt. — semirasa Frühst. $. Basalhälfte aller Flügel lichter braun; Distalpartie ausgedehnter schwarz bezo¬
gen als bei tagala aus Luzon und Palawan. <$. Basalwärts noch heller als Sempers Fig. 3 von bisaya
aus Luzon, mit sehr hellen Submarginallinien der Hflgl. Unterseite : Dunkler als Mindoro- und Palawan-
Exemplare, fast schwarzbraun, mit stark gewellter, breiter dunkelbrauner Begrenzung der grauen Postmedian¬
binde. Antemarginalpartie aller Flügel lichter grau als bei palawana und mindorana. Februar, März von der
Insel Bazilan, durch Doherty aufgefunden. Auf Mindanao existieren, nach dem Material der Semper’ sehen
Sammlung beurteilt, zwei Formen: eine hellere und dunklere die wesentlich von denen anderer Inseln differieren.
palatvana. — palawana Frühst. (91 e) von Doherty im Januar auf Palawan gesammelt, ist die am zahlreichsten
nach Europa gelangte Unterart. Oberseite dunkler als bei semirasa Frühst., mehr rötlich- als gelbbraun. Unter¬
seite: Distalpartie stark verdüstert, £ mit schwärzlich-violetten anstatt weißen, £ mit hellrot- anstatt schwarz-
liemica. braunen Medianbinden. Ozellen ober- und unterseits viel kleiner. — hernica subsp. nov. endlich bewohnt
den Sulu Archipel. Type in der Kollektion Semper von Jolo stammend, habituell größer als die vorige,
von bleicherem Gesamtkolorit und namentlich unterseits mit stattlicheren Ozellen dekoriert als die Schwester¬
rasse palawana.
bisaya. M. bisaya kannte Semper nur von den Babuyanes, nördlich von Luzon und von Luzon selbst und
erst im Nachtrag zu seinem Werke registrierte er sie auch von Polillo, einem östlich von Luzon gelegenen
Inseltrabanten. Nach Semper unterscheidet sich bisaya Fldr. von tagala und ihren Varitäten am leichtesten
durch die vom Außenrande etwas weiter abstehenden Augen und durch welligere Außenrandslinien, besonders
auf der Unterseite. Die Anzahl der Ozellen variiert unterseits auf den Vflgl von 2 — 5, auf den Hflgl von 6 — 7.
Den Unterschied im Kolorit ergibt die Abbildung von samina (91 c). Flugzeit Mai bis Juli und dann wieder
samina. November, Dezember. — samina Frühst. (91 c). In beiden Geschlechtern habituell größer als bisaya, Ozellen
und Submarginalbinden prominenter, Duftpinsel graubraun anstatt rötlich. Grundfärbung der Flügeloberseite
lichter braun. Unterseite : Alle Ozellen größer, Distalpartie der Flügel aufgehellt, Antemarginalbinden fast
weißgrau. Mindoro, (Koll. Fruhstorfer).
M. mnasicles tritt etwas aus dem Rahmen der macromalayischen Verwandten heraus durch ihre
lange Flügelform, die bedeutende Größe etc., so daß sie Moore von den übrigen damals noch unter dem Namen
Mycalasis vereinigten Arten unseres heutigen Genus aussonderte und zur Type der „Gattung“ Culapa erhob,
deren Name durch einen Zufall einige Monate älter ist als die äußerst nahestehende Artengruppe ,, Henotesia
Btlr.u, welche die afrikanischen mit behaarten Augen versehenen Spccies der Mycalesiden umfaßt. Zwei
mnasicles, Ortsrassen: mnasicles Hew., von Sumatra beschrieben, wo sie die größte Species des Genus vorstellt und erst
MYCALESIS. Von H. Fruhstorfer.
341
in den höheren Lagen und in den Vorbergen auftritt. Man findet sie in hohem Walde, aber noch häufiger im
niedrigen grasreichen Busch und alten Pfeffergärten. $ etwas matter braungefärbt als die mnasicles er¬
scheint im gleichen Kleide wie auf Sumatra auch in Borneo, von wo sie aus Pontianak und dem Südosten in
meiner Sammlung vertreten ist. — Auf dem Kontinent findet sich perna Frühst. (91 e), die abgetrennt werden konnte, perna.
weil allen früheren Autoren entgangen ist, daß Hewitsons Type aus Sumatra eine rötlichgelbe Grundfarbe
der Flügeloberseite aufweist, während kontinentale Exemplare (wie dies Bingham ganz richtig bemerkt) dunkel
van dykbraun aussehen. Außerdem sind die Vflgl-Ozellen von perna mindestens noch einmal so groß als bei mna¬
sicles, die rotbraunen Submarginal- und. Medianbinden der Flügelunterseite stärker gewellt und alle Ozellen
prägnanter. Die Duftbüschel der Hflgl-Oberseite von perna setzen sich aus braunen, anstatt gelblichen Haaren,
wie bei mnasicles , zusammen. Nach Moore häufig im November am Salwin-Fluß in Oberbirma und nach Bixg-
ham fliegt sie in Tenasserim und Bhamo, wo sie eminent selten und nur im April von 1000 bis 3000 Fuß Höhe
beobachtet wurde. Die abgebildete Type stammt von Tonkin, wo ich sie im August- September auf etwa 300 m
Meereshöhe als große Seltenheit antraf. Exemplare von Perak zeigen eine kleinere schwarze Ozelle der Vflgl. -
Oberseite und etwas rotbraunen Anflug zwischen den Längsbinden der Flügelunterseite. Die Valve der Species
erreicht eine phänomenale Länge und übertrifft an Ausdehnung nahezu dreimal die Uncusspitze, ist hacken¬
förmig nach oben gekrümmt, dorsal fein gezähnelt und überall mit langen verstreuten Borsten besetzt.
M. amoena Druce (91 e) ist eine seltene, nur auf Borneo vorkommende Species, der tagala und bisaya amoena.
benachbart, aber oberseits sofort durch das licht kastanienbraune Kolorit zu unterscheiden, auch durch die
mehr quadratische Flügelform charakterisiert, <$ unterseits braunschwarz ohne die violette Längsbinde von
tagala und mit kleineren Ozellen, sonst dieser ähnlich. $ oberseits heller rotbraun, unten sich im Kolorit bereits
etwas der mnasicles nähernd und auch deren Flügelform annehmend. In meiner Sammlung nur aus Nord¬
borneo.
c. Htfgl. mit zwei Haarpinseln ( Martanda Moore).
M. janardana mit ihren Ausläufern ist eine der am leichtesten zu erkennenden Culapa, sie steht unter
ihren indischen Verwandten ganz isoliert, indem die Hflgl kostalwärts zwei getrennt stehende basale gelbe Duft¬
büschel tragen, während die übrigen Species nur einen solchen aufweisen. Die Art ist weit verbreitet, von den
Philippinen und Nordmolukken bis Celebes und in ganz Makromalayana. Die Spaltformen galten bisher als
getrennte Arten. — megamede Hew. (91 f) ursprünglich aus Ternate beschrieben und von dort und Batjan megamede.
in meiner Sammlung, auch von Halmaheira bekannt, führt von den acht bisher aufgestellten Abzweigungen
die größten Ozellen und die am dunkelsten braune Unterseite. Die Analaugen der Vflgl und alle Ozellen der
Hflgl schön gelb geringelt. Oberseite einfarbig schwarz mit einer feinen rotgelben Antemarginallinie. — micro- micromcde.
mede Frühst. Kleiner als die vorige, hauptsächlich, charakterisiert durch die gelbliche Rückseite der Hflgl,
die mit zierlichen nur punktgroßen Augenreihen besetzt ist. Längsbinde aller Flügel breit weiß, proximal
rotbraun begrenzt. Von Bazilan, Februar, März und übereinstimmend auch von Mindanao in meiner Samm¬
lung. — Auf den östlichen Philippinen auf Panaon und Bohol hat sich dagegen eine unterseits mehr der mega¬
mede zuneigencle melanotische Rasse ausgebildet, circella subsp. nov., von micromede leicht zu trennen durch circella.
das größere Analauge der Vflgl-Unterseite und das satter braune Kolorit der Unterseite der Hflgl. — Celebes
wird von einer distinkten Lokalrasse von janardana Moore bewohnt, die nahezu von 10 Autoren bereits erwähnt,
aber stets verkannt wurde. Die Celebes-Form entfernt sich von der javanischen janardana Westw. und mega¬
mede Hew. von den Molukken so erheblich, daß sie schon längst einen Namen verdient hätte, als welchen ich
opaculus Frühst, einführte, opaculus ist unterseits auf der Basalhälfte aller Flügel reicher und heller opaculus.
grau gesprenkelt als bei den westlicheren Rassen. Die Ozellen der Hflgl sind etwas kleiner als bei megamede ,
größer als bei sapitana und janardana und heller grau als bei diesen letzteren umsäumt. Die Medianbinde
aller Flügel ist breiter, des weiteren sind die Ozellen (innerhalb der grauen Ringe) heller gelbrot geringelt. Von
megamede Hew. differiert opaculus durch den grauen anstatt rotbraunen Anflug der Flügelunterseite und das
Fehlen der gelblichen Antemarginallinien der Hinterflügeloberseite. Nord- und Süd-Celebes, Salayer. Eine
der opaculus verwandte Rasse findet sich, auf Sangir, doch liegen mir Exemplare von dort nicht vor.
besina Frühst, vermittelt den Uebergang von megamede der Molukken zu opaculus von Celebes. Ober¬
seite: Grundfarbe dunkel schwarzbraun mit obsoleteren, antemarginalen Linien aller Flügel. Unterseite:
Grundfarbe gelblichgrau, weder rotbraun wie bei megamede, noch grau wie bei opaculus. Distaler Saum der
schwarzen Medianbinde schmäler, Ozellen der Vflgl kleiner, je drei durch eine graue Umsäumung vereinigt.
Sula-Besi. — sapitana Frühst. Die Lombok-Form ist unterseits farbensatter, dunkler als opaculus Frühst, und sapitana.
janardana Moore. Unterseite: Medianbinde und Ozellen prägnanter, Ozellen dunkler rotbraun und außen
heller, intensiver grau geringelt. Die grauen Ringe werden häufig spitz und die Spitzen verfließen ähnlich
wie bei vielen Sumatra-Exemplaren mit der grauen Antemarginallinie. Lombok, Sapit, ca. 2000 , Mai, Juni.
— janardana Moore. Die Namenstype dieser Art kommt nur auf Java und Bali vor, ist allenfalls janardana.
auch noch aus Bawean zu erwarten, da sie von Kangean schon registriert ist. janardana fühlt sich besonders
heimisch im Osten von Java, wo sie in den Kaffeegärten von der Ebene bis ca. 4000’ hinauf geht. Das Kolorit
der Unterseite ist ein verwaschenes Grau, das bei ost javanischen Exemplaren der Trockenzeit in ein fahles Braun
übergeht. Beim $ der Trockenzoitform schlagen auch die Ozellen der Unterseite als schwarze Punkte nach
oben durch. — sagittigera Frühst., eine etwas stattlichere Form als janardana von Java. Die Ozellen und sagittigera.
342
MYCALESIS. Von H. Friihstorfer.
die Medianbinde der Unterseite größer und breiter. Die Antemarginallinien prominenter. Die Ozellenum-
ringelung noch ausgesprochener pfeilförmig-spitz und mit den Antemarginallinien verschmolzen. Die wei߬
grünen, einzeln abgesetzten Eier lassen sich von solchen von mineus und horsfieldi nicht trennen, zeigen aber
kurz vor dem Ausschlüpfen eine bräunliche, zentrale Ringzeichnung (bei mineus und horsfieldi schwarz). Die
Rpn sind im allgemeinen denen von mineus sehr ähnlich, nur dunkler gelb, können aber sofort durch ihren rot¬
braunen Kopf von den schwarzköpfigen mineus- Rp abgeschieden werden. Sie tragen eine schwärzliche Dor¬
sallinie, welche sich auf jedem Segmente knotig nach beiden Seiten erweitert, gegen Kopf und After aber ver¬
schmälert; von derselben gehen zarte, schwarz punktierte Linien nach vorn und unten gegen die dunkelgelbe
Laterallinio, welche ähnliche, feinere Linien nach vorn und oben aussendet, wodurch eine zierliche Rauten¬
zeichnung entsteht; auf jedem Segmente über der Laterallinie ein feiner, schwarzer Punkt; die Zacken an
Kopf und Anus sind noch kürzer und stumpfer als bei mineus. Die Lebensweise der Rpn ist eine völlig nächt¬
liche; unter Tags halten sie sich tief in den Halmen verborgen, am liebsten auf toten, gelben Blättern und
Halmscheiden; Fraß nur des Nachts. Nach jeder Häutung werden die Rpn dunkler gefärbt und in ihrer
Form kürzer und gedrängter ( mineus bedeutend länger und schlanker). Bei Berührung lassen sich die Rpn
sofort fallen und stellen sich dann für lange Zeit tot; es sind im allgemeinen sehr träge Geschöpfe und glei¬
chen ungemein gewissen Blattschnecken. Die ausgewachsene Rp mißt 35 mm. Vor der Verpuppung verfärbt
sie sich und wird Hellgelb, hängt sich nahe der Erde am liebsten an einem abgestorbenen, gelbbraunen Halm
auf. Die braungelbe, schwarz gezeichnete Pp wird kurz vor dem Auskommen des Falters völlig schwarz.
Letzterer erscheint nach 10 — 11 Tagen. Während mineus , horsfieldi und anapita morgens zwischen 9 und 10
Uhr auskommen, erschienen sämtliche Exemplare von janardana erst zwischen 2 und 3 Uhr nachmittags. Die
Schmetterlinge hielten sich im Puppenkasten viel ruhiger als die anderen eben genannten Arten und flogen
sich in der Zeit, welche man ihnen vor der Tötung zum Erhärten der Flügel lassen mußte, gar nicht ab. Erst
mit Einfallen der Dämmerung begannen sie zu fliegen — das Paradigma einer die Dämmerung liebenden Sa-
baluna. tyride. (Martin). Nordost- und West-Sumatra, malayische Halbinsel, Banka. — baluna Frühst. Selten auf
Borneo, bisher nur zwei Exemplare von Kina-Balu bekannt. Mein <$ und $ differiert durch die bedeutendere
Größe sofort von allen Verwandten. Die Oberseite des $ ist lichter grauschwarz. Unterseite: Medianbinde
schmäler als bei Sumatranern, Ozellen erheblich kleiner, Pupille sehr klein, kaum merklich rotbraun, aber
sehr breit und hellgrau umringelt. Nord-Borneo.
III. Gruppe. Vflgl nur oberseits ohne Geschlechtsauszeichnung, unterseits mit Androconienbecken auf oder
nahe der Submediane. Das Androconienbecken gefüllt.
a. Ohne Duftfleck im Diskus der Hflgl-Oberseite. ( Mydosama Moore 1880 partim = Dasy-
omma Fldr. 1860; Calysisme, Pachama, Indalasa, Nasapa, Samenta, Telinga, Kabanda, Sadarga Moore).
Diese Gruppe ist die artenreichste und enthält die landläufigsten und bekanntesten Arten.
M. perseus bewohnt fast ganz Südasien und den indo-australischen Archipel, erscheint auf dem Kon¬
tinent und einigen trockenen Inseln in zwei Zeitformen und ändert nur wenig an den einzelnen Lokalitäten ab.
Eine ganze Reihe von Formen hat aber dennoch Namen, die hier Berücksichtigung finden, weil mit dem Sy-
nonymieren eher Unklarheit verursacht als Ordnung geschaffen würde. — Es ist Moore’s großes Verdienst
festgestellt zu haben, daß perseus F . der älteste Name derjenigen Art ist, die als blasius F. von fast allen Auto¬
ren durch die Literatur geschleppt wird. Mit perseus bezeichnete Fabricius die Trockenform (aus Neu-Hol-
samba. land beschrieben), mit blasius die Regenzeitform der so weitverbreiteten Art. — Als samba Moore
ist eine individuelle Regenzeitabweichung aus Nord-Indien mit nur zwei, anstatt vier Ozellen der Vflgl-Unter-
seito bekannt. — Moore. Manders c-tc. übersehen jedoch, daß die südindische perse?is-Rasse fast ebenso er¬
heblich von der nordindischen Rasse differiert, wie die südindische mineus polydecta Cr. von mineus mi¬
neus L. der Nordprovinzen; und so wie polydecta verdient auch der südindische perseii, s-Zweig einen Namen,
typhlus. als welcher typhlus Frühst, eingeführt wurde. Flügelschnitt in beiden Geschlechtern spitzer als bei perseus
von Nord-Indien; Flügeloberseite ohne oder nur mit unmerklichen Ozellen. Unterseite der Hflgl
ähnlich -wie bei polydecta mit prominenteren weißen Binden und größeren, heller gelb geringelten Ozellen. Die
weißlichen peripherischen Binden rings um sämtliche Ozellen viel deutlicher, breiter ausgeflossen, im Median¬
teil mehr konkav und insbesondere in der Subanalregion weiter von der weißen Antemarginallinie entfernt.
perseus. Malabar, Süd-Indien (Koll. Fruhstorfer), Ceylon (auch), Andamanen (?) — perseus F. (92a) von
Formosa, Hainan , Tonkin , Annam ; ganz Indien (mit Ausnahme des Südens), Birma bekannt, ist
charakterisiert durch einen ungewöhnlich zierlichen, meist tiefschwarzen Androconienfleck im Zentrum
der Reibefläche an der Submarginale der Vflgl-Unterseite, der kleiner ist als bei irgend einer an¬
deren indischen Species. Dieser zentrale Fleck nimmt bei mineus L. erheblich größere Dimensionen an, so daß
beide Arten — die bisher vielfach verwechselt wurden — leicht zu unterscheiden sind. Die der indo-chine¬
sischen Mycalesis aus der perseus- Gruppe lassen sich samt und sonders ohne Schwierigkeiten trennen, nament¬
lich wenn die Gestalt der Androconienbecken der Vflgl-Unterseite verglichen wird, während die $ ineinander
übergehen; immerhin gelingt es noch zeitweise, die $ der Regenzeitperiode auseinander zu halten. Der Ver¬
such, die Trockenformen zu unterscheiden, wird dagegen nur dann möglich sein, wenn sorgfältig datiertes Ma¬
terial aus gut umgrenzten und genau bekannten Lokalitäten vorliegt. Tragen doch die $ von nicht weniger
MYCALESIS. Von H. Fruhstorfer.
343
wie sechs Arten ( mineus , perseus, perseoides, visala und subdita) und deren Lokalrassen alle dasselbe fast zeich¬
nungslose, unentschiedene, verschwommene graue oder braune Kolorit der Flügelunterseite. Manders beob¬
achtete dasselbe Faktum auf Ceylon und schreibt darüber im Journ. As. Soc. Beng., 1890, p. 182 folgendes:
„Ich war in der Lage, eine große Reihe von Exemplaren der Calysisme- Gruppe aus Ceylon zu untersuchen
und komme zu dem Resultate, daß es leicht ist typische Exemplare zu trennen, jedoch unmöglich, eine sichere
Linie zwischen den Zeitformen zu ziehen. Ferner war ich einige Male nicht imstande, die Species genügend
zu unterscheiden, weil gewisse Exemplare zwischen perseus und polydecta stehen.“ Auch Bingham kam neuer¬
dings zu einem ähnlichen Resultate, indem er (Fauna of Brit. India, p. 56) sagt: „Fünf oder sechs Arten des
MoOREschen Genus sind nahe verwandt. M. perseus, denke ich, kann immer durch die Stellung der Ozellen
der Hflgl-Unterseite, die konstant ist, rekognosziert werden, und zwar in beiden Geschlechtern. Von den an¬
deren können nur die <$ mit einiger Sicherheit getrennt werden durch die Gestalt, Größe und Farbe der Sexual¬
flecke der Vflgl-Unterseite. Aber in den langen Reihen der $$, die ich untersuchte, war es mir unmöglich, auch
nur ein einziges konstantes Charakteristikum zu finden, durch das sich eine Form von der anderen unterscheiden
ließe. „Herr De Niceville hält es für wahrscheinlich, daß die Mycalesis sich kreuzen (interbreed), in diesem Falle
wäre es möglich, daß nur eine Art existiert, von der die $6 variierende Sexualcharaktere besitzen, die jedoch
in gewissen Serien konstant bleiben.“ Die NickviLLEsche Hybridisationstheorie ist jedoch nicht nötig, um
das Faktum zu erklären, daß die $$ verschiedener Species sich ähnlich sehen. Die Variationsmöglichkeit ist
eben bei den Lepidopteren, wo kleine Ursachen große Wirkungen hervorrufen, das Normale und, umgekehrt,
das Konstantbleiben die Ausnahme. Auch die $$ spezifisch weit getrennt stehender Mycalesis, wie malsara,
mystes und sanatana, die ich in Siam, Annam und Tonkin in der Trockenzeit fing, sehen sich zum Verwechseln
ähnlich. Da nun, wie schon oben bemerkt, die weiblichen Formen der Regenzeit sich fast bei allen Mycalesis
ohne weiteres bestimmen und erkennen lassen, so geht daraus hervor, daß die Regenzeit die Arten se¬
pariert, Trockenzei t hingegen die Species nivelliert. Soviel aber bereits über die Imagos
von perseus geschrieben wurde und so oft auch beide Geschlechter abgebildet sind, es existiert doch noch
keine Figur der Jugendstadien, und von der Rp ist nur erwähnt, daß sie Gräser frißt. — Im macromalayischen
Gebiet verändert sich perseus etwas, die Exemplare werden kleiner, die Unterseite verdunkelt, die weiße Längs¬
binde der Regenzeitform und die Ozellen treten zurück. Es ist dies cepheus Btlr., deren Type aus Penang cepheus.
stammt, die aber auch auf Sumatra, Billiton vorkommt, wo nach Martin niemals eine Trockenzeitform auftritt.
Letzteres gilt nicht für Java, dessen Westrasse alle Merkmale von cepheus aufweist, während im Osten
eine prägnante Trockenzeit form vorkommt, die als prasias form. nov. hervorgehoben zu werden verdient, wegen prasias.
der gelblichen Längsbinde der Unterseite, den nur punktgroßen Ozellen und vor allem wegen des violetten Hauchs
der die Distalregion der Hflgl überzieht. Auch die von Bali, Lombok und Sumbawa in meiner Sammlung
befindlichen perseus werden am besten mit cepheus vereinigt. — persa Sm., nach Exemplaren der nassen Periode versa.
beschrieben, differiert durch vermehrten violetten Anflug der Unterseite aller Flügel etwas von prasias, auch
markieren sich bei ihr entsprechend den schärfer kontrastierenden Jahreszeiten die Saisonformen noch deut¬
licher als auf Java. Von den micromalayischen Inseln der Timor- Gruppe bekannt , ostwärts bis Key und Kisser
gehend. Lombok-Exemplare gehören teilweise zu persa, teilweise zu cepheus. — lalassis Hew., aus Gilolo zuerst lalassis.
veröffentlicht, bedeutet eine weitere melanotische Progression, die Hand in Hand mit einer deutlichen Verklei¬
nerung der Gestalt geht. Hierzu zählen auch Exemplare von Celebes, den Südmolukken und Neu-Guinea.
— zia Btlr. ist eine sehr kleine und zeichnungsarme Form, aus dem tropischen Australien. — lugens sia-
Btlr., der östlichste Zweig der Gesamtart, mir unbekannt und von Vate beschrieben. — acarya Frühst. (93 b) ^caryä
wurde von Doherty auf Palawan gefunden. Das einzige vorliegende Exemplar im Januar gefangen, scheint
einer Intermediatfonn anzugehören. Die Ozelle der Vflgl-Oberseite breit blaßbraun umgeben wie bei Trocken¬
zeit-Stücken von Vorderindien. Die Unterseite mit an persa gemahnender zierlicher Zeichnung, kleinen Ozellen,
die bleigraue oblonge Peripherie aufweisen. — caesonia Wall., die Rasse der nördlichen Philippinen sich eng caesonia.
an cepheus anschließend und nach Exemplaren der regenarmen Periode beschrieben, während igoleta Fldr. igoleia.
eine Intermediatfonn kennzeichnet. Semper nennt außer Luzon auch noch die Babuyanes als Fundort.
M. mineus, eine ähnlich protistische Art wie perseus, aber im malayischen Inselgewirr schon etwas
seltener als diese. Aus Java z. B. liegt mir kein einziges Exemplar vor. Doch sind die ersten Stände genauer
bekannt, mineus wird mit perseus oft verwechselt, indessen ist das Speculum der Hflgl größer, glänzender
als bei perseus F., mit einem längeren, schmalen Androconienbecken, das mit rotbraunen oder grauen Schuppen
gefüllt ist. Auch liegen die Ozellen der Hflgl zu einer geraderen Kette aufgereiht. — mineus L. ( = drusia mineus.
Cr.) (91 f.) wurde von Linne nach der Regenzeitform aufgestellt, während die bei mineus häufiger sich ausbil¬
dende Trockenzeitform die Namen otrea Cr. ( = mamerta Cr.) empfangen hat. Eine gemeine Art, welche sich otrea.
das ganze Jahr hindurch zusammen mit Orsotriaewi medus überall findet und jede Hecke und jeden Waldrand
bevölkert. Die grünlichweißen, kugelförmigen, einzeln abgesetzten Eier werden vor dem Ausschlüpfen des
Räupchens im Zentrum erst ringförmig, dann punktförmig schwarz : das Durchscheinen des Rpn-Kopfes,
welcher intensiv schwarz gefärbt ist. Die anfänglich durchsichtigen Räupchen werden erst nach Nahrungs¬
aufnahme grün. Gemengte, eben ausgekommene Rpn von mineus und medus konnten immer sofort richtig
getrennt werden unter Beachtung des schwarzen Kopfes der mineus- Rpn. Nach der 2. Häutung ist die
Rp weißgrün mit einem dorsalen, dunkelgrünen Längsstreifen, welcher über den hintersten Segmenten schwarz-
344
MYCALESIS. Von H. Fruhstorfer.
braun wird; rechts und links von der Dorsallinie auf dem 2., manchmal auch auf dem 3. Segment je ein klei¬
ner, schwarzer Punkt; Kopf- wie Analende laufen in zwei stumpfe, kurze, heller gefärbte Zacken aus. Nach
der letzten Häutung wird die Rp rauchgelb ; der schwarze Kopf zeigt einige dunkelgelbe Flecken ; die Zacken
an Kopf- und Analende sind kürzer geworden; schwärzliche Dorsal- und Lateralstreifen und über jedem Fu߬
paar ein seitlicher, schwarzer Fleck; Körper fein gerifft und behaart. Im allgemeinen gleicht die Färbung
der Rp sehr abgestorbenen, dürren Grashalmen oder deren gelblichen Scheiden. Die Tiere sitzen unter Tags
tief unten in den Halmen an toten Scheiden und Stielen, niemals auf grünen Blättern, und gehen nur des Nachts
zum Fräße nach oben. Sobald die Rpn nicht mehr fressen, verfärben sie sich und werden grasgrün, vielleicht
weil sie sich zur Verpuppung stets auf der Unterseite von frischen, grünen Blättern aufhängen und die Puppe
ebenfalls grasgrün gefärbt ist. Länge der ausgewachsenen Rp 30 bis 32 mm; 9 — 10 Tage Puppenruhe; der
suhiasciata. Falter schlüpft zwischen 9 und 10 LThr Morgens aus. (Martin). Als subfasciata Moore ist eine Form beschrieben,
die einen bleichgelbbraunen Außensaum aller Flügel führt und eine extreme Trockenform darstellt, mineus kommt
in ganz Indien vor, mit Ausnahme des Südens, wo sich als polydzctci eine Lokalform ausgebildet hat; ferner in
Tonkin, Siam, Annam wo ich die Art bis ca. 1000 m Erhebung beobachtete. Die Trockenzeitform ist dort
vom Januar bis Ende April sehr häufig und in allen Abstufungen vorkommend, von Exemplaren die noch kleine
Ozellen tragen bis zu solchen mit augenloser einfarbig brauner Unterseite. Vom August bis Oktober finden
sich Intermediatformen mit breiter gelber oder gelblicher Längsbinde der Unterseite. Der Farbenton wech¬
selt von Exemplaren wie dem der abgebildeten neovisala, also sandgrau, bis zu rotbraun. Sehr häufig sind
polydecta. auch $$ mit ziemlich intensivem violettem Schimmer. — polydecta Cr. (92 a) ist habituell etwas kleiner,
dunkler, die Unterseite lebhafter gefärbt, die weiße Medianbinde der Unterseite manchmal mit violetter Be¬
grenzung und alle Ozellen trotz der Kleinheit der Exemplare erheblich größer als bei nordindischen Exempla-
justina. ren. Auf solche Exemplare ist der Name justina Cr. basiert, der die Regenzeitform umschreibt, während poly¬
decta die Trockenzeitform bezeichnet, die ihrerseits wieder von der nordindischen Trockenzeitform dadurch
ab weicht, daß die Unterseite aller Flügel reicher purpurn überflogen ist. Häufig an der Malabarküste, in den
yiicobarica. Nilgheries nordwärts bis zum Bombaydistrikt vorkommend und auch in Ceylon zu Hause. — nicobarica Moore
ist eine mir in natura unbekannte verdunkelte Satellitinselrasse, deren Medianbinde der Unterseite vorherrschend
bräunlich weiß gefärbt erscheint. Es ist sehr wahrscheinlich, daß sich dieser Rasse auch die aus Sumatra,
Singapore, Java, Kangean gemeldeten Formen anschließen werden. Die mir von Singapore und Sumatra
macro- zugänglichen Stücke verdienen analog der perseus cepheus Btlr. abgetrennt zu werden als macromalayana subsp.
malnyana. nov Habitus kleiner als bei kontinentalen Stücken, die Unterseite der CS mit grauvioletten, statt weißen Längs¬
binden und die Ozellen der Hflgl mit violetten statt weißen Linien umgrenzt und deren gelbliche Peripherie
dunkler und zierlicher. — confucius Leech (Bd. I, p. 81, Taf. 29a) eine habituell sehr kleine nördliche (palaearc-
tische) Rasse, vermutlich aus höheren Lagen West- und Zentral-Chinas, deren Type auf die unten monotone sandfar-
„onata. bene Generation der regenlosen Zeit gegründet ist. — Als zonata Mats, wurde die Formosarasse beschrieben,
die ziemlich übereinstimmend mir auch von Hainan vorliegt, und wohl mit dem Namenstypus der aus China
lustinella. stammt, zusammengezogen werden muß. — justinella Btlr. ist dagegen eine wohldifferenzierte Inselrasse, die
mir nur aus Bazilan und Mindanao vorliegt, aber in verschiedenen Abstufungen den ganzen Archipel der Phi¬
lippinen bewohnt. Hflgl schlanker, mehr gewellt als bei asiatischen Exemplaren, Unterseite der Hflgl in der
Analgegend feiner grauweiß marmoriert, Medianbinde sehr breit, distal zerfasert; Distalregion der weiblichen
Hflgl fast rein weiß. Semper bildet von Luzon zwei Exemplare einer Form der Regenperiode ab, von denen
sich eines (Fig. 12) der nordindischen Rasse nähert, Fig. 11 aber anscheinend der celebisclien neva-
yana Frühst. (93 b) angehört. Andererseits ist es nicht ausgeschlossen, daß sich beide Figuren auf eine
Unterart von horsfieldi Moore beziehen, die weder Semper noch Staudinger kannten und die mir aus Palawan
vorliegt. Jedenfalls bedürfen die philippinischen Formen der perseus-mineus- Gruppe noch der Revision.
Auf den kleinen Sunda-Inseln lebt eine gut differenzierte Species, welche dort mineus L. ersetzt, nämlich
M. wayewa. Dieses besitzt einen größeren Duftspiegel auf der Vflgl-Unterseite, der jedoch mit einem kaum
merklichen grauen Schuppenhäufchen ungefüllt ist, des weiteren sind die Duftpinsel der Hflgl länger und heller
dclicata. gelb als bei mineus L. wayewa zerfällt in vier Lokalrassen, von denen wir die westlichste delicata Frühst. (91 f.)
abbilden, delicata hat eine gewisse Aehnlichkeit mit justinella durch die fein marmorierte Unterseite der Hflgl,
die Grundfarbe ist aber mehr cacaobraun mit purpurnem Schimmer und beim $ erscheinen oberseits zwei bis drei
lebhaft gelb umzogene Analozellen der Hflgl. Zwei wohl markierte Zeitformen, jene der nassen Periode (91 f) mit
vorwiegend gelblicher Distalpartie der Hflgl, gelber Medianbinde und relativ großen weiß gekernten Augen. Die
Exemplare der trockenen Zeit führen eine weißlich violette Längsbinde, die ein monoton graues Distalgebiet
von der rötlichbraunen Basalhälfte der Hflgl abtrennen. Auf Lombok nicht selten und von 600 — 1200 m Höhe.
merops. im April bis Juli fliegend. — - merops Sm. von Sumbawa und Adonara beschrieben, ist etwas ärmer an gelblicher
u-ayewa. Beschuppung und führt kleinere Ozellen der Hflgl. — wayewa Doli., die Namenstype von Sumba, zeigt ein wei߬
liches Analgebiet der Hflgl-Oberseite. Unterseite dunkelbraun, leicht rötlich überhaucht. Die Distal¬
partie vorherrschend weißlich. Nach ihrem Entdecker nur in den höheren und feuchteren Regionen der Insel
undulata. Sumba. — undulata Snell. wurde nach einem $ diagnostiziert, bei welchem zwei graubraune stark gewellte
Anteterminallinien besonders auf fallen. Insel Flores.
minois. M. minois Hew. (91 d) eine interessante Species, die in Ypthima aphnius Godt. von derselben Region,
MYCALESIS. Von H . Früh storfer.
345
den Inseln der Timor-Gruppe, ein Analogon in der reichen Entwicklung hellockergelber Submarginalfelder findet.
Von dieser durch ihre Kleinheit und hervorstechende Färbung auffallenden Species, die sich eng an mineus
anschließt, sind bisher Lokalrassen nicht bekannt. Timor (Type), Wetter. Aus Neu-Guinea ist eine ,,Caly-
sisme “ von Tryon beschrieben, deren Diagnose ich nicht nachlesen konnte, weil das Original werk in den Ber¬
liner Bibliotheken fehlt. Es ist dies pernotata Tryon. (Report Administr. Brit. New-Guinea, TI, App. V. Bris- perrwtaki.
bane, 1890.) — Unbekannt geblieben ist mir auch infuscata Macl. infancatu.
M. newayana spec. nov. (93 b) scheint mineus auf Celebes zu ersetzen. Oberseite einfarbig dunkel- MC"Y'
mausgrau mit zwei äußerst feinen, schwarzen, zart gewellten Anteterminallinien und langen weißen Cilia. Vflgl
mit einer nur mittelgroßen, ganz schwarzen, gelegentlich schwach, weiß pupillierten rundlichen Ozelle, die gleich¬
falls nicht immer verwaschen clunkelgraugelb umrandet ist. Hflgl mit einem Pinsel von langen, schön gelben
Haaren, die nahe der Flügelbasis entspringen und einen wie fein poliert aussehenden glänzenden Duftspiegel
überschatten. Unterseite aller Flügel von einer grauweißen Längsbinde durchzogen, die kleinen Augen zuerst
fein mattgelb, dann grau umringelt. Abdomen oben dunkel, unten hellgrau, wie die Grundfarbe. Von Süd-
Celebes, Umgebung von Macassar, im Februar durch Dr. L. Martin’ s Jäger eingebracht.
M. horsfieldi. Diese distinkte Art ist von allen Verwandten dadurch zu unterscheiden, daß sich distal horsfieldi.
vom Speculum der Hinterflgl noch ein schmaler, langer Androconienfleck, aus gelblichweißen, ungewöhnlich
großen Schuppen bestehend, befindet, der in keulenförmiger Gestalt aus dem zentralen, mit ebensolchen Schup-
•pen gefüllten Napf des Speculums herauswächst und nur teilweise vom analen Dufthaarbüschel überdeckt wird.
Die stark glänzende Reibefläche der Vflgl-Unterseite trägt einen sehr großen ovalen, mit braunen Schuppen
gefüllten Napf an der Submediane, der bei den einzelnen Lokalformen ungleich, aber stets etwas größer als bei
mineus L. angelegt ist. horsfieldi findet sich in allen größeren Sammlungen als ,, mineus “ eingereiht und eine
genaue Prüfung des aufgestapelten Materials würde noch manche verkannte Lokalform ergeben. Dr. Haase
gab (Iris, 1886, S. 105) eine Beschreibung des dick aufgetragenen silberweißen, seidenglänzenden Duftfleckes der
Hflgl, nannte die Art aber irrtümlicherweise pandocus, eine Namensverwechslung mit der gleichlautenden Yp-
thima pandocus Moore. Dr. L. Martin hatte das Glück, die Jugendstadien zu entdecken. Die Namenstype
stammt von Java, von woher Moore die $$ beider Zeitformen kannte und beschrieb. Die west javanische
Rasse geht auch auf Bawean über und von Batavia an bis zu ca. 600 m Höhe ist die Art auf Java nirgends
selten. In Ost-Java und auf Bali erscheint bereits eine durch die Einwirkung langdauernder Trockenzeit ent¬
standene habituell zurückgebliebene Rasse, decia subsp. nov., unterseits mit viel schmäleren, mehr grau violetten decia.
statt weißen Längsbinden, kleineren nur undeutlich bleiglänzend oder grau umringelten Augen, die beim $
der extremen Trockenzeitform analog der perseus- prasias zu verschwinden beginnen. Vom perseus- und mineus -$
scheinen sich die horsfieldi durch das Vorhandensein von zwei statt nur einer Subanalozelle der Hflgl- Oberseite
zu unterscheiden. — hermana Frühst, von Sumatra und Borneo. : Androconiennapf der Vflgl-Unterseite reichlich hermana.
ein Drittel größer als bei Java-Exemplaren. Unterseite : Diskalbinden schmäler, auf den Vf Igln mehr und klei¬
nere Ozellen, die nicht zu zwei Gruppen vereinigt sind, sondern getrennt stehen, was besonders auch bei dem
$ auffällt. Graue Antemarginallinien der Hflgl dünner. — Die jungen Räupchen von horsfieldi wollten
das gemeine, überall wachsende Gras, welches von medus und mineus gerne gefressen wurde, nicht annehmen,
und man mußte ihnen eine Anzahl von Gramineen vorsetzen, aus der sie eine an Waldrändern wachsende Spe¬
cies auswählten. Die Rp ist schlanker als die von mineus und statt rauchgelb ledergelb, doch besitzt sie eben¬
falls einen schwarzen Kopf und die Gewohnheiten von mineus. Die grüne Pp ist kleiner und schlan¬
ker und hat braunrote Zeichnungen über Flügel und Abdomen (Martin). — enganoensis Frühst. (92 a). enaano'.'nsis.
Größer, dunkler als horsfieldi Moore aus Java, Sumatra und Borneo, mit breiteren braunen Ringen der Ozellen
auf der Hflgl-Oberseite. Unterseite : Medianbinde schmäler, dunkler; die Ozellen deutlicher graubraun um¬
ringelt, alle graubraunen Antemarginalbinden namentlich der Vflgl verbreitert. Engano, April bis Juli. -
niasana Frühst. Kleiner als Exemplare aus Sumatra, Vflgl-Unterseite mit wenigeren, aber größeren und brei- niasana.
ter gelb umringelten Ozellen als horsfieldi von Java. Diskalbinde der Flügelunterseite breiter, prominenter,
ebenso die grauweiße Antemarginalzone. — tessimus Frühst. (92 a). Medianbinde aller Flügel grau anstatt tessimus.
weiß, die Umsäumung der Hflgl-Ozellen schärfer gezähnt und mehr zu deutlicheren Binden zusammen¬
geschmolzen. Graue Antemarginalzone der Flügelunterseite schärfer abgesetzt als bei den benachbarten Ras¬
sen. Nord-Celebes, Toli-Toli. — pfyleus Frühst. Kleiner und unterseits mit noch prägnanteren und lichteren ptyleus.
Binden um die Ozellen ausgestattet als tessimus Frühst. Alle Ozellen heller gelb geringelt. Saleyer, Flugzeit:
März. — distanti Moore, eine kontinentale Form von der malayischen Halbinsel, oberseits heller grau als die distanti.
Sumatra- und Borneo-Rasse, unterseits mit blässerer Zeichnung des Distalgebiets aller Flügel. Von Perak in meiner
Sammlung. — muciatius Frühst. Größer als distanti Moore von der malayischen Halbinsel. Ozellen mindestens niucianvs.
doppelt so groß, deutlich gelb umgürtet, mit großer weißer Pupille. Distaler Duftfleck der Hflgl dunkler als
bei allen horsfieldi. Meine Exemplare gehören einer ausgesprochenen Trockenform an. Annam, November,
Dezember von mir gefunden. — leucinoe Frühst. <$ -Unterseite : Androconiennapf der Vflgl schmäler als bei Icucino .
hermana. Ozellen größer, Distalzone aller Flügel breiter und lichter grau beschuppt. Palawan, von Doherty
gesammelt und von Jolo in meiner Sammlung. — panthaka Frühst. (93 b). Durch die große schwarze, deutlich pan /ho l.n.
weiß gekernte Ozelle der Vflgl erinnert sie an visala Moore, ist jedoch habituell wesentlich kleiner als diese.
IX
44
MYCALESIS. Von H. Erithstorfer.
perseoides.
intermedia.
igilia.
stubdita.
rnma.
visnla.
v) aalet.
neovisala.
andamana.
oculus.
346
Unterseits steht sie horsfieldi leucinoe Frühst, von Palawan nahe, entfernt sich aber von dieser durch che statt¬
licheren, reicher gelb umringelten Ozellen, besonders der Vflgl. Formosa, nicht selten und von der Südspitze
der Insel (Taihanroku) bis ins zentrale Gebirge (Chip-Chip) im Juli-August von der Ebene bis 4000 Fuß vor¬
kommend.
M. perseoides Moore. <$: Sexualflecke der Vflgl-Unterseite länger, breiter und heller braun als bei
mineus. Speculum der Hflgl mit langem schmalen und mit tiefschwarzen Schuppen angefüllten Androconien-
becken. Die Regenzeitform hat Moore als intermedia besonders beschrieben. Zwei Subspecies sind be¬
kannt: perseoides Moore (92 a) von Birma, Tenasserim, Tonkin, Chiem-Hoa, August, September und Than-
Moi, Juni von mir gesammelt. — perseoides läßt sich von perseus und mineus leicht unterscheiden durch den schlan¬
keren Schnitt der Hflgl und die viel heller und ausgedehnter ockergelb umzogene Ozelle der Vflgl-Oberseite.
Unterseite bei beiden Geschlechtern eigentümlich fahlgrau mit ockerfarbener Beimischung. Die extreme
Trockenzeitform erscheint vom Oktober bis Januar in Siam, Annam, während in Tonkin Exemplare der Regen¬
zeitform Juli und August auf etwa 300 m nicht selten waren. — igilia subsp. nov. wurde zuerst von Bingham
beobachtet, von Gestalt kleiner als nördliche perseoides, differiert sie oberseits durch eine noch breitere gelbliche
Iris der Vflgl-Ozelle. Der Sexualfleck der Unterseite ist breiter als bei mineus. Von Mysore.
M. subdita Moore nähert sich perseoides, von der sie aber differiert durch eine anale Doppelozelle der
Vflgl-Unterseite. Sexualfleck der Vflgl-Unterseite ockerfarben, länger und breiter als bei perseoides, doch
überschreitet er die weißliche Medianbinde der Vflgl nicht. Auch diese Art erscheint in zwei Zeitformen, Type
von Südindien, wo sie von 500 bis 1000 m Höhe auftritt. Bei Trincomäli auf Ceylon wurde die Regenzeitform
im August, die Trockenzeitform im Oktober und November gefunden.
M. rania Moore. $ oberseits dunkelbraun mit schwarzer weißgekernter Ozelle, die breit und hellgelb
umrandet erscheint. Hflgl mit einer braungelben Antemarginallinie, sonst zeichnungslos. Ueber einem großen
glänzenden Duftspiegel ein Büschel langer gelber Haare. Unterseite schön gelbbraun, Zeichnungsverteilung und
Sexualorgane wie bei perseoides. rama ist eine der seltensten bekannten Arten. Moore hat in den langen Jah¬
ren seines Sammelfleißes nur ein Exemplar zu Gesicht bekommen; auch De Nice viele empfing nur ein Stück
aus Udagama leihweise. — Ein der Trockenform befindet sich im Berliner Museum. Ein fing ich selbst
auf Ceylon im Jahre 1889.
M. visala muß als eine abweichende Form bezeichnet werden, die von den bisher behandelten Arten
differiert durch die Stellung der hinteren Disocellulare der Hflgl, die vor der Abzweigung der vorderen und
mittleren Mediane ausmündet, also basal und nicht distal wie bei perseus, mineus etc. Die Zelle wird dadurch
kürzer und erscheint breiter als bei anderen Species. Der Reibefleck der Vflgl-Unterseite ist breiter als bei
mineus, und geht über die Medianlinie der Vflgl-Unterseite hinaus, besitzt eine sehr große zentrale Androco-
nienmulde, die mit gelben Schuppen gefüllt ist. Speculum der Hflgl mit sehr großem zentralen, gelb gefüll¬
tem Schuppennapf. Valve breit, mit aufgestülpten Lamellen, dorsal und ventral in ihren mittleren Partien
verdickt, fein gezähnelt, dicht beborstet, Spitze chitinisiert. visala ist von allen Verwandten leicht zu trennen
durch den spitzen Flügelschnitt, die ungewöhnlich große Medianozelle der Vflgl und die scharf gewinkelten
Hflgl. Die Regenzeitform gleicht unterseits sehr den mineus und ist von diesen sicher nur durch die Sexual¬
flecken abzutrennen, aber die Trockenzeitform ist unterseits feiner marmoriert und von zwei scharf abgesetzten
Längsbinden durchzogen (91 f). Es sind nur drei Subspecies aufgestellt. — visala Moore, von Sikkim und
Assam bekannt, auch aus Zentral- und Südindien erwähnt, geht von etwa 400 bis 1200 m Höhe. Die Trocken¬
zeitform ist häufiger und kommt auch in größerer Anzahl nach Europa als jene der nassen Zeit. Das Ei ist
zumeist weiß, halbdurchsichtig und wird einzeln oder in Häufchen auf beiden Seiten eines Grashalms depo¬
niert. Junge Rp bleichgrün, Kopf schwarz mit zwei undeutlichen ebensolchen Kopfhörnern. Erwachsene
Rp nach der letzten Häutung bleichrötlich, fein grünlich und gelb gesprenkelt mit blaßgrüner Dorsal- und
schrägen schwärzlichen Laterallinien. Kopfhörner dann rot, dick mit kleinen Tuberkeln besetzt. Körper rauh
und ebenfalls mit Knötchen überdeckt. Pp grün, hinter dem Thorax eingeschnürt. — neovisala Frühst. (91 f)
erheblich kleiner als visala. Oberseite identisch mit visala. Unterseite: Sexualfleck an der Submarginale
der Vflgl dunkler gefärbt als bei visala und nur halb so lang. Umringelung der Ozellen und die grauen Median¬
binden prominenter als bei visala. Regenzeitform, Tonkin, Than-Moi, Juni bis Juli; Trockenform, Tonkin,
Chiem-Hoa, August, September, neovisala beginnt bereits in Tenasserim aufzutreten, wo ich im Mai auf ca.
1200 m Höhe die ungeaugte Form einsammelte, und Dr. Anderson fing viele Exemplare im Mergui- Archipel.
andamana Moore bildet einen Rückschlag zur mineus-Type durch rundlichere Flügel, dunklere Grundfarbe.
Die Stellung der Ozellen ist aber etwas verschieden von mineus und visala. Deren Trockenzeitform entbehrt
nicht völlig der Ozellen wie diejenige der kontinentalen Rassen, auch markieren sich die Längsbinden weniger
deutlich. Andamanen, ziemlich selten.
M. oculus Marsh. (92b). Androconiennapf der j Vflgl-Unterseite rundlich, mittelgroß, mit schwarzen
Schuppen gefüllt, jener der Hflgl- Oberseite etwas größer, gleichfalls mit schwarzen Schuppen, von einem sehr
kurzen, dünnen, graubraunen Strahlhaarpinsel überdeckt. Unterseite mit schmälerem, rotgelbem Vorhof der
MYCALESIS. Von H. Frühstorfer.
34'
hier sehr kleinen aber deutlich weißgekernten Apicalozelle. Beide Flügel von einer weißlichen Binde durchzo¬
gen. Südindien bis 4000 Fuß Höhe. Auch aus Trichinopolis in meiner Sammlung.
M. adolphei Guer. (= onata Hew.) (92 b). Diese Species scheint sehr selten zu sein und schließt adotylui.
sich mit ihren Duftapparaten eng an die vorige an. Süd-Indien, Nilgiri-Hills, woher die von Prof. Spitz im
März gesammelten Vorlagen zur Abbildung stammen. Nach Moore geht die Art von 5 — 6000 Fuß an wal¬
digen Abhängen hinauf und hat nur zwei Bruten mit Regenzeit Charakter, die vom Mai bis August Vorkommen.
M. niamerta ist eine ausschließlich kontinentale Species, die von Südchina ausgehend bis Assam und mo „irrte.
Sikkim im Norden und die Anaimalai- Hügel im Süden von Indien verbreitet ist. In Tonkin war sie neben
mineus die häufigste Culapa. Verglichen mit der aus Vorderindien so wohl bekannten malsarcl ergeben sich folgende
Differenzen der chinesisch-tonkinesischen mamerta Cr. (92 c als tonkiniana bezeichnet), von der vor meiner Reise
nur die Form der regenlosen Periode bekannt Avar, die Gramer nicht recht zutreffend abgebildet hat. Oberseite
beider Geschlechter : Heller braun, Medianbinde derVflgl schmäler. Die Einfassung der Ozellenreihe lichter und
prominenter blaugrau. Die Ozellen heller rötlich geringelt . Antemarginallinien nach innen viel breiter gelblich be¬
grenzt. Auf den Vflgl nur drei, statt vier Ozellen, was bei 10 Exemplaren zu konstatieren war. Auf den Hflgl ob-
literiert zumeist die kleine dritte Ozelle zwischen unterer Radiale und der oberen Mediane. Die Trockenform wird
viel kleiner als die korrespondierende f. rudis Moore, unterseits viel heller und die Medianbinde, welche distal ge¬
legentlich einen orangefarbenen Ton annimmt, ist manchmal nur fadendünn. Hflgl der Trockenform manch¬
mal nur schwach gewellt, mamerta traf ich häufig an feuchten Stellen neben dem Wege sitzend, wo sich die
Falter mit ihrer grauen Unterseite geschickt in ihrer Umgebung zwischen abgefallenen dürren Blättern zu ver¬
stecken wissen. Aufgescheucht bewegen sie sich zuerst laufend oder hüpfend vorwärts, um rasch Avieder an ihre
alte Stelle zurückzukehren, Aveil sie nicht gerne und immer nur nahe dem Boden fliegen. Die geäugte Form
(mausonia Frühst.) differiert von der ungeaugten ( mamerta Cr.) außer durch das Vorhandensein deutlicher O- mausonia.
zellen auch noch durch eine breite Aveiße, statt gelbliche Medianbinde aller Flügel. Durch Croavley AATirde
mamerta auch aus Hainau gemeldet. Tonkin, Than-Moi und Chiem-Hoa auf ca. 1000 Fuß von Juni bis Septem¬
ber, Regenzeitform. Montes Mau-Son, 2000 bis 3000 Fuß, April bis Mai, Trockenform. — annamitica Frühst, annamilica.
Beide Geschlechter etwas größer als bei mausonia. Vflgl, aber namentlich die Hflgl, stark geAvellt mit deutlich
hervortretenden weiß gesäumten Ausschnitten. Medianbinde der Unterseite kaum durchscheinend, die schwär -
zen Ozellen aber sehr deutlich heraustretend, kleiner als bei mausonia , aber breiter und heller gelb geringelt.
Duftschuppenfleck der Hflgl-Oberseite fast doppelt so groß als bei mausonia mit tiefschwarzen anstatt
grauen Schuppen belegt. Der scliAvarze Kern im Duftspiegel der Vflgl-Unterseite breiter als bei mausonia- q .
Unterseite : Die Medianbinde breiter als bei mausonia, lebhafter gelb und deutlicher heraustretend. Die ge¬
samte Submarginalzone reicher, fein hellgrau marmoriert; auf beiden Flügeln machen sich komplette, jedoch
nur leicht angedeutete Reihen kleiner Ozellen bemerklich, ebenso eine schwarze submarginale Zickzacklinie.
Die Fransen abwechselnd schwarz und weiß. Das weitaus interessanteste Charakteristikum der neuen Form
bildet jedoch die Beschaffenheit der sekundären Sexualcharaktere. Der Duftschuppenfleck der Hflgl-Oberseite
ist nämlich fast doppelt so groß als bei mausonia und mit tiefschwarzen anstatt grauen Schuppen
belegt. Der sclvwarze Kern im Duftspiegel der Vflgl-Unterseite gleichfalls breiter als bei mausonia. Da nun
annamitica. als Produkt einer extremen Trockenzeit zu gelten hat, ergibt sich aus dem Vergleich mit
mausonia, die eine feuchtere Region bewohnt, daß lange Trockenperioden günstig auf die EntAvicklung der
Duftschuppen einAAÜrken und zunächst eine Anhäufung und Vermehrung derselben bewirken, Hand in Hand da¬
mit geht eine progressive EntAvicklung der Duftschuppenbehälter. Süd-Annam, Februar 1910, auf dem Wege
von Xom-Gom nach dem Plateau von Lang-Bian auf ca. 2000 Fuß Höhe gesammelt. Diese prägnante neue Lo¬
kalform, die wegen ihres Flügelschnittes und der ausgedehnten Duftschuppenflecke fast als Species zu rechnen
ist, traf ich im Quellgebiet des Donnai, einem Flusse, der auf dem Plateau von Dran entspringt und bei Saigon
sich mit dem Meere vereinigt. — malsara Moore entfernt sich von mamerta oberseits durch die breitere AAreißliche mctlsara.
Medianbinde der Vflgl und unterseits durch das dunklere Gesamtkolorit, soAvie die verstärkte Längsbinde. Als
rudis Moore ist die ungeaugte Form benannt, die aber von der Regenzeitform nicht so erheblich verschieden rudis.
ist als mamerta von mausonia, Aveil die Längsbinde sich kaum verschmälert, nur unAvesentlich gelblich ver¬
färbt ist und die Grundfarbe dunkel bleibt und stellenweise mit purpurnem Anflug bedeckt AA’ird. SoAveit bekannt,
geht malsara nirgendwo über 1000 m hinauf, sie ist vielmehr ein Schmetterling des heißen Terai, aa'o sie manch¬
mal an feuchten Stellen der Straße gefunden wird. Sie fliegt vom März bis November. Ob die atiii Birma
registrierten Stücke zu mamerta oder zu malsara gehören, kann ich aus Mangel an dortigem Vergleichsmaterial
nicht feststellen. — lepcha Moore (Bd. 1 p. 82), von Nepal und dem Nordwest himalaya, ist eine Rasse mit A’or- Jcycha.
Aviegendem Trockenzeit-Charakter und stark zurückgebildeten weißen Längsbinden. — davisoni Moore, eine davisoni.
interessante kleine Form mit sehr deutlicher Aveißer Medianbinde aller Flügel, kleineren und satter rot umringel¬
ten Ozellen. Sehr selten, Moore Avar nur ein Exemplar bekannt, das in einer Höhe von 3 — 4000 Fuß in den
Anaimali-Hills (Süd-Indien) gefunden wurde. Mehrere Exemplare aus Trichinopolis sind in meiner Sammlung.
— bethami Moore, gleichfalls in nur einem $ bekannt, ist die ungeaugte Form der vorigen. Fundort, Zentral- bethami.
provinz von Indien.
M. nicotia, von Avelcher ZAvei Ortsrassen bekannt sind, nudgara Frühst. (92c) von Tenasserim aus einer nudgara.
MYCALESIS. Von H. Frcthstorfer.
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Höhe von 4000 Fuß, mit doppelt so breiter weißer Medianbinde der Unterseite aller Flügel, zudem größer;
nicotia. bleicher mit stattlicheren Ozellen geschmückt als nicotiaHew., die vom Nordwest-Himalaya bis zu den Kliasia-
Hills vorkommt, besitzt auf der Vflgl-Unterseite einen an mineus und malsara erinnernden braungefüllten An-
droconiennapf, der bei Exemplaren der Regenzeitform kleiner wird. Die Regenzeitform ist viel seltener als
langt. langi Nicev., deren Name die Trockenzeitform umschreibt. Erstere trägt auf der fein marmorierten Unterseite
vier Augen der Vflgl und sieben auf den Hflgl, von denen der anale der vorderen und der subanale der hinteren
Flügel die größten sind. Bei langi verschwinden die Augen bis auf wenige Rudimente, welche wie bei nicotia
durch eine gelbliche Binde von der Basalregion der Flügel abgeschieden sind.
»liscHHs. M. misenus Nicev. steht der nicotia sehr nahe, ist aber unterseits wesentlich dunkler, und zeigt einen
braunen, statt schwarzen Haarbüschel am Androconienbecken der Hflgl-Oberseite. Auch ist das Speculum
der Vflgl-Unterseite größer und blasser. Bisher ist nur die Regenzeitform bekannt, misenus ist sowohl in
Sikkim wie Assam außerordentlich selten. — sericus Leecli (Bd. 1 p. 82, Taf. 29 c) ist eine Lokalform des
westlichen China.
heri. M. heri Moore ist eine so nahe verwandte Art aus dem westlichen Himalaya, daß ich misenus als
Lokalform damit vereinigen würde, wenn nicht Bingham bemerkte, daß ihr der Duftspiegel der Vflgl-Unterseite
völlig fehlte. Mir ist die Species in natura unbekannt, wenn aber letzteres zutrifft , müßte heri mit der mna-
sicles- Gruppe vereinigt werden. Wie misenus, führt aber heri einen braunen Haarpinsel der Hflgl-Oberseite.
Doherty hat im Kumaon- Himalaya die nicht geäugte Form entdeckt. Vflgl nach der Abbildung Moores
mit einer kleineren Apical-, einer sehr großen Analozelle der Hflgl. Oberseite der Hflgl mit zwei gleichgroßen
Subanalaugen, die Unterseite mit einer Kette von sieben gelb geringelten Ozellen.
mestra. M. mestra. die größte indische Species, zerfällt in zwei Ortsrassen, mestra New. (92 c), von Assam
führt einen stark reduzierten Androconiennapf der Vflgl-Unterseite, der bereits so klein ist, daß er keine Schup¬
pen mehr aufnehmen kann, sondern nur noch eine nackte glänzende Mulde bildet. Unterseite fein marmoriert
mit prächtigen, leuchtend weißen, gleichbreiten Längsbinden. Vflgl mit zwei Apical- und einer etwas größeren
vctus. Analozelle. Hflgl ebenso, aber mit einem analen Nebenauge. — vetus subsp. nov. ist eine habituell kleinere
Rasse von Bhutan, mit oberseits beim ^nahezu verlöschender Medianbinde der Vflgl. Unterseite dunkler, Längs¬
binde am Costalrand sehr dünn einsetzend, auch auf den Hflgl schmäler als bei Assam-Exemplaren. Wird ge¬
legentlich auch in Sikkim gefunden, wo sie vom Mai bis August von 5 — 7000 Fuß Höhe vorkommt.
suaveolens. M. suaveolens Wood- Mas. differiert oberseits erheblich von mestra durch das Auftreten einer mittel¬
großen schwarzen, weiß gekernten Apical- und einer viel stattlicheren, aber geringergelb gesäumten Analozelle.
Den Hflgl fehlt der zierliche weiße Distalsaum, und der Unterseite der Vflgl die für mestra so charakteristische
feine grünliche Schraffierung. Selten in Sikkim und Bhutan, wo sie bis etwa 1000 m Höhe vorkommt, den
dichten Wald bevorzugt und von März bis Juli fliegt. Eine ungeaugte Form ist ebensowenig wie bei mestra
Ixuijinci. bisher beobachtet worden. — kagina Frühst. (92 c). Kleiner als suaveolens Wood-Mas. von Bhutan. Anal¬
ozelle der Vflgl größer, Medianbinde der Flügelunterseite viel schmäler. $ etwas größer und blasser als das q ,
oberseits mit zwei feinen aber matt gelben Anteterminallinien der Hflgl. Formosa, Flugzeit Juni bis August
auf etwa 3 — 4000 Fuß Höhe.
malsarida. M. malsarida Btlr. bisher nur aus Assam bekannt, wo sie die Khasi- und Naga-Hills bewohnt, ist
oberseits einfarbig schwarz, gegen den Apex leicht aufhellend, und mit undeutlichen braunen Anteterminal¬
linien. Unterseite wie bei inopia Frühst. (91a) nur mit bedeutend größeren Ozellen. Androconiennapf der Vflgl-
Unterseite sehr klein, nicht größer als bei perseus, schwarz gefüllt. Hflgl mit dünnem, schwarzen oder braunen
Haarpinsel und einem matt glänzenden basalen, lang behaarten Duftfleck der in die Zelle hineinreicht.
khusiana . Zwei Zeitformen: malsarida Btlr. (Regenzeit) khasiatia Moore (Trockenzeit). Unterseite aller Flügel nur basal-
wärts schwärzlich, die gesamte Außenregion grau mit purpurnem oder violettem Anflug. Die Ozellen zu win¬
zigen Pünktchen reduziert.
(jotama. M. gotama. eine ostasiatische Kollektivart, welche von Hondo an die japanischen Inseln bewohnt,
von Zentral- und Westchina an bis Annam und Oberassam vorgedrungen ist. Vier Unterarten sind bekannt :
gotama Moore (Bd. 1, p. 81, Taf. 29 c) ursprünglich aus Shanghai beschrieben, mit gelblichweißer Längsbinde der
Flügel-Unterseite, dazu ist borealis Fldr. eine Form mit nach innen etwas nachdunkelndem Medianband. Ja¬
panische Exemplare sind gewiß von chinesischen verschieden, doch zeigen die von mir in Nagasaki gesammelten
Exemplare noch die von Moore erwähnte gelbliche Längsbinde der Unterseite. Daneben aber treten bereits
fulginia. etwas größere Stücke auf (fulginia form, nov.) mit deutlicherem Apicalocellus der Vflgl, ausgedehnter gelber
Peripherie der Analozelle und breiter violetter Medianbinde. Auch die Augenserie der Hflgl markanter. —
seriphus. seriphus subsp. nov. Wesentlich verschieden von der Kiushiu-Form ist die Rasse der Hauptinsel von Japan, von
südlichen gotama leicht zu unterscheiden durch das dunkelgrau schwarze, statt gelblich grüne Kolorit der Unter¬
seite, erheblich zurückgebildete Ozellen und unterseits einer fadendünnen Längsbinde, die noch dazu schwärzlich
überpudert ist. Diese Merkmale haben sowohl zwerghafte Exemplare, von denen Seitz (Bd. 1 Taf. 29 c. 5) eines
abbildet und wie sie mir von Hakone vorliegen, und auch solche, die an Größe nicht hinter den stattlichsten
MYCALESIS. Von H. Fruhstorfer.
349
Kiusliiu- Stücken Zurückbleiben. Nach Seitz sehr gemein in Zentral- Japan vom Juni ab unter (Jryptomerien
in den heiligen Hainen der Japaner. — niadjicosa Btlr. (92 d) umschreibt eine verdunkelte Satellitinselrasse mit madjiro u.
kleineren Augen, die nur eine kaum merkliche, gelbe Peripherie aufweisen. Die Median binde der Unterseite
satter gelb und breiter als bei Exemplaren von Hondo und Kiushiu. Von Oshima und ishigaki in meiner
Sammlung. — nanda Frühst, ist eine habituell noch mehr zurückgebliebene Rasse, <$ oberseits mit markan- nandu.
ter gelber Ozellenperipherie, weshalb die Augen größer als bei madjicosa erscheinen. Die Augen sind aber beim
viel kleiner, und die Längsbinde der Unterseite aller Flügel erheblich schmäler. Von Tainan aus der Niederung,
Flugzeit Oktober und von Horisha aus dem gebirgigen Innern der Insel Formosa. — charaka Moore, wurde cbaruka.
wegen der größeren Ozellen der Vflgl-Oberseite von gotama abgetrennt . Die Augen der Unterseite, nament¬
lich jene der Hflgl sind aber eher kleiner als bei gotama. — oculata Moore ist dazu die nahezu ungeaugte Form ocututa.
der trockenen Periode. Bisher nur aus Assam und von Rhamo bei Birma bekannt, wurde charaka. von mir in
Tonkin und Annam in der Niederung und bis ca. 400 m Höhe in den Monaten Juni bis August und November,
Dezember angetroffen. — Parallel mit gotama Moore und innerhalb derselben geographischen Grenzen findet
sich eine zweite Species, die beständig mit gotama verwechselt wird. Es ist dies die dunklere perdiccas Moore,
eine Art mit Duftbüschel an der Submediane der Vflgl.
M. unica Leech (Bd. 1 p. 81, Taf. 29 c) nur in einem $ bisher bekannt, dürfte sich vielleicht als unica.
eine Aberration mit vergrößertem Apicalocellus und fehlendem Analauge der Vflgl-Unterseite erweisen, die
stark verbreiterte weiße Discalbinde läßt auf ein Produkt der Regenzeit schließen. Mupin, China.
M. moorei Fldr. (92 b). Diese aparte Species ist bisher als ausschließliche Bewohnerin von Java be- moorei.
kannt, avo ich sie zudem nur im Osten der Inseibis etwa 2000 Fuß antraf, moorei gehört zu den Waldbewoh-
nern, geht aber auch gelegentlich in Kaffeegärten, besonders während der Regenzeit, wenn in diesen das Unkraut
reichlich wuchert. Auf moorei basierte Moore sein Genus ,, Indalasa “, das von Cahysisme de facto durch nichts
differiert. Die Vflgl zeigen unterseits am Analrand der Flügelbasis einen mit grauen spezialisierten Schuppen
belegten, proximal spitzen, distal verbreiterten länglichen Fleck. Das Anclroconienbecken hat die Größe
Avie bei mineus L. und ist mit schwärzlichen Schuppen gefüllt. Hflgl-Oberseite mit relativ großem xAndroconien-
napf, der graubraune Schuppen enthält, über die ein dünner, gelblicher, Aveißer Strahlhaarpinsel hinwegragt.
Von moorei erscheinen zwei recht gut unterschiedene Saisonformen, nämlich: forma ternp. pluv. moorei Fldr.,
AA'ie sie deren Autor abbildet, mit einer großen und 2 — 3 kleinen Ozellen der Vflgl und sieben deutlichen Ozellen
der Hflgl-Unterseite, und forma temp. sicc. kolita Frühst. Unterseite: Distalsaum aller Flügel lichter, Ozellen h-olita.
der Vflgl fallen entweder völlig aus oder sind zu Punkten reduziert.
M. aramis Hew. (92b) steht in der Zeichnungsanlage der Flügelunterseite sehr nahe nala Moore von aramis.
Java, gehört jedoch Avegen ihrer primitiveren Sekundär- Sexualorgane zu einer ganz anderen Artenreihe.
Sie führt keinerlei Duftorgane auf der Vflgl-Oberseite. Der Reibefleck der Unterseite ist schmäler als jener von
mineus, aber länger, und trägt in seiner Mitte nur einige kaum sichtbare braune Schuppen, die ziemlich lose ge¬
lagert sind und keinen kompakten Fleck bilden. Der Duftspiegel der Hflgl ist lang, schmal und grenzt oberhalb
der Zelle an einen etwas schräg distal geneigten, tiefschwarzen, langen Schuppenfleck, AAÜe er bei keiner
der bisher bekannten indo-malayischen Mycalesis existiert. Der übliche Duftpinsel der Hflgl ist ziemlich dünn,
länger und dunkler als bei mineus Die Grundfarbe oberseits eigentümlich rotbraun, ähnlich Avie bei merops
Sm. und persa Sm. von den kleinen Sunda-Inseln. Zwischen den unteren Medianen steht eine mittel¬
große scliAvarze, weißgekernte Ozelle. Auf den Hflgl schlagen zAvei schwarze Punkte von der Unterseite
durch. Die distale Flügelpartie ist ein wenig heller als die basale Region. Unterseite : xAehnlicli nala Moore,
beide Flügel bis an die scharf abgesetzte Aveißliche Submarginalbinde dunkel rotbraun, Avie ein Samtbelag.
Marginalzone bräunlich mit einer schwarzen antemarginalen Zickzacklinie. Die Submarginalbinde, welche ähn¬
lich Avie bei nala verläuft, weißlich mit etwas fleischfarbenem Hauche, costalwärts breiter, analwärts sich AA'enig
verschmälernd. Auf den Vflgl zwei Aveiße Punkte, auf den Hflgl eine Serie von sechs sehr kleinen Ozellen.
Luzon, anscheinend Bergform.
M. kina Stgr. ist ausgezeichnet durch einen grau beschuppten, langen, schmalen, spitzen Duftstrich, kina.
der auf der Flügelunterseite von der distalen Partie des Reibefleckes (von der Submediane an) schräg nach unten
in proximaler Richtung verläuft. Die Oberseite gleicht der M. ustulata (93 a), ist aber etAvas heller braun, führt
jedoch denselben schwarzen, runden unge kernten Augenfleck der Medianpartie der \Tflgl. Unterseite dun¬
kel graubraun mit sehr breiten satt rotbraunen Längsbinden. Vflgl mit ZAvei Avinzigen xApical-, einer großen
Analozelle, Hflgl mit einer Kette von sieben Augen, von denen das subanale am ansehnlichsten gestaltet, AA'eiß
gekernt und schön gelb umrandet ist. \Ton der neben kina vorkommenden amoena Druce, die zur tagala- Gruppe
gehört, differiert kina durch die größeren Augen und das hellerbraungrau gefärbte Distalgebiet aller Flügel.
Exemplare vom Kina-Balu sind etwas kleiner als durch Eve r ett in Lawas, mehr in der Niederung, gefangene qq.
M. thyateira spec. nov. zählt gleich kina und amoena zu den endemischen Arten von Borneo, und Avenn- thyateira.
gleich über die ganze Insel verbreitet muß sie doch sehr selten sein, denn Shelford envähnt sie nicht in seinem
Katalog der Borneofalter. Die Typen befinden sich in der Sammlung Staudinger, avo ich die neue isoliert
stehende Species im Herbst 191 0 ermittelte. <$$ oberseits sehr nahe kina. und amoena, aber hellrehbraun. Vflgl
MYCALESIS. Von H. Fbühstorebr.
350
mit zwei von der Unterseite durchscheinenden Augen. Hfigl an der Basis mit langem, gelbem Haarpinsel.
Unterseite Avie bei ustulata (93 a), jedoch rotbraun statt schwärzlich und mit sehr breiter, alle Flügel durch¬
ziehender violetter Medianbinde. Vflgl mit zwei schwarzen, weißgekernten, gelbbraun geringelten Ozellen,
Hfigl mit sieben Augen, von denen das erste und fünfte am größten erscheinen. Fundort Brunei in Nordborneo
und Tandjong im Südosten der Insel. Die Südostborneo-Rasse ist kleiner als jene aus dem Sultanat Brunei,
dunkler, unterseits ärmer an violett, dagegen oberseits mit leichtem, violetten oder purpurnem Schimmer.
/ uscn m . M. fuscum eine echt macromalayische Species und ein Kind der heißen Tiefebene, das kaum auf
die Vorberge hinaufgeht, sich aber gerne in der Nähe der Flüsse aufhält. Die Namensform fuscum Fldr. stammt
von der malayisehen Halbinsel, kommt aber übereinstimmend auch auf Sumatra vor, und wird auch von Banka
gemeldet. Die sind dunkelbraun mit rötlichem Hauche auf der Oberseite, während die Unterseite, beson¬
ders die der Hfigl, gelbrot gefärbt ist. Die größeren und helleren $$ tragen auf der Oberseite der Hfigl 6 Ozellen
in einer gelben Binde. In West- Sumatra kommen neben fuscum die Distant (Rhop. Malay., PI. 5, Fig. 1)
abbildet, auch $$ vor, bei denen die Ozellen der Hflgl-Oberseite namentlich distalwärts von einem breiten,
dinichc. rotbraunen Saum umgürtet sind (^- form . maeularia Frühst). — däniclie Hew. bewohnt Java. Dortige fuscum
sind kleiner als typische Exemplare von der Malayisehen Halbinsel und auf der Unterseite der Vflgl dunkler,
auf jener der Hfigl viel heller. Die Hfigl weisen namentlich zu beiden Seiten der Ozellen eine breitere und heller
rotbraune Besäumung auf. Java, Palabuan, Januar, dinichc ist selten auf Java und wurde von mir nur in
den Wäldern am Südstrande beobachtet. Aus Ost- Java bekam ich die Art nie zu sehen. Das $ ist mir unbekannt
adustuta. geblieben. — adustata Frühst., die Nordborneo-Form hat sich am weitesten vom nomenklatorischen Typus
entfernt und fällt beim $ durch den rotbraunen, beim $ durch den hell gelblichgrauen Farbenton der Flügel¬
oberseite auf. Die Unterseite ist gleichfalls aufgehellt, namentlich auch in der Basalhälfte der Flügel, die hell
gelbbraun ist, anstatt schwärzlich beschuppt, wie bei den übrigen Formen der Sunda-Inseln. Die rotbraunen
Längsbinden der Hfigl schmäler als bei fuscum Fldr. von Malakka, alle Ozellen, namentlich auch jene im Anal-
umsculus. winkel der Vflgl sehr viel größer. Lawas, Nord-Borneo. — niusculus Frühst., (92 d) die Nias-Form von fuscum,
schließt sich (wie dies auch schon bei anderen Arten wiederholt konstatiert wurde) mehr der javanischen Rasse
an, als jener von Sumatra. Sie ist noch etwas kleiner als dinichc Hew. von Java, die Oberseite heller grauschwarz,
was namentlich beim $ auffällt. Die Unterseite des $ erinnert an dinichc, erscheint jedoch noch etwas heller
und gleichmäßiger rotbraun gefärbt. Die rotbraune Einfassung der Hflglozellen ist erheblich schmäler, dafür
verbreitern sich namentlich beim $ die hell gelbgrauen Ringe, welche die Ozellen umschließen, musculus ist
des weiteren dadurch charakterisiert, daß alle Ozellen größer erscheinen als bei Sumatra- und Java-Exemplaren.
Namentlich erweitert sich die Analozelle der Vflgl-Unterseite. Nias. fuscum differiert etwas von verwandten
Arten durch die basalwärts stark gekrümmte* mittlere Discocellulare der Hfigl.
periscelis. M. periscelis Frühst. (93 b). $. Unterseite: Basalteil aller Flügel schwärzlich braungrau,
Distalpartie hellgrau mit fast weißlichgrauen Submarginalbinden. Vflgl mit vier Ozellen, von denen
die zweite am kleinsten, Hfigl mit einem riesigen Apicalauge und fünf anschließenden Ozellen, von welchen
die zwischen den Medianen gelegenen wiederum sehr stattlich sind. Alle Ozellen schwarz mit weißem Kern, gel¬
ber Peripherie, die diskal noch braun geringelt ist. Um sämtliche Augen lagert breit bindenartig ein grauvio¬
letter Vorhof. Hfigl dann noch mit einer an der vorderen Mediana stark geknieten, distal nasenartig vorsprin¬
genden dunkelbraunen Medianbinde, die sonst nur bei celebischen Arten einen ähnlichen Verlauf zeigt. — For¬
mosa, Tailianroku, August, ■periscelis scheint eine autochthone Art zu sein, denn Avir kennen keine Ver¬
wandten aus den umgrenzenden Ländern ; es ist aber möglich, daß Avir es mit einem philippinischen Element
zu tun haben, das im Ursprungsland eben erst noch gesucht werden muß. Das ist noch unbekannt, und nach
dessen Entdeckung kann erst entschieden werden, ob periscelis in die Nähe von fuscum oder in eine andere
Artengruppe gehört.
ncrida. M. nerida Sm. Diese Art steht ziemlich isoliert, sie gleicht in der Färbung und Flügelform etAvas
oroatis Hew. von Java und kina Stgr. von Nord-Borneo; G rose- Smith vergleicht sie nicht mit Unrecht auch
mit tagala Fldr. Durch die Sexualcharaktere entfernt sich indes nerida von allen den genannten Arten und am
allerwenigsten gehört sie in die remulia- Gruppe, wie G Rose-Smith meint, weil die schwarze Schuppenum¬
grenzung am unteren Teile des Speculums der Hfigl fehlt, die bei remulia Cr., asophis Hew. und anderen Formen
der remulia- Gruppe prägnant auf tritt. Von der tagala-'Reihe entfernt sich nerida durch den braunen zentralen
Androconienfleck an der Submarginale der Vflgl-Unterseite, den sie mit der bazochi- Gruppe gemeinsam hat.
Die Organe der Hfigl fallen durch ihre Einfachheit auf, es ist nur ein hellglänzendes Speculum vorhanden mit
einer seichten, anscheinend schuppenlosen Pfanne und der basale braunschwarze Duftbüschel. Milne-Bai,
dia. Britisch-Neu-Guinea. — elia Sm. (92 d). In der Ausbildung der Duftorgane steht elia am nächsten nerida-Sm.,
mit der sie morphologisch sonst nicht die geringste Aehnlichkeit hat. Reibeflecke der Vflgl-Unterseite mit
einem prägnanten, tiefschwarzen Androconienfleck. Speculum der Hfigl groß, hell, mit langer, sehr tiefer,
schrvarz gefüllter Schuppengrube. Duftpinsel bräunlich, lang und sehr dünn. An der unteren Peripherie des
Speculums macht sich ein leichter Ansatz von Duftschuppen bemerkbar. Deutsch- und Holländisch-Neu-
Guinea. Oberseite des <$ sehr ähnlich messene Hew. (91b), aber mit schmalem, schwarzen Distalsaum, und heller
gelber Grundfärbung, die namentlich beim $ in den distalen Partien sehr verwaschen ist. Vflgl mit einer
MYCALESIS. Von H. Frtthstorfer.
Medianozelle und auch noch mit einem apicalen Auge. Hflgl mit einer Serie von fünf schwarzen, breit hellocker
gelb umzogenen Augen. Häufig im schattigen Buschwald von Friedrich- Wilhelmshafen in Deutsch-Neu-
Guinea, von März bis Juni. Doherty fand die Art auch in der Humboldt-Bai im September und Oktober,
theophila Frühst. <$. Kleiner, dunkler, Flügel rundlicher, Ozellen größer, Farbenton kräftiger, alle Binden theophila.
prägnanter als bei elia. Unterseite: Dunkler, alle Binden breiter, rötlicher. Die drei apicalen und die beiden
analen Ozellen der Vflgl zusammengeflossen. Androconienfleck der Vflgl viel kleiner. f gleichfalls beiderseits
dunkler, mehr graubraun als gelblich. Aus Finschhafen, Deutsch-Neu- Guinea.
M. bazochi Guer. (= milena 8m.) (92 d). Diese eigentümliche Art hat Smith von der Ober- und Unterseite hazochi.
sehr gut abgebildet, besser als Gite rin. Smiths Angabe, daß milena eine hellere undausgedehnter braun gefärbte
Basalhälfte der Flügel aufweise als bazochi, finde ich bei meinen Exemplaren aus fast ganz Neu -Guinea nicht bestä¬
tigt. bazochi erinnert oberseits etwas an mucia, unterseits an durga S?n. Die sekundären Sexualmerkmale ziemlich
kompliziert, Vflgl-Unterseite mit zentralem Schuppenhäufchen im Reibefleck. Speculum der Hflgl-Oberseite mit
einer flachen, ziemlich großen Pfanne mit gelblichen Schuppen, nach unten umgeben von einem breiten , schwarzen,
glänzenden Schuppensaum, über den ein bräunlicher Haarpinsel hinausragt . Proximal der Submarginale der Hflgl
entspringt dann noch ein länglicher zottiger Büschel von braunen Haaren, der sich auch bei oroatis Hew., durga
8m. und mystes Nicev. findet. Unterseite basalwärts dunkelbraun, die Distalpartie grau violett. Letztere
wird durch eine mäßig breite, rotbraune Längsbinde von der Innenhälfte abgeschieden. Vflgl mit drei
kleinen Apical-, einer größeren Analozelle. Hflgl mit sechs Augen, von denen das vorletzte am größten.
Alle Ozellen gelb umzogen. Exemplare von der Etna-Bai in Holländisch-Neu- Guinea sind etwas kleiner als solche
von Dorey und Kapaur.
M. cocodaemon Kirsch (92 d) bildet mit evara Frühst, eine Gruppe, die durch eine schwarze Andro- cocodaemon.
conienansammlung im Reibefleck der Vflgl-Unterseite charakterisiert wird, cocodaemon steht indessen wieder
ziemlich isoliert, weil sie auf der Hflgl-Oberseite außer einem sehr langen bräunlichen Duftpinsel noch einen
zentralen Schuppenfleck im Speculum besitzt, aber keinerlei Androconienansammlung unterhalb des Spiegels
aufweist. Unterseite grauschwarz mit leichtem Purpurschimmer und zwei schwarzen Längsbinden. Vflgl mit
einer kleinen Apical-, einer größeren Subanalozelle. Hflgl mit sechs ockergelb geringelten Augen, von denen
das fünfte am größten erscheint. Eine seltene Art, von Jobi beschrieben und von dort in meiner Sammlung
nach Oberthür auch auf Andai, Holl. -Neu-Guinea, vorkommend.
M. evara Frühst., <§. Vflgllänge 23 mm. In der Zeichnungsanlage der Flügeloberseite bildet evara eine evara.
Kopie der mucia Hew. durch ihre rotbraune innere und breite, schwarze äußere Flügelhälfte. Auch der Costalsaum
ist breit schwarz gesäumt. Unterseite: Diese erinnert an cocodaemon Kirsch mit ihrer grauvioletten Grundtö¬
nung und den breiten rotbraunen medianen Längsbinden. Die Vflgl tragen zwei Ozellen, die Hflgl deren fünf.
Auf den Vflgl ist die anale, auf den Hflgl die subanale die größte. Alle Ozellen sind gelb geringelt und stehen
isoliert, mit Ausnahme der beiden oberen Apicalaugen der Hflgl. deren Iris zusammenfließt. Wie cocodaemon
besitzt auch evara zwei schwarze Antemarginallinien, von denen die innere stark gezähnt ist. Das Duftfeld
der Hflgl ist sehr breit, hell glänzend, mit einer tiefen, schmalen Einsenkung an der Subcostale die mit gelblichen
Schuppen ausgefüllt ist. Darunter lagert ein breiter glänzender schwarzer Schuppenfleck, der fast bis an die*
Flügelbasis reicht und aus dem ein dünner gelblicher Haarpinsel herausstrahlt. Der Reibefleck der Vflgl-
Unterseite ist zweiteilig und besteht aus einem nach oben breit grau umsäumten Halbmond, der über der Sub-
marginale lagert und bis an die breite braune Submarginalbinde reicht. Der Teil unter der Submarginale ist
schmal, aber sehr lang und durchzieht fast den ganzen Analrand der Vflgl. An der Submarginale (in der Mitte
des Reibefleckes) lagert ein Häufchen gelbbrauner Schuppen. Milne-Bai, Britisch-Neu- Guinea. Selten, nur
in Koll. Früh sto reer). — evarida subsp. nov., eine äußerst seltene und zierliche Form, eine Art missing link evarida.
zwischen cocodaemon und evara, und durch einen Halbkreis von glänzenden, tiefschwarzen Androconien der
Hflgl-Oberseite, der weniger ausgedehnt als bei evara, aber prägnanter als bei cocodaemon erscheint, in der
Tat die Mitte haltend. Flügelschnitt gleichfalls intermediär, auch der Habitus, nur wenig größer als cocodae¬
mon, kleiner als bei evara. $ wie bei evara, nur die Hflgl-Oberseite geringfügig (statt ausgedehnt) rotbraun
angeflogen . $ von rundlicherem Flügelschnitt, lichter, mehr ockerfarben, unten vorherrschend gelblichrot statt
schwarzgrau. Finschhafen, ein Pärchen in Koll. Frtjhstorfer. Es dürfte dies die Art sein, die Hagen als cocodae¬
mon .in seiner Liste der Tagfalter aus Kaiser -Wilhelmsland aufführt. Flugzeit nach Hagen Dezember, Januar.
M. taxilides spec. nov., ist die einzige bisher bekannte Species mit an Taxila thuisto Hew. und Dicalla- fa.rilidcs.
neura arfakensis Frühst, erinnernder dunkelblauer Färbung der Oberseite. Beide Flügel mit je einer weißgekernten,
schwarzen subanalen Ozelle, während die übrigen nur schwach von der Lhrterseite durchschimmern, sonst
zeichnungslos. Unterseite von grauer Grundfarbe, mit je zwei dunkelbraunen Längsbinden, Vflgl mit einer vio¬
letten Transcellularbinde, Ozellen wie bei barbara 8m. (92 e) verteilt. Speculum der Hflgl mit schwarzem
Androconienbecken und einem basalen Haarpinsel. Aroa Gebiet, Britisch-Neu- Guinea, aus 4 — 5000 Fuß
Höhe, Mai 1905 von Meek gefangen, Type im Museum Tring.
Die Synonymie der nun folgenden drei Arten ( aethiops , shiva und lorna) und deren Formen ist noch nicht
genügend aufgeklärt. Als M. aethiops glaube ich nach der Abbildung eine Species auffassen zu dürfen, die aus
dem Kreise ihrer Verwandten durch eine fast schwarze Grundfärbung heraustritt, in der Zeichnungsanlage je-
352
MYCALESIS. Von H. Frhhstorfer.
doch leicht mit shiva Boisd. zu verwechseln ist, und ich vermute fast, daß lorna Sm. auch als Lokalform dazu
gehört, aethiops besitzt ein stark glänzendes Reibefeld an der Costalgegend der Hflgl, aus dem der übliche
Duftpinsel herauswächst. Dieser Duftpinsel erscheint bei aethiops dunkelgrau, bei shiva w e i ß. Das
Duftbecken von aethiops ist nach unten mit einem ziemlich großen, tiefschwarzen Schuppenfleck besetzt, der bei
shiva fehlt. Im Reibefeld der Vflgl-Unterseite liegt bei aethiops eine kleine runde, tiefe, grau glänzende Grube,
die mit roten Androconien gefüllt ist, bei shiva eine flache, rot glänzende Mulde ohne Androcönieninhalt . Vflgl
mit einer großen, braun umringelten, Hflgl mit drei ebensolchen isolierten Ozellen, von denen die mittelste die
größte bleibt . Unterseite aller Flügel gleichmäßig schwärzlich, mit Ausnahme der schmalen, dunkel rauchgrauen
Antemarginalregion. Ozellen der Hflgl mit Ausnahme der beiden kleinsten zwischen den Radialen freistehend.
aethiops. aethiops BÜr. von Dorey beschrieben, führt die reichsten sexuellen Merkmale der Hflgl-Oberseite, indem sich
etwas distal vom Haarpinsel noch ein deutlicher Fleck tief schwarzer glänzender Androconien einbettet, der
shiva fehlt und auch auf der Abbildung von lorna nicht zu erkennen ist. $ oberseits fast ganz schwarzbraun,
Vflgl mit einer schwarzen, aber rein weiß gekernten Medianozelle, Hflgl mit zwei etwas kleineren Augen, von einer
mattbraunroten Peripherie umgeben. Unterseite aller Flügel basalwärts tiefbraun, das Distalgebiet grau,
durch eine violette Längsbinde separiert. Vflgl mit vier kleinen und einem großen, Hflgl mit sieben ziemlich
gleichgroßen Augen. 9 anscheinend noch unbekannt, doch liegt mir aus Finschhafen das $ einer Lokalrasse
vor, das dem wirklicher^e£Amps-£ nadie stehen kann, und unterseits etwas Aehnlichkeit zeigt mit exheredata (93 a).
Oberseite schwarzbraun, alle Ozellen mit mattbrauner Peripherie, Vflgl mit einem sehr deutlichen Apicalauge,
lomidcs. Hflgl mit fünf Ozellen. — lornides Frühst. Heller braun, Ozellen der Vflgl gelblich, anstatt braun geringelt.
Hflgl mit fünf deutlichen Ozellen, deren gelbliche Peripherie zusammenfließt. Unterseite : Basalhälfte aller
Flügel durch eine rotbraune Binde deutlich von dem weißgrauen Außenteil abgeschieden; diese helle Distal¬
region wird von zwei weiter entfernt stehenden Submarginallinien durchzogen. Alle Ozellen gelb statt braun
geringelt, größer, deren Peripherie gleichfalls zusammenstoßend. Insel Mafor.
lorna. M. lorna Sm. nach Exemplaren aus drei Lokalitäten beschrieben : Korrido (Type), Jobi und Humboldt-Bai,
dürfte sich als eine Mischart heraussteilen, zweifellos aber verschiedene Lokalformen umfassen, da die hierher -
gehörigen M ycalesis bereits auf kurzen Entfernungen sich spezialisieren. So ist die Rasse von Mafor bereits
copiosa. wesentlich differenziert und dasselbe gilt von der nachstehend beschriebenen Lokalform. — copiosa Frühst.
(92 e). Differiert von lorna durch den Reichtum an weißer Distalfärbung der Ober- und Unterseite der Vflgl
und die noch isolierten Ozellen der Hflgl. Deutsch-Neu- Guinea. Nach Angaben von Ribbe und Pagenstecher
findet sich auf Neu-Pommern und Neu-Lauenburg eine der lorna oder aethiops verwandte Art.
M. shiva ist, abgesehen von sekundärse^uellen Differenzen von aethiops leicht zu trennen durch das
■shiva. rotgelbe oder lederbraune Kolorit der Oberseite. — shiva Bsd., die Namenstype, stammt ebenso wie aethiops
Btlr. von Dorey. Ozellen wie bei aethiops , jedoch größer, nur das zwischen der unteren Radiale und der vorderen
Mediana eingebettete Auge stets kleiner als bei aethiops, Ozellen der Hflgl nicht so gleichartig, sondern die
apicale und anale wesentlich ansehnlicher als die übrigen, Gesamtfärbung der Unterseite aller Flügel lichter
amiralis. als bei aethiops. — australis Oberth. Grundfarbe lichtgrau, die Ozellen der Flügelunterseite fast gleich groß.
gopaka. Süd-Neu- Guinea, Deutsch-Neu- Guinea. — gopaka Frühst. (92 e) von Waigiu (Type) und Aru. Grundfärbung
der Oberseite, besonders in der distalen Partie aller Flügel und der Analregion der Hflgl heller braun. Sub¬
marginalbinde der Hflgl lichter gelbgrau. Außenhälfte der Vflgl-Unterseite graugelb statt violett. 2. Be¬
deutend kleiner als $ von Neu-Guinea, die Vflgl-Ozelle jedoch viel größer. Unterseite: Distalpartie aller Flügel
weißlichviolett statt, braungrau, Anaiozelle der Vflgl und Subanalozelle der Hflgl bedeutend größer, die übrigen
Augen der Hflgl viel kleiner als bei $ von shiva aus Neu-Guinea und auf der Abbildung von Grose-Smith.
Nach Ribbe existiert eine der shiva benachbarte Art oder Rasse auch im Bismarckarchipel (Neu-Lauenburg).
maura. M. maura Sm., die mir nicht vorlag, aus Neu-Pommern bekannt, gehört vermutlich auch zur shiva
aethiops- Gruppe . Beide Flügel gleichen aethiops, doch ist die Ozellenperipherie heller rotbraun, und der Vor¬
hof deutlich. Hflgl auf dem Discus mit vier Ozellen, alles Charaktere, die mehr auf die Zugehörigkeit zu shiva
als aethiops schließen lassen, wenngleich sie Smith ausschließlich mit letzterer vergleicht.
b. M i t Duftfleck im Discus der Hflgl-Ober s”e i t e ( = Suralaya Moore).
orse.is. Die einzige hierzu, gehörige, sehr aparte Species, M. orseis, bewohnt Macromalayana mit Ausschluß von
Java. Ein echter Waldschmetterling, und ein Falter der Niederung, der kaum auf die Vorberge hinaufgeht, orseis
mit ihren Zweigen schließt sich eng an die visala, perseus- Gruppe an. Die <$ zeichnen sich aus durch einen
relativ großen submarginalen Duftfleck von spezialisierten schwarzen Schuppen zwischen den Medianen der
Hflgl, wie er bei keiner anderen asiatischen Art vorkommt. Der Androconiennapf der Vflgl-Unterseite erinnert
in der Größe an visala Moore, ist bei frischen Stücken mit tiefschwarzen Schuppen gefüllt, die sich bei alten
Exemplaren ins Bräunliche verfärben. Das Becken der Hflgl-Oberseite ist peripherisch rotbraun behaart,
darüber ein sehr langer, tiefschwarzer Haarpinsel, orseis ist neben der erst neuerdings entdeckten taxilides
Frühst, die einzige Culapa mit blauem Schimmer auf der Flügeloberseite der <$, der sich jedoch nur bei frischen
Exemplaren zu konservieren scheint. Stücke, die 15 oder 20 Jahre in den Sammlungen stecken, verlieren ihn.
MYCALESIS. Von H. Frtjhstorfer.
— orseis Hew. (92 e), die Namenstype, von Sumatra beschrieben, ist nach Martin ein echter Schmetterling des
Hochwaldes und wie viele echte Waldfalter mit blauviolettem Anflug. Das <$ hat auf der Oberseite der Hflgl
nahe dem Außenrande zwischen dem 1. und 3. Medianaste einen großen, mattglänzenden Duftfleck. Die
sind bedeutend größer, und von matt grauschwarzer Oberfläche. — nautilus Btlr. ist eine kleinere und unterseits , mul', ins.
etwas lichtergraue Lokalrasse der malayischen Halbinsel, die bis Tenasserim und die Naga- Hills in Assam
hinaufgeht. — borneensis Frühst, schillern lebhafter und viel heller violett als typische orseis Hew. von borneensis.
Malakka und Sumatra. Der eigentümliche schwarze Duftfleck der Hflgl ist viel kleiner und besteht aus zwei
fast völlig isolierten Makeln, die bei orseis breit zusammenfließen. Die Flügelunterseite ist farbenreicher, alle
Linien und Binden prägnanter, die Ozellen erheblich kleiner. Die Basalhälfte aller Flügel verwaschen und hell¬
gelb anstatt graubraun. Ueber ganz Borneo verbreitet. — orsina Frühst. <$. Oberseite: Intensiver violett als orsina.
Exemplare aus Sumatra und Malakka, ohne jedoch ebenso intensiv zu glänzen als orseis borneensis Frühst.
Unterseite: Alle Ozellen größer als bei den übrigen orsehs- Rassen, fast ebenso groß als bei Myc. dohertyi Elwes.
Die Medianbinde aller Flügel breiter, die Ozellen jedoch schmäler grau umrandet als bei orseis Hew. Basal¬
hälfte aller Flügel rot- anstatt schwarzbraun, wie bei den Sumatranern, mehr an borneensis Frühst, von Bor¬
neo erinnernd. Die subbasale, schwarze, gekrümmte Linie aller Flügel viel dünner, kaum noch zu erkennen.
Nias. — flavotincta Stgr. $ oberseits wieder etwas matter als borneensis -$, charakterisiert durch eine breite gelb- flavotincta.
liehe Antemarginalbinde der Hflgl. Unterseite vorherrschend gelblich, statt grau, die Längsbinde mehr violett
und das Distalgebiet aller Flügel mit gelben, statt grauen Submarginalbinden. Insel Palawan, Januar; selten.
Doherty fing eine verwandte Rasse auch im südlichen Celebes, über die ich aber nichts sagen kann, als daß
sie ein westmalayiscb.es Element in der Celebesfauna bedeutet, und zugleich eine jener seltenen Arten, die Ce¬
lebes mit Borneo gemeinsam hat, die nicht zugleich auch in Java Vorkommen.
IV. Gruppe. Vflgl- Oberseite mit Duftschuppenbecken an der Submediane, das zumeist von einem Haarpinsel bedeckt
wird.
Unterseite der Vorderflügel mit Androkoniengrube, deren Füllung von dem Duftpinsel der Hflgl-Oberseite berührt wird.
Hinterflügel wie bei Gruppe II und III.
a. Ohne subapicalen Duftfleck der Vflgl-Oberseite. (Virapa, Gareris, Dalapa Moore.)
1.) $ mit ungewöhnlich (4 — 5 mm) breiter vorderer Discocellularis der Ilflgl, die dadurch entsteht, daß der Stamm
der Radiale jenseits der ersten Subcostale tief konkav ausbiegt und die erste Radiale erst auf großer Distanz distal von ihr
abzweigt. Bei einer Art (sudra Fldr.) ist dann auch noch die Basis der ersten Subcostale und die vordere Radiale mit Aus¬
nahme des äußeren Drittels dick angeschwollen, und mit einer tiefen, durch Faltung entstandenen Rinne versehen. Durch
den so eigentümlich nach unten gebogenen Radialstamm wird die Form der Zelle völlig verändert, doch zeigen dieses ganz
isolierte Merkmal nur die 36 ’ die 5? entbehren all dieser Kennzeichen und schließen sich in der Discocellularbildung den
nicht zur perseus- Gruppe gehörigen Arten mit nach innen ausgebogener Discocellulare der Hflgl an.
Zu dieser Gruppe gehören die zierlichsten und zugleich am verschwenderischsten mit Sekunclärsexual-
organen versehenen Arten, von denen M. anaxias die bekannteste ist. Sie und ihre nächsten Verwandten
bewohnen Indien und die Inselgebiete der Andamanen und Nicobaren. — anaxias Hew. ursprünglich von den anaxias.
Nilgheries beschrieben, und nach einer Intermediatform benannt, ist die einzige Species mit weißer an Lethe
rohria F. gemahnender Schrägbinde der Vflgl. Unterseite sehr ähnlich der deficiens (92 f), aber mit mehr als
doppelt so breiter weißer Binde, kleineren Ozellen und beim $ mit einer breiten, schön violett überhauchten
Längsbinde. Die ungeaugte Form ist nicht erheblich von der Regenzeit-Form verschieden. — aemate subsp. aemate.
nov. differiert von anaxias aus Sikkim durch größere Gestalt, mehr gelblich statt weiße Binden der Vflgl-
Oberseite und einen breiten hellbraunen Distalsaum der Unterseite aller Flügel. Birma, Tenasserim. Die von
Distant abgebildete Rasse der malayischen Halbinsel, bisaltia subsp. nov., mit der Type von Perak, schließt sich bisaltia.
meinen Exemplaren von Assam an und letztere differieren wiederum von Sikkim-Stücken durch die kleinere Ge¬
stalt, dennoch aber breitere und mehr blau weiße Subapicalbinde der Vflgl. Augen der Unterseite zierlicher,
die violette Längsbinde und deren Begrenzung ausgedehnter. — radza Moore, von den Andamanen ist radza.
eine wohldifferenzierte Rasse, kenntlich an der gerade abgeschnittenen Schrägbinde der Vflgl und einer
sehr großen, breit gelb geringelten Medianozelle auf diesen. Unterseite mehr gelbbraun mit dem Fragment
eines weißen Medianstreifens der Hflgl. — niani Doh. von den Nicobaren ist mir unbekannt und soll bei ihr mani.
das Subapicalband der Vflgl noch ansehnlicher als bei radza sein. Hflgl mit dnem violetten breiten Discal-
streifen. anaxias ist mehr ein Bewohner der Niederung, doch ist von der Birmarasse bekannt, daß sie auf
2000 m Höhe ansteigt. Flugzeit anscheinend das ganze Jahr.
M. adamsoni Wats. ist eine sehr seltene Art, bisher nur aus Oberbirma bekannt gewesen, von mir aber adamsoni.
auch in Tonkin aufgefunden. Oberseite mit von der Unterseite leicht durchscheinenden Ozellen. $ mit einem
kurzen weißlichen Subapicalstreifen der Vflgl, der weniger schräg als bei anaxias gestellt ist und nach hinten
vertikal abbiegt. Oberbirma. — deficiens Frühst. (92 f.) erinnert etwas an Distants PI. 7, Fig. 36 der Rhopaloc. deficiens.
Malayana, ihr Kolorit erscheint jedoch noch dunkler, weil die subapicale Vflgl-Binde sich noch mehr verschmä¬
lert. Diese Binde geht zudem mehr nach innen und wendet sich dem Zellapex zu. Unterseite : Die Antemar-
ginalbinden heller und breiter, die Ozellen deutlicher weißgekernt. $. Die Vflgl-Binde verläuft noch gerad¬
liniger als beim J und berührt fast die ähnlich wie bei radza Moore deutlich ausgeprägte, breit hellgelb umrin-
IX
45
MYCALESIS. Von H. Fr.tthstor.eer.
.‘354
gelte Ozelle. Beide Flügel zeigen sehr deutliche weißgraue Antemarginallinien. Unterseite: Apex gelblich-
grau, anstatt weiß. Auf den Hflgln krümmt sich die graue Submarginalbinde innerhalb der Ozehen im Anal¬
winkel viel mehr nach oben. Die Binde selbst ist schmäler, die Ozellen sind kleiner als bei ancixias. Tonkin,
Chiem-Hoa, August, September 1900.
mmxioiäes. M. anaxioides Marsh, ist eine dritte Species der Gruppe, gleichfalls größer als anaxias, mit rundlicherem
Flügelschnitt und etwas mehr nach innen gebogener, nach hinten breiter werdenden Subapicalbinde der Vflgl.
$, wie bei radza Moore, mit deutlicher Medianozelle der Vflgl. Tenasserim, anscheinend selten. Mir liegt'nur
ein $ einer Intermediatform vor, wie sie auch Moore abbildet. Auf Sumatra und Borneo fehlen bisher anaxias-
Verwandte, in Java treffen wir sie seltsamerweise wieder als sudra Fldr., die weiter unten besprochen wird,
als weiteres Relikt der einstigen Landverbindung Java-Tenasserim.
francisca. M. francisca ist eine formenreiche Kollektivspecies, die von Japan bis Annam und westwärts bis Sik¬
kim verbreitet, überall neben der ähnlichen gotama Moore vorkommt, von der sie jedoch oberseits im männlichen
Geschlecht leicht durch den großen schwarzen Haarpinsel der Vflgl unterschieden werden kann. — Als fran¬
cisca Cr. ist eine Trockenzeitform aus Südchina zuerst abgebildet, nach der Figur mit braungrauer, leicht violett
pemcillata. überhauchter Unterseite aller Flügel. — penicillata Pouj. gehört dazu vermutlich als geäugte Form, während
magna, magna Leech (Bel. 1 p. 81) eine Zwischenstufe bildet und nach den Angaben ihres Autors auf West-China be-
penliccas. schränkt ist. — perdiccas Hew. bezeichnet eine besonders großäugige Form, vermutlich von der Hauptinsel
von Japan. Die japanischen perdiccas sind nicht nur nach der Jahreszeit, sondern auch lokal verschieden.
Das von mir im Spätherbst gesammelte Material reicht jedoch nicht aus, um sich ein Urteil zu bilden und die
übrigen mir aus Japan zugegangenen Exemplare entbehren genauer Angaben über den Ort und die Zeit ihres
Fanges. Ein Reisender, der einmal in Yesso beginnen und auf Okinawa seine Touren beenden wird, dürfte eine
veredln, ganze Reihe geographischer Formen konstatieren können. Hier sei nur auf vereella subsp. nov. hingewiesen,
deren Unterseite den Abbildungen im Bel. 1 Taf. 29 b und. von magna bei Leech entspricht, vereella differiert
von der HEWiTSONSchen Namenstype durch die erheblich kleinere Analozelle der Vflgl, die zurücktretende
und mehr verwaschene grauviolette Längsbinde und vor allem durch die winzigen Medianaugen der Hflgl.
jormosana. — formosana Frühst. (= horishana und coronensis Mats. ) ist eine melanotische Inselrasse, habituell kaum größer
als mara (92 c), somit wesentlich kleiner als magna und francisca von China und unterseits mit kleineren Ozehen
hirfia. als bei allen verwandten Rassen. Die Trockenzeitform (= hirtia Frühst.) trägt eine breitere violettweiße Binde
der Flügelunterseite. Anscheinend nicht selten auf Formosa und von Taiwan an der Küste (Trockenzeitform vom
ulia. Februar) bis ins gebirgige Innere (Regenzeitform vom Juli bis August) verbreitet. — ulia Frühst, von Tonkin
bilden einen Uebergang von magna Leech von -China zu sanatana Moore aus Assam und Sikkim. Die Flügel¬
form ist bereits ebenso rund wie bei Exemplaren von China und die Flügelunterseite beginnt sich lebhaft auf¬
zuhellen und nimmt fast den Farbenton der japanischen Exemplare an. Die Ozellen, namentlich die apieale
Ozelle der Hflgl-Unterseite, beginnen sich zu vergrößern und deren Ringe werden heller und breiter gelb als
gomia. bei den anderen francisca- Rassen. Tonkin, Tlian-Moi, Juni bis Juli, Regenzeitform. — gomia Frühst. (92c)
$ mit 29 mm Vflgllänge, größer als ulia von Tonkin mit 25 mm Vflgllänge. Hflgl ungewöhnlich lang, rundlich
sackartig, nicht spitz wie bei Tenasserim $$ oder rund wie bei ulia-%. Vflgl mit nur einer Ozelle, die viel kleiner
ist als bei irgend einer francisca- Rasse. Grundfarbe gleichmäßig lichtbraun, ähnlich der Tenasserimform. Flü¬
gelunterseite : Die hellgelbliche Submarginalregion hebt sich deutlicher von der dunkel grünbraunen Basalhälfte
ab, die weiße Medianbinde ist ähnlich breit und scharf wie bei mystes de Nicev., mit der gomia auch die scharf¬
zackige schwarze Submarginallinie gemeinsam hat. Auch sonst erinnert die Unterseite von gomia stark an
mystes $, wie es mir aus Siam vorliegt und wie es de Niceville abgebildet hat. gomia ist jedoch leicht
von mystes zu trennen durch das Vorhandensein einer braunroten schrägen Querlinie der Vflgl- Unterseite, die
vom Costalsaum quer durch die Zehe bis zum Analsaum hinzieht und bei mystes fehlt. Bei mystes verläuft die
weiße Medianbinde, die etwas unterhalb dem Costalsaum entspringt, geradlinig, während sie bei gomia am
Costalrande beginnt und mit proximaler Neigung gekrümmt ist. Die Medianbinde von gomia schlägt nicht
wie bei mystes nach oben durch und die Vflgl-Ozelle ist erheblich kleiner. Süd- Annam, Xom-Gom, Februar;
Tenasserim, Tandong, Mai auf ca. 1000m Höhe. Tenasserim-^^ differieren von sanatana-^ aus Sikkim und As-
sanatana. sam durch die deutlich gewinkelten Hflgl und kleinere Ozehen der Vflgl. — sanatana Moore ist eine in Bhutan,
Sikkim und Assam sehr häufige Unterart, weiter nach Westen im Kumaon-Himalaya und Kulu wird sie schon
seltener. Man trifft sanatana von 1 — 2000 m Höhe, in Wäldern, und zwar die Trockenzeitform, welche zuerst
gopa. bekannt wurde, im Frühjahr vom Februar und gopa Fldr. die geäugte Form, vom Juni an. Zwischenformen
werden aber gefunden, wenn am Anfang des Jahres schwere Regen einsetzen. sanatana. ist etwas dunklerbraun
mit grüner Beimischung als gomia und gopa, nähert sich am meisten der Formosarasse, führt aber etwas schmä¬
lere und weniger breite violette Medianstreifen der Unterseite.
sudra. M. sudra Fldr. Differiert von nala (93 b) durch das Fehlen des subapicalen Duftfleckes, den rundliche¬
ren Flügelschnitt, die in beiden Geschlechtern prominenten, braungelb geringelten und etwas kleineren Ozellen
der Vflgl, das Auftreten einer Analozelle beim <$. Die Flügelform von sudra erinnert etwas an oculatus
Marsh, von Süd-Indien, gehört jedoch durch das Vorhandensein eines ,,tufts“ an der Submarginale der Vflgl-
( Iberseite in eine andere Gruppe. Unterseite: Vflgl beim $ und $ mit nur zwei Ozellen, während nala. deren
M Y C ALE SIS . V on H . F eui i sto rfe e .
ÖOÜ
sechs besitzt, von denen einige allerdings nur in Gestalt von Pünktchen auftreten. Während ich nala ausschlie߬
lich aus dem Osten der Insel besitze, wo sie kaum über 1500 Fuß Meereshöhe hinaufgeht, bewohnt sudra mehr
den Westen, fliegt wohl niemals unter 4000 Fuß Höhe und war besonders zahlreich auf dem Plateau von Pen-
galengan, wo sie die Unkräuter in den etwas vernachlässigten Kaffeegärten zu tausenden belebte und. mit Y p-
thima so ziemlich der einzige Schmetterling war, den man an trüben Tagen fangen konnte. - volsina subsp. rol. nm.
nov. ist eine kleinere Rasse des östlichen Java, mit schärfer abgesetztem, bleichem Distalgebiet der Ober¬
seite, und dunklerbrauner Randzone der Unterseite aller Flügel. Fundort das Tenggergebirge auf etwa 4000
Fuß Höhe. — tannis subsp. nov. neu für die Insel Bali, wo sie von dem javanischen Jäger des Herrn Dr. Martin Uinni--.
gefangen wurde. Der Satellitinselmelanismus kommt deutlich zum Ausdruck durch die Verdunkelung der
Distalregion der Oberseite aller Flügel beim $ und die völlig verdunkelte braun überdeckte Submarginalpartie
aller Flügel bei beiden Geschlechtern auf der Unterseite. Die gelbliche Submarginalbinde des <$ viel schmäler,
beim $ eher breiter als bei sudra.
2.) ohne konkave vordere Discocellulare der Hflgl.
M. maianeas. Neben oroatis Hew. die sexuell am luxuriantesten ausgestattete Species des makromalai¬
ischen Archipels. Das Speculum der Hflgl ungemein groß, Kostalrand stark konkav ausgebogen. Haarpinsel
weißlich, Androconienbecken tief, schmal weiß beschuppt. Vflgl an der Submarginale mit einer blanken
Fläche, darüber ein gelblicher Duftpinsel. Unterseite mit großem Reibefleck und mehlfleckartiger Ansamm¬
lung weißgelber Schuppen an der Submarginale. Zwei geographische Zweige sind bisher beschrieben niai- maianeas.
aneas Hew. von der Malayischen Halbinsel und Borneo, ausgezeichnet durch ein prächtiges rötlich ockergelbes
Subapicalband der Vflgl, das beim $ jedoch, nur angedeutet ist. — maia Nicev (92 f.) übertrifft habituell in bei- mala.
den Geschlechtern die Borneoform und ist dadurch charakterisiert, daß die gelbliche Subapicalpartie der Vflgl
sowohl beim $ als auch beim $ erheblich verdunkelt ist. Norclost und. Westsumatra, Banka. Im Hochwalde
der Vorberge nicht häufig, sie liebt es sehr, sich auf die nackte Erde zu setzen. Die dunkelbraunen, mit vio¬
lettem Schimmer gezierten <$<§ sind sehr zarte Geschöpfe, und. es ist kaum möglich, ein völlig unverletztes Exem¬
plar zu erhalten.
6. Mit subapicalem Duftfleck der Vflgl.
M. nala Fldr. (93 b). Diese hochinteressante Culapa ist von allen bisher bekannten asiatischen M ymlesis auf nala.
den ersten Blick dadurch zu unterscheiden, daß sie auf den Vflgln einen tiefschwarzen Duftfleck trägt, und zwar
distal von der Zelle zAvischen den Radialen und der oberen Mediane. Dieser Sexualfleck ist an der vor¬
deren Mediane etwa 5 mm breit, verschmälert sich nach oben etwas und besteht aus kurzen, matt glänzenden,
dicht stehenden Schuppen. An der Submarginale befindet sich eine weitere Sexualauszeichnung, ein kurzer,
dünner Büschel brauner Haare, die aus einem schmalen schuppenlosen, ziemlich flachen Duftfeld heraustreten,
ein Merkmal, das nala mit sudra Fldr. gemeinsam hat. Die Hflgl tragen dann den üblichen Duftpinsel nahe
der Basis an der Abzweigung der Subcostale. Dieser Haarpinsel ist durchaus hellgelb, während der Wurzel¬
teil des Duftpinsel von sudra tiefschwarz bleibt. Die Vflgl fallen durch ihren scharf geschnittenen, kaum ge¬
rundeten Apex auf und sind viel spitzer als bei irgend einer der übrigen Culapa der Sunda-Inseln. Auch die
Fühler sind wesentlich verschieden, dünner und hellgrau, anstatt gelb geringelt wie bei sudra Fldr. Die Pal¬
pen und Füße von nala hellgrau, jene von sudra braungelb. Färbung der Flügeloberseite ähnlich jener von
sudra , jedoch gleichmäßig, dunkel vandykbraun mit einem leichten rotbraunen Hauch. Flügelunterseite mit
Ausnahme der scharf abgesetzten, gelblichgrauen Submarginalregion tiefschwarz, so daß die proximale Region
der Flügel wie mit Samt belegt erscheint. Die Vflgl tragen sechs, die Hflgl sieben kleine Ozellen. Alles übrige
wie bei sudra, nur erscheint die Submarginalzone verschmälert und mit dunkleren Schuppen überstreut. Von
Sumatra und Borneo sind seltsamerweise bisher noch keine nahestehenden Arten bekannt, während, sich in
Tenasserim und Malakka anaxoides als verwandte Species findet. West-Java, ziemlich selten. Häufiger im
Osten, südlich von Malag im Kalkgebirge bis 500 m und auf den Vorbergen des Tenggergebirges bis ca. 000 m.
Das ganze Jahr über, aber vorwiegend März, April.
V. Gruppe. Hflgl mit einem subcostalen und einem subbasalen Haarpinsel.
a. Vflgl Unterseite ohne tiefes Androconienbecken. ( Myrtilus Nicev.)
M. mystes Nicev. Von dieser seltenen Species sind bisher nur 2 g der Trockenform und 1 $ der Regen- mystes.
Zeitform bekannt. Mir glückte es in Siam, das $ aufzufinden, das ebenfalls der Trockenform angehört und von
de Nicevilles Figur seines mystes -$ nur durch rundlicheren Flügelschnitt, größeren Ozellus der Vflgl und
breitere Medianbinde der Flügelunterseite differiert. — tunicula form. nov. (93 a). Siam, im Januar auf ca. tunicula.
500 m Höhe. Die geäugte Form kommt der mara Frühst. (93 b) sehr nahe, doch führt sie vier, statt einer Sub-
apicalozelle der Vflgl-Unterseite. Es ist nicht ausgeschlossen, daß sich mystes nur als Lokalrasse der nach¬
folgenden Species herausstellt .
M. sangaica, eine chinesische Species mit einer Abzweigung auf Formosa, ist in den Sammlungen noch sangaica.
sehr selten. — sangaica Btlr. (Bd. l,p. 81, Taf. 29 b), aus der Mongolei beschrieben, ist die nördlichste Ortsrasse.
■ — parva Leech( Bd.l,p.81, Taf. 29 b), eine interessante Gebirgsform. und mara Frühst. (92c und 93b) kleiner als mara.
sangaica, und dunkler, mit breiteren weißen discalen Längsstreifen der Flügelunterseite und größeren
MYCALESIS. Von H. Fruhstorfer.
356
Ozellen, was besonders bei den $$ auffällt. Formosa. Kanshirei <$, 15. — 30. Juni; Taihanroku 2. 1. — 7. Juli
1908; Shinchiku und Hokuho, Juli bis September.
dohertyi. M. dohertyi kommt in Macromalayana mit Ausschluß von Java vor und ist einer der seltensten Schmet¬
terlinge. Dr. Martin fing auf Sumatra in 13 Jahren nur vier Exemplare. Von Waterstradt empfing ich
nur das eine $ aus Sammlungen, welche über 20 000 Exemplare enthielten, und von Perak sind nur zwei Paare
bekannt, und zwar <j>, welche Doherty 1889 oder 1890 dort entdeckte, sowie ein $ und $ in meiner Samm¬
lung. Zwei geographische Rassen: dohertyi Elw. (93 a) aus Perak beschrieben, erinnert durch die Zeichnung der
Unterseite sehr an das Genus Ragadia und bildet so einen gewissen Uebergang. Mycalesis dohertyi und Ra-
gadia crisia tragen über die ganze Unterseite beider Flügel drei dunkle Längsbänder, deren äußerstes sich an
die marginale Ozellenreihe anlehnt; hellere Zwischenräume liegen zwischen den dunklen Bändern. Bei Ra¬
gadia findet sich, jedoch nur auf dem Vflgl, noch ein viertes, völlig basales, dunkles Band. Januar, April, Sep-
excclsior. tember. — excelsior Frühst. $ Oberseite: Heller, alle Ozellen größer, lichter und ausgedehnter gelbgrau gerin¬
gelt als bei dohertyi Elw. von Malakka. Unterseite : Die dunklen Binden verschmälert, die hellgrauen verbrei¬
tert, gleichfalls heller gelb geringelt und beiderseits von einer breiteren grauen Einfassung umgeben.
Nord-Borneo, Kina Balu, 1 $ Koll. Fruhstorfer.
atrata. M. atrata Rbr. bewohnt die Molukken, besitzt unterseits etwas Aehnlichkeit mit messene, gehört aber
wegen der Duftauszeichnung der Submarginale der Hflgl- Oberseite zur oroatis- Gruppe der Mycalesiden. Herr
Röber bemerkt, daß außer dem üblichen basalen Duftbüschel der Hflgl atrata auch noch einen Haarpinsel
an der Submarginale aufweist. Ob die Vflgl ein Duftbecken besitzen oder nicht, wird nicht erwähnt; ich ver¬
mute deshalb, daß es fehlen wird, weil es Röber sonst gewiß beschrieben hätte. Batjan., sehr selten.
durga. M. durga, die einzige papuanische Repräsentantin dieser eigentümlichen und weit verstreuten Arten¬
gruppe, in Gestalt und Färbung sehr nahe sliiva Bsd., bazochi Guer. (92 d), maladeva Bsd. und anderen Arten
aus Neu- Guinea, aber leicht von allen zu unterscheiden durch einen subbasalen Pinsel langer schwarzer Haare
jobina. der Hflgl, die am Costalsaume auch noch einen gelben Duftbüschel aufweisen. Drei Lokalrassen: jobina Frühst.
(93 a). Größer als durga Sm.\ dunkler rotbraun mit rundlicheren Hflgln. Ozellen der Vflgl kleiner, mehr
in der schwarzen Grundfarbe der Vflgl aufgehend. Oberseite aller Flügel sonst genau wie durga. Die Unter¬
seite von jobina nähert sich viel mehr bazochi Guer. Die Ozellen von jobina sind nämlich ebenso groß als bei
bazochi und viel größer als bei durga. Die distale Medianbinde der Vflgl erscheint sehr breit schwarzbraun,
cxhcredata. Avie bei bazochi, anstatt rotbraun wie bei durga. Insel Jobi, von Doherty entdeckt. — exheredata Frühst. (93 a)
aus Kaiser-Wilhelmsland, nach Hagen, nicht selten im schattigen Wald und nahe dem Boden fliegend. Ober¬
seite mit größeren Ozellen, unterseits ausgezeichnet durch dunkler braune Längsbinden und satt ockergelb,
statt prächtig rotgelb umringelte Ozellen. Auch ist die Grundfarbe durchweg dunklergrau als bei durga Sm.
von der Humboldtbai undDorey. $ größer als das (J, unten erheblich lichter, die rotbraunen Binden zu beiden
Seiten breit gelblichgrau aufgehellt, Ozellen oben größer als beim lebhafter, mehr orangegelb geringelt,
der schwarze Apicalsaum fehlend und deshalb das vordere Auge deutlich heraustretend.
Subgenus Lohora Moore.
Vom Subgenus Gulagxi leicht zu trennen durch den jenseits der Zelle der Vflgl abzweigenden zweiten
Subcostalast. Untere Discocellulare der Vflgl stark basal ausgebogen, jene der Hflgl nahezu auf die Gabelung
der vorderen und mittleren Mediane stoßend. Vordere Discocellulare der Vflgl kurz, aber sehr deutlich, jene
der Hflgl lang. Mittlere der Vflgl mäßig lang, gerade, die der Hflgl basal eingebogen, erheblich länger. Eine
gut umschriebene Artengruppe und mit einer stark variierenden Ausnahme dem celebischen Gebiet zu eigen.
a) Hflgl ohne subbasalen Haarpinsel.
a. Vflgl ohne Androconienfleck und ohne Duftpinsel. ( Loliora Moore).
dexamenus. M. dexamenus. Diese Celebes eigentümliche Art zerfällt auf der Insel selbst in drei Lokalrassen: dexa*
liienus Hew. Type aus Tondano, von Wallace gesammelt. Exemplare aus Toli-Toli machen bereits einen
Avesentlich dunkleren Eindruck als solche der Minahassa und noch düsterer, mit oberseits tiefer braunroten
Hflgln präsentieren sich solche von der Insel Lembeh. dexamenus zählt zu den echten Waldschmetterlingen
und Avird ebenso Avie die übrigen gelben Celebes Lohora leicht zur Beute, wenn Bananenköder längs Bach¬
läufen an besonders schattigen Stellen des Urwaldes ausgelegt werden. Die koketten Falter sitzen dann in
ihren für Mycalesiden auffallend lichten Gewändern einzeln oder zu zweien auf den Früchten, an denen sie so
gierig saugen, daß sie nur selten die Annäherung des Jägers bemerken. Mir fielen auf diese Art mehrere 100
dinon. zur Beute. Minahassa, Toli-Toli, November, Dezember, Insel Lembeh. dinon Hew. Wegen der breiten, hell¬
gelben discalen Region der Vflgl galt diese Lokalform bisher stets als besondere Art. Ich traf sie bis 3000 Fuß
Höhe und glaube, daß dinon das ganze Jahr über fliegt. Makassar, Patunuang, Januar und Lompa-Battan,
trawsiens. 3000 Fuß, März. — transiens Frühst. (91 e). Diese eigentümliche Form kombiniert in sich die Charaktere von
dexamenus von Nord-Celebes auf der Flügeloberseite und von dinon von Süd-Celebes auf der Flügelunterseite.
Die Oberseite differiert von dexamenus durch das etwas hellere, proximal schärfer abgesetzte, apicale Schwarz
der Vflgl, in dem sich die schwarzen Ozellen deutlicher als bei dexamenus markieren. Die Hflgl erscheinen um
MYCALESIS. Von H. Fruhstorfer.
weniges heller; bei flüchtiger Betrachtung können tmnsiens und dexamenus oberseits leicht verwechselt werden.
Mit dinon von Süd-Celebes besitzt tmnsiens auf der Flügeloberseite keinerlei Analogien, weil die bei dinon so
markante breite, hellgelbe subapicale Schrägbinde der Vflgl gänzlich fehlt. Die Hflgl von tmnsiens sind zudem
von hellgelber anstatt wie bei dinon von schwärzlicher Grundfarbe. Die Unterseite von tmnsiens harmo¬
niert dagegen so vollkommen mit dinon, daß sich nur wenige wesentliche Unterschiede hervorheben lassen.
Bei dinon ist nämlich der rotbraune proximale Halbmond von der unteren Ozelle durch einen 4 nun breiten
gelblichen Hof getrennt, bei tmnsiens dagegen kaum 2 mm entfernt. Bei typischen demmenus von Nord-
Celebes verringert sich die Distanz noch mehr und der Ozellenvorhof nimmt eine violette (anstatt gelbe) Färbung
an. tmnsiens differiert dann des weiteren noch von dinon durch den dunkleren Anflug am Costalsaum der
Vflgl, die etwas breitere braune Medianbinde und die weniger scharf gezackte innere antemarginale Wellenlinie
der Hflgl. dinon und tmnsiens besitzen gemeinsame Sekundär- Sexualcharaktere, durch welche sie sich von
dexamenus von Nord -Celebes entfernen. Beiden gemeinsam ist ein schmaler tiefschwarzer Schup¬
penfleck nahe der Basis auf der Subcosta der Hflgl-Oberseite, der distal vom gelblichen Duftpinsel sich
bettet und der bei dexamenus von Nord-Celebes fehlt, ebenso bei der verwandten ophthalmicus Westwood,
bei haasei Röber von Banggai aber wieder vorhanden ist. Die Mutationsfähigkeit der Duftflecke bei dexa¬
menus bildet eine weitere Ergänzung des bei malsara, mausonia und annamitica Frühst. Gesagten. Auch hier
ist Avieder der springende Punkt die Variabilität der Duftorgane innerhalb einer Species und Begründung der
Modifikationsmöglichkeit durch geographische, respektive klimatische Ursachen. Progression der Duftap-
parate in regenärmeren *) und Reduktion derselben in feuchten **) Landstrichen.
M. filmara Frühst. (91 f). Grundfarbe hell orangegelb, ähnlich jener von Myc. ophthalmicus Westw. tilmara.
von Celebes. Vflgl mit einem (ähnlich wie bei dinon Hew.) breiten, schrägen, schwarzen Apicalfleck. der pro¬
ximal zwischen der mittleren und unteren Mediane etwas ausgebuchtet ist, im apikalen Teil sich bis auf 2 mm
der Zelle nähert und sich im Analwinkel unter M 3 plötzlich verschmälert. Von der Unterseite schlagen zwei
sclrwarze weißgekernte Ozellen durch. Hflgl mit zwei schwarzen Antemarginallinien. Die Basis etwas dunkler.
Unterseite : Ziemlich gleichmäßig rotgelb mit deutlichen braunroten Medianbinden und einem auffallend hell¬
gelben Halbmondfleck innerhalb der unteren Vflgl-Ozelle. Zwei schwarze und eine proximale rotbraune
Wellenlinie. Ozellen wie bei dexamenus von Nord-Celebes, nur etwas kleiner und heller braun geringelt. Die
rotbraune Medianbinde der Hflgl schmäler als bei dexamenus . Grundfärbung rötlichgelb anstatt schwärzlich¬
braun und der Hof der analen Vflgl-Ozelle doppelt so breit und lebhaft hellgelb. Duftapparat der Hflgl
ähnlich A\de bei dexamenus, der Reibefleck etwas größer, heller, Strahlhaarpinsel hellgelb, anstatt braun, til¬
mara ist etAvas kleiner als dexamenus und wenn sich Uebergänge finden auf den Inseln zAvischen Celebes und
Sangir, kann sie später als Subspecies mit dexamenus vereinigt werden. Sangir.
M. ophthalmicus Westw. (91 e). Diese als „Messaras“ beschriebene Species schließt sich durch ihre ophthalmi-
Sekundär- Geschlechtsauszeichnungen eng an dexamenus und haasei an und besitzt gemeinsam mit diesen cus-
ein schmales mattglänzendes Androconienfeld der Hflgl-Oberseite, das von einem dünnen Duftpinsel überdeckt
Avird. Auf den Vflgln fehlt beiderseits jede Geschlechtsauszeichnung. Durch unipupillata Frühst, von Ost-
Celebes Avird ophthalmicus mit haasei Röb. verbunden, besonders durch die gleichartigen Zeichnungsanlagen
der Hflgl-Unterseite und die helle Gesamtfärbung. Talisse-Insel, Insel Lembeh, Toli-Toli.
M. haasei. Dieselbe Geschlechtsauszeichnung Avie dexamenus tmnsiens Frühst. Androconienfleck der haasei.
Hflgl-Oberseite etAvas schmäler. Zwei Subspecies: haasei Uhr. Bangkai. Oberseits dunkel rotbraun mit
grauschwarzem Distalsaum, der durch eine licht ockergelbe Longitudinalzone von der dunkleren Basalpartie
aller Flügel abgesondert AA-ird. Unterseite Avie bei der nächsten Form. — unipupillata Frühst. (91 e). Viel heller unipupil-
als haasei, Submarginalbinden der Hflgl-Unterseite stärker geAvellt. Die Oberseite der Flügel zeigt große Aehn- lafa-
lichkeit mit ophthalmicus Westw. Fundort, Tonkean, Ost-Celebes.
M. deianira Hew., die vierte celebische Species der Lohora- Gruppe, Vflgl ohne Sexualauszeichnung, deianira.
wodurch sie leicht von der gleichfarbigen pandaea Hpff., der nächsten Artengruppe, geschieden Averden kann.
Oberseite Avie dexamenus an Clerome menado Hew. gemahnend. Grundfarbe rotbraun, auf den Hflgln nach
außen aufhellend, auf den Vflgln aber nach dem Apex zu in grünsclnvarz übergehend und mit einer schAvarzen
Medianozelle auf letzteren. Unterseite wie bei deianirina, doch gelblich statt schwärzlich und die Anteterminal-
linien näher zusammengerückt. Nord-Celebes, bisher nur aus der Minahassa bekannt.
h. Vflgl mit schwarzem Haarpinsel an der Submediane ( Celebina Frühst., Physcon Nicev.).
M. pandaea, gleichfalls bisher nur von Nord-Celebes aufgedeckt, und dort bereits in zAArei Ortsrassen pandaea.
oder Zeitformen auftretend. — pandaea Hpff. aus der Minahassa, etwas größer als deianira und ohne die schwarze
Medianozelle der Vflgl-Oberseite. — deianirina Frühst. (92 f). Submarginallinien aller Flügel stärker geAAellt. deianirina.
*)' Süd-Celebes mit trockenem Klima, deshalb liebte Wälder, deren Baumvegetation häufig von Grassavannen unter¬
brochen wird.
**) Nord-Celebes mit nassem Klima und echt tropischem und zusammenhängendem Urwald, der fast immer vom
Regen trieft. Im Süden die hellen, im Norden die dunklen Formen.
358
ORSOTRLENA. Von H. Fruhstorfer.
Vflgl dunkler, Hflgl namentlich im Analwinkel heller, Hflgl-Unterseite mit vier anstatt drei Ozellen. — Sehr
selten in Toli-Toli, November, Dezember.
cnw. M. erna Frühst. (92 f). Vflgllänge 29 mm. Oberseite: Grundfarbe der Flügel rötlichgelb in allen
Abstufungen, am hellsten im Medianteil der Vflgl, am dunkelsten an der Basis der Hflgl. Basis der Vflgl eben¬
falls rötlichbraun angelaufen, ebenso die innere Begrenzung des intensiv tiefschwarzen breiten Apicalbezuges,
welcher etwas nach innen ausgezackt, sich allmählich verschmälernd, nach dem Analwinkel zu verläuft.
Hflgl mit schwärzlichem Costal- und Marginalsaum, zwei dünnen Submarginallinien und durchscheinenden
Ozellen der Unterseite, sonst zeichnungslos. Ich fing von dieser hochaparten Art nur ein Exemplar am Bua-
Kraeng, Süd-Celebes, in 5000 Fuß Höhe, im Februar.
ln tja. M. inga Frühst. (92 f) oberseits ein getreues Spiegelbild der Clerome sulana Frühst. Basalpartie aller
Flügel dunkelrotbraun, Vflgl nach dem Apex, Hflgl nach dem Distalsaum zu schwärzlich. Sonst völlig zeichnungs¬
los. $ größer als das unterseits mit breiteren braunen Längsbinden. Sula-Besi, von W. Doherty ge¬
funden.
li) Hflgl mit basalem Haarpinsel (Loesa Moore).
Die einzige Species dieser Gruppe bewohnt Macromalayana und differiert durch die kürzere Zelle der Hflgl von den
eigentlichen Loliora , indem die hintere Discocellulare innerhalb der Gabelung der beiden Medianäste einmündet, auch ist die
mittlere gerade.
oroatis. M. oroatis Hew. Type von Java, wo die Art sehr selten ist. Das $ ist noch unbekannt. Mir liegen vier
aus dem Westen, eines aus dem Osten der Insel vor, die unter sich nicht abweichen. Doherty hat oroatis
auch auf Bali gefunden, oroatis ist ausgezeichnet durch einen Büschel dünner gelblicher Haare, der ungefähr
über der Mitte der Submarginale der Hflgl entspringt. Dieser Haarbüschel gab Anlaß zur Gründung des
„Genus Loesa “, das nur eine Species enthält, da sämtliche beschriebenen Formen mit oroatis kombiniert wer-
aslulala. den müssen. Java. Trockenzeitform von mir nicht beobachtet. — ustulata Bist. (93 a) bewohnt den Fuß
der Vorberge, zusammen mit orseis und fuscum\ die dunkelste der gelben Arten in Sumatra. Die JA besitzen
ein leuchtendes Rotbraun, die bedeutend größeren $$ ein mattes Hellbraun als Grundfarbe beider Flügel. Ma-
surkhu. layische Halbinsel, Nordost- und Westsumatra. In Tenasserim erscheint als große Seltenheit surkha Marsh.,
die dort in zivei Zeitformen auftritt von der surkha (— fervida Btlr.) auf die ungeaugte Form basiert ist, die
auf Sumatra und Java anscheinend nicht zur Ausbildung gelangt. Im übrigen schließt sich die Tenasserim-
rasse eng an ustulata Bist, an, so daß sie Elwes überhaupt nur als die Abweichung der regenlosen Periode
galten lassen will.
Gattung Orsotriaeua Wallgr.
Wenngleich die beiden Species dieser Gattung im allgemeinen Habitus sich eng an Gulapa anschlie¬
ßen, und die Struktur der Hflgl kaum von jenen der perseus- Gruppe differiert, muß das Genus dennoch se¬
pariert gehalten werden, weil nur der Stamm der Costale der Vflgl aufgeblasen erscheint, und die Augen nackt
sind. Die sekundärsexuellen Organe sind sehr primitiv. Vflgl mit einer Einfaltung oberhalb der Submediane,
die einen schwarzen (medus) oder gelben ( jopas ) Haarstern trägt. Hflgl oberseits mit einem Büschel langer
Borsten in und jenseits der Zelle zwischen der hinteren Mediane und der Submediane. Die hintere Discocel¬
lulare der Hflgl mündet distal von der Zelle auf die Gabelung der beiden Meclianadern. Nach Beobachtungen
Martins differieren die Rpn der Gulapa unter sich nur unerheblich, während die O-rsotnaena-Raupen eine
völlig verschiedene Lebensweise führen und durch die schlankere Gestalt und längeren Kopfhörner sogleich
von den Rpn der Gulapa ab weichen.
mcdus. 0* medus, von Vorderindien bis zu den fernsten Südseeinseln verbreitet, tritt am Festlande von Indien
in drei Zeitformen auf, die sich weiter östlich als Java auf den Inseln nicht mehr konstatieren lassen. Auf
einigen Inseln wie Borneo existieren jedoch Exemplare mit schmaler und solche mit breiter Medianbinde der
Flügelunterseite. — medus F. (= dorisCr.), auf Exemplare der Regenzeitform gegründet, gleicht unterseits der
hcs io nc. abgebildeten zipoetina (91 a), doch fehlt der ausgedehnte Bleiglanz der Hflgl. - hesione Cr. ist eine Interme-
diatform, bei der die Ozellen der Unterseite aller Flügel bereits verkleinert sind, aber die weiße Medianbinde noch
runeka. erhalten ist. — runeka Moore eine Form der trockenen Periode mit ausfallenden Augen, aber noch deutlich er-
iurbaiu. haltener weißer Mittelbinde undturbata Frühst. (91a), eine extreme Trockenzeitform, bei der sowohl die Ozellen
dem Verschwinden nahe sind, wie denn auch die Mittelstreifen fehlen oder nur durch einen schwarzgrauen
Schatten angedeutet sind. Durch ganz Indien mit Ausnahme des Südens bis etwa 1000 m hinaufgehend. Rpn
mandata. an Reis und Gras. — mandata Moore bewohnt das südliche Indien und Ceylon, bleibt etwas in der Größe hinter
der nördlicheren Rasse zurück, führt aber erheblich breitere discale Längsstreifen und größere mehr braun
mundosa. statt rot umringelte Ozellen der Unterseite aller Flügel. — Als mandosa Btlr. ist die Trockenzeitform benannt.
Auf Sumatra werden häufig Exemplare mit vergrößerten Ozellen und schöner bleiglanzartiger Peripherie ge-
zipoetina. fanden, auch mit verwaschenem Silberglanz zwischen den Augen (f. zipoetina Frühst. [91 a]). Nach Martin
werden auf Sumatra die weißlich-grünen, kugelförmigen Eier einzeln auf der Unterseite von Grasblättern
abgesetzt und trüben sich vor dem Auskommen der Räupchen milchigweiß ; das eben ausgeschlüpfte Räupchen
MANDARINIA. DRUSILLOPSIS. Von H. Frfhstorfer.
359
ist weiß und wird erst nach der ersten Nahrungsaufnahme grün. Nach der 2. Häutung sind die Räupchen
weißgrün, ohne jede dunklere Dorsalzeichnung, besitzen sehr lange, gabelförmig1 divergierende Kopf- und Anal¬
zacken, welche beide zart rosa gefärbt sind; der ganze Körper zeigt eine feine, quere Riffung und leichte Be¬
haarung. Nach der letzten Häutung sind die Zacken an Kopf und Anus noch länger, fast doppelt so lang^ge-
worden und zeigen noch die erwähnte, feine Rosafärbung, während in bezug auf die Gesamtfärbung der Rp
sich zwei Typen unterscheiden lassen: 1. weißlich-gelbe Rpn, welche gegen die Verpuppung hin immer heller
werden, und 2. rosa gefärbte, bei welchen die Färbung der Zacken den ganzen Körper überzieht. Beide Typen
besitzen auf beiden Seiten über den Beinen einen cremeweißen Lateralstreifen. Die häufig wagrecht aus¬
gestreckten Zacken am Kopfende fordern sehr zum Vergleiche mit einer Blattschnecke mit hervorgestreckten
Fühlern heraus. Die Rpn verbergen sich nie tief in den Halmen, sondern bleiben immer hoch in der Nähe der
gleichfarbigen Aehren sitzen und fressen unter Tags. Die zur Verpuppung aufgehängte Rp wird gelb weiß,
wie reifer Hafer. Die Ppn hängen ebenfalls hoch an den Halmen und sind gelbbräunlich, manchmal mit gol¬
denem Metallschimmer. Da sich die Rpn nicht an horizontal stehenden Blättern, sondern an vertikal stehenden
Halmen aufhängen, so ragt die Pp in einem kühnen Bogen vom Hahn ab. Die ausgewachsene Rp mißt 35
bis 37 mm. Nach genau 9 Tagen kommt der Falter aus, morgens zwischen 9 und 1 1 Uhr. Von Celebes an
bis Neu-Guinea treten nur noch Exemplare auf mit fadendünner weißer Mittellinie, die als licium Frühst, be- licium.
zeichnet wurden. Von Neu-Pommern liegen wiederum Stücke vor mit fast ebenso ausgedehntem Median¬
strich, wie wir ihn bei den Süd-Indiern beobachten. Diese dürften zu mutata Btlr. gehören. — modestus mutata.
Misk. endlich ist die australische Rasse der Gesamtart, von Cooktown in Queensland bis Tlmrsday-Island modestus.
verbreitet.
0. jopas bewohnt Celebes und die Sula-Inseln. Die Duftfalte unterhalb der Submarginale der Vflgl jopas.
von jopas ist größer, tiefer, besser entwickelt als bei medus. Die Duftpfanne anscheinend mit helleren Schup¬
pen gefüllt, der Duftpinsel etwas gelblicher und länger. Der Costalsaum der Hflgl gleichfalls heller als bei
medus und die matt seidigglänzenden Büschel kürzer, anliegender. Dufthaare sowohl der Zelle als Avie unter¬
halb der Zelhvand etwas entwickelter und länger. Von jopas bleiben drei Lokalrassen zu rubrizieren: pauper- pauper a da.
cula Frühst. (91 a). Kleiner als die Celebes-Rasse. Antemarginallinien auf der Oberseite aller Flügel deutlicher.
Unterseite : Die Aveiße Medianbinde der Flügel schmäler, reiner Aveiß und schärfer abgesetzt. Die Umgrenzung
der Ozellen der Hflgl ausgedehnter und heller. Die Ozellen selbst mehr oval, größer und strichförmiger Aveiß
gekernt. Sula-Besi von Doherty gesammelt. — jopas Hew., ohne genauere Vaterlandsangabe als Ostindien
ihrem Autor bekannt, der sie für eine Aberration von medus hielt, ist einer der häufigsten Falter in der Nähe
menschlicher Wohnungen im nördlichen Celebes, größer, dunkler als paupercula. Von mir bei Toli-Toli im
November, Dezember häufig gefunden. — mendice subsp. nov. ist das Produkt einer Gegend mit Aveniger mendice.
Regenfall, im südlichen Celebes vom September bis Dezember auftretend. Kleiner als jopas, mit helleren Aveißen
Binden und Antemarginallinien, und von paupercula differierend durch die verdunkelten Antemarginallinien
der Hflgl-Oberseite.
Gattung’ Mandarinia Leech.
Die fundamentalen Differenzialcharaktere dieses eigentümlichen Genus vergaß Leech in seiner Dia¬
gnose zu erwähnen, nämlich die nicht aufgeblasene Basalpartie sämtlicher Aderstämme der Vflgl und die
scharf zugespitzte Hflglzelle. Mandarinia ist des weiteren von Gulapa differenziert durch die an Euploeen,
Taenaris und Antirrhaea gemahnende konkave Ausbuchtung des Analrandes der Vflgl und die breite Haar¬
bürste der Hflgl, die an die eigentümlichen Duftapparate auf der Vflgl-Unterseite von Antirrhaea philoctetes L.
erinnert.
Nur eine Species M. regalis Leech (Bel. I, p. 80, Taf. 29 a), bisher nur von China bekannt, avo sie nach regalis.
Leech sehr lokal und nicht häufig ist. Sehr wahrscheinlich wird regalis auch noch in Yunnan entdeckt Averden,
von wo aus die Art ja nur nach Tonkin gelangt sein kann, avo von mir eine Ortsrasse baronesa Frühst. (93c) baroncsa.
aufgefunden Avurde. Mit 27 mm Vflgllänge kleiner als regalis Leech, die stets 30 — 32 mm Vflgllänge auf-
Aveist. Die blaue Schrägbinde der Vflgl viel schmäler, namentlich im oberen Teile, die einzelnen Flecken stehen
isolierter und sind distal tiefer eingeschnitten. Die Binde verläuft auch nach innen unregelmäßiger, erreicht
meistens nur die Submarginale und ist wegen ihrer geringeren Breite viel Aveiter vom Analwinkel entfernt,
d. h. nach innen gerückt. Die Schrägbinde selbst ist dunkler blau. Tonkin, Than Moi, Juni bis Juli. $ rund-
flügeliger, mit blasser blauer Submarginalbinde, die erheblich schmäler als beim <$ erscheint.
Gattung’ 1>rusillopsis Frühst. (= Hamadryopsis Oberthür, nom. nud.)
Dieses eigentümliche Genus, dessen einzigen bisher bekannten Vertreter Doherty in Holländisch-
Neu-Guinea entdeckte, muß infolge der aufgeblasenen Adern der Vflgl und dem Duftpinsel am Costalrande
der Hflgl-Oberseite in die Nähe der Mycalesiden gestellt werden. SoAA'eit sich das Geäder nach Oberthür’s
Figuren beurteilen läßt, zeichnen sich die Hflgl durch eine ebenso spitze abgeschlossene Zelle aus als die Gat¬
tung Mandarinia, doch stößt bei Drusillopsis die hintere Discocellulare auf die Gabelung der beiden vorderen
360
PALZEON YMPHA . RAGADIA. Von H. Fruhstorfer.
Medianen der Hflgl, und mündet nicht distal von dieser wie bei Mandarinia. Stellung und Gestalt aller Disco-
cellularen wie bei anderen papuanischen Culapa.
dohertyi. D. dohertyi Oberth. $. ($ = Hamadryopsis drusillodes Obert., $). Das $ gleicht einem Hamadryas-Wäxm-
chen, das $ einer sehr kleinen Taenaris ( Drusilla olim) und bieten die beiden Geschlechter ein Beispiel weit¬
gehendsten Sexualdimorphismus, ähnlich jenem von Elymnias agondas Bsd., das Oberthür verleitete, auf
eine Species zwei Genera zu errichten, denen jedoch keinerlei systematischer Wert zukommt, weil jede Gat¬
tungsdiagnose fehlt, die — wenn sie durch Oberthür gegeben wäre — den Autor unbedingt darauf hätte
hinweisen müssen, daß er eine heteromorphe Species, aber nicht zwei Genera vor sich habe — ein Denkmal
menschlichen Irrens! $ Vflgl schwarz mit zwei größeren und zwei kleineren quadratischen Makeln. Hflgl weiß,
mit breitem schwarzen Distalsaum und gelbem Haarpinsel an der Costalis. Beide Flügel mit je einer Ozelle.
$ vorherrschend weiß, mit schmalem schwarzgrauen Distalsaum. Apicalozelle der Vflgl vTie beim <$, dieAnal-
ozelle der Hflgl sehr groß, nach hinten mit gelblichem Hof, Hflgl-Unterseite mit einer Apicalozelle, die auch
beim <$, aber kleiner, vorhanden ist.
Gattung1 Palaeoiiyniplia Btlr.
Dieses interessante Genus stellt ihr Autor in die Nähe der neotropischen Gattung Euptychia, mit der
Palaeonympha tatsächlich die angeschwollene Costale und Mediane gemeinsam hat und die lange Zelle der
Hflgl. Im Habitus kommt die einzige bisher bekannte Art, aber so nahe den Mycalesiden, daß ich sie hier
unbedenklich dazu stelle, umsomehr als zwei vor dem Zellende der Vflgl abzweigende Costaläste — die gebo¬
gene mittlere Discocellulare — die behaarten Augen an diese Gruppe erinnern, durch die lange Zelle aller
Flügel aber ist das Genus dennoch weit von den Culapa abgerückt und nimmt eine ganz isolierte Stellung ein.
opalina. P. opalina Btlr. (Bd. 1, p. 148, Taf. 48 i) von Ningpo bis an die Tibetgrenze verbreitet. Neuerdings
auch auf Formosa entdeckt, wo eine melanotische Inselrasse in Erscheinung tritt, macrophthalmia subsp. nov.
von der Namenstype nur differenziert durch das dunklere Kolorit, namentlich schwarze statt rotbraune
Längsbinden der Unterseite, und größere ausgedehnter schwarz zentrierte Ozellen aller Flügel.
Gattung Itagariia Westw.
Diese Gattung schließt sich eng an Mycalesis an durch die sekundären Geschlechtsauszeichnungen
der welche auf der Unterseite der Hflgl über dem unteren Discocellularaste eine ( Drüsen- )Tasche tragen,
welche aber, ähnlich wie bei gewissen Danaiden, ihre Oeffnung auf der Oberseite des Hflgls besitzt ; diese Oeff-
nung ist rund und verlängert sich nach außen schlitzförmig. Auch die sehr charakteristische Zeichnung der
Unterseite beider Flügel findet sich, wie erwähnt, in Culapa dohertyi bereits angedeutet. Die halb durchsichtigen
Flügel, der zarte Bau und schwache Flug der Tiere scheinen auch auf eine Verwandtschaft mit dem folgenden
Genus Erites hinzuweisen. Das Geäder der Hflgl ist so abweichend von dem der übrigen Satyriden, daß Her-
rich Schaffer die Ragadia als eine besondere Familie abtrennte. Doch tritt die allerdings phänomenale
Anomalie nur bei den auf, wiederum eine Relation mit den Mycalesiden (der Artengruppe Virapa ) in
der Weise, daß durch das sexuelle Becken des die hintere Discocellulare der Hflgl fast völlig verdrängt wird.
Auch bei den $ fehlen die vordere und mittlere Discocellulare der Hflgl, die durch eine lange auf die Abzweigung
der hinteren Mediane stoßende hintere Discocellulare allein geschlossen ist. Die Vflgl haben nur die Costale
aufgeblasen und wie bei Lohora zweigt nur ein Subcostalast vor dem Zellende ab. Die Klammerorgane da¬
gegen stehen in engster Beziehung mit den Erites , nur die Valve ist etwas kürzer und zierlicher. Ueber die we¬
nigen Arten der zierlichen Gattung herrscht noch etwas Unsicherheit und es ist nicht ausgeschlossen, daß viel¬
leicht alle Formen zu zwei oder drei Kollektivarten gehören. Verbreitung: die orientalische Region, nicht mehr
auf Bali vorkommend.
/
R. crisilda, die kontinentale Species, die in vier Zweigrassen gespaltet ist, die unter sich mehr oder we-
latifasciata . niger erheblich differieren. — latifasciata Leech (Bd. 1, p. 80, Taf. 29 a) ausgezeichnet durch eine breite weiße
Medianpartie der Vflgl und ausgedehnten schwarzen Vorhof der Ozellen der Hflgl-Unterseite. Anscheinend
crisilda. sehr selten. Von Westchina, Mupin. Flugzeit Juli. — crisilda Hew. (90 e) bisher nur von Assam und Obertenas-
serim bekannt, wurde von mir auch in Mitteltonkin (August, September auf etwa 500 m Höhe) gefunden.
Unterseite wie bei crito (90 e) nur die Ozellenreihe der Hflgl etwas lichter gelb umringelt. — critolaus Nicev.
(90 e) bisher nur von Südtenasserim nach Europa gelangt, macht ganz den Eindruck einer extremen Trocken¬
zeitform. Sie schließt sich durch breite weiße Discalstreifen der latifasciata Leech an, differiert jedoch von
dieser und crisilda durch schmälere schwarze Längsbinden der Hflgl, die gelegentlich sogar in einzelne rundliche
Makeln zerfallen. Die Falter wurden einmal im Oktober von Ringham im Urwalde am Fuß der Donatberg-
kette in bedeutender Menge gefunden, wo die Schmetterlinge im Schatten hoher Bäume zwischen den niederen
Büschen flogen, sich häufig setzten und in der Leichtigkeit und Zartheit des Fluges nur einen Rivalen in Lep-
crito. tosia xiphia hatten. — crito Nicev. (90 e) war lange Zeit nur aus Bhutan bekannt, wo sie sehr lokal aber im
August an einigen Favoritplätzen in Anzahl beobachtet wurde. Doherty entdeckte sie später in Ober-Assam
MELANITES. Von H. Fruhstorfer.
361
(Margherita). Von den übrigen Schwesterrassen leicht zu trennen durch das nahezu völlige Ausfallen der weißen
Längsbinden der Oberseite aller Flügel, die namentlich bei den SS mehr oder weniger schiefergrau überdeckt
erscheinen. $ wie bei allen Ragadia rundflügeliger, bleicher als das <$•
R. annulata Sm. (= melita Stgr.) (90 e) steht der melindena Fldr. der Südphilippinen nahe und differiert annulata.
oberseits von allen beschriebenen Formen durch den überaus breiten schwarzen Distalsaum, und die schmale
Medianbinde aller Flügel. Die Oberseite des $ ist sogar durchweg gelblichweiß mit nur von der Unterseite
durchscheinendem Discalstreifchen. Von der crisilda entfernt sich annulata durch die dem Außenrand näher¬
gerückte Ozellenreihe der Unterseite der Hflgl, bei welcher zudem nur zwei, statt drei Medianaugen gemeinsam
gelb umzogen sind. Kina-Balu, Nord-Borneo.
R. melindena Fldr. ersetzt crisilda auf den Philippinen. Sie steht der vorigen Species nahe, differiert melindena.
aber unterseits durch die kürzere nur bis zur Flügelmitte reichende schwarze Subbasalbinde der Hflgl und
oberseits durch den gleichfalls nur rudimentären Medianstreifen der Ozellenkette der Hflgl kompletter,
gleichartiger als bei annulata. Ganz Mindanao, Flugzeit: Juni bis Oktober und Dezember bis Februar. Auch
in einer dunkleren Rasse von Camiguin de Mindanao und Sarangani gemeldet.
R. crisia, die häufigste und am besten bekannte Species, ein Bewohner des gesamten macromalayischen
Gebiets, wo sie in vier nicht sehr scharf getrennten Ortsrassen vorkommt. — crisia Hbn. •( = makuta Horsf.) crisia.
(90 e), die Namenstype findet sich nach meinen Beobachtungen ausschließlich in Westjava, wo ich sie in den
von Feuchtigkeit triefenden Wäldern der Bai von Palabuan in Anzahl antraf, doch geht sie in dem Kalkgebirge
des südlichen Preanger bis etwa 500 m Höhe, crisia ist die am breitesten schwarz gestreifte, aber zugleich
die oberseits am gleichmäßigsten und vorwiegend gelblich gebänderte Inselform. Es scheint auch, daß die
Ozellenkette der Unterseite aus größeren und reicher mit silberglänzenden Kernen besetzten Augen besteht
als bei den Nachbarrassen. — minoa subsp. nov. in Nordost Sumatra. Ueberall häufig in der Ebene und in den minoa.
Vorbergen bis zu 1000 Fuß, findet sich nicht nur in hohem Wald, sondern auch in jungem Busch, der noch
grasreichen Grund besitzt. Sehr zahlreich in den Muskatnuß- Gärten, welche außer üppigem Graswuchse
auch den lichten Schatten der Muskatbäume darbieten. Fliegt schwächlich nahe dem Boden, setzt sich häufig,
am liebsten auf die nackte Erde oder totes Laub, und wird trotz des zackigen, unregelmäßigen Fluges leicht
gefangen. Diese Art ist in bezug auf die hellere oder dunklere Grundfarbe der Oberseite und die Ausdehnung
der dunklen Bänder der Unterseite sehr zum Abändern geneigt. Oberseits dunkler, mehr rauchbraun als gelb¬
lichweiß wie bei crisia, auch die Längsbinden der Unterseite mehr gelblich statt weiß. Auf den Battakbergen
(Juli) namentlich aber in West-Sumatra tritt ausschließlich eine wieder mehr der crisia sich zuneigende
Unterart oder Form auf (pallida subsp. oder form, nov., 90 e), bei der besonders che Oberseite der Hflgl eine pallida.
blaßweißlichgraue Färbung annimmt. — siponta subsp. nov. liegt mir aus Perak, dem Lingga-Archipel (Februar) siponta.
und den Natuna-Inseln vof. Habituell kleiner als crisia und minoa, zeigen die SS einen vorherrschend schwarz-
grauen Anflug der Oberseite und unterseits auf den Hflgl eine weniger ausgedehnte gelbliche Begrenzung der
Ozellenkette. — umbrata subsp. nov. von Borneo endlich trägt das am dunkelsten rauchbraune Kolorit der Ober- umbrata.
seite zur Schau; die $$ sind größer als bei minoa und siponta, die schwarzen Längsbinden der Unterseite et¬
was schmäler und schärfer abgegrenzt. Nord- und Südostborneo, sowie von Pontianak in meiner Sammlung.
R. luzonia ist die nördlichste Abzweigung einer Formenreihe der Philippinen, über deren Zugehörig¬
keit zu crisia noch Zweifel bestehen. Semper glaubt sie spezifisch absondern zu dürfen und mir fehlt Material
um darüber zu entscheiden. — luzonia Fldr. differiert von crisia in der Hauptsache durch die vertikaler gestellte luzonia.
Streifung aller Flügel und die mehr gerade verlaufende Ozellenkette der Hflgl, die nach oben deutlicher durch¬
schlägt und aus größeren Augen zusammengesetzt ist. Vflgl mit einem gelben Medianstrich, Hflgl mit hell¬
gelbem ausgedehntem Vorhof der schwarzen Augen. Unterseite aller Flügel mit breiter scharf umgrenzter
Medianbinde. Flugzeit: April bis Juli. Nur aus dem östlichen Luzon bekannt und dem diesem vorgelagerten
Polillo. — mindorana Semp. von Nordost-Mindoro, im Dezember, Januar fliegend, unterscheidet sich von lu- mindorana.
zonia dadurch, daß die doppeltgekernten Ozellen von einer gemeinsamen gelben Peripherie umgeben sind,
während sonst jedes Auge einzeln umringelt Erscheint. — - crohonica Semp. nähert sich am meisten der javani- crolionica.
sehen crisia, doch führt sie kleinere Augen, und das $ ist oberseits fast ganz weiß. Von den östlichen Philip¬
pinen, Leyte, Panaon, Samar. Anscheinend selten, vom Mai bis November.
Gattung Melanitis F.
Strukturell charakterisiert durch die ungewöhnlich kurze mittlere Discocellulare der Vflgl und die
nicht cystösen Hauptadern. Augen nackt, Palpen breit, dicht anliegend behaart, Klauen der Mittel- und
Hinterfüße zweispaltig. Vordere und mittlere Discocellulare der Hflgl fast- gleichlang, die hintere Discocellu¬
lare jenseits der Gabelung der Medianadern aufstoßend. Rp nicht vom allgemeinen Typus abweichend, grün,
in der Mitte etwas verdickt. Kopf mit zwei Hörnern. Pp grün, länglich, in der Mitte verdickt mit stumpfem
Kopfende. Klammerorgane äußerst primitiv, Uncus ohne laterale Spangen, Valve lang, schmal distal mit
abgestumpftem Ende, lang und dicht beborstet. Uncus mit einer scharfen Spitze wie bei der En m en is- Gr u p pe .
IX 46
3r,2
MELANITIS. Von H. Fruhstorfer.
Die Schmetterlinge scheuen die Sonne und werden in den heißen Tagesstunden vergebens gesucht, die Morgen-
und Abenddämmerung ist ihre Flugzeit und sie dehnen diese Abends oft so lange aus. daß sie sogar ab und zu
von der nächtlichen Lampe angezogen werden und als seltene Gäste unter Eulen und Spannern erscheinen.
Die Tiere fliegen nur auf kurze Strecken, um sofort wieder auf der nackten Erde oder auf dunklen, feuchten
Baumwurzeln mit zusammengeklappten Flügeln zu ruhen. Die Färbung der Fliigelunterseite verleiht ihnen dann
einen eminenten Schutz selbst gegen scharfsehende Verfolger. Außerdem sind sie sehr scheu und fliegen
auf, ehe man sich ihnen nähern kann. Eine Art ist über drei Weltteile verbreitet, einige bewohnen nur die
orientalische Region, andere sind den Molukken und Neu- Guinea eigentümlich. Es sind Schmetterlinge der
Niederung, sie finden sich, in der Nähe menschlicher Wohnungen und bevorzugen mehr den lichten Wald und
Fruchthaine. Vgl. Bd. 1, p. 88.
M. leda (Bd. 1, p. 88 Taf. 32 a), eine Art, die in Süd- und Ostasien überall da vorkommt, wo Reis ge¬
baut wird und auf allen Inseln bis zu den fernsten ozeanischen Eilanden vorkommt. — ismene Cr. nach einer
Trockenzeitform aufgestellt, gilt als der älteste Name für die kontinentale Rasse der Gesamtart die in einigen
determinata. Grenzgebieten, z. B. des westlichen Himalayas viel häufiger auftritt als determinata Btlr., der älteste Name für
die Regenzeitform, die aber unter der Bezeichnung leda besser bekannt ist. Doch hat Butler festgestellt, daß
die LiNNEische Type von leda aus Anrboina stammt, wo eine von der kontinentalindischen leda völlig differente
mycena. Inselform vorkommt. Eine sehr interessante Aberration ist ferner mycena Cr., ursprünglich von der Coro-
mandelküste beschrieben, sehr selten, aber weit verbreitet, denn sie liegt mir aus Formosa, Sikkim und Borneo
vor. Im allgemeinen vom Typus der Trockenzeitform, ist sie charakterisiert durch einen breiten, rotbraunen
Vorhof der Apicalozelle der Vflgl-Oberseite und unterseits durch das monoton rot oder gelbbraune Kolorit,
das gegen den Distalrand zu sich plötzlich verändert und einer schmalen gelblichen oder braungelben und wie
mit dem Lineal abgegrenzten Randbinde Platz macht. Derlei Exemplare können unterseits allenfalls
mit solchen von bela und zitenius verwechselt werden, bei denen sich eine ähnlich scharf abgesetzte distale Um¬
säumung wiederholt. Wie schon Seitz hervorgehoben hat, gleicht kein Exemplar dem anderen, und ebenso¬
wohl wie die Trockenzeit ganz ungewöhnliche Formen ( mycena ) produziert, finden wir ähnliche Anomalien
auch bei den geäugten Generationen. So liegt ein $ aus Tonkin vor, das auf der Vf lgl-Unter seite ebensogroße
breit gelb umzogene Ozellen trägt als auf den Hflgl und ein $ aus Sikkim zeigt vier längliche weiße Strigae statt
der Ozellen der Vflgl-Unterseite. Im allgemeinen aber kann als Norm gelten, daß beide Geschlechter der
ismene einen weitvorspringenden Apex, die der determinata einen mehr gerade abgeschnittenen Apicalrand der
Vflgl aufweisen ; eine Erscheinung, die sich sehr markant bei der Gattung Kallima wiederholt. Hagen hat beob¬
achtet, daß leda auf Sumatra Blüten nie besuchen, dagegen trifft man sie in Scharen an abgefallenem, fauligem
Obst, besonders Feigen, am liebsten früh morgens oder spät abends. 'Wenn alle anderen Schmetterlinge noch
oder schon schlafen, um 6 Uhr des Morgens oder Abends, dann halten unsere Tiere schon ihre Mahlzeit. Auch
abgefallene Früchte der Areng-( Zucker- )Palme und abgeschlagene Blüten von Pisang (Banane, Musa) gehören
zu den bei Melanitis beliebten Gerichten. Streitende erheben sich oft hoch in die Luft und kehren dann in
regelmäßigen, bogenartigen Touren zu ihrem Ruheplatz zurück, wobei sie sich vom Gold des tropischen Abend-
simessa. himmels als scharfe, interessante Silhouetten abheben (Martin). - — simessa Frühst. (= arcensia Frühst,
olim) glaube ich als Subspeciesbezeichnung für die etwas von kontinentalen Exemplaren abweichenden javani¬
schen Stücke verwenden zu dürfen. Deren Gesamtheit ist charakterisiert durch eine besonders großäugige
Jacrima. Regenzeitform (lacrima Frühst.), die Hübner schon kannte und auch bildlich darstellte. Deren Unterseite
ist vorwiegend braungelb mit sehr scharfen dunkelbraunen Längsbinden. Auch die Trockenzeitform ist aus¬
gezeichnet durch schwarzbraune ungewöhnlich breite Längsbinden, die partiell nach innen von ausgedehnten
schwarzen oder braunen Feldern belegt sind, die lebhaft mit der gelb oder rotbraunen Unterseite kontrastieren.
ismenides. (ismenides form. nov.). Dr. Piepers hat beobachtet, daß sich simessa manchmal am Tage an den Plafond der
Speisezimmer setzt und daß dann die mit guten Geruchs Organen ausgerüsteten Mauereidechsen (Hemidac-
tylus) offenbar durch deren Geruch angelockt aus ihren Schlupfwinkeln hervorkommen, die Falter belecken,
um sich vollkommene Sicherheit zu verschaffen und sie erst festpacken, wenn sich die Melanitis bewegen.
simessa ist auf Java überall da gemein, wo Reiskultur getrieben wird, ebenso auf Bawean. Lombok-Exemplare
leiten bereits zur Rasse von Wetter hinüber, ich besitze von dort sowohl die aberrative mycena, wie auch
obsolcscens. ismenides. — obsolescens Fldr. oberseits etwas dunkler und unterseits gleichförmiger grau als simessa, Nord-
despemta. und Südcelebes, sehr gewöhnlich. — desperata Frühst, kommt durch den dunkelbraunen Anfing der Flügel¬
oberseite, den gleichmäßigen, sehr breiten proximalen rostroten Bezug der Vflglozellen bereits sehr nahe den
leda. Molukkenrassen, eine Tatsache, die schon Doherty beobachtet hat. Insel Wetter, Alor. — leda L. (95 d)
von Finne mit der Heimat ,,Asia“ beschrieben. Durch Butler, der die Type ausfindig machte, wurde jedoch er¬
mittelt, daß sie aus Anrboina stammt, woher Linne ja bekannterweise zahlreiche Insekten zugeschickt bekam.
Oberseite stets rotbraun, nicht schwarzgrau wie bei kontinentalen, makro- und mikromalayischen Exemplaren.
Unterseite mit deutlichem Purpurschimmer und stets mehr oder weniger kakaobraun, und entfernt nicht so
veränderlich wie bei ismene oder simessa. Auch sind die Saisonformen nur undeutlich markiert. Anrboina,
buruana. Ceram, Uliasser. — buruana Holl, bezeichnet die der Insel Buru eigentümliche Rasse, deren Beschreibung
aber gewiß nicht erfolgt wäre, wenn dem Autor die BüTLERSche Ausgrabung bekannt gewesen wäre, doch ist
molucearum. die Form oberseits noch lebhafter und satter rotbraun als meine Amboina-Pärchen. — moluccarum Frühst.
MELANIT IS. Von H. Fruhstorfer.
(96 a) ist ein Name für den schon seit 1863 durch Guenee präokkupierten Namen fulvescens Fldr. (1867).
Unterseite etwas heller als buruana, sonst dieser sehr nahestehend. Batjan, Halmaheira, Obi. - offaka ojjnhn.
Frühst. Beiderseits dunkler gefärbt als destitans, was bei den $$ besonders auffällt, die oberseits eine dunkler
rotbraune Gesamtfärbung aufweisen als selbst Molukken-Exemplare. Waigiu, Holländisch-Neu-Guinea
destitans Frühst. (95 a). Steht moluccarum am nächsten und vermittelt den Uebergang von diesen zu bankia <h *Hhn . .
von Australien. <$. Oberseits satter rotbraun, unterseits mit kleineren Ozellen, distal weniger deutlich braun
umrandet. 9- Die gesamte Apicalpartie der Vflgl viel bleicher, fast weißlich gelb, die Grundfärbung der Oberseite
mehr grauschwarz, Unterseite in der Distalregion gleichfalls mehr aufgehellt. Deutsch-Neu- Gu i nea . — kiri- l.-i rin-
winae Frühst. Eine distinkte Inselrasse, wesentlich größer als alle Verwandten, von rundlicherem Flügelschnitt,
mit sehr großen gelblichen Feldern um die Vflglozellen. Kiriwina. — dominans Frühst. (96 a). Damit bezeich- dominan*.
nete ich die Regenform des Bismarck- Archipels, die an Größe kiriwinae gleichkommt, im 9 oberseits satter rot¬
braun gefärbt ist und unterseits kleinere Ozellen auf viel dunklerem Grunde trägt. Bismarck-Archipel, Type
aus Neu-Mecklenburg. — salomonis Frühst. 9 steht oberseits destitans -9 am nächsten, zeigt jedoch gleichmä- mlomoni x.
ßigere Flügelform ohne vorspringenden Apex. Unterseite von allen bekannten (eda-Rassen sofort zu unter¬
scheiden durch die viel größeren und ausgedehnter gelb geringelten Ozellen, besonders auch der Vflgl. Salo¬
monen. — solandra F. (Insula Otaheity 1775) (= Cyllo leda v. taitensis Fldr. 1862). Insel Tahiti (fehlt mir), solandra.
— palliata Frühst. (95 d in pallida verdruckt). Die kleinste mir bekannte Lokalrasse, im 9 zugleich die am palliata.
hellsten gefärbte, durchweg licht graubraun mit etwas dunklerem schmalem braunem Distalsaum. Die Unter¬
seite Aveist scharf abgesetzte Bänder und eine relativ breite braune Umrandung auf, erinnert dadurch etwas
an die Rassen von phedima Cr. Ozellen recht groß, breit, gelb geringelt. Palau, von Herrn G. Semper emp¬
fangen. Yap. (Semper). — Ievuna Frühst. Hält etwa die Mitte zwischen salomonis m. und palliata m. lemina.
und differiert unterseits von palliata durch die dunklere mit einer breiteren Medianbinde durchzogene Ober¬
fläche aller Flügel und schließt sich oberseits durch den bleichen Apicalteil an salomonis an. Die GS sind dunkler
als australische SS und ähneln buruana Holl, in der Färbung. Viti-Levu. — bankia F . ist der einzige sichere bankia.
Name für die australische Ortsrasse, bei der sich die Zeitformen viel schärfer als bei ismene von Vorderindien
separieren. Einige von ihnen haben von früheren Autoren Namen empfangen, die sich aber ohne die Typen in
England gesehen zu haben, nicht aussondern lassen. Jedenfalls besteht ein weitgehender Unterschied zwischen
Exemplaren von Neu- Süd- Wales, wie sie sich in der Sammlung Staudinger in Berlin befinden und solchen,
die mir aus Queensland vorliegen. Erstere gehören zu einer herrlichen Regenzeitform mit gerade abgeschnit¬
tenem Distalrand der Vflgl, ohne jediveden Apicalvorsprung. Oberseite prächtig rotbraun mit relativ kleiner
Apicalozelle, ein 9 führt einen bleichgelben Vorhof des vorderen Auges. Die Unterseite zeigt nur mittelgroße
Augenflecken. Ihr nähert sich crimisa subsp. nov. von Timor in der Kollektion Staudinger, eine prächtige Insel- crimisa.
rasse mit riesigem rotbraunem Distalfleck der Vflgl, wodurch sie von desperata mit nur unbedeutendem rötlichem
Vorhof der Apicalaugen leicht zu trennen fällt. — africana Frühst. Die Trockenzeitform der afrikanischen africana.
Lokalrasse weicht nur unerheblich von der analogen indischen Saisonform ab, dagegen tragen die mir vorliegenden
99 der afrikanischen Regenzeitform einen viel breiteren gelben Apicalbezug als selbst indische 9? im extremsten
Trockenzeit-Habitus und die Ozellen der Hflgl-Oberseite sind auffallender heller gell) geringelt. Die afrikanische
(eda-Rasse verdient auch schon deshalb einen Namen, weil in Afrika Farbenvarietäten Vorkommen, die A\rir
nirgendwo in Indo- Australien antreffen, so z. B. oberseits durchweg gelblichrot gefärbte Trockenzeit-^^, bei
denen die ganze vordere Flügelhälfte rot getönt ist (zitenides Frühst.). — fulvescens Guen. (Bd. 13, Taf. 26 b). zitenidcs.
Insel Reunion, Bourbon, Mauritius, Rodriguez, Madagaskar.
M. phedima umschreibt eine weit verbreitete Kollektivspecies, welche klimatischen und geographischen
Einflüssen noch mehr als leda unterworfen ist, aber dennoch eine weniger exzessive individuelle Abänderungs¬
fähigkeit besitzt als die LiNNEische Art. In der orientalischen Region kommt sie stets neben leda vor. doch
fehlt sie in Mikromalayana und geht östlich nicht über Celebes hinaus. Entschieden seltener, bevorzugt sie die
höheren Lagen der Ebene und die Vorberge, avo sie mehr in niedrigem Wald und an Waldrändern vorkommt,
als in Feldern und Gärten Avie ismene und leda. Die Schmetterlinge sitzen gerne auf geborstenen oder ver-
Avundeten Baumstämmen und laben sich am ausfließenden Safte, der ihnen derart mundet, daß sie ihre sonstige
große Scheu ablegen und selbst mit den Fingern gegriffen werden können (Martin). Rp etwas kürzer, dicker
als jene von leda, schöner lateral gestreift, Kopf rotgestreift. Pp etwas dicker als die leda- Pp. Greiforgane un¬
erheblich verschieden von jenen der leda. Valve anscheinend aber distal mehr aufgebogen, weniger dicht und
kürzer beborstet. — mukata Frühst., die nördlichste Abzweigung, differiert von der gleichartigen indischen mukata.
Regenform bela forma asiva Moore , durch die bedeutendere Größe, hellere Unterseite aller Flügel und den aus¬
gedehnter gelblichen Apicalbezug der Vflgl-Oberseite. Neben mukata existiert noch eine etAA'as kleinere Regen¬
oder Bergform, die als forma patra Frühst, bezeichnet wurde, ohne Apicalfleckung beim 9 und einer deutlichen patra.
Ozellenkette der Hflgl-Unterseite beim S (extreme Regenzeitform). Die Trockenform der chinesischen phedima-
Rasse ( forma autumnalis Frühst.) hat Leech als ismene $ und 9 (Fig. 2 und Fig. 5) abgebildet und Seitz Bd. 1 auhtnntaHs.
Taf. 32 d. Dieselbe differiert von indischen Trockenzeit-Stücken durch bedeutendere Größe, verblaßtere rotbraune
Apicalfärbung beim 9> ausgedehntere bei den SSi West-China, vom Tiefland und Omei-Shan. — ganapati ganapati.
Frühst. Tonkin-, Annam-, Tenasserim-Exemplare differieren besonders in der Trockenzeitform von ihren in¬
dischen {phedima bela Moore) und chinesischen Schwestern durch viel kleinere Gestalt, stark reduzierte rot-
364
MELANITIS. Von H. Fruhstorfer.
asm na. braune Apicalfärbung und clie bei allen Zeitformen klein geäugte Unterseite der Hflgl. Die Regenform (aswina
Frühst.) unterscheidet sich von forma aswa Moore durch reicher braunrot verbrämte Unterseite der Hflgl.
Tonkin, Annam, Tenasserim, bis etwa 500 m Höhe, geht aber in Tenasserim bis etwa 1200 m hinauf; ganapati,
die Trockenzeitform, fing ich in Annam im Februar, in Tonkin im April, bei Tandong in Tenasserim im Mai,
während mir aswina in einer großen Serie aus Höhen von 5 — 800 m vonThanMoi, Juni, Juli und Chiem-Hoa,
bela. August, September vorliegt. — bela Moore, aus Sikkim und Assam beschrieben ist die am meisten nach der
aswu. Jahreszeit abändernde kontinentale Rasse, von denen aswa Moore ( — tristis Fldr.) die seltenere Generation der
nassen Zeit bezeichnet. '<$ ähnlich polishana (96 b) aber ohne deutliche Subapicalmakeln der Vflgl, die Hflgl
weniger ausgeschnitten. Unterseite schwärzlich, fein grau marmoriert, Hflgl mit sechs weit getrennt stehenden
deutlich weiß gekernten Ozellen. Vflgl-Unterseite entweder mit kaum punktgroßen oder gleichfalls deutlich
erkennbaren Augen besetzt. $ oberseits mit mattem grauem Ozellenvorhof, unten verwaschen rotbraun, mit
breiten braunen Längsbinden und einem scharf abgesetzten, etwa fuchsroten Distalsaum, heia, die
weitaus häufigere und stattlichere Trockenzeitform ist besonders beim <$ ausgezeichnet durch ein wie mit
Mehlstaub überpudertes ausgedehntes Randgebiet aller Flügel, und einen markanten, quadratischen rotbrau¬
nen 8u bapicalf leck. Die große schwarze Apicalozelle mit zwei prägnanten weißen Kernen, der größere davon
über dem Auge. $ mit einer breiten rotbraunen Apicalzone, noch größerem schwarzem Auge, über und seltener,
unter welchem sich auch noch breit ausgeflossene Anfänge akzessorischer Ozellen befinden. Unterseite der £
wie abgefallenes Buchenlaub, aber grau marmoriert und mit blinden grauen Ozellen; $ vorherrschend rot¬
braun mit deutlicheren dunkleren Längsbinden. In Sikkim vom April bis November, jedoch nur in den niederen
Regionen. — Im West-Himalaya, Kaschmir, Kulu und dem Kumaon- Gebiete erscheint eine bisher unbeachtete,
galkissa. weit kleinere Ortsrasse, die mir nur in der ungeaugten Trockenform vorliegt, galkissa subsp. nov. Oberseits
lichter braun, nur geringfügig grau überstäubt, rötlicher Ozellenvorhof zumeist nicht vorhanden, Unterseite
hellgrau mit winzigen blinden Augen. Type von Kulu. Nach Moore von 2500 — 4000 Fuß Höhe vorkommend.
belhaini. Die augenlose Form im April und Oktober, die Regenzeitform im August und September auftretend. — bethami
Nicev. von Bingham noch als gesonderte Art behandelt, ist die auf den Vflgl entweder augenlose oder nur klein
pupillierte phedima- Rasse des zentralen Indiens ; der Regenzeitform, die im August fliegt, mit einem etwa dop¬
pelt so breiten gelblichen Subapicalfleck der Vflgl, der bei der Trockenzeitform im Oktober gefangen, große Dimen¬
sionen annimmt, das gesamte Transcellulargebiet der Vflgl ausfüllt und beim $ auch in die Zelle selbst übergeht.
Unterseite sandig grau wie bei galkissa. Bisher nur von Pachmari, einem Sanatorium auf den Satpura-Hills in
gokala. der Zentralprovinz, bekannt. — gokala Moore ist eine wohldifferenzierte Bergform aus dem Kanara und
Mysore, Distrikt sowie den Nilgeries, wo sie von 3000 bis 3500 Fuß Höhe auftritt. Rp auf Bambus. Sie bildet
eine Art Transition von heia zu varaha von der Malabarküste und gleicht bereits der zitenius, mit der ich sie
vereinigen würde, wenn sie nicht Bingham mit bela in Verbindung brächte. — Die nicht sehr erheblich differen-
aculeata. zierte Trockenzeitform wurde als aculeata Hmps. beschrieben; April, September und im November und De¬
zember gefunden, während die Generation der nassen Zeit im Juli beobachtet Avurde. Der Subapicalfleck der
Vflgl matt braungelb, Hflgl oberseits mit drei kleinen, unterseits mit sechs bis sieben weißen Punkten. Mir in
varaha. natura unbekannt und deren Zugehörigkeit zu phedima noch fraglich. — varaha Moore, auf Exemplare der unge-
ampa. äugten Brut begründet, ist einer der häufigsten Schmetterlinge der Malabar- und Coromandelküste. — ampa
Swinh. bezeichnet die von Gestalt sehr kleine geäugte Form, $ oben schwarzgrau, unterseits vorherrschend
grau mit rötlichen Ueberpuderungen, und selbst die Vflgl mit großen, partiell dreieckigen Submarginalfleckchen.
Die Trockenzeitform (varaha Moore ) gleicht jener von galkissa in der Größe. Beide Geschlechter führen zAA'ei
weiße Subapicalmakeln der Vflgl aber keinerlei rote Ozellenperipherie. Type beider Generationen aus Kanara, in
den Nilgeries und Travankore bis 1000 m hinaufgehend, im Schatten der Bäume umherflatternd, die Form varaha
tambra. vom November, Dezember, Januar, ampa vom Juni bis August und Oktober beobachtet. — tambra Moore von
der die Verwandlung bekannt ist, fliegt auf Ceylon das ganze Jahr. Man begegnet ihr bis ca. 1000 m Höhe, und auch
in der Niederung. Die Zeitformen sind weniger scharf getrennt als bei varaha, das $ der Regenzeitbrut führt
weiße Submarginalflecken der Hflgl-Oberseite, jenes der Trockenzeit ist oberseits rotbraun statt grau in der
abdullae. Apicalgegend. Unterseite ohne die schöne Weißfleckung, welche vahara kennzeichnet. — abdullae Bist, ersetzt
heia auf der Malayischen Halbinsel und in Sumatra, avo sie sowohl im Nordosten Avie dem gebirgigen Westen nir¬
gendwo selten erscheint. Es ist nur die Regenzeitform bekannt, sehr ähnlich sumati (96 b) aber habituell klei-
sumati. ner. Die $$ führen eine graubraune Aufhellung der Apicalregion der Vflgl, die bei sumati Frühst. (96 b) vonNias
cw/anica. beinahe und den Exemplaren von Engano (enganica subsp. nov.) völlig fehlt. Größer als abdullae mit markante¬
ren weißen Subapicalpunkten der Vflgl. <$ wie <j> unterseits heller und reicher rotbraun gefleckt ; erscheint noch früher
als leda \ Hagen hat dieselbe oft schon um 5 Uhr morgens an den faulen Feigenfrüchten schmausen sehen. Wenn
leda erscheint, zieht sich abdullae schon gesättigt zurück — spätestens gegen 8 Uhr — und ist dann bis zum spä-
phedima. ten Abend nicht mehr zu sehen. — phedima Cr. (= suyudana Moore). oberseits schwarz, manchmal auch
mit weißem Subapicalpunkt, den Gramer bereits erwähnt. $ in zAvei Formen, davon eines der extremen Regen¬
zeit, ohne gelblichen Anflug der Vflgl-Oberseite (dessen Fehlen Gramer ausdrücklich hervorhebt, um seine Art
arcensia. von ismene zu trennen und zu unterscheiden), $ ja. arcensia Cr., und eines vermutlich aus einer Trockenpe¬
riode mit matt braungelbem quadratischem Subapicalfleck der Vflgl, die auch distal rötlich und gelbbraun an-
fulvlnotata. geflogen erscheinen. — fulvinotata form, nov., Unterseite der Jd1 reicher grau auf dunkler schwarzbraunem
MELANITIS. Von H. Fbuhstorfer.
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Grunde, $ aber intensiver rotbraun als abdullae-Q und sumati-Q. Ost- und West- Java bis etwa 800 m nicht
selten und stets in Gesellschaft von ismene. Am häufigsten in den Monaten Dezember bis März. Im mikro-
malayischen Gebiet und auf Borneo scheint die Art zu fehlen. Dagegen liegt sie aus Nord-Celebes vor und zwar
in zwei scharf gesonderten Formen: — linga Frühst., einer habituell kleinen Form der Ebene: Apex mehr linga.
vorspringend, Schwänze der Hflgl länger und die Unterseite lichter grau als bei den makromalayischen Ver¬
wandten. $ mit kleinem weißen Subapicalfleckchen der Vflgl. In der Minahassa existiert aber eine Form mit
größerem Flügelausmaß und ansehnlichem Apicalfleck der Vflgl. $ Unterseite lichter und mehr graugelb als
phedima- und abdullae-%, oberseits mit großer schwarzer, deutlich heraustretender Apicalozelle der Vflgl (niyaga "'//".'/«•
form, nov.), Type in der Sammlung Staudinger. — polishana Frühst. (96, b, c). Von Gestalt kleiner, Unter- polis/uina.
seite dunkler, alle weißen Punkte reduzierter als bei den übrigen ost- und südasiatischen phedima- Rassen, ins¬
besondere aber den chinesischen Lokalformen. Formosa; Polisha, Juli <$. Kagi, August. $. Vom $ sind zwei
Formen in der Sammlung Fruhstorfer: eine relativ klein mit unbedeutenden weißen Subanalflecken der
Hflgl-Oberseite und unterseits kaum merklich geäugt. Die zweite Form ist schon oberseits mit deutlichen
Ozellen geschmückt und führt unterseits eine komplette Reihe von prächtig weiß gekernten Ozellen (Chip-Chip,
Juli, August). — nuwara subsp. nov. soll die von Semper auf Tafel 9Fig. 12 seines Philippinenwerkes abgebildete nuwo.ru.
phedima- Rasse bezeichnen, die Semper irrtümlicherweise für eine ismene Cr. hielt, nuwara steht aber der
polishana viel näher als irgend, einer ismene- resp. leda- Rasse. Unterseite nahe linga von Celebes, Vflgl mit
grau überpudertem Apicalteil und zwei größeren weißen Subapicalf lecken. Hflgl mit einer kompletten Reihe
von sechs weit getrennt stehenden Submarginalpunkten, wie wir sie bei polishana finden. Mindoro, Flugzeit
Dezember.
Mit M. atrax beginnt eine weitere Species, die zur phedima- Gruppe gehört und ausschließlich dem Ar¬
chipel der Philippinen eigentümlich ist, den sie in seiner gesamten Ausdehnung bewohnt, — atrax Fldr. (96 a) atrax.
Flügelform etwas schmäler als bei phedima, Oberseite mehr braun statt schwarz, mit deutlichem purpurnem
Schimmer. Vflgl mit einer graublauen, nach vorne etwas verschmälerten Binde, die beim $ wesentlich breiter
angelegt und von fahlgelber Färbung erscheint, und in der Färbung und Ausdehnung bei den südlicheren Insel¬
rassen mehr oder minder veränderlich ist. Unterseite kaum von jener der phedima abdullae Dist. zu unterschei¬
den, nur mit etwas lebhafterem, grau violettem Anflug distal von der braunen, medianen Längsbinde. 2 ober¬
seits hell kaffeebraun, unten vorherrschend gelblichrot mit violetten Ueberstäubungen und auf den Vflgl einer
dem Verlöschen nahen weißlichen Binde. Flugzeit April bis Juni. Luzon, Polillo und Burias. - — erichsonia crichsonia.
Fldr. ist eine äußerst variable Unterart, von der drei Saisonformen bekannt sind : 1 . ) Die Namenstype, sie ist auf
jene der regenlosen Periode basiert, mit breiteren Flügeln als bei atrax, $ nur mit Spuren einer gelbgrauen Subapical-
binde der Vflgl; 2.) violetta Frühst., eine Intermediatform mit violetter etwas verwaschener Schrägbinde, und violetta.
3.) pseudaswa Frühst., eine extreme Trockenzeitform, <$ nur mit Spuren einer dunkelbraunen Vflglbinde, die beim pseudaswa.
$ zwar schmäler als beim atrax-Q, aber mit einer zarten rötlichen Peripherie umgeben ist. Mindoro, vom Dezem¬
ber bis Februar. — cajetana Semp. der vorigen noch sehr ähnlich, $ aber mit weißlicher Schrägbinde der cajetana.
Vflgl. Type von Samar, Semper aber nennt auch noch die Camotes-Inseln, Bohol und Cebu als Flugorte.
Vorkommen Mai bis Oktober und dann wieder Dezenlber bis Februar. — - lucillus Frühst. (96 a) führt beim lucillus.
$ in der Regel eine noch breitere weißlichgelbe Vflglbinde als auf der Abbildung, die Hflgl haben einen mäßig
ausgedehnten, aber scharf abgesetzten rotbraunen Terminalsaum, die Apicalgegend der Vflgl-Unterseite vor¬
herrschend weiß. Hflgl mit weißer, statt violetter Begrenzung der hell rotbraunen Medianbinde. Type durch
Dr. Platen auf Mindanao gesammelt. Nach Semper auch auf Camiguin de Mindanao. — bazilana Frühst, bazilana.
differiert von lucillus durch eine etwas verengte Schrägbinde der Vflgl des $, die braungrau überpudert ist und
manchmal eine prägnante kleine schwarze weißgekernte Ozelle umschließt. Apicalpartie der Vflgl-Unterseite
gelblich statt weiß wie bei lucillus, Hflgl wieder purpurn oder grauviolett, statt weiß in der Medianregion
überzogen. Insel Bazilan, Februar, März von W. Doherty entdeckt. — elya subsp. nov. umschreibt eine ha- clya.
bituell kleine Inselrasse, $ oben matt schwarz, also dunkler als die Verwandten der Philippinen, unten jedoch
fahler als selbst lucillus von Mindanao. Jolo-Inseln. Type in der Sammlung Staudinger. — pitiya subsp. yUiya.
nov. ist die am weitesten nach Süden vorgeschobene Abzweigung der Gesamtart; oberseits mit violettem
Schimmer, die $$ größer und bleicher als jene von Jolo. Sangir; Type in der Sammlung Staudinger am Ber¬
liner Museum.
M. velutina, eine weitere, sehr aparte Art, aus der phedima- Gruppe , und weitaus die hervorragendste,
wie es für einen Falter aus der celebisch-molukkischen Region auch kaum anders zu erwarten ist. — velutina velutina.
Fldr. (96b, e), von phedima durch die bedeutende Größe und die iveitgehende im Genus selbst fast ohne Beispiel
dastehende sexuelle Heteromorphose differenziert, unterscheidet sich unterseits von allen verwandten Arten
durch den ausgedehnten weißen mehlstaubartigen Anflug und die weit zerstreuten rein wei ßcn, kleinen Sub-
marginalpunkte auf allen Flügeln. unten vorherrschend schwarz, mit brauner distaler Aufhellung, $ unten
gelblich mit rötlichbraunen breiten Längsbinden und feiner grauweißer Marmorierung. Nord-Celebes, $ von
mir November, Dezember in den Strandwaldungen von Toli Toli gefangen. — ribbei Föb. aus Tombugo, Ost- ribbci.
celebes beschrieben, von mir auch im Süden der Insel am Lonrpa Battan in ca. 1000 m Höhe (März) gesammelt
und von Bangkai durch ihren Autor registriert, ribbei ist nur unbedeutend von velutina verschieden durch
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panvila. etwas größere weiße Makeln der Vflgl und reichere weiße Bestäubung der Unterseite aller Flügel. panvila
subsp. nov. dagegen ist eine prächtig differenzierte Inselrasse, von der Dr. Platen auf Sula Mangoli 2 und 3 $<j>
entdeckt hat, die sich in der Sammlung Staudinger befinden. $ Vflgl mit kleineren, $ aber mit prägnanteren
weißen Makeln . $ Basalpartie aller Flügel oberseits rotbraun statt gelblich, wie bei velutina und ribbei.
girjaitlcu. Unterseite gleichfalls verdunkelt, mehr rotbraun als gelblich wie bei Minahassa-Exemplaren. — gigantea
Frühst, von Ceram und Buru, differiert von velutina durch die bedeutendere Größe. Sehr selten, nur wenige
Exemplare bekannt.
M. zitenius, eine distinkte Art, die viel weiter verbreitet ist, als bisher angenommen wurde und deren
mi kromalayan isc-he Rassen einige Autoren sogar mit Constantia Cr. verwechselten. Am häufigsten ist zitenius
- Ucnins . in Nordindien, während sie auf einigen Inseln, z. B. Borneo, sehr selten vorkommt. — zitenius Herbst. Die
Trockenzeitform forma zitenius hat bereits 3 Namen ( vamana Moore, duryodana Fldr.). oberseits etwa
wie zenon (95 d), doch mit weniger deutlicher gelbbrauner Schrägbinde der Vflgl. Diese kann auch ganz fehlen.
decoloruta . so daß dann die der niasicus (95 d) gleichen. Es ist dies decolorata Frühst., nur eine Variante der Generation
semifas- der trockenen Periode. Die der Regenperiode (semifasciata Frühst.) führen dagegen einen breiten, kurzen
cullll‘ quadratischen Fleck über dem schwarzen Apicalauge der Vflgl. Unterseite von zitenius und decolorata sehr bunt,
grau oder rotbraun marmoriert, und namentlich auf den Vflgl sandfarbene braune oder schwarze Felder. $ der
Regenzeit (. semifasciata ) aber sind leicht mit $<3 von ismene und leda zu verwechseln, durch das monoton dunkel¬
sandgraue Kolorit der Unterseite, auf der sich wie bei leda kleine Ozellen in der Submarginalregion verlieren.
$ von zitenius gleicht jenem von sumatranus (95 c), doch erscheint die rotbraune Region der Vflgl noch ausge¬
dehnter, der Apicalozellus stattlicher, dicker weiß gekernt. Bei den übrigens viel selteneren $$ der Regen¬
zeitform fehlt die schwarze Ozelle der Vflgl. $ von zitenius unterseits noch prächtiger als der <$, der Apicalteil
der Vflgl und der Costalsaum der Hflgl gelblich, ebenso ein anteterminaler Saum. Die übrige Flügeloberfläche
schwarz gefleckt, an trockenes, mit Pilzen überdecktes Laub gemahnend. $ von der Regenzeitform einfarbiger,
rotbraun oder gelblich mit markanten rotbraunen Längsbinden. Mir liegt zitenius nur aus Sikkim vor, wo die
Art vom April bis November häufig auftritt, und woher sie Moore als vamana beschrieben hat. Der Name
duryodana Fldr bezieht sich auf Exemplare aus Assam, Doherty fand sie auch im Kumaon-Himalaya von
2 — 4000 Fuß und Moore erwähnt Stücke von den Andamanen, die gewiß einer besonderen Inselrasse angehö-
Jadinija. ren. Die südindische Rasse kalinga Moore ist bereits durch Kleinheit, ungekernte und mehr zusam¬
menhängende schwarze Subapicalmakeln der Vflgl differenziert. Ich vermute nur, daß gokala Moore etwa die
aulcles. Regenzeitform zur nomenklatorisch jüngeren kalinga vorstellt. — auletes Frühst. Bingham erwähnt bereits
Fauna Ind.ia p. 162, daß zwei der von ihm in Tenasserim gefundenen $$ sich der javanischen ambasara Moore
nähern, sowie daß die schwarzen Subapicalflecken fehlen. Bei meinen Tonkin-$$ sind die schwarzen Flecke zwar
angedeutet, jedoch viel geringer entwickelt als bei den Sikkim-Exemplaren. Sonst stehen die Tonkin-$$ der
forma semifasciata nahe, von der sie durch den intensiver rötlichen Anflug jenseits der Zelle ab weichen. Tonkin.
sumatranus. Chiem-Hoa, August- September 1900, Tenasserim, Perak. — sumatranus Frühst. (95 c). Eine distinkte In¬
selrasse, deren $ noch etwas an Trockenzeit -zitenius erinnert. Die $<$ sind aber von rundlicherem Flügel¬
schnitt, unterseits viel dunkler, die gelbliche Apicalregion der bleibt viel schmäler und erscheint an den
Rändern dunkler rotbraun angeflogen. Die Unterseite der sumatranus -$$ färbt sich lebhafter und gleichartiger
gelbbraun und wird von schärfer gesetzten Binden durchzogen und umrahmt. Sumatra, Umgebung von Pa-
dang. Nordost-Sumatra. Nach Martin die seltenste der in Sumatra vorkommenden Arten, welche nicht
unter 500 Fuß Erhebung und von da bis zn 2000 Fuß fliegt; sie übertrifft die ismene und abdullae an Größe
und ist durch die hellere, lebhaftere, braungelbe Färbung der Flügel, das Fehlen des weißen Kernes im gut
angelegten Apicalozellus und das breite, gelbe Band, welches das $ quer über den Apex des Vflgl trägt, sofort
zu erkennen. Im Laufe von 12 Jahren nur 8 und 5 $$ erbeutet. Durchschnittliche Flügelspan¬
nung von sumatranischen $$ von Melanitis leda 64 mm, ismene 74 mm, abdullae 70 mm, zitenius 90 mm.
rufuiiis. rufinus Frühst. Oberseite bei und $ dunkel rotbraun, Apex der Vflgl zierlicher, mehr hervortretend und schmäler
als bei den bisher genannten Inselrassen. Dem $ fehlt jede Spur von Schwarzfleckung auf den Vflgl. Unter¬
seite heller als bei sumatranus. Sehr selten, da das Sarawak-Museum nur 1 Exemplar im Laufe langer Jahre em-
niasicus. pfangen hat. Südost-Borneo, 1 Nord-Borneo. — niasicus Frühst. ( 95 d). $. Steht der vorigen Rasse recht nahe, die
ockerfarbene Schrägbinde der Vflgl aber noch mehr verdunkelt, Gesamtfärbung der Oberseite ein satteres Rot¬
braun, jene der Unterseite braunviolett. <$<$. Auf der Unterseite der Hflgl fast ganz schwarz, oberseits jedoch
zur javanischen Rasse hinüberleitend, durch den eigentümlichen braunvioletten Anflug auf gelbgrauem Grunde.
ambasara. Nias. — ambasara Moore, eine ausgezeichnete Inselrasse, die von den übrigen makromalayischen Formen durch
dominierendes Gepräge der Trockenzeitfärbung differiert. Beide Geschlechter erscheinen in zwei Koloritver¬
schiedenheiten, in denen die Unterseite vorwiegend grau sein kann und wie mit schwarzen Samtflecken belegt
erscheint (grisescens form, nov.), rotbraun mit rötlich braunen Einstreuungen. Vom $ sind gleichfalls zwei For-
gnoplwdes. men bekannt. — gnophodes Btlr. mit rötlich gelber Unterseite und eine analog grisescens mit verwaschen
grauer Färbung. Letztere Form besitze ich jedoch nur aus Ost-Java. und $ oberseits graubraun, $ selten
mit rötlichem Anflug. $ aber stets mit schmaler, meist scharf abgesetzter, kurzer Schrägbinde der Vflgl, ohne
die ausgebreitete rötliche Apicalzone, welche zitenius und die makromalayischen Rassen kennzeichnet. Ost-
zenon. und Westjava bis etwa 800 m. Lombok April, Mai bis ca. 600 m Höhe. — zenon Frühst. (95d). <$: Größer, ober-
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seits lichter braungrau, unterseits gleichmäßiger und heller graubraun als Javanern Die gelbliche Schrägbind«
der Vflgl schmäler, nach innen ausgedehnter braun beschattet, distal mehr in die dunkle Grundfärbung über¬
gehend. Sumbawa. — xantophtlialmus Stgr. gleicht oberseits der niasicus (95 d), doch von matt grauschwar¬
zer Färbung der Oberseite ohne Spur des rotbraunen Anflugs der die makromalayischen Schwesterrassen ins¬
gesamt charakterisiert. Der Subapicalfleck größer, gelblich. Unterseite vorwiegend gelblich ohne den pur¬
purnen Anflug der sonstigen zitenius- Abzweigungen . Sehr selten. Januar von Doherty gesammelt, nur ein
paar Exemplare aus den Sammlungen Staudinger und Fruhstorfer bekannt.
xanloph-
thahnus.
M. belinda. eine der zitenius unterseits nahekommende Species, die aber durch das prächtige Kolorit
der Oberseite eher an die Arten der Molukken oder an die philippinische boisduvali erinnert . Sie ist aber von al¬
len leicht abzusondern, durch die nahezu vertikal gerichtete Submarginalbinde der Vflgl und ist die einzige
Melanitis mit gleichartigen Geschlechtern. Von zitenius wird sie dann noch differenziert durch die kürzere,
distal nach unten gebogene, statt lange nach oben gekrümmte Valve. Uncus gleichfalls kürzer, me¬
dial mehr verdickt. Valve länger, aber weniger dicht beborstet. Nur im mikromalayischen Gebiet und da
nur auf wenigen Inseln der Sumbawagruppe. — cruentula Frühst. (95c), unterseits äußerst variabel, doch ist crueniula.
wohl ein alle Nuancen durchlaufendes Gelblich dominierend. Am häufigsten ist eine Form mit rötlich brauner
Marmorierung und ausgedehnten dunkel samtbraunen Längsbinden. Daneben erscheinen auch $$ mit mehr rot¬
brauner Grundfärbung und verwascheneren Binden. Die Type ist auf Exemplare der Trockenzeit basiert
und führt auf der Hflgl-Unterseite kleine, schwarze, gelblich gekernte und kaum merklich graugelb umringelte
Augen. Die $<$ der Regenzeit (vada form, nov.) zeigen ein trockene graue Blätter vortäuschendes Kolorit, mit vada.
schmalen, mattbraunen, nicht samtartigen Medianbinden, aber wie bei leda deutlichen, mehr ovalen als rund¬
lichen, schön gelb umzogenen Ozellen versehen. Auf Lombok von April bis Juni von mir gesammelt, nicht über
700 m hinaufsteigend und in Fruchthainen nahe den Dörfern vorkommend. Auch scheint sie der Saft der
Zuckerpalme anzulocken und einige Stücke traf ich auf abgefallenen Früchten. — belinda 8m. ist leicht von belimla.
cruentula zu trennen durch die satter gelbe, erheblich eingeschränkte Vertikalbinde der Vflgl, die mit kleineren
schwarzen Ozellen und reduzierten Weißpunkten belegt sind. Unterseite vorherrschend grau, fast ohne gelbe
Beimengung, die Längsbinden auch bei der ungeaugten Form weniger prominent als bei cruentula,. Ein Paar
einer entschiedenen Trockenzeit-Brut ist unterseits ziemlich monoton purpurbraun, mit weißlich violetten Auf¬
hellungen. Ein $ völlig verwaschen, sandgrau, etwa wie das P von zitenius ambasara Moore aus Ost- Java. Von
Alor, Flugzeit April, in meiner Sammlung. Die Type stammt von Adonara, östlich von Sumbawa und Doherty
hat die Species in Sumba und Sumbawa gefunden, sie aber mit Constantia Cr. verwechselt, als welche er sie in
seiner berühmten Arbeit über die Fauna dieser Inseln registriert.
M. boisduvalia ersetzt zitenius auf den Philippinen, wo sie von Luzon bis Sangir verbreitet
ist, und nicht zu den häufigen Erscheinungen der Falterwelt zählt. Semper sah nur 15 Exemplare
und Doherty sandte mir unter 2000 Faltern von der Insel Palawan nur ein £. Die Geschlechter
sind beinahe monomorph, $ nur größer, fahler und mit breiterer, aufgehellter Vflglbinde. Unterseiten¬
färbung erinnert sehr an zitenius zenon Frühst, von Sumbawa. Uebenviegend grau mit gelblicher
Apicalpartie der Vflgl und ebensolchem Costalsaum der Hflgl bei den $<3, rotbraun mit weißlicbgelber
Submarginalzone bei den — boisduvalia Fldr. von Luzon, liegt mir nicht vor; carales subsp. nov. boisduvalia.
bewohnt Mindoro, kommt der abgebildeten palawanica, nahe, von der sie differiert durch schmälere gelbe carales.
Schrägbinde der oberseits wesentlich dunkler rotbraunen Vflgl. $ nahe der $-Form aus Mindanao, aber leb¬
hafter rotbraun. Die Unterseite aller Flügel farbenreicher, satter schwarz gesprenkelt. Type in der Samm¬
lung Statjdhnger. — ponipeja subsp. nov. zeigt in der Mitte der Vflglbinde jenseits der Zelle eine erhebliche pompeja.
Verschmälerung, die Binde selbst ist in ihrer gesamten Ausdehnung braun überpudert, $ führt dagegen sein'
breite hellgelbe, peripherisch schön rotbraune Subapicalbinden, die wie beim £ nur selten ein winziges blindes
schwarzes und darüber ein weißes oder gelbes Auge tragen. Unterseite aller Flügel schmal rotbraun gebändert.
Submarginalozellen zu kleinen, weißlichen Keilfleckchen reduziert. Februar, März auf der Insel Bazilan. -
palawanica Frühst. (95 c). Flügelschnitt rundlicher, Grundfarbe oberseits dunkler rotbraun, die gelbliche Sub- palawanica.
marginalbinde der Vflgl gleichmäßiger breit und sich analwärts nicht so auffallend verjüngend wie bei pompeja.
Die schwarze Ozelle in der Vflglbinde fehlt. Vflglbinde nach Angaben Staudingers manchmal rauchgrau. Ja¬
nuar, sehr selten, Palawan von Doherty gesammelt. — ernita subsp. nov. differiert von der Bazilan und Min- ernila.
doro, sowie der Palawan-Rasse durch fahler gelbe Unterseite aller Flügel und oberseits durch eine auffallend breite
aufgehellte gelbliche Subapicalbinde ; Apex der Vflgl beim $ viel mehr als bei pompeja. vorspringend, auch die
Schwänze der Hflgl länger. Semper kannte boisduvalia auch noch von Cebu, Boliol und Camiguin de Minda¬
nao, doch wird es sich bei diesen um weitere bisher unbeachtete, mehr oder weniger von carales und pompeja
differenzierte geographische Rassen handeln.
M. pyrrha, eine merkwürdige Species von geringer Verbreitungsfähigkeit, bisher nur von den Nord¬
molukken und der celebi sehen Region bekannt. Sie muß aber noch auf den Sulainseln gefunden werden, denn
nur über diese kann sie nach Batjan oder umgekehrt von Bat j an nach Celebes gelangt sein. Der erstere Ver¬
breitungsweg ist aber der wahrscheinlichere, weil sie auf Celebes in der Niederung überall vorkommt, und auch
von Bangkai bekannt ist. Die <$<$ gleichen namentlich unterseits etwas der zitenius grisescens Frühst, von Java,
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MELANITIS. Von H. Fruhstorfer.
oberseits. der ismene Cr., in der Ozellen Verteilung der Hflgl-Unterseite der leda L. und das $ bildet ein Spiegel-
hylecoetes. bild der velutina Fldr. von Celebes. Drei geographische Rassen: hylecoetes Holl, aus Südcelebes beschrieben.
von mir im Norden der Insel bei Toli-Toli, November, Dezember gefunden, $ oberseits mit derselben Verteilung
der schwarzen Apical- und Transcellularbinden wie das abgebildete oinoe-Q (95 d), Grundfarbe aber hellschiefer¬
grau, unten gelblich graubraun marmoriert. $ wie oinoe-Q, aber mit kleinerer, weißer Subapicalmakel der
pyrrha. Vflgl-Unterseite, gelblich braun mit schwachen rotbraunen Medianbinden. — pyrrha Röb., die Namenstype
von der Insel Bangkai, liegt mir nur in einem $ vor, das ober- und unterseits fahler gelb erscheint als hyle-
oinoe. coetes-Q und oinoe-Q. Auf Batjan findet sich oinoe Frühst. (95 cl), von hylecoetes leicht zu trennen durch den
unterseits vorwiegend grauen Farbenton aller Flügel, die fein weiß schraffiert erscheinen. Ozellen manchmal
ohne gelbliche Peripherie. $ durchweg satter ockergelb, mit markanteren Augen der Hflgl-Unterseite als bei
pyrrha und hylecoetes. Batjan. $ anscheinend häufiger als die <$$, doch werden letztere von den Ma-
layen wegen ihrer Aehnlichkeit mit der wertlosen leda wohl überhaupt nicht gesammelt.
M. Constantia zählt zu den auffallendsten Satyriden, wegen der entwickelten sexuellen Dimorphose.
Sie bewohnt das Gebiet der Molukken, ihre zahlreichen Ortsformen sind aber ostwärts bis zu den Salomonen
vorgedrungen. Häufig im Zentrum ihres Verbreitungsgebiets der Molukken, wird sie an der Peripherie ihres
Vorkommens sehr selten, so sind mir von Deutsch-Neu- Guinea nur drei Exemplare zu Gesicht gekommen.
Ueber die Art herrschten früher die widersprechendsten Anschauungen, man hat sie sogar mit 31. leda zusam¬
mengezogen und ihr die distinkte weiter unten behandelte 31. amabilis als Varietät angeschmiedet. $ stets
mit proximal und distal unregelmäßiger mehr oder weniger deutlicher ockergelber Schrägbinde der Vflgl, die
beim $ je nach der insularen Herkunft heller oder dunklergelb, aber stets erheblich verbreitert erscheint . Grund¬
farbe der $ stets dunkel, jene der $$ etwas fahler kakaobraun. Zeitformen markieren sich erkenntlich, aber nie-
constantia. mals so auffallend wie bei der zitenius- oder phedima- Gruppe. — Constantia Cr., der nomenklatorische Typus
wurde von ihrem Autor nach einem $ aufgestellt, das dem abgebildeten dictatrix 2 (95 a) nahekommt, aber
innerhalb des Auges der Vflgl mehr eingeschnürte und auch sonst schmälere Binde aufweist. Auch ist der
costale Teil der Vflglbinde mehr aufgehellt und leicht weißlich untermischt. $ unterseits hell kakaobraun, die
braunen Längsbinden mit weißlicher Begrenzung. Ozellen gelb geringelt, mehr oblong als rund. Vom $ exi¬
stieren zwei Formen; eine dem $ ähnliche mit breiter ockergelber Schrägbinde, und solche mit zurückgebildeter
depicta. ockerfarbener Streifung (= depicta Frühst.). Die Unterseite erinnert an trockne Blätter und variiert von rot zu
dictatrix. gelbbraun. Südmolukken. — dictatrix Frühst. (95 a), habituell kleiner, Flügelschnitt rundlicher als bei Con¬
stantia Cr., dennoch aber mit viel breiterer gleichmäßiger angelegter und wesentlich hellerer Submarginalbinde
ohiana. der Vflgl. Unterseite lichter, farbenreicher, Ozellen jedoch kleiner als bei Constantia. Buru. — obiana Frühst.
cf: Vflglbinde costalwärts sehr breit, sich analwärts verjüngend. Das Submarginalband der Vflgl nochmal
so breit als bei constantia, die schwarzen Subapicalmakeln jedoch zur Punktgröße reduziert. Unterseite des §,
namentlich jene der apicalen Partie der Vflgl stark auf gehellt, lichtgelb statt grauweiß oder braun wie bei con-
batjana. stantia und dictatrix. — batjana Frühst. (95 a). $ mit völlig verdunkelter Querbinde der Vflgl, $ mit sehr licht¬
gelber Transversalbinde, die proximal stark gezähnt ist. Unterseite etwas dunkler als obiana. Beide Geschlechter
habituell kleiner als die vorige Rasse. Die Trockenzeitform markiert sich bei den durch reduziertere, nur
microph- wenig gelb geringelte Ozellen ( = microphthalma Frühst.) Nordmolukken. Batjan, Halmaheira. — salapia subsp.
sy dap-ui nov‘ bleibt in der Größe hinter Amboina- und Buru -Exemplaren zurück, die Binde, namentlich der $$, ist erheb¬
lich reduziert und auch die Augenflecken der Hflgl-Unterseite sind kleiner als bei südmolukkischen Stücken.
Sula Mangoli. Type in der Sammlung Stau ding er nach von Dr. Beaten gesammelten Originalen dieser herr¬
lichen Inselgruppe, auf der alle Arten ein von den übrigen Molukken oder von Celebes verschiedenes Farben¬
kleid annehmen und auf denen sich vielfach die Rassen schon zu distinkten Arten umgebildet haben, wie z. B.
gylippa. bei den Culapa, Clerome, Euthalia und auch Danaiden. — - gylippa Swinh. als Species beschrieben, die keinerlei
Verwandte hat, schließt sich aufs engste der geluna (95 a) an. — Exemplare, bei denen die Vflglbinde nur noch
minuscula. als quadratischer Fleck erhalten geblieben ist, sind als minuscula Frühst, bezeichnet. Unterseite aller Flügel
mit melanotischerem Kolorit als bei batjana, durch die verkleinerten Ozellen bereits zu den papuanischen Rassen
geluna. hinüberleitend. Key. — geluna Frühst. (95a). <$. Nähert sich durch ihre stattliche Erscheinung und die verdun¬
kelte Vflglbinde der constantia- 3 ja. depicta von den Süd-Molukken, differiert aber durch die fast augenlose Flü¬
gelunterseite von allen bekannten Rassen. — Type jedenfalls Trockenzeitform. Deutsch-Neu- Guinea, Finisterre-
kapaum. Gebirge, Berg Gehn Nach Hagen vom Oktober bis Januar, dann wieder im Juni. — kapaura Frühst, q .
Vflglbinde nur wenig schmäler als bei constantia, von dunkelockergelber Färbung und bis in den Analwinkel
mejorica. gehend ähnlich der Obi-Form, etwas dunkler und mit kleineren Ozellen. Holl. -Neu -Guinea, Kapaur. — meforica
Frühst, cf nahe kapaura, Binde der Vflgl costalwärts verbreitert, in der Mitte jedoch eingeengt, Flügelschnitt
jobina. zierlicher, Gestalt kleiner. Unterseite reich violettgrau. — Insel Mafoor oder Mefor. — jobina Frühst. Sehr nahe
der vorigen, Binde jedoch obsoleter als bei geluna, Unterseite sehr dunkel, Ozellen wie bei der Key-Rasse.
despoliata. Insel Jobi. — despoliata Frühst. Exemplare von den Shortlands-Inseln auffallend klein, Vflglbinde analwärts
verjüngt. Salomonen, Neu-Pommern (Ribbe), Neu-Hannover (Pagen Stecher).
amabilis. M. amabilis, seltener und weniger der geographischen Polymorphose unterworfen als die vorige Art,
bei ihr aber erreicht die Ungleichheit der Geschlechter ihren Höhepunkt. Grundfarbe der cf cf satt kaffeebraun,
CYLLOGENES. PARANTI RR H OE A . BLETOGONA. Von H. Fruhstorfer.
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deren Vflglbinde breit und scharf abgegrenzt, mein- oder weniger hell ockergelb, bei den $$ aber stets rein
weiß auf rotbraunem Grunde. Unterseite der E<S schwarzbraun, der $$ rötlich mit grauweißen Cellular- und
Subbasalstreifen. Apicalozelle der Hflgl-Unterseite stets größer als die spitzoblongen Analozellen. Vflgl
mit einem kleineren Auge, über dem sich immer ein winziges Nebenauge befindet. Verbreitung von den Süd-
molukken bis zum Bismarckarchipel, in Neu-Guinea häufiger als Constantia. — crameri Btlr. (95 c) führt beim crameri.
$ unterseits eine schmälere gelbliche Schrägbinde, die Hflglozellen kleiner und gleichartiger. Das schärpen¬
artige Band der Vflgl oberseits dunkelockergelb; Amboina, Ceram. — kajelana Frühst, zeigt eine etwas breitere kaUjana.
ockerfarbene Schärpe der Vflgl. $ ähnlich dem abgebildeten valentina §, aber die weiße Schrägbinde nach
hinten mehr verjüngt. Unterseite beider Geschlechter heller rot oder graubraun als bei crameri. Insel Buru.
— valentina Frühst. (95 b) wird charakterisiert durch eine dunklerockergelbe Binde der und die erheblich valentina.
farbensattere Unterseite beider Geschlechter. Ozellen kleiner, dunkler gelb umringelt. — amabilis Bsd. ist amabilis.
von valentina sofort zu trennen durch die regelmäßig abgesetzte und erheblich verengte Vflglbinde des $, die
auch unterseits geradlinigere Konturen aufweist. Im gesamten Bismarckarchipel.
Gattung- C-yllogenes Btlr.
Strukturell von Melanitis abweichend durch die auffallend kurze Submedianader der Vflgl der
welche konkav nach hinten gebogen und kurz vor der Flügelmitte in den Ird. ausläuft. Doch gilt dies nicht
vom $, das keinen wie bei den Euploeen vorspringenden Ird. zeigt und bei dem auch die Submecliane wieder
normalerweise den Distalrand erreicht, also fast doppelt so lang als bei den <$$ sich ausdehnt. Als Differenzial¬
charakter den Melanitis gegenüber hat Butler bereits das Vorhandensein eines sehr großen discalen Andro-
conienflecks der Vflgl hervorgehoben, der aus prächtig glänzenden tiefschwarzen Schuppen besteht. Zeich¬
nung der Unterseite etwas an die neotropischen Narope gemahnend, gelblich, braun schraffiert mit weißen
Subanalpunkten wie bei Narope. Verbreitungsbezirk: der östliche Himalaya.
C. suradeva Moore (96 c) führt oberseits in beiden Geschlechtern eine mäßig breite und nur bis zur suradeva.
Flügelmitte hinziehende gelbliche Subapicalbinde, sonst abgesehen von dem oben erwähnten Duftfleck völlig
zeichnungslos. <$ etwas dunkler als das $, mit lebhafterem blauviolettem Schimmer. $ unterseits mit einer
undeutlichen violetten, $ mit einer verwaschenen erdbraunen Längsbinde. Submarginalzone mit weit zerstreu¬
ten, beim $ etwas größeren weißen Fleckchen besetzt. Sikkim, selten und lokal auf ca. 2000 Fuß Höhe, Flug¬
zeit vom April bis Juni.
C. janetae Nicev. <$ ohne den Androconienfleck der Vflgl, die Präapicalbinde der AS breiter, bei den janetae.
$$ länger bis in den Ird durchgezogen. Hflgl gleichfalls mit gelblichem Distalsaum. Unterseite dunkler
mit ausgedehnterer Mittelbinde. Von Bhutan zuerst gekommen und später durch Doherty in den Naga-
Hills entdeckt, anscheinend nur vier Exemplare mit Sicherheit bekannt. Niceville nimmt an, daß beide Cyl-
logenes-Axton nur eine Generation haben.
Gattung Parantirrlioea Wood. -Mas.
Ein anscheinend archaisches, dem Aussterben verfallenes Genus, dessen Name auf eine gewisse Ver¬
wandtschaft mit den südamerikanischen Antirrhaea schließen läßt. Subcostalast der Vflgl mit der Costale
verwachsen, vier kurze Nebenästchen nach dem Vdrd. ausstrahlend. Hflgl mit einer an Elymnias erinnernder
Struktur, lang geschwänzt. Nur eine Art bekannt, die in Südindien vorkommt.
P. marshalli Wood. -Mas. S mit einer ziemlich breiten kurzen schön violett-blauen, beinah vertikal marshalli.
verlaufenden Vflglbinde. Hflgl mit einem subanalen schwarzen Androconienfleck von länglich ovaler Form.
Unterseite wiederum wie bei Narope, gelblich mit sehr feiner brauner Schraffierung und einem schwärzlichen
Subanalpunkt zwischen den Medianen. 9 noch nicht aufgefunden. Als Heimat gelten die Asliambo-Hills,
bei Trevandrum, Travancore, Südindien. Flugzeit Mai. Vermutlich auch nur in einer Generation auftretend.
Gattung Bletogoiia Fldr.
Auch diese monotypische Gattung ist auf ein eng begrenztes Gebiet, das südliche und östliche Celebes
beschränkt. ’ Während das $ etwa an die gelben Mycalesiden Lohora dinon und ophthahnicus, an andere gelbe
Celebes-Falter wie Messaras maeonides, Clerome menado und Melanitis pyrrha gemahnt, erscheint das S im
Kleide und der Flügelform einer Callerebia. Die feine Strichelung der Unterseite verweist ebensowohl auf
Melanitis wie Elymnias. Zelle der Vflgl breiter als bei Melanitis die hintere Discocellulare mehr nach außen
gerichtet, daher die Zelle apicalwärts spitzer. Flügelschnitt von Melanitis abweichend durch die sanfte Rundung
und das Fehlen jedweder Vorsprünge.
B. mycalesis Fldr. (= erebia Snell.) (94 a) <$ oberseits schwarz wie etwa Melanitis phedima, Distal- mycalesis.
partie aller Flügel etwas aufgehellt, Hflgl leicht weiß umsäumt. $ unterseits gelblich, mit weißlicher und
rotbrauner Sprenkelung. Vflgl mit vier, Hflgl mit sechs isolierten schwarzen, deutlich weißgekernten ovalen
IX
47
370
ELYMNIAS. Von H. Fruhstorfer.
Augen. Die Falter von derselben Lebensweise wie Mel. ismene, sie halten sich in der Nähe von bewaldeten
oder mit dichtem Unterholz umgebenen Wasserläufen auf und kommen kurz vor sechs Uhr mit der Dämmerung
zum Vorschein um nach einigen verstörten Flügelschlägen wieder im Dunkel der Nacht, gespenstergleich zu
verschwinden. Von mir bei Patunuang Asu nahe Maros in Süd-Celebes im Januar beobachtet und gesammelt.
Kühn fand die Art bei Tombugo, Ost-Celebes.
Gattung Elymnias Hbn.
Das artenreiche wohlumgrenzte Genus mußte sich systematisch bisher einer widerspruchsvollen Behand¬
lung unterwerfen, indem es von einigen Autoren als einfache Satyridengattung von anderen, so auch mir selbst, als
zu einer eigenen Subfamih'e gehörig aufgefaßt wurde. Die Untersuchung der Klammerorgane hat aber seine
Verwandtschaft mit den übrigen Satyriden als so nahe erwiesen, daß dem Genus heute wiederum ein beschei¬
dener Platz angewiesen wird, allerdings an der Spitze der Familie, in der sie durch ihre hochentwickelten Or¬
gane wohl nur von den Mycalesis und Zethera überboten wird. Die Zugehörigkeit zu der großen Satyriden-
schar wird vor allem durch die Gestalt clerRpn erwiesen, die durch ihre längliche Form, ihre beiden Kopfhörner
und zwei Analspitzen allen übrigen Satyridenraupen gleichen. Die allein aufgeschwollene Costalader der Vflgl
stellt eine gewisse Verbindung her mit den Euryteliden, die Subcostalozelle der Hflgl bringt sie aber in die Nähe
der Brassoliden. Unter den Satyriden selbst nähern sich die Elymnias durch die morphologischen Charaktere
der tertiären Sexualorgane noch am meisten den Mycalesis , ohne jedoch besonders eng verwandt mit ihnen
zu sein. — Die Sexualorgane bei den Elymnias bleiben nämlich durch ganze Artenreihen völlig konstant, wäh¬
rend diese Organe, bei den Mycalesis schon von Subspecies zu Subspecies abändern, ja selbst bei den Zeit¬
formen einiger Arten gewissen Modifikationen unterworfen sind. In der feinen Strichelung der Flügelunterseite
präsentieren sich die Elymniiden sowohl die orientalischen, wie auch die aetbiopischen vollends wie aus einem
Guß. Keine andere Faltergruppe besitzt eine ähnlich durchgreifend konservative Zeichnungsanlage, welche
die Familien Zugehörigkeit in gleicher Auffälligkeit dokumentiert. Nur zwei Arten bilden hiervon eine Ausnahme,
die papuanischen thryallis und agondas, bei deren $$ mimetische Uebereinstimmung mit Danaiden oder Taena-
riden so weit geht, daß sie selbst ihr Familienkleid ablegen. um sich dem Modell noch täuschender anzupassen.
Und was für diese rein äußeren Eigentümlichkeiten zutrifft, gilt auch für die strukturellen Merkmale, die unge¬
mein beharrlich bleiben, weshalb die Versuche Butlers und Moores die orientalischen Elymniiden in „Gat¬
tungen“ zu zerlegen , völlig scheitern mußten. — Ei kugelförmig weißlich. Die Rpn selbst sind grün, in der Mitte
etwas verdickt, fein behaart; der Kopf schmal, gelb oder braun, der Körper mit dorsalen und lateralen Längs¬
streifen versehen. Die mittleren Segmente tragen auf dem Rücken einige rote, peripherisch blau umgrenzte
Punkte. Die Pp ist nur am Analende in horizontaler Stellung befestigt, mit zwei in eine Spitze auslaufenden
Kopfhörnern. Deren Grundfärbung grün mit roten oder gelben Streifen und Punkten. Die Elymnias- Rp
ist ohne Zweifel eine echte Satyridenlarve, während die Pp in ihrer Form einige Anklänge an che indischen
Morphiden (Amathusia und Discophora) zeigt, auch die LebensAveiso, Schattenflug, häufige Ruhe der mit
gefalteten Flügeln, ergibt einen Uebergang zu den Amathusiiden ; vollständig fehlt jedoch der Dämmerungs-
flug, den viele Amathusiiden und auch die nahe verwandten, früher sogar generisch zusammengestellten Mela-
nitis üben, denn Elymnias fliegen nur zur Zeit des steilen Sonnenscheines. Elymnias ist vermutlich eine archa¬
ische, Adelleicht aus dem Tertiär stammende Satyridentype, welche zu einer unendlich fern hinter uns liegenden
Zeit, da die Palmen — heute noch die einzige Futterpflanze des Genus — in höchstem Formenreichtum standen,
ihre größte Artenzahl besessen haben mag. Wie andere Satyriden nur auf den monokotylen Gramineen leben,
so nähren sich die Elymnias und auch die Amathusia nur von den ebenfalls monokotylen, den Gramineen Adel¬
fach verwandten Palmen. In ihren heimatlichen Palmenhainen bieten die fliegenden und ruhenden Elymnias
dem Entomologenauge ungefähr das gleiche Bild, Avie es Erebia und Epinephele in unseren Wäldern schaffen
(Martin). Die Imagos lieben den Schatten, fliegen besonders gerne in den Vormittagsstunden auf Waldwegen
und verschAvinden nach meinen Beobachtungen auf Java gegen Mittag, um sich völlig ins Baumdickicht zurück¬
zuziehen. Nachmittags trifft man sie nur an, wenn sie zufällig aufgescheucht werden. Einige Arten Arie Elym¬
nias ceryx und maheswara bewohnen ausschließlich das Gebirge, die meisten aber bevorzugen Wälder der Ebene
bis hinauf zu etwa 2000 Fuß Höhe. Im Malayischen Archipel begegnete ich ihnen nirgendAvo höher als 4000
Fuß, — während Moore von tinctoria berichtet, daß sie bis 6000 Fuß hinaufgeht. Wenige Arten sind häufig,
die meisten lokal und einige enorm selten. So existieren bisher von E. papua Wallace nur 1 <$ am Britisch
Museum, 1 $ in meiner Sammlung, und von der berühmten Hestia- resp. / deopsi's- ähnlichen E. Jcünstleri ist nur
ein $ aus Perak und das von mir auf Java gefangene $ bekannt, von mehreren anderen Species, Avie harterti,
peali , dohrni kamen gleichfalls nur Avenige Exemplare nach Europa. Die Elymniiden treffen AAur von West¬
afrika bis zu den Salomonen in jenen tropischen und subtropischen Regionen verbreitet, in denen große Regen¬
mengen fallen oder die noch innerhalb der Monsunzone liegen. Das Hauptkontingent stellt das makromalay-
ische Gebiet und das angrenzende Tenasserim; im mikromalayischen Archipel nimmt die Artenzahl schnell
ab, ebenso auf den Philippinen. Formosa scheint im Norden der vorgeschobenste Posten zu sein und ostwärts
der Bismarckarchipel, während Celebes noch von 4 und Neu-Guinea \Ton 5 Arten bewohnt wird. Klammer¬
organe von einfachster Bildung, Uncusspitze ohne mediale Verdickung, mit zAvei sehr dünnen lateralen Span¬
gen. Valve breit, nach vorne mäßig verjüngt, leichthin lateral aufgefaltet mit spärlicher oder gar keiner Zähne-
ELYMNIAS. Von H. Frühstorfer.
37 J
lung, schwach beborstet. Zwei Subgenera in der orientalischen Region. Ln Afrika wird die Gattung ersetzt
durch Elymniopsis Frühst., scharf getrennt von den asiatischen Verwandten durch die lange vordere Disco-
celullare und spitze Präcostale und die in der Mitte entspringende erste Subcostale der Hflgl.
Subgenus Elymnias Hbr.
Hflglzelle länglich, Hflgl mit Androconienbecken im Gegensatz zu Elymniopsis, denen es fehlt.
a) mit nur einem Haarpinsel der Hflgl.
E. panthera. Eine der formenreichsten Species des Genus und eine der wenigen Arten zugleich, deren panthera.
Transformation vom Ei bis zum Imago wir kennen, panthera zeigt eine allgemeine Aehnlichkeit mit Euploeen
aus der Crastia- Gruppe. .Die Geschlechter sind nur durch Aufhellung der Randpartien der Hflgl und. der ge¬
samten Unterseite differenziert. Die Formen dieser weitverbreiteten Art zerfallen in. 2 Gruppen: a) die des
rein makromalayischen Gebietes, b) die der Inselkette von den Nicobaren bis Engano. Beide Gruppen um¬
fassen überraschend gleichartige Elemente, heben sich jedoch von einander durch große Gegensätze ab. Unter
a) Formen mit hellen Flügelbinden und kleinen Ozellen, unter b) Formen mit obsoleten Binden und großen
Ozellen. Am auffallendsten dokumentiert sich der Gegensatz zwischen der sumatranischen Rasse und jenen
der sumatranischen Satellit Inseln, die alle der Nicobarenform ähneln und zwar um so mehr, je näher sie den
Nicobaren liegen. Bei den Elymnias wiederholt sich somit eine Erscheinung, auf die ich bei den Danaiden be¬
reits hingewiesen habe. Ebenso wie die Danais melanippus-Formen der Trabanten von Sumatra, gravitieren
auch die Elymnias nach den Nicobaren, worin wir (ganz abgesehen von dem Satellit Insel Charakter der betref¬
fenden Arten) die Einwirkung einer alten Landverbindung, die parallel mit Sumatra, aber unabhängig davon,
sich von den Nicobaren bis Engano erstreckte, zu vermuten haben. Genetische Faktoren wie Klima, Inzucht,
lange Isolierung haben dann das übrige getan die Wirkung der Evolution zu erhöhen, wodurch die insularen Dif¬
ferenzen entstanden sind, bei aller Gleichartigkeit der Zeichnungsrichtung. — Ei kugelförmig, milchweiß, auf dem
Pol einige schwarze Punkte und mit geringer Abflachung der Oberseite den Palmblättern aufsitzend. Gegen das
nach vier Tagen erfolgende Schlüpfen des Rümpchens vermehrten sich diese Punkte zu einem bis zum Aequator
der Eikugel reichenden, unregelmäßigen, schwarzen Flecken. Das eben geschlüpfte Räupchen war von gelb¬
lich weißer Farbe, nach einiger Nahrungsaufnahme wurde es gelbgrün mit schwarzem Kopfe, welcher zwei
schwarze, nach rückwärts liegende, hirschge weih förmige Dornen trägt, von deren jedem über den Rücken
der Rp eine hellgelbe Linie zu den beiden schwärzlichen Afterstacheln verläuft. Nach der ersten Häutung
war die Rp nicht sehr verändert, nur sind noch zwei weitere gelbliche Längsstreifen zu bemerken nach abwärts
von den schon erwähnten Rückenstreifen, außerdem zeigt die Untersuchung mit der Lupe, daß der ganze Kör¬
per mit kleinen, gelben Wärzchen bedeckt ist. Die zweite und dritte Häutung bringt keine Veränderung der
grünen, cvlindrisch schlanken, etwas flachen, schwarzgelrörnten Rp. Nach der vierten Häutung ist die erwach¬
sene, drei Zentimeter lange Rp saftgrün wie die Blätter der Palme, von der sie zehrt, trägt auf dem Rücken
zwei gelbe, in die Afterstacheln auslaufende Dorsalstreifen, zwischen denen zwei feinere, gelbe Medianlinien
stehen. In den ersteren, mehr seitlichen, gelben Streifen befindet sich auf dem dritten Segment je ein blauer
Fleck, auf dein vierten ein roter und ein blauer Punkt und auf dem fünften abermals ein roter Fleck. Die ganze
Rp ist mit zarten, oben geknöpften Haaren bedeckt und zeigt eine feine Querriffung. Der nun rotbraune Kopf
besitzt eine weiße Stirnzeichnung in Form zweier griechischer Kreuzbalken, darunter zwei gelbe Warzen. Die
schwarzen Kopfstacheln oder Hörner liegen nach rückwärts und laufen in drei spitze Zacken aus. An der
Schläfengegend des Kopfes unter dem Ansätze der Hörner steht ein breiter, gelber Strich, aus dessen Mitte
zwei kleine, gelbe Zapfen hervorragen. Die Rp brauchte lange Zeit, bis sie sich zur Verpuppung auf der Ober¬
seite des Blattes fest gesetzt hatte und änderte auf dem gewählten Platze öfters ihre Stellung, wohl um das
ganze Blattgebiet, auf dem die Pp zu ruhen kam, zu überspinnen. Die grüne Pp ist jener von Elymnias
nigrescens Btlr. ungemein ähnlich, hängt nicht, sondern liegt mit der Bauchseite mehr dem Blatte an, obwohl
doch nur das Afteiende wirklich mit dem Blatte verbunden ist. Die Pp zeigt zwei Kopfstacheln und eine na¬
senförmige, spitze, gelbe, rot eingefaßte Hervorragung auf dem Thorax, die Färbung ist reicher wie bei nigres¬
cens, alle Kanten sind gelb gefärbt mit roter Strichfüllung, außerdem finden sich auf dem Rücken noch vier
weiße, schwarz konturierte Flecken, welche bei nigrescens fehlen, ebenso wie einige winzige, schwarze Punkte
auf dem Rücken der Bauchsegmente. Schon nach acht Tagen erschien der Falter. — - Von West nach Ost
gehend begegnen wir folgenden Splittern der Kollektivspecies : inimus Wood. -Mas. Oberseite namentlich mimus.
distal bleich braun; Ozellen der Unterseite nur wenig transparent. Hflgl unten mit fast, schwarzbrauner
Distalregion und sehr großen, gering blaugekernten Ozellen. Nach Nicevilles Anschauung ein Mimeti-
ker von Euploea camorta, einer auf den Nicobaren, der ausschließlichen Heimat von mimus sehr häufigen
Art. — dolorosa Btlr., der vorigen so ähnlich, daß Moore und Bingham sie einfach damit synonymierten. dolorosa.
Oberseite gleichmäßig schwarzbraun. $ mit viel schmälerer bleich gelbgrauer Submarginalregion der
Vflgl als mimus. Unterseite lichter, lebhafter rotbraun, Distalregion gelblich, Ozellen proximal reich blau
beschuppt, stets 6 anstatt 5 wie bei mimus, vorhanden. Nias. — enganica Doh. ist die dunkelste der bisher cnganira.
bekannten panthera- Rassen. Doherty fing nur $9. Mir gingen auch etwa 10 BS zu, die sich dolorosa Btlr.
von Nias nähern, aber ganz dunkle Vflgl haben ohne aufgehellte, subapicale Region. Auf der Hflgl-Oberseite
sind die von unten durchschlagenden Ozellen obsolet gelblich geringelt. Die Flügelunterseite der Bo kommt
372
ELYMNIAS. Von H. Fruhstorfer.
am nächsten panthera dusara Horsf. von Java und differiert nur durch die dunklere Gesamtfärbung und einen
größeren weißen Apicalpunkt der Hflgl. Die übrigen Ozellen der Hflgl sind nicht so groß als bei dolorosa und
lacrimosa aber etwas deutlicher als bei dusara. Daraus geht hervor, daß enganica etwa die Mitte hält zwischen
der Java- und Borneorasse und dadurch mehr nach Osten gravitiert als nach Nias und Sumatra. Das $ ist
heller als das <J. Bei 2 Exemplaren tritt auf den Vflgln eine rötlichbraune Submarginalbinde auf und die Hflgl
tragen eine rudimentäre, graugelbliche Binde, während das panthera -$ auf allen Flügeln breit hellgelb gebän¬
dert ist. Von den Ozellen der Hflgl-Unterseite sind die oberen rein weiß, die unteren schwarz und violett gekernt,
während dusara -$$ nur eine weiße und 5 blaugekernte Ozellen aufweisen, die zudem meist kleiner sind. Die
$$ differieren durch die viel schmälere, dunkler gelbbraune Submarginalbinde der Hflgl zwar erheblich von
Sumatranern, nähern sich aber diesen durch das Auftreten eines breit ausgedehnten, rötlich braunen Anfluges
der Analpartie der Vflgl. Bemerkenswert ist auch noch, daß enganica 3 weiße Apicalozellen der Hflgl-Unter¬
seite besitzt, während bei allen Verwandten deren nur eine existiert. Engano, nicht selten, Hauptflugzeit April.
tautra. tautra Frühst, leitet zur Perak-Rasse und Namenstype hinüber und differiert von dieser durch den aus¬
fallenden roten Schimmer, der Oberseite der und unterseits etwas verdunkelte Ein hat gleichmäßig
schwarzbraune Vflgl, ein zweites Rudimente einer gelblichen Subapicalbinde und es sollen Exemplare Vorkom¬
men, die sogar eine violette Binde tragen, (Anklang an dulcibella von Ost- Java); selten in den Wäldern der
Ebene und Vorberge. Vielleicht ist diese Art in Wirklichkeit nicht so sehr spärlich, als es nach den wenigen
Stücken in Sammlungen den Anschein hat; aber die große Aelinlichkeit mit den meist sehr- gemeinen, braunen
Euploea scheint das Tier vor den eingeborenen Fängern zu schützen. Das <$ trägt auf der Oberseite der Hflgl
über dem Duftfleck nur einen breiten, schwarzen Haarbüschel. Die helleren und größeren differieren sehr
in bezug auf die Querbinde der Vflgl, welche oft deutlich gelb, manchmal sogar violett ist, aber auch ganz
fehlen kann; auch, die Ausdehnung der roten Färbung auf der Oberseite der Vflgl ist eine sehr schwankende.
panthera. Beide Geschlechter tragen auf dem Hflgl deutliche Ozellen (Martin). — panthera F . Am Museum in Kopen¬
hagen sah ich ein Exemplar, das vermutlich FABRicrus als Type Vorgelegen hat, was auch Aurivillius annimmt.
Dieses Exemplar deckt sich insofern mit Distants Abbildung, als es auf den Vflgln keine gelbliche Binde trägt,
und auch auf den Hflgln sehr düster gefärbt ist. Dem Beispiel AuRiviLLrus folgend, verlege ich die Heimat
der Type gleichfalls nach der malayischen Halbinsel, umsomehr als verschiedene Arten, deren Herkunft von
FABRicrus aus „Tranquebariae“ vermeldet wurden, sich später als von Malayana stammend erwiesen haben.
arikata. (Taxila haquinus F. etc.) Malayisclie Halbinsel, Perak, Singapore, Banka. — arikata Frühst. (88 b).
Submarginalbinde der Hflgl iveiß anstatt gelblich, viel breiter, mit größeren, schwarzen Ozellen be-
labuana. setzt; Distalsaum der Hflgl viel breiter schwarz, Schwanzspitze länger. Natuna. — labuatia Stgr. Sub¬
marginalbinde aller Flügel weißlich anstatt 'gelb, am Apex der Vflgl prominent, auf den Hflgln sehr schmal.
labuana dürfte allenfalls die Trockenform der nachfolgenden alfredi vorstellen. Nach der Type in Stau-
dinger’s Sammlung, die ich unlängst zu sehen Gelegenheit hatte, kann es aber auch eine alpine Form
sein. Jedenfalls hat Staüdinger eine ganze Reihe von Exemplaren angehäuft, von denen die vermutliche Type
die am reichsten weiß gezeichnete Elymnias der ganzen Gruppe darstellt. Sowohl $$ wie $$ treten aber in
zwei Formen auf, mit gelblichweißer Submarginalbinde der Vflgl und ohne solche. Vom $ hat Staudinger
defasdata. drei Farbenabweichungen, solche mit einfach brauner Flügeloberfläche (defasciata form, nov.), dann $ mit rot¬
braun überhauchter Oberseite (pantherina Frühst.) und endlich solche, die eine sehr breite weißgelbe Subapical¬
binde der Vflgl führen ( labuana Stgr.), die auch noch mehr oder weniger violett überhaucht erscheint. Alle
sollen vom Kinabalu stammen, doch dürften auch Stücke aus der Niederung sich darunter befinden, umso-
alfredi. mehr als die Type von der Insel Labuan stammen soll, was ja auch der Name schon andeutet. — alfredi Frühst.
(88 b). Eine große Reihe von Exemplaren aus Süd-Borneo differieren von labuana Stgr., durch das Fehlen der
weißen goldgelben Submarginalbinde der Hflgl, von der nur noch gelegentlich einige gelbliche Rudimente vor-
pantherina. handen sind. Von den $$ existieren zwei Formen: $ forma pantherina Frühst, mit mattem, aber ausgedehn¬
tem, rotem Anfluge der Vflgl. Die helle Region der Hflgl-Unterseite wesentlich reduzierter als bei panthera
typica, denen sie sonst sehr nahe kommen. — $ forma alfredi Frühst, mit viel schmälerer, dunkler gelb-
brauner Submarginalregion der Hflgl, die zudem über und über mit braunen Schuppen bedeckt wird. Vflgl
ohne roten Schimmer. Die eingangs beschriebene Rp und Pp hat Dr. L. Wirtin bei Sintang entdeckt. Süd-
suluana. ostborneo, Pontianak, Sintang. — suluana Frühst. Größer als die übrigen panthera- Rassen mit schmäleren, lang
ausgezogenen Flügeln, ivelche in der Form an Elym. pellucida Frühst, erinnern. Hflgl beiderseits mit breiter,
bangueyana. weißer Binde. Sulu- Archipel, Type am British Museum. — bangueyana Frühst. Weißliche Binde aller Flügel promi¬
nenter, ausgedehnter als bei labuana Stgr., Flügel rundlicher als bei suluana Frühst. Unterseite nur mit 4 schwar¬
zen Augenflecken. Submarginalregion der Hflgl gelblich, grau und braun gesprenkelt, Unterseite reich weiß punk-
parce. tiert. Banguey, Type am Museum in Hamburg. — parce Stgr. Die kleinste der Inselformen von dürftigem Aus¬
sehen. (J Ozellen der Hflgl nicht durchscheinend . Flügel rundlicher als bei alfredi, dunkler braun. $ mit stark
aufgehellter, bleich graugelber Außenregion, ohne schwarzen Distalsaum der Hflgl. Ozellen bei beiden Geschlechtern
lacrimosa. viel zierlicher und spitzer als bei sämtlichen panthera-J&assen. Palawan. — lacri niosa Frühst. (88 b, c, als panthera
bezeichnet), lacrimosa zählt zu den prononziertesten Inselformen, und hat kaum noch Aelinlichkeit mit dusara
Horsf. von Java, sondern nähert sich durch ihre transparenten, aber viel größeren Ozellen der Hflgl viel mehr
enganica Doli. Die $$ tragen eine weißlichgraue, undeutliche Submarginalbinde der Vflgl, die beim $ manchmal
breit ausfließt und apicalwärts prominent und fast weiß erscheint. Alle Flügel sind des weiteren charakterisiert
ELYMNIAS. Von H . Fruhstorfer.
.'573
durch eine relativ scharf begrenzte, weißliche Submarginalregion, die viel reiner, jedoch bedeutend schmäler auf-
tritt als bei panthera F. von Malakka. Die Ozellen sind fast so groß als bei mimus und dolorosa, jedoch viel gleich¬
mäßiger. Bawean, Flugzeit Juli-September. — lacrima Frühst. Sehr nahe der vorigen, jedoch etwas größer; lacrhna.
Vflgl mit schmaler, Hflgl mit breiter, gelblichgrauer Submarginalbinde. Unterseite dunkler rotbraun, beson
ders am Distalsaum, ausgedehnter und massiger braunschwarz gefleckt. Subapicalbinde der Vflgl gelblich.
Hflglbinde sehr viel schmäler und dunkler als bei lacrimosa, Ozellen jedoch noch größer, proximal reicher blau
begrenzt. Heimat unbekannt, vermutlich Inseln bei Sumatra, 1 $. — dusara Horsf. Diese distinkte Lokal- dusara.
form fühlt sich besonders heimisch in West-Java, wo sie bis etwa 2000 Fuß Meereshöhe hinaufgeht, aber nirgends
häufig ist. $$ aus den Preanger Regentschaften gleichen ziemlich genau dem HoRSFiELDschen Bilde eines 9, das
Wallace für einen gehalten hat, weshalb er das $ nochmals beschrieb. So kommt es, daß der $ noch mit keiner
genauen Diagnose fixiert ist. $ : Grundfarbe dunkelbraun mit einer wenig aufgehellten Submarginalregion.
Duftpinsel der Hflgl schwarz. Unterseite: Basis dunkel, Distalpartie lichter braun, grauweiß schraffiert. Hflgl
mit kleinen schwarzen, proximal weißgekernten Ozellen und einem größeren , weißen Punkte an der Basis der
vorderen Radiale. — - dulcibella Frühst. (88 b). $$ aus Ost-Java tragen statt der lichten Binde violettblaue, dulcibclla.
zum Teil verloschene Flecken, die manchmal nach unten rudimentär und schmutzig gelb werden. Aus Ostjava
besitze ich zur Zeit nur noch vier Exemplare, die sich durch ihre Kleinheit, die hellere Grundfärbung der Flügel¬
unterseite sogleich als Produkte einer regenarmen Region dokumentieren. Leider reicht mein jetziges Ma¬
terial nicht aus, um zu entscheiden, ob in Ost-Java nur solche Exemplare Vorkommen; in diesem Falle hätten
Avir es mit einer Lokalrasse zu tun. dulcibella bildet eine hübsche Illustration zu der Tatsache, daß aus der
Species durch klimatischen Einfluß zunächst Aberrationen entstehen, diese fixieren sich durch weitere Ein¬
wirkung der Trocken- oder Regenperiode zu Zeitformen, die später konstant werden und allmählich zu do¬
minieren beginnen, je nach der kürzeren oder längeren Dauer der betreffenden Perioden. Wenn dann noch der
Einfluß der lokalen Inzucht dazu tritt, bildet sich eine Subspecies heraus, die sich, so weit konsolidieren kann,
daß sie Aviedei Speciescharaktere annimmt. Das dürfte die einfache Geschichte und der Kreislauf so mancher
Art sein. — Ueber die Rp von dulcibella. ist nichts bekannt, jene von dusara. lebt, nach brieflichen Mitteilungen
des Herrn Dr. Piepers, auf den Blättern verschiedener Palmen. — balina Mart, sollte sich eigentlich an dulcibella balina.
von Ost- Java anlehnen, aber das <$ steht näher dem dusara <$ aus West- Java, nur ist seine Grundfarbe etwas
heller, mit einem leichten Stich ins Rotbraune; die Randbinde aller Flügel ist nicht so aschig braungrau A\’ie bei
dusara, sondern dunkler, brauner, und auf dem Hflgl ist die Randbinde nicht ganz marginal, sondern nur sub¬
marginal, weil am Außenrande noch ein feiner Streifen der Grundfarbe steht, während bei dusara höchstens
die Zacken noch wieder die Grundfarbe zeigen. Viel eigentümlicher ist aber das balina-9, welches durch seine
Färbung erst die Berechtigung zur Aufstellung einer Subspecies gibt. Wie das in der Grundfarbe feuriger braun,
hat es die Randbinde des Vflgl nur in ihrem obersten, apicalen Teile gelblich und viel schmäler als das dusara-
$, am Außenrande wird, die Binde leuchtend rotbraun ; diese Farbe bleibt aber genau auf die Randbinde be¬
schränkt und schlägt nicht auf das Flügelinnere über Avie bei den $ $ von panthera panthera und panthera
tautra. Auf dem Hflgl ist die submarginale Binde gelbrotbraun, an ihrem äußeren Rande stehen die Ozellen,
nach innen von der Binde folgt die braune Grundfarbe, nach außen und hinten ein das ganze Zackengebiet ein¬
nehmender Streifen von Rotbraun , etAvas minder leuchtend als auf dem Vflgl, während das dusara -$ auf beiden
Flügeln viel breitere, einfarbig gelbgraue Randbinden besitzt. Die Unterseite bietet keine auffallenden Unter¬
schiede, nur haben beide Geschlechter aus Bali das für Elymnias so charakteristische, costale Dreieck viel
schwächer entAvickelt als dusara- Stücke. Die neue Subspecies ist etAvas kleiner als dusara, aber größer als
dulcibella. Insel Bali.
E. dara, eine makromalayische Species von großer Empfindlichkeit, denn Avie panthera zerfällt sie dam.
selbst auf Java in zwei Ortsformen. Alle bisher bekannten AbzAveigungen sind selten. — daedalion Nicev., daedalion.
die nördlichste Rasse, ist bisher nur in zAvei Exemplaren aus Birma und Tavoy, in Tenasserim bekannt, daeda¬
lion differiert von der abgebildeten dara (88 b) in der Hauptsache durch erheblich verschmälerte, Aveißliche
Längsbinden aller Flügel. — darina Frühst, aus Sumatra beschrieben, vermutlich aber auch in Perak über- darina.
einstimmend vorkommend. trägt nur einen gelben Haarbüschel. Die größeren und helleren $$ haben
das Blau der männlichen Flügel mit graix vertauscht. Deutliche Ozellen auf den Hflgl in beiden Geschlechtern.
Sumatra, Battakberge, nicht unter 2000 Fuß. deminuta Stgr. (88 b). Eine reizende Lokalform, kleiner, deminuta.
schmalbindiger, dunkler als die übrigen. Stattdinger kannte nur ein abgeflogenes $ aus Ost-Java, Jo sind
noch nicht beschrieben. Bei ihnen verschwindet das sonst so charakteristische Weiß der Submarginalbinden
und wird von einem schönen dunkelvioletten Hauch überzogen. Ost- Java und vermutlich auch in einer nahe¬
stehenden Rasse auf Bali, wo sie Doiierty entdeckt hat. deminuta beobachtete ich im Osten Javas auf ca.
1500 Fuß, im Westen besonders bei PalaAvan, an der Südküste. Sie flogen nur an sehr heißen sonnigen Tagen
im tiefen Walde, hielten sich jedoch selbst ängstlich im Schatten und ließen sich durch Bananenköder anlocken.
West-Javanen entAvickeln sich unter dem Einfluß des feuchtheißeren Klimas zu. stattlicherer Größe und
nehmen einen dunkler violetten Farbenton an. Die weiß-blauen Submarginalbinden der §2 verschmälern sich
und die Flügelunterseite bleibt dunkler rotbraun; solche West- Java- Stücke sind als bengena Frühst, abgetrennt, bemjena.
Die Duftpinsel von beiden Rassen bilden eine ausgedehnte Rosette aus zierlichen grauschwarzen Haaren und
rein Aveißen gekräuselten Spitzen. West-Java, Palabuan, Januar, Februar. — dara Bist. (88 b), Duftpinsel rot- dara.
374
ELYMNIAS. Von H. Frtthstorfer.
braun. £ nait breiter, weißlicher und peripherisch leichthin violett angehauchter Längsbinde der Vflgl. Auch
unterseits mit reiner weißen und ausgedehnteren Submarginalbinden als bei den Javaformen. Nordborneo. —
alb o fas- albofasciata Stgr. führt graue Duftpinsel, bleibt in der Größe hinter dara zurück, zeigt schwächere schwarze
cmia- Submarginalmakeln der Hflgl- Oberseite, die aber unterseits wieder viel mehr hervortreten und in einer rein
weißen aber schmäleren Discalzone stehen als bei dam. Palawan, Januar, selten.
E. patna, früher nur aus dem Himalayagebiet bekannt, wurde durch meine Reise für Tonkin nach¬
gewiesen und neuerdings von Dr. Martin als aus Perak stammend im Singapore Museum aufgefunden. Auch
nach Sumatra greift eine Form über, der aber wahrscheinlich bereits Speciesrechte zukommen, patna ist
nicht häufig, erinnert an Stictoploea binotata und ist ausgezeichnet durch lange dreieckige spitz ausgezogene
Submarginalstrigae der Vflgl. und bei den $$ durch einen großen, distal spitzen blauen Fleck vor dem Zellapex,
patna. der gelegentlich auch bei den rudimentär vorhanden ist. — patna W estw. vom Kumaon-Himalaya bis Assam
verbreitet, stellt habituell eine der größten Elymnias dar. Hflgl-Oberseite mit vier rein weißen Submarginal-
punkten, die unterseits als eine komplette Reihe von 7 Fleckchen wiedererscheinen und nach außen von An-
patnoides. häufungen weißer Strichelchen begleitet werden. — patnoides Moore, von der mir eine Cotype ihres Autors
vorliegt, umschreibt eine Form der regenlosen Periode, sie ist nicht auf Birma beschränkt, wie Moore an¬
nahm, sondern tritt mit gleichem Kleide auch in Assam und Sikkim auf. Bei ihr sind die Hflgl oberseits weniger
intensiv blau übergossen, es herrscht vielmehr die rotbraune Färbung vor, und bei der kleineren Gestalt treten
auch die blauen Strigae der Vflgl zurück. Nach Niceville fliegt patna vom April bis Oktober auf Höhen bis
stictica. zu 1000 m. — stictica Frühst. (88 c) kleiner als patna, mit reduzierten blauen Makeln der Vflgl, die aber auch
beim bereits mit weißen Kernen der Vflgl besetzt sind, die beim $ noch prägnanter hervortreten. Juni bis
lianitschi. August auf ca. 500 m Höhe in Tonkin. Selten. — hanitschi Mart. Das einzige bekamite Stück dieser Sub-
species, ein q, ist in den Maxwell-Hills von Perak im April in einer Höhe von 3500 Fuß gefangen. Kleiner als
patna mit etwas mehr ausgeglichenen Flügelkonturen, zeigt die neue Subspecies che 6 submarginalen metallisch¬
blauen Striche der Vflgl- Oberseite bedeutend verkleinert, die drei subapicalen gut voneinander getrennt, welche
bei patna zu einer Binde vereint sind; dagegen kein blauer Flecken in der Vflglzelle, wie meistens bei patna.
Keiner der 6 Submarginalflecke ist weiß oder außerhalb der Reihe wie bei dohrni die unteren drei. Auf der
Unterseite des Hflgl am Außen- und Analrande reinweiße Strichelungen, welche bei patna noch bräunlich und
bei dohrni stark vermehrt sind und sogar auf der Hflgl-Oberseite erscheinen. Bei patna ist der Apex des oberen
Medianastes des Hflgl noch zu einem deutlich prominenten Schwänzchen ausgezogen, bei dohrni ist der Hflgl
völlig abgerundet, bei der neuen Subspecies aus Perak zeigt die Hflglkontur an den Enden der Adern noch eine
deutliche Zackung, aber keines der Zäckchen ist so prominent, daß man von einem Schwänzchen sprechen
könnte. Von patna stictica Frühst, aus Tonkin ist die neue Subspecies durch das Fehlen der Reihe von großen
weißen Punkten auf der Vflgl-Oberseite verschieden. Haarpinsel auf dem Hflgl braunschwarz wie bei patna.
dohrni. E. dohrni Nicev., bisher nur in einem <§ bekannt, das am Tring-Museum aufbewahrt wird, bildet den
südlichsten Ausläufer der paim-Reihe; Avenn aber die Abbildung richtig ist, nach der allein ich die Form be¬
urteilen kann, dann stehen ihr Avegen der rundlichen Form der Hflgl, die kein ScliAvänzchen mehr zeigen, und
drei weit nach innen gerückte Submarginalmakeln der Vflgl, soAvie das Erscheinen Aveißer Antemarginalstriche-
lung auch der Oberseite der Hflgl vermutlich Speciesrechte zu. Die Unterseite allein bewahrt ganz deutlich den
pcrfna-Charakter, durch 7 stattliche, rein Aveiße Submarginalpunkte der Hflgl. Die Vflgl zeigen oberseits statt
der großen blauen submarginalen Strigae Ader feine subapicale dunklere Strichelchen. Nordostsumatra. Sep¬
tember, aus der Niederung.
E. beza trägt auch auf der Hflgl-Oberseite eine Serie von blauen Flecken, ein Färbungscharakter, der
sonst in der patna- Gruppe nicht vorkommt. In der Größe gleicht sie der patnoides Moore. Die Unterseite Avird
charakterisiert durch eine Reihe von fünf Submarginalpunkten der Vflgl und sieben der Hflgl im Gegensatz
zu den A\reißen Makeln bei patna aber von zart violettblauer Färbung. Die anteterminale Strichelung der Hflgl
beza, fehlt. Hflgl rundlich nur leicht geAvellt, ohne Zackenbildung. — beza Hew., von patna auch noch dadurch
differenziert, daß die abgesehen von wenig größeren Makeln in keiner Weise vom 9 verschieden sind. In
Südost-Mindanao treten zwei Formen in Erscheinung, nämlich Stücke mit normalen großen dunkelblauen
plateni. Submarginalmakeln der Vflgl und forma plateni Frühst., vermutlich der Trockenzeit angehörend, mit mehr oder
weniger rein Aveißen Subapical- und Medianmakeln der Vflgl, die sich auch auf der Unterseite Aviederholen.
hochi. Durch plateni Avird die Verbindung hergestellt zu kochi Semp., von der nur ein $ bisher nach Europa gekom¬
men ist, und deren Aehnlichkeit mit Trepsichrois megilla Er. schon ihrem Autor auffiel. Oberseite glänzend
stahlblau mit einem dreigeteilten Aveißen Fleck an der Vflglspitze und einer Serie dem Außenrand parallel
gehender bläulicher Punkte, deren Aber auf den Vflgl und zAvei auf den Hflgl stehen. Mittelluzon, Flugzeit ver¬
mutlich Juni bis August . Die beiden oben erwähnten &eza-Formen finden ihr Analogon in zwei Euploea- Spe-
cies, die in diesem Band p. 277 ausführlich besprochen sind, demnach gleicht El. beza der bisher unbeachteten
Eup>loea. praeelymnias Frühst, und El. plateni der allgemein bekannten Eupl. dufresne.
Hflgl mit zwei Haarpinseln.
h yperm-
nestra. E. hypermnestra besser unter dem Namen undularis L. bekannt, darf wohl als die häufigste Species
ELYMNIAS. Von H. Fruhstorfer.
des Genus angesehen werden. Wie panthera und dara ist sie lokalen Einflüssen unterworfen, auch neigt sie zu
individueller Variation und in einigen Gegenden mit kontrastierenden Jahreszeiten wie Siam, Java unterliegt
sie auch einem allerdings nur unbedeutenden Generationswechsel. Ihre geographische Verbreitung ist eine dis¬
kontinuierliche, indem sie auf dem Festland und Java in einer Form auf tritt mit Danaida genutia-ä hnlichen
9$, in Tonkin, bis Mittelannam, auf der Malayischen Halbinsel und in Makromalayan a mit einem Euploea-
artigen, oberseits blauen 9- Es ist nun sehr wahrscheinlich, daß die Form mit blauem 9 als nigrescens Btlr.
allgemein bekannt, weiter nichts als eine modifizierte undularis sein wird. Die Erscheinung ist aber so interessant,
daß hier die beiden Formen gesondert gehalten werden, umso mehr als die Valve Differenzialcharaktere aufweist,
die zwar nicht erheblich, aber vielleicht beachtenswert sind; um so mehr, als in gewissen Gruppen der Satyro-
morphen die Klammerorgane von Art zu Art nur geringfügigen Abänderungen unterworfen sind. Allerdings
sind nur wenige Exemplare untersucht und ist es andererseits nicht ausgeschlossen, daß auch bei den Genitalien
Zwischenstufen auftreten, wie wir dies bei der Flügelfärbung konstatieren können, weil in Perak 9$ Vorkom¬
men, deren Vflgl noch Ueberbleibsel der orangeroten Medianflecken besitzen. Rp gelblichgrün mit gelben dor¬
salen und lateralen Streifen, und einer subdorsalen Reihe gelber, länglicher Flecken, die rot gekernt und nach
hinten blau auslaufen. Kopf bräunlich mit zwei behaarten Hörnchen. Pp hellgrün, mit gelblichen Aufhel¬
lungen, rot gefleckt. — undularis Drury bewohnt ganz Vorderindien mit Ausnahme des Südens und dringt von undularis.
Assam aus bis Oberbirma vor, avo sie von einer Schwesterrasse ( tinctoria Moore ) abgelöst wird. U mit etwas
dunkler blauen und mehr getrennt stehen den Makeln der Vflgl als bei der abgebildeten hypermnestra (87 a). 9 der
violetta (87 a) sehr nahe, die Aveiße Schrägbinde der Vflgl aber mit zarter violetter Peripherie. Das 9 ist Go aus¬
gezeichneter Mimetiker von Danaida plexippus L. Von den ist bekannt, daß sie einen starken Vanille¬
duft absondern; die 99 aber sind geruchlos. Die Art fliegt das ganze Jahr über und erreicht Höhen von 1000 m.
Nach Westen geht sie im Himalaya bis Naini-Tal, dem Kumaon- Gebiet, wo nach Martin Vorkommen, die
sich von Sikkim-Exemplaren durch eine viel hellere Randbinde der Hflgl- Oberseite unterscheiden, so daß
sie bereits zur Ceylonrasse hinüberleiten. — tinctoria Moore differiert im $ durch das überschattete purpurne tinctoria.
Randgebiet der Hflgl und das verbreiterte und mehr verwaschene bleiche Blau der Vflgl. Das 9 führt prominen¬
tere weiße Submarginalflecken der Hflgl. Bei einem 9 ist zudem der ganze Discus der Hflgl-Oberseite weiß,
statt rotbraun und bräunlich überpudert (paraleuca Frühst.). In Birma und Tenasserim sehr häufig, bis 2000 m paraleuca.
beobachtet, auch vom Mergui- Archipel gemeldet. — violetta Frühst. (87 a). Alle von mir in der Trockenzeit, in violetta.
Mittel-Siam, Muok-Lek, Febr. 1900 auf ca. 1000 Fuß Höhe gefangenen qB (von denen einer unterseits noch
Regenzeitfärbung aufweist) erinnern durch den dunkelweinroten Distalsaum der Hflgl an tinctoria BS- Neben
diesen BS fing ich auch ein 9> das von allen verwandten Rassen abweicht durch eine sehr schmale, violette
anstatt weiße Subapicalbinde der Vflgl, und fast ganz schwarz angefüllte Vflglzelle. In Bangkok dagegen fing
ich im Januar 1901 4^^ und l 9 einer völlig verschiedenen Form, die ich als fa. epixantha Frühst, bezeichnete. epixantha.
Bei diesen fließen die submarginalen Flecken der Vflgl-Oberseite noch mehr auseinander als bei tinctoria und
nehmen eine leuchtendere, heller blaue Färbung an. Die Hflgl werden hellgelb mit rotbraunem Anflug, Avie bei
jraterna Btlr.-BB von Ceylon. Eine ähnliche Form scheint auch in Birma zu fliegen, da Marshall
schreibt, daß ein B von Akyab sich viel mehr jraterna- B nähert als irgend ein anderer kontinentaler B- Auch
der von Stattdinger abgebildete B neigt etwas zu jraterna und epixantha. Das 9 zu epixantha (85 a,
dargestellt) zeichnet sich durch eine ungewöhnlich breite, Aveiße Schrägbinde der Vflgl und schwarze
Umrahmung der Hflgl aus. Ein ähnliches nur kleineres 9 fing ich auch in Ost-Siam, bei den Ruinen
von Angkor im Dezember 1900. — meridionalis Frühst. Das B nähert sich aüoI mehr den Sikkim-^cT als meridio-
solchen von violetta und epixantha und trägt nur mittelgroße hellblaue Vflgl-Makeln und einen dunkel
Aveinroten Außensaum der Hflgl., der mit drei blau-grauen Punkten besetzt ist. Das 9 gleicht dem epixantha -9,
von dem es sich durch den sehr verbreiterten schwarzen Distalsaum aller Flügel unterscheidet. Die Schrägbinde
der Vflgl erscheint bei einem Exemplar sehr breit Aveiß, mit intensiver hellblauer Peripherie, bei einem zweiten
Stück ähnlich wie bei violetta verschmälert. Letzteres Exemplar fa orphnia Frühst, fällt dann noch auf durch orphnia.
einen dunkelbraunen von weißen Medianadern durchzogenen Discus der Hflgl, der distalwärts etAvas aufhellt
und in den die Spitzen der nach innen verlängerten, Aveißen Submarginalozellen ausfließen. Rotgelber Discus
der Vflgl Avie bei violetta- 9 ausgedehnt dunkel weinrot begrenzt. — Süd-Annam, Februar. Normale meri¬
dionalis fand ich am selben Orte, ebenso in Saigon, Januar 1900. Auf das interessante Faktum,
daß meridionalis im südlichen Annam an die Stelle der von Tonkin bis Mittel-Annam vordringen¬
den yiigrescens tritt, möchte ich hier nochmals hin weisen. Die Verbreitung der hypermnestra ist also
auf dem Festlande eine diskontinuierliche, da Avir undularis in Sikkim, Süd-Indien, Ceylon, Tenasserim,
Siam und Süd-Annam antreffen, mit nigrescens Enklaven auf der malayischen Halbinsel und in Ton-
kin-Hainan-Formosa. Alle hinterindischen hypermnestra- Formen besitzen gemeinsam einen sehr ver¬
größerten, weißlichen Apicalfleck der Vflgl und eine dunkler chokoladen-braune, scharf abgesetzte Basalhälfte
der Unterseite aller Flügel. Merkmale, die sich bei den Exemplaren mit Trockenzeitcharakter besonders aus¬
geprägt finden. — fraterna Btlr. B nur noch mit Rudimenten blauer Submarginalmakeln der Vflgl und breitem, jraterna.
nur proximal ganz leicht rötlich angeflogenem Distalsaum der Hflgl. 9 von undularis 9 nur zu trennen durch
den etwas verschmälerten schwarzen Saum im Analwinkel der Vflgl, den breiteren Distalsaum und den pro¬
minenteren weißen Augenflecken der Hflgl. Unterseits erscheint die hellbraune Randbesäumung der Hflgl
etwas schmäler als bei kontinentalen Exemplaren. Der B Aveieht also erheblich, das 9 nnr geringfügig vom
376
ELYMNIAS. Von H. Fruhstorfer.
hyper-
mnestra.
perpusilla.
baliensis.
caudata.
cottonis.
öbmibila.
nigrescens.
allgemeinen Typus ab, demnach präsentiert sich bei den hypermnestra- Formen das $ als das konservative Ele¬
ment, während wieder bei anderen Arten z. B. agondas, die Co resistent bleiben, die $9 zu Variationen neigen.
Rp ähnlich jener von undularis Drury, Kopf jedoch mehr gelblich braun. Pp grün mit gelben Längsstreifen,
die wiederum von roten Strichen und Punkten umrandet sind, Kopf und Thorax mit drei kurzen Tuberkeln.
Auf Ceylon nirgendwo selten. — hypermnestra L. (= leucocyma Godt. [ ?]) (87 a) steht der nordindischen undu¬
laris viel näher als tinctoria Moore oder violetta Frühst, sowie fraterna Btlr.-^C • Einige Java-AA sind überhaupt
mit undularis identisch und die Mehrzahl differiert nur durch die etwas dunklere, mehr violette als blaue Sub-
marginalfleckung der Vflgl. Das $ von hypermnestra ist habituell meist etwas kleiner als undularis und kenn¬
zeichnet sich durch die bald mehr, bald weniger verdunkelten Vflgl und das Zurücktreten der Weißpunktierung
der Hflgl als melanotisclie Inselrasse. Die breit ausfließende, weiße Schrägbinde der Vflgl schillert periphe¬
risch reicher und dunkler blau als bei undularis -$, jedoch besitze ich kein einziges auf dem dieser Schiller
so brillant aufgetrageu ist, als auf Cramers sonst vorzüglicher Figur, die in diesem Punkte etwas zu phan¬
tasievoll ausgestattet sein dürfte. Ost javanische $$ charakterisieren sich oberseits durch lichteres Rotbraun
und aufgehellte Vflglzellen und besonders kräftig weiß punktierte Hflgl und unterseits durch die reicher weiß
dekorierte Apical- und Submarginalpartie derselben. ES der ost javanischen Trockenform nähern sich bereits
der balinesischen Rasse ( baliensis Frühst.) durch ihre zwergartige Gestalt, die hellviolette Dotierung der Vflgl
und den verblaßten rötlichen Außenraum der Hflgl. Die durchaus matte Unterseite teilt sich in zwei
Hälften, eine etwas dunklere Basal- und die völlig verbleichte braungraue Distalregion. Solche SS be¬
zeichnte ich als S'-fa. perpusilla Frühst. — hypermnestra geht in Java von der Meeresküste bis etwa
3000 Fuß Höhe, und zählt zu denjenigen Faltern, welche die eingeborenen Jäger zuerst in Menge ein¬
liefern. Ueberall da, wo wir in den Dörfern oder deren Nähe von Bananen und anderen Fruchthainen
beschattete Gärten finden, begegnen wir zu allen Jahreszeiten den trägen hypermnestra, die stets
matt und müde im Dickicht sitzen und selbst aufgescheucht nur wenig Meter vorwärts fliegen, um sich gleich
wieder in Ruhestellung zu begeben und ihre Flügel zuschließen und so dem Beschauer ihre feingestrichelte
Unterseite zuwenden. Die $$ täuschen immer und immer Avieder die an gleichen Stellen häufigen Danais
intensa Moore vor, aber während die Danaiden stets auf der Suche nach Blüten unterwegs sind, gehen die
Elymnias niemals auf Blumen. West- und Ost- Java; Bawean, Ivangean (Snellen). — baliensis Frühst. Nach
den Angaben Elaves und de Niceaulle’s hat es den Anschein, daß auf Bali zwei Elymnias-Species aus der hyper¬
mnestra- Gruppe Vorkommen. Diese Anschauung beruht auf einem großen Irrtum, da Bali nur hypermnestra
baliensis Frühst, beheimatet, die Schwesterform der javanischen protogenia Cr. (recte hypermnestra hypermne¬
stra L.). baliensis steht recht nahe der iu. perpusilla Frühst., zeigt sich indessen von größerer Gestalt, besitzt
stärker gezähnte Flügel und dunkleren FärbiuTgstypus. (Satellit-Insel-Charakter). Die violetten Subapicalmakeln
der Vf lgl erscheinen bedeutend breiter als bei Java-d'J1, lichter violett und die übrigen Flecken bleiben auch anal-
wärts prominenter. Distalsaum der Hflgl kakaofarben, Unterseite dunkler, mehr schwarz anstatt rötlich braun.
Bali, Oktober. Elaves und de Niceville erwähnen, daß baliensis nicht von protogenia aus Java differiere,
eine Beobachtung, auf die kein besonderes Gewicht zu legen ist, da beide Autoren (Journ. As. Soe. Beng. 1886)
auch keinen Unterschied zwischen undularis Drury und tinctoria. Moore zu entdecken vermochten, man vergleiche
aber Moores Figuren der beiden so ungemein prononzierten Rassen in ,,Lepid. Indien“.
E. caudata Btlr. (87, a, b), der am meisten aus der Art geschlagene ZAveig der undularis- Reihe von AÜllig
verschiedenem Kolorit, erheblich größer und auffallend durch die Schwanzanhänge der Hflgl. Die undularis-
Zeichnung selbst ist insbesondere beim $ noch vollkommen erhalten geblieben, nur der S macht durch
die verbreiterten weißen, anstatt blauen Vflgl-Flecken einen ganz verschiedenen Eindruck. Rp auf der Areca-,
Phoenix- und Kokospalme, sowie auf Caryota urens L. und Calamus pseudotenuis (gleichfalls zu den Palmaceae
gehörig). Rp mit längeren Kopfhörnern, kürzer, dicker als die undularis- Rp. Ueberall in Südindien, in Bam¬
buswäldern.
E. cottonis hat ein sehr beschränktes Verbreitungsgebiet, nur Birma und die Andamanen. Zwei geo¬
graphische Rassen cottonis Heu). (87 b) vermutlich ein Nachahmer der Euploea simulatrix und bei Port-Blair
auf den Südandamanen von April bis August nicht selten. Trockenform (87 b) klein, mit fast gelbrotem Distal¬
saum auf allen Flügeln. Regenform groß mit dunkelrotem Distalsaum auf allen Flügeln. — obnubila Marsh.
Es ist Binghams Verdienst, obnubila nicht nur entdeckt, sondern ihr auch zuerst die richtige systematische
Stellung angeAviesen zu haben, denn Binghams ,,race“ als welche er obnubila bezeichnet, ist stets identisch mit
dem Subspecies-Begriff. Es ist ziemlich sicher, daß cottonis auf den Andamanen undularis vertritt, während
sie im Mergui -Archipel neben ihr vorkommt. Die Unterseite ist undularis noch recht ähnlich, aber die Exi¬
stenz von obnubila neben undularis tinctoria Moore im Mergui- Archipel spricht für den Speciesrang von ob¬
nubila. obnubila figuriert unter den wenigen rezenten Tagfalterarten, die Birma und die Andamanen ge¬
meinsam bewohnen, ihr gleichartiges Vorkommen ist auf eine Landverbindung in der Tertiärzeit zurückzufüh¬
ren, einer Periode, der wahrscheinlich auch .noch die Birma und den Andamanen gemeinsamen breit schwarz
umrahmten Hestia entstammen. Mittel- und Süd-Tenasserim, Mergui- Archipel, Insel Salanga.
E. nigrescens Btlr., die gemeinste, am Aveitesten verbreitete und zugleich unansehnlichste Elytnnias-
Species. Trotz ihrer Häufigkeit ist die Rp noch nicht bekannt, von der Martin (Iris 1895 p. 251) annimmt,
ELYMNIAS. Von H. Fruhstorfer.
377
daß sie auf Rotangpalmen lebt, sich aber durch ausgezeichnete Schutzfärbung und verborgene Lebensweise
bisher dem Beobachter zu entziehen wußte. Martin fand indessen häufig die zierlich grüne mit feinen roten
Doppelstreifen gezierte Hängepuppe. Die Kollektiv- Species selbst ist lokalen, horo dimorphen und individuel¬
len Abänderungen unterworfen, die mehrfach zur Aufstellung ,, neuer Species“ verleiteten. Die $3 lassen sich
vielfach nicht von den undularis-$$ unterscheiden, ein Beweis für die nahe Verwandtschaft der beiden Arten.
Desto merkwürdiger erscheint das Verhalten der die bei nigrescens euploeoid, bei undularis salaturoid ge¬
nannt werden müssen. Bemerkenswert ist auch die diskontinuierliche Verbreitung der nigrescens, besonders
im makromalayischen Gebiet, in dem Borneo, die Malayische-Halbinsel und deren Satellit-Inseln nigrescens ge¬
meinsam besitzen, während sich auf Java die kontinentale undularis wieder einstellt. Diese nordindisch¬
javanische Affinität wiederholt sich innerhalb der Gattung auch bei Elymnias casiphone und dürfte ihren Ur¬
sprung noch aus der tertiären Landverbindung Javas mit dem Kontinent herleiten. - — Rp in Sumatra auf der
Rotangpalme, in Borneo nach Beobachtungen Martins nur auf der Kokospalme. Das ebenfalls weiße, kug-
lige Ei der E. nigrescens sitzt eUvas abgeflacht dem Blatte auf, wird allmählich gelb, ist am dritten Tage zitronen¬
gelb und am letzten (sechsten) Tage vor dem Schlüpfen der Rp mißfärbig dunkel. Eine im Freien gefundene
Pp ist der Unterseite eines alten, harten Kokosblattes angeheftet, auf welchem sie mehr liegt als hängt ; sie ist
saftig gelbgrün mit zwei divergierenden, die Palpen enthaltenden Kopfstacheln, auf dem Thorax steht eine spitze
Nase. Diese, ein nach rückwärts bis zu den Bauchsegmenten verlaufende Medianlinie, die Kopfstacheln und auf'
den acht Bauchsegmenten je rechts und links ein kurzes, plumpes Strichelchen in Längsrichtung sind alle gelb
und rot konturiert. Bei den letzterwähnten Strichelchen verhält sich die rote Konturierung so, daß die beiden ober¬
sten nach innen, der dritte, heller gelbe, zu beiden Seiten und die nach abwärts folgenden nur nach außen den
roten Schmuck zeigen. Die Flügelscheiden der Pp werden schon am Nachmittage vor dem Schlüpftage tinten-
schwarz, am Abend ist die ganze Pp tiefschwarz, der Schmetterling erscheint sehr früh, gegen 5 Uhr morgens,
bei noch völliger Dunkelheit. Die Elymnias- Pp, welche Martin von drei Species, panthera, nigrescens und
hewitsoni aus Celebes bekannt ist, stellt einen eigenen Typus dar und unterscheidet sich sehr von den sicher nahe
verwandten, unter sich sehr ähnlichen Ppn der Genera Amathusia , Discophora und Thaumantis. — formosana formosana.
Frühst. (87 b). Steht nahe der Trockenform von tonkiniana Frühst. — $ zumeist auch auf den Hflgl dunkelblau,
deren weiße Submarginalflecken auffallend groß. Disous beider Flügel mit dunkelrotem Hauch. Distalsaum der
Hflgl breit schwarz. Takau, Sept.-Okt., Taihanroku, Juli, August und anderen Orten, auf Formosa nirgends
selten. — - hainana Moore differiert, nach dem einzigen mir vorliegenden $$ beurteilt, wie formosana durch hainana.
einen sehr breiten bis an den Distalrand durchgezogenen hellvioletten Anflug der Vflgl. Hainan. — tonkiniana tonkiniana.
Frühst. Diese und formosana differieren gemeinsam von allen übrigen bisher bekannten nigrescens- Rassen
durch den viel breiteren, dunkel weinroten Distalsaum der Hflgl- Oberseite. Die Mehrzahl der trägt relativ
große, blaue Submarginalflecken, von denen die oberen manchmal zusammenfließen, ohne jedoch so kompakte
Binden zu bilden, wie nigrescens von Borneo oder Sumatra. Bei der Trockenzeit verblaßt das Blau und
damit in Beziehung steht auch das Verschwinden der roten Distalbesäumung der Hflgl. Meine Type ist auf die
Regenzeitform basiert. Das $ zeigt weiße, nur peripherisch blaue Submarginalmakeln der Vflgl und rötlichen
Discus. Hflgl mit rotem Außensaum und weißen Submarginalpunkten. Tonkin, Haiphong, im November und
Mittel-Annam, Phuc-Son, Nov.-Dez. — $-fa. depicta Frühst, umschreibt die Trockenform. Vflgl gleichmäßig depicta.
dunkel stahlblau mit mattblauen, nicht weißgekernten Submarginalflecken. Hflgl einfarbig schwarz. Tonkin,
Ckiem-Hoa, August — September. — beatrice Frühst, im spezifisch malayischen Gebiete, also malayische beatrice.
Halbinsel, Borneo und Sumatra, mit Anschluß vielleicht des äußersten Südens, $$ maris colore. ,,Es erscheint
hier nötig, mein Sumatramaterial von nigrescens kurz zu besprechen, da sich Fruhstorfer wegen Materialmangel
im unklaren über die Sumatrarasse erklärt. Es leben auf dem Inselkontinente Sumatras mindestens drei verschie¬
dene undularis- Formen, vielleicht auch noch mehr, da mir kein Material von der Westküste und aus Atjeh im
Norden zur Verfügung steht. In Deli, Nordost-Sumatra, fingich nur auf dem Vflgl sehr schwach blaugefleckte
mit geringer Entwicklung der stark verdunkelten Randbinde der Hflgl, auch die §§ führen nur ausnahmsweise
die weißlichblauen Flecken auf dem Vflgl, wie sie bei den $$ von der malayischen Halbinsel immer gut ausge¬
bildet sind; oft sogar gleichen sie völlig den und sind nur in der Grundfarbe matter und heller. In Mittel-
Sumatra (Indragiri) fliegen dagegen <$$ mit so reichem, blauem Schmucke, wie nirgends sonst, die 3 — 4 apicalen
Flecken schmelzen zu einem breiten, leuchtend blauen Bande zusammen und am Außenrande entstehen noch
drei weitere, sehr starke blaue Flecken, die Hflgl-Oberseite ist fast einfarbig mit nur ganz undeutlicher brauner
Randzone. Die gemeinste Art des Gebietes, welche das ganze Jahr hindurch die Gärten und lichten Wälder der
Ebene bewohnt. Das $ trägt einen doppelten, aus einer inneren und äußeren Portion bestehenden Haar¬
büschel. Die Rp lebt zweifellos auf der Rotangpalme, muß aber eine ausgezeichnete Schutzfärbung oder sehr
verborgene Lebensweise besitzen. Ich fand auf den in Töpfe gesetzten Rotangpalmen vor meinem Hause in
Bindjei oftmals die deutlichen Spuren des Raupenfraßes, nie aber trotz eifrigen Suchens die Rp selbst,
häufig aber die zierliche grüne, mit feinen roten Doppelstreifen gezierte Hängepuppe“ (Wirtin). Valve ent¬
schieden schmäler als bei undularis von Sikkim, distal stark verengt, der laterale gezähnte aufgebogene Rand be¬
deutend schmäler, mit viel zierlicheren Zähnen besetzt. Bisher sind folgende Variationen beschrieben: typica typica.
Frühst., Vflgl mit den üblichen blauen Submarginalf lecken, die costalwärts zusammenfließen. — decolorata Frühst., decoloraia.
Vflgl ganz ohne blaue Makeln oder nur mit obsoletem Costalfleck. Beide aus Sumatra. — beatrice Frühst, beatrice.
IX
48
378
ELYMNIAS. Von H. F ruh sto rfe k .
(87 b), Vflgl mit einfarbig blauen Submarginalmakeln. Mal. Halbinsel. Von diesen 99 existieren Uebergänge
ornamenta. zu $-fa, ornamenta Frühst. Hflgl mit einer Serie von 3 — 5 großen weißen Submarginalpunkten. Malay. Halb-
agina. insei ; — $-fa. agina Frühst. Vflgl mit großen weißen Submarginalflecken, die nur peripherisch blau oder vio¬
lett übergossen sind. Hflgl bald mit, bald ohne Weißpunktierung. Singapore, Perak, Deli-Sumatra. — 2-fa.
discrepans. diserepans Bist. Vflgl mit blauen Submarginalflecken, Medianregion breit rotbraun bezogen. Vermutlich
Trockenform. Ich besitze einen Uebergang von ornamenta zu discrepans mit rötlichem Hauch im Discus der
Vflgl. Malay. Halbinsel. Nur 1 $ bekannt, beatrice bewohnt Perak, Singapore, Nordost-Sumatra, Lingga,
nigrescens. Riouw. — nigrescens Btlr., die Namenstype, stammt aus Borneo, wo 2 benannte ^-Formen existieren, außer
hecate. nigrescens, vermutlich die gewöhnliche Elymnias der Niederung, auch hecat z Btlr., eine Bergform, wenn nicht
Trockenzeitform der vorigen, kleiner und zeichnungsärmer. Borneo -nigrescens differieren von beatrice im allge¬
meinen durch die viel dunkleren Hflgl, auch scheint die <J-fa. decolorata dort häufiger aufzutreten als in Suma¬
tra. Als Differential-Kennzeichen insbesondere für hecate Btlr. möchte ich aber auf den schärfer gezackten und
pseudagina. namentlich bei hecate spitz gezähnten Außenrand der Hflgl hinweisen. — $-fa. pseudagina Frühst. Entspiicht
der beatrice, $-fa. agina, von der das Borneo- $ differiert durch das dominierende Weiß in den submarginalen
Flecken. Die fast schwarzen, kaum blau getönten Vflgl sind durch reiche weiße Cilia verziert, die agina fehlen.
Auffallend ist auch bei dieser $-Form die weit vorspringende Limbalzackung aller Flügel. Unterseite dunkler,
edela. monotoner rotbraun als bei agina. Sarawak, Mai. $-fa. edela Frühst. Analog der $bfa. beatrice, aber habituell
kleiner mit matterer und dunklerer rein blauer Submarginalbinde der Vflgl. Unterseite ebenso hell und reich
virilis. weiß marmoriert, wie beatrice und agina. Pontianak. — $-fa. virilis Frühst. Diese Form ist bisher Bor¬
neo eigentümlich und scheint auch dort sehr selten zu sein, da mir nur ein Exemplar in ca. 20 Jahren zuging.
Beide Flügel mit schmalem roten Distalsaum, Vflgl mit reduzierten, blauen Submarginalflecken, sonst von
braun violetter Grundfärbung wie der Hflgl monoton schwarzbraun, ohne Spur von weißen Punkten. La-
melitopliila. was, Nord-Borneo. — melitophila Frühst. Diese ausgezeichnete Inselform entfernt sich von allen nig-
rescews-Rassen durch den namentlich beim $ leuchtend roten, ziemlich breiten Distalsaum aller Flügel und
die beim $ braune, anstatt blaue oder violette Grundfarbe der Oberseite. Die Submarginalflecken der
Vflgl stehen isolierter, die costalen sind entweder reduziert (beim oder verschwinden völlig (beim §), wäh¬
rend wir bei nigrescens beatrice etc. gerade in der costalen Partie der Vflgl eine Ansammlung blauer Flecken
konstatieren müssen, die zumeist zu einer schrägen Binde zusammenschmelzen und breit ausfließen. Unter¬
seite von melitophila gleichmäßig hell rotbraun, ohne scharf abgesetzten dunkleren Distalrand der Hflgl und
ohne den apicalen, dreieckigen, weißlichen Fleck, wie er sich bei baliensis Frühst, und allen makromalayischen
und kontinentalen nigrescens findet. Nur eine $-Form. Lombok, Sapit, April 1896 auf ca. 2000 Fuß Höhe.
orientalis. — orientalis Röb . , Distalsaum der Hflgl rötlich-bläulich, undeutlich begrenzt. Die mir vorliegende Cotype
Röbers gehört allem Anschein nach der Regenform an. Ich besitze nun nach dem Aussehen und der Jahreszeit
dotiert yi. des Fanges beurteilt auch die Trockenform. Diese beschrieb ich bereits kurz als dohertyi Frühst. Ich möchte
sie aber jetzt als forma temp. sicc. dohertyi bezeichnen. <$ : Habituell noch kleiner als meine sumbana-BB, der rote
Distalsaum der Vflgl völlig verschwunden, jener der Hflgl verschmälert und. verdunkelt. Die blauen Vflgl-
Makeln kürzer als bei orientalis und sumbana. Unterseite: Der lichte Apicalfleck der Vflgl schmäler als bei
orientalis', der helle, orientalis völlig fehlende Distalsaum der Hflgl verläuft geradliniger und erscheint noch
sumbawana. schärfer abgesetzt als bei sumbana. Südost-Flores, Hafenort Endeb, Okt. — sunibawana Frühst. (87 c). d
größer als Flores -<$, Submarginalflecken der Vflgl lichter blau und viel stattlicher als bei orientalis, mehr als
nochmal so groß als bei melitophila und sich costalwärts verbreiternd und zusammenfließend. Hflgl schmäler
rotbraun gesäumt als die Lombokform, jedoch heller und breiter als bei den Flores -nigrescens. Vflgl mit. lich¬
tem, rötlichem distalen Anflug, der indessen nicht mehr entfernt so leuchtend erscheint als bei melitophila.
$. Vflgl tiefblau, anstatt rotbraun ule bei melitophila, mit doppelt so großen weißlichen, peripherisch
dunkelblauen oder violetten Submarginalflecken. Hflgl mit 3 — 4 prominenten weißen Punkten. Die bei
melitophila noch so deutliche wein- und gelblichrote Distalsäumung auf ein Minimum reduziert. Unterseite
dunkler rotbraun, submarginal reicher weiß punktiert als melitophila. Tambora, Sumbawa. Martix traf
sumbana. sumbawana auf Bima. direkt hinter den ersten Häusern am Meeresstrand. — sumbana Frühst, präsentiert sich,
■wie dies bei Sumbafaltern die Regel, als die kleinste Rasse der eben genannten Inseln Lombok, Flores und
Sumbawa. Der Färbungstypus entspricht jenem von melitophila. die Submarginalmakeln der Vflgl halten in
der Größe die Mitte zwischen Lombok und 8umba,wa-nigrescens, verbreitern sich jedoch costalwärts etwas.
Unterseits differieren sie von allen mir vorliegenden Rassen aus Micromalayana durch den größeren, oblongen
und lichteren Apicalfleck der Vflgl. sowie den ungewöhnlich breiten, licht graugelben, deutlich von der rot-
Hmorensis. braunen Basalhälfte sich abhebenden Distalsaum der Hflgl. Sumba; anscheinend ziemlich selten. — timoren-
sis Frühst., $ mit heller blauen Submarginalbinden der Vflgl als bei Sumbaexemplaren, Timor, anscheinend
selten; $ fehlt mir. Auf den Philippinen treffen wir nigrescens gleichfalls an, aber in so veränderter Form, daß
ihr Artrechte zustehen :
E. congruens. Die Umgrenzung der Type dieser Art macht etwas Schwierigkeiten, weil Semper
in der ersten Textzeile zwar sagt: ,, Erhalten 31 Exemplare von Mindoro etc.“ in der genaueren Beschreibung der
Species das „einzige von Mindoro erhaltene Exemplar jedoch als vielleicht zu einer anderen Art gehörig“ ausschei¬
det. Allen congruens- Formen gemeinsam sind schmale sanft gerundete Vflgl und relativ scharf geeckte Hflgl.
ELYMNIAS. Von H. Fruhstorfer.
379
Die Vflgl führen eine etwas verwaschene, manchmal sehr kurze, fast immer zusammenhängende Binde, und nur
selten isoliert stehende Makeln, wie wir sie bei allen nigrescens-ll assen beobachten. Hflgl des $ mit einer sub¬
marginalen weißlichen oder graugelben Region, die sich unterseits auch, bei den 33 wiederholt. Die Aufteilung
der congruens- Formen läßt sich etwa wie folgt durchführen, wenn wir von Norden nach Süden gehen. — sub- subcon-
congruens Semp. von den südlicheren Abzweigungen am wesentlichsten differenziert durch besonders lange ■> r
Schwänze der Hflgl, eine sehr kurze, schmale grauweiße, violett überhauchte Subapicalbinde der Vflgl; Oberseite
der 33 nur matt purpurn, Hflgl vorherrschend braun, $ fast durchweg braun mit Ausnahme einer braungrauen
Submarginalzone der Hflgl. Unterseite mit deutlichen Ozellenreihen auf den Hflgl, die sich aus sechs schwarzen,
proximal zart blau begrenzten Augen zusammensetzen und die bei den übrigen congruens- Rassen fehlen. Min-
doro, Dezember bis Februar. Semper hat Recht, wenn er nach den Auffassungen der damaligen Zeit dieser
scharf differenzierten Rasse Artrechte zugesteht, und wir dürfen mit großer Spannung noch auf die Erschlie¬
ßung weiterer interessanter geographischer Spaltzweige von den unerforschten mittleren Philippinen Tablas,
Sibuyan, Masbate etc. warten. — congruens Semp. von den Camotes, relativ kleinen Inseln zwischen den congruens.
größeren Leyte und Cebu gelegen. Oberseite schwärzlichbraun, mit sehr schwachem violetten Schimmer,
am Außenrande mit einer hellen bläulich violetten Binde, welche auf den Hflgl manchmal fehlt. Unterseite mit
kleinen, weißlichen Punkten nahe dem Außenrande. $ mit dem 3 übereinstimmend, nur mit hellerer Zeich-
nungs- und Farbenanlage der Hflgl. Dezember bis Februar. — endida subsp. nov. tritt vom Dezember bis Fe- endidu.
bruar auf der Insel Bohol auf, 3 führt schmälere blaue Subapicalbinden der Vflgl und kaum halb so breiten
Distalsaum der Hflgl, als die Rassen von Mindanao und Bazilan. $ mit in einzelne Makeln aufgelöster Vflglbinde,
Submarginalregion der Hflgl gelblich, aber lichter als bei subcongruens von Mindoro und mit kürzeren Schwänz¬
chen. — photinus Frühst. Submarginalbinde der Vflgl im subapicalen Teil blendend weiß, analwärts breit hell- photinus.
blau, auf den Hflgl ausgedehnt violett. Norcl-Minclanao, Flugzeit Oktober. phaios Frühst. Sämtliche phaios.
Binden aller Flügel stark verdunkelt und reduziert. Nur noch mit Rudimenten einer violetten Binde auf den
Vflgl, die nur in der subapicalen Region noch erhalten bleibt, im Analwinkel aber völlig verschwindet. Hflgl
mit matt braungelber Submarginalbinde und dunkelbraunem Distalsaum. Süd-Mindanao. — rafaela Frühst, rafacla.
(87c). Habituell kleiner als phaios, differiert von dieser durch die leuchtenderen, ausgedehnteren Binden und
die rote Distalumrahmung der Flügeloberseite und unterseits durch die aufgehelltere, sowie verbreiterte sub-
apicale Region der Vflgl und die ausgeflossene, weißliche Submarginalzone der Hflgl. Hflgl mit kompletterer,
bereits breit am Costalrand beginnender Submarginalbinde, von weißlich grauer Farbe. Distalrand breit, matt
kakaofarben. Insel Bazilan. Februar, März.
E. nesaea, besser bekannt als lais Cr. und über das nördliche Indien bis Siam und im Archipel von Su¬
matra bis Bawean und Kangean vorkommend hat eine allgemeine Aehnlichkeit mit DanaicLa grammica Bsd.,
die der blaugestreiften Rassen des makromalayischen Gebiets jedoch mehr mit Euploea rnulciber-QQ und
deren Varianten. — timandra Wall. (87 c $ nicht 3) differiert sexuell nur wenig, die 36 sind kleiner als das timandra.
dargestellte $, Oberfläche aller Flügel grünlich mit leichtem Uebergang zu grünblau. Strigae der Hflgl weiß.
$ nicht immer so hell wie das abgebildete, häufiger mit blau oder grüngrauen Striemen der Vflgl. 3 unterseits
mit einem breiten schwarzbraunen Felde auf beiden Flügeln, das von der Basis bis zur Flügelmitte reicht.
Die Analpartie weißlich mit verstreuten braunen Schuppen. $ unterseits durchweg weiß mit spärlicher
brauner oder gelblicher Schraffierung, aber ohne verdunkelte oder abgegrenzte Basalregion. Selten in Sikkim,
von woher nur einige Exemplare mit Sicherheit bekannt sind, und bis 2000 Fuß Höhe im Teesta-Tal beobachtet,
häufig aber in Assam. — cortona subsp. nov., wird die in Birma und Tenasserim überall seltene Rasse bezeich- cortona.
net, welche oberseits entschieden blaue statt grünliche Striemen aufweist und mit proportionell längeren Vflgl
versehen ist, als timandra Wall, aus Sylhet und Assam. — apelles Frühst. (87 c). Flügel kürzer, rundlicher als apelles.
bei timandra , Hflgl jedoch noch mit langer Schwanzspitze. Der schwarze Aderbezug der Vflgl verbreitert sich
ähnlich wie bei baweana Flag., verschmilzt sogar apicalwärts zu einem breiten Fleck. Hflgl-Oberseite fast wie
bei timandra gefärbt. Auch die Flügelunterseite erinnert durch den scharf abgesetzten, breiten, dunkelbraunen
Basalfleck aller Flügel an timandra, von der apelles indessen wieder durch die viel lichtere, mehr gelblich-graue,
statt weißlich-blaue Färbung der Distalregion aller Flügel differiert, die zudem viel zarter, ähnlich ma-
layisclien nesaea- Bassen gesprenkelt ist. apelles bildet soinit in jeder Weise einen Uebergang von den konti¬
nentalen zu den makromalayischen Rassen und timandra verliert dadurch, das Ansehen einer Art, und. sinkt herab
zur nördlichsten Lokalform der über alle großen Sunda-Inseln verbreiteten nesaea L. Siam, Bangkok. Januar
anscheinend selten, weil ich nur 2 33 !>ng und auch nur 1 3 am British Museum befindlich ist. — lioneli lioneli.
Frühst., $ ober- und unterseits etwas dunkler als laisides Nicev. von Sumatra, mit ausgedehnterem braunen
Adernbezug und Anflug der Vflglzelle. 3 größer als laisides-3, Apex der Vflgl breiter schwarz bezogen. Grund¬
farbe dunkler grün. Malayische Halbinsel. Bihiton ( ? ). — laisides Nicev. Rp lebt vermutlich auf Bambus, laisides.
der Schmetterling hält sich stets in der Nähe menschlicher Wohnungen und tritt ebenso wie timandra in man¬
chen Jahren massenhaft auf. Durch die großen violetten Apicalflecken der $$ sind diese im Fluge oft nicht von
Euploea mulciber $$ zu unterscheiden. Vom 3 existieren 2 Formen, a) solche mit hellgrüngestreiften Vflgl,
b) solche mit namentlich apicalwärts blaugestreiften Vflgl. Sumatra, Deli- und Padangsche Bovenlanden. -
neolais Nicev. 3 • Kleiner, unterseits wesentlich dunkler braun gesprenkelt. $. Violetter Apicalbezug stark re- neolais.
duziert, Hflgl ausgedehnter braun gefärbt. Nias. — kamarina Frühst. (87 d). Eine prononzierte Lokalform, kamarina-
380
ELYMNIAS. Von R. Fruiistorfer.
E mit dünneren schwarzen Streifen längs den Adern, die Internervalstrigae hellgrün, beim $ fast weißlichgrün.
$ mit großem, braunem Apicalfleck, breitem schwarzen Distalsaum, drei zusammenhängenden subapicalen und
3 isolierten medianen Submarginalflecken der Vflgl, die proximal schwarz begrenzt sind. Adern viel schmäler
braun gestreift, als bei neolais oder laisides, besonders auf den fast ganz weißgrauen Hflgl, die schwarz, anstatt
braunbeschuppte Internervalfelder aufweisen. Die Unterseite erinnert durch die weiße, anstatt gelblichgraue
Grundfarbe an timandra ; Sprenkelung schwarz, anstatt braun, wie bei neolais und beim $ viel dichter als bei
hypereides. Nias- und Sumatra- $$. Batu-Inseln, Pulo-Tello. — hypereides Frühst. (87 d). <J: Oberseite dunkler grün
und viel breiter schwarzgestreift als bei der sumatranischen laisides. E : Zelle der Vflgl dunkler, reicher braun¬
schwarz bestäubt als bei laisides und lioneli. Apicalstrigae der Vflgl ausgedehnter, mehr dunkelblau als hellvio¬
lett schimmernd, der lange spitze Fleck vor dem Zellapex schmäler und blau violett, statt weiß. Die Unterseite
erinnert durch die braune Grundtönung mehr an neolais als an laisides-, auch die $$ sind erheblich dunkler als
codifrons. Sumatra-??. Nord-Borneo. — coelifrons Frühst. ? steht im Kolorit sehr nahe hypereides -?, von dem es oberseits
durch den ausgedehnteren, braunen Anflug der Adern der Hflgl differiert. Das E entfernt sich von allen be¬
kannten Rassen durch das Auftreten von 3 großen, dunkelblauen Subapicalflecken, wodurch eine gewisse Aehn-
lichkeit mit neolais -? entsteht, und den tiefblauen anstatt schwarzen Adernbezug der Vflgl, der fast ganz zusam-
nesaea. menfließt. Südost-Borneo. — nesaea L. (= lais Cr. et auct.). Die javanischen nesam-QQ differieren von ihren
Schwesterformen des makromalayischen Archipels durch das Fehlen des violetten Apicalanfluges der Vflgl und die
regelmäßiger und dünner braun beschuppte Unterseite. In meiner Sammlung besitze ich viele Exemplare aus West-
Java, wo die Art von der Meeresküste bis etwa 2500 Fuß Höhe emporsteigt, sich in lichten Wäldern und Dorf¬
hainen auflxält, wo die Falter während der Vormittagsstunden langsam und ruhig im Halbschatten herumfliegen,
nirgendwo aber häufig auftreten. Herr Piepers teilte mir unterm 31. März 1907 brieflich mit, daß er hyper-
mnestra und nesaea L. in Batavia selbst gefunden und aus Rpn, die von beiden Arten auf Kokospalmblättern
leben, gezogen und gute Abbildungen der Jugendzustände angefertigt habe. Von anderen javanischen Elymnias-
Arten wurde zwar die Rp von panthera, die auf Blättern verschiedener Palmen lebt, in Bergstrecken öfters ge¬
funden und gezogen, davon existieren aber keine bildlichen Darstellungen. Aus Sukabumi besitze ich 3 ^ -Formen :
a) solche mit hellgrünen, b) mit dunkelgrünen (wie sie Gramer abbildet) und c) solche mit blaugrünen In¬
ternervalstrigae der Vflgl. Von der Form a befindet sich ein Hermaphrodit in meiner Sammlung, links E, rechts ?,
Abdomen männlich. West-Java, nesaea steht der nordindischen timandra viel näher als laisides, lioneli und
hypereides des übrigen makromalayischen Gebietes, ähnlich Avie auch E. casiphone Hbn. und E. hypermnestra
L. mit den nordindischen vikariierenden Formen mehr Analoges besitzen als mit jenen der makromalayischen
hermia. Nachbarinsehl, hermia Frühst. Habituell kleiner als Westjavanen, Flügel rundlicher, Schwänze stumpfer.
Internervalstrigae der ES heller grau. ?-Zelle lichter, mehr gelblich als grün bestäubt, Distalsaum rotbraun
statt schwarz, der schwarze Aderbezug stark verschmälert. Unterseite heller, die rotbraunen Flecken der Eo
gleichmäßiger verteilt. Bei den auffallend bleichen ?? verschwinden die braunen Makeln insbesondere auf den
Hflgl fast völlig, hermia besitzt somit alle Charakteristica einer Form, Avie sie in regenarmen Regionen ent-
baweana. stehen. Ost-Java, Umgebung von LaAvang, ca. 2000 Fuß. — baweana Hag. ist der Charakterschmetterling der
Insel Bawean und scheint in Unmasse vorzukommen, denn er findet sich in jeder Sendung, die von dort nach
Europa gelangte und mein Reisender, der insbesondere Okt., Novbr. 1904 auf Bawean tätig war, fing Adele Hun¬
dert Paare. E und $ sind ausgezeichnet durch ungemein breiten, schwarzen, scharf abgesetzten Distalsaum aller
Flügel und den namentlich beim ? sehr breit auslaufenden Aderbezug der Vflgl, der die grauen Internerval¬
streifen dermaßen verdrängt, daß sie nur noch an der Submediane ganz deutlich bleiben, im Medianteil der Flügel
vordermani. obsolet Averden und nach dem Apex zu fast völlig verschwinden. Bawean. — - vordermaili Snell. Bei dieser Rasse
dokumentiert sich der Insel-Melanismus noch ausgesprochener als bei baweana, weil die Querstreifen der Vflgl
völlig verschwinden und die Schwarzfärbung auch auf die Hflgl übergreift, auf denen von der ursprünglichen
Grundfarbe nur große, grüngraue Submarginalflecken erhalten bleiben; auch die Unterseite ist wesentlich
dunkler als bei baweana. Sxellen vergleicht vordermani mit esaca Westw., verAveist aber auch gelegentlich auf
die VerAvandtschaft mit (lais-)nesaea; er läßt übrigens neben vordermani auch lais auf Kangean Vor¬
kommen. Ich vermute, daß Stellen allenfalls ?? einer der casiphone Hbn. nahe verwandten Inselrasse als
„lais“ auffaßt, da nach meiner Meinung „lais“ [recte nesaea) auf Kangean durch vordermani vertreten wird, und
2 Subspecies einer Art nicht auf einer kleinen Insel Vorkommen können. Sollte indes nesaea Avirklich auf
Kangean existieren, muß vordermani als Species geführt werden und für die nesaea-Rasse von Kangean würde ein
Name frei werden. Insel Kangean.
casiphoni- E. casiphonides Semp. (88 a). casiphonides entfernt sich vom indoaustralischen casiph o ne- Typus ins-
1,1 -■ besondere dadurch, daß sie von monomorpher anstatt dimorpher Erscheinung, so daß der E dasselbe Kleid,
Avie das recht helle $ trägt. Semper, der zuerst nur ?? kannte, bringt diese Art in Verbindung mit casiphone Hbn. ;
Butler, (Trans. Ent. Soc. 1870 p. 488) dagegen vergleicht das $ viel richtiger mit timandra- W all. -?; in der Tat
hat casiphonides nur eine Koloritähnlichkeit der Flügeloberseite mit casiphone, während die Unterseite durch die
robustere ungleichmäßigere Schwarzfleckung deutlich die nähere Verwandtschaft mit der nesaea (lais)- Gruppe
bekundet. Die Zugehörigkeit zu nesaea wird dann durch die beim $ besonders auffallend gebogene hintere
Discocellulare der Hflgl erwiesen, ein zuverlässiges strukturelles Merkmal, das sich ähnlich prägnant nur noch
bei ceryx Bsd. vorfindet. Mindanao, Flugzeit April, Mai.
ELYMNIAS. Von H. Fruhstorfer.
381
E. malelas kursierte lange Zeit unter dem Namen leucocyma Godt., einer durchaus unsicheren Art, von
der wir nicht gewiß sind, ob sie ein Synonym von hypermnestra, nigrescens oder panthera bedeutet. Dagegen
besteht über malelas kein Zweifel, weil sie Hewitson nach einem C der Regenzeitform sehr deutlich abgebildet
hat. malelas muß als der kontinentale Stamm der auch, über ganz Makro- und einen Teil von Mikromalayana
verbreiteten casiphone Hbn. gelten, und überragt ihre insulare Deszendentin an Größe und Farbenpracht, aber
nicht in der individuellen und geographischen Variationsfähigkeit. Die ^stellen eine prächtige Imitation der Sticto-
ploea binotata Btlr. dar, die $$ eine der vollkommensten Nachbildungen von Trepsichrois mulciber Cr. Am häu¬
figsten ist malelas Hew. (87 e). C manchmal mit weißen Discalmakeln der Vflgl., auch gelegentlich mit zwei malelas.
blauen Zellflecken, die beim $ stets weiß sind. Exemplare wie das abgebildete mit einer weißlichen Submargi-
nalbind.e der Hflgl sind relativ selten (= subdecorata fa. nov.). Die Unterseite wechselt etwas nach der Jahres- subdccorata.
zeit. Jene der Früb.j ahrsgeneration sind hellbraun mit ganz undeutlicher und sehr fein verteilter Marmorierung,
und es scheint fast, als ob Heavitsons Figur auf solche Exemplare basiert sei. $ der Trockenzeit form unten
weißlich mit hell kaffeebraunem Basalfeld der Vflgl und zierlicher Braunschraffierung der Hflgl. Jene der
Regenzeit dunkel kakaobraun mit markanter rotbrauner Markierung der Hflgl. $ der Regenzeit mit breit
braun bereiften Adern der Hflgl, jene der Trockenzeit mehr dem Bilde von saueri (87 e) gleichend, aber auf den
Hflgl mit weißlichen Intranervalstreifen. Sikkim, Nepal, Assam, in den heißen Tälern nirgendwo selten, wo die
Banane wächst, deren Blätter dieRp nähren. — nilamba subsp. nov. wurde von Doherty im Kumaon-Himalaya nilamba.
zuerst beobachtet. Die Form lebt dort in Höhen von 2500 — 3000 Fuß und läßt sich von Sikkim-Exemplaren
absondern durch eine Reihe von unregelmäßigen weißen Terminal flecken der Hflgl-Oberseite und durch eine
breiter weißlich gestreifte und weißlicher gesprenkelte Unterseite aller Flügel. — ivena subsp. nov., wurde von ivcnu.
mir in Tonkin und. Siam gefangen, ich glaubte sie bisher mit saueri Bist, von der malayischen Halbinsel verei¬
nigen zu dürfen und ließ das $ auch als saueri (87 e) abbilden, doch differieren die CS unserseits durch das
Fehlen der bereits an casiphone erinnernden deutlichen dichten gelbbraunen Marmorierung auf allen Flügeln.
CS aus Tonkin (August — September) zeigen den Charakter der Trockenzeitform, sind ebenso klein wie die analo¬
gen Exemplare aus Sikkim, und mit diesen übereinstimmend in Zeichnung und Färbung. $ (87e als saueri -$)
führt aber eine ausgedehntere schön braune Basalfärbung und kleinere blaue Strigae der Vflgl. Hflgl mit vor¬
herrschend braunem statt schwarzem Aderbezug, die Intranervalfelder gelblich, statt weißlich. Unterseite
blasser als Trockenzeit- $$ von Sikkim mit feiner und regelmäßigerer Sprenkelung besonders der Vflgl. Ton¬
kin. Siam. — saueri Dist., ursprünglich von Wellesley, Malayische Halbinsel, beschrieben, beginnt in Tenasse- saueri.
rim bereits da aufzutreten, wo malelas ihre Südgrenze erreicht. CS bilden, Avie schon erwähnt, eine ersichtliche
Transition durch eine auffallende und vonviegend gelb statt rotbraune Sprenkelung der Flügelunterseite zu
casiphone. — saueri wurde schon mit vielen $$ anderer Arten in Beziehung gebracht, doch ist das echte £ von saueri
immer noch unbekannt. Moore glaubte es in Elymnias künstleri Honr. gefunden zu haben, eine absurd.e Idee,
die von Niceville mit vollem Recht zurückgewiesen wurde. (Journ. Bombay Nat. Hist. Society 1900 p. 164.)
Leider deklarierte an derselben Stelle de Niceville wiederum ein falsches $ als saueri nämlich Elym. nesaea
lioneli Frühst., ein Versehen, das ich umsoweniger begreife, als de Niceville selbst sein saueri -§ mit der benach¬
barten Schwesterform laisides Nicev. von Sumatra vergleicht „dem es bemerkenswert nahe steht“. Das wirk¬
liche sauer i-Q wird meines Erachtens etwas dunkler sein als malelas- $ und wahrscheinlich einen breiten, braunen
Distalsaum auf allen Flügeln aufweisen, vielleicht ist es auch identisch oder nahestehend den $$, wie ich sie
in Siam fing, die durch etwas reduziertes Weiß der Vflgl von nordindischen $$ abweichen und die wir 87 e
darstellten. Tenasserim, Thoungyeen -Valley, Tavoy, Mal. Halbinsel.
E. casiphone ist eine der am wenigsten scharf umgrenzten Species des Genus, denn einerseits gleichen
die 2$ einiger Rassen den nesaea- $ 2 ihres Gebiets und andererseits sind so viele Uebergänge zu der mit Aus¬
nahme der sumatranischen Region * stets neben ihr vorkommenden E. Jcamara M oore vorhanden, daß sich nach
zwei Richtungen keine definitive Scheidung ermöglichen läßt. Tatsächlich ist casiphone nichts weiter als ein
insularer Abkömmling der vorigen Species {malelas), durch ihre weitgehende Modifikationsfähigkeit aber viel
interessanter, wenn auch habituell zurückstehend. Die Hflgl führen deutliche Schwänze, die malelas fehlen.
Unterseite der CS dunkler ohne weiße Schraffierung. Bei casiphone ist der basale Haarpinsel der Hflgl gelb,
der distale tief schwarz, bei malelas der basale schwarz, der äußere dagegen heller, allenfalls braun zu nennen.
— casiphone Hbn., die bekannteste Ziveigrasse, Avurde von Hübner nach CS aus Westjava aufgestellt. Das casiphone.
$ wurde erst 1907 beschrieben und Avi rd am besten damit charakterisiert, wenn A\ir auf dessen mimetische
Aehnlichkeit mit Trepsichrois mulciber basilissa Cr. von Java hinweisen, während der casiphone-S durch seine
Aehnlichkeit in Flugart, Flügelform und dem herrlichen Blauschiller der Vflgl basilissa-CC vor täuscht. Wie
bei so vielen Javafaltern produziert auch der Osten der Insel eine besondere Lokalrasse von casiphone. Dort
entstehen CS , die den Blauschiller verlieren, und deren Submarginalflecken der Vflgl peripherisch violett statt
dunkelblau umgrenzt erscheinen. — alumrsa Frühst. (87 e). Die discalen, Aveißen Vflglmakeln verschAvinden , alumna.
dafür tritt fast immer eine deutliche gelbgraue Submarginalbinde der Hflgl auf (Uebergang zu karnara). Manch¬
mal sind auch die Adern der Hflgl bis nahe an die Basis gelblich bestreut (Uebergang zur ^-Zeichnung). Ge¬
legentlich verfärben sich die Vflgl von dunkelblau zu braun {karnara Anklang). Die Avest javanischen casiphone
tragen auf der Vflgl-Unterseite fast stets discale Aveiße Fleckchen, Avie sie Hübner bereits abbildet, bei den
* Wo casiphone bisher nicht beobachtet wurde.
382
ELYMNIAS. Von H. Fruhstorfer.
Ostjavanen treten solche nur sehr selten auf. Im allgemeinen kann gesagt werden, daß almuna allenfalls Aehn-
lichkeit mit Euploea mazares Moore vortäusche und daß alumna-£$ auf den Hflgl variabler sind als casi-
phone-$<$, denn es gibt solche ohne Spur einer submarginalen Binde, und die eine braungelbe Binde tragen,
dann wieder Uebergänge mit weißer Decoration (Anklang an praetextata Frühst. (88 a) von Lombok.
Die Vflglfleckung variiert von weiß bis zu hell stahlblau. Bei casiphone von West- Java ist dagegen nur von
einer Progression der weißen Discalmakeln der Vflgl oder von deren Reduktion zu sprechen. Im ersteren Falle
fließen die Medianflecken mit den submarginalen zusammen und so bilden sich Anfänge jener Intramedian¬
streifen, die dem $ eigentümlich sind, casiphone liegt mir vor von Sukabumi, West-Java, wo sie bis 600 m hin¬
aufgeht, und alumna aus dem Kalkgebirge südlich von Malang in Ost- Java aus 500 m und den Ausläufern des
djilaniik. vulkanischen Tenggergebirges, wo sie bis 800 m aufsteigt. — djilantik Mart, steht nahe alumna aus Ost- Java.
Der Blauschimmer des apicalen Hälfte der Vflgl ist erhalten ; es zeigen sich auf der Oberseite keine cliscalen,
weißen Flecken mehr, am Außenrande des Vflgl steht eine nach außen konvexe Reihe von 6 blauen, weißgekernten
Punkten, von denen die oberen 3 größer und breiter weißgekernt sind. Auf der Unterseite des Vflgl sind weiße
Punkte auf dem Discus erhalten, aber minder prominent als bei casiphone casiphone. Auf der Hflgl-Oberseite
ist die gelbgraue Submarginalbinde nur sehr schwach angedeutet, schwächer wie bei typischer casiphone , eine
Gelbfärbung der Adern flügeleinwärts fehlt völlig; die schwarze Behaarung der Hflgloberseite abwärts vom
Medianstamme ist viel stärker und buschiger als bei allen meinen casiphone- Stücken; die Hflgl-Unterseite bie¬
tet keine Unterschiede. Nach 2 <3$ im August 1906 durch den javanischen Sammler des Herrn Dr. Martin,
Saimun, auf Bah nahe Boeleleng gefangen. Elymnias casiphone praetextata, Frühst, von der Nachbarinsel Lom¬
bok steht natürlich ebenfalls sehr nahe, ist aber sofort durch den vom Autor ausdrücklich erwähnten, rotbrau¬
nen Apicalsaum unterschieden; auch bei praetextata ist die „obsolete“ submarginale Fleckenbinde der Hflgl
praetextata. oberseite schmäler als bei casiphone (Martin). — praetextata Fr. (88 a). Eine wohl differenzierte geographische
Rasse, ausgezeichnet durch den rundlicheren Flügelschnitt und die prominenteren reiner weißen, aber dunkler
violett umgrenzten Makeln der Vflgl, sowie insbesondere durch das enorm verdunkelte 9- hei dem alle Flügel
eine tiefbraune Färbung annehmen, welche die grauweißen Strigae bis auf wenige Rudimente auf den Hflgl
völlig verdeckt. Auch auf der Unterseite kommen die Einwirkungen des nach Osten fortschreitenden Insel¬
melanismus deutlich zum Ausdruck, weil die weißliche Beimischung fehlt und durch eine braungelbe ersetzt
ist, so daß das praetextata -$ unten ebenso satt braun aussieht wie das javanische kamara -9- Lombok, bis ca.
700 m Höhe, ganz in der Nähe menschlicher Wohnungen in Palmenwäldern. Auffallend ist das Fehlen von casiphone
in Sumatra, dort treten aber nesaea-^Q auf, die kaum von casiphone -99 aus West- Java zu separieren sind.
E. kamara glaubte ich 1907 als bloße Form der casiphone anreihen zu dürfen, doch machte Dr. Martin
darauf aufmerksam, daß kamara ein beschränkteres Gebiet als casiphone bewohnt, so ist z. B. von der ma-
layischen Halbinsel, wo als saueri eine ccmp/mne-Vikariante fliegt, keine kamara- Form bekannt geworden,
daß ferner in Nordost-Sumatra wohl kamara erinyes Nicc'v., aber keine casiphone gefunden wird und daß, last
not least, die javanische kamara eine von casiphone völlig verschieden schimmernde Interferenzfarbe zeigt,
ein dunkles Lila, wie es sonst nur beim Genus Terinos gesehen wird. Entscheidend für die heutige Abtrennung
wirkt jedoch die nicht unerhebliche Differenzierung der Klammerorgane, die ich erst jetzt konstatieren konnte.
Schon die Spangen des Uzmara-Uncus sind robuster, länger, nach vorne mehr verstärkt. Die Valve basalwärts
ungemein verbreitert, nach der Mitte zu aber unvermittelt eingesenkt und in eine scharfe Spitze ausgezogen,
während die casiphone- Valve dorsal kaum eingeschnürt und distal beinah rundlich zu nennen ist. Auch die la¬
terale Auffaltung ist unregelmäßiger, in der Mitte breiter, vorne wie ein Scalpel dorsal eingeschnitten, kamara
ist zudem von Sumatra bis Lombok in einer ununterbrochenen Serie von Inselrassen vertreten, während casi¬
phone erst in West- Java einsetzt; dagegen greift kamara mit keiner Vikariante auf den Kontinent über.
kamara fliegt auf Lombok neben casiphone, ist aber in Java doch mehr auf höhere Lagen angewiesen.
erinyes. erinyes Nicev., mir nur aus der Abbildung ihres Autors bekannt, hat wie alle kamara- Rassen einfarbig schwarz¬
braune Vflgl, ohne jedwede violette Einspritzung. Hflgl der längs der Adern weißlich mit brauner Ueber-
stäubung. Sehr ähnlich der kamara (87 e), aber mit etwas zurücktretendem Weiß. 9 matter und fahler braun.
Hflgl mit gleichmäßigen langen, aber mehr trübgelben Zwischenrippenfeldern. Nordost-Sumatra, sehr selten
kamara. in den Wäldern der Ebene und Vorberge, nur ganz wenig Exemplare bisher entdeckt. — kamara Moore (87 e),
die javanische Zweigrasse, $ in der Regel mit aufgelösten Intranervalfeldern der Hflgl, die eine Reihe von
schwarzen, rundlichen Submarginalmakeln umschließen. Das abgebildete Exemplar gehört einer seltenen In-
parenploea. dividualaberration an, pareuploea form, nov., wegen ihrer Aehnlichkeit mit Euploea sepulchralis und terissa.
Das 9 variiert nach drei Richtungen : 1.) 9 dem ähnlich, aber mit stets vorhandenen submarginalen, gelblichen
Makeln der Vflgl. Hflgl mit etwas ausgedehnteren Striemen von gelbbrauner Farbe ; 2.) 9 analog dem pareu-
ploea-E mit fast weißlichem Submarginalgebiet der Hflgl, das kaum noch Reste einer braunen Bescliuppung
aufweist: 3.) 9 in Anschluß an casiphone aus Ost- Java, mit langen distal sogar etwas violett angehauchten weißen
pseuda- Strigae der Vflgl auf matt fahlbraunem Grunde (pseudalumna form. nov.). Unterseite aller Formen von casi-
hunna. pjl0ne durch das mehr schwarzbraune Kolorit der Vflgl und das keine weiße Beimischung enthaltende der 99
unterschieden. West- und Ost- Java, teils neben, teils höher als casiphone auftretend, etwa bis 1000 m anstei-
exclusa. gend. — exclusa Nicev. durch Doherty aufgefunden, bewohnt als große Seltenheit die Insel Bali. Nur d"d"
bisher gefangen, deren melanotisch.es Kolorit sich insbesonders in der Reduzierung der Strigae der Hflgl do-
ELYMNIAS. Von H. Fruhstorfer.
38.3
kumentiert, die nur noch eine wie bei der praetextata angelegte Submarginalbinde statt langer Streifen führen.
— lombokiana subsp. nov. stellt die östlichste Abzweigung vor. Vom von exclusa wieder abweichend durch lombohiana.
eine breitere, fast rein weiße Submarginalbinde der Hflgl. $ nahe dem Jcamara-% von Java, doch größer,
rundflligeliger, unterseits satter fahlgelb gesprenkelt. Lombok bis etwa 800 m Höhe. Stets in Gesellschaft
von casiphone praetextata.
E. melias scheint leamara auf den Philippinen zu ersetzen. Bisher nur von Luzon nach Europa ge¬
kommen, ist es doch gewiß, daß sie auch auf den südlicheren Philippinen noch entdeckt wird, um so mehr als in
pellucida Frühst. (88 a) eine vikariierende Species sogar in Nord-Borneo heimisch ist. — melias Fldr. hat mit melias.
pellucida schwarze Haarpinsel der Hflgl gemeinsam und erinnert etwas an Pap. palephates, Euploea swainsoni
und Eupl. simillima. oberseits fast schwarz mit großem dreiteiligen, rein weißen Subapicalfleck der Yflgl.
Hflgl mit einer Serie von sechs länglichen ebensolchen Submarginalstrichelchen und beide Flügel dann noch
mit weißen Terminalpunkten besetzt. Unterseite braun, die Zeichnung korrespondiert mit jener der Oberseite
nur sind die Hflgl im Distalgebiet zwischen den Submarginalpunkten und dem Außensaum fein weiß schraffiert.
— malis Semp. aus dem nordöstlichen Luzon, wenngleich als Species aufgestellt, ist nur eine Aberration und malis.
zeigt längere weiße Striemen der Hflgl. — Luzon.
E. pellucida Frühst. (88 a) nähert sich der melias, doch sind die Vflgl der etwas schmäler und länger; pellucida.
Färbung schwarzbraun mit leichtem rötlichen Anflug in der Submedianregion der Vflgl. $ sonst noch mit 5
weißen Submarginalmakeln der Vflgl und fein verteilten, durch schwarzbraune Längsbinden unterbrochene
fast Aveißen Intranervalstriemen der Hflgl. $ unterseits nur wenig fahler braun als oben und dadurch zugleich
auch vom <$ unterschieden. Nord-Borneo, Kina Balu, sehr selten.
E. ceryx, einer der vollkommensten Nachäffer von Danaiden, bisher nur in zwei Inselrassen bekannt,
aber vielleicht noch von der malayischen Halbinsel und Borneo zu erwarten. — ceryx Bsd., die Namenstype, ceryx.
gleicht sehr der abgebildeten nigrita (87 d), doch sind die Vflgl mit weit ansehnlicheren weißen und völlig kreis¬
runden Makeln besetzt. Beide Geschlechter mit sehr schmalem schwarzen Distalsaum der Vflgl. Oberseite der
Hflgl des $ ohne roten Anflug. Unterseite der mit leichtem rotbraunen Schatten in der Submarginalregion,
$ aber vorherrschend grünlich weiß, ohne deutlichen rötlichen Schimmer und beide Flügel in der Amteterminal¬
region reich weiß schraffiert. Daneben tritt in Java eine zweite Form in Erscheinung, die bisher noch nicht be¬
achtet wurde, die ein getreues Spiegelbild der Hestina mimetica Btlr. bildet, mit der sie ja auch zusammen vor-
kommt. Ich vermute fast, daß es sich um ein Produkt einer besonders regenreichen Periode handelt, und die
Veränderung ist eine sehr wesentliche, der Flügelschnitt schmäler, der Distalsaum aller Flügel breit schwarz,
nur mit kleinen, mehr oblongen weißen Submarginalmakeln belegt. Hflgl proximal bei wie $ mit rotbraunem
Anflug. Unterseite ebenfalls von melanotischem Aeußern, auch das $ mit ausgedehnter rotbrauner Region
der Hflgl. Weiße Strichelung der Vflgl sehr reduziert. Man kann sie als hestinia form. nov. bezeichnen, hestinia.
— E. eryx erinnert in der Flugart und im Aussehen dermaßen an Danaida albata Zink., daß ich sie wieder¬
holt für eine Danaicle hielt, wenn ich sie in den Mittagsstunden in sonnigen mit Bambus durchschossenen Wald¬
lichtungen oder auf Walclpfaden einsam und ruhig dahinschweben sah. Es ist sehr wahrscheinlich, daß Elym-
nias ceryx sich über Java und Sumatra verbreitete, als beide noch zusammen hingen und zwar zu einer Pe¬
riode, die dem Landconnex Birma- Java folgte. In derselben Zeit mag auch die Verbreitung der Danais albata
Zink, nach Sumatra fallen, von der erst neuerdings eine dunkle Lokalrasse in Sumatra entdeckt wurde. West-
Java 4 — 6000 Fuß Höhe. Oestlicher als auf dem Plateau von Pengalengan fand ich ceryx nirgendwo auf Java
und ist es noch zweifelhaft, ob sie im Osten vorkommt. — ceryxoides Nicev. bewohnt das gebirgige Sumatra ceryxoidcs.
am Südende des Tobah-Sees und Batoe-Gadjah, die Paßhöhe zwischen Asahan und dem südlichen Tobah
plateau. Eine ziemlich seltene Art, deren <$<$ deutlich doppelten Haarbüschel tragen, während die $$ sich
durch bedeutendere Größe und mattere Farben unterscheiden. Steht der javanischen ceryx Bsd. sehr nahe,
zeigt aber viel mehr Blaufärbung der Oberseite, entsprechend der in unserem Gebiete an gleicher Lokalität
fliegenden Danais tytioides Nicev., während ceryx mehr gelb ist und der auf Java fliegenden albata Zink-Sommer
gleicht. Die <$<$ von ceryxoides ändern auf der Oberseite der Hflgl ab und sind bald rot, bald schwarz gefärbt ;
im ersteren Falle erinnern sie an tytioides, im zweiten an Danaida banksii Moore. Auch die Oberseite der Vflgl
zeigt in gewissen Stücken eine nahezu gänzliche Blaufärbung, während in anderen rundliche, gelbe Flecken
das Blau durchbrechen. Eine der hestinia entsprechende verdunkelte Abweichung liegt mir aus den Padang-
schen Bovenlanden, West-Sumatra vor. -- nigritia Frühst. (87 d), bei der im Gegensatz aber zu hestinia der nigritia.
rotbraune Anflug der Hflgl-Oberseite fehlt. Auch sonst ist nigritia weniger differenziert als hestinia, weil sich der
Flügelschnitt und die Gestalt der weißen Submarginalflecken der Vflgl in keiner Weise ändern. Sollte sich im
spezifisch malayischen Gebiete keine weitere Subspecies \ron ceryx finden, so gehört diese Elymnias zu den
wenigen Tieren, die nur auf Sumatra und Java beschränkt sind; ich wüßte im Augenblicke von Rhopa-
loceren nur Charaxes kadeni und Dodona fruhstorferi in gleicher Beschränkung des Vorkommens, ceryx ist übri¬
gens in der langen Reihe der Elymnias- Arten vielleicht die schönste und für das menschliche Auge eleganteste
Form, das zarte Blaßblau der Vflgl von feiner Aveißer Strichelung durchzogen, der breite, schwarze Rand, in
dem eine Reihe sehr regelmäßiger und hochplastischer, Aveißer Punkte steht und das stark kontrastierende,
384
ELYMNIAS. Von H. F tthstorfer.
tiefe Rotbraun der Hflgl machen die Erscheinung so ungemein anziehend, welche durch stattliche Größe und
vornehmen Flügelschnitt noch gehoben wird (Martin).
E. künstleri darf mit Recht als einer der seltensten Schmetterlinge bezeichnet werden, zugleich ist es
die einzige Species der Gattung, welche einer Hestia oder besser einer Ideopsis gleicht. Man kennt zwei hervor-
kün stier i. ragend differenzierte geographische Zweige, künstleri Honr. von Perak, von der nur ein $ gefangen wurde, und
gauroides. gauroides Frühst. Die Unterschiede ergeben sich aus der nachfolgenden Kopie der Originaldiagnose von gau-
roides : ,, Die Grundfarbe ist ein mattglänzendes Weiß. Vflgl am Costalrand grau und weiß gescheckt; die Adern
sind mit rauchbraunen Schatten bezogen, die in der Zelle, der Nähe des Außenrandes und zwischen der ersten Me¬
diane und der Submediane weiße, zum Teil rautenförmige Stellen freilassen. Hflgl heller als die Vflgl, weil auf diesen
der Adernbezug weniger zusammenfließt und mit einer sehr unregelmäßigen, vielfach mit Weiß durchsetzten,
rauchbraunen Binde am Außenrd. Die Unterseite fast wie oben, nur macht sich der braune Anflug, besondersauf
den Vflgl, weniger bemerklich. Palpen braun, an den Seiten weißbehaart, Kopf und Brust schwarz, weiß und
grau behaart. Abdomen braun, ringsum weißlich beschuppt, Füße rehbraun, Fühler oben rotbraun, unten
lehmfarben, die Spitze heller. Spannweite 80 mm.“ Nahe verwandt E. künstleri Honr. aus Perak, von der sie
außer der Größendifferenz (künstleri hat eine Spannweite von etwa 100 mm) besonders durch das Fehlen aller
schwarzen Makeln unterschieden ist und den viel breiteren, braunen Adernanflug, namentlich in der Apical-
gegend, wo er bei künstleri fast ganz verschwindet. Auch fehlt bei gauroides der violette Glanz auf den Flü¬
geln, soAvie der blaue Bezug der Zelle im Vflgl und in der Abdominalgegend der Unterseite der Hflgl. gauroides
muß sehr selten sein, weil ich nicht mehr als des einen beschriebenen Exemplars habhaft werden konnte, wel¬
ches ich am 16. November 1891 auf einem etwa 2000 Fuß hohen Berge in der Nähe vonTjisewu (Distrikt Tjida-
mar, West- Java) gefangen habe. Die Art scheint eine mimetische Form von Ideopsis gaura Horsf. zu sein, mit
der sie in Farbe und Flügelform eine ausgesprochene Aehnlichkeit zeigt.
nepherom- E. nepheronides Frühst. Diese eigentümliche Art entdeckte Everett auf Flores und befinden sich
des. (lje Originale im Tring-Museum. Der $ oder das $ ähnelt dem $ oder £ der Nepheronia valeria Gr. Heimat
die Insel Flores; nur ein Paar bisher bekannt.
singhala. E. singhala Fldr. (88 d), eine eigentümliche Species, verwandt mit panthera., aber auch casiphone Hbn.
Die Rp lebt auf Blättern einer bestimmten Palmenart im Botanischen Garten von Peradeniya, der bis in
die neueste Zeit der einzige Fundplatz der schönen Elymnias war. Nach Mackwoods Beobachtungen verbrei-
v ten sich die Falter jetzt aber etappenweise auch über andere Gebiete. Die Unterseite differiert von panthera
durch das Fehlen des weißen rundlichen Submarginalfleckes der Hflgl und durch das Erscheinen einer scharf
abgegrenzten dunkelbraunen Zone der Vflgl, deren distale Partie gelblich überstäubt ist. Ceylon, noch selten
in den Sammlungen.
E. Iiarterti muß auch bei jenen seltenen Species eingereiht werden, deren isoliertes Vorkommen ein
harterü. Aussterben befürchten läßt, harterti Honr. von Perak hat eine gewisse Aehnlichkeit mit E. singhala, beson¬
ders auf der Hflgl-Oberseite, die einen gelblichen Distalsaum führt. Vflgl mit einer schmalen, aus sechs läng¬
lichen grünlichen Makeln zusammengesetzten Submarginalbinde. Unterseite der von panthera am nächsten. Hflgl
mit kleinen blau gekernten Ozellen und mit langem Schwanz, etwa wie bei subcongruens Semp. Eine zweite
brookei. Rasse, brookei Shelf., wird habituell etwas größer, scheint aber stark verdunkelt zu sein, denn Honrath er¬
wähnt bereits, daß die cremefarbene Distalbinde der Hflgloberseite durch einen schmalen grünen Saum ersetzt
ist. $ gleicht in der Färbung etwas der E. esaca West., aber der Flügelschnitt wiederum jenem von panthera.
Die S he lfo rd ’ s che Type stammt von Sarawak, wo auch Dr. Platen 1^2$$ fing, außerdem steckt ein $
ausLabuan, Nord-Borneo in Dr. Staudingers Sammlung in Berlin. Von harterti aber ist wohl überhaupt nur
ein A bekannt, der jetzt in der Sammlung Adams in Enfield aufbewahrt wird.
pcali. E. peali Wood-Mas. Eine höchst interessante und ebenso wie harterti sehr seltene Species, nur 2 — 3
Exemplare sind bekannt, von denen zwei von Doherty in Ober-Assam bei Margherita Mai und August — De¬
zembergesammelt wurden. Der 3 ist bemerkenswert durch eine hellgraue Discalpartie der Vflgl, das $ durch
einen großen orangefarbenen Analfleck der Hflgl-Oberseite. Assam.
E. penanga, ausgezeichnet durch auffallende sexuelle Dimorphie und durch spitzen Flügelschnitt, so
daß Moore ein Genus Bruasa zur Aufnahme der einzigen zu dieser Gruppe gehörigen Art schuf, penanga zählt
zu denjenigen vorwiegend makromalayischen Species, die über Perak bis Tenasserim und in diesem Falle bis
Assam hinauf Vorkommen, penanga präsentiert sich als die kleinste bekannte Elymnias und während die <3$
im allgemeinen den EupZoeew-Habitus bewahren, erinnern die $$ durch ihre Flügelform mehr an Mycalesis,
chelensis. ohne sich an ein Danaiden-Modell zu halten. Sie zerfällt in folgende Unterarten: chelensis Nicev. (88 c). Nach
meinen 2 beurteilt, differiert chelensis durch etwas größeren Habitus und breiter angelegte blaue Submar-
ginalstrigae der Vflgl von der zierlicher gestreiften penanga. chelensis besitzt einen rötlichen Distalsaum der
Vflgl und fast ganz schwarze, anstatt blau schillernde Hflgl. chelensis ist ebenso wie penanga und konga sehr
selten. In England sind ca. 5 Exemplare bekannt und 2 stecken in meiner Sammlung. Assam, Ober-Birma,
penanga. Shan States, Pegu. — penanga Westw., die Namenstype von der Insel Penang, auch aus Singapore be-
ELYMNIAS. Von H. Fruhstorfer.
385
kannt, wo sieWALLACE antraf und von Perak in meiner Sammlung, gleicht etwa der patna, während sich auf
der Unterseite eine Annäherung an hypermnestra bemerklich macht. Vom $ existieren zwei Variationen:
Q-fa. mehida Hew. 1. c. (mit weißer Subapicalbinde der Vflgl und weiße n Submarginalfeld der Hflgl), -fa. mehida.
abrisa Dist. (ohne solche). — suniatrana Wall., von ihrem Autor nach einer $-Form beschrieben, die wir ab- abrisa.
bilden (88 c). <$ durch gleichartigere blaue Streifen der Vflgl von chelensis abweichend. Drei Variation srich- s""l,lll‘"1"-
hingen der sind zu registrieren : 1.) $-fa. sumatrana, Wall., mit stattlichem, weißen Apicalband des Vflgl, wel¬
ches breit, über ein Fünftel der Costa einnehmend, von dieser zum Außenrande zieht, ihn aber nicht völlig erreicht,
so daß ein geringer Rest der taubengrauen Grundfarbe ganz am Rande stehen bleibt ; in der Zelle zwischen
den beiden oberen Medianästen macht die Grundfarbe einen eckigen Vorstoß in das weiße Gebiet, welcher
genau vom obersten Medianaste nach vorne begrenzt wird. 2.) $-fa. abrisa, Dist., vom Autor irrtümlich für ein
$ gehalten, Vflgl ungefleckt, einfach taubengrau, auf de n Hflgl ein discales, undeutlich begrenztes, weißes
Band. 3.) $-fa. immaculata Mart., beide Flügel einfach in der taubengrauen Grundfarbe. — Die Unterseite Immaculata
aller drei Formen harmoniert aber so sehr mit der des d\ daß über die Zusammengehörigkeit kein Zweifel be¬
stehen kann, nur ist bei fa. sumatrana die weiße Dreieckszeichnung am Costalrande des Vflgl am deutlichsten,
hellsten und der des $ am ähnlichsten, während fa. abrisa die geringste Entwicklung des weißen Punktes an
der Costa des Hflgl zeigt. Die braunen Töne in den Beschreibungen englischer Autoren fehlen Sumatra-$$
völlig. Vom Apex des Vflgl läuft cpier über beide Flügel bis zur Mitte des Analrandes des Hflgl eine schatten¬
hafte Linie, welche Aehnliclikeit mit der Blattrippenzeichnung von Kallima besitzt; auf dem Vflgl steht nach
innen von dieser Linie das helle Costaldreieck, auf dem Hflgl nach außen eine aufgehellte Randzone. Beide
Geschlechter der penanga- Formen tragen auf der Unterseite des Hflgl eine Serie von angedeuteten Ozellen,
schwarze, undeutliche Pünktchen, oft mit weißem Kerne; sie sind am deutlichsten bei der kontinentalen che¬
lensis. — konga Sm. (= borneensis 8m., trepsichroides Shelf., penanga Btlr.) Dies ist die progressivste konga.
Rasse, und die einzige, die sofort zu erkennen ist. Der $ trägt nur 3 subapicale blaue Strigae der Vflgl-
Oberseite anstatt 5, wie die übrigen Lokalformen. Vom $ existieren 3 Formen: typische konga Sm,., Kon¬
gruent der forma abrisa Distant der Malay. Halbinsel und Sumatra. 2.) mehidina Frühst. Diese $-Form be- mehidina.
schreibt Shelford als der mehida analog, nur verschmälert sich die weiße Subapicalbinde der Vflgl und
ist schräger gestellt. 65 mm Spannweite. 3.) fa. ptychandrina Frühst. Ist Borneo bis jetzt eigentümlich, doch ptychan-
ist es nicht unwahrscheinlich, daß gleichartige $$ auch in Malakka Vorkommen. Ptychandrina hat (abgesehen drina-
von den fehlenden Schwanzanhängen) große habituelle und Zeichnungs-Aehnlichkeit mit Ptychandra schadenbergi
Semp. von Mindanao. Von Labuan ist außerdem ein $ in der Sammlung Staudinger analog mehidina, aber
auch mit weißer Zelle der Vflgl und fast ganz iveißen Hflgl. Nord-Borneo.
Mit E. cumaea beginnt eine Reihe von vier interessanten, durch Größe und Schönheit auffallenden so¬
wie hervorragend geschlechtsdimorphen und äußerst schwer zu trennenden Species, weil sowohl die <$<$ wie
auch die $$ viele Zeichnungscharaktere gemeinsam besitzen. Alle vier finden sich ausschließlich in der celebi-
schen Subregion, in der sie auf der Hauptinsel selbst schon in Ortsrassen zerfallen. Interessant ist das Faktum,
daß zwei Species nur im Norden und Osten von Celebes, zwei nur im Süden von Celebes und dessen Inseltra¬
banten Vorkommen, doch erscheinen alle vier in allen Eigenschaften aus einem Gusse, wodurch die celebisehe
Subregion des großen indo-malayischen Gebiets sich als außergewöhnlich scharf begrenzt erweist. Außer der
Hauptinsel gehören noch die Satellitinseln Saleyer, Buton, Muna, Sula-Mangoli, Sula-Besi, Bangkai, Peling, die
Togiangruppe und das noch völlig unbekannte, schwer erreichbare Kambaena zu dieser Subregion, cumaea Fldr. cumaea.
(89 a). £ Flügel mit eigentümlichem, hellveilchenblauem, leicht glänzendem Distalsaum. Das $ ist sehr viel größer
als der $ und hat 49 mm Vflg-Länge gegen 43 — 44 des £. Die Grundfarbe ist dunkelkakaobraun, mit lichtblauem
Außensaum, der auf den Hflgl einen violetten Ton annimmt. Der Costalrand der Vflgl ist weiß und hellgrau
marmoriert. Außerdem macht sich eine weißliche, breite und violett angehauchte, schräge Subapicalbinde be¬
merklich, wodurch c umaea- $ etwas an mimalon-Q erinnert, nur fehlen auf den Hflgl die weißen Punkte, welche
mimalon und thyone schmücken. Die Unterseite aller Flügel vorherrschend rotbraun, mit einer deutlichen, aufge¬
hellten Subapicalzone der Vflgl, die noch ausgedehnter ist als bei den $<$. Die Submarginalzone der Hflgl-Unter-
seite gleichfalls lichter. Minahassa, Nord-Celebes, ziemlich selten, besonders die — toliana Frühst, ist toliana.
habituell kleiner als cumaea der Minahassa, Distalsaum schmäler, hell graublau, etwas dunkler als bei borne-
manni Ribbe. Unterseite viel lichter als bei typischen cumaea, reicher weiß gesprenkelt, was besonders am Apex
der Vflgl auffällt. £ mit mehr purpurn violetter, statt blaugrüner Distalumsäumung. Unterseite des $ mehr
braun statt schwarz. Ein $ präsentiert sich unterseits auffallend hellbraun, und diese Färbung greift auch auf
die Oberseite über (pseudeuploea forma nov.), die dunkelbraun erscheint mit weißlich violetter Subapicalbinde
der Vflgl und gelbbrauner Subterminalregion der Hflgl. Unterseite der Hflgl mit 5 hellblauen leuchtenden Punk¬
ten außer dem üblichen markanten weißen Subcostalfleck, der für alle vier Celebesspecies so charakteristisch
ist. Toli-Toli, Nord-Celebes, November, Dezember; Tawaya, Zentral-Celebes, August- September. — borne- bomemanni.
manni Ribbe, steht der Zeichnung und Form nach zwischen hicetas und cumaea. 8 hat auf der Oberseite der
Flügel ebendieselbe tief blauschwarze sammetartige Färbung, wie die beiden erwähnten Arten. Die bei hicetas
blauen, ins Grau gehenden Außenrandbinden sind bei bomemanni schön himmelblau und bedeutend breiter. Im
Vflgl ist die längs des Vorderrandes laufende blaue Zeichnung schmäler als wie bei hicetas, sie ist weißlich, bei eini-
IX
49
386
ELYMNIAS. \ron H. Fruhstoreer,
■phrikonis.
relicina.
sangira.
mimalon.
ino.
leucostig-
rnata.
thyone.
gen Stücken beinahe ganz weiß nncl bedeckt die Spitzen der Flügel nicht. Aehnlich wie bei cumaea treten die
Flecken der Unterseite häufig auf die Oberseite durch und zwar sowohl beim Vflgl als auch Hflgl. Auf der
Unterseite nähert sich bornemanni, was die wellenförmige, weiße Zeichnung anbelangt, sehr hicetas, jedoch ist
das ganze Aussehen viel dunkler, da die Wellenlinien spärlicher vorhanden sind; nach den oberen Ecken wer¬
den die Vflgl bedeutend heller, als wie dies bei allen ihr nahestehenden Arten der Fall ist. Was die weißen
Flecken auf der Unterseite der Hflgl betrifft, so stehen dieselben ähnlich wie bei cumaea, sind jedoch be¬
deutend kleiner, was vor allem von dem oberen Randfleek gilt. Die Flecke in den Vflgl, w'elehe cumaea sehr
scharf ausgeprägt zeigt, bei hicetas jedoch fehlen, sind bei bornemanni nur schwach vorhanden. $ ist ganz
und gar verschieden von hicetas , kommt denen von cumaea nahe. Die weiße Zeichnung der Vflgl vom Vorder¬
rande ausgehend, stellt ähnlich wie bei cumaea, im Gegensätze zu hicetas, mehr nach den Flügelspitzen zu,
diese letztere jedoch breiter schwarz lassend als bei cumaea. Längs des Außenrcl geht sie scharf ausgeprägt bis
zur Submediana, den Rand schwarz lassend, fort. Auch die Hflgl sind im Vergleiche mit beiden oben erwähnten
Arten sehr abweichend gezeichnet. Vom Vorderrande parallel dem Außenrd, diesen jedoch 5 — 6 mm schwarz las¬
send, geht bis zur Submediana eine blauweiße Binde ; die bei cumaea, anstatt dieser Binde, stark hervortreten¬
den weißen Flecken scheinen bei bornemanni, in der Binde zwischen den Adern stehend, nur leicht durch. Die
ganze Oberseite der (jhj? schillert sehr stark violett. Die Unterseite erinnert an cumaea, doch verschwinden
im Vflgl die Flecken ganz, im Hflgl teilweise, man erkennt auch an der lichteren Färbung, die nach dem Costal-
rande der Vflgl hinzu sich befindet, sehr gut das Vorhandensein der Binde auf der Oberseite. Subapicalbinde
der Vflgl verschmälert sich und erscheint deshalb weiter nach innen gerückt, deren Färbung ebenso wie jene
der Distalbinde der Hflgl ein glänzendes Weißlichblau. Apicalpartie der Vflgl reicher weiß gesprenkelt als
bei den celebischen cumaea- Formen, bereits an 'phrikonis Frühst, anklingend. Medianregion der Vflgl fast
schwarz, noch zeichnungsärmer als selbst bei phrikonis. Hflgl-Unterseite mit 7 prominenten, weißen Submargi¬
nalpunkten, die bei celebischen cumaea kaum zu erkennen sind. $ mit breiten, weißlichen Submarginalbinden, im
allgemeinen dem thyone ähnlich (89 b). Insel Bangkai, anscheinend selten. — phrikonis Frühst. (89 a). Der
Distalsaum dieser melanotischen Inselrasse wird grünlich obsolet, auf den Vflgl apicalwärts graugrün. Die
Ciliae reiner weiß als bei cumaea. Flügel rundlicher. Unterseite: In der Apicalgegend der Vflgl und am Basal¬
rand der Hflgl reicher Aveiß dotiert als cumaea. Hflgl ähnlich bornemanni mit 6 — 7 weißen Punkten. Grund¬
farbe tiefer braunschwarz als bei bornemanni. Unterseite: In der Apicalgegend der Vflgl und am Basalrand
der Hflgl reicher weiß dotiert als cumaea. Hflgl ähnlich bornemanni mit 6 — 7 weißen Punkten. Grundfarbe
tiefer braunschwarz als bei bornemanni. Sula-Mangoli. — relicina Frühst. (89 a). Der Apicalsaum der Vflgl
erscheint oberseits ausgedehnter griingrau, unterseits reicher weiß. Die Submarginalpunkte der Hflgl-Unter¬
seite etwas prominenter, wiederholen sich djei einem $ auch oberseits. Sula-Besi.
E. sangira Frühst. (89 a) entfernt sich so erheblich vom cumaea- Typus, daß ich im Zweifel bin, ob sie
noch als Lokalrasse gelten kann oder eine Species darstellt, da sie durch spitzeren Flügelschnitt und die rot¬
braune Flügelunterseite stark von cumaea abweicht. Auffallend ist eine rein weiße, dreieckig geformte Sub-
apicalregion der Vflgl-Unterseite. Der $ hat einen grünlichen Costalrand und eine ebensolche Apicalspitze der
Vflgl-Oberseite und eine stark gekurvte, weiße Submarginalbinde, die sich bis zum Analwinkel der Vflgl hinzieht .
Häufiger als cumaea ist in Nordcelebes die samtblaue E. mimalon, deren Schönheit schon weiland Dr.
Stattdinger hervorgehoben hat. Wenn auch mimalon durch die Pracht seiner Interferenzfarben sich etwas ab¬
seits von den übrigen Celebes- Elymnias stellt, so trägt sie doch auf der Oberseite beider Flügel eine deutlich er¬
kennbare, blaß silberblaue Randbinde, durchweiche seine Zugehörigkeit zur Celebesfauna bestätigt ist, da die glei¬
che Binde auch von den aller anderen Arten getragen wird. Ohne Zweifel ist es ein hochinteressantes Fak¬
tum, daß die der \der Celebesarten völlig gleiche Zeichnungsanlage besitzen — das Resultat besonders kräf¬
tiger, auf Celebes wirksame? homoeogenetischer Einflüsse. Die mimalon -$$, denen noch ein bedeutender Rest
des Blauschmuckes der geblieben ist — sind sie doch dieblauesten von allen Celebes- Elymnias-^^. — , unter¬
scheiden sich vom cumaea -$ durch die verbreiterte, oft in Flecken aufgelöste, bläulickviolette, subapicale und
submarginale Binde der Vflgl-Oberseite, Avelche, bei cumaea schärfer begrenzt, mehr als ein Ganzes im¬
poniert; außerdem hat das mimalon-^. fast immer auf der Hflgl- Oberseite weiße Ocellen. Avelche bei cumaea völlig
fehlen, letztere wiederum besitzt eine starke EntAvicklung des costalen Dreiecks der Vflgl-Unterseite, welches
wir bei mimalon -$ und -$ vergebens suchen. Zwei Ortsrassen auf der Insel: mimalon Hew. (89 c). $ oben
einfarbig dunkelblau, $ braun mit leichtem violettem Schimmer; beide Geschlechter auf den Hflgl AA'eder oben
noch unterseits weiße Punkte; und ino Frühst., vermutlich die Generation der Trockenzeit, zeigt beim ober¬
seits eine grünliche Subapicalbinde und unterseits eine submarginale Serie Aveißer Punkte (Zentral-Celebes,
Tawaya, August-September). — leucostigmata Frühst. Hflgl braun, beiderseits mit einer Submarginalserie
von 5 — 6 sehr großen blau-weißen Makeln. Toli-Toli, November, Dezember. — forma thyone Frühst. (89 b).
Diese $-Form ist auch durch ihre rundliche Flügelform von dem $ der forma typica so differenziert, daß ich sie
zuerst für eine besondere Species hielt und AAue folgt beschrieb: „In der Größe kommt thyone dem $ von cu¬
maea phrikonis Frühst, von den Sula-Inseln am nächsten. Die Grundfarbe aller Flügel ist dunkel blauviolett,
mit Ausnahme des schwarzen Apiealteils und der hell violetten, mit Aveiß durchsetzten Marginalbinden. Im
Subapicalteil lagern zwei große, Aveiße Flecken, die von einem hellblauen Schimmer begrenzt werden. Auf den
ELYMNIAS. Von H. Fruhstorfer.
387
Hflgl finden wir fünf weiße Punkte, von denen der oberste, zwischen Subcostale und oberer Radiale, der größte
ist. Auch über diese weißen Punkte ergießt sich ein prächtiger hellblauer Schiller. Die Unterseite erinnert an
mimalon-^, die Flügel sind aber dunkler braun und nur ganz schwach weiß marmoriert; nur die Submarginal¬
flecken der Hflgl sind sehr viel größer. thyone-Q könnte ein Mimetiker sein von Salpinx viola, an welche sie
durch die große Weißfleckung erinnert. Vflgl-Länge 44 mm, gegen 48 mm von mimalon-^. Die Fühler sind
rötlichgelb und weiß geringelt, mit hellgelber Spitze. Vor der Spitze ist der Schaft braunrot. Die Palpen sind
unten schwarz, seitlich gelblich. Die Oberseite des ganzen Körpers ist braun, die Unterseite analog der Flügel-
farbe. Die Beine sind graubraun.“ Minahassa, Nord-Celebes, 1 $ Koll. Fruhstorfer. Vermutlich $ einer
Trockenform. — nysa Frühst. $$ aus Ost-Celebes differieren von solchen der Minahassa durch die einfarbig nysa.
braune Vflgl-Oberseite, der die violette Subapicalbinde fehlt, die mimalon und leucostigmata besitzen. Hflgl
beiderseits mit 5 — 6 kleinen weißen Punkten. Tombugu, Ost-Celebes. Der von mir in der Originaldiagnose an¬
geführte Fundort ,, Süd-Celebes“ hat sich als irrig erwiesen.
E. hicetas. $ oberseits der cumnea Fldr. etwas ähnlich, differiert von cumaea durch die noch entwickel¬
tere sexuelle Dimorphie, das $ (89 b, c) gilt als ein täuschender Nachahmer von Euploen eupator Hew. und
Hypolimnas fraterna Wall, mit denen es zusammen fliegt. Das £ läßt sich außerdem durch eine Serie von
3 — 4 weißen Ozellen auf der Oberseite der Hflgl von cumaea-^, dem diese Punkte fehlen und das auf der Unter¬
seite des Vflgl das Costaldreieck trägt, gut unterscheiden, hicetas besitzt unter allen celebischen Elymnias
die größte Reibefläche der Vflgl-Unterseite. Auch erscheint der distale schwarze Duftbüschel der Hflgl ins¬
besondere bei hicetina etwas länger zu sein als bei cumaea, mimalon und hewitsoni. Der An droconien fleck besteht
aus zwei Partien, von denen die obere stark reduziert ist und von einem kürzeren Haarpinsel beschattet
wird. Ich beobachtete hicetas auf dem malayischen Friedhof in Makassar, wo die Falter im Schatten der Zucker¬
palmen und des Bambusgebüschs in voller Mittagssonne, aber stets im Schutze des Laubdachs flogen. — hicetas lücctas.
Hew.. die Namenstype, bewohnt den westlichen Teil des südlichen Armes von Celebes, Makassar und Um¬
gegend von Maros sowie Taneta bei Pare-Pare und fliegt das ganze Jahr über. $$ sind selten. — bonthainensis bonthai-
Fruhst. (89 c b $) präsentiert sich durch die dunkle Färbung als eine typische Bergform. Der $ ist kleiner nenShS-
als hicetas von Maros und Ost-Celebes, ohne Blau am Costalrand und schmälerer, aber intensiver gefärbter
Marginalbinde. §: Die Schrägbinde der Vflgl kürzer und dunkler als bei hicetas von der Küstenregion, und blau
bestäubt, die Binde der Hflgl ebenfalls sehr reduziert, viel schmäler und kürzer, verläuft ganz gerade und reicht
nur von der unteren Radiale bis vor die Submediane. Die Submarginalpunkte der Hflgl fehlen auf beiden Sei¬
ten. Die Grundfarbe der Flügelunterseite bei ein dunkles Rotbraun statt dem Graubraun bei hicetas, die
weiße Fleckung wird obsolet, ohne zu so prägnanten Binden wie auf der Oberseite auszufließen. Weiße Costal-
rnakel der Hflgl-Unterseite viel kleiner als bei hicetas, nur punktgroß. Bua-Kraeng, Febr. auf 5000 Fuß.
Lompa Battan, März, 3000 Fuß. — hicetina Frühst. <$<$ aus Ost-Celebes habituell größer als solche aus lücctina.
Süd-Celebes. Limbalbinde aller Flügel mehr grünlich, statt hellblau. Unterseite der Flügel namentlich im
Basalteil dunkler marmoriert. Der weiße Fleck am Zellende der Vflgl bedeutend größer, ebenso die weiße Makel
zwischen Subcostale und vorderen Radiale der Hflgl. $ viel größer als Süd-Celebes-Exemplare ; die weiße Binde
auf allen Flügeln breiter, dagegen die weißen Submarginalpunkte der Hflgl kleiner als bei hicetas. Ost-Celebes.
Tombugu. — butona Frühst, differiert von hicetas in folgender Weise : Flügelumrahmung bleicher, am Costalrand butona.
dunkelolivgrün, statt bläulich-weiß umzogen, mit fast obsoleten weißen Submarginalpunkten. Unterseite:
Lichtgrau, statt schwärzlich oder rotbraun. Alle Flügel reicher weiß marmoriert, besonders im Basalteil.
Costalmakel der Hflgl größer als selbst beim $ von hicetina. Vflgl-Länge 44 mm, anstatt 40 — 42 mm bei hicetas.
Nord-Buton. 1 $ im Januar von H. Kühn entdeckt.
E. hewitsoni Wall. (89b), die häufigste Elymnias des siidl. Celebes, begegnet dem Sammler bereits in den hewitsoni.
Gärten von Makassar und kann nach Martin selbst zum Haustier werden. Im Oktober 1906 besuchte ein eier¬
legendes $ die in Töpfe gepflanzten, verkrüppelten, zwerghaften Exemplare von Arengapalmen, welche zum
Schmuck der in das Haus eingebauten Veranda dienten: Dr. Martin konnte von seinem Stuhle aus die Eiablage
und später das Schlüpfen derRäupchen. deren Gedeihen und Verpuppung genau beobachten und erhielt am 14.
und 15. November eine Serie etwas kleiner Falter. Die Pp sah übrigens der von nigrescens Btlr. von Sumatra un¬
geheuer ähnlich. Die gleiche Form, die gleiche grüne Farbe mit roten Strichlein, so daß die Pp von hewitsoni
direkt an die undularis- Gruppe anzuschließen wäre, hewitsoni ist von allen Celebes- Species mit den größten
weißen submarginalen rundlichen Flecken serviert, die besonders auch auf der Oberseite auffallen, beim $ aber
bläulich übergossen, beim $ mit blaßvioletter Peripherie umgeben sind. Unterseite beider Geschlechter reicher
weißgesprenkelt als bei hicetas. Es lassen sich 2 ^-Typen unterscheiden, nämlich 1.) solche mit 3 weißen Subapi-
calpunkten der Vflgl und großen, runden, weißen, blau geringelten Ozellen der Hflgl. (August bis September,
November, Maros und Samanga. 2.) $ ohne die Vflgl-Punktierung, mit reduzierten Ozellen. (März, Makassar). —
sumptuosa Frühst, ist eine Trockenzeitform; beide Geschlechter mit heller Subapicalregion der Vflgl; Ozellen sumptuosa
der Hflgl breit weiß ausgeflossen. Das $ hat alle Flügel ausgedehnt iveiß umrahmt. Taneta, südlich von Pare-Pare.
hewitsoni fliegt das ganze Jahr hindurch in und um Makassar, dortige Stücke aus allen Monaten des Jahres er¬
geben aber keine Saisonunterschiede. Uebergänge allerdings zu der aus Taneta beschriebenen forma sumptuosa
gibt es in Süd-Celebes wohl, BS und 99 mit sehr großen, breiten Ozellen der Hflgl und die $$ mit weißer Costa
388
ELYMNIAS. Von H. Fruhstorfer.
und breiterer, weißer Subapical binde der Vflgl, welche sich längs dem Außenrande in einer Fleckenreihe fortsetzt.
atys. sumptuosa ist also wohl die nördlichste Form von hewitsoni. — atys Frühst. Der g nähert sich sumptuosa-$ ,
Außensaum der Flügel jedoch violett, anstatt weiß. Hflgl-Ozellen nicht verbreitert. Grundfarbe mehr violett,
nicht schwarz oder grünlich-blau wie bei hewitsoni. $: Submarginalbinde der Vflgl lichter, prägnanter. Ozellen
der Hflgl prominenter. Unterseite heller braun, reicher weiß gesprenkelt. Flügelform rundlicher, Habitus klei-
meliophbla. ner als bei hewitsoni. Ost-Celebes, Tombu.gu und Umgegend von Bonthain. — meliophila Frühst. (90 a).
Eine Satellit -Inselrasse von dermaßen verändertem Aussehen, daß ich sie früher zu einer ganz anderen Species,
nämlich zu curnaea Flclr. stellte, bis mich neuerdings die vier (allerdings nur noch rudimentären) weißen Sub-
marginalpunkte der Vflgl-Unterseite stutzig machten und auf die rechte Spur brachten. Verdächtig war mir
auch, daß curnaea auf Saleyer eine Zweigform besitzen sollte, während sie in Süd- und Ost-Celebes bisher
nicht beobachtet wurde. Habituell kleiner als hewitsoni , oberseits dunkelstahlblau mit violettem Hauch. Hflgl
oberseits mit 4 weißlich-violetten Pünktchen, Vflgl mit geringem, licht graugrünem Apicalanflug, sonst zeich¬
nungslos. Unterseite etwas trüber schwarzgrau als hewitsoni, ärmlicher weiß gesprenkelt, statt der großen,
weißen Ozellen nur 4 unbedeutende Punkte auf den Vflgl und 7 ebensolche auf den Hflgl, das ist schmuck¬
loser und einfarbiger als hewitsoni -<$ und besitzt nur vier kleine Ozellen auf dem Hflgl. Die Hauptverschiedenheit
liegt aber beim $, welches am Außenrd des Vflgl feurig gelbbraune, blaugrau bereifte Färbung trägt, mit welcher
die drei grünlichweißen Subapicalflecken prächtig kontrastieren, während der Außenrd des Hflgl, welcher fünf
weiße Ozellen trägt, violett überhaucht ist, eine wahrhaft vornehme Rhopalocerenerscheinung. Insel Salayer,
im März von mir auf gefunden.
Oestlich von Celebes werden die Elymnias- Arten minder zahlreich, wohl überall immer nur noch
zwei Arten, auf einigen Inseln sogar nur noch eine Species. Die schon bei den Celebes -Elymnias be¬
deutend abgerundeten Konturen beider Flügel werden bei den Molukken- und Papua- Arten noch runder und
ausgeglichener und die eigentümliche Strichelzeichnung tragen dieersteren nur noch auf der Unterseite beider
Flügel längs dem Außenrande, während die letzteren keine Spur mehr von dieser für das ganze Genus so typischen
Zeichnung besitzen. Den Celebes- und Molukkenarten gemeinsam sind folgende sekundäre Geschlechtsauszeich-
i um gen : Vflgl: Ein Mehlfleck aus hellgelben Schuppen unterhalb dem Ursprung der Submediana, der distal stark
eingebuchtet ist. Ein sehr großer stark glänzender und vertiefter Reibefleck, dervomlrd bis zur Zelle hinaufzieht .
Hflgl-Oberseite : Eine deutliche Präcostalzelle, wie sie ähnlich auch bei den Brassoliden vorhanden ist. Etwas
unter dem Stamm der Radialen zwei Büschel langer, straffer, schwarzer Haare, die zwei mit dicken, schwarzen
Androconien besetzte oblonge Schuppenpelze bedecken. Die Reibefläche am Costalsaum hellbraun schim¬
mernd. Bei holofernes Btlr. und curnaea phrikonis Frühst, werden die Haarpinsel kürzer. Die Süd- und Nord¬
molukken sind von je einer Art bewohnt,-' beide sind sehr gut von einander zu trennen.
Bei E. cybele, der Nordmolukkenart , stehen die weißen, ozellenartigen submarginalen Flecken genau paral¬
lel zum Außenrande beider Flügel, während sie bei vitellia Cr., der Südmolukkenspecies, oberflächlich besehen, der
Abbildung eines Sternbildes gleichen, welcher Eindruck durch ihre unregelmäßige, verschobene Stellung hervorge¬
rufen wird. Je frischer das Exemplar, je dunkler die Grundfarbe der Flügelunterseite ist, desto deutlicher die
Vorstellung der Sternkarte; Butler hat eine Form „astrijera“ genannt, er unterlag also offenbar derselben
Ideenverbindung. Auf dem Vflgl sind von den fünf Ozellen die drei mittleren so weit basalwärts verschoben, daß
die ganze Reihe eine nach innen eckige Linie bildet ; erst der fünfte unterste Flecken steht wieder in gleicher Ent¬
fernung vom Außenrd wie der erste, oberste. Als Zeichen der Verwandtschaft besitzt übrigens auch die sonst
ziemlich gerade Reihe von cybele eine kleine Konvexität nach innen. Der Hflgl mit seinen 6 Ozellen zeigt ähnliches
Verhalten; bei cybele eine glatte, dem Flügelrande parallele Bogenreihe, bei vitellia vom obersten costalen zum
zweiten äußersten apicalen Flecken eine gerade Linie, von da ab jeder weitere Flecken in einer ziemlich geraden
Reihe mehr nach innen gerückt, am meisten 4 und 5, so daß die Linie eine kleine Konvexität nach innen zeigt.
Nimmt man noch den weißen Flecken am Zellschlusse als Ausgangspunkt für die ganze Reihe hinzu, so ent¬
steht die punktierte Zeichnung der oberen Hälfte eines Fragezeichens oder einer 2. Im übrigen sind auch bei
cybele die Konturen beider Flügel wieder um einen Schritt runder als bei der noch immerhin zackigen vitellia.
cybele. — cybele Fldr. von Batjan, <$<$ im August besonders häufig, $9 aber sehr selten. Als astrifera hat Butler
opaca. kleine Exemplare bezeichnet, die einer Trockenform angehören dürften. — opaca Frühst. Größer als die
vorige, kleiner als die cybele. Weißpunktierung der Unterseite weniger prägnant. $ dunkler und monoton
braun, ohne die ins Rötliche spielende Aufhellung der Medianpartie der Flügeloberseite. Die weißen Sub-
tematana. marginalpunkte der Flügelunterseite erheblich zierlicher als bei cybele. Halmaheira. — ternatana Frühst.
Habituell kleiner als cybele und opaca. Grundfärbung gleichmäßig hell rotbraun, was auch unterseits auf-
obiana. fällt. Weißpunktierung und Sprenkelung der Hflgl-Unterseite stärk reduziert. Ternate. Mai. — obiana Frühst.
(88 e) ist die am meisten vom Namenstypus abweichende Inselrasse der Nordmolukken, besonders das $ bildet
eine prächtige Erscheinung durch seine blauvioletten Subapicalmakeln der Vflgl, die an d'd' von E. vitellia Cr.
(88 d) gemahnen, obiana fällt auch unterseits leicht zu erkennen durch größere submarginale weiße Sterne:
der Discalteil der Vflgl- und Hflgl-Unterseite ist nicht schwarz, sondern leicht braun und das $ hat auf derVflgl-
Oberseite im Discalteile einen breiten, hellbraunen Fleck, der sich jenseits der Submediana wieder in der dunkel¬
braunen Grundfarbe verliert. Durch diesen Fleck erinnert obiana etwas an thryallis Kirsch von Neu-Guinea
und an gewisse Euploeen ( Sarobia confusa Btlr.). Mit vitellia Cr. hat cybele obiana nichts gemeinsam,
ELYMNIAS. Von H. Fruhstorfer.
389
denn bei obiana stehen die weißen Submarginalflecken der Vflgl-Unterseite in einer geraden Reihe
untereinander, bei vitellia sind 3 konvex, nach innen gerichtet. Auf den Hflgl hat obiana diese Punkte nahe
dem Marginalsaum, in vitellia stehen sie fast in der Flügelmitte, also proximal. Obi, nicht selten.
Als adumbrata Frühst, ist eine Form beschrieben, etwas kleiner als cybele, Vflgl schwarz ohne blaubereiften admubrata.
Apicalteil. Weißpunktierung der Unterseite prominenter, als bei cybele, die Antemarginalregion reicher
weiß gesprenkelt. Als Vaterland ist Buru und Amboina angegeben, aber ziemlich gewiß auf Irrtümern eng¬
lischer Händler beruhend, von denen ich die drei Exemplare meiner Sammlung bezogen habe. Weiter nach
Osten begegnen wir cybele in ziemlich reiner Form wieder als holofernes Btlr., auf dem Bismarck- Archipel. Sie holofernes.
folgt in Färbung und Anordnung der Submarginalpunkte völlig dem cybele- Typus, nur trägt $ und $ auf dem Vflgl
nahe dem Apex, zwei winzige, aber sehr konstante weiße Pünktchen. Das holofernes -$ gleicht dem <$, ist jedoch
heller, auf dem Vflgl stellt, oft noch ein dritter Subapicalpunkt und die Ozellen der Unterseite sind größer und
deutlicher. Wenn wir thryallis und holofernes nicht als Subspecies zu cybele stellen wollen, dann wäre wenigstens
sicher holofernes als Subspecies zu thryallis zu bringen. Da übrigens weder vom Salomon- Archipel noch von den
ferneren Inseln der Südsee bis heute eine Elymnias bekannt geworden ist, so sehen wir in holofernes den weitest
östlichen und sicher auch meist melanotischen Vertreter des Genus, ein unscheinbares, wenig schönes Insekt,
thryallis Kirsch hat sich dagegen so wesentlich umgebildet, daß sie von ihrem Autor und später auch von mir
als besondere Art behandelt wurde. Das <$ von thryallis zeigt mit seiner bald bläulichen, bald bronzegrünen Rand¬
binde beider Flügel einen Rückschlag zu den Celebesformen, hat aber auch die subapicalen Punkte der holo¬
fernes ; die Unterseite zeigt ozellenartige, weiße Submarginalpunkte in der für cybele typischen Anordnung.
Wenn wir schon bei cybele helle, rotbraune $$ sehen, welche in ihrer Erscheinung dem Euploeen-Typus von
usipetes Hew. oder confusa Btlr. gleichen, so ist dieses C- Kleid die Regel bei thryallis Kirsch, welche Art nach einem
dieser hellen $$ beschrieben ist. thryallis neigt im Gegensatz zu den Schwesterrassen außerordentlich zu indi¬
vidueller Aberration. Namentlich von den $$ gleicht kein Stück dem andern. Die Aehnlichkeit der $$ mit
Euploeen ist so irreführend, daß Staudinger ein $ der häufigsten Form, wie wir es abbilden, als Euploea nov.
spec. in seiner Euploeen- Sammlung nahe usipetes Hew. unterbrachte, nachdem es ein anderer bedeutender
und berühmter Entomologe als Eupl. usipetes bestimmt hatte. — thryallis Kirsch, die Namenstype von der thryallis.
Insel Mysore, ist nur im $ Geschlecht bekannt , und etwas dunkler als die jetzt so häufig nach Europa kommende
glauconia Stgr. (88 e), von der zwei (^-Aberrationen abwechseln, solche wie die Abbildung, und Exemplare mit glauconia.
luxurianter Grünfärbung des Distalsaumes aller Flügel (chloera Stgr.). — Vom $ sind aber nicht weniger wie fünf chloera.
Hauptformen zu erwähnen, nämlich 1.) $$ mit einfarbiger brauner Oberseite und sehr kleinen Sub marginalpunk¬
ten, (= brunnescens form, nov.) 2.) $$ mit weißlich violetter Aufhellung des Vflgldiscus, Anklang von Euploea confusa brunnes-
Btlr., wie sie aber nur auf Waigiu vorkommt (= violacea form, nov.); 3.) $$ mit rot- oder gelbbraunem Discus ce-^j('icca
(88 e), der Namenstype am nächsten und eine ausgesprochene Nachbildung der in Neu- Guinea seltenen Eupl. confusa
catana Frühst. ; 4.) mit sehr großen weißen und violetten Submarginalmakeln, breitem, braungelbem Analsaum
der Vflgl und distal aufgehelltem Hflgl, etwa der Salpinx nemertes fa. sexguttata nachgebildet. = Endlich
5.)(als~sehr selten pseudosalpinx form. nov. $$ mit weißlichen Subapicalmakeln der Vflgl und distal gelblich auf- pseudo-
ge hellteArR ahdge b ie t aller Flügel; allenfalls eine Parallelform von Eupl. eurianassa terentilia Frühst, und daher sal!,inx-
als terentilina form. nov. bezeichnet. tercntilina.
E. vitellia, einer der häufigsten Schmetterlinge der Süclmolukken, hat sich in drei Lokalrassen gespalten,
vitellia Cr. (88 d) bewohnt Amboina, Saparua und andere Uliasser-Inseln. Eine ^-Form ist als basium vitellia.
Frühst, benannt: Vflgl mit vier großen hellvioletten untereinanderstehenden weiß gekernten Subapicalflecken ; basium.
Hflgl mit 3 weißlichen zirkumzellularen Punkten. Unterseite spärlicher weiß gezeichnet als bei den normalen
Exemplaren von Ceram und Amboina. — ceramensis Mart., eine Inselrasse von stattlicherer Flügelform als die ceramensis.
Namenstype, hat meist nur zwei subapicale Flecken, welche matter gefärbt sind als bei vitellia-SS und keinen
weißen Kern tragen. Die $$ sind einfarbig braun ohne Subapicalbinde, aber mit einer aufgehellten Randzone
beider Flügel. Vom $ ist eine Nebenform bekannt, suavium Frühst., Vflgl mit vergrößert violettem Apical- suavium.
fleck und 2 transzellularen blauen Punkten. Hflgl mit blauem Wisch zwischen unterer Radiale und der vorderen
Mediane. Ceram. — viminalis Wall., von der Insel Buru, scheint sehr selten zu sein und liegt mir nicht vor. vimmalis.
Wällace kannte nur ein $, das sich von vitellia unterscheidet durch eine auffallende gelbliche Umsäumung
aller Flügel. Sogar das $ führt einen bleichen Distalrand.
E. papua Wall., eine kleine zierliche Art von Holl. Neu-Guinea und Waigiu. $ oben dunkel purpurn papua.
schwarz, die Hflgl gegen den Außenrd. bleicher, aber in der Mitte einige bleiche unbedeutende ockerfarbene
Fleckchen. Unten samtbraun mit blässeren Rändern, Hflgl mit drei blauweißen runden Makeln. — lactentia ladentia.
Frühst. (90 b, als papua -§ bezeichnet). $. Vflgl dunkelbraun mit hellbraunem Distalsaum, der an der Basis
beginnt, bis zum Apex ziemlich schmal bleibt und sich dann etwas verbreiternd bis zum Analwinkel fortsetzt.
Hflgl nur basalwärts dunkelbraun mit einer ausgedehnten, aufgehellten Submarginalregion; der eigentliche
Distalrand jedoch ist ziemlich breit schwarz angelaufen. Unterseite: Costalsaum der Vflgl dunkelbraun, Dis¬
talsaum beider Flügel ebenfalls dunkelbraun; Vflgl wie Hflgl mit drei großen weißen Punkten, die von Sub-
costale 2 sich bis zur oberen Mediane verteilen. Zwischen vorderer Radiale und Submediana eine schmale Region
mit dichter weißer Schraffierung. Fühlerschaft hellbraun, Kolben dunkelbraun. (Type aus Waigiu in Koll.
390
ELYMNIAS. Von H. Fruhstorfer,
Fruhstorfer). Der noch unbeschriebene befindet sich in der Sammlung Staudinger und gleicht einer
Elymn. moranda (90 a) en miniature. Grundfarbe schwarzbraun, Vflgl mit grünlichem Costalsaum, Hflgl di¬
stal leichthin hellbraun umrandet. Sehr selten, nur 1^2$$ bisher bekannt.
viridescens. Als nahe Verwandte von papua Wall, wird vom Autor E. viridescens 8m. von der Humboldtbai bezeich-
kakarona. net. Hagen hat eine verwandte Rasse, kakarona Hag. am Sattelberg in Deutsch-Neu-Guinea -entdeckt-. V Vflgl
rundlich gedrungen, 32 mm lang. Oberseite dunkel samtbraun. Costa leicht stahlblau schimmernd. Vflgl
mit einem schmalen, am vorderen Drittel des Costalsaumes beginnenden nach hinten verjüngten bläulichweißen
Streifen. Hflgl mit hellbraunem submarginalem Band. Unterseite dunkelbraun, Vflglbinde heller, breiter,
Hflgl mit einigen transzellularen kleinen blauen Fleckchen. Vflgl oben mit braunem Haarpinsel, der einer gelb¬
lichen Tasche am Innenrd entspringt. Hflgl mit einem gelblichen Speculum, das gleichfalls einen braunen
Haarbüschel trägt.
Wenn schon bei thryallis großer Dimorphismus der 9$ besteht, so finden wir noch eine Zunahme dieses
Verhaltens bei einer weiteren, ziemlich isoliert stehenden Art des Papuagebietes, bei E. agondas, und ihren zahl¬
reichen Subspecies. agondas zeigt keine Spur mehr von der sonst für das ganze Genus so typischen Strichel¬
zeichnung, die Flügelkontur ist fast völlig abgerundet und auf der Hflgl-Unterseite tragen und $ an der inne¬
ren Hälfte des Außenrandes eine gelbe Binde, in welcher schwarze, blaugekernte Ozellen stehen. Die $$ sind
stark aufgehellt, in den extremsten Formen mit Ausnahme der Flügelränder ganz reinweiß und besitzen dann
eine große Aebnlichkeit mit im gleichen Gebiete heimischen Schmetterlingen aus dem Amathusiiden- Genus Tae-
naris. Die hierhergehörigen Formen zählen zu den interessantesten und eigentümlichsten Faltern des Papuage¬
biets. Die d'd' differieren zwar nicht erheblich von ihren Verwandten auf den Molukken (der vitellia-cybele- Gruppe),
die $$ dagegen bilden ein wahres Paradigma für den weitgehendsten sexuellen Dimorphismus durch ihre ver¬
änderte Flügelform und den Anklang an Taenaiiden. agondas neigt zudem zur Bildung von Lokalrassen und.
schließt sich auch darin Aviirdig den Taenariden an. Im allgemeinen ähneln die agondas-Rassen der Haupt- und
Nebeninseln von Neu-Guinea Taenaris bioculata Guer., mit blauen Ozellen der Hflgl-Oberseite; nur melagondas
Frühst, macht eine Ausnahme, indem ihre Zeichnung und Farben Verteilung an Taenaris mailua Sm. aus dersel¬
ben Lokalität erinnert. (Konvergenzeischeinung). Alle agondas besitzen gemeinsam einen stark glänzenden
Reibefleck der Vflgl-Unterseite, sowie einen, wie bei mimalon Hew. geformten gelblichen, quadratischen Mehl¬
fleck an der Basis der Vflgl. Das damit korrespondierende Speculum am Costalrand der Hflgl-Oberseite ist z.
T. mit rötlich-braunen, matt schimmernden Schuppen bedeckt. An der oberen Zellwand zwei Büschel langer
Strahlhaare, che einen großen länglichen Anclroconienpelz überdecken. Die Färbung und Art der Anhäufung der
Androconien, sowie die Farbe der Duftpinsel, differiert leichthin bei den einzelnen Lokalrassen; meistens be¬
stehen diese Duftpinsel aus durchweg schwärzlichen Haaren, nur bei melagondas färbt sich die Basis der Haare
des proximalen Pinsels rotbraun, die Spitzen dagegen weißlich. Die Verteilung der a.gondas- Rassen ergibt fol-
agondas. gendes Bild: agondas Bsd. Boisduval bildet ein einfarbig dunkelgrünes p Exemplar ab und nennt die Insel
Vanikoro, die südlichste der Santa Cruz-Inseln, als Heimat seiner Type, agondas ist neuerdings jedoch öst¬
licher als Woodlark nicht mehr gefunden worden, so daß wir ihre Heimat in Mikronesien oder Polynesien und auch
auf den Salomonen nicht zu vermuten haben, agondas stammt viel eher von einer Papua-Insel in der Nähe von
Waigiu oder was ebenso wahrscheinlich ist, vom holländischen Teil der Hauptinsel. Die Abbildung harmo¬
niert, mit meinem Material verglichen, noch am besten mit Exemplaren von Sorrong, der Nordwestecke von
Neu-Guinea. Dort hat H. Kühn wiederholt gesammelt und manche verschollene alte Type, so z. B. Taenaris
artemis Voll, und Taen. dioptrica Voll., wieder entdeckt, Verlegen wir also einstweilen den immerhin noch
ungewissen Fundort nach Holländisch-Nordwest-Neu-Guinea. §§ von Sorrong zeigen einen schmalen, schwarzen
Apicalsaum der Vflgl, der ebenso wie die Distalpartie der Vflgl nur leichthin braun angeflogen erscheint. Hflgl
mit 2 großen, oblongen, nur schmal schwarz umrandeten blauen Augenflecken, einem schwarz braunen, relativ
schmalen Distalsaum, der proximal etwas lichtbraun bereift ist. Die Aehnlichkeit der agondas
von Sorrong mit Taenaris bioculata pallida Frühst, aus derselben Lokalität ist faszinieren d. Schon
wenige Breitengrade nach Osten, zu Füßen des Ar fak- Gebirges in der Geelvinkbai begegnen wir einer neuen
bioculatus. $-Fonn. Diese deckt sich am besten mit bioculatus Dbl.-Hew. (89 d 1 in biocellatus verdruckt). Die breit
schwarzgrau bereifte äußere Partie aller Flügel gleicht etwas derselben Erscheinung bei Taenaris bioculatus
charonides Stdgr. aus der viel östlicheren Humboldbai. bioculatus aus Dorey fehlen mir leider und ich bin
überzeugt, daß dieselben bioculatus in der Farben Verteilung gleichkommen. — In Deutsch-Neu-Guinea treffen
wir einen so stark differenzierten geographischen Ausläufer, daß ihn Staudinger für eine eigene Art hielt und
glaucopis. als solche beschrieb: glaucopis Stgr. (= melanippe Sm.) eine von Süden her eingewanderte Art, selten am
Sattelberg und Finschhafen, in Stefansort und Friedrich Wilhelmshafen nicht vorkommend. Die $$ dieser Fonn
halten sich nicht so genau an ihr Taenaris- Modell, denn sie gleichen durch ihre fast völlig schwarzen Hflgl mehr
den bioculatus charon Stgr. von Britisch-Neu-Guinea und auf den Hflgl Taenaris dina Stgr. von Deutsch-Neu-
Guinea. Die d'd' von glaucopis entfernen sich von $$ aus Holl. Neu-Guinea durch das Auftreten einer schmalen
orangefarbenen subanalen Binde der Hflgl. die sich dann noch mehr verlängert und mit einer Aufhellung der
melagondas. Vflgl Hand in Hand geht bei melagondas Frühst. (89 d $ 90 a $). Exemplare der Collingwood-Bai tragen ein
etwas dunkleres Kleid als solche der Milne-Bai, wo Exemplare mit grünlich- weißer, kompletter Submarginalbinde
der Vflgl nicht selten sind. Die von melagondas erinnern ober- Avie unterseits an Taenaris mailua Sm.
ELYMNIAS. Von H. Fruh.storfer.
391
Collingwood Bai, Milne Bai und Aroa-Fluß, Britisch Neu-Guinea. — Halten wir uns an der Südseite von Xou-
Guinea und dringen wir wieder westlich bis ins holländische Gebiet vor, so treffen wir auf der Halbinsel Onin
in Kapaur eine neue Form: muscosa Frühst. (89 d). $<$ aus Kapaur zeigen hellgelblichgrünen Flügel- muscosu.
bezug. Die Flügelumrahmung erinnert an melagondas Frühst., verbreitert sich aber, wird auf den Vflgl licht¬
grün, auf den Hflgl hell moosgrün mit den Rudimenten einer orangen Subanalbinde. Das $ bewegt sich wieder
im normalen Taenaris bioculatus Guer. -Typus. Der Distalsaum der Hflgl wird breit schwarz, ebenso die Peri¬
pherie der 2 großen rundlichen blauen Augen. Gehen wir auf die Trabanten von Neu-Guinea über, so begegnen
wir melanthes Sm. <$. Schwarz mit stahlblauen Submarginalbinden, $ fast weiß, an Taenaris artemis affinis melanthe s.
Kirby und artemis electra Frühst, gemahnend. Insel Woodlark. — moranda Frühst. (89 d 2 als biocellatus moranda.
bezeichnet, 90 a): Das $ verrät große Aehnlichkeit mit Taen. bioculata Guer. <$. Oberseits breit blaugrün um¬
rahmt. Waigiu. — agondina Frühst. $ mit zu Punkten reduzierten blauen Augen der Hflglund mit ungemein breiter agondina.
schwarzer Peripherie. Distalsaum aller Flügel breit ausgeflossen, fast tiefschwarz. Distalsaum der eigen¬
tümlich blauviolett. $ erinnert an Taenaris dimona Hew. Insel Salwati. — melantho Wall. Insel Gagie. melanlho.
Anscheinend nahe melanthes Sm., Aveil die einen bläulichen Flügelrand tragen. $$ mit schwarzer Basal¬
und Apicalpartie der Hflgl. — melane Hew. von den Key-Inseln ist eine seltene Rasse, die an sumpfigen Stellen melane.
im Walde fliegt. Die verraten durch die stark verbreiterte grünlich-A\Teiße Subanalbinde der Hflgl Be¬
ziehungen zu agondas australiana Frühst. Beide Geschlechter sind unterseits mit einer Serie \Ton 5 kleinen,
breit ockergelb umringten Ozellen dekoriert. Die $$ zeigen allgemeine Taenariden-Aehnlichkeit, jedoch ohne
sich an bestimmte Species anzulehnen. Vier Hauptformen verdienen Erwähnung : Das erste, dem $ ähnlichste,
melane -$ trägt auf dem Vflgl nur eine verwaschene, graue Aufhellung der schwarzen Grundfarbe, auf dem
Hflgl einen großen, discalen, reinweißen Fleck, der aber das Ozellengebiet nicht mehr erreicht, vielmehr stehen
diese ganz auf schwarzem Grunde; auf der Hflgl-Unterseite hat das ockergelbe Band, auf dem die drei analen
Ozellen stehen, nach vorne noch eine breite, schwarze Begrenzung. Das zweite $ trägt auf dem Vflgl eine dis-
cale, weiße Binde, welche durch die schwarzen Adern in 4 Felder zerlegt wird : der Hflgl ist ausgedehnter wei ß ,
so daß die innere Hälfte der Ozellen schon auf weißen Grund kommt ; Hflgl-Unterseite wrie beim ersten $, nur ist
der discale Fleck reiner weiß . Der Vflgl des dritten $ ist weiß mit Ausnahme des Basalgebietes und des Costal-
und Außenrandes; auf dem Hflgl stehen die beiden oberen, analen Ozellen bereits auf weißem Grunde, der dritte,
am meisten analgelegene, hat noch schwarze Umgebung ; auf der Hflgl-Unterseite befindet sich die ockergelbe,
die Ozellen tragende Binde ganz auf weißem Grunde, nur der Costal- und Außenrd des Flügels sind noch
sclrwarz ; die ockergelbe Binde hat nach innen und außen eine feine, schwarze Begrenzung. Das vierte $ hat Vflgl
und Hflgl mit Ausnahme des Costal- und Außenrandes reinweiß, die Ozellen der Hflgl-Oberseite stehen ganz auf
weißem Grunde, ebenso auf der Hflgl-Unterseite, avo jedoch der ockergelben Binde die schAvarze Umgrenzung nicht
fehlt, welche sich niemals beim findet . Bei diesem geht das Gelb des Ozellengebietes ohne Abgrenzung in das
Weiß der submarginalen Binde über. Wir sehen also an den 4 $$ genau den allmählichen Uebergang von einem
ziemlich düsteren, kaum an Taenaris erinnernden Habitus zu einem reinweißen, der eine frappante Aehnlichkeit
mit Taenaris hat. — aruana Frühst. Aru, beide Geschlechter dunkler als bei melane von Key. — goramensis aruana.
Frühst. $ von allen agondas-F ormen am breitesten grünlich-weiß gebändert, $ noch unbekannt. Goram. - — goramensis.
australiana Frühst. (90 b). <§. Kleiner als die Goramform. Binden etwas schmäler, Hflgl-Unterseite mit 3 anstatt australiana.
5 Ozellen. Sonst sehr ähnlich der vorigen. Cape York, Nord- Australien, australiana ist der einzige bisher bekannte
Vertreter des Genus Elymnias aus Australien, den Wäterhouse vergessen hat in seinem „Catalogue of the
Rhopalocera of Australia, Sidney 1903“ aufzunehmen.
Als eine in der Flügelform verwandte, aber sonst völlig isoliert stehende Species sei als Deutsch Neu-
Guinea bewohnend hier noch angeführt: E. paradoxa Stgr. (= erastus Sm.) Oberseite schwarz mit trüb grau paradoxa.
Aveißem Discus der Vflgl, aber großem, rein weißem Feld der Hflgl, das nur AA’enig in die Zelle übergreift und
eine oblonge Form hat. Vflgl unterseits mit breiten an der Costa beginnenden grauweißen Aufhellungen zwi-
schen allen Adern. Hflgl AATie oben, doch das Medianfeld nach dem Basalrand zu und nach hinten und außen
schön zimmtbraun. Aeußerst selten. $ von Konstantinhafen in der Astrolabe-Bucht : q vom Sattelberg bei
Finschhafen.
II. Vflgl mit Duftbüschel an der Submediane.
Subgenus Mimadelias Moore (Agrusia Moore).
Die wenigen bisher bekannten Arten dieser Gruppe differieren von Elymnias s. str. durch die rundlicheren Flügel,
die kürzeren Zellen, den ähnlich wie bei Mandarinia, Taenaris einigen Euploeen konkav vorspringenden Analsaum der Vflgl
und die nur ganz schwach gewinkelte und viel längere Discocellulare der Hflgl. Vflgl der $ o unter der Submediana mit einem
langen, tiefgefurchten Androconienbecken, aus dem gelbliche oder schwarze Duftpinsel hervorragen. Hflgl mit einem sub-
costalen Haarpinsel. Die falsche Praediscoidalzelle oder Praecostalzelle der Hflgl fehlt den Mimadelias nicht, Avie einige Au¬
toren angeben. Die Mimadelias bilden durch ihre, den Pieriden täuschend ähnlichen §$ und die mit Duftpinseln ausgerü¬
steten <3c? eine natürliche Gruppe. Wirklich Avichtige generische Merkmale existieren jedoch nicht und die .Abtrennung von
Agrusia, welche Moobe beabsichtigte, ist vollends überflüssig.
E. vasudeva zerfällt in vier nicht sehr scharf getrennte Ortsrassen, die von Sikkim über Birma und Te-
nasserim südlich bis zu den siamesischen Malayenstaaten hinab Vorkommen. — vasudeva Moore (d = thy- vasudeva.
392
ZETHERA. Von H. Fruhstorfer.
tliycana.
deva.
burmensis.
oberthilri.
esaca.
andersoni.
pseudo-
delias.
leontina.
taeniola.
borneensis.
egialina.
georgi.
malieswara.
cana Wall.) ähnelt etwas dem Delias pasithoe L.-Q, differiert vom abgebildeten E durch ausgedehntere grünblaue
Striemen der Vflgl und etwas zurückweichenden grauschwarzen Distalsaum. Sikkim, selten in den heißen
Tälern vom Juni bis Oktober, bis etwa 2000 Fuß Höhe, und dann wieder hoch oben von 4 — 6000', höher als andere
Delias- Arten hinaufsteigend. — thycana Wall., (90 b, c) Type ein $ differiert von vasudeva durch breiter schwarz
bereifte Adern und zurücktretende weißliche Subapicalf lecken. Der Vflgl ist auch unterseits dunkler, ausgedehn¬
ter schwarz gestrichelt. — Als deva Moore ist eine Trockenzeitform beschrieben, die erheblich von der gleichar¬
tigen Generation aus Sikkim abweicht, und nach den Abbildungen Moores beurteilt, breite grüngelbe Intra¬
nervalfelder der Vflgl und durchweg gelbe Oberfläche der Hflgl aufweist, und bei deren $ die nur noch dünn
bereiften schwarzen Adern der Vflgl ein fast weißblaues Feld durchziehen. Assam, sehr selten. — burmensis
Moore, führt mehr grün gestreifte Vflgl der E und die Vflgl der $$ werden von einer zusammenlaufenden schwar¬
zen Medianbinde durchzogen. ^-Unterseits ohne den schönen weinroten Subbasalfleck der Vflgl-Unterseite,
der auch schon bei Assam-?? gelegentlich zu verschwinden beginnt. In Oberbirma im Februar, in Ober-
tenasserim im Januar, bei Tavoy im März gefunden und bis 5000 Fuß Höhe hinauf steigend. — oberthüri Frühst.
Steht etwa in der Mitte zwischen godferyi Dist. (= esaca Westiv .) und thycana Wall. Flügelschnitt rundlicher als
bei thycana, Flügel dunkler schwarz umrandet, Unterseite feiner und dichter schwarz gestrichelt als Assam-
Exemplare. Der rote Basalfleck der Hflgl-Unterseite reduzierter als bei godferyi Dist. Renong, Siames. Malayen-
Staaten 1 ? von Doherty gesammelt. Type in Koll. Oberthür.
E. esaca ist eine im E von vasudeva wesentlich differenzierte Species durch die schwarzblaue Ober¬
seite und breite blau oder grünliche Submarginalmakeln aller Flügel, doch nähert sich das $ noch den vasudeva
: , so daß z. B. bei der Rasse der malayischen Halbinsel Zweifel aufsteigen, zu welcher Species das einzige
bisher von dort bekannte $ ( godferyi Dist.) wohl gehören mag. — andersoni Moore ist eine besonders schöne
Form mit breitem grünem Distalsaum der Hflgl; nur 1 E bekannt, das einer Euthalia zum Verwechseln ähnlich
sieht. — esaca Westw. (= godferyi Dist. esacoides Nicev. <$), von der nur ein $ von Sungei-Ujong der malayi¬
schen Halbinsel bekannt ist, gleicht noch sehr einer stark verkleinerten und verdunkelten Lokalform der
vasudeva Moore mit auffallend ausgedehntem rotem Basalfleck der Unterseite und breitem, schwarzem Di¬
stalsaum der Oberseite der Hflgl. Die Heimat des E wurde früher nach Assam und Borneo verlegt, doch ist
dessen Vaterland in Penang oder Perak zu suchen. — pseudodelias Frühst, äußerst selten in den Wäldern der
Ebene, Vorberge und Berge; Dr Martin erbeutete nur 5 Exemplare in der langen Zeit seines Auf¬
enthaltes. Das E trägt nur einen schwarzen Haarbüschel auf dem Hflgl. auf dessen Unterseite nahe der
Costa und Basis noch ein gut entwickelter Ocellus steht. Das $ ist noch unbekannt geblieben. Flugzeit Fe¬
bruar, August, Dezember, Nordost-Sumatra. — leontina Frühst, stammt von der Insel Nias; E leicht zu unter¬
scheiden von allen Verwandten durch einen kaum noch zu erkennenden graugrünen Distalsaum der Hflgl und sehr
schmale blaugrüne Submarginalmakeln der Vflgl. Eine verwandte Form fliegt auf Pulo-Tello der Batu-Inseln.
— taeniola Frühst. Grüngraue Submarginalmakeln der Vflgl erweitert. Hflgl-Basis dunkler und ausgedehnter
blaugrün beschuppt. Schwarzer Distalsaum analwärts stark verbreitert und dadurch die gelbe Median-Region
stark zurückdrängend. Unterseite: Alle schwarzen Augenflecke fast dreimal so groß als bei borneensis, wie sie
Staudinger abbildet, der rote Basalfleck der Hflgl obsolet ; statt der breit lichtgelben Medianzone von bor¬
neensis zeigt taeniola eine schmale Medianbinde, deren oberer Teil rein weiß, die kürzere untere Partie dunkel¬
gelb getönt ist. Südost-Borneo. — borneensis Wall, differiert von taeniola durch dunkler blaugrüne Submar¬
ginalflecken aller Flügel. $ unterseits mit mehr als doppelt so breitem gelblichen Medianfeld. Sehr selten, Nord-
Borneo, Kina-Balu- Gebiet. — egialina Fldr., mir nur nach den Abbildungen Felders und Sempers bekannt,
bewohnt Luzon. — georgi Frühst. E- Apicalpartie der Vflgl-Unterseite lichter, die Submarginalpunkte der
Hflgl kleiner. Oberseite: Dunkler, Distalfleckung reduzierter, weniger weißlich. Hflgl nur 3 mediane Rand¬
makeln (statt 6). die viel reduzierter erscheinen als bei Luzon ES- Mindanao. —
E. maheswara Frühst. (90 b) lasse ich hier nur zögernd als ,äSpecies“ passieren, da sie ja in der Tat
nichts weiter ist, als die Java- Sch wester der esaca des makromalayischen Gebietes. Solange sich aber (vielleicht
in Sumatra) nicht Uebergänge einfinden, muß maheswara dennoch als Art gelten, wegen ihrem größeren Ha¬
bitus, die mehr an nesaea L. erinnernde Schraffierung der Unterseite aller Flügel und das Fehlen der Apical-
ozellen der Vflgl-Unterseite. Die ES zeigen einen stumpferen, die ?? einen länglicheren Flügelschnitt und die
Submarginalstrigae der Vflgl-Oberseite der ?? rücken näher an den Distalsaum. West-Java, Vulkan Gede,
ca. 5000 Fuß Meereshöhe.
Gattung Zetliera Fldr.
Dieses merkwürdige Genus weicht in vielen Dingen so erheblich ab von den übrigen Satyriden, daß es
Felder sogar unter den Nymphaliden einreihte, vermutlich durch deren lange Fühler verleitet. Wir stellen
sie hier an das Ende der Satyriden, wegen der feinen hinteren Discocellulare der Hflgl, die bereits eine Tran¬
sition zu den Nymphaliden bildet, bei denen ja der Zellschluß gleichfalls nur angedeutet ist, wenn er nicht ganz
fehlt, insbesondere aber wegen der hochentwickelten Klammerorgane, die unter den Satyriden kein Analogon
in gleich luxurianter Ausbildung haben. Der Uncus ist ziemlich normal, medial stark verdickt mit zwei relativ
kurzen seitlichen Spitzen. Die Valve breit nach vorne verjüngt, lang verstreut beborstet aber mit einer an die
Herausgegeben 24. VII. 1911.
ZETHERA. Von H. Fruhstoreer,
393
Ornithopteren erinnernden Clunicula besetzt, von eigentümlicher sch langenkopf artiger Gestalt, mit dorsaler
breiter und tiefer Oeffnung, in welche die Uncusspitze eingreift, die scheinbar von dem Schlangenkopf verschlun¬
gen wird. In der paradoxen Anlehnung an Danaidenmodelle übertreffen die $2 der wenigen Arten der Gattung
noch die Elymnias und deren Neigung zur Ausbildung polymorpher $$ ist in der gesamten Satyridengruppe
ohne Beispiel. Zwei Arten sind außerdem durch die getreue Kopie von Ideopsis- Arten bemerkenswert. Hei¬
mat sind die Philippinen und der Nordarm von Celebes. Zwei Artengruppen : Geschlechter dimorph (= Zethera),
Geschlechter monomorph (= Amechania).
Artengruppe Zethera.
Die Hintere Discocellulare stößt auf die Gabelung der vorderen und mittleren Mediana.
Z. piniplea von den nördlichen Philippinen, gemahnt im G Geschlecht an Euthalia recta und teuta,
durch die breite weiße Binde in schwarzer Umrahmung. Mehrere interessante Rassen: pimplea Er. (90 c) pimplea.
von Luzon ist die in den Sammlungen am meisten anzutreffende Unterart, G mit weißer, mattperlmutterglänzen-
der Längsbinde aller Flügel, und feinen weißen Anteterminalmakeln, die auf der mattbraunen Unterseite sich
vergrößern und im Submarginalgebiet von paarweise stehenden Strichelchen an den Venen begleitet werden.
— Außer der abgebildeten häufigen d'-Form der Niederung existiert noch G~f- arayata Frühst., kleiner arayata.
als normale pimplea mit schmälerer weißer Binde, die sich costal- und analwärts erheblich verschmälert. Berg
Arayat, Luzon; Flugzeit April. — Vom $ sind außer der normalen Form die in der Nähe von Manila fliegt, noch
eine Reihe sehr bemerkenswerter Abweichungen bekannt. Die eben erwähnte Namenstype hat den Vflgl ohne
Flecken vor dem Zellapex, Zelle nur mit einem blauweißen Längsstrich, die übrigen Strigae der Vflgl reduziert,
blauviolett überzogen. Hflgl wie bei ayanippe nur blau anstatt gelbweiß; allgemeine Aehnlichkeit mit Trep-
sichrois-QQ. — - crastimima Frühst, hat ganz schwarze Vflgl nur mit breitem, schrägem, weißem Subapicalfleck crastimima.
und einigen subanalen weißen Punkten. Hilgl wie bei der typischen Form, Strigae jedoch ohne violetten oder
blauen Reif. Ausgezeichnete mimetische Form der Euploea ( Crastia ) tobleri Semp. Bataan, Mittelluzon,
wo sie mit E. tobleri zusammen fliegt. — parnassia Fldr. Vflgl nur noch mit vier weißen Subapicalmakeln. Hflgl pamassia.
schwarz mit Ausnahme weniger weißer Ante- und Submarginalpunkte. Mimetische Form der gewöhnlichen
Euploea swainsoni Godt., insbesondere das 2. Sta. Rosa, Mittel-Luzon. — diloris Frühst. Die weiße Binde diloris.
nimmt etwa 1/4 des Raumes der gesamten Flügeloberfläche ein und fließt im Analwinkel der Vflgl mit den Sub¬
marginalflecken zusammen. Zweifellos Lokalrasse der nördlich von Luzon gelegenen Babuyan -Inseln. Die Go
sind, nach der SEMPER’schen Sammlung beurteilt, die größte von allen Zethera der Philippinen, mit breitester
weißer Medianbincle, Distalgebiet reicher weiß dekoriert als bei der Schwesterrasse pimplea. Type von Cami-
guin de Luzon. — - nianisa subsp. nov., bewohnt die östlich von Luzon gelegene Insel Polillo, ist gleichfalls ha- manisa.
bituell etwas größer als Luzon-JU, die Mittelbinde der GS schön blauweiß überflogen und das Distalgebiet
blau statt weiß dekoriert. — - gadrosia Frühst. (90 c), die Rasse von Mindoro: GS kleiner als alle verwandten gaärosia.
GG, Medianbinde proximal grünlich begrenzt, Distalgebiet nicht so rein weiß gestrichelt als bei diloris Frühst . ;
2. Färbungstypus an Trepsichrois erinnernd. Vflgl mit verwaschenen Transzellularflecken, aber prominenten
Subapicalmakeln. Zelle mit nur einem Längsstrich, Medianstrigae weißlich mit lichtblauer Peripherie. Hflgl
weiß gestreift, alles übrige wie auf Staudinge r’s Bild, das von meiner Type nur durch den blaugrünen Anflug der
Vflgl und gelbliche Färbung der Hflgl-Strigae differiert. Mindoro. — thermaea Heio. Ich glaube keinen Fehler thermaea.
zu begehen, wenn ich die von Hewitson als Species behandelte thermaea als den südlichsten der bisher bekann¬
ten pimplea-Zweige betrachte, da thermaea nur durch eine, stellenweise blau oder violett überzogene Median¬
binde von pimplea aus anderen Fundorten abweicht. Samar, Bohol, Panaon.
Z. musa Fldr. Semper glaubt, daß die $$ dieser Art ebenso zu Veränderungen neigen wie pimplea -$$. musa.
Nach dem spärlichen Material, das vorliegt, läßt sich dies aber noch nicht mit Sicherheit behaupten, da erst
2 § ^-Formen bekannt wurden, von denen die hellere auf Bazilan ausschließlich in der Trockenzeit vorkommt.
Semper hat bereits beobachtet, daß von musa auf Mindanao zwei Lokalformen existieren, und zwar zeigen die GS
der Nordhälfte Mindanaos schmälere Binden als jene der Südhälfte der Insel. Es ist auch natürlich, daß z. B. auf
der schmalen Südwest-Landzunge, wo Zamboanga liegt, die marinen Atmosphärilien intensiver einzuwirken
vermögen als im Hauptstock von Mindanao. — Die schmalbänderige Nordform taufte ich: septentrionalis Frühst, septentrio-
— Von musa existieren zwei ^-Formen: 1.) die typische $-Form (vermutlich Regenform). Grundfarbe nahs-
braun, überraschende Aehnlichkeit mit Euploea snelleni Moore Hflgl mit relativ großen länglichen weißen
Strigae in der Medianregion. 2.) $-/a. radenoides Frühst. Das erst von Dr. Platen entdeckte helle radenoides.
$ erinnert an mixta Frühst, von Bazilan und ähnelt im allgemeinen den Radena. Wahrscheinlich ist
radenoides Trockenzeitform. Mindanao. — mixta Frühst. (90 c). Von der, dem Südwestarme von Min- mixta.
danao vorgelagerten, und von diesem nur durch eine schmale Straße getrennten Insel Bazilan ging mir eine neue
Zethera zu, deren G Aehnlichkeit mit musa Fldr. zeigt, und deren $ Analogien mit pimplea Erichs verrät.
Das G differiert von musa durch ausgedehntere grünlich weiße Punktierung der Vflgl, größere Marginalpunkte
der Hflgl und den etwas verbreiterten sackartigen Fleck, welcher vomCostalrand bis zum 2ten Medianast der Hflgl
reicht. Auch auf der Flügelunterseite sind sämtliche' weißen Zeichnungen ausgedehnter und deutlicher angelegt.
IX
50
394
ZETHERA. Von H. Frtihstoreer.
musides.
mindorona.
hestioides.
incerta.
mentawica.
plisiia.
Das $ von mixta erinnert etwas an Elymnias ceryx von Java und an das $ von pimplea, ist jedoch matter und
ober seits weißlich grün, anstatt weiß und violett getönt. Die Hflgl sind breiter schwarz umsäumt und ihr Außen¬
saum trägt nur zwei, anstatt drei Reihen weißer Punkte, wie bei pimplea. Die Flügelunterseite ist ohne Spur
von violett und auf den Vflgl heller, den Hflgl dunkler als pimplea. Hflgl: Die marginalen dreieckigen Flecke
sind höher und spitzer, die darauf folgenden Adnerval-Keilflecken schmäler und rundlicher, auch stets isoliert.
Die anstoßende Submarginalbinde, welche diese Keilflecken nach oben begrenzt ist breiter, dunkler braun und
füllt, obsolet werdend, den internomedianen Raum aus, ist also nicht scharf abgesetzt wie bei pimplea. $ Vflgl-
länge 43 mm, F 36 mm; auf Bazilan, Febr.-März 1898 von W. Doherty entdeckt. De Niceville bildete eine
auffallend helle 2-Form ab, die von meinen durch den weißlichen anstatt grünlichen Anflug der Strigae
aller Flügel abweicht. Vermutlich gehört das de NiCEViLLE’sche $ einer noch extremeren Trockenform an als
meine Typen. Die dunkelbraune $-Form fehlt bisher. — musides Semp. Das $ differiert von musa durch das An¬
wachsen aller weißen Makeln und Binden und stellt die extremste albinotische Variationsrichtung der musa- For¬
men dar, ähnlich wie diloris Frühst, jene von pimplea. Zebu, Guimaras und vermutlich Negros. — mindorona
Frühst. (90 d). F'- Die weißlichen Punkte der Vflgl obliterieren, der Mediansack der Hflgl wird kürzer, breiter,
und löst sich auf der Unterseite in völlig isolierte, z. T. stark verkümmerte, ovale Makeln auf. $. Vom Typus
der braunen Euploeen, ähnlich musa-Q, fa., nur mit reduzierterer Punktierung der Vflgl und viel kürzeren
gelblichen Strigae der Hflgl. Mindoro, Geschlechter monomorph.
Artengruppe Amechania.
' ‘ «
Z. hestioides Flclr. (90 d). Diese durch die gleichartigen Geschlechter der incerta entfernt verwandte
Species differiert von allen Zethera- Arten durch die sich erst außerhalb der Zelle gabelnden Meclianadern und
man könnte, wenn diesem Merkmal überhaupt irgend welche Bedeutung zukäme, also eher auf hestioides als in¬
certa eine Gattung gründen. F wie $ von hestioides ähneln etwas der Ideopsis glaphyra Moore. 22 wesentlich
größer und reiner weiß als die FS- Mindanao.
Z. incerta Hew. (90 cl). Die herrliche Species ist eine echte Zethera und entfernt sich, abgesehen von
den monomorphen Geschlechtern, strukturell viel weniger von den typischen Zethera als hestioides Fldr., da
sich die Medianadern dicht an der unteren Zellspitze der Hflgl abzweigen. incerta bewohnt anscheinend nur
den Nordarm von Celebes und wurde südlicher als Donggala noch nicht beobachtet. Beide Geschlechter
präsentieren sich als eine mime tische Form der ungemein häufigen Ideopsis vitrea Blanch., mit denen sie
zusammen gefangen werden. Das erst 1909 von mir beschriebene $ ist größer als das F, mit viel hellerer Costal-
partie der Vflgl und fast weißer, nur von zwei schwarzen Strichen durchzogener Zelle. Zwischen den Radialen
der Vflgl färbt sich der Zwischenraum in den kühn geschwungenen Submarginalzacken gelb und die beim F
ockerfarbenen Stellen der Hflgl nehmen einen bleicheren Ton an. Die Adern erscheinen zarter schwarz bereift.
Von dieser Art stammen die in der Gattungsdiagnose beschriebenen eigentümlichen Genitalorgane. Nord-Ce¬
lebes, Toli-Toli (November-Dezember von mir gesammelt). Donggala (August) von W. Doherty entdeckt.
Nachtrag und Berichtigungen.
p. 293 ist unter den Ypthima pandocv.s-Rassen einzuschieben: mentawica Hag. von den Mentawej-
Inseln. — $ dunkler als jenes von corticaria Btlr. Analauge der Hflgl unten größer, oben kleiner, dessen
gelbe Umrandung schmäler.
p. 313. Lethe geldnba Frühst, bereits p. 312 vergeben und wird durch plistia nom. nov. ersetzt.
p. 326. Von Neorina pupillata Frühst, ist obtusangula Frühst, ein älterer Name und bereits Januar
1897 in der Societas Entom. vergeben.
Urbeschreibungs-Nachweis der indo-australischen Satyriden.
395
Alphabetisches Verzeichnis
zum Nachweis der Urbeschreibungen der unter den indo-australischen Satyriden aufgeführten Formen.
* bedeutet, daß die Form an der zitierten Stelle auch abgebildet ist.
abeona Enod. Don. Ins. New Holl. PI. 22. *
abnormis Y. Shelf. Straits Asiat. Soc. 41, p. 98.
abrisa El. Dist. Ann. Mag. Nat. Hist. 1886, p. 331.
acarya My. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 9, p. 343. *
aclianta Xen. Don. Ins. New Holl. PI. 22. *
aculeata Mel. Hmps. Journ. Asiat. Soc. Beng. 1888, p. 351.
adamsoni Coel. Moore, Lep. Ind. I, p. 229. *
adamsoni My. Wats. Journ. Bomb. Nat. H st. Soc. 10, p. 640. *
adiante Hyp. Hbn. Zutr. Smmlg. Exot. Schmett. *
adolphei My. Guer. Deless. Voy. Ind. II 1843 p. 76.
adumbrata El. Frühst. Iris 1907, p. 228.
adustata Arg. Frühst. Seitz, Groß- Schmett. 9, p. 298.
adustata My. Frühst. Soc. Entom. 1906, p. 81.
advipa L. Frühst. Seitz, Gro ß- Sch mett . 9, p. 316.
aemate My. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 9, p. 353.
aetliiops My. Btlr. Cat. Satyr. Brit. Mus. 1868, p. 141. *
affectata Y. Elw. u. Edw. Trans. Ent. Soc. Lond. 1893, p. 30. *
africana Mel. Frühst. Entom. Zeitschr. Stuttg. 1908, p. 87.
agina El. Frühst. Iris 1901, p. 272.
agondas El. Bsd. Voy. Astrolabe, Lep., p. 158. *
agondina El. Frühst. Iris 1903, p. 322.
aisa L. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 9. p. 314.
akragas Y. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 9, p. 291.
alaca L. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 9, p. 316.
alada Y. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 9, p. 293.
albescens Y. Pouj. Ann. Soc. Ent. Fr. 1885, p. XLI.
albofasciata El. Stgr. Iris 1889, p. 39.
alemola Y. Swirih. Proc. Zool. Soc. Lond. 1885, p. 127.
allredi El. Frühst. Iris 1907, p. 220.
alumna El. Frühst. Iris 1907, p. 209.
amabilis Mel. Bsd. Voy. Astrolabe Lep., p. 140. *
ambasara Mel. Moore, Cat. Lep. E. I. Comp. 1, p. 223.
anioena My. Druce, Proc. Zool. Soc. Lond. 1873, p. 339. *
ampa Mel. Swinh. Ann. Mag. Nat. Hist. (6) 5, p. 353.
amphitea Y. Men. Bull. Akad. Petersb. 17, p. 216.
anana Y. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 9, p. 293. *
anapita My. Moore. Cat. Lep. E. I. Comp. 1, p. 232.
anatha L. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 9, p. 316.
anaxias My. Hew. Exot. Butt. III, p. S6. *
anaxioides My. Marsh. Butt. Ind. 1, p. 107.
ancus Y. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 9, p. 293. *
andamana My. Moore, Lep. Ind. 1, p. 196. *
andersoni El. Moore, Journ. Linn. Soc. Lond. Zool. 1886, |
p. 33. *
andersoni L. Atk. Proc. Zool. Soc. Lond. 1871, p. 215. *
angularis Er. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1878, p. 825.
annada Call. Moore, Cat. Lep. E. I. Comp. 1, p. 226.
annamitica My. Frühst. Soc. Entomol. 1906, p. 82,
annamitica Y. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 9, p. 286.
annulata Bag. Sm. Ann. Nat. Hist. (5) 20, p. 435.
antecanis My. Frühst. Verh. Zool. bot. Ges. Wien. 1908, p. 209.
anteros My. Frühst. Verh. Zool. bot. Ges. Wien 1908, p. 164.
antipodas Argyroph. Dbl. Ann. Nat. Hist. 16 (1845) p. 307.
antirius Hyp. Btlr. Cat. Satyr. Br. Mus., p. 168. *
antokides Y. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 9, p. 293.
anunda L. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 9, p. 317.
apara L. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 9, p. 315.
apelles El. Frühst. Iris 1902, p. 175.
aphnius Y. Godt. Enc. Meth. 9, p. 551.
aquillius Y. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 9, p. 293.
arabella My. Frühst. Soc. Entomol. 1906, p. 91.
ararnis My. Hew. Exot. Butt. III, p. 91. *
arayata Zeth. Frühst. Stett. Zg. 1909, p. 217.
arcensia Mel. Cr. Pap. Exot. III, pl. 292. *
archaica Neor. Frühst. Seitz, Groß-Schmett., 9 p. 327.
arctous Y. F. Syst. Entom., p. 489.
aretas Y. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 9, p. 290.
arete L. Cr. Pap. Exot. 4. Pl. 313. *
argentaria Arg. Frühst. Seitz, Groß-Schmett., 9, p. 298.
argentina Er. Btlr. Cat. Satyr. Br. Mus. 1868, p. 188. *
argentina Xois Prittw. Stett. Zg. 1867, p. 274.
argillosa Y. Snell. Tijdschr. voor Entomol. 35, p. 133.
argus Y. Btlr. Proc. Linn. Soc. Lond. Zool. 1878, p. 56.
ariaspa Y. Moore, Proc, Zool, Soc, Lond, 1874, p. 568.
arikata El. Frühst. Iris 1907, p. 219.
aristonicus Eum. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 9, p. 308.
artemis Acr. Fldr. Wien. Ent. Mon. 5, p. 305.
aruana El. Frühst. Stett. Zg. 1899, p. 339.
asophis My. Hew. Exot. Butl. III. *
asterope Y. Klug, Symb. Pliysic. Pl. 29. *
asura Mel. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1865, p. 769.
aswinaMel. Frühst. Entom. Zeitschr. Stuttg. 1908, p. 80.
atkinsonia L. Hew. Ent. Month. Mag. 13, p. 151.
atrata My. Röb. Corr. Bl. Iris 1887, p. 194. *
atrax Mel. Fldr. Wien. Entom. Mon. 7, p. 122.
atropates My. Frühst. Verh. Zool. Bot. Ges. Wien 1909,
p. 165
atys El. Frühst. Berl. Entom. Zeitschr. 1899, p. 56.
auletes Mel. Frühst. Entom. Zeitschr. Stuttg. 1908, p. 83.
austeni Y. Moore, Lep. Ind. II 1892, p. 69.
australiana El. Frühst. Stett. Zg. 1899, p. 338.
australis My. Oberth. Lep. Oc4an. 1880, p. 56.
autumnalis Mel. Frühst. Entom. Zeitschr. Stuttg. 1908, p. 80.
avanta Y. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1874, p. 567.
baladeva L. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1865, p. 769. *
baldina Emu. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1865, p. 499. *
baldus Y. F. Syst. Nat. Append. p. 829.
baliensis El. Frühst. Soc. Entomol. 1896.
balina El. Mart. Iris 1909, p. 58.
baluna My. Frühst. Verh. Zool. bot. Ges. Wien 1908, p. 177.
bankia Mel. F. Syst. Entom., p. 499.
bankis Het. Leech, Zoolog. Miscell. 1, p. 28. *
bangueyana El. Frühst. Berl. Ent. Zeitschr. 1899, p. 58.
barbara My. Sm. Novit. Zool. I, p. 589.
baronesa Mand. Frühst. Soc. Entomol. 1906, p. 83.
basiuni El. Frühst. Iris 1907, p. 230.
batjana Mel. Frühst. Entom.. Zeitschr. Stuttg. 1908, p. 83.
batmara Anad. Frühst, Iris 20, p. 253.
baucis L. Leech, Entomol. 24. Suppl. p. 3.
baweana El. Hag. Jahrb. Naß. Ver. Nat. 1896, p. 184. *
bazilana Pty. Frühst. Iris 1899, p. 79.
bazilana Mel. Frühst. Entom. Zeitschr. Stuttg. 1908, p. 82.
bazochi My. Guer. Voy. Cog. 1829, Pl. 14. *
beatriee Ei. Frühst. Iris 1901, p. 272.
bela Mel. Moore. Cat. Lep. E. I. Comp. 1, p. 223.
belinda Mel. Sm. Entom. Zeitschr. Sutttg. 1908, p. 85.
bengena El. Frühst. Iris 1907, p. 216.
beroe L. Cr. Pap. Exot. I. Pl. 79. *
hesina My. Frühst. Verh. Zool. bot. Ges. Wien. 1908, p. 177.
bethami Mel. Nicev. Proc. Zool. Soc. Lond. 1887 p. 451.
| bethami My. Moore, Lep. Ind. 1, p. 205. *
beza El. Hew. Ent. Month. Mag. 13, p. 179.
bhadra Neop. Moore, Cat. Lep. E. I. Comp. 1, p. 227.
bhairava L. Moore, Cat. Lep. E. I. Comp). 1, p. 217.
j bkima Neop. Marsh. Journ. Asiat. Soc. Beng. 1880 p. 246.
j bilineata My. Frühst. Soc. Entomol. 1906, p. 90.
binghami Coel. Moore, Butt. Ind. 1, p. 230. *
bioculatus El. Dbl. u. Hew. Gen. Di. Lep. Pl. 54. *
bisaltia My. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 9, p. 353.
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bizonata My. Sm. Rhopal. Exot. III, p. 14.
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dokrni El. Nicev. Journ. Bomb. Nat. Hist. Soc. 1896. *
dolopes L. Hew. Ent. Month. Mag. 9 p. 85.
dolorosa El. Btlr. Ent. Month. Mag. 1883, p. 53.
dominans Mel. Frühst. Entom. Zeitschr. Stuttg. 1908, p. 87.
dora L. Stgr. Iris 9, p. 228.
dromon J. Oberth. ih. d’Ent. 15 p. 15. *
drypetis L. Hew. Exot. Butt. III, p. 76. *
duboulayi Het. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (3) 19 p. 167.
dulcibelia El. Frühst. Iris 1907, p. 223.
dumicola Rhaph. Oberth. Et. d’Ent. 2 p. 29. *
duponckeli My. Guer. Satyr. Voy. Coq. Pl. 17. *
dura L. Marsh. Journ. Asiat. Soc. Beng. 1882, p. 38. *
durga My. Sm. Rhop. Exot. II. Myc. 2, p. 78. *
dusara El. Horsf. Cat. Lep. E. I. Comp. 1, Tab. 9. *
dyma Y. Frühst, Seitz, Groß-Schmett. 9, p. 293.
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dyrta L. Fldr. Novara Lep. p. 497.
edela El. Frühst, Iris 1907, p. 191.
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ella Xen. Olliff, Proc. Linn. Soc. N. S. Wal. (2) 2, p. 976.
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enganica Mel. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 9, p. 634.
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epirius Hyp. Btlr. Trans. Ent. Soc. Lond. 1875, p. 3.
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Urbeschreibungs-Nachweis der indo-australischen Satyriden
397
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fasciata Y. Hew. Trans. Ent. Soc. Lond. (3) 2, p. 287.
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flavotincta My. Stgr. Iris 1889, p. 36.
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francisca My. Cr. Pap. Exot. IV, PL 326. *
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galeria Y. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 9, p. 290.
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gela Y. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 9, p. 292.
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gelduba L. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 9, p. 394.
gellia Y. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 9, p. 287.
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glabrius Y. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 9, p. 290.
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goma My. Frühst. Verh. Zool. bot. Ges. Wien. 1908, p. 146.
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gopaka My. Frühst. Verh. Zool. bot. Ges. Wien. 1908, p. 205.
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gracilis Eryc. R. u. J. Novität. Zool. 12, p. 457.
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hegesander Eum. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 9, p. 308.
helena Enod. Olliff, Proc. Linn. Soc. N. S. W. 1888, p. 395.
henrici Anad. Holl. Trans. Am. Ent. Soc. 1878, p. 113. *
heri My. Moore. Cat. Lep. E. I. Comp. 1, p. 233.
hermana My. Frühst. Verh. zool. bot. Ges. Wien 1908, p. 155.
hermia El. Frühst. Iris 1907, p. 206.
hernica My. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 9, p. 340.
hesione Ors. Cr. Pap. Exot. I, pl. 11. *
hestinia El. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 9, p. 383.
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hewitsoni El. Wall. Trans. Ent. Soc. Lond. 1869, p. 327.
keydenreicki Eum. Led. Verh. zool. bot. Ges. Wien. 1853,
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hicetas El. IFaZZ. Trans. Ent. Soc. Lond. 1869, p. 327.
kicetina El. Frühst. Berl. Ent. Zeitschr. 1899, p. 55.
kilda Neor. Westw. u. Dbl. Gen. Di. Lep., p. 370. *
himackala Anad. Moore, Cat. Lep. E. I. Comp. 1, p. 234.
kirtia My. Frühst. Seitz. Groß-Schmett. 9, p. 354.
hobartia Xen. Westw. Gen. Di. Lep., p. 387.
kolcfernes El. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. 1882, p. 42.
honora Y. Moore, Journ. Asiat. Soc. Beng. 51, p. 17.
liorsfieldi My. Moore, Lep. Ind. I, p. 197. *
horsfieldi Y. Moore, Joirrn. Asiat. Soc. Beng. 53, p. 18.
hübneri Y. Ky. Syn. Cat. Di. Lep. p. 95.
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obscurior Pty. Frühst. Verh. Zool. bot. Ges. Wien 1908, p. 223.
obscura Y. Elw. u.Edw. Trans. Ent. Soc. Lond. 1893, p. 17.
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ochine Acr. Semp. Schmett. Philipp. II. (5), p. 47.
oculata My. Moore. Trans. Ent. Soc. Lond. 1880, p. 158.
oculus My. Marsh. Journ. Asiat. Soc. Beng. 1880, p. 247.
offaka Mel. Frühst. Entom. Zeitschr. Stuttg. 1908, p. 87.
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opaca El. Frühst. Iris 1907, p. 220.
opaculus My. Frühst. Verh. zool. bot. Ges. Wien 1908, p. 175.
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ordinata Y. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (5) 16, p. 301.
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400
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sertorius Y. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 9, p. 293. *
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sikkimensis Oen. Stgr. Stett. Zg. 1889, p. 21.
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sintica L. Frühst. Seitz, Groß-Scbmett. 9, p. 324.
siponta Rag. Frühst. Seitz, Groß-Scbmett. 9, p. 361.
sirius My. F. Syst. Ent. p. 488.
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sobrina Y. Elw. u. Edw. Trans. Ent. Soc. Lond. 1893, p. 29. *
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stellera Y. Eschh. Kotzeb. Reise 3, p. 216. *
stenopa L. Frühst. Ent. Zeitschr. Stuttg. 1908, p. 127.
stictica El. Frühst. Iris 1901, p. 271.
striata Y. Hmps. Journ. Asiat. Soc. Beng. 1888, p. 349.
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suavium El. Frühst. Iris 1907, p. 230.
subcongrueus El. Sernp. Scbmett. Philipp. Rhop. p. 329.
subdecorata El. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 9, p. 381.
subdita My. Moore , Lep. Ind. 1, p. 194. *
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sudra My. Fldr. Novara, Lep. 3, p. 500. *
suffusa Het. Skuse. Proc. Ent. Soc. Lond. 1895, p. XIV.
suiensis My. Sm. Rhop. Exot. II. *
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sumati L. Frühst. Seitz, Groß-Scbmett. 9, p. 320. *
sumati Mel. Frühst. Entom. Zeitscbr. Stuttg. 1908, p. 82.
sumatraua El. Wall. Trans. Ent. Soc. Lond. 1869, p. 325.
sumatrana Er. Mart. Iris 1909, p. 147.
sumatranus Mel. Frühst. Entom. Zeitschr. Stuttg. 1908, p. 83.
sumatrensis L. Stgr. Iris 1896, p. 228.
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sumptuosa El. Frühst. Iris 1907, p. 237.
sura L. Dbl. u. Hew. Gen. Di. Lep. II, p. 362. *
suradeva Cyll. Moore. Cat. Lep. E. I. Comp. 1, p. 225.
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Ansgegeben 15. VIII. 1911. Urbeschreibungs-Nachweis der indo-australischen Satyriden.
401
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telephassa Bum. Hbn. Smlg. Exot. Schmett. *
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ternatensis My. Frühst. Verh. Zool. bot. Ges. Wien 1908, p. 164.
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theophila My. Frühst. Verh. Zool. bot. Ges. Wien 1908, p. 199.
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timorensis El. Frühst. Iris 1907, p. 198.
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turbata Ors. Frühst. Verh. Zool. bot. Ges. Wien 1908, p. 214.
typhhis My. Frühst. Verh. Zool. bot. Ges. Wien 1908, p . 152.
typica El. Frühst. Iris 1901, p. 272.
ugiensis Arg. Math. Proc. Zool. Soc. Lond. 1886, p. 347. *
uleva Arg. Sm. Entom. Month. Mag. 25, p. 299.
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umbonia My. Frühst. Soc. Entomol. 1906, p. 91.
umbrata Rag. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 9, p. 361.
undularis El. Drury, Illustr. Ins. II, PI. 10. *
undulata Hyp. Btlr. Trans. Ent. Soc. Lond. 1875, p. 2.
undulata My. Snell. Tijdschr. voor Entom. (1890) 34.
unica My. Leech, Butt. China 1, jx- 15.
unipupillata My. Frühst. Stett. Zg. 1898. p. 265.
ustulata My. Dist. Rhopal. Malay. p. 418. *
vada Mel. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 9, p. 367.
vaga L. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 9, p. 318.
vaivarta L. Doh. Journ. Asiat. Soc. Beng. 1886, p 115.
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valda My. Frühst.. Seitz, Groß-Schmett. 9, p. 339.
Valentina Mel. Frühst. Entom. Zeitschr. Stetig. 1908, p. 83.
valeria My. Sm. Novit. Zool. 1898, p. 87.
Valeriana My. Sm. Rhopal. Exot. III. Myc. 5. *
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varaha Mel. Moore, Cat. Lep. E. I. Comp. 1, p. 224.
vasudeva El. Moore. Cat. Lep. E. I. Comp. 1, p. 238.
velitra L. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 9, p. 316.
vella Arg. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 9, p. 298.
velutina Mel. Fldr. Novara Lep. III, p. 463.
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vetma L. Koll. Hiig. Kaschmir, (4), p. 447. *
verostes My. Frühst. Seitz, Groß-Schmett. 9, p. 340.
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IX
51
AMATHU SIL ILE . Von H. Fruhstorfer.
403
5. Familie : Amathusiidae.
Nachdem Schatz 1889 die interessanten jedoch wenigen hieher gehörigen Gattungen bereits als ,,Mor-
plxiden der alten Welt “ abgetrennt und sie den ,, Morphiden der neuen Welt £* gegenüber gestellt hatte, wählte Moore
1895 den Namen Amathusiinae um eine Gruppe von Schmetterlingen, wissenschaftlich zu umgrenzen, die Gis
dahin eine äußerst unsichere Stellung in der Systematik einnahm. Wurden doch die Amathusiiden vielfach
als Nymphaliden behandelt, während weitaus die meisten Merkmale zu den Satyriden hinneigen, was der
geniale Felder 1866 bereits erkannte, und Erich Haase durch die Bezeichnung Satyromorpha (1891), zuerst
umschrieb.
Von den echten Morphiden lassen sich die Amathusiiden leicht trennen durch, die stark gebogene untere
Discocellulare und den fehlenden basalen Mediansporn der Vflgl, auf denen mit Ausnahme der Hyantis nur ein
Subcostalast vor dem Zellende abzweigt. Die Form der unteren Discocellulare der Vflgl gemahnt insbesondere
an jene der Gattung Elymnias. Die Lebensweise der Amathusiiden ist gleichfalls satyroid, wodurch ebenso
wie im Geäder ein viel größerer Kontrast gegenüber den neotropischen Morphiden entsteht, als gegenüber
den Satyriden. Die echten Morpho sind Kinder der Sonne, die Amathusiiden Dämmerungsfalter und selbst die
wenigen tagfliegenden Gattungen Faunis, Xanthotaenia und Taenaris lieben den Schatten des Waldes, den sie
nie verlassen.
Die Klammerorgane der Amathusiiden sind völlig analog mit jenen der Satyriden und. in einigen
Fällen {Taenaris) ebenso wenig davon zu unterscheiden wie etwa die eines Teiles der Brassoliden (Opsiphanes).
Die Raupen der asiatischen Genera nähren sich von Monocotyledonen, jene der südamerikanischen
Morpho, von verschiedenen Dicotyledonen, doch haben alle gemeinsam eine dichte lange pelzige oder bü¬
schelförmige Behaarung , was sie im Gegensatz zu den nackten Satyridenlarven bringt und dies ist das
einzige gewichtige Merkmal, weshalb hier von einer Vereinigung der Amathusiiden mit den Satyriden abgesehen
wird. Die neuerdings versuchte Absplitterung der Hyantidae und Discophoridae als besondere Familien muß
deshalb naturgemäß und vollends als überflüssig und unhaltbar abgelehnt werden.
Die Genera der Amathusiiden sind strenger lokalisiert als jene der Satyriden, so finden sich die Ama-
thusinae ausschließlich in den indischen, die Taenarinae und Hyantinae, von wenigen Ausläufern abgesehen,
nur in der australischen Region. Einige Genera wie Stich ophihalma, Aemona sind kontinental, die Taenarinae in¬
sular. Fast alle führen (im Gegensatz zu den Morpho) sekundäre Sexualauszeichnungen, die bei den Zeuxidia
noch jene der Satyriden ( Culapa ) an luxurianter Ausbildung überbieten und anscheinend in Korrelation stehen
mit einem aromatischen Geruch, der sich selbst bei trocken konservierten Imago’s von Amathusia plateni
und einigen Discophora bisweilen in der mit Naphthalindünsten erfüllten Sammlung noch nach einem Jahr¬
zehnt bemerklich macht.
Die Amathusiiden scheuen die direkten Sonnenstrahlen, fliegen nur im Schatten und lieben die Stunden
der Abenddämmerung, ja selbst die beginnende Nacht. Unter Tags bewegen sie sich in den meisten Fällen nur
aufgescheucht und auf kurze Entfernungen und ziehen es vor, mit zusammengeklappten Flügeln im dichtesten
Bambusgebüsch, längs der kleinen Wasserläufe des Urwaldes zu ruhen. Nur die näher mit den Satyriden ver¬
wandten Gattungen ( Faunis , Xanthotaenia- und Thaumantis ) lieben die Erde und ruhen auf derselben und auf
toten Blättern. Die Ruhestellung mit gefalteten Flügeln schützt die Tiere auf jeden Fall am besten vor Ver¬
folgung, da bei allen Arten die Färbung der Unterseite gut mit der Umgebung harmoniert, während die Ober¬
seite mit meist prachtvollen blauen Tönen sie rasch verraten würde.
Gleichwie die Hestia- und die stattlichen Euploea- Arten bevorzugen die Amathusiiden die Niederung;
mit ihrer meist riesigen Gestalt, und dem schwachen Körper, der fast unförmige Figl zu tragen hat, fühlen sie
sich nur im Walde sicher und vermeiden deshalb auch die den heftigen Winden ausgesetzten alpinen Regionen.
Die Eier sind nach Angaben Doherty’s jenen der Satyriden ähnlich, aber ziemlich flach, hart, leicht
durchsichtig ( Discophora , Thaumantis ) oder dunkel fazettiert (Faunis). Dr. Martin hat neuerdings 2 Arten
aus dem Ei gezogen und gefunden, daß dieses bei Thaumantis lucipor kugelig, relativ groß, von schmutzig
weißer Färbung und mit eigentümlichen Linien besetzt ist.
Rp in der Regel gesellig, zuerst weißgrau, später rotgrau behaart. Kopf mit 2 Hörnern und dicht mit
langen Borsten besetzt; Körper zylindrisch, in der Mitte verdickt mit mäßig langer Schwanzgabel. Sie tritt
manchmal massenhaft auf und kann dann große Verheerungen anrichten, so besonders auf den Blattwedeln
der Kokospalmen, die sie bis auf die Mittelrippe abfrißt.
Pp hängend, soweit bekannt grün, lang, schlank, teilweise kahnförmig, Kopf in zwei lange Spitzen
ausgezogen, welche die Palpen umschließen. Ppnruhe 10 — 12 Tage.
Die Vorlagen zu den auf Tafeln 100 bis 106 dargestellten Arten entstammen der Sammlung Frfhstor-
per — (Genf-Florissant) in der auch die Typen der neubeschriebenen Formen aufbewahrt sind, soweit dies nicht
bei einigen Ausnahmen des Berliner Museums und British Museums besonders bemerkt ist.
Subfamilie Amathusiinae Moore.
Genitalapparat der ohne Uneus anticus, Vflgl mit deutlicher mittlerer Diseocellularis. Zwei
Hauptgruppen: a) Uncus mit lateralen Spangen; b) Uncus ohne solche.
404
FAUNIS. Von H. Fruhstoreer.
1. Gruppe: Uncus ohne laterale Spangen.
1. Gattung: Faimis Hbn.
Dieses unter dem jüngeren Namen Clerome Wesiw. besser bekannte Genus umfaßt die unscheinbarsten
und den Satyriden am nächsten verwandten Arten der Familie. Ihre Gestalt überschreitet niemals die Mittel¬
größe und die 11 zugehörigen Arten sind von bräunlicher, seltener weißlicher Grundfärbung der Oberseite. Die
Unterseite der Hflgl kann punktiert, gestreift oder schön geäugt sein, die Vflgl führen manchmal eine weiße
oder violette Schrägbinde, die je nach Lokalität an Breite und Färbung wechselt. — Palpen relativ kurz und
dicht anliegend beschuppt. Vflgl mit 2 freistehenden Subcostalästen vor dem Zellapex, Struktur im allgemeinen
jener der Taenaris ähnlich, aber auf den Hflgln durch eine äußerst kurze vordere Discocellulare leicht zu unter¬
scheiden. — ■ Eier nach Doherty dunkel facettiert. — - Die $$ tragen auf der Oberseite der Hflgl einen Haarbü¬
schel, welcher rückwärts von der Wurzel der Medianader entspringt und sich über diese und über einen in der
Wurzel der Subcostalader gelegenen Duftfleck breitet. Die Schmetterlinge bewohnen nur den hohen Wald,
fliegen niedrig und setzen sich oft und gerne auf die nackte Erde oder tote Blätter ; ihr Flug ist hüpfend, leicht und
rasch, aber ziemlich unstät und unberechenbar. Verbreitungsgebiet von Bhutan bis Hinterindien und Süd-
China, dem Archipel der Philippinen, Makromalayana und Celebes.
arcesilans. F. arcesilaus F. von ihrem Autor bereits 1770 aus Siam beschrieben, wo ich die Art wieder auffand,
ist oberseits dunkel gelbbraun mit leichter Apikalverdunkelung bei den $$. Unterseite des Hflgls mit nur
einer gebogenen Reihe von weißen oder gelblichen Punkten, die zwischen einer bei den GG undeutlichen, beim
$$ etwas breiter angelegten Mediana und einer Submarginalbinde stehen. Manchmal führen auch die Vflgl
3 — 5 gelbliche Punkte, arcesilaus fliegt in Siam im Januar, in Tonkin im Juni. Sie ist von Birma und Assam
bekannt, soll noch in Bhutan häufig sein, aber in Sikkim nur noch als größte Seltenheit auftreten. Exemplare
von Singapore und Sumatra sind kaum von kontinentalen arcesilaus abzusondern, dagegen sind beide Geschlech¬
ter von Borneo und den Natuna-Inseln leicht zu erkennen durch eine auffallend hell ockergelbe Grundfärbung
borneensis. der Oberseite und eine bleich braungraue Medianpartie der Hflglunterseite, weshalb der Name borneensis Frühst,
pallidior. dafür eingesetzt wurde. — ■ Eine weitere helle Form ist pallidior Hag. von den Mentawej -Inseln, die von sumatra-
nischen arcesilaus durch, kleinere Gestalt ab weichen und unterseits schärfere und deutlicher gezackte Binden
samadhi. führen. Es sind bisher nur 2 bekannt geworden. — samadhi Frühst, ist eine oberseits fast rötlich gelbe Sa-
tellitinselrasse, die von der benachbarten Nias-Form differiert durch, bleicher gelbliche Grundfarbe der und
eine wie bei pallidior Hag . markante, proximal tief eingeschnittene, braunschwarze mediane Längsbinde der Hf lgl-
niasana. Unterseite. — niasatia Frühst. (100 b). Oberseite aller Flügel nicht rötlich gelb wie bei arcesilaus vom Kon¬
tinent und Java, sondern matt dunkel braunrot. Unterseite: Basalfeld aller Figl dunkler, Außenhälfte lichter
abgetönt als bei arcesilaus, das schwärzliche Medianband noch, einmal so breit. Die gelbe Punktierung ist nicht,
wie bei den übrigen arcesilaus, von einem braunen Schatten umgeben, und hebt sich dadurch von dem licht¬
braunen Untergründe deutlicher ab. Nicht selten auf Nias und leicht kenntlich an den oberseits matt dunkel-
canois. braunen $$. — canens Hbn. (= leonteus Zink.) ist weitaus die markanteste Lokalfoim und die $$ aus dem west¬
lichen Java müssen als die größten der Kollektivspezies bezeichnet werden. Beide Geschlechter differieren
von der kontinentalen Rasse durch eine deutliche, schön gelbliche Aufhellung der Medianpartie der Oberseite
aller Flügel, die bei den auffallend breit braunschwarz umrandet erscheinen. Dagegen ist die Unterseite
fast zeichnungslos, die schwarzen Längsbinden verschwommen und die gelblichen Pünktchen sehr undeutlich.
Ganz Java, von der Küste bis zu 600 m. — Ost- Java-Exemplare sind kleiner und etwas dunkler als solche
aus den Preanger Regentschaften im Westen der Insel. Ich. vermute, daß dieselbe oder eine ähnliche Form auch
auf Bali vorkommt, wo Doherty eine arcesilaus-lieLSse entdeckte.
Jdrata. F. kirata Nicev. (100b). Ursprünglich aus Perak und Südost-Borneo beschrieben, aber später auch auf
Sumatra gefunden ; differiert durch den mehr quadratischen statt rundlichen Umriß der Vflgl. die gleichmäßigere
und dunkler rotbraune Grundfarbe von arcesilaus. Die Unterseite der ist vorherrschend schwarz, statt
rötlich; die sind grau mit dunkleren schön geschwungenen Längsbinden, von denen die mittlere ungewöhn¬
lich breit angelegt ist. Nach Doherty sind auch die Klammerorgane weitgehend differenziert.
grcicilis. F. gracilis Btlr. (100 b) hat mit kirata dieselbe Verbreitung gemeinsam, also Makromalayana mit Aus¬
schluß von Java. In der Regel noch etwas kleiner als kirata und oberseits gleichmäßiger und lichter rotbraun
als arcesilaus, ist sie unterseits kenntlich an einer den Vflgl steil durchziehenden schwarzen Längsbinde, während
die Hflgl ein kleines Apikal- und ein größeres Analauge führen, das gelbumringelt und gelb gekernt ist. Zwischen
den Ozellen stehen dann noch drei gelbliche Pünktchen und die Vflgl zeigen eine Serie von vier Pünktchen
über dem manchmal fehlenden, sehr kleinen Auge zwischen der Submediane und der hinteren Mediane.
stomphax. F. stomphax Weshv. (100b) vom Habitus der arcesilaus aber oberseits etwas satter rotbraun; trägt
unterseits manchmal noch etwas größere Ozellen als sie auf der Abbildung dargestellt sind, dagegen ist die weiß-
violette Vflglbinde häufig erheblich verengt (manchmal sind nur fadendünne Rudimente davon vorhanden
besä, und nicht selten verschwindet sie vollkommen). Nach Exemplaren von letzterer Form ist besä Hew. benannt.
Diese scheint aber auf Nord-Borneo beschränkt zu sein, während mir stomphax außer vom Kinabalu-Gebiet
FAUNIS. Von H. Fruhstorfer.
405
auch von Südost-Borneo und sogar ziemlich unverändert von West-Sumatra vorliegt und Snellen sie aus Billiton
empfing. — plateni Stgr. muß als eine unterseits verbleichte Inselrasse gelten, bei der die vordere Ozelle der Hllgl- plaimi.
Unterseite ausfällt und die Längsbinden zu verschwinden beginnen. Palawan, selten.
F. phaon, aus Manila zuerst gekommen, ist über alle nördlichen und mittleren Philippinen verbreitet,
lokalen Veränderungen unterworfen und. anscheinend auch klimatischen Einwirkungen gegenüber sehr em¬
pfindlich, denn sowohl Semper wie Staudinger erwähnten bereits Exemplare mit normalen großen, wie auch
stark verkleinerten Ozellen der Hf lgl-Unterseite , welch letztere wohl der Trockenzeit angehören und als microps mt-m/w.
Stgr. benannt wurden, phaon übertrifft arcesilaus in der Pegel in der Größe und wechselt je nach der Heimat¬
insel in der Oberflächenfärbung, phaon Er ., die Namens type von Luzon, ist oberseits dunkel lederbraun und seine phaon.
Augenflecken sind auf der Unterseite der Hflgl dunkelgrau umringelt. — Bei ikonion Frühst. (100 a), einer geo- ihonion.
graphischen Rasse ohne genauer bekannten Fundort, verändert sich das Kolorit in ein dem arcesilaus ähnliches
helles Rotbraun und bei SS von den Guimaras wiederholt sich, eine Erscheinung, auf die bereits bei den Culapa
hingewiesen wurde: nämlich das Dominieren eines äußerst lebhaften hellockergelben. Kolorits, so daß derlei
Exemplare unter großen Reihen von phaon sogleich auffallen und als carfinia subsp. nov. abgesondert werden, carfinia.
Type in der Koll. Semper des Senckenbergischen Museums in Frankfurt a. M. — lurida Fldr. ist ein weiteres lurida.
Färbungsextrem von weißlichgrauer Abtönung, außerdem unterseits durch helleres Grundkolorit, kleinere
Augen und zackiger verlaufende dunkle Mittellinie charakterisiert. Semper erwähnt, daß bei lurida und phaon
auch auf den Vflgl gelegentlich kleine Ozellen auftreten.
F. leucis Fldr. (100 a) vertritt phaon auf den südlichen Philippinen. Sie ist ausgezeichnet durch den leucis.
atlasartigen Glanz der weißlichen Basalpartie der Hflgl. Da aber die Unterseite außer etwas kleineren Ozellen
keinerlei Unterschiede phaon gegenüber aufweist, wird sie woh.l nach Bekanntwerden von weiteren insularen
Zwischenstufen mit phaon als Unterart vereinigt werden müssen. Nach. Semper treten die Nebenaugen der Vflgl-
unterseite bei leucis noch häufiger in Erscheinung als bei phaon, und das $ führt gelegentlich, eine weißliche
Begrenzung der dunklen Medianlinie. In ganz Mindanao vom April bis Juli, auf Bazilan im Februar — März
nach den von Doherty gesammelten <3$ meiner Kollektion.
Auf Sangir und der celebischen Subregion finden wir phaon ersetzt durch F. menado die auf der Haupt¬
insel Celebes selbst bereits in vier Ortsformen zerfällt. — menado Hew. der nomenklatorische Typus, entstammt, menado.
was ja der Name schon andeutet, der Umgebung von Menado in der Minahassa (Nord-Celebes). Grundfarbe
wie bei allen anderen Formen der Hauptinsel bell ockergelb mit leicht verdunkeltem Apex der Vflgl der
Unterseite der ES mehr oder weniger dunkel grauschwarz, die schwarzen Augen, gelb umzogen. $ basalwärt s
dunkel, nach außen gelblichgrau, Vflgl der ES mit Rudimenten einer weißlichvioletten Binde, die bei den $$
etwas deutlicher vorhanden ist und in der Flügelmitte manchmal eine gelbliche Verlängerung findet. Minahassa
und Toli-Toli, wo ich die Art an Bananenköder im November und Dezember häufig antraf. — In Zentral-Celebes,
bei Donggala in der Palos-Bai, fand Doherty im August eine entschiedene Trockenzeitform, die ich als zenica -enica.
form. nov. einführe, die bei beiden Geschlechtern unterseits heller gefärbt und mit kleineren Ozellen besetzt ist,
dagegen verbreitert sich die weißliche Schrägbinde der Vflgl ganz erheblich und die braune Submarginalbinde
der Hflgl ist zumeist stärker gezackt. — pleonasma Röb. umschreibt eine interessante und markante Rasse des pleonasma.
östlichen Celebes, von Tombugo und Kendari in meiner Sammlung. Beide Geschlechter sind unterseits wesent¬
lich heller als selbst zenica, die Schrägbinde der Vflgl nimmt bei den durchweg eine gelbliche Färbung an,
die Ozellen der Hflgl werden größer als bei menado und die braunen Längsbinden heben sich deutlicher von
der fahleren Unterlage ab. Das bei zenica stets fehlende, bei menado nur selten vorhandene Apikalauge
der Vf lgl-Unterseite bleibt stets deutlich, wodurch ein LTebergang geschaffen ist zu Chitone Hew.. die auf von chitone.
Wallace in der Umgebung von Makassar in Süd-Celebes gesammelte Exemplare basiert ist. Die Oberseite
heller als bei den vorgenannten Rassen, weshalb der dunkle Apikalbezug der $$ lebhafter kontrastiert. Vflgl
unterseits mit sehr deutlicher, Avenn auch, manchmal noch unterbrochener violett weißer Subapikalbinde. — •
fruhstorferi Röb. (100 a) bezeichnet eine Rergform des östlichen Süd-Celebes, die am Pik von Bonthain Höhen fruhstorferi.
von 3 — 5000 Fuß bewohnt. Die Schrägbinde auch der ES «ehr verbreitert, niemals unterbrochen; alle Ozellen,
namentlich aber das Apikalauge der Vflgl, sehr deutlich, die braunen Submarginallinien aller Figl markanter
als bei den HEAViTSON’schen Ortsrassen. — intermedia Röb. bezeichnet eine Form der Insel Bangkai, die in der intermedia.
Größe etwas hinter pleonasma zurückbleibt, von der sie ein unterseits noch mehr verbleichtes, mit kleineren
Ozellen besetztes, Extrem darstellt. — syllus subsp. nov. kommt von Sangir und nach der Type in der Sammlung .s yllus.
Staudinger des Berliner Museums steht sie der menado Hew. am nächsten, ist aber oberseits intensiver und gleich¬
mäßiger soAvie mehr rötlichgelb gefärbt. Der dunkle Apikalanflug der undeutlicher und die vordere Ozelle
der Hflgl-Unterseite stets kleiner als bei menado. — suluana Frühst, muß als das dunkelste Extrem der Ivollek- suluana.
tivspezies aufgefaßt werden. Die Oberseite satt rotbraun, wie bei phaon ikonion Frühst. (100a) der Philippinen:
die Unterseite nur wenig lichter mit etwas gelblicher Beimengung. Die Medianlinien mehr genähert, die Augen
sehr groß, dunkelgelb umzogen. Die Schrägbinde der Vflgl dagegen dunkel violett und nicht Aveißlich blau
wie bei menado und. vor dem Apex steht noch ein großer, schwarzer, weißgekernter Augenfleck, analog pleo¬
nasma Röb. Die braunschwarze Medianbinde der Hflgl ist stärker gewinkelt als bei chitone. S Vflgllänge 39 mm.
Sula-Mangoli, Oktober — November von W. Doherty gefunden.
406
JEMONA. Von H. Fruhstorfer.
sappho. F. sappho Sem/p. ist eine in den Sammlungen wenig verbreitete und auch mir fehlende Art, die ich
nur nach der Abbildung und den Exemplaren in der Sammlung Semper beurteilen kann. Grundfarbe der
Oberseite graubraun wie bei phaon Er. der Nord-Philippinen und die Anlage einer breiten weißen Binde der Vflgl,
welche das Hauptmerkmal der Spezies bildet und die wurzelwärts von einer undeutlichen dunkelbraunen Linie
begrenzt wird, nach Angaben von Semper sehr konstant. An der Vflglspitze stehen unterseits zwei bis drei
weiße Punkte, von denen der mittelste sich mitunter zu einem Auge ausbildet. Die beiden üblichen Ozellen der
Hflgl sind immer gleich groß und variieren je nach, der Inselrasse. Die braune Mittellinie trifft teils das Apikal¬
auge, teils geht sie proximal daran vorbei. Type von Boliol; Flugzeit anscheinend während des ganzen Jahres.
Meis. — kleis Semp. bezeichnet eine melanotische Form mit wie bei menado pleonasma Böb. ziirückgebildeter Sub¬
apikalbinde der Vflgl, die grau überdeckt erscheint. Selten, nur 5 Exemplare bekannt von den Inseln Camotes,
ameinoldeia. Samar, Panaon und Siargao. Flugzeit Februar bis November. — ameinokleia sub.sp. nov. von Oa.miguin de
Mindanao in der Sammlung Semper in Frankfurt, differiert von der Type aus Bohol durch bleicher brauner
Grundfarbe, schmälere weiße Subapikalbinde der Vflgl und hell gelbgraue statt braune Unterseite der Hflgl,
die auffallend große Ozellen tragen.
eumeus. F. eumeus Drury begegnet als einer der gemeinsten Schmetterlinge dem Spaziergänger der kurz vor
Sonnenuntergang im botanischen Garten von Hongkong lustwandelt. Die Falter hüpfen dann nahe dem Erd¬
boden über die Gräser oder setzen sich auf Steinbänke, leicht zur Beute werdend. Oberseite rotbraun mit schön
gelbem Oostalsaum, von dem aus stets eine breite und besonders beim $ schön ockergelbe Schrägbincle über
dem Zellapex zur Flglmitte hinzieht. Ich fing ganz frische Exemplare Ende Oktober und Walker berichtet,
daß abgeflogene Stücke noch im Dezember unterwegs sind und daß sich der Schmetterling als eine der häufig¬
sten Erscheinungen der Falterwelt selbst in das Straßengetriebe der City von Hongkong gelegentlich verirre.
Eine neue Brut kommt bereits im März zum Vorschein. Die Rp lebt vermutlich auf Gras und Zwergbambus.
Walker fand die Rp und beschreibt sie als ganz glatt, nur mit zwei Kopfhörnern bewehrt und von bleichgrüner
Farbe. Die Falter fliegen auch an kalten Tagen und verstecken sich, gern im abgefallenem Laub oder setzen sich
auf nasse Wegstellen. Moore nennt auch Hainan und Süd-China als weitere Flugorte. — Bei der Lokalform
incerta. incerta Stgr. (100 a) von Tonkin, Birma und Annam fehlt die ockerfarbene Binde den nur die prächtig gelbe
Aufhellung des Costalsaumes bleibt erhalten und bei den $$ ist sie zwar sehr deutlich, aber stark verschmälert und
von dem rotbraunen Mediananflug etwas zerteilt. Flugzeit in den Monaten Juni, Juli auf ca. 300 m Höhe. Im
August erscheint eine Trockenzeitform, welcher der rotbraune Anflug fehlt, so daß ein mattes Kakaobraun
vorherrscht. Im Gebirge von Annam beobachtete ich aber in der Höhe von etwa 1200 m eine äußerst charak-
moiarum. teristische Abweichung, moiarum Frühst., sehr große $$ mit einer breiten hellockergelben Subapikalbinde der
Vflgl, die selbst jene von eumeus' aus Hongkong an Ausdehnung übertrifft und auch unterseits als gelber Termi¬
nalrand erhalten bleibt.
assama. F. assania Wesüv. steht unterseits der eumeus sehr nahe, doch sind die Submarginalmakeln gelb, statt
weiß und die rotbraunen Längsbinden verlaufen geradliniger. $ oberseits matt hellbraun mit unmerklicher
lichterer Partie am Zellapex; $ mit hellockergelber Transcellularbincle. Bisher nur aus Assam bekannt, wo die
Art nicht selten ist.
F. aerope von China und Tonkin zerfällt in zwei geographische Rassen von denen die kleinere Nordform,
aerope. aerope Leech , bereits Bd.. 1 p. 156 behandelt und dort Taf . 49 c abgebildet wurde. In Zentral-China und am Omeishan
excelsa. in West-China im Juli nicht selten. — excelsa Frühst. (100 c) ist durch ihre bedeutende Größe und beim $ oben
lichter graue Grundfarbe leicht zu unterscheiden. Das $ führt einen ziemlich breiten schwarzen Apikalsaum
und darunter eine ausgedehnte weißlichgelbe Medianbinde. Auf der Unterseite sind die weißen Makeln viel
größer und die Längsbinden schwarz, statt rotbraun. Sehr lokal in Tonkin und von mir nur im Juni, Juli bei
Than moi im Norden des Landes beobachtet. Der Falter fliegt dort in Gesellschaft von Slichophthalma tonkiniana
Frühst. (103 a) fruhstorferi Böb. (103 a) Thaumantis lathyi Frühst. (102b) auf mit lichten Wäldchen bestandenen
steil abfallenden Kalkbergen und immer da, wo kleine Wasserläufe enge Schluchten durchrieseln.
F. faunula zerfällt gleichfalls in zwei Ortsformen die auf die malayische Halbinsel und das angrenzende
faunul a. Hinterindien, beschränkt sind, faunula Weslw. (100 a) ist ausgezeichnet durch einen an gewisse Taenaris erinnern¬
den zweiten Haarbüschel nahe dem Analwinkel der Hflgl und einen prächtig gelben Anflug der bis zur hin¬
teren Mediane reicht. Unterseite mit grellen dunklen Zickzackstreifen, so daß faunula gar nicht den Eindruck
eines Gliedes der Gattung Faunis macht, was Westwood auch veranlaßte, ein Genus „Melanocyma “ auf die
faunuloides. Spezies zu gründen. Perak, Chentabun in Siam, Cambodja. — fauräuloides Nicev. ist etwas größer und zeigt
unterseits etwas geradlinigere Streifen. Selten und lokal, bisher nur 5 $$ in der Literatur erwähnt, die in Ober¬
birma, Nord-Cbin-hills im Juni auf etwa 1000 m Erhebung gefangen wurden.
2. Gattung: Acihobbsi Hew.
Das Geäder differiert von jenem der vorhergehenden Gattung durch die kürzere und steiler gesetzte
hintere Discocellularis und die etwas längere Praecostalis der Hflgl. Der Aderverlauf sonst wie bei den Gat-
XANTHOWENIA; HYANTIS. Von H. Fruhstorfer.
407
tungen Discophora und Enispe, jedoch sind die Aderröhren zarter. Im Gegensatz zu Faunis fehlen die sexuellen
Haarpinsel der Hflgl und die Vflgl sind apikal verlängert und in eine merkliche Spitze ausgezogen. Es sind nur
zwei Arten bekannt, die zu den größten Seltenheiten des südchinesisch-indischen Gebiets zu rechnen sind. Nach
meinen Beobachtungen sind es Dämmerungsfalter, die erst kurz vor Sonnenuntergang zum Vorschein kommen
und feuchte Täler bewohnen.
A. amathusia. Von dieser wurden zwei geographische Rassen entdeckt, und zwar amathusia Hew. aus amathusia.
Nord-Indien, vermutlich zuerst von Bhutan gekommen und neuerdings auch in Assam gefunden. Hewitson’s
Figur bezieht sich auf die Trockenzeitform: d'-Oberseite gelb mit einer rotbraunen Längslinie jenseits der Zelle,
die beide Figl durchzieht und mit einer gezackten Submarginalbinde der Hflgl. Unterseite mit einem kleinen weißen
Auge im Analwinkel der Vflgl und sechs winzigen Ozellen im Submarginalgebiet der Hflgl. 2 mit schwärzlichem
Apex und einer ockergelben Aufhellung der Medianregion der Vflgl und breiteren rotbraunen Längsbinden
der Unterseite. — peali Wood- Mas. hält Doherty für die Regenzeitform und er scheint damit das richtige peali.
getroffen zu haben, denn der rundlichere Flügelschnitt und stattlichere Augen, die auch nach oben durchschla¬
gen und deutlich schwarz gekernt sind, bilden den einzigen Differenzialcharakter, peali wurde bisher nur in
Ober-Assam beobachtet. Flugzeit September bis Dezember, während amathusia auch von den Khasia-, Garo- und
Naga-Hills bekannt ist. — oberthuri Stich. (Bd. l.p. 156 beschrieben und dort Taf. 49c abgebildet) ist die seltene oberlhuri.
westchinesische Lokalform und wesentlich dunkler als die Himalaya-Rasse.
A. lena Alle. (102 b) wurde 1868 durch Dr. Anderson gelegentlich der englischen Yunnan-Expedition lena.
im Süden dieser Provinz entdeckt und ist seither nur in 6 — 7 AE in allen Teilen Birma’s gesammelt. Das von
uns abgebildete $ war vor meiner Reise nach Tenasserim unbekannt, wo ich es auf ca 1200 m Höhe bei Tandong
in den Karen-Hills gefangen habe. Der A ist bleicher mit zarteren schwarzen Gitterzeichnungen und unterseits
ziemlich gleichartig hellgelblich ohne die braune Medianregion, welche, das $ schmückt.
3. Gattung: Xaiitliotaenia Westw.
Wenn Doherty’s Angaben, daß die Raupe der einzigen Art dieser Gattung völlig unbehaart sei. sich
bestätigen, dann steht Xanthotaenia am nächsten den Satyriden mit denen sie ohnedies noch durch die geschlossene
Zelle der Hflgl übereinstimmt, die sich unter den Amathusiiden nur noch, bei den Hyantis vorfindet . Auf den Vflgl
zweigt nur ein Subcostalast vor dem Zellapex ab. Praecostale der Hflgl gerade, dick, wie bei Faunis. Hflgl
mit einem Büschel dunkler Haare an der Submediane ähnlich wie bei Faunis jaunula, aber ohne die graue
Androc-onienpfanne der letzteren. — Nur eine Art bekannt, die von Tenasserim aus sich über Makromalayana
mit Ausschluß von Java verbreitet hat.
X. busiris ist leicht an der feurig gelben Querbincle der Vflgl zu erkennen, die je nach der Lokalität
sich von einem rot- oder dunkelbraunem Grunde abhebt, busiris W estw. ursprünglich von der malayischen busiris.
Halbinsel beschrieben, kommt ziemlich übereinstimmend auch in Tenasserim und Nord-Sumatra vor. Tenasse-
rim-Exemplare zeigen bereits eine Tendenz zur Verbreiterung der gelben Subapikalbinde. — Nach Martin
fliegt busiris das ganze Jahr hindurch im hohen Wald der Ebene und der Vorberge; der Flug ist höher und aus¬
dauernder als bei Faunis aber gleichmäßig unberechenbar, so daß der Fang ein schwieriger ist. Martin hat
dieses Tier immer an den frisch durch den Urwald geschnittenen Gräben gefunden, an deren Wasser es sich labte
und die es in einer jede Verfolgung ausschließenden Weise entlang flog. Die $$ sind größer und das gelbe Quer¬
band der Vflgl ist bei ihnen heller gefärbt, busiris trägt auf der Unterseite des Vflgls nur den zweiten Ozellus
der Serie komplett, mit allen Charakteren versehen, während 3 größere Ozellen auf der Unterseite des Hflgls
inkomplett und rudimentär sind, da von der schwarzen Iris nur ein kleiner Wisch nach außen vom Kerne
stehen geblieben ist. In Tenasserim geht busiris bis 2000 m Höhe. $$ sind ziemlich selten. In West-Sumatra
hat sich bereits eine Lokalform ausgebildet, sadija snbsp. nov., kenntlich an der verengten schön dunkelgel- sadija.
ben Schrägbinde der Vflgl, die proximal schärfer abgeschnitten erscheint als bei busiris und burra. Die Gesamtfär¬
bung ist dunkler rotbraun als bei busiris von Nord- Sumatra, die Binde der AA unterseits ebenso prächtig gelb
als oben, beim 2 aber weiß, statt blaßgelb wie bei Borneo- und Nord-Sumatra-Stücken. — burra Stich, ist kenntlich hurra.
an einer besonders auch beim $ sehr schmalen Vflglbincle; aus Süclost-Borneo beschrieben aber auch von
Nord-Borneo und den Natuna-Inseln in meiner Sammlung. — polychroma Hag. bewohnt die Mentawej-Inseln, pölychroma.
hat fast ganz schwarzbraune Vflgl, aber sehr helle Unterseite; während obscura Btlr. (100b) sich durch ver- obscura.
düsterte Gesamtfärbung der Oberseite und besonders ausgedehnt violett oder braunrot umflossene Binden der
Unterseite auszeichnet. Auch sind die Ozellen der Hflgl deutlicher gekernt als bei sadija von Sumatra. Insel Nias,
nicht selten.
4. Gattung: Hyantis Hew.
Durch die geschlossene Zelle der Hflgl sehr nahe der vorigen und der nachfolgenden Gattung, hat sie
mit Morphopsis zwei vor dem Zellende abzAveigende Subcostaläste der Vflgl gemeinsam. Die Zelle fast gerade
abgeschlossen, deren hintere Ecke nur sehr Avenig vorgeschoben. Vordere Discocellularis sehr kurz aatc bei
408
MORPHOPSIS. Von H. Fruhstorfer.
Aemona, die mittlere bedeutend länger als die vordere, die hintere etwas länger als die mittlere, ziemlich steil,
quer gestellt. Hflgl mit geschlossener breiter und kurzer Zelle, Vflgl mit einem Aderfortsatz in der Zelle wie er
vielen Satyriden eigentümlich ist, wodurch gemeinsam mit dem Zellschluß der Hflgl die Verwandtschaft mit
den Satyriden noch verstärkt zum Ausdruck kommt. Palpen schlank, sanft gebogen, Palpenfleck fast analog
jenem der Gattung Taenaris, hellbraun chitinisiert, sehr klein. Hflgl der $ mit atlasartig glänzenden Duftstreifen
die den Adern folgen aber keinerlei Haarbüschel aussenden oder umschließen, jedoch von matten Ändroconien-
anhäufungen begleitet werden. Stichel glaubte vor einigen Jahren auf die einzige Art der Gattung und die
ganz heteromorphe Morphopsis albet lisi eine eigene Familie gründen zu müssen, die wie aus der Diagnose ersicht¬
lich nicht nur ganz überflüssig ist, sondern auch dazu beigetragen hat, die fast nicht zu präzisierenden
geringen Unterschiede der Amathusiiden den Satyriden gegenüber noch mehr zu verwischen und zu vermindern.
Die Anatomie der Klammerorgane erweist völlig den engsten Anschluß an die Taenaris , der Uncus unterscheidet
sich, überhaupt nicht von jenem der Taenaris und sogar die Valve zeigt dieselbe basale Verbreiterung wie wir sie
bei Taenaris chionides Godm. konstatierten, und nur deren Spitze ist etwas kürzer, gedrungener, abgerundet
und nicht gezähnt. Saccus wie bei den Taenaris , der Penis jedoch breiter, erheblich kürzer. — - Die einzige
beschriebene Spezies zerfällt in eine Reihe von vier geographischen Rassen und einige unbedeutende Farben¬
abänderungen, die so ziemlich, übereinstimmend sich bei den einzelnen Rassen wiederholen, aber nur in
Kaiser-Wilhelms-Land in ihrem vollen Umfange bisher beobachtet wurden.
hodeva. H. hodeva Hew., die Namens type von Waigiu gleicht etwa der auf Taf. 104 c dargestellten microphthalma ,
führt aber stets ein größeres und ausgedehnter gelb umringeltes Analauge und einen breiteren Costalsaum der
Vflgl. Die Unterseite ist etwas heller schwarz braun als bei Ost-Neu- Guinea-Exemplaren und es treten auf
mit leichtem gelblichem Basalanflug der Hflgl-Unterseite (Anklang an viele Taenariden). Die Rasse dürfte
ziemlich analog auch auf den Inseln Jobi und Mysore Vorkommen. Außerordentlich geschwärzte Abänderungen
infumaia. sind, bekannt und zuerst als infumata Stgr. festgelegt worden. — ■ fuliginosa Sm. bezeichnet die Rasse des hol-
fuhgmosci. ländischen Neu-Guinea, die sich in der melanotischen Färbung der infumata Stgr. nähert, nur der verdunkelte
Hinterrandteil von geringerer Ausdehnung, auf einen mäßig breiten, länglich eiförmigen, zugespitzten Fleck
hinter der Zelle und dem hinteren Medianast beschränkt. Costa und Apex etwas breiter schwarz. Hflgl noch
reichlicher geschwärzt wie bei infumata, das Weiße völlig verdrängt, Basalfeld auch bräunlich getrübt. Anal¬
auge kleiner, aber die Scheibe rein gelb. Ursprünglich von Kapaur im Süden des Holl. Gebietes erwähnt, liegt
sie mir ziemlich unverändert auch von Sorong, dem Nordwest-Kap der Insel, vor und andere Autoren erwähnen
oxyoph- ihr Vorkommen auch von Dorey und Andai. — -Dazu gehört oxyophthalma Stich, als Nebenform. Vflgl. Hinter-
thalma. randfeld breit verdunkelt, die dunkle Costal- und Apikalberandung dagegen bedeutend verschmälert, das Apikal¬
auge völlig frei in der weißen Grundfarbe' scharf schwarz aufgetragen mit leicht durchscheinenden peripheren
Ringen; Hflgl: Distalsaum breit rauchbraun gerandet. Analauge stark verkleinert, hinten den Saum berührend,
die größeren peripheren Ringe der Unterseite durchscheinend. Unten die Grundfläche ganz weiß, nur an der
melanomata. Basis ein kleiner rauchbrauner Wischfleck und der Distalrand schmal schwärzlich. — melanomata Stgr. (104 c)
hageni. ist der älteste Name für die Rasse des deutschen Gebiets, von denen die Hauptform vom Sattelberg als hagetii
Röb. getauft wurde, mit folgenden Merkmalen: Vflgl: Costa schmal, bis höchstens zur Zellmitte, Apex breiter
schwarz. Apikalauge meist als intensiv schwarzer Fleck im dunklen Apex oder teilweise frei, aber vorn mit dem
Apikalfeld zusammenhängend, ohne durchscheinenden peripheren Ring. Vor demselben manchmal ein weißer
Punkt. Distalberandung schmal schwarz bis etwa zur Mitte des Saumes. Hflgl: Costa und Distalrand mäßig
breit schwarz; der schwarze Rand verschmälert sich allmählich nach hinten, reicht im ausgiebigsten Falle
bis zum mittleren Medianast und entfernt sich im letzten Verlauf mitunter etwas vom Saum. Analauge schwarz
mit weißem Kernpunkt und reicher gelber Scheibe, welche braun gerandet oder von einem von unten durch-
microph- scheinenden peripheren Ring umgeben sein kann. — microphthalma Heller (104 c) ist ein helles, kleinaugiges
th ahnet. px(rem Apex mehr oder weniger breit schwarz, Apikalauge mitunter teilweise abgelöst. Hflgl : Distalberandung
wesentlich verschmälert, Analauge stark verkleinert, der dunkle Außenring von unten deutlich durchscheinend. — •
helvoJa. helvola Stich, ist eine weitere Nebenform. Vflgl: Besäumung normal. Apikalauge nicht durch einen intensiven
schwarzen Fleck angelegt, aber außerhalb des Schwarz die hintere Hälfte in konzentrischen Ringen deutlich
durchscheinend. — Hflgl am Basal- und Hinterrandfeld reich goldgelb angeflogen. Hflgl am Apex auffällig
annulaia. gewinkelt. Lokalität nicht genau ermittelt. — anilulata Stich. Eine Aberration, deren Vflgl normal, mit breit
schwarzem Apex belegt ist, Auge mit durchscheinendem peripheren Ring. Hflgl: Distalberandung verbreitert,
bis zum Analwinkel verlängert. Analauge oben verkleinert mit schmalem, trübgelbem Ring und fast ebenso
breitem schwarzbraunem Rand, unten bedeutend größer, die konzentrisch gelb und schwarzbraunen Ringe
xanthoph- nach oben durchscheinend. — • xanthophtalma Röh. Vflgl: Costa schmal, Apex wenig breiter schwarz. Apikal-
talma. auge hinten frei , mit deutlich durchscheinendem peripheren Ring, vor demselben ein starker weißer Wisch
als Andeutung der völligen Isolierung des Auges. Scheint in Britisch-Neu-Guinea sich zu einer konstanten
Lokalform ausgebildet zu haben.
5. Gattung': ^3org»lio§»sis Oberth.
Harmoniert im Geäder mit Hyantis, nur ist die mittlere Discocellulare der Vflgl breiter, die hintere kürzer
Ansgegeben 20. VIII. 1911.
T/ENARIS. Von H. Frtthstorfer.
409
und steiler gestellt. Hflgl mit viel breiterer Zelle, etwas längerer vorderer und merklich verkürzter hinterer
Discocellulare. Das Hauptmerkmal bildet aber eine Nebenader der Hinterrandsader der Hflgl die Stichel
zuerst beobachtete und als Endader bezeichnet hat. Die Färbung der best bekannten Art gemahnt an Xan-
ihotaenia. Verbreitung: Holländisch- und Deutsch-Neu -Guinea sowie die Insel Waigiu.
Neuerdings wurden zwei Spezies in Britisch-Neu- Gu inea entdeckt mit weißen Vflgl binden und einer
an gewisse Opsiphanes gemahnender weißer Vflgl binde.
M. albertisi Oberth. von Andai bei Dorey in der Geelvinkbai beschrieben auch in der Humboldtbai, albertisi.
Holländisch-Neu-Guinae vorkommend, differiert von der abgebildeten asirolabiensis. (104 a) durch etwas
schmälere schräge gelbliche Binde der Vflgl und unterseits kleinere Ozellen. — aigion subsp. nov. bewohnt die air/ion.
Insel Waigiu und zeigt eine weitere Verschmälerung der gelben Binde der Vflgl, während die ockergelbe Submar¬
ginalzone der Hflgl deutlicher heraustritt. Die Augen der Unterseite sehr klein, die braunen Längsbinden zier¬
licher und die Basalpartie blasser als bei albertisi und der Kaiser- Wilhelmsland-Rasse. Type in der Sammlung
Stattdinger, von Dr. Platen entdeckt. — -asirolabiensis Stich. (104c) ist ein in der Astrolabebucht und bei astrolabien-
Friedrich Wilhelmshafen seltener Falter. Das bisher unbeschriebene $, von letzterem Flugplatz in meiner Samm-
lung, zeigt rundlicheren Flügelschnitt als die SS und stattlichere weiße Sub apikalpunkte der Vflgl. Die submar¬
ginale Binde der Hflgl mehr rötlich statt gelblich ; alle Flecken und Binden der Unterseite dunkler und ausge¬
dehnter.
M. meeki R. und-/, im allgemeinen von der Gestalt des Opsiphanes fruhstorferi RÖb. (Bd. 5 Taf. 63 a) meeki.
auch oberseits schwarz, aber etwas stattlicher und mit deutlicher abgestufter Vflgl binde, die beim $ sehr breit
wird und den ganzen Raum jenseits des Zellapex bis zum Distalrand ausfüllt, der dadurch zu einer schmalen
Umsäumung reduziert wird. Hflgl mit einer großen schwarzen Ozelle die einen violetten, zierlichen Halbmond
zeigt und zwei blauvioletten intramedianen leicht rötlich umringelten Augenfleckchen, welche nach außen
von einer graugelblichen Submarginalbinde umgrenzt werden. Vor dem Apex der Vflgl beim S einige weiße
Pünktchen, die dem ^ fehlen, weil die weiße Binde bis nahe der Vflglspitze vordringt. Vom Sammler Meek in
der Owen-Stanley-Kette an den Quellflüssen des St. Josef-Rivers entdeckt; später auch am oberen Mambare-
Fluß wiedergefunden.
M. ula R. u. J. ist eine weitere Spezies aus derselben Gegend und neben meelci an beiden Lokalitäten nla.
gefangen. Die hervorragende Art scheint albertisi in Britisch-Neu- Guinea zu ersetzen, nur ist die Grundfarbe
beiderseits in Schwarz verwandelt, mit nur schwachen Spuren des ehemaligen rotbraunen Kolorits. Die etwas
schmälere Schrägbinde der Vflgl weiß. Ueber der Apikalozelle der Vflgl zwei weiße Makeln mit violetter Peripherie ;
das Analauge der Hflgl sehr groß mit violettem Halbmond. Die Binde der Unterseite der SS inkomplett, nur
der costale und der intraradiale Fleck vorhanden. Vflgl auch im Analwinkel mit einem Auge; die vordere Ozelle
der Hflgl doppelt. Etwas oberhalb und distal von der Analozelle zwei leberartige, graue etwas violett überstäubte
Flecken, wie sie bei einigen Lethe- Arten auftreten. Die Median- und Sub marginalbin de der Hflgl etwa vom
Umriß der gleichartigen Binde von albertisi , aber etwas markanter und dunkel kakaobraun, nla lebt in Gesell¬
schaft von Troides chimaera R. u. ■/., umfliegt aber naturgemäß nicht hohe Bäume wie letzterer, sondern
wird, wie es die Färbung schon anzeigt, ein Dämmerungsfalter sein, der vermutlich die feuchtesten Partien des
Urwaldes am Rande von Wasser läufen bewohnt.
6. Gattung1: Taeiiaris Hbn.
Dieses artenreichste Genus der Familie schließt eine Verwechslung mit anderen vollständig aus. Nur die
Formen der Gattung Hyantis erscheinen ihr ähnlich, differieren aber durch das den Taenariclen fehlende Auge
der Vflgl-Oberseite und die veränderte sekundäre Sexualauszeichnung und führen wie einige nachahmende
Elymnias-QQ eine geschlossene Zelle der Hflgl. Die beiden großen Augen auf der Rückseite, welche gelegent¬
lich auch auf der Oberseite auftreten, verleihen ihnen in Verbindung mit den schwach bestäubten ziemlich
großen , meist graugefärbten Flgln ein phantastisches Aussehen. — So schwer es aber fällt namentlich die $$ der
einzelnen Arten auseinander zu halten, weil sich innerhalb der Gattung dieselben Zeichnungsmotive immer
wiederholen, so leicht ist es, sie nach der Flügelform und der Gestalt der Rpn in Gruppen zu teilen. Namentlich
aber gibt das Vorhandensein oder Fehlen von Duftapparaten im Analwinkel der Hflgl ein bequemes Hilfsmittel
um die einzelnen Unterabteilungen zu erkennen. Wie bei den H yaniis zweigt nur ein Subcostalast vor dem Zellapex
der Vflgl ab, sonst deckt sich die Geäderstruktur fast genau mit jener der Gattung Faunis, mit der die weit
vorspringende Zellecke der Vflgl sowie die lange und gebogene hintere Discoceltulare identisch sind. Die stets gelben
Palpen sind länger wie bei Faunis und bei den SS ist entsprechend der konvexen Figlform die Submediane kühn
nach hinten ausgebogen. Mittlere Discocellulare im Gegensatz zu Hyantis gerade; Praecostale der Hflgl kürzer,
robuster wie bei Hyantis. Fühler ohne deutliche Kolbe, allmählich gegen die Spitze zu verdickt. Hflgl an der
Mediana und gelegentlich auch an der Subcostalis nahe der Flglwurzel mit einem nach vorne gerichteten Haar¬
pinsel und im Analgebiet manchmal ein Androconienfeld das mit langen Haaren besetzt ist ( horsfieldi , dioptrica und
catops- Gruppe) das aber auch fehlen kann (arlemis- Gruppe ) . Bei urania ist auch noch ein gelblicher Bart zwischen
IX
52
410
TiENARlS. Von H. Frtthstoreer.
der hinteren Mediana und der Submediana zu beobachten. Die Klammerorgane sind äußerst einfach organisiert:
ein schlanker spitzer Uncus mit 2 zierlichen dünnen, gleichfalls spitzen, lateralen Ansätzen. Valve distal chitinös,
entweder gerade oder schräg abgesetzt, aber stets mit feiner Zähnelung, meist nur sehr gering aber stets lang
behaart. Ein dorsaler Wulst der Valve bei den verschiedenen Spezies mehr oder weniger eingebuchtet.
Die Rpn der Taenaris nähern sich etwas den Rpn von Discophora, mit denen sie die Köiperform, Behaa¬
rung und Beinstellung gemeinsam haben, von welchen sie jedoch durch deutliche Kopfhömer, welche an gewisse
Satyriden-Rpn erinnern, abweichen. Mit den Rpn der südamerikanischen Morphiden haben jene der Taenaris
keine Aehnlichkeit. Der Kopf der Taenaris- Rpn ist schmal, aber hoch und glatt, glänzend, er sieht aus wie
poliert oder lackiert. Nach vorne ist er etwas abgeplattet und tief punktiert, nach oben trägt er einen tiefen
Einschnitt, über dem sich rechts und links leicht divergierend zwei Hörner erheben. Diese Hörner sind hart,
unten wie der Kopf gelblich glänzend und werden nach oben braunrot oder schwarz. Oben sind sie mit einer
Krone von vier spitzen Zacken verziert. Der Kopf ist des weiteren mit langen, feinen, weißen Haaren versehen,
die nach allen Seiten straff abstehen. Der Körper ist walzenförmig, am Rücken etwas abgeplattet und von röt¬
lichbrauner gelblicher oder schwarzer Grundfärbung. Einige Arten zeigen gelbliche und schwarze Dorsal-
und Laterallinien, andere nur schwarze Dorsallinien und che Raupen der catops- Gruppe sind einfarbig gelblich.
phorcas hat dagegen eine schwarze, rot und weiß gestreifte Rp. Die einzelnen Körpersegmente sind mit Büscheln
dünner, weißlicher oder grauer Haare besetzt, die nach allen Seiten abstehen. Auch die Bauchfüße sind behaart.
Die meisten und längsten Haare zeigen die Arten der dioptrica- und artemis- Gruppe, die kürzesten jene der catops-
Sippe. Ueber die Lebensweise äußert sich Ribbe, Iris 1895, p. 113: „Wir fanden diese Rp auf Mania (Sliort-
landsinseln) an einer niederen Palmenart und zwar gemeinschaftlich beisammen. Wohl gegen 40 Tiere waren meist
in Trupps von 5 bis 6 beieinander und über die Blätter und auch über den Stamm zerstreut.. Sie verpuppten
sich frei am After und entwickelten sich nach 14tägiger Puppenruhe. Die Rpn sind faule Tiere, die nur zur Ver¬
puppung ihre Futterpflanze verlassen. Sie sind mit feinen weißen Härchen über und über besetzt.“
Die Heimat der Taenaris ist das Papua-Gebiet; dort finden wir zirka 20 Spezies, die nach Ost und West
rasch abnehmen, so daß auf den nördlichen Molukken nur noch 2 — 3 Arten, auf den Salomons-Inseln im Osten
und den Sunda-Insehi im Westen nur noch eine Spezies vertreten ist. In der Verbreitung der Taenaris nach
Westen zeigt sich eme klaffende Lücke, nämlich deren Fehlen in der celebischen Subregion und auf den Sula-
Inseln; eine Erscheinung, die schon Wallace auffiel. Auch von den kleinen Sunda- Inseln ist noch keine Taenaris
bekannt, um so auffälliger ist deren Vorkommen auf Java und Borneo. Nach Norden ist Palawan der vorgescho¬
benste Fundort, nach Süden der Louisiaden- Archipel. In Queensland und auf den kleinen Sunda-Inseln dürfte
das trockene, australische Klima ihrer Verbreitung hinderlich gewesen sein. Das Fehlen auf Celebes ist noch uner¬
klärt, denn die hohe Feuchtigkeit dieser Waldinsel par excellence böte Existenzbedingungen ganz analog der
Paerams-Hauptfundstelle, der Papua-Region; ebenso die Key-Inseln, von denen auch keine Taenaris bekannt
ist. Auf Neu-Guinea selbst lassen sich vier geographische Rassenzentren wahrnehmen, und zwar: Das hollän¬
dische Gebiet bis und mit der Geelvink-Bay. Das südholländische Gebiet, die Halbinsel Onin bis zur Etna-Bay
umfassend. Das deutsche Neu-Guinea bis und mit der holländischen Humboldt-Bay. Das britische Gebiet.
Eine fünfte und sechste Zone harren noch der Erschließung, nämlich die Charles-Louis-Berge und die ungeheure
Walclzone östlich und nördlich von der Frederik-Henrik- Insel. Außer von den noch undurchsuchten Teilen
Neu-Guineas dürfen wir noch interessante Formen von den Inseln Gebe, Gagi und Poppa erwarten.
Im allgemeinen sind die Formen des englischen Gebietes und dessen Satellit-Inseln die dunkelsten
( T. onolaus saluralior und catops appina ), daneben finden sich auch wieder die hellsten Extreme wie T. catops my-
laecha, artemis barbata und Morphotenaris nivescens.
A. mit gering entwickelten Duftapparaten, D u f t n a p f des Costalrandes
und Sexualfleck der Hflgl ohne schwarze Duft sc huppen.
a. Vflgl rundlich (Sektion Hyades Bsd.).
T. horsfieldi ist von allen Spezies am weitesten nach Westen vorgedrungen; in Java und Borneo ist sie
zwar sehr lokalisiert, aber an den Orten ihres Vorkommens recht häufig und von Singapore sowie Sumatra
wurden einzelne Exemplare gemeldet, während nach Norden die Art über die Insel Palawan nicht hinausgeht.
horsfieldi gehört somit zu den makromalayischen Arten und deren Fehlen ist auf den kleinen Sunda-Inseln
wohl durch die langen Trockenperioden des mikromalayischen Gebiets zu erklären, welche die feuchtigkeits-
horsfieldi. und schattenliebenden Taenariden nicht zu überdauern vermögen. Die Namenstype horsfieldi Sivains. ist seit
1820 bekannt und Swainson erwähnt bereits die ziemlich langen Dufthaare der Analfalte der Hflgl. Vflgl bei
beiden Geschlechtern halbdurchsichtig, weil nur dünn braungrau beschuppt. Hflgl grauweiß mit deutlicher
grauer Umrahmung. Die stets markante Analozelle hellockergelb umrandet. Kopf mit dorsalem rotgelben Haar¬
schopf. Altdomen gelbrot. Unterseite sehr ähnlich jener von platenti ( 100 c) doch ist die Ozellenperipherie noch
opulerda. breiter gelb ausgeflossen. Augenaberrationen sind selten, mir liegt nur die Form opulenta vor mit verdoppeltem
morose. Analozellus der Hflgl. Eine unterseits etwas ausgedehnter schwarz bestäubte Form wurde als morosa Stich.
beschrieben, horsfieldi ist im Osten Javas nicht selten und bevorzugt eine Höhe von 1000 — 2000 m über dem
Meere. Sie schwebt langsam und am liebsten an Bach- und Flußufern durch das Gebüsch und setzt sich mit
zusammengeklappten Flügeln auf Blätter oder auf den Erdboden im Walde, um dort zu ruhen. Die Falter
TiENARIS. Von H. Frotistorfer.
411
sind infolgedessen sehr leicht zu fangen, wenn sie sich nicht etwa aufgescheucht eilig in hüpfender Flugart im
Gebüsch verkriechen. In West-Java wird horsfieldi in den Djampangs südlich von Sukabumi bis ca. 600 in
und in der Bai von Palabuan angetroffen. — • birchi Disl. ist eine sehr interessante stark abweichende Rasse ohne birchi.
schwarze Umrahmung der distalen Partie der Hflgl-Unterseite, so daß die Augenflecken in einem völlig freien,
weißen Felde stehen. Auch oberseits ist das lichte Analfeld ausgedehnter. Es ist nur ein in den Straßen von Singa-
pore gefangenes Exemplar bekannt geworden, das vermutlich durch den Schiffsverkehr eingeschleppt wurde und
wahrscheinlich aus Borneo stammte, denn die aus Norclbomeo beschriebene occulta 8m. unterscheidet sich in occulta.
keinem wesentlichen Merkmale von birchi resp. der mir allein zugänglichen Abbildung Distant’s. occulta ist
in Nordborneo nicht sehr selten; die zeigen einen etwas helleren Haarpinsel der Hflgl als javanische hors-
fieldi , die schwarzen Ozellen sind kleiner, der ockergelbe Vorhof entschieden ausgedehnter. — Bei plateni Stgr. plutcni.
(100 c) wiederholen sich die Zeichnungsmotive der horsfieldi, nur die Hflgl sind ausgedehnter weiß und auch die
Unterseite der Vflgl beginnt sich in der medianen Partie aufzuhellen. Die Ozellen sind unter sich gleich groß,
bleiben etwas im Umriß hinter jenen der javanischen Stücke zurück und sind namentlich beim $ nur unmerk¬
lich gelb umringelt. Palawan, Flugzeit im Januar, nicht sehr selten.
T. urania die zuerst nach Europa gekommene Repräsentantin der Gattung gilt als eine der häufigsten
Erscheinungen der Südmolukken. Sowohl Linne wie auch FABRicnis und Cramer verlegten ihre Heimat
nach: Ostindien, die Godart 1823 zuerst richtig auf die Insel Amboina beschränkte, woher Linne sehr viele
Schmetterlinge empfing. Den Fundort der LlNNE’ischen Namensform aber nach. Ceram zu verlegen wie dies
Stichel 1906 durchführte, ist einfach absurd. — urania zerfällt in drei wenig scharf geschiedene Inselrassen,
von denen urania L. Amboina und die Uliasser bewohnt. Gramer kannte bereits eine Augenabweichung, urania.
nämlich jene mit breit ausgeflossener Analozelle und zugleich die hellste $-Farbungsriehtung, nämlich Stücke
mit deutlicher weißer transcellularer Schrägbinde der Vflgl, die er als jaira Cr. benannte und darstellte. Später jaira.
bildete er dann unter demselben Namen auch dunkle, normale CC und $$ ab, ohne weißliche Aufhellung der
dunkelschiefergrauen Vflgl und mit weißer Medianpartie der Hflgl-Unterseite. — Als nox Ky. ist eine weitere nox.
aber seltene melanotiscbe Färbungsrichtung benannt, bei welcher auch der weiße Diskus der Hflgl verschwunden
und durch dichte schwarze Schuppenfelder überdeckt ist. — hollandi Frühst, ist die habituell sehr große hollandi.
Rasse der Insel Buru, wo die Art bereits selten ist. Sie wird gekennzeichnet durch dunkler und ausgedehnter
ockergelb umringelte Augenflecken der Hflgl-Oberseite und die mehr gelbliche Basalfärbung. Die weißliche
Medianpartie der Hflgl mehr eingeschränkt als bei urania , alle Augen namentlich aber die Apikalozelle
sind größer, auch neigt hollandi mehr zur Nebenaugenbildung als urania von. Amboina und meine beiden $3
zeigen bereits die Anfänge von kleinen Ozellen der Vflgl-Unterseite. — pandemos s'ubsp. nov. scheint hinter urania pandemos.
in der Gestalt zurückzubleiben; die Hflgl zeigen fast immer transparente vordere Ozellen, bilden also einen
Uebergang zur Forma duplex Stich, bei der die costale Ozelle deutlich durchschlägt und auch oberseits einen
bläulichen Kern und gelben Vorhof aufweist. Die Analaugen sind kleiner als bei urania , die Unterseite der
Hflgl dunkler, gleichmäßiger braun mit violettem Schimmer. Die weiße Aufhellung schärfer abgeschieden als
bei der Form jaira Cr. Ceram, nicht selten.
T. dlana verteilt sich auf drei den nördlichen Molukken eigentümliche Inselrassen und ist durch das
Doppelauge der Hflgl leicht von der vorigen Art zu unterscheiden als deren Ersatz sie auf den Nordmolukken
zu gelten hat. dlana Btlr. von Batjan und Ternate erwähnt, hat vorherrschend rauchgraue Vflgl mit nur geringer diana.
gelblich weißer Aufhellung der Medianpartie der Vflgl der $$>. Die Hflgl tragen eine verhältnismäßig kleine
deutlich blau gekernte Ozelle, die von einer ausgedehnten und namentlich beim $ scharf abgesetzten Peripherie
umgeben ist. Auf der Unterseite fließt das Analauge stets nach hinten aus und ist mit einer accessorischen .
viel kleineren, manchmal oblongen Ozelle versehen. Letztere ist gelegentlich inkomplett oder fehlt in sehr
seltenen Fällen ganz (aberrans Stgr.). — Auf der Insel Halmaheira existiert eine weitere Rasse leto Frühst, mit aber ra ns.
etwas mehr aufgehelltem Diskus der Vflgl- Oberseite der $$ und auffallend bleicher Medianpartie der Unterseite; !rto'
auch die Hflgl sind, unterseits reiner weiß. — - Exemplare mit medianen Nebenaugen (gemmata Stich.) sind nicht (pmimata.
selten. — diadema Frühst. (100 c) endlich ist das albinotische Extrem der Kollektivspezies; bei ihr sind sowohl äiadcma.
die Vflgl der CC wie auch jene der $$ vorherrschend gelblich und der hell rauchgraue Distalsaum auf die costale
und apikale Partie zurückgedrängt. iEine Neigung zur Reduzierung des analen Nebenauges ist bei diadema
zu konstatieren und auch die Form aberrans liegt mir in reinster Ausbildung vor. Insel Obi. anscheinend nicht
selten.
Mit T. dimona beginnt eine Reihe von vier Arten, die sich durch oberseits blaue, nicht gelb geringelte
Augen der Hflgl auszeichnen und im Genus Elymnias mimetische ^-Formen als Konvergenz-Erscheinung
besitzen, so daß der Name Elymnotaenaris für die kleine Gruppe sehr bezeichnend wäre, wenn nicht schon Bois-
duval auf eine Art (bioculatus) das „Genus Hyades “ gegründet hätte. Allen dimona- Rassen gemeinsam sind
oberseits basalwärts weiße, distal dunkelgrau umrahmte Figl, deren hinteres Paar je zwei blaue leicht weiß
zentrierte nnd peripherisch schwarz ' umringte Augen führt, die unterseits vorwiegend schwarz, deutlich wei߬
gekernt und von einem fahlgelben Vorhof umgeben sind. Bei einigen Rassen sind die Analaugen stets doppelt,
bei anderen sind sie nur beim $ paarweise vorhanden und manchmal bei beiden Geschlechtern einfach. Die
412
TiENARIS. Von H. Frtthstorfer.
Rp ist von einer Form bekannt, mit schwarzen Kopfhörnern und drei ebensolchen Dorsallinien versehen. —
desdemona. desdemona Stgr. von Ceram ist die westlichste Rasse. Der Basalteil der Hflgl oberseits ganz unmerklich
gelblich angehaucht ; eine sehr große hellblaue und etwas darüber eine meist nur punktgroße Nebenozelle, die
deutlich schwarz umrandet erscheinen, sind vorhanden. Unterseite der Hflgl charakterisiert durch eine stattliche
dimona. erst schwarz, dann gelb, dann nochmals schwarz umrandete einfache Analozelle. — Bei diniona Hew. ist die nur
wenig kleinere Nebenozelle der Hflgl- Oberseite auch unten vorhanden und von einem breiteren schwarzen
dimonata. Vorliof nach außen umgeben. — dimonata Stich, stammt von Salawati. Vflgl wie bei dimona , aber der Apex
der Hflgl etwas geringer schwarz bestäubt, Analozelle des $ unten einfach, jene des $ doppelt. Das Hauptcharak-
teristicum des bisher unbeschriebenen 5 ist ein auffallender basaler dunkelockergelber Anflug beider Oberflächen
sorronga. der Hflgl. — Bei sorronga Frühst, sind die Hflgl am dunkelsten und bis zum Vrd fast gleichmäßig schwarzgrau
gesäumt. Die Analozellen sind sehr deutlich und es stehen nur zwei nebeneinander, von denen die obere etwas
kleiner ist als die untere. Nach außen sind die Ozellen schwarz beschattet. Unterseite: Die Hflgl-Unterseite
ist dadurch charakterisiert, daß bei den $ die Ozellen so breit schwarz umrandet sind, daß deren Peripherie
zu einer breiten schwarzen Binde zusammenfließt. Die Analozellen sind dunkel ockergelb umrandet. Das $
ist ausgezeichnet durch außergewöhnlich helle Figl, die weiße Grundfarbe reicht bis nahe an den Außenrd und
die Basis der Figl ist breit ockergelb bezogen. Die Ozellen der Hflgl erscheinen prächtig hellblau. Verglichen
mit der Type von dimona Hew. aus Aru unterscheidet sie sich in folgender Weise: sorronga ist breiter und tiefer
schwarz umsäumt als die graubraun umränderte dimona. Die Ozellen der Hflgl mindestens noch einmal so groß
und dunkler blau violett. Das blaue Auge der Hflgl-Ozellen ist viel breiter schwarz geringelt, des weiteren sind
die Ozellen unter sich verbunden, d. h. die ausgedehntere Schwarzränderung der beiden Ozellen fließt zusammen,
während sie bei dimona durch die bis an den Außensaum reichende weiße Grundfärbung im Medianteil der Figl
kapaura. getrennt werden. — kapaura Frühst. Diese Rasse ist ziemlich groß, hat aber einen dunkleren Außensaum
aller Figl als dinora. Die Ozellen der Hflgl- Oberseite sind ansehnlicher und lichtblau, also in der Färbung wie
bei desdemona Stgr. von Ceram. Unterseite: Die Hflgl sind sehr breit schwarz gesäumt, namentlich im Basal¬
teil. Die Analozelle ist sehr groß, ausgedehnt, hellockergelb, aber nur schmal schwarzbraun umrandet. $ unter-
offaka. seits mit nur einer Analozelle. Von Kapaur, dem südwestlichen Holländisch Neu-Guinea. — offaka Frühst.
Unterseite: Breiter schwarz bezogen als sorronga Frühst., namentlich auch der Basalteil der Hflgl, wodurch
die weiße Medianzone stark verschmälert wird. Die Analozelle ist verdoppelt, außerordentlich breit schwarz
umrandet, mit sehr großen schwarzen Pupillen, die hellblau geringelt sind. Die innere, gelbe Analozellen-Begren-
dinora. zung lichter und breiter ockergelb als bei irgend einer der verwandten Rassen. Insel Waigiu, selten. — - dinora
Sm. ist auf ein sehr dunkles $ gegründet, mit fast völlig grauweiß überstäubter Oberseite und nur zwei Haupt-
irita. und drei Nebenaugen der Hflgl. — trita Stich, ist dazu die normale Ozellenform mit nur zwei Anal- und einem
areia. Apikalauge, und areia Frühst. (104d) bezieht sich auf Exemplare mit fast rein weißer Oberseite der Hflgl sowie
geringer schwarzer Ozellenperipherie und ganz schmalem ebensolchen Distalsaum der Hflgl. Die Ozellen der
Hflgl-Unterseite sind ungewöhnlich klein, sehr breit hell ockergell), aber recht schmal schwarz umrandet. Die
Umrandung ist durch die weiße Grundfarbe getrennt. Die $$ sind die hellsten von allen dimona -$$, und nament¬
lich unterseits nur äußerst schmal schwarz gesäumt. Die Ozellen stehen ganz frei in der weißen Grundfärbung.
Deutsch-Neu -Guinea und Humboldt-Bai, nicht sehr häufig; Flugzeit von November bis Februar. Auch Hagen
fiel bereits auf, daß Stefansorter Exemplare ( areia Frühst.) heller sind als die dinora anderer Fundorte. Von
Friedrich- Wilhelms-Hafen ist mir niemals ein mit der Abbildung 104 d analoges Exemplar zugegangen.
dina. T. dina Stgr. ist eine prächtige Spezies, deren $$ anscheinend häufiger als die SS sind, denn mir fehlen
letztere, während mir allein aus Friedrich-Wilhelmshafen drei vorliegen. Der $ wurde von Smith zuerst
abgebildet und differiert von dimona durch zwei größere, unter sich gleiche aber hellblaue Analozellen der
Hflgl, die in einem ausgedehnteren schwarzen Vorhof stehen. Die Basis der Hflgl erscheint breiter
grauweiß beschuppt, dagegen ist der Distalsaum schmäler, jedoch deutlicher abgesetzt. Das $ zeigt rein weiße
Vflgl mit tiefschwarzem blau schillerndem Apikalteil. Abdomen dorsal heller gelb als bei dimona areia von
Finsch-Hafen. Die Apikalozelle der Unterseite trotz der erheblicheren Größe der Falter viel kleiner als bei areia
Frühst. Auch die Unterseite aller Figl tiefschwarz und sehr schmal umsäumt; die Grundfarbe wiederum rein¬
weiß, ohne die aschfarbene Ueberpuderung der dimona- Formen. Die Type stammt von Constantin-Hafen und
wurde durch Ktjbary entdeckt.
gorgo. T. gorgo Kirsch, ursprünglich aus Mum ( Holländisch-Nordwest-Neu-Guinea) erwähnt, liegt mir in mit der
Namenstype vermutlich übereinstimmenden Exemplaren aus Sorong vor. Diese Exemplare sind etwas größer
und von reiner weißer Grundfarbe als die Abbildung von gorgophone ( 104 d) aus Kaiser Wilhelms-Land. Die graue
Flglumrahmung ist schmäler als bei gorgophone. Auch die Hflgl-Unterseite trägt einen beschränkteren schwarzen
Distalsaum und ist zwischen den Ozellen ganz wenig grau bestäubt, der mittlere Teil der Figl erscheint dadurch
noch ausgedehnter weiß. Des weiteren tragen alle Exemplare aus Sorong eine einfache Analozelle. Das $ ist
noch lichter als das $ und durch einen gelblichen Anflug unterhalb der Zelle der Hflgl-Oberseite ausgezeichnet. —
niera. mera Frühst, aus der Kajumera-Bai südlich der Bai von Geelvink, an der schmälsten Stelle von Südwest-Neu-
Guinea gelegen. Bei ihr ist die schwärzliche Umrahmung der Hflgl fast ganz verschwunden und in der Sub¬
marginalzone tritt dafür eine gelblichgraue Bestäubung auf, durch welche die Analozelle deutlich durchschimmert.
T/ENARIS. Von H. Frtthstorfer.
413
Hflgl-Unterseite : Die Ozellen sind breiter gelblich geringelt und tragen eine schmälere, schwarze Pupille als bei
gorgo gorgophone. — danalis Frühst. Die Sorong gegenüber liegende Insel Waigiu produziert eine weitere Lokal- dauah .
form von gorgo, die merkwürdigerweise der dunklen Rasse von Deutsch-Neu- G ui j lea näher steht. Die Oberseite
ist aber doch noch etwas heller bleigrau beschuppt, die Unterseite jedoch fast so dunkel wie bei Deutsch-Neu-
Guinea-Stücken, nur hat danalis meist einfache Ozellen und die Bestäubung zwischen den Ozellen bleibt etwas hel¬
ler. — gorgophone Frühst. ( 104 d) muß als die dunkelste Unterart aufgefaßt werden, die graue Figlumrahmung ist, goryophow
verglichen mit typischen gorgo Kirsch aus H< >11 ändi scli-Neu- Gui nea, stark verbreitert. Des weiteren tragen fast
sämtliche Exemplare aus Deutsch-Neu- Guinea gleich wie die Abbildung eine doppelte Analozelle, während
typische Stücke aus Sorong anscheinend stets eine einfache Analozelle besitzen. Auf der Oberseite läßt sich
keine nennenswerte Variation erkennen, dagegen ändert die schwarze Bestäubung der Unterseite in der Weise,
daß sie den Medianteil der Hflgl entweder frei läßt oder diesen überzieht. Auch der ockerfarbene Basalanflug
der Hflgl wechselt an Intensität. Die anale Nebenozelle wechselt von der Größe einer Erbse, bis zu bloßen Punkten .
Die Vflgl zeigen sehr selten s i d Us-Stich .-Bildung, d. h. ein intramedianes Auge. Hflgl mit nur einer Analozelle
seien als simplex form. nov. bezeichnet. — - Rp rötlich mit zwei hellen Seitenstreifen und ziemlich langer Behaarung, simpir.,-.
Auf dem Kopf zwei starke, stumpfe, kurze Hörner, die in einen Kranz von 5 — -6 Stacheln auslaufen. Der Sammler
Wahnes fand einmal ein Nest von nahezu 50 Stück auf der Unterseite eines Pisangblattes. Die Art ist ziemlich
selten in Kaiser- Wilhelms-Land ; Flugzeit vom November bis März. Exemplare aus Finsch-Hafen sind unterseits
am reichsten schwarz überpudert. Doherty fand gorgophone auch in der Humboldt-Bai.
T. microps 8m. nach einem J, das Doherty in der Humboldt-Bai entdeckte, beschrieben; wird sich ver- microps.
mutlich als eine Abweichung der gorgo entpuppen, wenn sie nicht etwa im selben Verhältnis zu gorgo steht
wie dina Stgr. zu dimona Hew. Das <$ hat etwa die Größe eines gorgophone -$, zeigt eine deutlich transparente
Apikalozelle und geringere und anscheinend heller graue Analbesäumung der Hflgl. Unterseite der Hflgl mit zwei
kleinen fast gleichgroßen Analozellen, von denen die vordere im ersten Medianzwischenraum steht.
T. bioculatus, die prächtigste Art der Hyades- Gruppe, ist interessant durch ihre stark verdunkelten
östlichen geographischen Rassen, die auf kurze Distanz bereits scharf geschieden sind, und durch die Aelinlich-
keit der mit den <j>$ der Elymnias agondas. mit gelblichem oder weißem Basalteil der Vflgl, gelblichem,
weißen oder schwärzlichen überstäubten Innengebiet der Hflgl. Die Analozellen meist deutlich weißgekernt,
fast in der Größe übereinstimmend, leichthin wolkig grau oder tiefschwarz umrandet. Figl in der Mitte fein
und sehr lang behaart, so daß die vordere Peripherie der Ozellen wie mit einem Pelzkragen verbrämt erscheint.
Hflgl erst grau, dann schwarz umrandet. Vflgl unterseits bei allen Rassen erst weiß, dann nach außen tiefschwarz.
Hflgl mit größeren Augen und. ausgedehnterem Ozellenvorhof als oben. Costalsaum erheblich verbreitert, ein
gelbes oder weißes sichelförmig den Vorhof umschließendes Feld freilassend. Vflgl des $ weiß gegen den dunklen
Apex zu mehr oder minder gelblich verbrämt. Hflgl gelb, bei den Ostrassen weiß und je nach der Ortsform aus¬
gedehnt oder nur schmal schwarz umzogen. Unterseite der Hflgl wie beim die vordere Ozelle auffallend klein.
Die Augenaberration gemmata bei beiden Geschlechtern nicht selten, aber Verdoppelungen der vorderen Ozellen
anscheinend nicht vorkommend, ebensowenig sidus-Bi ldung. Verbreitung von Waigiu und Salawati bis zur
Ostspitze der Hauptinsel von Neu- Gui nea. bioculatus Guer. von der Insel Waigiu zeichnet sich beim £ durch bioculatus.
einen feinen cremefarbenen Anflug der Hflgl-Oberseite aus. Hflgl des $ mit deutlicher schwarzer Umrahmung,
der eine satt beingelbe Medianregion folgt. — pallida Frühst. (104d) weicht von typischen bioculatus von Waigiu pallida.
durch die helleren, auf den Hflgln schmäler schwarz umsäumten $ ab. Des weiteren sind die blauen Ozellen
der Hflgl-Oberseite lichter und weniger ausgedehnt schwarz umrahmt. Die SE tragen einen braunen, anstatt
schwarzen Apikalsaum der Vflgl. Sorong und Kajumera von West-Holländisch-Neu- Guinea, auch auf Sala¬
wati nur unwesentlich verändert. — charonides Stgr. eine hervorragende Lokalform von der Humboldt-Bai bis charonides.
zur Astrolabe-Bucht verbreitet. Hflgl der ES weißlich, distal fein grau oder zart braun beschuppt. Basalregion
der Hflgl rein weiß, plötzlich scharf nach innen verengt. Schwarzer Distalsaum sehr breit. Mediansichel der Hflgl-
Unterseite nur leichthin sahnefarben. — - charon Stgr. setzt bereits in Finschhafen (Deutsch-Neu-Guinea) ein charon.
und geht bis Port Moresby, von woher ihres Autors Type stammt. Eine distinkte Rasse, Vflgl hervorragend
durch die rein kreideweiße Basis; Hflgl äußerst schmal schwarz umsäumt, aber der Ozellenvorhof proximal
bis zur Basis ausgedehnt. $ oberseits schwarzgrau mit tiefschwarzem Augenrand. Mediansichel bei beiden
Geschlechtern unten weiß. — charondas subsp. nov. liegt mir vom Aroa-Fluß vor; $ Vflgl etwa wie bei pallida charondas.
Frühst Hflgl dunkelgelb mit brauner Ueberschuppung. Analaugen klein mit beschränkter schwarzer Peri¬
pherie. Hflgl-Unterseite mit relativ großer Apikalozelle und dunkelgelber Mediansichel. Es ist nicht ausge¬
schlossen, daß charondas auch im östlichen Küstengebiet von Holländisch-Neu- Guinea etwa nordwärts der Prins-
Hendrik-Insel gefunden wird, da sie ja eine Intermediaform zwischen der unterseits weißen charon zu der
westlichen unten hell ockergelben pallida bildet.
ß. Vflgl mit vorgezogener Spitze.
T. arteniis kann wohl als die häufigste Spezies des Papuagebiets betrachtet werden, welche die gesamte
Hauptinsel und deren westliche und östliche Inseltrabanten bewohnt. Deren zahlreiche Rassen lassen sich auf
drei Haupttypen verteilen, nämlich solcheMnt stark verdunkelter Gesamtfärbung (im Westen von Neu-Guinea
und dessen Satellitinseln), jene mit breit und scharf abgesetzter weißer Binde der Vflgl (Britisch-Neu-Guiner
414
T JEN ART S. Von H. Fruhstoreer.
und die östlichen Gestadeinseln) und endlich die völlig aufgehellten Formen von Kaiser Wilhelms-Land , die bereits
in der benachbarten Humboldt-Bai einzusetzen beginnen. Selbstverständlich sind an den Grenzgebieten Ueber-
gänge von einer Variationsrichtung zur andern vorhanden. Der Hauptcharakter der Gesamtart liegt außer den
schon erwähnten sexuellen Merkmalen in den verhältnismäßig lang vorspringenden Vflgl der <$<$, dem fast immer
durchschlagendem Analauge der Hflgl und einem breiten braunem oder grauen Analsaum der Vflgl. Die Flgl-
umrahmung wechselt von schiefer-und mausegrau zu rötlich und. rotbraun und die Unterseite sieht vielfach
aus wie mit Sand oder Asche überschüttet. Die Ozellen sind ziemlich regelmäßig, fast kreisrund, doch wechselt
ihre Größe von dem Umriß einer Erbse bis zu so stattlichen Scheiben, wie sie die Figur von T. celsa auf Tafel
101 d zeigt. Wie bei fast allen Taen ariden treten Ozellen Vermehrungen ein und es seien hier alle bisher beobachte¬
ten Kombinationen aufgezählt. Vflgl mit einem schwarzen weißgekerntem Augenfleck ohne gelbe Peripherie
monops. (sidus Stich.); Hflgl ohne Apikalauge (monops Frühst.); mit verdoppeltem Apikalauge, dessen accessorische Ozelle
lacrimans. nach hinten gerichtet ist und wie tränenartig ausgeflossen erscheint (lacrimans Frühst.)-, Analozelle verdoppelt, *
und zwar in der Weise, daß das Nebenauge proximal gelagert ist und sich zwischen der hinteren Medianader
und. der Submediana einschiebt, während bei wahnesi gerade das umgekehrte Verhältnis nämlich distal und nach
opulenta. vorne gerichtete Beiaugen die Norm bilden (opulenla Stich.). Die Hflgl können auch sechs Ozellen führen, was
gemmata. allerdings häufiger bei wahnesi wie bei artemis vorkommt (gemmata Stich.) und es ist wahrscheinlich daß eine
Vermehrung auf acht Augen, die dann eine zusammenhängende Kette bilden auch noch entdeckt wird, wie sie
rothxchildi. mir von wahnesi bereits vorliegt, dies ist dann die Aberration rothschildi Sm. Als zuerst beschriebene Ortsrasse
artemis. wird artemis Voll, angeführt, deren Type vermutlich aus Sorong oder einem anderen Punkte des holländischen
Nordwest-Neu- Guinea stammt. $ wie $ vorherrschend dunkelgrau mit unscharfer etwas in die Zelle eindringen¬
der, weißlicher Binde der Vflgl und leichtem gelblichem Anflug der Hflgl-Oberseite. Unterseite der ua-
eleusina, merklich rötlich angeflogen, der Analwinkel sehr selten frei von grauer oder rötlicher Umsäumung. — • fa. eleu-
sina Frühst, ist auf eine Aberrat ivforin basiert, die aber in Sorong sehr häufig auf tritt, ja dort vielleicht die Haupt¬
form bildet. Die Exemplare sind hell schiefergrau umsäumt, die Subapikalregion der Vflgl ist verschwommen,
zum Teil grau beschuppt, die Analozellen der Hflgl-Oberseite sind sehr klein und schlagen nie ganz deutlich
nach oben durch. Die Unterseite erinnert durch ihre verwaschene Farbe vielfach an gisela von Waigiu, die
Figlumrahmung ist aber schmäler und heller grau. Alle Ozellen tragen eine sehr breite, schwarzgraue Peripherie,
die licht ockergelben Ringe sind breiter als bei gisela , schmäler als bei zenada und celsa. Der Analwinkel der Hflgl
ist entweder gar nicht oder nur ganz schwach grau angeflogen und der gelbe Bezug der Hflgl-Oberseite fehlt gänz¬
lich. Unter 23 Exemplaren meiner Sammlung sind nur sidus und lacrimans als Augenabweichungen zu erwähnen. —
zenada. zenada Frühst, bewohnt Kapaur und die Umgebung der Kajumera-Bai im Süden des holländischen Gebiets. Meine
Exemplare sind größer als VoLLEXHOVEXS-/Type, die Vflgl beinahe schwarzgrau und die Hflgl jenseits des gelben
Basalanfluges auch bereits grau beschuppt. Die Flgl-Unterseite ist wesentlich dunkler, die Vflgl sind schwarz¬
grau anstatt braun, mit einer schmalen weißen Subapikalregion, die Hflgl ringsum, besonders aber auch im
Analwinkel, dunkler grau begrenzt, die Ozellen größer und reicher blau gekernt, auch ist die Analfalte schwarz
anstatt rotbraun. Das $ erinnert durch seine außerordentlich großen Ozellen an celsa Frühst., von der es haupt¬
sächlich differiert durch den schärfer abgesetzten und tiefer schwarzen Außensaum aller Figl. Auf Waigiu hat
sich eine gute Inselrasse herausgebildet, welche als gisela Frühst, bezeichnet wurde. Die Stücke haben stark ver¬
dunkelte Figl. Die Grundfärbung ist ein sattes Schiefergrau. Auf den Vflgl n bleibt bei den <$ nur eine ganz schmale,
weißliche Subapikalregion offen, einige der $ zeigen dunkle Hflgl, von denen nur noch die Flglbasis gelblich
bezogen ist, während alles übrige rauchgrau erscheint. Exemplare mit nach oben durchschlagender Ozelle
dominieren. Es kommen auch Exemplare vor mit schwarz besäumtem Analrand und breit schwarz umringelten
thnesides. und beschatteten Ozellen. Solche Stücke erinnern an timesias Kirsch und mögen als timesides Frühst, gelten. —
myopina. Auf den Aru-Inseln treffen wir myopina Frühst., die durch rauchbraun angeflogene Hflgl gekennzeichnet wird.
Die weiße Subapikalregion der Vflgl hebt sich schärfer ab von der dunklen Grundfärbung, als bei artemis und die
Hflgl sind durchaus rauchbraun angeflogen, eine Erscheinung, die sich auf dem Festlande von Neu- Guinea
nicht wiederholt , die aber bei einigen $$ von Waigiu eine Parallele findet und noch mehr bei myops Fldr. aus der
ziadn. dioplrica- Gruppe. — ziada Frühst. (101 d), eine reizende Lokalrasse, fliegt auf der Insel Misole. Sie differiert
von myopina durch die violett- anstatt rauchbraune Flglfärbung. Der Basalteil der Hflgl ist reicher gelb bezogen
als bei myopina. Unterseite: Die Färbung des Analsaumes der Vflgl noch heller violettbraun. Die Ozellen
celsa. der Hflgl kleiner als bei myopina , breit gelb, aber nur sehr schmal kakaofarben umringelt. — ■ celsa Frühst. (101 d),
differiert von artemis Voll, durch die viel breiter, fast schwarzgrau gesäumten Hflgl. celsa. ist aber
vor allem charakterisiert durch die ungewöhnlich großen Ozellen der Hflgl, die eine ausgedehnte dunkelocker¬
gelbe Iris besitzen, deren Peripherie schwarz umringelt ist. Die Ozellen heben sich scharf und deutlich von der
fast rein weißen Grundfarbe der Hflgl ab. Die Hflgl selbst sind am Costalrand. breit schwarz, am Distalsaum
humboldti. nur schmal schwarz verbrämt. Insel Salawati. — humboldti Frühst. Exemplare aus der Humboldt-Bai bilden
durch die dominierende weiße Grundfarbe, den schmalen, grauschwarzen Außensaum aller Figl einen interessan¬
ten Uebergang zu staudingeri Honr. von Deutsch-Neu-Guinea. Costal- und Apikalsaum schmal grauschwarz,
die” Analfalte des Hflgl oberseits ziemlich breit und dunkel schiefergrau gesäumt, der übrige Teil der Hflgl, mit
Ausnahme der weißlichen Submedianregion und des gelblichen Basalteiles licht graubraun angeflogen, die
von der Unterseite durchschlagenden Ozellen sehr klein. Unterseite : Die weiße Gesamtfärbung wird hier noch
THCNARIS. Von H. Fruhstorfer.
415
weniger von der grauen Flglumrandung eingeschränkt als auf der Oberseite. Die Ozellen stets klein, hell ockergelb
geringelt, die Peripherie ist nur schmal grau. $: Die ganze Basalregion der Hflgl-Unterseite ausgedehnt gelb
abgetönt, die Analozellen auf der Oberseite der Hflgl breit dunkelgrau beschattet, was ihnen ein sehr apartes
Aussehen verleiht. Eine noch, hellere Form hat Doherty auf der Insel Jobi entdeckt, es ist dies blandina Frühst, blandina
Bei dieser ist auch der graue Anflug am Analrand der Vflgl fast ganz verschwunden und die graue Beschattung
der Ozellen auf ein Minimum reduziert. Unterseite: Analsaum der Vflgl bereits ganz weiß, Distalsaum der
Hflgl äußerst schmal, Ozellen winzig, kleiner noch als auf der Abbildung von microps Sm. Analwinkel der Hflgl-
Unterseite ganz weiß, der Duftbüschel unterhalb der Submediana in der Analfalte der Hflgl-Oberseite viel
kümmerlicher als bei humboldti, bei welcher er wieder um viel weniger entwickelt ist als bei zenada und eleusina.
Insel Jobi.
staudingeri Honr. muß als die am meisten variierende Taenaris aufgefaßt werden; es gibt davon stmidinger
Exemplare, welche eine fast ganz weiße Flgl-Oberseite zeigen und bei denen nur noch der Costal- und Apikalrand
grau gesäumt sind und die Figlbasis ganz leicht gelblich oder rötlich angeflogen ist ( = fa. albicans Hag.). Solche albicans.
Stücke nähern sich dann bereits barbata K y . von Rossel-Island,. Andere Exemplare sind entweder breit graubraun
oder dunkelgrau angeflogen (= fa. nicrigans Hag.). Eine weitere wundersame Aberration wurde mit dem recht nierigans.
bezeichnenden Namen eos Heller belegt. Solche Stücke tragen die Hflgl oben und unten ausgedehnt rauchbraun eos.
oder rötlich angehaucht. Der schwärzliche oder braune Analrand der Vflgl ist bei eos manchmal so scharf abge¬
setzt, daß man beinahe glauben könnte, artemis sticheli Frühst, oder artemis electra Frühst, vor sich zu haben.
Des weiteren kommen Exemplare vor, welche die Hflgl auf der Ober- und Unterseite schmal aber ziemlich scharf
abgegrenzt grau gesäumt haben (limbata Frühst.). Solche Stücke sind namentlich in Fmschhafen sehr limbata.
häufig und erinnern an die Figur von Taenaris affinis Ky. von Rossel-Island. Die Größe der Ozellen der Hflgl
ist gleichfalls sehr schwankend und variiert von kleinen Punkten bis zu ansehnlichen und deutlich hervortretenden
Augen. Die Ozellen stehen manchmal in einem ganz freien Felde, sind aber auch gelegentlich von einem grauen
oder rotbraunen Vorhof umgeben. Veränderlich ist ferner auch der gelbe Anflug der Basalregion der Hflgl,
der manchmal kaum erkennbar, manchmal fast die ganze innere Figlhälfte überzieht und von hellgelb bis zu
orangegelb in allen Nuancierungen auf tritt. Einige Exemplare verändern auch die Figlform, es gibt solche
mit ziemlich rundlichen und solche mit sehr schmalen Vflgln, deren Apex lang ausgezogen ist. Derartige Exem¬
plare nähern sich in der ausgedehnten Grundbestäubung der Vflgl, die nur eine ganz schmale Subapikalregion
offen läßt, der artemis Voll. (= fa. artemides Frühst.). Des weiteren kommen Exemplare vor, welche artemides.
im Analfeld unterhalb der Submediana der Hflgl ein schwarzes Duftschuppenfeld zeigen, während die meisten
Exemplare gar keine Anclroconien, sondern nur gelbliche oder rötliche Duftbüschel aufweisen. Bei vielen Exem¬
plaren sind die Dufthaare zwischen der hinteren Mediana und Submediana gut entwickelt, bei anderen
fehlen sie entweder ganz oder sind nur sehr spärlich vorhanden. — simonetta, Frühst, eine extrem albinotische simonetta.
Form, bildet ein eigentümliches Mittelglied zwischen honrathi Stgr. und wahnesi Heller. Die rundliche Figlform
hat simonetta mit ivahnesi gemeinsam, nur der Apex und ein schmaler Distalsaum sind grauschwarz, der
übrige Teil der Figl ist weiß, mit mäßigem, gelblichem Basalanflug. Die Ozellen der Hflgl sind groß, schwarz¬
weiß gekernt, der gelbe Ring von der Unterseite schimmert deutlich durch. Die Duftpinsel rötlich, die Dufthaare
im Analfeld gelb, jene oberhalb der Submediana weiß, der für die dioptrica-wahnesi- Gruppe charakteristische
Analfleck fehlt jedoch. Abdomen heller gelb als bei normalen staudingeri. Unterseite: Vflgl costalwärts schmal
grau gesäumt, Hflgl ringsum fast unmerklich schwärzlich umrandet. Die Ozellen hellgelb geringelt, die äußere
Peripherie schmal schwarz. Das Analfeld der Vflgl unbedeutend hellgrau bezogen. Basalteil der Hflgl gelblich
angehaucht . Weitaus die wunderbarste Aberration aber ist druentia form. nov. (101 d). Sie zeigt milchweiße ärucnüa.
Vflgl mit noch schmälerem, grauen Apikalsaum als simonetta, aber ganz dunkel rauchbraun angeflogene Hflgl,
von denen nur der Basalteil noch weißlich erscheint, während die prächtig schwarzgrau angelaufene Unterseite,
an eos Heller erinnert. Diese Aberration vereinigt also auf den Vflgln das albinotische und auf den Hflgln das me-
lanotischste Extrem, das wir von staudingeri kennen. Daß auch die Anzahl der Ozellen Veränderungen unterliegt,
ist nur natürlich. Es existieren Exemplare, bei denen sich an der Apikalozelle ein Nebenauge bildet ( lacrimalis
Frühst.) und solche, bei denen die Analozelle zu Verdoppelungen neigt ( opulenta Stich.). Ein Exemplar hat auf
der Vflgl-Unterseite eine inkomplette schwarze, weißgekernte Ozelle ( sidus Stich.); weiters kommen auch
Stücke vor, welche sich der rothschildi Sm. nähern und vier Ozellen aufweisen. Auch asymetrische Bildungen
sind nicht selten, so daß der rechte Figl drei Ozellen, der linke nur zwei aufweist etc. Eine recht auffallende
Aberration wurde als monops Frühst, beschrieben, bei der von den Analozellen auch nicht eine Spur zu sehen monops.
ist. Nach Hagen fliegt staudingeri vom Oktober bis April. Die Rp ist bekannt, deren Kopfhörner rotbraun
und der Rücken ohne schwarze Linien, so daß sie leicht von der gleichfalls häufigen wahnesi- Rp unterschieden
werden kann, die zwei schwarze Dorsallinien führt. — jamesi Bllr. soll von der Yule-Insel stammen, ein sehr jamesi.
fraglicher Fundort; die Type (am British-Museum) von Honraths Figur der staudingeri nur dadurch differen¬
ziert, daß der Basalteil der Vflgl gelblich, anstatt rotbraun, gefärbt ist. Nach dem Distalsaum zu nimmt aber
jamesi auch bereits eine graubraune Färbung an. Auf der Figlunterseite ist der Costalsaum von jamesi gelblich,
anstatt rotbraun. — sticheli Frühst, ist die Form von Britisch-Neu- Guinea wie sie besonders in der Milne-Bai sticheli.
auftritt. Die Ortsrasse scheint weniger veränderlich zu sein als staudingeri und mir liegen nur Exemplare vor
mit grauschwarzem Analsaum der Vflgl, der durch eine rein horizontale Binde der Vflgl scharf abgesondert wird.
416
THCNARIS. Von H. Fruhstorfer.
Hflgl vorherrschend weiß mit matt grauem schwachem Distalsaum und deutlich ockergelb angeflogener Basal¬
partie. Ozellen nur selten durchschlagend, unten sehr breit gelb umzogen und dann noch mit sehr deutlicher
schwarzer Peripherie. Augenvariationen dürften selten sein, jedenfalls besitze ich davon nur die forma lacrimans. ■ —
dectra. eleetra Frühst, differiert von sticheli durch das dunklere Gesamtkolorit, was besonders auf den Hflgln auffällt,
die schwärzlichbraun gesäumt sind. Der Basalteil der Hflgl ist noch reicher gelb bezogen ; auf den Hflgln schlagen
die Ozellen deutlich durch. Ihre Pupille ist sehr groß und schwarz, mit reicher blauer Bescliuppung. sticheli
und eleetra haben große Aehnlichkeit mit Icirschi St.gr., nur hat kirschi ein schivarzes, grau behaartes Duftfeld
im Analwinkel der Hflgl, während sich bei sticheli und eleetra rötliche Duftschuppen zeigen, die mit langen röt-
affhiis. liehen oder gelblichen Haaren besetzt sind. Heimat die Fergusson-Inseln. • — affinis Ky. ist eine weitere östliche-
Inselrasse, im Gegensatz zur vorigen aber äußerst variabel und der stauding eri sowie jamesi recht nahestehend.
affinis selbst führt einen breiten schwarzen nach vorne undeutlich begrenzten Analsaum der Vflgl und sehr große,
hart) ata. schön blaugekernte Ozellen der basalwärts nur leichthin gelb angeflogenen Hflgl. — barbata Ky. stellt das
der simonetta analoge, albinotische Extrem dar, mit rein weißen Vflgln, nur unmerklich schwarz umränderten
melanops. Hflgl, die ein kleineres sowie lichter blau zentriertes Auge führen. Rossel-Insel des Louisiaden- Archipels. — me-
lanops'hS'm. bedeutet dagegen einen Fortschritt in der melanoti sehen Richtung. Vflgl wiederum verdunkelt,
etwas ähnlich eleetra aber mit reduzierterem Schwarzsaum. Hflgl mit einer durchscheinenden, ungemein groß
violett gekernten Ozelle die von einem auffallend breitem schwarzen Vorhof umgeben ist. Smith nennt die
tmeutus. Südost- Insel als Fundort. — Von tineutus Frühst, sind bisher nur 3 Exemplare bekannt. <§ : Vflgl-Costalsaum
fast weiß, nur an der Basis und am Apex grau bezogen. Querbincle unter der Submediana schmäler. Hflgl-
Analsaum rein weiß, also nicht schwärzlich beschuppt wie bei affinis, aber mit sehr viel größeren und breiter
gelb geringelten Ozellen. Die Pupille nur ganz wenig blau bestäubt. Unterseite: Der Außensaum aller Figl
grau, anstatt schwarz. Alle Ozellen bedeutend größer, reicher gelb umrandet. Das $ hat eine braune Querbinde
anstatt der grauen; auch der Apex der Vflgl, der Distalsaum der Hflgl sind braun, und der basale gelbe Anflug
ausgedehnter. Insel Woodlark, Type aus der Sammlung Crowley, British Museum.
hyperbolus. T. hyperbolus Kirsch ist die zweite Spezies der artemis- Gruppe, anscheinend aber sehr selten, denn
mir ging nur ein Exemplar zu. Vflgl des $ sehr ähnlich der abgebildeten amitaba (101b), grau mit gelblichem
Costalsaum. Hflgl weißlich mit ausgedehntem, jedoch proximal verwaschenem Distalsaum, der allmählich
in eine gelblich weiße Basalregion übergeht. Auge der Unterseite deutlich durchscheinend, doch werden gewiß
automolvs. auch Stücke ohne solches Vorkommen. Insel Jobi. — automolus Kirsch (101 d) ist eine nur wenig dif¬
ferenzierte Ortsrasse aus dem nördlichen Holländisch-Neu- Guinea bei Rubi und Mum von dem früheren Di¬
rektor des Dresdener Museums Dr. A. 1L Meyer gesammelt. Kirsch hat sie wegen dem nur undeutlich trans¬
parenten Analozellus abgetrennt. Die Unterseite gleicht sehr jener von ritsemae aus der onolmis ( ho nraih i ) - G nippe ,
doch ist das vordere Auge der Hflgl stets markanter ockergelb umrandet. Das abgebildete Exemplar soll von
Salawati stammen und wurde mir von H. Kühn übergeben.
B. Analer Sexualfleck der Hflgl mit einer Anhäufung schwarzer Andro-
c o n i e n.
a) Der Duftnapf der Costalregion der Hflgl trägt Schuppen, welche je nach der Farbe des
Costalsaumes von grau und braun bis zu schwarz wechseln.
Alle Flügel rundlich wie bei Hyades- Gruppe,
a. Abdomen gelb.
T. selene kann nächst urania L. als die stattlichste Taenaris betrachtet werden und die $$ dürften
wohl umnia-QQ zumeist noch an Flügelausmaß übertreffen. Ueber das Vaterland war man lange im Zweifel,
weil es Westwood irrtümlicherweise nach Neu-Guinea verlegte. Jetzt hat ein Typenvergleich ermöglicht,
die Südmolukken als solches zu ermitteln und Stichel glaubt die Insel Buru als Heimat proklamieren zn dürfen.
selene. Zwei ausgezeichnete Lokalformen sind zu erwähnen. — ■ selene Westw. (= buruensis Forbes) (101 a) Vflgl
oben grau, Hflgl basalwärts weiß, der Außensaum lichtbraungrau. Analauge sehr groß mit breiter gelber Pupille
und äußerer graubrauner Umrandung. Iris schwarz mit weißem Kern. $ Auch auf den Vflgl weiß mit stark
zurückgedrängter braungrauer Apikalumrahmung. Ozellen der Hflgl anscheinend meistens kleiner als beim $.
Die Unterschiede des $ ergibt die Abbildung, das differiert durch eine ausgedehntere und dunkler braune
Distalbesäumung, und besonders nach, dem Analwinkel zu verbreiterter Ozellenperiplierie. Insel Buru, an-
(jigas. scheinend nicht häufig. — gigas Stgr. führt sowohl ober- wie unterseits eine erheblich verbreiterte Berandung
der Hflgl, was besonders auf der Unterseite zur Geltung kommt, die nur einen unbedeutenden weißlichen Discus
tetrica. aufweist. Ozellenpupille dunkler ockergelb als bei selene. Insel Ceram. — Als tetrica Stich, ist eine $-F orm be¬
nannt mit vorherrschender braungrauer Bestäubung des Basalteils der Hflgl-Oberseite.
T. macrops vertritt selene auf den Nordmolukken und man könnte versucht sein, sie als die natürliche
Ausgegeben 25. VIII. 1911.
TA5NARIS. Von H. Frutistorfer.
417
Fortsetzung dieser Art in einem anderen Gebiet zu betrachten. Aber ein scheinbar unbedeutendes Merkmal,
die weiter an den Distalrand gerückte Analozelle der Hflgl, steht im Konnex mit wichtigeren anatomischen
Differenzen und ist somit der Artcharakter von macrops erwiesen, vermutlich eine Folge der erdgeschichtlich
weit zurückliegenden Trennung der Nord- von den Südmolukken. Drei Inselrassen sind bekannt, die eine große
Uebereinstimmung mit jenen von selene zeigen, nur bleiben die Exemplare im Habitus hinter selene zurück
und die Adern der Vflgl sind bei einer Rasse ausgedehnter braungrau bezogen: niacropina Frühst. (101 a) ist nwrmp'ma.
nicht selten auf Obi und stellt analog T. diana diadema Frühst. (101 c) das albinotische Extrem der Gesamtart
vor. Die rauchgrauen Vflgl im Medianteil deutlich aufgehellt, der nasenförmig nach außen vordringende Basal¬
fleck der Hflgl ausgedehnter, das $ aber auf den Vflgl reiner weiß als macrops Fldr. von Halmaheira, Bat j an und rnarrop*.
Morotai. macrops scheint auch mehr zur Aberrationsbildung als macropina zu neigen, denn zwei von drei dU
zeigen ein inkomplettes anales Nebenauge, das nach hinten gerichtet ist. Vflgl unterseits im Gegensatz zu macro¬
pina ohne weißliche Aufhellung. Beide Geschlechter auf den Hflgl merklich breiter braungrau umrahmt,
ternatana Frühst, gleicht obersei ts wieder mehr der macropina, differiert aber von dieser und macrops durch ternatana.
kleinere Augen der Hflgl die noch mehr beschränkten Außensaum führen als macropina -$$. Als wichtigster
Differentialcharakter sei jedoch die rein kreidige, fast blendend weiße Grundfärbung der Oberseite erwähnt,
die ternatana mit macrops macropina. Frühst, von Obi gemeinsam besitzt, während macrops stets gelblich abgetönt
ist. Des weiteren ist weder bei ternatana noch bei macropina das Medianfeld der Vflgl grau beschuppt, eine
Erscheinung, die bei macrops stets zu beobachten ist. Auf der Unterseite differiert ternatana dann sowohl von
macrops wie auch macropina durch die wesentlich kleineren Ozellen und das ausgedehntere rein weiße Median-
feld der Hflgl. Dadurch wird naturgemäß auch unterseits der hier tiefschwarze Distalsaum besonders weit
nach außen gedrängt und in seiner Ausdehnung behindert. Insel Ternate; nur 2 $$ in meiner Sammlung.
T. catops ist eine der formenreichsten und am weitesten verbreiteten Arten des Genus. Auch sie schließt
sich macrops und selene so eng an, daß sie früher allgemein als selene kursierte. Die Art ist lokalen Einflüssen
sehr zugänglich; Augenabweichungen sind gleichfalls häufig und es wechseln Exemplare mit durchscheinendem
Auge der Hflgl mit solchen ohne deutliche obere Analozelle; eine Tatsache, die früheren Autoren so wichtig
erschien, daß selbst Staudinger noch Artunterschiede darauf basierte. Variabel ist auch der gelbe Basal anf lug
der Hflgl-Oberseite. Er ist manchmal kaum zu erkennen und tritt dann wiederum in allen Intergradationen
auf, bis zu einer deutlich ockergelben Region, die bis an die Analozelle reicht. — Bei der Lokalform appina appina.
Frühst, von Britisch-Neu- Guinea ist dieser gelbe Basalanflug fast immer vorhanden und manchmal über die ganze
innere Figlhälfte verbreitet; auch erscheint er gelegentlich auf der Unterseite der Hflgl. Dieses reiche Auf¬
treten von Gelb geht fast immer Hand in Hand mit einer ausgedehnteren Schwarz-Umrandung aller Figl ; ist
also ein Zeichen einer melanotischen Färbungsrichtung. Grundfarbe stets weiß ; Vflgl mit mehr oder weniger
breitem Costalsaum der von schwarz zu grau in allen Abstufungen wechselt. Hflgl -Umrandung zumeist
ziemlich schmal, bei albinotischen Extremen bereits im Verschwinden. Unterseite in der Regel dunkler, der
Distalsaum vielfach bis nahe an die Zelle ausgedehnt und meist auch bis in den Analwinkel durchgezogen. Die
Falter sind häufig, Flugzeit nach Hagen vom Oktober bis Juni. Rp kurz , Kopfhörner kurz, rotbraun, der Rücken
ohne schwarze Dorsallinie. — catops Westw. die Namens type stammt von den Aru-Inseln und ist sehr wenig catops.
in den Sammlungen verbreitet. Es ist eine außerordentlich helle Form, rein weiß mit feinem rauchgrauen
Costalsaum der Vflgl der beim einen weißlichen Costalstreifen umschließt; Hflgl mit etwas in die Zelle ein¬
dringendem, nach hinten nicht über die Analozelle hinausgehendem Basalanflug von zartem Ockergelb. Augen
durchschlagend, etwa grünlich orangegelb mit blauem Kern in der Mondscheibe. Der schwarze Ring derOzellen-
peripherie der Unterseite auch oben sichtbar. — fulvida Btlr. von der Insel Misole, ist ausgezeichnet durch das fulvida.
ausgedehnte basale Gelb der Hflgl das über die Zelle und das Analauge hinausgeht, so daß fulvida als die ober-
seits weitaus am luxuriantesten gefärbte Unterart gelten kann. Vflgl beim $ dunkelgrau umrandet, beim $
mit mehr als doppelt so breitem und fast tiefschwarzen Apikalbezug. Hflgl der außerdem noch mit einer
licht mausegrauen submarginalen Zone. Unterseite der mit ausgedehntem, jene der mit etwas schmälerem
schwarzen Distalsaum aller Figl. Hflgl mit einer Wiederholung des basalen Anfluges, der aber hier wesentlich dunk¬
ler getönt erscheint. — selenides Stgr. bedeutet eine weitere melanotische Inselrasse ; Vflgl mit weißlicher Median- selenides.
partie, ausgedehntem dunkelgrauem Apikal- und Costalanflug ; Hflgl vorherrschend weißlich, mit äußerst
zartem gelben Hauch. Unterseite bei beiden Geschlechtern noch luxurianter schwärzlich umrahmt als bei
fulvida, aber mit nur geringem subbasalen ockergelbem Anflug. Augen relativ klein, sehr deutlich schwarz
umringelt. Ein £ zeigt eine asymmetrische Neigung zur Verdoppelung der vorderen Ozelle. Staudinger empfing
durch Dr. Platen etwa 30 Exemplare die sämtlich eine oberseits stattliche Mondscheibe trugen. Mir liegt
durch Water st radt ein £vor ohne solche (= delutiata form. nov.). Drei von acht meiner Sammlung führen delunaia.
eine gelbliche statt weiße Region der hinteren Figlhälfte (= attina form, nov., 101a). — - Mit laretta Frühst, von 'uttina.
Sorong, (Holländisch Nordwest-Neu-Guinea) beginnt eine Reihe von unter sich ziemlich gleichartigen Rassen
der Hauptinsel, die von einander zwar leicht durch das Auge getrennt werden können, deren subtile Unterschiede
aber nur bei größeren Serien zu Tage treten. Auch fällt es leichter, die Unterschiede mit dem Auge zu erken¬
nen, als sie zu beschreiben, laretta. Schließt sich noch eng an fulvida an, und von der fast immer großen
dunkelockergelben Analozelle zieht bis zur Basis der Hflgl ein mehr oder minder ausgedehnter fast orange-
IX
53
418
T/ENARIS. Von H. Frtihstorfer.
farbener Anflug. Alle Figl oberseits breit grauschwarz umrandet. Unterseite nur wenig von selenides dif¬
ferenziert, die Ozellen jedoch merklich größer. Auf der Flügelunterseite ist der Costal- und Marginalsaum
auch fast so breit als bei julvida ; die Ozellen sind viel markanter schwarz umgürtet, doch ist bei den meisten
catanea. Exemplaren die gelbliche Basalregion der Hflgl kaum ein Drittel so breit als bei fulvida. — catanea Frühst.
von Kapaur , dem südlichen Teile des holländischen Neu-Guinea , schließt sich eng an die Sorong-
Rasse laretta an. Bei ihr hat aber schon die Verdunkelung des Costalsaumes der Vflgl abgenommen, der
gelbliche Subbasalanflug der Hflgl ist zwar noch vorhanden, aber im Verschwinden begriffen. Augen der
kajuna. Unterseite namentlich beim $ sehr klein. — • kajuna Frühst, von der Kajumera-Bai führt in beiden Ge¬
schlechtern nur noch undeutliche Reste eines gelblichen Anflugs; Vflgl auch jenseits der Zelle noch weiß; $ mit
noch schmalerem Costalsaum als die $<$. Ozellen der Hflgl-Unterseite kleiner als beim £ und in einem freien
pamphagus. Felde stehend, weil der Distalsaum merkwürdigerweise auf der Unterseite schmäler ist als oben. — pamphagus
Kirsch endlich umschreibt eine stattliche, oberseits rein weiße Ortsrasse mit sehr großen, markant schwarz
umringelten Analaugen der Hflgl. Die sehr helle Unterseite zeigt eine fast tiefschwarze Umsäumung der Hflgl
jobina. und auffallend breit schwarz umgrenzte Ozellen. — jobina Frühst, leitet von pamphagus zu den Formen des
östlichen Neu-Guinea hinüber. Der Cost aistreifen der Vflgl so rein weiß wie bei pamphagus. Hflgl nur unmerk¬
lich schwarz umrandet; Analozelle klein, fast immer mit grüngelber Scheibe. $ sehr hell, nur gering schwarz
weshvoodi. umzogen, Hflgl mit hell orangegelbem, ziemlich ausgedehntem Anflug. Insel Jobi. — westwoodi Stgr. hat ihr
Autor von der Namenstype catops abgetrennt wegen dem Fehlen des gelben Anflugs der Hflgl und der nach
oben nicht durchschlagenden Analozelle. Letzteres Merkmal muß nach unseren jetzigen Erfahrungen völlig
ausscheiden, denn unter 30 Exemplaren zeigen mindestens immer zehn sehr große auch oben komplette grün¬
lich oder ockergelb ausgefüllte Scheiben. Aber dennoch bezeichnet ivestivoodi eine Ortsrasse, die von west¬
licheren Schwestern leicht abzusondern ist durch das blendende Weiß der Oberseite der $$ mit dem ein in
der Regel sehr breiter schwarzer Apicalfleck beider Figlpaare lebhaft kontrastiert. Auch das Fehlen des gelben
Basalanflugs bleibt charakteristisch, denn er taucht nur gelegentlich als Rückschlag auf. Für eine solche Form
luna. aus Berlinhafen wurde sogar eine neue Subspeziesbezeichnung (luna Stich.) eingeführt, der naturgemäß nur
Aberrationswert zukommt umsomehr, als auch noch im östlicheren Friedrich-Wilhelmshafen derlei Exemplare
als seltene Abweichung Vorkommen, während sie in Britisch Neu-Guinea die Regel sind. In Finschhafen ver¬
ändert sich weshvoodi dagegen bedeutend nach der albinotischen Richtung; dort tritt auch der Distalsaum
der Hflgl-Unterseite zurück und bei einem $ ist die Costal- und Distalbesäumung der Oberseite auf ein kaum
zwei mm breites Band beschränkt. Diese auffallend helle Form scheint auf der Vulkaninsel sich zu einer Insel¬
rasse ausgebildet zu haben, für welche der N amen mylaechoides Frühst, gegeben wurde. Ozellenaberrationen schei¬
nen bei westwoodi nicht selten zu sein. In meiner Sammlung sind vorhanden mit verdoppelter Analozelle und
solche die eine nach vorne mit Nebenauge versehene Apicalozelle tragen, während p A mit nach der Flügelmitte
miipupil- zu gerichtetem accessorischem Auge seltener sind. Als verarmte Bildung darf uriipupillata Frühst, betrachtet
hif". werden, bei welcher che Analozelle der Hflgl fehlt. Dergleichen Stücke machen ganz den Eindruck einer be¬
sonderen Art, hauptsächlich deswegen, weil das Analfeld vollkommen weiß bleibt und mit der Ozelle auch
appina. die schwarze Ozellenperipherie verschwunden ist. — appina Frühst. (101 a) von Britisch-Neu- Guinea (Type
aus der Milne-Bai) muß als das melanotische Extrem der östlichen Rassen gelten. Die schwarze Elügelum-
rahmung ist ober- wie unterseits und bei beiden Geschlechtern in der Regel breiter als bei westwoodi und stets
ist ein Basalanflug der Hflgl-Oberseite zu bemerken, der von einem lichtgelben zarten Hauch bis zu einem
an fulvida . Btlr. erinnernden, dunkel orangefarbenen Fleck variieren kann. Unterseits macht sich, der Anflug
im Gegensatz zu fulvida Btlr. und laretta Frühst, nur selten geltend; die Augenflecke erscheinen unten satter
ockergelb und noch markanter schwarz umgeben als bei westwoodi. Hauptflugzeit anscheinend im November.
adriana. — adriana Frühst, bewohnt die Fergusson-Inseln und bedeutet eine Abweichung ins hellere Extrem ; der Distal¬
saum aller Flügel lichter, weniger breit angelegt; der Basalanflug der Hflgl entweder fehlend oder kaum mar-
fimbriata. kiert ; die Ozellen auffallend klein. — fimbriata Ky., ursprünglich von der Normanby -Insel beschrieben und in
einem damit ziemlich identischem $ auch von Woodlark in meiner Sammlung, differiert von adriana in der
mylaecha. Hauptsache durch größere und lichter gelb gefüllte Ozellen der Hflgl-Unterseite. — mylaecha Westw., von den Loui-
siaden zuerst gekommen und anscheinend nur in ein oder z wei Exemplaren des Britisch Museums bekannt, ist
das albinotische Extrem der Gesamtart. Ober- und Unterseite blendend weiß mit fadendünnem schwarzem
m ylaechoi- Costalsaum der Vflgl. — mylaechoides Frühst, differiert von der Type der mylaecha Westw., welche ich im British
des’ Museum vergleichen konnte, durch den verbreiterten braungrauen Costalsaum der Vflgl und das Auftreten
eines schwarzen oder braunen Costal- und Distalsaumes der Hflgl, der bis zu den Medianen reicht und nament¬
lich auf der Hflgl-Unterseite sehr deutlich ist. Die Ozellen sind etwas größer und breiter schwarz geringelt.
nicasius. Inseln vor der Collingwoocl-Bai, Britisch -Neu- Guinea. — nicasius Fr ühst, endlich mit dem wohl irrigen Fundort
„Ceram“ im Dresdener Museum, ist noch dunkler als laretta Frühst., hat breiten rauchbraunen Distalsaum
der Vflgl, sowie einen hell graubraunen der Hflgl, große gelbe, aber blasse Ozellen, die nur klein schwarz geäugt
sind. Die Basalregion ist gelblich angeflogen, ähnlich wie bei Exemplaren aus Sorong. Unterseite: Vflgl, Costal-
und Apikalteil sehr breit grauschwarz bezogen. Von der Zelle bleibt nur die oberste apikale Zone weißlich,
Basis der Hflgl und Distalsaum noch breiter schwarz angeflogen als bei Sorong-Exemplaren. Die Ozellen breit
schwarz geringelt, die schwarzen Ringe aneinanderstoßend. Die gelben Ringe ausgedehnt hellgelb. Die Pupillen
'LENARIS. Von H. Fruhstorfer.
419
außergewöhnlich groß, tiefschwarz, klein weiß gekernt. Analozelle nach innen leicht blau beschuppt. Die
Apicalozelle nicht rundlich, sondern oval, ebenso wie die Analozelle mit kleinem Nebenauge, was aber aberrativ
sein wird. Heimatsinsel unbekannt.
T. phorcas bildet die natürliche Fortsetzung der vorigen Art auf den Salomonen und den Inseln des
Bismarckarchipels. Sie ist leicht von catops zu unterscheiden durch den vorherrschend schwarzen, statt weißen
Grundton aller Figl und den grauen oder braunen statt gelben Hlb. Augenaberrationen scheinen nicht oder
nur sehr selten vorzukommen; die Ozellen schwanken auch nur unbedeutet in der Größe, sowohl unter sich
wie auch bei den geographischen Rassen. Letztere sind nicht scharf geschieden und die Kollektivspezies ver¬
einigt in ihrer Formenbildung deren Charaktere in allen denkbaren Kombinationen. Nach dem allgemeinen
Eindruck lassen sich aber ähnlich wie bei den westlichen catops-TJn t er art en mehrere Ortsformen absondern.
Die Rp ist bekannt, sehr hübsch schwarz, weiß und rot gestreift und lebt gesellig auf einer niederen Palmen art.
Gewöhnlich liegen 5 — 6 auf den Blättern oder dem Stamm zusammen. Sie sind träge, verlassen nur zur Ver¬
puppung ihre Nährpflanze und sind mit feinen weißen Härchen überdeckt. Puppenruhe dauert 14 Tage, phorcas phorcas.
Westw. (= anableps) Voll. (lOOd, als umbonia bezeichnet), dürfte von Neu-Mecklenburg zuerst gekommen sein,
denn dortige Exemplare stimmen noch am besten mit der Abbildung ihres Autors überein. Analozelle der
Hflgl mehr oder minder mit der schwarzen Distalfärbung vereinigt. Auf der Unterseite steht das Analauge
frei in einem weißen Feld und der Außensaum ist nicht bis zum Analwinkel durchgezogen. — uranus Stgr. be- uranus.
deutet eine wesentliche Verdunkelung; bei ihr erscheint das Analauge ober- wie unterseits von dem fast tief¬
schwarzen Außensaum der Hflgl umrandet. Das weiße Medianfeld der’ Hflgl kleiner, jenes der Vflgl durch
die nach außen vorgeschrittene dunkle Basalbeschuppung weiter nach dem Analwinkel zu gedrängt. Neu-
Pommern. Die 2$ von Neu-Lauenburg sind nicht ganz identisch mit 2$ aus Neu-Pommern, sondern im Anal¬
winkel der Hflgl bereits wieder ausgedehnter rein weiß aufgehellt. — • umbonia Frühst, ist eine sehr dunkle Lo- umbonia.
kalrasse, mit fast ganz tiefschwarzen Vorderflügeln in denen der weißliche Analfleck kaum noch zu erkennen
ist. Der weiße Fleck der Hflgl, noch mehr als bei phorcas Westw. reduziert, lagert nur noch als schmaler
Halbmond über der Analozelle. Die Analozellen der Hflgl- Oberseite sind dunkel ockergelb. Expeditions-Bai,
Neu-Hannover, Type im British Museum. — farona subsp. nov. bewohnt Faro, Alu und differiert von den üb- farona.
rigen a/esfa-Exemplaren des British Museum von Ugi, Aloa, Maleia, Ulava durch das fast völlige Verschwin¬
den der weißen Flecken der Vflgl, die bei farona braungrau beschuppt sind. Auch ist der Analsaum der Vflgl
breit graubraun gesäumt, während er bei phorcas im Analwinkel rein weiß bleibt, d. h. der weiße Fleck
den ganzen Hinterwinkel ausfüllt. Auch das Weiß der Hflgl ist reduziert, dadurch, daß auch der braunschwarze
Außensaum bis an die gelbe Ozelle heranzieht, so daß diese nicht mehr wie bei phorcas freisteht. Auf der Un¬
terseite der Hflgl ist der weiße Medianfleck so eingeschränkt, daß er nur noch den Raum zwischen den vor¬
deren und der Analozelle einnimmt. Type im British Museum. — atesta Rbl. gilt als das melanotische Ex- atesta.
trem der Gesamtart; sie wird charakterisiert durch die fast völlig geschwärzten Vflgl und eine beim $ erheb¬
lich verschmälerte postdiskale weiße Zone der Hflgl. Nach den mir vorliegenden Exemplaren von den Short-
landsinseln trägt sie auch die kleinsten Ozellen. Heimat nach Ribbe besonders die südlichen Salomonen.
T. scylla Stgr. ( = dohertyi Sin.). Eine ausgezeichnete Spezies, die den Charakter von phorcas mit jenem scylla.
von onolaus vereinigt . Mit letzterer hat scylla die ziemlich gleichartig grau gefärbten Vflgl und den gelblichen Hlb
und mit phorcas die Färbungsanalogie der Flgl-Unterseite gemeinsam. Doch ist bei scylla die weiße Median¬
region nicht auf den Discus beschränkt, sondern breitet sich vom Costalrand bis zum Hinterwinkel als eine
breite Binde aus. Jenseits der Analozelle fällt namentlich auf der Oberseite der Hflgl ein ockerfarbener
Distalsaum auf, welchen an dieser Stelle keine andere Taenaris besitzt. Scylla ist von Staudinger aus Kordo,
von Grose-Smitii aus Korrido beschrieben. Kordo und Korrido sind aber nur zwei verschiedene Namen
für denselben Haupt- und Hafenort der Insel Misore („Schouteneiland“ der Holländer); diese Insel ist
ein wahres Dorado für eigentümliche hochentwickelte Lepidopteren der Papua-Region. Dort fliegt der wunder¬
same Troides priamus kirschi Oberth. und die aparte Ideopsis inuncta hewitsoni Kirsch sowie andere seltene
Arten.
T. onolaus wird hier als die älteste Bezeichnung für die unter dem jüngeren Namen honrathi in den
Sammlungen verbreitete Spezies wieder eingeführt, die den variabelsten Taenariden zuzuzählen ist. Die Grund¬
färbung der Vflgl wechselt von weißlich bis zu schiefergrau ; die Hflgl können einen rein weißen, schwach gelb¬
lichen oder mausegrauen Basalteil führen. Die Analozelle der Hflgl ist oberseits stets komplett vorhanden;
der gelbe Ozellenring manchmal zu einem breiten Feld ausgeflossen, kann aber bei derselben Lokalform nur
proximal angedeutet oder schwärzlich überdeckt sein. Auch wechselt die Gestalt des Auges von etwas über
Punktgröße bis zu stattlichen Scheiben und ebenso deren stets weißlich violetter oder blauer Kern. Die beiden
Ozellen der Hflgl-Unterseite bleiben manchmal gleichartig, sie können dann so klein sein wie bei tainia (101 b);
häufiger aber tritt ein vergrößertes Analauge auf, das sehr oft proximal ausfließt ( = auriflua Frühst.). Neben- auriflua.
äugen sind fast immer vorhanden; vier von dreißig Stücken beiderlei Geschlechts haben sogar anale Ozellen
der Vflgl-Unterseite (= sidus Stich.). Mir liegt aber auch ein $ vor das auch noch zwei Apicalaugen der Vflgl sidus.
besitzt neben jenen im Analwinkel und auf den Hflgl verdoppelt sich soavoIü die vordere -wie hintere Ozelle.
420
T/ENARIS. Von H. Fruhstorfer.
onolaus. — onolaus Kirsch von einer der Inseln in der Geelvink-Bai, gleicht sehr der saluratior { 100 d) doch ist sie wesent¬
lich heller, führt einen weißlichen Analsaum der Vflgl-Oberseite nnd ein weniger ausgedehntes und lichteres
macroph- ocker- oder orangefarbenes Feld der Hflgl-Unterseite. — macrophthalmus Frühst, ist eine reizende Lokalrasse
ihalmus. un(j fin(jet sich, auf der Insel Jobi. Sie erinnert in der Färbung der Oberseite an rebeli, von der sie aber sofort
zu unterscheiden ist durch einen breiten, weißen Analsaum längs der Submediana der Vflgl-Oberseite. Die
Hflgl sind etwas dunkler als bei rüsemae, die V f lgl-Unterseite trägt jenseits der Zelle eine obsolete weißliche
Region. Der Discalteil der Hflgl ist ebenso reich weiß wie bei rüsemae, aber gut ein Drittel kleiner, weil die
schwarze Flügelumrahmung außergewöhnlich breit ist. Die Ozellen sind doppelt so groß, wie bei den übrigen
onolaus- Rassen, mit einer sehr großen schwarzen Pupille, dunkel ockergelben Ringen und einer tief schwarzen,
breiten Peripherie. Nach oben schlagen die Ozellen trotz ihrer Größe nur ganz schwach durch. Insel Jobi von W.
honrathi. Doiierty entdeckt. • — honrathi Stgr. kommt von Waigiu, wo sie ziemlich häufig ist. Es ist eine schöne, gut
umgrenzte aber veränderliche Inselrasse; $ braungrau mit weißlichem Basalteil der Hflgl und deutlicher ocker¬
gelber Ozellenperipkerie. Es treten aber auch Stücke auf mit durchweg dunkel mausegrauer Oberseite aller
Figl und Augen der Hflgl bei denen die ockerfarbene Peripherie entweder im Abnehmen begriffen oder fast
abdon. ganz verschwunden ist (= abdon form. nov.). Auf der Unterseite ist die Analozelle immer nach innen breit
sekarensis. ausgeflossen, ein $ zeigt verdoppelte Apikalaugen und sogar gemmata Bildung. — sekarensis Stgr. bewohnt
das holländische West-Neu- Guinea und liegt mir von Sorong vor. $$ größer als honrathi Grundfarbe lichter
ritacmac. braungrau, Basalpartie der Hflgl-Oberseite ausgedehnter und reiner weiß. — ritsemae Frühst, bildet den Ueber-
gang zu den Rassen des deutschen Gebiets, ist ungewöhnlich hell, hat sogar eine weiße Median- und Irds-Region
der Vflgl. Die Hflgl sind mit Ausnahme des sehr schmalen lichtbraunen Außensaumes fast rein weiß und tragen
eine sehr große schwarze Ozelle, die breit gelb geringelt ist. Unterseite: Der weiße Medianfleck der Hflgl
ausgedehnter als bei Waigiu-Exemplaren und auch reiner weiß als bei sekarensis. Humboldt-Bai, Sept.-Ok-
rcbcli. tober 1892 von W. Doherty gesammelt. — rebeli Frühst, nächst catops die häufigste Taenaris von Kaiser-
Wilhelms-Land, östlich nicht über die Astrolabe-Bai hinausgehend und in ihrer äußeren Erscheinung sehr
variabel. Wie bei honrathi treffen wir Exemplare mit ganz lichtgrauer oder gelblicher Grundfarbe neben sol¬
chen, die als satt rauchbraun bezeichnet werden müssen. Die Analozelle bleibt bei den stets sehr deutlich,
verliert aber analog der forma abdon bei honrathi die ockerfarbene Peripherie bei den dunklen $$. Die Distal-
umrandung der Hflgl-Unterseite erscheint manchmal gelbbraun, manchmal fast schwarz und wechselt in der
Ausdehnung. Die Apicalozelle ist manchmal stark verkleinert, die Analozelle neigt zur auriflua- Bildung, von
30 Exemplaren ist sie bei 12 und einigen zu konstatieren. In Finscbhafen verschwindet rebeli und sie
ida. wird dort ersetzt durch die ausgezeichnete Vikariante ida Honr., die oberseits kaum variiert, denn alle zeigen
einen dunkel schiefergrauen Gesamtton der Vflgl mit leicht gelblichem Anflug an der Submediana als Anklang
an onolaus Kirsch. Hflgl kreidig weiß, Analozelle erheblich kleiner als bei rebeli. $ mit beinahe schwarzen
Vflgl die auch am Ird nicht aufgeliellt sind. Unterseite der Vflgl mit leichter weißlicher Einsprengung am Anal¬
winkel. Hflgl mit ungemein breit umflossener orangegelber, tiefschwarzer Ozelle. Der Ird aber erheblich we-
saturatior. niger rötlichgelb angeflogen, als bei saturatior Frühst. (100 d) von Britisch-Neu-Guinea. Type aus dem Aroa
Gebiet. Der fällt leicht von ida zu trennen durch noch kleinere Ozellen, von welchen die anale auch auf der
Hflgl-Oberseite gelblich umzogen ist resp. in einem deutlichen, nahezu orangefarbenen Vorhof steht. In der
enomia. Collingwood-Bai findet sich dagegen wieder ein Rückschlag zur ida-Type, der als enomia Frühst, beschrieben
ist. $<$ kleiner als ida-$$ ; Vflgl hellgrau; Unterseite derselben wie oben, aber ohne die weißliche Aufhellung
die ida auszeichnet. Hflgl mit auffallend breit hellgelb umringelten Augen, die weder nach innen ausfließen,
moniana. noch von einer orangefarbenen Zone umgeben werden. — montana Stich, umschreibt eine weitere Ortsrasse
vom Mount-Epa in Süd-Neu- Guinea, die kleiner als alle benannten Formen ist und fahl graubraune Vflgl hat.
Dadurch daß die gelbe Analfärbung der Hflgl fehlt, kommt sie enomia sehr nahe.
T. domitilla dürfte wohl die am leichtesten zu bestimmende Art der Gattung sein wegen des stets auch
oben deutlichen Doppelauges der Hflgl. Grundfarbe hell braungelb mit weißlichem oder graugelbem Basal¬
teil der Hflgl. Die Apicalozelle der letzteren zumeist auch oberseits vollständig vorhanden. Augen tiefschwarz
mit weißlichblauem prominentem Kern. Der Ozellenvorliof namentlich bei den $$ sehr breit ausgeflossen,
hell oder dunkel ockergelb. Das vordere Auge der Hflgl oberseits relativ klein, unten aber fast so stattlich
domitilla. wie jenes von diadema Frühst. (100 c). Verbreitung der Art ist auf die Nordmolukken beschränkt, donii-
tilla Hew., ursprünglich aus Batjan beschrieben, differiert oberseits von der abgebildeten agrippina (100 d)
durch den weißlichgelben statt braungrauen Basalteil der Hflgl. Ozellen der Unterseite sind von einem schwar-
diops. zen Distalgebiet eingeschlossen. — diops Voll, ist eine etwas heller graue, oberseits seidig glänzende Rasse,
agrippu. die namentlich auch unterseits kenntlich wird durch die mehr asch- Avie braungraue Grundfärbung. — agrippa
Frühst. (lOOd) (in „agrippina“ verdruckt) bewohnt die Insel Obi, wo.sie nicht sehr selten ist. Sie kann von allen
bekannten Taenaris leicht separiert werden durch den mit den Vflgl gleichfarbigen Basalteil der Hflgl. Der
orangefarbene Vorhof der Analozelle ist schmäler als bei domitilla und mit kleineren aber lichter blauen Augen
besetzt. $ auf allen Flgln unterseits nicht grau, sondern schwarzbraun. Der Medianteil der Hflgl niemals weiß,
sondern in der Regel Avie die Distalumrahmung braun oder schwärzlich, etAvas heller, aber auch dann nur selten
rauchig braun überflogen. $ erheblich blasser als das <$, die Ozellenperipherie aber niemals schwarz wie bei
domitilla sondern grau; Vflgl manchmal venvaschen, weißlichbraun. AugenabAveichungen sind ziemlich häufig;
T/ENARIS. Von H. F ruhstorfee.
42]
drei von 33 Exemplaren führen drei statt zwei Analaugen und bei zwei $9 treten noch Medianaugen der Hflgl
auf, die zu einer Kette aneinandergereiht sind ( = prodiga ja. nov.). i>rodhja.
T. bufleri Oberlhr. scheint domitilla im Papuagebiet zu ersetzen. Sie ist neben scylla Slgr. die einzige ballen.
meiner Sammlung fehlende Taenaridenspezies und mir nur nach den Exemplaren des Britisch Museum und
der Abbildung von Staudinger bekannt. erheblich in der Größe hinter agrippa zurückbleibend, aber von
derselben gleichmäßig braungelben Grundfärbung. Ozellen wie bei agrippa, der ocker- oder orangegelbe Ozellcn-
vorhof aber noch mehr nach hinten ausgedehnt, butleri führt auch auf der Vflgl- Untersei te zwei intramediane,
komplette Ozellen. Anscheinend sehr selten, auf das südliche Neu-Guinea beschränkt, vom Aroa- Gebiet, Porl
Moresby und Yule-Eiland bisher bekannt.
T. rothschildi ist der älteste Name für eine Kollektivspezies die den höchsten Grad ihrer Entwicklung
in Deutsch-Neu- Guinea erreicht, dort ungemein häufig ist und unter dem Namen wahnesi Hell, in allen Kata¬
logen und Zeitschriften figuriert. Der Gesamtart ist gemeinsam eine graue Grundfärbung mit diskaler Auf¬
hellung, die aber manchmal auf die ganze Flügeloberfläche übergreifen kann. Das Analauge der Hflgl sc lilägt
nur in seltenen Fällen nach oben durch. Mit rothschildi beginnt zugleich eine Artengruppe, welche die luxu-
rianteste Ausbildung der sekundären Sexualflecken aufweist. Die Duftpfanne des Costalsaumes der Hflgl
ist mit schwarzen Schuppen ausgefüllt und unter der Haarbürste nahe dem Analwinkel lagert in der Hinter-
ranclzone ein klecksartiger Fleck, von dessem stets tiefschwarzen Androconien sich die Haarbüschel deutlich
abheben. Die weiße Fläche des Yflgl lagert wagrecht zum Hrde, wenn sie oberseits zutage tritt. — rothschildi rothschildi.
8m., im April 1894 beschrieben, hat die Priorität vor wahnesi Hell, vom November oder Dezember desselben
Jahres. Der Name bezieht sich auf ein aberratives Exemplar derjenigen verschwenderischen Ozellenbi ldung
die als prodiga Frühst, bezeichnet wurde, bei der die normalen und die accessorischen Ozellen auf der Hflgl-
Unterseite zu einer Kette vereinigt sind. Die Form rothschildi wurde schon mehrfach beobachtet; außer der
Type befindet sieh noch ein $ aus Deutsch-Neu- Guinea in englischen Sammlungen und zwei <$<3 mit derselben
Ozellenkette sind in der Collektion Fruiistorfer (Genf) vereinigt. Die alltägliche Form der rothschildi wurde
als pelagia Frühst. (101 b) beschrieben. Sie ist leicht kenntlich durch das zarte Grau der Oberseite und einen pelatjia.
leichten gelblichen Anflug der Hflgl. Vermutlich kommen auch Zwischenformen vor, wie wir deren eine Reihe
aus Kaiser-Wilhelms-Land kennen. Heimat der rothschildi und. pelagia die Humboldt-Bai, wo sie von Doherty
September-Oktober gesammelt wurden. Im westlichen Teile von holländisch Neu-Guinea ist rothschildi durch
einige andere benannte Rassen vertreten, die ineinander übergehen. Die auffallendste davon ist nierana Frühst, merana.
(101 b).
DieOberseite gleicht jener von pelagia, doch, erscheint die subapicale Region der Vflgl reiner weiß, der Basal¬
teil der Hflgl ist gleichfalls kreidigweiß mit deutlich heraustretendem rötlichgelbem Haarbelag über der Sub-
mediana. Analozelle größer als bei pelagia, was besonders auch, unterseits zur Geltung kommt, wo sich auch die
distale schwärzliche Bestäubung weiter als bei pelagia ausdehnt. Kajumera-Bai und Kapaur, Südwest-Holl. -
Neu-Guinea. — ansuna Frühst., eine insulare Rasse vom Eiland Jobi in der Geelvink-Bai, übertrifft pelagia an ansuna.
Größe bleibt aber hinter merana zurück, hält in der Gesamtfärbung etwa die Mitte zwischen beiden. Die graue
Beschuppung der Hflgl erscheint dunkler, das weiße Basalfeld rauchgrau überhaucht. — rafaela Frühst, ist auf rafacla.
eine Farbenabweichung basiert, etwas heller als ansuna. Aeußere Hälfte der Hflgl braungrau. Submedian-
Region länger, dichter und heller gelb behaart als bei ansuna. Analozellen größer, deutlicher transparent. Vflgl
intensiver schwarz umrandet als bei ansuna, die Hflgl dagegen schmäler, so daß die viel größere Analozelle
im freien, weißen Felde steht. Iris dunkel orangegelb. Analfalte ausgedehnt dunkelgelb angeflogen. — • senaria
Stich, von der die Type sich in meiner Sammlung befindet, kommt von der Insel Salawati und kann als das
dunkelste Extrem der Gesamtart aufgefaßt werden. Oberseite der Vflgl am Vrd und am Apex schmal, am Hrd
bis zum mittleren Medianast breit rauchgrau, sonst weiß. Hflgl vorherrschend rauchbraun, nur ein ungewisser
Streif in der Zelle und nahe der Submediane leicht weißlich. Die Behaarung längs der Submediana fahl grau¬
gelb. Analauge wie bei merana doch mit trüberer gelblicher Iris. Ozellen der Unterseite wie bei merana nur ohne
schwärzliche Umgebung. — wahnesi Heller ist eine der häufigsten und zugleich variabelsten Taenariden und wahnesi.
überbietet noch artemis staudingeri Honr. von dem gleichen Fluggebiet also ganz Deutsch-Neu- Guinea, an
Farben und Augenabweichungen. So scharf auch die durch den so deutlich sichtbaren Sexualfleck der Hflgl
geschieden sind, so schwer hält es, die $><j> der wahnesi von den $$ der staudingeri zu sondern, besonders deren
Extreme die sich vielfach, kopieren resp. analog gezeichnet und gestaltet sind. Derlei fragliche Exemplare be¬
finden sich als „Hybriden“ bezeichnet in -jenen Museen und Sammlungen die von einer Dresdener Firma mit
Material versorgt werden. Als typisch können Exemplare aufgefaßt werden mit relativ breitem grauen Distal-
und Hrdsaum aller Figl und fehlendem gelbem Basalanflug der Hflgl. — Als candida Frühst, ist die albinotische candida.
Färbungsrichtung beschrieben, mit auf ein Minimum beschränktem grauen Costalsaum der Vflgl und unmerk¬
licher Begrenzung der Hflgl namentlich auch unterseits, so daß die hinteren Ozellen in einem ganz freien rein
weißem Felde stehen. Infolge des weißen Untergrundes treten die schwarzen Analflecken der Hflgl besonders
deutlich hervor. Die Ozelle der Hflgl schlägt prägnant nach oben durch, die Analfalte der Hflgl-Unterseite
ist gelblich behaart; im Basalteil der Hflgl-Oberseite macht sich ein leichter gelblicher Anflug bemerklich. $
von candida zeigen manchmal einen ausgedehnten wachsgelben Anflug der Oberseite und rötlichen Saum am
422
THCNARIS. Von H. Frtthstorfer.
tainides. Hrcl der Vflgl und erinnern lebhaft an fahle stauding er - — Als tainides Frühst, ist eine $ Form benannt
mit außergewöhnlich breit schwarz besäumter Oberseite derHflgl. Anal-Ozelle ringsum mit sehr breiter, schwarzer
Peripherie, die mit dem Analsaum zusammenfließt. Hflgl mit weißem, anstatt schwarzem Irdsaum, wie ihn
Heller von wahnesi hervorhebt. Analozelle freistehend, auffallend klein. Figl eigentümlich wachsartig glän-
hadina. zencl. — - hadina Frühst, ist eine weitere verdunkelte Form. Vflgl auf beiden Seiten fast ganz schwarzgrau, nur
eine weißliche Apicalregion bleibt frei, die an fergussonia Frühst, erinnert. Hflgl ringsum breit schwarzgrau.
Ozellen sehr groß, nach innen schmal schwarz begrenzt, deren schwarze Peripherie mit dem Marginalsaum
zusammenfließend. Die Gestalt der Ozellen ist gleichfalls sehr veränderlich; man kennt Exemplare bei denen
die Augen kaum größer als bei lainia (101 b) werden, neben solchen deren Scheiben jenen der merana (101 b)
gleichkommen. Die schwarze Umringelung der Analozelle kann ausgedehnt sein wie bei tainia und merana, kann
aber auch fast völlig fehlen. Verdoppelungen der Analozelle sind häufig, es scheint aber, daß die Nebenaugen
gemmata. im Gegensatz zu staudingeri stets nach vorne gestellt sind. — gemmata Stich, mit supplementären Medianaugen
; prodiga . ist auf die häufige Abweichung bei wahnesi basiert und prodiga Frühst, mit kompletten Ozellenreihen schon
lacrimans. oben erwähnt; dagegen scheint lacrimans Frühst, mit Verdoppelung der vorderen Augen sehr selten zu sein.
In meiner Sammlung befindet sich, unter 80 Exemplaren von wahnesi nur ein $ mit la crimans- B i 1 du n g . —
sidus. Sehr selten ist auch sidus Stich, mit undeutlicher Ozelle am letzten Medianzwischenraum der Vflgl-Unterseite.
Rp auffallend langgestreckt mit zwei schwarzen Dorsallinien die schön gelb eingefaßt sind und rotbraunen
Kopfhörnern.
T. dioptrica ist eine in den Sammlungen wenig verbreitete Spezies des westlichen Teiles von Neu-Guinea
und. seiner Satellitinseln, die lange Zeit als Nebenform von artemis behandelt wurde, bis ich. nach. Einsichtnahme
der Type am Leidener Museum deren Artrecht wiederherstellte, dioptrica steht nahe der vorigen Art, doch ist
der Figlschnitt etwas verschieden, weil der Apicalteil der Vflgl etwas mehr heraustritt. Der Färbungscharakter
bleibt gleichartiger als bei rothschildi , auch, sind Ozellenanomalien seltener. Vflgl hellgrau nur manchmal mit
medianer Aufhellung. Unterseite der stets ausgedehnter und fast tiefschwarz umrandet. Die beiden Ozellen
amitaba. paare nahezu gleichartig. — amitaba Frühst. (101 b) variiert nur unbedeutend in der Weise, daß $$ Vorkommen
mit durchweg dunkel grauer Oberseite der Hflgl und solche bei denen die Basalregion mehr oder weniger weiß
bleibt. Das $ entfernt sich oberseits vom durch eine transcellulare weißliche, an den Rändei’n grau überpuderte
dioptrica. Zone die auch unterseits vorhanden ist. Insel Waigiu. — dioptrica Voll, deren Heimat nicht mit Sicherheit
bekannt ist, dürfte von Sorong stammen von woher mir eine ganze Reihe von Exemplaren vorliegen, die mit
der Abbildung der Type genau übereinstimmen. Vollexhoven beschrieb die etwas seltenere Form mit weiß-
licinia. lichem Medianteil der Vflgl während die weitaus häufigere normale Erscheinung als licinia Frühst, bezeichnet
wurde, die ähnlich wie amitdba durchweg einfarbig graue Vflgl aufweist. Die weiße Region der Vflgl der $$ ist
ausgedehnter und schärfer abgesetzt als bei der Waigiu-Rasse. gemmata- Bildung der Hflgl-Unterseite tritt bei
onesimides. drei von acht $$ meiner Sammlung in Erscheinung. — onesimides Frühst, zeigt stets einen weißen Saum am
Ird der Vflgl, manchmal einen ebensolchen Distalrand, und bei 2 sind die Vflgl fast durchweg weißlich mit
verschwommener grauer Ueberstäubung. $ mit reiner weißem und weiter nach außen vorgeschobenem Me¬
dianteil der Hflgl als bei dioptrica- und amitaba Kapaur und von der Etna-Bai in Südwest-Holl. Neu-Guinea.
timesias. — timesias Kirsch schließt sich eng an dioptrica an, führt auf den Vflgln einen deutlichen weißen Streifen wisch,
aesculapus. der unterseits etwas mehr hervortritt. $ unten mit relativ schmalem grauschwarzen Distalgebiet. — aescu-
lapus Stgr. gehört zu timesias als Albino mit fast weißen Vflgln und ohne nach oben durchdringendem Analauge
onesimus. der Hflgl. Insel Jobi. — onesimus Btlr. ist eine zweifelhafte Form, deren Zugehörigkeit zu dioptrica nicht mit
Sicherheit ermittelt ist. Auch scheint deren Lokalitätsbezeiclmung ,, Neu-Guinea“ zu ungenügend um aus der
wattina. Herkunft auf ihre Verwandtschaft schließen zu können. — wattina Frühst, endlich stammt von der Insel Sala-
wati und zählt analog aesculapus zu den albinotischen Formen, wattina differiert von VoLLEHHOVEisrs Type
durch die helleren Figl, die auf der Vflgl-Ober- und Unterseite eine ausgedehntere weiße Subapicalregion auf¬
weisen. Durch das vorherrschende Weiß wird der schwarze Flglsaum beträchtlich reduziert.
tainia. T. tainia Frühst. ( 101 b) nach einem $ des Berliner Museums beschrieben ist reichlich größer als dioptrica
und amitaba. Die Gesamtfärbung der Figl ist noch etwas dunkler und matter als bei amitaba. Der Basalteil
der Hflgl jedoch reiner weiß, der Außensaum dagegen tiefer schwarz und um vieles breiter. Die Analozellen
sind auffallend klein, kleiner als bei irgend einer andern Art und nach innen mit deutlichen blauen Monden
verziert. Die ockergelbe Umrandung der Ozellen sehr schmal, der schwarze Kern größer als bei amitaba und
annella. timesias Kirsch. Heimat: Kaiser- Wilhelms-Land. — annella Stich, von der Nordküste von Neu-Guinea zwischen
der Geelvink- und Humboldt-Bai wurde von Doherty entdeckt. Die Type befindet sich in der Sammlung
Oberthür, annella ist kleiner als lainia, die Vflgl fahl rauchbraun, deren Hrcl bis zur Submediana weißlich.
Hflgl breit dunkelbraun gesäumt, ausgedehnter als bei tainia. mit reichlicher fahl ockergelber Behaarung
in der Submedianregion. Ozellen wie bei tainia , auffallend klein, der schwarze Untergrund mit schön blauem
Halbmond vor dem weißen Kern.
T. myops hat noch mehr geschwungene Vflgl als dioptrica und die weiße Zone auf diesen steht schräg zum
Costal- zum Distalrande. Ozellen oberseits selten komplett, unten relativ klein aber mit sehr breiter und intensiv
myops. ockergelber Iris. Die schwarze Peripherie nur gering entwickelt, manchmal der proximalen Seite fehlend, myops
T7ENARIS. Von H. Fetthstorfer.
42.°,
Fldr. die Namenstype von den Aru -Inseln, gleicht oberseits der neben ihr fliegenden arlemis myopina Frühst.
und unserer Figur 101 d von ziada. Grundfarbe mausegrau mit leicht violettem Schimmer. Die transcellulare
weiße Partie der Vflgl etwa wie bei fergussonia (101 c) gestellt. Hflgl unten rein weiß, mit sehr beschränktem
braunem Distalsaum, der nur wenig über die Figlmitte hinausgeht. — praxedes Frühst, von Salawati kommt proxah •>•.
myops sehr nahe; das weiße Feld der Vflgl ist jedoch ausgedehnter, desgleichen die äußere Umrahmung der Hflgl-
Unterseite die bis zum Analwinkel durchzieht. Ozellen markanter schwarz umringelt. — kirschi Stgr. ist eine A ■irsrki.
interessante Ortsform der Hauptinsel von Neu-Guinea aus Port Moresby, dem Britischen Besitz, beschrieben.
$ mit dominierender weißer Grundfärbung besonders der Hflgl, von denen nur der Distalsaum schärfer grau
umrandet ist. Das subapicale Weiß der Vflgl und der gelbliche Basalanflug der Hflgl-Unterseite viel ausge¬
dehnter als bei myops und praxedes. — fergussonia Frühst. (101c). Exemplare der Fergusson-Inseln differieren jergussonia.
von kirschi Stgr. durch die, ähnlich wie bei myops , dunkel rauchgrau angeflogenen Hflgl. Die Basis der Hflgl
ist aber viel heller. Die weißliche, subapicale Schrägbinde der Vflgl etwas ausgedehnter. Die Hflgl sind
weiter in die Analgegend hineinreichend schwarz besäumt. Die Ozellen größer, dunkler ockergelb und breiter
schwarz geringelt. Hflgl basal wärts dunkler und schöner gelb angeflogen. — miscus Frühst. Analfalte außer- rniseus.
gewöhnlich breit grauschwarz beschuppt. Vflgl hellgrau, mit breitem, scharf abgesetztem, weißen Subapi cal¬
fleck, der am Costalrand beginnt, über die Zelle hinweg zum Außenrd hinzieht, und ausgedehnter und reiner
weiß ist als bei jergussonia Frühst. Hflgl bis in den Analwinkel breit grau bezogen, Analfeld und der obere Teil
der Zelle wie bei fergussonia weißlich ; Haare in der Analfalte weißlich, also nicht gelb wie bei fergussonia. Costal-
und Analozellen durchschlagend, letztere größer als bei fergussonia, mit ausgedehnterer, schwarzer Pupille.
Unterseite: Vflgl wie bei fergussonia, nur schmäler weiß; Hflgl ebenso, nur viel weniger gelb angeflogen, der
Analwinkel schmäler schwarz gesäumt, die Ozellen bedeutend größer, prominent hellgelb umrandet. Normanby-
Insel, (Louisiaden ) ; Type am British Museum, nur ein U bekannt. — mailua Sm. eine prächtige Lokalrasse maU.ua.
nahe der Grenze der Art, fällt auf durch die abgerundeten Vflgl und den angenehmen Kontrast der fein creme¬
farbenen Figlpartien mit dem matten dunkel Schiefergrau der UU und der fast schwarzen Figlumrahmung der
Unterseits sind die Analaugen nach innen nicht schwarz umgrenzt, und einigen Uo fehlt die Ozellenperipherie
völlig. • — - verbeeki Frühst, kommt neben mailua vor, so daß sie trotz aller Differenzen die ziemlich weitgehend sind, verbeeki.
nur als Zustandsform bezeichnet werden kann. Vflgl nicht rundlich, wie bei mailua, sondern mit lang aus¬
gezogenem Apex, der Costalsaum schmäler schwarzgrau, die weiße Subapicalzone beginnt schon an der Zell¬
wand und setzt sich sehr breit bis an den Distalrand fort. Die Hflgl tragen rotbraune, anstatt gelbliche Haar¬
pinsel. Der Terminalsaum dunkler und breiter, so daß er die von der Unterseite kaum durchscheinenden Ozellen
bedeckt. Das Analfeld gelblich angeflogen. Unterseite: Auf der Flgl-Unterseite ist der Subapicalfleck fast nocli-
einmal so breit wie bei mailua und viel reiner weiß. Der Außensaum der Hflgl schmäler schwarz, was besonders
für den Analrand gilt. Die Apical-Ozellen sind größer, die Anal-Ozellen meistens kleiner als bei mailua und wie
bei fergussonia breit schwarz umrandet. In der Analregion der Hflgl des $ findet sich keine Spur einer schwarzen
Umsäumung, so daß die Ozellen, die hellgelb anstatt ockergelb gefärbt sind, in einem ganz freien, weißen Feld
stehen. Herr Bang-Haas sandte mir eine Cotype der kirschi Stgr. aus Port Moresby, von der verbeeki aus der
Milne-Bay ab weicht durch ganz schwarzen anstatt hellgrauen Costalsaum, schärfer abgesetztes und reineres
Weiß der Vflgl, dunklere, schiefergraue Analregion der Vflgl, und breitere schwarzgraue Umrandung der Hflgl.
die reichlich hell ockergelb angeflogen sind. Das Weiß der Vflgl-Unterseite ist intensiver, ausgedehnter, die
Ozellen der Hflgl sind viel größer und viel breiter, dunkelockergelb geringelt, mit deutlicher schwarzer Peripherie;
Milne-Bai. — rosseli Frühst. $ kleiner als mailua Sm. von Milne-Bai, Grundfarbe heller, mehr grau als schwarz, rosseii.
Subapicalfleck der Vflgl viel breiter weiß, was namentlich auf der Unterseite auffällt. Analozellen der Hflgl
schlagen nicht nach oben durch. Unterseite: Analfalte der Hflgl weiß, also nicht schwarz umsäumt, so daß die
Ozellen frei in einem weißen Felde stehen. 2 3$, 2 $9 Meek leg. ex coli. Crowley. Rossel-Insel, Type im
British Museum.
T. cyclops wurde gleichwie dina Stgr. bisher nur in Kaiser- Wilhelms-Land gefunden und sind
Lokalrassen aus anderen Teilen von Neu-Gumea noch zu erwarten. Staudinger kannte nur einen vermutete
aber bereits, daß auch diese Art erheblich variieren dürfte, was das größere inzwischen nach Europa gekommene
Material bestätigt. In meiner Sammlung sind 16 Exemplare vereinigt die nach zwei Richtungen ab weichen :
die häufigere Form zeigt matt hellgraue Vflgl che mit Ausnahme des Costalrandes, der stets unverändert grau
bleibt, fast bis zu ganz weiß aufhellen können. Tritt dazu dann noch lebhafter Seidenglanz, dann haben wir die
fa. ferdinandi Frühst., von der die Type am Museum in Berlin aufbewahrt wird. Die seltenere Form agapetha ferd'mandi.
Frühst. (101 c) erinnert etwas an dioptrica amitaba Frühst. (101 b) und zeichnet sich durch braungraue statt fl"'-
basalwärts weißliche Partie der Hflgl aus, auch fehlt der den normalen cyclops eigentümliche gelbe Anflug in
der Submedianpartie der Hflgl-Oberseite, die bei den UU die zottigen Haarbüschel, bei den $$ aber die Schuppen
selbst bekleidet. Die Namensform cyclops Stgr. zeigt nur eine Apicalozelle der Hflgl-Unterseite, sie bleibt aber cyclops.
seltener als die agasta Stich, benannte Form mit je einer Analozelle der Hflgl, denn von cyclops besitze ich nur agasta.
drei UU und zwei von agasta sechs Ud1 und vier In der Regel ist bei cyclops das hintere Auge kleiner als das
vordere, nur die fa. agapetha macht eine Ausnahme mit größerer und ausgedehnter ockergelb umzogener
Analozelle. Bei allen cyclops dringt der mediane weiße Anflug der Vflgl bis nahe zur Zellmitte vor, nur bei der
auch sonst ausgedehnter braun umrahmten agapetha bleibt er vor dem Zellapex stehen. Eigentümlich ist manchen
424
MORPHOTENARIS ; STICHOPHTHALMA. Von H. Fruhstorfer.
GG eine lange Haarbürste zwischen dem Medianstamm and der Submediana der Vflgl und frische Stücke zeigen
einen zarten rosa Schiller auf der Flgl-Oberseite wie er auch bei einigen diopirica- Formen, z. B. iimesias Kirsch
von der Insel Jobi vorhanden ist. cyclops ist nahe mit der nachfolgenden Spezies chionides verwandt, was ins¬
besondere durch den weit vorspringenden Apex der Vflgl und noch mehr durch die Form der Valve der Klammer¬
organe zum Ausdruck kommt. Bei dieser setzt sich deutlich eine lange, sehr schlanke distale Partie von der
viel breiteren basalen ab. Die basale Hälfte der Valve führt einen mit zwei Einkerbungen versehenen Höcker,
der bei chionides glatt verläuft, bei diopirica völlig fehlt. Duftbüschel rötlich. Analduftflecke schwarz, Costal-
duftflecke reich glänzend schwarz beschuppt. Abdomen hellgelb, Fühler schwarz.
chionides. T. chionides Godm. bewohnt das Britische und Deutsche Neu-Guinea und ist von dem viel ausgedehnterem
holländischen Komplex der Rieseninsel noch zu erwarten. Auch sie ist selten und ähnlich variabel wie cyclops.
Von cyclops ist chionides durch die blendend weiße Grundfärbung leicht zu trennen und den ausgedehnteren
kubaryi. intensiveren und orange- statt fahlgelben, basalen Anflug der Hflgl. — kubaryi Stgr. steht der Namens type von
Britisch -Neu- Guinea sehr nahe; sie hat mit chionides alle Ozellen und Farbenaberrationen gemeinsam, scheint
jedoch durch geringere und etwas blässere, gelbe Basalfärbung der Hflgl-Unterseite von der Nachbarrasse sepa¬
riert zu sein. In beiden genannten Teilen von Neu-Guinea treten Exemplare auf mit ganz weißer Oberfläche
eugenia. aller Flügel (= eugenia Frühst. 101 c) neben solchen die breiten schwarzen Saum am Hrd der Vflgl aufweisen
aroana. (= aroana Fmhst.). Normale Stücke, so fast alle $$ sind basal wärts nur leicht grau überstäubt. Sehr selten sind
cyclopides. GG mit völlig grau überpuderten Vflgl und deutlichem graubraunem Randgebiet der Hflgl (= cyclopides Frühst.).
Wie bei cyclops erscheinen seltener Exemplare welche nur die vorderen Ozellen der Hflgl besitzen, nur vier,
ombigun. gegen acht Exemplare meiner Sammlung, die auch die Analozelle führen (= anibigua Stich.). Valvenspitze
etwas kürzer als bei cyclops, dorsal geradliniger, ventral weniger ausgeweitet.
7. Gattung’: Morpliotenaris Frühst.
Die einzige bekannte Spezies dieser Gattung überragt alle Taenaris an Größe und durch den weitvorsprin-
genden Apex der Vflgl. Auch ist bei ihr der Hrd der Vflgl noch mehr vorgezogen als bei allen Taenariden, der basale
Duftbüschel der Hflgl länger, unten rötlich, nach außen gelblich oder weiß. Die hintere Discocellulare der Vflgl
kürzer als bei Taenaris, der fünfte Subcostalast dagegen bedeutend länger und mündet deshalb auch näher
der vorderen Radiale in den Distalrand als bei den übrigen Taenariden. Die Palpen sind weiß, statt gelb, schwarz
gesäumt mit schwarzer Spitze. Abdomen weiß, statt gelb oder schwarz wie bei den Taenaris. Verbreitung
Deutsch- und Britisch-Neu- Guinea, vermutlich im holländischen Gebiet noch zu entdecken.
-4
schönbergi. M. schönbergi Frühst. (104 cl) ist oberseits noch reiner weiß als Taenaris chionides mit einer leicht schräg
gestellten kakao- oder hellkaffeebraunen Querbinde der Vflgl, welche die Zelle mehr oder weniger vollständig
ausfüllt, aber stets einen weißen Saum am Hrd frei läßt. Hflgl nur gering schwarz gesäumt, mit von der Unter¬
seite durchscheinenden, fast gleichartigen, aber stets kleinen Ozellen. Hflgl mit dichtem, langen, gelegentlich
zart gelblich gefärbten Haarbelag. Unterseite der Hflgl manchmal gelb überhaucht wie auf der Abbildung,
oder auch rein weiß. Deutsch-Neu- Guinea von Friedrich-Wilhelmshafen und Constantinhafen in der Samm-
nivcsccns. lung Fruhstorfer. — nivescens Rothsch. ist eine ausgezeichnete Ortsrasse der ihr Autor Artrecht einräumt:
Oberseite halbdurchsichtig silberweiß, auf den Vflgl nur das erste Drittel des Costalsaumes rotbraun, Hflgl
ganz unmerklich braun gerandet, Hflgl unterseits nur mit drei Ozellen, die Augen mit weißer Iris und schwarzer
Pupille, die in einer gelblichen Zone steht. Vom Eafa-Distrikt (Britisch-Neu-Guinea) aus 5000 Fuß Höhe, im
Oktober gesammelt. Anscheinend nur ein $ bisher bekannt, das sich im Tring-Museum befindet.
8. Gattung: StichopliÜialma Fldr.
Die wenigen Arten dieser Gattung zählen zu den größten Schmetterlingen des indischen Gebiets, die
in ihrer Gestalt und besonders durch die stets deutlich entwickelten Ozellen der Unterseite an die neotropischen
Morphiden der achüles- Gruppe erinnern . Mit den Taenariden hat Stichophthälma den übereinstimmenden Bau
der Klammerorgane gemeinsam, so besonders die lateralen Spangen des Uncus. Der Uncus selbst mit seinen An¬
hängseln ist aber robuster als bei den Taenaris, die Valve dagegen sehr schwach, schmal und lang an jene der
Genera Lethe und Melanitis gemahnend. Vflgl mit vier Subeostalästen, die frei in den Vrd verlaufen. Hintere
Discocellulare stark konkav nach innen ausgebogen. Die GG führen einen Haarbüschel dicht hinter der Mediane
der sich in der Färbung nach dem Grundcolorit der Figl richtet. Alle Slichophlhalma sind Waldschmetterlinge,
die hügeliges Gelände bervorzugen und zum Teil nur eine Generation haben, welche ausschließlich im Frühjahr
vom März bis Mai fliegt. Verbreitungsbezirk der östliche Himalaya mit Ausstrahlungen bis Mittelchina, Formosa
und Cambodja.
noiirmahal. St. nourmahal verteilt sich auf zwei nur gering verschiedene Ortsrassen : nourmahal Westw., von der kaum
nurinissa. ein halbes Dutzend Exemplare bekannt sind und die das Native- Sikkim bewohnt und nurinissa Nicev. die bei
Buxa in Bhutan in Anzahl angetroffen und als nourmahal durch englische Firmen in den Handel gebracht wird.
Beiden ist gemeinsam eine satt ockergelbe Grundfarbe mit rötlichbraunem Basalgebiet aller Figl. Vflgl ziem-
Ausgegeben 25. VIII. 1911.
STICHOPHTHALMA. Von H. Fruhstorfer.
425
lieh breit schwarz umrandet, Hflgl bei nourmahal mit fast unmerklicher, bei nurinissa mit markanter subtermi¬
naler Halbmondfleckung. Unterseits rötlich ockergelb mit zwei leicht gebrochenen schwarzen Längslinien,
die von einer weißen Aufhellung begleitet werden. Vflgl mit zwei, Hflgl mit drei Ozellen, zwischen denen sich
noch einige inkomplet te Nebenaugen einschieben.
S. neumogeni Leech (Bd 1. p. 156, Taf. 49b) ist eine verwandte Art aus dem westlichen China, die durch nrmnogm'i.
Missionare bei Siao-Lou und Tien-Tsuen in Anzahl gesammelt wird. Bei ihr tritt bereits die ornamentale Pfeil¬
zeichnung auf allen Flgln in Erscheinung, die das Charakteristikum aller folgenden Spezies bildet.
S. howqua bewohnt das subtropische China mit Abzweigungen auf der Insel Formosa und Tonkin.
howqua Westw. (Bd. I. Taf. 49a), der nomenklatorische Typus, kommt in der Umgebung von Ningpo im Snowy howgua.
Valley und einigen Teilen Zentralchinas vor, während die dunklere suffusa Leech (Bd. 1. Tai. 49 a) eine der hau- suffusa.
figsten Erscheinungen der Falterwelt des westlichen Chinas bei Itchang und am Omei-shan bildet und in
großen Mengen nach Europa gesandt wurde. — formosana Frühst. (103 a) differiert von howqua durch die Jormomna.
kürzeren und robusteren Pfeile der Oberfläche aller Figl und den namentlich beim £ verbreiterten schwarzen
Apicalfleck. Einige $$ zeigen eine weißlich gelbe Aufhellung jenseits der Vflglzelle. Die Unterseite ist leb¬
hafter rot als bei kontinentalen Exemplaren, die Ozellen gleichartiger, kompletter, beim $ deutlicher schwarz
umringelt. Flugort Kanshirei, Chip-Chip und die Umgebung des Lehiku-Sees, Juni, Juli. Uncus robust, sehr
lang, die seitlichen Spangen kräftiger als bei S. camadeva Westw. Valve ohne basale Ausbuchtung, fast gerade,
Saccus und Penis sehr breit. — • tonkiniana Frühst. (103 a). Nächst verwandt howqua Westw. und howqua tonkiniana.
suffusa Leech und von letzterer durch bedeutende Größe verschieden. Die Farbe des Oberkörpers von suffusa
ist hell gelbbraun, von tonkiniana stets dunkel rotbraun, tonkiniana erscheint ferner auf allen Flgln viel breiter
und intensiver schwarz umsäumt und die Basis der Figl in beiden Geschlechtern ist nicht gelblichbraun, sondern
gleich dem Oberkörper dunkelbraun. Dadurch differiert tonkiniana auch von howqua sparia Nicev. aus Manipur.
Auf der Unterseite differieren meine Tonkin-Exemplare, und besonders die $9, durch denmoos- oder graugrünen
Anflug aller Figl, der auch chinesischen Stücken und sparta fehlt. Die Cellular- und Discalbinden doppelt so
breit als bei suffüssa. Einige $$ sind auf den Hflgln am Marginalsaum nur grau gefranst, andere aber breit
grau bezogen. Eine prachtvolle $- Aberration (103 a) zeigt auf der Unterseite aller Figl längliche, statt runde
Ozellen, die mehr als doppelt so groß als in normalen Stücken sind, einen länglichen, statt mondförmigen weißen
Kern zeigen, welche mit zierlichen schwarzen Pfeilen, die von der Submarginalbinde ausgehen, Zusammen¬
stößen. Vflgllänge 74, $9 85 mm. Than-Moi, Nord-Tonkin, auf ca. 1000 m, im Juni, Juli. — sparta Nicev. sparta.
schließt sich eng an tonkiniana. Frühst, an, doch ist deren Gesamtkolorit mehr ockerfarben als rotbraun und die
Pfeile der Hflgl deutlicher heraustretend, weil freistehend und mit wohlgerundeter Spitze. Bisher nur 1 <$
aus Manipur bekannt.
S. louisa ist in drei geographischen Rassen über Hinterindien verbreitet. Die Namenstype louisa Wood- louisa.
Mas. stammt aus Tenasserim, wo ich sie im Mai auf ca. 600 — 800 m Höhe in dichtem Bambus-Djungel antraf.
Sie bedeutet das lichteste Extrem der Gesamtart und führt ein rein weißes ausgedehntes Distalgebiet aller
Figl, aus welchem lange spitze schwarze Pfeile in scharfen Umrissen hervortreten. Die gesamte basale Region
erscheint bei den gelblich, bei den $$ mehr rötlichbraun, Vflgl unterseits mit discaler und subapicaler wei߬
licher Zone; Hflgl mit distal in der Regel scharf abgesetztem, weißen Medianband, das vor der analen Ozelle
an der hinteren Mediana endet. Grundfarbe der <$<$ sonst gelblich, jene der $$ fahl verwaschen grünlichgelb.
Vflgl mit einer Serie von fünf manchmal nur etwas über punktgroßen Augen; Hflgl mit zwei etwas deutlicheren
Ozellen. — - fruhstorferi RÖb. (103 a) aus dem nördlichen Tonkin führt nur noch auf den Vflgln ein weißes Feld, fruhstorferi.
während auf den Hflgln allenfalls noch die Pfeile gelegentlich von Spuren eines weißlichen oder gelblichen Anflugs
umgeben sind. Es kommen aber namentlich bei den $$ Exemplare vor, bei denen das ursprüngliche Weiß der
Hflgl von einem violettglänzendem Blaugrau abgelöst wird. Basalpartie der Oberseite der <$<$ gelb, jene der
$9 satt rotbraun. Die Pfeilspitzen mehr abgeplattet, die anteterminalen Flecken mehr als doppelt so breit
als bei louisa. Unterseite auch bei den grünlich, die weiße Aufhellung auf eine mediane Binde beschränkt.
Flugzeit Juni, Juli auf ca. 600 m Höhe. — mathilda Janet aus dem Laos-Gebiet und dem südlichen Tonkin mathilda.
bildet eine interessante Zwischenstufe die von der vorigen Rasse zu louisa überleitet, durch die wie bei louisa
geformten Pfeile der Hflgl, welche in einem gelblichem Distalgebiet stehen. Unterseite von einer eigentümlichen
gelblich und zugleich moosgrünen Färbung, die weiße Mittelbinde sehr schmal, verdüstert, grünlich überstäubt.
S. cambodia Westw. mir nur der Abbildung nach, die Hewitson 1862 veröffentlichte, bekannt, ist cambodia.
vielleicht auch nur eine noch erheblicher verfärbte louisa-F ovm und hätte, wenn sich dies bewahrheitet, als Na¬
menstype einzutreten. Bei ihr ist das Weiß der Vflgl verschwunden um einem proximalen blauen und distalen
grau violetten Anflug Platz zu machen. Die Pfeile der Hflgl sind äußerst zierlich und stehen in keinem Konnex
mit den gewellten anteterminalen Makeln. Heimat Cambodja; nur die Type der HEWiTSOx’schen Sammlung
bisher nach Europa gekommen. Durch das zarte Violett der Oberseite bildet cambodia eine Transition zu.
S. camadeva, von der zwei nur unbedeutend abweichende Lokalrassen beschrieben sind. Sie ge¬
mahnt in der Erscheinung und Färbung an südamerikanische Morphiden, nur sind bei ihr die Figl nicht blau,
IX
54
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AMATHUSIA. Von H. Frehstorfer.
sondern milchweiß mit zartem, rosa Schiller der gegen die Flglbasis zu durch ein prächtiges Rotbraun abgelöst
wird. Von howqua und louisa ist camadeva leicht zu trennen durch die fehlenden Pfeile der Hflgl und das
camadeva. Auftreten von beim ^ stattlichen, bei den nur punktförmigen, medianen Augen der Vflgl-Oberseite. cama¬
deva Westiv. von Sikkim ist in den Sammlungen wenig verbreitet, nach Angaben Nicevilles ist sie aber in
geringen Erhebungen nicht selten, fliegt vom Mai bis September, hat vermutlich nur eine Generation und
camadevoi- hält sich inmitten der dicksten Vegetation stets nahe dem Erdboden auf. Sikkim. — camadevoides Nicev.
des. (io3 b), von ihrem Autor zuerst aus den Clhn-Hills (Oberbirma), Flugzeit April, beschrieben, fehlt in keiner Sen¬
dung, die von den Khasia-Hills nach Europa gelangt ; sie ist auch aus Manipur und Cachar bereits erwähnt, wo
sie in Waldlichtungen in langsamem Fluge vom April ab, wenn die Regen einsetzen, beobachtet wurde. Der
basale Haarpinsel der Hflgl soll einen feinen angenehmen Duft ausstrahlen, der jedoch von dem viel intensi¬
veren Geruch, den beide Geschlechter an sich haben und der an frischgegerbtes Zobelfell erinnert, überboten
nircv'diei. und verdrängt wird. Die Assamform, welche als nicevillei RÖb. auch in deutscher Sprache schon beschrieben
wurde, entfernt sich von der Sikkim-Rasse dadurch, daß die Vflgl oberseits nicht einfach milchweiß er¬
scheinen, sondern violett übergossen sind, was auf der Submarginalbinde der Hflgl besonders sinnfällig ist.
Auch sind die dunklen Randzeichnungen auf allen Flgln bedeutend breiter und die Unterseite erscheint mehr
gelblich braun. Uncus kürzer, schlanker, Valve länger, basal mehr gebogen als jene von howqua. Die lateralen
Spitzen des Uncus schwächer als bei howqua form.osana Frühst.
B. Uncus ohne laterale Spangen.
9. Gattung: .4 üEiilluisia F.
Die großen düster braungefärbten Falter dieses Genus zeigen alle ein so einheitliches Gepräge, daß
statt der sieben existierenden Arten deren nur zwei anerkannt wurden. Da auch die verwaschene und nur
sehr selten scharf abgegrenzte Bindenzeichnung der Unterseite nur einen geringen Anhalt zur Bestimmung
bietet, bleibt als Determinationshilfsmittel eigentlich nur die Art der Ausbildung und der Färbung der sekun¬
dären Geschlechtsmerkmale der die zum Teil mit einer vertieften Androconienpfanne der Hflgl versehen sind
( Pseudamathusia ). Strukturell sind die Amalhusia charakterisiert durch die frei stehenden fünf Subcostaläste
der Vflgl, vor) denen der erste sehr lang ist und vor dem Zellende entspringt, während die drei folgenden kurz
sind und nahe der Flglspitze abzweigen. Die Hflgl laufen im Gegensatz zu den bisher behandelten mehr saty-
roiden Genera in einen kurzen Schwanz aus. Die Vflgl zeigen am Bug der vorderen Mediane eine querlaufende
schmale Aufbeuhmg der Membran, durch welche die Lage eines sonst nur der Gattung Zeuxidia eigentüm¬
lichen Aderansatzes angedeutet wird. Vflgl unterseits mit einer kleinen blanken Reibefläche nächst der Basis,
Hflgl mit einer taschenartigen Falte, in welcher distal von der Submediana ein mehr oder weniger stark ent¬
wickelter, strahlig ausstreckbarer Haarpinsel ruht, dessen Farbe bei den einzelnen Spezies verschieden ist.
An der Proximalseite der Submediana manchmal ein zweiter Haarpinsel ( phidippus ). Besonders auffallend
sind dann noch vier laterale Haarbürsten an den letzten Abdominalsegmenten, die gegen die Figl gerichtet
sind und sich im Kolorit dem Hlb anpassen ( phidippus ). Rp durch Horsfield auf Java entdeckt und 1857
zuerst abgebildet, jenen der Discophora ähnlich, ziemlich groß von rötlichgrauer Farbe, nach der Mitte zu etwas
verdickt, über den ganzen Körper mit kurzen Haarbüscheln und nur auf dem zweiten und dritten Ringe sowie
auf dem Kopf mit längeren Borsten besetzt. Der Kopf trägt zwei kürzere, am Ende sternartig verzweigte Hörn¬
chen. Der Hlb läuft in zwei lange behaarte Spitzen aus. Pp glatt von grüner Farbe und ovaler Form, nach beiden
Enden stark verjüngt, am Kopf mit zAvei Spitzen. Rp hauptsächlich an der Cocospalme. Klammerorgane
sehr spezialisiert, und von allen andern Genera der Amathusiiden abweichend. Uncus zweispaltig wie bei den
Ny mphaliden- Genera Mynes und Kattima ; Valve äußerst breit, aber dennoch mit lang ausgezogenem stumpfen
Distalende im allgemeinen jener der Pieri den- Gattungen Prioneris und Pareronia ähnlich. Valve ungewöhnlich
lang, sehr dünn beborstet. Die Falter zum Teil im dichten Urwald lebend, zum Teil wegen der Nahrungspflanze
in die Nähe bewohnter Orte gebannt. Verbreitungszentrum Makromalayana, mit Ausstrahlungen nach den
kleinen Sunda-Inseln, der celebischen Subregion, den Philippinen; auf dem Kontinent von der malayischen
und hinterindischen Halbinsel bis Birma.
Artengruppe Amathusia.
(Jd1 ohne Androconienbecken der Hflgl-Ober seite.
A. phidippus seit 1763 benannt und 1765 zuerst durch Seba abgebildet, gilt als einer der gewöhnlichsten
Schmetterlinge des Ostens und lebt das ganze Jahr hindurch überall da, wo die Cocospalme, die Futterpflanze
der Rp, kultiviert wird; doch finden sich von Oktober bis März, besonders aber im Dezember und Januar, die
meisten Exemplare, während von April bis September nur vereinzelte, meist abgeflogene Stücke Vorkommen.
Die $$ ziehen für die Ablage der Eier große, hohe, ausgewachsene Bäume den jungen, eben angepflanzten
vor. Außer auf der Cocospalme hat Dr. Martin die Rpn auch auf der afrikanischen Oelpalme und der Pal-
liiyrapalme angetroffen. Beide letztere Palmenarten waren künstlich in seinem Garten angepflanzt und litten
AMATHUSIA. Von H. Frtjhstorfer.
427
oft sehr unter dem Fräße der A mathusia- Rpn , wie diese auch für Cocospalmen häufig schädlich werden und
die prachtvollen, grünen Wedel in häßliche, an Besen mahnende Reiser verwandeln können. Doch finden sie
hier einen schweren Konkurrenten in der Raupe einer großen Hesperide (Hidari irava Moore), welche eben¬
falls zahlreich auf der Cocospalme lebt und im Kampf ums Dasein mit den A mathusia- Rpn meist siegreich
bleibt, da sie versteckt nahe der Blattachsel zwischen zwei zusammengesponnenen Blättern lebt und häufig,
die Mittelrippe durchnagend, die iwiai/msia-Rpn förmlich absägt . Die jungen Räupchen sind weißgrün mit langer,
weißer Behaarung und einer feinen, schwarzen, aus zwei Ringen bestehenden Dorsalzeichnung und leben gesellig;
sie fressen nur des nachts und ziehen sich für den Tag in die Blattachseln zurück, wo sie dicht gedrängt, eine
neben der anderen, ruhen und nur bei genauer Untersuchung eines geübten Auges gefunden werden. Erst nach
der letzten Häutung trennen sich die Raupen und leben nunmehr einsam ; sie sind jetzt graugrün mit langer,
rotgrauer Behaarung, tragen auf dem rötlichen Kopfe zwei dornige Hörner und laufen am Analende in zwei
feine Zacken aus. Die hellgrüne Pp hängt an horizontal stehenden Blättern der Palme nach abwärts. Nach un¬
gefähr 12 Tagen schlüpft der Falter aus, welcher ungemein den Schatten liebt, unter Tags mit gefalteten Flgln
in Scheunen oder Häusern ruht und nur aufgescheucht fliegt. Erst mit Sonnenuntergang verlassen die Tiere
ihre Verstecke und umgaukeln dann die schlanken, im Abendwind geheimnisvoll nickenden Cocospalmen. Dann
werden sie ab und zu auch, von den auf den Veranden der Häuser entzündeten Lampen angezogen und ver¬
dunkeln deren Licht mit ihren breiten Flgln (Martix). — ■ $ oberseits vorherrschend braun mit je nach der Loka¬
lität verschieden schmaler oder breiter gelblicher Sub marginalbinde die sich beim $ nur selten, bei den $9 stets
apicalwärts proximal ausdehnt. Unterseite bei der Regenzeitform mit ziemlich scharf abgesetzten, bei der Trocken¬
zeitform aber verschwommenen weißlich-braunen Längsbinden; £ etwa in der Mitte des Innenteiles der Hflgl
mit einem langen braunen Haarpinsel, hinter welchem sich, proximal und noch mehr analwärts gerückt ein zweiter
kleinerer und kurzer einbettet. = — • adustatus Frühst, muß als die nördlichste Ortsrasse betrachtet werden; die adustatus.
Type gehört der extremen Trockenzeitform an. Die Exemplare sind daher auch von sehr kleiner Gestalt, die
Oberseite beim <$ braun ohne deutliche Submarginalbinde, aber mit wenig hellerer, etwas gelblicher Distal¬
region der Vflgl. Das $ ist kleiner als die meisten Exemplare der Sunda-Inseln, noch heller braun als das q,
mit breitem, gelblichbraunen Marginalsaum aller Figl und einer ganz schwach angedeuteten, gelblichen Sub-
apicalbinde. Die Unterseite auffallend bleich und verwaschen. Auch hier ist die weißliche Medianbinde außer¬
ordentlich verbreitert, die braune Binde dagegen recht schmal. Die Ozellen sind nur ganz schwach schwarz
geringelt mit kleinen, weißen Punkten und heller gelb als bei den $9 der Sunda-Inseln. Flugzeit Januar; in den
Tempelgärten von Bangkok in Siam. — Ebenso wie adustatus das äußerste Extrem einer Form der trocknen
Periode darstellt, bedeutet f riderlei Frühst., aus Tenasserim beschrieben, das weitaus progressivste Maximum friderid.
der Ausbildung einer Regenzeitform. Die Unterseite führt außergewöhnlich breit angelegte, fast reinweiße,
silberglänzende Längsbinden die bereits eine gewisse Aehnlicbkeit mit A. peralcana Honr. und perakana laenia
Vortäuschen ; dazu tritt dann ein bei keiner anderen phidippus- Rasse beobachteter Anklang an die 9-Pärbung
in Gestalt eines breit ausgeflossenen, leicht rötlich ockergelben Subcostalflecks der Vflgl-Oberseite, so daß ein
Zeichnungsmotiv entsteht, das wiederum an eine andere neben phidippus friderid vorkonnnende Spezies ge¬
mahnt, nämlich hinghami Frühst., dieaufTaf. 105a abgebildet aber irrig als schönbergi bezeichnet ist. — Auf der
malayischen Halbinsel setzt sich phidippus fort in einer geographischen Rasse, die eine verbindende Stellung
einnimmt zwischen friderid von Birma und Tenasserim sowie eutropius Frühst, von Sumatra. Es ist dies eher- chersias.
sias subsp. nov. ; die <$<$ der Regenzeitform differieren von friderid- durch das Fehlen der aufgehellten Sub-
apicalpartie der Vflgl-Oberseite und unterseits durch die zwar noch sehr deutlichen aber dennoch weniger
markant hervortretenden weißen Binden. Dennoch aber führen alle Perak-Exemplare von phidippus so schön weiß
hervorleuchtende Binden, daß sie von Moore mit perakana Honr. verwechselt wurden. Die Trockenzeitform
ist entsprechend dem fast gleichmäßig feuchten Klima der malayischen Halbinsel auch nicht in dem Maße
entwickelt wie bei der Siam-Unterart und die bei adustatus fast fingerbreiten lichten Längsbinden überschreiten
nicht das normale Maß. Zu chersias möchte ich auch noch eine Serie von Stücken aus Perak und Singapore
in meiner Sammlung zählen, die ihrerseits von sumatranischen Exemplaren differieren durch die gleichfarbige
Oberseite und die merklich schmäleren braunen Längsbinden der Unterseite aller Figl. — ■ andanianensis Frühst, andamanen-
ist basiert auf Exemplare mit ungewöhnlich bleicher Oberfläche, die namentlich unten ein blasses, vorwiegend SIS-
gelbliches Distalgebiet zeigen und von sehr breiten braunen Längsbändern durchzogen sind. Die stark abweichende
Rasse ist nur sehr spärlich, in kontinentalen Sammlungen vertreten, wenngleich Moore angibt, daß sie bei Port-
Blair zu Roepstorff’s Zeiten in Anzahl gefangen und nach England versandt wurde. Moore kannte ein 9>
das, ähnlich vielen Taenaris, supplementäre Augen der Hflgl aufweist, darunter eine komplette Ozelle zwischen
den hinteren Medianen und ein blindes Auge zwischen der hinteren Radiale und der ersten Mediane. — eutro- eutropiiu
pius subsp. nov. bewohnt Sumatra und vermutlich Billiton und Bangka und erscheint dort über den alluvialen
Teil der großen Insel bis zu den Vorbergen verbreitet. Die Exemplare sind groß, entsprechend dem immer¬
während regenreichen Klima sehr beständig in der Färbung der Oberseite und dadurch in den Gegensatz gerückt
zu der dem Generationswechsel unterworfenen javanischen Schwesterrasse. 9 mit relativ breitem, satt ocker¬
gelbem Subapicalfleck der Vflgl und scharf heraustretenden submarginalen Halbmonden. Die braunen Längs¬
binden der Unterseite von weißlich violetten Streifen eingefaßt. In Nordost- Sumatra begegnen wir neben
großen breitbändrigen Stücken auch als Seltenheit kleineren Exemplaren mit stark verschmälerten medianen
428
AMATHUSIA. Von H. Fruhstorfer.
braunen Longitudinal binden, die sich der eher sias Frühst, von Singapore anschließen und entfernt der celebensis
retraeta. (105 a) gleichen (= retracta form. nov.). — Auf der Insel Nias hat sich eine sehr beständige, erheblich differenzierte
niasana. Rasse ausgebildet, niasana Frühst., welche sich durch die dunklere Figl-Oberseite und die verwaschene Unterseite
aller Figl von typischen javanischen Exemplaren unterscheidet. Die Unterseite von niasana hat Aehnlichkeit
mit der Regenzeitform der javanischen phidippus L., kommt aber der phidippus- Rasse aus Borneo am nächsten,
hat jedoch noch weniger scharf abgegrenzte Bänder als die Javanen und ist intensiver violett angehaucht. Be¬
sonders ausgezeichnet ist niasana ferner noch, durch das braune Discalband genau in der Mitte der Flgl-U nterseite ,
welches nach, innen scharf gezackt ist. Dadurch erinnert niasana ; an A. schönbergi Honr., bei welcher diese Binde
allerdings noch tiefere Einkerbungen aufweist. Auf den Mentawej -Inseln fliegt vermutlich eine verwandte Rasse,
phidippus. doch ist von dort nur ein völlig zerfetztes Exemplar bisher nach Europa gekommen. — - phidippus L. der nomen-
klatorische Typus, nach, von Nordgreen auf Java gesammelten Exemplaren anscheinend der Regenzeit
beschrieben, ist im Gegensatz zu den bisher behandelten Formen in hohem Maße klimatischen Einwirkungen
unterworfen. Die der regenreichen Periode gleichen obersei ts sehr den sumatranischen Exemplaren, nur
ist entsprechend der allgemeinen Entwicklungsrichtung der javanischen Lepidopteren das Kolorit stets lichter
als bei den vikariierenden Rassen und zeigt demnach auch das $ progressive, hell ockergelbe Subapicalmakeln.
Die submarginalen Mondflecken sind etwas weniger breit angelegt und nicht so scharf ausgeschnitten als jene
der eutropius-QQ von Sumatra. Dagegen erscheint der Distalsaum der Hflgl beinah hellgell) und prominenter.
Die Streifen der Unterseite sind entschieden reiner weiß, die Gesamtfärbung eine lebhaftere, die Apicalozellen
der Hflgl kleiner als bei eutropius. Das Analauge namentlich der $$ manchmal riesig groß. — Die Trockenzeit-
rctrograda. form retrograda form. nov. führt beim obersei ts keinerlei gelbe anteterminale Binden und die ockerfarbenen
Felder sind düsterbraun überpudert, dem Erlöschen nahe. Die Unterseite zeigt völlig verwischte fahl grau¬
violette Längsbinden die matt kaffeefarbene, manchmal sogar graugelbe Medianfelder umgrenzen. Auch die von
Linne bereits erwähnten Ornamente der Schwänze (caudaeque ocellis geminis) sind kleiner, mehr weiß und ge¬
ringer schwarz gefüllt als bei der Generation der nassen Zeit. — phidippus ist einer der häufigsten Schmetter¬
linge auf Java wo er bis etwa 800 m Höhe vorkommt und von den Eingebornen in Massen gefangen und einge-
hnweanica. liefert wird. — baweanica Frühst. Bawean-Exemplare von phidippus sind durchwegs kleiner als solche
aus Java, sie neigen weniger zu individueller Veränderung und sind auch, viel konstanter als die verwandten
Formen aus Sumatra, Borneo und Perak. Die differieren von javanischen phidippus in der Hauptsache
durch den helleren Gostalrand der Vflgl und die stets gleichmäßig hervortretende gelbbraune Submarginal¬
binde, die bei Java-Exemplaren entweder ganz verschwindet oder viel prägnanter und intensiver rotbraun
auf tritt. Die Unterseite der wird charakterisiert durch sehr schmale aber stets scharf abgesetzte und heller
weiße Submarginalbinden, als wir sie bei Java-Stücken beobachten können. Das $ ist durchwegs kleiner als
phidippus -$$ und dadurch gekennzeichnet, daß der subapicale Querfleck der Vflgl sehr viel heller gelb ist und
stets schmaler und schärfer abgesetzt auftritt, als bei Java-$$. Die Submarginalbinde der Vflgl und Hilgl
scheint schmäler, bedeutend heller und apicalwärts prominenter, sowohl distal als proximal von dunkleren
und. stärker gewellten Längsbinden umrandet. Die Unterseite erinnert durch, die sehr breiten und fast rein weißen
lombokiana. Medianbinden fast an perakana taenia Frühst, von Java. — lombokiana Frühst., die Lombokform von phidippus,
stimmt ziemlich überein mit baweanica Frühst. Beim gemahnt die Unterseite durch das verwaschene Kolorit
an dilutus Frühst, von Südost-Borneo. Die $$ entfernen sich von javanischen und Bawean-$$ durch die ver¬
dunkelten und reduzierten Submarginalbinden sowie den verminderten und dunkleren Subapicalfleck der Vflgl-
Oberseite. Die Grundfarbe der $$ ist dunkler als bei dilutus von Borneo. Lombok, bis 2000 Fuß Höhe.
coreotinda. — coreotincta Stich, hat auf der Unterseite einen bräunlichen, lederfarbenen Ton und ist auch oberseits einen
Schein heller als die Borneo-Rasse. Die Form ist auf ein etwas anormales verfärbtes Exemplar gegründet und
von den Natuna-Inseln beschrieben. Es ist aller sehr zweifelhaft ob sie sich neben der sehr veränderlichen
dilutus. dilutus Frühst, von Nord- und Südost-Borneo wird behaupten können, dilutus hat mit niasana Frühst, die ver¬
waschene, von breiten, violetten Binden durchzogene Unterseite der Figl gemeinsam. Die $<$ sind auf der Ober¬
seite im Gegensatz zu den Javanen und Sumatranern sehr konstant in der gleichmäßig dunkelbraunen Färbung.
Die Submarginalbinden der Unterseite sind nur mäßig transparent, während sie bei Java- und Sumatra-Exem¬
plaren fast immer deutlich, durchschimmern, manchmal sogar als prominente lichtbraune Binden erscheinen.
Die braunen Binden der Flgl-Unterseite durchwegs heller als bei Javanen. Statt der weißgrauen Längsbinden,
welche die Java- und. Sumatra-Exemplare auszeichnen, finden wir nur violette Binden, wie sie auch bei masina
Frühst, dominieren. Auch die sind zeichnungsärmer und tragen niemals so breite und prominente Subapical-
flecken als die Java- Stücke, und in Südost-Borneo scheinen sogar $$ nicht selten zu sein, denen jedwede gelb-
arrenopia. liehe subapicale Aufhellung fehlt, so daß diese im Oberseitenkolorit den gleichen (= $-fa. arrenopia form.
nov.). Daneben existieren aber auch welche im Gegensatz zu den benachbarter Gebiete eine mehrere
Millimeter breite longitudinale Medianbinde und zwar auf allen Flgln führen, die dann immer von einer breit aus-
epidesma. geflossenen aber undeutlichen und verwaschen lehmgelben Submarginalbinde begleitet wird (= epidesma
form. nov.). — • Auch Zeitformen lassen sich bei dilutus erkennen, und es scheint, daß Exemplare mit gelbgrauen
statt weißen Längsstreifen der Unterseite, welche fahlbraune Mittelbinden umgrenzen, der trocknen, dagegen
Stücke mit mehr violetten leichthin perlmutterglänzenden Parallelbändern der Monsun-Periode angehören.
palawana. — palawana Frühst, ist eine ziemlich seltene Form, deren Type sich im British. Museum befindet und die sich von
AMATHUSIA. Von H. Fruhstoreer,
420
dilutus in der Hauptsache durch die helleren und deutlicher weißen Längsstreifen der Unterseite differenziert
hat. Auch ist die braune Discalbinde nach außen tiefer eingekerbt als bei dilutus und den Phi I ippinen- Hassen
von phidippus. Insel Palawan, von Dr. Platen entdeckt, von Doherty dort aber nicht wieder gefunden,
pollicaris Btir. ist der älteste Name für eine Serie von geographischen Zweigrassen der Philippinen die nach dem poUn-nru.
dürftigen Material das zur Verfügung steht, nicht mit Sicherheit abgesondert werden können. Butler’s Type
stammt von Luzon ; nach Semper kommen kleine Abweichungen in der Deutlichkeit der helleren Zeichnungen der
Oberseite sowie in der Anlage der hellen und dunklen Streifen der Unterseite wie überall vor. Es ist aber wahrschein¬
lich, daß die Rassen der mittleren Philippinen (Mindoro) und der südlichen (Mindanao) ein ihnen eigentümliches
Kolorit zeigen werden. — Als patalena Westw. ist eine zweifelhafte Form beschrieben, die von den Inseln der Torres- patalena.
Straße stammen soll; ein absolut falscher Fundort, weil weder phidippus noch andere Amathusia- Spezies nach
Osten über die celebische Subregion hinaus gehen. Westwood gibt folgende Diagnose: Oberseite rein gelblich
braun, mit einer leicht gezähnten sehr undeutlichen etwas bleicheren Submarginalbinde aller Figl. Unterseite
fleischfarben-braun mit zahlreichen blassen geraden Linien und einer breiten dunklen Medianbinde. Die Be¬
schreibung paßt so ziemlich auf alle insularen phidippus- Formen. — • celebensis Frühst. (105 a) ist entsprechend celebensis.
der geographischen Lage die am meisten vom Namenstypus und der Entwicklungsrichtung der makromalayi-
schen Unterarten abweichende Lokalform. Die Unterseite ist vorwiegend weißlich, grau, zart violett überpudert,
die braunen Binden erheblich verschmälert , so daß die weißen Striemen Raum zur Ausdehnung gewinnen, cele¬
bensis ist kleiner als phidippus und von dunklerer, schwärzlich brauner Grundfarbe. Die Binden der Flgl-
Unterseite sind viel schmäler und die Dufthaare am Abdomen heller grau. Der gelbliche, obsolete, costale
Fleck der Vflgl ist von der gelblichen Submarginalbinde weit getrennt und nicht zusammengeflossen wie bei
phidippus von Java, Borneo, Nias und Lombok. Ich fing celebensis im Norden wie im Süden der Insel. Ein
von mir in Toli-Toli gezogenes $ hatte 12 Tage Puppenruhe. — • kühni Röb. eine ausgezeichnete Inselrasse, kühni.
von ihrem Namensträger auf Bangkai entdeckt und von celebensis abweichend durch die kleinere Gestalt, die
noch etwas satterbraune Grundfarbe der Oberseite, sowie das noch mehr zur Geltung kommende dominierende
Grauweiß der Unterseite und. vor allem durch die lebhafter braunen und daher mit dem lichten Untergrund
noch schärfer kontrastierenden, distal markanter gezähnten braunen Striemen der Hflgl.
A. binghami Frühst. (105 a) auf der Tafel irrig als schönbergi bezeiclmet und ursprünglich von mir binghami.
nach einigen Exemplaren des British Museums als phidippus Nebenform beschrieben, hat sich als eine scharf
umgrenzte Spezies entpuppt mit rötlichem, statt gelblichbraunem Haarpinsel der Hflgl. Ein weiteres wichtiges
Merkmal beseht darin, daß binghami einen ganz dünnen distalen und einen stattlichen proximalen Haarpinsel
der Hflgl führt, während bei phidippus der vordere äußere Pinsel am größten und dichtesten ist. Die prächtige
rotbraune Färbung des ansehnlichen Subapicalflecks der Vflgl und der Submarginalbinde auf denselben kommt
in unserer Abbildung nicht so zur Geltung, wie auf den Originalen aus Sumatra. Die Unterseite differiert durch die
gleichmäßig hellrotbraune Färbung und die breiter angelegte braune Längsbinde sowie die größeren nach, hinten
deutlicher schwarz gekernten Ozellen von allen phidippus- Formen. Type von Penang im September 1891
von Colonel Bingham gesammelt, ein $ aus Perak im Britischen Museum, etwa drei bis vier in der Kollektion
Staudinger des Berliner Museums und endlich 5 d'd' aus der Umgebung von Padang in West-Sumatra in der
Sammlung Fruhstorfer.
A. schönbergi trägt nur einen schwarzgrauen Haarpinsel in einer Falte an der Submediana der Hflgl.
wodurch sie sich von phidippus L. und binghami Frühst, entfernt. Die Färbungsverteilung der Oberseite erinnert
etwas an binghami, doch ist der subapicale Fleck mehr bindenartig, nach hinten und innen nicht so fein und gra-
datim verteilt, sondern scharf umgrenzt und sowohl der Subapicalfleck vrie die mehr ockergelbe Submarginal-
binde zusammenhängend. Hflgl mit einem kurzen, fast quadratischen Costalfleck der sich dann als undeut¬
liche Binde bis in den Analwinkel fortsetzt. Die Unterseite leicht kenntlich durch die sehr breite, prächtig
samtbraune Mittelbinde aller Figl die auf den Vflgl äußerst unregelmäßig verläuft und distal tief eingekerbt ist.
Deren distale Begrenzung nicht weiß, sondern verwaschen gelbgrau. Ozellen sehr groß, die vordere kaum kleiner
als die anale, breit schwarz umringelt. Zwei Ortsrassen schönbergi Honr. aus Perak und Sumatra mit ausge- schönbergi.
dehnter gelber Aufhellung der Oberseite der Vflgl. Nach Martin unterscheidet sie sich von phidippus haupt¬
sächlich durch die Unterseite beider Figl, deren Längsbänder viel dunkler und breiter sind und unregelmäßige,
gebrochene Konturen besitzen. Das breite, discale Band trifft den Analozellus des Hflgls mehr in seinem Zentrum
und umklammert ihn auf der inneren Seite mit einem spitzen Fortsatze. Die Grundfarbe der Unterseite ent¬
behrt des violetten Schimmers von phidippus und ist ledergelb. Das $ von schönbergi ist außerdem auf der
Oberseite beider Figl mehr gleichfarbig rotbraun und zeigt nur Andeutungen der bei phidippus deutlichen Rand¬
binde; auch sind die Haarbüschel an der Seite der 4 letzten Abdominalsegmente kürzer. Das $ von schönbergi
besitzt dunklere Grundfarbe der Oberseite als das von phidippus und trägt ein sehr prominentes, breites, gelbes
Querband nahe dem Apex des Vflgls. Martin fand in Nordost- Sumatra auch eine Ozellenaberration, welche
auf der Unterseite außer den beiden Ozellen des Hflgls auch, im Analwinkel des Vflgls einen großen Ozellus
trägt und auf dem Hflgl noch ein drittes, kleines Auge besitzt, schönbergi ist selten, bewohnt den Urwald der
Vorberge auf die sie bis etwa 700 m Höhe hinauf geht. Die Rpn leben vermutlich an Areca nibung Mart., einer
in den Bergwäldern in kleinen Gruppen stehenden Palme; wenigstens hat Dr. Martin Schmetterlinge nur in der
430
AMATHUSIA. Von H. Fruhstorfer.
borneensis. Nähe dieser Bäume angetroffen und auch ein $ dort Eier ablegen sehen. — • borneensis Frühst, bleibt in der Größe
etwas hinter schönbergi von Perak zurück und zeigt verwaschenere ockergelbe Zeichnung der Vflgl-Oberseite,
die manchmal dem Erlöschen nahe ist. Die Medianbinde der Vflgl-Unterseite erscheint noch, tiefer eingekerbt
als bei schönbergi. Von Bandjermasin in der Sammlung Fruhstorfer.
A. ocliraceofusca hält Stichel nur für eine Zeitform der vorigen Art. Die kürzeren Hflgl die kleinere
Gestalt und die hellbraunen statt schwarzen Haarpinsel der Hflgl scheinen aber die spezifische Trennung zu recht-
fertigen. Zudem führt die fahler braune Oberseite keinerlei ockergelbe Aufhellung der Vflgl imd die braunen
Längsbinden der Unterseite verlaufen regelmäßiger. Sonst sind allerdings wesentliche Differenzen nicht zu kon-
ochraceo- statieren. Zwei Ortsrassen: ocliraceofusca Honr. aus Perak und Sumatra, wo die Art noch seltener als die vorige
jhscci. aufzutreten scheint, denn Martin erwähnt kein sicheres Exemplar aus dem Sultanat Deli und mir liegt nur ein
(jabriela. von West-Sumatra vor; — und gabriela Frühst. (105 a). <$ aus Süd-Borneo; erheblich kleiner und dunkler als
Exemplare aus Sumatra, die sich vermutlich, mit Honrath'’ s Type aus Perak decken. Die Grundfarbe der Flgl-
Oberseite ist etwas heller kaffeebraun als bei perahm. a staudingeri Röb. Die Submarginalbinde auf beiden
Flgln scheint von der Unterseite durch. Diese Binde ist schmal, scharf begrenzt. Auf den Vflgln fehlt jede
Spur einer gelblichen subapicalen Schrägbinde, die bei ochraceofusca-<$ von Sumatra noch leicht angecleutet
ist. Die Duftpinsel der Hflgl sind basalwärts (also unten) gelblich und oben hellbraun, während sie bei 2 schön¬
bergi borneensis Frühst, von Südost-Borneo fast schwarz zu nennen sind. Die helle Färbung der Fühler erinnert
an stauding eri Röb., während schönbergi borneensis Frühst, etwas dunkler rotbraune Fühler besitzt. Südost-
Borneo. 1 S (Koll. Fruhstorfer).
A. perakana ist eine weitere wohl unterschiedene Art, wenngleich deren Spezieswert vielfach ange-
zweifelt wurde. Am leichtesten ist sie durch den unbedeutenden bei. den einzelnen geographischen Unterarten
verschieden gefärbten Haarbüschel an der Submediana der Hflgl- Oberseite zu separieren. Die Namenstype ist
außerdem von auffallender Größe, Figlschnitt spitzer und. schlanker als bei phidippus ; die Oberseite dunkler
und gleichartiger braun, beim $ fast immer ohne Spur einer gelblichen Anteterminalbinde. Auf der Unterseite
ist die vordere Ozelle in der Regel wesentlich kleiner als die im Hinterwinkel stehende; auch ist Neigung zur
Bildung von medianen Nebenaugen vorhanden. Die Längsstreifen, welche die fast gleichmäßig breite braune
Diskalbinde aller Figl begleiten sind entweder auffallend breit weiß oder braun violett, perakana ist weiter verbreitet
als bisher angenommen wurde und ich. bin in der Lage Java, Bawean und Lombok als neue Fundorte hier an-
pcrakana. zuführen. — perakana Honr. (105 b), mit Sicherheit nur von der malayischen Halbinsel bekannt, aber vermut¬
lich auch in Nordost- Sumatra vorkommend, wenngleich mir authentische Exemplare von dort noch nicht
Vorgelegen haben. Die Weißstreifung der Unterseite ist in Wirklichkeit noch intensiver als auf der Abbildung,
staudinrjcri. die zudem nach, einem $ h.ergestellt wurde dem die Anallappen fehlen. — - staudingeri Röb. umschreibt eine
ausgezeichnete Unterart, mit oben heller lederbrauner Grundfarbe reduzierterer Gestalt und unterseits sofort
kenntlich durch verschmälerte gelbliche statt weiße Längsstreifen. Ueberhaupt ist entsprechend dem Charakter
der Borneo-Amathusien das Gesamtkolorit mehr verwaschen, die braunen Felder sind sehr verblaßt und die
Augen kaum ein Drittel so groß als bei perakana von der malayischen Halbinsel. Mir nur von Südost-Borneo
nahma. bekannt. — natuna Frühst, hält etwa die Mitte zwischen perakana und staudingeri ; ihre Gestalt bleibt nur wenig
hinter jener der Namens type zurück und im Gegensatz zu staudingeri führt sie unterseits im engsten Anschluß
an perakana deutliche, fast rein weiße, nur distal erheblich abgeschwächte Streifen. Natuna-Inseln, selten,
taenia. nur ein $ in der Sammlung Fruhstorfer. — taenia Frühst. (105 a) ist die am weitesten vom Typus entfernte
Unterart, nahe der Grenze der Speziesberechtigung von mir zuerst auch als Art beschrieben, später aber un¬
glücklicherweise mit phidippus in Konnex gebracht, von der sie schon durch das Fehlen des zweiten inneren
Duftpinsels zu trennen ist. d Dufthaare der Hflgl analog der Grundfarbe, heller grau, als bei phidippus L. von
Java. Die beiden äußeren Binden der Figl heller. Beim $ setzt sich der ultracellulare gelbliche Fleck der Vflgl,
welcher bei phidippus stets rötlich ist, bis zur hinteren Mediana deutlich sichtbar fort, und die Medianbinden
der Hflgl schlagen nach oben durch. Unterseite: Die Zelle der Vflgl wird von drei sehr breiten kaffeebraunen
Längsstreifen durchzogen, während in phidippus deren vier von rötlichbrauner Farbe vorhanden sind. Die
kaffeebraune Medianbinde ist breiter als bei phidippus und wird beiderseits von fast weißen Binden umgrenzt.
Der Außenteil der Vflgl ist sehr hell , die submarginale braune Längslinie kaum ein Drittel so breit als bei phidippus.
Auf den Hflgln finden sich in der Zelle nur zwei braune Binden, und das wiederum viel breitere Medianband
verläuft geradliniger und geradrandiger als in phidippus. Die beiden Ozellen sind deutlicher gekernt, die vordere
auffallend klein. Die braune Zellbinde der Hflgl fließt nicht wie bei phidippus unterhalb der Zelle mit dem Basal -
incisa. band zusammen. — incisa Frühst., von mir 1905 als fraglich zu phidippus gezogen, zeigt die Differenzialcharak¬
tere von taenia dem Namenstypus gegenüber noch mehr verschärft. Die Unterseite ist noch mehr ausgebleicht,
das braune Mittelfeld fast wie bei ocliraceofusca distal tief eingeschnitten, auf den Hflgl auch nach innen gezähnt,
die vorderen apicalen Ozellen der Hflgl winzig klein. Oberseits entfernt sich incisa von taenia durch die aufge-
hellte und verbreiterte gelblich graubraune Subapikalmakel und eine schwache, leicht an diluius $-/a. epidesma
gemahnende diskale Binde. Insel Bawean, jedenfalls sehr selten, weil nur ein $ neben hunderten von Am.
orasis. phidippus baweanica Frühst, mitkam. — orasis Frühst, muß als ein Rückschlag zum Perak-Typus aufgefaßt werden.
Das Gesamtkolorit der Oberseite dunkler rotbraun als bei perakana Honr., die Unterseite etwas jener von hing-
AMATHUXIDIA. Von H. Fruhstoreer.
431
Kami Frühst, gleichend, dunkel graubraun mit gleichmäßig breiten braunen Feldern, die hervorstechend weiß
eingesäumt sind. Die apicale Ozelle wiederum sehr klein und somit den für das Auge am leichtesten erkennt¬
lichen Unterschied von der neben ihr fliegenden Amathusia phidippus darbietend. Insel Lombok, auf ca. 600 m
Höhe. Sehr selten, so daß es mir nur möglich war ein einzutragen. Flugzeit April.
Artengruppe Pseudamathusia Honr.
H f 1 g 1 beim £ im Basalwinkel mit einer pfannenartigen Vertiefung zwi¬
schen C o s t a 1 e und Subcostale. V f 1 g 1 unterseits mit einer glänzenden Bei b e f 1 ä c h e,
die bei einer Spezies auch noch distal von schwarzen Schuppen umgeben ist.
A. masina erinnert im Flglsehnitt durch den langausgezogenen Apex und die schmalen Hflgl an ochra-
ceojusca Honr., staudingeri Röb. und perakana Honr. Die Grundfarbe der Oberseite ist ein helles Rostbraun,
durch das die weißen Binden der Unterseite licht durchschimmern. Auf der Schwanzspitze lagern wie bei phi¬
dippus zwei schwarze, nach außen weiß umsäumte Mondflecken. Die Flgl-Unterseite hat große Aehnlichkeit
mit taenia Frühst, von Java, nur ist die Grundfärbung nicht braungrau, sondern hell rotbraun mit scharf abge¬
setzten, kaffeebraunen Längsbinden, die 'prominent silberweiß begrenzt sind. Die weißen Binden sind aber
schmäler als bei Amailiusia perakana Honr. und Pseudamathusia virgata Btlr. Die Vflgl am Analrand weniger
stark gebogen als bei virgata und haben ungefähr die Form von staudingeri Röb. Auf der Hflgl- Oberseite fehlt
der schwarze Schatten zwischen Subcostalis und oberer Radiale, der virgata auszeichnet. Aus der Falte zwischen
dem 3. Medianast und der Submediane treten 2 dunkelbraune Dufthaarbüschel heraus, von denen bei virgata
nur einer mit weißlichgelben Haaren vorhanden ist. Unterhalb der Haarbüschel macht sich noch ein breiter
Wulst langer, dunkelbrauner Haare bemerklick, wie er auch bei Amathusia perakana Honr. auftritt. Unter¬
seite: Auf der Unterseite der Vflgl fehlen gleichfalls die schwarzen Schuppen an der Außenseite des hornartig
glänzenden Reibefleckes, der zudem kürzer ist als bei virgata. Die Submediana ist kaum halb so stark gebogen.
Zwei Schwesterrassen sind zu erwähnen: masina Frühst. (105 b) leider durch ein Versehen von der nichtssagen- ■masina.
den Oberseite abgebildet, gleicht unterseits der perakana, nur sind alle weißen Streifen äußerst zierlich ; die Grund¬
farbe noch satter rotbraun und die Submarginalbinden schärfer und schmäler. Südost-Borneo, selten, nur
3 in meiner Sammlung. — chthonia subsp. nov. mit matter aber lichtergelbbrauner Oberseite führt auf den chthonia.
Hflgl lange aber dünne bleich gelbgraue Duftpinsel. Vflgl mit sehr schmaler, scharf abgeschiedener weder den
Costal- noch den Analrand erreichender Längsbinde. Unterseite etwas der perakana ähnlich, aber von einer
Färbung die mehr jener von binghami gleicht. Insel Bangka , Type in der Sammlung Staudinger.
A. virgata ist die am reichsten mit Duftapparaten ausgestattete Spezies des Genus und zugleich die
einzige Art mit einem ausgedehnten schwarzen glänzenden Reibefeld der Oberseite der Hflgl mit welchem ein
ebensolcher basal mit der Flglmembran übereinstimmender aber distal schwarz umgrenzter Spiegel der Vflgl-
Unterseite korrespondiert. Hflgl sonst mit rundlich ovaler Duftpfanne, welche mit braunen Androconien gefüllt
ist und gelblichem Haarstern an der Submediana. Grundfarbe der Oberseite der $<$ schön rehbraun, jene der
$$ etwas lichter, unentschieden braungelb, etwa wie bei A. phidippus. Unterseite analog phidippus celebensis
Frühst, mit fast gleich breiten braunen und weißen Strigae, die bei einer Ortsrasse des nördlichen Celebes ein
vorherrschend gelbliches Kolorit annelmien. Augen der Hflgl fast gleich groß, namentlich die vorderen mit
markanter schwarzer Peripherie. — virgata Btlr. (== ribbei Honr.) bewohnt den Süden von Celebes, wo ich sie vinjata.
am ausfließenden Saft der Zuckerpalme saugend hinter dem malayischen Kirchhof bei Macassar, häufig in Ge¬
sellschaft von Elymnias mimalon Hew. und hicetasWaW., antraf. Flugzeit Januar bis März. — thoanthea subsp. thoanthea.
nov. differiert durch gelbliche Längsbinden der Unterseite, die sich kaum von der Grundfarbe abheben, während
typische virgata aus dem Süden durch ihre silberig weißen Binden an perakana Honr. und taenia Frühst, erinnern.
Von mir bei Toli-Toli in Nord-Celebes im November — Dezember gesammelt und mit ausgehängtem Bananen¬
köder in ziemlicher Anzahl angelockt.
10. Gattung': Ainatluixitfia Stgr.
Die beiden prächtigen Arten dieses Genus sind hervorragend sexualdimorph, die d'c? sammtschwarz
mit blauer oder violetter, die $$ braun mit ockergelber Vflglbinde, die Unterseite mit fernen dunkelbraunen
Längsstreifen. Strukturell sind die Amathuxidia von den Amathusia nur zu trennen durch die mit der Costale
verwachsene Subcostale der Vflgl. Auf den Hflgln macht sich wie bei Amathusia ein Mediansporn bemerklich.
der erst bei der Gattung Zeuxidia seine volle Entwicklung erreicht. Durch die hervorragenden tertiären Ge¬
schlechtsmerkmale und die luxuriante Färbung bildet die Gattung einen Übergang zu den Zeuxidia. Vflgl-
Unterseite mit einer blanken Reibefläche nahe dem Medianstamm und einer Ansammlung von mattglänzenden
blauschwarzen Schuppen unterhalb der Submedianader. Hflgl mit einem gelblichen Haarbüschel in einer tiefen
taschen artigen Falte an der Krümmung der Submediana, neben welcher ein dicker rotbrauner oder gelbgrauer
Haarwulst lagert; in und hinter der Zelle dann noch eine breite Fläche von plüschartigen Duftschuppen, die bei
einer Art ( plateni ) mit langen Haaren durchsetzt sind. Gleich wie die Zeuxidien und andere indische Amathu-
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AMATHUXIDIA. Von H. Frtthstorfer.
siiden gehören auch die Amathusia zu den Urwaldbewohnern und bevorzugen die Umgebung der kleinen Wasser¬
läufe, welche den Bergen entquellen. Sie verbringen genau in derselben Weise wie die Zeuxidien den Tag in
Ruhestellung an Zweigen oder unter dichtem Laub. Sie fliegen nur ungern und selbst wenn sie aufgescheucht
werden, niemals weit; trotzdem ist ihnen ein rascher und geradezu unberechenbarer Zickzackflug eigen und sie
verstehen es, sich unter totem Laub und Astgewirr schnell und unauffindbar zu verstecken. Nur an besonders
warmen und windstillen Tagen lassen sie sich verlocken, in den Mittagsstunden etwa 2 — 3 m über der Erde
zu schweben und gehören dann durch ihre Größe und den prachtvollen Blauschimmer der Vflgl zu ebenso
berückenden wTie imposanten Erscheinungen des Urwaldes. Die beiden Arten der Gattung zählen zu den wohl¬
riechendsten Faltern; ihr intensiver Duft erinnert an Veilchen und ist selbst an Exemplaren, welche zwei bis drei
Jahre in mit Naphtalin verpesteten Blechkasten auf bewahrt lagen, noch erkennbar. Dieser liebliche Geruch
entströmt den zottigen sammetbraunen Schuppen, welche die ausgedehnten Duftflecke der Zelle der Hflgl
bedecken, und dürfte durch die Nahrung der Amathuxidia bedingt sein, die aus abgefallenen gährenden
aromatischen Früchten, welche in den feuchten Urwäldern stets in Unmenge auf der modernden Laubdecke
des Erdbodens liegen, besteht. Das Verbreitungszentrum der Amathuxidia ist das makromalayische Gebiet,
von dem aus sie Celebes und die Philippinen erreicht haben. Ueber die malayische Halbinsel sind sie auch bis
Birma und Assam gelangt, dort aber schon sehr selten . Jede größere Insel hat eine besondere hochspezialisierte,
manchmal dem Artwert nahe Form.
Artengruppe Amathuxidia Stgr. Hflgl ohne Haarbelag in der Zelle.
A. amythaon mit ihren vielen Zwreigrassen bewohnt das westliche Areal der Verbreitungszone der
amythaon. Gattung, amythaon Dhl. ist die Namenstype und sehr selten in den Sammlungen. Sowohl das A wie auch das
^ differieren nur unerheblich von der abgebildeten ottomana (102 a) durch die etwas verbreiterte blaue, respek¬
tive ockerfarbene Schrägbinde der Vflgl. Die Unterseite der AS ist heller grau, jene der $$ lichter ockergelb.
Die Type stammt aus Sylhet, auch sind einige Exemplare aus Assam gekommen, Crowley hatte mehrere SS
von den Naga-Hills, Doherty fand sie am Fuße der Karen- Hills und Colonel Bingham einige Pärchen im Herbst
und Winter in Ober-Tenasserim in dem falterberühmten Thoungyen-Forst. Major Adamsoy erbeutete zwei AS,
die ihm am Weihnachtsabend kurz vor Sonnenuntergang in sein Zelt geflogen kamen, als er nahe den Quellen
des Thoungyen-Flusses im immergrünen Walde kampierte. Außerdem wurden in Tavoy, (Tenasserim) amythaon
beobachtet, die soavoIiI am frühen Morgen Avie mit Sonnenuntergang flogen. Im Calcutta-Museum befindet
sich ein Exemplar mit der Bezeichnung „Sikkim“, doch wurde dieser Fundort in den letzten 30 Jahren nicht mehr
dilucida. bestätigt. — ■ dilucida Honr. ist eine sehr schöne südlichere Form, die eine anscheinend stets hellblauviolette
Prachtbinde der Vflgl zeigt, welche zugleich erheblich breiter angelegt ist als bei amythaon von Tenasserim und
1 ucida. Unterbirma. Das sehr seltene $ hat Honrath abgebildet; es fehlt meiner Sammlung. — lucida Frühst, ist
eine Aveitere sehr seltene Rasse, von welcher Dr. Martin in Nordost- Sumatra in 13 Jahren nur 5 Exemplare er¬
beuten konnte. In West-Sumatra scheint sie in der Umgebung von Padang Pandjang, Padang’sehe Bovenlan-
den, etAvas häufiger zu sein, denn mir liegen von dort 11 AS und, 3 ?$ vor. A kleiner als dilucida.
Die Binde der Vflgl hellblau anstatt violett, viel schmäler namentlich nach dem Analwinkel zu, avo sie bei dilucida
erst an der Submediana endet, während bei lucida sich das Blau schon vorher zu verschmälern anfängt. Durch
das Zurücktreten der blauen Vflgl-Binde gewinnt die schwarze Grundfärbung an Ausdehnung und erscheint
der Vflgl viel breiter schwarz umsäumt. Unterseite: Alle Figl dunkler, alle Längsbinden schärfer und dunkler
insularis. braun, die Analozelle \'iel größer, alle Ozellen breiter schwarz geringelt. — • insularis Doli. beAvohnt die Insel
Engano. A und $ stehen merkAvürdigerweise ottomana Btlr. von Borneo näher, als lucida Frühst, von Sumatra
und porthaon Fldr. von Java. Von lucida weicht insularis- A ab durch die viel schmälere und dunklere blaue Vflgl-
Binde, die Adel kleinere Gestalt und die kürzeren und breiteren Schwänze der Hflgl. Die Längsbinden der Hflgl-Un-
terseite sind prononzierter schwarzbraun und breiter angelegt. Die Duftbüschel der Hflgl-Oberseite sind hellgelb
anstatt rotbraun Avie bei lucida oder fast schwarzbraun wie bei ottomana. Verglichen mit ottomana ist insularis nur
wenig kleiner, die Schwänze sind ebenso lang, aber etwas breiter. Die blaueVf lglbinde von insularis ist analwärts, da
avo sie auf die Submediana anstößt, viel breiter als bei ottomana. $ Oberseite : Die gelbe Vflglbinde ist schmäler und
etwas heller, die Hflgl sind bis zum Anahvinkel breit gelb gesäumt, Avährend ottomana nur apicalwärts gelbbraun
umrandet ist. Unterseite: Die Vflgl sind imDiscalteil und in der Submarginalregion heller als bei ottomana. Die
Basalhälfte der Hflgl ist lichter, die Außenhälfte und namentlich der AnalAvinkel dunkler. Alle braunen Längsbinden
pylaon. sind mehr gewellt, sehr viel breiter und dunkler braun, die Ozellen viel größer als bei ottomana. — pylaotl Fldr.
( — porthaon Fldr.), eine ausgezeichnete Form nahe dem Spezieswert und von allen Vikarianten differenziert
durch einen ungewöhnlich langen gelblichen, statt rotbraunen Haarwulst der Hflgl-Oberseite und eine Viola-
canina-blaue Prachtbinde der Vflgl. Die Htlgl-Oberseite ist mehr hellgrau, violett angehaucht und die Vflglspitze
viel Aveiter vorspringend als bei lucida Frühst, von Sumatra. Das bisher unbeschriebene $ hatte ich die Freude,
zuerst in Ost- Java, später in der Bai von Palabuan in West- Java aufzufinden. Gleichwie das A , überragt es
in der Größe alle bekannten Unterarten und zeigt weitaus die am lichtesten ockergelb gefärbte Querbinde der
Vflgl, die durch eine gewellte feine rotbraune Submarginallinie in zAvei ungleiche Teile zerlegt wird. Von pylaon
fing ich auf Java im Laufe von drei Jahren etwa 30 Paare. In der vertikalen Verbreitung geht sie wohl nirgends
ottomana. über 600 m hinauf und sie ist in Anzahl nur durch ausgehängte Bananenköder zu erlangen. — ottomana Btlr.
Ausgegeben 30. VIII. 1911.
ZEUXIDIA. Von H. Fruiistoreer.
433
(102 a) bewohnt das nördliche Borneo; Waterstradt fand sie in den Küstenwäldern des Sultanats Brunei in
Nord-Borneo, woher auch die abgebildeten Exemplare stammen. In Südost-Borneo hat sich bereits eine deut¬
lich erkennbare Ortsrasse ausgebildet: octacilia subsp.nov. die im Habitus hinter der nördlichen ollomana zurück- odadlia.
bleibt und durch einen sehr schmalen ockergelben Shawl der $$ und eine nach hinten verkürzte, gleichfalls in der
Breite reduzierte dunkel violett-blaue Binde der <$$ differenziert ist. — philippina Frühst, steht der pylaon philippina.
Fldr. von Java sehr nahe; es ist nur ein $ aus Panaon (Mittelphilippinen) bekannt, das Semper abbildete. Die
blaßgelbe Binde der Vflgl ist nur 7 mm breit und überschreitet die hintere Mediane nur als eine erbsengroße Makel.
Flugzeit ist nach Semper der Mai. — perinthas subsp. nov. mit den Typen in der Sammlung Staudinger, stammt perinthas.
von Mindanao, wo sie durch Dr. Platen gefangen wurde. der javanischen Zweigrasse nahekommend, die
Vflglbinde aber noch breiter heller blau und nach vorne weißlich aufgehellt. $ kaum von pylaon -$ zu unter¬
scheiden, nur die gelbbraune Zone etwas schmäler, gleichmäßiger, und die Apicalpartie der Hflgl noch lichter.
Die Unterseite gleicht dagegen mehr der A. plateni Stgr. von Celebes.
Artengruppe Zeuxamathusia Stdgr. mit Haarbesatz der Hflglzelle.
A. plateni verteilt sich in zwei beschriebenen stark differenzierten Inselformen über die celebische Sub- plateni.
region. plateni Stgr. zumeist nur aus dem Norden von Celebes nach Europa gelangend, wo sie Dr. Platen in der
Minahassa in wenigen Exemplaren auffand. Später glückte es mir in den Strandwäldern von Toli-Toli etwa
50 Paare mit Hilfe von Ködern anzulocken und zu erbeuten ; ein Verfahren, dem jedoch durch Affen und raben¬
artige Vögel, welche mir die ausgehängten Früchte wegstahlen, ein Ende bereitet wurde, plateni ist einer jener
Waldbewohner die auch in der schwersten Regenzeit auftreten. Die Falter kommen an sonnigen Tagen in den
Mittagsstunden auf Minuten zum Vorschein, tauchen unerwartet wie Gespenster aus dem Waldesdunkel auf.
lassen die blauen Prachtf lecken der Vflgl einen Moment auf leuchten um sich dann mit gefalteten Flgln wieder
auf Zweigen niederzulassen. Aufgescheucht fliegen sie nur wenige Meter weit und verkriechen sich dann mit
Vorliebe im Geäst der Büsche zu ebener Erde. Sie ähneln dann durch die eintönige Färbung der Unterseite
so sehr der Umgebung, daß sie kaum noch zu entdecken sind. Verfolgt man sie im Dickicht, erhält man nur
zerrissene Exemplare. Das plateni- nähert sich im Flglschnitt etwa der pylaon, bleibt jedoch in der Größe hinter
ihr zurück; die blaue Zone der $$ dringt nicht so weit wie bei der Javaform in die Vflglzelle ein und verliert
sich bereits in der Flglmitte vor der hinteren Mediana. Beim $ beginnt die satt ockergelbe Binde sich in einzelne
Makeln aufzulösen, von denen zwei jenseits der Zellwand, zwei nahe dem Distalsaum eingelagert sind. Unter-
seits ist das $ reicher mit violettem Schimmer übergossen als pylaon von Java und die rotbraunen Längsbinden
sind etwas markanter. Der Haarwulst der nimmt eine schwarze Farbe an, außerdem ist die Zelle der Hflgl
im Gegensatz zu pylaon und ottomana mit einem dichten Schuppen- und Borstenpelz bekleidet. Doherty fand
eine der plateni verwandte Rasse im südlichen Celebes in der Nähe des berühmten Wasserfalls von Maros und auf
den Sula-Inseln entdeckte er eine hochspezialisierte Inselform suprema Frühst. (102 b), von der zwei $$ in der suprema.
Kollektion Fruhstoreer, ein sich in der Sammlung Staudinger befindet, suprema zeigt einen rundlicheren
Flglschnitt als plateni, das <$ führt kaum halb so breite und noch kürzere blaue Flecken der Vflgl. Die Unterseite
ist wesentlich dunkler, die Ozellen deutlicher weißgekernt und die gesamte Oberfläche der Figl satter und reicher
violett übergossen als bei plateni -$. Die gelbe Schrägbinde der Vflgl viel breiter, schärfer abgesetzt. Zwischen
den Medianrippen stehen zwei viel größere äußere gelbliche Flecken , als bei plateni, dagegen fehlen die bei pla-
leni stets vorhandenen proximalen braungelben Makeln unterhalb der Zellwand vollständig. Costal- und Außen¬
saum der Hflgl von suprema sind viel breiter hellgelb gesäumt und die beiden Ozellen der Hflgl-Unterseite
größer, deutlicher weiß gekernt und haben nach außen einen schwarzen, bei plateni fehlenden Wisch. Flugzeit
Oktober, November. Sula-Mangoli.
11. Gattung: Zeuxidia Hbn.
Die Zeuxidien gehören zu den prächtigsten Erscheinungen der indischen Tropen und schließen sich
strukturell eng an die Gattung Amathusia an, besitzen aber einen hervorstechenden Differenzialcharakter
in dem nur ihnen eigentümlichen Sporn am vorderen Medianast beider Figl, der auf den Vflgl etwas vom Zell¬
apex entfernt steht, auf den Hflgln aber sehr leicht einen Zellabschluß Vortäuschen kann. Mit Amathusia kon¬
trastiert Zeuxidia dann noch durch die mit der Gostale verwachsenen beiden ersten Subcostaläste, ferner den
weitgehenden Dimorphismus der Geschlechter und die hochentwickelten sekundärsexuellen oder richtiger
tertiären Merkmale der <$<§. Nach diesen lassen sich zwei Artengruppen errichten, je nachdem die <$<$ Haar¬
büschel in der Zelle der Hflgl führen oder nicht. Außerdem besitzen alle AS G ne ausgedehnte blanke Reibe¬
fläche der Vflgl-Unterseite, eine Androconienpfanne zwischen Subcostalis und Costalis und eine tiefe taschen¬
artige Falte an der Sub mediana der Hflgl, in der ein pinselartig vorstreckbarer gelber oder schwarzer Haarbüschel
ruht. Eine Spezies ( aurelia ) zeigt dann auch noch einen zweiten Haarpinsel zwischen der Submediana und der
Zellwand der Hflgl und eine pelzartige Verbrämung der letzteren, die sich ans mausegrauen modifizierten Schuppen
zusammensetzt. Ueber die Jugendzustände der Zeuxidia ist nichts bekannt*) ; die Imago sind aber im Gegen¬
satz zu den Amathusia und Thauria, gleichwie die Taenaris , echte Tagfalter. Sie verlassen zwar nie den Dämmer¬
schatten des Urwaldes, fliegen aber nur an sonnigen Tagen und nach meinen Beobachtungen auf Java nur in
*) Man vergleiche den Nachtrag Seite 449.
IX
55
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ZEUXIDIA. Von H. Frtjhstorfer
dohrni.
den Vormittagsstunden. Ihr Flug ist schwerfällig, unsicher, auch bewegen sie sich nie große Strecken vorwärts,
was schon ihr schwacher Körperbau verrät, der kaum imstande ist, die unverhältnismäßig großen Schwingen
zu tragen. Ihr Auftreten ist an die Regenzeit gebunden ; sie scheuen trockne Stellen im Walde und stellen sich
nur da in mäßiger Anzahl ein, wo kleine Wasserläufe die natürliche Feuchtigkeit des Tropenwaldes noch vermehren.
In der Regel sind die Arten selten, nur im südöstlichen Borneo scheinen sie alle Bedingungen zu großer Ver¬
mehrung vorzufinden, denn nur von dort sind bisher größere Mengen (von zwei Spezies) nach Europa gekommen.
Die $3 strömen einen aromatischen Wohlgeruch, aus, der bei allen Arten verschieden ist. Eine Zeuxidia- Art
(luxer i) gelang es mir auf Java in bedeutender Anzahl anzulocken, indem ich an Wasserläufen im Walde entlang
überreife Bananen aufhing, an denen sich zuerst die $$ einstellten, denen dann langsam die folgten. Die
voi wiegende Anzahl der Zeuxidien bewohnt die feuchte Niederung, nur von einer Art (dohrni) ist mir bekannt,
daß sie bis 4000 Fuß hinauf vorkommt. Das Verbreitungszentrum ist Makromalayana, von wo aus zwei Arten
bis nach Tenasserim vorgedrungen sind und zwei Spezies auf die Philippinen übergingen. Nur eine Art, luxeri
gelangte von Java aus nach Bali. Die Klammerorgane sind mir nur von einer Spezies ( amethystus ) bekannt
und im Gegensatz zu jenen von Amathusia hochentwickelt. Die Valve gleicht jener von Thaumantis mit stark
chitinisierter fein gezähnter nach innen und oben mit einem Stachel bewehrter Spitze. Der Uncus mit einem
prächtigen hahnenkammartigen scharf bedornten Aufsatz, wie er ungefähr bei einigen Argynnis vorkommt.
Der Uncus selbst auch basal sehr breit und kräftig nur mählich nach außen verjüngt. Penis lang, spitz, schmal.
Artengruppe Zeuxidia.
J mit gleichartiger, blanker Reibefläche der Vflgl-Unterseite und mit Haarbüschel in der Zelle der
Hflgl, die distal nicht pelzartig belegt sind.
a) In der H f 1 g 1 z e 1 1 e nur ein Haarpinsel.
Z. dohrni Frühst. (102 c $). Vflgl oben dunkel ultramarinblau mit einer sehr breiten, hell¬
blauen Binde, die violett irisiert. Die Binde ist stark, gewellt, beginnt in der Costale und endet, sich etwas ver-
schmälernd, am Analwinkel. Basis der Figl braun bezogen, der Apex hell ultramarineblau mit 2 undeutlichen
violetten Flecken vor der Spitze. Hflgl dunkelbraun mit einem breiten, gebogenen, violetten, submarginalen
Bande, das sich von der Costa bis in den Anal-Schwanz ausdehnt, wo es sich etwas verschmälert und nur die
schwarze Spitze freiläßt. Von dieser Submarginal-Binde an sind die Figl bis zur Submediana dunkelblau ange¬
flogen, Anal-Schwanz lang ausgezogen. Figl unten bräunlich, mit einer gemeinsamen, kastanienbraunen Binde,
die den Außenwinkel der beiden Zellen bedeckt und einer schmalen, gelbbraunen Saumbinde am Außenrd.
Die violetten Flecken am Apex der Vflgl durchscheinend, die Zelle von 4 braunen, ungleichmäßigen Binden
gekreuzt. Hflgl an der Basis und am Anal-Schwanz zu beiden Seiten der Discoidal-Binde violett angeflogen.
An der Subcostale und zwischen der Submediana und der ersten Mediana je ein großer, runder Augenfleck.
Die Zelle wird von 3 unregelmäßigen, braunen Binden durchzogen, von denen die mittelste am dunkelsten
und deutlichsten ist. Kopf und Thorax oben braun, wollig behaart. Abdomen dunkelblau, kurz behaart, Palpen
graubraun, ebenso der übrige Körper unterseits. Fühler rotbraun. $: Größer in Gestalt und bleicher in Farbe.
Vflgl an der Basis hell kakaofarben, mit einem unregelmäßigen, weißlich blauen, seidenglänzenden Bande,
das von der Costale bis zur ersten Mediana reicht. Der Apex der Figl schwärzlich mit zwei hellen Flecken vor
der Spitze; die beiden Seiten des Bandes ultramarinblau angeflogen, der Analwinke] ockerfarben gesäumt.
Hflgl heller als die vorderen, an der Basis lang behaart, mit einem ziemlich breiten, ockerfarbenen Marginal-
Bande, das sich bis zum Anal-Schwanz erstreckt, sich vor diesem etwas verschmälert und durch eine gleichlau¬
fende, schwarze Subapicalbinde an der Innenseite stark ausgerandet wird. Flgl-Unterseite bleicher als beim
Außenrd rotbraun gesäumt. Die blaue Binde der Vflgl und das schwarze Subapicalband der Hflgl durchscheinend,
das gemeinsame Discoidal-Band stark gewellt. Anal-Schwanz schwarz, mit 2 violetten Strichen an den Rändern.
Körper oberseits dunkelbraun, ebenso behaart, Palpen gelbbraun, Thorax und Abdomen weiß behaart, Fühler
rotbraun. Spannweite des $ 77 mm, des $ 87 mm. — Von allen anderen mir in natura vorliegenden Zeuxidien
(luxeri, amethystus , horsfieldi , doubledayi) unterscheidet sich dohrni durch einen ovalen Duftfleck, der sich über
der Mitte der Submediana der Vflgl ausbreitet und der allen anderen Arten fehlt. Dagegen sind die Duftapparate
der Hflgl weit weniger auffallend, wie z. B. jene der nächst verwandten Zeuxidia horsfieldi. Zwischen Costale
und Subcostale ist eine rundliche, tief ausgehöhlte und deshalb auf der Flgl-Unterseite bauchig hervor¬
tretende Grube eingesenkt, die mit glänzenden Rändern umgeben und mit rotbraunen Schuppen ausgefüllt ist,
welche von einem Büschel schwärzlicher Haare bedeckt werden. Unterhalb dieser Duft grübe befindet sich in
der Zelle noch ein matt glänzender, länglicher Fleck, der mit etwas längeren, schwarzen Haaren bestanden ist,
welche in gelblich weiße Spitzen auslaufen. Der zweite bei horsfieldi, amethystus, luxeri und doubledayi noch in
der Zelle befindliche Haarbüschel fehlt ganz, und die bei horsfieldi und amethystus so deutlich herausquellenden,
zwischen dem 1. Medianast und der Submediana in einer Hautfalte eingebetteten Haarpinsel erscheinen bei
dohrni nur als ein zarter Flaum -. Zeuxidia dohrni ist demnach auch durch eine Reihe tertiär sexueller Unterschiede
charakterisiert. Die schöne Art, die vermutlich doubledayi auf Java ersetzt, wurde von mir am Vulkan Gede
in einer Höhe von etwa 4000 Fuß zuerst gefunden.
Z. semperi ist eine in den Sammlungen noch äußerst seltene Spezies, von der zwei Inselformen bisher
ZEUXIDIA. Von H. F uhstorfer.
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erschlossen wurden; semperi Fldr. von den Nord-Philippinen (Type aus Luzon) mit ganz licht wißblauer Suh- semperi.
marginalbinde der Vflgl die costalwärts breit einsetzt, sich nach hinten nur mäldig verjüngt und innen breit
dunkelblau angeflogen erscheint. Hflgl mit einer prächtigen lichtblauen, sich in der Ausdehnung kaum verändern¬
den Terminalbinde. Das $ gehört zu den auffallendsten Erscheinungen und kann als ein Musterbeispiel sexuellen
Dimorphismus gelten. Es ist wesentlich größer als der $ mit breit hellockergelber Saumbinde der Hflgl die
bei therionarca subsp. nov. von Mindoro noch ausgedehnter und schöner gefärbt erscheint als bei der Namens- therionarca.
type von Luzon. Das $ der Mindoro-Rasse ist einigermaßen der Z. amethyslus verwandt und ausgezeichnet
durch ungewöhnlich große Ozellen der Hflgl-Unterseite. Auf der Hflgl-Oberseite der $$ steht noch eine sub¬
marginale Reihe von vier weißen Makeln, deren letzter zunächst dem Analwinkel schwach gelblich verfärbt ist.
Flugzeit von semperi ist, nach den zwei Exemplaren, die Semper von Luzon empfangen hat, der Monat Mai; jene
von therionarca , von welcher durch Dr. Platen eine größere Anzahl entdeckt wurde, der Monat Dezember.
Z. sibulana Honr. wurde zuerst am Berg Sibulan in Südost-Mindanao, später auch bei Taganito in sibulana.
Ost-Mindanao gefangen. Als Flugzeit sind die Monate Januar, Februar bis Mai von Semper erwähnt und nach
Angaben Honrath’s stammt dessen Type von Vulkan Apo aus ca. 1000 m Höhe. Der Haarbüschel in der
Zelle von sibulana ist erheblich größer als bei semperi und dohrni und bedeckt fast die ganze Zelle. Im Flglschnitt
und in der Zeichnung steht sibulana der semperi nahe, mit der auch die Unterseite fast völlig übereinstimmt.
Die Distalbinde der $ erscheint -aber breiter angelegt und ist nach innen nicht scharf begrenzt, sondern verliert
sich allmählich in der dunkelblauen, teilweise stark behaarten basalen Figlhälfte. Auch fehlt ihr nach Semper
der rötliche Ton, der Z. semperi -£<$ auszeichnet. Sibulana ist gleichfalls sehr selten und fehlt meiner Sammlung.
b) I n der Zelle der Hflgl zwei Haarbüschel, die nebeneinander oder hinter¬
einander eingebettet sein können.
Z. amethystus ist die am weitesten verbreitete Spezies der Gattung und man begegnet ihr in Makro-
malayana mit Ausschluß von Java und nordwärts noch in Tenasserim, sowie den südlichen Philippinen, masoni
Moore bewohnt Tenasserim, wro sie vom März bis Mai auf 3 — 5000 Fuß Höhe beobachtet wurde. Sie steht der
wallacei (102c) nahe, von welcher die $$ differieren durch eine costalwärts breitere, nach hinten aber spitzer
auslaufende und etwas lichterblaue Prachtbinde der Vflgl. Auf den Hflgln tritt der blaue Distalfleck etwas in
der Ausbildung zurück. Das 5 zeigt eine ziemlich gleichmäßig breit angelegte gelblichweiße Querbinde der Vflgl
und die hellblauen Hflgl sind nach außen von einer hellockergelben Distalregion umgeben. Die Augenflecke
der Unterseite kleiner als bei den übrigen amethystus- Schwesterrassen. Die Klammerorgane wurden in der
Gattungsdiagnose beschrieben. — amethystus Btlr. von der malayischen Halbinsel, Bangka und ganz Sumatra amethystus.
bekannt, schließt sich eng an wallacei an, von der die nur durch etwas heller blaue Prachtbinden abweichen,
während die $$ durch reiner weiße und ansehnlichere Schrägbinden der Vflgl lebhaft kontrastieren. Nach Mar¬
tin fliegt in Nordost-Sumatra amethystus das ganze Jahr hindurch in den Wäldern der Vorberge und Berge,
höher als die anderen Arten, nicht unter 2000 Fuß. Das welches nur die anale Hälfte der Oberseite des Hflgls
blau gefärbt hat, trägt die folgenden, sekundären Geschlechtsorgane: 1.) zwischen Cos tal- und Subcostalader
einen rundovalen, glatt und gelbbraun umrandeten Duftfleck mit schwarz lackiertem Grunde, über welchem
ein dunkelbrauner Haarbüschel liegt, 2.) in der Zelle einen zweiten, kleineren, mehr länglichen, dessen unterer
Rand eine feine Quer riffung zeigt; nach außen von diesem Duftfleck am offenen Zellende steht noch ein dritter,
dunkelbrauner Haarbüschel, 3.) über der Sub medianader am Ende des inneren Drittels derselben eine Drüsen¬
tasche, aus welcher bei Beugung des Figls zur Horizontalen eine nach allen Seiten ausstrahlende Haarbürste
zum Vorschein kommt. Auf der LTnterseite des Hflgls erscheinen die Stellen der beiden Duftflecken in Relief
und zeigen filzige Beschuppung. Das $ hat die Zeichnung der Oberseite beider Figl gelb. Die besitzen
unterseits vielfach supplementäre mediane, aber zum Teil inkomplette Nebenaugen (= prodigiosa form. nov.). prodigiosa.
Mir liegt eine große Reihe von dc^und $$ aus dem Westen Sumatra’s vor, die etwas stattlicheren Habitus als Perak-
stücke zeigen und breitere Vflglbinden, aber weniger gelb verzierte Hflgl-Oberseite zeigen. — wallacei Fldr., vermut- wallacei.
lieh nach von Wallace in Sarawak gefundenen Exemplaren beschrieben, ist eine häufige Erscheinung im süd¬
östlichen Borneo. Das $ bildet bereits den Uebergang zu victrix (103 c) aber mit etwas markanteren gelblichen
Makeln der Vflgl versehen. — victrix Stgr. (103 c), eine auf Palawan ziemlich seltene Unterart, deren $<$ von den victrix.
Vikarianten leicht abzusondern sind durch die vom Analwinkel bis zur Apikalgegend der Hflgl durchgezogene
blaue Distalbinde. Das $ erscheint unterseits auch ^-ähnlicher, zeichnungsärmer, ohne dominierenden ocker¬
gelben Anflug. — amethystina Stich, differiert von victrix durch sehr spitzen Apex der Vflgl, die eine verbreiterte ameth ysti na .
blaue Prachtbinde führen, welche auf den Hflgln seitlich weiß eingefaßt ist. Mindanao; Type in der Sammlung
Stau dixger ; ferner Caminguin de Mindanao nach Angaben Sempers, der als Flugzeit die Monate Juli bis Ok¬
tober kennt.
Z. doubledaii zerfällt in eine Serie von nicht sehr scharf getrennten Insel- und Ortsformen und scheint
je nach der vertikalen Verbreitung gelbe oder schwarze Duftpinsel der Hflgl zu besitzen. Es ist abgesehen von
der Borneo- und Sumatra-Rasse nur dürftiges Material nach Europa gelangt, das über die Zusammengehörig¬
keit einiger Formen noch keine definitiven Schlüsse zuläßt. Stichel wrar geneigt , die Sumatra-Unterart als Spe¬
zies zu behandeln; auf Grund der Verwandtschaft der nur gering modifizierten $$ aber ist dieselbe hier wieder
mit dem Namenstypus zusammengezogen. Als in den Sammlungen am besten vertreten wird hier zuerst double- doubledaii.
436
ZEUXIDIA. Von H. Fruhstorfer.
daiS Westw. (103 c) erwähnt, die ursprünglich aus Borneo beschrieben wurde, dort aber bereits in zwei Ortsrassen
horsfieldi. zerfällt-, von denen die Namenstype vermutlich aus dem Osten und Norden stammt, während der Name hors-
fieldi Fldr. auf die Form des südöstlichen Borneo übertragen wird. Wir bilden die erstere ab, von der die
pryeri. südliche Rasse abweicht durch zurückgebildete violettblaue Schrägbinden der Vflgl der £§. — Als pryeri Btlr.
ist eine monströse Form aus Nord-Borneo beschrieben, bei der sich vermutlich während der Puppenruhe die
blauen Schuppen der Oberseite in graue verfärbt haben und zum Teil gänzlich fehlen. Die Falter bekommen
dadurch ein so absurdes Aussehen, daß sich Butler verleiten ließ (Ann. Mag. Nat. Hist. 1897 XIXp. 470) auf den
sumatrana. einzigen <$ ein Genus ,, Zeuxallis “ zu gründen. — sumatrana Frühst, mit der Type in der Sammlung Dohrx
(Stettin) scheint ausschließlich das Tiefland zu bewohnen und differiert von doubledaii aus Borneo, mit welcher
die Form die gelben Haarsterne der Hflgl gemeinsam hat in folgender Weise: $ Grundfarbe tiefer schwarz .
Die blaue Vflglbinde breiter, jene der Hflgl namentlich costalwärts schmäler. Beide Binden dunkler und rein
metallisch blau ohne jeden violetten Schimmer, der bei doubledaii aus Borneo namentlich auf den Hflgln stets
bemerkbar wird. Die Hflgl distalwärts schwarzblau gesäumt. Unterseite: mit prägnanteren Zeichnungen und
nicevillei. reichlicherem distalen weißen Anflug jenseits der rotbraunen, schärfer abgesetzten Medianbinde. — nicevillei
Frühst. ( 102 c) mit der Type, die aus den Battakbergen stammt, in meiner Sammlung. Die sind durch schwarze
anstatt gelbe Haarbüschel der Hflgl -Oberseite leicht von doubledaii $$ zu trennen. Des weiteren trägt doubledaii
auf den Vflgln cost-al- und analwärts, fast gleich breite Längsbinden, während nicevillei costalwärts stark ver¬
breiterte, analwärt« auffallend verjüngte, manchmal zugespitzte Binden aufweist. Umgekehrt fließen die Sub¬
marginalbinden der Hflgl von doubledaii analwärts breit aus, während sie bei nicevillei sich nach unten allmählich,
aber unverkennbar verschmälern. Die $$ waren bisher nicht mit Sicherheit bekannt, wenngleich ich. ein solches
aus den Battakbergen bereits 1895 beschrieb. Jetzt liegen mir aber nicht weniger als 25 Exemplare vor, und
muß ich auf Grund dieses Materials meine ursprüngliche Identifizierung aufrecht erhalten. Das nicevillei -$
entfernt sich viel weniger vom doubledaii- Habitus als das ; immerhin aber unterscheidet es sich von doubledaii
aus Borneo konstant durch folgende Merkmale : Die subapicale Schrägbinde der Vflgl stets erheblich breiter,
reiner weiß, ebenso die medianen Vflgl-Makeln, die stets getrennt stehen, während sie bei doubledaii in der Regel
zusammenfließen. Hflgl costalwärts reicher und dunkler blauviolett angehaucht, die marginalen und submar¬
ginalen weißlichen Keilflecke prominenter. In der Hauptsache erinnert nicevillei -$ an jenes, das Distant,
(R-hop. Malay., T. 38, F. 6) als doubledaii abbildet; keines meiner 25 Sumatra- $$ zeigt aber auch nur ent¬
fernt den gleichartig hell violetten Farbenton, noch weniger die zusammenhängenden medianen Fleckenbinden
der Vflgl, noch die distinkte, violette Submarginalbinde der Hflgl, die wir auf der DiSTANT’schen Figur beobachten.
Da des weiteren auch der wie ihn Distant abbildet (im Text auf p. 424), sowohl von doubledaii aus Borneo,
als nicevillei von Sumatra abweicht, ergibt sich zur Evidenz, daß die Perakform nicht identisch sein kann mit
den Sumatranern, wie dies de Niceville (Butt. Sum., p. 392) bemerkte. Ich glaubte deshalb auch berechtigt
chersonesia. zu sein, der fraglichen Perakform einen Namen als doubledaii chersonesia geben zu dürfen (vide Iris 1906). Offen
bleibt jetzt nur noch eine Frage. Gehört der DiSTANT’sche <$, p. 424, zu dem $ auf Taf. 38, oder stellen beide
nicht zusammengehörende Geschlechter von zwei Spezies dar ? Auf Sumatra kommen nämlich in den Urwäldern
des Tieflandes Exemplare mit gelben statt schwarzen Duftbüscheln der Hflgl vor, die sich so eng an doubledaii
anschließen, daß ich sie (Iris 1906) als doubledaii sumatrana beschrieben habe. Es ist nun sehr wahrscheinlich, daß
auch auf der malayischen Halbinsel doubledaii- Formen mit gelben und schwarzen Duftpinseln der Hflgl existieren
und erst die Zukunft muß entscheiden, ob wir die fraglichen Formen aufreihen dürfen als doubledaii doubledaii
Westw. Nord-Borneo, doubledaii horsfieldi Fldr. Süd-Borneo, doubledaii sumatrana Frühst. Sumatra, doubledaii
chersonesia Frühst. Perak, nicevillei nicevillei Frühst. Gebirge von Sumatra, nicevillei subsp. Perak, oder ob wir
folgende Aufteilung vornehmen müssen: doubledaii Westw. Nord-Borneo, doubledaii horsfieldi Fldr. Süd-Borneo,
doubledaii nicevillei Frühst. Sumatra, doubledaii nicevillei forma sumatrana Frühst. Flachland von Sumatra,
doubledaii chersonesia Frühst. Perak, von der eventuell auch zwei Formen existieren. Eine davon beschrieb ich
nach einem <§ des Berliner Museums wie folgt: Vflgl-Binde analwärts schmäler als bei Sumatra-rhccU/Ui.
Die Hflgl-Binde, namentlich am Costalteil erheblich breiter. Die Hflgl-Binde verschmälert sich zwar analwärts
etwas, aber viel weniger als bei nicevillei , während die Binde von doubledaii an dieser Stelle breiter wird. Die
Strahlenhaare des costalen Duftpinsels der Hflgl sind länger und dunkler als bei nicevillei. Der cellulare Duft¬
pinsel erhebt sich aus einem kleineren und matteren R-eibefleck und hat anscheinend weniger Haare, trotzdem
es sich um ein ganz frisches Stück handelt. Die violette Hflgl-Binde ist weiter nach innen gerückt als bei double¬
daii, , wodurch der schwarze Außenrd Gelegenheit hat, sich zu verbreitern, was auch bei Distant’s Abbildung
auffällt. Des weiteren verläuft die violette Längsbinde proximal geradliniger, wird also nicht so sehr von der
schwarzen Grundfarbe eingekerbt, als bei doubledaii. Der bei doubledaii so markante zweite untere Duftbüschel
der Hflgl-Zelle tritt bei der neuen Form nur als dünne Behaarung auf, die federartig vor der Zellwand
lagert. Das 5 ist, nach Di stant’s Bild beurteilt, ebensogroß wie meine stattlichsten doubledaii aus Nord-Borneo
und größer als $. Die Submarginalbinden der Vflgl halten in der Färbung die Mitte zwischen doubledaii und
nicevillei. Die zwischen unterer Radiale und Submediana verteilten weißlich-violetten Flecken sind pro¬
minenter, was besonders für die äußeren admarginalen Flecken gilt. Der weiße Apicalfleck ist viel prominenter
als bei meinem hellsten doubledaii -$. Die Hflgl überbieten in der reichen Violettfleckung mein nicevillei -$ aus
Sumatra. Patria: 1 <$ Perak, Berliner Museum, ^ nach Distant’s Figur beschrieben. Neuerdings wurde double-
THAUMANTIS. Von H. Fruhstorfer.
437
da'ii chersonesia auch in Tenasserim auf gefunden, von woher sie Niceville 1899 aus dein Ataran-Tale (März)
zuerst notierte. — Als anaxilla subsp. nov. bezeichnet« ich endlich, eine weitere Rasse, deren Type sich gleich- anuziUa.
falls am Berliner Museum und zwar in der Sammlung Staudinger befindet, die von l)r. Hagen auf der Insel
Bangka aufgefunden wurde. S mit viel schmäleren, kürzeren heller blauen Längsbinden, die im Gegensatz
zu nicevillei auch auf den Hflgln wesentlich verengt sind und dort noch mehr durch ihr heller violettes Kolorit
auffallen.
Z. luxen Hbn. ist die zuerst beschriebene Spezies der Gattung, die nach langer Pause von mir im Jahre luxeri.
1891 zuerst im östlichen Java, später auch in der Umgebung von Sukabumi und der Wynkoopsbai in- West- Java
in größerer Anzahl wieder aufgefunden wurde. Die Falter gehen dort von den Wäldern nahe dem Meeresstrand
bis zu etwa 600 m Höhe hinauf mit der Hauptflugzeit vom Januar bis Ende März während der Monsunperiode.
Sie bewohnen am liebsten die Ränder von Wasserläufen und gingen in mäßiger Anzahl an ausgehängte Bananen¬
köder. Der geschlechtliche Dimorphismus ist weiter fortgeschritten als bei doubledaii, indem bei luxeri auch die
$$ keine Spur eines violetten oder blauen Kolorits zeigen, sondern auf dunkelbraunem Grunde eine finger¬
breite bis zur Figlmitte hinziehende Transcellularbinde von nahezu kreidigweißer Farbe der Vflgl aufweisen,
hinter der noch einige wie bei doubledaii verteilte weiße oder gelbliche Makeln stehen. Die Hflgl sind nach dem
Distalgebiet zu leicht, aber schön gelb aufgehellt. Die Unterseite gleicht jener von nicevillei, vorherrschend
graubraun mit wenigen, etwas dunkleren Schatten und recht kleinen Ozellen. Die SS entfernen sich von allen
bekannten Zeuxidien durch eine kurze in der Regel kaum über die Figl mitte hinausgehende, aber costalwärts
sehr breit angelegte hellblaue Binde der Hflgl. Auf den Vflgln ist die Pracbtbind.e nach der Costale und der
Mitte zu leichthin weißlich aufgehellt, die Peripherie aber dunkler violett umgrenzt und geht dann allmählich
in die erst satt blau violette, dann dunkel kakaobraune Grundfärbung über. Im allgemeinen sind beide Geschlech¬
ter äußerst beständig und selbst die bei nicevillei nicht allzu seltene Erscheinung von medianen Nebenaugen
(prodigiosa Frühst.) ist bei luxeri nur an zwei unter hunderten von Exemplaren zu konstatieren. Dohertv prodüjiusa.
entdeckte die Art auch auf Bali, wohin sie zweifelsohne sich von Java aus verbreitet hat. — succulenta Stich., succulenta.
deren Type sich jetzt in meiner Sammlung befindet, ist eine distinkte Unterart, von tief sammtschwarzer Grund¬
farbe. Binde der Vflgl licht lasurblau statt violett, wie auch der Apicalfleck des Hflgls. Die Discalfläche beider
Figl im Anschlüsse an die blaue Zeichnung bei schräger Beleuchtung tief lasurblau schimmernd. Unterseite etwas
dunkler als bei luxeri von Java mit einer markanteren Analozelle der Hflgl. Nordost-Sumatra, jedenfalls sein-
selten, weil nur ein Exemplar bekannt.
, Artengruppe Aniaxidia Stgr. (= Moera Hbn. praeocupiert),
S mit einer weißen Schuppen anhäuf ung im großen Reibefleck der Vflgl-Unterseite. Hflgl mit
breiter Androconienumrahmung, zwei Haarsterne zu beiden Seiten der Submediana-Zelle, jedoch ohne
Duftapparate.
Z. aurelius ist wohl diejenige Art, bei der sich die tertiären Merkmale am augenfälligsten entwickelt
haben und auf den Hflgln ist tatsächlich kein größerer Raum, der nicht von ihnen besetzt wäre und selbst auf
der Vflgl-Unterseite macht sich bei normal gespannten SS ein weißer schräg gestellter Androconienfleck bemerk -
lich, der die blanke Flügelmembran verziert, als sei ihr ein Edelstein eingelegt. Drei Ortsformen sind zu erwäh¬
nen: aureliana Honr. (103 b) die aus Süclost-Borneo zuerst bekannt wurde. Sie ist habituell noch die kleinste aureliana.
Form, denn schon in Nord-Borneo tritt eine größere Unterart auf, euthyerite subsp. nov., mit dunkler blauer euthyerite.
Subapicalbinde der Vflgl der SS und reicher weiß gezeichneten die bereits ein bedeutenderes Flügelausmaß
besitzen. — aurelius Cr. mit manchmal 145 mm Flügelspannung beim $ und 110 mm beim S ist einer der Riesen aurelius.
unter den asiatischen Tropenfaltern. Das S ist mit einem lichter blauen Apicalfleck der Vflgl dekoriert, der tiefer
nach der Basis der Zelle vorgerückt ist als bei aureliana. Das $ hat eine nahezu daumenbreite, weiße Schräg¬
binde der Vflgl, auf denen auch die Submarginalmakeln zusammenfließen. Den Hflgln fehlt dagegen der weiße
Besatz vor dem Anallappen. Die mir von West-Sumatra, Umgebung von Padang Pandjang vorliegenden 17 SS
und U meiner Sammlung variieren unter sich nur Avenig. Ein $ von der malayischen Halbinsel aber trägt
bereits etwas zurückgebildete Weißfleckung der Vflgl. Nach Martin steigt aurelius bis zu 4000 Fuß auf die
Berge, ist aber in Nordost-Sumatra weitaus die seltenste Zeuxidia.
12. Gattung: TSiaimi» nüs Hbn.
Zu dieser Gattung gehören einige der schönsten indischen Tagschmetterlinge, welche in der Pracht
ihrer Erscheinung nicht hinter den südamerikanischen Morphiden stehen; aber während die Morpho als echte
Kinder der Sonne nur in der heißesten Tageszeit fliegen, verlassen die Thaumanlis niemals das Dämmerlicht
des Urwaldes ( odana ) oder fliegen erst mit und nach Sonnenuntergang und ruhen mit zusammengefalteten Flgln
( lucipor , noureddin). Gleich den Melanitis und Mycalesis besuchen sie gerne abgefallene, überreife Früchte,
z. B. faule Feigen und die kleinen, grünen Früchte der Zuckerpalme (Arenga saccharifera Lab.) und kommen
dann auf der Jagd nach solchen Leckereien auch an die ringsum vom Walde eingeschlossenen Dörfer der Ein¬
geborenen heran, auf deren Abfallstätten sie Nahrung finden. Die SS führen auf der Unterseite der Vflgl eine
438
THAUMANTIS. Von H. Frithstorfer.
große blanke Reibefläche und einen der Submediana anliegenden Androconienfleck. Hflgl mit einer mehr oder
weniger deutlich ausgebildeten Duftpfanne, sowie einem oder zwei basalen Haarbüscheln, die von einer glänzen¬
den Grenzzone umgeben sein können oder in einem matten Felde stehen. Von den fünf Subcostalästen der Vflgl
sind zwei mit der Costalis verwachsen. Die mittlere Discocellularis der Vflgl deutlich entwickelt aber in einer
leichten Krümmung in die hintere Radiale ausbiegend. Transformation nur von zwei Arten bekannt, die Dr. Mar¬
tin erst neuerdings in Borneo beobachtet hat. Rp etwas jenen der Taenaris ähnlich mit zwei Kopfhörnern
und kurzen divergierenden Analstacheln; Pp lang, schlank, sehr ähnlich jener von Amathusia. Klammerorgane
erheblich, vom Satyridentypus abweichend, sich bereits jenen der Zeuxidia nähernd, von nymphaloidem Cha¬
rakter, ohne seitliche Uncusspitzen mit stark chitinisierter Valve, welche distal wie bei den Taenaris fein gezäh-
nelt oder mit Stacheln bewehrt sein kann. Verbreitung: Makromalayana mit einer indo-chinesischen Spezies,
die westwärts bis Sikkim vorgedrungen ist.
T. diores zeigt die einfachsten sekundärsexuellen, aber die kompliziertesten primären Organe. Der
Haarpinsel der Hflgl unbedeutend, ohne glänzenden Vorhof und ohne benachbarte Duftpfanne, Reibefläche
der Vflgl-Unterseite klein. Uncus basal erheblich verdickt, mit einfacher scharfer nicht gekrümmter Spitze;
diores. Valve breit mit drei dorsalen und einem ventralen Dorn. — Von diores Dbl. sind zwei nicht sehr scharf geschiedene
ramdeo. Zeitformen bekannt (von der wir jene der trocknen Periode [104 a] darstellen), sie ist als ramdeo Moore beschrieben
und. differiert von diores nur durch etwas weiter in die Vflglzelle eindringenden und etwas lichter blauen Schiller
und. die etwas bleichere und mit kleineren Ozellen besetzte Unterseite der Hflgl. Bei den von mir auf kleinen
Inseln in der Bai von Along, Tonkin und in Tenasserim gesammelten Exemplaren bleibt namentlich das vordere
Auge der Hflgl ganz ohne schwarzen Kern und wenig über Punktgröße. Die Unterseite aller Formen ist in
der Distalpartie, welche durch, eine feine weißliche Linie von der satt rotbraun gefärbten Basalregion abge¬
schieden wird, äußerst zart weißgrau überstäubt. Die $$ der Sikkim- und Assam-Regenzeitform führen auch
eine schräge blauweiß umgrenzte Subapicalbin.de der Vflgl, die bei einem $ von Tenasserim nach außen gelblich
abgetönt erscheint, diores bewohnt schattige Schluchten von Sikkim und Assam und ist von 2 — -4000 Fuß
hainana. Höhe lünaufgehend beobachtet worden. — hainana Growley ist eine verdunkelte Inselrasse vonHainan, die mei¬
ner Sammlung fehlt und nach den Angaben ihres Autors kleiner als kontinentale Exemplare ist und reduzierten
blauen Schiller der Oberfläche aller Figl zeigt.
T. lucipor wird charakterisiert durch einen langen in einer blanken Fläche stehenden schwarzen Haar¬
büschel der Hflgl und einen größeren Reibefleck der Vflgl-Unterseite, wie ihn diores trägt. An der Submediana
der Vflgl lagert ein winziger Streifen von modifizierten weißlichen Schuppen. Zwei geographische Rassen
lucipor. verdienen Erwähnung: lucipor Westw. (104 b) von Borneo beschrieben, führt im weiblichen Geschlecht eine deut¬
liche Serie weißlicher Transcellularmakeln der Vflgl und eine submarginale Binde, die sich aus gelblichen Spitzen
zusammensetzt, Hflgl mit einem markanten, schwarzen Antetermin aistreifen. Basis der Hflgl nur mäßig blau
überzogen. Das Ei ist kugelig, etwas größer als das Ei von Papilio memnon, schmutzig weiß, etwas transparent
und mit bordeauxroten, hieroglyphenartigen Linien bedeckt, welche an die Schriftzeichen des Hindostani er¬
innern. Die nach vier bis fünf Tagen schlüpfende Rp frißt ihre Eischale nicht; sie ist rötlich, besitzt zwei rote
Afterstacheln und einen glänzenden transparenten Kopf, der zwei, Augen gleichende, schwarze Flecken trägt
und so an den Kopf einer Culex-Larve erinnert. Nach Nahrungsaufnahme bildet sich eine doppelte, silberne
Dorsallinie, von Bordeauxrot begrenzt, der Bauch ist weißgelb und die Afterstacheln werden schwarz. Nach der
ersten Häutung fehlen die silbernen Dorsallinien, auf dem Kopfe sind zwei kleine, kurze Horngebilde zu bemer¬
ken, die Afterstacheln bleiben schwarz. Nach der zweiten Häutung ist die Rp haarig, braungelb mit doppelter
schwarzer Dorsallinie; der Kopf, glänzend braunrot, trägt zwei frontale, nahe bei einander stehende, rötliche,
stumpfe, gera.de abgeschnittene Hörnchen, Avelche mit Haaren besetzt sind; die kurzen Analstacheln sind gleich¬
farbig mit dem Körper und divergieren stark; die Stigmata erscheinen als schwarze Punkte. Die nun stark
wachsende Rp macht einen samtigen, stark behaarten Eindruck, ist spindelförmig, am dicksten über den mitt¬
leren Segmenten, gegen Kopf und After schlanker werdend; auf dem achten und neunten Segmente findet
sich seitlich, rechts und links von der doppelten Dorsallinie ein gelblicher hellerer Nierenfleck mit der Kon¬
kavität gegen die Dorsallinie. Nach der dritten Häutung besitzt die braune, sehr haarige Rp einen schwärz-
lichen Kopf mit zAvei kurzen, nahe bei einander stehenden, korallenroten, fleischigen, kolbigen Hörnern, Avelche
feine Zackung ungefähr Avie eine Eidechsenkralle zeigen ; die Analstacheln sind kurz, dick und plump und mit
grauweißer Spitze versehen; die längeren über die Gesamtbehaarung hervorstehenden Haare haben rosa Spitzen.
Die Rpn sind unter Tags unglaublich träge, sitzen, so lange die Sonne am Himmel steht, ruhig auf dem Boden
des Glases in dessen dunkelster Ecke unter dichten Halmen und fressen erst mit eintretender Dunkelheit. Die
Häutungen dauern lange, zwei bis drei Tage, und erfolgen nachts. Im Fressen sind die Tiere sehr wählerisch,
zahlreiche Blätter werden angenagt, nie eines völlig auf gefressen, massenhaft fallen unbenutzte Ausschnitte ab.
Die ausgewachsene, ziemlich zylindrische Rp ist nach der vierten Häutung 5 — 6 Zentimeter lang, sehr haarig,
matt grünbraun, zeigt eine undeutliche, dunkle Dorsallinie, der Kopf ist sehr behaart, mit ZAvei schwarzen,
an Augen oder Scheuleder erinnernden Seitenflecken, zwischen denen ein frontales, gelbbraunes Dreieck steht,
welches bis zu den eigentümlich gebauten, stark prominenten Mandibeln herabreicht. Die nahe zusammen¬
gerückten Kopfstacheln sind rötlich, kurz und plump, keulenförmig, kronenartig ausgezackt und stark behaart.
THAUMANTIS. Von H. Fruhrtorfer.
439
Nach ungefähr 26 Tagen hatte sich eine Rp an einem Grashalm, eine andere in der dunkelsten Ecke einer Kiste
frei zur Verpuppung auf gehängt, nachdem sie zwei Tage ohne Nahrungsaufnahme ruhig gesessen hatten. Auf¬
hängen und Verpuppung erfolgten während der Nacht. — Die schlanke, lange Pp hat in der Fläche die Form eines
Blattes mit stumpfem Stiele (Cremaster) und sehr langer doppelter Spitze (Palpen), sie ist zuerst hell rötlich
und wird nach einigen Stunden olivengrün, sechs weißgelbe Punkte auf jeder Seite der Bauchsegmente zeigen
die Tracheen an, ein ebensolcher Punkt rechts und links auf dem Thorax, Rücken und Abdomen sind schwarz
getupft, die Flglscheiden fein bräunlich gestrichelt wie die Unterseite eines Elymnias-Flügels ; die doppelte Kopf¬
spitze (Palpen) ist schwärzlich; nahe dem Cremaster in Fortsetzung der sechs weißgelben Punkte auf jeder
Seite eine kurze gelbe Linie. Nach zwölf Tagen und vorausgehender schwärzlicher Verfärbung der Pp erscheint
morgens 6 Uhr der Schmetterling. — candika Frühst. (101b als candica ) differiert von Borneo-Exemplaren durch candika.
das Zurücktreten oder gänzliche Fehlen der weißlichen medianen und der ockergelben submarginalen Flecken der
Vflgl und den ausgedehnteren basalen Schimmer der Hflgl. Auch sind bei den <$$ die Augen der Hflgl-Unter-
seite erheblich kleiner als bei der Namenstype von Borneo. Die $<$ tragen ein so intensives, metallisches Dun¬
kelblau auf der Oberseite beider Figl, daß die die Figl öffnende Pinzette stets infolge des kräftigen Reflexes blau
erglänzt ; ihre sekundären Geschlechtsorgane bestehen in einem Duftfleck auf der Wurzel der Subcostalader,
beschattet von einem starken, dunkelbraungrauen Haarbüschel. Die viel größeren und helleren $$ haben die
Blaufärbung weniger leuchtend und nur auf die basale Hälfte der Figl beschränkt, zeigen dagegen Andeutungen
eines gelblichen Querbandes und einer ebenso gefärbten, aus Halbmonden bestehenden Randbinde, beides auf
dem Vflgl; auch sind die beiden 0 zellen der Unterseite desHflgls fast doppelt so groß wie beim (J. candika ist
nach Dr. Martin ziemlich häufig in Nordost-Sumatra, wo sie die Wälder bewohnt und nicht höher wie ca.
1500 m hinauf geht. Auf der malayischen Halbinsel scheint lucipor dagegen sehr selten zu sein, nach dem
geringen Material zu urteilen, das bisher in unsere Sammlungen gekommen ist.
T. noureddin zeigt die luxurianteste Ausbildung männlicher Anhängsel, die Hflgl haben außer dem
üblichen basalen braunen Haarpinsel noch einen zweiten kürzeren, der aus einem mit braunen Schuppen dicht
gefüllten Androconiennapf herausquillt, und. beide werden von einer glänzenden nackten Stelle umgeben, welche
sich als Reibefläche auf derVflgl-Unterseite wiederholt, wo an der Submediane noch eine weiße Schuppenansamm¬
lung bemerklich ist. Vier Ortsrassen sind zu registrieren, noureddin Westw. von der Malayischen Halbinsel noureddin.
zuerst erwähnt, gleicht am meisten der abgebildeten chatra (104 a) und zeigt nur eine geringe gelbliche Auf¬
hellung der Submarginalpartie der Vflgl und einen kaum merklichen Blauschiller im Basalteil aller Figl. Die
Unterseite ist monoton ohne weißliche Begrenzung der rotbraunen Schrägbinde der Vflgl. — sigirya subsp. nov. sicjirya.
(104 a (J und 104 b £) eine seltene und lokale Ortsform des nordöstlichen Sumatra und vermutlich identisch
auch auf der Insel Banka vorkommend. Die <$$ sind von chatra und noureddin leicht zu unterscheiden durch
den deutlichen dunkelblauen Reflex an der Basis aller Figl. — chatra Frühst. (104 a) führt einen undeutlichen chatra.
nur seitlich erkennbaren Schimmer der Oberfläche der $<$, ist aber namentlich beim $ charakterisiert durch
eine sehr schön ausgefärbte und wohlentwickelte ockergelbe Transcellularbinde der Vflgl. Beide Geschlechter
führen außerdem eine distal reich weiß gesäumte Submarginalstreifung der Unterseite und die bei sigirya so
markante gelbliche Schrägbinde der Vflgl ist bei chatra kaum wahrnehmbar. Fundplatz : die Alluvialebenen
des Sultanats Brunei in Nord-Borneo. — ■ sultanus Stich, bezeichnet die von chatra nur unwesentlich verschiedene sultanus.
Ortsform des südöstlichen und südlichen Borneo, die nach Exemplaren meiner Sammlung habituell hinter
den prächtigen Stücken des nördlichen Borneo zurückbleibt und etwas ausgebleichtere ockerfarbene Makeln
der Vflgl-Oberseite aufweist. Dr. Martin hatte das Glück die Verwandlung der sultanus in Sintang am Kapuasfluß,
Südwest-Borneo zu beobachten und beschreibt sie wie folgt : Das mit lucipor gleich große, kugelige, grüngelbe, etwas
transparente Ei zeigt zwei braunrote Breitenmeridiane. Die eben geschlüpfte Rp ist schmutzig grün mit glänzend
schwarzem Kopfe. Nach Nahrungsaufnahme wird der Rücken weiß gestreift ; auf eine schwärzliche Medianlinie
folgen zwei schmale rein weiße Streifen, die gegen Kopf und After zusammenlaufen, dann ein Streifen der schwarz¬
grünen Grundfarbe, dann rechts und links ein weiterer, breiter, rein weißer Streifen, welcher in die Kopf- und
Afterstacheln ausläuft; Seite und Bauch schwärzlich, die Analstacheln sind weiß, auf dem Kopfe zwei winzige
weiße Hörner. Die ganze Rp ist mit langen, dünnen, weißen Haaren besetzt, welche länger in der Kopfhälfte,
kürzer in der Afterhälfte sind. Mit zunehmendem Wachstum werden die mittleren Segmente gelbgrün. Nach
der ersten Häutung hat sich die Rp nur wenig verändert, nur ist, was früher schwarz war, grün geworden,
die weißen Streifen bleiben in gleicher Anordnung, der Kopf ist glänzend schwarz. Nach der zweiten
Häutung jedoch bietet die Rp ein völlig verändertes Bild, sie ist nun dicht braunrot behaart, über
den Rücken ziehen zwei gelbe Streifen, welche sowohl in die gelben Afterstacheln, als auch in die
Kopfhörner auslaüfen ; Bauch und Füße sind schwärzlich ; die Hörner des rotbraunen Kopfes sind klein
und rötlich; die nach aufwärts stehenden Afterstacheln geben der Rp ein schmuckes, adrettes Aussehen. Die
Tiere gehen nicht so sehr abwärts ins Dunkle wie die lucipor- Rpn ; fressen auch wohl am frühen Morgen und gegen
Abend und bleiben auf den Halmen sitzen; dennoch erfolgt die meiste Nahrungsaufnahme während der Nacht.
Nach der dritten Häutung ist die nun 4 Zentimeter lange Rp spindelförmig, am dicksten in der Mitte, sich leicht
verschmälernd gegen Kopf und After; Bauch und Füße sind lebhaft rotbraun, die Stigmata schwarz mit win¬
zigem weißen Kern, die Seiten braun, den Uebergang von der Seite zum Rücken bildet ein breiter, hellgelber
440
THAUMANTIS. Von H. Fruhstorfer.
Streifen, welcher den gelbgrünen Rücken beiderseits begrenzt; in der Mitte des Rückens stehen sechs kleine,
schwarze Striche in Längsstellung oder eine undeutliche, schwärzliche, mediane Dorsallinie; der rotbraune Kopf
trägt zwei kurze, rote Hörner, welche etwas geknöpft und stark behaart sind; die Afterstacheln in der Verlänge¬
rung der beiden hellgelben Streifen sind kurz und ebenfalls hellgelb. Die ganze Rp ist sehr haarig, die kurzen
Haare stehen bürstenförmig auf Warzen, die langen, besonders in der Kopfhälfte, sind schön rotbraun, sehr
fein und leicht gewellt. Die Tiere lieben es, mit einer sonderbaren Abknickung ihres Körpers etwas oberhalb
der Mitte zu ruhen ; Kopf- und Afterhälfte bilden dann die Schenkel eines sehr stumpfen Winkels und die rechte
Seite derRp zeigt eine auffallende Konkavität, welche aussieht, als ob das Tier um einen in den Körper einschnei¬
denden Nagel herum säße. Ich hielt diese sonderbare Pose zuerst für pathologisch, sie kehrte aber immer wieder
in allen Altersstufen der Rpn, so daß eine normale Gewohnheit vorliegen muß. Die nach der vierten Häutung
5 Zentimeter lange ausgewachsene Rp ist nun noch dichter behaart und noch rötlicher gefärbt. Die Haare
stechen und jucken bei Berührung mit der Hand sofort und so stark, daß niemand die Rp zum zweitenmale be¬
rühren wird. Der sehr haarige rote Kopf hat zwei augenartige, kleine, schwarze Flecken, die Kopfstacheln
sind orangerot, etwas länger als früher, nach oben ausgezackt und haarig. Ueber den Rücken läuft eine schwarze
Medianlinie, früher meist nur sechs getrennte Striche, dann folgt braungelbe Grundfarbe, die sich allmählich zu
den beiden hellgelben Streifen aufhellt. Seiten, Bauch und Füße lebhaft rotbraun, Stigmata schwärzlich mit
rein weißem Zentrum, Afterstacheln kurz und hellgelb in der Verlängerung der hellgelben Streifen. Die Be¬
haarung besteht aus langen und kurzen Haaren, die letzteren stehen bürstenförmig auf Warzen, die ersteren
haben besonders gegen das Kopfende einen helleren rosa Apex. Die Pp, zuerst fleischrot, nach 6 — 7 Stunden
hellgrün, ist noch spitzer und schlanker als die von lucipor und mit weißlichem Duft überzogen, sie trägt
an beiden Seiten der Bauchsegmente vier weiße Punkte (Tracheen), über den Rücken laufen dunkle, blattrippen¬
artige Längsstriche; die Figlscheiden sind wie bei lucipor mit feiner, schwärzlicher Strichelung gezeichnet.
Die sehr lang ausgezogene Kopfspitze ist deutlich doppelt (Palpen). Die Puppenruhe dauert 12 — 14 Tage, die
Pp wird einen Tag vor dem Schlüpfen des Falters schwärzlich verfärbt, dieser erscheint zwischen 8 und 10 Uhr
morgens.
Th. odana ist ein echter Bewohner des makromalayischen Gebiets das er nirgendwo überschreitet.
Die Hflgl tragen nur einen, allerdings sehr breit angelegten, Duftbüschel, der in einer niederen Pfanne ruht
und einen ausgedehnten fast die ganze Zelle ausfüllenden Androconienfleck. Die Flglmembran auf der Unter-
seite der Vflgl tritt als eine blankpolierte, weiß zentrierte Stelle heraus. Uncus basal schmäler als bei cliores,
dessen Spitze stumpfer; die Valve in ihrem Ansatz ungewöhnlich verbreitert, mit einem kurzen distalen wie bei
den Taenariden fein gezähneltem Ende. Penis auffallend breit, noch etwas kürzer als bei diores. Allen Formen
ist eine blaue je nach der Lokalität verschieden ausgedehnte oder weißgebänderte subapicale Schrägbinde,
sowie ein bei den gering, bei den $$ stets deutlich entwickelter weißer Apicalfleck der Vflgl gemeinsam.
Hflgl mehr oder minder luxuriant gelb gerandet, stetsvmit schwarzer, nach außen weiß gekernter Makel zwischen
der hinteren Mediana und der Submediana. Unterseite mit grauweißen und braunen Binden in der Zelle. Augen
pishuna. etwa wie bei noureddin, die Submarginalzeichnung ähnlich jener von diores. — • pishuna Frühst. (105 b) die farben¬
prächtigste Ortsform, charakerisiert durch eine fast fingerbreite weiße mit hellblauem überaus metallisch
glänzendem Schmelz übergossene Binde der Vflgl. $ hauptsächlich unterseits kenntlich an einer ausgedehnten
gelben Schrägbinde der Vflgl und ebensolchem gelblichgrauem Anflug in der Analregion der Hflgl. Malayische
paramifa. Halbinsel, anscheinend ziemlich selten. — - paramita Frühst, zeigt nur unmerkliche weiße Zentrierung der Binde
der Vflgl, die zudem noch weniger blau umrandet ist als bei odana von Java. Die Schrägbinde der $$ kaum
halb so breit als bei pishuna , die Unterseite der $$ mit unmerklichem gelblichem Analanflug, paramita fliegt
das ganze Jahr hindurch fast ebenso häufig wie lucipor, aber nur in den Bergen und Vorbergen bis zu 3000 Fuß und
darüber und erscheint 'da, wo lucipor verschwindet. Die tragen auf der Oberseite des Hflgls nahe der Basis
zwischen Costal- und Subcostalader einen schwarzlackiert aussehenden Duftfleck, den ein dunkelbrauner Haar¬
büschel bedeckt. Die größeren und heller gefärbten haben das blaue Querband der Vflgl breiter und mit
weißlichem Schimmer geziert, welcher besonders die Mitte des Bandes einnimmt; auf der Unterseite treten
yantiva. diese Unterschiede noch mehr hervor. Nordost- und West-Sumatra. — yanliva subsp. nov., nach einem des
British. Museums beurteilt, differiert von paramita und odana durch einen kürzeren blauen Fleck der Vflgl
und unterseits bleibt die Analozelle stets kleiner, der Analwinkel erscheint bereits reichlich gelb überzogen,
so daß ein Uebergang hergestellt wird zu der unten ebenfalls ausgedehnt gelblich dekorierten pishuna- Rasse
odana. von Perak und cyclops von Borneo. Heimat die Insel Nias, sehr selten. — ■ odana Godt. ist ein typischer Java¬
falter und dort in den Wäldern an der Südküste der Insel bis zu ca. 700 m Meereshöhe wohl nirgends selten;
zwar am Tage, fliegend, aber den Schatten des Waldes niemals verlassend und sich stets in der Nähe des Erd¬
bodens aufhaltend, wo die Falter sich am behaglichsten zwischen moderndem Laub an recht feuchten Stellen
fühlen. Sie sind schwer im guten Zustand zu erbeuten, weil immer Laub und Reisig ins Netz gerät in dem sie
von einer Ecke zur andern rutschen. Wenngleich sie abgefallene Früchte sehr lieben, gingen sie doch nie an
die aufgehängten Bananenköder mit denen es so leicht war Zeuxidia, Discophora, Kallima paralecta, Prothoe
francki und Euthalia eion anzulocken. Die Rp von Thaumantis odana Godt. hat Herr Dr. Piepers auf Java
beobachtet und wie folgt beschrieben: Aehnlich der Rp von Discophora celinde Stoll und ebenso dicht behaart.
Die Haare der Thoracalpartie rot, jene auf dem übrigen Körper zumeist schwärzlich. Kopf schwarz mit
Ausgegeben 15. X. 1911.
TIIAURIA; DI S CO PH 0 RA. Von H. Fruhstorfer.
441
herrschend weiß, aber schmäler als bei pishima und paramita. — Tn Borneo ist cyclops Höh. eine nicht cyclops.
seltene Erscheinung die dort im Norden Avie im Süden in den Wäldern der Ebene angetroffen wird. Das 2
ist von der javanischen Namensform leicht zu trennen durch die ausgedehnte Gelbfärbung des Innenwinkels
der Hflgl, und die stark verkleinerten Ozellen. — Als depupillata Frühst, wurde eine Form beschrieben, depupillata.
welcher die apicalen Ozellen der Hflgl überhaupt fehlen.
13. Gattung’: Thauria Moore (= Morphinclra Höh.)
Die einzige Spezies dieser ausgezeichneten Gattung war früher mit Thaumantis vereinigt, bis sie Moore
1895 abtrennte. Die Subcostale wie bei Thaumantis fünfästig, aber alle Zweige frei auslaufend. Hlb äußerst
charakteristisch durch seine zusammengedrückte Form und lateral an den Endsegmenten abstehenden Haar¬
büschel, die an jene von Amathusia gemahnen; cd mit großem grob aufgetragenem Androconienfleck vor und
in der Zelle, diese fast ganz ausfüllend und mit zwei bürstenartigen Haarpinseln, von denen der eine vor der
Subcostalis, der größere im vorderen Teile der Zelle gelegen ist. Die Haare beider Büschel nach hinten ge¬
krümmt, die Duftsclmppenzone fast bedeckend. An der Irds-Ader steht auf der kahlen Membran ein weiterer
kleiner Haarpinsel auf dem das Abdomen umschliessenden Lappen des Analfeldes. Von den Formen der
einzigen bekannten Art gehört eine Lokalrasse zu den grössten Faltern der indischen Region. Heimat das
gesamte Hinter-Tndien und die nördliche Hälfte des makromalayischen Gebiets.
T. aliris mit vier bekannten Ortsrassen führt stets eine in der Ausdehnung wechselnde, weisse Binde der
Vflgl und grosse goldgelbe Distalflecken auf schwarzbraunem Grunde der Hflgl. Unterseite der Hflgl mit zwei statt¬
lichen bunten etwas den Ozellen grosser Brassoliden gleichenden Augen. Fühler noch heller rotbraun als bei den
Thaumantis. — lathyi Frühst. (102 b cf statt?) der östlichste Vertreter der Species,' war vor meiner Reise nach lathyi.
Ostasien für Tonkin nicht nach gewiesen Sie ist kleiner und dunkler in der Färbung als die nächst verwandte
intermedia von Birma, die Apicalflecken der Vflgl sind bläulich statt weiss, und die Querbinde der Vflgl bleibt
schmäler. Auf den Hflgln erscheint der ockergelbe Anflug am Apical- und Analteil reduziert, dagegen verbreitert
sich die von der Flügelbasis ausgehende schwarzbraune Region. Auf der Hflgl-Unterseite ist das braune Median¬
band tief eingekerbt, während es bei intermedia fast geradlinig verläuft. Alle Ozellen sind grösser und das
vordere Auge von einer mehr gelblichen Binde nach innen begrenzt, ? erheblich stattlicher als das cd, mit
ausgedehnteren hellen Bändern und Flecken aller Flügel, lathyi steht übrigens nahe der Grenze des Species-
ranges, denn ihr fehlen die langen Haarpinsel in der Zelle der Hflgl-Oberseite, welche den anderen aliris-
Unter-Arten eigentümlich sind, lathyi hatte ich die Freude, zuerst in den Schluchten zwischen den Kalkhügeln
der Höhenzüge von Than-Moi in Nord-Tonkin im Juni zu fangen und später, im September auf dem etwa
300 m hohen Militärposten Cao-Kien bei Chiem-Hoa in Mittel-Tonkin, auf Gneissterrain, aber immer im dich¬
testen Walde und nur kurz vor Sonnenuntergang, wo die Falter gespenstergleich aus dem Baumstrauch-
Dickicht hervorkamen und einen Moment scheu und unbeholfen nach der Art der Melanitis herumflatterten.
In ihrer Gesellschaft traf ich die Satyriden Erites pseudofalcata (p. 303) Ragadia crisilda (p. 360, Taf. 90 e,)
Pharia thalia LeecJi (Bd 1, p. 295 Taf. 29 a), Coelites sylvarum (p. 329, Taf. 94 b). Verfolgt man die Thauria
lathyi, so verstecken sie sich mit gefalteten Flügeln im Dickicht, wo sie dann schwer wieder zu finden sind,
gedeckt durch die unentschiedene Färbung der Unterseite. — intermedia Croiv. wurde zuerst von Colonel intermedia.
Bingham in Unter-Birma aufgefunden, wo die Art im Oktober und dann wieder im April in den Donatranges
flog, später fand sie auch Doherty in den Ivaren-Hills, und zwar im März und April, so dass sich ziemlich
gewiss zwei Generationen der in Unter-Tenasserim seltenen Species entwickeln, lathyi gegenüber fällt besonders
das ? auf durch das feurige Rotbraun des ausgedehnteren Analanfluges der Oberseite, den heller grauen Basalteil
der Unterseite der Hflgl und die schärfer abgesetzte und mehr milch- statt gelblichweisse Schrägbinde der
Vflgl-Unterseite. — Bei pseudaliris Btlr. ist die Verdunkelung noch weiter vorgeschritten und nach der Ab- pseudaliris.
bildung Distant’s verjüngt sich die gelblichweisse Binde der Vflgl bis zu einer dünnen Spitze im Analwinkel.
Das ? der sehr seltenen pseudaliris ist noch unbeschrieben. Vorkommen: Malakka sowie Perak auf der Malayi-
schen Halbinsel und die siamesische Insel Salanga nördlich der Malakkastrasse. — aliris Westw., die stolzeste aliris.
Form, ist im südöstlichen Borneo anscheinend nicht allzuselten. Waterstradt fand die Art später auch im
Alluvialland des Sultanats Brunei in Nord-Borneo, von wo mir noch 2 efed und ein riesenhaftes ? vorliegen,
die alle durch ein daumenbreites peripherisch leicht blauweisses Querband der Vflgl auffallen, das distal und
proximal tief eingeschnitten wird. Der braunschwarze Mittelteil der Hflgl gleichmässiger breit als bei den
continentalen Vikarianten und die Unterseite der Hflgl dadurch characterisiert, dass die vordere Ozelle erheblich
stattlicher als die hintere ausgebildet ist. Das Medianfeld der Hflgl-Unterseite dunkel- statt gelbbraun.
IX
56
442
DIS COPHORA. Von H. Fruhstorfer.
Subfamilie Discophorinse.
Uneus mit einer spitzen dorsalen Verdoppelung. Vflgl ohne mittlere Diseocellularis.
14. Gattung; I£is«**>giiiora Bsd.
Der Charakter dieser Gattung ist bereits im Namen angedeutet und liegt in einem scharf abgegrenzten
Flecken im Discus der Oberseite der Hflgl der cf1 cf. Er bildet einen erhabenen, seidig glänzenden, ziemlich
grossen Flecken von eiförmiger Gestalt, welcher am unteren Zellende vom vorderen Medianast bis
zur Gabelung des hinteren eingelagert ist. Seine Schuppen sind fast dreimal grösser als die übrigen,
länglich mit einem schwachen Stiel, fein gestreift und quer gestrichelt, kielartig gebogen und an der Spitze
schwach ausgekerbt. Sie stehen aufrecht und sitzen sehr lose an der Membran, so dass sie leicht abgestreift
werden können. Wahrscheinlich geht von ihnen jener aromatische Duft aus, der bei dem lebenden Falter an
Intensivität alle Gerüche anderer Falter und sogar den aller übrigen Amathusiiden übertrifft und selbst bei toten
und konservierten Exemplaren sich noch nach über einem Jahrzehnt in der Sammlung bemerklich macht. Im
Geäder nähert sich Discophora den Zeuxidien, mit denen sie die verwachsenen ersten Subcostaläste gemeinsam
hat; doch fehlt der Mediansporn und die mittlere Discocellulare ist so verkürzt, dass die beiden Radialen aus
einem Punkte entspringen. Das Genus leitet gewissermassen von den Amathusiiden zu den Nvmphaliden über
und hat mit letzteren bereits die robusteren und kürzeren Flügel, sowie das mehr in Proportion mit dem Körper
stehende Ausmass der Flügel gemeinsam. Auch die mit einem Uncusaufsatz versehenen Klammerorgane ver¬
raten bereits Beziehungen zu einigen Genera der Nvmphaliden ( Kallima , Mynes ) und durch den von Doherty
entdeckten, von Stichel „Uneus anticus” genannten Anhang des Tegutnen sind sie recht natürlich von den übrigen
Amathusiiden geschieden. Die Abtrennung einer eigenen Familie wie sie Stichel früher versucht hat, ist des¬
halb auch berechtigter als die völlig verfehlte Absplitterung der Hyantidae, die Raupenform aber verbindet auch
die Discopliora so enge mit Ämatlmsia, dass eine weitergehende als generelle Absonderung nicht am Platze
scheint. Die Rp ist übrigens nach Angaben von Dr. Piepers äusserst bizarr, auf den ersten Blick von jenen
der Heterocerengattung Gastropacha nicht zu unterscheiden. Nach den vorhandenen, nicht sehr getroffenen
Abbildungen ist ihr Körper walzenförmig mit zwei kurzen Analfortsätzen; von unscheinbarer Farbe, langstreifig,
fleckig, dicht mit feinen Haaren und einzelnen Haarbüscheln dorsal und lateral besetzt; die vorderen Segment¬
einschnitte schwarz umzogen. Kopf gross, schwarz oder dunkelbraun, ohne die Hörnerbildung von anderen
Amathusiiden, dagegen oben und seitlich mit kleinen Warzen bedeckt. Pp kahnförmig, in der Mitte verdickt,
Bauchseite flach und gerade, die dorsale stark gewölbt, das Kopfstück in zwei Zipfel verlängert; der Körper
am After aufgehängt, von gelblicher, rötlicher oder grünlicher Färbung. Puppenruhe drei Wochen. Rp auf
Palmen, vornehmlich an jungen Trieben der Cocospalme, am Zuckerrohr, Bambus und nach Martin auch am
Lalang-Gras. Der Körper des Imago hat ein äusserst charakteristisches Merkmal, das bei keiner anderen
Amathusiiden-Gattung sich wiederholt und ist basalwärts ventral kielartig zusammengedrückt wie bei einigen
Hymenopteren-Familien und mit zwei seitlichen Duftschuppenflecken besetzt. Auch der Palpenfleck nimmt nach
Reuter eine etwas isolierte Stellung ein; er ist flach, nierenförmig, angeschwollen und länglich, statt kurz
und breit und stark gewölbt.
Die Discopliora fliegen auch unter Tags und erinnern in ihrer Lebensweise mehr an Nymphaliden, da
sie gerne Faeces auf Wegen aufsuchen, auf welchen sie mit gefalteten Flügeln schmausen; werden sie auf¬
gescheucht, so fliehen sie in den seitlichen Busch und setzen sich dort auf die Unterseite von Blättern oder
unter überdachende Zweige, um nach einiger Zeit nach Schwinden der Gefahr wieder zur gleichen Stelle
zurückzukehren. Die viel selteneren ?? fliegen dagegen erst Abends mit Sonnenuntergang und meist sehr
hoch, über Häuser hinweg, so dass man sie immer nur als Silhouetten am Abendhimmel erblickt; doch werden
sie erbeutet, wenn sie zur Ruhe oder zum Ablegen der Eier herabkommen und dabei ähnlich den cfcT sich
an möglichst geschützten Plätzen niederlassen. Der Flug der Discophora ist ziemlich rasch und stark und
beschreibt in seiner Bahn kurze Bogentouren. (Martin.)
Das Verbreitungsgebiet der 9 oder 10 Arten erstreckt sich auf dem Continent von Vorderindien bis
in das südliche China und auf den Inseln von den Andamanen bis zu den Philippinen und über Makromalayana
ostwärts bis Lombok. Zwei Artengruppen, je nach der einfacheren oder komplizierteren Bildung des Uneus anticus.
a) Tin cus anticus nur mit einer Spitze. Duft fleck des Hflgl länger als breit.
D. tullia bereits 1779 durch Gramer beschrieben, muss folglich als die am längsten bekannte Species
der Gattung gelten. Ihre Verbreitungszone ist vorwiegend kontinental mit Abzweigungen im makromalavischen
Gebiet. Die Geschlechter sind ziemlich erheblich dimorph, dagegen ist die geographische Variabilität unbe¬
deutend, infolge der Beständigkeit der Charaktere der Oberflächenzeichnung. Desto erstaunlicher ist die
nennenswerte Differenzierung, welcher die Copulationsorgane unterliegen und die durch Stichel eingehend
behandelt wurde. Neigung zu mässiger Individualaberration ist vorhanden, ebenso bei den kontinentalen
DISCOPHORW Von H. Fruhstorfer.
443
Unterarten die Ausbildung zeitlicher Formen. Die Rp ist von zwei Unlerarten bekannt, lebt auf Bambus, wo
sic sich tagsüber in einer Art Nest aus drei oder vier Blättern zusammengesponnen auf hält. Sie wird bis
zu zwei englische Zoll lang, von schwärzlicher mit grau überspritzter Grundfarbe und einer breiten gelblichen
Dorsallinie. An den Segmentabschnitten je eine gelbliche Linie und ein roter Fleck. Körper mit weissen
Haaren überdeckt. Der Kopf und das letzte Segment schwarz, der erstere mit einigen geraden gelben Linien
überzogen. Die Pp zuerst weiss, geht aber wenige Stunden vor dem Schlüpfen in Braun über. Puppenruhe
drei Wochen. Copulationsapparat des cP ähnlich demjenigen von Arten der celinde- Gruppe, Uncus schlanker,
Uneus anticus in ungefähr derselben, aber beträchtlich verkleinerter Gestalt. Harpe proximal breit schaufel¬
förmig, plötzlich verjüngt und in einen mehr oder weniger gebogenen Griffel von unbeständiger Länge mit
stark stacheligem, spitzen, seitlich gerichteten Endknopf auslaufend. Scaphium kurz. Penis gedrungen,
schwach gekrümmt. Die Art bewohnt in der Regel mit lichtem Unterholz bestandene Landstriche der Niederung,
es ist aber beobachtet, dass sie in Tenasserim bis ca. 2000 m Höhe ansteigt. Unsere Abbildung zeigt das
kontinentale (106 c) und das insulare Extrem. (106 a und b). Bei fast allen Arealrassen treten Exemplare auf,
denen die blauen Fleckchen der Vflgl Oberseite entweder gänzlich fehlen oder bei denen sie nur schwach
angedeutet sind (despoliata Stich.) Der nomenklatorische Typus entstammt dem südlichen China und dürfte despoliata.
übereinstimmend auch auf Hongkong Vorkommen von woher ich durch Herrn Prof. Seitz das abgebildete
Material empfangen habe, tullia Cr. (106 c) differiert von südlicheren Formen durch den rundlichen Flügel- tullia.
schnitt, das ziemlich lebhafte zarte Blau der cPcP und die schön ausgefärbten aber relativ kleinen Makeln der
Oberseite der ¥?. Nach Walker ist tullia nicht sehr häufig auf Hongkong ; man sieht sie dort in der Regel
an schattigen Wegstellen fliegen. ¥? sind beinahe zahlreicher als die efef. Flugzeit von Ende Dezember bis
Anfang Mai. - hainanensis subsp. nov. darf als eine gut abgesonderte Inselrasse hier eingeführt werden; cP mit hainanensis.
etwas reduzierten blauen Einspritzungen der Vflgl. — - Unterseite beider Geschlechter stark verdunkelt. ? leicht
kenntlich an durchweg blauen Flecken der Vflgl und fast völlig verwischten ockergelben Punktserien der Hflgl;
Hainau, nach 2 cP cP und 3 ?? der Coli. Fruhstorfer. — Als tulliana Stich, wird eine Reihe von wenig tulliana.
deutlich abgegrenzten Formen hier zusammengefasst, deren Name auf Tonkin-Exemplare übertragen wird,
nachdem der Versuch des Autors den Namen tullia zum Verschwinden zu bringen, als vergeblich abgelehnt
werden muss. tulliana umschreibt eine Rasse die durch leichthin ausgelöschte Makeln der Vflgl der
cP cP und etwas verdunkelte Blau- und Gelbfleckung der ?? vom abgebildeten Namenstypus abweicht.
Vermutlich gehören zu tulliana auch Exemplare aus Birma und Tenasserim. — zal Westw. ist der Zal.
älteste Name für die unter dem Namen tullia und indica in den Museen aufbewahrte kontinentalindische Form,
und zwar ist er basiert auf Exemplare der trockenen Periode, während indica Stgr. die Generation der Regen- indica.
zeit bezeichnet. Alle Flügel von zal weisen etwas reichere gelbe Sprenkelung der Oberseite auf als indica ,
die sich von tullia wiederum nur durch etwas bedeutendere Grösse abtrennen lassen. — Eine weitere aber
sehr interessante Fehlfärbung ist als spiloptera Nicfa. beschrieben, sogleich erkennbar an dem Fehlen aller spiloptera.
weisslichen oder blauen Makeln und dem Dominieren der ockergelben Einlagen, spiloptera ist noch sehr selten;
man kennt nur wenige Exemplare, die alle im Frühjahr und sowohl in Sikkim, wie auch in Birma gefangen
wurden. — muscina Stich, ist nach einem cP aus Karwar von der Westküste von Vorderindien beschrieben: muscina.
cP Stirn, Palpen, Fühler weisslich braun, letztere distal etwas dunkler, Thorax und Abdomen oben
graubraun, unten weisslich. Grundfarbe grauschwarz mit leichtem bräunlichen Schein, Basis des
Vflgls und die Costa heller, Gilien weisslich. Costa des Vflgls stark geschweift, Apex spitz vorgezogen,
Hinterrand kürzer, Aussenrand ganz schwach konkav. Jenseits der Zelle, etwas über der Hälfte der
Costa ein schräg gestellter, die Zwischenräume der Radialen ausfüllender bläulichweisser Doppelfleck, dahinter
drei Fleckreihen. Die proximale gebildeL aus drei kleinen, schräg gegen den Ird verlaufenden schmutzig-
weissen Wischflecken, die Mittelreihe aus drei grösseren, ungewiss begrenzten bläulichweissen, gerade unter¬
einander stehenden Flecken und die distale Reihe aus drei obsoleten weislichen Punktflecken. Hinterflügel am
Saum schwach gewellt, ohne auffällige Ecke an der Mediana, aber sehr scharf gewinkelter Analecke, an der
Costa und am Saume schwach aufgehellt, mit dem der Gruppe eigentümlichen sammetartigen Duftfleck im
Discus. Derselbe berührt fast die hintere Radiale, ist aber nicht so lang gestreckt wie dies bei tullia die Regel ist.
Am Ird vorn eine blanke Stelle, auf der in einer kleinen Falte an der Irdsrippe der bekannte kleine, filzartige,
tiellgelbliche zweite Duftfleck steht. Unterseite gelblich, mit schwachem grünlichen Ton; die durch eine Schatten-
hnie mit folgender hellerer, ungewisser Binde abgeschlossene proximale Hälfte dunkler als die distale Partie,
welche an der Costa des Vflgls fast weisslich fleischfarben erscheint. Vflgl an der Basis der Zehe 3
dunkle Punkte, eine dunklere Schattierung am Ende und eine undeutliche wellenförmige Schattenbinde
in der Mitte derselben. Hflgl an der Basis hinter der Radiahs mit einem dunklen Punkt und im distalen
Teil mit 2 kleinen Ücellen, deren obere ziemlich deutlich, die hintere unvollkommen schwarz gelingt ist,
beide weissgekernt. Die ganze Unterseite sehr fein unregelmässig gestrichelt. Vflgl 40 mm. — Rp in
der Färbung etwas verschieden von der oben erwähnten Rp von zal fa. indica Stgr., leicht braungrau, mit
chokoladebraunen Flecken und rosenfarbenen Beinen. Körperhaare mausegrau. Gestalt der Rp. im allge¬
meinen jener von 1). lepida Moore ähnlich. Rp auf Bambus. Pp fast analag der lepida- Pp, beinfarben oder
grünlich, je nachdem sie unter toten oder grünen Blättern sich ausgebildet hat. Wenn die Pp grün ist, zeigt
sie gelbe Linien an den Flügelscheiden, wenn sie aber gelblich gefärbt ist, hat sie schwarze Sprenkelung. -
444
DIS COPHORA. Von H. Fruhstorfer.
sondaica. sondaica Bsd. (106a cP, 106 b ?) bewohnt Java und Bali, ist aber nirgendwo häufig. Der Copulationsapparat
differiert durch die schlankere, stärker gekrümmte Valve von jenem der kontinentalen zal. (indica.) Die ??
tragen die gewöhnlichen drei Fleckreihen und sind in der Regel dadurch von denen der tidlia indica zu unter¬
scheiden, dass die bläulich-weisse Subapicalbinde des Vflgls nach hinten zu weiter ausgebildet ist und
bis zur vorderen Mediana geschlossen bleibt. Die anschliessende Fleckreihe besteht aus grossen kompakten
Halbmonden, die hintersten Flecke aller 3 vorhandenen Reihen sind meist bräunlich. Analog den zwei übrigen
javanischen Discophora (necho Fldr. und celinde StollJ lässt sich sondaica durch Bananenköder anlocken. Ost-
symphronia. Java-Exemplare scheinen nicht von solchen aus dem Westen der Insel abzuweichen. — Als symphronia
subspe. nov. mit der Type aus Südost-Borneo werden hier die übrigen makromalayischen £aJfta-Rassen sammenzu-
gefasst die von der javanischen Schwesterrasse differieren durch die zurückgebildeten Blauflecken der Vflgl-
despoliata. Oberseite und die erheblich verdunkelte Unterseite aller Flügel. Das Extrem ist dann despoliata Stich., eine
Form ohne jede blaue Einlage der Oberseite der cPcP. Das ? von symphronia liegt mir nur aus Perak vor;
es ist unterseits fahler als sondaica-d'd', aber erheblich grösser und somit eine durchaus natürliche Transition
semperi. herstellend zur nordindischen zal (indica). — Als sehr selten hat dann noch semperi Stich. (= semperi Moore
nom nud.) zu gelten. Type aus Mindanao; eine schöne, von Semper fälschlich mit D. zal Westw. (aberr.)
identificierte Lokalrasse, bei der die drei Fleckreihen des Vflgls am stärksten und sehr intensiv ausge¬
bildet sind. Semper erwähnt 2 cP cP; mir hatte Dr. Staudinger seinerzeit 1 cP und 1 ? zum Vergleich unter der irrigen
Bestimmung zal geschickt. Der cP passt auf Semper’s Bild, das ? ist auf dem Vflgl von tidlia indica charakter¬
istisch nicht verschieden; von den 3 Fleckreihen ist die proximal gelegene fast weisslich, die beiden anderen
bläulich-violett. Hflgl fast einfarbig mit sehr verloschenen gelblichen Flecken in drei Reihen.
D. deo bildet eine Art Bindeglied zwischen den Formen der celinde- und denen der *W/la-Gruppe. Der
Androconienfleck der Hflgl- Oberseite gravitiert in der vorne breiteren Form noch zur erstem, aber der Uncus
deo. zeigt bereits alle Charaktere der tullia- Gruppe. Zwei sehr seltene Ortsformen: deo Nicev. cP Vflgl mit einer
breiten ockergelben etwas an D. necho dis- ? gemahnenden Vflglbinde die au der hinteren Mediana endet.
Grundfarbe samtbraun mit leichtem dunkelviolettem Schiller. Vflgl mit einem mehr langen, als breiten diskalen
Feld von modifizierten Schuppen. Unterseite äusserst dunkelbraun mit rötlich violetten und weisslichen
Schuppen-Ansammlungen. Ozellen klein aber die hintere hervorleuchtend rein weiss gekernt. ? noch nicht
mit Sicherheit bekannt, vermutlich dem cP sehr ähnlich und nahe dem ? von continentalis Stgr. Nur wenige cPcP
ruhstorferi. aus den nördlichen Shan-Staaten, Ober-Birma. Flugzeit März, April in der extremen Trockenzeit. — fruhstorferi
Stich, stammt aus Tonkin, wo ich die Art bei Chiem-Hoa im August und September auftretend vorfand. cP von
deo deo dadurch unterschieden, dass die rotbraune Binde des Vflgls von der mittleren Mediana ab in lose
zusammenhängende Doppel-Keilflecke aufgelöst ist und eine Gestalt annimmt, wie sie bei Formen der necho-
Gruppe aultritt. Bei einem von 4 mir vorliegenden 'Stücken ist die Binde noch ziemlich geschlossen und der
vorderste Doppel-Keilfleck nur dadurch markiert, dass an der Tremmngsstelle ein dunkler Punkt in der Binde
steht, die dahinter liegenden beiden Keilflecke sind aber deutlich getrennt. Gosta und Saum des Vflgls ist
nicht gelblich wie bei der typischen Form, sondern im duukelolivbraunen Grundfarbenton, Hflglsaum ist. auch
ganz einfarbig, ohne Spur einer Aufhellung* oder Zeichnung. Apex des Vflgls weniger spitz wie in der Ab¬
bildung deo. Die Costal-Ozelle des Hllgls unten ist gut ausgeprägt und deutlich weiss gekernt, die der typischen
Anal-Ozelle ist undeutlich ausgebildet, aber mit sehr starkem weissen Kern. Im allgemeinen gleicht fruhstorferi
der Abbildung von lepida (105c), nur sind die Makeln der Vflgl satt ockergelb mit rötlichen Rändern statt
weisslich violett. Copulationsapparat mit krättig gebautem Uncus, langer ziemlich gleichmässig breiter aber
schlanker Valve, die zwei kleine dorsale Höcker trägt und in eine rundlich abgestumpfte Spitze ausläuft.
Sehr selten, nur vier cPcP von mir erbeutet.
D. simplex eine streng lokalisierte Art des nördlichen Borneo die von dort aus vermutlich Palawan
erreicht hat und eine jener interessanten Species, die sowohl die Philippinen wie auch das nördliche Borneo
bewohnen, aber in ihrer Verbreitung die übrigen südlicheren Teile der Insel Borneo nicht erreicht haben.
Copulationsapparat des cP im ganzen wie der der vorhergehenden Art, Uncus und Uncus anticus etwas kürzer,
die Harpe aber von auffällig verschiedener Form, dieselbe ist distal einwärts gebogen, abgerundet und läuft
spitz zu, das Gebilde ist einem Vogelkopf oder einem Plerdeluss nicht unähnlich'. Stichel hat es mit einer Hippe
simplex. verglichen, simplex Stgr. (106 c) führt eine fast ganz geschlossene, violettblaue Vflglbinde. Zuweilen treten im
Verlaut derselben dunkle Stellen an der proximalen Seite auf, welche ungewiss keilförmige Partieen der Binde
abtrennen. Das ? ist dem der ^//«‘«-Gruppe ähnlich. Es hat eine bläulichweisse ultracellulare Binde, nächst dieser
3 weitere, last zusammenhängende, grosse submarginale Flecke und im diskalen Teil, von der Binde ausgehend,
eine Reihe von drei weiteren kleineren Flecken. Hflgl mit 2 Reihen verloschener bräunlicher Flecke. Vom
? ist nur ein Stück bekannt mit etwas breiterer im oberen Teil mehr gebogener und reicher weiss durchsetzter
amethystina. Binde. Insel Palawan. — amethystina Stich, stammt aus dem lvinabalu-Gebiet, Nord-Borneo. Es ist nur ein cP
die Type, bekannt, welche sich in der Sammlung Fruhstorfer, (Genf) befindet, amethystina ist eine ausgezeichnete
Ortsform nahe der Grenze der Speciesberechtigung. Die Copulationsorgane stehen im Verhältnis zu simplex,
DJ S COPHORA. Von H. Fruhstorfer. 445
wie etwa jene von tullia sondaica Bsd. zu tullia zal Westiv., das Endgebilde der Harpe schlanker, in der Form
an einen Bootshaken erinnernd. Binde des Vflgls lasurblau, breiter, distal stark bauchig, in ganzer Ausdehn¬
ung vollkommen geschlossen. Unterseite ähnlich Simplex, mit bläulich kupierrot schillerndem Grundfarbenton
Vflgllänge 43 bis 46 mm.
b) Uneus a n t i c u s mit doppelter Spitze.
D. lepida ursprünglich aus Süd-Indien beschrieben, entsendet eine Zweigrasse auch nach Ceylon, deren
Verschiedenheit bisher nicht beachtet wurde. Wir registrieren hier somit lepida Moore (105 c) aus Canara,
Travancore und Mysore bekannt und auch aus lvarwar in meiner Sammlung. Beide Geschlechter gleichen
etwas der continentalis Stgr., doch weist die dunkelsamtbraune Oberseite keinerlei blauen Schimmer auf.
Vilgl mit drei hellblauen, leicht schräg gestellten Transcellularllecken und einigen undeutlichen Antel eiminal-
makeln. ? mit grösseren lichtblauen Makeln, die etwa wie bei dem ? von continentalis verteilt stehen und
auch auf der Hflgl-Oberseite deutlich heraustreten. Es existieren zwei Zeittormen, von denen jene der
Regenzeit als significans Stich, benannt wurde. Exemplare der Trockenzeit ähneln mehr der ceylonica subsp.
nov. (106 d als lepida) nach einem Exemplar abgebüdet, das Herr Prof. Br. Seitz in Ceylon autgefunden hat.
Die Vllglmakeln der südindischen lepida soweit sie in der regenarmen Periode Vorkommen, sind fast ebenso
undeutlich wie auf dem Bilde der ceylonica. lepida ist ziemlich selten, namentlich die ?? gelangen last
nie in unsere Sammlungen. Die Rp lebt auf Bambus, Dendrocalamus und anderen Gramineen und wurde
erst neuerdings (1896) entdeckt. Sie ist cylindrisch, mit grossem Kopf von grünlichgelber Farbe. Augen
schwarz. Körper braun mit einem breiten rein weissen Dorsalband, das von ansehnlichen schwarzen Flecken
umgeben ist. Die ganze Raupe ist mit langen rötlichen oder braunen Haaren bekleidet und auf den hinteren
Segmenten befinden sich noch seitliche gelbe Makeln. Analsegment mit langen aber nur wenig divergierenden
Anhängseln. Pp mit zwei langen konischen Spitzen, der Thorax convex und dorsal leicht eingekerbt, die Flügel¬
scheiden ziemlich Hach, das Abdomen stark gebogen. Farbe halb durchsichtig, gelb mit einer Dorsaliinie und
den Adern der Flügel von zarter Fleischfarbe. — ceylonica Frühst, (cf) ist einer der seltensten Schmetterlinge
von Ceylon, wo er anscheinend nur in der Nähe von Galle in dem Djungle der Alluvialebene vorkommt. Beim
? ist im Gegensatz zu lepida die subapieale bläulichweisse Binde der Vllgi bereits hinter der vorderen Mediana
in Flecke aufgelöst, während sie bei lepida bis zur hinteren Mediana geschlossen bleibt. Der Copulations-
apparat zeigt ein schwach gekrümmtes Scaphium, eine eingeschnürte Valve mit deutlich abgesetzteu wulst-
förmigem Ende.
D. continentalis ist von Sikkim und Assam bis Tonkin und von der malayisehen Halbinsel bis Annam
verbreitet und entsendet einen Ausläufer auch auf die Andamanen. Die Art wurde vielfach mit der sehr
ähnlichen celinde Stoll verwechselt, von der sie äusserlich durch einen kleinen gelblichen Duftfleck auf der
blanken Fläche an der Irdsader der Hügl unterschieden werden kann und morphologisch durch die distal
erheblich verbreiterte Valve, die mehr spatelförmig, statt scharf zugespitzt gebildet ist. cf sehr ähnlich celinde
(106 bj doch mit verwischteren subapicalen und submarginalen Makeln der Vügl. $ leichter zu trennen durch
em kompakteres ockergelbes Feld und markantere Submargmalilecken. Mehrere Ortsrassen von denen continen¬
talis Stgr. in den niederen Tälern von Sikkim nicht sehr selten ist und während der warmen Jahreszeit fliegt;
frisch gefangene cf cf sind durch einen prächtigen indigoblauen Schimmer ausgezeichnet der in der Düte schnell
verblasst. Der Geruch der cf cf ist auffallend stark und unangenehm. - — seminecho Stich, cf: Von typischen
D. continentalis dadurch unterschieden, dass sich von dem Gostalfleck, jenseits der Zelle ausgehend, eine
geschwungene Reihe fahlgelber, leicht zusammenhängender, halbmond- oder keiliörmiger Flecke bildet und so
eine submarginale bezw. ultracellulare Binde entsteht, die genau die Form und Gestali hat wie bei necho hldr.
von Java, nur dass sie hier bläulich ist. Von mir in Tonkin, Than-Moi Juni, Juli und in Annam, November,
Dezember m der Regenzeit gesammelte Exemplare sind kleiner als nordindische; die ?? zeigen ein viel
schmäleres lichter gelbes Band der Vilgl und schmäleren ockerlarbenen Distalrand. Die Unterseite der cf cf
muss als etwas bunter, jene der ¥? als dunkler, mehr rotbraun statt gelb oder lehmfarben bezeichnet werden.
Vermutlich leiten solche continentalis, die übereinstimmend wohl auch in Ober-Birma und Tenasserim Vor¬
kommen über zu perakensis Stich., die dadurch ausgezeichnet sein sollen, dass nach dem einzigen mit Sicherheit
von der Malayisehen Halbinsel bekannten cf weissliche statt ockergelbe Submarginalmakeln vorhanden sind,
ln Bhamo sollen während der Regenzeit die efef seht- häufig an nassen Stellen der Wege sein, während die
?? niemals das dichte Unterholz der angrenzenden Wälder verlassen, dort aber leicht zu erbeuten sind.
Moore kannte auch continentalis, die im M er gui -Archipel gefunden wurden. — andamensis Stgr. ist in den
kontinentalen Sammlungen noch sehr selten und auch am Tring-Museum scheinen sich nur drei efef zu
belinden. Wie vorauszusehen bedeutet andamensis eine insulare Verdunklung der kontinentalen Form; die cf cf
tragen nur noch Spuren der einstigen Gelbfleckung und die Unterseite erscheint sehr düster mit wenig hervor¬
tretender Strichelung. ?$ sind noch nicht beschrieben. Amdamanen, vielleicht auch Nicobaren.
D. celinde ist ein häufiger Javafalter, der ostwärts bis Uombok vorgedrungen ist und von Snellex auch
von der Insel Kangean gemeldet wurde. Zwei Spaltrassen sind beschrieben: celinde Stoll. (106b), deren Rp.
lepida.
significans
ceylonica.
continentalis
seminecho.
perakensis.
andamensis.
celinde.
446
DISCOPHORA. Von H. Fruhstorfer.
bereits von Horsfield auf Kokospalmen gefunden wurde. Die Intensität der Gelbfleckung der Vflgl wechselt
vom luxurianten Maximum, das wir abbilden, bis zu Exemplaren ohne zweite submarginale Fleckenserie der
Vflgl. Bei einem d sind sowohl die Transcellular- wie auch Submarginalfleckchen völlig verschwunden, so
Vardci c^ass die Oberseite als einfarbig blauschwarz mit leichtem Stahlschimmer bezeichnet werden muss (= varda form.
7iov.) Die Jahreszeiten scheinen in der Richtung auf celinde einzuwirken, dass beide Geschlechter in der trockenen
Periode eine monoton graugelbe, in der regnerischen Periode eine buntere reich braunviolett überschattete
undata Färbung annehmen. Ost- und West-Java, bis zu etwa 700 m Höhe; Bali, Kangean. — undata Stich, bezieht
sich auf eine von mir auf der Insel Lombok aufgefundene Vikariante, die dort vom April bis Juni fliegt und
etwa 600 m hoch hinaufgeht und von mir stets in der Nähe der Dörfer der Eingebornen angetroffen wurde.
Das d ist grösser als typische celinde , Flec-ke des Vflgls sehr klein, Ozellen des Hflgls unten auffallend gross,
zuweilen ein kleines, weiss gekerntes Nebenauge vor der Analozelle. Saum aller Flügel, namentlich derjenige
des Hflgls stark gewellt, ein Umstand, der die Unterart sehr auffällig und unverkennbar von der typischen Form
unterscheidet. ?: Die von der ultracellularen Binde ausgehende proximale Fleckenreihe des Vflgls nur zwischen
vorderer und mittlerer Mediana erhalten, sonst undeutlich. Die mittlere Fleckenreihe wird aus zwei
halbmondförmigen Flecken, einem vorderen grösseren und einem hinteren kleineren, gebildet. Die distale (sub¬
marginale) Reihe besteht aus drei grossen, hinter der oberen Mediana beginnenden Flecken. Hflgl mit nur
einer deutlichen, submarginalen Fleekenreihe und einigen obsoleten Flecken und Wischflecken im vorderen
Teile des Diskalfeldes. Unterseite ohne charakteristische Merkmale, d 43 — 45, ? 48 mm Vflgl- Eänge.
D. necho eine der häufigsten Arten des Genus bewohnt das gesamte Makromalayana und dringt im
Norden bis Palawan und den mittleren Philippinen vor. Morphologisch schliesst sie sich eng an continentalis Stgr.
au. Copulationsapparat in allen Teilen im Prinzip mit demjenigen der vorigen Art übereinstimmend, aber
die Harpe distal an der ventralen Ecke hervorgezogen und kuppenartig verlängert. Diese hervortretende Ecke
ist mehr oder weniger in die Augen fallend, durchschnittlich am meisten bei Stücken der Art aus Borneo,
Sumatra und Nias, weniger bei der forma typica von Java und am wenigsten bei der Unterart von den
Philippinen. Die Verflachung geht dort soweit, dass nur geringe Unterschiede gegen coritinentalis Stgr. zu
finden sind, es sei denn, dass letztere meist vor dem Ansatz des Endgebildes einen kleinen, höckerartigen,
lateralen Wulst nach innen zeigt. Die Gestalt der Endkuppe variirt aber auch bei Individuen derselben Lokalität
und lassen sich alle Uebergänge von der abgestumpften Distallläche bis zur Kuppenbildung unabhängig von
der Lokalität dergestalt zusammenstellen, dass auf den beiden extremsten Positionen ein Stück von Mindanao bezw.
ein solches aus Borneo oder Sumatra steht. Die makromalayischen Rassen gruppieren sich im Zeichnungs¬
charakter um die von uns dargestellte dis (106 d) jene der Philippinen um odorata (106 a). Als Namens-
necho. typus muss necho Fldr. gelten, deren ¥ Godart 1823 schon kannte, aber mit der philippinischen Species ogina
Hbn. zusammenwarf. Charakteristisch für die typische cf -Form der Art sind dLe kleinen Hflglozellen auf der
Unterseite. Die Analozelle ist häufig nur durch einen weissen Punkt mit undeutlicher oder ohne Umrandung
angedeutet. Die Fleckbinde des Vflgls der cfcf, besonders bei Ost- Java-Exemplaren, reich und rein weiss
durchsetzt. 7ieclio lässt sich auf Java in beliebiger Anzahl langen, wenn überreife Bananen als Köder im Walde
dis. aufgehängt werden. — dis Nicev. (106 d) differiert von necho durch die verdunkelte violette Binde der Vflgl
der cfcf und ein breiteres und satter ockerfarbenes Schrägband der ¥¥. dis fliegt das ganze Jahr in der
Ebene und den Vorbergen von Nordost- Sumatra, ist auch im Westen der Insel nicht selten und nächst Äina-
thusia phidippus die gemeinste Amathusiide von Sumatra, doch sind reine unversehrte ¥ ¥ ziemlich selten.
Dr. Martin hat mehrmals diese Art aus Raupen gezogen, welche immer paarweise sowohl auf Zuckerrohr als
auch auf dem berüchtigten, schon erwähnten Lalang-Gras sich vorländen. Die stark behaarten, gelbbraunen
Raupen ruhen nahe an einander gedrängt mit dem Kopfe nach abwärts hoch auf einem Blatte und fressen
dessen untere Teile mit Ausnahme natürlich der Mittelrippe. Die grüne, spitze Puppe erinnert sehr an jene
von Amatlmsia phidippus. Der grosse, pelucheartige Duttfleck des cf ist von rundlicher Form, besitzt eine
hellere Umrandung und liegt ungefähr über und um die Gabelung der Medianader; der zweite, auf der lrds-
ader gelegene Duftileck ist rundoval und weissgelb. Die Ozellen aut der Unterseite der Hflgl, 2 — 3 an Zahl,
sind compiet. Auf der Hllgloberseite treten zuweilen submargiuale Flecke auf. Das ¥ dieser Subspecies hat
durchschnittlich die breiteste Vllglbinde und erreicht eine bedeutende Grösse namentlich auf Sumatra (bis
53 mm Vllgllänge). Die Farbe der Binde und Flecke ist bedeutend lebhalter ockergelb als bei typischen necho,
Grundfarbe dunkler, Gestalt der Binde im Ganzen wie bei letzterer, es ist aber stets mehr Neigung zur Fleck¬
absonderung bemerkbar und die Submarginalflecke des Vligls smcl meist gänzlich isoliert. Hflgl bis auf einen
helleren Saum gewöhnlich einfarbig braunschwarz oder mit verloschenen submarginalen Flecken oder einigen
undeutlichen Wischen und Flecken im vorderen Teil des Discus. Auch hier kommen Ausläufer vor, bei denen
propinqua: sich auf dem HÜgl 2 — 3 deutliche Fleckreihen absondern, ähnlich wie bei celinde Stoll. — propinqua Stich, ist
durchschnittlich etwas kleiner wie die vorige. Hflgl an der Irdsader ohne Duftschuppenlleck oder mit spärlichen
Härchen an dessen Stelle, ein untrügliches Merkmal für die Form und das erste spezifische Anzeichen für die
vorsichgehende Gonsolidierung als Species. Das ¥ sehr düster, Hflgl fast einfarbig, Vflgl mit stumpfem Apex und
engamon. auffällig convex geschnittenem Aussenrand. Insel Nias, sehr selten. — engamon subsp. nov. steht am nächsten
der dis Nicev. und bildet eine Transition von dieser zu cheops von Borneo, d differiert von dis-d durch die
DIS COPHORA. Von H. Fruhstorfer.
447
schmälere und zugleich dunklere blauviolette Rinde der Vflgl und das ?, welches Distant als cdinde -? (Rliop. Mal.
t. 5 f. 11) abbildete, zeigt einen schärfer abgegrenzten nach vorne verengten ockergelben Shaw! der Vflgl.
unterseits dunkler als dis-cTd das ? mit grösseren Ozellen und bunterer Schraffierung. Perak, anscheinend selten.
— cheops Fldr. wird hier auf Exemplare aus dem nördlichen Borneo bezogen, welche dis sehr nahe kommen;
ein geübtes Auge wird aber sofort erkennen, dass die inneren Fecken der Vflgl unter sich keilförmig, proximal
spitzer und zugleich gleichartiger gestaltet sind. Das ? vollends ist leicht zu trennen durch eine stets markante
dreifache Serie von Submarginalmakeln der Hflgl-Oberseite die bis zur vorderen Mediane hin verteilt stehen. - Als
orbicularia Stich, ist eine Augenaberration benannt, mit 2 — 3 kleinen mehr oder wenige]' kompletten Ozellen
in der Medianzone der Hflgl. -- helvidius subsp. nov. ersetzt cheops im südöstlichen Borneo und auf den
Natuna-Inseln. cf mit grösseren mehr quadratischen Submarginalmakeln und fast doppelt so breiten, lichter
blauen Medianflecken der Vflgl. ? mit entschieden zurückgebildeter ockerfarbener Schrägbinde der Vflgl und
etwas weniger deutlichen Medianmakeln der Hflgl. — Mit odora Frühst. (106a, in odorata verdruckt) beginnt
eine kleine Gruppe von geografischen Rassen, die durch eine verschmälerte, mehr in einzelne Flecken auf¬
gelöste Vflglbinde der ?? sich auffallend der cdinde Stoll nähern. ? durch wesentlich verkleinerte blaue Fleckung
der Vflgl kenntlich; ? abgesehen von den isolierteren ockerfarbenen Makeln auch noch habituell unscheinbarer
und mehr rundflügelig. Die Subapicalbinde des Vflgls, welche in einzelnen Fällen die vordere Zellecke berührt,
in anderen nicht, löst sich unter der vorderen Mediana in zwei Fleckenreihen auf, deren proximal stehende
aus drei kleineren rundlichen, die discale aus 3 grösseren keilförmigen Flecken besteht. Nächst dem Aussen-
rand stehen dann noch die üblichen 4 — 5 Submarginalflecke. Der Saum des Hflgls ist heller, nächst demselben
eine vollständige submarginale und dann zwei unvollständige discale Fleckenreihen. Costa des Hflgls von
Mitte bis Apex ganz hell. Insel Palawan, ziemlich selten, Flugzeit Januar. — erasimus subsp. nov., deren
Type in der STAUDiNGER’schen Sammlung in Berlin, ist eine distincte Inselform, cf am nächsten der cheops
von Nord-Borneo, nur kleiner von Gestalt und mit etwas bleicherer Subapicalbinde. ? mit heller gelbbrauner
an den Rändern jedoch verdunkelter Vflglbinde, die nur sehr schmal angelegt ist und distal von kleinen braun-
gelben Halbmonden begrenzt wird. Jolo-Inseln. — mindorana subsp. nov. von Herrn Bang-Haas unter dieser „in
literis“-Bezeichnung empfangen, hat die schmälsten blauen Subapicalbinden der Formenserie; ? sehr ähnlich
dem odora aber mit hellerer und etwas mehr rötlich überhauchter Fleckung der Vflgl. Insel Mindoro.
D. philippina Frühst. (= menetho Semp., philippina Moore nom. nud .) lässt sich von den Formen der
necho- Serie sofort abtrennen durch die wie bei tullia (106c) vertikal gestellte Doppelreihe von blauen Makeln
der Vflgl, von denen die äusseren sehr klein, die inneren keilförmig und fast doppelt so gross sind. Trans¬
cellularflecken fehlen. Valve wesentlich einfacher, schlanker und zierlicher als bei necho und den übrigen
bisher erwähnten Spezies. Die Art, deren Berechtigung durch den Bau des cf-Genitals zweifellos ist, ändert
wenig ab und lassen sich die von Doherty auf Bazilan gesammelten Stücke (Coli. Fruhstorfer) nicht von den
Mindanao-Tieren trennen. Manchmal treten auf dem Hflgl kleine ultracellulare Wischflecke auf, Analocellen auf
der Unterseite fehlen zuweilen und sind durch einen weissen Punkt ersetzt, dagegen tritt in einzelnen Fällen
vor dem Analauge eine kleine Nebenozelle auf.
D. ogitia Godt. ist eine ausgezeichnete Spezies, zeigt in der Farbenverteilung eine gewisse Aehnlieh-
keit mit Adolias dirtea F, und ist analog mit dieser charakterisiert durch eine dunkel blauviolette Binde der
Hflgl. -Oberseite der cfcf, die beim ? (nach der Abbildung Sempers beurteilt) wieder verschwindet. Das ? ist
aber gleichfalls von allen übrigen Verwandten abzusondern durch eine Reihe von drei fast weissen Submarginal¬
makeln, einen schmalen weissvioletten, den ganzen Vflgl durchziehenden Shawl und noch eine Serie von drei
medianen Pünktchen die weiss oder gelblich sein können. Die Unterseite führt bei beiden Geschlechtern eine
Apical- sowie eine Analozelle und zwei weitere Augen zwischen der unteren Radiale und der mittleren Mediana
der Hflgl. — Als melinda Fldr. ist eine 2 Form benannt, die Staudtnger in seiner Sammlung von ogina
getrennt hält; vielleicht ist es eine Trockenzeitform über die ich aus Mangel an eigenem oder anderem Vergleichs¬
material nichts sagen kann. Sehr selten; Semper kannte nur 8 Exemplare von Luzon und Polillo. Der
Copulationsapparat leicht von jenem der phillippina Frühst, zu separieren durch die messerschneidenartige
dorsale Ausbuchtung der Valvenspitze.
D. bambusae bewohnt die celebische Subregion wo sie in drei nicht sehr scharf geschiedene Areal¬
formen zerfällt. Die Art ist leicht festzustellen durch die unter sich gleichgrossen Serien von unbedeutenden
blauen Punktfleckchen der Vflgl der cfcf, und eine Kette von fünf Ozellen der Unterseite der Hflgl.
Copulationsapparat des cf ausgezeichnet durch einen S-förmig gekrümmten Uncus anticus und ein langes,
distal rund hakenförmig aufwärts gekrümmtes Scaphium. Die Harpe ist proximal breit schaufelartig,
verjüngt sich allmählich und endet in einem flachen, schwach abgesetzten Knopf. — bambusae Fldr., (106b)
nach von Lorquin gesammelten Exemplaren mit dem irrigen Fundort „Halmaheira“ beschrieben, ist im nörd¬
lichen Celebes heimisch. Ich fing die Falter an Bananenköder in der Nähe der Bucht von Toli-Toli im November,
Dezember. — celebensis Holl, ist nach dem Material meiner Sammlung beurteilt von der Nord-Celebes-Rasse zu
cheops.
orbicularia.
helvidius.
odora.
erasimus.
mindorana.
philippina.
ogina.
melinda.
bambusce.
celebensis.
448
ENISPE. Von H. Fruhstorfer.
separieren durch die auf der Oberseite mit fast doppelt so grossen weissen und gelben Submarginalmakeln
verzierten Vflgl- wie Hfl gl der ??, sowie deren bleichere Unterseite. Flugzeit Januar. Doherty hat beobachtet,
dass celebensis um Sonnenauf- und Untergang eine bestimmte Strecke auf und abfliegen und von dieser Pendel¬
bewegung um keines Haares Breite abweichen; es sei denn, dass sie von einem anderen Individuum derselben
Art gestört werden. Alsdann erfolgt eine wilde Flucht mitunter von solcher Heftigkeit, dass sich der Flüchtling
an irgendwelchen Hindernissen der Bäume und Sträucher buchstäblich in Stücke zerreisst. Bei dieser Art
hat Doherty auch zuerst den von Stichel später Uncus anticus genannten Uncus-Aufsatz beobachtet und als „bifid“
bangkaiensishezeichnet. — bangkaiensis Frühst , mit der Type im British Museum, differiert von celebensis durch noch hellere und
markantere weisse, respektive gelbliche Makeln der Oberseite aller Flügel. Insel Bangkai, von H. Kühn gesammelt.
15. Gattung: Enispe Westw.
Strukturell nur durch geringfügige Merkmale von Discophora zu trennen, so durch vier statt fiint
Subcosatalästchen und eine mehr nach innen ausgebogene, hintere Discocellulare der Vflgl. Der erste Sub-
costalast mit der Costale verwachsen, der zweite erheblich verkürzt. Wie bei Discopliora aber ist die mittlere
Discocellulare zur Unkenntlichkeit verkümmert. Die für die Discophora so charakteristische Androconien-
ansammlung der Hflgl-Oberseite fehlt. Die cfcT tragen dafür eine Bürste mit langen Haaren, welche die Zelle
der Hflgl überdecken. Vflgl-Unterseite mit kleiner blanker Beibefläche. Verbreitung das gebirgige West-China
bis Vorder- und flinterindien sowie Borneo und Sumatra. Das Auffinden der Gattung auf der malayischen
Halbinsel ist nur eine Frage der Zeit.
E. cycnus schliesst sich im Colorit noch den Discophora an und es bleibt in der Flügelform nur wenig
Unterschied mit D. lepida zu konstatieren. Oberseite dunkel purpurbraun, am dunkelsten in der distalen Partie
der Vflgl, welche einen blauen Schimmer zeigt. Die Art geht bis etwa 1000 Fuss ins Gebirge hinauf.
cycnus. cycnus Westw., ursprünglich aus Svlhet beschrieben, ist nicht ausserordentlich selten in Assam, wurde auch
auf niederen Erhebungen der Naga-Hills und bei Bernardmyo in Ober-Birma von Doherty gefangen. — Als
verbanus verbanus subsp. nov. (106a) wird eine westlichere Lokalrasse eingeführt, die mir in grossen Serien von Bhutan
vorliegt. Zu ihr gehört auch das als cycnus Taf. 105c abgebildete ?. Beide Geschlechter differieren von cycnus
aus Assam durch die erheblich verschmälerte weissblaue Binde der Vflgl, die bei verbanus bereits an der
vorderen Mediana abgeschlossen erscheint und ihre Fortsetzung in drei etwa keilförmigen Medianmakeln findet.
Bei cycnus von Assam zieht aber dieses Band in durchweg lichterer Färbung ungebrochen bis zur Submediana
durch. Dagegen sind beim verbanus -?, wie aus der Abbildung ersichtlich, der Disc-us der Vflgl, sowie die
Submarginalregion der Hflgl mit schön ausgefärbten ockergelben Makeln dekoriert. Unterseite von verbanus
vorherrschend braunviolett, jene von cycnus hell rötlichgelb mit schmalen braunvioletten Längsbinden.
E. euthymius bildet durch die bei den indischen Lepidopteren so seltene hell ziegelrote Grundfärbung
einen der lebhaftesten Kontraste zu den sonst so düster kolorierten Discophora- und Enispe- Arten. Das Kolorit
wechselt je nach dem Fundort der Falter, ebenso die Ausdehnung der schwarzen Zickzacklinien oder Binden
der Oberseite. Keine der drei bisher entdeckten Unterarten tritt in Anzahl auf und namentlich die ?? müssen
den seltendsten existierenden Schmetterlingen zugezählt werden. Auffallend ist das Fehlen einer Zweigrasse
auf der malayischen Halbinsel, die von dort bestimmt noch zu erwarten ist. Die Falter fliegen in Sikkim vom
euthymius. April bis Oktober und lieben es, an faulenden Objekten zu saugen, euthymius Dbl. (= sylhetensis Stgr.)
ursprünglich aus Sylhet beschrieben, scheint auf Exemplare der regenarmen Periode basiert zu sein. Grund¬
farbe oberseits hell ziegelrot, unterseits fahl zitron- oder orangegelb. Oberseite der Vflgl mit unbedeutenden,
tesselata. wie verwischt aussehendrn schwärzlichen Medianmakeln. — tesselata Moore (mit der cf-Type aus Darjeeling
die ?-Type aus Nepal) gehört der Regenperiode an; fällt durch nahezu satt ziegelrote Färbung auf, und ist
breiter schwarz umrahmt, sowie mit markanteren Medianflecken besetzt. Die Unterseite führt violettbraune
Binden und deutlich gekernte Ozellen. Von Sikkim bis zu den Naga- und Karen-Hills verbreitet. Nach Elwes
kommt in Pegu und Tenasserim nur die dunkle Form tesselatus Moore vor, während Niceville angibt, dass die
hellen und dunklen Exemplare völlig unabhängig von der Lokalität auftreten. In Tonkin beobachtete ich im
duranius. August und September auf etwa 300 m Höhe nur die dunkle Generation. — duranius subsp. nov. (105c) ist
die bisher unbeachtete Vikariante von Sumatra, im Färbungscharakter sic-h tesselatus nähernd, aber noch
reichere schwarze Binden und Zickzacklinien führend. Die Unterseite bleibt dagegen erheblich fahler und
monotoner und nach der Basis zu gleichmässiger matt ziegelrot. Nach Martin sind sumatranische Exemplare
im allgemeinen dunkler als solche von Sikkim und gleichen eher Assam- und Burma-Stücken. Die ?? haben
die schwarze Zeichnung beider Seiten mehr prominent, und besonders das discale Band tritt deutlich hervor.
Die Ozellen, 2 — 3 auf der Unterseite des Hflgls, sind inkomplet und verkümmert, nur mehr schwarze Flecken,
allein der unterste trägt ab und zu einen weissen Kern. Mein Sammler beobachtete duranius auch in der
Umgebung von Padang Pandjang, von woher mir zwei cfcf1 vorliegen. — - milvus Stgr. bedeutet das me-
lanotische Extrem der Kollektivspezies; Grundfarbe der Oberseite braun mit licht ockergelben Zeichnungen.
? etwas grösser, heller mit weissem Costalfleeken. Unterseite nach Angaben ihres Autors ockerbraun. Kina-
balu, Nord-Borneo, sehr selten.
Ausgegeben 31. I. 1912.
Nachtrag. Von H. Fruhstorfer.
449
E. lunatus Leech und deren extreme Trockenzeitform enervata Stich, sind Bd. 1, p. 157 behandelt, erstere
dortselbst Taf. 49b, letztere Taf. 49c abgebildet; Heimat das westliche China, der Omeishan und die .Missions¬
stationen in Szetchuan.
Nachtrag.
Seite 404. Faunis arcesilaus: cyme subsp. nov. Erheblich kleiner, cf oberseits bleicher, ? gleichfarbig cyrne.
fast ohne nachdankelnde Distalpartie. Unterseite mit schmälerer Medianbinde der H fl gl ; ? viel heller braun
als canens Hbn ?; Ost-Java, ein echtes Produkt der Trockenzeit. Sehr häufig im Zuidergebergde, in den
lichten Wäldern. Stets am Erdboden dahinhuschend und etwa 800 in Höhe nicht überschreitend.
Seite 421. zu wahnesi Heller sind zwei Formen beschrieben (Mitteilungen aus dem Zoolog. Museum
in Berlin V. Bd. 3. Heft 1911 pag. 470) subquadriocellata Strand auf der Unterseite der Hflgl lagert vor der ^eiiata^
Analocelle ein Nebenauge und zwischen den Medianadern findet sich ebenfalls ein Auge, dessen Durchmesser , .
° ° quaari-
kaum 3 mm beträgt, quadriocellata Strand zwischen den beiden grossen Augen der Hflgl findet sich je ein ocellata.
Tntranervalauge mit winzig kleiner, weisser Pupille, von denen das vordere mit dem Apikalauge zusammenhängt.
Seite 433. Die Rp von Zeuxidia luxeri Hb. hat Herr Dr. Piepers auf Java entdeckt und sendet mir in
dankenswerterweise folgende Beschreibung derselben: Gestalt gross, dünn mit schwarzen und weissen Haaren
bedeckt. Grundfarbe dunkelgrün. Der Kopf rötlich mit zwei kurzen Hörnern, der Hinterleib in zwei Stacheln
ausgezogen. Ppe gleich jener von Amathusia phidippus der Kopf mit langer Spitze.
In dem überaus lesenswerten Werke ,, Kaiser Wilhelmsland“, Herders Verlag in Freiburg, 1911 schreibt
Dr. Eugen Werner pag. 170: „Die Taenariden gleichen zarten, stillen Waldgeistern im moderduftigen Urdunkel.
selten begegnet man ihnen in offener Landschaft, sie scheuen die Glut; aber in friedlicher Geselligkeit erscheinen
sie wo rieselnde Bächlein sich im holden Zwielicht unter gigantischen Farnwedeln durch den kiesigen Grund
schlängeln, wo schüchtern nur die Strahlen des hellen Tages auf den tausend Blättern und Blättchen zitternd
spielen. An brauner Stämme Rinde, auf faulendem Holz, auf überreifen Palmenfrüchten, die ungenutzt ver¬
modern, da sammeln sich ihre Scharen. Sie nippen Speise am Wege und trinken Tautröpfchen auf blätter-
reichem Gezweige. Gespensterhaft flattern sie auf von der Gestalt des nahenden Wanderers aufgestört, doch
nur um alsbald sich von Neuem an ihrer reichbesetzten Tafel niederzulassen. Es sind wunderliche Gesellen
die Tmnariden. Zart wie Seidenpapier, oft perlmuttern schimmernd, gleiten ihre Schwingen sanft und lautlos
durch die dampfend warme Waldluft. Was sie aber am meisten auszeichnet, das sind ihre Glotzaugen, die
sie auf der Unterseite der schöngerundeten Hinterflügel tragen. Von eins bis zu fünft zieren diese aben¬
teuerlichen, braunen, gelben und blauen Ringe das weisse Feld und wir werden kaum fehl gehen, wenn wir
in ihnen Schreckmittel erblicken, die dazu dienen, Eidechsen und andere Verfolger so einzuschüchtern, dass
sie wenigstens für den Augenblick die Verfolgung aufgeben und so dem Falter das Entkommen ermöglichen.
Der hervorragendste Vertreter der Taenaridensippe ist die durch die Grösse, Schönheit des Flügel¬
schnitts, wie der Beschuppung gleich ausgezeichnete Morphotenaris schönbergi Frühst ., welche längs des ganzen
Finisterre-Gebirges bis zum Sattelberg verbreitet zu sein scheint; der Falter ist nirgends häufig und infolge
seines starken Flugvermögens auch nicht leicht zu erlangen.“
Seite 440. Thaumantis odana. In der Gattungsdiagnose ist ein grosser schwarzer Mehlfleck der vor¬
deren Hälfte der Zelle der Hflgl nicht erwähnt, welcher bei den einzelnen Zweigrassen in der Grösse etwas
variiert. Rp von Herrn Dr. Piepers auf Java entdeckt sehr ähnlich jener von Discopliora celinde Stolf, wie
diese sehr gross und dicht behaart. Die Haare sind auf dem Thorax rot, auf den übrigen Segmenten schwarz.
Kopf schwarz mit zwei kurzen, dicken Dornen. Hlb in zwei kurze Stacheln auslaufend. Pp etwa wie die Pp
von D. celinde geformt, mit einer langen Spitze versehen. Von Th. odana aus West-Java befindet sich ein ?
in meiner Sammlung, form, albocostalis form, nov., das längs des Costalsaumes eine weisse schmale streifen- albocostalis.
artige Verbindung aufweist zwischen dem Zellende und dem für die Species so charakteristischen weissen
Subapicalfleck der Vflgl. — wedana subsp. nov. wird hier die habituell kleinere Ost-Java-Zweigform der wedana.
Collectivspecies benannt, die von odana Godt. aus dem Westen der Insel differiert durch folgendes: Weisser
Apicalfleck der Vflgl trotz der Kleinheit der Exemplare wesentlich vergrössert. Die blaue Prachtbinde in der
Mitte, namentlich beim ? mit einer nahezu rein weissen sehr breiten Längsstreifung. Der Blauschiller proxi¬
mal in der Regel weniger ausgedehnt. Unterseite: Die Transversalbinde der Vflgl auch vor der dritten Mediana
als deutlicher quadratischer Fleck vorhanden, auch sonst durchweg breiter angelegt. Die Streifen in
der Zelle der Vflgl, sowie im Subbasalgebiet und jenseits der Zelle der Hflgl prominenter, mehr grauweiss.
— panwila subsp. nov., vom nördlichen Borneo (Sultanat Brunei), differiert von cyclops Röb. aus dem südöst- panwila.
liehen Borneo durch bedeutendere Grösse, dunklere Unterseite namentlich der Hflgl der ??. die eine violett
gefüllte statt weissgraue Submarginalzone und einen mehr rötlich ockergelben Subanalanflug aufweisen.
Seite 448. Man lese E. tesselatus Moore statt tesselata Moore.
IX
57
450
Urbeschreibungs-Nachweis der indo-australischen Amathusiidee.
Alphabetisches Verzeichnis
zum Nachweis der Urbeschreibungen der bei den indo-australischen Amathusiidse aufgeführten Formen.
* bedeutet, dass die Form an der citierten Stelle auch abgebildet ist.
abdon Taen. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 420.
aberrans Taen. Stgr. Exot. Tagf. 1 p. 192.
adriana Taen. Frühst. Soc. Entomol. 19, p. 129.
adustatus Amathus. Frühst. Iris 17, p. 152.
aerope Faun. Leech , Entomolog. 23, p. 31.
aesculapus Taen. Stgr. Exot. Tagf. 1, p. 192.
affinis Taen. Ky. Ann. Mag. Nat. Hist. (6) .3, p. 162.
agapetha Taen. Frühst. Soc. Entom. 19, p. 138.
agasta Taen. Stich. Wytsm. Gen. Insect. Nymph. Amathus.
p. 49. *
agrippa Taen. Frühst. Insect.-Börse 20, p. 77.
aigion Morphops. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 409.
albertisi Morphops. Oberth. Ann. Mus. H. N. Genov. 1880,
p. 513.
albicans Taen. Flag. Jahrb. Nass. Ver. Nat. 50, p. 80.
aliris Thaur. Westw. Trans. Ent. Soc. Lond. (2) 4, p. 176. *
amathusia Aem. Hew. Trans. Ent. Soc. Lond. (3) 4, p. 566.
ambigua Taen. Stich. Wytsm. Gen. Insect. Nymph. Amathus.
p. 89.
ameinokleia Faun. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 406.
amethystina Disc. Stich. Insect.-Börse 1900, p. 69.
amethystina Zeux. Stich. Wytsm. Gen. Insect. Nymph. Ama¬
thus. p. 21.
amethystus Zeux. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1865, p. 485.
amitaba Taen. Frühst. Ent. Zeitschr. Gub. 18, p. 118.
amythaon Amathux. Dbt. Ann. Nat. Hist. 1847 (19), p. 175.
anaxilla Zeux. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 437.
andainanensis Amathus. Frühst. Iris 12, p. 76.
andamensis Disc. Stgr. Exot. Tagf. 1, p. 190.
annella Täen. Stich. Wytsm. Gen. Ins. Nymph. Amathus.
p. 47.
annulata Hy. Stich. Gen. Insect. fase. 39, Hy. p. 4.
ansuna Taen. Frühst. Ent. Zeitschr. Gub. 18, p. 118.
appina Taen. Frühst. Soc. Entom. 19, p. 129.
arcesilans Faun. F. Mant. Ins. II, p. 28.
areia Taen. Frühst. Soc. Entom. 19, p. 129.
aroana Taen. Frühst. Insect.-Börse 18, p. 373.
arrenopia Amathus. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 428.
artemides Taen. Frühst. Wien. Ent. Zeitschr. 24, p. 79.
artemis Taen. Voll. Tijds. voor Ent. 3, p. 37. *
assama Faun. Westw. Trans. Ent. Soc. Lond. (2) 4, p. 184.
astrolabiensis Morphops. Stich. Bert. Ent. Zeitschr. 1905,
p. 307.
atesta Taen. Rbl. Verh. Zool.-bot. Ges. Wien. 45, p. 106.
attina Taen. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 417.
aureliana Zeux. Hew. Bert. Ent. Zeitschr. 33, p. 162.
aurelius Zeux. Cr. Pap. Exot. II, p. 110.*
auriflna Taen. Frühst. Wien. Ent. Zeitschr. 24, p. 72.
automolus Taen. Kirsch, Mitt. Zool. Mus. Dresden 1, p. 122.
bambusae Disc. Fldr. Novara Lep. (3) p. 462.
bangkaiensis Disc. Frühst. Soc. Entom. 17, p. 82.
barbata Taen. Ky. Rhopal. Exot. 2. *
baweanica Amathus. Frühst. Soc. Entom. 20, p. 129.
besä Faun. Hew. Exot. Butt. III. *
binghami Amathus. Frühst. Iris 17, p. 154.
bioculatus Taen. Guer. Voy. Coqu. Ins.*
birchi Taen. Bist. Ann. Mag. Nat. Hist. (5) 12, p. 241.
blandina Taen. Frühst. Insect.-Börse 21, p. 389.
borneensis Amathus. Frühst. Iris 12, p. 72.
borneensis Faun. Frühst. Soc. Entom. 20, p. 34.
burra Xanth. Stich. Wytsm. Gen. Insect. Lep. Nymph. Xanth.
p. 57.
busiris Xanth. Westw. Trans. Ent. Soc. Lond. (2) 4, p. 187.
butleri Taen. Oberth. Ann. Mus. H. Nat. Genova 15, p. 512.
camadeva Stich. Westw. Cabin. Orient. Ent., p. 9. *
camadevoides Stich. Nicev. Journ. Bomb. Soc. Nat. Hist. 12.,
p. 330.
cambodia Stich. Hew. Exot. Butt. III. *
Candida Taen. Frühst. Soc. Entom. 19, p. 138.
candika Thaum. Frühst. Soc. Entom. 20., p. 113.
canens Faun. Hbn. Smlg. Exot. Schmett. 2.*
carfinia Faun. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 405.
catanea Taen. Frühst. Soc. Entom. 19, p. 129.
catops Taen. Westw. Gen. Diurn. Lep. II, p. 335.
celebensis Amathus. Frühst. Soc. Entom. 14, p. 2.
celebensis Disc. Holl. Proc. Bost. Soc. 1890, p. 59.
celinde Disc. Stoll, Cr. Pap. Exot. Suppl. *
celsa Taen. Frühst. Insect.-Börse 21, p. 389.
ceylonica Disc. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 445.
charon Taen. Stgr. Exot. Tagf. 1, p. 193.
charondas Taen. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 413.
charonides Taen. Stgr. Iris 7, p. 110.
chatra Thaum. Frühst. Soc. Entom. 20, p. 113.
cheops Disc. Fldr. Novara, Lep. (3), p. 463.
chersias Amathus. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 427.
chersonesia Zeux. Frühst. Iris 1906, p. 105.
chionides Taen. Godm. u. Salv. Proc. Zool. Soc. Lond. 1880.
p. 611.
Chitone Faun. Hew. Exot. Butt. III.*
chthonia Amathus. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 431.
continentalis Disc. Stgr. Exot. Tagf.. p. 190.
coreotincta Amathus. Stich. Wytsm. Gen. Ins. Nymph. Ama¬
thus. p. 11.
cyclopides Taen. Frühst. Iris 1910, p. 53.
cyclops Taen. Stgr. Iris 6, p. 367.
cyclops Thaum. Röb. Soc. Entom. 19, p. 105.
eyenus En. Westw. Gen. Diurn. Lep., p. 330.
danalis Taen. Frühst. Soc. Entom. 19, p. 129.
delunata Taen. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 417.
deo Disc. Nicev. Journ. Bomb. Soc. Nat. Hist. 1898, p. 137.
depupillata Thaum. Frühst. Soc. Entom. 20, p. 113.
desdemona Taen. Stgr. Exot. Tagf. 1, p. 198r- _ 'jfjj
despoliata Disc. Stich. Iris 1902, p. 91.
diadema Taen. Frühst. Insect.-Börse 20, p. 357.
diana Taen. Btlr. Trans. Ent. Soc. Lond. 1870, p. 487.
dilucida Amathus. Honr. Berl. Ent. Zeitschr. 28, p. 206. *
dilutus Amathus. Frühst. Iris 17, p. 152.
dirnona Taen. Hew. Exot. Butt. III. *
dimonata Taen. Stich. Wytsm. Gen. Insect. Nymph. Amathus.
p. 54.
dina Taen. Stgr. Iris 7, p. 112.
dinora Taen. Sm. Rhopal. Exot. II. *
diops Taen. Voll. Tijds. voor Ent. 6, p. 31. *
dioptrica Taen. Voll. Tijds. voor Ent. 3, p. 38.*
diores Thaum. Dbl. Ann. Nat. Hist. 16 (1845), p. 234.
dis Disc. Nicev. Journ. Bomb. Soc. Nat. Hist. 1890) p. 335.
dohrni Zeux. Frühst. Entom. Nachr. 19, p. 257.
domitilla Taen. Hew. Proc. Zool. Soc. Lond. 1861, p. 51.*
doubledaii Zeux. Westw. Gen. Diurn. Lep. 2, p. 329.
druentia Taen. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 415.
duranius En. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 448. *
electra Taen. Frühst. Insect.-Börse 21, p. 389.
eleusina Taen. Frühst. Insect.-Börse 21, p. 389.
engamon Disc. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 446.
enomia Taen. Frühst. Soc. Entom. 19, p. 129.
eos Taen. Heller, Entom. Nachr. 20, p. 375.
epidesma Amathus. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 428.
erasimus Disc. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 447.
eugenia Taen. Frühst. Iris 1910, p. 53.
eumeus Faun. Drury, 111. Nat. Hist. 1, p. 4.*
euthyerite Zeux. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 437.
eiithymius En. Dbl. Ann. Nat. Hist. 1845 (16), p. 179.
eutropius Amathus. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 427.
excelsa Faun. Frühst. Soc. Entom. 16, p. 97.
farona Taen. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 419.
faunula Faun. Westw. Gen. Diurn. Lep.*
faunuloides Faun. Nicev. Journ. Bomb. Soc. Nat. Hist. 9,
p. 259. *
ferdinandi Taen. Frühst. Soc. Entom. 19, p. 138.
fergussonia Taen. Frühst. Ent. Zeitschr. Gub. 18, p. 119.
fimbriata Taen. Ky. Ann. Mag. Nat. Hist. (6) 3, p. 160.
formosana Stich. Frühst. Insect.-Börse 1908, p. 38.
friderici Amathus. Frühst. Iris 17, p. 153.
fruhstorferi Disc. Stich. Insect.-Börse 1908, p. 317. i
Urbesehreibungs-Nachweis der indo-australischen Amathusiidae.
451
fruhstorferi Faun. Röb. Entom. Nachr. 22, p. 172.
frulistorferi Stich. Röb. Soc. Entom. 17, p. 153.
fuliginosa Hy. Sm. Rhop. Exot. III. *
fulvida Taen. Btlr. Trans. Ent. Soc. Lond. 1870, p. 487.
gabriela Amathus. Frühst. Soc. Entom. 20, p. 130.
gemmata Taen. Stich. Wytsm. Gen. Insect. Nymph. Amathus.
p. 47.
gigas Taen. Stgr. Exot. Tagf. 1, p. 192.
goi’go Taen. Kirsch, Mitt. Zool. Mus. Dresden 1, p. 121.
gorgophone Taen. Frühst. Soc. Entom. 19, p. 129.
gracilis Faun. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. (3) 20, p. 401. *
hadina Taen. Frühst. Soc. Ent. 19, p. 139.
hageni Hy. Röb. Stett. Zg. 1903, p. 341.
hainana Thaum. Crowl. Proc. Zool. Soc. Lond. 1900, p. 505.
hainanensis Disc. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 443.
helvidius Disc. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 446.
helvola Hy. Stich. Gen. Insect. fase. 39, Hy., p. 4.
hodeva Hy. Hew. Exot. Butt. III. *
hollandi Taen. Frühst. Entom. Zeitschr. Gub. 18, p. 118.
honrathi Taen. Stgr. Exot. Tagf. 1, p. 192.
horsfleldi Taen. Swains. Zool. Illustr. 1. *
howqua Stich. Westw. Trans. Ent. Soc. Lond. (2) 1, p. 174.
humboldti Taen. Frühst. Insect.-Börse 21, p. 389.
hyperbolus Taen. Kirsch, Mitt. Mus. Zool. Dresden 1, p. 122.
ida Taen. Honr. Berl. Ent. Zeitschr. 33, p. 164.
ikonion Faun. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 405*
incerta Faun. Stgr. Exot. Schmett. 1, p. 302.
incesia Amathus. Frühst. Soc. Entom. 20, p. 130.
indica Disc. Stgr. Exot. Tagf. 1, p. 190.
infumata Hy. Stgr. Iris 1894, p. 108.
insularis Amathus. Doh. Journ. Asiat. Soc. Beng. 60 (2), p. 25.
intermedia Faun. Röb. Entom. Nachr. 22, p. 172.
intermedia Thaur. Crowl. Ann. Mag. Nat. Hist. (6) 17, p. 66.
jaira Taen. Cr. Pap. Exot. I, p. 9. *
jamesi Taen. Btlr. Wimi. Eni. Zeilsehr. 21 p. 77..
jobina Taen. Frühst. Soc. Entom. 19, p. 129.
kajuna Taen. Stgr. Soc-, Entom. 19, p. 129.
kapaura Taen. Frühst. Soc. Entom. 19, p. 129.
kirata Faun. Nicev. Journ. Bomb. Soc. Nat. Hist. 6, p. 344.*
kirschi Taen. Stgr. Exot. Tagf. 1, p. 193.
kleis Faun. Semp. Verh. Nat. Ver. Hambg. 3, p. 109.
kubaryi Taen. Stgr. Iris 6, p. 365.*
kühni Amathus. Röb. Entom. Nachr. 26, p. 201.
lacrimans Taen. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 422.
laretta Taen. Frühst. Soc. Entom. 19, p. 129.
lathyi Thaur. Frühst. Iris 15, p. 177.
lena Aem. Atk. Proc. Zool. Soc. Lond. 1871, p. 215.*
lepida Disc. Moore, Gat. Lep. E. J. G. Mus., p. 213.
leto Taen. Frühst. Wien. Entom. Zeitschr. 24 (1905), p. 73.
leucis Faun. Fldr. Wien. Ent. Mon. 5, p. 304.
licinia Taen. Frühst. Ent. Zeitschr. Gub. 18. p. 118,
limbata Taen. Frühst. Wien. Ent. Zeitschr. 24, p. 78.
lombokiana Amathus. Frühst. Soc. Entom. 20, p. 130.
louisa Stich. Wood-Mas. Proc. Asiat. Soc. Beng. 1877, p. 163.
lucida Amathux. Frühst. Berl. Ent. Zeitschr. 49, p. 189.
lucipor Thaum. Westw. Gen. Diurn. Lep. II, p. 337.
luna Taen. Stich. Wytsm. Gen. Insect. Nymph. Amathus, p. 47.
lurida Faun. Fldr. Novara Lep. (2) 2, p. 460.
luxeri Zeux. Hbn. Smlg. Exot. Schmett. 2. *
macropina Taen. Frühst. Soc. Entom. 19, p. 26.
macrophthalmus Taen. Frühst. Wien. Entom. Zeitschr. 24,
macrops Taen. Fldr. Wien. Ent. Mon. 4, p. 248.
maiiua Taen. Sm. Novit. Zool. 4, p. 313.
masina Amathus. Frühst. Iris 17, p. 155.
masoni Zeux. Moore, Proc. Zool. Soc. Lond. 1878, p. 326.
inathilda Stich. Jan. Bull. Soc. Ent. Fr. 1905, p. 215.
meeki Morphops. R. u. J. Novit. Zool. 1905, p. 456.
melanomata Hy. Stgr. Iris 1894, p. 109.
melanops Taen. Sm. Ann. Mag. Nat. Hist. (6) 19, p. 177.
melinda Disc. Fldr. Wien. Ent. Mon. 7, p. 122.
menado Faun. Hew. Exot. Butt. III. *
mera Taen. Frühst. Wien. Ent. Zeitschr. 24, p. 122.
merana Taen. Frühst. Ent. Zeitschr. Gub. 18, p. 118. _
microphthalma Hy. Heller, Entom. Nachr. 1894, p. 371.
microps Faun. Stgr. Exot. Tagf. 1, p. 203.
microps Taen. Sm. Novit. Zoolog. 1, p. 358.
rnilvus En. Stgr. Iris 1897, p. 231.
mindorana Disc. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 117.
iniscus Taen. Frühst. Wien. Ent. Zeitschr. 24, p. 62.
moiarum Faun. Frühst. Soc. Entom. 20, p. 34.
monops Taen. Frühst. Wien. Ent. Zeitschr. 24. p. 179.
montana Taen. Stich. Wytsm. Gen. Insect. Nymph. Am., p. 13.
rnorosa Taen. Stich. Wytsm. Gen. Insect. Nymph. Taen., p. 39.
muscina Disc. Stich. Insect.-Börse 1902, p. 125.
mylaecha Taen. Westw. Trans. Ent. Soc. Lond. (2) I. p. 175.
mylaechoid.es Taen. Frühst. Wien. Ent. Zeitschr. 24, p. 121.
myopina Taen. Frühst. Insect-Börse 21, p. 389.
rnyops Taen. Fldr. Wien. Ent. Mon. 4, p. 109. *
natuna Amathus. Frühst. Iris 17, p. 153.
necho Disc. Fldr. Novara Lep. III, p. 462.
neumogeni Stich. Leech, Butt. China, p. 114. *
niasana Amathus. Frühst. Soc. Entom. 14, p. 2.
niasana Faun. Frühst. Berlin. Ent. Zeitschr. 44, p. 50.
nicasius Taen. Frühst. Wien. Ent. Zeitschr. 24, p. 86.
nicevillei Stich. Röb. Entom. Nachr. 26, p. 203.
nicevillei Zeux. Frühst. Entom. Nachr. 21, p. 196.
nigricans Taen. Hag. Jahrb. Nass. Ver. Nat. 50, p. 80.
nivescens Morphot. Rothsch. Novit. Zool. 3, p. 92.
noureddin Thaum. Westw. Gen. Diurn. Lep. II, P- 637.
nourmalial Stich. Westw. Gen. Diurn. Lep. 2, p. 337.
nox Taen. Ky (Hübner) Exot. Schmett., p. 47.*
nurinissa Stich. Nicev. Journ. Bomb. Soc. Nat. Hist. 5, pJ31.*
oberthuri Aem. Stich. Wytsm. Gen. Insect. Lep. Nymph.
Aem., p. 30. *
obscura Xanth. Btlr. Ent. Month. Mag. 20, p. 54.
ochraceofusca Amathus. Honr. Berl. Ent. Zeitschr. 31, p. 348.
occulta Taen. Sm. Ann. Mag. Nat. Hist. (6) 3, p. 316.
octacilia Amathux. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 433.
odana Thaum. Godt. Enc. meth. Zool. 9, p. 445.
odora Disc. Frühst. Berl. Ent. Zeitschr. 1900, p. 13.
oftaka Taen. Frühst. Wien. Ent. Zeitschr. 24, p. -123.- - —
ogina Disc. Godt. Enc. meth. 9, p. 445.
onesiinides Taen. Frühst. Ent. Zeitschr. Gub. 18, p. 118.
onesimus Taen. Btlr. Proc. Zool. Soc. Lond. 1877, p. 468.
onolaus Taen. Kirsch, Mitt. Zool. Mus. Dresden 1, p. 122.*
opulenta Taen. Stich. Wytsm. Gen. Insect. Nymph. Amathus.,
p. 52.
orasis Amathus. Frühst. Soc. Entom. 20, p. 130.
orbicularia Disc. Stich. Iris 1902, p. 76.
ottomana Amathux. Btlr. Ent. Month. Mag. 6, p. 55.
oxyophthalma Hy. Stich. Gen. Insect. fase. 39, Hy., p. 4.
palawana Amathus. Frühst. Iris 17, p. 154.
pallida Taen. Frühst. Wien. Ent. Zeitschi'. 24, p. 89.
pallidior Faun. Hag. Abth. Senckenb. Ges. 20, p. 331.
pamphagus Taen. Kirsch, Mitt. Zool. Mus. Dresd. 1, p. 120.
pandemos Taen. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 411.
parainita Thaum. Frühst. Soc. Entom. 20, p. 113.
pataiena Amathus. Westw. Cabin. Orient. Ent., p. 20. *
peali Aem. Wood-Mas. Proc. Asiat. Soc. Beng. 1880, p. 123.
pelagia Taen. Frühst. Ent. Zeitschr. Gub. 18, p. 118.
perakaiia Amathus. Honr. Berl. Ent. Zeitschr. 31, p. 348.* /
perakensis Disc. Stich. Insect-Börse 1901, p. 219.
perinthas Amathux. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 433.
phaon Faun. Erichs. Nov. Act. Leop. 16, Suppt, p. 401.*
phidippns Amathus. L. Syst. Nat. (XII) 1 (2), p. 752.
philippina Amathux. Moore, Lep. Ind. 2, p. 752.
philippina Disc. Frühst. Berl. Ent. Zeitschr. 1900, p. 45.
phorcas Taen. Westw. Trans. Ent. Soc. Lond. (2) 3, p. 182. *
pishuna Thaum. Frühst. Soc. Entom. 20, p. il3.
plateni Amathux. Stgr. Exot. Tagt, 1, p. 188.
plateni Taen. Stgr. Iris 2, p. 43.
plateni Faun. Stgr. Iris 2, p. 44.
pleonasma Faun. Röb. Entom. Nachr. 22, p. 171.
poliiearis Amathus. Btlr. Trans. Ent. Soc. Lond. 1870, p. 485.
polychroma Xanth. Hag. Entom. Nachr. 29, p. 201.
praxedes Taen. Frühst. Ent. Zeitschr. Gub. 18, p. 119.
prodiga Taen. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 421.
prodigiosa Zeux. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 435.
propinqna Disc. Stich. Insect.-Börse 1900, p. 69.
pryeri Zeux. Btlr. Ann. Mag. Nat. Hist. 1897 (19), p. 470.
pseudalms Thaur. Btlr. Journ. Linn. Soc. Lond. Z. 13, p. 115.
pylaon Amathux. Fldr. Novara Lep. 2 (2), p. 461.
quadriocellata Taen. Strd. Mitt. Zool. Mus. Berl. 1911, p. 470.
452
Urbeschreibungs-Nachweis der indo-australischen Amathusiidse.
rafaela Taen. Frühst. Soc. Entom. 19, p. 138.
raindeo Thaum. Moore, Cat, Lep. Mus. E. I. C. 1, p. 215.
rebeli Taen. Frühst. Soc. Entom. 19, p. 129.
retracta Amathus. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 427.
retrograda Amathus. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 428.
ritsemae Taen. Frühst. Soc. Entom. 19, p. 129.
1‘osseti Taen. Frühst. Wien. Ent. Zeitschr. 24, p. 65.
rothschildi Taen. Sm. Novität. Zool. 1, p. 358.
sadija Xanth. Frühst. Seitz, Gross-Scbmett. 9, p. 407.
samadlii Faun. Frühst. Ent. Zeitschr. Gub. 20.
sapplio Faun. Semp. Verb. Nat. Ver. Hambg. 3, p. 108.
Saturation Taen. Frühst. Ent. Zeitschr. Gub. 18, p. 118.
schönbergi Amathus. Honr. Berl. Ent. Zeitschr. 31, p. 347. *
schoenbergi Morphot. Frühst. Entom. Nachr. 19, p. 317.
scylla Taen. Stgr. Exot. Tagf. 1, p. 193.
sekarensis Taen. Stgr. Exot. Tagf. 1, p. 192.
selene Taen. Westw. Gen. Diurn. Lep. II, p. 335.
selenides Taen. Stgr. Exot. Tagf. I, p. 192.
seminecho Disc. Stich. Iris 1902, p. 73.
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zenica Faun. Frühst. Seitz, Gross-Schmett. 9, p. 405.
ziada Taen. Frühst. Insect.-Börse 21, p. 389.
NYMPHALIDAE. Von H. .Fruhstorfer.
453
6. Familie: Nymphalidae.
Die Nymphaliden bilden unter den eigentlichen Tagschmetterlingen die grösste Familie, da zu ihr nach
Dr. Schatz mehr als y4 aller bisher bekannten Genera gehören. Das Hauptunterscheidungsmerkmal anderen
Familien gegenüber bilden die bei beiden Geschlechtern verkümmerten Vorderfüsse; die übrigen zur
Abgrenzung herbei gezogenen Merkmale sind nicht durchgreifend und tatsächlich sind die Nymphaliden
durch Verbindungsglieder mit den bisher behandelten Familien verbunden, sodass streng genommen die
Band I p. 159 erwähnten Principien von Dr. E. Haase auch heute noch als grundlegend betrachtet werden
müssen. Zu den Satyriden verraten jene Genera Beziehungen, die cystöse Hauptadern der Vflgl aufweisen
(Ergolis, Labranga) zu den Amatliusiidae einige Genera mit analoger Lebensweise (Amnosiaj. Als wesent¬
liches Merkmal der Familie wird die offene Zelle der Hflgl aufgefasst, ein Characteristicum, das sonst nur bei
den neotropischen Morphiden gefunden wird. Indessen ist der Begriff einer offenen Zelle durchaus relativ,
denn wirklich offene Zellen mit absolut verkümmerten hinteren Discocellularen besitzt nur die Minderheit der
Nymphaliden; sonst ist diese Discocellularader mehr oder minder atrophiert oder sogar vollständig ausgebildet
( Penthema , Isodema). Bei letzteren Gattungen tritt zum deutlich vorhandenen Zellschluss auch noch eine
weitere Analogie mit den Satyriden, nämlich völlig satyromorphe Klammerorgane.
Entsprechend dem polymorphen Character der Nymphaliden zeigen auch sonst die Greiforgane eine
durchaus heterogene Bildung. Am primitivsten erscheinen sie bei den Acraeiden, Uncus und Valve äusserst
einfach ohne jedwede Anhängsel oder Scaphiumbildung. Das Scaphium kann fehlen, aber von progressiver
Valvenbildung begleitet sein (Pseudergolis). Die Valve ist vielfach stark chitinisirt und mit scharfen
Zähnen bewehrt (Parthenos), gelegentlich auch mit geweihartigen Auswüchsen besetzt ( Argynnis ). Noch
differenzierter erscheint die Gestaltung des Uncus; er kann verkümmert sein (Parthenos), sehr schwach
(Cupha, Cirrochroa), stark gekrümmt (Dichorragia) , helmartige Aufsätze tragen ( Euthaliaj, seitlich mit haut-
artigen Gebilden behängt sein (Yoma), verkürzt und stark chitinisiert (Cethosia), zweispaltig ( Kallima ) und
sogar einen Uncus anticus zeigen (Mgnes). Bei zwei Genera ( Penthema und Isodema) sind zudem laterale
mit solchen der Satyriden identische Anhängsel vorhanden. Es Hesse sich somit auf Grund der Bildung der
secundären Sexualorgane eine Neu-Gruppierung der Genera durchführen, doch ist bereits jetzt ersichtlich, dass
diese nicht Hand in Hand ginge mit der bisher zur Einteilung ausschliesslich verwerteten structurellen Gliederung.
Ei in der Regel breit, kurz, weich, nicht so hoch als breit, deutlich netzförmig gestreift mit erhöhten halb¬
durchsichtigen chitinosen Linien, welche die Oberfläche unsymetrisch bedecken; pentagonale und hexagonale
Zwischenräume umschliessen und gelegentlich lange, bifide, scharfe Spitzen tragen (Doherty). Rp äusserst ver¬
änderlich in Form und Bewehrung, in der Hauptsache aber von cylindrischer Gestalt und bedornt. Als
Gruppierungsmotive sind hervorgehoben fast nackte Rpn, die nur Kopfdornen führen ( Apatura , Charaxes) aber an
Satyriden und Amatlmsiiden gemahnende Schwanzanhängsel. Das absolute Gegenteil bilden Rpn mit wohl
ausgebildeten, verzweigten Dornen ( Vanessa, Ergolis), und eine Zwischenstufe umfasst die abenteuerlichen
Formen der Euthaliiden mit ihren langen seitlichen Auswüchsen, von denen jeder halb so lang ist als die
ganze Raupe und die an den Seiten wiederum feine Härchen oder Spitzen tragen. Pp entsprechend der Grösse
der Imago, doch relativ kurz und breit, der Rücken mehr oder weniger gekrümmt, Kopf und Thorax mit
winkeligen Vorsprüngen; am Schwänze aufgehängt, ohne Gürtel. Imago mit mehr oder weniger behaartem
Kopf von mittlerer oder erheblicher Grösse, Fhlr dicht beisammenstehend, entweder vollständig oder partiell
beschuppt, niemals nackt wie jene der Danaiden; chitinös, äusserst verschieden, kurz bis zu sehr lang, mit
gering erweiterter bis zu löffelförmiger Kolbe. Thorax kräftig, nicht lederartig wie bei den Danaiden,
manchmal sehr breit ( Charaxes , Euthalia), Figl in der Regel breit im Verhältnis zur Länge. Schmale Figl
wie bei Neptis, oder äusserst zarte (Cgrestis) sind selten unter den Indo-Australiern. Sonst bieten die
Nymphaliden in der Form sowie Färbung der Flügel die grössten Verschiedenheiten unter allen Familien,
und es ist keinerlei Haupttype vorhanden in der Zeichnungsanlage oder der Färbung wie bei den Danaiden.
Auch weicht die Unterseite im Gegensatz zu den Danaiden bedeutend von der Oberseite ab und ist oft, wie
bei den Pieriden, charakteristischer und reicher gefärbt als diese. Bemerkenswert ist das Fehlen von Ocellen
(Ausnahme nur die Gattungen Amnosia und Rhinopalpa ) der Unterseite, hervorzuheben aber nach Spuler die
grosse Uebereinstimmung, welche die Zeichnung darin zeigt, dass die bei den Satyriden stets entwickelte Augen¬
reihe im Submarginalgebiet, wenn auch oft nur rudimentär sich fast überall findet und nach Rebel als sehr altes
Zeichnungselement aufgefasst wird. In der Farbenpracht stehen die indo-australischen Nymphaliden den süd¬
amerikanischen nach, sie überbieten sie aber nach zwei Richtungen: im sexuellen Dimorphismus und in der
Variabilitätsamplitude, sowohl der cfc? (Euthaliinae) wie auch der ?? (Hypolimnas). Aehnlich heteromorphe
Bildungen, wie sie uns die Vertreter der Gattung Euripus bieten, suchen wir auch vergelblich im aetliiopischen
454
NYJVIPHALIDAE. Von H. Fruhstorfer.
Faunengebiet und die polychrome Veränderlichkeit der Hypolimnas wird überhaupt nur noch übertroffen
durch die protistische Ausbildung der ?? der Papilio memmon- Gruppe. Als Grundfarbe herrscht meist ein
schönes Braun oder Braungelb vor, rein weisse Arten sind sehr selten (Helcyra), gelbe Farbtöne wie bei
den Pieriden und neotropischen Papioniden fehlen ganz, ebenso ein reines dominierendes Grün, wie etwa
bei Charaxes eupale unter den Afrikanern und Metamorpha dido unter den Südamerikanern.
ln ihren Gewohnheiten zeigen sich die Nymphaliden mit ganz verschwindenden Ausnahmen ( Amnosia ,
Mynes , Protlioe) als sonnenliebend; sie flüchten sich selbst nur selten in den Schatten der Bäume und des Waldes
(Euthcäiiden, Kallima, Cethosia, Tennos) wie es bei den Satyriden und Amathusiiden die Regel ist. Ebenso sitzen
sie fast ausnahmslos auf der Oberseite der Blätter mit weit ausgebreiteten Flgln und vergessen dabei manchmal
sogar das schützende Kleid der Unterseite (Kallima). Einige Genera dagegen, so alle Sand- und Feuchtigkeits¬
sauger (Cynthia) öffnen niemals ihre Figl., ebensowenig die unterseits blattartigen Doleschallia. Ihr Flug
ist in der Regel schnell und gewandt, manchmal rapid und stossweise (Charaxes). Doch gibt es auch Aus¬
nahmen wie die schwerfälligen und unbeholfenen Kallima , oder die trägen durch ihre Danaidenähnlichkeit
merkwürdigen Hypolimnas -?$. Eine Anzahl Genera ist ausschliesslich melitophil und demnach Blütenbe¬
sucher (Parthenos, Cethosia, Athyma, Neptis, Euripus) ; nur wenige bevorzugen den Erdboden (Protlioe, Cynthia,
Symbrenthia, Stibochiona) . Einige lassen sich durch aufgehängte Fruchtköder anlocken (Kallima, Euthalia,
Prothoe), andere besuchen Waldschenken (Vanessa) oder sie gehen animalischen Fäulnisprodukten nach (Charaxes) ,
wenn sie sich nicht auf abgefallenen Früchten ansammeln (Euthalia, Charaxes), oder in trocknen Gegenden dem
Urin von Rindern, Affen und Menschen nachgehen (Charaxes). Die Nymphaliden sind ausnahmslos Tagtiere, aber
wenngleich sie sich gerne an feuchten Ufern und Wegstellen ansammeln, sind viele Quadratmeter bedeckende
Golonien wie bei Pieriden und Papilioniden im indischen Gebiet noch nicht beobachtet worden. Einige Genera
sind von cosmopolitischem Charakter (Junonia, Argynnis) ; wenige nur bicontinental (Ergolis, Cyrestis ) \ ver¬
schiedene über das gesamte hier in Frage kommende Gebiet verbreitet und individuenreich (Neptis, lunonia,
Argynnis), andere sind lokal und nur spärlich vorhanden (Amnosia, Dilipa). Massenwanderungen wie bei
Pieriden und Danaiden sind, abgesehen von Pyrameis cardui, nicht bekannt, dennoch sind isolierte Species
ungleich seltener als bei Pieriden, Satyriden und selbst Danaiden. Dagegen macht sich auch bei den Nymphaliden
die Neigung zur Ausbildung insularer und örtlicher Rassen, ja sogar Species, in hohem Masse bemerklich und
resistente, invariable Arten sind äusserst selten. Im malayischen Inselgewirr gibt sogar ein sonst
unveränderlicher Weltbürger seine Widerstandsfähigkeit auf (Pyrameis cardui), indem er sich in deutlich er¬
kennbare Arealformen auflöst. Die Fähigkeit zur Ausbildung insularer Species oder Subspecies nimmt nach
Osten zu, so sind die Cynthia-, Cupha-, Cethosia-, Mynes- Arten des papuanischen Gebiets und der Salomonen auf
kurze Distanzen hin bereits viel schärfer geschieden als ihre westlichen Vikarianten.
Unter den malayischen Elementen besitzen Celebes und Ceram die Riesen unter allen in Frage kommenden
Formen, ebenso wie Java stets die hellsten Extreme produziert (Athyma, Neptis). Den grössten Reichtum
entfaltet der indische Continent mit einigen endemischen Genera (Dilipa); ihnen zur Seite stellt sich Makro-
malayana mit gleichfalls 40 Gattungen, also soviel, wie aus der gesamten afrikanischen Region bekannt sind;
darunter eine endemische (Amnosia). Nach Norden nimmt die Zahl rasch ab; die Philippinen haben noch
30, Formosa etwa 25 und die Liu-Kiu-Inseln nur noch 12 Genera. Neu-Guinea beheimatet 22, der Bismarck¬
archipel 20 und die Salomonen wiederum 15 Genera.
In der vertikalen Verbreitung sind die Nymphaliden weniger expansions- und widerstandsfähig als z. B.
die Pieriden und Satyriden. Die meisten bevorzugen die Niederung und das Gebirge bis zu etwa 1500 oder
2000 m; Hochalpenfalter sind dagegen selten. Wenige, Vanessa und Neptis, gehen bis zu etwa 4000 m und
Höhen von etwa 5000 m. erreichen nur 2 Genera; Argynnis und Melitaea, deren Heimat ohnedies im palae-
arktischen Gebiet zu suchen ist, und allenfalls die eine oder andere Vanessa.
Wie schon oben erwähnt, sind die Nymphaliden namentlich in der östlichen Region örtlichen Einflüssen
insbesondere der insularen Isolierung stark unterworfen, und die Folgeerscheinung stellt sich uns dar als eine
endlose und in ihren Gliedern auch noch nicht entfernt bekannte Kette von Rassen und Formen. Dagegen sind
die Nymphaliden rein klimatischen Einwirkungen weniger ausgesetzt als die Pieriden und Satyriden und so zur
Unkenntlichkeit verwandelte Saisonformen, wie wir sie bei den Appias , Huphina und Mycalesis antreffen,
suchen wir unter den Nymphaliden vergebens. Die Anomalien prägen sich in der Regel in der Trockenzeitfärb¬
ung der Flügelunterseite aus (Junonia, Yoma, Cupha, Cynthia).
Bei den Kallima geht damit parallel eine Ausbildung des Vflglapex, eine Erscheinung, die ein Analogon
im Pieriden-Genus Hebomoia findet. Bei den Pantoporia prägt sich das Trockenzeitcolorit in einer Vermehrung
der hellen Farben der Oberseite aus, sonst finden wir nur ein Schwinden der Grösse (Euthaliiden, Cynthia)
und Hand in Hand damit ein Ausbleichen der Unterseite. Die Nymphaliden gelten allgemein als ein phyletisch
junger Zweig am Stamme der Lepidopteren, doch erweisen sich die meisten Species bereits als genügend con-
solidiert und der Artcharakter ist in der Begel markant und leicht erkennbar. Zweifel an der Zugehörigkeit
der ?? zu ihren cdcf, wie sie bei Pieriden und Satyriden obwalten, kommen selten auf. Nur die Angehörigen von
zwei Genera bilden eine Ausnahme: Neptis und Tanaecia mit ihren endlosen Farben und Zeichnungsanalogien,
ERGOLIS. Von H. Fruhstorfer.
455
Nachäffungen verwandter und entfernter Arten, dein scheinbaren Fehlen leitender Grundcharactere und dein Vor¬
handensein von hundertfachen Individualabweichungen. Doch scheint es, dass im Gegensatz zu Danaiden
und Amathusiiden die männlichen Greiforgane eine gewisse Divergenz besitzen und so den Schlüssel bieten
zur Sichtung der Materie, der man bisher ziemlich hilflos gegenüberstand. Albinismus und Melanismus sind
eine häufige Erscheinung auch bei den indoaustralischen Nymphaliden. Beide Anomalien linden sich sogar
in einem Genus (Euripus) parallelgehend vereint, und zwar bei beiden Geschlechtern.
Was die der Flügelmembran auflagernden männlichen tertiären Sexualorgane angeht, so sind die Nym¬
phaliden allen bisher behandelten Familien gegenüber am dürftigsten ausgestattet. So fehlen die mit scharf
duftendem Flaum besetzte Analtaschen der Papilioniden, sowie die analen Haarpinsel der Danaiden und Pie-
riden, ganz abgesehen von den reichen Garnituren der Amathusiidae. Sogar die noch bei den neotropischen
Agrias und Prepona vorhandenen Haarpinsel der Hflgl sind mit einer Ausnahme (Genus Prothoe) verschwunden.
Am sinnfälligsten ist noch das Genus Terinos ausgestattet und der von unseren europäischen Arggnnis bekannte
dürftige Aderbezug von modificierten Schuppen wiederholt sich bei den indoaustralischen Verwandten dieser
Gruppe sowie den eigentümlichen Ergolis. Von den Euthaliiden, besonders den Adolias, ist bekannt,
dass sie einen feinen Duft ausströmen der an Orangeblüten erinnert (Haase) und ich selbst fand, dass
nächst den Discophora die häufige Adolias dirtea von Java sowie A. aeetes von Celebes intensiv nach
Viola odorata duften, auch einige Cethosia riechen wie parfümiert.
Bemerkenswert ist noch die Verschiedenheit der Geäderstruktur der beiden Geschlechter der Genera Tennos
und Cethosia, doch ist die Divergenz im Vergleich zu jener bei den Hgantis und einigen Cidapa unbedeutend*).
Grosse Schwierigkeiten bereitet die Aufstellung einer befriedigenden systematischen Reihenfolge der
Genera, die sofort illusorisch wird, wenn wir nur ein sonst leitendes Merkmal wie etwa die Gestalt der Raupe,
der Sexualorgane ausschliesslich berücksichtigen; und dies umsomehr, als weder die Jugendstadien noch die
Klammerorgane lückenlos bekannt sind. Niceville hat versucht, die Abzweigung der Subcostaläste als Funda¬
mentalcharakter zu verwenden, doch scheiterte auch dieses Experiment an der hartnäckigen Abweichung von
vier sonst nahe verwandten Gattungen. Immerhin ist die Reihenfolge, welche in Butterflies of India, Burmah and Ceylon
Vol. 11. (18861, angewandt wurde, partiell die scheinbar natürlichste und weil sie sich in grossen Zügen mit den viel
einfacheren Verhältnissen der äthiopischen Fauna deckt, welche durch Aurivillius klar gelegt wurde, wird sie
teilweise als Richtschnur für die nachfolgende Arbeit benutzt. Massgebend ist dabei noch die Erwägung, dass beide
Autoren die vermutlich primitivsten Arten zu unterst setzen und die höher organisierten als Endglieder
auffassen. Endlich auch die Verwandtschaft mit den Satyromorphen, welch letztere insbesondere zur Los-
reissung der Penthema- Gruppe von den Limenitidi geführt hat und deren Angliederung an die satyroiden
niederen Genera. Forschern der Zukunft bietet sich aber noch ein weites Feld zu Verbesserungen, sowie
zur Erprobung ihres Scharfsinnes und ihrer Logik. Dagegen scheinen wir bei der homologen und univer¬
sellen Verbreitung der Nymphaliden so ziemlich alle überhaupt vorhandenen Genera bereits zu kennen und
der Entdeckung harren nur noch ungezählte Mengen neuer Ortsformen der Inselwelt des Malayischen Archipels,
insbesondere der Philippinen, der Trabanten von Sumatra, Celebes und Neu-Guinea.
Das Material zu den Abbildungen entstammt mit verschwindenden Ausnahmen der Sammlung H.
Frustorfer (Genf), in der auch die Typen der neubeschriebenen Formen aufbewahrt sind, soweit sich nicht
die wenigen zum Vergleich herangezogenen Exemplare in der Sammlung Semper des Senckenbergischen
Museums in Frankfurt oder in jener des Museums für Naturkunde in Berlin befinden.
Tribiusl: Biblinpe Bsd. **). Costalader am Grunde cystös. Vorkommen im aethiopischen-
und neotropischen Gebiet.
1. Gattung: Ergolis Bsd.
Die indischen Vertreter dieses bicontinentalen Genus differieren nur leichthin von ihren afrikanischen
Verwandten durch den atrophierten Zellschluss der Vflgl sowie die den cfcf fehlende, bei den 2? nur rudi¬
mentär vorhandene Querader der Zelle der Hflgl und die wenigstens bei E. ariadne im Vergleich mit der
aethiopischen E. enotrea gerader verlaufende, nicht nach hinten ausgebogene Submediana. Costalader am
Grunde stark aufgeblasen, die vordere Discocellulare sehr kurz, fast verkümmert, die mittlere stark gebogen
und die sehr lange hintere Discocellulare beim cf nur als eine feine Linie, beim 2 als schwache Vertiefung
zu erkennen. Prsecostale der Hflgl zweispaltig, mit längerer distaler Spitze. Die Rp ist durch Horsfield seit 1829
bekannt, gehört dem Vanessa- Typus an und trägt zwei dorsale Reihen scharfer, fein geästeter Dornen. Pp mit
zwei Kopfspitzen, und dorsalen Auswüchsen. Rp auf der Ricinus communis und einem stinkenden Kletter¬
gewächs der Gattung Tragia. Ein wesentliches Merkmal der Gattung bilden die tertiär sexuellen Charactere.
welche bei jeder Art verschieden sind und so ein gutes Determinationshilfsmittel bieten. Die Ergolis bewohnen
die gesamte orientalische Region mit Ausstrahlungen nach den Molukken. Auffallend ist der Reichtum von
Celebes mit vier Arten. — Die Ergolis sind sonneliebende Tiere, deshalb meiden sie den Wald und finden
*) Man vergleiche auch die Diagnose der Gattung Argynnis.
**) Im neotropischen Gebiet sind die Bibiinen vertreten durch das Genus Cystineurci.
456
ER GO LI S. Von H. Fruhstorfer.
sich ausschiesslich in Gärten, am Wegrande und am Saume von Plantagen. Ihr Flug ist nieder, schwebend,
auch sind sie keineswegs scheu und man trifft sie in der Nähe menschlicher Wohnungen besonders da, wo
die Ricinuspflanze angebaut oder verwildert ist. — Uncus zart, hackenförmig, mit sehr scharfer Spitze.
Valve kurz, schmal, basalwärts geradlinig, mit feiner Spitze, dicht beborstet.
a) Reibefleck der Hflgl-Oberseite mit rötlich braunen modificierten Schuppen bedeckt. Der schwarze Mehlfleck
der Unterseite der Vflgl samtartig, nicht in die Zelle eindringend.
ariadne.
rufotaeniata.
gedrosia.
pallidior.
minorata.
indica.
alternus.
E. ariadne ist die gemeinste Art., von Vorderindien nordwärts bis Formosa und im Süden über Macro-
malayana bis zu den Inseln der Floresgruppe und Celebes verbreitet. Die Art ist ziemlich beständig, neigt
mir im geringen Masse zur Localrassenbildung und selbst die Zeitformen sind nur geringfügig differenziert.
Charakteristisch für ariadne und die nächste Art ist ein hartnäckiger weisser Subapicalpunkt der Vflgl, welchen
beide Geschlechter besitzen, ariadne L., die Namenstype, stammt aus Java, wo sie bis zu etwa 600 m Höhe
am Rande von Kaffeepflanzungen als eine der am häufigsten anzutreffenden Arten gilt. Ostjava-Exemplare
sind etwas kleiner als solche aus dem Westen und es macht sich die Einwirkung des dortigen trockenen
Klimas bemerklich durch das Ausbleichen der rötlichen Färbung und das Schwinden der schwarzen Längslinien
der Oberseite. Rp nach Horsfield’s prächtiger Figur schwarz mit roten Punkten und gelben Lateralstreifen.
Kopf mit zwei langen fein verzweigten Aufsätzen, Rücken mit zwei Reihen von gelblichen, gleichfalls verästelten
Dornen. Ppe rötlichgrau mit eckigen Flügelscheiden. — Auf Lombok kommen Exemplare vor mit besonders
scharf heraustretenden Längsbinden und rötlichbrauner Füllung zwischen ihnen, dies ist rufotaeniata Frühst. -
Weiter nach Osten auf den kleinen Sundainseln und im südlichen Celebes bleiben die Stücke habituell hinter
der Javaform zurück und sie nehmen ein dunkleres Colorit an, gedrosia subsp. nov. (107 b). Nach Angaben
von Piepers ist gedrosia bei Djeneponto in der sumpfigen nahe dem Meere gelegenen Ebene sehr gemein und
wird auf höheren Lagen schon weniger häufig. Vermutlich auch auf Kangean. pallidior Frühst., ursprünglich
basiert auf die Trockenzeitform mit obliterierten schwarzen Längslinien auf allen Flügeln, von welchen nur
noch die submarginale halbwegs deutlich erkennbar bleibt, ist im allgemeinen grösser als javanische ariadne
und unterseits kenntlich durch die feurig rotgelbe Füllung der Medianbinde der Hflgl-Unterseite. Type aus
Assam, aber über die ganzen Südabhänge des Himalaya und östlich über Hinterindien, Yunnan und Formosa
verbreitet. — Rp auf der am Boden hinkriechenden Tragia cannabina und involucrata, vorwiegend schwarz
mit weisslichem Rückenstreifen, sehr unruhig; sie bewegt ihren Kopf beim Kriechen. Puppenruhe 10 Tage.
Falter überall gemein, besonders in Tonkin, wo sie sich in der Nähe der Dorfgärten aufhalten. — minorata
Moore (107 b) ist eine habituell viel kleinere Rasse mit markanteren und mehr zusammengerückten Schwarz¬
binden der Oberseite, die ziemlich übereinstimmend auch in Südindien vorkommt, deren Type aber von
Ceylon stammt. — indica Moore aus Calcutta, Madras, den Nilgiris beschrieben, ist ein wenig grösser als
minorata. — alternus Moore bezieht sich auf die der pallidior nahestehende Inselrasse von Hainan. Dieselbe
bleibt in der Grösse erheblich hinter Formosa- Exemplaren zurück und ist unterseits gleichmässig rotbraun
gefärbt mit sehr undeutlichen schwarzen Wellenlinien und ohne distale graue Aufhellung, welche so characteristisch
für indische und Formosa-Exemplare ist.
b) Reibefleck der Hflgl-Oberseite wie bei a), der Samtfleck der Vflgl-Unterseite aber in die Zelle übertretend.
E. merione hat rundere Flügelconturen als die vorige Art und der weisse Subapicalpunkt der Vflgl ist
nicht mehr so hartnäckig wie bei ariadne und bleibt nur bei den 2? stets constant. Die mit gelblichen
Tönen untermischte Grundfarbe von ariadne macht einem satteren Rotbraun Platz, die Längslinien der Ober-
merione. fläche mehren sich und sind mehr zusammengedrängt, merione Cr., die Namenstype, stammt von der C.oro-
mandelküste und gilt als einer der häufigsten Schmetterlinge des Canara-Districts, hält sich aber im Gegensatz
zu E. ariadne mehr im Walde auf. Die Rp lebt auf derselben Schlingpflanze wie jene von ariadne , sie ist
taprobana. aber stets grün, statt vorwiegend schwarz mit dunkelbraunen Längsstreifen. — taprobana Westw. (107 c) lässt
sich vom nomenclatorischen Typus nur mit Mühe absondern; es scheint aber, als seien Ceylon-Exemplare
constant kleiner als südindische merione und von dunklerem Gesamtcolorit. Nach Moore treten auf Ceylon
zwei Zeitformen auf, von denen jene der trockenen Periode, wie üblich, bleicher ist als das von uns darge¬
stellte & der Generation der nassen Zeit. Der Falter geht von der Ebene bis zu 2000 m Höhe und ist
tapestrina. nirgends selten, sowohl im offenen Land wie auch im Walde anzutreffen. — tapestrina Moore (107 a als merione )
ist der älteste Name für die nordindische Arealform, aus Dehra-Dim beschrieben, die von Simla bis Sikkim
und Assam den Südabhang des Himalaya begleitet, tapestrina ist auf relativ kleine, bleich gelbbraune Exem¬
plare der Trockenzeit basiert, deren 22 (107 a) auffallen durch die hellgrauen Längsbinden der Unterseite.
In Sikkim tritt tapestrina häufiger auf als ariadne. Nach Angaben Moore’s steigt sie bis ca. 5000 m Höhe. —
pharis. pharis subsp. nov. wird auf die Trockenzeitform der hinterindischen Ortsrasse basiert, die sich von der vorder¬
indischen tapestrina ohne weiteres absondern lässt durch das buntere Colorit der Oberseite, auf der nahezu
hellgelbe mit fast schwarzbraunen Zonen abwechseln, so dass an Melitseen erinnernde Zeichnungen entstehen.
Die Regenzeitform fiel bereits Bingham auf, welcher Tenasserim-Stücke als dunkler bezeichnet, so dass sie sich
Ansgegeben IR. III. 1912.
ERGOLIS. Von H. Fruhstorfer.
457
mehr der südindischen merione und taprobana von Ceylon anschliessen, als den Sikkim- und Assam-Vikarianten.
Type aus Siam aus etwa 300 m Höhe bei llinlap, Muoklek ander Bangkok — Korat Bahnlinie. Januar, Februar.
d der Regenzeitform aus Süd-Annam und Tenasserim. Nach Moore auch im Mergui Archipel. — ginosa subsp. ginosa.
nov. bewohnt Sumatra und die Malayische Halbinsel. d grösser als pharis-d cf, dunkler rotbraun mit mar¬
kanteren schwarzen Wellenlinien der Oberseite. Das ? führt breiter angelegte schwarzbraune Felder und Ränder
der Oberseite und auch unterseits sind die Medianbinden schärfer umgrenzt, gleichmässiger rotbraun. nicevillei nicevillei.
Frühst. (107 b) bleibt in der Grösse erheblich hinter den nordindischen und makromalayischen Schwester¬
rassen zurück: die dd, namentlich jene aus Ost- Java, erscheinen oberseits noch dunkler rotbraun als sumatra-
nische ginosa. das ? aber zeigt deutlich den javanischen Färbungscharacter durch vorwiegend bleiches Colorit
und lichter grauer Unterseite. ?? aus dem Osten der Insel nähern sich mehr der pharis Frühst, von Siam
(Trockenzeitform), jene von West-Java aus der Umgebung von Sukabumi bilden eine Zwischenstufe von
tapestrina ans Sikkim und ginosa von Sumatra. Ziemlich selten, bis etwa 800 m Höhe aufsteigend. — Von
Borneo ist eine merione- Rasse bisher mit Sicherheit noch nicht bekannt, doch vermutet Shelford dass ahmat ahmat.
Pryer (im „Brit. Nord-Borneo Herald" vom Oktober 1894 p. 259 beschrieben) hierzu gehören könnte. Auf den
Philippinen findet merione jedoch ihre natürliche Fortsetzung in crestonia subsp. nov. Das cf überbietet das crestonia.
ginosa-d in der Grösse, die schwarzen Linien der Hflgl treten deutlicher heraus; das ? wird dadurch bunter,
dass rotbraune, graue und schwarze Streifen auf dessen Oberfläche wechseln. Unterseite grau mit auch auf den
Vffgl lebhaft markierten, rotbraunen Binden. Palawan, Januar von W. Doherty gefunden, nicht sehr selten. -
luzonia Fldr. (107 c) ist ein helles Extrem mit ähnlich wie bei pharis Frühst, verbreiterten, z. T. hell gelb- luzonia.
liehen Medianbinden. Die graue Unterseite gleicht crestonia Frühst, von Palawan, mit ihren prominenten,
schmalen, intensiv rotbraunen Bändern. Flugzeit anscheinend das ganze Jahr und nach Semper von Luzon bis
Mindanao verbreitet. Die Form ist ziemlich selten und ich vermute, dass sich unter dem Namen luzonia einige
geographische Rassen verbergen, deren Klarstellung der Zukunft Vorbehalten bleibt. — maculata Semp. umschreibt maculata.
die nördlichste bekannte merione- Form mit lebhaft contrastierender Oberseite, von welcher Semper nament¬
lich die dunkle basale und sehr helle distale Flügelhälfte hervorhebt. Die Unterseite zeigt das Colorit der
Trockenzeitform mit verschwindenden schwarzen Makeln auf hellgrauem Untergründe. Camiguin de Luzon,
Babuyanes und Nordwest-Luzon. — celebensis Holl, endlich bezeichnet eine ganz hervorragende Inselrasse, cetebensis.
welche Doherty im Süden von Celebes entdeckte, die als ein echter Celebes-Schmetterling durch ihre Grösse
alle Verwandten überragt. Das Basalgebiet der Vflgl ist bei beiden Geschlechtern stark verdüstert, die
Medianregion dagegen aufgehellt, arm an schwarzen Linien und beim ? bedeckt mit unregelmässigen schwarz¬
gesäumten gelblichen Feldern. Auf der Unterseite markiert sich eine breite Medianbinde, während das sub¬
marginale Band nur schwach angedeutet ist.
c) Speculum der Hflgl-Oberseite sehr erweitert. Duftfleck wie bei b.
E. merionoides Holl. (107 a) ist eine hochaparte Art welche obscura Fldr. auf Celebes repräsentiert merionoides.
und die Charactere der indischen merione mit jenen der molukkischen obscura vereinigt, d: Oberseits hell¬
gelbbraun mit schärfer gewellter Submarginallinie, die sich beim ? am Hinterrand verbreitert und in ein
schwarzbraunes Randgebiet übergeht. Beide Geschlechter führen eine Kettenreihe von schwarz gekernten
rundlichen oder ovalen Augenflecken. ? oben hellbraungrau mit gelblicher Medianzone; Unterseite des ?. im
lebhaften Contrast zu der abgebildeten des d, grauweiss statt rotbraun, mit zierlicher gelbbrauner Wieder¬
holung der Fleckung der Oberseite. Von Doherty in Süd-Celebes anfgefunden, in meiner Sammlung vertreten
durch 3 Paare aus Dongala, Central Celebes, August, September die einer Trockenzeitform angehören. Klammer¬
organe in der Gattungsdiagnose beschrieben. buruensis Frühst. (107 a) von der nur 2 ?? bisher bekannt sind, buruensts.
wiederholt die Zeichnungsmotive von merionoides Holl, von welcher sie eine melanotische Abzweigung vorstellt,
nur nähert sich buruensis wieder mehr dem allgemeinen Ergolis- Typus durch die gleichmässig rotbraune Färb¬
ungstendenz der Oberseite. Die Unterseite ist vorherrschend grau mit matt braunen Makeln. Insel Buru.
E. obscura Fldr. (107 a) ist eine sehr seltene Species, von welcher mir nur ein Pärchen aus Halma- obscura.
heira und ein d aus Batjan vorliegen. Auffallend runde Flügelconturen, die sehr dunkle Gesamtfärbung und
das Fehlen der submarginalen Ozellenketten, sowie das Auftreten einer intensiv roten Medianbinde separieren
obscura von merionoides. Dennoch ist es wahrscheinlich, dass noch weitere Zwischenstufen als buruensis (auf
Obi, Sula Mangoli) entdeckt werden und dann fällt merionoides als Species und muss als Zweigrasse an obscura
angegliedert werden. Unterseits differiert obscura d' von merionoides d durch das Fehlen des grauen Sub-
marginalanfluges der Hflgl und das ? entfernt sich von buruensis ? durch das Wegbleiben der submarginalen
Kette von nierenförmigen Flecken, deren Raum eine graue Wellenbinde der Hflgl einnimmt.
E. taeniata tritt auf den Philippinen an die Stelle von obscura, bleibt etwas in der Grösse hinter obscura
zurück und ist charakterisiert durch eine je nach der Lokalität an Breite wechselnde heller oder trüber ocker¬
gelbe Bänderung. Der schwarze Duftfleck der Unterseite etwas reduziert, geht nur noch als feine Linie in
die Zelle über und zerteilt sich nach aussen. Unterseite der Hflgl auf der gesamten Oberfläche von wolkigen,
grauen Partien bedeckt, welche von zierlichen rotbraunen Binden durchzogen werden, taeniata Fldr. (107 c) taeniata.
IX 58
458
ERGO LT S> Von H. Fruhstorfer.
umschreibt die farbenfreudigere Abzweigung der Nord- Philippinen. Beim cd geht das gelbliche Feld bis zur
Gostale der Vflgl. Nach Semper scheint taeniata mehr im Gebirge als in der Ebene zu fliegen und ist bisher
adelpha. nur von Luzon und den Babuyanes bekannt. Flugzeit vom April bis November. - adelpha FJdr. ist das melan-
otische Extrem der südlichen Philippinen. Die gelbliche Zone des cd stark verengt, nach vorne in die dunkler
braune Grundfarbe übergehend auf den Hflgl kaum halb so breit. Beim ? erscheint oberseits an Stelle des
ockergelben Feldes eine unregelmässige, nach vorn graue, nach hinten grünlichgelbe Aufhellung. Die Mittel¬
binde der liilgi ist bis zum Costalrand durchgezogen. Bisher aus Nordwest- und Süd-Mindanao bekannt, von
Semper auch aus Bohol abgebildet.
d. Speculum der Hflgl-Oberseite wie bei c, der Androconienfleck der Vflgl-Unterseite aber reduziert, manchmal nur
als schmaler Streifen längs der unteren Zellwand vorhanden.
E. specularia zeigt den Flügelschnitt von E. merione , die Zeichnung der Unterseite harmoniert dagegen
mehr mit jener von ariadne , oberseits fehlt aber der weisse Apicalpunkt. Durch den glatten, grossen bis zur
vorderen Mediana ausgedehnten gleissenden Spiegel wird die Verwandtschaft mit der oiscara-Gruppe dokumentiert,
von welcher specularia wiederum abweicht durch den zurückgebildeten Sammtfleck der Hflgl-Unterseite. Basis
der Flügel braunrot angeflogen, der Aussenteil stets bleicher. Durch die Zeichnungsanologie der Unterseite
könnte man allenfalls versucht sein, specularia als eine extreme Trockenzeit form von ariadne anzusehen;
doch sind Exemplare der regenarmen Periode aus Sikkim und Java längst bekannt, ohne dass sie solche tertiär-
arca. sexuelle Veränderungen, wie wir sie bei specularia constatieren, mit ihrem Auftreten verbinden. - arca Frühst.
wurde von mir im mittleren Siam auf etwa 300 m Höhe im Januar beobachtet. Von typischen specularia Frühst,
aus West-Java differiert sie durch schärfer hervortretenden Apicalteil der Vorderflügel, die grössere Gestalt
und etwas lichtere gelbbraune Grundfärbung. Der Duftspiegel der Hinterflügel ist dichter mit rötlichgrauen
Schuppen belegt. Die Discalbinden aller Flügel sind etwas deutlicher. Die submarginale Zone innerhalb der
schwarzen Zackenbinde der Hinterflügelunterseite rötlich, anstatt grau. Die Discalbinden schärfer schwarz ab-
specularia. gegrenzt und dunkler braun. Vorderflügel 38 mm. — specularia Frühst. (107 b in specularis verdruckt) ist
sofort kenntlich an der schön hellgelben Submarginalzone, besonders der Hflgl. Das ? hat schärfer abgesetzte
und kräftigere, schwarze Linien auf allen Flügeln. Im Discalteil der Vorderflügel lagert eine dunkelbraune,
breite, schwarz beschuppte Region. Auch der Basalteil der Vorderflügel ist satter braun als beim cf und
kontrastiert lebhaft mit dem der lichtgelbbraunen Marginalzone. Die Flügelunterseite erinnert etwas an ariadne ,
die braunen Binden sind heller und nach innen von geraden, weniger gewellten, schwarzen Linien eingesäumt
und die graue Bestäubung ist viel lichter. Die praediscale, d. h.. von der Basis aus gezählt, die zweite rotbraune
Rinde ist dagegen viel schärfer gekniet, oben sehr viel breiter rotbraun als nach dem Analwinkel zu, während
sie bei ariadne ganz gleiclnnässig verläuft. Ost- und West-.Java, bis zu etwa 700 m Meereshöhe, sehr selten,
namentlich das ?. Drei Südost-Borneo-Exemplare meiner Sammlung sind kaum von javanischen specularia zu
unterscheiden. Vermutlich wird die Art auch noch auf Sumatra und der malayischen Halbinsel entdeckt. Aus
intermedia. Mikromalayana ist bereits eine Zweigrasse, intermedia Frühst, bekannt, welche durch den dunkel braunroten
Farbenton der Oberseite einen Anklang an E. obscura Fldr. der Molukken bildet; intermedia bleibt habituell kleiner
als specularia und unterseits c-haracterisiert durch den zu einem kleinen Fleck zusammengeschrumpften Andro-
conienbelag der Vflgl. Alor, Flugzeit Monat März; West-Sumbawa.
timora. E. timora Wall. eine bisher verkannte Species, die vielfach als E. ariadne- Unterart aufgefasst wurde.
Die Reschreibung ihres Autors ist auch etwas kurz, doch lässt die Diagnose: „Oberseits schön orange rotbraun,
der Aussenrand und die Basis verdunkelt, mit einer Wellenlinie durchzogen, Apicalpartie vorspringend
doch ohne weissen Punkt und eine submarginale Wellenlinie den dunklen Aussenraum begrenzend;
Unterseite reich braun, die Basalhälfte concentrisch gefleckt mit trübweissen Bändern, die sich in Flecken längs
des Terminalsaumes wiederholen, Apex mit einem weissen Fleck wie bei ariadne“, keinen Zweifel, dass Wallace
phemonoe. eine der dougalae Frühst. (107b) benachbarte Art vor sich gehabt hat. Heimat Timor. phemonoe Frühst,
ist hierzu eine hellere Inselrasse mit schön hellockergelber Flügeloberfläche, rotbrauner Basal- und Terminal¬
partie aller Flügel, also ausgedehnter rotbraun überstäubt als dongalae { 107 b). Insel Wetter, Flugzeit der Monat
Mai, 1892 von W. Doherty aufgefunden.
dongalae. E. dongalae Frühst. (107b in dongolae verdruckt) übertrifft phemonoe an Grösse; sie ist oberseits
dunkler. Das Speculum der Hflgl.- Oberseite leicht rötlich beschuppt. Unterseite mit verschwindendem weissen
Apicalpunkt, lichter braun. Hflgl mit graubrauner Basal- und weisslichgrauer Distalhälfte, mit schmäleren, rot¬
braunen Binden. ? unterseits durchweg weisslichgelb, rotbraun gebändert und gefleckt. Oberseits führt
das $ auch noch eine feine schwarze mediane Linie der Hflgl, die dem cf fehlt. Dongala, (Central-Celebes),
August, September von W. Doherty, in Kendari (Ost-Celebes) von H. Kühn aufgefunden. F. dongalae zählt zu
denjenigen celebischen Species, deren Ursprung im westmalayischen Gebiet zu suchen und deren Einwanderung
über die Flores-Brücke erfolgt ist. Werden Intermediatformen gefunden, (Saleyer, Tanah-Dampea), muss dongalae
mit timora subspecifisch vereinigt werden.
LARINGA. Von H. Fruhstorfer.
459
e. Vflgl-Unterseite mit sammtartigen Adnervalduftstreifen und zwar auf allen Adern. Costal- und Terminalsaum
der Hflgl gleichfalls mit modificierten Schuppen belegt, ebenso die hintere Partie der Vflglzelle; eine Erscheinung, welche
in der Nymphalidenwelt wohl einzig dasteht.
E. isaeus. Oberseits der E. merione Cr. zum Verwechseln ähnlich, aber mit geradlinigeren schwarzen und
im Medianteil aller Flügel weiter separiert stehenden Längsbinden und in beiden Geschlechtern ohne den
weissen Apicalpunkt. Unterseite gleichartiger graubraun mit markanteren, isolierten Wellenbinden. Terminal¬
saum nahezu schwarz, je nach der Ortsrasse mehr oder weniger ausgedehnt, am breitesten aber bei der
javanischen Inselform, isaeus Wall., von der malayischen Halbinsel und Sumatra beschrieben, wechselt vor- isaeus.
amtlich je nach der Jahreszeit etwas in der Färbung. Vier cfcf erscheinen vorherrschend rotbraun, ein Pärchen
mehr graubraun. Das ? besitze ich nur aus Nordost-Sumatra; es ist namentlich unterseits vom cf abweichend
durch ein gelblichgraues Colorit, aus welchem zart schwarz umgrenzte rötlichgraue Längsstreifen deutlich
hervortreten. Rp auf einer auf dem Roden hinkriechenden, stark stechenden Schlingpflanze, (Tragia spec.j;
selten, nur im Walde. In der Sammlung Fruhstorfer auch aus den Padang’schen Bovenlanden, West-Sumatra.
Nach Angaben von Niceville einmal in Birma gefunden, doch ist dieser Fundort von Bingham nicht be¬
stätigt und ist fraglich, weil Niceville die vier Indisch-makromalayischen Ergolis- Species nicht zu unterscheiden
vermochte. Dagegen besitze ich ein sicheres cf aus Pontianak. West-Borneo. — ■ lysias Frühst, bewohnt Java, lysias.
wo sie sehr selten ist, wenngleich sie in allen Teilen der Insel vorkommt, cf etwas heller, mehr grau als
rotbraun im Vergleich zu Perak- und Sumatra-Exemplaren, mit einer mehr ins Gelbliche stechenden Median¬
zone. ? oberseits rauchgrau, Längsbinden graubraun oder jede rötliche Beimischung. Unterseite lichter, mit
grauen statt rotbraunen Intranervalstreifen der Vflgl, Hflgl wie schon erwähnt mit erheblich breiterer Randzone
von modifizierten Schuppen, ? dunkler, mehr grau als gelb, mit ausgedehnteren Längsbinden als Sumatra-??. —
pupillata Frühst. (107 b) bezeichnet die am weitesten von der Namenstype entfernte und am prägnantesten pupillata.
differenzierte Inselrasse. Oberseite mit deutlich contrastierenden Längszonen ; Basal- und Distalpartie braun,
von einer gelblichen Medianbinde deutlich geschieden, Hflgl von markanten schwarzen Bändern durchzogen.
Unterseite bemerkenswert durch eine Serie von hellbraunen perlschnurartig aufgereihten Submarginalmakeln der
Vflgl, Hflgl rötlichgrau mit nahezu schwarzen Submarginalmakeln und dunkelbraunen, viel deutlicher als bei
Java- und Sumatra-fsams heraustretenden Binden. Insel Nias, sehr selten.
2. Gattung: !iarin<>'a Moore.
Moore hat 1901 die beiden indischen Arten vom afrikanischen Genus Eurytela abgetrennt wegen der
nackten statt behaarten Augen, dem Heteromorphismus der Geschlechter und der veränderten Zeichnungsmotive.
Es sind aber auch leichte Structurunterschiede zu erwähnen, so die bei Laringa auf beiden Flügeln ver¬
kümmerte vordere Discocellulare, der bei Laringa vorhandene, bei Eurytela fehlende, scheinbare Zellschluss
der Hflgl. Auch Ergolis gegenüber sind Differenzialcharactere zu constatieren durch die verkürzte vordere Disco¬
cellulare der Hflgl die besonders bei E. ariadne ziemlich lang ist. Vflgl mit geeckter Flügelspitze. Costalader am
Grunde stark aufgeblasen. Subcostale 5 ästig, mit 2 Aesten vor dem Zellende, Ast 3 dem 4. näher als letzterem.
Ast 4 und 5 eine kurze, unterhalb der Flügelspitze mündende Gabel bildend. Obere Discocellulare sehr
klein, fast verkümmert; mittlere kurz, gebogen; untere sehr fein, gerade, die Mediana am 2. Ast
treffend. Hflgl mit zweispaltiger Präeostale. Zelle durch eine feine untere Discocellulare geschlossen,
welche die Mediana am Ursprung des 2. Astes trifft. Die Rp wird vermutlich analog den sethiopischen
Arten zwei lange Kopfhörner tragen und die Pp wird stark gewinkelt, ausgeschnitten und vermutlich von grüner
Farbe sowie mit schwarzen Makeln besetzt sein. Die beiden indischen Arten sind coloristisch scharf getrennt
und dasselbe gilt auch von ihren geographischen Abzweigungen. Sie sind durchweg sehr selten, die ?? einiger
Rassen sind überhaupt noch unbekannt. Von den cfcf wird erwähnt, dass sie auf sandigen Stellen von Wald¬
flüsschen gefunden werden. Der Flug erinnert durchaus an Ergolis und die Falter lieben es, lange mit ge¬
schlossenen Flügeln auf der Oberseite von Blättern am Waldrande zu ruhen.
E. horsfieldi die zuerst beschriebene Species ist zugleich am weitesten verbreitet und man begegnet
ihr in Birma, den Andamanen und in Makromalayana. cf oberseits vorherrschend graublau mit dunklen, blei¬
grauen oder blauen Partien, welche von schwarzen Median- und Submarginalbinden begrenzt werden. Unter¬
seite grau mit schwärzlichen Linien und Schuppenanhäufungen. ? je nach dem Flugplätze bleicher oder
dunkler ockergelb mit rötlichen Feldern und Linien. Unterseite stets heller, mehr gelblich, mit zarterer schwarzer
Ueberstreuung als die cfcf. Das cf gleicht etwa Erg. ariadne oder, wenn man will, den kleinen gelben Neptis-
Arten. Auf den Andamanen macht sich der Einfluss der trockenen Jahreszeit deutlich bemerklich. - glaucescens giaucescens.
Nicev. ist die dunkelste der bekannten Rassen; cf braun violett mit relativ schmalem blaugrauem Medianfeld
aller Flügel. ? dunkel ockergelb mit schwarzer Ueberpuderung. Unterseite des cf blaugrau mit braunen, des
? mehr gelblich mit rötlichen kurzen Streifchen. Type aus den Karen-Hills aus etwa 2500 Fass, sonst überall
in Oberbirma und Tenasserim vom Oktober bis März angetroffen, aber stets äusserst selten. - andamanensis a^^~nsis
Nicev. ist eine lebhafter gefärbte, weniger seltene Inselrasse, beide Geschlechter bereits sehr ähnlich der ab¬
gebildeten velitra (107 d), aber etwas grösser als die makromalayischen Vikarianten; cf ausgedehnter schwarz
460
BYBLIA. Von H. Fruhstorfer.
überzogen als velitra , ? mit rotbrauner Oberfläche, die mit hellgelben Federn belegt ist. Unterseite des cf wie
bei glaucescens- cf, jene des ? lichtgelb mit rötlichen Linien und Schuppenanhäufungen. Exemplare der Trocken¬
zeit sind kleiner, die schwarze Bänderung der cf tritt hinter einer ausgedehnteren blaugrauen Zone zurück:
das ? führt schmälere gelbe Medianpartien, die auf fahler rotbraunem Grunde stehen. Andamanen, nicht sehr
senta. selten. — senta Frühst, schliesst sich eng an andamcmensis an; das cf differiert durch die breitere schwarze
Submarginalbinde der Hflgl, das ? durch mehr verblasste, nahezu weisslichgelbe Medianpartien, die von blass
rotbraunen Gebieten umgeben sind. Unterseits beide Geschlechter etwas lichter, das ? nur unmerklich rot¬
braun bestäubt. Verglichen mit horsfieldi von Java ergeben sich folgende Unterschiede: Die Vtlgl von senta
sind in der basalen Begion, die Hflgl vor dem Aussenrande breiter schwarz beschattet und die graublauen
Zeichnungen etwas ausgedehnter und heller. Die Flügelunterseite von senta ist heller grau, mit ganz schmalen,
schwarzen Linien, welche viel gerader als in horsfieldi verlaufen. Das ebenfalls grössere ? ist rotbraun anstatt
gelbbraun, mit viel bleicheren Costal- und Medianbinden und schwächeren, schwarzen Linien auf der Flügel¬
oberseite. Auch die Unterseite fahler gelb und die Medianbinde der Vflgl an den Radialen unterbrochen und
nicht zusammenhängend wie bei horsfieldi -? von Java, Sumatra und den Andamanen. Insel Nias, Vflgllänge: cf
velitra. 27 mm, ? 30 mm. — velitra suhsp. nov. (107 c!) vermittelt den Uebergang von andamanensis und senta zu
horsfieldi von Java; sie bleibt in der Grösse hinter den beiden Formen der Wedda-Brücke (ehemalige Land¬
verbindung Ceylon-Nias) zurück, übertrifft aber die javanische Schwesterrasse noch etwas an Flügelausmass.
cf kaum von horsfieldi unterschieden, nur mit etwas schärfer abgesetzten schwarzen Bändern, ? dagegen viel
dunkler und gleichmässiger orangegelb, die rotbraunen Partien dunkler, die Unterseite gleichfalls gesättigter
ockergelb. In der Ebene vorkommend, ziemlich selten. Die cf cf sitzen mit gefalteten Flügeln und haben eine
horsfieldi. Vorliebe für Sandbänke an Waldbächlein. (Martin). — horsfieldi Bsd. zeigt wie alle Javafalter eine kleinere
Gestalt als die sumatranischen Verwandten und in beiden Geschlechtern ober- wie unterseits ein bleicheres
Colorit. cf 24 mm, ? 24 mm A^flgllänge. Sehr selten, im Osten der Insel anscheinend häufiger als im Westen
bis etwa 500 m Höhe. Von der Malayischen Halbinsel und Borneo sind horsfieldi- Formen noch nicht bekannt.
E. castelnaui eine echt makromalayische Species, welche nordwärts bis Moulmein vordringt, nicht auf die
Andamanen übergetreten ist, dagegen im Norden von Borneo aus die Süd-Philippinen erreicht hat. Im Osten
castelnaui. geht castelnaui nicht über Java hinaus, castelnaui Fldr ., die Namenstype, stammt von der Malayischen Halb¬
insel und geht nordwärts als grosse Seltenheit bis Ober-Tenasserim (Daunatrange und Attaran- Valley). Das cf
ist der einzige Tagfalter der östlichen Tropen mit reinem Ultramarinblau der Oberfläche. Flügel sonst nur von
einer feinen schwarzen Submarginallinie durchzogen und am Apex leichthin geschwärzt. ? graubraun mit
dunkelbraunen, schwarz abgegrenzten Längsbinden. Unterseite wie bei horsfieldi nur dunkler, dichter schwarz
bewölkt, mit steileren Längslinien. ? graubraun mit schwärzlichen Binden und weisslicher Submarginalzone.
Tenasserim bis Singapore, Nordost- und West-Sumatra, doch scheinen ?? von dieser Insel etwas dunkler zu
ochus. sein als solche von Perak. — ochus Frühst, bewohnt Borneo, die Type stammt aus dem Südosten der Insel.
Das cf ist viel grösser und von dunklerer blauer Grundfarbe als Exemplare aus Sumatra und Perak. Apex
der Vflgl breiter schwarz bezogen, die Flügelunterseite zeigt ausgedehntere und dunklere, schwarze Binden auf
ottonis. allen Flügeln. Das ? wird noch erheblicher differieren, leider fehlt mir dasselbe. — ottonis Frühst. Das cf
entfernt sich von castelnaui durch die hellblaue Flügelfärbung, welche ottonis mit fruhstorferi aus Ost-Java ge¬
meinsam hat. Die schwarze Submarginalbinde der Vflgl ist aber bei ottonis geringer entwickelt. Das ? hält
die Mitte zwischen castelnaui -? aus Sumatra und fruhstorferi von Java, es ist kleiner als Sumatraner, grösser
als Javaner und von einer mehr rötlichen als schwarzgrauen Grundfarbe. Unterseite: Das cf ist namentlich
im Marginalteil der Hflgl sehr viel heller als castelnaui von Borneo, das ? ist unterseits ebenfalls mehr rötlich
schattiert und mit dünneren schwärzlichen Linien, von denen die submarginale der Hflgl beinahe ganz ver-
fruhstorferi. schwanden ist. Palawan, nur 1 cf, 1 ? in der Sammlung Fruhstorfer. — fruhstorferi Nicev. (107 d) stammt
aus Ost-Java. Im Westen der Insel habe ich diese ausgezeichnete geographische Unterart nicht beobachtet.
Das cf differiert von den übrigen makromalayischen Rassen durch das lichtere Blau der Oberseite und die
breitere schwarze Submarginallinie der Hflgl. ? zierlicher als castelnaui -?, heller graubraun mit deutlich
heraustretender und viel schmälerer Medianpartie. Unterseite des ? viel heller als bei Sumatra-??, mit weiss¬
licher Füllung zwischen den schwärzlichen Längsbinden und ebensolchen Partien in der Submarginalzone beider
Flügel. Auf etwa 5 — 600 m Höhe, sehr selten, von mir nur im Zuidergebergde, südlich von Malang, Ost-Java,
niha. gefunden. — niha Frühst. (107 d) umschreibt die am erheblichsten differenzierte Inselrasse, deren cf cf kaum
von sumatranischen Exemplaren separiert werden können, deren ?? aber ausgezeichnet sind durch das Auf¬
treten weisser Transcellular- und Medianmakeln der Vflgl. Allgemeine Färbung sonst hell graubraun mit rötlich
braunen Längsbändern. Unterseite sehr nahe fruhstorferi von Java mit gleichartiger weisser Füllung der Längs¬
streifung und mehr rötlichen statt schwarzen Binden. Nias, sehr selten.
3. Gattung: Byblia Hbn. (Hypanis Bsd.)
Ein bicontinentales Genus, welches in Afrika wurzelt, wo zwei Species Vorkommen von welchen eine
sich nach Vorder-Indien und Ceylon verbreitet hat. Bijhlia schliesst sich den vorhergehenden in Geäder und
Palpenbildung vollständig an, unterscheidet sich aber sofort durch die nicht geeckten Vflgl und den stark ge-
PSEUDERGOLIS. Von H. Eruhstorfer.
461
kerbten Aussenrand. Zudem ist auch die Flügelfärbung verschieden und zeigt eher ein Melitseen-artiges Aus¬
sehen durch die auf schön orangebraunem Grund angeordnete schwarze Fleckenzeichnung. Die Fühler sind bei
Bijblia mit einer länglich zugespitzten Kolbe versehen; die Palpen sehr lang, nur oberhalb kurz beschuppt,
vorderseits und auf dem Rücken mit langen Haaren besetzt. Endglied fast y2 so lang, als das dünne, nur am
Ende etwas verdickte Mittelglied, kurz beschuppt. Der 3. Subcostalast dem 4. näher als dem Zellende. Vflgl-
Zelle geschlossen, Ffflgl-Zelle offen. Hflgl mit zweispaltiger Präcostale. Vorderfüsse des cd ausserordentlich dünn,
fadenförmig, mit wenigen seidenartigen Haaren bekleidet; Tarsus kurz, nur 1/3 so lang als die Tibie, und diese
von gleicher Länge wie der Femur. Rp. auf Tragia cannabina und von der Rp von Eryolis ariadne nur durch
den längeren hellgrünen oder grünlichgelben statt weisslichen Dorsalstreifen zu unterscheiden. Pp schlank,
manchmal grün, manchmal braun. Imago dem Einfluss der Jahreszeiten unterworfen. Vgl. auch Bd. 13, Taf. 51.
B. ilithyia Drury (138a). Oberseite rötlich orangefarben mit schwarzen Längsbinden. Unterseite äusserst ilithyia.
zierlich, auf den Vflgln nur in der vorderen Partie längs den schwarzen Streifchen weiss gefleckt; Hflgl aber
von drei gelblichweissen häufig fehlenden Längsbinden durchzogen, welche proximal von schwarzen Halbmonden
oder Punkten umgeben sind. — Bei der Trockenzeitform Simplex Btlr , verschwinden diese schwarzen Garnituren Simplex.
und die Unterseite verändert sich auf den Hflgl in ein sandfarbenes fahles Rotgrau, und oberseits beginnen die
schwarzen Bänder sich aufzulösen. Häufig von Poona und Bombay im Norden bis Madras und den Nilgiris
im Süden Indiens, sich in der Nähe von Wasserpfützen aufhaltend und bis 1000 m hinaufgehend. Auf Ceylon
nur im Norden der Insel, im Juli und dann wieder im Dezember im niederen Dschungel sehr gemein. Rp nach
Moore im ersten Stadium dunkelbraun, im zweiten schwarz mit einem gelblichen, die ganze Länge durch¬
ziehenden Dorsalstreif, drittes und letztes Stadium grün. Die Dornen schwarz. Pp an der Stirne leichthin
gespalten, Thorax hinten mit einer Spitze, Segmente dorsal etwas aufgebogen, Flügelscheiden leicht erweitert.
Farbe entweder grün oder fahlgrau oder purpurbraun mit hellerem Rücken.
Tribus Pseudergolidi.
2 mit vollkommen ausgebildeten Vorderfüssen. Vorkommen nur im indischen Gebiet.
4. Gattung: Fldr.
Hat mit Eryolis die feinen schwarzen Wellenlinien gemeinsam, nähert sich aber unterseits durch die
Ozellenkette der Hflgl mehr den Freds. Praecostale der Hflgl wie bei Eryolis. Geäder auch sonst (abgesehen
von der nicht aufgeblasenen Costale) mit dieser Gattung übereinstimmend. Fhlr lang, allmählich in einen
dünnen Kolben übergehend. Rp auf einer Urticacee, indisch Siar (Debregeasia bicolor), die engste Verwandtschaft
mit den Bybliden-Rpn verratend durch ein paar divergierender, schön geschwungener, schwarzer, fein verzweigter
Kopfhörner. Rücken ausserdem noch mit zwei subanalen Scheindornen, sonst nackt. Pp ähnlich jener von
Rohana camiba aber noch grotesker, ventral mit daumenförmigem Vorsprung und seitlichen Spitzen. Falter
nicht selten, mit langsamem, schwebendem Flug und sich mit ausgebreiteten Flügeln auf Blätter setzend. Sie
halten sich stets in der Nähe vom Wasser auf, gehen bis 2000 m hinauf und neigen zu allerdings nur gering
differenzierten Saisonformen. Verbreitung eine höchst eigentümliche, dem Südabhang des Himalaya folgend,
bis China und dann unvermittelt wieder auf Celebes. Nur zwei Arten bekannt.
P. wedah zerfällt in zwei Arealformen chinensis subsp. nov. reichlich ein Drittel grösser als weclah Koll. chinensis.
(Bd I, p. 173, Taf. 61 e), aber dennoch mit schmäleren schwarzen Binden. ? heller als 22 aus Sikkim und
Assam. Häufig in West-China, am Omeishan; ein Exemplar auch von lchang, Central-China, von Leech er¬
wähnt. — wedah Koll. vom Nordwest-Himalaya bis Ober-Birma bekannt, wurde von mir in Mittel-Tonkin als wedah.
grosse Seltenheit aufgefunden. Exemplare der Trockenzeit sind etwas kleiner als solche der Monsunperiode,
heller, mehr goldig braun und mit deutlicheren schwarzen Submarginalpunkten besetzt. Auf der Unterseite
treten die braunen Längsstreifen markanter hervor. 2 verwaschen braun, mit schwächeren Längsbinden der
Oberseite. In Tonkin im August, September (Trockenzeit) fliegend, tritt wedah im Himalaya von Mai bis
November auf. Die Falter sind nach Dr. Niceville sehr streitsüchtig und jeder besucht einen abgesonderten
Platz, an welchem sie promenieren.
P. avesta bewohnt Celebes, wo die seltene Art in zwei Ortsrassen zerfällt: avesta Eldr. (116 e), nach von avesta.
Lorquin vermutlich im nördlichen Teil der Insel gesammelten Exemplaren beschrieben, hat die Grundfarbe rotbraun
mit oberseits wohl ausgebildeten schwarz umringten Ozellen. 2 dunkel erdbraun, ohne jeden rötlichen Schimmer.
Zeichnung wie beim cf, nur im Transcellular teil der Vflgl etwas mehr beschattet. 2 im allgemeinen sehr ähnlich
Freds intermedia Fldr. was die Augenflecken, und Preds iphita , was die Färbung angeht. Hflgl rundlich ohne anale
Spitze wie beim cf. Unterseite der cf cf mit lebhaft schillernden weisslich violetten Partien längs der Ozellenkette und
in der Vflglzelle. Beide Geschlechter von mir bei Toli-Toli, Nord-Celebes, November und Dezember, am Waldrand
aufgefunden. — toalarum subsp. nov. (Name nach den weddaischen primitivsten Volksstämmen des südlichen Celebes), toalarum.
grösser, oberseits lebhafter rotbraun mit prominenteren Schwarzflecken als avesta. Das 2 führt noch deutlicher
schwarz umringelte Ozellen der Hflgl und die braunen Flecken der Unterseite aller Figl sind dunkler als bei Nord-Cele-
462
CAL INA GA. Von H. Fruhstorfer.
buddha.
gautama.
brahma.
sudassana.
formosana.
davidis.
saka.
lactoris.
bes-??. Ost-Celebes, männliche und weibliche Type in Collection Staudinger. Süd-Celebes cf, PatunuangAsoe (Januar)
in meiner Sammlung. Das ? der Südform hat Doherty entdeckt und es wurde von Holland 1890 zuerst beschrieben.
Tribus Calinagidi.
Vorderfüssedes? wie bei den Pseudergolidi, d. h. vollkommen. Hflglzelle geschlossen. Vorkommen nur im indischen Gebiet.
5. Gattung: Cfalinaga Moore.
Diese merkwürdige Gattung, welche nur in bedeutenden Höhen des Himalaya vorkommt, zeigt in ihrem
Aeussern eher einen Parnassius- artigen Charakter und illustriert zugleich in instruktiver Weise, nach welcher
Richtung hin sich der nachahmende Zug bei solchen Hochgebirgstieren entwickeln kann, in deren Heimat
Danaiden fehlen, dagegen noch Parnassier und Pieriden die Gegend beleben. Die Hauptcharaktere von Calinaga
liegen in der ungewöhnlich langen und schmalen Vllglzelle, der Einmündung des 4. Subcostalastes in die
Flügelspitze, und der Verbindung der hinteren Discocellulare des Vflgls mit der Mediana im Bug des 3. Astes,
wodurch sie sich sofort von allen vorhergehenden Gattungen unterscheidet, während die folgende Penthema
( Isodema ) eine gleiche Bildung besitzt. Von dieser wird sie scharf und sicher durch die fehlende vordere
Discocellulare im Vflgl, hauptsächlich aber durch die kurze Costalader des Hflgls getrennt, welche in den
Vorderrand und nicht in den Aussenrand mündet. Die Präcostalader ist kurz und nach innen gebogen; die
cfcf-Vorderfüsse sind ausnehmend klein und weich behaart; Tibia und Tarsus zusammen nur wenig länger als
Femur. Durch die eigentümliche lange rote oder gelbborstige Thoracalbekleidung sind die drei bekannten
Species von allen übrigen Nymphaliden leicht abzusondern, und man wird an die analoge Behaarung der
Bombiden unter den Hymenopteren erinnert. Eine Species (davidis) gleicht gewissen Aporia-Avien, die nord¬
indischen Zweigrassen vergleicht Moore mit Danaida limniace, und eine siamesische Form copiert Danaida
tytia und Papilio agestor. Uncus *) wie bei den Bybliden äusserst spitz und zierlich ohne basale Verdickung,
Valve auffallend breit aufgefaltet, nach vorne unvermittelt in eine stumpfe Spitze ausgezogen, dicht und fein beborstet.
C. buddha verteilt sich im indischen Gebiet auf drei Rassen, buddha Moore , die Namenstype stammt
aus dem Nordwest-Himalaya. Es ist die hellste Form mit breiteren hyalinen Stellen und völlig weissgrauer
Zelle der Vflgl. Unterseite der Hflgl hellockergelb. Manchmal nicht selten im Kulu-Tale, wo sie auf etwa
1500 m Höhe sich auf Sandbänken der Waldflüsschen einstellen, buddha ist ausschliesslich Waldbewohner und
wurde noch nie im Unterholz oder Nachwuchs aufgefunden. Aufgescheucht haben die Falter einen Papilio- artigen
Flug; sie sind immer lokal und man trifft sie vom März bis Mai, spärlicher auch im Juli. — gautama Moore
(111 d, als buddha) bewohnt den Ost-Himalaya, wo er als einer der seltensten Sikkimschmetterlinge gilt, der nur
in einer Generation im Frühjahr in Native-Sikkim erscheint und noch niemals von einem europäischen Sammler,
sondern stets nur von Eingeborenen eingebracht wurde. Die durchsichtigen Stellen aller Flügel besonders in
der Vllglzelle zurücktretend, die Unterseite der Hllgl braun mit rötlichem Schimmer, cf wie ? etwas grösser
als bei der West-Himalaya-Rasse. — brahma Bür. bedeutet das dunkelste Extrem. Oberseite vorherrschend
schwärzlich braun, mit zurückgebildeter zu schmalen Streifen und Punktflecken reduzierter Weissfleckung.
Unterseite der Hflgl sepiabraun mit deutlichen purpurnem Schimmer. Bisher nur zwei cf cf und ein ? bekannt,
welche vermutlich im Frühjahr 1884 auf dem Wege von Manipur nach Kohima in den Naga-Hills gefunden
wurden. — sudassana Melv. von Bingham als Art betrachtet, scheint mir dennoch nur eine südliche Form der
Collectivspecies buddha darzustellen und differiert in der Hauptsache durch einen schön ockergelben Anflug
der Analpartie der Hflgl, der sich auf der braun gesäumten Unterseite als rötlicher Hauch wiederholt. Auf
der Vflgloberseite macht sich eine Reihe weisslicher Anteterminalmakeln bemerklich, welche den vorderindischen
buddha fehlen, bei der Formosa-Rasse aber bereits angedeutet sind. Die Type wurde etwa 100 englische Meilen
nordwestlich von Chieng-Mai der siamesischen Shanstaaten in bergiger Region gefunden. Später wurden
auch noch einige Exemplare am Salwinfluss (Kunlon Ferry nahe der Yunnan-Grenze) und drei cf cf in den Karen-
Hills zwischen 6- und 800 m im März bei Tungho entdeckt. - formosana Frühst. Steht buddha gautama
Btlr. am nächsten, trägt aber noch breitere und dunkler grüne Praeapicalstrigae und fast doppelt so grosse
Submarginalflecke der Vflgl. Der schwarze Adernbezug der Vflgl wesentlich ausgedehnter als bei gautama
Btlr., die submarginalen Punkte der Hflgl bedeutend reduziert. Unterseite ähnlich gautama Moore vom Ost-
Himalaya, der Apex jedoch dunkler braun, ebenso die Distalregion der Hflgl. formosana schliesst sich viel
enger den indischen Rassen an als davidis Oberth. Anscheinend sehr selten. Insel Formosa. — - davidis
Oberth. (Bd. 1. p. 193, Taf. 59 e) dagegen ziemlich häufig in West-China und von Siao-Lu und Tay-tu-ho in meiner
Sammlung, hat mehr grünliche Intranervalstreifen der Vflgl und eine an buddha vom West-Himalaya anklingende
gelbliche Unterseite der Hflgl. — saka Moore, wie sie Leech und Seitz abbilden (Bd. 1 p. 193, Taf. 59 e), ist
bereits etwas heller als davidis; und lactoris Frühst, von Chang-yang in Central-China bildet das hellste
Extrem. Namentlich durch beim ? völlig verwaschenes Colorit auffallend, ferner durch stets vorhandene weiss-
liche ovale Antemarginal flecke der Vflgl, die manchmal mit den Submarginalmakeln zusammenfli essen und
lange pfeilartige Figuren bilden. Der Zellapex ist weiss, nicht grauschwarz wie bei davidis Oberth., die
Thorakalhaare gelb statt rotbraun.
*) Klammerorgane sehr ähnlich jenen der Gattung Cyrestis und mehrerer Apaluridi, sodass ihre Stellung neben
Peuthemu auch wieder gefährdet und unhaltbar ist.
PENTHEMA. Von II. Fruhstorfer.
463
C. cercijon Nicev. und C. Ihatso Obarth. bewohnen West-China (Tat-tsien-hi) und Ost-Tibet (Tseku)
Bd. 1. p. 193/194 Taf. 59 e und d.
6. Gattung: Pentlieilia Westw. (Isodema Fldr.)
Die wenigen Arten dieser Gattung sind zum Teil erstaunlich getreue Gopien von Papilioniden oder
Danaiden und sie erscheinen wie grosse Uestina und gehören zu den stattlichsten Nymphaliden der östlichen
Subtropen. Abgesehen von ihrer zum Teil stürmischen Flugart hat Pentliema viele satyroide Charactere. Zu¬
nächst ist, wie bei Galinaga, die Zelle der Hllgl wenigstens nahezu völlig abgeschlossen und die Fhlr sind
lang, gerade und kolbenlos. Die Klammerorgane zeigen ebensowohl ausgebildete laterale Stangen des Pneus
wie etwa die Arten des palmarktischen Satyridengenus Eumenis (= Satyrus pt). Auch der lange spitze haken¬
förmig gekrümmte Uncus selbst gleicht jenem der Eumenis. Valve dagegen ungewöhnlich lang, etwa wie bei
einigen Mycalesiden, aber entsprechend der Grösse der Falter zugleich robust, distal chitinisiert, in eine scharfe
Spitze auslaufend, dorsal manchmal gezähnt. Vflgl structurell characterisiert durch das Ausmünden der hinteren
Discocellulare in den Bug statt den Ursprung des vorderen Medianastes, die in den Vrd auslaufende dritte Sub-
costalis und die kurze nicht verzweigte Präcostale der Hflgl. Palpen weit über den Kopf hervorragend, stark
gebogen und vorderseits dicht beschuppt und behaart, auf dem Rücken des Mittelglieds mit einem Haarschopf
versehen. Eigentümlich ist der Gattung ein bisher noch nicht beachteter Dimorphismus beider Geschlechter,
der so weitgehend ist, dass er die Creierung von besonderen Arten veranlasst hat Ausserdem differenzieren
sich scharfe geographische Arealrassen schon auf kurze Distanz. Ausschliesslich Bewohner des Waldes, werden
sie gelegentlich an animalischen Excrementen gefunden. Vermutlich haben die Pentliema nur eine Generation.
Verbreitung vom östlichen Himalaya durch ganz Hinterindien über Hainan nach Formosa.
P. lisarda die expansionsfähigste Species mit der so häufigen danaoiden Zeichnung der Oberseite wie
wir sie analog bei Papilioniden, Elymniiden und den Uestina wiederfmden. Characteristisch sind drei isolierte
Makeln der Zelle der Vflgl, welche bei den östlichen Rassen durch schwarze Schuppen partiell überdeckt
werden oder ganz verschwinden. Unterseite sich auf dem Wege nach Osten gradatim verdüsternd, rötlich in
Sikkim, hellbraun in Birma, dunkler in Tonkin und endlich fast schwarz in Formosa. Valve lang, schlank,
distal äusserst scharf zugespitzt, leicht kantig, ohne dorsale mediale Dornen, lisarda DU. sehr ähnlich der lisarda.
abgebildeten milnintala , nur noch grösser, die weisslichen Flecken aber etwas schmäler. Unterseite der Hflgl
durchweg rostrot, jene der Vflgl nur mit rotbraunem Apicalteil. ? sehr selten, bedeutend grösser als das cf,
unterseits etwas fahler, Abdomen mit breiterem weissen, lateralem Streifen. Sikkim, Assam, ln Sikkim im
dichten Wald von Mai bis Juni manchmal nicht sehr selten, und nur in einer Generation, von etwa 2 — 4000
Fuss Höhe auftretend. In Assam wird die Flugzeit für Juli und August angegeben. — mihintala subsp. nov. mihintala.
( 1 1 3 d) liegt mir aus den Chin-Hills, Oberbirma, vor, wo die Form im Februar als grosse Seltenheit vorkommt.
Sie bildet durch die fahl- statt rotbraune Unterseite bereits den Uebergang zu michallati von Tonkin.
Oberseits ist sie durch rundlichere Zellmakeln und breitere Intranervalstrigae von lisarda geschieden. — michallati michallati.
Jan. (= gallorum Obertli .) bleibt in der Grösse schon hinter lisarda und mihintala zurück; sie ist rundflügeliger und
bei beiden Geschlechtern gewinnt die schwarze Grundfarbe der Oberseite an Ausdehnung, die weisslichen Makeln
und Striemen zurückdrängend. Sogar die Zelle der Hflgl beginnt sich wie mit Russ zu überziehen. Tonkin, Juni
bis September. Im Gegensatz zu C. darlisa annamitica eine langsame Fliegerin, im Gebaren kaum von Danaiden
zu unterscheiden, und von mir auf Blüten am Rande einsamer Urwaldpfade weggefangen, einmal auch auf
Sandbänken im Roten Fluss beobachtet. Nach Crowly auf der Insel Hainan. *) — Als pomponia Frühst. (1 1 3 d) pomponia.
ist eine äusserst interessante, seltene, nahezu völlig geschwärzte Form beschrieben, welche in der Regenzeit
neben der hellen michallati auftritt. Oberseite: Grundfarbe schwarz. Vflgl mit einer Marginalreihe von 4
obsoleten grauweissen Fleckchen, die zwischen oberer Radiale und dem Analwinkel innerhalb der Adern ver¬
teilt sind. Eine zweite innere Reihe von 5 rein weissen, runden Punkten zieht vom Costalrand bis zum dritten
Medianast. Hflgl mit einer Serie von 6 submarginalen Helmfleckchen, von denen die obersten am grössten
sind und einer Discalreihe von 6 weissgrauen Strichen, die in der Flglmitte mit 2 runden, weissen Punkten
zusammenstossen. Unterseite: Grundfarbe dunkelbraun, mit Ausnahme des schwärzlichen Basalteils der Vflgl.
Auf der Vflgl-Unterseite wiederholen sich die Zeichnungen der Oberseite, nur sind alle Flecken mehr blauweiss
und deutlicher aufgetragen und jenseits der Zelle und zwischen den Adern finden sich ungleich lange weissliche
Striche, die oben schmal sind, aber nach dem Analrand zu sich verbreitern Hflgl mit der etwas vergrösserten,
stark mit der Oberseite correspondierenden Submarginalfleckung aber dünnen, gelblichweissen Discalbinden.
Cilia weiss. ? grösser als das cf. Fhlr lang und schwarz. Kopf, Thorax und Körper schwarz. Auf dem Kopfe
hinter den Augen und dem Fühlergrunde weisse Haarbüschel, cf Thorax mit weisslicher Haarkrause, Abdomen
unten an den Seiten weiss. Palpen schwarz, innen weiss. Vflgllänge cf 56 ? 60 mm. Than-Moi, Nord-Tonkin,
1000', im Juni-Juli 1900. pomponia fliegt langsam, auch bei schwerstem Regen, wo sie lange Zeit und träge mit
gefalteten Flügeln auf Blüten saugen oder sich auf die Unterseite von Blättern oder an Zweige setzen. Es ist
sehr wahrscheinlich, dass auf der Insel Hainan auch noch eine, der pomponia nahekommende Form entdeckt wird.
*) Pavie fand P. lisarda bei Luang-Prabang am oberen Mekong. Man vgl. Nouv. Arch. du Musee Paris (3 Ser.)
Vol. IV. p. 256.
464
PENTHEMA. Von H. Fruhstorfer.
formosanum. P. formosanum Rothsch. (114a als formosanus), ursprünglich aus Taipeh, Nord-Formosa stammend, wurde
neuerdings durch Sauter in allen gebirgigen Teilen des mittleren und südlichen Formosa in grosser Anzahl
aufgefunden. Flugzeit Juni bis August, auf Höhen von etwa 2 — 4000 Fuss. Beim ? wiederholt sich die
Zeichnung des cf. Unterseite der Hflgl zumeist bereits durchweg schwarzbraun, aber stets mit einer completten
umbratilis. Reihe von weissen zierlichen helmförmigen Flecken und einer postdiscalen Punktserie. — umbratilis Frühst.
ist die der pomponia entsprechende melanotische Abweichung, bei welcher die Weisszeichnung der Vflgl bis
auf wenige Rudimente verschwindet; die Zelle und die Medianzone der Hflgl erscheinen gleichfalls völlig geschwärzt.
Ausserst variabel, keines der 30 Exemplare der Coli. Fruhstorfer gleicht dem andern. Klammerorgane zierlicher
als bei lisanla von Rirma. Valve basalwärts gar nicht verdickt, die distale Spitze nur unmerklich aufgebogen.
P. darlisa. Eine sehr seltene, ausgezeichnete Species des hinterindischen Gebietes, die sich auf drei
Arealrassen verteilt und analog lisaräci in beiden Geschlechtern zu Dimorphismus neigt. Im Gegensatz zu
P. Usarda , die mehr einer Hestia oder Danaklci ähnelt, copiert darlisa das Euploea-mulciher- Modell und gleicht
auch im Fluge in fascinierender Weise Pap. telearehm (Vgl. Taf. 49 c), dessen Variationstendenz getreulich copiert
darlisa. wird. darlisa Moore, cf wie ? Grundfarbe der Vflgl schwarz mit blauviolettem, schwachem Schiller. Zelle der
Vflgl mit drei nur wenig über punktgrossen Makeln. Die bei Usarda weisslich grünen Strigae zart lichtblau über¬
haucht, jene der Hflgl mehr in Trübgelb übergehend. Alle Zeichnungsanlagen von Usarda wiederholen sich,
nur sind sie bei darlisa reduziert, schmäler, die submarginale Doppelreihe von rundlichen Punkten kleiner.
Zelle der Hflgl mit einem schwarzen Strich, basalwärts berusst. Interessant ist ein mit Usarda conl'ormer nur
etwas schmälerer aber sonst unverändert gebliebener Ird, der für die Gattung characteristisch ist, aber bei den
binghami. melanotischen Individuen gänzlich oder teilweise von Schwarz überdeckt wird. — binghami Wood-Mas. ist
analog der pomponia Frühst, eine extreme verdunkelte Form der darlisa, nur dass sich die Flügeloberseite
nicht schwarz, sondern auf den Vflgl in ein sattes Blau und auf den Hflgl in ein fahles Braun verfärbt. Die
weissen Zeichnungen treten noch mehr als bei darlisa zurück, die cellularen und medianen Strigae ver¬
schwinden auf der Oberseite der Vflgl, bleiben aber unterseits erhalten. Auf den Hügln werden alle hellen
Felder von der Verdunklung ergriffen und überdeckt, sodass das gesamte Mediangebiet schwärzlich erscheint,
dafür vergrössern sich namentlich beim ? die Submarginalmakeln, von welchen auch die äussere Reihe sich
aus rundlichen, statt helmförmigen Componenten zusammensetzt. Klammerorgane von darlisa sehr ähnlich jenen
von lisarda , der Uncus robuster, die Valve kühner geschwungen, mehr kahnförmig ausgebuchtet, die distale
Partie schlanker, dorsal und medial mit zwei scharfen, kurzen Dornen bewehrt; darlisa gilt als nicht sehr
selten und findet sich im hohen Wald durch ganz Birma. Flugzeit März, gelegentlich auf Elefanten¬
dung. Von binghami auch nur wenige Exemplare aus dem Thounyeen-Forst (Flugzeit April) bekannt. —
mimetica. mimetica Latliy aus der Umgebung von Korat in Mittel-Siam stammend, leitet oberseits durch den lebhafteren
Blauschimmer der Vilgl-Oberseite zu annamitica über, und differiert von binghami durch die Abwesenheit von
annamitica. discalen und teilweises Fehlen der submarginalen Flecken der Vflgl. Sehr selten, nur 1 $ bekannt. — annamitica
telearchides. Frühst, tritt analog darlisa in zwei Farbenvariationen auf. Das abgebildete cf (telearchides form, nov.) gleicht
dem ? von Papilio telearchus (49 b) und führt zwei gelbliche Submedianstreifen der Vflgl und sieben Intranerval-
strigae der Hflgl, die sich auch auf der Unterseite wiederholen. Eine zweite Form copiert die Zeichnungs¬
motive von Pap. telearchus-cf. Die Vflgl schillern, mit Ausnahme des braunen Basalteils, lebhaft dunkelblau,
und den Hflgln fehlt jede cellulare und mediane Aufhellung, dafür vergrössern sich, wie bei binghami , die
gelblichen Submarginalmakeln. Die cfo fliegen keineswegs wie Nymphaliden, sondern rasen zwischen den Ur¬
waldbäumen hindurch und haben ganz das Aussehen eines Papilio. Die Form telearchides traf ich auf einem
mit Algen überdeckten Stein in einem winzigen sumpfigen Bächlein im Februar in Süd-Annam.
adelma. P. adelma Fldr. (Bd. ], p. 194, Taf. 61b) stand bisher im Genus Isodema und weicht in der Zeichnung
allerdings erheblich von den übrigen Penthema ab. Die neuentdeckten Formen P. michallati und P. formosanum,
aber vermitteln structurell den Uebergang vom Penthema- Typus lisarda zu adelma. Die Gattung wird am besten
mit Penthema vereinigt, denn Unterschiede im Geäder sind nach den von mir angefertigten Präparaten nicht
zu entdecken. Auch die von Dr. Schatz angeführten Differenzialcharactere sind nicht vorhanden, indem die Isodema-
Zelle um die Hälfte zu breit gezeichnet ist. Doch scheint es, dass die Palpen von Isodema etwas kürzer als bei
Penthema sind und deshalb weniger vorstehen. Vordere Discocellulare kurz, aber nicht verkümmert wie bei den
Bybliden. Nur zwei Formen die im Palaearktenteil p. 194 behandelt wurden. P. adelma Fldr. Uncus mit kürzeren
seitlichen Spangen; Valve erheblich breiter, namentlich basalwärts stark ausgewölbt, kürzer als bei Penthema ,
Spitze einfach, aber scharf, bei 1 Exemplar anormaler Weise in nahezu rechtem Winkel nach unten gebogen.
Tribus Issorididi.
Die hierhergehörigen Genera sind bicontinental und werden von den Argynnididi, mit welchen sie bisher vereinigt waren,
ausgeschieden durch die primitiven Klammerorgane, die im Gegensatz stehen zu den reich ornamentierten von Argynnis.
Aasgegeben 18. III. 1912.
CUP HA. Von H. Fruhstorfer.
465
7. Gattung: Cuplia Bill.
Die Cupha- Arten werden durch zwei Charactere sehr scharf von allen übrigen Gattungen dieser Gruppe
getrennt: die fadenförmigen, fast kolbenlosen Fhlr und die Einmündung des 4. Subcostalastes der Vügl
in den Vrd. Eine ähnliche Fhlrbildung besitzt nur noch Cirrochroa, von der sie sich aber sofort durch die
Abzweigung nur eines Subcostalastes vor dem Zellende und die Stellung des 4. Astes unterscheidet. Bei allen
anderen Gattungen mündet derselbe entweder in die Spitze oder in den Aussenrand, und diese Stellung gehört
überhaupt bei den Nymphaliden zu den Ausnahmen, während sie bei den Satyriden allgemeine Regel ist.
Vielleicht hängt hiermit auch der ausgesprochen Satyridenartige Character der Cupha- Arten zusammen, deren
Figl gerundet und auf der Rückseite mit Augenflecken versehen sind; auch fehlt allen Arten der Mediansporn,
was beweist, dass die Verwandtschaft zu Argynnis nur eine geringe ist. Die aufgeblasenen Palpen lassen es
rätlich erscheinen, diese Gattung trotz der Anomalien noch hier zu belassen. Ausser den bereits erwähnten
Hauptcharacteren führen wir als für Cupha (= Messaras) charakteristisch noch die Form der Palpen an, welche
sehr stark aufgeblasen sind. Das Endglied ist kurz und dünn, scharf zugespitzt und mit kurzen Haaren bekleidet.
Vflgl besitzen eine kurze, breite und geschlossene Zelle. Der 1. Subcostalast gerade vor dem Zellende, der 2.
sehr weit danach abgezweigt, der 3. dem 2. näher als dem 4. Ast, welcher in den Vrd mündet, während der
5. Ast in die Spitze geht. Die hintere Discocellularis trifft die Mediana am Ursprung des 2. Astes. Hflgl mit
schmaler Zelle. Präcostalis einfach, nach der Subcostale abgezweigt und schief nach aussen gebogen. Die
Cupha- Asien. sind meist monoton braun oder gelblich-braun gefärbt, mit wenig hervortretenden Zeichnungen,
und über einen grossen Teil des indo-australischen Gebiets verbreitet. Wir treffen sie von Vorderindien nord¬
wärts bis Formosa und über die Philippinen und das Papua-Gebiet bis zu den Salomonen. Die einzelnen
Arten meist individuenreich und daher zu den gewöhnlichsten Faltern des Ostens zählend. Sie sind aber auch
ausdauernde sonnenliebende Flieger sowie Blumenbesucher und immer da zu finden, wo noch ein Rest des
Waldes in Kulturgebieten stehen geblieben ist. Die einzelnen Species sind sich sehr ähnlich, die
Differenzialcharaktere verschwommen, die Individuen selbst äusserst variabel, geographischen und klimatischen
Einflüssen gegenüber sehr empfindlich. Tatsächlich gleicht kaum ein Stück dem andern. Klammerorgane bei
den einzelnen Arten ohne nennenswerte Divergenz. Uncus ungewöhnlich zart, fingerförmig. Valve namentlich
basalwärts sehr breit und leicht beborstet, mit einem dorsalen zahnartigen Hautanhang. — Valve je nach
der Localität mehr oder minder dreieckig und mit stumpfer distaler Spitze. Rp auf Flacourtia, braun mit
einer dorsalen und einer lateralen Reihe von dunklen braunen Flecken. Kopf mit zwei zart verzweigten Spitzen,
Die übrigen Segmente mit seitlichen braunen halb durchsichtigen Dornen. Pp sehr intressant, grün mit 8 bunten
Fasern und vier bunten Knötchen besetzt.
C. erymanthis, die gemeinste Art der Gattung, ist über ein ungeheures Gebiet verbreitet und einer der
variabelsten Falter des Ostens, der sich da, wo schroffer Jahreszeitwechsel eintritt in markante Saisonformen
ausscheidet, erymanthis Drury , der Namenstypus, stammt aus China und ist auf die Trockenzeitform basiert, erymanthis.
(107 g). Unterseite fahlgelb, verwaschen, sandfarben mit blauvioletter Längsbinde der Hflgl und sonst nur mit
unbedeutenden schwarzen Punkten und Strichelchen. Oberseite vorherrschend dunkelockergelb mit etwas
lichterer Schrägbinde der Vflgl. Flugzeit November bis März. Die Regenzeitform (107 f), bisher ohne Namen,
ist habituell ebenso stattlich und manchmal auch noch grösser als die Winterform. Die Oberseite dunkler
braun, die Subapicalmakeln der Vflgl kleiner, die schwarzen Intramedianpunktflecken auf diesen grösser, Unter¬
seite bunter als bei der Generation der trockenen Periode, mit einer breiten, lichtgelben Subapicalbinde der
Vflgl und lebhaft bunt gefärbten und markant gezeichneten Hflghi, Flugzeit vom Mai ab. Die TTmessa-artige
Rp nach Walker auf Glochidion eriocarpum Champ., einem gewöhnlichen Strauch mit flaumigen Blättern, der
sich an Wegrändern findet. Pp stark gewinkelt, prächtig metallisch glänzend. Verbreitung Süd-China. Hongkong,
Formosa. — lotis Sulz, ist der älteste Name für jene Rasse, welche Continental-Indien mit Ausnahme des Südens lotis.
bewohnt und ostwärts in Tonkin, Annam und Siam die vorige Unterart vertritt, lotis ist habituell kleiner als
die typische Unterart, die Exemplare der regenarmen Periode sind oberseits fahler ockergelb mit schön hell¬
gelber Schrägbinde der Vflgl. Von der Ebene bis etwa 5000' hinaufgehend und am Fusse des Himalaya von
Mussorie bis Assam und Birma anzutreffen, im Süden auf die malayische Halbinsel, Singapore und die Natuna-
inseln übergehend. Exemplare von Tenasserim sind bereits sehr dunkel, was auch für die von mir in der
Regenzeit in Hinterindien gesammelten Exemplare gilt. maja Frühst, bezeichnet die scharf geschiedene maja.
Arealrasse des südlichen Indiens, welche Moore, (Lepid. Indica IV, Taf. 362) vorzüglich abbildete. Oberseite
mit dunkelbrauner Basalregion aller Flügel und prächtig hellbraunem Distalgebiet der Hflgl. Der tiefschwarze
Apicalteil der Vflgl ohne gelbliche Makel, die hellockerfarbene sehr breite Längsbinde nach hinten rötlich an¬
gehaucht. Unterseite ausgezeichnet durch die lebhaft contrastierende rotgelbe Distal- und hellgelbe Basalpartie
aller Figl. Sehr gemein in Südindien von Kanara bis zu den Nilgiris, namentlich da, wo die Gegend noch
etwas Wald trägt, maja fliegt gleichwie Atella phälantha ruhelos von einem Strauch zum andern, die Flügel
selbst dann bewegend, wenn sie sich irgendwo niederlässt. Rp wie jene von Atella und auf derselben
Pflanze (Flacourtia) und von ihr nur durch die andere Farbe des Kopfes und die nicht ganz schwarzen, sondern'
halbdurchsichtigen Dornen unterschieden; nach Hampson fahl apfelgrün, ebenso die Pp, welche rote und schwarze
IX 59
466
CUPHA. Von H. Fruhstorfer.
placida. Streifen und drei Paar rot und schwarze Anhängsel zeigt. — placida Moore (107 c), eine echte Inselrasse mit
durchweg verdunkeltem Colorit, von Gestalt kleiner als maja, mit rundlicheren Flgln, oberseits gleichmässig
satt ockergelb mit nur undeutlich abgesetzter, kaum aufgehellter Schrägbinde, Hflgl analog erymanthis lotis mit
deutlichen schwarzen submarginalen Wellenlinien, welche bei maja kaum angedeutet sind. Unterseite rötlich
ockergelb mit nur einer bleichgelben Stelle vor dem Analwinkel der Vflgl. Am häufigsten April und Mai, selten
andamanica. auf den Bergen, aber doch noch bei Nuwara-Ellyia (ca. 2000 m) vorkommend. — andamanica Moore vereinigt
in sich die Charaktere von maja auf den Vflgln mit der prominenten Zeichnung der malayischen Rassen auf
den Hflgln. Grundfarbe auffallend dunkel braun mit hervorstechender gelblicher Längsbinde der Vflgl. Unter-
nicobarica. seite sein- bunt mit breiter rotbrauner Medianregion. Andamanen, nicht selten. — nicobarica F/dr. ist eine
mir in natura unbekannte Inselbewohnerin, welche nach Bingham die Füllung zwischen den Submarginallinien
disjuncta. der Hfigl-Oberseite von bleicherer Färbung als das sonstige Colorit der Oberfläche zeigt. Nicobaren. — dis-
juncta Weym. umschreibt eine ausgezeichnete Inselform, deren cf sich allerdings noch nicht so erheblich
modifiziert hat als das ?, dass durch eine hell cremefarbene Schrägbinde der Vflgl von allen bekannten geo¬
graphischen Vikarianten abweiclit. Das ? ist auch sonst sehr bunt. Hflgl oberseits mit hellbraunem Basal-,
rötlichgelbem Discal- und weisslichem Submarginalstreifen. Die weissliche Füllung zwischen den Submarginal¬
linien erinnert an nicobarica Fldr.-d ' etwa wie der cf der javanischen Schwesterform, aber die Unterseite ist
bleicher und die basale Partie der Oberfläche aller Figl vorwiegend braun. Insel Nias. Ein cf der Batu-Inseln
meiner Sammlung gravitiert noch mehr zur javanischen Rasse durch die rötlich ockergelbe Basalfärbung der Flgl-
peliopteryx . Oberseite. — peliopteryx Hag. von Mentawej. sticht unter allen Formen dadurch hervor, dass die Basalhälfte
aller Figl völlig aufgehellt ist und nur unmittelbar im Wurzelteil verloschene graue Bestäubung hat, so dass
die Figl alle gleichmässig bleich ledergelb erscheinen, fast von derselben Farbe wie die Querbinde der Vflgl
bei erymanthis. Infolgedessen ist auch bei dieser Form von dieser Binde kaum eine Spur zu sehen, nur die
sonst scharf schwarzen, zackigen Säume derselben finden sich in verloschener, bräunlicher Zeichnung hier
wieder. Der Apicalteil und Aussenrand der Vflgl ist nicht so dunkel wie bei erymanthis oder disjuncta, sondern
nur leicht, aber sehr breit, schwärzlich bestäubt und geht nach innen nicht scharf ab geschnitten, sondern ganz
verloschen und allmählich in die bleichgelbe Grundfarbe über. Bei mehreren Exemplaren finden sich in diesem
schwarzen Apicalteil die 3 Reihen bleichgelber Flecke, wie sie YVeymer bei der Nias-Fortn disjuncta angibt,
aber nur ganz verloschen und undeutlich. Der runde schwarze Fleck, der sich bei erymanthis und disjuncta
in der Zelle zwischen mittlerer und unterer Mediana mitten in der gelben Querbinde präsentiert, steht bei
peliopteryx näher an dem dunklen Aussenrande. Auf den ebenfalls hell ledergelben Hflgln sind nur die runden,
schwarzen Flecken von einem verwaschenen, dunkler gelben Hof umgeben und die schmale Binde, welche
dieselben wurzelwärts begrenzt, ist hell weisslich, wie bei recht hellen Exemplaren von disjuncta. Hinter dieser
schmalen, weissen, innen dunkel gesäumten Binde folgt wurzelwärts nach einem Zwischenraum, Mv peliop¬
teryx stets breiter ist als bei erymanthis und disjuncta , noch eine einfache dunkle Linie. Während dieselbe
bei den eben genannten Arten ziemlich stark gebuchtet und geschlängelt ist. verläuft sie bei peliopteryx fast
ganz gerade und entsendet nur am 1. Discoidalast einen scharfen Zahn nach aussen. Nur bei einem einzigen
Exemplar ist diese Linie ebenfalls etwas mehr gebuchtet. Die Unterseite aller Figl ähnlich wie bei disjuncta,
vielleicht noch eine Kleinigkeit heller und auf den Vflgln infolge des fehlenden Contrastes des dunklen Basal-
dohertyi. und hellen Mittelteils einfarbiger. Der Opalglanz der äusseren Mondreihe der Hflgl fehlt. — dohertyi Frühst.
(107 e) erscheint so recht im Kleid der Satellit-Inselform, d. h. sie ist erheblich melanotischer gefärbt als die
Bassen von Sumatra und namentlich jene von Java. Eine grosse Reihe von Exemplaren, welche mir vor¬
liegen, fallen auf durch die stark verschmälerte Medianbinde der Vflgl, welche zudem nicht gelblich, sondern
rotbraun getönt ist. Die innere Umgrenzung der bräunlichen Region, d. h. die stark gekrümmte Discalbinde
ist viel breiter schwarz als bei Java- und Sumatra-Exemplaren. Der gelbe Subapicalfleck ist prononzierter,
ebenso die schwarze subanale Makel. Die schwarze Medianbinde der Hflgl verläuft geradliniger, die innere
Submarginalbinde dagegen unregelmässiger. Auch ist diese weiter nach innen gerückt, sodass die braune Zone
zwischen den Submarginalbinden sich verbreitern kann. Die Unterseite der Figl gleichfalls dunkler, aber
zeichnungsärmer als bei Sumatranern, die violette Mittelbinde der Hflgl prominenter. Dagegen erscheint die
gelbe Medianbinde der Vflgl um vieles verschmälert. Von der Java-Rasse von erymanthis ist dohertyi leicht
zu unterscheiden durch das Fehlen des hellgelblichen Anfluges auf den tief dunkelbraunen Hflgln. Mit disjuncta
Weym. von Nias, welche eine fast weisse Medianzone der Vflgl zeigt, hat dohertyi nichts gemeinsam. Insel
nagara. Engano. Häufig im April. — Unter dem Namen nagara subsp. nov. möchte ich die ziemlich unter sich überein¬
stimmenden Formen von West-Sumatra und Borneo vereinigen, melanotische Zweige der lichteren lotis Sulz.
von Continental-Indien und dadurch auch im Gegensatz zu der bleicheren Javaform. Grundfarbe etwa wie
bei dohertyi ; der Shaw! der Vflgl aber nicht nur lichter, sondern costalwärts erheblich verbreitert. Die gelbliche
Subapicalmakel namentlich bei den Borneo-Exemplaren obsolet. Unterseite lebhafter gefärbt als bei Java-
Exemplaren. Nach Hagen ein häufiger, vorzugsweise in bebauten Strichen vorkommender Falter, der in nicht
besonders schnellem Flug und oftmals niedersitzend, die Blumen der Gärten und Brachfelder besucht, namentlich
die Lantanasträucher. Er hat einen festen Standort, und zwar am liebsten auf den sonnenbeschienenen
Blättern der Büsche längs des Weges, wo er oft lange mit gefalteten Flgln stille hält. Der Schmetterling be¬
schränkt sich ziemlich eng auf seine Geburtsstätte und unternimmt keine grossen Streifereien. Ein einziger
CUPHA. Von H. Fruhstorfer.
467
Busch und einige blühende Sträucher genügen ihm für sein ganzes Leben, man kamt sicher sein, ihn jeden
Tag dort am bestimmten Ort anzutreffen. Exemplare aus Nordost-Sumatra, die sich vielleicht mehr der lotis
oder der Java- Vikari ante nähern, fehlen mir. — synnara subsp. nov. gleicht sehr der lotis, wie dies bei den
Java-Faltern fast immer die Regel ist. Grundfarbe der Oberseite lichter ockerfarben, die breite Schrägbinde
der Vflgl aber dunkler im Ton. Die Trockenzeitform nicht so ausgesprochen wie bei lotis, die Unterseite
niemals so monoton gelbgrau, sondern stets mit deutlich erkennbaren Zeichnungen. Die Regenzeitform dagegen
auch nicht so dunkelbraun wie dies bei Assam-, Tonkin- und Singapor e-erymanthis der Fall ist. Von der
sumatranischen nagarct wird sie durch die fahl ockergelbe Basalfärbung der Oberseite und die weniger bunte
Unterseite aller Figl leicht separiert. Ganz Java, sehr gemein im Osten der Insel, an den Rändern der Kaffee¬
pflanzungen und Waldwegen, bis etwa 600 m. *) Bali, Bawean. Sumba. - kangeana Frühst, bildet eine der
ausgesprochensten Lokalrassen des ganzen malayischen Gebiets und ist von Java-cPcf allein schon durch die
viel dunkler rotbraune Grundfarbe aller Figl verschieden. In der Färbung der Oberseite kommt kangeana
am nächsten erymanthis saturatior Frühst, von Lombok. Die gelblichbraune Subapicalbinde der Vflgl hat jedoch
die grösste Aehnlichkeit mit arias celebensis Frühst. (107 f) von Central-Celebes, ist indessen oben noch schmäler
und in der Mitte schärfer gewinkelt und von schwarzen Medianbinden eingeschnürt. Die Hflgl-Zeichnung
harmoniert am meisten mit cf cf der Regenzeitform von Assam. Unterseite der Vflgl: Apex fast ganz schwarz,
Analfleck dreimal grösser als bei Java-cfcf. Die Hflgl werden von einer deutlich abgesetzten, rotbraunen
Medianbinde durchzogen, welche nach aussen von einer scharf umgrenzten hellgelben Submarginalbinde ein¬
gefasst wird; eine Erscheinung, wie sie sich etwas abgeschwächt, bei erymanthis palawana Frühst, wiederholt.
Insel Kangean. — saturatior Frühst, ist eine der am dunkelsten gefärbten Rassen, hat mit plaeida (107 c)
das nahezu gleichartige satt ockergelbe Colorit der Oberseite gemeinsam und differiert von plaeida in der
Hauptsache durch den deutlicher gewinkelten schwarzen Apicalbezug der Vflgl und markantere schwarze
Längsbinden und Makeln aller Figl. Unterseite wie bei plaeida , aber lebhafter rötlich ockergelb mit ausgedehnt
geschwärztem Apicalteil und deutlich heraustretender, nur unbedeutend gelblich aufgehellter Längsbinde der Vflgl.
Insel Lombok, April bis Juni, von der Meeresküste bis zu etwa 600 m Höhe. Uncus zart, kurz, Valve ähnlich
jener von C. crameri Fldr. distal etwas mehr abgeschrägt, mit gleichmässiger, stumpfer Spitze. — palawana
Frühst, erinnert in der Färbung an erymanthis maja Frühst, von Süd-Indien und ist noch gesättigter braun
als meine dunkelsten Borneo-Stücke. Die Schrägbinde der Vflgl ist dagegen sehr hell und nach innen viel
schärfer und gewundener schwarz umgrenzt als bei allen andern Lokalrassen. Beide Figl sind auf der Unter¬
seite von einer violetten Discalbinde durchzogen und auch sonst breiter und frischer gefärbt als bei lotis der
Sunda-Jnseln. Palawan, Januar (W. Doherty); Balabac. Eine ähnliche Form, welche auf den Sula-Inseln fliegt,
besitzt das British Museum. Aus Celebes ist eine erymanthis- Rasse noch nicht bekannt geworden; möglich,
dass im Süden der Insel noch eine Form entdeckt wird, vielleicht ist erymanthis dort durch C. maeonides (107 f )
ersetzt, der jedoch das Speciesrecht zukommt.
C. arias steht der C. erymanthis sehr nahe und differiert von letzterer oberseits durch die gleichmässiger
breite, steiler gestellte, geradlinie, am Zellapex nicht gewinkelte oder gewundene, proximal garnicht oder nur
geringfügig schwarz umgrenzte Schrägbinde der Vflgl und eine stets markante, grauviolette Medianbinde der Hflgl-
Oberseite. Unterseits tragen die Vflgl eine fast vertikale submarginale Serie von schwarzen Punkten, die sich
nach der Costale zu nicht wie bei erymanthis verlieren. Die subterminalen Längslinien der Hflgl stehen dichter
beisammen, ihre Füllung ist heller, nahezu weiss, niemals gelblich oder bräunlich wie bei erymanthis. Endlich
erscheint die mediane Fleckenreihe der Hflgl proximal schärfer begrenzt und verschwimmt nicht mit der Grund¬
farbe. arias bewohnt ausschliesslich die Philippinisch-Celebische Region, wo sie in mehrere, scharf getrennte
geographische Rassen zerfällt, von denen wir noch eine ganze Anzahl zu erwarten haben. Die philippinischen
Arealformen gleichen sehr der erymanthis , so dass sie Staudinger für Zeitformen dieser Art gehalten hat; ein
Standpunkt, dem Semper aber bereits widersprach, und der schon deshalb nicht haltbar ist, weil auf Palawan
sowohl erymanthis wie arias Vorkommen, beide im Januar fliegen und mir von arias zwei Generationen von
Palawan vorliegen. Die celebische Unterart ist dagegen so stark differenziert, dass sie dem Art recht nahesteht,
arias Fldr., aus Luzon beschrieben, bewohnt die Nord-Philippinen. Grundfarbe etwa wie bei lotis, aber merklich
fahler, die sehr breite Binde der Vflgl hellgelb. — Als dapatana Sm, ist wahrscheinlich eine dunkle Arealform
der südlichen Philippinen beschrieben, welche von der Insel Dapatan stammen soll. Gemeint ist vermutlich
der Ort Dapitan in der gleichnamigen Bai von Nordwest-Mindanao. Damit dürften Exemplare übereinstimmen,
welche mir von Bazilan vorliegen, dunkel rauchbraun gefärbt sind, und verglichen mit arias, eine weniger
gleichmässige über dem Zellapex mehr gewinkelte, etwas dunklergelbe und schmälere Längsbinde der Vflgl
zeigen. Unterseite bemerkenswert durch eine scharf abgetrennte, relativ breite gelbliche Medianbinde, die
proximal von dem violetten Streifen den Hflgl durchzieht. Flugzeit Februar, März. — cacina subsp. nov. ersetzt
arias auf Palawan und einige Satellitinseln von Nord-Borneo und tritt auf Palawan neben C. erymanthis
palawana Frühst, auf. In der Färbung hält cacina die Mitte zwischen arias und dapatana Sm.,
heller als letztere, dunkler als arias Fldr. Die Schrägbinde der Vflgl wechselt etwas in der Anlage
ist aber in der Regel etwas breiter als bei meinen Bazilan-Exemplaren. Hflgl mit sehr deutlicher, weisser
synnara.
kangeana.
saturatior.
palawana.
arias.
dapatana.
cacina.
*)' Rp auf Flacourtia ruham L. & M. und Fl. inermis Rowb. (Nach Angaben von Herrn Dr. M. C. Piepers.)
468
CUPHA. Von H. Fruhstorfer.
pseudarias.
sangirica.
celebensis.
fedora.
muna.
maeonides.
rovena.
maenada.
er am er i.
palla.
keyana.
leonida.
lampetia.
mirona.
Subterminal- Wellenlinie. Hflgl unterseits ungewiss braun abgetönt, aber mit etwas breiterer und heller gelb¬
licher Medianstreifung als dapatana. — pseudarias form. nov. wird eine Trockenzeitform genannt, welche mir
sowohl von Palawan, wie auch den Matanani-lnseln (Nord-Borneo) vorliegt. Oberfläche aller Flügel bleicher
gelbbraun, Schrägbinde der Vflgl distal weisslieh. Medianpartie der Hflgl von fahleren gelbbraunen Bändern
durchzogen. — sangirica subsp. nov. erscheint dunkler aber bunter als Philippinen-Exemplare und trägt eine
viel schmälere und satter ockergelbe Schrägbinde der Vflgl als die Mindoro- und Mindanao-Vikarianten. Insel
Sangir. Type in der Sammlung Staudinger. — celebensis Frühst. (1 07 f) ist eine sehr bunte Inselrasse. Vflgl
ausgezeichnet durch eine Doppelreihe von violetten Subapicalmakeln. Unterseite mit weisslich violetten
transcellularen Längsstreifen. Zentral-Celebes, Dongala, August, September von W. Doherty entdeckt. — fedora
Frühst, ist eine farbenärmere Areal- oder Zeitform des östlichen Celebes. Transversalbinde der Vflgl breiter,
Grundfarbe lichter braun, Medianstreifen der Hflgl ausgedehnter und fahler als bei celebensis. Unterseite mit
etwas verblichenen violetten Längslinien. muna Frühst, erinnert an arias Fldr. von Luzon und den
Matanani-lnselchen (Nord-Borneo) in meiner Sammlung, jedoch dunkler und monotoner als diese gefärbt.
Die gelbliche Medianbinde der Vflgl von muna ist schmäler als bei den übrigen Lokalformen von erymanthis.
Die beiden schwärzlichen Submarginalbinden der Hflgl liegen enger zusammen und bestehen aus schwächer
gewölbten Bogen als bei arias. Die Vflgl-Unterseite erscheint weniger lebhaft gefärbt und viel einfacher ge¬
zeichnet als bei arias , und die Medianbinden der Hflgl verlaufen geradliniger. Vflgl 23 mm. Fhlr hellrotbraun.
Insel Muna bei Baton, 26. Dez. 1894 von den Drs. F. und P. Sarasin gesammelt. Type im Museum Basel.
C. maeonides ersetzt vielleicht C. erymanthis auf Celebes und dessen Satellitinseln; es kommen ihr aber
unzweifelhaft Artrechte zu. maeonides Hew. (107 f ) ist ausgezeichnet durch schön rotbraune Längsstreifen
der Hflgl, welche mit ebensolchen von violetter Farbe abwechseln und von denen sich der mediane auch auf
den Vflgln fortsetzt. Unterseite an C. arias gemahnend, aber mit intensiverer und kräftiger gewinkelter weiss-
lichvioletten Längsbinde. Nord-Celebes, Toli-Toli, November, Dezember. Minahassa, Kakatu-Insel. — rovena
subsp. nov. ist die kleinere, bleichere, auf den Vflgln eine schmalere Binde tragende Form des südlichen Celebes
mit auch unterseits etwas verwaschenen Figuren. Umgebung von Maros, im November von mir gefangen. —
maenada Sm. bezeichnet eine hervorragende Lokalform mit fast doppelt so breitem, hellorangegelbem Quer¬
band der Vflgl und einem bis zur mittleren Mediana hinziehenden gelblichen Terminalsaum der Hflgl. Statt
der rotbraunen und violetten Längsstreifen finden sich schwärzliche Doppellinien. Unterseite wie bei maeonides
aber mit lichterer Vflglbinde und hellgelben, statt weisslichen Median- und Submarginalstreifen. Die Sub¬
marginalmakeln beiderseits markanter als bei maeonides , Sula-Mangoli, Oktober, November.
C. crameri bildet die natürliche Fortsetzung von C. arias auf den Molukken und im Papua-Gebiet. Die
Art differiert von arias durch das nach Osten fortschreitend verdunkelte Kleid der Oberseite mit tiefschwarzem
Terminalgebiet, besonders der Hflgl. Die Medianbinde der Hflgl tritt in der Regel deutlicher hervor als bei arias,
die schwarzen submarginalen Punktflecken sind in der Regel von einem roten Hof umgeben und die Unterseite
ist bunter mit kräftiger angelegten violettgrauen Längsstreifen. Uncus basalwärts etwas mehr verdickt als bei C.
erymanthis , Valve länger sonst ohne merkliche Differenzen, crameri Fldr. ist von der abgebildeten keyana
(107 e) in der Hauptsache durch etwas breitere schwarze Terminalumsäumung der Oberseite der Hflgl und
durch die blasser ockergelbe Gesamtfärbung der Unterseite aller Flügel zu unterscheiden. Ceram, Amboina,
Saparua; 1 1 meiner Sammlung soll von Ternate stammen. — Bei palla Röb. erscheint die Oberfläche aller
Flügel blassgelblich, das schwarze Randgebiet tritt zurück, im Apex der Vflgl machen sich gelbliche Makeln
bemerklich und unterseits verbleichen die rotbraunen und schwarzen Zeichnungen. Insel Goram. — keyana
subsp. nov. (107 e in kajuna verdruckt) hat eine gleichmässig rötlich ockergelbe Gesamtfärbung der Unterseite, rot¬
braunen statt schwärzlichen Apex der Vflgl und intensiver violette Längsbinden der Hflgl. Nach Kühn überall auf
Klein-Key häufig, im Walde nahe dem Erdboden zwischen den Büschen fliegend. — leonida subsp. nov. bedeutet
das melanotische Extrem der Collectivspezies: Basis aller Flügel dunkelbraun, Längsbinde der Vflgl und Median¬
zone der Hflgl rötlich ockerfarben. Unterseite von keyana abweichend durch lebhafter heraustretende violette Makeln
der Vflgl und schöner ausgefärbter weisslich violetter Zeichnung der Hflgl. Von Hattam, Arfak-Gebiet, Holländisch
Neu-Guinea in meiner Sammlung, und in zahlreichen Exemplaren von der Insel Mefoor in der Geelvink-Bai.
C. lampetia bewohnt die Südmolukken und ist charakterisiert durch sehr grosse schwarze Submarginal¬
makeln der Hflgl, eine schräggestellte proximal scharf abgeschnittene ockergelbe Transversalbinde der Vflgl.
Unterseite mit gelblicher Basal- und schwärzlicher Distalregion. Vflgl mit drei violetten Subapicalflecken und die
Hflgl mit einer ebensolchen Medianbinde und weisslichen Submarginalmonden. Zwei Inselrassen: lampetia L.,
oberseits von der abgebildeten mirona (107 f) abweichend durch die medianwärts kaum aufgehellten Hflgl. Amboina,
Ceram, Saparua; — und mirona Frühst. (107 f); diese kommt der typischen Form sehr nahe, lässt sich aber
sofort von ihr abtrennen durch die zierlicheren, schwarzen Submarginalmakeln der Hflgl-Oberseite, welche von
reizenden, leuchtend gelbbraunen Möndchen umgeben sind, die zusammen eine komplette Binde bilden. Auch
die gelblichweissen Admarginalpunkte sind prominenter. Unterseite: Der Aussensaum der Vflgl mehr schwarz
CUPHA. Von H. Fkuhstorfkr.
469
als rotbraun, die gelblichweissen Terminaldreiecke sind kleiner aber spitzer, die gelbliche Discalbinde der
Hfl gl schmäler. Uncus basalwärts schlanker als bei C. crameri Fldr. ; Valve erheblich breiter, ventral flacher,
dorsal etwas mehr abgeschrägt. Insel Buru: von Miro, Flugzeit November.
C. myronides ersetzt C. lampetia auf den Nord-Molukken. Habituell kleiner, differiert sic durch die
vertikale, nicht nach innen verbreiterte Basalregion der Oberseite, den engeren schwarzen Distalsaum und das
intramedian und distal verbreiterte gelbliche Feld der Vflgl. Das Randgebiet der Hügl-Unterseite schmäler,
kleinpunktiger. Uncus noch zierlicher als bei C. lampetia mirona Frühst., Valve erheblich schmäler, schlanker,
ventral eingeschnürt mit längerer, wenn auch stumpfer Spitze. — myronides Fldr. ist oberseits ausgezeichnet
durch deutliche, hellgelbe, längliche, submarginale Mondflecken; Vflgl in der Regel mit gelblichem Subapical-
lleck; Hflglunterseite ohne schwärzliche Begrenzung der submarginalen Augenflecken. Halmaheira. — datos
Frühst, ist dunkler gelbbraun und auf der Hflgl-Oberseite ohne deutlich hervortretende, grau gelbliche Zeich¬
nungen wie dies bei myronides von Halmaheira stets der Fall ist. Auf der Flügelunterseite erweist sich datos
gleichfalls als eine melanotische Rasse, weil der Flügelapex fast tief braunschwarz gefärbt ist, dafür sind aber
die gelblichen Flecken, welche myronides auszeichnen, fast völlig verschwunden. Alle Figl sind am Basalteil
und nach dem Analwinkel zu reicher rotbraun angeflogen, die weissen Admarginalhelme der Hflgl und die violetten
Monde deutlicher. (&#os-Exemplare präsentieren sich durchwegs etwas grösser als myronides und der schwarze
Vflgl-Saum verbreitert sich im Apicalteil. Batjan. — lampetina Frühst. (107 g) Kleiner als myronides Fldr.
von Halmaheira und datos von Batjan. Die schwarze Saumbinde der Vflgl gleichmässiger, zwischen dem 2.
und 3. Medianast nicht so tief eingebuchtet, aber auch im Analwinkel ausmündend wie bei lampetia von den
Süd-Molukken. Die gelbliche Discalbinde der Hflgl ist deutlicher als bei myronides von Halmaheira, die schwarzen
daran anschliessenden Submarginalpunkte sind kleiner, die bei Halmaheira-Exemplaren stets gelblichweiss
hervortretende Admarginalbinde nicht verschwunden, aber kaum noch zu erkennen, die gelbbraune Discal-
region der Vflgl breiter als bei den übrigen Molukken-Formen. Auf den Hflgln verschmälert sich aber merk¬
würdigerweise gerade diese Binde und die braunschwarze Basalregion nimmt dafür an Ausdehnung zu. Die
Unterseite ist heller und zeichnungsärmer als bei myronides und lampetia, der Apex der Figl trägt gar keine
Flecken, sondern bleibt einfarbig schwarzbraun, auf den Hflgln sind alle Binden, namentlich aber die gelb¬
liche Admarginalbinde sehr stark reduziert. Obi.
C. madestes tritt im Papuagebiet an Stelle der vorigen Art, ist sehr formenreich, sowie veränderlich und
es scheint, dass sie auch zur Ausbildung von Saisonformen neigt. Je nach der Inselrasse rückt die schwarze
Basalregion nach der Mitte zu vor und bei den Extremen der Fergusson-Gruppe ist fast die gesamte Ober¬
fläche aller Flügel geschwärzt. Unterseits wird das Basalgebiet manchmal mit einer rotbraunen Grenzlinie ein¬
gefasst, doch kann diese Binde auch nur angedeutet sein und den meisten Unterarten fehlt sie gänzlich. Die
distale Zeichnung der Unterseite aller Flügel wechselt in der Intensität des purpurnen Anflugs, sowie der Grösse
der schwarzen und weisslich violetten Submarginalmakeln. Oberseite von einer hell oder dunkel ockerfarbenen
Binde durchzogen, die basalwärts zumeist scharf begrenzt ist, sich nach aussen aber manchmal erweitert und
in der Medianregion einen oder zwei freistehende schwarze Punktflecken umschliesst und dadurch an C. prosope
F. erinnert. ? stets sehr selten. Des cf Uncus basalwärts mit etwas breiteren Lamellen als bei C. lampetia.
Valve kürzer, nach aussen spitzer, zentral mehr konkav aufgebogen und auch, mit myronides verglichen,
rundlicher, unvermittelt abgestutzt. — wallacei F'fdr. gleicht der abgebildeten oderca (107 f). das orange¬
farbene Medianfeld aber breiter, basalwärts nicht so schroff abgesetzt, auf den Vflgl nur ein keilförmiger
dreieckiger Fleck tiefschwarz. Der Aussensaum leichthin gelblich gesprenkelt. Unterseite rötlich gelb mit
relativ grossen quadratischen weisslichgrauen Submarginalflecken der Vflgl und intensiv glänzender weisslich
violetter Medianwellenlinie der Hflgl. Waigiu. Nicht selten. — turneri Btlr. umschreibt eine habituell kleinere,
verdunkelte Satellitinselform mit beiderseits schärfer abgegrenzter Medianbinde, mehr gleiehmässig rotbraun
getrübter Basalpartie. Unterseite lichter gelb, mit rötlichem Anflug innerhalb der purpurnen Submarginalzone.
Insel Misole, im Januar von H. Kühn gesammelt. Nach einem Exemplar meiner Kollektion anscheinend identisch
auch auf Aru vorkommend, wo die mir in natura unbekannte, unterseits bleich gelblichbraune madestes Hem.
an ihre Stelle tritt. — cyclotas Sm. führt einen breiteren schwarzen Saum aller Flügel und auf der Unter¬
seite macht sich eine rötliche Grenzlinie distal von der grauen Basalpartie bemerklieh. Von Biak und
Mysore erwähnt, von Jobi und Roon in meiner Sammlung. — charmides Sm. ist eine aufgehellte Ortsrasse
mit sehr schmaler Medianbinde und deutlich heraustretenden schwarzen Ozellen der Hflgl. Auf den Vflgln
erweitert sich das Medianfeld und trägt einen schwarzen Punkt. Unterseite mit rötlicher Begrenzung der
gelblichgrauen Basalregion und einer damit parallel laufenden proximalen rötlichen Linie innerhalb der sub¬
marginalen weissen Wellenbinde. Aus der Geelvink-Bai beschrieben, von Mafoor in meiner Sammlung, Uncus
etwa wie bei myronides datos sehr zart gebaut. Valve auffallend kurz, mit abgerundeter Ventralpartie und
geradlinig abgeschrägter Dorsalkante. — Als oderca subsp. nov. (J 07 f) wird die etwas breiter schwarz umrahmte
und deshalb schmäler gelb gebänderte Arealform aus Deutsch-Neu-Guinea bezeichnet, welche unterseits das am
ausgedehntesten purpurn überflogene Distalgebiet besonders der Vflgl aufweist.. Aus Britisch Neu-Guinea kommen
ähnliche Exemplare, aber habituell kleiner mit lichterem Medianfeld und einem isolierten schwarzen Punkt in
myronides.
datos.
lampetina.
wallacei.
turneri.
madestes.
cyclotas.
charmides.
oderca.
470
alexis.
decernia.
fumosa.
cluentia.
fergussonia.
prosope.
humboldti.
melichrysos.
tredecia.
pallescens.
woodfordi.
ATEL LA. Von H. Fruhstorfer,
diesem, sowie verblassten Randzeichnungen der Unterseite; vermutlich Trockenzeitform. Nach Hagen nicht
selten in lichten Wäldern im November und Dezember, dann wieder vom Mai bis August. — alexis Sin. (==
miokensis Ribbe ) führt im Gegensatz zur vorigen sehr schmale schwarze Aussenbinden und infolgedessen auch
unterseits ein stark zusammengedrängtes buntes Randgebiet. Bismarckarchipel, Neu-Pommern, Neu-Mecklen-
burg, Nussa-Laut und Mioko. — decernia subsp. nov. (107 e) zeigt ein sehr verbreitertes schwärzliches Basal¬
feld, so dass die Medianregion zu einer ganz schmalen Binde zusammengezogen wird, die auf den Hflgln nahezu
verschwindet. Unterseite wie bei alexis mit zurückgebildetem buntem Randgebiet. Garibari, einer kleinen
Insel vor Britisch Neu-Guinea. — fumosa Sin. ist erheblich grösser als decernia, die schwarze Färbung noch
progressiver, der Aussensaum zieht bis zur V figlzelle und lässt nur eine rudimentäre gelbliche Binde erkennen,
welche sich auf dem Hflgl in Gestalt gelblicher Makeln fortsetzt. Unterseite schön dunkel orangefarben mit
violetter Distalpartie. Kiriwina. — cluentia Frühst, Differiert von fumosa Sin. aus Kiriwina dadurch, dass die
Discalbinden nicht rudimentär, sondern wieder complett vorhanden sind, doch sind sie immer noch schmäler
als bei irgend einer anderen Cup ha- Form von Neu-Guinea. Die Unterseite obsoleter gezeichnet als bei fumosa,
alle schwarzen Punkte viel kleiner. Fergusson-Inseln. fergussonia Frühst, bezeichnet eine ungewöhnlich helle
Abweichung mit sehr breiter medialer noch erweiterter lichtgelber Mittelbinde der Vflgl, welche auf dem Hflgl
wieder an loallacei Fldr. von Waigiu erinnert und im allgemeinen der Abbildung von madestes Hew. gleicht,
nur dass die gelblichen Subapicalmakeln der Vflgl fehlen. Unterseite fahlgelb mit verwaschenen purpurnen
und schwarzen Zeichnungen. Vermutlich Trockenzeitform der vorigen. Fergusson-Inseln. Fundort fraglich.
C. prosope tritt in Australien an Stelle von madestes. prosope F. hat schlankere Flügelform, den
Apex spitzer; Basalpartie aller Figl rotbraun, der scharf abgegrenzte Randsaum tiefschwarz, apicalwärts ver¬
breitert. Vflgl mit ziemlich grosser Subapicalmakel und darüber noch einem undeutlichem ebenfalls gelblichen
Punkt. Unterseits mit dunkelgelber Basalregion, welche ausgedehnt rotbraun umrandet ist. An sie stösst eine
markante, stark gewinkelte gelbe Medianbinde. Das Distalgebiet ohne weissliche Submarginalmakeln und rot¬
braune Schattenbinden, die namentlich auf den Vflgln nur mit kleinen schwarzen Punkten besetzt sind. Nord-
Australien, am Cap York, und Thursday Island. — Als humboldti Frühst, ist eine Form mit schmälerer sich
auf der Hflgl-Oberseite analwärts auffallend verjüngender, gelber Mittelbinde beschrieben. Flgl-Unterseite
bleich fahlgelb, heller als bei turneri von Misol. Hflgl mit vier deutlichen und 3 obsoleten schwarzen
Punkten, welche etwas stattlicher sind als die correspondierenden bei turnen. Humboldt-Bai, September,
Oktober. Type am Britisch Museum.
C. melichrysos bildet die natürliche Fortsetzung der madestes- Gruppe auf den Salomonen. Die hier¬
hergehörigen Formen sind grösser als die Arten des Papua-Gebiets und die Vflgl von einer nahezu Uveissen
Binde durchzogen. Unterseits wiederholen sich die Zeichnungsmotive der prosope- und wallacei- Vikarianten,
nur sind die submarginalen, schwarzen Makeln auch auf den Vflgln sehr gut ausgebildet und stehen in einer
hell rotbraunen Zone. Unterseite beider Figl mit einer schönen hellgelben, lebhaft von der rotbraunen Um¬
randung abstechenden Längsbinde versehen, die sich auf den Hflgln erheblich verschmälert. Nach Ribbe
variieren die Exemplare in der Grösse, namentlich die ?? sind sehr stattlich. Die Färbung der Binde ist bald
heller, bald dunkler, was wohl mit der Lokalität zusammenhängt, melichrysos Math., von der Insel Ugi,
führt ein breites goldgelbes Band vom Zellende bis zum Apex der Vflgl, auf den Hflgln eine Mittelbinde,
welche an der hinteren Mediana erlischt, — tredecia Math. (107 f) von Treasury-Island führt eine bis zur
Costa, der Vflgl durchlaufende gelbe, distal weissliche, Längsbinde. Nach Ribbe auf Bougainville, den Shortlands-
Inseln und Rubiana. — Als pallescens Godm. u. Salv. steckt ein cd von Guadalcanar in meiner Sammlung mit
besonders breiter, hellgelber, distal aber nicht weisslich aufgehellter Medianbinde der Vflgl, die auf den Hflgln
schmäler angelegt ist als bei tredecia. Das Gesamtcolorit der Hflgl im allgemeinen düsterbraun, die Submar-
ginalfleckung schwärzlich überdeckt und dem Verschwinden nahe. Heimat der Type die Insel Maleyte.
C. woodfordi Math, ist die schönste und grösste der bekannten Arten. Oberseite braungrau mit
breitem schwarzem Apicalteil und weisser nicht ganz die Costale erreichender Schrägbinde der Vflgl. Die
Hflgl werden von einer rotbraunen Medianbinde durchzogen, in welcher längliche, schwarze intranervale Makeln
eingelagert sind. Das Saumgebiet durchziehen zwei violette Wellenlinien. Unterseite mit grünlichgrauer
Basalregion und analwärts etwas verbreiteter weisser Binde. Beide Figl ausserdem noch mit einer weisslich
violetten Anteterminalbinde besetzt. Der Falter liebt mehr den Schatten des Waldes und ist ein sehr träger
Flieger, den man aufgestört haben muss, um ihn überhaupt zu sehen. Nach Ribbe auf Alu und Bougainville
nicht selten. Auf der Insel Ysabel soll nach Ribbe eine hellere Lokalform Vorkommen.
8. Gattung: Atella Dbl.
Diese bicontinentale Gattung stellt eine Mittelform dar zwischen Gupha und Argynnis. Von der ersteren
wird sie durch die schmälere Form der Vflgl-Zelle, die deutlich kolbigen Fhlr und die scheinbar geschlossenen
Hflgl-Zellen unterschieden; von Argynnis scharf und sicher durch die verschiedene Stellung der Subcostal-Aeste.
ATEL LA. Von H. Fruhstorff.r.
471
Bei Atella steht der 1. Subcostal-Ast genau am Zellende, der 2. nach demselben, der 3. ist dem 4. näher
als dem 2. abgezweigt, während bei Argynnis stets 2 Subcostaläsle vor dem Zellende stehen. Die Palpen sind
stark aufgeblasen, unterseits mit langen Haaren und steifen Grannen besetzt, oberseits nur schwach behaart
Endglied sehr klein und spitz. Vflgl-Zelle geschlossen, hintere Discocellulare die Mediana am Lrsprung des
2. Astes treffend, mittlere stark gebogen. Hllgl mit kleiner, geschlossener Zelle, hintere Discocellularis sehr
fein, die Mediana vor dem 2. Aste treffend. Präcostale einfach, nach aussen gebogen und nach der Subcostalis
abgezweigt. Auf der Rückseite der Hflgl sind gewöhnlich 2 Augen und eines im Aussenwinkel der Vflgl ent¬
wickelt. Ausserdem haben dieselben einen per mutterartigen Glanz. Männliche und weibliche Vorderfiis.se
vom normalen Typus abweichend. Die Rp der A. phcdantha, eine der gewöhnlichsten Arten des indischen
Faunengebiets, ist oberhalb hellgrün, unterhalb weisslich. mit kurzen verzweigten Dornen besetzt. Sie lebt
auf einer Ixora-Art, einer in Indien heimischen Rubiaceen-Gattung. Der Verbreitungsbezirk der nur aus
wenigen Species bestehenden Gattung erstreckt sich über das ganze indo-australische Tropengebiet. Eine Art,
die bekannte A. phcdantha I)rury. geht sogar bis Afrika: eine andere ist nur auf Madagascar heimisch.
Vgl. über diese Gattung noch Bd. 1, p. 243, Taf. 71 d und Bd. 13, Taf. 52 f.
A. phalantha bewohnt das ganze Kaiserreich Indien und ist nordwärts bis in das südliche Japan ver¬
breitet. In Mikromayana geht die Art östlich bis Letti und Kisser der Timor Gruppe, phalantha Drury phalantha.
(B 1, p. 243, Taf. 7 Id) wurde von mir als neu für Tonkin und Annam nachgewiesen; ein echter Proletarier,
der sich überall findet, aber fast immer nur im abgetragenen Kleid, erscheint in zwei deutlichen Zeitformen.
Die grössere (der Regenzeitform, — phcdantha — ) erinnert durch die buntere Unterseite an die korrespondierende
Form von Cupha erymanthis. Die Exemplare der Trockenperiode sind unten ziemlich monoton fahl lehmgelb und
viel kleiner. In Indien bis zu 8000. ja sogar 12000 Fass hinaufgehend wurden die Falter auf Lantana und
Jasminum beobachtet, Rp bereits seit Horsfield (1829) bekannt. — columbina Cr. bezeichnet die stets etwas columbina.
grössere und unterseits dunklere Rasse des südlichen China, die auch auf Hainau vorkommt. Sie verirrt sich
manchmal bis Japan, wo sie bei Nagasaki schon gefunden wurde. — luzonica Frühst, stammt von den Philip- luzonica.
pinen und trägt fast doppeit so grosse schwarze Makeln der Oberseite als die phalantha des indomalayischen
Gebiets. Rp nach Se.mper ganz verschieden von der javanischen und indischen, nach der Figur beurteilt glaube
ich jedoch, dass eine Verwechslung vorliegt und eine Cupha arias- Rp durch Koch an Semper geliefert wurde.
A. alcippe hat ihren Verbreitungsherd im malayischen Gebiet und ist vorherrschend Inselbewohnerin alcippe.
im Gegensatz zur continentalen phcdantha. Etwas mehr zu Abänderungen geneigt als phcdantha zerfällt sie in
eine grosse Reihe von geographischen Rassen und ist auch dem Saisonwechsel unterworfen. Die Exemplare
der Trockenzeit sind kleiner, namentlich unterseits fahler mit reduzierten also zierlicheren Schwarzzeichnungen.
Rp auf Alsodeia zeylanica, Thwaites (Violacee), cylindrisch mit sechs Reihen zierlich verzweigter Dornen.
Kopf unbewehrt wie bei phcdantha , Körper grün mit länglichen unterbrochenen braunen und rotweinfarbenen
Rückenstreifen; Kopf gelblich mit zwei schwarzen Flecken. Die Rp ist ebenso ruhelos und beweglich wie
jene von A. phalantha. Pp ein Miniaturbild von phcdantha. Trotz der weiten Verbreitung der Art sind die
einzelnen Fundorte sehr lokalisiert; so hat Niceville z. B. niemals ein lebendes Sikkim-Exemplar gesehen.
Häufig scheint alcippe überhaupt nur im makromalayischen Gebiet zu sein und auch dort mit Ausschluss von
Java, wo ich in drei Jahren nur einige ?? erbeutete. — alcippoides Moore findet sich als ein versprengter alcippoides
malayischer Typus von Sikkim an bis Tenasserim zur Malayischen Halbinsel* sowie Sumatra und nach Moore
auch auf Borneo. Ich selbst fand sie in der Trockenzeit in Siam im Januar, auf den Karen-Hills Ende
Mai. Oberseite dunkel ockergelb in der Generation der Monsunperiode, fahlgelb in jener der regenarmen Zeit.
Der Distalsaum deutlich schwarz umgrenzt; Medianlinie der Hflgl sehr zart. Oberseite sonst mit zierlichen
schwarzen Makeln und Strichelchen bedeckt. Sumatra, cfcf manchmal mit leichtem violettem Hauch.
Unterseite mit weisslichen Aufhellungen und purpurnem Anflug der Hflgl. — ceylonica Mand. (107 g) ist eine ceylonica.
ausgezeichnete Form mit erheblich verbreitertem und ungeflecktem Randgebiet der Vflgl. Sehr selten, erst
1902 bekannt geworden. — fraterna Moore umschreibt eine bleiche Rasse der Nicobaren mit zurückgebildeten fraterna.
schwarzen Zeichnungen der Oberseite und markanten weisslichen Längsbinden der Unterseite. — andamana cndamana.
Frühst, steht sehr nahe fraterna Moore von den Nicobaren und differiert von Moore’s Abbildung durch die
dunklere Grundfarbe und die reichere Ausdehnung aller schwarzen Flecken und Binden, sowie des Distal¬
saumes. Die Discalbinde der Hflgl stärker gekrümmt, jene am Zellabschluss der Hflgl mindestens drei mal
so breit. Den wichtigsten Unterschied bergen die Vflgl in Gestalt einer drei mal so breiten, nach aussen lang
ausgezogenen, stark gekrümmten schwarzen Binde vor dem Apex der Zelle, welche bei fraterna Moore gerad¬
liniger verläuft. Auch die schwarzen Punkte, resp. Flecken zwischen der Zelle und Submediana sind minde¬
stens drei mal grösser, als bei der Nicoba ren- Rasse. Characteris tisch für andamana ist der prächtige, aber
nur streifenweise zu Tage tretende violette Schiller entlang den schwarzen Medianbinden und Basalflecken,
besonders der Oberseite der Hflgl. Andamanen, anscheinend selten — enganica Frühst, ist vor allen übrigen enganica.
Formen der Sunda-Inseln durch eine auffallend breite und geradlinig verlaufende; schwarze Medianbinde der
Hflgl ausgezeichnet. Aber noch wichtiger erscheint mir, dass enganica. mit Ausnahme von cdcippe celehensis
Wall, die einzige Rasse ist, welche eine zusammenhängende, schwarze Medianbinde der Hflgl aufweist.
472
ATEL LA. Von H. Fruhstorfer.
drepana.
floresiana.
pallidior.
violetta.
semperi.
celebensis.
omarion.
alcippe.
quinta.
agoria.
alcippina.
cervina.
cervinides.
kinitis.
Diese bildet sich dadurch, dass die Längsstreifen zwischen den Medianadern so untereinander stehen, dass
sie aufeinander stossen. Bei allen übrigen alcippe stehen diese Längsstriche basalwärts, d. h. sie nähern
sich der Zellwand und sind so schräg gestellt, dass sie manchmal parallel nebeneinander stehen, enganica
ist ausserdem unterseits reicher schwarz dotiert. Engano, April- Juli, 3 cfcT Coli. Fruhstorfer.
Auch Java wird von einer früher unbeachteten «tojope-Subspecies bewohnt, welche drepana Frühst.
benannt ist. Sie ähnelt — so paradox dies klingen mag — fast den Exemplaren von Halmaheira und ist
ausgezeichnet durch eine so breite schwarze Umrahmung der Vflgl, dass die Submarginalbinde damit fast zu-
sannnenfliesst. Auch der schwarze Fleck am Zellende dehnt sich aussergewöbnlich aus und die Hflgl sind
mindestens doppelt so breit schwarz als bei pallidior Stgr. von Palawan. Heimat: Java, Abhänge des
Gede-Vulkan auf ca. 2000' bei Sukabumi gefangen, drepana ist in Java sehr selten; ich beobachtete in 3 Jahren
nur 2 Exemplare; im Gegensatz zu phalantlia mehr den Schatten bevorzugend, z. B. lichte sonnendurchflutete
Buschwälder. — floresiana subsp. nov. gleicht der vorderindischen alcippoides Moore, doch sind alle schwarzen
Linien zierlicher, der gelbe Submarginalstreifen der Vflgl zusammenhängend und deutlicher hervortretend, die
cellulare und intramediane Strichelung feiner. Unterseite mit lebhafteren weisslichen und violetten Streifen.
Flores; Flugzeit November. pallidior Stgr. nähert sich alcippoides , doch ist die mediane und submarginale
Zeichnung etwas kräftiger. ? fahl ockergelb mit sehr breitem schwarzem Fleck am Zellapex der Vflgl.
Palawan, Januar. — violetta Frühst, wurde basiert auf eigentümlich gefärbte Exemplare mit einem satten, die
gesamte Flügel Oberfläche überziehenden violettem Schimmer und schwärzlich verdüsterter Apicalpartie der
Vflgl-Oberseite, sowie des Terminalsaumes der Hflgl-Unterseite. Bazilan. — Als semperi Moore (nom. mul.) können
Exemplare der Nord-Philippinen bezeichnet werden, die im allgemeinen eine reduzierte Schwarzfleckung der
Oberseite aller Flügel aufweisen. ? nach Semper mit nur sehr schwachem violettem Schiller und unterseits
schärfer gezeichneter Mittellinie. Flugzeit vom Mai bis Oktober, Luzon, Cebu. — celebensis Wall., nach
Exemplaren aus Makassar beschrieben, ist eine ausgezeichnete Basse, welche die westmalayischen Formen mit
jenen der Molukken verbindet, Oberseits hervorragend durch markante schwarze Submarginal- und Median¬
binden, die sich beim ? noch mehr ausdehnen und manchmal zusammenfliessen. Die Subapicalmakeln der
Vflgl häufig schwärzlich überstäubt. Unterseite mit ansehnlichen rötlichen Binden die breit weisslich blau
eingefasst sind. Von mir am Wasserfall von Maros im November, bei Toli-Toli .November — Dezember ge¬
fangen. — omarion subsp. nov. bewohnt die Sula-Inseln und zeichnet sich durch oberseits lebhafter rotgelbe
Grundfarbe, markantere Schwarzzeichnung und dunklere Unterseite aus. Sula Mangoli, Type in der Sammlung
Staudtnger. — alcippe Cr ., die zuerst beschriebene Unterart der Collectivspecies, gleicht oberseits der abge¬
bildeten alcippina (107 c) ist aber grösser und differiert von westlicheren Rassen durch rundlicheren Flügel¬
schnitt. Schwarzfleckung etwas kräftiger als bei alcippina , aber weniger ausgedehnt und zusammenhängend
wie bei celebensis. Unterseite entschiedener geschwärzt als bei celebensis, auch auf den Vflgln mit zu leiter-
artigen Figuren verschmolzenen Wellenbinden. Beide Figl zudem von reich weisslichen Submarginal- und
Medianstreifen durchzogen. Südmolukken, auf Ceram nicht selten, wo Exemplare mit und ohne violettem
Schiller der Oberseite Vorkommen. Saparua in Coli. Fruhstorfer. — quinta Frühst, von Halmaheira differiert
von Exemplaren aus Saparua durch die reichere, schwarze Zeichnung aller Flügel, was namentlich in der
Zelle der Vflgl und im Discalteil der Hflgl auffällt. Die schwarze Binde am Zellende und die schwarze,
subanale Makel der Vflgl sind breiter; die schwarze Submarginalbinde der Hflgl stärker gewellt, Unter¬
seite: Auch hier zeigen alle Flügel prominentere, schwarze Binden und Flecken, des weiteren erscheint eine
Reihe von grau violetten Submarginalflecken auf allen Flügeln. Die discale, weisslichviolette Binde viel
breiter, auch die Unterseite aller Flügel im Discalteil reicher schwarz dotiert. — agoria Frühst, aus Batjan
ist grösser als quinta , mit sehr viel breiteren schwarzen Submarginalbinden und ansehnlicheren, schwarzen Flecken
vor dem Zellschluss der Vflgl. Vielleicht bildet agoria nur die Regenzeitform von quinta. — alcippina
Frühst. (107 c) differiert von der typischen alcippe Cr. von den Südmolukken durch die kleinere Gestalt und
die dadurch bedingte, zierlichere Schwarzfleckung auf der Flgl-Oberseite. Die schwarzen Binden und Punkte
sind bei alcippina schärfer abgegrenzt und die obersten gelben Submarginalflecken der Vflgl dunkler und
mehr rötlich-gelb. Auf der Unterseite differiert sie von alcippe durch die monotonen, gelb gefärbten Vflgl, denen
die weissen, submarginalen Hehnflecken vollständig fehlen; nur die Discalbinde ist obsolet weisslichviolett. Auf
den Hflgln sind die weisslichvioletten Binden gleichfalls undeutlicher als bei alcippe und die braune Sub¬
marginallinie wird heller. Insel Obi. — cervina Btfr. ist eine interessante, aufgehellte Arealform mit völlig
zeichnungsloser Medianpartie der Vflgl, aber äusserst lebhaft blauviolett gestaffelter Unterseite. Holländisch
Neu-Guinea, von Dorey, Hattain im Arfak-Gebirge und von Kapaur in meiner Sammlung. — cervinides Frühst,,
Grundfarbe heller als bei cervina\ die Submarginalbinde beider Figl namentlich apicalwärts viel deutlicher
ausgeprägt. Im Discalteil der Hflgl zeigt sich eine schwarze Binde, welche bei cervina nur angedeutet ist.
Die Unterseite gleichfalls heller, farbenreicher mit deutlicheren, hellbraunen Submarginal- und weisslicheren
Discalbinden. Insel Waigiu. — kinitis Frühst. (107 c?), gleicht viel mehr der typischen alcippe und den von
mir beschriebenen Formen. Die Unterseite hat sogar eine gewisse Aelmlichkeit mit floresiana von den
Kleinen Sunda-Inseln. Ich vergleiche die neue Form hier mit cervina, von der kinitis eine kleinere Ausgabe
mit rundlicheren Flgln vorstellt, kinitis ist breiter schwarz gesäumt und auf allen Flgln, aber namentlich im
Basalteil, reicher schwarz gestrichelt. Auf allen Flgln ist die schwarze, submarginale Zackenlinie sehr dicht
Ausgegeben 18. TIT. 1912. TSSORIA. Von H. Fruiistorfer. 473
an den Aussensaum heran gerückt, so dass die rotbraune Submarginalbinde ausserordentlirdi verschmälert
erscheint. Die subapicalen schwarzen Flecken der Vflgl sind kleiner als bei cervina, ebenso die rotbraunen
Subapicalflecken. Durch den Discalteil der Hflgl ziehen 2 deutliche Binden, von denen die innere sehr un¬
regelmässig verläuft. Die Unterseite ist farbenreicher als bei cervina, namentlich die Vflgl, welche eine com-
plette Submarginalserie von schwarzen Strichen aufweisen, die bei cervina nur angedeutet ist. Des weiteren
schlägt die gelbliche Submarginalbinde der Oberseite deutlich durch; beide Figl werden ausserdem von einer
weisslich, violetten Discalbinde durchzogen und die schwarzen Linien der Hflgl sind prominenter als bei cervina.
Deutsch Neu-Guinea. — denosa subsp. nov. ist ein gelbbrauner Falter mit schmalem schwarzen Vorderrand
sowie einzelnen dunklen Streifchen der Vflgl. Hflgl mit ansehnlicherem Distalsaum; einer gewellten sub-
marginalen Binde und einer Serie von schwarzen Punkten und Strichen. Unterseite gelbbraun mit einzelnen
gewellten schmalen Bindenstreifen und einem quadratischen Fleck im Analwinkel. Das ? vergleicht Hagen
mit arruana Fldr. Im Bismarckarchipel, Neu Pommern, Neu Lauenburg. ephyra Goclm. u. Sah. steht denosa
recht nahe und ist ausgedehnter schwarz umrahmt; Salomonen, von den Shortlands-Inseln und Bougainville. -
arruana Fldr. umschreibt eine wohldifferenzierte Inselrasse. cP mit vorspringendem Apex, ganz dünner Sub-
marginal- und Terminallinie der Vflgl, die abgesehen vom schwarzen Zellschluss ganz zeichnungslos sind-
Hflgl gleichfalls nackt, nur mit leicht angedeuteten Submarginalpunkten. ? dagegen abgesehen von der Intra¬
medianpartie der Vflgl mit reicher, graubrauner Umrahmung und Fleckung der Oberseite. Unterseite des cP
durchweg violett, nur der Analsaum der Vflgl gelbbraun. ? mit markanter, weisser Medianbinde und breiten
grauvioletten Längsbändern. Aru-Inseln. — asinia Frühst., eine sehr ausgefallene Lokalrasse, welche die Insel
Wetter bewohnt, hat eine auffallende Aehnlichkeit mit arruana Fldr. und mit dieser die eigentümlich ver¬
waschene, rauchbraune Flügelumsäumung und den breit schwarzgrau bezogenen Apicalteil der Vflgl gemeinsam.
Von arruana lässt sich asinia abtrennen zunächst durch den rundlicheren Flügelschnitt und den noch dunkleren
Apicalteil der Vflgl. Die schwarzbraune Makel vor dem Zellende der Vflgl dunkler als bei arruana und
bildet keinen Wischfleck, sondern besteht aus 3 dicht neben einander gesetzten Quadraten. Die Discalbinde
der Hflgl verläuft geradliniger. Unterseite: Die weissliche Submarginalbinde schmäler, der Discal- und
Basalteil aller Figl dunkler als bei arruana ; ausserdem erscheint die weissliche Discalbinde mehr reduziert
und die innere, bei arruana fast rein weisse Discalzone fehlt bei asinia vollständig. Insel Wetter.
9. Gattung: Issoi'ia Hbn.
Aeusserlich durch deutliche Schwanzanhänge der Hflgl von den Cupha unterschieden, weist sie auch
im Geäder bemerkenswerte Differenzen auf. Wie bei Atella ist der zweite Subeostalast näher dem Zellapex
abgezweigt als bei Cupha und von beiden Gattungen entfernt sich Issoria durch die weniger konkave mittlere
Discocellularis der Vflgl, welche mit der hinteren zusammen eine fast gerade Linie bildet. Zelle der Hflgl
lang, schmal, deutlich geschlossen. Issoria bildet den Uebergang von Atella zu den Cynthia, an welch letztere
bereits die spitzen Hflgl und auch die lebhafte Lebensweise erinnern. Die einzige Art ist ein ausgesprochenes
Felsentier, dessen Domäne die bergigen Strecken sind. Sitzt gern an kahlen Felswänden und auf den Steinen
der Wege im Sonnenbrand Es hat einen schnellen, hurtigen, stossweisen Flug und kehrt gerne wieder an
den einmal gewählten Platz zurück. Nach Moore wird sie in Birma während der kühlen Saison auf dem
steinigen Bette trockener Flüsse angetroffen, wo sie stets mit offenen Flügeln sitzt. Jugendstadien hat Dr. Piepers
auf Java entdeckt. Issoria ist auf das indoaustralische Gebiet beschränkt, aber dort von Mussorie an bis Hinter¬
indien, Hainan, den Philippinen und auf den Inseln von Makromalayana bis zu den Salomonen, Samoa und den
Freundschaftsinseln verbreitet. Es lassen sich zwei Hauptlypen unterscheiden, um welche sich die zahlreichen
Rassen gruppieren: der indisch-westmalayische östlich bis Celebes vorkommende an sinlia anklingende, und der
molukkiseh-papuanische, der Namensform egista genäherte, zwischen welche sich als Verbindungsglied die erst
neuerdings beachteten mikromalayischen Abzweigungen einschieben.
1. sinha Roll, gleicht oberseits der macromalayana (107 e); von fahlgelber Grundfarbe und ausge¬
dehnter, zusammenhängender schwarzer Fleckung in der Zelle und dem Apicalteil der Vflgl. Die Unter¬
seite besteht aus einem Gemenge von weissliehen, gelben und rotbraunen Zonen, über welche sich im
Analfeld eine graugrüne Bestäubung deckt. Die aus halbmondförmigen Compouenten bestehende weisse
Medianbinde nicht so ausgeprägt wie bei den molukkischen Rassen, mit welchen sie aber eine weissliche
transcellulare Aufhellung der Vflgl gemeinsam hat, und von ihnen differiert durch einen rein weissen
Zellfleck, dessen Umrisse weiter nach Osten immer mehr verschwimmen, sich aber bis zu den austra¬
lischen Zweigformen verfolgen lassen. Bis 1000 m hinauf vorkommend, den Südabhang des Himalaya von
Mussorie an folgend, südlicher als Orissa noch nicht beobachtet, in Süd-Indien und Ceylon fehlend. Vom
Mergui-Archipel bekannt, von mir aber in Tonkin *) und Annam nicht gefunden, wohl aber von Hainan in
meiner Sammlung.**) — macromalayana subsp. nov. (107 e) entfernt sich von sinha durch kleinere Gestalt und
*) Pavie sammelte sinha bei Luang-Prabang.
**) Rp auf derselben Pflanze wie die Rp von Cupha erymanlhis synnara Frühst. In den Jugendstadien kaum von
dieser zu unterscheiden. Pp jedoch hervorragend durch ihre Eigenart, sehr steif und mit drahtförmigen Anhängseln ver¬
sehen, in Grösse und Gestalt aber wiederum der Cupha- Pp gleichend.
IX
denosa.
ephyra.
arruana
asinia.
sinha.
macro¬
malayana.
60
474
ISSORIA. Von H. Fruhstorfer.
ausgedehnter geschwärzte mehr rötlich ockerfarbene Überseite. Hflgl in der Regel bis zur Zellmitte schwärzlich
überstäubt. Auf der Unterseite tritt die Weissfärbung etwas zurück, ebenso der grünliche Anflug der Hflgl,
welcher meinen Exemplaren von Java gänzlich fehlt. Geht nach Hagen an den Kot aller Tiere, besonders jenen
des Musang (Paradoxurus musanga). Auf Java bis etwa 700 m hinauf vorkommend. Im Osten der Insel macht
sich eine Trockenzeitform bemerklich von kleinerem Habitus, fahlgelber Ober- und verwaschener, jedoch reicher
weiss decorierter Unterseite. Malayische Halbinsel, Sumatra Java, (nach Doherty auch auf Sumbawa und
ö • • Sumba, doch habe ich dortige Exemplare nicht gesehen); Romeo, Palawan, Süd-Philippinen. — brixia subsp.
nov. bezeichnet eine rundflügelige Arealrasse der nördlichen Philippinen, welche sich der indischen sinha nähert,
aber von ihr leicht zu unterscheiden ist durch markantere schwarze Submarginalpunkte aller Flügel. Unterseite
nupta. mit lebhafter rotbrauner bandartiger Medianzone der Hflgl. Luzon, selten. — nupta Stgr. umschreibt die
grössten Exemplare der Collectivspecies mit sehr breitem braun getrübtem Distalgebiet aller Figl und redu¬
zierten gelbbraunen Subapicalmakeln der Vflgl. Mir nur aus der Minahassa und von Sula-Mangoli vorliegend,
eda. von Doherty noch auf 4000' Höhe beobachtet im Pare-Pare-District des Südens von Celebes. — eda Frühst.
hält die Mitte zwischen egista Cr. von den Mollukken und sinha Koll. vom indischen Gebiet. Sie ist
aber kleiner als sinha von Sumatra und hat eine mehr rotbraune, also fast dieselbe Grundfarbe wie
egista. Oberseite reicher schwarz gezeichnet, namentlich auf den Vflgln, als die Molukken-Rasse, aber
ärmlicher als sinha. Der schwarze Aussensaum schmäler, als bei den anderen Issoria und die Schwarz¬
punktierung der Hflgl zierlicher als bei sinha. Unterseite: Die Discalbinden der Hflgl verlaufen gerad¬
liniger, die Distal- und namentlich die Analzone sind reicher blau-violett getönt. Die Submarginal¬
flecken nicht gelbbraun, wie bei sinha, sondern rotbraun, analog der Molukken-Rasse. Insel Wetter.
alrita. - alrita Frühst, differiert erheblich von eda von Wetter und gehört vielleicht nur einer extremen Trocken¬
zeitform an. Von der schwarzen Flügelzeichnung sind namentlich nur noch der Distalsaum der Vflgl sowie
2 Wische oberhalb der Zelle und 4 schwarze Submarginalpunkte zu erkennen. Auf den Hflgln sind die Distal¬
punkte auch verschwunden und die braune Zeichnung der Flgl-Unterseite ist gleichfalls reduziert, dafür
die violette Discalbinde etwas prominenter. Das Violett im Analwinkel der Hllgl verlöscht und wird durch
Gelbbraun ersetzt, so dass dadurch die Figl eine monotonere Färbung zeigen. Insel Rabber, Tenimber. —
egista. egista Cr. die zuerst beschriebene Unterart, bewohnt die Südmolukken Amboina, Saparua. Von den westma-
layischen Rassen differiert egista durch das rötlich ockerfarbene Golorit der Oberseite, welche der von offaka (107 e)
nahekommt, jedoch einen weniger ausgedehnten Distalsaum und auf dem Hflgl prominenter gelbe Submarginal-
Halbmonde zeigt. Ceratn-Exemplare sind beiderseits noch etwas lichter gelb, mit reduzierterer Schwarz-
burnana. Zeichnung als Amboina-cfcd. — - buruana Frühst. (I07e) differiert von egista aus Ceram und Saparua durch die
kleinere Gestalt, die rundlicheren Figl und die stumpferen Schwanzspitzen, Grundfärbung dunkler; alle
schwarzen Rinden, Flecken und Punkte kräftiger entwickelt. Längs der Zellwand zwischen der vorderen und
hinteren Mediana erscheint eine gekrümmte, schwarze Rinde, welche egista fehlt. Des weiteren tritt eine
deutliche Submarginalbinde auf, welche vom Costalrand bis zur ersten Mediana reicht und sich dort zu
einem Fleck verbreitert. Rasis der Hflgl dunkler; auch macht sich eine obsolete Discalbinde bemerklich.
Unterseite satter als bei egista, die violetten Discalpunkte sind kleiner und stehen dichter unter einander. Die
elvira. Submarginalregion der Hflgl gelblich-weiss, anstatt violett. Ruru. — elvira Frühst., eine prächtige Lokal¬
rasse, bewohnt Ratjan. Die Stücke sind dunkler rotbraun als die egista der übrigen Molukken, die Subapical-
binde noch kräftiger entwickelt als bei buruana. Ausserordentlich verbreitert ist auch die schwarze Submar¬
ginalbinde der Hflgl-Oberseite. Die gelbliche Rinde nur etwas breiter als bei orfeda. Die Unterseite nähert
sich obiana , nur sind namentlich die Vflgl dunkler rotbraun und die weisslichen Discalflecken noch grösser.
editha. Batjan, Ternate (?) — editha Frühst., steht der Ratjan-Form sehr nahe, ist aber heller und weniger reich schwarz
dekoriert. Unterseite gleichfalls lichter. Die weissen Flecken vor dem Zellapex der Vflgl sind breiter und
die schwarzen Submarginalpunkte der Flgl-Unterseite kräftiger, ebenso die weissen Helmflecken vor dem
obiana. Aussenrand. Halmaheira. — obiana Frühst., gleicht in Grösse und Flügelschnitt buruana, alle Figl aber breiter
schwarz umsäumt. Die Grundfarbe etwas dunkler als bei egista und heller als bei buruana. Die Schwarz-
fleckung der Figl hält die Mitte zwischen den vorgenannten Rassen. Die schwarze Rinde längs der Zelle nur
angedeutet, die gelbliche Submarginalbinde der Hflgl schmäler als bei egista und buruana. Die Unterseite
charakteristisch durch die ausserordentlich kräftig entwickelten, weisslieh-violetten Makeln der Discalbinde,
die nach innen von einer schwärzlich-braunen Region begrenzt wird. Alle Figl sind im Basalteil zeichnungs¬
ärmer als buruana , auch die Marginalzone der Hflgl nicht so bunt, als bei buruana und egista. Obi, nicht selten.
offaka. — offaka Frühst ., ist etwas dunkler in der Grundfärbung als egista und obiana , mit dem breitesten schwarzen
Distalsaum. Die Schwarzfleckung der Figl erinnert am meisten an obiana, doch sind die Submarginalpunkte
aller Figl kleiner. Der Zellschluss der Vflgl etwas breiter schwarz als bei egista. Einen sehr wichtigen
Unterschied bildet die fast gänzlich verschwundene, gelbliche Submarginalbinde der Hflgl. Die Unserseite
viel dunkler als bei den übrigen Lokalrassen und rotbraun, anstatt gelblich. Die weissen Discalpunkte sind
ausserordentlich reduziert und stehen auf den Hflgln mehr zerstreut, nicht so untereinander wie bei den Rassen
der Molukken. Waigiu, nicht selten; Deutsch Neu-Guinea, Kapaur, Holl. Neu-Guinea, Aroa, Brit. Neu-Guinea,
orfeda. Ai Kaiser-Wilhelmsland sehr spärlich. — orfeda Frühst., die Key-Rasse, hat dieselbe Grundfarbe und einen
eben so breiten, schwarzen Aussensaum der Figl wie offaka, kommt aber durch die breite, gelbliche Sub-
CYNTH1A. Von H. Fruhstorfer.
475
marginalbinde der Hflgl-Oberseite wieder recht nahe an egista und obiana. Die Unterseite ist dunkler als bei
egista, aber bedeutend heller, als bei offaka und die weisslich-violetten Discalllecken sind prominenter. Key-
Inseln. — tenonia subsp. nov., von der Gewürzinsel Banda in meiner Sammlung, schliesst sieb alrita Frühst, tenonia.
von Babber und Tenimber an durch das fahl gelbbraune Colorit sowie die noch mehr als bei Ceram-Stiicken
zurücktretenden schwarzen Randzeichn ungen der Oberseite. Die Gesamtfärbung der Unterseite jedoch dunkler
rotbraun als bei alrita, mit einer Miniatur -Copie der weissen Zeichnungen der egista. — propinqua Mi sic., propinqua.
gleicht in der Grösse und der Verteilung des schwarzen Aussensauines der orfeda Frühst, von Key; gegen¬
über der ebenfalls nahestehenden offaka dehnt sich die gelbliche Region jenseits der Vflglzelle etwas mehr
aus und auf den Hflgln verschwinden die Submarginalpunkte fast gänzlich. Unterseite nicht so dunkel wie
bei den papuanischen Vikarianten, zart, fleischfarben, der grünliche Subanalanflug ausgedehnter. Queensland,
ziemlich selten. — scyllaria subsp. nov. ist bedeutend kleiner, von rundlichem Flügelschnitt mit progressiver scyllaria.
Schwarzzeichnung, welche transcellular wie bei buruana zusammenhängt. Der gelblichbraune Sub marginalstreif
der Hflgl proximal breit schwarz umgrenzt. Unterseite erheblich von propinqua verschieden, hell ledergelb
mit rötlichgelben Ringen der schwarzen Submarginalpunkte und wesentlich reduzierter Weisszeichnung. Li I n.
— egistina Quoy , stammt von der Marianneninseln Guam, ist oberseits bis zur Flügehnitte fahlgelb, dami egistinu
schwärzlich überstäubt. Unterseite mit grünlicher Basis der Vflgl und einer ebensolchen Begrenzung der
weissen Submarginalbinde. Hflgl griinliehweiss mit rot umringelten Schwarzpunkten und einer subterminalen
Doppelreihe von perlmutterfarbenen halbmondartigen Fleckchen. samoana subsp. nov. (107 e) ein helles samoana
Extrem, Unterseite durchweg licht orangerot mit deutlich heraustretender weisser medianer Wellenbinde, einer
weisslichen rudimentären Begrenzung der Vflglzelle und einem schwarzen subterminalen intramedianen Strich
der Hflgl. Sonst abgesehen von einigen roten Punkten und den üblichen aber äusserst zarten Zellstrichelchen
zeichnungslos. Samoa-Inseln, nur ein cf in meiner Sammlung, das ich Herrn Prof. Seitz verdanke,
bowdenia Btlr., soll nach der Beschreibung den Flügelumriss von sinha Kol/., das Colorit von egista zeigen, bowdenia.
aber etwas bunter als letztere sein. Der schwarze Distalsaum aller Figl schmäler, die Submarginal¬
monde undeutlicher als bei egista, auch fehlen die schwarzen Submarginalflecken der Vflgl und jene der Hflgl.
Die Unterseite heller ockerfarben mit schmäleren weissen Binden als bei egista. Discalpunkte sehr klein, obsolet,
rot umringelt. Freundschaftsinseln. — gaberti Guer. gleicht der samoana (107 e) ist aber kleiner und unterseits gaberti.
etwas bunter. Insel Tahiti. — shortlandica subsp. nov. nähert sich gleichfalls der egista, nur ist. die Gesamt -shortlandica-
färbung nicht rotbraun, sondern schmutziggelb, die Oberseite weniger deutlich schwarz gefleckt und die Unter¬
seite heller als bei Exemplaren von egista aus Ceram; Heimat die Salomonen, Shortland-Inseln, sehr selten.
10. Gattung: Cyntliia F
ln vieler Beziehung eine der interessantesten Nymphalidengattungen, zunächst wegen dem weitgehenden
sexuellen Dimorphismus, der hochgradigen Empfindlichkeit gegenüber klimatischen Einflüssen, der sich in er¬
heblich modificierten Zeitformen ausprägt und dann der Neigung zur Ausbildung geographischer Formen,
die von West nach Ost zunimmt und in der Hauptsache das sonst conservative weibliche Geschlecht ergreift.
Im makromalayischen Gebiet lassen sich dann auch noch Formen der Ebene mit langen Schwänzen der Hflgl
und schwacher Zeichnung der Unterseite und alpine Formen mit rundlicherem Flügelschnitt und scharf
liniierter Unterseite absondern.
Die Gattung zeichnet sich auf den ersten Blick durch die Grösse ihrer Arten aus und unterscheidet
sich speziell von allen übrigen durch die Stellung der beiden ersten Subeostaläste, welche hier nahe zu¬
sammenstehen und fast aus einem Punkte am Zellende entspringen. Auch ist der 1. Ast etwas mit der
Costale verwachsen; Ast 3 und 4 entspringen nahe zusammen fast in der Flügelspitze. Die Zelle der Vflgl
ist durch eine zarte Querader geschlossen, welche die Mediana nach dem Ursprung des 2. Astes trifft, die¬
jenige der Hflgl dagegen offen. Doch besitzen die efef zwischen der Mediana und der unteren Radiale eine
Hautfalte wie die Gattung Terinos, welche in ungeschuppten Exemplaren leicht als hintere Discoeellularis auf¬
gefasst werden kann; die letztere ist aber hier vollkommen verkümmert. Die Präcostale an der Spitze zwei¬
spaltig, hinter dem Ursprung der Subcostale abgezweigt Die hintere Discocellulare der Vflgl mündet beim cf
distal weiter von der Gabelung der vorderen und mittleren Mediana als beim ¥ (Anklang an constante analoge
Abweichung bei den Terinos ) und einigen Arten der Gattung Argynnis. Augen nackt; Fhlr mit allmählich
verdickter, zugespitzter Kolbe. Palpen nur schwach aufgeblasen, behaart und mit einzelnen steifen Grannen¬
haaren besetzt. Die papuanischen Arealrassen sind ausgezeichnet durch einen breiten Saum terminaler grau-
schwarzer matt glänzender modificierter Schuppen, welche lebhaft contrastieren gegen die tiefschwarzen
Submarginalstreifen. Hinter den Adern der Vflgl-Oberseite lagern schwarze Duftschuppen, in einer Falte, was
schon Dr. Haase beobachtet hatte.
In den Greiforganen steht Cynthia ganz isoliert und differiert von allen vorhergehenden Genera durch
den kräftigen Uncus, das Vorhandensein eines Scaphiums und der complizierten, mit dorsalen Aufsätzen ver¬
sehenen Valve. Ebenso wie die Imago’s sind auch diese Organe geographischer Variabilität unterworfen: bei
den westlichen Formen ist das oberste Valvenhorn ventral herabgeneigt, also stark nach unten gekrümmt, bei
den östlichen Rassen entweder fingerförmig, fast gerade, oder erst aufsteigend und dann mit leichter Konkavität
476
CYNT HI A. Von H. Fruhstorfer.
nach unten gebogen. Rp ähnlich jenen der Gattung Cethosia , mit welchen sie zusammen auf der wilden
Passionsblume, Modecca palmata Lam. vorkommt und nachts auf Nahrung ausgeht, sich tagsüber von der
Futterpflanze entfernend oder sich einer anderen nähernd. Sie ist gelblich oder grün mit schwarzem Bauch
und Füssen, Kopf mit zwei schwarzen gebogenen fein verzweigten Spitzen, die Segmente gleichfalls mit sechs
Reihen zierlicher Dornen. Pp äusserst grotesk, braun mit grünen und silbernen Punkten und zwei lateralen
Anhängseln, welche wie Fledermausflügel aussehen. Puppenruhe 15 Tage. Die Arten der Gattung sind sehr
individuenreich, wenngleich die ?? einiger Formen ( celebensis , erota , battaka ) in Sammlungen sehr selten sind.
Die d'd' lieben es, sich auf nassen Stellen namentlich am Ufer von Waldflüsschen zusammenzusetzen und die
Feuchtigkeit aufzusaugen; sie sind dann nicht scheu und kehren selbst verjagt bald wieder zurück. Sonst trifft
man sie am Waldrande in kurzen, stossweissen Zügen entlang fliegend. Die ?? haben einen mehr segelnden Flug und
sie werden im lichten Walde auf Blumen angetroffen. Bewohner der Ebene, gehen sie im liimalaya bis zu
2000 m Höhe. Wenngleich sie auch in der Trockenzeit Vorkommen, bevorzugen sie doch die Monsunperiode
und auf den malayischen Inseln zählen sie nach starkem Regen zu den dominierenden Schmetterlingen, wenn
sie in Gesellschaft von Hebomoia und Parthenon die immergrüne Landschaft durcheilen. Verbreitung im ganzen
Kaiserreich Indien von Sikkim an süd- und ostwärts, in Hinterindien, Hainau, den Philippinen und im Archipel
von den Andamanen bis zu den Salomonen.
C. erota die kleinere westliche Art, zerfällt auf dem indischen Festlande und dessen Inseltrabanten
bereits in eine Reihe von so erheblich modificierten Arealrassen, dass dieselben als vollwertige Arten aufge¬
fasst wurden. Mehr als bei den östlichen Vikarianten prägen sich bei erota die Zeitformen aus, nicht allein
die Färbung, sondern auch den Flügelschnitt verändernd. Die Form der Monsunperiode hat lange Schwänze
der Hflgl, und oberseits markante schwarze Linien und Flecken. Die Unterseite der cd cd ist in drei Farbenzonen
zerlegt, eine rötliche basale, eine dunkel citrongelbe der Mitte und in eine purpurne im Submarginalgebiet, die
sich bei den ?? in gleicher Reihenfolge rötlich oder hellgelb, dann strohgelb oder weiss und im Distalgebiet
nur schwach purpurn mit darauffolgender gelber Aufstellung wiederholen. Das ? der Regenzeit trägt eine
scharf abgesetzte schmale weisse Medianbinde aller Flügel, der sich eine weissliche submarginale Kette von
Halbmondflecken anschliesst und auf den Hflgln ein grünliches oder gelbgrünes Analgebiet. Basis aller Flügel
dunkelgrün. Bei den ?? der regenlosen Periode erscheint die Basalregion hellblau oder blaugrün, die gesamte
Medianpartie ist von einem zusammenhängenden nur von zierlichen Wellenlinien durchzogenen weissen Feld
bedeckt und das Randgebiet der Hflgl goldgelb überhaucht. Unterseits sind die cdcf der Trockenzeit nur in
zwei Felder, ein basales rotes und ein distales ockergelbes geteilt und die ?? tragen ein blass fleischfarbenes
Basal- nnd ein strohgelbes Aussenfeid. Die Flügelcontur ist namentlich beim cd abgerundet. Hflgl nur mit
erota. winziger Medianecke statt eines langen Schwanzanhanges. — erota F. (109 a), von der wir die Regen¬
zeitform darstellen, kommt von Sikkim an bis Tonkin ziemlich unverändert vor. ln Tonkin beobachtete
ich nur die Regenzeitform, jedoch fand ich die Species weder in Annatn noch in Siam. Pavie fand sie in Luang
pura. Prabang. Die Trockenzeitform pura Swinh. (= circe Fawc.) ist erheblich kleiner und sogar das ? von geringerer
Grösse als erota cd cd. Das ? mit nahezu ungeflecktem weissen Mediangebiet der Vflgl und ohne die schwarze cliscale
Wellenlinie der cdcd. Nach Swinhoe existieren auch ?? mit völlig gelb verfärbter, also cd-ähnlicher Oberseite
auricoma. (auricoma form, nov.) und in meiner Sammlung befinden sich Exemplare von Intermediatformen, alle Abstufungen
von hellblauer bis zu dunkelgrüner Basis und rein weissem bis zu deutlich schwarz gewelltem Medianfeld der Vflgl.
Die beiden Geschlechtern gemeinsamen Ozellen des Hflgl reduzieren sich bei extremen Stücken der fa.
pura zu blossen Punkten. Bei 2? der Regenzeit tritt dagegen in seltenen Fällen ein weiteres Auge zwischen
triocellata. der hinteren Radiale und der vorderen Mediana der Hflgl auf: triocellata form. nov. — Uncus kräftig mit haken¬
förmiger, schwach gekrümmter chitinisierter Spitze, Valve basalwärts mässig verdickt, nach vorne in eine
cylinderlörmige stumpfe Spitze ausgezogen, basal (ventral) etwas konkav vorspringend. Valve mit einer ge¬
krümmten oberen und einem muldenförmigen mittleren Vorsprung. Scaphium gewinkelt mit kurzer feiner
Spitze. Rp blass olivengrün, erheblich dunkler zwischen den Segmenten mit sechs langen Dornen auf jedem
Segment. Die obersten davon weitaus am längsten, alle aber mit gelber Basis. Kopf dunkelbraun mit zwei
nach hinten gebogenen Hörnern. Pp in verschieden braunen Tönen variierend. Thorax mit deutlichem Kiel
und zwei flügelartigen lateralen Auswüchsen. Rücken mit grünen und silbernen Flecken. In Sikkim vom
Terai bis zu 6000 Fuss Erhebung fast das ganze Jahr fliegend. Niceville hat erota gezogen aus Rpn, die er
mit solchen von Cethosia biblis Dru. nnd C. cyane Dru. zusammen in Anzahl von derselben Passionsblumen¬
pflanze abgenommen hatte. Exemplare, welche im zeitigen Frühjahr den Schmetterling ergeben und aus Rpn
des Spätherbstes stammen, sind kleiner und die ?? blasser gefärbt als von Generationen aus den Sommer¬
monaten, in welchen eine Brut auf die andere folgt. Nur in der heissen Ebene des Tieflandes von Indien,
wto der Regenfall spärlicher ist, tritt eine Unterbrechung ein, weil dort das trockene Wetter gleich dem kalten
Winter nördlicher Regionen einwirkt und die weitere Entwicklung der Species in irgend einem Stadium seiner
Existenz aufhält. Wenn aber mit dem Herannahen des Monsuns die Regen fallen, erwacht das Falterleben
von neuem und frische Bruten entwickeln sich sehr schnell. Arten mit nur einer Generation sind dennoch
sehr selten in Indien und ihr Vorkommen resultiert aus dem Factum, dass ihre Rpn nur sehr schwache
Mandibeln haben und nur die zartesten Blätter ihrer Nahrungspflanze verzehren können. Daher erscheinen
CYNTHIA. Von II. Fruhstorfer.
477
die Arten mit nur einer Generation stets früh im Jahre (Februar, März), wenn sich bestimmte Bäume mit
neuen Blättern bedecken. Die Schmetterlinge, welche überwinterten Ppn entstammen, legen ihre Eier an die
Knospen junger Zweige, aus welchen die Rpn rasch schlüpfen, sich leicht an den saftigen jungen Blättern
ernähren, im Laufe eines Monats sich zur Pp verwandehi, um dann 11 Monate still zu liegen bis der kommende
Frühling sie als Falter auskriechen sieht und so ihr Lebenskreis vollendet ist. — saloma Xicer. umschreibt saloma.
die ausgezeichnete Ortsform des südlichen Indiens, die zu asela (109b) überleitet, aber in der Regenzeitform
etwas schmalere weisse Mittelbinde auf dunkelgrünem statt blauem Grunde führt. V ausserdem grösser mit
markanteren schwarzen Linien als asela- und erota-d, jedoch ohne die mediale Wellenlinie der Vflgl. Die
Trockenzeitform analog pura, aber das stattliche weisse Mittelfeld distal, leichthin grünlich überstäubt und die
Basalpartie aller Figl von dunkel zu hellgrün wechselnd, also nicht blau abgetönt wie bei pura. Rp bleichgellt,
dunkelbraun marmoriert; Kopf schwarz mit V-förmigem gelben Zeichen. Pp abenteuerlich geformt mit
zwei Fledennausflügel-artigen seitlichen Fahnen und einem gewinkelten Aufsatz am Kopf. Färbung hell oder
dunkelbraun mit zwei Reihen von subdorsalen Silberpunkten am Thorax und drei Paar grünen Flecken auf
den Abdominalsegmenten. Ziemlich häufig vom Juli ab während der Regenzeit im Kanara District überall da, wo
Waldreste stehen. Die dd mit Vorliebe auf Anhöhen, wo sie in der Sonne spielen; ? im Fliegen durch die
Färbung ähnlich Parthenos virens, doch weniger rasch dahinstürmend. — asela Moore (109b) ist die wohl- asela.
differenzierte Rasse der Insel Ceylon, wo sie streckenweise nicht selten ist und sowohl in der Ebene wie auf
den mässig hohen centralen Bergen vorkommt und dichtes Dschungel in der Nähe von Wasser bewohnt, d etwa
wie dd der C. erota fa. pura, relativ klein mit ausgebleichten, aber noch kenntlichen medianen Halb¬
mondfiguren der Vflgl, unterseits weniger bunt als saloma. ¥ schön blau mit braunen Submarginalpartien der
Hflgl. Unterseite wie bei saloma, d. h. mit sehr deutlichen schwarzen Längsstreifen und einem weisslichen
Mediangebiet. Rp bieichgelb, unten rötlich braun Segmente braun gestreift mit schwarzen Spiralen sowie zwei
dorsalen und zwei lateralen Dornen, die aus einem roten Fleck aufsteigen. Pp blass rötlichbraun, Kopfstück
kurz und dick mit zwei kurzen Spitzen, Thorax aufgebogen. Die vorderen Abdominalsegmente flügelartig
verbreitert, die Analsegmente mit zwei langen Fortsätzen. — pallida Stgr. gleicht im weiblichen Geschlecht pallida.
noch sehr der asela , doch verbreitert sich das weisse Medianfeld der Vflgl bis zur schwarzen Submarginalbinde
und auf den Hflgln geht die weisse Mittelbinde bis zur hinteren Mediana, so dass eine Zeichnung entsteht,
wie etwa bei C. erota fa. pura - ?, während anderseits bei saloma und asela die Hflgl ein bereits an der
hinteren Radiale abschliessendes, mehr oder weniger grünlich überstäubtes Bindenrudiment führen. Dem Namen
entsprechend ist jedoch der d verfärbt, der ein blassgelbliches Grundcolorit in Verbindung mit verwaschener
Schwarzzeichnung aufweist. Unterseite des d sonst wie bei pura-dd. Andamanen, anscheinend nicht häufig,
weil Moore die wohl differenzierte Inselrasse nicht abgebildet hat und auch über ihr Vorkommen nichts be¬
richtet. — hainana Holl, schliesst sich den festländischen Arealformen an und wurde nach einem d der hainana.
Trockenzeitform beschrieben. Das ¥ ist noch unbekannt und auch mir liegt nur ein d vor, unzweifelhaft ein Pro¬
dukt der regenlosen Periode, der Hollaxd’s Angaben in jeder Richtung bestätigt. Conturen etwas mehr ab¬
gerundet, Oberseite schön fahl rotbraun mit eigentümlicher weisser Beschuppung der Apiealregion der Vflgl
und des analen Distalsaumes der Hflgl. Mediane Schwarz Zeichnung fehlt wie bei den extremsten erota fa.
pura-dd und die übrigen Longitudinallinien sind äusserst zart. Unterseite rötlich mit sehr grossem weissem
Apicalpunkt der Vflgl und recht schwachen Längsbinden. — Mit erotella Btlr. beginnt die ziemlich gleich- erotella.
artige Serie der makromalayischen Arealrassen, von denen jede wiederum in eine Form der Ebene und eine
alpine Abzweigung zerfällt, d kleiner als C. erota- dd, etwas mehr rötlich und der Apicalteil ausgedehnt,
schwärzlich bestäubt. Unterseite mit markanteren rotbraunen Längsbinden, von welchen die submarginale
Wellenlinie besonders auffällt. ? sehr ähnlich dem $ der Regenzeitform von erota, aber etwas kleiner. Flügel-
contur rundlicher, Schwanzspitze dünner. Der ockerfarbene Postdiscalsaum der Hflgl distal schärfer abgegrenzt,
nicht in das grünliche Randgebiet übertretend. Die weisse Medianbinde schmäler und compacter, nicht wie
bei erota durch die Adern zerteilt. Unterseite fahler, ohne scharfe Linien. — Als cantori Dist. ist ein V cantori.
beschrieben, welches vermutlich die Bergform bezeichnet. Jedenfalls liegen mir aus Perak ?? vor, die bestimmt
zu der alpinen Rasse gehören und von Distants Fig. 2 auf Tafel 10 der „RhopaloceraMalayana“, welche das normale ?
der Ebene darstellen, differieren durch eine dreiteilige weisse Discalbinde der Vflgl, eine doppelt so breite
weisse Binde der Hflgl und eine hellgelbe, anstatt braune Submarginalzone. Die braunen Binden der Flügel¬
unterseite sind scharf hervortretend und die innere Submarginalbinde ist geradlinig, verläuft also nicht ge¬
winkelt. Zu dieser ¥-Form dürfte wohl cantori als d gehören. Von fa. montana aus Borneo differiert
cantori-% durch die breiteren, weissen Binden aller Figl und die heller gelbe Submarginalzone der Hflgl.
Malayische Halbinsel. — natunensis Frühst. (108 e). Die erota-Rasse der Natuna-Inseln, ist kleiner als erotella natunensis.
Btlr. und dajakorum Frühst. Die Exemplare sehen der fa. cantori Dist. sehr ähnlich; die schwarze Discalbinde,
namentlich auf den Hflgln, aber viel kräftiger angelegt, desgleichen die postdiscale Binde, die aus fünf
scharfzackigen Flecken besteht und bis zum 2. Medianaste reicht, viel deutlicher ausgeprägt. Die innere
schwarze Submarginalbinde der Hflgl steht weiter vom Aussenrand ab. Die Ocellen sind sehr viel grösser
als bei cantori und erotella. Auf der Unterseite markiert sich die Discalbinde gleichfalls schärfer und auch die
Submarginalbinde verbreitert sich im Analwinkel der Vflgl. Die Ocellen der Hflgl sind grösser und deutlicher
weiss und schwarz gekernt. Natuna. — dajakorum Frühst. Die ¥¥ aus dem Flachland von Borneo differieren dajakorum.
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CYNTHIA. Von H. Fruhstorfer.
von dem erotella-%, wie es Distant abbildet und von einem ? in meiner Sammlung durch die kleinere Gestalt
und die geringere Ausdehnung der weissen Discalbinde. Die Färbung der Htlgl ist heller und die Unterseite
viel bleicher als bei den Malakka-Stücken. Die cPcP zeigen einen lichteren Apex der Vflgl und sind grösser
als Malakka- Stücke; auch ist die Unterseite nicht so intensiv rotbraun gestreift, sondern mehr verwaschen ge¬
zeichnet. Verglichen mit dem ? von erotoides Nicev. erscheint die weisse Discalbinde aller Figl sehr viel
montana. schmäler und die Ozellen kleiner. Flachland von Nord- und Süd-Borneo. — montana Frühst, ist auf ?? der
Bergform vom Kina-Balu basiert. Das weisse Medianfeld der Vflgl ist wie bei erota-¥$ getrennt und verliert
sich bei einigen Exemplaren nach dem Costalrand zu, wo es dann grünlich überstäubt ist. Flügelbasis dunkler
grün als bei dajakorum von der Ebene und cantori -?? von Perak; Unterseite sehr bunt, schön und prominent
rotbraun gestreift mit weissem distal zwar etwas mehr als bei cantori -??, aber weniger scharf als bei javana
forma gedeana Frühst, abgesondertem Mittelfeld. cP cP gleichen im allgemeinen C. erotella Btlr. und fa.
cantori-NN ; sie sind kleiner als dajakorum- cPcP und etwas deutlicher rotbraun liniiert. Kina-Balu, Mount Mulu.
erotoides. erotoides Nicev. bezeichnet eine nur unbedeutend von erotella differenzierte Ortsrasse des Flachlandes von
Sumatra; cP überhaupt durch kein constantes Merkmal von erotella zu trennen und das ? vielleicht durch
unmerklich breitere weisse Mittelbinde. Wenn ich den Namen hier aufrecht halte, so geschieht es, weil in
Sumatra eine Bergforin vorkommt, die viel entschiedener ausgeprägt ist als cantori von Perak und montana
von Borneo; doch zeigen die Klammerorgane selbst mit C. erota verglichen, von einer kaum merklichen basalen
battaka. Verdickung abgesehen, keinerlei Differenzen. Es ist dies battaka Mart., welcher ursprünglich Speziesrechte
zugesprochen wurden, wozu ja auch die eigentümlich verkürzte Flügelform der cPcP verleiten kann. Oberseite
der cPcP zudem längs dem Distalsaum breiter schwarz bestäubt und unterseits mit durch auffallend kräftige
Medianlinie in eine rote Basal- und eine gelbliche Distalhälfte geschieden. ? unterseits ohne weisses Mittel¬
feld wie die ?? von C. erotella und erotoides, sondern verwaschen ockergelb mit etwas lichterer, rötlicher
Basalhälfte als die cPcP. Oberseite mit einem viel breiteren schön gelben Medianfeld, welches auf den Vflgln
bis zur schwarzen Submarginallinie ausgedehnt ist und auf den Hflgln in den gelblichbraunen Distalsaum
übergeht. Nach Hagen ist erotoides ein nicht gerade häufiger Falter, der gewöhnlich in reissend schnellem
Fluge dahinsegelt und nur selten in den Morgenstunden Blüten von Lantana besucht. In der Mittaghitze aber
sitzen die cP cP ziemlich fest und regelmässig an feuchten Pfützen der Wege und Gräben und lassen sich dann
mit Bequemlichkeit fangen. Auf 10 — 15 cP cP kann man ein ? rechnen, battaka dagegen bewohnt ausschliesslich
die Hochebene und liegt mir auch aus dem Padang’schen Bovenlanden vor. Deren ?? sind aber seltener oder
schwieriger zu erlangen und Hagen rechnet eines auf 30 Männer, ein viel zu hoher Prozentsatz, denn ich
empfing auf viele hundert cP cP nur das eine oben beschriebene gelbe ?. — Noch interessanter als auf Sumatra
gestaltet sich die Modificationsfähigkeit der Species auf Java, wo ausser der alpinen Form noch zwei
javana. Arealrassen auftreten, eine westliche und östliche, von welchen sich javana Frühst., die Abzweigung des regen¬
reichen Westens, eng an erotoides anschliesst, jedoch das typisch javanische aufgehellte Colorit aufweisend.
Die cPcP erscheinen demnach bleicher rotbraun mit etwas weniger markanten Schwarzzeichnungen, sind
aber unterseits nicht so bunt, sondern prächtiger und gleichmässiger rot. Das ? ist ohne weiteres zu unter¬
scheiden durch gelblichgrüne Basis und hell orangegelbes Bandgebiet namentlich der Hflgl. Litorale von West-
Java, besonders häufig in der Bai von Palabuan an der Südküste der Insel im regenreichen Monat Januar,
gedeana. wo sich stets ganze Kolonien an Pfützen und den Ufern der Waldbäche ansammeln. — gedeana Frühst.,
eine Bergform, welche durch die vorherrschend gelbliche Grundfärbung, auch im Basalteil der Vflgl von den
dunkleren, alpinen ?? des übrigen makromalayischen Gebietes abweicht. Durch die dreiteilige, weisse Vflglbinde
ähnelt sie merkwürdigerweise mehr der ?-Form cantori Dist. von Malakka als battaka Mart. Das gedeana -? hat
auf der Unterseite aller Figl die am reinsten weissen und zugleich am intensivsten rotbraunen Binden. Die
Stücke sind durchwegs kleiner als die alpinen ?? von Borneo und Malakka ; auch bei ihnen und ihren cPcP ver¬
läuft die innere Submarginalbinde der Vflgl scharf geradlinig. Die cPcP kommen durch die breiten Hflgl und die
stumpfen Anallappen am nächsten battaka Mart., sie sind aber kleiner als diese und im Apicalteil nicht so
vama. ausgedehnt dunkelbraun bereift, — varna subsp. nor. zeigt nahezu völlig verloschene Schwarzzeichnung der
Oberseite und eine heller rote, gleichfalls schwächer 1 iniierte Unterseite, als westjavanische Exemplare. $ bereits
an das austrosundana-% (108 e) gemahnend, oberseits etwa wie die cPcP von C. erota der Begenzeit gefärbt.
Alle Figl licht ockergelb nur mit schwärzlichen Schatten im Randgebiet. Medianbinde erheblich ausgedehnter
als bei austrosundana, nicht deutlich aus der gelblichen Umgebung heraustretend. Zweifelsohne ein Produkt
der Trockenzeit, aber bereits den Uebergang zu den Formen des mikromalayischen Gebiets dokumentierend.
Ost-Java bis 600 m Höhe. Vermutlich ähnlich auch auf Bali vorkommend, von woher C. erota bisher nicht
orahilia. in der Literatur registriert wurde. — orahilia Kheil (108 e), cP von erotoides abweichend durch das Fehlender
schwarzen Submarginallinie und die Randbestäubung der Vflgl. Unterseits durch das verwaschene Colorit an
javana Frühst, gemahnend. ? äusserst characteristisch durch das von prominenten schwarzen Wellenbinden
unterbrochene weisse Mittelfeld der Vflgl und die namentlich im Vergleich mit anderen makromalayischen ??
äusserst schmale Medianbinde der Hflgl, wodurch eine Annäherung an austrosundana hergestellt wird. Insel
kohana. Nias. — kohana Frühst. Bei dieser Lokalrasse finden wir eine Verdunkelung der Oberseite vereinigt mit
bemerkenswerter Aufhellung der Flglunterseite. kohana, eine kleine Inselform mit ungewöhnlich langen und
spitzen Schwänzen, steht nächst orahilia Kheil von Nias, von der sie durch die wie bei natunensis angelegte
GYNTHJA. Von II. Fruhstorfer.
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vermehrte mediane Schwarzzeichnung der Vflgl-Oberseite leicht zu unterscheiden ist. Die Hflgl weisen unter-
seits eine scharf abgesetzte, weisslich violette, mattglänzende Distalregion auf, die an austrosundana Frühst, von
den kleinen Sunda-Inseln erinnert. Type 1 cd Pulo-Tello der Batu-Inseln. Von den Mentawej-Inseln ist eine
Cynthia nicht bekannt geworden und auf Engano fehlt die Gattung vollständig. — austrosundana Frühst. (108 e)
ursprünglich aus Lombok beschrieben, aber neuerdings auch auf Bawean und Kangean entdeckt, geht östlich
bis Kalao ohne auf diesen Inseln irgendwie erheblich abzuweichen. Klammerorgane von der westlicheren C.
erota differenziert durch den nach unten gekrümmten obersten Valvenansatz und die zierlichere mittlere Spitze
der Harpe. Valve ventral etwas mehr ausgebogen als bei erota. cd bleibt in der Grösse hinter makromalay-
ischen Exemplaren zurück und variiert etwas in der geringeren oder prononcierten Entwicklung der Sehwarz-
fleckung der Oberseite, von welcher unsere Figur das melanotische Extrem darstellt, während Vcf aus der
Uebergangsperiode von der nassen zur trockenen Zeit nur noch geringe Beste der Längsbinden aufweisen.
Unterseite etwa wie bei der ostjavanischen varna, jedoch nicht so intensiv rot, dagegen fast immer mit deut¬
lich abgesetztem mattglänzendem violettem Distalgebiet der Hflgl. Das ? ist in der Regel grösser als das cd
und bleiben die stattlicheren Exemplare nur wenig hinter javanischen ?? zurück. Wie bei den westlicheren
Vikarianten treten zwei Hauptfärbungstypen auf, cd-ähnliche mit gelber Mittelbinde (108 e) und solche, welche
die Zeichnung und das Colorit von C. erota copieren resp. wiederholen. — albotaeniata form. nov. (109 b) mit
rein weissem Medianfeld. Dazwischen existieren aber alle Uebergänge und man kann sagen, dass ebenso be¬
ständig wie die eded sind, die ?$ zum variieren neigen und kein Stück dem anderen gleicht. Die Gesamt¬
färbung wechselt von hell ockergelb zu moosgrün, in allen Abstufungen und die Längsbinde kann nur auf den
Vllgln sich gelblich verfärben und auf den Hflgln weiss bleiben oder beide Figl in derselben Farbe durchlaufen.
In der Regel erscheint das Medianfeld deutlich abgesetzt; es existieren aber auch ?? mit oberseits durchaus
cd -ähnlicher verwaschener Zeichnung und Bänderung. — - virilis form. nov. Häufig auf Bawean vom .Juli bis
September und dort eine jener Formen, welche die Zugehörigkeit der Fauna dieser Insel zum mikromalayischen
Gebiet dokumentieren. Kangean, Lombok, von der Ebene bis zu ca. 2000 Fuss einer der häufigsten Falter auf
mit blühenden Sträuchern durchsetzten Lichtungen und am Waldrande. Kalao, Bonerate, Flugzeit Dezember. -
divica subsp. nov. von Sumbawa übertrifft die Lombok-Rasse an Grösse und die schwarzen submarginalen Wellen¬
linien der Vflgl sind etwas kräftiger angelegt. Die Unterseite der cd cd ist bunter, schärfer liniiert und
die Hflgl zeigen eine nahezu rein weisse, aber nur bis zur hinteren Radiale ausgedehnte Mittelbinde und ein
blauviolettes Randgebiet und dürften der Regenzeitform angehören. Vom ? scheint die fahle cd-ähnliche Form
virilis nicht selten zu sein und das 109 b abgebildete, von Weiss durchzogene, ? entstammt derselben Insel.
Exemplare von Sumba differieren von divica durch die verwaschene Zeichnung der Oberseite und die monotone,
nicht scharf liniierte und bunt bemalte Unterseite. Sie dürften der regenarmen Periode angehören. Das ?
fehlt mir, so dass ich über die Möglichkeit der wahrscheinlich berechtigten subspecifischen Trennung nicht
urteilen kann. Nach Doherty selten auf Sumba, wo er nur ein cd erbeutete. — alorensis Pagenst. ist eine
interessante Form, cd grösser als divica - cd, aber satter rot ockergelb; Vflgl mit noch mehr als bei Sumba- eded
erloschener Schwarzzeichnung. Vom ? liegt mir nur 1 Exemplar der virilis-Yovm vor, das unterseits von
divica -?? separiert werden kann durch eine mehr dunkelgelbe statt weissliche Längsbinde. Insel Alor. — - meduca
subsp. nov. gleicht oberseits der sumbawanisehen divica Frühst, was Zeichnung angeht, hat aber die fahle rot¬
gelbe Färbung mit der Sumba-Rasse gemeinsam, sich unterseits in der bunten Ausstattung wiederum an divica
anlehnend. Das ? ist sehr stattlich von einer eigentümlich gelblich moosgrünen Färbung mit scharf heraus¬
tretender weisser Mittelbinde, die distalen Halbmondflecke zwar ausgedehnter als bei divicia, aber mehr ver¬
schwommen erscheinend. Hflgl mit lebhaft rötlichgelbem Anflug und hellgelbrot umringelten Ocellen. Flores,
von Maumerie und Larentuka in meiner Sammlung, durch Kühn und Jacobsen dort gesammelt. bagrada
subsp. nov. ist eine mehr der Bawean-Rasse genäherte habituell kleine Inselform mit sehr deutlicher Schwarz-
fleckung und satter rotbraunem Colorit als die übrigen Vikarianten des mikromalayischen Gebiets. Unterseite
weniger ausgedehnt violett überhaucht und ohne sehr deutlich hervortretende und etwas verwaschene Median¬
binde. Insel Wetter und Timor (Dili), Mai 1892 von W. Doherty gesammelt, cd cf sehr häufig, ?? aber an¬
scheinend seltener als auf den Inseln der Lombok-Sumbawa Gruppe, mir nicht zugänglich geworden. Kisser.
Babber. — eyenia Nicev. übertrifft an Grösse sowie der dunklen Färbung der cf1 cf und die erheblich verbreiterte
Schwarzzeichnung bei beiden Geschlechtern alle mikromalayischen Verwandten. $ mit dunkler braungelber
leichthin grünlich überhauchter Basalregion, breiter beiderseits scharf abgegrenzter dunkelgelber Mittelbinde.
Unterseite der cf cf mehr ausgebleicht als jene von bagrada und divica, weniger bunt. ? mit auffallend an¬
sehnlicher weisslicher Medianzone und schöner gelb ausgefärbter Basalregion als bei austrosundana. Key-
Inseln. — ricussa subsp. nov. bleibt in der Grösse hinter eyenia zurück. : mit prominenteren submarginalen
Halbmondflecken der Vflgl und dunklerer, distal intensiver violett überhauchter Unterseite aller Figl. ? ober¬
seits lichter gelb als eyenia -?, unterseits weniger deutlich liniiert. Insel Goram. — kabiana subsp. nov. gleicht
im allgemeinen der austrosundana Frühst., wie sie noch auf Kalao vorkommt, differiert aber von dieser durch
die kleinere Gestalt und die infolgedessen etwas verschmälerte weisse Mittelbinde aller Figl. Insel Kabia.
(Holländisch: Hagediseiland = Eidechseninsel). — salayara subsp. nov. bildet die letzte mit austrosundana ver¬
wandte Form, die bereits nordwärts in die celebische Subregion eindringt. Sie steht der kabiana sehr nahe,
ist nur habituell grösser, gleicht sogar etwas der alorensis Pagenst. führt aber dennoch schmälere weisse Längs-
austrosun-
dana.
albotaeniata.
virilis.
divica.
alorensis.
meduca.
bagrada.
eyenia.
ricussa.
kabiana.
salayara.
480
C Y N T H 1 A. Von H. F ruhstorfer.
binden des ?, als das ? der viel kleineren kabiana. Insel Salayer, Type gleich jener der vorigen Inselrasse in
celebensis. der Sammlung Staudinger des Berliner Zoologischen Museums. — Mit celebensis Bttr. beginnt eine Reihe von
Formen, welche sich dem makromalayischen Typus nähern. Das Original der celebischen Form stammte aus der
Minahassa und mir liegen Exemplare aus Toli-Toli vor, Flugzeit November-Dezember. Die cfcf variieren in
der Grösse und manche Exemplare nehmen, verglichen mit javanischen und mikromalayischen Exemplaren,
riesige Dimensionen an. Auch scheint es, dass sowohl die Jahreszeit wie auch der Flugort im Gebirge der
Minahassa sich im Colorit bemerklich macht; die Form der Ebene zeigt oberseits eine gleichmässige rötlich¬
gelbe Färbung und keinerlei submarginale Bänderung, cd cd aus höheren Lagen führen dnnkle, fast braune Basal¬
und Distalregion aller Figl, von der sich eine wohlumgrenzte hellere mehr gelbe Medianzone abhebt und
markante Wellenbinden und schwärzliche Schatten zwischen den Rippen der Vflgl vorhanden sind; Exemplare
des Litorale und jene aus Süd-Celebes sind unterseits gleichartig fahlgelb, die Bergform dagegen zeigt eine nahezu
weisse Medianbänderung und prächtig violett überhauchtes Randgebiet aller Figl. ?? liegen mir nur aus dem
Norden der Insel von Tondano und Toli-Toli vor, welch letztere ich selbst im November-Dezember sammelte. Sie
gleichen am meisten dem ? von meduca Frühst, aus Flores und dajakorum Frühst. -? aus Nord-Borneo und
zeigen ein mattes Oliven- oder Braungrün der Oberseite mit nur geringem gelblichem Hauch auf den Hflgln.
Mittelbinde weiss, mässig breit, distal stark gewellt. Ozellen der Hllgl sehr gross, schön orangerot gefüllt.
Unterseite grau mit reinweissem Medianfeld, rotbrauner Mittel- und hellbraunen Submarginallinien. Randgebiet
satellitica. aller Figl weisslich und nur zart purpurn bereift. — satellitica Frühst. (109 b) nach einem ?, differiert von
celebensis Btlr. durch erheblich verschmälerte weisse Längsbinden des ?, welche in ihrer gesamten Ausdehnung
distal von einer rötlich ockergelben bandartigen Zone begleitet werden. Unterseite etwa wie celebensis -?
doch wiederholt sich, wenn auch nicht so ausgesprochen, der gelbliche Anflug des Distalgebiets, wodurch auch der
für celebensis charakteristische zarte weisse und purpurne Hauch verdrängt wird. Type in der Sammlung
Fruhstorfer aus Peling. Ein ? von der östlichen, aber sonst parallel mit Peling gelegenen Insel Bangkai in
der Collection Staudinger zeichnet sich, gleichwie satellitica, durch intensiven ockerbraunen Anflug der Sub¬
marginalregion der Flgl-Oberseite aus, doch ist bei dem Bangkai-? auch noch die weisse Mittelbinde und die
Unterseite erheblich verdunkelt. cfcf aus Bangkai in der Sammlung Rüber in Dresden sind kleiner als
Celebes-d'd', markanter schwarz punktiert und unterseits noch intensiver violett als cf cf der Sula-Inseln.
dioneia. Letztere bezeichnete Staudinger i. 1. als dioneia subsp. nov., ein Name, der auf die bisher unbeschriebene
Subspecies übertragen wird, cf kleiner als celebensis- cfcf, aber dennoch kräftiger schwarz gefleckt und insbe¬
sondere durch eine complette Reihe von markanten schwarzen Submarginalpunkten der Vflgl charakterisiert.
Unterseite dunkler mit ziemlich ausgedehnter und peripherisch intensiv rötlich begrenzter Medianbinde, welche
vom Costalsaum bis zum Analwinkel in ziemlich gleichbleibender Breite durchzieht. Sula.-Mangoli, Oktober
palawanica. November von W. Doherty gesammelt, aber nur cfcf in meiner Sammlung. - palawanica Frühst, leitet von
den Formen der celebischen Subregion zu jenen der Philippinen über, cf fahl gelbrot mit verloschener
Schwarzzeichnung, aber dennoch deutlicher submarginaler Wellenbinde der Vflgl-Oberseite ; ? sehr apart ge¬
färbt, mit braungrünem Gesamtcolorit und auf den Vflgln hellgelblicher, den Hflgln nach hinten rötlich ver¬
dunkelter Mittelbinde Ozellen sehr gross, in einer rotbraun überhauchten Submarginalzone stehend. Unter¬
seite des cf etwa jenen von C. erota fa. pura Swinh. nahe kommend, mit hellorangefarbenem Basalgebiet. ?
dort auffallend durch licht canarien gelbes Colorit Flugzeit Januar. Beschrieben nach zwei von Doherty ge-
basania. sammelten Pärchen meiner Sammlung. — basania subsp. nov. Eine melanotische Satellitinselrasse mit sehr
deutlichen schwarzen Längsbinden der Vflgl; ? von allen Formen der Philippinen am dunkelsten, Vflgl grün¬
braun mit auffallend schmaler weisser Medianzone, die von einer zweiten sehr dünnen, aber completten
Parallelbinde begleitet wird. Hügl mit nur kurzem weissem Mittelfeld Type in der Sammlung Sejiper des
Iadia. Senkenbergischen Museums in Frankfurt a. M., von den Jolo-Inseln. — ladia subsp. nov. schliesst sich an die
vorige Unterart an und vermittelt entsprechend der geographischen Lage den Uebergang der Borneo-Form zu
zu jener der Philippinen. Kleiner als dajakorum Frühst, von Nord-Borneo und ohne die schwärzliche Rand¬
bestäubung der Oberseite aller Figl, differiert sie besonders unterseits durch das mehr gleichartige, aber sehr
lebhafte helle Colorit, das eine getreue Wiederholung der Färbung von palawanica Frühst, darstellt; Insel
Ralabac. Auf den Philippinen selbst lassen sich zwei Haupttypen unterscheiden: jene des Südens und die
dejone. bekannteren des Nordens. — dejone Er., von Luzon beschrieben, hat fahle cfcf, welche im allgemeinen jenen
von palawanica gleichen. Die schwarze Zeichnung ist namentlich bei Luzon-Exemplaren auf den Vflgln ent¬
schieden im Abnehmen. Die Unterseite gleicht jener von palawanica, ist aber weniger lebhaft, nicht so schön
gelb und im Aussengebiet kaum merklich violett überhaucht. ? oberseits etwa dem ? von C. erota javana
Frühst, nahekommend, doch ist das weisse Medianfeld namentlich auf den Hflgln etwas schmäler, distal mehr
zerteilt und auf den Vflgln nur von einer Parallelreihe von weissen Halbmonden umgeben, während ? von
javana und jene von dajakorum form, montana deren drei aufeinanderfolgende Serien aufweisen. Submarginal¬
gebiet der Hügl etwas lebhafter rötlich ockergelb aufgehellt, sonst analog jenem von C. erota celebensis Btlr.
Basalpartie der Unterseite graugelb, Mittelbinde weisslich mit cremefarbenem Rande. Distalregion gelblich,
äusserst zart fleischfarben beschattet. Die 5 cm. lange Rp lebt auf Luzon auf Baibus baquero, sie ist grau
mit hellbraunem Kopf und braunen Füssen. Der mit zwei schwarzen langen Dornen versehene Kopf hat eine
dreieckige gelbe Zeichnung (also etwa wie erota saloma Swinh.), darunter die Fresswerkzeuge schwarz und
Ausgegeben 18. ITT. 1.912.
CYNTHIA. Von H. Fruhstorfkr.
481
zwei schwarze Punkte an der Seite. Die über den Stigmen stehenden Dornen sind braun mit gelber Spitze,
die unterhalb derselben gelb. Am letzten Segment zwei nach hinten gerichtete Zacken. Puppe mit fächer¬
artigen Auswüchsen wie sie abgeschwächt auch bei den Cethosia vorhanden sind. Puppenrnhe bei Manila
9 Tage. Flugzeit nach Semper während des ganzen Jahres, vorwiegend vom Dezember bis Februar, dann
vom Mai bis Oktober. Nord-Philippinen. — kschattryia subsp. nov. wird hier die Piasse der Insel ßazilan kschattryia.
bezeichnet, weil sie den Charakter der süd-philippinischen erota am vollkommendsten zum Ausdruck bringt
durch das mehr gerötete Grundcolorit der Oberseite der cPcP mit ihren markanten Submarginalmakeln der
Vflgl, der lebhaft roten Basalhälfte und der reich purpurn schimmernden Distalpartie der Unterseite. Die mir
von Mindanao vorliegenden cPcP sind abgesehen von etwas weniger deutlichen Schwarz Zeichnungen damit
identisch. Ein interessantes 2 dazu besitzt Semper aus Camiguin de Mindanao, das ein viel schmäleres weisses
Mittelfeld der Oberseite zeigt als dejone Er. von Vigan und Polillo. Vflgl leicht, Hflgl völlig ockergelb
überhaucht. Die Medianbinde erscheint aber dennoch breiter als bei der oben beschriebenen C. erota basania
Frühst, von den Jolo-Inseln.
C. obiensis Rothsch. (109 a cP?) differiert beim cP durch die nahezu zeichnungslose Apicalpartie der obiensis.
Vflgl und die so prominente, schräg und nicht steil gestellte schwarze Medianbinde beider Figl von
allen bekannten Formen. Das 2 ragt hervor durch das rein weisse costalwärts verbreiterte Mittelfeld der Vflgl,
an dessen Stelle ein prächtig rot orangefarbenes Gebiet auf den Hflgln tritt, das zwei grosse schwarze distal
blaugekernte Ozellen umschliesst. Unterseite der cPcP basalwärts feurig rot, nach aussen bei einigen Exem¬
plaren in ein dunkles Purpurviolett übergehend. Die Medianbinde der Oberseite wiederholt sich weniger
prägnant und hat eine blaue Abtönung. ? mit nach aussen weniger scharf abgegrenztem weissem Gebiet der
Vflgl, breiter rotbrauner Binde auf gelbbraunem Grunde der Hflgl. Uncus etwas kürzer, basal mehr verdickt
als bei erota und austrosundana; Harpe jedoch der von austrosundana genähert in der Art der leicht nach unten
gebogenen oberen Spitze. Valve im allgemeinen etwas breiter als bei arsinoe. Heimat die Insel Obi: von
W. Doherty entdeckt und mir in mässiger Anzahl durch Waterstradt zugesandt. 7 cP cP 2 22 in meiner Sammlung.
C. arsinoe entfernt sich von den Formen der erota- Gruppe durch die grösseren Ozellen der Hflgl und
die stark zerrissene oder im Zickzack verlaufende Medianbinde der Vflgl der cP cP; das bunter gefärbte 2 und
die auf noch kürzere Distanzen bereits erheblich potenzierte geographische Variabilität. Es scheint jedoch,
dass alle um erota vikariierenden Rassen dem Horod imorphismus gar nicht unterworfen sind. Anatomisch
kann arsinoe von erota abgesondert werden durch die genau horizontale obere Valvenspitze, dass in einen
längeren griffeiförmigen Zapfen ausgezogene distale Ende des Scaphiums und die basal mehr verdickte Valve, welche
einen mehr eonischen als cylindrischen Umriss zeigt. Verbreitung von den Molukken bis zu den Salomons-
inseln. — arsinoe Cr. (109c), die Namenstype, bewohnt Amboina und die Uliasser. Die cPcP zählen zu den arsinoe.
charakteristischen Molukkenfaltern, welche in keiner Sendung von dort fehlen, die ?? sind aber selten,
etwas kleiner als das cP von buruensis (109 c), etwas fahler, mit einer completten Reihe von schwarzen Sub¬
marginalpunkten, geradliniger Subterminal- und fehlender Submarginalbinde. Unterseite des cP ziemlich gleich-
mässig hellrotgelb, im Distalgebiet ausgedehnt, aber matt violett bewölkt. 2 ?? der Collection Fruhstorfer
unten vorherrschend hell kaffeebraun mit rotbraunen Längsbinden und weisslichen Submarginalpartien, in
welcher sich die Binden der Oberseite durch verblasste Schemen wiederholen. — ardea subsp. nov. differiert ardea.
im männlichen Geschlecht nur durch die etwas lichter gelbe Oberseite aller Figl und unterseits durch den
lebhafter violetten Anflug des Distalgebiets der Hflgl; 2 jedoch leicht kenntlich an cremegelben Componenten
des dreiteiligen Medianfeldes der Vflgl und heller grüne Submarginalzone der Hflgl. Unterseite bleicher als bei
arsinoe , das Randgebiet der Figl vorherrschend gelblich ohne die weissen Einlagen der Amboina- und Saparua-
Exemplare. Ceram. — buruana Frühst. (109 c in buruensis verdruckt) ist bedeutend grösser, spitzflügeliger buruana.
und langgeschwänzter als typische arsinoe von Ceram und Amboina, und auch grösser als dorokusuna Frühst .,
welch letzterer sie auf der Unterseite gleicht. Oberseits sind sie aber sowohl von arsinoe als von Halmaheira-
Exemplaren leicht zu unterscheiden durch eine den ganzen Vflgl durchziehende discale Binde von breiten
schwarzen Mondfleckchen, welche in der Mitte steht, zwischen der gezackten Cellular- und Submarginalbinde.
Beschreibung nach 3 cP cP, von Mt. Mada, Buru, im September 1898 gesammelt, 2 noch unbekannt. — figalea figalea.
Frühst. (109 b als figalia), die arsinoe-Yovm der Insel Obi hat sich ganz erheblich differenziert, sowohl von
dorokusuna Frühst, von den Nord-Molukken als auch arsinoe Cr. der Süd-Molukken. Die Figl sind rundlicher:
die Hflgl-Schwänzchen viel kürzer und stumpfer. Die Submarginalbinden der Vflgl stark reduziert, bei manchen
Stücken überhaupt kaum noch zu erkennen, dafür zeigen sich die schwarzen Submarginalpunkte bei einigen
Exemplaren kräftiger entwickelt, als bei dorokosuna. Die Hflgl charakterisieren sich durch kleine schwarze Ozellen,
von denen die vordere manchmal keine gelbe Peripherie trägt. Die submarginalen Flecken der Hflgl sind
nicht zusammenhängend wie bei dorokusuna , sondern bilden freistehende Halbmonde, von denen auch die
mittleren und analen Flecken viel breiter angelegt erscheinen als bei arsinoe. Auffallend ist des weiteren die
sehr scharf markierte, schwarze Discalbinde der Vflgl. Auch die cellularen Bändchen werden deutlicher als
bei den übrigen Mol uk ken-a j sin o e. Die schwarze Discalbinde der Hflgl ist analwärts nicht so eingebogen, wie
bei arsinoe Cr., sondern verläuft geradlinig. Die Unterseite der Figl zeichnet sich durch eine scharf abge.
IX ' 61
482
CYNTHIA. Von H. Fruhstorfer.
setzte, rotbraune Basalregion aus, welche bei dorokusuna hell gelbbraun ist. Die cellularen Makeln sind
schmäler, aber intensiver schwarz umrandet. Die Aussenhälite der Vflgl ist bleicher gelblich, und auf den
Hflgln macht sich eine blass rotbraune Postdiscalzone bemerklich, und die Ozellen sind viel kleiner, aber
kräftiger weiss gekernt als bei dorokusuna. Die rotbraune Discalbinde aller Figl verläuft geradliniger als bei
arsinoe. Ob figalea sich als eine Abberration oder eine Höhenform von obiensis Rotsch. herausstellt oder ob
sie einer eigenen Species angehört, lässt sich erst entscheiden, wenn ?? davon bekannt werden, figalea ver¬
hält sich vielleicht zu obiensis wie battaka Mart, von den Bergen Sumatras zu erotoides Nicev. vom Flach¬
land Sumatras oder die Tieflandform von Java zur forma gedeana Frühst, von den Hoch Vulkanen und dajaknrum
Frühst, von der Ebene Borneos zur forma montana Frühst, vom Kina-Balu-Gebirge. Heimat der figalea die
Insel Obi. Während die Valve von C. obiensis Rothsch. sich mehr jener von austrosundana nähert, schliesst
sich die Harpe von figalea eng an arsinoe an und differiert von dieser nur durch die etwas rundlichere distale
dorokusuna. Partie der Hauptlamelle. — dorokusuna Frühst, bleibt in der Grösse hinter buruana zurück und entfernt sich von
ihr und arsinoe durch namentlich auch unterseits prägnantere schwarze Medianbinden aller Figl. Unterseite der
HfLgl in der Submedianregion ausgedehnter braun beschattet, der violette Anflug aber mehr begrenzt und
namentlich zwischen den beiden feinen parallelen Submarginallinien als weissliche Füllung hervortretend. ?
mir unbekannt, cf -Type am British Museum, die Form jetzt auch durch 8 Exemplare in meiner Sammlung
vertreten, cf aus Halmaheira sind entschieden ärmer an Schwarzfleckung der Oberseite und wenn sich die
?? von Batjan-?? absondern lassen, was sehr wahrscheinlich ist, muss ein neuer Name für die Halmaheira-Rasse
eingeführt werden. Die Bezeichnung dorokusuna wurde gewählt in der Annahme, dass alle Inseln an der Doro-
adina. kusa -Strasse, Ternate mit eingeschlossen, dieselbe geographische Form beheimaten. — adina Frühst, wird ge¬
kennzeichnet durch einen besonders breiten und tiefschwarzen pelueheartigen Aussensaum der Vflgl — ein
echt melanotischer Satellitinsel-Charakter, der kontrastiert mit einer Reduktion der submarginalen und medianen
Schwarzfleckung namentlich der Hflgl. Die Hflglunterseite ist reicher violett und rotbraun angeflogen und die
meforica. Ozellen sind bedeutend kleiner als bei den übrigen arsinoe- Rassen. Insel Waigiu. — meforica Frühst. 1 ?
von der Insel Mefor oder Mafor differiert von solchen der Hauptinsel von Neu- Guinea durch das an ada Btlr.
von Australien erinnernde reiche Weiss der Vflgl; meforica trägt jedoch schmälere und energischer gekrümmte
weisse Halbmonde der Medianbinde. Die weissen Costalflecken der Hflgl-Oberseite sind viel schmäler als selbst
bei rebeli , die Hflglozellen bedeutend grösser. Die schwarze Submarginalbinde der Hflgl ist mehr als doppelt
so breit als bei rebeli. Der Apex der Vflgl lang ausgezogen, während rebeli und ada eine rundliche Flgl-
form aufweisen. Basalregion der Unterseite aller Figl grünlich-braun statt rotbraun wie bei den Formen
rebeli. der Hauptinsel von Neu-Guinea. — rebeli Frühst. (109d cf, 109 c ?) war früher mit ada von Australien ver¬
einigt: ich konnte aber folgende Differenzen ada gegenüber feststellen: Das Gesamt-Colorit von rebeli ist
entsprechend dem allgemeinen Charakter der Inselrassen verdunkelt, was besonders für die Apical- und Marginal¬
partie der Vflgl gilt. Die weisse Medianbinde der rebeli-V fl gl namentlich costalwärts stark reduziert, ebenso
die weissen intermedianen Helmflecke, welche die 6 grossen rundlichen, schwarzen Submarginalflecken nach
innen begrenzen. Die bei ada Btlr vorhandenen, äusseren und grossen weissen Makeln zwischen den Median¬
adern fehlen entweder völlig oder sind kaum mehr zu erkennen. Die schwarzen Submarginal-Helmflecke der
Hflgl-Oberseite prominenter, dagegen erscheinen die zwei weissen Costalmakeln reduziert, Ozellen von rebeli
grösser. Deutsch-Neu-Guinea, Friedrich-Wilhelmshafen, Dorey, Kapaur, Hattam, Hol län disch-N eu-Gui n ea. Nach
Hagen häufig auf Kaiser-Wilhelmsland in beiden Geschlechtern, vom Oktober bis April, dann wieder Juni.
Exemplare von Finschhafen meiner Sammlung leiten bereits über zu polgkaste Frühst. ( 1 09 c\ cf grösser als
solche aus der Astrolabe-Bai ; mit besonders nach vorne verdunkeltem weisslichen Medianfeld der Vflgl, und die
Hflgl-Oberseite fahlbraun ohne den mehr an ada von Australien gemahnenden lebhaften rötlich ockerfarbenen
Anflug. Vermutlich sind mit der Form aus Finschhafen und Simbang, welch letztere auch Hagen bereits auf¬
fiel, Exemplare aus British Neu-Guinea identisch. Mir liegen von dort aber nur cfcf aus der Milne-Bai vor.
Die Rp hat Wahnes in Finschhafen und der Astrolabe-Bai aufgefunden, doch immer nur einzeln. Nach der
Abbildung von Pubbe (Iris 1897) ist sie schwarz mit weisslichen Punkten übersät. Ihre gebogenen Doruen
sind mit kleinen Stacheln unregelmässig besetzt. Die Stigmen liegen io weissen Flecken, weiss sind auch der
Einschnitt hinter dem Kopf und eine Linie an der Afterklappe. Ppe lebhaft in der Bewegung, eintönig grau-
ada. braun mit mehreren Goldflecken. — ada Btlr., cf oben hell ockergelb mit weniger ausgeprägten schwarzen
modifizierten Schuppen am Terminalsaum aller Figl wie die rein papuanischen Vikarianten, unten lichter rot-
gelb und intensiver hellviolett schimmernd; ? mit sehr breitem, rein weissem Mittelfeld. Hflgl prächtig hell¬
ockergelb mit analen rötlichen Flecken. Unterseite mit hellpurpurner Basalregion, Medianbinde distal weisslich
ausfliessend, die gesamte äussere Figlpartie verwaschen, ohne die dunklen Schatten der papuanischen Rassen.
pisidike. Queensland, vom Mackenzie-River bis zum Cap York. — pisidike Frühst. Die cfcf sind etwas grösser und
unterseits heller als rebeli Frühst. -FF von Neu-Guinea, der Terminalsaum aller Figl ist schmäler und lichter
schwarz, cf Vflgl 58 — 62. ? 65 mm, von rebeli ? 60 — 62 mm. Das ? unterscheidet sich von rebeli -? durch
die obsoleteren schwarzen Zeichnungen der Flgl-Oberseite, welche bei pisidike schon hellbraun werden. Dafür
sind aber alle weissen Binden ausgedehnter und entwickelter. Die schwarzen Ozellen der Hflgl kleiner, aber
breiter gelb umrahmt. Kopf, Thorax und Abdomen heller, was auch für die gelbliche Grundfarbe im
allgemeinen gilt. Die Unterseite aller Figl viel bleicher, die rotbraunen Flecken und Binden sind stark verblasst,
CYNTHIA. Von II. Fruhstorfer.
483
dafür hat auch hier namentlich die mediane weisse Binde an Umfang zugenommen. Fergusson. d’Entrecasleaux-
Inseln. - polykaste Frühst. (109c). Wie ich schon mehrmals erwähnen konnte, besitzen die, den d’Entreeasteaux- polykaste.
Inseln benachbarten Eilande der Trobriand-Gruppe eine stark differenzierte Lepidopterenfauna. So haben sieh
z. B. die Hypolimnas und Cethosia auf beiden Inselgruppen zu recht charakteristischen Lokalrassen ausgeoildet
und dasselbe gilt nun auch für die Cynthia, welche im Papua-Gebiet ohnedies eine ganz besondere Neigung
zur Rassenbildung dokumentieren. Wie dies nach der geographischen Lage ganz erklärlich ist, hat sich die
Cynthia von den Trobriand-Inseln schon mehr von dem Typ der Haupt-Insel Neu-Guinea entfernt als pisidike
von dem nähergelegenen Fergusson. polykaste hat weitaus die dunkelsten ?? von allen bisher bekannten
«rsmoc-Rassen. Bei ihnen ist z. B. die Submarginalbinde der Vflgl schon gelblich-grau geworden und die
Medianbinde setzt sich aus viel schmäleren gleichfalls schön gelb beschuppten Helmflecken zusammen. Auf
den Hflgln sind die costalen Flecken gelbgrau anstatt weiss. Alle Figl ziemlich gleichmässig grünlich-
braun, während bei pisidike die Vflgl graubraun, die Hflgl licht rotgelb gefärbt sind; die schwarzen Sub¬
medianbinden von polykaste sind dunkler als bei pisidike. Die Unterseite kommt auffallenderweise durch die
lebhafter rotbraune und weisse, sowie gelbe Zeichnung ada von Neu-Guinea wieder näher, nur sind die weissen
Binden noch schmäler und sehr viel enger als bei pisidike. Auch die c fcf differieren in augenfälliger Weise
von ada- und pisidike-d'd' durch die kräftiger angelegten schwarzen Submarginalflecken und die farbenreichere
Unterseite. Die gelblichen Medianflecken aller Figl sind unbedeutender als bei den verwandten Formen,
cd Vflgl länge 45 mm, ¥ 56 mm. Kiriwina, Trobriand-Inseln. — Auf der Woodlark-lnsel kommt eine der poly¬
kaste benachbarte Form vor, welche Montrouzier 1857 bereits sammelte, die mir aber nicht vorliegt, jedoch
von Butler (Proc. Zoolog. Soc. 1874 p. 284) von dort erwähnt wird. Von den Arealrassen des Bismarck¬
archipels schliessen sich einige eng an papuanische Typen an, andere nähern sich mehr den Formen der
Salomonen, welch letztere z. T. den Eindruck distincter Species hervorrufen, auch von rebe/i verschiedene
Jugendstadien haben, aber in der Zeichnung einen Rückschlag zu den Rassen der Süd-Molukken bilden. —
lemina Ribbe (= melena Frühst.) aus Neu-Mecklenburg zeigt im männlichen Geschlecht grössere schwarze lemina.
submarginale Halbmonde der Hflgl-Oberseite. Das ? ist oberseits nur durch die reiner weisse nach vorne
mehr verbreiterte Mittelbinde der Vflgl von rebeli aus Finschhafen und der Astrolabe-Bai zu separieren. Die
Hflgl haben fast dasselbe fahlgelbbraune Colorit als rebeli -¥¥ aus Finschhafen und weichen von diesen nur ab
durch eine weisse Füllung der Submarginalregion, die bis zur vorderen Mediana hinzieht, bei rebeli aber fehlt.
Unterseite bunter als bei rebeli-% mit hellerer Basalregion aller Figl. — insularis Godm. u. Sa/r. umschreibt insularis.
eine distincte Abweichung vom papuanischen Typ. cf relativ klein und unterseits jenem von polykaste ähnlich ;
¥ Basis der Vflgl olivengrün mit unmerklichem roten Anflug, jene der Hflgl aber prächtig rostrot überhaucht.
Das weisse Mittelfeld der Vflgl schmal, proximal von einer scharf schwarz abgegrenzten Kappenbinde begleitet.
Hflgl der ganzen Länge nach von einer weissen Sub marginalbinde durchzogen, welche die grünlichgelb ge¬
kernten Ozellen umschliesst und sehr jener von sapor der Salomonen gleicht. Unterseite durch eine rotbraune
Mittellinie in eine zart fleischfarbene Basal- und eine nahezu reinweisse Distalzone geschieden. Von Xeu-
Pommern in meiner Sammlung ; von ihren Autoren aus Neu-Lauenburg beschrieben. catenes Godm. u. Salv ist der catenes.
arsinoe ähnlich und ebenso gefärbt, aber kleiner. Unten ist die innere Submarginallinie viel schärfer, auf den
Hflgln ist die Querlinie durch die Zelle aussen hell gelbrot gerandet, die ganzen Hflgl sind lila übergossen.
Salomonen. St. Anna Inseln. Der Bezirk dieser Cynthia ist von dem der arsinoe durch C. sapor getrennt, die
verschiedene dazwischenliegende Inseln bewohnt und durch C. clodia von den Ulawa-Inseln. — Sapor ist bei weitem
die am schärfsten von allen übrigen Cynthien geschiedene Form und es ist merkwürdig, dass sie die Zwischen¬
eilande zwischen Neu-Guinea und den Salomonen einnimmt, während die beiden Cynthia- Formen von letzteren
der echten arsinoe sehr nahe sind. — clodia Godm. u. Salv. Gleichfalls der arsinoe verwandt, die Hflgl mit clodia.
stark verbreiterter innerer Submarginallinie, der Raum zwischen den Ozellen nahezu braun; unterseits die
innere Submarginale schärfer. Salomonen. Ulana-Inseln. — Das cf zeigt genügenden Unterschied für eine
Separierung: steht der catenes am nächsten, ist aber grösser und entbehrt auf der Unterseite der Lila-Tönung,
welche die andern Formen zeigen. Die innere der beiden Submarginallinien ist breiter und schärfer, sowohl
oben als unten. Beide Rassen mir in natura unbekannt, weshalb die Originaldiagnose hier wiederholt wurde.
C. sapor Godm. u. Salv. ist durch gewisse ?¥-Formen einiger Inselrassen mit den papuanischen arsinoe- sapor.
Abzweigungen verbunden, die von Ribbe aufgefundenen (Iris 1895 t. 3f 1. 2. abgebildeten) Jugendsladien sind
aber so von C. arsinoe rebeli Frühst, aus Neu-Guinea differenziert, dass sapor hier als Art geführt wird. Der
bei den papuanischen arsmoe-Spaltrassen breit mit glänzenden modifizierten Schuppen bedeckte Terminalrand
führt nur noch einen ganz schmalen Saum von Androkonien und die Hflgl entfernen sich von allen bekannten
Cynthia durch ein rein weisses subanales Intramediangebiet der Oberseite, das auch noch in die Füllung
zwischen den beiden submarginalen Wellenlinien übergeht. ¥ je nach der Inselheimat oberseits entweder von
braunschwarzer oder mehr oder weniger hell olivengrüner Gesamtfärbung und seine Vflgl können von weissen
oder grünlich gelben Reihen von Halbmondflecken durchzogen sein. Die auf Gebüsch gesellig lebende Rp er¬
innert durch ihre lebhaften Bewegungen etwas an europäische Vanessa- Raupen. Sie ist schwarz mit gelben
Rückenstreifen und roten Beinen und hat sechs Reihen von fein verästelten Dornen. Von diesen sind 4 Reihen
rot mit schwarzen Spitzen, während die laterale Reihe gelb mit schwarzen Spitzen versehen ist. Pp wie immer
484
CIRROCHROA. Von H. Fruhstorfer.
äusserst grotesk, entweder gelbbraun oder grün, gleichfalls sehr beweglich, sich bei jeder Rerührung ganz
obscura. energisch durch Schnellen mit dem Leibe wehrend. — obscura Ribbe ist die Form der Shortlands-Inseln der
nördlichen Salomonen, cd etwas grösser als das ? von sapor und unterseits mit ausgedehnter rötlich umsäumter
weisser Medianbinde der Hflgl, ? mit olivengrüner Grundfarbe, die im Rasalteil der Hflgl in rotbraun übergeht.
Vflgl mit vier Reihen gelblichgrüner Median- und Sub marginalflecken. Hflgl mit zwei grossen schwarzen
Augen, welche in einem graugrünen nach innen leichthin schwarz umränderten Gebiete stehen. Unterseite
mit hell gelbgrauen leichthin grünlich schimmernden Feldern, die von einer weisslichen Median- und Sub¬
marginalbinde zerschnitten werden, cd kleiner als jenes von obscura , unterseits mit weniger rot überhauchter
Mittelbinde. ? etwa vandykbraun mit nur drei Reihen rein weisser Median mondflecken der Vflgl und scharf
abgesetztem milchweissen Medianfeld. Unterseite mit hell rotbrauner Rasalzone und weissem Distalgebiet aller
Figl, welch letzteres von schön rotbraunen Linien durchzogen und mit ebensolchen Schatten überwölkt ist.
mesima. — mesima subsp. nov. nähert sich wieder mehr der obscura. Es befindet sich nur ein ? in meiner Sammlung,
das von obscura-% sofort zu differenzieren ist durch vier nahezu rein weisse, statt gelblichgrüne Reihen von
Halbmonden der Vflgl. Das lichtgrüne Medianfeld der Hflgl ohne schwarzgraue Schatten, nach innen noch eine
Serie von vier zu einer schiefergrauen intramedianen Kappenbinde vereinigten Fleckchen tragend. Unterseite
wie bei obscura, nur mit schmaler Mittelbinde. Guadalcanar, Flugzeit April.
11. Gattung: Cirrocliroa Dbl.
Cirrochroa ist ganz nahe mit Cynthia verwandt ; man erkennt sie aber sofort an den zarten, nur schwach
am Ende verdickten Fhlrn, welche keine deutlich abgesetzte Kolbe haben. Weitere Charaktere liegen in
den stark aufgeblasenen Palpen, deren Endglied sehr fein und spitz ist, den nackten Augen und der einfachen
hinter dem Ursprung der Subcostale abgezweigten Präcostalader, welche schwach nach aussen umgebogen ist.
Im Geäder ist Cirrochroa nicht wesentlich von Cynthia verschieden und hierdurch unterscheidet sie sich
scharf von Cupha , der einzigen Argynniden-Gattung, welche noch kolbenlose Fhlr besitzt. Die Zelle der
Vflgl ist durch eine feine hintere Discocellulare geschlossen, welche vor der Ursprungsstelle des 2. Medianastes
mündet und nicht vor deren Abzweigung wie bei Cynthia. Zelle der Hflgl offen, doch besitzen die cdcd gleich
den Cynthia eine Hautfalle, welche einen Zellschluss vortäuscht. Die hintere Discocellulare der Vflgl ist gerade,
proximal nicht konkav, die beiden ersten Subcostaläste sind mehr separiert, basalwärts nicht so zusammen¬
gedrängt wie bei Cynthia. Rei den cfcf einiger Arten zeigt sich ein scharfer tiefschwarzer oder blauer
Schuppenbelag der äusseren Aderhälfte, besonders deutlich bei C. bajadeta, C. semiramis Fldr. und C. regina
Wall. , während er bei C. aoris etc. nur gering entwickelt ist. Klammerorgane, kenntlich an abnorm grossen,
schalenartigen flachen Valven, mit einem eigentümlichen hakenartigen Aufsatz, der bei den einzelnen Species
verschieden und distal in einen stumpfen oder spitzen Winkel gekrümmt ist. Geographischen Einflüssen sind
die Cirrochroa weniger unterworfen, als die Cynthia und sie verändern sich wenigstens auf dem Continent
nicht so erheblich; dagegen siod sie klimatischen Einwirkungen gegenüber gleichfalls recht empfindlich und
der Dimorphismus der Geschlechter ist bei einigen Arten auffallend. Die ?? sind polychrom und wie bei den
Cynthia existieren männliche und damit contrastierende Färbungsrichtungen; Fehlfärbungen werden ähnlich
wie bei Arggnnis häufig beobachtet, auch Zwitterbildung ist bekannt. Rp auf Hydnocarpus wightiana, ohne Kopf¬
hörner. Die einzelnen Segmente ähnlich den Atella- Rpn mit zwei dorsalen und zwei lateralen Reihen schwarzer
Dornen. Pp in horizontaler Richtung am Schwänze aufgehängt, mit deutlichen dorsalen Tuberkeln und zwei
etwas längeren Thoracalfortsätzen. Kopf gespalten. Die individuenreichen Arten der Gattung zählen zu den
gemeinsten Schmetterlingen des indischen Gebiets, nur die östlichen insularen Species sind ziemlich selten.
Hauptsächlich Rewohner der Ebene, steigen einige bis etwa 2000 m Gebirgshöhe. Zum Teil lebhaft und
schnell fliegende Tiere, die im sonnigen .Jungwald ihren Lieblingsaufenthalt haben, sich auch um Pfützen an¬
sammeln und oft scharenweise unter Papilioniden und Pieriden angetroffen werden. Sie besuchen gerne
Lantana-Rlüten und setzen sich entweder mit geschlossenen Schwingen oder indem sie mit halbausgebreiteten
Flgln wippen. Hauptverbreitungscentrum Makromalayana, anf dem Continent nur bis Sikkim vorgedrungen,
nordwärts bisher nicht über Hainan hinaus angetroffen, in Mikromalayana bereits auf Rali fehlend, aber auf
Celebes, den Nord-Molukken und Neu-Guinea durch eine prächtige Gollectivspecies vertreten. Zwei Arten¬
gruppen a. Ducapa Moore mit drei radialen Duftstreifen der Vflgl und einem subcostalen der Hflgl und b. Cirro¬
chroa Dbl. ohne Sexualstreifen, aber bei den cdcd mit schwarzen Schuppen überdeckten Adern aller Figl.
Artengruppe Ducapa Moore (Paduca Moore).
Kleine zierliche Falter mit kürzerer Gabel des vierten und fünften Subcostalastes der Vflgl, und deshalb weiter da¬
von entfernten dritten Subcostalastes als bei Cirrochroa.
C. fasciata führt gelbliche Sexualstreifen der Oberseite beider Flglpaare, welche von einem ockergelben
Medianfeld, einer schmäleren Submarginalbinde und einer sehr dünnen antiterminalen gewellten Längslinie
durchzogen sind. Hflgl mit den sich bei allen Cirrochroa wiederholenden Schwarz punkten. Unterseite grau¬
gelb mit schwärzlichen Schatten, zwei parallelen schwarzen anteterminalen Wellenlinien, die rotbraun gefüllt
sind und schemenhafter Wiederholung der Zeichnung der Oberseite. ? grösser als das cd, mit ausgedehnteren
CIRROGHROA. Von H. Fruhstorfer.
485
und lichten Längsbinden. — fasciata Fldr. von der Malayi sehen Halbinsel und Sumatra gehl nordwärts bis fasciatu.
Ober-Tenasserim und wurde von mir in Mittel-Siam aufgefunden. - In beiden letzteren Gebieten tritt eine auf¬
fallend modificierte Trockenzeitform flavobrunnea Sm. in Erscheinung, bei welcher sich obersei is die gelben flavobrunnea
Zeichnungen verbreitern und in der extremen Form verschwindet sogar die schwärzliche Medianbinde der
Hflgl, sodass die schwarze Punktreihe in einem gelben Felde steht. Auch die Basalregion der Oberseite und
der Unterseite nehmen an der Aufhellung teil. Die Falter fliegen ziemlich schwach und immer nahe dem
Boden, besonders auf frisch geschlagenen Waldblössen. Sie gehen auch gerne auf blühende Bäume, welche
manchmal von ihnen überdeckt sind, so dass 40 -50 Exemplare mit. Leichtigkeit bei einem Ausflug eingeheimst
werden können. (Martin). Flugzeit in Tenasserim im April, ich selbst fing flavobrunnea in Tempelgärten von
Bangkok und am Waldrande von Muoklek in Siam im Januar. Nach Moore im Mergui-Archipel von Januar
bis März. — bilbilis subsp. nov. wird basiert auf die Java-Rasse, bei der sich der Einfluss der Regenzeit be- bilbilis
merkbar macht durch das Erscheinen einer überaus schmalbindigen Form, welche namentlich charakterisiert
ist durch eine auf den Hflgln kaum mehr als fadendünne gelbliche Mittelbinde, die zudem wie alle sub¬
marginalen Gelbzeichnungen ein mehr weissliches statt dunkel ockerfarbenes Colorit zeigt das auch den ??
eigentümlich ist. Von mir nur in West- Java, bei Palabuan an der Südküste und in den Djampangs auf ca.
500 m Höhe nahe Sukabumi vom Januar bis Mai gesammelt. — palloris Frühst, variiert sehr in der Grösse palloris.
und differiert von Sumatra- und Java-Exemplaren durch die stets markantere submarginale Halbmondkette und
bei den cPcP zurückgebildete transcellulare gelbe Längsbinde der Hflgl. Die gesamte helle Zeichnung der
Oberseite des ? erscheint weisslich, statt gelb und die Unterseite hat ein vorwiegend graues statt grünlich¬
gelbes Gesamtcolorit. Insel Palawan, von Doherty in Anzahl im Januar gefangen. Wahrscheinlich kommt auf
Borneo eine ähnliche Rasse vor, doch sind mir dortige Exemplare unbekannt geblieben. — ortopla subsp. nov. ortopla.
(121 d) vermutlich einer Trockenzeitform angehörend, hat schmälere, schärfer begrenzte, dunkler gelbe Median¬
binde und beim cd noch deutlichere anteterminale Monde als palloris von Palawan; ? oben etwa wieSumatra-
??, doch etwas heller gelblich. Unterseite mit verwaschenem Colorit, namentlich im Vergleich mit den ausge¬
dehnt schwärzlich beschatteten Palawan- Exemplaren. Insel Bazilan, Februar, März, von W. Doherty gesammelt.
Semper kannte Exemplare von Mindoro, den Camotes und Bohol. Flugzeit November bis Februar.
C. satyrina differiert von C. fasciata durch die schwarze Basalpartie und die völlig verdunkelte Um¬
rahmung aller Figl und manchmal fällt sogar die subterminale und submarginale Binde der Oberseite aus.
Des weiteren tragen die Vflgl nur eine manchmal weissliche, manchmal cremefarbige Medianbinde, die sich in
der Transcellularregion nicht wie bei fasciata fortsetzt. Anf der Unterseite wiederholen sich die Zeichnungs¬
motive von fasciata, nur fehlen wiederum die beiden Transcellularflecken der Vflgl., auf welchen sich die
bräunlich getrübte Mittelbinde bis nahe dem Costalrand verlängert. Basalpartie grau mit breiter distaler
schwärzlicher Abgrenzung; jenseits des lichten Medianfeldes eine grauschwarze Schattenbinde, dann eine
namentlich auf den Hflgln relativ breite weissliche Aufhellung, endlich ein markantes subterminales
Wellenband, das distal von einer zarten grauweissen Linie begleitet wird, satyrina bewohnt die celebische
Subregion, wo sie überall äusserst selten ist. Drei Arealformen sind bekannt, doch dürfen wir deren noch
eine ganze Reihe von den celebischen Satellitinseln erwarten; satyrina Fldr. (= myrsa Sm.) (121 d) bewohnt satyrina.
den Norden der Hauptinsel und wurde von mir bei Toli-Toli, November oder Dezember in nur einem Exemplar
aufgefunden. Mittelfeld der Vflgl sehr deutlich, Distalgebiet mit weisslichen Spuren der Längslinien der Unter¬
seite. — sibylla Röb. Type von Tombugu, Ost-Celebes. Ein cP von Maros, Süd -Celebes, im August oder sibylla.
September gefangen, deckt sich genau mit Röbers Figur. (Iris 1887, Taf. 7, f. 7) und hat auch hier der Osten
von Celebes mit dem Süden dieselbe Rasse gemeinsam, wie dies in der Regel der Fall ist. Oberseite der
Vflgl mit getrübter cremefarbener Mittelbinde, welche sich auf den Hflgln mehr verbreitert als bei satyrina.
Das Saumgebiet aller Figl völlig geschwärzt, ebenso die Sexualstreifen. Unterseite mit prominenter Sub-
terminalbinde und mehr gelblicher statt weisslicher submarginaler Zone. — similiana Röb. bewohnt die Insel similiana.
Bangkai. Sie ist kleiner als satyrina , der sie sonst durch eine deutlich erhaltene submarginale weisse Linie
der Oberseite nachkommt. Unterseite schmutzig weiss mit grauschwarzen Binden und Flecken. Die discalen
schwarzen Punkte der Hflgl proximal hellgrau begrenzt. Flügelspannungen 42, 2 4t3 mm, gegen cP 44 — 47 mm
bei sibylla Röb. von Ost-Celebes. — angustafa subsp. nov. vermittelt den Uebergang von den celebischen zu angustata.
den philippinischen Formen und steht näher der D. fasciata als D. satyrina. Vflgl jedoch ohne Transcellular¬
makeln, die gelbliche Medianbinde aller Figl kaum halb so breit wie bei D. fasciata von Java oder Palawan.
Sula-Mangoli, von Dr. Platen gesammelt. Type in der Collection Staudinger des Berliner Zoolog. Museums.
C. felderi nähert sich wieder mehr dem fasciata- Typus durch ein ockerfarbenes Medianfeld der Ober¬
seite, die grünlichgraue Basalregion der Unterseite, während das schwarze Randgebiet der Oberseite mehr an
sibylla gemahnt. Auf den Vflgln treten sogar wieder Spuren gelblicher Transcellular mäkeln auf. — felderi felderi.
Kirsch ist nur in wenigen Exemplaren aus der Geelvink-Bai, Holländisch Neu -Guinea bekannt und oberseits
weniger verdunkelt als mimicus Rothsch. von British Neu-Guinea, bei welcher die subterminale Wellenlinie mimicus.
486
CIRROGHROA. Von H. Fruhstorfer.
der Unterseite nur ganz schwach durchschimmert. Mittelfeld beider Figl kürzer als bei sibylla , breiter als bei
fasciata, satter gelb. Unterseite mit schiefergrauer dunkler Aussenhälfte, aus welcher auch auf den Vflgln eine
komplette Reihe schwarzer Punktflecken hervortritt. Die helle submarginale Wellenlinie wie bei fasciata, jedoch
ohne sich zu verbreitern, wie dies bei sibylla der Fall ist. Neuerdings wurde mimicus am Berge Gelu in ca.
1000 m Höhe von Dr. Eugen Werner im Hinterland der Astrolabe-Bai entdeckt. Ein cf befindet sich in der
Sam ml ung Fruhstorfer.
Artengruppe Cirrochroa Dbl.
Die hierhergehörigen Species sind habituell grösser, in der Regel nicht mit abgerundetem Apex der
Vflgl wie bei Ducapa, sondern mit mehr oder weniger deutlich vorspringendem Apicalteil. Medianfeld sehr
verbreitert, eine Art auch mit Schrägbinde der Vflgl. Die Gattung Cirrochroa wurzelt im makromalayischen
Gebiet, und finden sich sowohl auf der malayischen Halbinsel, als auf Sumatra, Java und Borneo stets dieselben
Arten. Diese Erscheinung wiederholt sich sehr häufig in der Falterwelt, zum Beispiel bei den Hestia und
auch bei andern Insekten, wie Orthopteren etc. Viele dieser Arten gehen nicht über Java östlich hinaus und
finden sich nicht mehr auf den kleinen Sunda-Inseln, ja selbst nicht mehr auf Bali. Dieses Vorkommen ist
somit durch ein geographisches Gesetz und geographische Grenzen bedingt. Das merkwürdigste ist das Ver¬
halten der Malayischen Halbinsel bis nahe an Tenasserim. Diese hat viel mehr Arten mit Sumatra und Borneo
als mit Kontinental -Indien gemeinsam und alle Formen, welche auf ihr fliegen, machen den Eindruck von
insularen Rassen. Es ist somit wohl denkbar, dass die jetzige Halbinsel früher durch einen Meeresarm von
Tenasserim getrennt war, vielleicht auch mit Sumatra zusammenhing oder eine selbständige Insel bildete. Es
mag aber auch sein, dass durch die verhältnismässige Schmalheit des Gebiets auf der Halbinsel durch maritimen
klimatischen Einfluss Bedingungen geschaffen wurden, die wir sonst nur auf Inseln finden. Faktum ist, dass
die Halbinsel faunistisch sich viel mehr den grossen Sunda-Inseln nähert, als dem Kontinent und bei der
Feststellung dieser Erscheinung war es besonders die Gattung Cirrochroa , welche den Anlass gab, zu der
Prägung des Begriffes „Makromalayanah welcher die malayische Halbinsel und die drei grossen Sunda-Inseln
mit ihren Trabanten umfasst, im Gegensatz zu Mikromalayana welches die kleinen Sunda-Inseln umschliesst
(die bereits mit Bawean und nicht wie früher angenommen wurde, mit Bali, beginnen.).
tyche. C. tyche ist die am weitesten verbreitete Cirrochroa, welche von Sikkim an bis Hainan und den
Philippinen die gesamte orientalische Region bewohnt. Ihre reichste Entwicklung findet die Art auf den Philp-
pinen, wo sich auch die in der Färbung am meisten vom cf divergierenden ?? finden. Auf dem Continent
und auf Java ist die Art dem Einfluss der Jahreszeiten unterworfen und wir kennen von dort immer eine
cf - ähnliche, hellockergelbe und eine dunkle, vom cf verschiedene, rotbraune ? -Form. Auf Palawan nimmt die
helle Form sogar eine weissliche Medianfärbung an. Allen Zweigrassen, ja überhaupt allen Cirrochroa ist
ein weisser quadratischer hartnäckiger Medianfleck am Costalsaum der Vflgl gemeinsam. Vflgl mit zwei, Hflgl
mit drei submarginalen schwarzen Wellenlinien, auch stets mit einer Medianbinde, die den cf entweder fehlt
oder bei ihnen nur schwach angedeutet ist. Die schwarze Punktreihe der Hflgl, ein weiteres Charakteristikum
sämtlicher Cirrochroa , ist nur wenig der Variabilität unterworfen ; sie erscheint in der Regel am progressivsten
bei den Philippinen-Spaltzweigen, am ärmsten bei den continentalen Trockenzeitformen. Unterseite stets mit
einer proximal weisslich oder violett schimmernden rotbraunen Längsbinde, welche bei der Form der regen-
armen Periode blau oder purpurn sein kann. Distal von ihr wiederholt sich die Zeichnung der Oberseite
mit dem Unterschied, dass alle oben schwarzen Wellenlinien hier gelblich gefärbt, sind und sich auch auf
mithila. den Vflgln intramediane Schatteninseln einstellen. — mithila Moore gleicht oberseits, abgesehen von dem
mehr gerundeten Apex der Vflgl, einer kleinen aoris (108 a), doch ist das ? mehr cf -ähnlich und beide Ge¬
schlechter verdunkeln sich auf dem Wege nach Osten und meine Tonkin-Exemplare gleichen bereits sehr der
insularen anjira Moore , was Bingham auch von Tenasserim -cf cf angibt, cf untersei ts stets rotgelb. ? aber
mehr sandfarben grau, manchmal mit blauer statt gelblicher Medianbinde. Sikkim, Assam, Tenasserim, Bengalen
doch in der Ebene dort sehr selten, mithila fand ich im ganzen indochinesischen Gebiet und zwar am
häufigsten in Siam; Pavie fing eine verwandte Form bei Luang Prabang. Aus Tonkin besitze ich sie nur im Kleide der
Regenzeitform, während ich in Siam nur die helleren und bedeutend kleineren Exemplare der Trockenzeit vorfand. Es
scheint mir gar nicht ausgeschlossen, dass die farbenreichen, ausserordentlich breit schwarz geränderten Tonkin-
Stücke einer besonderen Lokalrasse angehören, ln Tonkin erscheint mithila mit dimorphen ??. Die normalen ?? sind
dunkel ockergelb, die seltenere Form hell lehmgelb. Vom? liegt mir aus Chiem-Hoa (August, September) eine auffallende.
latitcenia. melanotische Aberration vor: — latitaenia form. nov. Bei dieser sind die beiden schwarzen Submarginabinden
zusammengeflossen und ihr Zwischenraum ist nicht gelb, sondern schwarz ausgefüllt. Auf den Hflgln fehlt
die innere Submarginalbinde völlig, dafür ist die distale ausserordentlich verbreitert. Die Discalbinde auf
allen Flgln ist dagegen obsolet. Die Unterseite zeigt gleichfalls grosse Veränderungen. Die gelbliche Sub-
marginalbinde auf allen Flgln und die gelbliche Discalbinde sind mindestens dreimal so breit als bei normalen
anijra. Stücken, dafür fehlt aber die innere Submarginalbinde. - anijra Moore, eine melanotische Inselrasse, ist
oberseits intensiver, aber dunkler rotgelb, alle schwarzen Bänder sind ausgeprägter und die Unterseite
CIRROCHROA. Von H. Fruhstorfer.
487
farbenreicher. Andamanen, nicht selten. — rotundata Btlr. bildet dagegen ein an schwarzen Zeichnungen
verarmtes Extrem, insbesondere verschwindet die schwärzliche Medianlinie der Vflgl der . Distant bildet
(Rhopalocera Malayana) ein cP der Regenzeitform ab; mir liegt ein solches der Trockenperiode vor mit pur¬
purner Längsbinde der braunroten Unterseite; — und als caera form. nov. möchte ich eine sehr kleine oben
fahlgelbe nahezu völlig zeichnungslose und unterseits monoton rötlich sandfarbene extreme Form der regen¬
losen Zeit aus Siam, Flugzeit Januar, bezeichnen. — lesseta subsp. nov. wird hier als neu für die Insel Hainau
eingeführt, von woher mir zwei cfcf vorliegen, welche sich naturgemäss der mithila- Form aus Tonkin an-
schliessen, oberseits dunklergelb als Sikkim-Exemplare sind und unterseits sich bunter als solche und mithila
aus Tonkin präsentieren. Das Mittelfeld beider Figl erheblich verbreitert, auf den Hflgln nahezu weiss; die
schwarzen Intramedianmakeln proximal lebhaft gelblich umgrenzt. Vermutlich stehen lesseta auch die von
Walker erwähnten Exemplare von Hongkong nahe, welche im City-Hall-Museum dieser Stadt als grosse
Seltenheit aufbewahrt werden. — tanaquil subsp. nov. ersetzt mithila auf Sumatra, von woher sie mir nur
aus dem Nordosten vorliegt und dort auch sehr selten ist. Im dunklen Colorit der Oberseite mit ihrer deut¬
lichen schwarzen Umrahmung schliesst sie sich anjira Moore an. Die Unterseite führt breite rötlich violett
schimmernde Medianbinden. — moeris subsp. nov. (108 a) bezeichnet die wohl abgegrenzte Zweigrasse der
Insel Java*), wo sie weitaus die gemeinste Art der Gattung bildet und überall vom Seestrande bis 7 oder 900 m
Höhe vorkommt, cf kleiner als mithila , unterseits bunter, von heller weisslich violett schimmernden Längs¬
binden durchzogen. Es sondern sich zwei deutliche Zeitformen ab: eine oberseits der forma euere von Siam
genäherte, fast ohne schwarze Zeichnung von sehr fahlgelbem Colorit und mannähnlichen ?? von hellocker¬
gelber Farbe; dies ist oreta form. nov.. die sich in Ost-Java und in der Ebene bei Ratavia findet und moeris Frühst.,
welche sich auf die Form der Regenzeit und mässiger Rergeshöhen bezieht, cf deutlich breit umrahmt mit
zwei schwarzen Submarginallinien der Vflgl; ? mehr wie aoris-% gefärbt mil brauner Basalregion und hell¬
gelblichen Längsbinden der Oberseite. — thilina Frühst, cf: Der Distalsaum aller Figl ist breiter schwarz
bezogen und die Figlfärbung dunkler rotbraun. Die braune Discalbinde der Vflglunterseite verläuft fast ge¬
radlinig und ist völlig zusammenhängend, nicht in einzelne Flecken aufgelöst, wie bei Sikkim- und Java-cfcf.
Das ? differiert von Java-?? durch die ausserordentlich verbreiterte schwarze Discalbinde und den dunkler
gefärbten Basalteil aller Figl. Die ockergelbe Discalbinde der Hflglunterseite ist mindestens doppelt so breit als bei
Java- und Tonkin-??. Nord-Borneo. — laudabilis Frühst. (108a) bewohnt die Insel Palawan und umschreibt
die hellste bekannte C/cAe-Vikariante. cf durchweg lichter gelb als unsere den Farbenton nicht treffende
Abbildung. Die ?? führen eine scharf gewinkelte schwarze Medianbinde der Oberseite, welche die dunklere
entweder ockergelbe oder grünbraune Basalregion von der lichteren Distalhälfte absondert. Die cf- ähnlichen
?? zeigen ein hellgelbes Randgebiet und die ?-Form calcaria form. nov. eine weisse Aussenhälfte, die wiederum
von einer grünlichgelben oder rauchgrauen Längsbinde beschattet sein kann. — psyche Stgr. ist auf eine
melanotische Fehlfärbung, analog latitcenia Frühst, bei mithila, basiert, mit zusammengeflossenen und ver¬
breiterten schwarzen Submarginalbinden der Hflgl, Flugzeit Januar, von Doherty in grosser Anzahl auf Palawan
gesammelt. — domorana subsp. nov. soll die ausgezeichnete Rasse der östlich von Palawan gelegenen Trabant¬
insel Domoran umschreiben, die von laudabilis differenziert ist durch breitere und ausgedehnt schwarz be¬
stäubte Randbinden aller Figl. Vom ? existieren gleichfalls zwei Formen: eine mit blassgelber und eine mit
grünlichbrauner Oberseite. Type in der Sammlung Semper des Senckenbergischen Museums in Frankfurt a. M.
— zebuna subsp. nov. ist ausserordentlich gross, oberseits ungewöhnlich dunkelockergelb und die Medianbinde
der Vflgl äusserst schwach entwickelt. Insel Cebu. — guimarensis subsp. nov. stammt von der Insel
Guimara und ist wie alle Formen dieser zwischen Negros und Panay eingeschalteten Insel von ihren Schwester¬
rassen differenziert durch auffallend lichtockergelbes Gesamtcolorit und sehr breite schwarze Distal- und
Submarginalbinden der Oberseite. — tyche Fldr., der nomenclatorische Typus, von Mindoro beschrieben, be¬
findet sich von Bazilan in einer sehr nahestehenden Form in meiner Sammlung. Im dunklen, rotockergelben
Colorit bildet tijche bereits den Uebergang zu der Celebischen Species, C. thule. Die schwarzen Randbinden
prominent, das ? fahl ockergelb. Es ist mir nur das cf -ähnliche ? bekannt. Unterseite der cfcf lebhaft, jene
des ? gelblich mit weisslichgrauer Aussenhälfte. Nach Semper kommen hellere Formen auf Mindoro, Negros,
Bohol, den Camotes und Leyte vor und dunklere, der thule genäherte, auf Mindanao und Camiguin de Mindanao.
C. thule Fldr. ersetzt C. tyche auf Celebes und stellt, wie dies bei Celebes-Arten die Regel ist, die
grösste bekannte Species des Genus vor. cf oberseits dunkelrotbraun mit steil gestellter schwarzer
Medianbinde der Hflgl und sehr breiten Randbändern. Zeichnung der Unterseite wie bei tyche , nur sind
entsprechend der Grösse alle Binden stattlicher, das weisse Mittelfeld der Hflgl-Unterseite proximal scharf
begrenzt durch eine rotbraune Linie von der hell orangefarbenen Basalzone getrennt. Distalzone rötlich
von hell violetten Wellen durchzogen. ? weisslichgrau mit braungelben Schatten und Bändern. Von thule hat
Felder eine grosse Berg- oder Regenzeitform abgebildet. Aus Nord-Celebes besitze ich aber auch aus dem
Tiefland eine Trockenzeitform, die nur 33 mm Vflgllänge gegen 42 mm Vflgllänge von typischen thule aufweist.
*) Rp von Dr. Piepers gefunden, kleiner aber sonst fast genau wie jene von Cethosia penthesilea Cr. graubraun mit
roten Flecken, und das Segment, welches das zweite Paar Bauchfüsse trägt, milchweiss. Pp etwa wie jene der Gattung
Issoria, auf Petunga longifolia D. C.
rotundata.
ccera.
lesseta.
tanaquil.
moeris.
oreta.
thilina.
laudabilis.
calcaria.
psyche.
domorana.
zebuna.
guimarensis.
tyche.
thule.
488
CIRROCHROA. Von H. Fruhstorfer.
massalia.
aoris.
jiraria.
abnorm is.
stramenticia
olivacea.
thais.
relata.
lanka.
cognata.
surya.
Die Exemplare sind bleicher rotbraun; alle schwarzen Ränder und Rinden verblasst. Auch die Flglunterseite
ist heller und die Submarginalbinde aller Figl nimmt eine hellgelbe, anstatt rotbraune Färbung; an. — massalia
Frühst. (108 a) aus Süd-Celebes differiert von typischen thule dadurch, dass die Submarginalbinden der Unter¬
seite aller Figl trotz der Kleinheit der Exemplare sehr viel breiter und hellgelb, anstatt rotbraun gefärbt sind.
Die gelbliche Discalbinde der Flglunterseite ist schärfer gewellt, auf den Vflgln costalwärts schmäler, auf den
Htlgln aber breiter weiss begrenzt als bei der Trockenzeitform von Tondano. Das ? ist, obgleich in der
schwersten Regenzeit gefangen, viel heller als das ? aus Nord-Celebes. Die Submarginalzone und der Costal-
saum sind fahlgrau. Die Discalbinde der Hflgl viel breiter und grau begrenzt. Die schwarzen Postdiscalpunkte
der Hflgl sind viel grösser und die submarginale, gewellte Rinde ist nicht dunkelgelb, sondern eigentümlich grünlich¬
grau. Süd-Celebes, cf Samanga, November, ?Patunuang, Januar, von mir gesammelt; Ost-Celebes imRritish Museum.
C. aoris gilt als einer der häufigsten Schmetterlinge von Sikkim und Assam, dort vom April bis
Dezember von der Ebene zu 2000 m Höhe hinauf vorkommend, aoris Dbl. (108 a) wurde auf die von uns
dargestellte Form der Regenzeit basiert, die erheblich abweichende Form der Trockenperiode dagegen als
jiraria Swinh. bezeichnet, cf kleiner, fahler gelb, alle Medianlinien und Punkte der Vflgl-Oberseite entweder
völlig fehlend oder nur schwach angedeutet. ? dem cf ähnlich, dunkel ockergelb mit wenig lichterer Mittel¬
binde. Unterseite beim cf entweder schön gleichmässig fahlgelb oder sandgrau mit den üblichen oben kleineren
schwarzen Punkten der Hflgl, sonst mit durchaus verbleichter und unkenntlicher Längszeichnung. ? grau mit
verwaschenen, aber noch kenntlichen schwärzlichpurpurnen Rändern. — Als abnormis Moore wurde eine
Fehlfärbung bezeichnet mit verstärkter schwarzer Mittelbinde des cf. Ein vollkommener Zwitter linke Seite
cf, rechte Seite ?, im Colorit der Regenzeit, in Sikkim gefunden, befindet sich in der Sammlung Fruhstorfer.
Von der Regenzeitform gibt es ausser cf cf wie sie Moore (Lepidoptera Indica t. 364) und wir abbilden auch
eine Form mit strohgelber medianer Zickzackbinde der Vflgl (stramenticia form, nov.) Sikkim, Assam bis zu
den Naga-Hills. — olivacea Nicev. bildet die verdunkelte und habituell kleinere Arealform von Birma, den
Shan-Staaten und Tenasserim und ist charakterisiert durch verbreiterten schwarzen Distalsaum der Vflgl und
markantere, aber geradliniger verlaufende Medianbinde des ?. Das gelbliche oder weissliche Submarginalgebiet
der Vllgl präsentiert sich als ein breiteres Feld und die Mittelzone der Unterseite ist schärfer abgegrenzt.
- Aus den Karen- Hills, Flugzeit März bis Oktober. Vermutlich auch in Tonkin vorkommend, aus Cao Bang
vom Abbe Johannis 1901 bereits erwähnt, von mir dort aber nicht gefangen.
C. thais ersetzt C. aoris im südindischen Faunengebiet, wo sie sich noch mehr als die vorhergehenden
Species zu äusserst prägnanten Zeitformen umbildet. Rp auf Hydnocarpus wightianus Blume, schwarz mit
mattem Oelglanz, abgesehen vom Kopf und dem Analsegment, welche lichtbraun sind. Pp gelb, weiss an den
Flügelscheiden, mit zahlreichen kleinen schwarzen Flecken. Rücken mit zwei Reihen gebogener Dornen und
haarigen längeren Spitzen, die vom Kopf, dem Thorax und den Flügelscheiden seitlich abstehen. Entwicklungs¬
zeit vom Juli bis August und September. Die Raupe sitzt auf den äussersten zarten Spitzen der Zweige sich
bei der geringsten Störung zu Boden fallen lassend und schwierig zu bekommen, wenngleich der häufige
Hydnocarpusbaum von eierlegenden Faltern fortwährend umschwebt ist. In der Gefangenschaft sind die
Raupen sehr störrig, unruhig herumlaufend und öfters die Nahrung verweigernd. Falter von der Ebene bis
zu 6000 Fuss Höhe im lichten Walde von Baum zu Baum flatternd und gelegentlich mit halboffenen oder
bewegten Flügeln sich setzend. thais F. (= thea Godt., swinhoei Btlr.), auf die Form der nassen Zeit
basiert, gleicht cognata (107 g), doch ist der Distalsaum der Vflgl niemals so gleichmässig schwarz und breit,
sondern gibt einer deutlichen rötlichen Submarginalbinde Raum zur Entwicklung. ? etwas grösser als die cfcf,
mit einer etwas lichteren medianen Zone der Vflgl. Unterseite rötlich, mit steiler wie mit dem Lineal be¬
grenzter weisser Mittelbinde, die sich costalwärts verbreitert und proximal unregelmässig sägeförmig gezähnt
ist. — relata Nicev. bezeichnet die fahlere, noch geringer schwarz umrandete Form der Trockenzeit, die auch
unterseits hellergelb gefärbt und manchmal von einer purpurnen statt weissen Längsbinde durchzogen wird.
Südindien, vom Nord-Kanara-District an bis zur Malabar- und Coromandelküste und den Nilgiris. — lanka
Moore zerfällt gleichfalls in zwei gut getrennte und noch ausgeprägtere Zeitformen die so verschieden sind,
dass sie de Ntceville noch 1899 als vier Species betrachtete. Der Name lanka bezieht sich auf die der
relata analoge Form der regenlosen Periode, während die von uns abgebildete cognata Moore (107 g) die
breit schwarz geränderte Form der Monsunperiode umschreibt. Beide Formen sind auf der ganzen Insel
Ceylon häufig, bis etwa 1800 m ins Gebirge hinaufgehend. Rp braun mit purpurnem Anflug, unten gelblich.
Kopf gelb mit schwarzen Stirnflecken. Körper mit zwei dorsalen Reihen feinverzweigter Dornen und zwei
seitlichen Reihen kürzerer Stacheln. Pp bleich blauroth, schwarz gefleckt mit länglichen dorsalen Tuberkeln
und zwei Spitzen am Thorax. Kopf gespalten.
C. surya bildet, die natürliche Fortsetzung der vorigen Art in Hinterindien, doch ist der Flügelschnitt
der ?? rundlich ohne vorspringenden Apex wie bei thais und die Unterseite bunter, mehr jener von C. tyche
mithila Moore gleichend. Zwei Arealrassen: surya Moore aus Ober- und Unter-Tenasserim und dem Mergui-
Ausgegeben 25. III. 1912.
CIRROCHROA. Von H. Fruiistorfer.
489
Archipel führt in beiden Geschlechtern einen geringeren schwarzen Abschluss der Zelle und eine völlig
verwaschene Medianlinie der Vflgl Oberseite. Nach Moore vom Dezember bis April und bis zu ca. 6000
Fuss Erhebung vorkommend. — • siamensis Frühst. (107 g als surya) steht thais lanka Moore von Ceylon nahe, siamensis.
differiert aber in folgender Weise: Das cf hat rundlichere Flügel als surya und trägt kräftigere schwarze
Submarginal- und Discalbinden der Flügel-Oberseite. Besonders zierlich nehmen sich drei ultracellulare
schwarze Strigae der Vorderflügel aus, welche zwischen Costa und erstem Medianast eingebettet sind und wie
lange spitze Keile aussehen, die sich nach der Zelle zu allmählich in lose Schuppen auflösen. Die Unterseite
differiert von surya durch die schwarze und in ihrem oberen Teil stark gewellte Discalbinde der Vflgl, welche
bei surya fast geradlinig verläuft. Im Analwinkel der Vflgl stehen zwei ziemlich grosse, schwarze Flecken,
die bei surya gelblich erscheinen. Die Basalhälfte aller Flügel von siamensis matt, während sie bei surya
violett bezogen ist. Die Submarginalbinde der Hinterflügel von siamensis markanter nnd heller gelb. Das
? differiert vom cf durch den breiter schwarz angelegten Distalsaum der Vflgl und die schärfer gewellten
Discalbinden. Die Basis aller Flügel dunkler braungelb. Unterseite: Die Mittelbinde der Vflgl rotbraun, anstatt
schwarz und noch schärfer gezackt. Die Unterseite reicher violettweiss getönt als beim cf. Bangkok, Januar
1901, wo ich diese zierliche Art in den Gärten am rechten Menam-Ufer in sehr massiger Anzahl vorfand.
C. nicobarica Wood-Mas. leitet von den continentalen Arten zu den makromalayischen Species über, nicobarica.
cf oberseits der G. calypso (108 b) ähnlich, nur mit verstärkter Schwarzpunktierung der Hflgl. Die Unterseite
von allen bekannten Arten separiert durch das Fehlen einer weisslichen Längsbinde der Vflgl, die nur von einer
schrägen braunen Linie durchzogen sind. Hflgl aber mit vertikaler, markanter Weissbinde und einem violett
schimmernden breiten Submarginalstreifen. Zwischen beiden ein raupenförmiges gelbbraunes, dick schwarz punk¬
tiertes Feld. Die Trockenzeitform hat Moore abgebildet: sie ist kleiner, bleicher mit verringerter Schwarzzeichnung.
? sehr charakteristisch durch eine fahlgelbe Unterseite, auf welcher sich die Cirroehroa- Binde auch auf den Vflgln
in Gestalt einer cremefarbenen Aufhellung wieder einstellt. — Nicobaren. Selten in den Sammlungen.
C. niassica Honr. (recte „niasica“) schliesst sich eng an die vorige an. Flügelcontur rundlicher, niassica.
Oberseite der cf cf mit besonders nach aussen aufhellender lichtgelber Submarginalzone. Distalsaum schmäler
als bei nicobarica. Hflgl mit denselben Zeichnungsmotiven, aber einer completteren Serie von nahezu gleich¬
grossen schwarzen Punktflecken. Der schwarze Terminalsaum von zwei gelblichen Binden durchzogen.
Unterseite fahl strohgelb mit etwas dunklerer Basalregion, welche vermittels einer blassroten Transversal¬
binde von der cremefarbenen Aussenhälfte geschieden wird. Die für nicobarica so prägnante weisse Längs¬
binde der Hflgl fehlt. ? oberseits mit rauchbrauner Basalpartie und gelbliehweisser Medianzone. Hflgl mit
lichtergelben Submarginalstreifen und weisslicher proximaler Wellenlinie. Unterseite etwas heller cremefarben
als der cf. Insel Nias, sehr selten. Niassica wird wahrscheinlich noch zur Lokalform von nicobarica herab¬
sinken, wenn auf Pulo-Wei und Simalur Zwischenformen entdeckt werden, was ich auf Grund einer alten
Landverbindung (Andamanen-Nias) vermute, welche ich 1906 auf Grund der ' Danaiden- Verbreitung zuerst für
die Lepidopteren construiert habe. Ein Jahr später wies Dr. Walter Horn die Möglichkeit des archaischen
Landrückens auf Grund der Cicindelen-Verbreitung nach und nannte die Verbindung ,,Weddabrücke“.
C. emalea, eine echt makromalayische Species, die unter dem jüngeren Namen bajadeta Moore besser
bekannt ist. Moore hat 1900 (in Lep. Indica vol. 1 v. p. 223) zuerst die Zugehörigkeit dieser als Argynnis und
Symphaedra früher behandelten Art zum Genus Cirroehroa festgestellt aber deren Identität mit seiner
bajadeta nicht erkannt. Die absolut genaue Diagnose Glerins lässt aber keinen Zweifel offen, dass wir unter
emalea Guer. den malayischen Zweig der bisher als bajadeta cursierenden Gesamtart vor uns haben, welche emalea.
Distant taf. 19 seiner Rhopalocera Malayana zuerst abbildete, cf ähnlich wie C. calypso (108 bj aber von
grösserem Habitus, vorspringender Apiealpartie der Vflgl, welche einen gelben Fleck umschliesst und deutlich
wellig gezähnten Hflgln. Unterseite mit einer costalwärts erheblich verbreiterten Längsbinde von unentschieden
gelblicher Färbung, welche auf den Hflgln schimmernd weiss wird und sich zwischen der hinteren Radiale
und der vorderen Mediana plötzlich verengt. Uncus robust, distal stark gekrümmt. Valve ungewöhnlich breit
mit einem in stumpfem Winkel gekrümmten hackenartigen Ansatz. — martini Frühst, aus Pahang und Deli- martini.
Nordost-Sumatra, dürfte der Trockenzeitform angehören. Oberseits erscheint der Distalsaum der Hflgl von
der Unterradiale an gelb, anstatt schwarz und die Grundfärbung der Flügelunterseite heller und monotoner
gelb. Die weisse Discalbinde der Hflgl ist breiter und zwischen den Radialen nicht so stark verschmälert als
bei bajadeta. Es ist möglich, dass sich bajadetina und martini als Zeitformen einer Art herausstellen. aber
nachdem wir von West-Sumatra bereits einen scharf differenzierten Papilio, eine Pareba, Euploea, Danaida
und ein Nymphklium kennen, die alle engste Beziehungen mit Java zeigen, ist es ziemlich wahrscheinlich,
dass wir es auch bei den Cirroehroa mit geographischen Rassen zu tun haben. Malayische Halbinsel, Nord-
Ost-Sumatra. Bingham hat emalea neuerdings auch in zwei Exemplaren von Victoria-Point, Südtenasserim.
empfangen. — bajadetina Frühst, nähert sich auffallender Weise viel mehr dem javanischen Typus und raoana bajadetina.
IX 62
490
CIRROGHROA. Von H. Fruhstorfeh.
Moore von Borneo als martini von Perak und Nord-Ost-Sumatra : bajadetina ist grösser als bajadeta und
unterseits etwas lichter in der Färbung. Die weissen Apicalflecken der Vflglunterseite sind grösser und
prominenter, die weisse Discalbinde der llflgl aber erheblich schmäler und zwischen den Radialen ebenso eng
zusammengeschnürt wie bei bajadeta, während sie bei martini ziemlich gleich breit bleibt. Der Distalsaum der
Hflgloberseite differiert von bajadeta dadurch, dass er sich von der hinteien Radiale an verschmälert und
einer rötlichgelben Submarginalbinde Raum gönnt, während er bei Java-Exemplaren bis in den Analwinkel gleich
breit schwarz verläuft. Die submarginalen Lunulae von bajadetina sind etwas reduzierter und stehen isolierter
bajadeta. als hei Javanern Bewohnt West-Sumatra. — bajadeta Moore stammt aus Java und stellt eine wohldifferenzierte
Inselrasse dar. cf kleiner als die bisher aufgezählten Vikarianten, unterseits bunter, mit prägnanteren Weiss¬
binden der Hügl. ? oberseits mit ausgedehnterem schwarzen Randgebiet aller Flügel, so dass die Submarginal¬
zone der Vflgl erheblich verschmälert wird. Unterseite lebhafter gefärbt als selbst bei Borneo-Exemplaren,
die gelblichen Anteterminallinien schmäler, cf sehr häufig, ? ziemlich selten. Ost- und West-Java bis zu
ravana. ca. 700 m Erhebung. ravana Moore ist verglichen mit emalea und bajadetina im ? verschieden durch ver¬
mehrte Schwarzzeichnung und die reicher rotbraun beschattete Unterseite. Aus Nord- und Südost-Borneo in
lapaona. meiner Sammlung, anscheinend nicht selten. — lapaona Kheil (¥-lunulata Kheil ) bildet die vom allgemeinen
Typus am schärfsten gesonderte geographische Form. Gestalt kleiner, Vflgl mehr abgerundet, Oberseite fahler
gelb. Unterseite licht orangefarben mit verengter weisser Medianbinde. ¥ sehr cf-ähnlich, vom cf nur zu
separieren durch markantere gelbe Antiterminal Wellenbinden der Vflgl und unterseits durch die reicher weiss
decorierte distale Partie der Hflgl. Insel Nias, häufig.
C. malaya und deren Lokalrassen werden von einigen Autoren als Trockenzeitform von C. emalea
aufgefasst. Beide besitzen viel Gemeinsames in der Zeichnungsanlage, der Verteilung der schwarzen Median¬
punkte der Hflgl und der Submarginalfleckung im Apicalteil der Vflglunterseite. malaya differiert aber anderer¬
seits wesentlich durch das Fehlen der gelben Subapicalmakel der Vflgloberseite und besonders durch den Aus¬
fall der schwarzen Schuppen auf sämtlichen Adern der Oberseite der Vflgl. Auf der Vflglunterseite ver¬
breitet sich die Medianbinde costalwärts nur unerheblich und das Mittelband der Hflgl bleibt von der Costa
bis zum Analwinkel unverändert ohne irgendwelche Einschnürung in der Zellgegend. Klammerorgane gleich¬
falls divergierend. Uncus schwach, spitz, distal, nicht gekrümmt. Valve kleiner, kürzer mit in spitzen Winkel
auslaufenden und dorsal nochmals eingebogenem Ansatz. Verbreitung der Art im makromalayischen Gebiet
malaya. mit Ausschluss von Java. — malaya Fldr. ist die im Colorit am blässesten gebliebene Zweigrasse, mit zier¬
lichen schwarzen Randlinien und Medianpunkten der Hflgl. Bei ihr treten infolge der schmalen Umrahmung
der Vflgl auch deutliche Sexualstreifen an der fünften Subcostale und der vorderen Radiale auf, die aus
kurzen Strichen gelber modifizierter Schuppen bestehen, welche indessen bei der Borneo-Rasse wieder ver¬
schwinden, sich aber noch bei natuna Frühst, erhalten haben. Perak und Nordost-Sumatra; ¥ noch unbekannt;
denn das Exemplar, welches Distant (Taf. lOf, 3) als ¥ abbildet, ist die Regenzeitform von malaya , für welche
J0 mi'tuna c^ei‘ Name johannes Btlr. eintreten kann. — natuna Frühst. Die natuna- Rasse differiert von malaya aus
Singapore etc. durch den schmäleren schwarzen Marginalsaum der Vflgl und das ausgedehntere subcostale
Gelb auf diesen, wodurch der schwarze Subapicalfleck isoliert erscheint, der bei malaya mit dem schwarzen
Costalrand zusammenstösst. Die Discalmakeln der Hflgl sind doppelt so gross als bei malaya und calypso
calypso. Wall, von Borneo. Die Grundfärbung der Flügel ist ein lichtes Gelb. - — Natuna-Inseln. — calypso Wall.
(108 b) folgt der allgemeinen Regel, dass die Borneo-Rasse des makromalayischen Gebiets im dunkelsten Kleide
erscheint. Der schwarze Distalsaum aller Flügel ist bei calypso fast noch einmal so breit als bei malaya und
natuna , auch die Submarginalbinden der Hflgl sind viel ausgedehnter. Die weissen Discalbinden der Flügel¬
unterseite verbreitern sich und im Apicalteil treten weisse Makeln auf, die durch ihre Grösse an die Subapical-
flecken von bajadeta Moore erinnern. Das ¥ von calypso hat einen noch markanteren schwarzen Aussensaum
als das cd und prächtige, ansehnliche, dunkelstrohgelbe, seidenglänzende Submarginalbinden, welche von dem
dunkelbraunen Basalteil durch eine scharf abgesetzte schwarzbraune Discalbinde getrennt werden. Das calypso
¥ sieht dem ravana Moore ¥ ziemlich ähnlich, hat aber rundlichere Flügel und nicht so rein weisse und
baluna. geradliniger verlaufende Discalbinden der Flügelunterseite. — Nord-Borneo im Alluvialland. Als baluna
Frühst, ist die Berg- und Hegenzeitform der calypso beschrieben, namentlich im ¥ differenziert durch noch mehr aus¬
gebreiteten schwarzen Randsaum aller Flügel und die dadurch zurückgedrängte gelbliche Submarginalzone
der Vflgl. Unterseite rötlich, statt verschwommen grauweiss, und mit viel schmälerer aber reiner weisser
Längsbinde. Vom Kina-Balu.
C. satellita ist über Makromalayana mit Ausschluss von Java verbreitet und geht noch im Norden auf
Palawan über. Unterseite schön hellgelb, nach aussen etwas nachdunkelnd. Beide Flügel von einer breiten
weissen, auf den Vflgl nach dem Costalsaum zu aber strohgelben, beiderseits rötlich begrenzten Binde durchzogen.
Hflgl dann noch mit der allerdings incompletten schwarzen bei Cirrochroa üblichen Punktreihe. Zwei
satellita. geographische Zweige: satellita Btlr. mit dem irrtümlichen Vaterland „Hongkong“ beschrieben im Vorkommen
auf die malaysche Halbinsel sowie Nordost-Sumatra beschränkt. Scheint sehr lokal zu sein, denn sie fehlte
CIRRÜCHROA. Von H. Fruhstorfer.
491
in den grossen Serien, weiche mir von West-Sumatra zugingen. Ein schwacher Flieger der Ebene, den Wald
bewohnend. Die gelbe Zone der Vflgl nahe dem Analsaum distal ausbiegend. — illergeta subsp. nov. 1108h iiicrgcta.
als satellita abgebildet), differiert von der vorigen durch die analwärts sich nicht erweiternde gelbe Binde
der Vflgl, welche durch einen ausgedehnten schwarzen Distalsaum eingeengt wird. Unterseite sofort zu unter¬
scheiden durch die namentlich auf den Hflgln fast doppelt so breite weisse Medianbinde, die bis zur Anal¬
falte complett durchzieht und auch auf den Vflgln schärfer abgesetzt ist. Submarginalgebiet mit deutlichen
perlmutterfarbenen Flecken auf den Vflgln, mit einer weissen Submarginallinie auf den Hflgln. Aus Nord-
Rorneo, Kina-Balu-Gebiet in meiner Sammlung, nach Staudinerr auch auf Palawan als grosse Seltenheit
vorkommend; ? nur wenig grösser und obersei ts lichtergelb als die cf cf.
C. orissa hat dieselbe Verbreitung wie C. satellita nur fehlt sie auf Palawan. Hflgl mit gelben Streifen
längs der Subcostaladern, welche als Sexualstrigae aufgefasst werden können und auch die Submediana und
hintere Mediana basalwärts von gelben Linien begleitet, die sich von der rotbraunen Basalfärbung abheben.
orissa Fldr. (107 g). Auf den Vflgln dringen zwei bis drei Radialstreifen in den schwarzen Apicalbelag orissa.
ein. Unterseite vorherrschend gelblich mit rötlichbraunem Distalgebiet der Hflgl. Vflgl von einer breiten
cremefarbenen Schrägbinde durchzogen. Hflgl ähnlich jenen von satellita, aber mit schärfer abgetrennter
intensiver perimutter schimmernder Längsbinde. Nordost- und West-Sumatra, nur im Walde, häufiger als
satellita besonders im Juni und August. Malayische Halbinsel. — - orissides Frühst, cf unterscheidet sich von orissides.
typischen Exemplaren von der Malayischen Halbinsel durch die dunkler gelbe Discalbinde der Vflgl. Der
Distalsaum der Hflgl ist viel breiter schwarz. Unterseite: Die Grundfarbe dunkler braun, im Apicalteil der
Vflgl fast schwarz. Die weissen Subapicalflecken sind noch einmal so breit. Die Discalbinde der Hflgl zwischen
den Radialen stark eingeschnürt und nach innen und aussen intensiver rotbraun begrenzt. Apicalteil der Vflgl
ohne gelbe Radialstreifchen. ? weniger stattlich als der cf. Vflgl von einer fahlen gelben, manchmal creme¬
farbenen Transversalbinde durchzogen. Basalregion der Unterseite vorherrschend rauchgrau, nicht rötlich
ockerfarben wie beim cf. Nord-Borneo, Kina-Balu-Gebiet.
C. clagia wurde bisher ausserhalb Sumatra und Java nicht beobachtet, hat demnach ein sehr beschränktes
Verbreitungsgebiet und ist neben Fuploea gamelia Hbn. und Friboea Jcadeni Fldr. einer der wenigen Tagfalter,
welche nur auf Java und Sumatra Vorkommen resp. diesen beiden Inseln gemeinsam und ausschliesslich
angehören. Unterseite mit rötlichgelber Basal- und rotbrauner Aussenhälfte, die durch eine auf den Vflgln
costalwärts verbreiterte weissliche Längsbinde, die jener von C. malaya gleicht, geschieden werden. Adern
der Oberseite der cfcf schwarz belegt, auf den Vflgln dringen zwei gelbe Radialstrigse in den schwarzen
Aussensau m ein. — clagia Godt. ist auf ganz .Java auf Höhen von 3 — 700 m nirgendwo selten. ? grösser als clagia.
der cf, oberseits heller gelb, die schwarzen Punktflecke der Hflgl stattlicher. Unterseite mit reichem violettem
Schimmer in der Submarginalzone. Ost-Java-Exemplare sind kleiner als solche aus dem Westen, unterseits
in der Basalpartie dunkler angeflogen, die Mittelbinde nicht so prägnant und rein weiss. *) — clagina Frühst, clagina.
(108 b) differiert von typischen Javanen durch den schmäleren schwarzen Aussensaum der Hflgl, wodurch die
schwarzen Discalpunkte deutlich sichtbar werden und isoliert stehen, während sie bei Javanen vom Distal-
saum umschlossen und mit diesem zusammengeflossen sind. Die Unterseite entfernt sich von Java-Stücken durch
die mindestens doppelt so breite und viel hellere rötlich-weisse Discalbinde der Vflgl und die fast nocheinmal
so ausgedehnte weisse Discalbinde der Hflgl. Das ? hat einen schmäleren, schwarzen Aussensaum als Java-?
und differiert auf der Unterseite der Hflgl, abgesehen von der breiteren weissen Discalbinde, noch durch die
viel kleinere, schwarze Punktreihe. West-Sumatra. Exemplare von Nordost-Sumatra fehlen mir; clagina
tritt aber im Gebiete von Del i als die seltenste der dortigen Cirrochroa vom Mai bis Oktober und auf Er¬
hebungen von über 300 m auf. C. clagia leitet in gewisser Beziehung bereits über zu den prächtigen Arten
der celebisch-papuanischen Subregion, nämlich C. semiramis und C. regina. Auf den Philippinen tritt an
Stelle von C. clagia und C. regina eine interessante mir in natura fehlende Species auf nämlich:
C. menones Semp., die bisher nur im Osten der Insel Mindanao aufgefunden wurde, menones scldiesst. menones.
sich eng an C. imperialis (108b) an, besitzt jedoch oberseits nicht deren prächtigen Blauschiller: die Oberseite
hellrotbraun mit dunkler Basis und breit schwarz belegtem Distalgebiet. Unterseite bis an die dunklere Binde
beim cf rötlichbraun, beim ? etwas ins blaugraue spielend. Längsbinde selbst rotbraun mit beim cf rötlicher,
beim ? milchweisser Begrenzung.
C. semiramis ist in der Celebischen Subregion heimisch und verteilt sich dort auf zwei Arealrassen: semiramis.
cf oberseits mit rötlich ockergelbem Basalteil und breitem bis an die Zelle herantretendem dunkelblau violett
schillerndem Randgebiet. Letzteres wird durch drei lichtere graublaue Längsbinden, von welchen die mittlere
stark gewellt ist, unterbrochen. ? von matterem Colorit, ausgedehnteren graublauen Binden und völlig ver¬
düsterter Oberseite, welche entweder ganz mit blauschwarzen Schuppen bedeckt sein kann, oder eine rotbraune
*) Die Rp hat Herr Dr. Piepers in West-Java entdeckt. Rp lichtgrün, Kopf ebenso, die beiden Kopfhörner etwas
dunkler; Gestalt etwa wie die einer Cethosia- Rp. Die Pp jedoch wie eine Issoria- Pp.
492
TERINOS. Von H. Fruhstorfer.
semiramis.
ninos.
kurze Aufhellung der Medianregion aufweist. Unterseite von jener der nachfolgenden regina dadurch differen¬
ziert, dass die Vflgl keine scharf abgeschnittene Längsbinde, sondern nur ein nach hinten sich verbreiternde
gelbliche Aufhellung führen. Ausserdem ist das gesamte Distalgebiet gelblich mit ausgedehnten grauweissen
Zonen, statt, rotbraun mit schmalen silberglänzenden Wellenlinien. Beim ? tritt auf den Vflgln eine bis zum
Costalsaum durchgehende innen schwach rötlich begrenzte weisslich schimmernde Medianzone auf. — semiramis
Fldr. stammt aus dem Norden der Insel und differiert von der südlicheren Rasse durch schmälere distale
weissgraue Kappen der rotbraunen Fleckenserie der Vflgl-Unterseite. — ninos subsp. nov. (108c als semiramis )
fand ich im Süden der Insel in der Nähe des Wasserfalls von Maros vom November bis Januar. Vom $
existiert ausser der abgebildeten noch eine grössere Form mit dunkel lehmgelber schmaler Medianbinde der
Oberseite aller Figl. ? mit grauer Basal- und völlig silherweisser graubeschatteter Distalpartie der Unterseite.
C. regina zerfällt in eine Reihe von Arealformen, welche das Papua-Gebiet und die Nord-Molukken
bewohnen. Ihr geographischer Polymorphismus äussert sich namentlich auf den Molukken schon auf sehr
kurze Distanz und sind namentlich die ?? der Batjan- und Obi-Rassen so differenziert, dass sie nahe dem
Specieswert stehen, cd cf gleichen mehr oder minder der abgebildeten Form imperialis (108 b), nur wechselt
die Breite des blauen Distalgebiets je nach der Lokalität. Dasselbe gilt für die Unterseite, auf welcher sich
namentlich die Längsbinde örtlich unterscheidet durch die Art der distalen Begrenzung. Man kann zwei
Variationsrichtungen erkennen, je nachdem die ?? mannähnlich oder vom cf verschieden sind. Die einzige
paulouma. mir bekannte monochrome Form bewohnt Batjan sowie Halmaheira und ist als paulowna Frühst, beschrieben.
cf sehr ähnlich dem als imperialis abgebildeten cf, das ? dagegen oberseits dem semiramis ninos-% (108 c)
gleichkommend. ? Basalhälfte der Figl dunkelbraun, Aussenhälfte mit sehr breiten, zum Teil violetten, zum
Teil bräunlichen Binden. Distalsaum nicht scharf begrenzt, sondern mit. der proximalen Flglfärbuug verschmolzen.
Unterseite mit auffallend verbreiterten Median- und Wellenbinden, die rotbraune Submarginalbinde aufgehellt,
fast dreimal breiter als bei ducalis und princesa. Halmaheira (Type im British Museum), 1 ? Batjan in der
princesa. Collection Fruhstorfer.) — princesa Frühst. (108b als imperialis, Unterseite) Oberseite: Ockerfarbene Flglpartie
lichter, ausgedehnter, der distale dunkelviolette Aussensaum erheblich schmäler, Wellenbinde der Vflgl leuchtend
blau, beim ? stärker gebrochen als bei den Papuarassen und mit Rudimenten einer antemarginalen Parallel¬
binde begleitet. Insel Obi. — nasica Frühst. Distale Wellenbinde der Figlunterseite viel heller (fast silbergrau)
als die proximale, die Zacken sämtlicher Binden spitzer. Waigiu. — regina Fldr. Violetter Aussensaum aller
Figl breiter angelegt als bei den Formen von Neu-Guinea, Submarginalbinden der Vflgl kompletter, ausge¬
dehnter. Aru, von Wallace entdeckt. Fehlt mir, doch sah ich Exemplare im British Museum — myra
Frühst. (108b als imperialis- cf), cf? Distalhälfte aller Figl dunkelblauviolett mit lichteren gewellten Submar¬
ginalbinden. Unterseite: Basalteil aller Figl blaugrau beschuppt mit breiter ockerfarbener und prominenter
weisser Medianbinde. Distalpartie mit ansehnlichen, breiten, bleiglanzartigen Wellenbinden durchzogen. Kapaur,
ducalis. S.-W. Neu-Guinea. - ducalis I Voll. Submarginalbinden bei cf und ?, namentlich der Hflgl, etwas prägnanter
als bei der vorigen Unterseite: Basalhälfte ausgedehnter ockergelb und gering graublau beschuppt. Weisse
Medianbinde sehr schmal, die bleiglanzartigen Submarginalbinden obsolet. Humboldtbay, von W. Doherty,
sophene. gesammelt. — sophene Frühst, cf kleiner als die vorigen die blauvioletten Submarginalbinden auf den Vflgln
schärfer abgesetzt, auf den Hflgln obsolet. Zeichnungen der Unterseite mehr begrenzt, die rotbraunen Binden
ausgedehnter, die Wellenlinien dunkler grauviolett, Basalhälfte der Figl rötlich grau. Milne-Bay, Juni bis
November, Hansemannberg, Friedrich Wilhelmshafen, Deutsch Neu-Guinea, 2 efef Coli. Fruhstorfer. Hagen
fmg (Juli) auf 1000 Fuss Höhe nur cf? bei Simbang, während im Februar ein Jahr vorher zwei englische
Sammler mehrere hundert Exemplare erbeuteten, ein Beweis für das periodische Auftreten der Form.
C. imperatrix Sm. bisher nur in einem von Doherty auf der Insel Biak, dem Schouteneiland der
Holländer, in der Geelvink-Bai entdeckten Exemplar bekannt, differiert von regina durch die auch in
der Basalregion aller Figl völlig blauschimmernde Oberseite. Unterseite der Vflgl mit grossen schwarzen
distal nur unbedeutend weisslich umrandeten Makeln. Die silberweisse Medianlinie gleichfalls sehr schmal.
nasica.
regina.
myra.
imperatrix.
12. Gattung: Teriuos Bsd.
Die wenigen Arten dieser individuenarmen Gattung sind mit einem prachtvollen, blauvioletten, sammt-
artigen Schiller geschmückt und hiedurch von den nahe verwandten Cynthien und Cirrochroen leicht zu
unterscheiden. Ihr Hauptcharakter liegt in den behaarten Augen (welche bei den Argynniden fast, durchgehends
nackt erscheinen), in der Abzweigung der Subcostaläste und der Richtung der hinteren Discocellularis, womit
die Hflgl-Zellen geschlossen sind und den riesigen Sexualflecken. Bei Terinos steht der 1. Subcostalast vor
dem Zellende, der 2. am Zellende selbst oder bald danach, der 3. und 4. nahe zusammen und in ziemlicher
Entfernung von demselben. Die hintere Discocellularis mündet beim cf am Ursprung des zweiten Medianastes,
beim ? dagegen zwischen dem 1. und 2. Ast. Auch ist der gesägte Vorderrand in den Vflgln charakteristisch.
Die Zelle der Hflgl ist auffallend klein und wird durch eine feine, in beiden Geschlechtern zwischen dem 1 .
und 2. Medianast mündende hintere Discocellularis geschlossen. Ausserdem besitzen die efef eine tiefe Haut¬
falte jenseits der Zelle, wie die Cynthia und Cirrochroa. Palpen aufgeschwollen wie bei Cirrochroa. Das
T E R I N 0 S. Von H. F ruhstorfer.
493
Hauptcharakteristicuni der Tennos bleibt jedoch ihr unbeständiges Geäder. Dieses ist nämlich nicht nur von
Art zu Art abweichend, sondern auch von Geschlecht zu Geschlecht und ändert sich sogar bei den einzelnen
Individuen. In der Regel sind Geäder-Differenzen generisch, selten wechselnd von nahe verwandten zu den
nächsten Arten. Rei den Tennos finden wir sie jedoch als sexuelle Auszeichnung und wir treffen sie in
ungewöhnlichem Masse von Species zu Species variierend. Alles in allem beobachten wir bei den Terivos
so viel Wechselndes, dass auch sie denjenigen Nyinphaliden-Genera anzureihen sind, die sich noch in voller
Evolution befinden und wohl einem phylogenetisch jungen Zweige des grossen Nymphaliden-Stammes angehören.
Die cf cf aller Arten führen schwarze Duftpelze längs den Radialen, den Medianadern und der Sub-
mediana der Vflgl, sowie der Subeostal- und Radialadern der Hflgl, die zu einem dichten glänzenden Flecken
zusammenfliessen und bei den östlichen Arten auf den Hflgln sich sogar bis zur vorderen Mediana der Hflgl
ausdehnen. Den ?? aller Species ist gemeinsam, dass die hintere Discocellulare stets vor der Abzweigung
der beiden vorderen Medianadern auf den Medianstamm stösst. Der Verlauf der Discocellulare ist somit bei
den ?? constant, während er bei den cfcf wechselt und ein sicheres Gharakteristicuin für die Gruppierung
der cf cf ergibt. Die Verwandtschaft*) mit den Cynthia kommt zum Ausdruck durch den vorspringenden Apex
der Vflgl, der sich am prägnantesten bei den wenigen continentalen Rassen findet und sich auf dem Wege
nach Osten immer mehr abrundet und die Schwanzanhänge der Hflgl, von welchen dasselbe gilt. Ans Genus
Cirrochroa gemahnt die Bänderung der Unterseite und bei den indochinesischen Rassen wiederholen sich sogar
die Färbungsmotive in der Weise, dass die Unterseite der cfcf rötlich, jene der ?? grau oder blauweiss coloriert
ist. Sehr veränderlich zeigt sich die Analfärbung der Oberseite der Hflgl, die sich von Inselrasse zu Inselrasse
abstuft und ein gutes Beslimmungs- und Erkennungsmerkmal abgibt. Ueber die Jugendstadien ist nichts bekannt.
Nach Hagen sind es echte Waldtiere, die sich mit schwankem, wenig energischem Flug gern an den Büschen
schattiger schmaler Waldwege umhertreiben. Sie setzen sich häufig mit gefalteten Flgln auf Blätter. Alle
Tennos sind Bewohner der Ebene und es scheint, dass sie nirgendwo über die Vorberge hinausgehen. Auf
Java fand ich eine Art auf etwa 500 in Erhebung. Nach Martin umkreisen sie ziemlich rastlos Waldbäume
und sic scheinen nach seinen Beobachtungen nur eine Generation zu haben, was für continentale Formen
nicht zutrifft, weil mir von dort klimatischer Polymorphismus bekannt ist. Den Hauptsitz der Gattung bildet das
makromalayische Gebiet, wo sich drei Arten begegnen, während die östlicheren insein nur je eine Species
beherbergen, mit Ausnahme von Neu Guinea, wo zwei Arten Vorkommen, von welchen jedoch die eine die
andere ausschliesst und jede ihr scharf begrenztes Gebiet zu eigen hat.
a) Die Medianadern gabeln sich beim cf auf ca 2 mm Entfernung ausserhalb der Einmündung der hinteren Discocellulare.
T. terpander bezeichnet die habituell kleinste Species des Genus, die zugleich die am geringsten ent¬
wickelten Duftflecken der Vflgl aufzuweisen hat. welche dort nicht allein erst jenseits der Zelle beginnen,
sondern im vorderen Teil nicht zusammenfliessen, so dass die vordere Radiale einen isolierten Schuppenstreif
aufweist. Hflgl entweder mit breitem orangefarbenem Distalgebiet oder mit weissen subanalen Makeln oder
einfarbig blau je nach der Heimatinsel. Unterseite rotbraun, aber von allen bekannten Arten leicht zu unter¬
scheiden durch sehr breite, lebhaft bleigrau schillernde Längsbinden, zu denen sich bei einigen Formen auch
noch rein weisse nach hinten verbreiterte Submarginalbinden der Hflgl gesellen. Verbreitungsgebiet Makro-
malayana; in der Sammlung Semper befindet sich ein mit der Namenstype nahe verwandte Form aus Luzon.
robertsia Btlr., ? differiert oberseits vom abgebildeten cf (108 c) durch eine schwarze Aussenhälfte der robertsia.
Vflgl Oberseite und eine das blaue Feld der Hflgl an der Zellwand abtrennende schwarze Längsbinde.
Hflgl unterseits mit einer aus drei Halbmondflecken bestehenden weissen Binde, die von der vorderen Radiale
bis zur Submediane hinzieht. Malayische Halbinsel. — teos Nicev. führt auf den Hflgln entweder gar keine teos.
oder nur eine undeutliche rötliche subanale Aufhellung, doch wiederholt sich unterseits die bei robertsia rein
weisse Region als bleigraue, schimmernde Binde, teos ist die häufigste Tennos des nordöstlichen Sumatra und
liegt mir in einer grossen Serie auch aus dem Westen der Insel vor. November, Dezember ist die Haupt¬
flugzeit in Deli. — niasica Frühst, bildet eine Intermediatform zwischen robertsia und teos, indem die Hflgl niasica.
eine leichte weisse Aufhellung zeigen, die jedoch nicht so deutlich zu Tage tritt, wie bei robertsia. Insel Nias,
sehr selten; nur ein cf bekannt, Type in der Sammlung Thieme. — natunensis Frühst. (108c). Das ? unter- natunensis.
scheidet sich von terpander Hem. durch das Auftreten von zwei blauen Fleckchen im mittleren Teil der
schwarzen äusseren Vflglhälfte und auf den Hflgln durch die mehr wie zwei Drittel an Breite reduzierte
gelbliche Subanalbinde. Dafür gewinnt das dunkle, violette Submarginalband an Ausdehnung. Unterseite:
Vflgl etwas matter in der Färbung als terpander. Die silbrig weisse Submarginalbinde der Hflgl entsprechend
der Oberseite ebenfalls verschmälert. 1 ? von Bunguran, Natuna. Vflgllänge 4 1 mm, von terpander $ 45 mm.
— bankanensis subsp. nov. gleicht vielmehr der Namenstype als der benachbarten sumatranischen teos. Hflgl bankanensis.
mit breiter, dunkel ockergelber Submarginalzone und ebensolcher schmaler Randbinde. ? mit ausgedehnterem
Terminalsaum, aber zurückgebildetem Submarginalfeld, das sich wie beim cf jedoch bis zur hinteren Radiale
hinzieht. Type aus Banka, im Museum München. — terpander Heiv. bedeutet die farbenschönste Inselrasse terpander.
*) Tegumen in keiner Beziehung zu Cynthia mit kurzem verkümmertem Uncus, medial mit häutigen Gebilden; Valve
breit kurz von Gestalt, etwa wie bei Cupha , aber mit zwei dorsalen Hautlappen und von allen Issorididi abweichend durch einen
geweihartigen, zweispitzigen Aufsatz (Anklang an Argynnis.)
494
TERINOS. Von H. Fruhstorfer.
mit ausgedehntem hellorangefarbenem Aussensatnn des Hflgls, der auch beim ? nur von einer ganz schmalen
schwarzen Subterminallinie durchzogen wird. Unterseite reich weiss garniert mit sehr grossem weissem
Apicalfleck der Vflgl und einer ansehnlichen weissen Submarginalbinde, die von der vorderen Radiale
picpersi. an den Hflgln schmückt. Aus Nord-Borneo und Pontianak in Anzahl in meiner Sammlung. — piepersi Mart.
wurde neuerdings in West-Java entdeckt und September 1909 in der Entomolog. Zeitschr. Stuttgart p. 114 be¬
schrieben. Sie steht an Grösse zwischen der grösseren terpander teos Nicev. von Sumatra und der kleineren
terpander robertsia Btlr. von der malayischen Halbinsel und kommt in Zeichnung und Färbung zweifellos der
continentalen robertsia am nächsten, was ja nach so vielen Präzedenzfällen von einem Javatier nicht anders
zu erwarten ist. Es sei übrigens im Voraus bemerkt, dass die Subspecies von terpander alle unter sich sehr
gut verschieden sind und dass man ohne Kenntnis der vielleicht nur wenig differierenden Larven fast an
eigene, gute Species denken könnte, was die Autoren der älteren Arten auch für sicher annahmen. Während
nun robertsia am Aussenrande der Hflgl-Oberseite nur 2 weissliche Keilflecke mit 2 entsprechenden, gelblichen
Randmöndchen zeigt, hat piepersi drei solche zusammenfliessende Flecke vom dunklen Gelb des alten Elfen¬
beines und zieht sich diese dunkle Elfenbeinfarbe am Aussenrande bis zum Apex der Subcostale hinauf.
Infolge dieser starken Aufhellung des Aussenrandes sind auch die beiden dunkelblauen Marginallinien besser
und weiter zu verfolgen als bei allen anderen Subspecies. Auf der Flgl-Unterseite finden wir am Aussen¬
rande ein zusammenhängendes, weisses Randgebiet, welches an der Submediana beginnt und an Breite zu¬
nehmend bis zur unteren Radiale reicht; auch der Zwischenraum zwischen den beiden Marginallinien ist in
gleicher Ausdehnung rein weiss. Bei robertsia bestehen an gleicher Stelle nur 2 weisse, getrennte Keilllecke,
während bei teos das gleiche Gebiet blaugrau und bei terpander weissgelb erscheint. Die Grundfarbe
der neuen Art ist satter als bei allen anderen Subspecies und auch die dunkelroten Bänder und Flecken
der Unterseite beider Figl sind dunkler, reicher und prägnanter. Der bläulichweisse Apicalfleck der Vflgl-
Unterseite ist grösser, heller und deutlicher als bei den anderen terpander- Formen. Alle terpander- Subspecies
zeigen eine feine, ziegelrote Bestäubung der Discocellularen der Vflgl-Oberseite; dieser Charakter ist bei piepersi
am stärksten entwickelt. Leider nur nach einem cf aus der Umgebung von Sukabumi. Das Tier scheint
entschieden auf Java selten, sehr selten zu sein, seltener als Papilio caunus oder Charaxes Jcadeni, nachdem
es bis heute unbekannt geblieben ist. Ich sah auf Sumatra oft die ?? von teos um mir unbekannte, ziemlich
hohe Waldbäume offenbar mit Eiablage beschäftigt herumfliegen; anscheinend sind diese Bäume auf Java
nahezu ausgerottet und auf einer zufälligen Reserve konnte meine vorliegende Type gefangen werden. (Martin.)
b) Die Medianadern gabeln sich ausserhalb der hinteren Discocellulare.
T. clarissa ist die am weitesten verbreitete Species, bewohnt Makromalayana und tritt im Norden auf
clarissa. die südlichen Philippinen über. — clarissa Bsd. gilt als einer der seltensten Javafalter, von dem ich in drei
Jahren nur zweier cfcf und dreier ?? habhaft werden konnte. Er ist mir zudem nur im Westen der Insel,
südlich von Sukabumi in den Djampangs begegnet, in kleinen Wäldchen auf Kalkhügeln von etwa 5 — 600 m
Meereshöhe.' cf oberseits wie malayana (108 c) doch mit ziemlich ausgedehntem, wenn auch nicht so breitem
gelblichrotem Distalsaum der Hflgl. ? vorwiegend schwarz mit dunkelblauer Basis der Vflgl und einem
schmalen ebensolchen Medianstreif der Vflgl. Der Hflgl analwärts gelb mit nur geringem rötlichem proximalen
Hauch. Hflgl, dann noch mit einem schrägen intramedianen blauen Streifen, welcher den gelblichen Analsaum
begrenzt und zwei schwächlichen Halbmonden und zwei runden violetten Makeln im Analfeld. Unterseite des
cf rotbraun mit violettweissen Längsbinden und einem stark gewellten rötlichgelben Submarginalband, das sich
bei allen Vikarianten wiederholt. ? vorherrschend grau mit weisslichem Analgebiet und blasser gelber Sub-
malayana. marginalbinde. — malayana Frühst. (108 c) von der malayischen Halbinsel und von Singapore wurde bei clarissa
schon wiederholt erwähnt: die Art scheint aber immer mit anderen verwechselt worden zu sein, weil sie Distant
in den „Rhopalocera“ nicht aufführt. Vor einigen Jahren gelang es mir nun in London zwei Terinos unter
den Vorräten eines Händlers auszugraben, welche die Etikette „Penang“ tragen. Die beiden Exemplare gehören
in die Nähe von clarissa. Sie sind etwas kleiner als Borneo- sowie Java-Stücke und harmonieren auf der
Unterseite namentlich mit solchen aus Borneo. Auf der Flügeloberseite machen sich aber bedeutende Differenzen
bemerklich. Der orangefarbene, anale Saum der Hflgl ist beim $ ganz verschwunden und durch einen schmalen,
weisslichen Anflug ersetzt. Das cf trägt nur eine schmale, orangerote Submarginalbinde, welche von der
Unterseite durchscheint. Der Distalsaum selbst ist schwarz und die violetten und schwarzen Submarginal¬
möndchen sind viel prominenter als bei clarissa aus anderen Fundorten. Das ? kommt sehr nahe dem Java-
? von clarissa , nur hat es einen längeren und schmäleren Apex der Vflgl, der an atlita erinnert. Im Discal-
teil der Vflgl befindet sich eine deutliche, rotbraune Binde, welche den Java-Stücken fehlt. Die Hflgl sind
reicher blau wie bei clarissa. Die Unterseite ist farbenreicher und dunkle", mit prominenteren Binden und
einer helleren weissgrauen Submarginal- und Analzone der Vflgl. Penang cf?, 1 cf Nordost-Sumatra in Coli.
diunaga. Fruhstorfer. Nach Hagen und Martin sehr selten auf Sumatra. — diunaga Frühst, bewohnt den Westen
von Sumatra und wurde mir von dort aus den Padang’schen Bovenlanden zugesandt. Sie nähert sich, wie wir
dies bei westsumatranischen Faltern gelegentlich beobachteten, mehr der javanischen Namenstype, ist habituell
grösser als diese und führt ein schmales orangefarbenes Analfeld der Hflgl, das von einer violetten Binde zer¬
teilt wird und drei violette Halbmonde umschliesst. Unterseite von lebhafter rotbraunen Binden als clarissa.
T E RI N 0 S. \7 on H . F ruhstok ff.r.
495
bedeckt. — nympha Wall. (108 d als nyinphaea) umschreibt die farbenfreudigste Form. ? grösser als clarissa- nympha.
?, ausgedehnter und lichter blauviolett: Hfl gl satter rotgelb mit markanteren Mondflecken. Unterseite der r
noch heller und bunter als bei diunaga-% mit sehr schmalen rötlichen ausgedehnten weissliehen Binden durch¬
zogen. In Nord- und Süd-Borneo anscheinend nirgendwo sehr selten — bangueyana subsp. nov. steht sehr bangueyana.
nahe der javanischen clarissa , ist jedoch habituell kleiner, der rötliche Analsaum der llllgl wesentlich schmäler
und die Unterseite der Hflgl zeigt eine düster ockergelbe sehr verengte Submarginalbinde auf dunklerem
Untergründe. Von der dem Norden Borneos vorgelagerten Insel Banguey, cf in Coli. Staudixger.
luciella subsp. nov. von der nördlich von Banguey gelegenen Philippineninsel Balabac schliesst sich bereits luciella.
eng an lucia Stgr. von Palawan an, oberseits dunkler, aber dennoch von leuchtenderem Blau und einer
intensiv dunkel rotgelben Analregion der Hflgl, die mit grösseren, dunkleren und schärfer abgesetzten .Mond¬
flecken besetzt ist, als bei lucia. Unterseite bei beiden Geschlechtern farbiger, satter rotbraun und ausge¬
dehnter violett beschattet. Type in Sammlung Staudinger. — - lucia Stgr. bewohnt Palawan, gleicht im cf der lucia.
nympha, von der sie in der Hauptsache differiert durch einen violett überhauchten, etwas satter gelbroten
Analsaum der Hflgl. ? ist dagegen wohl differenziert durch das vorherrschend hell chocoladebraune Colorit
der Oberseite aller Flügel, die nur noch schwache Spuren von ßlaufleckung aufweisen. Unterseite fahler als
beim nympha-%. — lucilla Btlr. ist eine weitere melanotische Rasse; oberseits etwas Ähnlichkeit mit diunaga Incilla.
verratend, durch eine deutliche violette Binde im satt orangefarbenen aber breiteren Analgebiet der Hflgl.
— Unterseite der Hflgl mit kleineren rotbraunen Medianmakeln als bei lucia. Von Butler aus Luzon be¬
schrieben, aber nach Semper nur auf Mindanao vorkommend. Ein cf meiner Sammlung soll aus Mindoro
sein. Flugzeit Mai und November. Nordost-Mindanao auf der nördlich vom 9 Breitengrad liegenden Halb¬
insel. — ludmilla Stgr. führt einen kürzeren blauen Vorderrandstreifen, doch ist die Unterseite heller als bei ludmilla.
lucia. Insel Sangir. — militum Obthr. hat von allen Arten den am weitesten ausgezogenen Apex der Vflgl militum.
und zugleich den ausgedehntesten etwas citrongelben Analsaum der Hflgl. Die schwarzen oder blauen Ein¬
lagen im gelben Distalgebiet äusserst undeutlich. ? nur geringfügig vom cf verschieden, vorherrschend braun.
ohne blaue Medianbinde aber scharf abgetrenntem blauem Basalfeld der Vflgl. Die mir vorliegenden 5
Exemplare unterseits mit entschiedenem Trockenzeitcharacter, ohne Bänderung, nur beim ? sehr schmalen
Längsstreifchen. Auf der fahlen, verwaschenen Unterseite der Hflgl steht wie bei Polygonia c. album ein
weisser Hacken, da wo die Medianfalte einen Zellabschluss vortäuscht, und zwar völlig isoliert, weil die bei
den übrigen clarissa Formen den ganzen Flügel durchziehende helle Binde fehlt. Die Unterseite aller Flügel
errinnert an trockene Blätter und ist eigentümlich sand- oder erdbraun; nur bei den ? macht sich die ur¬
sprünglichen Bänderung noch bemerklich, die übrigens mehr Aehnlichkeit mit atlita F. aufweist, als mit clarissa.
militum hält in der Färbung der Flügeloberseite die Mitte zwischen violetten clarissa und dunkelblauen atlita.
Die Analhälfte der Hflgl prächtig gelb, mit einem Stich ins rötliche, während clarissa orange getönt und
mit violettem Hauch überzogen ist. In der Gestalt der Duftflecken kommt militum aber clarissa nahe, während
bei atlita die Duftflecken sich viel mehr verbreitern und die obere Hälfte der Zelle ausfüllen. Das ? hat nur
die Basalhälfte der Vflgl und die Zelle der Hflgl prächtig blau gefärbt. Der ganze Aussenteil der Vflgl ist
dunkel chokoladenbraun, von schwarzen Binden durchzogen. Die Hflgl sind rotbraun, mit schwarzbraunem
Costalsaum. Die Analzone etwas dunkler gelb als beim cf und die Submarginalmonde sind in der Costal-
und Analgegend etwas deutlicher als beim cf. Die Unterseite heller grau, matt glänzend und von rot¬
braunen und gelblichen Binden durchzogen. Vor dem Apex steht innerhalb des weissen Fleckes ein schwarzer
Punkt, der auch bei teuthras vorhanden ist. Wenn wir die Pieper’sche Theorie, Arten mit lang vorspringen¬
dem Vflgl-Apex und den längsten Analanhängen der Hflgl, gelten lassen, dann ist militum phylogenetisch die
älteste Form, militum vereinigt die Charaktere von clarissa (Oberseite) mit teuthras (Unterseite) Tonkin,
Than-Moi, Juni, Juli, sehr selten. — falcata Frühst. (= falcipennis Fällig ) ist nur eine schwache Lokalrasse falcata.
der vorigen, vielleicht sogar nur eine Intermediat- oder extreme Trockenzeitform. Alle Flügel dunkler und
weniger reich violett getönt. Das Gelb im Analwinkel mehr sandfarben und reichlicher rot begrenzt. Die
Exemplare etwas kleiner als die normalen Tonkin-Exemplare. Siam. Hinlap, auf 300 m. Januar. — lioneli lioneli.
Frühst, umschreibt eine unterseits reicher gebänderte Form, wie sie Niceville und Bincham aus Tenasserim
abbilden mit oberseits mehr an clarissa anklingendem Colorit des Analfeldes der Hflgl und etwas gerundeterem
Apex der Vflgl. Vielleicht ist aber lioneli auch nur die Regenzeitform der militum, was durch datiertes
Material später leicht zu ermitteln sein wird.
ß. Die vorderen Medianadern gabeln sich beim cf an der Einmündung der hinteren Discocellulare.
T. atlita die am längsten bekannte Species des Genus bewohnt Makromalayana mit Ausschluss von
Java und bewegt sich in derselben Färbungsrichtung der einzelnen Inselrassen wie T. clarissa. Auch bei
atlita hat Borneo den luxuriantesten Typus, Perakstücke halten die Mitte und Smnatraner sind am dunkelsten.
— atlita F. (108d als atlites ) ist unterseits nicht so lebhaft rotbraun und von einer weniger gewellten, röt- atlita.
liehen oder gelben Submarginalbinde durchzogen als T. clarissa. Den Hflgln fehlt auch der weisse intranervale
Strich distal von der Zelle und die ?? führen am Analwinkel der Vflgl eine weisse Aufhellung, die clarissa
am Hflgl trägt. Im Fliigelschnitt gleichen alle atlita Formen mehr der T. clarissa militum. Nicht sehr selten,
in den Wäldern der Alluvialebene von Nordost-Sumatra und auch aus den Padang’schen Bovenlanden, West-
496
TERINOS. Von H. Fruhstorfer.
tenthrcis. Sumatra in meiner Sammlung. — teuthras Ilew. von der malayischen Halbinsel und Singapore differiert von
atlita durch das Vorhandensein eines gelblichen, violett überhauchten Transcellularfeldes der Hflgl, das von
der Submediana bis zur hinteren Radiale sich ausdehnt, aber auf der Unterseite der Hflgl sich nicht wieder-
fulminans. holt. - fulminans Btlr. (phalaris Weym.) führt ein dunkelviolettes statt blaues Basalgebiet aller Flügel und eine
rötlichbraune Begrenzung des Duftpelzes der Vgfl, sowie eine fleckenlose bis an die Zelle vordringende, röt¬
lichgelb, violett überhauchte Analzone der Hflgl. Exemplare aus Nord-Borneo sind grösser, reicher rötlich¬
braun gebändert als solche aus dem Südosten der Insel. Shelford erwähnt aus dem Gebiet des Batang Lupar-
tlusses eine der teuthras nahestehende Form aus Sarawak. ? von fulminans scheint selten zu sein, es fehlt
meiner Sammlung.
T. abisares schliesst sich in der Form des Flügelschnittes und der Art der Zeichnungsverteilung der
Unterseite vielmehr clarissa an, deren östliche Fortsetzung abisares bildet, und wird hier nur eingefügt wegen
der Structuridentität mit T. atlita. Unterseite grau mit markanten rötlichen Fleckenserien der Vflgl, welche
sich nicht zu compacten Binden wie bei clarissa vereinigen. Hflgl mit einer intramedianen, kühn gezackten
rötlichen Submarginalbinde und sehr grossen transcellularen länglichen rotbraunen Makeln. Duftpelz der Ober¬
seite der c?c? fast die ganze Zelle bedeckend und auf den Hflgln bis zur vorderen Mediane durchgezogen. ?
ähnlich dem clarissa -? aber weniger blaugeschmückt und mit dunkler rotgelbem Analfeld das wie bei clarissa
diunaga von einer markanten subterminalen Wellenbinde zerschnitten wird und zudem noch vier intramediane
abisares. Halbmonde trägt. Zwei Arealrassen: abisares Fldr. (108 d) bewohnt den Norden der Insel und wurde von
poros. mir bei Toli-Toli am Rande der Strandwaldungen November — Dezember gefangen; - poros Frühst, differiert
von abisares Fldr. aus Nord-Celebes in ähnlicher Weise wie amplior von taxiles. Die subanale rötlichgelbe
Region der Hflgl beginnt sich zu verdüstern und zu verschwinden Die Unterseite wird lichter, verwaschener.
Sämtliche Längsbinden nehmen einen hellgrauen Ton an und die mediane Rotfleckung wird obsolet.*) Um¬
gebung von Maros, Flugzeit November bis Januar.
T. taxiles wurde von Hfavitson irrtümlich als aus Celebes stammend beschrieben; ein Versehen das
Wallace 1869 schon corrigiert hat, indem er Batjan als Heimat der Species ermittelte. Flügelconturen noch
rundlicher als bei abisares , die anale Rotfärbung der Hflgl reduziert, dagegen macht sich auf den Vflgln ein
orangefarbener Subapicalfleck bemerklich. ? schwarzbraun mit geringen Spuren blauer Makeln und völlig
verdüstertem Analgebiet. Unterseite verglichen mit abisares gleichfalls verdunkelt mit prägnanteren rotbraunen
taxiles. Binden und Flecken. Vier geographische Formen sind zu registrieren. — taxiles Hew. Oberseite schön veil-
blau mit samtbraun glänzendem Duftfleck, der die Zelle nicht so vollständig bedeckt wie bei abisares. Unter-
amplior. seite mit sehr breiten rotbraunen sowie äusserst schmalen und unbedeutenden grauen Binden. Batjan. — amplior
Frühst. Der auf Batjan-Exemplaren und Hewitson’s Figur 4 so deutliche subapicale gelbe Fleck am Costal-
rand der Vflgloberseite verschwindet. Die rötliche Terminalregion der Hflgloberseite ist erheblich reduziert
und nimmt bei einigen Exemplaren eine graue Färbung an, wodurch amplior den Übergang bildet zu helleri
Frühst, von Waigiu. Die Flügelunterseite reicher mit heller grauen Binden durchzogen als taxiles. Das ?
trägt zwei graugelbe Binden am Distalsaum aller Flügel, des weiteren macht sich eine rudimentäre rötlichgraue
ultracellulare Medianbinde auf den Vflgln bemerklich. Die submarginalen Mondflecke der Hflgl reichen bis
zum Costalsaum und sind fast noch einmal so breit als jene von abisares Fldr. und poros Frühst, von Celebes.
helleri. Halmaheira. — helleri Frühst, macht oberseits bereits den Eindruck einer distincten Species, besonders weil
ihr ein Charakteristikum der gesamten Terinos fehlt, nämlich der violette oder blaue Schiller in der Basal¬
gegend aller Flügel, an dessen Stelle ein vornehmes, eigentümliches, mattes und dunkles Rotbraun tritt, von
dem sich die grossen pelucheartigen Duftpelzflecke glanzvoll abheben, helleri ist sonst noch die zeichnungs-
und farbenärmste aller Terinos. Nur im Analwinkel der Hflgl schimmern von der Unterseite die Submarginal¬
binden leichthin durch. Der Analwinkel selbst licht braun. Das ? ist am Distalrand aller Flügel etwas
aufgehellt und zeigt zwei fahlbraune Submarginalbinden. Der Medianteil der Vflgl und die vordere Hälfte
der Hflgl sind dunkelbraun belegt, während der Basalteil satt kakaofarben und etwas heller als bei den
cTcf aussieht. Die Analregion der Hflgl wird licht kaffeebraun mit deutlich transparenter Uuterseitenfleckung.
Die Flügelunterseite hat noch den hm'As-Charakter bewahrt und dies war ausschlaggebend, um helleri mit
taxiles zu vereinen. — helleri ist wesentlich dunkler braun als taxiles und tethys, die rotbraune Längsbänder¬
ung jedoch obsoleter. Die Aufhellung des Distalsaumes der Hflgl im Fortschreiten und gemahnt an tetlujs.
Der Aussensaum nicht gelblich, wie bei tethys , sondern graubraun. Insel Waigiu. Am British Museum
befindet sich noch eine vierte Form mit dem vermutlich irrigen Vaterland „Amboina“ die oberseits lichter¬
blaue Felder und unterseits ausgedehntere silberweiss schimmernde Medianbinden aller Flügel führt als
taxiles und amplior.
T. alurgis schliesst. sich eng an T. abisares von Celebes an und zeigt sogar noch schärfer vor¬
springende apicale und anale Flügelconturen. Die Blaufärbung ist wiederum prächtiger und bildet einen
Rückschlag zur clarissa-F ormenr ei he, der sich auch das ? mehr nähert, als etwa den geographisch näher
alurgis. liegenden Molukkenrassen. alurgis Godm. (108 d) aus Port-Moresby, British Neu-Guinea beschrieben, ist
oberseits leuchtend hellblau Der Duftpelz der Vflgl tritt nur fast unmerklich über den Zellschluss hinaus
*) Klammerorgane in der Gattungsdiagnose beschrieben.
Ausgegeben 10 ■ V. 1912.
CETHOSIA. Von H. Fruhstorfer.
497
Analgebiet der Hflgl etwa wie bei clarissa , etwas schmäler und nur von nahezu verloschenen Halbmond flecken
und Spuren einer anteterminalen Binde unterbrochen. Unterseite ähnlich jener von taxiles, aber mit fahler
rotbraunen Längsbinden. — novaguineensis Tryon ist oberseits noch intensiver blau als aluryis und vielleicht novaSLl‘ne-
nur eine Zeitform der oberseits etwas matter blauen aluryis. Fundort die Milne-Bai.
T. tethys bewohnt im Gegensatz zu aluryis, welche auf die Australien zugewandte Küste Neu-Guinea's
beschränkt ist, das nördliche Gestade dieser Insel und einige seiner Trabanten. Charakteristisch für die Art
ist der gelbe Apicalfleck der Vflgl und ein lichtgelber Analsaum der Hflgl, welche sich beide untersei ts als
fahle Aufhellungen der ohnehin schon lichtbraunen Unterseite wiederholen. Costalsaum der Vflgl je nach der
Lokalität mehr oder weniger deutlich von dunkelviolett zu dunkelblau wechselnd, aber stets nur schmal mit
Neigung zum Verschwinden. ? vorherrschend braun mit schwarzer Medianpartie und nur geringen Besten
der Blaufärbung nahe dem Costalrand der Vflgl. — tethys Hew. mit weissem oder nur leicht cremefarbenem tethys.
Apicalfleck der Vflgl und rötlicher Subanalregion der Hflgl; Insel Mysole, sehr selten. — udaios Frühst. (108 c) udaios.
lässt sich von tethys Hew. leicht unterscheiden durch den ockergelben anstatt weisslichen oder weissen Apical¬
fleck der Vflgl-Oberseite. Die Hflgl sind gleichfalls dunkler. Die bei tethys deutlich vorhandene rötliche Subanal¬
region der Hflgl fehlt und die weissliche anale Region, die sich bei tethys bis zum Schwanz ausdehnt, ist auf ein
schmäleres Feld zwischen dem 2. u. 3. Medianast reduziert. Auch die Flgl-Unterseite ist ärmer an Weiss, des weiteren
erscheint die Submarginalbinde der Hflgl von udaios braun, anstatt rötlich gelb. Das ? (108 c) präsentiert sich lichter
braun als das cd, der Subapicalfleck der Vflgl wird fahlgelb, die Analregion der Hflgl graugelb. Die Unterseite
zeigt ein verwaschenes Kolorit mit ausgedehnteren gelblich grauen Apical- und Anal flecken. Ursprünglich aus
der Humboldt-Bai, Holländisch Neu-Guinea, beschrieben, (Flugzeit September, Oktober); mir ging die Art neuer¬
dings auch aus Kaiser- Wilhelmsland zu, wo sie Dr. Eugen Werner in der Nähe von Friedrich-Wilhelmshafen
entdeckte. Es befinden sich 2 cd cd 3 ?? von dort in der Collection Fruhstorfer. — wahnesi Hell, dagegen ist wahnesi.
eine Vikariante von Finschhafen, die von udaios differiert durch einen deutlicheren dunkelblauen Saum längs
der Costalregion der Vflgl. Das Analgebiet der Hflgl führt nur einen ganz unbedeutenden verdüsterten bräun¬
lichgelben Anflug. Die Verteilung der papuanischen Terinos ist eine sprungweise, zusammenhanglose. In den
weitverb reileten taxiles- Stamm dringen in Mysole und im nördlichen Neu-Guinea die hellen fotf/n/s- Formen ein.
In Britisch-Neu-Guinea fehlen beide und werden ersetzt durch aluryis Godm ., die sich in ihrer brillanten hell¬
blauen Oberseitenfärbung der clarissa-nympha- Gruppe des makromalayischen Gebiets nähert, sich aber durch
die Zeichnungsmotive der Unterseite wieder eng an taxiles anschliesst; ein Rückschlag, der bei T. maddelena
noch vollkommener ist. Wohin wir blicken, Ueberraschungen, die darauf zurückzuführen sind, dass in der
Nymphalidenwelt kleine Ursachen leicht grosse Veränderungen hervorzurufen vermögen.
T. maddelena Sm. Eine ausgezeichnete Species, kenntlich durch die fast kreisrunden Hflgl. cf auch maddelena.
auf den Vflgln ohne jeden apicalen Vorsprung. Vflgl mit Ausnahme eines etwa am Zellende beginnenden
schön blauvioletten Streifens, völlig von einem schwarzen Androconienpelz bedeckt. Hflgl mit einem quadra¬
tischen bis zur hinteren Radiale sich erstreckenden Duftfleck. Die Zelle und das gesamte Mediangebiet blau,
vom Duftfleck an bis zum Analwinkel zwei durch eine blaue Linie separierte gelbliche Subterminalbinden.
Unterseite etwa wie bei taxiles amplior Frühst., jedoch mit prominenter rotgelber Submarginal- und zwei
deutlichen hellgelben Subterminallinien. Die transcellularen braunen Makeln wie bei T. abisares Fldr. und
taxiles Hew., so dass maddelena sich mehr den molnkkischen Formen, als jenen der Hauptinsel von Neu-Guinea
anschliesst. Beim ?, das Pagenstecher 1899 vortrefflich abbildete, ist das Blau der Vflgl über das ganze
Submarginalgebiet hin ausgedehnt und auch auf den Hflgln verbreitert, nur die Analfalte und den Costalsaum
freilassend. Sehr selten, nur einige Exemplare aus Neu-Pommern (Flugzeit März) und Neu-Hannover bekannt.
Tribus Cethosiini.
13. Gattung: Cetliosia F.
Eines der äusserlich am schärfsten umschriebenen und daher mit grösster Sicherheit zu erkennenden
Genera, schliesst es sich dennoch in der Rpnform, der Structur eng an Cynthia an, auch leben die Rpn wie bei den
Cynthia auf Passifloren. Die leicht aufgeblasenen Palpen bringen Cethosia in die Nähe der Issorini und Aryynnini.
Sehr eigentümlich ist dagegen die Form der Fussklauen, welche ohne Anhängsel sind, wodurch sie sich von
allen indoaustralischen Nymphalidengattungen absondern und sich den neotropischen Dionini nähern, deren
Rpn gleichfalls auf Passifloren leben, die, aber structurell durch die gewinkelte hintere Discocellulare der Vflgl,
das Fehlen eines Zellschlusses der Hflgl die einfache Präcostale scharf von den Cethosia getrennt sind. Von
den Dionini sowohl wie auch den Cynthia differieren die Cethosien durch den buchtig ausgezähnten Flügelrand.
An Terinos erinnert die Unbeständigkeit des Geäders der einzelnen Arten, welches bei beiden Geschlechtern
erheblich abweicht. So entspringt der erste Subcostalast der Vflgl beim cf von C. bernsteini proximal
vom Zellende, beim 2 genau an der vorderen Zellecke, doch schwanken diese Merkmale wie bei Terinos
manchmal innerhalb der Art. Dadurch dass aber niemals zwei Subcostaläste vor dem Zellende ab-
zweigen, entfernt sich Cethosia von Cynthia und Terinos sowie Aryynnis und nähert sich den neotropischen
Dionini. Präcostale der Vflgl wie bei Cynthia , nach aussen gerichtet mit doppelter Spitze. Palpen mässig auf-
IX 63
498
CETHOSIA. Von H. Fruhstorfer.
geblasen, dicht behaart. Fhlr mit allmählich verdickter, schwach zugespitzter Kolbe. Die Klammerorgane sind
sehr eigentümlich, die Valve tritt weit aus dem letzten Segment heraus, ist manchmal als glänzende chitinisierte
Halbkugel sichtbar, aber bei einigen Arten durch lange Haarborsten verdeckt. Uncus bei mehreren Arten verkümmert,
beim Ansatz an das Tegumen mit zwei seitlichen hörnerartigen Dornen (C. biblis, penthesilea). Bei C. myrina
und cydippe ist der Uncus schlank, spitz. Penis äusserst schmal, nadelspitz. Valve distal mit bei den ein¬
zelnen Arten verschiedenen, zahnartigen Gebilden. Rp auf Passifloren, von schwarzer oder brauner Grundfarbe
mit gelben Einschnitten oder mit braunen Ringen und gelbem Gürtel; in der Regel gesellig und namentlich
in der Jugend in Kolonien beisammen sitzend. Sie gleichen etwas jenen der Heliconius, Kopf rundlich auf
dem Scheitel leicht gekerbt mit zwei schwach divergierenden Hörnern, entweder so lang oder kaum länger als
der Kopf. Körper walzenförmig, an den einzelnen Segmenten tief eingeschnitten, Rücken mit seitlich ver¬
ästelnden Dornen, etwa wie bei den Cynthia- Rpn. Die Pp soll jener der Gattung Heliconius ähnlich sein und
ist auf alle Fälle eine Copie der Cynthia- Ppe, nur weniger abenteuerlich geschmückt. Sie ist hängend, schlank
mit zwei grossen blätterartigen Anhängseln, welche von der Mitte des Rückens abstehen und einer Anzahl
kleinerer Vorsprünge auf dem Kopf, Thorax und Abdomen. Farbe wechselnd braun mit helleren und dunkleren
Schatten, manchmal mit Goldflecken versehen. Entwicklungszeit vom Ei bis zum Falter etwa vier Wochen.
Die Imago zählen zu den buntesten Tagfaltern des Ostens. Dominierend ist rotbraune Grundfarbe mit violettem
Schiller und breiter schwarzer Flügelumrahmung. Transcellulare Flecken, Felder oder Halbmonde sind Regel,
ferner ist allen Arten gemeinsam eine zierliche manchmal gleichmässig gewellte, häufiger aber kühn geschwungene
aus scharfen Zacken oder Spitzbogen geformte Submarginallinie der Figl. Sämtliche Arten ohne Ausnahme sind
dem Geschlechtsdimorphismus unterworfen, der in den meisten Fällen hochdifferenziert erscheint und sich nur
bei einigen Formen nicht auch zugleich in Farbencontrasten äussert. Die ?? selber sind polychrom, es gibt
cf -ähnliche und hellfarbene von weisslicher, gelblicher, ja fast grüner Variation. Wie bei den Cynthia haben
fast alle Arten mindestens zweifarbige ??; und die insulare und lokale Differenzierung nimmt nach Osten zu.
Tertiäre männliche Sexualorgane besitzen die Cethosien nicht, einigen Arten ist jedoch ein höchst aromatischer
oder säuerlicher Geruch eigentümlich. Martin und Hagen bezeichnen die sumatranischen Arten als waldbe¬
wohnend und sowohl in dichten wie lichten Dschungeln vorkommend und das freie Feld vermeidend. Nach
meinen Beobachtungen auf Java, Lombok und Celebes, sowie Tonkin, Anam und Siam aber meiden sie förmlich
den Schatten, sich am Rand des Waldes, breiter Feldwege oder Kafleepflanzungen fortbewegend. Sie sind
blumenliebend, gehen gerne auf Lantana, aber auch auf niederes Gesträuch und fliegen langsam, segelnd, wie
Danaiden. Ihre geographische Verbreitung deckt sich etwa mit jener der Gattung Cynthia, doch gehen sie am
Fusse des Himalaya westlich bis Masuri, nordwärts über Hainan hinaus noch bis Hongkong und etwa bis zum
Yangtsekiang, nach Osten aber überschreiten sie Neu-Guinea nur auf die näherliegenden Inseltrabanten und gehen
nicht wie die Cynthia auf die Salomonen über. Alle Cethosia bevorzugen das Aluvialland und man findet sie
mit Ausnahme einer Art (C. biblis ), die in Sikkim bis 7000 Fuss vordringt und C. penthesilea, die auf Java noch
Erhebungen von 4000 Fuss liebt, nicht über der submontanen Zone, also höher als 6 — 700 m Höhe.
a) Erster und zweiter Subcostalast nahe beisammen, Discocellulare der Vflgl auf die Gabelung der beiden Median¬
adern stossend. Discocellulare der Hflgl äusserst schwach, aber stark conkav ausgebogen.
C. biblis, die formenreichste und am weitesten verbreitete Species der Gattung, ist zugleich habituell
die kleinste. Tafel 110b und c geben eine Vorstellung der Variabilitäts-Amplitude und des Heterochromismus
der ??. Vflgl meist mit drei Reihen weisser Submarginalpunktflecken oder Halbmonden, die bei den Rassen
des mikromalayischen Gebiets durch den vordringenden schwarzen Distalsaum gelegentlich absorbiert werden,
was auch für die transcellulare Punktreihe der Hflgl gilt. Grundfarbe rötlich, beim $? entweder rot oder
grünlich (eine Form trägt auch weisse Medianflecken der Hflgl-Unterseite) mit roter Basal-, gelbbrauner Distal¬
partie, welche von zwei weissen, beide Flügefpaare durchlaufenden Binden durchschnitten wird. Vflgl dann
noch mit drei grünlichen, schwarz gesäumten Längsstreifen und die Hflgl mit einer schräggestellten, ebensolchen
basalen Binde. Abdomen des cf rot mit gelbem, des ? braun mit weissem Abdominalstreifen. Rp gelb mit
schwarzen Längsstreifen (logani) oder gelb mit schwarzem Rücken und 10 schwarzen Gürteln an den Seg¬
menten. Kopf schwarz mit ebensolchen Hörnern, Segmente mit 4 Reihen von feinen schwarzen Dornen, von
welchen die lateralen horizontal abstehen. Pp nach einer Abbildung von Semper graubraun mit schwarzen
Punkten, drei gebogenen Hörnern am Kopfe und ventralen Tuberkeln und Spitzen. In Continental-Indien
markieren sich Zeitformen; Verbreitung von Vorderindien (mit Ausschluss des Südens und von Ceylon) bis zu
phanaroia. den Molukken und nordwärts von den Philippinen bis Hainan und Hongkong. — phanaroia subsp. nov. ist der
nördlichste insulare Zweig der Collectivspecies, oben von melanotischem Colorit, mit zurückgebildeten weissen
Transcellularmakeln der Vflgl, unten auffallend bleich. Selten auf Hongkong, Flugzeit März, April, in Gärten
und besonders in Anzahl anzutreffen auf Wag lan, einem Felseninsel chen, etwa 20 Seemeilen südöstlich von
Hongkong, wo die Rp auf einer eingeschleppten amerikanischen Passiflora (foetida) gefunden wurde. Von Dr.
hainana. Seitz Anfang Dezember beobachtet. — hainana Frühst, bleibt in der Grösse etwas hinter den Exemplaren der
Regenzeitform aus Tonkin, Assam und Sikkim zurück und führt einen viel schmäleren, schwarzen Distalsaum
der Hflgl, als biblis benachbarter Territorien. Oberseits fällt der Mangel an Schwarzfleckung im Medianteil der
Vflgl auf. deren Zelle fast ganz hellrot erscheint und nur in der äusseren Partie schwarz angeflogen ist. Auf
CETHOSIA. Von H. Fruhstorfer.
499
den Hflgln sind die transcellularen Punkte beim cP sehr zierlich, beim ? robust. ? Obersei ts mit markanterer
submarginaler Weisszeichnung, hell flaschengrün. Unterseite mit erheblich schmäleren und fahler gelben Median¬
binden, ? eigentümlich verwaschen graugrün, auch im Basalteil der Figl, welcher bei continentalen biblis bei
den sonst grünen ?? stets rötlich bleibt. Hainan. — biblis Drury (= tonkingiana Stich) nähert sich im cf biblis.
bereits der perakana (110 c) durch etwas deutlichere weisse Halbmondflecken der Oberseite der Vflgl. Die
weisse Medianbinde der Hflgl-Unterseite ist distal nicht so deutlich schwarz abgesetzt als bei Sikkim -cf cf und
vom ? dominiert die oberseits verwaschen grüne Farbenaberration. — viridiana Frühst. (110c), von der mir viridiana.
ein Stück aus Annam vorliegt mit fast schwarzer Oberseite. Type aus China, von mir in Tonkin und Annam
gesammelt.*) — tisamena subsp. nov., die allgemein bekannte indische Rasse, von der Bd. I, Taf. 72 ein cf der tisamena.
Trockenzeitform von der Unterseite abgebildet wurde. Die Regenzeitform präsentiert sich in erheblich grösseren
Exemplaren und das ¥ zeigt sich in drei verschiedenen Nüancen: der cf-ähnlichen, mit rötlicher Oberseite; der
grünen mit viridiana Frühst, analogen Form und einer Verbindung beider in der Weise, dass die Basis der Vflgl
rötlich bleibt, die Subanalzone sich grünlich verfärbt, während auf den Hflgln die vordere Figlhälfte schön
rot, das gesamte Basal- und Intramediangebiet moosgrün überzogen ist: — ■ mixta form. nov. Nach Niceville geht mixta.
biblis in Sikkim bis 7000 Fuss Höhe, ist das ganze Jahr über häufig und die Rp auf der weissen und blauen
Passionsblume gesellig lebend häufig anzutreffen, aber trotzdem noch nicht beschrieben, tisamena findet sich
auch in Nepal, Bhutan und Assam; Exemplare aus Birma und Tenasserim nähern sich der chinesischen
biblis Dru. und perakana Frühst. — Als thebava Sm. wurde eine Fehlfärbung beschrieben mit völlig ver- thebava.
waschener Unterseite, von deren Binden nur noch leichte Conturen zu erkennen sind, während auf der Ober¬
seite der Vflgl die weissen Medianflecken mit den Submarginalpunkten zusammenfliessen. Moore bildete dann
eine oberseits analoge Form ab, die untersei ts wieder normal gebändert ist, auch noch verstärkte aber mela-
notische Schwarzfleckung zeigt. Beide Aberrationen wurden in Birma gefunden. — Auf der Malayischen
Halbinsel ist biblis durch perakana Frühst. (110 c) vertreten. Das ? hat sich von biblis mehr differenziert als perakana.
dies bei dem cf der Fall ist. Ein prächtiges ¥ meiner Sammlung zeigt eine rundlichere Figlform als biblis -¥.
Alle weissen Flecken der Vflgl sind vergrössert und prominenter, des weiteren erscheinen zwischen dem vorderen
Medianast und der Submediana unterhalb der Zelle zwei discale, grauweisse Flecken, welche bei biblis fehlen. Die
discalen schwarzen Flecken derV- und Htlgl sind sehr viel breiter, dasselbe gilt auch vom schwarzen Terminalsaum
und der Submarginalpunktierung der Hflgl. Auf der Unterseite hebt sich die Submarginalbinde aller Figl, die reiner
weiss ist, viel schärfer von der Grundfarbe ab, desgleichen sind die roten und gelblich-braunen Binden dunkler
als bei biblis. Die zweite der viridiana entsprechende ¥-Form ist hell blaugrün. Neben perakana findet sich
als ein sumatranisches Element noch eine zweite M&fe's-Zweigform auf der malayischen Halbinsel, nämlich
logani Bist. (110 a), die auch in Ost-Sumatra vorkommt und durch einen grossen, weissen, transcellularen logani.
Medianfleck der Vflgl charakterisiert wird. Das sehr seltene ¥ ist ausserordentlich cf-ähnlich von runderen
Flglconturen, oberseits rötlichbraun. Unterseite führt, verglichen mit biblis, stark verbreiterte weisse Bänder
und eine Wiederholung der Vflglfleckung. Rp nach Martin auch die jungen Triebe der Passifloren und nicht
allein deren Blätter angehend, stets gesellig und in grosser Menge zu finden. Farbe gelb mit schwarzen Längs¬
streifen, nach Hagen schmutzig gelbgrün mit langen schwarzen Stacheln bedeckt. Pp mit vielen Höckern und
Stacheln und am Kopf mit hirschhornartigen Auswüchsen versehen. Die Falter bilden durch ihre lebhaften
Farben einen fröhlichen Kontrast gegenüber dem satten Immergrün des Waldes, auch gehen sie nie in die
Höhe, z. B. in die Krone der Bäume, sondern treiben sich ruhelos zwischen den Büschen des Vorwaldes
imd in schattigen Fruchtgärten umher; ihr Flug ist langsam und segelnd. Ppnruhe 8 Tage, so dass man in
einem Jahr auf gut 10 Generationen rechnen kann. — adantonia subsp. nov. bewohnt den Westen von Sumatra adantonia.
und ging mir in vier Exemplaren aus den Padang’schen Bovenlanden zu; bildet einen deutlichen Ueber-
gang zu javana , doch ist der weisse Mittelfleck der Vflgl zwischen der mittleren und hinteren Mediana noch
komplett, dem vorderen nahezu gleich gross und nicht so schräg abgeschnitten wie bei javana , auch ist der
schwarze Distalsaum der Hflgl erheblich breiter. Die Unterseite gleicht mehr der logani, von dieser differierend
durch schmälere weisse Bänder der Hflgl und den kleineren Medianfleck der Vflgl. — javana Fldr. (110 b), javana.
eine ziemlich seltene Erscheinung auf Java, wo sie im Westen der Insel bis zu etwa 800 m Höhe vorkommt.
Auf der Oberseite bewahrt javana noch den logani- Typus, wenngleich der Medianfleck kaum noch den Umfang
der Weisszeichnung von adantonia aus West-Sumatra erreicht. Die Unterseite bildet aber einen völligen Rück¬
schlag zur continentalen biblis und mehr noch zu perakana und von der %(wi-Fleckung ist nur noch die etwas
verbreiterte Schrägbinde der Vflgl übrig geblieben. nacoleia subsp. nov. zeigt so recht die Empfindlichkeit der nacoleia.
Cethosien klimatischen Einflüssen gegenüber und bezeichnet die Arealform des östlichen Java, die oberseits durch
die zusammengeflossenen Costal- und Medianmakeln eine Zeichnung aufweist, welche viel mehr Aehnlichkeit mit
jener von sumbana (110c) und penthesilea ( 1 1 0 a) zeigt als mit javana. Auf den Hflgln der cfcf haben sich die Sub¬
marginallinien mit der äusseren schwarzen Umrahmung vereinigt, so dass nur noch die transcellulare Punkt¬
serie freibleibt. Auch der Medianfleck des ¥ wird am Distalsaum der Hflgl schmäler als bei javana -¥. Die
Unterseite von beiden Geschlechtern nähert sich vielmehr jener von logani durch die ausgedehnteren weissen
Bänder der Hflgl, die zackenförmig ausstrahlen und sich längs und zwischen den Medianadern vereinigen. Die
Vflgl führen eine reduziertere Weissfleckung im Medianteil als logani und javana , dagegen verbreitert sich die
*) Pavie fand biblis bei Luang-Prabang.
500
C E T H 0 S I A. Von H. F ruhstorfer.
Mittelbinde in ihrer ganzen Ausdehnung und erscheint namentlich in ihrer costalen Partie fast doppelt so breit
als bei javanct. Von mir im Tengger-Gebirge, Ost-Java’ auf ca. 600 m Höhe und im Zuidergebergde, südlich
andamanica. von Malang gesammelt. Sehr selten. — andamanica Stich, wurde bisher mit nicobarica vereinigt und ver¬
wechselt. Es ist dies eine grössere Form mit markanteren Weissflecken der Vflgl-Oberseite bei beiden Geschlech¬
tern, und mit zierlicheren Schwarzstreifen der Unterseite, die auch Moore (Lepidoptera Indica Bd. IV, Taf. 349)
fälschlich als nicobarica abbildet. Auf der Unterseite der Vflgl fehlen die auf Felders Figur und den mir be¬
kannten Nicobaren-Exemplaren so deutlichen, oben erwähnten schwarzen netzartigen Maschenflecke vollständig.
Die schwarzen Saumpunkte an der äusseren, weissen Submarginalbinde sind auf beiden Flgln viel kleiner als
bei nicobarica , so dass sie nie Zusammenhängen, sondern ganz isoliert stehen. Die äussere schwarze Zacken-
bi nde der Unterseite aller Figl ist im Gegensatz zu nicobarica durch deutliche und breit weisse Bogenstriche
verziert. Die schwarzen Querstriche in der Zelle aller Andamanen-Exemplare sind dichter zusammengerückt,
so dass deren blaugraue Füllung reduziert erscheint. Die Färbung der Oberseite von andamanica ist
lebhafter ziegelrot als bei nicobarica Fldr. Vflgllänge vom cf 44 mm, ? 45 — 47 mm. Häufig auf den Anda-
nicobarica. manen. nicobarica Fldr. bewohnt die gleichnamigen Inseln und bleibt auch in der Grösse hinter andamanica
zurück. Felder beschrieb nicobarica von der Insel Kondul und bildet ein cf mit ganz wenig Weiss im Apical-
teile der Vflgl ab. Auf der Unterseite der Figur sind die beiden weissen parallel laufenden Binden der Vflgl
jenseits der Zelle durch schwarze Maschen verbunden. Die Hflglunterseite wird von einer Submarginalreihe
von fast zusammenstossenden, grossen schwarzen runden Punkten durchzogen, welche die weissliche Sub-
marginalbinde nach aussen begrenzen. Die marginalen Helmflecke sind obsolet weiss gestrichelt. Vom
? befinden sich zwei Exemplare in der Collection Fruiistorfer und es scheint, dass nur die der virkliana
analoge Form vorkommt. Vflgl. nahezu schwarz mit unbedeutendem graugrünem Intramedianfeld, Hflgl mit
gelblich grünem Discus. Auf den Trabantinseln von Sumatra wurde eine der Cethosia biblis nahestehende Form
bisher nicht beobachtet, und auf dem Wege nach Osten begegnen wir der Art erst wieder auf Bawean, wo
sich eine äusserst prägnante Inselrasse ausgebildet hat, die den Anschluss von den westlichen makromalayischen
alceste. zu den östlichen mikromalayischen Formen vermittelt alceste Frühst. (110c). Sie erinnert auf der Oberseite
au sandakana Frühst. (110 c) von Nord-Borneo und narmadoides Nicev. von Bali. Von letzterer differiert sie
durch ihre kleinere Gestalt und die ausgedehntere, mehr zusammengeflossene und heller gelbe Subapicalbinde
der Vflgl. Der Aussensaum der Hflgl ist schmäler schwarz als bei Bali-Exemplaren, und die submarginalen Punkte
sind viel kleiner. Die Unterseite aller Figl ist bleicher rotbraun, als bei biblis und den bisher genannten Vika¬
rianten, die Längsbinden fahl-orangengelb statt weiss. ¥ nur wenig vom cf verschieden mit ausgedehnter schwarzer
Umrahmung und lebhafter rotgelber Halbbinde der Vflgl. Oberseite im allgemeinen intensiver rot in der intra-
narmadoides medianen Partie der Vflgl leicht braun angeflogen. Insel Bawean. Juli bis September, spärlich. — narmadoides
Nicev. Oberseits sehr nahe alceste , jedoch schöner und lebhafter rot, mit ausgedehnterem schwarzen Distalsaum
aller Flügel und untersei ts intensiven, mehr canariengelben Längsstreifen und prominenter Serie von schwarzen
narmada. Discalpunkten. ? noch unbekannt, cf sehr selten, von Doherty auf Bali entdeckt. — narmada Frühst. (110 c).
cf Oberseite der Vflgl tiefschwarz, nur der Innenrand bis zur Zelle und etwa 2/3 nach dem Aussenrand zu
canninrot. Jenseits, aber ganz nahe der Zelle vier Flecke, von welchen die beiden obersten länglich und
gelblich, die unteren quadratisch und rötlich aussehen. Hflgl mit breitem schwarzem Marginalband und 2
Median-Fleckenbinden auf der sonst roten Flügelmitte. Ird etwas orange angehaucht. Vflgl unterseils
basalwärts rot mit vier grauen, schwarz geränderten Zellbändern, einer ebenso gerandeten weissen Discalbinde,
welche bis an die Submediana reicht, und bräunlicher Aussenhälfte der Flügel mit den üblichen Randzacken. Die
Hflgl-Unterseite zeigt an der Basis rot mit angrenzender gelblicher Binde, welche breit schwarz gerändert ist.
Von hier bis zu einer gelblichen Medianbinde, welche nur basalwärts schwarz umzogen ist, reicht die rote
Grundfarbe. Die andere Flügelhälfte in der Zeichnung conform den Vflgln, nur etwas heller getönt. Das
etwas rundflügligere ? ist oben wie unten dunkler als das cf. Abdomen oben rotbraun, unten weiss mit
schwarzen Strichen. Vflgllänge der cfcf 33—37 mm., der ¥¥ 39—41 mm. Zu dieser im Juni 1896 auf Lombok
nach frisch gefangenen Exemplaren aufgestellten Diagnose der überaus hübschen Lokalform sei noch bemerkt,
dass sowohl cfcf als ?? sehr variieren. Ich besitze cfcf; auf welchen die schwarzen Submarginalpunkte schon
ganz mit der breiten schwarzen Aussenbinde zusammengeflossen und solche, bei welchen die Punkte dicht an
diese Binde anstossen und dann Stücke, bei welchen selbe — wie auf der Abbildung — isoliert stehen.
Auch die Subapicalflecke wechseln in Form und Farbe. Ich fing ein cf mit ganz gelben, eines mit gelb und
rötlichen und ein Exemplar mit weiss und hellroten Flecken; bei einem ? sind sie ganz blutrot und klein,
bei einem zweiten sehr gross und bleichgelb. Das ? mit dem strohgelben Subapicalflecken fällt ferner noch be¬
sonders auf, durch die dunkelrotbraune Färbung des basalen Teils aller Flügel, welcher bei den übrigen
Exemplaren mit prächtigem Canninrot überzogen ist. Die nächste westliche Verwandte von narmada ist
biblis javana Fldr . ; diese Form hat jedoch ausgedehntere und rein weisse Flecke im Aussenteil der Vflgl,
sowie eine viel hellere Unterseite, namentlich auf den Hflglti, welche von drei weissen Schrägbinden durch¬
zogen werden, von denen bei narmada nur die beiden inneren — aber von gelblicher Farbe — vorhanden
sind. — Viel näher steht narmada einer Nachbarform von Sumbawa, nämlich der tambora Doli.; narmada ist
jedoch durchweg heller als tambora und an den Flügelrändern weniger breit gesäumt. Die Subapicalflecke
sind reduciert. Auf der Unterseite der Vflgl von narmada sind die Marginalzacken viel stärker und breiter.
CETHOSIA. Von H. Fruhstorfer.
501
Der Hauptunterschied liegt aber in der Farbe; tambora ist unterseits bl au schwarz und rötlichweiss;
narmada tief ziegelrot mit gelblichen und schwarzen Dessins. Mit javana Fldr., tambora iJoh, lamarld Godt.
und lesckemulti Godt. gehört auch narmada zu den seltenen Cethosien, welche ein Hauptcharacteristioum der
kleinen Simda-Inseln ausmacben. - tambora Doli. Diese bedeutet das melanolische Extrem innerhalb der tambora.
Collectivspecies. Beide Geschlechter oberseits mit fast völlig geschwärzten Flügeln auf denen nur längs der Sub-
mediana ein rötlicher Streifen erhalten bleibt. Transcellularfleck der Vllgl gelblich, fast immer mit der Costalmakel
vereinigt, stets breiter als bei narmada. I lflgl bis zur Zelle schwarz umrahmt. Unterseite characterisiert durch
eine compacte bis an die Zelle vordringende schwarze, etwas bläulich schimmernde Umrandung. Vllgl mit
der üblichen Schraffierung in der Zelle und einer breiten grünlichweissen Mittelbinde, sonst schwarz. J lflgl
mit grauweissem Basalteil und schwarzen Zeichnungen. Sumbawa, von W. Doherty entdeckt. — sumbana sumbana.
Pagenst. (1 10c) gleicht oberseits der atia, führt jedoch von allen bekannten Formen die ausgedehnteste hell citron-
gelb gefärbte Schrägbinde der Vllgl. ? vom cf verschieden durch gelblichbraune statt rote Basalregion der I lflgl.
cf unterseits mit auch auf den Hflgl auffallend verbreiterten Medianbinden, Submarginalzone wieder braungelb
wie bei narmada , beim ? jedoch schwarz wie bei tambora , indessen durch eine gelblichweise Submarginalbinde
aufgehellt. Insel Sumba, sehr selten. — atia Frühst, hat oberseits täuschende Aehnliehkeit mit sumbana atia.
Pagenst. ; die Exemplare sind aber kleiner und die gelbe Subapicalbinde und deren innere schwarze Begrenzung
etwas schmäler; dafür ist das Bot der Vflgl weiter ausgedehnt. Auf der Flügelunterseite markieren sich die
Unterschiede schärfer. Die Discalbinde der Vflgl ist mit dem breiten gelblichen Submarginal Heck nicht zu einer
cömpakten Masse zusammengeflossen, sondern der Fleck steht isoliert. Die braunen Submarginalbinden sind
viel dunkler und schmäler; die darauf folgende schwarze Binde obsoleter und gleichfalls schmäler, dagegen
besteht die postdiscale innere Binde aus grösseren, braunen Flecken. Die basalen, schwarzen und braunen
Flecken der Hflgl sind kleiner als bei sumbana. Insel Kalao; Flugzeit Dezember. — floresiana Frühst, gleicht floresiana.
oberseits am meisten der narmada, doch zeigt sie eine breitere und mehr gelbliche sowie inniger verschmolzene
Schrägbinde der Vflgl. Diese selbst nicht so ausgedehnt geschwärzt wie bei tambora , Unterseite mit stets aus¬
gedehnter lichter und mehr gelber statt schmutzigweisser Medianbinde, Distalfeld manchmal von einer statt¬
lichen braunen Submarginalbinde durchflossen. Insel Flores; Vflgllänge 35- 39 mm. — Mit sandakana Frühst, sandakana.
( 1 1 0 b) beginnt die Beihe der philippinisch-molukkischen Bassen, die alle ziemlich übereinstimmen, und unter
sich weniger divergieren, als die eben behandelten mikromalayischen Vikarianten. Sandakana hat die grösste
Aehnliehkeit mit insularis von Luzon und ist von dieser auf der Oberseite nur durch die grösseren Punkte
innerhalb der schwarzen Submarginalbinde der Hflgl verschieden. Die medianen und basalen Flecke und Bänder der
Unterseite von sandakana sind aber schmäler, die Submarginalbinde dagegen breiter als bei insularis , und von
ausgedehnterem und tieferem Schwarz eingesäumt und gekernt. Der Hflgl von sandakana stimmt fast völlig
überein mit cf cf von biblis aus Nord-Indien. Auf den Vflgln fehlen dagegen die für biblis so characteris tischen
weissen Discalflecke ganz und sind gleich wie bei eurymena nur durch einen gelblichen Costalfleck und eine
Subapicalreihe von 4 weisslichen Strichen ersetzt. Das ? von sandakana ist olivgrün, ohne Weiss und somit
zeichnungsärmer als biblis- und eurymena -¥¥. sandakana wurde bisher ausschliesslich im nördlichsten Borneo
gefunden, bildet ein rein philippinisches Element in der Fauna dieser Insel und dürfte ein Relikt sein, aus der
Zeit der Landverbindung Borneo-Mindanao. Das ? nähert sich durch das trübe Grün der Oberseite etwas der
¥-F orm viridiana von Tonkin. — liacura subsp. nov. bewohnt Mindanao und differiert von insularis der nörd- liacura.
liehen Philippinen durch die prominenteren weissen Zeichnungen der Vflgl-Oberseite, wodurch eine grosse
Uebereinstimmung erzielt wird mit amboinensis. Frische männliche Exemplare haben oberseits einen schwachen
aber schön blauen Schimmer über dem roten Basalfeld, der den bleicheren blassgrünen oder gelbbraunen ¥¥
aber stets fehlt. — tagalorum subsj). nov. mit der Type in der Sammlung Staudinger des Berliner Zoologischen tagalorum.
Museums schliesst sich eng an liacura von Mindanao an, ist jedoch oberseits mit kleineren weissen Makeln
ornamentiert und führt einen breiteren schwarzen Distalsaum der Hflgl. ? oberseits dunkler rotbraun als
liacura -?. Insel Mindoro. — insularis Fldr. (= eurymena Fldr.) (110 b) steht im fröhlichen lebhaft rotem Colorit insularis.
und der Anlage der ordensbandartigen Streifung viel näher der continentalen biblis tisamena , als sandakana.
Rp. auf Balbas baquero, citrongelb mit markigen schwarzen Gliedereinschnitten. Kopf, Füsse und Stigmen
glänzend schwarz. Jedes Segment trägt vier nach oben gerichtete längere und unterhalb der Stigmen kürzere nach
unten gestellte Borsten. Pp hellbraun mit unregelmässig verteilten dunkelbraunen und schwarzen Flecken,
sowie einigen Goldpunkten und mit bunten imgleich grossen Zacken besetzt. ¥ kaum vom cf zu unterscheiden, ober¬
seits etwas reicher schwarz, unten etwas fahler gelbbraun. Luzon, Pollilo und andere Inseln der Nord-Philippinen,
moesta Fldr. entfernt sich von insularis durch ausgedehntere schwarze Umrahmung der Oberseite aller Figl moesta.
und vier statt drei Reihen gelblicher Punkt- und Halbmondserien der Vflgl. Die dunkelrote Basalzone schillert
blauviolett. Die Unterseite führt von allen benachbarten Formen die schmälsten weissen und die breitesten
dunkel kaffeebraunen Bänder der Hflgl und einen düsteren schmutzigroten Basalteil aller Figl. Namenstype aus
Halmaheira, häufig auf Batjan und auch von Ternate bekannt. — Von Obi ist noch eine biblis- Rasse zu erwarten;
und auf den Südmolukken begegnen wir der Art wieder als buruana Holl, einer oberseits durch vergrösserten buruana.
weissen Halbmondfleck zwischen der vorderen und mittleren Mediana etwas an loyani und javana gemahnenden
und auch sonst durch nur drei Reihen rein weisser Ornamente der Vflgl scharf von moesta geschiedenen Form.
¥ mit schwärzlichen Vflgln, deren Basalteil dunkelbraun erscheint, während die Hflgl lichter, mehr rötlich gelb
amboinensis
ceramensis.
picta.
viridipicta.
sarsina.
togiana.
lamarcki.
justa.
elateia.
502 CETHOSIA. Von H. Fruhstorfer.
gefärbt sind. Unterseite des cd jenen von nicobarica zum Verwechseln ähnlich, nur die distale Umsäumung
der weissen äusseren Submarginalbinde nicht so intensiv schwarz. Buru. — amboinensis Fldr. oberseits wie
sandakana nur kleiner und mit deutlicheren weissen Zeichnungen. ? wie buruana -? ohne die verbreiterten
Medianflecken und die ffflgl-Oberseite etwas fahler gelbbraun. Unterseite analog jener von sandakana nur mit
schmälerer weisser Medianbinde. — ceramensis Frühst, ist eine durchweg blässere Rasse mit gelblichroter
Oberseite und etwas markanteren weissen Zeichnungen der Vflgl, nur der trancellulare, costale, weissliche Strich
in der Mitte der Vflgl noch mehr verkümmert als bei sandakana und amboinensis. Unterseite bemerkenswert
durch die breit ausgeflossenen Mittelbinden der Hflgl, die ein lichter gelbes Transcellularfeld umschliessen als
bei amboinensis. Insel Ceram, sehr selten, in früheren Sammelausbeuten von der Insel nicht erwähnt. —
picta Fldr. (110 b) entfernt sich von allen biblis- Zweigrassen am weitesten von der Namenstype. Die cfcf
haben die für Celebesfalter characteristische verlängerte Contur der Vflgl und beide Geschlechter sind noch
durch eine mediane Reihe von vier weissen, sowie zwei eben solchen basalen Flecken auf den Hflgln ausge¬
zeichnet. cf wie ? scheinen je nach der Lokalität zu variieren. Zwei meiner cfcf vom Lompa-Battan, Süd-
Celebes, werden in der Zelle nur von lichtgrauen Streifen durchzogen, das Berliner Museum besitzt aber ein
Exemplar mit deutlichem, weissen Fleck in der Zelle. (Vielleicht Nord-Celebesform?) Die ?? sind ziemlich
c?-ähnlich, nur etwas bräunlicher rotgetönt und auch durch bleichere und erweiterte Binden der Figl-Unterseite
kenntlich. Holland empfing durch Doherty aus Taneta rötliche, sowie purpurgraue ??. Auch fing Doherty
ein cf mit ganz verschwundenen weissen Hflglmakeln. In der Sammlung Staudinger befinden sich gleichfalls
zwei ?- Formen, darunter eine mit rötlichbrauner Submedianregion der gesamten Oberfläche der Hflgl und eine
mit grünlich schwärzlichen Partien = ? fa. viridipicta form. nov. — ?? aus Ost-Celebes scheinen einer besonderen
Lokalrasse anzugehören, deren Oberseite eigentümlich hell gelbbraun überflogen ist und sollen als sarsina
subsp. nov. bezeichnet werden. — togiana Frühst, zeigt noch einmal so breite weisse Medianmakeln der Hflgl als
picta und je einen rein weissen Fleck zu beiden Seiten der Submediana der Vflgl. Die Oberseite lebhafter violett
schillernd. Togian-Inseln, östlich der Minahassa, im Tomini-Golf.
C. lamarcki gehört wie ich dies in meiner Monographie der Gattung Cethosia (Stett. Ent. Ztg. 1902)
bereits feststellte, noch zur C. /d/AA- Gruppe und tritt im makromalayischen Gebiet da in Erscheinung, wo sich
die tambora genäherten Rassen verlieren. Man begegnet dieser herrlichen Species auf allen Inseln der
Timor-See, ostwärts bis Selaru und Kur der Key-Gruppe. Als Heimat der Type wird von Godart „Neu-Holland“
angegeben, doch unterliegt es keinem Zweifel, dass lamarcki von Timor stammt, wo sie mit C. leschenault
zusammen seinerzeit entdeckt wurde. Forbes hat sie dort wiedergefunden und schreibt hierüber; „An Schmetter¬
lingen fing ich vor Vergnügen zitternd, die prächtige Cethosia lamarckii , deren blaue Flügel, wie sie an unzu¬
gänglichen Abhängen dahin flog, schon unten am Flussbett heisse Begierde in mir erregt hatten.“ lamarcki
harmoniert structurell vollkommen mit vorderindischen biblis tisamena und im Zeichnungscharacter der Unter¬
seite schliesst sie sich durch die distal schwärzliche Figlhälfte eng an C. biblis tambora an. lamarcki Godt.
(= timorensis Stich.) (11 Oe) wurde von Boisduval zuerst correct abgebildet und durch ihn auch als deren
Fundort Timor ermittelt. Oberseite dunkelblau mit schwarzer Distalumrahmung, gelblichem Costalstrich und
wechselnder Ausdehnung des rötlichgelben Basalflecks der Vflgl, welcher bei cf wie ? deutlich oder obsolet
seiu und in seltenen Fällen völlig fehlen kann. Die Unterseite ist gleichfalls variabel. Godart beschreibt die
normale Form mit etwas schmutzig weisser Basalregion und schwarzer, von einem rotbraunen Submarginalband
durchzogener Aussenhälfte. Jenseits der weissen Zone findet sich eine Reihe von 8 intranervalen rotbraunen
Striemen. Boisduval bildet dagegen eine seltenere Form ab von Timor, die mir auch von Babber in zwei
cfcf vorliegt, ohne diese Binde und Medianstreifung (= justa form. nov). Es existiert dann noch eine Zwischen¬
stufe von justa zur Type, nämlich Exemplare mit Submarginalband, aber ohne Postdiscalflecken im Randgebiet
der Hflgl. Timor, Wetter, Babber, Kisser. 7 cfcf, 2 ?? von Babber und Wetter in meiner Sammlung. Das
abgebildete ? stammt von Babber. — elateia subsp. nov. ist oberseits lichter und glänzender blau, die gelblich-
rote Basalpartie der Vflgl ausgedehnter, Unterseite sofort kenntlich durch auf den Vflgl grünlich, den Hflgl
cremefarben überhauchte kreidige Basalhälfte; Distalpartie von einem gelb- statt rotbraunen Submarginalband
durchzogen. Intranervalmakeln fehlen dem mir vorliegenden cf, sind beim ? gleichfalls heller und unbedeutender
als bei Babber-??. Apicalmakel der Vflgl ansehnlicher als bei lamarcki. Type von den Kor-Inselchen, auch
auf Tjanda und vermutlich der Timorlaut-Gruppe, aber nicht mehr auf Gross- und Klein-Key.
b) Erster Subcostalast der Vflgl vor dem Zellende abgezweigt, der zweite distal beim cf weiter hinausgerückt als
der erste. Hintere Discocellulare der Vflgl distal von der Abzweigung der Medianadern auslaufend. Zellschluss der Hflgl
beim cf kräftiger als beim ?. Valve der cfcf äusserlich nicht sichtbar.
C. cyane gilt als einer der bekanntesten indischen Schmetterlinge. Seine Verbreitung ist jedoch eine
beschränkte. Westwärts nicht über die Provinz Oudh hinaus, im Norden nicht nach China übertretend und im
Süden Indiens bereits durch eine vikariierende Species ersetzt, muss cyane als ein rein indischer Falter be¬
zeichnet werden, der in zwei nicht scharf gesonderte Territorialrassen zerfällt, und in gleichfalls nur unbe¬
deutend differenzierten Zeitformen auftritt. Dagegen ist der Sexualdimorphismus ausgeprägt und die ??
GETHOSIA. Von H. Fruhstorfer.
503
divergieren in der Weise, dass jene der regenarmen Zeit eine grünliche, jene der Monsunperiode eine braune
Basis der Vflgl aufweisen. Beiden Geschlechtern gemeinsam ist eine scharf gezackte, weisse Schrägbinde der
Vflgl, die je nach der Lokalität an Breite wechselt. Rp sehr bunt, rosenrot mit gelben Gürteln, den gewöhn¬
lichen Kopfhörnern und feinen schwarzen Dornen. Futterpflanze Passifloren, cyane Drury (Type aus Bengalen), cyane.
gleicht oberseits etwa der fruhstorferi (110 a) und unterseits der aeole (110 a). cP oben mit rotem nach
aussen gelblich aufhellenden Basalfeld aller Flügel und breitem schwarzen Randgebiet, das die untere Hälfte
der Zelle freilässt. Hflgl stark gezähnt, mit kühn geschwungenen weissen Spitzbogen. Hflgl stets mit zwei
ultracellularen Medianpunkten und der schon von biblis her bekannten submarginalen Punktreihe, zu der beim
? noch eine innere mediane hinzutritt. Unterseite mehr bunt, schwarz mit rotem Basalfeld und gelbbraunen
Submarginalbinden, cf ausserdem noch mit drei weissen Längsstreifen die proximal scharf schwarz gesprenkelt
sind. ? oben mit weisslichgrünem Feld der Hflgl. Die Bänderung der Unterseite mehr verwaschen. Exemplare
der Trockenzeit sind kleiner, fahler gelb und das ? zeigt einen mehr weisslichen oder grünen statt braunen
Anflug zwischen der Submediana und der Zellwand. Häufig in Sikkim, besonders von April bis Dezember,
etwa bis 5000 Fuss hinauf vorkommend. Rp in Gesellschaft von jener von C. biblis und Cynthia erota. manchmal
in schädlicher Menge. Trotzdem existiert noch keine publizierte Abbildung derselben. Assam. Birma, dort
bis etwa 300 m Erhebung. — euanthes subsp. nov. bewohnt Hinterindien und wurde von mir in ganz Indo- euanthes.
China beobachtet; Flugzeit vom Januar bis Juli und August, cf führen eine verbreitete weisse Schrägbinde
der Vflgl und unterseits ausgedehntere, gelbbraune Submarginal- und Postdiscalstreifen der Hflgl. Zelle der
Vflgl beim cf bis nahe an den Costalrand rot, beim ? gelblichgrün oder braun, statt schwarz, wie bei cyane.
Tonkin, Annam, Siam, bis zu etwa 500 m Höhe beobachtet.
C. nietneri repräsentiert im südindischen Gebiet die vorige Art. Die Geschlechter sind nicht so her¬
vorragend heterochrom wie bei cyane ; das ? mehr cf -ähnlich. Hflgl nur an der Peripherie der wuchtig ver-
grösserten Postdiscalmakeln weisslich. Schrägbinde der Vflgl bei beiden Geschlechtern erheblich schmäler als
bei cyane. — mahratta Moore ( 1 1 0 d ? als nietneri-^). Unterseite bei beiden Geschlechtern mit wohlausge- mahratta.
bildeten weissen Längsstreifen, cf oberseits mit rötlicher statt gelblicher Basalpartie der Vflgl und etwas aus¬
gedehnteren weissen Zeichnungen, sonst wie das abgebildete ?. Rp dunkelbraun mit hellroten Segmenten mit
Ausnahme des 6. und 8., welche ein breites citrongelbes Band tragen. Pp purpurbraun, mit zwei blattartigen
Anhängseln in der Mitte des Rückens und vielen Tuberkeln am Kopf, Thorax und Abdomen. Rücken mit sechs
Goldpunkten. Häufig in Südindien, vom Juni bis Oktober. Pp sehr beweglich wenn sie berührt wird. Man
findet gewöhnlich 20—30 Rpn auf einem Zweig. Imago von Karwar an in ganz Südindien gemein, in den
Nilgiris bis etwa 1000 m hinaufsteigend. — nietneri Fldr. (110 d als mahratta -?) ist eine gut separierte mela- nietneri.
notische Inselform, cf von mahratta- cf zu unterscheiden durch zurückgebildete mehr grünliche Querbinde
und auch sonst verdunkelte Vflgl. Die Hflgl oberseits grünlichweiss statt rötlich, ? grünlichblau statt gelblich¬
braun, fast die ganze Zelle der Vflgl geschwärzt mit geringer grüner Ueberpuderung. Unterseits beide Ge¬
schlechter nahezu identisch, weisslichgrün, mit breiter gelbbrauner Submarginalbinde. Hflgl mit fünf mehr oder
minder zu Binden zusammenfliessenden Punkt- und Streifenreihen. Rp wie jene von mahratta doch mit
schmäleren roten und gelben und deutlicheren schwarzen Ringen. Segmente mit zwei dorsalen und zwei
lateralen Reihen von langen fein verzweigten Dornen. Pp braun, gelblich weiss gesprenkelt, Flügelscheiden auf¬
gedunsen, Kopf mit zwei Spitzen. Ziemlich häufig in der niederen Bergregion um Kandy, manches Jahr spärlicher,
dann wieder in grosser Menge auftretend. Wird gelegentlich auch bei Colombo im Juni und Juli gefangen.
c) Erster Subeostalast des cf sehr nahe der Zellecke, beim ? noch etwas entfernt (Charakter aber nicht beständig).
C. hypsea bildet die natürliche Fortsetzung von cyane im makromalayi sehen und philippinischen Ge¬
biete, wo sie überall neben biblis vorkommt und geographischen Einwirkungen ebenso ausgesetzt ist als letztere.
Der Hauptunterschied cyane gegenüber liegt in den auch äusserlich sichtbaren Chitinvalven der efef. ein Merk¬
mal, auf welches ich 1899 zuerst aufmerksam machen konnte; cf lebhafter rot, das Submedianfeld der Vflgl
bei den malayischen Formen stets weniger ausgedehnt; ? vielfach mit gelbem Subdiscalfleck. Unterseite stets
nur mit einer sehr breiten, proximal auch noch erweiterten Medianbinde. Basalgebiet aller Figl carminrot,
Schrägbinde der Vflgl gelb mit alleiniger Ausnahme der javanischen Arealformen, welche die weisse Binde
der cyane beibehalten. Rp scharlachrot mit weissem Gürtel und in der Weise einigermassen vor Entdeckung
durch den Menschen geschützt, dass sie sich wie die Rp von C. biblis loyani Dist. gesellig auf
ein Blatt zusammendrängen, sich beim Fressen eigentümlich um den Zweig herumkrümmen und so aus einiger
Entfernung den scharlachroten Früchten ihrer Nahrungspflanze gleichen. (Martin). Die Falter lieben den
lichten Wald, den sie durch ihre feurigen Farben zieren. Auf Java traf ich sie am Waldrande und im Unter¬
holz, den Halbschatten der glühenden Sonne vorziehend und nicht wie C. penthesilea offensichtlich das Freie
aufsuchend. — hypsina Fldr. von der Malayischen Halbinsel ist nordwärts bereits bis Süd-Tenasserim und Pegu hypsina.
vorgedrungen, von dort aber nur in wenigen Exemplaren bekannt. Sie differiert von den verwandten Formen
durch den sehr schmalen gelben Subapicalstreifen der Vflgl und merklich engere Medianbinde der Hflglunter-
seite von aeole (110 a). ? vom cf abweichend durch einen schönen chromgelben Subdiscalfleck der Vflgl-Ober-
504
C.ETHOS1A. Von H. Fruhstorfer.
aeole. seite. — aeole Moore (110a) bewohnt das nordöstliche Sumatra und führt oberseits eine sehr breite, namentlich
proximal wie zerfaserte gelbliche Schrägbinde der Vflgl, die beim cf jene der Borneo- und Malakkaform an
triocala. Ausdehnung übertrifft. Die häufigste Cetlnosia des Sultanats Deli. — triocala sub-sp. nov., hat lichtere, mehr weissliche
Binde der Vflgl, die zudem nach innen weniger ausgebuchtet erscheint als bei aeole und hypsina. Padang’sches
Bovenland, West-Sumatra, cf cf nicht selten. Die Form ist zwar weniger scharf von aeole separiert, wie Ceth.
biblis adantonia von logani, der Character der Arealform aber dennoch auf den ersten Blick zu erkennen. —
hypsea. hypsea Dbl. umschreibt das melanotische Extrem der makromalayischen Vikarianten. Vflglbinde schön gelb, beim
cf regelmässiger als bei hypsina- und aeole- cf cf, in der Breite jener von triocala gleichkommend. Die Submedian¬
partie des weiblichen Vflgls auf einen schmalen gelbroten oder gelbbraunen Streifen beschränkt und darüber
nur selten Reste eines weisslichen Subdiscalflecks. Exemplare aus Pontianak etwas heller und imterseits weniger
ausgedehnt schwarz verdüstert als Norcl-Borneo-??. cf aus Sandakan kleiner als solche aus den übrigen
Teilen der Insel. Am Berg Mulu bis etwa 1000 m Höhe vorkommend. Ueberall häufig, auch aus Siidost-
pallaurea. Borneo in meiner Sammlung. — pallaurea Hag. Dieses hübsche Tier, dessen Vflgllänge 44 mm beträgt, steht
ungefähr zwischen C. fruhstorferi Stich, von Java und C. cyane Drury von Vorderindien. Die Form der
Vflgl ist nicht ganz so gestreckt wie bei «eo/e-?? von Sumatra, hypsina von Malakka und bankana Frühst, der
Apex weniger ausgezogen, und gleicht mehr den cyane-%%. Oberseite: In der Färbung ähnelt das Tier am
meisten der fruhstorferi von Java, doch ist es viel bleicher, mehr gelb statt rot, und die discale Querbinde
der Vflgl cremefarben, ausserdem auch etwas breiter. Das helle Feld längs des Trds der Vflgl steht an
Ausdehnung zwischen fruhstorferi und aeole und ist hell weisslichgelb, gegen die Wurzel hin mit schwach
rötlichem Anflug. Derjenige Teil der Vflgl, welcher bei aeole und fruhstorferi einfarbig schwarz ist ohne andere
Zeichnung als die feine weisse Randzackenlinie, weist bei pallaurea fast dieselbe Zeichnung auf wie bei cyane ,
namentlich die submarginale Reihe weisser Striche hinter der Zackenlinie. Die discale weisse Querbinde,
welche sich bei cyane-¥¥ in ihrer ganzen Breite an diese submarginale Strichreihe ansetzt, berührt bei pallaurea
dieselbe nur mit ihrem äussersten Ausläufer ganz schmal beiderseits des zweiten Medianastes. In dem
schwarzen Feld zwischen beiden befinden sich noch, von der Binde ausgehend, feine, verwaschene, weissliche
Wische. Die Querstreifung der Mittelzelle unten ist auch auf der Oberseite deutlich sichtbar, was bei den mir
vorliegenden hypsea und hypsina -?? gar nicht und bei fruhstorferi nur in ganz schwachem Grade der Fall ist.
Auf den Hflgln, welche in orangegelbem Felde dieselben schwarzen Spritzer besitzen wie fruhstorferi , ist der
schwarze Aussenrand fast doppelt so breit wie bei allen vorgenannten Arten. Auf der Unterseite unterscheidet
sich pallaurea sofort dadurch, dass die Aussenränder aller Figl viel breiter schwarz gefärbt sind und dass
hinter der weissen Randzackenlinie eine wellige, durch die auf den Hflgln gelben Adern unterbrochene weisse
Linie sich befindet. Im ganzen Apicalteil der Vflgl fehlt die ockergelbe Färbung der anderen Arten vollständig,
der innere Rand der weissen Querbinde verläuft mehr gerade, während er bei aeole und fruhstorferi treppen¬
stufenartig ausgebuchtet ist und die vom 2. Medianast zur Mitte des Innenrandes herabziehende weisse, schwarz
eingefasste Halbbinde ist kaum angedeutet. Auf den Hflgln ist die weisse Discalbinde verloschener und verliert
sich ungefähr vom 2. Medianast ab allmählich in der gelben Grundfarbe. Ihr äusserer Rand ist, mit Ausnahme
eines schwärzlichen Striches nahe dem Vorderrande ohne die schwarze Strichbegrenzung, wie sie bei aeole
batuensis. und fruhstorferi zu sehen ist und ihr innerer Rand ist viel weniger ausgebuchtet. Mentawej. — batuensis Stich.
nähert sich der triocala Frühst, von West-Sumatra, bleibt jedoch in der Grösse hinter ihr zurück; sie führt eine
lichtere, mehr weissliche Schrägbinde der Vflgl und auf der Oberseite der Hflgl reiner weisse, zierlichere Halb-
mondstreifchen als Ornament der schwarzen Umrahmung. Die Unterseite zeigt markante schwarze Sub-
fruhstorferi. marginalbänder, welche selbst jene von aeole von Deli an Ausdehnung übertreffen. Batu-Inseln. — fruhstorferi
Stich. (110a) stammt aus Ost- Java. Sie fällt auf durch eine sehr breite weisse Subapicalbinde der Vflgl und
mnnjava. reichen hellvioletten Anflug aller schwarzen Partien der Oberseite. - munjava subsp. nov. zeigt eine namentlich
beim cf costalwärts verschwindende auch sonst viel schmälere weisse Schrägbinde und einen dunkler blauen
Schiller der Oberseite. Die Unterseite aller Figl wird von erheblich schmäleren weissen Binden durchzogen
als bei fruhstorferi. West-Java, sehr selten, bis etwa 800 m, aus der Umgegend von Sukabumi, 4 cf cf, 4 ?? ln
bankana. der Sammlung Fruhstorfer. — bankana subsp. nov. ist häufig auf der Insel Banka, kleiner als aeole Moore von
Deli, zeigt eine schmälere, weniger ausgebuchtete weisse Halbbinde vor der Spitze der Vflgl als aeole und hypsina.
palawana. — palawana Frühst. Wie bereits Staudinger 1889 bemerkte, sind die Palawan-cfcf fast ohne schwarze Flecke
im Rot der Hflgl. Die Binde der Vflgl ist ausserdem kürzer als bei Borneo -hypsea und das Rot ausgedehnter,
indem es die halbe Zelle ausfüllt. Die Querstrichelung der Zelle der Vflgl-Unterseite ist heller und cf und ? er¬
scheinen viel feuriger carminrot gefärbt als bei hypsea; palawana-^ jedoch sind viel bleicher, als solche aus Borneo
und der bei Borneo-Exemplaren nur manchmal vorhandene gelbliche Subdiscalfleck der Vflgl hat sich bei pala-
wana so weit ausgedehnt, dass er die mittlere Mediana erreicht. Die Hflgl zeigen einen weisslichen Costalfleck
und sind nur an der Basis bleichrot, im Uebrigen gelblich braun gefärbt. Bei einem cf erscheinen die schwarzen
Submarginalflecken der Hflglunterseite verdoppelt und bilden somit einen Uebergang zu Cethosia magindanica
Semp. Beschreibung nach 3 cf cf und 3 ?? meiner Sammlung; Palawan, Flugzeit Januar, von W. Doherty ge¬
sammelt. Zwei der palawana nahe stehende Exemplare aus Balabac sind etwas kleiner und mit dunkler gelben
Vflglbinden geschmückt, führen schmälere proximal weniger zerklüftete, satter gelbe Transversalbinde der Vflgl und
unterseits namentlich beim ? verengte weisse Mittelbinde und reduzierte schwarze Submarginalstrigae der Hflgl.
Ausgegeben 15. IV. 1912.
CETHOSIA. Von H. Fruiistorfer.
505
C. mindanensis ersetzt C. hypsea auf den südwestlichen Philippinen und im Jolo-Archipel. Sie ist
unstreitig die schönste Art der orientalischen Region und nächst yabinia Weijm. und C'. cyane erreicht bei ihr
der sexuelle Dimorphismus den Höhepunkt der Entwicklung. Die cfcf haben oberseits noch viel Gemeinsames
mit hypsea, der gelbe Shawl der Vflgl gleicht im Colorit und Ausdehnung jenem von hypsea aeole Moore und
das ? harmoniert in der Zeichnungsanlage etwa mit jenem von palawana-%. Nur ist die Oberseite nicht so
bunt wie bei den hypsea- Formen, sondern eigentümlich cremefarben mit grünlicher Ueberstäubung am Rande
des schwarzen Distalsaumes, welcher sich erheblich verbreitert. Auf der Unterseite verengt sich der gelbbraune
subterminale Längsstreifen beider Figl, dafür tritt eine Verschmelzung der schwarzen Submarginalflecken ein,
so dass eine Kette von grossen quadratischen Makeln entsteht. Die Medianbinde besonders der Hflgl erweitert
sich und zieht nahezu in Fingerbreite bis zum Analwinkel der Hflgl. Beim ? verfärbt sich dann auch noch
der bei hypsea leuchtend carminrote Basalteil der Hflgl in ein trübes Lehmgelb. Zwei benannte Arealformen :
mindanensis Fldr. ( 1 09 d) bewohnt das südwestliche Mindanao, von woher Semper aus Gusu nur ein Paar mindanensis.
empfangen hat. Die Rasse ist im ? ausgezeichnet durch die herrliche cremegelbe Färbung aller bei hypsea
rötlichen Stellen. Auf der Unterseite, besonders der Hflgl, fällt eine Doppelreihe von sehr kräftig entwickelten
schwarzen Submarginalflecken auf, welche bei hypsea nur rudimentär vorhanden sind. Der alle vicariierenden
Cethosien auf dem inneren Saum der schwarzen Flügelumrahmung überziehende, tiefblaue Schiller ist bei minda¬
nensis besonders lebhaft und wird nur übertroffen von dem der hypsea fruhstorferi aus Ost-Java, bei welcher
auch der ganze Hflgl von einer violetten Glut übergossen ist. In meiner Sammlung befinden sich vier cfcf
1 ? von Bazilan, Februar, März von W. Doherty gesammelt. — festiva Frühst. Mit 39 mm Vflgllänge festiva.
wesentlich kleiner als mindanensis Fldr. von Mindanao und Bazilan, die 46 mm und darüber aufweist. Die
gelbe Schrägbinde der Vflgl kompakter, weder proximal noch distal so tief wie bei Mindanao-Exemplaren ein¬
gekerbt, deren innere schwarze Begrenzung, namentlich in Anbetracht der Kleinheit der Stücke, wesentlich
breiter. Die rotbraune Färbung des Basalfeldes auf der Oberseite beider Flügelpaare dunkler, ebenso die rot¬
braunen Längsbinden der Unterseite. Die medianen Reihen schwarzer Punkte der Unterseite prägnanter. Jolo-
Archipel nur 2 cd cd in der Collection Ffuhstorfer.
C. gabinia Weym. (109 d) repräsentiert C. hypsea auf der Insel Nias, wo sie als eine ziemlich häufige gabinia.
Erscheinung gilt. Unterseite charakteristisch durch die ausgedehnte Weissbesäumung der Flügel. Die Schräg¬
binde der Vflgl sehr kurz, mit der Medianbinde vereinigt, jenseits der Zelle beim cd ein erlöschender, beim ?
ausgedehnter weisser Fleck. Hflgl distal heller gelbbraun als alle hypsea, -V erwandten. Der weisse Mittelstreif
der Hflgl gleichmässiger, transcellular, nicht wie bei makromalayischen hypsea eingeschnürt. ? übrigens
unterseits kaum vom cd verschieden, ein Beweis für die Resistenz der Unterseite und zugleich eine Erschein¬
ung, die sich bei vielen Nymphaliden wiederholt; man denke an Kallima , Doleschallia.
C. luzonica wurde von mir früher mit hypsea vereinigt, und wenngleich die Art viel Analoges mit
hypsea gemeinsam besitzt, so möchte ich sie heute wieder zur Species erheben. Die Unterseite differiert von
hypsea-, abgesehen von der etwas schmäleren weissen Binde der Vflgl und dem besonders in der Mitte ansehn¬
licheren Medianfeld der Hflgl nicht wesentlich. Die Zeichnung der Oberseite nähert sich jedoch durch die
weisse, statt wie bei hypsea gelbe Binde und die cf -ähnlichen 99 mehr der C. methypsea Btlr. (und carolinae
Forb.) (110 a), doch ist sie von dieser wiederum zu separieren durch das Fehlen weisser Decoration der schwarzen
distalen Submarginalstreifchen der Hflgl. Die weisse Vflglbinde selbst nimmt bei den Inselrassen von Norden nach
Süden gehend zu. Sie ist am undeutlichsten bei luzonica Fldr., die einen breiten schwarzen Apicalsaum aber luzonica.
eine sehr schmale Umrandung der Hflgl zeigt, welch letztere ebenso wie das Medianfeld der Vflgl völlig
fleckenlos sind. Zelle der Vflgl nahezu rot mit deutlich erkenntlichen, wie bei hypsea palawana isolierten
schwarzen Streifchen. Mittelfeld der Unterseite mehr gelblich, statt weiss wie bei der Mindanao-Rasse von
luzonica. Flugzeit vom Mai bis September. In meiner Sammlung von Manila, nach Semper auch im Norden
der Insel Luzon. — boholica Semp, aus Cebu, Bohol, Leyte und Panaon, der südöstlichen Philippinen be- boholica.
schrieben, hat eine ganz schwarze Zelle der Vflgl und eine kurze doch ansehnlich breite weisse Binde der
Vflgl. — pariana Semp. von Panay, Guimaras und Negros steht boholica sehr nahe, doch soll die weisse pariana.
Schrägbinde unterseits erheblich verbreitert sein. — magindanica Semp. umschreibt eine scharf Umrissen e magindanica
Inselrasse, habituell grösser als die nördlicheren Schwesterformen, Binde der Vflgl variabel, manchmal rudimentär
wie bei luzonica dann wieder beinah so deutlich wie bei pariana. Zelle zur Hälfte rötlich. Alle Medianfelder
der Unterseite rein weiss, wesentlich verbreitert. Flugzeit Mai bis Oktober, dann wieder Dezember bis Januar.
c) Erster Subcostalast der Vflgl entspringt distal von der oberen Zellecke, die Querader stösst auf die
Gabelung der beiden Medianen, hintere Discocellulare der Vflgl basalwärts gerückt, proximal zwischen dem Ursprung des
zweiten und dritten Medianastes ausmündend. Valve äusserlich nicht sichtbar.
C. myrina die letzte und am weitesten differenzierte auch structurell von allen Cethosien am meisten diver¬
gierende Species der cyane-liypsea- Gruppe von geringer räumlicher Ausdehnung, ausschliesslich in der celebischen
Subregion verkommend und dort in drei bis vier Territorialrassen zerfallend. Farben Variationen sind nicht nur bei
den 99 die Regel, sondern ergreifen auch die cf cf, von welchen wir im centralen Celebes rote und prächtig blau
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CETHOSIA. Von H. Fruhstorfer.
schillernde Formen antreffen. Der lang ausgezogene Schnitt der Vflgl und ein weisser Discus der Hflgl sind
sonstige Kennzeichen der Collectivspecies. Die Falter bewohnen den Waldrand vom Meeresstrand bis ca.
1000 m Höhe, wo sie sanft, aber keineswegs langsam im lichten Dschungel oder in Fruchtgärten dahinschweben.
Sie zeichnen sich durch einen höchst aromatischen Geruch aus, der an feines Parfüm erinnert. Entsprechend
der Lokalität haben die Cethosia myrina auf Celebes convergente Euripus- Formen. So copiert im Norden der
Insel Euripus robustus Wall. - ¥ und im Süden Euripus robustus myrinoides Frühst .-¥ die jeweilige Arealform.
Cethosia myrina ist mit manchmal 62 mm Vflgllänge die grösste bekannte Art und bereits 1874 wies
sarnada. Hopffer auf ihre Variabilität hin. Er hatte rotbraune (Norden) und dunkelbraune ¥ (Süden) vor sich. — sarnada
subsp. nov. (110 d als myrina) differiert von der Namenstype aus Nord-Celebes durch geringere Grösse. cd unter-
seits mit mehr grau statt gelblich weissen Intramedianstrigae. Hflgl mit weniger prominenter anilinroter Median¬
zone. ¥ oberseits dunkler, vorherrschend schwarzbraun, manchmal mit violettem oder dunkel purpurnem Schiller
in der Submarginalpartie der Hflgl; Unterseite satter braun ohne die rötlichen und gelblichen Aufhellungen der
miyrina -¥¥. Süd-Celebes, von mir auf dem Malayischen Kirchhof von Makassar beobachtet, am Pik von Bonthain
melancholica bis 1000 m ansteigend und dort im März gesammelt. — melancholica Frühst. (HOd), ursprünglich
als ?-Form beschrieben, scheint mir am besten als Ortsrasse zu figurieren und soll die auch im cf mela-
notische Zweigrasse des östlichen Celebes bezeichnen, cf mit dunklerem Blauschiller und ohne weisse Makeln
im Discus der Vflgl. ? in der Regel schwärzlich mit nur matter grüner Submarginalpartie der Oberseite
der Hflgl. Die Vflgl sind auf der Unterseite nur am Analwinkel noch braun, die Hflgl wie bei gewöhnlichen
myrina weisslieh, von einer braunen Medianbinde durchzogen, die nach beiden Seiten mit nach aussen ab¬
blassenden hellolivengrünen Schimmer umsäumt ist. Von Mapane im Tomini-Golf nördlich vom Posso-See
durch die Herren Drs. S arasin gesammelt. Aehnliche Exemplare hat auch Dr. Martin aus Paloppo, Ost-
Celebes. Auf dem Lompa-Battan erbeutete ich ein ¥ mit fast schwarzen Vflgln und, abgesehen vom Discus,
myrina. ganz dunkel-kaffeebraunen Hflgln und einer ebensolchen Medianbinde der Hflgl-Unterseite. — myrina Fldr.,
der nomenclatorische Typus, scheint sehr beständig zu sein, denn mir ging stets nur eine dazu gehörige
¥-Form zu mit prächtig hellrot-braunem Medianfeld der Hflgl-Oberseite. cf varriieren unterseits in der
Weise, dass auf den Hflgln eine leuchtend anilinrote Medianbinde sich bis zur Submediana erstreckt oder
nur als proximaler Schimmer die braune Submarginalzone bedeckt. Vflgl von sarnada abweichend durch
gelbliche, satt grauweisse Intramedianmakeln. Die Submarginalzone der ? wechselt von hell- zu dunkelbraun.
Nord-Celebes, sehr häufig, fehlt in keiner Sendung aus der Minahassa; von mir November-Dezember in Toli-
ribbei. Toli gefangen. — ribbei Honr., ursprünglich aus Bangkai beschrieben, ist die coloristisch berühmteste myrina-
Form, auffallend durch einen glänzend blauen Anflug der Oberseite, ribbei ist nicht auf ihre Heimatinsel be¬
schränkt, sondern scheint in der Trockenzeit als Aberration auch in Central-Celebes vorzukommen, wo sie
sowohl von Döherty wie auch von Prof. Kükenthal aufgefunden wurde.
d) Erster Subeostalast bei beiden Geschlechtern nahe der vorderen Zellecke entspringend, hintere Discocellulare auf
geringe Entfernung jenseits der Mediangabelung ausmündend. Chitinvalven wie bei der liypsea- Gruppe äusserlich sichtbar.
C. methypsea, bisher ausschliesslich von der Malayischen Halbinsel und Sumatra bekannt, wird vielleicht
in Borneo noch aufgefunden, Oberseite durch unsere Figur von carolinae (1 10a) charakterisiert, Unterseite jener
von liypsea ähnlich aber durch eine weisse Submarginalbinde der Hflgl differenziert, die an C. cyane erinnert,
methypsea. nur erheblich schmäler als bei dieser aussieht, methypsea Btlr. führt auf den Vflgln entweder einen schmalen
weissen oder gelblichen Shawl; Hflgl mit sehr kleinen, teilweise ausfallenden Postdiscalpunkten, sonstwie caro¬
linae. Unterseite mit undeutlicher weisser Submarginallinie, das gelblichweisse Medianfeld distal nur leichthin
schwarz punktiert. Malayische Halbinsel, selten. Das ¥ mann-älmlich mit etwas ausgedehnterer bleichocker-
carolinae. gelber Fleckenbinde der Oberseite. — carolinae Forb. (110 a), aus West-Sumatra beschrieben und dort häufig,
seltener im Nordosten der Insel, vereinigt die Charaktere der cyane- und Zu/psea-Gruppe in sich und bildet
durch die Aehnlichkeit der Unterseite zugleich die Brücke zu penthesilea. Besonders auffallend durch auf der
Unterseite des letzten Abdominalsegmentes noch deutlich sichtbare, stark glänzende blasige Analklappen, welche
jedoch kleiner sind als bei liypsea. Die ¥¥ sind absolut cd-ähnlich und wie diese mit violettem Schiller iiber-
gossen. Die ITnterseite, welche auch bei der liypsea- Gruppe am constantesten äusseren Einflüssen gegenüber und
der Variabilität weniger unterworfen ist, harmoniert am besten mit penthesilea, die Zeichnungsanlage der
Vflgl und der breite Aussensaum der Hflgl erinnern dagegen mehr an cyane und liypsea.
C. penthesilea ersetzt die vorige Art auf Java und in Mikromalayana und differiert zunächst, durch die
nicht sichtbare Valve des Hinterleibes von dieser Species. Geäder vermutlich constanter als bei methypsea,
kaum irgendwelche Abweichung der beiden Geschlechter aufweisend. Unterseite mit schmäleren weissen Binden
wie bei carolinae (110a); Medianfeld beim ¥ grünlich überhaucht. Gesamtfärbung je nach der Heimatinsel bei den
baweanica. einzelnen Spaltzweigen von lebhaft carminrot bis zu fahl lederbraun variierend. — baweanica subsp. nov. be¬
zeichnet eine kleine, sehr helle Inselrasse von etwas bleicher rotem Golorit, der Oberseite der cd cd, als jenem
von penthesilea auf Java. Die . Färbung ist (110 a, cd, b¥, wo die Form als penthesilea bezeichnet ist) vorzüglich
getroffen. Unterseite mit schmälerer weisser Binde der Vflgl und bei den cdcd mit blasser roter Basal-, aber
lichter gelbbrauner Aussenhälfte aller Flügel. Beim cd dokumentieren sich die Anfänge des Inselmelanismus:
CETHOSIA. Von H. Fruhstorfer.
507
durch das Zurückweichen des weissen Medianfeldes und einer ausgedehnteren Schwärzung im discalen Teile
der Hflgl. Sehr häufig auf Bawean, besonders vom Juli bis September. 18 Paare iu meiner Sammlung.
penthesilea Cr., die Namenstype gilt als einer der häufigsten Javafalter. In der Regenzeit etwa vom Februar an penthesilea-
trifft man die Schmetterlinge auf blühendem, niederem Gesträuch längs der Feldwege und am Rande von üppigen
Kulturen bis etwa 800 m Höhe in solcher Menge, dass sie ein Charakterisieren der Landschaft bilden und von
den Javanen zu hunderten eingeliefert werden. Ihre Lieblingszone sind Höhen von 1500 — 2000 Fass, geht jedoch
bis 4000 Fuss, wo sie mit Arggnnis niphe javcmica Oberth. zusammenfliegt und wegen der grossen Aehnlichkeil
mit deren ?? leicht damit verwechselt werden kann, umsomehr, als beide Arten den langsamen wenig andauernden
Flug gemeinsam haben. Beide Geschlechter etwas grösser als die abgebildeten bcuveanica, obersei ts satter rot, cf
mit kräftigeren, ? mit weniger markanten Postdiscalpunkten der llflgl. Das ? hat eine fahlere Grundfarbe als die
efef und trägt auf den Hflgln einen schwarz blauen, mattglänzenden, Duftfleck-ähnlichen Wisch, welcher von
der Zelle dem Aussenrande zu, nach abwärts gebogen sich hinzieht und auf der Flgunterseite durchschlägt.
Bei den cf cf ist er schwächer entwickelt, bei der nachfolgenden exsanguis sogar kaum angedeutet, penthesilea
neigt zu Fehlfärbungen etwa so wie biblis und sind in der Sammlung Fruhstorfer sowohl nigristische wie
albinotische Abweichungen vertreten. — elgitha form. nov. das melanotische Extrem hat die weisse Halbbinde elgitha.
der Oberseite der Vflgl eingebüsst und zeigt die Umrahmung der Hflgl wesentlich verbreitert, ebenso deren
subterminale Halbmonde. Unterseits macht sich eine Verstärkung der weissen Randhalbmonde bemerklich.
sonst fehlen aber alle Zeichnungen und Ordensbänder mit Ausnahme von drei grünlichen Strigae in der Zelle
und einem mässig ausgedehnten stark zerteilten obsoleten Transcellularfeld. Gesamtfärbung verwaschen,
rötlichgelb mit geröteter Basis und Zelle der Hflgl. Eine ähnliche Aberration hat Snellen schon 1895 ab¬
gebildet; nur ist meine elgitha noch dunkler als Snellen’s. Bild, auch fehlen die weissen Punktreihen jenseits
der Zelle vollständig. Die Hflgl-Oberseite hat ausser dem schwarzen weissgezackten Aussenrand nur die, auch
von Snellen vermerkten schwarzen Submarginalpünktchen und einen schwärzlichen, für Java-penthesilea so
charakteristischen Wischfleck jenseits der Zelle. Auf der Vflgl-Unterseite fehlen, analog der Oberseite, wiederum
alle weissen Punkte. In der Zelle zeigt sich nur ein roter Fleck, und die circumeellulare Region ist noch
weitgehender schwarz umsäumt. Der Hflgl ist vollkommen zeichnungslos und sind hier die bei typischen
penthesilea vorhandenen weissen doppelten Randzacken zusammengeflossen, haben sehr an Grösse und Aus¬
dehnung zugenommen, sodass sie ca. dreimal so breit aussehen als die Marginalzacken auf Snellen’s Bild.
Vflgllänge dieser seltsamen cf -Aberration 36 mm. Das albinotische ?, welches mir aus Ost-Java vorliegt, er¬
scheint habituell verkümmert, blasser rot, mit eingeenglem weissen Shawl der Vflgl und zusammengeflossenen
Subapicalpunkten. Unterseite fahl rotgelb mit verwischten Schwarz Zeichnungen und nahezu verlöschter Sub¬
marginalbinde. Auf Bali und Kangean ist penthesilea gleichfalls häufig, doch fehlen mir dortige Exemplare,
die unter sich vermutlich wie bei den biblis- Rassen harmonieren, aber von Java-Stücken abweichen dürften. -
exsanguis Frühst, hat sich bereits erheblich differenziert ; vor allem ist eine Rückbildung der weissen Vflgl- exsanguis.
Binde zu constatieren, während die Grundfärbung fahler wird. Unterseite mit vermehrter schwärzlicher Be¬
stäubung über allen weissen Bändern und Verdunklung der Submarginalbinde der Hflgl. Lombok, Ekas, an
der Südküste der Insel auf weissblumigen, leinkrautähnlichen Pflanzen in Gesellschaft von Hebomia lombockiana
Btlr. und Fanais litoralis Doh. im dornigen Gestrüpp steriler, z. T. auch sumpfiger Flächen des Litorales. -
diffusa Frühst, entfernt sich von penthesilea exsanguis Frühst, durch den verwaschenen Färbungscharakter der Figl- diffusa.
Ober- und Unterseite. Die weisse Subapicalbinde der Vflgl ist nicht rein weiss, sondern reichlich mit schwarzen
Schuppen bestreut. Sowohl die Weiss- als auch Schwarzpunktierung auf der Flgl-Oberseite erscheint redu¬
zierter. Die submarginalen weissen Möndchen der Hflgl treten deutlicher hervor. Der schwarze Aussensaum
der Hflgl namentlich beim ? ist schmäler und obsoleter. Unterseite: Die Medianbinde aller Figl nicht
weiss, sondern schwärzlich grau. Die Unterseite der Figl ist reicher schwarz überzogen und dunkel ockerfarben
anstatt rötlich. Sumbawa. — paksha Frühst, ist die penthesilea- Rasse der Insel Wetter; sie differiert von paksha.
den übrigen Rassen durch die ausgedehntere, weisse Subapicalbinde der Vflgl, die mindestens doppelt so breit ist
als bei exsanguis Frühst. Die Figlunterseite ist viel farbenreicher als bei exsanguis oder fliola von Sumba
und erinnert dadurch wieder an die Java-Form. Von penthesilea Cr. ist paksha aber wiederum abzutrennen
durch die viel schmäleren und weisslichen, anstatt gelblichen Discalbinden auf der Flglunterseite : auch die
Grundfärbung aller Figl bleibt auf der Unterseite dunkler rotbraun als bei Java-Stücken, paksha wird auch von
Kisser erwähnt und ist von Letti in meiner Sammlung, findet sich gewiss auch noch auf anderen Inseln der
Timor-See. Zu ihr gehört auch ein Pärchen von Port-Darwin, Nord -Australien, in der Collection Fruhstorfer,
von woher sie auch Waterhouse in seinem Catalog der Rhopaloceren dieses Continents registriert. — filiola fiiiola.
Frühst, bleibt in der Grösse noch hinter paksha zurück und stellt das hellste Extrem der mikromalayischen Vikari¬
anten dar. Der weisse Shawl der Vflgl etwas schmäler als bei paksha. Unterseite zu jener von baioeanica hin¬
neigend, fahl gelbbraun. Medianbänder der Hflgl verschmälert. Insel Sumba.
e) Structur wie bei penthesilea , nur die hintere Discocellulare jenseits und distal der Gabelung der Medianadern
auslaufend. Valve nicht hervortretend.
C. leschenault Godt. (llOe als leschenaulti) erinnert durch die hellgelbe Umsäumung der sonst schwarz- leschenault.
braunen, aber mit mattem, dunkelviolettem Schiller übergossenen Oberseite an unsern Trauermantel ( Vanessa
508
CETHOSIA. Von H. Fruhstorfer.
oycL>^^&- ehrysippe.
sangira.
bernsteini.
aurigena.
obiana.
antiopa L.). Die gelblichen Subapikalmakeln sind nicht immer so prägnant wie auf dem abgebildeten Exemplar.
Unterseite mit den Zeichnungsmotiven der C. penthesilea , Basis satt carminrot, Medianzone hell kaffeebraun,
Distalsaum wie oberseits. Zwei weisse Medianbinden schmal scharf schwarz liniert, Submarginalbinde aus
schwarzen kleinen Leberfleckchen mit gelblicher zarter Peripherie bestehend. Insel Timor, mir auch von
Wetter vorliegend, wo sie Doherty im Mai gesammelt hat.
f) Structur der Vflgl unbeständig, im allgemeinen vom Charakter der C. cyane- Gruppe, in der Regel sexuell sehr
verschieden, indem der erste Subeostalast beim cT weit vor, beim ? genau an der vorderen Zellecke entspringt. Hintere
Discocellulare der Vflgl aber stets etwas distal von der Gabelung der Medianadern abgerückt. Valve des cT nicht sichtbar.
cycLpfie chrysippe nächst biblis die formenreichste Species des Genus, die von ihrem Verbreitungs-Centrum
der papuanischen Region aus auf alle Molukkeninseln und nordwärts bis Sangir vorgedrungen ist, doch geht
sie nach Osten nicht über die Tr obriand- Gruppe hinaus, fehlt auf den Salomonen und ist bereits im Bismarck-
Archipel durch eine andere Art ersetzt. Geschlechter teilweise monomorph, teilweise hervorragend sexualdimorph.
Beim ? treten analog den biblis- Formen oberseits rotbraune oder grünlichgelbe Farbenabänderungen auf. Mit
Ausnahme der Nordmolukkenrasse führen alle Teritorialformen einen weissen Shawl der Vflgl, der von distalen
weissen Fleckchen oder Halbmonden begleitet wird und in einem schwarzen meist blauschillernden Apicalgebiet
eingebettet ist. Hflgl stets breit schwarz umrahmt, mit dem üblichen Zackenornament und einer mehr oder
weniger markanten Submarginalbinde weisslicher Flecken. Unterseite durchweg mit rotem segmentartigem
Submedianfeld der Vflgl. Die Hflgl stets mit einer Kette schwarzer, weiss umzogener Leberflecken und manch¬
mal auch noch mit einer markanten weisslichen, schwarz gestrichelten Medianbinde. Rp zuerst von Wahnes,
später durch Kühn aufgefunden, lebt gesellig, stets 20 — 80 zusammen; tiefschwarz mit schön gelben, ihrerseits
in der Mitte wieder fein schwarz linierten Gürteln an den Segmenten, von welchen jedes 6 schwarze Dornen
trägt, von denen das dorsale etwa doppelt so lang als die beiden lateralen Paare ist. Pp weisslich, hell-
rotbraun beschattet mit vier Paar goldenen Punkten auf dem Rücken. Kopf mit zwei hammerförmigen, Thorax
seitlich mit 2 Paar stumpfen Höckern. In der Mitte der Figlscheiden ein Paar kleiner flügelartiger Anhängsel.
Abdomen mit vielen Tuberkeln besetzt. Puppenruhe 14 Tage, cydippe ist ein Waldbewohner und einer der
ersten Falter, der die von Dr. Hagen in Neu-Guinea eingeführte Lantana besuchte. — sangira Frühst., die
nördlichste bekannte Zweigrasse. Weisse Subapikalbinde, prominent und sehr breit, ebenso ausgedehnt als
bei insulata Btlr. von Key. Sub marginalbinde sehr deutlich. Die kleinen, schwarzen Submarginalflecke der
Hflgl sind nach innen deutlich von hellrötlichen Spitzen umgrenzt. Vflgl unten breit rein weiss gebändert.
Hflgl sehr licht mit hellgrauen Median- und Submarginalbinden. Insel Sangir. 1 cd Type, Museum Leyden. —
bernsteini FJdr. ist dagegen sehr arm an Weiss, vom Subapicalband sind nur einige Rudimente gehlieben. Unterseite
wie jene von prcestabilis (111b), jedoch ohne die Schrägbinde der Vflgl, aber mit deutlicher roter Makel vor
dem Zellapex der Hflgl, die dem ? ohnedies bereits wieder fehlt. Morotai, Halmaheira. Aus Batjan besitze
ich ein cd mit hell gelbroter Oberseite und goldgelben statt rötlichen Submarginalmakeln der Hflgl (aurigena
form. nov). — Auf der Insel Obi findet sich als obiana Frühst, eine Form, die sich durch eine etwa wie bei
prcestabilis gelegte weisse, aber steiler gestellte Fleckenbinde den Rassen der Südmolukken nähert. Unterseite
mit zierlichem roten Streifchen am Zellapex der Vflgl. Die Hflgl mit reichlich weiss aufgehelltem Distalgebiet
und kleiner rundlicher purpurner Makel vor der Zellwand. ? oberseits trüb rotbraun, ohne Blauschiller
des schwarzen Randgebietes. Nicht selten. — iphigenia Frühst, ist dagegen sehr selten, ? überhaupt noch
nicht beschrieben. Oberseite fahl rotgelb, statt einer Weissbinde nur drei rundliche Flecken. Unterseite
dagegen reicher weiss ornamentiert als obiana mit deutlichem weissen violett überpudertem Medianstreifen und
iphigenia
cydippe. verbreitertem weisslichem Distalgebiet. Insel Buru. — cydippe L. ist ein Charakterschmetteriing der Süd¬
molukken und dort überall häufig. Vflgl schön verziert durch drei stattliche Spitzbogen jenseits des sehr
grossen Subapicalflecks. Unterseite sehr bunt, die submarginale Kette von Spitzbogen und Flecken prononcierter
als bei den bisher erwähnten Vikarianten. Hflgl mit ausgedehnter violettweisser Medianbinde und vermehrter
cellularer und transcellularer Rotfleckung. Es existieren zwei cd- Varianten: eine kleinere beiderseits lichtere
mit relativ verschmälertem Shawl der Vflgl, aber prägnanterer Submarginalbinde der Hflgl, vermutlich eine
Trockenzeitform die bereits Clerk und Hübner kannten und eine habituell voll entwickelte, wie sie Cramer
darstellt, mit fast doppelt so breitem quadratischem Transcellularfleck der Vflgl und dunkler rotbraunem ?,
mo.
tymbrasa.
für welche der Name ino Cr. erhalten bleiben
Rann.
Amboina, Saparua. — tymbrasa subsp.
nov.
schliesst sich
im Zeichnungscharakter mehr der Hübner’schen cydippe an durch länglichere, spitzere schmale weisse Strigae
der Vflgl und eine verbreiterte Kappenbinde auf diesen. Mediangebiet der Unterseite der Hflgl namentlich bei
den ?? trüber. ? fahler rotbraun, der Distalsaum nicht so scharf wie bei cydippe abgesetzt mehr mit der Basal¬
region verschwommen. Ceram. — Mit cydalima Fldr. beginnt eine kleine Serie von Inselrassen, die sich in der
theona. Art der Ausbildung des weissen Feldes der Vflgl eng an theona (111b) anschliessen. — theona Frühst. (111b)
wurde von mir als aus „Buru“ stammend, beschrieben, weil mir aus englischen Quellen die distincte Form mit
dieser Angabe verkauft wurde. Sie gleicht sehr insulata von Key und stammt vermutlich von einer Insel nahe
der Key-Gruppe. Nur ist sie habituell grösser mit breiteren schwarzen proximalen Rahmen des weissen Feldes
der Vflgl. ? ohne den herrlichen Blauschiller mit ausgedehnterer schwarzer Umsäumung. Unterseite ähnlich
jener von obiana Frühst ., aber mit etwas deutlicher markierten Medianbinde der Hflgl. Subterminalband der
insulata. Hflgl wie bei cydippe, nur etwas dunkelbraun. — Bei insulata Btlr. erstreckt sich das weisse Feld der Vflgl
GETHOSIA. Von H. Fruhstorfer.
509
bis zur mittleren Mediana, dessen distale Begleitung ist jedoch zu kommaartigen Strichelchen reduziert. Hflgl
ohne submarginale Binde beim cd, mit einer fast völlig verlöschenden Binde beim ¥. Unterseite mit oliven¬
grünen Sub terminalstreifen und dunkelgrau violett umzogenen Leberflecken der Hflgl. Rp. wie oben beschrieben,
von H. Kühn entdeckt, cydalima Fldr. führt die am reinsten und prominenteste vveisse Subterminalbinde der
Oberseite und zugleich den schmälsten schwarzen proximalen Saum des Vflgl-Uleckes. Illlgl bunter als bei
theöna, das blauschimmernde Randgebiet durch rotbraune Keilflecken unterbrochen. Unterseite mit zusainmen-
üiessenden Weisszeichnungen der Vflgl, ausgebleichte verwaschene braune Hflgl, die von einer graugrün be¬
grenzten Medianbinde durchzogen werden. Rp nach Ribbe auf einer Schlingpflanze. Type von Am. mir nur
von Goram vorliegend. — cyrene Wall, zählt zu den schönsten Faltern des Papua-Gebiets und differiert von
allen bekannten Vikarianten durch eine weisse Guirlande der Hflgl, welche proximal die schwarzen
Cethosien -Makeln mnschliesst, dann namentlich beim ¥ in eine schmale rötlich überpuderte und endlich in eine
schwarze Submarginalregion übergeht. Das weisse Feld der Vflgl wesentlich schmäler als bei insulata , aber
auch bis zur mittleren Mediana verlängert; Basalregion lichter rotbraun als bei theona. Unterseite der Hflgl
auffallend durch submarginale weisse Zone, die nur durch einen schmalen grauen Streifen von den ebenfalls an¬
sehnlichen Subterminalmonden getrennt ist. Hflgl sonst wie bei insulata. Selten, Insel Waigiu. — damasippe
Fldr. Als Heimat der Type gibt Felder den „Litus occidentale“ von Nova-Guinea an und seine Beschreibung ist auf
Exemplare gegründet, die von der Aetna-Expedition nach Europa gebracht wurden. - In zweiter Linie nennt Felder
noch Dorey und Mysol als zuverlässigen Fundort und „Aru“ als irrtümliche Lokalität der damasippe. Auf Grund des
54 Exemplare umfassenden Materials meiner Sammlung sehe ich mich jetzt veranlasst darauf hinzuweisen, dass
Neu-Guinea ausser von damasippe noch von 3 weiteren geographischen Rassen bewohnt wird. Es sind folgende:
a) eine Form des Nordwestlichen Holländischen Neu-Guinea.
b) eine Form des Südwestlichen Holländischen Neu-Guinea.
c) eine Form des Deutschen und Britischen Neu-Guinea.
Zur ersteren zähle ich 14 Exemplare aus Dorey und vom Arfak-Gebirge. Sie sind gekennzeichnet
durch sehr schmale vielfach sogar diffuse, weissliche, subapicale Schrägbinde der Vflgl, sehr breiten schwarzen
Distalsaum aller Figl und dunkel braunrotes Kolorit des Basalfeldes der Flgl-Oberseite. Zu b rechne ich Stücke
von Kapaur, 6 cd cd W. Doherty leg., und 1 ? aus der Kajumera-Bay, charakterisiert durch eine 9 — 10 mm
breite, rein weisse, leuchtende Querbinde und hellrötliches Basalfeld aller Figl. Aus Felder’s Beschreibung
lässt sich nicht ermitteln, ob seine Diagnose auf a oder b sich bezieht und so reserviere ich für die noch nicht
benannte Form den Namen claudilla Frühst. (111b ¥); — die Rasse aus Deutsch- und British-Neu-Guinea be¬
zeichne ich mit praestabüis Frühst, (lila u. b), die von b abweicht durch etwas schmälere nur 6 — 7 mm
breite weisse Vflglbinde und die reicher weisslich gezeichnete Unterseite, auch schliesst sie sich viel mehr der
australischen clirysippe F. an. Die Querbinde der Vflgl ist jedoch niemals auch nur entfernt so reduziert als
bei den Dorey-Exemplaren. Von allen drei Neu-Guinea Arealrassen kommen oberseits rotbraune ¥¥ ( claudilla
Frühst, und ¥¥ mit basalwärts ganz fahlbrauner, gelblichgrüner oder sogar blaugrüner Färbung vor. Letztere
bezeichnete als ¥ forma hermanni Frühst, (lila in damosippe verdruckt). Rp wie jene von insulata ,
schwarz mit gelben Ringen und in der Artdiagnose beschrieben, preestabilis findet sich sowohl in der Astrolabe-
Bai wie auch im Huon-Golf von Kaiser-Wilhelmsland. Exemplare von British-Neu-Guinea differieren von
preestabilis nur durch etwas ausgedehnteres schwarzes blauschillerndes Randgebiet der Oberseite und weniger
deutlich weissviolett umringelte Submarginalmakeln der Unterseite der Hflgl und nähern sich dadurch wieder
der mir von (Kapaur Holländisch Süd-West-Neu-Guinea) vorliegenden Lokalform. Das ¥ wurde neuerdings auch
auf der Yule-Insel gefunden und differiert vom hermanni -¥ (lila) durch etwas schmäleres weisses Band der
Vflgl und grünlichgelbe Basalregion. — ■ lucina Frühst, bleibt in der Grösse hinter den Formen der Hauptinsel
zurück; cd in Anbetracht der Kleinheit mit sehr erweiterter Fleckenbinde der Vflgl und lebhaftem Blauschimmer
der relativ ausgedehnten proximalen Umgrenzung desselben. ¥ ähnlich dem claudilla -¥, aber mit noch satter
rotbrauner Flügelbasis und compacterem Schrägband. Insel Jobi. Auf Mafor fliegt eine imterseits schon wieder
etwas verdunkelte Vikariante. — chrysippe F. nähert sich im cd der preestabilis , ¥ oberseits jedoch lichter rot¬
braun, die Cethosien^Qckm der Hflgl mehr durchscheinend. Unterseite der Hflgl namentlich nach aussen
heller braun, beim ¥ graubraun. Queensland. — Als imperialis Btlr. ist eine der chrysippe nahestehende
reicher blau schillernde Form von Cape York, Nordaustralien, beschrieben, die meiner Sammlung fehlt,
cleanthis Frühst. Der cd steht sehr nahe damasippe von Neu-Guinea, hat aber durchgehend eine schmälere,
weisse Subapicalbinde der Vflgl und grössere, weisse Submarginalpunkte. Auf den Hflgln zeigt sich eine deut¬
liche Reihe von gelben Submarginalflecken, ähnlich wie bei eydippe woodlarkiana Frühst., Die Unterseite ist
etwas weniger bunt als bei woodlarkiana , die grünen Discal- und Basalbinden, welche woodlarkiana aus¬
zeichnen, sind jedoch auch in cleanthis vorhanden. Das ¥ differiert vom damasippe -¥ von Neu-Guinea durch
den graugrünen anstatt braunroten Basalteil aller Figl und durch eine sehr distincte Submarginalreihe von
weisslichen, länglichen Flecken und einer äusserst zierlichen Serie von weissen Marginalhalbmonden. Die
Vflglbinde ist wie im cd sehr schmal. cleanthis -¥ ist grösser als woodlarkiana -¥, hat mit diesem die
dunkle Färbung der Figl gemeinsam, dagegen fehlt aber der orange Anflug, welcher woodlarkiana -¥ ein
so liebliches Aussehen verleiht. Kiriwina, Trobiand-Inseln. — alkmene Frühst. Das ¥ nähert sich durch die
dunkelrote Färbung der Vorderflügelbasis und der Art der Flügelumrahmung C. insulata Btlr. von den Key-
cydalima.
cyrene.
damasippe.
claudilla.
preestabilis.
hermanni.
lucina.
chrysippe.
imperialis.
cleanthis.
alkmene.
510
ME L IT AE A. Von H. Fruhstorfer.
woodlarki¬
ana.
cenchrites.
obscura.
antippe.
gabrielis.
gabrielis.
Inseln, ist aber von dieser durch die mehr als die Hälfte schmälere, weisse Subapicalbinde der Vflgl verschieden.
Die Unterseite gleicht jener von damasippe Feld, aus Neu-Guinea. Die ?? aber kommen wieder cleanthis-^- sehr
nahe, von denen sie durch die etwas breitere, weisse Subapicalbinde der Vflgl und die beinahe schwarz¬
grüne, also hellere Grundfarbe der Figl abweichen. Die ?? von alkmene sind auch kleiner als jene von cleanthis.
Auf diese Weise bildet also der cf ein Mittelglied zwischen insulata Btlr. imcl damasippe Fldr., das ? hin¬
wiederum einen Uebergang von woodlarkiana-^- zu cleanthis -?. Fergusson, d’Entrecasteaux Inseln. — woodlarkiana
Frühst, von der gleichnamigen Insel ist kleiner als meine am geringsten entwickelten damasippe-d'd ’, von denen
sie sich nur durch den schmäleren schwarzen, blauschillernden Aussensaum der Hflgl und die weniger breite,
weisse Subapicalbinde der Vflgl unterscheidet. Die Hflgl-Unterseite wird gekennzeichnet durch eine grüne Discal-
binde, "welche bei damasippe aus verschiedenen Fundorten fehlt. Der Hflgl ist ausserdem versehen mit einer
durchlaufenden Reihe von imregelmässig stehenden schwarzen Punkten und Streifen, wie sie auch in der Lokal¬
form von" Australien (edinjsippe F.) stets auftreten, während sie bei pupuanischen Cethosia nur im Analwinkel
deutlich hervortreten, nach der Flügelmitte und dem Costalrande zu aber entweder ganz verschwinden oder
nur angedeutet sind. Auch zwischen die basale Doppelreihe schwarzer länglicher Flecken schiebt sich bei
woodlarkiana eine grüne Binde, und weil auch die submarginalen, schwarzen Ocellen hell violettgrau umzogen
sind, bekommt die ganze Flügelunterseite ein lebhafteres, bunteres Colorit. Noch mehr differenziert ist das ?,
das durch die braungrüne Basalhälfte aller Figl von den stets dunkel rotbraunen damasippe -?? abweicht. Auch
dieses Braungrün hellt sich auf der Vflgl-Mediane auf und erscheint gelblich und auf den Hflgln zeigen sich
Spuren von dunkelroten Schuppen. Da, wo das Braungrün in das Schwarz der äusseren Flügelhälfte übergeht,
macht sich bei schrägeinfallendem Licht ein dunkelstahlblauer Schiller bemerkbar. Im schwarzen Marginalsaum
zeigt sich eine durchlaufende Serie deutlicher, grüngrauer, sichelförmiger Flecken, welche bei damasippe entweder
fehlen oder nur angedeutet sind. Die basale und discale Binde der Hflgl-Unterseite ist breiter und kräftiger
als beim cf und dunkel moosgrün. Ein zweites ? hat keinen dunkelroten Basalteil der Figl, welcher ringsum
violett gesäumt ist, und dieses ? macht einen besonders zierlichen Eindruck, weil der schwarze Aussensaum
noch durch eine submarginale Serie von 7 weissen Flecken dekoriert wird, von denen die drei obersten pfeil¬
förmig, die vier untersten helmförmig gestaltet sind. — • cenchrites Frühst. Steht woodlarkiana Frühst, habituell
nahe, differiert jedoch von dieser in folgenden Punkten: Weisse Subapicalbinden der Vflgl etwas breiter, die
submarginale Reihe von weisslichen Halbmonden dagegen etwas reduziert. Hflgl viel ausgedehnter schwarz
umsäumt, die bei woodlarkiana so deutliche Binde von zusammenhängenden Halbmondflecken fast völlig ver¬
schwunden. Unterseite: Die Weisszeichnung der Vflgl prägnanter, die schwarze Medianbinde distal reicher
mit metallisch grünblauen Wischflecken besetzt. Heimat, mir nicht genannte Inseln nahe British Neu-Guinea.
C. obscura ersetzt cijdippe im Bismarck-Archipel. Nächst C. leschenault weist obscura die einfachsten
Zeichnungsverhältnisse in der Gattung auf. Die Oberseite ist schwarz, beim cf mehr oder weniger intensiv
blau schillernd, beim ? matt, so dass auch frische Stücke wie abgeflogen aussehen. Die Vflgl haben noch den
Charakter der C. cijdippe , indem sie einen roten segmentartigen Hof im Submediangebiet zeigen, und auch der
Basalteil der Hflgl des cf erinnert an cijdippe-^, ist unterseits bleicher, die Hflgl ohne rotes Gebiet sondern
gleichmässig graubraun. Die allen Cethosia gemeinsamen Terminalspitzbogen oder Halbmonde fehlen; dafür ist
die Submarginalbinde besonders entwickelt, je nach der Lokalität an Breite wechselnd, obscura bewohnt die
Strandwälder des Bismarck-Archipels und tritt nicht so häufig auf wie ihre papuanischen Verwandten. — obscura Guer.
(11 Oe) bisher nur aus Neu-Mecklenburg und Nussa Laut bekannt, hat ein oberseits fahl schwarzbraunes?, das
nur ein matter blauer Schimmer überzieht. Die Submarginalflecken sind entweder kreideweiss oder gelblich.
Das basale Rot der Hflgl ist auf einige flammenartige Flecken reduziert und verschwindet beim ? vollständig.
Die submarginale Fleckenbinde wesentlich breiter als oberseits, beim cf schmutzig weiss, markant, beim ?
gelblich, getrübt und verschwommen. — antippe Sm. ist eine prächtige, distincte Inselrasse mit leuchtend
weissen mehr als doppelt so breiten Submarginalflecken der Oberseite, die von einem intensiven dunkelblau-
violetten Schiller erglänzt. Unterseite auch der Hflgl mit ausgedehntem, gelblichroten peripherisch anilinfarbenen
Basalteil der leichthin an das Rot der Oberseite von C. myrina erinnert. ? noch unbeschrieben, denn was
Smith als ? abgebildet, ist ein cf. Das ? dürfte analog obscura durch eine verminderte, wenn nicht ganz ver¬
schwundene rote Basalfärbung der Hflgl-Unterseite vom cf abweichen. Neu-Pommern, Neu-Lauenburg. Auf
Neu-Hannover findet sich eine von antippe nur geringfügig abweichende Inselrasse. — - gabrielis Rotlisch. von
St. Gabriel der Admiralitätsinseln ist mir in natura unbekannt.
C. gabrielis Rothsch. gleicht der obscura Guer., welche sie vertritt. Oberseits sind die weissen Flecke auf
den Vflgln klein, fast alle rund, die oberen zuweilen subtriangular, von 1 l/3 — 2 mm Durchmesser. Hflgl-Flecke
mehr als zweimal so lang als die der Vflgl, oval, fast alle gleich gross ausser dem letzten, der weiter und in¬
mitten eingeschnitten ist, weiter vom Aussenrd als bei obscura. Costalregion der Hflgl beim cf ohne rotorange
Fleck. Unterseite viel tiefer gefärbt, schwarzblau. St. Gabriel, Admiralitäts-Inseln, Februar 1897 gesammelt.
Tribus Argynnididi.
14. Gattung: Melitaea F. (Bd. l, p. 211).
Die Melitaeen sind mit Argynnis durch diejenigen Arten, welche als Brenthis abgetrennt wurden, nahe
verwandt imd als Schmetterlinge schwer von ihnen zu unterscheiden. Das beste Merkmal bleibt wohl das von
TIME L AE A. Von H. Fruhstorfer.
51 1
Speyer angegebene, nämlich die Bekleidung der Ti bien und Tarsen der Mittel- und I Unterlasse, welche bei
Melitcieci nur unterseits mit 2 — 3 Reihen Dornen besetzt sind, während sie bei Argynnis resp. Boloria rundum
bedornt sind. Auch die Zeichnung der Hflgl-Rückseite ist bei Melitaeci von Boloria durchaus verschieden und
daran sind die Melitaeen wohl am leichtesten zu erkennen.
Der Hauptunterschied liegt indessen in der fundamental verschiedenen Raupenform beider Gattungen.
Diese sind bei Melitaea nur mit kurzen fleischigen und behaarten Zapfen besetzt, bei Argynnis aber mit ver¬
zweigten Dornen. Vflgl mit 5-ästiger Subcostale, deren 1. Ast stets vor dem Zellende, der 2. weit vom Zell¬
ende entspringt. Mittlere Discocellulare proximal nicht wie bei Argynnis stark concav, sondern ebenso wie
die hintere fast geradlinig. Hflgl-Zelle durch eine jenseits der Mediangabelung entspringende Aderröhre bis
zur Mitte geschlossen. Hflgl mit einfacher oder an der Spitze gabliger Präcostale, welche nach der Trennung
der Subcostale von der Costale sich abzweigt. Klammerorgane hochentwickelt wie bei allen Ar gy uni den.
Uncus gespalten, in zwei symmetrische spitze Zapfen auslaufend. Valve vielfach (M. athalia) mit einem stark
verzweigten, zierlichen Geweihfortsatz (Cercina), während die mediale Valvenfläche von einer Leiste, die in
eberzahnartige Spitzen ausläuft, besetzt ist. Palpen nicht blasig aufgetrieben wie jene von Argynnis, sich
bereits jener der Gattung Junonia nähernd. Nur zwei Arten im indischen Gebiet, von welchen die eine zu der
gewaltigen Höhe von 5000 m emporsteigt.
M. sindura zerfällt in eine Anzahl von Arealformen, die bereits im 1. Bd. p. 225, aufgezählt sind,
balbita Moore (Bd. 1, Taf. 67 e) bewohnt Kaschmir und Chumba, wo sie auf Höhen von 3 — 4000 m vorkommt balbita.
und von Ende Mai an fliegt. — sindura Moore aus dem Nordwest-Himalaya, wurde oberhalb Shipki am Kongma- sindura.
Pass, der von Kunawur nach Tibet hinüberführt, auf steinigem Weidland, 16000 Kuss Höhe im Juli angetroffen.
Sie fliegen nur wenige cm vom Erdboden entfernt in Gesellschaft von Colias edusa und Parnassius hardwicki
selbst an Tagen, an denen ein eisiger Wind weht, ganz nahe den Schneeinseln die über ihrem Flugort niemals
weichen. Am Nilang-Pass gehen sie selbst bis 18000 Fuss Höhe. - sikkimensis Moore, eine reizende Form, sikkimensis.
oberseits fahler gelbbraun als balbita, mit zierlichen Schwarzzeichnungen der Oberseite, dagegen die Unterseite
kaum von balbita zu unterscheiden. Im allgemeinen gleicht sikkimensis , abgesehen von der helleren Grundfarbe,
oberseits der M. arcesia minor Elw. (Bd. I, Taf. 67 d) vom Altai. Nach den Etiquetten meiner Exemplare von
14 — 19000 Fuss hinaufgehend; Flugzeit Juli, an der Sikkim-Tibetgrenze. — tibetana Fawc. (Bd. I, p. 225) führt tibetana.
bleichere Partien an der Basis sowie dem Apex der Zelle der Vflgl und eine terminale Serie von blassgelben
Halbmondfleckchen beider Flügel. Tibet..
M. didyma. nach Seitz die aberrativste Nymphalide,*) tritt aus der palaearktischen Region in einigen didyma.
reizenden Formen an den Südabhängen des Himalaya in das indische Gebiet über. — persea Kott. (Bd I, p. 218, persea.
Taf. 66 d) geht bei Rawal-Pindi in Nordwest-Indien bis zu 400 m herab, wo sie von März bis November fliegt
und in zwei Generationen auftritt, in einer grösseren dunklen Frühjahrsform mit geschwärzten Zellen der Vflgl
und einer oberseits bleichgelben kleineren Sommerbrut. — robertsi Btlr. bewohnt Afghanistan, wo sie am Fusse robertsi.
steiler Hügel von Ende Mai und in Süd-Afghanistan bereits von Ende April ab häufig ist. — dodgsoni Sin. dodgsoni.
ist eine weitere Form bei Quetta auf 8600 Fuss beobachtet. Oberseite matt bleichgelb mit sehr schwachen
schwarzen Distalpunkten. — chitralensis Moore (Bd. I, p. 219, Taf. 66 f) nähert sich in Habitus und Zeichnung chitralensis.
unseren südeuropäischen Formen und tritt in verschiedenen Generationen auf. Exemplare im April gefangen
nähern sich jenen von robertsi Btlr. aus dem Punjab, doch führen sie stets prominente schwarze Bänderung.
Juli-Exemplare sind grösser und prägnanter sexual dimorph. Chitral von 9- 11 000 Fuss. Es ist nicht un¬
wahrscheinlich, dass einige der genannten Formen conspecifisch zu M. trivia gehören wegen ihrer täuschenden
Aehnlichkeit mit M. trivia collina Led. von Klein-Asien.
15. Gattung: Timelaea Luc. (Bd. 1, p. 225).
Ein interessantes scharf umgrenztes Genus (dessen structurelle Verhältnisse bisher nicht beachtet wurden)
das durch das Fehlen der hinteren Discocellulare sowohl der Vflgl als auch der Hflgl von allen Issoridi und
Aryynnidi abweicht, so dass sie Beziehungen zu Junonia verrät, mit welcher Gattung sie auch die langen
schlanken nicht cystösen Palpen gemeinsam hat. Wie bei Melitaea und Boloria entspringt nur ein Subcostalast
vor dem Zellende, der zweite distal weit vom Zellapex entfernt, vom dritten Ast durch eine grössere Distanz
als bei Melitaea geschieden. Palpen ventral gelblich, oben schwarz beborstet. Das Endglied länger als bei
Argynnis und Melitaea, nicht deutlich abgetrennt, weil nicht wie bei diesen verengt. Die Gattung wurde neuer¬
dings durch H. Sauter als neu für Formosa entdeckt.
T. maculata bisher nur aus China bekannt, wo sie nach Seitz (Bd. 1 . p. 226) im gesamten Yang-tse- maculata.
tale und nördlich bis Peking vorkommt, tritt auf Formosa in tropisches Gebiet über als formosana Frühst, formosana.
(137 b); cd erscheint in zwei Formen, von welchen sich die häufigere oberseits maculata Brem. anschliesst
durch gleichmässig rotgelb gefärbte Überseite, jedoch von maculata differiert durch eine ausgedehntere und
hellere Medianzone. — muliebris form. nov. scheint dagegen mit mehr oder weniger ausgedehntem und rein muliebris.
weissem Medianfeld und gelegentlich auch weissgescheckten Vflgl, sich so der albescens Oberth. von West-China
*) Die variabelste Nymphalide ist unstreitig Hypoli mnas bolina L.
512
BOLORIA. Von H. Fruhstorfer
nähernd und vermutlich der Trockenzeit anzugehören, weil die am schönsten weiss ornamentierten Exemplare
im März und April gesammelt sind. ? stets stattlicher als der cf und die grössten Exemplare aus den Regen¬
monaten Juli und August, oberseits hellgelb ohne auffallenden weissen Gürtel der Hflgl, deren Extrem dagegen
analog albescens bereits mit weisser Zelle und reinweissem Discus der Hflgl. Auf die Unterseite überträgt sich
aber die horodimorphe oder individuelle Zeichnung nicht, denn diese führt beständig ein weisses Basalfeld,
das bis zur dritten proximalen Punktreihe sp. Fleckenbinde ausgedehnt ist. Formosa, Taihanroku in der Ebene
im äussersten Süden der Insel bis zu etwa 4000 Fuss im Gebirge. Nicht sehr selten.
16. Gattung: Boloria Moore. (= Brenthis Äuct.)
Die bunte Geschichte dieser scharf umrissenen Gattung, bildet keinen glänzenden Stern am Himmel
der Entomologie. Sie ist viel eher eine Historie menschlichen Irrens und der Gedankenlosigkeit. Zunächst
war schon das Abtrennen der Brenthis durch Hübner überflüssig, weil der Typus von Brenthis Hbn. die be¬
kannte hecate , eine echte Argynnis ist. Umgekehrt sind sämtliche von Hübner zu Argynnis gestellten Species
echte Brenthis im Sinne späterer Autoren. Kirby vereinigte 187 1 beide unhaltbaren tlüBNER’schen Namen unter
Argynnis , und 1872 sowie 1875 fixierte Scudder als Brenthis- Type hecate. Später erkannte Dr. Schatz zwar
die Verschiedenheit der in Frage kommenden Arten und schied dieselben morphologisch correct aus, über¬
nahm jedoch wiederum den verkehrten Namen Brenthis für diejenige Gruppe, welche Felder 1861 zwar auch
richtig erfasst, von Arggnnis separiert, aber gleichfalls unter dem wertlosen Namen Brenthis circulieren liess.
Erst Moore blieb es Vorbehalten für diejenige Artengruppe den befreienden und umfassenden Namen zu finden,
die der geniale Felder zuerst structurell begründete. Unter Bolorici Moore sind diejenigen Arten zu vereinigen,
welche durch nur einen Subcostalast vor dem Zellapex der Vflgl sich von jedermann, der über eine Lupe ver¬
fügt. mit Sicherheit von den eigentlichen Argynnis absondern lassen, und stets zwei Subcostaläste vor dem Zell¬
ende ausstrahlen. Von diesen Boloria hatte Hübner nur eine Species in seiner Mischgattung Brenthis aufgenonnnen,
nämlich B. thore. Aber auch Boloria steht nicht makellos da, weil Moore der sehr logisch B. pales als Genus-
Typus aufstellte, A. gemmata und A. clara mit den übrigen Boloria- Arien vermengte, gemmata aber sowie clara
sind charakteristische Argynnis mit zwei vor dem Zellende abstehenden Subeostalästen. Von den Arten im
STAUDiNGER’schen Gatalog sind alle Nummern von 202 bis und mit 220 (B. eva Gr.) .mit Boloria zu vereinigen,
ausserdem noch B. eugenia Fv. die hinter Argynnis daphne steht, sowie die rein indische Art B.jerdoni Bang.
Die von Aurivillius unter Brenthis aufgeführten Centralafrikaner gehören gleichfalls zu Boloria ; ebenso die
neotropischen Formen, von welchen Felder schon 1861 die chilenische cytheris mit übernahm und neben
pales aufreihte. Von nordamerikanischen Arten hat Scudder in seinem unvergleichlichen Quellwerke ..Butt.
New-England“, dem eine Anzahl der schönsten Illustrationen auch für Berge-Rebel entliehen wurden, von
Boloria hellona , montinus, myrina die Klammerorgane bildlich vorgeführt. Uncus darnach von einfachster
Bildung, hackenförmig, Valve breit, ohne den allen Argynnis gemeinsamen Clinopus, aber mit den auch für
Argynnis charakteristischen löffel- oder spatelartigen Cercina.*) Die indischen Arten des Genus nähern sich
zumeist den paläarktischen Formen, oder sind überhaupt nur Ausläufer chinesisch-europäischer Species.
Hegemone. B. hegemone Stgr. (Bd. 1, p. 228, Taf. 67 i) wurde erst neuerdings in Ladak entdeckt, wo liegemone
auf 15000 Fuss im Juli und August fliegt.
pales. B. pales, deren Expansionsfähigkeit noch jene von M. didyrna übertrifft, weil sie auch Teile des nörd¬
lichsten Amerika erobert hat, (auch B. helena Edw. von mir am Pikes-Pik in Colorado auf etwa 12000 Fuss Höhe
gesammelt, ist ziemlich gewiss conspecifisch mit B. pales), überschreitet in Kaschmir und Ladak den Himalaya.
sipora. — sipora Moore (Bd. 1, p. 281, Taf. 68 b) ist eine habituell sehr kleine oben bleichgelbe, kleinpunktige Territorial-
baralacha. rasse, die in Kaschmir und Kulu vom Juni bis August von 11 — 13000 Fuss gefunden wird. — baralacha Moore ,
von ihrem Autor und Bingham als Synonym behandelt, trennt Seitz (Bd. 1, p. 231, Taf. 68b) von sipora. Die
habituell viel grössere Arealform von Afghanistan und Ladak wird von Moore zu generator Stgr. gezogen,
korla. doch sind dortige Exemplare viel näher korla Frühst. (Bd. 1. p. 230, Taf. 68a), schon wegen ihrer ansehnlichen
Grösse. — Sie gelangt nur sehr selten nach Europa und es sind nur wenige Exemplare im British Museum,
eupales. aus den Sammlungen Crowley und Leech bekannt. Flugzeit Juli, auf ca 4500 m. — eupales Frühst. (Bd. 1,
p. 230, Taf. 68 b) ist unterseits sehr bunt und Bingham brachte sie wegen ihrer reichen roten Ornamentierung
in Connex mit Exemplaren aus Norwegen. — Aus Native Sikkim an der Tibetgrenze auf ca 14 — 15000’ Höhe,
im Juli, neben Melitcea sikkimensis, Parnassius acconus Frühst., P. lampidius Frühst., dem grandiosen
Parnassius Imperator augustus Frühst, und Argynnis clara manis Frühst, zusammen, schickte sie mir mein
indischer Korrespondent. Von pales, der sie merkwürdigerweise näher steht als pales generator Stgr., weicht
eupales- cf oberseits durch die viel breiteren, schwarzen Binden und Punkte und die dunklere Flügel¬
basis ab. Unterseite: Auf den Vflgln sind die schwarzen Punkte gleichfalls schärfer markiert und alle röt¬
lichen Makeln dunkler braun. Die Hflgl bunter, die bei pales gelbbraunen Binden und Flecken dunkel
rotbraun, schmäler mehr gezähnt und eingekerbt. Diese Einkerbungen werden verursacht durch die redu-
*) Vgl. Seite 513.
Aus g eg eben 11. IV. 1912.
ARGYNNIS. Von H. Fruhstorfer.
513
zierten, aber schärfer gebogenen Silberflecken. Das ? zeigt auf der Vflgl-Oberseite gleichfalls breiter«'.
Binden und der Apex trägt einen deutlich markierten hellgelben Fleck. Der Apicalteil der Vflgl-Unterseite ist
ausgedehnt hellgelb und wird von einer hell rotbraunen, kurzen Binde durchzogen. Der Distalsaum führt rotbraune
Makeln. Hflgl-Unterseite: Diese ist vor allem ausgezeichnet durch eine schmale, scharf gezackte, fast ganz
schwarze Discalbinde, welche eine hell silberfarbene Region in der Mitte teilt. Der braune Subbasalfleck
fast dreieckig und sendet eine scharfe Spitze in die Flügelmitte. Die submarginalen und subanalen Punkte
imd Flecken sind tiefer braun und breiter ausgemalt als bei pales -?¥. Khamba-Jong, Süd-Tibet.
B. jerdoni gleicht durch den tiefschwarzen über die Zelle hinausgehenden Anflug der Hflgl etwas der
B. eva gong Oberth. (Bd. 1, p. 232, Taf. 68 d) und bewohnt die Nordgrenze Indiens, dort in zwei Lokalformen jerdoni.
zerfallend: jerdoni Lang (= cashmirensis Moore) (Bd. 1, p. 233, Taf. 68 d) etwa von der Grösse unserer B. diu,
aber mit einer an B. euphrosyne gemahnenden Zeichnung der Unterseite. Ursprünglich aus Südwest-Kaschmir
(Gulmurg) beschrieben ist jerdoni an einigen Orten von 6500 — 8500 Fuss häufig anzutreffen. Mir liegt nur
ein cf aus Mardan, der indischen Nordwestprovinz, vor. — chitralensis Moore (Bd. 1, p. 233) nur in chitralensis.
wenigen Exemplaren in zwei oder drei englischen Sammlungen anzutreffen, die von Chitral an der afghani¬
schen Grenze stammen.
B. altissima wird im ersten Band zu Arg. gemmata gezogen. Sie gehört aber zweifellos nicht zu
dieser Art und bestimmt in das Genus Boloria. Gleichfalls zwei gut geschiedene Arealformen: altissima Ehv. altissima.
(121 d) aus Chumbi an der Ostgrenze Sikkims und Bhutan beschrieben, mir in Anzahl von Kamba-Jong an
der Tibet-Sikkim-Grenze vorliegend und dort mit Argynnis clara manis Frühst ., Melitcea sikkimensis Moore zu¬
sammen in Höhen von ca 14000 Fuss fliegend, steht der centralasiatischen B. eugenia Ev. nahe, bleibt jedoch
kleiner und hat spitzere Vflgl. Die Silberzeichnung unterseits wie bei Argynnis gemmata , doch matter und die
terminalen Fleckchen relativ lang, schmal. — mackinnoni Nicev. nähert sich durch ihre bedeutendere Grösse mackinnoni.
und die auf der Unterseite reicher rotgefleckten Hflgl viel mehr eugenia Ev. Zuerst an einem Seitenfluss, des
Sutley und am Gonas-Pass auf ca 11000 Fuss Erhebung angetroffen. Sehr selten.
B. eva Gr. von der die westchinesische Territorialrasse gong Oberth.. häufig in den Sammlungen ver- eva.
treten ist, geht ein Ausläufer charis Oberth. ins indoaustralische Gebiet nach Yunnan. — Auch diese Form wird charis.
nur in hochalpinen Regionen gefunden und wurde daher mit Recht bereits (Bd. 1, p. 233, Taf. 68 d) besprochen.
17. Gattung: Argynnis F.
Die Arten dieses Genus sind gleich jenen der Gattung Boloria ausgezeichnet durch eine ungeheure
ostwestliche Verbreitung, mit der bei einer Species (A. hyperbius ) auch noch eine ausgedehnte nordsüdliche
Expansionsfähigkeit parallel geht. Eine rein indische Species ist unter den Argynnis , welche hier in Frage
kommen, ausser A. kamala Moore , nicht bekannt. Alle übrigen wurzeln entweder in der chinesisch-tibetanischen
oder in der gesamten paläarktischen Region. Von Boloria differieren sämtliche Argynnis durch zwei vor dem
Zellende entspringende Subcostaläste der Vflgl und dadurch, dass die hintere Discocellulare der Hflgl auf die
Gabelung der beiden Medianen stösst, wahrend bei Boloria die Querader distal von dieser ausmündet. Moore
und andere englische Autoren haben versucht, die sonst so homogene Gattung zu zersplittern. Dr. Seitz ist
diesem, die Uebersicht erschwerendem Beginnen, mit Recht entgegen getreten. Die Structur gibt keine
Handhabe einer logisch möglichen Trennung, denn sie variiert von Art zu Art und einzelne gut getrennte
Extreme werden immer wieder durch In termediat formen verbunden. Die Klammerorgane sind bei den einzelnen
Arten jedoch sehr verschieden und es ist wahrscheinlich, dass sich mit ihrer Hilfe später die bereits bestehenden
Artengruppen aussondern und umgrenzen lassen. Schon jetzt ist es möglich sie einzuteilen in solche mit
hahnenkammartig verziertem Uncus ( A.paphia , maja ) und Arten ohne dieses Ornament. (A. childreni aus dem
indischen, A. atlantis , aphrodite, idalia, cybele dem nordamerikanischen Gebiet). Durch die feine Bedornung des
Uncus der ersteren Gruppe entstehen Gebilde, die es wert sind, den Kunstformen der Natur beigezählt zu
werden. Aber nicht nur der Uncus ist durch seine reiche Gliederung ausgezeichnet, sondern auch die Valve.
An dieser bemerken wir zunächst etwa aus ihrer Mitte ansteigend einen eigentümlichen Ansatz, den man
wegen seiner Aehnlichkeit mit einem Bettfuss als „Clinopus“ bezeichnen könnte. Bei den oben genannten nord¬
amerikanischen Species, ist der Clinopus mehr nach vorne (distal) gestellt als bei den Formen der alten Welt.
Kurz vor dem distalen Ende der Valve oder Harpe zweigt sich ein Gebilde ab, das etwas an die Cerci der
Insekten erinnert und deshalb von mir „Cercina“ genannt wurde.
Structurell ist noch hervorzuheben der sich im Geäder markierende Dimorphismus der Geschlechter, welche
sich ebenso scharf wie durch die tertiärsexuellen Androconien ausprägt. Am deutlichsten tritt die Erscheinung
bei den grossen Arten zu Tage, lässt sich aber auch bei den kleinen Formen liecate , ino und daphne erkennen
und es ist zu verwundern, dass dieser Sexualcharakter früheren Beobachtern entgangen ist. Er besteht in
einer basalen Verschmelzung des zweiten (distalen) Subcostalastes mit dem Stamme der übrigen Subeostale. resp.
IX 65
514
ARGYNNIS. Von H. Frühst orfer.
dem Radius im Sinne von Comstock-Rebel. Diese partielle Coalescens ist wahrscheinlich der Anfang einer
Verschmelzung der beiden Adern, die beim flugkräftigeren cf beginnt und an der das conservativere ? noch
nicht teilnimmt. Die Argynnis stehen demnach stammesgeschichtlich höher als die älteren Boloria , deren
Adern noch weiter getrennt sind. Mit dieser fast allen Argynnis- Arten gemeinsamen mehr oder weniger
vollkommenen Coalescenz geht bei der Artengruppe Dryas auch noch eine Verschiebung der hinteren Discocel¬
lulare der Yflgl gepaart. Dadurch wird die Form der Zelle veränderlich, sie ist distal abgeschrägt beim cf,
breit beim ?. Zudem sind die Medianadern beim cf näher zusammengerückt, so dass die Querader des cf
trotz ihrer basalen Richtung distal weiter vom Ursprung des mittleren Medianastes ausläuft als beim ?. dessen
Discocellular-Mündung nahe an der Gabelung der vorderen und mittleren Mediana erfolgt. Am schärfsten kommt
dies zum Ausdruck bei A. tnaja , papliia, anadyomone , sagana und Jcamala. Dagegen leiten ruslana und laodice
sowie chi/dreni zum Typus (A. ciglaja) über, dem gleich A. adippe, niobe keinerlei wesentliche sexuelle
Gontur Veränderung der Vflgl zelle eigentümlich ist. Man hat früher, auch A. liyperbius in eine besondere
Gattung gestellt, wegen der sehr langen Gabel des vierten und fünften Subcostalastes der Vflgl; eine Differenz,
die im Gegensatz zu den Grössenverhältnissen bei A. aglaja sehr erheblich ist, aber sich schon bei A. maja
zu mildern beginnt und mit der schon genannten childreni einen weiteren annullierenden Uebergang findet.
Parallel mit dieser Structur-Divergenz geht auch die Ausbildung der Sexualstreifung der cfcf, die ihren Höhe¬
punkt, bei der Dryas , eine Transition bei der Argynnis- und eine Abschwächung bei der Acidalia- und Brenthis-
Gruppe findet. Wir können somit ausscheiden :
a) Artengruppe Argynnis F. (= Acidalia Hbn., Brenthis Hbn .)
cf mit unbedeutenden oder fehlenden Sexualstreifen, schwacher Coalescens der Subcostaläste, keine
Veränderung der Vflglzelle und bei cf wie ? gleichmässig verlaufender Querader der Vflgl.
b) Artengruppe Dryas Hbn. 1806 (= Argyronoma Hbn. 1816).
cf mit hochentwickelten Sexualstreifen, auffallender Coalescens der Subcostaläste, Verschmälerung der
Zelle und schiefer, basalwärts gestellter Querader der Vflgl.
a. Artengruppe Argynnis.
A. gemmata ist über West-China- Tibet und den Himalaya von Sikkim bis Kumaon verbreitet. Zwei
gemmata. Ortsrassen von denen eine bisher verkannt war. — gemmata Btlr. (Bd. 1, p. 233, Taf. 68 d, e) aus Sikkim be¬
schrieben, doch bei Ghumbi und in West-Bhutan im Juli nicht selten und neuerdings durch Bingham auch
genia. vom Kumaon-H imalaya erwähnt. — genia Frühst. (Bd. 1, Taf. 68 e) ist kleiner, ? auch auf den Vflgl n ziemlich
verdunkelt. Von mir fälschlich als eugenia Ev- Form aufgefasst und in Bd. 1, p. 233 auch als solche behandelt.
A. clara ist ein zierlicher in der Grösse der A. aglaja elisa Godt. nahekommender Hoch gebirgsf alter
clara. mit sexualdimorphen ??. — Zwei indische Rassen: clara Blanch. (Bd. 1, p. 236), ? mit blaugrüner Basis aller
Flügel, Unterseite der Hfl gl hell moosgrün mit prächtiger medianer Silberbinde, deren costale Componenten am
breitesten sind. Bisher nur aus dem Nordwest-Himalaya gekommen, Hauptflugzeit August und September
manis. zwischen 12 und 14000 Fass. — manis Frühst. (Bd. 1, p. 236, Taf. 69a) ist eine kleinere und im ? oberseits
lichtere mit ansehnlicheren gelben Submarginalmakeln decorierte Form* die in Montblanc-Höhe und darüber in
Süd-Tibet gefangen wurde und wahrscheinlich auch bei Chumbi, Sikkim, auftritt.
lathonia. A. lathonia von gewaltiger ostwestlicher und nordsüdlicher Verbreitung, überschreitet den Himalaya
von Norden kommend in seiner gesamten Ausdehnung von Cbitral bis Sikkim und wurde auch noch in Ober-
issaea. birma angetroffen. Die indische Form ist als issaea Dbl. beschrieben (Bd. 1, p. 236, Taf. 69 a). Sie fliegt
das ganze Jahr über und eine Generation löst die andere ab. Man findet sie auf Höhen von 15 000 — 16000 Fuss,
sie scheut das Wasser und bevorzugt grasbewachsene trockene Berghänge und Gipfel, wo sie auch dann fliegt,
wenn unten in den Tiefen Schnee liegt. Exemplare aus 17000 Fuss Höhe (4 — 5000 m) sind sehr klein. Der
silberne Zellfleck der Unterseite der Hflgl ist. distal spitzer, länger als bei europäischen lathonia L. und die subanale
Fleckenbinde reicht bis an die Zellwand. Bei Mardan, Nordwestprovinz und in Bhutan ist issaea sehr gemein.
messoa. - messoa subsp. nov. ist reichlich ein Drittel grösser als indische, fast nochmal so gross als europäische
Exemplare; oberseits sehr hell und unterseits durch noch ausgedehnteres silbernes Geschmeide als issaea
kenntlich. West-China; Type aus Ta-tsien-lu.
aglaja.
vithata.
yopala.
A. aglaja erscheint in zwei Formen im p alsear kt i s c h -indis c h e n Grenzgebiet. — vithata Moore (Bd. 1, p.
237, Taf. 69 c), ursprünglich aus Kaschmir beschrieben, wo die Form im Juli von 12 — 15000 Fuss Höhe vorkommt.
Indische Exemplare fehlen mir, doch besitze ich ein mit den Abbildungen ziemlich übereinstimmendes Pärchen
aus Kaschgar. Moori nennt auch den grossen und kleinen Pamir als Flugort. — yopala subsp. nov. ist eine
namentlich beim ? melanotisch veränderte Arealform mit einem dunkel schwärzlich purpurnen Anflug auf allen
Flgln. Vflgl mit einem weissen Fleck am Costalrand jenseits der Zelle, die beiden vorderen schwarzen Makeln
ARGYNNIS. Von ff. Fruiistorfkr.
5 1 5
der postdiscalen Ponktserie weiss gekernt, und die subterminale Kappenbinde distal mit wei.s.sen Punkten be¬
setzt, ausserdem auch noch die Cilia blendend weiss; Chi Irak — taldena subsp. nov. slamml aus paliiarktischem
Gebiet und gleicht viel mehr den europäischen aylaja als der westchinesischen bessa Frühst., die in Bd. I. I
69 sehr gut dargestellt ist. Aber während bessa eine grosse helle Form umschreibt mit unterseits verliingerlen
und spitzen Basalflecken der Hflgl sowie sehr grossen schwarzen Makeln der Oberseite, ist taldena auffallend
kleinfleckig, und führt unterseits wieder normale, rundliche Silbermakeln in hell grasgrünem Grunde. Die gelb¬
braune Submarginalzone der Hflgl jedoch ebenso verschmälert wie bei bessa. Hingebung von Ta-tsien-Iu in Setchuan.
A. adippe entsendet gleichfalls zwei Ausläufer über den Himalaya als jainadeva Moore. (Bd. I p. 208.
Taf. 69 f), wo sie in Kunawur in Gesellschaft von A. kavutla Moore lokal aber häufig ist und stets bäum- und
strauchlose grasige Hügel belebt, auf denen sie vom Mai bis November fliegt. Sie kommt auch in Kaschmir
und dem Kumaon-Himalaya vor und ist aus Kulu in meiner Sammlung. Man hat sie von 9 —17000 Fuss Höhe
beobachtet; — mohmandorum subsp. nov. ist bedeutend grösser als jainadeva und oberseits analog aylaja taldena
viel dunkler. Nordwestprovinz an der afghanischen Grenze. Zu den im 1. Band behandelten ostasiatischen
Formen wurden inzwischen einige neue entdeckt, so die herrliche rückerti Frühst, in der Umgebung von
Tschifu, entschieden mit jainadeva Moore verwandt, aber grösser, oberseits vorherrschend schwarz mit beinah
fleischfarbenen quadratischen Intranervalflecken der Vflgl. Die Hflgl nur mit fahlen Submarginalmakeln und
ockergelber, medianer Fleckenbinde, sonst blauschwarz. Unterseite mit einer prominenten an nerippe gemahnenden
submarginalen Serie grosser schwarzer Punktflecken. — zarewna subsp. nov. ist dagegen eine kleine Form, sich
den europäischen Gebirgs-a dipy>e nähernd; cd oberseits dunkel ockergelb, ? basalwärts mehr verdunkelt als alpine ??.
Unterseite sich jener von xanthodippe (Bd. 1, Taf. 69 e) anschliessend. Irkutsk. — garcila subsp. nov. bildet dazu
ein helles Extrem aus dem südlichen Russland; cd oben fast gelbbraun mit zierlicher Schwarzpunktierung,
? einfarbig blass ockergelb, ohne verdunkelte Basalpartie. An den Ufern der Wolga, Type von Saratow.
A. hyperbius ist einer der wanderlustigsten Schmetterlinge des Ostens und man begegnet ihm im tropischen
und subtropischen Gürtel auf Erhebungen von über 4000 Fuss von Abessynien bis Australien und von Süd-
Japan bis zum malavischen Archipel. In Indien und den Tropen folgt eine Generation der andern, im Norden,
wo hyperbius auch in die Ebene herabsteigt, beginnt die Brutfolge erst im Sommerhalbjahr, doch sind auch
bei Nagasaki schon Exemplare im März beobachtet worden. Auf Tsushima traf ich sie nur Ende September, sehr
häufig in Dorfgärten, und von Hongkong ist hyperbius als Besucher des Happy-Valley bekannt. Das cd ist ein un¬
ruhiger, das ? ein langsamer Flieger. — hyperbius Job. (= niphe, Bd. 1, Taf. 71 c, d) der nomenclatorische Typus
hat die weiteste Verbreitung; man kann alle continentalen Exemplare mit ihm vereinigen. ?? mit schmaler weisser
Binde der Vflgl, wie sie die Abbildung im Bd. 1 zeigt, treten neben solchen mit fast doppelt so breitem Schräg¬
band nebeneinander in China und Japan auf. Von mir in Tonkin auf grasigen Hügeln des Man-Son-Gebirges
in 5 — 800 m Höhe gesammelte Exemplare differieren nicht von solchen aus Formosa oder Hongkong. Im nord¬
westlichen Himalaya erscheinen zwei Saisonformen von welchen die Aprilform klein, jene vom Juni ansehnlicher
ist. Im Kaiserreich Indien trifft man hyperbius von Bombay bis Birma. In Sikkim ist sie bis 1000 Fuss Höhe
überall gemein, wo wilde Veilchen wachsen, namentlich in Teegärten und dort, wo Wälder gelichtet wurden,
imd in China deckt sich ihre Verbreitung etwa mit jener von .1. childrcni caesarea Frühst. Das ? gleicht
etwas Danais plexippus , chryippus imd Cethosia biblis. Man hat auch schon Hermaphroditen beobachtet und
als aruna Moore ist eine melanistische Aberration, aus Nord-Indien beschrieben, mit bandartig zusammengeflossenen
schwarzen Makeln der Oberseite aller Figl, sowie der Unterseite der Vflgl und basalwärts nahezu weissen Hflgln,
die von einer schwärzlichen Submarginalzone begrenzt sind. — castetsi Oberth. ist eine kleine Form des
südlichen Indiens, aus Trichinopolis beschrieben, ziemlich häufig in den Nilgiris. Bei ihr treten cf -ähnliche +?
auf. (cfr. Bd. 1, p. 242). — taprobana Moore ist eine verdunkelte Form. f oberseits satter rotgelb, mit kräftigeren
Schwarzpunkten. ? unterseits mehr rotbraun als grünlich gebändert. Ziemlich häufig im Gebirge bei Nuwara-
Elliya, verirrt sich aber auch gelegentlich in die Ebene. Auch auf den Malediven wurden schon einzelne
Exemplare beobachtet. — sumatrensis Frühst. (121c) hat sonderbarer Weise trotz ihrer insularen Heimat bleich¬
gelbe Oberseite aller Figl und gleichfalls lichtere ?? als der Continent. Die weisse Makel der Vflgl relativ breit.
Unterseite wie bei hyperbius. Ausschliesslich auf der Hochebene, zu deren häufigsten und charakteristischen
Faltern sumatrensis gehört, fliegt vorzugsweise in den grossen baumlosen Lalang-Sawannen und setzt sich gerne
nach Art der europäischen A. lathonia L. mit gefalteten Flgln an die Wegränder. Das ? ist seltener als das
cf, etwa 1 zu 10. Manchmal werden vereinzelte cf cf durch Winde in das Litorale von Deli hinabgerissen.
In meiner Sammlung auch aus den Padang’schen Bovenlanden, West-Sumatra. Von der malayischen Halbinsel
ist keine hyperbius- Form bekannt, doch ist es sehr wahrscheinlich, dass in der höheren Lage eine sumatrensis
analoge Vikariante noch entdeckt wird. — javanica Oberth. bleibt in der Grösse hinter sumatrensis zurück.
Die cf cf sind oberseits damit identisch, differieren aber unterseits durch das Ausfallen rötlichgelber Binden, an
deren Stelle bleich grünliche Felder imd Fleckenketten treten. Das ? gleicht oberseits in seiner dunkelroten
Gesamtfärbung viel mehr dem indischen Typus, doch ist das weisse Feld der Vflgl breiter und auf der Hflgl-
Unterseite vermehrt sich das silberne Geschmeide. Ost- und Westjava, besonders auf Höhen zwischen 4- und
5000 Fuss, dort mit Cethosia pentliesilea Cr. zusammenfliegend, denen die ?? von javanica täuschend ähnlich
taldena.
adippe.
jainadeva.
mohman¬
dorum.
rückerti.
zarewna.
garcila.
hyperbius.
aruna.
castetsi.
taprobana.
sumatrensis.
javanica.
516
P RE CIS. Von H. Fruhstorfer.
sagada.
inconstans.
laodice.
rudra.
kamala.
maja.
childreni.
sakontala.
caesarea.
sehen, javanica ist einer jener lebenden Höhenmesser, die in Gesellschaft von Pijrameis dejeani, Acraea vestoides,
Danaida albata, Prioneris autothisbe, Papilio arjuna , Stibocliiona nicea, Amnosia decora dem Reisenden anzeigen,
dass er die faunistische Region des Tieflands hinter sich gelassen und in der alpinen Zone von ca. 1200 m
angelangt ist oder sie überschritten hat. Wie in Tonkin beobachtete ich auch auf Java, dass hijperbius resp,
javanica am zahlreichsten nach starkem Regen auftreten, was mit dem durch die Feuchtigkeit bedingten er¬
leichterten Schlüpfen aus der Puppe im Zusammenhang steht. — sagada subsp. non. hat verglichen mit hyperbius
von Formosa, Ishigaki und Okinawa bereits melanotischen Inselcharakter uud schliesst sich in der satt roten Färb¬
ung der Oberseite von cf und ? der taprobana Moore an. Habituell kleiner als chinesische hyperbius , führt das 2
eine schmale weisse Schrägbinde und darin anschliessende dunkelblaue proximal verengte Umrandung. Unter¬
seite wie bei taprobana rotbraun gebändert. Nordwest-Luzon. Nach Semper auf Höhen von 1150 — 1680 m. vom
Juni bis September. Auch aus Sagada, dem Flussgebiet des Cagayan. Meine Exemplare stammen gleichfalls
aus dem Nordwesten der Insel, wo sie Whttehead gefangen hat. — inconstans Btlr. ist eine kleine Form mit
verdickten schwarzen Subapicalflecken der Vflgl und schwarzem, nicht blau linderten Terminalsaum der Hflgl.
Grundfarbe oberseits etwas dunkler als .Java-cfcf, unterseits auch nicht von javanica zu unterscheiden. Das 2
fehlt mir. Vom Hunter-River bis Rocktampton, Australien. Den 22 von Nord-Australien soll die weisse Vflgl-
binde fehlen; solche 22, denen diese weisse Binde fehlt, sind in Sammlungen auf dem Continent sehr selten.
b. Artengruppe Dryas.
A. laodice dringt von China aus südwärts nach Oberbirma und Assam vor als rudra Moore (Bd. 1,
p. 239, Taf. 70 e). Eine ausgezeichnete Form, kenntlich an dem schön spangrünen Basalfeld der Unterseite
der Hflgl, die von einer sehr schmalen partiell reinweissen, partiell blauen Mittelbinde und einem dicken
braunen Streifen durchzogen wird. Flugzeit in Oberbirma bereits im März, in Assam vom Mai bis August.
A. kamala Moore (Bd. 1, p. 240, Taf. 70 c) ist oberseits in beiden Geschlechtern der A. maja Cr. sehr
ähnlich, nur kleiner, cf auch auf den Hflgln dunkel ockerfarben, 2 schön und glänzend moosgrün mit gelblicher
distaler Aufhellung. Auf den West-Himalaya beschränkt, mir in grosser Anzahl aus der Umgebung von Mardan,
Nordwestprovinz vorliegend, sonst häufig von Kaschmir bis zum Kumaon-Himalaya. kamala liebt Lichtungen
am Waldrande, wo sie sich auf Thymian, Distel- und Scabiosenköpfe setzt. Flugzeit, vom Juli bis Oktober
von 6000 — 10000 Fuss. In Kaschmir gelegentlich auch auf nassen Stellen an Flussufern.
A. maja CV. wurde in einem verirrten Exemplar das vermutlich der östlichen pasargades Frühst. (Bd. 1,
p. 242) angehört bei Gilgit, Nordost-Kaschmir gefunden.
A. childreni scheint ihren Hauptsitz in Indien zu haben, wenngleich sie auch noch in West-China vor¬
kommt, wo sie aber nach Leech nur noch spärlich auft.ritt. Drei Territorialformen sind zu unterscheiden
childreni Gray ., ursprünglich aus Nepal beschrieben, (Bd. 1, p. 240, Taf. 70 cf 2) von Nepal bis zu den Khasia-
Hills verbreitet, häufig in Assam, lokal in Sikkim, wo sie im Sommer vom Juni bis Oktober auf Blütenköpfen
von 1000 bis nahezu 4000 m Erhebung vorkommt. Moore erwähnt sie von Manipur, Doherty entdeckte sie auf
den Naga-Hills auf 5 — 8000 Fuss Höhe, im Juli und August, und durch Dr. Manders wird sie aus Bernardmyo,
Oberbirma gemeldet. — sakontala Koll. (Bd. 1, p. 240, Taf. 70 b) ist die West-Himalayarasse, an grasigen Ab¬
hängen, nahe dem Waldrande fliegend und vom Mai bis September auf 6 — 10000 Fuss anzutreffen. Verbrei¬
tung von Kaschmir bis Kumaon, häufig in Gesellschaft von A. kamala Moore , aber rascher als diese fliegend,
überhaupt die schnellst segelnde Argynnis Indiens, aber sich leicht auf Distelköpfen ertappen lassend. —
caesarea subsp. nov. steht der sakontala ziemlich nahe und hält im Habitus etwa, die Mitte zwischen sakontala
und childreni. Bei den cfcf ist aber der blaue Aualsaum der Hflgl doch etwas weiter ausgedehnt als bei
sakontala. Die Unterseite wird kenntlich an schmäleren silbernen Längsstreifen der Hflgl. Nach Leech vom
Himalaya an durch ganz West- und Central-China bis Ningpo. Walker glaubt, caesarea auch bei Kaulung nahe
Hongkong gesehen und sie bestimmt im Chusan-Archipel gefangen zu haben. Ueber die Jugendstadien ist
noch nichts bekannt. Klammerorgane erheblich von jenen von paphia und maja abweichend. Uncus ohne
dorsale Verzierung, sehr lang, kräftig, hakenförmig, oben etwas gezähnt. Valve compliziert, ungewöhnlich
breit und hoch, distal aber plötzlich verschmälert, daumenartig verlängert. Das distale Ende chitinisiert, mit
langen, dichtstehenden Borsten besetzt. Rückenleiste mit basalem spitzen Clinopus, distal mit scharfem langen
geweihartigen Aufsatz, dessen untere Spitze dorsal bezähnt ist. Vor diesem Aufsatz dann noch eine ge¬
zähnte Querleiste.
Tribus Vanessidi.
18. Gattung: Precis Hbn.
Die Gattungen Junonia-Precis und deren nahe Verwandte Salamis, Napeocles und Rhinopalpa stehen in
einem gewissen Gegensatz zu den Vanessen im engeren Sinne und bilden eine kleine Gruppe für sich. Sie
unterscheiden sich durch ihre nackten Augen, die nur schwach behaarten bezw. beschuppten Vorderfüsse und
vor allen Dingen dadurch, dass die hintere Discocellulare der Vflgl (wenn sie überhaupt vorhanden ist) nicht
in den Bug des 3. Medianastes, wie bei den echten Fanessen, sondern in den Ursprung des 3. Medianastes
PR E CIS. Von H. Fruhstorfer.
517
oder selbst kurz davor mündet. Ueber die generische Zugehörigkeit der in Frage kommenden Arten sind sich
die Autoren nicht einig. Moore bringt selbst die indischen Freds iphita, ida etc. zu Jwnonia. Bltlkr, dem
wir die beste Arbeit über die Sippe verdanken, vereinigt Junonia und Freds mit grösserem Recht unter der
gemeinsamen und älteren Gattung Preds. Aurivilltus in seinem Musterwerke »Rhopalocera Aethiopica folgt
Butler’s Beispiel, weil es »vergebliche Mühe sei, die Gattungen Freds und Junonia durch haltbare Kennzeichen
zu unterscheiden.« Wenn ich hier nun doch die beiden Arten-Gmppen auseinander gehalten habe, so geschah
dies aus rein praktischen und auch ästhetischen, ich möchte sagen aus koloristischen» Gründen. Wohl jeder
Liebhaber asiatischer Lepidopteren wird die bunt kolorierten, schönau gi gen Junonia (sensu strietiore) von
den einfarbigen, unscheinbaren, orientalischen Preds mit ihrer blattartigen Unterseite gesondert halten. Das
beste Unterscheidungsmerkmal, zumal der typischen Formen, ist ein rein äusserliches: Junonia hat stets ge¬
rundete Hflgl und auf der Oberseite meist bestimmte Augen entwickelt; Preds dagegen immer etwas eckige
Hflgl und die Oberseite augenlos. Die Palpen sind bei Junonia (als deren Typus Schatz J. lemonias L., Scuddf.k
dagegen J. lavinia Cr. betrachtet) vorderseits nur schwach beschuppt, auf dem Rücken des Mittelgliedes mit
einem längeren Haarschopf, in der Mitte nur wenig verdickt; das Endglied von wechselnder Länge, kegelförmig
zugespitzt. Fühler mit mehr oder weniger bimförmiger Kolbe. Augen nackt. Zelle der Hflgl meist offen.
Hflgl mit einfacher, nach aussen gebogener oder an der Spitze undeutlich 2-gabliger Präcostale. Die Freds
sind in der orientalischen Region mehr dem Tropengürtel eigentümlich, während mehrere Junonia den Wende¬
kreis des Krebses überschreiten. Indo-China hat sechs Arten der Gattung Freds- Junonia. Java ebensoviel.
Sumatra fünf. Das regenreiche Nias besitzt deren nur zwei oder drei, auch in Borneo sind Preds selten, da¬
gegen hat das keine Sumba nicht weniger wie neun Species, so dass wir als das Haupt Zentrum der Gattung
in Asien, die kleinen Sunda-Inseln betrachten müssen, deren trockenes Klima die Entwicklung der Falter be¬
sonders begünstigt. Diesen überraschenden Reichtum verdanken die Inseln allerdings wohl in erster Linie der
Imigration. So ist es gewiss, dass zum Beispiel die australische villida F., die sich nach Moore gelegentlich
selbst bis nach Java verrirrt hat, von Osten, besonders Australien, eingewandert ist, denn in Australien zählt
villida zu den gemeinsten Faltern, erigone und oritliya dürften umgekehrt von Java aus nach Makroma-
layana gelangt sein. Endemisch ist wohl nur timorensis Wall ., eine Art, die Sumba mit Timor und
dessen Satellit-Inseln zusammen besitzt. Hauptsächlich Bewohner der Ebene, steigen einige Arten im Hima-
laya zu 2000, selbst 3000 m Erhebung hinauf.
a. Artengruppe Precis.
Verbreitung von Afrika bis Australien, nicht im neotropischen Gebiet. Oberseite ohne bunte Augen.
Saisondimorphismus im Gegensatz zu den aethiopischen Arten im indischen Gebiet nicht erheblich.
P. iphita von Central-China und Formosa, sowie von Kaschmir bis Ceylon und Makromalayana.
iphita Cr. (Bd. 1, p. 197, Taf. 61 e) mit der Namenstype aus Süd-China geht nach Leech bis Chang- Yang, wo
er eine kleine, vermutlich der Trockenzeit angehörige Form antraf, während aus dem Westen grosse bis zu
80 mm Spannweite messende Exemplare kamen. Tonkin-Stücke gleichen Cramer’s Figur. Hainan-5? sind etwas
heller als ?? aus Tonkin, aber ebenso gross. Die weit verbreitete Art ist dort ein echter Strassenjunge, immer
unterwegs und fliegt während des ganzen Tages anscheinend unbekümmert um das Wetter, denn man trifft
sie auch während des Regens. Eine Trockenzeitform, wie sie in Sikkim fliegt, konnte ich nicht beobachten,
siccata Frühst. (Bd. 1, p. 197, Taf. 62 a) liegt mir in ausgeprägten Exemplaren nur aus Sikkim vor. — hopfferi
Möschl. ist auf eine Aberration aus Silhet mit vermehrter Schwarzfleckimg begründet. — pluviatilis Frühst.
eine verdunkelte Rasse des südlichen Indiens, von Ceylon und den Malediven, ohne helle Submarginalzone der
Flgl-Oberseite. Unterseite schwarz, bei der Trockenzeitform unterseits mit einer gelben Medianbinde. — tosca Frühst.
führt scharf abgegrenzte, graugelbe Streifen auf schwarzbraunem Grunde der Oberseite und eine gelbliche,
braun marmorierte Unterseite. Nordost- und West-Sumatra. — horsfieldi Moore bewohnt Java, Bali, Bawean,
Kangean und Perak, trägt verwaschene, matter graubraune Längsbinden der Oberseite und eine vorwiegend
schwärzlich, aber ausgedehnt violett überhauchte Unterseite und zeigt gelegentlich fleischfarbenes oder weiss-
liches Distalgebiet der Vflgl. — viridis Stgr. bezeichnet eine oberseits dunkelgrüne von heller grünen Streifen durch¬
zogene Inselrasse, mit matt schwarzbrauner Unterseite. Nord- Borneo, Kinabalu- Gebiet. — neglecta Swinh.
oben dunkelbraun mit grauen Längsbinden; aus Sandakan beschrieben. Vielleicht gehören dazu auch Exemplare
aus Südost-Borneo mit rötlich braunen, purpurn überhauchten Striemen, welche bei adelaida Stgr. ebenso wie die
gesamte Oberseite völlig purpurn übergossen erscheinen. Unterseite hell graubraun mit ausgedehnter weisslicher
Ueberstäubung. Palawan. — cebara subsp. nov. (1161') differiert durch ihre Kleinheit und die verbreiterte
helle Zone der Oberseite von der sonst nahestehenden horsfieldi Moore aus Java. Nicht alle cfcf sind ganz
so hell wie das abgebildete, doch erreicht auch keines der javanischen Stücke die Breite der Medianbinde von
cebara. Insel Sumba. cf cf und ?? von der Insel Lombok übertreffen cebara im Ausmass der Flügel und in
der Bänderung halten sie die Mitte zwischen solchen aus Sumba und Bali. Sumbawa-Exemplare fehlen mir.
iphita
siccata.
hopfferi.
pluviatilis.
tosca.
horsfieldi.
viridis.
neglecta.
adelaida.
cebara.
P. adulatrix Frühst. (117 a) hat fast das Gepräge afrikanischer Species. Unterseite sehr nahe P. iphita adulatrix.
nur mit blaugrauen statt gelblichen Medianpunkten der Hflgl. cf Vflgllänge 44 mm. Es ist nicht ausgeschlossen,
hedonia.
ida.
pseudiphita.
apollonia.
intermedia.
teurnia.
hedonia.
thero.
hellanis.
numana.
zelima.
518 PR E CIS. Von H. Fruhstorfer.
dass adulatrix nur eine Farbenaberration von iphita cebara Frühst, und zugleich eine extreme Regenzeitform
derselben darstellt. Insel Sumba, nur ein Exemplar bekannt.
P. hedonia hat ihren Ursprung im papuanischen Gebiet und vermutlich von dort aus bis zu
den Philippinen und westlich bis Java, Engano und Nias vorgedrungen. Von iphita ist ida sofort zu unter¬
scheiden durch eine stets vorhandene Ozellenkette der Oberseite der Hflgl, die bei den östlichen Rassen auch
auf die Vflgl übergehen. Zeitformen lassen sich ebenso wie bei iphita separieren und auf der Hllgl-Unterseite
können zwei mehr oder weniger markante silberweisse Flecken vorhanden sein oder fehlen. Die ?? sind
unterseits bunter als die cfcf, jene der regenlosen Periode manchmal auch auf den Vflgln rotgelb ozelliert —
ida Cr. (= idamene Godt.) nach einer oben verwaschen bleich rostroten Trockenzeitform 1779 zuerst beschrieben.
Oberseite vorherrschend rotbraun, mit schwach geringelten Ozellen. Unterseite gleicht jener von iphita, jedoch
stets mit rotgelb gefüllten Augenflecken, welche iphita fehlen. - Als pseudiphita form. nov. wird eine Farben¬
aberration beschrieben, die Gramer 1782 auf Ta f. 874 bereits abbildete, oberseits durch ein graubraunes Grund-
colorit an iphita gemahnend, aber unten sehr bunt, gelblich weisslich und violett überhaucht, mit deutlich
hervorstechenden rötlichgelben Ozellen. Von Nias bis Sumba, in ganz Makromalayana und im Norden auf
Palawan und die gesamten Philippinen übergehend und dort von den Rabuyanes im Norden bis Sarangani,
Sangir und Jolo im Süden überall häufig. Luzon-?? sind auffallend bleich und unterseits fahl gelbbraun. -
apollonia Frühst. Die Grundfarbe hält die Mitte zwischen rotbraunen P. ida und schwarzbraunen intermedia Fldr.
Die Ozellen auf allen Flügeln sind auffallend klein, ganz leicht schwarz gekernt. Die Discalbinde der Vflgl
ist schärfer gewellt als bei ida, nach innen vor dem Zellapex breiter schwarz begrenzt. Auch die Submar¬
ginalbinde der Vflgl breiter angelegt als bei Java-Stücken, dafür ist die schwarze Discalbinde der Hflgl
sehr schmal. Die beiden gewellten schwarzen Submarginalbinden der Hflgl sind viel näher beisammen als bei
den verwandten Rassen, hedonia von den Molukken ausgenommen. Die Unterseite erinnert an intermedia und
ist reichlich grau beschuppt, namentlich in der Submarginalzone beider Flügel und innerhalb der sehr schräg
verlaufenden, äusserst prominenten Discalbinde der Hflgl. Flores (Type), Sumbawa. — intermedia Fldr. bewohnt
ganz Celebes und gleicht oberseits der teurnia (116 e), doch sind die celebischen Exemplare in der Regel grösser,
haben stets kleinere und fahler rotgelbe Ozellen und weniger markante dunkle Partien der Oberseite. ? sind
grösser und lichter grau als die cdcY. Von mir im Januar im Süden bei Makassar, woher Felder’s Type
stammte, gesammelt. ?? übertreffen solche vom November-Dezember aus Toli-Toli im Norden an Ausdehnung
und sind entschieden bleicher. — teurnia subsp. nov. (116 p) entfernt sich von intermedia durch dunkleres
Satellitinsel-Colorit und lebhafter rotbraun gefärbte Ozellen der Unterseite der Hflgl. Sula-Mangoli. — hedonia
L. ( 1 1 6 e ) stammt von den Süd-Molukken, wo sie sowohl auf Amboina, Ceram wie auch den Uliassern häufig
ist. Von Ruru besitze nur ein ?. — thero subsp. nov., Exemplare von den Gewürzinseln Banda, Goram
etc., führen noch lebhafter rotgelbe Ozellen und einen beinah weissen Subterminalsaum der Vflgl. — hellanis
Fldr. dagegen ist oberseits nahezu schwarzbraun verfärbt ohne aufgehellten Vorhof der dunkler roten Augen¬
kette. Unterseite schwarzbraun, blauviolett gebändert, die Submarginalbinde fast weisslich violett, aber ent¬
fernt nicht so breit wie bei hedonia oder kreidigweiss wie bei thero. ? oben etwas lichter braun, unten matter
violett, überhaucht. Ternate, Batjan, Halmaheira. - numana subsp. nov. vermittelt den Uebergang von hellanis
zu der südlichen hedonia, gleicht oberseits den letzteren, führt jedoch unterseits eine ausgedehnte matt grau
violette Submarginalzone. Obi, anscheinend selten. — zelima F., ursprünglich aus Australien beschrieben, be¬
wohnt das gesamte Papuagebiet, geht östlich bis zu den Salomonen und westlich bis zu den Aru- und Key-Inseln.
Exemplare der Salomonen sowie vom Bismarck-Archipel fehlen mir; nach den mir aus sechs Orten vorliegenden
Exemplaren ist die Form aber merkwürdig beständig und es lassen sich ohne allzu ungewisse Farbendiffe¬
renzen in Betracht zu ziehen, nicht einmal insulare Formen absondern. Sogar die ?? sind nur wenig heller
als das cd und die Unterseite wechselt nur in der Weise, dass sich die grauviolette Bestäubung mehr oder
weniger ausdehnt. Dagegen ist das Vorhandensein eines subapicalen weissen Flecks am Vorderrand der Hflgl
den verschiedene Autoren von Felder an als Speciescharakter auffassten, rein individuell allen liedonia-
und sogar iphita- Rassen gemeinsam und nicht einmal an die Jahreszeit gebunden. Manchmal findet sich auch
noch ein kleinerer Wischfleck und ein cd aus der Sammlung Honrath hat deren drei von auffallender Grösse.
Es scheint aber, dass auf den Aru- und Key-Inseln Farbenaberrationen Vorkommen, denn Niceville erwähnt
P. hedonia ida und hedonia zelima von den Key-Inseln und Dr. Pagentecher sogar drei Formen, darunter
hedonia, als Aru eigentümlich. Da aber hedonia auf die Süd-Molukken beschränkt und P. hedonia ida auf
Makromalayana beschränkt ist, so bleibt mir nur erstere Annahme der Coloritdivergenz. Oberseits gleicht
zelima der teurnia, nur ist sie in der Regel fahler braun. Australien, vom Nerang-River bis zum Cape-York.
Aus ganz Neu-Guinea, Mysole, Waigiu, Key, Queensland und Kiriwina in der Sammlung Fruhstorfer. Die
australische Regenzeitform gleicht nach Butler den Exemplaren der Key-Inseln.
b. Artengruppe Junonia.
Feber vier Continente verbreitet, am zahlreichsten an Arten jedoch in der indoaustralischen Region,
deren Species zum Teil afrikanischen, zum Teil australischen Ursprungs sind. Die meisten Arten resistent,
über ungeheure Territorien ausgedehnt ohne wesentlich zu differieren; eine Art (orithya) dagegen sehr emp-
PRECIS. Von H. Fruhstorff.r.
519
fmdlich gegenüber geographischen Einwirkungen. Alle Formen sind dem Horodi morphismus unterworfen,
welcher sich hauptsächlich auf der Unterseite dokumentiert, die ein zeichnungsloses, blattartiges Aussehen
bekommt. Structurell gehören die einzelnen Species verschiedenen Gruppen an, das will sagen, dass die Quer¬
ader der Vflgl in ihrer Ausbildung noch nicht gefestigt ist. Bei atlite. s und almana ist noch eine feine hintere
Discocellulare vorhanden, bei villida , lemonias , erigone und orithya bleibt die Zelle jedoch offen, doch sollen bei
orithya nach Semper gelegentlich noch Querader-Rudimente vorhanden sein und die Zelle partiell schliessen.
Wie bei den Argynnis und fast allen übrigen Nymphaliden stehen die Subcostaladern der cfcf näher zu¬
sammengedrückt als bei den ??. Eine Confluenz wie bei den Argynnis der Dryas- Gruppe ist jedoch nicht zu
constatieren. Im Bau der männlichen Greiforgane entfernen sich die Junonia von den Vanessiden. Nach
einer Zeichnung Scudders (in Butt. New-England) ist der Uncus schlank, dünn, sehr spitz. Valve basalwärts
breit, dann ventral tief ausgeschnitten und in eine cylinderförmige distale leicht gewölbte Partie ausgezogen.
P. atlites im ganzen Kaiserreich Indien (auch die Nicobaren, sowie den Mergui-Archipel inbegriffen)
nordwärts bis Hainan und Südchina vorkommend. Von mir in ganz Indo-China und Tenasserim gesammelt,
auch auf Java, Kangean, Lombok und Celebes beobachtet. Exemplare von Siam und Annam sind kleiner, jene
von Tonkin grösser, auch wenn sie der Trockenzeitform angehören. Die Trockenzeitform von atlites ist oben
milchig blauweiss, unten weisslich und fast zeichnungslos. Die Regenzeitform hat oberseits dunkelgraue Flügel,
mit feiner und am hellsten orange gezeichneten Ozellen. Die Flügel Unterseite ist dunkel marmoriert, mit grossen
Augen. ? unten stets dunkler und reicher an Zeichnungen als das cf, von ausgedehnten braunen Binden
durchzogen. Auch oben stets dunkelgrau mit markanteren schwarzen Streifen. Bei allen Ortsrassen existieren
oberseits lichtgraue und satt rauchbraun colorierte Exemplare. Continentale atlites sind habituell stets grösser
als Inselbewohner. Ei nach Niceville fassförmig, mit 13 Längslinien, die nicht auf die flache Spitze des Eies
übergehen. Die abgeflachte Spitze selbst trägt einen weissen Ring im Centrum, die Mikropyle. Farbe grün
mit weissen Rippen, leicht durchscheinend. Rp auf Hygrophila spinosa And., einer Acanthaceae, rauchbraun mit
einem orangefarbenen lateralen Streifen und einer blassen subdorsalen Linie. Jedes Segment mit dorsalen
und lateralen schwarzen verzweigten Dornen. Pp grau, purpurn schimmernd, Thorax und Abdomen mit einer
dorsalen Reihe von Knötchen, mit scharfer Spitze und kleineren lateralen Erhebungen. Die Falter sind sehr
langsam, gehen nirgendwo über 6 — 800 m Höhe hinauf, fliegen am Rande von Wegen, Reisfeldern entlang und
versammeln sich an feuchten Stellen. In der Zeichnungsverteilung der Oberseite haben sie eine gewisse Aehn-
lichkeit mit den südamerikanischen Rasselchen ( Ageronia ). - atlites L. (117 a) wurde von ihrem Autor auf atlites.
Exemplare der Trokenzeit basiert, jene der Regenperiode dagegen laomedia L. benannt. Im indischen und laomedia.
südchinesischen Gebiet. Hainan. — Als acera subsp. nov. wird die im ? fast, immer rauchbraune Form von acera.
Celebes abgetrennt, welche zugleich beim cf die markantesten roten Ozellen der Vllgloberseite trägt. Ihr
kommen alle Exemplare von Batjan sehr nahe und von den westmalavischen Stücken jene von der Insel
Engano. Philippinen-Exemplare fehlen mir, doch sind solche nach Semper ziemlich gleich jenen von Makro-
malavana und Celebes. Die Verwandlung kannte schon Horsfield 1829 und seiner sehr guten Figur nach
sind die Rpn auf Java dunkler als solche von Continental-Indien.
P. almana bietet ein echtes Schulbeispiel hoch entwickelten Saisondimorphismus, der bei dieser Art
mehr als bei einer der sonstigen orientalischen Species sinnfällig ist. ln der Form der regenarmen Periode
verändert nicht nur die Unterseite ihre Färbung in ein augenloses, dürren Blättern gleichendes Colorit, sondern
es nehmen auch die Flügelconturen an der Verwandlung teil, indem der Apex der \Tlgl wie bei dem Genus
Polygonia vorspringt und die Hflgl in einen Zipfel ausgezogen sind, die einen Blattstiel imitieren. Eine ähn¬
liche Erscheinung wiederholt sich auch bei den continentalen Rassen des Genus Kallima. Ebenso wie die
Generationen markieren sich auch die Arealformen von almana deutlicher als bei J. atlites. Es lassen sich
zwei Haupttypen der Variationsrichtung ausscheiden.
a. Die Festländischen mit Veränderung der Flügelcontur und vollständiger ßlattzeichnung der Unterseite (bei der
Trockenzeitform). Hierzu gehört auch die Rasse der Philippinen.
b. Die Insularen mit gleichbleibendem Flügelumriss, auch ohne gewinkelte Hflgl und zwar augenloser aber nicht
vollkommen blattartiger Unterseite.
almana L. (Bd. ], p. 197, Taf. 62a) die Trockenzeitform ist auch noch dadurch charakterisiert, dass die almana.
Oberseite der Hflgl schwärzlich beschuppt ist und der Distalsaum der Vflgl von einem violetten Schiller
übergossen erscheint. Bei der Regenzeitform bleibt auf der Unterseite die Medianbinde der Hflgl in der Regel
rein weiss und die Submarginallinien sind schwärzlich. Oktober- cf cf aus Shanghei nach Walker stattlicher
als solche von Hongkong. Exemplare von China und Formosa sind die ansehnlichsten, solche von Tonkin
und namentlich jene vom Kaiserreich Indien, Ceylon erheblich kleiner. Rp ausser auf Acanthaceaen auch auf
Gloxinia und Osbeckia gefunden sowie auf Lippia nodiflora. Imago von der Ebene bis zu 2000 m Höhe
hinaufgehend. Häufig in Gärten, an Lantana und nassen Stellen. Auf den Philippinen von Luzon bis Mindoro
und Bohol, auf Mindanao noch nicht beobachtet. — nicobariensis Flclr. ist begründet auf eine kleine dunkle mcor
Inselform die mir in natura unbekannt ist und ausser auf den Nicobaren nach Semper auch auf den Malediven ‘
520
PREC1S. Von H. Fruhstorfer.
javana.
sumbae.
battana.
lemonias.
aonis.
aenaria.
persicaria.
vaisya.
erigone.
persiccata.
vorkommt. Die makromalayischen Exemplare lassen sich dagegen unter dem Namen javana Fldr. zusammen¬
fassen. Sie sind von Ceylon und Luzon asterie-almana zwar nicht mehr durch ihre Kleinheit abweichend, führen
aber stets eine gelbliche statt weisse Medianbinde der Unterseite der Hflgl und die Submarginallinien sind
nicht so dunkel wie bei continentalen ’asterie. Wie schon erwähnt bleiben bei der Form der regenarmen
Periode die Flügel unverändert und die Augen der Unterseite gehen zwar verloren, doch bleiben Reste der
braunen und gelben Streifen stets erhalten. Die drei schwarzen Binden der Oberseite der Hflgl, besonders des
Randgebiets können zusammenfliessen oder durch eine gelbe subterminale Linie getrennt sein. Makromalayana,
mit Einschluss von Perak, Ivangean, Lombok. — sumbae Dok. lässt sich vielleicht trennen durch die stets weit
getrennten schwarzen Terminalstreifen der Hflgl-Oberseite und eine fahlere Unterseite mit rötlichen Submarginal¬
linien aller Flügel. Inseln Sumba und Sumbawa, vielleicht auch auf anderen Inseln der Timor-Flores-Gruppe.
Im südlichen Celebes bildete sich eine Lokalrasse aus, welche ich als battana Frühst, bezeichnet habe.
Alle Flügel mit stark verbreitertem schwarzen Distalsaum. Die Submarginalbinden doppelt so breit als bei
javana , die Ozellen der Vflgl grösser und ausgedehnter schwarz, mit nur sehr kleinem, weissen Kern. Unter-
seits sind die Submarginalbinden mindestens doppelt so breit als bei javana , auf den Hflgln drei deutlich ab-
gesetzte weissliche Streifen, ein subbasaler, ein medianer und ein submarginaler, die bei den übrigen Insel¬
rassen alle gelblich sind. Süd-Celebes, Patunuang, Januar; Lompa-Battan, 3000 Fuss, März. Nach Osten
scheint almana über Celebes hinaus nicht vorgedrungen zu sein.
P. lemonias bewohnt die orientalische Region mit Einschluss von Formosa und den Philippinen. Wie
bei almana sind auch bei ihr die chinesischen Exemplare weitaus die stattlichsten und ansehnlichsten Stücke
bis Sikkim und Bhutan verbreitet. Zwei gut unterschiedene Zeitformen begleiten die Art in ihrer gesamten
Ausdehnung. — lemonias L (117 b) auf die Regenzeit basiert, gleicht oberseits der aenaria (117 a), von
welcher sie durch grössere gelbe Makeln der Vflgl differiert. — Die Form der trockenen Periode, aonis Cr. (117 b),
verliert nie das Analauge der Vflgl, wohl aber die braunen Streifen der Unterseite. Von China, Hainan, Birma,
Assam, Sikkim, bekannt. Imago bis 7000 Fuss im Himalaya ansteigend. Rp auf Baleria prionitis L. und noch
drei anderen Gattungen der Acanthaceae, Kopf mit zwei kleinen Dornen, welche bei den übrigen indischen
Junonia entweder fehlen oder nur gering entwickelt vorhanden sind. Nach der ersten Häutung schwarz mit
vier parallelen Reihen von schwarzen, fein verzweigten Dornen. Abdomen braunschwarz, Beine schwarz,
Kopf schwarz mit einem gelben Streifen, Stigmen weiss. Nach der letzten Häutung: lederfarben, mit dunkleren
und weissen Punkten besät. Erstes und zweites Segment mit schwarzer Linie, die übrigen Abschnitte mit
einer Dornenreihe. Seitenstreifen milchweiss, Kopf braun, Abdomen und Beine bleifarben, Pp lichtbraun,
weisslich und dunkelbraun gefleckt. - aenaria suhsp. nov. (117 a) ist beim ? unterseits noch bunter als das
dargestellte lemonias -? und führt manchmal blauweisse Subapicalbinde der Vflgl. Neben grauen? der Trocken¬
zeitform treten manchmal auch solche mit pfirsichblüt- oder fleischfarbener Unterseite der Hflgl auf, wie auch
Moore ein cT (Lepid. Indica Bd. IV, Taf. 313 c) darstellt. — - persicaria form. nov. In Kaschmir, Ceylon, Siam
und Süd-Annam tritt eine habituell sehr kleine Form in Erscheinung, die mir sowohl in der Regen-, Intermediat-
und Trockenzeitform vorliegt. — vaisya suhsp. nov. (Vaisya ist die niederste der indischen Kasten). Keines
meiner Exemplare der Trockenzeit zeigt das kleinere Analauge der Hflgl-Oberseite, das umgekehrt meine sämt¬
lichen cfcf1 und ?? von aenaria aus Formosa besitzen. Dagegen wechseln Stücke mit verdoppelter vorderer
Ozelle der Hflgl mit solchen, die nur ein einfaches Auge führen, ab. Vermutlich gehören auch die in West-
Luzon fliegenden lemonias zu vaisya. Nach Moore ist vaisya in Bombay sehr gemein und Aitken glaubt, dass
ihr vielfach desolater Zustand auf Angriffe der Eidechsen zurückzu führen ist, die lemonias als Favorit¬
nahrung betrachten.
P. erigone und deren Ausstrahlungen ersetzen in Makromalayana und Java sowie den papuanischen
Inseln die vorige Art. erigone differiert von lemonias in der Hauptsache durch das Vorhandensein einer com-
pletten Ozellenkette der Oberseite der Hflgl, auch sind die Zeitformen weniger scharf geschieden, denn auch
bei den extremsten Exemplaren der regenarmen Periode verblasst das Gesamtcolorit nie so vollständig wie bei
den continentalen lemonias. Dagegen neigt erigone viel mehr zu Farbenabweichungen als die überaus constante
indische Vikariante. erigone fehlt in Sumatra und Borneo ; es befindet sich aber ein Exemplar aus dem
Museum in Singapore in meiner Sammlung mit dem Etikett: Johore. — erigone Cr. zählt namentlich im
östlichen Java zu den häufigsten Faltern, der dort etwa bis 800 m Erhebung auf den Vorbergen des Tengger-
Gebirges fliegt, mir aber auch aus dem Westen der Insel aus der Umgebung von Sukabumi vorliegt. Grund¬
farbe lichtbraun mit schwärzlicher Umrahmung und rotbraunen Ozellen der Flügel sowie fahl und gelblichen
Fleckenreihen der Vflgl. ? heller mit ansehnlicheren Ozellen. Unterseite der Vflgl wie bei lemonias mit
grossem schwarzen rotumringeltem Augenfleck; Hflgl auf graugelbem Grunde rotbraun und schwarz marmoriert,
persiccata form, nov ., die Generation der trockenen Zeit, zeigt eine monoton rotgraue Apicalpartie der Vflgl
und eine ebensolche Unterseite der Hflgl. Java, Bawean, vom Juli bis September sehr häufig, Kangean, Bali,
Lombok (April, auf 600 m von mir gesammelt), dann auf sämtlichen Inseln von Mikromalayana bis Babber
Kalao (Dezember). Von Lombok an ostwärts beginnt, sich ein Teil der Exemplare und besonders jene der
Intermediat- und Trockenform aufzuhellen. Das Braun verschwindet und geht in ein der expansa (117 a)
Ausgegeben H. IV. 1912. PRECTS. Von H. Fruhstorfer. 521
mehr oder weniger gleichendes Gelbrot über. — walkeri Btlr. (Type vom Inselchen Sernao, westlich von
Timor.). Als grosse Seltenheit taucht walkeri bereits auf Java auf, aber je weiter nach Osten erigone vordringt,
desto mehr häufen sich die gelben Exemplare. Auf Key scheinen überhaupt nur noch solche aufzutreten
und am reinsten zeigt sich die helle Verfärbung auf den Inseln der Timor-Lautgruppe, wo expansa Btlr. \ 1 ITaj
ausschliesslich vorkommt. — gardineri Frühst. (= celebensis Btlr.) ist eine sehr grosse Form, oberseits erheb¬
lich verdunkelt mit relativ kleinen gelblichen Makeln der Vfl gl und kleinen, lebhaft rot umringelten Augen der Hflgl.
Ziemlich selten, von mir im Januar bei Patnunuang Asue, Süd-Celebes gefangen. - Ihr schliessen sich die
Exemplare von Buru und Saparua in meiner Sammlung an. Röber nennt auch Ceram als Flugort und Simim.i;
Südost-Mindanao. — Auf den Aru-Inseln dagegen tritt ein ausschliesslich papuanisches Färbungsmotiv in Er¬
scheinung als antigone Fldr., im Flglschnitt und der Zeichnung leucophora (117 b) genähert, doch mit kleineren
weissen Makeln der Vflgl und proximal breiter schwarz begrenzten satter braungelben Ozellen der Hflgl.
tegea subsp. nov. umschreibt eine distincte Form der Collection Staudinger mit doppelt so breiten weissen
Makeln der Subapiealbinde der Vflgl, als wir siebei antigone gewahren. Insel Waigiu. — tristis Misk. (117 b)
mit der Type aus British Neu-Guinea ist das melanotischste hisher bekannte Extrem der Collectivspecies. $
etwas grösser, mit rundlicherem Flügelschnitt und markanteren, teilweise auch reiner weissen Flecken der
Vflgl. Ozellenkette der Hflgl mit mehr wie bei leucophora (117 b) proximal rotbraun umzogenen Augen der Hflgl.
Sehr selten in der Astrolabe-Bai, häufiger bei Finschhafen und Simbang vom November bis März. — iona Sin.
ist eine etwas hellere Form von Holländisch Neu-Guinea mit bleich olivenfarbener Basalhälfte der Oberseite.
Unterseite weniger rötlichbraun als antigone von Aru. Aus der Humbold-Bai, mir in natura unbekannt,
leucophora Frühst. (117 b, ? statt cf). Das cf differiert vom abgebildeten ? durch etwas dunkleres Grund-
colorit, kleinere weisse Flecken der Vflgl. Unterseite wie bei allen papuanischen Formen von antigone Fldr.
an graubraun mit weisslicher Bestäubung des Apicalteils der Vflgl und weisser Doppelbinde distal vom Anal¬
auge der Vflgl, sowie einer leicht angedeuteten Serie von drei bis vier weissen Wischflecken proximal von
der Ozelle, die bei den ?? deutlicher ist und die Fortsetzung der subapicalen Fleckenbinde bildet. Bei iona
Sm. und tristis fehlt jedoch die innere weisse Fleckung. Kiriwina und Fergusson-Inseln.
P. timorensis eine aparte nur den Inseln der Timorgruppe eigentümliche Spec-ies. cf dem ? ziemlich ähn¬
lich. Grimdfarbe dunkelbraun, nach aussen etwas aufhellend. Vflgl stets mit einer kurzen weissgelben Schräg¬
binde und einem Subapicalfleckchen; Hflgl mit zwei deutlichen Ozellen von denen die vordere fast immer ver¬
doppelt ist, manchmal auch nach hinten ein Nebenauge zeigt. Beim ¥ ist in der Regel auch ein Intramedian¬
auge vorhanden. Zwei Zeitformen, von denen die grösseren Exemplare der Trockenzeit eine grau marmorierte,
die kleineren der Regenperiode eine schwarze Unterseite zeigen. Die hei letzterer weisse Halbbinde des ¥
kann unterseits bei der regenarmen Periode manchmal braun überstäubt und gelegentlich fast unkenntlich
sein. Die Ausdehnung der Fleckenreihe der Vflgl-Oberseite wechselt je nach der Heimatinsel oder der Jahres¬
zeit. — valesca Frühst. (117 a) von der wir ein ¥ abbilden ist etwas grösser und distal lichtergelb als Exem¬
plare von Wetter und Sumba. Durch Everett auf Alor entdeckt. — timorensis Wall., von Timor beschrieben
und in Anzahl aus Wetter und Letti in meiner Sammlung, führt etwas breitere weisse Binden, namentlich auf
der Unterseite der Vflgl. — cibota subsp. nov. bezeichnet die habituell viel kleinere Form der Insel Sumba,
bei welcher die timorensis sonst characteristische weisse distale Umrahmung der Unterseite aller Flügel beinahe
fehlt. Ich besitze unten fast ganz schwarze (Regenzeit) und leichthin blaugrau melierte cfcf (Trockenzeit).
Ferner cf cf mit rein weisser, stattlicher Querfleckung der Vflgl und drei grossen, sowie zwei kleinen Ozellen der
Hflgl (Regenzeit) und solche mit verschwommener Grauschattierung, ohne deutliche Ozellen der Hflgl und ohne
weisse Subapicalfleckung der Vflgl-Unterseite (Trockenzeit).
P. villida eine australische Species, die ostwärts bis zu den Viti- und Samoa-Inseln verbreitet und west¬
wärts bis Sumba und Java vorgedrungen ist. Die Extreme der Variabilität zeigen unsere Figuren 116 e,f.
Die Unterseite wechselt je nach der Zeitform und kann einfarbig graue oder lebhaft rotockergelb gebänderte
Hflgl zeigen. Die Vflgl tragen stets ein ausgedehnt rotgelb umrahmtes Analauge, ausserdem ist auch noch die
Zelle von zwei rötlichen Striemen durchzogen. In der Regenzeitform findet sich dann noch eine mit kleinen
blaugekernten Augen besetzte rötliche Submarginalzone, von der in der Form der regenarmen Periode nur
kleine Punkte erhalten bleiben. Beide Flügel dann noch mit einer subterminalen Serie schwarzer Punktflecken,
markant bei der Generation der Regenzeit, im Grau sich verlierend bei der Winterform. Die Falter fliegen auf
offenen Plätzen, sich zeitweilig mit ausgebreiteten Flügeln auf den Boden setzend. Rp nach Dr. Pagenstecher
und Mathew auf Plantago major und lanceolata, auch auf Antirrhinum und anderen Pflanzen, wie Daphne. Die
vollerwachsene Rp 37 — 40 mm lang, cylindrisch sich nach vorne verjüngend. Schwarzbraun, mit einer Reihe
von dorsalen, subdorsalen an imd unter den Stigmen stehenden kurzen, stumpfen fein verzweigten Dornen. Jedes
Segment mit einem grauen suprastigmatalen Mondfleckchen und einer weissgrünen Linie. Kopf schwarz, herz¬
förmig oben eingeschnitten, mit einem kürzern Dorn an jeder Seite und sparsam mit feinen schwarzen Haaren
bekleidet. Das zweite Segment zeigt, wenn der Kopf zum Fressen ausgestreckt wird, einen orangefarbenen Hals¬
kragen. Beine schwarz, Bauch und Afterfiisse mit braungelben Flecken. Pp kurz, dick, an der Unterseite
von Blättern, an einem Stamm oder Stein angeheftet, dunkelbraun mit grauen Flecken. — phylace subsp. nov.
IX 66
walkeri.
expansa.
gardineri.
antigone.
tegea.
tristis.
iona.
leucophora.
valesca.
timorensis.
cibota.
phylace.
522
P RE CIS. Von H. Fruhstorfer.
procax.
villida.
astrolabi-
ensis.
bismarcki-
ana.
taitica.
samoensis.
orithya.
isocratia.
hainatiensis.
ocyale.
phycites.
swinhoei.
die kleinste bisher bekannte Form. Oberseits mit sehr schmaler gelber Subapicalfleckung und proximal noch
weniger als bei taitica aussfli essender Uzellenperipherie. Unterseite zierlicher als bei verwandten Formen, Hflgl
fast grauweiss, mit einer schmalen, beinah weissen Medianbinde, die proximal von zarten schwarzen Schatten
und distal von einer ebensolchen Wellenbinde begrenzt ist. Ozellenvorhof nur leichthin gerötet. Saumbinde
wiederum grauweiss. Doherty fielen diese reichgezeichneten Exemplare bereits auf. phylace lebt nach ihm
in den sterilen Ebenen der Insel und ist sehr selten. Mir liegt nur die Regenzeitform vor. Exemplare der
Trockenzeit sind vermutlich grösser, denn 2 cfo71 aus der regenarmen Periode von Tenimber und Kisser sind
die grössten unter 34 villida meiner Sammlung. Bei dieser, procax form, nov., verbreitert sich die Ocellen-
peripherie bis zur Flügelmitte. Augen prominent blau gekernt. Unterseite sandfarben grau mit verblasstem
Rot in der Zelle und am Analauge. — villida F. bewohnt ganz Australien und tritt als echter Wandervogel
auf alle benachbarten Inseln über, so auf Tasmania, Neu-Hebriden, Neu-Caledonien, Key, Aru, Christmas-Insel
und Java, wo sie Horsfield einmal gefunden hat. Butler unterscheidet vier Zeitformen; die nasse und trockne
Phase, und dann jeweils eine Uebergangsform. Mir liegen nur recht kleine, einer Intermediatform angehörige,
oberseits innerhalb des roten Hofes schön grünblau angeflogene Exemplare vor; eine Färbung, welche die
sonstigen villida meiner Sammlung nicht haben. — astrolabiensis Hag. bedeutet eine im allgemeinen ver¬
dunkelte Form, deren Ozellenumringelurig der Hflgl in der Regel, wenigstens bei den cfcf getrennt steht. Bei
den ?? allerdings ist dieser Vorhof meistens vereinigt. Zu ihr kann man auch die Bewohner der Molukken
rechnen. — Als bismarckiana Hag. wurde eine sehr kleine Satellitinselrasse separiert mit Confluenz der Ozellen-
peripherie. Bismarck-Archipel, auch auf einer Anzahl nördlicher lnselfluren, wie jene der Marshall- und
Karolinengruppe. (Yap, Palauj sowie der Salomonen. — Als taitica Seitz i. 1. circulieren oberseits auffallend
blass und ausgedehnt rotgelb colorierte Stücke, wie sie mir von den Marquesas-Inseln und ähnlich von Fidji
vorliegen. Butler nennt auch die Gilbert-, Ellice- und Schiffer-Inseln, Mathew die Freundschafts-Inseln und
Royuman als Fundorte. Abgesehen von der Sumba-Rasse ist wohl keine Form beständig und gelten die Namen
mehr als Lokalitätsbezeichnung, wie als Umschreibung gut fixierter Inselrassen. Exemplare von Samoa wurden
1910 als samoensis Reh. beschrieben. Differiert von australischen villida durch geringere Grösse (19 — 25) gegen
22 — 27 mm) und die zusammengeflossene gelbrote Einfassung der blaugekernten Augen. Grundfarbe durchwegs
dunkler. Saugt mit Vorliebe auf Mimosa pudica. Upolu, Samoa, häufig im Mai.
P. orithya, eine Art von regster Wanderlust und Expansionsfähigkeit, ist von West-Afrika bis Australien
und dessen nördlichen Inseltrabanten verbreitet. Geographisch von grösster Empfindlichkeit, zerfällt sie in
eine lange Kette von Territorial- und Inselrassen, doch scheint es, dass sie auf aethiopischem Boden constanter
ist, als unter orientalischer Sonne. Ihre Abzweigungen wurden wiederholt genau studiert und Aurivillius hat
allein zur Aufzählung der älteren Literatur 1882 zwei Grossquartseiten füllen müssen, denn schon seit Linne’s
Zeiten sind drei Vikarianten bekannt, die stets verwechselt wurden. Wie alle Junonia hat auch orithya in
China den Höhepunkt der Entwicklung als orithya L. (Bd. 1, p. 197) erreicht, sowohl im Habitus- als auch im
Färbungscharakter der Ozellen der Hflgl. Nur der blaue Analfleck der V fl gl ist in der Regel kleiner (manch¬
mal sogar ganz verschwunden) als bei orithya von anderen Lokalitäten. Besonders schön sind Exemplare der
Trockenzeit (Bd. 1, p. 197 Taf. 62b). — fa. temp. isocratia Hbn. (Leech, Butt. China etc., Fig. 10 cf, Fig. 8 ?),
mit deutlich rot geringelten Ozellen und blau bestäubtem Distalsaum der Hflgl der cfcf und aschgrauer Hflgl-
Unterseite. Das ? ist polychrom. Es existieren Exemplare, bei denen die Hflgl-Oberseite durchgehends dunkel
rauchgrau ist (Leech Fig. 7 und Seitz Bd. 1, Taf. 62c) und solche, die eine violette oder blaue Aussenhälfte zeigen
(Cramer, Pap. Exot., Taf. 19, Leech Fg. 8 und Seitz, Bd. 1, Taf. 62 b). Slidwest-China, Süd-Formosa, sehr häufig
bis 1500 m, Ishigaki (1 ? mit gelblichem Bezug zwischen den Ozellen auf der Hflgl-Oberseite), Süd-Japan.
Während in China ?? der Regenzeitform auftreten, welche Blau auf der Hflgl-Oberseite tragen, existieren auf
Formosa anscheinend nur zwei Färbungsrichtungen, welche an die Jahreszeit gebunden sind. So haben sechs
?? der nassen Periode nur eine gelbliche oder gelblichgrüne Subanalzone der Hflgl, jene der regenlosen Zeit
aber ein mehr oder weniger intensives, von hell- zu grünblau variierendes Distalfeld. — hainanensis subsp.
nov., nach einem ? der Sommergeneration beurteilt, führt ein schmales lichtblaues Submarginalgebiet der Hflgl-
Oberseite und ein noch mehr als bei chinesischen ?? ausgedehntes gelbliches Feld der Vflgl, sowie einen auf
fallend breiten cremefarbenen Distalsaum der Hflgl. — Exemplare von Tonkin, Annam und Siam vermitteln den
Uebergang zu ocyale Hbn. von Vorderindien. Auch bei ihnen gibt es im Anschluss an chinesische orithya -??
der Regenzeit mit schön blauem Feld der Hflgl; phycites form. nov. ( phycites , ein uns imbekannter Edelstein
der Alten), welches niemals proximal geradlinig oder sonstwie scharf abgegrenzt ist. Rp ausser auf Hygro-
phila auch auf Antirrhinum orontium. In Sikkim bis 9- und 10000 Fuss Erhebung ansteigend. Exemplare der
Trockenzeit sind sehr klein ; ein cf aus Sikkim hat zudem auch oberseits einen weissen Apex der Vflgl. Auf
trocknen, steinigen Plätzen; ein echter Falter des Dekan und häufig in Gesellschaft von J. liierte mit der
zusammen sie voll Behagen niedere Blumen manchmal in grossen Mengen umschwärmen. Zu ocyale gehören
die grösste Anzahl der Exemplare aus Tonkin, ferner alle Stücke aus Annam und Siam, Sikkim, Assam, Tenas-
seri.m. — Als swinhoei Bf Ir. wurde eine Form abgetrennt mit während des ganzen Jahres über gleichbleibender
steingrauer Unterseite, die immer das Colorit der regenlosen Zeit bewahrt und oberseits durch scharf abge¬
schnittenes schwarzes Basalfeld und stets lichtblaues, nicht mit der Innenhälfte verschwommenes Colorit des
PRECIS. Von H. Fruhstorfer.
523
Distalgebiets der Hflgl, sowie vermehrtes subanales Blau der Vflgl-Oberseite charakterisiert ist. Mir in Anzahl
aus der Umgebung von Mardan, Nordwestprovinz, vorliegend und in allen trockenen Teilen des westlichen Indieri-
und des West-Himalaya vorkommend, nordwärts bis Quetta in Baludschistan’ dann aber ohne scharfe Grenze in
die östliche ocyale übergehend. — patenas subsp. nov. ist eine in der Regenzeitform äusserst zwerghafte
Rasse der Insel Ceylon. ? oben entweder braun, oder der Form pliycites angehörend. Vflgl mit zierlichen,
schmalen aber sehr deutlichen, nahezu weissen Binden und grossem quadratischen subanalen Blaufleck. Unter¬
seite weniger bunt gesprenkelt wie bei ocyale von Sikkim und Assam. Ceylon, auf den Patenas, staubigen
und trocknen Weideplätzen, bis 1000 m Höhe. — here Lang (Bd. 1, p. 197) bewohnt die asiatische Türkei
und Arabien; boopis Trim. das südliche und östliche Afrika und madayascariensis Gu6n. die gleichnamige
Insel. Die Serie der makromalayischen Zweigrassen beginnt mit wallacei Dist., einer Form mit sehr bunter,
reich rotbraun marmorierter Unterseite und ausgedehntem blauen Anflug der Vflgl-Oberseite. ? braun mit
relativ schmalem gelblichem Intramediangebiet zwischen den Ozellen der Hflgl: Malayische Halbinsel. Nicht
sehr häufig. — minagara Frühst, ist eine gut differenzierte Lokalform, mit sehr breiter hellgelber Subapical-
binde der Vflgl und breitem, gelblichem Aussensaum der Hflgl-Oberseite, der manchmal über die innere
schwarze Submarginalbinde hinaus noch zwischen den Ozellen bemerkbar wird. Lucas hat sie recht kenntlich
abgebildet, auch Godart kannte sie schon aus Java, vermengte sie aber mit den vorhergehenden, kontinentalen
Formen und den Chinesen. ¥¥ aus Ost-Java sind merklich kleiner als westjavanische, führen aber dennoch eine
breitere gelbliche, proximal schärfer abgesetzte, mehr geradlinige Binde der Vflgl. Java-Stücke differieren
von wallacei Dist. durch die viel hellere Färbung der Vflgl, die reicher rotgerandeten Ozellen und den weiss-
lichen Anflug innerhalb der Submarginalbinde der Hflgl. Semper hielt sie für synonym mit wallacei Dist. und
Niceville schloss sich seiner Ansicht an. Es verging somit über ein Jahrhundert, ehe die schöne Lokal¬
rasse, die Hübner zuerst abbildete, zu ihrem wohlverdienten Platz in der Systematik gelangte. West- und Ost-
Java. Bali. Die % forma pliycites ist sehr spärlich, nur ein geringfügig blaugriin angeflogenes ¥ auf 9 braune ¥2.
— sumatrana Frühst. Gelbe Schrägbinde der Vflgl breiter als bei wallacei. schmäler als bei minagara , Ozellen
der cf -Hflgl grösser als bei wallacei , Ozellen der ?-Hflgl kleiner als bei Javanen. Gelber Distalsaum der Hflgl
schmäler als bei minagara. Die ¥-Form pliycites durch Exemplare mit abgeschwächter, fahlgrüner Zone
der Hflgl als grosse Seltenheit noch vorkommend. In den Lalang-Savannen manchmal in erdrückender Anzahl,
auf Grasstengeln oder mit ausgebreiteten Flügeln auf dem Erdboden. — baweana Frühst., bildet den geogra¬
phischen und morphologischen Uebergang von 'minagara zu mevaria. Die gelbe Binde der Vflgl hält
die Mitte zwischen beiden Rassen. Bawean, häufig vom Juli bis September, vermutlich auch Kangean.
metion Frühst. Exemplare von Nord-Borneo differieren von wallacei Dist. durch heller gelbe und stark
reduzierte Subapicalbinden der Vflgl, wodurch die schwarze Apicalfärbung gewinnt. Die Unterseite ist dunkler
im Analwinkel der Vflgl und in der Submarginalzone der Hflgl schwärzlich anstatt braun. Ein cf aus Sandakan
besitzt wesentlich breitere Vflglbinde als cf cf vom Sultanat Brunei und eine nur punktgrosse vordere Ozelle der
Hflgl-Oberseite. — leucasia subsp. nov. zeigen ausserordentlich grosse, orangefarbene cellulare Makeln auf den
Vflgln und sehr grosse, schwarze vordere Ozellen der Hflgl-Oberseite. Die Unterseite aller Flügel ist genau so
verdunkelt wie bei Borneo-Exemplaren und der rotgelbe Verbindungsstreifen der subterminalen Augen der Vflgl
ebenso prominent wie bei minagara Frühst, von Java. 5 cf cf aus Luzon in meiner Sammlung, nach Semper
jedoch auf allen Philippinen und in zwei Generationen. Beide Geschlechter der Jolo-Inseln schliessen sich
mehr der Sandakan-Rasse an. — mevaria Frühst. ( 1 1 6 f) bewohnt Micromalayana, von Lombok bis Kalao, mit
Ausschluss der Timor- und Tenimber-Gruppe. Distant hat richtig vorausgeahnt, dass seine wallacei wohl nicht
über die W ALLACE’sche Grenzlinie hinausgehen würde, denn die Java-Form minagara Frühst., die er für identisch
mit der Perak-Rasse hielt, verschwindet in Lombok. Von Bali besitze ich leider kein Material, es ist aber
wohl denkbar, dass die Bali-Exemplare den Javanen gleichkommen. Jedenfalls hat sich die Lombok-Rasse,
welche ich mevaria nannte, erheblich von minagara differenziert, die gelblichen Subapicalbinden sind ähnlich
wie bei metion verschmälert, auch ist die ockerfarbene Umgrenzung der Vflgl-Ozellen sehr vermindert und hat
sich die schwarze Grundfarbe weiter ausgedehnt, was namentlich im Apic-alteil auffällt. Die oberste Ozelle
der Hflgl verdunkelt sich in der Regel und bleibt kleiner als bei Java-Stücken. Die Unterseite wird dunkler,
die Färbung bräunlich, anstatt ockerfarben. Auch das ¥ zeigt schmälere Subapicalbinden und kleinere Ozellen
auf allen Flügeln. Auch verschwindet der gelbe Anflug zwischen den Augen der Hflgl. Es treten zwei ¥-
Formen auf: eine gleichmässige rauchbraune und eine häufigere Aberration mit blauer oder violetter Submarginal¬
zone der Hflgl, während Java-¥¥ vorherrschend rauchbraun gefärbt sind. Lombok (Type), Sumbawa, Flores,
Alor, Savu, Kalao. Am herrlichsten ist ein ¥ , vom schmetterlingsberühmten und belebten Plateau von
Sambalun aus 4000 Fuss Höhe, von mir im April 1896 gefangen, mit veilchenblauem Anflug der distalen
Partie der schwarzen Basalregion aller Flügel der Oberseite. Das Kalao-¥ führt sowohl ober- wie unterseits
das ausgedehnteste rotgelbe Colorit, bereits an celebensis und saleyra anklingend. — minuscula Frühst, von
Sumba sind die kleinsten; eine Erscheinung, die sich bei allen Junonia- Arten und bei fast allen Nymphaliden
und Pieriden dieser Insel wiederholt. Alle mir vorliegenden Exemplare zählen zu jenen der Regenzeitform
und ich kenne nur ¥¥ mit brauner Oberfläche und ausgedehntem cremefarbenen Feld zwischen den Ozellen der
Hflgl. — eutychia subsp. nov. stammt von den Inseln der Timor-Gruppe und liegt mir in 8 Pärchen von der
Insel Wetter vor. cf die Mitte haltend zwischen mevaria Frühst, von Lombok und Jciihni (116 f) mit auffallend
patenas.
here.
wallacei.
minagara.
sumatrana.
baweana.
metion.
leucasia.
mevaria.
minuscula.
eutychia.
524
PY RAM EIS. Von H. Fruhstorfer.
kühni.
palea.
saleyra.
celebensis.
orthosia.
novaegui-
neae.
neopomme-
rana.
albicincta.
hierta.
kleinen schwarzen Augen der Oberseite der Hflgl. ?, obgleich einer unten sehr bunten Regenzeitform ange¬
hörig, oberseits mit stattlichem lichtblauem distal etwas gelblich aufgehelltem Submarginalgebiet, während
sowohl die ?? aus Sumba, wie auch jene von kühni braun bleiben. — kühni Frühst. (116 f). Auf den Tukan-
Resi-Inseln, südöstlich von Celebes, erscheint eine auffallende Lokalrasse, die ich nach ihrem Entdeker, Herrn
Heinrich Kühn benannte. In der Gestalt und dem spitzen Flügelschnitt steht sie albicincta Btlr. von Australien
und Wetter sehr nahe. Die gelbliche Subapicalbinde ist noch mehr reduziert als bei mevaria, besteht aus
vier Flecken, die durch breite, schwarze Adern isoliert werden, während sie bei allen anderen Lokalrassen
Zusammenhängen. Die Apicalozelle der Hflgl ist ganz schwarz und bei drei Exemplaren sehr klein, der
Distalsaum der Hflgl bis zu den Medianen blau oder schwärzlich, während er bei albicincta durchgehend
weisslich erscheint. Das ? hat im Verhältnis zur Grösse noch schmälere Subapicalbinden und sehr breit
ockerfarben geringelte Ozellen auf allen Flügeln. Auf der Unterseite ist der Analwinkel der Vflgl schwärzlich,
die Submarginalzone der Hilgl reich ockerfarben, mit deutlichen, blau gekernten Ozellen. Die Vflgl sind
reich schwarz dotiert, kühni ist etwas grösser als die Sumba-Exemplare, viel kleiner als celebensis Stgr.
und mevaria Frühst. Rinongko, Kalidupa. (10. — 13. Dezember.) — palea subsp. nov. gleicht oberseits
kühni-¥ , ist jedoch habituell grösser mit breiterem gelben Shawl der Vflgl und viel kleineren violett gekernten
Ozellen der Hflgl; Oberseite der Vflgl braun mit lichtviolettem analem Anflug. Distalsaum der Hflgl ausge¬
dehnt weiss, dadurch an albicincta Btlr.-¥ von Australien gemahnend. Hflgl unten vorherrschend graugelb, mit
ansehnlicher, fast weisser Medianbinde. Tenimber. — saleyra subsp. nov. vermittelt den Uebergang von den
micromalayischen Rassen zu der prächtigen Form des südlichen Celebes, die unter den rund 200 Exemplaren
meiner Sammlung hervorragt, durch noch mehr als bei minagara ausgeflossenes Rotorangegelb der Submarginal¬
partie der Vflgl, sowie der nach hinten ausgedehnten Ozelle der Hflgl. saleyra -? ist dunkler braun als
celebensis -¥, führt verengte gelbe Rinde der Vflgl und kleinere rote Augen der Hflgl. Die Unterseite zeigt
eine rauchbraune statt rote Submarginalpartie der Hflgl. Saleyer, Flugzeit November. — celebensis Stgr. hat
ausserdem auch unterseits, die am intensivsten rot bemalten Stellen der Distalhälfte aller Fiigel; ? oberseits
mit rötlicher Intramedianzone zwischen den grossen rotgelben Augen. Süd-Celebes, von mir im Januar und
März von der Küste bis 1000 m Höhe, am Pik von Ronthain angetroffen. — orthosia Godt. (= royeri Voll,, =
orbitola Sivinh) ( 1 1 6 f . als orithyia bezeichnet) hat umgekehrt beim cf fast gar kein Rot auf den Vflgl, dagegen
beim ¥ eine vollkommene Ozellenconfluenz. Das vordere Auge mit einer violetten, doppelt weissgekernten
Pupille geschmückt. Unterseite mit sehr grossen schwarzen Flecken der Hflgl. Südmolukken, mir nur von Saparua
vorliegend. — novaeguineae Hag., nach einem cf aus Stefansort beschrieben, wo die cfcf nach Hagen in wilder
Flucht allen Fangversuchen spotteten, und in drei cfcf in meiner Sammlung, schliesst sich an mevaria Frühst.
von Loinbok au, nur führen die Exemplare auf den Hflgl drei rein weisse Terminallinien, wodurch ja auch
die Verwandtschaft mit albicincta von Australien angedeutet wird. Unterseite der Hflgl mit scharf begrenzter relativ
schmaler Submarginalbinde, die nach innen von einer fast rein weissen Medianbinde begleitet wird. Anscheinend
sehr selten. ¥ unbekannt. — neopommerana Ribbe , mir in natura nicht zugänglich, ist gleichfalls unterseits
lebhaft rostbraun gezeichnet. ¥ oberseits rotbraun. Neu-Pommern, am Strand bei Ralum, selten, im Mai. —
albicincta Btlr. endlich ist eine körperlich kleine Form, ohne subapicale Rötung der Vflgl, aber rein weisser
Umrandung der Hflgl. ? etwa wie jenes von der Insel Wetter, Distalgebiet aber lichtblau. Ozellen klein, lila.
Die Schrägbinde der Unterseite auf den Vflgln beim cf bis zum Terminalrand durchgezogen. Von Queens¬
land bis zum Cape York.
P. hierta F. (= oenone Cr.) (Ed. 1, p. 197, Taf. 62 b) von Eombay und dem West-Himalaya bis
Süd-China, Hainau und Hongkong verbreitet, findet sich als grosse Seltenheit auch im Tiefland von Ceylon,
auf den Andamanen und dem Mergui- Archipel. Ich selbst traf sie inmitten der Millionenstadt Canton und in
Siam. Obwohl oberseits von schreiender Farbe, wissen die Falter sich vermöge ihrer grauen Unterseite im
dürren Gras sicher zu verstecken. Sie lieben wie alle Mitglieder der Gattung den heissesten Sonnenschein,
steinige vegetationslose Orte und sind am • zahlreichsten in der regenlosen Zeit.
19. Gattung: Pyrameis Hbn.
Vflgl mit rücklaufender Ader an der mittleren Discocellulare, die Subcostaläste weniger dicht stehend
als bei Vanessa. Klammerorgane jedoch im engsten Anschluss an Vanessa, der gesamte Apparat stark chiti-
nisiert und daher kaum transparent. Uncus jedoch nicht wie bei Vanessa dorsal lamellenartig, muldenförmig
vertieft, ventral in einem grösseren wulstartigen Gebilde versenkt, sondern analog den Arten des Subgenus
Junonia einfach, kurz, scharf nach unten gekrümmt. Die Valve zeigt dagegen bereits die Eigentümlichkeit
aller echten Vanessiden, nämlich eine wappenschildartige Verbreitung, die im Gegensatz zu Junonia nach einer
Zeichnung Scudders (Eutt. New England) basal verengt ist und dort einer Kinnlade gleicht (P. cardui). Die
Arten der Gattung von grosser regionaler Ausdehnung, eine von ihnen im ganzen nicht-borealen Asien, auf
allen Archipelen imd in Australien (cardui). Die übrigen von alpiner Lebensweise.
P. cardui (Ed. 1, p. 1 99, Taf. 62 d) die „painted lady“ der Engländer, ,, belle dame“ in Frankreich, hime
tateba oder kirne cho cho „das rote Mädchen“ der Japaner. Von Eombay bis Rirma und Ceylon, sowie den
PYRAMEIS. Von H. Frijhstorfer. 525
Andamanen auf indischem Boden; und wenn auch selten von der bengalischen Fbene bis hoch hinauf ins Ge¬
birge, wo er ungeheuer häufig wird, sich noch auf ca. 4000 m Höhe heimisch fühlt und gelegentlich zu Wander¬
schwärmen zusammenrottet cardui L. erscheint in besonders kleinen Exemplaren auf der grasigen Battak-
hochebene in Sumatra und auf dem Tengger-Gebirge in Ost-Java, während auf den Vulkanen des Westens
eine stattliche Form fliegt mit sehr grossen schwarzen Punkten der Hflgl-Oberseite. West-Javanen gleichen
somit den japanischen Exemplaren, die als japonica Stich, wegen ihrer Grösse abgetrennt wurden. Die übrigen
von ihrem Autor angeführten Differenzialcharaktere sind unzutreffend und nicht stichhaltig. — japonica fing ich
im September auf Tsushima, cardui ist häufig auf Formosa, sehr selten im Nordwesten von Luzon und auf
Palawan. kershawi McCoy umschreibt eine scharf geschiedene Territorialrasse, welche ganz Australien be¬
wohnt und auf der Oberseite der Hflgl drei intramediane blaue Submarginalaugen trägt. Die Unterseite
der Hflgl ist dunkler mit mehr grauweissen statt gelblichen Längsbinden. — • suffusa Oll. bezeichnet eine
verdunkelte Aberration aus Neu-Süd-Wales, und elymi Ramb. (Bd. 1, p. 199) fing ich auf dem Plateau von
Pangalenga auf 1500 m Erhebung in West-Java.
P. indica (Bd. 1, p. 199) dürfte, wie die vorige Art, palmarktischen Ursprungs sein und ist vermutlich
von China aus auf die Südabhänge des Himalaya und die Philippinen übergetreten. Die Art wurde von mir
im südlichen Celebes entdeckt, wohin sie vermutlich auf dem Umwege über die Philippinen gelangt ist. Nach
Oberthür kommt sie auch in Australien vor und Alfken erwähnt sie als atalanta von Neu-Seeland. Drei
Arealformen sind zu erwähnen: indica Hrbst. (Bd. 1, Taf. 62c) wird gelegentlich in Bombay gefunden, hat
jedoch ihr Hauptquartier in den alpinen Regionen und wurde noch auf 16 000 Fuss über dem Schnee auf
Gletschern als einziger Bewohner dieser kalten und traurigen Region im November im Sikkim-Himalaya beob¬
achtet. Im Nordwest-Himalaya wurden überwinterte Exemplare genau wie bei uns atalanta im Frühling angetrof¬
fen. An der birmesisch-chinesischen Grenze wird indica bereits selten. Nach Walker selten auf Hongkong vom
Dezember bis Mai, häufiger im Chusan-Archipel. Exemplare von Nordwest-Luzon meiner Sammlung tragen
eine rein weisse Fleckung der Vflgl, sind aber kaum von indischen Stücken zu separieren. — Als asakurae
Mats, wurde eine Form aus Formosa beschrieben mit nur zwei statt der üblichen drei schwarzen Flecken im
roten Feld der Vflgl; die mir durch Herrn Sauter zugesandten, in etwa 4000 Fuss Höhe auf Formosa ge¬
sammelten Exemplare, sind aber weder von solchen, die ich Ende September auf Tsushima gesammelt habe,
noch sonst von indisch japanischen indica abweichend. — buana Frühst, welche als eine von indica Herbst
(calliroe Hirn., callirhoe Mill.) sehr abweichende Lokalform zu betrachten ist. stammt von dem Nordabhang des Pik
von Bonthain, Süd-Celebes aus einer Höhe von ca. 4000 Fuss. Ich nannte die neue Unterart nach dem celebischen
Namen des Berges Bua-Kraeng: buana. — Von den mir aus Sikkim, Japan und Mu-Pin vorliegenden typischen
indica differiert buana durch die viel dunklere schwarzbraune Grundfarbe der basalen Hälfte aller Figl, welche
bei indica matt glänzend, bleich graurot gefärbt ist. Auf den Vflgln bilden die bei indica isoliert stehenden
drei schwarzen Medianflecken, von welchen der oberste in der Zelle lagert, eine zusammenhängende Binde. Die
weissen Apical- und Subapicalfleckchen und Punktreihen sind viel kleiner als bei indica. Der Terminalsaum
der Hflgl von buana ist analog dem von indica , dagegen haben die in der roten Submarginalbinde einge¬
streuten vier Fleckchen eine helmartige, bei indica längliche Form. Vier Exemplare einer weiteren Unterart,
welche ich aus den Bergen Ceylon’s besitze und als nubicola Frühst. (117 c) beschrieb, entfernen sich noch
mehr von typischen indica, weil bei ihnen der ganze Aussenrand der Hflgl intensiv und breit schwarz gesäumt
ist, während buana und indica nur einen obsoleten schmalen Analsaum zeigen. Alle übrigen bei buana auf¬
geführten Abweichungen gelten auch für nubicola. Beide haben auf den Vflgln wegen der vorherrschenden
melanitischen Färbung des Basal- und Apicalteiles eine schmälere rote Medianbinde, welche in buana ähnlich
wie indica rötlich braun aussieht, bei nubicola aber intensiv carminrot gefärbt ist. Bei indica steht der
schwarze Fleck in der Zelle inmitten der hellroten Medianbinde, nubicola hat das Schwarz bereits so ausge¬
dehnt, dass nur noch eine dünne, dunkelrote Kurve offen bleibt, und in buana ist jede Spur von Rot ver¬
schwunden und vereinigen sich die tief schwarzen Flecken zu einer zusammenhängenden Medianbinde, welche
sich an die braunrote Fliigelbasis anschmiegt und mit dieser zusammenfliesst. — Die Rp von nubicola lebt an
Urtica nelgherriensis, der Falter auf Höhen von 3—6000 Fuss in bewaldeten Strecken, kommt aber fast nie in
continentale Sammlungen. Bei Nuwara Elliya und auf den Horton Plains fast das ganze Jahr über fliegend.
— pholoe subsp. nov. aus den Nilgiris, welche ich am British Museum sah, vermittelt den Uebergang von
nubicola zur nördlichen indica , die rote Schrägbinde der Vflgl verfärbt sich nach aussen in orange und die
Hufeisenfigur der Zelle der Vflgl verbreitert sich wieder etwas, verliert also die für nubicola so charakteristische
fadendünne Form. Auch die Hflgl erscheinen am Distalsaum erheblich aufgehellt.
P. samani Hag. (117 b) bisher nur in einem Exemplar auf den Karo-Bergen in Sumatra gefunden, ersetzt
dejeani (117 c) auf dieser Insel und differiert von ihrer östlichen Vikariante durch die rotgelbe Oberseite der
Hflgl. (Flugort in 1 — 1200 m Höhe).
P. dejeani, früher nur aus Java bekannt, wurde von mir auch auf Lombok gefunden und wir
dürfen sie demnach bestimmt auch noch von der Insel Bali erwarten. Zwei benannte Eilandformen: dejeani
Godt. (117 c). Unterseite ähnlich samani , welche dejeani mit indica verbindet, aber mit schwarzer Basis der
cardui.
japonica.
kershawi.
suffusa.
elymi.
indica.
asakurae.
buana.
nubicola.
pholoe.
samani.
dejeani.
526
VANESSA. Von H. Fruhstorfer.
Vflgl, welche das Schrägband auf ein mit der Oberseite correspondierendes schmales gelbes Feld einengt. Vflgl-
Zelle nahe der Basis mit einer rötlichen hufeisenförmigen Figur und einem deutlichen blauen Fleck vor dem
Apex. Hflgl gelblic-h-grau mit verschwommenen weisslichen Figuren und undeutlichen rotbraunen und blauen
Ozellen. Das Hauptquartier von P. dejeani ist der Osten Java’s und dort besonders das Tengger-Gebirge. In
Java frappierte mich das Vorkommen eines so pakearktisch aussehenden Schmetterlings wie dejeani nicht im
Geringsten; flogen doch die Falter in einer durchweg europäischen Umgebung und mit Pyrameis cardui zu¬
sammen auf Kartoffeläckern und in, mit Bohnen, Kohl und Salat bepflanzten Gemüsegärten. Diese Gemüse¬
felder erstreckten sich über ein weites Gebiet und bedeckten fast alle Abhänge und Täler der mittleren Region
(von 4000 — 6000 Fuss) des Gebirges, welches bis 8000 Fuss ansteigt. Auf einer solchen Höhe herrscht nun,
trotz der Nähe des Aequators, auch in den Tropen bereits eine höchst angenehme Temperatur, welche Nachts
sogar manchmal auf 12° G. sinkt und den Reisenden zwingt, sich mit warmen Kleidern und Decken zu ver¬
sehen. Es ist deshalb auch ganz natürlich, dass ein solches, dem europäischen ähnliches Klima die Entwicklung
der Pyrameis begünstigt und deren Ausbreitung Vorschub leistet. In West-Java trifft man dejeani schon
spärlicher: ich begegnete ihr nur gelegentlich am Plateau von Pengalengan in ca. 1200 m Höhe und auch am
Tjicorai auf 8000 Fuss Höhe, wo die Falter in den seltenen Stunden klaren Wetters den Gipfel des er-
sambaluna. loschenen Vulkans umkreisen, sonst aber gerne die Blüten des Chinarindenbaums umflattern. — sambaluna
Frühst, entfernt sich von der Java-Rasse durch in der Regel dunklere schmälere und manchmal dicht schwarz
überstäubte Medianbinde der Vflgl-Oberseite. Das ? differiert vom cd, wie auch bei dejeani , durch rundere
Fliigelcontur, reiner weisse und lichter gelbe Zeichnung der Vflgl und fahler lehmgelben Intramediansaum der
Hflgl. Auch auf dem 4 — 5000 Fuss hohen Plateau von Sambulun in Lombok beobachtete ich Pyrameis dejeani ,
welche die dort leider nur zu häufigen und opulenten Urticaceen umflattert, auf denen auch die Rp lebt.
Diese Lombok-Brennesseln werden 1 — 2 m hoch und sind mit so langen imd scharfen Gifthaaren bewaffnet,
dass mich selbst meine starke Drill-Kleidung nicht schützen konnte, sodass ich bei der Jagd auf die dejeani
am ganzen Körper empfindlich verbrannt wurde. Einen passionierten Sammler können natürlich solch kleine
Hindernisse nicht aufhalten, und so gelang es mir auch, in Lombok eine hübsche Serie von dejeani zu¬
sammen zu bringen.
itea. P. itea zerfällt in zwei Ortsformen: itea F. (117 d und e), deren $ und cd, abgesehen von der Grösse,
nur durch etwas intensivere Zeichnung der Unterseite differiert und im ganzen südlichen Australien und dem
lucasi. südlichen Queensland vorkommt und auch auf Neu-Seeland übergeht. — lucasi Misk. ist eine mir in natura
unbekannte, von Waterhouse in seinem Katalog australischer Lepidopteren aufgezählte Form.
P. gonerilla bewohnt Neu-Seeland und wurde durch Dr. Schauinsland auf den Chatham-Inseln entdeckt.
gonerilla. Es sind somit zwei Rassen auszuscheiden: gonerilla F. (117 d), die mir nur von Neu-Seeland vorliegt und in
ida. letzter Zeit nicht mehr nach Europa kommt, und ida Alfken (117 d), von ersterer leicht zu separieren durch
das verbreiterte rote Feld der Htlgl und die buntere Unterseite. Chatham-Inseln, ca. 500 Seemeilen von Neu-
Seeland entfernt. Wegen der in den dortigen Meeren herrschenden heftigen Winde ist es unmöglich, dass die
Tiere hinübergeflogen sind (?). Auch eine Einschleppung ist nicht wahrscheinlich. Es bleibt also nur eine
Annahme übrig, dass die Art sich allmählig aus der P. gonerilla entwickelt hat. Es ist erwiesen, dass einst,
eine Verbindung zwischen Neu-Seeland und den Chatham-Inseln bestanden hat, vielleicht sind beide einmal
Teile einer grösseren Insel gewesen. Diese lässt sich z. B. dadurch begründen, dass der noch jetzt auf Neu-
Seeland lebende flügellose Kiwi, also ein Landtier, sich auf den Ghatham Islands subfossil findet. Zu der
Zeit, als die Landbrücke vorhanden war, als also beide Inseln eine Landmasse bildeten, ist P. gonerilla auch
in der Gegend der heutigen Chatam Islands geflogen. Nachdem in Folge geologischer Umwälzungen diese
Inseln abgetrennt wurden, hat sich gonerilla in den Jahrtausenden ganz allmählig anfangs zu einer geringen
Abänderung, später zu ida Alfk. umgewandelt. (Alfken).
tameamea. P. tameamea Eschsch. (1 17 c), eine weitere hochspecialisierte insulare Form, deren Heimat ausschliesslich
auf die grössten der hawaiischen Inseln beschränkt ist. Die Unterseite wird charakterisiert durch einen schönen
basalen wie Patina aussehenden Anflug und markante weisse Medianflecken. Das Submarginalfeld der Htlgl
erscheint manchmal rosenrot, wie auf unserer Figur, manchmal weisslich.
20. Gattung: Vanessa F.
Die weitverbreiteten Species dieses Genus wurzeln ausnahmslos im palgearktischen Gebiet, dem auch die
etwas von der Form abweichende V. canace L. angehört, wenngleich sie sich in der gesamten orientalischen
Region findet und sogar in ganz Macromalayana vorkommt. Im Gegensatz zu Pyrameis tritt keine Art nach
Australien über. Allen Vanessen, auch den nordamerikanischen, sind hochentwickelte Klammerorgane gemein¬
sam. Der Uncus ist bei V. io zweiteilig, eine kleinere oben vertiefte Lamelle ist in einen grösseren Wulst
eingeschoben. Die Valve, namentlich bei den amerikanischen Mitgliedern, kropfig aufgeblasen, manchmal
dudelsackförmig. Bei io trägt sie eine hippopotamuszahnartige Spitze.
VANESSA. Von H. Frui-istorfer.
527
V. urticae separiert sich auf indischem Boden in zwei Höhenformen, die beide unserm kleinen Fuchs urticae
recht nahe stehen und sehr selten nach Europa kommen, sich fast nie in continentale Sammlungen verirren.
— rizana Moore von nahezu quadratischer Flügelform, führt ein grösseres schwarzes Basalfeld der IKlgl als rizana.
die deutsche V. urticae L., sich somit mehr der nordjapanischen connexa Btlr. und der habituell grösseren
chinensis Leech nähernd. Selten in Sikkim und dort nur gelegentlich von Eingebornen in Native Sikkim ge¬
funden, sonst von Kaschmir bis zum Kumaon-Himalaya von 9 — 17 000 Fuss Höbe. ladakensis Moore (117 e)] ladakensis.
von der wir ein ? aus Ladak abbilden, scheint in Tibet beheimatet zu sein und wird in Sikkim und Nepal
nur an der tibetanischen Grenze gefunden. Die Type stammt aus Ladak, wo die Vanessa auf ca. 5000 m vom
Juni bis August fliegt und nördlich im Karakorum bis nahezu 600C m ansteigt.
V. caschmirensis (Bd. 1, p. 203) verteilt sich in zwei Arealformen auf die Südabhänge des Himalaya.
caschmir-
Sie differiert von den wTfcae- Vikarianten durch schlankere Flügelform und bedeutendere Grösse. — caschmirensis ensis
Koll. ist häufiger als rizana und ladakensis. Flugzeit vom Mai bis Oktober uud an schönen Tagen aucli im
Winter. Rp auf Nesseln. Doherty hat festgestellt, dass die Klammerorgane von jenen der urticae rizana
differieren. Aus der Nordwestprovinz in sieben Exemplaren in meiner Sammlung. Kaschmir. Oberseite mit
breiten, urticae- roten Submarginalbinden. — aesis subsp. nov. (Bd. 1, Taf. 62 f. und IX, Taf. 1 1 7 e) ist von Simla aesis.
und Mussorie an bis Sikkim verbreitet und wurde von mir bei Darjeeling im Mai und Juni gefangen. Nige-
ville aber berichtet, dass aesis dort das ganze Jahr über und von 700 bis 3500 m Erhebung vorkommt, aesis
ist sofort von caschmirensis zu trennen durch die vorherrschend gelbliche Submarginalzone der Oberseite, die häufig
noch über und über schwarz bestäubt ist. Auf der Unterseite bleibt die distale Partie aller Flügel lichter als oben.
V. polychloros wird repräsentiert durch fervida Stdfss. (117 e), einer sehr hellen Form, welche auf fervida.
europäischem Boden ein Analagon findet in dilucida Frühst. (Bd. 1, p. 204) (Type von der Wolga) die hier zum
ersten Male nach indischen Exemplaren aus Mardan der Nordwestprovinz abgebildet wird. Mir liegen 4 cTcf
ein ? von Offizieren der dortigen Garnison gesammelt vor.
V. xanthomelas hat sich leichthin separiert als fervescens Stich. (117 e) mir aus gleicher Quelle von ^j-y^fns'
Mardan zugegangen und nach einem cP von dort dargestellt. Rp auf Celt.is australis, Pistachia integerrima
und gelegentlich auf Weiden. Falter überall selten, gelegentlich überwinternd, dann im Februar hervorkommend.
Eine frische Brut erscheint im März und April, der Schmetterling umflattert dann gerne Rhododendronblüten.
Von Kaschmir, Kangra, Simla und Masuri von Moore erwähnt; es liegen mir mehrere cP cP aus Mardan der
Nordwestprovinz und Kulu, sowie Kaschmir vor.
V. antiopa wurde am Chumbi-Pass und in Bhutan gelegentlich gefunden und Elwes hat sogar eine antiopa.
grössere Anzahl von Exemplaren von Chumbi oder Bhutan durch seine eingebornen Jäger empfangen, die im
Juli und August erbeutet wurden und nach Moore's Figur beurteilt, vermutlich der kleinen Rasse yedanula yedamila.
Frühst, angehören, deren Type von Siao-Lu stammt und sich durch dicht schwarz überpuderten gelben Distal¬
saum der Oberseite aller Flügel von europäischen Exemplaren entfernt. - asopos Frühst, von Japan, ist asopos.
grösser als yedanula , weniger dicht bestäubt, führt aber unterseits analog yedanula einen sehr schmalen
weissen Terminalsaum, während die Oberseite sonst mehr der nordamerikanischen Territorialform gleicht
(= obscura Croocker, grandis Ehrm.)
V. canace von grosser nordsüdlicher Ausdehnungsfähigkeit, neigt zu geographischer Differenzierung.
Es lassen sich zwei Haupttypen aussondern, jene der japanisch-philippinischen Inselgruppe mit weissem und
jene des indisch-malayischen Gebiets mit blauem Subapicalfleck der Vflgl. Von ersterer Gruppe sind in meiner
Sammlung drei Inselrassen vertreten; no-japonica Sieb., von welcher Bd. 1, Taf. 63d die im Text (p. 206) schon no-japonica.
erwähnte unterseits bunt marmorierte Form mit weiss durchscheinendem Fleck der Vflgl abgebildet ist. Weitaus
die meisten Exemplare zeigen aber keine weissliche subapicale Aufhellung der Vflgl, besitzen aber noch die
rotbraune Apicalpartie beider Flügelpaare. Greiforgane sehr verschieden von jenen der übrigen Vanessa , ein¬
facher; Uncus schmal, spitz, Valve breit, blasig aufgetrieben mit zwei langen sich kreuzenden Dornen.
Hauptinsel Ilondo von Japan. Exemplare von Sapporo und Nagasaki liegen mir nicht vor, wenigstens
nicht unter genauer Flugortsangabe. — siphnos subsp. nov. bewohnt den Liu-Kiu- Archipel. Zu ihr zählen siphnos.
die im ersten Band erwähnten unterseits gleichmässig grauschwarz gefärbten Exemplare ohne rotbraune
Apicalpartie der Flügel. ? kleiner als Hondo-??, das Submarginalband lichtblau nur mit ganz kleinen
schwarzen Pünktchen besetzt. Der weisse Fleck der Vflgl zwar sehr breit, aber bereits verschwommen,
peripherisch blau beschattet. Oshima, drei cdcF ein ? in meiner Sammlung. — ishima Frühst. (Bd. 1, p. 206, ishima.
Taf. 117 f) führt noch dunkler blau umsäumten Subapicalfleck der Vflgl und schmälere sowie kürzere blaue
Binden der Hflgl. Ishigakishima, die südlichste der Liu-Kiu-Inseln. — benguetana Semp., steht nach der benguetana.
Abbildung ihres Autors der no-japonica sehr nahe, trägt sogar noch ausgedehntere weisse Fleckung und
Bänderung der Oberseite und ebenso kräftige schwarze Punkte im Submarginalstreifen der Hflgl wie mein
hellstes und unterseits am schönsten marmoriertes Hondo-?. Bisher nur von Nordwest-Luzon bekannt, Flug¬
zeit Juli-August aus ca. 1200 m Höhe. Type vom gleichnamigen Berge. — Mit drilon Frühst, beginnt die Serie der drilon.
blaubindigen Unterarten. Im Gegensatz zu no-japonica verkleinert sich auch die weisse Apicalpunktierung der
528
POLYGONIA. Von H. Fruhstorfer.
charonides.
charonia.
canace.
haronica.
perakana.
battakana.
javanica.
maniliana.
c-aureum.
l-album.
cognata.
agnicula.
Vflgl und das ? differiert kaum vom cf, aber beide führen ausgedehntere weniger scharf begrenzte Submar¬
ginalbinden der Hflgl. Die Unterseite zeigt ausgedehntere schwarze Felder als no-japonica, aber ist dennoch
nicht so monoton düster schwarzgrau gestrichelt wie siphnos von Okinawa. Auf Formosa von 4 — 6000 Fuss
Höhe im centralen Gebirge bei Chip-Chip am Drachen- und Le-hiku-See nicht sehr selten. Von H. Sauter ent¬
deckt. — charonides Stich. (Bd. 1, p. 206, Taf. 63 c) von Amur und Ussuri beschrieben, scheint auf dem Continent
bis West-China verbreitet zu sein, denn sechs mir aus Setchuan (Siao-Lu, Tien-tsuen) vorliegende cfcf har¬
monieren mit der citierten Abbildung. Nach Leech 80- -90 mm Spannweite erreichend, sich auf nasse Stellen
am Wege setzend und auch gerne vom ausfliessenden Safte des wilden Kirschbaumes nippend. Exemplare
von Korea sollen sich mehr der no-japonica als der charonides nähern. — charonia Brury (nicht Donovan wie
Bd. 1, p. 206 steht) aus dem südlichen China und Hongkong, beobachtete ich als grosse Seltenheit in Tonkin, Juni
bis August und Annam (November, Dezember). Die ?? fallen auf durch eine korkzieherartig geschlängelte
blaue Submarginalbinde der Vflgl. In Hongkong liebt es charonia, sich gerne auf heisse Steine und auf Baum¬
stämme zu setzen, ist scheu und ein kräftiger Flieger. Rp auf Smilax, gesellig im Dezember. Nach Holland
sehr selten auf Hainan. — Unter dem Namen canace L. (Bd. 1, p. 205) werden die vermutlich differenzierten
Formen Continental-Jndiens zusammengefasst, wo der Falter von Kaschmir an bis Birma vorkommt und auch
aus den Nilgiris und anderen Teilen Süd-Indiens gemeldet wird. Nach Doherty steigt canace im Kumaon-
Himalaya von 800 bis 2500 m empor. In Sikkim ist canace ziemlich selten, nur während der warmen Jahres¬
zeit bis etwa 6000 Fuss anzutreffen, ln Birma wurde sie von Oktober bis Februar beobachtet. — haronica
Moore , (1 17 f) kenntlich an der mit dem Transcellularfleck zusammenfliessenden breiten blauen Binde der Vflgl und
zierlichen subterminalen Blaupunkten der Hflgl, sowie der auf den Vflgl distal durchweg lichtbraunen Unter¬
seite, beobachtete ich auf Ceylon auf Höhen von 2000 — 6000 Fuss, wo die Falter auf Baumstämmen mit zu¬
sammengelegten Flügeln sassen und noch spät am Nachmittag im düstern Walde flogen. Bp hellrot, schwarz
punktiert, die einzelnen Segmente durch einen purpurnen Gürtel getrennt, jedes mit 8 Reihen gelb verzweigter
Dornen. Kopf und Fiisse schwarz. Auf Smilax. Pp rotbraun, Abdominal-Segmente mit zwei dorsalen Reihen
kleiner rötlich punktierter Tuberkeln. Kopf mit zwei langen nach innen gebogenen Spitzen. Falter das ganze
Jahr über fliegend. — perakana Bist, gleicht etwas der javanica (117 f), doch zeigt sie breiteren blauen Trans¬
cellularfleck der Vflgl und ist unterseits ausgedehnt und lebhaft braungelb marmoriert. Malayische Halbinsel,
selten in den Sammlungen; das cf blieb ihrem Autor unbekannt. — battakana Nicev. hat ein breiteres blaues
Band der Oberseite der Hflgl und eine viel schmälere blaue Zone der Vflgl als die javanische Vikariante.
Selten, Dr. Martin hat in ca. 12 Jahren nur 8 oder 10 Exemplare empfangen. Flugzeit Mai und Dezember, nur
auf der Hochebene. Dr. Hagen fand sie am Berg Kaba in Südwest- Sumatra. - javanica subsp. nov. (117 f)
eine sehr beständige Rasse, die mir in drei cfcf vier ?? von West-Java vorliegt. Vflgl-Binde ausgedehnter als
bei battakana, deren Componenten nicht so isoliert, aber auch nicht mit dem Zellfleck vereinigt sind, wie bei
der Borneo-Form. ? nur wenig grösser als das cf, der Apex der Hflgl-Zelle leichthin blau überstäubt. Im
Osten Javas tritt eine bereits etwas veränderte, lichter und reicher blau dekorierte Ortsrasse in Erscheinung,
die auf den Hllgln einen ausgedehnten blauen Subterminalschmuck trägt. Die Falter gehen von etwa 500 bis
1000 m hinauf und ich konnte sie durch aufgehängte Bananenfrüchte anlocken. Sie sind sehr scheu, fallen
nur zur Beute, wenn man sich vorsichtig nähert, fliegen sonst mit raschen Stössen davon, kehren aber mit
Hartnäckigkeit wieder zu ihren Näschereien zurück. — maniliana subsp. nov. stammt aus dem Sultanat Brunei
in Nord-Borneo und gleicht am meisten der perakana Bist., von der sie in beiden Geschlechtern zu differen¬
zieren ist durch das sehr breite lichtblaue mit dem Zellfleck vereinigte Band der Vflgl. Unterseite dunkler
als bei den übrigen makromalayischen Formen. ?? anscheinend häufiger als der cf, oder leichter zu erbeuten.
21. Gattung: JPolygonia Hbn.
Von dieser durch den scharf vorspringenden Apex der Vflgl, äusserlich von Vanessa geschiedenen
Artengruppe, treten zwei der häufigsten Arten in das tropische Gebiet über.
P. c-aureum L. (Bd. 1, p. 207, Taf. 64 b) in einer schönen grossen Form in Formosa, im Centralgebirge,
(Le-hiku-See, Chip-Chip, Polisha im Juli und August) nicht sehr selten. Von mir auch in Nord- und Mittel-
Tonkin, Juni bis August auf ca 300 — 800 m Höhe gesammelt. Ganz gleiche Stücke sind auch aus dem ge¬
birgigen West-China, Futschau und Japan in meiner Sammlung.
P. l-album Esp. (Bd. 1, p. 206, Taf. 63 d) dringt bei Chitral und Kaschmir ins indische Gebiet ein.
Moore und Bingham lassen die Art unter dem Namen V. v-album Benis circulieren. Selten, nur wenige
Exemplare bekannt, davon zwei aus Gulmurg, Kaschmir.
P. c-album verteilt sich in zwei Formen im nordwestlichen Himalaya. Die häufigste ist cognata Moore
(117 f), bereits (Bd. 1, p. 208) besprochen und mir aus der Umgebung von Mardan in 8 cfcf 3 ?? vorliegend,
die in der Ausdehnung der dunklen Binden der Hfl gl -Oberseite etwas variieren. Stets ist aber ein completter
gelber Submarginalstreifen vorhanden der bei agnicula Moore (117 f) auf einige gelbe Punkte in einem braunem
Randgebiet reduziert wird. Aus Kaschmir und Kulu besitze ich dann Exemplare, die kaum von europäischen
Ausgegeben 20. IV. 1912.
ARASCHNIA; SYMBRENTHIA. Von H. Fruhstorfer.
529
P. c-album L. zu trennen sind, und die auch Moore bereits bekannt waren. Die dunklere tibetana Elw. findet
sich auch in Native Sikkim, Chumbi und Bhutan, ferner in Nepal und im Kumaon-Himalaya. Die sehr seltenen
Exemplare aus dem Gebirge Formosa’s, wie sie mir vom Lehiku-See, aus ca. 1200 m Höhe, Flugzeit Juli
August, vorliegen, gehören zu lunigera Btlr ■ (Bd. 1, p. 208).
P. egea wurde erst neuerdings an der Chi tral- Afghanistan-Grenze entdeckt und wird von Bingham
als interposüa Stgr. (Bd. 1, p. 209) citiert. Sie ist als von egea abweichend durch dunklere Schatten der
beiden Oberflächen der Flügel beschrieben.
22. Gattung: Araselmia Rhu.
Dieses artenarme Genus entsendet nur einen Ausläufer nach Assam. An ihr hat Geyer die so interessante
Endeckung der verschiedenen Generationen gemacht. Von Vanessa ist Araschnia geschieden durch die Ab¬
zweigung nur eines Subcostalastes der Vflgl. Augen behaart. Im neotropischen Gebiet hat Araschnia
Verwandte in Coatlantona. Bei den d'd' fliesst manchmal der erste Subcostalast mit der Costa zusammen
und ist gelegentlich auch mit dem 2. Ast verwachsen.
A. prorsoides (Bd. 1, p. 210, Taf. 64 f) erscheint als dohertyi Moore in Man i pur und auf den Naga-Hills,
wo sie Doherty auf 6 — 8000 Fuss im August und September 1889 entdeckte. Rp auf Nesseln; der Falter
häufig auf offenen Plätzen nahe kleinen Wasserläufen. Das Discalband der Oberseite aller Flügel ist weiss
statt ockergelb und die Submarginalbinde der Hflgl nur als feine rotgelbe Linie vorhanden.
23. Gattung: Symbrentliia Hbn. (= Laogona Bsd).
Von Araschnia abweichend durch zwei Subcostaläste vor dem Zellende, und eine mehr conkav ausge¬
bogene mittlere Discocellulare der Vflgl. Die Hflgl dagegen völlig damit übereinstimmend. Beim ? stehen
entsprechend der runderen Flügelform alle Adern nahe dem Costalrand weiter getrennt und die vordere
Discocellulare ist infolgedessen länger, leichter zu erkennen und nicht so verkürzt wie beim cf. Greiforgane
von einfacher Bildung; Uncus normal, schlank, distal leicht gekrümmt. Valve noch im Connex mit
jener der Vanessiden, muldenförmig, zart behaart, ventral conkav mit plötzlich abgesetzter, scharfer, chitini-
sierter stark nach unten gekrümmter Spitze. Scaphium schwach ausgebildet, hautartig. Penis lang, unge¬
wöhnlich spitz. Saccus schlank. Rp auf verschiedenen Urticaceen, ähnlich jener der Gattung Junonia, sowie
Vanessa caschmirensis Koll., Pp absolut vanessoid. Imago, mehr auf den Vorbergen als in der Ebene, doch
im Himalaya manchmal bis 8000 Fuss hinaufsteigend. Alle Arten separieren sich schon auf kurze Distanzen
in Areal- und Inselrassen, da wo die Jahreszeiten klimatische Verschiedenheiten im Gefolge haben, auch in
Sommer- und Winter-Generationen und im malayischen Archipel noch in Tal- sowie Höhenformen. Auf einigen
Inselgruppen ist dann noch sexueller Di- und selbst Tri chromismus bemerklich. Mehrere Species sind
lokal, auf bestimmte Kettenglieder des Himalaya beschränkt, andere rein makromalayisch und die häufigste
Art von gewaltiger ostwestlicher Ausdehnung, von Nord-Indien bis Neu-Guinea vorkommend. Auffallenderweise
fehlt jedoch die Gattung im südlichen Indien und auf Ceylon. Erstaunlich ist der Reichtum von Celebes mit
drei endemischen und einer ubiquistischen Species. Die Fluggewohnheiten hat Hagen treffend charakterisiert:
Lebhafte, durchweg rasch, stossweise fliegende Falter, die jedoch, wenn nicht gerade nötig, von ihrer Flug¬
kunst keinen Gebrauch machen. Am liebsten sitzen sie still und ruhig, mit geschlossenen Flügeln, aber alle¬
zeit flugbereit, auf sonnigen umbuschten Waldwegen, feuchte Stellen und Kot mit Vorliebe und Ausdauer be-
saugencl. Aufgescheucht gehen sie nur so weit als es für ihre Sicherheit nötig ist und dann kehren sie nach
einigen Hin- und Herfahrten wieder an den alten Platz zurück.
S. hippoclus tritt als lucina Gr. (Bd. 1, p. 211) auf palmarktisches Gebiet über, geht nordwärts bis
J-tschang und ist nach Leech, der sie aus Versehen als astliala , Taf. 24 seines Prachtwerkes abbildete, in
West-China nirgends selten. Auf Hongkong ist die Unterart, die sich durch ihre Grösse vor solchen aus Continental-
Indien ausgezeichnet, vom Dezember bis Mai nicht selten Die erste Brut erscheint im Februar, an sonnigen Weg¬
rändern sich mit ausgebreiteten Flügeln etwa 10 Fuss über dem Boden auf Blätter und Zweige niederlassend.
Für die indische Form ist khasiana Moore der älteste Name, zugleich die Regenzeitform umschreibend, die
im Bd. 1, Taf. 64 von Stichel irrtümlich als lucina bezeichnet wurde. — daruca Moore ist auf bleichere
Exemplare der Trockenzeit begründet, deren ?? besonders auffallen durch schmale peripherisch rötliche, schwarze
Bänderung der Oberseite, auf der sich namentlich auf den Hflgln die Subbasal- und Submarginalbinde zu Un¬
gunsten der schwarzen Streifen ausdehnen. Die Unterseite ist fahler gelb und die rotbraune Marmorierung
reduziert, daruka erreicht ihre vollkommenste Ausbildung in Sikkim: etwas weniger prägnante Stücke besitze
ich auch aus Assam, Tonkin, (August — September) Annam (Februar) und Siam (Januar). Rp im ersten Band
beschrieben, ähnlich jener von Vanessa caschmirensis Koll: Pp prächtig auf dem Thorax goldgeschmückt, auf
Girardinia heterophylla Dcne., auch Debregasia bicolor, stets gesellig; Falter überall häufig, bis zu 6000 Fuss
IX 67
tibetana.
lunigera.
egea.
prorsoides.
dohertyi.
hippoclus.
khasiana
daruca.
530
SYMBRENTHIA. Von H. Fruhstorfer.
formosanus.
thimo.
galepsus.
anna.
philippensis.
semperi.
spercheius.
dissoluta.
jolonus.
aritus.
martus.
lucianus.
violetta.
sumatranus.
niasicus.
batunensis.
vom Nordwest- und Kumaon-Himalaya bis Birma, südlich aber nicht über die westlichen und östlichen Ghats
in der Breite von Vizagapatam hinaus vordringend. — formosanus Frühst. (121 e) hat im männlichen Geschlecht
weitaus die breitesten schwarzen Binden von allen Vikarianten und auch beim ? sind die gelbbraunen Streifen
der Hflgl fast um die Hälfte schmäler als beim lucina Cr. -¥ von China. Vom April bis August von Taihanroku
an der Südspitze bis zu 4000 Fuss im Gebirge von Formosa. Nicht selten. — Mit thimo Frühst, beginnt
eine Serie von interessanten Inselformen der Philippinen, deren Deutung Semper und Staudinger noch viele
Schwierigkeiten verursacht hat, was in der Hauptsache in den recht verschiedenen Zeitformen, unter welchen
die Kollektivspecies dort erscheint, begründet sein mag. Das d der Luzon-Rasse nähert sich mehr den
continentalindisehen Formen, insbesondere daruka Moore , durch die ausgedehnteren gelben Subapical- und
Subbasalmakel der Vflgl, wodurch es von spercheius und philippensis sofort zu trennen ist. Luzon. — galepsus
Frühst, d: Die Verbreiterung aller schwarzen Binden bedingt bei der Mindoro-Form eine weitere Einschränkung
aller gelblichweissen Zeichnungen. Die Unterseite erscheint reicher violett und schwarz dekoriert als bei der
vorigen. Mindoro. — anna Semp. mit der Type von den Gamotes-Inseln (zwischen Cebu und Leyte), von
ihrem Autor jedoch aus Bohol abgebildet, hat nach Sempers Figur beurteilt, ein oberseits breit schwarz und
schmal rotgelb gebändertes ¥ der Regenzeitform und nach Angaben Semper’s und seiner Figur 8 auf Tafel 21
des Philippinenwerkes ausserdem noch ein der regenarmen Periode angehöriges ? mit sehr verbreiterten,
peripherisch gelb aufgehellten Binden. Solche Stücke fand ich auch in der Sammlung Semper am Senckenberg-
ischen Museum vor und nannte sie bereits 1899 ¥- forma philippensis Frühst. — Die schöne dunkle grosse Form
von Mindanao kann als semperi Moore (nom. und.) gelten. Ihr gehören weitaus die grössten Exemplare mit
peripherisch noch reicher gelb als Bohol-? umgrenzte ¥¥-Exemplare an. — Bei spercheius Frühst, differiert
das d von semperi Moore (= lucina Semp., Schmelt. Phil. Taf. 21, Fig. 7, d nec. ?) durch schmälere Sub¬
apical- und viel breitere schwarze Hllgl-Binden. ? habituell grösser als philippensis -?, alle hellen Binden be¬
deutend schmäler, aber etwas breiter als bei anna Semp. von Bohol, von Typen in meiner Sammlung. Bazilan,
Februar, März von W. Doherty gesammelt. — dissoluta Stgr.*), zuerst irrtümlich als hypatia-WMevaxi aufgestellt,
hat nach Staudinger’s Angaben fast rein weiss gebänderte der javanus forma hippocla Hhn. genäherte ??. Diese
Rasse scheint sehr individuenarm oder an eine bestimmte Zeit gebunden zu sein, denn Doherty fing nicht ein
Exemplar, als er im Januar 1898 dort tätig war. Palawan. — jolonus subsp. nov. führt nach dem Material
in Semper’s Sammlung fast doppelt so breite an den Rändern nicht eingekerbte schwarze Binden als dissoluta
aus Palawan und nach den dd in der Sammlung Staudinger beurteilt, sind jolonus -?? bunter als Borneo-??,
deutlich den Uebergang bildend zu den reicher gezeichneten ?? der Philippinen. Jolo im Sulu-Archipel. —
aritus subsp. nov. hinwiederum vermittelt die Transition von der Jolo-Rasse zu dissoluta aus Palawan und
differiert von beiden durch ungewöhnlich kleine Subapicalmakeln der Vflgl. Inseln an der Nordspitze von
Palawan, durch den Malayen Angara gesammelt. Type in Koll. Semper. — marius Frühst. Borneo-Exemplare
sind grösser als Javanen und bilden eine dunklere Rasse. Die schwarzen Bänder auf Kosten der rotbraunen
Grundfärbung verbreitert aber schmäler als bei violetta Hag. von Sumatra. Unterseits ist die Grundfärbung
heller als bei violetta , dunkler als bei hippocla , sodass marius ein Zwischenglied formt. Das marius -? aus dem
Tieflande von Borneo steht dem ? aus dem Flachlande von Sumatra sehr nahe, hat aber vielmehr zerfetzte
d. h. tiefer eingeschnittene oder stärker gezähnte, schwarze Flügelbinden. Die rotbraunen Regionen sind mehr
eingeschränkt. Aehnlich verhalten sich die alpinen Formen beider Länder. Sumatra-Exemplare sind grösser,
dunkler, mit breiter schwarzen und geradlinigeren Binden belegt. Nord-Borneo, Tiefland, (Type) Südost-Borneo,
Amuntai. — lucianus Frühst, von der Malayischen Halbinsel, nähert sich etwas daruka Moore , wie sie
in Siam auftritt, und bildet ein Verbindungsglied zu den übrigen makromalayischen Rassen. Die. gelben Binden
etwas ausgedehnter als bei sumatranisehen Exemplaren. — violetta Hag. ist auf unterseits lebhaft violett ge¬
zeichnete und etwas grössere Stücke der Battakberge von Sumatra gegründet, wie sie auch häufig auf den
Padang’schen Bovenlanden in West-Sumatra auftreten. — sumatranus subsp. nov. soll die Form der tieferen
Region bezeichnen, deren ?? etwa dem ? von khasiana Moore-j- gleichen und von violetta -?? differieren durch
ausgedehntere gelbe Subapic-albinde der Vflgl und auch sonst durch Vorherrschen der gelben Bänderung. Rp
auf Rameh, einer Urticacee, immer 5 bis 6 zusammen in einem mit Seidenfäden zusammengezogenen Blatte.
Pp ähnlich jener von Van. urticae. Rp gemein im November, Dezember. Weisse ??,- wie sie auf Java Vor¬
kommen, wurden in Sumatra nicht beobachtet. Im Fluge sind sie gelben Neptis zwar ähnlich, aber von
rascheren Bewegungen, so dass man ihnen fast kaum mit den Augen folgen kann. (Martin). — niasicus Moore
(1899) (= niasicus Frühst. 1900). Die dd sind etwas dunkler als Javanen, breiter schwarz gebändert, wo¬
durch die orangen Binden etwas eingeengt werden. Sämtliche schwarzen Bänder sind allseits stark angefressen,
wodurch die Niasfalter ein eigentümliches Aussehen bekommen, welches sich leichter erkennen als beschreiben
lässt, ln 3 von 4 ?? hängt die schwarze Medianbinde der Vflgl nicht mit dem Costalsaum zusammen. —
batunensis subsp. nov. gleicht mehr den wo/e^a-Exemplaren aus West-Sumatra, als der Nias-Schwester. Vor
allem sind alle rötlichen Binden und der keulenförmige Fleck in der Zelle wesentlich verbreitert. Unterseite
mehr verwaschen als bei niasicus , entfernt nicht so satt rotbraun wie bei violetta. Batu-Inseln. Von Mentawej
*) Ob dissoluta zu hippoclus oder hypatia gehört, ist noch zweifelhaft, weil Staudinger die drei makromalayischen
Species nicht unterscheiden honnte.
SYMBRENTH I A. Von IJ. Fruhstorfer.
531
und Engano ist keine Symbrenthia bekannt. — javanus Stgr. ist eine kleine zierliche Form, die Hfn.xm bereits javanus.
kannte und deren alpines ? er zuerst abbildete, weshalb dafür der Name hippocla Hbn. eintrelen kann. Von hippocla.
der Ebene bis zu etwa 600 m hinauf kommen nur ?? vor mit cf-ähnlicher gelber Bänderung. .Mir liegen .jetzt
solche gelbe ?? nur aus dem Zuidergebergde, Ost-Java, vor, so dass ich gar nicht mehr feststellen kann, ob
west-javanische gelbe ?? von östlichen ?? abweichen. Jedenfalls ist das weisse ?, das Godart auch beschrieb,
sowohl im Osten wie im Westen der Insel von ca. 800 m Höhe an überall häufig. Ost-javanische läppocla-'ZI
zeigen noch etwas breitere weisse Bänderung als solche vom Vulkan Gede, auch sind sie stets etwas kleiner.
— balinus Frühst, schliesst sich eng an die ost-javanische Form an; cf jedoch mit etwas ausgedehnterer Gelb- balinus.
fleckung, ? kleiner, mit bedeutend reduzierten weissen Transcellularmakeln der Vflgl und unterseits, wie auch
die cf cf, bunter als f/<mwms-Exemplare aus dem Tengger-Gebirge in Ost-Java. Insel Bali. Von Bawean habe
ich keine Symbrenthia empfangen, auch erwähnt sie Snellen nicht von Kangean. lombokensis F ruhst, er- lombokensis.
scheint in zwei Zeitformen; bei cf cf der Trockenzeit verschmilzt die gelbe Medianbinde der Vflgl mit dem
Zellfleck; deren ?? gemahnen an hippocla -?? von Java und zeigen, wie diese, weisse Bänder, welche peripherisch
nicht rötlich begrenzt sind. Unterseite aussen gelblich angeflogen, sonst vorherrschend weiss. cfcf der Regen¬
zeit ähneln gewöhnlichen javanischen cfcf, deren ?? dagegen führen schmälere rötlich umzogene Binden, die
unterseits ausgedehnt braunviolett marmoriert sind. — illustrata form. nov. Von der Küste tEkas, Mai) bis illustrata.
zum Plateau von Sambulun auf 4000 Fuss, dort am Ufer von kleinen Waldbächen, die das blumenreiche
Hochland durchrieseln. — sumbawensis Frühst. (121 e). cf: Die schwarzen Binden der Vflgl hängen zusammen sumbawensis
und sind breiter als bei Javanern Das ? ist weiss, unterseits nur weisslich violett mit braunen Zeichnungen,
aber ohne den gelblichen Flügelau ssenteil. welcher die weissen Java-?? kennzeichnet. Sumbawa. Alle bisher
bekannten mikromalayischen hippoclus Spaltzweige haben demnach ausschliesslich weisse ??. Für die Süd-
Celebesfonn von hippoclus , welche auf dieser Insel, gleich fast allen andern Arten, eine gigantische Gestalt
annimmt und umfangreichere Binden als ihre Verwandten aus Indien und den Sunda-Inseln aufweist, sowie
einen breiteren mit der Medianbinde zusammenfliessenden Costalfleck der Hflgl hat und deshalb einen besonderen
Namen verdient, schrieb ich die Benennung confluens Frühst. — Die hippoclus- Rasse aus dem Tiefland von confluens.
Nord-Celebes differiert von confluens Frühst, der Berge von Siid-Celebes durch das geringere Flügehnass, die
schmäleren und stärker eingeschnürten schwarzen Binden und ist als clausus Frühst, beschrieben. Der rot- clausus.
braune Subapicalfleck der Vflgl breiter als bei confluens und verschmälert sich kaum nach oben. Die Flügel¬
unterseite bleibt dunkler, mit schärferen, braunen Netzzeichnungen. Menado, Nord-Celebes, sehr ähnlich auch auf
Bangkai. — centho Frühst ., die sich durch ausserordentlich breite, schwarze Flügelbinden auszeichnet, welche centho.
die rotbraune Grundfärbung stark verringern und namentlich auch die Hflgl von allen Seiten umsäumen, be¬
wohnt die Sula-Inseln. Die rotbraune Subanalbinde der Vflgl ist sehr viel schmäler als bei den Nord-Celebes¬
stücken und besteht aus zwei isolierten Flecken. Die Flügelunterseite erscheint reichlich dunkler als bei
clausus und confluens von Nord- und Siid-Celebes Sula Mangoli. — obianus Frühst. Das cf differiert von obianus.
Exemplaren aus Batjan, Buru und Amboina durch die stark reduzierte, schwarze Bänderung auf der Flügel¬
oberseite und das dadurch bedingte Vorherrschen der rotbraunen Grundfarbe, welche namentlich die schräge
Binde in der Flügelmitte ganz zersetzt hat, sodass sie zwischen der vorderen und mittleren Mediana bereits
unterbrochen ist. Die gelbrote oder rötlichbraune Subapicalbinde der Vflgl ist fast doppelt so breit als bei
hippoclus von Amboina. Die Unterseite der Figl heller, dünner gebändert. Der subanale Fleck schmäler und
lichter blau und die postdiscalen, submarginalen Keilflecke sind hell violett, viel breiter als bei Exemplaren
von Batjan und Buru, welche dunkle, blauviolette Keilflecke besitzen. Exemplare aus Obi sind mit 25 mm
Vflgl-Länge grösser als Nord- und Süd-Molukken-Stücke. Das ? ist dem cf recht ähnlich, hat eine rundlichere
Flügelform und eine hellere Grundfarbe. Die Schwarz färbung ist noch mehr reduziert als bei den V: und
namentlich am Basalteil beider Figl fast völlig verschwunden. Dadurch differiert obianus ? auch von hippoclus
? aus Amboina; denn Amboina-?? tragen tiefschwarze deutliche Basalflecken aller Flügel. Die gelbe Sub¬
marginalbinde der Hflgl dunkler und schmäler als bei Amboina-??. Die Unterseite der Hflgl subanal mit
dunklen, violetten, anstatt weissen Helmflecken bestanden, wie sie Gramer’ s Figur zeigt, und mein Amboina-?
auch wirklich besitzt. Insel Obi. — batjana Frühst, differiert von hippoclus aus Amboina und obianus durch batjana.
?? mit breiter angelegten schwarzen Medianbinden der Hflgl-Oberseite, die Unterseite ist heller gelb als bei
obianus , aber reicher und satter rotbraun marmoriert. Nord-Molukken, aus Batjan, Halmaheira in meiner
Sammlung, vermutlich auch auf Morotai und Ternate. — buruanus Frühst. Buru- Exemplare stehen merk- buruanus.
würdiger Weise batjana Frühst, von den Nord-Molukken viel näher als hippoclus von dem benachbarten Amboina
oder dem, zwischen Batjan und Buru gelegenen Obi*), buruanus ist erheblich grösser als batjana und trägt
breitere, rotbraune und schmälere, schwarze Binden. Die Flügelunterseite erscheint verwaschen mit obsoleteren
und helleren Adernetzen. Die subanalen Helme der Hflgl sind hellgrau violett und viel breiter, das blaue Möndchen
vor dem Schwanzende jedoch um vieles schmäler. Buru. — hippoclus Cr., die Namenstype bewohnt Amboina hippoclus.
und Geram; ist aber dort sehr selten. Cramer’s Bild gilt einer Trockenzeitform, wie sie mir aus dem Monat
*) Auf einen ähnlichen Fall habe ich „Sitzungsberichte Berk E. Verein“ 1904, schon hingewiesen und zwar bei einer
Idcopsis , von der Batjan und Buru Rassen gemeinsam haben, die kaum zu trennen sind, während das dazwischenliegende
Obi von einer stark differenzierten Subspecies bewohnt wird.
532
SYMBRENTHIA. Von H. Fruhstorfer.
hylaeus.
hippocrates.
atta.
armis.
platena.
sinica.
cotanda.
assama.
lilaea.
sinis.
circesia.
ottilia.
hypselis.
September vorliegt und durch eine breite gelbe Keule der Vflgl von allen anderen cf cf der Molukken differiert,
2 ?? gehören auch zu dieser unterseits bleichen Form und zeigen nur etwas ausgedehntere schwarz ejMakeln
der Oberseite als meine Obi-Exemplare, cfcf der Regenzeitform sind nur unerheblich differenziert von cfcf
aus Buru, führen aber stets kleinere rotbraune Subapicalpunkte der Vflgl. Auf den Gewürz-, Key- und Aru-
Inseln fehlt die Gattung Symbrenthia und wir begegnen ihr erst wieder auf Neu-Guinea als hylaeus Wall.
(121 d) einer hochspecialisierten Form ohne schwarze Medianbinde der Hflgl. Von Dorey beschrieben, besitze
ich eine Serie durch Doherty gesammelter Exemplare von Kapaur und dem Arfak-Gebirge in Holländisch Neu-
Guinea. - Die Form aus Kaiser-Wilhelmsland, hippocrates Stgr.. von Wahnes in der Astrolabe-Bai entdeckt, durch
Hagen als grosse Seltenheit aus Simbang gemeldet, fehlt mir. — atta Frühst. Die D’Entrecasteaux-Inseln
werden von einer ausgezeichneten Lokalrasse bewohnt, die ein Zwischenglied bildet zwischen dem, sich stark
vom hippoclus- Typus entfernenden hylaeus Wall, und den westlicheren Lokalrassen. Der Flgl-Aussensaum ist
ebenso ausserordentlich breit wie bei hylaeus , aber auf den Hflgln tritt bei atta jene schwarze Medianbinde
auf, welche von allen hippoclus- Rassen nur bei hylaeus fehlt. Des weiteren bleibt die unterhalb der Vflgl-Zelle
befindliche schwarze Binde sehr breit, tief schwarz, und die basale, eostale, schwarze Binde der Hflgl mindestens
doppelt so stark als bei hylaeus. Die Grundfarbe der Figl ist ziemlich gleichmässig hell gelbbraun, ohne den
weisslichen und rotbraunen Anflug, der hylaeus auszeichnet. Auf der Flgl-Unterseite nähert sich atta den
continentalen Formen dermassen, dass ich als Unterschied nur das dunkelviolette, sehr verschmälerte Subanal-
Bändchen anführen kann, das den Schwanzanhang nach innen begrenzt. Fergusson, Type 1 ? 25 mm Vflgl-
Länge. — armis subsp. nov. bildet eine lntermediatform von hippoclus Cr. der Molukken zu hylaeus Wall, von
Neu-Guinea in der Weise, dass die schwarzen Medianbinden der Hflgl nicht so complett wie bei hylaeus ver¬
schwinden. Neu-Pommern. Sehr selten.
S. platena Stgr. ist Celebes eigentümlich und auch dort nur in der Minahassa bisher beobachtet
worden. Habitus wie bei liippoclus clausus Frühst ., das Schwänzchen der Hflgl jedoch länger. Vflgl mit
zipfelförmiger Verlängerung der gelben subanalen Binde nach vorne und hinten. Die schwarze Medianbinde
der Hflgl steiler gestellt. Unterseite charakterisiert durch zwei keilförmige weisslichviolette Makeln in der Zelle
und zwischen der Mediangabelung. Vflgl reicher rotbraun und violett gesprenkelt, ebenso die Basis der Hflgl
satter braun, dagegen die Distalpartie fahler und verwaschener als bei clausus. Vielleicht ist platena doch nur
eine Höhen- und Zeitform von liippoclus clausus des Tieflandes.
S. hypselis eine Gesamtart, welche im Gegensatz zu S. liippoclus auf das indisch-makromalayisehe
Gebiet beschränkt ist. Deren Zeitformen sind weniger scharf getrennt, auch ist nur ein cf-ähnliches, aber
kein heteromorphes ? bekannt. hypselis ist seltener als liippoclus , mit Ausnahme von Sikkim, wo
hypselis als die gemeinste Symbrenthia gilt. Es scheint, dass sie nirgendwo über 12 — 1400 m Erhebung
hinaufgeht, ln Süd-Indien und Ceylon fehlt auch diese Art. — sinica Moore (Bd. 1, p. 211) aus West-China
ist die nördlichste bekannte Zweigrasse. — cotanda Moore (Bd. 1, p. 211, Taf. 61e) nach Exemplaren der
Trockenzeit aus Sikkim aufgestellt, differiert in der Generation der regenarmen Periode von der Abbildung
durch verschmälerte Medianbinde der Hflgl, die nach hinten manchmal völlig verschwindet, so dass das gelb¬
braune Feld basalwärts nirgendwo unterbrochen ist. Unterseite verwaschen, bleichgelb mit hellgrünen Einlagen
der Submarginalzone der Hflgl. Die Falter lieben es, in engen Schluchten der Bergflüsschen zwischen den
Felsen hin- und herzufliegen und sich dann auf überhängende Zweige zu setzen. Von Kaschmir und dem
Kumaon-Himalaya bis Nepal und Sikkim. — assama Frühst, ersetzt cotanda im östlichen Himalaya und geht
vermutlich bis Birma. — lilaea Heu\ ist hierzu eine nigristische Aberration mit fast völlig geschwärzten Hflgln
und verwaschener, zerstäubter und noch schemenhafter Zeichnung der Unterseite. Als Heimat nennt Hewitson
Ost-Indien, cd 25 mm Vflgllänge, anstatt nur 22 mm, wie cotanda. Orange Grundfarbe dunkler, alle schwarzen
Binden sehr viel breiter. Die Färbung der Flügelunterseite ähnelt viel mehr der echten hypselis ; die für hypselis
charakteristischen rotbraunen Discalflecke der Vflgl aber sind durch dunkelgelbe ersetzt. Type auf cd und ?
der Regenzeit basiert, aber auch beide Geschlechter der Trokenperiode stets grösser und dunkler als cotanda-
Exemplare aus Sikkim. — Der Name sinis Nicev. kann für Exemplare aus den Karen-Hills, Tenasserim und der
Malayischen Halbinsel eintreten. Die Figur ihres Autors bezieht sich auf ein Exemplar der lntermediatform,
welche sich unterseits bleicher als assama und die heute neubenannte Rasse aus Sumatra präsentiert, die ich früher
unter sinis circulieren liess. — circesia subsp. nov. gleicht oberseits der hypselis (121 d) aus West- Java, führt je¬
doch analwärts verbreiterte schwarze Medianbinde der Hflgl und verlängerten gelben Subapicalfleck der Vflgl.
Die Unterseite ausgedehnter rötlichgelb bemalt, die submarginale Fleckenbinde mehr gelb als blaugrün. Die
gesammte Schwarzsprenkelung der Unterseite zudem markanter als bei assama und hypselis. Vom ? existieren
zwei Formen, eine mit stattlichen Binden der Oberseite, aus West-Sumatra, und eine mit zerfransten ver¬
schmälerten mehr der redesi/la analogen aus den Battakbergen von Nordost-Sumatra. Nach Hagen findet sich
circesia ausschliesslich auf dem Toba- und Karo-Plateau, sowie den Bergen zwischen Palembang und Benkulen.
ottilia Frühst, ist eine namentlich durch den ausgedehnten satt ockergelben Anflug der Unterseite und
kleine blaue Augenflecke der Hflgl differenzierte Insulanerin. Die rotgelbe Subcostalmakel der Vflgl-Oberseite
noch ausgedehnter und wie alle Schrägstreifen mehr geteilt als bei circesia. Insel Nias, selten. — hypselis
SYMBRENTHIA. Von H. Fruhstorfer. 533
Godt. (121 cl) die bekannteste und zugleich nomenclatorische Unterart, gilt als einer der häufigsten Falter im
westlichen Java und ist von 6 — 1200 m, am Rande von Waldwegen überall anzutreffen, sich auch gerne an
feuchten Wegstellen versammelnd. Unterseite von allen bisher genannten Formen abweichend, durch rot¬
braune Discalfleken. — redesilla Frühst, differiert von hypselis in der Ausdehnung aller schwarzen
Binden der Flügeloberseite, die eine Reduction der rotbraunen Flecken im Gefolge hat. Unterseits hinwieder¬
um dominieren die rotbraunen gewürfelten Makeln, das ? ist zudem viel heller, die gelben Binden manchmal
sogar mit rein weissem Kern, redesilla bewohnt Höhen von 1500 bis ca 4500 Fass, setzt sich gerne an nasse
Stellen und ist einer der ersten Falter, die nach dem Regen die Landschaft beleben. Finden sie keine ge¬
eigneten Plätze um zu saugen, setzen sie sich mit offenen Flügeln auf niedere Büsche. Trotz ihrer zarten
Flügel bewegen sie sich schnell und im Zickzack vorwärts, aber niemals auf grössere Entfernungen. Ost-Java,
am Vulkan Arjuna und im Tengger-Gebirge von mir gesammelt. — optatus subsp. nov., die östlichste hypselis-
Rasse, zeigt die für redesilla charakteristischen Merkmale noch mehr potenziert. Auf der Oberseite der ??
sind sogar die schwarzen Medianstreifen aller Flügel bereits rotbraun umgrenzt und auch unterseits ist eine
Vermehrung und Ausdehnung der sienabraunen Makeln auf Kosten der schwarzen Sprenkelung zu konstatieren.
Insel Bali, von Doherty zuerst dort gefunden, drei ?? in meiner Sammlung. — balunda Stgr. habituell die
grösste Inselrasse, kenntlich an fast immer bindenartig verlängertem Subapiealfleck der Vflgl, der beim ? jedoch
nicht ganz die Ausdehnung wie beim ottilia-% von Nias gewinnt. Unterseite mit prominenteren schwarzen
Würfeln als bei einer sumatranischen cireesia. Vom Kina-Balu-Gebiet, Nord-Borneo. Auch in einem Paar aus
Amuntai, Südost-Borneo in meiner Sammlung. — niphandina subsp. nov. bewohnt die Insel Palawan, von woher
sie Staudinger als niphanda in seiner Liste der Tagfalter dieser Insel aufzählte, niphanda bleibt in der
Grösse hinter balunda zurück und führt eine lichter gelbe Bänderung der Oberseite. Selten, von Doherty
nicht gefunden. Type in der Collection Staudinger des Zoologischen Museums in Berlin.
S. brabira eine ausgezeichnete weitverbreitete Species, die aus dem gesamten Himalaya und nord¬
wärts bis West-China bekannt war, wurde von H. Sauter neuerdings auch in Formosa entdeckt, brabira ist
keine Winterform von S. hypselis colanda wie Stichel im Bd. 1, p. 211 behauptet, sondern zerfällt auf indischem
Boden selbst wieder in Zeitformen und Arealrassen. — Als hysudra Moore und brabira Moore sind relativ
kleine Formen aus Kaschmir beschrieben, die einer Intermediat- und Trokenzeitform angehören. Sie gleichen
in der Grösse der scatinia, sind aber \ iel bleicher gelb anf der Unterseite und zeigen weniger dicht gehäufte
schwarze Würfel. — asthala Moore (nec Leech) dagegen wurde auf die Regenzeitform aus Kaschmir basiert. Diese
übertrifft scatinia (121 e) an Grösse und führt oberseits ausgedehnte schwarze Binden. Doherty fand die ver¬
schiedenen Formen im Kumaon-Himalaya, von 5 — 9000 Fuss Erhebung. Ausserdem wird noch das obere Ganges-
Tal, Kulu und Masuri als Flugort bezeichnet. — sivokana Moore ist dem östlichen Himalaya eigentümlich,
wo sie in Native-Sikkim, namentlich im März, manchmal in erheblicher Menge von Eingeborenen gefangen
werden. Trotzdem verirrt sich sivokana fast nie in deutsche Sammlungen. Es ist sehr wahrscheinlich, dass
in West-China noch eine brabira- Rasse gefunden wird, doch gehören die von Leech als asthala abgebildeten
Fxemplare zu hippoclus lucina Cr ., während sich der Text von Leech auf eine hypselis- Form bezieht, die
Moore sinica genannt hat, mit welcher Leech vermutlich brabira-Formen. zusammen gezogen haben wird.
Jedenfalls gehört die sonst unvermittelt in Formosa auffallende scatinia Frühst. (121 e) zu brabira , von
deren sämtlichen Formen scatinia jedoch differiert durch den mehr gebrochenen, im Zickzack verlaufenden
Subapiealfleck und die dunkleren Binden der Oberseite. Unterseits entfernt sie sich durch das melanotische
lnsel-Colorit von den continentalen Rassen, ebenso durch beschränkte kleine dunkelblaue Submarginalfleckchen.
? im Flügelschnitt rundlicher, etwas grösser als das cP, fahler gelbe Bänder zeigend. In etwa 1200 m bei
Chip-Chip und am Lehiku-See in Formosa nicht sehr selten. Von El. Sauter entdeckt.
S. niphanda Moore (121 d) eine weitere Species der hypselis- Gruppe von eng begrenzter Verbreitung,
bisher nur aus Sikkim und Bhutan bekannt. Sie ist leicht zu erkennen an wirklich weissen, aber zart rosa über¬
hauchten Medianpartien der Unterseite, ausgedehnten blauen Ornamenten der Submarginalregion und oberseits
durch einen wie bei scatinia geschlängelten und gewinkelten Subapical-, sowie einen ungewöhnlich schmalen
Subanalstreifen. Hflgl wiederum mit einer rötlich weiss centrierten Medianbinde. — silana Nieev. ist nach
dem Material meiner Sammlung, eine gut differenzierte Winterform mit allen Charakteristiken einer solchen,
nämlich vermehrter aufgehellter Streifung und unterseits braun umgebenen schwarzen Würfeln, silana ist
zugleich eine Tal-, niphanda eine Höhenform, silana bisher nur vom März bis Mai, niphanda dagegen bis in
den Oktober hinein, von 3500 — 5000 Fuss Höhe vorkommend.
S. hypatia eine interessante ausschliesslich makromalayische Gesamtart, die seit Wallace’s Zeiten
verschollen und selten blieb, bis ich sie während meines Java- Aufenthaltes in Anzahl erbeutete und 1894 in
der Stettiner Entom. Zeitg. zum ersten Male kenntlich abbilden liess. Staudinger hielt hypatia lange Zeit
identisch mit hippoclus. Oberseits zeigt hypatia den längsten und breitesten stufenförmig abgesetzten Subapieal-
streifen und darüber noch zwei rundliche Makeln, so dass sie mit keiner anderen Art verwechselt werden kann.
Noch charakteristischer ist die Unterseite, die ohne jedwede Schwarzzeichnung zierlich geschlungenes rotbraunes
redesilla.
optatus.
balunda.
niphandina.
hysudra.
brabira.
asthala.
sivokana.
scatinia.
niphanda.
silana.
534
MYNES. Von H. Fruhstohfer.
Gitterwerk zeigt mit grossen quadratischen und keilförmigen weisslichgelben Einlagen und einer liegenden
X förmigen Zeichnung am Ird der Vflgl, Schwänze der Hflgl sehr lang, spitz. Drei benannte Formen: chersonesia
Frühst, mit etwas engeren gelben Streifen der Oberseite, aber der am sattesten kastanienbraun verzierten
Unterseite. Type von der malayischen Halbinsel. Da mir jedoch Exemplare von dort fehlen, ziehe ich auch
die in Nordost- und West-Sumatra vorkommende Rasse einstweilen damit zusammen. Nach Hagen mehr auf
hypatia. die Vorberge beschränkt, auf Waldwegen bis 1000 m Höhe. — hypatia Wall., namentlich beim ? ober-
seits mit ausgedehnten hellgelben rötlich braun umgrenzten Feldern besetzt, die schwarze Medianbinde der
Hflgl beginnt sich beim ? aufzulösen. Unterseite lichter gelb als bei chersonesia mit zierlicher Rotzeichnung.
hippocrene. Von mir nur in West-Java bis etwa 1200 m aufgefunden — hippocrene Stgr. schliesst sich überraschender
Weise viel mehr der hypatia von Java, als der sumatranischen Form an, zeigt sich unterseits nur markanter
rotbraun gegittert und führt wie chersonesia einen breiteren bis an die Schwanzspitze verlängerten, blaugrünen
Intranervalfleck der Hflgl, der bei hypatia mehr purpurn gefärbt und kleiner erscheint. Das ? divergiert dann
durch weissliche, statt gelbe Rinden und hat eine oberflächliche Aehnlichkeit mit hipp ochs javanus- ?, forma
hippocla Hhn. Vermutlich werden auch noch gelbe ?? gefunden. Kinabalu-Gebiet.
intricata. S. intricata Frühst. (121 e) cd. Apex der Vflgl abgerundet, Hflgl gleich breit den Vflgln mit sehr langen,
dünnen Schwänzchen. Vflgl mit schwarzem Distalsaum, welcher am Analwinkel durch einen braunen Strich
geteilt wird. Die schwarze Medianbinde gabelt sich am Ende der Zelle, der innere Ast vereinigt sich mit
dem schwarzen Costalrand, der äussere zieht nach dem Apex, biegt aber sehr verbreiternd ebenfalls nach
innen und lässt beim cd von der Grundfarbe nur einige braune Punkte, beim ? einen ziemlich breiten Streifen
unbedeckt. Der schwarze Costalrand entsendet ein Zähnchen in die Zelle. Hflgl mit breitem, schwarzen,
nach aussen tief eingefressenen Rasalfleck und anstossend einer sehr auffallenden, in der Mitte des Vorderrandes
stehenden weissen viereckigen Makel. Die Flügelmitte wird durchzogen von 2, vom Vorderrand ausgehenden
Rinden, von welchen die innere, sehr breit, den Analwinkel erreicht, die äussere schmälere an der Submediana
endet. Der braune Aussenrand wird von einer dünnen schwarzen Linie durchzogen und von einer schmalen
schwarzen Fleckenbinde begrenzt. Vom Schwänzchen aus, welches eine gelbliche Spitze hat, zieht eine feine
schwarze Linie nach dem Ird. Die gelbliche Unterseite der Vflgl wird von einem Geflecht weisslicher und
bräunlicher Flecken durchzogen. Der Costalrand ist schwarz und unter der Zelle steht wie bei hippoclus Cr .,
ein violetter Punkt. Hflgl-LTnterseite mit bis an die hintere Radiale verlängertem weisslichen Medianflec-k, 2
weisslichen Basallängsbinden und einer ebensolchen Querbinde, welche sich von der Mitte des Innenrandes,
nach oben biegend, durch den Flügel zieht und parallel mit dem weissen Medianfleck und innerhalb dieses
am Vorderrand ausläuft. Aussenrand der Flügel und Fransen schwarz. Von der Mitte der Flügel an zieht
nach dem Analwinkel ein grünliches Band und wird durch eine hellbraune Binde von einer aus silberiggrünen,
fast viereckigen Punkten bestehenden Submarginalbinde abgeschieden. Fühler schwarz und weiss geringelt,
mit schwarzer Keule und roter Spitze. ? grösser, ober- und unterseits heller, unterscheidet sich noch
durch undeutlichere Flecken und Bänder. cf Vflgllänge 20 mm, ? 22 mm. Von mir 1895 in 2 cf cf 1 ? am
Rande des Strandwaldes der Bai von Toli-Toli, im November, Dezember aufgefunden und seitdem nicht wieder
nach Europa gekommen.
hippalus. S. hippalus Fldr. (121 e) die dritte Celebes eigene Symhrenthia- Art und neben »S. hippoclus confluens
Frühst, und S. hippoclus clausus Frühst, die vierte von der Insel bekannte Species. Celebes über trifft somit
Makromalayana an Reichtum um eine Symhrenthia und rangiert mit dem gesamten Continental-Indien, das
auch vier Species beheimatet, auf einer Stufe, hippalus gleicht oberseits viel mehr einer Prothoe clohertyi
(121c) als einer Symhrenthia. Die Unterseite ähnelt einer Mynes und ist auffallend durch grosse quadratische
rein weisse Felder, die von markanten schwarzen Gittern durchzogen werden. Daneben finden sich an der
Rasis am Innenwinkel aller Flügel hell ockergelbe Partien. In der Regel sind die cf cf erheblich grösser als
unsere Abbildung, das bisher unbekannte und unbeschriebene ? hat sogar 53 mm Spannweite. Es gleicht
noch mehr der Prothoe clohertyi, indem es auf den Vflgln eine bis nahe an den Costalrand durchgezogene
weissliche Medianbinde führt. Ausserdem ist noch ein gelblicher Basal- und ein trübweisser Mittelfleck in der
Zelle der Vflgl vorhanden. Die Hflgl sind dann noch mit einer fahlgelben die schwarzen Submarginalflecken
umschliessenden Spitzenbinde dekoriert. Unterseite des ? mehr cremefarben mit fahler gelbem Besatz. Nord-
Celebes, Minahassa, stets nur einzeln vorkommend. ? ausserordentlich selten. Nur 2 Exemplare in der
Sammlung Fruhstorfer.
24. Gattung: Mynes Bsd.
Trotz des bunten Kleides der Mitglieder dieser Gattung haben wir es mit echten Vanessiden zu tun,
was ausser der Structur namentlich auch die Jugendstadien, die durchaus vanessoid sind, bewiesen haben.
Dagegen weichen die Mynes structurell von den ihnen äusserlich so ähnlichen Prothoe, die sich vielmehr den
Charaxidi anschliessen, erheblich ab. Das Geäder zeigt ganz den typischen Bau von Hypolimnas. Wie bei
dieser ist die Subcostale 5 ästig, zwei Aeste zweigen sich vor dem Zellende ab und der 2. Ast liegt sogar
auf eine kurze Strecke fest an der Hauptader an. Der 3. Ast entspringt dem Zellende viel näher als dem 4.,
und mündet vor der Flügelspitze in den Vrd., der 4. und 5. bilden eine kurze Gabel, deren oberster Ast (Ast 4)
MYNES. Von H. Fruhstorfer.
535
in die Flügelspitze oder kurz darunter, der unterste aber in den Aussenrand mündet. Hiedurch, unterscheidet
sich Mynes sofort von Prothor und überhaupt von den echten Nyrnphaliden, deren 4. Subcostalast an der
Spitze umgebogen ist und mit Ast 5 eine sehr lange Gabel bildet. Die Vflgl-Zelle ist durch eine sehr feine
Querader, welche die Mediana kurz nach Abzweigung des 2. Astes trifft, geschlossen: die Hflgl-Zelle offen.
Die vordere und mittlere Discocellularis in beiden Flgln sehr kurz, weshalb auch die Radialen nahe zusammen¬
stehen. Praecostale an der Spitze nach innen gebogen, nach der Subcostale abgezweigt. Allen Mynes ge¬
meinsam ist ein stumpfer Lappen an der vorderen Mediana der Hflgl, den sie mit den Prothoe- Arten gemeinsam
haben. Klammerorgane dagegen jenen der Gattung Kallima am meisten genähert, in keinem Connex mit jenem
der vorigen Gattung stehend und in der gesamten Nymphalidenwelt, soweit sie mir bekannt ist, isoliert dastehend
durch den Uncus anticus, wie er ähnlich bei den Discophora beschrieben wurde. Uncus anticus sowie eigent¬
licher Uncus zweispaltig (Anklang an Kallima ); die Valve dagegen ist durchaus limenitoid, an jene von
Limenitis , Athyma , Eutlialia gemahnend, kurz, fast dreieckig; nach vorne abgeschrägt, mit einer fein gezähnten
lateralen Leiste, dünn mit langen Grannen besetzt. Mit den Greiforganen von Prothoe ist keinerlei Beziehung
zu konstatieren. — Rp fahl lederbraun mit rotbraunem Lateralstreifen und Paaren von gelben Punkten, .ledes
Segment mit schwarzen, gelb verzweigten Dornen besetzt. Pp etwa wie jene von Vanessa canace9 doch schlanker,
mit den üblichen Kopfhörnern und ventralen scharfen basal breiten Dornen. Farbe schwärzlich braun mit
schwarzen Stricheln ventral am Thorax tief eingeschnitten. Ribbe vermutet, dass die Falter so selten sind,
weil die Rp entsetzlich unter den Verfolgungen schmarotzender Dipteren zu leiden haben. Rp gesellig auf
kleinen Sträuchern, Puppenruhe 14 Tage. Imago niemals in Massen auftretend, von der Ebene bis etwa 1500 m
auf die Vorberge hinaufgehend; Waldbewohner mit schwachem etwa dem der Pieriden ähnlichen Flug. Nur die
?? gehen hie und da auf der Suche nach der Nahrungspflanze auf das freie Feld. Als Verbreitungscentrum gilt die
melanesische Region, ostwärts die Salomonen, westlich die Molukken mit einer Abzweigung ins mikromalayische
Gebiet. Das interessanteste Factum ist die Veränderlichkeit der Färbung der Unterseite der Hflgl bei einigen
Formen. Diese können fast ganz schwarz oder vorherrschend weiss gefärbt sein. Dazwischen existieren dann
alle Uebergänge. Es scheint, dass dieses Colorit nicht an bestimmte Generationen gebunden, sondern individuell ist.
M. doubledaii bewohnt ein sehr beschränktes Gebiet und ist mit Sicherheit nur von zwei Inseln: Ceram
und Flores bekannt, sich dort auf zwei Rassen verteilend: florensis Roh. (121a) von der nur zwei ?? aufge- florensis.
funden wurden, von welchen eines durch die Freundlichkeit ihres Autors in meine Sammlung überging und
als Vorlage für unsere Abbildung diente. Oberseite mit braunschwarzer bis etwa zur Zelle reichender Um¬
rahmung und grauweisser, blau überstäubter nahe der Basis auch noch gelblicher Innenhälfte aller Flügel.
Diese ausgezeichnete Species dürfte auf Timor noch entdeckt werden, das ja den Molukken näher liegt
als Flores, wohin doubledaii wohl über die Insel Wetter gelangt ist. — doubledaii Wall. (= schenki Styr. cf), doubledaii.
? differiert durch einen mehr blaugrünen Anflug der Basalregion der Oberseite aller Flügel und einer Flecken¬
binde von gelblich grünen Sugmarginalstrigae der Vflgl, die namentlich nach dem Ird zu sich in einzelne Atome
auflöst. Unterseite von florensis abweichend durch etwas reducierteren gelben Anflug der Hflgl und zurück¬
gebildete Median-Binde der Vflgl, cf führt einen schmalen schwarzen Distalsaum und eine gelblich grüne Ober¬
seite der Flügel. Ceram, sehr selten.
M. plateni Stgr. ist vielleicht nur eine Lokalform der doubledaii , wird aber hier separat gehalten, wegen plateni.
der breiteren stumpfen Schwänze der Hflgl und der vorherrschend schwarz gefärbten cf cf, die nur ein
schmales fast dreieckiges gelblichgrünes Feld der Vflgl tragen, dessen Basis sich an der Submediana bis nahe
an dem Aussenrand hinzieht, mit der Spitze aber kaum über den Zellapex hinausgeht. Hflgl mit lang und
flaumig behaartem Basalgebiet, das graublau überstäubt ist. ? mit etwas yerhreitertem, aber trüb graugrünem
Basalfeld und einer schmalen gelblichgrünen, ziemlich gleichbreiten Sub marginal binde, die auf den Hflgln bis
zum Analwinkel durchzieht. Unterseite etwa wie bei doubledaii , das Basalgebiet beim cf jedoch weiss, eben¬
so die verschmälerte in der Mitte durch den roten Intramedianfleck durchbrochene Submarginalbinde. Hflgl
schwarz mit ausgedehnteren Weissstreifen und innen moos-, aussen blaugrüner Submarginalbinde. ? mit
weisslichgelber Submarginalregion, der Rotfleck verbleicht, alles Grün ins Gelbe übergehend, durchweg nur als
zarte Ueberpuderung verteilt. Basalpartie licht schwefelgelb. Hflgl entweder mit ausgedehntem hell citrongelbem
Discalfeld oder einfarbig matt schwarz (= ?-f. zoa form. nov.). Letztere bildet Staudinger aus Batjan ab zoa-
und mir liegt ein Exemplar von Hahnaheira vor. Heimat die Nord-Molukken, vermutlich auch Morotai.
M. woodfordi bildet die östliche Fortsetzung der doubledaii- Artengruppe. Flügelschnitt schärfer,
Schwänze spitzer als bei den Molukken-Vikarianten. Oberseite des cf unruhiger, vorherrschend weiss mit
streng abgeschiedener schwarzer Umrahmung. Sowohl das Apical- wie auch Medianfeld durch meistens
weisse Flecken zerteilt, namentlich unterseits. Die Mynes-Flecken ansehnlicher, auch das cf unten einen
weissen oder gelben Discalfleck führend. Vorkommen ausschliesslich auf den Salomonen. Rp zuerst in der
Iris 1897 beschrieben und abgebildet, und in der Gattungsdiagnose erwähnt. — woodfordi Godm. u. Sah. woodfordi.
(121a). Type von Alu der Salomonen, oberseits die am einfachsten gezeichnete Form, Basis aller Flügel
weiss, peripherisch bläulich beschuppt, am Zellapex ein Bindenrudiment, auch etwas blauschwarze Bestäubung
536
MYNES. Von H. Fruhstorfer.
albata.
isabella.
hercyna.
wahnesi.
geoffroyi.
doryca.
turturilla.
braga.
scatinia.
ogulina.
sestia.
eugentus.
über der Submediana. Hflgl gelegentlich mit Sparen einer grünlichgrauen Submarginalbinde. ¥ mit etwas
gelblichweissen Einlagen auch im Apicalgebiet der Vflgl. Unterseite mehr grau- als tiefschwarz. — Eine
Farbenabweichung von Bougainville und Treasury wurde albata Ribbe benannt: Unterseite der Vflgl mit gelb¬
lich angeflogenem Discalfleck, das Medianfeld der Hflgl ausgedehnter und so den schwarzen Saum reduzierend.
- isabella Frühst, cf dunkler als woodfordi , die schwarze Grundfärbung verbreitert sich, dadurch werden
die gelblichgrünen Discalflecke der Vflgl isoliert und erscheinen breit schwarz umsäumt, während sie bei
woodfordi und namentlich hercyna eine kompakte Masse bilden. Der gelbe subanale Fleck der Hflgl-Unterseite ist
breiter, auch ausgedehnter als bei guerini, mit welcher Art alle woodfordi- Rassen dieses charakteristische Merk¬
mal der guerini- Gruppe gemeinsam haben. Die Hflgl-Ober- und Unterseite erscheint reicher schwarz gebändert
als bei woodfordi. Jsabel-lnsel, von A. Meek gesammelt, Type im British Museum. — hercyna Go dm. u. Sah.
umschreibt eine interessante melanotische Inselrasse von Aloa auf Guadalcanar, zu der nach Ribbe’s Angaben
auf Rubiana Uebergänge Vorkommen sollen. Beide Geschlechter sich sehr ähnlich, vorwiegend schwarz, mit
durch dicke Adern aufgelösten Medianfeldern, cf unterseits vorwiegend gelblich statt weiss, mit weiter vor¬
geschobenem schwarzen Basalfleck der Vflgl. — Es ist nicht unwahrscheinlich, dass wahnesi Röb. zu woodfordi
gehört; weil uns authentisches Material fehlt, copieren wir hier die Originaldiagnose: Das ? von 60 mm
Flügelspannweite ist oberseits schwärz lieh grau mit einer weisslichen Apical- und bezw. Aussenrands-Flecken-
binde, sowie zwei streifenförmigen gleichgefärbten Flecken im Discus der Vflgl. Der unterseits zwischen dem
2. und 3. Medianast stehende grosse rote Randfleck scheint durch. Der innere Teil der Hflgl ist schmutzig-
weiss, entlang der Subcostalis scharf, im übrigen undeutlich begrenzt. Der (breite fast bis zur Fliigelmitte
reichende) dunkle Aussenrand trägt von der Sucostalis bis zum zweiten Medianaste eine Randbinde von zum
Teile undeutlichen weissen Flecken. Die Unterseite ist vorwiegend lichtgelb. Die Vflgl zeigen im Apicalteile
ausser der bei anderen Arten (z. B. doubledaii ) befindlichen Fleckenbinde noch eine solche kürzere (nach innen);
der schwarze Aussenrand ist schmal, die innere schwarze Submarginalbinde kaum doppelt so breit wie der
Aussenrand und an der Submediana scharf abgeschnitten; der lichtrote Aussenrandfleck sehr gross (grösser
als bei den drei mir vorliegenden ? von doubledaii ), viereckig und schmal weisslich gesäumt. Die Hflgl haben
einen roten Basallleck von normaler Grösse (also keinen Streifen wie das vorbeschriebene cf) und einen
ziemlich breiten schwarzen Vorderrandsstreifen, der in den breiten dunklen, fast die Hälfte der Flügelbreite ein¬
nehmenden Aussenrand übergeht; letzterer wird durch zum Teile undeutliche weissliehe Fleckenbinden in 4
und bei Hinzurechnung des schmalen dunklen Saums in 5 Binden zerlegt; die bei doubledaii und guerini
vorhandene gelbe Bestäubung im hinteren Teile der Flügel, fehlt vollständig. Als Fundort wird Constantin-
hafen der Astrolabe-Bai genannt, doch scheint mir derselbe sehr unsicher zu sein, da Herr v. Schönberg, in dessen
Sammlung sich die Type befand, aus allen Teilen des Archipels Material empfing und es nur selten etiquettierte.
M. geoffroyi verteilt sich in drei Arealrassen auf Neu-Guinea und einige benachbarte Inseln, sowie
Queensland, woher die Namenstype stammt. Sie ist besonders interessant durch den Dimorphismus beider
Geschlechter, von welchen jedes vollkommen geschwärzte Hflgl (121a) oder halb weisse nnd halb chromgelbe
haben kann. Dazwischen erscheinen dann auch noch Intermediatformen. Staudinger und ich selbst glaubten
früher die dunkle und die weisse Form specifisch trennen zu können, neues Material hat aber das Gegenteil
bewiesen und die Klammerorgane der beiden Formen sind identisch. Bei den Kallima dagegen sind sie bei
äusserlich nahestehenden Formen äusserst divergent und bei der nahen Verwandtschaft dieser beiden Gattungen
möchte ich rückschliessend die fraglichen Mynes- Varianten nicht mehr separieren. Am schärfsten umgrenzt
ist die australische Rasse, deren Formen zugleich am meisten modificiert sind. Bei den übrigen sind weisse
cf cf seltener als schwarze. — geoffroyi Guer. ist vermutlich basiert auf Exemplare der hellen Form von
Holländisch Neu-Guinea, sich eugenia und sestia (121 a) nähernd und im ¥ von diesen abweichend durch einen
halb blaugrauen, halb schwarzen Distalsaum der Hllgl-Oberseite. — doryca Btlr. (121a) ist dazu das schwarze
Extrem. Von Holländisch Neu-Guinea, Dorey und Kapaur in meiner Sammlung. — Als turturilla subsp. nov. be¬
zeichne ich die Inselrasse von Waigiu, die auf schwarze Exemplare beiderlei Geschlechts begründet ist. Das ?
zeigt ausgedehntere schwarze Umrahmung der Vflgl-Oberseite, dagegen häufig einen zurücktretenden dunklen
Rand der Hflgl, welcher dann durch eine schön blaugraue Zone ersetzt wird. Unterseits verbreitert sich die
grüne Submarginalbinde der Hflgl. Bei einem cf verschwindet der rote Intramedianfleck der Vflgl-Unserseite
(braga form. nov.). — Die weisse ¥-Form bezeichne ich als scatinia form, nov.', dieselbe entfernt sich von geoffroyi
durch sehr schmale chromgelbe Zone der Unterseite der Hflgl und dunkleres subanales Grün von der Dorey-
Form. Beide Formen sind selten auf Waigiu. — ogulina Frühst, wurde auf die schwarze Farbenspielart der
Milne-Bai, Britiseh-Neu-Guinea, basiert. Bei ihr ist das Grün der Unterseite der Hflgl noch spärlicher als bei
turturilla von Waigiu und oberseits wird die Unterart ohne weiteres kenntlich durch den beim cf analwärts
nur fadendünnen schwarzen Distalsaum der Hflgl, der nach innen wiederum eine schöne blaugraue Zone aufweist.
— sestia Frühst, gehört dazu als die helle ¥-Form (121a), oberseits von der analogen Aberration von Deutsch-
Neu-Guinea abweichend durch namentlich auf den Vflgln verbreiterten blauschwarzen Apicalbezug. Flugzeit
vom April bis November. Milne-Bai. — eugenius Frühst. (121a, eugenius ¥, auf der Taf. „eugenia cf“) um¬
schreibt die Ortsrasse von Kaiser-Wilhelmsland und ist auf das Material basiert, welches mir Dr. Eugen
Werner generöserweise zur Verfügung stellte. Es scheint fast, dass die gelbweise Form in der deutschen Kolonie
MYNES. Von H. Fruhstorfer.
537
Ausgegeben 20.
IV. 1912.
dominiert, denn in meiner Sammlung sind sechs helle und nur ein schwarzes Exemplar vertreten und Dr. Hack n
berichtet das Gleiche. oberseits wie bei allen Neu- Guinea- <3^ und der Waigiu-Rasse grünlich mit blau durch¬
scheinenden schwarzen Partien der Unterseite. <$ mit sehr breitem schwarzem Außensaum, jedoch mit viel
schmälerem Rand als bei sestia-%. Vflgl selten mit grauweißen Subapicalmakeln. V manchmal in Uebergängen
zu ogulina-<$$ von Britisch Neu- Guinea, wenigstens hat H agen ein solches mit analwärts fast fadenförmigem
proximal blauschattiertem Terminalrand in Stefansort aufgefunden. Die Unterseite von drei Uj meiner Samm¬
lung, darunter eines vom Berg Gelu, einem Eckpfeiler des Finisterre-Gebirges, trägt ein gelbes, nach vorne
weiß aufhellendes Discalfeld mit ausgedehnter schwarzer Umrahmung. Das dunkle $. atinia Frühst., ist alinia.
größer als die schwarzen <2<Jvon British Neu-Guinea mit längerem gelbem Subapicalst reifen der Vflgl- Unterseite.
hesychia Frühst, wurde auf die helle Form der Goodenough-Insel, nordöstlich von Britisch Neu-Guinea hesychia.
basiert. $ größer als guerini Wall, von Queensland, mit viel bleicherer Grundfärbung der Figloberseite, die* fast
ebenso licht ist wie bei geoffroyi. Auch die ausgedehnte schwarze Figlumsäumung erinnert namentlich im Analwinkel
der Vflgl an geoffroyi. Im breiten schwarzen Apicalsaum, der schärfer abgesetzt bleibt als bei guerini, lagern
3 gelbliche Flecken. Der Costalsaum der Vflgl bis zur Figlmitte gelb. Unterseite der Vflgl schmäler schwarz
begrenzt, dadurch erscheint der weiße Basalteil breiter weiß, das Weiß füllt auch den Analwinkel aus. Der
gelbe Subanalfleck breiter, die grüne Subanalbinde dunkler und reicht bis nahe an den Vrd. — dertona Frühst, dertona.
bezeichnet die geschwärzte Form dazu; dertona ist gleich hesychia größer als die Form der Hauptinsel und
semperi Stgr. von Queensland. Unterseite : Alle roten und gelben Flecken der Vflgl größer, auch der weiße
Fleck am Costalrand oberhalb der Zelle. Die Hflgl sind schmaler schwarz gesäumt, dafür jedoch die weißliche
Submarginalbinde verbreitert. Der rote Basalfleck sehr viel größer als bei Waigiu-Exemplaren ; anstatt zwei
subanaler schwarzer Querstreifen finden wir nur einen. Der kanarien -gelbe Anflug viel ausgedehnter und die
subanale grüne Bestäubung heller. Die Oberseite ist nicht wesentlich verschieden; nur macht sich eine Tendenz
zur Verbreiterung des schwarzen Distalsaums bemerkbar. Goodenough-Insel. — elissa Frühst. Ein elissa.
Aru-cJ des British Museum nähert sich viel mehr geoffroyi semperi Stgr. von Queensland als der Form des Papua-
Gebietes. Von geoffroyi fällt elissa leicht zu unterscheiden durch eine breite gelbe Subapicalbinde der Vflgl-
Oberseite, die noch du nt 1er ockergelb und breiter ist als bei semperi. Unterseite: Vflgl. Die Subapicalbinde
fast nochmal so breit als bei typischen geoffroyi und heller als bei semperi. Die weiße Makel am Costalrand
sehr schmal und lang, sowie scharf begrenzt. Der Analwinkel schwarz bezogen. Die rote Makel zwischen
den Medianen sehr verbreitert. Hflgl : Roter Basalfleck kurz, am Grunde breit, sehr spitz auslaufend. Subapical¬
binde schräger als bei semperi, schmäler und schon in der Flglmitte endend, während sie bei semperi und geoffroyi
den ganzen Vrd schwarz umsäumt. Die grünliche subanale Bestäubung reduzierter als bei geoffroyi , jedoch
viel reicher als bei semperi. Wanumba, eine der Aru-Inseln. Type (aus Moore’s Coli.) im British Museum. -
guerini Wall, im tropischen Australien von Queensland bis zum Cape-York zu Hause, wurde schon 1877 aus guerini.
gesellig lebenden Rpn gezogen. Die frische Brut erscheint im Juni, doch finden sich auch im Oktober und
November noch Exemplare vor. Die beiden Formen sind schärfer als bei den papuanischen Rassen getrennt,
so daß sie auf dem Continent von Australien vielleicht an bestimmte Jahreszeiten gebunden sind. — Die weiße
Form semperi Stgr. zeigt auch beim $ nicht den grünlichen Anflug der Neu-Guinea-(J J. dagegen eine noch aus- semperi.
gedehntere blaugraue Submarginalzone der Hflgl. Die Subapicalmakel der Unterseite der Vflgl und das Chrom¬
gelb der Hflgl der noch ausgedehnter als bei geoffroyi Guer. von Dorey. Von semperi gibt es Uebergänge
zu der dunklen Form in der Weise, daß zwar die Unterseite der Vflgl weiß bleibt, die gesamte Oberfläche der
Hflgl aber in das schwarze Colorit getaucht ist, (J negrito form, nov.), wie sie bereits Semper (Journal Museum negrito.
Godeffroy, 1878, Taf. 9, Fig. 13) abbildete. guerini Wall, bezeichnet die oben graublaue, unten schwarze
Färbungsvariante, die mit semperi die großen weißen Subapicalmakeln der Vflgl und zwar im Gegensatz zu
den papuanischen Rassen, gemeinsam hat. Unterseite der Hflgl der mit einer weißlichen, beim $ mit einer
hellgrünen Submarginalbinde, die in Gemeinschaft mit dem auch sonst reicheren Colorit gleichfalls mit allen
Vikarianten contrastiert.
M. eucosmetos ersetzt geoffroyi im Bismarckarchipel, von woher wir zwei gut geschiedene Inselrassen
und zwar nur in der hellen Färbungsrichtung kennen, eucosmetos Godm. u. Salv.. die Nominatform, bewohnt eucosmetos.
Neu-Mecklenburg und Nussa-Laut, ist sehr selten in den Sammlungen. Größer als geoffroyi und ivoodfordi mit
ausgedehntem, beim <$ weißen, beim $ gelblichen Subapicalfeld der Oberseite der Vflgl. Unterseite sofort kennt¬
lich an einem den ganzen Vrd der Hflgl breit durchziehenden roten Streifen an Stelle des Basalflecks der übrigen
Species. — cottonis Sm. findet sich auf Neu-Ponnnern, Flugzeit im Februar. Die Pp beschreibt Dr. Pagen- cottonis.
Stecher als bräunlich, stark gekielt auf dem Rücken vom Habitus unserer Vanessa-Ppn und ähnlich jenen von
M . woodfordi. cottonis stellt eine ausgezeichnete Lokalform dar, mit breiterem schwarzen Distalsaum ohne
subapicale weiße Einlage, $ mit ausgedehnterem, weißen statt gelblichen Gebiet der Vflgl. unterseits noch
markanter carminrot, aber weniger ausgedehnt gelb gebändert als eucosmetos. $ viel größer, auch oberseits
mit rein weißem und unten noch mehr verbreiterten schrägen Subapicalfeld der Vflgl. Sehr selten, eine der
schönsten Mynes. — Als schönbergi Röb. ist eine weitere Form mit breitem roten Vrd der Hflgl-Unterseite schönbergi.
angeblich aus Constantinhafen beschrieben. Vielleicht liegt eine Fundortsverwechslung vor oder es handelt
sich um eine Farbenspielart von geoffroyi. Die Größenverhältnisse, 60 mm Spannweite, verweisen auf cottonis,
mit der ja (entgegen der Angabe Röber’s) auch der Carminstreifen der Hflgl übereinkommt.
IX
68
RHINOPALPA. Von H. FrijHStorfer.
wehster i.
katharina.
birmana.
538
M. websteri 8m. ist die einzige bekannte Mynes mit fehlendem roten Basalfleck der Hflgl, an dessen
Stelle ein subbasaler langer gelber Streifen längs der Costalader tritt. Oberseite des $ etwa wie bei geoffroyi
blaugrün mit schräg abgeschnittenem schwarzen, nach hinten verjüngten Distalrand derVflgl. Die Hflgl etwa wie bei
Eriboea hebe (134b) gezeichnet, mit einem schmalen Terminalsaum und dahinter drei bis fünf flach halbmond¬
förmigen Intranervalmakeln, sowie einige Punkte. Unterseite äußerst charakteristisch : Vflgl wie Pap. antiphates
(40 b, c), mit fünf schwarzen analwärts verschmälerten Längsstreifen auf weißem Grunde. Hflgl schwarz mit einem
apicalen und einem subanalen, lehmgelben Fleck, dazwischen vier blaue Ocellen. Hinter der Zelle eine hammer-
artige gelbe Linie. Smith bildete, wie dies Hagen bereits korrigiert hat, ein $ ab. Das $ ist kleiner, hat auf
der Unterseite die schwarzen Papilio- Streifen breiter und die Längslinien der Hflgl etwas heller und pro¬
minenter. Zugleich ist die submarginale Binde, in welcher die blauen Flecken stehen, metallisch golden. Sehr
selten. Hagen fand nur ein Paar und ich sah auch nur einmal ein bei Herrn Thiele in Berlin. Als Fund¬
ort ist bisher nur der Sattelberg bekannt.
M. katharina Bibbe, die kleinste Art des Genus, gleicht ober- wie unterseits der Symbr. hippalus
Fldr. (121 e) namentlich auch in der Größe. Die Species wird dadurch interessant, daß sowohl der Intramedian¬
fleck der Vflgl wie auch die Basalmakel der Hflgl-Unterseite gelb verfärbt sind. Gelb ist wie üblich auch die
subanale Binde der Hflgl. Sonst wiederholt sich die S. hippalus- Zeichnung in Gestalt weißer Flecken der Vflgl
und eines rundlicheren Discalfeldes der Hflgl. Von Xeu- Pommern beschrieben, nach Dr. Pagenstecher auch
von Heu-Hannover im Tring-Museum.
25. Gattung: llliiiiopalpa Fldr.
In dieser monotypischen Gattung sind die Palpen ungewöhnlich lang, dicht beschuppt und am Ende
Aveit auseinander klaffend. Der 3. Subcostalast ist dem 4. viel näher als dem Zellende, gerade aufsteigend.
Die Zellen der Vflgl soavoIü als der Hflgl sind vollkommen offen. Die untere Radiale der Hflgl ist an ihrem
Ursprung Avenig gebogen; die Präcostalader einfach, gerade, und nur an der Spitze kurz umgebogen. Die
Hflgl sind am Ird zwischen der Submediana und dem 1. Medianast stumpf vorgezogen und laufen an der
unteren Radiale in einen langen und spitzen Schwanz aus; außerdem treten die Vflgl im Apicalteil breit eckig
vor, sodaß die einzige Art des Genus ein ganz bestimmtes charakteristisches Merkmal allen andern Nympha-
liden Süd-Asiens gegenüber besitzt. Das $ ist stets größer als das färbungsdimorph. Verbreitung von Birma
an über ganz Makromalayana zu den Philippinen und Celebes. Bereits geringe Distanzen wirken umbildend
auf die Formen ein; so hat das östliche Java eine von den westlichen Regionen der Insel abweichende Unterart.
Bewohner der Ebene, die nur auf die Vorberge hinaufgehen, sowohl auf Sumatra wie auch Java Höhen von
etwa 8 — 900 m nicht überschreiten. Klammerorgane hervorragend differenziert, weder mit Yoma (mit welcher
das Geäder) noch mit Gynthia (mit denen die Rp übereinkommt) in irgend welchen näheren Beziehungen.
Uncus gespalten, Valve breit, vorne offen, mit feinen Borsten besetzt, leicht abgerundet und wie ein in der
Längsachse halbierter Lampenzylinder aufgebogen. Penis distal dünn, sehr spitz, in einer kurzen Scheide
steckend, deren Klappen eine dreieckige Form haben und nach innen wie auch ventral einen zahnartigen An¬
satz führen. Der zweiteilige Uncus erinnert an jenen der Genera Mynes und Kallima, mit denen Rhinopalpa
jedoch strukturell in keinem Connex steht. — Flug ziemlich leicht, rasch, aber kurz. Die E<S setzen sich
gerne an dürre Zweige nahe dem Boden, auf Fäkalien und an Hauswände. Sonst Schattentiere, auf Wald-
Avegen und in Obstgärten. $$ sehr selten. — Rp von Dr. Piepers entdeckt, durchaus vom Typus
der Gynthia- Rp. auf Conocephalus suaveolens Blainw., abwechselnd hell und dunkelbraun mit sehr fein ge¬
zackten etwas nach vorne gebogenen Dornen auf jedem Segment, der Kopf scliAvarz mit sehr langen, ebenfalls
schwarzen, fein verzweigten Hörnern. Herr Dr. Piepers Avird diese und andere von ihm entdeckte Jugendstadien
in seinem Werk „The Rhopalocera of Java“ abbilden.
Rh. polynice zerfällt im makromalayischen Gebiet in eine Serie von Insel- und Ortsformen. Die geogra¬
phische Variabilität ergreift zuerst das $, die <$$ sind vielfach nur unwesentlich differenziert. Auf den Phi¬
lippinen erscheinen zudem die $$ in ein äußerst melanotisches, $ -ähnliches Kleid gehüllt. Die Variations- Ampli¬
tude ergeben unsere Figuren 113b und c. Die Unterseite äußerst charakteristisch durch eine submarginale Ketten¬
reihe von 6 Ocellen auf den Vflgln und 5 Augen der Hflgl. Beiden Geschlechtern gemeinsam ist ein hart¬
näckiger Aveißer, quadratischer (Makromalayana ) oder Halbmondfleck (Celebes) über der Submediana der Vflgl, die
<$<$ führen zudem noch rotbraune Subanalmakeln, die sich auch proximal von den Ocellen in Gestalt von kurzen
Binden manchmal wiederholen, den $$ in der Regel fehlen. — birmana Frühst., die nördlichste Abzweigung
der Gesamtart, Type aus Unterbirma, wird manchmal aber noch in Assam gefunden, avo sie bis zu den Naga-
Hills hinaufgeht; doch ist birmana bereits auf den Karen-Hills sehr selten, ebenso im Mergui- Archipel. $ und
$ sind etAvas variabel, Avas vermutlich mit den in Birma so schroff abgesetzten Jahreszeiten in Verbindung
steht. Meine Type gleicht mit ihrem ausgedehnten, schräg nach hinten verjüngten und apicalwärts verbreiterten
Randgebiet der BiNGHAM’schen Abbildung (in Fauna Indica, taf. 10, fig. 75), während Moore (in Lepidoptera
Indica taf. 327) ein viel geringer scliAvarz umrandetes vermutlich der Trockenzeit, abbildet. Das $ ist
nach Moore gleichfalls von allen Vikarianten abweichend durch kaum halb so ansehnlichen, analwärts sogar
von einem gelben Streifen zerteilten Terminalsaum der Vflgl. Unterseite auffallend hell, Mediangebiet licht-
RHINOPALPA. Von H. Fbuhstorfer.
539
gelb, proximal intensiv hell grauviolett begrenzt. — eudoxia Guer. (= fulva Fldr.) ist die seltene Arealrasse eudoxia.
der malayischen Halbinsel, die lange Zeit verkannt wurde, weil Delessert vom $ ein bizarres Bild lieferte,
welches 'I )i stakt, nocli mit dicken blauen Streifen vermehrt und verunziert, kopierte. Erst Moore, Semper
und ich selbst stellten ziemlich zu gleicher Zeit die Identität mit Felde r’s fulva fest. 9$ sah ich in der Samm¬
lung Staudinger in Berlin; sie schließen sich an birmana-tyty an und differieren von sumatranischen 9? durch
reiner und lichter gelbe Tönung der Medianzone der Oberseite aller Figl. — polynice Cr. ist nicht sehr selten polynice.
in Nordost-Sumatra, wo die $3 gelegentlich auf animalischem Unrat der Waldwege naschend angetroffen
werden. Die $9 haben eine oberflächliche Aehnlichkeit mit gewöhnlichen Cirrochroa-QQ. Cbamer’s Type
stammte aus Padang von West-Sumatra, woher mehrere 99 in meiner Kollektion vertreten sind. Diese ent¬
fernen sich vom helionice- 9 (113 b) durch schmälere schwarze Randzone und lichteren Basalteil der Oberseite,
sowie dem Vorhandensein einer rötlichgelben Zone innerhalb der Ocellenkette. — acharis subsp. nov. verbindet a charis.
polynice mit helionice und verrät den Satellitinsel-Melanismus durch das Fehlen weißer Anteterminallinien,
der rotbraunen Begrenzung der Ocellen sowie den in seiner Gesamtheit verdüsterten Colorit der Unterseite.
Natuna-Inseln. — helionice subsp. nov. (113 b) entfernt sich vom polynice -<$ durch lichter gelbbraune statt helionice.
mehr rotbraune Oberseite. Vom 9 existieren zwei Formen; die abgebildete der Ebene, relativ klein, mit win¬
zigen Submarginalpunkten der Hflgl-Oberseite. Das Distalgebiet der Unterseite der Hflgl führt innerhalb
der Ocellen keinen rotbraunen Vorhof ; — elema form. nov. dagegen zeigt markante runde intramediane Punkte elcma.
der Hflgl, eine kakaobraune Basalpartie und ein dunkel purpurbraunes Submarginalgebiet der Unterseite
aller Figl. Die weißliche Medianregion ist dagegen zurückgedrängt, kontrastiert aber lebhafter mit der farben¬
satten Umgebung. Nord-Borneo : Kina-Balu- Gebiet. — callonice Frühst. (113 c) entfernt sich von allen makro- callonice.
malayischen Vikarianten durch die kleine Gestalt, den beim ungewöhnlich verbreiterten, beim 9 dagegen
obsoleten, nur noch als braunem Schatten vorhandenen Distalsaum aller Figl. Durch den verschmälerten
Außensaum gewinnen die schwarzen Augenflecken der Hflgl Platz, so daß sie bis zur Subcostale frei liegen.
Unterseits führen die eine reichere rotbraune Ornamentik als jene von Sumatra und Java. 9 mit so aus¬
gedehnter weißlicher Submarginal- und Medianzone aller Figl, daß selbst die sonst am hellsten gefärbte ost¬
javanische Rasse noch davon Überboten wird. Vom 9 erscheint manchmal eine Form, welche vermutlich der
Regenzeit angehört, mit rauchbraun überstäubter Oberseite aller Figl : nocturnia form. nov. Insel Nias ziem¬
lich selten. — mentawica subsp. nov. differiert durch einen markanten 10 mm breiten schwarzen Distalsaum
der Oberseite aller Figl von callonice -99 i Mentawej -Inseln. — elpinice Fldr. gleicht im männlichen Geschlecht
etwas der callonice, doch verläuft das schwarze Randgebiet derVflgl geradliniger; das will sagen, daß der Apical-
saum nicht so weit in die Figlmitte vordringt wie bei Nias-d'd'. $ relativ klein, dem helionice- 9 sehr nahe stehend,
unterseits dunkler als polynice -9, fast ohne weißliche Aufhellung der Medianzone. In Ost-Java ist jedoch
anscheinend eine Trockenzeitform im Entstehen begriffen, mit oberseits ganz fahlgelben 99> deren schwar¬
zer Figlrand sich in der Gegend der hinteren Radiale bereits auflöst und in die Grundfarbe übergeht, elpinice
ist selten auf Java; man trifft die CC auf nassen Stellen der Waldwege in ca. 5 — 600 m Erhebung. Doherty
hat elpinice auch auf Bali gesammelt. Mit tamora beginnt eine Serie von Inselrassen, welche die Philippinen
bewohnt und von makromalayischen Typen leicht zu unterscheiden ist durch das vom $ nur unerheblich dif¬
ferierende Kleid der 99» welche auch noch dadurch auffallen, daß der schwarze Rand aller Figl bis zur Zelle
vordringt, sodaß die Basalpartie auf ein schmales Feld beschränkt wird. Nach Semper hat Luzon Exemplare
mit größerem Basalfeld als Mindanao. Am dunkelsten scheint die Mindoro-Rasse zu sein und auf Panay
hat sich eine besonders modifizierte Inselform ausgebildet. — - tamora Frühst, von der Insel Bazilan ist habituell tamora.
sehr groß, in der Verteilung der schwarzen Umrandung der birmana genähert. Grundfarbe wie bei callonice- <$.
Flugzeit Februar, März. Von Doherty entdeckt. — validice subsp. nov. (113 b) stellt vermutlich die Trocken- validice.
zeitform der Mindanao-Rasse dar. Das abgebildete 9 gleicht demjenigen, das Semper von Ost-Mindanao
(taf. 21 seines Philippinenwerks) darstellte. Daneben existieren auf Mindanao auch 99 mit heller gelber Basal¬
region aller Figl, von Gestalt noch etwas ansehnlicher als validice ; vielleicht die Generation der nassen Zeit,
wenn nicht von einer anderen Insel. Man kann diese wohl als bellinice 9 -form. nov. bezeichnen. — amoenice bellinice.
nocturnia.
mentawica.
elpinice.
subsp.
nov.
vermittelt den Uebergang von der Mindanao-Rasse zu jener von Luzon. Es liegt mir nur ein
amoenice.
vor, welches sich im Kolorit der validice anschließt, doch einen lebhafter rotbraunen Basalanflug zeigt. Gestalt
erheblich kleiner, etwa wie bei callonice -9- Das 9 von amoenice fehlt mir, ich sah es jedoch in der Sammlung
Staudinger. Es bleibt habituell hinter validice zurück und die Basalfärbung ist selbst noch mehr verdunkelt.
Mindoro. — - panayana subsp. nov. verrät einen deutlichen Rückschlag zu den makromalayischen Formen. Basis pamiyana
aller Figl hellgelb, nur am distalen Rand leichthin rotbraun angeflogen. Aeußere Umrahmung selbst schmal
schwarz, also im lebhaften Gegensatz zu amoenice, deren dunkle Figlhälfte breiter erscheint als die rotbraune.
Insel Panay. Type in der Kollektion Semper im Senckenbergischen Museum in Frankfurt a. M. — stratonice stratonice.
Fldr. endlich bewohnt die nördlichen Philippinen, geht sogar noch auf die Babuyanes über. mit aufgehell¬
tem rotbraunem Basalteil der Hflgl, dadurch ohne weiteres von der Mindoro-Rasse abweichend. Die schwarze
Außenhälfte der Vflgl proximal schärfer abgesondert als bei amoenice. Es ist ziemlich sicher, daß von stra¬
tonice auch Zeitformen existieren, doch fehlen hierüber noch genauere Beobachtungen. Die großen 9‘Formen
der südlichen Philippmen leiten über zu der riesenhaften megalonice Fldr. von Nord-Celebes, die ich auf Grund megaionice.
ihres total verschiedenen 9 früher als Species auffaßte. Die Unterseite der harmoniert aber doch so voll-
540
YOMA. Von H. Frcthstorfer.
kommen mit den westmalayischen Inselrassen, daß wir sie heute mit der Nommatform vereinigen. unterseits
von intensiveren weißlichblauen Linien durchzogen und reicher violett überhaucht. Der rotbraune Terminal¬
saum aller Figl prägnanter, der resistente weiße Fleck an der Submediana der Vflgl halbmondförmig statt
quadratisch wie bei polynice von Makromalayana. Das bisher unbeschriebene $ fing ich November — Dezember
bei Toli-Toli, Nord-Celebes. Es hat einen graubraunen, nach innen schwärzlich nachdunkelnden Außenrd,
der auf den Vflgln eine Serie von sechs schwarzen submarginalen Punktflecken umschließt. An der Zelle ein
brauner Fleck, der sich manchmal bindenartig bis zur Submediana verlängert. Basis licht rotbraun, dicht
schwärzlich überstäubt. Unterseite etwa wie bei den $$ -Formen von Mindanao, doch blasser, die Ocellen in
eunice. einem hell kaffeebraunem Vorhof stehend, proximal lebhaft rot begrenzt. — eunice Frühst, amschreibt ehie
unterseits beim noch leuchtender blauweiß dekorierte Arealform mit fast doppelt so breitem weißem Halbmond
an der Submediana der Vflgl ; Klammerorgane in der Gattungsdiagnose beschrieben. Südliches Celebes, Umgebung
des Wasserfall von Maros. Von mir im Januar gesammelt. Das $ fand Doherty bei Pare-Pare und Holland gab
1890 eine Diagnose desselben.
26. Gattung: loma Doh.
War früher mit Rhinopalpa vereinigt, von welcher sie mit Recht getrennt wurde wegen der auf beiden
Flgln wenn auch nur durch eine ganz dünne Querader geschlossenen Zellen, die bei Rhinopalpa nicht nur offen,
sondern auch schmäler sind. Ferner stehen die Subcostaläste bei Y oma dichter zusammen, der dritte Subcostal-
ast zweigt genau in der Mitte zwischen dem Zellapex und der Apicalspitze der Vflgl ab, während er bei Rhino¬
palpa nur eine ganz kurze Gabel bildet, d. h. dessen Ursprung dem vierten Subcostalast genähert ist. Mittlere
Discocellularis zudem konkav ausgebogen, breit, nicht kurz wie bei Rhinopalpa , so daß die beiden Radialen
distanziert sind und deren Ursprung nicht wie bei Rhinopalpa von einem Punkt ausgeht. Präcostale der Hflgl
kürzer als bei Rhinopalpa. Sehr schwach sind dagegen die Differenzialcharaktere der äthiopischen Salamis
gegenüber, von welchen als wichtigster Faktor die dünnere Querader der Hflgl gelten kann, die mehr basal
den Zellabschluß bildet und proximal von der Mediangabelung ausläuft, während sie bei Salamis auf die Ga¬
belung stößt. Leicht zu erfassen sind jedoch die Differenzen der neotropischen Napeocles gegenüber, von der
sich Y oma ohne weiteres separiert durch die gebogene mittlere und hintere Discocellularis, welche bei Nape¬
ocles fast vertical gestellt sind. Auch ist die Präcostale von Napeocles nicht wie bei Salamis und Y oma distal
umgebogen, sondern besteht nur aus einem vorne abgeschnittenen Stiel. Schwänzchen der Hflgl an der dritten
Mediana, bei Rhinopalpa an der hinteren Radiale. Klammerorgane äußerst kompliziert. Tegumen mit kräf¬
tigem hakenförmigem Uncus und häutigem breitlappigem Scaphium. Valve basal breit, dann plötzlich schräg
abgeschnitten mit fingerförmiger Spitze. Darüber ein Clinopusartiger, an Argynnis gemahnender zylindrischer
Wulst. Penis lang, scharf degenartig, spitz. Saccus sehr schlank, klein. Rp vanessoid, jener der Gattung Dole-
schallia am nächsten, schwarz mit paarweise stehenden fein verästelten ebensolchen Dornen auf dem Kopf
und Rücken, auch laterale Dornen über den Füßen und über diesen wie bei Doleschallia rote Punkflecke. Pp
jener von H ypolimnas gleichend; Kopf mit einer etwas vorspringenden Stirne, aber nicht in zwei Spitzen aus¬
gezogen wie bei Doleschallia oder Vanessa. Farbe grau, Abdomen mit einigen weniger als bei H ypolimnas ent¬
wickelten Tuberkeln . (Nach Semper’s Figur in Schmetterlinge der Philippinen, Taf. A). Imago individuell
analog den Kallimen unterseits veränderlich, in den Farben und Zeichnungsverteilungen die Kallimen beinah
noch übertreffend. Saisondimorphismus ist bei kontinentalen und australisch-makromalayischen Formen zu
konstatieren. Geographische Differenzierung jedoch unbedeutend im Vergleich zu den Rhinopalpa und anderen
Nymphaliden. Falter der Ebene, die kaum über 600 m auf den Vorbergen hinausgehen; sie bevorzugen son¬
nigen Wald, da wo blühende Sträucher in der Nähe von Wasserläufen stehen. Ihre wahre Heimat ist das Papua-
Gebiet und die Molukken. Sie sind Inselschmetterlinge par excellence. Ostwärts gehen sie nach Java und von
da aus über Bawean und die malayische Halbinsel bis Oberbirma. Auf Sumatra fehlt die Gattung; in Borneo
ist sie bereits sehr selten, auf den Philippinen sehr häufig und mir liegen große Serien aus Formosa vor. Da¬
gegen berichten alle Sammler von kontinentalen Exemplaren über deren Seltenheit und schlechten Erhaltungs¬
zustand, was auch für Annam und Siam nach meinen Erfahrungen zutrifft. Das Genus umfaßt vermutlich
nur zwei Arten, die zudem nur Zweige eines Stammes darstellen und von welchen die gemeine Y. sabina den
Westen, die seltenere Y. algina den Osten der malayischen Inselflur bewohnt.
Y. sabina von Vorderindien bis zu den Molukken und südwärts über die Key-Inseln bis Australien
vasuki. verbreitet, entsendet als vasuki Doh. (113 b) ihren nördlichsten Ausläufer bis Oberbirma. Die Falter sind in
der Regel etwas kleiner als die Noniinatform der Südmolukken, das $ erreicht wohl niemals die Dimensionen
des sabina -$ (113 c), und die <$<$ zeigen nie so prominente gelbe Subapicalmakeln der Vflgl. Die Unterseite
ist äußerst variabel, und führt entweder a) breite weißliche Medianbinden, die auf den Vflgln jenseits der Zelle
distalstark gewinkelt sind (C ramer’s Type), oder b) auf diesenBinden schwärzlichePilzflecken vortäuschendeUeber-
atomaria. puderung (atomaria, form, nov.) ( 137 c); oder c) die Längsbinden fehlen und die Unterseite bleibt monoton grau
sabulosa. sandfarben (sabulosa form. nov.). Die fa. atomaria wiederholt sich bei den Kallima, welche gleichfalls ge¬
legentlich unterseits Flecken tragen, die Blattpilze imitieren. Das ^ ist vom $ leicht zu unterscheiden durch
zwei weißliche Submarginalpunkte der Vflgl, die zu beiden Seiten der vorderen Mediana stehen. Es ist noch
nicht festgestellt, ob die oben genannten Farben- und Binden- Aberrationen an bestimmte Jahreszeiten ge-
YOMA. Vom H. Früh Storker.
541
bunden sind. Es scheint fast nicht, denn es existieren an verschiedenen Lokalitäten habituell zwerghafte 5 5-
die ihrer reichen und hellgelben Zeichnung der Oberseite nach entschieden eine ganz extreme Trockenzeitform dar¬
stellen. Ich hielt sie früher für eine besondere Art und beschrieb sie als javana Frühst. (1 I .‘1 b, Oberseite, I 37 c Un- javana.
terseite), ursprünglich aus Java; es liegen mir aber jetzt damit ziemlich übereinstimmende rjVJ auch aus Siam
(Januar), Mikromalayana (Dämmer, Roma), woher das abgebildete Stück stammt, und den Key-Inseln vor. Der
rotgelbe Fleck in der Mitte der Vflglzelle kann manchmal fehlen. Die Unterseite ist vorherrschend gelblich, statt
weißlichgrau, mit gelblichen Medianfeldern, die namentlich proximal scharf abgeschnitten sind. Die Klammerorgane
sind analog jenen von sabina, aber entsprechend dem Habitus zarter, kleiner als bei der anseh.nl i oberen Xominat-
form. Zu vasuki rechne ich alle Exemplare der orientalischen. Region, inclusive jener der Philippinen, woher Semper
einmal von CJamiguin de Mindanao 500 im Juli gefangene Individuen empfangen hat. Formosa, Bawean,
sein- häufig vom Juli bis September; Ost- Java, ausgezeichnet durch prächtigen violetten Schiller entlang
der gelben Medianbincle. Mikromalayana bis Alor. — - Von Alor an bis Amboina, Buru und Key findet sich
sabina Cr., die ihr Autor aus Amboina beschrieb. Bei ihr treten alle unter vasuki aufgezählten Farbenabwei- sabina.
chungen der Unterseite in Erscheinung; dazu kommen dann noch zwei weitere, nämlich $ mit brauner blatt-
artiger Verfärbung (foliacea form, nov.) und Exemplare mit purpurn übergossener grauer Grundfarbe (purpurea foliacea.
form. nov.). — Auf den Nordmolukken verändern sich die $$ etwas, ihr Mediangebiet wird von einer schmalen P,,ri‘"rca-
manchmal auf den Hflgln weiß zentrierten Längsbinde durchzogen, vasilia subsp. nov. Von ihr besitze ich nur vasilia.
die Form mit breiten weißen Streifen der Unterseite, Type von Batjan, vermutlich auch auf anderen Inseln der
Nordmolukken. — parva Btlr. bezeichnet die habituell kleinere Rasse von Australien, zu der australis Frühst, eine parva.
mit javana analoge extreme Trockenzeitform darstellt. Exemplare mit brauner blattartiger Unterseite finden sich rt" s/r"/, s-
neben solchen, die eine ansehnliche weiße Mittelbinde führen. Queensland, vom Cap York bis Cooktown.
Y. algina verteilt sich auf das melanesische Gebiet in seiner gesamten Ausdehnung, algina läßt sich von
sabina auf den ersten Blick trennen durch die rundlichere Figlkontur und das Vorhandensein vollkommen
ausgebildeter Ocellen der Unterseite, welche beim $ auf den Hflgln auch nach oben durchschlagen und nach
Osten zu immer größer werden. Im Gegensatz zu sabina sind die $$ färbungsdimorph; es existieren von
jeder Unterart solche mit weißer und gelber Mittelbinde der Vflgl-Oberseite. In seltenen Fällen bleibt die
Binde auch auf den Hflgln rein weiß, und umgekehrt verfärbt sich gelegentlich schon, die intramecliane Partie
der Vflgl Wenigstens peripherisch in rötlich- oder goldgelb. Die $$ zeigen stets kleinere Subapicalmakeln
als sabina -$$ und die weißen Intranervalpunkte bleiben weniger hartnäckig, verschwinden bei den östlichen
Rassen völlig. Sieben Arealformen sind zu separieren, deren Modifikation sinnfälliger als bei den sabina-H&ssen
hervortritt. — algina Bsd., der nomenclatorische Typus, dürfte von Waigiu stammen. Dortige Exemplare algina.
sind relativ klein, <$ mit unbedeutender gelber Subapicalfleckung, ^ der hellen Form am häufigsten. Der
Mittelstreifen der Unterseite verläuft geradliniger, auch distal nicht so gewinkelt, Avie bei sabina, die Unterseite
zeigt nur manchmal Blattfärbung. Waigiu, ziemlich selten. — Als vestina subsp. nov. (113 c) wird die dunkle vestina.
Territorialform von Holländisch Neu-Guinea eingeführt, deren C6 keinen deutlichen gelben Apicalfleck der
Vflgl aufweisen. $ klein, die weiße Mittelbinde schmäler als bei Waigiu Exemplaren.- — Als viruna form. nov. vinma.
Werden seltene §§ bezeichnet mit lichtockergelb gebändertem Rand der Vflgl. Die Mittelstreifung der Hflgl
erheblich schmäler als bei anderen m -Zweigrassen, namentlich nach hinten nur noch als Wellenlinie aus-
laufend. Type von Kapaur, aber auch von Dorey in meiner Sammlung. — netonia subsp. nov, bewohnt das netonia.
Britische und Teile des Deutschen Gebiets von Neu-Guinea. netonia übertrifft die bisher erwähnten Schwester-
rassen an Größe und Schönheit der Färbung. $ auf den Vflgln reich gelblich, $ weißlich gefleckt. Beim weißen
$ stehen die Ocellen manchmal in einem schwarzen, manchmal in einem prächtig rötlichockergelben Vorhof
der Hflgl-Oberseite. Das Mittelfeld ist bei beiden Geschlechtern auffallend breit und es scheint, daß die Regen¬
zeit auch unterseits erweiterte Weißstreifung erzielt, während ein $ mit entschiedener Trockenzeit- (d. h. Blatt-)
färbung der Unterseite nach hinten verjüngte Binde und obsolete Augen, die dann an sabina erinnern, auf¬
weist. — Als taurisca form. nov. (113 b) AVird eine seltene Koloritabweichung aufgeführt, die oberseits rein A\reiße taurisca
Binden beider Figl und eine vollständig sandgrau überzogene Grundfarbe der Unterseite hat. Die bereits von
sabina bekannte Form atomaria wiederholt sich bei einem $ aus Finschhafen. Nach Hagen ist netonia
in der Astrolabe-Bai bei Stefansort vom Dezember bis April nicht selten. $$ aus Simbang (Huon-Golf) sind
größer, mit wie bei $$ von der Milne-Bai markanteren violetten Submarginalflecken der Vflgl und breiter gelb
begrenzten Ocellen der Hflgl. Es ist demnach wahrscheinlich, daß die Stefansorter algina mehr zu vestina
von Holländisch Neu-Guinea gravitieren als zu der prunkenden British Neu-Guinea-Form ; ein Phänomen,
das wir schon wiederholt und analog auch bei anderen Rhopaloceren der in Frage kommenden Landstriche
zu konstatieren hatten. — odilia subsp. nov. schließt sich eng an netonia an; fast so stattlich Avie letztere, hat odilia.
sie die prägnantesten rotgelben Subapicalmakeln der Vflgl. Dagegen vermindert sich die Breite des (Median-
feldes costalwärts bei $ und $. Die schwarzen Augen der Hflgl prominenter als bei den Neu-Guinea-Vikarian-
ten, auch unten am lebhaftesten gelb geringelt, dadurch bereits zu den folgenden Unterarten hinneigend. Fer-
gusson und Kiriwina. — kokopona Hag. verliert die gelbe und weiße Punktierung der Vflgl-Oberseite, die (Mittel- kokopona.
binde ist steiler, in der Breite erheblich reduziert. Augenflecken der Vflgl bereits größer als die Ocellen, AVelche
die Vikarianten der Hauptinsel von Neu-Guinea auf den Hflgln tragen. Längsbinde unterseits fast rein AA-eiß,
sehr schmal, aber fast gleich breit auf beiden Figlpaaren. Neu-Pommern, -Lauen- und -Mecklenburg. — helisson helisson.
542
HYPOLIMNAS. Von H. Frtthstoreer.
subsp. 7iov. von Neu-Hannover differiert nach Dr. Pagenstecher bereits von kokopona, die gelbe Binde der
Vflgl ist steil, nicht gebogen wie bei pavonia, auf dem Hflgl gleichmäßig goldgelb, nur nach außen etwas dunkler
beschattet. Die schwarzen Augenflecke treten kaum hervor, da sie nur ganz schwach gelb umringelt sind.
Unterseite grünlichbraun, die weiße Binde violett überhaucht, ebenso der Distalrand auf beiden Flgln violett
pavonia. übergossen. Die blaue Zentrierung der Ocellen der Hflgl etwas stärker. — pavonia Math, schließt sich an koko-
poTia an, doch ist die Längsbinde der Vflgl der §§ wieder etwas mehr gebogen. Ocellen der Vflgl ausgedehnt
gelb umzogen, das dritte Auge vor der ersten Mediana der Hflgl am schönsten blau gekernt. Es existieren
$ -ähnliche $$ und solche mit weißem Mittelfeld der Oberseite. Type von Treasury-Insel; auch auf Bougain-
ville und den Shortland-Inseln.
27. Gattung’: Hy pol imnas Hb7i. (Apatura F . Diadema Bsd.)
Wenn wir die Gesetze der Priorität würdigen, muß dieses Genus den Namen Apatura F. führen, wie
dies Scudder 1875 festgestellt hat und wie es Moore 1881 und 1900 umgrenzte. Der Aenderung wird hier
aber keine Folge gegeben, um uns nicht in Widerspruch zu setzen mit Band I S. 160 und 185. Die Mitglieder
der Gattung darf man als die variabelsten und somit wohl mit Recht als die interessantesten Tagfalter bezeich¬
nen. Durch den Polychromismus der $$ werden sogar noch die berühmten Färbungskontraste von Papilio
memnon in Schatten gestellt ; umsomehr, als bei Hypolimnas bolina die Variabilität auch die ergreift, während
diese bei P. memnon ziemlich konstant bleiben. Auf dem Kontinent von Indien ist ja auch tatsächlich das
unbeständiger als das $, hingegen auf den Inselscharen der Archipele kein $ dem anderen gleicht. Beide Ge¬
schlechter sind sowohl dem zeitlichen, wie auch dem geographischen Polymorphismus unterworfen. Interes¬
sant ist auch das Factum, daß sich auf den Polynesischen Inseln die Lokalrassen schärfer absondern, als im
mikromalayisch-australischen Gebiet, sich aber dennoch alle westmalayisch-molukkischen ^-Varianten gleich¬
falls in Miniaturausgaben wiederholen. Bei allem individuellen Heteromorphismus sind aber die bolina Aw^A-
rassen dennoch nur äußerlich und geographisch getrennt, während sie morphologisch resistenter sind als etwa
die Gethosia, Argynnis , Terinos , Kallima etc. So sind strukturell zwischen den Geschlechtern überhaupt keine
ersichtlichen Differenzen zu erkennen und die an sich hochspezialisierten Kiammerorgane der BS bleiben gleichfalls
auf weite Entfernungen äußerst beharrlich (Amboina, Formosa). Uncus einfach, kräftig, distal sogar noch etwas
robuster als jener der Gattung Yotna, Valve kompliziert, ventral in eine scorpionstachelartige Spitze auslaufend,
die allenfalls auch mit einem Garabus-Penis verglichen werden kann. Im medianen Teil mit einem halbkuge¬
ligen Gebilde, das einem Sporenrad ähnelt. Rp vanessoid, auf Urticaceen und Portulaceen mit neun longi¬
tudinalen Reihen, von fein verzweigten Dornen mit einem Paar von längeren und kräftigeren Dornen auf dem
Kopfe ; Farbe braun, Kopf heller. Pp dunkelbraun, am Kopf und Thorax gewinkelt, die Abdominalsegmente
mit dorsalen Reihen von kurzen, spitzen Tuberkeln besetzt. Imago, abgesehen, von einigen insularen Species
äußerst individuenreich, besonders nach starkem Regen häufig; eine wahre Zierde der submontanen Landschaft,
offene Stellen liebend und sogar in. Gärten nicht selten. Sie gehen selbst im Himalaya kaum über 4000' hinauf.
Ihr Flugvermögen ist namentlich in Anbetracht ihrer Größe mäßig stark entwickelt, die $$ sind sogar träge.
Sie wandern wenig und wurden dieselben Exemplare Tag für Tag auf denselben Blumen im Garten beobachtet.
Man trifft häufig verdorbene Stücke, was wohl mit der Streitlust der GG zusammenhängt, die keinen Rivalen
in ihrer Nähe dulden, und Gruppen in der Luft kämpfender $$ begegnen den Sammler auf Java und Celebes
bei jedem Ausflug. Nach Mart in’ s und Hage Vs Beobachtungen treten sie periodisch häufiger, dann wiederum
sehr selten auf. Eine Art ist über vier Weltteile verbreitet ; bolina hat eine gewaltige ostwestliche Ausdehnung,
die Formen der pandarus- Gruppe jedoch eine eng begrenzte Heimat. Das Maximum ihrer Entwicklung an
Schönheit und Anzahl der Arten treffen wir in der Subregion der Molukken (5 Species) und im Papua-Gebiet
(Neu-Guinea mit 6 Arten). In Mikromalayana wohnen noch 4, auf makromalayischem Boden 3 und in
Continental-Indien nur noch 2 Arten. H. bolina begegnen wir von Bombay an bis zu den fernsten Südsee-Eilanden.
Mehrere Species sind auch noch interessant durch ihre Convergenz mit Euploeen und Danaiden.
antilope. H. antilope ist diejenige orientalische Kollektivspecies der Gattung, bei welcher die Zeichnungsverhält¬
nisse am primitivsten geblieben sind und deren sexuelle Kontraste am wenigsten hervortreten. Die Gesamtart
zerfällt in zwei Haupt-Färbungstypen : jene der westmalayisch philippinischen Region mit zum Teil oberseits
prächtig blau schillernden euploeoiden $$, und jene des molukkischen und papuanischen Untergebiets mit
den (JcJ gleichfarbigen, mattbraunen Charakteristisch ist die Unterseite mit einer Doppelreihe von ante-
terminalen Weißen, sehr kleinen Halbmondflecken, von denen eine Reihe fast immer, die zweite häufig sich
auch oben wiederholen. — Alle Formen haben ferner gemeinsam eine submarginale Serie von weißen Intranerval-
punkten beider Figl, die sich wiederum fast immer auch oberseits einstellen. Die Costa der Vflgl ist weißlich
bestäubt und in der Zelle lagern vier weiße costale Mehlflecke. Die Hflgl endlich tragen einen weißgelben
hartnäckigen Fleck an der Subcostale, der nur bei wenigen papuanischen. Exemplaren verschwindet. Von allen
Inselrassen existieren Individuen mit weißlichen Intranervalfeldern in der submarginalen Partie der Hflgl
und melanotisclie ohne solche. Die Vflgl führen dann noch häufig weiße Apicalflecken und bei einigen Insel¬
rassen umzieht als Anklang an gewisse Euploeen ein weißes Randgebiet die Oberseite beider Figlpaare. Die
Rp hat Dr. Hagen in Kaiser-Wilhelmsland entdeckt. Sie lebt gesellschaftlich zu vielen Hunderten im Mai
HYPOLIMNAS. Von H. Fruhstoreer.
4:;
auf einem Strauch. Farbe schwarz, mit zwei langen schwarzen dornigen Stacheln auf dem gelben Kopf. Seg¬
mente mit lateralen gelben Flecken und gelben gegen die Spitze hin breit schwarzen, ästigen Dornen.
— anomala Wall (119 e), stammt von der malayischen Halbinsel und kommt ziemlich unverändert »»«„«tht.
auch in Sumatra, Engano und auf Bawean vor, erreicht das Maximum an lebhaftem Blauschiller und
ausgebildeten weißen Transcellularstrigae erst auf Java. Auf Lombok, woher die abgebildeten Exemplare
stammen, neigt die Weißstreifung oberseits zum Verschwinden, ebenso tritt die weiße Subapicalfleekung
wieder zurück, die bei der Java-Form zumeist auch die dekoriert. Bei beiden Geschlechtern sind bei java¬
nischen und Lombok-Exemplaren auch die weißen Submarginal punkte aller Figl am vollkommensten ausge¬
bildet. $ mit Blauschiller auf ganz schmalem Randgebiet (f. circumscripta form, nov.) sind selten auf Java, circum-
dagegen liegen mir von allen Fluggebieten der anomala zahlreiche Exemplare vor mit ausgedehnt weiß auf- sCrii’la-
gehellter Submarginalregion der Hflgl und zAvar von beiden Geschlechtern (f. nivas form. nov.). Bei einer weiteren aiva .
jedoch seltenen, mir nur von Java vorliegenden Färbungsabweichung führt das gesamte Apicalgebiet der Vflgl
bis zur Zellwand ein. violettes Kolorit, das auch die weißlichen oblongen Striemen zwischen den Radialen über¬
deckt (f. violaria form. nov.). — Auf der Insel Mas hat sich eine ziemlich konstante Rasse als discandra Weym. violaria.
ausgebildet, kenntlich an vergrößerten, weißen Submarginalflecken., fast stets vorhandenen weißen, binden- discandm.
förmig aufgereihten Apicalmakeln, ferner auch bei den ES fast immer vorhandenen Transcellularstrigae der
Vflgl. Bei einem E von Pulo-Tello der Batu-Inseln wiederholen sich die weißen Striemen, gleichfalls auf der
Vflgl-Unterseite. In. Mikromalayana ist anomala von Kangean bis Sumbawa und. Flores verbreitet in einer
verdunkelten. Form, arnoldi Frühst., deren $$ satter, weniger glänzend blau übergossen erscheinen und ent- arnoldi.
weder gar keine oder nur noch schwach angedeutete intraradiale Striemen der Vflgl aufweisen. Auch die ES
sind ärmer an Blau, sie gehören, soweit sie überhaupt noch Schiller aufweisen und nicht einfarbig braun sind,
zur forma circumscripta ; dagegen, ist die Form nivas gar nicht selten und auf der Unterseite der Hflgl progres¬
siver als bei meinen Java-Exemplaren. Dr. Pagenstecher hat dies auch für Flores -arnoldi konstatiert und
findet, daß Exemplare aus Sumbawa einige Aehnlichkeit mit Euploea de heeri Doli, haben. — albula Wall, albula.
ist eine in den Sammlungen seltene interessante Rasse von kleiner Gestalt, rostbrauner Grundfärbung und
breiter weißer Distalumsäumung aller Figl ; Unterseite mit einer Schrägbinde von vier weißen länglichen Flecken,
der Costalfleck der Hflgl größer als bei anomala und arnoldi. $ dunkler braun und reicher purpurn rotbraun
als das S- Die Querbinde der Vflgl ins Blaue spielend. Unterseite etwas bleicher. — albula gleicht im all¬
gemeinen bereits Euploeen aus der eurypon- Gruppe, worauf Wallace schon, aufmerksam machte. Type aus
Timor, in der Sammlung Stafdinger auch aus Babber. — interstincta Btlr. bezieht sich auf eine große Insel- interstincta.
rasse mit verdunkelter Färbung. E satt braun mit fast unmerklichem blauem Schimmer auf den anteterminalen
Punkten, der Vflgl; $ dunkler blau als anomala -$$, gelegentlich mit rein weißem doppeltem Subapicalfleck
der Vflgl. Der Costalfleck der Hflgl-Unterseite markanter als bei anomala. Nord-Borneo, anscheinend nicht
sehr häufig. — Mit euvaristus subsp. nov. beginnen die apicalwärts fast immer reich weiß ornamentierten Formen euvaristus.
der Philippinen, deren $$ auch auf den Hflgln einen wundervollen terminalen Blauschiller zeigen, der bei inter¬
stincta bereits einzusetzen beginnt. Die $$ sind dann noch ausgezeichnet durch ein dunkel kakaobraunes,
distal etwas aufheilendes Basalgebiet der Hflgl, dessen Anfänge gleichfalls bei der Borneo-Form zu erkennen
sind. Nach Semper tragen etwa die Hälfte aller Exemplare eine weiße Apicalspitze, während von 30 anomala-
EE meiner Sammlung nur ein E aus Java damit versehen ist. Häufig auf den Südphilippinen — Type von
Mindanao. Der Anklang an Euploea dufresni Godt. ist evident. Ein 3 von Bazilan (Februar — März) gehört zu
nivas Frühst. Nach Semper wurden im August und September 1865 auf Camiguin de Mindanao über 300 Exem¬
plare von malayischen Jägern gesammelt. Braune $$ mit großem weißem Apicalfleck der Vflgl gehen nach
Semper auch auf die Palau-Inseln der Karolinen über. — truentus subsp. nov. ist eine habituell kleinere Rasse truentus.
der Nord-Philippinen, die ziemlich unverändert auch auf den südlichsten Liukiu-Inseln vorkommt. Es scheint,
daß sich bei ihr die apicale Weißfleckung noch mehr befestigt hat als bei euvaristus, denn sechs von acht Exem¬
plaren führen dieselbe. (Analogie mit Euploea megilla Erichs, von Luzon). Bei den $$ verschwindet die braune
Oberfläche der Hflgl, um einem normalen Schwarz Platz zu machen. Ein E aus Mindoro gehört zur Forma
nivas. Ein sonst braunes E zeigt auffallend große weiße Makeln der Hflgl. q -Type aus Ishigaki-shima, $ Type
aus Luzon, Mindoro, vermutlich auch alle übrigen Nord- und Mittel-Philippinen. — phalkes subsp. nov. habituell phalkes.
sehr groß, nähert sich etwas den Molukkenformen durch das hellbraune Kolorit der eine Färbung, die wir
bei den sonstigen orientalischen Rassen nicht antreffen. E zur nivas- Abweichung zählend. Talaut-Inseln. —
wallaceana Btlr. ist auf eine monoton gehaltene Form begründet von gesättigt brauner, submarginal jedoch ivallaceana.
lichter abgetönter Gesamtfärbung, bei der sich unterseits weißliche transcellulare Strigae bemerklich machen.
Aus Süd- und Zentral-Celebes, von August bis Januar fliegend, vermutlich einer Trockenzeit angehörend. • — -
stellata subsp. nov. (119 d) differiert von allen Vikarianten durch die beim E weißen, beim $ lichtblauen pro- stdlata.
minenten Submarginalsterne der Oberseite. Drei von vier ES und ein $ führen namentlich unterseits erweiterte
weißliche Intranervalfelder. Der Costalfleck der Hflgl mehr als doppelt so groß als bei anomala. $ dunkelbraun
mit herrlichem Blauschiller, welcher aber nicht über die Submarginalzone hinausgeht, stellata bildet vermut¬
lich die Regen- und Höhenform von wallaceana. Mir nur aus der Minahassa zugegangen, von mir nicht bei Toli-
Toli aufgefunden. — Mit antilope Cr. (119 d, E statt £) beginnen die monoton und vorherrschend braun ge- antilope.
färbten Rassen der ostmalayischen Region. Cramer kannte ein ? mit gelblichem Vorhof der Hflgl, einer häu-
544
HYPOLIMNAS. Von H. Fruhstörfer.
figen Form, zu der wir das E abbilden. Es gibt, wenn auch seltener, auf Amboina, Saparua und Ceram auch
sila. gleichartig kaffeebraune ES und 9?‘ sila form. nov. Geram-Exemplare scheinen, soweit mir das Material vor¬
liegt, auch in den hellen. Formen bereits melanotischer abgetönt zu sein als Axaboh\&-antilope. Ein $ hat einen
deutlichen braunvioletten Schimmer auf der Basalpartie aller Figl, ein anderes ausgedehnte weißgelbe Subapical-
makeln und grauviolette Trübung jenseits der Zelle der Vflgl. Die Hflgl zudem mit wie auf den Vflgln markan-
; pseudo - ten weißen Submarginalpunkten. Figlkontur rundlicher, mehr an pithöka gemahnend (9*fo. pseudopithöka
pithöka. jorm nov y — Auf Buru begegnen wir oberseits mit gelblich weißen Subapicalflecken belegten ES bereits in
maglovius. überwiegender Anzahl. Es ist dies maglovius subsp. nov., und alle, auch die nicht gelblich dekorierten ES> fallen
durch eine bandartige licht-braune Zone der Vflgl auf. Interessant ist auch, daß che oberseits apicalwärts nicht
dekorierten ES auf der Unterseite nims- Bildung zeigen, während die oben ornamentierten ES dunkel kaffee-
quinctinus. braune Hflgl haben. Insel Buru. — Bei quinctinus subsp. nov. wird das gelbliche Schrägband der Vflgl bereits
deutlich hervortretend und wiederholt sich auch unserseits. Hflgl mit vorherrschend weißlicher, statt wie bei
antilope gelblicher Submarginalzone, welche unterseits fast an die analoge mms-Bildung der westmalayischen
fyphlis. Rassen erinnert. Batjan, Obi. fyphlis subsp. nov. übergab mir Herr v. Schönberg ohne sicheren Fundort.
Die an. Euploea eurypon Hew., E. hopfferi Fldr. und E. assimilata Fldr. anklingende weiße Figlumrahmung,
die sich bei II. alimena heteromorpha Röb. (119 e) wiederholt, läßt auf die Key-Inselgruppe als mutmaßliche
Heimat schließen. Aber weder Ribbe, noch Kühn und neuerdings Dr. Pagenstecher erwähnen antilope von
Key, so daß die interessante Färbungsanomalie vielleicht von Neu- Guinea stammt, wenngleich mir von dort
nur relativ kleine, fast wie antilope braun getönte, Exemplare vorliegen. Ich habe aus allen Teilen. Neu-Guineas,
wo die Kollektivspecies bereits sehr selten wird, nur je ein Stück und jedes einer besonderen Koloritnuance
angehörend. Aus Deutsch-Neu- Guinea ein E, welches der Batjanform durch gelbbraune Apicalpartie der Vflgl
am meisten, genähert ist. Hagen erwähnt vier braune Stücke, oben mit bleichem Außenrd der Hflgl und eines
auch mit breitem blassem Apicalteil der Vflgl. Auf der Unterseite wird der Außensaum der Hflgl fast weiß,
nur von schwarzen Rippen durchzogen. Flugzeit Dezember bis Mai. Rp in der Artdiagnose beschrieben, zu
hunderten auf einem Strauch und wegen der Seltenheit der Imago’s gewiß unter Verfolgungen von Schma¬
rotzern leidend. Ein der forma sila Frühst, ähnliches $ besitze ich aus Dorey, Holländisch Neu-Guinea, ein
mda. mit forma pseudopithöka ziemlich harmonierendes $ aus der Milne-Bai, Britisch Neu-Guinea. - — mela Frühst.
bleibt in der Größe noch hinter den Formen von Neu-Guinea zurück. E hellbraun mit gelblichem oder manch¬
mal sogar rein, weißem, mäßig breitem Distalsaum aller Figl, der sich auch unterseits wiederholt. Das $ (119 e
in afra verdruckt) ist braun mit mattem violettem Anflug und gleich wie alle ES mit weißem Apicalfleck ver-
short- ziert. Hflgl distal aufgehellt. Unterseite gelblichbraun, Kiriwina und Fergusson. — shortlandica Ribbe ist
tandtca. nacp einer mir vorliegenden Cotype eine sehr kleine Form mit rotbrauner Basis aller Figl und wie bei der Bat-
jan-Rasse deutlich abgesetztem hellockerfarbenem Slxawl der Vflgl. Die Hflgl distal gleichfalls leicht gelblich
überhaucht. Rp nest weise auf einem kleinen Strauch. Shortlands-Inseln. An. einigen Lokalitäten des Bismarck-
scopas. archipels scheinen mit shortlandica. nahe verwandte Formen aufzutreten. — scopas Godm., eine ähnliche Form
von der Maleyte-Insel, charakterisiert durch ein kurzes schmales gelbliches Feld der Hflgl, das sich beim 9
lutescens. bis zur Zelle verbreitert und dessen. Vflgl eine lichte Subapicalzone auszeichnet. — lutescens Btlr. liegt mir in
nur einem Exemplar von Fidji vor. Gestalt etwas größer als bei shortlandica ; Hflgl außer dem konstanten
Costalfleck auch noch zwei weitere, diffuse gelblichweiße Makeln zwischen den Radialen führend, eine Zeich¬
nung, welche vermutlich rein individuell ist.
H. pithöka steht der //. antilope recht nahe, differiert von ihr jedoch durch den rundlicheren Umriß
aller Figl und das Fehlen weißer Submarginalpunkte der Vflgl-Oberseit-e der während jene der Hflgl stets
schwarz geringelt sind. Unterseits fehlen die beiden terminalen Serien weißer Halbmonde und die blauen
statt weißen Punktflecken sind weiter vom Außenrd nach der Figlmitte zu gestellt, der hartnäckige Oostal¬
fleck der Hflgl fehlt immer. Zugleich ist pithöka beständiger; es existieren anscheinend nur zwei ^-Formen,
und die ES zeigen niemals weiße Apicalfleckung. Die Kenntnis der Rp ist Dr. Hagen zu verdanken. Sie gleicht
et was jener der Rp von H. misippus L.. nur ist sie größer und hat zwei ockergelbe breit am Kopf beginnende
pithöka. Seitenstreifen. Drei insulare Spaltzweige sind zu registrieren: pithöka Kirsch hat mit //. antilope die weiße
Fleckung an der vorderen Zellwand gemeinsam, aber oberseits bei beiden Geschlechtern dunkler schwarzbraun.
S in der Submarginalzone der Hflgl leichthin rotbraun gefärbt, doch nimmt diese Region häufig auch eine
illuminata. dunkelgoldgelbe Färbung an (— illuminata form. nov. 119 d), die sich dann unterseits als bleichgelb brauner
Vorhof wiederholt. Gelegentlich zeigt sich diese Erscheinung auch noch begleitet von einem rotgelben Ante-
terminalstreifen der Vflgl. Zwei $9 aus Finschhafen führen ein grauschwarzes äußeres Flglgebiet, drei 9?
aus der Astrolabe-Bai eine bei jedem Individuum verschieden ausgedehnte gelbliche Zone, die bei dem extrem¬
sten 9 unten nahezu weiß erscheint und wiederum Hand in Hand geht mit subanaler gelblicher Randstreifung
der Vflgl. Die Namenstype stammt aus der Geelvink-Bai, doch muß pithöka dort sehr selten sein, weil sie
Doherty nicht wiedergefunden hat. Hagen hat nur sechs Exemplare bei Stefansort gefangen und in der Samm-
unicolor. lung Fruhstörfer sind 12 ES, l 9$ aus der Astrolabe-Bai vertreten. — unicolor Godm. wird allgemein als
Synonym von pithöka geführt, doch verdienen drei mir vorliegende 9? entschieden diesen Namen wegen der
fast durchweg schwarzbraunen Grundfarbe, die nach außen nur unbedeutend grau aufhellt, und die Vflgl be¬
sitzen markantere Weißpunkte, welche sich auch unterseits als vergrößerte Punktflecke deutlicher abheben.
Ausgegeben 20. 1 V. 1912.
HYPOLIMNAS. Von H. Fruhstorfer.
545
Die Type stammt aus Neu-Lauen bürg ; Ribbe fand unicolor auch auf Neu Pommern und -Mecklenburg. Im
Tring-Museum befindet sich ein $ aus Neu- Hannover. Aul den Salomonen scheinen Exemplare vorzu kommen,
die sich mehr der fa. illuminata nähern durch Aufhellen der Oberseite beider Figl längs des Außenrdes. Short-
land-Inseln und Ysabel. — sumbawana Pag. ist eine hochdilferenzierte Form nahe der Grenze der Artberech- nuntfjatmna.
tigung, aber unserseits so vollkommen, in allen Gharacteristica mit pithölca harmonierend, daß sie hier un¬
bedenklich als eine versprengte, isolierte, westliche pithölca- Vi ka r i an t e angereiht wird. Die Beschreibung lehrt :
Sehr verschieden von antilope arnoldi Frühst. -Exemplaren von Sumbawa sind nun die von mir als unbeschrieben
angesehenen und, da sie mir allein von Sumbawa bekannt sind, als Hypolimnas .sumbawana. bezeichnetcn Exem¬
plare. Dieselben sind an Größe (75 mm Ausmaß) und Gestalt den arnoldi ziemlich gleich, fallen
aber sofort durch ihre tiefdunkle, samtschwarze Oberfläche auf, von welcher sich 8 bläulichweiße submarginale
Randflecke der Vflgl, die vom Apex her an Größe abnehmen, sowie 4 kleinere auf den Hflgln abheben, wie auch
ganz besonders ein über den. Diskus der Rflgl sich ausbreitender gesättigter blauer Schiller auffällt. Die Tiere
erinnern hierdurch nicht allein an Hypolimnas bolina, sondern haben auch große Aehn.lich.keit mit einigen auf
Sumbawa und Sumba vorkommenden Euploea- Arten, so mit Stictoploea lacordairei Moore von Sumbawa, mit
Euploea gelderi Snell. ( dongo Doli.) von Sumbawa und melolo von Sumba, ja selbst eine entferntere mit Elyrn-
nias undularis. Die Unterseite ist schwärzlichbraun., dunkler als bei Hyp. anomala. Am Grunde des Oostal¬
randes der Vflgl stehen einige Weißliche Flecke, die Mitte desselben, ist streifenförmig weißlich. Von hier geht
eine heller braune Färbung quer bis zur Mitte der Vflgl; der Hinterwinkel ist ebenfalls lichter gefärbt. Der
Außenrd ist heller braun, die (5) submarginalen Flecke bläulichweiß, die oberen drei, im Gegensatz zu der Ober¬
seite, nur schwach entwickelt. Die Hflgl sind am Grunde braunschwarz, der Außenrd ist heller mit (7) bläulich¬
weißen kleinen submarginalen. Flecken. Der schwärzliche marginale Rand ist innen und außen heller eingefaßt,
die Fransen an den Adern weißlich. Antennen schwarz, Palpen unten weißlich, oben schwärzlich. Auf dem Kopf
und am Grunde des schwärzlichen Thorax einige bläulichweiße Flecke. Hlb und Beine schwärzlich (Pagen¬
stecher). — Ein $ meiner Sammlung differiert von den vorgenannten durch das Fehlen des blauen Schillers
der Hflgl. Außensaum der Hflgl im Anklang an pithölca rotbraun angehaucht. Unterseite mit einem kurzen
hellbraunen Sliawl am Zellrande. Hflgl, etwa wie Euploea tisais Frühst., in. der distalen Partie lichtbraun auf¬
gehellt. Insel Sumbawa. Sehr selten, von Doherty nicht gefunden. Es ist ziemlich wahrscheinlich, daß wir
weitere Schwesterformen von. Timor und Flores zu. erwarten haben.
H. alimena bewohnt ausschließlich die Subregion der Molukken und des Papua-Gebiets in seiner ge¬
samten Ausdehnung, geht aber wie H . pithölca auf die östlichsten Inseln von Mikromalayana in einigen erheb¬
lich modifizierten Rassen über. Beide Geschlechter sind veränderlich. Die Oberseite der führt stets eine
blaue Binde, welche je nach der Lokalität an. Breite wechselt und distal von mehr oder weniger prominenten
weißen Punkten besetzt sein. kann. CS von Australien, den Key- und. Timorlaut-Inseln, sowie von den Ei¬
landen der Timor-See zeigen, eine stets mit weiß durchsetzte Schrägbinde der Vflgl und gleichen auf diese Weise
den. mannähnlichen Die $$ selbst zerfallen in zwei Färbungs-Haupttypen : den häufigeren braunen und
den selteneren analog den SS vorherrschend blaugebänderten. Auf den Key-Inseln und Dämmer scheinen
sogar nur braune $$ vorzukommen; umgekehrt liegen, mir von. Australien, Neu-Pommern und der Talaut-
gruppe ausschließlich blaue $$ vor. Die braunen $$ sind in der Regel mit einer weißen Fleckenbin.de der Vflgl
geschmückt, nur in. seltenen Fällen, fehlt dieselbe. Die Unterseite bietet eine Wiederholung der Zeichnung der
Oberseite, nur verfärbt sich die Medianbin.de bei den blauen $$ auch in weiß und bei den. braunen $$ ist sie
dem Verlöschen nahe. Beide Geschlechter tragen Doppelreihen, von terminalen Weißflecken., eine durch eine
schwarze Linie davon, abgesonderte Serie von nach hinten an. Größe zunehmenden Adnervalmakeln und dann
noch eine Serie von. 6 bis 8 beim C blauen, beim $ weißen Submarginalpunkten. Rp auf einem strauchartigen
Baum mit großen, rauhen Blättern, stets nestweise zusammen. Die Tiere geben bei Berülmmg einen, grünen
Saft von sich, machen ganz den. Eindruck einer Vanessa-Rp; Farbe schwarz, Kopf mit zwei langen schwarzen
Hörnern, Segmente mit gelben Stacheln und drei lateralen, gelben übereinanderstehenden Punktflecken. Pp
grau mit schwärzlichen und rotbraunen Schatten, Kopf spitz. Thorax gekielt. Abdomen ventral mit langen
dünnen Stacheln. Puppenruhe 10 — 13 Tage. Rp fast immer mit Schmarotzern behaftet, etwa 100 geben kaum
15 Imago; Falter aber dennoch in der Regel gemein, auch die $$ nicht selten, überall den buschigen Waldrand
belebend, alimena L. (119 d), der nomenclatorische Typus, stammt von den Südmolukken. Vom $ sind vier alimena.
Färbungs-Aberrationen bekannt : $ ganz dem C ähnlich, nur mit leicht Weiß aufgehellter Schrägbinde der Vflgl ;
$-fa. coelia Frühst, mit hellblauen statt dunklen Längsbinden aller Figl und großen weißen anteterminalen coclia.
Makeln der Hflgl. — -$fa. velleda Cr. Grundfarbe braun, Vflgl mit mehr oder weniger prägnanter weißer, violett velleda.
umgrenzter Fleckenbinde. Hflgl distal hellbraun mit gelblichen Flecken längs der schwarzbraunen Ante-
marginallinie. — $ fa. porphyria Cr., das dunkelste Extrem, ■welches aus Amboina beschrieben ist. mir aber nur von porphgria.
Ceram vorliegt. Basis aller Figl dunkel kakaobraun, nach außen rvenig aufgehellt, Vflgl ohne Transcellular¬
binde. Amboina, Saparua, Ceram überall häufig. — senia subsp. nov. (119 c) trägt etwas breitere blaue Binden senia.
der CS als alimena -C und bei allen ^-Formen sind die weißen Submarginalpunkte aller Figl deutlicher. Das $
liegt mir in drei Formen vor; als coelia Frühst., dann in einer der velleda Cr. analogen Abweichung, die jedoch
auf den Hflgln mehr verdunkelt ist als velleda von Saparua : und eine weitere^?- Variante, die der Insel Buru
eigentümlich zu sein scheint: $ fa. diadema form. nov. im allgemeinen, wie velleda CV.-$, aber mit blauen, statt diadcma.
IX 69
HYPOLIMNAS. Von H. Fruhstorfer.
546
weißen oblongen transcellularen Makeln der Vflgl. Bum, anscheinend sehr häufig, weil sie Doherty dort im
bandana. März in großer Menge angetroffen hat. • — bandana sulbsp. nov. bildet im weiblichen Geschlecht ein Extrem
von senia-$$, indem gerade die äußere Partie der Hflgl aufhellt, so daß sowohl die $-Form velleda Cr., wie auch
die $$ analog diadema Frühst., einen ausgedehnten gelblichen submarginalen Vorhof der Hflgl zeigen. Insel
remigia. Banda, Flugzeit September. — reniigia subsp. nov. schließt sich durch die hervorstechend weißpunktierten
dd der Buru-Rasse an, führt aber schmälere blaue Binden der Vflgl. Vom $ liegt mir nur eine Form vor, dem
braunen Färbungstypus angehörend, Vflgl mit velleda- Charakter, aber distal schön goldbraun aufgehellt; Hflgl
clujia. etwa wie bei bandana, doch mit kleineren und gelblichen Subterminalmakeln. Insel Obi, $ sehr selten. — eligia
subsp. nov. gravitiert durch das groß weißpunktierte d bereits zur Waigiu-Rasse. $ größer als solche der
Süd-Molukken, dunkelbraun, distal leichthin rotbraun mit rötlich überstäubten Anteterminalfleckchen. Vflgl
mit einer unbedeutenden schwärzlich überpuderten Schrägbinde. Insel Batjan, vermutlich übereinstimmend
talauta. auch auf Halmaheira, Morotai und Ternate vorkommend.. — talauta subsp. nov. soll die nördlichste bekannte
Form bezeichnen, welche sich durch ihre Größe und das ausgebreitete Weiß aller Figl viel mehr der austra¬
lischen Territorialform als den naheliegenden Molukken- Vikarianten nähert. $ oberseits etwa wie senia
(119 c), aber mit rein weißer subapicaler Fleckenserie und. verschmälerten, verwischten und dunkler blauen
Einsprengungen der Hflgl, die vor der schwarzen Anteterminallinie einen aus kleineren und deshalb isolierter
stehenden weißen Makeln zusammengesetzten weißen Besatz tragen. Talaut-Inseln, vermutlich auch auf
saturnia. Sangir. — saturnia Frühst., aus Waigiu in meiner Sammlung, wird charakterisiert durch den am meisten weiß
dekorierten Figlaußensaum und die an inexpectata erinnernden kräftig entwickelten Submarginalpunkte der
Vflgl. 1 $ ist kleiner als larnina-Q von Australien und hat schmälere weiße Zeichnungen, 1 zweites $ trägt eine
prächtige, violette Subapicalbin.de der Vflgl und ehren intensiven violetten Schiller an der Basis der Hflgl,
mor^tui w*e er *,(‘i keiner der übrigen Lokalrassen vorkommt. Waigiu, ziemlich selten. — heteromorpha Hob. (119 cd,
e $) die hervorstechendste, am meisten modifizierte Inselrasse; d oberseits ausgedehnter lichtblau als irgend
eine Vikariante, $ sich deutlich an Euploea assimilata Fldr. von derselben Inselgruppe anlehnend. u.nterseits
ausgezeichnet durch breit ausfließende weiße Partien aller Figl. Key-Inseln, am häufigsten in der Regenzeit.
polymena. ■ — polymena Fldr. gleicht nach der Abbildung ihres Autors dem heteromorpha -$. Nach Felder sollen auf den
Aru-Inseln auch blaue $$ auftreten. Mir sind Aru-Exemplare in natura unbekannt, und von Key liegen mir
forbesi. nur braune $$ vor. - — forbesi Btlr. (= salvini Kirsch) ist eine habituell sehr kleine Rasse; d beiderseits mit
reduzierter Zeichnung, $ sehr nahe selina (119 c), aber mit fast doppelt so breitem gelbem Submarginalfeld
sdina. der Oberseite der Hflgl; Timor Laut, Babber. — selina subsp. nov. (119 c) umschreibt eine hochspezialisierte
Rasse. d nahe den dd der Key-Inselform, doch unterseits mit etwas weniger breit angelegten Feldern. $ auf
den Vflgl Avie forbesi-^, die Hflgl indessen, mit schmälerem weißem Submarginalgebiet, das von zierlichen kurzen
braunen Intranervalstreifchen unterbrochen, wird. Unterseits mit einer deutlichen Reihe von weißen Sub¬
marginalpunkten der Hflgl, Avelche bei forbesi von der lichten Außenzone absorbiert Averden. Insel Dämmer,
curicta. nur die braune, abgebildete $-Form durch meinen Sammler eingesandt. — curicta subsp. nov. stellt ein mela-
notisches Extrem der Gesamtart dar und leitet zu den dunklen Formen der Hauptinsel von Neu-Guinea über.
$ etwa Avie alimena-d, aber sehr klein mit schmaler dunkelblauer Binde. $ wie eremita-Q (119 e), aber gleich¬
mäßig dunkelbraun, nur mit etwas lichterem Randgebiet . Unterseite von beiden Geschlechtern mit verlöschten
cremita. und auch sonst reduzierten Binden. Insel Mafor in der Geelvink-Bai. ■ — eremita Btlr. (119 e) mit der Type aus
Dorey, bewohnt die gesamte Nordküste von. Neu-Guinea. $ veränderlich, manchmal klein mit schmaler grün¬
blauer Binde der Oberseite und gleichmäßig sclrwarzbrauner Unterseite der Hflgl (Finschhafen) oder ansehn¬
lich mit ausgedehnter Längsbinde und ähnlich Avie heteromorpha reich Aveiß punktiert. Hflgl mit der üblichen
weißen Medianzone. Kapaur, im südwestlichen Holländisch Neu-Guinea. Vom $ existieren überall zwei For¬
men: ^-ähnliche mit blauem Längsstreifen und einfarbig braune (fa. eremita Btlr. 119 e). Manchmal vergrößert
sich die weißliche oder violett angehauchte Schrägbinde der Vflgl. Nach Hagen vom November bis März,
libisonia. gemein an buschigen Waldrändern. — libisonia subsp. nov. vermittelt bereits den Uebergang zu der australischen
Arealform. Beide Geschlechter größer als eremita, das blaue Feld stets dunkel gehalten, die Weißpunkte noch
mehr hervorleuchtend.. $ entAveder tief schwarz oder dunkel chokoladebraun. Es liegen mir fünf Exemplare
vor, die sämtlich an selina Frühst. $$ von Dämmer gemahnen, aber noch reiner weiße und mehr isoliert stehende
Komponenten der Vflglbinde aufweisen, d mit einfarbig brauner Unterseite der Hflgl neben solchen mit breit
ausfließender Mittelbinde. $ auch auf den Vf Igln ohne blaue Streifenrudimente, Hflgl gleichartig licht oder
afra. dunkelbraun. Milne-Bai, Britisch Neu-Guinea, Flugzeit Oktober bis April. — afra Frühst. beAvahrt noch ganz
den Charakter der Neu-Guinea-Territorialformen, doch macht sich das Satellitinsel-Kolorit deutlich bemerklich
durch dem Verlöschen nahe blaue Felder der Oberseite der dd und monoton dunkelbraune die in der Regel
nur eine düster violett überstäubte Binde der Vflgl aufweisen, Avelche mir in seltenen Fällen durch weiße Zentrie¬
rung noch an eremita Btlr. und libisonia Frühst, erinnert. $$ relativ größer als jene von Britisch Neu-Guinea.
ölsolescens. Unterseite verwaschen braun, mit geringen Resten blauer, weißlicher Binden. Kiriwina. — obsolescens Frühst.
wurde basiert auf noch mehr verdunkelte do der Fergusson-Inselgruppe mit namentlich auf den Vflgln ver-
lainina. loschenen sattblauen Feldern. — lamina Frühst, bewohnt Queensland vom Cap York bis Brisbane. Auch wird
Yule-Insel als Fundort genannt. Australische alimena differieren von solchen von den Molukken durch das
Auftreten weißer Flecken in der blauen Längsbinde der Vflgl bei den dd und breiten Aveißen Marginalflecken
HYPOLIMNAS. Von H. Fruhstorfer. 547
der Hflgl, welche sich besonders auf der Unterseite zu einem prominenten Figlsaum erweitert haben, lamina
99 aus Australien sind auch bedeutend größer als solche von den Inseln. Nach Semper kommen auch braune
99 vor, die meiner Sammlung fehlen. Flugzeit August, September im dichten Gebüsch. — inexpectata Godrn.
u. Snlv. (119c 9) isf nächst selina Frühst, und heteromorpha Röh. eine der ausgefallensten Lokalformen. Die
Type stammt von Neu-Lauenburg; sie ist sehr häufig auf Neu- Pommern, und Dr. Pagenstecjier zitiert sie
auch aus Neu-Hannover, Flugzeit März. Pagenstecher fiel die Aehnlichkeit des 9 mit Cethosia antippe auf.
ähnlich lamina aber kleiner, Vflgl mit hellblauer, weiß zentrierter Binde, Hflgl ausgezeichnet durch mar¬
kante weiße Submarginalflecken. Unterseite der ebenso bunt wie jene der lamina- $ G , Hflgl rein weiß um¬
randet. Basalgebiet aller Figl im Gegensatz zu anderen Rassen rotbraun übergossen. - kuramata Ribhe bezeich¬
net eine habituell größere Form, deren 9? die weiße Binde der Vflgl fehlt, die sonst auf den Hflgln geringer
weiß dotiert und unterseits noch ausgedehnter und lebhafter rotbraun überflutet sind als inexpectata. 'S eu-
Mecklenburg. — diphridas subsp. nov. wird basiert auf eine Serie von unter sich gering verschiedenen, von den
Rassen des Bismarckarchipels aber erheblich differenzierten Inselbewohnern der Salomonen. $ oberseits ein
Mittelglied zwischen obsolescens Frühst, und libisonia Frühst., die Blaubinde aber stets schmal, ohne jemals
so verlöscht zu sein wie bei obsolescens von Fergusson. 9 m den zwei üblichen Hauptformen, entweder $ ähnlich
mit obsoleten, mehr violetten als reinblauen Längsstreifen, manchmal auf denVflgln drei undeutliche Wei߬
flecken; Hflgl mit großen distal blau umgebenen Submarginalpunktflecken oder analog eremita Btlr- 9, die
letztere Form aber gleichmäßiger und satter braun als eremita -9, indessen mit einer manchmal goldigbraunen
submarginalen Zone. Unterseite der d'J sich an lamina Frühst, von Australien anschließend, aber auch das 9
immer mit weißer Mittelzone und violettem Bindenfragment der Medianpartie der Vflgl. Rp von Ribbe auf¬
gefunden, in der Artdiagnose beschrieben. Falter häufig. Type beider Geschlechter von den Shortlands-Inseln.
Blaue 99 von Bougainville, braune 9$ von Rubiana und Renonga, Neu-Georgien, in meiner Sammlung. Das
größte Exemplar von Guadalcanar (April). — ysabela subsp. nov. umschreibt eine habituell kleine und zugleich-
die melanotischste Form, ysabela ist von diphridas ohne weiteres zu unterscheiden durch hellblaue, zu ganz
schmalen Streifen reduzierte Mittelbinden der Oberseite. Die Hflgl-Unterseite mit violett weißem, trübem
Mittelfeld. Das braune 9 mit Spuren einer dunkel violetten Intramedianbinde der Vflgl (= 9 fa- i nterjecta
form,, nov.). St. Ysabel, von Ribbe gesammelt. — fuliginescens Math, von der Insel Ugi ist dagegen ein sein'
helles Extrem, nahe inexpectata Godm. mit ausgedehnterer weißer Subapicalbinde der Vflgl.
H. misippus L. (Bd. 1, p. 195 taf. 60 c) dürfte seine Heimat im äthiopischen Faunengebiet haben, weil
er dort in einer Anzahl von 99‘Formen auftritt, welche in der orientalischer Region bereits fehlen. Von Afrika aus
hat sich die wanderlustige Species durch den Schiffsverkehr nach Südamerika (Exemplare von Surinam sind in
meiner Sammlung, vom Ucayali in der Koll. Staudinger) und Westindien verbreitet, misippus ist häufig
in Florida und wurde selbst noch bei New-York angetroffen. In Indien, mit Ausnahme von Sikkim, auf For¬
mosa, den makromalayischen Inseln ist die Art gemein, aber weiter nach Osten bereits selten. So wird von Neu-
Pommernnur ein Exemplar als bekannt vermeldet, während der Falter während der Regenzeit in Kaiser- Wilhelms¬
land als sehr gemein gilt. Dr. Hagen fand dort die Rp auf Bataten und einer kleinen überall unkrautartig wuchern¬
den Portulacee. Vom,^ existieren zwei Zeitformen : eine zwergenhafte der regenarmen Periode (60c) und eine
fast um die Hälfte größere, die am stattlichsten entwickelt mir aus Formosa (Oktober bis Dezember) und West-
Java vorliegt. Bei den Formosa-JJ zeigt sich die Größe in Verbindung mit einem rotbraunen Wurzelfeld der
sonst schwarzen Vflgl. fa. picta nov., welche Moore schon auffiel. Vom 9 sind drei Formen bekannt, von denen
drei noch in Continental-Indien, zwei auf Ceylon auftreten. Eine sonst in Afrika gemeine Aberration, alcippoides
Btlr. mit weißlichem Discalfeld der Hflgl, erscheint als große Seltenheit manchmal noch in Java. Moore meldet
sie aus den Nilgiris. Die Danaida dorippus analoge 9-Form inaria Gr. (Bd. I Taf. 60 c) ist auf der Halbinsel
Dekan nirgends selten, auch aus Ceylon in meiner Sammlung, und Moore zeigte an, ein Exemplar aus Java
zu besitzen. Die allgemein bekannte dritte 9-Form, diocippus CV. (Bd. I Taf. 60 c), eine berühmte Kopie von
Danaida chrysippus, differiert etwas in der Breite der weißen Binde der Vflgl; auch existieren Exemplare, welche
hellen chrysippus , und solche, die mehr der dunklen chrysippus batavianus nahekommen. Vollkommene
Zwitter (links rechts 9 fa- diocippus ) sind bekannt. Moore erwähnt einen solchen von Kanara, Südindien,
und ich sah einen bei Malang in Ost- Java gefundenen. Als nördlichsten Fundort des kann ich nach dem Ma¬
terial meiner Sammlung Ishigaki-Shima der südlichsten Liu Kiu- Gruppe nennen. Entwicklungsdauer vom Ei
bis zum Imago nach einer Beobachtung in Indien vom 16. Oktober bis 19. und 20. November. Ppnruhe 12 Tage.
In Südindien erscheint misippus erst mit Beginn der Trockenperiode und ist dann am häufigsten, in Ceylon
lebt die Rp auch auf Abutilon. Doherty fand sie auf den Nicobaren, Rosset auf dem Male-Atoll der Male¬
diven.
H. bolina zählt zu den Charakterschmetterlingen der östlichen Tropen, und er ist nicht nur einer der
häufigsten Falter, sondern nächst dem proteus artigen P. memnon auch das interessanteste Lepidopteron der
Erde. Ueber bolina existiert bereits eine umfangreiche Literatur. So sammelte Moore (in Lep. Indica Vol. IV.)
all die zahlreichen verstreuten Notizen, welche englische und indische Autoren über die Lebensweise und das
Vorkommen der indischen H. bolina in den verschiedensten Zeitschriften publiziert haben; Angaben, welche 7
Quartseiten füllen. Niceville beachtete zuerst (1886) den in Nord-Indien durch scharf getrennte Jahreszeiten
bedingten Saisondimorphismus, den Semper für die Philippinen mit Unrecht nicht gelten lassen will. Von
inexpectata
kuramata.
diphridas.
ysabela.
interjecta.
fuligi¬
nescens.
misippus.
picta.
alcippoides.
inaria.
diocippus.
548
HYPOLIMNAS. Von H. Fruhstorfer,
bolina wissen wir, daß sie auf jeder größeren Insel neben antilope und misippus vorkommt und die CS mono¬
chrom, die $$ fast ausnahmslos polychrom auftreten. Zwischen den extremsten Q-Formen äuge Cr. und lisia-
nassa Cr. finden sich Uebergänge und ebenso zahlreiche Transitionen von $ zu §, soclaß es unmöglich ist, eine
„parting line“ zwischen den einzelnen Aberrationen und Individuen zu ziehen. Gramer bildet allein von Java
5 ? -Formen ab und damit ist der Reichtum dieser einen Insel noch nicht erschöpft; denn ich besitze weitere
3 Aberrationen, die mit demselben Recht benannt werden können und dann noch gradatim Uebergänge von
einem Extrem zum andern. So weitgehend die Veränderlichkeit der bolina unter sich bereits erscheint, die
Tropensonne und der Regenreichtum der äquatorialen und Monsunzone hat es doch noch ermöglicht, daß in
vielen Gebieten sich besondere Lokalformen entwickelt haben. Neben diesen „Lokalrassen“, denen immer
die Mehrzahl der dort fliegenden Exemplare angehört, finden sich dann vereinzelt , wie zufällig, auch Aberrationen,
die für ein zweites, fremdes Gebiet typisch sind. So bildet Dtstant neben den für die Malayische Halbinsel
und Sumatra typischen, dort dominierenden incommoda Btlr. auch ein perimele-Q- artiges Individuum ab,
wie wir es sonst nur von Java kennen. In Java hinwiederum fand ich ein jacintha-Q, welches sonst für Indien
und Nias eigentümlich ist. Auf den Philippinen, wo die von Semper abgebildeten philippensis Btlr. Vorkommen,
findet sich isoliert gelegentlich die für die Sunda-Inseln charakteristische iphigenia Cr. und auf Luzon scheinen
sogar überhaupt nur mit jacintha-Q identische $$ einheimisch zu sein. — Die Nomenklatur ist sehr verwickelt,
weil frühere Autoren die Namen der $$ Formen als Lokalrassen-Benennung verwendeten, andererseits aber
wieder Bezeichnungen wie antiope Midi, außer Acht ließen. Mit antiope müssen wahrscheinlich alle bolina-
Formen der kleinen Sunda-Inseln, von Australien und selbst den Salomons-Inseln vereinigt werden. An der
Westgrenze des Gebietes erscheinen dann die so proteusartig variablen Formen der Südsee-Inseln, während
an der Ostgrenze in Continental-Indien die Veränderlichkeit abnimmt und sich nur noch eine $-Form findet,
die ganz dunkle avia F. Futterpflanze seit Linne bekannt, Portulaceen, auf denen die Rp lebt, doch soll sie
auf den Philippinen auch Urticaceen annehmen. Rp zuerst durch Horsfield u. Moore 1857 abgebildet, ver¬
mutlich etwas nach der Lokalität verschieden; so haben Rpn von Australien und den Carolinen einen gelben
lateralen Streifen über den Luftlöchern, welcher indischen und javanischen Individuen fehlt. Rp schwärzlich
mit neun Reihen von gelben Stacheln und schwarzen Kopfhörnern. Pp erdbraun mit lichteren Stellen, am
Kopf und Thorax etwas gewinkelt. Abdominalsegmente mit dorsalen Reihen scharfer Tuberkeln. Ppnruhe
10 bis 11 Tage, auf den Carolinen 12, in Australien manchmal 20 Tage. Die Rp geht gelegentlich in die Veranden
indischer Häuser und die Zucht ist sehr leicht. Die Falter fast überall häufig, manches Jahr in ungeheueren
Mengen erscheinend, dann wieder nur spärlich auftretend, bolina bevorzugt das freie Land, Gärten, Ränder
von Pflanzungen und lichter Wälder. Im malayischen Archipel geht bolina kaum über 6 — 800 m Höhe hinauf,
doch trifft man die Art auf den Südabhängen des Himalaya bis ca. 4000'. Zwei Formenreihen: a) jene der
orientalischen Region mit weißen Submarginalpunkten der Oberseite aller Figl. Ganz Indien, bis Sumatra
und Nias, nordwärts auf den Philippinen und Formosa.; ß) jene des malayisch-australiseh-polynesischen Gebiets
ohne weiße Punkte.
bolina-For men -Gruppe a.
kezia. kezia Btlr. (119a Ci 119 b $) eine relativ kleine, wohl differenzierte Inselrasse. Außer dem abgebildeten
C der Regenzeit existieren auch größere CCi die der Form charybdis Btlr. (118 c) gleichen und blau ver¬
schleierte nur unmerklich weiß zentrierte oder völlig blaue Scheiben der Hflgl tragen. CS die sich UriaF. von
Vorderindien oder äuge Cr. von Java nähern mit weißen Längsbinden der Unterseite der Hflgl, liegen mir aus
priscilla. Formosa nicht vor. $ der Trockenzeitform, wie abgebildet, mit violetter Querbinde der Vflgl. - — priscilla Btlr.
ist die häufigere ?-Form der Regenperiode, oberseits reich weiß ornamentiert mit einer prächtig dunkelblau schil¬
lernden, aus vier weißlichen Makeln zusammengesetzten Schrägbinde der Vflgl. Manchmal erglänzt auch noch das
gesamte Apicalgebiet und ein Teil der Zelle in dunklem Blau. Medianpartie der Unterseite der Hflgl bei beiden
Geschlechtern nur matt graugelb aufgehellt. Nach Konsul Swinhoe, welcher kezia 1865 entdeckte, sind die Co
äußerst lebhaft auf Pflanzen und Steinen herumschwirrend, mit allen anderen Faltern die in die Nähe kommen,
Streit anfangend. Das $ dagegen ist träge, tagsüber im Gebüsch sitzend, sich selten zeigend. Wenn sich die
$$ jedoch hervor wagen, stürzen sofort mehrere CS auf dieselben. Uncus medial etwas weniger verdickt als
bei lisianassa Cr. von den Südmolukken, die mediale Valvenpartie kleiner. Formosa, nicht sehr selten. $ mit
weißem Discus der Hflgl, wie ihn philippensis -? (118 c) führen, scheinen auf Foimosa nicht vorzukommen.
Dergleichen ?? dürften jedoch auf Okinawa dominieren, sodaß ohne ausreichendes Material einstweilen
die Vereinigung der lAukm-bolina mit philippensis Btlr. (118 e) geboten scheint. Mein Okinawa-? übertrifft
philippensis. sogar alle meine Philippinen- ?? an Ausdehnung der weißen apicalen Dekoration der Vflgl. — Als philippensis Btlr.
segeln eine ganze Reihe von Inselrassen, die sich insgesamt von ihren Vikarianten des malayischen Archipels
und des Kontinentes ohne weiteres ausscheiden lassen, durch das luxuriante apicale und, subapicale Weiß der
Vflgl, welches in solcher Ausdehnung und blendender Schönheit sich nirgendwo wiederholt. Allen Philippinen-
Rassen eigentümlich, aber gleichfalls dem gesamten nichtphilippinischen Verbreitungsbezirk der Gesamtart
fehlend, sind SS mit sehr breiter weißer Halbbinde der Vflgl und wie bei charybdis verdunkelter, blauer Scheibe
der Hflgl und Butler hat mit viel Geschick gerade diese endemische J-Form als Type seiner philippensis er¬
wählt. Derlei SS sind aber auf den Philippinen, wenn auch überall vorkommend, dennoch selten. Die nor-
HYPOLIMNAS. Von H. Fruhstorfer.
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malen 33 halten etwa die Mitte zwischen äuge Cr.- 33 (118 h) und lisianassa-3 (118 c), überbieten aber an
progressivem Weiß dennoch alle Verwandten. Von 100 33, welche Semper untersuchen konnte, führten 30
eine breite weiße Medianbinde der Hflgl- Unterseite (Anklang an äuge Cr., liria F.), 45 eine schmälere, 20 eine
sehr schmale und nur 5 keine Binde. Alle <$<$ von Luzon bis Mindanao waren ausnahmslos mit weißen Submar¬
ginalpunkten besetzt. In der Größe kamen erheblichere Unterschiede vor, nur sind Exemplare der Süd-Philip¬
pinen größer als solche aus Luzon. Von den $$ aus Camiguin de Mindanao waren unter 100 nur 7 ganz ohne.
30 mit schmalem und 63 mit breitem weißem Medianfeld der Hflgl -Unterseite bedeckt. Aber auch hier treten,
wie bei den 33, Zwischenformen auf, so daß es unmöglich ist, die Abteilungen scharf zu sondern. Die Haupt¬
flugzeit auf den südlichen Philippinen sind die Monate Juli bis September, und hat Semper einmal 1865 über
1300 Exemplare von Camiguin de Mindanao aus dieser Zeit empfangen. Nach diesem Material konnte Semper
konstatieren, daß die meisten sich in den Extremen zwischen perimele Cr. und iphigenia Cr. (118 d) bewegten.
?? mit rotbraunen Flecken wie iphigenia, alimena, melita, eriphile Cr. sind auf den Philippinen selten. Nach
Semper’s Figuren (auf Tafel 24 seines Philippinenwerkes) scheinen aber auf Luzon $<j> vorzukommen, welche
sich mehr der indischen jacintha und formosanischen kezia anschließen, und auf braunem Grunde blaue Schräg¬
binde der Vflgl und schmale submarginale Weißbinde der Hflgl führen (cyanecula form. 7iov.). Bei einem cyanecula.
von Palawan ist der gesamte Außenrd beider Flglpaare breit, rein weiß umsäumt (subucula form. nov.). A on subucula.
14 9$ meiner Sammlung nähern sich 8 der J-fa. philippensis Btlr. durch weiße Zone der Vflgl und dunkelblaue
Scheibe der Hflgl, die manchmal stark reduziert sein kann und nur selten leichte weiße Aufhellung trägt. Sehr
selten sind 9$ mit blauer Querbinde der Vflgl, sonst J-ähnlich ( viriliformis form, nov.), wie sie Semper (Fig. 2) viriliformis.
darstellt; häufig dagegen 99 mit großem weißem Discalfeld der Hflgl (118 c) = victrix form. nov. Zu letzteren riet rix.
gehören unter anderm alle 99 von der Insel Okinawa, 2 9? von Bazilan und eines von Palawan in meiner Samm¬
lung. Rp auf Luzon auf Brennesseln, dunkelbraun mit orangegelben Dornen, Kopf orangegelb mit zwei schwar¬
zen Hörnern; Pp dunkelbraun; Ppnruhe auf Luzon in den Monaten August, Oktober 10 Tage, im Dezember
9 — 11 Tage. Verbreitung von philippensis. wie sie bis jetzt aufgefaßt wird, von Luzon bis Mindanao und Palawan.
Es ist aber ziemlich sicher, daß die Rasse der Nord-Philippinen von jener des Südens abgesondert werden kann.
Auch vier 99 aus Mindoro meiner Sammlung sind einfarbiger, dunkler als Bazilan-? 9, die Doherty dort
Februar, März gesammelt hat. ? selten auf Okinawa im Februar, März, häufiger im Juli, August, sich gerne auf
Bananenblätter setzend. - joloarsa subsp. nov. ist ohne weiteres zu separieren durch die Kleinheit der Exemplare, joloava.
Ein 9 zum philippensis- Typus gehörig, ein zweites analog victri x( 1 18c, als philippensis bezeichnet ) , aber mit kleinem
weißem Discalfleck der Hflgl. Jolo, im Sula Archipel. — bolina L. (118 b) vermutlich auf kleine 33 der Regen- bolina.
Zeitform gegründet, die auf der Unterseite der Hflgl ein breites weißes Band führen, und als liria F. in älteren liria.
Werken kursieren und wozu äuge Cr. eine analoge Form von Java umschreibt. Es existieren auch 33, die von
unserer Figur abweichen durch zwei Reihen von Antemarginalpunkten der Oberseite der Hflgl, die wie beim
philippensis- ? (118 c) verteilt stehen: (ornamenfalis form. nov.). Es scheint, daß damit gelegentlich eine Ver- ornamen-
kleinerung des Subapicalflecks der Vflgl gepaart geht. Moore bildete Exemplare ornamentalis ab, welche der
Sommer- und Wintergeneration angehören. 33 der Trockenzeitform sind größer als jene der Monsunperiode ; das
AVeiß im Discus beider Figl stets mehr oder weniger blau versch leiert, und wenn jede Spur einer AATeißkernung fehlt .
so haben wir charybdis Btlr. (118 c) vor uns. Es verfärbt sich dann auch die Unterseite, der Distalsaum ist nicht cliarybdis.
mehr rein weiß, sondern nimmt ein gelbliches Kolorit analog den 9? an, und die graugelbe Medianbinde ver¬
schmälert sich und erscheint mehr verwischt und verschwommen. Die Randbesäumung und das helle Mittel¬
feld können sogar komplett fehlen (luctuosa form, nov.), oder in seltenen Fällen die undeutliche Medianstreifung luduosa.
der Hflgl- Unterseite stellenweise violett überstäubt sein (J subviolacea form. nov.). Vom 9 erscheinen 2 subviolacea.
Haupttypen : jacintha Don. (119 b) auf den A'flgln ohne Blau. Distalgebiet der Hflgl beiderseits breit cremefarben ; jacintha.
avia F. wird von Butler auf eine Form übertragen ebenso groß als jacintha mit ausgedehntem, tief dunkel avia.
blauem transcellularen Schiller der Vflgl, der manchmal mit einer Reduktion der gelblichen Besäumung der
Hflgl gepaart geht. — egna form, nov., sehr kleine (Trockenzeit ?) mit anteterminaler Doppelreihe weißlicher cgna.
Makeln und schmaler wie bei kezia (119 b) angelegter Schrägbinde von hellvioletter oder dunkelblauer Färbung.
egna-% 9 führen unterseits eine ausgedehnte weißliche oder gelbbraune Medianzone; die jacintha- 9 9 dagegen
haben entweder gar keine oder nur eine verwischte Streifung der Hflgl. Alk' die genannten Formen sind unter
sich durch Zwischenstufen verbunden und es scheint, daß sie auch nicht strenge an die Jahreszeit oder eine
bestimmte Höhe gebunden sind. Gewiß ist nur, daß im gesamten Kaiserreich Indien, auf den Andamanen,
Nicobaren, in Birma, Hinterindien, in West-China und auf Hongkong nirgendwo 9? Vorkommen mit irgend¬
welchen Spuren rötlicher oder rotgelber Postdiscalf leckung der A'flgl oder ebensolcher Zentrierung der Hflgl.
Auf der malayischen Halbinsel und Sumatra dagegen beginnt bereits ein Teil der ?9 sich mit breiten weißen,
peripherisch blau umgebenen AYlglbinden und großen weißen Discalfeldern der Hflgl zu schmücken — das
Charakteristikum der Ort-srasse incommoda Btlr. Auf der Unterseite wiederholen sich diese Halbbinden, incommoda.
sind gelblich und die jacintha- 9 9 analoge Distalumrahmung kann trüb, graugelb oder rein cremefarben sein:
die oberseits weiße Fleckung zur Schau tragen, haben auch weißliche Medianstreifung der Hflgl-Unterseite
(man vergleiche Distant Taf. 17 Fig. 9). Wenngleich die incommoda- % ? also schon ziemlich erheblich variieren,
kommt doch bei ihnen nach Hagen niemals die helle mit Gelb dekorierte Form vor, wie sie auf Java so gemein
ist. Nur ein 9 wurde erbeutet mit schmutzig braunem Fleck der A'flgl. Nach Martin trat die incommoda
550
HYPOLIMNAS. Von H. Fruit stör fee.
im Sultanat Deli im Dezember 1892 und Januar 1893 in großer Menge auf, während im nächsten Jahr kein Exem¬
plar zu sehen war. Neben mit weißen Feldern der Oberseite existieren auch solche mit blauer Schrägbinde
der Vflgl, analog avia Btlr ivie Distant eines abbildet (Taf. 15, Fig. 12 der Rhopalocera Malayana), und
solche, die kaum von jacintha zu unterscheiden sind. Auf Nias und Pulo-Tello der Ba tu- Gruppe hat sich die
bolina- Form noch ganz rein erhalten. 33 von dort gehören teils zu liria, teils (Trockenzeitform) zu submolacea
Frühst. ? genau wie jacintha Drury.
bolina-For men- Gruppe ß.
Auf Engano beginnt bereits der malayische Typus einzusetzen, mit 33 ohne weiße Punktierung der
enganica. Oberseite. Dort haben wir eine hochentwickelte Inselrasse. — enganica Frühst. (118 d), bei welcher wir die
merkwürdige Tatsache zu konstatieren vermögen, daß auf Engano weder die sonst auf den Sunda-Inseln, na¬
mentlich Java, so häufige $-forma proserpina Cr. (119 a) vorzukommen scheint, noch die auf Nias fliegende
9-forma jacintha. Drury (119 b). Auf Engano dominieren dafür jene dunkelbraun gefleckten ??, welche der
melita Cr. und alcmene Cr. (1 19 b) nahe kommen, und die sehr seltene perimele Cr. ist auch vorhanden. Da¬
neben treten auch auf, welche sich den Sumatranischen (■ incommoda Btlr.) nähern und ziemlich häufig fast
ganz schwarze, wie ich sie von Java als euryanthe Frühst. (118 d) beschrieben habe. Dieses Dominieren der
düster braunen Färbung fiel schon Dotiert y auf, der beobachtete, daß die Engano- $$ gelegentlich Danais
pietersi, (welche ja auch dunkelbraun ist), im Fluge ähnlich sehen. Auch ? iphigenia Cr. (118 a), welche gleich
proserpina Cr. auf allen Flgln reich weiß bemalt ist, kommt in Engano. nach meinem Material zu urteilen, nicht
vor. Dagegen herrschen als Eigentümlichkeit der Insel $$ vor mit blauer oder violetter Schrägbinde der Vflgl
( perimele Cr.), die in Kombination mit melita- und alcmene- Färbung der Hflgl auftritt (Anklang an aphrodite
Frühst, von Java). Für Engano charakteristisch sind ferner sehr große mit rotbraunem Analwinkel und
chrysoni- rötlich gelbbraunem Submarginalfeld der Hflgl., f. chrysonicans form. nov. Die 33 sind durchwegs sehr dunkel,
mns. mehrere ohne jede Weißkernung der Hflgl-Ocellen ( charybdis Butl.). Die Form äuge Cr., wie sie auf Java häufig
ist, scheint auf Engano sehr selten zu sein, denn 9/i0 aller 33 sind ohne weiße Binden auf der Hflgl-Unterseite.
listeri. Engano. April- Juli, ca. 60 33 100 in meiner Sammlung. — Als listeri Btlr. wurde eine kleine Rasse der Christmas-
antiopa. Insel beschrieben. antiopa Mull, ist der älteste Name (1774) für die Javaform, deren erstaunliche Varia¬
bilität seit Cramer’s Zeiten immer wieder von Neuem Verwunderung und Interesse wachgerufen hat. Die java¬
nische Rasse kontrastiert lebhaft mit der kontinentalen bolina ; zunächst kommen so kleine 33 wie in Indien
überhaupt nicht vor, und das 3 ist vermutlich wegen des Fehlens der in West-Java nicht mehr scharf ausge¬
prägten und abgegrenzten Jahreszeiten viel geringeren Veränderungen als im Himalaya- Gebiet unterworfen.
Die Unterseite bleibt übrigens stets dunkler und reicher rotbraun als bei bolina-33. Submarginale weiße Punkt¬
serien der Oberseite fehlen, was Wallace zuerst auffiel. 33, welche zur Forma subviolacea oder ornamen-
talis Frühst gehören, sind nicht in meiner Sammlung. Die der liria F. entsprechende, oben reich weiß zen-
aiige. trierte und auf den Hflgln von breitem weißem Medianfeld durchzogene Färbungstype ist als äuge Gr. beschrie¬
ben. Aber auch die zu charybdis Btlr. (118 c) hinneigenden 33 sind häufig, wenngleich so ausgesprochene
Stücke wie das von uns abgebildete sehr selten sind. Unter den die unter sich in der Größe fast noch mehr
differieren als indische bolina- $?, sind Rückschläge zu jacintha Drury sehr selten. Ich beobachtete in drei
perimele. Jahren nur ein schlechtes Exemplar. Auch die sehr dunkle perimele Cr., oberseits schwarz mit nur vier blauen
Flecken der Vflgl und großen weißen Submarginalpunkten, sonst aber zeichnungslos, ist sehr selten. Gramer
hatte sie von Batavia und ich besitze ein der Abbildung vom Jahre 1779 nahekommendes $ aus Sumbawa.
euryanthe. — euryanthe Frühst. (118 d), eine weitere sehr seltene dunkle Form, ist oberseits tief braunschwarz, mit den
üblichen weißen Subapicalfleckchen und Submarginalpunkten der Vflgl. Nur 2 $$ aus Ost- Java in meiner
Sammlung. Davon gibt es dann Uebergänge zu den häufigen gelben Formen mit dunkel rotgelben Subanal-
melita. mäkeln der Vflgl. Stellen sich diese dann auch auf den Hflgln ein, haben wir melita Cr. vor uns. Dazu bildet dann
alcmene. alcmene Cr. (119 b) eine ganz unbedeutende progressiv gelbrote Färbungsabweichung, jedoch ohne die iveiße
antigone. Halbbinde der Vflgl, welche melita führt. — antigone Cr. ist das Extrem dieser Formenreihe; die gesamte
äußere Hälfte der Hflgl goldgelb, Analfleck der Vflgl rötlich und deren weiße Schrägbinde sogar rötlich über-
proserpina. stäubt. — Bei proserpina Cr. (= antiopa Müll.-%, nerina F.-$) tritt zur rotbraunen Farbe noch eine weiße
discale Aufhellung. Dies ist weitaus das gemeinste Kleid aller antiopa von Java, auch von Südost-Borneo
in meiner Sammlung. Wenn dann auf den Hflgln die rotgelbe Peripherie des weißen Discus verschwindet und
blaue Umgrenzung an deren Stelle tritt, die sich auch der Binde der Vflgl anschmiegen kann, haben wir
iphigenia. iphigenia Cr. (118 d), von der wir auch entfernt nicht die am reichsten und am reinsten hellblau verschleierten
Exemplare, wie sie in West-Java auftreten, dargestellt haben. Diese Aberration ist eine der schönsten, auf
Java die zweithäufigste und ausgezeichnet durch breite, weiße Subapicalbinde der Vflgl sowie großen, weißen
aphrodite. Discalfleck der Hflgl. Beide mit peripherischem, prächtigem Blauschiller. — aphrodite Frühst. (118 d). Sub¬
apicalbinde der Vflgl blau oder violett. Im Analwinkel der Vflgl ein mehr oder minder großer rotbrauner Fleck,
der sich im Discus der dunkelblau schillernden Hflgl stets wiederholt. Alle Figl mit einer, häufig auch zwei
submarginalen Serien von weißen Zacken und Punkten. Bei einem besonders herrlichen Extrem aus Java
tragen die Hflgl einen discalen, lichtblauen Fleck, welcher basalwärts dunkelblau schillert. West-Java, Suka-
bumi, 2000'. Nach dem Material meiner Sammlung sind die reich blau und weiß gefleckten $$ auf den Westen
HYPOLIMNAS. Von H. Fruhstorfer.
55 1
der Insel, die dunklen euryanthe mehr auf den Osten der Insel beschränkt. In der Regenzeit besonders vom
Januar an ist antiopa mit seinen polychromen 9 + einer der Charakterfalter der submontanen Zone von Java.
Aus Bawean liegt ein interessantes kleines ¥ nahe antigone Cr. vor. — Sehr interessant sind di« Färhungsverhält-
nisse der bolina auf der Insel Lomhok. Alle mir noch von dort zugänglichen SS haben ausgeprägten charybdi s-
Charakter. und von den 9? zeigen zwei incommoda Btlr. -Zeichnung, nämlich weiße Felder ohne rotgelbe Ein¬
sprengung beider Figl. Eine ?-f. astra form. nov. führt eine relativ schmale dunkelblaue Binde der Vflgl und einen antra.
blauen Discus der Hflgl auf braunschwarzer Grundfarbe. Wie auf Sumbawa ist namentlich auch -f.
euryanthe
Frühst, häufig, die mir auch von Sumba vorliegt. SS von Sumba sind kleiner als solche von Lomhok und Sum¬
bawa, ausschließlich zu charybdis gehörend. Wie auf Sumbawa dominiert $-fa. proserpina Cr. Ziemlich banal
sind die Verhältnisse im eigentlichen Mikro malayana, wo eine kleinere Rasse micromalayana suibsp. nov. do¬
miniert, mit namentlich zwerghaften SS. dem awgre-Typus angehörend. $ vorherrschend in proserpina- Färbung,
während in der Regenzeit auch aphrodite Frühst., iphigenia Cr. beide auf Wetter existieren. Type der Rasse
von Babber, sonst von Alor, Kisser, Wetter, Dämmer und Kalao in meiner Sammlung. — Als labuana
Btlr. wird die Arealform des nördlichen Borneo eingeführt, welche sich in ihrem Zeichnungscharakter viel mehr
den philippinischen als den malayischen Vikarianten nähert, aber von den philippinischen Elementen durch
das Fehlen der submarginalen Weiß- oder Blaupunktierung der Flgl-Oberseite der de? entfernt, de? gehören
partiell zum äuge-, teilweise zum charybdis- Typus. Ein $ gleicht dem cyanecula Frühst wie es Semper von
Camiguin de Mindanao abbildet und es von Palawan in meiner Sammlung vorliegt mit blauer statt weißer
Schrägbinde der Vflgl; die übrigen nähern sich der f. vixtrix Frühst. (118 e), jedoch ohne submarginale Wei߬
dekoration. Nord-Borneo. — Ein 9 von den Natuna-lnseln bildet eine Zwischenstufe von jacintha Drury und peri-
mele Cr. In Südost-Borneo dagegen findet sich noch proserpina Cr. im javanischen Kleide. — Mit der Bezeich¬
nung celebensis Rothsch. nom nud. (nec Holl.) werden hier die Formen von Celebes und dessen Inseltrabanten
zusammengefaßt, d sehr groß, im Kolorit die Mitte haltend zwischen antiopa Müll. -SS und solchen der Moluk¬
ken. Vom ? dominieren proserpina und iphigenia, doch zeigen erstere niemals so ausgedehntes Rotgelb, letz¬
tere einen stets dunkleren blauen Schleier um die Discalfelder. Die Formen euryanthe Frühst., perimele Cr.,
antigone und melita Cr. fehlen; an aphrodite anklingende Aberrationen sind selten. Das 9 scheint periodisch
aufzutreten, denn Doiierty fing im August und September kein Stück, während mir vom November-Dezember
aus Toli-Toli prächtige frische Exemplare vorhegen. An celebensis schließen sich SS wie $9 von den Talaut-
Inseln und Saleyer der Sammlung Fruhstorfer an. — gigas Oberth., eine hochspezialisierte Form, steht im
selben Verhältnis zu philippensis Btlr., wie labuana Btlr., hat im allgemeinen die reich weiß ornamentierte Ober¬
seite der Philippinen-Schwesterrassen, und entfernt sich wieder von ihnen durch das an sich so unwesentliche,
aber doch beständige Merkmal der fehlenden Submarginalpunkte. S oberseits noch größer als lisianassa Cr.
(118 c), unterseits rötlich, den Habitus der Molukkenformen zur Schau tragend. 9 braunschwarz; auf den
Vflgln violett überhaucht, Hflgl mit einem an crexa (118 c) gemahnenden, peripherisch hellblau umgrenzten
Discalfleck. Unterseite in der Zelle dunkelrot, sonst lichter braun, im allgemeinen den Anschluß an die Moluk-
k en-bolina vermittelnd. — lisianassa Cr. (118 c) von den meisten Autoren seit Ivirry fälschlich lasinassa
genannt, ist auf die Süd-Molukken beschränkt und durch ihre Größe charakterisiert. Das 9 der Regenzeitform
tritt in zwei hervorragend differenzierten Formen auf (eriphile Cr., 118, als „pandorus“ bezeichnet) mit weißer
Schrägbinde der Vflgl und breitem weißgekerntem gelblichrotem Subanalfeld der Hflgl. Neben eriphile exi¬
stieren ebenso ansehnliche 9¥> die als manilia Cr. beschrieben sind, keine Querbinde der Vflgl führen, aber durch
einen schön rotgelben Anteterminalsaum der Vflgl ausgezeichnet sind. Hflgl wie eriphile nur zumeist mit großen
rein weißen Submarginalpunkten. Das Maximum an weißer Dekoration erreicht 9-fa. discalis form. nov. Vflgl
wie bei eriphile, aber die Halbbinde proximal prächtig dunkel blau schillernd und die Hflgl mit einem breiten
transcellularen langen weißen Discalfeld (Saparua). Vom S ist eine große Form ohne weißliche Mittelbinde
der Hflgl als alcithoe Cr. ( = melaniris Röb.) beschrieben, und neben lisianassa kommt auch charybdis Btlr. in poten¬
ziert verdunkelter Form vor. Ein S aus Saparua wiederholt das luctuosa Frühst. -Motiv, Unterseite monoton
dunkel kaffeebraun, völlig zeichnungslos und mit quadratischen weißlich grauen Intranervalflecken am Distal¬
saume aller Figl. Neben diesen großen Exemplaren existieren auf den Südmolukken auch Zwerge, wie z. B.
das als bolina L. abgebildete S ( 1 18 b) mit prägnantem äuge Gr. -Charakter. Die 99 dazu gleichen in keiner Weise
den eriphile-, manilia-, discalis- 99) sondern bilden einen Rückschlag zu proserpina Cr. und iphigenia Cr. in so¬
gar sehr kümmerlicher Ausgabe. Holland hat deshalb auch vermutet, daß die kleinen Exemplare der vorder¬
indischen bolina angehören, doch bestätigt der anatomische Befund der Klammerorgane diese Anschauung in keiner
Weise. Die mediale wie ein Spornrad aussehende Valvenpartie von H. lisianassa Cr. differiert nur durch die
Größe, aber nicht einmal in der Zähnelung von H. bolina kezia Btlr. von Formosa. Nach Ribbe gleicht’ keines
von den Ceram-99 dem andern. Amboina, Ceram, Saparua, Banda. Von Buru sind in meiner Sammlung d-fa.
alcithoe Cr. und äuge Cr., ferner die 9? antigone Cr. in reinster Form, euryanthe Fr. und proserpina Cr . vertreten
und Holland kennt von dort auch eriphile Cr. Von Obi stammt das Modell zu unserer Figur 118 b von bolina,
daneben existieren deutliche alcithoe Cr.-SS ■ 99 von Obi fehlen mir. — Zu vitramana subsp. nov. ziehe ich de?
aus Batjan, Halmaheira und Ternate der Sammlung Fruhstorfer. Das S der großen Form oberseits nahe
lisianassa Cr., Discus der Hflgl jedoch mehr violett als blau verschleiert, geringer weiß zentriert. Unterseits
von alcithoe Cr. -Bildung. Daneben auch äuge Cr.-SS in reinster Form. Die landläufigen 9? gehören zu pro-
microma-
layana.
tab n an«.
celehcnsi
gigas.
lisianassa.
eriphile.
manilia.
discalis.
alcithoe.
vitramana.
552
HYPOLIMNAS. Von H. Fruhstorfer.
serpina Cr. oder bilden Uebergänge von dieser zu iphigenia. Analog der Süd-Molukken-Rasse finden sich aber
neben diesem westmalayiscli-australischen 9-Typus auch große dunkle 99 vom reinsten Molukkentypus, die
schon Staudinger auffielen. Sie haben aber nicht mehr die breite runde Figlform von eriphile Cr. manilia Cr.,
sondern bilden eher einen Rückschlag zu der Engano- $-Form chrysonicans Frühst, durch längliche Figlkonturen.
Grundfarbe braunschwarz mit düster rotbraunem Analfeld der Vflgl und nur leichthin graubraun aufgehelltem
ivena. Discus der Hflgl (9-fa. ivena form. nov.). Oberseite mit partiell weißen, partiell blauen Submarginalpunkten.
Unterseite dunkelbraun mit ausgedehntem rotbraunem Feld am Ird der Vflgl. Merkwürdigerweise aber erscheint
weiter nach Osten bolina fast wieder in derselben Weise wie auf Java, ein Fall, der ganz einzig unter den Tag-
nerina. faltern dasteht. Dennoch möchte ich als nerina F. die Formen von Australien und den umliegenden Inseln
zusammenfassen, weil der Name einmal existiert und weder die JA noch die 99 vollständig mit der javanischen
Vikariante übereinstimmen. Zunächst scheint 9-fa. charybdis in ihrer reinen Form überhaupt nicht im austra¬
lischen Gebiet vorhanden zu sein, denn alle Je? gehören zu fa. äuge Cr. Im übrigen ist die Unterseite der öS
weniger lebhaft weiß und rotbraun als bei javanischen Exemplaren. Auch die ?? sind nicht mehr so bunt.
constans. nerina F . entspricht der proserpina Cr., welche in Gemeinschaft mit constans Btlr., die weiter nichts ist als eine
etwas verdunkelte iphigenia Cr., dominiert. Von Neu- Guinea liegt dann noch eine der aphrodite Frühst, benach-
pseudomi- barte und von Australien die fa. perimele Cr. vor. Neu- Guinea eigentümlich ist dagegen pseudomisippus form,
sippus. nov ^ i lg pp die auch unterseits misippus- $ vortäuscht, aber durch ein breites weißes Medianfeld, welches den
gesamten Hflgl durchzieht und durch weiße Submarginalpunkte ihre Zugehörigkeit zu bolina dokumentiert.
Rp nach Mathew gesellig auf Sida rhombifolia und refessa, auch auf Convol vulus ; Anfangs grünlichschwarz
ohne Dornen, erwachsen 52 — 55 mm lang, cylindrisch, schwarz mit sieben geteilten Dornen auf jedem Seg¬
ment, welche ringförmig angeordnet sind. Kopf rötlichgelb mit langen geteilten Dornen. Beine rötlichbraun.
Pp auf der Unterseite von Blättern, dunkelbraun bedornt. Zucht nach Semper sehr leicht. Semper gibt an,
daß australische $$ mit äuge Cr. harmonieren, daß aber einige zu lisianassa Cr. überleiten. 9 iphigenia Cr.
und nerina F. sind dominierend. Nach Waterhouse ist bolina vom Cap York bis Sydney verbreitet. Ich ziehe
dazu Exemplare von Neu-Guinea, wo bolina vom November bis März überall häufig ist. Waigiu, Aru, Key
(besonders gemein Dezember, Januar; ?-fa. iphigenia vorherrschend), Tenimber, Bismarckarchipel und den
Salomonen. Auf letzteren dominiert entschieden eine habituell kleine Form, deren 99 wenig variieren und dem
nwntrou- echten nerina F .- 9 (proserpina Cr. 9)-Tvp angehören. — montrouzieri Btlr., ursprünglich von der Woodlark-
~lcri- Insel beschrieben, scheint ziemlich analog auch auf Fergusson und Kiriwina vorzukommen, mit 99 die etwas
der iphigenia Cr. gleichen, und durch eine sehr schmale aber deutlich ausgeprägte gelbweiße Längsbinde der
palaucnsis. Unterseite der Hflgl bemerkenswert sind. — Mit palauensis subsp. nov. (119 a) beginnt die endlose Reihe der Insel¬
rassen des Stillen Ozeans, bei welchen zwar die habituelle Größe in der Regel hinter den westlicheren Formen
zurückbleibt, die individuelle Variabilität jedoch ihren Höhepunkt erreicht, und man kann wohl sagen, daß
sich all die zahllosen bisher benannten und auch nicht benannten 9-Formen auf den polynesischen Eilanden
und Atollen wiederholen und. Miniatur- Ausgaben der ansehnlicheren, dem Kontinent näher gerückten Insel¬
rassen darstellen. Neben allen Anklängen an die bisher behandelten Vikarianten beheimaten jedoch diese
weltfernen Inselschwärme auch wieder nur ihnen zukommende endemische Formen, und wir finden auf ihnen
neben den vollkommensten melanotischen auch zugleich die ausgeprägtesten albinotischen Extreme, palau¬
ensis, von welcher mir nur 99 vorliegen, die ich dem verstorbenen Herrn Georg Semper verdanke, scheint
sehr beständig zu sein, und die vier Exemplare meiner Sammlung differieren unter sich nur in der größeren
oder geringeren Ausdehnung des orangeroten Subanalflecks der Vflgl. Sonst bleibt durchweg das proserpina-
Gepräge der 99 bewahrt. Palau-Inseln. Semper hat auch S<S empfangen, die keine weißen Punkte der
Oberseite führen. Sie haben äuge Cr. -Charakter. Exemplare ohne weißes Mittelfeld der Hflgl-Unterseite
sind nicht mitgekommen. Von den 99 erwähnt Semper einige bleiche Aberrationen, wie sie für die mikro-
nesische Inselflur sonst typisch sind. Auf Yap, West -Karolinen, fliegt eine verwandte Form, von welcher Kubary
rarik. die Jugendstadien abgebildet hat. Ppnruhe auf Yap 12 Tage. — Als rarik hat Eschscholtz die auf Kotze-
bue’s und Chamisso’s Reise (1816) in Mikronesien entdeckten hellen Formen mit hell gelbbraunen 99 zuerst
abgebildet. Größe der bolina. Grundfarbe dunkelbraun. Die Vflgl haben eine weiße, aus 4 länglichen Flecken
bestehende kurze Binde, die ihre Richtung von der Mitte des Vrds nach dem äußeren Rande hin nimmt; sie
erstreckt sich über 4 Zwischenräume vom 2. — 4. In einiger Entfernung vom äußeren Rande sieht man noch
6 Punkte, von denen der oberste sehr groß ist. Fast von der Mitte des Figls bis zum hinteren Rande in der
Nähe des hinteren Winkels erstreckt sich ein breiter, krummer bräunlichgelber Fleck. Die obere Hälfte der
Hflgl schimmert etwas bräunlichviolett. In der Mitte der Figl steht ein großer, länglicher Fleck, dessen unterer
und äußerer Rand schmutziggelb eingefaßt ist. An der Unterseite der Figl bemerkt man dieselbe Farbenver¬
teilung, nur daß die dunkeln Farben hier blässer und undeutlicher erscheinen; eigentümlich haben die Vflgl
am Vrd zwischen Wurzel und weißer Binde 3 kleine, weiße, schwarz eingefaßte Flecken; außerdem sind hier
alle Figl am äußeren Rande mit einer doppelten Reihe von graulichen, länglichen Flecken umringt. Körper
oben schwarzbraun, unten weiß gefleckt, Fühler schwarz mit gelber Spitze, Taster und Füße weißlichgrau.
kruimoku. — kraimoku Eschsch. ist eine weitere Farbenspielart, von der Ratak-Inselgruppe der Marschall- Inseln. Sie hat
die Größe der H. bolina-, einfarbig dunkelbraun mit olivgrünem Schimmer. Ganz dicht am äußeren Rand
aller Figl läuft eine Reihe kleiner weißgrauer Punkte, von denen immer 2 in einem Zwischenraum stehen. In
Ausgegeben 15. V. 1012. HYPOLIMNAS. Von H. FrUHSTORFER. 553
einer Entfernung von 2 Linien vom Rande befindet sich eine zweite Reihe von größeren weißen Punkten, von
denen immer 1 in einem Zwischenraum stellt. An der Unterseite haben die Figl außer der Zeichnung
der Oberseite noch 2 weiße Punkte am Vrd der Vflgl in der Nähe der Wurzel. Körper und Füße braun,
Fühler schwarz. — Neuerdings kommen seit der Besitzübernahme der Marschall- Inseln durch Deutsch¬
land häufig bolina in kontinentale Sammlungen, die von der westlicheren Ralik-Gruppe stammen;
jaluita Frühst. (119 a), die sich partiell palauensis anschließen ; <J oberseits häufig mit reinen weißen jaluita.
und größeren Scheiben als auf unsern Figuren, unten gleichmäßig dunkel rotbraun mit blauvioletten statt
weißen Subterminalserien kleiner Halbmonde. Die weißen Binden der Hflgl in der Mitte eingeschnürt, sehr
scharf abgegrenzt. Außer dem abgebildeten $ existieren auch solche ohne weißen Discus der Hflgl und dann
setzen, wie auf Palau, bereits Uebergänge zu pallescens (119b) ein mit fahl rötlichgelber Oberseite. Der Discus
der Hflgl auch dieser hellen $ 9 kann mit weißem Spiegel versehen oder ohne solchen sein. Jaluit, Marsch all-Tnseln,
häufig. Auf den Gilbert-(Kingsmill)Inseln fliegt eine ähnliche Form, welche im British Museum als rari/c
Eschsch. bezettelt wurde. — pulchra Btlr. ist der älteste Name für die melanesischen Rassen ; Type aus Neu-Cale- pulchra.
donien. — pallescens Btlr. (119 b) ist auf eine 9-Form der Viti- oder Fidschi-Inseln gegründet, auf welchen pallescens.
die Variabilitätsmöglichkeit der Gesamtart ihren Höhepunkt erreicht. SS etwas größer als jaluita Frühst.- S S,
in der Regel vom äuge-, und ein Stück vom charybdis-Typus. — murrayi Btlr. Unterseite höchst charakteristisch murrayi.
blau oder braunschwarz, partiell mit violettem Hauch, Mittelbinde mit der Neigung, gegen den Analwinkel
der Hflgl zu sich aufzulösen, bei der charybdis -Form völlig verdunkelt, auch discal nur noch rudimentär.
Vom 9 sind in der Sammlung Fruhstorfer 35 Exemplare vereinigt, von welchen jedes benannt werden könnte.
Sie variieren zunächst schon in der Größe, von 55 mm bis zu 85 mm Spannweite. Alle führen eine weiße Median¬
binde der Hflgl-Unterseite in jedem Stadium der Entwicklung. Nur bei einem durchweg hell kaffeebraunen,
nur mit weißen Apicalpunkten besetzten sonst völlig zeichnungslosen ? fehlt dieselbe vollständig ( = maeza form, maezu.
nov.). Die dunkelsten 99 gleichen euryänthe Frühst, von Java; selten sind 9? mit perimele-Cr. und cyanecula
Frühst. Blaufärbung der Vflglbinde. Häufig sind Anklänge an die Philippinen -Formen mit blauem Discus der
Hflgl (= naresi Btlr.) oder mit weißen Binden der Vflgl und ebensolcher Scheibe der Hflgl ( = crexa form. nov. 118 c). naresi.
Dann sind alle Zwischenstufen vorhanden von alcmene, antigone Cr. zu chrysomicans Frühst, und pallescens crexa-
Btlr. (119 b), so daß wir philippinische und javanische Färbungsmotive nebeneinander finden. Endlich beob¬
achten wir iphigenia- und proserpina- $ 9, jedoch nicht in reiner, sondern melanotischer Form. Hervorragend
schön ist auch ein 9 mit euryänthe- Charakter und goldbraunem schmalem Distalsaum aller Figl (= pelva form, pelva.
nov.), gemeinsam mit pallescens an eriphile und manüia Cr. gemahnend und somit auch südmolukkische
Kolorit-Kombinationen zur Geltung bringend. Wir haben demnach die Viti-Inseln als den Brennpunkt, der Varia¬
tionsamplitude der Gesamtart aufzufassen, und man könnte zu der Annahme verleitet werden, als hätte diese
Inselgruppe Immigration von Individuen aller in Frage kommenden Ortsformen empfangen. — Als thomsoni Btlr. thomsoni.
und morseleyi Btlr. sind verwandte Formen von Tonga-Tabu der benachbarten Tonga- oder Freundschafts- morseleyi.
insein beschrieben. — inconstans Btlr. findet sich auf den Samoa- oder den Schiffer- (Navigator-) Inseln, überall, inconstans.
aber nie gesellschaftlich in den niedrigen Teilen des Archipels. Häufig zwischen den Pflanzungen, sucht zum
Schutze gerne Gebäude auf . Die Samoa-Rasse scheint sich nach Angaben Rerels, welcher sie unter dem Namen
möntrouzieri registriert, von pallescens Btlr. (oder murrayi Btlr. ) der Fid ji-Inseln konstant durch geringere Größe und
dunklere Färbung zu unterscheiden. 9 mit deutlicher weißer Halbbinde der Vflgl und ebensolchen Subapical-
flecken. Hflgl mit blauweißem runden Mittelf leck. Fundorte Malifa, Vaimea, Flugzeit Mai. — Auf denEllice-
oder Laguneninseln, nordwestlich von Samoa, fliegt eine weitere habituell sehr kleine, melanotisch verfärbte
Form: elhciana subsp. nov., welche im British Museum vertreten ist. — Nach Angaben Kuba rys sind die Rpn elliciana.
aller Südseeformen identisch, wenigstens stimmen solche von Yap, Ebon und Samoa in der Zeichnung überein.
— otaheitae Fldr., von Tahiti der Gesellschaftsinseln beschrieben, ist eine weitere spezialisierte Eilandsrasse, otaheitae.
welche im British Museum auch von den Marquesas-Inseln vertreten ist und auch die Inselflur der Paumotu
bevölkert. Meist kleiner als molukkische oder javanische Exemplare. Die blauen Flecken des S kleiner, das
9 oberseits tief dunkelbraun; eine schiefe aus 4 kurzen weißen Flecken bestehende Binde hinter der Zelle der
Vflgl, darauf einige kleine weiße weit auseinanderstehende Flecken, 2 Reihen rotgelber, zuweilen etwas ver¬
loschener kleiner Mondflecke vor dem Außenrd, die Randmonde der Hflgl fast, ganz verloschen, im Discus der¬
selben ein prächtig schillernder cyan blauer Fleck, ähnlich wie beim S\ die Querbinde der Unterseite wenig
deutlich ausgedrückt; die Geschlechter sind demnach bei dieser Form noch wenig verschieden.
H. diomea ist eine ausgezeichnete Art, welche der celebischen Subregion eigentümlich ist und auf der
Hauptinsel selbst sich in zwei Arealformen auflöst: diomea Heiv. (119 c) bewohnt die Minahassa und scheint diomea.
mehr in der submontanen Region zu Hause zu sein als in der Küstenzone, weil ich sie in der Umgebung von Toli-
Toli in den Wäldern am Seestronde nicht beobachtet habe. Die SS variieren, namentlich mit jenen der antilope-
und bolina- Gruppe verglichen, sehr wenig. Doch wechselt die Ausdehnung der weißen, violett eingefaßten
Binde etwas; auch gibt es viel kleinere als das abgebildete S- Als große Seltenheit finden sich auch SS mit
lichtblau überstäubten weißen Feldern aller Figl (= coerulans form. nov.). Das 9 führt verbreiterte weiße coerulans.
Felder und prominentere Submarginalpunktflecken der Hflgl, auch ist es größer und von runder Figlkontur;
es hat eine gewisse Aehnlichkeit mit dem 9 der Euploea latifasciata Weym. — fraterna Wall, umschreibt eine jratema.
habituell viel kleinere Ortsrasse mit kürzeren rundlicheren Flgln und dunkleren, beim S intensiver blauglän-
IX 70
554
HYPOLIMNAS. Von H. Fruhstorfer.
zenden, dichter blau überpuderten weißlichen Feldern der Vflgl. Beim $ treten die weißen Submarginalpunkte
auf den Ht’lgl zurück, sind aber wie beim 2 auf der Vflgl-Oberseite markanter und kompletter als bei nördlichen
diomea. Die Unterseite der Hflgl wird charakterisiert durch zwei weiße Costalflecken, von welchen der über der
Zellwand stehende bei diomea fehle. Süd-Celebes, in der Umgebung des Wasserfall von Maros bis zu ca. 1000 m
Höhe von mir beobachtet. Flugzeit Januar bis März.
dimona. H. dimona Frühst. 2 Oberseits der H. diomea Hew. von Celebes nahestehend aber mit einer kompletten
Reihe von weißen Submarginalpunkten auf den Vflgln, die beim $ noch prominenter heraustreten. $ : Vflgl
mit etwas schmälerer weißer Discalbinde als diomea-?. Hflgl schwarzbraun, ähnlich jenen von //. pandarus L.
( 1 1 8 a) der Südmolukken mit weißgekernten großen violetten Ozellen. Auf diese Weise bildet dimona eine Transition
von H. diomea Hew. zu H . pandarus L.. ist aber doch von beiden spezifisch getrennt. Der Entdeckung der Rp
dieser prächtigen Intermediatspecies dürfen wir mit größtem Interesse entgegensehen. Doch sind wir noch
weit von diesem Ziele; steht doch sogar noch die Kenntnis der Jugendstadien von H. diomea und pandarus L.
offen. Sula Mangoli.
H. pandarus, einer der Charakterschmetterlinge der Südmolukken, zerfällt in eine Serie von hervor-
pandarus. ragend differenzierten Inselrassen, welche sämtlich dem Specieswert nahestehen. - pandarus L. (118 a. in pan-
dorus verdruckt), einer der schönsten austromalayiscben Tagfalter, bleibt im männlichen Geschlecht sehr be¬
ständig. Die Unterseite führt sehr große weißlich violette Submarginalflecken, die Unterseite der Hflgl ein aus¬
gedehntes gelbliches Feld mit sehr großen thränenförmigen, erst schwarz d„ann rotgelb umzogenen Augen. Das
proximale Grenzgebiet des Submarginalfeldes kann mehr oder weniger weißlich bestäubt sein. ? dem 118 a 3
abgebildeten H. holina ? eriphile Cr. in der Tat sehr ähnlich, nur mit erheblich größeren weißen Submarginal¬
flecken der Vflgl und markanten, oblongen schwarzen nur zierlich blauviolett gekernten Ozellen. ^-Unterseite
wie beim <$, nur mit ausgedehnterem und vorherrschend weißlichem Randgebiet der Hflgl, deren Ocellen gering¬
fügig orangefarben umzogen sind. Das ? hat bereits von Linne den Namen pipleis empfangen; Gmelin nannte
es lacteolus und Hübner übertrug den Namen pipleis auf das 2, welches Cramer bereits 1775 calisto genannt
hatte. Dagegen scheint früheren Autoren eine interessante ?- Farbenspielart unbekannt geblieben zu sein,
nämlich Exemplare mit oberseits sehr großen hellblauen oder violetten statt weißen Submarginal-Punktflecken
triumphans. der Vflgl, (= triumphans form, nov.), von Amboina und Saparua in meiner Sammlung, nicht sehr selten, dagegen
pandora. nur spärlich auf Ceram. — pandora Wall, ist eine oberseits bereits völlig veränderte Inselrasse, die jedoch auf
der Unterseite die pandarus- Zeichnung noch ziemlich unverändert bewahrt. 2 : Vflgl mit blauviolettem, großem
intramedianem Doppelfleck; Hflgl mit rotorangefarbenem breitem Submarginalgebiet, welches große, schwarze,
runde, blinde Ocellen umschließt. $ mit weißlich violetten Submarginalpunkten der Vflgl, die jedoch kleiner
als bei pandarus erscheinen. Sonst wie das 2, nur die Augen der Hflgl mehr oblong statt rund und die drei hin¬
teren bereits mit kleinen violetten Punkten. Unterseite der Vflgl mit einer rudimentären weißlichen, beim $
manchmal blau oder rötlich überstäubten Schrägbinde. Alle Ocellen blau oder blauweiß gekernt. Insel Buru.
selten.
saundersi. H. saundersi Hew. möchte ich wegen der ausgedehnten rein weißen distal etwas blau schimmernden
Binde der Vflgl beider Geschlechter als Species führen. Anal Winkel der Vflgl mit einem rötlichen, schwarz
gekernten Fleck. Hflgl wie bei pandot'a. Unterseite äußerst charakteristisch durch eine graubraune Gesamt¬
färbung und eine scharf abgeschiedene schmale rein weiße Postdiscalbinde. Ocellen klein, weißgekernt, in einem
junia. graubraunen Felde stehend, nur im Hinterwinkel etwas rötlich umgrenzt. Insel Timor. — junia Frühst, ist
eine habituell kleinere Rasse; Vflgl mit verschmälerter weißer Schrägbinde. Die rotgelbe Distalzone der Hflgl
gleichfalls weniger ausgedehnt mit markanteren schwarzen Augenflecken. $ kleiner als saundersi -?, nur 58
gegen 64 mm Vflgllänge. Insel Wetter. Flugzeit Mai, von W. Doherty entdeckt. Doherty hat eine ähnliche
Form auch auf Sumba fliegen sehen.
H. octocula ist die östliche Repräsentantin der H. pandarus. Trotzdem die Art ziemlich weit verbreitet
ist, sind immer nur einzelne Exemplare nach Europa gekommen und bei dem dürftigen Material, das uns zur
Verfügung steht, herrschen noch Zweifel über die Berechtigung einiger Inselrassen. Doch scheint es ziemlich
oetoeula. sicher zu sein, daß octocula Btlr. (Januar 1869) der älteste Name der in Frage kommenden Formen ist. 2 ober¬
seits schwarzbraun mit rötlich ockergelber Schrägbinde und ebensolcher schmaler, scharf begrenzter Submar¬
ginalregion der Hflgl, welche mit beim 2 kleinen blinden, beim $ oblongen violett gekernten Augen besetzt ist.
Beim ? erscheint auch eine Reihe von vier weißen Subapical punkten und ein subanaler weißer Fleck der Vflgl.
Unterseite lichter braun mit fahlgelber Schrägbinde der Vflgl. Die Hflgl beim 2 von einer sehr dünnen Längs¬
binde innerhalb der durchweg weiß oder violett gekernten Ocellen. Letztere stehen aber beim ? in einem braunen,
formosa. beiderseits etwas aufhellenden Vorhof. Von ,,Tologu“ beschrieben. — formosa H.-Schäff. von Vanua-Lava
der Banks-Inselgruppe der nördlichen Neu-Hebriden, etwa im April 1869 beschrieben, ist dazu vermutlich
elsina. Synonym. Nach Semper von den Viti-Inseln bekannt, ein sehr fraglicher Fundort. — elsina Btlr. stammt von
Neu-Caledonien ; ich vermute, daß damit ein Pärchen aus Mare der Loyalitätsinseln meiner Sammlung ziem¬
lich übereinstimmen dürfte. Es handelt sich bei allen octocw/a-R assen immer nur um ausgedehntere oder ver-
pallas. schmälerte rotgelbe Schrägbinden als Differenzia lcharakter. — pallas Sm., vermutlich von den südlichen Neu-
Hebriden, ist habituell etwas größer als die eben genannten Vikarianten und trägt nur noch costale Rudimente
HYPOLIMNAS. Von H. Fruhstorfer.
ooo
einer breiten rotgelben Vflgl-Halbbin.de . Unterseite der Vflgl charakterisiert durch einen großen quadratischen
transcellularen rein weißen Fleck. Es ist nicht unwahrscheinlich, daß perryi Btlr. , nach einem von Erromango perryi.
der mittleren Neu-Hebriden beschrieben, auch zu octocula gehört. Mir ist nur die nicht sehr deutliche schwarze
Abbildung ihres Autors bekannt. Oberseite dunkelbraun mit der bei octocula üblichen submarginalen Fleckung
der Oberseite. Jenseits der Zelle der Vflgl eine weiße oder weißliche Aufhellung, welche allerdings bisher in der
melanesischen Region auf der Oberseite der $ noch nicht beobachtet wurde. Grundfarbe dunkelbraun; die
distale Zone lichter. — lifuana Btlr. stammt von den Loyalitätsinseln und soll nach Semper identisch mit eis ina lijuana.
Btlr. sein. — arakalulk Semp. wurde in sieben Exemplaren auf den Palau- Inseln der Karolinen, Flugzeit April arakalullc.
bis Dezember, gefunden. Vflgl mit kurzer, braungelber, nur bis zur ersten Mediana reichender Schrägbinde,
breiter und weniger gebogen als bei octocula und elsina. Das gelbe Feld der Hflgl nach vorne und dem Anal¬
winkel zu verschmälert. Hflgl mit sechs schwarzen, weiß zentrierten Augen. $ heller als das 3, die Binde fast
ebenso licht wie unterseits, die weißen Zeichnungen der Zelle nach oben durchscheinend. Palau-Inseln. mari- mariu-
anensis subsp. nov. hat dieselbe Zeichnungsverteilung wie arakalulk, doch sind die braungelben Binden be- nensts-
sonders auf den Hflgln schmäler und die Unterseite bedeutend dunkler. Marianen, nach Semper befinden sich
Exemplare im Tring-Museum und der Kollektion Oberthür.
H. deois ist eine interessante äußerst variable Species, welche Neu-Guinea und die umhegenden Inseln,
sowie die Nordmolukken bewohnt. Wir sind nur mit einem Teil der existierenden Inselrassen bisher vertraut.
Nur einige sind häufig, andere, wie z.B. die Bewohner der Aru- und Key-Inseln, gehören zu den größten Selten¬
heiten. Habitus erheblich kleiner als bei pandarus L., die 33 aber im allgemeinen von der gleichen Zeichnungs¬
verteilung wie bei jener Molukkenspecies. Allen 33 ist gemeinsam eine zwischen der hinteren Radiale und der
vorderen Mediane unterbrochene Serie ungleich großer, nach oben durchschlagender und mehr oder weniger
deutlich weiß oder violett gekernter Ocellen, die in einem rot-gelben oder schwarzen Feld stehen. Discus der
Hflgl entweder violett oder weiß mit blauer Peripherie. ? stets dimorph; in der Regel mit breitem weißem
Shawl der Vflgl, nur bei einer Lokalform durchweg grauschwarz. Jugendstadien nicht bekannt. — tydea Fldr., tydea.
die nördlichste Vikariante ist von Felder aus Bat jan und Halmaheira beschrieben, aber vermutlich auch auf
Ternate und Morotai zu Hause. 3 ähnlich dem abgebildeten paleutes-3, jedoch mit erheblich verkleinertem
violettem oder hellblauem Discalfleck und blau zentrierten Ocellen der Hflgl. Das $ ohne weiteres kenntlich
an einer weißlichen Aufhellung der Vflgl, welche auch die Apicalpartie der Zelle ergreift, die durchweg
braixngrau überstäubt ist. Hflgl der mit rhomboidalem gelblich weißem, ausgedehntem Discalfeld, welches
nach hinten in ein rot-gelbes, mit großen länglichen Ocellen bestandenes Analgebiet übergeht. Unterseite der
Vflgl dunkelgrau, mit die gesamte Flglmit-te ausfüllendem grauweißem Gebiet. Hflgl gelblichweiß mit¬
orangefarbener Ocellenperipherie. — obsanus .subsp. nov. hegt mir nur in einem 3 vor; bleibt in der Größe öbianus.
etwas hinter tydea zurück, hat jedoch reiner weiß centrierten, stattlicheren violetten Discalfleck der Hflgl. Die
rotgelbe Submarginalzone schmäler als bei Batjan-Exemplaren, schärfer abgegrenzt. Insel Obi, jedenfalls sehr
selten. — liewitsoni Wall, ist außerordentlich spärlich auf den Key-Inseln. Kühn hat nur einige Exemplare hewitsoni.
auf Tiandu gefunden. Meiner Sammlung fehlt die Form. Das $ führt einen sehr breiten weißen Shawl auf beiden
Seiten der Vflgl und gleicht auf diese Weise etwas der Euploea assimilata Fldr. von derselben Inselgruppe. -
deois Hew., gleichfalls selten, mir in natura unbekannt; Grundfarbe schwarz, auf den Hflgln eine breite gelb- deois.
braune Binde, welche 6 — 7 schwarze partiell weißgekernte Augen umschließt. Vor dieser Binde steht beim 3
hinter der Zelle der Hflgl ein großer ovaler weißlicher violett angeflogener Fleck. $ wiederum wie bei hewit¬
soni reicher weiß dekoriert. Aru-Inseln, nach Staudinger auch auf Waigiu. panopion Sm. (118 b) schließt panopion.
sich an deois an und bewohnt die gesamte Nordküste von Neu-Guinea. Die Namenstype stammt aus der Hum¬
boldt-Bai, unsere Vorlage von der Astrolabe-Bai. Die 33 sind etwas veränderlich, führen manchmal keine
Spur von weiß im violetten Discus der Hflgl und sind somit der cleois und tydeus zum Verwechseln ähnlich.
Beim $ ist in seltenen Fällen die weiße Zone der Vflgl weniger ausgedehnt als auf unserer Figur. Auf der Unter¬
seite vermehrt sich die Weißfleckung indem sie den gesamten Apicalteil der Vflgl überzieht und von den Hflgln
auch nur die braungraue Basalregion freiläßt. Zwischen den Radialen und den hinteren Medianen je ein wei߬
gekerntes Auge mit unmerklicher lichtgelblicher Peripherie. Der weiße Subterminalstreif der Vflgl-Oberseite
unserer Abbildung verschwindet bei den dunklen $$. Flugzeit nach Hagen vom Dezember bis April. Nie
häufig. — divina Frühst. (118 b) ist eine namentlich auf den Hflgln reicher weiß dekorierte Arealrasse des Bri- divina.
tischen Neu-Guinea; 3 mit ausgebreitetem weißem Discalfeld der Hflgl. Beim $ die vorderen Augen ohne
jede gelbliche Umringelung. d unterseits manchmal mit einer kompletten breiten weißlichen Schrägbinde
der Vflgl. Die Hflgl mit weißlicher Außenhälfte, welche nur eine unbedeutende rötliche Ocellenperipherie
umschließt. Flugzeit Oktober bis April. Milne-Bai. — palladius Sm. eine prächtige hochdifferenzierte Insel- palladius.
rasse und zugleich die einzige mit weißer Schrägbinde der Vflgl der 33- Hflgl bei der Namenstype oberseits
schwarz, bei seltenen Abweichungen jedoch mit violettem Discus als Rückschlag zur deois- und tydeus- Type
(= f. tydeina form. nov.). Die Analaugen der Hflgl der 33 manchmal rötlichgelb umringelt. $ im engsten Anschluß tydeina.
an das ? von divina Frühst, aus Britisch Neu-Guinea, jedoch mit kompletter Augenreihe der Hflgl, welche aus
runden schwarzen Makeln besteht, die mit Ausnahme des vierten, der blind bleibt, weißgekernt sind. Fergusson
der d’Entrecatseaux- Inseln. — paleutes Sm. (118 a) führt stets violetten, manchmal leicht, aufgehellten patentes.
Discalfleck der Hflgl-Oberseit-e. $ hervorstechend durch seine durchweg grauschwarze Grundfärbung von
DOLESCHALLIA. Von H. Fruhstoreer.
556
welcher sich deutliche weiße submarginale Punktflecke abheben, die auf den Hflgln manchmal schwarz um¬
ringelt sind. Unterseite zeichnungslos, mit geringer grauweißer postdiscaler Aufhellung der Hflgl der gg. Das
$ in der Weise veränderlich, daß die Submarginal- Augen manchmal schwarz erscheinen und weiß zentriert
sind (Type), oder vorherrschend weiße Füllung der Ocellen aufweisen, die entweder gar nicht oder nur unbe¬
deutend schwarz umringelt ist. Diesen dunklen fehlen auch oberseits die weißen Apicalpunkte der Vflgl.
depunctata. (=f. depunctata form. nov.). Kiriwina der Trobriandinseln. Klammerorgane kaunrvon jenen der II . bolina aus
Amboina verschieden; nur der Uncus etwas kürzer, die halbkugelige Valvenpartie etwas flacher, fehler und
regelmäßiger gezähnt.
28. Gattung': DolosHialSia Fldr.
Die nicht sehr zahlreichen Arten dieser rein indoaustralischen Gattung (die neotropischen Zareies
gleichen ihnen zwar etwas in der Figlform und Blattzeichnung, differieren aber im Geäder und in der Gestalt
der limenitoiden Klammerorgane) verdienen wegen ihrer weitgehenden Schutzfärbung unsere Beachtung im
hohen Maße. Man könnte sogar versucht sein, sie als kleine Kallima aufzufassen, doch zeigen die Dole-
schallia weder strukturell noch anatomisch nähere Beziehungen zu diesem Genus; nur die vanessoiden Jugend¬
stadien haben beide gemeinsam. Doleschallia unterscheidet sich von Kallima durch die vollkommen offenen
Zellen beider Figl und durch die einfache, nach außen gebogene Präcostale. Ueberdies ist der ganze Figlschnitt
und der Färbungsstyl ein so verschiedener, daß beide Gattungen auch hiedurch sofort zu trennen sind. Die
Vflgl sind an der Spitze nur schwach umgebogen und bilden dort eine stumpfe Ecke. Die Hflgl laufen auf der
Submediana in einen kurzen Schwanz aus, welcher nach innen eingebogen ist. Die Palpen sind wie bei Kallima
gebildet, die Fühler ziemlich robust und tragen eine deutliche, allmählich verdickte, längliche Kolbe. ZAvei
Subcostaläste zweigen sich vor dem Zellende ab, der 3. Ast in der Mitte zwischen diesem und dem 4., Ast 4
und 5 bilden eine kurze Gabel unterhalb der Figlspitze. Rp in der Regel schwarz oder dunkel, manchmal mit
dorsalen Reihen weißer Punkte; Kopf und Dornen stahlblau. Kopf mit dünnen, kurzen Stacheln, welche
lateral fein verzweigt sind. Nahrungspflanze eine Acanthacee (Eranthemum malabaricum Clarke) nach Hagen sind
sie auch auf Graptophyllum hortense, stets gesellig. Pp schlank, der Thorax ventral etwas aufgeblasen, die Leibes-
mitte eingeschnürt. Kopf mit zwei mäßig langen Spitzen. Farbe gelblich mit dunkleren Punkten und Kanten.
Ppnruhe 8 — 10 Tage. Die Klammerorgane verraten durch sonderbare häutige Anhängsel eine gewisse Verwandt¬
schaft mit der Gattung Y oma Doh. und stehen im denkbar größten Gegensatz zu jenen von Kallima. Uncus
auffallend lang, schlank und spitz. Vaive distal vollkommen kreisrund, etwa wie bei Hypolimnas, jedoch ohne
Randzähne, nur mit langen Grannen besetzt. Ventral ein bei den einzelnen Species verschiedener, manchmal
daumenförmiger, manchmal rundlich wulstiger Vorsprung. Saccus ungemein lang, Penis anscheinend sehr
breit, häutig, wiederum in erstaunlichem Gegensatz zu Hypolimnas sowohl wie auch Kallima. Ueberhaupt
differieren die Greiforgane der Doleschallia durch die lange zusammengepreßte Form von allen bisher unter¬
suchten Gattungen. — Die Imagines sind gute, ausdauernde Flieger ; sie sind nicht selten, treten aber auch nie
massenhaft auf und man fängt kaum mehr als vier bis fünf am Tage. Sie haben einen raschen Flug, lieben
die Umgebung baumbeschatteter Strecken, sogar von Häusern und Gärten und setzen sich mit gefalteten Flgln
auf Blüten, Gräser, Kräuter und oft auch an das Holzwerk der Veranden und Zäune. Gelegentlich trifft man
sie auch auf nassen Stellen am Wege, und Hagen berichtet sogar, daß die papuanischen Arten dies ausschlie߬
lich tun ohne jemals altes Holz aufzusuchen. Doleschalllia ist vermutlich ein melanesisch.es Genus, welches
sein Verbreitungszentrum auf Neu-Guinea hat, von woher wir sechs Arten kennen; der Bismarckarchipel
hat noch vier Species, die Molukken drei, der malayische Archipel von Celebes an westlich und der Kontinent
von Indien nur noch je eine Art. Alle Doleschallia sind Bewohner der Ebene; nur eine Art (D. continentalis )
steigt an den Südabhängen des Himalaya bis etwa 5000 Fuß empor. Die Geschlechter sind mehr oder weniger
ausgeprägt sexualdimorph; eine Erscheinung, welche bei den melanesischen Arten deutlicher als bei der malay-
ischen Species zu Tage tritt. Auf Java und in Indien macht sich der Einfluß der Jahreszeiten bemerklich, der
sich in nicht wesentlich differenzierten Generationen ausprägt ; doch fehlt es hierüber noch an genauen Beob¬
achtungen — ein dankbares Feld für spätere Zeiten.
bisaltide. D. bisaltide hat eine ausgedehnte westöstliche Verbreitung, denn wir begegnen ihr \Ton Vorderindien
bis Waigiu, und dann mit Uebergehung von Neu-Guinea wieder auf dem Bismarck Archipel, den Salomonen,
Neu- Hebriden und Viti-Levu. Sie galt bisher als sehr veränderlich, weil man die einzelnen Lokalrassen als
Varietäten einer Form auffaßte; in der Tat aber ist bisaltide besonders in den Charakteren der Oberseite sehr
beständig und geographischen Einwirkungen gegenüber viel widerstandsfähiger als z. B. die Cynthia, Cethosia.
Die Unterseite dagegen mit ihrer Blattzeichnung erreicht dieselbe Mannigfaltigkeit, welche uns bei den Kal¬
lima so in Erstaunen versetzt. Es fehlen zwar die sogenannten Imitationen von Pilzflecken, dagegen haben
alle Doleschallia und somit auch bisaltide ein Zeichnungsmotiv, welches ursprünglich wohl nur den dS eigen¬
tümlich war, nämlich silberglänzende punkt- oder bindenartige Flecken im Basalgebiet aller Figl. Diese AArech-
seln bei den einzelnen Individuen an Intensität und kommen bei dd der Regenzeit zum vollendetsten Ausdruck
argyroides. (argyroides form. nov.). Manchmal erscheint auch noch der Zellabschluß der Unterseite der Vflgl weiß umgürtet
nimbata. (nimbata form. nov. [137b] „eine Stirnbinde tragend“)- Exemplare mit durchweg trockenblattartiger Unterseite
DOLESCHALLIA. Von H. Frtthstorfer.
scheinen, wenn auch nicht ausschließlich, so doch vorwiegend in der regen losen Periode au fzutreten. I n der Regel ist
bei ihnen analog den Kallima die Medianbinde stark entwickelt, quasi als Nachbildung der Blattrippen. Neben
$ und $ mit ziemlich gleichartiger Färbung stellen sich als Seltenheit, aber vermutlich an allen Fundorten Exem¬
plare ein mit stark verdunkeltem Basalgebiet der Unterseite aller Figl , das rotbraun, oder nahezu schwarz sein kann ,
und womit die hellgelbliche, rötliche oder fast weiße Distalhälfte dann lebhaft kontrastiert ( basalis form . hnmlis.
nov.). (137 b) Die haben im allgemeinen. Trockenzeitfärbung, auch da wo eine abgegrenzte regenarme Periode
nicht zu konstatieren ist, wie z. B. auf Nias, Amboina, ja es sind sogar Fälle selten, in welchen die $$ Spuren wei߬
licher Subbasalmakeln aufweisen ($§ von mariae, pratipa etc.). Beiden Geschlechtern gemeinsam aber ist ein
hartnäckiger weißer, verschieden kräftig entwickelter Subapicalfleck der Vflgl. Die Hflgl tragen stets eine
vordere und eine anale Ocelle, welche beim <$ der mit Silber geschmückten Form stets am vollkommensten
entwickelt sind und sich im Analwinkel der Vflgl als kleine, fein weiß punktierte Augen wiederholen. Undeut¬
liche Nebenaugen sind gleichfalls und fast immer vorhanden, ja sie vereinigen sich sogar manchmal zu zier¬
lichen Ketten. Viel interessanter aber ist eine Verfärbung der Zellflecken der Vflgl-Unterseite, welche bei öst¬
lichen Rassen zu beobachten ist (Key, Waigiu), wo an Stelle des Silberbelages hell zimtbraune oder gelbliche
Figuren, treten, welche sich auf den Hflgln als gelbe Kreise wiederholen (cingara form. nov. [ 1 37 b],,die Zigeunerin“), chujara.
— philippensis Frühst. (112 a) bewohnt den philippinischen Archipel, wo sie namentlich auf den südlichen In- philippen-
seln vom Juli bis September häufig auftritt. Während die Unterseite auch bei dieser Form so stark variiert, •S'F'-
daß kaum zwei Exemplare sich völlig gleichen, bleibt die Zeichnung der Oberseite fast konstant. An der Vflgl-
spitze sind stets zwei kleine weiße Punkte vorhanden und nur der intraradiale gelbe Fleck distal von der Schräg¬
binde wechselt etwas in der Größe und vereinigt sich bei den etwas lichteren und größeren $$ mit diesem Band.
Von der Unterseite läßt sich nach Semper, dem 900 Exemplare von Camiguin de Mindanao Vorgelegen haben,
sagen, daß beim $ vorwiegend weiße Flecken vorhanden sind, während sie den $$ in der Regel fehlen. <$ und $
sind in der Färbung sonst gleich, nur ist beim $ auch die Unterseite etwas heller und der Apex der Vflgl abge¬
stumpft. Nach dem mir noch vorliegenden Material, welches Doherty auf Bazilan, Februar-März, gesammelt
hat, gehören drei zu. f. argyroides Frühst., eins zu basalis. Die $$ sind rotgelb. Die Rasse der Insel Palawan,
Flugzeit Januar, führt etwas schmälere gelbbraune Binde der Vflgl. Die variieren unterseits erheblich,
eins rechne ich zu basalis Frühst., das andere bildet einen Uebergang zur f. cingara durch breite gelbbraune
Streifen der Vflglzelle und ebensolche Makeln im Basalgebiet der Hflgl, neben denen sich noch winzige Silber¬
punkte finden. Die hellgelben Ocellen kontrastieren lebhaft mit dem schönen Rotbraun der Hflgl. Rp bei
Manila auf Grap hop hyllum, einer Acanthacee; 6 cm lang, schwarz mit fünf weißen Längsstreifen, Kopf und
Dornen glänzend stahlblau, Brustfiiße schwarz. Oberhalb der Bauchfüße stahlblaue Flecken und am vierten
bis zum elften Gliede je eine rote Warze, die durch weiße Doppelstriche immer mit der nächsten verbunden
wird. Pp rötlich braun mit dunklen Flecken, ruht bei Manila im Februar 11 — 13, im März 9 — 11 und im Sep¬
tember 8 — 9 Tage. — Die nördlichste Abzweigung der Gesamtart ist continentalis Frühst. (= indica Moore), continen-
<3 etwas kleiner als philippensis (112 a) und nur mit einem winzigen gelben Subapicalpunkt der Vflgl. Die
schwarze Binde am Zellschluß mehr zerteilt, weniger breit. $ mit ausgedehntem licht gelbbraunem Feld und
aufgehellter Medianzone der Vflgl. Die schwarze Transversalbinde jenseits der Zelle bei Exemplaren der Trocken¬
zeitform manchmal nur noch fadendünn. Ein. der forma basalis angehöriges $ unterseits mit fast schwarzer
Innen-, nahezu weißer Außenhälfte der Figl. Die Mehrzahl der 9$ sonst unterseits rotbraun. Häufig in Sikkim
und Assam vom April bis Dezember und bis zu etwa 4000' hinaufgehend. Die Falter sind nicht scheu, setzen
sich auf Felsen und Erdhaufen mit geschlossenen Flgln, wo sie dann nicht leicht zu entdecken sind. Rp auf
Nesseln. Von mir gesammelte Exemplare von Tenasserim (April, Trockenzeit) und Tonkin (August — Septem¬
ber, Anfang der regenlosen Periode, aber dennoch zur f. argyroides gehörig) sind kleiner und etwas satter rot-
gelb gefärbt, das $ dagegen noch mehr aufgehellt als Sikkim- Stücke. Dazu gehört nach Habitus und Aussehen
auch ein $ von Hainan. — siamensis subsp. nov. Exemplare aus Siam sind dagegen sehr klein und führen eine siamensis.
kürzere gelbbraune Subapicalbinde der Vflgl, als continentalis- <$ . Das $ ist oberseits auf den Hflgln dunkler
rotbraun, vermutlich eine Uebergangsfärbung zu den makromalayischen Rassen. $ unterseits zur f. basalis
gehörend. $ der Trockenzeit (Januar) mit Silberflecken. — nialabarica Frühst, bewohnt das südliche Indien, malabarica
Apex zwar noch hervortretend wie bei continentalis, aber nach hinten bereits abgerundet, nicht mehr scharf¬
kantig oder spitz. Schrägbinde der $<$ satter rotgelb , kürzer, $ nicht so erheblich vom differenziert als bei
continentalis. Rp auf Eranthemum, einer Pflanze, welche zur selben Familie gehört wie auch die Futterpflanzen
der Junonia und Kallima- Rpn. Die Eier werden in Häufchen gelegt, Rp stets gesellig, hauptsächlich im
September und Oktober anzutreffen. Exemplare von Kanara, welche Moore abbildet, gehören bereits zu
malabarica. Häufig an der Malabar und Coromandelküste. - — ceylonica Frühst, nähert sich andamanensis ceylonica.
Frühst, durch die Zeichnung der Hflgl, entfernt sich aber von ihr durch das Fehlen weißer Apicalpunkte der
Vflgl. Das gelbe subapicale Querband der Vflgl ist sehr ähnlich jenem von malabarica Frühst. ( = indica Moore,
Lep. Ind. pro parte t. 336 f. 2a und 2 b), ist aber kürzer, schmäler, und breiter schwarz eingesäumt. Die gelbe Makel
zwischen hinterer Radiale und vorderer Mediane erscheint dadurch auch kleiner. Alle Figl sind dunkler gelb¬
braun als bei den festländischen Rassen und ebenso breit schwarz gesäumt und gebändert als bei der Andamanen-
form ( andamanensis Frühst.). Die Unterseite heller gelb als bei continentalis Frühst, und weist größere Ocellen
auf als alle Verwandten, ja selbst als malabarica, der sie in der rotgelben Färbung noch am nächsten steht.
558
DOLESCHALLIA. Von H. Fruhstorfer.
ceylonica ist auf Ceylon selten. Ich selbst fing nur 2 oder 3 Exemplare Mai 1889 am Waldrande bei Nalanda,
als ich einen ausgetrockneten Flußlauf aufwärts verfolgte und dabei Spuren von wilden Elefanten fand, welche
eine breite Oeffnung in den Wald getreten und sich im Sande des Flusses gewälzt hatten. Dadurch entstand
ein tiefer Abgrund, den ich mir erst dann erklären konnte, als ich die fast wagenradgroßen, vertrockneten Fladen
bemerkte, welche die spielenden Tiere auf dem Sand deponiert hatten. — Rp purpurn schwarz mit dorsalen und
lateralen fein verzweigten blauen Dornen, und einer medianen Reihe von weißen Flecken. Pp rötlich purpurn
mit zahlreichen schwarzen Punkten. Imago, auch nach Moore, stets selten, in der Regel auf Höhen von etwa
andamanen- 600 bis 1200 m, aber auch von mir und anderen auf Waldwegen des Tieflandes beobachtet. — andamanensis
SIS- Frühst. (= andamanica Moore) ist im C oberseits lebhaft rotbraun gefärbt, das $ hat namentlich im Vergleich
zum ceylonica sehr breite und horizontal gerichtete gelbe Binden der Vflgl. Beide Geschlechter auffallend
durch prominente weiße Doppelpunkte der Vflgl. Andamanen, nach Moore auch auf den Nicobaren. — Mit
mariae. mariae Frühst. (113 a) beginnt die Serie der makromalayischen Rassen. C kleiner als ceylonica- <$ . Vflgl dunkel
ledergelb mit leicht rötlich angehauchten kurzen, breiten Subapicalbinden. $ wie abgebildet, stets nur mit
schwarzem Zellfleck, welcher sich distal niemals mit dem breiten schwarzen Apicalsaum vereinigt. Unterseite
aller C der f. argyroides angehörig. Von den $$ gleicht nur eines einem trocknen Blatt, dagegen zeigen fünf
andere weiße Basalflecken aller Figl. Rp stets zu Dutzenden auf dem als Zierstrauch von den Malayen, na¬
mentlich auf Gräbern viel gepflanzten Graptophyllum hortense. Schwarz mit stahlblauem Kopf; auf jedem
Segment acht lange stahlblaue nicht verästelte Stacheln, welche jedoch kurz bedornt sind. Rücken weißge¬
streift, ebenso die beiden Seiten. Ueber jedem Fußansatz ein ziegelroter Fleck. Pp hellbraun mit dunkelbraunen
Punkten. Ppnruhe 8 — 10 Tage. Die $$ setzen sich nach Martin gern an das Holzwerk alter Brücken im Walde
und selbst auf Ochsenkarren. Rp auch auf Artocarpus integrifolia, dem Jackfruchtbaum. Valve mit fast kreis¬
runder medialer Scheibe, ventral mit einer vorspringenden, distal leicht aufgebogenen Leiste. Uncus lang,
robust, mit scharfer, nach innen gekrümmter Spitze. Penis lang, häutig, basal in einen schmalen Darm aus-
niasica. laufend. — niasica Btlr. bleibt in der Größe hinter mariae zurück und die CS sind entsprechend dem Satellit¬
inselcharakter etwas dunkler, was auch für die satter braungrüne Oberseite der Hflgl der §§ gilt- TU1' gelb¬
braune Fleck der Vflgl der CS noch kürzer als bei mariae-, $ mit fahler gelber Meclianpartie der Vflgl. Die Unter¬
seite der $$ auffallend Hellgelb, mit rotgelb gekernten Ocellen. Auch die CS subapical gelblich überhaucht.
surculus. Insel Nias, häufig ziemlich analog auch auf Engano und Mentawej, dort aber sehr selten. — - surculus suibsp.
nov. (112 c), eine zwerghafte Rasse hat unterseits die Eigentümlichkeit, daß alle CS einen weißlichen ziem¬
lich breiten Analsaum der Hflgl zeigen, der sich auch beim wenn auch nicht so ausgeprägt, wiederholt. Alle
pratipa. SS vom Juli bis September gefangen, zur f. argyroides gehörig. Insel Bawean, nicht selten. — pratipa Fldr.
bewohnt die malayische Halbinsel. C mit zierlichem kühn geschwungenem Figlschnitt, weit vorspringendem,
nicht gerundetem Apex und langem dünnen Analschwanz der Hflgl, satter rotbraun als mariae- C S von West-
Sumatra. $ manchmal analog mariae gelegentlich auch kleiner mit breitem schwarzen Querbalken der
bomeensis. Vflgl. Nicht sehr häufig. - bonieensis Frühst. (= borneensis Moore 1900), die dunkelste der makromalayischen
Inselformen, ist sehr konstant; von pratipa ohne weiteres zu sondern durch rundliche Kontur der Vflgl und
auffallend verbreiterte schwarze Apical-Umrahmung der Vflgl. C zudem noch ausgezeichnet durch einen intra-
radialen wie bei philippensis eingebetteten gelblichen Fleck jenseits der Schrägbinde der Vflgl. $ im Median¬
gebiet nur mäßig aufgehellt. C auch unterseits ziemlich gleichfarben, ausnahmslos argyroides -§ dunkel rinden-
bisaltide. braun. Nord- und Südost-Borneo. — bisaltide Cr. im Gegensatz zur vorigen äußerst veränderlich, zerfällt
auf Java unabhängig von der Lokalität in zwei Formen, die so verschieden sind, daß sie immer als zwrei Arten
kursierten. Es scheint, daß CS mit Silberfleckung der Unterseite vorherrschen, und diese ist wiederum bei
großen Exemplaren aus Ost- Java am prägnantesten entwickelt. Argyroide CS können nun oberseits dem
coronata. surculus -<J ( 1 1 2c) gleichen oder analog celebensis einen Kranz von weißen Punkten tragen (= coronata form. nov.).
Von Ost- Java habe ich nur CS mit durchweg rotbrauner, von West- Java aber auch solche mit nach vorne
exornans. gelblich aufgehellter Medianpartie der Vflgl ( = exornans form. nov.). CS mit blattartiger Unterseite besitze ich
aus Ost-Java ohne weiße, aus West-Java mit weißen Stirnpunkten. Große dazu gehörige $$, welche ziemlich
polibetina. sicher der Monsunperiode angehören, führen stets weiße Punkte. Ich nenne diese $-Form polibetina form, nov.,
weil sie früher unter dem der Amboina-Rasse zukommenden Namen polibete zusammengefaßt wurden und im
denkbar größten Kontrast stehen zur $-f. bisaltide Cr., der Namensform, die mit größter Wahrscheinlichkeit
der regenlosen Zeit eigentümlich ist, wofür die an mariae Frühst, von Sumatra gemahnende fahlgelbe Median¬
zone und das ebenso lichtgelbe Schrägband der Vflgl sprechen, welche beide unterseits mit hellgelben oder
rotbraunen Farbtönen gepaart gehen. Aus Ost-Java liegen mir dann noch drei zur fa. basalis zählende CS
vor, die oberseits dem dunklen weiß punktierten .3- Typ beizuzählen sind. Imago auf Java überall bis zu etwa
800 m Erhebung am Rande von Wäldern, Pflanzungen und Fruchtgärten häufig. Die Rp fand ich wiederholt
sogar im Hotelgarten in Malang, Ost-Java. Dr. Pieper’s hat die Rp auf Acantaceen und Euphorbiaceen
gefunden; sie ist außerordentlich bunt, gleicht jener von philippensis und ist nach Semper sehr verschieden
von der Rp von ceylonica Frühst., schwarz mit fünf weißen Längsstreifen. Ueber den Bauchfüßen rote durch
weiße Doppelstriche verbundene Warzen. Die von mir auf Lombok gefangenen CS sind argyroides und olme
Stirnschmuck, analog surculus, nur mit gelber Intraradialmakel der Vflgl. $ sehr groß, nicht ganz so lichtgelb
als bisaltide CV.-$, sonst aber damit identisch. Unterseite von vier CS rot, von fünf $$ gelbbraun. Flugzeit
DOLESCHALLIA. Von H. Früh storfer.
559
April bis Juni und bis ca. 600m Höhe. Auf Sumbawa hat sich dagegen bisaltide erheblich verändert; wir begeg¬
nen ihr dort in einer apicahvärts stark verdunkelten reich weiß punktierten, aber nur mit schmalem Trans¬
cellularfleck versehenen Rasse, scapus subsp. nov. (112a). Die $$ sind den $<$ sehr ähnlich, nur mit etwas aus- scapus.
gedehnterem gelbbraunem Band der Vflgl. Unterseite der $$ grau violett mit grünlichem Anflug, die Mittel¬
bindesehrbreit, grünlich oder purpurn beschattet. Von Sumbawa, Alor, Dämmer, Wetter, Kisser und Babber
in meiner Sammlung. — ermelinda subsp. nov. entfernt sich von scapus durch bedeutendere Größe, eine recht ermdiuda.
auffallende Erscheinung für einen. Falter von. Sumba, die sich sonst immer durch Kleinheit bemerklich
machen. Schrägband bei beiden Geschlechtern breiter, heller gelb als bei scapus. Alle <$£ und 5 meiner
Sammlung gehören der silberlosen Form an; die Gesamtfärbung der Unterseite ist entweder grünlichgrau
oder rotbraun. Insel Sumba. — celebensis Frühst. (112d) ist unterseits ausgezeichnet durch dunkel ziegelrote ntcbcnsis.
Längsstreifen distal von der schwarzen Medianlinie, die sich bei den zumeist silbergrauen grün beschatteten
zur f. argyroides gehörigen CS deutlich ausprägen, bei den seltenen rotbraunen CS jedoch fehlen. 9 unten
grau mit grünlicher Ueberpuderung. Auf der Oberseite sind die weißen Stirnpunkte markanter als beim C>
das gelbe Subapicalfeld leuchtet etwas lichter gelb hervor. Type aus Nord-Celebes, anscheinend mehr eine
submontane als Form der Ebene, von mir nur wenige Exemplare bei Toli-Toli erbeutet. $ selten, nur aus der
Minahassa, C auch von Tombugu im Osten der Insel in meiner Sammlung. CS aus dem Süden der Insel, der
Umgebung des Wasserfalls von Maros, Flugzeit Januar, differieren etwas von Nord-Celebes Exemplaren durch
hellere Färbung und erweiterten gelben Fleck der Vflgl. — sulaensis Frühst., eine melanotische Inselrasse, sulacnsis.
führt auf der Oberseite der Hflgl einen breiteren schwarzen Distalsaum. Der bei celebensis stets deutliche
gelbe Fleck am Costalrand der Vflgl fehlt. Unterseite mit argyroides-Gh.axak.tQV , eigentümlich grünbraun ver¬
dunkelt, mit braunschwarzen Medianbinden und grauvioletten Schatteninseln. Sula Mangoli, von W. Doherty
entdeckt. Flugzeit Oktober- — November. — polibete Cr., von ihrem Autor nach einem $ beschrieben, ist außer- polibetc.
ordentlich selten auf Amboina. Es ist mir nicht geglückt mehr als 2 Pärchen im Laufe der Jahre anzusammeln.
C oberseits etwas veränderlich, einige gleichen dem celebensis ~C (112 d) durch sehr schmale Subapicalbinde,
andere mehr dem scapus ~C (112 a) mit verbreitertem und heller gelbbraunem Band der Vflgl. Hflgl nur mäßig
schwarz umrandet, in der Regel weniger als meine dunkelsten Celebes-(Jd‘. $ in mit Cramer’s Figur harmonie¬
render Form, mit intraradialem Gelbfleck distal von der Schrägbinde, der wie bei philippensis (112 a) entwickelt
ist, weißen Stirnpunkten und kleinen schwarzen Submarginalmakeln, der Hflgl. Von dem C zeigt das oben
Dunkelste unterseits argyroides-, das oben hellere, unten deutlichen cingara- Charakter. $ unten verwaschen
rotbraun. Ein $ von Banda, September, hält in der Bänderung der Vflgl die Mitte zwischen den beiden CS~
Formen aus Amboina. Nach Ribbe auch auf Ceram sehr selten, nach Holland auf Buru, nach Pagenstecher
auf den Uliassern. - — apameia subsp. nov. ist eine habituell sehr kleine Inselform; $ kaum größer als surculus-Q apameia.
(112 c), jedoch mit viel ausgedehnteren, fast genau horizontalen hellgelben Subapicalstreifen und zierlichen
Weißpunkten der Vflgl. Hflgl licht gelbbraun, mit kleinen schwarzen Punkten und dürftigem schwarzem Rand¬
gebiet. Unterseite verwaschen hell rotgelb. Obi, nur 2 $$ in der Sammlung Fruhstorfer. — - cethega subsp- cethega.
nov. nähert sich der nasica (112 d), der schwarze Distalsaum der Hflgl jedoch nicht so markant, die Submarginal¬
punkte namentlich der $$ erheblich größer als bei polibete und nasica. Unterseite der CS zur fa. argyroides
gehörig, rötlich braun, mit gelblichen Inseln, reich grauweiß oder violett überpudert. $ entweder gelblich
oder rötlich purpurn mit großen, gelb pupillierten Ocellen. Batjan, Halmaheira, Ternate, vermutlich auch Morotai
— nasica Frühst. (112 d) bleibt in der Größe hinter cethega zurück; $ etwas und analog den Batjan-$$ verän- nasica.
derlich, indem es gar keinen, oder nur einen kleinen, oder einen ansehnlichen mit dem hellen breiten Querband
verschmolzenen Intraradialfleck der Vflgl aufweisen kann. Unterseite sehr bunt, C entweder graugrün, oder,
wie bei cethega, rotbraun mit u?py?w7es-Fleckung. Ein Exemplar hat c in gara-Z e i c hi i u ng . $ in der Regel rötlich
purpurn, nur eines unter vielen licht graugrün. Insel Waigiu. - — - tualensis Frühst, verbindet im C die Charak- tualensis.
tere der nasica, im $ jene von cethega, doch neigen die Punkte der Hflgl zum Verschwinden und die Vflglbinde ist
schmäler, länger. Unterseite in der Regel sehr hell mit argryroides-Zeichirung, manchmal fast ebenso luxuriant
wie bei ost javanischen Exemplaren. Daneben auch CS mit violett überpuderten weißen Flecken; beide Ge¬
schlechter einer Regenzeitform sehr groß, jene einer Generation der trockenen Pei'iode viel kleiner, unterseits
mit ausgeprägtem cingara- Kolorit auf hellgelbbraunem Grunde, der ausgedehnt weißlich violett bewölkt erscheint.
Häufig auf Klein- und Groß-Key; Exemplare von den Aru-Inseln fehlen mir. - — tenimberensis subsp. nov. tcnhnbe-
vermittelt den Uebergang von tualensis zu scapus Frühst. (112 a) von Mikromalayana. Das gelbe Band der rensis.
Vflgl entschieden breiter als bei der Key- und Wetter-Inselrasse, Hflgl nur costalwärts breit schwarz umzogen,
Ocellen wie bei tualensis. Unterseite rotbraun, ohne Silberfleckung. Selaru der Tenimber-Inselgruppe. — mon- montrou-
trouzieri Btlr. ist eine kleine Form mit sehr schmalem gelbem Band und markanten weißen Stirnpunkten der zieri-
Vflgl. Insel Woodlark. Mir in natura unbekannt. — herrichi Btlr. liegt mir von den Neu-Hebriden vor. gleicht herrichi.
oberseits etwas der nasica, ist aber wesentlich kleiner. Vflgl mit sehr breiter schwarzer Transcellularbinde.
Unterseite eigentümlich graugelb, mit großen Ocellen der Hflgl und argyroides-Clmvakter. — romana Frühst., ist eine romana.
ausgezeichnete schon durch ihre Größe hervorragende Form Polynesiens ; Stirnpunkte der Vflgl noch prominenter
als bei herrichi, das gelbe Band ansehnlicher, beim $ stets ein großer hellgelber Intraradialfleck, $ mit noch
breiterem schwarzem Steg der Vflgl als die Neu-Hebriden -Rasse- $$, auffallend licht ockergelb mit weiß zentrier¬
ten Punktflecken der Hflgl. Unterseite schön und lebhaft rotbraun mit markantem Silberschmuck, großen
560
DOLESCHALLIA. Von H. Fruhstorfer.
auch auf den Vflgln kompletten Ocellen. Viti-Levu, vermutlich auch auf anderen Nachbarinseln. Rp nach
einer Angabe von Semper, der sich wiederum auf Mathews Abbildung der Neu-Hebriden-&isa(fide-Rasse bezieht,
wesentlich anders als von philippensis Frühst, und bisaltide Cr. — Im Bismarckarchipel begegnen wir der Ivol-
gurelca. lektivspecies in zwei hervorragend differenzierten Formen: gurelca Sm. (112c) ist davon die habituell kleinere,
vermutlich der regenarmen Periode angehörig. Sie ist dadurch charakterisiert, daß auch beim $ der schwarze
Transcellularsteg der Vflgl fehlt, so daß der schwarze kurze Fleck am Zellapex isoliert steht. Das $ ist etwas
dunkler rötlichbraun überhaucht und führt ausgedehntere schwarze Figlumrahmung als das dargestellte
welches in der Größe erheblich variiert. So besitze ich Exemplare, welche reichlich um ein Drittel größer sind
als unsere Figur. unterseits verwaschen rötlichgrau, mit leicht grünlich bestäubten Silberflecken. $ fahl
nrthagoria. gelbbraun, mit undeutlichen braunen Längsbinden. — orthagoria form. . nov. (137 c) vermittelt den Anschluß an
die normale bisaltide- Zeichnung, indem die Vflgl von einem sehr breiten schwarzen Apicalfleck bedeckt sind,
welcher das rotbraune Band auf zwei isolierte verkümmerte Flecke zurückdrängt, so daß orthagoria vielmehr der
sulaensis Frühst, und celebensis Frühst, als der gurelca gleicht. Habitus zudem größer, ebenso die Submarginal¬
punkte der Hflgl. Unterseite vorherrschend rotbraun mit gelblich braunen Inseln, glänzenden, großen Silber¬
flecken. nimbata- Bildung am Zellapex der Vflgl und schön rotgelben Pupillen der markanten Ocellen. ortha¬
goria macht ganz den Eindruck einer luxurianten Regenzeitform. Neu-Mecklenburg ; ein <§ der Form gurelca
sciron. auch aus Neu-Pommern in der Sammlung Fruhstorfer. Nach Rirre auch auf Neu-Lauenburg. — sciron
Godm. u. Salv. (112 c) ersetzt bisaltide auf den Salomonen; vom herrichii- Typus, charakterisiert durch
zwei weiß zentrierte schwarze distale Intramedianaugen und hellgelblich mediane Aufhellung der Vflgl-
Oberseite, rotbraune Hflgl. Das $ bildet einen Rückschlag zur gurelca- Zeichnung, die sich im westmalayischen
Gebiet bei pratipa Fldr. und mariae Frühst, wiederholt. Die Transcellularregion der Vflgl manchmal nahezu
weiß, die Basis aber dunkler als bei gurelca Unterseite der sehr bunt, vorwiegend graubraun, mit
gelben Inseln, schwarzer, violett begrenzter Medianstreifung. $ grau mit matt purpurgrauer Distalhälfte. Nach
Riebe auf allen von ihm besuchten Salomonen. Die Namenstype stammt aus Guadalcanar; von den Short-
menexema. lands-Inseln und der Treasury-Insel in meiner Sammlung. — menexema suhsp. nov. $ entfernt sich von sciron
durch wesentlich verschmälerte schwarze Umgrenzung der Apical- und Distalpartie der Vflgl, auf welchen
zwei weiße Makeln zu beiden Seiten der vorderen Mediana auffallen, die proximal von zerstäubten schwarzen
Punkten begleitet werden. Unterseite verwaschen licht rotbraun mit violett und purpurn verdunkelter Basal¬
und gelblich graubrauner Außenhälfte der Figl. Florida-Insel.
ausirdlis. D. australis Fldr. bewahrt unterseits noch völlig den D. bisaltide- Charakter, hat sich aber oberseits
in der Weise umgebildet, daß die schwarze Figlumrahmung bei beiden Geschlechtern distal weit und konstant
vom Zellapex abgerückt bleibt; ja es ist nicht einmal ein rudimentärer Zellabschluß wie bei D. browni Godm.,
noorua Sm. und nacar Bsd. erhalten geblieben. Dafür haben sich die weißen Stirnpunkte der Vflgl besonders
schön entwickelt. $ stets größer, oberseits auf den Vflgln etwas heller und reiner gelb als die Unterseite
der d'd' argyroid, Grundfarbe rötlichgelb, purpurn oder grünlichgrau, $ durchweg monoton blattartig, in den¬
selben Farbennuancen wie das <$, stets mit grünlicher proximal weißlich bereifter Längsbinde. Australien
vom Richmond-River bis zum Cap York, auch anscheinend völlig unverändert auf den Key- Inseln. Exem¬
plare von den Aru-Inseln, wo die Art nach Riebe Vorkommen soll, fehlen meiner Sammlung.
D. browni ersetzt vermutlich D. australis im Bismarck- Archipel und auf den Salomonen. Drei Insel-
scotina. rassen : scotina suhsp. nov. (112 d) wurde nach einem $ der Shortlands-Inseln, welches Ribbe dort gesammelt
hat, abgebildet, und differiert von der Namenstype aus Neu-Lauenburg durch kleinere Gestalt, markantere
Weißpunktierung sowie hellere Transcellularpartie der Vflgl und satter rotbrauner Oberseite der Hflgl. Die
Unterseite mit violetten Flecken in der rotbraunen Zelle welche am Apex nimbata- Zeichnung trägt. Grund¬
farbe vorherrschend gelb, mit violetter, distal chocoladebraun begrenzter Medianbinde. Vor dem Zellapex
browni. ein weißlich bestäubtes Feld. — browni Godm. u. Salv. ist oberseits gleichmäßiger hellgelb, die Hflgl kaum
merklich braun überhaucht. Unterseite wie bei scotina, ohne die deutlich weiß überpuderte Partie an der
Zellwand der Vflgl, im allgemeinen satter und ausgedehnter rotbraun, die argyroides-hlakehi violett verdüstert.
Auf allen Inseln des Bismarckarchipels. $ viel seltener als das $>, oben feurig gelbbraun; Apicalhälfte der Vflgl
etwa von der Mitte des Vrds an bis zum Innenwinkel breit samtschwarz. Unterseite dunkler als das $, so daß
die grell weißen Flecken sich noch schärfer abheben.
D. nacar umschreibt eine interessante Species, welche auf das westliche melanesische Gebiet beschränkt
nacar. ist. Zwei Lokalformen, nacar Bsd. mit einfacher Zeichnung, rötlichgelber Basal- und schwarzer Außenhälfte
der Oberseite. Vflgl mit kurzem schwarzem Strich an der vorderen Zellecke und fünf wie bei D. browni verteilten
winzigen, weißen Punkten. Unterseits umgekehrt mit tief kaffeebrauner proximaler und gelb, partiell grünlich-
brauner Distalzone, welche beide durch eine schwarze, außen hellviolett begrenzte Medianlinie abgeschieden
werden. Ocellen groß, auch zwei im Analwinkel der Vflgl. Silberfleckung prägnant, aber auf den Vflgln nur
ganz dünn geschlängelt. Nur 1 ^aus Hattam-Arfak in meiner Sammlung. — Snellen bildete 1889 eine oberseits
noch dunklere, unten jedoch gleichartiger braunrot gefärbte d-Form aus Andai von Holl. Nordwest-Neu- Guinea
trachelus. ab, trachelus Frühst. (112 b). Schwarzer Außensaum aller Figl schmäler, geradliniger verlaufend. Basal¬
partie namentlich der Vflgl aufgehellt. Hflgl etwas spitzer, Unterseite mit kleineren Ocellen. $ Distalsaum
DOLESCHALLIA. Von H. Früh storker.
Ausgegeben 15. V. 1912.
501
der Vflgl kaum breiter als bei australis Fldr. Beide Figl basal wärts feurig gelbbraun, die Medianregion fast ebenso
aufgehellt wie bei D. browni. Hflgl mit einer schwarzen Ocelle zwischen den Radialen, die vom Außensaum
umschlossen wird und einer subanalen oberhalb der Submediana, die freisteht. Unterseite: Aehnlich jener von
D. browni Godm., der Distalrand der Hflgl heller gelb, deutlicher abgesetzt. Die auf den Vflgl n gewinkelte
schwarze Medianbinde distal reicher weiß bezogen, ebenso der Figlapex. Waigiu.
D. noorua bewohnt ausschließlich Neu-Guinea und einige östliche Adjacentinseln und verteilt sich auf
der Hauptinsel selbst in drei Territorialrassen. demetria subsp. nov. (1 12 b <J, c $). Unterseite prächtig dunkel demetria.
zitrongelb mit licht rötlich gelben Aufhellungen und schwarzer violett umsäumter Längsbinde, gleißenden
weißen Silberflecken der <$<$. $ ohne rotbraune Wolken in der Basalhälfte, grauvioletten statt weißen Basal¬
makeln. Friedrich- Wilhelmshafen, nicht sehr selten. Nach Hagen vom November bis April, dann wieder
im Juli. Vermutlich auch in der Humboldt-Bai, denn Smith erwähnt die von Doherty gesammelten Exemplare
als kleiner wie jene aus Port-Moresby. — lyncurion sub.sp. nov. (Name nach einem rotgelben, Luchsaugen ähn- lyncurion.
liehen Edelstein der Alten) ist habituell größer, Vflgl breiter schwarz umrandet, die gelben Stirnflecken der
Vflgl deutlicher, auch der schwarze Fleck am Zellapex markanter. Unterseite wesentlich dunkler, die gelblichen
Partien reduziert, die rotbraunen Stellen vermehrt und ausgedehnt. $ fast ein Drittel größer als demetria- .
mit proximal schärfer abgesetzter Randbinde der Vflgl. Finschhafen, nach 4 1 $ der Kollektion Fruhstorfer.
— noorua 8m. der nomenklatorische Typus stammt aus Port-Moresby. Apicalflecken der Vflgl weißlich, Grund- noorua.
färbe lichter. Oberseite der Hflgl undeutlicher schwarz umsäumt. Unterseite der CS fahler, Zellapex der Vflgl
mit prägnanter nimbata- Zeichnung. $ erheblich größer als demetria In meiner Sammlung von Milne-Bai,
Flugzeit Februar. — antinria subsp. nov.. bedeutet, obgleich auf Inseln wohnend, das hellste Extrem der Ivollek- anlimio.
tivspecies. Es liegt mir nur ein $ vor, das ausgezeichnet ist durch verlöschenden Aussensaum besonders der
Hflgl, die kaum noch deutliche Postdiscalpunkte führen. Habituell noch größer als noorua 8m.. ist antimia,
unterseits noch bleicher, gleichmäßiger hell lehmgelb. Fergusson der d’Entrecasteaux- Gruppe.
D. hexophthalmos wurde zwar von Kirby richtig als Species aufgefaßt und in seinen Katalog ein-
gereiht, später aber von Staudinger und anderen zeitgenössischen Autoren wieder mißachtet. Im Jahre 1899
konnte ich aber auf Grund zahlreicher Exemplare aus Amboina deren Artrecht wiederherstellen. Jetzt habe
ich die Genugtuung, ihr Vorkommen nicht nur auf allen Molukken, sondern auch auf Neu-Guinea nachzuweisen
und anatomische Unterschiede zu konstatieren. Uncus trotz der bedeutenden Größe der Exemplare kleiner,
viel kürzer, zierlicher als bei bisaltide Cr. Die mediale Val venpartie verschmälert, mehr oval als kreisrund, die
ventrale Leiste nicht spitz, sondern wulstförmig. Penis und Penisscheide viel breiter. Saccus auffallend lang,
schlank ohne proximale Erweiterung. Den Zeichnungscharakter der Oberseite ergibt unsere Figur von ardys
(113 a), wonach hexophthalmos von allen D. &isaZ£ide-Spaltzweigen differiert durch die ausgedehnte schwarze
Umrahmung der Hflgl. Die Unterseite präsentiert sich in beständigerem aber durchweg dunklerem und zeich¬
nungsreicherem Gewände. Zunächst ist auf den Vflgln beider Geschlechter fast immer eine Serie von sieben
weißen Punkten vorhanden, welche analwärts in kompletten Augen stehen. Ocellen der Hflgl größer, auch die
vordere stets deutlich. (Jwie $ variieren weniger als bisaltide. doch kann argyroides- Zeichnung vorhanden sein
oder fehlen. C in der Regel vorherrschend grau mit schwarz oder dunkel rotbraunen weißlich umgrenzten Schat¬
ten, $ ocker- oder erdfarben, stets mit blauschwarzer Längsbinde. Verbreitung von Amboina bis zu den Louisi-
aden. hexophthalmos Gmel. ist weitaus die häufigste Doleschallia der Südmolukken, C in zwei Formen auf- hexophthal-
tretend, einer größeren mit breiter gelber Fleckenbinde der Vflgl unterseits, zur ja. argyroides gehörig, und eine >nos-
kleinere: C mit noch mehr als bei ardys zurück gebildeten gelben Makeln der Vflgl und unterseits ohne Silber¬
flecken. Zur ersteren gehören große oben sehr helle £9 mit vorwiegend rötlich gelber Unterseite, zu letzteren
oben mehr braungelbe 99> mit wesentlich grünlichgrauer Blattfärbung der Unterseite. Ein $ aus Buru gehört
zur großen Form. Beschreibung nach 20 Exemplaren meiner Sammlung von Amboina, Buru und Saparua. -
Als solus subsp. nov. wird eine breiter schwarz umrahmte Rasse benannt mit lebhaft aber dunkel röt hellbraunem solus.
Gesamtkolorit und scharf gewinkelter Fleckenreihe der Vflgl. Die weißen Stirnpunkte auf letzteren etwas ver¬
kleinert. Unterseite glänzend grün broncefarben mit schön chocoladebraunen Begleitstreifen der schwarzen
medianen Längslinie. Vflglzelle mit grünlichen statt silbernen Makeln. Obi, sehr selten. — gaius subsp. nov. gaius.
liegt mir zwar nur von Halmaheira vor, deren Entdeckung auf anderen Inseln der Nordmolukken ist aber nur
eine Frage der Zeit. Habituell kleiner und lichter als solus, zeigt der $ auch verschmälerten schwarzen Außen¬
saum der Hflgl. Beide Geschlechter unten sehr hell, rötlich graubraun, ausgedehnt grauweiß überpudert. -
areus Frühst, eine kleine zierliche Inselrasse, nähert sich bereits ardys 13 a), ist jedoch oberseits lichter braun, areus.
beim £ mit costalwärts ausgedehnterem gelbem Band der Vflgl. Unterseits gleichartig dunkelgrün mit reicher
grausilberner und violetter Ueberstäubung. Insel Waigiu, selten. — kapaurensis Frühst, eine größere Areal- kapaurensis.
rasse mit isolierteren gelben Makeln und markanteren Weißpunkten der Vflgl. Unterseite grünlich oder rot¬
braun mit reicher Silberfleckung. Ivapaur, im Süden des westlichen Teiles von Holländisch Neu Guinea. -
ardys subsp. nov. (113 a) bewohnt Kaiser- Wilhelmsland und ist analog hexophthalmos von Amboina in der Größe ardys.
wechselnd. Ich besitze noch größere als das abgebildete §, von welchen überdies die Mehrzahl nicht so feurig
rotbraungelb gefärbt ist als unsere Figur. Aus Finschhafen liegen mir die größten, aber auch zugleich die klein¬
sten Exemplare vor. Unterseite der C3 ausnahmslos zur fa. argyroides zählend, grün mit reichen grauweißen
IX 71
502
DOLESCHALLIA. Von H. Fruhstorfer.
Partien. $ grünlichgrau oder von gelb zu rotbraun variierend, ardys wurde von Hagen als B. bisaltide nacar
Bsd. aufgeführt; nach ihm sind die <?<? häufig, $$ sehr selten, Flugzeit bei Simbang (Stefansort, Astrolabe-Bai)
vom Dezember bis Februar. Rapider, kräftiger Flieger, rascher als bisaltide von Sumatra und Java. Am liebsten
setzen sich die Falter auf die Erde, niemals wie ihre makromalayischen Gattungsgenossen auf Holzwände oder
demades. Baumstämme. — demades subsp. nov. bedeutet eine wesentlich verdunkelte Territorialrasse des Britischen
Neu-Guinea, mit verbreitertem Außensaum aller Flügel, kleinen, rötlichen Makeln der Vflglbinde; <?<? unterseits
ausnahmslos licht kaffeebraun mit geringfügiger weißlicher Bewölkung. Aus der Milne-Bai in der Sammlung
varus. Fruhstorfer. — varus subsp. nov. übertrifft alle papuanischen Vikarianten in der Größe, die schwarze Um¬
rahmung der Oberseite ist aber schmäler als bei demades', Grundfarbe, namentlich jene des $, heller gelbbraun.
Unterseite im Anschluß an demades rötlich, nur ein <? ist grünlich überzogen. Kiriwina und Fergusson.
D. crameri begleitet D. hexophthalmos innerhalb der Grenzen ihres Verbreitungsgebietes wie ein Satellit
seinen Planeten, und es ist höchst wahrscheinlich, daß sich crameri nur als melanotische Färbungsrichtung der
hexophthalmos heraussteilen wird; umsomehr, als die Unterseite keinerlei Differenzialcharaktere bietet. Eine
Zeitform ist crameri jedenfalls nicht, weil sie stets neben hexophthalmos auftritt und deren <?(? ihrerseits selbst
partiell zu ja. argyroides gehören, der vermutlichen Generation der nassen Periode, und eine Anzahl Exemplare
crameri. zur einfach blattfarbigen Varietät, der wahrscheinlichen Trockenzeitform aller Doleschallien, crameri Bist.
( 112 d) nach Cramers Figuren C und D auf Taf. 235 seines Werkes begründet, führt auf den Vflgln noch drei
Rudimente einer schmalen gelblichen Fleckenbinde, von welchen bei einem $ meiner Sammlung nur noch zwei
rundliche, weit getrennt stehende Makeln vorhanden sind. Daneben existierende?, denen jede Andeutung einer
nigella. Fleckenzeichnung derVflgl fehlt (= nigella form, nov.), und $$, wie sie als ambrinensis Stgr. beschrieben wurden
ambrinensis. anal0g unserer Figur (112d) mit weißlich violetter transcellularer Dotierung der Vflgl. — sophilus Frühst, ist
f-ophtht*. ejne iuxuriante Form von Halmaheira, welche dort neben B. hexophthalmos gaius Frühst, erscheint und kürzere,
aber breitere milchweiße Fleckung der Vflgl aufweist. Unterseite ebenso licht lehm- oder ockergelb als gaius.
tanara. Vermutlich auch auf anderen Inseln der Nord-Molulcken. — tanara Frühst, findet sich neben areus Frühst, als
häuf igere Boleschallia der Insel Waigiu. d und $ nur wenig verschieden; $ etwas größer, die weißlich violetten
Flecken prominenter. Unterseite der dd lichter grün als bei areus. $ verwaschen graubraun mit grünlicher Be-
lactearia. deckung. — lacfearia Frühst. (113a) von Kapaur beschrieben, schließt sich an B. hexophthalmos leapaurensis Frühst.
an mit schön ausgebildeter Vflglbinde, welche auf der Figur 113 a zu sehr vom Schwarz eingeengt wird. Der
oberste am Costalrand lagernde Fleck ist hellblau, die beiden daranstoßenden weißlich und violett bezogen.
Exemplare mit ebenso schmaler Binde wie auf unserer Abbildung treffen wir dagegen in Kaiser-Wilhelmsland,
von wo mir fünf de? mit grünlicher, drei de? Gn ? mit kaffeebrauner Unterseite vorliegen. Finschhafen und
Astrolabe-Bai. Ein d ans Dorey zeigt bereits rötliche Ueberpuderung der verdüsterten Vflglbinde. — de? ans
sinda. der Milne-Bai, Britisch Neu-Guinea, nannte ich sinda Frühst. Sie sind groß, analog B. hexophthalmos demades
tervisia. breit schwarz umzogen, unterseits verwischt weißlich graugrün. — tervisia Frühst, umschreibt eine verdunkelte
Form von Fergusson mit gleichmäßig violetter Fleckenreihe der Vflgl., deren Apicalpartie bis über die Zelle
hinaus vordringt und dort eine satt rotbraune Basalzone umgrenzt. Unterseite rötlichbraun mit luxurianter
Weißfleckung. Inseln der cTEntrecasteaux und Trobriandgruppe.
D. melana. Eine scharf umgrenzte Species, welche den Molukken eigentümlich ist. Unterseite sehr
ähnlich jener von hexophthalmos Gmel. aber mit prominenterer Stirnbinde derVflgl. Ocellen derHflgl nach vorne
noch intensiver und schöner zinnoberrot pupilliert. Grundfarbe dunkel kaffeebraun, dmit fein geschlängelter,
melana. etwas grünlich verdunkelter Silberdekoration, melana Stgr. aus Amboina beschrieben. Das $ dazu aus Ceram
.sinis. hat als sinis Sm. einen Namen bekommen, der dann erhalten bleiben kann, wenn Ceram -Exemplare größer
sind als die Amboina-Type, was sehr wahrscheinlich ist. Das £ zeigt eine proximal weniger scharf umgrenzte schwarze
und eine lichter gelbe Basalpartie der Oberseite. Vier $<S meiner Sammlung aus Saparua und Buru sind etwas
jimena. kleiner als mein Amboina-^c?. — jimena subsp. nov. wird nach 2 $$ der Collektion Fruhstorfer aufgestellt,
welche von sinis Sm.-Q differieren durch jenseits der Zelle kaum merklich eingebuchtete und ausgeschnittene
schwarze Apicalregion der Vflgl und markanteren schwarzen Distalsaum der Hflgl ; Unterseite satter, mehr
chocolade- als gelbbraun, Subanalzone mit einer weißlich violetten Subterminalbinde. Zelle derVflgl mit dunkel¬
grünen Binden. Insel Obi.
D. dascon entfernt sich am weitesten vom B. bisaltide-Typus und ist die einzige Species mit hell zimt¬
brauner Oberseite und einer blauen schräg gestellten sehr breiten Transcellularbinde derVflgl. Dadurch differiert
dascon von B. dascylus, einer formenreicheren melanesischen Species. Es scheint, daß dascon auf die Hauptinsel
dascon. von Neu-Guinea beschränkt ist. Nur zwei Territorialformen sind zu registrieren: dascon Godm. u. Salv. gleicht
oberseits der dasconides (112 a), nur besteht die Fleckenbinde derVflgl aus isolierten und dunkler blauen Makeln.
dascon ides. Britisch Neu-Guinea, sehr selten. — dasconides Frühst. Eine große Reihe von Boleschallia aus Kaiser- Wilhelms¬
land, welche unter sich kaum abweichen, differiert erheblich von dascon Godm. aus Britisch-Neu- Guinea. Ver¬
glichen mit der Fig. 3 in Proc. Zool. Soc. Loncl. 1880, Taf. 56 zeigen sich bei dasconides viel breitere und heller blaue
subapicale Flecken auf der Vflgl- Oberseite. Diese Flecken fließen außerdem zu einer breiten Binde zusammen,
während sie bei dascon als sieben einzelne Makeln vollständig getrennt stehen. Das $ soll nach Hagen nicht
selten sein, doch ist mir unter nahezu 100 <?<?, von welchen ich noch 20 in der Sammlung aufbewahre, nur ein
KALLIMA. Von H. Frithstorfer.
563
$ begegnet, welches vom $ durch erheblichere Größe und etwas lichtere sowie merklich verschmälerte Quer¬
binde der Vflgl differiert. Die Unterseite der <3$ gleicht derjenigen von D. hexophlhalmos und den mit D. lac-
tearia verwandten Formen. Sie präsentiert sich in der Regel dunkel meergrün, mit verschwindender argyroides-
Fleckung und trüb violett broncefarben bewölkt. Sechs $$ sind hell kaffeebraun; davon zeigt einer den typi¬
schen basalis- Charakter . Ein mit luxuriantem Silberschmuck hat nimbata-'/oicb nung der Vflglzelle. Mir
nur aus der Astrolabe-Bai bekannt, aber auch bei Simbang. Nach Smith befand sich eine große Serie unter
Dohertys Ausbeute von der Humboldt-Bai.
B. dascylus ragt hervor durch das zu vollendeter Schönheit ausgebildete Colorit und den in dascylus.
der gesamten Gattung vollkommensten sexuellen Dimorphismus. Zugleich ist dascylus geographischer
Variation in höherem Maße unterworfen als andere Doleschallia und einzelne Zweigrassen stehen
nahe dem Speciesrecht. Im Gegensatz zu D. dascon geht D. dascylus auf die Inseltrabanten von Neu-Guinea
über, sich dort zu besonders hochspezialisierten Vikarianten umbildend. $ in der Regel mit einer weißen verti¬
kalen Längsbinde der Vflgl, welche nur bei einer Spaltrasse gelblich bleibt, aber unterseits wie bei den übrigen
Verwandten weiß aufgetragen ist. nach dem Material der Sammlung Fruhstorfer vorwiegend schwarz
oder kaffeebraun, seltener dunkel olivengrün. Die ja. basalis fehlt, ebenso ausgesprochene mm&ata-Zeichnung,
wie sie von D. dascon zu erwähnen war. Die Rp hat Dr. Hagen entdeckt. - phalinusFrR/isL $ schwarzer Distal- phalinus.
säum der Vflgl schmäler als bei den übrigen dascylus-Jlassen mit 6 viel kleineren weißen und blauen Subapical-
punkten besetzt. Durch das Zurücktreten des Außensaums wird Raum frei für eine längliche schwarze Makel
am Zellapex der Vflgl, die auch beim $ erhalten bleibt. $ Mit einer durchweg hellgelben Medianregion der
Vflgl, die bei dascylus Godm. in ihrer ganzen Länge rein weiß ist, während sie bei demades Frühst, nur oberhalb
des schwarzen Querflecks vor dem Zellapex weiß erscheint, und nur unterhalb einen weißlich-gelben
Ton annimmt, phalinus zählt zu jenen ausgeprägten Inselformen, denen fast Speciesrang zukommt und sie
wird nur deshalb als Lokalrasse behandelt, weil sie dascylus auf Waigiu repräsentiert. Insel Waigiu, selten,
eudascylus Frühst. (112a <$, b $) bleibt in der Größe hinter der Namenstype aus Britisch-Neu- Guinea zurück. eudascylus.
zudem von lichter rotgelber Basalregion aller Figl und mit wesentlich kleinerer, dunkler blauer und geringer weiß
zentrierter Makel zu beiden Seiten der vorderen Mediana. $ mit kleineren Subapicalpunkten und, wie aus der
Abbildung ersichtlich, durch einen schwarzen Steg über dem Zellapex, sowie einer mehr gelblichen statt weißen
Vertikalzone der Vflgl, ohne weiteres von dascylus -$ zu trennen. unterseits dunkel meergrün (137 c) oder
oliven (fa. olivacea, form, nov.) oder rotbraun, 10 unter 27 Exemplaren, alle zur fa. argyroides gehörig. Von olivacea.
Smith als comrii Godm. aus der Humboldt-Bai als große Seltenheit (2 l £) gemeldet. Rp nach Dr. Hagen
bräunlich grau mit helleren Längsstreifen, stahlblauem, zwei dornige Stacheln tragendem Kopf und stahlblauen
verzweigten Dornen auf den Segmenten, also nur etwas einfarbiger als die D. bisaltide- Rp, sonst nicht erheblich
verschieden. <3$ bei Stefansort und Simbang häufig, nach Hagen von Oktober bis Februar. zahlreich in
der Astrolabe-Bai, aber nur 2 $9 ui meiner Sammlung. — dascylus Godm. u. Salv. ( 1 12 a) die Nominatform fällt, wie dascylus.
schon erwähnt, auf durch ansehnlichere Größenverhältnisse, damit gepaarte stattliche lichtblaue Submarginal¬
flecken der Vflgl und dunkler braungelbe Basalpartie der Oberseite. $ mit nicht unterbrochener kreideweißer
Medianbinde der Vflgl, nur am Zellapex ein kurzer, kaum bis zur Zellmitte laufender Strich. Das $ zeigt unterseits
ausgedehntere weiße Felder der Vflgl als eudascylus -$$ von Kaiser- Wilhelmsland. Flugzeit besonders November,
Dezember. Von der Milne-Bai. — comrii Godm. u. Salv. wurde von Dr. Comrie auf einer Expedition des Capitän comrii.
Moresby etwa 1877 entdeckt. Ihre Autoren geben den Britischen Besitz der Hauptinsel von Neu-Guinea
als Flugort an; dies ist jedoch ein Irrtum, weil dort die Kollektivspecies durch dascylus Godm. vertreten ist.
Dagegen harmoniert ein 9 von den Fergusson-Inseln meiner Sammlung, welche Comrie auf derselben Expe¬
dition besuchte, mit der Abbildung des typischen $ seitens ihrer Autoren. $ basalwärts noch dunkler als dascy-
lus-Q mit verbreiterter weißer Vertikalbinde der Vflgl und damit distal zusammenstoßenden länglichen blauen
Makeln. Unterseits rotbraun, wie das dascylus und gleich diesem im Medianfeld weißlich aufgehellt. <$ dürfte
als die schönste Doleschallia. bezeichnet werden. Sowohl die weißen wie namentlich die lichtblauen, ausgedehnt
weiß zentrierten Makeln vergrößern sich und vereinigen sich jenseits der ersten Mediana zu einem quadratischen
Feld. Dazu treten auch noch zwei blauviolette Subanalflecke der Vflgl. Basalzone aller Figl dunkel cakao-
braun, die schwarze Umrahmung der Hflgl bei beiden Geschlechtern nicht mehr so scharf markiert, sondern
mehr mit dem Braun der Basalzone verschmelzend. Fergusson, vermutlich auch noch auf andern Inseln des
Louisiaden- Archipels .
D. rickardi ersetzt entweder I). dascylus oder D. dascon im Bismarck- Archipel. Ob ihr Speciesrecht rickardi.
zusteht, kann erst mit Hilfe des noch unbekannten $ ermittelt werden, rickardi differiert von beiden vorher¬
gehenden Arten durch ein hellblaues Transcellularfeld der Vflgl, welches unter einer weißlichblauen Subapical-
binde steht. Vflgl schwarz mit leichtem bläulichen Schiller, Hflgl schwarz. Unterseite nach Honraths Figur
graubraun mit rotbrauner Mittelbinde. Zwei nicht sehr scharf geschiedene Inselrassen: rickardi Sm. von Neu-
Pommern und Neu-Lauenburg. Fleckung der Vflgl ohne weißliche Zentrierung. — pfeili Ilonr. Vflgl vor- pjeili.
herrschend weiß statt lichtblau dekoriert, das blaue Medianfeld auch schmäler als auf der Abbildung der rickardi
Sm. Vom Forschungsreisenden Grafen Pfeil entdeckt. Neu-Mecklenburg.
Gattung': i4.aiIiiiBa Dbl.
In jeder Beziehung eines der interessantesten Genera, schon wegen der scharfen sexuellen Scheidung
KALLIMA. Von H. Frtihstorfer.
564
der einzelnen Arten, welche ganz im Gegensatz zu den übrigen Nymphaliden bei täuschender äußerer Aehnlich-
keit durch große Divergenz der Klammerorgane sich separieren. Zugleich ist sowohl der Uncus wie auch die
Valve hochentwickelt. Der Uncus bei einigen Arten zweispaltig, Valve sehr breit, stets zweiteilig, mit einem
flachen medialen Vorsprung, der bei einigen Formen analog der Hestien valve stark chitinisiert und mit kräftigen
Zähnen bewehrt ist. Die zentrale Partie konkav vorspringend, manchmal schmäler, gelegentlich auch viel
breiter als die obere Leiste, stets mit langen Grannen besetzt. Die Kallima verfügen zudem über den längsten
Penis in der gesamten Rhopalocerenwelt, der in einer langen, wurm förmigen distal aufgebogenen Scheide
steckt, welche manchmal an die Form des altrömischen Musikinstruments ,.Buccina“ erinnert, weshalb ich
die Penisform der Kallima „Buccinaform“ und ihre Penisscheide „Buccina“ nannte. Saccus verhältnismäßig
kurz, basal nur leicht angeschwollen. Durch den langen Penis dokumentiert sich eine entfernte Verwandtschaft
mit den Doleschallia, durch den gespaltenen Uncus mit der Gattung Mynes und die komplizierte Valve kommt den
Vanessiden im allgemeinen zu. Jugendstadien gleichfalls durchaus vanessoid. Rp auf Strobilanthus callosus Nees
und Eranthemum malabaricum Clark, Familie der Acanthaceen. Rp bei den einzelnen Arten verschieden in der Fär¬
bung, soweit bekannt entweder schwarz oder goldbraun ; Kopf schwarz mit zwei langen Hörnern, Segmente mit neun
bis elf rötlichen oder roten Dornenreihen. Pp bleich oder erdbraun, mit dunkler braunen Schatten; Abdomen
mit kurzen breiten Tuberkeln, Kopf mit zwei langen Spitzen. Imago strukturell von den Doleschallia differen¬
ziert durch geschlossene Zellen beider Figl und die zweispitzige Präcostale der Hflgl. Vflgl mit zwei Subcostal-
ästen vor dem Zellende, der linke im Gegensatz zu Doleschallia und analog Hypolimnas fast in der Mitte zwi¬
schen dem Zell- und Figlapex, mittlere Querader der Vflgl länger als bei Doleschallia und Hypolimnas. Geäder
bei den Geschlechtern nicht verschieden. Vflgl nahe der Basis mit einer Aushöhlung, in welcher in der Ruhe¬
stellung nach Wallace der unverhältnismäßig kleine Kopf geborgen wird. Hflgl mit einem länglich ovalen
Felde von gelben Schuppen mit welchen ein Spiegel der Vflgl-Unterseite korrespondiert. Die seit Wallace
berühmte Schutzfärbung der Unterseite hat die Kallima im weitesten Sinne populär gemacht, und auf den Aus¬
stellungen erregen sie viel mehr das Interesse des großen Publikums, als etwa die Ornithoptera und Morpho,
oberseits durch das Azurblau, unterseits durch das Vortäuschen herbstlicher Zeichnungs- und Färbungsmotive
trockner Blätter, das soweit geht, daß nicht nur alle Stadien der Verfärbung, sondern sogar häufig die Pilzflecken
kopiert werden. Nicht immer jedoch machen die Falter Gebrauch von ihrer Schutzfärbung; es wurde wieder¬
holt beobachtet (von Dr. Hagen, Elwes und mir), daß sie aufgescheucht sich zwar entfernen, dann auf die
Oberseite von Blättern setzen und zwar frank und frei mit ausgebreiteten Flgln, so daß das leuchtende Veilchen¬
blau und Orange der Oberseite sie dem Verfolger weithin kenntlich macht. In der Regel halten sie sich im nie¬
deren Gebüsch auf, umflattern aber auch Gipfel höchster Waldriesen, in Siam traf ich sie an lehmigen von
Wasser überrieselten Abhängen, dort Feuchtigkeit saugend. Gleich den Zeuxidien, Euthaliiden und Prothoe
francki gehen sie auf überreife Bananen, wo sie so gierig saugen, daß sie leicht überrascht und erbeutet werden
können. Man hat sie auch schon mit Sake (Reisbranntwein) sowie schalem Bier geködert, und man findet sie
als häufige Gäste an verwundeten Bäumen mit ausfließendem, gärenden oder zuckerhaltigem Saft, den
sogenannten , , W aldschänken ‘ ‘ .
Die indischen Formen sind dem Saisondimorphismus unterworfen, in der Weise, daß Exemplare
der Wintergeneration einen lang ausgezogenen Apex der Vflgl und eine bleicher blaue Grundfärbung, jene
der Regenzeit rundlichere Konturen, kleinere Gestalt und satter blaues Kolorit aufweisen. Die Kallima sind im
Gegensatz zu den vorwiegend insularen Doleschallia Bewohner des Kontinents, sie fehlen den Philippinen, haben
sich aber von China aus über Hongkong, Formosa bis zu den mittleren Liu-Kiu-Inseln ausgebreitet. Im Süden
gehen sie nicht über Makromalayana hinaus und erreichen bereits in Ost-Java die Peripherie ihrer Verbreitung.
inachus. K. inachus, die expansionsfähigste Spezies der Gattung, bewohnt Vorder-Indien von Kaschmir an bis
Birma, Tonkin, und das westliche und südliche China mit seinen vorgelagerten Inseln. Die Zeitformen sind bei
ihr am vollkommensten ausgeprägt, jedoch nur bei den kontinentalen Territorialrassen; die Inselbewohner
haben jahraus, jahrein das Gepräge der Monsunperiode. Ei in Anbetracht der Größe des Falters beinahe
klein, rund, dunkelgrün, vertikal cremgelb gerippt. Rp schlüpft nach 5 Tagen aus; auf Giradinia heterophylla,
Polygonum orientalis und Strobilanthus capitatus. Erstes Stadium : Kopf schwarz, Körper dunkelbraun
mit steifen schwarzen Haaren. Nach 2 — 4 Tagen erste Häutung: Es erscheinen Dornen an Stelle der Haare,
ebenso lange Kopfhörner; Farbe jetzt schwarz. Nach weiteren 3 Tagen zweite Häutung; die Dornen werden gelb¬
lich sind aber noch kurz. Dritte Häutung : die Dornen werden lang; es erscheinen orange Flecken. Vierte Häu¬
tung: die Rp ist jetzt samtschwarz, die Dornen rötlich, die Segmente mit gelblichen Haaren bedeckt. Nach
insgesamt 22 Tagen erfolgt Verpuppung, das Ausschlüpfen nach etwa 10 Tagen. Imago in Sikkim bis etwa
5000 Fuß Höhe hinauf vorkommend. Uncus jenem der Gattung Mynes gleichend, jedoch ohne Uncus anticus,
Spitze gespalten, aber nicht scharf nach unten gekrümmt wie bei K. buxtoni. Valve nicht so robust wie bei
K. philarchus und K. buxtoni, mit kürzeren Haaren besetzt; mediale Partie mäßig breit, nur schwach chitini¬
siert, ventrale Partie nur sanft gewölbt. Vflgl mit einem halbdurchsichtigen manchmal weiß überdeckten
Subapicalfleck und einem intramedianen stets glasigen Fenster, das nur sehr selten den der Regenzeit-
hügeli. form abgeht. — liügeli Koll. stammt aus Kaschmir und ist die oberseits am lichtesten blau und am schmälsten
boisduvali. orange gebänderte extreme Trockenzeitform von Kaschmir. — boisduvali Moore (Bd. 1, S. 195) die dazu gehörige
kleinere Form der Monsunperiode. Beide finden sich nur auf den am weitesten in die Ebene vorgeschobenen
KALLIMA. Von H. Frtthstorfer.
505
Ausläufern des westlichen Himalaya, wo sie im Juli zu fliegen anfangen, bis November anzutreffen sind, dann
überwintern und im April erst wieder zum Vorschein kommen. Flug rasch, gelegentlich hoch über die Gipfel
der Bäume hinweg.- buckleyi Moore ist, nach der Abbildung (in Lepidopt. Indica) beurteilt, eine Intermediat- buckleyi.
form durch etwas dunklere Färbung und verbreiterte Orangebinde der Vflgl zu inachus überleitend. — Als huttoni hulloni.
Moore (= atkinsoni Moore ) ist die Regenzeitform benannt. Type aus Masuri, wo sie nach Niceville vom Juli
bis Oktober äußerst gemein ist. — inaclius Bsd. (Bd. 1, Taf. 60 d als chinensis, Unterseite) die bekannteste inachus.
Kallima und zugleich die veränderlichste. Wie bei Inügeii erscheint die Trockenzeitform mit auffallend langer
Apexspitze der Vflgl, sehr langem Blattstiel der Hflgl, die $$ zudem in riesiger Größe. — ranisayi Moore gehört ramsayi.
der dunkleren, viel kleineren Regenzeitform an, ursprünglich aus Nepal beschrieben, aber bis Tonkin verbreitet
und dort neben inachus in einem Kleide und Figlkonturen auftretend, welche sich, abgesehen von etwas reicherem
violettem Anflug der orangen Binde in nichts erheblichem von vorderindischen Exemplaren absondern. Nach
der Färbung der Unterseite beurteilt, ergeben sich folgende Formen : foliacea form, nov., durchweg hellgrau, foliacea.
einem trockenen Blatt ähnlich (Bd. 1, Taf. 60 d). — siccifolia form. nov. Unterseite mit Nachbildung einer siccifolia.
breiten schwarzen Mittelrippe und schräg dazu gestellten parallel laufenden feineren Querrippen. - marmorata marmorata.
form. nov. Grundfarbe vorwiegend gelblich mit rotbraunen Wolken. — uredinophora form, nov., welche haupt- uredino-
sächlich in Combination mit foliacea und siccifolia auftritt, wenn die Intranervalfelder blattpilzartige Rost- oder vhora.
Schimmelflecken aufweisen, inachus ist sehr gemein in Sikkim bis 5000' aufwärts, vom .März bis November,
alte Bierfässer, auch schales Bier bilden unwiderstehliche Lockmittel. Im Dekkan gehen sie bis zur Zentral¬
provinz, Orissa und an den Eastern Ghats bis zum Godavary-Fluß. Von mir in Tenasserim im Mai, in Tonkin
im Juni gefangene Exemplare gehören zu inachus-, $ aus Chiem-Hoa, Tonkin, vom August zu ramsayi. Das
in Tenasserim gefundene $ bildet zugleich das Extrem der fa. uredinophora, indem es auf der gesamten Unterseite
scheinbar völlig von Pilzen bedeckt ist. — siamensis subsp. nov. soll eine kleinere Form bezeichnen, deren Ober- siamensis.
seite durch das fahle, aber dennoch mehr an chinensis gemahnende Blau etwas an K. huegeli erinnert. Ha¬
bitus etwa wie bei chinensis-^ ^ wenngleich in der extremsten Trockenzeit gesammelt haben die Flglkonturen
von ramsayi aus Sikkim, auch das $, nur eine mäßig vorgezogene Apicalspitze. In Siam lernte ich K. inachus
siamensis unter völlig anderen Lebensbedingungen kennen. Infolge der intensiven Trockenheit versammelten
sich dort fast alle Tagfalter entweder an den Flußläufen oder an lehmigen Abhängen aus denen noch etwas
Wasser hervorrieselte. Auch die Kallima kamen in Gesellschaft von Euploea an derlei nasse Erdwrälle, wo sie
sich an die Abhänge setzten um die Feuchtigkeit aufzusaugen (Hydrotropismus). Da saßen sie nun auch mit
geschlossenen Flgln und schienen gut geschützt. Flugzeit Januar auf ca. 300 m Höhe. — - chinensis Swinh. chinensis.
(Bd. 1. S. 195, Taf. 60 d) sind kleiner als vorder- und hinterindische inachus, die orangegelbe Binde der Vflgl
proximal nicht mehr violett oder purpurn begrenzt. West-China, auch aus Itchang, Zentral-China. — eucerca eucerca.
Frühst. (Bd. 1, S. 195, Taf. 60 d) ist satter blau mit dunkler rotorangefarbenem Shawl der Vflgl. Type aus Oki¬
nawa; fliegt nur im Walde und läßt sich durch mit Reisbranntwein befeuchtete Taschentücher anlocken.
Bereits im März unterwegs, aber erst vom Juli an häufig. Auf Ishigaki ist im August eine venvandte Rasse
häufig, deren in der Regel eine mit gelb untermischte, aufgeheilte Subapicalregion der Hflgl aufweisen.
Die f. siccifolia existiert nicht unter den 15 ewcerca-Exemplaren meiner Sammlung, die Mehrzahl zeigt den ge¬
wöhnlichen dunklen foliacea- Typus. Häufig ist dagegen ein schön rotbraunes Kolorit der Unterseite, welches an
die berühmte Herbstfärbung der japanischen Ahornarten gemahnt und deshalb als acerifolia form. nov. eingeführt acerifolia.
werden kann. Ihr unterliegen namentlich die prächtigen, großen aus Ishigaki. — formosana Frühst. (111 c) formosana.
bleibt namentlich im weiblichen Geschlecht habituell hinter chinensis und eucerca zurück und differiert zugleich
von beiden durch verschmälerte Binde der Vflgl. welche in der Färbung genau die Mitte hält, etwas lichter als
bei eucerca, aber wesentlich dunkler als bei der kontinentalen Form erscheint. Das lebhaft glänzende Blau
der Oberfläche harmoniert wiederum mehr mit eucerca des gesamten Liu-Kiu- Archipels. Lmterseite in der Regel
dunkel, 1^22? meiner Sammlung gehören zu urediniphora. Die rotbraune Herbstfärbung (fa. acerifolia)
ist nur bei einem angedeutet. Häufig auf der Südspitze der Insel (Taihanroku) aber auch bis etwa 1000 m in
den Vorbergen, vom Juni an vorkommend. Vermutlich fliegt eine ähnliche Form auch auf Hongkong. Von
Hainan wird die Gattung bisher in der Literatur nicht registriert.
K. limborgi ersetzt inachus im makromalayischen Gebiet. Sie ist durch den constant rundlicheren Figl- limborgi.
schnitt, die tiefer blaue Oberseite, den vermehrten veilchen-blauen Schiller an der satter orange-roten und gleich¬
mäßiger verlaufenden Binde, sowie durch kleinere und rundlichere Glasfenster der Vflgl von K. inachus abzu¬
sondern. Die Unterseite ist durchweg dunkler, stets von einer breiteren braunen oder grünen, proximal wei߬
lich gestreiften Medianbinde durchzogen. Die gewöhnliche Form foliacea ist vorherrschend, daneben ist die
fa. acerifolia durch ihre vollkommene Ausbildung bemerkenswert, die noch mit purpurnem Schimmer überdeckt
ist. fa. siccifolia scheint zu fehlen oder selten zu sein, und die fa. uredinophora findet sich in ihrer reinen Aus¬
prägung nur bei der kontinentalen Rasse limborgi, während die insularen Vikarianten keine breiten wie Wölkchen
eingelagerten Pilzflecke, sondern wie schwarzes Pulver verstreute Pilzimitationen aufweisen. Auf der Unterseite
bleibt dann noch das Vorhandensein von deutlicheren Ozellen als bei den inachus- Russen zu erwähnen. Das
$ differiert, wie bei inachus, nur unwesentlich durch stattlicheren Habitus vom Im allgemeinen ist die Ueber-
einstimmung mit der kontinentalen inachus eine so große, daß es überrascht, die Klammerorgane so wesentlich
566
KALLIMA. Von H. Fruhstorfer.
differenziert zu finden. Uncus schärfer gespalten, distal nicht glatt abgeschliffen, wie bei inachus, sondern
in eine nach unten gekrümmte scharfe Spitze ausgezogen. Valve größer, ventral vorgequollen, die mediale Platte
breiter, ihrerseits wieder mit einer Rückenleiste und mit längeren Borsten versehen, mehr chitinisiert. Nur der
peitschenförmige Penis und dessen Scheide sind mit jenem von inachus analog. Vier Arealformen: limborgi
Moore bleibt erheblich kleiner als die abgebildete tribonia (111 d), und die Unterseite nähert sich etwas der
inachus, von der sie aber doch wieder abweicht durch das Kolorit und die Ozellenbildung auch in der Median¬
partie der Vflgl, sowie die breite grüne weißlich begrenzte Längsstreifung. Von Bhamo in Ober-Birma bis Unter-
Tenasserim, vom Februar bis November und etwa bis 400 m hinauf vorkommend. Nach Dr. Manders häufio-
amplirufa. in den Shan- States in den letzten Monaten der Regenzeit. — amplirufa Frühst, ersetzt limborgi auf der malayi-
schen Halbinsel. Vflglbinde satter rotgelb und schmaler als bei der nördlicheren limborgi. Unterseite wie bei
Sumatranern mit verstreuten zahllosen schwarzen Punkten anstelle der bei limborgi noch vorhandenen Pilz-
fribonia. flecken. Sehr selten, nur einige Exemplare bekannt und von Bingham mit inachus verwechselt . — tribonia Frühst.
(111 d) wurde von Wallace auf Sumatra entdeckt und an sie knüpfen sich seine interessanten und so populär
gewordenen Ideen über die gelungene Maskierung dieser kleinen Komödianten. Durch das dunklere
mehr violette Stahlblau und erheblich schmalere Binden der Vflgl entfernt sich tribonia von buxtoni, mit welcher
sie bisher vereinigt war. Unterseite wie bei amplirufa. fein schwarz gesprenkelt ; nur zwei Zeichnungs- und Fär¬
bungsvariationen : nämlich fa. foliacea und fa. acerfifolia in der Collektion Fruhstorfer vertreten. Nach
Hagen ist tribonia in den Wäldern Nordost-Sumatra’s nicht sehr selten und liebt besonders den ausfließenden
Saft gewisser Bäume. Ein paar dieser Kallima mit einigen veilchenblauen Zeuxidien zusammen auf einem
Baum sitzen zu sehen sei ein Anblick, der jeden Naturfreund in Ekstase versetzt. Mir liegen eine Anzahl herr¬
licher Exemplare aus der Umgebung von Padang Pandjang, West-Sumatra, vor. Nach Martin nennen ihn die
buxtoni. Eingebornen ,.kupu bandeira“ den Fahnenschmetterling. — buxtoni Moore bewohnt das gesamte Borneo. Beide
Geschlechter oberseits lichter blau, der orangefarbene Shawl der Vflgl gleichfalls heller und breiter angelegt,
Unterseite noch dichter schwarz bestäubt als Sumatra-Exemplare. Nicht sehr häufig. Vom Kina-Balu und aus
parat ekta. der Provinz Anumtai in meiner Sammlung. - — K. paralekta Horsf. (111 c) bildet eine gewisse Zwischenstufe,
welche von inachus zu buxtoni überleitet. $ noch vorwiegend mit buxtoni- Charakter, doch erinnern die sexual
dimorphen $$ durch die vorspringende Vflglspitze wieder mehr an inachus, woran auch die hellere Unterseite
mit ihren großen Pilzflecken und der siccifolia-FWdxmg gemahnt. Die Gesamterscheinung der Unterseite ist
aber doch im allgemeinen dunkler; es ist Neigung zur Ocellenbildung vorhanden. - — fa. marmorata kann mit
acerifolia- Färbung und fa. siccifolia mit eben derselben kombiniert sein. Als neues Zeichnungsmotiv existieren
Exemplare der fa. marmorata mit eigentümlich graubraunen statt gelblichen Flecken. Die Mittelrippe kann
nubilosa. stark entwickelt und manchmal bei $ und $ distal olivengrün oder breit schwarz beschattet sein (nubilosa
form. nov. ) und endlich sind namentlich $$ nicht selten mit distalen weißlichen Partien in der Basalregion und dem
Analwinkel beider Figl. Bei drei von 12 meiner Sammlung ist oberseits das Glasfenster zwischen den Medianen,
wie auch auf Taf. 111 d verdeckt. Das $ weist eine braune, costalwärts etwas gelblich aufgehellte Oberflächen¬
färbung auf und trägt einen breiten weißen, milchfarbenen peripherisch hellpurpurn oder violett umgebenen
Shawl. paralekta ist einer der Charakter-Schmetterlinge des östlichen Java. Schon bei Gelegenheit meines ersten
Ausflugs aufs Tengger- Gebirge im Innern der Insel begegnete ich auf einer Höhe von etwa 1000 m über dem
Meere einigen paralekta kurz nach starkem Regen. Die Falter umflatterten das dichte Buschwerk am Wald¬
wege und setzten sich ohne Scheu, jedoch mit geschlossenen Flgln, auf die Blattoberseite, nicht ohne vorher
gleichsam wie spielend und eitel ihr wundersames Blau in der Sonne schimmern zu lassen. Ein Jahr später
kam ich ins Zuidergebergde, dem südlichen Teile des östlichen Javas, wo sich Kalkhügel bis zu etwa 2000'
Höhe erheben, einer Gegend, die damals noch gut bewaldet war. Dort war paralekta relativ häufig und ich fing
sie in großer Anzahl mit Hilfe von ausgehängtem Bananenköder. Da lernte ich sie nun als scheue Waldbewohner
kennen, die sich geschickt im Strauchdurcheinander zu verbergen wußten. Sollten sie also nur aus ihrem Versteck
zur Zeit des Hochzeitsflugs herauskommen ? Die Javanen nennen sie Kupu-Pleper-Pleper wegen ihres schwer¬
fälligen Fluges. In West-Java sind sie entschieden seltener, namentlich gegen das Ende der Regenzeit und vom
Januar an.
K. horsfieldi hat ganz die Figlform von K. inachus, differiert aber von ihr dadurch, daß viel kleinere
Exemplare Vorkommen, die Oberseite hellgraublau ohne jeden violetten Schimmer gefärbt ist und die Pracht¬
binde der Vflgl in verschiedenen Abstufungen von grünlich zu blauweiß erscheint. Die Zeitformen sondern
sich in gleicher Weise ab wie bei inachus, doch bleibt die Blattzeichnung der Unterseite koloristisch in engeren
Grenzen als bei der nordindischen Species, die f. marmorata scheint zu fehlen, und die Mittelbinde ist stets
sehr verbreitert, dadurch mehr an K. buxtoni anklingend. Klammerorgane hochspecialisiert. Uncus kürzer,
breiter, nicht gespalten wie bei K. inachus und K. buxtoni, sondern distal hohl ausgewölbt, vorne gerade abge¬
schnitten. Valve äußerst kompliziert, die breitere ventrale Partie kurz, plattenartig, die mediale Partie balken-
artig vorspringend, scharf bewehrt, an Hestia- Val ven erinnernd. Penis nicht bucciniform, sondern schwertförmig,
distal zwar spitz, aber vor dem äußern Ende zahnartig vorspringend. Saccus kürzer als bei den übrigen Kallima.
Valve auch noch ausgezeichnet durch zwei fingerförmige Anhängsel, denen sich nach hinten zwei quastenförmige
etwas Blütenpistillen gleichende paarige Verlängerungen anschließen. Rp zylindrisch, goldigbraun, fein behaart,
mit neun Reihen langer fein verzweigter rötlicher Dornen besetzt. Kopf schwarz ebenfalls mit zwei langen
AMNOSIA. Von H. Fruhstoreer.
567
divergierenden schwarzen, fein verästelten Dornen bewehrt. Rp auf Strobilanthus callosus Xoes und Eranthe-
mum malabricum Clarke aus der Familie der Acanthaceen. — liorsf ieldi Koll. der älteste Name für die Gesamt- horajieldi.
art, welche von Bombay ab südwärts vorkommt und vermutlich da einsetzt wo die K. inachus zu verschwinden
beginnt, nirgendwo sehr selten, stellenweise sogar häufig ist und in denNilgiris bis zu 1200 m hinaufsteigt, hors-
fieldi umschreibt die ansehnliche Trockenzeitform, welche im allgemeinen philarchus { 111 c) gleicht. — wardi wardi.
Moore (= doubledayi Moore) bezieht sich auf die manchmal sehr kleine Form der Monsunperiode, welche unter-
seits auf den Vflgln fast immer zwei Ocellen oder besser gesagt Glasfenster führt. Grundfarbe dunkel, herbst¬
lich blattartig, manchmal kaffee-, manchmal gelbbraun. Nach Aitken in jedem gut bewaldeten Teile des Ka-
nara-Districts häufig. Falter die Strobilanthus-Pflanzen umfliegend, hauptsächlich vom März bis .Mai vorkom¬
mend, dann wieder im Juli-August, ungemein gierig auf Zucker und Likörköder, sich dort so fest saugend, daß
man sie mit den Fingern wegnehmen kann. Rp vom Juli an. — philarchus Westw. (111 c) einer der gesuch- philarchus
testen Ceylon-Schmetterlinge, von dem wir ein $ der Trockenzeitform und einend' der nassen Periode (mac- macwoodi.
woodi Moore) darstellen. Unterseite wie bei inachus, nur mit breiteren braunen oder braungrünen Längsbinden
zumeist von foliacea- aber auch uredinophora-Zeichnung. Moore bildet auch $9 mit acerifolia-Ko\o ri t ab. Die
Färbung der Schrägbinde der Vflgl wechselt; sie kann beim $ fast weiß oder beinahe völlig lichtblau sein.
Es existieren auch $$ mit und ohne Glasfenster. Auf Ceylon traf ich sie zuerst im Süden der Insel bei Wella-
waja, wo sie die Kronen jener stolzen Bäume umflatterten, die den dort schon recht ansehnlichen Kinindi-Ganga
mit ihren Aesten beschatten. Die Falter zeigten sich nur in den Mittagsstunden und setzten sich ostentativ
auf vorspringende Aeste und zwar mit gefalteten Flügeln auf die Oberseite der Blätter! Trotz ihrer hohen Flug¬
stelle waren sie von meinem Standort aus leicht zu erkennen, ganz gleich ob sie verliebt und kokett im Hochzeits¬
flug sich ergötzten, was stets langsam geschieht , oder wenn sie ruhten. Etwas später fand ich Kallima im Norden
der Insel, wo sie das Dickicht längs der ausgetrockneten Wasserläufe bewohnten und stellenweise nicht allzu
selten waren. Da allerdings wußten sie von ihrer Schutzfärbung ausgiebigen Gebrauch zu machen und manchmal
verschwanden sie vor meinen Augen, wenn ich sie beutegierig verfolgte ; und trotzdem sie sich nur in geringer
Entfernung vor mir versteckten, gelang es mir niemals, sie wieder aufzufinden; umsoweniger, als sie viel¬
leicht eine Viertelstunde lang regungslos sitzen bleiben, anscheinend im Bewußtsein der drohenden Gefahr.
K. albofasciata Moore muß vielleicht mit Jiorsf ieldi als Inselrasse vereinigt werden, doch scheint die albofas-
scharf abgegrenzte rein weiße sehr schmale Binde der Vflgl etwas schräger gestellt zu sein. Grundfarbe satter cutta-
blau und lebhafter glänzend. Unterseite grünlichgrau mit feiner grünlicher, proximal weißlich bereifter Mittel¬
linie. Andamanen, nicht sehr selten.
K. alompra ist eine seltene Spezies, welche nur vereinzelt ihren Weg in europäische Sammlungen findet.
Sie gleicht der spiridiva (111 c), doch ist deren Flglform etAvas schlanker, auch sind namentlich die Hflgl in eine
der K. inachus gleichende Spitze ausgezogen. Vflgl mit einer Avie bei philarchus verlaufenden, A\reißen, blau
umzogenen Querbinde. Subapicalfleck kleiner als bei philarchus. Hflgl-Oberseite eigentümlich olivengrün
mit braunem Randgebiet. Unterseite von drei $$ meiner Sammlung vom dunklen foliacea-Typ. $ nur durch
Aveit vorgezogene Apexspitze, lichter blauweißes Band und größeres Fenster der Vflgl vom $ geschieden. Es
ist noch ZAVeifelhaft, ob alompra Moore, welche ursprünglich aus Birma beschrieben, dann nach langer Pause alompra.
erst wieder durch Hau xavei.l in den Dannatranger, März 1895 aufgefunden AAurde, verschieden ist von der bekann¬
teren knyvetti Niciv., ursprünglich aus Buxa, Bhutan beschrieben, die manchmal in Anzahl im August Aron Einge- knyvetü.
borenen eingeliefert wird. Doherty hatte die Freude, sie in den Naga-Hills auf 5000 Fuß gleichfalls in Anzahl
zu erbeuten, wo sie vom Juni bis September fliegen. Sind die beiden Formen nicht verschieden, fällt knyvetti
als Synonym vor der älteren alompra. Mir stehen nur Bhutan-Exemplare zur Verfügung.
K. spiridiva 8m. ( = spiridion 8m.) (111c) verhält sich zu alompra, wie etAva K. buxtoni Moore zu K. spiridiva.
inachus ; sie hat rundlichere Flglkonturen, kürzere breitere Hflgl und die Gesamtfärbung ist beiderseits gesättig¬
ter, den melanotischen Inselcharakter deutlich zur Schau tragend. : Prachtband der Vflgl schmaler, mehr zeuxidien-
und veilblau, kaum weißlich aufgehellt, $ noch etwas größer, rundlicher als das 8, Binde milchweiß mit licht¬
blauem Schiller und ebensolcher Ueberstäubung an den Rändern. <$: Oberseite der Hflgl mit dunkel- violettem
Schimmer, $ mehr braun, nur in der Zelle kaum merklich violett überhaucht. $ unterseits fast immer rotbraun
mit purpurnem Anflug Avie bei rötlichen buxtoni. Das $, welches hier zum ersten Male abgebildet Avird, mit folia-
cea-Färbung, das Fenster der Vflgl bei beiden Geschlechtern von einer stattlichen kreisrunden Scheibe umgeben.
Ursprünglich aus West-Sumatra stammend, avo sie Forbes entdeckte, liegen mir Exemplare aus der Umgebung
von Padang-Pandjang vor. Martin hat sie auch im Nordosten der Insel vom April bis Juli von der Battak-
Hochebene empfangen. Dr. Hagen sah den seltenen Falter einmal im April am Abhang des Barisan- Gebirges
nahe Benkulen, West-Sumatra, und im Mai auf dem Karo-Plateau.
Gattung’: Amnosia Westw.
Ein monotypisches Genus, dessen Vorkommen ausschließlich auf das makromalayische Gebiet beschränkt
ist. Im Geäder, den Palpen und (JtJ- Vorderfüßen stimmt Amnosia fast vollständig mit dem Typus Hypolimnas
überein und nur geringe Unterschiede trennen sie von demselben, soAvie auch den Kalima. Bei Amnosia zAA-ei-
568
AMNOSIA. Von H. Fruhstorfer.
gen sich ebenfalls 2 Subcostaläste vor dem Zellende ab, der 3. steht aber genau in der Mitte zwischen diesem
und dem 4., welch letzterer sich viel weiter von der Flglspitze abzweigt, als bei Hypolimnas, und mit dem 5.
eine große Gabel bildet. Auch mündet die untere Discocellulare der Vflgl in den Ursprung des 2. Medianastes
und nicht nach demselben, und die Präcostale der Hflgl ist einfach, gerade und nur an der Spitze schwach nach
innen umgebogen. Größer ist schon der Unterschied in dem äußern Habitus und der Figlfärbung, was sich
namentlich in der charakteristischen Form der Hflgl ausspricht, welche am 3. Medianast stumpflappig vorgezogen
sind, ähnlich der Gattung Mynes. Die Klammerorgane stehen in gewisser Beziehung zu Mynes und Kallima
durch den gespaltenen Uncus, welcher eine schön gewölbte wohlproportionierte Form hat. Es ist Scaphium-
bildung vorhanden in Gestalt häutiger Anhängsel des Tegumen. Valve etwas an jene der Limeniticlen erinnernd,
von fast kubischer Form, oberseits abgeplattet, distal mit einem häutigen Hörnchen an jeder Ecke, auffallend
kurz und dünn behaart. Jugendstadien unbekannt. Das Vorhandensein von beim 8 unterseits, beim $ auch auf
der Oberseite der Hflgl kompletten Ocellen hat Niceville veranlaßt, die Amnosien den Satyriden, Dr. Hager,
Shelford und mich, sie den Amathusiiden anzuschließen. Doch sprechen das Geäder und jetzt auch die Morpho¬
logie der Greif Organe- für deren Zugehörigkeit zu der Diademengruppe, in welcher Schatz die mit H ypolimnas
verwandten Vanessiden- Gattungen einreihte.
A. decora zerfällt in eine Reihe von zum Teil so scharf geschiedenen Ortsformen, daß sie Niceville
noch als Spezies auffaßte. Allen gemeinsam sind dimorphe und zumeist polychrome $$. Der 8 stets mit
lichtblauer, mehr oder weniger weiß durchsetzter, proximal geradliniger Schrägbinde der Vflgl, welche beim $
fast immer verschmälert und nach innen scharf gewinkelt oder ausgeschnitten erscheint. 8 oben entweder
ohne oder nur mit leicht durchscheinenden Ocellen. $ konstant mit schwarz geringelten rötlich gefüllten
peralcana. blau pupillierten Augen. — perakana Frühst. Perak-Exemplare stehen durch die breitere schwarzbraune Längs¬
binde der Hflgl-Unterseite viel näher der Borneo-Form {baluana Frühst.) als der sumatranischen eudamia Gr.-Sm.
Die Ocellen der Hflgl des $ sind fast ebenso groß als jene der Borneo-Rasse, aber ausgedehnter schwarz umringelt.
Von der Malayischen Halbinsel. Type beider Geschlechter in der Kollektion Martin (Dießen), decora ist neu
für Perak und die Malayische Halbinsel, ihre endliche Auffindung ist jedoch nicht verwunderlich; ist doch
eudamia. decora ein typisch macromalayischer Schmetterling, der nirgendwo die engsten Grenzen desselben verläßt. — euda¬
mia 8m., von Forbes im westlichen Sumatra entdeckt, liegt mir in 10 88 16 $$ vom Vulkan Singalang, West-
Sumatra, vor, und Dr. Martin fand eine Anzahl Exemplare auch im Nordosten der Insel, und zwar sowohl
auf dem Battak-Hochlande als auch in den Wäldern der Vorberge, doch niemals unter 800 m, das ganze Jahr
über, aber stets selten. 8 mit etwas verbreiterter Binde, sonst sehr ähnlich decorina (115 e), unterseits analog
der Java-Rasse jedoch mit noch mehr verdunkeltem lila Anflug des Apicalteiles der Vflgl. $ oberseits in allen
Nuancen von hellkaffee-*bis zu dunkelkaffee- und sogar goldigbraun. Die Ausdehnung des Schrägbandes selbst
ist verschieden, in der Regel nach vorne verbreitert, gelegentlich nach hinten verjüngt, sehr selten gleichbreit.
Von 16 $$ der Kollektion Fruhstorfer gehören 2 zu einer mannähnlichen Form mit milchweißer, 7 zu
flavilla. fa. flavilla Frühst, mit hellgelblicher, und 7 zu fa. ochracea Frühst, mit dunkelockergelber Binde. — decorina
ochracea. frühst. (115 e) ist um vieles kleiner als A. decora Dbl.-Hw. und mit rundlicheren Flgln, was besonders beim
$ auffällt. Außerdem erwähne ich noch folgende Unterschiede. 8 Oberseite: Querbinde der Vflgl schmäler
und sich an beiden Enden verjüngend. Apex ohne schwarze Flecken. Von den Ocellen der Hflgl nur die letzte
kaum bemerklich durchscheinend. Unterseite: Vflgl mit kleineren Flecken und Ocellen am Apex und nur
schwach gefärbten Binden. Ocellen der Hflgl elliptisch, etwas heller. Zwischen der unteren Radiale und dem
3. Medianast ein kleiner Augenring. $ Oberseite: Auf den Vflgln fehlen die kleinen blauen Flecke am Apex
und die Querbinde ist ohne jede blaue Begrenzung und ohne Seidenglanz. Marginal- und Submarginalband
der Hflgl breiter, Ocellen länglich und mit Ausnahme der oberen fast von gleicher Größe und dunklerer, matter
Füllung. Medianstreifen kaum sichtbar. Unterseite: Die weiße Querbinde an der Innenseite mehr ausgezackt
und am Analwinkel breiter, decorina hat auf den Hflgln beiderseits fünf Ocellen, decora . dagegen fünf oben
decora. und nur vier unten. Spannweite des 8 73 mm, des $ 70 mm. Insel Nias, sehr selten. — decora Dbl. u. Hew.
führt beim 8 oberseits die gleichmäßigste und zugleich am sattesten blaue Binde aller Vikarianten. Der Shawl
des $ dagegen verschmälert sich stets nach dem Analwinkel, und die milchweiße Zone wird nach vorne und
hinten von parallel laufenden ziemlich breiten, lichtblauen Streifen begrenzt. Oberseite des $ matt graubraun.
8 auf der Vflgl-Unterseite mit violettem apicalem Anflug. Ocellen der Vflgl bei beiden Geschlechtern stets paar¬
weise ohne intranervales Auge zwischen der hinteren Radiale und der vorderen Mediana wie bei der Nias- und
den Borneo-Rassen, decora bewohnt ausschließlich die Bergregionen des westlichen Java, im Osten fehlt sie
und selbst in den Preangern bekam ich sie nur am Gede an bewaldeten Abhängen über 1200 m Erhebung
zu Gesicht. Dort allerdings ist decora häufig, besonders im Juli und August ; die Falter lieben es, sich auf die Unter¬
seite von Blättern zu setzen und dort lange bewegungslos mit ausgebreiteten Flgln zu verharren. Aufgejagt
bewegen sie sich nur auf kurze Distanz fort, lassen im ewigen Grün des regenfeuchten Bergwaldes einen Moment
ihre azurfarbne Binde aufleuchten, um sich von neuem zu verstecken. Es sind mir nur $$ mit weißer Figlbinde
buluana. bekannt, doch glaubt Martin auch solche mit gelbem Shawl gesehen zu haben. — buluana Frühst, ersetzt
decora in den Bergregionen des nördlichen Borneo, wo sie Waterstradt vom Kina-Balu zuerst brachte. 8:
Vflgl rundlicher. Oberseite der Hflgl im Analwinkel mit deutlich durchscheinender und rot gesäumter Ocelle.
y Allsgegeben 15.
V. 1912.
STIBOCHIONA. Von H. Fruiistorfer.
569
Apicalteil der Vflgl-Unterseite mit 2 ziemlich großen Ocellen und einer breiten, hell violetten, schrägen Binde.
Die Unterseite der Hflgl ist mit einem licht violetten Submarginal band geziert und zeigt 5 große Ocellen, von denen
die oberste rotbraun ausgefüllt ist. $: Querbinde der Vflgl um vieles schmäler, fahler gell», stärker ausgebuchtet
und auf der Unterseite weiß erscheinend. Wie beim <$ sind auch hier die Ocellen am Apex größer als bei martini.
Spannweite eines E 80 mm, $ 72 mm. — petronia Frühst. (115 e) ersetzt baluana im Flachland des nördlichen pelronia.
Borneo. Wesentlich kleiner als die vorige, mit viel schmäleren gelblichen Binden der Vflgl. Ocellen der Hflgl
in der Größe hinter jenen von Kina-Balu und auch von Südost-Borneo zurücktretend. Medianbinde der Flgl-
unterseite breiter als bei baluana. — Von martini Honr. liegt nur ein ganz schmal weißgebändertes aus Banjer- martini.
masin (Flachland) vor. Honraths martini ist eine „komposite Form“ auf Exemplare von Südost- Borneo
(Type) und Nordost-Sumatra basiert. Letztere Rasse ist zwar als endamia 8m. zuerst beschrieben, kursiert aber
dennoch in den Sammlungen stets als martini. Das <j> der Sammlung Fruiistorper führt auf der H flgl- Unterseite
gleichfalls fünf Ocellen.
O
Gattung: StiboHiiona Btlr.
Von dieser nur drei Arten umfassenden Gattung sind die Jugendstadien ebensowenig bekannt, wie
von Amnosia, von welcher Stibochiona strukturell ziemlich erheblich differiert. Doherty legte großen Wert
auf die behaarten Augen, doch sind dieselben nur der kontinentalen, nicht aber den beiden insularen Species
eigentümlich. Stibochiona unterscheidet sich von Hypolimnas außer anderen geringeren Merkmalen dadurch,
daß nur ein Subcostalast vor dem Zellende sich abzweigt, der zweite unmittelbar nach demselben aufsteigt
und der 3. ungefähr in der Mitte zwischen dem 2. und 4. von der Hauptader ausgeht. Nur noch bei Euripus
und den Hestina- Arten zweigt sich der 2. Subcostalast nach dem Zellende ab, aber in viel größerer Entfernung;
auch sind hier die Zellen offen, bei Stibochiona geschlossen, jedoch nur durch feine Röhrenadern analog der Gat¬
tung Amnosia. Die weiteren Charaktere von Stibochiona liegen in der großen, gebogenen mittleren Discocellu-
laris und der fast gleichlangen, fast geraden hinteren Discocellularis der Vflgl, welche die Mediana am Ursprung
des 2. Medianastes trifft, wodurch die vergleichsweise kurze Zelle geschlossen wird. In den Hflgln ist die Zelle
ebenfalls geschlossen (Anklang an Amnosia) ; Präcostale einfach, gerade aufsteigend, nur an der Spitze kurz
umgebogen und nach der Subcostalis abgezweigt. Die E<S~ Vorderfüße stark behaart , Tibia und Tarsus von gleicher
Länge und etwas kürzer als der Femur. Bingham hat Stibochiona neben Dichorragia gestellt, jedoch, entgegen
Moore, mit Recht von den Euthaliiden weggerückt. Die Falter bewohnen vorzugsweise die submontane Region,
in Makromalayana finden wir sie stets in Gesellschaft von Amnosia decora, doch sind sie nicht ausschließlich
in Makromalayana zu Hause wie letztere, sondern folgen dem Südfuße des Himalaya bis Kulu und Kaschmir
und man begegnet ihnen auch noch im westlichen China.
S. räicea, ursprünglich aus Nepal beschrieben, hat ihren Hauptsitz im östlichen Himalaya; weiter
nach Westen tritt sie nur noch spärlich auf und aus Kaschmir ist mir nur ein E bekannt. In Sikkim. Assam
und stellenweise auch in Tonkin erscheint nicea häufig, wenn auch nicht massenhaft. In Masuri steigt sie bis
zu 7000 Fuß empor, in Sikkim bis etwa 5000'. Der Falter fliegt nach meinen Beobachtungen in Tonkin auch an
trüben Tagen, selbst bei Regen, und hält sich stets nahe dem Erdboden auf. die Büsche amWege entlang ein und
aus fliegend. Die Falter sind sehr rasch, aber weil sie sich gelegentlich auf die Unterseite der Blätter setzen,
leicht zu erhaschen. Zwei Territorialrassen: nicea Gray (Bd. 1, S. 188, Taf. 52 a), von Kaschmir an bis Tonkin nicea.
und West-China, wo sie nach Leech noch weit verbreitet ist. Beide Geschlechter erscheinen in zwei Zeitformen;
der größeren mit dunkelblau gebänderten Hflgln (Bd. 1. Taf. 52 a), und einer kleineren, der Trockenperiode
angehörig. Hflgl, sowie auch das Submarginalgebiet der Vflgl von hellgrünen Binden durchzogen (viridicans viridicans.
form. nov.). In Tenasserim und dort besonders auf den Karen-Hills fliegt vom März an eine zierliche Unter¬
art: subucula Frühst. (115e), mit vergrößerten weißen Punktflecken der Vflgl und kompaktem bis an die schwarzen subucula.
Punkte ausgedehntem rein weißem Distalsaum der Hflgl, welcher auch unterseits mehr als nochmal so breit
als bei Assam-Exemplaren angelegt ist, nur durch die schwarzen Adern unterbrochen und von diesen in quadra¬
tische Felder zerlegt wird. Vom $ liegen mir sowohl die vorherrschend blau dekorierte, wie auch die abgebildete
grüngezeichnete $-Form vor. Letztere fing ich im Mai (Ende der Trockenzeit) bei Tandong, Karen-Hills auf
ca 1200 m.
S. coresia verteilt sich auf drei bekannte Inselrassen, von welchen rothschildi Frühst. ( 1 15 d ) sich am rothscMldi.
weitesten von der zuerst beschriebenen Unterart entfernt, insonderheit durch das violette statt blau überflutete
Außenfeld der Hflgl-Oberseite. Bei dieser Lokalform ähnelt das E der coresia durch das Vorhandensein einer schrä¬
gen Subapicalbinde, die jedoch bräunlich und nicht wie bei coresia weiß gefärbt ist. Aehnlich Avie bei S. Jcanne-
gieteri sind die Randpunkte obsolet, ebenso die Zeichnungen am Analwinkel. Die beiden die Zelle durchziehen¬
den (bei coresia blauen) Bänder schimmern bräunlich. Auf den Hflgln fehlt der weiße Saum im Analband,
dagegen markieren sich die schwärzen, submarginalen Mondflecke viel mehr als bei coresia. $ : Die braune Grund¬
farbe der Figl ist viel lichter und an Stelle des hellblauen ist ein rötlich-violett glänzendes Analband getreten,
das von einem sehr deutlichen braunschwarzen, gewellten Marginalstreifen begrenzt wird, innerhalb Avelchem
noch 4 — 5 weißliche Mondflecke auftreten. Die bei coresia auf der Unterseite der Vflgl purpurn schimmernde
IX
570
CYRESTIS. Von H. Frtthstorfer.
Zeichnung ist bei rothschildi grauweiß ohne jeden Anflug, und die Bänder in der Zelle sind bräunlich violett
im Gegensatz zu den hellblauen von coresia. rothschildi ist auf der Unterseite ferner noch ausgezeichnet durch
größere braune Flecke in der Analgegend der Vflgl und eine sehr deutliche Reihe von dunkelbraunen Submarginal¬
flecken auf den Hflgln, welche bei der javanischen Art violett gefärbt und nur leicht angedeutet sind. Spann-
fcannegieteri. weite der AS 52,56 und 59 mm, der 53 mm. Insel Mas, anscheinend sehr selten. — kannegieteri Frühst.
führt keinerlei Spuren einer weißlichen Schrägbinde der Vflgl. Die Hflgl der $$ führen ein lichtblaues nur selten
nahe den submarginalen Schwarzflecken weißlich überstäubtes Randgebiet. Nach Martin im Fluge einer
Euthalia gleichend, von den Vorbergen bis zu der Battak-Hochebene, fast niemals im reinen Zustande zu erbeuten.
corcsia. Mir in Anzahl aus West-Sumatra vorliegend. — coresia Hhn. ist die am reichsten weiß ornamentierte Form. $ mit
drei noch deutlicheren Serien weißer Punkte als rothschildi Analsaum der Hflgl breit weiß belegt, doch
nicht so ausgedehnt wie bei subucula, die schwarzen Submarginalmakeln prominenter als bei der Nias- und Su¬
matra-Rasse. $ mit rein weißem Außengebiet der Hflgl, welches nach innen von einem nach hinten an Breite
zunehmenden, licht himmelblauen Streifen begrenzt wird. Unterseite beider Geschlechter mit rein weißer
markanter Schrägbinde der Vflgl und bis über die Submarginalmakeln hinaus vordringendem weißen Terminal¬
saum der Hflgl. coresia fliegt stets in Gesellschaft von Arnnosia decora und wie diese ausschließlich in West-
Java, wo ich sie wiederum nur am Vulkan Gede beobachtete, in den waldigen von Wasserfällen durchrauschten
Schluchten auf einer Höhe von 4000 — 5000 Fuß. Die Falter saßen mit ausgebreiteten Flgln, so daß deren wunder¬
volles Lazurblau so recht zur Geltung kam, auf der lehmigen nassen Erde an Exkrementen des Luak (Palmen¬
rollers) und waren so eifrig beim Naschen, daß ich mich auf das Knie niederlassen und die Tiere mit den Fingern
greifen konnte. Die Stibochiona- Arten gehören keineswegs zu den rasenden Fliegern unter den Schmetterlingen,
sind aber trotzdem sehr schwer in tadellosem Zustande zu bekommen, weil sie sich im Netz abflattern.
schönbergi. St. schönbergi Honr. (= persephone Stgr. 1892) (115 e). <$ größer als coresia -<J, schwarz mit weißem
Subapicalpunkt der Vflgl und weißen mit schwarz abwechselnden Cilien der Vflgl. $ oberseits von einem blaß
fleischfarbenen rötlich ockergelb umgebenen Distalgebiet, welches licht blauviolette Ocellen umschließt. Unter¬
seite wie oben vorherrschend braun. $ mit drei winzigen weißen Punkten unter dem Costalfleck. $ einfarbig
rötlich lehmgelb umrandet, Hflgl mit einer verkleinerten und verdunkelten Wiederholung der sechs Intra¬
nervalaugen der Oberseite. Heimat das Kina-Balu- Gebiet. Selten. Von der malayischen Halbinsel ist ehie
Stibochiona bisher mit Sicherheit noch nicht bekannt, es ist mit größter Wahrscheinlichkeit eine der S. nicea
verwandte Rasse aus den höheren Bergen noch zu erwarten.
Tribus Marpesiidae.
Gattung’: Cyrestis Bsd. (recte Marpesia Hhn.).
Als ältester Name dieses bikontinentalen Genus hat Marpesia Hbn. (1816) zu gelten und wurde sogar auf
dieselbe Art begründet als die viel jüngere aber allgemein bekannte Gattung Cyrestis Bsd. (1832, nämlich thyon-
neus Cr.). Die erste ausführliche und wissenschaftliche Diagnose für die Artengesamtheit gab Westwood 1850,
welcher den Namen Cyrestis für die in Frage kommenden Spezies wählte, während Doubleday 1844 den
Namen Marpesia auf eine neotropische Art des um vier Jahre jüngeren Genus Megalura Blcinch. übertragen hatte,
wie man sieht, aus zwei Gründen zu Unrecht. Wenn hier nun trotzdem der Name Marpesia nicht verwendet
wird, so geschieht es um uns nicht in Widerspruch mit Band I zu setzen, sowie mit der Tafel Aufschrift des vor¬
liegenden Bandes IX, die bereits ein Jahr vor Feststellung der Namensausgrabung hergestellt war. Hübner
hat schon mit großem Scharfsinn die Verwandtschaft der Cyrestis mit dem jetzigen Genus Megalura erfaßt,
indem er alle in Frage kommenden Arten unter Marpesia vereinigte. Die beiden Gattungen Megalura und Cy¬
restis sind in der Tat so eng mit einander verwandt, obwohl auf den entgegengesetzten Teilen der Erde vorkom¬
mend, daß man annehmen muß, sie gehören ein und demselben Stamme an. In den Hauptcharakteren stimmen
sie wohl mit dem Limenitis-Typus überein; doch zeigen sie auch einige bedeutende Abweichungen, wie z. B.
den Mangel des Mediansporns, die Einmündung des 4. Subcostalastes (statt des 3.) in die Flglspitze, weshalb
sie Dr. Schatz nur mit einiger Reserve in die Limenitis- Gruppe stellte. Es war deshalb ein glücklicher Gedanke
von AuRiviLLnJS den Namen „Marpesiidi“ für die in Frage kommende Gruppe einzuführen, von welcher aus
Afrika nur das Genus Azania Mart., aus dem neotropischen Gebiete nur die Gattung Megalura Blanch. bekannt
ist; während in Süd-Asien zwei auch habituell scharf getrennte Artenreihen existieren {Marpesia und Chersonesia).
Die Gattung Cyrestis bietet schon in ihrer äußeren Erscheinung so viel auffällige Merkmale dar. daß
sie hiedurch vollkommen als Genus charakterisiert würde. Der ganze Habitus, die mehr breiten als länglichen
Vflgl, der in einem stumpfen Lappen vorgezogene Innenwinkel der Hflgl, das kurz angedeutete Schwänzchen
am 3. Medianast (die Hübner bereits als Genus-Characteristicum verwertete, entsprechend dem langen Schwanz
der Megalura), schließlich auch die feine strichartige Zeichnung schließen eine Verwechslung der Cyrestis-
Arten mit allen andern Nymphalidengattungen vollständig aus. Cyrestis charakterisiert sich ferner durch die
ungewöhnlich langen, schnabelartig vorstehenden Palpen, welche vorderseits mit kurzen anliegenden Haaren
bedeckt sind, und auf dem Rücken des Mittelgliedes einen Kamm steifer Haare tragen; das Endglied ist beim
CYRESTIS. Von H. Fruhstorfer.
571
$ länger als beim^, tast % des Mittelgliedes erreichend und vorgeneigt. Fühler zart, allmählich in eine längliche
Kolbe übergehend. Vflgl mit 2 Subcostalästen vor dem Zellende; Ast .‘1 dem 4. näher abgezweigt, Ast 4 in die
Figlspitze, Ast 5 in den Außenrd mündend. Vordere Discocellulare sehr kurz, mittlere gerade oder schwach ge¬
bogen, y3 so lang, als die zarte, gerade, hintere Querader, welche die Mediana am Ursprung des 2. Astes trifft, aber
in einigen Arten auch verkümmert ist. Hflgl mit einfacher gebogener Präcostale, welche kurz nach Abtrennung
der Subcostale, oder selbst an der Ursprungsstelle derselben abgezweigt ist. Zelle entweder scheinbar offen
(Apsithra), oder durch eine feine hintere Discocellulare geschlossen. Vorderfüße sehr zart und dünn, seiden¬
artig behaart, mit kurzem Tarsus. $$-Vorderfiiße mit Megalura übereinstimmend (Dr. Schatz).
Die folgenden Charaktere sind allen Spezies von Cyrestis eigen : Sehr zarte, feine, elegante Tiere mit eben¬
so zarten, dünnen, aber außergewöhnlich großen Flgln, deren ausgedehnte Oberfläche in keinem Verhältnisse
zu dem schlanken, leichten, zierlichen Körper steht, den sie zu tragen haben; große, hervorstehende, nackte
Augen, lange, spitze, schnabelartig vorstehende Palpen, welche, etwas nach oben gerichtet , den gleichen Gebilden
des Genus Libythea ähneln, aber ebenfalls sehr zarte Organe sind. Die hauptsächlichste, sofort ins Auge fallende
Zeichnung beider Figl in allen Arten besteht in bald feineren, bald gröberen, senkrecht auf der Längsachse
beider Figl stehenden, zum Körper parallelen, schwärzlichen Bändern, von welchen auf beiden Flgln immer
drei zu einer breiten, submarginalen Binde zusammenfließen. Bei den weißen Arten sind diese Bänder oder
Streifen so fein, daß sie in Verbindung mit den oft schwarz beschuppten Adern an das Meridiannetz einer Land¬
karte erinnern, weshalb auch die weißen Cyrestis in Britisch Indien und den Straits bei den Laien den sicher
sinnreich gewählten Namen ,,the Map“ tragen. Auch im folgenden soll bei Charakterisierung der einzelnen
Arten häufig der Ausdruck „Meridianstreifen“ gebraucht werden, womit eben jene nach innen von der sub¬
marginalen, dreifachen Binde stehenden Querstreifen gemeint sind, von welchen sich unter Umgehung eines
kurzen, völlig basalen, meist nur auf dem Vflgl sichtbaren Streifens immer drei unterscheiden lassen; sie sollen
von der Basis gegen den Außenrd hin gezählt erster, innerer, zweiter, mittlerer und dritter, äußerer Meridian¬
streifen genannt werden. In dem aus drei Querstreifen gebildeten Submarginalbande der Hflgl und auch oft
im analen Ende des gleichen Bandes der Vflgl zerfällt die mittlere Linie in strichförmige Abschnitte, welche oft
eine hellere oder andersfarbige Umrandung besitzen, wodurch dann die einzelnen Striche an Glieder einer Kette
erinnern und so die im Verlaufe dieser Abhandlung oft zu erwähnende „Kettenzeichnung“ zu Stande kommt.
Die Weibchen sind von den Männchen nur durch hellere, minder prägnante Färbung und größeres Aus¬
maß, nie aber durch andere Zeichnung und neue Farben verschieden ; oft ist die sichere Erkenntnis des Geschlech¬
tes nur durch Untersuchung des ersten Fußpaares zu gewinnen. Dieses ist bei den Männchen sehr zart, dünn,
kurz, pectoral und seidenartig dicht behaart, bei den Weibchen dagegen viel länger und minder behaart und
läßt deutlich einen allmählich sich verdickenden Tarsus erkennen. Bei den mehr den Westen, den Kontinent
und die Inselkontinente bewohnenden Arten sind die Weibchen auffallend selten, während sie von den östlichen,
häufig nur auf kleineren Eilanden heimischen Spezies scheinbar öfter und leichter erbeutet werden, eine in
ihrem Wesen noch völlig unerklärte, aber sicher feststehende Tatsache, welche auch Hagen für andere Gat¬
tungen erwähnt und ohne Erklärung mit der Größe der Heimatsinseln in Zusammenhang bringt. Nach seiner
Erfahrung kommen auf den kleinen Inseln (Banka, Bawean, Dampier) beide Geschlechter in mindestens gleicher
Häufigkeit vor oder überwiegt sogar oft das weibliche, welches auf großen Inseln und auf dem Kontinente nur
selten gefangen wird. (Martin).
In den Klammerorganen nähern sich die Cyrestis den Calinaga und im allgemeinen mehr den Apatu-
riden als den Limenitiden. Tegumen ohne Scaphiumbildung und auch ohne häutige Anhängsel; Uncus mit kur¬
zer scharfer Spitze, welche einem blasig aufgetriebenen Basalteil aufsitzt. Valve gleichmäßig sackartig, nach
vorne halbrund mit langen Borsten besetzt. Penis lang griffelförmig, Saccus ungewöhnlich schlank, darm¬
förmig. Rp ähnlich jener von Pseudergolis, höchst phantastisch bewehrt; grün mit weißen Lateralstreifen;
sie besitzt zwei Hörner auf dem Kopfe, eines auf dem 5. und eines auf dem 11. Segmente, während wir an der
braungelben Pp deutlich die beiden Fortsätze am Kopfe erkennen, welche die langen Palpen des kommenden
Schmetterlings enthalten. Die Rp wurde von Wahnes gesellig lebend auf einem Strauche mit sehr harten, rauhen
Blättern gefunden, den Hagen als Delima sarmentosa L. bestimmt. Futterpflanze der Rp die zur Familie
der Artocarpeen gehörigen Genera Ficus und Urostigma, vielleicht auch Covellia, das sind jene höchst merk¬
würdigen, tropischen Bäume mit den langen Luftwurzeln, welche, den Boden erreichend, zur fortwährenden
Neubildung von frischen Individuen führen, das sind auch die heiligen Bäume der Inder, der Banian oder der
Waringin, in deren einem Wischnu geboren wurde und unter deren einem einst vor 2% Jahrtausenden Buddha
meditierend saß.
Die eleganten Falter besitzen ungestört einen segelnden, schwebenden Flug ohne bemerkbares Heben
und Senken der Figl, aber mit sehr dezidierten Bewegungen. Auf der Suche nach Wasser sieht man sie oft
rapid einen Waldweg entlang fliegen und dann sind sie (die weißen Arten) nur sehr schwer von zu gleicher Zeit
fliegenden Pieriden zu unterscheiden. Meist findet man sie auf nassen Wegstellen oder auf dem feuchten Sande
am Ufer kleiner Wasserläufe und Bäche mit weit ausgebreiteten Flgln, die Vflgl sogar etwas nach vorne überstreckt
sitzen, wo sie gierig Wasser einsaugen. Auch Fruhstorfer sagt (Iris XV, Heft I, 1902, pag. 170): „Die weißen
Arten von Cyrestis und auch lutea finden sich fast ausnahmslos auf nassen Erdstellen oder dem Ufersande der
Flüsse, wo sie sich mit prall ausgespannten, etwas nach unten geneigten Flgln setzen, sodaß sie aussehen, als
572
CYRESTIS. Von H. Fruhstorfer.
■periander.
wären sie auf die alte, englische Manier gespannt“. Der kleine, in den heißen Sonnenstunden des tropischen
Klimas einer gefährlichen Eintrocknung ausgesetzte Körper erfordert, wie es scheint, dringend reichliche
Wasserzufuhr, welche die niemals zu den Wasserplätzen kommenden Weibchen offenbar in Niederschlags¬
resten auf Pflanzen zu finden wissen oder infolge des Lebens im Schatten des Waldes minder bedürfen. Gestört,
erheben sich die Tiere rapid und verbergen sich geschickt auf der Unterseite von Blättern, wo sie sich ebenfalls
mit ausgebreiteten Flgln niederlassen. Hagen sagt noch vom Fluge der nivalis Avörtlich: ,,Das Tierchen sieht
im Fluge wirklich ganz wie ein Stückchen Papier aus, das, von einem Windzug erfaßt, plötzlich vom Boden
in die Höhe gerissen, eine Zeit lang in der Luft herumgewirbelt wird und wieder ebenso plötzlich und unvermittelt
zu Boden fällt“. Ueber das Verstecken auf der Unterseite von Blättern hören wir noch von de Niceville, daß
nach seiner Erfahrung diese Gewohnheit nur bei Cyrestis zu finden und ein großer Schutz gegen verfolgende
Feinde sei, da der Falter so plötzlich verschwindet, daß man an Zauberei denken müsse, wenn man nicht wirklich
das Einfallen auf der Unterseite des Blattes beobachtet hat. Rev. J. H. Hocking gibt an, daß thyodamas im West-
Himalaya überwintere, welche Beobachtung an einer Nymphalide nicht unrichtig sein dürfte. (Martin).
Das von Cyrestis bewohnte Gebiet ist ein großes, weit ausgedehntes und umgreift den ganzen Süden
Asiens von der Westküste Britisch-Indiens, Bombay, über Burma, Siam, die Malaiische Halbinsel, Tonkin,
Süd- und West-China, Hainan und Formosa bis hinauf zu den Loo-Choo-Inseln und zum südlichen Japan mit
Einschluß der großen Inselflur von den Andamanen im Westen bis zu den im fernsten Osten liegenden, engli¬
schen Inseln des Salomon-Archipels und den Loyalty-Inseln. Auf Ceylon fehlen jedoch gleich der Gattung
Symbrenthia alle Marpesiiden und ihr Vorkommen auf den Key-Inseln ist sehr fraglich. In der Regel Bewohner
der submontanen Zone, finden sich mehrere Arten auch noch in der heißen Küstenebene und ganz nahe dem
Seestrande. Auf Java begegnet man zwei Arten auf ca. 1200 m und im Himalaya steigt die gemeine thyodamas
bis zu 6000' und selbst 8000' empor.
Arten-Gruppe Apsithra Moore.
Ohne strukt urelle Differentialcharaktere aufgestellt und von Marpesia nur zu trennen durch etwas
längere Gabel des vierten und fünften Subcostalastes und den steiler gerichteten dritten Subcostalast der Vflgl.
Figlschnitt rundlicher. Apsithra umfaßt eine gut begrenzte Anzahl von unter sich sehr ähnlichen Arten, sehr
zarten, schwach fliegenden, gebrechlichen Tieren, bei denen immer Weiß die Grundfarbe ist, auf welcher schwärz¬
liche oder sepiabraune Zeichnungen Vorkommen. Die Meridianstreifen der weißen Arten lassen sich noch in
Ueberresten erkennen oder sind in ein Gewirre von kurzen Bändern in der basalen Hälfte des Figls aufgelöst ;
das weiße Mediangebiet der Grundfarbe ist fast immer vorhanden, aber von sehr unregelmäßiger Form und
sehr verschiedener Ausdehnung; die submarginalen Bänder bestehen deutlich und zeigen die Ocellenreihen
der acilia- Gruppe ; ebenso unversehrt finden sich der Analocellus und der Kern auf dem Anallappen wieder,
auch tragen alle Arten, aber nicht alle ihre Formen im Analgebiete der Oberseite der Hflgl blauen und
gelben Schmuck. Der Ird des Vflgls ist nahezu gerade und läßt die kleine, aber konstante Ausbuchtung nahe
der Basis, welche bei Sylcophages nie fehlt, nur in geringem Grade erkennen. Die ganze Gattung neigt hoch¬
gradig zu Dimorphismus und es lassen sich immer zwei Formen jeder Species unterscheiden, welche wohl sicher,
wie fast alle Autoren annehmen, mit Regen- und Trockenzeit des Heimatgebietes im Zusammenhang stehen;
die dunklen Formen entsprechen der Regenzeit, die hellen der Trockenzeit. Leider besitzen wir noch unge¬
nügendes Material mit verlässigen Flugzeitdaten und sind auch die meteorologischen Beobachtungen in jenen
Ländern noch nicht so gefördert und abgeschlossen, daß wir hier mit voller Sicherheit urteilen könnten. Ueber
Larvenzustände und Futterpflanzen wissen wir leider absolut nichts. Die Falter sind nirgends häufig, an man¬
chen Plätzen ihres Vorkommens sogar sehr selten, die $$ aber nur bei den kontinentalen Arten spärlich. Das
von Apsithra bewohnte Gebiet umfaßt den Süden des asiatischen Kontinents, die großen Sunda-Inseln und
Satelliten, die Philippinen und Molukken; im Papuagebiet ist die Arten-Gruppe nicht mehr vertreten, deren
Verbreitung sich völlig mit der der folgenden Gattung Chersonesia deckt.
C. periander eine variable Species, von welcher mehrere, gut charakterisierte und konstante Subspecies
bereits bekannt sind ; eine Vermehrung derselben ist nicht ausgeschlossen, da das Verbreitungsgebiet noch einige
Lücken aufweist. Dieses erstreckt sich über das südliche Festland von Asien, Burma, Malayische Halbinsel,
Siam, Tonkin, Sumatra mit Engano, Java mit Sumbawa, während Vorderinclen, Nias, Borneo, Bali, Lombok
und Sumba ohne periander- Form die erwähnten Lücken darstellen, von denen ja wohl die eine oder andere
noch angefiillt werden mag. Die Tiere dieser Gruppe sind bedeutend kleiner als jene der nachfolgenden cocles-
Gruppe und besitzen den Apex des Vflgls schief abgeschnitten, sodaß der Flglrand vom Apex der Costa bis
zu dem in einer Spitze hervorragenden Apex der oberen Radiale in einer schrägen Linie verläuft. Ueber die in
der Grundfarbe weißen Figl ziehen drei gelbliche, an die Meridianstreifen von Sykophages erinnernde Streifen,
während das Marginalgebiet stets breit schwärzlich oder schwarzbraun bestäubt ist. Auf den Vflgln sind die
Ocellenreihen zu schwarzen Pünktchen gewandelt, auf den Hflgln aber sind aus den runden Ocellen herz¬
förmige Gebilde geworden, welche in einzelnen Subspecies eine ganz auffallende, fast komische Aelm-
lichkeit mit Kartenherzen besitzen. Die Formen der periander- Gruppe, soweit ich sie beobachten
konnte, lieben den eigentlichen Wald. Bei Palabuan an der Südküste Javas fing ich einmal eine
CYRESTIS. Von H. Fruhstorfer.
größere Anzahl in einem Urwalde, in dem ein von den Felsen herabrauschender Wildbach eine natürliche Lich¬
tung geschaffen hatte. Dort flogen die zierlichen Falter an einem gewitterschwülen Vormittag, wenn die Regen
für kurze Zeit ausgesetzt hatten, langsam von Strauch zu Strauch schwebend, um die; kurzen Sonnenblicke im
Gaukelspiele in der Luft genießend auszunutzen. Die zarten Falter waren sehr leicht zu fangen. Die fA der
periander- Gruppe sind prozentual nicht so selten, wie $$ von weißen oder gelben Cyrestis. periander F .. ur¬
sprünglich aus Siam beschrieben, wurde von mir dort an der Bangkok-Korat- Bahnlinie bei Muok-Lek
wieder aufgefunden. Die Falter waren wohl wegen der Trockenzeit (Januar) selten. Grundfarbe rein weiß mit
3 — 5 grauen oder gelblichen Querstreifen aller Figl, Außenrd weit tiefer und schwärzer abgeschnitten als
bei periander, fast schwarz. Darin stehen dieselben weißen Linienzeichnungen wie bei periander, auch die
mehr mondförmigen Augenflecken der Hflgl. Ebenso steht vor den letzteren nach unten eine noch auffallen¬
dere, gelbe Halbbinde. Auf der sonst weißen, graugelb gebänderten Unterseite tritt der schwarze Außenrd
noch viel auffallender, dunkler hervor, besonders auf dem Vflgl. Bei meinem periander aus Sumati'a fehlt er
hier völlig. Die Herzflecken sind noch nicht deutlich ausgebildet, sondern bestehen aus kleinen, in der
Mitte verdickten, nach außen leicht zugespitzten Halbmonden. Im übrigen zeichnen sich die kontinentalen
Formen von periander durch deutlichere, weiße Grundfarbe und schwärzeren Außenrd, der auf der Unterseite
durchschlägt, von den Inselformen aus. — - binghami Mart, von Tavoy; nach einem mir von Oberst Bing- bitujhami.
ham aus Tenasserim zugesandten Es ist kleiner wie der typische periander, von dem es sich nur dadurch
unterscheidet, daß auf der Oberseite der Vflgl vom zweiten, mittleren Meridianstreifen bis zum schwarzen
Marginalgebiet die weiße Grundfarbe direkt an den Costalrd herantritt , der beim typischen periander
in seiner ganzen Ausdehnung schwarzbraun gesäumt ist. — vatinia Frühst. (122 c), eine sehr gute Subspecies, vatinia.
ist das hellste und größte Tier in der ganzen Gruppe; sie besitzt alle für die kontinentalen Formen wichtigen
Charaktere, unterscheidet sich aber von ,,; periander''" noch durch folgendes: Die Meridianstreifen sind schmäler
und etwas dunkler, stehen inter se weiter auseinander und erscheinen deshalb mehr ausgezogen und gleich¬
mäßiger über den ganzen Figl verteilt ; das im Apex des Vflgls verbreiterte, dunkle Marginalgebiet besitzt einen
violett-rotbraunen Hauch; das Analgebiet der Hflgl ist nur wenig gelb und Staudinge rs gelbe Halbbinde ist
nur andeutungsweise vorhanden. Die Reinheit der Grundfarbe und der Mangel an Zeichnung tritt noch mehr
auf der Unterseite beider Figl hervor. Costa des Vflgls durchaus schwärzlich gesäumt. Die submarginalen,
herzförmigen Gebilde auf den Hflgln, bei typischem periander und binghami noch deutliche, in der Mitte spitz
ausgezogene Möndchen, treten bei vatinia sehr zurück und stehen nur als schwach gekrümmte Strichlein an
der inneren Grenze des schwarzen Marginalgebietes der Hflgl. Die $$ sind etwas größer als die und die
Zeichnungen auf den Flgln sind etwas zierlicher und dünner. Tonkin, Than-Moi, Juni, Juli und ChiemHoa
August, September. Von den Inseln des Archipels haben die folgenden Subspecies Erwähnung gefunden: — -
martinus Frühst. Unterscheidet sich sofort von allen anderen Formen durch die fast völlig rauchbraune Ober- martinus.
Seite beider Figl, sodaß von der Grundfarbe nur außerhalb des dritten Meridianstreifens eine sclnnutzig-weiße
Submarginalbinde übrig bleibt, welche jedoch bei den immer etwas größeren $$ breiter und weißer ist. Die
sehr breiten Meridianstreifen sind dunkel gelbbraun; die drei analsten Ocellen der Hflgl zeigen deutlich Herz-
form; der Analocellus ist rund; auf der Unterseite beider Figl schlägt das dunkle Marginalgebiet nicht durch,
sondern erscheint nur der Apex des Vflgls und der äußerste Rand beider Figl leicht grau überzogen. Type aus
Nordost-Sumatra von Forbes und meinem Sammler auch im Westen der Insel gefunden. Forbes schreibt
über martinus, daß es ein Falter von keuschem Benehmen sei, der im dichten Dschungel in kurzen Flügen sich
von der Unterseite eines Blattes zu der eines anderen begebe, dort flach die Figl ausbreite und dann nicht
wieder ohne große Mühe aufzufinden sei. — enganicus Frühst. (122 c). Die dunkelste Form der ganzen Gruppe enganicus.
mit sehr breitem, dunkelbraunen Marginalgebiete, welches besonders breit am Apex des Vflgls sich entlang
dem Costalrd fast bis zur Basis hinzieht. Von den dunkelgelben, schwarzgesäumten Meridianstreifen ist be¬
sonders der zweite, mittlere sehr dick und erscheint zwischen diesem und dem dritten und dem Marginalgebiete
die rein weiße Grundfarbe als Medianband, welches der dritte Meridianstreifen in zwei ziemlich gleiche Hälften
teilt ; nach innen vom verdickten, mittleren Meridianstreifen ist die ganze Figloberfläche graubraun überstäubt ;
die Herzflecken sind zu großen, die Form nicht mehr erkennen lassenden rundlichen, schwarzbraunen Keilen
umgewandelt, von denen auch drei im Apicalgebiete des Vflgls gut zu sehen sind; auf der Unterseite beider
Figl schlägt das Marginalgebiet nicht durch wie bei den kontinentalen Formen, doch ist der Außenrd lichtbraun
überzogen ohne scharfe Grenze gegen die mediane Grundfarbe. Nach Doherty häufig im hohen Wald; Engano.
- — horsf ieldi Moore. Horsfield gibt eine gute Abbildung von beiden Seiten dieser Form, welche dem Sumatra- horsfiddi.
Tier sehr nahe steht, das aber das Gebiet zwischen zweitem und dritten Meridianstreifen nicht mit rauchbrauner
Ueberstäubung, sondern in der Grundfarbe zeigt und deshalb einen viel helleren Eindruck als martinus macht. Un¬
terseite wie bei martinus, nur ebenfalls im allgemeinen heller. Die drei analsten Ocellen des Hflgls zeigen deutliche
Herzform. Die $$ sind größer und sehr weiß. Von mir in Anzahl bei Palabuan gesammelt. — dohertyä Moore, heller doherty i.
wie horsf ieldi, mit schmäleren Meridianstreifen, welche ungefähr gleiche Breite Avie bei typischem periander besitzen,
hat das Marginalgebiet beider Figl sehr schwarz, wohl am schwärzesten in der ganzen Gruppe und besitzt auf
dem Hflgl die Ocellenreihe komplett in Gestalt von fünf wohl ausgebildeten, schwarzen Herzflecken; auch
auf dem Vflgl ist die Ocellenreihe prominenter als in irgend einer anderen Form; der Costalrand des Vflgls zeigt
auf der Oberseite einen matt-silbergrauen Glanz, der bei den andern Rassen AArohl auch vorhanden ist, aber nie-
574
CYRESTIS. Von H. Fruhstorfer.
mals in gleicher Intensität wie bei dohertyi ; auf der Unterseite ist das dunkle Marginalgebiet sehr deutlich,
ähnlich wie bei typischem periander, besitzt aber gegen die Grundfarbe hin keine deutliche Grenze; auch hier
sind die Ocellenreihen beider Figl außergewöhnlich deutlich. Sumbawa. Nach einem Exemplar im Britischen
Museum, welches eingesehen wurde, und einem zweiten Exemplar in meiner eigenen Sammlung beschrieb ich eine
siamensis. weitere Subspecies als siamensis, deren Vaterland aber bis jetzt noch unbekannt geblieben ist. Die Original¬
beschreibung (Soc. Entom. Jahrg. XIII. 1898 Nr. 10) lautet: „Größer als periander, F. von Malakka, Suma¬
tra und Java und mit breiteren Submarginalbinden“. Ich notierte mir von dem Exemplar im Britischen Museum
folgendes : Sehr dunkle und große Form, dunkler wie Sumatra und Engano-Exemplare (somit wohl das dunkelste
Tier der ganzen Gruppe), Hflgl mit Ausnahme eines schmalen Streifens an der Costa völlig graubraun über¬
stäubt; auch der Vflgl zeigt die weiße Grundfarbe der Gruppe nur in einem am Ird gelegenen, quadratischen
Flecken zwischen Marginalgebiet und dritten Meridianstreifen; Herzzeichnung deutlich. Ich erwähnte
diese Form noch Berk Ent. Ztg. 1899, p. 18 und Iris, 1902, p. 171 und die Vermutung, daß wir in
siamensis vielleicht eine kontinentale Form aus Assam oder Ober-Burma vor uns haben, von welcher auch
Butler spricht, hat einige Berechtigung. Wir hätten dann eine Analogie zur sehr dunklen cocles-natta ebenfalls
aus Assam. Da ich unterdessen selbst in Siam den typischen periander gefunden habe, ist der Name unglücklich
gewählt und wird wohl auch seine Korrektur erfolgen, wenn das wirkliche Vaterland der Form bestimmt
bekannt wird.
C. Codes übertrifft periander an Größe, hat den Apex des Vflgls abgerundet und geht in ihrer Verbrei¬
tung weiter nach Osten über Hinterindien bis Hainan aber im Süden nicht ins makromalayische Gebiet. Der
nomenklatorische Typus stammt, gleichwie jener von periander, aus Siam und wurde von mir dort in der kleinen
Form einer Generation der trocknen Periode aufgefunden. Im Gegensatz zu der individuell äußerst beständigen
periander, von der ein Stück genau dem anderen gleicht, divergiert cocles in erstaunlicher Weise sowohl von
einem Individuum zum anderen wie auch geschlechtlich, während sich die geographischen Rassen weniger auf-
cucles. fallend umprägen als bei der vorigen Species. cocles F. (122 b) wird hier nach einem J der regenlosen Zeit
abgebildet, den ich in Siam im Januar in Gesellschaft mit gleichfalls habituell gering entwickelten oberseits
nattci. perlmutterfarbenen auffand. — In Assam tritt eine völlig veränderte Form in großer Häufigkeit auf, nafta
Swinh. (122 £ b) deren $$ jedoch sehr spärlich gefangen werden und von welcher wir annehmen müssen, daß
cocleoides. es sich um eine extreme Regenzeitform handelt. — cocleoides Frühst. (122 b), von welcher wir ein hell apfel-
grünes $$ darstellen, umschreibt eine habituell größere Arealrasse, auf Exemplare basiert die in Zentral-Tonkin
vom Juni bis August fliegen und auch in Süd-Annam im Januar und Februar Vorkommen. Pavie fand ähnliche
carli. Cyrestis bei Luang Prabang welche Poujade als earli bestimmte. — earli Bist, bezeichnet eine nicht sehr deut¬
lich abgesonderte Ortsform der Malayischen Halbinsel in der Größe die Mitte haltend zwischen unserer Figur
von codes und natta -<$, und von letzterer nur durch ausgedehntere weiße Felder im Submarginalgebiet der Vflgl
zu separieren. Von der Insel Hainan und auch von Assam liegen mir dann noch $$ vor welche zwar noch das
cocleoides- Kolorit zeigen aber bereits an natta gemahnende, relativ breite, weiße, proximal eingezackte Längs-
formosa. binden führen. Derlei Exemplare sind besonders den Andamanen eigentümlich und wurden als formosa Fldr.
(= horatius Wood- Mas. und andamanica Wood- Mas.) beschrieben. In Sikkim bleibt cocles stets selten; süd¬
wärts geht die Art bis Orissa, fehlt aber sonst im Dekan sowie auf Ceylon. Man begegnet ihr aber von Assam
an bis Süd-Tenasserim. Adamson schreibt, daß er sie beiMoulmein beobachtet habe und Codes im Fluge unge¬
mein der Junonia atlites L. gleiche. Auf Sumatra sind cocZes-Formen nicht bekannt. Im Makro malayana ist
sericeus. cocles indessen doch durch sericeus Btlr. vertreten, eine nahe der Artgrenze stehende hervorragend differen¬
zierte und für einen Borneofalter erstaunlich helle Form. Die Type im Britischen Museum ist ein helles Tier
ohne verdunkelten Apex. Butler’s Originalbeschreibung ist sehr genau und bezieht sich natürlich nur auf die
helle Form. Alle Zeichnungen sind bei sericeus sehr fein und delikat, das weiße Medianband erscheint sehr
breit und wird durch eine auf beiden Flgln nahezu gerade, schwärzliche Linie in zwei fast gleichgroße
Hälften geteilt. Diese schwarze Linie stößt bei codes in allen Formen, auch bei earli, sofort an die dunklen
Zeichnungen des Außenrds an, während bei sericeus noch ein weites Gebiet der weißen Grundfarbe außerhalb
der Linie steht. Die Unterseite ist sehr blaß und erscheinen liier die auf der Oberseite wirren Bänder in Art
der Meridianstreifen angeordnet. In größerer Serie lassen sericeus auf beiden Seiten der Figl einen feinen rosa
Schimmer der Grundfarbe erkennen. Selten in den Sammlungen, nur zwei $<$ aus Amuntai (Südost-Borneo)
in meiner Sammlung.
cassander. C. cassander ersetzt cocles auf den Philippinen, ist im ^ kaum, durch den £ jedoch erheblich von der
kontinentalen Vikariante differenziert. Es liegt sonst die Versuchung sehr nahe, diese Art mit der folgenden
paulinus in einer Spezies zu vereinigen, aber es besteht ein gut haltender, deutlicher Unterschied, paulinus
in allen Formen trägt auf beiden Flgln deutliche, runde Ocellen, welche bei cassander und Subspezies durch
schwarze, weiß umrahmte Striche ersetzt sind, welche man kaum Halbmonde nennen kann, da ihnen jede Krüm¬
mung fehlt. Außerdem zeigt cassander bereits eine stumpfe Abstutzung des Apex der Vflgl, welche ihm mit der
folgenden Periander- Gruppe gemein ist, während bei paulinus der Apex mehr gerundet erscheint. Es ist wohl
aus diesem Grunde, daß Felder in seiner Originalbeschreibung, welche auf ein Stück aus Luzon geht, die Art
nahe verwandt mit periander F . bezeichnet. Dr. G. Semper, ein Bruder des berühmten Autors über die Schmetter-
CYRESTIS. Von H. Fruhstorfer.
o / o
linge der Philippinen, hat die Art entdeckt und das erste Exemplar, ein sehr verstümmeltes, wie Felder sagt,
nach Europa gesandt. Georg Semper hat später ca. 70 Exemplare der in Sammlungen seltenen Art gesehen.
cassander fliegt ebenfalls in zwei Formen, von denen die dunkle der Regenzeit , die helle der Trockenzeit angehören
dürfte. Die Aufhellung bei der Trockenform betrifft nicht nur die Nuance des schwarzen Marginalgebietes,
welches verblichen schwarzgrau wird, sondern zeigt sich auch in einer Verschmälerung dieses Gebietes und
einer Unterbrechung desselben zwischen zweitem und drittem Medianast durch zwei weiße Halbmonde. Das
zart gelbe Analgebiet des Hflgls mit blaugrauem Analocellus und ebenso gefärbtem Kerne auf dem Anallappen
ist in dieser Art besonders zierlich und reizvoll, cassander Fldr. ist auch heute noch selten in den Sammlungen.
Nord-Philippinen-Stücke sind kleiner und heller, als solche aus südlicheren Fundorten. Semper hatte Exemplare
aus Mindoro, die übrigen Fundorte die er in seinem Werke p. 112 nennt, beziehen sich jedoch auf dacebalus dacebalus.
subsp. 7iov., deren Exemplare breiteren braunen Distalsaum als alle anderen insularen Rassen führen. Type
von Leyte in der Sammlung Semper des Senckenbergischen Museums. Sonst vermutlich auch ziemlich identisch
auf den Comotes, Guimaras und Bohoe vorkommend. — - Als orchomenus subsp. nov. wird die südliche Insel- orchomemis.
rasse eingeführt, welche mir von Bazilan vorliegt und wozu mir ziemlich übereinstimmende Exemplare auch
aus Mindanao der Sammlungen Semper und Staudinger bekannt sind. Namentlich die $$ präsentieren sich
größer als nördliche cassander und selbst verglichen mit thessa von Palawan fällt ein verbreiterter und verdunkel¬
ter braungrauer Distalsaum besonders der Vflgl auf. — - Mit thessa -$ verglichen ergibt sich eine verminderte
gelbliche und vermehrte graubraune Bänderung der Unterseite. Flugzeit nach Semper vom Februar bis August ;
von Doherty im Februar auf Bazilan gefunden und anscheinend sehr selten. — thessa Frühst. (122 c als tessa) thessa.
stammt aus Palawan von wo sie Doherty in großer Anzahl im Monat Januar erbeutete. $ in der Hauptsache
gelbbraun mit perlmutterfarbenen Längsbinden jedoch ohne die schwärzlichen Halbmonde, welche sie bei cooles
distal begleiten. Dagegen treten auf der Oberseite der Vflgl die schwarzen länglichen submarginalen Oc-ellen
nahe der Figlspitze deutlicher hervor. Palawan. Auch von Balabac in meiner Sammlung mit etwas lichter-
braun umrandeten So-
C. paulinus bildet die natürliche Fortsetzung von Codes auf den Molukken und der celebischen Subregion.
Im Gegensatz zu cocles und cassander sind bei ihr die $$ mann-ähnlich, und dies umsomehr, je weiter der Fund¬
ort nach Osten vorgeschoben ist. Durch die geographische Lage bedingt bilden celebische Exemplare (kühni kühni.
Bob .) einen trefflichen Uebergang von der philippinischen zu den östlicheren Vikarianten. Der bildet einen
Rückschlag zu thessa dadurch, daß sich der schwärzliche Außensaum der Figl schärfer von der graumelierten
Basalzone abhebt. Die Namenstype stammt aus Tombugo, Ost-Celebes, und befindet sich eine Cot-ype sowie da¬
mit harmonierende Stücke aus Tonkean und Balante in der Kollektion Fruhstorfer. Nach Martin lebt kühni
auch auf Bangkai. — - Der Name mantilis Stgr. (122 b als kühni) kann auf eine dunklere und größere Rasse der mantilis.
Minahassa übertragen werden, von welcher wir ein $ abbilden, das von Röber’s Figur und meinen Ost-Celebes-
$$ durch progressive melanotische Verfärbung abweicht. Namentlich präsentiert sich die bei kühni rein weiße
mediane Längsbinde der Oberseite bei inantilis dicht grauschwarz überpudert. Selten, mir aus Tondano und Sa-
wangan vorliegend. — seneca Wall. (= latilimbata Stgr.) schließt sich durch vergrößerte Ocellen der Hflgl an seneca.
paulinus an, entfernt sich aber von den celebischen und molukkischen Rassen durch fast die gesamte äußere
Figlhälfte überdeckenden schwarzbraunen Distalsaum, Basalpartie aller Figl jedoch wie bei kühni und mantilis.
Oberseits macht sich gelegentlich ein zarter rötlich violetter Schimmer bemerklich. $ heller und stattlicher
als die Sula-Mangoli und Sula-Besi, Oktober November. • — paulinus Fldr. (nach einem von Batjan paulinus.
beschrieben) bewohnt sowohl die Nord- wie auch Süd-Molukken, ohne irgendwie lokal erheblich zu differieren.
Dagegen existieren distal mit weiß durchsetzte <$<$ und $$ sowie Exemplare mit breitem nicht durchbrochenem
schwärzlichem Terminalband, welches die bei der hellen Form deutlich zu Tage tretende schwarze Ocellenkette
nahezu völlig absorbiert. Nach auffallend hell gezeichneten d<S aus Halmaheira wurde gilololensis Lathy auf- gilololensis.
gestellt. - — waigeuensis Frühst. (122 b), die östlichste Inselrasse, zeichnet sich bei der hellen Form durch Zurück- tvaigeuensis.
weichen des schwarzen Außensaums oder dessen Färbung in ein fahles Graugelb und besonders große frei heraus¬
tretende Ozellen aller Figl aus. Auch die vermeintliche Regenzeitform läßt sich von paulinus absondern durch
schmäleres schwarzes Randgebiet der Oberseite und dessen Neigung zum Verlöschen auf der Unterseite der
Vflgl. (Entom. 1904, p. 71).
Arten- Gruppe Sykophages Mart.
Strukturell nicht von den echten Marpesia zu trennen, umfaßt diese Serie die bekanntesten, nämlich
die weißen Arten.
C. nivea bewohnt ungefähr das Zentrum des gesamten Cyrestis- Gebietes ; die nordwestliche Verbreitungs- nivea.
grenze fällt, wie oben schon erwähnt, mit der südöstlichen von thyodamas zusammen und liegt in der Breite
von Tavoy; sie findet sich in Macromalayana, Siam und Tonkin und dessen Satellitinseln, auf den Philippinen
und auf Bali, Lombok und Sumbawa, wo sowohl nördlich wie südlich die äußerste Ostgrenze erreicht scheint.
Das submarginale Band der Hflgl, meistens nur in seiner analen Hälfte und auch da nicht in allen Arten mit
Blau geziert, findet auf dem Vflgl keine submarginale Fortsetzung, sondern trägt dieser Figl nur ein marginales,
aber kontinuierliches Band. Der gelbe Schmuckfleck im Analwinkel des Vflgls ist ganz an den Rand des Figls
576
CYRESTIS. Von H. Fruhstorfer.
gerückt. Der Typus der Gruppe, nivea , Zink.-Somm. stammt aus Java, doch soll auch hier aus geographischen
Gründen die Aufzählung der Formen von Westen nach Osten, vom Kontinente gegen den Archipel, statt haben.
nivalis. — nivalis Fldr. Felders Typus befindet sich im Tring-Museum und ist vom Grafen de Castelnau in „Malakka
inferior“ erbeutet worden. Von nivea läßt sie sich aber sofort unterscheiden, weil die weiße Grundfarbe auf dem
Vflgl vom zweiten Meridianstreifen bis zum am Apex verbreiterten Marginalbande direkt an die Costa herantritt,
während bei nivea und allen ihren Subspezies der ganze Costalrand des Vflgls breit schwarz gesäumt ist. Die
Meridianstreifen sind sehr fein, verlaufen nach außen convex und bewahren inter se gleiche Abstände ; Ketten¬
zeichnung läßt sich kaum erkennen; das C, welches wir in der thyodamas- Gruppe über dem gelben Schmuckfleck
im Analwinkel des Vflgls finden, ist bei nivalis und in der ganzen nAea- Gruppe zu einer nach innen concaven
Nierenmakel geworden. Nach Felder soll sich nivalis auch noch durch kürzere Vflgl, tieferen Ausschnitt des
Apex des Hflgls und durch längeren Analrand von nivea unterscheiden. Die exzessiv seltenen $$ von nivalis
(1 $ von Loeboe-Rajah, Sumatra, [Ericson], Mai 1897 im Tring-Museum) unterscheiden sich nur durch größeres
Ausmaß, lichteres Schwarz der Zeichnung und vermehrte Transparenz der weißen Flglteile von den
Exemplare aus Burma, Tenasserim, den verschiedenen Plätzen der Malayischen Halbinsel und Sumatra bieten
unter einander absolut keine Verschiedenheiten dar, überhaupt ist nivalis eine ziemlich konstante Art, von der
borneensis. sich nur wenige und noch dazu schwach verschiedene Subspecies entwickelt haben. — borneensis Mart, steht
typischen nivalis sicher sehr nahe, besitzt aber einen kleinen, ziemlich konstanten, intimen Unterschied, der es
ermöglicht, die Borneo-Rasse als eigene Subspecies aufzustellen. Auf der Oberseite der Hflgl findet sich nach
abwärts und nach außen vom submarginalen Bande zwischen Anallappen und Schwänzchen ein kleines, liegendes
Dreieck, welches bei typischer nivalis gell) gefärbt ist und nur am Außenrd einen feinen, analwärts dünner wer¬
denden, weißen Strich zeigt. Bei Borneo- Stücken findet sich in diesem Dreiecke meist mehr Weiß als Gelb
und fast immer ein weißer Wisch nach aufwärts zwischen zweitem und drittem Medianast. Außerdem ist die Bor¬
neo-Rasse meist etwas größer und — merkwürdig zu sagen — in Serien heller als jene von Sumatra und dem Kon-
bangkiva. tinent. — bangkiva Mart, stammt von der Insel Bangka; sie unterscheidet sich von typischen nivalis erstens durch
größeres Ausmaß, zweitens durch einen leicht gelblichen Ton der weißen Grundfarbe und drittens durch bedeutende
Vergrößerung des orangegelben Gebietes in der analen Hälfte der Hflgl. Mit dem vermehrten Gelb im Analteile
tonkiniana. der Hflgl bildet diese Subspecies einen Uebergang zur dritten Form: tonkiniana Frühst. ( 122a). Von Tonkin
(Chiem-Hoa). Eine echte nivea- Form. Sie unterscheidet sich von nivalis durch folgende Details: Auf dem
Vflgl im Apex ein sehr deutlicher, orangegelber Subapicalfleck, wo sich bei nivalis nur ein winziges, weißes
Pünktchen findet ; auf den Hflgln ist das submarginale Band bis hinauf zum Apex des Figls an der Außenseite
mit Gelb ausgefüllt, in der analen Hälfte dieses Bandes eine sehr deutliche, blaue Schmucklinie; das Gebiet
der Hflgl, welches am Außenrd nach außen von der inneren, breiteren Submarginallinie liegt, ist ebenfalls
völlig gelb überzogen, während nivalis dort die weiße Grundfarbe zeigt. Unterseite wie nivalis , nur eine geringe
Vermehrung der gelben Töne, tonkiniana ist sicher größer als typische nivalis, erreicht aber in ihren Maßen nicht
fadorensis. borneensis. Fliegt an ihrem Fundorte nach Fruhstorfer zusammen mit thyodamas. (Martin). — fadorensis
Kheil, Nias. Die bei nivalis schwarzen Teile der Oberseite beider Figl sind rauchgelb überzogen, was besonders
am Apex des Vflgls und am submarginalen Bande der Hflgl in Erscheinung tritt; der gelbe Schmuckfleck
im Analwinkel des Vflgls ist sehr breit angelegt, der über ihm stehende Nierenmakel ebenfalls gelb überzogen;
die Meridianstreifen sind viel plumper als bei nivalis ; die blaue Schmucklinie im submarginalen Bande fehlt;
die Unterseite ist unter Bewahrung der gelben Flecken viel heller als die von nivalis. Die Abbildung Kheils,
nach einer Photographie, läßt leider die gelben Flächen nicht erkennen und gibt so kein richtiges Bild von dieser
superbus. Form. Genannt nach Fadoro, einem Kampong auf Nias. — superbus Stgr. von Palawan ähnelt fadorensis ; was
aber bei dieser rauchgelb ist, leuchtet bei superbus in brillantem Ockergelb ; auch die basale Hälfte des Costal-
randes der Vflgl, auf welcher bei fadorensis noch schwärzliche Töne die Oberhand besitzen, erscheint im gleichen,
lebhaften Gelb ; die Meridianstreifen so fein wie bei nivalis ; der blaue Schmuckstreifen in der analen Hälfte
des submarginalen Bandes der Hflgl deutlich entwickelt, von Kettenzeichnung kann nicht gesprochen werden;
auf der Unterseite ist die Zeichnung mit möglichster Unterdrückung von Schwarz fast ganz gelb. Noch genauere
Unterschiede sind in der Beschreibung Staudinge rs einzusehen, wo übrigens superbus eine Lokalform von
fadorensis genannt wird. Zwischen Nias und PalaWan liegt Sumatra, die Malayische Halbinsel, der Kontinent
von Borneo und noch viele kleinere Eilande und wollte Staudinger wohl sagen, daß auf Nias sowohl wie auf
Palawan, beides Satellitinseln eines großen Inselkontinentes, gleiche klimatische Faktoren in gleicher Richtung
auf die weitere Entwickelung der originalen Ur-CyresUs-Form im Laufe der Jahre eingewirkt haben. —
nivea nivea Zink.-Somm. Ost- und West-Java, sowie Madura. nivea ist die erstbeschriebene Form der Gruppe,
welche deshalb nach ihr benannt wurde. Die westlichere und auch kontinentalere nivalis wurde erst 35 Jahre
später beschrieben; aber Java war anno 1831 bereits intensiv durch Europäer kultiviert und wurde dort gesam¬
melt und botanisiert, während das Vaterland der nivalis, damals reich an Seeräubern, naturwissenschaftlich
nahezu terra incognita war. Es ist auffallend und der durch anderweitige entomologische Erfahrungen wohl
berechtigten Erwartung völlig widersprechend, daß Java nicht die kontinentale oder eine ihr sehr nahe ver¬
wandte Art besitzt. Zinken-Sommer hat nivea ausgezeichnet beschrieben und ist auch heute an dieser Beschrei¬
bung kein Jota zu verändern. Es erscheint wunderbar, daß nach dieser Beschreibung noch so häufige Ver¬
wechslungen eintreten konnten. Der ununterbrochene, von der Basis bis zum Apex durchlaufende, breite,
Abgegeben 15. V. 1912.
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/ ^ ' Airsgegeben 15. V. 1912. CYRESTIS. Von H. FrtJJISTORFEK. ;>//
air schwarze Saum des Costalrandes aut der Oberseite der Vflgl unterscheidet nivea auf den ersten Blick von nivalis ,
wie das bei jener Art ja schon gesagt ist; außerdem finden sich bei nivea noch in der Umrandung beider Figl
gelbbraune und violette Töne, die bei nivalis fehlen. Oie Meridianstreifen sind fein, stehen aber inter se nicht
in gleichen Abständen; der zweite und dritte stehen näher beisammen als der zweite und erste, was besonders
auf dem Hflgl deutlich zu erkennen ist. Oie Grundfarbe, papierweiß bei nivalis, ist bei nivea matter, etwas opa-
lescierend, perlmutterartig glänzend, welchen Unterschied man am besten beim Vergleiche größerer Serien
(8 — 10 Exemplare jeder Art) sieht. Oie blaue Schmucklinie ist deutlich in der analen Hälfte des submarginalen
Bandes der Hflgl; die bei nivalis gelben Auszeichnungen sind viel dunkler, orangebraun; Kettenzeichnung
läßt sich nicht erkennen; hat oberseits gelben Anflug und lichtere breitere Zeichnung ; auch die Unterseite
hat einen Stich in’s Gelbe und sehr helle Randzeichnung. — baliensis Mart. Von Bali, steht nivea noch am balimsi >.
nächsten und nimmt eine Zwischenstellung zwischen dieser und den beiden noch mehr östlichen Subspecies ein,
unterscheidet sich aber konstant durch folgendes: Oie innere Grenzlinie des marginalen Bandes der Vflgl, welche
bei nivea sehr schwach entwickelt und in ihrer Mitte über dem dritten Medianast immer erloschen ist, findet
sich stets komplett; nach außen von dieser Linie stehen bei nivea noch drei Felder der weißen Grundfarbe
vor dem dunklen Außenrd, während baliensis nur noch zwei solche Felder zwischen zweitem Medianast und unterer
Radiale erkennen läßt; die Meridian streifen sind kräftiger aufgetragen, ihre ungleichen Abstände aber wie bei
nivea ; die violetten und braunroten Töne im Apex des Vflgls sind vermehrt; Unterseite dunkler. Nach 5 <$$
im Tring-Museum, gesammelt von Ooherty auf Bali im „low country“ im April 1896. — fruhstorferi Röb. fruhstorferi.
(122 a). Von Kangean, Lombok (Sapit 2000', Sumbalun 4000', Sawela). Hier trägt das sehr breit gewordene
marginale Band der Vflgl nur mehr zwischen zweitem und drittem Medianast einen kleinen, rundlichen Flecken
der weißen Grundfarbe; die innere Grenzlinie des Bandes ist dick und stark; die violetten und braunroten
Töne im Apicalgebiete der Vflgl haben auch gegen baliensis eine bedeutende Zunahme gefunden; die blaue
Schmucklinie des submarginalen Bandes der Hflgl ist deutlicher, das $ größer und heller. Von der Küste
bis hinauf zu 4000' auf nassen Stellen. — sambawana Mart. Von Sumbawa. In dieser Subspezies sambawana.
erreicht die Entwicklung der braunroten Farbe ihr Maximum, besonders der Apex des Vflgls ist stark gelb¬
rötlich überzogen; die innere Grenzlinie des marginalen Bandes der Vflgl ist so stark wie bei fruhstorferi, wäh¬
rend die Meridianstreifen so dick wie bei baliensis sind. Gegen alle Erwartung nimmt bei sambawana der weiße,
im marginalen Bande der Vflgl zwischen zweitem und dritten Medianast stehen gebliebene Rest der Grundfarbe
wieder an Größe zu, ist aber nicht so scharf begrenzt und geht nur allmählich in das ihn umgebende Schwarz
des Bandes über. Oie ungleichen Abstände der Meridianstreifen inter se sind in dieser Subspezies am stärksten
ausgedrückt. Zwei im Tring-Museum unterscheiden sich von den <$<$ insofern, als sie im marginalen
Bande der Vflgl ebenso viel Weiß tragen wie die von baliensis, von denen sie aber sofort durch mehr Gelbrot
und Violett abstechen. Oie Unterschiede zwischen fruhstorferi und sambawana werden erst gut sichtbar, wenn
man von beiden Subspezies größere Serien zum Vergleiche zusammenstecken kann. Auch das submarginale
Band der Hflgl bietet bei sambawana eine beim Anblick einer größeren Anzahl von Exemplaren wohl zu be¬
merkende Eigenheit, welche darin besteht, daß dieses Band in seiner vorderen, costalen Hälfte stark nach
innen verdickt ist, sodaß es ausbuchtend in die weiße Grundfarbe hereinragt.
C. niaenalis bewohnt alle Philippinen und ganz Makromalayana mit Ausnahme von Java. Ihre Ver¬
breitung war in ihrer vollen Ausdehnung bisher nicht bekannt und galten die malayischen Zweige als Angehörige
einer zweiten Art (irmae Forbes ), deren Trennung aber durch kein durchgreifendes Merkmal aufrecht erhalten
werden kann. Neuerdings wurde sogar auf Nias ein weiteres sehr dunkles Bindeglied entdeckt, welches im engsten
Anschluß mit seminigra steht, die ihrerseits die Philippinen mit irmae Forbes verbindet. - — - maenalis Erichs, maenalis.
(122 a) ein robustes Tier mit weißer Grundfarbe und breiten, niedrigen Vflgln gehört ohne Zweifel in die Nivea-
Gruppe und folgt dem mmfos-Typus, denn nach außen vom dritten Meridianstreifen tritt die weiße Grundfarbe
direkt an den in seiner basalen Hälfte schwarz gesäumten Costalrand des Vflgls; die beiden inneren Meridian¬
streifen sind besonders auf dem Vflgl verdickt, werden aber gegen den Ird hin schmaler; die gelben Schmuck¬
flecken sind in den Analwinkeln beider Figl kräftig entwickelt, auch ist die blaue Linie im submarginalen Bande
der Hflgl sehr deutlich und sogar noch auf dem Vflgl oberhalb des gelben Schmuckfleckes wieder aufzufinden.
Kettenzeichnung undeutlich. $ größer, kaum heller als das <$. Luzon und Babuyanes, vielleicht auch auf
anderen Inseln der Nord-Philippinen. Flugzeit vorwiegend vom April bis Juni, dann September bis Januar.
— rothschildi Mart. Mindoro; eine sehr dunkle, höchst wahrscheinlich auch alpine Art, die seminigra nahe rothschildi.
steht und sich ganz besonders durch den stark verdickten, zweiten Meridianstreifen auszeichnet, welcher auf dem
Hflgl immer, bald höher, bald tiefer mit dem dritten, schmäleren, confluiert; letzterer ist über dem dritten
Medianast wieder mit dem submarginalen Bande der Vflgl durch eine schmale schwarze Brücke verbunden ;
die Adern des Vflgls sind alle breit schwarz überstäubt. Oie gelbe Farbe in den Analwinkeln beider Figl ist stark
reduziert und wird besonders auf dem Hflgl wie bei keiner anderen weißen Cyrestis durch schwarze und stahlblaue
Flecken überdeckt. Oer blaue Streifen im submarginalen Bande der Hflgl ist sehr entwickelt und auch noch auf
dem Vflgl oberhalb des gelben Analflecks zu sehen. — negros Mart, von der gleichnamigen Insel Negros, steht negros.
zwischen maenalis und rothschildi, näher aber der ersteren, unterscheidet sich jedoch sofort durch den Umstand,
IX
73
CYRESTIS. Von H. Fruhstorfer.
578
daß die beiden basalen Meridianstreifen, auf den Vflgln sehr stark und verdickt, auf den Hflgln ohne allmähliche
Abnahme wie abgebrochen plötzlich um nahezu die Hälfte schmäler werden, so daß die Hflgl bedeutend heller
erscheinen. Her dritte Meridianstreifen, so dünn und scharf begrenzt wie bei maenalis, während er bei roth-
schildi breiter und undeutlich abgesetzt erscheint, ist mit dem submarginalen Bande der Vflgl über dem dritten
Medianast durch eine kleine, schwach angerußte Brücke verbunden. Gelbe Analflecken und blauer Streifen
im submarginalen Bande der Hflgl wie bei typischen maenalis. Der zweite und dritte Meridianstreifen zeigen
auf dem Hflgl keine Neigung zum Konfluieren, wie sie das stets bei rothschildi tun. Type 1 von Whitehead
ocbasius. im Februar 1896 auf Negros gefangen, im Tring-Museum. — oebasius subsp. nov. verbindet die Formen der
mittleren Philippinen mit jenen von Palawan und schließt sich an obscurior an, letztere noch überbietend in der
Ausdehnung der braunschwarzen Längsbinden der Oberseite aller Figl. Alle rotgelben Makeln satter mehr
zu Rot als zu Gelb wie bei obscurior neigend. Type von Bazilan, im Februar von W. Doherty gesammelt. Min-
obscurior. danao, nach den sehr großen Exemplaren der Sammlung Semper in Frankfurt a. M. — obscurior Stgr. von Pa¬
lawan und Babber ist unglücklich gewählt, denn obscurior ist ein entschieden helleres Tier als seine Nachbarn
seminigra und rothschildi, welche beide alle Bänder und Meridianstreifen tief schwarz zeigen, während sie bei
obscurior rauchgrau erscheinen; aber die Grundfarbe ist nicht rein weiß, sondern zeigt einen trüben, schmutzi¬
gen, gelblichen Anflug und auf diesen mag vielleicht das ,, obscurior “ Staudinge rs gemünzt sein; außerdem
hat Staudinger anscheinend seine Palawan- Stücke mit echten, weißen maenalis aus der nivea- Gruppe verglichen.
Wie sich superbus Stgr. von borneensis durch starke Vermehrung der gelben Töne unterscheidet, so hat auch
obscurior viel mehr Gelb als seminigra , was hauptsächlich im Apex und Analwinkel des Vflgls und im äußeren
Teile des submarginalen Bandes der Hflgl auffällt; auch der Nierenmakel oberhalb des gelben Analfleckes
der Vflgl steht meist auf gelbem Grunde ; der dritte, distalste Meridianstreifen konfluiert auf dem Vflgl über dem
dritten Medanast meistens durch eine rauchgraue Brücke mit dem submarginalen Bande, obscurior zeigt fast
keinen blauen Schmuck und die Kettenzeichnung ist wenig deutlich, auf zwei Glieder beschränkt. Die $$
sind größer und heller, haben noch mehr Gelb im Apex des Vflgls, sehr lange Schwänzchen und mehr rundliche
Figlkonturen. In der F ruhstorfe Eschen Kollektion steckt ein 1898 von Doherty erbeutetes in der Grund-
ciiedius. färbe nahezu ganz gelbes $. — aiedius subsp. nov. differiert nur unerheblich von obscurior durch vermehrte
Schwarzstreifung, Verkleinerung aller roten Makeln namentlich im Analwinkel der Hflgl und das Fehlen der
gelblichen Ketten distal von der breiten schwarzen Submarginalbinde der Hflgl. Unterseite lebhafter perl-
seminüjra. mutterfarben. Balabac, nach I 1 Exemplaren meiner Sammlung. — seminigra Sm. Wie irmae und martini
ein alpines Tier und unter den weißen Cyrestis die schwärzeste, in diesem Genus den höchsten Grad von Melanis¬
mus darbietende Form. Oostalrand der Vflgl dick schwarz gesäumt, alle Adern schwarz bestäubt, die Meridian¬
streifen sehr breit schwarz, von denen der dritte, distalste immer auf der Höhe des dritten Medianastes
mit dem submarginalen Bande der Vflgl durch eine dicke, schwarze Brücke verbunden ist; dadurch
beträchtliche Reduktion des Gebietes der weißen Grundfarbe. Während bei irmae und allen anderen
Arten der Gruppe im gelben Analfleck des Vflgls zwei schwarze Punkte stehen, zeigt seminigra nur
einen; der zweite, obere steht bereits außerhalb des gelben Gebietes in blasser Umrandung und er¬
innert in seiner bedeutenden Größenzunahme an ein kleines, unvollständiges Glied der Kettenzeichnung ;
martini. letztere auf dem Hflgl wie bei irmae. — Die in den Sammlungen noch seltene martini Hartert (122 a) differiert
von der bekannten irmae aus Sumatra in folgenden Punkten : Weniger ausgedehnte, schwarze Färbung, so daß
die weiße Grundfarbe bis hart an den Costalrand der Vflgl herantritt; der basalste Meridianstreifen viel dünner;
nach außen von der Nierenmakel oberhalb des gelben Analflecks der Vflgl steht ein ovaler, rein weißer Rest der
Grundfarbe, welcher bei irmae nur noch als Strich zu erkennen ist; auf dem Hflgl nahe dem oberen Teile des
Außenrds ein viel größeres, dreieckiges, weißes Feld; die zwei weißen Linien im submarginalen Bande der Hflgl
deutlicher, gröber und weniger unterbrochen; gegen den Apex des Hflgls nehmen diese beiden Linien noch an
Breite zu und besitzen meist einen blaß-silberblauen Schimmer, sodaß das ganze submarginale Band breiter
und heller erscheint. Kettenzeichnung wie bei irmae. martini ist im Durchschnitt auch etwas größer als irmae.
irmae. Perak. Malayische Halbinsel. $ fehlt in meiner Sammlung. — irmae Forb. bewohnt West-Sumatra und
die Battakberge im Nordosten der Insel. Das Tierchen ist ein alpiner Schmetterling und erscheint erst in einer
Erhebung von 2000'; von da ab, wo nivalis nicht mehr vorkommt, bis 4000' und darüber ist der Schmetterling
ziemlich häufig, auf jeden Fall viel reichlicher wie nivalis in der Ebene, und wird wie diese Art an den Ufern
kleiner Wasserläufe oder auch auf feuchten Wegstellen angetroffen, wo er mit Artgenossen und zahlreichen
Pieriden zusammen begierig aus dem feuchten Sande Wasser aufsaugt. Martin besitzt Exemplare aus allen
Monaten des Jahres, es scheint also Generation auf Generation zu folgen. Hunderten von erbeuteten steht
kein einziges $ gegenüber; es muß also dieses Geschlecht eine völlige andere Lebensweise besitzen. Im Tring-
Museum befindet sich aber neben 26 <3$ ein $, das von Ericson bei Loeboe-Radja gefangen worden ist;
es ist viel größer und heller und die Meridianstreifen, besonders der dritte, äußerste, sind fast so fein
wie bei nivalis. Staudinger benannte irmae nochmals als sumatrensis; von nivalis unterscheidet sie sich
durch viel dickere Medianstreifen, besonders der basalste ist sehr dick, während der dritte, distalste, an
seinem Beginne an der Costa des Vflgls eine zwiebelartige Verdickung zeigt; alle Adern sind schwarz, was
bei nivalis und auch nivea nur teilweise der Fall ist. Der Costalrand der Vflgl ist ferner mit geringen,
undeutlichen Unterbrechungen zwischen den verdickten Ansätzen der Meridianstreifen völlig schwarz ge-
CYRESTIS. Von H. Fruit Store er.
579
säumt, wenn auch nicht in gleicher Breite wie bei nivea. Das Gelb der Analwinkel beider Figl ist ein viel
tieferes, gesättigteres und wird besser Rotbraun genannt. Von der unten noch zu erwähnenden rothschildi
der Philippinen unterscheidet sich irmae durch viel dünnere Meridianstreifen, von denen der mittlere auf
dem Hflgl die feine, schwarze Linie, welche den Zellverschluß markiert, ganz frei läßt, während diese Linie
bei rothschildi völlig vom Meridianstreifen überdeckt wird. Die blaue Schmucklinie im submarginalen Bande
der Hflgl, sehr deutlich bei rothschildi, ist bei irmae nur im analen Drittel dieses Bandes schwach angedeutet;
dagegen hat irmae das gelbe Gebiet im Analteil der Hflgl sehr ausgedehnt und lebhaft gefärbt, während es bei
rothschildi unter allen Arten der ganzen Gruppe am schwächsten entwickelt ist. Von der Kettenzeichnung lassen
sich bei irmae im analen Ende des Submarginalbandes der Hflgl zwei gut ausgebildete Glieder erkennen,
subobscurus Swinh. blieb mir in natura unbekannt, und nach der Diagnose ihres Autors, welche hier übersetzt subobscurus.
wird, handelt es sich um eine hervorragend differenzierte melanotische Inselform. Grundfarbe grau mit purpur¬
nem Schimmer. Oberseite mit zehn dunkleren purpurbraunen Längsstreifen, welche so nahe aneinanderstehen,
daß sie den Flgln ein schwarzes Ansehen verleihen. Auf den Vflgln fällt ein weißes Feld zwischen dem fünften
und sechsten dunklen Band auf. Auf der Unterseite erscheinen alle Binden als zartere Streifchen von bleicherer
Gesamtfärbung als oberseits. Insel Nias, gewiß sehr selten, weil sie nicht in den Zehntausende umfassenden
Serien enthalten war, welche durch Missionare gesammelt wurden und durch Prof. Thiemes Vermittlung von
mir durchgesehen werden konnten. Swinhoe vergleicht subobscurus mit maenalis und seminigra und hat somit
den Fingerzeig zu ihrer Einreihung gegeben.
C. heracles Stgr. hat am wenigsten die weiße Grundfarbe bewahrt und wurde früher von mir irriger heracles.
Weise in die aa’Zia- Gruppe gestellt, während Staudinger diese Art mit strigata, Fldr. aus Celebes, ebenfalls
der acilia- Gruppe angehörig, vergleicht. Die beiden basalen Meridianstreifen sind sehr dick und lassen in den
Zwischenräumen nur schmale Streifen von schmutzigem Braungrau erkennen; der dritte Meridianstreifen
fehlt völlig und der Rest der weißen Grundfarbe, von welcher sich auch nichts mehr im submarginalen Bande
der Vflgl findet, erscheint als ein ziemlich schmales, weißes Medianband; keine blaue Schmucklinie im sub¬
marginalen Bande der Hflgl, dagegen ist die Kettenzeichnung auf den Hflgln komplett und besteht aus 6
Gliedern; auch auf dem Vflgl läßt sich diese Zeichnung noch erkennen; das auf den Hflgln nach außen vom sub¬
marginalen Bande im oberen Teile des Außenrds bei allen anderen Arten der Gruppe und auch der vorhergehenden
Gruppen befindliche Dreieck der Grundfarbe ist in eine schmutzig-weiße, in kleine Striche zerbrochene Linie
umgewandelt. Das Gelb der Analwinkel erscheint als mattes Nußbraun. Die hellere Unterseite zeigt aber viel
mehr von der Grundfarbe und erinnert sehr an jene von den dunklen Subspecies von hylas, besonders an obscu-
ratus. Die $$ sind dem ^ sehr ähnlich, aber größer und haben eine weniger dunkle, nicht braunschwärzliche,
sondern dunkelrauchbraune Färbung; ein $ von Besi zeigt die weißen Medianbänder beider Figl gelb angeflogen,
was sich auch bei Mangoli-$$ wenigstens auf dem Hflgl, wenn auch nicht so ausgesprochen, Avahrnehmen läßt.
In Staudingers Sammlung. Bei den letzten Arten der maenalis- Gruppe, telamon und heracles, steht der gelbe
Analfleck des Vflgls nicht mehr genau am Außenrd, sondern ist etwas nach einwärts verschoben, wie das in der
thyodamas Gruppe die Regel ist; jedoch die ganze Formation des submarginalen Bandes, vor allem seine Kon¬
tinuität, zwingen zur Belassung beider Arten an diesem Platze.
C. telamon verbreitet sich in einer Anzahl gut differenzierter Inselrassen über die gesamten Molukken.
Grundfarbe rein weiß ; in der basalen Hälfte beider Figl ziehen von der Costa der Vflgl zum Analrande der Hflgl
drei, ziemlich gleich breite, schwarzbraune Bänder, in deren Zwischenräumen die Grundfarbe nicht ganz rein,
sondern grau bestäubt hervortritt; das erste dieser Bänder ist völlig basal, das zweite entspringt an der Costa
des Vflgls mit zwei dunkleren Schenkeln, zwischen denen ein dick grau bestäubter Zwickel liegt, das dritte,
äußerste schließt auf dem Vflgl die den Zellverschluß markierenden, schwarzen Linien in sich ein. Die Aveiße
Grundfarbe erscheint darauf in Gestalt eines breiten, medianen Bandes, das sowohl gegen die Costa des Vflgls
als auch gegen den Analrand des Hflgls an Breite abnimmt. In dieses Aveiße Medianband ragt vom Anahvinkel
des Hflgls her ein feiner, schwarzer Strich herein, welcher am mittleren Medianast spitz endet, ein Rest ohne
ZAAreifel des bei hylas obsoleten, dritten Meridianstreifens. Das aus drei Linien bestehende, im Anahvinkel
zwischen den Medianästen mit einer zartlila Schmucklinie gezierte, submarginale Band der Hflgl setzt sich deut¬
lich auf dem Vflgl fort, schließt nach innen vom Analwinkel des Vflgls einen gelben, zAVei scliAvarzweiße Punkte tra¬
genden Schmuckfleck und über diesem einen größeren, runden, schwarzen, an seiner Innenseite von einem bla߬
blauen Halbmonde umrahmten, einem Ocellus nicht unähnlichen Fleck in sich ein, läßt zAvischen zweitem
Medianast. und unterer Radiale im Zentrum des Bandes die Grundfarbe hervortreten, welche auch den gelben
Schmuckfleck und den ocellenälmlichen, scliAvarzen Fleck nach außen umgibt, und Avird im Apex des Vflgls
wieder deutlich und komplet, avo vier subapicale, Aveiße, längliche Flecken stehen, die beiden inneren, größeren
im submarginalen Bande, die beiden äußeren, kleineren zwischen submarginalem Bande und der inneren der
beiden submarginalen, sclnvarzen Linien. Im Analwinkel der Hflgl zeigt das submarginale Band deutlich die
Kettenzeichnung und lassen sich zwei gute Glieder unterscheiden. Nach außen vom submarginalen Bande
verlaufen auf beiden Flgln zwei submarginale und eine marginale, schwarze Linie, in deren ZAvischenräumen
die Grundfarbe mehr oder minder deutlich zu erkennen ist. Die innere Linie von den beiden submarginalen
des Hflgls ist sehr breit, weicht oberhalb des zAveiten Kettengliedes vom submarginalen Bande nach außen
580
CYRESTIS. Von H. Fruhstorfer.
ab und wird so die äußere Grenze eines spitzen Dreieckes der Grundfarbe, dessen Basis am einwärts ausgeschnit¬
tenen Apex des Hflgls gelegen ist. Anallappen und untere Hälfte des Analrandes sind breit braungelb und finden
sich am Analrande vis-ä-vis dem Schwänzchen und auf dem Anallappen je ein schwarzer Kern, von denen
der obere am Analrande weiß umzogen ist. Schwänzchen schwarz. Unterseite der Oberseite ähnlich, nur herrscht
die einen gelblichen Stich besitzende Grundfarbe vor, da alle schwarzen Zeichnungen reduziert erscheinen,
allein die beiden, schwarzen Kerne im Analgebiete sind deutlicher und größer. Thorax und Abdomen oben
bräunlich und schwärzlich gestreift, unten weißgelb. Es kommt dieser Art ein deutlicher, nach Norden zuneh¬
mender Melanismus zu und müssen deshalb hier einige neue Subspezies erwähnt werden, um die von typischen
telamon. hylas sich sehr unterscheidenden Bewohner der nördlichen Molukken durch Namen festzulegen. — telamon L.
( - hylas Clerk, rudis Flär.), obgleich die zuerst beschriebene Spezies des Genus, muß dennoch als die vielleicht
seltenste Form aller Cyrestis angesehen werden. Um so mehr muß es wunder nehmen, daß gerade diese
auch heute nur in den wenigsten Sammlungen anzutreffende Art als erste der Wissenschaft bekannt wurde.
Linne erhielt aber seine meisten Exoten aus Holland, und Amboina war die älteste Kolonie Hollands im Osten,
wo sielt zuerst auch wissenschaftliche Bestrebungen entwickelten, und so kam es, daß der seltene hylas lange
vor seinen heute viel gemeineren Gattungsgenossen in Europa einen Namen erhielt. In meiner Sammlung sind
zwei GS aus Ost-Ceram, welche H. Kühn dort aufgefunden hat. Das $ ist sehr viel heller und größer, ( 1 $ aus
buruensis. Ceram im Tring-Museum). — buruensis Martin dunkler und kleiner als typischer hylas , sodaß das weiße
Median band mehr auffällig wird, welches auf dem Vflgl mit dem im submarginalen Bande zwischen zweitem
Medianast und unterer Radiale sich befindenden, schmalen Reste der weißen Grundfarbe in ununterbrochener
Verbindung steht, da der innerste von den drei, das submarginale Band bildenden Streifen mit Ausnahme der
Andeutung eines kleinen, schwarzen Punktes auf dem dritten Medianast obsolet geworden ist. Im Analwinkel
des Hflgls ragt wie bei hylas ein kurzer, schwarzer Streifen in das weiße Medianband, ein Rest des sonst verschwun-
obianus. denen, dritten Meridianstreifens. Unterseite viel dunkler als jene von hylas. Insel Buru. - — obianus Mart.
(122 a). Kleiner als typische hylas und als hylas buruensis, kleinste Form der Art; steht buruensis sehr nahe, ist
aber wieder um eine deutliche Nuance dunkler; das weiße Medianband ist etwas breiter; der blaßlaue Halb¬
mond an der Innenseite der schwarzen Ocelle im submarginalen Bande der Vflgl erscheint nur noch weißlich;
im Analende des weißen Medianbandes auf den Hflgln der Rest des dritten Meridianstreifens sehr deutlich
und mit verdickter Basis ; die innere der beiden submarginalen, schwarzen Linien des Hflgls ist sehr breit, sodaß
das Dreieck der Grundfarbe sehr schmal wird; auch der Rest der Grundfarbe im submarginalen Bande der Vflgl
sehr reduziert und in zwei weiße Flecken geteilt, weil die schwarze Ocelle über dem zweiten Medianast mit der
äußeren Grenzlinie des submarginalen Bandes konfluiert. Die bei hylas gelben Auszeichnungen in den Anal¬
winkeln beider Figl dunkelbraun. Unterseite sehr dunkel gezeichnet ; der zweite Meridianstreif, welcher bei
typischen hylas auf der Unterseite des Hflgls in seinem unteren Ende nahe dem Analwinkel gelb wird, bleibt
bei obianus schwarz und verbindet sich mit dem ersten durch einen deutlichen, schwarzen Bogen. Obi. —
ohscuratus. obscuratus Mart, von Batjan und Halmaheira, abermals dunkler als buruensis und obianus ; zwischen den ba¬
salen Meridianstreifen der Oberseite lassen sich keine weißen Zwischenräume mehr erkennen; das mediane Band
ist sehr schmal geworden und ist von dem Reste der Grundfarbe im submarginalen Bande der Vflgl durch eine
dicke, bräunlichgraue, undeutlich begrenzte, höchstens oberhalb des dritten Medianastes etwas unterbrochene
Linie abgeschlossen; auf dem Hflgl legt sich der Rest des dritten Meridianstreifens im Analende des weißen Me¬
dianbandes dem äußersten Basalstreifen enge an und erscheint nur zwischen erstem und zweitem Medianast
als kleiner, brauner Sporn, dessen obere Spitze genau am zweiten Medianaste liegt ; auf der Unterseite beider
Figl ist die weiße Grundfarbe zwischen den Basalstreifen breit und deutlich zu erkennen, jedoch nicht mehr so
rein wie bei obianus ; die gelben Auszeichnungen sind dunkler wie bei typischem hylas, aber heller wie bei obianus.
obscurissi- obscuratus besitzt die gleiche Größe wie hylas, die $$ sind heller und noch größer. — obscurissimus Mart.
mus' Von Morotai. Auf der nördlichsten Insel des hylas- Gebietes fliegt die dunkelste und größte Subspezies. Die
innere, sehr breite Linie des submarginalen Bandes der Vflgl schließt das mediane Band völlig nach außen ab;
die Adern der Vflgl, besonders die beiden Radialen sind dick schwarz bestäubt , so daß das weiße Medianband
schon beginnt, den Eindruck einer Fleckenbinde zu machen; der Rest des dritten Meridianstreifens im Anal¬
ende des Medianbandes auf dem Hflgl ist sehr gut entwickelt und erreicht den dritten Medianast ; der blaßblaue
Halbmond an der Innenseite des Ocellus im submarginalen Bande der Vflgl fehlt. Type 1 G im Tring-Museum,
von Dumas in Mira auf Morotai im November 1898 erbeutet.
adaemon. C. adaemon Godm. u. Salv. ersetzt telamon im Bismarckarchipel. Die Figlkontur nach Martin rundli¬
cher als bei irgend einer anderen Cyrestis, die beiden basalen Streifen sehr verdickt, das breite wei ße Mittelfeld
aber ohne weiteres kenntlich an einer zarten dünnen schwarzen Linie. Analwinkel der Unterseite der Hflgl
ausgedehnter gelb bezogen als bei den bekannten telamon-Y ikarianten. Ziemlich selten. Aus Neu-Lauenburg
und Neu-Pommern in meiner Sammlung, nach Ribbe nicht an Wasserläufen, sondern nur auf von der Sonne
beschienenen Sträuchern zu finden.
C. thyodanias gilt als die bekannteste einer Gruppe von drei Arten, welche den Continent Asiens und
die Andamanen bewohnt, in Makromalayana und den Molukken fehlt, um ganz überraschend im fernen Osten
CYRESTIS. Von H. Fruhstorfer.
581
auf den äußersten, kleinen Sundainseln, Lombok, Sumba und Sambawa und auf Neu-Guinea und Waigeu
wieder aufzutauchen; die östlichsten Formen bewohnen den Salomon- Archipel und die Loyalty-Inseln im stillen
Ozean. Das submarginale, mit einer bläulichen Mittellinie gezierte Band der Hflgl setzt sich auf den Vf Igln
fort, erlischt aber in Höhe des zweiten Medianastes, um dann gegen den Apex hin etwas unter- oder oberhalb
der unteren Radiale wieder zu erschienen. Der Analwinkel des Vflgls trägt bei allen weißen Arten der Artengruppe
Sykophages nach innen von der verstümmelten, ausgeschnittenen Ecke einen gelben Schmuckfleck; dieser
Fleck ist in dieser Gruppe so weit nach innen gerückt, daß seine innere basale Grenze ungefähr mit der basalen
Grenze des äußeren Flgldrittels zusammenfällt. — thyodamas Bsd. fliegt fast in seinem ganzen großen Gebiet in einer ihyodama >.
mehr weißen und einer mehr gelblichen Spielart, deren Extreme durch zahlreiche Zwischenformen verbunden sind.
Nur im Süden Vorderindiens scheinen keine gelblichen Stücke vorzukommen ; man hielt die letzteren anfänglich für
die $9- Nur im westlichen Himalaya sollen nach de NiCEViLLEdie $$ gewöhnlich gelb sein, so daß der Name ganescha ganescha.
Koll. stehen bleiben kann. Auch an eine Saisonform ist bei den gelben Stücken nicht zu denken, da beide Formen
gleichzeitig fliegen. Es handelt sich zweifellos um einen dem Genus Cyrestis eigenen Dimorphismus, den wir
auch bei andern seiner Arten antreffen, thyodamas ändert nach zwei Richtungen hin ab: erstens entwickelt
er Saisonformen, zweitens unterliegt er einem nach Osten zunehmenden Melanismus. Da die Regenzeitform
dunkler ist, als jene der Trockenzeit, so zeigt sie viele Uebereinstimmung mit den dunklen Formen des fernsten
Ostens. Exemplare aus den regenärmsten Strichen Vorder-Indiens (Nilgiris, Musorie, Nepal) kommen völlig
überein mit den kleinen, hellen Trockenzeitformen aus Burma, Siam, Anam, Tonkin und Yunnan, während
Sikkim-Regenzeitstücke schon an die dunklen China-Tiere Annäherung zeigen. Der Verdunklung unterliegen
besonders die Meridianstreifen, der Apex des Vflgls, das submarginale Band der Hflgl und jene diskale Stelle
des Vflgls, wo sich der dritte, äußerste Meridianstreifen in der Höhe des dritten Medianastes der inneren Linie
des submarginalen Bandes am meisten nähert. Die beiden Linien sind an dieser Stelle durch einen nahezu
quadratischen, rußfarbigen Flecken verbunden, den alle China-, Loo-Choo- und Japan-Stücke tragen, der sich
aber auch bei Sikkim-Exemplaren aus der Regenzeit ab und zu findet. Die Kettenzeichnung ist bei thyodamas
nur schwach entwickelt ; es findet sich die Andeutung von zwei Gliedern auf dem Hflgl im analen Ende des
submarginalen Bandes und auf dem Vflgl steht direkt über dem gelben Schmuckfleck des Analwinkels ein in-
konrpletes, nach außen offenes, ein C bildendes Glied. Der feingeschnittene, schwärzlich und gelbbraun gestreifte
Körper des Tieres mit seinen langen Palpen und vorstehenden Augen hat eine gewisse Aehnlichkeit mit einer
Garneele. Thorax und Abdomen der gelben Spielart sind heller gelb und erscheinen im auffallenden Sonnen¬
lichte goldglänzend. Im südlichen Burma, in Tenasserim erreicht thyodamas die Grenze seines Gebietes nach
Südosten und fliegt dort mit nivalis Fldr. zusammen. Die aber von Staudinger als zweifellos hingestellte An¬
nahme, daß thyodamas nicht außerhalb des Gebietes von Continental-Indien Vorkommen könne, hat sich als
nicht begründet erwiesen und wurde auch schon von Seitz geziemend zurückgewiesen. Meinen persönlichen
Wünschen und Gefühlen folgend, würde ich die verschiedenen, zu thyodamas gehörigen, geographischen Formen
nicht durch Namen festlegen, da sich von der hellsten Trockenzeitform aus dem westlichen Himalaya bis zur
dunkelsten Sommerform aus dem südlichen Japan eine alle Unterschiede der Extreme überbrückende Kette
von Zwischenformen hersteilen läßt. Da diese Unterschiede aber doch bedeutend sind und besonders in großen
Serien auch gut halten, und da doch durch meine früheren Arbeiten bereits der Anfang zu einer Aufteilung der
Subspecies gemacht worden ist, sollen die bisherigen Beschreibungen hier verzeichnet werden. — formosana formomtia.
Frühst, ist eine äußerst veränderliche Inselrasse, deren Regenzeitform an Ausdehnung der berußten Flglpartien
alle bekannten Cyrestis überbietet , womit zugleich eine Verdrängung und Verfärbung der gelblichen Subanal¬
partie der Hflgl parallel geht; dagegen läßt sich eine deutliche Vermehrung der Blaustreifung der Vflgl deut¬
lich erkennen. Die Trockenzeitform verrät Beziehungen zu mabella der Liu-Kiu-Inseln, und es existieren sogar
welche sich den Sikkim-^'d' aus der regenarmen Periode nähern, aber von diesen doch auch wieder abwei¬
chen durch eine mehr rein weiße Grundfarbe mit zartem rosa Hauch und licht gelber Umrahmung aller Figl.
Nicht selten auf Formosa, Hauptflugzeit Juni und Juli, in der Umgebung des Lehiku-See’s und bei Chip-Chip. -
mabella Frühst, von der Insel Oshima; da diese alle identisch mit den wenigen bekannten Stücken aus Süd- Japan »iahella.
sind, so gilt der Name mabella sicher auch für die schon von Pryer (Rhop. Nikon p. 23, Taf. V fig. 14) erwähnte
Subspecies aus Japan. Nächst formosana ohne Zweifel die dunkelste Form der Gesamtart mit breitesten Meridian¬
streifen und breitestem, braunschwarz verdunkeltem Apex der Vflgl, auf denen der dritte, äußerste Medianstreifen
natürlich über dem dritten Medianast mit der inneren Linie des submarginalen Bandes durch einen mehr oder
minder deutlichen Rußflecken zusammenfließt. Alle sonst gelben Auszeichnungen sind braun und ist das sub¬
marginale Band der Hflgl zwischen innerer und äußerer Linie um die in Striche zerbrochene, mittlere Linie,
braun ausgefüllt. Der blaue Schmuckstreifen ist außergewöhnlich breit und das einzige Kettenglied des Vflgls
zwischen 1. und 2. Medianast besteht aus einem nahezu völlig geschlossenen Oval, das ein kleines, weißes Drei¬
eck mit basaler Basis einschließt. Die Grundfarbe ist bei den weißen Stücken reiner weiß, fast papierweiß ;
aber es kommt eben auch bei dieser Subspecies die gelbliche Spielart vor. Die früher von mir außer¬
dem zur Unterscheidung der Subspecies zu Hilfe genommene, durchschnittliche Größe der Individuen
ist bei thyodamas ein nicht gut zu verwertendes, mißliches Kriterium, da die Regenzeitformen bei dieser Art
immer größer sind als jene der Trockenzeit und so unter günstigen Verhältnissen Stücke aus Kontinental¬
indien an die Maße der ja im Allgemeinen wohl größeren China- und Japan-Exemplare heran kommen. (1\L\r-
582
CYRESTIS. Von H. Fruit stör fer.
afghana. tin). — - afghana Mart. Afghanistan. Nach 5 Exemplaren, 2 $<$ und 3 $$ im Tring-Museum, welche offenbar bei
Gelegenheit einer der, kriegerischen Unternehmungen Englands gegen Afghanistan gesammelt worden sind;
sie mögen jener Rasse von thyodamas angehören, welche nach Rev. Hocking überwintert. Die Grundfarbe
ist ein blasses, helles Gelb und sind alle Zeichnungen auf das Mindestmaß reduziert. Da sämtliche fünf Stücke
gelb sind, so scheint es, daß thyodamas an der nördlichen Grenze seines Vorkommens in Indien nur in der gelben
Spielart erscheint, während nach de Niceville im Süden der vorderindischen Halbinsel nur weiße Exemplare
fliegen. Auffallend ist ferner, daß sich unter den 5 Tieren 3 $$ befinden, ein bei den kontinentalen Arten
sonst nie beobachtetes Verhältnis; vielleicht sind in den Tälern Afghanistans die Lebensbedingungen einer
Cyrestis nur für einen sehr beschränkten Teil der Talsohle gegeben, so daß es den $$ nicht möglich ist, eine
nobilior. gesonderte, verborgene Existenz zu führen. — nobilior. Mart. Von Rangoon, Burma. So groß wie mabella, größer
als der größte thyodamas aus Sikkim, von rein weißer Grundfarbe, Apex der Vflgl nur sehr wenig verdunkelt,
aber entlang dem Außenrd des Vflgls vom Apex bis ungefähr zur Mitte der Zelle zwischen 2. und 1. Median¬
ast verlaufen die marginalen und submarginalen, schwarzen Linien auf violettgrauem Grunde, der sich am Apex
noch etwas verbreitert, so daß die Gabel des 4. und 5. Subcostalastes noch auf dieser Farbe zu stehen kommt.
Der bei den östlichen Formen den dritten Meridianstreifen mit der inneren Linie des submarginalen Bandes
verbindende, rauchgraue, oft quadratische Fleck ist basalwärts verrückt und von rundlicher Form, läßt das
submarginale Band deutlich unberührt, ist aber dafür noch basalwärts vom dritten Meridianstreifen zu sehen.
Type ein <$ aus Rangoon im Tring-Museum. Es ist nun wohl möglich, daß unter nobilior nur ein sogenannter
„Sport“ beschrieben ist und dürfte allein neues Material aus Rangoon hier Aufklärung bringen; aber das Exem¬
plar ist so abweichend und in seinem allgemeinen Ansehen so auffallend, daß es unmöglich war, es unerwähnt
zu lassen; die weiter aus dem Süden aus Tenasserim, und aus dem Osten, aus den Shan-Staaten und Tonkin
stammenden Stücke unterscheiden sich nicht von typischen i/iyodama.s-Exemplaren von mir in Annam ge¬
fangen, gleichen am meisten von Kulu, während alle der Trockenzeit (Januar) von Siam entschieden
chinensis. zu einer der nobilior benachbarten Rasse gehören.- — chinensis Mart, fliegt wie der typische thyodamas in einer
gelben und weißen Spielart, unterscheidet sich aber durch im allgemeinen größeres Ausmaß und die folgenden
Details: Apex der Vflgl dunkler und breiter schwarz, alle Zeichnungen, besonders die Meridianstreifen breiter
und dunkler; der dritte Meridianstreifen mit dem submarginalen Bande der Vflgl durch einen eckigen, rußfar¬
bigen Fleck verbunden. Das einzige Kettenglied des Vflgls hat meist die Form einer 3 und ist viel dicker
wie das C des typischen thodamas. Die gelben Auszeichnungen sind noch deutlich gelb, nicht braun wie bei
mabella und füllen auch nicht das submarginale Band der Hflgl aus; die blaue Schmucklinie ist so breit und
deutlich wie bei mabella. Uebergänge von der weißen zur gelben Spielart finden sich, welche letztere kaum
von typischen gelben thyodamas abzuscheiden ist. chinensis steht bezüglich des Grades von Melanismus ungefähr
in der Mitte zwischen den dunklen Regenzeitformen aus Sikkim und der japanischen mabella. Im westlichsten
China jedoch, in der Provinz Yunnan, fliegt nach Martin entsprechend der geographischen Lage der typische
thyodamas ; Beweis ein aus Manhao, während $<3 aus Tonkin in Koll. Fruhstorfer sich entschieden an
chinensis Mart, anschließen (Ohiem-Hoa, August, September).
andama- C. andanianica Wood- Mas., als Varietät von thyodamas angeführt, steht letzterer zweifellos sehr nahe,
men. unterscheidet sich aber von dieser durch dunkleren Apex und Außenrd der Vflgl, durch bedeutende Vermehrung
der gelben Töne auf beiden Seiten der Hflgl, durch eine nahezu kontinuierliche, schwarze, äußere Grenzlinie
des mit Blau gezierten, submarginalen Bandes der Hflgl und durch bessere Entwicklung der Kettenzeichnung.
Wenn diese bisher gegebenen Unterschiede natürlich nur für die nächstliegenden, typischen thyodamas aus Kon-
tinental-Indien Geltung haben, von denen wieder Exemplare aus den Naga-Hills bezüglich der Färbung eine
besondere Aehnlichkeit mit andamanica zeigen, so besteht doch eine feine, aber absolut konstante Verschieden¬
heit der andamanica mit thyodamas aller und jeder Provenienz. Bei allen thyodamas deckt sich auf dem Hflgl
der Verlauf des zweiten, mittleren Meridianstreifens auf der Oberseite nicht mit dem der Unterseite. Auf der
Oberseite wird dieser Streifen von der Subcostalis so zu sagen nach außen geschleppt und bildet eine nach außen
spitze Nase, genau in deren Spitze die Subcostalis durchbricht. Auf der Unterseite aber verläuft der Streifen
gerade und bildet der Verlauf beider Seiten gegen das Licht gehalten ein unregelmäßiges Dreieck. Bei anda¬
manica aber verläuft der zweite Meridianstreifen auf beiden Seiten gerade, wenn er sich auch nicht ganz deckt.
Da außerdem andamanica eine entschieden rundlichere Kontur beider Figl besitzt, die Andamanenformen
auch anderer Tagschmetterlinge fast ausnahmslos spezifisch von den Kontinentalformen unterschieden werden, so
stehe ich nicht an, der andamanica den vollen Rang einer Species einzuräumen, um so mehr weil die Unterschiede
konstant sind und keine Zwischenformen bestehen. Auch hier gibt es weißlichere und gelblichere Exemplare, was
sowohl in der Grundfarbe der Figl als auch in Färbung von Thorax und Abdomen zur Geltung kommt (Martin).
nais. C. nais Wtdl. kommt von Timor. „Wallace vergleicht nais mit nivea , von der sie aber entfernt steht, da
sie entsprechend ihrer Zeichnung entschieden in die thyodamas- Gruppe gehört. Das mit breitem, blauem, bis
zur Costa komplettem Schmuckstreifen ausgestattete, submarginale Band der Hflgl, welches in der costalen
Hälfte des Figls nach außen noch von einem wohlabgegrenzten, ledergelben Streifen begleitet ist, setzt sich ganz
deutlich auf dem Vflgl fort, um an typischer Stelle unterbrochen zu werden und jenseits der unteren Radiale
CYRESTIS. Von H. Fetjiistorfer.
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wieder aufzutaüchen. Die gelbe Auszeichnung im Analwinkel des Vflgls steht etwas nach innen gerückt und lin¬
den sich nach außen von ihr noch deutliche Reste der weißen Grundfarbe. Außerdem besitzt nais noch die fol¬
genden, nur ihr eigenen Charaktere: Im sehr dunklen Außenrd der Vflgl von der Costa bis zum Ausschnitte
am Analwinkel zwei submarginale violettblaue Linien; im Apex des Vflgls einen auffallenden, gelbroten, ovalen
Apicalfleck und unter demselben zwischen den Radialen einen kleineren, nahezu roten, runden Fleck; nach
innen von diesen beiden Flecken von der Costa bis zur unteren Radiale eine weitere, violettblaue Linie; sehr
feine, regelmäßig verlaufende Meridianstreifen ; von der Kettenzeichnung drei deutliche Glieder auf dem
Hflgl. auf dem Vflgl das nach außen offene C von thyodamas ; die sonst gelben Auszeichnungen der Analwinkel
beider Figl sind tief orangebraun und am Costalrande des Vflgls tritt die Grundfarbe vom zweiten Meridian¬
streifen bis zum dunkeln Apicalgebiet direkt an diesen Rand heran. Auch auf der Unterseite der Hflgl ist der
blaue Schmuckstreifen deutlich und besitzt sogar noch metallischen Glanz, was bei keiner Art der Gruppe
so ins Auge fällt, nais ist eine sehr gute Spezies und läßt sich auf den ersten Blick durch ihren aparten Eindruck
von allen anderen Cyrestis unterscheiden. Zwei geographische, gut charakterisierte Subspecies sind anzuführen:
naisina Frühst. Von den kleinen Sunda-Inseln Lombok. Sambawa, Flores, Adonara. Es ist das Verdienst naisina.
Fruhstorfers, auf diese Subspecies hingewiesen zu haben. Nur ist leider die Originalbeschreibung, vielleicht
auf Wahrung der Priorität berechnet, eine sehr dürftige und lautet wörtlich: Cyrestis nais von Sumbawa
und Lombok zeigen schmalere Binden aller Figl und hellere, violette Punkte und Atome auf dem Submarginal¬
band der Hflgl und sind dadurch von der viel dunkleren echten nais Wall, von Timor unterschieden. Ich nenne
die bisher verkannte Form naisina. Es macht sich ein geringer, nach Osten zunehmender Melanismus bemerk¬
bar, während die $$ etwas größer, heller und gelblicher sind und einigermaßen abgerundeten Flglschnitt besitzen.
naisina , bei welcher die vielen blauen und violetten Töne von nais durch Grau und mattes Graublau ersetzt
sind, hat die Costa der Vflgl in ihrer ganzen Ausdehnung schwarz gesäumt und erreicht die weiße Grundfarbe
nirgends den Costalrand wie bei nais, was wohl der hauptsächlichste Unterschied ist. Die beiden Subapical-
flecken sind nicht so feurig rot und gelb und findet sich nach außen von dem kleinen, unteren stets ein länglicher,
ovaler Rest der weißen Grundfarbe, der bei nais fehlt. Die Meridianstreifen, Kettenzeichnung und das nach
außen offene C im Analwinkel der Vflgl über dem gelben Schmuckfleck verhalten sich wie bei nais. Die ledergelbe,
das submarginale Band der Hflgl außen begleitende Binde ist wohl vorhanden, aber nicht so rein und farbig
und über den Adern mit grauen Tönen überdeckt. Nach Fruhstorfer auf Lombok in der Höhe von 2000'
in ausgetrockneten Bachläufen nicht selten.“ (Martin). — pallida Mart. Von Sumba. Die außerhalb der Reihe pallida.
der kleinen Sunda-Inseln, ungefähr gleich südlich wie Timor gelegene Santelholzinsel beherbergt eine eigene,
zwischen nais und naisina stehende Form; diese ist im Ganzen genommen noch heller als naisina, erinnert
deshalb schon sehr an kleine, zwerghafte thyodamas der Trockenzeit, läßt aber wie nais vom zweiten, mittleren
Meridianstreifen bis zum schwarzgrauen Apex die weiße Grundfarbe direkt an die Costa des Vflgls herantreten.
Die beiden Subapicalflecken sind nahezu verschwunden oder nur undeutlich grau ohne alle gelben und roten
Töne. Die basale Hälfte der Costa der Vflgl ist um einen extremen, orangegelben Costalstreif braungrün gefärbt,
während nais und naisina an dieser Stelle blaugraue Färbung zeigen, pallida scheint nur selten gefangen worden
zu sein; das vorliegende Material bestand nur aus 1 S im Tring-Museum. 2 CS di der F iu1 H s t o r fe Eschen
Sammlung und 2 weiteren CS in meiner eigenen Kollektion (Martin).
C. achates zerfällt in zwei Rassen: achates Btlr. Eine sehr konstante Form, die es auf Neu-Guinea achates.
selbst nicht zur Entwicklung von Subspecies gebracht hat und ein abgerundetes, kompaktes Gebiet bewohnt.
Geringe Unterschiede ergeben sich nur in der Intensität der gelben und blauen Schmuckauszeichnungen beider
Figl, sie sind aber nicht an geographische Grenzen gebunden. Der Verlauf des submarginalen Bandes auf dem
Vflgl stellt achates sofort in die thyodamas- Gruppe, doch erscheint es auffallend, daß wir so weit im fernen
Osten eine dem kontinentalen thyodamas so nahe stehende Form wiederfinden, nachdem doch die näher leben¬
den nais und hylas mit ihren Subspecies sich in Färbung und Zeichnung schon weiter entfernt haben. Die
Meridianstreifen sind komplett und ziemlich dick, stärker als bei thyodamas und nais ; der erste und zweite
entspringt an der Costa des Vflgls mit zwei Schenkeln und ist der Zwischenraum zwischen den Schenkeln
zart blaßblau bestäubt ; keine andere Cyrestis hat übrigens auf dem Vflgl sc viel Blau entlang der basalen
Hälfte der Costa; auch im submarginalen Bande ist der blaue Schmuck auf beiden Flgln ganz besonders stark
entwickelt. Die Kettenzeichnung ist undeutlich, kaum lassen sich zwei Glieder im analen Ende des submargi¬
nalen Bandes auf den Hflgln erkennen. Der erste, innerste Meridianstreifen erreicht auf dem Hflgl nicht
den Analrand, sondern endet kurz, nachdem er den Stamm der Mediana gekreuzt hat ; der erste Medianast
ist aber schwarz bestäubt und täuscht so eine Fortsetzung des Meridianstreifens vor. Die $$ sind größer
und heller gefärbt und besitzen längere Schwänzchen. Nach Hagen gerne auf dem Kiese schattiger Wald¬
bachufer im Dezember, April. Mai und Juli. Ganz Neu-Guinea, auch auf Jobi, Mysore, Waigiu, Mysole, den
Aru-Inseln und nach Martin auch auf Gooclenough. — whitmei Btlr. Von Lifu, Loyalty-Inseln. Diese her- whitmei.
vorragend schöne Art ist die östlichste Vertreterin der thyodamas- Gruppe und zugleich des ganzen Genus und
gibt uns durch ihre ganz unerwartete Existenz die Hoffnung auf vielleicht noch andere Arten aus dem Pacific
oder von der Ostküste des australischen Kontinents. Sie wird von ihrem Autor mit achates verglichen und steht
nach seiner Ansicht zwischen dieser Art und nivea ; wirklich steht sie achates sehr nahe, besitzt aber alle Charak¬
tere, welche der thyodamas- Gruppe eigen sind. Die SS sind kleiner, wie das gleiche Geschlecht von achates,
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CYRESTIS. Von H. Frtjhstorfer.
während die $$ denen von achates nicht an Größe nachstehen. Der Apex des Vflgls ist mehr abgestumpft und
die Kontur des Hflgls mehr geradlinig, weniger ausgezackt. Die Meridianstreifen sind sehr fein und gerade
gezogen; der erste entspringt mit zwei Schenkeln am Gostalrande und schließt ein himmelblaues Dreieck ein;
auch ist die Schmucklinie im submarginalen Bande tiefer blau als bei achates. Das Ende des ersten Meridian¬
streifens befindet sich am Stamme der Mediana der Hflgl, der erste Medianast, schwarz bestäubt, bildet eine
scheinbare Fortsetzung. Das submarginale Band beider Figl ist sehr gerade und regelmäßig, seine Grenzlinie
ist auf dem Vflgl vom zweiten Medianast bis zur unteren Radiale völlig unterbrochen. Im sehr dunklen Apex
des Vflgls, welcher gegen achates weniger Zeichnung erkennen läßt, steht ein kleiner, aber rein weißer Subapical-
fleck. Ueber dem gelben Schmuckfleck im Analwinkel des Vflgls findet sich im submarginalen Bande das C
von thyodamas und nais wieder, welches achates fehlt. Der Außenrd der Hflgl hat mehr weiße Grundfarbe
und nur eine, sehr feine, schwarze Marginallinie gegen zwei solche bei achates. Auch die Unterseite unterscheidet
sich sehr von achates, das submarginale Band ist schwärzer, die Meridianstreifen dagegen sind verwischt, der
Apex des Vflgls stellt eine nahezu völlig schwarze Fläche mit sehr wenig heller Zeichnung dar; auf dem Hflgl
sind die gelben Töne im Vergleiche mit achates bedeutend reduziert. Die bedeutend größeren $$ sind gelb und
variieren von Hellgelb bis zu lichtem Braungelb.
bougain- C. botigain villei Ribbe. Von dem Salomon-Archipel, Bougainville (Westküste) Guadalcanar, Ysabel-Island.
vdlci. Die Type dieser seltenen Art befindet sich im Tring-Museum. Oberseite: Grundfarbe weiß, über beide Figl ziehen
drei Meridianstreifen, von denen die beiden innereren stark verdickt sind und mit zwei schwarzen Schenkeln
an der Oosta des Vflgls beginnen; der Zwischenraum zwischen den Schenkeln des innersten, ersten Meridian¬
streifens, sowie der Zwischenraum zwischen ihm und einem kurzen, völlig basalen, schwarzen Streifen ist blau¬
grau bestäubt bis herab zum Stamme der Medianader. Am basalen Ende des Costalrds ein kurzer, gelbbrauner
Strich. Der mittlere Meridianstreif schließt die schwarzen Zellbegrenzungslinien in sich ein; zwischen ihm
und dem ersten Meridianstreifen bleibt ein keilförmiger, auffälliger Rest der weißen Grundfarbe, welcher ober¬
halb des Medianstammes rein weiß ist, während er unterhalb dieser Ader bis hinab zum Ird weiß grau gefärbt
ist. Dieser rein weiße, keilförmige Rest- der Grundfarbe oberhalb der Mediana ist charakteristisch für die Art
und wird vergeblich bei adaemon gesucht ; auf der nicht kolorierten Abbildung in der „Iris“ tritt er nicht deutlich
hervor. Der dritte, äußerste, viel dünnere Meridianstreifen verläuft ungefähr in der Mitte des breiten Medianbandes
der weißen Grundfarbe, auf dem Vflgl zeigt er eine nach außen konvexe Ausbuchtung, ist aber auf dem Hflgl
völlig gerade; bei adaemon ist dieser Streifen viel dünner und auf dem Vflgl leicht gewellt. Das submarginale
Band zeigt auf dem Hflgl die Kettenzeichnung sehr ausgesprochen mit 6 gut wahrnehmbaren Gliedern, trägt
auf dem Vflgl einen gelben, nach innen gerückten Schmuckfleck, der zwei weißschwarze Kerne enthält, besit-zt-
eine breite, schwarze, kontinuierliche, innere Grenzlinie und läßt zwischen erstem Medianast und unterer Radiale
drei, durch schwarz bestäubte Adern getrennte Flecken der Grundfarbe bestehen. Ueber dem gelben Schmuck¬
fleck steht ein tiefschwarzer, ocellenförmiger Fleck, den nach innen ein sehr schmaler, blaugrauer Halbmond
umfaßt, während nach außen von ihm der unterste der eben genannten drei Flecken der Grundfarbe sich befin¬
det. Im apicalen Teile des Bandes ebenfalls zwei ocellenartige Gebilde mit äußerem, weißem Kern, einem breiten
schwarzen und schmalen, blaßblauen Halbmonde nach innen, von denen das mehr costale deutlicher und größer
ist. Auf beiden Flgln zwei submarginale und eine marginale schwarze Linie. Das Analgebiet der Hflgl und
der Anallappen sind dunkelorangebraun gefärbt und mit weißlichen, violetten und schwarzen Punktierungen
besetzt, ähnlich wie bei thyodamas, während bei adaemon das Muster der irmae- Gruppe sich vorfindet. Unter¬
seite wie oben, nur fehlen die blaßblauen Zeichnungen und zeigt der Anallappen einen breiten, schwarzen, oben
nicht so deutlich sichtbaren Fleck.
Es folgen nun zwei einigermaßen isoliert stehende, aberrant gefärbte Arten, welche sich in keine Gruppe einreihen
lassen und sich auch unter einander nicht nahe stehen, aber ausgezeichnete Uebergänge von den weißen zu den braunen
Arten darstellen und deshalb an dieser Stelle der Aufzählung zu bringen sind.
tabula. C. tabula Nicev. (121 f). Nicobaren (Great Nicobar). Von dieser seltenen Art befinden sich anscheinend
nur ganz wenige Exemplare in europäischen Sammlungen ; ich fand nur 2 $ $ in der S t a tj d i n g er ’ s c h e n Sammlung
und ein weiteres $ ist in der Goll. Frtjhstorfer, sämtlich von de Niceville eigenhändig etiquettiert. Das Tring-
Museum und das Britische dagegen besitzen die Art nicht, welche auch kaum in anderen kontinentalen Samm¬
lungen zu finden sein wird. Die Spärlichkeit des Materials von dieser Art ist aber leicht erklärlich, wenn man sich
erinnert, wie wenig Gelegenheit- besteht, die Nicobaren zu besuchen, deren Eingeborene und Klima dem Besuche
eines Sammlers gleich feindselig gegenüberstehen und auf denen keinerlei Unterkunftsverhältnisse für Europäer
bestehen. Es müßten durch gut Empfohlene die seltenen Besuche der englischen Regierungsdampfer von den
Andamanen aus benützt werden, welche aber, an keiner Station länger verweilend, eine gute Sammelgelegenheit
nicht- bieten. Die Nicobaren waren sowohl im 18. Jahrhundert als auch von 1846 — 1856 in dänischem Besitze
und bestanden dort dänische Niederlassungen, so wäre es nicht unmöglich, daß sich noch in dänischen Collek-
tionen tabula fände. Die wissenschaftlichen Expeditionen, welche die Nicobaren besuchten, das dänische Schiff
Galathea (1847) und das österreichische Novara (1858), haben die Art- nicht beobachtet, welche im Ende des
Jahres 1882 durch Herrn von Roepstorff, den Entdecker der andamanica aus der thyodamas- Gruppe, einen
an den Deportationseinrichtungen in Port Blair auf den Andamanen angestellten und dort auch ermordeten
Dänen, aufgefunden wurde. De Niceville gibt eine genaue Beschreibung, welche er in seinem Handbuche
v.-y Ausgegeben 15. V. 1912.
4;/
CYRESTIS. Von H. Fruhstorfer.
585
wiederholt, während Doherty das $ beschreibt, das auf der Unterseite statt ..pale orange-ochreous“ weiß ist ;
auch auf der Oberseite ist das $ heller und erinnert mehr an thyodamas, für welche Art Doherty das Tier beim
Einfangen auch hielt. Die abnorme Färbung, der auffallende, schwarze Außenrd beider Figl, die Reihe von gel¬
ben Flecken im submarginalen orangebraunen Bande der Vflgl, die in Halbmonde gebrochene Anordnung
der Meridianstreifen lassen die Art sofort erkennen, besorgen ihr aber auch die völlig isolierte Stellung. Ketten¬
zeichnung findet sich sehr deutlich auf der Unterseite der Hflgl, dort ist auch die Aehnlichkeit mit thyodamas
oder andamanica am besten zu erkennen. I)e Niceville sagt: „closely allied to Cyrestis thyonneus C ramer “
und es scheint, daß auf den Nicobaren gleiche umbildende Einflüsse tätig waren wie auf den Molukken, der
Heimat von thyonneus . Auf jeden Fall müssen die Nicobaren schon seit einer für uns kaum faßbaren Zeit isoliert
stehen, sowohl von dem nur wenige Breitegrade südlich liegenden Sumatra als von den nördlich gleich weit
entfernten Andamanen, da dort eine Cyrestis-lkusse entstehen konnte, welche gewissermaßen die Charaktere
von andamanica (Unterseite) und von der nächsten braunen Art, theresae Nicev. auf Sumatra (Oberseite) kom¬
biniert. Eine Zuwanderung ist außerdem bei Cyrestis kaum denkbar, da die Tiere in Mangrowewäldern, welche
in jenen Ländern die Küsten bestehen, nicht Vorkommen, sondern erst in gewissen Elevationen, wo ihre Futter¬
pflanzen wachsen, angetroffen werden, tabula ist der sichere, lebende Beweis, daß die weißen und braunen
Cyrestis eines Stammes sind. (Martin).
C. lutea Zink-Somm. (121 f). Ost- und West- Java, Madura ( ?), Bali (Doherty). Auch bei dieser Art lutea.
ist Zinkens Beschreibung und Abbildung erschöpfend und er gibt außerdem noch an, daß der Schmetterlings¬
jäger auf Java, Dr. Blijme, mit Sicherheit melde, eine gelbe und weiße Cyrestis in copida gesehen zu haben.
Westwoods voraussehende, diesbezügliche Bemerkung dürfte also vermutlich aus dieser Quelle stammen.
Er sagte nämlich 1850, daß lutea weiße haben müsse, obwohl anzunehmen ist. daß er niemals die sehr seltenen,
weißlichen $$ der Art in natura vor sich gehabt hat. Er hat entweder wirkliche $$ von nivea gesehen oder
er hielt nivea- für die lutea-^Q, wie er auch als $ seiner Cyrestis recaranus (Synonym zu lutea, Gen. D. Lep.
p. 261, Nr. 3) die nivea Zink, zitiert, lutea bildet in der ihrem Namen entsprechenden Färbung einen guten
Uebergang zur folgenden thyonneus- Gruppe. Abgesehen von der Farbe würde lutea nach ihrem Figlschnitt
in die nivea- Gruppe gehören, während sie nach der Zeichnung des submarginalen Bandes beider Figl mehr Ver¬
wandtschaft zur irmae- Gruppe zeigt. Eine Analogie besteht auch mit thyodamas , indem es wie dort weiße und
gelbe, so hier dunkelgelbe und fahlgelbe Exemplare gibt. Die Meridianstreifen sind fein wie bei den weißen Arten
und stehen untereinander in gleichen Abständen; dem submarginalen Bande der Hflgl fehlt die blaue Schmuck¬
linie; von der Kettenzeichnung aber sind zwei deutliche Glieder im analen Ende des Bandes auf den Hflgln
vorhanden; die gelben Auszeichnungen im Analwinkel beider Figl sind deutlich, nur fallen sie bei der Grundfarbe
des Tieres nicht sehr ins Auge. Was diese Art aber noch mehr isoliert, ist die auffallende, aberrante Färbung
des dieses ist nämlich weiß, eine im Genus Cyrestis nicht wieder vorkommende Erscheinung. Diese weißen
welche nur sehr selten gefangen werden — Fruhstorfer hat in vielen Jahren nur 2 — 3 Stücke erbeutet —
unterscheiden sich von $ und $ nivea durch die minder rein weiße Färbung beider Figl, vermehrte Transparenz
der apicalen Teile des Vflgls, welche lichtgrau und nicht braunschwarz gefärbt sind, und schließlich durch das
Herantreten der weißen Grundfarbe an den Costalrand des Vflgls zwischen drittem, distalstem Meridianstreifen
und submarginalem Bande. Die dunkelblauen Kerne auf dem Anallappen entsprechen in ihrer Stellung der
Zeichnung der $<$ und wie bei diesen ist die mittlere Linie im submarginalen Bande der Hflgl in Striche gebro¬
chen. lutea liebt höhere Erhebungen und ist im Vergleiche zu nivea ein alpines Tier, obwohl sie an der Grenze
ihres Vorkommens gegen die Küste hin mit nivea zusammenfliegt. Sie muß nach Analogie mit Sumatra und
Borneo alpin sein, denn auf jedem dieser Inselkontinente treffen wir zwei Cyrestis- Arten aus den bisher beschrie¬
benen Gruppen, eine in der Ebene, eine in den Bergen. (Martin). — doliones subsp. nov. Zwei aus Bali cloliones.
(2 — 4000', März 1896, Doherty) im Tring-Museum sind etwas dunkler gelb und haben alle schwarzen Zeich¬
nungen prominenter, besonders aber den Apex des Vflgls stark berußt, welche Unterschiede auch auf der Unter¬
seite deutlich hervortreten. Ebenso verhalten sich Cid der Sammlung Fruhstorfer.
Die braunen Species der Artengruppe Marpesia Hbn. gehören mehr der östlichen Hälfte des großen Cyrestis- Gebietes
an und lassen sich in zwei gut umschriebene Gruppen abteilen, von denen die erste noch eine Malayische genannt werden darf
und ungefähr das Zentrum des Gesamtgebietes bewohnt, während die zweite den Papua- Ländern bis zum äußersten Osten an¬
gehört und nur wenige Ausläufer im Malayengebiete besitzt. Von den weißen Arten unterscheiden sich die braunen nicht nur
durch Färbung, sondern auch durch veränderten, minder akzentuierten Figlschnitt. (Martin).
1. Thyonneus- Gruppe.
Nur wenige Arten gehören zu dieser gut abgegrenzten Gruppe, welche sich von Sumatra über Borneo,
Celebes und den Sula- Archipel bis auf die Molukken (Ceram und Amboina) verbreitet. Es sind viel robustere,
plumpere Tiere mit kürzeren, eine minder unregelmäßige Außenkontur besitzenden Flgln. Der Analwinkel
des Vflgls ist allerdings noch etwas ausgeschnitten, aber nicht in der eckigen, nach innen vorspringenden Weise
wie bei den weißen Arten, sondern mehr abgestumpft und abgerundet ; ebenso verhält es sich auch mit dem
Apex des Hflgls. Die Schwänzchen der Hflgl sind kürzer und spitzer und der Anallappen bewahrt die Grund¬
farbe, fällt deshalb viel weniger ins Auge. Die Meridianstreifen sind zwar noch vorhanden, aber sie rücken, be-
IX
74
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CYRESTIS. Von H. Fruhstorfer.
sonders der zweite und dritte, näher zusammen und der zwischen ihnen gelegene Raum ist dunkler bestäubt
wie der Rest des Figls, so daß sie den Eindruck von dunklen, schwarzgesäumten Binden machen. Kettenzeich¬
nung findet sich im submarginalen Bande der Hflgl nicht, auch fehlt die blaue Schmucklinie, dafür sind von
den drei das submarginale Band bildenden Linien die äußere und innere bei fast allen Arten ( theresae ausgenom¬
men) von einem mattglänzenden, graphitartigen Blaugrau. Der Typus der Gruppe und zugleich der Hübner’-
schen Gattung ist der schon 1779 beschriebene thyonneus (Amboina), dessen verschiedene geographische Rassen
nur als Subspecies gelten können, während dem westlichen Vertreter der Gruppe auf Sumatra und Borneo
allein neben thyonneus Speciesrang eingeräumt werden muß. (Martin.)
theresae. C. theresae Nicev. (= neela Swinh.). Von Borneo (Sandakan, Sarawak, Bandjermasin). Von der einzi¬
gen andern Art der Gruppe und deren Subspecies verschieden sowohl durch Größe und Farbe, als auch durch
Zeichnung. Kleiner und von hellerer Grundfarbe; ein reiches, gesättigtes Gelbbraun, ungefähr wie poliertes
Kirschholz ; die mittlere Linie des submarginalen Bandes der Vflgl, welche senkrecht auf den bei den meisten
Cyrestis- Arten vorkommenden, zwei schwarzen Analpunkten steht, ist nahezu gerade und ziemlich kontinuier¬
lich, während bei allen anderen Formen der Gruppe diese Linie in Striche aufgelöst, nach einwärts gekrümmt
oder undeutlich verwischt ist ; die innere und äußere der drei, das submarginale Band der Hflgl bildenden Linien
sind völlig schwarz, während sie bei allen anderen Formen, mattglänzend, blaugrau sind; auf der Oberseite
der Hflgl ist die Begrenzung der Discocellularadern sehr deutlich eine doppelte, während bei den andern Formen
meist nur ein dickerer, schwarzer Strich die Lage dieser Adern markiert. Diese und noch andere Detailunter¬
schiede, besonders der Unterseite, welche alle hier aufzuzählen zu weit führen würde, sind aber zur Unterschei¬
dung der Art nicht nötig, denn der allgemeine Eindruck schon genügt und jeder mit diesen Tieren Vertraute
wird sofort aus einer durcheinander gemengten, großen Zahl von Exemplaren der Thyonneus- Gruppe die Stücke
von theresae herausstecken können. Daß auch Staudinger diese Unterschiede nicht verkannte, geht aus der
Tatsache hervor, daß er Borneo-Stücke von theresae mit dem Sammlungsnamen thyonneoid.es in seiner Collek-
tion bezeichnet hatte. Da in den vielen Sammeljahren auf Sumatra nur ein Exemplar erbeutet wurde, scheint
dort theresae, wenigstens in dem von mir durchforschten Gebiete, sehr selten zu sein; auch habe ich bis heute
von keinem weiteren Exemplare Kunde erhalten ; da aber absolut kein Unterschied zwischen Sumatra- und
Borneo-Stücken zu finden ist — in Tring bestand Gelegenheit 5 Stück aus Swinhoe’s Sammlung mit dem Typus
von theresae zu vergleichen — so gehört die um 6 Monate jüngere neela Swinhoe zweifellos als Synonym zu
theresae. Die Type Swinhoe’s stammt aus Sandakan und befindet sich im Britischen Museum. Swinhoe er¬
wähnt in seiner Beschreibung von neela auch die deutlich doppelte Begrenzung der Discocellularen. (Martin.)
thyonneus. C. thyonneus Cr. Von Ceram, Amboina, Uliasser (Kückenthal), Batjan ( ?) besitzt die reichste Grund¬
farbe, ein gesättigtes Orangebraun; celebensis und sulaensis sind dunkler, huruanus ist heller. Die Vflglunter-
seite zeigt weißlich-violette, aufgehellte Stellen: erstens am Außenrd unterhalb des Apex in Form von zwei
undeutlichen Halbmonden zwischen 5. Subcostalast und den beiden Radialen, von welchen der untere größer
und deutlicher ist; zweitens in Form von zwei länglichen Flecken im Analwinkel entlang dem Außenrd zwischen
Ird und zweitem Medianast, der obere Fleck ist kleiner; und drittens am Ird ein quadratischer Flecken, oben
scharf vom ersten Medianast, außen vom submarginalen Bande, innen vom dritten Meridianstreifen und unten
vom Figlrande begrenzt. Bei echten Amboina-Stücken setzt sich diese letzte Aufhellung auch auf der Unterseite
der Hflgl quadratisch bis zur Subcostalis fort. Auf dem Hflgl ist außerdem immer auch die Analgegend und
der Anallappen weißlich-violett aufgehellt. Auf der Oberseite der Hflgl finden sich am Costalrancle zwischen
erstem und zweitem Meridianstreifen und zwischen drittem Meridianstreifen und submarginalem Bande qua¬
dratische, gelbweiß aufgehellte Flecken, bei Amboina-Stücken nahezu weiß. Ein $ aus Amboina in Staudinge r’s
Sammlung ist größer und sehr hell. Der typische thyonneus ist nicht sehr häufig in Sammlungen, obwohl L. Kuhl-
mann, Frankfurt, mitteilt, er habe die Art stets in Anzahl aus Ceram erhalten. Von Ribbe erhielt ich unter der
Benennung ,, eudamia “ ( ?) ein typischen Ceram-Stücken sehr ähnliches Exemplar; über eudamia hat sich in
der Literatur nichts finden lassen. Pagen steche r’s Angabe, daß thyonneus auch auf Batjan vorkomme, wird
von Ribbe sehr bezweifelt, da er in drei Monaten dort kein Exemplar fing; auf Batjan fliegt bereits laelia aus
huruanus. der acilia- Gruppe. (Martin). — buruanus Mart, von Bum ist meistens kleiner als typische thyonneus, viel
kleiner als celebensis-, Grundfarbe heller, weniger feurig, mehr gelbbraun und nicht orangebraun wie thyonneus,
die Meridianstreifen sind näher zusammengerückt und erscheinen auf der minder reichen Grundfarbe schwärzer
und prominenter; auch auf dem Vflgl zeigen die beiden Begrenzungslinien des submarginalen Bandes den graphit¬
artigen Glanz, den sie bei thyonneus und den anderen Subspecies auf dem Hflgl besitzen; Unterseite Avie typi¬
scher thyonneus, nur sind die aufgehellten Partien nicht so deutlich und ausgesprochen. Das $ ist das hellste
sulaensis. Tier in der ganzen Gruppe. (Martin). — sulaensis Stgr. (121 f) ist dunkler als typische thyonneus, „schmutzig
braun mit violettem Anflug“, sagt ihr Autor. Die Meridian- Streifen sind breiter, die ZAvischenräume zwischen
Basis und erstem Meridian- Streifen und zwischen zAveitem und drittem verdunkelt, jene zAvischen erstem und
zweitem und drittem und submarginalem Bande heller, was für beide Figl gilt. Die mittlere der drei, das sub¬
marginale Band der Hflgl bildenden Linien, also die schwarze zwischen den graphit glänzenden, ist gegen den
Apex des Hflgls hin stark, oft bindenartig verbreitert. Mehr noch differiert die Unterseite, welche die Aufhel¬
lungen von thyonneus vermissen läßt und mit Ausnahme eines quadratischen, helleren Fleckes am Ird der Vflgl
OYRESTIS. Von H. Frithstorekr.
5S7
zwischen drittem Meridian- Streifen und submarginalem Bande einfarbig ockerbraun ist, somit an die Unterseite
von theresae anklingt. (Martin). — celebensis Stgr. Viel dunkler und die aus Süd-Celebes stammenden Exem- reichen is.
plare auch bedeutend größer als typische thyonneus und sulaensis. Zwischen erstem und zweitem Meridian-
Streifen, dann auf dem Vflgl zwischen zweitem und drittem oberhalb des zweitem Medianastes und zwischen
drittem Meridian- Streifen und submarginalem Bande unterhalb des zweiten Medianastes braungrau verfärbt ;
auf dem Hflgl bleibt diese Verfärbung in den Zwischenräumen zwischen erstem und zweitem und drittem Meri¬
dian-Streifen und Submarginalband. Unterhalb des zweiten Medianastes tritt auf dem Vflgl und auch fort¬
gesetzt auf dem Hflgl bis zum Analrande die klare, braune Grundfarbe leuchtend wieder auf. Der graphitartige
Glanz der inneren und äußeren Begrenzungslinie des submarginalen Bandes ist auch auf dem Vflgl besonders
in der costalen Hälfte dieser Linien deutlich zu bemerken. Die Unterseite zeigt die bei thyonneus beschriebenen
Aufhellungen, ist aber im Grundton noch Heller. Staudinger beschreibt ein $ als mit lichterer, brauner Ober¬
seite, auf welcher sich die braungrauen Binden besonders auffällig abheben. (September, Doherty) im Tring-
Museum, ein $ (Donggala, August, Doherty) ist bedeutend dunkler, der Apex des Vf lgls auf der Oberseite breit
angedunkelt, ebenso die costale Hälfte des submarginalen Bandes auf den Hflgln, in welchem die mittlere Linie
wie ein korrigierender Tintenstrich verläuft. Im Britischen Museum befindet sich auch noch ein der celebensis
nahe stehendes mit der Etikette „Ternate“. (Martin.)
2. Acilia- Gruppe
bewohnt in der Hauptsache das Papua-Gebiet , von wo sie nach Westen und Osten Ausläufer besitzt , nach Westen
über die Molukken, den Sula- Archipel und Bangkai bis Celebes, nach Osten bis zu den äußeisten Inseln des Salomon-
Archipels. Im Zentrum des Gebietes (Neu-Guinea und Satelliten) ist das mediane, weiße Band beider Figl, welches alle
Arten dieser Gruppe tragen, am breitesten, um. nach Westen sowohl wie nach Osten an Breite abzunehmen. Die Vflgl sind
am Analwinkel nur leicht einwärts geschnitten, mehr abgerundet und der Ird verläuft völlig gerade; auch der Apex des Hflgls
nur leicht schief abgeschnitten, im allgemeinen eher abgerundet. Die Schwänzchen sind kurz und breit und der Anallappen
stellt nur ein kleines, schwach prominentes Kreissegment dar. Die Meridianstreifen sind bis auf Reste verschwunden. Das
submarginale Band der beiden Figl steht in einer Flucht in einer leicht nach innen konkaven Linie und zeigt auf beiden Flgln
ausgesprochene Kettenzeichnung, deren Glieder in vielen Arten eine auffallende Rundung besitzen und, da sie meist von einer
gelben Iris umgeben sind, an Ocellen erinnern, sodaß Staudinger von einer Augenfleckenbinde spricht. Das Analgebiet des
Hflgls zeigt in den meisten Fällen den orangefarbenen Schmuck der weißen Arten, es besitzt aber noch eine dieser Gruppe allein
angehörige Eigenheit. Der eigentliche Anallappen wird von einem in denselben hereinragenden, oblongen, oft mehr ovalen,
oft mehr rundlichen, schwarzen Fleck eingenommen, welcher auch öfters eine gelbe Iris besitzt. Nach innen von diesem Flecke
aber steht dicht am Analrande im gelben Schmuckfelde eine zweite Ocelle ungefähr in der Fortsetzung des submarginalen
Bandes, aber breit von diesem getrennt. Diese Ocelle — die Analocelle — hat außer der gelben Iris noch eine feine, weiße
Umrandung, welche sich vom Flglrd her innen um ihn herumschlägt und die Fortsetzung einer rein weißen Submarginal linie
darstellt, welche in gleicher Reinheit nur zwischen Anallappen und Analwinkel besteht. Durch diese weiße Umrandung sieht
die Analocelle aus, als sei sie von der Unterseite des Figls nach der Oberseite umgeschlagen und soll deshalb das ganze Bild
kurz die „Umschlagszeichnung“ heißen. Diese Gruppe, welche nach der zuerst beschriebenen acilia benannt werden muß, bietet
von allen Cyrestis- Gruppen sicher die größten Schwierigkeiten für eine richtige Klassifikation und für gerechte Würdigung
der Formen als Species und Subspecies. Die westlichen Formen können unmöglich als Varietäten oder Subspecies zu acilia
gezogen werden, wie das bisher geschehen ist, da die Unterschiede zu große sind; die östlichen wiederum, welche acilia viel
näher stehen, unterliegen im fernsten Osten einer ganz ähnlichen Umbildung der Charaktere, wie wir sie teilweise im Westen
auf gewissen Inseln konstatieren, sodaß auch hier Schwierigkeiten entstehen und außerdem hat die zentrale acilia selbst sich
auf den zahlreichen Satellit-Inseln des Neu- Guinea- Kontinents zu verschiedenen Subspecies umgestaltet. Auf der nördlichsten
Insel des ganzen acilia- Gebietes dagegen ist es zur Bildung einer völlig aberranten, ganz ohne Uebergänge stehenden Art ge¬
kommen. Die Figlform bietet uns übrigens einen allgemein gültigen Unterschied, der gut hält : Bei den westlichen Arten sind
beide Figl länger und weniger breit, sodaß die ungefähre Form eines liegenden Rechtecks erreicht wird; bei den östlichen sind
die Figl kürzer aber breiter, und hat das gespannte Tier ungefähr die Form eines stehenden Rechtecks, während die zentrale
acilia und ihre Subspecies nahezu quadratisches Maß zeigt. Eine Aufzählung der Species und Subspecies von Westen nach
Osten, wie das auch in den anderen Gruppen, soweit als möglich, durchgeführt wurde, erscheint auch hier das Zweckmäßigste
(Martin ).
C. strigata Fldr. Ganz Celebes: Minahassa, Gorontolo, Donggala, Bonthain. Bedeutend größer als strigata.
acilia ; das weiße Medianband sehr schmal, bat aber immer scharfe Grenzen; es variiert an Breite; Süd-Celebes-
Stiicke besitzen die breitesten Bänder, während nördliche Exemplare immer schmalere Maße zeigen. Manch¬
mal wird dieses Band sogar ganz obsolet und es befindet sich in der Sammlung Fruhstorfer ein Exemplar,
das auf den Hflgln auch nicht die Spur eines Bandes trägt. Auf jeden Fall in der ganzen Gruppe das schmälste
Mittelband, welches sich auf den Hflgln im rechten Winkel umbiegend gegen den Analrand hin fortsetzt, be¬
sonders deutlich bei den $$ und nur in dieser Art und ihren Subspecies. Vor der schwach gelb umzogenen Augen¬
fleckenbinde eine gelbliche Querlinie, sehr wenig gelb im Analwinkel (Staudinger). Ocellenreihen komplett,
Schwänzchen mit weißer Spitze. Die Analocelle nur hier und bei der zunächst folgenden Subspecies nicht
rund, sondern länglich, nierenförmig. Umschlagszeichnung undeutlich. Die $$, keine Seltenheiten, sind sein-
groß, wahrscheinlich die größten Tiere in der ganzen Gruppe, heller und schmutziger gefärbt. Felder beschreibt
eine ,,var. ß“ seiner strigata , aus Menado; dieses Stück hat ein auffallend breites, weißes Medianband, noch
breiter wie das der Exemplare aus Süd-Celebes; die nierenförmige Analocelle stellt aber außer allen Zweifel,
daß es sich hier um eine, allerdings abnorme, strigata handelt. — parthenia RÖb. Von Bangkai, ein seltenes Tier, parthenia.
entdeckt von H. Kühn, wird von seinem Autor mit strigata verglichen ; das weiße Medianband ist beim hell¬
ockergelb, beim $ gelb; die Grundfarbe ist hellkastanienbraun, nicht schwärzlich wie bei stngata. Die Anal¬
ocelle deutlich nierenförmig, wie sonst nur noch bei strigata', Ocellenreihen komplett, Umschlagszeichnung
undeutlich. 1 $ und 1 $ (Typen) in Staudinger’s Sammlung. — bettina Frühst. (122 c). Sula-Inseln, Mangoli bettina.
und Besi. Gleichgroß mit strigata , von welcher sie sich durch lebhaftere, braunrote Oberseite, durch breitere
588
CVRESTIS. Von H. Fruhstorfer.
Bänder der Unterseite und größere Ocellen im Submarginalbande unterscheidet. Das weiße Medianband ist
auf dem Hflgl leicht gelblich angeflogen und zeigt wie bei strigata im Analwinkel die Neigung zum rechtwinkligen
Abbiegen nach dem Analrande; es ist aber beiderseitig scharf begrenzt. Die Anal-Ocelle ist rund, nicht
mehr nierenförmig wie bei strigata und parthenia ; die Schwänzchen haben weiße Spitze; Umschlagszeichnung
undeutlich. Besi-Exemplare sind auf beiden Seiten weißer wie solche aus Mangoli, auch zeigen bei ihnen die
beiden mittleren Ocellen im submarginalen Bande der Oberseite der Hflgl Neigung zum Confluieren, d. h. der
sie trennende, gelbe Strich wird obsolet. Die $$ von beiden Inseln sind größer und heller und nicht selten.
laelia. Type in F ruhstorfers Sammlung. — laelia Fldr. Kleiner wie die vorhergehenden, aber eine sehr dunkel und frisch
gefärbte Basse, die sich von allen Verwandten sofort durch das schaif spitze Ende des weißen Medianbandes
im Analteile der Hflgl unterscheidet, was schon Felder in seiner Originalbeschreibung erwähnt. Außerdem
ist das Medianband an seinen Rändern, besonders aber dem äußeren, nicht scharf begrenzt, ein nur bei dieser
Art und ihren Subspecies vorkommender Charakter ; es ist jedoch kaum viel breiter als in strigata und Subspecies.
Unterseite sehr der von bettina ähnlich, Analocelle rund, Umschlagszeichnung sehr deutlich ; Spitzen der Schwänz¬
chen schwarz. Das ^ unterscheidet sich bei dieser Art noch ziemlich vom es ist viel heller braun, die weiße,
schmalere Medianbinde zeigt in einzelnen Stücken Neigung zum obsolet werden, besonders auf dem Hflgl;
nach außen ist es aber immer ungenau von der Grundfarbe abgesetzt. Die Analgegend, welche beim $ orange¬
gelb und feuriger wie bei strigata und Subspecies erscheint, nur sehr beschränkt braun gefärbt; auch ist die
Ocellenumrandung im submarginalen Bande der Hflgl schmaler und weniger lebhaft. Eine Eigentümlichkeit
von laelia und ihren folgenden Subspecies besteht auch darin, daß auf der Unterseite des Vflgls die beiden mitt¬
leren Ocellen des submarginalen Bandes kleiner werden und sich manchmal unter Teilung des schwarzen Kernes
in je zwei kleinere Ocellen auflösen. Die vierte Ocelle der Reihe des Vflgls von der Costa ab gerechnet ist bei
harterti. allen mir zugänglichen Stücken deutlich länglich und oval, nicht rund. — harterti Mart. Aus Halmaheira
(Gani, Patani, Gilolo) hat das Medianband doppelt so breit wie laelia, am breitesten an der Costa des Vflgls,
von wo nach abwärts bis zum etwas stumpfen Ende im Analwinkel des Hflgls Breitenabnahme stattfindet;
die äußere Grenze des Bandes ist keine scharfe; die Ocellenreihen besitzen auch auf dem Vflgl deutliche, gelbe
Umrandung wie bei typischen laelia; die vierte Ocelle des Vflgls von der Costa gerechnet ist länglich; Anal-
latifciscia. ocelle rund; Umschlagszeichnung sehr deutlich. — latif ascia Mart. Ternate, eine bedeutend kleinere Art mit
sehr breitem, weißem Medianbancle, dem breitesten innerhalb dieses Formenkreises, dessen innerer Rand fast
völlig gerade verläuft, während der äußere gegen den Außenrd convex ist, so daß die Form des Bandes eine
bauchige wird. Die äußere Begrenzung des Bandes ist eine ziemlich scharfe, die Ocellenreihe des Vflgls ist deut¬
lich gelb umsäumt, die vierte Ocelle länglich; die braune Grundfarbe ist eine hellere, mehr graubraun gegen
die gelbbraune der anderen Subspecies; Analocelle rund, Umschlagszeichnung immer deutlich. Die $$ sind
größer und heller. Obi-Stücke haben den äußeren Rand des weißen Medianbandes nicht so stark nach außen
convex wie die außerdem noch kleineren Exemplare aus Ternate. Da sich aber absolut keine anderen Unter¬
schiede ergeben, so müssen die beiden Rassen vereinigt werden trotz der verhältnismäßig weiten Entfernung
abisa. der Heimatinseln. — abisa Frühst. (122 c) hat eine dunklere Grundfarbe, die mehr schwarz wie braun ist. Die
submarginalen Kettenstreifen der Vflgl sind nicht braungelb sondern schwarzgelb, die schwarzen Kettenglieder
sind breiter, breiter ist auch die schwarze Grenzbinde, welche die weiße Discalregion der Vflgl von der Ocellen-
kette abtrennt. Die gelbliche Analregion der Hflgl ist reduzierter, die weiße Discalbinde schneidet dafür in
diesen gelblichen Analfleck hinein. Alle Submarginalbinden der Hflgl sind breiter schwarz. Auch die
Unterseite aller Figl ist erheblich dunkler, die Submarginalbinden, namentlich aber jene der Hflgl sind stark
verbreitert. Die graubraune Grenzbinde an der inneren Seite der Ocellen ist auf allen Flgln seltsamerweise
jordani. verschmälert, während sie oberseits verbreitet ist. Insel Obi. — jordani Mart. Insel Morotay ; hat in beiden Ge¬
schlechtern das weiße Medianband, welches am Ird des Vflgls seine größte Breite besitzt und gegen die Basis
sanft concav ist, doppelt so breit wie laelia, aber sein äußerer Rand ist kein genau begrenzter und es endet
im Analwinkel des Hflgls spitz. Die Ocellenreihe des Vflgls hat keine gelbe Umrandung wie bei laelia, oder
doch nur Spuren einer solchen ; die vierte Ocelle ist länglich ; die in der basalen Hälfte der Figl stehenden
Reste der Meridianstreifen oder besser deren Zwischenräume, bei laelia braungelb, sind weißgrau ; die beiden
submarginalen, weißlichen Linien am Außenrd des Vflgls divergieren gegen den Apex hin, während eie bei laelia
streng parallel verlaufen; Analocellen rund, Umschlagszeichnung wie bei allen Zaeüm-Rassen sehr deutlich.
Im allgemeinen ein dunkleres, größeres Tier als die typische laelia.
ceramensis. C. ceramensis Mart. Ceram. Unterscheidet sich von laelia durch ein nach beiden Seiten völlig scharf
abgesetztes, mäßig breites Medianband, welches aber dem Figlsaum parallel verläuft, eher noch eine
apicale Neigung besitzt, während bei laelia dieses Band nahe der Costa der Vflgl nach innen umbiegt ; außer¬
dem nimmt es gegen den Costalrand des Vflgls an Breite deutlich ab; bei laelia hat es die ausgesprochene Ten¬
denz, sich dort zu verbreitern. Auf der Unterseite des Vflgls ist die Ocellenreihe komplett und intakt ; die mittle¬
ren Ocellen im submarginalen Bande der Hflgl zeigen auf der Oberseite deutliche Neigung zum Confluieren,
besonders beim $; Analocelle rund, Umschlagszeichnung deutlich; die Schwänzchen sind mehr nach außen
gerichtet, nicht nach hinten, wie das sonst in der aa7m- Gruppe immer der Fall ist. Das $ zeichnet sich durch
schmaleres Medianband und gelbere Analgegend aus. Ribbe sagt allerdings, Ceram-Stücke wichen von laelia
aus Batjan nicht ab; es ist aber bei dieser totalen Verschiedenheit des Medianbandes nicht möglich, ceramensis
CYRESTISf Von H. Frotistorfer:
589
als Subspecies zu laelia zu stellen; sie muß eine eigene Art sein. (Martin). — biaka Gr. -Hm. vonBiak. Korrido, biaka.
(Inseln in der Geelvink-Bai im Norden von Neu-Guinea) steht der acilia sehr nahe, besitzt aber auch Charaktere
von laelia, so daß sie genau genommen weder bei der einen noch bei der anderen Art als Subspecies untergebracht
werden kann und vorerst besser isoliert gestellt würde, bis weiteres Material und besonders Kenntnis der Larvenfor¬
men zu einem besseren Urteil befähigen. Eine kleine, auffallend blasse Form, deren Medianband das spitze Ende im
Analwinkel des Hflgls wie laelia besitzt. Die Ocellen im submarginalen Bande beider Figl sind alle rund und legt
der Autor der Art besonderen Wert auf die vierte von der Costa des Vflgls ab gerechnet, welche rund und von
gleicher Größe wie die über und unter ihm stehenden ist, während bei laelia und Subspecies diese Ocelle läng¬
lich, nierenförmig und von schwankender Größe ist. Von strigata unterscheidet sich biaka durch ihr viel breiteres
Medianband, welches ja auch breiter wie bei den meisten laelia ist, niemals aber die Breite von acilia erreicht.
Das $ ist noch blasser wie das Mit Bezug auf die Flglform gehört biaka ; in den Kreis von acilia. biaka ist
sicher ein trefflicher Uebergang von laelia. zu acilia. — acilia Godt. stammt vonWaigiu . Die Type von acilia stammt acilia.
von Rawak auf Waigiu, wo das erste Exemplar bei Gelegenheit der Weltumsegelung des französischen Kapitäns
Louis Claude Desaulse de Freycinet (1779 — 1842) erbeutet wurde, welches Unicum blieb, bis weitere Exemplare
von den verschiedenen Reisen des Kapitäns Dumont d’Urville nach Europa gelangten, acilia bewohnt ungefähr
das Gebiet von achates, ist aber keine so konstante Art, sondern sehr variabel und müssen verschiedene Sub¬
species geschaffen werden; nur auf dem Kontinente von Neu-Guinea ist die Art ziemlich konstant und lassen
sich da, obwohl von nahezu allen durch Europäer betretenen Teilen der großen Insel Stücke vorliegen, keine
tieferen Unterschiede auffinden, acilia wird sofort erkannt an ihrem sehr breiten, weißen Medianband, das
sowohl gegen die Costa des Vflgls als auch gegen den Analrand des Hflgls an Breite allmählich abnimmt, ferner
an der außergewöhnlich lebhaften und ausgedehnten Orangefärbung des Analgebietes der Hflgl. Auch wird
nur in dieser Art die fast nicht gelb umringte Ocellenreihe im submarginalen Bande der Vflgl in ihrer Mitte
obsolet, so daß von den 6 sonst immer in dieser Gruppe vorhandenen Ocellen nur 3 — 4 deutlich ausgebildet
sind. Im Apex des Hflgls findet sich ferner einwärts von der obersten, costalsten Ocelle die die Ocellenreihe basal
begleitende, sonst schwarzbraune Linie gelb gefärbt. In der Ocellenreihe des Hflgls haben die zweite und dritte
Ocelle, vom Analwinkel ab gerechnet , die deutliche Tendenz, länglich und nierenförmig zu werden, was beson¬
ders auf der Unterseite gut zu erkennen ist. Analocelle rund, Umschlagszeichnung deutlich, Anallappen sehr
wenig prominent. Die $$, absolut keine Seltenheiten, sind etwas größer, heller und matter gefärbt und be¬
sonders das Orangegebiet der Analgegend des Hflgls ist abgeblaßt und bräunlich überzogen. Die Rpn sind nach
Ribbe sehr lebhaft und kriechen unter züngelnden Bewegungen des Kopfes rasch vorwärts. — sicca Frühst., sicca.
sehr nahe verwandt der abisa von Obi und mit einer ebenso breiten weißen Discalzone auf allen Flgln. die reich¬
lich ein Drittel breiter als bei laelia Fldr. von Batjan, aber merklich schmaler als bei latifascia Mart, von Ternate.
Von abisa differiert sicca durch die prominenten, sehr verbreiterten weißlichen Submarginalbinden auf allen
Flgln. Die schwarzen Ocellen der Hflgl sind größer, breiter orange umsäumt, der dunkle, subanale orange
Fleck ist aber viel schmaler und kürzer als bei den 3 Formen der Nord-Molukken. Unterseite: Alle Binden,
auch die Kettenstreifen, erheblich breiter als bei latifascia, was namentlich für die Ocellenreihe der Hflgl gilt,
Auch die braune Grenzbinde innerhalb der Ocellen ist mindestens noch einmal so breit als bei abisa. Buru,
Miro. November, sicca muß sehr selten sein, denn weder Holland, noch Martin bekamen dieselbe zu Gesicht.
— aruana Mart. Aru-Inseln. Unterscheidet sich von typischen acilia sofort durch das weiße Medianband, aruana.
welches viel breiter ist und gegen die Costa des Vflgls nur unmerklich an Breite abnimmt. Die Ocellenreihe
der Vflgl ist komplett. Nach 3 in Staudingers und 1 $ in Fruhstorfers Sammlung. ■ — misolensis Mart, misolensis.
von der Insel Misol hat das weiße Medianband viel schmaler, über beide Figl nahezu gleich breit, sehr geradlinig
und zeigt keine Convexität nach außen; der äußere Rand des Bandes ist etwas verwischt Avie bei laelia ; auf
dem Hflgl ist das Medianband kürzer als bei typischen acilia und endet bereits in der Höhe des mittleren Median¬
astes, während bei acilia das Ende meist in der Höhe des dritten Medianastes liegt; das gelbe Analgebiet ist
besonders groß und feurig; die mittleren Ocellen, 3 und 4, in der Ocellenreihe der Hflgl haben die Neigung,
ihre gelbe Umsäumung zu verlieren und zusammenzufließen. Nach 5 und 3 $$ (H. Kühn, Januar und
Februar; im Tring-Museum). — niaforensis Mart. (122i). Von Mafor, einer Insel in der Geelvink-Bai, nördlich Aron maforensis.
Holländisch-Neu- Guinea, steht schon wieder näher an biaka und unterscheidet sich von acilia durch folgendes:
Das weiße Medianband ist schmaler und nimmt gegen die Costa des Vflgls sehr stark an Breite ab; das Anal¬
gebiet ist nur in geringer Ausdehnung, eigentlich nur um die Analocelle herum gelbbraun; die Ocellenreihen
sind auf beiden Flgln komplett und besitzen überall eine braungelbe Umrandung; Analocelle sehr rund, Um¬
schlagszeichnung vorhanden; Ocellen 2 und 3 der Reihe des Hflgls (vom Analwinkel ab gerechnet) bleiben auf
beiden Seiten gut rund ; die 4. Ocelle der Reihe des Vflgls vom Costalrand ab gerechnet nicht rund und gleich
groß wie bei biaka, sondern länglich und größer als die über ihm stehenden Ocellen. Nur durch dieses Verhalten
der nach Grose-Smith so wichtigen 4. Ocelle läßt sich diese Subspecies an dieser Stelle halten und von biaka
trennen, zu welcher sie sonst zAvingend als Subspecies zu ziehen Aväre, nachdem auch die resp. Heimatsinseln
so nahe beisammen liegen.
„Die nun folgenden östlichen Formen sind von der zentralen acilia zum mindesten ebenso weit verschieden wie die
westlichen Vertreter der Gruppe auf denen der Molukken und da diese Verschiedenheit nicht nur in der Gestalt des Medianbandes,
sondern auch in der Form der Figl hegt, so stehe ich nicht an, diesen Rassen, welche von ihren Autoren sicher intentione specici
beschrieben worden sind, auch vollen Speciesrang einzuräumen, wenn sie auch bereits von Ribbe als Varietäten und von Feuii-
590
CYRESTIS. Von H. F rüh stör fer.
storfer als Subspecies von acilia behandelt worden sind. Das weiße Medianband wird wieder schmaler, die Ocellenreihen promi¬
nent und komplett und das gelbe Analgebiet reduziert, alles wie bei den westlichen Arten und dennoch haben wir völlig verschie¬
dene Tiere vor uns, welche einzeln und noch mehr in Serien einen total heterogenen Eindruck auf das Auge des Kundigen machen.
Schwer wird der Unterschied nur zwischen den nördlichen Subspecies von laelia und den nun folgenden Arten, welche wirklich
beim ersten Zusehen eine so überraschende Aehnlichkeit zeigen, daß der G-edanke, die Natur habe auf den Inseln im Westen
und Osten vom Neu- Guinea-Kontinente ganz nach gleichem Rezepte gearbeitet, nur mühsam von der Hand zu weisen ist. Aber
die genaue Betrachtung des Medianbandes läßt uns dennoch tiefgehende und konstante Unterschiede erkennen, so bestechend
auch die allgemeine Aehnlichkeit ist. Der Bismarck- Archipel und der Salomon- Archipel beherbergen je eine Art und auf den
nahezu südlichsten Inseln des letzteren Archipels, auf Ugi und Ulawa ist je eine Rasse entdeckt worden.“ (Martin).
fratercula. C. fratercula Godm. u. Salv. Die Typen stammen von Neu-Lauenburg und befinden sich im British-
Museum. Die Art unterscheidet sich von der Originalbeschreibung von acilia durch folgendes: Verhältnis¬
mäßig schmales weißes Band, das sowohl an der Vflglcosta, wie auch im Analwinkel des Hflgls spitz endet;
das gelbe Gebiet der Analgegend ist beschränkt und umgibt nur die Terminalocelle (Analocelle). Neu-Hannover-
Stücke haben das Analgebiet am dunkelsten braun umzogen und die Ocellenreihen nur schwach gelb gesäumt,
während 3 Exemplare aus Herbertshöhe diese Umsäumung lebhaft zeigen, fratercula besitzt nur ihr eigene
Form des Medianbandes; dieses ist an seiner Uebergangsstelle vom Vflgl auf den Hflgl am breitesten, zeigt
am Costalrand des Vflgls eine gegen den Apex gerichtete Spitze, die von einem kleinen oberhalb der Subcostalis
gelegenen weißen Strich gebildet wird; der extreme Costalrand oberhalb dieses Terminalstrichs ist aber deut¬
lich braun. Auch im Analwinkel des Hflgls besitzt das Medianband einen unter dem 3. Medianast gelegenen,
etwas einwärts gestellten weißen Terminalfleck, wodurch die Gestalt des Bandes eine deutlich spindelförmige
wird, Die Ocellenreihen sind auf der Oberseite beider Figl komplett; der 4. Ocellus des Vflgls länglich, nieren¬
förmig. Unterseits zeigen häufig die beiden mittleren Ocellen, besonders bei den $$, Neigung zur Verkleine¬
rung oder zum verschwinden. Analocelle rundlich, Umschlagszeichnung sehr deutlich. Die $$ sind heller und
meist auch größer. Herr Ribbe übersandte mir unter der Bezeichnung ,,var. minor “ aus Neu-Pommern und
,,var. obscura “ aus Neu-Hannover kleine Stücke, die aber mit Ausnahme der Größe nicht von fratercula ab¬
weichen, aber vielleicht und wahrscheinlich Produkte einer längeren Trockenzeit sind, wie in jenen Gebieten
ribbei. solche von 3 — 4 monatlicher Dauer (Martin). — ribbei Mart. Diese bedeutend kleinere Subspecies (42 mm
Flglspannung gegen 48 mm von fratercula ) hat das weiße Medianband breiter und besonders gegen den Außenrcl
hin mehr ausgebaucht und auch vielleicht noch reiner weiß wie typische fratercula. Die Ocellen der Oberseite
des Vflgls bleiben alle rund und ziemlich gleich groß (ähnlich wie bei biaka) und die sie nach außen begleitende,
weißliche Linie folgt der Rundung der Ocellen und umgreift die äußere Hälfte derselben derart, daß sie, aus
nach außen convexen Bögen oder Monden gebildet, zwischen je zwei Ocellen eine Spitze nach innen sendet,
welche ungefähr auf die Figlader zu stehen kommt. Bei der großen Mehrzahl der typischen Stücke von fratercula
besteht diese Linie aus 6 geraden, über den Adern eher etwas nach außen umgebogenen Strichen. Umschlags-
zeiclmung sehr deutlich ; das Typenpärchen im Besitze des Herrn 0. Ribbe. Da aber sowohl von Neu-Pommern
als auch von Neu-Hannover kleine, an ribbei herankommende Stücke existieren, welche, wenn auch nie alle,
so doch einzelne Charaktere von ribbei besitzen, so fällt die sichere Entscheidung sehr schwer, ob wir in der
neuen Subspecies eine reine Lokalform oder nur eine Saisonform erkennen sollen. Ueber Mioko steht geschrie¬
ben, daß seine ausgefüllte Lagune in eine Wiese umgewandelt sei und daß es mit Ausnahme von Bananen und
Yams nur dürftige Vegetation besitze. Wahrscheinlich finden sich dort die den Cyrestisrpn zur Nahrung dienen¬
den Ficusarten ebenfalls in dürftigem Zustande, wodurch nach meiner Erfahrung besonders im Zusammenhänge
mit längeren Trockenperioden leicht morphologische Abänderungen bei den Schmetterlingen entstehen können,
weshalb ich auf das oben am Schlüsse von fratercula Gesagte verweise (Martin).
nitida. C. nitida Math. Von den Salomonen, Guadalcanar, Ysabel, Kulambangra, Malaite, Florida, Alu,
Shortland, Treasury, Neu-Georgia, Facaro. Die sehr genaue und korrekte Beschreibung des Autors bezieht
sich auf Stücke von der Treasury-Insel (Typen im Britischen Museum). Das weiße Medianband von nitida
ist viel schmaler als das von acilia. und fratercula , beginnt unterhalb des braunen Costalrandes mit einem kleinen,
oberhalb der Subcostalis gelegenen, weißen Fleck, erreicht seine größte Breite am Uebergange vom Vflgl auf
den Hflgl, wird auf dem Hflgl schmaler und endet im Analwinkel mit einer abgerundeten Spitze. Die Breiten¬
zunahme des Bandes gegen die Uebergangstelle ist aber keine besonders starke, so daß dieses als ziemlich gerade
und gleichmäßig breit imponiert, während es bei acilia und fratercula bauchig erscheint und bei der folgenden
salomonis , am breitesten am Costalrande des Vflgls, nach rückwärts dünner wird. Der äußere Rand des Bandes
ist scharf und ziemlich geradlinig, der innere dagegen stellt eine mehr gebrochene, über den Adern unregel¬
mäßige, bei den $$ sogar oft verschwommene Linie dar. Die einzelnen Heimatsinseln bieten mit Bezug auf das
Medianband nur geringe Unterschiede ; am schmälsten überhaupt und auch die geringste Breitenzunahme
zeigend ist es bei Treasury- und Floridastücken, während Exemplare von Kulambangra, besonders $$, die
Breitenzunahme am deutlichsten erkennen lassen. Bei typischen Treasury- Stücken ist der dunkle Saum des
Costalrandes über dem Beginne des Bandes am breitesten und fehlt ihnen sogar ab und zu der kleine Terminal¬
strich oberhalb der Subcostalis; Florida-Exemplare dagegen zeigen diesen Saum am schmälsten. Die Ocellen¬
reihen sind überall komplet, die beiden mittleren Ocellen zeigen auf der LTnterseite des Vflgls niemals Tendenz
zur Verkleinerung oder zum Verschwinden ; die Analocelle ist rundlich, die Umschlagszeichnung nur mäßig
deutlich. Sehr variieren an Breite und Helle die die Ocellenreihen nach innen und außen begleitenden, weißli¬
chen Linien, welche wohl für den Namen nitida verantwortlich sind; immer heller und breiter bei den die
CHERSONESIA. Von H. Fruiistorffr.
591
äußere stets die innere übertreffend, sind sie in den typischen Treasury-Stücken nur wenig entwickelt, erreichen
aber das Maximum von Entwickelung in Exemplaren von Ysabel und New-Georgia. Die beiden mittleren Ocel-
len der Reihe auf der Oberseite des Hdigls zeigen oft Neigung zum Confluieren unter Verschwinden der gelben
Umrandung besonders nach innen. — salomonis Math. Nur auf Ugi, höchst wahrscheinlich auch auf San- salomonis.
Christobal. salomonis unterscheidet sich von ihren Nachbarn durch das an der Costa des Vflgls breiteste Median¬
band, welches in seinem Verlaufe über beide Figl abschwillt, um im Analwinkel des Hflgls ziemlich spitz zu enden.
Die beiden Typen haben das Medianband stark gelb angeflogen, welche Färbung bei den Stücken des Tring-Museum
nur eben angedeutet ist ; es scheinen also in dieser Art weißere und gelbere Exemplare zu existieren, ein bei Cyrestis
nicht fremder Zug, den wir schon bei thyodamas, lutea und den Subspecies von strigata beobachtet haben. Die
Ocellenreihen sind komplett, jene der Hflgl besitzen außergewöhnlich breite, gelbe Umrandung, welche distal
nahezu doppelt so breit ist Avie proximal. Die die Ozellenreihe der Hflgl nach innen begleitende, bleiche Linie
hört genau mit der 4. Ocelle, vom Analwinkel ab gerechnet, auf, während bei nitida jeder Herkunft diese
Linie die 5. oder 6. Ocelle erreicht. Analocelle rund, Umschlagszeichnung deutlich. In der Originalbeschrei¬
bung Mathews wird der Charakter des Medianbandes nicht genügend betont und alle in Deutschland als salo¬
monis gehenden Stücke gehören sicher zu nitida. Die Insel Ugi, von welcher ausdrücklich salomonis beschrieben
ist, gehört als Satellitinsel zu der sehr großen Insel San-Christobal, der östlichsten des ganzen Archipels, auf
Avelcher ohne Zweifel auch salomonis fliegen dürfte. Auf San-Christobal scheinen wie auf Bougainville und
Choiseul einer Sammlungstätigkeit schwerübersteigliche Schwierigkeiten entgegenzustehen, welche gewi ß im Cha¬
rakter der Eingeborenen zu suchen sind (Martin).- — ulawana Mart. Insel Ulawa im Salomon- Archipel. Nach ulawana.
2 CS (Woodford) im Britischen Museum, ulawana steht ganz apart durch ihr schmales. Aveißes Medianband,
Avelches unter der Subcostalis der Vflgl spitz beginnt und ebenso spitz im Analwinkel der Hflgl endet; es ist in
seiner größten Breite am Ird des Vflgls nicht breiter als A\de bei strigata. Analocelle rund, Umschlagszeichnung
deutlich. Grundfarbe heller als nitida. Die mittleren Ocellen in der Reihe des Hflgls haben auf der Oberseite
Neigung zum Confluieren.
C. eximia Oberth. Sangir-Inseln. Ein guter Name für diese außerordentliche, völlig isoliert stehende eximia.
Art oder Form. Das weiße Medianband verläuft nicht mehr parallel zum Körper des Tieres und zum Außenrd
der Figl, sondern Avendet sich von der braun gesäumten Costa des Vflgls schief gegen den Außenrd, um da, avo
es den ZAveiten Medianast schneidet, noch einen kleinen Fortsatz gegen den Ird zu senden, der aber bereits
über dem dritten Medianast erlischt und den Ird nur als gelbe Wellenlinie erreicht ; auf der Unterseite ist das
Medianband besser ausgebildet und erreicht allerdings sehr dünn, aber doch deutlich Aveiß, den Ird. Im Apex
des Vflgls ein weißer, auffälliger Apicalfleck; Hflgl mit Ausnahme eines kleinen, Aveißlichen Fleckens in der
Mitte des Costalrandes völlig braun. Während auf dem Hflgl die Ocellenreihe komplett ist, sind auf dem Vflgl
nur die drei analen Ocellen ausgebildet; gegen die Costa hin verlieren die Ocellen Form und Umrandung. — dola dota.
Frühst. Von Fergusson ; von typischen acilia in auffallender Weise abweichend durch die dunklere Grundfärbung,
die sich costal, und analwärts verschmälernde weiße Discalbinde und die rundlicheren, kürzer geschwänzten
Figl. Die schwarzbraune basale Region aller Figl ist viel breiter, nach außen schärfer abgegrenzt. Die Färbung
der Hflgl ist nicht so verwaschen Avie bei acilia. Alle braunen Binden der Figlunterseite verlaufen geradliniger,
sind erheblich breiter, dunkler braun und auf allen Flgln mit sehr viel größeren, gleichförmigeren und kom¬
pletten Kettenstreifen belegt. — Als tervisia subsp. nov. kann die etAvas dunklere Rasse der Hauptinsel von lerdsia.
Neu-Guinea von der Waigiu-Form abgetrennt werden, insbesonders Avegen der deutlich verschmälerten weißen
Medianbinde der Oberseite und dem erheblich verbreiterten gelben Analfeld der Hflgl. welches sich weiter
nach vorne ausdehnt und dadurch das weiße Medianfeld verkürzt. Type aus Holländisch Neu-Guinea, Sorong.
$$ aus dem deutschen und britischen Besitz der Insel führen nicht ganz so eng zusammengepreßte Längsstrei¬
fen der Oberseite als die eigentliche Type. — bassara Frühst, wurde neuerdings auf der Matty-Insel nördlich bassar t.
von Berlinhafen entdeckt. Die kleine zierliche Form vermittelt den Uebergang von acilia und tervisia zu ribbei
Mart, von Neu-Mecklenburg ; in der Zeichnung und Bänderung mehr der ribbei im fahl braungrauen Kolorit
eher der tervisia Frühst, genähert.
Gattung: C'liersoni‘sia Dist.
Alle Chersonesia besitzen reich gelbe oder orange Grundfarbe, welche bei den östlichen Arten dunkler
wird; die Zeichnungen sind scliAVarz und bestehen in den drei bekannten Meridianstreifen, von denen der basale
und mittlere stets doppelt sind, während der dritte, distalste einfach (nur zwei Arten besitzen auch ihn doppelt),
oft bindenartig verbreitert und undeutlich begrenzt erscheint, ferner aus einem submarginalen, von drei Kompo¬
nenten gebildeten Bande, Avelches auf dem Hflgl in einer Art blaue Schmucklinie, in anderen, den meisten,
aber deutliche Kettenzeichnung führt, und schließlich aus einer feinen, marginalen Linie. Das Schwänzchen
über dem Apex des dritten Medianastes ist wie auch der A.nallappen immer vorhanden, wenn auch beide in
einigen sehr abgerundeten Arten hochgradig reduziert, nur eben angedeutet erscheinen. Die Analocelle ist
doppelt und besteht aus zwei Kettengliedern. Der Apex des Vflgls zeigt bei den westlichen Arten eine sichel¬
förmige Zuspitzung nach außen, während der Analwinkel dieses Figls und auch der Apex des Hflgls die für
Cyrestis charakteristische Abkürzung erkennen läßt. Chersonesia ist im Süden des asiatischen Kontinents Arom
592
CHERSONESIA. Von H. Fruhstorfer
Südabhange des östlichen Himalaya über Burma, Tenasserim, die Malayische Halbinsel, Siam, Ton-
kin und die großen Sunda-Inseln bis zu den Philippinen und dem Sula-Archipel, als äußerste Ost¬
grenze beheimatet; auf Sumatra, wo auf beschränktem, engem Gebiete fünf gute Species nebenein¬
ander gefunden werden, zeigt die Gattung die reichste Entfaltung. Die von B. Hagen beschriebene
Rp ist ebenso bleichgrün wie das Blatt der Futterpflanze und mit bleichrötlichem die Blattrippe nach-
ahmenden Mittelstreif, so daß man schon gut zusehen muß, um das frank und frei mitten auf dem
Blatt sitzende Tierchen zu gewahren. Sie hat vier lange, mäßig harte Dornen; zwei am Kopfe, einen
einzelnen schwach gekrümmten auf dem 5., und einen längeren S-förmig gekrümmten auf dem vorletzten Seg¬
ment. Die Spitzen dieser Dornen sind breit schwarz, die Basis rötlich. Die Kopfdornen sind vorne bis zu den
Freßwerkzeugen herunter schwarz. An den Seiten ist die Rp mit paarweise abwechselnden, helleren und dunkle¬
ren, schief nach vorn und unten laufenden Streifen gezeichnet. Die schmale, schlanke und höchst elegante
Pp ist hellgrün und hat am Kopfe zwei lange, hirschgeweihartig verzweigte braune Auswüchse und einen
ebensolchen größeren auf dem Rücken ; sie ist außerdem noch mit einigen braunen Zacken und Linien versehen,
wodurch sie ein höchst abenteuerliches Aussehen erhält. Die Futterpflanze ist ein niedriger holziger Strauch
mit großen, feinen, blaßgrünen Blättern und rötlicher Mittelrippe, von den Malayen ,,Muda Selej“ genannt
und öfters angebaut; seine Blätter, feingeschnitten, werden mit dem zum Rauchen bestimmten Opium vermischt.
Hagen hat die Pflanze nie in Blüte gesehen, vermutet jedoch, daß es eine Uvaria-Species ist. Puppenruhe
nach Hagen nur (3 Tage, wohl die schnellste Puppenreife die überhaupt Vorkommen dürfte. Hagen fand die
Rp auch einmal auf einem niedrigen Ficus-Strauch, (dessen rauhe Blätter den Malayen als Schmirgelpapier
dienen) und zwar 20 Stück zusammen, während sie sonst immer isoliert leben. Ueber die LebensAveise Avdssen wir
nur Avenig; die Chersonesia sind schwache Flieger und AVerden eine leichte Beute des Sammlers, da sie meist
auf den doldenartigen Blüten eines an Sambucus erinnernden Waldstrauches sitzend angetroffen Averden in
Gesellschaft von Neptis hordonia Stoll und von verschiedenen Eryciniden, besonders Zemeros emesoides, Fldr.,
mit welchen Tieren sie oft verwechselt werden mögen. „Die Chersonesia sind echte Waldbewohner, sind schwach
und ruhen meist mit weitausgebreiteten Flgln auf der Unterseite von Blättern, durch welche GeAvohnheit sie
sich den Blicken des Verfolgers oft plötzlich zu entziehen wissen; niemals führt sie ihr Flug in höhere Regionen,
doch sitzen sie auch fast nie an Pfützenrändern auf Wegen, wie dies bei ihren nächsten Verwandten, den Cy-
restis- Arten, so sehr beliebt ist. Dennoch habe ich mehrmals Chersonesia- Männchen auf WakLvegen über feuch¬
ten Stellen sehr rasche, kreisförmige Touren ausführen sehen, wobei sie nach Libellenart mit ausgebreiteten
Flgln ohne sichtbaren Schlag dieser schwebten, sodaß ich, ehe mich das Tier im Netze aufklärte, an eine ganz
andere Beute dachte“. Diese kleine Gattung Avar früher mit Cyrestis vereinigt, ist aber mit Recht von Distant
abgetrennt worden. Sie unterscheidet sich von Cyrestis schon durch die kleineren, Aveniger hervorragenden
Palpen, deren Endglied höchstens 14 des Mittelgliedes beträgt; auch ist der Haarkamm auf dem Rücken nicht so
hervortretend. Der Hauptcharakter liegt aber in der AbzAveigung nur eines Subcostalastes vor dem Zellende,
und der Ausmündung des 5. Astes in die Flglspitze, während bei Cyrestis der letztere unterhalb derselben
ausgeht. Beide Zellen sind offen und die Präcostale der Hflgl zAveigt sich Aveit nach der Subcostale ab.
risa. C. risa Dbl. (Ule) vom Kumaon- Himalaya bis Tonkin verbreitet, zeigt deutlichen Saisondimorphis¬
mus und fliegt in einer hellen, der trockenen Winterzeit, und einer dunklen, der regenreichen Sommerzeit ent¬
sprechenden Form. Martin fand in den Monaten Januar bis April in Sikkim nur die helle Form, auf AArelche
die Originalbeschreibung des Tieres geht. Die Zwischenräume der beiden ersten, paarigen Meridianstreifen
sind dunkler bestäubt und zu beiden Seiten des submarginalen Bandes, Avelches eine sehr deutliche, blauviolette
Schmucklinie enthält, befinden sich nur in dieser Art und nur in der hellen Winterform sehr prononcierte,
hellgelbe Dreiecke, noch deutlicher auf dem Hflgl als auf dem Vflgl, welch letzterer im submarginalen Bande
nahe dem Costalrande und zwischen zweitem und drittem Medianaste eine rundliche, hellgelbe Aufhellung
trägt. Die Ausstattung der Analregion beider Figl erinnert in ihren lila Tönen sehr an den im gleichen Gebiete
heimischen thyodamas. Keine Spur von Kettenzeichnung, aber eine deutlich doppelte Analocelle. Das $ ist
kaum größer, aber viel heller und hat den beim ziemlich geraden Außenrd der Vflgl sichtbar convex. Die
dunkle Sommerform hat nur Spuren der hellgelben Dreiecke, die blaue Schmucklinie ist schwarz geAArorden
und die farbenreiche Ausstattung der Analwinkel fehlt, auch sind diese Tiere im allgemeinen größer. Es ist
•ansiens. dies transiens Mart. (121 f, nach einem <$ aus Tonkin abgebildet) Avelche mir auch aus Annam (November)
und Tonkin vorliegt, avo ich sie im Juni gesammelt habe. Exemplare der regenarmen Periode aus Siam bleiben
in der Größe etwas hinter risa zurück. Grundfarbe viel heller und reicher mit AVeißen Flecken durchschossen
als die hellsten Sikkim-n'sa. Die Submarginalbinde der Hflgl lichter violett. Die weißlichen Felder der Unter-
cyanee. seite stärker violett überhaucht als bei Sikkim-^. Flugzeit Januar auf ca. 300 m Erhebung. — cyanee
Nicev. aus Sumatra und Borneo (Kina-Balu). Ein viel kleineres Tier AA'ie risa, mit dunklerer Grundfarbe, hat
die beiden inneren, paarigen Meridianstreifen in ihren Zwischenräumen schAVarz ausgefüllt ; der dritte Meridian¬
streifen ist viel breiter und zeigt Neigung zu undeutlicher, versclrwommener Auflösung in die Grundfarbe,
Avährend er bei transiens noch ganz scharf erscheint. Alle violetten Töne fehlen und das submarginale Band der
Hflgl trägt eine breite, sclnvarze Mittellinie; zwei deutliche Analocellen. Im zAVeiten Meridianstreifen der Vflgl
verlaufen zAvei feine, ?schwarze, den Zellschluß markierende Linien; zwischen diesen erscheint die orange
Grundfarbe frei von jeder schwarzen Bestäubung, sehr charakteristisch nur für diese Subspecies und die folgende
✓ *
/ (W /
4'$? Äus9e0eben 35. IX. 1912. CHERSONESlA. Von H. Frtjhstorfer. 593
Species. Die $$ sind heller, aber nicht größer, haben aber den Außenrd der Vllgl stark convex und besitzen
im submarginalen Bande die beiden hellen Flecken von risa. cyanee steht natürlich transiens viel näher als typi¬
schen risa, da ja fast alle auf Sumatra vorkommenden Tagfalter Regenzeitformen darstellen.
C. excellens Mart., von Borneo (Kina-Balu), eine sehr dunkle, große Art, welche eine etwas intermediäre Stel- excellens.
lung einnimmt. Grundfarbe ein dunkles, aber leuchtendes Gelbbraun ; die beiden ersten Meridian streifen doppelt,
ihre Zwischenräume sehr breit und völlig schwarz überstäubt mit Ausnahme des kleinen Gebietes zwischen
den beiden den Zellverschluß der Vflgl markierenden Linien innerhalb des zweiten Meridianstreifens, welches
wie bei cyanee in der Grundfarbe erscheint; der dritte Meridianstreifen ebenfalls sehr breit, nach innen scharf
begrenzt, löst sich nach außen allmählich in die Grundfarbe auf und konfluiert auf dem Vflgl zwischen zweitem
und drittem Medianast durch ein viereckiges, schwarzbestäubtes Gebiet mit dem submarginalen Bande, welches
an dieser Stelle eine kleine Konvexität nach innen zeigt und im Analwinkel zwei deutliche Kettenglieder be¬
sitzt; der sehr dunkle Außenrd wird von einer schwarzen, submarginalen Linie gesäumt ; auf dem Hflgl zwei
Analocellen, welche gegen den Analwinkel eine Konkavität bilden und nicht in einer Flucht, sondern im Winkel
zum submarginalen Bande stehen ; unter den Analocellen eine sehr feine violette, innere Begrenzung der schwarzen
Marginallinie. Die mittlere Linie des submarginalen Bandes ist in 6 dicke, schwarze Striche gebrochen, von
denen die beiden analsten als Kettenglieder imponieren. Unterseite sehr schwarz, mit dunkleren Zeichnungen
als irgend eine andere Chersonesia. Die Form der Vflgl ist noch nicht so abgerundet wie bei rahria, sondern zeigt
noch einigermaßen die nsa-Konturen ; Schwänzchen und Anallappen kleiner als bei risa und deren Subspezies.
Figlspannung 36 mm. Nach 4 JJ hn Tring-Museum und 1 J in Staudinger’s Sammlung. Bei risa und Subspe-
cies und excellens verläuft das submarginale Band auf dem Vflgl völlig gerade und parallel dem Flglaußenrd,
die beiden Grenzlinien dieses Bandes sind nahezu gerade Striche, die den Zellverschluß der Vflgl markierenden,
schwarzen Linien stehen innerhalb des zweiten Meridianstreifens und Kettenzeichnung findet sich, excellens
ausgenommen, auf keinem der Figl. Bei allen den nun folgenden Arten ist die innere Grenzlinie des submargina¬
len Bandes der Vflgl nicht gerade, sondern wellig, zeigt zwischen zweitem und drittem Medianaste eine convexe
Ausbuchtung nach innen und wendet sich vor dem Oostalrande von der unteren Radiale ab bestimmt basal-
wärts; die den Zellverschluß des Vflgls markierenden, schwarzen Linien stehen nicht im zweiten, paarigen
Meridianstreifen, werden vielmehr basalwärts davon gefunden und schneiden in spitzem Winkel die innere Grenz¬
linie dieses Meridianstreifens, Kettenzeichnung findet sich immer auf dem Hflgl und auch häufig im Analwinkel
des Vflgls.
C. rahrioides Moore. Von Burma, Tenasserim und den Shan Staaten. Wie excellens eine Zwischenform rahrioides.
zwischen risa und rahria, besitzt von ersterer den Figlschnitt, von letzterer die Zeichnung, sticht hervor durch
eine eigentümliche, matte, ledergelbe Grundfarbe, auch sind alle Zeichnungen sehr fein und wenig prominent,
was besonders am schattenhaften, dritten Meridianstreifen deutlich wird. Die den Zollverschluß der Vflgl
markierenden Linien stehen entschieden nach innen vom zweiten Meridianstreifen ; die innere Grenzlinie des sub¬
marginalen Bandes der Vflgl wie bei rahria. geschwungen; ebenso findet sich zwischen erstem und zweitem Me¬
ridianstreifen ein kurzer, schwarzer Querstrich, Welcher von der Costa bis nahe zum Medianstamme reicht
und den sonst nur noch rahria zeigt. Mittlere Linie des submarginalen Bandes der Hflgl in Striche aufgelöst,
aber noch keine Kettenzeichnung wahrnehmbar. Von mir in Tonkin, Chiem-Hoa, August, September gesammelt.
C. rahria Moore (121 c). Die gemeinste und weitverbreitetste Art des Subgenus; Stücke aus Perak, rahria.
Deli, Sumatra, Nias, Java und Borneo in meiner Sammlung unterscheiden sich inter se nicht nennenswert.
Java- und Mindanao-Exemplare sind etwas kleiner wie Stücke von Sumatra und Borneo. Zwei deutliche
Analocellen, welche in einer Flucht mit dem sehr deutliche Kettenzeichnung darbietenden, submarginalen
Bande der Hflgl stehen; auf dem Vflgl zwischen erstem und zweitem Meridianstreifen ungefähr in der Alitte
von der Costa bis zum Medianstamme herab ein kurzer, undeutlicher, dunkler Strich mit distaler Richtung.
Die $$ sind größer und heller und haben abgerundete Figlform. Mehrere Subspecies sind beschrieben: apicusta apicusta.
Hag. ■ — Mentawej-Inseln, Westlich von Sumatra. Eine schwache Subspecies. „Etwas größer als rahria-, der J
unterscheidet sich von letzterer durch den ziemlich breit schwärzlich (bis zur Hälfte des Vrds herunter) angeru߬
ten Apex der Vflgl oben und etwas lebhafteres und saftigeres Kolorit. Auf den Hflgln oben ist die submarginale
Querbinde etwas mehr gebogen, die beiden sie begrenzenden Linien etwas mehr gewellt und die schwarzen
Striche in der Mitte derselben etwas kürzer und dadurch weiter auseinander stehend. Das $ unterscheidet
sich von rahria nur durch die Größe und das eben beschriebene Verhalten der Submarginalbinde der Hflgl
oben. Die Unterseite beider Arten und Geschlechter fast ganz gleich“. Nur ganz wenige Exemplare in Europa.
- — sanna Frühst. J: Nur wenig heller als apicusta Hag. von Mentawej, alle Längsbinden apicalwärts stärker sanna.
gebogen. Unterseite: Heller, Binden markanter; $: Außergewöhnlich reich dekoriert mit hellgelblichen Flecken
auf der Oberseite, die sich unterseits wiederholen und dort bläulich violett erscheinen. Alle Längsbinden wesent¬
lich breiter als beim J. $ viel dunkler als Java- und Nias-$$, den $$ der Celebes-Rasse genähert. Selten,
nur ein Paar in Coli. Fruhstorfer. - — celebensis Rothsch., Bangkai (Semper). Sowohl das submarginale Band
der Vflgl, genau wie bei rahria, und der einfache, dritte Meridianstreifen stellen celebensis gebieterisch zu rahria
und nicht zu der den dritten Meridianstreifen doppelt tragenden peraka. Costalrand des Vflgls deutlich in der
IX
75
594
NEPTIS. Von H. Fruhstorfer.
für die Tagfalter von celebes typischen Weise geschwungen; Ausfüllung der beiden inneren Meridianstreifen
viel dunkler als bei rahria, dritter Meridianstreifen breiter, besonders beim $ ; am Costalrand des Hflgls beginnt
beim auf der Oberseite der dritte Meridianstreifen mit einem quadratischen, mattschwarzen Fleck, welcher
bei rahria vermißt wird ; auf der Unterseite der Vflgl zeigt derselbe Streifen da, wo er sich dem Ird nähert, unter¬
halb des ersten Medianastes schwärzliche Verfärbung. Das $ auf der Unterseite sehr hell, hat über die Oberseite
bei seitlicher Beleuchtung einen zarten Rosaschimmer ergossen. Nord- und Süd-Celebes von mir gesammelt.
mmgolina. Bangkai. Süd-Celebes $ vom Januar sind größer als solche aus Toli-Toli vom Dezember. - — mangolina Frühst.
(121 f). Mangoli und Besi. Kleiner und, wie alle Sulafalter, von melanitischem Aussehen. Die Grundfarbe
ist ein dunkleres Rotgelb und jeder Saum, sowie alle Binden sind breiter schwarz angelegt. Typen in Fruh-
storfer’s Sammlung. Dunkelste Grundfarbe, nur excellens ist noch dunkler; Zwischenräume der beiden
basalen Meridianstreifen schwarz bestäubt, dritter, einfacher Meridianstreifen sehr breit, noch breiter als bei
celebensis. celebensis ; Apex des Vflgls sehr verdunkelt; innere, in Striche gebrochene Linie des submarginalen Bandes
der Hflgl sehr breit; zwei Analocellen; Unterseite dunkler wie celebensis. Die $$ größer, nur wenig heller,
zeigen ebenfalls bei gewisser Beleuchtung feinen Rosaschimmer.
intermedia. C. intermedia Mart. Sumatra (Gayu-Länder), Malayische Halbinsel, Borneo. Wurde intermedia
genannt, weil sie eine Zwischenstellung zwischen der vorhergehenden rahria und der folgenden peralca einnimmt.
Die Grundfarbe des viel kleineren Tieres ist düsterer, matter als bei rahria ; die beiden basalen, doppelten Meri¬
dianstreifen schließen schwarzbestäubte Flächen in sich ein ; der dritte Meridianstreifen zeigt auf dem Vflgl
z wischen zweitem und drittem Medianast Neigung, mit dem wie bei rahria gebogenen, inneren Grenzstriche
des submarginalen Bandes zu konfluieren; die beiden Analocellen stehen nicht in einer Flucht mit der submar¬
ginalen Reihe, sondern würden diese bei Verlängerung kreuzen und besitzen gegen den Analwinkel des Figls eine
Konkavität. Unterseite matter gefärbt und mit schwärzerer Zeichnung als bei rahria. Schwänzchen und Anal¬
lappen schon sehr reduziert.
Die beiden nun noch folgenden Arten nehmen eine etwas isolierte Stellung ein, weil sie den Hinterflgl fast ganz
rund besitzen und Schwänzchen und Anallappen nur noch durch Verdickung der schwarzen Marginallinie angedeutet sind:
auch haben beide den dritten Meridianstreifen auf beiden Flügeln ebenso deutlich doppelt wie die beiden basalen.
per aha. C. peraka Bist. (121 f als perakana), Tenasserim, Malayische Halbinsel (Perak, Penang), Nias, Sumatra,
Java, Bali, Borneo. Sehr kleine Art mit völlig rundem Hflgl und ziemlich heller, gelber Grundfarbe ; alle Meridian¬
streifen sind doppelt, die Zwischenräume schwärzlich bestäubt wie bei intermedia', den den Zellverschluß
des Vflgls markierenden Linien stehen basalwärts vom zweiten Meridianstreifen; die innere Grenzlinie des
submarginalen Bandes wie bei rahria geschwungen; auch der kleine schwarze Strich zwischen erstem und zwei¬
tem Meridianstreifen auf der Oberseite des Vflgls von der Costa bis zum Medianstamm meist sichtbar; zwei
deutliche Analocellen in der Fortsetzung der großen Reihe; Schwänzchen und Anallappen werden nur durch
Verdickung der submarginalen und marginalen Linie angedeutet. Von dieser Art sind die AA sehr selten, mein
asä. Exemplar aus Nias bleibt in der Größe hinter den viel dunkleren <$$ aus Java zurück. ■ — aza Streck, wurde
nach 2 Exemplaren aus Tring, Unter-Siam beschrieben und ist vielleicht synonym mit peraka.
niccvillei. C. nicevillei Mart.., Sumatra, Berge des Karo- Gebietes, südlich von Deli. Eine sehr aparte Species,
größer wie peraka mit dunkler, orangegelber, leuchtender Grundfarbe; alle Meridianstreifen doppelt; die Zwi¬
schenräume der beiden basalen schwarz bestäubt; die den Zellverschluß des Vflgls markierenden, schwarzen
Striche basalwärts vom zweiten Meridianstreifen; erster Meridianstreifen von sehr unregelmäßiger Form, in 3- — 4
Flecke gebrochen; das submarginale Band der Vflgl ebenfalls sehr apart, indem es zAvei Unterbrechungen auf¬
weist, eine über dem ersten Medianaste, wo zwischen dem analsten Kettengliede und dem folgenden, oberen,
sehr großen ein freier Streifen Grundfarbe bleibt, die zweite über dem dritten Medianast, der völlig auf der
Grundfarbe verlaufend, den Außenrd erreicht. Auf dem Hflgl Kettenzeichnung sehr deutlich, zwei Analocellen,
ungefähr in gleicher Flucht mit der großen Reihe. Schwänzchen in der Kontur des Hflgls kaum angedeutet,
während der Anallappen durch eine starke Verdickung der inneren Marginallinie angezeigt wird. Unterseite
heller, aber alle Zeichnungen sehr schwarz. Eine seltene Art. Type im Tring-Museum, 4 in Koll. Martin.
Tribus Neptididi.
Gattung: Jfeptis F.
Von ihren nächsten Verwandten, den Limenitiden, lassen sich die N eptiden-I m agos absondern : 1. durch
das Fehlen des Mediansporns der Vflgl; 2. die dünnere, rundlichere sack- oder eiförmige Flglform. Die Hflgl
weisen niemals irgendwelche Ausbuchtung oder jene spitze Form anf, welche die Athymiden charakterisiert.
Eine noch wichtigere Differenzierung läßt sich bei den Rp konstatieren, von denen jene der Neptiden sofort
zn erkennen sind an ihren buckel- oder schabrackenartigen dorsalen Auswüchsen und ihrer gekrümmten Form,
während sich die Limenitiden aus fast linearen, walzenförmigen Rp entwickeln. Die Klammerorgane dokumen¬
tieren sowohl den Limenitiden wie den Apaturiden gegenüber erhebliche Differenzen und wenn sie auch im
NEPTIS. Von H. Fruhstorfer.
595
allgemeinen sich den ersteren etwas mehr nähern sind sie doch durch ein Charakteristikum sowohl von den
Limenitiden wie überhaupt allen übrigen Nymphaliden abzusondern durch die distal gespaltene Valve, welche
dorsal vor der Spitze einen schlangen- oder hirscheberzahnartigen Dorn trägt. Valve selbst sowohl ventral
als auch dorsal gewölbt, nur ganz fein behaart und bei einigen Arten mit einer ventralen häutigen oder chitini-
sierten an eine phrygische Mütze erinnernden Ansatz versehen, welcher aber vielen Spezies fehlt. Uncus in der
Regel ungewöhnlich zierlich, jedoch nicht auffällig kurz, sondern lang, schlank, bei den einzelnen Spezies ent¬
weder gerade oder gelegentlich leicht gekrümmt. Viele Arten der Neptiden machen sich bemerklich durch
spezialisierte Reibeflächen der Hflgl-Oberseite, sexuelle Geschlechtsauszeichnungen, die der Li menitidengruppe
völlig fehlen. Aber während bei den Athyma ausgeprägter sexueller Dimorphismus vorherrscht, finden wir
ihn bei den Neptiden nur ausnahmsweise (bei den Phaedyma- Spezies, Neptis vikasi und praslini). Im allge¬
meinen verhalten sich die Neptiden auch klimatischen Einflüssen gegenüber resistent. Horodimorphen Formen
begegnen wir nur bei einigen kontinentalen und sehr wenigen insularen Arten, und auch bei diesen unterliegt
nur die Färbung leichten Modifikationen. Niemals wechselt jedoch die Flügelform oder sonstwie die äußere
Gestalt. Dagegen bieten die Neptiden lokalen Einwirkungen nur geringen Widerstand und neigen viel mehr
noch als die Limenitiden zur Umbildung in geographische Rassen. Eine gewisse Monotonie der äußeren Er¬
scheinung ist aber dennoch der Grundzug der Neptiden; keine einzige Art kann farbenprächtig genannt werden,
wenngleich auf den Philippinen 2 — 3 mäßig bunte Spezies Vorkommen.
Neptiden finden sich in wärmeren Teilen der ganzen alten Welt und darüber hinaus in Australien. Den
Hauptherd ihres Vorkommens bildet jedoch das gebirgige China, südwärts vom Yangtsekiang und Indien in
weitester Ausdehnung. Nordwärts gehen einige Arten bis zum Amur und Yesso, und über Sibirien und Süd¬
rußland sind z wei Arten auch nach Europa gelangt, die sich über Rumänien und die Kronländer der österreichi¬
schen Monarchie bis in die südliche Schweiz verfolgen lassen. Im austromalayischen Gebiet treffen wir Neptiden
auf der ganzen Inselkette, von den Andamanen bis zu den Salomonen und dem tropischen Australien.
Insgesamt kennen wir jetzt bis aus Afrika etwas über 30 Arten, China etwa 20 Arten, Vorderindien
etwa 24 Arten, Sikkim etwa 15 Arten, Assam etwa 14 Arten, Makr omalay ana etwa 16 Arten, Mikromalayana
etwa 8 — -9 Arten, Celebes etwa 5 Arten, Philippinen etwa 15 Arten, Molukken etwa 7 Arten, Papua-Region
etwa 12 Arten.
Auffallend ist die große Armut von Celebes, von dessen 5 Spezies Neptis neriphus Hew. und antara
Moore als endemisch betrachtet werden können, 2 Arten ( vikasi Horsf. und hylas L.) über die Java -Landbrücke
dorthin gelangt sein dürften, während die dortige Phaedyma durch ihre engen Beziehungen zu philippinischen
Rassen vermutlich über Mindanao eingewandert ist.
Nur wenige Spezies sind weit verbreitet, wenngleich die Rpn als polyphag gelten; einige Arten sind
streng lokal, andere insular.
Am auffallendsten ist der Reichtum der relativ kleinen Philippinen-Insel Palawan, die allein 13 Spezies
beherbergt, von denen 3 ( tricolor , bella und illigerella) als endemisch gelten müssen, während Borneo unter
13 Arten als endemisch keine, Sumatra unter 15 Arten als endemisch keine, Java unter 13 Arten als endemisch
keine, Celebes unter 5 Arten als endemisch zwei, Mindanao unter 10 Arten als endemisch eine besitzen.
Die Gewohnheiten der Neptiden bieten dem Beobachter wenig interessantes und die meisten von ihnen
zählen zu den gewöhnlichsten Schmetterlingen der Tropen und Subtropen. Nur einige bewohnen den Wald,
die meisten Arten treiben sich auf offenen sonnigen Plätzen herum und meiden keineswegs die Nähe der mensch¬
lichen Ansiedlungen. Von allen Nymphaliden sind die Neptiden die ersten, welche morgens ausfliegen, und
sie scheuen weder die taufeuchten Gräser noch trübes Wetter. Wenngleich sie die Sonne lieben, trifft man sie
doch selbst bei starkem Regen an, was ich in Tonkin oft bemerkte, und Max Korb erzählte mir dasselbe von
den Arten des Amurgebiets.
Die Angehörigen des Genus Rahinda leben ausschließlich in der Ebene, ebenso die meisten Phaedyma,
die anscheinend den Seestrand bevorzugen, doch gehen einige columella- Rassen auch bis zirka 3000 Fuß hinauf.
Von den chinesischen Arten, namentlich den stattlichsten unter ihnen, ist bekannt, daß sie Höhen von 5- — -10 000
Fuß bewohnen. Neptis liylas L. und N. mahendra Moore wurden im West-Himalaya noch auf 9000 Fuß Höhe
beobachtet, während aus sicherer Quelle durch De Niceville bekannt wurde, daß nyctens in Native- Sikkim
selbst auf 12 000 Fuß sich noch heimisch fühlt.
Die gewöhnlichen Arten besaugen verschiedenartigste Blüten, besonders jene von Trifoliaceaen und
Rahinda horclonia hat Hagen (Iris 1896 p. 170) in Gesellschaft von Chersonesia rahria von den Doldenblüten
einer Sambucus-Art in Sumatra weggefangen.
Von den Jugendstadien wissen wir trotz der Häufigkeit vieler Arten noch herzlich wenig; be¬
kannt sind nur: Ei, Rp und Pp von den beiden europ. Spezies hylas sappho Pall, und lucilla Schiff. Rp und
Pp von Neptis hylas matuta Hb. und hylas hylas L., jurnbah jurnbah Moore, jurnbah nalanda Frühst., nandina
kallaura Moore, viraja Moore, sowie von Rahinda hordonia Stoll und consimilis Bsd.
Die Eier sind nach Rühl fingerhutförmig und mit unregelmäßigen Sechsecken besetzt, deren Konturen
dichte Borsten bilden. Jede Hexagonale erglänzt in einem Punkte, der auch für das unbewaffnete Auge wahr¬
nehmbar ist. Die lucilla- Eier werden einzeln an die Unterseite des Spiraea-Blattes geheftet, jene von sappho
auf die Blattspitzen. Von hylas papaja Moore beobachtete Hagen, wie ein $ auf einer überall in den Gärten
596
RAHINDA ; NEPTIS ; RAHINDA. Von H. Frtthstorfer
als Unkraut wuchernden Trifoliacee, die blaßgrünen, gekörnten Eier, jedes einzehr auf die äußersten Blattspitzen
legte und zwar nie mehr als 2 oder 3 auf eine Pflanze. Hagen vermutet, daß die Ti'ifoliaceen wegen ihrer spärli¬
chen Blätter auch nicht mehr Räupchen hätten nähren können. Die Rpn konnte Hagen nicht auffinden, weil
die Eier nach 3 Tagen wohl durch Raubinsekten weggefressen waren.
Nach Rühl mißt die lucilla-T&j) 4 1 — -43 mm, ihr schwarzbrauner Kopf hat gelbe Punkte. Grundfarbe des
Raupenkörpers bräunlichrot mit unbestimmt dunklerer Rückenlinie, die mehr oder weniger in der Grundfarbe
verfließt. Das 2., 3., 5., und 1 1. Segment führen je 2 dicke braune, fein gelb punktierte, zapfenartige Erhöhungen,
zu beiden Seiten zeigt sich an jedem Segment ein dunkler, hellgerandeter Schrägstrich, der sich von dem hel¬
leren, fein gelb punktierten Bauch deutlich abhebt. Die Rpn finden sich im April und Mai an Spiraea salicifolia.
Die kurze, dicke Pp, gestürzt hängend, ist hellbraun und führt 2 Kopfspitzen. Die Farbe der Pp, sowohl der
europäischen als auch der indischen echten Neptis- Arten, ist zumeist gelblich, von jenen der Rahinda grünlich
und den Arten aus der Bimbisara- Gruppe grau. Die Pp von N. nandina kallaura Moore zeigt Spuren eines
violetten Anflugs und ist mit gold- oder silberglänzenden Stellen verziert. Alle Ppn hängen mit dem Abdomi¬
nalende an der Blattunterseite.
Die Rpn der Phaedyma entzogen sich trotz der Häufigkeit der meisten Arten bisher allen Nachforschun¬
gen, obwohl anzimehmen ist, daß auch sie in der Wahl der Nahrungspflanzen nicht empfindlich sein dürften,
zählt doch De Niceville (Journ. As. Soc. Beng. 1900 p. 229) nicht weniger als 13 Arten Pflanzen aus den
Familien der Malvaceen, Sterculiaceen, Tiliaceen, Rhamneen, Leguminosen und Urticeen auf, an denen bereits
Neptis jumbah- Rpn gefunden wurden.
Tabelle der Genera.
Die Neptiden von Indo-Australien lassen sich wie folgt gruppieren :
I. Der 2. • Subcostalast entspringt jenseits dem Zellende.
Gattung: Italiinda Moore.
A. Der 2. Subcostalast steigt auf großem Abstand jenseits der Zelle auf.
Artengruppe: Rahinda Moore.
B. Der 2. Subcostalast steigt auf kürzerem Abstand jenseits der Zelle auf.
Artengruppe: Acca Ilbn.
II. Der 2. Subcostalast entspringt vor dem Zellende.
Gattung: XeplisF.
A. Costale geht beim $ in den Vrd, beim ^ in den Distalrand.
a) Präcostale der Hflgl entweder gerade, oder zweispitzig, oder nach innen eingebogen.
Artengruppe: Neptis F.
b) Präcostale stets nach außen gebogen.
Artengruppe: Bimbisara Moore.
B. Die Costalis geht bei beiden Geschlechtern in den Distalrand.
Artengruppe : Phaedyma Fldr.
Der zweite Subcostalast entspringt hinter dem Zellende, ein Merkmal, das sich auch bei einigen afri¬
kanischen Arten wiederfindet, ebenso bei mehreren Spezies der Molukkischen Region, die Moore anderen
„Gattungen“ angereiht hat.
Gattung: Jfialiinria Moore.
A. Artengruppe Rahinda.
R. hordonia zählt zu den gewöhnlichsten indischen Spezies die von Mussoorie bis Tonkin, von Tenas-
serim bis zur malayischen Halbinsel, Siam und Assam verbreitet ist und auch auf dem Mergui-Archipel beob¬
achtet wurde. Von der Rp sind zwei Formen bekannt, eine mit kurzen und eine mit langen Dornen, aus ersterer
entstehen linagos mit dunkeln, aus den langdornigen Rpn solche mit hellen Duftflecken. Interessant ist ferner,
daß die Rpn gerade die durch ihre Angriffe halbtrocken gewordenen ausgebleichten Blätter den frischen als
Nahrung vorziehen. Futterpflanze: Acacia und Albizzia. Die Falter finden sich nur in den Niederungen und
RAHINDA. Von H. Fruhstorfer.
597
gehen kaum über 2000 Fuß Höhe hinauf, auch trifft man sie nie im Walde, sondern stets im Gesträuch und in
der Nähe der Kulturoasen, wo sie unstäten Fluges sich relativ langsam fortbewegen und sich häufig mit ausge¬
breiteten Flgln ausruhen. Zwei Zeitformen sind zu unterscheiden: a) fa. liordonia Stoll, die Regenzeit-Form hordonia.
mit sehr breiten schwarzen Binden, die ich in Tonkin bis Ende August beobachtete, b) fa. plagiosa Moore plagiom.
(125 b) jene der trockenen Zeit; hier verschwindet die schwarze Medianbinde der Hflgl-Unterseite und deren
Distalpartie nimmt eine violette Färbung an, auf der Oberseite reduziert sich die Schwarzbänderung resp.
wird von luxurianten Gelbbinden verdrängt. Südindische Exemplare differieren bereits von solchen aus Nord¬
indien und kommen sinuata Moore von Ceylon nahe. Verbreitung: Indien bis Tenasserim und Malabar. Von
mir auf den Karen Hills, Mai, Siam auf 1000 Fuß. Jan.-Febr. S. Annam, Febr. und Tonkin, Aug.-Septbr. gesam¬
melt, nach Moore auch imMergui Archipel. — sinuata Moore. In den Niederungen Ceylons, wo sie auf bewal- sinuaUi.
deten Hügeln bis 3000 Fuß hinaufgeht, das ganze Jahr über fliegt, aber März-April am häufigsten anzutreffen
ist. sinuata differiert von den kontinentalen Verwandten durch die vermehrte Schwarzfleckung der Hflgl auf
denen die gelbe Submarginalbinde erheblich verschmälert bleibt; auch sind die Konturen der gelben Bänder
der Vflgl bei der Form der nassen Zeit unregelmäßiger. — rnaligowa Frühst, wurde neuerdings durch H. Sauter maligowa.
auf Formosa entdeckt. Es liegen mir nur Exemplare der Monsunperiode vor, welche durch Ausdehnung der
schwarzen und Reduzierung der gelbbraunen Bänder indischen Exemplaren gegenüber differieren. Die habi¬
tuell sehr große Hainanrasse wurde als rihodona Moore beschrieben. Nach einem ^ meiner Sammlung beurteilt, rihodona.
läßt sich rihodona von kontinentalen hordonia absondern durch schärfer abgesetzte Streifen und von der For-
mosa-Vikariante durch fast doppelt so breites gelbes Submarginalband der Hflgl. — cnacalis Iiew. Diese reizende cnacalis.
Inselrasse, die von allen Autoren als Spezies behandelt wurde, trägt weiße anstatt gelbe Median- und graue
statt gelbliche Submarginalbinden der Hflgl. Die Unterseite verrät aber durch ihre Rotsprenkelung ohne
weiteres die Zugehörigkeit zu hordonia. Andamanen, Nicobaren. - — senthes Frühst. Exemplare aus Sumatra, senihes.
namentlich jene aus dem Westen der Insel, erscheinen in ausgeprägtem Regenzeit-Colorit und tragen sein’
viel breitere, schwarze Binden als hordonia vom Festlande und von Java. Die Submarginalbinde der Hflgl
wird schmäler als bei festländischen hordonia. Die $$ sind auch größer als Java-$$ und die Submarginalbinde
der Vflgl erscheint schwarz anstatt rotbraun. Sumatra. In einer ähnlichen Rasse auch auf Banka. Borneo.
- — • aigilipa Frühst. (125 c) ist auf Nias selten; Kheil und Moore erwähnen sie nicht von dort. Mir liegen 2 aigilipa.
vor, die einer Uebergangsform von der Trocken- zur Regenzeit anzugehören scheinen. Das $ ist relativ
groß und übertrifft mit 26 mm Vflgllänge mein größtes $ aus Assam, das nur 24 mm mißt. q. Der schwarze
Subapicalfleck, welcher die Vflgl-Zelle in einem davon abgerückten Halbbogen umgibt, obsolet, ebenso der
schwarze Strich, der sich von der Submarginalbinde nach innen längs der VR hinzieht. Auffallend breit er¬
scheint dagegen der Außensaum, sowie die schwarze Medianbinde der Hflgl, wodurch die gelbe Submarginal¬
binde sehr eingeengt wird. Das $ hat einen noch breiteren, schwarzen Distalsaum der Hflgl als die <Jo, der
eine Ausdehnung von 6 mm einnimmt, während er bei meinem dunkelsten Assamstück kaum 4 mm an Breite
erreicht. Unterseite : Die Submarginalbinde, namentlich der Vflgl, ausgedehnt schwarz, die Grundfarbe rötlich
braun, ekwas heller als bei alceste von Lombok, aber viel dunkler als bei Java-Exemplaren. — pardus Frühst, pardus.
Eine Serie von mir auf Java gefangener hordonia differiert konstant von solchen aus Kontinental-Indien durch
die breiter angelegten Gelbzeichnungen aller Figl, ebenso bleibt der Distalsaum aller Figl, insbesondere jener
der Vflgl, stets breiter schwarz, und verändert seine Farbe auch in der Trockenform nicht, während er bei der
kontinentalen dry season form plagiosa einen rötlichen statt schwarzen Farbenton annimmt. Ost- und West¬
java bis 2000 Fuß Höhe. Bawean, Juli-Sept. Kangean, Bali. — - alceste Frühst. Eine der eigentümlichsten alceste.
Lokalformen aus der hordonia- Reihe hat die trockene Insel Lombok hervorgebracht, nämlich die weitaus dun¬
kelste von allen bisher bekannten Rassen. Die schwarzen Binden der Vflgl-Oberseite sind sehr breit, aber zu¬
gleich scharf ausgebuchtet, wodurch die gelben Binden und Flecken zerteilt erscheinen. Der Apiealfleck der
Vflgl ist fast so groß wie bei den Exemplaren der Trockenzeit von Kontinental-Indien. Die Unterseite ist eigen¬
tümlich und sein ausgedehnt dunkel rotbraun angeflogen, so daß die gelbliche Grundfärbung stark reduziert
erscheint. Die schwarzen Submarginalbinden sehr breit und die Medianbinde der Hflgl nach außen tief schwarz
anstatt rotbraun begrenzt. Lombok, Sapit 2000 Fuß, April-Juni. Sumbawa. - — - doronia Stgr. umschreibt doronia.
eine distinkte Lokalrasse mit verschmälerten Flgln und unterseits schärfer abgesetzten und stark verengten
Medianbinden. Von Palawan. Flugzeit Januar.
R. epira zählt zu den seltensten Spezies der Gattung, von der nur wenige Exemplare nach Europa
gekommen sind. Grundfarbe vorherrschend schwarz mit schmalem braunem Zellstreif der Vflgl und wei߬
licher Mittelbinde der Hflgl. Unterseite schwärzlich - — - der Apex violett, ebenso das Medianfeld der Hflgl. Zwei
Inselrassen: epira Fldr. von welcher Semper nur 1 <J empfing, welches wie Felders Figur der $-Tvpe zwei epira.
weiße eiförmige Submedianflecken der Vflgl führt. Leyte. — heliobole Semp. bewohnt Mindanao und differiert heliobolc.
von epira durch das Ausfallen der Aveißen Makeln der Vflgl und die auf eine undeutliche Linie verschmälerte
AVeißliche Mittelbinde der Hflgl. Der Unterseite fehlt die bei epira noch airgedeutete AA'eiße Sprenkelung.
R. bieti Oberth. Eine ,, delikate“ Art mit versclrwommenen Binden der Unterseite wurde bereits Bd. 1 bieti.
p. 180 besprochen. (Bd. 1, Taf. 55 d). Szetchuan, Ta-Tsien-Lu.
598
RAHINDA. Von H. Fruhstorfer.
R. consitnilis bewohnt das Papua-Gebiet und Nord-Australien, dort in eine Serie von Rassen zerfallend.
stenopa. von welchen stenopa Frühst. (125 b) am häufigsten nach Europa kommt. Bei meinen 5 Exemplaren aus allen
Teilen Neu-Guineas erscheinen die gelben Binden im Vergleich mit Exemplaren von Waigiu und insbesondere
solchen von Key wesentlich schmäler und sind deshalb, ebenso wie der gelbe Subapicalfleck der Vflgl, vertikaler
gerichtet. Type aus Deutsch-Neu-Guinea, wo stenopa nach Hagen häufig auftritt, auch aus Dorey in meiner
continua. Sammlung. — continua Stgr. bezieht sich auf Exemplare mit zusammengeflossener Gelbzeichnung der Vflgl.
Diese dürften eventl. einer Trockenzeit-Form angehören und wurden nach Angaben von Grose-Smith auf
eurygrapha. Inseln der Geelvinkbai wiedergefunden. S tat; dinge es Type stammt von Jobi. — eurygrapha Frühst. Meine
5 Exemplare von Waigiu bilden einen Uebergang von stenopa zu affinis. Sie sind breitbindiger als erstere,
schmäler gelb bezogen als affinis von Key. Die Submarginalbinden der Hflgl zierlicher und feiner gewellt
affinis. als bei stenopa und von dunklerem Kolorit als jene von affinis der Key-Inseln. Waigiu. — - affinis Fldr. Exem¬
plare der Key-Inseln weisen die breitesten und zugleich hellsten Medianbinden aller consimilis- Formen auf
und dürften dieselben den echten affinis von Aru, welche mir in natura unbekannt sind, ziemlich nahe kommen.
Sämtliche Ante- und Submarginalbinden der Hflgl-Unterseite sind des weiteren rötlich braun statt schwarz.
Kühn entdeckte die graugrüne Rp, die auf einer Papilionaceae lebt. Ei nach Niceville wie eine Johannisbeere
geformt, bleichgelb, leicht behaart und mit 7 Reihen von Tuberkeln besetzt. Rp auf einer Acacia, von denen
sie Blätter abbeißt, aber dann mit einem Faden wieder befestigt. Rp stets auf der Unterseite des Stiles des
abgebissenen Blattes, das schnell verbleicht und der Rp dann in der Farbe gleicht. Berührt man die Larven
consimilis. schüttelt die Rp die verwelkten Blätter. — • consimilis Bsd. differiert von stenopa durch die nicht gewellten
sondern glatten Submarginallinien. Die Exemplare sind in der Regel größer als solche von Neu-Guinea. Na-
pcdia. menstype aus Neu-Mecklenburg, selten auch auf Neu-Pommern und Neu-Hannover. — • pedia Frühst, steht
affinis Fldr. von Key am nächsten und trägt etwas schmälere, jedoch viel lichtere gelbe Binden, die beim $
analwärts stärker eingeschnürt sind. Unterseite: Aehnlich stenopa alle Binden und Flecken, die bei affinis
rötlich gefärbt, schwarzgrau. Von stenopa und eurygrapha entfernt sich pedia durch wesentlich ausgedehntere
Gelbzeichnung. Australien, Queensland.
R. paraka bleibt ungeachtet ihrer weiten Verbreitung auffallend konstant, so daß es kaum möglich ist,
die zierliche Art in Lokalrassen zu zerlegen. Interessant ist nur, daß sie klimatischen Einflüssen gegenüber
sehr empfindlich ist, und selbst in Sumatra und Borneo in horodimorphen Formen auftritt. Java-Exemplare
lassen sich von paraka des übrigen makromalayischen Gebiets absondern durch zartere Antemarginallinien
der Flgl-Oberseite aller Zeitformen und durch breitere Gelbbinden jener <$ und $, die der Trockenzeit angehören.
paraka. - — - paraka Btlr. gleicht oberseits der aigilipa, doch führt sie stets zwei gelbliche Submarginallinien der Vflgl
und die Unterseite bleibt ohne violette und rotbraune Marmorierung. Von Tenasserim an durch ganz Makro-
sandalca. malayana, Palawan, Banka, den Batu-Inseln. — - Als sandaka Btlr. ist eine zufällige individuelle Aberration
assamica. mit zusammengeflossenen gelben Flecken der Vflgl beschrieben. — Als assamica Moore müssen meines Erach¬
tens alle paraka- Formen aufgefaßt werden, die nördlich von Tenasserim Vorkommen, die Unterschiede sind
jedoch so unwesentlich, daß sie sich in den Grenzgebieten wahrscheinlich völlig verwischen. Wie paraka ist
auch assam.ica klimatischen Einflüssen unterworfen, so daß zwei recht markante Saisonformen existieren:
a) jene der dry season form, bei der die schwarzen Medianbinden der Vflgl fast ebenso reduziert erscheinen
als bei dahana Kheil und confluens Hagen und die ockergelbe Färbung dominiert. Von mir in Siam beobachtet;
b) jene der wet season form, die von paraka in der Hauptsache nur durch etwas ausgedehntere Gelbbinden
und eine prominentere Antemarginallinie auf allen Flgln differenziert ist. Assam, Birma, Tenasserim, Siam,
dahana. Hinlap Jan. zirka 1000 Fuß und Tonkin, Chiem-Hoa von August bis September von mir gesammelt. - — dahana
Kheil nähert sich der Trockenzeitform von assamica , doch ist bei ihr der schwarze Streifen jenseits der Vflgl-
Zelle in der Regel verlöscht und auf der Unterseite verblassen auch die schwärzlichen Querstreifen. Nias, Batu-
conflucns. Inseln. — - confluens Hag. bezeichnet eine Eilandform mit reduziertem Schwarz der Vflgl und monoton bleicher
LT nt erseite . Mentawe j -Inseln .
R. dindinga steht paraka so nahe, daß wenn die Art in Tenasserim nicht in zwei ausgeprägten horo¬
dimorphen Formen aufträte, ich Binghams Beispiel folgen würde und dindinga als prononzierte Regenform
von paraka behandeln; aber außer den unten genannten Differenzialcharakteren spricht auch die weite Ver-
dindinga. breitung dafür, daß dindinga Artrechte zukommen. - — - dindinga Btlr. differiert von paraka. durch: bedeutendere
Größe, graue statt gelbe Antemarginallinien, sowie ausgedehntere schwarze Bänder der Flgl-Unterseite, deren
Mitte graue statt gelblich beschuppte Felder umschließt. Von Ober-Bimea bis zur Malayischen Halbinsel,
elea. Borneo. — elea Frühst. $. Habituell den größten Borneo dindinga -$$ gleichkommend, jedoch mit stark ver¬
schmälerten ockergelben Binden und Flecken auf allen Flgln. Vflgl mit einer relativ breiten rötlichgelben
Submarginalbinde, die in der Medianregion proximal stark gekniet ist, und einer fadendünnen, etwas undeut¬
lichen rötlichen Antemarginallinie. Hflgl mit einer rotgelben anstatt grauen äußeren Submarginalbinde, die
etwas an paraka Btlr. erinnert. Subanalflecken der Vflgl isoliert, nicht zusammenhängend, wie bei paraka,
an die elea durch die allerdings mehr als dreimal so breite gelbliche Submarginalbinde der Vflgl etwas erinnert.
Unterseite wie bei dindinga, nur alle schwarzen Binden der Vflgl schmäler, jene der Hflgl gleichmäßiger schwarz.
West-Sumatra, Padang Bovenland, ähnlich auch auf der Insel Banka.
RAHINDA. Von H. Fruiistorfer.
599
R. aurelia Stgr. ursprünglich aus Malakka beschrieben, geht nordwärts bis Assam, auch wurde sie aurelia.
als große Seltenheit in Tenasserim gefunden. Waterstradt entdeckte sie am Kina-Balu und ich konnte 1908
aurelia als neu für Sumatra nach weisen . Die Unterseite der Vflgl erinnert an paraka, jene der Hflgl mit zartem
violetten Hauch in der Postdiscalregion mehr an hordonia.
R. tricolor Stgr. (125 d als bella) erinnert oberseits viel mehr an die Arten der cyn/üa- Gruppe, verrät tricolor.
aber durch die feine Rotsprenkelung der Unterseite deutlich ihre Zugehörigkeit zur Rahinda- Serie, insbeson¬
dere die Verwandtschaft mit hordonia. Palawan, Flugzeit Januar.
R. cyrilla findet sich auf allen Philippinen, doch in einzelne koloristisch scharf geschiedene Inselrassen
zerfallend. — cyrilla Fldr. (125 d $ statt steht R. dama, wie Semper bereits konstatierte, recht nahe, differiert cyrilla.
aber nicht nur durch die gelben anstatt weißen Binden von dama, sondern viel mehr durch die viel distaler
gestellten und größeren Subanalmakeln der Vflgl. Die Binden der Hflgl verlaufen schräger und die Submar¬
ginalbinde bleibt auch oberseits deutlich. Bisher nur von Luzon und Polillo bekannt. - — - phrygia Fldr. Charak- phrygia.
terisiert durch die völlig gelben anstatt teilweise weißen Vflglflecken, wodurch eine recht bezeichnende Tran¬
sition hergestellt wird von commixta und atliene Stgr., der Süd-Philippinen zu cyrilla Fldr. Heimat die Insel
Mindoro. • — • athenais Fldr. verhält sich zu cyrilla wie etwa R. heliobole Semp. zu R. epira Fldr. und umschreibt athenais.
gleichfalls eine ungemein verdunkelte südliche Rasse der Gesamtart. Schwarz wiegt vor und die hellen Felder
sind nicht nur reduziert sondern auch rötlicher gelb als bei der nördlicheren Vikariante. Mir von Bazilan vor¬
liegend, nach Semper auf ganz Mindanao mit Ausnahme der Ostens. Dort hat sich cyrilla zu einer hochspezia¬
lisierten Zeitform oder Arealrasse umgebildet. - — commixta Frühst, mir nach Sempers Figur beschrieben. Die commixta.
von Semper abgebildete cyrilla-H&sse aus Dugang, Ost-Mindanao, ist nicht identisch mit athene Stgr. von
PalaAvan, von der sie differiert durch schmälere weiße Flecken und Binden auf allen Flgln, viel engeren Zell¬
strich der Vflgl, Unterschiede, die sich unterseits viel deutlicher markieren, avo insbesondere die Medianbinde
der Hflgl von athene Stgr. mehr als doppelt so breit angelegt, der Zellstrich der Vflgl über die Zelhvancl hinaus¬
geht und die Subapicalmakeln fast bis an den Zellapex heranziehen. Ost-Mindanao. — - attica Semp. vermittelt allica.
den Uebergang von cyrilla zu athenais und führt nach Sempers Abbildung beurteilt schmälere Binden als die
Bazilan- und Mindanao-Rasse, nach ihrem Autor auch durch die Färbung der Unterseite den melanotischen
Satellit-Insel-Cliarakter zur Schau tragend. Von Camiguin de Mindanao. - — athene Stgr. (125 d) schließt sich athene.
eng an commixta an. So verschieden auch die Oberseite von cyrilla aussieht, aa eicht dennoch die konservative
Unterseite nur durch etwas lichteres Mediangebiet beider Figlpaare von der Luzon-AbzAveigung ab. PalaAvan,
nicht häufig. Nach Semper auch auf Inseln des Jolo-Archipels. — camotesiana subsp. nov. ist nach den Exem- ccnao/esiaHa.
plaren in der Sammlung Semper beurteilt eine heiworragende Inselform, welche im Habitus hinter Mindanao
Exemplaren zurückbleibt und im Gegensatz zu diesen keinerlei Aveißen Anflug der Oberseite auf den
Querbinclen zeigt, eine albinotische Rasse mit vorherrschend weiß gefärbten Streifen. Von den Camotes.
R. dama Moore eine interessante, seltene kleine Art, bisher nur von Luzon bekannt, charakterisiert dama.
durch verbreiterten AVeißen Fleck am Zellapex der Vflgl und eine scharf abgeschnittene ansehnliche Aveiße
Mittelbinde der Hflgl. Flugzeit März bis Mai.
R. antara ersetzt cyrilla in der celebischen Subregion. Es sind bisher nur 2 Arealformen bekannt,
doch sind AVeitere Rassen von den celebischen Inseltrabanten zu erwarten. — antara Moore (125 c) kleiner aniara.
als Neptis tciwayana Frühst. (125c) der rote Zellstrich der Vflgl oben nicht gezähnt, der Subapicalfleck aus 4
zusammenhängenden nicht durch Adern geteilten Makehi bestehend, die 3 gelblichen kleinen costalen Flecken
oberhalb des Zellapex fehlen. Rötliche Submarginalbinde der Vflgl zusammenhängend, jene der Hflgl viel
schmäler. Schwarzzeichnung der Flgl-Unterseite diffus, außer einer dünnen weißen erscheint noch eine zusam¬
menhängende violette Binde, die beiderseits schwarz begrenzt und in der Mitte und an der Submediana stark
gekniet ist. Hflgl mit weißlicher statt gelblicher Medianbinde und 2 violetten leicht opalisierenden Postmedian¬
binden. Nord-Celebes. — pytheas subsp. nov. bezieht sich auf südcelebische Exemplare die von antara differieren pytheas.
durch ausgedehntere und lichtergelbe Binden der Oberseite und fahler gelbe Gesamtfärbung der Unterseite
aller Figl. Von Dr. L. Martin gesammelt. Flugzeit im Mai.
R. mysia bildet die melanotische Fortsetzung der R. cyrilla, antara auf den Molukken. Eine interes¬
sante Spezies, die oberseits durch große Aelmlichkeit mit Neptis miah disopa Swinh. und rniah digitia Frühst.
und unterseits durch eine eigentümliche, fein abgetönte, reiche und diffuse Schwarz- und Grauzeichnung auf¬
fällt. Vier Subspezies verdienen Beachtung: mysia Fldr. (zenica Sw.) gleicht sannians (125c) doch mysia.
sind die Querstreifen aller Figl erheblich verschmälert und die Unterseite ist am reichsten schwarz
umrandet. Batjan, häufig. — serpentina Frühst. Gelbbinden viel breiter als bei mysia. Unterseite : serpentina.
Schwarzfleckung zurücktretend, wodurch die Gelbzeichnung Raum gewinnt sich auszudehnen. Sub¬
medianbinde der Hflgl sehr viel breiter, gerade statt gekniet und gelblich anstatt grau. Halmaheira, Au¬
gust-September. — - sannians Frühst. (125 c). Die Rotzeichnung bleicher, mehr gelblich statt braun. Hflgl sannians.
mit transparenter Medianbinde. Unterseite noch heller als bei serpentina, die ScliAvarzbänderung reduzierter,
600
RAHINDA. Von H. Frtjhstorfeb.
die Gelbzeichnung luxurianter. Graue Medianbinde der Hflgl gleichmäßiger breit, die Subm argmalbinden
neriphoides. etwas lichter und prominenter. Ternate. — neriphoides Holl, wird von ihrem Autor mit Nept. neriphus Hew.
verglichen von welcher sie in der geringeren Größe, die nicht geteilte Submarginallinie der Vflgl und die nicht
gezähnte Einlage der Vflgl-Zelle abweicht. Die Unterseite bleibt heller als bei tawayana. Insel Buru, jeden¬
falls selten, fehlt meiner Sammlung.
B. Artengruppe Acca Ilbn.
Subcostale zweigt auf kürzerem Abstand distal von der Zelle ab.
R. veililia eine der ältesten und gemeinsten Spezies verbreitet sich über die Molukken, das Papua-
Gebiet und Nord -Australien in etwa 16 benannten Zweigformen. Die Variationsamplitude der Kollektiv-
venilia. spezies veranschaulichen unsere Figuren 126d. — - venilia L., der nomenclatorische Typus findet sich auf den
Süd -Molukken. Die mir vorliegenden Exemplare variieren nur unerheblich. Die 3 länglichen weißen Median¬
flecken der Vflgl, von denen beim $ die beiden oberen Zusammenhängen, der viel kleinere untere isoliert steht,
breit hellblau umgrenzt. Beim $ fließen alle Medianflecken zusammen, die blaue Begrenzung des weißen Distal-
godclewa. bandes der Hflgl etwas schmäler als beim <$. Submarginalpunkte rundlich, weißlich blau, sehr groß. — godelewa
Frühst. Peripherische Umgrenzung der weißen Medianbinden, namentlich bei den $$ viel schmäler, als bei
venilia , dunkler blau bei den <$$ und violett bei den $$. Subapical- und Submarginalmakeln etwas größer,
obiana. dunkler, mehr violett statt blau angeflogen. Buru, von Miro, Nov. und Bara, Aug. — obiana Swinh. $. Weiße
Medianbinde der Vflgl sehr breit, abgerundet, jene der Hflgl mindestens ein Drittel breiter als bei godelewa.
Subapicalflecken der Vflgl rundlich, kleiner als bei a und b, Submarginalfleckchen zur Punktgröße reduziert.
Neben so ungewöhnlich breitbändigen $$ existieren auf Obi auch solche mit wesentlich schmaleren, distal
etwas breiter violett gesäumten und nicht ganzrandigen, sondern tief eingekerbten Medianbinden der
Hflgl, die an evanescens Stgr. von Batjan erinnern, deren Hflglbinden aber etwas weniger steil ge-
pseudeva - stellt und doch noch etwas breiter sind. ($. fa. pseudevanescens Frühst.). Obi. — • evanescens Stgr.
nescens p]me ausgezeichnete Lokalrasse mit vorherrschend schwarzer Grundfärbung und stark verschmälerter
evanescens. ° ^
Medianbinde. Submarginalflecken schwächer als bei all der vorgenannten Rassen. Batjan, August bis
contunda. September. Hierzu gehören als abweichende Formen: contunda Frühst. ( 1 26 d) (von contundere —
zerquetschen, zerknicken.) Die Reduktion der Mittelbinden noch mehr vorgeschritten, Medianflecken
der Vflgl fast verschwunden, die unteren beinahe ganz violett anstatt weiß. Halmaheira, August — September,
leucoion. und Batjan, August. — leucoion Frühst, (leucoion — - die Schauspielerin, wegen ihrer Aehnlichkeit mit obi¬
ana). Eine gute Form, ungefähr die Mitte haltend zwischen obiana und evanescens, Subapical- und Submarginal¬
flecken größer als bei evanescens, die Medianbinde Wenig schmaler aber deutlicher als bei obiana, jedoch auf
den Vflgln nicht abgerundet, sondern scharf rechteckig abgegrenzt. Ternate. Aus Batjan besitze ein Ueber-
holurgtjrea. gangsstück von evanescens zu leucoion. — holargyrea Frühst, (von öXapyupos — - massiv silbern) zeichnet sich vor
allen anderen Rassen durch die prominenten Submarginalpunkte auf allen Flgln aus, bleibt aber in der Breite
der weißen Medianbinden etwas hinter obiana und leucoion zurück, besitzt dafür die breiteste hellviolette Distal¬
begrenzung der Hflglbänder. Unterseits steht sie leucoion am nächsten, von der sie durch die prägnanteren
tadema. Submarginalmakeln abweicht. Aru, Key, Tenimber, Letti. — tadema Frühst, nur 2 der sonst so häufigen
Neptis schließt sich dem Neu-Guinea-Typus der Art an, die Medianbinden bleiben etwa so breit als bei venilia,
die Subapicalmakeln werden größer, die blaue Umrandung der Medianbinden tritt zurück und als Hauptmerk¬
mal ist auf das Fehlen jeder Spur von Submarginalpunkten auf den Hflgln hinzuweisen, die sich indes auf der
cyanifera. Unterseite in mäßiger Entwicklung wieder einstellen. Waigiu. - — - cyanifera Btlr. Neu-Guinea beheimatet,
wie üblich, drei Lokalrassen unserer venilia, davon finden sich zwei in der Literatur bereits fixiert. Als cyanifera
beschrieb Butler dU-Exemplare mit sehr schmaler, breit blaugesäumter Medianbinde der Hflgl. Auf dem
Exemplar, das Smith abbildet, tragen die Vflgl an Stelle der Medianbinde nur eine rundliche weiße, discale
Makel. Die Binden der Unterseite sind blau anstatt weiß und sehr schmal, die Submarginalflecken relativ
klein und blau anstatt weißlich. Die $$ nähern sich wieder mehr dem allgemeinen vem7m-Typus, insbesondere
jenem von Dorey durch sogar noch verbreiterte Binden, aber kleinere Submarginalpunkte. Hflglbinde distal
ancep-s. eingekerbt. Port Moresby, British Neu-Guinea. — anceps Sm. 2 Pärchen aus Dorey in meiner Sammlung
halten die Mitte zwischeiFcyam/era und tadema, die Medianbinde der Vflgl zeigt 2 schmale aber hohe obere und
eine weit davon getrennt stehende untere blau umzogene weiße Makel. Hflglbinde distal stark gewellt, relativ
schmal. Submarginalpunkte viel geringer entwickelt als bei venilia und holargyrea, aber deutlicher als bei
übrigen Neu-Guinea-Rassen. Medianbinde der Hflgl-Unterseite noch etwas schmaler als bei tadema. Grose-
Smith bildet einen aberrativen U ab ohne Spur einer weißen Discalbinde der Hflgl, so daß für Exemplare mit
pseudoveni- dieser Binde ein Name frei wird — pseudovenilia Frühst. — - der allenfalls auf die Dorey-Rasse übertragen wer-
tm. qen kann, wenn sich diese von jener aus der Humboldt-Bai abweichend erweisen sollte. Humboldt-Bai, Sep-
grimberta. tember-Oktober. Dorey. — grimberta Frühst. (126 d). $ besitzt von allen genannten Lokalformen die kom¬
plettesten, breitesten weißen Medianbinden der Vflgl, deren Komponenten nicht isoliert stehen, sondern Zu¬
sammenhängen. Die blaue Peripherie aller Medianbinden bleibt fast ebenso breit wie bei holargyrea und stets
hellblau anstatt violett oder dunkelblau. Subapicalflecken der Vflgl groß, gleichfalls reich lichtblau um-
NEPTIS. Von H. Frtjhstorfer.
A
Ausgegeben 25. IX. 1012.
GO I
zogen, Submarginalpunkte weiß, deutlicher als bei cyanifera. Medianbinde der Hflgl-Unterseite distal scharf
abgeschnitten. Nach Hagen an der Astrolabebucht die gemeinste der dortigen 6 Neptididen. Deutsch Neu-
Guinea. — glyceria Frühst. Alle Medianbinden viel breiter als bei grimberta , fast ebenso ausgedehnt als bei glyaria.
obiana Sw., aber mit nur spärlicher distaler blauer Begrenzung. Subapicalflecken reduziert, ebenso die übrige
Figlpunktierung. Subbasalbinde der Hflgl-Unterseite analwärts stark verbreitert, ausgedehnter als bei Neu-
Guinea -venilia. Fergusson, d’Entrecastreaux-Inseln. — moorei Macl. Distinkte Lokalrasse, ausgezeichnet moorei.
durch die zu einem großen rundlichen Discalfleck umgebildete Medianbinde der Vflgl, den fast völlig diffusen
Wischfleck an der Submediana und kurze, costalwärts stark abgeschrägte Medianbinde der Hflgl. Submargi¬
nalmakeln der Hflgl stark reduziert, ebenso der dunkelviolette distale Hauch längs den Medianbinden. Cap
York, Nord- Australien. — - glaucia Frühst. Habituell, sowie auch durch die rundliche Flglform der moorei nahe- glaucia.
kommend, Subapicalmakeln und namentlich die Medianflecken der Vflgl bedeutend größer, letztere analwärts
viel ausgedehnter, hellblau begrenzt. Discalf leck der Hflgl ähnlich wie bei glyceria, jedoch kürzer, costalwärts
sehr breit, stark abgerundet, nach hinten verjüngt, distal ebenso breit blau begrenzt als bei grimberta- Exempla¬
ren. Submarginalflecken lang, schmal auf allen Flgln, oberseits zu einer zierlichen hellblauen dünnen Binde
vereinigt, wie wir es bei keiner anderen venilia- Rasse wiederfinden. Unterseite: Alle weißen Flecken äußerst
scharf begrenzt, rein weiß, aber mit lebhaftem feinen Blauschiller. Distalsaum ohne Spur einer weißlichen Be-
schuppung. Cellularpunkte der Vflgl und Submarginalmakeln der Hflgl dunkler blau als bei irgend einer anderen
venilia-Fovm. Neu-Mecklenburg. — neohannoverana Pagenst. nahe glaucia. Peripherie der Medianbinden neohannove-
violett statt blau, Submarginalflecken zu keiner Längsbinde zusammenfließend. Neu-Hannover, Typen im rana-
Tring Museum.
Gattung: Jfeptis F.
Die Costale geht beim $ in den Vrd, beim $ in den Distalrand. Der zweite Subcostalast entspringt
vor dem Zellende. Mit ca. 60 Spezies eines der artenreichsten Genera Südasiens.
A. Artengruppe Neptis.
N. hylas der älteste Name für die als ,,aceris“ und ,,leucothoe“ auch „eurynome “ so wohlbekannte Spezies hylas.
und zugleich der früheste Name für eine Neptis überhaupt. Dennoch wurde er mißachtet bis ich 1907 und
1908 den Namen wieder ausgrub, in seine Rechte einsetzte und in meiner Monographie der Neptiden (Stettiner
Entomologische Zeitung 1908) auch die übrigen bisher z. T. verkannten Unterarten mit der ältesten Bezeich¬
nung hylas in Verbindung brachte. Mit etwa 30 benannten Zweig-, Areal- oder Inselrassen muß N. hylas als
eine der formenreichsten Arten der östlichen Tropen und Subtropen gelten, welche als große Seltenheit selbst
Ausläufer ins palaearktische Gebiet entsendet, so daß für hylas ein gewaltiger Verbreitungsbezirk in Betracht
kommt der die ganze palaearktisch-asiatische und indo-malayische Region umfaßt, von Deutschland bis Japan
und südwärts bis zu den kleinen Sundainseln. Der Gesamtart eigentümlich ist eine schwarze Einfassung der
Hauptbinde der Hflgl-Unterseite welche sowohl deren vorderen (costalen) wie auch hinteren (analen) Rand
umzieht, manchmal auch die Submarginalbinde begleitet. Am schärfsten findet sich dieses Charakteristikum
bei einigen indischen Rassen und der Sumatraform ausgeprägt. Bei Exemplaren der extremen Trockenzeit
oder bei Rassen von Inseln mit dominierender Trockenperiode (Inseln der Timorgruppe) verschwindet die
schwarze Randbildung partiell, ebenso auch bei den nordischen Rassen so der japanischen N. hylas intermedia
nebst deren Areal und Saisonformen. Von Norden nach Süden gehend begegnen wir folgenden hylas- Zweigen:
yessonensis subsp. nov. wurde mir neuerdings durch Herrn Prof. Mat sumura zugesandt und differiert von inter- yessonensis.
media Pryer von der Hauptinsel Hondo augenfällig durch rundlicheren Flügelschnitt. In der Größe bildet sie
ein Mittelglied zwischen der Herbstgeneration passerculus Frühst, und intermedia Pryer (Bd. I, p. 176, 53 d). -passerculus.
In der Ausdehnung der Weißzeichnung übertrifft yessonensis die Rasse von Hondo, namentlich erscheinen mtermedia.
die Subapical- und Intramedianmakeln vergrößert. Die Submarginalbinde der Hflgl ist entsprechend der
rundlicheren Flglform mehr gebogen. Die Unterseite färbt sich dunkler rotbraun als bei intermedia und die
zweite (subbasale) weiße gekrümmte Binde tritt, weil länger, deutlicher hervor. Sapporo, auf Yesso. — lucu- luculcnta.
lenta Frühst. (126 e) umschreibt die größte bekannte Rasse. Ishigaki- und Formosa-Exemplare differieren
leichthin von solchen aus China und Tonkin durch etwas schmälere Weißbinden aller Figl und die nur selten
weißliche fast immer schwarze Submedianbinde der Hflgl-Unterseite. Häufig auf Okinawa, Ishigaki (Type)
und der Ebene Formosas. - — • hylas L. (Bd. 1, p. 174, 53 d) ist über das ganze südliche China und Indo-China hylas.
verbreitet und dort in den Bd. 1, p. 174 bereits erwähnten Formen auftretend: sangaica Moore. Vermutlich die sangaica.
Frühjahrsgeneration, sehr klein, Dezember-Mai, am häufigsten März-April. Hongkong.- — fa. acerides Frühst. Aus accridcs.
Süd- und West-China, von mir im November in Hongkong gesammelt. In Tonkin, Annam, Siam ist acidalia
häufig. Das Gros der dortigen Individuen differiert in keiner Weise von Chinesen, doch treten bereits verein¬
zelt Uebergänge auf zu den vorderindischen Formen. Der Kopulationsapparat der bisher genannten und auch
der europäischen /^Zas-Formen stimmt in allen Einzelheiten vollkommen überein. Tegumen ist zart, der Uncus
IX
76
602
NEPTIS. Von H. Fruhstorfer.
dünn und spitz, in der Mitte ein wenig verbreitert, die Harpen (oder Valven) sind unverhältnismäßig robust, größer
als die übrigen Teile des Apparates zusammen und diese völlig einschließend. Sie bestehen aus dicht behaarten
und beborsteten länglich eiförmigen Gebilden, die distal in 2 kurze Lappen gespalten sind, von denen der dorsale
einen scharf gekrümmten, spitzen Haken trägt, der ventrale in eine lang umgeklappte Falte ausläuft. Penis
kurz und breit, gegen das Ende eingeschnürt und in einer sehr dünnen gebogenen Spitze endigend. Saccus
hainana. kurz. — hainana Moore differiert von den mir vorliegenden hylas aus Westchina und Hongkong durch präg-
astola. nantere und reiner weiße Binden. Insel Hainan. — • astola Moore ist der älteste Name für die kontinentalin¬
dische Rasse. Indische Stücke bleiben im Habitus in der Regel etwas hinter chinesischen Exemplaren zurück,
aber es gibt sowohl in China und Tonkin kleine, während umgekehrt in Indien große, an hylas erinnernde Indi¬
viduen gelegentlich auftreten. Eine scharfe Grenze zwischen hylas und astola ist nicht zu ziehen, umsoweniger
als hylas aus Siam und Annam Bindeglieder darstellen. Es ist lediglich Sache des Gefühls nur eine der zwei
Rassen gelten zu lassen. Aber da in Assam und Sikkim die überwiegende Anzahl von Exemplaren eine dun¬
kel-braunrote Unterseite aufweist und gerade solche Stücke in Hinterindien selten sind, ist eine Trennung
in zwei Rassen vielleicht berechtigt, um so mehr, als eingebürgerte Namen vorhanden sind und gewisse For¬
men eben doch nur z. B. in Sikkim und Assam Vorkommen, astola Moore bezeichnet eine Trockenzeitform,
adara. welche Bd. 1, p. 176, Taf. 53 d bereits erwähnt und dargestellt wurde. — adara Moore bezieht sich auf eine
Intermediatform ; habituell größer als die Trockenform, die weiße Medianbinde der Hflgl-Unterseite besonders
kräftig schwarz gesäumt, wodurch eine große Aehnlichkeit entsteht mit der insularen varmona Moore. Unter-
emodes. seite gelbrot. • — emodes Moore, eine Form der Berge und der nassen Zeit (Bd. 1, p. 176, Taf. 53 c als hylas)
findet sich von Kaschmir an, wo sie bis 9000 Fuß hinaufgeht, bis Tenasserim als einer der gemeinsten Falter.
Man kann sagen daß jedes Exemplar anders ist und zwar in der Weise, daß von einer zur anderen der drei er-
swinhoei. wähnten Formen Uebergänge vorhanden sind. — - swinhoei Btlr. ist eine Bezeichnung welche sich auf die Form
des südlichen Indiens übertragen läßt. Das Kolorit der Unterseite schließt sich an jenes von varmona Moore
an, doch ist es etwas heller und die Vflgl führen schwarze transzellulare Streifen. Nilgiris, Malabar und Coro-
varmona. mandelküste. Rp auf verschiedenen Erbsen. — varniona Moore wird allgemein als Ueberschrift für die hylas-
Rasse der Insel Ceylon verwendet. Die Form läßt sich ohne weiteres erkennen durch rein weiße aus tiefschwar¬
zer Grundfarbe hervorstechende Makeln der Oberseite und scharf schwarz umgrenzte Streifen auf hellkaffee¬
braunem Grunde der Unterseite. Die Zeitformen machen sich in derselben Weise wie am Kontinent von In-
discrupta. dien bemerklich und hat ein Extrem der Regenperiode den Namen disrupta Moore empfangen, während Exem-
lcamarupa. plare der Trockenzeit als kamarupa Moore (= eurymene Btlr.) registriert wurden. Gemein im Tieflande der
andamana. Insel Ceylon. — - andaniana Moore gleicht etwas der fa. adara Moore doch ist sie oberseits durch dem Verlöschen
nicobarica. nahe weißliche Submarginalbinde der Hflgl leicht zu erkennen. Andamanen, häufig. - — nicobarica Moore fällt
auf durch sehr kleine, leicht grau getrübte Weißzeichnung der Oberseite und im allgemeinen mehr rundliche
statt längliche Submarginalflecken. Unterseits etwa wie varmona doch mit verschmälerten Aveißen Binden.
Moore bildet auch eine Form der regenarmen Zeit ab, bei welcher die Weißstreifen erheblich erweitert sind
mamaja. so daß eine vermehrte Aehnlichkeit mit varmona erzielt wird. Nicobaren. — mamaja Btlr. ist eine scliAvache
Lokalform, die den Uebergang bildet zu papaja Moore von Sumatra und sich nur schwer von astola Moore,
papaja. forma adara Moore, abtrennen lassen wird. Malay. Halbinsel. — papaja Moore. $$ von papaja werdien größer
matuta. als jene von matuta Hirn. ( 1 26 e) ; die Subapicalflecken der Vflgl bleiben jedoch kleiner und daher solierter,
ebenso verschmälert sich die Medianbinde der Hflgl, die ausgedehnter schwarz umgürtet ist. Die gekörnten
bangkiva. Eier werden auf Blattspitzen gelegt. Nord-Ost- und West-Sumatra. — bangkiva subsp. nov.. Die Weißen Bin¬
den außerordentlich schmal. Exemplare viel kleiner als sumatranische und javanische Stücke. Insel Banka.
symada. • — • syniada Frühst. Weißzeichnungen halten die Mitte zwischen Borneo- und Perak-Exemplaren, alle Binden
erheblich schmäler als bei papaja Moore. Submarginalbinde der Hflgl auffallend weit nach innen gerückt,
stark konvex gebogen. Unterseite ebenso licht Avie bei mamaja Btlr., heller als bei papaja Moore. Rioirw- Archipel.
engano. — - engano Doli, eine hervorragende, melanotische Rasse, habituell sehr klein, mit sehr schmaler Submarginal¬
binde der Vflgl, satt rotbrauner Unterseite und sehr schmalen Querbinden. Engano, nicht sehr häufig. —
ombalata. ombalafa Kheil. Weißzeichnung ausgedehnter als bei der vorigen, Grundfarbe der Unterseite dunkel ockergelb.
hageni. — hageni Frühst. Weiße Binde der Hflgl beginnt sich bereits in einzelne Flecken aufzulösen. Unterseite gelb-
hafm. lieh. Mentawei. - — hatra subsp. nov. Steht zwischen ombalata und engano, Weißfleckung prägnanter als bei
beiden, Grundfärbung der Unterseite dunkler als bei der Niäs, heller als der Engano-Rasse. Batu-Inseln. —
sopatra. sopatra Frühst. Die Borneo-Rasse unserer Spezies differiert von den übrigen makromalayischen hylas (mit
Ausnahme jener der Adjacent-Inseln) durch die verringerte Weißzeichnung und insbesondere dadurch, daß
die Submarginalbinde der Hflgl sich meist völlig verdunkelt. Der AVeiße Zellstrich und die Subapicalflecken
der Vflgl kaum halb so breit als bei matuta und papaja. Die lebhaft ockergelbe Unterseite, die von matuta schon
durch die kurzen weißen Basal- und Submedianbinden differiert, erinnert an mamaja Btlr. und adara Moore,
terentia. Nord-Borneo, Pontianak und Südost-Borneo. - — • terentia Frühst. Dies ist die einzige bisher bekannt gewordene
hylas der Philippinen, die sich wahrscheinlich auf allen Inseln des Jolo-Archipels findet, aber bereits in Bazilan
nicht mehr vorkommt. Unterseite wie bei sopatra, die Weißzeichnungen aber zierlicher, abgerundeter, isolierter.
Habitus kleiner, Figl rundlicher; terentia hat etwas Aehnlichkeit mit symada, von der sie durch die noch mehr
verschmälerte, costalwärts sich bereits auflösende Medianbinde der Hflgl und die gleichartigeren, oblongen
NEPTIS. Von H. Fruhstorfer.
603
Vflglmakeln differiert. Jolo, Sulu-Archipel. ■ — - matuta Hbn. (126 e) besitzt von allen bekannten hylas die aus- matuta.
gedehntesten Weißzeichnungen und erinnert dadurch besonders an Athyma perius perinus Frühst. Ost- und
West- Java, bis 3000 Fuß Höhe sehr häufig. Bawean, Juli-September. — satellitica subsp. nov. bleibt in der sa tdlilua.
Größe hinter matuta zurück, die weißen Flecken der Vflgl erscheinen rundlicher, der Submarginalstreifen der
Hflgl verschmälert. Auf der Unterseite wird der Satellitinsel-Charakter bemerklich an der dunkleren Gesamt¬
färbung. Bali in meiner Sammlung, vermutlich auch Kangean. — licinia Frühst. (126 e) verrät oberseits Aehn- licinia.
lichkeit mit sopatra Frühst, von Borneo, von der sie durch die bei annähernd gleichem Habitus um mehr als
ein Drittel kleineren Weißflecken differiert. Namentlich die Subapicalflecken der Vflgl treten zurück und
stehen weit getrennt. Die Figl- Unterseite zeigt fast dasselbe helle Kastanienbraun wie engano Doh. und viele
emodes Moore. Lombok, sehr häufig auf Höhen von etwa 2000 Fuß von April-Juni. - — - flaminia Frühst. Habi- flaminia.
tuell etwas größer als licinia, Weißfleckung markanter, Submarginalbinde der Hflgl prominenter. Unterseite
wesentlich dunkler kastanienbraun. Sumbawa. • — - cosama Frühst. Erheblich kleiner als flaminia ., Weißzeich- cosama.
nung reduzierter aber reiner und deshalb prominenter. Unterseite, namentlich in der Distalregion aller Figl,
reicher weiß gefleckt. Grundfärbung hält die Mitte zwischen Lombok- und Sumba-Exemplaren, erinnert in
ihrer vorherrschend ockergelben Abtönung an die Borneo-Form. Flores. — Die nun folgenden Inselrassen be¬
sitzen alle ein matt dunkelkastanienbraunes Colorit der Flgl-Unterseite: alorica Frühst. Etwas kleiner als die alorica.
vorige, Weißzeichnung verdunkelt und unterseits reduzierter als bei cosama, sonst, abgesehen von der kastanien¬
braunen Unterseite, damit identisch. Alor, März. — • sophaina Frühst. (126 c). Bedeutend kleiner als die vori- sophaina
gen, die Weißzeichnung gewinnt namentlich im Verhältnis zu den größeren Rassen wieder an Ausdehnung,
wird prominenter und reiner. Die subanalen Makeln der Vflgl fließen manchmal zusammen, die Submarginal¬
binde der Hflgl ist stets breiter als bei Lombok-Exemplaren. Insel Sumba. ■ — serapia Frühst. Sehr nahe sophaina, serapia.
ihr habituell gleich, Figl jedoch stärker gewellt. Subapicalmakeln der Vflgl zusammenhängend, Subanalflecken
distal tief eingekerbt statt abgerundet wie bei den übrigen hylas- Rassen. Zellf'leck rundlicher und Basalstrich
der Vflgl kürzer als bei den übrigen mikromalayanischen Inselformen. Unterseite: Braune Submedianbinde
der Hflgl sehr breit, die weiße Submarginalbinde näher dem Distalrand als bei cosama und licinia und deshalb
die antemarginale braune Zone stark verschmälert. Die relativ großen Subanalflecken der Vflgl fließen zu
einer sehr breiten, distal tief eingekerbten Binde zusammen. Ivalao, Dezbr. Tana-Djanrpea. — • timorensis Röb. timorensis.
Mittelgroß mit sehr breiten und ungewöhnlich rein weißen Flecken und Binden, die in der Ausdehnung genau
die Mitte halten zwischen jenen von sophaina von Sumba und jaculatrix. Uirterseitenfärbung dunkler braun
als bei Sumba-Exemplaren , mit dünnerer weißer Submedianbinde der Hflgl als die vorgenannten
Rassen. Röber hat das Vorkommen seiner timorensis, das sich auf die Inseln der Timor-Gruppe erstreckt,
recht gut umgrenzt. Letti, Kisser, Wetter, Timor (Type, Röber). — jaculatrix Frühst. (126 e). Bei den Exem- jaculatrix.
plaren von Dämmer und Babber erreicht die Entwicklung der Weißzeichnung ihren Höhepunkt. Die Median¬
binde der Hflgl wird 6 — -7 mm breit und dies bei $$ von 48 mm Spannweite, während die Binde bei der hellsten
makromalayischen Form matuta bei einer Figlspannung von 55 mm auch nur zu 6 — -7 m n Breite sich auszu¬
weiten vermag. Unterseite wenig dunkler als bei timorensis. Dämmer (Type), Babber. - — - Mit jaculatrix findet
die Reihe der mikromalayischen h ylas- Sri bspez ies ihr Ende. Auf den benachbarten Inseln der Timor-Laut-Gruppe
und in Neu-Guinea lebt eine Neptide, die zwar die natürliche Fortsetzung der hylas- Serie bildet, sich aber so
verändert hat, daß ihr Speziesrang zugeschrieben werden muß. — gracilis Kirsch. In der celebischen Subregion gracilis.
treffen wir als saleyra Frühst (126 d) eine ungewöhnlich kleine Neptis mit einer Kolorit-Tendenz, welche an cele- saleyra.
bensis (126 f) erinnert und zeigt dieselben verdüsterten weißen Binden der Flgl-Oberseite, die dieser Form
ausschließlich eigentümlich sind. Die Unterseite der Hflgl differiert aber wesentlich durch die nur fadendünne
weiße Medianbinde, das Fehlen der zweiten inneren submarginalen Reihe weißer Möndchen, das Vorherrschen
der roten Grundfarbe und das Zurücktreten der weißen Bänderung. Saleyer, Mai 1906. Von Dr. L. Martix
gesammelt. — ida Moore muß als der älteste Name für die als celebensis Hopff. besser bekannte große Rasse der
Insel Celebes eintreten. ida erscheint in 3 Formen auf Celebes, a) fa. ida Moore. Groß, stattlich, Unterseite ida.
mit vorherrschend weißen und schmäleren hellbraunen Binden, ida ist die Bergform von Nord-Celebes. Ton-
dano, Minahassa. - — - b) sphaerica Frühst. (126 d). Groß, rundflügelig. Unterseite mit breiteren, mehr rot- splmerica.
braunen Binden. Berg- und Regenform von Süd-Celebes. — - c) fa. celebensis Hopff. (126 f). Bedeutend kleiner celebensis.
als a und b, langflügelig, die Weißzeichnungen mit trübgrauen Schuppen überstreut. Binden der Unterseite
hell ockergelb. Form der Ebene, von mir in großer Zahl im November, Dezember bei Toli-Toli Nord-Celebes
gesammelt, celebensis steht nahe der Grenze der Speziesberechtigung.
N. gracilis Kirsch. ( = dohertyi Qrose Smith). Der weiße Zellstrich der Vflgl-Oberseite und die Sub- gracilis.
marginalbinde der Hflgl fehlen entweder oder sind kaum kenntlich. Die Hflglbinde noch mehr verbreitert
als bei jaculatrix und steiler, die Subanalflecken der Vflgl zu einer kompakten Binde zusammengeflossen. Die
Unterseite bewahrt noch den hylas- Charakter. Der oberseits fehlende Zellstrich und die Submarginalbinde
erscheinen wieder deutlich ausgebildet und die Verwandtschaft mit jaculatrix (126 e) ist evident. Type von
den Tenimber-Inseln. Doherty fand die Art auch in der Humboldt-Bai, Flugzeit September, Oktober.
604
NEPTIS. Von H. Frtthstorfer.
N. magadha Fldr. umschreibt eine zierliche prägnante Art, über deren Priorität sich noch rechten ließe
" magadha. weil sie Butler im selben Jahre und mit einer Figur begleitet als charon beschrieben hat. - — magadha Fldr.
( = cinerarea Smith) die Namenstype selbst, ist sehr selten, fehlt meiner Sammlung und differiert von charon
durch kürzere und isolierter stehende weiße Fleckchen der Oberseite. Einzelne Exemplare wurden von Dezem-
khasiana. ber bis April in verschiedenen Teilen Birmas gefunden. - — khasiana Moore bezeichnet das melanotische Extrem
der Gesamtart mit fast völlig erloschenen weißen Submarginalmakeln und nur noch strichförmigen und bläu¬
lich schimmernden Zellstreifen aller Figl. Häufig in Assam tritt die Form östlich als große Seltenheit gelegent-
annamUica. lieh auch noch in Bhutan auf und geht im nördlichen Birma in magadha über. ■ — annamitica Frühst. (126 b).
Nahe charon Btlr. Weißflecken der Oberseite aller Figl etwas reduzierter, rundlicher, reicher schwarz umgrenzt.
Die Submarginallinie der Hflgl ebenso obsolet wie bei khasiana Moore, die submarginalen Punkte der Vflgl
etwas größer als bei khasiana, jedoch kleiner als bei charon Btlr. Unterseite: Alle hellen Makeln remer weiß,
sich schärfer von der Grundfarbe abhebend, die violetten Binden, namentlich jene der Hflgl, prominenter als
selbst bei khasiana. Der bei khasiana grau-weiße basale Anflug an der Costa der Vflgl rein weiß und viel breiter
und länger als selbst bei charon. Diese distinkte neue Rasse, deren Charakteristica leichter zu sehen als deskrip¬
tiv darzustellen sind, vermittelt den Uebergang von charon Btlr. der Malayischen Halbinsel zu khasiana Moore,
opalisiert unterseits mehr als irgend eine der makromalayischen magadha- Rassen und etwas weniger als khasiana.
pasiphae. Süd-Annam bei Nha-Trang im Februar von mir gesammelt. — pasiphae Frühst. Schließt sich im Zeichnungs¬
charakter eng an charon Btlr. an, von der sie durch weitgehende Reduktion der Weißfleckung sofort abweicht.
Auf dem Vflgl wird der apicale, spitze, weiße Zellfleck ähnlich wie bei der Borneo-Rasse durch ein sehr breites
schwarzes Querband von dem längeren Basalstrich getrennt; unterseits ist der Basalfleck der Hflgl schmäler
als bei charon und die braunschwarze Begrenzung aller Weißen Makeln diffuser als bei den sonstigen magadha-
Rassen. Habituell präsentiert sich 'pasiphae als die zierlichste magadha- Form. Ost- und West-Java, auf Höhen
von 2 — 4000 Fuß, und scheint sehr selten zu sein, weil außer meinen Exemplaren nur noch ein $ in Swinhoes
Kollektion bekannt ist, welches Moore, Lep. Indica p. 224 als vom Vulkan Ardjuna stammend erwähnt. —
phlyasia. phlyasia Frühst. Habituell die größte bekannte magadha- Form. Die Weißfleckung erscheint viel reiner, blen¬
dender und beiderseits dominierender als bei charon und plautia, namentlich werden die Submarginalbinden
plautia. der Unterseite prägnanter. Nord-Ost-Sumatra. — plautia Frühst, ist eine dunklere Form von charon mit schmä¬
leren, mehr gekurvten, weißen Medianbinden der Hflgl. Die Unterseite nähert sich etwas annamitica durch
lebhaftere rotbraune Grundfärbung und das Auftreten mehr vic letter anstatt rein weißer Submarginalbinden.
charon. Nord-Borneo, Kina-Balu-Gebiet. — charon Btlr. ursprünglich aus Singapore beschrieben, bewohnt die malay-
ische Halbinsel. Die Weißfleckung der Oberseite markanter als bei annamitica. Die Unterseite erscheint lichter
banuta. graubraun als bei den übrigen genannten Lokalrassen. — Als banuta suhsp. nov. soll die äußerst seltene südlichste
Inselrasse eingeführt werden von welcher mir 2 SS 2 $$ vorliegen die der javanischen pasiphae viel näher
stehen als der größeren sumatranischen phlyasia Frühst. Die Submarginalzeichnung verschwindet wie bei
khasiana Moore, die postdiscale Mittelbinde der Hflgl ist kaum halb so breit als bei charon Btlr., die weißen
Einlagen der Vflgl gleichen jenen von annamitica Frühst, sind jedoch gleichfalls zurückgebildet, die Fleckchen
im Submediangebiet sogar fehlend oder nur in Punktgröße vorhanden. Die Unterseite ähnlich jener der Borneo-
Rasse. Das $ ist wie bei allen magadha-Zweigen stattlicher als das S, die Figl rundlicher, die Unterseite ohne
violetten Schimmer der Medianpartie der Hflgl, welchen das S von banuta aufweist. Insel Nias.
N. duryodana gleicht der vorigen Art, mit welcher sie in den Sammlungen fast stets verwechselt wird;
ihre Zweigrassen bleiben jedoch habituell hinter jenen von magadha zurück und der weiße dreieckige Fleck
am Zellapex der Vflgl ist stets in eine längere feine Spitze ausgezogen und namentlich unterseits schärfer vom
Basalstreifen getrennt. Außerdem bewohnt duryodana ausschließlich makromalayisches Gebiet ohne nach
duryodana: Nordindien überzugehen. duryodana Moore (126 b) bewohnt Borneo. Die Abbildung zeigt deutlich die zier¬
liche, distale weiße Umgrenzung der Vflglmakeln, welche ein weiterer Differenzialcharakter magadha und der
nachfolgend erwähnten Neptis nata gegenüber zu gelten hat. Der S bleibt stets kleiner als das abgebildete $
emesa. und führt demnach auch reduziertere Weißflecken. Nord-Borneo, nicht sehr selten. ■ — emesa Frühst. Entfernt
sich von Borneo-Exemplaren durch die stark verkleinerten weißen Zeichnungen, die obsoleten Submarginal¬
linien auf allen Flügeln und die etwas breitere Medianbinde der Hflgl. Die Flgl-Unterseite differiert von duryo¬
dana durch die lebhaft rötlich anstatt graubraune Grundfärbung und die prägnantere Submedianbinde. Pala-
nesia. wan, in meiner Sammlung, bei Paragua nach Semper. — nesia Frühst. Submarginal- und Medianbinden aller
Figl ausgedehnter, reiner und reicher weiß als bei den übrigen Rassen, was sich bei der Trockenform aus Deli
auch unterseits bemerklich macht. Norcl-Ost- und West-Sumatra, in Koll. Fruiistorfer, Malayische Halb-
dike. insei. — dike Frühst. Der Gegensatz zu der vorigen, alle Zeichnungen reduziert. Unterseite lichter braun,
mit prominenterer, stärker gewellter Submedianbinde der Hflgl. Gestalt kleiner. Ost- Java, 1500 Fuß Höhe,
tidlta. sehr selten. Bawean nach Hagen. — fullia Frühst. Bei dieser ist der Inselmelanismus am weitesten vorgeschrit¬
ten, so daß die weißen Zeichnungen auf ein Minimum reduziert sind und fast ebenso zarte Bänder entstehen
als bei khasiana Moore in der magadha Serie. Die Submarginallinie der Hflgl verdunkelt und erreicht kaum
noch ein Drittel der Breite von duryodana nesia aus Sumatra. Insel Nias, nur 1 S in vielen Jahren von dort
NEPTIS. Von H. Fruhstorfer.
005
empfangen. — paucalba Hag. von den Mentawej -Inseln ist kleiner als tullia, die Weißzeiehnung verdunkelt paucalba.
und reduziert.
N. nata ist gleichfalls vorwiegend im Makromalayischen Gebiet zu Hause, ,wurde aber von mir als
große Seltenheit auch in Tonkin aufgefunden. Die Ai't scheint etwas dem Saisondimorphismus unterworfen
zu sein, auf welchen Moore zuerst aufmerksam machte, der sich allerdings nur durch das Zusammenfließen
der weißen Streifen in der Vflglzelle bemerklich macht. - — leucoporos Frühst. Die zeichnungsärmste der he- leucoporos.
kannten Rassen, mit stark verschmälerten, weißen Binden und bis zu bloßen Punkten reduzierten Subapical-
und Submedianflecken. Das weiße Dreieck vor dem Zellapex der Vflgl durch einen viel breiteren, schwarzen
Querfleck vom Basalstrich getrennt als bei den übrigen Formen. Unterseite dunkler braun mit tiefschwarzen
Submedianbinden. Tonkin, Chiem Hoa, August September. Von H. Fruhstorfer gesammelt. — cresina cresina.
Frühst. (126 b als ,, charon“). Von der malayischen Halbinsel sind nicht identisch mit typischen nata Moore nata.
aus Borneo, sondern differieren durch rundlicheren Figlschnitt, und die mehr schwarze als rotbraune Grund¬
färbung der Unterseite. Die Weißzeichnung der Figl ist reiner, schärfer abgesetzt und milchiger blau anstatt
grau oder gelblich angehaucht. Die weißen Vflglflecken werden zudem zierlicher, jene der Hflgl besonders
unterseits prägnanter. Type von der Malayischen Halbinsel, auf welcher cresina bis Tenasserim vordringt.
cresina findet sich in Nord-Ost- Sumatra. — agathyllis Frühst, entspricht der Trockenzeitform im Sinne Moores agathylUs.
und liegt mir ausschließlich aus höheren Lagen West-Sumatras vor und kontrastiert von cresina und
insbesondere den spitzflügeligen nata nata $$ durch ansehnlichere Größe und noch vollständiger abgerundete
Figlform. Der Apicalfleck und Basalstrich in der Vflglzelle sind entweder völlig zusammengeschmolzen oder
erscheinen nur durch eine dünne Linie getrennt, und ist selbst oberseits die Absonderung noch eine relativ
deutliche, verschwindet sie unterseits wieder. Unterseite: Der Basalstrich am Costalrand der Hflgl länger,
viel breiter und reiner weiß, ebenso der bei nata manchmal völlig obsolete Subbasalstreifen, und da auch die
Submedian- und Submarginalbinde der Vflgl lebhafter hervortreten, charakterisiert sich agathyllis als eine
distinkte Form, die anscheinend nur die Bergregion bewohnt, da sie in analogen Exemplaren auch am Ivina-
Balu als die weitaus häufigste Neptis vorkommt. Auf der Insel Borneo erscheint die Namenstype nata Moore
in einer cresina nahestehenden Form, welche beiderseits markantere weiße Subapicalflecken der Vflgl führt.
Die Unterseite erscheint lichter grau. Weitaus häufiger als nata tritt jedoch die fa. rasilis Frühst, am Kina- rasilis.
Balu auf, welche agathyllis auf Borneo ersetzt, rasilis differenziert sich von agathyllis durch die nur wenig
schmäleren, weißen Hflglbinden. — Dagegen ist egestas Frühst, erheblich abweichend. Beide Geschlechter von cgesias.
egestas erinnern an leucoporos, von der sie durch die etwas breitere weiße Submarginalbinde der Hflgl zu
trennen sind. Alle Makeln und Binden erscheinen sonst ärmlicher als bei nata nata, namentlich jene der Vflgl
viel kürzer, rundlicher und weiter getrennt stehend. Grundfarbe der Unterseite rot, anstatt schwarzbraun.
Siid-Ost-Borneo. — aletophone Frühst, erinnert durch die lange, schmale Figlform an typische nata von Borneo, alelophone.
mit denen sie oberseits, abgesehen von der reinen und leicht blau opalisierenden Weißfleckung, übereinstimmt.
Die Unterseite differiert jedoch erheblich durch die rötlichere statt grau oder braunschwarze Grundfärbung,
die viel stärker gewellte Submarginallinie der Vflgl und die fast rötlich violetten, prominenteren Submedian-
und Submarginalbinden der Hflgl. aletophone zählt auf Java zu den Seltenheiten. Ich besitze zur Zeit nur
2 $$ vom Vulkan Gede aus 4000 Fuß und 1 $ aus Ost- Java aus 2000 Fuß Meereshöhe. — natana Frühst. (126 c) natana.
fällt auf durch verkleinerte Subanalmakeln der Vflgl und die dunkle, nahezu schwarzbraune Färbung der Un¬
terseite. Nicht selten auf Nias.
N. cymela Fldr. scheint nata auf den Philippinen zu ersetzen und differiert von ihr durch ausgedehnteres cymela.
weißes Basalfeld und nur undeutliche weiße Submarginallinie der Hflgl stimmt aber unterseits durch die zusam¬
menhängende Zellstreifung der Vflgl mit nata fa. rasilis überein. Anscheinend sehr selten, weil Semper nur
drei Exemplare aus dem Gebirge Luzons kannte, sowie einige Stücke von der Insel Polillo.
N. nandina zählt zu den formenreichsten Spezies der Gattung welche das gesamte indische Gebiet und nandina.
die Archipele von Formosa und den Philippinen bis zu den Andamanen, Makro- und Mikromalayana bewohnt.
In der orientalischen Region namentlich aber im nördlichen Indien unterliegt die Art in hohem Maße klimati¬
schen Einwirkungen, so daß die Deutung der zusammengehörigen Formen viele Schwierigkeit bereitet. Nament¬
lich sind Uebergänge zur nächsten Spezies (soma Moore) vorhanden und die Zeichnungsverhältnisse ergeben
kein sicheres Kriterium N. soma gegenüber. Dagegen sind die Klammerorgane scharf spezialisiert und von
jenen der V. soma ohne weiteres durch das Fehlen eines subbasalen in eine dornige Spitze auslaufenden Vor¬
sprungs charakterisiert. Der LTncus bleibt kleiner, spitzer, der distale Zahn der Valve weiter nach innen gerückt,
erheblich größer, eberzahnartig aufgebogen. Von Norden nach Süden gehend, begegnen wir folgenden nandina
Spaltzweigen: formosana Frühst. (126g) welche je nach der Jahreszeit entweder einen rein weißen Zellstrich formosana.
der Vflgl wie auf unserer Abbildung oder einen schmalen, grau überstäubten zeigt. Die dunkleren Exemplare
gehören vermutlich der Regenzeitform an. Die Unterseite fällt auf durch dunkelkakaobraunes Kolorit, von
dem sich die relativ breiten weißen Binden deutlich abheben. Formosa, von der Ebene bis zu etwa 4000 Fuß
Höhe. Anscheinend ziemlich selten. — pampanga Fldr. von Luzon gleicht oberseits sehr der abgebildeten soma pampanga.
606
NEPTIS. Von H. Fruhstoreer.
(126 f, g) (recte susruta Moore) nur führt sie wesentlich breitere Basalbincle der Hflgl-Oberseite. Die Form
fehlt meiner Sammlung, auch Semper kannte nur drei Exemplare aus den Gebirgen des nordwestlichen Luzon.
Uzana. ■ — lizana Frühst, umschreibt eine auffallend große Inselrasse mit ungewöhnlich verschmälerten Binden und
Flecken. Unterseite hell graubraun, dadurch mit anderen Formen der Philippinen und des Malayischen Archi-
parfhica. pels kontrastierend. Bazilan, Flugzeit Februar-März. parthica Frühst. Häufig auf Pal awan. Die prägnanteste
Rasse der Süd-Philippinen findet sich auf Palawan, wo ähnlich auf dem Festlande von Vorder- und Hinter¬
indien zwei Zeitformen auftreten. Die stattlichere Regenform bezeichne ich als fa. 'parthica. Zellstreifen rein
weiß, nicht grau überschattet wie bei lizana und solygeia; Weißfleckung sonst wie bei diesen. Die Submedian-
somula. binde der Hflgl-Unterseite stärker gewellt als bei lizana. — somula Frühst. (126 f) ist habituell kleiner, schmal-
flügeliger als parthica, in der Gesamterscheinung an gononata Btlr. erinnernd, wie sie Distant, Taf. 18, Fig. 2,
abbildet. Die Submarginalbinde der Hflgl und der Zellstrich der Vflgl schmäler als auf Distants Figur. Unter-
seite dunkler als bei parthica, mehr rauchbraun, meine Exemplare mit einer weißen Antemarginalbinde, statt
solygeia. zwei wie sie parthica und alle andern benachbarten Rassen aufweisen. — solygeia Frühst, ist die dunkelste der
mir bekannten Philippinenrassen, und sofort kenntlich an den langen, schmalen Vflgln. Die Flecken der Vflgl-
zelle fließen zusammen, die weißen Zeichnungen bedecken sich mit graubraunen Schuppen. Unterseite: Der
mit dem Costalrand der Vflgl parallel laufende weiße Streifen wird doppelt so lang als bei lizana und pseudosoma
übetana. und sämtliche Binden verschmälern sich. Jolo- Archipel. — Mit tibetana Moore beginnt die Reihe der kontinen¬
talen nandina- Ausstrahl ungen. tibetana übertrifft, wie dies bei chinesischen Exemplaren der Kollektivspezies
fast immer die Regel ist, alle Vikarianten an Figlausmaß und damit geht Hand in Hand eine auffallende Ver¬
breiterung weißer Binden, so daß eine gewisse Aehnlichkeit mit N. locana (126 g) entsteht. Unterseits sind die
Zellflecken wie dies Moore hervorhebt wie bei rasilis und agathyllis verschmolzen. Die weiße Subbasalbinde
der Hflgl bleibt in ihrer gesamten Ausdehnung gleich breit. Westchina, Osttibet nach Moore, von Omishan in
acalina. meiner Sammlung. — acalina Frühst. (126 f als pseudadipala) separiert sich in zwei Zeitformen: die abge¬
bildete kleine der Trockenzeit, mit erheblich schmäleren Binden als tibetana und in der Regel grau überstäubtem
Zellstrich; einer etwa um ein Drittel größeren Regenzeitform, welche sich im allgemeinen nandina formo-
sana Frühst, nähert aber auch von dieser durch weniger breite und etwas gelblich überhauchte Streifung
differiert. Die Trockenzeitform fing icli im August und September im mittleren, die Regenzeitfonn im Juni
gonatina. und Juli im nördlichen Tonkin auf Höhen von 3 — 600m. — gonatina Frühst, bewohnt Siam, wo ich während
der Trockenzeit sammelte. Die mir vorliegenden Exemplare sind somit gleichfalls sehr klein, die Weißfleckung
susrutina. ist aber erheblich markanter als bei acalina. und die Unterseite lebhaft braunrot. Als susrutina Frühst, ist eine
Form beschrieben, welche sich susruta Moore von Sikkim nähert durch gelbbraune Grundfarbe der Unter-
susruta. seife. — - susruta Moore (126 f, g als soma) einer der gemeinsten Schmetterlinge Sikkims geht dort bis etwa
5000 Fuß Erhebung. Sonst ist susruta vom Kumaon Himalaya bis Oberbirma und den Mergui- Archipel ver¬
breitet. Die individuelle und klimatischeVariabilitätsfähigkeit erreicht bei ihr, bedingt durch die so prägnanten
Jahreszeiten Indiens, den Höhepunkt. Kein Stück gleicht dem anderen in Größe und der Reinheit oder Trü¬
bung der Streifung der Oberseite. Doch gilt als Regel, daß so dunkle Exemplare wie sie als soma Moore zu
kursieren haben, nicht Vorkommen. Unterseits wechselt die Grundfarbe von hell ockergelb (typische susruta)
bei Individuen der regenarmen Periode bis zu reich chocolade oder rotbraun der Exemplare der nassen Zeit.
kampsoni. Die Sommerform hat noch keinen Namen. — hampsoni Moore ersetzt susruta im südlichen Indien, wo sie in
den Nigiris und bei Mysore vom Januar bis November beobachtet wurde. Auch von ihr existieren zwei Zeit¬
formen die nicht erheblich differieren. Nach Bingham unterscheidet sie sich von nordindischen susruta durch
an nandina. clinia Moore von den Andamanen anklingende reinere und ausgedehntere Weißzeichnung. Auf
clinia. Ceylon fehlt .ein nandina-Ve rtreter, auf den Andamanen begegnen wir jedoch clinia Moore (126 f). Der Zell¬
streifen der Vflgl sehr schmal, die weiße Binde der Hflgl zumeist erheblich ausgedehnter als auf unserer Ab-
mananda . bildung. Solche Exemplare gehören der Regenzeitfonn an, für welche der Name mananda Moore eingeführt
teuconoia. wurde. Mit leuconota Btlr. beginnt die Reihe der makromalayischen Rassen. Sie gleicht einer kleinen susruta
mit satter rotbrauner Grundfarbe der Unterseite und im allgemeinen schärfer abgegrenzten weißen Binden.
apharea. Perak. Selten in den Sammlungen auch mir in natura unbekannt . — apharea Frühst. S umatranische nandina nähern
sich leuconota Btlr. von der malayischen Halbinsel, von denen sie durch fast schwarz-, statt rotbraune Grund¬
farbe der FJ gl -Unterseite differieren. Durch diese dunklere Unterseite entfernen sie sich auch solchermaßen
von nandina aus Java, daß de Niceville sogar das Vorkommen von nandina auf Sumatra bezweifelte! Aron
javanischen und Borneo-Exemplaren weicht apharea noch ab durch die zierlicheren und rundlicheren Wei߬
flecken der Vflgl, insbesondere der beiden Subapicalmakeln. Nord-Ost- und West-Sumatra, nicht sehr häufig.
ila. — ila Frühst. Sehr nahe apharea, Weißfleckung etwas ausgedehnter, robuster, unregelmäßiger. Grundfarbe
nandina. der Unterseite tiefer schwarzbraun. Ivina-Balu, Nord-Borneo. — nandina Moore (126e) der nomenclatorisclie
Typus aus Java. Trotz der Verschiedenheit der Verhältnisse von Ost- und West-Java haben sich bei dieser
sonst so zu Variationen neigenden Spezies keine Lokalrassen auf Java selbst entwickelt, ja nicht einmal die
Exemplare der Trockenzeit weichen so erheblich von jenen der Regenperiode ab, daß sie einen Namen ver¬
dienten. Moore bildet die Regenform ab, die Trockenzeitform nandina ist nur wenig kleiner und unterseits
fahler. Von sumatranischen apharea und nandina ila aus Borneo entfernt sich nandina nandina vor allem durch
stattlichere Subapicalmakeln der Vflgl und die ausgedehntere Weißbänderung der Unterseite. Auf Bali kommt
NEPTIS. Von H. Fruhstorfer.
607
eine nandina- Rasse vor, welche nach Angaben Nicevilles mit Sumatranischen Exemplaren übereinstimmen
soll. — jucundiora Frühst, fällt auf durch verbreiterte weiße Postdiscalbinde der Hflgl und sehr scharfe auch jucundwra.
unterseits lebhafter hervortretende weiße Streifung. Dagegen bleiben die Subapicalpunkte der Vflgl erheblich
in der Größe hinter jenen der javanischen nandina zurück. Lombok von 6 — 1200 m Erhebung über dem Meere.
Sumbawa. — suniba Doli, ist eine kleine seltene Inselrasse, welche mir in natura unbekannt blieb. — florensis sumba.
Snell. Meiner Sammlung fehlend übertrifft sie nach der Diagnose ihres Autors indische und Perakexemplare f,orc"s^-
von susrata und leuconota durch ihre Größe. Die Unterseite erscheint zimtbraun. Flores.
N. soma unterliegt in geringerem Maße klimatischen Einwirkungen als N. nandina und ist über ein soma.
viel geringeres geographisches Areal verbreitet, soma zählt zu den vorwiegend kontinentalen Arten, scheint
den nördlichen Philippinen zu fehlen, auch wurde sie mit Ausnahme der kleinen Insel Engano und auf Perak
nirgendwo in Makromalayana beobachtet. Deren Auftreten auf Formosa neben einer authentischen nandina-
Rasse gab Veranlassung zur Prüfung der Genitalien, welche deren Isolierung von nandina zur Folge hatte,
nachdem sie von Butler, Niceville, Bingham und mir mit nandina vereinigt war. Habituell kann soma durch
rundlicheren Figlschnitt und koloristisch durch die auch bei der Trockenzeit noch auffallende Verdunkelung
und Reduktion der Weißfleckung der Oberseite von nandina separiert werden. Morphologisch ergibt der robu¬
stere Uncus die distal nur mit einem feinen Dorn bewaffnete aber subbasal mit scharfem Vorsprung versehene
Valve augenfällige Differenzialcharaktere, die sowohl bei kontinentalen wie auch insularen Formen der Kollek¬
tivspezies ihre Geltung behalten. — lutatia Frühst. ( 126 f ) umschreibt eine relativ ansehnliche Rasse, unterseits lutatia.
schön und gleichmäßig schokoladenbraun. $noch stattlicher mit etwas ausgedehnteren weißen Binden als der
<$. Formosa von der Ebene bis zu etwa 1200 m. Nicht sehr selten. — boholica Frühst., eine kleine Rasse welche boholica.
sich von Perak-Exemplaren von soma gononata Btlr. durch die lichtere mehr graue Unterseite unterscheidet. Die
Zeichnungen der Oberseite sind rein weiß, schmäler als bei Mindanao- Stücken. Bohol, Cebu. pseudosoma Frühst. pseudosoma.
bewohnt Mindanao undCamiguin de Mindanao. Die Oberseite hat aschgrau überpuderte Streifen und die sind
nach Sempers Figuren beurteilt kleiner alsBohol-d'd\ nach meinen Notizen führen aber die Originale in Sempers
Sammlung viel breitere Streifen als Bohol-Exemplare trotz der entgegengesetzten Angaben Sempers und die
Streifen sind gelbbraun überdeckt und die Binden unterseits schmaler als bei N. mindorana Fldr. - palibothra palibolhra.
subsp. nov. liegt mir von der Philippineninsel Bazilan in fünf Exemplaren vor. Die <$<$ sind kaum größer als
somula (126 f) $ etwa dem dargestellten nandina- (126 e) nahekommend. Beide Geschlechter differieren von
lutatia durch markantere weiße Submarginalpunkte der Flgl-Oberseite und etwas verstärkten Zellstreifen der
Vflgl. Die Unterseite bleibt lichter braun als bei lutatia und im Gegensatz zu kontinentalen Formen präsentiert
sich die subterminale Randfleckung als reiner weiß und prononzierter. Flugzeit Februar, März. - capnodes cajmodes.
Frühst, bezieht sich auf die Regenzeitform der westchinesischen soma -Zweigrasse welche Leech auf Taf. 19
als susruta (Fig. 9) und adipala (Fig. 10) dargestellt hat, Abbildungen welche Stichel als Vorlagen zu gleich¬
namigen Formen Taf. 53 im Band 1 dieses Werkes benutzte. Ein Vergleich mit den neuen Figuren (auf Taf. 1 26 g.
als soma), welche die wirkliche susruta vorstellen, ergibt ohne weiteres die Unterschiede, so die verkleinerten
Makeln und die getrennten Zellflecken der Vflgl-Unterseite. Im westlichen China, besonders in der Provinz
Szetchuan. — acala Frühst. (126 g) muß als die dunkelste bisher bekannte soma Vikariante gelten. Die Weiß- amla.
streifung namentlich der ist sehr undeutlich und zudem trüb grau beschattet. Mir wurde nur die Trocken-
zeitform bekannt, welche im mittleren Tonkin bei Chiem-Hoa im August und September sammelte. — Als
pseudadipala Frühst, wurde eine Trockenzeit- oder Lokalform des südlichen Annam beschrieben mit an adipala pseudadi-
Moore gemahnender, und daher von acala abweichender Vergrößerung aller Weißzeichnungen der Oberseite
Die Grundfärbung der Unterseite ist licht rotbraun, die Submarginalbinde der Hflgl schmäler als bei adipala
und soma. Flugzeit Februar. — tushita Frühst, bezieht sich auf eine kleinere Form aus Siam, welche durch zwar tushita.
sehr schmale in der Zelle manchmal obsolete Zeichnung der Vflgl aber leuchtend und ausgedehnt breit weiß ge¬
bänderte Hflgl auffällt. DieUnterseite erscheint gesättigt schokoladenbraun. - - gononata Btlr. fehlt meiner Samm- cjononata.
Jung und bietet nach der Abbildung von Distant beurteilt durchweg prägnantere Weißzeichnung als tushita,
der gononata in der Kleinheit ziemlich nahesteht. Malayische Halbinsel. — soma Moore findet sich neben soma.
nandina susruta Moore, geht aber westlich nicht über Sikkim hinaus und tritt besonders in Assam und bei Dar¬
jeeling häufig auf. Die Zeichnung der Oberseite ist bei der Regenzeitform zumeist grau überstäubt. — Als
adipala Moore darf wohl die Form der trocknen Periode aufgefaßt werden mit ungetrübten und verbreiterten adipala.
weißen Binden der Oberseite und manchmal gelbbrauner statt rotbrauner Unterseite. — kallaura Moore ersetzt kaUaura.
soma im südlichen Indien wo sie bisher nur in der Gegend von Travancore und in Kanara gefunden wurde. Die
Rp lebt auf Malvaceen, Leguminosen und Nesselgewächsen, hat die Gewohnheiten der N. jumbah- Rp und
sowohl Rp wie Pp ähneln jenen von juniball. Die Falter stehen soma sehr nahe und nach den wenigen Exem¬
plaren welche sich am Britisch Museum befinden schreibt Bingham, daß die weißen Flecken wie bei soma schmal
und klein seien. Das Subbasalband der Hflgl erscheint jedoch noch mehr gestreckt und nicht gleichmäßig
breit. Die Unterseite ist bleicher ockergelb und die discalen Makeln näher aneinander gerückt. — meridiei Doli . meridici.
von der Insel Engano bildet die einzige bis jetzt bekannte soma- Rasse des Malayischen Inselgebiets. Es handelt
sich um eine scharf differenzierte Form. Die Weißzeichnung der Oberseite etwa wie bei lutatia Frühst, von
Formosa, jedoch reiner ohne graue oder schwärzliche Beimischung und mit feiner, aber deutlicher weißlicher
608
NEPTIS. Von H. Fruhstoreer.
Anteterminallinie der Hflgl, dadurch auch an die viel kleinere palibothra Frühst, von Palawan gemahnend.
Unterseite sich soma Moore von Nordindien anschmiegend, jedoch den Satellitinselcharakter durch Verschmä¬
lerung der weißen Streifung dokumentierend. Ziemlich selten, mir gingen nur 4 im April gesammelte zu.
N. mindorana bewohnt ausschließlich die Philippinen, auf denen sie zu insularen Modifikationen neigt.
Es sind jedoch nur vier Zweigrassen bekannt, so daß noch eine große Reihe neuer Formen zu erwarten und zu
entdecken bleibt. Spezifisch steht mindorana am nächsten N. nandina Moore, von welcher sie jedoch leicht
zu trennen ist durch die an N. duryodana Moore gemahnende, zierliche distale Umgrenzung der Submarginal¬
makeln der Vflgl. Die Unterseite gleicht in der lebhaft rotbraunen Färbung am meisten N . nandina jucundiora
Frühst, von Lombok und durch die prominente Weißsprenkelung des Anteterminalgebiets aller Figl N. soma
ilocana. fa. adipala Moore. Als die nördlichste Inselform hat l'locana Feld. (126g) zu gelten mit den am reinsten weißen
nivescens. und ansehnlichsten Binden. Die Unterseite erscheint gleichmäßig hellrotbraun. Als nivescens Frühst, ist
eine extreme Trockenzeitform abgetrennt, welche im April auf Luzon gefunden und von Semper (Taf. 29 Fig. 4
seines Philippinenwerkes) abgebildet wurde. Bei ihr erweitert sich die weiße Mittelbinde der Hflgl zu einem
ansehnlichen Felde. Zu ilocana gehören vermutlich auch Exemplare der Babuyanes und von Polillo, welche
mindorana. Semper erwähnt. — mindorana Fldr. führt außer der Submarginalbinde, welche ilocana aufweist, auch noch
zwei deutliche, damit parallel gehende feinere Linien auf den Vflgln. Die Mittelstreifen sind aber erheblich
schmäler als bei Luzon-Exemplaren, die Gesamtfärbung der Unterseite dunkler als bei ilocana. Mindoro und
negrosiana. Insel Ylin, nicht sehr häufig. — negrosiana Frühst, nahe ilocana, Binden jedoch etwas schmäler, die Subapical-
flecken der Vflgl länger und spitzer als bei ilocana und mindorana. negrosiana hält in der Färbung und Zeich¬
nung, besonders der Figlunterseite, die Mitte zwischen ilocana und mindorana. Insel Negros und ganz ähnlich
nosba. auch auf Cebu, Guimarao. - — - nosba subsp. nov. ist eine weitere verbindende Form, welche zwischen
negrosiana und der Rasse der Insel Palawan steht und etwas schmälere weiße Binden als negrosiana führt,
aber habituell erheblich größer als von den südlichsten Philippinen erscheint. Type von den Camotes in
der Sammlung Semper des Senckenbergischen Museums in Frankfurt. Hierzu gehören vermutlich auch die
harpasa. Bewohner von Leyte und Samar, welche Semper erwähnt. - — harpasa subsp. nov., die unscheinbarste Rasse,
auf Palawan im Januar nicht selten. Die Anlage und Verteilung der weisen Binden etwa wie bei mindorana,
das Anteterminalgebiet aber nur von undeutlichen Längslinien durchzogen. Die Subapical- und Discalmakeln
kleiner als bei mindorana . Die Unterseite dunkler braun als bei den nördlicheren Rassen. Nach Angaben Sem¬
pers ähnlich auch auf Cuyo und Domoran.
mdhendra. N. mahendra wurde Bd. 1 p. 176 beschrieben, mahendra Moore, die indische Rasse, bewohnt ausschlie߬
lich den nordwestlichen Himalaya von Kaschmir bis Simla und fliegt dort vom April bis August von 2000
bis über 9000 Fuß Höhe. Die Art ist dem Wechsel der Jahreszeit leichthin unterworfen, indem Stücke der Trocken¬
zeit kleiner, matter schwarz und schmal bindiger sind als die Sommerform, mahendra wird leicht kenntlich
an dem costalwärts erheblich breiteren weißen Subbasalband der Hflgl und drei großen zusammenfließenden
extenso,. Subapicalmakeln der Vflgl. — extensa Leech (Bd. 1, Taf. 53 f) wurde von Stichel irrtümlich mit N. yerburyi
vereint, gehört aber als nicht scharf abgesonderte westchinesische Arealform entschieden zu mahendra und
differiert von meinen mah endra-Fx e mp 1 ar en aus der Norclwestprovinz nur durch etwas verengte weiße Sub-
reduda. marginalbinde der Hflgl. Besonders am Omishan bis ca. 3000 m hinaufgehend. — reducta Frühst., eine gut
spezialisierte melanotische Inselrasse nahe der Grenze der Artberechtigung, differiert durch wesentlich redu¬
zierte Weißzeichnung von mahendra und extensa. Besonders ist die manchmal nahezu völlig verwischte Sub¬
marginalbinde der Hflgl zu erwähnen und die zumeist fehlende costale Subapicalmakel. Die Unterseite ist
satter braun als bei kontinentalen Exemplaren, durch vermehrte Weißfleckung aber wieder mehr der extensa
genähert als es die Oberseite vermuten läßt. Flugzeit Juli, auf ca. 1200 m im gebirgigen Formosa. Sehr selten.
nisaea. — nisaea Nicev., nach von mir auf Java entdeckten Exemplaren beschrieben, ist etwas rundflügeliger als mahen¬
dra, Grundfarbe mehr braunschwarz, die Submarginalfleckung reduziert, alle Makeln mehr rundlich statt cpia-
dratisch, die Unterseite dunkel schokoladebraun und die Fleckung prominenter und dadurch wieder mehr mahen¬
dra genähert. West- Java, am Vulkan Gede, sehr selten und nur über 1200 m Höhe.
N. yerburyi (Bd. 1 p. 176, Taf. 53e) hat schlankere, apicalwärts in eine deutliche Spitze ausgezogene
Vflgl. Der Zellendfleck stets verlängert und auf der Unterseite der Vflgl entweder völlig mit dem Basalstreifen
verschmolzen oder nur durch eine schwache Einkerbung davon getrennt. Mittelbinde der Hflgl noch mehr
yerburyi. als bei mahendra erweitert, costalwärts gleichfalls erweitert. — yerburyi Btlr. (53 e) geht ziemlich unverändert
ominicola. von Afghanistan bis Tenasserim, wo ich sie im Mai auf 1200m Höhe vorfand. — ominicola Frühst. (Bd. 1 p. 177
und Taf. 54 a als tibetana) bewohnt das westliche China und liegt mir vom Omishan vor. Größer als indische
Exemplare und mit trübgelbem Anflug der verschmälerten Weißfleckung der Oberseite, welche Leech verleitete,
ominicola mit soma Moore zu verwechseln, doch spricht die nach außen verbreiterte Subcostalbinde der Hflgl
ohne weiteres für die Zugehörigkeit zu yerburyi. Juni- — Juli bis 9000 Fuß aufsteigend in West-China nicht
clinioides. sehr selten. — clinioides Nicev., eine habituell kleine Form, führt auch oberseits vereinigte Zellflecken der Vflgl
und differiert von der indischen Vikariante auch noch durch tiefschwarze Grundfarbe und reduzierte weiße
Submarginalstreifung der Hflgl. Die Unterseite nähert sich wieder der yerburyi, wird jedoch charakterisiert
NEPTIS. Von H. Frtjhstorfer.
609
Ausgegeben 15. IX. 1912.
durch die nach hinten erheblich verschmälerte Mittelbinde. Nord-Ost- und West-Sumatra nicht unter 1200 m
Erhebung und sehr selten.
N. jumbah. Ueber die Zweigrassen dieser interessanten Art herrschte völlige Unsicherheit, denn alle
neueren englischen Autoren neigen zu der Ansicht, daß Ceylon-Exemplare identisch seien mit solchen von
Süd-Indien und den Andamanen. Ein genaues Studium des Materials am British Museum und meiner eigenen
Serien führten mich aber zu der Ueberzeugung, daß jumbah in mindestens 4 geographische Formen sich auf-
lösen läßt. Uebrigens gibt Moore selbst den wichtigsten Fingerzeig für die Differenzierung der südindischen
Rasse, von der er (Lep. Ind., Taf. 272, Fig. 1) die in Kanara gezogene Rp abbildet, die im Kolorit ganz wesent¬
lich abweicht von Fig. 1 a, welche die Rp aus Ceylon darstellt. Die südindische Rp besitzt einen roten, die cey-
lonesische nalanda- Rp einen braunen Kopf; die Dorsalstreifen sind grün auf gelblichem Untergrund, jene von
jumbah einfarbig braun. Ich verteile demnach die fraglichen Rassen unbedenklich wie folgt: jumbah Moore jumbah.
differiert durch die ausgedehntere Weißfleckung der Vflgl und die breiteren Mittelbinden der Hflgl ganz wesent¬
lich von den viel dunkleren Ceylonstücken (nalanda), deren Binden nicht nur reduziert, sondern zumeist noch
schwärzlich bepudert erscheinen. Die jumbah- Rassen besitzen gemeinsam ein Merkmal, welches sie von allen
übrigen Neptis auszeichnet, nämlich einen braunen subbasalen Punkt an der Unterseite der Hflgl, die zudem
ein eigentümliches lichtes Kaffeebraun zeigen, während die Vflgl schwarze Striemen tragen wie sie sonst nur
bei Phaedyma Vorkommen, jumbah ist sehr häufig bei Calcutta, findet sich dann im ganzen östlichen und süd¬
lichen Indien und wird auch bei Cachar, Rangun in Ober-Tenasserim, selbst im Mergui- Archipel gefunden. In
den Nilgiris geht jumbah bis 5000 Fuß Erhebung hinauf. Nach Niceville hat sie einen kühneren und stärkeren
Flug als andere Neptis- Arten, welche bei Calcutta Vorkommen. Für die Rp sind bereits 13 Futterpflanzen
aus den Familien der Malvaceae, Sterculiaceae, Tiliaceae, Rhamneae, Leguminosae und Urticaceae nachge¬
wiesen. • — - nalanda Frühst. (125 e) differiert von jumbah durch die verkleinerten Weißflecken der Vflgl und nalanda.
die über ein Drittel schmälere subbasale weiße Binde der Hflgl sowie durch die dunkelbraune Unterseite, nalanda
fliegt langsam und setzt sich stets mit offenen Flgln. Wie jumbah ist sie leicht dem Saisonwechsel unterworfen ;
die Trockenzeitform führt breitere weiße Binden und eine bleicheres Kolorit der Unterseite. Ceylon, von der
Ebene bis 4000 Fuß, im Waldlande und am häufigsten im Februar, März. - — - amorosca Frühst, differiert von den amorosca.
übrigen jumbah- Rassen durch sehr viel breiter weiße Flecken und Binden, was besonders für die Medianbinde
der Hflgl gilt. Die Flgl-Unterseite ist lichter und farbenärmer als bei jumbah von Ceylon, aber dunkler als bei
nilgirica von Südindien. Die Postdiscalilecken der Hflgl, die unterhalb der weißen Medianbinde stehen, dunkel
rotbraun anstatt schwarz. Die weißen Submarginal-Binden dünner als bei den übrigen jumbah- Rassen. Die
Strigae jenseits der Zelle der Vflgl rotbraun anstatt schwarz. Andamanen. — - binghami Frühst, bewohnt die binghami.
Nicobaren. Ringham gibt folgende Beschreibung der seltenen Form: „Oberseite: Vflgl (verglichen mit opliiana
Moore) mit nur fünf anstatt sechs Flecken in der discalen Fleckenreihe, der schmale Punkt im Zwischenraum
fehlt. Unterseite: dunkel chokoladenbraun, die Zeichnungen jenseits der Discalserie der Vflgl sehr breit und
verwaschen auf rußigem Untergrund aufgetragen. Hflgl: Der Endsaum jenseits der postdiscalen Fleckenreihe
vollständig und stark bläulichweiß bezogen und durchschnitten von einer äußeren postdiscalen und einer su banalen
Reihe von schwarzen mondartigen Zeichnungen“, binghami gehört einer Regenzeitform an, die sich im Gegen¬
satz zu den anderen südindischen Rassen in der Zeichnungsanlage mehr der nordindischen ophiana nähert,
durch die schokoladenbraune Unterseitenfärbung jedoch ihren prägnanten, melanotischen Inselcharakter be¬
hauptet. Nicobaren, nur 1 $ bekannt. Type im Britischen Museum.
N. pryeri (Bd. 1 p. 175) verteilt sich auf vier Arealrassen pryeri Btlr. (53 b). Type aus Shanghai, bewohnt pryeri.
Japan, Korea und Teile der Küstenprovinz. An einigen Stellen des Amurgebietes findet sich eine unscheinbare
Form andetria Frühst. (126 c), habituell kleiner und auffallend durch das nahezu völlige Verschwinden der andetria.
submarginalen Binde der Hflgl. Die interessante Form verdanke ich Herrn Dr. Moltrecht in Wladiwostok.
- — arboretorum Oberth., hauptsächlich in Szetschuan, differiert durch verminderte Weißzeichnung von pryeri arboretorum.
aus Japan. Das Anteterminalgebiet der Unterseite aller Figl ist zudem reicher weißlich bestäubt. Vorkommen
von Ningpo bis Mupin. — jucundita Frühst, wurde von H. Sauter entdeckt, kommt in der Größe andetria nahe jucundiia.
und macht sich durch die zierlichen, mehr rundlichen statt länglichen Komponenten der weißen Binden und
Fleckenreihen bemerklich. Die Unterseite dokumentiert den insularen Melanismus durch die markanteren
subbasalen Schwarzpunkte und die satter braune Grundfarbe. Formosa, aus etwa 4000 Fuß Höhe. Sehr selten,
bisher nur ein bekannt.
N. divisa Oberth., eine delikate und interessante Spezies, etwas der europäischen Neptis lucilla gleichend, divisa,
doch von dieser abweichend durch sehr breites, die ganze Zelle ausfüllendes weißes, durch vier Linien geteiltes
Feld. Unterseite der Hflgl wie bei lucilla, jedoch ohne den kurzen weißen Subbasalstreifen. Von Tseku, ca.
2000 m Höhe, Yunnan.
N. zaida, eine interessante Spezies mit deutlich gerundeten Vflgln von braunschwarzer Grundfarbe zaida.
mit fahlgelben oder ockerfarbenen Binden. Zellstreifen ohne trennenden Einschnitt vor dem Apex. Subapical-
makel groß, nach außen gewölbt, innen eingekerbt. Intramedianfleck nahezu kreisrund. Hflgl mit einer schräg-
IX
77
610
NEPTIS. Von H. Frtthstorfer.
gestellten Subbasal- und einer stark gebogenen sehr breiten Submarginalbinde. Cilia weiß. Unterseite von allen
bekannten Neptis sofort zu unterscheiden durch die gleichmäßig verwaschene fahl ockergelbe Gesamtfärbung,
von welcher sich die Zeichnungen als hellgelbliche Felder abheben. Die Submarginalbinde der Hflgl erscheint
lila, der Costalsaum rotbraun und auf den Vf Igln markiert sich ein rechteckiger tiefschwarzer Fleck nahe der
paliens. Zellwand zwischen der Submediane und hinteren Mediana. — paliens Frühst, wurde auf die gelb, manchmal
zaida. sogar weißgefleckte Trockenzeitform begründet und zaida Westw. bezeichnet eine Regenform mit dunkel ocker¬
gelbem Kolorit der Oberflächenzeichnung, zaida ist ziemlich selten und nur von Masuri bis Sikkim verbreitet.
Grose-Smith soll ein Exemplar aus den siamesischen Shan-Staten besitzen. Die Art steigt bis 7000 Fuß empor
und findet sich vom Mai bis Juli. Elwes hat beobachtet, daß sie während der Regenzeit in den seltenen Augen¬
blicken des Sonnenscheins um die Gipfel der Eichen fliegt, sich auf deren Blätter setzt und selten herabkommt.
sylvana. N. sylvana Oberth., aus Tsekou in Yunnan beschrieben, differiert von zaida nach der Unterseite be¬
urteilt durch verlängerte schwarze Medianpartie derVflgl, schmälere, rein gelbe Binden der Hflgl und durch
dunklere und reiner gelbe Grundfarbe der Unterseite.
thisbe. N. thisbe Men. (Bd. 1 p. 178) wurde in einem kleinen Exemplar vom Amur irrtümlich als N. ilos Frühst.
(125 d) abgebildet. Nach Graeser kommen am Amur bereits zwei habituell sehr verschiedene Rassen vor:
a) jene des oberen Amur an der Schilka-Mündung mit 53 —60 mm Spannweite; zu dieser zählen auch Exemplare
dilutior. von Ussuri; b) jene von der Küstenprovinz bei Chabarofska mit 68—76 mm. — dilutior Oberth. ist davon eine
obscurior. schon Bd. 1 p. 179 besprochene Rasse aus Yunnan, obscurior Oberth. eine solche von Szetschuan.
nycteus. N. nycteus ist der ältere Name für die als themis Leech so wohlbekannte Art. — nycteus Nicev. dif¬
feriert von themis (54 f) durch weiße statt ockergelbe und viel breitere Querbinden. Die Intramedianflecken
der Vflgl scheinen jene von themis um das doppelte an Ausdehnung zu übertreffen, nycteus ist wie fast alle
Vikarianten, welche sich an der Peripherie ihrer Verbreitung finden, sehr selten. Die Heimat der Gesamtart
ist China und nycteus bildet den südlichsten bisher entdeckten Ausläufer der Spezies aus Sikkim und Südtibet.
In der Literatur wird über etwa 5 Exemplare berichtet, welche im Juni und Juli zwischen 2 und 5000 m Er¬
hebung gefangen wurden. Auch Oberthür hat nycteus aus Lachin-Lachoong empfangen, deren Oberseite von
themis. weiß zu gelblichweiß variiert. • — themis Leech, in großer Anzahl aus SiauLu in meiner Sammlung ist, jd. 179
theodora. bereits beschrieben. - — theodora Oberth. aus Tseku in Yunnan ist hierzu eine verdunkelte Lokalrasse. - — thetis
ihetis. £eec7; (p>cp i p i79; Taf. 54f), vermutlich nur eine Form mit weißer statt gelber Mittelbinde der Hflgl, aber
ilos. nach Oberthür gute Art. - — ilos Frühst, vom Amur wurde mir von Herrn Dr. Moltrecht zugesandt. Die
Beschreibung ist basiert auf ein sehr kleines Exemplar mit verdunkelter und reduzierter Zeichnung der Ober¬
seite. Der Zellstrich der Vflgl und die Mittelbinde der Hflgl sind kaum halb so breit als bei themis. Das Kolorit
der Unterseite ist jedoch nicht abweichend von chinesischen Exemplaren. Inzwischen erfuhr ich von Herrn
Dr. Moltrecht, daß er von Mr. Charles Oberthür eine Partie Tütenfalter aus West-China im Tausch emp¬
fangen habe, und so befürchte ich, daß auch das in Frage kommende ilos gar nicht vom Amur stammt sondern
aus Versehen unter die dortige Ausbeute aus den Ansammlungen Oberthürs geraten ist. Hier müssen die im
yunncma. ersten Band p. 179 bereits besprochenen N. yumiarsa Oberth. aus Tseku, sowie N. nemorum Oberth. gleichfalls
nemorum. von Tseku eingereiht werden, nemorum halte ich wegen der lila Medianbinde der Unterseite der Hflgl in Ueber-
sylvarum. einstimmung mit Mr. Charles Oberthür für distinkte Art. Dagegen wird sylvarum Oberth. auch von ihrem
Autor als dunklere Form von nemorum aufgefaßt. Heimat Tseku.
manasa. N. manasa Moore vereinigt Ringham (in Fauna of British-India) mit nycteus. Mir ist die Art in natura
unbekannt, Wenn ich aber nach den zwei Abbildungen, welche Moore gegeben hat, urteile, scheint doch eine
erhebliche Differenz vorhanden zu sein, manasa führt nämlich eine proximal verschmälerte Mittelbinde der
Hflgl, welche nach außen von drei scharf gesonderten Parallelbinden begleitet wird, während nycteus und themis-
thetis-ilos nur ein lila oder graugelbes Band aufweisen. Die Oberseite allerdings ist kaum von der nycteus- Ober¬
fläche zu unterscheiden. Vielleicht stellt manasa nur eine individuelle Form dar, weil sie seit 1857 nicht mehr
gefunden wurde und überhaupt nur ein Exemplar entdeckt wurde, dessen wirkliche Heimat unbekannt blieb.
Der Färbung nach dürfte manasa aus dem Nordwest-Himalaya stammen. Oberthür soll 1906 drei Exemplare
aus der Umgebung von Darjeeling empfangen haben, welche zusammen mit zaida flogen.
antilope. N. antilope Leech (Bd. 1 p. 178, Taf. 54 d, e) hat Leech im März 1886 in zwei Exemplaren auf Hong¬
kong gesammelt. Diese Stücke sind nach Leech kleiner als jene aus Central- und West-China. Walker in
seiner Liste der Hongkong-Falter erwähnt die Art nicht. Nach ihm kommen aus der Gattung nur N. hylas L.
und Phaedyma columella Cr. dort vor.
heliodore. N. heliodore, eine zierliche Spezies, äußerlich viel ähnlicher den gelben Rahinda und den später zu be¬
handelnden Bimbisara als den großen bisher aufgezählten Spezies. Dennoch verweist die Struktur auf die Zu¬
sammengehörigkeit mit echten Neptis. heliodore F ., ursprünglich aus Siam beschrieben, ist kenntlich an einer
mehr oder weniger deutlichen, stark gewellten Anteterminalbinde von rötlich ockergelber Färbung, welche
die Subapical und Intramedianflecken distal begleitet. Bei Exemplaren der Regenzeit und Inselformen stehen
NEPTIS. Von H. Fruhstorfer.
611
die Medianflecken gleich zwei Inseln getrennt, bei der Trockenzeitform fließen sie zusammen. Die Namenstype
bezieht sich auf die Form der regenarmen Periode, welche später noch als cambodja Moore und sattanga Moore aonbodja.
umschrieben wurde für unterseits völlig ausgebleichte Stücke. — kuhasa Nicev. bezeichnet eine extreme Form ■ /;,‘
der nassen Zeit mit verschmolzenen Zellflecken der Vflgl; von mir in Tonkin August — September gesammelt.
- — - heliodore war nicht selten im Januar auf ca. 300 m Höhe im mittleren Siam. Moore und Bixgham erwähnen
sie von Birma, Tenasserim und Assam. - — - dorelia Btlr. findet sich auf der Malayischen Halbinsel. Borneo- dorelia.
Exemplare scheinen nicht erheblich davon zu differieren, dorelia weicht von der abgebildeten niasana (125 c)
ab durch schärfer abgegrenzte gelbbraune Flecken. - - siaka Moore bewohnt das nördliche und westliche Sumatra sialca.
und führt etwas schmälere Querbinden als Borneo-Exemplare. Eine verwandte Form erwähnt Hag ex als tiga
und dorelia von Banka. — niasana Frühst. (125c): Submarginalbinde der Hflgl-Oberseite viel schmäler als niasana.
bei den übrigen Äe/h‘orfore-Rassen, jene der Vflgl aber prominenter, stärker gewellt und kompakter. Gelbe Ante-
marginallinie der Vflgl gleichfalls deutlicher, besonders im Vergleich mit Javanern Die schwarzen Binden und
der Distalsaum der Flgl-Unterseite diffuser als bei Javanen, aber intensiver als bei dorelia und sialca. Nias. —
tiga Moore. Die javanische Rasse zeigt die breitesten und am schärfsten abgesetzten schwarzen Binden und tiga
die gelben Zeichnungen erscheinen weniger diffus als bei den übrigen Rassen. Ost- und West- Java bis 600 m.
N. bella Stgr. (125 d) dürfte allenfalls der /uJiodore- Vertreter der Insel Palawan sein, eine Vermutung, bella.
die erst bestätigt oder verneint werden kann, wenn einmal die Inseln des Yolo-Arehipels durchsucht sind und
Intermediatrassen zum Vorschein kommen. Auf der Unterseite präsentieren sich alle oben schwärzlichen Par¬
tien licht und verwaschen graubraun. Die weißen Zeichnungen sind von einer zierlichen sattbraunen gewellten
Schattenbinde umgeben. Insel Palawan, im Januar. Sehr selten.
N. nitetis, eine unscheinbare Spezies, bewohnt ausschließlich die Philippinen, dort in eine Reihe nicht
sehr scharf getrennter Inselrassen sich auflösend. Die an N. vikasi gemahnende Zeichnungsverteilung zeigt
unsere Figur von gatanga (125 a), doch treten bei den meisten Formen die keilförmigen Subapicalmakeln rein
weiß hervor. - — - nitetis Hew., die Namenstype, stammt von der Insel Mindanao; sie führt hell kaffeebraune nitetis.
Querbinden und grau überstäubte Subapicalmakeln. Die Unterseite wesentlich heller als bei gatanga mit grau¬
gelben Streifen, von welchen jener der Vflgl violett überhaucht ist. Flugzeit das ganze Jahr, hauptsächlich
April bis Juni. - — carvinus Frühst. Subapical flecken der Vflgl braungelb, Unterseite dunkelbraungrau mit carvinus.
prominenten violetten Binden, insbesondere auf den Hflgln. Camiguin de Mindanao. • — - ormiscus Frühst. ormiscus.
Unterseite mit prominenten, fast rem weißen anstatt gelblichen Querbinden und Subapicalmakeln, die viel
breiter angelegt sind als bei den vorigen. Bohol (Panaon, Cebu, Samar ?). — samiola Fryihst. Figl spitzer, schmä- samiola.
ler als bei nitetis , Subapicalf lecken grauweiß, die braunen Querbinden der Hflgl schmäler, diffuser, mehr gelb¬
lich statt grau. Beim $ sind unterseits die Vflgl mit schmalen, rein weißen Subapical-, Subanal- und Submar¬
ginalflecken und Binden geziert ; Hflgl mit prononzierter weißen, peripherisch leicht violett angehauchten
Querbinden. Grundfarbe dunkelbraun. Mindoro. — prodymus Frühst. Eine der zierlichsten bekannten Neptis prodymus.
mit rein weißen, fröhlich aus dem dunklen Untergründe hervorblinkenden Subapicalmakeln der Vflgl, fast
rein weißen Submarginalbinden, breiten und lichtbraungrauen Querbinden aller Figl. Medianflecken der Vflgl
rundlich, distal nicht konvex. Unterseite: Grundfarbe dunkler, Binden schärfer abgesetzt, aber reiner weiß als
bei Mindanao Hflgl ohne violetten Hauch. Bazilan; Februar, März. — - gatanga Frühst, hat rundlichere Figl gatanga.
als die vorhergehenden Rassen. Subapicalfleckung trüb graubraun, alle gelblichbraunen Binden stark verschmä¬
lert. Grundfarbe der Unterseite dunkler, aber zugleich lebhafter braun als bei Mindanao-Exemplaren, alle
gelblichweißen Zeichnungen reduziert, Hflglbinden viel steiler, die braunen Binden markanter. Jolo. — ■ arachroa arachroa.
subsp. 7iov. bewohnt den Sula-Archipel und steht einer Form nahe, welche sich in der Sammlung Staudixger
aus Celebes befindet. Die Exemplare sind größer und dunkler als Celebes $3, mit breiteren Medianbinden
aller Figl. Unterseite mit ausgedehnten und fast rein weißem Apicalfleck der Vflgl, mehr violetten statt Aveiß-
lichen Binden und breiteren rotbraunen Längsstreifen. ■ — - anenioreia subsp. 7iov. kann die bisher aus Celebes anemoreia.
nicht bekannte Form der Kollektivart bezeichnet werden, Avelche durch Dr. Platex entdeckt wurde. Median¬
binden aller Figl und die Subapicalmakeln gelbbraun, Unterseite rotbraun, stellenweise violett überhaucht.
N. vikasi ist eine der riitetis nahe verwandte Spezies mit besonderer Empfindlichkeit geographischen vikasi.
Einflüssen gegenüber, von der wir Taf. 125 a einige Extreme darstellen. Von nitetis differiert vikasi durch die
spitzeren Vflgl und die schräger gestellte Subbasalbinde der Hflgl. - — • harita Moore. Deren kontinentale Nord- harita.
rasse gilt als die gemeinste Neptis im Tief lande von Sikkim. Die Binden der Oberseite aller Figl sind grauAveiß,
jene der Unterseite gelblicliAveiß mit violetter Submarginalbinde. Die Regenzeitform pseudovikasi Moore ist pseudo-
größer als harita, mit namentlich beim $ ausgedehnteren gelblich-Aveißen Flglbinden. Grundfarbe dunkler Vlkasu
schwarzbraun, unterseits reich violett bezogen. - — - suavior Frühst, umschreibt die habituell größere, gesättigt suavior.
braun gefärbte, von mehr gelblichen als grauen Streifen durchzogene, unterseits reicher violett übergossene
Vikariante von Assam. Nach Doherty (J. As. Soc. Beng. 1886 p. 125) und Moore kommt eine vikasi- Rasse
auch im Kumaon-Himalaya vor, die Doherty dort auf 4000 Fuß Höhe (jedoch selten im Sarjn-Tale) beob-
612
NEPTIS. Von H. Fruhstorfer,
achtete. Bei der Veränderlichkeit, der viJcasi innerhalb geringer Distanzen unterworfen ist, glaube ich
annehmen zu dürfen, daß Exemplare aus dem Kumaon- Gebiete abweichen dürften von solchen aus
sakala. dem östlichen Himalaya. — Eine recht prägnante Lokalform bewohnt Tonkin, sakala Frühst. <J. Ha¬
bituell der Regenform von sucivior gleichkommend, oberseits entsprechend dem allgemeinen Charakter
der Tonkin-Rassen etwas dunkler gefärbt, mit reduzierteren, gelblich-grauen Binden und Flecken auf
allen Flgln. Unterseite: Die Schwarzfleckung ausgedehnter und die weißlichen Makeln, namentlich
jene im Medianteil der Vflgl dadurch zurückgedrängt. Weiße Medianbinde der Hflgl basal verschmä¬
lert, die schwarzbraune Submedianbinde dafür fast doppelt so breit als bei suavior. Tonkin, Chiem-Hoa,
omeroda. August bis September. ■ — omeroda Moore. Grundfarbe dunkler schwarzbraun als Javanen, Apicalflecken und
-Binden viel schmäler. Weiße Binden der Unterseite reduzierter, der braune Medianstreifen der Hflgl prägnan¬
ter. Distants Figur des $ aus Perak zeigt mehr Weiß auf der Flgl-Unterseite als meine Sumatra-?^. Malakka,
salpona. Sumatra, Deli- und Padangsche Bovenlanden, Penang (Type), Singapore. — salpona Frühst. (125 a). Grund¬
farbe etwas heller als bei omeroda, alle Zeichnungen breiter angelegt und etwas lichter, mehr gelb als graubraun.
Unterseite gleichmäßiger braun, alle Medianstreifen der Hflgl matter, gelblich statt weiß. ?£: Submarginal¬
binde der Hflgl violett angelaufen. Die innere braune Antemarginalbinde obsolet, z. T. völlig mit der Grund-
vilcasi. färbung verschmelzend. Beide Geschlechter habituell kleiner als omeroda. Nord-Borneo. - — - vikasi Horsf. Der
g gleicht in Habitus und Färbung der indischen harita Moore viel mehr als omeroda Moore von Sumatra und
den übrigen makromalayischen Formen, ein merkwürdiges Faktum, das in der tertiären Landverbindung
Kontinental-Indien-Java und gleichartigen klimatischen Einwirkungen seine Ursache haben mag. Das vikasi- $
trägt oberseits etwas lichter braune Bänder als harita -<$. Die Unterseite wird bleicher, weißliche Medianbinde
der Hflgl schärfer begrenzt, die schwarze Submedianbinde schmäler und die Submarginallinien verdunkeln
etwas. Das west javanische $ hat Horsfield vorzüglich abgebildet, nur sind die weißen Zeichnungen etwas
taimiri. zu lebhaft ausgefallen. West- Java bis 600 m Meereshöhe. • — taimiri Frühst. (125 a). Beide Geschlechter kleiner,
Binden weißlicher, Medianflecken der Vflgl reduzierter und deshalb isolierter stehend, distal konvex. Unter¬
seite: Subapicalflecke der Vflgl ausgedehnter und daher zu einer kompakteren Binde verschmolzen. Hflgl-
Binden mit violettem Hauch überzogen. Ost-Java. Umgebung von Lawang, Tengger- Gebirge, bis 3000 Fuß
infuseata. Höhe. — infuscata Hag. Unterseite etwas heller als vikasi, habituell kleiner als ilira Kheil, Vflglapex stumpfer
ilira. als bei Nias-$. Mentawej, 1 Paar jetzt am Museum in Tring. — ilira Kheil (125 a). Das differiert von vikasi -<$
durch rein weiße Subapicalmakeln der Vflgl. Unterseite dunkler abgetönt, mit violettem Zellstreif der Vflgl
kheili. und ebensolcher Subbasalbinde der Hflgl. — - kheili Moore (= lasara Frühst. (125 b) beide 1899 beschrieben)
bezeichnet die Regenzeitform. Beim <§ ist die Grundfarbe dunkler, mehr schwarz als braun, Subapicalflecken
kleiner, aber reiner weiß und rundlicher (manchmal auch grau beschuppt). Hflgl mit schmälerer, aber rein
Weißer Subbasalbinde. £ mit kürzeren weißen Subapical- und Medianflecken, jedoch deutlicheren weißen
Submarginalbinden auf beiden Flgln. Exemplare größer als jene der Trockenzeit. Unterseite dunkler braun,
batunensis. ohne Spur eines violetten Anflugs der Hflgl. Nias; nicht häufig. — batunensis subsp. nov. gleicht wieder mehr
der javanischen vikasi und ist oberseits viel heller gestreift als ormeroda Moore von Sumatra. Die Unterseite
erscheint lichter und von breiteren gelbbraunen Binden durchzogen als vikasi und ormeroda. Pulo Tello, der
pallantia. Batu-Gruppe. ■ — pallantia subsp. nov. fällt durch die auch beim weißlichgelben Binden der Oberseite der
celcbica. Hflgl auf, dadurch an lasara Frühst, von Nias gemahnend. Insel Banka. — - celebica Moore. $ nach Moore
größer als die javanische vikasi, mit breiteren Medianbinden der Hflgl und unterseits dunkler, mehr braun
oresta. als weiß. noch unbekannt. Süd-Celebes. - — - oresta subsp. nov. nach einem von Dr. Platen aufgefundenen
aus der Minahassa beschrieben (Type in der Sammlung Staudinger im Museum in Berlin) erscheint oberseits
dunkler unterseits aber bleicher als vikasi Horsf. von Java, mit ausgedehnterem violettem Anflug und schmä¬
leren Querbinden der Unterseite der Hflgl. Die Vflgl rundlicher als bei taimiri Frühst. Heimat die Minahassa,
palawa.ni.ca. Nord-Celebes. — palawanka Stgr. Habituell größer als Javanen, dunkler als vikasi, heller als omeroda-, Quer¬
binden wesentlich breiter als bei salpona. $ erinnert seltsamerweise an ilira-Q von Nias durch übrigens noch
größere, keilförmige, Weiße Subapicalflecken, sowie 3 Medianmakeln der Vflgl und eine costalwärts breite,
basal stark verschmälerte weiße Medianbinde der Hflgl. Die Submarginalbinde der Hflgl ist wie bei salpona
vibusa. gelblichbraun. Palawan. ■ — vibusa Semp. Nach Sempers Bild zu urteilen, glaube ich vibusa als Lokalform mit
vikasi vereinigen zu dürfen. Die Unterseite ist ausgezeichnet durch zwei violette Querbinden der Hflgl. Sibu-
lan, Mindanao, der Süd-Philippinen.
kdhoga. N. kalioga Frühst, differiert von N. ilira Kheil und deren Form kheili Moore durch die lichtere gelb¬
braune Färbung der Oberseite sowie die weiter vom Costalrand abgerückten spitzeren Keilflecken der Vflgl.
Die Basalbinde der Hflgl der bleibt schmäler, sie erscheint nach vorne verbreitert und verjüngt sich nach
dem Analsaum zu. Deren costale Partie ist weiß, die Endpartie gelblichgrau, während dieselbe Binde bei kheili
ansehnlicher, überall gleich breit und rein weiß angelegt ist. Hflgl außerdem noch mit einer zweiten gelbgrauen
Medianbinde, welche den vikasi Vikarianten fehlt und einem mehr gebogenen Submarginal- Streifen sowie einer
Anteterminallinie, Welche Avie bei vikasi-ilira Kheil angelegt sind. Vflgl der $$ mit vier, jene der $$ mit fünf
weißen Keilflecken; die $$ führen außerdem noch einen weißen verwischten Makel unter der Submediana.
Die Unterseite fällt durch ein verwaschenes, reich mit Weiß durchsetztes Graubraun auf. Insel Nias.
NEPTIS. Von H. Frtjhstoreer.
613
N. cartica hält sich oberseits im Rahmen der gewöhnlichen Neptiden, mit denen sie in der Zeichnung
mit nandina etc. übereinstimmt und damit oft verwechselt wird. Die Zeichnung der Hflgl-Unterseite ist jedoch
so charakteristisch, daß ich mich wundere, warum Moore gerade auf diese Spezies keine Gattung gegründet,
sondern sie seinem Mischgenus ,,Bimbisara“ einvtrieibte. cartica ist nämlich die einzige weiße Neptide, der
die weißliche Subbasalbinde der Hflgl-Unterseite fehlt, ein Merkmal, das cartica mit anjana Moore und ananta
Moore unter den gelben Neptiden gemeinsam besitzt. Der basale weiße Fleck der Hflgl ist zudem breiter und
markanter als bei irgend einer Spezies. Dieses fundamentale Merkzeichen, das cartica und anjana-an tarn zu
einer Gruppe vereinigt, ist allen über indische Lepidopteren arbeitenden Autoren bisher entgangen, cartica
zerfällt in drei Subspezies: cartica Moore (125e) die Form der regenarmen Periode. Die Regenform carticoides cartica.
Moore ist nur wenig von der Trockenform unterschieden, etwas größer, die weißen Binden schmäler, leicht carl ir°",c-
diffus, und die braunen Bänder der Unterseite markanter. Sikkim, Nepal. — - nashona Swinh. Weißzeichnun- nashona.
gen stark verdunkelt, reduziert, auf der Flgl-Unterseite reich violett angelaufen. Eine gute Lokalform,
bisher nur von den Khasi-Hills bekannt. Assam. — burmana de Nicev. Das Gegenteil der vorigen, mit hellen, burmana.
luxurianten Weißzeichnungen. Birma, Tenasserim.
An cartica reihen wir hier eine Gruppe Neptiden an, die ausschließlich das Papua-Gebiet bewohnt, deren Arten
wegen ihrer täuschenden Aehnlichkeit mit den Tellervo ( Hamadryas ) stets das besondere Interesse der Lepidopterophilen
erweckten und wegen ihrer bisherigen Seltenheit und ins besonders ihrer Neigung zu lokaler Differenzierung vielfach ver¬
wechselt und mit einer Serie von falschen Namen belegt wurden.
Ehe wir zur Besprechung der einzelnen Arten übergehen wird eine Bestimmungstabelle der in Frage
kommenden papuanischen Neptis vorausgeschickt, da früher weder de Nicevtlle noch Moore,- die funda¬
mentalen Differenzialmerkmale der betreffenden Spezies erkannten und definierten:
I. Gruppe : Apex der V f 1 g 1 spitz.
A. Submarginalflecken der Flgl-Unterseite weiß, brebissoni Bsd.
B. Submarginalf lecken der Flgl-Unterseite violett, satina Sm.
II. Gruppe : Apex derVflgl rundlich.
A. Hflgl-Unterseite mit nur eine m weißen Basalfleck, nausicaa de Nicev.
B. Hflgl-Unterseite mit drei weißen Basalflecken, praslini Bsd.
N. brebissoni zerfällt in vier benannte Zweige : brebissoni Bsd. gleicht oberseits damarete und satina, brebissoni.
nur sind die weißen Punkte vor dem Apex derVflgl kleiner. Holl. Neu-Guinea, sehr selten. - — simbanga Hag. simbanga.
ersetzt brebissoni in Deutsch-Neu- Guinea. Ihr Autor vergleicht die Oberseite mit satina Sm. (125 g) und schreibt
über die sinnfälligen Differenzen der Unterseite: In der Mittelzelle der Vflgl befindet sich kein bläulicher durch
zwei feine Linien, die auch fehlen können, getrennter Längswisch, sondern drei durch breite Zwischenräume
getrennte scharf umschriebene, stahlblaue Flecke ; der innerste an der Basis strichförmig, der mittlere quadratisch,
der äußerste dreieckig mit der Spitze nach vorn, auf den Hflgln reicht die weiße Mittelbinde nicht Avie bei satina
bis zum Vrd. Die beiden bläulichen Außenrandsbinden bestehen aus kleineren und durch größere Zwischen-
räume voneinander getrennten Flecken. Hagen kannte nur zAVei dd ens Simbang, mir liegt ein $ aus Stefansort
und ein zweiter aus Friedrich- Wilhelmshafen vor, über welche folgendes zu bemerken ist : Exemplare kleiner
als satina Sm. ; von der sie oberseits nur durch den etwas mehr nach außen gerückten, unteren, weißen Median¬
fleck und kleinere Subanalflecke und die zierlichen Subapicalpunkte der Vflgl zu unterscheiden sind. Unter¬
seite der Vflgl: Zellstrich stets geteilt, Medianmakel viel größer, Antemarginalpunkte etc. rein Aveiß statt violett.
Hflgl-Medianbinde viel breiter, oblong und kürzer, Submarginalpunkte kleiner Aveiß anstatt violett. — metiociie metioche.
Frühst, differiert durch größere AVeiße Makeln der Vflgl, ausgedehntere rein weiße Binde der Hflgl, soAvie nament¬
lich durch erheblich vergrößerte Weißfleckung der Unterseite aller Figl von brebissoni. Insel Waigiu. Sehr
selten. — - dulcinea Sm. zeigt ausgesprochenen Satellit-Inselcharakter, der sich durch die Reduktion der AAreißen dulcinea.
Hflglbinde, die sich analwärts stark verschmälert, äußert. Insel Mafor, in der Geelvinkbai, Mai-Juni 1897 A'on
W. Doherty entdeckt.
N. satina die am einfachsten und markantesten gezeichnete Spezies der gesamten Gruppe. Die Oberseite
ergibt unsere Figur der beiden bisher bekannten Rassen (125 g). Die Unterseite trägt einen ungeteilten Zell¬
strich von blauer oder grünlicher Bronzefärbung, breit ausgeflossene Intramedianmakeln und ZAA'ei nahezu
komplette Reihen weißlicher Anteterminalpunkte derVflgl. Hflgl mit ZAVei deutlichen Subbasalstreifen soAvie
einer scharf abgegrenzten Medianbinde. Vor dem Terminalsaum zAvei Reihen weißlicher, blau oder violett
überhauchter Flecken Avelche zumeist bindenartig Zusammenhängen. - — satina Sm. (125 g) wurde von Doherty satina.
in der Humboldtbai, Holl. Neu-Guinea aufgefunden und stellt die größere Rasse der Ivollektrvart dar, mit be¬
sonders stattlichem weißen Feld der Hflgl. — damarete Frühst. (125 g) führt durchweg reduzierte Weißzeich- damarete.
nung und in der Regel sind die weißen Binden noch erheblich schmäler als auf unserer Figur. Deutsch-Neu-
Guinea, nach Hagen nicht selten vom Juni bis Dezember.
614
NEPTIS. Von H. Fruhstoreer.
N. nausicaa eine distinkte Spezies, von praslini und praslini papua sofort zu trennen durch den Mangel
von 2 Basalpunkten der Hflgl-Unterseite, von denen praslini und Verwandte stets 3, die nausicaa-Z weige nur
einen besitzen. Des weiteren erreicht die weiße Medianbinde der Hflgl, namentlich unterseits, fast die Sub¬
marginalpunktierung; ist deshalb stets länger und bleibt bei den Formen von Holl, und Deutsch-Neu-Guinea
nausicaa. gleichmäßig breit. Von nausicaa besitze vier scharfgetrennte Rassen: nausicaa Nicev. (125 f). Nach Hagen
gemein in Kaiser-Wilhelmsland, wo sie stark variiert. Innerhalb unserer Kolonien scheinen sich zwei Lokal-
formen bemerklich zu machen, nämlich typische nausicaa mit nur sehr kleinen Submarginalpunkten der Hflgl,
wie sie de Niceville abbildet (Stephansort), und großfleckige Exemplare (Friedrich- Wilhelmshafen.) Aus der
Sammlung Schönberg besitze ich dann noch Paare, bei denen das weiße Distalband der Hflgl sich distal bis
an den Costalrand ausdehnt und dessen Peripherie grünlich statt bläulich angelaufen ist. Nach filier Angabe
von Dr. Strand hat Prof. L. Schultze nausicaa auch am Oberlauf des Kaiserin-Augusta-Stromes entdeckt.
syxosa. — syxosa Frühst. Eine Zwergrasse der vorigen mit 28 mm Vflgllänge anstatt 32 mm wie bei nausicaa. Figl
rundlicher, die Weißzeichnungen reduziert, die Medianbinde der Hflgl nach hinten mehr zerteilt, tiefer von
der schwarzen Grundfärbung eingebuchtet. Die submarginalen Makeln bestehen zwar aus kleineren Punkten,
die sich aber zu kompletteren Serien auf reihen. Medianfleck der Hflgl-Unterseite costal und distal schmäler,
sparagmata. ovaler als bei nausicaa. Dorey, Nord-West Holländisch Neu-Guhiea. - — sparagmata Frühst. $ etwas kleiner
als $ von typischen nausicaa, etwa jenen von nausicaa symbiosa und nausicaa synosa gleichkommend, sparagmata
differiert jedoch von allen durch die wesentlich kleinere Weißfleckung aller Figl und das distal stark verschmälerte
fingerförmige, weißlichblaue Medianband der Hflgl. Die Reduktion der weißen Zeichnungen macht sich auch
auf der Unterseite bemerklich. Die Submarginalpunkte der Vflgl und die Medianbinde der Hflgl erscheinen
peripherisch reicher blau bezogen. Siidwest-Holl. -Neu-Guinea, Tanah-Merah, Juli 1905, Type 1 $ in Ivoll.
symbiosa. Röber, — symbiosa Frühst. Figlform noch rundlicher als bei synosa und deshalb an praslini Bsd. erinnernd.
Die weißen Vflglflecken reiner, schärfer abgesetzt, die Flecken in der Zelle und besonders jener am Zellapex
viel kürzer. Discalfleck der Hflgl fast so rund als bei praslini, breiter als bei nausicaa, aber durch die Rundung
wesentlich kürzer. Unterseite : Medianflecken der Vflgl größer als bei nausicaa, am Costalsaum der Hflgl ein
sehr langer, weißer Strich, der sich bei nausicaa nur sehr selten als obsoleter Wisch einstellt. Ich vermute,
daß diese symbiosa von früheren Autoren vielfach mit der praslini- Rasse von British Neu-Guinea verwechselt
wurde, wozu der rundliche Medianfleck der Hflgl auch alle Veranlassung und Verleitung bietet. British Neu-
lyria. Guinea, Milne-Bay. — - lyria Frühst. Bei dieser Inselform wird die Rundung der Hflglbinde noch vollständiger,
zudem vergrößern sich alle weißen Flecken, insbesondere die dreieckige Makel am Zellapex der Vflgl, während
die Submarginalpunkte der Hflgl fast verschwinden. Durch die luxuriante Weißdotierung erinnert die lyria-
Oberseite an Phaedyma eleuthera Sm. von Stephansort, an praslini terentia von Wetter und praslini connexa
Sm. von Key, Waigiu.
N. praslini. Diese vielumstrittene Art ist die formenreichste der gesamten Gruppe. Die Oberseite
differiert von nausicaa durch kürzeres, in der Regel fast kreisrundes Medianfeld der Hflgl. Die Unterseite der
Hflgl ist ausgezeichnet durch drei weiße Basalpunkte, auch zeigt das Medianfeld im Gegensatz zu den vorher¬
gehenden Spezies stets eine rundliche oder mindestens oblonge Kontur statt eines shawl- oder bandartigen
Feldes wie nausicaa, brebissoni, satina, auch dann wenn das weiße Feld oberseits bandartig gestreckt erscheint.
praslini. — praslini Bsd. (125 1) bewohnt ausschließlich Neu-Mecklenburg (das New-Ireland der Engländer) oder besser
nemeus. gesagt, Boisduvals Original stammt von dieser Insel. — nemeus de Nicev. führt wenngleich von stattlicherer
Größe als praslini dennoch Weniger Weiß. Die Medianmakeln der Vflgl sind kleiner, distal diffuser, der Distal¬
fleck der Hflgl viel weiter von der Figlbasis abgeriickt, und erscheint deshalb rundlicher. Die Submarginal-
salot. striche dünner, zarter, jedoch länger. Neu-Pommern. — - saloe Frühst, zeichnet sich dadurch aus daß die Sub-
maionia. marginalflecken der Unterseite bläulich statt weiß gefärbt sind. Neu-Hannover. - — • maionia Frühst, bezeichnet
die geographische praslini- Form, welche Deutsch-Neu-Guinea bewohnt. Sie entfernt sich von jener aus Holl.
Neu-Guinea durch die viel kleineren weißen Medianflecken der Vflgl; von stauding er iana durch stattlichere
Größe und schmäleren Discalfleck der Hflgl. Mein differiert von de Nicevilles Figur des $ nur durch kleinere
papua. und rundlichere Medianflecken der Vflgl. Deutsch-Neu-Guinea. — papua Oberth. steht der messogis Frühst.
(125 f) nahe, doch ist die Weißfleckung vermindert. Bisher aus Dorey und Rubi des nordwestlichen, und vom
messogis. Berg Epa des südwestlichen Holländisch-Neu-Guinea bekannt. 1 — messogis Frühst. (125 f) entfernt sich von
papua Oberth. durch die größere Weißfleckung, von lactaria Btlr. dagegen durch die Reduktion aller weißen
dorcas. Makeln. Im übrigen verweise ich auf die Abbildung. Waigiu. - — - dorcas Sm. Eine ausgezeichnete Inselform
mit stark zerteiltem weißen Discalfleck der Hflgl und ungewöhnlich großen Submarginalpunkten der Hflgl.
Insel Biak, ähnlich auch auf Mysore, Korrido und Ansus auf Jobi. Dortige Exemplare differieren nach Kirsch
ronensis. durch Zunahme der weißen Färbung. • — - ronensis Sm. Ausgezeichnet durch basal stark verengte weiße Hflgl-
lactaria. flecken. Insel Ron bei Deutsch-Neu-Guinea von Meek gesammelt. - — lactaria Btlr. bewohnt die Aru-Inseln.
Es handelt sich um eine seltene Form von welcher noch keine Abbildung existiert, lactaria steht connexa Sm.
connexa. nahe und soll ausgedehntere weiße Flecken als diese führen. — connexa Sm. selbst bildet eine relativ kleine
Form mit sehr schmalem Discalfleck der Hflgl und ungewöhnlich großem weißen Fleck am Zellapex der Vflgl.
terentia. Key-Inseln ; selten. — terentia Frühst, charakterisiert und von connexa differenziert durch die noch ausgedehntere
NEPTIS. Von H. Fruhstorfer.
615
Weißfleckung aller Figl. Discalfeld der Hflgl distal breiter als bei Exemplaren von Waigiu, sich basahvärts
etwas verschmälernd, im übrigen verweise ich auf die Figur. Insel Wetter der Timorgruppe. • — staudingeriana »laudingcri-
Nicev. Die australische praslini- Form nähert sich im Habitus connexa von den Key-Inseln in der Zeichnung
maionia Frühst, von Neu-Guinea. Cape York, Nord- Australien.
Artengruppe Phaedyma.
Die Arten der Phaedyma- Gruppe fallen zumeist schon durch ihre Größe auf, den besonders entwickel¬
ten Duftspiegel der Hflgl-Oberseite und durch die morphologisch wertvollere Stellung der Costaladern der
Hflgl. Die Costale und Subcostale sind stets dicht gedrängt und verlaufen parallel nebeneinander in den
Distalrand der Hflgl, während die Costale bei denNeptiden s. strictu in den Costalrand ausmündet. Phaedyma
läßt sich wieder in zwei Gruppen zerlegen.
A. Hflgl mit vertikal aufgerichteter Präcostale. (Indo-Malayische Rassen.)
B. Hflgl mit proximal eingebogener Präcostale. (Austro-Malayische Rassen.)
Gruppe A.
N. columella verteilt sich in einer großen Serie von Areal- und Insularformen über die gesamte orien¬
talische Region, sowie Teile von Makro- und Mikromalayana. Auf dem Kontinent ist columella dem Saison¬
dimorphismus unterworfen, der in der Ausdehnung der Weißfleckung der Oberseite und lichteren Verfärbung
der Unterseite bei den Exemplaren der Trockenperiode zum Ausdruck kommt, während Individuen der Extreme
der nassen Zeit manchmal sogar einer Trübung der schmalen weißlichen Querbinden der Oberseite unterliegen
und das Kolorit von ockergelb bis schokoladenbraun variiert. • — columella Cr. von welcher ihr Autor ein $ columella.
der Regenzeitform darstellte präsentiert sich als die größte Rasse, selbst Stücke aus Tonkin in der nassen Zeit
gefangen sind bedeutend kleiner. Die Intramedianmakeln der Vflgl ungewöhnlich lang, die Streifung der Hflgl
auffallend breit. Süd-China (Hongkong, März bis Mai selten), Hainan. — tonkiniana Frühst. Mit 67 mm Spann- tonkiniana.
weite erheblich kleiner als columella Cr. von China. Meine Exemplare differieren von Cramers Bild durch
die kürzeren Weißen Flecken auf der Oberseite der Vflgl und die weißen Submarginalflecken der Hflgl-Oberseite
fehlen gänzlich. Unterseite: Alle Vflgl-Flecke kleiner, die Discalbinde der Hflgl-PTnterseite obsolet, ebenso die
äußere der beiden Submarginalbinden, die auf Cramers Bild dicht nebeneinander stehen und prominenter
erscheinen. Tonkin, Tlian Moi, Juni-Juli 2 $9- — martabana Moore bewohnt Hinterindien und zerfällt in zwei martabana.
Formen: a) fa. martabana Moore. Type dieser Form stammt von Rangun. Meine Regenzeit-Exemplare aus
Unterbirma und Siam fallen im Vergleich mit vorderindischen und Tonk i n-colurnella sofort auf durch die domi¬
nierende Schwarzfärbung, die ein Zurücktreten aller weißen Zeichnungen im Gefolge hat, während umgekehrt
die Trockenzeitform viel reicher weiß dekoriert ist als irgend eine andere der bekannten Rassen. Ich restituiere
deshalb unbedenklich den MooREschen Namen für die columella folgender Lokalitäten: Tenasserim, malavische
Halbinsel, Siam, Annam. — b) fa. alesia Frühst. (125e in siamensis verdruckt) stellt die Trockenzeit- alesia.
form der, welche sich von den Trockenzeit-Exemplaren von Vorder-Indien durch den viel breiteren und kürzeren
Längsstreif in der Zelle, den rundlicheren Fleck am Zellapex und die breiteren Medianbinden der Hflgl unter¬
scheiden läßt. Da alesia zudem habituell kleiner ist als ophiana- Stücke, fällt die progressive Weißzeichnung
noch mehr ins Auge. Malayische Halbinsel, Siam (Bangkok und Hinlap [Januar], Kanburi, Süd-Annam (Xom
Gom [Februar]. - — • ophiana Moore. Moore beging einen Fehler, als er (Lep.Ind.) ophiana mit columella Cr. ophiana.
synonymierte. Chinesische Exemplare sind stets größer und tragen schmälere weiße Binden als vorderindische
Stücke. Der Unterschied zwischen Regen- und Trockenform ist weniger prägnant als bei der Rasse martabana
und der Form alesia, und markiert sich nur durch den dunkleren, mehr kastanienbraunen als ockergelben Far¬
benton der Figl -Unterseite als durch Reduktion der Weißzeichnung, welche die Regenzeitform von martabana,
tonkiniana und columella so besonders charakterisiert. Sikkim, Assam, Mussoorie (de Niceville). - — nil- nilgirica.
girica Moore. Südindische Exemplare differieren von nordindischen durch größere weiße Discalflecken der Vflgl
und breitere Binden der Hflgl. Nilgiris, Süd-Indien. • — singa Frühst. Typisch ist die Regenform, die durch singa.
ihre Kleinheit und ungewöhnlich spitzen Figl auffällt. Die Weißzeichnung ist etwas breiter angelegt als bei
martabana Moore und viel schmäler als bei alesia Frühst. Die Unterseite differiert aber von allen Verwandten
durch die fast schwarzbraune Grundfärbung aller Figl. Heimat: die Insel Singapore, vermutlich kommt singa
ähnlich auch auf Sumatra und Borneo vor. In Sumatra ist columella so selten, daß Dr. Martix in 13 Jahren
nur 1 Exemplar empfangen hat und aus Borneo ist die Art überhaupt noch nicht registriert, jedoch mit Sicher¬
heit noch zu erwarten, da sie auf Palawan nicht allzuselten ist. - — - bataviana Moore präsentiert sich in typisch bataviana.
javanischem Kleide, nämlich äußerst progressiven Weißzeichnungen auf allen Flgln, und stellt dadurch weitaus
die hellste der bekannten columella- Rassen dar. Ost- und West-Java, bis zirka 2000 Fuß Höhe. Auf Bali nach
de Nicevtlle. baweana Frühst. (125 f $ und $). <J: Der weiße Fleck vor dem Zellapex der Vflgl bedeutend baweana.
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NEPTIS. Von H. Fruhstorfer.
größer als bei Java-^, die übrigen Flecken und die weißen Binden der Hflgl etwas kleiner und schmäler. Unter¬
seite : Grundfärbung namentlich in den distalen und analen Partien der Hflgl viel dunkler schokoladenbraun
als bei bataviana Moore. Die weiße Discalbinde der Hflgl ist kaum halb so breit als bei den Javanen; die
postdiscale Binde sehr verbreitert, fast ganz schwarz. Die innere Submarginalbinde besteht aus gleichförmigeren
Flecken und die marginale Weißfleckung ist fast ganz verschwunden und wird durch breite, schwarzbraune
kangeana. Randflecken verdrängt. Bawean, Juli bis September. — Bei kangeana Frühst, ist der Insel-Melanismus noch mehr
fortgeschritten, die Streifen in der Zelle verschmälern sich und die Makeln am Zellapex der Vflgl werden kleiner.
Die Hflgl-Unterseite der SS nimmt ein noch dunkleres Kolorit an als bei baiveana-S S und die Postdiscalbinden
lombolciana werden fast ganz schwarz. Kangean. Beide Geschlechter in Kolk Fruhstorfer. • — lombokiana Frühst, weist
noch schmälere Binden auf als kangeana und differiert von dieser und bataviana Moore durch die gleichmäßig
satt rotbraune Figl -Unterseite, die wenig heller erscheint als bei singa Frühst. Lombok, von Ekas an der Meeres-
sumbana. küste und Sapit 2000 Fuß bis Sambalun auf 4000 Fuß von April bis Juni. — sumbana Frühst. (125 e) bezeich¬
net eine Inselform, welche sich durch ihr auffallend helles Kolorit von den vorbeschriebenen dunklen Formen
abhebt und merkwürdigerweise kaum noch Aehnlichkeit mit ihrer Nachbarin lombokiana Frühst, hat. Die
$$ sind kleiner als die Javanen und tragen eine zierliche, weiße Zeichnung, die Submarginalfleckchen der Vflgl
sind viel deutlicher als bei bataviana, die Submarginalbinde der Hflgl aber ist mindestens noch einmal so breit.
S -Unterseite : Die Grundfärbung ist viel heller rotbraun, alle weißen Binden zierlicher, aber prominenter als
bei Java-Stücken. Der weiße Costalsaum und die Subbasalbinde der Hflgl doppelt so breit als bei Javanen,
die Discalbinde aber um vieles schmäler. Das $ gleichfalls reicher weiß dotiert als Java-$$ und fällt namentlich
bei sumbana die Verbreiterung der Subbasalbinde der Hflgl besonders ins Auge, dagegen sind die antemargi-
nalen Binden außerordentlich verschmälert und kaum halb so breit als bei bataviana Moore. Insel Surnba,
ophianella. vermutlich ähnlich auch auf Sumbawa und Flores. - — ophianella Stgr. erinnert durch die subapicalen schwarzen
Ringe der Vflgl-Unterseite und die schwachen Submarginalpunkte der Hflgl vielmehr an jumba Moore von
angam. Ceylon als an die columella- Rassen der Sunda-Inseln. Palawan. • — angara Semp. Eine interessante und dunkle
Lokalrasse, die bereits den Uebergang bildet zu daria Fldr. von Celebes, angara gleicht einer ganz extremen
Regenzeitform von Ph. columella, nur sind die Binden noch schmäler, die Intramedianflecken fehlen beim $
oder es ist nur der mittlere aber nur in Punktgröße erhalten geblieben. Unterseite ähnlich jener von clairaFldr.,
doch noch etwas dunkler braun und mit etwas mehr reduzierter Weißfleckung. Flugzeit im Juli. Camiguin
mcsogaia. de Mindanao. — mesogaia subsp. nov. von Mindanao führt noch schmalere weiße Querbinden als angara, welche
soror. zudem gelblich überhaucht und getrübt sind. Ziemlich selten, Type in der Sammlung Semper. — soror Semp.
umschreibt eine habituell viel kleinere Form, welche sich baweana Frühst. ( 1 2 5 f ) sowie singa Frühst, in der Art
der vergrößerten Weißfleckung anschließt. Unterseite jedoch mehr gelbbraun als bei baweana und viel heller
eumeneia. als bei angara Semp. und mesogeia Frühst. Heimat der Type die Camotes. - — - eumeneia subsp. nov. bewohnt
Mindoro und wurde von Semper mit soror zusammengezogen. Nach den prächtigen Exemplaren, welche ich
jedoch in den Sammlungen Semper und Staudinger vergleichen konnte, führt eumeneia ansehnlichere Makeln
als soror, die zugleich reiner Aveiß sind, namentlich im Vergleich mit der dunklen angara und mesogeia Frühst.
(letztere nennt Staudinger in seiner Sammlung aus Versehen soror). Die Unterseite zeigt schmale, hellrotbraune
guimaren- Streifen. Calapan, Mindoro von Dr. Platen gesammelt. - — guimarensis subsp. nov. soll die auffallend von
sis. nördlicheren Vikarianten verschiedene Form von Guimaras bezeichnen, einer Insel deren wir schon bei den
Satyriden ( Culapa ) und Amathusiiden ( Faunis ) gedacht haben Avegen ihrer Eigentümlichkeit hervorragende
geographische Rassen zu produzieren, guimarensis leitet über zu eremita von Luzon, der Apicalfleck der Vflgl-
zelle erscheint aber noch größer, ebenso sind die Intramedianmakeln ansehnlicher und die Submarginalbinde
eremita. der Hflgl gleichfalls verbreitert. Type in der Sammlung Semper des Senckenbergischen Museums. - — - eremita
Fldr. die nördlichste der insularen Rassen und zugleich das albinotische Extrem der Gesamtart. Die Weißflek-
kung übertrifft an Ausdehnung noch jene von bataviana Moore soAvie alesia Frühst, und die Unterseite präsentiert
sich bei der Form der regenarmen Periode manchmal nahezu hellgelb. Der Farbenton der Weißzeichnung
der Oberseite spielt manchmal in Grünliche Avie bei allen frischen Stücken sämtlicher columella SpaltzAveige.
narabaita. Luzon, April bis Dezember. • — sarabaita Fldr. von unbekannter Herkunft dürfte der Beschreibung nach einer
Trockenzeitform angehören und deren Heimat. Avohl auch auf den Philippinen zu suchen sein.
N. daria, eine ausgeprägte Spezies, beAvohnt die celebische Subregion des Malayischen Archipels und
scheint dort N. columella zu ersetzen, daria ist mit 70 mm Spannweite eine der größten Formen; sie kommt
N . columella tonkiniana Frühst, und columella Cr. nahe, hat jedoch schlankere und spitzere Figl Avie allgemein
die Celebes-Tagfalter. Grundfarbe vorherrschend braun statt schwarz, Zeichnung gleichmäßiger breit, auch
beim $ zumeist trübgrau oder braun überschattet. Vflgl mit zAvei Reihen submarginaler Flecken. Unterseite
der SS hell jene der dunkel schokoladebraun, je nach der Lokalität im Farbton wechselnd. Die zAveite Sub¬
basalbinde der Hflgl-Ünterseite länger als die erste vordere, fast nochmal so breit als bei den columella- Formen.
daria. — daria Fldr. stammt aus der Minahassa und ist im nördlichen Celebes vermutlich bis Donggala verbreitet. Ich
sammelte sie noch bei Toli-Toli November bis Dezember in Anzahl. Die Binden der Oberseite sehr schmal,
albe.scens. trüb braungrau überpudert. — albescens Rotlisch, ursprünglich auf ein aberrantes Exemplar basiert mit ver¬
kürzter weißer Subcostalbinde der Hflgl, muß als ältester Name für die Süd-Celebische Rasse eintreten, Avenn-
Ausgegeben 15. X. 1912.
NEPTIS. Von H. Frtthstorfer.
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gleich die Bezeichnung variabilis Rothsch. die Hauptform umschreibt. Die südlichen daria zeichnen sich durch variabilis.
stark verbreiterte weiße Binden auf allen Flgln vor daria des Nordens aus und dürften aus einer extremen Trok-
kenzeitform hervorgegangen sein, wie sie das trockenere Süd-Celebes häufig im Gegensatz zu dem regenreicheren
Norden der Insel produziert. Umgebung von Maros, Umgebung von Pare-Pare. — hiereia subsp. nov. ist wesent- hierein.
lieh dunkler als Exemplare von darin aus der Minahassa, die Makeln der Oberseite gleichfalls braun überstäubt,
die Binden der PTnterseite schmäler, die Grundfarbe dunkel schokoladebraun. Ost-Celebes; Type in der Samm¬
lung Statidinger. • — osima subsp. nov. eine melanotische Inselrasse zeigt unterseits nahezu schwarzbraunes osima.
Kolorit und führt oberseits noch mehr zurückgebildete weiße Binden als die Ost-Celebes-Rasse. Sula-Inseln,
Bangkai. Type am Museum in Berlin.
N. aspasia Leech (s. Bel. 1, p. 180, Taf. 55 c). Durch den großen Duftspiegel der Hflgl und die steil aspasia.
nach oben gerichtete, stumpfe Präcostale dokumentiert aspasia ihre Zugehörigkeit zu den Phaedymen. Moore
vereinigte sie irrigerweise mit seiner Mischgattung ,,Stabrobates“, wahrscheinlich durch die gelbe Bänderung
verleitet. Von Moores Type des „Genus“ Stabrobates, d. h. der großen Neptis radha (125 f), ist aspasia struk¬
turell sofort zu trennen durch die stumpfe, kurze, distal nicht verlängerte Präcostale. aspasia zählt zu den
häufigsten Neptiden Chinas. Szetchuan, Omeishan Siao-lu, Tien-Tsuen, Kweitschou (Leech).
Gruppe B.
a) B a s a 1 1 e i 1 der Vflgl-Unterseite ohne rötlichen Schuppen fleck.
N. amphio-n (= heliodora Cr., pellucidus Goeze, heliodorus Hrbst., heliocopis Godt., melaleuca Bsd.,
cerne Btlr.) wurde mit nicht weniger als sieben Speziesnamen belegt und unter ebensoviele Genera eingereiht,
was dafür spricht, daß die ansehnliche Art immer wieder das Interesse der Autoren wachgerufen hat. amphion
ist den Südmolukken eigentümlich und verteilt sich dort auf zwei insulare Rassen. - — amphion L. (126a amphion
b $). Auf der Unterseite wiederholen sich die Zeichnungen der Oberseite, nur treten noch zwei Reihen weißer
Anteterminalfleckchen hinzu. Grundfarbe gleichmäßig dunkel kaffeebraun, manchmal purpurn überhaucht.
Amboina, Ceram. ■ — - nerio Nicev. (= polion Sm.), bisher nur in wenigen Exemplaren aufgefunden, differiert nerio.
nur durch kleinere weiße Punktflecken der Vflglzelle und anscheinend etwas verbreiterte Mittelbinde der Hflgl
von amphion. Buru.
N. ampliata Btlr., eine seltene Spezies des Bismarck- Archipels, gleicht oberseits etwas der N. pisias ampliata.
(126 b) und ist charakterisiert durch außergewöhnlich verbreiterte, hyaline, leicht grünlich schimmernde weiße
Makeln, welche sich auf den Vflgln zu einer Binde vereinigen, die nach der Flügelmitte zu konkav ausgebogen
erscheint. Die Unterseite schließt sich eng an amphion an, nur haben die glasigen Stellen einen leichten Perl-
mutterschimmer. Neu-Lauenburg (Coli. Fruhstorfer), Neu-Pommern (Pagen Stecher). - — eleuthera Sm. eleuthera.
Eine prächtige Form, die vielleicht als geographische Rasse mit ampliata Btlr. vereinigt werden kann. Auf der
Hflgl-Unterseite fehlt der weiße Subbasalpunkt, sonst stimmt der Charakter der Zeichnungsanlage bei beiden
überein, eleuthera zeigt auch etwas rundlicheren Apex der Vflgl. Stefansort, Deutsch-Neu-Guinea nur 1 Exem¬
plar bisher aufgefunden.
N. fissizonata Btlr. findet sich auf dem Bismarckarchipel und einigen Salomonen. Drei Inselformen
sind zu erwähnen: pisias Godm. und Salv. (126 b) mit mittelgroßen, grünlich weißen, hyalinen Flecken. Unter- pisias.
Seite gleich jener von amphion, dunkel braun, jedoch mit sehr großen, scharf gezeichneten Zell- und Submargi¬
nalflecken sowie einer Reihe von besonders beim $ ansehnlichen Antemarginalmakeln, welche sich auf den
Hflgln zu einer breiten Binde vereinigen. Salomonen, Shortland-Inseln. — - fissizonata Btlr. zählt zu den mela- fissizonata.
notischen Formen mit stark reduzierten Binden und Flecken der Vflgl. Die Hflgl tragen jedoch im Gegensatz
zu pisias auch oberseits eine Serie von sieben etwa stecknadelkopfgroßen rundlichen Makeln, welche zu einer
unzusammenhängenden Binde vereinigt sind. - — lydda Frühst, bewohnt den Bismarckarchipel und überbietet lydda.
pisias noch an Ausdehnung der grünlich weißen Felder. Neu-Pommern, Neu-Lauenburg.
N. eblis, die dunkelste Neptide, einfarbig schwarzbraun, sonst mit Ausnahme einer Submarginalreihe
von weißen Punkten auf allen Flgln und Rudimenten von weißlichen Submedianpunkten auf den Hflgln völlig
ohne Zeichnung. Zwei insulare Ausläufer: eblis Btlr. (126 c) mit unterseits etwas mehr verstärkten leichthin eblis.
purpurn angeflogenen Fleckenreihen und je einem weißen rundlichen Fleck vor der Mitte der Zelle der Vflgl.
und nahe der Basis der Hflgl. Neu-Lauenburg, Neu-Pommern. - — ganina Sm. eme seltene mir in natura unbe- ganina.
kannte Form ist nach dem Hafenort Gani auf Halmaheira benannt.
N. mimetica Sm. gleicht oberseits etwas den weiß umrahmten Euploeen ( Jcühniana Frühst. (85 d), mimetica.
leaina Frühst. (85 d) und fabricia Frühst. (86 a). Ihr Autor vergleicht sie mit E. orope Bsd. Grundfarbe braun,
beide Figl von einem ausgedehnten Weißen Felde umrahmt, das sich auf den Vflgl in einzeln durch die Adern
zerteilte Makeln auflöst und nach außen von zwei zierlichen Anteterminallinien begleitet wird. Die Umgrenzung
der Hflgl wird durch braune Binden in drei Streifen zerlegt. Basis der Hflgl mit dem gelblichen Phaedyma-
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NEPTIS. Von H. Fruhstorfer.
Fleck. Die Grundfarbe der Unterseite bleicher braun, die weiße Umsäumung von verblaßten und verloschenen
braunen Wellenlinien durchzogen. Insel Timor, von Doherty entdeckt. Sehr selten. Costalrancl der Vflgl-
Unterseite mit länglichem, rötlichem oder gelblichem Schuppenfleck. Hflgl-Binde sehr schmal.
heliopolis. N. Heliopolis Fldr. (126 a) hat sich von ihrer nächsten Verwandten amphion L. der Süd-Molukken
so erheblich differenziert, daß ihr Artrechte zukommen. Die Weißzeichnungen haben sich verschmälert, auf
der Hflgl-Unterseite erscheinen weiße Costal- und Subbasalbinden, welche amphion fehlen, und die Vflgl ziert
ein gelber Fleck. Letzterer fehlt amphion , findet sich aber wieder bei den Phaedymen von Obi und Waigiu,
Formen, die viel mehr Verwandtschaft mit australischen Typen verraten, als wie mit ihren molukkischen Schwe¬
stern. heliopolis ist mit ein Beweis dafür, daß die Nordmolukken geologisch seit langem von den Südmolukken
abgetrennt und isoliert sein müssen, weil sich auf ihnen eigene Arten ausbilden konnten, in einer Gattung,
deren Vertreter sonst fast ganz Südasien bewohnen, ohne sich spezifisch zu spalten, denn selbst die celebische
daria entfernt sich nicht in dem hohen Maße von den philippinischen und malayischen Schwestern, wie heliopolis
von der geographisch benachbarten amphion. heliopolis selbst ist nur leichten lokalen Variationen unterworfen.
Es scheint, daß die Batjan-Rasse etwas dunkler wird als jene von Halmaheira. In meiner Sammlung befindet
sich ein $. bei dem die weiße Querbinde der Hflgl bis auf zwei Rudimente völlig verdunkelt ist, ein ähnlich,
melanotisches, etwas weniger ausgefärbtes Exemplar bildet Smith von derselben Insel ab, so daß diese schwärz-
amydra. liehen $$ einen Namen als $-fa. amydra Frühst, verdienen. Halmaheira, Morotai, Ternate.
N. shepherdi hat eine eigentümliche geographische Verbreitung, weil sie außer dem australischen
Kontinent, einigen Papua-Inseln auch noch als interkalare Spezies in die Zone der molukkischen Phaedymen
amphion L. und heliopolis Fldr. eingreift und von Holländisch-Neu-Guinea aus über Salawati, etwas südlich
vom Aequator, aber diesem folgend, sich Obi erobert hat. Inzwischen hat sich auch die von mir 1908 ausge¬
sprochene Vermutung bestätigt, daß auch die Sula-Inseln vermutlich von einer «s^epÄerdf-Vikariante bewohnt
werden, dadurch, daß ich in der Sammlung Staudixger tatsächlich eine bisher unbeachtete Rasse auffand.
shepherdi vereinigt in sich die Charaktere von amphion und heliopolis. Die Zeichnungsverteilung der Oberseite
veranschaulichen unsere Figuren auf Taf. 125 g ( graziella bis damia) zugleich die Variabilitätsamplitude vorstel¬
lend. Die Unterseite ist kenntlich an der lebhaft gelbroten Basal-Makel. Vflglcostale und die Hflgl weisen
gleich wie heliopolis zwei weiße Subbasalstreifen auf, wodurch beide Arten von amphion differieren. Die Grund¬
farbe Wechselt je nach der Lokalität von Schwarz- bis zu Graubraun, ebenso die Intensität der Weißzeichnung.
shepherdi. • — - shepherdi Moore, die Namenstype, bleibt am unscheinbarsten, auch habituell am kleinsten. Weißfleckung
etwas schmäler als bei damia (125 g) Unterseite etwa fahl kaffeebraun. Queensland vom Cap York bis zum
damia. Richmond-River. ■ — damia Frühst. (125g) erscheint größer als shepherdi, die Flecken der Vflgl rundlicher, pro¬
minenter. Die weiße Discalbinde der Hflgl ist erheblich breiter angelegt, verläuft geradliniger. Unterseite:
Die Submarginalregion aller Figl ähnlich donata reicher violett-weiß dotiert. Die $$ variieren etwas in der
Ausdehnung der weißen Mittelbinde der Hflgl, selbe bleibt sehr schmal bei einem $ von Friedrich- Wilhelms¬
hafen, dagegen verschwindet bei $$ von Finschhafen gelegentlich der weiße Zellstrich der Vflgl völlig. Nach
mastusia. Hagex häufig in Kaiser- Wilhelmsland von April bis November. — - mastusia Frühst. Vflgl: Die weißen Streifen
in der Zelle sowie der Punkt am Zellapex obsolet, Submarginalpunkt deutlicher als bei shepherdi und damia,
Subapical- und Discalmakeln wesentlich kleiner, Medianbinde der Hflgl oberseits schmäler, einheitlicher, schär¬
fer abgegrenzt, unten wesentlich breiter als bei damia. Die submarginalen Fleckenreihen der Unterseite aller
Figl gleichartiger, dichter gedrängt stehend. Dorey, Holl. Neu-Guinea. Nach Grose-Smith häufig in der Hum¬
boldt-Bai. Nach Kirsch auch auf Rubi im norclwestl. Holl. Neu-Guinea und etwas abweichend auf der Insel
astraea. Jobi in der Geelvinkbai. • — - astraea Btlr. schließt sich in der Reduktion der weißen Zeichnung an shepherdi
Moore an. Zelle der Vflgl beim $ ohne weiße Streifen. Die Mittelbinde der Hflgl sehr schmal, zudem fehlen
neetens. submarginale Punktflecken. Aru-Inseln, sehr selten. — nectens Nicev. Durch die großen Flecken der Vflgl
und die sehr breiten Binden der Hflgl leitet nectens hinüber zu donata Frühst, von Waigiu und graziella Frühst,
donata. von Obi. Key-Inseln sehr selten, $$ aber anscheinend häufiger als die — donata Frühst. (J-Oberseite : Die
weißen Zeichnungen aller Figl etwas breiter angelegt als bei shepherdi Moore. Unterseite dunkler, die Sub¬
marginalbinden aller Figl deutlicher, weiße Discalbinde der Hflgl sehr viel breiter, geradliniger verlaufend, der
subbasale weiße Strich prominenter. Beim $ erscheinen alle Binden etc. noch ausgedehnter weiß als beim $.
graziella. ■ — - graziella Frühst. (125 g) hat ihren nächsten Verwandten in nectens Nicev. von den Key-Inseln und differiert
von 3 nectens-^ meiner Sammlung in folgender Weise: Alle weißen Flecken der Vflgl mit Ausnahme der beiden
subanalen, welche von der Submediana getrennt werden, etwas kleiner. Die schwarze Grundfärbung der Hflgl
tritt etwas zurück, so daß die weiße Discalbinde an Ausdehnung gewinnt und dadurch noch ansehnlicher erscheint
als bei donata Frühst. Unterseite dunkler, alle weißen Zeichnungen, namentlich aber die submarginalen, erheb-
expedata. lieh schmäler, als bei nectens und selbst etwas schmäler, aber schärfer abgesetzt, als bei donata. Obi. - — expec-
tata subsp. nov. hält etwa die Mitte zwischen nectens Nicev. von den Key-Inseln und graziella Frühst, von Obi
und führt ausgedehntere weiße Binden und Flecken als nectens. Sula-Inseln, Type in der Sammlung Stau¬
dixger.
NEPTIS. Von H. Fruiistorfer.
(!19
Artengruppe Bimbisara *) Moore.
Die zweite Subcostale entspringt vor dem Zellende, die Präcostale der Hflgl ist stets nach außen gebogen.
N. sankara (Bd. 1, p. 177) eine indisch westchinesische Spezies zerfällt in eine Reihe gut gesonderter
Arealrasse'n welche wiederum der klimatischen Einwirkung der Jahreszeiten unterworfen sind. Das Charak¬
teristikum der Art sind längliche Subapicalstreifen und vier oblonge Intramedianflecken der Vflgl, entweder
von weißer oder gelber Färbung. — antonia Oberth. (Bd. 1, S. 177, Taf. 54 a) zeigt oberseits licht ockergelbe antonia.
Makeln und übertrifft die indischen Formen bedeutend an Größe, sinica Moore ist dazu eine helle Form vom sinica.
Omei-shan und anibina Frühst, eine gleichfalls bleiche Unterart von Chang-yang in Zentral-China. — genulfa ambina.
Oberth. scheint sankara in Yunnan zu ersetzen. Oberseite von sankara abweichend durch eine markante weiße
Submarginalbinde beider Figl, kleinere isoliertere weiße Intramedianflecken von welchen der obere etwas mehr
nach innen gerückt ist. Unterseite mit stärker gewellter weißer Submarginalbinde und dunkler braunem Median¬
streifen. Von Tseku ca. 2000 m Höhe. - — quilta Swinh. (125 e) findet sich in Assam und nach Bixgham auch quilta.
in Sikkim und Bhutan, wo sie bis etwa 1000 m empor geht. Die Unterseite führt auf licht graubraunem Grunde
rein weiße aber an den Rändern verwaschene Streifen aller Figl, sowie eine dunkel braune Medianbinde der
Hflgl. Nach Moore findet sich quilta auch in Birma. Im Nord-West-Himalaya fliegt die Namensform sankara sankara.
Koll. (= amba Moore ) welche sich nur selten in kontinentale Sammlungen verirrt . Mir liegt nur ein vom Naini-
Tal vor. Moore unterscheidet zwei Zeitformen von welchen jene der nassen Periode, amboides Moore, kleiner amboides.
bleibt als die Regenzeitform und ausgedehntere weiße Binden führt. Von Kaschmir bis Nepal, von Doherty
im Kumaon-Himalaya von 2 — 5000 Fuß Höhe angetroffen. - — - nar Nicev. umschreibt eine interessante Inselrasse na r.
mit gelben statt weißen Streifen der Zelle der Vflgl und gelblich umgrenzter Mittelbinde der Unterseite der
Hflgl, welche zudem noch von graublauen Anteterminalbinden durchzogen sind. Andamanen, selten bisher
nur drei 99 bekannt. — yamari Frühst. Wesentlich kleiner als sankara Koll. und wie schon de Niceville schreibt, yamari ,
viel tiefer schwarz. Den Hauptunterschied zeigt die Discalbhide der Hflgl -Unterseite mit ihrer breiten schwar¬
zen Umrahmung. Sumatra, Montes Battak, 1 Cj, Type in Koll. Martin.
N. narayana, eine seltene Art des Himalaya, wo sich zwei Ortsformen finden: narayana Moore ober- narayana.
seits ähnlich quilta jedoch mit durchweg verbreiterten Querstreifen und Flecken von weißer Färbung. Unter¬
seite kenntlich an zwei ausgedehnten weißen Binden der Hflgl, welche eine dritte mittlere aber schmälere und
undeutliche Aufhellung umschließen. West -Himalaya ; Type von Naini-Tal im Kumaon- Gebiet; auch von
Kulu, Kunawur und Chini bekannt und auf Erhebungen von 5500 bis 6500 Fuß beobachtet. — nana Nicev., nana.
außerordentlich selten in Bhutan und Sikkim, hat oberseits gelblich überhauchte Bänder, nur eine Submarginal¬
linie der Hflgl statt eines breiten Streifens bei narayana und unterseits ausgedehntere weiße Felder als die
West-Himalaya-Rasse. Nach Oberthür fliegt nana auch noch bei Tseku, Yunnan. - — - Sylvia Oberth. (Bd. 1, sylvia.
S. 177, Taf. 54 a) erscheint oberseits gelb gefleckt. Siao-lu, West-China.
N. manasa kommt neben narayana vor und wurde bereits bei Arten der Neptis-Gruppe besprochen, manasa.
In Tibet fliegt davon eine Arealform narcissina Oberth. (Bd. 1, S. 178, Taf. 54e).
N. radha eine der ansehnlichsten Neptiden und zugleich die größte Art Indiens. Drei benannte Areal¬
rassen: radha Moore Bd. 1, S. 177, Taf. 125 f) von Nepal bis Assam vorkommend dürfte kaum tiefer als 1000 m radha.
herabgehen. Sie ist namentlich in Sikkim sehr selten und findet sich dort vom April bis Dezember manchmal
noch auf 7- — -8000 Fuß. — asteratilis Oberth. bezeichnet eine kleinere, fahler gelbe und mit schmalen Binden asteratilis.
versehene Form mit gelblicher nur noch leichthin purpurn überflogener Unterseite. Bei Bhamo und Bernardmyo
in Oberbirma, einigen Teilen von West-China; - — - sinensis Oberth. wurde aus Siao-lu und Mupin beschrieben. Die sinensis.
gelben Flecken gleichfalls reduziert.
N. armandia, eine ausschließlich chinesische Art, zerfällt in drei Ortsformen: mothone Frühst. (Bd. 1 mothone.
S. 244): alle Flecken und Bänder der Flgl-Oberseite bleicher und etwas breiter als bei armandia, auch die vio¬
letten und braunen Binden ausgebleichter. Von China, vermutlich Chang-Yang, weil Leech bereits hellere
Exemplare von dort als aus Mupin erwähnt. — armandia Oberth. (Bd. 1, S. 178, Taf. 54 d) aus Mupin. Stichel armandia.
zieht dazu auch hesione Leech { 54d) als Zustandsform. — • taphos Frühst. Größer als mothone, mit dunkler ocker- taplws.
farbenen und prägnanteren Binden als mothone und armandia. Unterseite : Die gelbliche Fleckung wesentlich
ausgedehnter als bei den genannten, ebenso die violette mediane Zickzackbinde der Hflgl. West-China, ohne
genaueren Fundort; wahrscheinlich vom Omei-shan.
N. ananta eine indochinesische Spezies wurde neuerdings auch auf Formosa entdeckt . ■ — chinensis Leech chinensis.
(Bd. 1, S. 178, Taf. 54 b) erscheint am Omei-shan in zwei Formen, von welchen sich der eine ananta von Sikkim
und dem Nordwest-Himalaya nähert. Die orf selbst sind trichromatisch und es existieren solche mit dunkel¬
ockergelben, schokoladenbraunen, sowie mit rötlichbraunen Binden. Letztere Form liegt mir in 5 aus Tien-
Tsuen, Szetchuan vor, während ich aus anderen Teilen Szetchuans Exemplare besitze mit viel breiteren und
hellockergelben Binden sowie ganz bleicher Unterseite, die ich als fa. areus Frühst, bezeichnete. West-China, areus.
*) Ein mythologischer König der sein Reich Magadha mit Budha teilen wollte.
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NEPTIS. Von H. Fruhstorfer.
ananta. Yunnan. ■ — - ananta Moore (125 g 126 a $) von Kaschmir bis Sikkim und Oberbirma verbreitet. Moore
erwähnt auch Exemplare vom oberen Mekong in den Shan-Staaten und ein $ als in Perak gefunden. Nach
de Niceville findet sich ananta in Bergwäldern von 4000 Fuß an aufwärts besonders im Juni und Doherty
beobachtete die Spezies auch in den Naga und Karen-Hills von etwa 1200 bis 1800 m Höhe. — Außer der abge-
sitis. bildeten Regenzeitform ist als sitis Frühst, auch eine bleichere Form der Trockenperiode bekannt mit hell statt
dunkel ockergelben Binden der Oberseite. Die Unterseite von ananta differiert von der 54 a dargestellten Unter¬
seite von chinensis durch satter rotbraunes Kolorit, das mit violetten Bändern überdeckt ist und eine ansehn¬
lichere weiße Mittelbinde führt. Es ist sehr wahrscheinlich, daß ananta auch noch inTonkin aufgefunden wird.
taiwana. — taiwana Frühst. (= horishana Mats., moltrechti Oherth.) (125 b) stellt eine hervorragende Inselrasse dar
mit weißlichen Binden und Flecken welche zudem etwas reduziert sind, so daß die einzelnen Flecken isolierter
stehen. Im gebirgigen Formosa nicht selten, besonders bei Polisha, Chip Chip und am Lehiku-See, Juni bis
August. Die schöne Entdeckung ist Herrn H. Saute r zu verdanken.
N. anjana ersetzt anscheinend ananta in Makromalayana wo übrigens auf der Malayischen Halbinsel
beide Formen nebeneinander Vorkommen, anjana ist noch seltener als ananta , namentlich von den Inseln sind
immer nur einige Exemplare bekannt und für Java und Nias wurde die Spezies erst durch mich nachgewiesen.
anjana. anjana Moore , die Namenstype, gleicht oberseits der abgebildeten discerna (125 b). Die Unterseite mehr jener
von ananta, nur ist sie tief braun und mit purpurn schimmernden dunkel stahlblauen Binden durchzogen. Die
Beschreibung wurde basiert auf ein Exemplar von Moulmain. Am häufigsten scheint anjana in Pegu zu sein,
hyria. wo Doherty im März und April eine Anzahl fing.1 — hyria subsp. nov. stammt von Perak und dürfte ziemlich
übereinstimmend auch auf Sumatra Vorkommen. Die Submarginalbinden der Oberseite der Hflgl weniger
deutlich als bei anjana, die Unterseite lebhafter rotbraun, die stahlblauen Binden schmäler, dunkler. Martin
hat hyria als große Seltenheit in drei Exemplaren von den Eingebornen aus dem Battak-Platteau (Sumatra)
ca. 1000 m Höhe, empfangen, und Hagen erwähnt 1892 eine braunorangefarbene Art als auf Banka vorkom-
discema. mencl. — discerna Frühst. (125 b) führt sehr schmale graubraune Streifen der Oberseite. Südost-Borneo. —
elegant ia. elegantia Frühst, hat ausgedehntere mehr ins Gelbe spielende Binden und eine intensiver violett gebänderte
zena. Unterseite. Nord-Borneo, Kina-Balu- Gebiet. — - zema Frühst, ist eine aufgehellte Form mit hell gelblichbraunem,
anstatt dunkelbraunen Discoidalstrich und ebensolchen Subapical- und Subanalbinden der Vflgl und noch
etwas lichteren Querbinden der Hflgl. Noch vorgeschrittener ist die Aufhellung der Flgl-Unterseite, die eine
hellrote, anstatt dunkelblaue Grundfärbung aufweist. Alle Flecken und Zeichnungen sind breiter und lichter
als auf Distants Figur und von gelblich weißem Tone. Auch die blauvioletten Binden der Hflgl nehmen einen
helleren und glänzenderen Farbenton an. West-Java, von 2- — 4000 Fuß Höhe, Umgebung von Lawang, Ost-
saskia. Java, zirka 2000 Fuß Höhe. — • saskia Frühst. (= thiemei Frühst.). Die bei zena lichtgelben Subapicalflecken
der Vflgk sind bei saskia stark vergrößert und rein weiß, ebenso nimmt der obere der 3 Flecken, aus denen sich
die subanale Schrägbinde zusammensetzt, eine weißliche Färbung an. Die subbasale Binde der Hflgl ist etwas
schmäler und lichter als bei zena, die innere (postdicale) Submarginalbinde besteht aus breiteren mehr helm¬
artigen, als länglichen Flecken, zwischen die längs der Adern die Ausstrahlungen des breiten tiefschwarzen
Discalf lecks eindringen. Die Unterseite übertrifft noch an Ausdehnung der weißlichen Makeln und Binden der
Vflgl jene von zetia. Die Hflgl-Unterseite ist dann noch besonders ausgezeichnet durch die analwärts stark
verschmälerte, subbasale weißliche Querbinde, (welche bei zena und anjana breit bleibt) und die darauffolgende
stark gezähnte violette Binde. Die innere helle Submarginalbinde tritt prominenter, stärker gewellt und breiter
heraus als bei zena und wird von einer viel ausgedehnteren rotbraunen unteren Binde begrenzt, als dies bei den
vidua. übrigen anjana- Formen der Fall ist. Insel Nias, Type 1 $ in Koll. Fruhstorfer. — vidua Stgr. eine sehr seltene
Form von welcher bisher nur 1 nach Europa gekommen ist. Oberseite schwarz mit einer breiten weißen
Binde der Hflgl und einer weit durchbrochenen ebensolchen Fleckenreihe der Vflgl. Die Vflgl mit einer ver¬
loschenen bräunlichen Querlinie vor dem Außenrd während die Hflgl eine deutliche wenn auch schmale Binde
führen. Hflgl-Unterseite mit drei schmalen fast parallel laufenden violett-grauen Binden. Palawan, von Dr.
Platen gesammelt.
viraja. N. viraja (125 c) bewohnt das Kaiserreich Indien mit Ausschluß der Inseln. Das $ ist etwas größer
als der abgebildete <$, fahler gelb, die schwarzen Binden gleichmäßiger breit. Von Exemplaren aus Tenasserim,
die vermutlich einer Unterart angehören, wird erwähnt, daß die gelbe Submarginalbinde der Hflgl ebenso
ausgedehnt erscheint, als die sonst breitere Discalbinde. Die Individuen der Trockenzeit zeigen eine etwas fah¬
lere Unterseite mit mehr verwischten und verblaßten rotbraunen Binden. Rp auf Leguminosen, auch auf dem
Schwarzholzbaum (Dalbergia latifolia und racemosa), ähnlich jener von Rahinda hordonia. Wie letztere hat
auch die viraja- Rp die Gewohnheit, Blattzweige abzuschneiden, die einzelnen Blättchen mit seidenen Fäden
zu einem Nest zu verweben und die getrockneten Blätter zu fressen. Farbe grün, seitlich bleichgrau mit einer
helleren Partie hinter dem Kopfe. Pp grünlich mit purpurnem Schimmer.
N. ins ah gleicht oberseits der viraja, nur dominieren die schwarzen an Stelle der rotgelben Binden.
Die Unterseite ist vorherrschend rotgelb mit lichtgelben Binden, welche von den grauvioletten Streifen be¬
gleitet werden. Die Trockenzeitform, welche bei indochinesischen Arealrassen auftritt, bleibt in der Größe
NEPTIS. Von H. Frutistorfer.
621
nur wenig hinter der Form der nassen Periode zurück und weist markantere gelbe Binden der Oberseite und
fahleres Gesamtkolorit der Unterseite auf. — disopa Swinh. (Bd. 1, S. 178, Taf. 54 c, d), die habituell am ansehn- disopa.
lichsten und zugleich dunkelste der kontinentalen Rassen. Westchina. — nolana Druce (125 c) ursprünglich nolana.
aus Siam beschrieben, aber identisch auch in Tonkin und Annam vorkommend, hat nahezu doppelt so breite
rotgelbe Fleckung als disopa. Unserseits macht sich ein reicherer violetter Anflug als bei disopa bemerklich.
Häufig im Januar und Februar in Siam und Annam von mir bis etwa 300 m Höhe beobachtet, die Regenzeit¬
form -sehr gemein im Juni, Juli im nördlichen Tonkin. Nach Moore auch in Oberbirma und Tenasserim.
rniah Moore führt breiter ausgeflossene schwarze Binden der Oberseite als nolana und ist unterseits durch etwas miah.
schmälere weißlich violette Mittelfelder zu unterscheiden. Fundorte Sikkim, Bhutan und Assam bis etwa
1000 m emporgehend; man findet sie auf nassem Sand saugend in den Betten der Bergflüsse. Die Trocken -
form differiert nur unerheblich durch bleicheres Kolorit von der Regenform. - — - sarochoa Frühst, vermittelt den sarochoa.
Uebergang von nolana zu digitia und trägt wesentlich schmälere Binden als batara Moore von Sumatra und no¬
lana Druce , aber noch etwas lichtere und ausgedehntere Bänder als digitia Frühst. (125 d). Die Hflglbinden
sind unterseits viel bleicher als bei batara und digitia. Elwes schreibt, daß ein von Perak unten weniger
Purpurfarbe aufweist als Naga-Hill-Exemplare und einer besonderen Species (besser Subspecies) angehören
könnte. Perak. - — - digitia Frühst. (125 d) nähert sich oberseits disopa Swinh. von China und batara Moore von digitia.
Sumatra, von denen sie durch noch schmälere rotbraune Figlbinden zu trennen ist. Diese Reduktion der hellen
Binden wiederholt sich auf der Figlunterseite, die durch den reichen, rötlich-braunen Bezug miah Moore von
Sikkim am nächsten steht, von der sie wiederum durch die viel schmälere gelbliche Medianbinde und die enge¬
ren grauvioletten Submarginalbinden sich unterscheidet. Kina-Balu. - — javanica Moore. Diese ausgesprochene javanioa.
Lokalrasse trägt unterseits die breitesten ockergelben und weitaus die schmälsten braunen Binden, javanica
ist sehr selten auf Java, wo sie von 6 — 1200 m Höhe vorkommt. — batara Moore ist kenntlich an scharf abge- batara.
grenzten breiten schwarzen und relativ schmalen rotgelben Binden. Submarginalstreifen der Vflgl wie bei
disopa, mehr gebogen als bei digitia. Unterseite lichter als bei digitia, ausgedehnter schwärzlich beschattet
als bei nolana. Nordost- und West-Sumatra, auf etwa 1000 m Höhe.
N. pata gleicht unterseits der N . viraja Moore, wird aber näch ihrem Figlschnitt und der Zeichnung
der Oberseite von Semper in die Nähe von rniah gestellt, welche pata vermutlich auf den Philippinen ersetzt.
Mir ist pata in natura unbekannt, so daß ich die drei benannten Rassen nach den Abbildungen und Angaben
Sempers beurteile. - — pata Moore (= isabellina Fldr.) ist ausgezeichnet durch einen tertiärsexuellen seidenglän- pata.
zenclen Vrd des <$, der leichthin grau überpudert ist. Die Verteilung der gelben Binden etwa dieselbe wie bei
nolana Druce (125 c). Sehr selten, Semper kannte nur drei Exemplare mit der Flugzeit April, November.
■ — patalina Semp. hat oberseits schmälere Zeichnungen als pata, aber dennoch breitere als bei den Formen der patalina.
südlicheren Philippinen. Die Binden gehen an den Rändern in Weiß über. Der Längsstrich der Vflglzelle
tiefer eingekerbt als bei pata und semperi. Mindoro, März. — semperi Frühst. (= isabellina Semper nec Fldr.) semperi.
differiert von patalina durch die gelben statt partiell weißlichen Binden, welche sonst schmäler angelegt sind
als bei pata. Mindanao, Bohol.
N. illigera bewohnt gleich N. pata ausschließlich die Philippinen, ist jedoch eine der häufigsten Arten,
fliegt das ganze Jahr über und fehlt nirgends. Charakteristisch für die Art ist ein graugelber manchmal wei߬
licher Zellstreifen, rein Aveiße oblonge Intramedianflecken der Vflgl und eure breite, schräg gestellte Mittel¬
binde der Hflgl. Grundfarbe schwarzbraun mit lichteren Anteterminalstreifen. Auf den Vflgln macht sich
dann noch eine subapicale Ansammlung von kleinen weißen Punkten bemerklich, welche auf unserer Figur
von pia (126c) nicht zum Ausdruck kommen. — calayana Frühst, von der Insel Calayan der Babuyanes Gruppe calayana.
bezeichnet die nördlichste bekannte Rasse. $ unterseits mit grau überschatteten statt rein weißen Binden,
die zudem viel schmäler angelegt sind, als bei der typischen Unterart. — illigera Esch. Die Vflgl führen auch illigera.
oberseits einen nahezu rein weißen Zellstrich und die Mittelbinde der Hflgl erscheint fast doppelt so breit als
auf illigera pia (126 c). Die kleine Insel Alabat an der Ostküste Luzons beheimatet in alabatana Frühst, eine alabatana.
Satellitinselrasse mit verschmälerten weißen Binden der Unterseite aller Figl. — hegesias subsp. nov. entstammt hegesias.
der Lokalrassen berühmten Insel Guimaras, ist kleiner, hat rundlichere Figl und noch ausgedehntere weiße
Zeichnungen als illigera. — pia Frühst. (126 c) differiert von illigera aus Luzon durch den gelblichgrauen an- pia.
statt weißen Zellstrich der Vflgl, die dunkelgrauen anstatt gelblichweißen Submarginalbinden der Hflgl und
besonders durch die stark reduzierten weißen Bürden und Makeln auf allen Flgln, von denen die subapicalen
Flecken der Vflgl auch noch dunkelgrau überstäubt erscheinen. Auf der Unterseite ist die schwarze Subbasal¬
binde der Hflgl viel schmäler als bei illigera und calayana. Bazilan, Februar-März.
N. eschholtzia Semp. hat spitzere Figl als illigera, die Grundfarbe tief schwarz, die grauen Außenrd- eschholtzia.
linien dunkler und schmäler. Der durch den zweiten Medianast der Vflgl durchschnittene weiße Fleck ist
fast kreisrund und kleiner als bei illigera. Die weiße Mittelbinde der Vflgl verläuft etwas näher dem Anal¬
winkel. Mir in natura unbekannt, dürfte eschholtzia vielleicht nur eine Zeit- oder Zustandsform von illigera
sein. Von Majaijay, Luzon, Februar.
N. illigerella Stgr. (= calliplocama Frühst. (126 c). 3 Oberseite schwarz mit ehiem apicalwärts spitz iiligerdla.
622
NEPTIS. Von H. Fruhstorfer.
auslaufenden Zellstrich, Submarginalbinden der Vflgl von lichtbrauner Farbe. Die Hflgl werden je von einer
dünnen Postmedian- und Antemarginalbinde durchzogen, zwischen denen eine breitere noch etwas heller braune
Submarginalbinde verläuft. Vflgl mit 3 Weißen Subapicalflecken, von denen der oberste sehr schmal strich¬
artig, die beiden unteren keilförmiger gestaltet sind. Zwischen den Medianen lagern zwei oblong eiförmige weiße
Makeln, von denen wiederum die oberste etwas kleiner als die untere bleibt, zwischen der unteren Mediane
und der Submediana findet sich ein fast quadratischer und am Hrd noch ein länglicher, weißer, leicht bräunlich
beschuppter Fleck. Die Hflgl tragen ein breites, costalwärts abgerundetes, analwärts sich verjüngendes, schräg-
gestelltes, rein weißes Subbasalband. Unterseite : Grundfarbe schwarz, alle oberseits lichtbraunen Zeichnungen
wesentlich prominenter und ausgedehnter, die Submarginalbinden der Vflgl weiß, jene der Hflgl hellgelbbraun.
Auf den Vflgln treten dann noch 2 transcellulare kleine braune Punktfleckchen und auf den Hflgln eine schmale,
kurze Basal- und eine breitere und längere Subbasalbinde hinzu. Letztere erscheint proximal weißlich, distal
rötlichgelb. Körper, Abdomen unten rötlich, lateral grau, dorsal schwarz. $ größer als der die Weißfleckung
markanter und die gelblichen Binden der Unterseite breiter angelegt als beim g. Insel Palawan.
N. nirvana bewohnt ausschließlich die celebisehe Subregion. Von der eigentümlich gezackten Bände-
tawayana. rung gibt tawayasia (125 c, d) eine Vorstellung. Die einzelnen Inselrassen differieren nur in der Verschmälerung
sangira. oder Verfärbung der Querstreifen. — sangira Frühst, ist eine Form, die ich am British Museum (aus der God-
nirvana. max -Kollektion ) sah, und die viel lieber gebändert ist als nirvana und neriphus. Sangir. - — nirvana Fldr. stammt
aus Lorquins Sammlung und wurde vermutlich in Nord-Celebes gefunden. Nach Westwood existiert eine
verwandte Form auch auf der Talisse oder Talisin Insel nördlich der Minahassa. - — tawayana Frühst. (125 e, d),
die Süd-Celebesform differiert durch die schmäleren Binden, die kleineren orangeroten Flecken und ausgedehntere
Schwarzfärbung der Figloberseite von Nord-Celebes-Exemplaren. Süd-Celebes, Patunang, im Januar. —
neriphus. neriphus Heiv. Eine melanotische Inselform von nirvana mit breiterer Rotzeichnung. Die schwarzen Binden
der Figlunterseite markanter, schärfer abgesetzt. Sula-Mangoli und Besi.
fuliginosa. N. fuliginosa hat eine oberflächliche Aehnlichkeit mit N. nitetis gatanga Frühst. (125 a). In der Größe
gleicht sie jedoch mehr N . ebusa-laetitia Frühst. (126 b), während die Zeichnungsverteilung namentlich der
Nias-Rasse wieder an gatanga gemahnt. Obgleich über Makromalayana verbreitet zählt fuliginosa und ihre
Spaltzweige zu den seltensten Neptiden und es sind nur ganz wenige Exemplare bisher in europäische Samm¬
lungen gelangt. Zwei koloristisch scharf differenzierte Saisonformen sind von dem kontinentalen Zweig der
Gesamtart zu erwähnen, nämlich fuliginosa Moore, eine kleine oben graugelb gebänderte Form der Trockenzeit
mit schwarzbrauner Unterseite, welche von gelblichen Streifen durchzogen wird. Fundort Moulmain und Süd-
ihamdla. Tenasserim, Flugzeit Oktober. — thamala Moore, mit dem Mergui Archipel als Heimat, zeigt im $ oberseits
braungelbe Binden und unterseits eine schön ockergelbe Bänderung auf fahl rotbraunem Grunde. Es ist
monata. ziemlich gewiß, daß fuliginosa auch noch in Perak entdeckt wird. • — monata Weyenbergh stammt von der Insel
serapica. Banka und wurde von Snellen in der Tijclschrift voor Entomologie 1897 t. 6 f. 3 abgebildet. - — serapica. Frühst.
differiert von f uliginosa Moore durch die größeren Subapicalflecken der Vflgl, die schmälere Submedianbinde
der Hflgl und von arnoldi durch die zierlichere Grauzeichnung aller Figl. Von serapica (die Köstliche, wegen
ihrer Seltenheit) hat Martin in 13 Jahren nur 3 — 4 Exemplare gefangen. Nordost-Sumatra, März
amoldi. 1894, 1 $ Coli. Fruhstorfer. — arnoldi Frühst, ist habituell größer als serapica, kleiner als thamala Moore-Q,
alle Grauzeichnungen, namentlich die Subapicalflecken, viel stattlicher als bei thamala. Samarinda, Siidost-
cura. Borneo (A. Kückenthal), Borneo (Shelford). ■ — cura Weym. Alle Binden schmäler als bei den vorgenannten
Rassen, Vflgl ausgezeichnet durch rein weiße statt gelbliche oder graue Subapicalflecken. Nias, 2 1 $
in Coli. Fruhstorfer,
N. ebusa ursprünglich aus Mindoro beschrieben, wurde bisher nur auf den mittleren und südlicheren
laclitia. Philippinen gefunden. — laetitia Frühst. (126 b) differiert von der Namenstype durch rundliche anstatt läng¬
liche Subapical- und Medianflecken der Vflgl, schmälere und dunklere Querbinden der Hflgl. Die Grundfär-
euphemia. bung meiner Exemplare erscheint mehr grau, Bazilan, Februar-März von W. Doherty gesammelt. — - euphe-
mia Frühst, ist habituell kleiner als die vorige, Grundkolorit dunkler, Medianflecken der Vflgl heller und gleich¬
mäßiger. Unterseite: Die schwarzen Binden obsoleter, die braunen und gelblichen ausgedehnter. Jolo. —
hegesandira. hegesandira subsp. nov. stellt eine verdunkelte Form dar, in der Regel größer als laetitia führt sie dennoch viel
kleinere, weiße, jedoch grau überstaubte Subapicalfleckchen als laetitia. Auch die Querstreifen aller Figl sind
ebusa. satter graubraun. Die Unterseite der $$ mehr rotbraun, die Binden mehr ins Gelbliche spielend. Mindanao. — ebusa
Fldr. die hellste der bekannten Inselrassen, mit weißlichen und breiteren Querbändern der Oberseite. Sub¬
marginalbinde der Hflgl verdoppelt. Vflgl mit prominenteren Intramedianmakeln besetzt. Mindoro. Flug¬
zeit während des ganzen Jahres. Es erscheint mir in hohem Grade Wahrscheinlich, daß fuliginosa Moore nur den
indisch-malayischen Zweig der ebusa bildet. Mir fehlt jedoch ausreichendes Material, diese Frage zu entscheiden;
trifft indessen meine Vermutung zu, dann müssen alle unter f uliginosa aufgezählten Inselformen ebusa koordi¬
niert werden.
PANTOPORIA. Von H. Frtjiistorfer.
623
Tribus Limenitidi.
Gattung': S^iidoporia Hbn.
Unterscheidet sich von der nachfolgenden Gattung Limenitis nur durch sehr geringe Strukturdifferenzen.
Die Abzweigung der beiden ersten Subcostaläste ist dieselbe ; nur der 3. Ast entspringt viel weiter nach dem Zellende,
fast in der Figlspitze und nahe dem 4., während er bei Limenitis halbwegs zwischen diesem und dem Zellende
steht. Beide Aeste, 2. und 3., sind genau so am Ursprung herabgebogen, Avie bei jener Gattung. Die Zellen der
Vflgl offen oder durch eine feine untere Discocellularis geschlossen; die der Hflgl stets offen. Die Costalader der
Hflgl bis zum Außenrd gehend (Unterschied von Neptis.) Die Präcostale ist sehr stark und in einem großen
Bogen nach außen gerichtet. Sie steht genau am Ursprung der Subcostale. Die c?cD Vorder fuße haben einen sehr
kleinen, aber in der Länge wechselnden Tarsus. Palpen und Fühler sind wie bei Limenitis gebildet. Copulations-
organe durchaus limenitoid, erheblich von jenen der vorigen Gattung abweichend durch das Fehlen eines distalen
Zahnes derValve und kaum von jenen der neotropischen Limenitiden- Gattung Adelpha zu unterscheiden. Uncus
einfach, ziemlich lang (im Gegensatz zu den Apaturiden, welche mit einem äußerst kurzen, verkümmerten Uncus
versehen sind), distal spitz, etwas nach unten gebogen, Scaphium äußerst schwachhäutig, zumeist auf der
Photographie nicht zu erkennen. Valve lang, medial etwas verdickt, mit einem ventralen Höcker, nach innen
muldenförmig und wie bei Adelpha dorsal mit einem schwachen zahnartigen Gebilde versehen, welches je nach der
Spezies etwas in der Stellung wechselt, entweder basal oder mehr nach der Valvenmitte emporragt. Rp
durchaus verschieden von den Neptiden-Rpn, kurz, gedrungen, grün mit lateralen roten Punkten und roten
Bauchfüßen, deren 1., 2., 4., 8., 10. und 11. Glied mit langen Dornen besetzt ist, die übrigen Glieder mit kurzen
( Athxyma ), oder länglich, wurmförmig, grün mit rotem Dorsalfleck; alle Segmente mit langen Dornen besetzt.
Pp mit divergierenden Kopf hörnern ( Pantoporia ).
Die Pantoporien s. strict. entstammen Puppen mit auseinanderstehenden, hammerförmigen Kopf¬
hörnern. Die Athymen solchen mit parallellaufenden, spitzen Kopfansätzen. Diesen verschiedenartigen Kopf¬
schmuck könnte man wohl versucht sein, als Gattungscharakteristikum zu verwenden. Betrachten wir aber die
Kopfform gewisser indischer Limenitiden, wie z. B. Limenitis procris Cr. und Limenitis calidasa Moore, so kommen
wir zu dem Ergebnis, daß procris mit hammerförmigen, stumpfen, calidasa aber mit stark gekrümmten, jedoch
äußerst spitzen Kopfhörnern bewehrt ist. Dabei stehen sich beide Arten so nahe, daß man in die Versuchung
kommen könnte, sie als Subspezies zu behandeln, um so mehr, als calidasa Moore auf Ceylon in der Tat für die
kontinentale, häufige und weit verbreitete procris e, intritt. Die Unhaltbarkeit der Kopf hörn er als Gattungsfunda¬
ment ist damit klar erwiesen. Noch weniger stichhaltig erscheint das Vorhandensein oder Fehlen jenes eigen¬
tümlichen Haarringes auf dem ersten Hlbsegment, der viele Spezies auszeichnet. Dieser Haarkranz ist bei
einigen Athymiden besonders üppig und erstreckt sich manchmal noch auf das zweite Abdominalsegment, ver¬
schmälert sich bereits wieder bei Athyma pravara und wird bei perius schon undeutlich. Bei den Pantoporien
fehlt er zum Teile gänzlich oder er mangelt den <J, um bei den $ wieder aufzutreten. Resumptiv stehen wir
also der Tatsache gegenüber, daß wir kein einziges stichhaltiges Merkmal auffinden, daß weder die Flglzeich-
nung, das Geäder, die sekundärsexuellen Erscheinungen des Imago, ja selbst nicht einmal die Gestalt der Rpn
und Ppn einen sicheren Anhalt bieten. Wir müssen also auch bei dieser Nymphalidengruppe anerkennen, daß
nichts beständig ist außer dem Wechsel und der Flucht der Erscheinungen. Doherty, den seine Beobachtungen
zu einem ähnlichen Resultat führten, faßt seine Ansicht dahin zusammen, daß er Proc. Zool. Soc., 1891, p. 271
in klassisch*. r Kürze schreibt: „Charakteristikum dessen, was ich Nymphaliden nenne (nämlich die Neptis-
Euthalia-Limenitis-GrvL'ppe), ist das gänzliche Fehlen echter Genera. Die Struktur ist plastisch und eine Type
schmilzt unmerklich mit einer anderen zusammen.“
Das Maximum der Differenzierung erreichen naturgemäß die rein tropischen Arten, deren Polymorphis¬
mus und Polychroismus fast mit allen bekannten Parallelerscheinungen ausgesprochenster Variabilität unter den
Eymphaliden zu rivalisieren vermag, während sich die Spezies aus den klimatisch gemäßigteren Regionen konser¬
vativer verhalten. Die nachfolgende Aufzählung der bekannten Arten möge mit den Spezies beginnen, die sich
am weitesten vom Limenitis-Chavaiktev entfernen, und mit jenen schließen, die am konsequentesten bei dem
Limenitis- Typus verharren. Beide Extreme berühren sich übrigens wieder dadurch, daß sowohl bei den Athy¬
miden s. strictu wie bei den nördlicheren Pantoporien die Geschlechter annähernd monomorph bleiben, während
bei den übrigen Arten eine vorherrschende Neigung zu sexueller Differenzierung zu registrieren ist. Und diese
Extreme selbst werden wieder durch Zwischenglieder verbunden, bei denen die A den Limenitis-Typus bewahren,
während sich die $ in einem Kleide bewegen, das den Zeichnungscharakter der Neptis wiederholt. Diese Kon¬
vergenzerscheinung hat frühere Autoren zu der Annahme verleitet, daß es sich hierbei um Mimicryformen handelt.
Das geographische Verbreitungsgebiet der Athymiden und Pantoporiden umfaßt das ganze Südostasien.
Wir begegnen ihnen ebensowohl auf dem Kontinent, als auf der tropischen und subtropischen Inselwelt. Auf
dem Festlande von Indien gehen sie vom heißen Tieflande bis an die Himalayakette, die sie nordwärts nicht zu
überschreiten vermögen, während sie in China vom Süden an bis zum Yangtsetal vorgerückt sind. Je eine
Art hat sich die südlichste Liu-Kiu-Insel Ishigaki uncLF ormosa erobert . Ein besonders 'günstiges Feld zu ihrer
Entwicklung boten die Philippinen und von diesen wiederum die Insel Palawan mit ihren Satelliten und mehreren
624
PANTOPORIA. Von H. Fruhstorfer.
endemischen Arten, von denen wir bereits nenn Spezies kennen, trotzdem die Inselkette nur partiell durch¬
forscht ist.
Das Hauptkontingent stellt jedoch das makromalayische Gebiet, während nach Osten, im mikroma-
layischen Gebiet, die Zald der Arten sehr schnell verarmt, denn von Sumba und Sumbawa sind nur noch je
zwei Spezies zu registrieren. Auffallend ist das gänzliche Fehlen der Pantoporiden etc. in Ceylon, trotzdem in
Süd-Indien noch drei, auf den Andamanen noch eine Art vorkommt, ja selbst das kleine Mas fünf Spezies
beheimatet, und das Wiederauftauchen auf den Salomonen (wohin sie wohl über die Philippinen gelangt sein
müssen), da sie aus Neu-Guinea und Australien bislang nicht nachgewiesen wurden.
Tabellarisch ergibt sich folgendes Bild der Artenzahl. Es bewohnen:
Sumatra und Borneo je 10 Arten, Mas 5 Arten,
China und die Philippinen je 9 Arten, Bali, Lombok, Sumbawa und Sumba je 2 Arten,
Sikkim, Assam und Java je 8 Arten, Salomonen 1 Art.
Tonkin und Annam je 7 Arten,
Als beachtenswerte Erscheinung sei noch auf das häufige Auftreten von Athymidenweibchen auf klei¬
neren Inseln hingewiesen, eine Tatsache, die auch bei Papilioniden, Euthaliden, Charaxes etc. ihre Analogien
findet. So ist z. B. von der weit verbreiteten kontinentalen Athyma kresna Moore das $ noch nicht bekannt,
während die $ einer Lokalrasse aus Mas, nämlich von reta syma Frühst, nicht selten sind. Von alcamene Fldr.
der Philippinen sind fast nur $ in den Sammlungen.
Mit Ausnahme von Athyma perius L., die sich überall in der Nähe menschlicher Wohnungen herum¬
treibt, zählen die Athymiden zu den Waldbewohnern ; sie sind jedoch keineswegs Schattenschmetterlinge oder
lichtscheu, sondern halten sich mit Vorliebe in sonnigen Lichtungen und am blumigen Waldrande auf. Die meisten
Arten bevorzugen Höhen von 2000 — 5000', einige Spezies steigen jedoch zu alpinen Regionen empor. So wissen
wir, daß jina Moore noch auf 6000' Höhe gefangen wurde und opalina Koll. fühlt sich noch auf 10 000' heimisch
und man hat deren Rp noch auf 6500' Höhe im Himalaya beobachtet. Alle Athymen sind starke Flieger, die sich
mit raschen Stößen vorwärtsbewegen. Nur selten fliegen sie jedoch auf große Distanzen, sondern setzen sich
häufig mit offenen Flgln auf Bäume und Büsche. P. perius geht gelegentlich auch auf nasse Stellen am Wege.
Neuheiten an Athymiden sind nur noch spärlich zu erwarten, das beweist schon die tropfenweise Entdeckung
von Athyma- Arten in den letzten Jahrzehnten.
Während Moore 1857 und 1858 nacheinander 10 Spezies beschreiben konnte, haben Martin, Wate r-
stradt und ich in 10 — 15 jähriger Sammelperiode nur je eine neue Spezies der Verborgenheit entrissen. Immer-
h n dürfen wir noch auf Zuwachs an schönen und distinguierten Lokalrassen von den Satellit-Inseln von Sumatra
und gewiß auch noch von einigen der kleinen Philippinen-Inseln rechnen.
A. Arteragruppe Athyma.
Zelle der Vflgl entweder ganz offen oder nur durch eine ganz feine Röhrenader geschlossen.
I. Geschlechter mono m orp h.
a. Augen nackt.
pravara. P. pravara, die unscheinbarste Spezies der Gattung; leicht kenntlich am ungeteilten Zellstreifen
der Vflgl, welchen sie nur noch mit P. jina Moore und P . fortuna Leech (Bd. I, Taf. 59 d) gemeinsam besitzt .
Die Fleckung der Oberseite ist bei allen Formen wie bei esra ( 1 2 3 d ) verteilt und wechselt je nach der Lokalität
an Ausdehnung. Die Unterseite variiert von licht grau bis zu kaffeebraun. Hflgl mit mehr oder Aveniger deutlichen
braunen, bindenartig aneinander gereihten Medianmakeln und einem grünlichen Basalanflug. Verbreitung von
acutipcnnis. Nord-Indien und Indo-China über Macromalayana. — acutipennis Frühst. Kontinentalindische pravara ent¬
fernen sich von ihren insularen Schwestern durch die gelbliche Färbung jedweder Flecke und Binden. Die
Unterseite ist erheblich verdunkelt von braunem anstatt grauem Kolorit und prägnanterer Schwarzfleckung,
die sich viel prononzierter von der Grundfärbung abhebt. Das wesentlichste Merkmal Weisen die $ auf mit
ihrem langausgezogenen, spitzen Flglapex, der bei den übrigen promra-Rassen viel kürzer und abgerundeter
indosinica. geschnitten ist. Assam, Birma, Tenasserim. — indosinica Frühst, hat mit acutipennis die verdunkelten Binden
der Figloberseite und die dunkelbraune Abtönung der Flglunterseite gemeinsam. Bei indosinica ist der mela-
notische Typus noch weiter vorgeschritten, was sich durch die Reduktion der weißgelben Subapicalflecke und die
Verschmälerung aller Längsbinden besonders bemerklieh macht. Die Figlform der $ hält etwa die Mitte
zwischen acutipennis und den insularen pravara. Tonkin, Chiem-Hoa, August, September, in ca. 1000' Höhe,
salvini. Siam, Januar, auf 300 m Höhe. — salvini subsp. nov. Unter diesem Namen hat Staudinger eine ausgezeichnete
PANTOPORIA. Von H. Fruhstorfer.
625
U 4y-\ Ausgegeben 15. X. 1912.
geographische Rasse in seiner Sammlung stecken, welches er in seiner Aufzählung der Falter von Palawan,
(Iris 1889) nicht erwähnt. Der Zellstreifen des $ ist bis auf ein kommaartiges Strichelchen reduzier! . dagegen die
Medianbinde der Hflgl wesentlich breiter als bei sonstigen pravara- Rassen. Insel Palawan, jedenfalls sehr selten.
— pravara Moore, die typische Unterart, stammt aus Nord-Borneo. Dortige Exemplare führen schmälere Wei߬
zeichnung der Oberseite als esra (123 d). Braune Medianfleckung der Unterseite gering entwickelt. Aus Nord-
und Südost-Borneo in meiner Sammlung. — helma Frühst. (= pravara List. Rhop. Malay., p. 160—161,
PI. 16, Fig. 11) Sumatra-Exemplare entfernen sich von solchen aus Borneo durch das ausgedehn¬
tere, hellere Weiß aller Figl; Merkmale, die besonders auf der Flglunterseite deutlich ausgeprägt sind. Pa-
dang, West-Sumatra, Deli, Nordost- Sumatra, Banka ? Malayische Halbinsel. — varina Frühst. Hier bemer¬
ken wir eine weitgehende Reduktion der Weißfleckung, die sich sogar auf den stark verschmälerten Discal-
strich der Vflglzelle erstreckt. Von der subapicalen weißen Fleckenreihe der Vflgl erscheint die oberste und
untere der drei Makeln stark verkleinert. Die postdiscale, braunschwarze Fleekenserie der Hflgl gewinnt
dagegen an Ausdehnung und wird fast ebenso prägnant wie bei indosinica Frühst. ■ — - esra Frühst. Wie üblich,
wird Java von der hellsten pravara- Form bewohnt, die durch Moore bereits ziemlich genau zur Darstellung
gelangt ist. Meine Exemplare differieren von Moores Figur nur durch das Vorhandensein von drei subapicalen,
weißlichen Vflglmakeln, von denen wir bei Moore nur zwei dargestellt finden. Alle Binden und Flecke von
esra präsentieren sich ansehnlicher und erheblich ausgedehnter als bei den übrigen Rassen, besonders lebhaft
ist der Kontrast von esra gegenüber indosinica. Die Flglunterseite differiert von pravara und helma etc. durch
die hellere graue Grundfärbung. Ost- und West- Java, esra bewohnt Höhen von 1500 bis 4000'. Doherty
hat von Sumba eine Spezies beschrieben, die er nahe amhara stellt, die der Diagnose nach jedoch in die pravara-
Gruppe gehört. Möge sie deshalb hier einstweilen Platz finden:
P karita Loh. $ oben tief braun, die Mittelbinden grünlichweiß, Zelle ohne Spur eines weißen Strei¬
fens. Hflgl mit zwei grünlichgelben Binden, von welchen die zweite aus sechs isolierten Makeln besteht. Unter¬
seite matt braun, der Abdominalrand der Hflgl breit bläulich angeflogen. Insel Sumba auf ca. 500 m Höhe.
Auf den Philippinen finden wir eine wohldifferenzierte Art aus der pravara- Gruppe , die sehr selten sein muß,
weil sie seit ca. 30 Jahren nicht mehr gefunden wurde. Der Entdecker der Spezies ist Dr. Jagor, der Anfang
der Siebzigerjahre des vorigen Säkulums die Philippinen bereist hat. Zu seinen Ehren wurde die seltene
Spezies benannt als P. jagori Frühst. Oben ähnlich pravara, nur sind alle weißen Flecke und Binden mit
alleiniger Ausnahme der submarginalen erheblich verbreitert. Der Discoidalstrich der Vflglzelle ist von der
Basis bis zur Figlmitte rötlichgelb bezogen, seine obere Hälfte ist nicht rein weiß wie bei pravara,
sondern schwärzlichgrau beschuppt, wodurch das Aussehen des Falters wesentlich beeinflußt wird. Unterseite:
Dunkel kaffeebraun; Oostalrinne basalwärts gelblich beschuppt, Discoidalstrich rein weiß, gleich breit bleibend,
distal nicht kolbig verdickt. Weißer Discalstrich etwas jenseits der Abzweigung von Makel 1 durch eine braune,
unregelmäßig gebogene Querlinie unterbrochen. Diese Querlinie macht oberflächlich und ohne starke Lupe
betrachtet den Eindruck eines Zellschlusses, der auch bei pravara durch einen schwarzen oder braunen Bogen
vorgetäuscht wird. Der weiße Submarginalfleck zwischen der oberen und mittleren Medianader nicht wie
bei pravara nach innen gerückt, sondern mit den übrigen in einer vertikalen Reihe stehend. Sub-
apicalflecke lang, schmal, der mittlere nur mäßig länger als der obere und untere. Subanalflecke ziemlich
gleich groß, eng aneinander gepreßt. Basalfleck zwischen drittem Medianast und Submedianader rot¬
braun. Hflgl: Der weiße Bezug an der Präcostale breiter. Medianbinde sehr breit weiß. Postdiscal-
binde breit rotbraun. Submarginalbinde geradliniger (und weniger gekernt als bei pravara), schmäler, etwas
diffus. Fühler wie bei pravara, mit rotbrauner Spitze. $, Luzon, von Dr. Jagor gesammelt. Type im Berliner
Museum.
Neben jagori lebt auf den Philippinen noch eine zweite Art aus der pravara- Serie, die Felder bereits
1863 bekannt gab: Es ist dies P. alcamene, welche gelbliche anstatt weiße Fleckenbinden auf allen Flgln
trägt, so daß auch in der pravara- Gruppe Arten mit weißen und dunklen Binden auf den Philippinen abwechseln,
und zwar in der Weise, daß Luzon von hellen, Mindanao von melanotischen Formen bewohnt wird, wie bei P.
gutama und kasa Moore, alcamene zerfällt in zwei Lobairassen : alcamene Fldr. (124a $). Unterseite graubraun mit
dunkel braunen Streifen und Schatten. Hflgl in der Submedianregion wie bei pravara grünlichblau überhaucht.
Von pravara ist alcamene aber ohne weiteres durch die kleineren Flecken und Binden zu unterscheiden ; die Unter¬
seite hat im ganzen einen bräunlichen Anflug und alle Zeichnungen von hellerem Farbenton als oberseits. Es
scheint daß alcamene vorwiegend Bergstrecken bewohnt. Sehr selten. Flugzeit nach Semper Januar bis Novem¬
ber. Ost- und Südwest-Mindanao. Bazilan, Februar, März, - — von Doherty gesammelt in meiner Kollektion.
- — - generosior Frühst. $. Alle Flecke und Binden noch schmäler als bei alcamene Fldr., von leuchtend gelb¬
brauner Färbung. Die gelbliche Postdiscalbinde der Hflgl analwärts stärker gebogen und weiter nach oben ge¬
rückt. Unterseite: Grundfärbung hell kaffee- anstatt graubraun, mit dunkel rotbraunen Flecken. Subapical-
flecke der Vflgl rundlicher. Die weißlichgraue Subbasalbinde der Hflgl wesentlich schmäler. Mindoro, ver¬
mutlich ähnlich auch auf Cebu, Bohol, Ponaon.
helma.
varina.
esra.
karita.
jagori.
alcamene.
generosior.
IX
79
626
PANTOPORIA. Von H. Frtthstorfer.
jina.
jinoides.
santeri.
fortuna.
perius.
perinus.
elwesi.
baelia.
asura.
P. jina (Bel. 1, p. 186), gleicht in der Größe und Zeichnungsverteilung P. perius (124), nur zeigt sie eben¬
so wie pfavara einen ungeteilten, nach vorne verdickten, rein weißen Zellstreifen. Unterseite rötlichbraun
weiß gebändert, ohne Spuren brauner oder schwärzlicher Makeln und dadurch sofort zu erkennen.
Drei geographische Rassen sind aufzuzählen: jina Moore ist eine der seltensten Athyma- Arten; mir
ging aus Sikkim im Laufe vieler Jahre nur ein Exemplar zu, trotzdem ich mindestens 50 — 60 000 Falter von
dort importierte. Nach Elwes lebt sie nur auf Höhen von 6000 — 8000' in der Region dichten Waldes, wo sie
im Juli gefangen wurde. Nach De Niceville erscheint sie auch im April, was ich nur bestätigen kann. In
China bildete sich eine gut differenzierte Lokalrasse aus, jinoides Moore (Bel. 1, p. 186). Nach Leech ist jinoides
im Gegensätze zu jina am Omeishan sehr häufig, sie wurde dort im Juni und Juli bis zu 6000' Höhe gefunden,
so daß wir die Heimat der Art in China zu suchen haben, von wo aus sie auch nach Formosa übergetreten ist,
wo wir in sauten subsp. nov. eine prägnante Rasse als große Seltenheit wiederfinden, sauteri führt fast nochmal
so breite weiße Mittelbinde der Hflgl als jina und jinoides, dagegen sind als Konsequenz des Satellitinselcharak-
ters die weißen Submarginalflecken verkleinert, hängen nicht bindenartig aneinander, sondern stehen weit ge¬
trennt. Formosa, nur ein ; Type am Deutschen Entomologischen Museum in Berlin-Dahlem, wohin Saeter
eine größere Sammlung als Geschenk überwiesen hat.
P. fortuna Leech (Bd. 1, p. 186, Taf. 59 d) hat mit jina denselben kompletten Zellstreif gemeinsam,
differiert aber unterseits durch an P. nefte gemahnenden blauen Anflug der Basalregion der Hflgl. — - diffusa
Leech scheint einer extremen Trockenzeitform anzugehören wegen der breit ausgeflossenen Weißfleckung
aller Figl. Nach Leech ausschließlich in Zentral-China in Chang-Yang und Ichang am Yangtse im Juni
und Juli, ziemlich häufig.
P. perius, nicht allein die älteste bekannte, sondern auch die in den Sammlungen häufigste Art, die von
allen Spezies am weitesten verbreitet ist und mit Ausnahme von Java kaum irgendwo zur Bildung von Lokal¬
formen neigt. Daraus dürfen wir schließen, daß wir in perius eine wohlausgebildete, resistente, also phylogene¬
tisch alte Art vor uns haben, perius L. (Bd. 1, p. 186, Taf. 59 a $. 124 f £ statt $) bewohnt ganz Süd-Asien,
von Formosa durch Süd-China über Tonkin, Annam, Siam, den östlichen und westlichen Himalaya bis Siid-
Inclien; Hainan. Auf den Sunda-Inseln von Sumatra bis SumbaWa und Sumba, Kangean. Auf Ceylon fehlt
perius. Auf Formosa, in China und Tonkin erscheint die Form der Regenzeit in der ärmeren Weißfleckung,
wie sie Bd. I dargestellt ist, auch erwähnt Niceville eine unterseits braun überflogene, ungewöhnlich dunkle
Form von Darjeeling und Bhutan. Sumatra-Exemplare fallen durch breitere, rein weiße Streifung auf und
bilden bereits einen Uebergang von kontinentalen Formen zu perinus. Im Kumaon-Himalaya steigt perius
bis zu 2000 m Höhe empor, bevorzugt aber sonst die Niederung und liebt mehr offene Stellen als den Wald, pe¬
rinus Frühst. Conform den übrigen Athymen von Java ist auch perinus ausgezeichnet durch die verbreiterten
weißen Figlbinden, perinus könnte man für eine Trockenzeitform halten, wenn ich sie nicht auf Java zu allen
Jahreszeiten gleichmäßig entwickelt angetroffen hätte, und zwar in demselben Kleide unten an der Küste
wie hoch oben auf 4000' Höhe, perinus differiert von perius durch die breitere Weißfleckung aller Figl, nament¬
lich der fast doppelt so breiten, rein Weißen Subbasalbincle der Hflgl. Die Submarginalbinde zeigt dagegen
eine Tendenz, sich zu verschmälern. Auf der Unterseite derVflgl ist noch bemerkenswert, daß die weißen
subapicalen und submarginalen Flecke, welche bei perius stets weit getrennt stehen, zu einer kompakten Binde
zusammengeflossen sind. Ost- und Westjava. Wie schon bekannt, liebt perius im Gegensätze zu den
übrigen Athymen, die den Wald bewohnen, das offene Feld, wo sie längs der Wege und Straßen überall häufig
ist und selbst bei schwerem Regen fliegt. • — Rp in Indien auf Glochidion, auf Java auch auf einer Spezies
Phyllanthus, welche den Eingeborenennamen Dempid-Lolot hat.
P. asura verbreitet sich über die südchinesisch indische Region und Makromalayana. Vermöge der
schwarzen Kerne, welche die weißen Submarginalflecken der Hflgl sowohl ober- wie unterseits dekorieren, ist
asura mit ihren Vikarianten leicht von den übrigen Athymiden zu unterscheiden. Die Unterseite (man vergleiche
Bd. 1, Taf. 59 a) wechselt von hell zu dunkel rotbraun, zeigt manchmal einen prächtigen violetten Anflug der
weißen Submarginalmakeln besonders der Hflgl. Das $ ist eine hervorragende Erscheinung, bedeutend größer
als das <$, mit gelblichweißen Bändern der Oberseite, welclm sich nach unten als rein weiße, nach innen blau¬
grün überhauchte Felder wiederholen, elwesi Leech (Bd. 1, p. 186, Taf. 59 a) führt die schmälsten weißen
Mittelbinden. Von Changyang an bis zur äußersten Setchuan-Tibetgrenze auf etwa 2000 m Höhe im Juni bis
Juli, aber überall selten. — baelia Frühst, steht in der Größe hinter elwesi zurück, weist aber dennoch ausgedehn¬
tere weiße Mittelbinden aller Figl auf. Die Unterseite bleibt etwas dunkler, differiert aber sonst von elwesi,
abgesehen von der ansehnlicheren Medianstreifung, nur durch etwas markantere weiße Subapicalmakeln der
Vflgl. Juni, Juli, im gebirgigen Formosa, so bei Chip-Chip und am Lehiku-See, etwa 1200 m. Von H. Safte r
entdeckt. — asura Moore weist noch breitere vorherrschend gelblich getönte Bänderung der Oberseite auf.
Das $ ist fast so groß wie das P. larymna-rf (124d), Unterseite lichter rotbraun als bei den übrigen Schwester¬
formen. Moore bildet auch eine markante Form der Trockenzeit ab mit rein weißen, sehr breiten Binden, wie
ich ähnliche Exemplare in Annam im Januar beobachtet habe. Von Kulu bis Ober-Birma, Flugzeit Juni bis
PANTOPORIA. Von H. Fruhstorfer.
627
Oktober, überall selten und in Sikkim bisher überhaupt noch nicht beobachtet. — idita Moore bildet die natür- idita.
liehe Fortsetzung der vorigen, erscheint in Süd-Tenasserim, dem Mergui Archipel und der Malayischen Halb¬
insel. Durch die peripherisch blaugrün überhauchte Mittelbinde der Oberseite, die nahezu verschwundene
schwarze Perlenkette der Hflgl, deren Punkte nur noch unterseits angedeutet sind, differiert idita von den
kontinentalen und nördlicheren Rassen. — pusilla subsp. nov. bewohnt die Insel Banka, ist viel kleiner als pu&illa.
Perak- und Sumatra-Exemplare mit leuchtend weißen Binden und viel lichterer Unterseite. Type am Museum
in München. — anaka Frühst. Die dieser Form tragen die schmälsten Medianbinden der Vflgl, die sich analca.
bei einigen Exemplaren analwärts bereits verdunkeln, so daß das peripherische Blaugrün das Weiß fast völlig
verdrängt. Die Unterseite ähnelt jener von idita und ist dunkel kaffee- oder schokoladebraun, was besonders
bei den $$ auffällt. Die $ sind die größten $ der malayischen aswra-Rassen mit sehr viel breiteren subapicalen
Makeln und medianen Binden. Nord-Borneo, Südost-Borneo, Pontianak. - — - battakanaFr«7«.s<. ( 124 c). Sumatra- batlalcana.
Exemplare tragen schmälere weiße und prominenter blaugrün begrenzte Medianbinden als latecincta. Diese
Binden sind jedoch etwas breiter als bei typischen idita der malayischen Halbinsel, von denen sie durch eine
mehr rot- als dunkel kaffeebraune Färbung der Flglunterseite abweichen. Die Subapicalstrigae der Vflgl erschei¬
nen länger als bei latecincta. Deli, Sumatra. Die abgebildete helle Form scheint in West-Sumatra auf dem
Padang Bovenland nicht mehr vorzukommen; — ■ alle dortigen Exemplare führen schmälere Binden. — late- latecincta u
cincta Frühst, besitzt im Gegensatz zu den übrigen makromalayischen asura- Zweigen schwarze Kerne der
weißen Submarginalflecke der Hflgl, wodurch latetincta an asura Moore von Vorderindien erinnert. Die Flgl¬
unterseite ist zudem von allen übrigen Rassen durch die hell rotbraune Grundfärbung abweichend. West -
Java, Vulkan Gede, 4000' Höhe. Diese schöne Art ist auf Java selten und ich konnte sie im Osten der Insel
nicht beobachten.
P. larymna und zwei nachfolgende Arten bilden die Riesen unter den Pantoporiden. Die Zeichnung
ergeben unsere Figuren von larymna (124cl) und elisa (123 b). Je nach der insularen Heimat ändert sich die
Ausdehnung der weißen oder gelblichen Querbinden und wechselt der Farbenton der Unterseite von grau zu kaffee¬
braun. Das $ ist stets größer hat oberseits reiner weiße, stattlichere Binden als der^, von dem es auch durch
rundlichere Figl und lichtere Unterseite abweicht. Alle Zweige der Gesamt art sind selten, namentlich an der
Peripherie des Vorkommens, larymna fliegt mit kräftigen Flglschlägen, aber niemals weit. Man trifft sie stets
einzeln am Unrat und feuchten Stellen der Waldwege. — siamensis Frühst, präsentiert sich als die kleinste siamensis.
der bisherigen Rassen, vielleicht nur deswegen, weil die Typen der Trockenzeitform angehören. Die Figl sind
zierlicher geschnitten, namentlich verschmälern sich die Hflgl. Die Weißfleckung ist reduzierter als bei den übri¬
gen Rassen. Die Unterseite nähert sich durch das lebhafte Kaffeebraun jener von laryma, von der sie sich
übrigens durch die reduzierten Weißbinden andererseits am meisten entfernt. Siam, Hinlap und Muok-Lek,
Januar, Februar in ca. 1000' Höhe. Malayische Halbinsel und nördlich bis Ober-Tenasserim, wo sie vom Februar
bis August beobachtet wurde, siamensis setzte sich auf nasse Felsen längs der Bahnstrecke, die Bangkok mit
Korat im Innern des Landes verbindet. Aufgescheucht, entfernen sich die Falter, um sich nach einiger Zeit
mit offenen Flgln wieder auf Blättern zur Ruhe niederzulassen. — agina Frühst. <3$ sind kleiner als $$ aus agina.
Java und zeigen einen geschwungeneren, zierlicheren Figlschnitt. Der dreiteilige, bläulichweiße Strich in der
Zelle ist viel dünner als bei allen übrigen Lokalformen, der Fleck über der Zelle nicht dreieckig, sondern viereckig
und die Binden der Hflgl, besonders die zweite untere, sind viel schmäler als bei larymna und elisa. Die Zelle
der Vflgl-Unterseite wird ausgedehnter mit Braun angefüllt und die braune Medianquerbinde der Hflgl tritt
schmäler und schärfer abgegrenzt auf als bei den verwandten Formen. Vflgllänge des $ 44 mm. Insel Palawan,
sehr selten. - — - elisa Frühst. (123 b) kommt am häufigsten nach Europa. Weißfleckung der Oberseite kaum halb elisa.
so ausgedehnt als bei der javanischen larymna, $$ sehr groß mit bläulich umrandeten Streifen und Flecken.
Unterseite der etwas lichter graubraun als bei kontinentalen Exemplaren. Nord- und Süd-Borneo, Pontia¬
nak. — larymna Dbl. der nomenklatorische Typus stammt aus Java. Wie wir dies bei allen Neptiden und Panto- larymna.
poriden festzustellen haben ist auch larymna weitaus die am markantesten weißgefleckte Form. Namentlich
fallen die großen Subapical- und Intramedianmakeln der Vflgl ins Auge. Die hintere Binde der $3 ist
ebenso ansehnlich als sonst jene der $$ der verwandten Rassen. Sehr spärlich, von mir nur in den Wäldern
der Wijnkoops Bai und bei Sukabumi aber niemals im Osten der Insel auf etwa 600 m beobachtet. - — selessana selessana.
Frühst. <§: Nahe elisa Frühst. Figl rundlicher, Unterseite reicher weiß gesäumt. Binden viel schmäler als bei
larymna. Unterseite dunkler, gleichmäßiger braun, reicher violett ornamentiert. Binden breiter als bei siamensis.
Unterseite dunkler braun mit reicheren violetten und weißen Flecken. 9 : Am nächsten elisa- Weibchen, jedoch
mit oberseits ausgedehnteren weißen Zeichnungen. Unterseite: Binden der Hflgl merklich schmäler, gerad¬
liniger verlaufend. Grundfärbung satter braun. Weißfleckung reduzierter als bei larymna, breiter als bei sia¬
mensis. Unterseite in der Färbung mit larymna übereinstimmend, heller als bei siamensis. Nordost- und West-
Sumatra. - — bangkanensis subsp. nov. kleiner als Sumatraner, die Mittelbinden auffallend schmal, die Unter- bangkanen-
seite viel heller. Insel Banka. Type am Museum in München. — subcurvata Frühst, kombiniert in ihren sJf(^curi.a{a
beiden Geschlechtern die Eigenschaften von elisa Frühst, aus Borneo durch die schmalen, gelblich getönten "
Binden der $ und von larymna Dbl. aus Java durch die ungewöhnlich breiten Querbänder der $$. Das $ ist
von allen übrigen Rassen leicht zu unterscheiden durch die stark gekurvte Subbasalbinde der Hflgl, die bei
628
PANTOPORIA. Von H. Fruhstorfer.
elisa und namentlich bei siamensis fast geradlinig verläuft. Der Figlunterseite ist ein fahles Braun eigentüm¬
lich, des weitern eine besonders lange, prominente und tiefbraune Discalbinde. Beim $ stehen die Subapical-
und Subanalflecke der Vflgl getrennter als bei larymna von Java, die Subbasalbinde der Hflgl nimmt eine schmä¬
lere, die äußere Binde eine breitere Form an. Deren Färbung ist dunkler als bei elisa, siamensis und larymna,
gelblich anstatt weiß. Insel Nias.
P. magindana gleicht oberseits der larymna in der allerdings äußerst reduzierten Gestalt der Zeichnungs¬
anlage, während die rötlich-gelbe Färbung an alcamene (124 a) gemahnt. Die Unterseite bewahrt durchaus
den larymna- Charakter, so daß es nur der Auffindung von Transitionen bedarf um magindana als philippi¬
nische Unterart der larymna anzugliedern. Das Kolorit der Unterseite wechselt von grau bis zu rotbraun mit
magindana. dunkleren discalen Schattenbinden. - — - magindana Semp. Flugzeit von Januar bis November. Mindanao,
zilana. sehr selten. — zilana Frühst. Das differiert von magindana -$ von Mindanao durch die rötlichen anstatt
gelblichen Figlbinden. Die Querbänder der Hflgl sind breiter, gleichmäßiger und verlaufen weniger steil als bei
magindana. Unterseite: Grundfärbung mehr rot als graubraun, mit reicherem violetten Bezug. Alle Wei߬
flecke prononzierter, Fühler dunkler. Bazilan, Februar, März von W. Doherty gesammelt . Auf Bohol lebt eine
verwandte Rasse, welche Semper von dort erwähnt, die mir aber in natura unbekannt geblieben ist.
In der Celebischen Subregion und den Süd-Molukken existiert die habituell ansehnlichste Spezies der
Pantoporiden, die durch das rötliche Kolorit der Oberseite hervorstechende P. eulimene. Auch bei ihr wieder¬
holt sich die larymna- Zeichnung, nur sind alle Flecken und die Submarginalbinden der Hflgl ausgedehnter,
während die Mittelbinde der Hflgl einer Reduktion unterworfen ist. Die Unterseite zeichnet sich aus durch wei߬
lich gelbe nur peripherisch manchmal noch rötliche Querstreifen und ausgedehnte schwarze Schatten und
hadoura. Binden. - — badoura Btlr. differiert von der dargestellten eulimene (123 b) durch kleine, undeutliche rötliche
Subapicalmakeln der Vflgl und verringerte Binden aller Figl. Unterseits sind die gelben Felder ausgedehnter,
die schwarzen Begleitstreifen vermindert. Nord-Celebes, selten. Von mir bei Toli-Toli, November-Dezember
gesammelt, auch aus der Minahassa in meiner Kollektion. Süd-Celebes-Exemplare sind kleiner und namentlich
hcgelochus. oberseits fahler, mehr gelblich statt rötlich gebändert. — hegelochus subsp. nov. ist in der Sammlung Statidiyger
aus Bangkai vertreten. Namentlich die $$ stehen im lebhaften Gegensatz zu den bekannten eulimene- Rassen
durch verbreiterte und mehr gelbbraune Binden der Oberseite. Die Unterseite ist noch fahler als bei Süd-
■symphelus. Celebes-Indivicluen, heller braungelb und nur leichthin schwarz gefleckt. — symphelus subsp. nov. bildet das
melanotische Extrem der Kollektivspezies. G oberseits nur geringfügig von badoura von Celebes verschieden,
das $ zeigt jedoch schmälere rotgelbe Binden. Die Unterseite ist völlig verfärbt, wesentlich dunkler und nahezu
eulimene. schwarzbraun. Sula-Inseln, Type am Msueum in Berlin, von Dr. Platen gefunden. — eulimene Godt. (= jo-
caste Fldr.) (123 b) von der wir ein $ aus Buru darstellen, kommt auch auf Amboina vor. spitzflügeliger als
das $, mit etwas zierlicherer Rotfleckung. Unterseite abgesehen von den hellen Binden nahezu schwarz, beim
$ schwarzbraun. Sehr selten, nur wenige Exemplare in den Sammlungen.
B. Artengruppe Pantoporia.
Zelle der Vflgl stets geschlossen.
,,Rp länglich, wurmförmig, grün mit rotem Dorsalfleck; alle Segmente mit langen Dornen besetzt.
Pp mit divergierenden Kopfhörnern“. $$ nur bei einigen Arten mannähnlich, sonst auffallend sexualdimorph
und polychrom.
P. kanwa eine seltene und unscheinbare Spezies von Assam und Birma an südlich bis zum makroma-
layischen Gebiet ausgedehnt, jedoch auf Perak und Java bisher noch nicht beobachtet. Charakter der Oberseite
wie bei napoleonis (124 d). Unterseite rauchbraun mit grünlicher Einfassung des Innengebiets der Hflgl. $ nur
phorlnys. durch etwas geruncletere Vflgl und größere Gestalt differenziert. - — - phorkys subsp. nov. umschreibt die konti¬
nentale Form, welche Moore abbildet, phorkys läßt sich von den makromalayischen Rassen ohne weiteres
separieren durch reduzierte gelblich-weiße Fleckung der Vflgl. viel schmäleren und unterseits kürzeren weißen
Zellstrich. Subbasalbinde der Hflgl etwas breiter als bei napoleonis. Sehr selten in Assam und Ober-Birma
auch von Tavoy bekannt. Doherty sammelte phorkys auf den Karen-Hills in ca. 1000 bis 1500 m Höhe.
zynara. - — zynara subsp. nov. differiert von der Namenstype aus Borneo und napoleonis durch rein weiße und aus¬
gedehntere Binden der Oberseite. Die Unterseite dunkler und ausgedehnter braungrau beschattet als bei kan¬
te anwa. wa aus Borneo. Sehr selten in Sumatra. — Eine ähnliche Rasse findet sich auch auf Banka, kanwa Moore steht
napoleonis sehr nahe, doch ist dieWeißzeichnung etwas markanter. Nord- und Südost-Borneo, ziemlich überein-
napoleonis. stimmend auch in einem Exemplar aus Singapore in meiner Sammlung. — napoleonis Frühst. (124 d). Das $
zeigt gelblichere und etwas mehr ausgeflossene Binden als der <$. Unterseite reicher braungrau beschattet als
kanwa Moore. Insel Nias.
P. reta eine makromalayische Art, welche nordwärts ähnlich P. kanwa bis Assam vorgedrungen ist.
PANTOPORIA. Von H. Fruhstorfer.
620
Ueber sie herrschte große Unklarheit, weil Moore zwei Inselrassen als selbständige Spezies beschrieben hatte,
welche immer miteinander verwechselt wurden und auch weil das $ der Gesamtart unbekannt blieb, welches
wir zum ersten Mal bildlich darstellen, während Moore geneigt war, das graubraune, dimorphe $ einer P.
?ie/£e-Rasse als reta-$ anzunehmen. Die Bänderung der Oberseite differiert wie bei allen übrigen Pantoporien
je nach der Heimat des Falters, auch ist die Unterseite in der Regel dunkler als bei dem abgebildeten $ (124 d)
von Nias. Die $$ aller übrigen Areal und Inselformen sind noch nicht gefunden. — moorei Frühst, bezeichnet moorei.
die kontinentale Zweigrasse der Kollektivspezies. Selbe ist charakterisiert durch die ausgedehnten, leuchtend
weißen Binden und besonders die ansehnlichen Subapicalmakeln, welche sich mit den Submarginalflecken
zu einer nahezu kompletten Binde der Vflgl vereinigen. Unterseite mit gelbbraunen Bändern. Sehr selten,
Assam, Ober-Birma, Mergui Archipel, Malayische Halbinsel, Singapore (Type). — mendica subsp. nov. der Ge- mendica.
gensatz der vorigen, eine kleine Form mit äußerst schmalen Querstreifen der Oberseite aller Figl, welche ana¬
log moorei eine rein weiße Färbung haben. Unterseite heller als bei Singapore-Exemplaren. Banka, Type im
Museum München. - — - reta Moore aus Sumatra beschrieben und von dort aus dem Nordosten und Südwesten reta.
in meiner Sammlung. Nach Martin ziemlich häufig auf allen Wegen, welche in den Wald führen, anzutreffen.
Pp wie bei anderen Arten der Pantoporiden reich vergoldet. Die Weißbinden und Flecken etwas schmäler als
bei moorei. Unterseite dunkler, die weiße Submarginalbinde manchmal peripherisch hellblau umzogen. —
syma subsp. nov. (12 4d als reta) ist eine hervorragende Inselrasse, kenntlich an der Reduktion der Weißflecken syma.
der Vflgl, von der namentlich die subapicalen und subanalen Makeln ergriffen werden. Subbasalbinde der
Hflgl beim $ nach vorne und hinten verjüngt, so daß der mittlere Teil verdickt erscheint. Die Submarginal¬
fleckchen der Hflgl gleichfalls verkleinert, deshalb isolierter. $ außerordentlich ^-ähnlich, (]ie Bänderung
verbreitert, sich und wieder mehr dem d'-Typ von moorei nähernd, die Färbung indessen gelblich statt weiß.
Unterseite charakteristisch durch ein reiches mattes Goldbraun, das auch beim & nur wenig nachdunkelt.
Insel Nias, selten. Beschreibung nach 6 ££ und 5 $$ der Sammlung Fruhstorfer, — euryleuca Hag. euryleuca .
im Kontrast von syma auffallend durch sehr breite weiße Binden der Unterseite, scharf abgesetzte, ebenfalls
vergrößerte Weißflecken der Oberseite. Die Subbasalbinde der Hflgl nach vorne etwas gestreckt, Mentawej,
nur ein bekannt, kresna Moore, eine der häufigsten Pantoporiden von Borneo und mir in großer Anzahl kresna.
vom Kina-Balu-Gebiet, Pontianak und Südost-Borneo vorliegend. Dennoch ist das $ noch unbekannt. Die
Submarginalzeichnung merklich schmäler als bei moorei und reta. Unterseite dunkler braun als bei den ge¬
nannten Rassen.
ß. Augen behaart.
P. ranga, eine kontinentale Spezies, von großem Interesse wegen ihrer Empfindlichkeit geographischen
und klimatischen Einflüssen gegenüber. Leicht kenntlich an der von allen Pantoporiden am reichsten weiß
dekorierten Unterseite, deren rechteckige, matt gelblichweiße Felder von breiten schwarzen Adern zerlegt
werden. — serica Leech (Bd. 1, p. 186, Taf. 59 a) ist der nördlichste Ausläufer der Gesamtart, sehr selten serica.
im westlichen China, Flugzeit Juni — Juli am Omeishan bis etwa 4000' Höhe. • — - obsolescens Frühst., von obsolescens.
Tonkin, schließt sich eng an serica an, bleibt jedoch habituell hinter dieser zurück, die melanotische Färbungs¬
tendenz noch mehr als bei karwara ausgeprägt. Die dritte subapicale Makel der Vflgl völlig verschwunden,
alle übrigen Flecke sind bedeutend kleiner als auf Moores Fig. 1 (Lepid. Indica) und von blauweißem anstatt
gelblichem Ton. Die beiden oberen Flecke der Subbasalbinde der Hflgl violett anstatt weiß. obsolescens
hat mit Moores Fig. 1 dagegen die grauweiße, von der Unterseite halb durchscheinende Submarginalbinde
der Hflgl gemeinsam, die ja bei karwara fehlt. Unterseite: Die schwarze Grundfärbung ist ausgedehnter als
bei der vorderindischen ranga, der basale grüne Anflug verdunkelt, die Adern sind breiter schwarz bezogen
und sowohl die antemarginalen als die submarginalen Weißflecke erscheinen stark verkleinert. Tonkin (Type),
Chiem-Hoa (August, September), in ca. 1000' Höhe, Siam, Februar. — ranga Moore (124 c) der älteste Name ranga.
für die nordindische Form bezeichnet Exemplare der Trockenzeit, bei deren Extremen auch die äußere Binde
der Hflgl matt gelblichweiß erscheint. Die Unterseite kann man als weiß mit schwarzen Binden und Flecken
versehen bezeichnen. - — - mahesa Moore bezieht sich auf größere Exemplare der nassen Periode, deren $ auch mahesa.
auf der Oberseite der Hflgl geblliche, grau überstäubte, längliche Flecken tragen, die bei den mehr noch als
auf unserer Figur dem völligen Verschwinden zuneigen. — Rp mit stacheligem braunem Kopf. Segmente grün
mit einem gelblichweißen Band am neunten Segment. Die einzelnen Glieder mit einer subdorsalen und einer
lateralen Reihe fein verzweigter Dornen, von welchen die vordersten am längsten sind. Futterpflanze Olea
dioica und Lonicera malabarica. Gewohnheiten der Rp etwas ähnlich jenen von Limentis procris. Die Rp
frißt von einem Blatt alle weichen Teile weg bis die nackte Mittelrippe über bleibt. Dann verbarrikadiert sie
den Zugang zu dem Hauptnerv durch ein Gemenge von Exkrementen und Seidenfäden, so daß Ameisen und
Spinnen sich nicht nähern können, wenn sich die Rp bewegungslos auf die Spitze der Blattrippe setzt. Nach der
letzten Häutung gibt sie jedoch diese Gewohnheit auf, sich auf die Oberseite der Blätter setzend, wo sie wegen
ihrer Fäbrung auffällig genug ist. Pp braun, seitlich mit wundervollem Silberglanz. Kopf mit zwei langen
spitzen Hörnern, außerdem seitliche Anhängsel am Thorax und am ersten Hlbssegment. Verbreitung von Nepal
630
PANTOPORIA. Von H. Frtjhstorfer.
bis Birma und Tenasserim, häufig in Sikkim, vom März bis Dezember bis etwa 1000 m Höhe. Doherty fand sie
karwara. im März in den Karen-Hills. - — - karwara Frühst. (124 c) macht sich im Gegensatz zu nordindischen Stücken
durch das gänzliche Fehlen submarginaler Weißflecke bemerkbar. Die Vflgl zeigen nur sieben reduzierte, rein
weiße (anstatt gelblichweiße) Makeln, die sich scharf von der schwarzen Grundfarbe abheben. Unterseite:
Alle Flecke basalwärts grünlich, discalwärts rein weiß, die Submarginalflecke ausgedehnter und prägnanter
als bei ranga mahesa. Der grüne basale Analbezug der Hflgl dunkler, ausgedehnter und tiefer in die Figlmitte
hineinreichend. Heimat Karwar. Falter häufig, Rp im August auf oben genannten Pflanzen. Von südindischen
Exemplaren schreibt Moore, daß die Regenform auf beiden Flgln die Submarginal- und Marginalmöndchen
der Oberseite breiter und von dunkler grauer Farbe habe; auf der Unterseite sind alle Zeiclnungen breiter
und dunkel grünlichgrau. Das $ der Trockenzeit hat gleichfalls alle Flecke der Oberseite ansehnlicher als bei nord-
indischen Exemplaren ; auf der Unterseite sind die Flecke gleichfalls markanter, das discale und submarginale
Band der Hflgl nach hinten zusammenfließend. Nilgiris, bis 1200 m. Selten.
arayata. P. arayata Semp. ersetzt ranga im Archipel der Philippinen, wo sie bisher nur auf Luzon gefunden
wurde. Mir ist die Form nur durch Sempers Bild bekannt, arayata zeigt kleine Subapical-, sehr große Median-
und Subanalmakeln der Vflgl, sehr breite vordere Binde der Hflgl, aber nur kleine submarginale Makeln, alles
von rein weißer Farbe. Unterseite der Hflgl ausgedehnter licht blau angeflogen, statt weißer Submarginal-
flecken schwarzbraune pfeilförmige Streifchen längs der Adern. Berg Arayat, aus etwa 1000 m Höhe. Flug¬
zeit April. Nur 6 dU bisher bekannt.
P. abiasa bildet die Fortsetzung der kontinentalen P. ranga in Makromalayana, avo sie wie andere
clerica. Genusgenossen bis Süd-Tenasserim hinauf vorgedrungen ist. - — clerica Btlr. hat mit ranga die Verteilung der
Weißzeichnung und namentlich blaugrüne Fleckchen in der Zelle der Vflgl gemeinsam. Die Binden sind je¬
doch schmäler, gleichartiger breit, auch die äußere der Hflgl gut ausgebildet, niemals im Verlöschen wie bei
ranga. Unterseite ähnlich jener von reta Moore aber ausgedehnter hellblau anget'logen. Mergui Archipel, Ma-
lingana. layische Halbinsel, Nordost- und West-Sumatra. — lingana Frühst. $. Die weiße Subapicalbinde der Vflgl
und alle Binden der Hflgl breiter und reiner weiß als bei clerica Btlr. von der malayischen Halbinsel und viel
ausgedehnter als bei abiasa oder matanga. Die Submarginalbinde der Hflgl- Unterseite bleibt von der Costa
bis zum Analwinkel gleich breit, weil die einzelnen Flecke nicht getrennt stehen, sondern Zusammenstößen.
jiedanias. Linga, Type am Museum Berlin. ■ — pedanias suhsp. nov. stammt von der Insel Banka und differiert von P.
abiasa. abiasa clerica durch schmälere weiße Medianbinden und hellere Unterseite. Type am Museum in München. - — abiasa
Moore , die bis 1906 verkannte und erst durch mein Zutun wieder in ihre Rechte eingesetzte Rasse der Insel
Java, stellt die am schärfsten umgrenzte Inselrasse dar, oberseits kenntlich an ansehnlichen Intramedian -
und Submedianmakeln, so daß eine gewisse Aehnlichkeit mit P . arayana Semper erzielt wird. Sehr selten,
von mir in drei Jahren nur ein am Vulkan Gedeh, ein $ in Ost-Java im Tengger- Gebiete auf ca. 1200 m Höhe
matanga. gesammelt. - — - matanga Frühst. (124 d) hat durchweg reduziertere Weißfleckung auf allen Flgln als abiasa
und namentlich beim $ schmälere als clerica. Die weiße Submarginalbinde der Hflgl des $ besteht aus helm¬
förmigen anstatt viereckigen oder rundlichen Flecken, matanga präsentiert sich des weiteren als große Rasse
mit $ von 35 mm Spannweite anstatt 28 mm bei abiasa abiasa. Berg Matang, 3000', Pontianak, Kina-Balu,
adunorn. Borneo. — adunora Kheil gleicht oberseits der P. reta syma Frühst. (124 d) in der Verminderung der Wei߬
fleckung. Der Zellstrich der Vflgl noch mehr als bei abiasa Moore von Java zu einer dünnen Linie reduziert,
der blaugrüne Basalanflug namentlich im Gegensatz zu clerica und matanga obsolet. Unterseite vielmehr jener
von reta kresna gleichend durch lichtbraune Grundfarbe mit dunkleren Medianflecken. Insel Nias, sehr selten,
nur wenige Exemplare bekannt. pU in meiner Sammlung.
urvasi. P. urvasi Flclr., eine der interessantesten Spezies, ausschließlich auf die Malayische Halbinsel beschränkt
und nur in 3 — 4 Exemplaren nach Europa gekommen. Man kann urvasi einen weißen Schmetterling nennen,
der tiefschwarz umrahmt ist, auch schwarze Basis und ebensolche Submarginalbinde derVflgl und Medianstreifen
der Hflgl führt. Alle übrigen Partien rein weiß, das große Mittelfeld der Vflgl im Medianzwischenraum tief
eingekerbt. Unterseite braun.
opalina. P. opalina Koll., eine ausschließlich indo-chinesische Spezies, welche den Kontinent nirgendwo ver-
constricta. läßt, constricta Alph. (Bd. I, p. 187, Taf. 59b), die dunkelste und sclunalbindigste Form der Kollektivspezies.
orientalis. Bei Changyang am Yangtse und am Omeishan in Höhen von 2 — 3000 m. — - orientalis Elw. (124 c), von Assam
und Sikkim, wird von einigen Autoren als Regenzeitform von opalina Koll. aus dem West-Himalaya betrachtet.
Meine hellsten Stücke von Sikkim aus der extremsten Trockenzeit erscheinen jedoch immer noch melanotischer
als die dunkelsten West-Himalaya-Exemplare, und aus Assam ist mir eine Trockenform überhaupt noch nicht
zugegangen. Im Himalaya wird opalina von 1200 bis 3000 m Höhe als sehr häufig von Kaschmir bis Assam
gemeldet. Sie wurde von März bis November beobachtet, so daß eine Brut auf die andere folgt. Exemplare
aus Birma, Chin- und Karen-Hills sind etwas heller als solche aus Assam und nähern sich, wie das vielfach zu be¬
obachten ist, mehr den West-Himalaya-Individuen. In Tonkin muß opalina auch Vorkommen. Besonders
breitbindige Exemplare besitze ich aus Mardan in der indischen Nord westprovinz. Aus Annam liegt eine hoch-
entwickelte Lokalrasse vor, die einigermaßen Aehnlichkeit hat mit Athyma jina Moore, weshalb ich sie einführte
PANTOPORIA. Von H. Fruhstorfer.
631
als parajina Frühst. Ausgezeichnet durch kurze Vflgl und die im Analwinkel auffallend eingeschnürten und ver- parajina.
schmälerten Hflgl. Die Weißzeichnung aller Figl erscheint ohne Spur eines gelblichen Anfluges und die Flgl-
binden verlaufen steiler als bei opalina opalina. Die weißen Flecke der Submarginalbinde der Hflgl werden durch
den verbreiterten schwarzen Aderbezug weit getrennt, während sie bei opalina eine zusammenlaufende Kette
bilden. Die Färbung der Figlunterseite hält etwa die Mitte zwischen opalina und orientalis Eliv. Alle weißen
Flecke sind kürzer, aber prominenter und gleichmäßiger, auch dichter beisammenstehend. Die weiße Ante-
marginalbinde der Vflgl ist breiter angelegt. Die discale rotbraune Fleckenbinde der Hflgl erscheint gleich¬
falls ausgeprägter und erreicht, sich allmählich verbreiternd, den Analwinkel, während sie bei opalina bereits
am Wurzelast der Medianen abbricht. Süd-Annam, Plateau von Lang-Bian, 5000', im Februar 1900 von H. Fruh¬
storfer gesammelt.
II. Geschlechter dimorph. Augen stets nackt.
P. selenophora ist über das ganze indische Gebiet verbreitet; wir finden sie selbst noch auf den südli¬
cheren Liu-Kiu-Inseln, ferner im ganzen makromalayischen Gebiet, selenophora zählt zu den am wenigsten
resistenten Pantoporia- Spezies, deren Trocken- und Regenzeitformen weichen bereits erheblich voneinander ab,
und zwar nicht nur in der Färbung, sondern auch im Figlschnitt, der bei der Regenzeitform rundlich bleibt,
bei den Trockenformen sich aber erheblich zuspitzt. Daß sich Lokalformen ausgebildet haben, ist selbstverständ¬
lich. In der Variationsrichtung dieser Lokalformen treffen wir wieder die beachtenswerte Erscheinung, daß die
javanische Rasse den Nord-Indiern viel näher steht, als ihren unmittelbaren Nachbarn im makromalayischen Ge¬
biete. Dies macht sich besonders bei den Weibchen bemerklich ; so ist jadava Fldr. (welche selenophora Koll.
auf Java repräsentiert) namentlich unterseits kaum von der Trockenform des selenophora- Weibchens aus Indien
zu unterscheiden. Sumatra-Weibchen differieren dagegen sowohl von selenophora wie von jadava durch Fär-
bungs- und Zeichnungsanomalien. — ishiana Frühst, übertrifft in der Größe kontinentale Exemplare. $ aus- ishiana.
gezeichnet durch ausgedehnte Medianbinde aller Figl, welche noch intensiver hell veilchenblau überpudert
sind als jene von laela (123 d). $ fast um die Hälfte größer als epibaris $ (123 d) mit rundlicheren Flgln jedoch
auffallend verengten und nahezu gelblich-weißen Binden. Unterseite der $9 äußerst lebhaft gefärbt. Vflgl
dunkelbraun mit schwarzen Schatten, Hflgl schön gelb oder rotbraun, manchmal mit leicht verwischten Sub¬
marginalbinden. Zuerst nach einem im Juni gefangenen $ beschrieben, die Kenntnis der $$ verdanke ich
Herrn Sauter, welcher mir zwei im September gesammelte Exemplare überließ. • — laela Frühst. ( 1 2 3 d ) gleich- laela.
falls eine der vielen Entdeckungen Sauters, welcher auf meine Anregung hin Formosa aufsuchte und mir
nun seit Jahren sein prächtiges Material zuwendet. <§ unterseits mit fehlender oder nur sehr feiner weißer
Submarginallinie der Hflgl. Grundfarbe der Unterseite im allgemeinen dunkler als bei indischen selenophora
mit markanteren rotbraunen Meclianmakeln besetzt. Das sehr seltene $ nur in einem Exemplar bisher gefunden,
führt erheblich reduzierte gelblich-weiße Bänderung der Oberseite, gleicht unterseits durch schön dunkelrotbraun
gefärbte Partien dem ishiana -$, entfernt sich jedoch von diesem und selenophora durch schärfer abgegrenzte
schmale Weißstreifen. Im gebirgigen Formosa besonders am Lehiku-See und Polislia vom Januar an, Haupt¬
flugzeit im Juli. — leucophryne subsp. nov. sich durch drei ansehnliche weiße Subapicalfleckchen der \i\g\leucophryne
von laela entfernend und an bahula Moore anschließend. Medianbinde der Hflgl scharf abgesetzt, nach hinten
verbreitert, rein weiß ohne blaue Peripherie. Unterseite mit vermehrter Weißstreifung durch eine markante
Submarginalbincle ohne weiteres von laela getrennt. Type von Hainan. Die Art ist neu für die Insel. Hong¬
kong-^ nähern sich leucophryne, sind unterseits indessen lichter, reicher weiß durchzogen. Flugzeit April
und Mai. Walker nennt leucophryne einen der zierlichsten Falter im Fluge. — - batilda Frühst, vermittelt den batilda.
Uebergang von insularen selenophora zu den vorderindischen Rassen. Mittelbinde der Oberseite nur noch
leichthin blau umgeben, schmaler als bei bahula und selenophora, Subapicalmakeln der Vflgl prägnanter als bei
laela. Unterseite entweder dunkler rot oder kaffeebraun als westlichere Vikarianten. $ noch unbekannt.
im August, September, Mittel-Tonkin von mir gesammelt. - — bahula Moore verhält sich zur Namenstype, bahula.
wie orientalis Elw. zu opalina Koll. Beide Geschlechter größer, Grundfarbe tiefer braunschwarz. Weißbinden
verengt, düster gelblich, manchmal sogar grau überhaucht und überpudert. nahezu ohne basale Rotfleckung
der Oberseite. $ unten satter rotbraun. Assam, d'd'sehr häufig, $ selten. Exemplare von Birma, den Karen-Hills
und der Shanstates dürften sich ebenso wie ein von mir im Januar in Siam gefangener $ der Tonkin-Rasse an¬
schließen. Nach Elwes sind die $$ erheblich kleiner als vorder indische $$. — selenophora Koll. (Bd. 1, p. IST, selenophora-
Taf.59b) fällt durch reiche Rotfleckung der Figlbasis und große weiße Apicalmakeln der stattliche gelblichweiße
Felder der $$ auf. Unterseite fahl rotgelb. $ fast ohne dunklere Medianschatten. Vom West-Himalaya bis
Sikkim, in eine sehr helle Trockenzeit und etwas dunklere Regenzeitform zerfallend. Südindische Exemplare
gehören zweifellos einer distinkten Arealrasse an. Mir fehlen solche Stücke. Moore nennt den Kanara-Distrikt
und die Nilgiris von 1000 m Höhe an aufwärts als Verbreitungsbezirk. - — amharina subsp. nov. ( Moore nom amharina.
nud.) (124 f als amhara ) differiert von Assam und Sikkim-JJ1 durch lebhafter blau umrandete weiße Mittelbinde
der Oberseite und fahler graue Unterseite. Malayische Halbinsel. $ nach Elwes oberseits dunkelgrau gebändert.
Habituell sehr klein. — amhara Druce, eine häufige Art im Kina-Balu-Gebiet (Nord-Borneo), differiert von der amhara.
malayischen Sonderrasse durch erheblich verschmälerte Mittel-, aber markantere Submarginalbinde aller Figl.
632
PANTOPORIA. Von H. Fruhstorfer.
$ vom epibaris-Q (123 d) sogar noch geschieden durch engere Weißstreifen. Unterseite der eigentümlich
baris. grau, jene der $$ nahezu grünlichbraun. - — baris Frühst. (123 d) entfernt sich von den beiden vorhergehenden
durch stark verbreiterte, unregelmäßigere weiße Medianbinden der Vflgl und deutlichere Submarginalbinde
der Hflgl. Die Unterseite ist heller rotbraun getönt als bei amharina und alle Weißzeichnungen ausgedehnter.
epibar is. ■ — - epibaris Frühst. (123 d). Die Weißzeichnung reduziert sich etwas, ohne indes so schmal zu sein wie bei
amhara amhara. Die Unterseite ist dunkel schiefergrau und nähert sich dadurch der Borneo-Form. Das $
läßt sich von amhara Druce jedoch sofort abtrennen durch die breiteren Medianbinden, die mehr gelblich- als
blauweiß abgetönt sind. Beide Formen finden sich in Nord-Ost- und West-Sumatra auf Erhebungen von über
1000 m nebeneinander und es scheint, daß sie nicht an eine bestimmte Zeit gebunden sind. Nach Martix
ist baris die häufigste Pantoporia der höheren Berge, besonders zahlreich im Dezember und Januar anzutreffen.
jadava. • — - jadava Fldr. Diese wohlentwickelte Lokalrasse ist fast ausschließlich Gebirgsbewohner. Am Gede war sie
in 4000' Höhe ziemlich häufig, auch im Tenggergebirge in Ost-Java wird sie gelegentlich gefunden. Das
differiert von der Sikkim-Trockenform, der es nahe kommt, durch das Fehlen jedweden roten Wurzelstriches
und durch den obsoleten dritten Subapicalpunkt der Vflgl. Das $ ist kleiner und trägt schärfer abgegrenzte,
reiner weiße Binden. Die Unterseite gemahnt durch das dunklere Kolorit an bahula Moore von Assam. Ost-
und West-Java.
P. zeroca. eine unscheinbare aber entschieden saisondimorphe Spezies. $ gleich galaesus (123 e)
gezeichnet, manchmal mit rotbraunem Basalstrich in der Vflglzelle. Das $ dieser Art erinnert durch seine
graubraune Färbung an gandara (124 b), ferner an Neptis cartica Moore. Diese Art überschreitet nirgends das
indochinesische Gebiet, zeroca war von Kumaon bis Ober-Tenasserim und Tonkin bekannt und wurde als neu
für Siam von mir gefunden. Die Trockenzeitform markiert sich durch breitere Längsbinden und verblaßte
zeroca. braune Grundfarbe auf kleineren Exemplaren. - — zeroca Moore. $ der Trockenzeit unten mit weißen, jener der
Regenzeit mit violett überhauchten Binden, entweder auf hell oder dunkelrotbraunem Grunde. $ ähnlich
selenophora-Q, gelblich bis graubraun, manchmal mit goldigem Schimmer. Doherty fand zeroca im Kumaon-
Himalaya von 2 ■ — 3000' in sehr variablen Exemplaren, in Sikkim trifft man die Art vom Terai bis zu etwa 1200 m
von März bis Dezember. Sonstige Fundplätze Bhutan, Assam, Karen-Hills; letztere Form dürfte identisch
galaesus. sein mit galaesus subsp. nov. (123 e), einer kleineren Rasse, welche schmälere weiße Medianfelder, aber markan¬
tere Apicalmakeln der Vflgl führt als die Trockenzeitform von zeroca. Unterseits mit markanteren medianen
Flecken. $ auffallend durch lichtgelbe an den Rändern rötlich ockerfarbene Binden, welche auffallend mit den
rauchbraunen Streifen von zeroca kontrastieren. Unterseite mit rotbraunem Costalgebiet, die übrigen Flglpar-
meinippus. tien graubraun. Siam von mir auf 300 m Höhe im Januar, Trockenzeit, gesammelt. — meinippus subsp. nov.,
wenngleich in der regenarmen Periode gefangen, schließt sich in der Färbungstendenz und Fleckenanlage der
Regenzeitform von zeroca an; Apicalmakeln der Vflgl feldend oder verwischt, weißes Medianfeld eher breiter als
bei Assam-d'cJ von zeroca. Unterseite dunkel rotbraun. $ der Regenzeitform so ähnlich nefte matthiola Q ( 124b)
ienuifas- und so verschieden von zeroca -$, daß ich es 1906 für eine nefte-Q- Form hielt und tenuifasciata Frühst. (124 b)
ciaia. bezeichnete. Durch die größere Gestalt und die rötlich ockergelben Binden entfernt es sich auch von galaestis-Q.
Unterseite licht kaffeebraun mit goldiger Nuance. Tonkin, Chiem-Hoa, August — September von mir gefunden.
P. cama die ansehnlichste Pantoporia des nördlichen Indiens, von allen anderen bunten Arten sofort
mit Sicherheit zu unterscheiden durch den rotgelben Subapicalfleck der Vflgl, welcher je nach der Lokalität
an Ausdehnung variiert. Beide Figl mit einem peripherisch prächtig lichtblau oder violett umsäumten rein
weißen Medianfeld. Unterseite vorherrschend blaß rötlich ockergelb mit scharf abgesetzter weißlicher aber in¬
tensiv violett, purpurn oder fleischfarben überhauchter Submarginalbinde der Hflgl; £ oberseits schwarz mit
ausgedehnten hell oder dunkel ockergelben Bändern. Unterseite mit jener des J übereinstimmend. Die beiden
cama. bekannten kontinentalen Rassen unterliegen dem Saisondimorphismus. — cama Moore umschreibt die Regen¬
zeitform, zeigt roten Basalstrich der Zelle der Vflgl. Unterseite braungelb mit dunkleren Medianschatten. $
camida. (123 c) führt schmale rötlich-gelbe Streifung der Oberseite. - — - camida Frühst., die Form der regenarmen Periode
bleibt habituell kleiner, der rötliche Zellstreif fehlt oder ist obsolet, die Unterseite matter, fahl gelb ohne dunkle
Medianmakeln der Hflgl. $ oben mit breiteren, blasser gelben Feldern (123 c). Auf Höhen von 2 — 5000 Fuß
camasa. vom Kumaon-Himalaya bis Assam. sehr häufig, besonders in Assam, $ seltener. - — - camasa Frühst. (123 c)
eine Lokalform von cama, die durch ihre Größe, die ungewöhnliche Verbreiterung der weißen Apicalflecke der
Vflgl und die ausgedehnteren weißen Binden auf allen Flgln gekennzeichnet ist. Die Umgrenzung der Wei߬
binden ist gleichfalls vorgeschritten und von hell- anstatt dunkel-violetter Tönung. Die Färbung der Flgl-
Unterseite hält die Mitte zwischen cama und camida. Tonkin, Than-Moi, Juni, Juli, in ca. 1000' Höhe. - — -
zoroastes. zoroastes Bf Ir., eine hervorragende Inselrasse, wurde neuerdings von Herrn Sauter in Anzahl geliefert, und die¬
sem Herrn ist auch die Entdeckung des $ zu verdanken. $ von cama- und camasa- differenziert durch
erheblich kleineren rotgelben Subapicalfleck und das Fehlen des roten Zellstreifens der Vflgl. Medianfeld ver¬
schmälert, etwas dunkler blau umgrenzt. Unterseite den insularen Charakter dokumentierend durch Verdunke¬
lung der Grundfarbe, welche braungelb genannt werden kann. Submarginalbinde der Hflgl schmaler als bei
cama, purpurn überflogen. $ oberseits mehr dem camida $ gleichend mit in der Mitte aufgehellten licht ocker¬
farbenen Binden, die nur etwas eingeengterscheinen, unterseits aber erheblich schmäler sind als bei kontinenta-
PANTOPORIA. Von H. Frtjhstorfer.
633
Ausgegeben 25. X. 1912.
len $$. Häufig im gebirgigen Formosa; bei Polisha, Chip-Chip und am Lehiku-See, im Juli.
P. ambra bewohnt Makromalayana mit Ausschluß von Java und ist zweifellos eine Vikariante der
vorigen Art. $ oben mit erlöschendem roten Praeapicalfleckchen, schmaler, nur noch geringfügig blau umrahm¬
ter Medianpartie aller Figl und deutlicher weißer statt matt durchscheinender rauchgrauer Submarginalbinde
der Hflgl. Die Unterseite dunkler als bei cama, alle hellen Binden verschmälert . $ ebenfalls durch sehr schmale
Streifchen ausgezeichnet . Drei scharf getrennte Ortsformen, von welchen der sumatranischen nahezu Speziesrecht
zusteht, ambra Stgr. (124 a) ist unterseits dunkelbraun mit grünlichem Schimmer und intensivem purpurnen ambro,.
Anflug der weißen Streifen. Dieses ist ausgezeichnet durch die spitze Figlform und ähnlich wie bei cama
angelegten, aber ungewöhnlich verschmälerten rötlichgelben Subapical- und Medianbinden, die reduzierter
sind als bei anderen Atliyma- und Pantoporia- Weibchen und in der Färbung an Neptis ananta Moore , in der
Gestalt an Neptis anjana Moore erinnern. Die Unterseite ist kaffeebraun mit dunkel rotbraunen und weißlich¬
violetten Binden. Nord-Borneo, nicht häufig amKina-Balu in etwa 1200 m Höhe, $ bisher nur in einem
Exemplar meiner Sammlung bekannt. — assa Nicev. (124 c) differiert von ambra durch den deutlichen weißen assa.
Zellstreifen, markantere rote Fleckung der Vflgl und die fast doppelt so breite äußere Binde der Hflgl. Die
Unterseite lichter rotbraun, mit vermehrter Weißzeichnung. $ nach Moore in einem Stück in der Sammlung
Grose-Smith, dem ambra- $ ähnlich. Auf den Bergen Sumatras von 1000 m an aufwärts, ziemlich selten, mir
außer vom Battak-Plateau auch aus den Padang-Bovenlanden vorliegend. — gynea Swinh. bisher nur in gynea.
drei Exemplaren aus Perak gekommen, ist unterseits sehr ähnlich assa, zeigt aber eine mehr an cama gemahnende
prominente rotorangefarbene Praeapicalmakel.
P. nefte und ihre Ausläufer bilden das polychrome Element in der Gattung und nebenher geht eine
Tendenz zu sexuellem Divergieren in der Färbung und Figlform von frappantester Erscheinung. Da außerdem
Neigung zu individueller Abweichung und bei mehreren Rassen auch noch Anlagen zur Ausbildung klimatischer,
also saisondimorpher Formen vorhanden sind, so wird die Identifizierung des Zusammengehörigen vielfach
erschwert. Die heteromorphen $ sind deshalb entschuldbarer Weise fast alle als distinkte Spezies beschrieben
und einige englische Autoren begingen noch in jüngster Zeit Fehler in der Betrachtung der sexuellen Zuge¬
hörigkeit. )] All den vielen ne/fe-Formen ist gemeinsam ein unbedeutender weißlicher oder rötlicher Praeapical-
punkt, eine prominente transcellulare Schrägbinde sowie ein weißer Zellstrich der Vflgl der c?c?- Hflgl von zwei
weißen Binden durchzogen, von welchen die vordere stets breiter erscheint als die submarginale. Die $$ glei¬
chen dem $ von P. cama, von welchen sie unterseits durch steiler gestellte helle Felder differieren. Bei den
kontinentalen Rassen markieren sich Zeitformen, während makromalayische $$ polychrom sind und eine
Form oberseits neptoid graubraun, die andere rotbraun gebändert ist. Rp nur von der vorderindischen Rasse
bekannt auf Glochidion-Arten (Euphorbiaceen), und Mussaenda frondosa, der bekannten Rubiacee, welche
Orniihoptera paradisea auf Neu-Guinea anzieht. Rp cylindrisch mit sechs Reihen fein verzweigten Dornen,
die dorsalen länger als die lateralen und die auf dem dritten und vierten Segment wiederum länger als die
übrigen, das zweite Segment aber völlig unbewehrt. Die Basis der Füße mit einfachen kurzen Stacheln besetzt.
Farbe grün mit einem großen braunem Fleck am neunten Segment. Kopf dunkelbraun, außerdem noch
mit kurzen einfachen braunen Stacheln und weißen Tuberkeln besetzt. Pp gleicht jener von P. ranga Moore
doch die hinteren dorsalen Anhängsel länger und mehr nach außen gebogen (nach David sox und Aitkex). — -
inara Dbl. (124 e) differiert von cama durch die beide Figl durchziehende rötliche Submarginalbinde der Ober- inara.
seife der damit zugleich die farbenprächtigste Form der Kollektivart darstellend. Das $ variiert erheb¬
licher als der $ in der Trockenzeit und führt oberseits sehr breite lichtgelbe Binden (123 d), während es unter¬
seits vom sonst gleichartigen cama-Q differenziert ist durch eine lichte aber inkomplette Halbbinde der Hflgl,
welche nicht wie bei cama scharf abgesetzt den ganzen Figl durchzieht, sondern bereits an der vorderen Mediana
endet. Das $ der Regenzeitform, inarirsa Btlr. (123 c) ist unterseits dunkler braungelb mit markanten bei inarina
cama zumeist fehlenden rotbraunen Medianmakeln, die auch beim der Regenzeitform deutlicher zu Tage
treten als beim cama-$\ in der Form der Trockenperiode inara aber nur selten auch nur angedeutet sind. Häu¬
fig von' Nepal bis Assam auf nicht zu großen Erhebungen. Die Exemplare, welche aus Süd-Indien gemeldet
Werden, dürften einer besonderen Arealrasse angehören, wie denn auch Birma inara bereits übergehen in asita asita.
Moore (123 e), welche wiederum in zwei Zeitformen zerfällt: asita Moore, welche wohl der Trockn¬
zeit zuzuschreiben ist, mit weißer Submarginalbinde der Hflgl und im allgemeinen schmäleren w'eißen
Binden, Unterseite dunkler braun als bei inara und inarina-, während Exemplare der Sommer¬
monate, asitina Frühst., statt einer weißen eine schmälere gelbrote Submarginalbinde der Hflgl tragen, asitina.
Das $ von asitina erscheint oberseits rötlich ockergelb, jenes von asita bleicher und hat namentlich unterseits
schmälere lichte Felder. Aus Birma, Tenasserim und den Shanstates bekannt, von mir in Tonkin im August-
September, der Trockenperiode, gesammelt, asita verbindet inara mit den makromalayischen ?ie/£e-Rassen.
— seitzi Frühst. (124 e). Die dieser Lokalrasse nähern sich asita Moore von Tenasserim und Tonkin durch die seitzi.
weiße Färbung der Submarginalbinde der Hflgl- Oberseite, sind jedoch leicht von ihnen zu trennen durch die
breitere, weiße Medianbincle der Vflgl, die zudem von einem hell- anstatt dunkelvioletten peripherischen Schimmer
umrandet ist. Das $ hält die Mitte zwischen inarina Butt. £ aus Sikkim und tenuifasciata Frühst, aus Tonkin,
IX
80
634
PANTOPORIA. Von H. Fritiistorfer.
sowohl in der Orangefärbung als auch in der Gestalt und Ausdehnung der braungelben Binden der Vflgl. Diese
Binden sind demnach weder so hell gelbbraun wie bei Sikkim-^ noch so dunkel wie bei Tonkin-^, ferner etwas
schmäler als bei inarina und merklich breiter als bei tenuifasciata. $ Unterseits entfernt sich seitzi durch ein
verwaschenes, hell kaffeebraunes $ sowohl von dem hellgelben inara-Q als auch von der dunkel kakaofarbenen
Unterseite der tenuifasciata Hongkong, von Dr. Seitz gesammelt. Nicht selten vom Dezember bis Mai,
nivifera . bevorzugt die Büten von Poinsettia, eine zweite frische Brut erscheint Ende März. Als nivifera Btlr.
bezeichnet Bingham die distinkte Zweigrasse der Malayischen Halbinsel, welche nordwärts bis zum
Mergui Archipel vordringt und dort allmählich in asita Moore übergeht, nivifera wurde auf CC
subrata. von Perak begründet, der Name muß aber vor dem älteren subrata Moore zurücktreten, wenngleich
Moore damit nur das seltene graubraune dem gandara-Q (124b) ähnliche $ der Malayischen Halbinsel um-
neftina. schrieben hat. Das neben subrata vorkommende häufigere mehr orangerote $ wurde 1906 von mir als neftina
Frühst, abgetrennt. Es gleicht dem cama-Q, seitzi und noch mehr matthiola (124 b), ist aber durch fast
matthiola. doppelt so breite rötlichgelbe Felder leicht von matthiola zu separieren. ■ — matthiola subsp. nov. (124 b) diffe¬
riert von nivifera durch erheblich schmälere weiße Binden der $$, wie braune und rotgelbe Bänder der beiden
$$-Formen. Type aus Nord-Borneo, auch in großer Zahl aus dem Südosten und Pontianak in meiner Sammlung.
subratina. ■ — subratina subsp. nov. hält die Mitte zwischen nivifera Btlr.-tf und matthiola Frühst.-^ in der Weise, daß die
weißen Felder etwas schmäler erscheinen als bei nivifera, dagegen breiter als bei matthiola. Im selben Verhält¬
nis differieren auch die beiden ^-Formen, von denen sich im gesamten makromalayischen Gebiet die rote als die
häufigere erweist. Es gibt auch hiervon als Anklang an P. nefte asita Moore bleichere und satter ockerfarbene.
Häufig in Sumatra, nach Martin mehr in der Ebene, mir aber auch aus dem Padang Bovenlande aus höheren
nefte. Lagen zugegangen. - — Eine ähnliche Form, den Uebergang bildend zu nivifera auch auf Banka. — nefte Cr.
(124 b), ein typischer Java-Falter, kenntlich an den breit ausgeflossenen weißen nur leichthin blau oder violett
überflogenen Medianfeldern, den ansehnlichsten unter allen Zweigen der Gesamtart. Das gleichfalls auffallend
gandara. breitbindige ockerfarbene $ kannte bereits Gramer, während das graubraune den Namen gandara Fldr. (124 b)
empfangen hat. Ost-javanische $$ der beiden Färbungsrichtungen sind fahler als west- javanische Stücke,
cordigera. in der Regel auch kleiner. Ueberall auf Java bis etwa 700 m Höhe. — - cordigera Frühst. (124 c) schließt sich
eng an nefte an, ist jedoch oberseits reicher blau umzogen und die weißen Partien nicht ganz so ausgedehnt
als bei javanischen Es ist bisher nur die ockerfarbene $-Form bekannt, welche oberseits dem subratina
von Sumatra gleicht , jedoch durch verengte vordere Binde der Hflgl zu trennen ist. Das $ auch unterseits
dunkler braun gebändert und lebhafter rötlich getönt als alle übrigen Vikarianten. Batu-Inseln.
rufula. P. rufula Nicev., die eigentümliche ne/te-Repräsentantin der Andamanen, entfernt sich vom insularen
und kontinentalen nefte- Stamm so erheblich, daß sie als Spezies aufzufassen ist. Die Geschlechter werden sich
glora. ziemlich ähnlich, das $ bildet allenfalls eine Transition zu P. glora Kheil (124b), deren $ durch die orangefarbige
Submarginalbinde der Hflgl an asitina Frühst, und inara Dbl. erinnert, während sich die CC noch recht enge an
nefte Cr. von Java anschließen, dagegen das Kolorit der Unterseite viel Uebereinstimmendes mit subrata
Moore bewahrt hat. glora -<$ nähert sich cordigera-^, doch sind die Medianflecken der Oberseite ausgedehnter
blau violett überhaucht und die blaue Bestäubung reicht manchmal bis zur Zellwand. Sehr häufig auf der
Insel Nias.
P. marguritha ein hoch entwickelter Seitenzweig der nefte-Cr.- Serie vereinigt in sich die Charaktere
zweier Pantoporia- Arten. Der bewahrt noch den we/te-Typus, während das $ in Figlform und Färbungs¬
charakter sich viel mehr jadavaFldr. aus der selenophora Koll. -Reihe nähert. Für marguritha gilt die Regel, daß
bei den Schmetterlingen geringe Ursachen große Veränderungen hervorrufen; einige Breitengrade, dazu das
Klima der Satellit-Inseln und eine neue Art (wie wir sie durch Mutation entstanden und ausgereift uns denken
marguritha. könnten) ist fertig. Von marguritha sind bisher zwei Formen in meiner Sammlung vereinigt : marguritha Frühst.
(124 a). Lombok, April, Juni, in 2000' Höhe. Sehr selten. Unterseite matter als bei allen übrigen ire/te-Vikarian-
glorifica. ten-$ nur wenig heller graubraun als das <$. - — glorifica Frühst, differiert von der Lombok-Rasse durch die
erheblich verbreiterten und aufgehellten weißen Meclianbinden aller Figl, die zudem reicher violett umgrenzt
sind. Die weißen Subapicalmakeln gleichfalls ansehnlicher und auf der Hflgl-Oberseite, über der Subme¬
dianader finden wir einen großen runden Punktfleck, der bei marguritha kaum angedeutet ist. Die Grundfär¬
bung der Figlunterseite dunkler, die Weißzeichnung ausgedehnter und prägnanter als bei marguritha. Sehr
selten auf Sumba; Doherty hat nur 1 $ auf 1000 m Erhebung gefangen. In der Kollektion Frfhstorfer
sind 2 $$ aus Sumba, 2 und 1 $ aus Sumbawa vereinigt. SumbaWa-$$ in meiner Sammlung entfernten
sich von marguritha. durch die reichlich 23 breitere iveiße Submarginalbinde der Hflgl, ein Charakteristikum,
das sich auf der Unterseite noch ausgeprägter wiederholt, marguritha dürfte wohl auf Flores und Timor noch
entdeckt werden. Auf den übrigen kleinen Sunda-Inseln und in Celebes fehlen ne/te- Vertreter, um erst auf den
Philippinen wieder zu erscheinen.
maena. Dort treffen wir nefte als P. maena, von der *wir drei Formen kennen: maena Fldr. Die
Oberseite hat etwa die Zeichnung von asita. Moore, die Submarginalbinde der Hflgl gelblich oder
weißlich, auch die Unterseite charakterisiert durch lehm- oder ockergelbe Medianpartie aller Figl. $ auffallend
semperi. schmalbindig. Type von der Insel Burias nahe Luzon. - — In semperi Moore (nom. nud.) wurde die südlichere
PANTOPORIA. Von H. Fruhstorfer.
635
Rasse der Gesamtart umgetauft, welche Semper von Mindanao abbildet. mit sehr breiter ockergelber äußerer
Binde der Hflgl. $ mit wie bei P. magindana Semp. angelegten äußerst schmalen ockerfarbenen Streifen, welche
nach Semper im Farbenton die Mitte halten zwischen nejte 6V.-$ und der $-Form gandara Fldr. und . -Form
subrata Moore. Flugzeit vom März bis Dezember. Von Bohol und den mittleren Philippinen sind weitere Insel¬
rassen zu erwarten. — maenides Frühst. (124a) : Subapicalflecke derVflgl schmäler, durch breite, schwarze maenides.
Adern isolierter als bei maenas von Mindanao. Subbasalbinde der Hflgl ausgedehnter weiß, die Submarginalbinde
dagegen weiß anstatt gelb. Die Unterseite hat den ausgesprochenen melanotischen Charakter der Adjacent-
Inseln. Die Grundfarbe ist schwarz anstatt gelbbraun, die Weißfleckung reduzierter, dafür erweitern sich alle
schwarzen Makeln und Binden. Insel Bazilan, Februar, März von W. Doherty gesammelt.
Auf Palawan fliegt die hochaparte P. speciosa Stgr. Grundfarbe lichtbraun mit goldigem Schimmer, speciosa.
Medianpartie ungewöhnlich verbreitert, Zelle im oberen Teil violett überstäubt. Das $ zeigt schmälere weiße
Partien, auch fehlt der violette Anflug der Vflglzelle. Unterseite gelbbraun mit matt weißen Feldern, welche
beim $ distal von einer gelbbraunen Binde umgrenzt werden, welche nach oben leichthin durchschlägt. Basal¬
partie der Hflgl wie bei allen %e/fe- Vikarianten lichtblau bezogen. Insel Palawan, Januar, sehr selten. — pre- precio.sa.
ciosa subsp. nov. bewegt sich in derselben Zeichnungsrichtung wie speciosa, nur erscheint die violette und weiße
Partie der Vflgl der $3 sowie die mehr gelblich weiße Binde der Hflgl der $$ oberseits ausgedehnter. Die Unterseite
dokumentiert Satellitinsel Eigentümlichkeit durch verdunkelte Gesamtfärbung und eingesprengte, markantere,
satter braune Flecken in der Basalzone aller Figl. Insel Balabac, Type in der Sammlung Staudinger, Berlin.
P. kasa zählt zu den veränderlichsten Philippinenspezies. Auf Luzon finden wir zwei Saisonformen,
auf den südlicheren Inseln Lokalrassen, so daß sich die kasa- Verwandten einstweilen gruppieren lassen als:
kasa Moore (124 f), ein Name der sich auf die Regenzeitform bezieht. $ ansehnlicher, alle Binden ausgedehnter kasa.
und reiner weiß, Zellstreifen und Submarginalband der Hflgl rauchbraun. Unterseite prächtig gelb, an Athyma
per ins L. gemahnend nur apicalwärts braun nachdunkelnd. Basis aller Figl lichtblau. Medianzone der Hflgl
mit zwei Reihen von Schwarzpunkten. — - kasina Frühst. Alle weißen Binden und Flecke ausgedehnter. Die leasina.
Medianbinden aller Figl geradliniger verlaufend. Submarginalbinde der Hflgl-Unterseite breiter als bei kasa,
ebenso ausgedehnt als bei parakasa Semp. Rp hat Dr. Koch entdeckt und Semper abgebildet. Dieselbe ist
smaragdgrün mit hellgrünen Wärzchen; auf der Bauchseite braunrot ebenso das achte Segment. Kopf schwarz
mit weißen Warzen. Futterpflanze eine Euphorbiacee mit dem tagalischen Namen ,,Bignay“, vermutlich
zur Gattung Antidesma gehörig. Häufig auf Luzon vom Januar bis Oktober. Auch auf den Babuyanes. — big- bignayana.
nayana Frühst, differiert von kasa durch bedeutend verbreiterte Zellstreifen, Subapicalstrigae und Medianbinden,
sowie Ultrazellularflecken der Vflgl. Auch die Submarginalbinde der Hflgl erscheint deutlicher angelegt. Type
von der Insel Guimaras, auf welcher sich alle Tagfalter in hervorragendem Maße verändern. Von Pollilo hat
Semper ähnliche Exemplare in seiner Sammlung. — parakasa Semp. von Cebu und den Camotes-Inseln steht parakasa.
im lebhaften Gegensatz zu bignayana durch verschmälerte weiße Makeln und Medianbänder aber prägnantere
rein weiße Submarginalbinde der Hflgl. Flugzeit Februar. ■ — - privata Frühst. Die weißen Binden und Flecke privata.
der Flgloberseite ähnlich wie bei parakasa Semp. und viel schmäler als bei kasa Moore, Regenform. Von para¬
kasa differiert privata durch die gelbbraune anstatt weiße Submarginalbinde der Hflgl-Oberseite. Diese Binde
ist auf der Hflgl-Unterseite erheblich schmäler als bei kasa und selbst parakasa. Heimatsinsel unbekannt, am
Museum in Berlin mit der Bezeichnung „Philippinen“ versehen.
P. tarpa Stgr., die zweite nur auf Palawan heimische Spezies der Gattung, gehört vermutlich in den tarpa.
Formenkreis der P. kasa. Nach Staudinger ist nur ein $ in seinen Besitz gekommen. Oberseite schwarz,
Zeichnung wie bei kasa. Unterseite braun mit deutlicher weißer Submarginalbinde, welche nach innen
von größeren schwarzen Makeln als kasa besetzt ist. Die braune Basalbinde der Hflgl nicht schwarz punktiert
wie bei kasa.
P. godmani. Diese aparte Art erinnert etwas an maenas Fldr. und an subrata -<$ aus der nefte-
Gruppe, ist aber von dieser leicht zu trennen durch die nicht dimorphen, also Männchen ähnlichen Weibchen.
Nur zwei Rassen sind bekannt: godmani Stgr. Zeichnung der Oberseite wie bei reducta (123 e). Unterseite godmanni.
lichtbraun mit schwarzbraunen Submarginalmakeln und einer violetten Anteterminalbinde. Medianzone mit
ansehnlichen tiefbraunen Flecken. Insel Palawan, bisher nur dort und dem Inselchen Balabac gefunden.
Auf letzterer treffen wir eine Form reducta Frühst. (123 e). <$ oben dunkler als Palawan-^, fast tiefschwarz, reducta.
Alle weißen Binden aber dennoch verbreitert. Unterseite durch markantere schwarze Fleckung und schärfere
Bänderung charakterisiert. $: Kleiner, Figl schmäler, rundlicher. Weißfleckung der Vflgl, namentlich jene
der Medianbinde schmäler; Subbasalbinde der Hflgl mit violettem Schiller übergossen. Die schwarz-
braune Postdiscalbinde gleichfalls mehr gebogen, prononzierter. Die daran anschließende Submarginalbinde
viel heller, die Marginal- und Antemarginalbinde breiter, dunkler. Balabac, Dezember, $ in meiner Sammlung,
d'-Type in Koll. Staudinger.
P. venata Stgr. Steht P. godmani am nächsten, doch tritt bei ihr die braune Färbung nur in der Zelle venata.
und distal an den Rippen strahlenförmig auf. Der weißen Fleckenreihe derVflgl fehlt die mittlere Komponente.
Unterseite schmutzig grüngrau, wie bei nefte-<$<3. Vflglzelle nicht weiß gestreift, sondern nur im basalen
Teile grünlich bereift. Insel Palawan, nur ein Paar bekannt.
P. separata Stgr. wiederum bisher nur auf Palawan beobachtet und ein Charakterfalter der Insel, separata.
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PANTOPORIA. Von H. Fruhstorfer.
Oberseite schwarz mit einer aus acht Makeln bestehenden weißen Binde. Hflgl mit einer ebensolchen Querbinde
vor der Mitte. Unterseite schmutzig braun mit einer bräunlichen Submarginalbinde, in welcher eine Reihe
spitzer schwarzer und eine Serie weißlicher Fleckchen stehen.
guiama. P. gutama. Diese eigentümliche, ausgefallene Art ist häufig auf Palawan, scheint aber auf den übrigen
Philippineninseln nur selten vorzukommen, denn sie ging mir aus Luzon und Bazilan nicht zu. Die Spezies
muß auf einer ganzen Reihe der mittleren und östlichen Philippinen noch entdeckt werden. — Einstweilen
kennen wir nur gutama Moore, oberseits auffallenderweise viel dunkler als die südphilippinische Rasse. Sub-
apicalmakeln kleiner Zelle partiell weiß statt durclrweg graubraun gestreift. Unterseite mit ausgedehnteren,
teldeniyn. schwarzen, reduzierten gelbbraunen Binden. Luzon, im Juni, Mindoro, Guimaras. — teldeniya subsp. nov.
(123e als gutama), eine distinkte, heller gefärbte Inselrasse mit intensiven braungelben Streifen der Zelle der Vflgl
und ebensolcher Submarginalbinde der Hflgl. Unterseite von ausgedehnteren und fahler braunen Bändern
durchzogen, als Luzon und Mindoro-Exemplare. Palawan, Januar, nicht selten.
P. epiniethis ist selten in den Sammlungen. Semper empfing nur 2 das $ war ihm noch unbekannt.
Das $ ist dem £ sehr ähnlich,. wie üblich größer, von^rundlicheremJFlglschnitt, mit ausgebreiteteren Makeln
und Binden, die etwas lichter als beim $ getönt sind, aller Merkmale, die sich auf der Unterseite wiederholen.
Nach meinem Material zögere ich nicht, gordia Fldr., die bisher als Spezies galt, als Lokalform mit epimethis
zu vereinigen. Der Zeichnungscharakter ist derselbe, nur sind bei epimethis von Mindoro alle Binden etc. breiter
und auf den Hflgln machte sich in der inneren Submarginal binde eine Reihe von sieben schwarzen Internerval¬
punkten bemerklich, die an Athyma idita Moore und asura Moore erinnern und bei gordia-^C bereits obsolet,
epimethis. bei dem $ aber völlig verschwunden sind. - — epimethis Fldr. gleicht oberseits der abgebildeten bazilana (123 e),
nur führt sie ausgedehntere und beim $ mehr rötlich braune Streifung der Oberseite. Die Unterseite licht kaffee¬
braun, mit purpurn überhauchter weißlicher Submarginal binde der Hflgl, Basis und Medianpartie aller
paragordia. Figl wie bei P. kasa schwarz punktiert. Mindoro, Flugzeit Dezember und Januar, paragordia Semp. Nach Sem-
gordia. per hält paragordia die Mitte zwischen kasa Moore und gordia Fldr. : Bohol, Januar bis November. — gordia
Fldr., Type auf die Regenzeitform aus Mindanao basiert, führt schmälere Streifung der Oberseite als epimethis.
Unterseite basalwärts dunkel gelb distal graubraun. Die Trockenzeitform differiert durch weißliche Subapical-
gordina. flecke der Vflgl und weiße Hflglbinden so erheblich, daß ihr ein Name gebührt, als welchen ich forma gordina
bazilana. Frühst, einführte. Von Mindanao, nach Semper auch auf Camiguin de Mindanao und Leyte. — - bazilana
Frühst. (123 c), Binden und Flecke kleiner, schmäler und heller als bei gordia von Mindanao. Zeichnung der Flgl-
unterseite schärfer abgesetzt. Bazilan, Februar, März, von W. Doherty gesammelt.
P. bruijni hat oberseits Aehnlichkeit mit epimethis und gordia, unterseits mit gutama, die sie auf einigen In¬
seln, wie z. B. Bazilan, zu vertreten scheint. Mit gutama hat sie den zusammenlaufenden, nicht eingeschnürten und
über die Vflglzelle hinausreichenden, bräunlichgelben Discoidal strich gemeinsam. Der Zeichnungscharakter der
bruijni und ihrer vikariierenden Formen nähert sich gewissen Limenitis von Celebes, so daß sich Oberthür dadurch
cosmia. verleiten ließ, eine Lokalrasse als ,, Limenitis“ bruijni zu beschreiben. Wir kennen bisher : cosmia Semp. Oberseite
sehr ähnlich epimethis bazilana Frühst. ( 123e). Binden mehr grünlichbraun, steiler gestellt. Subapicalmakeln der
Vflgl weißlich. Unterseite bunt, Basis grünlichblau, Binden rein weiß, Medianzone von einem gelben, braun umsäum¬
ten Streifen durchzogen. Type von Bohol. Verwandte Formen auf den Camotes, Nord- und Ost-Mindanao, und auf
pindola. Jolo. — pindola Frühst. Alle Binden schmäler, reicher schwarz beschuppt, wodurch sie namentlich auf der
bruijni. Flglunterseite ein dunkleres Aussehen bekommen. Bazilan, Februar, März, von W. Doherty gesammelt, bruijni
Oberth. hat sowohl ober- wie unterseits bedeutend schmälere Streifung. Insel Sangir, nur in wenigen Exemplaren
nach Europa gekommen. Semper verweist auf das eigentümliche intermittierende Vorkommen von Arten
mit weißen Figlbinden bei Athyma, Limenitis und Neptis der Philippinen und der Sangir-Inseln. Auf Luzon
und dann wieder ferne im Süden auf Palawan leben Arten mit dominierender Weißzeichnung, während auf den
dazwischen liegenden Inseln Mindanao und Mindoro dieselben Arten, jedoch mit braunen oder gelblichen Binden
Vorkommen. Dieser intermittierende Färbungscharakter ist vielleicht ein Anzeichen dafür, daß sich die zu den
Athymiden gehörigen Arten der Philippinen noch im Evolutionsstadium befinden und einen phylogenetisch
jüngeren Zweig des im indischen Gebiet und auf der malaiischen Inselwelt in der Entwicklung zum Teile bereits
abgeschlossenen älteren Stammes darstellen.
P. sulpitia (Bd. 1, p. 187, Taf. 61 c). Diese eigentümliche Art formt den Uebergang von der Athyma-
Pantoporia- Gruppe zu den Limenitis und hat große Aehnlichkeit mit unserer Limenitis sibilla. sulpitia macht
ganz den Eindruck einer paläarktischen Spezies und wurde bisher nur in subtropischen Regionen Asiens gefun¬
den; so weit bis jetzt bekannt, hat sie den 20. Grad nördlicher Breite nirgends überschritten, sulpitia ist eine
entfernte Verwandte von Limenitis homeyeri Tancre und venata Leech ; Arten, mit denen sie Moore in seinem
ni-ngpoana. ,, Genus“ ,, Par athyma“ vereinigt hat. Von sulpitia sind als Ausläufer zu registrieren: ningpoana Fldr. (Bd. 1,
sulpitia. p. 187, Taf. 59 b). Ningpo, Zentral- und West-China. — sulpitia Cr. (Bd. 1, p. 187, Taf. 61c) bewohnt das
südliche China und wurde von mir als neu für Tonkin nachgewiesen. Ich fand den Falter im lichten Busch¬
wald an felsigen Abhängen des Manson- Gebirges und auf den Kalkhügeln bei Than-Moi in Nord-Tonkin vom
April bis Juli und von 600- — 1000 m Erhebung. Lebensweise genau wie bei unserer Lim. sibilla L., Welche
LIMENITIS. Von H. Fruhstorfer.
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im ersten Band (181) zu Unrecht in L. camilla umgetauft wurde. In Hongkong im März, April auf Lantana-
blüten. — adamsoni Moore, ist nach Moores Figur bemerkenswert durch die schmale Submarginal- adamsoni.
binde der Hflgl. Birma, bei Bhamo; häufig im Oktober, November. — tricula Frühst. (12-fe als sulpitia) tricula.
bewegt sich in derselben Zeichnungs-Abweichung. Alle Weißflecken verschmälert, der Zellstreif der Yllgl schwärz¬
lich überstäubt, Unterseite noch dunkler als bei ningpoana die weißen Apicalfleckchen der Vflgl kleiner.
Formosa, selten nur ein Paar in der Kollektion Fruhstorfer.
P. socia Swinh. beschreibt ihr Autor folgendermaßen: Oberseite schwarz. Zeichnungen rein weiß, socia.
Zellstreifen der Vflgl in drei gleiche Teile zerlegt, der letzte distal etwas verdickt, mit einem langen speerför¬
migen Transcellularfleck im Connex. Außerdem ein breites Subapicalband aus drei durch Adern getrennten
nahezu quadratischen Makeln bestehend. Außerdem ein kleiner Punkt vor dem Apex, so wie drei discale intra-
mediane ovale Flecken. Vflgl dann noch mit zwei bleichen Anteterminallinien. Hflgl mit einem breiteren
subbasalen sowie einer discalen wie bei selenophora-QQ angelegten Fleckenreihe und einer blassen Submarginal¬
linie. Unterseite bleichgrau mit rötlichem Anflug, die Basis grünlichblau überpudert, die Bänder sehr breit,
ebenso die Submarginallinie verstärkt, außerdem weiße Flecken am Rande. Von den Salomonsinseln, nach
einem $ das zur selenophora- Gruppe gehören soll. Der Fundort ist sehr erstaunlich, weil im gesamten Papua-
Gebiet und auch auf Australien Pantoporiden fehlen. Die Spezies könnte somit nur über die Philippinen nach
den Salomonen gelangt sein.
Gattung: Bjimenitis F.
Zwar habituell aber nicht strukturell voi \&Pantoporia zu trennen und im Geäder noch unbeständiger,
als die vorige Gattung. Selbst die Gestalt der Klammerorgane ergibt so weitjlas Material untersucht wurde,
keine stichhaltigen Differenzialcharaktere. Uncus wie bei Pantoporia nur leicht gebogen, Scaphiumbildung
noch recht schwach entwickelt, Valve bei vielen Arten mit einem dorsalen Höcker der bei Lim. ( Moduza ) procris
vermutlich fehlt oder nur gering ausgebildet ist. Die Valve in der Regel mit chitinisierter Spitze, bei procris
mit mehreren Zähnen bewehrt. Verbreitung über die gesamte paläarktische, orientalische Region, sowie in
Makro- und Mikromalayana und auffallend vielen Arten auf der Insel Celebes. Auch China übertrifft mit 13
Arten das Kaiserreich Indien, welches nur von 9 Spezies beheimatet. Zumeist Bewohner der gebirgigen
Regionen, nur wenige Arten in der Ebene, im Himalaya und den angrenzenden Gebieten von 1200 bis nahezu
2500 m empors teigend. Neigung zur Ausbildung klimatischer Formen nur im bescheidenen Maße vorhanden,
sexueller Dimorphismus in geringerem Grade als bei den Pantoporiden zu beobachten. Kenntnis der Jugend¬
stadien durchaus ungenügend, nur von einer weitverbreiteten Art in der Literatur bekannt. Drei Artengruppen,
welche durch Uebergänge miteinander verbunden sind, keines der von anderen Autoren zur Genusfundierung
verwendeten Merkmale durchaus beständig.
A. Die hintere Discocellulare der Vflgl normal verlaufend: Limenitis F.
B. Die hintere Discocellulare der Vflgl normal, Zelle der Hflgl manchmal geschlossen*). A uzakia Moore.
C. Die hintere Discocellulare distal weit hinausgerückt, so daß die Zelle verlängert wird. Moduza
Moore.
Artengruppe Limenitis.
L. sibilla im ersten Band p. 181 zu Unrecht in camilla L. umgetauft, erscheint in folgenden Rassen sibilla.
im paläarktischen Gebiet: angustata Stgr. nicht synonym mit japonica, wie p. 181 zitiert, sondern kleinere angustata.
und noch schmalbindigere Arealrasse des Amurgebietes. — japonica Men. nur auf den japanischen Inseln, japonica.
aber nicht auf dem Festland zu finden. Vom $ und $ existiert auch eine luxuriante Form oder Ortsrasse glorifica glorifica.
form. nov. mit kompletter weißer Binde der Vflgl d. h. ohne jedweden leeren Raum zwischen der vorderen und
mittleren Mediana, wo sich ein zumeist ebenso stattlicher ovaler Fleck einbettet wie er bei normalen Stücken
im hinteren Medianraum vorhanden ist. Japan, ohne genauen Fundort in meiner Sammlung. Als puellula puellula.
Frühst, ist eine kleine Arealform und Gebirgsform der südlichen Schweiz und von Savoyen beschrieben, an
Größe und Ausdehnung der weißen Binde hinter deutschen Stücken zurückstehend, einen Uebergang zu anguste-
fasciata Streckf. herstellend. Type vom Saleve in Savoyen.
L. camilla im ersten Band p. 182 als rivularis Scopoli mit Unrecht eingeführt, weil Scopoli als rivularis camilla.
die bekannte Nept. lucilla Denis abgebildet hat, findet sich in der Süd-Schweiz im Gebirge in einer gleichfalls
luxurianten Form, prodiga Frühst., bei welcher ebenfalls eine Fleckenkomplettierung erfolgt, kenntlich nament- prodiga.
lieh beiden $$ welche auf den Vflgln eine große intramediane Makel zeigen, die bei den $3 in der Regel mindestens
durch einen Punkt angecleutet ist. Type von Saleve aber auch an anderen Stellen der Umgebung von Genf.
Von mir auch bei Pralognan in Savoyen gesammelt. Bei Exemplaren von Süd-Frankreich und Corsika findet
sich anstelle eines deutlichen Fleckes in der Regel nur ein Punkt im vorderen Medianzwischenraum.
Anm.: Welch geringen Wert der Zel’schluß der Hflgl als Genus - Ch arak teristicum hat , beweisen die Euthaliiden,
bei welchem wir in derselben Artengruppe Species mit und ohne Querader der Hfgl antreffen.
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LIMENITIS. Von H. Fruhstorfer.
L. trivena (Bd. 1, p. 183) ist im indischen Gebiet über den Nord- und West-Himalaya und Kaschmir
verbreitet, ging mir in Anzahl aus der Umgebung von Mardan, Nordwestprovinz zu und nach Niceville ist sie
irivena. auch häufig bei »Simla. Mehrere Formen sind bereits im ersten Band erwähnt: trivena Moore (122 f) nach
einem besonders breitbindigem $ abgebildet. Unterseite fahlgelb mit dunkleren Stellen der Vflgl. Die am
weitesten nach Süden vordringende Rasse, zugleich auch jene welche noch die Vorberge des Himalaya bewohnt.
ligyes. - — - ligyes Hew. (Bd. 1, p. 183), aus Kaschmir und Kunawur, führt schmälere Binden. — hydaspes Moore die
hydaspes. (iunkelste der drei Formen, findet sich nach de Niceville am weitesten nördlich, da wo die Vegetation am spär¬
lichsten wird. Rp auf Lonicera tartarica. Falter vom Juni bis September. Bingham erwähnt Exemplare aus
Chitral.
daraxa. L. daraxa findet sich in Nord-Indien und Makromalayana mit Ausschluß von Java. — daraxa Moore
( 1 22 f), sofort kenntlich an den hell smaragdgrünen Binden und Makeln der Oberseite, erscheint unterseits rotbraun
mit lichtblauem Gebiet arnlrd derHflgl und schwarzen submarginalen Punkten aller Figl. In Sikkim existieren
Exemplare der Trockenzeit, welche in der Gestalt hinter dem abgebildeten $ der Regenperiode Zurückbleiben,
aber dennoch eine breitere grüne Binde zeigen und unterseits fahler rotbraun abgetönt sind. Vom Kumaon-
Himalaya bis Assam, den Naga- und Chin-Hills. Oberthür empfing daraxa von Tonkin, und ich selbst beob¬
achtete mehrere Exemplare auf dem Plateau von Lang-Bian in Süd-Annam auf ca. 1200 m Höhe im Februar.
Die Falter gewähren einen entzückenden Anblick, wenn sie bei Sonnenschein aus dem Waldesdunkel heraus¬
kommen und sich mit halboffenen Flgln auf kleinem Strauchwerk, kaum ein Meter hoch über dem Erdboden,
wiegen und bei der geringsten Störung eilig wieder entfliehen. Nach Elwes setzen sie sich auch auf feuchte
Stellen am Wege, an denselben Fleck zurückkehrend, wenn sie mit dem Netze verfolgt und verfehlt werden.
In Sikkim steigt daraxa nahezu bis 2500 m Höhe hinauf, ist dort häufig an offenen Plätzen im Wald, besonders
viridicans. vom April bis November. — viridicans Frühst, stammt vom Kina-Balu, wo die Form sehr selten ist. Von Ge¬
stalt. kleiner als daraxa, der rotbraune Analfleck der Oberseite der Hflgl fehlt fast völlig. Die grüne Mittel-
thcoda. binde namentlich auch unten etwas verschmälert. — theoda Frühst, nahe der vorigen aber noch kleiner als
diese und mit noch mehr verengten grünen Medianbinden aller Figl. Auf den Vflgln besteht die Medianbinde
nur noch aus drei grünen Flecken, während sich bei daraxa und viridicans deren vier finden. Die übrigen stehen
ganz isoliert . Der rotbraune Fleck im Analwinkel der Hflgl-Oberseite ist länger und schmäler als bei daraxa
Doubl, und um vieles größer als bei viridicans. Die Unterseite aller Figl weicht von den übrigen daraxa- Formen
dadurch ab, daß die marginale und submarginale Region matt aschgrau gefärbt ist, anstatt schimmernd grau-
violett. Sämtliche schwarzen Submarginalflecken sind außerdem schmäler und schärfer abgesetzt. Eine braun¬
rote, bei daraxa und viridicans vorhandene Submarginalbinde der Hflgl, welche die graue Region nach innen
begrenzt, fehlt bei theoda. : Vflgllänge 26 mm, von viridicans 28, von daraxa 30 — 32 mm. Sumatra, Battak-
Berge. Sehr wahrscheinlich gehört zu theoda auch die Form der Malayischen Halbinsel, von welcher Doherty
berichtet, daß er eine Anzahl <$$ am Larut-Hill Perak auf ca. 1500 m Höhe erbeutet hat.
agneyana. L. agneyana Doh. Eine seltene Spezies, welche wohl nur in zwei oder drei Exemplaren bekannt ist. Sie
differiert von daraxa durch das zweiteilige (also gegabelte) grüne Medianband der Vflgl. Der Uncus ist nach
Doherty lang, am distalen Ende gebogen ohne Scaphium. Die Valve einfach, gerade nach vorne allmählich
sich verschmälernd. Bei daraxa ist die Spitze stumpfer und ein deutlicher dorsaler Anhang wie wir ihn auch
bei Athyma und Limenitis dudu finden, vorhanden. Der Uncus ist kürzer, das Scaphium gut entwickelt, nach
unten und außen scharf gebogen, so daß die Spitze dem Uncus zugewendet ist und durch muskuläre Bewe¬
gungen mit dem Uncus in Kontakt gebracht werden kann. Auf dem Larut-Hill, Perak und 1000 m tiefer gefun¬
den als L. daraxa. Ein $ hat Dr. Martin von den Battak-Bergen in seiner Sammlung, so daß wir die
Art auch aus West-Sumatra und vermutlich Nord-Borneo noch erwarten dürfen.
zulema. L. zulema Dbl. (122 f). Unterseits mit lichtblauer, schwarz schattierter Basis und rotbraunem Außen¬
teil aller Figl. Moore bildet (Lep. Indica 111, Taf. 251) eine Regenzeitform ab mit erheblich verschmälerter
weißer Mittelbinde aber ansehnlicherer Größe. Sehr selten in Bhutan und Sikkim wird zulema bei Cherrapunji
in Assam ziemlich häufig gefunden. Flugzeit Mai, Juni von 500 bis 1500 m. $ nicht erheblich vom J ver¬
schieden. Einige wurden auch in Birma und im Monat März in Ober-Tenasserim gefunden.
L. dudu bisher nur aus Vorderindien, Birma, sowie Sumatra bekannt, wurde von Herrn H. Saute R
jinamitra. auch auf Formosa entdeckt, so daß jetzt zwei Lokalrassen zu behandeln sind: - — - jinamitra Frühst. (123 a).
Unterseits bleichlila, der Hflgl im Analwinkel mit weiß überpudert und sonst am Apex der Vflgl reich und schön
rotbraun, ebenso die Zelle der Vflgl von rotbraunen schwarz eingefaßten Bändern durchzogen. Selten im ge¬
birgigen Formosa. $ kaum vom verschieden. Uncus etwas mehr gekrümmt als bei Moduza procris Cr. und
M. lymire Hew. Valve kürzer, ventral scharf gewinkelt, der dorsale Zahn an der Basis breiter, oben spitzer als
dudu. bei M. lymire. Valvenspitze verengt, deutlich umgebogen etwas chitinisiert. • — - dudu Westw., habituell größer
als jinamitra, führt schmälere und mehr gelblich statt rein weiße Längsbinden, auch sind die rotbraunen Streifen
der Vflglzelle deutlicher aufgetragen, dudu fliegt nach De Niceville um die Gipfel der Bäume auf den höchsten
Stellen der Bergkämme im dichten Walde vom Juni bis August und ist in Sikkim, sowie Bhutan sehr selten,
doch wird sie gleich zulema häufig in Assam angetroffen. Auch von den Chin-Hills, Flugzeit Mai, und den Shan-
LIMENITIS. Von H. Frutistorfer.
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States, Oktober, werden einzelne Exemplare gemeldet. — • bocki Moore, in der Regel habituell kleiner als dudu, bocki.
führt mehr als doppelt so breite weiße Felder der Oberseite, auch ist die Anteterminalpartie der Hflgl weißlich¬
grau aufgehellt. Außerordentlich selten auf dem Battak-Plateau von Sumatra. $ vermutlich noch unbekannt.
Vikarianten dürfen noch von Perak, Borneo, Tonkin und Yunnan erwartet werden.
L. zayla Dbl. (123 b), die ansehnlichste und am feurigsten gefärbte Art der Gattung. Unterseite gleich- zayla.
falls sehr bunt, die Vflgl mit ihrem ockergelbem Medianteil und rotbraunem Randgebiet an einige neotropische
Adelpha gemahnend. Htigl basalwärts licht blaugrün, wie bei zulerna. Das sehr seltene $ mit längerer weißer
Mittelbinde der Vflgl und schmälerer der Hflgl. In Sikkim im lichten Wald vom Juni bis August, am häufigsten
am Birch-Hill oberhalb Darjeeling. Ein starker Flieger, sich aber gleichwie L. daraxa manchmal auf den Erd¬
boden setzend. In meiner Sammlung von Bhutan, nach Swinhoe häufig in Assam, wo sie Doherty auch auf den
Naga-Hills in Anzahl erbeutete.
L. hollandi gleicht oberseits der Pantoporia selenophora und besonders der javanischen Rasse jadava hollandi.
Fldr., so daß sie von einem Autor beständig damit verwechselt wurde. Von Bali bis Flores und von Sumba bis
Timor in einer Reihe von insularen Rassen verbreitet. $ oberseits tiefschwarz mit helleren Antemarginal-
linien. $ differiert von dem $ durch den rundlicheren Figlschnitt, die hellere grambraune (anstatt schwarze)
Grundfarbe, auf der die Zeichnung der Unterseite deutlich durchschimmert. Die vergrößerten Subapicalflecke
und die breiteren Medianbinden sind gelblich anstatt rein weiß. Auch unterseits bemerken wir eine Verbreite¬
rung aller Weißzeichnung. — lombokiana subsp. nov. differiert von der typischen Unterart durch verkleinerte weiße lombokiana.
Präapicalmakeln und verschmälerteBinden der Oberseite. Unterseits bleibt der weiße pilzförmige Fleck am Zellapex
erheblich an Größe hinter jenem von hollandi zurück. Lombok auf 600 bis 1200 m. April bis Juni am Wald¬
rande im vollen Sonnenschein fliegend, äußerst lebhaft, sich etwa wie unsere Limenitis camilla gebahrend.
Eine ähnliche Form auch auf Bali. — - hollandi Doli, gleicht der abgebildeten chilo (122 f). Von Doherty auf
Sumbawa entdeckt in der Donggo-Gegend etwas über 600 m. — fyl gia subsp. nov. (auf 122 f als chilo ) eine fylgia.
kleinere, bleiche Form, noch mehr $ ähnlich als bei lombokiana. Subapicalmakeln der Unterseite steiler
gestellt, die Randbinden blasser. Insel Flores, November. — - timorica subsp. nov. weist mehr als doppelt so timorica.
große Subapicalflecke der Vflgl und erheblich verbreiterte Medianbinde auf als Sumbawa-Exemplare. Timor,
Type in der Sammlung Staudinger.
L. chilo 3m. eine völlig isoliert stehende Art bisher nur in einem $ bekannt. Oberseite dunkel schoko- chilo.
ladebraun mit großem ockerfarbenem Subapicalfleck und einer ansehnlichen weißen tr ans cellularen Schrägbinde
der Vflgl. Die Hflgl mit einem breiten die äußere Hälfte einnehmendem hell ockergelbem Feld und einer durch
einen dünnen schwarzen Streifen davon getrennten Anteterminallinie von derselben Farbe. Unterseite braun
mit Wiederholung des weißen Shawls der Oberseite, an Stelle des gelben ein blaßlila Feld. Insel Sumba, von
Doherty entdeckt.
Artengruppe Auzakia Moore.
L. danava im ersten Band p. 189 unter den Euthaliiden beschrieben, ist eine echte Limenitis. 3 auch in
der Figlform kaum von L. dudu abweichend nur das $ etwas spitzere Hflgl zeigend. Drei Arealrassen:
danava Moore charakterisiert durch basalwärts schwarzbraunes, distal aufgehellt graubraunes Gebiet der Ober- danava.
Seite mit dunkelgrünem Anflug an derCostale der Vflgl, den Adern und im Analwinkel der Hflgl. $ sehr selten
größer als der $ oberseits ausgedehnter und intensiver olivengrün überflogen mit gelblichweißer Medianbinde
aller Figl und gelbgrauen zungenförmigen Transcellularmakeln der Vflgl . Außerdem noch graugelbe Submarginal¬
streifen. Unterseite mit gelblichweißem schmalen Mittelfeld und ausgedehnter hell olivgrüner distaler Begren¬
zung desselben, sonst wie der <$. Das einzige $ der Sammlung Staudinger in Berlin ist kleiner und führt
ebenso wie Moores Abbildung der Type aus Sikkim, breitere weiße Binden als mein größeres $ (Regenzeitform 1)
aus Assam. Verbreitung von Kaschmir bis zu denNaga-Hills und den Shan-Staaten, Ober-Birma. Nach Moore
häufig in Nepal und Assam. In Sikkim selten von 500 bis 2000 m Erhebung vom April bis Oktober. — leechi leechi.
Moore (Bd. 1, S. 189, Taf. 57 e), habituell kleiner und beiderseits dunkler als danava. Bei Changyang und im
oberen Szetchuan. $ noch unbeschrieben. — albomarginata Weym. (= liageni Stgr.) eine hervorragende albomar-
Lokalform findet sich als große Seltenheit aber immerhin noch häufiger als L. dudu bocki Moore im gebirgigen öli,,da.
Nordost-Sumatra und meine Sammler sandten mir einige Exemplare auch aus den Padang Bovenlanden, V est-
Sumatra. Vflgl nahezu schwarz mit glänzenden grünen Flecken in der Zelle. Hflgl im gesamten äußeren Gebiet
gelblich oder weiß mit oliv- oder blaugrünem Anflug im Analwinkel. Unterseite mit ausgedehntem weißlichen,
lila überhauchtem Randgebiet. Das $ hat Dr. Martin entdeckt und beschrieben.
L. austenia Moore kommt ausschließlich in Assam vor, wo es Doherty im Mai im Tiefland bei Margha- austenia.
rita gefunden hat. Sonst sind nur wenige Exemplare bekannt. Oberseite umbrabraun mit einer bleichbraunen
aus Halbmonden zusammengesetzten Binde und einer Serie von an Gethosia biblis erinnernden Submarginal-
640
LIMENITIS. Von H. Fruhstorfer.
mäkeln mit der für die Cethosien so charakteristischen Leber- und Hufeisenform. Unterseite wie oben, nur mit
grauen statt gelbbraunen Partien. $ fast gleich gezeichnet wie der
Artengruppe Moduza.
Valve von jener der übrigen Limenitiden abweichend durch eine Leihe von vier distalen Dornen, von
welchen der ventrale am längsten und schärfsten gespitzt ist.
L. procris die am Aveitesten verbreitete südasiatische Limenitide und wahrscheinlich auch die lokalen
und klimatischen Einflüssen am meisten ausgesetzte Spezies der gesamten Gattung. Die Vikarianten von
procris neigen außerdem zu Mutationen, so daß unter insularer Isolierung eine ganze Reihe vikariierender Spezies
entstanden ist, auf Inseln, avo sich sonst die Kollektivart nur in mehr oder weniger differenzierte Rassen auflöst.
So hat das kleine Nias eine eigene Art, ebenso Ceylon, PalaAvan und die Philippinen. Die Variabilitäts-Amplitude
der Oberseite ergeben unsere Figuren 122 e soAA'ie 123 a. — Die Unterseite bleibt äußerst beständig und Aveist
selbst bei den philippinischen Vikarianten keine großen Differenzen auf. Basis aller Figl licht oder blaugrün,
ein Aveißes erst schwarz dann distal rotbraun umrahmtes Mittelfeld und ein rot, oder gelbbraunes Außengebiet
von violetten Linien und Wischflecken bedeckt . $ stets männchenähnlich, nur größer und von runderen Konturen.
Rp auf Mussaenda frondosa, Wendlandia und Nauclea cadamba der Familie der Rubiaceen. Kopf stachelig
Avie bei den Pantoporiden, Farbe in allen Stadien dunkelbraun. Nach Davidson undAiTKEN ist die junge Rp
nur leicht mit kurzen dornigen Tuberkeln besetzt. In diesem Stadium beginnt die Rp das Blatt von der Spitze
an abzufressen, nur die Mittelrippe stehen lassend, die abgefressenen Stellen mit Exkrementen bedeckend und
mit Seide zusammenhaltend, so daß ein Gebilde entsteht, von welchem dieRp selbst kaum zu unterscheiden ist.
Nach der letzten Häutung gibt die Rp diese sonderbaren Gewohnheiten auf und lebt offen auf der Oberseite
des Blattes. Der Kopf erscheint jetzt sehr groß und ist dicht mit kurzen einfachen Stacheln besetzt. Auf dem
Rücken trägt die Rp nun auch zwei Reihen starker Dornen und Tuberkeln, die nach oben sich büschelförmig
erweitern. Am dritten und vierten Segment stehen etAvas seitwärts gestellt die längsten Dornen. Abdominal¬
partie der Rp schlank, Figlscheiden aber aufgeblasen. Kopf mit zwei hammerartigen Hörnern, welche sich
berühren, in der Mitte ein kreisförmiges Loch offen lassend. Pp braun, kann leicht für ein verwelktes Blatt gehal¬
ten werden. Ppnruhe 10 Tage. Falter in der Regel häufig, die Niederung bevorzugend aber dennoch bis etwa
1200 m emporgehend. Der Waldrand ist ihr Lieblings auf enthalt, avo sie sich nicht zu hoch über dem Boden
mit ausgebreiteten Flgln manchmal lange an derselben Stelle verbleibend, auf Blättern sonnen. Aufgescheucht,
schwirren sie in raschen Stößen einige Meter weit, um sich dann in derselben Weise auf einen benachbarten
Busch niederzulassen. Nach Martin auch gerne an feuchte und verunreinigte Plätze der Waldwege gehend.
procris. — - procris Cr. aus Süd-China beschrieben, von mir als neu für Tonkin gefunden, kommt übereinstimmend auch in
Siam, Birma, dem Mergui- Archipel und in Nordindien bis zum Kumaon-Himalaya vor. Man begegnet ihr in der
Ebene bis zu etwa 1200 m Erhebung als einem häufigen Schmetterling in Gegenden mit starkem Regenfall.
clilaena. In Sikkim hat sich eine markante Form der Trockenzeit ausgebildet forma chlaena Frühst., Avelche Moore
abbildete und sofort kenntlich ist an den besonders beim $ ausgedehnten Aveißen Medianbinden und den
vergrößerten Subapicalmakeln der Vflgl. Die Unterseite blasser blau, das Distalgebiet fahler rotbraun, aber
mit ansehnlicheren grauvioletten Halbmondflecken besetzt. Im südlichen Indien begegnen Avir einer Arealrasse
undifragun. undifragus Frühst., deren Jugendstadien wir eingangs erwähnt haben und die auch in den Nilgiris bis etwa
4000 Fuß Höhe vorkommt. Die Aveiße Medianbinde namentlich jene derHflgl stark verschmälert, ebenso die
rotbraune Submarginalbinde der Vflgl. Unterseite dunkler als bei nordindischen procris, satter blaugrün und rot-
anarta. braun, jedoch nur Avenig violett überstäubt. - — - anarta Moore ist kenntlich an dem vermehrten Schwarz
besonders der Vflgl, dem ent weder fehlenden oder nur in Punktgröße vorhandenen weißen Zellfleck. Unterseite
dunkler grün, die schwarzen medianen Makeln prominenter als bei kontinentalen Exemplaren. Andamanen.
batuna. — - batuna Frühst. (123 a) das Gegenteil der vorigen, mit ansehnlichem weißem Zellfleck und auch sonst breit
ausgeflossenem Mittelfeld der Vflgl. $ von allen makromalayischen Verwandten auch noch abgesondert durch
eine Aveiße Anteterminallinie aller Figl. Erstaunlich ist auch der Kontrast mit L. aemonia Weym. (123 a), von
dem nur Avenige Seemeilen entfernten Insel Nias. Nur ein $ bisher bekannt, Type von Pulo Tello der Batu-
minoe. Inseln in der Kollektion Fruhstorfer. — minoe Frühst, von Nord-Ost und West-Sumatra nähern sich agnata
(122 e), von Avelcher sie abAveichen durch markantere und ausgedehntere rotbraune Binde der Vflgl. Unterseite
bankana. lichterblau und ärmer an schwarzen Streifen und Rändern. — - bankana subsp. nov. ist eine habituell kleine,
milonia. aber breiter weißbindige Form. Unterseite fahler als bei Sumatra-Exemplaren. Insel Banka, milonia Frühst.
findet sich auf Singapore und der Malayischen Halbinsel, habituell ebenso klein Avie bankana, führt sie redu-
agnata. zierte rotbraune Binden und verschmälerte Aveiße Felder der Oberseite. - — - agnata Frühst. (122 e) stammt vom
Nord- und Südost-Borneo, hat die nahezu ganz scliAvarzen Vflgl mit milonia gemeinsam, entfernt sich von dieser
neutra. aber durch vermehrte Weißzeichnung. ■ — Mit neutra Frühst. (122 e) beginnt eine Reihe von hellen Formen.
neutra differiert von procris aus Vorder-Indien durch verkleinerte Präapicalmakeln, reduzierteren Zellfleck und
etwas engere Aveiße Binden der Vflgl und das Randgebiet der Ober- und Unterseite erscheint etwas dunkler
rotbraun. Ost- und West- Java bis’etwa 700 m. Horsfield hat die Jugendstadien bereits 1829 in vollendeter
Weise abbilden lassen. Exemplare aus Bali fehlen mir, doch fand ich neutra auch auf Lombok vom April bis
Ausgegeben 10. 1. 1913.
LIMENITIS. Von H. Fruhstorfer.
641
Juni bis 700 m Höhe. — sumbawana subsp. nov. differiert durch fast doppelt so großen weißen Fleck am Zell- « ■umbawana
apex der Vflgl und markantere schwarze Medianmakeln der Unterseite der Hflgl von neutra. Sumbawa, von
Doherty bei Tambora gesammelt. - — - sumbana subsp. nov. eine ausgezeichnete Rasse, ist wesentlich heller als sumbarm.
Sumbawa- undLombok-Exemplare, führt aber dennoch ein auffallend verschmälertes weißes Feld der Oberseite.
Hie Unterseite erscheint blaß-blau, Vflgl von einer discalen weißen Wellenbinde durchzogen. Insel Sumba,
anscheinend selten. — florensis subsp. nov. zeigt die ansehnlichsten weißen Makeln und Binden aller bisher floremis.
behandelten procm-Abzweigungen , und es beginnt sich sogar ein zweiter weißer Fleck vor dem Apex der Vflgl
auszubilden. Bei floresiana werden die weißen Subapicalflecken der Vflgl fast doppelt so breit als bei neutra.
Die Vflgl erscheinen von einer breiten hellrotbraunen Submarginalbinde durchzogen. Auf den Hflgln verschwin¬
den die schwarzen Binden fast völlig, so daß die hellrotbraune Grundfärbung ungehindert dominiert, der nur 2
Reihen rundlicher, schwarzer Submarginalpunkte aufgesetzt sind. Auch die Basis aller Figl bleibt lichter als
bei irgend einer procris- Form und dasselbe gilt von der Flgl-Unterseite. Flores, November. — arnoldi Frühst, arnoldi.
(122 e), ein Charakterschmetterling der Insel Bawean, hat sich trotz der Java-Nähe zu einer der dunkelsten
bekannten Rassen umgebildet. Oberseite ausgezeichnet durch ausgedehntes schwarzes Discalfeld der Vflgl
und breit aufgetragene schwarze Medianmakeln der Hflgl. Die Flecken der Vflgl isoliert, weiße Binde der Hflgl
kaum halb so breit als bei neutra (122 e), $ auffallend durch seine Größe und eine prächtige submarginale Spitzen¬
binde der Hflgl
Bawean, besonders vom Juli bis September nicht selten. Vermutlich ähnlich auch auf Kangean.
Eine weitere Form findet sich auf Mindanao, es ist fraglich, ob ihr Artrecht zukommt; es ist dies L.
thespias Semp., sehr selten, bisher nur in wenigen Exemplaren aus Camiguin de Mindanao und Mindanao ge- thespias.
kommen und von mir nach der Abbildung Sempers und einem <$ meiner Sammlung beurteilt. Oberseite
von entschiedenem procns-Typus, eine zusammenhängende stattliche weiße Mittelbinde, auch großer Zellfleck
der Vflgl. Diese wie mit einem breiten schwarzen Teppich belegt; das Mittelfeld der Hflgl distal markant
schwarz umrahmt, Hflgl aber nur mit einer submarginalen Serie schwarzer Punkte. Unterseite wie bei
procris, die weiße Mittelbinde der Hflgl zwischen der vorderen und hinteren Radiale distal wurmförmig
verlängert.
L. aemonia kenntlich an der verkürzten weißen Binde der Hflgl, verteilt sich auf zwei bekannte Rassen aemonia.
auf den südwestlichen Satellitinseln von Sumatra: aemonia Weym. (123a), nicht selten auf Nias und lauben- jauben-
heimerä Hag. mit fast ganz schwarzem Apicalgebiet und ausgedehnterer Weißzeichnung der Vflgl und unter- lcl,nen-
seits kompletter weißer Mittelbinde der Hflgl. Von der Mentawej- Gruppe. — Auf den genau in der Mitte zwischen
Nias und Mentawej gelegenen Batu-Inseln aber treffen wir batuna Frühst. (123 a), Avelche sich ganz dem normalen batuna.
procris- Typus wie wir ihn von Sumatra, Java etc. kennen, anschließt, eine der vielen Ueberraschungen wie sie
uns der Malayische Archipel bietet. Wir dürfen noch eine ganze Reihe von sonderbaren procris- Vikarianten
erwarten von den Inseln und Inselchen zwischen Engano, Pulo-Wei und Pulo-Brass.
L. calidasa Moore (122 e), einer der bekanntesten Ceylon-Falter, differiert von procris durch das Fehlen calidasa.
des weißen Zellflecks der Vflgl. Grundfarbe dunkel oliven grün, statt rotbraun wie bei procris. Unterseite aber
wenig verändert, abgesehen vom fehlenden weißen Zellfleck der Vflgl sehr ähnlich procris arnoldi von Bawean.
Rp abweichend von der procris undifraga- Rp, deren Färbung entweder grünlichgelb oder rötlich; außer an
Mussaenda auch auf Cincliona. Pp purpurbraun, Kopf nicht mit hammerförmigen, sondern mit distal zuge¬
spitzten Hörnern.
L. pausanias St.gr . kombiniert die Charaktere von L. calidasa und L. procris, indem sie den fehlenden pausanias.
Zellfleck mit der Ceylon-Art, die gelbbraune Grundfarbe aber mit L. procris gemeinsam hat. Die weißen Stellen
der Oberseite etwa wie bei procris fa. chlaena Frühst, angelegt. Unterseite fahl, entschieden gelb, statt rotbraun.
Insel Palawan, nicht häufig.
L. mata bewohnt neben L. thespias die Philippinen, wo sie in gut geschiedene insulare Rassen zer- mata.
fällt : mata Moore aus Luzon gleicht oberseits der L. pausanias, doch tritt wiederum ein ansehnlicher weißer
Zellfleck in Erscheinung. Weiße Binde der Vflgl deutlich in drei einzelne, gut getrennte Partien gesondert.
Flugzeit Juli bis Oktober, sehr selten. - — - amida subsp. nov. hat reicher blaugrün überpuderte Oberseite und die amida.
weißen Flecken mehr verbreitert als bei Luzon- und Mindanao-Exemplaren. Insel Cebu, Type in der Sammlung
Semper. — avalokita subsp. nov. ist der Gegensatz zur vorigen. Oberseite dunkler, alle Weißflecken reduziert, avalokila.
besonders die Subapical- und Zellmakel. Unterseite mit prägnanter schwarzer Mittelbinde. Mindanao, Februar,
März, von dem bekannten Orchideensammler Micholitz gefunden, Type in der Sammlung Fruhstorfer.
L. urdaneta zerfällt in drei scharf getrennte Inselrassen von denen wir noch Zuwachs aus dem mittleren
Teil des Philippinischen Archipels zu erwarten haben. Die Unterschiede zwischen der Nord- und Süd-Rasse
sind so bedeutend, daß sie Semper spezifisch getrennt hat. Ich lasse mich aber von der Gleichheit der Unterseite
bestimmen, die bisher abgesonderten Formen unter urdaneta zu vereinigen, urdaneta Fldr., mir nur nach dem urdaneta.
SEMPERschen Bild bekannt, ist in der Sammlung Semper nur durch 2 aus Luzon und einem Exemplar
aus Mindoro vertreten. Oberseite mit Ausnahme der discalen Weißfleckung und einer schmalen rotbraunen
IX
81
642
PANDITA. Von H. Fruhstorfer.
Submarginalbinde dunkelbraun. Unterseite mit sattgrünem Basalgebiet, breitem, komplettem weißem Mittel-
pintuyana. feld beider Figl. — - pintuyana Semp. gleicht oberseits unserer Figur 123 a, ist jedoch oberseits dunkler braun,
mdhastha. die rotbraune äußere Binde der Hflgl schmäler. Von Pintuyan auf Panaon. — mahastha subsp. nov. (123 a
als pintuyana), differiert von der Panaon-Rasse durch lichtere Gesamtfärbung der Oberseite, verkleinerte weiße
Makeln, von welchen der zweite costale der Hflgl völlig fehlt. Die rötlichen Partien beider Figl ausgedehnter,
dagegen die discale Weißfleckung der Unterseite wesentlich reduziert. Insel Bazilan, Februar, März von W. Do-
herty gefunden. Type in der Sammlung Fruhstorfer, nur ein $ vorhanden.
L. lyncides hat von den fünf jetzt folgenden Moduza- Arten der Celebischen Subregion den L. procris-
Charakter am getreuesten bewahrt. Die beiden Geschlechter gleichartig gefärbt, das $ nur mit runderen
Figlkonturen, etwas matter rotbraun. Die weiße Schrägbinde derVflgl je nach der Lokalität verschieden in der
lyncides. Ausdehnung, am breitesten bei der südcelebischen, am schmälsten bei der Bangkai-Rasse. lyncides Hew.,
die Namens type, stammt aus der Minahassa, wurde von mir auch bei Toli-Toli, Nord-Celebes im November,
Dezember gesammelt; auch scheinen die Stücke des Tieflandes von Süd-Celebes nicht erheblich von der Nord-
eutaenia. rasse zu differieren. - — Dagegen zeigt eutaenia subsp. nov. (122 f als lyncides) auffallend verbreiterte und reiner
weiße Schrägbinde der Vflgl ; eine Erscheinung, welche sich beim $ wiederholt. Am Pik von Bonthain in etwa
amarapta. 1000 m Höhe, Flugzeit März. — amarapta subsp. nov., deren Type in der Sammlung Staudinger, bildet durch
sehr verschmälerte weißliche Binden der Vflgl den Gegensatz zu eutaenia. Insel Bangkai.
lycone. L. lycone verteilt sich auf zwei nur geringfügig differenzierte Rassen auf Celebes: lycone Hew. die
Namenstype, von der Minahassa, zeigt dunklere gelbbraune Partien und kleinere weißliche Makeln der Ober-
lyconides. seite als lyconides subsp. nov., welche Avir (122 f) darstellen. Bei dieser ist auch die Unterseite fahler weißlich
und blau. Flugzeit im Januar, am Wasserfall von Maros.
ly mir e. L. lymire Hew. (123 a) die dritte der nicht geschlechtsdimorphen Celebes- Spezies, zugleich die ansehn¬
lichste und schönste. $ etAvas größer, Vflgl meist mit glänzend und heller grünem Anflug als die Die Süd¬
form nicht merklich von der Nordtype abweichend. Von mir bei Toli-Toli im November, Dezember und am
Wasserfall von Maros im Januar gefunden. Valve länger, schlanker als bei L. dudu jinamitra Frühst, von Formosa,
das distale Ende mit scharfer, chitinisierter Spitze, aber ohne die distale Bedornung der Moduza procris. Der
neolymira. dorsale Zahn stumpfer, kräftiger als bei L. dudu. — neolymira subsp. nov., eine melanotische Rasse mit
verschmälerten Weißbinden und prominenten, schwarzen Makeln der Unterseite. Sula-Mangoli, Type im
Britisch-Museum. 1 $ auch im Tring-Museum.
libnites. L. libnites Hew. (122 d) differiert in der dargestellten Weise sexuell. Bisher nur von Celebes bekannt,
sind lokale Abweichungen zAvischen den von mir bei Toli-Toli und am Wasserfall von Maros gefundenen zahl¬
reichen Exemplaren nicht zu konstatieren. Unterseite von helleren und dunkleren braunen Binden und wei߬
lichen Streifen abAvechselnd durchzogen. Die schwarzen medianen Makeln der Hflgl sind beim $ undeutlicher
und stehen in einer fahler gelbbraunen Zone.
L. lysanias wurde von Moore mit einem Schein von Berechtigung in ein Genus ,,Tarattia“ gestellt,
AA^eil der Zellschluß nur noch im oberen Teil nach außen (distal) vorgeschoben ist und die hintere Discocellulare
auf die Gabelung der Medianadern stößt. Für mich ist diese aberrante Erscheinung nur ein BeAveis der generellen
Wertlosigkeit der Art des Verlaufs der Querader bei den Limenitiden, und AArir haben in lysanias so recht die
lysianias. Transition von den Moduza zu Limenitis s. str. lysanias Hew. (122 e), von der Minahassa und Toli-Toli in mei¬
ner Sammlung, hat wiederum ^-ähnliche Die Süd-Rasse, welche Heavitson durch Wallace empfangen
hat, von mir am Pik von Bonthain im März auf ca. 1000 m Erhebung gefunden, zeigt etAvas lichtere gelbbraune
Medianbinde der Hflgl und ein mehr verwaschenes aber vor herrschenderes Aveißliches Kolorit der Unterseite.
karschi. • — karschi Frühst. Das $ entfernt sich von lysanias Hew. von Celebes durch die in einzelne weiße Flecken aufge¬
löste Medianbinde der Vflgl und die zurückgebildete weiße Mittelbinde der Hflgl, sowie ausgedehnteres scharf
hervortretendes rotbraunes Postmedianband aller Figl. Unterseite dunkler mit markanteren und ausgedehn¬
teren braunen Feldern, so deutlich den melanotischen Satellitinselcharakter zur Schau tragend. Sula Mangoli.
Type in der Sammlung Staudinger.
staudingeri. L. staudingeri Ribbe, bisher nur auf Ceram gefunden, ist eine hervorragende Spezies, relativ groß
und von allen Limenitiden der Moduza- Gruppe abgesondert durch eine wie bei Euthalia duda (130 d) bis zum
Costalrand durchgezogene weiße Binde. Unterseite grünblau, Hflgl mit einer braunen Begrenzung der A\Teißen
Mittelbinde und großen rundlichen, schwarzen Makeln in weißblauem Felde.
39. Gattung1: B*aii<lita Moore.
Eine nur aus ZAvei Arten bestehende habit uell und morphologisch kaum von Limenitis getrennte Arten-
Gruppe. Bei Pandita entspringt der 3. Subcostalast nahe am 4., fast in der Figlspitze. Die Vflglzelle ist durch
eine feine Avellenförmig gebogene Querader geschlossen, welche genau in den Ursprung des 2. Medianastes mündet ,
der obere Teil wie bei L. lysanias etwas nach außen gerückt und dadurch unerheblich von Moduza separiert, die
LEBADEA. Von H. Fruhstorfer.
643
Hflglzelle dagegen offen. Die Palpen sind auch sehr charakteristisch: das Mittelglied nur wenig gebogen, das
Endglied ruht gerade und senkrecht auf demselben, daher stehen die Palpen nicht so ab, wie in dem vorigen
Genus. Die nahe Abzweigung des 3. und 4. Subcostalastes findet sich nur noch hei dem afrikanischen Genus
Hamanumida und einzelnen Aterica- Arten; aber auch bei der typischen Athyma ist der 3. Ast oft' näher
dem 4. als dem Zellende, und bei Parthenos entspringt er sogar fast aus einem Punkte mit demselben. Klammer¬
organe etwas zierlicher als bei Moduza und Limenitis, im allgemeinen kürzer, Valve namentlich in An¬
betracht der Kleinheit des Objekts (P. imitans) auffallend breit, der bereits die Verwandtschaft mit den Panto-
poriden und Adelpha anzeigende dorsale Zahn der Valve mehr an die Basis gedrängt. Valve distal ohne chiti-
nisierte Spitze, wodurch Moduza procris gegenüber wenigstens ein sicheres Merkmal vorhanden ist. Verbreitung
der Gattung: Makromalayana. Die zwei bekannte Arten sind Bewohner der Ebene.
P. sinope mit welche nur wenig größer und unterseits ein helleres Medianfeld aufweisen als die $3 ; sinope.
Zwei Rassen: sinope Moore ( 1 24 f ) von ihrem Autor nach einem J von Java aus der HoRSFiELDschen Sammlung
beschrieben, von mir dort nicht gesammelt, ist nicht allzu häufig auf Sumatra, Singapore und der Malayischen
Halbinsel. Nach Hagen vereinzelt in Fruchtgärten, an blumigen Rainen, selbst an die Blumentöpfe an den
Fenstern gehend. — sinoria Fldr., eine dunklere Form mit breiteren schwarzen Binden der Ober- und Unter- sinoria.
seite aller Figl. In Nord- und Südost-Borneo, auch auf den Natuna Inseln und Palawan.
P. imitans Btlr. (124 f) eine reizende kleine Form, kenntlich an der weißen Mittelbinde derVflgl. Die imitans.
schwarzen Bänder der Unterseite etwas dichter aufeinanderstehencl als bei sinope Moore, sonst ohne erhebliche
Differenzen. Insel Nias, sehr selten. Auf den Inseln zwischen Nias und Pulo-Wei müssen noch Uebergänge zu
sinoria und sinope gefunden werden.
40. Gattung: Ijehacica Fldr.
Die Lebadea- Arten waren früher mit Limenitis vereinigt, wurden aber von Felder als eigene Gattung
abgetrennt , und unterscheiden sich von Limenitis sofort durch die Abzweigung der Präcostale nach dem Ursprung
der Subcostalis und die geschlossenen Zellen beider Figl. Wir geben hier die Original-Diagnose des Autors
wieder, welche die weiteren Charaktere der Gattung völlig erschöpft: „Fühlerkeule dünn, sehr verlängert. Pal¬
pen schuppig. Augen kahl. Zellen aller Figl geschlossen. 1. Subcostalast der Vflgl nach der Zellmitte, 2. vor dem
Zellende abgezweigt, herabgebogen, 3. weit hinter der Flglmitte aufsteigend, herabgebogen, 4. bald darauf am
Scheitel entspringend. Discocellularader der Vflgl nach einwärts gebogen. 2. und 3. Medianast derselben etwas
entfernt. Präcostalader der Hflgl nach außen gebogen, einfach, weit nach dem Ursprung der Subcostalader
aufsteigencl.“ — • Wir fügen dem noch hinzu, daß die Querader des Hflgls, genau zwischen dem 1. und 2. Median¬
ast mündet (Dr. Schatz).
Die zwei nahe verwandten Arten zeichnen sich schon durch die sichelförmig verlängerten Vflgl und
die trübe, gelblich-graubraune Figlfärbung aus, welche auf der Oberseite durch wellenförmige, abwechselnd
dunklere und hellere Zeichnungen und meist eine weißliche Binde über beide Figl unterbrochen wird. Sie gehö¬
ren hauptsächlich dem makro malayischen Gebiet an. Klammerorgane sehr verschieden von jenen der Gattung
Pandita und Moduza, Valve zwar auch mit dem dorsalen, allen Limenitiden gemeinsamen Anhang, aber bauchig
ohne scharfe Kanten wie bei den echten Limenitis. Uncus äußerst fein und zart. Bewohner der Ebene, die kaum
über 6 — -700 m Erhebung hinaufgehen. Sie bevorzugen lichte sonnige Wälder mit viel Gebüsch und sind stellen¬
weise nicht selten. Flug außerordentlich schwach, ganz im Gegensatz zu unseren Limenitis ; sie sind aber dennoch
unruhig, bevorzugen kleine Sträucher, auf welchen sie mit ausgebreiteten Flgln sitzen und erheben sich nur un¬
gern von der Nähe des Erdbodens.
L. martha der älteste Name*) für die unter ismene so wohlbekannte Art. • — ismene Dbl. (122c!) kommt ismene.
ausschließlich in Bhutan, Sikkim und Assam vor, wurde von Doherty auch auf den Naga-Hills entdeckt. Es
lassen sich deutlich zwei Zeitformen aussondern, von welchen wir jene der Regenzeitperiode abbilden. Die Winter¬
form ist kleiner, etwas fahler rotgelb, die schwarzen Medianmakeln der Hflgl schwächer, die Unterseite mehr grau
statt rotbraun und die Weißfleckung verwaschener. Die $$ beider Formen zeigen weniger ausgedehnte Apical-
fleckung der Vflgl. Flugzeit vom März bis November, ziemlich häufig in Wäldern auf geringer Seehöhe. Der Flug ist
schwach ; ismene setzt sich gerne auf Blätter, stets mit offenen Flgln. — martha F . umschreibt die in der Größe hinter martha.
ismene zurückbleibende hinterindische Arealform, welche sich stets durch schmälere weiße Mittelbinde aller
Figl von ismene absondert, martha bezeichnet die Form der nassen Zeit, attenuata Moore ( 1 22 d) jene der Trocken- attenuata.
zeit. Wir haben ein Exemplar aus Süd-Annam abgebildet, mit besonders kräftigen schwarzen Discalflecken der
Hflgl. Flugzeit Februar. Zur forma martha gehörige Stücke sammelte ich inTonkin, August, September ebenso
bei den Ruinen von Angkor und in Mittel-Siam vom Dezember bis Januar, attenuata fand ich im Mai bei Peti-
chaung nahe Toungo in Tenasserim. Moore nennt auch den Mergui- Archipel (Dezember bis März) als Flugort.
*) Unter den Typen von Fabricius, welche ich im Museum in Copenhagen durchsehen konnte, findet sich außer
L. martha auch die javanische L. alankara, welche beide Fabricius für identisch gehalten hat.
644
PARTHENOS. Von H. Frtjhstorfer.
alankara. L. alatikara die makromalayische Repräsentantin der vorigen Spezies differiert durch das mehr graue
statt rotbraune Kolorit und durch die weiter nach außen gerückte schwarze submarginale Wellenlinie der Hflgl
malayana. von der kontinentalen Form. — nialayana Frühst, der malay. Halbinsel, bilden den Uebergang von typischen
martha F. aus Siam zu den Rassen der großen Sunda-Inseln ; sie sind aber weder identisch mit martha noch
alankara wie Distant annahm, sondern bilden eine eigene Lokalform, welche ich malayana nannte. Auf denHflgln
ist die rotbraune Grundfarbe von martha noch deutlich vorhanden, in der Zeichnungs-Anlage aber nähert sich
malayana vielmehr alankara. Horsf. von Java als sumatrensis Stgr., ihrer geographischen Nachbarin. Bei malayana
fehlt die zweite, schmälere discale Binde der Hflgl und auch die innere weiße Umgrenzung der schwarzen Sub¬
marginalbinde. Dafür tritt die discale Reihe von schwarzen Makeln viel deutlicher hervor als bei sumatrensis
hankana. und alankara. Perak. — bankana subsp. nov. ist dunkler braun, als Sumatra-Exemplare; Hflgl mit
violetter Median- und Submarginalbinde und zwei Reihen schwarzer Makeln, welche zwischen den violetten
Binden stehen. Weißzeichnung der Vflgl enger aber prominenter als bei Sumatra-??. Nach mehreren ?? von
sumatrensis. der Insel Banka am Museum in München. — - sumatrensis Stgr. gleicht oberseits der abgebildeten pava (122 d)
waltacei. doch bleiben alle Weißzeichnungen breiter. — - Als wallacei Moore ist eine Form diagnostiziert mit blauviolet¬
tem Anflug der Hflgl-Oberseite. Im Museum in München sah ich auch ein $ mit blauem Distalsaum der Hflgl.
pava. Nordost- Sumatra, mir aus dem Westen der Insel nicht zugegangen. — pava Frühst. ( 1 22 d) $ : Oberseite braun¬
grau mit der üblichen Lebadea- Zeichnung, deren Weiß verglichen mit alankara Horsf. von Java oder wallacei
Moore von Sumatra stark reduziert ist. Die sehr deutliche, schwarze Submarginalbinde auf allen Flgln nur undeut¬
lich weiß begrenzt. Die Vflgl tragen dann noch eine postmediane Reihe von zumeist halbmondförmigen Flecken,
die am Costalrand beginnen, im Analwinkel enden. Jenseits des Zellapex stehen 3 längliche, weiße Makeln
und unterhalb der Zelle lagern noch 4 weiße Medianflecken zwischen den Medianadern und der Submediana.
Die Hflgl zeigen eine Reihe von 7 weißen medianen Helmflecken, mit denen parallel und proximal noch eine
zweite subbasale Binde verläuft, deren oberster Fleck etwa 2 mm breit ist, während sich die unteren zu faden¬
dünnen Linien verjüngen. Unterseite gelblich grau, auf den Vflgln wiederholt sich die weiße Zeichnung der
Oberseite, die sich indes verbreitert, so daß die äußere und innere marginale Binde stellenweise zusammenfließen.
Auf den Hflgln schlagen die beiden Medianbinden ganz obsolet durch; auf beiden Flgln liebt sich aber
die gewellte, hier braune anstatt schwarze, submarginale Wellenlinie recht prägnant ab. pava ist die erste
alankara. Lebadea, die auf den Südwest-Satellit-Inseln von Sumatra gefunden wurde. Birmah Pulo-Tello bei Nias. — alankara
Horsf., wie üblich die hellste Form unter den Makromalayanen, mit außerordentlich schöner weißer Streifung, da¬
neben aber auch sehr großen medianen Halbmondflecken der Hflgl. Submarginal-Wellenlinie beider Figl proximal
samana. weiß begrenzt. West-Java bis 300 m. - — samana subsp. nov. bezeichnet die kleinere Form des östlichen Java mit
verminderter Weißstreifung der Oberseite. In manchen Jahren häufig an den Vorbergen des Tengger Gebirges
und südlich von Malang im Zuidergebergde bis etwa 500 m. Höhe in lichten Wäldern auf niedrigen blühenden
natuna. Siräuchern. Dohert Y fand samana auch auf Bali. — ■ natuna Frühst, weicht ganz erheblich von paduka Moore von
dem benachbarten Borneo ab und nähert sich vielmehr L. sumatrensis Stgr. Von letzterer Lokalform differiert
natuna durch die geringer entwickelten, weißen discalen Helmflecke der Vflgl und auf den Hflgln, besonders
durch das Auftreten einer breiten violetten Reihe, welche bei Sumatra-Stücken kaum angedeutet ist. Dagegen
ist die bei alankara sumatrensis sehr breite weiße Submarginalbinde hier zu einer kaum 1 mm breiten Reihe von
weißen Häkchen zusammengeschrumpft. Die discale Reihe brauner Helme ist dagegen viel stärker ausgeprägt.
Die Unterseite aller Figl ist viel reicher gezeichnet als bei Sumatra-?? und differiert auch bei Borneo-?? besonders
auf den Hflgln durch das Auftreten einer sehr schmalen, scharf begrenzten, aber intensiv braunen Submarginal-
paduka. Zickzackbinde. ? Vflgllänge 42 mm. Natuna-Inseln. — ■ paduka Moore liegt mir aus dem Norden und Südosten
von Borneo vor. Die weißen Halbmonde der Vflgl und das Mittelfeld der Hflgl schmäler als bei sumatrensis
paulina. und malayana Frühst. Medianstreifen der Hflgl der?? fast erloschen. — pauiina Stgr. führt markantere schwarz-
braune Flecken im Mediangebiet der Hflgl. Unterseite reicher und lichter braungelb als bei paduka. Im
Januar auf der Insel Palawan nicht selten.
41. Gattung’: E*;ird lienos Hbn.
Die Gattung Parthenos steht unter den Limenitiden völlig isoliert da, nicht allein hinsichtlich ihres ab¬
weichenden Geäders, sondern auch durch den ganzen Habitus, den eigentümlichen Färbungsstil und die Gestalt
der Valve der Klammerorgane. Doch stehen andere Merkmale wieder in vollem Einklang mit dem Limenitis-
Typus, so daß Parthenos wohl kaum von dieser Gruppe getrennt werden kann, sondern zu den abweichendsten
Formen derselben gerechnet werden muß, wenngleich sie einige Autoren bereits den Euthaliiclen zuzählen.
Bei Parthenos zweigt sich die Präcostale nicht allein hinter der Subcostalis ab, sondern sie ist auch an ihrer
Spitze zweigablig und meist ist auch eine schmale Präcostalzelle vorhanden. Dagegen erscheint der kurze Sporn
am Grunde der Medianader deutlich entwickelt. Auf den Vflgln entspringt der 1. Subcostalast in der Zellmitte,
der 2. unmittelbar vor demselben, liegt zur Hälfte fest an der Hauptader an und mündet kurz vor der Figl¬
spit ze. Ast 3 und 4 entspringen ganz nahe bei einander, fast aus einem Punkte, in kurzer Entfernung vor der
Spitze selbst. Vordere Discocellularis fehlt; mittlere Discocellularis kurz, nach innen gerichtet, stark nach
innen gebogen und die Mediana genau am Ursprung des 2. Astes treffend. Der 3. Medianast weit über die Zelle
PARTHENOS. Von H. Frtthstoreer.
645
verlängert die Querader in einem scharfen Winkel nach außen gebogen. Durch dieses Merkmal wird Parlhe-
7ios von allen übrigen Nymphaliden- Genera scharf geschieden. Zelle der Hflgl wie bei Lebadea geschlossen.
Tegumen ungewöhnlich kräftig mit Scaphium-Bildung. Uncus wie bei den übrigen Limenitiden jedoch aus
einer massig verdickten Basis entspringend, distal mit leicht gekrümmter Spitze. Valve außerordentlich
charakteristisch, scharfkantig, vor dem verbreiterten mit auffallend scharfen Zähnen bewehrten Ende einge-
schnürt, lang beborstet. An der Basis und über der Rückenleiste ein langer Zahn der anscheinend muskulär
besonders bewegt werden kann und der sich bei der Gattung Neurosigma wiederfindet. Soweit die Organe
untersucht wurden, weisen indische Rassen gestrecktere Valvenform auf als Arten des Papua- Gebietes. Die Rand¬
zähne der Valve variieren je nach der Spezies, doch ist bei der sehr wahrscheinlichen Unbeständigkeit dieses
Kennzeichens ein sicherer Schluß auf die äußerlich wenig scharf abgesonderten Formen kaum möglich. Das
Urteil über die Artberechtigung verschiedener Rassen der melanesischen Region bleibt somit immerhin noch ein
willkürliches, umsomehr als auch die Jugendstadien sich gleichen und unter sich variieren. Auch die Ppn der
beiden Arten, welche Deutsch-Neu-Guinea bewohnen, sind nach Riebe kaum von einander zu unterscheiden.
Rp auf Schlingpflanzen z. B. Zehneria umbellata, aus der Familie der Cucurbitaceen, jener der Untergattung Mo-
duza noch sehr ähnlich, vorherrschend grün mit braunem Kopf und zwei Reihen fein verzweigter Rückendornen,
Pp braun oder grün mit zwei Kopfspitzen, Gestalt bootförmig. Imago in der Regel häufig, deren Flug schwe¬
bend stets mit ausgebreiteten Flgln dahinziehend, nur selten mit den Schwingen sich bewegend. — »Sie lieben
es aber, sich plötzlich zu wenden und davon zu eilen, so daß sie, wenn man sie nicht gerade auf Blüten saugend
antrifft, schwer zu fangen sind. Bewohner des Tieflandes wurden sie nur in Birma in bedeutenden Höhen von
3 — 5000 Fuß beobachtet. Sie lieben die Regenzeit und man findet, wenigstens auf dem Kontinent, in der trok-
kenen Periode nur selten einmal ein völlig tadelloses Exemplar. Verbreitung im gesamten Kaiserreich Indien,
den Philippinen, Makromalayana, Celebes, Neu-Guinea bis zu den Salomonen. In Mikromalayana und Austra¬
lien fehlt die Gattung, vermutlich weil die Rp die langen Trockenperioden dieser dürren Landstriche nicht
überdauern kann.
P. cyaneus Moore ( 1 20 d) koloristisch durch das prächtige glänzende, bleiche, ins grünliche übergehende cyaneus.
Graublau der Oberseite, ferner die auffallend verbreiterten Weißflecken von allen bekannten Rassen differie¬
rend. Wenngleich die Unterseite sich in der Verteilung der Zeichnung völlig an die übrigen Parthenos anschließt,
wird cyaneus hier besonders bewertet durch die abweichende Form der Pp, die sich mit ihren aufgeblasenen
Figlscheiden erheblich von der Pp von P. virens Moore entfernt. Rp bleich gelb mit purpurbraunem Anflug,
Bauch dunkler, Rücken mit dunkelbraunen Längsstreifen und weißgefleckten Segmentringen. Kopf leicht be¬
wehrt, weniger kräftig als bei Moduza calidasa, Segmente mit dünnen Haaren. Rücken außerdem mit schwarzen
Dornen, welche am ersten und neunten Segment am längsten sind. Rp auf Modecca. Pp purpurn braun.
Imago vom Mai bis Juli, dann wieder im November und Dezember. Von der Ebene bis zu 1600 m Höhe. Ein
langsamer Flieger aber scheu, auf großen Blättern mit gebreiteten Flgln sitzend. Ceylon. Klammerorgane
mit längerer Valve als bei den melanesischen Arten.
Po sylvia Gr., ist eine der an Rassen produktivsten Spezies der indomalayischen Region, eine Tatsache, sylvia.
welche aus der Empfindlichkeit klimatischen und örtlichen Einflüssen gegenüber resultiert. Auf dem Kontinent
und auf den Andamanen zeigen sich auch saisondimorphe Formen. — - sylia Don., eine relativ kleine Rasse, sylla.
ursprünglich aus dem südlichen China beschrieben, mir aus Manhao (Yunnan) vorliegend und in Tenasserim sich
gelegentlich mit gambrisius vermischend. Submedianpartie der Vflgl und Basalregion der Hflgl blaugrün
überstäubt, die übrigen Stellen soweit sie nicht schwarz grundiert sind. — - gambrisius F. oberseits lichtgrün gambrisius.
mit unbedeutender blaugrünen Ueberpuderung ; die Form der Trockenzeit, apicalis Moore (120 d), zeigt apicalis.
bindenartig verschmolzene weiße Flecken der Vflgl. Verbreitung von Ost-Bengalen bis Assam und Birma,
dem Mergui-Archipel. Von mir bei Tandong, Tenasserim im Mai, in Siam im Januar und Sücl-Annam im Fe¬
bruar in der fa. apicalis Moore und inTonkin, August und September im Kleide der Regenzeitform gesammelt.
• — - roepstorffi Moore schließt sich eng an gambrisius an, auch tritt eine der apicalis analoge Form der regen- roepstorffi.
armen Zeit auf. Gestalt etwas kleiner, Oberseite moosgrün, Un+erseite verwaschen graugrün und etwas fahler
als bei nordindischen Exemplaren. Andamanen, Nicobaren. — virens Moore ist dagegen eine hochspezialisierte virens.
Rasse, kenntlich an der breit schwarz gestreiften Umrahmung und dem grüngoldnen Kolorit der Oberseite.
Unterseite mit kräftig aufgetragenen schwarzen Submarginalmakeln, dadurch von P. cyaneus von Ceylon
getrennt. Rp nach Moores Figuren beurteilt, grün mit gelbem Seitenstreif und rötlichen oder schwärz¬
lichen Dornen. Kopf braun. Pp braun, glatter als jene von P. cyaneus Moore. Puppenruhe nach Moore
nur drei Tage. Süd-Indien, vom Nord-Kanara-Distrikt an. - — lilacinus Btlr. ist eine prächtige Rasse der Wacinus.
Malayischen Halbinsel, ausgezeichnet durch schön veilchenblaue Streifen längs der Submediana der Vflgl
und zu beiden Seiten der schwarzen Medianbinde der Hflgl. • — - sumatrensis Frühst. (120 c). Streifung der Ober- sumairensis.
seite lichter blau, Basalgebiet der Unterseite der Hflgl gleichmäßig blaßgrün statt blaugrün wie bei Perak-Exem-
plaren. Nur aus Nordost-Sumatra in meiner Sammlung, fehlt mir aus dem Westen der Insel. Nach Hagex
an sonnigen Buschrändern, am Unterholz der Brachfelder. Einmal wurden hunderte der Falter auf einem neu
angelegten, von Ipomoeen durchzogenen Gebüsch eingefaßten Feldweg gesehen, jeder für sich allein, ohne sich
um die andern zu kümmern. Flug kräftig und schnell, schwebend, fast ohne Figlschlag. Nach Märtest auch
646
PARTHENOS. Von H. Frtthstorfer.
hoch über Bäume hinwegsetzend, die Figl mit nach unten geneigten Spitzen haltend, stets in der Nähe von Wasser,
so an den mit Lilien bewachsenen Ufern des Badagei-Flusses einmal in bedeutender Menge beobachtet. —
sylvicola. sylvicola Frühst, umschreibt eine habituell kleine, äußerst zierliche Rasse mit schön goldbraunem Grunde der
Oberseite und grau lila gefärbten Medianstreifen der Hflgl, mit gelbbrauner Oberseite, grauviolett iiberstäub-
ten Zellflecken der Vflgl und ohne blaue Partien der Hflgl. Besonders im Osten der Insel am Waldrande, nicht
bellimontis. über 500 — 600 m Erhebung hinauf vorkommend. Java, in der Regenzeit häufig. - — ■ bellimontis Frühst. (120 c),
eine sehr dunkle Form, ausgezeichnet durch rotbraune Submarginalbinde der Hflgl. Ohne genauen Fundort,
aus der Sammlung des verstorbenen Herrn von Schönberg in meiner Sammlung, vermutlich aus Südost -Borneo.
bomeensis. - — borneensis Stgr. (= nella Swinh.) hält die Mitte zwischen sumatrensis und bellimontis ; zeigt dunkleres Blau-
butlerinus. violett als sumatrensis aber grüne Submarginal- Wellenlinie der Hflgl. Nord-Borneo. — butleririus Frühst.
bezeichnet eine helle Form, welche sich sylla Don. aus dem südlichen China, nähert, licht grasgrüne Färbung
der Oberseite und blaß blaue Streifen der Hflgl zeigt. Insel Palawan im Januar nicht selten, Balabac. —
Philippen- pliilippesisis Frühst. (120 c) charakterisiert durch sehr breiten schwarzen Distalsaum der Vflgl und die fahl
sis. gelbbraune Basalpartie der Hflgl. Ziemlich beständig von Luzon bis Mindanao. Semper hat einmal von der
joloensis. Insel Camiguin de Mindanao nahezu 1000 Exemplare empfangen. Hauptflugzeit April bis Juli. — joloensis
Frühst,, gleicht etwas der sulanus (120 d), doch führt sie größere weiße Stellen der Vflgl. Von Jolo, der Sulu-
salentia . Insel-Gruppe. — - Eine ähnliche kleinfleckige Rasse fliegt nach Semper auf Sangir. - — - salentia Hpffr., häufig
im Norden und Süden der Insel Celebes, eine große Rasse mit licht graugrünen Feldern der Vflgl und braun-
bangkaien- gelber, an philippensis gemahnender Oberseite der Hflgl. — bangkaiensis subsp. nov., eine verdunkelte Form
sis. mit satt graugrünen Partien und kleinen hyalinen Stellen der Vflgl und markanter schwarz gestrichelter Unter-
sulana. Seite. Insel Bangkai. ■ — - Bei sulana Frühst. (120d) nimmt die Reduzierung der hyalinen Stellen ihren Fortgang;
sie sind zugleich blauschimmernd, die gesamten schwarzen Partien ausgedehnter. Unterseite auch auf den
ellina. Vflgl mit einer prägnanten schwarzen Submarginalbinde. Sula-Mangoli und Sula-Besi. - — ellina Frühst, von
Batjan, Halmaheira und Morotai gleicht der obiana (120 b) nur sind die transparenten Partien etwas ausgedehn-
obiana. ter. — - obiana Frühst. (120 b). Unterseite mit reicherer schwarzer Ornamentierung als ellina. Insel Obi, häufig.
nodricct. — ■ nodrica Bsd. in der Voyage d’Astrolabe von ihrem Autor aus Buru und Neu-Guinea beschrieben, ist eine
mir in natura unbekannte Unterart, doch hat sie Doherty in Anzahl auf Buru gesammelt. Nach einer Angabe
Oberthürs wird nodrica neben P. tigrina auf Waigiu gefunden. Wenn nodrica wirklich aus Waigiu oder
Neu-Guinea stammt, muß für die Buru-Form ein neuer Name gegeben werden, denn das nodrica sowohl auf Buru
wie im Papua-Gebiet identisch vorkäme, ist bei der Tendenz der Parthenos, in Inselrassen zu zerfallen, ausgeschlos-
brunnea. sen. — brunnea Stgr. von Amboina und Ceram, habituell viel größer als ellina und obiana, oberseits mit ausge-
numita. dehnterer gelb brauner Verkleidung der durchsichtigen Stellen. — - mimita Frühst, stammt von Goram; schließt
sich durch unbedeckte glasige Fleckung der Oberseite mehr den Key-Exemplaren an; Hflgl schön goldbraun.
bandana. — bandana subsp. nov., von der Gewürzinsel Banda, bleibt habituell hinter Exemplaren von Goram und Ceram
zurück, die Gesamtfärbung der Oberseite dunkler als bei numita. Type in der Sammlung Stattdinger. — -
iualensis. tuaiensis Frühst. (120 c) eine ansehnliche Rasse mit lichtgrüner Streifung der Vflgl. Hflgl rauchbraun. Key-
Inseln. Nach Kühn nicht sehr gemein, aber in einzelnen Stücken das ganze Jahr über vorkommend. —
aruana. aruana Moore gleicht tuaiensis, von welcher sie durch weißlich-hyaline statt durchweg grünliche Zellmakeln
und erheblich verminderte Weißflecken der Vflgl differiert. Aru-Inseln. — - Auf Neu-Guinea und einigen Insel¬
trabanten erreicht die Variationsmöglichkeit der Parthenos ihren Höhepunkt. Die Rassen des gesamten hollän¬
dischen Westens haben sich so verändert, daß sie um eine zweite Spezies gruppiert und an P. tigrina Voll.
(120 a) angegliedert werden. Im gesamten östlichen Neu-Guinea, soweit die Britische Machtsphäre reicht, und im
östlichsten Gebiet von Kaiser-Wilhelmsland, treffen wir aber Formen, welche den westmalayischen syAüa-Typus
bewahrt haben, so daß sie, die Rassen des Bismarckarchipels und der Salomonen inbegriffen, unbedenklich mit
guineensis. Sylvia vereinigt werden. — guineensis Frühst. (120 b) ersetzt sylvia im Huon-Golf, Deutsch Neu-Guinea. Vflgl
graugrün mit den von allen Neu- Guinea-Rassen kleinsten weißen Flecken. Valve kürzer, basalwärts dicker
als bei P.cyaneus Moore, distal etwas breiter als bei P. aspila Honr. Die Rp wurde von Wahnes entdeckt, etwas
veränderlich, am Rücken weniger dunkel gestreift als jene von P. aspila Honr ., mit weißen Borsten besetzt,
pherelcides. gesellig auf einer Schlingpflanze. Pp grün. — - pherekides Frühst. (120 a) gleicht etwas der tigrina (120 a) durch
pherelcrates. lebhaft rötlich gelbbraune Färbung der Oberseite der Hflgl. Milne-Bai, Britisch-Neu- Guinea. — - pherekrates
Frühst. Die Oberseite differiert von Exemplaren der Milne-Bay durch ausgedehnteres und lichteres Grün,
alle weißen Flecken sind aber wieder etwas größer ohne jedoch die Ausdehnung der hyalinen Flecken von tua¬
iensis Frühst, zu erreichen. Die schwarze Submarginalbinde der Vflgl ist sehr viel schmäler als bei pherelcides
und ruht in einer hellgrünen Umrahmung. Die discalen und marginalen Flecke der Hflgl sind dünner und durch
breitere, gelbbraune Zwischenräume getrennt. Die Unterseite ist gleichfalls wesentlich heller, alle schwarzen
Binden und Zeichnungen obsoleter und die Färbung im allgemeinen verwaschener, trotzdem aber ist der
Basalteil dunkler grün und hebt sich dadurch schärfer von der viel helleren Außenhälfte der Figl ab. Fer-
couppei. gusson-Inseln und Collingwood-Bai, Britisch-Neu-Guinea. — couppei Ribbe (120 b) führt ausgedehnte trübweiße
fusciplena. Makeln der Vflgl. Neu-Mecklenburg. — • fusciplena Frühst., nach Exemplaren ohne sicheren Fundort beschrie¬
ben, bezeichnet die auf den Vflglflecken gelblichbraun überflogenen Individuen von Neu-Pommern, die unter-
seits von couppei differieren durch satter grüne Gesamtfärbung und markantere schwarze Submarginalflecken.
NEUROSIGMA. Von H. Frtjhstorfer.
647
— • neohannoverana subsp. nov. schließt sich durch die nicht gelblich überhauchten Makeln der Vflgl couppei neohan.no-
an, doch ist sie leicht zu unterscheiden durch die erheblich ausgedehnteren hyalinen Felder und das fahler grüne verana-
Kolorit sowie die abgeschwächte Schwarzfleckung der Unterseite der Hflgl. Neu-Hannover. — thesaurus thesaurus.
Math. (120 b), ursprünglich von Treasury beschrieben, während unsere Vorlage von Rougainville stammt, ent¬
fernt sich von den Vikarianten des Bismarckarchipels durch verkleinerte, ausgedehnter schwarz umrahmte
glasige Stellen der Vflgl. Von Ribbe in Anzahl auch auf den Shortlands-Inseln der Salomonen gefunden. —
thesaurina Sm. von der Salomon-Insel Santa-Cruz beschrieben, ist nicht in meiner Sammlung. — etoga subsp. thesaurina.
nov. bewohnt Guadalcanar und wird charakterisiert durch partiell verschwindende weiße Makeln der Vflgl cloda-
und auffallend breite schwarze Bänder der Hflgl. Auch die Submarginalzone der Unterseite zeigt prägnantere
schwarze Binden und Flecken als thesaurus von den Shortlands-Inseln und Bougainville. Flugzeit April. Auf
den Salomonen leben noch eine ganze Reihe von mehr oder weniger differenzierten Inselrassen. Das vor¬
handene Material ist aber noch sehr dürftig und so sei nur eine Form hervorgehoben, welche mir unter den
großen Parthenos- Serien des Britisch Museums am meisten auffiel ugiensis subsp. nova. Relativ klein von
Gestalt, Färbung vorwiegend fahl gelbgrün. Vflgl von sehr kleinen, aber fast rein weißen Fenstern durch¬
brochen. Insel Ugi.
P. tigrina wird hier als der älteste sichere Name für eine Reihe von auffallend verdunkelten Rassen
eingesetzt , ein Name, der indessen vielleicht durch nodrica Bsd. verdrängt wird, wenn die nodrica-Type wirklich
aus Waigiu stammt, wie Oberthür (Lep. Oceaniens 1880 p. 47) angibt. Die Valve der drei untersuchten Formen
differiert unerheblich unter sich, erscheint jedoch von jener von P. cyaneus Moore von Ceylon verschieden
durch entschieden kürzere Form. Auch der Uncus bleibt merklich kleiner, schärfer gekrümmt, dessen Ansatz¬
stelle aber flacher. — tigrina Voll. (120 a) hat beim partiell gelblich bezogene weiße Makeln der Vflgl und tigrina.
eine lebhaft braungelbe Färbung der Basalpartie aller Figl. Unterseite gelblichgrün mit deutlichen schwarzen
Submarginalbinden. Aus Salawatti beschrieben, ziemlich übereinstimmend auch aus der Aetna und Kajumera
Bai, Südwest-Holländisch Neu-Guinea in meiner Sammlung. Herrn Charles Oberthür verdanke ich auch
ein von Doherty gesammeltes <$, bei Wandesi in der Geelvinkbai gefunden. — Shelley faßt eine dunkle Form
mit sehr kleinen intramedianen Flecken der Vflgl als nodrica Bsd. Andai. Von Dorey in meiner Sammlung, nodrica.
— terentianus Frühst. (120 a) hat im männlichen Geschlecht die glasigen Stellen der Vflgl völlig mit schwarzen terentianus.
Schuppen überdeckt. Hattam im Arfakgebirge, von W. Doherty gefunden. — aspila Honr. (120 a) das mela- aspila.
notische Extrem, dessen $ ebenfalls die hellen Stellen fehlen. Häufig in der Astrolabe-Bai, Deutsch-Neu -Guinea
von Doherty auch in der Humboldt-Bai entdeckt. Rp nach Hagen in größeren Gesellschaften zusammen¬
lebend, nach Ribbe von der Rp von P. sylvia guineensis Frühst, durch eine dunklere Rückenlinie zu unterschei¬
den. Rp selbst sehr variabel; es kommen hellere und dunklere Stücke vor, alle sind aber mit weißen Borsten
besetzt und leben auf einem Rankengewächs. Pp kahnförmig, grün mit 2 Kopfspitzen. — pardalis Frühst, pardalis.
differieren von Vollenhovens Abbildung seiner tigrina aus Salawatti durch den noch breiteren, schwarzen
Außensaum aller Figl und etwas kleinere weiße, hyaline Flecken der Vflgl. Ferner finden sich noch folgende
Differenzen: pardalis zeigt nur zwei, anstatt 3 weiße Costalflecken und nur 2, anstatt 4 deutliche, weiße Sub-
apicalf lecken, die jenseits der Zelle stehen. Der Analwinkel der Vflgl ist gleichfalls breiter schwarz bezogen
und der weiße Fleck an der Zellwand, der bei den oberen Medianadern abzweigt, ist viel kleiner als bei tigrina.
Die schwarzen Querstreifen, die von der Flglbasis ausgehen, sind breiter als bei tigrina. Die Unterseite von
pardalis ist melanotisch gefärbt, es finden sich auf ihr auf allen Flgln außerordentlich breite, tief schwarze Sub¬
marginalbinden, ebenso ist der Außensaum der Figl sehr breit und tief schwarz gesäumt, ein Merkmal, das Vol-
lenhoven in seiner Beschreibung von tigrina nicht erwähnt. Insel Waigiu.
42. Gattung1: Xeiirosigiiaa Btlr.
Sie gehört zweifellos < le m Li m e nitis - S t a t n m , und nicht den Euthaliiden an, zu denen sie Butler stellte.
Dies beweist u. a. schon die große, charakteristisch gebogene und genau an der Abtrennungsstelle der Subcostalis
stehende Präcostale und die wie bei Limenitis gebauten Klammere’ jene. Neurosigma unterscheidet sich von Lime¬
nitis, Pantoporia durch die geschlossenen Zellen beider Figl, deren m: Tiere Discocellulare im Vflgl nach innen gebo¬
gen ist ; untere Querader dagegen schwach wellenförmig und die Mediana kurz nach dem 2. Ast treffend. Der 3. Sub-
costal- Ast steht zwischen Zellende und dem 4. und nähert sich bis zum 4. Ast der Hauptader. Auf den Hflgln sind
obere und mittlere Discocellularis von gleicher Länge, hintere Discocellulare schwach gewinkelt, etwas länger als die
mittlere und; sie die Mediana kurz nach dem 2. Ast. Der Vrd ist fast gerade. Die Vorderfüße dünn,
schwach seidig behaart, mit gleich langen Femur und Tibia und nur wenig kürzerem Tarsus. Die einzige Art,
N. siva Ww. aus Nord-Indien, ist ein ziemlich großer Schmetterling und auf hell orangegelbem Grund so merk¬
würdig bunt mit schwarzen und weißen Flecken gezeichnet, wie es keine andere Gattung auch nur amiähernd
zeigt. Sie ist daher auch kaum mit einer andern zu verwechseln und steht in dieser Gruppe, wie so viele Hima-
laya-Formen, völlig isoliert da. Tegumen mit limenitoidem Uncus und deutlicher Scaphiumbildung, Valven
sehr verschieden von der Parthenos- Valve, jener von Limenitis s.str. nahekommend aber mit zwei basalen Zäh¬
nen. Form äußerst schlank mit deutlich abgesetzter, chitinisierter Spitze. Falter nicht über 1500 m Höhe
hinausgehend, in zwei Generationen erscheinend, sehr lokal.
648 ABROTA; TANAECL4. Von H. Fruhstorfer.
N. doubledaii die einzige bekannte Art verteilt sich auf drei Arealrassen im Indischen Kaiserreich.
doubledaii. doubledaii Wstw. (114 c) nach einem $ zuerst beschrieben, hat im männlichen Geschlecht den Kamen siva Wstw.
sim. empfangen. Die Typen beider Geschlechter stammen aus Sylhet. • — - fraterna Moore (114 c) bezeichnet
1 ' der Trockenzeitform. Von Sikkim und Bhutan bis zu den Kaga- Hills. In Sikkim im April und Mai, dann
wieder im Oktober außerordentlich selten. Doherty fand dagegen in den Chittagong-Hills Dutzende von
Männern. Im allgemeinen sind Sikkim-Exemplare erheblich kleiner, fahler. Moore bezieht sich ausdrück¬
lich auf Individuen aus dem Tring-Museum, welche ich auch revidieren konnte. Sie sind so scharf von As-
sam-^fj geschieden, daß der Name fraterna nicht allein als Bezeichnung einer Zeit, sondern auch als Lokal-
nonius. form erhalten bleiben kann. — nonius Nicev., eine hervorragende, habituell kleinere Lokalform, gleicht dem
$ von doubledaii, nur fehlt auch noch der gelbe Discalfleck der weißen, sonst nur schwarz gegitterten Hflgl.
Ivaren-Hills, auf Höhen von 4 — 5000 Fuß, im April und Mai, dann wieder im September. $ noch unbekannt.
43. Gattung: Aforota Moore.
Schließt sich strukturell und morphologisch eng an Limenitis an, bildet aber in Gestalt und Färbung
den Uebergang zu den Euthaliiden. Die mittlere Discocellulare der Vflgl mit rücklaufender Ader, Querader
ähnlich wie bei Moduza. Mediansporn deutlich, Zelle der Hflgl manchmal offen, manchmal geschlossen. Kur
eine Art bekannt, welche zur Ausbildung von Zeitformen neigt und eine diskontinuierliche Verbreitung hat.
In den niederen Tälern von Sikkim im Sommer an einigen Stellen häufig. Sie lieben es mit ausgebreiteten
Flgln im dichten Wald auf Blättern zu ruhen. Klammerorgane limenitoid, von einfachster Bildung Uncus wie
bei Limenitis, Valve lang gestreckt, Spitze wie bei Neurosigma, Basis aber im Gegensatz zu dieser Gattung
nur mit einem wie bei Parthenos eingefügtem Zahn.
ganga. A. ganga Moore (123 c) wurde auf Exemplare der Regenzeit basiert mit genäherten discalen schwarzen
jumna. Binden der Hflgl. — jumna Moore, von einigen Autoren als Spezies aufgefaßt, dürfte vielmehr der Trockenperiode
angehören ; heller von Färbung mit isoliert stehenden schwarzen Makeln in der Mitte der Hflgl. Während meines
Aufenthaltes in Darjeeling in der Regenzeit wurde mir nur die dunklere Form ganga Moore eingeliefert. Die
$$ zeigen manchmal einen olivgrünen Schimmer auf der Oberseite und sind unterseits von den <$<$ leicht zu
unterscheiden durch ausgedehnte hellrot braune, peripherisch violett überzogene Partien.
praiti. A. pratti Leech (Bd. 1, S. 189, Taf. 61 a, b) wird im Britisch Museum unter dem älteren Kamen con-
finis Fldr. geführt. — confinis bewohnt als Seltenheit West-China und findet sich am Omei-shan und südlich
jormosana. vom Yangtsekiang nahe der Stadt Kwei-tchou. - — ■ formosana Frühst. (123 b). Eine überraschende Entdeckung
Sauters. Es wurden bisher nur BS gefunden, welche sich pratti nähern, aber von diesen durch markantere
schwarze Binden der Oberseite und lichtere, reiner gelbbraune Unterseite differieren. Sein? selten, nur vier
esvara. aus den Bergen der Insel Formosa in der Sammlung Fruhstorfer. — Bei Mupin tritt eine Form auf — esvara
form. nov. — kleiner als 2-fa. pratti und heller gelbbraun gefleckt.
Tribus Euthaliidi.
Die zahlreichen Formen dieser Gruppe bilden einen Uebergang von den Limenitiden zu den Apaturiden.R Mit
ersteren sind sie strukturell und morphologisch Verwandt, während der robuste Körperbau bereits an die Apaturen und
Nymplialiden im engsten Sinne erinnert. Durch die eigentümliche Gestalt der l’p sind die Euthaliidi gut von den Limeni¬
tiden und Apaturiden geschieden (man vergleiche Bd 1, S. 188).
44. Gattung’: Tauaeeia Btlr.
Von den eigentlichen Euthalia zu unterscheiden durch die Form der Palpen mit ihrem außerordent¬
lich langen und nadelspitzen Endglied, welches fast senkrecht dem am Ende stark verdicktem Mittelglied auf¬
gesetzt ist; in der Länge zeigt sich das Endglied bei den einzelnen Arten jedoch verschieden. Nach Schatz
scheinen die Tanaecia die ursprüngliche Stammform der Euthaliidi vorzustellen, weil der sexuelle Dimorphis¬
mus in der Färbung nicht so scharf zum Ausdruck kommt, wie bei den meisten Angehörigen der Gattung Euthalia ,
bei denen die <$<§ sich in der Regel erheblich differenziert haben. Bei den Tanaecien aber sind che auf der
gleichen Stufe stehen geblieben als die §$. Nach der Gestalt der Klammerorgane lassen sich drei Artengruppen
unterscheiden, welche z. T. in einer so vollkommenen Weise spezialisiert sind, daß man glauben könnte, Angehö¬
rige weit getrennter Gattungen vor sich zu haben; Differenzen, wie sie sich innerhalb koloristisch so nahestehen¬
der Spezies in der gesamten Nymphalidenwelt nicht wiederholen. Die Valve erscheint noch durchweg limeni¬
toid, wenngleich in der Länge variierend, schnabelförmig, basalwärts breit, nach unten bauchig, vorne in eine
scharfe Spitze auslaufend. Uncus entweder nadelförmig ( T . lupisa und Verwandte), oder, wie beim Genus
Dichorragia, hackenförmig gekrümmt ( T . pelea und Zweigrassen); oder ungemein lang, schlangenförmig mit ei¬
gentümlicher, dem aufgeblasenen Hals einer Co bra gleichender distaler Partie (T. aparasa und Vikarianten).
Jugendstadien unbekannt. — ■ Falter vorwiegend Bewohner der Ebene, aber noch bis 700 m häufig auftretend und
& Musgegeben 10. I. 1.913.
TAN AE CIA. Von H. Fruhstorfer.
649
vom Kina-Baln ans etwa 1200 m Höhe gekommen. Die meisten Arten lieben den Schatten; lichte Wühler mit viel
Enterholz, wo sie auf ganz niederen Sträuchern mit ausgebreiteten Flügeln sitzen und manchmal in grosser Anzahl
angetroffen werden. Wegen ihrer schwachen Flügel ist der Flug niemals reissend wie bei den echten Euthalien.
sondern schwebend; sie bewegen sich leicht fallend und aufsleigend vorwärts und kehren mit Vorliebe wieder an
ihren Standplatz zurück. Verbreitungscentrum: Makromalayana, inbesonders Borneo, eine Art auch auf den Arida-
manen und 3 auf den Philippinen. Auch auf den Sulu- (Jolo-) Inseln finden sich einige Arten, welche den Borneo
Vikarianten angegliedert werden müssen. Die Deutung der einzelnen Formen zählt zu den schwierigsten Aufgaben
der Entomologie und ist bei der Unbeständigkeit und Gleichförmigkeit der Zeichnungen, welche sich bei
den einzelnen Arten stets wiederholen, immer noch mehr Sache des Gefühls als der Gewissheit, namentlich
was die Bestimmung der ?? angeht, für welche auch das sexuale Criterium der Anatomie fehlt Zu der Variabilität
und verführenden Analogie gewisser Zeichnungsmotive tritt dann noch die Neigung zu coloristischer Mutation,
die sich ebenfalls vom hellsten bis zum melanotischsten Extrem bei den in Frage kommenden Arten T. lutala,
apsarasa und pelea wiederholt. Die Farbenverschiedenheit der zu einer Collectivspecies gehörigen Individuen ist
aber dermassen potenziert, dass selbst die zur Negation neigenden Autoren wie de Niceville und Snkllex eine
ganze Serie von blossen Formen als Arten auffassten, welche hier auf Grund der I Übereinstimmung der
Klammerorgane wieder zusammengezogen werden, so dass allein aus Borneo 9 sogenannte Arten verschwinden.
Dagegen ergibt sieb die Notwendigkeit, eine Reihe neuer, bisher verkannter Inselrassen aufzustellen. Im all¬
gemeinen gilt die Regel, dass die drei häufigsten makromalayi sehen Arten in a) einer ganz braunen b) blau
oder violett überhauchten Modifikation auftreten, denen sich dann als c) noch ein dunkelblau gesäumtes
Extrem anschliesst; drei Hauptformen, welche ihrerseits durch alle denkbaren Farbencombinationen unter sich
verbunden sind. Ausser der Färbung wechselt dann auch noch die Gestalt der schwarzen Intranervalfleckung,
welche bei ein und derselben Species bei einigen Individuen punkt-, bei anderen wiederum pfeilförmig angelegt
ist. Die Flecken selbst können isoliert stehen oder zu Wellenbinden vereinigt sein. Im allgemeinen ist grosses
Gewicht darauf zu legen, ob die Intramedianmakeln der Vflgl ganz gleich, ob sie weiss oder blauviolett ab¬
getönt sind, isoliert stehen (T. lutala, apsarasa ) oder ob sie mit der allen Species gemeinsamen Submarginal¬
binde vereinigt sind ( T . pelea). Auf den Hflgl ist entscheidend, ob die weisse Zone von zwei {pelea, lutala )
oder drei Serien von schwarzen oder braunen Halbmonden durchzogen ist (apsarasa). Bei einer resümierenden
Betrachtung der Tanaecien wird sich jedem Beschauer die Vermutung aufdrängen, dass es sich bei den meisten
Formen mn Kreuzungsprodukte verschiedener Arten handelt. Der Aufbau der Paarungsorgane ist aber gerade
bei den coloristisch ähnlichsten Species ( T . lutala und apsarasa) derart verschieden, dass Kreuzungen der in
Frage kommenden Species wahrscheinlich völlig unmöglich sind, während umgekehrt sonst leicht zu trennende
Arten (T. pulasara und T. trigertd) nahezu identische Organe aufweisen, sich daher paaren könnten. Hand in
Hand mit den genannten Wechselbeziehungen des Colorits geht auch die Verschiedenheit in der Anlage der
weissen Binden, die schmal oder sehr breit angelegt sein können, und vor allem erscheint auch die Flügelform in
den extremsten Conturen, weil bei allen Arten Exemplare mit spitzen und langausgezogenen an Euthalia
gemahnenden Vflgln auftreten, neben solchen mit verbreiterten und abgerundeten Flügelconturen. Nebenher
finden sich auch Grössenschwankungen, die partiell sogar an bestimmte Lokalitäten gebunden sind, wie z. B.
auf West-Sumatra, wo sich stets erheblich ansehnlichere Individuen einstellen als bei den Vikarianten aus
dem Nordosten der Insel.
Bemerkenswert ist noch das Factum, dass die Polymorphose der Tanaecien auf Borneo, die malayische
Halbinsel, Banka Biiliton und Sumatra nebst Satelliten beschränkt ist, während andererseits die Gleichförmigkeit
auf den übrigen Inseln, so besonders von Java, mit seinen starren, unveränderlichen, endemischen Formen auffällt.
Structurell sind die Tanaecia von den echten Euthalia zu separieren durch die stets gespaltene Praecostale der
Hflgl und die Anastomose der ersten Subcostaläste mit dem Haupteostalast. Beim cf ist häufig auch der
dritte Subcostalast so mit der Costale verschmolzen, dass er ganz kurz erscheint.
a. Uncus, soweit untersucht, stark sichelförmig gekrümmt,
T. cibaritis Heiv. (123 d) zählt wegen der vornehm bunten Unterseite zu den schönsten Faltern der cibaritis.
Andamanen. Unterseite beim cf gelblich, beim ? blaugrün, die weisse Binde beiderseits der ganzen Länge
nach von schwarzen Strichen und Halbmondflecken begleitet, welche bindenartig vereinigt sind. Ausserdem
noch markante schwarze submarginale Halbmondflecken und in der Zelle der Vflgl rotbraune, schwarz um¬
ringelte Atome. Die efef scheinen je nach der Jahreszeit zu variieren, denn sowohl Niceville: wie auch
Moore bilden Stücke ab, welche nicht mit unserer Abbildung und jener der Type von Hewitson harmonieren.
Derlei Exemplare, die auch in der Collection Fruhstorfer vertreten sind, führen eine erheblich verschmälerte
weisse Binde der Hflgl-Oberseite, welche distal von einer zweiten complettcn Serie von zusammenhängenden
welligen, blauvioletten Halbmonden eingesäumt ist. Unterseits zeigt sich auch die Weissbinde der Vflgl
eingeengt und das weisse Band der Hflgl wird beiderseits von noch kräftigeren schwarzen Makeln begleitet als
bei cibaritis. Derlei efef möchte ich mit vinaya form. nov. bezeichnen. Heimat die Andamanen, nach Moori: vinaya.
und Bingham auch Nankauri auf den Nicobaren, ein Fundort, den Niceville sonderbarer Weise bestritt. Die
cf cf gehören zur fa. vinaya und führen zudem meistens noch einen grünen Terminalsaum der Hflgl.
IX
S2
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TAN AE CIA. Von H. Fruhstorfer.
elona. T. elone Nicev. (131 d) ein Höhenbewohner, auf dem Battak-Plateau in Nordost-Sumatra entdeckt, mir
in 2 cfcf und 1 ? aus dem Padang-Bovenland, West-Sumatra zugegangen. Unterseite rauchbraun mit violettem Band¬
gebiet der Vflgl und völlig violett überhauchtem Htfgl. Bei dem ? fehlt der violette Saum der Vflgl und die
Hfgl sind nur in der Medianregion leichthin grau überpudert. Vflgl des ? zudem heller braun. Hflgl bei beiden
Geschlechtern mit schwarzen basalen, medianen und submarginalen Strichen und geschlängelten Linien bedeckt
amisa. T. amisa Sm. (131 e) gleich der vorigen eine hochspecialisierte Art von einfachster Zeichnung der
Oberseite, bei welcher beim ? sich nur das weisse Feld der Hflgl distal etwas konkav erweitert und die
schwarzen rundlichen Submarginalmakeln deutlicher durchscheinen. Unterseite: Apicalpartie der Vflgl licht¬
braun mit schwarzen Intranervalflecken. Basis graubraun. Hflgl beim cf basal wie distal weisslichgrau
überstaübl, während beim ? das Aussengebiet der Hflgl gleich jenem der Vflgl einfarbig und dunkler braun als
beim cf bleibt. Aus etwa 1200 m Höhe vom Kina-Balu (Nord-Borneo).
T. calliphorus ist die mit den luxuriantesten Farben geschmückte Species der Gattung, von der zwei
smaragdi- Inselformen zu unterscheiden sind: smaragdifera subsp. nov. (131 als calliphorus ), matter in der Farbe als calli-
fera' pliorus , Grundfarbe fahler braun, die mehr grasgrüne Binde der Vflgl wenig, das smaragdgrüne Band der Hflgl
erheblich schmäler. Lhiterseite durchweg hell grasgrün mit blaugiünen Partien und schwarzbraunen Inseln.
calliphorus. Heimat unbekannt, vermutlich Mindoro. — calliphorus F/dr. Vflgl mit grüner peripherisch goldig schimmernder
Binde, das Band der Hflgl leuchtend blau nach dem Analfeld zu in Grün übergehend; Unterseite wie bei
smaragdifera, nur mit schwarzen statt braunen Submarginalflecken. Flugzeit vom Februar bis November.
Heimat der Type Luzon, in verwandten Bassen auch auf den Babuyanes und Pollilo.
T. leucotaenia ersetzt auf den mittleren und südlichen Philippinen die vorige Art, und es ist ziemlich
wahrscheinlich, dass sie damit specifisch zusammenfällt, doch möchte ich ohne Kenntnis der Sexualorgane die
Vereinigung nicht vornehmen. Den Charakter der Unterseite ergibt unsere Abbildung von dinorah (131 d).
Oberseite entweder mit ausgedehnter oder stark reduzierter weisser Postcliscalbinde der Hfgl, welche bei den
leucotaenia. südlichsten Inseln völlig verschwindet, leucotaenia Semp. hat eine rein weisse, distal nicht blau gesäumte
Transcellularbinde der Hflgl. Die Unterseite der Vflgl braun mit grünlichem Apex, Hflgl wie bei dinorah doch
mit prominenteren schwarzbraunen Flecken. Heimat Camotes, nach Semper .auch Leyte, Panaon und Bohol.
aquamarina. Flugzeit vom Mai bis August und Oktober bis März. — - aquamarina subsp. nov. differiert von der S e mper ’ s ch e n
Type durch ausgedehnte aquamarinfarbene distale Begleitbinde des weissen postdiscalen Feldes der Hflgl.
dinorah. Mindanao. — dinorah Frühst. (131 d) hat oberseits die weisse und blaue Binde der Hflgl verloren und trägt
an Stelle der Weissbänderung eine graulichtbraune Zone. Unterseite beim cf mit kreidig grünlich weisser
Überpuderung, welche beim ? bereits in ein fahles Braun übergeht. Jnsel Bazilan, Februar, März, von W.
lupina. Doherty entdeckt. — Iupina Druce kommt dinorah nahe in der (jedoch etwas dunkler braunen) Oberseite.
Vflgl mit weissen Apicalfleeken, welche dinorah fehlen. Sulu- (Jolo-) Archipel.
T. trigerta gleicht oberseits etwas der cibaritis, nur ist die Weissbinde der Vflgl wie es unsere Figur
von singoradja (131 d) zeigt, costalwärts verbreitert und geteilt. Unterseite je nach der Heimat variierend,
Basis der Vflgl gelbbraun, Hflgl mit blauem Anflug der Innenhälfte. West-javanische Stücke führen markante
schwarze Begleitflecken des weisslichen Mittelfeldes, welche bei den ?? östlicher Fundorte fast immer fehlen.
trigerta. Bisher nur von Java und Bali bekannt. — trigerta Moore ist ein hübscher Schmetterling von sattbrauner Grund¬
farbe und zierlichen, aussen weiss eingefassten Zackenreihen distal von der weissen Medianbinde. Das weisse
Gebiet der Vflgl veränderlich, manchmal fast gänzlich, manchmal nur gegen den Vrd zu braun bewölkt. Unter¬
seite der efef stets mit schwarzen Spitzen der Hflgl, welche beim ? gelegentlich fehlen. Auch wechselt die
Intensität der gelbbraunen Beschattung der Vflgl. West-Java, in der Bai von Palabuan und den Djampangs
dandapani. nahe Sukabumi, bis 600 m häufig. — - dandapani subsp. nov. zeigt verbreiterte weisse Längsbinden aller Flügel
lichterbraune Grungfarbe und fahleres verwascheneres Colorit der Unterseite. Ost-Java, im Zuidergeberdge
südlich von Malang vom Seestrande bis zu 500 m Höhe. Häufig, namentlich gegen das Ende der Kegenzeit.,
singoradja. März, April. — singoradja Frühst, (131 d) der Gegensatz zu dandapani, auch habituell viel grösser als javanische
Exemplare und mit prononciertem Satellitinsel-Charakter, Vflgl etwas länger ausgezogen als bei trigerta mit
sehr heller weisser Medianbinde und einer bis zur mittleren Mediana hinaufreichenden weisslichen Bestäubung
des Analwinkels. Hflgl mit schmälerer und schärfer nach innen gebogener Discalbinde. Die Vflgl unterscheiden
sich unterseits von trigerta durch den dunkelbraunen Aussensaum, die viel schärfer gezackte Medianbinde,
welche breiter und dunkler umgrenzt ist als bei trigerta. Dasselbe gilt von den Hflgn, welche eine dunkel¬
braune Basalhälfte, eine schmale, nach innen dünn braun gesäumte Discalbinde und dunklen Distalrand zeigen.
Die Fühler sind oberseits schwarz, unten braun mit schwarzem Bing vor der Spitze. Länge der Vflgl 40 mm.
Insel Bali, von mir im Oktober gesammelt. Tegumen mit an T. pelea gemahnendem, etwas robusterem Uiicus,
Valve schlank, distal nicht so scharf gespitzt als jene von T. pelea stggiana.
T. pelea, eine der geographischen Einflüssen gegenüber empfindlichsten Species der Gattung. Die Ver¬
teilung der Weissfleckung veranschaulicht am besten unsere Figur von vikrama (133 b). Die grauweisse Binde
TANAECIA. Von H. Fruhstorfeh.
651
der Vfl gl wird distal von breiten Pfeilspitzen eingeschnitten; am Costalsaum teilt sich die Binde, zwei spitze
Makeln dem Zellapex zuwendend. Unterseite der Hflgl mit zwei Reihen schwarzer Spitzen, die heim cf isoliert
stehen, beim? bindenartig vereinigt sind. Makromalayana mit Ausschluss von Java. Bewohnerder Ebene und Vorberge.
Klammerorgane sehr characteri stich- durch den scharf sichelförmig gebogenen aber an sich sehr zarten Uncu-
Valve ungemein schlank, spitz, das distale Ende nach oben gebogen. Die Gesamtart variiert individuell in der
Weise, dass auf fast allen Inseln ihres Vorkommens neben einer oberseits einfarbig graubraunen Hauptform
auch eine luxuriante Modifikation mit mehr oder weniger ausgedehntem hellblauem oder violettem peripherischem
Anflug der weissen Binde der Hilgl vorkommt; ausserdem Exemplare, welche wegen ihrer Kleinheit und der
spitzen Hflgl ganz den Eindruck einer besonderen Species hervorrufen und ein nahezu ganz blaues oder
violettes Aussenfeid der Hflgl aufweisen. Bei beiden letztgenannten Farbenabweichungen tritt das blaue Colorit auch
häufig auf den Analsaum der Vflgl über. Die Färbung der Unterseite wechselt von ockerfarben zu fahlgelb auch ist
häufig die gesamte Unterseite der ?? verwaschen weisslichblau. pelea F. (— pulasara Moore) kann als diejenige pelea.
Arealrasse aufgefasst werden, welche die am breitesten ausgeflossene Helmfleckenbinde der Vflgl aufweisst. Einige
?? sind auch noch dadurch ausgezeichnet, dass das gesamte Randgebiet der Vflgl weisslich violett überflogen ist.
- Als consanguinea Bist, ist eine kleine männliche Form beschrieben mit spitzem statt rundlichem Flügelschnitt. c^an^m
robertsi Btlr. ist ein weiteres albinotisches Extrem, gleichfalls vom kleinen Habitus dessen gesamte äussere robertsi.
discale Zone der Vflgl perlweiss und das mit scharf getrennten Pfeilflecken besetzt ist. — violaria Btlr., ursprünglich violaria.
aus Singapore beschrieben, bezeichnet die auf den Hflgln reich blau violett übergossene luxuriante Farben-ab-
weichung. Das Extrem der Entwicklungsrichtung mit schmalen aber verlängerten Flügeln bedeutet dann eine weitere
Form, welche aus Sumatra zuerst bekannt und phintia Weijm. genannt wurde. Derlei cf cf erinnern an Euthalia
salia decorata Btlr. und zeigen eine manchmal völlig obsolete helle Zone der Vflgl, aber fast immer rein
weisses, beiderseits prächtig violett umgrenztes Feld der Hflgl. Die Unterseite erscheint in der Regel dunkel
ockergelb mit weisslich blauer Submarginalzone. Malayische Halbinsel. — supercilia Btlr. wurde auf die supercilia.
pelea- Rasse der Insel Penang begründet und ich glaube damit eine grössere Serie der Insel Singapore meiner
Sammlung vereinigen zu dürfen. Habituell kleiner als pelea , Grundfarbe satter braun, namentlich auch die
Mittelzone der Hflgl verdüstert. Die submarginalen schwarzen Spitzen der Vflgl distal entweder gar nicht
oder nur unmerklich grauweiss bestäubt. Singapore, Penang. — djataca subsp. nov. überbietet dagegen an djataca.
Ausdehnung der namentlich auf den Hflgl rein weissen Mittelbinde und zugleich an Schärfe der submarginalen
Pfeilspitzen sowohl pelea wie supercilia. Beide Flügel distal ausserdem von prominentem weissen Intranerval¬
stellen bedeckt. ?-Type in der Coli. Fruhstorfer, cf mit auffällend verbreitertem hellem Mittelfeld, welches
blass weisslichrosa überhaucht ist. Die schwarzen Pfeilspitzen der Hflgl noch markanter als bei supercilia Btlr.
und violaria Btlr., fast so prägnant wie bei heliophila Frühst. ( J 32 a). Bei einigen ?? des Tring-Museums von
Bunguran sind die weissen Partien des ? ebenfalls fleischfarben. Natuna Inseln. — crowleyi Btlr. bezeichnet die crowleyi.
ausserordentlich seltene Rasse von Nord-Borneo. Die Type wurde auf ungewöhnlich helle Stücke basiert; in
meiner Sammlung finden sich jedoch nur dunkle Exemplare, deren cf cf sich den düster graubraunen cf cf von
Singapore nähern. Die ?? sind jedoch leicht kenntlich durch fast ganz braune Hflgl, während sich auf den
Vflgl grosse, lange Intramedianflecken einbetten, welche in Gestalt jenen von valmikis Fldr. gleichen. Unter¬
seite braun mit hellockerfärbenen Partien. Hflgl mit lichtbraunen sub marginalen Wellen und Zickzackstreifen.
Nord-Borneo. — producta Btlr. umschreibt eine ausgezeichnete Inselrasse, welche sich der pelea robertsi Btlr. producta.
nähert, habituell jedoch grösser ist und dem Erlöschen nahe Pfeilfleckchen aufweist. Das Colorit vorwiegend
verwaschen weiss und schon dadurch seine Herkunft — die Sulu-Inseln nördlich von Borneo — verratend,
während Butler die Heimat auf die Philippinen verlegt. ?-Type aus der GoDMAN-Collection im British Museum.
— vordermani Snell. stammt von der Insel Billiton und wurde auf die violett bemalte Form begründet. Es vordermani.
sind nur drei efef bisher bekannt und, nach Snellen’s Abbildung beurteilt, handelt es sich um eine der violaria
Btlr. benachbarte Form mit äusserst markanten Doppelreihen schwarzer Submarginalflecken der Hflgl und
breit ausgeflossenem weissem Feld der Vflgl. — yasodara subspe. nov. ist, nach zahlreichen Exemplaren des yasodara.
Tring-Museums sowie der Collection Adams im British Museum und einer Serie des Museums in München
beurteilt, die kleinere Rasse der Billiton benachbarten Insel Banka. Binden der Vflgl wie bei vordermani breit
angelegt, Hflgl blassblau überhaucht. — vikrama Fldr. ist die sumatranische Rasse wie sie aus dem Alluvialland vikrama.
von Deli im Nordosten der Insel gefunden wird. Grundfarbe lichter braun als bei Singapore-Exemplaren, das
weisse Mittelfeld der Hflgl in der Regel nicht so dicht braun überzogen. Unterseite der cf cf fahl graugelb,
jene der ?? wechselnd von verwaschen grünlich bis rotbraun. Die Namenstype führt schmale blauviolett
begrenzte weisse Mittelbinde der Hflgl. — Am British Museum und in der FELDER’schen Sammlung befinden sich
eine ganze Reihe von Exemplaren, bei welchen das gesamte Aussengebiet der Hflgl blau überdeckt ist: myo- myosotina.
sotina form. nov. Dergleichen Stücke kommen jetzt nicht mehr nach Europa, sie dürften somit einer Lokalität
entstammen, welche jetzt durch die Kultur vernichtet ist. — Als dukha form. nor. möchte ich die häufige dukha.
oberseits einfach graubraune Farbenspielart benennen, welche an palguna von Java gemahnt. — Als phintia phintia.
Weym. (— superba Btlr) ist eine Höhenform bekannt von kleiner Gestalt mit spitzen Hflgl und schön blau oder
violett bemalter Oberseite der letzteren. Das ? führt blaue oder purpurn überhauchte Längstreifen und manchmal
ist die gesamte Flügeloberfläche purpurn übergossen. — ■ paryanya subsp. nov., eine habituell grössere paryania.
Form aus der Umgebung von Pandjang, differiert von den Nordost-Sumatranern durch auffallend erweiterte
652
TANAECIA. Von H. Fruhstorfer.
weisse Bänder der Oberseite, welche zudem auch bei den dunkelsten Extremen fast gar keine braune Über¬
puderung aufweisen. Unterseite lebhafter gefärbt, Basalzone lichtockergelb, das Distalgebiet meist scharf
vikramida. gesondert, perlweiss mit leicht grauviolettem Anflug. — vikramida form. nov. ist die der vifcrama analoge Form
des Westens der Insel, gleichfalls ansehnlicher mit hervorleuchtenden weissen Längsstreifen aller Ffügel und
prächtiger violett purpurner Peripherie derselben. Unterseite intensiver ockergelb mit schärferen schwarzen
norina. Fleckenreihen. norina form. nov. ist eine an Euthalia erana Nicev. gemahnende, zu phintia überleitende
Form mit schlanken Flügelconturen aber ohne veilchenblauen Anflug der Hflgl-Oberseite (schmalem weissem
Feld, das auf den Vf lgl völlig graubraun überdeckt ist.) Padang-Bovenland, West-Sumatra Klammerorgane sowohl
von der breiten runden Form ( vikrama Fldr .), wie auch mit der schlanken pAwfia-Erseheinung durchaus überein¬
stimmend. Uneus scharf halbmondförmig gekrümmt; Valve sehr spitz nach vorne aufgebogen, lang behaart. -
siddhartha. siddbartha svbspc. nov. bewo'.mt Pulo-Tello der Batu-Inseln. Habituell hinter der westsumatranischen Rasse
zurückbleibend, bildet sie einen Übergang von vikrama und paryanya zu T. heliophila Frühst. ( 1 32 a) von Nias.
die weissen Partien sind jedoch völlig grau überdeckt und die Submarginalmakeln der Hflgl nicht so pronon-
ciert wie bei heliophila. Type in der AnAMS-Collection (British Museum).
heliophila. T. heliophila Frühst. (132a) kenntlich an den rein weissen Partien der Vflgl und den konischen sein-
grossen submarginalen Schwarzflecken der Hflgl, welche beim ? noch prominenter als beim abgebildeten d
hervortreten. Unterseite der Vflgl der dd gelbbraun, jene der Hflgl. purpurn. Insel Nias, nicht sehr häufig.
T. palguna ist die unter dem Handelsnamen pelea weitaus häufigste Tanaecia in den Sammlungen.
Ich glaubte sie erst mit pelea vereinigen zu dürfen, doch hat die Untersuchung der Genitalien ergeben, dass
der Uncus der Lombok-Rasse ( palguna stygiana Frühst .) durch seine schlanke, kaum gebogene Form und
zarteren Bau von dem scharf gekrümmten T. pelea-vikrama-Uncus erheblich abweicht. Da nun bei den
Euthaliiden selbst bei habituell gut getrennten Species die Generationsorgane manchmal kaum differieren, glaube
ich ein de facto vorhandenes wirkliches Trennungs-Kennzeichen nicht vernachlässigen zu dürfen und somit
kann die MooRifsche Art wieder in ihre Rechte eingesetzt werden. Sie ist ohnedies gut umschrieben, weil im
Gegensatz zu pelea keinerlei Colorit-Abweichungen Vorkommen. Heimat Java und anschliessende mikromalay-
palguna. ische Inseln, palguna Moore, d ähnlich styyiana-d (131 e), jedoch mit analwärts etwas schmälerem und nur
unmerklich braun überstreutem weissem Mittelband der Hflgl; ? grösser als das d, mit rundlicherem
Schnitt der Vflgl und manchmal fast doppelt so breit angelegtem Medianfeld. Unterseite vorwiegend grau-
violett mit schön zartbraunen Fleckchen und Wellenlinien längs der weissen Streifen. West- und Ost-Java.
balina. — balina Frühst, eine auffallend kleine Satellitinselrasse mit verschmälerter und dicht braun iiberpuderter
Mittelbinde der tiefbraunen Oberseite. Die Vflgl unterseits ausgedehnt braun umsäumt, alle sonstigen Flecken
stygiana. markanter. Insel Bali, Flugzeit September. stygiana Frühst. (131 e) grösser und dunkler als javanische Stücke.
Der vordere Teil der weissen Medianbinde der Vflgl wird durch schwarze Flecke geteilt und verschmälert,
während er bei javanischen Exemplaren gerade hier am breitesten weiss erscheint. Die Unterseite der Lombok-
palyuna ist dunkler, hat einen braunen Aussensaum der Vflgl an Stelle des weissliehen bei Java-Stücken, und
der Basaltteil der Hflgl ist braun und nicht blau angeflogen wie bei typischen palguna. Auch sind sämtliche
Bänder und Binden der Unterseite kräftiger markiert. Der Uncus gleicht vielmehr jenem von T. trigerta als
dem von 7'. pelea vikrama , ist sogar noch zarter, schlanker. Die Valve dagegen spitzer, distal mehr ver¬
schmälert als bei trigerta, sich eng an jene von T. vikrama anschliessend. Auf Lombok war stygiana keineswegs
sehr häufig, aber ich konnte doch jeden Tag darauf rechnen, dass ich zwischeu 1 I und 1 Uhr mittags, wenn
die Sonne selbst die schattigsten Partieen des Waldes durchdrang, 3 — 4 der zierlichen Falter erhielt.
Tanaecia trigerta sowie palguna zählen im östlichen Java zu den häufigsten Schmetterlingen und bilden eine wahre
Zierde der Wälder, weil sie sich besonders gern in den heisseren Tagesstunden mit ausgebreiteten Flügeln nicht zu hoch
über dem Boden auf Blättern niederlassen. Auch sind sie keineswegs scheu. Als ich 1892 nach dem südlichen Java kam,
hatte die Kaffeekultur noch nicht die ungeheuere Ausdehnung wie heutzutage, und Wälder unterbrachen angenehm die
übrigens auch sehr insektenreichen aber doch schmetterlingsarmen Kaffeegärten, so dass es mir im März und April mög¬
lich war, ca. 1000 palguna auf spielend bequeme Weise einzufangen und ich nie wusste, was ich zuerst fangen sollte, die
Tanaecien oder ihre steten Gesellschafter, Euploea mazares und elusina. Die Häufigkeit dieser beiden Arten war geradezu
störend, denn wenn ich irgend ein besseres Tier fangen wollte, z. B. Euthalia salia Moore , Apatura nakula Moore, Cynitia
japis (Jodt. oder Lycaeniden, dann kamen mir gerade diese gemeinen Falter unerwünscht vors Netz und irritierten Auge
und Hand. Jetzt nach so wenig Jahren (durch die ausgebreitete Kaffee-Kultur und die Decimierung der Wählen haben
meine Freunde unter den Pflanzern schon Mühe, auch nur ein Dutzend palguna. zu fangen und die Euploeen sind aus jener
Gegend ganz verschwunden oder haben sich, wie auch Cyrestis periander und Hestia stolli, nach den einsamsten Wäldern
dicht an der Küste zurückgezogen.
palawana. T. palawana Stgr., eine scharf umrissene Species, der wegen ihrer vielen endemischen Arten so berühmten
Insel Palawan. Beide Geschlechter nahezu gleich, lichtbraun mit zwei unregelmässigen Reihen von submarginalen
Zickzackbinden durchzogen. Vflgl von der scharf abgegrenzten weissen Binde aufgehellt, welche distal noch
von schwarzen Intranerval-Pfeilspitzen begleitet wird, die nach innen weisslich violett besetzt sind. Unterseite
grau mit rötlich ockergelber Basis der Vflgl. Alle Flügel mit den auch oberseits deutlichen submarginalen
Zickzacklinien und ausserdem noch einer completten Reihe von anteterminalen Strichelchen. Flugzeit Januar,
TAN AE CIA. Von H. Fruhstorfer. 653
nicht sehr selten. — rudraca subsp. nov. gilt einer bemerkenswerten Inselrasse, die so von der Namenstype
abweicht, dass sie Dr. Staudinger als „nova species“ bewertete. Vflgl ausgezeichnet durch das vermehrte submar¬
ginale Weiss und die Unterseite durch verdunkeltes Colorit und verbreiterte schwarze Linien. Insel Balabac.
T. lutala, eine mässig variable Species, scheint auf Borneo und seine Trabant-Inseln beschränkt zu sein. Colo-
ristisch ähnlich T. apsarasa und T. mundet sowie T. pardalis , anatomisch gut von all diesen Formen
getrennt durch den wie bei T. pelea scharf sichelförmig gekrümmten Uncus. Die Valve differiert aber erheb¬
lich von T. pelea durch das Fehlen der basalen Verdickung. Die Unterseiten-Fleckung stellt unsere Figur 133 a
5 dar, leider in pardalis verdruckt, während das als lutala-d' bezeichnte cf zu orplme Btlr. gehört. Die Hflgl
sind von der aruna-pardalis- Gruppe zu unterscheiden durch das Vorhandensein von nur zwei Reihen von
schwarzen Submarginalflecken, welche oberseits lang pfeilförmig gestaltet sind. Doch treten bereits Exemplare
auf mit Andeutung einer dritten Reihe von schwarzen Discalmakeln, wodurch Verwechslungen mit T. munda
und Verwandten möglich sind, lutala Moore (133 a als pardalis). Oberseits hellbraun mit verwaschen weiss-
lichem Distalfeld. Die langen Intraveneralspitzen proximal weiss umzogen, lutala ist die Form der Ebene; am
Kina-Balu kommen bereits dunkler braune Exemplare vor, denen die weisse Zone der Hflgl nahezu völlig fehlt.
Unterseite bei der Namenstype fahlgelb, jene der Bergform rauchbraun. — varuna Volt, ist dazu vermutlich
die Süd-Borneo- Rasse, von der sich nur bemerken lässt, dass die schwarzen submarginalen Pfeile markanter
angelegt sind. — ampla Btlr., eine interessante Inselrasse, auf ein 2 der GoDMAxx-Collection des Britisch-
Museum begründet, welches dem durch seine albinotischen Formen so charakteristischen Sulu-Archipel ent¬
stammt, Das weisse Feld aller Figl noch mehr verwaschen und ausgedehnter als bei der lutala-Type. Die
Pfeilspitzen der Hflgl grösser, aber dennoch isolierter stehend.
T. valmikis Fldr. hat mit T. lutala den scharf gekrümmten Uncus gemeinsam ebenso die Doppelreihe
schwarzer Submarginalmakeln der Hflgl-Unterseite, dennoch aber wird sie hier als Species geführt wegen der
constanten, ans rundlichen statt spitzen Flecken der Hflgl bestehenden Submarginalzeichnung und den grossen
quadratischen an Varuna Fldr. und pardalis-VolI erinnernden, jedoch viel grösseren rechteckigen weissen
Intramedianstreifen der Vflgl. Die Hflgl. der cf cf und auch jene der 22 nur selten mit weissem Mittelhand.
Unterseite der Hflgl manchmal purpurn überflogen. 2 rauchbraun, niemals fahlgelb wie bei lutala. — Als viola
form. nov. bezeichne ich eine schöne Form, die im Handel cursiert mit prächtiger veilchenblau überhauchter
hinterer Partie des sehr breiten Medianfeldes der Oberseite der Hflgl. — lutalina form. nov. entstammt dem
südöstlichen Borneo, hat grau überdeckte Intramedianmakeln der Vflgl und ein nahezu rein weisses Median¬
band der Hflgl ohne violetten oder blauen Schimmer. — chariestata form. nov. endlich ist eine riesige und luxuriante
Abweichung mit potenziertem Weiss der Vflgl, unterseits von sehr breiten schwarz braunen Medianbinden durch¬
zogen. Type im Britisch Museum, ein 2 aus Sishassen auch im Tring-Museum.
b. Uncus einfach, gerade, zart und spitz.
T. orphne Butt. (133a als lutala ) eine unscheinbare Art, oberseits dunkelgrau bis schwarzbraun mit
kleinen isolierten, häufig grau bedeckten Intramedianmakeln, die sich manchmal verbreitern können und dann
valmikis Vortäuschen (= fa. pseudo-valmikis form, nov.) 2 rauchbraun mit kleinen quadratischen braun über¬
puderten Flecken der Vflgl; Unterseite mit zwei deutlichen und einer dritten verwischten Submarginalbinde.
Basis ockerfarben, Aussenhälfte weisslich violett, 2 schön gelbbraun mit rotbraunen Submarginal-Zickzaklinien.
Uncus nur unmerklich gebogen, sehr ähnlich jenem von T. munda und clatlirata, aber etwas robuster. Nord-
Borneo, vermutlich nur im Gebirge, in der Collection Fruhstorfer vom Kina-Balu.
T. munda. Eine der farbenschönsten Species von grosser individueller Variationsfähigkeit und viel weiter
verbreitet, als bisher angenommen wurde. Aus Borneo ist eine Höhenform und eine des Alluviallandes bekannt,
munda Frühst. (133 c) hat in der Regel ausgedehntere und leuchtender rein weisse Fleckenbinde der Hflgl. als sie
unsere Figur wiedergibt Das 2 gleicht oberseits dem 2 von apsarasa , doch ist die weisse innere Hälfte der Binde
der Hflgl deutlich von der hellblauen äusseren Partie getrennt. Die Unterseite erinnert ebenfalls an apsarasa, nur
ist der Basaltteil aller Flügel dunkler gelblichbraun, intensiver und reicher gefärbt. Vor dem Apex stehen fünf
ähnliche, violett weisse, spitze Fleckchen. Die Submarginalreihe von braunen Keilen ist viel breiter angelegt. Der
Aussenteil der Hflgl ist weisslich violett, also nicht gelbgrau wie in apsarasa und ist von 7 deutlich hervor¬
tretenden spitzen, schwarzen nach aussen ausgeschnittenen < förmigen Makeln bestanden. Das 2 hat rund¬
lichere Flügel als das cf, deutlicher weisse Keilflecken der Vflgl, braune, anstatt schwarze Spitzflecke der
Hflgl, einen breiten braunen Aussensaum und noch lichtere Flügelunterseite. Alle weissen Binden und Flecken
auf diesen sind ausgedehnter, dagegen die Submarginalspitzen ähnlich wie bei aruna -2, martigena- 2 und anderen
Tanaecia verwaschen und braun anstatt schwarz, cf 33 mm, 2 37 nun. — fruhstorferi Btlr. (133 b 2 als
gandarva und 1 33 cl als apsarasa), bezeichnet die scharf gesonderte unscheinbare und habituell reduzierte
Form des Tieflandes von Nord-Borneo, welche in mit der Type ziemlich übereinstimmenden Individuen
auch im Süden und Südosten der Insel auftritt. In der Regel sind die Intramedianmakeln der Vflgl
braun überdeckt und die weisse proximale Partie der Mittelbinde der Hflgl fehlt oder kommt nur leicht
rudraca.
lutala.
varuna.
ampla.
valmikis.
viola.
lutalina.
chariestata.
orphne.
pseudo-
valmikis.
munda.
fruhstorferi.
654
TAN AE CIA. Von H. Fruhstorfer.
salina. zur Geltung. Es existieren auch cfcf ganz ohne veilchenblaue Partien der Hflgl: salina form, nov., welche
an Euthalia salia bipunctata (133 b) cf und T. pelea fa. norina gemahnen. Das $ hat zumeist eine
schmale ganz in die Flügelmitte gerückte Binde der Hflgl; daneben treten aber auch ?? in Erscheinung mit
evanescenf' ausgeflossener weisser proximaler Zone: albifasciata Btlr. (133 d). Den Gegensatz hierzu bildet evanescens
Btlr. , eine sehr interessante Form, beiderseits dunkelbraun mit fast zusammenfliessenden weissen Stellen, so
dass Zweifel entstehen können, ob evanescens nicht eine dunkle Form der T. pelea crowleyi Btlr. darstellt. —
bungurana. Auf den Naluna-Inseln ist munda vertreten durch bungurana subsp. nov. cf mit sehr spitzen Yflgl. Median¬
makeln der Vflgl grauweiss überdeckt, relativ ansehnlich, ebenso die Submarginalzacken prominent. Unter¬
seite mit kräftigen schwarzen Flecken. Ein cf bildet einen Uebergang zu munda durch ausgedehnt lichtblau
manavira. überhauchtes Aussengebiet der Hflgl-Oberseite. Bunguran (Naluna), Type im Tring-Museum. — manavira subsp.
nov. umschreibt eine kleine Rasse. Die weissen Binden relativ schmal, zart, blass, fleischfarben überhaucht.
nyagrodna. Pulo-Laut, südöstlich von Borneo, von W. Doherty entdeckt. Type im Tring-Museum. — nyagrodna subsp. nov.,
eine sehr veränderliche Arealform, nähert sich durch verdeckte Helmflecken der Vflgl der fruhstorferi des
Flachlandes von Borneo, verrät aber durch eine ansehnliche weisse Binde der Hflgl Beziehungen zu munda.
Terminalsaum der Hflgl blass violett umgrenzt. Unterseite heller ockerfarben als bei Borneo-Exemplaren. — Ein
cf ist vollkommen purpurbraun übergossen, die Vflgl tragen eine ansehnliche weisse Binde, entstanden durch
das Zusammenfli essen der Intramedianmakeln mit dem Submarginalstreifen. Hflgl nur mit zwei Serien kleiner
carma. weisser Spitzen: = carnma form, nov., Malayische Halbinsel, in der Sammlung Fruhstorfer. Eine Reihe von
sumatrana. Exemplaren aus Singapore auch in der ADAMs-Collection, Britisch-Museum. — sumatrana subsp. nov. (133 c
als martigena-d '), wurde von mir wegen der lebhaften Färbung mit T. martigena Weym. in Beziehung gebracht,
doch hat der einfache Uncus (der bei martigena einen Schlangenkopf trägt) die absolute Verwandtschalt mit
munda erwiesen. Das ? wurde von Butler zu T. superba Btlr. gezogen, eine „Art-1, deren cf jedoch mit
T. pelea fa. phintia Weym. zusammenfällt. Es hat grössere braungrau überstäubte Makeln der Vflgl und gleich-
mässiger breites weisses Medianfeld der Hflgl. Die schwarzen Pfeile sind kürzer; Unterseite bei beiden
Geschlechtern schön hell ockergelb, die hell rotbraunen Binden mehr verwischt. Nordost-Sumatra. —
niricvara. niricvara subsp. nov. Eine hervorragende Rasse, cf oben graubraun mit einer Reihe zierlicher sub¬
marginaler Zickzacklinien und kenntlichen aber verdüsterten Medianmakeln. Hflgl mit schwarzen Pfeilspitzen,
welche nur proximal blau verziert sind und in gewisser Beziehung an T. pelea fa. phintia Weym. gemahnen.
Ein zweites cf führt gar kein Blau, sondern zwei Reihen weisser Submarginalmakeln der Hf lgl-Unterseite mit
zwei Serien schwarzer Spitzen. Batu-Inseln. Type im Tring-Museum.
T. clathrata ist anatomisch nicht von T. munda zu trennen und bildet vielleicht nur das am reichsten
und sattesten blau beinahe Extrem einer Gesamtart. ?? sind mit Sicherheit noch nicht bekannt, was auch
für die Zugehörigkeit zu munda spricht, deren ?? meist viel seltener sind als die cfcf. Wenn also clathrata
specifisch mit munda zu vereinigen ist, hat ihr Name als ältester für die Gesamtheit einzutreten. Allen Formen
gemeinsam ist der braune Fond besonders der Vf lgl-Unterseite, welcher bei Exemplaren vom Gebirge in
schwarzbraun, den cfcf der Ebene aber in eine grauweisse Färbung der Hflgl übergeht. Es sind drei Ortsrassen
clathrata. benannt: clathrata Voll. (133 d) aus dem südlichen Borneo, oberseits wie mit weissen Perlen besetzt, coeru-
coerulescens. lescetis Sm. (= ellida Stgr.) von Nord-Borneo, welche nur nahe dem Costalsaum der Hflgl noch zwei bis drei weisse
Punkte zeigt. Bei einem cf meiner Sammlung fehlt der blaue Distalsaum auf beiden Flgln. Hflgl nur mit den
zierlichen Intranervalpunkten, welche distal leicht weiss eingefasst sind. Die ganze Oberfläche dunkelblau
purpurea. purpurn schimmernd (= purpurea form, nov.) — Auf der malayischen Halbinsel und im gebirgigen Sumatra
nicevillei. findet sich nicevillei Bist. (= subelathrata Stgr.) Oberseite kenntlich an weiter ausgeflossenem lichter blauem
Terminalsaum beider Flügel. Die Schwarzpunktierung der Hflgl noch zarter als bei clathrata', Unterseite auch
im äusseren Teile dunkler als bei der Form des Tieflandes von Borneo. Sehr selten, nach Martin nicht
unter 1000 m herabgehend; in 13 Jahren wurden nur 2 cfcf entdeckt. Ich sah zwei cfcf in der Adams-CoI-
lection in London aus West-Sumatra und 2 cfcf aus Perak sind in der Sammlung Fruhstorfer.
c. Uncus. mit schlangenförmiger Spitze.
T. aruna. Eine der formenreichsten Tanaecien von eigentümlicher discontinuierlicher Verbreitung der
beiden Hauptformen, von welchen die aruna-ä hnliche bisher in Sumatra überhaupt noch nicht beobachtet
wurde, während auf Satellitinseln (Banka, Batu) wieder Anldänge an die malayische Type Vorkommen. Die
oberseits blau überzogenen Formen, von denen wir martigena und satapana abbilden, zählen zu den schönsten
Tanaecien. Auf Borneo kommt die einfarbig braune Richtung mehr zur Geltung, während die blaue Form
(■ upsurasa ) nicht das glänzende Kleid trägt wie auf Sumatra und der Malakka-Halbinsel. Allen Formen ist gemeinsam
das Vorhandensein von drei submarginalen Fleckenserien der Unterseite der Hflgl, von welchen die mittlere
am schwächsten entwickelt ist, aber dennoch stets nach oben durchschlägt. Der eigentümliche Uncus der fast
zur Aufstellung einer eigenen Gattung für die Gesamtart berechtigt (nach dem Vorbilde der Erforscher von
Lycaeniden der cyaniris- Gruppe) bleibt bei allen Rassen und Formen äusserst constant. Seine Gestalt ist
gestreckter als bei den übrigen Arten und erreicht fast die Länge der Valve, die ihrerseits basalwärts mulden-
EUTHALIA. Von H. Fruhstorfer.
G55
förmig erweitert ist, dann mäblig in eine schlanke, leicht nach unten gebogene Spitze ausmündet, aruna
Fldr., der älteste Name, bezieht sich auf eine unscheinbare graubraune in den Sammlungen seltene Form von
Perak. Vflgl mit ziemlich grossen, an valmiJcis erinnernden isolierten Helmflecken. Die grossen schwarzen
isolierten Pfeile nach innen breit verwaschen weiss umgeben. Hflgl mit schmaler proximaler weisser Ver¬
doppelung der schwarzen Discalhalbmonde. Unterseite fahl lehmgelb, heller als bei Borneo Vikarianten,
satapana form. nov. ist die oberseits reich blauviolett dekorierte Form, an martigena (133 c) von Sumatra
gemahnend, aber habituell kleiner und mit reduzierten und daher noch isolierter stehenden weissen .Median¬
makeln der Vflgl. Unterseite etwas dunkler und reicher schwarz dekoriert als bei martigena. Malayische
Halbinsel. — triratna subsp. nov. umschreibt eine kleine Inselrasse. Die Umgrenzung der schwarzen Pfeile beider
Flügel blass fleichfarben; Hflgl mit drei deutlichen Reihen schwarzer Flecken. Das ? gleicht oberseits dem cf von
Euthalia salia cordelia und ist unten satt rotbraun; Natuna-Inseln. - pardalis Voll, ist der früheste Name für
die braune Hauptform des südlichen Borneo. Vollenhoven bildet die Unterseite mit ihren drei Reihen schwarzer
Submarginalstreifchen sehr gut ab. Die Oberseite zeigt eine verfängliche Ähnlichkeit mit T. lutala Moore, doch ist
die anteterminale Zone nicht so ausgedehnt weiss verwaschen, noch sind die intramedianen Flecken so an¬
sehnlich wie bei lutala. Des weiteren stehen die schwarzen Pfeile der Hflgl von pardalis weiter getrennt.
Unterseite der Vflgl satt ockerfarben, Hflgl fahl graugelb. — apsarasa Tro//. (133 d). Das :f macht ganz den Eindruck
einer besonderen Species, trägt oberseits äusserst veränderliche Dekoration der Hflgl, welche sowohl in der
Intensität der Färbung wie auch Ausdehnung der blass violetten oder mehr blauen Partien wechselt. Bei
beiden Geschlechtern scheint aber stets die mittlere Serie der schwarzen Flecken von unten als blaue Wellen¬
binde durch, so dass dadurch apsarasa- cf und -?? leicht von den sehr ähnlichen ?? von T. munda und fruh-
storferi getrennt werden können. Die Unterseite gleicht der martigena- Unterseite (133 c), doch ist die Basalregion
dunkler bewölkt, apsarasa besitze ich aus dem Süden und Südosten sowie dem Tieflande des Nordens von
Borneo. — subochrea Btlr. wurde auf die braune Bergform des nördlichen Borneo begründet. Sie unterscheidet
sich nur durch etwas gesättigtes Braun der Grundfarbe und schärfer begrenzte weisse Stellen der Vflgl von der
südlichen braunen Hauptform pardalis. Die drei Parallelreihen schwarzer Makeln der Hflgl-Unterseite besonders
kräftig aufgetragen. Unterseite der ?? gleichmässiger braungelb als bei pardalis. - margarita Btlr. bezieht
sich auf eine Abänderung mit (wie bei T. vahnikis ) rundlichen statt spitzen Intranervalflecken der Oberseite
der Hflgl. Nord-Borneo. — Im Sulu-Archipel findet sich eine wiederum auffallend ausgebleichte, reich weiss
überströmte Rasse: dohertyi Btlr., Type in der GooMAN-Collection des Britisch-Maseums. — martigena Weym.
(= watsoni Btlr) (133 c), die häufige Rasse des nordöstlichen Sumatra, wird charakterisiert durch ein intensives
und ausgedehnteres hellviolettes Colorit der Oberseite. Die Färbung der Unterseite wechselt von hell ocker-
zu dunkel braungelb. Der schwarze Spitzenbesatz der Hflgl etwas weniger markant als bei subochrea von
Nord-Borneo und aruna fa. satapana aus Perak. Im allgemeinen und verglichen mit apsarasa ist martigena
sehr beaständig. Die Median-Helmflecken der Vflgl zumeist graubraun überstäubt. — Bei pratyeka subsp. nov.
dagegen bleiben diese Felder auch beim cf rein weiss und bei beiden Geschlechtern gewinnen die weissen
Mittelbinden der Oberseite an Ausdehnung während namentlich bei den ?? der violette Anflug im Zurückweichen
sich befindet. Padang-Bovenland, West-Sumatra. — sramanas subsp. nov. ist unbeständiger als die beiden
sumatranischen Schwesterrassen, aber als Satellitform dunkler, oberseits ohne Blau oder Violett. Die weissen
Helme der Vflgl dicht nahezu schwarz gestäubt; Hflgl mit sehr grossen Pfeilspitzen und unten drei komplette
Reihen schwarzer Makeln. Batu-Inseln. Type im Tring-Museum. — namarupa subsp. nov. gilt der auf der
Insel Banka und vermutlich auch Billiton heimischen habituell sehr kleinen Form, welche sich der pardalis
von Süd-Borneo anschliesst doch in der Regel reduziertere mediane weissliche Helme der Vflgl aufweist. Die
Form ist, nach einer grossen Serie von Exemplaren im Museum in München beurteilt, sehr häufig auf Banka
aruna.
satapana.
triratna.
pardalis.
apsarasa.
subochrea.
margarita.
dohertyi.
martigena.
pratyeka.
sramanas.
namarupa.
45. Gattung: Euthalia Hbn.
Dieses vielumstrittene und vielgestaltige Genus wird hier wieder auf den grossen Umfang gebracht,
den ihm die Autoren der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts einräumten; denn so sehr die Extreme der
zugehörigen Mitglieder auch divergieren, finden sich immer wieder Zwischenstufen, welche scheinbar sehr
scharfe und natürliche Grenzen verwischen. So ist das von Moore aufgestellte und sogar von Bingham anerkannte
„Genus“ Dophla sehr begründet, wenn wir nur die Type Euthalia evelina Stoll ins Auge fassen. Aber schon
bei Euth. teuta, einer der allernächsten Verwandten, fehlt das Hauptmerkmal der Gruppe, nämlich der Zellschluss
der Hflgl, und jener der Vflgl wird rudimentär. Wir geben somit das allen Arten Gemeinsame, das Schatz
mustergültig aufgestellt hat: „Palpen lang, dicht beschuppt, mit länglichem, geraden Endglied, welches an der
Basis ebenso breit wie das Mittelglied ist. Auf dem Rücken des letzteren ein Haarschopf. Augen nackt. Fühler
verlängert, allmählich in eine längliche Kolbe übergehend. Vflgl meist mit offener, selten geschlossener Zelle.
Subcostale 5 ästig; der 1. Ast in der Zellmitte abgezweigt, häufig mit der Costale und dem 2. Ast und dieser
mit dein 3. verwachsen. Der 2. Ast vor dem Zellende, der 3. in verschiedener Entfernung danach abgezweigt.
Obere Discocellularis fast fehlend ; untere Radiale an ihrer Basis stark nach innen gebogen und, wenn die Zelle
geschlossen ist, eine schiel nach innen gewinkelte mittlere Discocellularis bildend. Untere (wenn vorhanden)
656
EU THALIA. Von H. Fruhstorfer.
die Mediana kurz nach dem 2. Ast treffend. Hflgl mit einfacher oder undeutlich zweigabliger Präcostale, welche
nach der Subcostale abgetrennt ist. Hflgl-Zelle offen. cPcP-Vorderfüsse kurz behaart, mit gleich langer Tibia
und Femur und etwas kürzerem Tarsus. $?-Vorderfüsse grösser, mit längerem, am 2. bis 4. Gliede kurz
bedornten Tarsus.“ Die Valvenbildung steht bei allen untersuchten Species im schärfsten Kontrast zu jener der
Tanaecia, ist niemals lang schnabelförmig, sondern kurz, wulstig, stumpf, häufig auch bauchig und gelegentlich
sogar scharf abgeschnitten, halb cylindrisch wie bei Rhinopalpa. Uncus stets einfach, niemals hakenartig auf¬
gebogen oder distal lanzettlich verdickt, entweder schlank (Cynitia) oder massig und verdickt ( Eutlialia , Dophla ,
Adolicts). Dagegen kann der Uncus eine Art Helmaufsatz tragen ( Dophla recta ) oder dorsal so verdickt sein,
dass er wie ein Gänsekopf aussieht (Adolias). Doch wechseln auch diese Charaktere innerhalb der Artengruppe
der Dophla und Adolias.
Die Lebensweise ist Band 1. anschaulich behandelt. Erwähnt sei hier nur noch die Vorliebe für Frucht¬
köder, und es war mir vergönnt mit aufgehängten Bananen Species in vielen hundert Exemplaren zu erbeuten,
welche sonst nur vereinzelt nach Europa kamen. Vorwiegend Bewohner der Ebene, sind doch namentlich die
mehr paläarctischen Arten Gebiergstiere und auch auf den Inseln finden wir Arten mit alpicolen Gewohnheiten.
Das Hauptcontingent stellt das Kaiserreich Indien mit 29 — 30 Arten, Borneo und Sumatra mit je 22 Species
sowie China mit 18 Alten. Java hat deren nur noch 14 aufzuweisen und das östliche Mikromalayana nur
noch drei bis vier. Aus Celebes sind vier Arten bekannt, von den Molukken und dem Papua-Gebiet zwei,
während die Philippinen mit Einschluss des nach Makromalayana gravitierenden Palawan, deren noch 16 sichere
Vertreter beheimaten. Im Norden bildet Formosa, nach Osten der Bismarckarchipel die insulare Grenze.
Die einzelnen Lokalrassen sind noch nicht genügend bekannt und es ist deren noch eine grosse Anzahl
von den Satellitinseln von Sumatra und Borneo zu erwarten. So sind namentlich Banka und Billiton sehr
reich an z. T. scharf gesonderten Formen, während nach dem Süden die Artenzahl schnell abnimmt, auf Nias
aber immer noch 11 Gattungsvertreter zu Hause sind.
Artengruppe Cynitia Sn eil. (=Felderia Setup, fpräocc.]).
Körperbau im Vergleich mit den übrigen Euthaliiden zart, im allgemeinen noch jenem der vorigen Gattung analog.
Vflgl in der Regel mehr vorgezogen, der Distalrand daher mehr ausgebuchtet als bei Tanaecia uud Eulhalia s. s. Der Ird
meist lappig erweitert, an die Euploeiden erinnernd. Nur der 1. Subcostalast mit der Costale verwachsen. Praecostale wie
bei Tanaecia. Hflgl mit einem schwarzen Androconienfleck, welcher bei den einzelnen Species an Ausdehnung wechselt.
Klammerorgane durchaus euthaloid, durch die stumpfe Valve ohne weiteres von Tanaecia abgesondert. Uncus einfach mit
je nach den Arten veränderter zarterem oder kräftigerem Bau stets nach unten gebogen, manchmal medial leicht geschwollen.
Scaphium häutig. Jugendstadien gleich jenen von EtUhalia, nur von einer Art bekannt. Rp auf Melastoma malabaricum,
grün, Rücken mit roten blaugekernten Augen, die Stachelhaare mit gelber Spitze. Pp grün, ale Vorsprünge goldig mit
schwarzen Punkten. Flugweise schwebend, nicht so reissend wie bei Euthalia. auch verlassen die Tiere häufiger das Waldinnere
und taumeln am Waldrande dahin ihre Schönheit zur Schau stellend. ?? im Gegensatz zu Tanaecia stets äusserst verschieden
vom cf, mehr das graubraune Tanaecien-Colorit beibehaltend. Sämtliche Arten äusserst empfindlich geographischen und
klimatischen Einflüssen gegenüber; auf Java zerfällt eine Species in drei Lokalformen und von der makromalayischen
C. cocylina gleicht kaum ein $ dem anderen, während die cPcP in der Tönung des Distalsaumes und der Gesamtfärbung
der Unterseite gleichfalls äusserst unbeständig sind.
E. lepidea einer der bekanntesten Himalayafalter, der vorzugsweise die heissen Täler bewohnt, süd¬
wärts bis zur Malabarküste und der Malayischen Halbinsel vorkommt und durch mich auch aus Tonkin und
Annarn bekannt geworden ist. Die Zeichnung der Art veranschaulicht 132 a und b. Paarungsorgane kenntlich
an robustem Uncus, dessen verstärkte Basis eine Verkürzung im Gefolge hat. Valve in der Länge gleichfalls
hinter jener von E. asoha, japis und cocytina zurückbleibend, in der Form jener von E. cocytus gleichend, in
der Mitte ventral ausgewölbt, distal etwas schlanker. Rp. vom Euthalienhabitus, grün mit einer dorsalen Reihe
hellroter, blau eentrierter Gzellen. Die lateralen Federanhängsel mit gelber Spitze. Pp am Kopf etwas mehr
zusammengedrückt als die Pp von E. garuda , grün, die Vorsprünge goldgelb, mit schwarzen Punkten und da-
lepidea. zwischen grosse Goldflecken, lepidea Btlr., aus Nordindien beschrieben, hat eine gewisse Aehnlichkeit mit
E. cocytus , doch sind die Geschlechter nicht so auffallend dimorph. cP mit gleichartig hellgrauem Randgebiet,
welches beim ? matter, dunkler erscheint und von einem leichten braunen Hauch verschleiert ist. Vflgl der
?? jenseits der Zelle mit grossen lichtbraunen Stellen. Einige Exemplare der Regenzeit sind manchmal sogar
adustata. ausgedehnt braun umsäumt (= fa. adustata form, nov.) Vom Naini-Tal bis Assam, selten in Sikkim und Nepal,
häufig in Assam, überall bis etwa 1000 m Höhe und das ganze Jahr über beobachtet. Flug sehr unstät und
miyana. daher schwer zu fangen. — miyana subsp. nov., von Butler bereits 1868 als Varietät aus Südindien registriert,
bleibt in der Grösse hinter lepidea zurück. Die Umsäumung der Hflgl bei beiden Geschlechtern erscheint heller,
der graue Bezug geht bei allen cPcP und vielen ?? nach aussen in Weiss über. Oberseite der ??
dunkler als bei Assam-Individuen, ohne transcellulare aufgehellte Stellen. Unterseite namentlich beim cP mar¬
kanter braun bewölkt. Type aus Karwar, Flugzeit August, September, in der Sammlung Fruhstorfer, von
Moore auch aus Orissa der Centralprovinz gemeldet. Hat die Gewohnheit, sich an Mauern und geweisste
Decken der Bungalo-Veranden zu setzen. Rp. auf Melastoma malabaricum, und der Myrtacee Careya arborea,
sthavara. häufig in der letzten Hälfte der Regenzeit. — sthavara subsp. nov. wurde mit der vorigen Unterart zusammen
•nus gegeben 12. I. 1912
EU THALIA. Von H. Fruhstorfer.
657
bereits von Moore (Lep. Indien III, 1896 t. 225) abgebildet, cf oberseils kleiner, dunkler grau umrandet als
Assam-cfcf. Unterseite der Vflgl gleichförmiger rotbraun, mit ausgedehnterem grauviolettem Anflug der Terminal¬
zone. ¥ mit rundlichen lichtbraunen Transcellularmakeln der Vflgl. Nach Moore in ganz Birma, besonders bei
Akyab in den trocknen Monaten in dürrem Dschengel, von Fea bei Bhamo, und den Karen-Hills, im September
gesammelt. ?? aus Beeling (Tenasserim) im British-Museum sind kleiner als solche aus Bhamo, unterseits
fahler graugelb. — cognata Moore, bisher nur in einem ? Exemplar bekannt, wurde von mir auch im männ¬
lichen Geschlecht in Ost-Siam in der Trockenzeit erbeutet, cognata bildet eine Zwergform mit noch etwas
mehr braun verdüstertem Randstreifen der Hflgl und satter brauner Unterseite der cf cf. Das ? wird charakte¬
risiert durch halbdurchsichtige fast glasige Transcellularpunkte der Vflgl und schön satt braun marmorierte
Unterseite. Umgebung der Ruinen von Angkor (Siam) im Dezember. — flaminia Frühst. (162 a) bildet das
melanotische Extrem der Gesamtart. cf der Regenzeitform mit rötlichbrauner Ueberpuderung des grauen Saum¬
gebiets der Hflgl; ¥ mit manchmal nahezu verschwundenem grauem Rand der Hflgl und nur unbedeutenden
quadratischen nicht wir bei cognata punktförmigen Medianmakeln der Vflgl. Unterseite der cf cf vorherrschend
grauschwarz der Aussensaum der Hflgl matt grau violett, beim ? (132 a) lebhafter mit einem Stich ins Pur¬
purne. Tonkin (Chiem-Hoa), August, September. Daneben treten cf cf einer entschiedenen Trockenzeitform auf,
welche kleiner sind als flaminia und lepidea- efef, aber einen licht- oder gelblich grauen Bezug der Hflgl auf¬
weisen. Das $ hat ein trübgraues Aussengebiet der Hflgl und gleicht durch das Fehlen hyaliner oder sonstwie
lichter Flecken dem miyana-% aus Süd-Indien. Diese von mir in Tonkin und Süd-Annam (Februar) beobachtete
Generation der regenarmen Periode nenne ich mirditta form. nov. Selten und schwer zu fangen. — flaminia
war recht lokal in Tonkin. Ich beobachtete sie im August 1900 auf dem Wege von Chiem-Hoa nach Bac-Ken
in Central-Tonkin auf ca. 1000' Höhe im Walde. Die efef sitzen dort mit aufgeschlagenen Flügeln auf
Blättern, wo sie sich spielend sonnen, und mit ihrem breit graugelb gesäumten Unterrock, der in der Sonne
weiss blinkt, ein liebliches Bild darbieten. In Gesellschaft von flaminia traf ich noch Euthalia kesava, jalmu
jahnides , julii, indochinensis und phemius. — matala Frühst, cf dem flaminia- cf analog, unten aber vorwiegend
rotbraun, dadurch an sthavara anklingend, ? oberseits bereits mit hell violettem Anflug und unterseits noch
ausgedehnter licht purpurn oder blau violett umrandet. Malayische Halbinsel, sehr selten.
E. julii begleitet E. lepidea im gesamten hinterindischen Gebiet, nur tritt sie auch auf einige Malayische
Inseln über. Sie ist äusseren Einflüssen gegenüber ebenso empfänglich als E. lepidea. — appiades Men. (132 c)
bezeichnet die ziemlich beständige Arealform von Sikkim, deren efef stets einen bleich blauen Distalsaum der
Hflgl-Oberseite führen und in der Trockenzeit nur durch Kleinheit der Exemplare von der Generation der
nassen Periode abweichen. ? der nassen Zeit oberseits rauchbraun mit Resten weissgrauer Subapical- und
Transcellularpunkte. Unten wie abgebildet. ?? der Wintersaison oben etwas fahler braun, unten männchen¬
ähnlich und mit grünlichem statt lichtblauem Basalgebiet der Hflgl; (= fa. virescens form nov) Nach Niceville
gilt appiades als die häufigste der Sikkim-Euthaliiden und findet sich das ganze Jahr über auf niederen Er¬
hebungen. Doherty hat die Form auch im Kumaon-Himalaya als grosse Seltenheit beobachtet. Weiter nach
Osten beginnt julii erheblich zu differieren, es treten vielfach efef auf ohne blaues Feld der Hflgl (= adima
Moore 132 c), oder nur mit Spuren grünlicher Intranervalfleckchen = (fa. khasiana Sivinli). Die ?? können
unabhängig von der Jahreszeit deutliche grau weisse Makeln der Oberseite der Vflgl führen, die sich unter¬
seits manchmal zu oblongen Transcellularflecken vereinigen. — sedeva Moore umschreibt ¥¥ mit bis zur
Flügelmitte durchgezogenen weisslichen Medianmakeln und balarama Moore wurde auf cf cf gegründet, die
einen Rückschlag zu appiades bilden und eine blassblaue Terminalbinde der Hflgl-Oberseite aufweisen. Exem¬
plare einer Intermediatform meiner Sammlung mit leichtem Trockenzeitcolorit der Unterseite erinnern durch
leicht grünlich überdeckte Basalregion der Hflgl-Unterseite an virescens von Sikkim. Assam, nicht selten. ■ —
xiphiones Btl-r., ursprünglich aus Moulmein beschrieben, bezeichet eine durch Kleinheit auffallende Rasse mit
derselben Variabilitätsmöglichkeit wie adima. Doch scheinen cf cf, welche an appiades und balarama gemahnen
und ein blaues Feld der Hflgl haben, am häufigsten zu sein, cf cf, an khasiana Swinh. anklingend, mit streifig
verteiltem obsoletem Blau habe ich aus Unter-Birma in meiner Sammlung. Vom ? sind die Zeitformen scharf
geschieden, jenes der nassen Periode copiert normale adima-¥$ mit breitem weissem Transcellularfleck der
Vf lgl-Unterseite und eines der Trockenzeit schliesst sich eng an virescens-¥¥ von Sikkim an. Von Bhamo und
den Shan-Staaten an bis Süd-Tenasserim und dem Mergui-Archipel. — indochinensis Frühst. (I32c) wurde
basiert auf von mir in Tonkin und Mittel-Annam gefundene Exemplare; cf mit relativ schmalem dunkelblauem
Streifen der Hflgl. ? oben mit prominentem weissgrauem Subapicalfleck der Vflgl; Unterseite des ? ähnlich
irma-$, doch ohne die weissen Medianflecken der Vflgl. Flugzeit Juni bis November. — aridaya subsp. nov.
gleicht habituell der kleinen Rasse aus Perak; efef oben sehr dunkel, Vflgl nur mit sehr schmalen an Siam-
Exemplare gemahnenden hellgrünen Terminalsaum; ? gleich einer Miniatur- Ausgabe des ? von indochinensis
Frühst.; Insel Hainan, selten, Type im Tring-Museum. — odilina subsp. nov. Eine colorislisch interessante
Arealrasse, Oberseite auffallend durch lichtbraune Gesamtfärbung, von welcher sich die schwarzbraunen Wellen¬
binden besonders deutlich abheben. Aussensaum der Hflgl gelblich grün, nur manchmal mit ungewissem bläu¬
lichem Schimmer. Unterseite am meisten der julii Boag. genähert, wie sie Distant darstellt. Siam, auf 300 m
Erhebung, im Januar, Februar von mir gesammelt. — julii Boug ., die Namenstype, ist ausserordentlich selten,
IX 83
cognata.
flaminia.
mirditta.
matala.
appiades.
virescens.
adima.
khasiana.
sedeva.
balarama.
xiphiones.
indochinen¬
sis.
aridaya.
odilina.
julii.
658
EUTHALIA. Von H. Fruhstorfer.
fehlt meiner Sammlung und wird nach den prächtigen Figuren Distant’s beurteilt sowie nach einer Serie von
Exemplaren im Tring-Museum. cf etwa wie i n d o chinensis - cf, aber mit vermehrtem Blau der II fl gl, ? etwa dem
normalen adima-% gleichend mit zwei kleinen weissen Vorderrandsfleckchen der Vflgl und schön milchig-
blauem Anflug der Hflgl, die nur im Subapicalgebiet zwei zierlichere grüne Streifen aufweisen. Malayische
irma. Halbinsel, von Dr. Hagen einmal auch in Nordost-Sumatra beobachtet. — irma F ruhst. (132 a): Das cf gleicht auf
der Oberseite Distants Figur von xiphiones Btlr ., nur schimmern die schwarzen Zeichnungen der Unterseite
deutlicher durch. Die Vflgl-Unterseite weicht indes ganz erheblich ab durch die ausserordentlich verbreiterte
Doppelreihe von Submarginal-Flecken, die näher zusammen stehen und mindestens viermal so breit sind als
bei xiphiones. Des weiteren sind alle schwarzen Fleckchen der Hflgl-Unterseite distinkter. Das ? erinnert an
die Figur von sedeva Moore (Lep. Indica vol. III. t. 223. f. 1 c), nur sind die weissen Subapicalf lecken schmäler
und mehr zusammenhängend. Ausserdem findet sich noch ein zweiter, mehr dem Apex genäherter dreieckiger weisser
Fleck vor. Die diskalen, weissen Flecken, welche bei sedeva Moore sehr deutlich sind, werden bei irma obsolet.
Diesen dunklen Medianteil der Vflgl hat irma mit indochinensis Frühst, von Tonkin gemeinsam. Die Unter¬
seite ist äusserst lebhaft gefärbt und von zierlicher Zeichnung. Die Grundfarbe ist mattes Blaugrün mit weiss¬
lieh grauer Abtönung. Der Apex der Vflgl ist rein weiss, ebenso die Subapical- und Discalflecken der Vflgl
und eine breite Medianbinde der Hflgl. Die ultracellulare und die Submarginalregion sind hellbraun mit van
dyck-braunen Schatten und Enklaven. Die Hflgl tragen eine submarginale Reihe von acht pfeilspitzenförmigen
Flecken, die ringsum hell moosgrün bepudert sind.
tekhinia. E. telchinia Mm. (132 b) wird hier zum ersten Mal mit ihren beiden noch von keinem Autor beachteten
Zeitformen dargestellt. Das kleinere ? gehört der Trockenzeitform an, während das grössere von der Unter-
aphidas. seite abgebildete der Regenperiode entstammt und schon als aphidas llew. beschrieben wurde. Auch die cfcf
differieren etwas von jenen der Trockenperiode, zeigen ein hell graues, jene der nassen Zeit ein satter braunes
Colorit. Bei den ?? der Winterform fehlt die braune Submarginalbinde der Hflgl und das Gesamtcolorit ist
blasser ockergelb. Selten in Nepal, Sikkim und Bhutan, kommt telchinia häufig aus den Khasia-Hills in Assam
nach Europa. Flugzeit in Sikkim vom April bis Oktober, nicht auf Höhen über 1000 m.
whiteheadi. E. whiteheadi Croioley. eine der schönsten Euthaliiden, der vermutlich Artrecht zusteht; ersetzt telchinia
auf Hainau. Oberseite schwarzbraun mit olivenfarbenem Schimmer. Vflgl mit zwei hell blaugrünen grossen
Makeln in der Zelle mehreren kleinen weissen Transcellularpunkten und einem prächtigen hell moosgrünem
Submarginalstreifen der nahezu am Apex beginnt und sich verbreiternd bis zum Analwinkel durchzieht. Hflgl
mit hellgrünem Submarginalband, welches einige schwarze undeutliche Kappenflecken umschliesst und nach
aussen von einem breiten schwarzen Terminalsaum begrenzt wird. ? mit breiterer und mehr blaugrüner Binde
der Hflgl und ansehnlicheren transparenten weissen Stellen der Vflgl. Unterseite satter rotbraun als beim
telchinia die glasigen Stellen kleiner. Nach einer Anzahl von Exemplaren des Tring-Museums beurteilt.
Hainan, anscheinend nicht sehr selten.
E. cocytus, eine viel umstrittene Art, wurde von Moore erst 1896 wieder richtig erkannt, nachdem
sie Fabricius schon 1787 aus Siam beschrieben hatte, wo ich beide Geschlechter wieder auffand, cocytus
wechselt in der Färbung je nach der Lokalität und lassen sich allein aus Hinterindien drei Arealformen auf-
satropaces . stellen: satropaces Heiv., aus Unterbirma in meiner Sammlung, fliegt in Tenasserim und im Mergui-Archipel
das ganze Jahr über, cd mit sehr breitem lichtgrauem Randgebiet der Hflgl und hellockerfarbener Unterseite
cocytus. aller Flügel, wie sie auch Moore darstellt. — cocytus F., die Namenstype, aber zeigt eine weisslich graue
Unterseite und dunkler grau bestäubten Aussensaum der Hflgl Oberseite. Das ? führt ansehnlichere weisse,
grau überpuderte Subapicalmakeln der Vflgl als satropaces. Siam, auf etwa 300 m Höhe in den Monaten
ambrysus. Januar, Februar von mir gefunden. — ambrysus subsp. nov. (132 d als cocytus) ist das dunkelste Extrem der
Collectivspecies; Randpartie der Hflgl oberseits braun überstäubt, ? mit kleineren weissgrauen Apicalflecken
als die ?2 der beiden zuerst genannten Rassen. Unterseite dunkler graugelb als cocytus mit markanteren
schwarzbrauen Wellenbinden, namentlich der Hflgl. Es ist nicht ausgeschlossen, dass ambrysus nur die Regen¬
zeitform von cocytus vorstellt. Die Typen entstammen der nassen Zeit. Juni, Juli bei Than-Moi, Nord-Tonkin.
Klammerorgane von einfachster Bildung, kaum von jenen der Vikarianten (E. lepidea und E. japis cocytina )
zu unterscheiden. Valve jedoch etwas mehr geschwungen und ventral deutlicher ausgewölbt als bei E. japis,
cocytina und E. javana)] Uncus ohne mediale Anschwellung wie sie sich bei E. javana findet und zierlicher als
bei E. lepidea.
E. godarti ersetzt cocytus im makromalayischen Gebiet, und wenngleich die Färbung der cfcf erheblich
von cocytus abweicht, sind die ?? coloristisch und mit der Zeichnungsanlage nur unbedeutend von der nördlichen
und continentalen Vikariante differenziert. Die Klammerorgane etwas schlanker als bei cocytus, auch länger als
bei E. lepidea und E. cocytina. Uncus spitz in der Mitte leicht verdickt. Der schwarze Duftfleck der Ober¬
seite der Hflgl ausgedehnter als bei cocytus ; Unterseite der Vflgl in der Mitte des Irds mit einem deutlichen Duft-
spiegel, der E. cocytina gegenüber das Differentialcharakteristicum der cfcf bildet und welcher bisher nicht be-
EU THALIA. Von H. Fruhstorfer.
659
achtet wurde. Auch Shelford, der nächst Moore das cf der Borneo-Rasse erkannt und richtig umgrenzt hat, er¬
wähnt diesen breiten Reibefleck nicht. — asoka Fldr. bewohnt die malayische Halbinsel. Das cf wurde von Distant
richtig abgebildet ; es gleicht unserer Figur von E.jaoana (132 d) und von E. phlegeton (133 a) und kann ausser
den sekundär sexuellen Merkmalen auch durch den mehr vorspringenden Apicalteil der Vflgl von der viel häufigeren
cocytina macnairi Dist. (132 e) unterschieden werden. Vom ? sind zwei Formen bekannt: jordani Frühst. 1132 e;
ohne licht graublaue Partien im Submarginalgebiet der Vflgl, und asoka Fldr. mit ausgedehnten prächtigen
und zart blauen Feldern zu beiden Seiten der braunen Schrägbinde der Vflgl; asoka weisst ausserdem auch
auf den Hflgl eine markantere und breitere grauweisse Medianbinde auf als jordani. Die Unterseite gleicht
jener der ?-fa. pnseda Moore (133 c), nur führen die Vflgl eine aus unregelmässigeren Componenten zusammen¬
gesetzte Fleckenbinde, jordani hat auf den Hl Igln drei, asoka fünf rein weisse Makeln. - mara subsp. nor.
ersetzt asoka in Norclost-Sumatra und vermutlich auch auf Ranka und Billiton. Sie wurde von Dr. Martin
wieder aufgefunden und enl gegen der Ansicht Niceville’s mit Recht von E. cocytina getrennt gehalten, cf in
der Färbung dem cocytina -cf gleichkommend; Randgebiet der Hflgl fahl veilchenblau. ? dem vacillaria-^ (132e)
ähnlich, doch grösser, Makeln der Vflgl ansehnlicher, Hflgl mit einer nach vorne rein weissen Medianbinde
und einigen weissen intranervalen Aufhellungen distal von der braunen postdiscalen Wellenbinde. Unterseite
mit schmäleren weissen Makeln als asoka ; Hflgl in der Median- und Submarginalzone weisslich verwaschen,
ohne prägnante Mittelbinde wie asoka und jordani sie führen. Nach Martin die seltenste Cynitia im Gebiete
des Sultanats Deli, etwas höher auf den Vorbergen fliegend als E. cocytina. — Als godarti Gray wird
eine Form aufgeführt, welche vermutlich dem westlichen Sumatra angehört, cf grösser als mara -cf, leb¬
hafter veilchenblau, unterseits etwas dunkler und vor dem Aussenrand reicher grauviolett überhaucht; dem
floralis-¥ (133 a) und namentlich dem martigena-% (133 c) sehr ähnlich, lebhafter gefärbt als mara-?. Vflgl
mit vergrösserten hyalinen grauweissen Stellen, Medianbinde der Hflgl rein weiss, bis zum Analwinkel
durchgezogen. ? unterseits farbensatter, die weissen Fenster stattlicher. Paclang-Pandjang. — samasara
subsp. nov. Die habituell kleinste und dunkelste der bekannten Rassen; 132e als vacillaria abgebildet.
? ohne mediane weissliche Aufhellung der Hflgl die blaue Zone erheblich dunkler als bei sämtlichen
Vikarianten. Die Vflgl mit sehr kleinen grauweissen Fenstern. Unterseite mit reicher brauner Umgebung der
weissen Flecken Hflgl mit besonders kräftiger brauner Wellenstreifung. Insel Nias, nur ein ? in der Collection
Fruhstorfer. — vacillaria Btlr. gleicht im männlichen Geschlecht der sumatranischen mara Frühst, im weib¬
lichen der abgebildeten Nias-Rasse (132 e), nur ist deren Gestalt grösser, die trübweissen Flecken namentlich
bei Exemplaren von Süd-Borneo mehr entwickelt, der blaue Mediananflug der Hflgl gesättigter als bei godarti
und mara , aber nach vorne im Gegensatz zu samasara mit weisslichen Flecken durchsetzt. Shelford beschrieb
das cf aus den Beständen des Sarawak-Museums; mir liegen Exemplare aus dem Norden und Südosten der
Insel Borneo in Anzahl vor. Das ? ist sehr veränderlich, es gleicht kaum ein Stück dem anderen. Die Type
im Britischen Museum ist hellbraun, nur mit kleinen weissen medianen Punkten der Hflgl. Die hyalinen Partien
der Vflgl weiss, ohne graue Überpuderung. — Als arama form. nov. können ?? bezeichnet werden mit grösseren
und braun bedeckten transparenten Stellen der Vflgl und einer completten hellen Binde der Hflgl, welche im
vorderen Teile weiss, sonst blasslila gefärbt erscheint. Als seltene Ausnahme kann dieses Feld auch ganz dunkel¬
blau coloriert sein (wie ein ? des British Museums zeigt); Nord- und Süd-Borneo. — dhayma subsp. nov. steht
viel näher asoka Fldr. von der Malayischen Halbinsel, als irgend einer vacillaria- Form von Borneo. Das helle
Gebiet der Hflgl breiter ausgeflossen als bei allen bekannten godarti- Rassen, aber entsprechend dem Charakter
der übrigen Euthaliiden derselben Inselgruppe verwaschen. Vflgl mit grau verdeckten glasigen Stellen. Sulu-
Archipel, Type im British-Museum. — phlegeton Semp. (133 a) ist charakterisiert durch einen sehr grossen
schwarzen Duftfleck der Oberseite der Hflgl. Das cf sonst von der Flügelform der übrigen godarti- Rassen,
das ? jedoch oberseits mehr dem cocytus-¥ und telchinia-% ähnlich durch relativ kleine düster braun getrübte
hyaline Stellen, cf unterseits bei Exemplaren von Mindanao Avie beim cf von E. telchinia geschwärzt. ?
gleichfalls dunkel rauchgrau. Nach Semper vom Januar bis Oktober auf Samar, Camiguin de Mindanao und
ganz Mindanao, cf und ? von Mindanao auch in meiner Sammlung. — nirodha subsp. nor. liegt mir in
zwei Paaren von der Insel Bazilan vor. Ihr gehören auch die Vorlagen zu unserer Abbildung an.
cf oberseits nicht violett sondern hellblau, manchmal mit grünlicher Beimischung. Der AussensaunV der Hflgl
breiter angelegt, Unterseite, wie aus der Figur ersichtlich, beim ? vorherrschend gelblich mit schwachen braunen
Streifen. Flugzeit Februar. — javana Frühst. (132 d) ist die sehr seltene Bewohnerin der Insel Java. In
meiner Sammlung sind nur Exemplare aus dem Zuidergebergde des Ostens vertreten, doch sah ich einmal ein
cf auch auf der Reise von der Südküste hinauf zum Plateau von Pengalengan auf etwa 5 — 600 m Höhe im
Westen Java’s fliegen. Das auf den Vflgl blau decorierte ? gleicht etwas dem asoka Fldr.-¥, von welchem
es aber wiederum differiert durch das Fehlen Aveisser Medianmakeln der Hflgl, die ein licht graubraunes Feld
an dessen Stelle zeigen. Unterseite der Hflgl der ?? nahe jener von nirodha aus West-Sumatra, die Aveissen
Makeln der Vflgl aber Avie bei asoka zusammenhängend. Uncus äusserst zierlich, lang, spitz, medial etAA’as
verdickt, dadurch von E. cocytina und E. japis verschieden. Valve gleichfalls etAvas schlanker.
E. flora ist der älteste Name für eine bisher verkannte Species, Avelehe von Tenasserim bis Sumatra
verbreitet ist, auch im Mergui- Archipel und der Insel Salanga vorkommt. Oberseits den cf cf von godarti
asoka.
jordani.
mara.
godarti.
samasara.
vacillaria.
arama.
dhayma.
phlegeton.
nirodha.
javana.
660
EU THALIA. Von H. Fruhstorfer.
andersoni.
flora.
maclayi.
stoliczkana.
salangana.
obscurata.
violetta.
arya.
puseda.
macnairi.
gleichend, haben sie auf der Unterseite namentlich der nördlichsten Zweigrasse eine täuschende Ähnlichkeit mit
E. lepidea , so dass Bingham sie als Arealform der letzteren behandelte. Das ? ist mannähnlich und in Tenasserim
constant, auf der Malakka Halbinsel aber äusserst veränderlich, so dass es bereits vier Namen aus der Hand
von Distant empfangen hat. — andersoni Moore (132 a cd, b?) findet sich in Tenasserim und dem Mergui-Archipel.
cd oberseits mit weisser Apexspitze und weisse Fransen der Hflgl. Letztere ohne schwarze Anteterminallinie
und lichtblauem Saumfeld. — flora Btlr., ursprünglich nach einem ? der Malayischen Halbinsel beschrieben,
gehört vermutlich einer Trockenzeitform an mit lichtblauer Umrahmung aller Flügel und drei weissen durch¬
sichtigen Punktflecken der Vflgl; Unterseite lichtgelb mit braunen Längsstreifen und Schatten. — maclayi Eist,
deren Type ich im Tring-Museum einsehen konnte, hat ausgedehnteren satter blauen Saum der Oberseite, die
Unterseite aber ist dunkler braun bewölkt, das Distalgebiet hellviolett. — stoliczkana Bist, wahrscheinlich der
Regenperiode entstammend, hat nur noch Rudimente einer medianen blauen Binde der Hflgl und ist unterseits
schwarzbraun. Dann hat Distant noch eine weitere zu flora gehörige ¥-Form als macnairi abgebildet, die von
flora zu maclayi überleitet, oben schmaler blau gesäumt ist als maclayi und unten mehr an andersoni Moore
von Tenasserim anklingt. Malayische Halbinsel, 1 ? aus Sumatra im British-Museum. — salangana Frühst.
Nahe maclayi, jedoch noch heller und mit violetten Bändern auf der Flügeloberseite. Das violette Marginal¬
band auf den Vflgln schmäler, als bei maclayi und nach dem Apex zu ganz verschwindend, auf dem Hflgl
dagegen viel breiter. Unterseite der Vflgl ohne weissen Subapicalfleck und mit fast ganz obsoleter schwarzer
Submarginallinie, welche nicht gezackt ist und fast gerade verläuft. Hflgl ohne Spur eines schwarzen
Submarginalstreifens, sonst wie bei maclayi , nur mit etwas hellerem und violett (nicht blau) bezogenem Aussen-
rande. Type von der Insel Salanga, im British-Museum; eine ' ähnliche grosse sehr bleiche Form auch aus
Penang, Siam, in der ADAMs-Collection im selben Museum.
E. cocytina muss als die älteste Bezeichnung für die formenreichste Collektivspecies aller Euthaliiden
wieder eingeführt werden, nachdem cocyta F. vor dem früheren cocytus F. weichen muss. Tatsächlich
ist aber nach den Feststellungen von Prof. Aurivillius cocyta identisch mit cocytina Horsf und unten
ebenso hell ockergelb, ohne andere dunkle Zeichnungen, als die Linien der Mittelzelle der Vflgl, wie bei blumei
Voll. auch. Die Umtaufe Horsfields war also ganz berechtigt, cocytina bewohnt Makromalayana mit Ausschluss
von Java, wo sie durch eine distincte Vikariante ( E . japis ) ersetzt wird, aber einschliesslich sämtliche Satellit¬
inseln und zerfällt in eine Reihe meist scharf getrennter Rassen, welche ihrerseits wieder, und zwar bei beiden
Geschlechtern, individuell in überraschendster Weise divergieren. Den Höhepunkt der Variabilitätsmöglichkeit
erreicht die Species auf Borneo, das zunächst von zwei Arealrassen bewohnt wird, einer Subspecies der nörd¬
lichen und einer zweiten aus dem südöstlichen Teile der Insel. Namentlich im Norden, wo auch noch die
Höhendifferenz hinzutritt, gleicht kaum ein Exemplar dem anderen. Auch Sumatra beheimatet zwei örtliche
Rassen, von denen jene des Westens der Insel zuerst entdeckt wurde. Die cfcf gleichen im Colorit z. T. der
E. godarti , doch sind sie von dieser durch weniger vorgezogenen Apex der Vflgl und kleineren Duftfleck der
Oberseite der Hflgl leicht zu separieren. Zudem fehlt den cocytina-d'd' die blanke Reibefläche der Unterseite
der Vflgl. Die ?? haben niemals nur einige isolierte hyaline Stellen der Vflgl, wie die godarti -??, sondern stets
zusammenhängende weisse oder getrübte Binden. Die cd cd lassen sich in zwei Hauptformen sortieren: a) mit
heller {blumei), b) mit dunkler Unterseite aller Flügel: = obscurata form. nov. — Oberseits zerfallen dann beide
Gruppen wieder in Individuen mit a.) lichtblauer {blumei), b.) mit violetter Umrahmung, besonders der Hflgl (fa.
violetta form. nov.). Die Hflgl können dann wiederum namentlich bei der unten lichtgelben Färbungsrichtung
entweder nur eine ganz feine Terminallinie der Hflgl tragen ( blumei ) oder breit und scharf abgesetzt schwarz
umrandet sein: Die cd cd der unterseits dunklen Form schimmern manchmal leicht purpurn violett, besonders
längs der braunen Submarginalbinde, und bei Borneo-Individuen ist sogar eine blauviolette Submarginalzone
der Hflgl charakteristisch (= arya form. nov). — Auf Borneo finden sich auch bei den ¥¥ sowohl die hellsten wie
dunkelsten Extreme (fa . ambalika Moore, 133 b fa. martini Frühst. 137cl)*). Die Klammerorgane bieten keine
Besonderheiten. Sie halten sich im Rahmen der übrigen Cynitia. Uncus einfach, lang, distal nach unten
gekrümmt, medial leicht geschwellt, niemals so dick wie bei E. lepidea von Nordindien, auch nicht so schlank
wie bei F. godarti Gray. Valve keulenförmig, vorne stumpf abgerundet, anscheinend je nach der Örtlichkeit
leicht veränderlich; am breitesten muldenförmig bei der dunklen Form der Ebene von Sumatra, am schmälsten
und mehr gestreckt bei fa. montivaga Frühst, aus dem gebirgigen West-Sumatra. Bei beiden Abweichungen
aber länger als bei der javanischen Vikariante E. japis Godt. Die Art ist überall häufig, bevorzugt den lichten
Wald und mehr die Niederung als höhere Lagen. — puseda Moore (133 c) der erste Name, welcher einer
recht häufigen und der Malayischen Halbinsel eigentümlichen ?-Form gegeben wurde. Die älteste Bezeichnung
für das cf der malayischen Subspecies ist macnairi Bist. (132 e), den ihr Autor leider in Verbindung mit einem
? brachte, das eine ¥-Form der Collectivspecies E. flora Btlr. vorstellt, macnairi gehört der oberseits hellblau
*) Anmerkung: Im nördlichen Celebes sah ich im Dezember 1895 bei Toli-Toli eine der cocytina ähnliche
Euthaliide fliegen.
EUTHALIA. Von H. Fkuhstoreer.
661
umrahmten, unten dunkel beschatteten Farbencomposition an. Daneben existieren auch cfcf mit lichter Unter¬
seite {fa. blumei Voll.) welche oben entweder hellblau oder blassviolett belegt sind, sowie grössere unten reich
violett oder purpurn überhauchte Exemplare einer Höhenform. Vom ? hat die als fioralis form. nov. (133 a) floralis.
bezeichnete Form, mit wie bei ludekingi (132 e) markanter weisser Streifung der Hflgl, bisher wenig Beachtung
gefunden. Mir liegen auch ?? aus Perak vor, bei welchen die weisse Medianzone der Hflgl vor einem aus¬
gedehnten blassblauen Anflug zurückweicht, puseda Moore (133 c) bildet des dunkelste Extrem der ?? Varianten
und gleicht etwas der melanotischen Borneo-Form gandarva Voll, und martini Frühst. (137 d). Die ungewöhn¬
lichen breiten Helmflecken der Vflgl erscheinen graubraun überdeckt, die submarginale Wellenlinie ist sehr
deutlich ausgeprägt, häufig distal von weisslich violettem Rand umgeben. Unterseite zu verwechseln mit
Futhalia'decorata Btlr.-$, mit milchweissen Aussenfeid der sonst fahl ockerfarbenen Flügel. Die Form puseda
wurde mir auch aus Palembang ('Sumatra) geliefert und es befinden sich im Tring-Museum ebensolche Exemplare,
aber aus derselben wenig vertrauenswerten Quelle. Malayische Halbinsel, puseda selbst ist ursprünglich aus
Penang beschrieben und kann als die gemeinste Euthaliide von Perak gelten. Distant erwähnt floralis und
puseda auch von Singapore. — sakyamuni subsp. nov. bleibt in der Grösse hinter ihren Verwandten von der sakyamuii.
Malayischen Halbinsel und Sumatra zurück, ist als typischer Falter der Zinninsel Banka albinotisch verfärbt,
unten verwaschen fahlgelb. ? der auf Sumatra seltenen f -forma mitra Fldr. angehörig, mit obsoleten hellen
Feldern der Vflgl und undeutlicher Weissbinde der Hflgl. Banka, häufig, Type im Tring-Museum. — cocytina cocytina.
Horsf. (= cocyta F.) dürfte dem Westen der Insel Sumatra entstammen; einem Gebiet, das eine besonders
ansehnliche Arealrasse produziert, zu der das ? als ludekingi Voll, zuerst beschrieben wurde, während der ludekingi.
Name blumei Voll, mit cocytina zusammenfällt, jedoch — als erste sichere Bezeichnung, weil auf einer colorierten blumei.
Abbildung basiert — auf die unten fahlgelbe oben lichtblau umrahmte cf -Form übertragen wird. Neben ihr finden
sich auf dem gesamten Areal der Insel Sumatra auch unterseits dunkle cfcf ( obscurata Frühst.) und bei den Hflgln
blau oder violett umrahmte Individuen auch die fa. margiola Frühst. — Hervorragend entwickelt ist im Padang- margiola.
Bovenland endlich auch eine Höhenform: montivaga form. nov. (132 d als cocytina ), oberseits violett umrahmt, montivaga.
unten reich braun bewölkt mit purpurnem und grauviolettem Anflug. Die ?? von cocytina {ludekingi) sind
insgesamt grösser als solche aus dem Nordwesten, die weisse Zone ausgebreitet, schärfer umgrenzt, der Anflug
dunkel violett, bei meinen 16 ?? niemals in hellblau übergehend. — gopia Moore kann als der ursprüngliche gopia.
Name für die Nordorst- Sumatra-Rasse eintreten, auf ein ? basiert mit rein weissen costal gespaltenen oblongen
Makeln der Vflgl und einer ansehnlichen rein weissen inneren Medianbinde der Hflgl, welche durch blauen
Anflug von einer zweiten submarginalen Fleckenserie getrennt ist. — mitra Fldr. dagegen umschreibt eine mitra.
farbenarme ?-Form mit gleichmässigem blassblauem Bezug der Hflgl und graubraun verschleierten helleren
Partien der Vflgl. Die Hflgl sind nur mit drei costalen weissen Makeln besetzt. — samudaya subsp. nov. gilt samudaya.
einer distincten Rasse mit durchweg melanotischen ??, welche sich im Colorit an gandarva Voll, und martini
Frühst. ?? anschliessen, aber eine noch weitergehende Reduktion aller weissen Flecken, namentlich auch der
Vflgl aufweisen. Die Hflgl nur mit einigen trübbraunen Medianmakeln belegt. Batu-Inseln, Type im Tring-
Museum. — upasakas subsp. nov. („der Mönch“ im Sanscrit) wird begründet auf eine von Gestalt kleine verdunkelte upasakas.
Satellitinselrassemit auffallend dunkelbraun bewölkter Unterseite aller Flügel. Die ?? gleichen der fa. mitra Fldr.
mit braungrau verdeckten weisslichen Stellen der Vflgl. Natuna-Inseln, Type im Tring-Museum. — ambalika
Moore , der erste Name für eine Borneo-Form der Gesamtart, wird hier auf die Zweigrasse des Nordens der
Insel übertragen. Dortige cfcf haben die Besonderheit, oberseits proximal tief eingeschnittenen, gezähnten blauen
Distalsamn der Vflgl zu zeigen. Die Submarginalbinde der Unterseite besteht aus kräftigeren, mehr quadratischen
Flecken, als bei Sumatra- und Perak-cfcf und die Hflgl umschliessen häufig eine blaue oder violette Zone
(= arya Frühst). Im allgemeinen sind alle cfcf unterseits dunkler, als solche aus anderen Gegenden, und so arya.
lichtgelbe blumei, wie sie ihr Autor darstellt, sind in ihrer reinen Form auf Borneo überhaupt nicht anzutreffen.
Die Mehrzahl der ?? ist dunkelbraun mit braun verschleierten oblongen Keilflecken der Vflgl und weissen
inneren medianen Spitzen, welche in ein lichtblaues Gebiet eindringen, das dann noch von einer schwächeren
äusseren etwas verwaschenen Spitzenreihe durchzogen wird. — ambalika Moore, die ?-Form, auf welche ihr
Autor seine Beschreibung basiert hat, gleicht der fruhstorferi (133 b) und zählt zu den hervorragendsten
Euthaliidenformen; hervorragend durch die Entwicklung der mitra- oder ^'ara-förmigen weissen Componenten der
Fieckenbinde der Vflgl, welche bei manchen Exemplaren leicht braun überspritzt sind (tiara form. nov. 133 b tiara.
als fruhstorferi). Seltener sind fahlbraune ?? mit geringen, verblassten Resten einer lila Mittelbinde (colorata form, colorata.
nov). Eine sehr schöne Abweichung ergibt sich, wenn die vorderen weissen Flecken der Vflgl nicht gespalten
sind, so dass sie in Gemeinschaft mit den übrigen verlängerte Keile bilden, die sich auf den Hflgln, allerdings
in etwas geringerer Ausdehnung, fortsetzen (= trilobita form. nov). — Daneben existieren auch ??, auffallend trilobita.
durch das Verschwinden der weissen Makeln der Vflgl, die dann nahezu gleichmässig monoton dunkelbraun
erscheinen, womit Hand in Hand auch eine sattere braune Bewölkung der Unterseite geht = paramitra form, nov., paramitra.
wegen dem Anklang an mitra Fldr. von Sumatra. — Als magnolia Stgr. ist endlich ein weiteres aber seltenes magnolia.
Extrem beschrieben. Vflgl dunkel chokoladebraun mit fünf weit getrennten kleinen weissen transcellularen
Fleckchen; Hflgl mit einem breiten veilchenblauem Shawl ohne jede weissliche Beimischung durch einen ausge¬
dehnten braunen Saum vom Flügelrand getrennt. Unterseite trüb ockerfarben mit mehr zusammenhängenden
weissen Stellen der Vflgl und einer kaum merklichen medianen Aufhellung der Hflgl. ambalika Moore (133b ambalika.
G62
EU THALIA. Von H. Fruhstorfer.
als fruhstorferi ), endlich bedeutet die vollkommenste Vermehrung der weissen Stellen und das Ausscheiden
violetter Färbung die nur gelegentlich als Begleitung der medianen schwarzbraunen Zackenbinde wiederkehrt.
diardi. Nord-Borneo. — diardi Voll., nach einer der häufigsten ??-Formen aufgestellt, kam zuerst aus Süd-Bomeo und
soll die dortige Rasse umschreiben. Diese wird charakterisiert durch das Vorhandensein von ganz dunklen
martini. Formen, wie martini Frühst. (137 d), welche dem Norden Borneo’s fehlen. ?? mit unmerklichen weissen Binden
der Hllgl und ohne Spur einer violetten Dekoration der Oberseite. Von Dr L. Martin in Anzahl bei Sintang
gandarva. am Kapuas-Fluss im Herzen des südlichen Borneo aufgefunden. — gandarva Voll., mit rein weissen an ambalika
gemahnenden Flecken der Vflgl und Rudimenten violetter Binden der Hflgl, bildet die Transition vom melano-
darani. tischen Extrem (martini) zu der alltäglichen reich blau ornamentierten diardi. Süd- und Siidost-Borneo. — darani
subsp. nov. (darani im Sanskrit = Zauberformel), bedeutet das hellste bisher bekannte Extrem der Collecti^species;
? dem ambalika -? genähert, aber namentlich auf den Hflgln mit noch prominenteren weissen Strahlen. Unter¬
seite durch ein sehr ausgedehntes Mittelfeld der Vflgl mehr dem puseda- als dem ambalika- oder diardi-%
uposatha. gleichend. Sulu-Archipel, Type in der GoDMAN-Collection im British Museum. - uposatha subsp. nov. soll
dagegen eine farbensatte Sateliitinselrasse bezeichnen; welche sich in der Coli. Staudinger im Museum in Berlin
befindet und von Banguey stammt, cf mit hellblauer Umrahmung der Oberseite der Hflgl; ? eigentümlich
Tanaecia- grau mit grossen grauweissen dunkel umrandeten Keilflecken der Vflgl und sehr schmaler grau aus¬
gefüllter Medianbinde der Hflgl. Unterseite nahe der der Nord-Borneo-Rasse, nur mit reduzierter heller Mittel¬
zone der Hflgl.
E. japis ersetzt cocytina auf Java und deswegen ist es ausgeschlossen, dass auch E. cocytina ( blumei )
auf Java vorkommt, eine irrige Angabe Vollenhovens, welche schon viel Verwirrung angerichtet hat; ebenso,
wie die Angaben Vollenhovens, dass varuna (recte lutala ) und gandarva (recte diardi) aus Java stammen;
Formen, welche durchaus auf Borneo beschränkt sind und an der betreffenden Stelle erwähnt wurden. Die
Klammerorgane schliessen sich, wie vorauszusehen, eng an jene der E. cocytina an, namentlich durch die
cylindrische, nahezu keulenförmige Valve, welche erheblich kürzer ist als bei der javanischen E. godarti javana
Frühst. Der Uncus bleibt gleichfalls kürzer als bei E. godarti javana, basalwärts entschieden robuster als bei
javana, etwas schlanker als bei sumatranischen E. cocytina. japis verteilt sich auf Java in eine östliche und
westliche Arealrasse, und noch eine Gebirgsform des Westens der Insel. Die Falter, obgleich nicht selten, sind
sehr scheu, bewohnen dicht bewaldete Strecken und lassen sich am besten mit Bananenködern anlocken, an
welchen sie aber nicht so gierig saugen, wie z. B. Euthalia eion, die Zeuxidien oder Kallima paralecta,
vielmehr entfernen sie sich ähnlich wie Herona pringondani und Euthalia salia beim leisesten Geräusch
japis. des sich nähernden Jägers, japis Godt. (133 e), die Namenstype, entstammt dem Osten der Insel, wo
ich eine grosse Serie im Zuidergebergde südlich von Malang auf Erhebungen von 3—500 m in lichten
Wäldern zusammenbrachte, cf oben mit prächtig hell bayerisch blau umgrenzten, weissen Längsbinden. ?
wie abgebildet, cf unterseits mit gelblicher Basalregion und weisslich violetter Aussenhälfte aller Flügel.
böttgeri. — böttgeri Frühst. (133 e) cf. Grundfarbe der Oberseite bei ganz frischen Stücken samtschwarz, bei
geflogenen dunkel kaffeebraun. Vflgl mit einem violetten, selten blauen Bande, das gewöhnlich etwas unter
der Apexspitze, manchmal jedoch erst an der oberen Radiale beginnt, sich, nach dem Aussenwinkel hinziehend,
allmählich verbreitert und in der Mitte von etwas Weiss durchzogen wird. Im Hflgl setzt sich das Band bis
zum Analwinkel fort, wird nun vorherrschend weiss und ist nur an den Rändern violett oder selten hellblau
umsäumt. Auf den Vflgln durchziehen die etwas hellere Zelle 4 oder 5 schwarze, schräge, zum Teil gebogene
Streifen. Aussenrand aller Flügel prächtig weiss gefranst. Unterseite der Flügel hell gelbbraun. Vflgl mit
hellviolettem Apex und einem weissen, mit der Oberseite correspondierenden Bande, einem dunklen Discalstreifen
und 5 unregelmässigen, rotbraunen Bändchen in der Zelle, cf: Oberseite dunkel kaffeebraun, mit einem weissen
Bande, das auf den Vflgln bei der untern Radiale beginnt und, sich sehr langsam verbreiternd, am Analwinkel
der Hflgl endet. Jenseits der Zelle im Vflgl noch eine Reihe bräunlicher oder weisslicher Flecken, die an
der Subcostale beginnen, sich sehr verengend, an der Submediane verschwinden und durch ein ziemlich
breites, tiefbraunes Band von der weissen Submarginalbinde getrennt werden. Bei einigen Exemplaren setzt
sich dieses Diskalband auf den Hflgl, eng an das weisse Band geschmiegt, fort, erreicht aber nie den Innen¬
rand. Hflgl sonst wie beim cf, nur treten in der Zelle 2 längliche, dunkel geringte Flecken ziemlich deutlich
hervor. Unterseite bleich lohfarben. Am Apex der Vflgl ein aschfarbener, blaugrauer Fleck. Die übrige
Zeichnung mit der Oberseite übereinstimmend, nur wird die Fleckenreihe gelblich und die Bänder in der Zelle
werden rotbraun. Die Farbe des Körpers in beiden Geschlechtern oben und unten wie die der Flügel. Augen
rotbraun. Fühler oben schwarz, unten ebenfalls rotbraun. Palpen gelblich, ebenso die Beine. Spannweite der
cf cf 52—58 mm, der ?? 60 -67 mm. Nach zahlreichen Exemplaren meiner Sammlung. Die Art ist in West-
palabuana. Java ziemlich häufig, besonders am Vulkan Gede, wo sie in einer Höhe von 4000 — 6000’ vorkommt. — pala-
buana subsp. nov. soll die Form des Tieflandes des westlichen Java umschreiben, welche eine Transition der
östlichen japis zur montanen böttgeri des Westens bildet. Ich beobachtete palabuana ausschliesslich in den
feuchter} Wäldern, welche die Bai von Palabuan im Süden der Insel umgeben, cf ähnlich japis-c?, nur zumeist
ohne weisse Streifen der Vflgl. Diese sowie die Medianbinde der Hflgl etwas dunkler bayerisch blau gesäumt
EUTHAL1A. Von II. Fruhstorfer.
663
als jops-cfcf, doch niemals violett, wie böttgeri- cfcf, das Blau stets breit und stark aufgetragen, nicht leicht verwischt
wie bei der alpinen böttgeri. ? mit wie bei gandarm und ambalilca verteilten weissen, braun überwölkten
Makeln derVflgl und mit einer schmalen, schräg gestellten, proximal violett gesäumten Milteibinde der llllgl. Unter¬
seite der cfcf, die auch in Bezug auf Kleinheit mit japis harmonieren, distal intensiv weisslich violett überflogen.
? dunkler als jupis-¥, sich jenem von böttgeri nähernd, aber kleiner und mit reiner weissen transcellularen
Makeln der Vflgl. Aus Bali ist eine jcqns-llasse bisher nicht hekannt.
E. jahnu, bisher nur aus Vorderindien bekannt, wurde durch mich auch für Siam und Tonkin nach¬
gewiesen. Nur zwei Ortsrassen: jahnu Moore , oberseits kaum von jahnides (132c) verschieden. Die eigentiim- jahnu.
liehe purpurne Färbung, welche Moore „weinbraun“ nennt, ist auf der Figur wohl gelungen. Unterseite kaum
von jener der E. appiades zu unterscheiden. ¥ ohne die weissen submarginalen Partien der Vflgl, wie wir sie
bei der östlichen Schwesterrasse jahnides (132 b) finden. Die Trockenzeit bringt etwas fahler gelbbraune, auch
auf den Hflgl weniger blau übertünchte Exemplare hervor. Selten in Sikkim, in der warmen Jahreszeit und
wie appiades nur auf geringen Höhen. Häufig in Assam. Exemplare von Oberbirma, den Karen-Hills, Tenasserim
und dem Mergui-Archipel, welche Moore erwähnt, fehlen meiner Sammlung. — jahnides Frühst. (132 c, d, 1 ¥). jahnides.
Die cf cd sind unterseits bunter, in der Zelle der Vflgl erscheinen dunkel olivgrüne Flecken, und die schwarzen
Längsbinden werden deutlicher. Die ¥¥ tragen ein helleres Kleid als jahnu von Vorder-Indien. Es treten sehr
breite, weisslich getönte, subapicale Flecken auf, die nur noch ganz dünn braun beschuppt sind, während diese
Flecken bei Vorder-Indiern ebenso braun wie die Grundfarbe aussehen. Auf der Flügelunterseite markiert
sich die Weissfärbung noch deutlicher und erscheint auch in der Submarginalregion. Bei einem ¥ aus Siam,
das wohl der Trockenzeitform angehört, sind die Submarginalflecken der Vflgl rein weiss. Tonkin, Siam, bis
300 m Höhe. Klammerorgane erheblich von jenen der übrigen Cynitia differenziert, sich jenen von Tanaecia
anschliessend. Uncus leicht gekrümmt, wie bei T. lutala\ Valve etwa wie bei Tanaecia pelea, doch gleich-
mässiger breit, nach vorne aber wie bei T. pelea schärfer und mit nach oben gebogener Spitze. Elwes gibt an,
dass Exemplare von Doherty in den Karen-Hills gesammelt, kleiner und breiter seien, als solche aus Sikkim.
Derlei ya/mw-Individuen dürften eine Transition bilden von jahnu Moore zu jahnides Frühst.
E. semperi Stgr., eine hervorragende Art, charakterisiert durch das tanaecienartige Graubraun der semperi.
Oberseite, von welcher sich auf dem Hflgl der cfcf ein sehr breiter tiefschwarzer Androconienfleck abhebt.
Zeichnungsverteilung etwa wie bei T. lutala , nur mit schmalem weissein proximalem Rand der scharf gespitzten
Submarginalpfeilflecken der Vflgl. Die Hflgl zeigen namentlich beim cf eine graubraun verdüsterte weissliche
Zickzackbinde. Unterseite leicht kenntlich an einem eigentümlichen verwaschenen Gelbgrau, das basalwärts
etwas nachdunkelt. Innerhalb einer lichtbraunen Submarginalbinde eine ziemlich breite weisse Längsstreifung
aller Flügel. Insel Palawan, ziemlich selten.
Artengruppe Euthalia Hbn.
Von den Tanaecien und Cynitien verschieden durch robusteren Körper, straffere Flügel von zumeist spitzer Form.
Der erste Subcostalast in der Regel nicht wie bei Cynitia und Tanaecia mit der Gostale verwachsen. Der dritte Subcostal-
ast entspringt beim cf unmittelbar am Zellende, beim ¥ dagegen erst weiter nach aussen. Praecostale der Hflgl gebogen,
einfach, nicht gewinkelt wie bei den Cynitien ; Zelle beider Flügel offen. Rp an jeder Seite mit 10 langen horizontalen fleischigen
Dornen, die seitlich wiederum mit feinen Nebendornen besetzt sind und so den Eindruck einer Feder machen. Einige
Arten mit costalem Androconienfleck der Hflgl-Oberseite, der jedoch höchst unbeständig ist und bei den einzelnen Rassen
einer Collectivspecies vorhanden, bei anderen wieder abwesend sein kann. Klammerorgane nur geringfügig differenziert, zur
Speciestrennung nur in den seltensten Fällen zu verwenden. Uncus wie Valve äusserst gleichmässig gebaut, Uncus kürzer,
basalwärts mehr verdickt als bei den Cynitia. Valve muldenförmig, cylin drisch, distal stumpf, manchmal gerade abgeschnitten.
E. tanagra Stgr. schliesst sich in der Färbung eng an Cynitia semperi Stgr. an, differiert jedoch durch tanagra.
den massigen Körperbau, die kräftigeren oben tiefschwarzen Fühler und den spitzeren Flügelschnitt von
semperi. cf oberseits mit relativ kleinem Filzfleck; Zeichnung wie bei E. ottonis (128 d), doch weniger rein
und auf ein kleineres Gebiet beschränkt. ? vom Typus der E. sa/fa-Rassen. Basalgebiet der Hflgl-Unterseite
blaugrün bedeckt. Unterseite sonst fahl gelb mit wie bei C. semperi grauweissem Rand und dunkler, etwa
ockerfarbener Basalzone. Selten, ' Insel Palawan.
E. ottonis Frühst. (128 d) eine völlig isolierte Species, bisher nur auf Nias gefunden. ? noch grösser ottonis.
als das dargestellte cf mit rundlicheren Conturen und breiter ausgemaltem Weiss der Oberseite aller Flügel.
Unterseite bei beiden Geschlechtern gleich, gelblich graubraun mit hell moosgrünem Basalanflug der Hflgl und
äusserst scharf geschnittener Zickzacklinie der Submarginalregion, die nach innen von einer rein weissen
Binde begleitet wird. Nias, selten, Flugzeit vom März bis Mai.
E, kesava, der Typus des NiCEViLLE’schen Genus „Nora“, basiert auf den schwarzen Androconienfleck kesava.
der dazu gehörigen Formen. Structurell differieren jedoch die Nora in keiner Weise von Euthalia ; der erste
Subocostalast der Vflgl ist beim cf ganz frei, beim ? nur der Costalis auf eine kurze Strecke genähert und
964
EU THALIA. Von H. Fruhstorfer.
arhat.
kesava.
discipilota.
rangoo-
nensis.
sastra.
tudela.
monina.
perakana.
decorata.
wie bei den übrigen echten Euthalien entspringt der dritte Subcostalzweig beim cd weit ab vom Zellapex. Luft¬
apparate aber sind keine Genus-Merkmale und somit fällt Nora als absolutes Synonym mit Euthalia. Von den
acht von Niceville aufgezählten Species gehören übrigens sieben zu Euthalia salia , drei zu E. kesava. Diese Auf¬
fassung Niceville’s ist indessen um so milder zu beurteilen, als gerade die Nora (neben den Tanaecia ) zu den varia¬
belsten Euthaliiden gehören und an Unbeständigkeit überhaupt ihresgleichen in der gesamten Nymphalidenwelt
suchen. Bei den „Nora“ macht sich wie bei den Thanaecia neben den üblichen sexuellen Differenzen auch
noch die bei Nymphaliden nur selten beobachtete Erscheinung der männlichen Polymorphismus geltend.
So gleicht beispielsweise kaum eine der vielen Nora bipunctata- cfcf-Formen von Borneo der anderen. Die
Nora sind ziemlich lokalisiert, und echt malayische Schmetterlinge, die das makro-malayische Gebiet und die
zunächst angrenzenden Satellit-Inseln bewohnen. Nur kesava greift nach Nord-Indien hinüber. Die Grenzen
ihrer Verbreitung liegen zwischen Hainau, Tonkin, Tenasserim und Sikkim, der malayischen Halbinsel und
Borneo mit der Sulu-Inselgruppe im Norden, Sumatra und Nias im Süden. Oestlich sind sie bisher nur nach
Lombok gelangt. Auf Celebes fehlen sie noch völlig, wie denn überhaupt Celebes sehr arm an Euthaliiden ist.
Diese Armut von ‘Celebes dürfte mit für die Hypothese sprechen, dass zwischen Celebes und Borneo niemals
eine Landverbindung bestanden hat; es wäre sonst wohl unerklärlich, warum von der Hochflut von Euthaliiden,
die Borneo überschwemmt, nicht auch eine grössere Anzahl Celebes erreicht und sich dort angesiedelt hätte. -
kesava Moore, schon 1859 auf zwei verschiedene Arealrassen gegründet (das cd stammte aus Assam, das $ aus
Birma) verteilt sich auf drei geographische Spaltzweige im indischen Gebiet: arhat subsp. nov. (arhat, aus dem
Sanscrit, der Jünger) (128 c als kesava- cd) ist eine der häufigsten Sikkim-Euthaliiden, welche aber nur heissere
Strecken bewohnt, vom April bis Dezember fliegt, aber kaum über 1000 m Erhebung binaufgeht. cd kleiner,
fahler als cdcd der Namenstype aus Silhet und Assam, die gelbbraune Costalzone der Hflgl ausgedehnter, Unter¬
seite bei der Form der Trockenzeit fast ohne, bei jener der nassen Periode mit unbedeutenden Schwarzflecken
und Streifen. ? einfarbiger als Assam-??. Mir liegt aus Sikkim nur die Begenzeitform des ? vor: oberseits
mit verwischten grauen Längsbinden und weniger markanten hellen halbdurchsichtigen Makeln, als bei der
Assam-Basse. Eine Intermediatform zeigt hellbraune Gesamtfärbung und trüb braungraue Längsstreifen der
Oberseite, kesava Moore: cd grösser, oben dunkler grün, ? der Begenzeitform lebhafter, mehr weisslich statt
braungrau gestreift, die glasigen Stellen prominenter als bei arhat in Sikkim. Unterseite intensiver braun,
reicher blau als bei arliat. ? der Trockenperiode noch ohne Namen, mit monoton brauner Oberseite und scharf
gezackten, proximal trüb weisslich begrenzten Submarginal-Linien. Unterseite der Vflgl reicher weiss, als ?
der Begenzeit; Hflgl ausgedehnter blau angeflogen, beide Flügel mit braunen Zickzacklinien. Assam, häufig. —
discipilota Moore auf die kleinere Arealform von Tenasserim und Birma begründet, führt beim ? auf trüb braun¬
grauer Oberseite zwei transparente weissliche Makeln. ■ — rangoonensis Swinh. umschreibt die dazu gehörige
Trockenzeitform mit grauweissem ausgedehnten Feld der Vflgl, das beiderseits von scharf gezähnten Zickzack¬
linien eingesäumt wird. Unterseite noch ausgedehnter weiss belegt als Assam-??. Von Bhamo und den Shan-
Staaten bis Tenasserim. In Siam fing ich im Januar und Februar ein Paar kesava zur fa. discipilota
Moore gehörig, sehr klein, Unterseite des ? im äusseren Gebiet dicht schwarzbraun überdeckt. — sastra Frühst.
(1 28 d), auf ein ? der extremen Trockenzeitform aus Stid-Anam begründet, ist habituell klein und führt ein bis zur
hinteren Mediana reichendes weisses leicht braunbeschupptes Feld der Vflgl. Unterseite dunkler braungelb als
rangoonensis-¥¥, mit schmalerem blauen Basalgebiet der Hflgl. Von Mouhot auch in Cambodja. gefunden. -
tudela subsp. nov., habituell grösser, nähert sich im ? mehr der Assam-Rasse, doch hat das ? der regenarmen
Zeit ein deutlicher grauweiss hervortretendes Feld der Vflgl und die Unterseite erscheint nicht so bunt, das
blaue Basalgebiet gleichfalls vermindert. ? der Begenperiode mit dunkler braungelber Unterseite und breiter
angelegten Submarginalbinden. August, September, als neu für Chiem-Hoa (Tonkin) von mir gesammelt. Crowley
erwähnt eine ähnliche Form auch von der Insel Hainan.
E. monina wird hier den Angaben Prof. Aurivillius (Entom. Tidskrist 1897 p. 143) folgend, auf die als
Euthalia salia besser bekannte Collectivspecies wieder eingesetzt, nachdem Prof. Aurivillius am Museum in
Copenhagen 2 cf cP der Type aufgefunden hat, welche identisch sind mit der von Distant aus Perak als ramada
abgebildeten Form. Frühere Autoren, so namentlich auch Staudinger, übertrugen den Namen monina , durch
die kurze Diagnose von Fabricius irregeführt, auf andere beliebige Arten; Staudinger z. B. auf die E. cocij-
tina puseda Moore von Malakka, wodurch viel Verwirrung in den Sammlungen entstanden ist. monina mit
ihren Spaltzweigen ist zudem, wie schon oben bemerkt, die veränderlichste Euthaliide mit prononziertem männ¬
lichen und weiblichen Polychromismus. In den Klammerorganen wird noch die Verwandtschaft mit den Cyn-
nitia dokumentiert durch die keulenförmige aber kürzere Valve, der Anschluss an die übrigen Euthalien aber
vermittelt durch sehr kurzen basal verdickten Uncus. Die Valve selbst ist kahnförmig mit abgerundeter Spitze,
monina F. (= ramada Moore) (128 b). Vflgl einfarbig schwarz, ohne Spur einer weissen Discalbinde; Hflgl mit
breitem blauen Distalsaum, der von keiner schwarzen Submarginalbinde durchzogen wird, aber als blaue oder
grünliche Analbestaubung auf die Vflgl übergreift. — fa. perakana Frühst. Hflgl mit grünlichem Distalsaum, der von
einer schwarzen submarginalen Zickzackbinde durchzogen ist. — fa. decorata Btlr. (128 c), ursprünglich aus Singa-
pore beschrieben, aber nach einem ? meiner Sammlung beurteilt, anscheinend auch in Perak vorkommend.
Vflgl bereits mit einer weisslichen. grau überdeckten Binde, die bei einigen Exemplaren als breites, weisses
fAusgegeben 13. I. 1913.
EUTHALIA. Von H. Frui-istorfer.
665
Band auf die Hflgl Übertritt. Die äussere Zone der Oberseite bei den meisten Exemplaren dunkelgrün bestäubt.
— Als somadeva Fldr. ist eine ?-Form beschrieben mit scharf ausgeprägten breiten schwarzbraunen Sub- somadeva.
marginalbinden und einem deutlichen, weisslichen Anflug in der distalen Region der Vflgl, sowie einer nament¬
lich costalwärts breiten Submarginalbinde der Vflgl-Unterseite; somadeva wird ferner charakterisiert durch
isolierte, ansehnliche mediane weisse Makeln der Vflgl. — laverna Dist. (133 d als pmeda-9) ist eine weitere laverna.
?-Form ohne separierte Intramedianflecken von grauer Gesamtfärbung. — gardineri Frühst, bezeichnet das gardineri.
melanotische Extrem der Colorit-Abweichungen und wurde basiert auf oberseits einfarbig braune Exemplare,
von welchen Distant (taf. 14 f. 7) eines abbildet. Auf der Insel Borneo finden sich Analogien zu gardineri in
einer Form, welche als bipunctata Voll, wohlbekannt ist. — erana Nicev ., ist eine Arealform des nordöstlichen erana.
Sumatra, mit anscheinend noch grösserer Modifikationsfähigkeit als E. monina-monina von Perak. Ein hoher
Prozentsatz der cf cf ist kaum von decorata-d'd' von Singapore zu unterscheiden, dagegen sind die ?? der
Sumatra-Rasse leicht kenntlich an der proximal nur unmerklich weiss begrenzten braunen Zackenbinde und
isolierter stehenden grau oder purpurn verschleierten Medianmakeln der Vflgl. Das Mittelfeld der Hflgl prä¬
sentiert sich jedoch ausgedehnter und reiner weiss, und ausser grauen ?? treten auch oberseits völlig purpurn
übergossene Exemplare auf, oder ?? mit schön violettem Submarginalanflug beider Flügelpaare. Eine Anzahl
cf cf zählen zur fa. ramada Moore, besonders lebhaft gefärbte nähern sich durch breite Weissbinde der Hflgl auch ramada.
der javanischen salia, Im westlichen Sumatra hat sich eine luxeriante Rasse entwickelt. — pseudosalia Frühst, pseudosalia.
habituell grösser; cf der Hauptform mit ansehnlichen weissen Binden, welche nach aussen prächtig violett
überhaucht sind. ? in zwei Färbungsmotiven: a) einfärbig grau aber dennoch mit rein weissen breiteren Binden
als graue erana-??; und b) seltenere auf den Hflgln blauviolett übergossene Stücke. — Als viridibasis Frühst, viridibasis.
ist eine cf -Form eingeführt mit broneegrün überdeckter Basalzone aller Flügel. Daneben existieren auch cf :
mit hellgrünem Distalsaum der Hflgl, welche der fa. perakana Frühst, gleichen. Padang-Bovenland, nicht sehr perakana.
häufig. — Von manda subsp. nov. gleicht das cf, soweit solche vorliegen, der fa. ramada Moore ; ? nahe decorata- 2 manda.
von Singapore, aber habituell kleiner, dunkler, und die Mittelbinde der Hflgl auffallend verengt und scharf ab¬
gesetzt. Type in der AüAMS-Collection des British Museum. Batu-lnseln. — inspersa Frühst, bildet ein Mittel- inspersa.
glied zwischen decorata Btlr. und erana Nicev. vom Macromalayischen und salia obscolescens Frühst, vom Micro-
malavischen Gebiet. Die weisse Medianbinde aller Flügel ist bereits im Verschwinden, weil zahlreiche grau¬
braune Schuppen sie überdecken. Die Analregion aller Flügel erscheint mit graugrünen Schuppen überstreut,
die da einsetzen, wo die weissen Flecken anfangen sich aufzulösen. Banka-Type im Museum zu Leiden. Neben
inspersa findet sich auf Banka eine Form, die sich bipunctata Voll, von Borneo nähert, wie einige Exemplare
des Museums in München zeigen. — natuna Frühst. (128 a) wurde basiert auf ein ungewöhnlich grosses natuna.
? mit breit ausgeflossenem und fleischfarben überhauchtem Mittelfeld der Hflgl. Die Form steht viel näher
der decorata Btlr. von der malayischen Halbinsel, als ihrer Schwesterform laverna Btlr. von Borneo und ent¬
fernt sich von decorata in auffallenden Färbungs- und Zeichnungsmerkmalen. Zunächst verändern sich die
submarginalen Schwarzzeichnungen auf allen Flügeln, indem sie spitzere Formen annehmen und tiefer in die
Internervalregionen einschneiden, was besonders für die Hflgl gilt. Die proximal an die schwarze Zackenbinde
sich anschmiegenden weissen Helmflecken vergrössern sich. Die weisse Medianbinde der Hflgl wird vom Anal¬
winkel bis zum ersten Medianast von einem breiten dunkelvioletten Schimmer überzogen, der bei decorata
sich niemals in gleicher Weise ausdehnt. Das wichtigste Unterscheidungsmerkmal der Unterseite bietet die
ausgedehnte Weissfärbung der distalen Region aller Flügel, die sich über 2/3 der Flügelfläche erstreckt und
der helleren bleichgelben Basalzone. Natuna-Inseln. — bipunctata Voll, ist der erste Name für die Borneo-Rasse bipunctata.
der Collectivspecies, welche auf dieser Insel den Höhepunkt der Modifikationsfähigkeit erreicht. Es wiederholen
sich bei ihr nicht nur alle Variationen, die wir von Perak und Sumatra bereits kennen, sondern es treten
auch neue hinzu, die wir in anderen Gebieten vergeblich suchen würden. In meiner Sammlung befindet sich
eine instructive Serie von Exemplaren, die einen continuierlichen polychromen Formenkreis bilden. Alle
Farbennuancen, von einfarbig braunschwarzen cf cf bis zu solchen mit grün und blau beschuppten Distalsäumen
aller Flügel sind darunter vertreten, und was besonders wichtig ist, auch alle Verbindungsglieder zwischen
zeichnungslosen Exemplaren zu solchen mit weiss gebänderten Flgln. Aus einer grösseren Sammlung, die
Waterstradt am Kina-Balu in verhältnismässig kurzer Zeit zusammengebracht hat, lässt sich konstatieren,
dass diese Variabilität individuellen Charakters ist, und dass es sich keineswegs etwa um Zeitformen handelt.
Zu bemerken wäre nur, dass die reich blau und grün dekorierten Exemplare fast ausschliesslich die höheren
Regionen bewohnen, während die einfarbigen, dunklen Stücke sowohl in der Ebene als im Gebirge fliegen.
bipunctata Voll. (1 28 b) wurde auf die oberseits am dunkelsten gefärbte Form basiert. Diese eigentümliche
Form ist weit verbreitet, ziemlich selten, und trägt. stets dasselbe düstere, einfarbige braunschwarze C.olorit, ganz
gleich ob sie aus den Alluvial ebenen des Südens oder aus der Gebirgsregion des Nordens der Insel stammt.
Einige Stücke sind ganz braun, bei wenigen zeigen sich geringe Spuren grüner Beschuppung, bei anderen
bereits der Ansatz weisslicher Binden. Solche Exemplare erinnern dann an obsolescens Frühst, von Lombok.
— stictica form. nov. sandte mir Mr. Shelford aus Kuching, Nord-Borneo. Grundfarbe hellbraun. Oberseite stictica.
aber mit weissen Zickzacklinien, welche bis zur Mediana der Vflgl reichen und braungrau verdüsterten medianen
Helmflecken. — cordelia Frühst. (128 b) gilt derjenigen Form mit grüner Umrahmung der Hflgl, welche manch- cordelia.
mal auch auf die Vflgl übergeht. — ilka Frühst. (128 a) findet sich neben der vorigen und damit durch Ueber- dka.
IX 84
666
EU THALIA. Von H. Fruhstorfer.
gänge verbunden; Aussensaum der Hflgl violett, gelegentlich eine an E. salia von Java erinnernde weisse
Schmuckbinde umschliessend. Sowohl cordelia wie ilka sind auf die gebirgige Region des Nordens von Borneo
lavernalis. beschränkt, wo sie in grosser Anzahl am Kina-Balu in etwa 1500 m Höhe erbeutet wurden. — lavernalis
Nicev. ist eine bunte Form der Ebene mit weisser durch beide Flügel durchlaufende Submarginalbinde und
violettem oder lichtblauem Anflug der Hflgl. Bei laverna Btlr. sind die weissen Binden noch markanter. —
limbcita. limbata Frühst, entspricht der fa. ramada Moore, von der sie durch den violetten, anstatt hellblauen Farbenton
der Distalbesäumung differiert Distalsaum der V fl gl dunkelgrün, der Hflgl breit gleichmässig blauviolett an-
geflogen. Vom ? lassen sich zwei Färbungsrichtungen erkennen: oberseits graue mit weissen Binden ( bipunctata
Voll. 128 b), aus der Niederung des Südens imd Nordens, und jene mit mehr oder weniger ausgedehntem vio¬
lettem Anflug der Hflgl, welche mit cordelia Frühst. (128 b) oder mit ilka Frühst. (128b) in Verbindung gebracht
indras. werden können und ausschliesslich die montane Region des nördlichen Borneo bewohnen. — Als indras Voll.
ist dann noch eine sehr seltene ?-Form der oben matt graubraunen Colorittendenz zu registrieren, aus dem Süden
der Insel beschrieben, aber in meiner Sammlung auch aus dem Norden vertreten. Zeichnung wie bei Tanaecia lutala
und T. subochrea verteilt, mit an diese Tanaecien gemahnenden grau überdeckten intramedianen Helmflecken
der Vflgl. Sonst macht sich noch eine scharfgeschnittene Submarginalbinde bemerklich, und auf dem Hflgl
einige schwache weisse Aufhellungen. Die ?? der Flachlandsformen zeigen eine fahlgelbe, jene des Gebirges
suluana. eine bräunliche Unterseite. — suluana Frühst., die nördlichste bekannte Rasse, hat sehr breit weiss gesäumte
Vflgl und fast ganz rein weisse Hflgl, welche nur mit dünnen braunen Linien und Zackenbinden verziert sind.
suluana ist die hellste aller bisher bekannt gewordenen Aora-Formen, und erinnert im Colorit an die gleich¬
falls sehr helle Tanaecia dohertyi Btlr. von den Sulu-Inseln. Sulu-Archipel, von Pryer gesammelt 1 ?-Type
salia. am British-Museum. — salia Moore (128 c) ist die zuerst beschriebene Art der Aora-Gruppe, sodass sowohl
de Niceville als auch später Moore das Subgenus auf „salia“ anstatt „kesava“ hätte gründen müssen. Wir
octogesima. bilden die westjavanische Rasse ab, während octogesima Voll, auf ein ? der ostjavanischen Gebietsform basiert
wurde, deren ?? fast nochmal so breite und fast ganz weisse, kaum braun überspritzte, Binden der Vflgl führen.
Die cf cf der Java-Unterart variieren nur erheblich in der Weise, dass der Randsaum der Hflgl entweder hell¬
blau oder mehr grünlich gefärbt ist. Sämtliche Formen der so/ia-Gruppe, soweit ich sie beobachten konnte,
halten sich in nicht zu dichtem Walde auf, wo sie in den Vormittagsstunden den Pfaden entlang sich auf
vorstehende Aestchen und Blätter setzen und dort kokett ihre prächtig gefärbten Flügel ausbreiten, salia selbst
beobachtete ich sowohl im Westen wie im Osten von Java, wo sie von der Meeresküste sich hinauf bis zu
2000 m Höhe finden. Sie ist eine der lebhaftesten Euthalien und für den Jäger unbequem beweglich und scheu,
selbst wenn man sie durch ausgelegten Fruchtköder anzulocken versteht. Wenn der Fuss des leise auf dem
Köderpfad heranschleichenden Jägers auch nur ein ganz dünnes, dürres Aestchen zertritt, erheben sich die
salia um stossweise und blitzschnell zu entschwinden. Dem Sammler bleibt dann nur die Erinnerung an das
entzückende Farbenspiel der weiss und blauen Flügelbinden, die ihm für einen Moment entgegenleuchten, ehe
die Falter Reissaus nehmen. Erst nach langer Pause kommen die einmal verscheuchten Tiere zurück und sie
werden nur dann eine sichere Beute, wenn sie durch keine ungeschickte oder hastige Bewegung von neuem
sramana. aufgestört werden. Die ?? sind etwas träger und infolgedessen leichter zu erbeuten. — sramana subsp. uov.,
mit der Type in der Collection Staudinger im Berliner Museum, umschreibt eine sehr dunkle Form mit brauner,
obsoleta. nur median schwach weiss aufgehellter Oberseite. Insel Bali. — obsoleta Frühst, cd: Oberseite dunkelbraun
mit durchscheinenden Ringen und Binden der Unterseite, wodurch im Biscus der Flügel eine obsolete, weiss-
lichbraune Binde erscheint. Alle Flügel sind unterseits rauchbraun mit etwas dunkelbraunem Aussenrand und
von einer submarginalen, gezackten weisslichen Binde durchzogen. Im basalen Teil der V- wie Hflgl die fast bei
allen Euthalien vorkommenden braunroten Ringe und Streifchen. Der Ird der Hflgl ist trüb graublau. Fühler
schwarz mit rotbrauner Unterseite des Kolbens. Länge der Vflgl 30 mm Insel Lombok, am Vulkan Rintjani,
auf 2000 Fuss Höhe. Oberflächlich betrachtet hat obsoleta mehr Aehnlichkeit mit Euth. bipunctata Voll. Ein
Vergleich der Unterseite ergibt indess, dass obsoleta näher mit salia Moore verwandt ist, trotzdem von der
breiten weissen Discalbinde, welche die javanische Unterart schmückt, nur noch ganz kümmerliche Reste vor¬
handen sind und von dem herrlichen Blau des Aussensaumes keine Spur erhalten blieb. Auf der Unterseite
ist die Discalbinde auf allen Flügeln von obsoleta ausgeprägt, aber sehr viel schmäler und nicht weiss, sondern
gelb, und der Ird der Hflgl ist dunkler, matter blau gesäumt als bei salia. Im Flügelschnitt und in der Grösse
stimmen beide Formen genau überein; sehr auffallend verschieden sind die Dufthaare am Ird der Hflgl, welche
bei salia zart weisslichblau, bei obsoleta düster rauchbraun gefärbt sind. Diese dunkle Färbung der Dufthaare
hat obsoleta mit bipunctata gemeinsam, wie ja auch sonst der dunkelbraune Ton der Hflgl von beiden sehr
harmoniert, obsoleta hat aber einen schärfer gewellten Aussenrand und eine mehr grünlichgraue Unterseite
der Hflgl, welche bei bipunctata vorherrschend gelbbraun beschuppt ist. Das ? von obsoleta hat Doherty
gefunden, als wir gemeinsam beim Dorfe Sapit auf Lompok sammelten. Es ist eine prächtige Erscheinung,
oben dem ? von Tanaecia triyerta singoradja Frühst, etwas ähnlich, mit braun überzogener Mittelbinde der
Vflgl, unterseits aber durchaus vom sa£m- Charakter mit der insularen Verdunkelung. Type des ? im Tring-
Musenm, des cf in der Collection Fruhstorfer.
cordata.
E. cordata Weym. (128c) ersetzt monina und salia auf der Insel Nias. Das ? gleicht dem ottonis- cf (128 d)
EUTHALIA. Von H. Fruhstorfer.
GG7
und wird charakterisiert durch markante, länglich rechteckige weisse Felder der Vflgl und ebenso scharf
geschnittene braune Submarginalbinde der Hllgl-Unterseite mit sehr schmalem grünlichem Basalanflug. Nicht
selten. — srota subsp. nov., cf grösser; ausgedehnter hellgrün angellogen als cordata- cfcf, die weisse Binde srota.
der Hflgl breiter, tiefer in den Analwinkel eindringend. Unterseite lichter mit verwaschener Grundfarbe und
verblasster distaler brauner Umgrenzung des weissen Gebiets der Hflgl. Type in der Sammlung Staudixcer.
Fundort vermutlich Inseln bei Sumatra oder Borneo.
E. garuda, die gemeinste indische Species, findet sich stets in der Nähe menschlicher Wohnungen, wo
sie die Nahrungspflanze der Rp findet und zumeist auch abgefallene Früchte oder abtropfende Säfte von
Palmen. Rp grün mit gelbem Rückenstreifen und ebensolchen Ringen an jedem Segment, die lateralen Federn
ohne schwarze Spitzen. Pp grün, kantig, Kopf mit zwei rotgelben Hörnern. Flügelscheiden und drittes Bauch¬
segment mit rotbrauner Kante. Rp vorwiegend auf Mangifera indica, aber auch auf Anacardium occidentale L.,
Loranthus scurrula L. zusammen mit der Rp von E. lubentina gefunden. Andere Beobachter nennen Trophis
aspera, Bryonia, den Maulbeerbaum und die Rose. Die Rp frisst wenig, wächst langsam und verbringt die
meiste Zeit völlig bewegungslos. Die Dornen der Epidermis werden bei jeder Häutung abgeworfen und die
gehäutete Rp zeigt erst nur einige stumpfe Auswüchse, welche sich aber rasch zu den bekannten Federn aus-
wachsen. garuda zerfällt auf dem Continent in eine Reihe von Gebietsformen, welche bisher nicht beachtet
wurden, auch ist jede Lokalrasse dem Einfluss der Jahreszeiten unterworfen. — anagama subsp. nov. eine anagama.
bleiche Form mit relativ grossen aber völlig schwärzlich überpuderten Medianflecken der Vflgl und kleinen
deutlich heraustretenden schwarzen Submarginalpunkten der Hflgl. Basis aller Flügel dunkelbraun, Distalsaum
hellbraun, die dunklere Submarginalbinde der Vflgl schmäler und weniger prononciert, als bei östlicheren Rassen.
Unterseite graugelb mit rötlichen Wolken. Type aus der Nordwest-Provinz, nach Moore auch bei Bombay,
im Kangra-Distrikt und von Doherty im Kumaon-Himalaya von 600 — 1000 in Höhe angetroffen. Ein ? aus
Poona. in der Sammlung Moore im British-Museum gehörte auch zu anagama, ist fahler braun und zeigt
kleinere weisse Fenster als südindische Exemplare. — suddhodana subsp . nov. (128 e als garuda) bewohnt suddhodana
Sikkim, wo sie in den niederen Tälern das ganze Jahr über sehr gemein ist, ebenso wie in der Nachbarschaft
von Calcutta, wo sie auf alten grauen Mauern beobachtet wurde und in den schmutzigsten Teilen der Ein-
gebornenstadt, in der die Euthaliide den Unrat der Strasse dem Nectar der Blumen vorzieht. Unsere Figuren
gelten der Trockenzeitform; jene der Regenperiode ist bedeutend grösser, die cf cf führen breitere braune
Binden und die hyalinen weissen Flecken der Vflgl sind ansehnlicher als bei Exemplaren von Assam; beim
? dagegen unscheinbarer als bei Assam-??. — garuda Moore, der nomenelatorische Typus, stammt aus Assam, garuda.
Unterseite der cf cf mit schmäleren braunen Binden als Sikkim-cfcf der Regenzeitform, sowie weniger aus¬
gedehnt violett umsäumt. Die glasigen Stellen der Vflgl fast doppelt so breit, und oberseits nicht überpudert.
— merilia Swinh. (129a) ist eine ausgebleichte Form der Trockenzeit; cf oben hellbraun, unten fahl gelb- merilia.
braun ohne markante dunklere Submarginalstreifung. Häufig auf den Khasia-Hills. — apama subsp. nov. cf mit apama.
prominenteren Glasflecken der Vflgl als die vorderindischen Exemplare; ? mit ebenso grossen Flecken wie
merilia Swinh. (129 a), aber alle über und über braun bestäubt. Grundfarbe der Unterseite fahl gelb mit aus¬
gedehnten rötlichbraunen Partien. Die dunkelbraune Submarginalbinde bei beiden Geschlechtern wohl ent¬
wickelt.. Siam, Cochin-China, in der Niederung häufig, von mir auch in den Tempelgärten der Umgebung von
Bangkok und im botanischen Garten von Saigon besonders im Dezember, Januar gesammelt. Zu apama
gehören auch Exemplare aus Bhamo den Shan-Staaten und vermutlich auch jene des Mergui-Archipels. —
aditha subsp. nov. bezeichnet eine auffallend grosse Form, oberseits basalwärts stark verdunkelt, die Fenster aditha.
der Vflgl braun überpudert, auch die Unterseite kenntlich an ungewöhnlich ausgedehnten Submarginalflecken.
? mit. graubraunen Discalmakeln und deutlich abgesetztem graubraunen Distalgebiet aller Flügel. Insel-Hainan,
Type im Tring-Museum. Aus Tonkin ist eine der aditha nahestehende Rasse noch zu erwarten. — meridionalis meridionalis
Frühst. (128 e) (= diversa Evans, J. B. N. H. Soc. 1912) namentlich im weiblichen Geschlecht erheblich grösser
als nordindische suddhodana und garuda. ? oberseits nicht braun, sondern von jenem eigentümlichen Grün,
das auch Dophla laudabilis Swinh. auszeichnet. Die mediane Fleckenreihe der ?? verbreitert sich und behält
stets eine reinweisse Färbung. Das Colorit der Unterseite entfernt sich von jenem der garuda und nähert
sich jenen von vasanta Moore aus Ceylon. Auch bei den cf cf ist oberseits bereits ein schwacher aber aus¬
gedehnter grünlicher Schimmer bemerklich. Südindien, Malabar und Coromandel-Küste nordwärts bis Kanara.
In den Nilgiris bis 1000 m Höhe vorkommend. Nach Moore, Niceville, Mackwood, sowie Dr. Maxders treten
als grosse Seltenheit gelegentlich auch Exemplare einer garuda- Rasse auf Ceylon auf. Ich selbst habe Ceylon-
Individuen nicht gesehen, sie fehlen auch am British-Museum, man darf jedoch vermuten, dass dortige
Stücke mit meridionalis harmonieren werden. — acontius Hew. eine seltene und erheblich differenzierte Rasse, acontius.
cf oben dunkelbraun mit kleinen weissen Medianpunkten. Unten grünlich blau überzogen. ? hervorragend
durch breite weisse Längsbinden auf beiden Flügeln, deren vordere Componenten sich nahe dem Costalsaum
der Vflgl spalten und eine kurze Gabel bilden. Andamanen. — Mit gurda Frühst. (128 e) beginnt die Reihe gurda.
der makromalayischen Abzweigungen der Gesamtart. gurda ist relativ klein, hat unbedeutende trübe Fenster
der Vflgl des cf. Ihre Unterseite präsentiert sich dunkler als bei Siam-cfcf und anderen conl mentalen
068
EUTHALIA. Von H. Fruhstorfer.
purana.
san dakana.
palawana.
jeloana.
kastobo.
vasanta.
fulica.
aconthea.
arata.
sacvida.
Exemplaren, sich bereits der sumatranischen Inselrasse anschmiegend. ? sehr veränderlich; keines der Indi¬
viduen der Collection Felder im Tring-Museum noch von jenen der Sammlung Fruhstorfer gleicht dem anderen.
Es existieren dunkle, zwerghafte Exemplare, welche man für cf cf1 halten könnte, mit fast schwarzen glasigen
Punkten der Vflgl; dann solche, welche etwa die halbe Ausdehnung der Flecken bei merilia (129 a) erreichen,
wie sie auch Distant darstellt; dann ?? mit nahezu erbsengrossen gelblich weissen Flecken, welche Felder
empfangen hat. Malayische Halbinsel, in continentalen Sammlungen ziemlich selten. — purana Frühst, gleicht
im männlichen Geschlecht etwa E. Unna Frühst. (130 a), nur sind die Flecken der Vflgl merklich kleiner und
grau verdeckt. ?? vermitteln den Uebergang von gurda Frühst, zu sandakana Moore durch die noch dunklere
Gesamtfärbung aller Flügel und die bis zur hinteren Mediana, manchmal sogar zur Submediana herab reichende
graubraune Fleckenbinde der Vflgl, die breit angelegt ist, ohne jedoch dieselbe Ausdehnung wie bei sanda¬
kana zu erreichen. Das ? entfernt sich von sandakana -? durch das grünliche, anstatt braune Colorit der
Flügeloberseite. Die rotbraune Submarginalbinde der Unterseite der Vflgl erscheint breiter als bei gurda,
schmäler als bei sandakana. — Die Rp sitzt frank und frei auf der Mitte des Mangoblattes ohne selbst vom
geübtesten Auge, wenn nicht in allernächster Nähe, bemerkt zu werden. Falter sehr gemein, ausnahmsweise
kein Waldtier wie die übrigen Euthalien, obwohl es den Schatten hebt und am häufigsten in Fruchtgärten
vorkommt, wo sich die cf cf gegenseitig verfolgen, indem sie sich von einem Baum zum anderen nachjagen (nach
Hagen und Martin). — sandakana Moore hat breiiere und mehr strichförmige Stellen der Vflgl. Die Unter¬
seite noch dunkler als bei gurda und purana, häufig purpurn überflogen. Vom ? existieren zwei Formen:
a) mit grau weissen, deutlich erkennbaren medianen Makeln der Vflgl und b) solche mit braun verwischten
Partien. ?? aus dem Süden und Südosten der Insel scheinen etwas fahler braun zu sein als jene des Nordens.
Häufig im Sultanat Brunei. — palawana Stgr., mir nur nach den Typen ihres Autors bekannt, sehr selten,
(denn es wurden von Dr. Platen nur ein cf und 6 ?? eingeliefert) bleibt oherseits dunkler als sandakana Moore ;
cf nahezu braunschwarz. Die weisse grau angeflogene Fleckenbinde der Vflgl geht bis zum Ird herab. Unter-
seits treten die weissen Stellen nach Angaben Staudingers deutlicher hervor, als bei garuda Moore von Indien.
Palawan. — jeloana Stgr., nach meinen Notizen nach cfcf der Sammlung Staudinger mit undeutlicherer ver¬
wischter subapicaler braungrauer Zeichnung der Vflgl. Unterseils ist die Gabelzeichnung mehr verdunkelt
als bei palawana. ? mit breiterer Fleckenbinde und einem zweiten äusseren weisslichen Antetermninalstreifen
der Vflgl. Jolo im Sulu- Archipel. In einer ähnlichen Form auch von Domoran, Flugzeit August; in der Samm¬
lung Semper. — kastobo Hag. (128 d) eine der interessantesten Euthaliiden und bemerkenswert durch die un¬
glaubliche Differenzierung, der benachbarten javanischen E. aconthea Cr. gegenüber. Beide Geschlechter auch
unterseits hervorragend durch markante schwarze Submarginalbinden der Flügel und das hervorleuchtende
reine Weiss der gerade verlaufenden, manchmal bis zur Submediana durchgezogenen Mittelbinde. Insel Bawean,
am Kastobo-See, nicht selten.
E. vasanta Moore schliesst sich im männlichen Geschlecht eng an E. garuda meridionalis Frühst, an,
nur sind die cfcf kleiner, oherseits ohne grünlichen Anflug. Das ? jedoch vom garuda- Typus ausserordentlich
abweichend durch eine breite, schräg gestellte statt vertikale weisse Binde der Vflgl, welche an der hinteren
Mediana endet und in seltenen Fällen auch fehlen kann: (= fa. fulica Frühst.) Beide Geschlechter unterseits
fahl grau mit weisslich violettem Randsaum. Häufig im Tiefland von Ceylon, auch schon in Gärten bei
Colombo, besonders im Juni und Juli und dann wieder vom Oktober bis Dezember. Pp. sehr ähnlich
jener von Eutli. garuda, doch nach Moore’s Abbildungen beurteilt mit grünen, statt roten Kopfhörnern
und heller gelben Rändern der Flügelscheiden. Rp anscheinend mit kürzeren Federn, wie jene von
garuda. Futterpflanze der Mango-Baum.
E. aconthea ersetzt E. garuda auf Java und in Mikromalayana. Über deren Artberechtigung liesse
sich diskutieren und müsste ihr Name als Collectivbezeichnung für E. garuda eintreten, wenn deren Vereinigung
mit den garuda -Vikarianten unerlässlich sein sollte. Hier wird jedoch für die Trennung plaidiert wegen der
gleichförmigen Zeichnung aller Zugehöriger östlichen Rassen und der Verschiedenheit der Jugendstadien.
Vorausgesetzt dass Moore’s Figuren richtig sind, differieren indische E. garuda- und E. vasanta- Rpn von java¬
nischen E. aconthea- Rpn durch das Fehlen schwarzer Spitzen der grünen Seitenfedern, welche uns Horsfield's
einwandfreie Figur der javanischen E. aconthea- Rp (1829 und 1857) so deutlich vorführt. Der Dorsalstreifen ist
weiss statt, gelb und die Federn sind länger als bei E. garuda. Auch die Puppe scheint reicher gegliedert, die
Gesamtfarbe mehr gelbgrün, der gelbe Rand der Flügelscheiden ausgedehnter, die Kopfhörner sind schwarz anstatt
grün oder rot. aconthea Cr., nach Exemplaren aus Batavia von ihrem Autor abgebildet, neigt zu weiblichen
Farbenaberrationen Gramer kannte das albinotische Extrem mit breit ausgeflossenen weissen medianen Partien
der Vflgl, während die dunkle Form welche wir 129 b darstellen, fa. arata form, nov., viel häufiger ist. In
Ost- Java findet sich dann noch ein Bindeglied sacvida form, nov., welches an nivepicta (129 b) gemahnend eine
schmale scharf abgesetzte trübgraue Medianbinde aufweisst, die sich gelegentlich auch auf den Hflgl fortsetzt.
Ostjavanische cfcf sind in der Regel, kleiner als solche des Westens der Insel, dunkler grün überhaucht
und unterseits satter braun, aconthea findet sich spärlich von der Meeresküste bis etwa 600 m. Höhe.
EUTHALIA. Von H. Fruhstorfeh.
GG9
— suidas subsp. nov. schliesst sich eng an die ostjavanische Rasse an, zeigt aber noch schärfer abgegrenzte
mehr verschmälerte weissliche Median-Fleckenbinden der Vflgl. Insel Bali, sehr selten, von Doherty dort nicht
gefunden. Type in der Sammlung Staudinger. — nivepicta Frühst. (129 b), eine gut gesonderte geographische
Rasse, cf mit deutlicher weissgrauer geknieter Halbbinde der Oberseite der Vflgl., ?, wie dargestellt, mit
mässig breitem grauweissem Medianfeld. Unterseite des ? mit auch auf den liflgln bis nahe dem Anal-
winkel durchlaufender und verglichen mit aconthea aus Ost-Java fast verdoppelter Mittelbinde; Insel Eombok,
auf Höhen von etwa 600 m. Höhe nahe den Dörfern der Sassaker unter Fruchtbaiimen und da wo Salt der
Arengpalme herabträufelt. Selten. — asvatha subsp. nov. zeigt wiederum stark verschmälerte und verwischte
braungraue Binden der Vflgl, welche sich aber deutlich auf der Oberseite der Hflgl fortsetzen. Sumbawa, Type
im Tring-Museum; ein ? auch in der Collection Staudinger. Zu asvatha gehört vermutlich jene Eutlialia
nahe E. garuda, welche Doherty auf Sumba fliegen sah, ohne sie erhaschen zu können. Nach Shelford kommt
E. aconthea auch auf Borneo vor, doch habe ich dortige Exemplare in keiner Sammlung gesehen.
E. jama gilt als eine seltene Art auf indischem Boden, wo sie in drei Arealrassen zerfällt, die wieder¬
um zur Ausbildung von Zeilformen neigen, die bisher nicht beachtet wurden. — Als jamida Frühst. (129 c)
wurde die Generation der regenarten Periode eingeführt, wie sie sich in Sikkim entwickelt, cf kleiner als
solche aus Assam, oberseits von weniger breiten schwarzen Streifen durchzogen. ? mit unbedeutenden grau¬
braunen Streifchen jenseits der Zelle der Vflgl; Unterseite fahl graubraun mit grünlichem Basalanflug und ver¬
loschenen dunkelbraunen Binden. Auch die Form der Regenzeit hinter Assam-Exemplaren zurückbleibend;
? mit reduzierten weisslichgrauen Partien der Vflgl. Nach Niceville selten und nur auf geringen Erhebungen
in Sikkim. — jama Fldr. (129 c) fuhrt namentlich beim ¥ der Regenzeitform deutlich hervortretende bogen¬
förmig gruppierte nahezu rein weisse Transcellularmakeln der Vflgl. Unterseite der cfcf dunkler, ausgedehnter
und satter braun bedeckt und mit schärferen weisslichbraunen Subapicalstreifchen verziert. Assam. — Verena
Subsp. nov. schliesst sich jamida von Sikkim an, doch sind beide Geschlechter habituell noch unansehnlicher
und auch das cf oberseits fahler braun. Die transparenten Stellen jenseits der Vflglzelle noch mehr verkleinert
und auch auf der verwaschen graubraunen Unterseite dem Verschwinden nahe. Type aus Ober-Birma in
meiner Sammlung — phelada Semp. im cf oberseits kaum von der Sikkim-Rasse der Gesamtart zu unterscheiden,
differiert unterseits durch gleichmässig verdunkeltes Colorit, dessen braune Partien alle grauen und fast alle
blauen Stellen verdrängt haben. ?, nach der Abbildung Semper’s beurteilt, mit verkümmerten weissen Streifchen
der Vflgl. Selten, ? fehlt meiner Sammlung. Luzon, Juni bis November. Auch auf Mindoro. — - cusama subsp.
nov. schliesst sich im cf noch der phelada an, das ? entfernt sich durch Vermehrung der transparenten
Stellen der Vflgl, wodurch wieder eine Annäherung an jama Fldr. und andere continentale Formen erzielt
wird. Mindanao, Camiguin de Mindanao, cf in Coli. Fruhstorfer, ¥¥ in der Sammlung Semper im Sencken-
bergischen Museum in Frankfurt und in der Sammlung Staudinger.
E. alpheda ersetzt E. jama im makromalayischen Gebiet und verhält sich ähnlich zur continentalen
Vikariante, wie E. aconthea Cr. zu E. garuda Moore. Man kann allenfalls ihr Artrecht anfechten und sie als
ältesten Namen auch über die /ama-Rassen setzen. Hier wird alpheda getrennt gehalten, wegen der
vermehrten hyalinen Zeichnung der Vflgl des ?, welche bei allen afpAeoG- Abzweigungen bis zur Submediana
der Vflgl durchzieht, während die glasigen Streifchen der Oberseite der cfcf ausfallen. yamuna Frühst.
(129 c), von welcher mir cfcf fehlen, nähert sich im ¥ der javanischen alpheda (129 b) und hat wie diese keine
weissliche mediane Aufhellung der Hflgl dagegen verbreiterte weisse Striemen der Vflgl. Im allgemeinen ist
das $ von yamuna auch oberseits lichter graubraun als alpheda -¥. Malayische Halbinsel, selten. — kenodontus
Frühst. (129 c) bewohnt Sumatra und gleicht in beiden Geschlechtern vielmehr der Borneo-Rasse als der E.
alpheda vom benachbarten Java, cf unten satter braun als alpheda- cfcf ; ? auf den Vflgl etwa wie yamuna-% ,
aber mit weniger deutlichen Medianstreifen. Hflgl mit einem breiten weisslichen bei ? aus dem Nordosten
der Insel ausgedehnt purpurn überflogenen Mittelband der Hflgl. ?? unterseits bei der Rasse aus dem Sultanat
Deli markant braun gefleckt und gestreift, bei der Form aus dem Westen von Sumatra fahl grau, der javanischen
Schwesterrasse genähert. Sehr selten, Dr. Martin hat in 13 Jahren nur drei cfcf empfangen. In der Sammlung
Fruhstorfer sind 2 ¥¥ aus Nord-Sumatra und ein Pärchen aus den Padang-Bovenlanclen vereinigt. — bankana
Frühst, ist eine auffallend helle Rasse der Insel Banka, cf kleiner als alle Verwandten, Submarginalbinden
ungewöhnlich scharf verdunkelt. Die subapicalen Striche der Vflgl-Unterseite sehr kurz aber prominent.
¥ etwas heller graubraun als E. aconthea-^ , die Subapicalbinde der Vflgl costalwärts erheblich ausgedehnt.
Jenseits der zwei schwarzen Ringe in der Zelle der Vflgl macht sich noch eine weissliche Region bemerklich.
Die ausgedehnt violett überhauchte Mittelbinde der Hflgl, distal von grösseren braunen Sub marginalmakein als
bei yamuna besetzt. ¥-Type im Museum zu Leiden, cfcf in Anzahl am Museum in München. — alpheda
Godt. (129 b), eine scharf umgrenzte Rasse, bewohnt ausschliesslich Java und scheint im Osten selbst nicht
auf Bali überzugehen. ¥ oberseits satter olivengrün als die Vikarianten anderer Inseln, das transcellulare
Weiss reiner, schon an der vorderen Mediana aufhörend, sich dann aber als gelblichgraue Aufhellung bis zum
Innenwinkel fortsetzend, cf unterseits fahl graugrün, ¥ grünlich mit verwaschenen weisslich violettem äusseren
suidas.
nivepicta.
asvatha.
jamida.
jama.
Verena.
phelada.
cusama.
yamuna.
kenodontus.
bankana.
alpheda.
670
EU THALIA. Von H. Fruhstorfer.
Gebiet. Nicht sehr häufig, aber in allen Teilen der Insel bis nahezu 800 m emporsteigend; von mir mit Hilfe
parta. von Bananenködern erbeutet. — parta Moore, eine seit ihrer Beschreibung verkannte Basse, von welcher auch
Staudinger die cfcf als pheladä, die ?? aber als jama (fälschlich determiniert) aus Labuan, Nord-Borneo in
seiner Sammlung hat. Allerdings muss zugegeben werden, dass die Moore’sche Figur des cf seiner Ab¬
bildungen (1859) durchaus irreführend ist. cf nämlich ohne Spur einer weissen subapicalen Transcellular¬
streifung der Vflgl, welche allerdings auf der Unterseite, wenn auch schwächer als bei cusama Frühst ., von
Mindanao zum Vorschein kommen, cf cf kleiner als E. jama cusama Fruhst.-d'd' der Philippinen; ? nähert
sich dem ? von yamuna aus Perak, hat jedoch schärfer abgesetzte und schmälere weisse Medianfelder der
Vflgl, als Perak-??. Dagegen erscheint die Mittelbinde der Hflgl, breiter ausgeflossen, reicher violett überhaucht
krarmon. und die Gesamtfärbung der Unterseite dunkler. Nord-Borneo, selten. — krannon Frühst. (137 d) Das cf bildet
das dunkelste Extrem der alphedci- Gruppe; Unterseite ebenso dunkel wie bei E. jama cusama, aber mit
markanter dunkelbrauner Submarginalbinde, welche bei cusama nur schwach angedeutet ist. ? etwas variabel,
an jenes von kenodontus aus Nordost-Sumatra anklingend, manchmal mit grau verdunkelter, gelegentlich aber
auch fehlender Mittelbinde der Hflgl (137 cl). Unterseite mehr verwaschen als bei kenodontus , aber basalwärts
dennoch satter braungelb als das ? von E. alplieda. Südost-Borneo. Von Dr. L. Martin auch bei Sintang im
soregina. Herzen von Süd-Borneo aufgefunden. — - soregina subsp. nov. umschreibt die hellste bekannte Basse mit fast
die gesamte Oberfläche aller Flügel ausfüllenden verwaschen weissen Medianfeldern und verblasster nahezu
rein weisser Unterseite. Sulu-Archipel, aus der GoDMAN-Collection. Type im British-Museum.
numerica. E. numerica Weym. (129 c) kann vermutlich als Species bestehen bleiben, weil sie sich namentlich im weib¬
lichen Geschlecht erheblich vom alpheda-jama- Typus differenziert hat. cf unterseits eigentümlich dunkel gelb¬
braun mit scharfen langen, bis zur hinteren Mediana reichenden Intranervalstrichen der Vflgl und deutlichen
viel markanter als bei alpheda jama angelegten submarginalen Binden von Halbmonden oder Spitzen. ? be¬
deutend grösser als das ansehnlichste E. jama Fldr.-’j aus Assam, sonst noch auffallend durch die allen Nias-
Euthalien gemeinsame Vermehrung der weissen Felder der Vflgl und die kräftig aufgetragenen Submarginal¬
binden. Ziemlich selten, namentlich das ?. Insel Nias.
E. eriphyle wurde von ihrem Autor im männlichen Geschlecht basiert auf Formen zweier Arten, nämlich
der wirklichen eriphyle, wie sie 1891 von Niceville selbst abgebildet wurde, und cf cf von Euth. apicalis Voll.,
besser merta Moore, von denen drei Exemplaren meiner Sammlung aus Tenasserim die Bezeichnung E. eriphyle
von Niceville’s Hand tragen. Dazu kommt, dass das wirkliche ? der Species gleichfalls von ihrem Autor verkannt
wurde und als E. binyhami-’i figurierte, bis Bingham die Zusammengehörigkeit der beiden illegitim verheirateten
Formen erkannte und in seiner Fauna of British India richtigstellte. Nur beging Bingham wiederum den Fehler,
E. eriphyle mit E. apicalis Voll, (recte E. merta Moore ) für identisch zu halten; eriphyle ist aber eine scharf
umgrenzte Art, welche ausschliesslich Hinterindien bewohnt, während E. merta Moore zwar auch in Tenasserim
und auf der Malayischen Halbinsel auftritt, aber doch vorwiegend den grossen Sunda-Inseln angehört. —
eriphyle. eriphyle Nicev. gleicht oberseits E. chula (129 cl), nur sind die lichten Stellen in der Zelle der Vflgl, und dem
Randgebiet der Hflgl, mehr entwickelt und viel blasser grünlichgrau. Das ? erinnert an das abgebildete chula-%
(129 d), doch sind die grauweissen Flecken der Vflgl kaum halb so gross und jene der Hflgl fehlen. Aus
Mittel-Tenasserim beschrieben, ist eriphyle nach einer Angabe von Elwes die häufigste Euthaliide der Karen-
Hills, wo sie Doherty März und April in Anzahl aufgefunden hat. Ich sah eine grössere Serie von Exemplaren
delmana. auch aus Perak im Tring-Museum. delmana Swinh. soll nach Moore allenfalls eine Regenzeitform der
eriphyle vorstellen und ist ober- wie unterseits etwas dunkler als die entschieden einer regenarmen Periode
chula. ungehörige eriphyle. Sehr selten, nur zwei cfcf aus den Khasia-Hills, Assam, bisher bekannt. - - chula Frühst.
(129 d) umschreibt eine im männlichen Geschlecht erheblich differenzierte geographische Rasse aus Siam, cf
kleiner als eriphyle, die bräunlichen Partien am Aussensaum der Hflgl etwas düsterer und weniger ausgedehnt
als bei eriphyle- cf. Unterseits etwa dem cf von lusiada (129 d) gleichend, mit fast ebenso breit angelegten dunkel¬
braunen Submarginalstreifen. ? auf den Vllgl mit sehr ungleich grossen grau überstäubten Flecken, welche
sich unten wiederholen, aber die graue Überpuderung verlieren. Hflgl manchmal mit weissgrauem Subapical-
fleck, wie auf unserer Figur (129 d), oder ohne solchen. Unterseite der Hflgl etwa wie beim rnindoranaV,
doch mit unbedeutenderen submarginalen Makeln und lichter grünlichem Basalanflug. Von mir im Januar,
lioneli. Februar auf etwa 300 m Erhebung bei Muok-lek (Mittel-Siam) gesammelt. — lioneli Frühst. (129 e), eine
erheblich grössere Arealform, oben satter braun mit kleinen medianen Flecken und dichter braun überpuderten
Costalmakeln der Vflgl; Unterseite satter braun, Hllgl mit mehr blaugrünem aber auf die innere Flügelhälfte
beschränktem Anflug und wie bei mindorana (129 d) scharf umrandeten oblongen schwarzen Zellflecken.
Tonkin, von mir bei Than-Moi im Juni im nördlichen und bei Chiem-Hoa im mittleren Teile des Landes im August
beobachtet.
E. lusiada ersetzt chula auf den Philippinen. Sie ist zweifellos aus demselben Stamme hervorgegangen,
wie die indische E. eriphyle Vikariante und überbietet die continentale eriphyle an Grösse und im Reichtum
EUTHALIA. Von H. Fruiistorfer. 671
grünlichen Anflugs der Unterseite. Heimat: der Archipel der Philippinen, wo sie in eine Reihe nicht sehr scharf
differenzierter Inselrassen zerfällt, von welchen wir drei hier aufzählen: lusiada Fldr., die nördlichste Zweig¬
form, differiert unterseits von unserer Figur (129 d) durch einen ausgedehnten blaugrünen Anflug im äusseren
Teile und längs der Basis der Hflgl; ? etwa wie das ? von mindorana (129 d), jedoch auf der Unterseite der
Hfl gl weniger lebhaft grünlicht überdeckt. Anscheinend sehr lokal und selten, weil Sf.mper nur vier cTT und
ein defektes ? aus Luzon empfing; Flugzeit vom Mai bis November. — mindorana Frühst. (129 d), eine luxerianle
Form der vorigen. Aussensaurn der Hflgl grün bezogen. Unterseite ebenfalls reicher grün, alle schwarzen
Flecken intensiver und ausgedehnter als bei lusiada Das ? ist grösser als das cf, heller braun und trägt auf
den Vllgln drei Makeln, welche oberseits grau, unterseits rein weiss aussehen. Mindoro, von Dr. Platen
gesammelt. - malissia subsp. nov. (129 d als lusiada) gleicht oberseits wieder mehr der Namenstype; Grund¬
farbe matt kaffeebraun mit dunkleren breiten schwarzen Längstreifen. Unterseite entweder ohne jeden blau¬
grünen Anflug wie das von uns dargestellte Exemplar, oder mit kaum zu erkennendem grünlichem Anflug im
Analwinkel der Hflgl. ? oben fahlbraun mit verlöschenden dunkleren Medianbinden der Hflgl und drei undeut¬
lichen, oben weissen, graubraun verschleierten Transcellularmakeln der Vflgl. Unterseite farbenärmer und
bleicher als bei mindorana -?, nur im Basalfeld der Hflgl ein verschwommener blaugrauer Anflug. Insel
Bazilan. Februar, März, von W. Doherty entdeckt. Vermutlich ähnlich auch auf Mindanao, von woher
Semper die Art registriert.
E. merta bewohnt ein ausgedehnteres Areal als bisher bekannt war, und die Synonymie der Vikarianten
bildet noch ein beklagenswertes Chaos, hauptsächlich verursacht durch die Annahme früherer Autoren, dass
merta Moore und apicalis Voll, verschiedene Arten seien. — merta Moore wurde 1859 mit dem falschen Vater¬
land „China“ beschrieben. Distant hat zwar 1886 als wirklichen Fundort die Malayische Halbinsel ermittelt,
aber dem richtig bestimmten ? ein cf zugesellt, das sich als das cf einer verschiedenen Species (E. Unna
Frühst .) herausgestellt hat. Das richtige cf kannte Distant zwar auch, gab ihm aber den Namen E.parta Moore:
eine Form, die mit E. alpheda Godt. zu vereinigen ist. merta ist von der Malayischen Halbinsel bis Tenasserim
verbreitet und tritt in zwei Zeitformen auf: einer unten satt braungelben, dick schwarzbraun längsgestreiften
Generation der Regenperiode, und pseuderiphyle form, nov ., einer Trockenzeitform mit fahler brauner nur gering
schwarz punktierter Oberseite und lichtgelber Unterseite mit nur schwachen Ansätzen einer dunkleren Längs¬
streifung. Solche Exemplare hat de Niceville mit seiner E. eriphyle verwechselt. Das ? der Tenasserim-Rasse
oder -Form ist noch unbekannt ; das ? zu merta gleicht etwas dem apicalis-^- (137 d), nur ist es oberseits
reicher violett überhaucht und führt zierlichere braune Submarginalmakeln. Von Tenassarim bis zur Malayischen
Halbinsel und Singapore. — prisca subsp. nov. nähert sich E. merta von Perak, doch sind die cf cf kleiner,
oberseits mit markanteren schwarzen Zeichnungen versehen. Die cf cf des Tring-Museums sind ebenfalls in
der Grösse hinter Perak-?? zurückstehend, dunkler, die Weissflecken reduziert, intensiv fleichfarben überhaucht.
Einige ?? des Museums in München, im Mai gesammelt, bilden aber als vermutlich einer Trockenzeitform an¬
gehörig, das albinotische Extrem, mit ungewöhnlich fortgeschrittener Aufhellung; die gesamte Aussenhälfte aller
Flügel weisslich, was namentlich auch unterseits zum Ausdruck kommt, alle weissen Flecken und Binden im
Gegensatz zu solchen ?? aus Sumatra verbreitert. Banka. — pseudomerta Frühst. (= eriphyle Martin und
Niceville ), ist mir nur im ? Geschlecht bekannt mit der Type in der Sammlung Dr. L. Martin in Diessen, und
einem Vergleichsexemplar des Museums in München. Medianflecken der Vflgl reiner weiss, grösser und nach
aussen schärfer zugespitzt. Hflgl mit kleineren Submarginalflecken als merta von Perak und Singapore. Sehr
selten, nur Dr. Hagen hat einmal in den Küstenwäldern, nahe Labuan, Sultanat Deli, vom Januar bis April
1892 ca 10 ?? von seinen Eingeborenen empfangen. — phantasma subsp. nov. (137 c als pseudomerta) ist die am
weitesten von der Namenstype abweichende Rasse. Oberseite reich purpurn überhaucht die sehr grossen
oblongen weissen Flecken leichthin grau überdeckt, nach aussen grünlich weiss umgrenzt, ein grünliches Binden¬
fragment auch noch am Analwinkel der Vflgl und ein ganz zarter hell bronzegrüner Hauch auch über der
sehr scharf abgeschnittenen weissen Wellenbinde der Hflgl, die zwischen den Medianadern noch zwei kleine
transcellulare weisse Keilflecken aufweisen, welche allen übrigen bekannten merta-Rassen fehlen. Unterseite
dunkler als bei meinen am düstersten ausgefärbten Borneo-??, goldiggelb mit grünem Basalgebiet der Hflgl.
Die Weisszeichnung prononciert, namentlich, auch die Mittelbinde der Hflgl. Type ist ein ? unbekannter Her¬
kunft in der Collection Fruhstorfer, Heimat vermutlich aber die Insel Nias, wofür besonders das vermehrte
Weiss der Fleckenbinde der Vflgl und der graugrüne Anflug spricht. Ein zweites ? ohne Fundortsangabe sah
ich im Tring-Museum. — apicalis Voll. (137 d), bisher nur im männlichen Geschlecht mit Sicherheit bekannt,
würdevoll Dr. L. Martin in Anzahl bei Sintang am Kapuas im Herzen Südwest-Borneos aufgefunden ; darunter
einmal in copula, so dass nun alle Zweifel über die Zugehörigkeit des schon lange bekannten aber noch nie
beschriebenen und bildlich dargestellten ? beseitigt sind. ?: Grundfarbe der Oberseite graubraun mit weisslicher,
auf den Vflgl grau überpuderter Mittelbinde, die unterseits noch klarer hervortritt. Keilflecken der Vflgl ansehn¬
licher als bei merta Moore von Perak, die Unterseite der Hflgl ausgedehnter grün angeflogen. ?? aus dem
Südosten von Borneo sind beiderseits dunkler als die vier mir aus Sintang vorliegenden ??, satter goldigbraun
gefärbt, ohne jedoch an Intensität E. merta phantasma von Nias zu erreichen, c fcf des nördlichen Borneo
erscheinen grösser als jene des Südens, unterseits gleichfalls lebhafter goldigbraun. Nord-Borneo, Kina-Balu
lusiada.
mindorana.
malissia.
merta.
pseuderi¬
phyle.
prisca.
pseudo¬
merta.
phantasma.
apicalis.
672
EUTHALIA. Von H. Fruhstorfer.
Gebiet, 5 cf cf in Collection Fruhstorfer Sintang uncl Südost-Borneo 2 cfcf 6 ??, 7 $2 in Collection Staudixger.
Ein cf vom Sulu- Archipel im British-Museum.
E. kanda, bisher nur im männlichen Geschlecht richtig aufgefasst, zählt zu den am einfachsten gezeich¬
neten Euthaliiden. Oberseite einfarbig dunkel umbrabraun mit eigentümlichem goldig grünem Bronzeschimmer.
Zellflecken der Vflgl wie bei apicalis , beide Flügel von leicht gewellten schwarzen auf den Hflgl einander
genäherten Wellenlinien durchzogen. Unterseite wie bei ganz fahlen E. merta-d'd' und mit viel zierlicherer
Schwarzzeichnung. Wesentlich zur Beurteilung der beiden Geschlechter ist die schwarze, halbmondförmige
Ringelung am Zellende der Vflgl, welche bei keiner anderen Euthalia so eng gepresst und so schmal erscheint.
Fühler unten ganz rot, oben bis zur Mitte leuchtend fahl gelbrot, wie bei keiner anderen Gattungsgenossin.
Das dazugehörige ? gleicht einer Tanaecia pelea oder palguna und ist schon seit 1862 unter dem Namen
surjas Voll, bekannt, ohne dass dessen Zugehörigkeit zu kanda entdeckt wurde. Vier geographische Rassen
elicius. verdienen Erwähnung: elicius Nicev., aus Burma und Tenasserim beschrieben, tritt dort in der Trockenzeit in
einer Form auf, welche sich von makromalayischen Verwandten durch ein an E. merta fa. pseuderiphyle ge-
kanda. mahnendes fahlgelbes Colorit der Unterseite leicht unterscheiden lässt. — kanda Moore (2 = surjas Voll.) gilt
als grosse Seltenheit. Die cfcf befinden sich in allen grösseren Sammlungen, dagegen sind mir vom 2 nur
drei Exemplare des British-Museum bekannt, und dem Tring-Museum sowie der STAUDiNGER-Collection fehlt,
surjas. soweit ich das Material studieren konnte, das ?. Ausser der Form, welche als surjas Voll, aus dem Süden
der Insel bekannt ist, existieren auch dunklere 2? aus Mord-Borneo, mit grau oder braun überpuderter breiter
weisser Mittelbinde der Hflgl, welche nach aussen von stark gewellter völlig zusammenhängender brauner
Submarginalbinde begrenzt werden, deren Verlauf etwas an E. salia bipunctata TV/.-2 erinnert. Von allen zu
salia gehörigen 22 lässt sich aber das kanda-[surjas- )? leicht absondern durch das Ausfallen der blauen Basal¬
färbung der Hflgl, an deren Stelle nur ein matter milchweisser Anflug tritt. Borneo, Malayische Halbinsel. —
atys. atys Frühst. (137 c als surjas ) bewohnt Nordost-Sumatra und ich glaube im Museum in München auch einige
cfcf aus Banka gesehen zu haben, atys, wie ich die Sumatra-Rasse wegen ihrer keuschen aber doch schon
etwas bespritzten Weissbänderung nenne, hat einen spitzeren Vflglsehnitt als surjas. Die submarginalen
Zacken auf allen Flügeln erscheinen weniger scharf, aber begleiten die Adern bis ganz an den Aussenrand.
Die bei surjas auf den Vflgl braunüberstäubte, auf den Hflgln jedoch fast verschwundene Medianbinde bleibt
bei atys bis zum Analwinkel der Hflgl rein weiss und ist nur zwischen den Radialen und der vorderen Mediane
graubraun beschuppt. Auf den Hflgln tritt dann noch eine distale, weisse Begrenzung der submarginalen
braunen Zackenbinde in Erscheinung, die apicalwärts breit ansetzt, analwärts allmählig verblasst. Auf beiden
Flügeln beginnt des weitern die Region jenseits der Zelle sich aufzuhellen und nimmt einen weisslich violetten
Farbenton an. Die Unterseite könnte man wegen der verschwommenen basalwärts gelbbraunen, aussen weisslich-
blauen Gesamtfärbung mit vielen Tanaecien vergleichen. Die proximale rotbraune Begrenzung der weissen
Binden ist etwas schärfer gezähnt als bei surjas. Auf der Unterseite differiert atys nur durch die reicher
phineas. blauweisse Saumfärbung der Vflgl. Deli, selten. ?-Type in Coli. Fruhstorfer. — phineas subsp. nov., eine
prächtige Entdeckung der neueren Zeit, grösser als atys von Sumatra, kanda von Borneo und elicius von
Tenasserim, mit schärferen viel breiteren und kräftiger angelegten schwarzen Längsbinden der Oberseite. Die
hervorragende Rasse entstammt der Van de PoLL-Collection und befindet sich jetzt in der AüAMs’schen Sammlung
des British Museum. Heimat die Insel Nias.
E. agnis, eine der seltensten Species der Gattung, bewohnt ausschliesslich Java und Sumatra; bisher
von der Malayischen Halbinsel und Borneo mit Gewissheit nicht bekannt, doch ist deren Entdeckung dort sehr
wahrscheinlich, weil ihre Parallelart E. tinna bereits aus den gesamten Makromalayanen nach Europa gekommen
ist. Die Geschlechter sind auffallend verschieden; 22 häufiger als die cfcf, so dass das cf zur javanischen
Rasse erst durch meine Java-Reise ans Licht gebracht wurde, cf oberseits wie E. tinna Frühst. (130a),
kaffeebraun mit purpurnem Schimmer, unterseits ohne weiteres von allen übrigen Mitgliedern des Genus zu
separieren durch einen eigentümlichen, an südamerikanische Prepona gemahnenden, grauweissen. violett
überhauchten Anflug, der von zarten, braunen Rändern umgeben und von leichten, ebensolchen Schatten¬
binden durchzogen wird. ?, jenem von E. vasanta Moore einigermassen ähnlich; jedoch mit braungrauer
Unterseite ohne milchigen oder perlmutterfarbenen Anflug. Generationsorgane durch die vorne glatt abge¬
schnittene, sonst ganz flache cylindrische Valve charakterisiert und specialisiert. Uneus etwas kräftiger und
länger als bei E. salia , sonst ohne besondere Merkmale. Imago ausschliesslich Bewohner des Gebirges, nie
agnis. unter 1200 m — agnis Voll. (120a cf, b 2). Das 2 dieser seltenen Art wurde 1862 von Snellen van Vollen-
hoven (in der Tijdschrift voor Entomologie Bd. V, p. 252) beschrieben und Taf. 12, Fig. 2 abgebildet. Diese
Art ist dimorph und das cf hat wenig Aehnlichkeit mit dem 2. Das 2 steht Eiith. vasanta Moore am nächsten,
während das cf mit Euth. garuda Moore die meiste Uebereinstimmung zeigt. Das cf wurde von mir auf dem
Vulkan Gede aufgefunden und 1894 beschrieben und Berl. Ent. Ztg. auf Taf. 18 f. 8 dargestellt, cf Oberseite:
Grundfarbe aller Flügel ein dunkles Kaffeebraun, das durch ein etwas helleres Submarginalband unterbrochen
wird. Vflgl mit 2 kleinen dreieckigen schmutzigweissen Apicaltlecken und einer Subapicalreihe von 5 ähnlichen
'Aus gegeben 13. I. 1913.
EUTHALIA. Von H. Fruhstorfer.
673
Flecken, die auf der Unterseite fast rein weiss erscheinen. Auf den Hflgln zeigt sich in der Nähe des Aussen-
randes, zwischen den Rippen verteilt, eine Reihe von 7 deutlichen schwarzen Punkten und ein eigentümlicher
violetter, fast dreieckiger Fleck am Vrd, jenseits der Zelle. Unterseite der Vflgl an der Basis weisslich grau,
in der Mitte und am Apex violett bezogen, mit einem braunen Marginalband, zwei ebenso gefärbten, schwarz
gesäumten Binden in der Zelle und einer Submarginalreihe von 6 unregelmässigen schwarzen Punkten, von
denen der unterste am Hinterwinkel sich sehr verbreitert. Die Hflgl haben die schwarze Punktreihe mit der
Oberseite gemeinsam, sind sonst wie die vordem, nur lagern im Basalteil vier bräunliche, schwarz gesäumte,
unregelmässige Flecken. Fühler dunkelbraun mit rotgelber Spitze. Palpen, Kopf und Körper oben kaffeebraun,
unten weisslich. Abdominalende schwärzlich. Aussenseite der Beine bräunlich, ihre Innenseite weisslich.
etwas variabel, entweder wie 129 b oder auch mit proximal weniger deutlich abgegrenzter und mit der Basal¬
färbung verfliessender Binde der Hflgl. Sehr selten, nicht unter 1200 m Höhe und nur am Vulkan (jede in
West-Java von mir beobachtet. — modesta Frühst ., aus den Battakbergen Sumatras als grosse Seltenheit bekannt, modesta.
bleibt in der Grösse hinter agnis zurück, cf cf sah ich jetzt erst im Tring-Museum; sie differieren von agnis- cf cf,
abgesehen von ihrer zwerghaften Gestalt, auch durch die zierlicheren weissen Punkte der Vflgl. Das ? mit
30 mm Vflgllänge ist kleiner als agnis-22 aus West-Java und, wie dies die Regel bei Sumatranern, erheblich
dunkler. Durch die reduzierten subapicalen und medianen Vflglpunkte und Binden, die zudem dicht grau¬
braun beschuppt sind, gemahnt agnis mehr an tinna Frühst als an ihre javanische Schwesterform. Hflgl:
Die bei agnis weisslichgraue Costalregion bleibt bei modesta dunkel und in der gleichmässig braunen Flügel¬
färbung macht sich nur eine ganz schmale, mediane, bindenartige Aufhellung bemerklich. Unterseite: Das
Gesamtkolorit wird dunkler braun als bei agnis und die äussere Hflglhälfte nimmt einen matten gelblichen Bronze¬
schimmer an. ?-Type in meiner Sammlung. Auf Borneo, am Kina-Balu, dürfte eine der modesta nahe Form
noch entdeckt werden. Was ich von dort empfing und in der Sammlung Staudinger sah, gehört zur folgenden Art.
E. tinna bewohnt Makromalayana mit Ausschluss von Java, gleicht oberseits F. agnis , ist jedoch unter-
seits völlig verschieden durch das Fehlen des silbergrauen, an Preponen erinnernden Anflugs, der agnis aus¬
zeichnet. tinna entfernt sich von agnis oberseits in folgender Weise: Die subapicalen, weissen Punkte am
Costalsaum der Vflgl sind kleiner, dagegen besteht die ultracellulare, mediane Fleckenreihe aus längeren strich¬
förmigen Makeln. Die Grundfarbe bleibt dunkler, fast schwarz. Die weissliche Region im Vorderteil der Hflgl
fehlt, die Medianbinde der Hflgl näher an die schwarze Submarginalbinde gerückt. Die Flügel Unterseite von
tinna erinnert an jama FIdr. und garnda Moore, besonders aber an garuda sandakana Moore , doch ist sie bei
tinna etwas lichter, die weisse mediane Fleckenreihe wird kürzer und die schwarze submarginale Längsbinde
tritt deutlicher heraus als bei sandakana. Die Hflgl-Unterseite kaum von sandakana Moore zu unterscheiden.
Das ? von tinna gemahnt in seiner Gesamterscheinung dermassen an agnis Voll.-2 von Java, dass ich es
anfangs für eine m/ms-Lokalrasse hielt. Erst als mir aus Sumatra ein echtes agnis -2 zugänglich wurde, neben
dem in Sumatra auch noch eine neue tinna- Rasse vorkommt, die unten beschrieben ist, wurde mir mein
Irrtum klar. Von agnis Volt, differiert tinna-2 durch eine schmälere, aus isolierten und rundlicheren Makeln
zusammengesetzte, mediane Vflglbinde. Diese Binde ist zudem nicht weisslich, sondern dicht graubraun bestäubt.
Die Hflgl-Oberseite von tinna wird dunkler als jene von agnis und zeigt eine breite violett überhauchte Median¬
binde, die bei agnis fehlt. Die submarginale Reihe schwarzer Punkte setzt sich aus längeren Strichelchen
zusammen, die zudem noch aussen von einer Reihe violettweisser Punkte begleitet werden. Die Flügelunter¬
seite entfernt sich völlig von agnis und nähert sich jener von sandakana Moore , ist jedoch lichter als sandakana.
Die weisse sehr deutliche Medianbinde aller Flügel reicht bis zum Analsaum. - — ■ tinna Frühst. (130 a) differiert in tinna.
den Klammerorganen von jenen der E. agnis nur durch etwas spitzeren und längeren Uncus.. Das ? ist aus¬
gezeichnet durch eine prächtig violett übergossene Sumarginalbinde der Hflgl. Kina-Balu, sehr selten auf ca
12 — 1500 m. Type in der Collection Fruhstorfer, einige Exemplare auch im Tring-Museum und der Sammlung
Staudinger. — paupera Frühst, kannte bereits Distant, vermählte sie jedoch versehentlich mit einem ?, paupera.
das zu merta Moore und in eine von der tinna- Gruppe völlig verschiedene Euthaliidensippe gehört, paupera
entfernt sich von tinna durch das hellere braune Colorit der Flügeloberseite, das paupera mit der agniformis
gemeinsam hat. Die subapicalen Punkte fehlen oberseits und die weissliche Medianbinde ist gleichfalls reduziert
und obsolet. Die Submarginalbinde der Vflgl-Unterseite wird undeutlich, ebenso die braune, ultracellulare,
postdiskale Reihe hellbrauner Flecken der Htlglunterseite, wie denn überhaupt paupera weniger ausgebildete
weisse und braune Zeichnungscharaktere aufweist. — agniformis Frühst ., bisher nur in einem ? meiner agniform
Sammlung bekannt, fand sich in den Schätzen des Tring-Museums in einem als E. merta bezeichnten cf. Unter¬
seite ohne grauweissen oder perlmutterfarbenen Aillug. ?: Verglichen mit agnis-2 und tinna-2 beobachten wir
eine noch weitergehende Aufhellung. Alle weissen Flecken und Binden dehnen sich in der Weise aus, dass
die subapicalen und ultracellularen Makeln fast zusammenfliessen und eine Gabelung entsteht. Die Weissflecken
der Vflgl bleiben auch zwischen dem 3. Medianast und der Submediana noch deutlich, während sie bei agnis
fehlen und bei tinna kaum angedeutet sind. Die Hflgl schmücken sich mit einer scharf abgesetzten, fast rein
weissen Medianbinde, deren Ränder ganz leicht violett umzogen sind. Die schwarzen Submarginalpunkte ver-
grössern sich, ebenso deren äussere weisse Begleiter. Die Flügelunterseite ist heller gelblich, mit leichtem
674
EUTHALIA. Von H. Fruhstorfer.
Bronzeschimmer, und die Medianflecken und Binden noch markanter als auf der Oberseite. Sumatra, Rattak-
Hochebene mit Entkalkt agnis modesta Frühst, gefangen.
E, anosia zählt zu den mit grösster Sicherheit zu erkennenden Arten wegen der aschgrauen und je
nach der Lokalität mehr oder weniger ausgedehnt grünlich überstäubten Oberseite. 2 stets grösser als das cf,
mit je nach dem Vorkommen mehr rundlichen oder zahnförmigen transcellularen rein weissen Makeln der
Vflgl. Unterseite fast wie oben, nur etwas fahler, gleichfalls aschgrau, mit schwacher brauner Bewölkung und
auf den Hflgln manchmal den Spuren eines völlig verwaschenen grünlichen Anflugs. Relativ weit verbreitet,
bleibt E. anosia dennoch überall sehr selten. Der Sammler von Dr. Hagen hat eine Anzahl Raupen auf der
Insel Banka an einem Mango-Baum gefunden; sie gleichen der Rp von E. garuda Moore , die Pp ist kleiner
als die E. garuda- Pp, hat auf der Rückenmitte eine Reihe kleiner Dornen und mehrere gelbe schmal braun
eingefasste Fleckchen. Eine ganze Reihe von Areal- und Inselrassen bleiben zu creiern, deren Variabilität
anosia. bisher keinem Autor aufgefallen ist. — anosia Moore , die Namenstype stammt aus Sylhet, ist sehr selten in
Assam. Zu ihr dürften auch noch Exemplare aus Bbamo, Ober-Birma, Tenasserim sowie dem Mergui-Archipel
gehören, welche Moore erwähnt. Pavie hat sie in den Laos-Staaten gefunden; wir dürfen sie somit aus ganz
Siam und Indo-China noch erwarten. Oberseite vorwiegend braungrau mit breiten hellgrauen Zonen. 2 mit
saitaphernes distal scharf gezähnten Transcellularflecken der Vflgl. Unterseite äusserst zart braun marmoriert. — saitaphernes
sabsp. nov. soll die gut differenzierte Arealform aus Sikkim bezeichnen. Beide Geschlechter ober- wie unter-
seits fahler als die typische Unterart, abgesehen von den Medianbinden fast ohne braune Marmorierung, cf ohne
weisse Aufhellung an der Costalis, aber mit grossem, weissem Glasfenster am hinteren Zellwinkel der Vflgl.
2 mit rundlichen, statt zugespitzten, ultracellularen Flecken. Type aus Sikkim im British. Museum. Nach De
Niceville ausserordentlich selten bei Singla, im April und Oktober fliegend. Man findet saitaphernes in der
Regel in Flussbetten mit offenen Flgln auf grossen Felsblöcken sitzend und so von ihrer Umgebung schwer
bunaya. zu unterscheiden. — bunaya subsp. nov. bewohnt die Malayische Halbinsel. 2, nach Exemplaren des Tring-
Museums und der Sammlung Staudinger sowie Distants Abi klung beurteilt, obersei ts mit scharf gespitzten
Fenstern der Vflgl., Grundfarbe fahl graugrün. Unterseite bleicher als bei der Borneo-Rasse, die weissen
Spitzen der Vflgl schmäler als bei Assam und Borneo-22. Vermutlich ähnlich auch auf Sumatra. Ueberall
sehr selten. Dr. Martin fing in 13 Jahren nur ein 2, Dr. Hagen in fast derselben Zeit nur vier Exemplare.
dodanda. dodanda subsp. nov. hat Dr. Hagen in einiger Anzahl dem Tring-Museum und dem Museum in München geliefert
und sein malayischer Jäger dort auch die Raupe auf Mango gefunden. Beide Geschlechter mehr der Perak-
Rasse, als der Form aus Sumatra genähert, cf oberseits jedoch entweder dunkler graugrün oder sogar blaugrau
abgetönt., 2 mit distal noch tiefer eingeschnittener Halbbinde am Zellende als Perak- und Sumatra-22. Type
yenadora. im Tring-Museum. — yenadora subsp. nov. (129 e) nähert sich wiederum der Sikkim-Rasse, entfernt sich am
meisten vom makromalayischen Typus, ist habituell am kleinsten und als echter Java-Falter bleicher graugrün
gefärbt als die Schwesterrassen. Besonders blass präsentiert sich die Unterseite, welche nur noch geringe
Spuren brauner oder grünlicher Sprenkelung aufweist. Die Componenten der weissen Halbbinde der Vflgl
distal zumeist abgerundet, erheblich kleiner als bei Perak- und Sumatra-22. Von mir in Ost-Java gefundene
cf cf bleiben in der Grösse sogar noch hinter westjavanischen cf cf zurück und führen demzufolge ein noch
mehr reduziertes fahles Mittelfeld aller Flügel, als Exemplare westlicherer Herkunft. 8 cfcf, 2 22 in meiner
yapola. Sammlung, welche alle aus etwa 500 — 700 m Erhebung der Vorberge der hohen Vulkane stammen. — yapola
subsp. nov., von welcher mir cfcf fehlen, kann als die dunkelste der malayischen Rassen angesehen werden.
22 oben mit scharf umgrenzten, sattgrünen Basal- und licht graugrünen Medianfeldern. Das subapicale weisse
Fleckendiadem weniger tief eingeschnitten als bei bunaya von Perak. Unterseite dunkler als selbst bei Assam-22,
mit auch am Rande der Hflgl breit ausgeflossenen olivgrünen Stellen. Südost-Borneo. Neuerdings in einiger
Anzahl von Dr. Martin bei Sintang am Kapuas (Süd-Borneo) gefunden.
E. phemius, eine prächtige, durch ihren Sexualdimorphismus auffallende, vorwiegend continentale Art,
deren Bp auf Hongkong auf dem Litschibaum (Nephelium litchi L.) lebt. Pp gross, grün, verschwenderisch
mit Goldpunkten übersät. Wie das compacte und kräftig gebaute Insekt schon andeutet, ein schneller Flieger.
Sie wird aber infolge ihrer Furchtlosigkeit eine leichte Beute des Sammlers, wenn sie mit ausgebreiteten
Flügeln sich auf die Oberseite von Blättern setzt. Das 2 zieht schattige Plätze vor, während die cfcf sich lieber
auf sonnenbeschienenen Pfaden bewegen (Walker). Verbreitung von Sikkim und Bhutan an bis Assam, den
Naga-Hils und Birma. Von Dr. Seitz und Walker auch auf Hongkong beobachtet, wird sie aus dem südlichen
China noch zu erwarten sein, vermutlich auch auf Hainan Vorkommen. Ich selbst fand sie in Tonkin und
phemius. Pavie in den Laos-Staaten, phemius Dbl. (131 d cf, c 2) wird von uns nach der Regenzeit angehörigen
Exemplaren dargestellt, cfcf der Trockenperiode bleiben kleiner, führen kürzere weisse Strigae der Vflgl sowie
einen hellgrünen, statt, blauen Analsaum der Hflgl und den letzteren fehlt unterseits der schöne, blauviolette
Submarginalstreifen. Im allgemeinen sind Sikkim-cfcf kleiner, sowie unterseits farbenärmer als solche aus
Assam, doch sind die 22 abgesehen von dem etwas verminderten violettem Saum der Unterseite aller Flügel,
kaum von Assam-22 zu trennen. Die cfcf zählen in Tonkin, wo ich sie August und September im dichten Walde
EUTHALIA. Von H. Fruhstorfer.
G75
bei Chiem-Hoa antraf, zu den schönsten Faltern, namentlich wenn aus dem umgebendem Grün des Blätter¬
meeres der leuchtend blaue Rand der Hflgl herausblinkt. In Sikkim nach Elwes und de Niceville bis 4000 Fuss
ansteigend, vom März bis Dezember fliegend. — seitzi subsp. nov. (137 d), eine habituell kleinere Form. V mit seitzi.
besonders rein weiss hervortretenden, feinen Transcellularlinien der Vflgl. Der blaue Aussensaum, sowie der
anteterminale weisse Streifen der Hflgl etwas vermindert. ? oben lichter braun als Sikkim- und Assam 5$,
die weisse Schrägbinde der Vflgl schmäler, nach hinten mehr verjüngt. Unterseite den Satellitinsel Charakter
dokumentierend durch die vermehrte schwarzbraune Fleckung und das nahezu völlige Verschwinden des bei phemius
lichtblauen Submarginalanflugs der Hflgl. ? kenntlich an der erheblich verschmälerten weissen Binde. Hongkong,
Beschreibung nach einer Anzahl von Exemplaren, welche Herr Prof. Seitz dort gesammelt hat. Nach Walker
ziemlich häufig, abgeflogene Exemplare im Dezember und Januar fliegend, eine frische Brut anfangs April.
Rp auf dem Litchi-ßaum. — ipona subsp. nov. cf kleiner als nordindische phemius , Hflgl ohne Spur eines- ipona.
weissen Anteterminalstreifens am hellgrünen Distalsaum der Hflgl. Vflgl-Oberseite mit sehr breiten, braunen
Längsbinden. Unterseite noch mehr verdunkelt als bei seitzi , ohne weisses Terminalgebiet der Hflgl. Gunung-
Ipoh, Perak, von W. Doherty entdeckt. Type im Tring-Museum.
E. euphemius Stgr. ersetzt E. phemius auf Borneo, doch sind die Geschlechter nicht so auffallend euphemius.
dimorph. Figlumrisse bei beiden Geschlechtern mehr gerundet, cf dunkel, ? etwas heller rauchbraun, cf' auf
den Vflgln mit denselben hyalinen ultracellularen Stricheln wie E. phemius. Hflgl bei cf und $ mit einer-
breiten, milchigblauen Aussenrandsbinde umzogen, Unterseite schmutzig braungrau. ? mit verlöschender weisser
Fleckenbinde, cf mit ziemlich breiter, violettblauer Randfärbung der Hflgl, auf denen das ? ausserdem noch
eine braune, etwas obsolete Mittelbinde aufweist. Kina-Balu, sehr selten, nur ein Paar bekannt.
E. mahadeva. Bemerkenswert durch die heteromorphen Geschlechter, zerfällt in eine Reihe scharf
gesonderter Insel- und Arealrassen, deren Vertreter mit Ausnahme der Palawan-Unterart, überall zu den grössten
Seltenheiten gehören. Man kennt vielfach nur 2 — 3 Exemplare, von der Sumatra-Form sogar nur ein Paar.
Vflgl spitz, der Aussenteil etwas heller als die schwarzbraune tiefschwarz gebänderte Basalregion. Hflgl mit
grünlich oder blaugrauem, ziemlich breitem Randgebiet, das manchmal Anfänge, gelegentlich auch eine complette
Binde von schwarzen Dreiecksflecken trägt. ? etwa dem ? von Tanaecia trigerta ähnlich, braun mit je nach
dem Vorkommen mehr oder weniger scharf ausgeprägter weisser oder braun grau überdeckter Mittelbinde
beider Flügel. Unterseite der efef braun mit schwarzbrauner Submarginalbinde. Hflgl distal weisslich oder
grauviolett aufgehellt. ? verwaschen braun oder graugelb, die Weissbinde getrübt, in der Regel in die Grund¬
farbe übergehend; im allgemeinen jener von E. merta und E. salia so genähert, dass Butler das ? der
Borneo-Rasse für eine Nora hielt. Bewohner des dichten Waldes und bisher nur aus der Ebene bekannt,
mahadeva Moore (130 a) schon 1859 beschrieben, aber ohne Heimat geblieben, bis durch meine Reise Java als mahadeva.
solche ermittelt wurde. Unterseite charakterisiert durch sehr breite schwarze klammerförmige Doppellinien
der Zelle beider Flügel, cf hellgrau mit weisslichem Analsaum der auf den Hflgl nahezu bis zur Zelle vor¬
dringt. ? mit tanaecienbrauner Rasis, verblasstem blauem Anflug am Innenrande der Hflgl. Sehr selten auf
Java, aber sowohl im Westen wie im Osten der Insel von mir gesammelt. — sakii Nicev ., nur in einem ? Sakii.
bekannt, bis ich 1904 Gelegenheit hatte, das ? zu erwerben, cf: Hflgl etwas satter blau umsäumt als mahadeva -?,
die bei der Java-Form kaum angedeutete submarginale Fleckenbinde prominent nach innen mit zierlich weissen
Fleckchen besetzt. ? mit etwas schmalerer und dicht graubraun verschleierter Mittelbinde der Vflgl als
mahadeva -?. cf: Unterseits dunkler, reicher braun und braungelb bewölkt. ? mit markanterer schwarzer sub¬
marginaler Wellenbinde beider Flügel. Nordost-Sumatra. — zichri Btlr. (? = indistincta Btlr) gleicht etwas zichri.
dem rhamasses- cf (129 a), doch erscheint das blaue Saumgebiet der Hflgl ausgedehnter; ¥ dem E. bipunctataN
einigermassen ähnlich, so dass es Butler als „ATom“-? beschrieb. Weissfleckung ausgedehnter, aber noch mehr
verwaschen als bei javanischen ??. Borneo, nur wenige Exemplare bekannt. — rhamasses Stgr. (129 a), rhamasses.
kenntlich an dem schmalen blaugrünen Randstreifen der Hflgl, zeigt beim ? eine nur noch aus grauweissen
Spitzen bestehende, analwärts bereits völlig braun überdeckte, Binde der Hflgl. cf unterseits sehr nahe den
sakü-Nd \ doch noch prominenter braun gefleckt. Hflgl mit grauviolettem Anflug, der bis zur submarginalen
Punktreihe ausgedehnt ist. ? braungelb mit trüb milchweissen Feldern. Palawan, nicht sehr selten, von Doherty
im Januar in Anzahl gesammelt. — zichrina Frühst, gleicht dem sakii- cf, doch erscheint der Randsaum der zichrina.
Hflgl noch dunkler blau, dessen innere Fleckenreihe sehr deutlich, cf unten am Analwinkel leicht dunkel¬
blau iiberpudert; cf noch nicht beschrieben. Malayische Halbinsel, nordwärts bis Tenasserim, 1 V von den
Karen-Hills in Collection Elwes, ein cf von Unter-Tenasserim im British-Museum, die Type aus Perak in der
Sammlung Fruhstorfer. — binghami Nicev. dürfte einer extremen Trockenzeitform angehören, cf oben mit binghami.
hellgrünem Analsaum der Hflgl, sonst kaum von rhamasses zu unterscheiden. Unterseite der Hflgl bemerkenswert
durch breiten die ganze mediane und anale Zone überdeckenden fahlgrünen Anflug. ¥ noch zu entdecken.
Das ? welches Niceville als binghami -? auffasste, ist das ¥ der E. eriphjle Nicev. Type ein cf aus den Dannat-
Ranges, Tenasserim,
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EUTHALIA. Von H. Fruhstorfer.
sericea. E. sericea Frühst. (137 c) ersetzt E. manadeva auf der Insel Nias. cf mit weisslicher Aufhellung der
Submarginalzone der Vllgl, welche auch noch zwei helmförmige weisse intramediane Makeln tragen. Hflgl mit
deutlichen schwarzen Intranerval-Fleken, welche nach innen graublaue Spitzenhäubchen tragen. Unterseite
dunkel rauchbraun, die weissen Partien zu beiden Seiten der schwarzbraunen Submarginalflecken ausgedehnter.
? mit fast doppelt so breiten grauweissen Medianmakeln der Vflgl, als E. manadeva J Ioore-9-, Sehr selten:
cf -Type in meiner, 1 cf sowie 2 ?? in der ADAMS-Collection des British-Museum.
E. lubentina eröffnet eine Reihe prächtiger Arten, welche auf reich grün schillernder Oberseite ausser
den üblichen Weissflecken auch noch rote Dekorationen tragen. Geschlechter sehr verschieden, ? rund-
flügeliger als das cf, mit breiter weisser Schrägbinde und stets grossem weissem Zellfleck der Vflgl. Rp auf
Loranthus-Arten, ähnlich jener von E. garuda , grasgrün mit einer dorsalen Reihe von purpurbraunen gewinkelten
Flecken, die manchmal mit diamantglänzendem Punkt in der Mitte besetzt sind. Die lateralen Dornen etwas
kürzer als bei garuda , breiter gefiedert mit purpurbrauner Spitze. Pp grün mit zwei lateralen braunen
schmutzigweiss centrierten Makeln. Kopfhörner braun umringelt. Falter durchweg selten, ? fast immer häufiger
als die cfcf, letztere gerne an feuchten Stellen am Wege, als sehr schnelle ungestüme Flieger mit Vorliebe
auf Baumwipfeln. Tegumen mit relativ kurzem Uncus, der wie bei E. salia und E. agnis gebaut ist. Valve
charakteristisch durch gestreckte kantige Form, oben mit tiefer Rinne, ventral mit deutlicher Auswölbung, distal
scharf abgeschnitten ohne Randzähne wie bei E. adonia. Die Art auf dem Clontinent dem Einfluss der Jahres¬
zeiten unterworfen; ein Factum, welches den Autoren bisher entgangen ist; sie neigt auf Borneo anscheinend
zur Ausbildung einer besonderen Höhen- und Talform, welche bisher als eigene Arten galten. Doch ist bei
der Seltenheit der zugänglichen Objekte ein ganz sicheres Urteil noch aufzuschieben. Staudinger war geneigt,
E. adonia nur als „Varietät“ der E. lubentina aufzufassen. Wenn auch die Anlage und Verteilung der roten
Fleckender Unterseite eine gewisse Verwandschaft andeuten, muss der Ansicht Staudingers doch entgegengetreten
werden, wegen der weiten Verbreitung von E. adonia und einiger morphologischer Differenzen der Genital-
lubentina. organe. E. lubentina zerfällt auf dem Continent in mehrere Gebietsrassen: lubentina Cr. (131 e , der nomen-
clatorische Typus, bisher nur aus Süd-China bekannt, wurde mit der ganz verschiedenen indischen Zweigrasse
identificiert. Nach den von mir in Tonkin gefundenen Exemplaren ergibt sich aber der aus unseren Figuren
ohne weiteres ersichtliche Unterschied, dass lubentina trotz ihrer bedeutenderen Grösse schmälere und daher
isolierter stehende weisse Componenten der Binde der Vflgl aufweist. Von mir in zwei ?? April, Mai, auf
indica. feuchten Wegstellen in Nord-Tonkin auf ca. 6 — 700 m Erhebung gesammelt. — indica Frühst. (131a) hat in
der Trockenzeit unterseits eine fahlere Grundfärbung als Exemplare der Regenperiode. ?? der ersteren zeigen
hellbraungraue Hflgl mit geringem basalem Anflug, jene der nassen Periode nahezu völlig licht olivengrün
überzogene Unterseite der Hflgl, aber kleinere weisse Subapicallleckchen der Vflgl. Assam-cfcT sind lebhafter
gefärbt, als meine Type aus Sikkim, cd mit markanteren roten und weissen Flecken. Dagegen findet sich in
Birma eine kümmerliche Form mit verblasstem Golorit und obsoleten Rotflecken der Vflgl. Nach Aitken nicht
sehr selten auf den Anhöhen um Bombay, sonst von der Nord west-Provinz dem Kumaon-Himalaya bis Sikkim,
Assam und Ober-Birma (Bhamo) als grosse Seltenheiten vermeldet. ?? auch, bei Rangun an reifen Guava-
früchten beobachtet; im British Museum auch aus Siam vertreten, woher sie auch Druce schon 1874 meldete-
arasada. arasada subsp. nov. ist die farbenschöne Unterart des südlichen Indiens. In den Nilgiris bis 4000 Fuss
ansteigend, wird sie auch aus der Ebene von Travancore gemeldet. Ich besitze cdcd aus Karwar (August) und
¥ von Cannapore. cd oben auf den Vflgln heller, auf den Hflgln intensiver grün als nordindische Individuen.
¥¥ heller, glänzender grün mit schmälerer aber schärfer abgesetzter weisser Fleckenbinde der Vflgl. Unter¬
seite bei beiden Geschlechtern namentlich am Apex der Vflgl reicher und lebhafter hell kaffeebraun als bei
psittacus. indica, Hflgl graubraun mit mattem blaugrauem Basalanflug. — psittacus Frühst, findet sich auf der Insel
Ceylon, und zwar nur im flachen Norden, zwischen Dambulla und Anurhadnapura, sowie Trincomali in den
dortigen dichten, von Affen bevölkerten Wäldern, fast stets am Erdboden auf abgefallenen Früchten. Das
Inselcolorit wird markiert durch die nahezu schwarze nicht grünschimmernde Basalpartie der Vflgl, kleinere,
deutlicher schwarz umringelte rote Punktflecken der satter grün umgebenen Hflgl. Unterseite der cd cd fast
chersonesa. ohne rote Basalumrandung der Hflgl. — Mit chersonesia Frühst, beginnt die Reihe der wesentlicher differenzierten
makromalayischen Abzweigungen, cd kaum von indica Frühst. (131 a) zu separieren, doch gleicht das ? bereits
der culminicola (131 aj, indessen ist der weisse Fleck vor dem Zellapex fast-doppelt so breit und die intramedianen
Flecken sind etwas steiler gestellt und ansehnlicher. Randgebiet der Hflgl hell olivengrün, intensiv glänzend.
Unterseite der Hflgl verwaschen mit verblassten roten Flecken, vordere Partie braungrau, hintere matt blaugrün.
rajana. Malayische Halbinsel. — rajana subsp. nov. ist auch im männlichen Geschlecht erheblich differenziert; Vflgl
mit drei weissen länglichen Streifchen am Zellende und fünf weissen Subapicalpunkten, Analsaum der Hflgl
dunkler grün als bei Malakka-Exemplaren. Unterseite der Vflgl mit auffallend grossen und deutlichen submar¬
ginalen Weissflecken; Hllgl mit dunkel blaugrünem Anflug. ? differiert von ¥¥ aus Sumatra dadurch, dass das
weisse Längsband der Zelle, die drei weissen Strigae am Zellapex und sämtliche transcellularen Flecken breiter
mariae. angelegt sind als bei mariae. Insel Banka, Type im Museum in München. — mariae Frühst, hält im männ¬
lichen Geschlecht die Mitte zwischen culminicola von Java und whiteheadi vom Kina-Balu; Hflgl oberseits etwas
EUTHALIA. Von H. Fruhstorfer.
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ärmer an Rot, aber etwas dunkler grün umrandet als Java-cPcP, Weisspunktierung der Vflgl kleiner als bei
whiteheadi. Unterseite der Hfl gl bei einem cf vom Padang-Bovenland fast ohne Rotflecken, bei einem cf der
Battak-Hochebene durchweg dunkler mit markanten roten Stellen. ?, nach einem von Dr. Martin gesammelten
Exemplar der ßattakberge beurteilt, sehr nahe culminicola-^ (131 a), doch bedeutend grösser, mit ansehnlicheren
weissen Medianmakeln der Vflgl, aber etwas reduzierten Rotflecken der Hflgl. mariae ist sehr selten auf
Sumatra und es entstammt die Type dem Battak-Hochland. Es ist nicht ausgeschlossen, dass im Tiefland der
Insel ?? Vorkommen, welche sich mehr dem ? von chersonesia , rajana und der continentalen indica nähern
weil bereits Hagen schreibt, dass er zwei Exemplare in seinem Fruchtgarten bei Labuan gefangen habe, dass
aber die Species häufiger auf der Hochebene sei, woher seine Malayen etwa ein Dutzend Stücke einlieferten
— adinda siibsp. nov. Unter diesem „i.-l.“-Namen befindet sich ein ? in der ADAMS-Collection, dessen Entdeckung adinda.
dem Sammler Van de Polls zu danken ist. Es handelt sich um eine hervorragende Erscheinung und um eine
der prächtigsten aller Euthaliiden. ? Über ein Drittel grösser als culminicola- und mariae-% nahezu das Ausmass
unserer Figur des Tonkin-? von F. lubentina (131 e) erreichend. Die ganze Oberfläche von einem intensiven
Goldhauch überflutet. Vflgl sich wiederum der continentalen E. lubentina indica anschliessend durch zwei
supplementäre weisse Streifen an der Submediana. Grundfarbe der Hflgl hellbraun mit grossen weissgrauen
Medianflecken. Insel Nias. — culminicola Frühst. (131 a) differiert von allen bisher erwähnten lubentina- Rassen culminicola.
durch die luxuriantesten Rotflecken der Oberseite der Hflgl, welche zugleich lichter und glänzender grün
umsäumt sind, als cfcf von mariae und whiteheadi. Das ¥ hat nur sehr selten so breiten weissen Intramedian¬
fleck der Vflgl; wie auf unserer Figur dargestellt, denn in der Regel sind die Flecken um die Hälfte schmäler. Von
den Vikarianten entfernt sich culminicola -¥ durch vermehrtes Rot der Oberseite der Hflgl. Sehr selten, stets auf
Erhebungen über 1200 m, aber sowohl im Tengger-Gebirge des Ostens wie auch am Vulkan Gede im Westen
von Java von mir gesammelt. - whiteheadi Sm. Grundfarbe dunkler als bei der javanischen Schwesterrasse; whiteheadi
Hflgl im Costalgebiet lebhaft stahlblau schillernd. Der dunkelgrüne Analsaum umschliesst etwas kleinere schwarze
Makeln; Anteterminalbinde der Vflgl zumeist blaugrün, nur bei einem cP hell bronzegrün und der grüne Schiller
etwas nach innen ausgeflossen. Analrand der Unterseite der Hflgl, wie bei mariae ohne rote Begrenzung.
? von culminicola -¥ abweichend durch reduzierte weisse Subapicalmakeln der Vflgl und kleinere rote Flecken
der Oberseite der Hflgl. Kina-Balu, selten. — adeona Sm. nähert sich der chersonesia Frühst, und umschreibt adeona.
eine ?-Form der Ebene. Die weisse Fleckenbinde der Vflgl steiler als bei culminicola , mariae und whiteheadi
gerichtet; der letzte Component über der Submediana mehr nach innen gerückt, sehr gross. Type aus Silam,
Nord-Borneo. Zu adeona dürften cPcP gehören, die mir Mr. Shelford von Kuching und vom Berg Batang aus
Sarawak sandte. Unterseits etwas fahler als die Bergform whiteheadi, die roten Makeln mehr verwischt. Anal¬
saum mehr grau statt blaugrün. — adeonides Frühst, bezeichnet die Alluvialform des südöstlichen Borneo, adeonides.
kenntlich an verminderter Weissfleckung der Vflgl; so ist namentlich die Makel über der Submediana dem
Verschwinden nahe und auch die roten Einsprengungen der Hflgl sind verkleinert. — philippensis Frühst, philippensis
differiert im cP von whiteheadi , dem er sonst sehr nahe steht., durch die Kleinheit und die fahler grüne Grund¬
färbung. Htlgl mit kleineren roten Median- und Anteterminalpunkten. Vflgl nur noch mit einem komma-artigen
weissen Zellst.rich und nur zwei statt drei transcellularen Streifehen. Unterseite charakterisiert durch die
komplette Serie roter Medianpunktflecken, welche wie bei continentalen lubentina bis zur Submediana durch¬
ziehen, und nicht wie bei den makromalayischen Rassen von der Flügelmitte ab verlöschen. Auch die stark
gebogene Serie weisser Submarginalmakeln der Vflgl äusserst prägnant, reiner weiss als selbst bei F. indica
Frühst. Type von Bazilan, Februar, März. — nadenya subsp. nov. bewohnt die nördlichen Philippinen. cP cP nadenya.
nach Semper im Gegensatz zu philippensis Frühst, mit roten Flecken in der Vilglzelle. Ein ? aus Luzon,
welches dem Berliner Museum gehört, zeichnet sich von südindischen lubentina -¥¥ aus durch geringer ent¬
wickelte weisse Medianflecken der Vflgl. Unterhalb der Submediana steht im Analwinkel nur noch ein weisser
Punkt, ebenso sind die oberen apicalen weissen Punkte um Vieles kleiner. Von der inneren Reihe roter
Punkte der Hflgl sind nur noch zwei vorhanden, die submarginalen schwarzen Makeln sind ebenfalls obsoleter.
Auf der Hflgl- Unterseite dagegen sind alle roten Flecken intensiver, die cellularen grösser, die medianen
schmäler. Der Costalrand ist breiter rot gesäumt. Auf dem Apex der Vflgl ist nur noch eine Spur von Braun
vorhanden, alles Übrige ist blaugrün angedunkelt. Sehr selten, Semper empfing im Laufe vieler Jahre nur ein
¥ aus Luzon, einige $? von Mindanao, doch dürften letztere zur Süd-Philippinen-Unterart ( philippensis ) gehören.
Flugzeit vom Mai bis November.
E. djata eine seltene Species; bisher nur aus dem nördlichsten Borneo und von der Insel Palawan
bekannt, doch dürfen noch Zweigrassen von den Satellitinseln erwartet werden. cP oberseits ohne rveisse
Punkte oder Strigae, die Rotfleckung der Hflgl dem Verschwinden nahe. ? etwa vom adeona- Typus, aber mit
völlig vertikal gerichteter Medianbinde. Hflgl grau überdeckt mit medianen ausgedehnten aber sehr fahlen
Rotllecken. Grundfarbe im allgemeinen matter als bei E. lubentina. Unterseite der cPcP ohne weisse Zell¬
streifung. Hflgl fast gänzlich blaugrau überdeckt. — djata Bist., mir in natura unbekannt, ist aus Sandakan djata.
beschrieben. Nach Distant’s Beschreibung differiert djata von lubentina in folgenden Punkten. Das cP ist kleiner,
dunkler. Vflgl oben ohne rote Zellflecken und ohne weisse Apicalflecke. Unterseite: Den Vflgln fehlen ebenfalls
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die weissen Makeln. Auf den Hflgln ist der rote Costalsaum auf die Basis beschränkt und die Submarginal¬
flecken werden nach dem Analwinkel zu obsolet. Das ? ähnelt lubentina-1?, unterseits fehlt jedoch die innere
Reihe roter und schwarz begrenzter Flecken. Die Oberseite wird von zwei gewellten, discalen, schwarzen
ludonia. Linien durchzogen. Spannweite cf 50 mm, 2 60 mm. — ludonia Stgr. liegt mir in einem von Doherty im
Januar auf Palawan gesammelten Pärkchen vor. cf oben matt dunkel graugrün; Hflgl nur mit drei anteter-
minalen und zwei medianen trüben Rotpunkten. ? mit bandartig verbreiterten, markant schwarz umgrenzten,
gleichfalls grau verschleierten mattroten Medianflecken. Subapicalpunkte und Transcellularstrigae der Vflgl
ansehnlicher als bei adona.
irrubescens. E. irrubescens Sm. (Rd. 1, S. 190) bewohnt den Omei-Shan in West-China. Oberseite dunkelgrün mit
schwarzen Striemen und zwei roten Strichen in der Zelle der Vflgl. Unterseite der Vflgl wie oben, Hflgl etwa
wie bei E. lubentina, der gesamte Ird breit rot umzogen.
E. amanda ersetzt E. lubentina in der celebischen Subregiom. cf von einfachster Färbung, oberseits
schwarz mit dunkelgrünem Randgebiet der Vflgl und grünlich stahlblauem der Hflgl. Letztere mit einer
schwarzen Postdiscalbinde, einer medianen Zickzacklinie, sowie markanten submarginalen intranervalen Spitzen.
2 ausserordentlich differenziert: Vflgl mit lubentina- Zeichnung, Hflgl mit je nach der Oertlichkeit an Dimension
wechselnder roter Mittelbinde und distal rot geschmückten schwarzen Anteterminalfleckchen. Unterseite des
cf grauschwarz, Vflgl mit zwei roten Zellstreifen. 2 grau mit blaugrauem Anflug. Hflgl wie beim cf mit zwei
amanda Serien roter Makeln. — amanda Hew., mit der Namenstype aus Süd-Celebes, 2 in der Regel mit viel schmälerer
roter Medianbinde der Hflgl als unsere Figur, welche sich auf ein Exemplar der Ebene von Nord-Celebes
bezieht. Sehr selten; Type aus der Umgebung des Wasserfalls von Makassar, durch Walläce nach Europa
eutaenia. gebracht, aber die F orm wurde auch noch auf 1 000 in Höhe am Pik von Bonthain im März von mir gefunden. — eutaenia
subsp. nov. (131 e als amanda ) soll die Zweigrasse des nördlichen Celebes umschreiben. 2 abgesehen von der
luxurianten Rotstreifung auch unterseits charakterisiert durch mehr verwaschene schwarze Submarginalfleckung
pcriya. der Unterseite. Toli-Toli, November, Dezember; Minahassa, bis etwa 1000 m Höhe. Selten. — periya subsp.
nov. differiert von den Minahassa-Exemplaren durch dunklere Grundfärbung, grössere weisse Makeln der Vflgl
und intensiver carminrote und breitere Binden der Hflgl; ein Characteristikum, welches auf der Unterseite bei
beiden Geschlechtern noch deutlicher zum Ausdruck kommt. Insel Bangkai, Type in der Sammlung Staudinger.
E. adonia im Gegensatz zu E. lubentina eine vorwiegend insulare Species, auf dem Festland nur in Hinter¬
indien vorkommend und wiederum im Contrast mit lubentina auch auf die kleinen Sunda-Inseln übergehend,
cf von E. lubentina differenziert durch die kleineren und vertikal sowie direkt untereinander gestellten weissen
Submarginalpunkte der Vflgl, welchen oberseits alle roten Zellflecken fehlen. 2 kenntlich an dem stets vertikal
gestellten, bandartig verbreiterten, weissen Mittelfeld der Vflgl, das auch stets auf die Hflgl übergreift und dort
je nach der Heimat des Falters an Ausdehnung variiert. In der Regel sind auch die cf cf mit fast doppelt so
breiten medianen Rotflecken der Hflgl decoriert. als sie lubentina eigen sind, doch ist dieses Merkmal bei
Vikarianten der Satellitinseln nicht stichhaltig. Klammerorgane sehr ähnlich jenen von E. lubentina , Uncus
etwas länger und robuster, Valve distal mit zwei deutlichen Zähnen, welche bei E. lubentina fehlen, ventral
ohne mediale Anschwellung. Wie bei den vorhergehenden Species der lubentina-Gtvx}p\)Q zweigt der dritte
Subcostalast abweichend von den übrigen Euthalien bei beiden Geschlechtern auf gleichem Abstand jenseits
der Zelle der Vflgl ab. Jugendstadien unbekannt. Imago gern auf abgefallenen Früchten, von mir jedoch nie
an aufgehängten Bananenködern gefunden. Vorzugsweise Bewohner der Ebene und noch seltener als E. lubentina,
adonia. adonia Cr. (129 e) von ihrem Autor nach einem 2 von Samarang an der Nordostküste von Java beschrieben
und abgebildet, während wir cf und 2 aus der Umgebung von Sukabumi, West-Java, darstellen. 2 aus dem
Osten der Insel aus der Umgebung von Malang und aus dem Tenger-Gebirge führen etwas breitere weisse
Binden und Transcellularmakeln der Vflg. Sehr selten, immer nur in einzelnen Stücken anzutreffen und von
pura. der Küste bis zu 600 m Erhebung vorkommend. — pura Frühst. (131a) zeigt wieder so recht, welche Modi-
ficationen die Trabantinselchen produzieren, denn pura ist trotz aller sinnfälligen Differenzen nur eine mela-
notische Inselrasse der altbekannten adonia Cr. von Java mit stark reduzierten und verdüsterten, weissen
Punkten der Vflgl und viel schmäleren und rundlicheren, roten Flecken der Hflgl-Uberseite. Auch auf der
Unterseite ist sowohl die Weiss- wie die Rotpunktierung bedeutend kleiner. Die Flügel-Unterseite ist
ausserdem dunkelgrün, anstatt bräunlich, und die submarginale Schwarzpunktierung viel prominenter
als bei adonia. Die Reduzierung der weissen Flecken ist hier noch auffallender, weil die langen, weissen
Striche am 3. Medianast und dem Analrand der Vflgl fast ganz verschwunden sind. Auch die weissen Flecken
der Hflgl sind kaum halb so breit als bei den Java-22, dagegen sind die schwarzen Submarginalpunkte auf
der Ober- wie auf der Unterseite mindestens nochmal so gross. Ganz verschwunden ist im Analwinkel der
Hflgl-Unterseite die breite blaue Bestäubung, welche adonia ziert, pura bildet einen Uebergang von adonia
zu sapitana Frühst, von Lombok, nur ist pura etwas dunkler als sapitana , welch letztere breiter weisse Binden
sapitana. aufweist. Insel Bawean, Hauptflugzeit Juli bis September. 10 cfcf, 7 22 in Coli. Fruhstorfer. — sapitana Frühst.
die östlichste bekannte Rasse, gleichfalls mit verminderter Weissbänderung, welche jedoch nicht in gleich
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hohem Masse wie hei pura reduziert ist, sodass sapitana viel mehr der von uns abgebildeten Form aus West-
Java als dem ? von pura nahekommt'. Unterseite dunkler als bei adonia, etwas lichter als bei der Bawean-
Zweigrasse. Insel Lombok, auf 600 m Höhe Mai, Juni von mir gesammelt, cP noch unbekannt. Line weitere
der sapitana nahestehende Form ist noch von Bali und eine der pura genäherte von Kangean zu erwarten.
sumatrana Frühst, gilt als ausserordentlich selten. Dr. Hagen fand drei Exemplare, Dr. Martin nur 2 9? sumatrana.
im Laufe von nahezu 15 Jahren. Nach Hagen sind die Sumatra-?? weniger lebhaft gefärbt, als ?? aus der
Umgehung von Sukabumi. Ein cf meiner Sammlung führt kleinere weisse Fleckchen der Vflgl als adonia-n
das ? entschieden verkümmerte rote Makeln der Hflgl. Dagegen vergrössern sich die weissen subapicalen
Flecken der Vflgl der ?? ganz erheblich. ?-Type aus Palembang. — malaccana Frühst, hat ein lichter grün malaccana.
umrandetes cf und ein kleiner weiss geflecktes ? als die Sumatra-Vikarianle. Sehr selten. Malayische Halb¬
insel. — beata Frühst, ist das Gegenstück zu pura und zeigt noch breitere, weisse Vflgl-Flecken als adonia beata.
und nur etwas schmälere, weisse Discalbinden der Hflgl. Im übrigen ist heata farbenärmer als adonia und
pura und nähert sich etwas malaccana Frühst, von der Malayischen Halbinsel. Verglichen mit dieser und
Distants Bild (Rhop. Malayana t. 19. f. 11.) bemerken wir folgende Differenzen: Die drei weissen Subapical-
fleckehen, sowie die grossen Makeln zwischen den Medianen sind nach aussen tief eingekerbt, also nicht rund¬
lich abgegrenzt wrie bei malaccana. Die 3 Flecken am Zellschluss der Vflgl sind spitzer und ungleicbmässiger,
die weissen Makeln der Medianbinden der Hflgl dagegen gleichartiger, sodass eine regelmässiger verlaufende
Binde entsteht. Vflgl-Unterseite hellbraun. Siam, (Bangkok). — princesa Frühst. Ein ? aus Palawan differiert princesa.
von solchen aus Java dadurch, dass die obersten Makeln der weissen Medianbinde der Vflgl schmäler, länger
und isolierter aussehen. Der vierte Subapicalpunkt ist mit dem dritten Costalstrichfleck zusammengeflossen.
Der weisse Fleck in der Vflgl-Zelle ist viel kleiner und dreieckig. Unterseite: Die Vflgl tragen einen breiteren
weissen Aussensaum, eine dunklere und ausgedehntere schwarze Submarginalbinde. Die Medianbinde der Hflgl
besteht aus inniger verwachsenen nach innen und aussen schwarz umsäumten, mehr quadratischen Flecken.
Das Rot der Unterseite aller Flügel ist obsoleter. — montana Frühst., eine hervorragend schöne Form, differiert montana.
von den übrigen makromalayischen Subspecies durch die bedeutendere Grösse und dunklere Grundfarbe. Die
schwarze Submarginalbinde der Vflgl und alle schwarzen Punkte und die äussere Medianbinde der Htlgl sind
intensiver und ausgedehnter. Unterseite: Die wTeisse mediane Punktreihe ist etwas reduzierter, das Rot der
Hflgl schärfer abgesetzt, und der grüne Analsaum weiter ausgedehnt. Palpen und Vorderfüsse intensiver rot. Das
gleichfalls grössere ? hat kürzere und schmälere, und deshalb weiter getrennt stehende, weisse Medianflecken
der Vflgl. Die Mittelbinde der Hflgl ist ähnlich wie auf Distants Figur der malaccana weiter nach innen
gerückt, ebenso verläuft die Binde von der Costa nach dem Analwinkel zu allmälig breiter werdend. Die drei
apicalen roten Punkte der Hflgl sind kleiner als bei adonia und harmonieren mit malaccana. Die rote Fleckung
der Unterseite aller Flügel ist etwas obsoleter als bei adonia. cP Costallänge der Vflgl 32 mm, ? 40 mm.
Kina-Balu (Nord-Borneo).
E. amabilis Stgr. eine ausgezeichnete Vikariante überbietet pura noch an Grösse, gleicht dieser jedoch amabilis.
in der Reduktion der Weisszeichnung. Hflgl oberseits ohne costale rote Makeln, unterseits aber etwas an E.
amanda von Celebes anklingend, durch eine komplette Reihe grosser roter oblonger Flecken, welche die auch
auf den Vflgl deutlichen schwarzen Submarginalmakeln verzieren. Sula-Mangoli, von Dr. Platen entdeckt.
Nur 2 cPcP 3 ?? bisher aufgefunden.
E. franciae vermittelt durch die ansehnliche Gestalt und die Art der Zeichnungsverteilung äusserlich
den Übergang zu den Arten der Dophla-Gruapipe, denen sie sich auch structurell bereits durch die Rudimente
eines Zellschlusses der Vflgl anschmiegt. Die Art ist saisondimorph; eine Erscheinung, welche bisher nicht
beachtet wurde. Die Binde der Oberseite wechselt je nach der Jahreszeit und auch je nach der Örtlichkeit
an Reinheit der Farbe und Ausdehnung. Unterseite äusserst charakteristisch durch die zarte blaugrüne bronze¬
glänzende Grundfarbe, welche reich silbergrau überflutet und auf den Hflgl besonders bei den Exemplaren der
Trockenzeit noch von blasslila Längsstreifen verziert ist. Im Analwinkel der Vflgl ein grosser quadratischer
schwarzer Fleck, franciae Gray, mit der Namenstype aus Nepal, scheint in damit identischen Exemplaren auch franciae.
in Sikkim und Bhutan vorzukommen. Längsbinde der Oberseite ausgedehnter und reiner weiss als auf unserer
Abbildung (131b); ?? der nassen Periode sind grösser mit gleichfalls ansehnlicheren, aber satter gelblich weissen
Längsstreifen. ? sehr selten; Nepal, Bhutan, cf ziemlich häufig im Sommer in der Waldzone auf etwa 1500
bis 1800 m Erhebung. — raja Fldr. (131 b als franciae ) findet sich sehr häufig in Assam. Unsere Figur raja.
bezieht sich auf schmalbindige efef der Regenzeit. Daneben existieren auch noch solche einer Intermedianform
mit nur wenig breiteren lichtgelben Mittelbinden. ? sehr gross mit blassgelben stattlichen Arite terminal mäkeln
der Vflgl. — galara form. nov. bezieht sich auf Exemplare einer extremen, habituell klein gebliebenen Form galara.
der regenarmen Periode. Die weisslichen Felder selbst bei den kleinsten ?? auf den Hflgl noch breiter, als
bei den hervorragendsten ?? der Regenzeit. Unterseite der Hflgl mit drei, statt nur einer blassvioletten oder
purpurnen Längslinie, zugleich von durchweg intensiver silbergrauer Überpuderung Assam, in einer ähnlichen
Form von Doherty auch bei Bernardmyo (Ober-Birma) zwischen 5 und 7000 Fuss im März und in Pegu
zwischen 4 und 5000 Fuss im März und April gesammelt.
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EUTHALIA. Von H. Fruhstorfer.
Artengruppe Symphaedra Hbn.
Strueturell nicht von Euthalia zu trennen, womit sie Bingham auch wieder vereinigt hat. Zelle beider Flügel offen;
der dritte Subcostalast etwa wie bei E. anosia auf kurze Distanz jenseits der Zelle und zwar bei beiden Geschlechtern in
derselben Entfernung abgezweigt. Die Trennung der Gruppe wird nur aufrecht erhalten wegen der auffallenden, an Afrikaner
erinnernden Färbung der Oberseite. Jugendstadien durchaus euthaloid. Durch die grelle Färbung, ihre Kleinheit und die
dementsprechend kurzen Fühler und die rotlinierten Palpen ausgezeichnete Art.
nais. E. nais Forst. (= thyelia F., alcandra Hbn). Oberseite bei beiden Geschlechtern fast gleich rötlich
ockergelb. Distalsaum schwarz, ebenso eine sub marginale, eine transcellulare Halbbinde, ein grosser Fleck am
Zellapex und im Mediangebiet. Hflgl mit 7 schwarzen intranervalen submarginalen Schwarzpunkten. Die ??
sind grösser als die cfcf, ein wenig bleicher gelbrot und haben breiteren schwarzen Aussensaum und stärker
entwickelte Punktflecken und Binden. Die in der Regel weissen Subapicalflecke der Vflgl-Unterseite nehmen
manchmal einen gelblichen Ton an und ändern etwas in den Grössen, ebenso die weisse oder gelbliche Median¬
binde der Hflgl, welche bei einem cT aus Karwar unterbrochen ist, bei einem ? nur durch einen Costalpunkt
angedeutet wird und einem Ceylon-? ganz fehlt. Cilien abwechselnd schwarz und Aveiss, an der Apexspitze
breit weiss. Fühler schwarz mit gelber Spitze. Palpen grau mit roten Seiten. Schienen der Vorderbeine
rot. Augen braun. Der Kopf steckt in einer roten Halskrause, cf Vflgl 28 — 30 mm, ? 30 — 32 mm.
Rp nach Moore lichtgrün, mit einer dorsalen Reihe von purpurnen Flecken. Die Seiten sind bewehrt
mit einer Reihe von zehn sehr langen, horizontal hervorragenden fleischigen Dornen, und bedeckt mit
feinen, grünen Haaren von ungefährlichem Charakter. Die Puppe ist kurz und breit, mit gekieltem
Rücken, breit dreieckig über der Mitte, der Kopf zweiteilig, Farbe grün mit dunklen und goldenen
Flecken und Linien. Nach Moore ist nais häufig in den Ebenen Indiens mit Ausnahme des Nordwestens,
jedoch selten auf den Hügeln und auch in Sikkim sehr spärlich. Doherty fand sie in Kumaon auf 1000' Höhe,
und Hampsok beobachtete dieselbe im Bambus-Djungle noch auf 2 — 3000' Höhe. Nach de Niceville, findet sich
nais auch bei Calcutta, in Unter-Bengalen, bei Orissa, im ganzen Süden von Indien und Ceylon und auf der
Westküste bis Bombay, ist jedoch selten im Pendschab, wo sie sich in offener und massig trockener Gegend
herumtreibt. Mysore (Oktober und Januar), Koonoor, Kanara, Mhow in Central-Indien (Oktober— Juli), und
Poona (April) sind weitere Fundorte dieser Art, welche somit während des ganzen .Jahres zu finden ist. Die
Rp lebt nach Davidson Bell und Aitken am Ebenholzbaum (Diosopyros melanoxylon). Nach den Beobachtungen
von Aitken hat nais ziemlich die Gewohnheiten der Junonia und Pyrameis. Sie fliegt niedrig und lässt sich
gewöhnlich mit ausgebreiteten Flügeln nieder. Ihr Flug ist schnell und stossweise, und sie saugt gerne an
Zuckerrohr und Abfall.
Artengruppe D o p h 1 a Moore.
Snellen, Moore und Bingham bewilligen dieser Abteilung generellen Wert. Dieser ist jedoch hinfällig,
weil nur bei einigen Arten das Charakteristieum der geschlossenen Zelle beider Flügel vorhanden ist, bei
anderen wieder fehlt entweder die Querader der Hflgl, oder es sind von der Discocellulare der Vflgl nur noch
Rudimente vorhanden. Habituell die grössten Euthalien, leiten die Dophla über zu den Adolias , denen sie auch
morphologisch nahestehen durch den verdickten Uncus, der manchmal einen hehnartigen Aufsatz trägt (E. recta)
während die Valve noch durchaus euthaloid geformt ist. Scaphium gut entwickelt mit elefantenfussartigem
Umriss der unteren Teile.
E. teuta, eine formenreiche Species, welche von Bingham mit E. recta zusammengezogen wurde, jedoch
■ mit Unrecht, weil beide anatomisch scharf getrennt sind. Der Uncus von teuta ist von einfachster Bildung,
basal zwar sehr dick aber mit glatter schlanker Spitze, während E. recta einen kürzeren scharf gekrümmten
Uncus hat, der zudem noch mit einem hohen kämm- oder helmartigen Auswuchs versehen ist. Äusserlich
lässt sich teuta von recta durch das Fehlen eines roten Analfleckes der Hflgl leicht separieren, auch sind die
Componenten der Binde der Vflgl distal tief eingeschnitten und ungleich. Vom ? lassen sich zwei Zeitformen
erkennen, welche bisher nicht beachtet wurden. Die Fleckeubinde der Exemplare, welche der Trockenperiode
teuta. angehören, ist noch mehr zerteilt und schmäler als bei Individuen der Regenzeit, teuta DbJ. (131 b) mit
eigentümlicher discontinuierlicher Verbreitung, auf dem Continent nur in Assam, Birma, Siam, sowie auf der
Malayischen Halbinsel (?) dann wieder auf den Andamanen, wohin die Art nur von Birma aus gelangt sein
kann, weil sie auf der vorderindischen Halbinsel fehlt. Wir haben teuta wohl noch von Tonkin und
teutoides. Annam zu erwarten. Häufig in Assam, auch aus den Arakan-Hills gemeldet. — teutoides Moore weist beim
cf drei kleinere gelbliche vordere Makeln, beim ? dagegen erheblich verbreiterte Streifung auf. ? unten heller
als ?? aus Assam, auch oberseits lichter braun. Rotfleckung der Unterseite der Vflgl blasser als bei E. teuta.
ira. Andamanen, nicht häufig. — ira, Moore, eine ausserordentlich seltene Form mit entschiedenem Trockenzeit-
Habitus, mir nur nach Moore’s Type im British-Museum bekannt und überhaupt nur in 2 cf cf bisher gefunden.
Die gelbliche Binde der Vflgl wesentlich reduziert, die schwarzen Submarginalflecken der Hflgl aus lichter
braunem Grunde deutlicher als bei teuta zu Tage tretend. Flugzeit Juli, August. Bei Moulmein, und im Tale
EUTHALIA. Von H. Fruhstorfer.
Ausgegeben 25. I. 1913.
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des Salween-Flusses in Birma. — affinis Lathy steht der vorigen naturgemäss sehr nahe, differiert aber durch
dunklere Unterseite und namentlich auf den Hllgl noch mehr zurückgebildete Längsbinde. Von mir im Januar
auf etwa 300 m Höhe gesammelt. Nur ein cf in der Sammlung Fruhstorfer. — piratica Semp. nähert sich
der E. teuta durch distal nicht eingekerbte und erheblich kleinere Makeln der Vllgl. Das 2 ist weniger vom
differenziert als bei E. teuta, die Binde der Vllgl namentlich im costalen Teile ebenso schmal, auf den Hflgl
aber entgegen E. teuta sich analwärts verbreiternd. Die schwarzen Submarginalmakeln der 1 1 fl gl zu einer nur
durch die Adern getrennten Binde zusammengeflossen, deren Makeln mehr quadratisch, nicht pfeilförmig wie
bei teuta. Die Unterseite aber nur unerheblich von E. teuta verschieden. Luzon, ziemlich ähnlich auch auf
Mindoro. - — sarmana subsp. nov. (131 b als piratica ) verhält sich zur philippinischen Namenstype piratica wie
affinis Lathy zu E. teuta. Die Reduktion der gelblichen Componenten namentlich der Vflglbinde noch mehr
vorgeschritten. Unterseite fahler als bei Mindanao-Exemplaren mit nahezu erloschenen roten Fleckchen.
Februar. — März von W. Doherty auf der Insel Bazilan entdeckt. — medaga subsp. nov. kannte bereits Semper,
der ein cf von Camiguin de Mindanao abbildete. Das 2 meiner Sammlung aus Mindanao differiert vom $.
wie es Semper aus Mindoro darstellt, durch kaum halb so breite und dunkler gelblich weisse Flecken der
Vflgl. cf von sarmana-d abweichend durch fast doppelt so ausgedehnte gelbe Fleckenreihe der Hflgl. Die
Unterseite dunkler als bei sarmana, das ? in der Färbung kaum von E. teuta -2 zu unterscheiden.
E. bellata ersetzt teuta im makromalayischen Gebiet und ich würde sie als Unterart der E. teuta auf¬
fassen, wenn sich in Tenasserim nicht beide Formen begegnen würden. Das d kaum von teuta zu trennen,
? aber ausgezeichnet durch eine zierlichere submarginale Wellenbinde der Hflgl. Mehrere z. T. äusserst scharf
geschiedene Rassen, die dadurch auffallen, dass bei einigen die weisse Fleckenbinde der Hflgl nur noch in
Gestalt von zwei, vier oder sechs kleinen blauweissen Punkten erkennbar ist, dann aber wieder wie bei der
Java- und Sumatra- Vikariante äusserst prägnant sein kann. — gupta Nicev., die am meisten vom teuta- Typus
abweichende Zweigform, bewohnt Ober-Tenasserim, ein 2 wurde im berühmten Thungyeen- Walde von Bixgham
entdeckt und ein Paar der Sammlung Niceville am Museum in Calcutta ist alles, was wir von ihr kennen.
Beim 2 fehlt jede Spur einer weissen Sprenkelung der Hflgl und selbst die Längsbinde der Vflgl ist nur durch
fünf unbedeutende weisse Makeln angedeutet. Grundfarbe hellbraun mit gelblicher Aufhellung längs der schwarzen
Submarginallinie der Hflgl. Unterseite mit reichem violett grauem Anflug der äusseren Partie aller Flügel.
Unterseite der Hflgl mit einem weissen Gostal- und einem länglichen Analfleck, den Anfängen oder Rudimenten
einer Mittelbinde. — goodrichi Dist., aus Perak beschrieben, dringt nordwärts bis Süd-Tenasserim vor, während
sie im nördlichen Tenasserim schon durch gupta Nicev. ersetzt wird, d dem eion-d (131c) nahekommend,
jedoch mit kleineren gelben Flecken der Oberseite aller Flügel. 2 einen vollkommenen Uebergang bildend zu
den übrigen malayischen Schwesterformen. Vflgl mit einer completten Serie von acht blauweissen Median¬
makeln. Hflgl bereits mit vier weissen Keilfleckchen. Vflgl zudem mit Spuren eines grauvioletten Anfluges
zwischen der schwarzen und weissen Fleckenserie in der Submarginalzone. Aeusserst selten, nur ein Paar in
der Collection Fruhstorfer. — eurus Nicev ■ Eine ausgezeichnete Inselrasse, ähnlich eion (131c), aber statt¬
licher und das 2 mit reicher blasslila Ornamentierung des Aussengebiets beider Flügel. Wellenlinie der Hflgl
markanter als bei gupta und goodrichi , die weisse Medianbinde der Hflgl aus distal spitzen Keilen gebildet.
Nach Martin jene Eutlialia, welche sich der Meeresküste am meisten nähert und kaum auf die Vorberge hinauf¬
geht. Nicht sehr häufig, von meinen Sammlern in besonders schönen Exemplaren aus West-Sumatra eingeliefert.
— yapana subsp. nov. nähert sich viel mehr eurus , als der benachbarten Rasse der Insel Nias; cf' kleiner als
eurus-d , mit etwas verminderter Medianfleckung, die Makeln der Fleckung erheblich hinter jenen der Nias-
Exemplare zurückbleibend, jene der Hflgl jedoch breiter angelegt. Pulo-Tello der Batu-Inseln ; Type im Tring-
Museum. — externa Nicevill., eine hervorragende Vikariante nahe der Grenze der Artberechtigung, cf mit
doppelt so breiten gelben Flecken der Vflgl als eion (131c), jene der Hflgl aber so zurückbleibend, dass sie
völlig isoliert stehen. 2 einen Rückschlag zu goodrichi- 2 darstellend, mit noch kleineren, kaum erkennbaren
weissen medianen Strichelchen, aber mit ausgedehntem weissem statt blasslila Anflug wie bei eurus. Sehr
selten. Insel Nias. — eion Nicev. (131c) nach von mir in Ost-Java entdeckten Exemplaren beschrieben; 2 kennt¬
lich an dem noch mehr wie bei externa vermehrten weisslichen Anflug der Hflgl. Die Gesamterschein ung
der Rasse am meisten der continentalen E. teuta genähert; eine Tatsache, welche bei Java-Faltern uns nicht
mehr überrascht. Von mir in grosser Anzahl in Ost-Java im Zuidergebergde auf einer Höhe von etwa 500 m
zu Beginn der Trockenzeit März, April an Bananenköder erbeutet; auch in West-Java in den Wäldern der
Bai von Palabuan, aber als grosse Seltenheit, wiedergefunden. — veyana subsp. nov. Eine überraschende Ent¬
deckung Everetts, eine Miniaturausgabe der E. eion darstellend. Grundfarbe hellbraun. Zeichnung wie bei
eion, nur infolge der Kleinheit des einzigen vorliegenden Exemplares die einzelnen weissen Fleckchen schlanker.
Flores, Type im Tring-Museum. — bellata Druce (= cenespolis Heid) stimmt im Colorit mit eurus Nicev.
überein, doch sind alle Farben etwas leichter aufgetragen und die weisse Mittelbinde der 22 merklich schmäler.
Nord-Borneo, nicht häufig, 22 auch aus dem Südosten in meiner Sammlung. — salpona Frühst, d: Die oberen
Flecken der Medianbinde der Hflgl etwas grösser als bei bellata von Nord-Borneo, wodurch die Binde ein
gleichartigeres Aussehen bekommt. Unterseite dunkler als bei Borneo-Exemplaren mit längerem schwarz¬
gesäumten und licht rotgekerntem Fleck in der Zelle der Hflgl und breiteren Medianbinden. Natuna. — eson
IX 86
affinis.
piratica.
sarmana.
medaga.
gupta.
goodrichi.
eurus.
yapana.
externa.
eion.
veyana.
bellata.
salpona.
eson.
682
EUTHALIA. Von H. Fruhstorfer.
Nicfa. eine hervorragende Rasse, nahe dem Specieswert. Das d ist ganz verfärbt und gleicht dem 2 von gupta.
Grundfarbe hellbraun mit deutlichen schwarzen Submarginalmakeln. Medianflecken der Vflgl isoliert, proximal
zugespitzt. Hflgl mit schwarz umringelten von der Costale an bis zum Analwinkel zwischen den Adern ver¬
teilten und sich nach hinten immer mehr verjüngenden Makeln. ? dem externad etwas genähert, mit streifen¬
artig verlängerten weissen Feldern der Vflgl. Fleckenarrangement der Hflgl wie beim d, nur die einzelnen
Makeln etwas ansehnlicher. Gesamtcolorit fahl gelbbraun. Insel Palawan, sehr selten.
E. recta findet sich viel seltener als E. teuta. Gleich wie bei dieser lassen sich zwei Generationen
erkennen; eine kleinere der Trockenzeit mit sehr breiten Längsbinden beider Figl und monoton rotbrauner
Unterseite der ??, sowie jene der Regenperiode mit dunkelbrauner reich schwarz bewölkter Unterseite. Nur
recta. zwei beschriebene Arealrassen: recta Nicev. (131c), von der wir die Form der nassen Zeit darstellen, die auch
Moore (in Lepid. Indica t. 212) abbildete. Ziemlich häufig in Assam, sehr selten in Birma, wo Ringham im
monilis. Thoungyeen- Walde ein ? entdeckte — monilis Moore differiert von E. teuta afßnis Lathy , welche zu gleicher
Zeit neben ihr fliegt, durch die scharf abgegrenzten, hellen Streifen der Ober- und Unterseite aller Figl und
auch den roten Fleck am Analwinkel. Habituell viel kleiner als recta, doch erscheinen die Bänder, namentlich der
Hflgl, verbreitert. Sowohl die MooRE’sche Type wie zwei von mir im Januar gesammelte Exemplare zeigen
cosana. das fahlgelbe Colorit der regenlosen Periode. Mittel-Siam, Muok-Lek. — cosana subsp. nov. bedeutet eine ver¬
dunkelte Form mit verschmälerten, weisslichgelben Längsstreifen; Hflgl ausserdem mit ansehnlicherem analem
Rotfleck. Unterseite lebhafter grauviolett schimmernder als bei Assam-cfc?. Type des d in der Sammlung
Staudinger des Berliner Museums. Nach Moore befindet, sich ein d aus Perak, von Doherty im Januar gefunden,
in der Sammlung Godman des British Museums.
labotas. E. Iabotas Hew. (131b). von ihrem Autor als IAmenitis beschrieben, scheint auf den Norden und Osten
der Insel Celebes beschränkt zu sein, denn sie wurde weder von Doherty noch von mir im Süden derselben
aufgefunden. 22 sind leichter zu erbeuten als die kleineren und nur wenig dunkleren dd. Unterseite weiss-
lichgrau, mit satten braunen intranervalen submarginalen Schatten. Minahassa, ein 2 auch von der Insel Lemben
im Norden von Tondano und ein zweites von Kendari, Ost-Celebes, Januar, in der Sammlung Fruhstorfer.
E. nara bewohnt den östlichen Himalaya und das westliche China. Es sind bisher nur zwei Rassen
bekannt, die im männlichen Geschlecht scharf getrennt sind, doch verraten die 22 beider Gebietsformen die
Zusammengehörigkeit. Auch ist es wahrscheinlich, dass noch in Yunnan und Tibet Verbindungsglieder gefunden
nara. werden, nara Moore (130 c) ist interessant durch den weitgehenden Dimorphismus der beiden Geschlechter.
Die dd variieren in der Weise, dass die gelben Costalflecken der Oberseite der Hflgl getrennt sein können
wie auf unserer Figur, oder zusammenfliessen. Unterseite der dd eigentümlich gelblichgrün mit schwarzen
Schatten, jene der 22 licht blaugrün. In meiner Sammlung befinden sich 22 mit breiter completter weisser
Längsbinde der Hflgl neben solchen, wie sie Elwes auch von den Naga-Hills erwähnt, bei welchen das Rand
nur bis zur Flügelmitte reicht. Nicht sehr selten in Bhutan, aber ausserordentlich spärlich in Sikkim, wo sie
etwa auf 2000 m Erhebung vom Juli bis September auftritt. Moore’s Type stammte vermutlich aus Nepal,
Doherty fand nara in einer von Sikkim- und Assam-Exemplaren abweichenden Form, auf den Naga-Hills im
omeia. Juli und August, auf 8 — 9000 Fuss Höhe. — omeia Leech (= 2 consobrina Leech ) (Bd. 1, S. 190, Taf. 58 c, d)
ist ausgezeichnet durch hell goldgelbes ausgedehntes Costalfeld der Hflgl. 2 kleiner, rundflügeliger als nara- 2
mit etwas schmälerer weisser Halbbinde der Vflgl. Vom Omei-shan und Mupin durch Leech bekannt, auch von
alutoya. Siao-Lu in meiner Sammlung. — alutoya subsp. nov. bildet eine Transition von nara zu omeia. Schrägstreifung
der Vflgl des 2 wie bei omeia- 2, Flügelform wie bei nara, nur besteht die weisse Binde aus kleineren kürzeren
sowie mehr quadratischen statt länglichen Makeln. Die Unterseite gleicht vielmehr nara als omeia. China,
ohne genaueren Fundort.
dubernardi khama Alph. (= sinica Moore ) (Bd. 1, S. 190) tritt als dubernardi Oberth. (Bd. 1, S, 190) auf
indisches Gebiet über. Tseku, Yunnan.
strephon. E. strephon Sm. (Bd. 1, S. 190) (mit dem irrigen Fundort Tientsin statt Tientsuen) gehört gleichfalls
in die nara- Gruppe. Omei-shan, Westchina.
E. sahadeva bisher nur vom Continent bekannt, wurde von II. Sauter auch auf Formosa entdeckt.
sahadeva. Sexuell weniger divergierend als E. nara, doch ist die individuelle Veränderlichkeit eine grössere. — sahadeva
Moore, wahrscheinlich nach Exemplaren aus Nepal oder Sikkim beschrieben; d oberseits hell olivengrün mit
fünf zu einer Binde vereinigten weisslichgelben, trüben Flecken, welche beim 2 nahezu rein weiss erscheinen.
d auf dem Hflgl mit sechs gelblichen Makeln. Ausserordentlich selten in Sikkim, wo sie August, September
nadaka. fliegt. Etwas häufiger in Bhutan, von General Ramsay mit E. nara zusammen in Nepal gefunden. — nadaka
subsp. nov. (130c als sahadeva) ist sehr lokal in Assam, von wo mir eine grössere Reihe aus den Khasia-Hills
vorliegt. Doherty fand sie auch auf den Naga-Hills. d oberseits dunkler saftgrün, als Exemplare von west-
EUTHALIA. Von H. Fruhstorfer.
683
licheren Fundorten, auch unterseits, wie dies Moore (Lep. Indica III, S. 133) bereits hervorhebt, satter grün
und reicher beschattet, cf stets nur mit drei statt sechs weissen Discalmakeln der Hflgl, welche bei einem
von Moore (Lep. Indica Taf. 241) dargestellten ? fehlen. — narayana Sm., eine habituell zurückgebliebene narayana.
Gebietsform, von welcher mit Sicherheit nur ?? bekannt sind, die aus den Ruby-Minen, Oberbirma, stammen.
Grundfarbe etwas bleicher grün als bei nadaka-$¥. Flecken der Vflgl etwas kleiner. Nach Elwes sollen auf
den Naga-Hills cfcf Vorkommen, von welchen einige der narayana, andere wieder mehr iva Moore gleichen.
Weil jedoch Elwes die Euthaliiden nicht sorgfältig genug studiert hat, dürfte es sich z. T. wohl um Bestim¬
mungsfehler handeln. — pyrrha Leech (Bd. 1, S. 190j ist mir nur nach dem auch Bd. 1 Taf. 88 d dargestellten pyrrha.
? bekannt. Type aus der Provinz Kweichow, auch vom Omei-shan und Mupin gekommen, Flugzeit Juni, Juli.
Selten. — kosempona Frühst. ( 1 3 0 d) liegt mir in drei weiblichen Exemplaren vor. Weissbinde der Vflgl der kosempona .
?? peripherisch gelblich angehaucht, durchweg breiter als bei nadaka, ebenso die Subapicalflecken grösser.
Hflgl mit drei bis fünf distal ebenfalls gelblich begrenzten Discalfleckchen. Unterseits vorherrschend gelblichgrün
mit markanteren schwarzen Subbasal-Zeichnungen. Sehr selten; Flugzeit Juni, Juli; von Kosempo auf Formosa.
E. leechi Oberth. (Bd. 1, S. 191, Taf. 58 d) wird von Oberthür als distincte Species aufgefasst, welche leechi.
der sahadeva pyrrha etwas ähnlich sieht, aber beim cf durch die fehlende weisse oder gelbliche Binde der
Vflgl differiert und eine fahler bronzeartige Färbung zeigt. Von denselben Fundorten wie E. sahadeva pyrrha.
E. iva J foore einer der in den Sammlungen seltensten Falter Indiens, abgebildet und beschrieben ist iva.
bisher nur das ?, welches noch grösser als sahadeva -? erscheint und breitere und spitzere weisse Flecken der
Vflgl aufweist als nadaka-% , mit welchem es im Colorit übereinstimmt. Hflgl oben mit vier innerlichen weissen
Punktflecken. Unterserseite prächtig grün, auf dem Vflgl etwas gelblich, auf dem Hflgl licht smaragdgrün.
Zeichnung wie oben, nur mit sechs medianen runden Flecken der Hflgl. Einmal ein ? bei Daling (Sikkim) auf
ca. 2000 m im August gefangen. Ein Paar in der Sammlung Niceville im Calcutta-Museum aus Manipur, ein
? in der HEwiTsoN-Collection des British- Muse ums.
E. kardama Moore (Bd. 1, S. 191, Taf. 58a) zählt zu den westchinesischen Gharacterfaltern, weichein keiner kardama.
Schmetteriingssendung fehlen, die von Szetchuan importiert wird. Weit verbreitet in West- und Central-China.
E. patala, bereits Bd. 1, S. 19 1 erwähnt, zerfällt in drei Arealrassen: patala Koll. von Chumba bis patala.
Nepal verbreitet. — pratti Leech (Bd. 1, S. 191, Taf. 58 c) selten, im Juni und Juli bei Itschang und Chang- pratti.
yang in Central- wie auch in West-China. — taooana Moore , oben dunkler olivengrün als patala; ? mit taooana.
erheblich breiteren gelben Binden der Vflgl; Type aus Taoo, Tenasserim, aus 3 — 5000 Fass Höhe. Doherty
fing die Art ausschliesslich auf den Excrementen der damals in den Karen-Hills noch so häufigen Tiger,
besonders im März, April. Ich selbst sah zwischen Petichang und Tandong, Tenasserim (Mai) ein cf nahe einer
Pfütze am Reitwege sitzen. Im Tring-Museum sind 7 cf cf aus Perak, welche vermutlich Doherty dort
gesammelt hat.
E. confucius Westw. (Bd. 1, S. 191, Taf. 58b). Eine prächtige Species; differiert von E. patala durch confucius.
drei statt zwei weissliche Praeapicalflecken der Vflgl und die buntere Unterseite der Hflgl; nicht sehr selten
in West- und Central-China.
E. formosana Frühst. (130d) ohne nähere Verwandte auf dem Continent, ist ausgezeichnet durch die formosana.
namentlich beim ? auffallend breite und geradlinig verlaufende fahlgelbe Mittelbinde der Hflgl, während sie
auf den Vflgln unregelmässiger verläuft. Unterseite etwas ähnlich jener von E. confucius, licht olivengrün
mit weissliehgelber medianer Zone und blassgrünem Anflug im Basalgebiet. Vflgl mit einer markanten scharf
gezackten vom Analwinkel bis zur hinteren Radiale reichenden schwarzen Submarginalbinde. Anscheinend
ziemlich häufig; 12 cfcf, 8 ?? in der Sammlung Fruhstorfer. Eine der schönsten Entdeckungen Sauters.
Flugzeit Juni bei Kosempo, Formosa.
E. hebe Leech (Bd. 1, S. 191, Taf. 58 b) ist sehr selten, fehlt meiner Sammlung. Das ? ist sogar noch hebe.
unbekannt. Von Chang-yang (Type) und dem Omeishan.
E. shinnin Frühst. (130 cl) ersetzt anscheinend E. hebe auf Formosa. Gleichfalls ungemein spärlich und shinnin.
nur im cf Geschlecht bisher aufgefunden, differiert shinnin von hebe durch die weniger gebrochene Längsbinde
der Vflgl und die kürzere mehr nach innen gebogene Fleckenreihe der Hflgl, welche beide fahl ockergelb statt
gelblichgrün abgetönt erscheinen. Der Unterseite fehlt der bei liehe so deutlich abgesetzte Terminalsaum der
Hflgl. Farbe durchweg fahl ockergelb statt blassgrün. Hflgl noch mit einer schwarzen Submarginalbinde,
welche hebe fehlt. Flugzeit Juni bei Kanshirei, Formosa, nur 5 cfcf in der Sammlung Fruhstorfer. Von
H. Sauter zuerst gebracht.
684
EU THALIA. Von H. Fruhstorfer.
thibetana.
yunnana.
undosa.
aristides.
alpherakyi.
monbeigi.
diida.
sakota.
darga.
evelina.
derma.
vallona.
E. thibetana (Bd. I, S. 191) zerfällt auf chinesischem Boden in zwei Arealformen : thibetana Pouj., etwas
kleiner und von fahler und matter gelben Längsbinden durchzogen, als die Bd. 1, Tafel 58 b als thibetana irr¬
tümlicherweise abgebildete E. undosa Frühst. Die Apicalmakeln kleiner, die Discalstreifen der Hü gl nach innen,
geradliniger als bei undosa. West- und Central-China. — yunnana Oberthr. (Bd. I, S. 192) tritt bei Tseku auf
indoaustralisches Gebiet über. Sie ist kenntlich durch vermehrte blaue Bestäubung der Hflgl, ein Characte-
risticum, das sich bei fast allen Yunnan-Euthalien wiederholt.
E. undosa Frühst. (= themistocles Oberth.) (Bd. I, Tafel 58 b als thibetana). (1907). Verglichen mit
Euth. thibetana Pouj. (wie sie Leech, Butt, of China usw. 1893 Tafel 21 f, 8 abbildet), ergeben sich folgende
Unterschiede: cf Grundfarbe heller, mehr gelblich als dunkel grau grün. Flecken und Binden aller Flügel glänzend,
dunkel strohgelb, anstatt matt und blass lehmfarben. Die gelben Flecken der Medianbinde der Vflgl unregel¬
mässiger verteilt, die oberen isolierter stehend. Medianbinde der Hflgl proximal und distal stark eingeschnürt
und von schwarzen Wellenlinien umsäumt. Körper heller grün behaart. Unterseite: Beicher an Schwarzzeich¬
nung, Grundfarbe jedoch heller, mehr gelb als braun. Submarginalbinde aller Figl breiter, schärfer heraus¬
tretend. Medianbinde der Vflgl proximal ausgedehnter, schwarz umzogen. Medianbinde der Hflgl besonders
stark gewellt. Analzone der Hflgl hellgrün behaart und beschuppt. Fühler unten hell- anstatt dunkel rotgelb.
Mupin (West-China).
E. aristides Oberth. (Bd. I, S. 192) findet sich neben E. undosa Frühst, bei Tseku in einer Höhe von
etwa 2000 m.
E. alpherakyi Oberth. aus Siao-Lu und Mupin im Gebirge sowie Tien-Tsuen im Tale auf nur 700 m
(S. 191 wurde der Flugort in Tientsin, dem Hafenort der Provinz Tschili, verdruckt). — monbeigi Oberth.
(Bd. I, S. 192) ist dazu die Yunnan-Basse, wie dort üblich reicher blaugrau als alpherakyi überstaubt.
E. duda, eine der schönsten Euthaliiden, bisher nur aus dem Himalaya bekannt, wurde neuerdings
auch an der Yunnan-Setchuan-Grenze entdeckt, so dass zwei wohl geschiedene Arealformen aufzuzählen sind:
duda Stgr. (130 d), von welcher das seltene ? reichlich ein Drittel grösser erscheint und infolgedessen auch
eine ausgedehntere moosgrüne Subanalpartie der Hflgl aufweist, als das abgebildete cf. Unterseite bei beiden
Geschlechtern analog, hellgrün mit lichtblauen, basalen, verwaschenen Partien. Weissbänderung wie oberseits.
Aus Assam beschrieben, wo duda manches Jahr nicht sehr selten ist. Auch aus Bhutan gemeldet, aber einer
der gesuchtesten Sikkim-Falter. Es sind nur wenige Exemplare aus Sikkim (Flugzeit Juli und August) bekannt.
sakota subsp. nov. mir nach der Abbildung Oberthür’s (Lep. Comparee, 1912) bestimmt, stammt aus Tseku
2000 m Höhe) und bleibt im Ausmass der Vlgl hinter duda zurück. Gesamtcolorit beiderseits lichter und
gleichmässiger grün, unten ohne blaue Partien. Weissbinde der Vflgl aus viel kleineren und daher isolierter
stehenden Componenten zusammengesetzt, jene der Hflgl aber erheblich ausgedehnt, deren distale blaue Be¬
grenzung blasser. Yunnan, noch selten in den Sammlungen.
E. durga Moore. Viel seltener als E. duda und mit analoger Farbenverteilung; differiert von duda
durch verbreiterte weisse Medianbinde der Vflgl und steiler gestelltes distal gezacktes Mittelfeld der Hflgl.
Subapicalfleckchen der .Vflgl etwas kleiner als bei E. duda. Unterseite vorherrschend blau statt gelblich grün,
die distale Partie aller Vlgl nahezu grauschwarz. Nach de Niceville früher ziemlich häufig in Sikkim, ist sie
jetzt sehr selten geworden infolge der Waldverwüstung zum Zwecke der Teekultur, doch wird sie manchmal
in Anzahl in Bhutan gefunden. Flugzeit Juni bis August auf 1000 bis 1500 m Erhebung.
E. evelina zählt zu den weitverbreitetsten Euthaliiden, bewohnt den Continent von Assam und Birma
an bis Süd-Annam, wurde neuerdings auf Hainan entdeckt und ist somit voraussichtlich von Tonkin zu er¬
warten. In südlicher Richtung geht evelina von Kar war und Ceylon bis Java und die celebische
Subregion. Die Falter sind nirgendwo häufig, man trifft sie stets nur einzeln oder in Gesellschaft eines ?, und
Dr. Martin hat die meines Erachtens sehr glückliche Ansicht ausgesprochen, dass einzelne Individuen gleich
den Tigern oder grossen Raubvögeln ein grösseres Areal beherrschen, dorthin keinerlei Eindringlinge duldend.
Wenn ich mich nicht irre, gingen die Imagos auf Ceylon, Java und Celebes nicht an Bananenköder, sondern
hielten sich mit Vorliebe am Erdboden auf und man hat sie auf Sumatra sogar auf nassen Sägespänen im
Walde beobachtet. — Rp auf Diospyrus melanoxylon Roxb. und D. candolleana Wight., manchmal in über¬
raschender Menge; Farbe grün mit einem weinfarbenen Fleck auf jedem Segment, die lateralen Federn länger
als bei allen übrigen Euthalien, hellgrün mit schwarzen Spitzen. Pp kurz und breit grün mit prächtigem silber¬
glänzendem Besatz am Thoracalende und silbernen Flecken am dorsalen Teile des Bruststückes. — derma Roll.,
aus Masuri beschrieben, aber vermutlich aus Assam stammend, denn sie wurde seit 1844 nie weiter westlich
als Assam aufgefunden. Oberseite wie bei compta (130b); ? erheblich grösser als das cf, mehr bräunlichgrün.
Unterseite grau mit ausgedehnten braunen Schattenbinden. Vflgl mit einem, Hflgl mit drei roten Makeln in der
Zellgegend, welche beim ¥ verblassen. — vallona subsp. nov. liegt, mir nur im weiblichen Geschlecht vor.
EU THALIA. Von H. Fruhstorfer.
685
Erheblich grösser als derma, nähert sich der Färbungscharacter der Oberseite etwas den makromalayischen
Formen durch die stark verdunkelte jenseits der Zelle und auch sonst in der Flügelmitte scharf abgegrenzte
satt braungrüne Basalpartie aller Figl. Unterseite viel heller grau als hei den übrigen continentalen Rassen,
die Rotflecken sehr deutlich, nur zwei auf den Hflgl. Von mir hei Kanburi, Siam, nahe der Tenasserim-Urenze,
im April am Ufer eines Waldflüsschens gefunden. Zu ihr gehören vermutlich auch die Individuen aus Birma
und Tenasserim, welche Moore und Bingham erwähnen. — annamita Moore schliesst sich laudabilis & trink.
(130 b) an. Es ist eine ganz hervorragende Arealrasse, nahe dem Specieswert. Beide Geschlechter mit weissem
Bezug am Apex der Vflgl, ? ausserdem noch mit wie bei laudabilis angelegtem aber rein weissem Mittelfeld
aller Vflgl. Gochin-China, nur ein Paar bekannt, das ich am Britisch Museum gesehen habe. — gasvena subsp.
nov. Der absolute Gegensatz von annamita , eine auffallend verdunkelte, habituell verkleinerte Inselrasse, welche
unterseits fast schwarzgrau überdeckt erscheint. Insel Ha inan, sehr selten. Type im Britisch-Museum.
laudabilis Sivinh. (130 b) differiert im weiblichen Geschlecht vom abgebildeten ? durch das Fehlen der weisslich-
grünen Aufhellung des Submarginalgebietes der Vflgl. Unterseite blaugrau mit moosgrünen Längsbinden. Rp
in der Artdiagnose beschrieben; wird namentlich in der Regenzeit in erstaunlich grosser Menge von den Ein-
gebornen aufgefunden und eingeliefert. Falter vom Januar an, Hauptflugzeit. Juni, Juli in den Nilgiris bis
1200 m emporsteigend. Nordwärts bis Karwar und Kanara vorkommend. — evelina Stoll., die Namenstype,
stammt von Ceylon. Das ? gleicht dem laudabilis -¥, nur führt es statt der weisslichen eine lichtgrüne, bronze-
glänzende Zone der Vflgl. Unterseite dunkler grau mit braunen Schattenbinden. Von mir vornehmlich in den
Wäldern des flachen Nordens der Insel gefunden, wird sie auch bei Galle und Labugama im Süden von
Ceylon angetroffen. Einer der wenigen Nymphaliden, welche auch Nachmittags unterwegs sind, Falter sehr
scheu, schwer zu fangen. Man beobachtet immer nur das eine oder andere Exemplar auf weite Strecken hin,
doch hat Dr. Manders einmal nahezu 30 Individuen nahe Mahintale im August in einer Waldschänke (einem
Baum mit ausfliessendem Saft) beobachtet. — mahonia subsp. nov. soll die besonders ansehnliche Rasse der
Insel Sumatra bezeichnen. Man wird mir den paradoxen Namen verzeihen, wenn ich erklärend anführe, dass
der robuste zähe Falter mit seinen dunkelgrünen Schatten der Oberseite an die gleichfalls überaus zähe
chinesische und mittelasiatische Berberidazee mit ihren widerstandsfähigen von hell zu dunkelgrün in zahl¬
losen Färben-Abstufungen variierenden Gartenpflanze erinnert, malionia glaubte ich früher mit compta (130 b)
von der Malayischen Halbinsel vereinigen zu dürfen, doch differiert sie erheblich durch die gerade verlaufende
sehr schwache Medianbinde der Hflgl, die prächtig hell-blaugrüne Unterseite und das Vorhandensein von nur
zwei statt drei roten Flecken der Hflgl. Immer nur einzeln, aber anscheinend in West-Sumatra, Umgebung
von Padang-Pandjang, häufiger als im Sultanat Deli. Dr. Hagen fand mahonia vereinzelt in schattigen Muskat¬
nuss-Gärten sowie an den Abzugsgräben der Scheunen und Häuser. Die Falter lieben es, am einmal gewählten
Standort festzuhalten, und Hagen glaubt, dass die vereinzelte Eiablage über einen grösseren Bezirk hin erfolgt.
pyxidata Weym. vermittelt den Uebergang von mahonia zu sikandi Moore, cd wie compta- (130 b), auch
unterseits ebenso dunkel graugün und mit drei roten Basalmakeln der Hflgl. ? mit weisser medianer Region
der Vflgl, welche sich auf den Hflgln nur als ganz zarte transcellulare Bestäubung wiederholt. Insel Nias, nur
wenig Exemplare in den Sammlungen. — sikandi Moore (= soma Fldr.) hat im männlichen Geschlecht den
roten Fleck' der Vflglzelle verloren und bei den ?? ist er nur noch rudimentär gelegentlich vorhanden,
cd kleiner als mahonia-d'd ' von Sumatra, ¥ mit etwas schärfer abgegrenzter weisser Zone der Vflgl als pyxi¬
data; das Medianband auch auf den Hflgln prominent, so dass Java wieder einmal die am reichsten weiss
dekorierte Rasse der Collectivspecies beherbergt. Die Unterseite gleicht am meisten der Siam-Rasse vallona
Frühst. Beide Geschlechter führen aber nur einen sehr undeutlichen roten Basalfleck der Hflgl. Ost- und
West-Java, selten. Bis etwa 600 m Erhebung. — mahapota subsp. nov., mir nur im weiblichen Geschlecht,
nach den Exemplaren des Münchener Museums bekannt, nähert sich der sumatranischen mahonia Frühst ., doch
verrät eine bleiche Submarginalzone der Oberseite aller Figl Beziehungen zur javanischen sicandi Moore.
Unterseite lebhafter als sumatranische ?? und neben der weissen Aufhellung ist auch noch das Vorhandensein
von nahezu schwarzen Längsstreifen der evelina mahonia gegenüber zu vermerken. Auch die roten Basal¬
tlecken der Unterseite der Hflgl markanter. Insel Banka, anscheinend sehr selten. — magama subsp. nov. schliesst
sich der sumatranischen mahonia an. <f etwas kleiner, ¥ leicht fahler braun, sonst oberseits kaum ver¬
schieden. Unterseite aber durchweg dunkler und das ¥ characterisiert durch das Vorhandensein einer fast
immer prägnanten Serie von submarginalen braungrünen Halbmonden, welche bei meinen 4 west-sumatranischen
?? kaum zu erkennen sind. Auch die Vflgl beider Geschlechter sind entschieden dunkler grünbraun beschattet.
Südost- und Nord-Borneo, sehr selten, ¥¥ aus dem Süden der Insel fehlen mir. — tyawena subsp. nov., mit
der Type in der Collection Staudinger, differiert von magama Frühst, durch die lichtblaugraue Unterseite und
die mehr verwaschenen sattgrünen Längsstreifen der Unterseite der Vflgl. ? auffallend gross und viel heller
als ?? der übrigen Philippinen. Auf den Philippinen selbst lassen sich zwei Variationsrichtungen der Gesamt¬
art erkennen: eva Fldr., eine kleine, sich der nordindischen derma Coli, anschliessende, unten hell blaugrüne
oder fahl braune Rasse, welche mir aus Luzon vorliegt, und proditrix subsp. nov., von ansehnlicher Grösse,
den cPcd der celebischen Subregion genähert; oben dunkelbraun und unterseits fast mit dermoides Rotsch. zu
verwechseln, durchweg braungrün mit intensiver blaugrauen Partien. Insel Bazilan, von W. Doherty entdeckt,
nach Semper auch auf Mindanao und Gamiguin de Mindanao. Flugzeit von März bis Dezember. — bangkaiana
annamita.
gasvena.
laudabilis.
evelina.
mahonia.
pyxidata.
sikandi.
mahapota.
magama.
tyawena.
proditrix.
bangkaiana.
686
EU THALIA. Von H. Fruhstorfer.
Frühst, übertrifft die celebischen Rassen an Grösse, ist ober- wie unterseits dunkler als dermoides und zeigt
dermoides. breitere braungrüne Längsstreifen der Unterseite. Insel Bangkai, Type im Britisch Museum. — dermoides Rothsch.
aus Sud-Celebes beschrieben, hat auf der sattbraunen Oberseite ausgedehnte schwarze Schattenbinde der Vflgl.
Unterseite abwechselnd grünbraun und blaugrün mit sehr deutlichen roten Flecken. Flugzeit besonders im
bolitissa. August. — bolitissa subsp. nov. differiert oberseits kaum von dermoides ; ? erheblich grösser als das cf, etwas
heller braun. Unterseite viel dunkler als bei der süd-celebischen Arealform, gleichmässig braungrün, nur der
Analsaum der Hflgl graugrün oder blaugrau belegt. ? auf der Unterseite der Vflgl vorwiegend braungrau. Hflgl
graublau mit braungrünen Streifen. Von mir bei Toli-Toli, Nord-Celebes, im November und Dezember gefunden:
fumosa. auch aus Tondano in meiner Sammlung. — fumosa Frühst. (130 b) endlich bildet das melanotische Extrem
der Species. Oberseite mit noch breiteren und tiefschwarzen Längsbinden als dermoides , Unterseite jener von
bolitissa genähert, nahezu schwarz mit äusserst prominenten schwarzen anteterminalen Halbmonden der Hflgl
und nur schmalem graublauem Distalsaum der Hflgl. Sula-Mangoli, von W. Doherty eingesandt.
E. durya eine äusserst prägnante Art, bewohnt ausschliesslich makromalayisches Gebiet und ist erst
neuerdings als bis Stid-Tenasserim vorgedrungen durch Bingham constatiert worden. Die Zeichnung der Ober¬
seite ergibt unsere Figur 130 b. Die Unterseite ist bei allen Formen blass gelblich grün mit unbedeutenden
dunklergrünen oder braunen Makeln und zwei schwarz umringten Zellflecken. Jugendstadien unbekannt. Falter
mahara. in der Regel selten, wohl niemals den dichtesten Wald verlassend. — mahara subsp. nov. (130 b) die habituell
kleinste Inselform mit deutlichstem gelbem Zellfleck der Vflgl. Die medianen Makeln der Hflgl breit schwarz
umringelt, dunkler als bei den übrigen Vikarianten. Unterseite zart grasgrün. Ost- und West-Java, sehr
manaya. selten bis etwa 500 m Erhebung. - manaya subsp. nov. namentlich im weiblichen Geschlecht ansehnlicher
als die Java-Rasse, Weissfleckung demzufolge etwas verbreitert. Unterseite auffallend bleichgrün mit unmerk¬
licher brauner Sprenkelung. Sumatra, besonders im Westen der Insel, von woher mir 8 cfcf, 5 ?? vorliegen.
durya. - durya Uhl, der nomenclatorische Typus, differiert nur durch reicher braun gefleckte Unterseite. Malayische
monara. Halbinsel, neuerdings auch in Siid-Tenasserim aufgefunden. — monara subsp. nov. bewohnt Borneo und differiert
von sumatranischen Exemplaren durch prominentere grünbraune Submarginalfleckung der Unterseite. Ver-
saidja. mutlich ganz ähnlich auch auf Palawan, dortige Stücke fehlen aber meiner Sammlung. — saidja van de Poll
(130 c), die hervorragendste Rasse, nahe der Grenze des Specieswertes, ist oberseits kenntlich am weissgelben
Submarginalfeld der Vflgl. Unterseite noch prägnanter gefleckt als die Borneoform mit vergrösserten von der
Oberseite durchscheinenden peripherisch grün umschatteten Zeichnungen. Insel Nias, ¥ sehr selten.
Artengruppe Adolias.
Ihr gehören die stattlichsten Arten an, welche zumeist auch noch durch ihre Farbenpracht hervorragen.
Von den eigentlichen Dophla differiert Adolias durch die offene Zelle der Hflgl, wodurch wieder eine Annäherung
an die echten Euthalien hergestellt ist. Wie bei Dophla bleibt aber die Zelle der Vflgl geschlossen. Nach
Schatz differieren Adolias von den Euthalien hauptsächlich durch folgende Abweichungen: .,Bei Adolias ent¬
springt der 1. Subcostalast noch vor der Zellmitte und der 3. Ast ungefähr in 1jA Entfernung vom 4. und dem
Zellende. Die Zellen der Vtlgl sind stets geschlossen, die der Hflgl offen. Mittlere Discocellularis ist sehr
kurz, gebogen; untere die Mediana weit nach dem Ursprung des 2. Astes treffend. (Bei Euthalia, wenn die
untere überhaupt vorhanden, fast unmittelbar nach dem 2. Ast). Präcostale einfach, nach aussen gebogen.
Die Palpen sind kurz, dicht mit gelbbraunen Haaren bekleidet, mit stark gebogenem Basalglied und langem,
am Ende verdicktem Mittelglied; Endglied länglich eiförmig. Die Fühler ausnehmend lang, gerade, mit sehr
verlängerter Fühlerkolbe.“ — Jugendstadien unbekannt, doch hat Dr. H. Dohrn die sumatranische Rasse von
E. dirtea aus Raupen gezogen, ohne eine Beschreibung zu geben. Generationsorgane jenen von Dophla genähert,
Tegumen mit verdicktem Uncus, der dorsal vogelkopfartig ausgewölbt ist. Scaphiumbildung deutlich. Valve
sehr lang, an der Basis brettartig, im mittleren ventralen Teile konkav vorspringend, das distale Ende leicht
umgebogen. Imago bei einigen Formen wenig, bei anderen erheblich zu individuellen Abänderungen geneigt.
Zeitformen sind mit Sicherheit nicht nachzuweisen, wohl aber bei der gemeinsten Art eine Höhen- und Talform.
Sexuelle Divergenz meist zu konstatieren. Falter stets nahe dem Erdboden auf faulen Früchten saugend, sich
auch auf Steine, Wurzeln setzend, stets im dichten Wald, oder wenn sie sich längs Hecken umsäumter Wege
finden, sehr scheu. Im allgemeinen nicht leicht zu fangen. Fast alle Arten zu den wohlriechendsten Faltern zählend.
Der aromatische Geruch hält sich lange und ist auch noch bei in Europa aufgeweichten Faltern zu konstatieren.
Bewohner der Ebene, die auf Java bis etwa 600 m, auf Sumatra vielleicht 1000 m Erhebung Vorkommen.
A. dirtea die am weitesten verbreitete Art von Nordindien bis Hainan, auf den Philippinen und in Makromala-
yana. Bei cT wie ? veränderlich und Palpen rötlich oder gelb, besonders in der Breite der Binden auf dem
Vorder- und Hflgl und in der Ausdehnung des schwarzen Marginalsaums der Hflgl, welcher manchmal als tief
eingezacktes, aber scharf abgegrenztes Band erscheint, sehr häufig jedoch von den blauen seidenglänzenden Schuppen
der Submedian-Binde zerfetzt und überzogen wird. Die Farbe der Figlunterseite der cfcf ist gewöhnlich hell
lehmfarben mit leicht violettem Analteil und ein paar weissen Fleckchen auf der Vflgl-Unterseite. ln Borneo
EUTHALIA. Von H. Fruhstorfer.
H8T
und Sumatra kommen aber auch häufig Exemplare mit dunkel rotbrauner Unterseite, breit blauschwarzem
Analteil und grossen grünblauen Flecken vor. (=fa. montan a Hag.) In der Färbung der ?? variieren besonders
Borneo- und Java-Exemplare und ich besitze solche aus Süd-Borneo mit oberseits blaugrünen Punkten an
Stelle der gelblichen und hell blauweisser Unterseite neben solchen mit inoos- und braungrüner Schattierung.
fa. esmalta form. nov. (127 b). Sehr abweichend und inconstant ist sowohl die Gestalt wie die Färbung der gelben esmalta.
medianen Punkte auf der Vflgl-Oberseite der cfcf und der schwarzen Submedian-P unkte auf der Prachtbinde
der Hflgl. Der Seidenglanz der cfcf ist bei den sonst monoton gefärbten ?? auf je einem Sumatra- und Borneo-?
meiner Sammlung noch auf dem Costalrand und einigen Adern angedeutet. — Ueber die Flugart der E. dirtea
äussert sich Dr. Hagen (Iris 1896, pag. 172) sehr zutreffend und ganz mit meinen Beobachtungen übereinstimmend:
„Dieser schöne Schmetterling ist sehr häufig, aber nur an schattigen Stellen, die etwas feucht sind, z. B. in
von Bambus-Gebüsch überschatteten Strassengräben, unter den Häusern und in den Fruchtgärten der malavischen
Kampongs, an den Abfällen schattig gelegener Küchen, sowie in Wäldern. Das Tier hat einen sehr raschen,
schnellen und kräftigen Flug, ist ziemlich scheu, doch fliegt es, selbst verfolgt, immer nur eine kurze Strecke
weit nahe am Boden und setzt sich mit platt ausgebreiteten Flügeln stets auf denselben nieder, niemals an
Zweige oder Aeste. Beide Geschlechter sind gleich häufig. Martin und de Niceville schreiben, dass das Tier
nur von November bis März fliege. Zu dieser Zeit — der Regenzeit — ist es allerdings am häufigsten, doch
habe ich auch Exemplare, die im April, Mai, Juni und August gefangen sind und zwar ganz frische Tiere.“
- pardalis Moore , die nördlichste Form, stammt von der Insel Hain an und ist sehr gut differenziert, ff sind pardalis.
sehr selten und weichen nicht erheblich von solchen aus Tonkin ab, während ?? wie sie im Tring-Museum
vorliegen, dadurch auffallen, dass sie auf den Vflgln nahe der Costale weissliche, und auf den Hflgln sogar
partiell blaue Makeln führen statt der üblichen gelben Flecken. — eleanor Frühst, umschreibt eine dunkle eleanor.
Arealform: cf entschieden bereits dem khasiana-d 1 (127b) genähert mit sehr dunkler, aber etwas breiter
angelegter Prachtbinde der Hflgl, welche sehr grosse schwarze Intranerval mäkeln umschliesst. Unterseite
dunkelrotbraun mit stahlblauer Zone am Analwinkel der Vflgl, letztere aber mit weissen, nicht wie bei Jchasiana
blauen medianen Punktflecken. ?-Typus nicht vom khasiana-^- Typus (127 c), sondern den makromalayischen
Rassen genähert, durch weisslichgelbe Makeln nahe dem Costalrand der Vflgl, auch noch an pardalis Moore
von Hainan erinnernd. Unterseite der ?? mit auch oberseits ansehnlicheren, nahezu weissen Medianmakeln
als ?? aus Perak und unterseits reich goldigbraun überflogen. Tonkin, cf -Type aus Vanbu im Tring-Museum.
Weitere Exemplare von mir im August und September bei Chiem-Hoa gesammelt, ?? auch von Mittel-Annam,
November, Dezember, in meiner Sammlung. — jadeitina subsp. nov. (127 b, als dirtea) bedeutet das Gegenteil jadeitina.
von eleanor und man könnte versucht sein, sie als Trockenzeitform derselben aufzufassen, cf kenntlich an
dem auffallend, blass bronzegrünen Aussensaum der Vflgl, der vorwiegend grünlich schimmernden gleichfalls
hellen Randbinde der Hflgl mit ihren kleinen schwarzen Punktfleckchen. Unterseite rötlichgelb mit deutlich
hervortretenden goldgelben quadratischen Medianmakeln der Hflgl. ? stattlicher als eleanor-2, mit auch im
Vergleich zu Perak-?? vergrösserten trüb goldgelben Flecken der Oberseite der Vflgl. Tenasserim, Unter-Birma,
in meiner Sammlung, auch bei Muok-lek, Mittel-Siam, im Januar von mir gefunden. Nach Moore häufig in
vielen Teilen von Birma, wo sie an abgefallenen faulenden Früchten das ganze Jahr über von der Küste bis
zu etwa 1000 m Höhe angetroffen wird. Nordwärts wurde sie noch bei Bhamo und den Shan-Staaten, im Süden
bei Tavoy und dem Mergui-Archipel gefunden. — khasiana Sicinh. (127 b cf, c ?) eine hochspecialisierte Rasse, khasiana.
interessant namentlich im ? Geschlecht durch dessen Farben. Convergenz mit dem ? von E. cijanipardus Btlr.;
cf dermassen mit cijanipardus übereinstimmend, dass Bingham glaubte, beide als Formen einer Species vereinigen
zu dürfen. Abgesehen aber von der bedeutenden Grösse entfernt sich E. cijanipardus auch durch die beim
cf grünlichen, beim ? weisslichen Palpen, welche bei allen Vikarianten der E. dirtea^G ruppe rotbraun bleiben.
Neben der abgebildeten ?-Form findet sich als Seltenheit eine albinotisch gefärbte mit vergrösserten, nahezu
gelblichen Flecken der Vflgl und weisslich grüner statt blauweisser Submarginaldekoration der Hflgl ( = dolia dolia.
form. nov). — Sehr interessant ist weiter eine seltene Abänderung mit rotgelben, statt weissen Medianmakeln
der Oberseite der Hflgl. (dirteoides form, nov., wegen des Rückschlags zur oüWea-Färbung). Häufig in Assam, dirteoides.
ausserordentlich selten in Sikkim, dagegen manchmal in Bhutan in grösserer Anzahl anzutreffen. De Niceville
kannte auch Exemplare aus Nepal und in der Sammlung Crowley des Britisch Museum finden sich solche
aus den Naga-Hills. — dirtea F ., der nomenclatorische Typus, wurde von ihrem Autor mit dem unzutreffenden dirtea.
Vaterland „Bengalia“ beschrieben. Buttler glaubte, dass die Type allenfalls aus Java gekommen sein könnte;
demgegenüber möchte ich jedoch bemerken, dass dirtea auf Java zu den seltensten Tagfaltern gehört und ihr
Vorkommen auf ganz kurze Distanz nördlich von der Bai von Palabuan und den Djampangs südlich von
Lukahmi beschränkt ist. Weil nun Fabriciüs seiner Zeit eine ganze Anzahl Rhopaloceren empfangen hat, die
unzweifelhaft auf der Malayischen Halbinsel beheimatet sind, ist es wahrscheinlich, dass auch die fragliche
dirtea von dort in seine Sammlung gelangt ist. Wir verlegen somit die Heimat auf die genannte Halbinsel,
schon wegen der Aehnlichkeit mit den benachbarten Vikarianten. Perak-Exemplare der Collection Fruhstorfer
nähern sich am meisten solchen aus Sumatra, die ?? sind etwas grösser als Sumatra-??, ansehnlicher als
solche von der Insel Borneo. Das cf hat mit der Rasse des westlichen Sumatra die markanten schwarzen
Submarginalmakeln der Hflgl wie einen relativ breiten schwarzen Terminalsaum gemeinsam, entfernt sich jedoch
dadurch von der auch sonst bleicheren jadeitina Frühst, von Tenasserim. Vom ? scheinen zwei Zeitformen
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EU THALIA. Von H. Fruhstorfer.
zu existieren: ein grosses normales ? mit ansehnlichen gelben Makeln der Oberseite, und eine kleinere Form
mit reduzierten und verdunkelten Fleckchen. Ein solches Stück trägt die Bezeichnung: „Perak, Künstler“ und
entstammt der Sammlung Honrath. Distant beobachtete dieselbe Liebhaberei für abgefallenes Obst und fand,
dass zerschnittene Ananas in der richtigen Jahreszeit auf den Weg, welchen die Schmetterlinge besuchten,
gestreut, ihre Anziehungskraft nicht verfehlten und ihm stets beide Geschlechter in Anzahl einbrachten. —
montana. Als montana Hag. wurde eine relativ kleine Bergform des nordwestlichen Sumatra beschrieben. Ich finde
aber, dass derlei Stücke auch in der Ebene des Sultanats Deli dominieren und ein sehr dunkles cf meiner
Collection stammt aus Muara-Enim in der Besidentschaft Palembang, also gleichfalls aus dem Küstengebiet.
Wir übertragen deshalb den Namen montana unbedenklich auf die unterseits etwa wie annae (128 a) gefärbte
Rasse der Nordhälfte von Sumatra. Dr. Martin erzählt, dass dirtea in Deli vor der Ausdehnung der Tabaks¬
kultur, welche die Wälder vernichtete, sehr häufig waren. Sie fanden sich in der Nähe fast aller Häuser und
waren auf Küchenabfällen, besonders den von den chinesischen Köchen weggeworfenen Früchten, leicht zu
nephritica. fangen. — nephritica subsp. nov. soll die etwas ansehnlichere Rasse des westlichen Sumatra bezeichnen, cf
mit prominenteren schwarzen Makeln in der etwas breiteren und satter blauen Prachtbinde der Hflgl. Unter¬
seite durchweg lichter braun und in der Regel auch mit verringertem stahlblauen Gebiet im Analwinkel der
Vflgl. ? in zwei Formen, einer etwas kleineren mit reichem goldigbraunem Anflug der Hflgl und einer grösseren
mit vorwiegend blaugrüner Basalpartie der Hflgl und ohne deutlichen gelblichen Anflug der Distalzone.
gigantea. Umgebung von Padang-Pandjang. — gigantea Frühst. (127 c) überragt die westsumatranische nephritica noch
etwas im Flügel- Ausmass; cf ausserdem charakterisiert durch besonders schöne rotgoldene Fleckung der
Oberseite der Vflgl sowie stattliche Schwarzmakeln der Hflgl. Unterseite aber noch etwas fahler rotgelb als
nephritica- cf cf. $ kenntlich an zum Teil weissen Punktflecken der Vflgl. Generationsorgane sehr ähnlich jenen
von F. cyanipardus Btlr., kürzer, basalwärts tiefer eingeschnürt. Valve distal nicht umgebogen, unregelmässiger
javana. konkav ausgewölbt. Insel Nias, nicht häufig. — javana Frühst. (1 27 a cf, c ?), zeichnet sich durch sehr dunkles
mattglänzend und tiefschwarzes Colorit der Ober- und Unterseite, die tief dunkelblau seidenglänzende, nach
innen und aussen scharf begrenzte Binde der Hflgl aus, nähert sich sehr der dirtea annae Hagen von Bawean,
dirtea hhasiana Swinh. von Nord-Indien und bildet in der Zeichnungsanlage und Färbung mit letzterer zusammen
den Uebergang von dirtea zu cyanipardus. javana führt gleich gigantea und annae einen grossen weissen Apical-
punkt, hat eine schmale grüne Submarginalbinde der Vflgl, welche von einem deutlichen, schwarz und weiss
gefransten schwarzen Marginalsaum begrenzt wird. Die Zelle ist bei gigantea lebhaft rotbraun gesprenkelt. Binde
der Hflgl ziemlich schmal, im oberen Teil sehr dunkel violett angeflogen. Unterseite der cf cf in der Regel sehr
dunkel rotbraun. Hinterteil der Vflgl-Unterseite blauschwarz mit 2 grünlichen und einem violett-weissen Median¬
flecken und 2 ebensolchen blauweissen vor dem Analwinkel. Die Zelle wird von 2 rotbraunen Binden durch¬
zogen, welche einen schwarzen, mit 2 bräunlichen Makeln ausgefüllten Fleck umsäumen. Zwischen den Median¬
adern sind unterhalb der Zelle 2 bräunliche, manchmal weisse Flecken eingebettet. Fühler oben schwarz unten rot¬
braun. So helle Stücke, wie sie unsre Abbildung zeigt, besitze ich nur eines. Die Mehrzahl hat eine grünlich braune
Unterseite der Hflgl, doch sind auch in fast gleicher Anzahl cf cf mit dunklem montana Hag. und annae Hag. ana¬
logem Colorit vorhanden, welche zur selben Zeit in der Regenperiode neben den etwas grösserem und lichteren
cf cf am gleichen Fundort fliegen. Die ?? sind beiderseits polychrom und äusserst lebhaft gefärbt. Die vorderen
Flecken sind weisslich, die übrigen schwefelgelb, die marginalen grün umsäumt. Punkte der Hflgl sehr gross,
hell orangefarben, und die Submarginal-Doppelreihe von Halbmond- und Helmflecken viel breiter angelegt und
inniger vereinigt, auch mehr von metallisch-grünen Atomen verziert als bei den übrigen dirtea -??. Auf der
Unterseite der Vflgl umfasst die Zelle zwei weisse Flecke, welche von einer sehr deutlichen, schwarzen, stark
gekrümmten Einfassung begrenzt werden. Auch beim javana-2 finden wir die zwei bereits von Sumatra gemel¬
deten Formen, die sich auch auf Borneo wiederholen; eine, habituell hervorragende, welche man geneigt
sein konnte der nassen Periode zuzuschreiben, mit an esmalta (127 b) gemahnendem, vorherrschend blangriinem
Colorit der Unterseite der Htlgl und kleinere Individuen, mehr wie annae-$ (127 d) oberseits "orange gefleckt
und unterseits ausgedehnt goldigbraun überhaucht, javana ist eine der schönsten Waldeszierden; um so mehr,
als die Falter ihre sammetschwarzen und amethystblauen Figl während der kurzen Rast auf dem Waldesboden
ausbreiten, wodurch ein Gefunkel und Farbenspiel entsteht, das dem Herrlichsten gleichkommt, was uns der
so farbenprächtige Orient bieten kann. Wie schon anfangs erwähnt, gehören die Euthalia nicht nur zu den
reichgefärbten, sondern auch wohlriechendsten Faltern, was uns nicht weiter wundern darf, weil sie sich an
aromatischen Tropenfrüchten delectieren und eine auf der Erde liegende Ananas, ein Stück Zuckerrohr oder
eine angegangene Banane nicht verschmähen. Der jetzigen Waldarmut Javas dürfte die geringe"' Zahl der
dort vorkommenden Adolias zuzuschreiben sein, denn es ist auffallend, dass alle grossen Sunda-Inseln incl.
dem im Verhältnis zu Java doch sehr kleinen Nias, Continental-Indien undTgewiss auch Malacca immer von
3 Futhalia-Avten bewohnt werden, während wir von Java bis jetzt nur die eine dirtea kennen. Durch rund¬
licheren Flglschnitt und geschlossene Zeichnung der Oberseite den Eindruck einer besonderen Art hervor-
annae rufend, reiht sich hier annae Hagen (128 a cf, 127 d ?) an. annae ist etwas kleiner als gigantea Frühst, und
javana Frühst, und hat mit letzterer den grossen weissen Subapicalpunkt der Vflgl gemeinsam. Die Unterseite
harmoniert sehr mit den meisten Stücken von javana , ist indes etwas dunkler und im Analwinkel der Vflgl
haben sich die bei javana isolierten Flecken zu einer compacten, violettblauen Binde zusammengeschlossen.
iusgegeben 16. VI. 19 V.
EUTHALIA. Von H. Fruhstorfer.
689
Die grünblaue Randbinde der Vflgl-Oberseite ist bei annae kaum eingezackt und bedeckt den ganzen Aussen-
saum. Die beiden Flecken jenseits der Zelle sind blaugrün, anstatt rötlichbraun wie bei den bisher erwähnten
dirtea- Rassen. ? äusserst charakteristisch durch verbreiterte und weisse statt gelbe Subapical mäkeln der Vllgl
und die stets orangefarbenen Flecken der Hflgl. Unterseite des cf wie auf unserer Figur (128 a) jene des
mit blauweisser Einsprengung der Vflgl, prächtig dunkelblauem Basalgebiet und rotockerfarbener Aussenhälftc
der Hflgl. annae, nahe dem Artwert, zählt zu den Charakterfaltern der Insel Bawean und ist dort vom Juli
bis September sehr häufig und leicht zu erbeuten, ln der Sammlung Fruhstorfer sind 40 'f cf 25 ?? vereinigt,
welche unter sich nur unerheblich abweichen. Desto erstaunlicher ist die Differenzierung der dirtea- javana
Frühst, gegenüber. — Als ritsemae Frühst, wurde eine sehr häufige Form der Insel Banka bezeichnet, deren
?$ sich von solchen aus Sumatra, Perak und Borneo leicht absondern lassen durch viel kleinere und somit
zierlichere Flecken der Oberseite als bei den genannten Nachbarrassen. Type am Museum in Leiden, eine
Anzahl ?? auch am Tring-Museum, ausserdem sah ich grosse Reihen von Exemplaren im Mai von Dr. Hagen
gesammelt am Museum in München. — - silawa subsp. nov., stimmt im männlichen Geschlecht ziemlich überein
mit sumatranischen dirtea , nur ist der vordere Teil der Prachtbinde der Hflgl heller violett. Beim ? potenziert
sich die bereits bei ritsemae einsetzende Verkleinerung der gelben Makeln der Oberseite und es existieren
sogar solche ohne die übliche ockerfarbene Sprenkelung. — ? fa. immaculata Snell. Nach Snellen verschwinden
bei den extremen ?? auch die medianen gelben Flecken der Unterseite der Hflgl. Insel Billiton. — chalce-
donides subsp. nov., bewohnt Borneo und vermutlich in ziemlich übereinstimmenden Exemplaren auch die
Natuna-Inseln. Nach dem reichen Material, das mir aus dem Südosten der Insel vorlag, bleibt chaleedonides
in der Regel in der Grösse hinter dirtea F. von Perak und nephritica Frühst, von West-Sumatra zurück,
nähert sich somit am meisten der Form von Nordost-Sumatra. Von beiden Geschlechtern bleiben wiederum
jene zwei Hauptformen zu erwähnen, welche wir von Sumatra und Java-Vikarianten bereits kennen. Wie auf
Java ist weder die kleinere der montana Hag. genäherte, unten dunkle, noch die grössere unten fahler rot¬
braune Form an die Lokalität gebunden. Mir liegen beide aus dem Norden und dem Südosten von Borneo
vor. Das weitaus häufigere ? hat Trockenzeit-Colorit, ist unten ausgedehnt rötlichgelb überflogen. — Eine sehr
gut differenzierte Form wurde als esmalta Frühst. (127 b) abgebildet, (s. oben S. 687). Oberseite dem dirtea-
Jchasiana-¥ gleichend, auch an ? von E. cyanipardus gemahnend durch weisse Makeln der Vflgl und blau
decorierte Binden der Hflgl. Unterseite mit markanten weissen Flecken der Vflgl und blaugrüner Gesamtfärbung.
— palawana Moore steht naturgemäss chaleedonides am nächsten. Mir liegen nur efef vor, welche sich von
Borneo-cfcf absondern lassen durch fast doppelt so grosse schwarze Submarginalflecken der Hflgl. Die Pracht¬
binde ist etwas schmäler und costalwärts mehr verdunkelt als chaleedonides- efef. Unterseite düster rotbraun
mit grossem stahlblauem Analtleck der Vflgl. Palawan, selten. — ellora Frühst. Im Gegensatz zu palawana
Moore verhalten sich Exemplare aus Mindoro, welche mir neuerdings zugegangen sind. Der Marginalsaum der
Vflgl ist ausserordentlich breit und licht. Die Prachtbinde der Hflgl ist ebenfalls sehr ausgedehnt, hell matt¬
blau und mit ganz kleinen, schwarzen Punkten bestreut. Das ? hat oberseits rotbraune Sprenkelung, Basal¬
teil der Htlgl-Unterseite blau, alles übrige braungrün angehaucht. Sehr spärlich. Semper empfing in vielen
Jahren nur 2 efef aus Mindoro. — cavarna subsp. nov., mir nur nach einigen ?? der Collection Staudinger
bekannt, schliesst sich palawana Moore an, doch dokumentiert sich der Satellitinsel-Charakter durch geringere
Grösse, dunkleres Gesamtcolorit und kleinere goldgelbe Makeln der Oberseite; Baiabas.
E. perdix Btlr. Eine interessante Species, welche der Insel Nias eigentümlich ist, von welcher aber
vermutlich auf den übrigen Inseltrabanten von West-Sumatra noch Vikarianten zu erwarten sind, cf etwa wie
gigantea doch proximal mit geradliniger abgegrenzter grüner resp. blauer Randbinde beider Figl. Die Hflgl
führen nur winzige schwarze Submarginal punkte. Unterseite etwas jener von dirtea annae Hag. gleichend
jedoch etwas heller und monotoner, das Schwarz der Vflgl weniger ausgedehnt und die für annae so charakte¬
ristische blaue Submedianbinde ist bei perdix auf einen obsoleten Fleck reduziert. Dagegen trägt letztere
zwischen den Medianadern zwei sehr grosse grünliche Flecken. ? hervorragend durch zwei schräg abge¬
schnittene Transcellularflecken und drei breite weissliche, rötlichgelb umzogene Medianstreifen der Vflgl, welche
zu einer Binde vereinigt sind. Vflgl dann noch mit einer rötlichgelben submarginalen Fleckenreihe; Hflgl etwas
jenen von E. dirtea annae Hag. ähnlich, doch mit etwas ansehnlicheren und mehr ins Weissliche übergehenden
Medianflecken. Unterseite: Basis der Vflgl rotbraun, jene der Hflgl blaugrün. Die Fleckung der Oberseite reiner
weiss und prominenter; Hflgl gleichfalls mit vermehrtem Weiss unter anderm sind auch drei rundliche Makeln
in der Zelle und die oberseits rötlichen transcellularen Flecken nahezu weiss geworden resp. verfärbt. Nias.
sehr selten. Die Falter duften nach Kheil äusserst angenehm, wenn sie unter einer Glasglocke in Europa
aufgeweicht werden.
E. canescens bewohnt Makromalayana mit Ausschluss von Java. Eine unscheinbare kleine Species:
von dirtea differierend durch die nahezu monomorphen Geschlechter: aber mit dirtea noch liiert durch die rot¬
braunen Plpn und ferner noch merkwürdig durch die Uebereinstimmung der Zeichnungscharakter beider Ge¬
schlechter mit jener des ? von E. dirtea F. Die Verteilung der Gelbsprenkelung, welche je nach der insularen
Heimat wechselt, ergibt unsere Abbildung von canescens (127 a). Das ? in der Regel etwas grösser mit ausgedehnteren
IX 87
ritsemae.
silawa.
immaculata.
chalce-
donides.
esmalta.
palawana.
ellora.
cavarna.
perdix.
canescens.
690
EU THALIA. Von H. Fruhstorfer.
canescens. und lichteren Makeln der Oberseite. — canescens Btlr. (127 a) hat nicht immer rotbraune Fleckenserien der
Hflgl wie auf unserer Figur, sondern in der Regel hell lehmgelbe. $ mit verbreiterten Flecken, von denen
jene im Mediangebiet der Vflgl in Weiss übergehen; ausserdem erscheint die submarginale Fleckenbinde beider
leopardina. Figl in ihren mittleren und analen Componenten weisslich. Süd-Ost-Borneo, lokal und selten. — leopardina
subsp. nov. soll die prächtige Form der Sulu-Inseln umschreiben, bei welcher das albinotische Colorit den
Höhepunkt erreicht. leopardina hat mit Ausnahme der schwarzen Zelle fast ganz weisse Vflgl. Hflgl mit
durchaus weisser Submarginalbinde und lichtgelben Medianflecken. Unterseite der Vflgl gleichfalls durchweg
weiss und die Hflgl mit Ausnahme einer gelben vorderen Partie weisslichblau überflogen. Type ein ? am
pardalina. British-Museum. — pardalina Stgr. bildet nahezu das melanotische Extrem der Colleetivart; die Gelbflecken
der Vflgl zwar etwas grösser als bei canescens Btlr. von Borneo, aber im weiblichen Geschlecht ohne die für
canescens charakteristischen weisslichgelben Flecken, so dass das $ nahezu mannähnlich aussieht. Unterseite
der Vflgl der ?? ohne die verwischten weisslichen Felder der canescens. Malayische Halbinsel, ausserordentlich
tigrina. selten. — tigrina subsp. nov. bildet insofern wieder einen Rückschlag zur Borneo-Vikariante, als die cfcf bereits
weissliche statt gelbe Makeln der Vflgl aufweisen. Nach Hagen nicht gerade selten auf Bangka; Type im
civetta. Tring-Museum. — civetta subsp. nov. ist die kleinfleckigste Form der Collectivspecies. Unterseite dunkler als
bei pardalina und tigrina Vflgl mit gelbbraunen reduzierten Medianmakeln. ? fast ganz gleich dem cd. Nach
Dr. Martin nur auf der Hochebene von Sumatra, stets spärlich. Ein cd meiner Sammlung stammt von Palem-
bang aus der Niederung, wo ja canescens auch in Borneo ausschliesslich vorkommt.
elna. E. elna van de Poll. (127 d) vertritt canescens auf der Insel Nias. Ausgezeichnet durch namentlich auf
der Unterseite noch prominentere weisse Felder der Vflgl, welche etwa wie beim E. perdix Btlr.-ri von der¬
selben Insel verteilt stehen, cd nur etwas kleiner als das von uns dargestellte ?. Unterseite am meisten jener
von E. canescens genähert, doch mit etwas dunkler lilafarbenem Anflug im Analwinkel der Hflgl.
ß. mit Plpn schwärzlich oder grünlichbraun beim ? manchmal lateral weisslich gestreift.
aegle. E. aegle vertritt dirtea in Mikromalayana, wo sie bisher nur auf Sumba und Flores entdeckt wurde, so
dass nur zwei geographische Rassen zu registrieren sind, nämlich; aegle Doli, cd oben schwarz mit einigen
dunklen grünlichen Flecken nahe der Costa und drei in der Zelle (2 davon am Ende), zwei im interno-Median-
Raum, einem basalen Punkt und einigen ebensolchen etwas davon entfernt. Eine Reihe von 5 weissen Subapical-
flecken reicht bis zur 2. Mediane, der zweite Punkt davon ist am grössten, nächstem der erste, der dritte ist
obsolet. Eine submarginale Fleckenbinde von matt blauweissen Punkten, von welchen die untersten pfeilförmig
gestaltet sind, erstreckt sich vom Analrande bis nahe an >den Apex, getrennt von trüb blaugrünen Zwischen¬
räumen. Hflgl mit einem breiten grünen Band, welches distal zugespitzte schwarze Makeln umschliesst und
von einem breiten tiefschwarzen Terminalsaum begrenzt wird, in welchen zierliche grüne Spitzen eindringen.
Unterseite der Vflgl schwarz mit braun überdecktem Apicalgebiet und zwei Reihen weisser schräg gestellter
Flecken. Zwischen den Medianadern und oberhalb jeder Radiale befinden sich weitere Punkte; die Zelle wird
von zwei blauweissen Bändern gekreuzt, eins davon lagert in der Mitte, das andere am Ende, ausserdem
stehen noch vereinzelte Punkte basalwärts. Die Hflgl sind purpurbraun mit einem bronzenen Schimmer. Im
helleren Aussenraum steht ein Submarginalband von dunklen Flecken, in der Zelle verteilen sich drei hell¬
braune und im Discus eine unregelmässige Reihe von fünf Flecken. Die Farbe der Unterseite, das enge und
mattblaue Band und die zahlreichen Flecke der Unterseite unterscheiden aegle hinreichend von dirtea. Ein cf
wurde in Pada-Dalung, ein ? in Mandas, Sumba, gefangen. Vom ? konnte Doherty keine Beschreibung geben.
Vermutlich wird dasselbe dem ? von floresina Frühst, nahe kommen, d. h. zahlreiche weisse Punkte auf der
floresiana. Vflgl-Oberseite und zwei bis drei Reihen gelblicher Flecke auf den Hflgln tragen. — floresiana Frühst, cf
Vflgl-Oberseite mit jener von aegle übereinstimmend, nur sind sämtliche Punkte und Flecke ausgedehnter und
heller. Die Hflgl haben nur die tiefschwarze Grundfarbe mit aegle gemeinsam. Innerhalb der Submarginal¬
binde durchzieht die Flügel eine unregelmässige Reihe von 5 ungleich grossen Punkten, welche zwischen der
Costale und vorderen Mediane verteilt sind. Der oberste ist blauweiss und ziemlich gleichgross dem zweiten,
welcher fast rein weiss erscheint. Die 3 folgenden sind bedeutend kleiner und gelblich. Die ähnlich wie bei
aegle geformte Prachtbinde ist dreifarbig und vorherrschend hellblau und nimmt nach dem Analwinkel zu all-
mälig einen gelblichen Ton an. Die einzelnen Flecken werden von den schwarzen Adern getrennt und sind
mit weisslichen Schuppen bestreut, welche nach dem Analwinkel zu immer mehr Raum einnehmen. Die
schwarzen herzförmigen Makeln innerhalb der Prachtbinde werden nach aussen von grossen, zum Teil läng¬
lichen, zum Teil in eine Spitze auslaufenden, weissen, schmal blau gesäumten Flecken umrahmt, welche den
schwarzen Aussensaum tief einschneiden und ausbuchten. Der Marginalsaum ist bedeutend schmäler als bei
aegle. Cilia schwarz und weiss, Innensaum der Hflgl hellgelb behaart. Unterseite der Vflgl tiefschwarz mit
braunem Apicalteil. Alle Makeln grösser nnd heller als bei aegle , nur die Flecken in der Zelle kleiner. Hflgl
mit matt und dunkel rotbrauner Basalhälfte und hellgelblichem Aussenteil. Die drei Punkte in der Zelle, sowie
die Medianreihe, welche bei aegle unterseits auch vorhanden sind, hellgelb und deshalb mit der Grundfarbe
stark contrastierend. Fühler wie bei aegle , Augen dagegen schwarz und nicht rotbraun, Plpn viel heller,
EUTHALIA. Von H. Fruhstorfer
691
Körper oben wie bei aegle , dagegen unten hellgelb. Das ? ist viel grösser als das V, mit sehr grossen Flecken¬
binden, ferner 2 weisslichen Punkten oberhalb der Zelle und braungriin gerundeter Zellwand, sowie 2 grossen
gelben Punkten vor der letzten Mediana, welche beim cf kaum sichtbar sind. Auf den H fl gl n ist jede Spur
von Blau und Weiss verschwunden, dagegen treten alle Makeln und Binde sehr vergrössert auf. Bis zur hinlern
Mediana sind die Flecken hellorange und nehmen dann, nach dem Analwinkel zu, eine bleichgelbe Färbung
an. Auf den Medianadern zeigt sich eine schwache Spur von grünlichem Anflug. Nahe dem Frsprung der
unteren Radiale zwei grüngelbe Punkte, welche beim cf blau angehaucht sind. Cilia weisslich gelb. l'nter-
seite wie beim cf, nur fahler, was namentlich für die Hflgl gilt, bei welchen der basale braune Anflug ganz
obsolet und von der matt fahlgelben Grundfärbung verdrängt wird. Floresiana macht einen überaus zierlichen
Eindruck und ist die am reichsten, wenn auch nicht am gleissendsten gefärbte Symphaedra, ohne schreiende,
dafür lieblich abgetönte, harmonische Färbung, cf Vflgllänge 46 mm, ? 52 mm. Süd-Flores, gefangen am
Ende der Trockenzeit im November 1896 von A. Everett. Typen im Museum Tring.
E. aeetes bewohnt die celebische Subregion dort E. dirtea ersetzend. Die Oberseite veranschaulichen aeetes.
unsere Figuren 127 d, die Unterseite ist dunkel rotbraun mit weissen Schrägbinden der Vflgl beim cf und der
mannähnlichen ?-Form. aeetes ist die einzige Adolias mit polymorphen ??, von welchen das oberseits ocker¬
farbene am meisten an dirtea gemahnt. Drei Arealformen sind beschrieben: aeetes Hew. (127 d). cf kenntlich
an einer breiten eigentümlichen grauvioletten purpurn glänzenden Submarginalbinde der Oberseite der Hflgl.
Vom ? ist das mannähnliche (127 d) das an dirtea erinnernde als ignigena Frühst, bezeichnete (128 a) dar¬
gestellt. aeetes wurde zuerst in der Minahassa gefunden, sie halten sich aber auch in den üppigen Wäldern
von Toli-Toli (Nord-Celebes) auf, einer mit Lepidopteren gesegneten Gegend. Das überaus feuchte Klima (es
strömen mindestens jeden dritten Tag schwere Regen über die Landschaft) lässt einen üppigen Waldwuchs
aufkommen. Vom Gipfel des 8000 Fuss hohen Buki-Cako, einem gewaltigen Bergmassiv, zieht sich der Wald
wie ein dichter Pelz bis an den Strand. Während hoch oben Coniferen gedeihen, finden sich am Meeresufer
Palmen, Rotang und Feigenbäume, welche von den heranrauschenden Wogen manchmal entwurzelt werden.
Mein Lieblingsplätzchen in diesen insektenreichen, jungfräulichen Wäldern waren Bachrinnen, welche, wenn
es ein paar Tage nicht regnete, in der Tropenglut rasch austrockneten. Ich warf dann faulende Früchte und
Fleisch auf den Bachesrand, welche nie ihre Wirkung verfehlten. Wenn dann aber wieder schwere Regen
niederbrausten, schwemmte der schnell entstehende Wildbach das meinen Lieblingen zugedachte leckere Mahl
ins Meer und ich musste Zusehen, wie ich in der Umgebung des Wasserlaufes ihren Spuren folgen konnte.
Die aeetes setzten sich mit Vorliebe auf nasse Stellen, Steine oder Baumwurzeln, wiegten sich mit ausgebrei¬
teten Flgln, oder saugten begierig am Köder. Trotzdem sie häufig ankamen, waren sie schwer zu fangen. Die
Falter waren sehr scheu, immer unruhig und entfernten sich bei dem geringsten Geräusch auf 5 — 6 m Distanz.
Einmal im Netz surrten sie unruhig umher, und das Resultat waren abgestossene oder abgeriebene Figl. Ihr
schmuckes Aussehen und vor allem ihr an Veilchen erinnerndes Aroma aber erfreuten meine Sinne stets und
brachte ich manchmal eine Reihe von 10 Exemplaren mit nach meiner einsamen Hütte. Eines Tages kam
ich, in einem Wasserlauf auf- und ab gehend, auf eine etwas ungewöhnliche Weise in den Besitz einer aeetes.
Ich sah einen solchen Falter etwa 2 m hoch über dem Boden mit geschlossenen Flgln auf mich zukommen.
Sehr erstaunt über die eigentümliche Weise seiner Fortbewegung fand ich erst eine Erklärung, als ich den
Schmetterling im Netz hatte. Er war bereits tot und wurde von einer Asilide, entweder Asilus mendax Walk.
oder Promachus bifasciatus Macq ., welche beide in Toli-Toli sehr häufig waren, durch die Luft getragen.
Diese nur etwas über 2 cm lange Diptere hatte die, mindestens das 20 fache Körpergewicht ausmachende und
65 mm Spannweite messende Beute ohne alle Mühe eine weite Strecke transportiert, aeetes ist ein überaus
hübsches und ebenso wohlriechendes wie liebliches Geschöpf, das in beiden Geschlechtern stark zum Variieren
neigt.. Die Färbung der Unterseite erinnert sehr an aegle Doli., wie meist die Celebes-Arten. Sehr isoliert
von den Verwandten aus den übrigen Teilen des malayischen Archipels. Bei den cdcd ist die Gestalt der drei
weissen Subapicalmakel und der weissen, aus 5 ungleich grossen Flecken bestehenden subapicalen Schräg¬
binde ziemlich constant. Dagegen ist. der Aussensaum der Vflgl manchmal nur weiss punktiert, während sich
bei vielen Stücken zwischen diese Punkte, ähnlich wie bei aegle , eine matt bronzegrüne Binde einschiebt.
Auch die grünlichen und purpurnen Gostal- und Zellsprenkel wechseln sehr in Häufigkeit und Grösse. Die
Hflgl werden von einer dunkelvioletten, matt, glänzenden Binde durchzogen, welche sehr in der Breite variiert,
aber stets deutlich sichtbar bleibt. Häufig zieht dann noch eine ebenso gefärbte Zackenlinie vor dem Aussen¬
saum mit ihr parallel, welche schwärzliche und nach innen ausgebuchtete, nach aussen spitze Makeln um¬
säumt. Vor der Analfalte steht stets ein Büschel grünlicher, langer Haare, welche den Duftfleck umgeben. Die
rein weissen Ciliaen werden nur an der Ausmündung der Adern von der braunen Grundfarbe unterbrochen.
Die Unterseite aller Figl ist frisch braunrot mit purpurnem Hauch. Auf den Vflgln heben sich von dieser
überaus anmutigen Grundfarbe die weissen Flecken der Oberseite, welche sich hier etwas vergrössert wieder¬
holen, scharf und deutlich ab. Die Zelle wird oberseits begrenzt von einem hell violetten Fleck, zu welchem
sich manchmal noch ein zweiter gesellt, welcher die Zellmitte durchzieht. In der Nähe der Basis stehen dann
noch wie bei fast allen Adolias- Arten, braune, schwarz geränderte Makeln. Auf den Hflgln markiert sich eine
aus schwärzlichen Strichen bestehende Submarginalbinde und eine mediane Reihe von hellvioletten, fast vier-
692
EUTHALIA. Von H. Fruhstorfer.
eckigen Flecken, welche in der Vorderhälfte sehr deutlich sind und nach dem Analwinkel zu allmählig ver¬
blassen. Die Fühler sind oberseits schwarz, die Keule ist unten braunrot, die übrigen Glieder weiss geringelt.
Plpn oben schwarzbraun, unten heller. Augen braun. Körper auf beiden Seiten analog der Grundfarbe. Die
?? sind erheblich grösser als die cfcf, haben eine fahler braune Grundfarbe und mehr grauviolette Binden
auf den Hllgln, sind aber polychromer als die cfcf, weil bei ihnen noch eine rotbraune Sprenkelung der Innen¬
hälfte der Vflgl und eine braunrote Submarginalbinde der Hflgl auftritt. Alle Flecken und Bänder der ??
als bei den cfcf. Die Unterseite fahler, die weissen Makeln bekommen ein trübes Aussehen und die violetten
Punkte der Hflgl sind nur ganz obsolet angedeutet. Entsprechend der Grundfarbe sind auch Plpn und Beine
phasiana. viel heller. — phasiana Btlr. (= meridionalis Frühst) (127 d) bleibt in der Grösse hinter der nördlichen aeetes
zurück, cf fast immer ohne oder nur mit Resten einer violetten Binde der Hflgl. Vom ? sind vier Formen
in der Collection Fruhstorfer; a) das mannähnliche, erheblich kleiner als aeetes-^- hat weissliche Apical- und
Submarginalbinden, ist auf den Hllgln monoton tief schwarzbraun und nur von zwei Reihen ganz obsoleter,
genetta. schmaler, grauer Flecken durchzogen. (Flugzeit Januar, 1896 Patunuang. b) genetta form. nov. Vflgl gleich
dem eben erwähnten ?, nur mit gelben und grösseren Submarginalflecken und basaler und interno-medianer
gelblicher Sprenkelung. Hflgl mit einer grüngelblichen Prachtbinde, welche nach dem Aussenrd zu von einer
Reihe von 7 weit getrennt stehenden orange Punkten begleitet wird. Um die Zelle gruppieren sich 3 grosse
orange Flecken. Die Unterseite gleicht ebenfalls dem cf -ähnlichen ?, nur ist dieselbe etwas heller, reiner weiss
gefleckt, und die Hflgl sind mit einem deutlichen, rötlichbraunen Aussensaum bedeckt, welcher etwas an Adolias
ignifera. satrapes Fldr. und trapesa Semp. erinnert. Fühler schwarz mit roter Spitze. (Flugzeit November.) c) ignifera
form. nov. Analog ignita-% dem Norden, nur kleiner und mit schmäleren orange Flecken und Binden bedeckt.
Unterseite bräunlich mit ausgedehntem orange Anflug und ebenso durchscheinenden Flecken der Oberseite.
tyrtaeus. Fühler schwarz, unterseits mit breit rotbrauner Keule. Patunuang, Januar, d) tyrtaeus Stgr. Besonders auf¬
fallend sind 3 lange Flecken am Vrd der Vflgl hinter der Mitte, die eine Art Halbbinde bilden, und unter
denen 3 andere, sehr grosse Flecken bis zum Ird stehen. Auf den Hllgln bildet die zweite Fleckenreihe vor
dem Aussenrde eine nur von den Rippen durchschnittene breite gelbe Binde. Die Fleckenbinde davor besteht
aus sehr grossen Flecken, während von den 4 Basalflecken in und neben der Mittelzelle nur die beiden in
der Zelle deutlich und kleiner vorhanden sind. Unterseite braun, mit grösseren, verloschenen Flecken.
Phasiana-d'd' hielten sich ebenso wie aeetes auf Steinen nahe dem Erdboden auf, während die gelben ?? im
Hochwald nahe dem Patunuang-FIuss, durch mein Kommen aufgeschreckt, wie rasend durch die Büsche flogen
und mir nicht wenig zu schaffen machten, bis ich sie freudestrahlend aus dem Netz ziehen konnte. Siid-Celebes,
rubellto. von Doherty auch am Wasserfall von Maros und bei Tanette gesammelt. — rubellio Frühst. Die Insel Bangkei
östlich von Celebes (nicht zu verwechseln mit Banguei oder Bangoei zwischen Borneo und Palawan) hat eine
weitere Lokalform von aeetes , welche ich als rubellio einführte. Sie kommt, wie auch die meisten Lepidopteren
aus Ost-Celebes, der Süd-Celebes-Rasse am nächsten, rubellio ist etwas grösser, heller braun als phasiana, hat
jedoch dieselbe Zeichnung der Vflgl. Der Hauptunterschied liegt auf den Hllgln, welche ganz monoton braun
und nur von einer Submarginalreihe von 7 länglichen, schmalen rötlichgelben Punkten besetzt sind. Die Fhlr
sind ganz schwarz, während phasiana stets eine rote Keule trägt. Eine nahe verwandte Form besitzt Herr
Röber aus Tombugu, Ost-Celebes. Insel Bangkei oder Banggai. Type im Museum in Berlin.
E. damalis, eine hochspezialisierte Art, ist auf den nördlichen und mittleren Philippinen zu Hause.
Die Geschlechter sind monomorph und oberflächlich betrachtet gleichen die Imago etwa einem Papilio castor
Westw. Vflgl spitz, schmal, Hflgl abgerundet. Grundfarbe braun mit gelblichen Anteterminalfleckchen beider
Flügel und einer aus quadratischen Makeln zusammengesetzter Submarginalbinde der Hflgl. Unterseits
wiederholen sich diese Binden, nur tritt auf den Vflgln noch eine weisse Halbbinde dazu, sowie einige unregel-
damalis. mässig verteilte weisse Punkte in der Zelle. — damalis Er. mit der Namensform aus Luzon, kommt nach
Semper auch auf den Babuyanes vor. Flugzeit das ganze Jahr, aber dennoch ist das Tier lokal und nicht
galoa. häufig. Die ?? haben manchmal auch auf der Oberseite der Vflgl Anfänge einer weissen Binde. — galoa
subsp. nov. differiert von damalis durch die erheblich verschmälerte gelbliche innere Binde der Hflgl. Mindoro;
nach der Type im Britisch-Museum beurteilt. Fehlt meiner Sammlung.
E. cyanipardus. Die grösste aller Adolias- Arten, sowie der Euthaliiden überhaupt, durch das blau und
weiss punktierte ?, die dunkelgrüne Flügelunterseite die langen, ganz schwarzen Fühler und die dunklen Palpen
ausgezeichnet. Es muss ein herrliches Schauspiel sein, diese gigantischen und farbengesegneten Falter zu
beobachten und zu fangen. Trotzdem kennen wir bisher nur ganz dürftige, trockene Notizen über ihr Vor¬
kommen. Generationsorgane jene von E. dirtea F. sehr ähnlich nur massiger; Uncus basalwärts mehr verdickt,
Valve etwas schlanker, distal deutlicher umgebogen, Uncus mit helmartigem Aufsatz. — Fünf benannte Areal-
cyanipardus. formen: cyanipardus Btlr. (127 c cf) dirtea gleich hhasania sehr konstant. Vflgl mit grossem weissen Punkt
vor dem Apex, einer schmalen unregelmässigen, dunkelgrünen Submarginalbinde. Hflgl mit vom Costalrand
nach dem Analwinkel allmählig an Breite abnehmenden Submarginalband, welches von den schwarzen Adern
durchzogen und abgeteilt wird. Der Costalfleck steht ganz isoliert und umfasst einen sehr kleinen Punkt oder
EU THALIA. Von H. Fruhstorfer.
693
wird von einem dünnen schwarzen Strich eingeschnitten. Die übrigen Flecke sind eigentümlich tulpenartig
geformt, nach innen eingebuchtet und nach aussen gestielt. Vor der Spitze stehen rundliche schwarze Subapical-
Punkte. Der schwarze Aussensaum der Hflgl wird von grünen Strichen geteilt. Cilicn schwarz und weiss.
? Vflgl weiss gefleckt, basalwärts und in der äusseren Binde zahlreiche blaue Atome. Illlgl mit einer medianen
Doppelreihe von weissen, blaugesäumten • Punkten. Die Submarginal-Doppelreihe von Halbmonden besteht
costalwärts aus violetten, im übrigen aus hellblauen Flecken mit weisslichen Atomen untermischt. Die Unterseite
ist hell meergrün mit zahlreichen weissen Flecken, cd Vflgllänge 53 mm. ? 64 mm. Bisher nur aus Assam
gekommen, wo cyanipardus nicht allzu selten ist. — albopunctata Crowl., eine melanotische, habituell hinter
cyanipardus zurückgebliebene, hochspecialisierte Rasse von nahezu tiefschwarzer Färbung der Oberseite der ;
cdcd, oberseils erheblich verändert, doch unten die Verwandtschaft mit der Assam- Vikariante dokumentierend.
Auf den Vflgln 2 sehr grosse, weisse Subapicalflecke und 4 grosse, gelbliche Punkte in der Zelle, sowie einen
unterhalb der unteren Radiale. Die Hflgl sind ausgezeichnet durch das vollständige Fehlen der blauen Binde,
an deren Stelle nur 5 grosse, leuchtend blaue Punkte vorhanden sind. Die Unterseite der cd cd ähnlich wie
bei cyanipardus Btlr., nur mit der Oberseite analogen, d. h. grösseren weissen Subapicalpunkten und kleineren
Zell- und Medianflecken, Hflgl nach der MooRE’schen Abbildung mit einem blauen Zellkern und 6 circum-
cellularen Pünktchen. Das ? sehr ähnlich dem cyanipardus nur mit grösseren weisslich blauen Flecken der
Vflgl und kleinen Submarginalpunkten der Hflgl, welche ringsum breit weissblau eingesäumt werden. Sonst
ist die Sprenkelung der Hflgl etwas dunkler als bei cyanipardus. Die Unterseite der Hflgl trägt kleinere Median-
und Zellpunkte, dagegen bedeutend grössere weisse Submarginalflecken als cyanipardus. Sehr selten,
nur wenige Exemplare bekannt. Falter von mir im Januar bei Muok-Lek (Siam) auf etwa 300 m Höhe im
dichten Walde beobachtet, ausserordentlich scheu und stets einzeln. — sandakanus Frühst, cf kleiner als sandakanus.
Symph. cyanipardus Btlr ., mit grünem schmalem Anteterminalstreifen der Vflgl, welcher bei cyanipardus stets
blau ist, 2 grösseren, weissen Apicalflecken und schwarzen Flecken im violetten Submarginalfeld der Hflgl,
dagegen viel schmälerem schwarzem Distalsaum. ? ebenfalls kleiner, mit dunkler Zeichnung auf den Hflgln.
Die zwei bei cyanipardus stets weisslichblauen Submarginalbänder der Hflgl grünblau und die schwarzen Flecke
auf diesen zusammenfliessend, während solche bei cyanipardus getrennt stehen. Einen Hauptunterschied bildet
die rote Fühlerspitze, welche bei cyanipardus stets schwarz ist. Südost- und Nord-Borneo, aber überall sehr selten.
— bangkana May. zeichnet sich als melanotische Inselform dadurch aus, dass die blaue Prachtbinde der Hflgl bangkana.
bis auf wenige violette Flecken verschwunden ist. Auch die grünblaue Randstreifung der Vflgl ist im Erlöschen
begriffen. Sehr selten, nur einige Paare von Dr. Hagen auf Banka gefunden. — martha Strand, von Dr. Hagen rnartha.
zuerst in Nordost-Sumatra entdeckt, wurde neuerdings in einem Exemplar ? auch im westlichen Sumatra aufgefunden.
E. satrapes Fldr. (=imperator Hew.) einer der hervorragendsten Falter des Ostens, sehr selten und in satrapes.
zwei scharf differenzierten Inselrassen auf den Philippinen. Geschlechter nahezu gleichartig, das ? nur wenig
grösser. Oberseite schwarz, Basalzone beider Flügel leicht blaugrün überstäubt. Vflgl mit etwa wie bei
cyanspardus-% verteilten weissen Flecken. Hflgl mit breiter blauer Median- und einer weissen submarginalen
Fleckenbinde. Unterseite der Vflgl schwarz mit markanten Weissflecken und blaugrauem Streifen in der Zelle;
Hflgl rotbraun mit einer grauvioletten Submarginalbinde und rötlich grauvioletten, etwa wie bei dirtea F.
verteilten Discalflecken. Costalsaum der Vflgl Basis der Hflgl und der gesamte Termiansaum der letzteren
schön zinnoberrot. Die Namenstype aus Luzon, satrapes , wo sie in bewaldeten Gebirgsstrecken vorkommt.
Flugzeit Juli bis Dezember. Nach Semper auch auf Polillo, Mindoro, Camiguin de Luzon. — trapesa Sernp. trapesa.
Auf der Oberseite unterscheidet sich diese, statt der satrapes des Nordens, auf Mindanao fliegende neue Art
von letzterer auf den Vflgln durch kleinere und am Vrd etwas weiter wurzelwärts gezogene weisse Flecken¬
binden, und auf den Hflgln durch die, mit Ausnahme des Vrds, nach beiden Seiten hin bedeutend verbreiterte,
blaue Binde, welche ausserdem eine etwas hellere, ins grünliche spielende Farbe hat. Auf der Unterseite sind
die Fleckenbinden der Vflgl nicht kleiner als bei satrapes, aber ebenfalls am Vrd weiter wurzelwärts endigend;
auf den Hflgln ist die, mitten über den Flügel gehende, helle Fleckenbinde, sowie der helle Ard breiter und
dadurch der von der dunkel rotbraunen Grundfarbe eingenommene Teil bedeutend kleiner, Wie bei satrapes
sind auch bei dieser Art beide Geschlechter vollständig gleich in Zeichnung und Flügelform. Sie ist eine von
den charakteristischen und vielleicht sehr alten Lokalformen, welche im Laufe der Zeit sich so bedeutend
modificiert haben, dass sie jetzt als eigene Art gelten können. Mir liegt ein Exemplar des Berliner Museums
vor, nach welchem ich noch folgende Unterschiede von satrapes erwähnen kann: Die submarginalen Randflecke
der Hflgl-Oberseite sind schwächer entwickelt und der wundervolle, wie bei satrapes mennigrot gefärbte Aussen¬
saum der Unterseite ist etwas schmäler angelegt. Die discale Reihe von violettbraunen Punktflecken verläuft
bei satrapes schräg nach dem Ard, zieht dagegen bei trapesa bis nach dem Costalsaum, in einen ununter¬
brochenen Halbkreis verlaufend. Ausserdem zeigen sich bei trapesa noch zwei schwarze Binden auf der Hllgl-
Unterseite, welche bis zur Mitte der Flügel hinziehen und bei satrapes fehlen. Ost-Mindanao.
A r t e n g r u p p e L e x i a s Bsd.
Nur zwei Arten umfassend, welche durch mit der Costale verwachsene Subcostaläste ihre enge Ver¬
wandtschaft mit Adolias und Eutlialia äussern, während sie dadurch von Dophla differieren, deren Subcostaläste
694
EU THALIA. Von H. Fruhstorfer.
sämtlich freistehen; Beziehungen zu Euthalia werden auch durch die Generationsorgane vermittelt, die durchweg
euthaloid sind, d. h. keinen verdickten Uncus und eine schlanke Valve haben. Valve distal verschmälert mit
einigen kleinen Zähnen besetzt. Nur eine Artengruppe, ohne subgenerellen Wert wird der Name Lexias hier
nur conserviert, weil der Name seit 1832 durch die Literatur geschleppt wird und de facto sogar Priorität
vor der populärer gewordenen Bezeichnung „ Adolias “ (1836) hat.
panopus. E. panopus mit braunschwarzer Oberseite, welche auf den Vflgln bei beiden Geschlechtern leicht gelb
marmoriert erscheint, cf wie 2 ausserdem mit einer je nach der insularen Herkunft an Ausdehnung verschieden
breit angelegten Submarginalbinde von gelblich roter oder Ockerfarbe. ? grösser als das cf, dichrom weil
ausser cf-ähnlichen ?? auch solche mit weisser Streifung der Hflgl existieren (?-fa. virginalis form, nov .)
Unterseite lichtbraun mit rötlichgelber Distalpartie und blauweissen Makeln im Mediangebiet beider Flügel.
Hflgl dann noch mit einer Reihe von schwarzen Submarginalpunkten und die Vflgl mit schwarz umringeltem,
blaugrauem Zellfleck, welcher die Verwandtschaft mit der molukkisch-melanesischen E. aeropus verrät, als
deren philippinische Abzweigung panopus betrachtet werden muss. Die Art ist selten in den Sammlungen und
sowohl im British-Museum wie auch im Tring-Museum in z. T. nicht mit der Herkunft etiquettierlen Exemplaren
aus der SEMPER’schen Zeit. Dr. Platen hat sie anscheinend nur auf Mindanao in Anzahl gefunden. — panopus
Fldr. oberseits mit sehr breiter rotgelber Submarginalbinde der Hflgl. Flugzeit vorwiegend vom Mai bis Juli
miscus. auf Luzon. — miscus subsp. nov. hat bedeutend verschmälerte Streifung der Hflgl und beim $ soll die weiss¬
gebänderte Form virginalis Frühst, häufiger als die ockerfarbene sein. Mindanao nach Exemplaren meiner
vistrica. Sammlung und einiger Stücke des British-Museums. — vistrica subsp. (oder form, nov) sah ich in der
HEwiTsoN-Collection in London, cf mit nur fadenförmiger Gelbbinde der Vflgl. Fundort unbekannt, vielleicht
eine der mittleren Philippinen, wie denn auch Semper panopus von Bohol und Leyte erwähnt.
E. aeropus die Altvater Linne schon kannte, ist über ein weiteres Areal als bisher bekannt war,
verbreitet, findet sich auf sämtlichen Molukken von den Sula-Inseln angefangen bis Neu-Guinea und tritt auf
den Bismarkarchipel über. Einer der häufigsten Falter von Melanesien; dennoch ist seine Variabilität nicht
genügend studiert und die Empfindlichkeit der Art insularer Trennung gegenüber wurde ebenso wenig beachtet,
wie der Polychromismus der ??, von denen nur die gelb und weissgebänderte Form Erwähnung fand. Zeich¬
nungsverteilung wie bei eutychius und choirilus (127 a). Unterseite beim cf lebhaft ockergelb mit einer breiten,
etwas lichteren Submarginalbinde der Vflgl, die im Gegensatz zu E. panopus nur zwei blauweisse Medianmakeln
führen. ? mit schwarzen Vflgln, die von einer aus isolierten Flecken bestehenden Binde durchzogen werden.
Hflgl entweder weiss oder blassgelb, stets mit ausgedehntem tiefschwarzem Randgebiet. Basalgegend mit sieben
milchweissen Makeln belegt. Palpen beim cf rot, beim ? hellgelb mit weisslicher Basis. Rp euthaloid, grün
mit schwarzem Rückenstreifen und schwarzem Kopf, sowie sehr langen Federn. Pp aufgeblasen, ventral
scharfkantig mit spitzem Kopf. Futterpflanze Calophyllum, Eier serienweise auf der Unterseite der Blätter,
auf welchen dann später auch die Raupen dicht, gedrängt sitzen, ruhen oder fressen bis das Blatt verzehrt
ist. Wenn sie grösser geworden sind, werden sie lebhafter und kriechen weiter auseinander (Ribbe). -
eporidorix. eporidorix subsp. nov. differiert im männlichen Geschlecht durch kleinere, rotgelbe Punkte der Zelle sowie
unbedeutendere Praeapicalmakeln der Vflgl. Unterseite dunkler als bei Exemplaren der Süd-Molukken, mit
reduzierten schwarzen Submarginalflecken. ? grösser als die ?? der übrigen Vikarianten mit den ansehnlichsten
orestias. und am intensivsten gelb gefärbten Feldern der Hflgl. cf-Type aus Batjan, ?-Type aus Halmaheira. — orestias
subsp. nov. kann als die coloristisch am dunkelsten ausgefallene Inselrasse bezeichnet werden. Medianbinden
der cf cf schmäler als bei aeropus der Süd-Molukken. Sula-Mangoli, Type in der Sammlung Staudinger. —
paisandrus. paisandrus subsp. nov. findet sich in Anzahl auf der Insel Obi. cf grösser als cfcf aus Batjan mit vermehrter
und heller rotgelber Bänderung. ? gleichfalls mit breiter angelegten und deshalb weniger weit getrennten
helvidius. Makeln der Vflgl als beim aeropus - helvidius subsp. nov. gleicht im männlichen Geschlecht am meisten der
Batjan-Form. ? äusserst prägnant durch reduzierte Fleekung und Binden beider Flügel, das Mittelfeld der Hflgl
aeropus. überdies rot orangefarben statt fahlgelb wie bei ?? der übrigen Molukkeninseln. Buru. - aeropus L. kenntlich
durch die grossen und verlängerten Flecken am Zellapex beider Flügel, führt fast doppelt so breites gelbliches
choirilus. Mittelhand der Hflgl als helvidius-^. Amboina, Uliasser, Ceram, Goram. Mit choirilus subsp. nov. (127 a) beginnen
die melanesischen Rassen, bei welchen sich ausser gelben auch weissgebänderte ?? vorfinden, während mir von allen
aeropus der Molukken nur gelbe ?? bekannt sind, cf relativ klein, von eporedix-d cf zu separieren durch etwas
grösseren Doppelpunkt am Zellapex der Vflgl und vermehrte Schwarzstreifung und Fleekung der Unterseite. ? ent¬
weder weiss, wie abgebildet, oder mit gleichförmig hellgelben Flecken der Vflgl und ebensolchem Mediangebiet der
Hflgl, während sich bei allen molukkischen Schwesterformen weisse Praeapical- und Zellflecken bemerklieh machen.
? beider Formen der Insel Waigiu, unterseits übrigens mit weisser Basal- und Medianzone der Hflgl im Gegen¬
satz zu aeropus- etc. ??, welche vorwiegend ockergelb abgetönt erscheinen. Nur zeigt sich beim ? der oben
gelben Form der schwarze Randsaum der Hflgl, der stellenweise rötlichgelb überdeckt ist. Waigiu; häufig. —
eutychius. eutychius subsp. nov. (127 a) findet sich auf der Hauptinsel von Neu-Guinea und wird als Seltenheit auch von
Aru, Key und der Dampier-Insel gemeldet. Die Form ist periodenweise sehr gemein und Hagen berichtet,
dass man früher bei Stephansort die Raupen und Puppen korbweise von den Calophyllumbäumen abnehmen
EUTHALIA. Von II. Fruhstorfer.
695
konnte. Die Falter bewohnen den Strandwald mit der Hauptflugzeit vom November bis März. Vom ? sind
vier Formen in meiner Sammlung: a) die mann-ähnliche, mit satt ockerfarbenen Flecken und Binden der
Oberseite, b) ergena form. nov. mit weissen Apical- und Zellflecken der Vllgl, sonst wie das gewöhnliche und
häufigste normale ?. — albifera form, nov., ähnlich dem abgebildeten choirilus t? 127 a), aber mit verringerten
weissen Makeln der Vflgl; und endlich midia form. nov. mit hellgelben Binden, welche peripherisch etwas
kanariengelb umrandet sind und somit den ?? der Molukkenformen gleichen, ohne jedoch auf den Vflgl n so
deutlich weiss aufgehellt zu sein wie etwa ?? von Saparua. Obi und Buru. Sämtliche ??-Fonnen von
eutychius sind unterseits heller oder dunkler ockergelb mit Ausnahme des albifera welches sich mit seinem
weissen Basalgebiet der weissen ?-Form choirilus anschliesst. Die submarginale Schwarzfleckung der Unterseite
der Hflgl sehr veränderlich, im allgemeinen aber prominenter als bei choirilus und am prägnantesten bei der
?-Form midia von Finschhafen. Das cP (127 a) ist kenntlich an analwärts erheblich verschmälerten Binden der
Hflgl. hegias subsp. nov. endlich bewohnt den Bismarckarchipel. Habituell kleiner als eutychius -cf fällt die
Rasse auf durch breiter angelegte rotgelbe Bänderung der Oberseite. Type von Neu-Pommern, wo Ribbi nur
ein ? im Strandwalde auffand, das der weisslichen Färbungsrichtung angehört.
Artengruppe Euthaleopsis. Van de Poll.
Structurell den Lexicts genähert durch die geschlossene Zelle der Vflgl, Der zweite Subcostalast der
Vflgl fehlt, der erste ist mit der Costale verwachsen der dritte entspringt bei beiden Geschlechtern auf kurzem
Abstand jenseits der Zelle. Die am weitesten nach Osten vorgeschobene Untergattung, nur eine Art umfassend,
die sich in ihrer Färbung allenfalls der E. lubentina- Gruppe nähert.
E. aetion differiert sexuell durch die grösseren, rundflügeligen und kanarien- statt hellgelb gefleckten ??.
Das schwefelgelbe Feld der Oberseite der Hflgl der cfcP kann bindenartig oder mehr kreisförmig geformt sein,
wie bei donata (130a). Unterseits wechselt die Grundfarbe je nach der Heimat der Imago von grau bis zu
schwarzbraun und die weissen Submarginalflecken, welche die bei den übrigen Euthaliiden schwarzen oder-
roten Makeln ersetzen, variieren gleichfalls leicht, indem sie manchmal deutlich ausgeprägt, gelegentlich aber
mehr verschwommen erscheinen. Hagen vermutet, dass die Rp mit jener von Lexias aeropus eutychius Frühst.
zusammen auf Calphyllum-Räumen lebt. Falter in manchen Jahren häufig, dann wieder kaum ein Stück zu
sehen. Verbreitung von den Nord-Molukken über Neu-Guinea bis zum Bismarck-Archipel und den Luisiaden.
plateni Stgr., die dunkelste Rasse der Gesamtart. Die medianen gelben Flecken der cPcP sind schmäler
als bei melanesischen Ortsformen, steiler gestellt. Unterseite nahezu schwarz, der rote Basalstreif der Hflgl
besonders prominent. Batjan, Halmaheira, ursprünglich nach zwei cf cf beschrieben. — donata Frühst. (130a)
bewohnt Waigiu. Die Färbung der gelben Flecken bleichgelb wie bei aetion Hew. (Type von Aru) ; die Discal¬
flecken der Vflgl, namentlich jene am Zellschluss, kaum halb so breit als bei Aru-Exemplaren. Discalflecke
der Hflgl gleichfalls schmäler. Die Submarginalflecken der Vflgl obsoleter. — philomena Frühst. (130 a) basiert
auf Exemplaren aus Kaiser Wilhelmsland wurde von Doherty in grösserer Anzahl auch in der Humboldt-Bai
aufgefunden. ? etwas veränderlich. Der gelbe Ooppelfleck am Zellende der Unterseite der Hflgl kann fehlen,
verwischt oder deutlich angelegt sein. Bei einigen ?? ist wie auf unserer Abbildung der gelbliche Wischfleck
zu beiden Seiten der Submediana der Oberseite der Vflgl deutlich bei anderen wiederum obsolet oder es sind
nur noch einige Stäubchen vorhanden. Von der Namenstype aetion differiert philomena durch die satter gelbe
Färbung der Oberseitenfleckung und die zurückgebildeten Submarginalstaubfleckchen und unterseits insbesondere
durch die Reduktion des bei aetion die ganze Mitte der Hflgl ausfüllenden Feldes. — sosisthenes snbsp. nov.
zeigt eine weitere Verminderung der gelben Streifen der Vflgl, nähert sich jedoch durch markante Discalmakel
der Hflgl. Unterseite wieder etwas der aetion von Aru. Britisch-Neu-Guinea, in ähnlichen Exemplaren auch
auf Woodlark, Rossel-Island und einigen anderen Satelliten des östlichen Neu-Guinea. — aetion Hew., nach
einem ? beschrieben, ist stets selten geblieben. Sie gleicht am meisten donata (130 a), 2 führt aber breiter
ausgeflossene schwefelgelbe Binden der Oberseite. Unterseits sind sowohl die weissen wie auch gelblichweisen
Felder ausgedehnter als bei ?? von Waigiu, Aru, von den Key-Inseln bisher nicht gekommen. — thilei Ribbe,
eine melanotische Rasse mit sehr kleinem Discalfleck der Oberseite der Hflgl. Herbertshöhe. — rugei Ribbe, gleicht
sehr den philomena Fruhst.-d'd' von Deutsch Neu-Guinea Die Halbbinde der Vflgl etwas verschmälert, aber länger,
der Unterseite der Hflgl fehlt das weisslichgelbe Discalfeld, das zu zwei winzigen Punkten reduziert ist. Neu-Hannover.
Tribus Apaturidi.
In dieser Gruppe treten zuerst die dornenlosen Raupen auf, im Gegensatz zu den bedornten, welche
alle vorhergehenden Gruppen besitzen Die Raupenform ist daher der Hauptcharakter, wodurch sich die
Apaturen einerseits von den bereits beschriebenen, anderseits von den Gruppen der Anaeen und Nymphaliden
im engeren Sinne (Charaxidi) unterscheiden. Die Raupen der Apaturen sind glatt oder auch mit sehr feinen
Wärzchen dicht besetzt, nach beiden Enden zu verjüngt und tragen nur auf dem Kopf 2 stumpfe oder an der
Spitze zweiteilige Hörnchen. Der. Schwanz endet in 2 kurze Spitzen, welche meistens dicht zusammengelegt
ergena.
albifera.
midia.
hegias.
plateni.
donata.
philomena.
sosisthenes
aetion.
thilei.
rugei.
696
DICHORRAGIA. Von H. Fruhstorfer.
nesimachus.
nesseus.
nesiotes.
sind und einen conischen Fortsatz bilden. Auf dem 7. Segment zeigt sich bei der erwachsenen Raupe der A.
Iris (bei südamerikanischen nach Dr. Müller auch auf 5 und 10) ein kurzer zugespitzter Fortsatz (Warze).
Die Puppen sind seitlich stark zusammengedrückt, auf dem Rücken meist mit einer stark hervorspringenden
Flglkante versehen und am Kopf in 2 Spitzen auslaufend. Das Geäder des entwickelten Schmetterlings zeigt
im allgemeinen den Typus der Vanessiden. Der Mediansporn fehlt vollständig und dieser Charakter unter¬
scheidet. die Apaturen sofort von den Limenitiden, von denen sie ja auch sehr scharf durch die am 1. bis 4.
Tarsusglied bedornten ¥¥-Vorderfüsse getrennt sind. Eine Verwandtschaft zu den echten Nvmphaliden scheint
ebenfalls durch das fundamental verschiedene Geäder ausgeschlossen zu sein, obwohl die Raupen den Charaxes-
Raupen am ähnlichsten sind. Hingegen ist wieder die Puppenform so abweichend, dass hiedurch die Ver¬
wandtschaft in der Raupenform vollständig aufgehoben wird. Die grosse Uebereinstimmung der Puppenform
von Apatura und Thaleropis mit Hypanartia (einer Vanessa sehr nahestehenden neotropischen Gattung) lässt
vermuten, dass die Apaturen den Vanessiden am nächsten stehen und daraus hervorgegangen sind. Die charak¬
teristische Herabbiegung des 2. Subcostalastes, welche die Argynniden, Diademen und Limenitiden so aus-
zeiclmet, aber den Vanessiden durchaus fehlt, wird auch bei keiner Apaturenform gefunden, wohl aber findet
man bei den letzteren einen anderen Vanessiden-Charakter, die Einmündung der hinteren Discocellulare der
Vflgl in den Rüg des 3. Medianastes, wenigstens noch in 2 Gattungen erhalten: Dilipa und Thaleropis (bei den
meisten fehlt die Querader. Auch die gleiche Redornung der ¥¥-Vorderfüsse, das Fehlen des Mediansporns
und dieselben Futterpflanzen (Urticaceen) spricht für die Verwandtschaft zu den Vanessiden. Schliesslich sei
auch noch daran erinnert, dass sich die charakteristischen Augen der Apaturen auch bei vielen Vanessiden
wenn auch nur rudimentär, aber stets genau in derselben Stellung nachweisen lassen. Die dornenlose Raupe
würde ihre Erklärung darin finden, dass die Dornen zurückgebildet, bezw. verkümmert sind, wie wir dies in
ähnlicher Weise bei Catagramma und Haematera finden. Die Generationsorgane der Apaturiden sind äusserst
charakteristisch durch den langen Penis und den namentlich in Anbetracht der Grösse der Imago auffallend
verkümmerten und fast stets scharf gekrümmten hakenförmigen Uncus. Valve in der Regel breit, gelegentlich
mit dorsalem Ansatz und fast immer mit scharfer distaler nach oben gebogener Spitze, welche bei einer
Gattung sich bis zur Uncusspitze erhebt und auch äusserlich sichtbar wird (Eulaceura). Saccus stets schnur¬
förmig. Die geographische Verbreitung der Apaturen ist sehr interessant, da sie sowohl den grossen östlichen,
als auch den nord- und südamerikanischen Faunengebieten angehören.
46. Gattung: IHcliorragia Btlr.
Diese schon wegen ihrer geographischen Verbreitung merkwürdige Gattung wurde von Felder und
Rüttler zu den Euthaliiden, von Dr. Schatz und Seitz zu den Apaturiden gestellt. In der Tat bildet
Dichorragia eine Transition von den Euthaliiden zu den echten Apaturiden, indem sie durch den kurzen Penis
die distal abgerundete Valve noch zu ersteren durch den gekrümmten Uncus die langen spitzen Palpen zu den
letzteren Beziehungen verrät. Das ausschlaggebende Merkmal der Raupenform ist uns noch unbekannt. Nach
Dr. Schatz sind die Vorderfüsse der ¥¥ bedornt. Dichorragia steht der papuanischen Gattung Äpaturina am
nächsten, unterscheidet sich aber von den übrigen Apaturiden durch die einfache, fast gerade Präcostalader,
welche an der Spitze schief abgeschnitten ist, während sie sonst meistens gegabelt oder nach aussen gebogen
ist. Die Figlzellen sind wie bei Äpaturina geschlossen; von dieser Gattung wird sie speziell noch durch die
viel grössere, stark nach innen gebogene mittlere Discocellularis und die längere Gabel des 4. und 5. Sub¬
costalastes getrennt. Geschlossene Flglzellen kommen unter den Apaturen nur noch bei Dilipa und Thaleropis
vor; hier zweigt sich aber nur 1 Subcostalast vor dem Zellende ab, bei Dichorragia stets zwei. Die äussere
Erscheinung der beiden sich sehr nahestehenden Arten ist so charakteristisch, dass sie mit keiner anderen
verwechselt werden können. Die Grundfärbung ist ein tiefes, mehr bläuliches Olivgrün, bedeckt mit schwarzen
und bläulichen Flecken. Vor dem Rand steht eine sehr feine, aber stark ausgeprägte weisse Zickzacklinie und
bei der einen Art ein breiter weisser Binden-Aussenrand der Hfl gl. Das für die Apaturen so charakteristische
Auge zwischen dem 1. und 2. Medianast ist auf den Vflgln durch einen weissen Punkt, auf den Hflgln durch
die stärkere Entwicklung gerade des hier stehenden Fleckens sehr schön angedeutet. Bewohner der tiefen
Täler im Himalaya; die javanische Inselrasse einer Art findet sich als auf die Berge zurückgedrängt. Von
der nördlichen D. nesimachus treffen wir noch Formen in Hondo und auf Formosa, den Philippinen, in ganz
Makromalayana, Celebes und den Sula-Inseln. Von den Molukken und Neu-Guinea kennen wir eine zweite
scharf getrennte Spezies.
D. nesimachus zerfällt in eine Reihe von Arealformen, von welchen die drei auch ins paläarktische
Gebiet übertretenden schon in Bd. 1 behandelt wurden. Es sind dies nesimachus Bsd. (Bd. 1 p. 168, Taf. 60 b)
das ganze Jahr über im Himalaya von Kulu an bis Assam vorkommend, die niederen Vorberge bewohnend,
ln Birma und Tonkin, wo ich die Form von Mai bis Juli beobachtete, wird nesimachus bereits sehr selten. —
nesseus Sm. findet sich in West-Cliina und nesiotes Frühst. (Bd. 1 S. 168, Taf. 60 b) nach dem Catalog von
1 Ausgegeben 5. VIII. 1913.
APATURA. Von H. Fruhstorfer.
697
Matsumaura von Hondo an südwärts bis zu den Liu-Kiu-Inseln. — formosanus Frühst. (114 b) ist nicht allzu
häufig auf Formosa, wo mir die schöne Form nur aus höheren Lagen zuging. Sehr nahe verwandt nesiotes
von Japan, nur eine stark verdunkelte Inselrasse darstellend, mit etwas geringeren und feineren Weisszeich¬
nungen als nesiotes und deshalb dem nesimachus Bsd. von Indien recht ähnlich, formosanus stellt, somit ein
Verbindungsglied zwischen der kontinental-indischen und japanischen nesimachus-LokaJdonn dar. — peisistratus
subsp. nov., das Gegenteil der vorigen Rasse, durch die bedeutendere Grösse und hell olivengrüne Grundfarbe
mit einem leichten goldigen Schimmer der Oberfläche, bereits der celebischen pelurius (114b) nahekommend.
Doch ist der Figlschnitt rundlicher und die grauweissen Submarginalstrigae entschieden breiter. Nach Sem her
gleichen im Juli und Oktober gefangene Exemplare den indischen Stücken, während solche aus dem Monat
März schmälere, aber schärfer hervortretende, weisse Submarginalzeichnung tragen. Philippinen, Type von
Mindanao in der Sammlung Semper, auch von Panaon gekommen, aber sehr selten. — pelurius Frühst. (114b),
die ansehnlichste bekannte Rasse, kenntlich an den deutlich hervortretenden grauweissen Streifen der Vflgl,
den grossen schwarzen Submarginalpunktflecken der Hflgl. Das ? ist noch lichter graugrün als das cf, unter-
seits mit auffallenden, w.eissen, zierlichen, terminalen Zackenbinden. Mir nur aus Nord-Celebes vorliegend, dort
von der Ebene bis etwa 1200 m Erhebung vorkommend. Von mir bei Toli-Toli im Dezember gesammelt.
harpalycus subsp. nov. stammt von der Insel Bangkai und differiert von pelurius durch das Zurücktreten
der weissen und violetten Zeichnung der Unterseite der Hflgl der ??; dagegen aber findet sich hier Ver-
grösserung der schwarzen runden Makeln. — peisandrus subsp. nov. wurde von Dr. Platen auf Sula-Mangoli
entdeckt und führt dunklere, sowie ausgedehntere Submarginalfleckung als pelurius. Die weissen Strigae der
Vtlgl schmäler, reicher violett überstäubt und schärfer abgegrenzt. Type gleich wie von harpalycus in der
Sammlung Staudinger des Rerliner Museums. — mannus Frühst., eine zwerghafte Rasse der Insel Java, ist
Sikkim-Exemplaren gegenüber charakterisiert durch die breiter ausgeflossenen und namentlich imterseits
prominenteren und reiner weissen Praeapicalstreifen der Vflgl. West- und Ost-Java, auf Erhebungen von 900 bis
1200 m. Sehr selten. — machates Frühst, bewohnt das nordöstliche und westliche Sumatra, sowie die Batu-Inseln.
Die cf cf sind grösser als Sikkim und Java-cfcf und differieren von ersteren durch die verloschenen, aber ver¬
breiterten Subapicalstrigae der Vflgl-Oberseite, welche schwarzgrau, anstatt weisslich gefärbt sind. Die Schwarz-
fleckung ist ausgedehnter wie bei Sikkim-cfcf, beim ? aber sind die Submarginalflecken der Hflgl blassgraugrün,
anstatt dunkelblau wie bei nesimachus typicus. Die Vflgl-Unterseite hat viel ausgedehntere, weisse Zeichnungen
als nesimachus. — derdas Frühst. Bei den cf cf ist die Schwarzfleckung der Flgl-Oberseite noch ausgedehnter
als bei machates und die Subapicalstrigae der Vflgl noch dunkler. Die subapicalen Strigae namentlich des
¥ auf der Vflgl-Unterseite sind kürzer, dafür verbreitern sich die schwarzen Makeln. Die Discalserie blauer
Punkte der Hflgl-Unterseite ist prominenter als bei Sumatra-Exemplaren. Süd- und Nord-Borneo. — niasicus
Frühst. ?. Differiert von derdas Frühst, aus Süd-Borneo und machates Frühst, von Sumatra, sowie den anderen
bekannten nesimachus- Rassen durch das völlige Verschwinden der grauweissen Subapicalbinde der Vflgl-Oberseite,
auch die übrige weisse Zeichnung der gesamten Oberseite wird zurückgedrängt. Die schwarzen Submarginal¬
punkte der Hflgl sind kleiner, dagegen vergrössern sich die medianen grünvioletten Längswische der Hflgl.
Insel Nias. — deiokes subsp. nov. bleibt in der Grösse hinter Assam-Stücken zurück, sich dadurch mannus von
Java anschliessend. Die Weisszeichnung der Oberseite ausgedehnter, aber mehr verwaschen, jene der Unter-
seite der Vflgl reiner als bei nesimachus von Nord-Indien. Perak, Malayische Halbinsel. Type in der
Sammlung Staudinger.
I). ninus führt auf den Vflgln statt den ante terminalen Spitzbogen zwei Reihen weisser Strichpunkte
und die Hflgl sind beiderseits mit schneeweissen distal schwarz umränderten Feldern belegt, welche je nach
der Lokalität an Ausdehnung variieren, ninus Fldr. (114b) bewohnt die Süd-Molukken und distinctus Itöb.
(114b ? statt cf) findet sich in Kaiser-Wilhelmsland, kenntlich an den verlängerten weissen Partien, rund¬
licherem Figlschnitt und geringer Grösse, cf vom abgebildeten ? nur durch etwas länger ausgezogene Vtlgl
und dunklere proximale blaugrüne Begrenzung des Randgebiets der Hflgl verschieden. Nach Dr. B. Hagen ein
rapider Flieger, der sich aber gewöhnlich nicht weit entfernt. Flugzeit von Juni bis November.
47. Gattung: Apatura F.
Ein vorwiegend paläarktisches Genus, das indessen durch einige endemische Arten im Himalaya ver¬
treten ist. Bewohner der Vorberge finden sich viele Formen auch in höheren Lagen. Zwei Artengruppen,
von denen Apatura einen mit der Valve gleichlangen, Rohana einen kürzeren Uncus als die Harpe trägt.
Valve breit, flussmuschelartig wie eine Anodonta geformt. Penis lang, degenförmig.
Ar teil gruppe Rohana Moore.
Unscheinbare Arten vorwiegend im makromalayischen Gebiet beheimatet. Geschlechter auffallend dichro-
istiscli. Strukturelle Unterschiede Apatura gegenüber unbedeutend nur die mittlere Discocellulare mehr abgerundet.
formosanus.
peisistratus .
pelurius.
harpalycus.
peisandrus.
mannus.
machates.
derdas.
niasicus.
deiokes.
ninus.
distinctus.
698
APA TUR A. Von H. Fruhstorfer.
A. parisatis eine formenreiche Species, von Hongkong bis Ceylon und in Makromalayana vorkommend,
leicht dem Generationswechsel unterworfen, mit fahler Trockenzeit- und grösserer farbensatter Regenzeitform,
cf schwarz, mit kleinem weissen hartnäckigen Präapicalpunkt und manchmal leicht gebräunter Apicalpartie
der Vflgl, ? rotbraun mit lichter gelben Binden. Rp bleich gelb-grün mit einem grünen Dorsal- und zwei eben¬
solchen lateralen Streifen; Kopf und Hörner schwarz; am Tage an der Unterseite der Blätter von Celtis
lycodoxylon stillsitzend, nachts fressend. Pp hellgrün, zusammengedrückt mit einer ventralen Reihe von scharf
parisatis. gekielten Vorsprüngen. Kopf mit langen Hörnern, parisatis Westiv. ( 1 1 4 e) von der wir die Form der
nassen Zeit aus Assam darstellen, findet sich vom Kumaon-Himalaya bis zu den Shan-Staaten verbreitet. Von
Sikkim, wo sich die cf cf bis 5000 Fuss Erhebung häufig vorfinden, während die ?? sehr selten sind, liegen
atacinus. mir nur kleinere Stücke mit lichter brauner Unterseite vor. - atacinus subsp. nov. bewohnt das südliche
Indien, wo sich die Rp auf Celtis tetranda Roxb. findet, atacinus ist eine Lokalform, welche sich camiba ( 1 1 4 e)
von Ceylon nähert. Die ?? sind aber grösser, heller rotbraun und mit ausgedehnterer Gelbstreifung. ? gleich-
camiba. falls selten. Die Form geht in den Nilgiris bis nahe zu 2000 m Höhe. — camiba Moore (I14e) wird im
Hügelland von Ceylon beobachtet, wo sie das ganze Jahr über vorkommt. Das von uns abgebildete ? gehört
tonkiniana. der Trockenzeitform an, jene der Monsunperiode sind grösser und mehr rotbraun. — tonkiniana Frühst.
cf 29 mm Vflgllänge ‘gegen 23 — 25 mm, der cf cf aus Siam und Sikkim und deshalb die grösste bekannte
parisatis- Rasse. Meinen fünf cf cf fehlt der weisse Apikalpunkt der Vflgl, den alle übrigen jicrmö^'s-Rassen
zeigen. Die Unterseite differiert von Sikkim- und Siam-Exemplaren durch die mindestens dreimal so breite,
hell blauweisse Discalbinde der Vflgl, auf den Hflgln fehlt dagegen die violette Submarginalbinde. Alle Figl
sind ausserdem unten breiter rotbraun bezogen. Das ? ist von ganz dunkel gelbbrauner Grundfärbung, mit
viel dunkleren, schwarzbraunen Flecken und Binden als Moore’s Fig. 2b, Taf. 194. Die Unterseite differiert
von Fig. 2 c durch die viel schärfer gezackten Discalbinden aller Figl und eine deutlich ausgeprägte, schwarze
siamensis. Submarginalbinde. Type von Than-Moi (Tonkin), Juni, Juli. — siamensis subsp. nov. (115 a). cf kleiner als
Tonkin-Exemplare, unterseits intensiver und ausgedehnter weisslich violett gefleckt, ? auffallend bleich gelb¬
braun, unterseits mit ausgedehnteren weissen Medianbinden als Sikkim- und Tonkin-??. Siam, von mir im
Januar auf etwa 300 m Erhebung in der Trockenzeit gesammelt. Vermutlich ähnlich auch auf der Malayischen
Halbinsel. ?? sind Blumenbesucher und halten sich hoch oben auf den Bäumen auf, die cfcf dagegen setzen
sich gern an feuchte Stellen auf der Erde oder auf Felsen. Die schwarzen Schuppen sitzen sehr lose, so dass
staarakius es schwierig ist, ein wirklich gutes Exemplar zu bekommen. — staurakius subsp. nov. entstammt der Insel
Hongkong und übertrifft selbst Tonkin-Stücke beiderlei Geschlechts an Grösse. ? ausserdem von lichter gelb¬
braunen Binden durchzogen, mit denen dunklere und ausgedehnte braunschwarze submarginale Schattenbinden
kontrastieren. Nach Walker nicht selten vom März bis Mai, die cfcf in der Sonne mit offenen Flgln spielend,
hainana. die ?? mehr den Schatten bevorzugend. — hainana subsp. nov. ist neu für die Insel Hainan. Es liegen mir
nur 2 cfcf der Regenzeit vor, welche sich von IJongkong-cfcf durch lichter rotbraune Basalflecken der Hflgl
sumatrensis. unterscheiden. — sumatrensis Stgr. ( 1 1 4 e) ist charakterisiert durch ausgedehnten und namentlich bei cfcf aus
dem Nordosten von Sumatra etwas heller rotbraunen Apicalflec-k der Vflgl. ? dunkler gelbbraun als ??
von siamensis. Nach Dr. Martin lieben es die cfcf sich an schlammigen und feuchten Stellen der Wege
anzusammeln, wo sie dann leicht durch Überstülpen mit dem Netz zu erbeuten sind. Es sind aber überaus
delikate Geschöpfe, deren tief samtschwarzer Anflug sich ebenso leicht verwischt wie der blaue Reif einer
Pflaume. Nach Dr. Hagen lieben es die cfcf auch am Kot der Musang (Palmenmarder) zu saugen, auf dem
sie fest sitzen bleiben. Die ?? sind wenig von kontinentalen Exemplaren verschieden, im Colorit eine Mittel¬
stufe darstellend von siamensis zu parisatis. Meine cfcf aus dem Padang-Bovenland, West-Sumatra sind etwas
javana. dunkler als solche aus dem Sultanat Deli. — javana Frühst. (115a), cf kleiner als cfcf aus Sikkim und auf
der Unterseite der Vflgl dadurch leicht zu unterscheiden, dass alle Flecken in der Zelle rotbraun, anstatt
schwarz gefärbt sind. Die Discalbinde der Ilflgl verläuft geradliniger und ist jenseits der Zellwand nicht schwarz,
sondern rotbraun. Das ? ist sehr variabel und es lassen sich eine hellgelbe Trockenzeit- und eine mehr
rotbraune Regenzeitform unterscheiden. Beide differieren von kontinentalen Stücken durch deutlichere, weisse
Submarginalpunkte der Vflgl und die dunklere Figlbasis. Ausserdem sind fünf weisse Subapicalpunkte vor¬
handen, während wir bei indischen Stücken nur 3—4 beobachten. Die Discalbinde auf der Figlunterseite ist
schärfer gewellt. Auch beim cf lässt sich eine Trockenzeitform mit fahlerer, farbenärmerer Figlunterseite, auf
der besonders das Violett verschwindet, feststellen. Ost- und West-Java, wo die Art von 2000 bis zu 4000
ruficincta. Fuss Höhe nicht selten vorkommt. — ruficincta Lathy ausgezeichnet durch besonders ansehnlichen Fleck im
Analwinkel der Hflgl-Oberseite. Nias, sehr selten, nur 2 cfcf in der Adam’s Collektion des Britisch Museum.
borneana. — borneana Frühst. Borneo-Exemplare differieren von solchen aus Sikkim und Siam durch das Auftreten
eines schwarzen Punktes zwischen dem ersten und zweiten Medianast der Vflglunterseite, ein Merkmal,
das sie mit nana Stgr. von Palawan gemeinsam haben. Von nana sind sie aber zu trennen durch
ihr grösseres Flglausmass und das obsoletere submarginale Schwarz, das im Costalteil der Vflgl und
zwischen den Radialen der Hflgl durch rotbraune Flecke ersetzt wird. Das ? fehlt mir leider; dieses wird
nana, noch erheblichere Differenzen aufweisen. Kina-Balu. — nana Stgr. habituell der javana Frühst, nahestehend,
differiert von dieser durch etwas dunklere Gesamtfärbung der Oberseite der ?? und markanter weiss
rhea. gefleckte Unterseite aller Figl. Palawan, sehr spärlich. — rhea Fldr. (116 a) eine seltene Rasse der Nord-
AP ATU RA. Von H. Fruiistorfer.
699
Philippinen, mir nur nach dem Exemplare von den Babuyanes der SEMPER-Collection in Frankfurt bekannt,
cf lichter braun als solche der Süd-Philippinen, ? mit etwas breiterer weisser Mittelbinde als die ?-Form
nilka Frühst, von Java. Flugzeit vom Januar bis Oktober. Babuyanes und Luzon. - miiidora Frühst. Das
cf differiert von Semper’s Fig. 2, Taf. 15, Sehmetterl. der Philippinen 1886, durch bedeutendere Grösse und
den hellbraunen Aussensaum der Flgl-Ober- und Unterseite. Vor dem Analwinkel der Illlgl lagert ein rot¬
brauner Keilfleck. Die schwarze Analocelle ist breit rotbraun umringelt, desgleichen die viel grössere schwarze
Ocelle zwischen dem 2. und 3. Medianast der Vflgl-Unterseite. Auf der Unterseite der Vflgl zeigt sich eine
weisse Discalbinde unterhalb der Zelle und eine ebensolche Submarginalbinde. Die Hflgl tragen einen rot¬
braunen Fleck vor dem Zellapex. Die Ocelle wie auf der Oberseite, dagegen ist der anale Keilfleck fast völlig
verschwunden. Mindoro. Verwandte Formen auch auf Bohol, Leyte und Siargao. - danae Frühst. Weisse
Discalbinde der Figl schmäler, die Submarginalbinde der Vflgl kürzer, aber prominenter als bei rhea Fldr. Mindanao.
— pagenstecheri Nicev. (115 a) wurde von mir in einem ? bei Toli-Toli, Nord-Celebes im Dezember gefangen. Die
Type stammt aus Dongala, wo sie Prof. Kükenthal aufgefunden hat. cf mir unbekannt. — macar Wall, (cf = athalia
Btlr .), eine kleinere Rasse des südlichen Celebes, von mir nahe dem Wasserfall von Maros im November angetroffen. Die
weissliche Mittelbinde reduziert, der gelbe antemarginale Anflug der Hflgl mehr verwaschen und verschwommen.
A. parvata Moore vermittelt den Uebergang zu den echten Apaturen, hat jedoch anderseits noch ganz
den Ao/mHff-ca»n6«-Färbungs-Charakter. Nur von Sikkim, Bhutan und den Khasia-llills bekannt, steigt sie in
Sikkim bis etwa 5000 Fuss empor, cf etwa von der Grösse der ansehnlichsten ?? von A. parisatis stauralcius
rotbraun mit gelber medianer Fleckung der Vflgl und einer schräg gestellten Mittelbinde der Hflgl von licht¬
gelber Färbung, welche nach aussen rötlich nachdunkelt. ? fehlt meiner Sammlung, matter braun als die cf cf
und auch auf den Vflgln mit deutlichem Ansatz eines hellen Medianfeldes.
A. nakula, eine zierliche Art mit polychromen-??, hat eine eigentümliche Verbreitung und ist bisher
nur von Sumatra, Java, und einigen Philipp! nen-Inseln bekannt. — artaxes Nicev. gleicht etwas der
nakula (115 a), doch zeigen die cfcf ein schmales rotbraunes Bindchen vor dem Apex der Vflgl und unterseits
eine continuierliche grauviolette Medianstreifung beider Figl. ? kleiner als rana-¥ mit zusammenhängendem
weissem Mittelfeld. Sehr selten. Vom cf hat Dr. Martin in 13 Jahren nur zwei oder drei Stück erbeuten
können, während die ?? etwas häufiger sind, aber sich auch nur auf der Battak-Hochebene von Sumatra
finden. — nakula Moore (115 a) wurde von mir in drei verschiedenen Hauptformen weiblicher Varianten auf
Java gefunden und zwar als fa. nakula Moore. Grundfarbe mattbraun, mit deutlichen, breiten, weissen Discal-
binden. auf allen Flgln. Ost-Java, Tengger-Gebirge, 2000 Fuss. ? fa. camiboides Frühst. Grundfarbe hell
ockergelb, #mit dunklerer Basalhälfte; Discalbinde hellgelb. Erinnert durch seine Färbung an ein helles ? von
camiba Moore und javana Frühst. Ost-Java. — ? fa. nilka Frühst. (116 a ?). Grundfarbe matt hellbraun, mit
dunkelbraunen Flecken in der Zelle der Vflgl und schwarzen Submarginalbinden. Die Discalbinde ist nur
noch auf der Unterseite weiss und oben dicht grau beschuppt; dies ist die häufigste Form. West- und Ost-
Java. Diese ?? erinnern bereits an die ?? der Trockenzeitform, welche ich als nakulina Frühst. (115a als
nakula -?) beschrieb. Die cfcf sind kleiner als jene der Regenzeit und nicht schwarz, sondern eigentümlich
fahlbraun, mit dunkelbrauner, fast zeichnungloser Unterseite. Die ?? sind graubraun, mit nur ganz leicht auf¬
gehellter Discalbinde, die dunkelgrau beschuppt ist. Die Flgl-Unterseite eigentümlich fahl kaffeebraun, mit
rötlich weissen Di sealbinden. Eine ähnliche Form hat Doherty auf Bali gefunden. — rana Stgr. (115 a) differiert
im ? von der hellen javanischen ?-Form nakula durch die geteilte und etwas verschmälerte weisse Mittelbinde
der Vflgl und gelbliche, statt weissliche Anterminalfleckung der Oberseite der Hflgl. ?? zahlreicher als die
cfcf. Flugzeit Januar.
Artengruppe Apatura F.
Fühler mit dickerer Kolbe als bei Rohana.
A. sordida Moore (= phaecia Hew .) (1 14e cf d ?), eine seltene Species, welche auschliesslich in Sikkim
vorkommt, wo sie im Oktober und November beobachtet wurde. ?? fehlt meiner Sammlung, das abgebildete
? besitzt Herr Prof. Dr. Seitz. Unterseite eigentümlich hechtgrau mit perlmutterfarbenen Querbinden der Vflgl.
Als modesta Oberth. wurde neuerdings eine Form aus Tseku, Yunnan beschrieben.
A. plesseni spec. nov. cf- Oberseite wie bei subalba Poujade. Nur der helle Costalfleck der Hflgl nicht rudimentär,
sondern bis zur Flglmitte durchgezogen. Unterseite silberweiss mit einer postdiscalen zu einer Binde vereinigten Reihe
weisser Flecken, welche schwärzlich umrandet sind und nach aussen von einer Serie gelbbrauner Snbmarginalmakeln
begrenzt werden. In der Basal- und Medianregion beider Figl einige hellblaue Wischflecken. — Formosa; ein cf in der
Sammlung des Entdeckers der Spezies, Baron von Plessen, München.
A. ambica, eine continentale Art von grosser Empfindlichkeit lokalen Einflüssen gegenüber, auch leicht
der Einwirkung der Jahreszeiten unterworfen; ein Factum, welches der Beobachtung bisher entgangen ist.
Auf den Inseln findet sich nur eine Form auf Sumatra, doch ist von Perak noch keine Ortsform bekannt, von
wo wir wohl eine solche noch zu erwarten haben. — ambica Koll. aus Kaschmir und Masuri fehlt meiner
Sammlung, ich vermute aber, dass sie von der östlicheren namouna Dbl. zu separieren sein wird. Von 5000
bis 8000 Fuss Höhe vorkommend, werden die cfcf stets als häufig, die ?? als grosse Seltenheit bezeichnet.
Rp durch Niceville zuerst beschrieben und nach seiner Abbildung beurteilt, dunkelgrün mit einer Rückenleiste,
kurzen Kopfhörnern und scharfer rotbrauner Hinterleibspitze. Die drei vorderen Segmente mit lateralen
mindora.
danae.
pagen¬
stecheri.
macar.
parvata.
artaxes.
nakula.
camiboides.
nilka.
nakulina.
t
rana.
sordida.
modesta.
plesseni.
ambica.
700
APATURA. Von H. Fruhstorfer.
Haarbüscheln. Pp blassgrün mit weisslichem Flaum bedeckt. Rp auf Ulmus wallichiana Planch. lebend. Imago
namouna. häufig in Mussorie vom April bis Juni, dann wieder September und Oktober. — namouna Dbl. wurde in der
Form der Regenperiode Rd. 1, Taf. 50 a cf und 55 d ? dargestellt, cf cf der Trockenzeitform sind erheblich kleiner und
haben die rotbraune Rinde der Unterseite der Hflgl kaum halb so breit. Die Oberseite variiert in der Weise, dass
der gelbrote Costalfleck der Hflgl entweder vorhanden, undeutlich sein, oder fehlen kann. Auch aberrative
bhavana. Exemplare sind benannt, so bhavana Moore (Lep. Ind. 1, p. 160) mit nur zwei, statt drei weissen Praeapical-
zanoa. punkten der Vflgl und zanoa Hew. ohne weisse Rinde der Oberseite der Hflgl, sowie verbreitertem braunem
Terminalsaum der Unterseite der Hflgl. Assam-cfcf präsentieren sich etwas grösser als solche von Sikkim
mit intensiverem Blauschiller,, kleineren weissen Submarginalpunkten der Hflgl-Oberseite und markanteren
garlanda. Braunbinden der Unterseite. — garlanda subsp. nov. bewohnt Ober-Birma und die Shan-Staaten. Die trans-
cellulare Weissfleckung der Oberseite der Vflgl unbedeutender als bei Sikkim-cfcf und die rotbraune Längs-
miranda. binde der Unterseite der Hflgl auffallend schmal. — miranda Frühst, unterscheidet sich von namouna Dbl.
durch grössere Flecken und breitere, weisse Binden auf allen Flgln. Die Hflgl sind noch ausgezeichnet durch
das Auftreten von zwei costalen und einem ausserordentlich verbreiterten, orangefarbenen Analfleck. Die braune
Submarginalbinde der Hllgl-Unterseite ist breiter als bei namouna aus Sikkim, die silberne Submarginalzone
erscheint dadurch verschmälert. Schmäler sind auch die silbernen subanalen Möndchen der Vflgl. Die Flecken
und Binden des ? sind rein weiss und nicht gelblich wie bei namouna von Sikkim. Diese prächtigen Tiere
verhalten sich wie Charaxes und kommen gern an verunreinigte oder mit faulenden Gegenständen bedeckte
Stellen und Steine an Flussufern. Sie setzen sich mit gefalteten Flgln und lassen ihre herrliche, silberne
claribella. Unterseite in der Sonne leuchten. Siam, Muok-Lek 1000 Fass, Januar-Februar. — claribella Frühst. (115b)
ist grösser als ihre übrigen Verwandten und hat einen lang ausgezogenen Apex. Die weissen Vflglflecken sind
grösser und die Medianbinden der Figl schmäler als bei namouna. Die Unterseite differiert von namouna und
miranda durch die stark verbreiterten, braunen Submarginalbinden, die sich in Gestalt von langen Zähnen in
die silberweisse Submarginalregion eingraben, claribella fand sich nur bei Than-Moi, Tonkin. Juni-Juli 1900.
martini. — martini Frühst, cfcf kommen der Trockenzeitform aus Sikkim durch ihre Kleinheit sehr nahe, bei genauem
Zusehen finden wir dann, dass alle Subapicalflecken rundlich und nicht eckig sind und dass die der Zelle
zunächst liegenden isoliert stehen. Die Grundfärbnng ist mehr braun als schwarz. Die Submarginalbinden
der Flgl-Unterseite sind dunkler braun und die braune Admarginallinie der Hflgl ist viel schmäler als selbst
bei Trockenzeit-m/wma/m-cfcf von Sikkim und Birma. Die grösste Differenz zeigt jedoch das ?. Ein solches
befindet sich in der Sammlung Doiirn in Stettin und soll nach einer Mitteilung des Herrn Dr. Martin ganz
schwarz sein. Montes Battak, Sumatra. Es ist ziemlich sicher, dass sich martini auch im gebirgigen Teil
der Malayischen Halbinsel vorfindet.
A. chevana verteilt sich in zwei Arealrassen auf indochinesischem Boden chevana Moore (116 a) von
Sikkim bis zu den Naga-Hills und Ober-Birma verbreitet, ist überaus selten. Das ¥ ist nur in einem Exemplar
aus der Collektion Druck London bekannt und differiert durch etwas breitere weisse Felder und das Fehlen des
blauen Schimmers, welcher die cfcf auszeichnet, leechii Moore (Bd. 1, p. 164, Taf. 51b) bewohnt West-China.
A. ulupi ist der älteste Name für die als A. fulva besser eingeführte Collectivspecies chinesisch-indischer
ulupi. Verbreitung, ulupi Doli., bisher nur in einem Exemplar aufgefunden, das sich in der ELWES-Collektion befindet,
fulva. ist kleiner und breiter schwarz umrandet als chrysolora (115 b). Von Margherita, Ober- Assam. — fulva Leech
subcaerulea. (Bd. 1, S. 64, Taf. 51a) erscheint in zwei ?-Formen subcaerulea Leech (Bd. 1, S. 163, Taf. 50 e) und sefia Frühst,
setta. 0]ine grau- oder grünlich-weisse Längsbinde der LIflgl-Oberseite. Mir liegt ein ¥ vor, bei dem diese Binde
völlig fehlt, dafür erscheint eine Reihe von 3 rötlichgelben rundlichen Makeln jenseits und distal der Htlglzelle.
dubernardi. Vielleicht ist dieser Unterschied der Rasse von Tien-Tsuen eigen, woher meine Type stammt. — dubernardi
Oberth. wurde bei Tseku (Yunnan) gefunden und nähert sich durch die kleine Gestalt, dunklere Färbung wieder der
chrysolora. ulupi Doli. Von der distinkten Inselrasse chrysolora Frühst. (115b) (= una Wilem.) die paradoxerweise eine Aufhellung
der kontinentalen fulva Leech darstellt, mit verringertem schwarzem Apicalbezug und ganz schmaler schwarzer
Makel am Zellschluss der Vflgl, gingen mir neuerdings 3 äusserst differenzierte ?¥-Formen zu, davon als die
formosana. häufigste formosana Moltr. analog subcaerulea Leech, aber mit reinweissen, statt gelblichen Längsbinden aller
pseudo- Figl auf lichtem grünem Grunde. Unterseite aller Figl mit hellgrünem Basalfelde. Forma pseudopailas Frühst.,
pallas. cjje wegen ihrer Aehnlichkeit mit pallas Leech so getauft wurde und die schmale satt ockergelbe Binde aut
pseudo- dunkelgrünem Grunde aufweist. Unterseite mit dunkel moosgrünem Basalfeld. — pseudofasciola form, nov., so
fasciola. genani,t weil sje Apatura fasciola Leech (Bd. 1, S. 164, Taf. 51a) vortäuscht durch die lebhaft ockergelbe Färbung
der lichten Felder der Oberseite. Insel Formosa, im Gebirge, cf nicht selten. Eine der vielen Entdeckungen Sauters.
dia. A. ilia tritt als here Flclr. (Bd. 1, S. 162, Taf. 50 e) auf indischen Boden über, Bingham meldet sie von
here. Ober-Birma und den östlichen Shan-Staaten. — nikosia subps. nov. Eine verdunkelte Inselrasse, welche here
nikosia. fp,]r_ auf Formosa ersetzt. Sie differiert von den japanischen und chinesischen Vicarianten durch bedeutendere
Grösse und breiter ausgeflossene Schwarz fleckung. Formosa. Type 1 ¥ in der Coli, von Plessen, München.
A. iris recidiva Stich. (Bd. 1, S 161) wurde 1912 als clinjsina Oberth. nochmals benannt.
chevana.
, leechii.
recidiva.
D1LIPA; SEPHISA. Von H. Fruhstorfer.
701
48. Gattung: Dilipa Moore.
Die Gattung Dilipa unterscheidet sich von Apatura nicht allein durch die behaarten Augen und die
geschlossenen Flglzellen, wie Moore angibt, sondern auch und hauptsächlich durch den 2. Subeostalast, welcher
in ziemlicher Entfernung nach dem Zellende entspringt. Ausserdem ist auch die Präcostale 2-gablig und die
cPcP-Vorderfüsse seidenartig behaart; der Tarsus länger als Tibia und diese etwas kürzer als der Femur. Die
Tibia ist an ihrem Ende schwach verdickt. Palpen und Fhlr wie bei Apatura. Vgl. Bd. I, S. 165.
D. morgiana Westw. (116 a) hat ein auffallend vom c P verschiedenes ? mit weissen leichthin violett
überhauchten statt goldgelben Flecken. Unterseite der Vflgl der cPcP rotgelb mit grünlichbraunem Apex und
fahl ockergelben distal grünlich überhauchten Hflgl. ? mit weissen statt gelben Partien der Vflgl und einer
weissen im Mediangebiet verbreiterten Binde der Hflgl. Von Kaschmir an über Nepal bis Assam und Ober-
Birina verbreitet, aber überall selten. Vom ? sind nur ein paar Exemplare vorhanden, welche bei Simla im
West-Himalaya und Margherita in Ober-Assam gefunden wurden. Oberthür meldet, dass der Falter am
Schwarzen Fluss in Tonkin ziemlich häufig sein soll. Flugzeit das ganze Jahr- über; ein cP aus Sikkim in
meiner Sammlung vom Oktober, während bei Fort Stedman in Ober-Birma cf cP im Juli beobachtet wurden.
Als Höhengrenze werden 2000 m Erhebung im West-Himalaya angegeben. cPcP in Mussorie auf Berggipfeln
im April, Mai und September. ? im September.
D. fenestra Leecli (Bd. 1, S. 165 Taf. 51c) ersetzt morgiana in China.
49. Gattung: Si-pli isa Moore.
Interessant wegen dem Polychromismus der ??. Nur zwei continentale Arten bekannt, welche neuer¬
dings auch auf Formosa entdeckt wurden. Uncus und Valve gleich lang wie bei Apatura, Valve aber distal
ungewöhnlich breit, scharf abgeschnitten ohne die fingerförmige Spitze der Valve von Apatura.
S. dichroa verteilt sich auf folgende Arealrassen: dichroa Koll. (Bd. 1, S. 165, Taf. 56a) hauptsächlich
im West-Himalaya. Ein rascher Flieger etwa bis 2000 m Meereshöhe vorkommend. — princeps Fixs. liegt
mir vom Amurgebiet vor und ist etwas grösser und fahler rotgelb als cauta Leecli, welche im Bd. 1 als
princeps (56 b) dargestellt wurde. Die Form albimacula Leecli wurde neuerdings als leeclvi Obertli. als aus
Tseku in Yunnan stammend vermeldet und in den Et. Lep. Comparee abgebildet. Als S. daimio Mats, wurde eine
Art der Insel Formosa beschrieben, doch sind mir von dort nur 2 Exemplare bekannt, welche sich durch rein
weisse Partieen der Unterseite der Pfügl auszeichnen.
S. chandra bereits im Bel. I, S. 165 behandelt. Verteilt sich auf zwei geographische Rassen, chandra
Moore mit auffallend veränderlichen ??, welche insgesamt vom cP differieren durch rundlichere Vflgl. Die
seltenste Form ist cP-ähnlich mit hellgelben distal weisslich begrenzten Feldern der Hflgl. — atiya form. nov.
hat ausgedehnte weisse Transcellular-, lichtblaue Medianflecken der Vflgl und rein weisse Partien der Hflgl. -
djalia form. nov. kommt am häufigsten nach Europa. Transcellularmakeln der Vflgl klein, gelblich weiss,
Medianmakeln dunkelblau und die discalen Partien der Hflgl striemenförmig stahlblau. — veria form. nov.
gleicht der vorigen, doch verringern sich die Discalflecken der Hflgl zu rundlichen Punkten und im Tring-
Museum endlich befinden sich ?? mit ausgedehnten weissen Apicalflecken der Vflgl, welche im übrigen die
Zeichnungscharaktere von djalia aufweisen. Heimat fast aller ??-Aberrationen Sikkim. Generationsorgane
mit distal abgeschnittener, muldenförmiger Valve und dadurch leicht von Apatura zu separieren. — androdamas
Frühst. *(11 4 c) (= rex Wilem.). cP Kleiner als chandra Moore. Hflgl ober- und unterseits lichter gelb.
Unterseite der Hflgl mit breiterem violetten Bezug der Submarginalregion, grösseren violetten Subanalfleck,
erweiterten schwarzen Binden in der Discalregion. Zwischen den Radialen relativ breitere und heller weiss¬
graue Flecke als bei chandra Moore. Beim ? ist die Differenzierung viel weiter vorgeschritten, besonders auf
der Unterseite, wo die weisslichgrauen Submarginalstriche kräftiger angelegt erscheinen. Die Hflgl tragen
ausgedehntere weisse Terminalflecke, breitere gelbe Submarginal- und Subbasalmakeln. Auch die Weissfleckung
der Hflgl befindet sich in der Progression, eine Erscheinung, die besonders auf der Oberseite der Hflgl zum
Ausdruck kommt. Kosempo. 2. 14. Juni 1908. Gattung und Species neu für Formosa! Zoogeographisch
von grosser Bedeutung, da die x4rt östlicher als Nord-Siam bisher nicht gefunden wurde, in West-China fehlt
und vermutlich via Tonkin und Süd-China nach Formosa gelangt ist.
*) Name von ayhoohauag Männer bändigend und zugleich Bezeichnung für einen würfeligen, silber¬
farbenen Edelstein, dem Markasit verwandt.
morgiana.
fenestra.
dichroa.
princeps.
cauta.
albimacula.
daimio.
chandra.
atiya.
djalia.
veria.
androdamas.
702
EULACEURA; SASAKIA. Von H. Fruhstorfer.
50. Gattung: Eulaceura Btlr.
Diese monotypische Gattung schliesst sich eng an Apatura an, von welchem Genus sie strukturell nur
durch den kürzeren vorderen Medianast zu trennen ist. Der Fundamentalcharakter liegt vielmehr in den
Greiforganen. Uncus klein, mit scharfer nach unten gebogener Spitze. Valve äusserst interessant durch die
steil vertical aufgerichtete scalpelförmige und über die Uncusspitze hinausragende Verlängerung, deren Basis
tief ausgebuchtet erscheint und deren distaler Teil auch äusserlich sichtbar ist, so dass Butler darauf hin
sein Genus begründete.
A. osteria verteilt sich in einer Anzahl z. T. scharf getrennter Rassen über Makro malayana. Die
osteria. Weissbänderung der heteromorphen Geschlechter je nach der Heimat variierend, osteria T Vestw. (116 c) (? =
panchaea Fldr.) wurde auf Java entdeckt, wo die Art ausserordentlich selten ist. Mir sind in drei Jahren nur
drei ? und ein cf zugänglich geworden, welche dem Westen der Insel entstammen und dort auf etwa 600 m
Erhebung fliegen. ? etwas veränderlich, ausser der abgebildeten Form besitze ich auch eine dunklere mit schärfer
abgegrenzten Binden der Hflgl, welche aber viel schmäler sind . und reicher purpurn überflogen aussehen.
nicomedeia. Auch die Mittelbinde der Vflgl ist im Abnehmen. — nicomedeia subsp. nov. liegt mir in einer Reihe von cf cf
aus dem Nordosten von Sumatra und dem Padang-Bovenlande von West-Sumatra vor, woher auch ein ?,
das in der Nähe von Padang-Pandjang gefunden wurde, stammt. Figlform des ? spitzer als beim ? von osteria,
die transcellulare Partie der Vflgl mehr verwischt, bei einem ? des Tring-Museums ausserdem grau überdeckt.
bipupillata. Medianflecken der Vflgl mehr blauweiss, die helle Medianzone der Hflgl eingeschränkt. — bipupillata Lathy
wird nach einem ? der ADAMS-Collection am British-Museum und einem zweiten des Tring-Museums beurteilt.
Das ? ist charakterisiert durch ein das gesamte Submarginalgebiet beider Figl durchziehendes milchweisses,
bindenartiges Feld, von dem wir bei anderen Inselformen nur schwache Spuren bemerken und das ausser-
kumana. dem mit 2 intermedianen Ozellen besetzt ist. Insel Nias. — kutnana subsp. nov. wird nach einem ? aus
Perak und Penang des Tring-Museums aufgestellt, welches von ?? aus Borneo seinerseits wieder abweicht
durch reiner weisse und verbreiterte Discalzone beider Figl. Zu kumana gehören vermutlich auch jene Exemplare,
jembala. welche zuerst durch Niceville aus Süd-Tenasserim vermeldet wurden. — jembala subsp. nov. mit der Type vom
Berg Marapok in Borneo und einem von Waterstradt gesammelten Exemplar der STAUDiNGER-Collection in
Berlin, kann als die dunkelste Rasse aufgeführt werden. Die weissen Makeln der Vflgl völlig isoliert, stark
verkleinert, die weissen Binden der Hflgl durch graue ersetzt. Die Blattspitzen -Zeichnung der Hflgl schärfer
als bei Sumatra-Stücken, aber purpurn überhaucht, cf cf meiner Sammlung von cf cf aus Sumatra und Singa-
sitarama. pore sofort abzusondern durch die kaum halb so breite Medianbinde der Vflgl. — sitarama subsp. nov. eine
erstaunliche Entdeckung der neuesten Zeit, führt im cf auch weisse Flecken jenseits der Zelle der Vflgl.
Habitus grösser als bei Perak-cfcf. Type im Tring-Museum, Heimat die Insel Hainan. Nach Dr. B. Hagen
ist E. osteria ein ausserordentlich rascher, aber sehr kurzer Flieger, der sich mit flach ausgebreiteten Flgln
immer nur an die Unterseite der Blätter setzt, so dass er dem Auge völlig entschwindet. Der Fänger muss
sehr aufpassen, weil der Falter in seiner schnellsten Flucht plötzlich innehält und in eleganter, unerwarteter
Wendung unter einem Blatt verschwindet.
51. Gattung: Nasakia Moore.
Klammerorgane mit auffallend kleinem, kurzem, schlankem Uncus und sehr breiter Valve, deren lang aus¬
gezogene Spitze jener der Gattung Apatura gleicht, jedoch weit über den Uncus hinausragt. Nur zwei Species,
von welchen Vertreter jetzt auch auf Formosa und in der Provinz Yunnan entdeckt wurden. Vgl. Bd. I, S. 166.
charonda. S. charonda von der die nördliche insulare Zweigrasse charonda Hew. schon (Bd. I, S. 166, Jaf. 51 d)
behandelt wurde. Japan von der Nordinsel bis Kiushiu. Nach Matsumara auch auf Formosa, doch habe ich
coreana. dortige Exemplare nicht gesehen. — - coreana Leech (Bd. I, S. 196, Taf. 52 a) geht südwärts bis Szetchuan.
ynnnanensis. — yunnanensis subsp. nov. zeichnet sich durch intensiveres und helleres Blau der Oberseite vor japanischen
charonda aus. Vflgl mit hellgelben Makeln, ebenso die Hflgl, auf welchen sich unterseits lichtgelbe Flecken
von hellgrünem Grunde deutlich abheben. Yunnan, ohne näheren Fundort. Type im Tring-Museum.
funebris. S. funebris, bisher nur aus China bekannt, wurde jetzt auch auf Formosa entdeckt. — funebris Leecli
(Bd. I, S. 166, Taf. 52 a) stets sehr selten. West-China, genestieri Oberth. (Bd. I, S. 166) aus etwa 2000 m
fulguralis. Höhe von Lutsekiang in der Provinz Yunnan, sind die continentalen Formen und als fulguralis Mats, ist eine
sehr seltene (mir fehlende) insulare Rasse beschrieben, von welcher wir aus Mangel an autentischem Material
die Originaldiagnose copieren. Der Färbung und Form nach S. funebris Leech aus China ähnlich, weicht
aber ab in Folgendem: Vflgl oben in der Discoidalzelle mit zwei karmoisinroten Querflecken, von denen der
innere etwas L-förmig ist. Unten heller als oben, die rötlichen Flecke grösser und deutlicher, an der äussersten
DIAGORA; HESTINA. Von H. Fruhstorfer.
703
Basis auch mit einem rötlichen Fleck. Hflgl oben auf dem Analwinkel mit einem rötlichen Längsfleck und
den Rand entlang mit einer Reihe von rötlichen Flecken, von denen der innerste am deutlichsten ist. Unten
heller, nahe an der Wurzel mit 3 rötlichen Flecken, welche schwärzlich gesäumt sind; der Ird ziemlich weit
ausgedehnt rötlich, alle Zellen am Rande mit je einem rötlichen Fleck. Palpen unten und Kragen karmoisinrot;
Vordertibien vorwiegend rötlich. Länge: cf? 25 — 28 mm; Flglspannung 70 — 85 mm. Formosa (Horisha).
52. Gattung: IMagora Snell.
Die unter dem jüngeren Namen Parhestina Moore besser eingeführte Gattung hat ihren Hauptsitz in
China und Japan, von wo aus Ausstrahlungen nach Formosa, in die Shan-Staaten und den Nordwest-Himalaya
erfolgt sind. Die einzelnen Arten täuschen gewisse Pieriden und noch mehr Danaiden vor, ohne jedoch an
ein bestimmtes Modell gebunden zu sein, so dass weder von Convergenz noch Miinetismus die Rede sein kann.
(Vgl. Bd. I, S. 167)
D. persimilis verteilt sich auf zwei Ortsrassen im Himalaya. zella Btlr., eine grössere Form mit
ausgedehnteren weisslichgrünen Feldern und dementsprechend verminderter Schwarzfleckung der Oberseite als
bei der Namenstype von Sikkim und Nepal. Rp durch Niceville zuerst abgebildet, auf Celtis australis L., grün
mit Dornen an den Seiten eines jeden Segments, jene am Kopf am längsten. Pp zusammengepresst mit einer
Kiellinie und rotbraunen Bauchringen. Imago von 4 — 7000 Fuss in lichten Wäldern oder Fruchtgärten an reifen
Pflaumen und Aprikosen, auf welchen die Falter sitzen, wenn die Früchte noch am Baume hängen und auch
wenn sie abgefallen sind. — persimilis Westw. ( 1 1 6 d) mit ??, welche nur wenig grösser als das cf sind.
Nepal und Sikkim, selten auf geringen Erhebungen, ln meiner Sammlung befindet sich eine extreme Trocken¬
zeitform, welche ganz verloschene schwarze Zeichnungen aufweist und in der Ausdehnung der lichten Partieen
sogar normale zella von Kaschmir übertrifft.
D. nicevillei Moore muss vielleicht in die Nähe von subviridis Leecli gestellt werden. Es ist nur ein
cf aus dem Nordwest-Himalaya bekannt, welches Niceville im Jahre 1879 auf einem Waldwege Ende Mai
nahe Chumba gefangen hat. Oberseite mit einer Zeichnung, welche an P. macareus gemahnt, gelblich mit
schwarzer Umrahmung und ebensolchen Adern. Unterseite mit zierlichen schwarzen Gittern und breitem
gelbem Saum im Submediangebiet.
D. mena der älteste Name für eine Reihe ansehnlicher Formen, welche gleichfalls von China aus¬
gehend, im Süden die Shan-Staaten und Ober-Birma erreicht haben. — mena Moore, ohne nachweisbaren
Fundort, dürfte dem oberen Birma entstammen, gleicht etwas einer Calinaga und in der Verteilung der
Schwarzzeichnung der nigrivena Leech (Bd. I, S. 167, Taf. 60b) Grundfarbe gelblich mit einer Reihe von
platten schwarzen Sub marginalmakein der Hflgl. viridis Leech ist eine grössere, grünliche Form aus Central-
China. nigrivena Leech mit länglichen schwarzen Anteterminalstreifchen der Hflgl, welche in einem gelblichen
Felde stehen. Nach Walker in Hongkong, aber noch häufiger in lvowlung und Kanton, wo sie im April und
Mai in Anzahl fliegen. Rp nicht unähnlich jener von Apatura ins, grün und in eine grüne Puppe sich ver¬
wandelnd. — subdecora Frühst., ohne sichere Heimat (vielleicht Hongkong?), differiert von den mir bekannten
chinesischen Formen durch das Fehlen der schwarzen intranervalen Fleckchen der Hflgl. Grundfarbe etwa die
Mitte zwischen mena Moore und viridis Leech haltend.
D. japonica (Bd. I, S. 167, Taf. 56 b, c) ist in einer Lokal- oder Zustandsform in meiner Sammlung
vertreten, welche noch nicht beschrieben ist: yata subsp. oder form. nov. hat eine vorwiegend grünliche
Färbung und die schwarze Zeichnung mehr erloschen als die sonst nahestehende Form australis Leech. Japan,
ohne genauere Lokalität in der Coli. Fruhstorfer. — manja subsp. nov. ? kleiner als japonica mit ver¬
mehrter Schwarzfleckung der Oberseite der Vflgl. Formosa, selten.
53. Gattung: Hestilia Westw.
Strukturell so nahe der vorigen Gattung, dass sie frühere Autoren als damit zusammengehörig be¬
trachteten. Im ersten Band wurden die Hestina zwischen die Limenitiden und Vanessiden eingeschoben, doch
widerspricht dieser Einteilung der anatomische Befund, welcher Hestina unbedingt zur Apaturide stempelt, durch
den langen Penis, den fadenförmigen Saccus und die durchaus apaturoide Valve wie auch den kurzen,
zarten Uncus. Valve äusserst einfach, ebenso lang wie der klncus, ohne die zipfelförmige Verlängerung von
Apatura und Sasakia. Auf die innerhalb der Gattung wechselnde verschiedenartige Stellung des dritten Sub-
costalastes hat Dr. Schatz bereits hingewiesen; jedenfalls bedarf die Absplitterung von Diagora Snell. von
Hestina der Nachprüfung. Jugendstadien noch nicht bekannt. Verbreitung von China und dessen Inselsatelliten
an bis Makromalayana und Celebes.
zella.
persimilis.
nicevillei.
mena.
nigrivena.
subdecora.
japonica.
yata.
manja.
704
CALINAGA. Von H. Fruhstorfer.
H. nama eine häufige Spezies, welche zu klimatischer und geographischer Variabilität neigt. —
nama. nama Dbl. (Bd. I, S. 193, Tal. CO a) erscheint in einer rotbraun umrahmten Trockenzeitform und einer schwarz-
braun gesäumten Generation der Monsunperiode, doch sind Uebergänge zwischen beiden vorhanden.
Assam-Exemplare sind grösser als solche von Sikkim und Bhutan. Tonkin-??, von welchen wir 116 d eines
abbilden, fahler und schmäler braun umgeben. Auf Hainan finden sich relativ kleine Stücke von Trockenzeit-
Charakter. melanina Oberth. (Bd. I, S. 193 bereits erwähnt), ist auf eine melanotische Fehlfärbung basiert.
Flugzeit das ganze Jahr über; meist sehr häufig, nama ist einer der vollkommensten Mimetiker. Betrachtet
man nama in der Sammlung und vergleicht sie mit Danaiden, so findet man die Aehnlichkeit nicht so be¬
deutend. Anders aber, wenn die Falter fliegen. Es ist dann dem menschlichen Auge unmöglich, zu erkennen,
was sich bewegt. So oft ich schon getäuscht war, immer und immer glaubte ich in Tonkin eine Danais tytia
oder melaneus erhascht zu haben, um dann beim Oeffnen des Netzes zu finden, dass es doch eine nama war.
Gelegentlich geht auch nama an feuchte Ufer und setzt sich mit geschlossenen Flgln auf den Sand. Auch
dann gleichen sie so vollkommen den Danaiden, dass ich immer und immer wieder glaubte, ich hätte eine
namida. Danais vor mir, die in jenem Teil Tonkins merkwürdig selten waren. — namida Frühst. (116 d). Costalsaum
der Vflgl breiter schwarz, alle weissen Strigae und Flecken, namentlich auf den Hflgln schmäler, kleiner und
breiter; Hflgl sehr viel spitzer als bei nama und reicher rot gesäumt. Unterseite: Apikalteil der Vflgl braun¬
schwarz anstatt rötlich. Hflgl breit braun umrandet mit eine